Leserpreis 2018

KerstinThs Bibliothek

521 Bücher, 395 Rezensionen

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Die kleine Hummel Bommel entdeckt die Wiese

Britta Sabbag , Maite Kelly , Joëlle Tourlonias
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 15.02.2019
ISBN 9783845830131
Genre: Kinderbuch

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Sind wir noch ganz sauber?

Hanne Tügel
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 07.02.2019
ISBN 9783841906564
Genre: Sachbücher

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27 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Und sie fliegt doch

Dave Goulson , Sabine Hübner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 28.07.2014
ISBN 9783446440395
Genre: Sachbücher

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31 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

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Jetzt gehörst du mir

Tania Carver , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.01.2019
ISBN 9783548290461
Genre: Krimi und Thriller

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88 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Denn mir entkommst du nicht

Christine Drews
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.05.2016
ISBN 9783404173556
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Antonio muss auf seiner Joggingrunde einen Mord mitansehen. Zu allem Übel kennt er auch noch die Tote aus seinem früheren Leben. Dem nicht genug, nun scheint er auch noch auf der Liste des Mörders zu stehen. Ein neuer Fall für die Münsteraner Ermittler Charlotte Schneidmann und Peter Käfer.

 

Spannend war es! Allerdings hat mir der Nachfolgeband besser gefallen. Teilweise wurde es hier bei „Denn du entkommst mir nicht“ etwas zäh, aber dennoch nicht langweilig. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist flüssig zu lesen und die vielen Dialoge lockern den Lesefluss auf. Erzählt wird die Handlung zum einen aus Sicht der Ermittler und zum anderen aus Sicht von Antonio, der sich in den Fängen einer Verschwörung wiederfindet. Es war spannend und als Leser hat man die Möglichkeit mit zu rätseln und selbst die Puzzleteile zusammen zu setzen. Dieser Krimi endet mit einem Cliffhanger, das mag ich eigentlich nicht, da ich allerdings den Nachfolgeband schon vor diesem Band gelesen habe, weiß ich ja nun schon, wie es weitergeht. Dazu muss ich sagen, dass der Fall abgeschlossen wird! Der Cliffhanger bezieht sich auf die Ermittler.

Die Charaktere sind Christine Drews gelungen. Charlotte, die im Mittelpunkt steht, ist mir sehr sympathisch. Auch ihr Kollege Peter Käfer ist mir sympathisch. Allerdings bekommt er nicht so viel Platz in der Geschichte. Da Charlotte häufig Alleingänge macht, steht sie eben häufig im Mittelpunkt der Erzählung. Schön finde ich, dass es immer einige Beteiligte gibt und man mit der Zeit jeden verdächtigt, da sich einfach jeder etwas zu Schulden kommen lassen hat.

Mit hat dieser Krimi gut gefallen. Es war spannend, ich konnte miträtseln und tappte bis 20 Seiten vor Schluss bezüglich des Täters im Dunklen. Allerdings hätte es gerne noch spannender sein können. Deshalb vergebe ich vier von fünf Sternen.

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Tags: abtreibung, dt autor, münster, schuld, vergangenheit   (5)
 

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5 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Als die Tage ihr Licht verloren

Stephanie von Hayek
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.03.2019
ISBN 9783866124660
Genre: Romane

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97 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

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Grenzgänger

Mechtild Borrmann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.10.2018
ISBN 9783426281796
Genre: Historische Romane

Rezension:

1947, an der deutsch-belgische Grenze, schließt sich die 17-jährige Henni den Kaffee-Schmuggler an. Als an der grünen Grenze zu viele Zöllner auftauchen, beschließt sie allein weiter zu machen. Sie braucht das Geld. Sie muss für ihre Familie allein aufkommen und verhindern, dass sie alle ins Heim kommen. 

Nach dem Klappentext hatte ich einen Roman mit dem Fokus aufs Schmuggeln gerecht. Doch es kam anders. Es geht um eine tragische Familiengeschichte, die von Mechtild Borrmann sehr anschaulich, authentisch und fesseln geschrieben wurde. Es hätte mich nicht gewundert, wenn der Geschichte eine wahre Begebenheit zugrunde liegt, aber es handelt sich um fiktive Personen und fiktive Schicksale.

Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass ich das Buch innerhalb eines Tages gelesen habe. Das sagt ja alles. Dieser Roman hat mich richtig gefesselt. Das lag zum einen natürlich an der Handlung an sich, aber sicherlich auch am Aufbau des Buches. Immer im Wechsel findet sich der Leser in der Gegenwart (hier 1970) und in der Vergangenheit (Ende 40er/Anfang 50er) wieder. Die Gegenwart enthält Hennis Gerichtsverhandlung. Die Vergangenheit wird zum einen aus der Sicht von Elsa, Hennis Freundin, erzählt und zum anderen aus Thomas‘ Sicht, er ist ein Heimkind. 1970 steht Henni vor Gericht, doch der Leser erfährt erst nach und nach, auch durch die Rückblenden, was der Anklagepunkt ist. Sehr schön fand ich, dass sich alles nur nach und nach aufgeklärt hat und eben alles nicht so war, wie es auf den ersten Blick aussah.

Die Charaktere haben mir gefallen. Sie waren sehr unterschiedlich und über Hennis, Elsas und Thomas‘ Gedanken erfährt der Leser sehr viel. Ich konnte all ihre Handlungen nachvollziehen. Wie auch die ganze Geschichte wirkten auch die Charaktere sehr authentisch und realistisch. Wodurch es ein Leichtes war, sich in sie hineinzuversetzen. Henni ist eine Kämpferin. Als ihre Mutter früh stirbt kümmert sie sich um ihre drei Geschwister, da ihr Vater, ein Kriegsveteran, dies nicht schafft. Auch wenn es hoffnungslos scheint, gibt Henni nicht auf! Das hat mir gut gefallen. Thomas spricht in seinen Passagen die Missstände in Kinderheimen in den 50er an. Elsa bildet den Rahmen der Geschichte. 

Mich hat dieser Roman begeistert. Ich konnte ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen und deshalb vergebe ich volle fünf von fünf Sternen und spreche eine klare Leseempfehlung aus!

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Tags: deutsch-beligische grenze, dt autor, eifel, familie, heim, nachkriegszeit, schmuggel   (7)
 

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31 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Der Hunger der Lebenden

Beate Sauer
Flexibler Einband: 385 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.01.2019
ISBN 9783548291215
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der zweite Fall für Polizeiassistentin Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei in Köln und Richard Davies von der Royal Military Police. Wir schreiben das Jahr 1947. Der deutschen Bevölkerung steht ein Jahrhundertsommer bevor. Friederike Matthée lebt mittlerweile mit ihrer Mutter in einer Schrebergartensiedlung und Richard Davies kehrt aus England zurück, da im Bergischen drei Leichen britischer Soldaten gefunden werden. Derweil ermittelt Friederike Matthée am Fall von Ilse Röder – sie wurde in ihrem Haus, ebenfalls im Bergischen, brutal ermordet. Dann zeigt sich, dass die beiden Fälle wohl zusammengehören.

Mir hat dieser Kriminalroman gut gefallen. Die Zeit – der Krieg ist vorbei, die Siegermächte herrschen über die Bevölkerung, welche großen Hunger leidet – wurde sehr gut beschrieben und es kam sehr authentisch rüber. Der gesamte Hintergrund zu diesem Kriminalfall wirkt gut recherchiert. Das zeigt sich auch im Anhang, in welchem historische Fakten aufgezählt werden, welche hier verwendet und auf welche Weise sie an die fiktive Geschichte angepasst wurden. Von der Handlung her war es recht spannend. Es gibt anfangs zwei Fälle, bei denen man als Leser mitermitteln und -rätseln kann. Als sich dann die Zusammenhänge auftun waren es mir ein bisschen zu viele Zufälle – nicht bei der Ermittlungsarbeit, sondern unter den Tätern und der Tat. Die Welt ist zwar ein Dorf, aber das war wohl etwas zu viel. Das war dann aber auch schon das einzige Manko, welches das Buch für mich hat. Gefallen hat mir, dass der Leser Friederike Matthée bei ihren Ermittlungen und ihren Gedanken begleitet. Schön ist auch, dass Friederike sich nicht unterkriegen lässt. Die weibliche Polizei wird ja meist eher belächelt, doch Friederike ist davon überzeugt, dass sie die Fähigkeiten zu einer Ermittlerin hat – was sie dem Leser auch beweist!

Ich habe den ersten Fall dieser Reihe nicht gelesen und dennoch habe ich wunderbar in die Handlung hineingefunden. Meiner Meinung nach wird auch genug über die Charaktere erzählt, um hier keine Wissenslücken aufzuweisen. Friederike Matthée als Charaktere war mir sympathisch. Sie leidet noch sehr an ihrer Flucht und der Tatsache, dass ihr Bruder seit Jahren verschollen ist. Schön finde ich, die innige Beziehung zwischen Friederike und ihrer Mutter. Sie stützen sich gegenseitig und helfen sich so zu überleben. Richard Davies hingegen war mir unsympathisch. Er wirkte mir zu zynisch und eingeschnappt.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Handlung ist in kurze Kapitel geteilt, in denen die Erzählperspektive immer wieder wechselt. Jedes Kapitel hat eine Überschrift, in der Ort und Datum vermerkt sind. Das war ganz hilfreich, da die Handlung zwischen Köln und dem Bergischen hin und her springt. Am Ende des Buches ist ein Personenverzeichnis abgedruckt, in welchem der Name und eine Kurzbeschreibung stehen. Das ist nett, hätte es meinetwegen aber nicht gebraucht. Für mich war die Personenfülle übersichtlich, auch wenn es sicherlich 30 handelnde Personen waren. 

Mir hat dieser Kriminalfall gut gefallen. Ich wurde unterhalten, es war spannend und man konnte selbst miträtseln, deshalb vergebe ich vier von fünf Sternen.

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Tags: 1947, bergisches land, besetzung, dt autor, historischer krimi, köln, nachkriegszeit   (7)
 

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31 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Allee unserer Träume

Ulrike Gerold , Wolfram Hänel
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.01.2019
ISBN 9783548291420
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ilse Schellhaas ist Architektin. Da wir uns allerdings in den 50er Jahren befinden, wird sie nicht sonderlich ernst genommen. Dennoch bekommt sie die Chance eine Straße in Ost-Berlin zu entwerfen. Das macht sie allerdings nicht unter ihrem Namen, sondern mit einer neuen Identität. Doch dann wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt und die Lüge droht ans Licht zu kommen.

Dieser Roman dreht sich um Ilse Schellhaas, deren größter Traum es ist, als Architektin zu arbeiten und unvergessliche Gebäude zu bauen. So ist es natürlich unglaublich für sie, eine der prachtvollsten Straßen Ost-Berlins entwerfen zu dürfen. Doch so richtig ernst nimmt sie keiner – sie ist ja nur eine Frau. Dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen und steht sozusagen ihren Mann. Dass Ilse mit einer falschen Identität lebt macht das Ganze spannend. Und man wartet darauf, dass es schief geht. Das war allerdings auch schon das Spannendste. Und ob man hier auf seine Kosten kommt? Das möchte ich natürlich nicht verraten. Da der Identitätsschwindel das einzig Interessante ist, war der Roman für mich vor allem in der Mitte leider etwas langatmig. Es geht immer nur um diese Straße. Ich hätte noch eine weitere Handlung erwartet.

Die Charaktere sind recht verschieden, wodurch man sie gut unterscheiden kann. Ilse ist eine toughe Frau, die sich nicht den 50erJahre-Normen unterwerfen will. Auch ist sie nicht sonderlich überzeugt von der DDR-Führung. Allerdings bleibt dieser Aspekt etwas im Dunkeln. Ilse ist der einzige Charakter, über den der Leser mehr erfährt und den er am Ende auch kennt. Die anderen bleiben mit vielen Geheimnissen zurück. Das war etwas schade.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist angenehm und flüssig zu lesen. Erzählungen werden durch einige Dialoge aufgelockert. Erzählt wird allerdings alles nur aus Ilses Sicht, wodurch der Leser hier in seiner Wahrnehmung etwas eingeschränkt wird. Gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht chronologisch erzählt wird, sondern dass es immer wieder – zur aktuellen Handlung passend – Einblick in die Vergangenheit gibt. Hierfür werden die Kapitel mit einer Jahreszahl versehen. Sehr schön fand ich auch, dass jedes Kapitel mit einer Kurzzusammenfassung des aktuellen Kapitels beginnt. Ich habe es nicht als Spoiler empfunden, sondern als Anreiz.

Die Geschichte an sich war für mich etwas Neues. Da ich allerdings etwas mehr erwartet habe, als die Liebe einer Frau zu einer Straße kann ich nur drei von fünf Sternen vergeben.

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Tags: 50er, architektur, autorenduo, berlin, ddr, dt autor   (6)
 

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211 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Die Schokoladenvilla

Maria Nikolai
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Penguin, 08.10.2018
ISBN 9783328103226
Genre: Historische Romane

Rezension:

Stuttgart 1903. Der ehemalige Häftling Victor Rheinberger sucht eine Anstellung in der Bonbon- und Schokoladenfabrik Rothmann. Schnell hat dieser Idee, das Unternehmen auszubauen. Währenddessen hat die Tochter des Fabrikanten Rothmann mit ihrem Vater zu kämpfen, denn dieser will sie gegen ihren Willen verheiraten. Dabei will Judith ihr Leben doch lieber ihrer Leidenschaft – der Schokolade – widmen.

 

Mir hat dieser Roman wirklich sehr gut gefallen. Die Geschichte ist sehr gut recherchiert und wirkt authentisch. Der Schreibstil von Maria Noklai ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Der Roman umfasst über 600 Seiten, aber es ist ein leichtes ihn innerhalb von zwei Tagen durchzulesen. Man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Es ist durchweg spannend und durch die sehr bildliche Sprache entsteht ein Kino im Kopf, das den Leser ins Stuttgart um 1900 versetzt und ihn nicht mehr loslässt. Die Geschichte ist in unterschiedliche Handlungsstränge aufgeteilt, so dass man nicht nur in Stuttgart unterwegs ist. Sondern auch etwas über Judiths Mutter, Hélene, die am Gardasee verweilt, erfährt. Außerdem lässt Victor seine Vergangenheit nicht los, so dass der Leser auch immer wieder nach Berlin entführt wird.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie sind alle sehr unterschiedlich und wirken, wie die gesamte Geschichte, sehr authentisch und realistisch. Wilhelm Rothmann ist der Patriarch, wie zu dieser Zeit üblich hat er das Sagen und alle unterstehen ihm. Doch seine Frau, wie auch seine Tochter, haben ihren eigenen Kopf und wollen diesen auch durchsetzen. Dies fasziniert den Leser. Vor allem Judith war mir sehr sympathisch. Sie ist 21 Jahre alt und weiß was sie will. Sie liebt die Schokolade und experimentiert selbst gerne damit rum. Dabei beweist sie Köpfchen und wirkt für die Zeit um 1900 schon sehr aufgeklärt! Für den gewissen Pepp in der Geschichte sorgen sicherlich Judith achtjährige Zwillingsbrüder, Karl und Anton, die immer für einen Streich zu haben sind! Sehr gefallen hat mir, dass nicht nur über die „Herrschaften“ berichtet wird, sondern dass auch die Angestellten/Bediensteten einen Platz in der Geschichte finden und der Leser so sehr viel über ihr Leben erfährt, was meist ja eher im Hintergrund bleibt. Hier sticht vor allem Robert heraus, der dringend etwas an den Bedingungen der Bediensteten ändern möchte.

Sehr schön fand ich auch, dass am Ende noch ein Personenverzeichnis inklusive Hinweise auf reale Personen und ein Überblick über den historischen Hintergrund abgedruckt ist.

Für mich war dieser Roman ein Genuss, er zergeht einem wirklich wie Schokolade auf der Zunge! Ich habe ihn verschlungen und freue mich schon sehr, wie es weitergeht! Das ist wohl auch das einzige Manko: nun heißt es warten auf den zweiten Band. Ich kann diesen Roman wirklich jedem empfehlen, der gerne ins Stuttgart zu Beginn des 20.Jahrhunderts entfliehen möchte und vergebe volle fünf von fünf Sternen – mehr geht ja leider nicht. Ein persönliches Schmankerl ist natürlich, wenn man sich in Stuttgart auskennt und so die Handlungsort vor sich sieht!

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Tags: 1900, 20.jhr, dt autor, familie, familiengeschichte, familienunternehmen, schokolade, stuttgart   (8)
 

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23 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Von A wie allein bis Z für zusammen

Debra Johnson , Birgit Schmitz
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 27.03.2019
ISBN 9783810530547
Genre: Romane

Rezension:  
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930 Bibliotheken, 67 Leser, 2 Gruppen, 169 Rezensionen

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Der Insasse

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer, 24.10.2018
ISBN 9783426281536
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der kleine Max ist seit einem Jahr verschwunden. Seine Eltern verzweifeln an der Sorge um ihn und haben ihn schon aufgegeben. Alles deutet daraufhin, dass Guido Tramnitz, der schon zwei Kindern ermordet hat, auch den kleinen Max auf dem Gewissen hat. Dieser sitzt nun in der Steinklinik – einem psychiatrischen Gefängnis – ein. Aus diesem Grund lässt sich Till Berkhoff, Max‘ Vater, ebenfalls in die Steinklinik einweisen. Er muss einfach wissen, wo sein Sohn ist! 

Wie gewohnt ist der Schreibstil von Sebastian Fitzek sehr flüssig und angenehm zu lesen. Hat man erst einmal angefangen, kann man einfach nicht mehr aufhören. Bei Fitzek knacke ich tatsächlich immer wieder meinen Seitenrekord pro Stunde. Bei keinem anderen Autor komme ich so schnell voran. Neben der Spannung, und teilweise Anspannung, ist auch immer noch Platz, das Ganze auch mal lustig aussehen zu lassen, ohne dass es geschmacklos wirkt! Was mich etwas gestört hat, dass es dieses Mal recht brutal daher ging. Stellenweise gab es recht eklige Folterszenen, das muss nicht sein. Allerdings war es hier – nicht wie zunächst befürchtet – durchgehend so, sondern ließ dann irgendwann nach.

Die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden. Fitzek schafft es immer wieder genau dann die Spannung anzuziehen, wenn man denkt jetzt wird es erst mal ruhiger.

Die Handlung an sich hat mir sehr gut gefallen. Die Verzweiflung des Vaters kam sehr gut rüber – er muss einfach wissen, was mit seinem Sohn passiert ist, egal was das mit sich zieht. Die Charaktere haben mir auch gut gefallen. Sie sind durchdacht und wirken authentisch. Wenn auch teilweise durchgedreht. Aber wir sind hier in einer Psychiatrie, dort sind auch die Ärzte nicht normal. Und die menschliche Psyche ist nun mal unergründlich. Alles war sehr stimmig und wurde am Ende logisch und nachvollziehbar aufgelöst!

Am Ende kommt natürlich alles anders als gedacht – genau das liebe ich so an Thrillern! Ich habe nichts auszusetzen – die brutalen Szenen hielten sich dann doch in Grenzen – so dass ich sehr gerne volle fünf von fünf Sternen vergebe.

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Tags: berlin, dt autor, psychiatrie, spannung, thriller   (5)
 

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Inside AFD

Franziska Schreiber
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 03.08.2018
ISBN 9783958902039
Genre: Biografien

Rezension:

In diesem Buch beschreibt Franziska Schreiber ihre Erlebnisse mit der AfD. Was sie an ihr so anziehend fand und wie es ihr in der Zeit als Mitglied ging. Das waren durchaus unterschiedliche Gefühle. Teilweise liest es sich, als wäre sie in einer Sekte gewesen – ist es das vielleicht auch? Es herrscht ein gewisses Wir-Gefühl. Gedanken werden innerhalb der Parteimitglieder verbreitet – meist aber nicht nach außen weitergegeben. Das fand ich schon etwas komisch. So kam es auch, dass die Partei schon in ihrem ersten Jahr Richtung Rechts rückte. Vor allem in Sachsen begann diese Radikalisierung schon im Jahr 2013. Franziska Schreiber war selbst Mitglied in der sächsischen AfD. Dort legte sie auch ungewollt eine sehr steile Karriere hin. Schnell wurde sie die Vorsitzende der Jungen Alternativen in Sachsen. Schreiber sah in Frauke Petry immer ein Vorbild und vertrat ihre Meinung. Während dem Lesen bekommt man den Eindruck, als wäre Schreiber eine Verbündete/Vertraute von Petry gewesen. Das ist wohl auch der Grund, wieso Schreiber auch beim Parteiaustritt Petry folgte. Denn schon lang war die AfD nicht mehr die liberale, konservative Partei, als die sie 2013 gegründet wurde. Mittlerweile handelt es sich laut Schreiber um eine nationalistische Partei.

Franziska Schreiber stammt aus einer Familie mit starken Frauen. Sie ist kurz nach der Wende in Sachsen geboren. Sowohl ihre Mutter, als auch Großmutter waren alleinerziehend und mussten ihren Mann stehen. Meiner Meinung nach hat dies Schreiber geprägt. Sie weiß was sie will und betrachten durchaus auch Sachverhalte kritisch. Schnell merkte sie, dass die AfD sich von ihrer Vorstellung entfernte, aber dennoch wollte sie noch daran festhalten, dass die Wende noch zu schaffen ist. Doch irgendwann musste sie dann doch resignieren.

Der Inhalt des Buches ist interessant. Als Leser erhält man einen Einblick und Überblick über die Ziele der AfD und vor allem über ihre Methoden. Sehr anschaulich nach Schreibers Austritt. Schwierig fand ich, dass so viele Namen genannt wurden, so dass es irgendwann nicht mehr leicht war, den Überblick zu behalten. Schön fand ich, dass es chronologisch erzählt wird. So wird es sichtbarer, was aufeinander aufbaute. Dennoch konnte mich dieses Buch nun nicht sonderlich überzeugen, deshalb vergebe ich zweieinhalb von fünf Sternen.

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

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Unverfrorene Freunde

Klemens Pütz , Dunja Batarilo
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 21.09.2018
ISBN 9783550050343
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klemens Pütz ist Meereszoologe und widmet sich seit Jahrzehnten der Pinguinforschung. In seinem Buch „Unverfrorene Freunde“ hat er mit Dunja Batarilos Hilfe ein wunderbares Sachbuch geschaffen, welches auf angenehme Art und Weise dem Leser die Welt der Pinguine näherbringt.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Zunächst geht es um den Pinguin an Land, dort verbringt er nur Zeit während er sich um die Fortpflanzung kümmert – Partnerwahl, brüten, Aufzucht. Im zweiten Teil geht es um den Pinguin im Wasser, wo er 70 Prozent seiner Lebenszeit verbringt. Pinguine sind die Vögel, die unter Wasser fliegen. Der letzte Teil des Buchs dreht sich um den Schutz der Pinguine und die Verschmutzung der Meere. Pütz geht es bei seiner Forschung darum, herauszufinden, wie er die Pinguine schützen kann. Vor allem im letzten Kapitel erläutert Pütz, wie seine Stiftung den Pinguinen hilft.

Es handelt sich bei diesem Buch um ein Sachbuch, dennoch war es zu keiner Zeit langweilig, da es nicht nur informativ, sondern auch unterhaltend war. Der Schreibstil ist sehr locker und auch lustig. Es wirkt, als würde Klemens Pütz neben einem sitzen und über sein Leben unter Pinguinen erzählen. Immer wieder gibt es keine Info-Kästchen, in denen der ein oder andere Punkt genauer erklärt wird, was aber im Fließtext stören würde. Zusätzlich zum Text gibt es auch zwei Abschnitte mit Bildern. Diese kommen gebündelt etwas in der Mitte des Buches vor. Sie sind mit einem Untertitel beschriftet, so dass man sie inhaltlich in den Text einordnen kann. Es handelt sich um aussagekräftige und qualitativ hochwertige Fotos.

Durch dieses Buch lernt man wirklich viel über die Pinguine. Bisher wusste ich nicht viel über sie. Das hat sich nun geändert. Leider ist noch nicht bekannt, wie alt Pinguine werden können. In Zoos erreichen sie ein Alter von bis zu 40 Jahren – in freier Wildbahn wird es wohl weniger sein. Sehr interessant fand ich, dass Single Pinguine auch gerne mal ein Küken, während die eigentlichen Eltern auf Futtersuche sind, adoptieren. Nur haben diese Adoptiveltern meist keine Geduld, das Adoptivkind wirklich aufzuziehen. Gerne haken sie es dann auch tot. Ein weitverbreitetes Irrwissen ist, dass Pinguine sich eine Fettschicht anfressen, um im Wasser nicht auszukühlen. Doch das ist falsch, denn 95% ihrer Gesamtisolation verdanken sie ihrem enorm dichten Gefieder!


Mir hat die Lektüre dieses Buches sehr viel Spaß gemacht und ich habe sehr viel dazu gelernt. Da ich nichts auszusetzen habe, vergebe ich volle fünf von fünf Sternen.

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Tags: dt autor, eis, natur, pinguine, sachbuch, südpol   (6)
 

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

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Die Sprache der Tiere

Karsten Brensing
Fester Einband: 267 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 05.10.2018
ISBN 9783351037291
Genre: Sachbücher

Rezension:

Karsten Brensing ist Meeresbiologe und Verhaltensforscher. Er arbeitete als Delfinforscher und wurde so zum Delfinschützer. Daraufhin war er zehn Jahre lang als wissenschaftlicher Leiter im Deutschlandbüro der größten internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDC tätig.

Er will mit seinem Buch den Menschen helfen sich ein neues – durch den derzeitigen Wissenstand aktualisiertes – Bild von den Tieren zumachen.

Dieses Sachbuch ist nicht nur für Biologen zu empfehlen, sondern auch für den interessierten Laien. Denn alle Fremd- und Fachwörter sind leicht verständlich und anschaulich erklärt. Die Sprache ist sehr angenehm und auch unterhaltend. Die Schrift war für meinen Geschmack recht klein, sie hätte etwas größer sein können.

Thematisch steht nicht wirklich die Sprache im Vordergrund, sondern eher, der Umgang des Menschen mit den Tieren. Viele Themen werden nur angerissen. Es wäre besser gewesen nur Einzelne rauszupicken und hier tiefer ins Detail zu gehen. Außerdem wird häufig auf spätere Kapitel verwiesen. Doch bis man an diesen ankommt, hat man den Verweis vor lauter neuen Verweisen schon vergessen. Im Buch sind viele Fußnoten, die im Anhang dann auf weiterführende Literatur, ursprüngliche Quellen und viele, viele Videos verweisen. Das gefällt mir, denn so kann man, vor allem wenn ein Thema nur angerissen wird, es selbst vertiefen.

Schön ist, dass Brensing sehr viele Beispiele, auch aus dem Alltag, anbringt. Denn so ist es doch einfach, das Wissen dem Leser näherzubringen. Ebenfalls positiv ist, dass dieses Sachbuch einige Farbabbildungen enthält. Diese verdeutlichen teilweise das Geschriebene oder ergänzen es. Gut war hier auch, dass jedes Bild eine Bildunterschrift hatte, so konnte man es besser einordnen. Denn manchmal kam das Bild doch erst einige Zeilen oder eine Seite nach dem Text.

Nicht so toll fand ich, dass ich schon das „Mysterium der Tiere“ von Brensing gelesen habe und mir so bei der Lektüre des neuen Buches leider schon sehr viel bekannt vorkam. So wurde es etwas langweilig.

Fazit dieses Buches ist definitiv: wir sollte die Tiere nicht unterschätzen! So richtig warm wurde ich mit dem Buch leider nicht, deshalb vergebe ich zwei von fünf Sternen.

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Tags: dt autor, sachbuch, tiere   (3)
 

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103 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

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Mehr als nur ein Traum

Elisabeth Büchle
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 26.02.2018
ISBN 9783957344601
Genre: Romane

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19 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Kleine große Schritte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.08.2018
ISBN 9783328102601
Genre: Romane

Rezension:  
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44 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Zorn - Blut und Strafe

Stephan Ludwig
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.10.2018
ISBN 9783596701391
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

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Kälter als die Angst

Christine Drews
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2018
ISBN 9783404177882
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Katrin Ortrup möchte nach einigen Schicksalsschlägen nun endlich einen ruhigeren Lebensabschnitt beginnen. Doch kaum ist sie mit ihren beiden Söhnen in eine neue Wohnung gezogen, bekommt sie Drohbriefe. Katrin denkt nicht lange darüber nach und informiert die Kommissarin Charlotte Schneidmann, die ihr schon zur Seite stand, als ihr Sohn entführt wurde. Diese beruhigt Katrin zunächst. Allerdings haben es Charlotte und Peter Käfer gerade mit einem Mord an einer Frau zu tun, welche ebenfalls Drohbriefe erhalten hat.

Dies war der erste Krimi, den ich von Christine Drews gelesen habe. Und der fünfte Teil einer Reihe rund um die Münsteraner Kommissare Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. Dennoch hatte ich während dem Lesen nie das Gefühl etwas Entscheidendes nicht zu wissen. Natürlich werden Andeutungen zu vergangenen Fällen und zum Privatleben der Kommissare gemacht, aber das stört den Verlauf des aktuellen Falls nicht. Es macht einfach nur sehr neugierig auf die vorherigen Bände!

Der Schreibstil von Christine Drews gefällt mir sehr gut. Er ist sehr flüssig zu lesen. Hätte ich das Buch nicht in einer Leserunde gelesen, hätte ich es wohl an einem Abend durchgelesen! Spannung war es allemal! Man hat zwar schnell einen Tatverdächtigen, allerdings wirkt das schon sehr vorhersehbar, somit sucht man weiter und wird am Ende sehr überrascht. Ich hätte mit diesem Ende niemals gerechnet.

Die Charaktere sind Christine Drews sehr gut gelungen. Charlotte war mir sehr sympathisch. Aber auch die Beteiligten an diesem Fall waren wunderbar. Jeder hatte seine Eigenarten und vor allem mehrere Gesichter, die man selbst als Leser erst nach und nach kennenlernt. Vor allem ein Charakter macht eine 180 Grad Wendung.

Während der eigentlichen Handlung wurden immer wieder Einschübe aus einem Buch abgedruckt. Dieses Buch hat der Mörder Till Brönne geschrieben. Er sitzt im Knast, weil er seine Frau und einen Mithäftling ermordet hat. Nun möchte er Jugendliche dabei unterstützen nicht auf die schiefe Band zu gelangen. Das war ganz interessant. Die eigentliche Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der Kommissare, Katrin und dem Täter beschildert. 

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Es war spannend, die Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Ermittler finden durch Ermittlungsarbeit den Täter. So soll ein Krimi sein! Somit vergebe ich gerne volle fünf von fünf Sternen.

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Tags: drohbriefe, dt autor, ermittlerduo, krimi, münster   (5)
 

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285 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 144 Rezensionen

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Muttertag

Nele Neuhaus
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 19.11.2018
ISBN 9783550081033
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Theodor Reifenrath wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Niemand hatte ihn als vermisst gemeldet, so lang er nun schon über eine Woche in seiner Wohnung. Auf den ersten Blick sieht es nach einem natürlichen Tod aus. Allerdings sieht die Wohnung so aus, als hätte jemand was gesucht – Reifenraths Wertsachen fehlen. War es Raubmord? Und wo ist eigentlich Reifenraths Hund? Diesen finden die Ermittler im Hundezwinger – allerdings nicht allein. Unter ihm liegen die Gebeine eines Menschen. Ein neuer Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Sander.

 

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. An Nele Neuhaus‘ Krimis finde ich so klasse, dass sie voll mit Ermittlungsarbeit sind. Hier ist es nicht Königzufall, der alles löst, sondern eben noch die guten alten Ermittler. Ich kenne kaum Krimis, in denen so viele Menschen befragt werden wie in der Bodenstein/Sander-Reihe.

Den Schreibstil von Nele Neuhaus mag ich sehr. Er ist angenehm und flüssig zu lesen. Und meist recht detailliert ohne langweilig zu wirken. Ich habe bei ihren Krimis immer ein Kino im Kopf.

Für mich war es von Anfang an sehr spannend. Während dem Lesen ging es mir wie den Ermittlern, ich hatte einen Verdächtigen nach dem anderen. Vor allem das Ende war sehr fesselnd. Eigentlich wollte ich vor den letzten 100 Seiten aufhören zu lesen und schlafen gehen, doch ich könnte einfach nicht aufhören und habe das Buch dann noch zu Ende gelesen.

Wie auch schon im letzten Band „Im Wald“ gab es sehr viele handelnde Personen, so dass man doch anfangs stark überfordert war und nicht mehr wusste, wer wer ist. Vor allem, da es sich meist um Pflegekinder von Theodor Reifenrath handelte. Aber mit der Zeit hatte ich die Namen im Griff und fand mich gut zurecht!

Erzählt werden zunächst zwei Erzählstränge, bei denen man nicht weiß wie sie zusammenhängen sollen – ob sie überhaupt zusammenhängen. Auf der einen Seite die Ermittlungen zum toten Theodor Reifenrath im Taunus und auf der anderen Seite Fiona Fischer, die in der Schweiz lebt. Zwischendurch kommt auch immer wieder der Täter zu Wort, was interessant ist und einem seine Beweggründe aufzeichnet. Allerdings einem nicht verrät, wer er denn nun ist. Das finde ich immer super. Ich möchte gerne auch erst am Ende erfahren, wer der Täter ist.

Ich bin ja ein richtiger Fan von Pia Sander! Oliver von Bodenstein mag ich auch, aber Pia ist mir noch ein Ticken sympathischer. Vor allem ihr Bauchgefühl ist spitze, so kommt sie früher oder später doch noch jedem auf die Schliche. Dieser Fall wird, nach dem der letzte von Bodensteins persönlicher Fall war, nun Pias persönlicher Fall. Ob sie objektiv genug bleiben kann, um dem Täter aufzuspüren?

 

Als Fan der Reihe bin ich vollkommen begeistert. Deshalb vergebe ich volle fünf von fünf Sternen. Für Neueinsteiger ist dieser Band allerdings eher nicht zu empfehlen. Ich schätze die Meisten werden von den vielen Personen abgeschreckt und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Deshalb würde ich Neueinsteigern, doch lieber einen älteren Band empfehlen.

Ein lustiges Schmankerl zu diesem Buch. „Muttertag“ ist das erste Hardcover, das uneingeschweißt auf den Markt kam, dafür wird in der Handlung sehr viel Plastikfolie verbraucht.

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Tags: altfälle, bodenstein&kirchhoff, bodenstein/sander, dta utor, spannung, taunus   (6)
 

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Mädelsabend

Anne Gesthuysen
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.11.2018
ISBN 9783462051506
Genre: Romane

Rezension:

Ruth ist nun seit 65 Jahren mit ihrem Walter verheiratet, doch so richtig glücklich ist sie nie geworden. Denn Walter ist ein typischer Patriarch. Für den Leser beginnt mit diesem Roman eine Reise zurück in die 40er Jahre. Die mit Ruths Leben bis in die Gegenwart reicht. Dort lernen wir auch Ruths Enkelin Sara kennen, die vor ähnlichen Fragen steht wie Ruth früher.

 

In diesem Buch geht es um die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Anhand von Ruth lernen wir das (ver)alte(rte) Frauenbild kennen. Die Frau macht den Haushalt und hält dem Mann den Rücken frei. Ein eigenes Leben bleibt ihnen verwehrt. So durfte Ruth nicht mehr arbeiten und musste fortan zuhause bleiben – den Sohn großziehen, den Haushalt machen und den Schwiegervater pflegen. Auf der anderen Seite haben wir Sara, Ruths Enkeltochter, sie repräsentiert die moderne, selbstständige Frau. Sara ist Ärztin und möchte nun gerne neben ihrer Tätigkeit als Mutter habilitieren.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er war angenehm und sehr flüssig zu lesen, wodurch das Lesen sehr flott ging. Sehr gefallen hat mir die Verbindung der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Rückblenden gingen fließend in die Gegenwartshandlung ein und so hatte man als Leser immer den Überblick in welcher Zeit man sich gerade befindet. Die Charaktere fand ich nicht ganz perfekt. Ruth war zwar sehr gut ausgearbeitet. Sie lernen wir auch am besten kennen, da es die meiste Zeit um sie geht. Als junges Mädchen ist sie in die Ehe „geraten“ und steckt dort nun seit 65 Jahren fest. Einerseits möchte sie gerne weg von Walter, andererseits kann sie auch nicht ohne ihn. Dieses Dilemma begleitet Ruth nun schon sehr lange durch ihr Leben. Sara bleibt einem allerdings recht fremd und wirkt kalt, da im Roman auf ihre Gefühle nicht so richtig eingegangen wird. Ihr Teil der Handlung wird nur kurz und eher sprunghaft dargestellt. Sie möchte nach Cambridge und plötzlich hat sie schon die Zusage und dann ist sie dort und der Leser kennt das Geschehen dazwischen nicht. Die Männer in diesem Roman sind eigentlich allesamt Patriarchen und dementsprechend unsympathisch. Allen voran Walter. Er scheint kein Selbstbewusstsein zu haben und nur zu tun, was sein Vater sagt, und so übernimmt er dessen herrisches Verhalten. Leider ändert sich im Verhalten der einzelnen Charaktere nicht richtig viel. Sie denken mal über ihr Leben und Verhalten nach, aber das wars dann auch schon. Schade.

 

Das Lesen dieses Romans fiel mir leicht und es war zu keiner Zeit langweilig. Dennoch passierte nicht viel. Das Meiste spielte sich zwischen den Zeilen ab. Oder im Fall von Sara irgendwo im Nirgendwo. Eine richtige unterhaltende Handlung gab es eigentlich nicht. Es war mehr die Diskussion, wie eine Frau denn nun zu sein hat. Da am Ende aber alles eigentlich bleib wie es war, konnte mich dieser Roman nicht ganz überzeugen. Ich vergebe drei von fünf Sternen, da ich inhaltlich enttäuscht wurde, ich allerdings dennoch gerne dieses Buch gelesen habe. Es war einfach zu viel „hätte ich nicht“ oder „sollte ich nicht“.

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Tags: dt autor, eheleben, patriarchen, zeitreise   (4)
 

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88 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Die verlorene Schwester

Linda Winterberg
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 09.11.2018
ISBN 9783746634524
Genre: Historische Romane

Rezension:

Anna ist Anfang dreißig und lebt als Investmentbankerin in Zürich. Ihr Leben scheint so weit in Ordnung, doch dann erfährt sie, dass sie adoptiert wurde. In Wirklichkeit ist sie nicht die Tochter einer Anwaltsfamilie, sondern wurde in einem Gefängnis in der Schweiz geboren. Auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter erfährt Anna einiges über die Verdingkinder, die es bis in die 80er Jahre in der Schweiz gab. Der Leser erfährt parallel zu Annas Geschichte, die Geschichte von Marie und Lena – zwei Verdingkindern in den 70ern. Auf tragische Weise kamen sie zur Fürsorge und wurden von da an weitergereicht.

 

Abwechselnd werden die Geschichten von Marie und Lena, sowie von Anna erzählt. So kann sich der Leser Schritt für Schritt selbst die Geschichte zusammensetzen. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Er wirkte sehr authentisch und gut recherchiert. Etwas verwirrt hat mich, dass ich immer das Gefühl hatte, dass sich Marie und Lena in den 40ern befinden, dabei schrieben wir schon das Jahr 1970. Ich fand es sehr überraschend, dass es tatsächlich zu dieser Zeit noch Verdingkinder gab.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen – er war angenehm und flüssig zu lesen. Linda Winterberg hat es wunderbar geschafft, durchgehend die Spannung zu halten. Gerne gab es am Ende einer Perspektive einen Cliffhanger. So fiel es mir sehr schwer, das Buch überhaupt noch aus der Hand zu legen. Die Gefühle der Charaktere kamen sehr gut rüber und als Leser war es einfach, sich in sie hineinzuversetzen. Die Charaktere haben tatsächlich alle ihr eigenes Gesicht, jeder seinen eigenen, speziellen Charakter, wodurch man sie sehr gut auseinanderhalten kann. Sehr gefallen hat mir Anna Entwicklung. Von der toughen Investmentbankerin Anna entwickelt sie sich zu der menschlichen Regula. Es war sehr erschreckend zu lesen, wie schlecht es Lena erging. Schön fand ich, dass Maries Schicksal zeigte, dass es nicht jedem Verdingkind schlecht geht, allerdings gab es auch bei ihr Schattenseiten.

 

Mir hat die Lektüre dieses Romans sehr viel Spaß gemacht und ich habe nichts an ihm auszusetzen, deshalb vergebe ich volle fünf von fünf Sternen. Da ich festgestellt habe, dass dies nicht der erste Roman der Autorin ist, werde ich mir wohl noch die anderen anschauen.

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Tags: adoption, dt autor, schicksal, schweiz, verdingkind   (5)
 

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63 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Nordsternfunkeln

Leonie Lastella
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.08.2018
ISBN 9783596299102
Genre: Liebesromane

Rezension:

Juna hat vor acht Jahren überstürzt ihre Heimatinsel Amrum verlassen und ist nach Amerika gegangen. Nun muss sie die Zeit zu ihrem neuen Visum überbrücken und kehrt zurück. Nichts ahnend, dass der Grund für ihre Flucht – Bosse – immer noch auf der Insel ist und sie sich sehr schnell in einem Gefühlschaos wiederfindet.

 

Der Roman wird immer abwechselnd aus Junas und Bosses Perspektive geschildert. Anfangs lernen wir hauptsächlich Juna kennen und nur kurze Ausschnitte über Bosse. Doch gegen Ende werden die Abschnitte meist immer kürzer und die Perspektive wechselt immer schneller. Wodurch der Leser dem Sog des Buches verfällt und nicht mehr aufhören kann zu lesen. Der Roman hat über 500 Seiten. Zunächst dachte ich, das hätte man auch kürzer erzählen können. Aber im Nachhinein wüsste ich nicht was man hätte weglassen können. Keinen der Geschichtsteile hätte ich missen wollen. Die Länge des Buches ist auch kein Problem, da mir der Schreibstil von Leonie Lastella mir sehr gut gefällt. Er ist sehr flüssig und angenehm zu lesen – man fliegt regelrecht über die Seiten. Außerdem kann Leonie Lastella gut mit Worten umgehen und vor allem weiß sie, wie sie mit ihnen spielen muss/kann. Das hat mir schon so an ihrem vorherigen Roman „Brausepulverherz“ gefallen. nicht nur der Schreibstil, auch die Charaktere gefallen mir. Sie sind durchdacht und die Hauptcharaktere waren mir sehr sympathisch. Sie wirkten authentisch, wodurch ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Juna und Bosse tun einem richtig leid. Als Leser weiß man recht schnell, wie sie zu der Vergangenheit stehen, doch die beiden schaffen es immer wieder aneinander vorbeizureden beziehungsweise gar nicht mit einander zu reden. So möchte man sie als Leser gerne schütteln und sie darum bitten, doch endlich Klartext zu reden. Jakob, der Hotelbesitzer, ist sehr liebenswert und hilfsbereit. Er ist eine wunderbare Stütze für Juna. Doch auch diese herzensgute Seele tut einem im Laufe des Romans leid. Die Freunde rund um Juna und Bosse sind ebenfalls klasse. Das Freundschaftsgefühl kam während der Lektüre sehr gut rüber.

Mir hat dieser Roman gut gefallen, vor allem, dass man schon nach den ersten Seiten mitten in der Handlung ist und sich zu Hause fühlt. Außerdem wurde ich angenehm unterhalten, somit vergebe ich vier von fünf Sternen.

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Tags: amrum, dt autor, dt insel, freundschaft, jugendliebe, verlust   (6)
 

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(128)

202 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 104 Rezensionen

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Ein Teil von ihr

Karin Slaughter , Fred Kinzel
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.08.2018
ISBN 9783959672146
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Andy ist mit ihrer Mutter Laura in einem Café, als plötzlich ein Amokläufer hereinkommt und eine Frau und ihre Tochter erschießt. Andy steht vollkommen unter Schock und kann nichts tun, ihre Mutter hingegen tritt dem Täter entgegen und bringt ihn um. Andy versteht nicht, wie ihre Mutter zu so etwas fähig ist. Dann will Laura nichts mehr von Andy wissen. Diese folgt einer Spur und stößt auf Ereignisse, die 30 Jahre zurück liegen und muss feststellen, dass ihre Mutter nicht die ist, die sie vorgab zu sein.

 

Für mich zog sich dieser Thriller wirklich sehr in die Länge. Ich musste zwischendurch auch 100 Seiten überspringen, da ich einfach nicht vorankam. Insgesamt habe ich gut eine Woche an ihm gelesen. Normalerweise würde ich für so ein Buch zwei bis drei Tage brauchen. Die Grundidee dieses Thrillers ist nett. Andy muss erfahren, dass sie ein Leben lang getäuscht wurde und kommt der Wahrheit selbst Schritt für Schritt auf die Spur. Gut fand ich, dass man als Leser immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechselt. So erfährt man, was wirklich geschah und hat selbst die Möglichkeit dies mit der Gegenwart zu verbinden.  Allerdings war mir die Handlung zu vorhersehbar und so gab es keine überraschende Wendung.

Die Charaktere haben mir alle nicht zugesagt. Mir waren sie durch die Bank weg unsympathisch. Einen Draht konnte ich zu keinem finden. Andys Mutter gehörte einer Weltveränderungsarmee, diese Leute waren besonders merkwürdig.

An Spannung fehlte es für meinen Geschmack auch sehr. Eigentlich war es die gesamte Zeit nicht spannend. Es zog sich einfach nur.

Für mich war diese Lektüre eine Qual. Die Geschichte an sich war gut und hat mir zugesagt, deshalb vergebe ich noch eineinhalb von fünf Sternen.

  (4)
Tags: flop   (1)
 

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Unter Wasser kann man nicht weinen

Hanni Münzer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2018
ISBN 9783492307406
Genre: Liebesromane

Rezension:

Jason, Stephen und Emily sind unzertrennlich, obwohl Jason in Deutschland und Stephen und Emily Harper in Kalifornien leben. Die drei kennen sich schon seit Kindertagen. Jason kam die Sommerferien über in die USA. Auch dieses Jahr soll er wieder ein paar Wochen bei den Harpers verbringen und mit Stephen dessen Junggesellenabschied feiern. Doch dann verschwinden zunächst Emily und dann Stephen. Und scheinbar hat das alles mit Stephens Forschungen bezüglich ölfressenden Bakterien zu tun. Eine spannende Kriminalstory beginnt.

 

Der Schreibstil von Hanni Münzer hat mir sehr gut gefallen. Ich kenne schon die Honigtot-Saga und wusste somit was auf mich zu kommt: ein sehr angenehmer, flüssig zu lesender Schreibstil, der sehr einfühlsam ist.

Dieser Roman hatte so manch eine Überraschung zu bieten. Das Thema war vielschichtiger als gedacht. Eine Mischung aus New Adult, Kriminalroman und Aufrütteln in Bezug auf Umweltschutz (Mikroplastik). So kommen viele geschmacklich auf ihre Kosten und langweilig wird es auch nicht. Die Kombination aus diesen verschiedenen Themen und Genres ist Hanni Münzer sehr gut gelungen.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Der forschende Stephen, der über seinem Mikroskop gerne mal die Zeit vergisst. Die störrische Emily, die am Liebsten die ganze Welt retten will. Jason, der analytische Polizist, der erkennen muss, dass Emily für ihn nicht nur die kleine Ziehschwester ist. Und auf der anderen Seite die Gegensacher, die hervorragend unsympathisch dargestellt werden.

Etwas merkwürdig fand ich, dass einige Charaktere aus der Honigtot-Saga vorkamen. Da habe ich keinen Grund für gesehen. Allerdings erklärt Hanni Münzer im Nachwort den Sinn dahinter. Es zeigt, wie das Schicksal die verschiedensten Menschen zusammenführen kann – die Welt ist eben doch nur ein Dorf.

Dieser Roman ist der zweite Teil der Schmetterling-Reihe. Allerdings kenne ich Teil eins nicht und dennoch habe ich die gesamte Geschichte verstanden.

Mir hat dieser Roman gut gefallen und ich wurde gut unterhalten, deshalb vergebe ich vier von fünf Sternen.

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Tags: dt autor, mikroplastik, umweltschutz   (3)
 
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