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Der Schatten

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 23.07.2018
ISBN 9783442757527
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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24 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

indien, die grosse liebe, frau, gefängnis, biografie

Die Magnolienfrau

Sabrina De Stefani ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Allegria, 06.04.2018
ISBN 9783793423249
Genre: Biografien

Rezension:

Sabrina de Stefani erzählt in diesem Roman ihre eigene Geschichte. Sie zog in jungen Jahren aus, um die Welt zu entdecken. Mit Anfang zwanzig landete sie in Indien und blieb einige Jahre. Sie fand die große Liebe, ohne sie gesucht zu haben. Doch leider standen ihr anstrengende Zeiten bevor.

Das Ausschlaggebende für mich, dieses Buch zu lesen, ist die Tatsache, dass es sich hier nicht um einen fiktiven Roman handelt, sondern um eine wahre Geschichte, die von der Autorin selbst erlebt wurde. Leider wurde im Klappentext schon die gesamte Handlung verraten. So wusste man von Anfang an, was noch kommt. Das war ein bisschen schade. Trotzdem hat mir dieses Buch gefallen und es hat mich berührt. Sabrina scheint eine sehr toughe Frau zu sein. Auch schon als Zwanzigjährige. Sie kommt in ein ihr ganz fremdes Land. Kann die Sprache nicht, kennt die Kultur nicht. Dennoch lebt sie sich ein und passt sich an. Aber nur soweit, wie sie es mit sich vereinbaren kann. Sie bleibt sich die ganze Zeit über treu. Mir war Sabrina sympathisch und ich habe mit ihr mitgelitten und gehofft. Sie wirkt einem beim Lesen sehr nah.

Sabrina hat in Indien zu sich selbst gefunden und ist dadurch sehr stark geworden. Durch diese Stärke und die Liebe zu Shankar konnte sie auch das indische Gefängnis überleben.

Der Schreibstil gefällt mir gut. Sabrina de Stefani hat dieses Buch mit der Unterstützung von Christiane Schlüter geschrieben. Er ist flüssig zu lesen und bildlich. So wird dem Leser Indien nahegebracht. Auch Sabrinas Verlangen nach Freiheit wird dme Leser sehr gut rübergebracht. Als Kind musste sie jahrelang im Gipsbett liegen und war somit gefangen. Dann flieht sie in die Freiheit, nur um wieder gefangen zu sein.

Den Titel finde ich gut gewählt, da sich die Magnolie durch die Geschichte und durch Sabrinas Leben zieht!

Schön fand ich folgende Textstelle, Seite 284: „Das gibt es doch nicht: ich bin in Asiens größtem Gefängnis, in der schmutzigsten Kloake, die sich denken lässt, und fühle mich plötzlich glücklich und befreit!

Gerne hätte ich noch erfahren, wie es bei Sabrina weiter ging. Ob sie noch einmal in Indien war. Leider wurde hierzu nichts gesagt.

Mir hat dieser Roman gut gefallen und ich vergebe vier von fünf Sternen.

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Tags: abenteuerlust, biografie, gefängnis, indien, indisches gefängnis, liebe   (6)
 

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

thriller, kurzgeschichte, mord, kathy reichs, bones

Fährte des Todes

Kathy Reichs
E-Buch Text: 84 Seiten
Erschienen bei Karl Blessing Verlag, 12.05.2014
ISBN 9783641137946
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

North Carolina, Mountain Island Lake. In einer Sporttasche wird die verweste Leiche einer jungen Frau gefunden. Bei der Leiche handelt es sich um Edith Blankenship, Biologiestudentin. Tempe Brennan ist forensische Anthropologin und soll nun den Täter identifizieren.

Ich habe noch keinen Thriller von Kathy Richs gelesen. Allerdings wurde ich schon dazu gezwungen mir Folgen von „Bones – die Knochenjägerin“ anzuschauen. Diese TV-Serie basiert ja auf Richs‘ Thrillern beziehungsweise, sie ist bei der Drehbuchherstellung beteiligt. Mir haben diese nicht so richtig gefallen. Irgendwie zu Amerikanisch und zu oberflächlich. So wirkliche polizeiliche Arbeit gab es nicht. Und die Arbeitsweise wirkte auch nicht, wie in einem echten biologischen Labor – also bei uns gab es keine bunten Deckenleuchten…

Dieser kostenlose Kurzthriller war somit für mich die Chance herauszufinden, ob mir die Bücher vielleicht besser gefallen, als die Serie.

Die Idee dieses Falls war gut und wurde auch erfolgreich umgesetzt. Die Handlung war spannend und hat mir gefallen. Dennoch war mir auch hier Tempe Brennan „Bones“ nicht sonderlich sympathisch. Die polizeiliche Arbeit fehlte mir ebenfalls. Aber für einen gut 50 Seiten langen Thriller war das in Ordnung. Was mir gefällt ist, dass Tempe Brennan ein gewisses Maß an Witz in ihre Äußerung bringen. Ich denke, das macht sie auch aus und ihre Beliebtheit. Der Schreibstil von Kathy Richs ist nicht so ganz meins. Ich kam zwar flott durch, aber irgendwie war es mir zu flach. Ein weiteres Buch werde ich wohl nicht lesen.

Ich vergebe für diesen Kurzthriller vier von fünf Sternen.

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Tags: bones, kurzgeschichte, kurzthriller, spannung, thriller   (5)
 

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118 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

weihnachten, liebe, kurzgeschichte, geschenke, sophie kinsella

Die Weihnachtsliste

Sophie Kinsella
E-Buch Text: 45 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 12.11.2012
ISBN 9783641100339
Genre: Romane

Rezension:

17. August die Weihnachtsgeschenke sind eingekauft – zehn Tonschalen aus dem Spanienurlaub. Doch nur sechs überleben die Rückfahrt. Und so geht es gerade weiter. Dann ist plötzlich Heiligabend. Nebenbei denkt die namenlose Protagonistin ständig an Chris. Der ist nämlich nicht mehr da. Er ist in Norwegen.

Das waren fünf sehr unterhaltende Minuten. Auf gerade einmal 33 Seiten, wird das Problem mit den Weihnachtsgeschenken, die sich scheinbar in Luft auflösen beschrieben. Auf sehr lustige und unterhaltende Art und Weise. Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und leicht zu lesen. Man fliegt richtig über die Seiten. Die Geschichte an sich ist lediglich lustig, nicht mehr und nicht weniger. Aber für einen kurzen Lacher zwischendurch gut geeignet. Nach dieser Kurzgeschichte könnte ich mir vorstellen mal einen Roman von Sophie Kinsella zu lesen, denn der lockere, unterhaltende Schreibstil gefällt mir sehr gut. Fazit: super, unterhaltende Kurzgeschichte – volle fünf von fünf Sterne.

Eine Frage bleibt jedoch offen: wie heißt die Protagonistin?!?

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Tags: kurzgeschichte, weihnachten   (2)
 

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863 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 73 Rezensionen

paris, liebe, jojo moyes, flitterwochen, hochzeitsreise

Die Tage in Paris

Jojo Moyes , Karolina Fell , ,
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.01.2015
ISBN 9783499267901
Genre: Liebesromane

Rezension:

Diese Kurzgeschichte ist die Vorgeschichte zu „Ein Bild von dir“. Auf diesen etwa hundert Seiten werden die beiden Paare Sophie und Edouard, sowie Liv und David vorgestellt. Beide verbringen ihre Flitterwochen in Paris. Allerdings etwa hundert Jahre nacheinander. Im Hauptroman werden dann die Geschichten dieser beiden Paare weitererzählt.

Dies war meine erste Geschichte von Jojo Moyes. Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und deshalb gelesen. Ansonsten hätte ich wohl weiterhin einen Bogen um Jojo Moyes gemacht.

Als Vorgeschichte für den eigentlichen Roman ist dieses Büchlein sicherlich geeignet und sinnvoll. Allerdings hat es mich nun alles andere als neugierig auf den Roman gemacht. Ich war einfach froh, dass es zu Ende war. So wirklich schlau wurde ich aus diesen beiden Geschichten nicht. Wenn es im anschließenden Roman so weitergeht…ohje, ohje. Der Schreibstil war recht flüssig zu lesen, somit waren diese hundert Seiten auch schnell rum. Erzählt wird die Handlung jeweils aus der Sicht der Frau. Also aus Sophies und Livs Perspektive. Die Charaktere haben leider kein Bild in meinem Kopf ausgelöst. Es fehlte mir auch an Handlung.

Neben dem Text enthält dieses Büchlein auch einige Illustrationen von Claire Rollet, die das geschriebene noch einmal verbildlichen. Ob es diese braucht, ist eine andere Frage. Vielleicht musste man noch Seiten für dieses Hardcover füllen.

Mir hat diese Kurzgeschichte überhaupt nicht gefallen, deshalb vergebe ich nur einen von fünf Sternen. Und werde mich wohl weiterhin von Jojo Moyes Romanen fernhalten.

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Tags: flitterwochen, flop, kurzgeschichte, paris, vorgeschichte   (5)
 

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104 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

liebe, krankheit, krebs, leukämie, mut

Liebe wird aus Mut gemacht

Catharina Junk
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.05.2017
ISBN 9783499271212
Genre: Romane

Rezension:

Nina ist einundzwanzig Jahre alt, und verlässt gerade nach einen Jahr Aufenthalt das Krankenhaus. Sie hatte akute Leukämie und nun ist sie endlich blastenfrei. Doch ständig ist da diese Angst im Nacken, dass der Krebs zurückkommen könnte. Nina tut sich etwas schwer, wieder mit dem Leben zu beginnen. Doch dann kommt die Liebe und es scheint doch leichter zu sein, als gedacht.

Mich erinnerte diese Buch sehr stark an den Roman „Im Sommer wieder Fahrrad“ von Lea Streisand. Hier geht es auch um eine junge Frau, die plötzlich die schockierende Nachricht Krebs bekommt. Ebenfalls ist es eine Geschichte mit autobiografischem Anteil.

Ich mag den Schreibstil von Catharina Junk. Er ist locker und flüssig zu lesen. Sie versteht es die Ernsthaftigkeit von Nina Krankheit zu wahren, aber dennoch sehr viel Witz und Humor in diese Geschichte zu packen. Auch die Dialoge stehen an der richtigen Stelle und haben Inhalt. Die Handlung wird aus Ninas Perspektive in der Ich-Form erzählt. Nina wechselt dabei immer wieder die Zeit. Mal wird erzählt, was gerade passiert und dann gibt es wieder Rückblenden. In denen der Leser erfährt, wie Nina von ihrer Krankheit erfährt und wie das Jahr im Krankenhaus abgelaufen ist. Dies ist wirklich sehr authentisch erzählt. Und man merkt, dass die Autorin weiß, von was sie schreibt.

So richtig warm konnte ich mit Nina nicht werden. Sie war mir zwar sympathisch, aber in mein Herz habe ich sie nicht geschlossen. So richtig fesseln konnte mich die Geschichte auch nicht. Dennoch hat mir dieser Roman gefallen und konnte mich unterhalten.

Ich muss sagen, Catharina Junks zweiter Roman „Bis zum Himmel und zurück“ hat mir deutlich besser gefallen.

Ich vergebe dreieinhalb von fünf Sternen.

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Tags: dt autor, junger mensch krebs, krebs, leukämie   (4)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

daniel holbe, krimi, kurzgeschichte

Sabine geht: Abschied und Neustart einer Kommissarin

Daniel Holbe
E-Buch Text: 17 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 02.12.2013
ISBN 9783426432297
Genre: Sonstiges

Rezension:

Sabine Kaufmann war Kommissarin beim K11 in Frankfurt. Sie ermittelte dort zusammen mit Julia Durant. Doch nun hat sie gekündigt, um mehr Zeit für die Pflege ihrer Mutter zu haben. Ihre Mutter ist schizophren und mittlerweile nicht mehr nur psychisch, sondern auch physisch angeschlagen. Sabine soll nun als Kommissarin in Wetterau beginnen. Dies soll einerseits eine ruhigere Gegend sein als Frankfurt und zum anderen ist es näher an dem Zuhause ihrer Mutter.

Bei diesem kurzen Kapitel handelt es sich um die Hinführung zu Daniel Holbes ersten eigenständigen Kriminalroman „Giftspur“. Sabine Kaufmann ist bekannt aus den Krimis rund um Julia Durant vom K11 in Frankfurt. Die zunächst aus der Feder von Andreas Franz stammten, dann aber nach seinem Tod von Daniel Holbe weitergeführt wurden. Dieses Kapital umfasst nur zehn Seiten, da kann man natürlich keine Aussage zu Schreibstil und der Charakterbildung sagen. Allerdings kenne ich schon Krimis aus Holbes Feder und diese haben mir gefallen. Ich verstehe nicht, wieso dieses Kapitel als eigenständiges eBook erschienen ist. Es hätte ja auch gereicht dieses Kapitel an den Anfang von „Giftspur“ zu setzen. Ich hatte hier einen spannenden Kurzkrimi erwartet und war nun doch sehr verwirrt, dass nur erzählt wird, dass Sabine Kaufmann von Frankfurt in die Provinz zieht. Immerhin lernt man so Sabine Mutter kennen und erfährt, was mit ihr los ist. Das ist in den Julia Durant Krimis nie richtig erzählt worden.

Ich vergebe nur einen von fünf Sternen, da ich es einfach unpassend finde, diese Kapitel extra herauszugeben. Es sollte lieber das erste Kapitel von „Giftspur“ sein.

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116 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

entführung, thriller, berlin, kindesentführung, catherine shepherd

Krähenmutter

Catherine Shepherd
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492309653
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Laura Kern vom Berliner LKA hat es mit einem Fall von Kinderentführung zu tun. Ausgerechnet das Kind eines Experten für Sicherheitstechnik. Wo ist der kleine Henri nur abgeblieben? Dann gibt es Hoffnung: es geht eine Lösegeldforderung ein, doch bei der Übergabe verschwindet nun auch Henris Vater. Von Henri selbst fehlt weiterhin jede Spur. Laura Kern und ihr Kollege Max geben ihre gesamte Energie, um diesen Fall zu lösen.

Die Geschichte/Handlung an sich gefällt mir sehr gut. Allerdings hapert es etwas an der Umsetzung. Mir fehlte die Spannung. Ich habe auch sehr lange gebraucht, um überhaupt in die Geschichte reinzukommen. Erst nach der Hälfte des Buches war ich mitten im Geschehen. Für einen Krimi ist mir das definitiv zu lang! Die Ermittlungsarbeit ist am Anfang zum Glück vorhanden. Gegen Ende hatte ich das Gefühl, dass den Ermittlern die Lösung des Falls eher zufiel, als dass sie sich diese durch Ermittlungen erarbeiteten. Auch war die Handlung recht vorhersehbar. Da neben den Teilen über Laura Kern, auch „Baby“ zu Wort kommt, kann man sich als Leser schnell alles zusammenspinnen.

Die Charaktere waren für mich noch nicht gut genug ausgearbeitet. Laura Kern ist eigentlich die Einzige, die man näher kennenlernt. Allerdings geht es hier auch nur um ihr Trauma. Sie wurde als Kind entführt und hat seit dem Narben. Mehr gibt es scheinbar nicht über sie zu sagen. Interessant fand ich den Charakter „Baby“. Immer wieder kommt „Baby“ zu Wort. Es war mir irgendwie noch der sympathischste Charakter. Laura blieb mir etwas fern.

Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und so fiel es mir trotz fehlender Spannung leicht, das Buch zügig durchzulesen.

Letztendlich vergebe ich drei von fünf Sternen. Da mir die Geschichte gefallen hat und der Krimi angenehm zu lesen war. Abzüge gibt es für die fehlende Spannung und die schwachen Charaktere.

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Tags: berlin, dt autor, kindesentführung   (3)
 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

prequel, jodi picoult, kurzgeschichte, new york, rassismus

Das Mädchen mit den roten Schuhen

Jodi Picoult
E-Buch Text
Erschienen bei C. Bertelsmann Verlag, 04.09.2017
ISBN 9783641219604
Genre: Romane

Rezension:

New York, 1979. Ruth Brooks hat es geschafft, sie darf auf die Eliteschule Dalton in Manhattan. Doch ist es wirklich so toll auf eine Schule gemeinsam mit den Kindern der Reichen und Berühmten zu gehen, wenn man selbst aus Harlem kommt und die Mutter das Geld mit Putzen verdient? Und dann ist da auch noch Ruths Hautfarbe. Die anderen Kinder zeigen ihr das, was sie zu Hause gelernt haben und für Ruth wird es keine schöne Zeit.

Mir hat diese Kurzgeschichte von Jodi Picoult gut gefallen. Es handelt sich hierbei um die Vorgeschichte zum Roman "Kleine große Schritte". Der Schreibstil von Jodi Picoult ist sehr angenehm und leicht zu lesen. Sie entwirft immer Charaktere, die aus mehreren Facetten bestehen. Das gefällt mir. Wie immer hat Picoult ein gesellschaftlich wichtiges Thema gewählt. In diesem Fall Rassismus. Die kleine Ruth wird von ihren Mitschülern ausgeschlossen, nur weil sie schwarz ist. Diese Geschichte spielt 1979. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass dies auch heute noch an einer Eliteschule so vor sich gehen kann.

Ich habe den Hauptroman noch nicht gelesen. Aber ich kann mir vorstellen, dass diese Vorgeschichte gut geeignet ist, um die Protagonistin Ruth Jefferson besser zu verstehen, da man so ihre Vorgeschichte kennt und weiß warum sie handelt, wie sei handelt.

Mir hat diese Vorgeschichte sehr gut gefallen und sie hat mich auf den Hauptroman neugierig gemacht. Ich vergebe vier von fünf Sternen.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kurzkrimi, krimi, österreich, österr. krimi

Totgeglaubt

Claudia Rossbacher
E-Buch Text: 47 Seiten
Erschienen bei GMEINER, 05.04.2017
ISBN 9783734994586
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Totgeglaubt“ ist ein Kurzkrimi der Autorin Claudia Rossbacher, bekannt durch ihre Steier-Reihe.

Es ist Frühsommer im Schilcherland in der Steiermark. August macht sich Gedanken über die Energieeffizienz seines Hauses, da bekommt er Besuch von der Polizei. Seine Frau hatte einen Autounfall. Doch sie ist nicht mehr im Auto. Wo ist sie? Und vor allem, was hat August damit zu tun?


Dieser Kurzkrimi ist wirklich sehr, sehr kurz (nicht mal 20 Seiten). Schade, ich hätte gern noch etwas mehr gelesen. Die Charaktere können somit natürlich keine Form annehmen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Es gibt viele Worte in Dialekt. Da wird es dann als Steiermark-Unwissender etwas schwierig. Teilweise sind sie am Ende der Geschichte erklärt/übersetzt.

Ich vergebe drei von fünf Sternen, da die Idee nett war, das Ganze aber doch sehr kurz umgesetzt wurde. Dreißig Seiten mehr wären auf jeden Fall gut gewesen. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte Potenzial gehabt auch 200 Seiten zu füllen.

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Tags: kurzkrimi   (1)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

abenteuer, amalfiküste, erdbeben, kindheit, mittelmeer

Sommer der Erinnerung: Ein kleine Geschichte aus Italien

Marie Matisek
E-Buch Text: 51 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 01.02.2018
ISBN 9783426452998
Genre: Sonstiges

Rezension:

Marco Pantanella stammt aus Amalfi. Heute lebt er in München und ist Immobilien-Anwalt. Durch ein Geschäftsessen mit einem Italiener wird Marco an seine Kindheit in Amalfi erinnert. Auch wenn er seine Vergangenheit gerne ruhen lassen würde. Als er acht Jahre alt war, war Marco ein riesen Fan der Dinosaurier und tobte gern mit seinen Freunden durch die Wälder.

Bei dieser 26-seitigen Kurzgeschichte handelt es sich um die Vorgeschichte zu „Ein Sommer wie Limoneneis" von Marie Matisek. Durch diese kurze Episode aus Marcos Kindheit lernt der Leser Marco etwas näher kennen und kann sich in ihn hineinversetzen. Marco scheint eine schöne Kindheit gehabt zu haben. Ich verstehe nun noch nicht, wieso er diese Zeit hinter sich lassen möchte. Irgendetwas muss später passiert sein. Das wird hoffentlich im Folgeroman erläutert. Nun bin ich sehr neugierig auf „Ein Sommer wie Limoneneis“.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig zu lesen und man hat beim Lesen das Gefühl, als wäre man ebenfalls in Amalfi. Diese Kurzgeschichte vermittelt einem ein Sommergefühl. Ich schätze mal, dass dies bei „Ein Sommer wie Limoneneis“ ebenfalls der Fall sein wird.

Mir hat diese kurze Episode sehr gut gefallen und ich vergebe vier von fünf Sternen, da mich diese Kostprobe sehr neugierig gemacht hat!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

romy fölck, krimi, stumme geliebte, norddeutschland, kurzkrimi

Stumme Geliebte

Romy Fölck
E-Buch Text: 114 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 09.01.2018
ISBN 9783732542857
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lars ist ein junger Anwalt und arbeitet in der Kanzlei seines Vaters. Eines Tages bekommt er von seinem Mandanten, Herrn Callsen, einem alten Reederer, den Auftrag eine Frau zu finden, die er sechzig Jahre nicht mehr gesehen hat. Doch irgendjemand scheint etwas dagegen zu haben, dass Lars diese Frau findet. Denn er wird bedroht.

Dies ist mein zweites Buch von Romy Fölck. Ich habe bereits „Totenweg“ verschlungen. Daher wusste ich, dass mir ihr Schreibstil gefällt. Er ist angenehm und flüssig zu lesen. Er ist sehr direkt, aber auch bildlich. Da es eine recht kurze Geschichte ist, fallen längere Beschreibungen, wie es in „Totenweg“ der Fall ist, weg und es entstand kein Kino im Kopf. Dennoch konnte ich mir das Geschehen bildlich vorstellen.

Die Charaktere sind auch auf diesen wenigen Seiten gut ausgearbeitet und wirken sehr authentisch. Die Handlung war sehr spannend und rasant. Schön fand ich, dass es zwischendurch die ein oder andere Irreführung gab.

Mit hat diese Geschichte sehr gut gefallen und deshalb vergebe ich volle fünf von fünf Sterne.

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Tags: kurzkrimi   (1)
 

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62 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

ddr, familie, geheimnisse, geheimnis, mauer

Kranichland

Anja Baumheier
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 13.03.2018
ISBN 9783805200219
Genre: Romane

Rezension:

Die Familiengeschichte beginnt in Schlesien zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Johannes Groen flieht nach Deutschland. Dort findet er in der nun entstehenden DDR eine neue Heimat. Er macht Karriere bei der Staatssicherheit und bringt seiner Familie Staatstreue bei. Doch eine seiner Töchter bricht aus. Wird Johannes sie rechtzeitig zur Vernunft bringen? Eine verworrene und emotionale Familiengeschichte beginnt, die bis in die Gegenwart von Lügen und Geheimnissen geprägt ist.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht und flüssig zu lesen. Die Dialoge befinden sich an der richtigen Stelle und haben Inhalt. Die Geschichte an sich ist sehr emotional und diese Emotionen wurden von Anja Baumheier sehr gut rübergebracht. Teilweise geht es richtig ans Herz. Auch die Beschreibungen, beispielsweise vom Mauerfall, waren sehr authentisch und realistisch dargestellt. Es kam zu Kino im Kopf! Außerdem herrschte bis zur letzten Seite ein gewisses Maß an Spannung. Die Cliffhanger waren genau an der richtigen Stelle, so dass man schnell weiter lesen wollte/müsste. Die Kapitel waren recht kurz, so dass ein Weiterlesen leicht fiel. Schön war hier der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sowie der Wechsel zwischen den Protagonisten. So konnte man die Geschichte aus allen Blickwinkel miterleben und sich in jede Person hineinversetzen und ihr Handeln nachvollziehen. Außerdem entstand so eine gewisse Dynamik. Schön war auch, dass die Familiengeschichte und die vielen Geheimnisse unterschiedlich in Vergangenheit und Gegenwart aufgelöst wurden.

Anja Baumheier ist es gelungen sehr authentische Charaktere zu schaffen, die alle ihre Ecken und Kanten haben, letztendlich aber alle sehr sympathisch waren! Die Handlungen der einzelnen Personen waren nachvollziehbar. Es gab viele Zufälle in dieser Geschichte, die als Ganzes vielleicht unrealistisch sind, aber in einem Roman ist das erlaubt.

Ein wunderbares Debüt! Ich habe nichts auszusetzen und vergebe deshalb volle fünf von fünf Sterne. Und spreche eine klare Leseempfehlung aus!

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Tags: berlin, ddr, debüt, dt autor, familiengeheimnisse, flucht, rostock   (7)
 

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154 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

wasser, norwegen, frankreich, umwelt, klimawandel

Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

Maja Lunde schafft nun den zweiten Teil ihres Klima-Quartetts. In diesem Roman ist nun das Wasser Thema. Signe ist fast 70 Jahre alt, doch sie kämpft immer noch für ihre Heimat Norwegen und die Gletscher! Eines Tages beschlagnahmt sie das Gletschereis, das für Saudi-Arabien vorgesehen ist und macht sich damit und mit ihrem Boot, der Blau, auf den Weg nach Frankreich. Zu ihrer alten Liebe. 24 Jahre später kämpft David um sein Überleben und das seiner kleinen Tochter Lou. In Südfrankreich herrscht seit Jahren Dürre. Mittlerweile wird das Wasser knapp.

Diese Geschichte des Wassers wird immer abwechselnd aus Signes und Davids Sicht erzählt. Gut fand ich hier, dass auf jeder Seite steht, wer gerade spricht, denn teilweise war dies nicht gleich ersichtlich. Signe ist auf hoher See unterwegs und lässt ihre Vergangenheit Revue passieren. So hat der Leser nicht nur die Chance Signe kennenzulernen, sondern auch zu erfahren, was in den sechziger Jahren mit Norwegens Wasserfällen und Gletschern geschehen sollte. Signe ist eine taffe Frau, die weiß, was sie will. Schon als Kind sagte sie immer gerade heraus was sie dachte. Auch wenn sie dafür oft böse Blicke einstecken musste.

David kämpft um das pure Überleben. Er ist ein liebevoller Vater und möchte um alles in der Welt seine Familie in Sicherheit und zum Wasser bringen. Doch schon am Anfang ihrer Flucht wird die Familie getrennt und David bleibt mit der kleinen Lou allein zurück. Ihre Erlebnisse im Flüchtlingslager wurden gut und berührend beschrieben. Das gefundene Boot ist für die beiden ein Lichtblick und das merkt auch der Leser. David und Lou werden hoffnungsvoller. Gefallen hat mir, dass sich die beiden Geschichten im Laufe der Handlung treffen.

Der Schreibstil von Maja Lunde gefällt mir sehr gut. Auch wenn ich nicht festlegen kann warum. Irgendwie mag ich die Klangmelodie. Außerdem ist es eine direkte Sprache, die auf den Punkt kommt. Beschreibend ist sie ebenfalls. Schön fand ich die Mischung aus Roman und lehrreichen Einschüben. Auch wenn ich mir hier mehr gewünscht hätte. Anfangs fand ich Signes Teil etwas öde. Sie war in ihrem Boot unterwegs und dachte ab und zu an die Vergangenheit. Doch dann wurde es in ihrer Vergangenheit spannend und ab der Mitte des Romans war ich richtig gefesselt und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte um David und Lou ist von Anfang an dramatischer und somit bleibt man hier sowieso am Ball.

Mit hat dieser Roman sehr gut gefallen und deshalb vergebe ich vier von fünf Sternen. Den ersten Teil kenne ich nicht, aber nun bin ich neugierig darauf! Mal sehen, um was in Teil drei und vier gehen wird.

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Tags: flucht, frankreich, klimawandel, norwegen, umweltschutz, wasser   (6)
 

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32 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

neapel, italien, dt autor, familiensaga, familiengeheimnis

Das Geheimnis der Zuckerschwestern

Susanne Ferolla
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 01.03.2018
ISBN 9783960872207
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, erwartete ich eine spannende Familiengeschichte, wie beispielsweise bei Stefanie Gerstenberger. Doch leider wurde ich enttäuscht. Die Geschichte dreht sich um Beatrice. Ihr Freund Tobias arbeitet für eine Agentur für Vermisstensuchen in London. Eines Tages bekommt er den Auftrag Maria-Stella Mondadori, die Tochter eines Richters aus Neapel, zu finden. Doch Tobias traut seinen Augen nicht. Maria-Stella sieht genauso aus, wie seine Beatrice. Keiner will Beatrice glauben, dass sie wirklich Beatrice ist. Eine turbulente Reise nach Neapel beginnt.

Die Geschichte hätte sehr spannend werden können. Doch schon auf den ersten 50 Seiten wird alles verraten, leider treten danach keine neuen Geheimnisse mehr auf. So dass die Geschichte eher vor sich hin plätschert. Die Charaktere wirken sehr flach und leblos. Dieses Londoner Team für Vermisstensuchen macht alles andere außer Ermittlungsarbeit. Alles fliegt ihnen sozusagen zu. Der Leser findet sich schnell in einer mafiösen Geschichte wieder und wird von der Handlung erschlagen. Doch ein Grund, warum all das passiert bleibt aus. Ich hatte das Gefühl in einem schlechten Actionfilm zu sein und nicht in einer spannenden Familiengeschichte. Das fand ich schade.

Der Schreibstil von Ferolla ist angenehm und flüssig zu lesen. Das war bei dieser Geschichte sehr hilfreich, ansonsten hätte ich das Buch wohl abgebrochen.

Leider kann ich nur zwei von fünf Sternen vergeben, da ich von diesem Buch einfach nicht mitgenommen wurde.

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Tags: dt autor, familiengeheimnis, flop, italien, mafia, neapel   (6)
 

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113 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

familie, liebe, leben, hamburg, schuld

Bis zum Himmel und zurück

Catharina Junk
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 13.03.2018
ISBN 9783463406947
Genre: Romane

Rezension:

Katja ist Drehbuchautorin. Ihr Glück, denn so kann sie immer in verschiedene Rollen schlüpfen. Katjas Leben ist nicht perfekt, aber sie kommt gut zurecht. Der Job bringt mehr Geld als Spaß, aber ihre beste Freundin Alexa ist immer für sie da. Und dann ist da ja noch Ratko, ihr „irgendwie“ Freund. Eine Beziehung ist es irgendwie schon, aber die große Liebe scheint es nicht zu sein. Dann bekommt Katja den Auftrag eine Familienserie zu schreiben. Doch wie soll sie das machen, Katja ist doch alles andere als ein Familienmensch. Und dann – nach dem Motto: schlimmer geht immer – ruft auch noch ihre Mutter nach zehn Jahren Funkstille an, um Katja mitzuteilen, dass ihr Vater im Koma liegt. 

Hauptfigur dieses Buches ist Katja. Sie erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Die meiste Handlung spielt in der Gegenwart. Doch zwischendurch gibt es immer wieder Erinnerungen an die Vergangenheit, damit der Leser das aktuelle Geschehen einordnen kann. Die Geschichte an sich war zwar recht vorsehbar, aber dennoch war sie zu keiner Zeit langweilig! Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Er war locker und schön. Catharina Junk weiß, wie man mit Worten umgeht. Außerdem schafft es Junk die perfekte Mischung aus den Verhältnissen witzig und unterhaltend zu „fürs Herz“ aufs Papier zu bringen. So gab es eine wunderbare Abwechslung zwischen Stellen zum Lachen, zum Nachdenken oder die Berühren.

Katja ist mir sehr sympathisch und ich kann mich gut in sie hineinversetzen. Sie hat endlich, zumindest oberflächlich, mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen und Halt im Leben gefunden. Dann wird wieder alles aufgewühlt und hervorgeholt. So sind ihre ganzen Schuldzuweisungen wieder da und Katja braucht ein Ventil. Es war mir eine Freude Katja durch diese schwere und verwirrende Zeit zu begleiten und zu sehen, wie sie sich verändert. Zu viel möchte ich nicht verraten, da es sich wirklich lohnt dieses Buch zu lesen. Die anderen Charaktere waren ebenfalls gut ausgearbeitet und hatten alle ein anderes Gesicht. Alexa scheint eine wunderbare Freundin für Katja zu sein. Ratko war mir recht unsympathisch. Auch Katjas neue Familienmitglieder scheinen sehr sympathisch zu sein. Schön finde ich, dass Junk es schafft die Themen Tod, Selbstverletzung und Alkoholismus unterzubringen, ohne dass es belehrend wirkt. Die gesamte Geschichte wirkte sehr stimmig und nicht überladen. Außerdem fand ich sie realistisch.

Ich bin sehr überrascht, dass dieses Buch mich doch so sehr fesseln und berühren konnte. Ich habe nichts an diesem tollen Roman auszusetzen und vergebe deshalb eine klare Leseempfehlung und volle fünf von fünf Sterne.

Sehr gefallen hat mir auf Seite 292, die Aussage zu der von Katja geschriebenen Familienserie: „ Ja, das ist immer eine schwierige Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit.“ Ja, das ist schwierig, aber Catharina Junk hat das wunderbar gemeistert!

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Tags: alkoholismus, dt autor, hamburg, herz und witz, schuld, selbstverletzung, tod   (7)
 

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(123)

186 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 122 Rezensionen

trauer, verlust, selbstmord, familie, abby fabiaschi

Für immer ist die längste Zeit

Abby Fabiaschi , Barbara Christ
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 21.03.2018
ISBN 9783810524799
Genre: Romane

Rezension:

Maddy, die Ehefrau von Brady und Mutter der siebzehnjährigen Eve ist vom Dach der Bibliothek gestürzt und schaut nun vom Himmel aus auf ihre Familie herab. Schnell merkt sie, dass sie auch von oben Einfluss auf ihre Liebsten haben kann. Sie möchte, dass es den beiden wieder besser geht. Und vor allem, dass es eine neue Frau für die beiden gibt. Da kommt ihr die Grundschullehrerin Rory gerade recht. 

Erzählt wird dieses Buch aus verschiedenen Perspektiven, jeweils in der Ich-Form. Jedes Kapitel ist in drei Abschnitte geteilt. Zunächst kommt Maddy zu Wort, dann Eve und zum Schluss Brady. Die Geschichte ist sehr traurig. Allerdings enthält sie auch viel schwarzen Humor, wodurch es manchmal etwas bissig wirkt. Vor allem Maddies Teil ist sehr unterhaltsam. Mit der Zeit wird auch Eve etwas bissiger. Aber das Buch ist auch sehr hoffnungsvoll. Als Leser erlebt man mit, wie die Hinterbliebenen langsam mit der Situation klar kommen und die Vergangenheit reflektieren.

Schön finde ich, das Maddy Tagebuch geführt hat und das Eve und Brady abwechselnd darin lesen. So erhält der Leser Einblicke in Maddies Gefühlswelt. Und merkt, wie unzufrieden sie war. Denn in ihren Passagen reflektiert und beeinflusst sie hauptsächlich das Handeln ihrer Lieben.

Eve wirkt für ihre siebzehn Jahre sehr erwachsen. Schon vor dem Tod ihrer Mutter. Sie ist recht intelligent und dies spiegelt sich in ihrem Charakter wider. Ich fand ihre Entwicklung in Laufe der ersten Monate nach dem Tod ihrer Mutter sehr schön anzusehen. Doch die größere Entwicklung macht definitiv Brady durch. Er erkennt endlich, dass er in den letzten Jahren zu einem Arbeitstier geworden ist und was ihm dadurch zu Hause entgangen ist. Anfangs war er mir sehr unsympathisch. Ein eigenbrötlerischer, trinkender, stänkernder Ekel. Doch mit seiner Entwicklung, entwickelte sich meinerseits eine Sympathie.

Die Darstellung der Charaktere war sehr realistisch, dass vor allem die Gefühle der Protagonisten im Fokus standen, fand ich hier gut. Als Leser erlebt man mit, wie sich Eve und Brady Vorwürfe machen und sich das Hirn zermartern, wieso Maddy gesprungen ist.

Der Schreibstil von Abby Fabiaschi gefällt mir sehr gut. Er ist leicht zu lesen und irgendwie hat er was Anziehendes an sich. Die Mischung aus traurig und humorvoll ist ihr sehr gut gelungen. Auch die teils bissigen und sarkastischen Einschübe waren wunderbar.

Ich hatte ein gutes Buch erwartet und war überrascht, wie gut es ist. Ich habe überhaupt nichts auszusetzten und fand vor allem das Ende sehr, sehr gut! Deshalb vergebe ich volle fünf von fünf Sterne.

 

Sehr gefallen hat mit folgender Satz (S. 340): „Wut ist bloß ein Anker, der dich daran hindert, voranzukommen.“

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Tags: ergreifend, hinterbliebene, selbstmord, tod, usa   (5)
 

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122 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 67 Rezensionen

judenverfolgung, nationalsozialismus, flucht, juden, roman

Der Reisende

Ulrich Alexander Boschwitz , Peter Graf
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 18.03.2018
ISBN 9783608981230
Genre: Historische Romane

Rezension:

Deutschland, 9. November 1938. Otto Silbermann ist Jude und arbeitete als Kaufmann. Nachdem seine Wohnung gestürmt wurde und er verhaftet werden sollte, begibt er sich mit seiner Aktentasche und seinem Geld auf die Flucht. Er wird zum Reisenden. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch über die Grenze, lebt er von nun an im Zug. Er fährt quer durch Deutschland und trifft auf viele unterschiedliche Menschen – Nazis, Juden, Gute, Schlechte. Doch dann scheint er seinen Verstand zu verlieren.

Dieser Roman wurde 1938 von dem damals 23-jährigen Ulrich Alexander Boschwitz verfasst. Doch erst in diesem Jahr wurde dieser Roman in Deutschland herausgebracht.

Leider wurde ich mit diesem Roman nicht warm. Ich habe einen Monat gebraucht um dieses Buch zu beenden. In der Zwischenzeit habe ich sechs weitere Bücher gelesen. Der Schreibstil und die Erzählweise sind sehr kalt und distanziert. Eine wirkliche Handlung gibt es nicht. Es ist eher eine Aufzählung von Begebenheiten und Gesprächen. Es werden zwar die unterschiedlichen Meinungen, die zu dieser Zeit herrschten dargestellt und es werden die Ängste von vielen verdeutlicht. Doch fesseln oder berühren konnte mich dieser Roman leider nicht. Auch Otto Silbermann war mir sehr unsympathisch. Die Geschichte war sehr langatmig und teilweise war ich schon sehr versucht über die Seiten zu springen. Ich hatte mir unter diesem Roman etwas ganz anderes vorgestellt und bin enttäuscht. Daher vergebe ich nur zwei von fünf Sterne. Die vielen positiven Rezensionen kann ich leider nicht verstehen.

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Tags: flop, flucht, judenverfolgung, ns-zeit   (4)
 

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(254)

378 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 199 Rezensionen

thriller, kreuzfahrt, mord, ruth ware, journalistin

Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Laura „Lo“ Blacklock ist Reisejournalistin und soll während der Jungfernfahrt des Luxuskreuzers Aurora Borealis ihre Chefin vertreten. Doch ein paar Tage bevor es auf große Fahrt geht, wird bei Lo eingebrochen. Noch vom Schock gezeichnet geht Lo auf das Schiff und erlebt dort gleich den nächsten Schock. Nachts hört sie wie etwas ins Meer geworfen wird. Als sie über die Reling schaut, sieht sie eine Frau untergehen. Ist es die junge Frau, die sie wenige Stunden vorher noch in der Kabine neben ihr war? Doch scheinbar kennt diese niemand. Und die Kabine war angeblich die ganze Zeit unbelegt. Jo begibt sich auf die Suche, denn auf einem Schiff kann man nicht entkommen!

Nach dem großen Hype und viel positiver Kritik wurde ich letztendlich doch neugierig und wollte diesen Thriller unbedingt lesen. Doch leider wurde ich enttäuscht. Es fing schleppend an. Mit dem Einbruch bei Lo wurde es etwas spannend. Aber danach wurde es sehr zäh und langweilig. Auf dem Schiff angekommen gibt es gefühlt eine Ewigkeit Small Talk, bis es dann endlich zu diesem nächtlichen Zwischenfall kommt, bei dem scheinbar etwas über Bord geht. Danach wird es auch wieder eher langweilig. Auf den letzten 80 bis 100 Seiten wurde es endlich spannender. Und die Auflösung des Ganzen war recht vorhersehbar. Irgendwie wirkte auch alles sehr konstruiert und nicht richtig ausgearbeitet. Lo als Charakter hat mir nicht sonderlich gefallen. Irgendwie erschien sie mir unreif und sehr labil. Zwischenzeitlich dachte ich auch, vielleicht hat sie Wahnvorstellungen. Der Schreibstil war in Ordnung und flüssig zu lesen. Die Szenerien und Personen wurden gut beschrieben, so dass man diese vor sich sah und auch ein wenig das Gefühl hatte mit an Bord der Aurora zu sein. Doch schien es mir eine sehr langweilige und oberflächliche Gesellschaft zu sein.

Was ich etwas „besonders“ fand, waren die E-Mails und Pressemitteilungen, die immer wieder zwischen die einzelnen Kapitel geschoben wurden. Diese gaben Einblicke in die Zukunft. Einerseits fand ich das schlecht, da sie etwas spoilern. Andererseits waren sie auch gut um „aufzuwecken“, da man nun wusste, es kommt bald was und die Langeweile muss ein Ende haben.

Alles in allem hatte ich einen spannenden Thriller erwartet, den ich nicht mehr aus der Hand legen kann. Leider bekam ich einen mittelmäßigen Thriller mit unsympathischer Protagonistin. Somit vergebe ich nur drei von fünf Sternen.

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Tags: enttäuscht, kreuzfahrt, thriller   (3)
 

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(513)

1.016 Bibliotheken, 51 Leser, 0 Gruppen, 162 Rezensionen

thriller, flugangst, sebastian fitzek, flugzeug, flugangst 7a

Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Stellen sie sich vor, sie wollen nur von Buenos Aires nach Berlin fliegen. Doch dann sollen sie das Flugzeug zum Absturz bringen, ansonsten stirbt ihre Tochter, die gerade in Berlin ihr Kind zur Welt bringen soll. Genau das passiert dem Psychiater Dr. Mats Krüger. Seine Tochter Nele wurde von einem Verrückten entführte, wenige Minuten nach dem bei ihr die Fruchtblase geplatzt ist. Und Mats soll nun während der dreizehn Stunden Flug seine ehemalige Patientin dazu bringen, dass Flugzeug abstürzen zu lassen. Es beginnen dreizehn sehr spannende und nervenzerreißende Stunden – und der Leser ist live dabei!

Dieser Thriller von Sebastian Fitzek konnte mich wieder voll und ganz überzeugen und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die letzten Bücher fand ich nicht mehr ganz so gut, wie seine früheren Werke. Doch hier ist ihm es wieder gelungen mich komplett zu fesseln. Sebastian Fitzek schafft es den Leser mit seinem Schreibstil nur so über die Seiten fliegen zu lassen. (Kleines Wortspiel ;)) Die Kapitel werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und sind sehr kurz, was dazu verleitet nur noch eben ein Kapitel lesen zu wollen. Und dann, ach, noch eins, ist ja so kurz. Und schwupps ist man fertig. Während der 380 Seiten bekommt man kaum Zeit einmal durchzuatmen. Schlag auf Schlag passiert etwas. So muss ein Thriller sein!

Die Charaktere kamen realistisch rüber. Auch wenn viele psychisch nicht grade in Bestform sind – aber das ist ja auch in der Wirklichkeit so. Einige schreiben in ihren Rezensionen, dass es ihnen zu unrealistisch ist. Die Ansammlung von allem ist vielleicht unrealistisch, aber die einzelnen Handlungsstränge sehe ich als sehr realistisch an. Wer kann schon in seinen Nebensitzer hineinschauen?! Es gefällt mir, dass Fitzek es schafft, mit wenigen Worten eine Beziehung zwischen Leser und Charakteren zu schaffen. Sie kommen einem nach wenigen Seiten bekannt vor. Auch toll finde ich, wenn doch immer wieder ein paar Charaktere aus früheren Werken auftauchen. Es spielt ja immer alles in Berlin und so viele Menschen sind es da dann eben doch nicht. Mats und Nele waren mit sehr sympathisch. Mats, wie er zum einen mit seiner Flugangst und zum anderen mit sich selbst kämpft. Kann er nun seine ehemalige Patientin so verletzen und seine gesamte Therapie rückgängig machen und dazu die Angst um seine Tochter. Nele tut mir leid. Sie hatte die Geburt so gut geplant, dass ihrem Baby durch ihre HIV-Infektion nichts passieren kann und dann kommt die Entführung. Sie möchte doch nur, dass es ihrem Kind gut geht.

Sehr gefallen hat mir, dass es viele Wendungen und Überraschungen gab, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Das ist für mich ein wichtiges Kriterium für einen guten Thriller.

Schön finde ich, dass Fitzek für seine Bücher erst einmal ordentlich recherchiert. Und gerne auch Fakten mit einfließen lässt. Zum Beispiel wusste ich nicht, dass  sich jede Minute rund 10.000 Flugzeuge in der Atmosphäre befinden. Das ist ziemlich viel. So gesehen passiert ja wirklich wenig.

Auch die Danksagung ist empfehlenswert. Fitzeks Selbstironie gefällt mir einfach.

Ich habe an diesem Thriller nichts auszusetzen und spreche eine klare Leseempfehlung aus und vergebe volle fünf von fünf Sterne.

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Tags: berlin, dt autor, flugangst, flugunglück, spannung, thriller   (6)
 

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(85)

128 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

london, tony parsons, krimi, menschenhandel, schleuser

In eisiger Nacht

Tony Parsons , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In London, genauer in Chinatown, wird ein verdächtiger Lastwagen der Polizei gemeldet. Als diese ihn öffnen, entdecken sie Grauenhaftes: elf erfrorene Frauen und eine Frau ist kurz davor zu sterben. Die jungen Frauen kommen aus vielen verschiedenen Ländern und erhofften sich in London ein besseres Leben führen zu können. Detective Max Wolfe will den Schleuser und seine Auftraggeber dingfest machen. Dafür muss er sich in die Abgründe Londons begeben.

 

Ich hatte schon viel über diese Reihe gehört – vor allem Positives. Das machte mich neugierig. Aber irgendwie konnte ich mit diesem Buch nicht viel anfangen. Gefangen hat es mich nicht, dabei war der Spannungsbogen durchaus vorhanden. Natürlich wollte ich wissen, auf wessen Kappe die toten Frauen im Kühllaster gehen. Aber die Art von Detective Max Wolfe war mir unsympathisch. Auch mit den anderen Charakteren wurde ich nicht richtig warm. Die blieben mir als Leser einfach zu fern. Viel Ermittlungsarbeit gab es hier auch nicht, die Lösung des Falls ergibt sich eher durch Zufall. Es wurden lediglich die Abgründe Londons dargestellt. Dies war mein erstes Buch von Tony Parsons. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Handlung war mehr oder weniger schlüssig. Erzählt wird sie aus der Ich-Perspektive von Max Wolfe. So lernt man ihn auch als Privatperson kennen. Die Geschichte geht Schlag auf Schlag und am Ende wartet eine Überraschung, dennoch konnte mich dieser Kriminalroman nicht überzeugen und ich vergebe nur zweieinhalb von fünf Sternen. Gut fand ich, dass man diesen Band unabhängig von den drei vorherigen Bänden lesen kann.

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Tags: enttäuschend, kriminalroman, london, menschenhandel, menschneschmuggel, reihe, schleuser   (7)
 

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(94)

132 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

krimi, cold case, hamburg, elbmarsch, mord

Totenweg

Romy Fölck
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783785726228
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bjarne Haverkorn knabbert seit 20 Jahren an einem ungelösten Fall. Damals wurde ein totes Mädchen in einer Scheune am Totenweg gefunden. Nun ist Haverkorn wieder in Deichgraben in der Elbmarsch. Ausgerechnet der Vater der besten Freundin des toten Mädchens wurde niedergeschlagen. Es scheint keine Anhaltspunkte zu geben. Und Haverkorn kann den alten Fall einfach nicht ruhen lassen. Er beginnt wieder zu ermitteln.

Dies ist der erste Teil einer neuen Krimi-Reihe, die in der Elbmarsch spielt. Bjarne Haverkorn, ein erfahrener Kommissar, kurz vor der Pensionierung, ermittelt zusammen mit Frida Paulsen, einer gerade von der Polizeihochschule kommenden Kommissarin. Sie bearbeiten einen aktuellen Fall, sowie einen Cold Case. Dieser Krimi hat mich von den ersten Seiten an gepackt und es war ein klasse Lesevergnügen. Es war sehr spannend. Sehr gefallen hat mir, dass es sehr viel Raum für Spekulationen gab (ich habe dieses Buch in einer Leserunde gelesen und es ging heiß her). Es wurden einem so viele Hinweise und Details zugesteckt, dass man bei und hinter allem eine Verschwörung witterte. Das macht meiner Meinung nach einen guten Krimi aus. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und wirkten realistisch. Haverkorn tut einem irgendwie leid. Er nagt immer noch an dem alten Fall, außerdem hat er Probleme mit seiner Frau. Frida ist sehr sympathisch. Sie scheint sehr taff zu sein, auch wenn an ihr die Vergangenheit nicht spurlos vorbeigegangen ist. Schön fand ich hier, dass Charaktere meist durch Fridas Erinnerung vorgestellt wurden. Diese Passagen waren gedankliche Rückblenden Fridas. Sie erinnerte sich an Situationen in der Vergangenheit. Diese Passagen wurden kursiv dargestellt, so dass der Leser es einordnen konnte.

Der Schreibstil von Romy Fölck ist sehr angenehm und flüssig zu lesen – hätte ich dieses Buch nicht in einer Leserunde gelesen, hätte ich es mit Sicherheit in einem Rutsch durchgelesen. Die Atmosphäre mit der Elbmarsch hat mir sehr gut gefallen. Es wirkte düster und somit passend für einen Krimi. Die Beschreibung der Apfelplantagen/-höfe war sehr anschaulich. Ich habe die Landschaft beim Lesen richtig vor mir gesehen. Es scheint dort recht idyllisch zu sein. Der Spannungsbogen war gut und mir hat die schlüssige Auslösung gefallen. Die ganze Handlung ist sehr dynamisch. Eins passiert nach dem anderen. Und man hat kaum Zeit aufzuatmen. Ich habe an diesem Krimi nichts auszusetzen und kann eine klare Leseempfehlung aussprechen. Ich vergebe volle fünf von fünf Sterne.

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Tags: cold case, dt autor, elbmarsch, reihenauftakt   (4)
 

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(70)

148 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

liebe, drama, schicksal, jessica koch, freundschaft

Die Endlichkeit des Augenblicks

Jessica Koch
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 18.08.2017
ISBN 9783499274237
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieser Roman handelt von drei gebrandmarkten jungen Menschen und ihrer Liebe zueinander. Sebastian und Joshua sind seit klein auf beste Freunde. Nach einem tragischen Unfall sind sie wie miteinander verschmolzen. Basti sitzt seit dem im Rollstuhl. Und Josh gibt sich die Schuld daran und möchte am Liebsten sein Leben für Basti geben. Er zieht sich vollkommen in seine Depression zurück. Dann lernen die beiden Samantha kennen. Sie hat es ebenfalls nicht leicht. Ihre Schwester ist Autistin und ihr Vater hat die Familie deshalb verlassen. Auch Sam gibt sich hierfür die Schuld. Wie soll es anders sein, Basti und Sam verlieben sich in einander. Doch dann bekommt Sam einen Zugang zu Josh und holt ihn aus seinem Schneckenhäuschen.

Leider basiert dieser Roman scheinbar auf Schuldzuweisungen. Die erste Hälfte des Romans war die reinste Qual. Josh und Sam wettstreiten schon fast, wer bemitleidenswerter ist und das Lesen macht keinen Spaß. Josh verbreitet eine sehr depressive Stimmung, die leider auch nicht durch Basti und Sam wieder aufgefangen wird. Die zweite Hälfte ist dann etwas angenehmer. Allerdings konnte dies das Ganze auch nicht mehr rausreißen. Die Geschichte war recht hervorsehbar, vor allem nach dem Lesen des Klappentexts. Der Schreibstil von Jessica Koch ist leicht und flüssig zu lesen. Zwischendurch gab es einige schöne Zitate/Aussagen, in denen viel Wahrheit steckt. Die Charaktere waren mir in diesen Kombination zu negativ. Keiner hatte ein normales Leben – bei allen Tragik pur.

Das war mein erstes Buch von Jessica Koch. Ich hatte schon einiges Positives über ihre Bücher – vor allem die Danny-Trilogie – gehört und freute mich aufs Lesen dieses Buches, als ich es geschenkt bekam. Doch leider wurde ich sehr enttäuscht. Und ich hätte es am Liebsten nach 50 Seiten aus der Hand gelegt. Doch da ich jedem Buch die Chance gebe mich doch zu überzeugen, habe ich es zu Ende gelesen. Die letzten 50 bis 70 Seiten waren dann auch wirklich gut. Ich glaube es wäre eine bessere Geschichte geworden, wenn Sam nicht auch ein „gebrandmarktes Kind“ gewesen wäre.

Ich kann leider nur zwei von fünf Sternen vergeben.

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Tags: dt autor, flop   (2)
 

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

vergangenheitsbewälltigung, ischia, liebe

Mit Oma in Roma

Tessa Hennig
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 13.05.2016
ISBN 9783843713047
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

ns-zeit, juden, judenverfolgung, jugendbuch, autobiografie

Das Versteck auf dem Dachboden

Anita Lobel
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei DTV
ISBN 9783423781787
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Anita Lobel, eigentlich Aneta, erzählt in diesem Jugendbuch ihre eigene Geschichte. Aneta wurde 1934 als Kind jüdischer Eltern in Krakau, Polen, geboren. Ihr Vater besaß eine Schokoladenfabrik. Sie waren eine angesehene Familie, denen es gut ging. Sie hatten sogar Personal. Unter anderem die Kinderfrau Niania, die für Aneta und ihren Bruder später zu ihrer wichtigsten Bezugsperson werden sollte. Anetas Vater verließ rechtzeitig das Land, bevor die Nazis eine zu große Gefahr wurden. Ich finde das etwas merkwürdig, dass nur er ging und seine Familie allein ließ. Es war zwar mit Sicherheit einfacher als einzelne Person das Land zu verlassen. Aber man sollte sich doch danach wenigstens drum kümmern, dass die anderen nachkommen können. Dies war hier wohl nicht der Fall. Anetas Mutter besorgte sich einen falschen Pass und konnte sich so durchschlagen. Zum Schutz der Kinder sollte nun die Kinderfrau Niania auf die beiden aufpassen und sie für ihre Kinder ausgeben. Es beginnt eine lange Odyssee der Flucht. Zunächst zu Verwandten des Vaters, später in Nianias Herkunftsdorf. Letztendlich in ein Kloster. Dort fliegen Aneta und ihr Bruder leider auf und werden deportiert.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Aneta erzählt. Meist auch aus dem Blickwinkel eines Kindes. Somit eignet sich dieses Buch gut für Jugendliche/ältere Kinder. Ich selbst habe dieses Buch zum ersten Mal mit 12 oder 13 gelesen. Daraufhin habe ich weitere Bücher über die NS-Zeit gelesen. Für den Einstieg ins Thema finde ich dieses Buch gut geeignet. Es ist nicht zu schlimm, dass es für Kinder nicht angebracht wäre.

Sehr gefallen hat mir, dass auch Bilder/Fotos enthalten sind. Diese sind in mehreren Sammlungen zwischen dem Text untergebracht. Allerdings verraten diese häufig schon Dinge, die erst später im Text erwähnt werden.

Ich hatte das Buch in guter Erinnerung, doch nach dem erneuten Lesen gefällt es mir nicht mehr ganz so gut. Es gibt sicherlich bessere Jugendbücher über die NS-Zeit. Irgendwie war mir Aneta auch etwas unsympathisch.

Ein großer Kritikpunkt ist für mich der Titel. Im ganzen Buch ist mir kein Versteck auf dem Dachboden untergekommen. Verstecken musste sich die kleine Aneta sehr häufig und sehr lang. Aber bei diesem Titel hätte ich erwartet, dass es ein längeres Versteck auf einem Dachboden gibt.

Letztendlich vergebe ich dennoch vier von fünf Sternen. Da dieses Buch ein guter Einstieg ist, um Kindern oder Jugendlichen das Leben von Juden in der NS-Zeit näher zu bringen.

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Tags: autobiografie, juden, judenverfolgung, jugendbuch, ns-zeit   (5)
 
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