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29 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

philosophie, enttäuschendes ende, harrar, kalifornien, drama

Im Dunkel deiner Seele

George Harrar
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.03.2018
ISBN 9783404176144
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Im Dunkel deiner Seele“ von George Harrar wird als ein Thriller deklariert. Der Beginn des Buches ist sehr vielversprechend. Es wird schnell klar, dass es kein Buch für jedermann ist, denn der Inhalt ist sehr philosophielastig, da die Hauptfigur Evan Professor für Philosophie ist und dementsprechend sind dann auch seine Gedankengänge.
Evan ist mit seinen Söhnen unterwegs, als ihn plötzlich die Polizei anhält. Ihm wird vorgeworfen ein junges Mädchen entführt zu haben. Doch Evan weiß von nichts. Oder doch? Das Buch begleitet Evan im Zeitraum der Ermittlungen, nimmt den Leser mit in die Uni, in sein Familienleben und in seine Gedanken rund um Wittgenstein und Co. Wie wirkt sich der Vorwurf auf die verschiedenen Menschen, mit denen er zu tun hat, aus? Wird sich alles aufklären oder ist er doch schuldig?
Abgesehen von den vielen philosophischen Ansätzen lässt sich das Buch relativ gut lesen. Doch es werden einfach viel zu viele Andeutungen gemacht, die nicht aufgeklärt werden und der Leser bleibt am Ende enttäuscht zurück. Viele Fragen bleiben offen und auch das Genre „Thriller“ würde ich hier nicht zuordnen. Drama passt eindeutig besser. Schade, ich hatte mit eindeutig mehr erhofft und es wäre mit dieser Idee auch viel mehr möglich gewesen.

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Tags: drama, harrar, philosophie, thriller   (4)
 

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103 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

krimi, brandstiftung, feuer, feuerteufel, bastei lübbe

Phönixkinder

Christine Drews
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.07.2014
ISBN 9783404169924
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Phönixkinder“ ist der zweite Band der Reihe um die Ermittler Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. Die Regionalkrimis von Christine Drews spielen im Münsterland, wer sich hier ein wenig auskennt wird bestimmt über viele bekannte Orte stolpern. Das Buch lässt sich auch sehr gut ohne Kenntnis des ersten Bandes lesen.

 

Schon der Titel lässt darauf schließen, dass der Inhalt etwas mit Feuer zu tun hat und ist daher gut gewählt. Schneidmann und Käfer werden in das Seniorenheim gerufen, in dem Schneidmanns verstorbene Mutter auch untergebracht war. Ein alter, an Demenz erkrankter Mann ist verbrannt. War es ein Unfall oder steckte mehr dahinter? Was könnten die Motive sein? Die Ermittler müssen in die Vergangenheit eintauchen und auch die Familie des Opfers lernt vielleicht noch die ein oder andere Neuigkeit über den Verstorbenen.

 

„Phönixkinder“ lässt sich gut lesen und fesselt den Rezipienten. Das Ermittlerduo  ist sehr überzeugend und Drews lässt die beiden auch sehr menschlich wirken. Es sind eben Menschen mit Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen. Auch das Private wird nicht außen vor gelassen, so dass die Entwicklungen bei den Charakteren sehr schön zu beobachten sind. Man freut sich mit ihnen und man leidet mit ihnen. Die Geschichte nimmt einen vom ersten Augenblick an gefangen und die Spannung nur stellenweise nach. Die dezenten Hinweise auf den Täter regen zum miträtseln an, verraten aber auch nicht zu früh zu viel. Der Fließtext wird ab und an durch kursiv gedruckte Gedanken unterbrochen, wodurch die eigenen Gedanken und Überlegungen noch mehr angeregt werden und man in die Psyche eines Pyromanen eintauchen soll.

 

Alles in allem ein Krimi, der für meiner Meinung nach auch für Leser geeignet ist, die die eher leichteren Krimis bevorzugen. Mit diesem Buch werden einem einige Stunden der wunderbaren Unterhaltung geboten. Vier Sterne für diesen Regionalkrimi!

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Tags: drews, feuer, krimi, münster, regionalkrimi   (5)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

italien, krimi, brunetti, venedi, kriminalroman

Ewige Jugend

Donna Leon , Werner Schmitz
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 27.09.2017
ISBN 9783257244144
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Commissario Brunetti aus der Feder von Donna Leon kenne ich bislang nur aus den tollen Verfilmungen. Nun, den 25. Fall, habe ich mir als Lektüre vorgenommen. Durch die Filme kannte ich die Figuren bereits und bin leicht hineingekommen. Aber auch ohne dem wäre es absolut keine Schwierigkeit gewesen.

Die Contessa Lando-Coninui möchte endlich alles aus ihrem Leben klären. Und ganz besonders den Tod ihrer Enkelin Manuela die nachts im Canale di San Boldo ertrunken ist. War es Mord oder ein Unfall? Spuren sind nicht mehr übrig, schließlich ist der Todesfall schon 15 Jahre her und die Akten sind leider auch verschwunden. Doch die Contessa glaubt nicht an einen Unfall und möchte, das Brunetti den Schuldigen findet. Also wird die Vergangenheit neu aufgerollt und die Erinnerungen wieder hinaufbeschworen.

Mit viel Sensibilität lässt Donna Leon ihren Commissario mit viel Unterstützung von Signorina Elettra ermitteln und viele Gedankengänge machen bis die Köpfe rauchen. Seine Erfahrung hilft ihm sehr dabei und er lässt sich nicht von anderen Meinungen beeindrucken oder täuschen. Er weiß, wie wichtig Gerechtigkeit ist und tut alles dafür, damit die Contessa Frieden finden kann. Weitere Hilfe erhält Guido Brunetti von seiner Kollegin Claudia Griffoni aus Neapel, die ganz viel Herz mit einfließen lässt.

Leon versteht es, gute Dialoge zu schreiben und den Krimi ganz entspannt weiter zu führen. Gleichzeitig erfährt man einiges aus Brunettis Familienleben mit seiner Frau Paola und den beiden Kindern, die wunderschöne Stadt Venedig und diverse politische Verwicklungen rund um die Themen Umweltverschmutzung, Massentourismus, Flüchtlingskrise oder Korruption. Klar, dass da auch der Vice Questore Patta eine Rolle spielt.

Es macht sehr viel Spaß „Ewige Jugend“ zu lesen. Mit viel Humor und Ironie weist Leon erneut auf menschliche Schwächen und Stärken hin und lässt neben diesen wunderbaren Schilderungen den Kriminalfall fast schon zur Nebensache werden. Die Aufklärung rund um Manuelas Unglück ist leider nicht ganz glaubwürdig gelungen aber dennoch enttäuscht das Buch nach den Filmen definitiv nicht! Vier Sterne!

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Tags: brunetti, donna leon, familiendrama, krimi   (4)
 

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

nordsee, mobbing, eisskulpturen, krimi, morde

Eisige Flut

Nina Ohlandt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176373
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Eisige Flut“ von Nina Ohland ist der 5. Fall für Kommissar John Benthien und sein Team von der Flensburger Kriminalpolizei. Der Krimi ist auch sehr gut ohne die Vorkenntnisse der bisherigen vier Titel zu lesen, was den Einstieg immer leicht macht und daher Krimifans nicht abschrecken sollte. Zudem sind Regionalkrimis immer eine Bereicherung und führen die Leser durch das Land. Mit diesem Krimi wird man nach Flensburg und an die Nordsee geführt und bekommt einen schönen Eindruck vom dortigen Lokalkolorit.
Es ist eiskalt an der Nordsee. Und dann stehen Benthien und seine Kollegen vor einem Rätsel. Jemand drapiert die Leichen so, dass sie wie Eisstatuen wirken. Auch die Fundorte passen zu diesem Schema. Aber warum? Was bedeuten die kleinen Gegenstände, die in den Bauchnabeln gefunden werden? Und was zur Hölle ist die Verbindung zwischen den Opfern? Viele Fragen und kaum Ideen wie die Zusammenhänge sind. Zudem gibt es noch ein Problem: Alle Tatverdächtigen verfügen über ein Alibi. Doch die Ermittlung nimmt trotz aller Schwierigkeiten an Fahrt auf und letztendlich müssen die Polizisten in der Vergangenheit suchen und mehr verarbeiteten, als sie zu Beginn erwartet haben. Unterbrochen werden die Ermittlungen immer wieder von kursiv gedruckten Briefen die der unbekannte Verfasser an seine Tochter schreibt. Dieses verleitet den Leser immer wieder zum miträtseln von wem diese Briefe wohl stammen.
Nina Ohland versteht es, ihre Leser mit auf eine stürmische Reise zu nehmen. Durch gute Recherchen und einen wunderbar zu lesendem Schreibstil ist „Eisige Flut“ das reinste Lesevergnügen, obwohl man sich selbst wohl lieber so manche der Situationen nicht erleben möchte. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ermöglicht es auch Lesern die die Reihe noch nicht kennen sehr schnell in das Geschehen einzutauchen. Der Fall ist sehr gut durchdacht und der Spannungsbogen zieht sich perfekt durch das gesamte Buch und sorgt für verschiedene Gänsehautmomente.
Neben dem Kriminalfall werden immer wieder Verknüpfungen in das Privatleben der Ermittler gezogen, so dass diese sehr gut ausgearbeitet sind und man sie sich gut vorstellen kann. Mit allen Ecken und Kanten, denn niemand ist perfekt. Auch das Cover ist perfekt auf die eisige und düstere Landschaft des Buches abgestimmt und man fühlt sich sofort an die stürmische Nordsee versetzt. 5 Sterne für diese bitterkalte Mordermittlung.

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106 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

familiengeschichte, liebe, adel, das,gutshaus,familiensag, band 1

Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten

Anne Jacobs
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 13.11.2017
ISBN 9783734103278
Genre: Historische Romane

Rezension:

Lange ist es her, dass sie in einer dramatischen Flucht ihre Heimat verlassen mussten. Nun ist Franziska endlich zurück auf Gut Dranitz. Doch die Zeiten haben sich geändert, der Krieg und die Nachkriegszeit haben dafür gesorgt dass sich alles geändert hat. So hat sie im Krieg auch ihre große Liebe Walter aus den Augen verloren. Vermeintlich soll er in das Hitler-Attentat verstrickt gewesen sein und dafür bestraft worden sein.

 Nach dem Mauerfall kann Franziska endlich zurück nach Mecklenburg-Vorpommern. Doch alles ist anders. Die Einwohner sind überhaupt nicht glücklich, dass Franziska den Gutshof zurück haben möchte. Auch ihre Enkelin Jenny benötigt Hilfe. Wie entwickelt sich die Geschichte weiter?

Das Buch ist nicht linear geschrieben, die Augenblicke wechseln zwischen den 40ern und den 90ern. Diese Mischung macht es sehr interessant und spannend zu lesen. Ein gelungener Auftakt einer Reihe, dem ich 4 Sterne verleihe!

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Tags: gutshaus, saga, serie, zeitgeschichte   (4)
 

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125 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

poppy j. anderson, liebe, kochen, taste of love, boston

Taste of Love - Mit Sehnsucht verfeinert

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783404176601
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Mit Sehnsucht verfeinert“ ist der vierte Band der Taste-of-Love-Reihe von Poppy J. Anderson. Das Buch ist ohne Probleme ohne Vorkenntnisse in der Reihe zu lesen.

 

Scott und Hailey haben sich einmal sehr geliebt, waren ein Traumpaar. Doch dann hat sich Hailey genötigt gefühlt, die Notbremse zu ziehen und hat Boston und auch Scott für drei Jahre den Rücken zugekehrt. Doch nun ist sie zurück. Als Souschefin im „Bonfire“ treibt sie ihre Karriere als Köchin weiter voran. Bei der Eröffnungsfeier des Restaurants trifft sie auf ihren ehemaligen Verlobten Scott. Und direkt geraten sie aneinander. Wie geht es mit den beiden weiter?

 

Anderson schafft es ohne Probleme, die Leser in ihren Bann zu ziehen. Ganz von alleine fiebert man mit, möchte mehr erfahren. Wissen, was früher passiert ist und warum die beiden sich getrennt haben. Auf unterhaltsame Art und Weise werden die Treffen beschrieben und so manches Mal möchte man sich an den Kopf hauen. Man fragt sich, warum die beiden so handeln.

 

Zunächst lernt man Scott aus Haileys Sicht kennen: ein knallharter Geschäftsmann. Doch schnell sieht man auch seine Sicht der Dinge und merkt, dass hier eindeutig etwas nicht zusammen passt, das das bekannte Bild vielleicht doch nicht stimmt. Immer mehr zeigt sich, dass die beiden doch noch aneinander hängen. Haben sie noch eine Chance? Schließlich kann Hailey mit diesem harten Geschäftsmann nichts anfangen. Doch ist er das wirklich?

 

Das Buch verläuft in zwei Handlungssträngen. Die Gegenwart wird immer wieder von Rückblenden unterbrochen, sodass sich für den Leser sehr gut ein Gesamtbild entwickelt und der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Leider ist Hailey mit ihrer Haltung zuweilen sehr anstrengend und man fragt sich, warum Scott das so mitmacht. Sehr schön ist auch die Entwicklung Haileys im Umgang mit ihrem Vater zu sehen. Auch ihn hat sie in den drei Jahren obwohl sie ihn sehr liebt nicht gesehen und nach einem Schlaganfall möchte sie nun alles für ihn tun, völlig unabhängig von dem was er möchte. Doch letztendlich nähern sich die Wünsche der beiden doch wieder an, nicht zuletzt dank Scott. Und auf allen Ebenen zeigt sich, dass Kommunikation das Leben einfacher machen würde.

 

Da ich Hailey leider in Teilen nicht so gut verstehen konnte, vergebe ich für dieses ansonsten sehr gut zu lesende und unterhaltene Buch vier Sterne.

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Tags: gefühlvoll, kochen, liebe, poppyanderson, roman, serie, tastoflove   (7)
 

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161 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

happy end, liebe, amnesie, charlotte lucas, hamburg

Wir sehen uns beim Happy End

Charlotte Lucas
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783785725993
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Wir sehen uns beim Happy End“ ist der zweite Roman den Wiebke Lorenz unter ihrem Pseudonym Charlotte Lucas veröffentlicht.

Ella liebt das Happy End - nein, falsch. Sie ist eher schon süchtig danach. Alles muss gut ausgehen. Und ihr Leben scheint auch genauso zu verlaufen. Doch das bleibt nicht so. Irgendwelche Rückschläge muss jeder Mal einstecken. Es ist faszinierend zu sehen, wie Ella damit umgeht.

Die Figur der Ella ist am Anfang doch sehr naiv gestaltet, so dass man sich beim Lesen auch schon einmal an den Kopf schlägt und sich fragt, wie man sich so verhalten kann. Doch genau deshalb hat Ella eine gute Chance, sich weiterzuentwickeln und zu reifen. Auf diesem Weg wird sie von mehreren anderen Personen begleitet, die sehr unterschiedlich sind und dementsprechend auch verschieden agieren. Dennoch war mir persönlich Ella auf Dauer zu anstrengend.

Das Cover ist passend zur Geschichte fröhlich und bunt gestaltet.

Das Buch ist sehr gut geschrieben und lässt sich leicht lesen und ist sehr kurzweilig. Auch die dramatischen Hintergründe wurden von Charlotte Lucas sehr gut recherchiert, sodass man alles gut nachvollziehen kann. Romantik gepaart mit Humor und Drama – eine spitzen Kombination!

Trotz dass die Hauptfigur nicht vollkommen überzeugt hat ist es ein schöner und entspannender Zeitvertreib für den ich gerne 4 Sterne vergebe.

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Tags: charlotte lucas, happy end, liebe, roman   (4)
 

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, london, mord, internet, entführung

Sie zu strafen und zu richten

Luke Delaney , Ulrike Moreno
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.09.2017
ISBN 9783404175574
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Sie zu strafen und zu richten“ ist der 4 Teil einer Reihe um DI Sean Corrigan. Ich habe den Thriller ohne Vorkenntnisse in der Reihe gelesen, leider werden immer wieder Anspielungen und Verknüpfungen zu den alten Fällen gezogen, so dass sich der unwissende Leser schon fragt, was denn da vorgefallen ist.

 

Das Cover ist genauso wie der 2. Und 3. Teil der Reihe gehalten, wodurch die Bücher auch eine optische Verbindung erhalten. Der erste Band weicht leicht noch leicht ab. Der Hintergrund wirkt von der Farbe her wie ein heller Stein, auch die Unebenheiten erinnern an einen solchen. Die Verfasserangabe variiert bei den 3 Büchern der Reihe farblich. Bei „Sie zu strafen und zu richten“ ist sie in orange gehalten, die Titelangabe ist bei allen drei Büchern in Anthrazit bis Schwarz abgedruckt. Alle Textangaben stehen in Majuskeln auf dem Buch. Lediglich die abgedruckte Genrebezeichnung wird „Rechtschreibkonform“ mit einer Majuskel begonnen und mit Minuskeln fortgesetzt. Den Rand des Covers bildet ein schwarzer Rahmen, der nach innen verwischt. Meines Erachtens passt dieser Stil sehr gut zu diesem Genre, da er bereits unruhig und „unglatt“ wirkt, so wie die Täter agieren und die Ermittlungen zumeist verlaufen.

 

Der Text ist flüssig zu lesen, allerdings sind einige Längen in der Spannung aufzufinden, die es einem dann schwerer machen, dranzubleiben. Manche Sätze sind sehr lang gehalten, sodass man sich beim Lesen konzentrieren muss. Auch wirkt die Handlung leider zum Teil sehr konstruiert. Ob diese Schwierigkeiten der Übersetzung geschuldet sind oder dem Stil von Delaney entsprechen, kann ich leider nicht beurteilen.

 

An manchen Stellen wurden Handlungsstränge angerissen, die sich spannend hätten entwickeln können und andere, die fehl am Platz wirkten. Aufgelöst wurden diese leider nicht. Dadurch waren so manche Zeilen leider komplett überflüssig und man fragt sich, weshalb hier überhaupt drauf eingegangen worden ist. Auch hierbei kann es sein, dass das durch Kenntnis der gesamten Reihe oder durch eventuell folgende Bände schlüssiger wird.

 

Die Charaktere sind manchmal etwas schwierig zu verstehen, was aber durchaus daran liegen kann, dass ich keine Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden hatte. Corrigan wirkt sehr ehrgeizig, was aber als Detective mit Sicherheit nicht verkehrt ist. Allerdings ist es wohl eher unvorteilhaft das Private zu vernachlässigen, denn ein Ausgleich ist gerade in diesem belastenden Beruf nötig. Er stellt sich hier nicht unbedingt als Sympathieträger dar.

Bei seinem Kollegen Donelley ist es sehr gelungen, dass die schottische Abstammung sich regelmäßig durch den Sprachgebrauch deutlich macht. Der Journalist Jackson wirkt ebenso ehrgeizig, genau wie der Assistant Commissioner Addis. Hier prallen diverse Persönlichkeiten mit ihren eigenen Interessen aufeinander, dass dies nicht auf Dauer gut geht ist nur natürlich. Ebenso muss man zwischenzeitlich doch sehr an Jacksons Verstand zweifeln, da seine Handlungen nicht gerade durchdacht sind.

 

Corrigan ist unter Druck: Ein Killer ist hinter Mitarbeitern der Finanzbranche her. Vor laufender Kamera straft er sie für die Finanzkrise, die viele Bürger persönlich betroffen hat. Die Bürger mussten als Kunden der Banken Verluste hinnehmen,  während den Mitarbeitern dennoch große Boni ausgezahlt wurden. Für diese Ungerechtigkeiten lässt der Killer über die von ihm auserwählten richten. In der Jury sitzen alle Zuschauer, die den Stream verfolgen.

Als ob dieser Fall an sich nicht genug wäre, macht der Vorgesetzte Dampf. Die Finanzbranche leidet unter den Vorgehen, Angst bremst sie. Der Fall soll schnell gelöst werden. Ein Anliegen, dass auch aus der Politik an den Assistant Commissioner herangetragen wird. Um seinen DI zu kontrollieren schleust er daher eine Psychologin in das Team ein, welche die Teammitglieder auch bereits kennt. Man merkt, dass verschiedene Personen im Team noch eigene Probleme haben, die sie aus den Ermittlungen nicht vollständig heraushalten können. Sie sind auch „nur“ Menschen, Vergangenheit und das Umfeld können sie beeinflussen.

 

 „Sie zu strafen und zu richten“ ist ein Thriller mit Stärken und Schwächen. Ohne die Vorbände zu kennen, können die Charaktere und Handlungen manchmal schwer nachvollziehbar sein. Dennoch ist der Fall an sich sehr gut ausgearbeitet und fesselnd. Es wird mit der öffentlichen Jury der kleine Voyeur in den Menschen angesprochen. Durch eben diesen Erzählstrang regt der Thriller aber auch sehr dazu an, selbst zu reflektieren und zu überlegen, wie man selbst handeln würde. Das Buch hat eindeutig Potential, war aber leider nicht völlig überzeugend. Auch ist es als Reihenteil nicht gut alleine zu lesen. Daher nur drei Sterne.

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Tags: bankenkrise, ermittlung, thriller   (3)
 

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1.385 Bibliotheken, 26 Leser, 2 Gruppen, 206 Rezensionen

thriller, serienkiller, ethan cross, serienmörder, mord

Ich bin die Nacht

Ethan Cross
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.12.2013
ISBN 9783404169238
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

*Achtung, ggf. teilweise Spoiler*

 

Die Serienmörder Francis Ackerman junior liebt es mit seinen Opfern Spielchen zu spielen. Seiner Meinung nach haben diese dann eine gute Chance, auch zu überleben. Doch in Wahrheit ist es für diese äußerst schwierig. Wer kann ihn aufhalten?

 

Die Leseprobe hatte mich überzeugt. Sie war lebhaft beschrieben, sodass man unweigerlich mit den Opfern mitleiden musste. Man spürt ihre Angst und ist schockiert und irritiert von Ackermans Denkmustern.

 

Nachdem ich dann jedoch mit dem gesamten Buch begonnen hab wurde ich doch etwas enttäuscht. Zu Beginn folgen so viele unterschiedliche Handlungen, viele unterschiedliche Personen werden zusammenhanglos eingeführt, sodass man sich unweigerlich fragt, wo der rote Faden ist.

 

Auch im Weiteren gibt es viele Wendungen, die das Buch zwar rasant machen, aber es sind so viele, dass es einfach schon zuviel ist. Die Handlung wirkt viel zu konzipiert. Die Mischung mit der Politik, die Verbindung zum Präsidenten, hätte meines Erachtens ganz anders aufgebaut werden können. Dass dieser, wie bereits seine Vorgänger, jedoch sich eine Truppe von Selbstjustiz übenden Polizisten hält, wirkt wie an den Haaren herbeigezogen und (auch wenn in einem Buch nicht alles reell seien muss) sehr unglaubwürdig.

 

Ackermans Charakter an sich wirkt wesentlich ausgearbeiteter als alle anderen Figuren in diesem Roman. Bei ihm bekommt der Rezipient den größten Einblick in seine Motivationen, seine Handlungsgrundlagen. Man erfährt viel über seine Vergangenheit und die Grausamkeiten seines Vaters, während das Umfeld der anderen eher im Dunkeln bleibt. Lediglich beim Scheriff und bei Marcus erhält man einen kleinen Einblick, aber längst nicht ausreichend. Möglich, dass hierzu weitere Ausarbeitungen der Charaktere in den nachfolgenden Teilen der Serie folgen.

 

Das schwarze Cover mit dem schwarzen Buchschnitt passt sehr gut zum düsteren Inhalt des Buches.

 

Das Buch lässt mich zwiegespalten wie selten zurück. Einerseits bin ich nach der guten Grundidee vom Inhalt enttäuscht, andererseits möchte ich dennoch erfahren wie es weitergeht, wo die Reise der Figuren hingeht. Da das Buch mit einem recht offenen Kapitel geendet hat, und auch bereits vorher einige Frage offen blieben, regt es trotz allem zum Weiterlesen an.

 

Alles in allem hätte Cross aus seiner Idee definitiv mehr herausholen können.

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Tags: basteilübbe, kikiliest, thriller   (3)
 

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liebe, hamburg, werft, krebs, petra hülsmann

Das Leben fällt, wohin es will

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783404175222
Genre: Liebesromane

Rezension:


In ihrem neuen Roman führt die Autorin Petra Hülsmann wieder nach Hamburg und lässt sie Einblicke in das Leben von Marie Ahrens nehmen.


Marie ist eine junge Frau, für die Freiheit, Freizeit und Party sehr wichtig erscheint. Darüber vergisst sie auch gerne alle Pflichten. Doch dann wird ihre Schwester krank. Brustkrebs. Ein großer Schock für Christine. Aber auch für Marie. Denn sie muss nun Verantwortung übernehmen. Zum einen für Christines Kinder, zum anderen auch für die Werft, die bereits seit vielen Jahren in Familienbesitz ist. Ist Marie dem gewachsen? Nehmen sie die Mitarbeiter ernst und kann sie sich überall durchsetzen? Ein Problem nach dem anderen, denn auch mit dem Geschäftsführer Daniel steht sie ständig in Konflikt.


Doch was bedeutet Marie die Werft wirklich? Warum hat sie sich so zurückgezogen, obwohl sie früher ständig dort war? Warum steht sie so in Konflikt zu ihrer Familie und warum glaubt sie nicht so wirklich an die Liebe?


Petra Hülsmann lässt auf wunderbare Art und Weise mit der Krankheit "Brustkrebs" ein sehr ernstes Thema in den ansonsten locker und leicht geschrieben Unterhaltungsroman einfließen. Dennoch erschwert die Thematik das Buch nicht, schnell ist es zu Ende geschrieben. Die Charaktere sind fein ausgearbeitet. Am Ende ergeben die Verhaltensmuster einen Sinn, die Fragen, die man sich im Laufe des Lesens stellt lösen sich auf. Die komplette Geschichte ist gut durchdacht und recherchiert. Auch eine liebgewonnene Figur aus vorherigen Romanen der Autorin fließt ohne Probleme mit in den Verlauf ein. Die diversen Lokalitäten und Umgebungen sind sehr gut und realistisch beschrieben worden.


Das Cover passt wunderbar zu dem maritimen Inhalt des Romans.


Ein wunderbarer Roman, der Emotion, Ernsthaftigkeit und Humor ohne Probleme verknüpft und durch die Kombination dieser Aspekte zu einem wunderbaren Lesevergnügen wird! Sehr empfehlenswert...

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Tags: familie, gefühle, liebe   (3)
 
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