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Ein stachliger Gefährte

Piper Vaughn , Kenzie Cade , Alexandra Lorenz
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Cursed Verlag, 21.11.2016
ISBN 9783958230705
Genre: Romane

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Molly findet eine Freundin

W. Bruce Cameron , Naemi Schuhmacher , Richard Cowdrey
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 22.02.2018
ISBN 9783737340984
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Name: Molly findet eine Freundin
Autor: W. Bruce Cameron
Genre: Slice of Life, Familie
Preis: €9,99 [D] | €10,30 [A]
Seiten: 234 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3-7373-4098-4
Verlag: S.Fischer Verlag GmbH



Rückentext:
"Molly", sagte das Mädchen. Als ich meinen Namen aus ihrem Mund hörte, wedelte ich vergnügt mit dem Schwanz und stellte mich auf die Hinterbeine, bis sie mich hochnahm. Sie hatte warme braune Augen und Sommersprossen im ganzen Gesicht. Ich kuschelte mich in ihre Arme und schaute ihr in die Augen. Und da kam mir ein Gedanke. Ich sollte mich um diess Mädchen kümmern. Das war meine Aufgabe, und ich würde gut auf sie aufpassen.

Die kleine Welpendame Molly erobert alle Herzen - und schenkt ihrer besten Freundin bedingungslose Liebe und Hoffnung. W. Bruce Cameron erzählt mit viel Charme und Einfühlungsvermögen von einer besonderen Freundschaft, die Berge versetzen kann.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Als ich das Buch in der Bibliothek gesehen habe, war ich ehrlich gesagt ein wenig skeptisch. Ich habe oft genug Bücher gesehen, auf denen auf dem Cover ein hübscher und/oder niedlicher Hund abgebildet war, meistens war auch der Name des Hundes mit drauf. Oder auch nicht. Und dann geht es kaum oder gar nicht um den Hund, der da drauf ist, sondern um eine Liebesbeziehung. Der Hund kommt halt auch mal mit drin vor, aber für jemanden wie mich erweckt es den Eindruck, als ginge es auf dem ersten Blick um den Hund. Es gibt auch gute Bücher, wie "Cujo" oder "Tod & Trüffel".Oder es ist einfach öde und der Hund nur zur Deko drauf, wie hier. Nun ja, als ich die Beschreibung auf der Rückseite überflogen habe, habe ich dem Buch einfach mal ne Chance gegeben.

Das Buch ist, laut der Bibliothek, für Kinder 10 und aufwärts geeignet. Jetzt befinde ich mich altersmäßig natürlich stark jenseits der zehn Jahre, aber das Buch ist etwas, was sich Erwachsene auch mal gönnen können, wenn sie mal was leichtes, also ne wirklich leichte Kost lesen wollen, weil sie gerade eine Pause von einem anstregendem Roman brauchen.

Die Geschichte wird aus der Sicht der jungen Hündin erzählt, was zum einen interessant ist, aber auch ein wenig einschränkend. So bekommt man manche Details aus dem Leben ihrer Besitzerin nicht komplett mit, aber man kann es sich als Leser zum Glück auch ziemlich gut zusammenreimen. Vermutlich sind es aber auch nur Fragen, die ich mich als Erwachsene stelle und die ich mir als Kind wohl nie gestellt hätte, da ich nicht so weit/umfangreich gedacht hätte. Nun ja, die Geschichte ist eigentlich recht kurz zusammenfassbar: Molly wird von einem Mädchen aufgenommen, das unbedingt einen Hund möchte. Doch ihre Mutter mag keine Hunde und so muss das Mädchen Molly heimlich mit heim schmuggeln. Was natürlich Probleme hinter sich zieht ...

Warum die Mutter Hunde nicht mag und sie als eklig betrachtet, wird leider nie wirklich erklärt oder aufgearbeitet. Auf der einen Seite wirkt es so, als verachtet sie Hunde einfach, auf der anderen Seite wirkt sie so, als hätte sie Angst vor Hunden ... ich finde es schade, dass die Tochter das nicht wirklich mit der Mutter klärt oder eher gesagt umgekehrt, aber dafür sind die Fronten wohl zu verhärtet. Immerhin spricht die Tochter die Mutter auch oft genug mit dem Vornamen an, weswegen ich anfangs davon ausging, dass es sich hierbei um ihre Schwiegermutter handelt. Auch handelt die Mutter nicht immer korrekt, was mir nur Kopfschütteln bereitete.

Die Hündin dagegen versteht vieles nicht, aber das macht ihr nichts aus. Sie liebt ihre Besitzerin und würde sie am liebsten immer um sich herum haben, einfach, weil sie sich in ihrer Gegenwart am besten fühlt. Auch lernt sie gerne neue Tricks und begleitet ihre Besitzerin überall hin.

Nun ja, es gibt, wie ich bereits angedeutet habe, auch ernste Themen, wie den tiefen Spalt zwischen Mutter und Tochter, aber auch die Themen Krebs, Von Zuhause abhauen und Elterliches Versagen bei der Erziehung. Diese Themen werden jetzt nicht "dutzi-dutzi" behandelt, zwar kindgerecht, dass ein Kind das auch versteht, aber trotzdem nicht mit der Bubbelfolienmethode. Ich finde es gut, dass solche ernsten Themen (besonders das mit dem Krebs) in einem Kinderbuch angesprochen wird. Zwar nicht im so krassen Detail, dafür steht es einfach zu wenig im Mittelpunkt der Geschichte, aber es ist ja auch kein Aufklärungsbuch, sondern in erster Linie eine Geschichte, die Kinder unterhalten soll. Trotzdem finde ich es gut, dass es dort drin vorkommt..


Leseprobe:
Zuerst war alles dunkel.
Um mich herum spürte ich Wärme, und ich roch andere Welpen, die sich an mich kuschelten. Auch meine Mutter spürte ich. Sie bedeutete Sicherheit, Geborgenheit und Essen.
Wenn ich hungrig wurde, kroch ich auf ihren Geruch zu und fand Milch zu trinken. Wenn mir kalt war, drängte ich mich eng an ihre Flanke oder schob mich unter eines meiner Geschwisterchen. Und dann schlief ich, bis ich wieder Hunger bekam.
Als ich ein paar Tage später zum ersten Mal die Augen öffnete, wurde die Sache schon interessanter.
Jetzt sah ich, dass das Fell meiner Mutter kurz, kraus und dunkel war. Die meisten meiner Geschwister ähnelten ihr in dieser Hinsicht. Nur zwei hatten Fell so dunkel wie das meiner Mutter, aber glatt und weich ohne jede Welle.
Eines Tages schlief ich nicht sofort ein, nachdem mein Magen gut gefüllt war. Stattdessen nahm ich alle Kraft zusammen und stellte mich auf meine wackeligen Beine. Ich machte ein paar Schritte und bumste Nase voran gegen etwas Glattes mit einem komischen, langweiligen Geruch. Ich leckte es ab. Es schmeckte auch langweilig, nicht annähernd so interessant wie das Fell meiner Mutter oder meiner Geschwister.
Die ganze Aufregung hatte mich ganz schön mitgenommen, also bahnte ich mir meinen Weg zurück zu meiner schlafenden Schwester und quetschte mich für ein Nickerchen unter sie. Später wagte ich mich noch ein Stück weiter vor. Der Pappkarton schloss uns von allen Seiten ein. Er war auch unter meinen Pfoten. Wir waren in einer Kiste.





Fazit:

Klar ist das Buch nicht perfekt, aber für ein Kinderbuch ist es mehr als ausreichend. Ich finde es gut, dass hier auch keine "dutzi-dutzi-Babysprache" verwendet wird, wie es z.B. beim dritten Band von Eragon der Fall ist. So manches Kapitel oder zumindest Teile davon werden aus der Sicht des Drachen Saphira geschildert und sie klingt wie ein Mensch, der wie mit einem Baby redet. Ich finde es gut, dass Molly nicht für alles eine Erklärung oder ein Wort hat, es ist nun mal als Mensch schwer, zu 100% aus der Sicht eines Hundes zu schreiben, da wir die Sprache, Gedanken usw auch nicht zu 100% kennen. Aber wenigstens werden die Worte, die Molly nicht kennen kann, so umschrieben, dass ich fast immer wusste, was gerade gemeint ist. In einem anderen Buch haben sich die Hunde Fantasiewörter dafür überlegt und ich wusste fast nie, was damit gemeint ist. So finde ich es viel besser, direkt benennen oder umschreiben. Als Fazit würde ich sagen, es ist für Kinder ein gutes Buch und für Erwachsene eine nette Ablenkung, wenn sie wirklich was ganz leichtes brauchen. Um sich auf andere Gedanken zu bringen oder einfach nur, weil man ein schweres Buch hinter sich hat und nicht nochmal so schnell einen weiteren Gehirnzwirbler lesen möchte. Von mir bekommt das Buch insgesamt 4 Rubine, ich hatte beim Lesen viel Spaß.

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1.509 Bibliotheken, 25 Leser, 13 Gruppen, 51 Rezensionen

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Die Königin der Drachen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.12.2011
ISBN 9783442268474
Genre: Fantasy

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755 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 25 Rezensionen

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Das Vermächtnis der Wanderhure

Iny Lorentz
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2007
ISBN 9783426635056
Genre: Historische Romane

Rezension:

Name: Das Vermächtnis der Wanderhure
Autor: Iny Lorentz
Genre: Drama, Historie, Frau
Preis: €10,99
Seiten: 715 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2006
ISBN: 978-3-426-66202-1
Verlag: Knaur Verlag


Beschreibung:
Als Maries Todfeindin Hulda erfährt, dass ihre Rivalin wieder schwanger ist, schmiedet sie einen perfiden Plan: Marie soll entführt und für tot erklärt werden. Zunächst scheint der Plan zu gelingen und Michel, Maries Mann, trauert tief um die Liebe seines Lebens. Bald bedrängen ihn Hulda und ihre Verbündeten, sich wieder zu verheiraten. Marie ist währenddessen als Sklavin verkauft worden. Nur unter großen Gefahren für sich und ihr Kind und unter Einsatz ihres Lebens gelingt es ihr, den Weg in die Heimat zurück zu finden. Dort muss sie entdecken, dass Michel nicht mehr frei ist ...


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Wow, das Buch war wirklich eine Achterbahnfahrt und ich hatte am Anfang so absolut keine Ahnung, was mich erwarten würde. Nun ja, dank der Beschreibung hatte ich schon eine leichte Vorahnung und trotzdem traf es mich mitten aus dem Nichts, als Marie dank eines perfiden Plans entführt wird. Dass sie dann auch noch schwanger ist und einen Sohn auf die Welt bringt, war ja für Hulda nicht gerade super. Doch da sie selbst wieder "nur" eine Tochter geboren hat, hat sie sich dazu entschlossen, einfach die Kinder auszutauschen und den Jungen als ihren eigenen auszugeben. Ich muss dazu aber auch sagen, dass Hulda verdammt viel Glück hatte. Zum einen kann sie sich mehr als gut durchsetzen, wenn auch auf die Tyrannenart, was dafür sorgt, dass ihre Bediensteten lieber kuschen als sich irgendwelche Gedanken zu machen. Ein paar von denen sind aber auch genauso skrupellos wie ihre Herrin. Außerdem hat sie einen Vater und ein paar Verbündete, die hinter ihr stehen und sie unterstützen, einfach, weil sie kein Aufsehen, keinen Ärger und keine Schande haben wollen. Dass ihr Plan so gut ging, bis Marie dann beim Sklavenhändler gelandet ist, hat mir persönlich nicht so gefallen, ich hatte es Hulda absolut nicht gegönnt. Wenigstens hat eine ihrer Leute die Idee gehabt, Marie das arme, man könnte sagen verstoßene neugeborene Mädchen zu geben. Marie hat es dann lieb gewonnen und großgezogen, obwohl sie wusste, dass es eigentlich Huldas Kind ist. Doch Marie ist schlau genug um zu wissen, dass das Mädchen nichts für die Taten ihrer Mutter kann.

Als sie dann auf dem Schiff die dunkelhäutige Alika kennenlernt, finde ich es interessant, wie sie trotz der Sprachbarriere langsam freundschaftlich zueinander finden. Zusammen können sie dann die schwere Zeit durchstehen und auch die Zeit, in der sie bei den Russen sind, als Marie dort als Amme eines neugeborenen Jungen arbeiten musste und Alika als ihre Assistentin (oder was in der Richtung). In der gleichen Zeit wurde Michel wieder neu verheiratet und ich verstehe bis heute nicht, warum das unbedingt sein musste. Und wenn er es schon wenigstens musste, warum hat man das einfach entschieden? Schwanhild war mehr als schrecklich. Er hätte sich die Frau wenigstens aussuchen dürfen, oder einfach (vermeintlicher) Witwer bleiben dürfen. Es ist schon echt stark, wie schnell sie Marie für tot erklärt hatten, noch bevor sie die Leiche gefunden hatten. Wenigstens konnte man am Ende alles wieder ins Reine bringen, aber nervig war es schon. Besonders oder fast nur wegen der nervigen Schwanhild. Kein Wunder, dass die alle wieder abgehauen sind.

Wen ich auch noch sehr interessant fand, war neben Marie und Alika die Fürstin Anastasia und Andrej, besonders er war nicht auf den Kopf gefallen oder ständig betrunken wie sein Herr, sondern hat sich auch Gedanken gemacht. Später, als sie auf der Flucht waren, hat sich ja gezeigt, dass die beiden starke Gefühle füreinander haben. Ich finds toll, dass sie am Ende zusammengekommen sind :3

Was auch noch sehr interessant war, war die Schar an Kindern, die Marie am Ende des Buches hatte. So war sie am Anfang mit ihrem Sohn schwanger, aber brachte dank ihrer Reise noch zwei weitere Kinder mit. Damals war es wohl ziemlich einfach, ein weiteres Kind in die Familie zu intergrieren, heute dürfte das dank Behörden etc. viel schwerer sein.

Anbei ist eine Karte vom damaligen Europa und Teilen Russland. Es sind sämtliche Orte, die im Buch genannt werden, verzeichnet, sodass man Maries abenteuerliche Route gut nachvollziehen kann. Außerdem ist es interessant zu sehen, wie das damals alles so hieß und aufgebaut war.


Leseprobe:
Schreie von Kriegern und Pferden hallten misstönend in Maries Ohren, und über dem Schlachtenlärm lag der Klang hussitischer Feldschlangen, die Tod und Verderben in die dicht gedrängten Reihen der deutschen Reier spien. Sie sah böhmisches Fußvolk in blauen Kitteln mit kleinen, federgeschmückten Hüten wie die Woge einer Sturmflut auf das eisenstarrende kaiserliche Heer zurollen. Zwar schützten sich die Angreifer nur durch Lederpanzer und kleine Rundschilde, doch sie schienen zahllos zu sein, und über ihren Köpfen blitzten Hakenspieße und die Stacheln der Morgensterne.

Nun vernahm sie Michels Stimme, der seine Leute zum Standhalten aufforderte. Dennoch löste sich an anderen Stellen die Formation der Deutschen auf, und ihre Schlachtreihe bröckelte wie ein hart gewordener Laib Brot, den man mit den Händen zerreibt, um ihn an die Schweine zu verfüttern. In diesem Moment begriff Marie, dass Kaiser Sigismund die Seinen in eine vernichtende Niederlage geführt hatte. Sie stöhnte auf und zog Trudi enger an sich.

Da stürmte einer der fliehenden Ritter direkt auf sie zu. Sein Visier stand offen, und sie erkannte Falko von Hettenheim. Er blieb vor ihr stehen und wies mit dem Daumen auf Michel, der von einer dichten Traube böhmischer Rebellen umzingelt war. "Diesmal opfert sich dein Mann für den Kaiser. Gleich wird er krepieren, und nichts kann dich mehr vor meiner Rache schützen!"

Marie versteifte sich und tastete nach dem Dolch, den sie in einer Falte ihres Kleides verborgen hielt, mochte die Waffe im Vergleich zu dem Schwert des Ritters eine Nadel sein. Falko von Hettenheim hob die Klinge zum Schlag, hielt aber mitten in der Bewegung inne und lachte auf.

"Ein schneller Tod wäre eine zu leichte Strafe für dich, Hure. Du sollst leben und dabei tausend Tode sterben!" Er griff mit der gepanzerten Rechten nach Trudi, riss das Kind an sich und wandte sich hohnlachend ab.

Mit einem verzweifelten Schrei wollte Marie ihm folgen, um ihre Tochter zu retten. Im gleichen Augenblick packte sie jemand an der Schulter und schüttelte sie kräftig.



Fazit:
Nun, was soll ich zu dem Buch noch viel sagen? Mir hat Marie schon richtig Leid getan, so viel Pech, wie sie in der ersten Buchhälfte hatte, bewundere aber auch ihren starken Willen. Besonders dank der kleinen Lisa hat sie den Weg ins Leben wiedergefunden, denn die Kleine wäre ohne sie verloren gewesen. Aber auch für Alika und am Ende für die Fürstin und Andrej war es ein großer Glücksfall, dass sie Marie begegnet sind. Wie immer konnte sich Marie irgendwann gut durchsetzen und auch mit ihrem Wissen und ihrem Können überzeugen. Dass Michel im Gegensatz zu Marie schnell einknickt, fand ich sehr schade, aber es wäre auch nicht wirklich passend zu seinem Charakter gewesen. Wie er aber teilweise über Schwanhild gedacht hat, fand ich trotzdem ein wenig seltsam, da das nicht so wirklich zu ihm passt. Wie es dann für alle ausgangen ist, finde ich super, denn jede und jeder hat bekommen, was er oder sie verdient hatte. Das Buch ist ein wenig lang, ich hab schon meine Zeit gebraucht, bis ich das Buch geschafft habe, aber ich hatte trotzdem, nicht wie bei dem Buch davor, sehr viel Spaß beim Lesen. Insgesamt vergebe ich an das Buch vier Rubine und freue mich schon auf das nächste Buch in der Reihe. Wann auch immer ich das lesen werde.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Secret Service 1

Cocoa Fujiwara , Yvonne Gerstheimer
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.05.2013
ISBN 9783551768865
Genre: Comics

Rezension:

Name: Secret Service Band 1
Autor: Cocoa Fujiwara
Genre: Mystery, Fantasy, Hetero
Preis: € 6,95 [D] | € 7,20 [A]
Seiten: 190 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 978-3-551-76886-5
Verlag: Carlsen Verlag GmbH


Beschreibung:
Das "Maison de Ayakashi" ist ein streng bewachtes Apartmentgebäude, in dem Menschen und ihre Dämonen-Vorfahren zusammenleben - jeder Bewohner hat einen eigenen Bodyguard des Secret Service.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Nun ja, die Beschreibung verrät nicht wirklich viel und doch alles, was man über den Manga wissen muss. Es geht um das Mädchen Ririchiyo, das von Zuhause in die Maison einzieht, einfach, um ihrer schrecklichen Angewohnheit zu entfliehen und unabhängig zu sein. Sie möchte einfach auf eigenen Beinen stehen. Dass sie trotzdem, obwohl sie das nicht möchte, einen Bodyguard an ihre Seite bekommt, schmeckt ihr dagegen überhaupt nicht. Wenn man ihre Persönlichkeit mit einem Wort beschreiben müsste, würde ich sagen: Tsundere. Aber zu 100% gegenüber jedem. Zwar wirkt sie dadurch überheblich und zickig, aber man merkt auch, dass sie wie jede Tsundere eine weiche und verletzliche Seite hat. Aber auch ihr Hund, so nennt sich ihr Bodyguard, ist nicht zu 100% koscher. Er hat ein finsteres Geheimnis, wie im Buch mehrfach angedeutet wird und das macht mich neugierig. Wie auch die Wahrheit hinter dem Gebäude und dem Secret Service ...



Fazit:
Man muss einfach mit den Hauptcharakteren zurecht kommen. Das Mädchen ist eine totale Tsundere und erlaubt sich keinerlei Schwäche oder Gefühle, während ihr "Hund" total anhänglich ist und auch so rüberkommt, als hätte er absolut keinen Selbstrespekt. Dennoch zeigen beide Charaktere, wenn sie alleine sind, auch andere Seiten und das macht den Manga ziemlich interessant. Was die Verbindung bzw die soziale Beziehung zwischen den beiden angeht, ist es dagegen sonnenklar, wie der Verlauf sein wird und wie es am Ende zwischen den beiden aussehen wird, aber ich finde das gar nicht schlimm. Dafür gibt es genug andere Geheimnisse. Ich denke mal, man sollte einfach mal in den Manga reingucken und schauen, ob es einem gefällt oder nicht. So habe ich es jedenfalls getan. Von mir bekommt der Band insgesamt 4 Rubine.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Rave - Band 2

Hiro Mashima , John Schmitt-Weigand
Flexibler Einband: 187 Seiten
Erschienen bei EMA - Egmont Manga und Anime, 15.06.2004
ISBN 9783898859318
Genre: Comics

Rezension:

Name: Rave Band 02
Autor: Hiro Mashima
Genre: Fantasy, Action, Drama
Preis: € 5,00
Seiten: 188 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2004
ISBN: 3-89885-931-2
Verlag: Egmont vgs verlagsgesellschaft mbH



Beschreibung:

In Hip Hop-Town, der großem Stadt im Süden, gibt es für Plue erst mal was zu Futtern - und natürlich auch gleich Ärger ...


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Der Band hier setzt sich gleich nach dem ersten weiter und die Hauptcharaktere kommen in weitere Schwierigkeiten. Zuerst wird Plue, den jeder für einen Hund hält, entführt und für ein gefährliches, möglicherweise illegales Hunderennen benutzt, bei dem allerdings mehr auf dem Spiel steht als nur der Wetteinsatz der Leute, die auf die jeweiligen Hunde wetten. Nein, hier auf dieser Rennstrecke gibt es viele Fallen, die für viele Hunde tödlich sein können. Als Haru das herausfindet, versucht er Plue zu retten, was natürlich im Chaos endet. Später versucht er, einen berühmten Schmied zu finden, doch auch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann taucht auch noch ein Betrüger auf ...
Wie auch der erste Band ist dieser Band hier ziemlich chaotisch, wenn nicht sogar noch viel chaotischer. Dennoch hat mir das Lesen und Mitfiebern Spaß gemacht, auch wenn mir all die Hunde, die bei dem Rennen verletzt und getötet wurden, ziemlich leid taten. Einfach, weil ich Hunde mag. Plue sehe ich zwar eher als Schneemann an, aber er ist trotzdem total niedlich. Zwar würde ich gerne wissen, was es genau mit ihm auf sich hat, aber ich denke, das wird man wohl eher nie erfahren.


Fazit:
In diesem Band wird man noch weiter mit Haru und Plue vertraut gemacht, man lernt aber noch eine weitere wichtige Charakterin kennen, die die Truppe von nun an begleiten wird. Wie bereits gesagt, hatte ich viel Spaß beim Lesen und ich bin mir nicht sicher, wie ich das noch weiter ausschmücken kann, ohne mich ständig zu wiederholen oder meine Leser zu langweilen. Es ist kein Meisterwerk, nein, aber es hat mir einfach Spaß gemacht. Vermutlich, weil ich diese Mischung aus Action, Drama und Humor mag, die ist in diesem Band richtig gut gelungen. Von mir bekommt der Band insgesamt 4 Rubine.

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NARUTO Massiv 2

Masashi Kishimoto , Miyuki Tsuji
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.10.2017
ISBN 9783551795281
Genre: Comics

Rezension:

Name: Naruto Massiv 2
Autor: Masashi Kishimoto
Genre: Ninja, Action, Drama, Humor
Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A]
Seiten: 624 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-551-79528-1
Verlag: Carlsen Verlag GmbH


Beschreibung:
NARUTO Neuedition Die fette Neuauflage des berühmtesten Ninja ever! In 700 Kapiteln bewies Naruto immer wieder, wie stark sein Wille war ein guter Ninja zu werden, aber auch wie unglaublich groß sein Hang zum Blödsinn war. Über die Jahre erlernte Naruto alle Ninja-Techniken und rettete die Welt vor ihrem sicheren Untergang! Nun kommt die Klopper-Neuausgabe mit zum Teil über 800 Seiten zum Monster-Hammer-Preis von 9,99 €! Die muss man haben!


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Das hier ist nun der zweite Band der Massivreihe und enthält Kapitel 34 bis 64, was bei den normalen Bänden Nummer 4 bis 8 entspricht. Auch startet hier die Chunin-Auswahlprüfung, man bekommt den kompletten ersten und zweiten Teil der Auswahlprüfung zu sehen. Jetzt bin ich nicht gerade ein großer Fan vom zweiten Teil, sprich dem Waldteil, allerdings hält er sich in Grenzen. Im Anime kommt er mir deutlich länger vor. Natürlich ist der Teil wichtig, weil hier so manche Dinge passieren, die man sehen muss, um die Folgedinge zu verstehen, aber nerven tut mich der Teil trotzdem. Auch hier sieht man noch, dass der Stil des Zeichners ganz am Anfang steht. Vor allem bei Shikamaru sieht man das sehr deutlich, denn er sieht doch noch etwas deformiert und seltsam aus. Dennoch ist auch wie im ersten Band der Erzählstil und auch das Erzähltempo sehr angenehm. Auch hier hatte ich, trotz der nervigen zweiten Prüfung, viel Spaß beim Lesen.



Fazit:
Das hier ist ein toller Fortsetzungsband und ich finde es gut, dass sie die beiden ersten Prüfungen komplett in einen Band haben unterbringen können, ohne an irgendeiner unpassenden Stelle abzubrechen. Die dritte Prüfung und die Vorprüfung für diese hätte dort nicht mehr hineingepasst, einfach, da diese für sich schon sehr umfangreich sind. Es sind zwar dadurch weniger Seiten als im ersten Band, aber das macht nichts. Massiv ist er trotzdem. Ingesamt gebe ich dem zweiten Band wie dem ersten 4 Rubine und freue mich schon auf den dritten.

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Micky Maus Taschenbuch 10

Disney
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Egmont EHAPA, 27.07.2018
ISBN 9783841370341
Genre: Comics

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Lustiges Taschenbuch Nr. 510: Die Rache des Pharao

Walt Disney
E-Buch Text: 257 Seiten
Erschienen bei Egmont Ehapa Media.digital, 14.08.2018
ISBN 9783841393708
Genre: Sonstiges

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Sleeping Beauties

Stephen King , Owen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 960 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453271449
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Name: Sleeping Beauties
Autor: Stephen King, Owen King
Genre: Horror, Mystery, Gesellschaftskritik
Preis: € 28,00
Seiten: 959 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-453-27144-9
Verlag: Heyne Verlag


Beschreibung:
Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Ohje, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll. Vor ein paar Wochen habe ich von dem Buch erfahren, da war es ja auch irgendwie gefühlt überall in aller Munde. Aber auch, weil ich ein großer Fan von Stephen King (wenn auch nicht von all seinen Büchern) bin, war ich auf das Buch neugierig. Dass er das Buch zusammen mit seinem Sohn geschrieben hat, hat mich ebenfalls neugierig gemacht. Man erkennt so gut wie gar nicht, oder zumindest ich nicht, wer welchen Teil des Buches geschrieben hat, ich kann also nicht genau sagen, welcher King hier was gemacht hat. Auch finde ich die Idee gut, dass alle Frauen auf der Welt das Opfer einer seltsamen Schlafkrankheit werden und in einen Kokon gewickelt werden. Sobald sie jemand weckt oder versucht, den Kokon vom Kopf zu entfernen, verwandeln sich diese in grausame Opfer und bestrafen den ahnungslosen Menschen, der sie da gerade geweckt hat.
Allerdings ist hier nur die Idee gut, die Umsetzung hat mir nicht so gut gefallen. Nicht so gut, wie ich es mir erhofft hat.
Als mir mein Freund das Buch damals ausgeliehen und aus der Bibliothek mitgebracht hat, habe ich zum ersten Mal das Buch komplett gesehen und nicht nur das Cover wie bisher. Das Buch hat fast 1000 Seiten und ein dementsprechend dicker Schinken. Das schreckt mich im Normalfall nicht ab, denn auch dickere Bücher können gut sein. Hier ist es allerdings nicht wirklich der Fall.

Das fängt schon damit an, dass man das Buch öffnet und gleich mal mit drei Seiten konfrontiert wird, auf welchem die gesamten Personen, die im Buch vorkommen, aufgelistet werden. Ehrlich gesagt habe ich die Seiten übersprungen, da ich mir so viele Namen auf einmal und beim ersten Mal nicht merken kann, hätte mich das nur verwirrt. Überhaupt habe ich diese Listen total ignoriert, aber ich bin mir nicht sicher, ob mir das im Laufe des Buches geholfen hätte. Denn es kamen soviele Personen im Buch vor, dass ich mich oft genug dabei erwischt habe, dass ich überlegen musste: Wer war das nochmal? Welche Rolle spielt dieser Charakter in dem Buch? War dieser Charakter gut oder böse? Oder überhaupt wichtig? Bei manchen Namen kam es mir leicht vor, bei anderen wiederum nicht. Es waren einfach zu viele Menschen, meiner Meinung nach hätte es auch die Hälfte oder ein Drittel davon getan und die Geschichte wäre immer noch spannend gewesen. Einfach ein paar Menschen aus jeder der Brandecken, in denen die Geschichte gespielt hat und damit wäre locker auch gewesen. So sieht man an ein paar Stellen eine kleine Auflistung von Charakteren, die dann nur für ein paar Sekunden eine Rolle spielen. Man baut also keine Beziehung zu ihnen auf, man erfährt einfach von ihnen und dann vergisst man sie wieder. Auch werden am Anfang drei Orte erwähnt, allerdings wird die Handlung dann irgendwann auf einen der drei Orte reduziert, was ich persönlich gut finde. So kommt man nicht durcheinander, wo man sich denn gerade befindet.

Was mir auch nicht ganz klar ist, ist das Motiv der meisten Charaktere. Einer will seine Tochter retten, greift aber zu radikalen Mitteln. Einer Frau geht es ähnlich und ein Teenie versucht so viele Frauen zu retten wie er kann. Aber sonst erscheinen mir die Motive zu schwammig. Auch wird nicht genau erklärt, was es mit Evie auf sich hat, was ich ziemlich schade finde. So wird eine Art Parallelwelt gezeigt, fremdartige Magie (erscheint mir als das beste Wort dafür) und auch andere Zeichen für etwas, was nicht normal und irdisch ist, aber es wirklich nicht darauf eingangen. Zumindest nicht in dem Sinne, dass es einem genau erklärt wird. Das finde ich ein wenig schade, denn so passiert es halt einfach und ja, passt schon. Warum und wieso, muss man nicht genau wissen. Auch gegen Ende wird nicht alles genau erklärt und ich werde das Gefühl nicht los, als hätten sich die beiden während des Buches zu viel Zeit gelassen, weshalb sie am Ende auf einmal ein ordentliches Tempo einlegen mussten.

Was mir auch nicht gefallen hat, war die Message, die das Buch wohl versucht zu überbringen. Dass Frauen die Schlauen und die Guten sind, während die Männer ohne ihre Frauen ins Chaos fallen und sich alle gegenseitig umbringen wollen. Dass sie den Frauen nur schaden und dass diese ohne Männer besser dran wären. Was ich irgendwie ironisch finde, denn die beiden Autoren sind ja beides Männer ... ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Abgesehen davon finde ich es komisch, dass es nur unter den Frauen richtige Opfer gibt und nur unter den Männern Tätern. Selbst die weiblichen Täterinnen werden so dargestellt, dass man mit ihnen Mitleid haben soll. Zwar gibt es auch einen männlichen Charakter, der ein schlimmes Leben hinter sich hat, aber es wird nicht näher erläutert. Vermutlich, damit man mit ihm kein Mitleid hat, weil er ja keine Frau ist. Außerdem, seit ich mal mehrfach von einem Experiement gehört habe, kam mir ein Teil im Buch ziemlich seltsam vor. Bei diesem Experiment wurden eine Männergruppe und eine Frauengruppe auf eine einsame Insel ausgesetzt. Während die Männer sich gleich darum machten, dass man sich um Nahrung und einen Unterschlupf kümmert, haben sich die Frauen lieber an den Strand gelegt und sich ein Sonnenbad gegönnt. Doch kaum wurde es Abend, waren diese wie die Pudel im Regen dargestanden. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen einem realen Experiment und einem Roman, dennoch kam es mir wie ein weiterer Teil der versteckten Botschaft drin vor. Wenn ich den Autoren nicht kennen würde oder nicht gewusst hätte, von dem das Buch geschrieben ist, hätte ich vermutet, dass es ein SJW-Buch ist. Eins, das sagt, wie gut die Frauen sind und wie böse die Männer.

Zum Buch selbst, es ist ok geschrieben, aber es sind wie gesagt viel zu viele Charaktere drin. Es ließt sich ziemlich gut und ich hab es auch durchgelesen, einfach, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht und wie es ausgeht. Allerdings war es sehr anstrengend, ich hab etwa zwei bis drei Wochen dafür gebraucht, es zu lesen. Nicht, weil ich es schwer zu verstehen war, ich kann es nicht genau begründen. Es hat einfach an meinen Konzentrationsreserven genagt und oft musste ich nach rund 50-60 Seiten wieder aufhören und mir z.B. ein kleines Youtube-Video reinziehen, damit ich einfach wieder meinen Kopf leer bekomme und weiterlesen kann. Es ist zwar spannend, aber jetzt nicht sonderlich Herzklopfen-anregend-spannend. Allerdings muss ich dazu sagen, am Anfang hat es sich stark hingezogen. Danach wird es besser, aber man liest und liest und das Buch nimmt einfach kein Ende. Leider.


Leseprobe:
Der Falter bringt Evie zum Lachen. Er landet auf ihrem nackten Unterarm, worauf sie mit dem Zeigefinger leicht über die brauenn und grauen Wellen streicht, die seine Flügel schmücken. "Hallo, mein Hübscher", sagt sie zu dem Falter, bevor er wieder abhebt. Höher, immer höher steigt er in die Luft, bis er von einem Spalt Sonnenlicht zwischen den glänzenden grünen Blättern verschluckt wird, sechs Meter über der Stelle, an der Evie zwischen Wurzeln auf dem Bocken hockt.
Ein kupferrotes Seil ragt aus der schwarzen Höhlung in der Mitte des Baumstamms und windet sich zwischen den Rindenschollen hindurch. Natürlich traut Evie der Schlange nicht. Mit der hatte sie früher schon Scherereien.
Ihr Falter und zehntausend weitere Motten stieben in einer knisternden, graubraunen Wolke aus dem Baumwipfel. Der Schwarm wälzt sich duch den Himmel auf die kümmerlichen Tannen zu, die auf der anderen Seite der Wiese stehen. Evie erhebt sich und folgt ihm. Unter ihren Schritten knirschen trockene Stängel, das hüfthohe Gras kratzt an ihrer nackten Haut. Während sie zu dem traurigen, weitgehend abgeholzten Wand hinübergeht, nimmt sie die ersten chemischen Gerüche wahr - Ammoniak, Benzol, Petroleum und so vieles andere, zehntausend winzige Wunden auf einem einzigen Fleck Haut -, und da gibt sie die Hoffnung auf, deren sie sich gar nicht bewusst gewesen war.
Aus ihren Fußspuren quellen Spinnweben hervor und glitzern im Morgenlicht.



Fazit:
Wenn man jetzt nur rein vom Erzähl- und Schreibstil geht, dann ist das Buch ein typischer King. Man merkt es auch an der Art, wie die einzelnen Charaktere reden, agieren und denken, es einfach die typische King-Art. Ich kann es nicht genau sagen, aber es ist einfach eine eigene Art. Und wer schon mal das eine oder andere Kingbuch gelesen hat, weiß, wovon ich spreche. Auch finde ich es gut, dass er mit seinem Sohn zusammengearbeitet hat und man kann nicht genau erkennen, zu viel Prozent wer was beigesteuert hat, das ist auch gar nicht so wichtig, immerhin haben beide an dem Werk gearbeitet. Allerdings muss man auch die Story, die Spannung, die Motive, die Logik und die Charaktere betrachten - hier überzeugt mich das Buch nicht. Wie auch die Tatsache, dass das Buch für mich sehr anstrengend war, so dass ich mich oft gefragt habe, wann ich damit endlich fertig sein werde. Auch, dass ich oft genug ne Pause von dem Buch gebraucht habe, einfach, weil ich mich immer wieder erinnern und konzentrieren musste, spricht meiner Meinung nach nicht sehr positiv für das Buch. Auf jeden Fall weiß ich, dass ich es nicht nochmal lesen werde und bin auch froh, dass ich es mir nur ausgeliehen habe. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das ich jetzt nicht unbedingt in meiner Sammmlung haben möchte. Wem King bisher zu unheimlich war, wer einfach mal jedes Buch von ihm lesen möchte oder einfach mal was anderes von ihm als nur blanken Horror, der kann diesem Buch auf jeden Fall ne Chance geben. Ansonsten denke ich nicht, dass man das Buch unbedingt gelesen haben muss. Ingesamt bekommt das Buch von mir drei Rubine und ich bin sehr froh, dass ich es endlich hinter mir habe.

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Lustiges Taschenbuch Spezial Band 70

Disney
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Egmont EHAPA, 12.05.2016
ISBN 9783841323705
Genre: Comics

Rezension:  
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NARUTO Massiv 1

Masashi Kishimoto , Miyuki Tsuji
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.10.2017
ISBN 9783551795274
Genre: Comics

Rezension:

Name: Naruto Massiv 1
Autor: Masashi Kishimoto
Genre: Ninja, Action, Drama, Humor
Preis: € 5,00 [D] | € 5,20 [A]
Seiten: 704 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-551-79527-4
Verlag: Carlsen Verlag GmbH


Beschreibung:
NARUTO Neuedition Die fette Neuauflage des berühmtesten Ninja ever! In 700 Kapiteln bewies Naruto immer wieder, wie stark sein Wille war ein guter Ninja zu werden, aber auch wie unglaublich groß sein Hang zum Blödsinn war. Über die Jahre erlernte Naruto alle Ninja-Techniken und rettete die Welt vor ihrem sicheren Untergang! Nun kommt die Klopper-Neuausgabe mit zum Teil über 800 Seiten zum Monster-Hammer-Preis von 9,99 €! Die muss man haben!


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Naruto kenne ich ja schon seit über 10 Jahren und damals habe ich auch angefangen, die Mangabände zu lesen, während ich die Episoden im TV angesehen habe. Aber als ich damals vom TV aufs Internet umgestiegen bin und somit nicht mehr die Folgen gucken konnte (vllt waren die aber auch schon zu der Zeit im TV beendet, das kann ich heute nicht mehr so genau sagen), hab ich die Serie aus den Augen verloren und damit auch mein Interesse an ihr. Vor ein paar Jahren habe ich dann schließlich all meine Bände, die ich hatte, auf ner Convention verkauft, einfach, weil mich nur noch zwei Charaktere interessiert habe und mich hat nur noch die brennende Frage interessiert, die ich mir schon immer gestellt hatte: Kommen die beiden nun zusammen oder nicht?

Jedenfalls, vor ein paar Monaten hab ich gesehen, dass es auf Crunchyroll alle Folgen von Naruto und Naruto Shippuden gibt und da dachte ich mir: Hey, warum nicht? Kann ja nicht schaden, mal wieder in ein paar Episoden reinzugucken. Hab ich dann auch getan - und mich hat die Serie viel stärker gefangen als damals, als ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Auch konnte ich viel differenzierter und neutraler rangehen, da mich zwei Charaktere (Sakura und Sasuke) damals total genervt haben, was sich dann auf die ganze Serie an sich übertragen hat. Nun ja, jetzt gucke ich die Folgen wieder und genieße sie. Jetzt hab ich dann auch gesehen, dass die ganzen Narutobände als Komplettbände rauskommen, was an sich sehr praktisch ist. Und deswegen sammle ich nun die.

Nun, was soll ich zum ersten Band sagen ... wie viele den vielen ersten Bänden sind auch hier die Zeichnungen nicht sonderlich ansehlich, außerdem gibt es noch den einen oder anderen Fehler. In zwei Panels wurde das Übersetzen vergessen, sondern die japanischen Schriftzeichen drin gelassen, ich weiß allerdings nicht, ob das Absicht ist oder nicht, dazu habe ich leider auf die Schnelle nichts herausfinden können. Könnte aber auch sein, dass es Absicht ist. Nun ja, das hier umfasst Band 1 bis 4, letzteren allerdings nur bis zur Hälfte. Auch hat jeder Massivband ein anderes Cover, hier kann man Naruto sehen.



Fazit:
Wenn man mit der Serie (neu) anfangen möchte und sich unsicher ist, dann kann man hier auf jeden Fall zugreifen, würde ich sagen. Der Einstiegsband kostet 5 Euro, die anderen kosten zwar 10 Euro, allerdings muss man bedenken, dass dort etwa 3-4 Bände drin sind, die an und für sich alleine schon 5-6 Euro einzeln kosten. Es ist also am Ende günstiger, was den Platz im Regal angeht, werden sich beide Reihen am Ende nichts nehmen. Es ist schon ewig her, dass ich den ersten Narutoband in der Hand hatte, aber der liegt auch gut in der Hand und ließt sich sehr angenehm. Man sieht auch vorne, wie viele Kapitel dieser Band enthält und kann dann im Internet gut nachsehen, bei welchem normalen Band man sich so befindet. Auf der Rückseite wird bereits der Inhalt der nächsten 4 Bände grob aufgezählt, sodass man in etwa eine Ahnung hat, was dort noch auf einen zukommen wird. Nun ja, wie gesagt, wenn man sich (wieder) die Narutobände holen möchte, dann ist man mit den Massivbänden gut bedient, würde ich mal sagen. Ingesamt bekommt der Band von mir 4 Rubine.

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Detektiv Conan - Karate & Orchideen

Gosho Aoyama , Josef Shanel
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Egmont Manga, 05.07.2018
ISBN 9783770498734
Genre: Comics

Rezension:

Name: Detektiv Conan - Karate & Orchideen
Autor: Gosho Aoyama
Genre: Krimi, Hetero, Mystery, Drama
Preis: € 6,00 [D] | € 6,20 [A]
Seiten: 464 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3-7704-9873-4
Verlag: Egmont Manga


Beschreibung:
Ran Mori gibt sich die Ehre!
Sie ist eben nicht immer nur der amouröse Sidekick von Conan, pardon Shinichi natürlich, sondern "kickt" auch treffsicher beim Karate! Das heißt Spannung und Anmut auf über 400 Seiten!

Die Fälle aus den Detektiv-Conan-Mangas sind hier zum ersten Mal exklusiv in dieser Form erhältlich! PS: Wisst Ihr eigentlich, dass "Ran" auf Japanisch "Orchidee" heißt?



Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Da ich diese Sonderbände mag, war es nur recht logisch, dass ich mir den hier auch besorgen würde. Allerdings hatte ich dann noch mit ein paar Leihbüchern aus der Bücherei zu tun, weswegen ich erstmal nur einen Fall lesen konnte, bevor ich die Bücher gelesen habe, die ich auch wieder zurückgegeben muss. Aber als ich damit fertig bin, konnte ich mich voll und ganz auf diesen Sammelband konzentrieren und es hat sich meiner Meinung nach gelohnt, dass ich den nicht so mal eben nebenbei gelesen habe, sondern dass ich mir die Zeit genommen habe, ihn vollständig zu lesen. Hier gefällt mir die Auswahl an Fällen, die genommen wurden. Natürlich ist der Fall dabei, den Ran über das Ohrring-Telefon gelöst hat (da hat mir die Arme total leid getan), wie auch der eine oder andere Fall, wo sie fast hinter Conansn Geheimnis gekommen ist. Wo sie den starken Verdacht hatte, dass Conan und Shinichi ein und diesselbe Person sind. Im Gegensatz zum Heiji-Buch kann ich bei jedem Fall verstehen, warum er genommen wurde, kann mir aber gut vorstellen, dass es nicht einfach war, einfach, da Ran als eine der Hauptcharaktere ständig vorhanden ist, bei jedem Fall. Bei manchen stach sie jedoch heraus und die man in diesem Band sehen kann, sind mehrere von ihnen. Was mir auch gut gefällt, ist, dass die Fälle alle aus einem unterschiedlichen Zeitalter stammen. Sprich, es ist ein Fall dabei, der aus einem der ersten Bänden stammt (oder jedenfalls sehr sehr alt ist) und auch welche, die aus viel späteren Bänden stammen. Oder auch die einzelnen Erklärungen zu Ran zwischen den Fällen, fand ich ziemlich interessant, auch wenn ich sie bereits kannte. Wie auch die Info, dass Ran Orchidee bedeutet, seitdem gefällt mir der Name sehr gut :-)

Das Cover ist gut gewählt und auch die Farbe ihrer Backsteine ist sehr schön. Es ist so eine Art dunkles Pink, was zu ihrer Weiblichkeit passt. Ich finds gut, dass es kein Babyrosa ist, das hätte sie dann doch etwas zu hilflos aussehen lassen.


Fazit:
Wie gesagt, es ist ein wunderschöner Band, der meiner Meinung nach nicht in der Sammlung fehlen sollte, wenn man die Sonderbände mag und sammelt, so wie ich. Manchen Fall hatte ich auch schon lange nicht mehr auf dem Schirm, daher fand ich es ziemlich interessant, sie mal wieder zu lesen. Denn ganz ehrlich, es passieren so viele Fälle bei Conan und die Serie läuft auch so viele Jahre, ich hab längst nicht alle Episoden, Folgen, Todesopfer, Morde und Mörder im Hinterkopf, eigentlich nur die wenigsten wie den Tod in der Achterbahn aus Band 1. Man findet hier keinen exklusiven Fall oder einen ganz neuen, der letzte Fall stammt aus dem Band 61. Man kann den Band wie die anderen aus der Reihe wie als eine kleine Zusammenfassung betrachten. Mir hat der Band sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Band mit Kogoro :-)
Insgesamt bekommt der Band von mir 5 Rubine.

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Die Monster Mädchen Anthology 01

Okayado u.a. , Dorothea Überall
Flexibler Einband: 146 Seiten
Erschienen bei KAZÉ Manga, 01.06.2017
ISBN 9782889219285
Genre: Comics

Rezension:

Name: Die Monster Mädchen Anthologie 1
Autor: Diverse Zeichner
Genre: Fantasy, Romance, Harem, Comedy
Preis: € 6,95 [D] | € 7,20 [A]
Seiten: 146 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-2-88921-928-5
Verlag: KAZÉ Manga


Beschreibung:
Man muss ja mit der Mode gehen!

Schlange Mia, Harpyie Papi und Zentaurin Zentrea wollen endlich auch mal ein cooles Selfie machen - nur leider ohne Selfie-Stick. Spinne Rachne und Schleimmädchen Sue versuchen sich an einem schwibbel-schwabbeligen Fadenspiel. Und Kimihito trinkt aus Versehen einen Zaubertrank, der ihn klitzeklein werden lässt. Diese und andere chaotische Kurzgeschichten aus der Hand von 14 Mangazeichnern (und OKAYADO selbst) zollen den einzigartigen Monster Mädchen einen köstlichen turbulenten Tribut.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Wie man schon in der Beschreibung sehen kann, enthält das Buch viele verschiedene Kurzgeschichten, gezeichnet von 14 Mangaka und dem Mangaka der Serie selbst. Genauer gesagt ist es eine Ansammlung von 4Koma-Comics, wie man auch im Originalnamen "Monster Musume no iru nichijo 4koma Anthology erkennen kann. Wenn jemand das nichts sagen sollte, 4Koma-Comics, die aus genau 4 Panels bestehen. Manche der Geschichten bestehen nur aus einem 4Koma, andere dagegen aus mehreren. Man kann deutlich die vielen verschiedenen Zeichenstile der verschiedenen Mangaka erkennen und ich muss sagen, sie alle bekommen die Charaktere nicht nur von den Zeichnungen her sehr gut hin. Es hätte auch aus der Feder des originalen Machers stammen können. Trotzdem und gerade wegen den unterschiedlichen Stilen ist es sehr interessant, sie auch mal in einem anderen Licht zu sehen. Manche Stile gefallen mir besser als andere, besonders gefallen hat mir der von "Totori-saQ", "7010" und "kanemaki thomas".

Was mir auch genauso gut gefällt, sind die wenigen paar Farbseiten, die sehen wirklich sehr schön aus. Wie schon im Original gehen die Storys nicht gerade sehr tief bzw sind nicht gerade sehr tief, aber dafür sehr unterhaltsam, wenn man die Serie mag. Zeitlich gesehen findet die Sammlung nach dem Ende des Animes statt. Zumindest reicht es, wenn man wie ich nur den Anime oder fast nur den Anime gesehen hat (bei dem Manga bin ich selbst noch nicht weit gekommen).


Fazit:
Man sollte 4Koma mögen und auch die Tatsache, dass es hier mehr als nur den Originalzeichner gibt. Allerdings sind unterschiedliche Zeichenstile vorhanden, so dass eigentlich recht viele Zeichenstil-Geschmäcker abgedeckt werden dürften. Ich würde es allerdings nur Leuten empfehlen, die bereits die Serie kennen, sei es nun durch den Anime (am besten nachdem man alle Folgen gesehen hat) oder durch den Manga (wie weit der geht kann ich allerdings nicht sagen), da man sonst ein wenig zu verwirrt ist und durcheinander kommt. Oder man versteht so manche Anspielung oder Andeutung nicht. An sich aber ist es eine sehr schöne Sammlung und ich habe mir bereits den zweiten Band auf meine Einkaufsliste gesetzt. Insgesamt vergebe ich der Sammlung 4 Rubine.

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manga

Naruto 72

Masashi Kishimoto , Miyuki Tsuji
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.03.2016
ISBN 9783551785091
Genre: Comics

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98 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"verkleidung":w=4,"historisch":w=3,"kirche":w=3,"renaissance":w=3,"gesang":w=3,"historischer roman":w=2,"italien":w=2,"mittelalter":w=2,"chor":w=2,"kastrat":w=2,"liebe":w=1,"religion":w=1,"ebook":w=1,"europa":w=1,"history":w=1

Die Kastratin

Iny Lorentz
Flexibler Einband
Erschienen bei Weltbild, 11.04.2008
ISBN 9783898979191
Genre: Historische Romane

Rezension:

Name: Die Kastratin
Autor: Iny Lorentz
Genre: Frauen, Musik, Historisches
Preis: € 10,99
Seiten: 543 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2003
ISBN: 978-3-89897-919-1
Verlag: Droemersche Verlagsanstalt


Rückentext:
Im Italien der Renaissance ist es Frauen nicht gestattet, während der Messe die Stimme zu erheben. Für Giulia, Tochter eines Kapellmeisters, ist diese eine Qual, denn nichts wünscht sie sich so sehr, wie im Chor ihres Vaters zu singen. Als vor einer wichtigen Aufführung der Solist ausfällt, springt die verkleidete Giulia ein: der Erfolg ist überwältigend. Doch von diesem Moment an befindet sie sich auf der Flucht ...


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Es ist nun wieder ein kleines Weilchen her, seit ich das Buch gelesen habe und nun wird es Zeit, dass ich meine Meinung dazu da lasse. An sich finde ich die Idee gut, ich finde es nur schade, dass es Giulia nicht gestattet ist, in dieser Zeit Kirchenlieder zu singen, was ich persönlich nicht nachvollziehen kann, da ist doch nichts dabei. Auch finde ich es schade, dass es nicht ausreichend im Buch erklärt wird, warum es für Frauen verboten sein soll bzw war. Zwar wird hier und da mal gesagt, dass eine Frau das nicht machen darf, weil sie sonst in die Hölle kommt und dass es ein schweres Vergehen ist; dass es allgemein nicht gerne gesehen ist, aber für mich reicht diese Erklärung einfach nicht. Natürlich könnte ich das auch einfach googeln, aber ich hätte es besser gefunden, hätte die Protagonistin das mal so richtig hinterfragt oder jemand hätte ihr das mal ausführlich erklärt, damit es auch der Leser mitbekommt. Für mich gehören solche Erklärungen einfach mit rein, damit man genau weiß, was los ist und damit man mit dem Mädchen mehr mitfiebern kann.

Aber auch ohne die genauen Hintergründe zu kennen, weiß man: Ok, sie als Frau dürfte da eigentlich gar nicht singen. Dadurch, dass sie bei ihrem ersten Auftritt als Kastrat so erfolgreich war, musste sie sich zusammen mit ihrem Vater und ihren beiden treuen Dienern aus der Stadt schleichen und woanders hingehen. Kaum haben sie in einer Stadt Unterschlupf gefunden, landet Giulio, wie Giulia sich zu ihrer Verteidigung und in ihrer Verkleidung nennt, recht schnell in den besseren Gesellschaften, die allen der wundervollen Musik des Kastraten lauschen wollen. Dabei hat sie auch öfters mal Schwierigkeiten, kommt dadurch an verschiedene Orte in verschiedenen Ländern. Doch das größte Hindernis ist ihr eigener Körper, denn sie wird natürlich immer älter und auch immer weiblicher. Zwar kann sie ihren Körper verstecken, aber ist nicht von der Periode befreit, die sie immer wieder vor neue Probleme stellt. Nur dank ihrer Dienerin und ihrem Status kann sie sich immer wieder davor retten, als Frau enttarnt zu werden.

Hier finde ich es toll, wie selbstlos die zwei Diener hinter dem Mädchen stehen und sie unterstützen, nicht nur, damit sie nicht enttarnt werden, sondern auch emotional, besonders die Frau. Denn von ihrem Vater braucht sie das leider nicht zu erwarten. Er selbst ist ein mittelmäßiger Musiker, der nur mittelmäßige Lieder schreibt, obwohl er sich selbst für den Größten hält. Als dann seine Tochter als Kastrat sehr erfolgreich ist, lässt er es sich gut gehen und lebt von dem Geld, dass seine Tochter bei den Auftritten verdient. Dazu verprasst er sein Geld für Alkohol und Huren, vernächlässigt aber auch das Training mit seiner Tochter, was nicht gerade hilfreich ist. Denn so ist sie lange nicht dazu in der Lage, selbst Lieder zu schreiben, um ihr kleines Lager an Liedern, die sie singen kann, zu erweitern. Denn die Leute wollen auch mal was anderes hören, als das, was sie sonst immer zu hören bekommen, wenn der junge und begabte Kastrat singt. Natürlich muss Giulio immer mal wieder mit Leuten kämpfen, die um seinen Erfolg neidisch sind - zum Glück gewinnt sie dann doch hier und da ein paar Menschen, die auf ihrer Seite stehen und sie unterstützen. Als sich dann auch noch jemand in sie verliebt, fand ich es total knuffig. Denn der arme Kerl dachte, er hätte sich in einen Kastraten verliebt und rang lange mit seinen Gefühlen, bis er sich irgendwann dachte: Naja, dann ist es halt eben so. Gegen meine Gefühle kann ich mich noch so wehren, dann liebe ich eben Giulio. Zwar ist es doch streng genommen ne Hetero-Geschichte, trotzdem finde ich den Werdegang ziemlich gut. Was mir auch gefällt, ist der Werdegang von Giulio selbst bzw von Giulia. Früher hatte sie vor ihrem Vater gekuscht, aber sie erkennt schnell, dass sie sich von ihm abnabeln muss, aus mehreren Gründen und schafft es dann schließlich, was ich richtig gut finde. Sie braucht keinen Parasiten, der ewig nichts tut und sich auf ihre Kosten besauft.


Leseprobe:
Ihre Wangen brannten von den Ohrfeigen ihrer Mutter, und in ihren Augen standen Tränen. Dennoch warf Giulia den Kopf in den Nacken und schob trotzig ihr Kinn vor. Nie, niemals würde sie verstehen, warum es Sünde sein sollte, die Lieder zu singen, die der Knabenchor oben in der Abtei fleißig einübte.
Meist war sie vorsichtig und sang nur, wenn sie sich allein wähnte oder ihr Vater es ausdrücklich erlaubte. An diesem Morgen jedoch waren ihr ein paar Takte jener wunderbaren Melodie über die Lippen gekommen, die sie beim letzten ihre heimlichen Ausflüge erlauscht hatte und die seitdem wie ein Echo in ihrem Kopf widerhallte. Sie hatte geglaubt, niemand würde sie hören, da ihre Mutter schon seit Tagen krank im Bett lag. Zu ihrem Pech war die Mutter gerade hinter ihr aus der Tür getreten und hatte alles mit angehört.
Zur Strafe musste Giulia anstelle der Magd die Wäsche auf dem Bleichanger tragen und dort ausbreiten. Der schwere Korb zerrte so an ihren Armen, dass sie ihn am liebsten fallen gelassen hätte. Doch sie dachte an das Strafgericht, das ihre Mutter auf sie niederprasseln lassen würde, und schleppte die Last, die für ein Mädchen von elf Jahren viel zu schwer war, weiter die schmale Treppengasse hinab, vorbei an den kleinen, aus Bruchsteinen errichteten Häusern, aus denen es sauer roch.
Sie sehnte Assumpta herbei, die die Wäsche gern selbst zum Bleichanger getragen hätte. Mehr als einmal hatte die alte Magd ihrer Mutter Vorbehaltungen gemacht, weil diese ihrem Kind viel zu schwere Lasten aufbürdete. Die Mutter war jedoch der Meinung, sie könne ihrer Tochter nur mit harter Arbeit das Singen abgewöhnen und sie auf den Pfad der Tugend zurückführen. Giulia verstand ihre Mutter nicht, denn sie fühlte sich so unschuldig wie ein Engel im Himmel. Was konnte sie dafür, dass die Lieder, die die Chorknaben so mühsam einstudierten, in ihrem Gedächtnis haften blieben, selbst wenn sie sie nur ein einziges Mal gehört hatte.


Fazit:
Nun, das Buch ist nicht perfekt und hat mich jetzt auch nicht so stark vom Hocker gerissen wie die Wanderhure, es hat mir trotzdem gefallen. Beim Lesen hatte ich viel Spaß und ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass Giulias Geheimnis nicht aufliegen würde. Lange hatte ich gehofft, dass sie sich von ihrem Vater lösen kann, denn was er alles mit ihr getan hat oder tun wollte, war nun wirklich nicht so gut. Später habe ich mich gefragt, wie es zwischen ihr und ihrem heimlichen Verehrer ausgehen wird, natürlich hatte ich auf das Beste für die beiden gehofft. Das ganze Getue zwischen den ganzen Adeligen und der Kirche und ihren diversen Anhängern hat mich dagegen eher weniger interessiert. Ich habs zwar gelesen, aber dem nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt. Außerdem wäre die Erklärung, warum das Singen von solchen Liedern für Frauen Sünde ist, wie gesagt gerne etwas ausführlicher gehört, denn so schwebte das einfach in der Luft. Ist halt so. Aber warum, hab ich die ganze Zeit nicht herausfinden können. Nun ja, ich bin kein religöser Mensch und kann es an sich nicht verstehen, wenn irgendwas mit der Religion und "Ist halt so" abgestempelt wird. Ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen und nicht nur einmal wünschte ich mir, ich könnte Giulias Gesang auch hören. Insgesamt vergebe ich dem Buch 4 Rubine :-)

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Lustiges Taschenbuch Extra - Fußball 05

Walt Disney
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Egmont EHAPA, 17.05.2018
ISBN 9783841334053
Genre: Comics

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Chocolate Vampire 01

Kyoko Kumagai
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei TOKYOPOP, 14.12.2017
ISBN 9783842040335
Genre: Comics

Rezension:

Name: Chocolate Vampire 01
Autor: Kyoko Kumagai
Genre: Fantasy, Romance
Preis: € 6,95 [D] | € 7,20 [A]
Seiten: 192 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-8420-4033-5

Verlag: TOKYOPOP GmbH


Beschreibung:
Der süße Geschmack deines Bluts ...

Als Kinder haben das Menschenmädchen Chiyo und der Vampir Setsu einen Blutspakt geschlossen, der sie aneinanderbindet. Doch dann werden Chiyos Eltern von einem Vampir getötet. Seitdem hasst sie Vampire und will den Vertrag mit Setsu lösen. Dieser denkt jedoch gar nicht daran, seine "Beute" loszulassen. Schließlich muss Chiyo sich eingestehen, dass der Pakt mit Setsu auch einige Vorteile für sie bietet.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Diesen Manga habe ich bereits vor ein paar Monaten gekauft und auch bereits gelesen, es allerdings damals versäumt, eine Rezi dazu zu schreiben. Da ich das allerdings machen wollte, habe ich den Manga nun erneut gelesen, einfach, damit ich ein besseres und neueres Bild von dem Manga im Kopf habe, außerdem habe ich über die Zeit so viel anderes gesehen, gehört usw, da war auch die Erinnerung daran nicht mehr so frisch.

Gut, kommen wir nun erstmal zum Zeichenstil. Wie schon bei den letzten zwei Mangas gefällt mir der Zeichenstil hier sehr gut. Die Charaktere tragen teilweise ziemlich aufwendige Kleidungen und diese sehen sehr schön umgesetzt aus, passen aber auch zu den jeweilgen Personen, die die Kleidungen tragen. Man kann ihnen die Emotionen sehr gut vom Gesicht ablesen und es ist zwar schon recht detailliert, allerdings nicht übertrieben. Was mir am besten gefällt, sind die Haare und die offenen, kristallklaren Augen. Im Gegensatz zu den zwei letzten Mangas kommen mir die Charaktere auch vom Wesen her nicht wie ein Einheitsbrei vor, sondern man kann schon erkennen, dass sie sich alle voneinander unterscheiden. Chiyo ist recht streng und stark, aber naiv und bei gewissen Dingen schwer zu Begriff. Aber auch sie hat ihre menschlichen Seiten und hängt sehr an ihren Geschwistern, für sie würde sie praktisch alles tun, was in ihrer Macht steht. Schon lange möchte sie den Pakt, der sie mit dem Vampir Setsu seit ihrer gemeinsamen (?) Kindheit verbindet, wieder auflösen. Nebenbei muss sie sich über ihre verwirrenden Gefühle, die sie schon seit längerem begleiten, klar werden. Und auch darüber, was ihr Senpai nun genau von ihr möchte. Sieht er in ihr nur eine Kohai - oder steckt da mehr dahinter?

Die Geschichte an sich ist in einem milden Tempo erzählt. Zwar kommt sie ziemlich gut voran, allerdings kommt man als Leser ziemlich gut mit und am Ende wird es auch mal so richtig spannend. Mich hat der Manga bereits wie schon vor ein paar Monaten ziemlich neugierig gemacht und ich werde mir wohl auch die restlichen Bände, je nachdem, wie viele davon bereits hier erschienen sind, mir besorgen und die Reihe weiter lesen.


Fazit:
Das Thema ist zwar ein wenig 08/15, zwei Jungs, die sich um ein Mädchen streiten. Dazu noch das Thema Vampire, was vermutlich dank "Twilight" und diversen anderen nachfolgenden Vampirreihen recht ausgelutscht wurde. Auch erinnert es vielleicht den einen oder anderen an "Vampire Knight". Da ich davon nur den ersten Band gelesen habe, kann ich nicht sagen, ob und welche Parallelen dazu existieren. Das kann vermutlich jemand machen, der sich bei beiden Reihen ziemlich gut auskennt. Ich würde jetzt nicht sagen, dass man den Manga unbedingt und am besten sofort gelesen haben muss, aber man kann schon mal nen Blick reinwerfen und wenn es nur wegen den Zeichnungen ist, weil einem der Stil zusagt. Insgesamt bekommt der Manga von mir 4 Rubine.

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comics, disney, fantasy, fussball, waltdisney

Lustiges Taschenbuch Nr. 507: Auf zum Titel!

Walt Disney
E-Buch Text: 257 Seiten
Erschienen bei Egmont Ehapa Media.digital, 22.05.2018
ISBN 9783841393678
Genre: Comics

Rezension:  
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Scissor Sisters 02

Daigo , Eiki Eiki , Marico
Buch: 192 Seiten
Erschienen bei TOKYOPOP, 12.01.2015
ISBN 9783842010802
Genre: Comics

Rezension:

Name: Scissor Sisters 02 - Mit Liebe, Schere und Magie
Autor: DAIGO | Eiki EIKI, MARICO
Genre: Magical Girl, Humor
Preis: € 6,95 [D]
Seiten: 200 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 978-3-8420-1080-2
Verlag: TOKYOPOP GmbH


Beschreibung:
Wir kämpfen für die Liebe und tolle Frisuren!

Momoko Kanno, Friseurin in spe, ist dermaßen tollpatschig, dass sie kein Friseur einstellen will. Eines Tages landet sie in einem seltsamen Friseursalon, der von außen wie ein Schrein aussieht. Dort lernt sie fünf Schwestern kennen, die sich kurz darauf als die Scissor Sisters entpuppen. Die Kampftruppe wurde von der Regierung gegründet, um die Haare der Bevölkerung vor den Haarausfall-Aliens zu beschützen!


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Uff, das hier ist der zweite Band und ich bin mir ehrlich gesagt immer noch etwas unsicher darüber, was ich davon so wirklich halten soll. Wie auch schon im ersten Band sind die Zeichnungen ziemlich hübscht, dafür aber kann ich keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen, genauso kümmern mich ehrlich gesagt ihre Wünsche oder ihr Schicksal. Zwar versucht eine, ihrem Schicksal zu entkommen und ihren eigenen Weg zu gehen, aber so wirklich hat es mich nicht interessiert oder bewegt. Zwar kann ich die Charaktere vom Verhalten her mehr voneinander unterscheiden (und auch fast alle voneinander, was das Optische angeht), aber trotzdem, sie bleiben einfach nicht an mir hängen. Wie ihre Namen, die meisten von ihnen konnte ich mir einfach nicht merken.

Was genauso wenig in mir weckt, ist der Humor. Auch dieser Band hier versucht lustig zu sein, schafft es aber so gut wie gar nicht. Es ist sogar fast ehr so, als wäre das eine Parodie, die es aber nicht schafft, lustig zu bleiben. Was meistens an dem Gegner liegt, der einfach nur seltsam ist. Überhaupt habe ich keine Ahnung, was die Feinde denn nun planen. Wenn ich nun an das vermutliche Vorbild Sailor Moon (den alten Anime) denke, dann hat man ja recht früh erfahren, was das Ziel vom Königreich des Dunklen war. Soweit ich mich erinnern kann, war das eher stückchenweise, aber es war recht schnell und einfach zu kapieren. Hier habe ich keine Ahnung, was die Gegner genau vorhaben und so wirklich lässt es sich auch nicht erkennen. Sie schicken ihre Handlanger aus, die den Leuten die Haare klauen, um stärker zu werden ... aber wofür und warum sie stärker werden wollen, dazu gibt es nicht einen einzigen Hint. Die Bösewichte sind böse, weil sie halt Bösewichte sind und wollen Macht ansammeln ... joah, um den Sammeltrieb zu stillen. Ich kann verstehen, dass man im ersten Band noch nicht so wirklich alle Infos rausbringen möchte, aber im zweiten Band könnte man doch wenigstens ein paar kleine Hints oder Sätze fallen lassen, damit man das Gefühl von einer Story bekommt. Damit man denkt: Ja, da läuft etwas. Zwar gibt es einzelne Handlungsstränge, aber die sind in sich abgeschlossen und haben wohl kaum Konsequenzen an der weiteren Story, außer, dass die Bösewichte weiter an ihrem ultrageheimen Plan festhalten.

Überhaupt werden Probleme in diesem Band ziemlich schnell gelöst, beinahe schon immer mal wieder ne Deus ex Machina ausgepackt, nur, damit die kleine Ministory ein kleines Happy End bekommen kann. Eine wirkliche Bedrohung wird nicht wirklich ersichtlich, außer der Tatsache, dass die Leute ihre Haare und ihr Gedächtnis verlieren. Gut, letzeres ist nicht so gut, aber im Grunde juckt es mich nicht. Und man merkt auch deutlicher als im ersten Band, dass hier Sailor Moon mindestens als Vorbild gedient hat, wenn man sich nur mal die Verwandlungen und die Attackennamen ansieht.

Das einzige, was ich noch interessant finde, ist, dass die Neue, die zu der Truppe dazustößt, nicht sofort als "The Chosen One" erkannt wird, sondern einfach ein ganz normales Mädchen ist, dass aber die Heldinnen trotzdem so gut unterstützt, soweit sie es kann. Ansonsten ist das Mädchen, das man in solchen Animes als erstes trifft, immer das Ober-Magical Girl. Dass das hier nicht der Fall ist, ist interessant.



Fazit:
Ich war mir schon beim ersten Band nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll, dachte aber, es wäre nur beim ersten Band der Fall. An sich finde ich die Idee gar nicht schlecht, nur mit der Umsetzung werde ich absolut nicht warm. Der Humor spricht mich nicht an, die Mädchen finde ich allesamt eher uninteressant und die motivlosen Gegner eher seltsam. An sich überzeugen mich nur die Zeichnungen und eben, dass Momoko nicht das Magical Girl #1 in dieser Welt ist, sondern ein ganz normales Mädchen. Das sieht man nicht oft. Ansonsten ... ich hab mir beim Lesen Gedanken gemacht, ob ich noch weitere Bände der Reihe lesen will, aber so wirklich hab ich kein Bedarf danach. Ne, mir reichen die zwei Bände, ich könnte zwar noch weitere Bände, aber so wirklich will und muss ich das nicht. In der Zeit lese ich dann viel lieber andere Mangas, durch die ich mich dann nicht eventuell durchquälen werde, sondern welche, mit denen ich viel mehr Spaß beim Lesen habe. Nun ja, ich hab der Serie eine Chance gegeben, aber ich denke, hier ziehe ich einen Schlussstrich. Insgesamt gebe ich dem Band 2 Rubine. Hier wurde leider sehr viel verschenkt, was sehr sehr schade ist.

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fantasy, manga, scissor sisters

Scissor Sisters 01

Daigo , Eiki Eiki , Marico
Buch: 200 Seiten
Erschienen bei TOKYOPOP, 13.10.2014
ISBN 9783842010796
Genre: Comics

Rezension:

Name: Scissor Sisters 01 - Mit Liebe, Schere und Magie
Autor: DAIGO | Eiki EIKI, MARICO
Genre: Magical Girl, Humor
Preis: € 6,95 [D]
Seiten: 200 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2014
ISBN: 978-3-8420-1079-6
Verlag: TOKYOPOP GmbH


Beschreibung:
Wir kämpfen für die Liebe und tolle Frisuren!

Momoko Kanno, Friseurin in spe, ist dermaßen tollpatschig, dass sie kein Friseur einstellen will. Eines Tages landet sie in einem seltsamen Friseursalon, der von außen wie ein Schrein aussieht. Dort lernt sie fünf Schwestern kennen, die sich kurz darauf als die Scissor Sisters entpuppen. Die Kampftruppe wurde von der Regierung gegründet, um die Haare der Bevölkerung vor den Haarausfall-Aliens zu beschützen!


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Diesen Manga kannte ich ehrlich gesagt noch überhaupt nicht und er ist wohl auch noch nicht so lange in der Bücherei, andererseits ist es auch schon wieder eine Weile her, dass ich mich dort in der Mangaecke groß umgesehen habe. Beim Reinblättern habe ich gesehen, dass es hier wohl um einen Friseurladen geht, deren Mitarbeiterinnen sich in Magical Girls verwandeln, um genretypisch den Tag zu retten. Bzw die Leute, denen von verfressenen und seltsamen Tiergegnern die Haare vom Kopf geraubt werden. Diese Haare nennen die Gegner "Raah" und sobald sie paar Strähnen der Haare gegessen haben, nimmt ihre Kraft zu und sie verändern sich auch äußerlich, sehen dann viel bedrohlicher aus als vorher. Und sind auch gefährlich. Die richtigen Gegner weisen eine Kompetenz auf die wie üblichen Sailor Moon Gegner, vor allem, als sie darüber reden, dass es wohl reichlich unfair wäre, wenn nur ein Monster gegen fünf Scissor Sisters kämpfen würde - einer von ihnen vertraut mehr auf die Qualität, der andere mehr auf Quantität. So richtig erfolgreich sind sie damit nicht.

Nun ja, man lernt die Leute aus dem Friseursalon bereits recht früh kennen, da sich Momoko nach ihrem letzten Rauswurf zu ihrem Laden hinverirrt - welcher sich in einem ganz normalen Tempel befindet, als wäre es das normalste der Welt. Schließlich erfährt man den Grund dafür, die Mädels aus dem Friseurnamen verwandeln sich alle in Magical Girls, um die Menschheit vor den "Haarausfall-Aliens" zu beschützen. Welche wohl recht sanft mit ihren Opfern umgehen, zumindest hatten diese keine Schmerzen, wenn ihnen die Haare geklaut wurden. Dafür verlieren sie allerdings wichtige Erinnerungen und auch andere Dinge. Der Gegner hat ein noch unbekanntes Ziel, aber das hier ist noch der erste Band, alles muss man ja auch nicht gleich am Anfang erfahren.

Nun ja, so richtig warm wurde ich mit dem Manga noch nicht. Zwar ist der Zeichenstil sehr schön und die ganze Sache an sich auch irgendwie mal was anderes. Dass sie kleine Friseurscheren benutzen, um sich zu verwandeln. Dass die Regierung davon weiß und die restliche Bevölkerung von der ganzen Sache zu ihrem Schutz abschottet. Dass jede von ihnen eine einzigartige Kampffähigkeit hat, die stark an ihre Friseurtätigkeiten erinnern. Aber so richtig kommt das alles noch nicht rüber zu mir. Ich werde mit den Charakteren noch nicht so richtig warm, ich kann noch nicht wirklich mit ihnen mitfühlen, auch sehen für mich besonders die blonden Charaktere für mich gleich aus und ich musste öfters überlegen: Wer war das jetzt nochmal? Wer hat den Namen? Wer war damit jetzt wieder gemeint? Auch sehe ich bisher keine besonders herausstechende Merkmale. Zwar gibt es schon einen Unterschied zwischen den Leuten untereinander und trotzdem kommen sie mir wie ein Einheitsbrei vor. Ich hoffe, das ändert sich noch in den nächsten Bänden. Was den Humor angeht, auf beiden Seiten (gut und böse) versucht man sich hier an Sailor Moon zu orientieren oder hats zumindest als Vorbild genommen (also den alten Anime), aber so richtig will es nicht gelingen. Es versucht einfach lustig zu sein und schafft es grad noch so, dass es nicht so extrem aufdringlich ist. Ein wenig schon, aber es könnte auch schlimmer sein.


Fazit:
Nun ja, wie gesagt, so ganz zu 100% bin ich noch nicht davon überzeugt. Ich hab mir vor ein paar Wochen diesen und den zweiten Band ausgeliehen und wenn ich die Mangareihe weiterlesen sollte, dann wird es vermutlich nur beim Ausleihen bleiben. Der Manga ist nicht schlecht, aber auch nicht so gut, dass ich ihn mir unbedingt kaufen muss. Man muss einfach mal hineingucken und schauen, ob es einem gefällt. Eventuell hilft auch der Griff zum zweiten oder gar zum dritten Band, damit man sich ein besseres Bild davon machen kann. Ich werde mir jedenfalls eins bei Band 2 machen, den ich hier noch habe. Insgesamt gebe ich dem Band hier drei Rubine und schaue mal, wie es dann mit dem zweiten Band weitergehen wird. Eine Empfehlung würde ich wie gesagt jetzt nicht unbedingt aussprechen, aber man kann da schon mal reingucken, finde ich.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Rave 01

Hiro Mashima , John Schmitt-Weigand
Flexibler Einband: 185 Seiten
Erschienen bei EMA - Egmont Manga und Anime, 15.04.2004
ISBN 9783898859301
Genre: Comics

Rezension:

Name: Rave 01
Autor: Hiro Mashima
Genre: Shonen, Fantasy, Action, Abenteuer
Preis: € 5,00 [D]
Seiten: 192 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2004
ISBN: 978-3-89885-930-1
Verlag: Egmont Manga


Beschreibung:
Wir schreiben das Jahr 0066. Auf der kleinen Insel Garage Island führt der sechzehnjährige Haru Glory mit seiner Schwester Cattleya ein beschauliches Leben. Doch draußen in der Welt schicken sich die Schurken der Geheimorganisation Demon Card (DC) an, die Vorherrschaft über die Welt an sich zu reißen. Ihre wichtigste Waffe ist ein magischer Stein namens Darkbring. Nur ein einziges Mittel auf der Welt ist in der Lage, ihn aufzuhalten: RAVE, der magische Stein des Lichts. Leider kann nur ein Auserwählter über die Kräfte von RAVE gebieten. Und dieser muss zunächst die fünf auf der Welt zerstreuten Teile von RAVE finden und zusammentragen. Natürlich setzt Demon Card alles daran, genau das zu verhindern …


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Der Name des Mangakas ist dank "Fairy Tail" kein Unbekannter und auch der Stil kam mir ziemlich bekannt vor, da er mich ziemlich stark an die Anfänge von "One Piece" erinnert. Klar, hatten die beiden ja auch den gleichen Meister ;-)

Der Manga hier ist mir eventuell schon mal unter die Nase gekommen, aber so wirklich kann ich mich nicht daran erinnern, jemals davon gehört oder gelesen zu haben. Was vermutlich daran liegt, dass der Manga schon etwas älter ist und hier wohl nicht so bekannt ist. Dennoch hat mich vor allem der Zeichenstil neugierig gemacht, weshalb auch mein Freund meinte: Ja, hey, guck dir doch den mal an. Vielleicht gefällt er die ja? Da ich aber auch "Fairy Tale" nicht kenne bzw das nur vom Namen her, hatte ich keine Ahnung, was mich hier erwarten würde. Und ich wurde positiv überrascht.

Der Zeichenstil erinnert mich noch immer an die Anfänge von "One Piece", so rund und ziemlich symphathisch, hat einfach seinen eigenen Charme. Auch von der chaotischen ARt her erinnerten mich die Charaktere an den Anfang von "One Piece", die übertrieben dramatischen oder lustigen Reaktionen dagegen erinnern mich an "Yakitate Japan!!", da gab es genau die gleiche Art von Reaktionen. Wer weiß, vielleicht haben die beiden Mangakas mal zusammengearbeitet? Oder es ist ein bloßer Zufall? Finde ich auf jeden Fall toll, da ich den Back-Manga sehr mag und auch die Reaktionen dort bereits ziemlich ulkig fand. Was mir auch recht gut gefallen hat, war die Story bzw sie gefällt mir immer noch recht gut. Dass es eine starke Macht, die immer nur von einem Menschen genutzt werden kann und hinter dem das Böse her ist. Klingt einfach und auch ein wenig abgedroschen, aber trotzdem frage ich mich: Wie wird es in diesem Manga weitergehen? Auch sind die Charaktere ziemlich interessant und symphathisch, auch die von der Gegenseite.



Fazit:
Irgendwie schon schade, dass ich den Manga nicht früher kennengelernt habe, aber entweder war der nicht so stark im Buchhandel vertreten oder ich habs damals nur einfach nicht mitbekommen. Glücklicherweise hat die Bibliothek, von der ich den ersten Band ausgeliehen hatte, alle Bände (oder zumindest sehr viele, da hab ich mich noch nicht so genau darüber informiert), was ziemlich praktisch ist. Denn ich würde gerne noch ein paar Bände lesen, einfach, um die Reihe besser beurteilen zu können. Und auch, weil ich neugierig bin wie es weitergeht! Der Auftakt des Mangas ist ziemlich gut gelungen, genau solche Geschichten werden wohl nie aufhören mich anzusprechen. Insgesamt gebe dem Manga 4 Rubine.

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141 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Winnetou I

Karl May , Lothar Schmid , Hans Wollschläger
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Karl-May-Verlag, 01.01.1992
ISBN 9783780200075
Genre: Klassiker

Rezension:

Name: Winnetou I
Autor: Karl May
Genre: Western, Action
Preis: € 22,00
Seiten: 543 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1992
ISBN: 978-3-7802-0007-5

Verlag: Karl-May-Verlag


Rückentext:
Wenn niemand mehr die Wahrheit sagt, musst du alles riskieren, um sie selbst herauszufinden ....

Der Leser erfährt, wie der Ich-Erzähler zum berühmten Westmann Old Shatterhand wird und die Freundschaft des edlen Apatschen Winnetou erringt. Das tragische Schicksal Nscho-tschis verleiht dieser Geschichte jenen Hauch von Schwermut, der über dem verzweifelten Todesringen der roten Rasse liegt. -- Die vorliegende Erzählung spielt zu Beginn der 60er-Jahre des 19. Jahrhunderts.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Um ehrlich zu sein, ich war noch nie ein großer Fan von Westerngeschichten, sei es nun in Filmen oder Büchern, ich konnte mich noch nie so wirklich dafür begeistern. Hat mich einfach nie wirklich gereizt oder stark interessiert, auch, wenn ich sie an sich nicht schlecht finde. Es war halt noch nie das Interesse da und auch kein wirklicher Berührungspunkt, da es bei mir zuhause auch sonst keiner guckt. Als ich dann allerdings in der Bücherei war und mit meinem Freund so durch die Gänge guckte, fiel uns eine lange Reihe an verschiedenen Büchern auf, die alle genauso aussahen wie das Buch oben auf dem Bild. Mein Freund hat sich dann gleich das Winnetou-Buch geschnappt (also den ersten Teil) und meinte, ich könnte es ja mal damit versuchen. Wir haben uns mehrere Buchrücken angesehen und auch wenn er selbst nicht wirklich liest, dachte ich, ja warum denn nicht? Zuvor hatte ich noch keinen Berührpunkt zum Winnetou-Universum (wenn man jetzt mal vom Film "Der Schuh des Manitu" absieht^^°) und ein bisschen neugierig war ich auch. Ich hatte absolut keine Ahnung, was mich erwarten könnte und obwohl ich so ne dezente Vorstellung hatte, lies ich mich einfach mal darauf ein.

An sich ist das Buch ziemlich verständlich geschrieben und all die Situationen, Gefühle und Handlungen sind an sich nachvollziehbar, bis auf eine Ausnahme. Ich erfahre, wer Old Shatterhand ist und wie er zu diesem Namen gekommen war (im Nachhinein erschien es mir dann total klar, aber wie gesagt, keine Berührpunkte in der Familie). Man erfährt viel über das Denken und das Leben in dieser Zeit, wobei mich das letztere noch etwas mehr interessiert hätte. Leider fand die komplette Handlung im Grünen statt, was aber auch verständlich ist. Ich kenne mich mit der Zeit absolut nicht aus und ich hab mich immer gewundert: Sind die denn dann wirklich immer alleine, wenn die da unterwegs sind? Oder waren die da nicht so wanderfreudig wie die Leute heute? Wenn ich so an das Spiel "Red Dead Redemption" denke, dann treffe ich schon hin und wieder auf ein paar NPCs, die dort unterwegs sind. Seien es Reisende, Kriminielle oder anderes. Aber hier begegnen sie kaum jemanden, was mir ein wenig komisch vorkam.

Es geht hier in diesem Buch viel um Intrigen, Rache und Vergeltung. Aber auch darum, was die Einwanderer damals mit den Einheimischen gemacht haben. Gehen in ihr Land, betrügen sie und verjagen sie aus ihrer Heimat. Das wird hier ebenfalls thematisiert und zwar nicht so zu 100% ideal gelöst, aber ich denke, das wäre zu der Zeit sowieso schwierig gewesen. Dennoch kann ich den Gedanken der Einheimischen und ganz besonders die von Winnetou komplett nachvollziehen. Er ist es auch, den ich am liebsten mag.

Wen ich dagegen ganz ok finde, ist Old Shatterhand. Er kam aus Deutschland, um eine Art Nachhilfelehrer (oder sowas in der Richtung) zu sein, doch es wird nur davon erzählt. Er braucht wohl eine Art Auszeit und geht stattdessen los, um mit anderen auf Auftrag die Strecke für die zukünftigen Gleisverlegungen zu vermessen. Shatterhand ist ganz ok ... aber er ist mir doch zu perfekt. Anime-Fans würden sagen, er ist ein Gary Stu. Falls das jemand nicht kennt, ein Gary Stu ist die männliche Version einer Mary Sue, ein makelloser und perfekter Charakter, dem alles gelingt und den (fast) alle mögen. Der genug Glück hat, um mehrfach Millionen in einer Lotterie zu gewinnen - hat auch meist mehr Glück als Verstand - kann alles, weiß alles und ihm gelingt alles, was er anpackt. Oft genug, zumindest ist es bei Fanfictions so, dass es quasi der Autor selbst ist, der sich in diese Rolle hineingeschrieben hat, nur mit dem Unterschied, dass er darin perfekt sein möchte. Inwieweit das hier in diesem Buch zutrifft, ist fraglich und ein wirkliches Urteil kann ich mir hier nicht erlauben. Allerdings mein ich, dass ich irgendwann gelesen habe, dass May irgendwann glaubte, das alles selbst erlebt zu haben. Wäre also ein mögliches Indiz dafür, dass es ein Selbst-Insert ist.

Jedenfalls, er scheint nicht nur ein guter Lehrer, sondern auch ein guter Schüler zu sein. Alles, was er macht, lernt er sofort. Er hat den Mut eines Bullen, aber auch den Verstand eines Adlers. Er kann sofort die richtige Entscheidung treffen und lernt alles, was er macht, gleich beim ersten Mal. Auch hat er immer so viel Glück, dass ihm alles gelingt, dass es schon ein wenig übertrieben vorkommt. Außerdem wird sein Charakter geprägt von seiner christlichen Einstellung und der Ansicht, das alles seinen gerechten Gang gehen muss - letzteres ist nachvolllziehbar. Was aber alles nicht wirklich dabei hilft, dass man Shatterhand sonderlich interessant findet. Egal, was geplant wird, man kann davon ausgehen: Ist er involviert, dann wird der Plan mit Sicherheit gelingen. So oder halt ein wenig anders über Umwege. Da finde ich Winnetou viel interessanter.

Was auch ein wenig seltsam ist, ist die aus meiner persönlichen Sicht aus flationären Verwendung des Wortes "Liebe". Shatterhand und Winnetou haben sich recht schnell "lieb gehabt", also nicht im romantischen Sinne, sondern viel mehr familiär/brüderlich, was für mich persönlich total seltsam ist. Überhaupt sprechen die beiden oder Sam recht oft vom "lieb haben", "lieb gewonnen" und derartiges. Nun gut, ich bin recht sparsam mit diesem Wort, zumindest was meine persönlichen Kontakte angeht, da es für mich eine doch recht eindeutig romantische Bedeutung hat. Zwar lerne ich es, bei meinen Freunden und Lieben zu verwenden, aber es dauert eben noch eine ganze Weile, bis ich es verinnerlicht habe. Daher gehe ich jetzt mal eher davon aus, dass es eher an mir liegt, dass mir das seltsam vorkam. Und ich fand es auch seltsam, dass Sam ständig an Shatterhand gezweifelt und ihn als Greenhorn bezeichnet hat. Was mir ebenfalls seltsam vorkam, waren die Dialoge, die distantiert und persönlich gleich erschienen. Sie waren zwar per Du, aber doch irgendwie leicht hochgestochen.


Leseprobe:
Lieber Leser, weißt du, was das Wort Greenhorn bedeutet? Eine höchst ärgerliche und geringschätzige Bezeichnung für jeden, auf den sie angewendet wird!
"Green" heißt grün und unter "horn" ist Fühlhorn gemeint. Ein Greenhorn ist demnach ein Mensch, der noch grün, also neu und unerfahren im Land ist und seine Fühlhörner behutsam ausstrecken muss, wenn er sich nicht der Gefahr aussetzen will, unliebsam anzustoßen.
Ein Greenhorn ist ein Mensch, der nicht von seinem Stuhl aufsteht, wenn eine Lady sich setzen will; der den Herrn des Hauses grüßt, bevor er der Mistress und Miss seine Verbeugung gemacht hat; der beim Laden des Gewehrs die Patrone verkehrt in den Lauf schiebt oder erst den Propfen, dann die Kugel und dann zuletzt das Pulver in den Vorderlader stößt. Ein Greenhorn spricht entweder gar kein oder ein sehr reines und geziertes Englisch. Ihm ist das Yankee-Englisch oder gar die Hinterwäldler-Mundart ein Gräul. Sie wollen ihm nicht in den Kopf und noch viel weniger auf die Zunge. Ein Greenhorn hält ein Racoon für ein Opossum und eine leidlich hübsche Mulattin für eine Quadrone. Ein Greenhorn raucht Zigaretten und verabscheut den Tabaksaft speienden Sir. Ein Greenhorn läuft, wenn er vom Paddy eine Ohrfeige erhalten hat, mit seiner Klage zum Friedensrichter, anstatt, wie ein richtiger Yankee tun soll, den Kerl einfach auf der Stelle niederzuschießen. Ein Greenhorn hält die Stapfen eines Turkey für eine Bärenfährte und eine schlanke Sportjacht für einen Mississippistreamer. Ein Greenhorn scheut sich, seine schmutzigen Stiefel auf die Knie seines Mitreisenden zu legen und seine Suppe mit dem Schnaufen eines verendenden Büffels hinabzuschlürfen.


Fazit:
Jetzt habe das eine oder andere nicht so gute Haar an dem Buch ausgelassen und ich muss sagen, es ist alles andere als perfekt, im Gegensatz zum Hauptcharakter Shatterhand, aus dessen Sicht die Geschichte auch erzählt ist. Man merkt einfach den Unterschied zwischen dem Buch und heutigen Geschichten. Ich bin mir sicher, wenn das Buch in der heutigen Zeit spielen oder erscheinen würde, dann wäre Shatterhand lange nicht so perfekt, sondern hätte ein paar Fehler, die ihn greifbarer und auch interessanter machen. So aber hoffe ich aber mehr über Winnetou zu erfahren, was auch meine Hauptmotivation ist, die zwei anderen Bücher, Teil II und Teil III, mir irgendwann mal zu besorgen und sie mal zu lesen. Es eilt jedoch nicht. Nun, wenn man mit einem Gary Stu leben kann, dann kann man das Buch lesen. An sich kann man ihm schon eine Chance geben, man muss halt nur dran denken, dass es nicht die Art von Hauptcharakter ist, wie man sie eben heute zu lesen bekommt. Leseempfehlung, ja, kann man mal lesen, aber es ist kein Muss. Insgesamt bekommt von mir das Buch 4 Rubine.

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174 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

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Young Sherlock Holmes - Das Leben ist tödlich

Andrew Lane , Christian Dreller
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.08.2012
ISBN 9783596193011
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Name: Young Sherlock Holmes 02 - Das Leben ist tödlich
Autor: Andrew Lane
Genre: Krimi, Action, Thriller
Preis: € 8,99 [D] | € 9,30 [A]
Seiten: 428 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 978-3-596-19301-1
Verlag: Fischer FJB


Rückentext:
Wenn niemand mehr die Wahrheit sagt, musst du alles riskieren, um sie selbst herauszufinden ....

Ein totgeglaubter Auftragskiller und ein Verbrechen, das ein ganzes Land erschüttert, halten den jungen Sherlock Holmes in Atem. Und dann ist da noch sein Bruder, der irgendwie in dieser Geschichte mit drinzuhängen scheint. In seinem neuen Fall führt die Spur des jungen Meisterdetektiv an einen Ort, an dem Leben und Tod keinen Wert besitzen, die Wahrheit jedoch unbezahlbar ist.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Ich hab bereits ein oder zwei Geschichten aus dieser Reihe bereits als Hörbuch im letzten Jahr gehört (Band 1 und 4, wenn ich mich richtig erinnere) und daher war ich einfach mal neugierig auf die Romanreihe selbst, als ich vor mehreren Wochen in der Bücherei war und sie dort liegen sah. Da ich allerdings mal eher die Bände ansehen wollte, die ich eben noch nicht kannte, habe ich gleich mal zum zweiten Band, also diesen hier, gegriffen. Und Junge, hatte ich viel Spaß beim Lesen!


Nachdem das letzte Buch zwar gut zum Lesen war, aber sonst eine ziemliche Enttäuschung, war das hier Balsam für meine Seele. Es hat richtig gut getan und auch Spaß gemacht, es zu lesen. Wie auch schon bei den Hörbüchern war ich schnell in der Welt vom jungen Sherlock integriert und konnte mir wieder alles richtig gut vorstellen. Auch habe ich mich noch an den einen oder anderen Charakter wieder erinnern können. Das hier zeigt ja die Anfangsjahre von Sherlock und es wird gezeigt, woher er das eine oder andere Wissen/Können hat. Auch, wie er auf so manchen Gedankengang kam oder auf die Idee, sich z.B. mit den verschiedenen Herkünften von Kleidung, zu beschäftigen. Dass er anhand des Schnitts, des Stoffs und des kompletten Aussehens her darauf schließen kann, woher der Träger der jeweiligen Kleidung genau stammt. Sein Lehrmeister (ich nenne ihn mal so) gibt sich sehr viel Mühe, dass Sherlock sein Talent nutzen und weiter ausbauen kann.

Auch gibt es wieder einen spannenden Fall, bei dem es zwar nicht so viel zu ermitteln gab wie im ersten Band, aber aufregend war er auf jeden Fall. Sherlock kommt hier zu deutlich mehr Körpereinsatz, wie es das Original in den späteren Jahren tut, aber das war sehr erfrischend, das zu lesen. Es wird auch gezeigt, dass er keine emotionslose Maschine ist, sondern wird noch oft genug von Emotionen geleitet. Ich bin mir sicher, dass es in den folgenden Bänden noch gezeigt wird, dass er eher in die gegenteilige Richtung geht. Oder es wird eventuell nur angedeutet. Auch bin ich mir bezüglich seiner Haltung gegenüber Frauen unsicher, wie dort der Wandel passieren wird. Hier in dieser Reihe ist er ja ein wenig in die Tochter seines Lehrmeisters verliebt, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein, doch der "alte" Sherlock scheint nicht viel von Frauen zu halten. Möglicherweise baut darauf diese Reihe hier auf, in dem Sinne: "Keiner kann dem kleinen Mädchen das Wasser reichen und vom Rest halte ich nicht viel". Damit könnte man es möglicherweise erklären.

Nun, wenn wir schon bei seinen sozialen Beziehungen sind, er hat auch einen guten Freund, den Matty. Dieser wird im Laufe des Buchs entführt und Sherlock kann nicht anders, als dass er ihn sofort von seinen Entführern retten möchte. Ist das möglicherweise der "Watson" seiner frühen Jahre, zumindest, wenn man den freundschaftlichen Aspekt ansieht? Außerdem nimmt er ihn gerne mal zum Observieren mit oder integriert ihn gerne mal in seine Ermittlungen. Ja, das könnte doch möglich sein.

Auch mit seinem Bruder versteht er sich deutlich besser als in den Originalen. Man merkt Mycroft viel deutlicher an, dass er sich für Sherlock verantwortlich fühlt und sich auch Sorgen um ihn macht. Man merkt aber auch, dass er viel von seinem Bruder hält und das Beste für ihn möchte. Er will ebenfalls, dass sein kleiner Bruder sein Talent voll auskostet und bis zum Maximum steigern kann, ohne ihn aber in irgendeiner Art und Weise zu nötigen. So gibt er zum Beispiel Sherlock ein Buch, das in Altgriechisch geschrieben wird, damit dieser sich auf der einen Seite gut die Zeit vertreiben kann, aber auch, damit er beim Übersetzen und Lesen auf verschiedene Weisen etwas lernen kann. Sowohl von der Sprache, als auch vom Inhalt her. Sherlock dagegen hat einen großen Respekt gegenüber seinem älteren Bruder und man spürt beim Lesen einfach, dass die beiden sich mögen, auch wenn sie es nicht so ausdrücken können oder wollen. Ab und zu musste ich dann daran denken, wie sich die beiden in der BBC-Serie verhalten und fand diesen Kontrast ziemlich interessant.

Zur Story selbst, es war jetzt keine typische "ruhige" Sherlock Holmes Geschichten, denn die Originale kommen mir im Gegensatz zu dem Buch hier ziemlich gemächlich und ruhig vor. Hier ist Sherlock aber noch jung und dynamisch, daher ist es auch diese Geschichte. Er wird mit vielen Dingen zum ersten Mal konfrontiert, sowohl mit guten, als auch mit schlechten Dingen. Man sieht, wie er damit umgeht und auch, was er für sich daraus mitnehmen kann. Das Ende kam mir ein klein wenig abrupt vor, aber so wirklich schadet es der Geschichte nicht. Auf jeden Fall habe ich jede Gelegenheit genutzt und das Buch genossen, solange ich es konnte. Am Ende des Buches gibt es noch ein Nachwort des Autoren, in dem es auch den einen oder anderen interessanten Fakt zu lesen gibt.


Leseprobe:

James Hillager glaubte, an Halluzinationen zu leiden, als er den Riesenblutegel zum ersten Mal sah.
Durch die heiße Dschungelhölle von Borneo zu marschieren war,, als würde man in einem türkischen Dampfbad umherwandern. Seine Kleidung war triefend nass und die Luftfeuchtigkeit derartig hoch, dass der Schweiß nicht mal mehr von der Haut verdunstete. Stattdessen tropfte er ihm einfach von Nase und Fingern und lief in Rinnsalen den Körper hinab, um sich dort zu sammeln, wo seine Kleidung die Haut berührte. Seine Stiefel waren mittlerweile voller Wasser und gaben bei jedem Schritt ein glucksendes Geräusch von sich. Noch ein paar Wochen, und das Leder würde verrottet sein. Nie zuvor in seinem Leben hatte er sich so miserabel und elend gefühlt.
Die Hitze machte ihn ganz benommen, was ihn - zusätzlich zu der Tatsache, dass er vor Durst verging und schon tagelang nichts Ordentliches mehr gegessen hatte - zum Schluss kommen ließ, dass er womöglich halluzinierte. Er hatte schon einige Zeit lang Stimmen in den Bäumen um sich herum gehört: flüsternde Stimmen, die über ihn redeten und ihn auslachten. Sein Verstand sagte ihm, dass das nur der Klang des Windes sei, der durch die Blätter fuhr. Aber ein anderer Teil seines Bewusstseins wollte die Stimmen wütend anbrüllen und ihnen befehlen, damit aufzuhören. Und sie dann vielleicht erschießen, falls sie nicht gehorchten.
Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits einige Tiere zu Gesicht bekommen, die all seine Vorstellungskraft überstiegen und deren Anblick ihm die Sprache verschlagen hatte. Vielleicht waren sie real; vielleicht aber waren es auch nur Ausgeburten seiner Wahnvorstellungen. Er hatte Affen mit riesigen Knollennasen gesehen; hellorangefarbene Frösche ebenso wie rote und blaue, die so groß waren wie sein Daumen; einen perfekt proportionierten, ausgewachsenen Elefanten, der ihm jedoch gerade mal bis zur Schulter reichte; und ein schweineartiges Tier mit dunklen Haaren und einer langen, spitzen, biegsamen Schnauze. Wie viele dieser Wesen mochten wohl real sein, und wie viele waren nur das Produkt seines fiebrigen Gehirns?


Fazit:
Kurz gesagt, das Buch hier hat mir richtig gut gefallen und es hat mir richtig viel Spaß gemacht. Zwar besitze ich es nicht selbst, sondern habs mir "nur" ausgeliehen, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass es ich irgendwann nochmal lesen möchte. Eventuell werde ich auch irgendwann die ganze Reihe auf meinem Kindle oder Tolino haben, das werde ich noch sehen. Erstmal will ich noch den Rest der Reihe lesen, den ich noch nicht kenne und dann kann ich ja weitersehen. Vielleicht gibt es die bis dahin, bis ich sie mir anschaffen will, auch einem netten Schuber? Mal sehen. Auf jeden Fall hat mich das Buch hier neugieirig auf die weiteren Teile gemacht und sobald ich alle Bücher gelesen habe, die ich noch lesen muss (weil es alles Leihbücher sind) und ich ein paar der Bücher gelesen habe, die von mir selbst sind, werde ich mir den dritten Band besorgen und ich bin mir sicher, dass ich damit auch wieder viel Spaß haben werde. Diesem Buch hier gebe ich insgesamt 5 Rubine und eine Empfehlung an jeden, der interessiert ist und/oder auf irgendeine Weise Sherlock Holmes Fan.

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Dornengrab

Aikaterini Maria Schlösser
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.05.2018
ISBN 9783746005935
Genre: Historische Romane

Rezension:

Name: Dornengrab
Autor: Aikaterini Maria Schlösser
Genre: Mystery, Mittelalter
Preis: € 6,99
Seiten: 104 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3746005935
Verlag: Books on Demand


Rückentext:
Da lag sie.
Die weiße Rose auf dem Fensterbrett.
Wie sie schon so oft dort gelegen hatte, als Zeichen für ein geheimes Treffen mit seiner Geliebten.

Mit dem Unterschied, dass er seine Geliebte vor drei Tagen getötet hat.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Von diesem süßen, kleinen Minibuch bzw der historischen Mysterynovelle habe ich ehrlich gesagt rein zufällig über eine Leseaktion bei Lovelybooks erfahren. Da mich jedoch die Beschreibung ziemlich schnell angesprochen hatte (und ich dank der Wanderhure auf Bücher aus dem Bereich gerade richtig viel Lust hatte), habe ich mich gleich mit eingetragen. Vielen Dank an der Stelle an die Autorin für den Hinweis, sonst hätte ich womöglich nicht davon erfahren^^°

Und auch für das kleine Paket mit den kleinen Sachen, wie den weißen Blutenblättern, das hat beim Lesen gleichmal ne ganz neue und andere Ebene geöffnet. Es ist überhaupt toll, wenn in einem Buch etwas erwähnt wird oder gezeigt und man besitzt diesen Gegenstand selbst. Leider hatte ich nicht mit meinem Glück gerechnet und da ich in dieser Zeit nicht zuhause war (dank Ferien), kam ich erst bei meiner Rückkehr dazu, das Buch zu lesen. Sprich, davor musste ich erstmal in Ungeduld schmoren^^°

Nun ja, was mir als erstes aufgefallen war, war das schöne Titelbild. Das Bild von der Rose, die als einziges farbig geblieben ist, hat was und es passt auch sehr gut zu dem Cover, wie auch zu der Schriftfarbe. Rote Rosen stehen ja für die Liebe, soweit ich es weiß, allerdings hat eine Rose Dornen, die einen auch verletzen können. Wie man es hier gut an der Rückenwunde erkennen kann. Das Buch selbst liegt angenehm in der Hand und die Schriftart ist auch sehr angenehm zu lesen. Zwischendurch gibt es immer mal wieder eine Zeichnung, passend zum Titel und auch zur Stimmung, welche in verschiedenen Stilen gezeichnet wurden. Aber sie passen sehr gut dort hinein und stören den Lesefluss keineswegs. Es erinnert mich damit an eine Light Novel, was ich positiv finde.

Nun ja, zur Handlung, ohne, dass ich viel verrate: Der Hauptcharakter, also Hartmuth, sieht sich wieder mit dem geheimen Zeichen seiner heimlichen Geliebten konfrontiert und das auf verschiedene Art und Weisen, an verschiedenen Orten. Wie auch er habe ich mir beim Lesen die ganze Zeit Gedanken gemacht und auch wenn ich immer das Gefühl hatte: Ja, das ist doch sicher so und so; so war das Buch nie zu 100% vorhersehbar für mich und ich hatte immer wieder Zweifel. Passierten diese Dinge nun wirklich oder bildet er sich das nur ein? Steckt da wirklich die tote Geliebte dahinter oder will ihm nur jemand einen Streich spielen? Zwar war mir der Hauptcharakter nie wirklich symphathisch, aber dennoch rätselte ich mit, fragte und wunderte mich. Das Ende hat mich, trotz dass ich es irgendwie erwartet hatte, ziemlich überrascht, zumal ich mit dem konkreten Verlauf dann doch überhaupt nicht gerechnet hatte. Überhaupt hatte ich beim Lesen des Buches sehr viel Spaß, von mir aus hätte es ruhig noch ein paar Seiten mehr geben können, aber das sage ich auch nur, weil ich es immer schade finde, wenn ich ein Buch beendet habe, das mir Spaß gemacht hat^^°

Außerdem möchte ich mich an der Stelle für die süße Widmung bedanken :3



Leseprobe:
Worms, 10. Juni 1371

Da lag sie. Die weiße Rose auf dem Fensterbrett. Wie sie schon so oft dort gelegen hatte, als Zeichen für ein geheimes Treffen mit seiner Geliebten. Mit dem Unterschied, dass er seine Geliebte vor drei Tagen getötet hatte.
Hinter der Blüte rann der Regen in silbernen Schleiern vom Dach. Langsam trat Hartmuth näher, konnte den Blick nicht lösen von der Rose, die eigentlich gar nicht hier sein sollte, nicht hier sein konnte. Das Weiß der Blütenblätter stach vor dem ergrauten Holz und der von Regenwolken verdüsterten Stadt hervor. Wirkte wie das einzig Junge und Reine in einer Welt, die alt und spröde geworden war. Eine Welt, der er ihrer schönsten Blüte beraubt hatte.
Hartmuth hoffte, dass das Bild der Rose nur eine Spiegelung seiner Erinnerung war und jeden Moment im Nichts verschwimmen würde. Doch das Bild blieb. Noch mehr Einzelheiten kamen hinzu. Er beobachtete, wie die Regentropfen auf dem Fensterbrett zersprangen und die Blütenblätter wie mit feinen Tränen überzogen.


Fazit:
Wenn ich jetzt sagen würde, das Buch wäre perfekt, würde ich ein bisschen übertreiben, aber es hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Zwar wird die Vergangenheit nicht komplett beleuchtet, aber das macht nichts, so auf die subtile Art ist es sehr gut gemacht und ich konnte mir sehr gut zusammenreimen, was genau passiert und warum es passiert ist. Wie bereits weiter oben geschrieben, habe ich auch die ganze Zeit überlegt, was es mit den ganzen Blütenblättern und Rosen auf sich haben könnte, doch so richtig auf eine Sache festlegen konnte ich mich nicht. Hier hat mich die Autorin gezielt etwas im Unklaren gelassen und ich finde, dass es ihr gut gelungen ist. Auch gefällt mir wie gesagt die Zeichnungen, sowohl auf dem Cover, als auch in dem Buch. Bei diesem Buch kann ich sagen: Ja, greift ruhig zu und lest es, ihr werdet es nicht bereuen! Außerdem vergebe ich dem Buch insgesamt 4 Rubine und ich kann mir gut vorstellen, eines Tages wieder das eine oder andere Buch der Autorin zu lesen. Dieses hier werde ich auf jeden Fall behalten.


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