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1.906 Bibliotheken, 59 Leser, 16 Gruppen, 77 Rezensionen

fantasy, westeros, krieg, drachen, das lied von eis und feuer

Der Thron der Sieben Königreiche

George R. R. Martin , Andreas Helweg , Sigrun Zühlke , Thomas Gießl
Flexibler Einband: 574 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.06.2011
ISBN 9783442268221
Genre: Fantasy

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401 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

horror, stephen king, feuer, pyrokinese, vater

Feuerkind

Stephen King ,
Flexibler Einband: 16 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.09.2007
ISBN 9783453432734
Genre: Krimi und Thriller

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150 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

e-mail, jugendbuch, detektiv, humor, freundschaft

PinkMuffin@BerryBlue. Betreff: IrrLäufer

Hortense Ullrich , Joachim Friedrich , Carola Holland
Flexibler Einband: 237 Seiten
Erschienen bei Thienemann, 14.02.2007
ISBN 9783522179027
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Name: PinkMuffin@BerryBlue - Betreff: IrrLäufer
Autor: Hortense Ullrich, Joachim Friedrich
Genre: Krimi, Humor, Teenie
Preis: € 12,90
Seiten: 237 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2007
ISBN: 978-3-522-17902-7
Verlag: Thienemann Verlag


Klappentext:
Er nennt sich BerryBlue. Sie sich PinkMuffin. Er wuchtet Sahnetorten im Café seiner Eltern. Sie ist eine aufmüpfige Tochter aus gutem Hause. Die beiden haben absolut nichts miteinander gemeinsam. Bis eine E-Mail von Berry versehentlich bei PinkMuffin landet. Und eine Lawine von Ereignissen auslöst: BerryBlue wird verhaftet, weil er in einem Schönheitslabor rumspioniert. PinkMuffin engagiert einen verschrobenen Privatdetektiv und muss mit einem Koffer voller Socken nach England flüchten. Und dann geht es erst richtig los ... Herrlich schräger E-Mail-Krimi ab 12 Jahren.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Vor etwa 10 Jahren habe ich mir eines der Bücher aus der Reihe von einer ehemaligen Freundin ausgeliehen. Leider kann ich nicht mehr sagen, welches Buch es genau war, daher habe ich einfach mal das erste aus der Reihe genommen, da ich sie damals ziemlich unterhaltsam und auch witzig fand. Bzw das eine Buch. Daher dachte ich, joah, ließ doch mal die komplette Reihe, das hattest du dir doch damals vorgenommen, es aber dann nie umgesetzt. Das kann ich nun machen - aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es wirklich tun möchte. Damals, als ich das eine Buch gelesen habe, war ich so um die 14-16 Jahre alt, genau kann ich es nicht mehr sagen, aber ich gehörte wohl noch zur Zielgruppe.

Aber heute? Heute bin ich rund 10 Jahre älter und ich merke, dass mich der Humor leider überhaupt nicht mehr so abholt wie früher. Kennt ihr diese typischen deutschen Filme, der zigtausend Gags hat, von dem aber nur ein Bruchteil zündet und in welchen fast jeder Charakter fast schräg drauf ist? In welchen die Kinder meist schlauer und ernsthafter sind als die Erwachsenen, die ordentlich einen Schuss weghaben? Ja, zu dieser Kategorie gehört das Buch. Ein wenig fand ich es schade, dass das Buch nicht mehr so witzig oder schlau rüberkam, wie es das eine damals für mich war. Irgendwo war das Buch schon interessant, aber der ganze Verlauf war schon ziemlich aus den Fingern gesaugt. Die Handlung ist einfach zu seltsam, zu gezwungen merkwürdig und es passieren zu viele komische Zufälle. Ich glaube, die einzigen Personen, die halbwegs normal sind, sind die Eltern von BerryBlue. Der Rest leidet unter dem gezwungenen deutschen-Teenie-Film-Humor. Nur, dass sie hier nicht so altklug sind, das hätte noch gefehlt.

Daher bin ich mir nicht sicher, ob ich mir die restlichen Bände holen werde, einfach, weil dieser Band mich einfach nicht so abgeholt hat wie früher. Jüngere, bzw Teenies werden das Buch sicherlich unterhaltsam finden, aber mir ist es leider ein wenig zu übertrieben in allem. An sich finde ich die Idee mit den E-Mails aber richtig gut und ich würde mir gerne mal mehr Bücher holen zum Lesen, die mal vom normalen Weg abweichen. Ob es nun der abwechselnde E-Mail Stil ist wie bei dieser Reihe oder anders, das spielt für mich gerade keine Rolle. Es müsste nur etwas mehr auf mein Alter geschnitten sein, damit ich es genießen kann. Und weniger Humor hineingedrückt werden. An sich war es aber angenehm zu lesen und ich finde es nach wie vor klasse, dass der "Perspektivwechsel" durch die unterschiedlichen Farben gekennzeichnet ist. Überhaupt ist es cool, mal ne andere Farbe zu sehen als nur schwarz.


Leseprobe:
Von: BerryBlue
An: Pink Muffin
Betreff: Die Irren machen Ernst!

Hi,
die wollen mir an den Kragen! Echt! Heute war nämlich der Anwalt da. Das hatten die beiden Irren ja schon angedroht. Nicht die Eingeschrumpelte, sondern die Aufgeblasene. Also nicht die, die gegackert hat und ein Ei legen wollte, sondern die mit den Walkürenbällchen. Als der Typ hier heute auftauchte, wollte ich gar nicht erst glauben, dass er Antwalt ist. Wer holt wegen so einem Schwachsinn denn einen Anwalt? Obwohl er eigentlich so ausgehen hat. Du weißt schon: Anzug, Designerhandy und so viel Rasierwasser,
dass die Fliegen von der Wand fallen.
Ich war gerade mit dem matschigen Bienenstich beschäftigt und wollte ihn gerade fragen, was er will, aber dazu bin ich gar nicht gekommen. Der Typ hat gleich angefangen, mich zu beschimpfen. Na ja, nicht so richtig übel. Mehr so ein Anwaltsschimpfen: "Ist es korrekt, dass Sie ..." und "Wie meine Mandanten zu Recht fordern ..." Kannst du Dir ja vorstellen. Und dann ging's zur Sache. Schmerzensgeld, Ordnungsamt und der ganze Mist. Zum Schluss hat er sogar noch mit Gefängnis gedroht, der Spinner. Der ist total bekloppt. Aber noch bekloppter sind die Eingeschrumpelte und die Aufgeblasene. Wenn die ein Ei legen wollen, sollen sie doch. Was hab ich damit zu tun? Und die Walkürenbällchen sind auch nicht schuld daran. Nur meine Eltern sind ganz schön blass geworden. Machen sich Sorgen und so. Verstehe ich gar nicht. Ich hab doch nix gemacht. Wahrscheinlich wollte der Typ nur seine Anwaltsshow abziehen und das war's.
Ich muss mich erst mal entspannen. Hab mir ein neues Telefonbuch besorgt. Gelbe Seiten. Bin schon bei C!
Bis bald mal!
BB

Von: PinkMuffin
An: BerryBlue
Betreff: Durchgeknallter Hühnerzüchter

Sag mal, spinnst Du? Woher kennst Du meine Mail-Adresse und wer bist Du und was soll das?!
Was geht mich Deine Hühnerzucht an, ob Dich 'ne Biene gestochen hat und ob Du 'n Problem mit Walkürenbällchen oder Anwälten hast!
Die sollten Dir nicht mit Gefängnis drohen, sondern Dich zum Therapeuten schicken. Und da Du Dir ja offensichtlich die Gelben Seiten zum "Entspannen" besorgt hast (benutzt Du die als Kopfkissen?), blätter mal zur Ärzte-Seite und such Hilfe.

Fazit:
Wie gesagt, vermutlich liegt es daran, dass ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, aber dennoch denke ich, dass ich das Recht habe, das Buch zu bewerten. Manche Bücher kann man auch gut lesen, wenn man nicht zur Zielgruppe gehört und man wäre ja sonst ziemlich beschnitten, wenn man nur das ließt, was für einen geschrieben wurde. Hätte ich einen jüngeren Bruder oder eine jüngere Schwester, ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich es ihm oder ihr empfehlen würde. Sicherlich, wenn er/sie es in die Hände bekommt, würde ich sagen, dass er/sie ja mal reingucken kann. Aber speziell empfehlen würde ich es dann doch nicht. Dazu ist der Humor zu gezwungen und die Charaktere sind dazu zu unlogisch. Kann diesem Buch leider nur 3 Rubine geben und ich bin mir noch immer nicht sicher, ob ich auch den Rest lesen möchte. Tendiere aber eher dazu, es nicht zu tun und stattdessen lieber eines der vielen ungelesenen Bücher zu lesen, die sich hier noch befinden.

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manga, japan, brot, backen, bäckerei

Yakitate!! Japan. Bd.2

Takashi Hashiguchi
Flexibler Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Ehapa Comic Collection - Egmont Manga & Anime
ISBN 9783770461844
Genre: Comics

Rezension:

Name: Yakitate!! Japan 02
Autor: Takashi Hashiguchi
Genre: Slice of Life, Comedy
Preis: € 5,00
Seiten: 191 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2005
ISBN: 978-3-7704-6184-4

Verlag: EGMONT Verlagsgesellschaften mbH


Beschreibung:
Der Kampf um das heißeste Schnittchen - und zwar im wahren Sinne des Wortes - ist entbrannt! Azuma Kazuma, der Junge mit den "Solarhänden", muss sich gegen jede Menge hartnäckiger Konkurrenz durchsetzen, als er sich in einer Filiale der berühmt(berüchtigt)en Pantasia-Bäckerei bewirbt. Die Regeln sind knallhart, die Jury ist unerbittlich und Azuma ist nicht unbedingt der Hellste. Doch in dieser Branche braucht es nicht nur Köpfchen, sondern vor allem Herz!


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Das hier ist der zweite Band der Reihe und ich finde, dass er sehr gut an dem ersten Band anknüpft, aber auch sehr gut in der Lage ist, die Geschichte weiterzuerzählen und voran zu bringen. Man erfährt endlich mehr über die Filiale, in welcher Kazuma und Kawachi landen und von nun an arbeiten werden. Sie lernen den dortigen Manager und Chef kennen, wie auch einen weiteren Mitarbeiter, der täglich sein Bestes gibt, damit der Laden über die Runden kommt. Auch lernt man mehr witzige Charaktere kennen, und die bereits vorhandenen noch mehr. Auch greifen hier die Witze besser und man bekommt mehr von Azuma Kazumas Können zu sehen. Der Manga bzw der Band ist ebenfalls ein wenig abgedreht, aber man kann auch ein wenig lernen und es ist auch ein Rezept für Brot aus dem Reiskocher vorhanden. Ich habe es bisher noch nicht nachgemacht, aber dieser Band und dieses Rezept sind der Grund, weshalb ich mir vor Jahren einen Reiskocher angeschafft habe^^°

Mir gefällt der Band und auch wenn mich der Humor heute leider nicht mehr so mitnimmt wie früher, kann ich mir immer noch vorstellen, warum ich es damals total witzig fand. Ich werde die Bände auf jeden Fall weiterlesen und bin ein Stück weit glücklicher darüber, dass ich alle deutschen Bände besitze. Zusätzlich weckt es Erinnerungen an vergangene Zeiten in mir und das finde ich toll.



Fazit:
Leider hat auch hier mich nicht das gleiche Feuer wie damals gepackt, dennoch freue ich mich darauf die restlichen Bände zu lesen. Vermutlich spielt hier die Nostalgie eine große Rolle, aber irgendwie hatte ich es witziger und besser in Erinnerung. Aber ja, das letzte Mal, dass ich die Reihe so richtig gelesen habe, ist nun etwa 10 Jahre rum her, in dieser Zeit veränderten sich meine Persönlichkeit und meine Interessen. Aus heutiger Sicht ist es sicherlich kein Meisterwerk, aber eine knusprig-leckere Unterhaltung. Insgesamt bekommt der Band 4 Rubine von mir.

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184 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

krimi, franz eberhofer, niederkaltenkirchen, provinzkrimi, bayern

Weißwurstconnection

Rita Falk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423261272
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Name: Weisswurstconnection
Autor: Rita Falk
Genre: Heimatkrimi, Humor, Hetero
Preis: € 15,90 [D] | € 16,40 [A]
Seiten: 303 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-423-26127-2
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbh & Co. KG





Klappentext:
"Was fällt Ihnen eigentlich ein, Eberhofer, ha? Diese arme Witwe praktisch am offenen Grab nach einer Geliebten des Verstorbenen zu fragen? Haben Sie eigentlich noch alle Latten am Zaun?", fragt der Bürgermeister - zugegeben - etwas aufgebracht. Gut, der Zeitpunkt für die Frage war nicht vielleicht der beste. Aber der Tote in der Badewanne von diesem Luxus-Spa-Hotel ist ja auch nicht der einzige Stress für Eberhofer. Da ploppt auf einmal diese depperte Idee von der Oma mit der Doppelhaushälfte hoch,, in der ausgerechnet Leopold, die alte Schleimsau, eine Rolle spielt; der Birkenberger rollt im hellblauen Ladea zu den Esoteriktagen in Niederkaltenkirchen vor - und weit und breit kein verdammter Tatverdächtiger in Sicht. Da kann man schon mal danebenlangen beim Verhör mit der Witwe. Und ob der Birkenberger in seinem momentanen "Lebe - liebe - lache!" - Zustand dem Franz eine große Hilfe bei den Ermittlungen sein wird?

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Auch hier ist wieder der eigenwillige Humor, wie man ihn bereits aus den anderen sieben Bänden kennt, vorhanden. Man muss ihn mögen oder auch nicht. Was mir jedenfalls richtig gut gefallen hat, ist, dass der Franz sich wieder mit der Susi vertragen hat. Es kann sein, dass mich hier meine Erinnerung trügt, aber ich glaube, das ist mehr off-screen als im letzten Buch passiert. Jedenfalls gibt es nicht mehr die kurzen Kontrollbesuche, in welchen er seinen Sohn sehen kann, sondern ganz normal und öfters. Das hat mir richtig gut gefallen. Was mir nicht so gut gefällt, ist dagegen die Tatsache, dass er immer noch nicht über seinen Schatten springen und sich endlich dazu entschließen kann, mit ihr eine richtige Beziehung anzufangen und wenigstens mit ihr zusammenzuziehen. Dass die anderen da langsam immer mehr Druck aufbauen, kann ich mehr als gut verstehen. Sie müssten ja nicht heiraten, aber gemeinsam wohnen und sich abwechselnd um den Sohn zu kümmern sollte meiner Meinung nach schon drin sein. Gut, ich würde auch nicht unbedingt mit dem Leopold eine Doppelhaushälfte teilen wollen, aber dann hätte ich wenigstens die Panida und die Sushi, damit auch zwei Verbündete. Udn wenn der Leopold eh die ganze Zeit in der Buchhandlung ist, dann sieht man ihn auch nicht so oft.

Apropos halbe Sachen: Leider kommt auch das Buch hier vor wie etwas, was nichts Ganzes ist, aber auch nichts Halbes. Wie bereits in einem älteren Band werden hier zu viele Handlungen auf einmal behandelt bzw gleich gewichtet und so kommt nichts davon wirklich gut zur Geltung. Da hätten wir die Haupthandlung mit dem Toten, dann die Angelegenheit mit der Doppelhaushälfte, das mit der namensgebenden Weisswurstconnection und ein paar andere, kleinere Nebenhandlungen. Leider leidet der Fall darunter und auch wenn die Eberhofer-Krimis nie wirklich stark ernstzunehmende Krimis sind, so hat es hier leider einen faden Beigeschmack. Der Ausgang ist positiv für Eberhofer, das ist gut, aber der Verlauf ist dann doch etwas zu sachte. Das Ende wird ein wenig wie von einer "Deus ex Machina"- Maschine ausgespuckt, davor dümpelt das Ganze eher vor sich hin. Auch der Teil mit dem Vater wird leider zu wenig beachtet, erst ist er weg und zack, steht er auf einmal da und erzählt nicht wirklich, was passiert ist. Erinnert mich an die alten Pokémonfolgen, in der Rocko bei Professor Ivy ist und dann einfach wieder zur alten Gruppe zurückgeht, ohne zu erzählen, was da jetzt genau passiert ist.

Ansonsten war das Buch wie immer sehr gut zu lesen und hat trotz der Schwächen immer noch Spaß gemacht. Es gibt zwar noch eine Sache, die mich "stört", die werde ich allerdings aus Spoilergründen nicht weiter erwähnen. Sagen wir einfach, die Sache ist der Grund, weshalb ich mich auf das nächste Buch freue und froh darüber bin, dass ich nicht seit 2016 darauf warte, sondern erst seit vorgestern.

Leseprobe:
"Schau, schau, der Eberhofer, so früh schon raus aus den Federn?", fragt der Simmerl recht freundlich und wischt sich seine Wurstfinger an der Schürze ab.
"Schaut ganz danach aus", sagt ich und sondiere derweil schon mal die aktuellen Angebote. Ich bin der einzige Kunde hier, was aber um diese Uhrzeit auch wirklich kein Wunder ist.
"Aber wennst mich fragst, dann wärst besser noch ein bisserl liegen geblieben", sagt er weiter, und jetzt muss ich ihn notgedrungen einmal kurz anschaun. "Ja, wirklich, müd schaust aus heut, Franz. Hast nicht gut geschlafen, oder was?"
"Ich hab überhaupt gar nicht geschlafen", murmle ich mehr so vor mich hin, muss dabei aber grinsen.
"Ach, sag bloß, geht's dir etwa auch so", fragt der Simmerl, während er ein Riesentrumm Gelbwurst durch seinen Schneider jagt. "Ich weiß nicht, aber mit jedem verflixten Jahr, wo ich älter werd, da schlaf ich schlechter und schlechter. Und dann steht ich ja oft schon um halb vier auf und bin den ganzen Tag lang wie gerädert. Hm. Aber ich kann mich erinnern, die Inge Meysel, die hat ja seinerzeit, also schon vor etlichen Jahren, da hat die schon in einem Interview erzählt, dass sie nur noch höchstens drei oder vier Stunden schlafen kann jede Nacht."
"Soso."
Der Simmerl. Die Einfalt in Person. Echt. Wobei man jetzt zu seiner Ehrrettung vielleicht schon sagen muss, dass, wenn man mit der Gisela verheiratet ist, dann wünscht man sich wahrscheinlich des Nächtens sowieso nix sehnlicher wie einen todesähnlichen Schlaf oder so. Einfach, weil sie sich so allmählich von einem lustigen Möpschen in ein hochexplosives Ölfass zu verwandeln droht. Woran das liegt, kann ich noch nicht einmal ahnen. Fakt ist aber, dass es so ist.
Und wie auf Kommando wird jetzt die schwere Tür zum Schlachthaus aufgerissen, und der Schädel der werten Metzgersgattin erscheint höchstpersönlich dort im Türrahmen. Der hochrote Schädel, muss mann ihn wohl der Genauigkeit halber nennen.

Fazit:
Das Buch hat mir schon gefallen, aber die Tatsache, dass sich keiner der Storystränge gefühlt wirklich bis zum Ende durchzieht, ist doch ein wenig enttäuschend. Ich würde jetzt nicht so weit gehen und sagen, dass man den Teil überspringen kann, nein, im Gegenteil. Dennoch gehört er für mich zu einen der schwächeren Teile der Reihe. Was mich aber nicht daran hindert, dass ich mich schon auf den nächsten Band freue, der angeblich nächstes Jahr erscheinen oder zumindest angekündigt werden soll. Insgesamt vergebe ich dem Buch 4 Rubine.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

manga, japan, brot, backen, bäckerei

Yakitate!! Japan. Bd.1

Takashi Hashiguchi
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ehapa Comic Collection - Egmont Manga & Anime
ISBN 9783770461837
Genre: Humor

Rezension:

Yakitate!! Japan 01
Autor: Takashi Hashiguchi
Genre: Slice of Life, Comedy
Preis: € 5,00
Seiten: 191 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2005
ISBN: 978-3-7704-6183-7
Verlag: EGMONT Verlagsgesellschaften mbH


Beschreibung:
Brot ist fett, geil und lecker! Doch was für den gemeinen Europäer Nahrungsmittel Nr. 1 ist, ist für den Japaner alles, nur kein Ersatz für SEINEN Reis. Aber neue Generationen haben ihre eigenen Ideen und Azuma Kazuma, der Junge mit den "Solarhänden", hat sich gleich etwas ganz Unglaubliches in seinen hübschen Kopf gesetzt: ein Brot zu backen, für das Japaner eben diesen Reis stehen lassen: Japan!

Yakitate!! Japan ist die explosive (Back)Mischung aus einer haarsträubenden Idee, wunderbar komischen Charakteren und der niedlichsten Bäckerin der Welt!


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Die Mangareihe kenne ich persönlich schon länger, da ich sie mir vor Jahren immer mal wieder aus der Bücherei ausgeliehen habe. Das Thema ist ungewöhnlich und klingt für die meisten vermutlich auch erstmal langweilig, aber es lohnt sich einen Blick hineinzuwerfen. Da ich momentan mit meinem Freund die dritte Staffel von "Shokugeki no Soma" schaue, habe ich direkt mal wieder Lust auf diese Mangareihe bekommen. Bzw auf den Teil, den ich besitze, was genau acht Bände sind. Es sind auch leider die einzigen, die hier in Deutschland erschienen sind, danach wurde es vom deutschen Verlag abgebrochen. Vermutlich kam der Manga hier wirklich so gut an, das kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall weiß ich dank eines USA-Urlaubs, dass es insgesamt 24 oder 26 Bände gibt. Wenigstens ist die englische Reihe vollständig. Was aber auch die deutschen Bände ziemlich rar macht, schon damals (2009) war es ein echter Krampf, nur den ersten Band zu finden. Heute ist es noch schwerer, weswegen ich froh bin, dass ich alle deutschen Bände besitze. Ansonsten würde ich einfach empfehlen, die englischen Bände zu nehmen. Oder auf Conventions (Bring & Buy) sein Glück versuchen.

Nun weg von der schrecklichen Lage des Mangas im deutschen Handel und zurück zum Band selbst, denn dazu sollte ich auch ein paar Worte verlieren. An sich klingt die Geschichte nicht sonderlich aufregend, wie ich bereits sagte, aber es macht doch auf eine gewisse Art neugierig. Ich fand die Idee seltsam und habe mich dann kurz hineingelesen. Am Ende konnte ich nicht genug davon bekommen. Es ist nicht wie bei "Shokugeki no Soma", wo sie alle naslang Foodgasm bekommen, hier gibt es zwar auch seltsame Reaktionen auf das leckere Brot, das von jemanden gebacken wurde, aber es ist lang nicht so übertrieben wie bei dem anderen Anime. Außerdem geht es hier rein um Brot und andere Gebäcke, während es bei SnS um sehr viele verschiedene Gerichte geht.

Hier in diesem Manga muss sich der Hauptcharakter dem Alltag in einer japanischen Bäckerei und den ganzen dazugehörigen Schwierigkeiten wie der Kundschaft oder auch der Konkurrenz stellen. Auch gibt es immer mal wieder Backwettbewerbe, aber dieser kommt in diesem Band noch gar nicht vor. Höchstens eine Art Miniwettbewerb, als es darum ging, dass nur einer von 100 in die Firma aufgenommen wird. Kazuma bewirbt sich bei "Pantasia", um dort sein Können zu perfektionieren und DAS Japan zu finden. Bereits hier lernt man die wichtigsten Schlüsselpersonen kennen, um die sich die restlichen 7 Bände hauptsächlich drehen werden. Auch bekommt man einen leichten Vorgeschmack, auf welchem Level sich der Humor bewegt. So wird hier bereits gezeigt, dass Kazuma keine Ahnung hat von sämtlichen Broten, sondern immer nur seine eigenen Varianten gebacken hat, die allerdings bereits existierenden Sorten sehr stark ähneln. Oder auch seine Naivität muss immer wieder dafür herhalten. Es ist jetzt kein Manga, bei dem man in Tränen ausbricht beim Lachen, es ist eher zum Schmunzeln, aber es ist ein positives Schmunzeln.

Der Zeichenstil gefällt mir, er ist ein wenig realistisch gehalten, außer an den Stellen, an denen übertrieben wird. Der Hintergrund ist meist eher schlicht, aber oft auch gar nicht so richtig nötig. Klar, im Gegensatz zu heutigen Mangas, die neu rauskommen, sieht er schon ein wenig alt aus, aber das ist nur sehr gering. Man kann ihn auch heute noch lesen und ihn sich ansehen. Man muss sich auf das Thema und den Humor einlassen können, aber wenn man bereits "Shokugeki no Soma" mag, aber den Ecchiteil nervig findet, wird sich mit dem Manga oder auch dem Anime wohl fühlen. Wenn man denn das Glück hat, die deutschen Bände in die Hand zu bekommen.


Fazit:
Ich muss zugeben, früher hat mich der Manga mehr gefesselt als heute. Würde ich ihn heute neu anfangen, würde ich es lang nicht so feiern wie ich es damals getan habe. Lesen würde ich ihn trotzdem, allerdings eben mit weniger Begeisterung. Wie bei dem Genrekollegen bekommt man auch hier regelmäßig Hunger bei den Dingen, die Kazuma so backt und das ist auch in diesem Band der Fall. Er ist ein interessanter Einstieg in die Serie, wenn man sich darauf einlassen kann und möchte. Man kann zumindest einen Blick hineinwerfen, finde ich. Daher bekommt der Band von mir insgesamt 4 Rubine von mir.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Lustiges Taschenbuch Ultimate Phantomias 17

Walt Disney
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Egmont EHAPA, 15.09.2017
ISBN 9783841322234
Genre: Comics

Rezension:  
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

LTB Nr. 076 Ein Fall für Micky

Walt Disney
Flexibler Einband
Erschienen bei Ehapa Verlag, 01.01.1981
ISBN B00RI3ERQ0
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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59 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

moskau, kommunismus, metro 2033, heyne, monster

Metro 2033

Dmitry Glukhovsky
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Orion Publishing Co, 03.03.2010
ISBN 9780575086241
Genre: Fantasy

Rezension:

Name: Metro 2033
Autor: Dmitry Glukhovsky
Genre: Dystopie, Action, Drama, Thriller
Preis: € 14,00 [D] | € 14,40 [A]
Seiten: 783 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-453-53298-4
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag


Klappentext:
Wir schreiben das Jahr 2033. Vor fünfundzwanzig Jahren hat ein Krieg weite Teile der Welt verwüstet. Nur in den gigantischen U-Bahn-Netzen der Städte konnten die Menschen überleben. Dort unten, in der Tiefe, haben sie eine neue, einzigartige Zivilisation errichtet. Eine Zivilisation jedoch, deren Existenz bedroht ist.

Artjom, ein junger Mann Anfang zwanzig, lebt seiner Kindheit im Untergrund der Moskauer Metro. Ein behütetes Leben an der Seite seines Großvaters. Doch obwohl Artjom weiß, dass in den Tunneln tödliche Gefahren lauern, zieht es ihn unaufhaltsam in die Ferne. Und so zögert er nicht lange, als sich ihm die Gelegenheit bietet, seine Heimatstation zu verlassen.


Es ist der Beginn einer phantastischen Reise durch das weit verzweigte Netz der Moskauer Metro - eine Reise, die über das Schicksal der gesamten Menschheit entscheidet.



Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Schon länger habe ich Ableger und Nachfolger der Metroreihe in dem einen oder anderen Buchhandel gesehen, wie auch das Buch hier selbst. Allerdings habe ich mich noch nie wirklich damit beschäftigt, daher habe ich es immer im Hinterkopf gehabt. Dass ich es irgendwann einmal lesen möchte, aber das habe ich bisher noch nie getan. Bis ich mich dann in der Bücherei ein wenig umgesehen und das Buch hier entdeckt habe. Da dachte ich mir: Jetzt oder nie! Daher habe ich es mir ausgeliehen und gelesen. Wofür ich richtig viel Zeit gebraucht habe, da das Buch nicht nur viele Seiten hat, sondern auch eine Menge darin passiert. Man kann es nicht einfach mal eben so auslesen. Nein, dazu passiert zu viel. Es ist ein wenig wie bei einer Suppe, nur mit sehr vielen Zutaten. Da braucht man auch länger, bis man die aufgegessen hat, wie bei ner Suppe, die nur aus Brühe und Nudeln besteht. Das soll allerdings kein Qualitätsmerkmal sein. Allerdings ist das mit der Menge hier in diesem Buch gelungen. Ich hatte bereits Bücher und Fanfiktions, wo sehr viel passiert, gelesen. Bei manchen ist es gelungen, bei manchen nicht. "Metro 2033" gehört für mich zur ersten Kategorie, auch wenn es an manchen Stellen ein wenig langatmig erscheint.

Was mir jedoch richtig gut gefallen hat, ist, dass man richtig viel von der Metro zu sehen bekommt. Wie sich die Gesellschaft in den 25 Jahren an das Leben im Untergrund angepasst hat. Wie unterschiedlich sie alle sind. Da sind welche, die leben quasi in Saus und Braus (naja, nicht wirklich, aber zumindest besser als viele andere). Diese haben auch meist Licht und Augen, die daran gewöhnt sind. Andere dagegen müssen bei ihrer Station mit Notlichtern und/oder Kerzen auskommen. Dann gibt es noch "2. Wave Neonazis", Händler, "2. Wave Kommunisten", Arme, Entstellte, gläubige Fanatiker usw. Doch nicht nur untereinander bedrohen sich die einzelnen Stationen, auch zwischen den Stationen gibt es viele Gefahren, die die ohnehin kleine Anzahl an Menschen noch weiter reduziert. Man erfährt nur wenig, was in der Vergangenheit passiert ist, vieles muss man sich selbst zusammenreimen. Es brachte mich zum Nachdenken und ich hoffte die ganze Zeit nur, dass es niemals Realität wird. Denn ich würde nicht wollen, dass unsere Welt in einem Atomkrieg endet. Zumal der Untergrund von München nicht so wirklich zum Leben geeignet wäre - höchstens die Ubahn-Bereiche, wenn überhaupt. Aber nein, mit Artjom würde ich nicht tauschen wollen.

Apropos Artjom, als Leser begleitet man den jungen Mann von Anfang bis Ende und hat auch die ganze Zeit Einblick in seine Gedanken. Seine Wünsche sind bescheiden und er kann sich kaum noch an das Leben an der Oberfläche erinnern. Dazu war er damals viel zu jung, als der Krieg etc passiert sind. Oft genug habe ich mit ihm mitgefiebert und gehofft, dass es dieses Mal mal positiv für ihn verläuft. Überhaupt ist er recht symphatisch, auch wenn oft überstürzt handelt oder manchmal etwas zu passiv ist. Was wohl daran liegt, dass er einfach gewohnt ist, vorsichtig zu leben und zu sein.


Leseprobe:
"Wer war das? Artjom, sieh nach!" - Unwillig hob sich Artjom von seinem Platz beim Feuer, rückte sein Sturmgewehr nach vorne und ging auf die Dunkelheit zu. Am äußersten Rand des beleuchteten Bereiches blieb er stehen, entsicherte geräuschvoll und rief heiser: "Stehen bleibenl! Parole!"

Eine Minute zuvor hatten sie aus dem Dunkel ein seltsames Rascheln und dumpfes Murmeln vernommen. Nun hörte man eilig trippelnde Schritte. Jemand zog sich in die Tiefe des Tunnels zurück, aufgeschreckt von Artjoms krächzender Stimme und dem Klicken einer Waffe. Hastig kehrte Artjom zum Feuer zurück und rief Pjotr Andrejewitsch zu: "Ist einfach so abgehauen, ohne sich zu erkennen zu geben."

"Schlafmütze! Du kennst doch den Befehl: Wenn einer nicht antwortet, sofort schießen! Woher willst du wissen, wer das war? Vielleicht sind die Schwarzen im Anmarsch!"

"Nein, ich glaube, das war kein Mensch ... Diese Geräusche ... Und diese seltsamen Schritte. Ich werde ja wohl noch die Schritte eines Menschen erkennen? Sie wissen doch selbst, Pjotr Andrejewitsch, die Schwarzen stürzmen ohne Vorwarnung heran - neulich hatten sie einen Posten mit bloßen Händen überfallen, aufrecht sind sie auf das MG-Feuer zugegangen. Aber der hier hat sofort Fersengeld gegeben ... Wahrscheinlich ein verängstigtes Tier."

"Na schön, Artjom! Bist mal wieder ein ganz Schlauer. Aber wenn du Anweisungen hast, halte dich gefälligst daran und überlege nicht lange. Vielleicht war es ein Kundschafter. Hat gesehen, dass wir nur wenige sind, leicht zu überrumpeln ... Am Ende machen die uns alle kalt, jedem ein Messer in den Hals, und dann massakrieren sie die ganze Station, so wie bei der Poleschajewskaja, und das nur, wei du das Schwein nicht rechtzeitig umgelegt hast ... Pass bloß auf! Nächstes Mal schick ich dich durch den Tunnel hinterher!

Artjom schauderte. Er stellte sich den Tunnel vor, jenseits der 700-Meter-Grenze. Schon der Gedanke war furchterregend. Weiter als 700 Meter nach Norden wagte sich keiner raus. Die Patrouillen fuhren mit der Draisine bis Meter 500, leuchteten den Grenzpfosten mit dem Projektor an, und sobald sie sich überzeugt hatten, dass nichts Abartiges dahergekrochen kam, machten sie schleunigst kehrt. Selbst die Aufklärer - gestandene Männer, ehemalige Marineinfanteristen - blieben bei Meter 680 stehen, verdeckten die Glut ihrer Zigaretten mit der Hand und starrten durch ihre Nachtsichtgeräte. Dann zogen sie sich zurück, langsam, leise, ohen den Tunnel aus den Augen zu lassen oder ihm gar den Rücken zuzukehren.


Fazit:
Das Buch hier kann ich empfehlen, man muss und sollte sich einfach nur die Zeit dafür nehmen, es zu lesen. Man muss und kann auch nicht viel auf einmal davon lesen, es einfach in kleine Portionen aufteilen und dann geht es viel einfacher. Aber nicht, weil das Buch schwer zu verstehen oder kompliziert ist, nein, es passiert nur wie gesagt sehr viel an Handlung und das kann nach einer Weile ziemlich erschlagend sein. Dennoch habe ich mich immer wieder gefragt: Wird Artjom sein Ziel erreichen? Was wird er noch alles erleben und wie werden wohl die ganzen Stationen sein, die er noch passieren wird? Das Buch hat mir Spaß gemacht, auch wenn ich froh bin, dass ich damit endlich durch bin. Auf jeden Fall werde ich mir noch was aus der Richtung gönnen und vergebe dem Buch insgesamt 4 Rubine.

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2.316 Bibliotheken, 71 Leser, 17 Gruppen, 103 Rezensionen

fantasy, winterfell, westeros, krieg, game of thrones

Das Erbe von Winterfell

George R. R. Martin , Jörn Ingwersen , Sigrun Zühlke , Thomas Gießl
Flexibler Einband: 542 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.03.2011
ISBN 9783442267811
Genre: Fantasy

Rezension:

Name: Das Erbe von Winterfell (Das Lied von Feuer und Eis Band 02)

Autor: George R.R. Martin
Genre: Fantasy, Hetero, Action, Drama
Preis: € 15,00 [D] | € 15,50 [A]
Seiten: 543 Seiten

Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 978-3-442-26781-1
Verlag: Verlagsgruppe Random House GmbH




Klappentext:
Eddard Stark, der Lord von Winterfell, ist dem Ruf des Königs und alten Freundes Robert Baratheon gefolgt und hat seine kalte Heimat im Norden verlassen, um bei Hof in Königsmund als Hand - als Roberts Berater und Stellvertreter - zu dienen. Doch was schon beim Besuch seines Freundes auf Winterfell zu erkennen war, wird am Königshof noch viel deutlicher:

Robert Baratheon ist nicht mehr der Mann, der er früher war - der mutige und instinktsichere Feldherr, der einst gemeinsam mit Eddard Stark die Herrschaft über die Sieben Königreiche eroberte. Stattdessen ist er ein schwacher König, der nicht in der Lage ist, den Intrigen rund um den Eisenthron Einhalt zu gebieten.

Und in diese Intrigen wird Eddard Stark als die rechte Hand Robert Baratheons immer tiefer hineingezogen. Der Lord von Winterfell ist ein geradliniger, tapferer und aufrechter Mann, der sich jeder Gefahr mit dem Schwert entgegenstellen würde - aber die Ränker der Mächtigen sind nichts, was man mit einem Schwert bekämpfen kann. Auch dann nicht, wenn man die Hand des Königs ist ...


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Der erste Band war wie ein kleiner Appetithappen. Er war gut, aber auch jetzt nichts stark besonders und hat mich doch neugierig auf mehr gemacht. Der Band hier dagegen hat mich richtig in den Bann gezogen. Zwar geht es hier auch um die Familie Stark, im Gegensatz zum ersten Band kommen aber auch die anderen Handlungstränge / Familien mehr ins Rampenlicht und ich hatte nicht mehr beim Lesen das Gefühl, dass es bloß unwichtige Nebenhandlungen sind. Hier konnte ich wirklich erkennen, wie sich die Handlungen langsam, aber ganz sicher aufeinanderzubewegen und welchen Einfluss sie aufeinander haben. Da ist zum einen die Geschichte rund um Eddard, seinen ältesten Sohn und seinen beiden Töchtern. Es passiert viel, viel gutes, viel schlechtes und jeder von ihnen muss damit auf seine eigene Art und Weise klarkommen. Außerdem gibt es ja dann noch Tyrion, Jon und Daenerys, auch von ihnen erfährt man viel mehr bzw man bekommt von ihnen viel mehr mit als im ersten Band. Außerdem konnte ich nun viel besser feststellen, welche Charaktere so meine Lieblinge sind und welche nicht. Manche Handlung habe ich nicht vorhersehen können oder nicht erhofft, vielleicht war es auch beides. Fand ich ziemlich überraschend.

Zudem verstehe ich nun, wenn jemand sagt "Bei der Serie sollte man sich keinen Lieblingscharakter aussuchen, der stirbt dir möglicherweise viel zu schnell weg (oder sie)."

Ja, den Satz verstehe ich nun gut, dadurch, dass es eben nicht zu 100% vorhersehbar ist (für mich jedenfalls), kann man immer wieder damit rechnen, dass der Lieblingscharakter ins Gras beißt.

Es gab auch ein paar magische Elemente im Buch, die es im ersten Band nicht so sehr gab oder mir schlicht nicht aufgefallen sind. So hat es auch noch etwas mystisches an sich und wirkt nicht einfach nur wie eine einfache mittelalterliche Erzählung. Das Buch endet mit einem Cliffhänger (für mich fühlt es sich an wie einer) und ich weiß schon mal, dass ich mir den dritten Band holen werde. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ihn mir vorher ausleihen werde, denn ich spiele auch langsam mit dem Gedanken, mir die Reihe fürs Kindle zu holen.

Ohne mich jetzt hier in irgendeiner Weise selbst zu wiederholen, aber mir hat das Buch richtig viel Spaß gemacht. Als hätte es von Band 1 zu Band 2 noch einen Sprung nach oben gegeben. Band 1 war wie gesagt nur der Appetithappen, jetzt kommt schon dagegen der erste Gang.


Leseprobe:
Der Himmel im Osten schimmerte rosig und golden, als die Sonne über dem Grünen Tal von Arryn aufging. Catelyn Stark beobachtete, wie sich das Licht ausbreitete, während ihre Hände auf dem glatt gemeißelten Stein der Balustrade vor ihrem Fenster ruhten. Unter ihr war die Welt schwarz, wurde dunkelblau, dann grün, während der Morgen über Felder und Wälder kroch. Fahle, weiße Nebel stiegen von Alyssas Tränen auf, wo gespenstische Fluten über die Schulter des Berges drängten und ihren langen Sturz die Wand der Riesenlanze hinab begannen. Catelyn spürte den leichten Sprühregen auf ihrem Gesicht.

Alyssa Arryn hatte erlebt, wie ihr Mann, ihre Brüder und ihre Kinder erschlagen wurden, und doch hatte sie nie eine Träne darüber vergossen. So hatten die Götter beschlossen, dass sie keine Ruhe finden sollte, bis ihr Weinen die schwarze Erde des Grünen Tals bewässerte, wo die Menschen, die sie geliebt hatte, begraben lagen. Mittlerweile war Alyssa sechstausend Jahre tot, und dennoch fand kein Tropfen des Wasserfalls je den Weg ins Tal. Catelyn frage sich, wie groß der Sturzbach ihrer Tränen sein würde, wenn sie starb. "Erzählt mir auch den Rest", sagte sie.

"Der Königsmörder stellt in Casterlystein ein Heer zusammen", antwortete Ser Rodrik Cassel aus dem Zimmer hinter ihr. "Euer Bruder schreibt, er habe Reiter zum Stein entsandt und zu wissen verlangt, was Lord Tywin zu tun gedenke, aber er hat keine Antwort erhalten. Edmure hat Lord Vanke und Lord Peiper angewiesen, den Pass unterhalb von Goldzahn zu bewachen. Er schwört, dass er keinen Fußbreit Tullyland aufgeben wird, ohne ihn mit dem Blut der Lennisters zu tränken."

Catelyn wandte sich vom Sonnenaufgang ab. Seine Schönheit konnte sie nur schwerlich aufmuntern. Es schien ihr grausam, dass ein Tag so schön begann und so übel zu enden versprach. "Edmure hat Reiter geschickt und Schwüre ausgesprochen", sagte sie, "doch Edmure ist nicht der Lord von Schnellwasser. Was ist mit meinem Hohen Vater?"

"In dem Brief wurde Lord Hoster nicht erwähnt, Mylady." Ser Rodrik zupfte an seinem Backenbart. Dieser war weiß wie Schnee und stachlig wie ein Dornenbusch nachgewachsen, während der Ritter sich von seinen Verletzungen erholt hatte. Fast sah er wieder aus, wie man ihn kannte.



Fazit:
Ja, es ist die Version, in der viele Orts- und Personennamen übersetzt wurden, aber ich lasse mir davon meinen Lesespaß nicht so schnell nehmen. Dafür habe ich einfach im Hinterkopf, wie die Personen wirklich heißen, also dass Jon Schnee eigentlich Jon Snow ist usw. Auch habe ich gelesen, dass es in der Serie genauso gemacht wurde, von daher wird es für mich wenig verwirrend sein, wenn ich in ein paar Wochen die Serie gucken werde. Werds mir dafür wohl von einer Freundin ausleihen müssen, da ich sie weder auf Netflix, noch auf Amazon finde^^°

Naja, das macht ja nichts. Auf jeden Fall bin ich auch neugierig auf die Bücher und je nach dem, werde ich mir die Bücher wie bei der Eberhofer Reihe erstmal ausleihen und wenn sie mir dann auch gefallen, dann werde ich sie mir auch noch holen. Wohl eher fürs Kindle, als Platzgründen, aber überhaupt kaufen.

Das Buch hier hat mir wie gesagt besser gefallen als der erste Band und irgendwie finde ich es schade, dass ich schon damit fertig bin. Auf der anderen Seite, es ist nur geliehen und ich kann die Frist nicht verlängern, da es bereits noch vier mal vorbemerkt/reserviert wurde, weswegen es gut ist, dass ich doch damit fertig wurde. Das Buch ist kein Meisterwerk, aber es bekommt trotzdem 5 Rubine von mir, da ich davon sehr gut unterhalten wurde. Außerdem hat mich das Buch erst so richtig neugierig auf die Serie gemacht.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

manga, mystery, clamp, magie, misteriös

xxxHOLIC

Clamp , Claudia Peter
Flexibler Einband: 178 Seiten
Erschienen bei Egmont Manga, 15.03.2005
ISBN 9783770460793
Genre: Comics

Rezension:

Name: xxxHolic 01
Autor: Clamp
Genre: Gen, Mystery
Preis: € 6,50 [D] | € 6,70 [A]
Seiten: 176 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7704-6078-6
Verlag: EGMONT Verlagsgesellschaften mbH

Beschreibung:

Gib her, was dir am liebsten ist … Watanuki Kimihiro wird von Gespenstern und Geistern verfolgt, die ihm das Leben schwer machen. Um dem Ganzen zu entgehen, heuert er eine Hexe namens Yuuko an, die ihm verspricht, die übernatürlichen Plagegeister loszuwerden. Allerdings hat die Hilfe auch ihren Preis: Wer Yuuko, die Herrin der Dimensionen, bemüht, muss ihr sein "Liebstes" lassen. Watanuki hat in dem Sinne nichts zu bieten, also muss er seine Schuld bei ihr abarbeiten. Und so findet er sich unversehens als Angestellter in ihrem kleinen Laden wieder - und in Situationen, die er sich niemals hätte träumen lassen ... "xxxHOLIC" ist neben "Tsubasa - Reservoir Chronicle" eine der beiden neuen CLAMP-Serien im EMA-Portfolio. Mit "Tsubasa" hat die Reihe nicht nur den Auftritt vieler bekannter CLAMP-Charaktere gemeinsam, es findet sogar ein reger "Austausch" zwischen den beiden Serien statt! - Amazon



Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Der Name ist mir zwar schon länger bekannt und auch wenn bereits den einen oder anderen Manga von Clamp gelesen habe, habe ich erst vor ein paar Wochen anfangen, mich mit dem Manga zu beschäftigen. Doch auch zwischen dem Kauf und dem Tag, an dem ich den Manga gelesen habe, ist auch wieder einiges an Zeit vergangen. Was weniger am Manga lag, sondern einfach daran, dass ich andere Dinge gelesen habe und dieser Band einfach nur im Stapel untergegangen ist. Normal verliere ich nicht viel über die Cover der Mangas, aber das hier finde ich richtig toll. Im Grunde stoppt es vorne nicht, sondern wird hinten fortgesetzt. Es ist ein Bild, das sich aus dem Vorder- und Hinterteil zusammensetzt. Leider stört der Buchrücken ein wenig, da er nicht zu dem Bild gehört, sondern einfach nur ein schwarzer Balken mit Titel, Autor und Nummer drauf ist.


Nun gut, zum Inhalt: Es ist ganz anders, als ich es erwartet hatte. Die ersten paar Seiten sind auch hier farbig und man wird direkt in die Story eingeworfen. Trotzdem bekommt man während des Einwurfs die Gelegenheit, die Charaktere richtig kennenzulernen. Watanuki ist ein ganz normaler Junge, der am liebsten 24/7 seine Ruhe haben möchte, doch das ist ihm dank seiner Fähigkeit, Geister zu sehen, nicht wirklich gegönnt. Yuuko dagegen hat immer eine Art mystische Aura um sich, sie weiß so viel und sagt so wenig. Am Anfang jedes Kapitels lässt sie durchblicken, dass sie den Ausgang der jeweiligen Sache bereits kennt, allerdings weder resigniert, noch etwas aktiv daran ändert. Stattdessen verfolgt sie das Geschehen. Man kann das in etwa vergleichen, wenn man einen Manga liest und anschließend die 1:1 Animeumsetzung davon sieht. Nur, dass Yuuko hier die Betroffenen gerne ein wenig lenkt und sie versucht, in die richtige Richtung zu schicken. Aber auch nur, wenn sie es möchte. Sie gibt ihnen nichts weiter als Wegweiser und Ratschläge, doch ob man es befolgt, das überlässt sie den jeweiligen Personen.


Überhaupt finde ich Charaktere, die alles von A bis Z, was die Welt und alles darüber hinaus betrifft, kennen, sehr faszinierend. Nicht nur wegen ihrem scheinbar unendlichem Wissen, sondern auch wegen ihren Wesenszügen. Was wissen sie alles? Was behalten sie für sich? Über was würden sie niemals sprechen? Wie viel von ihrem Wissen nutzen sie aktiv? Inwiefern haben sie ihre Erfahrungen beeinflusst und geformt? Wie viel von ihrem Verhalten ist echt, und was davon gespielt?


In diesem Band wird uns die Welt von Yuuko und ihren "Mitarbeitern" gezeigt, eine Welt, in die Watanuki nicht gehen wollte, aber gelandet ist. Bekannte Dinge wie die Weissagerei werden aufgegriffen, aber nicht 08/15 behandelt, sondern auf eine eigene Art und Weise, ohne es irgendwie ins Lächerliche zu ziehen. Es entsteht eine eigene Faszination.


Oben in der Beschreibung steht auch, dass es einen Auftritt bekannter Clamp-Charaktere gibt. Dass es in Werk C Cameos aus Werk A, B und D gibt, ist bei Clamp Gang und Gebe, xxxHolic ist da keine Ausnahme. So gibt es in diesem Band bereits Verbindungen zu "Card Captor Sakura" und dem oben erwähnten "Tsubasa - Reservoir Chronicle".


Der Zeichenstil ist anfangs ein wenig ungewohnt, besonders die Hintergründe sind eher wenig detailliert, aber man sieht den typischen Clamp-Charme.



Fazit:

Der Band hier ist ein toller Einstieg und endet mit einem gemeinen Cliffhänger. Da ich TRC bisher nicht gelesen habe (irgendwann mal den ersten Band, glaube ich), kann ich zu der Verbindung nichts sagen. Sicherlich macht es mehr Spaß und/oder Sinn, wenn man TRC auch kennt, aber das kann ich ja noch nachholen. Was genau Watanukis Rolle in der ganze Sache ist und warum genau er in Yuukos Laden gefunden hat, ist hier noch nicht klar, aber das werde ich sicherlich noch erfahren. Ich habe eine gewisse Vermutung, daher bitte nicht spoilern ;-)

Insgesamt bekommt der erste Band von mir 4 Rubine.

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steampunk, katie macalister, luftschiff, krieg, liebe

Steamed

Katie MacAlister , Theda Krohm-Linke , Theda Krohm-Linke
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.09.2011
ISBN 9783802584305
Genre: Fantasy

Rezension:

Name: Steamed - 30° West, 100° Liebe
Autor: Katie MacAllister
Genre: Steam Punk, Hetero, PWP, Action
Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A]
Seiten: 332 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 978-3-8025-8430-5
Verlag: LYX / EGMONT Verlagsgesellschaften mbH


Klappentext:

Nach einem missglückten nanomechanischen Experiment findet sich der Computertechniker Jack Fletcher zusammen mit seiner Schwester Hallie in einer fremdartigen Welt wieder. Jack ist allerdings begeistert, als er feststellt, dass er geradewegs in einem seiner geliebten Steampunk-Comics gelandet zu sein scheint. Octavia Pye, die Kapitänin des Luftschiffs, auf dem Jack und Hallie gestrandet sind, ist jedoch alles andere als glücklich über die blinden Passagiere. Sie will die ungebetenen Gäste so schnell wie möglich wieder loswerden, befindet sie sich doch auf ihrer Jungfernfahrt als Kommandantin und hat schon genug damit zu tun, sich bei ihrer neuen Crew durchzusetzen. Doch dann wird Jacks Schwester in Rom gefangen genommen und soll bei der bevorstehenden Hochzeit des Kaisers in London hingerichtet werden. Octavia, die sich längst in Jack verguckt hat, erklärt sich bereit, ihm bei Hallies Befreiung zu helfen. Aber sie geraten bald schon selbst in höchste Gefahr, als sie von einem geplanten Anschlag auf den Kaiser erfahren.

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Werden sie London rechtzeitig erreichen, um Hallie zu retten und den Kaiser zu warnen? Und kann eine Liebe zwischen zwei Menschen Bestand haben, die aus verschiedenen Welten kommen?


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Als ich das Buch vor ein paar Wochen beim Netto gefunden habe, war es dort gerade im Angebot. So an sich hatte es mich schon interessiert, aber ich war mir nicht sicher, ob ich es mitnehmen soll, was zum größten Teil am Steampunk lag. Ich konnte noch nie etwas damit anfangen und kann auch die Faszination dahinter überhaupt nicht verstehen, daher habe ich mich auch nie wirklich interessiert. Der Hype, den es mal vor ein paar Jahren darum gab, ging mir deswegen sogar ein wenig auf die Nerven. Dennoch meinte mein Freund, ich soll dem Buch trotzdem mal eine Chance geben. Also bin ich über meinen Schatten gesprungen und hab mir das Buch geholt. Das habe ich bereits das eine oder andere Mal gemacht, doch dieses Mal bereue ich den Kauf. Leider.


Bevor ich allerdings sage, warum mich das Buch enttäuscht hat: Am Steampunk lag es nicht. Es hat mich kaum gestört, im Gegenteil, es war eines der wenigen interessanten Dinge, die es in/an dem Buch gab, was ich sehr schade finde. Ein Genre, das mich nie hinterm Ofen hervorlocken will, gehört zu den Highlights. Die anderen sind der Anfang, das Glossar und auch die Tatsache, dass es in dieser Steampunk-Welt ein eigenes Zeitsystem gibt. Das ... war es dann leider auch schon. Der Anfang gefällt mir immer noch am besten, auch wenn er mir beim Lesen ein wenig seltsam vorkam. Dem Hauptcharakter werden so manche abenteuerliche Dinge nachgesagt, während dieser beteuert, dass er einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war. Auch macht er ein Mordsgeheimnis aus seiner Vergangenheit, worauf er nicht wirklich eingehen möchte. Und es auch im restlichen Buch nicht tut. Auf der einen Seite will er nicht, dass ihn seine Vergangenheit ständig verfolgt, auf der anderen Seite macht er einen Mordsterz darum und beteuert immer wieder, wie er das lautlose Ausschalten von Leuten etc gelernt hat. Was genau er da gemacht hat, als er in der Armee (oder ähnliches war), darauf will er aber nie eingehen.


Naja, der Anfang ist auch ein wenig überhastet, man lernt den Charakter kennen bzw Eigenschaften, die dann mit seiner Dimensionreise einfach mal verschwinden. Vielleicht hat er sie dabei unterwegs verloren ... so landen die beiden als blinde Passagiere auf dem Luftschiff und die Crew ist mit den Beiden überfordert. Sie misstrauen den Beiden erstmal, zumal sie so "seltsam" gekleidet sind, in ihren Augen. Doch Octavia vertraut den beiden schließlich, was wohl daran liegt, dass sie den männlichen Fremden ziemlich interessant findet. Welcher nicht nur in eine andere Dimension gewechselt ist, sondern auch einfach mal seine Persönlichkeit zu 80% über Bord geworfen hat. Bzw das, was er bisher alles vorgespielt hat. Dass er in einer fremden Welt gelandet ist, wird ihm recht schnell klar, aber es beunruhigt ihn nicht, nein, er findet es cool. Eine lange Zeit macht er sich auch keine Gedanken darum, wie er und seine Schwester wieder in ihre alte Heimat zurückkehren können. Nein, hier steht erstmal der Spaß im Vordergrund. Und den hat er ganz besonders mit Octavia. Denn ihr Interesse an ihm wird erwidert.


Hals über Kopf verlieben sich die beiden und werden dann unzertrennlich. Leider nicht auf die niedliche Art, wie es bei kleinen Kindern oder langjährigen Freunden der Fall ist, eher im sexuellen Sinne. Aus dem neugierigen, zurückhaltenden Mann wurde ein richtiger Macho, der seine Freundin am liebsten 24/7 nehmen oder zumindest zur Verfügung gestellt haben möchte. Auch will er es ihr unbedingt zeigen, was für ein toller Hengst er doch im Bett ist und wie hart er es ihr besorgen kann. Zusätzlich überkommt ihn genau dann die Lust, wenn es grad nicht der richtige Moment ist und anstatt einfach mal auf den passenden Moment zu warten, verschwinden die Finger gerne mal gen Brust oder in tiefere, frauliche Gebiete. Octavia ist leider keinen Deut besser. Anfangs wirkte sie noch ziemlich selbstbewusst, doch kaum hatte sie ihr Herz an ihn verloren, ist sie ständig Butter in seinen Händen. Immer wieder muss sie betonen, wie unglaublich geil sie ihn findet, wie gut er es ihr besorgen kann und stachelt ihn in dem Geilheits-Wettbewerb, der zwischen ihnen herrscht, an. Auch fand ich es lustig, dass sie erst ewig auf die Verwendung von Kondomen (bzw französischen Überziehern, wie sie sie nennt) besteht, bis sie es einmal vergessen. Joah, danach vergessen sie es immer wieder, weil sie sich dann denken: Joah, scheiß drauf :D


Überhaupt sind die Charaktere recht dünn und mir fällt zu manchen nur höchstens zwei Charaktereigenschaften ein, die Crew von Octavia ist nicht nur grau, sondern dunkelgrau. Und die Story ... naja, sie ist nicht wirklich überzeugend. Hallie will einfach nur nach Hause, was auch verständlich ist. Jack ist einfach nur hinter Octavia her und diese hinter ihm. Dass die Schwester entführt wird, wirkt eher wie eine Ausrede von einer Story, genauso wie der Rest der Story. Vieles wird nicht wirklich geklärt, welche Personengruppe nun die Gute ist und welche nicht. Irgendwelche Gruppierungen greifen sich wild gegenseitig an, als hätten sie es vorher ausgewürfelt. Oder als würde es wie der Zettel zur Kehrwoche im Flur hängen. Viele Seiten gehen nicht wirklich auf die Rettung der Schwester ein, sondern eher darum, wie unsere Turteltäubchen es sich gegenseitig besorgen, zum Klimax bringen und das immer wieder und wieder. Anfangs fand ich es etwas ungewohnt, dass es so schnell zur Sache ging, aber irgendwann war ich es Leid es zu lesen. Die Nervigkeit konnte nur noch damals von der "Schuhliebhaberin" getoppt werden, denn in dem Buch gab es in jedem Kapitel Sex und der wurde auch immer seltsamer. Ich finde es schade, dass hier auf dem Buch und im Klappentext was von Liebe steht. Natürlich, erwachsene Menschen verlieben sich anders als Teenies und schlafen auch miteinander, das ist vollkommen normal. Aber dass man dann nur noch permanent Sex hat, selbst wenn es gerade nicht so passt ... ne, das hat mir dann doch die Lesefreude genommen. Und wie gesagt, die Story drumherum wirkte wie eine billige Ausrede. Wie bei einem PWP oder einem Hentai. Wie beim bekannten "Stroh in der Ecke" wird auch hier nicht viel Zeit verschwendet.


Da fällt mir noch ein, Octavia hat auf dem Schiff einen glühenden Verehrer. Anfangs sind seine vergeblichen Versuche noch unterhaltsam, aber irgendwann wird auch er einfach nur langweilig und ich dachte mir nur "Nein, nicht schon wieder der >_>", wenn er mal wieder mit seinem Gehabe aufgetaucht ist.


Leseprobe:

"Guten Morgen, Jack. Ist das ein Molekulardetektor in deiner Tasche oder freust du dich nur, mich zu sehen?"

Die Stimme, die ertönte, als ich vorbeiging, war weiblich, sanft und erotisch wie die Sünde. Ich blieb stehn und grinste eine der beiden Frauen an, die hinter dem großen, nierenförmigen Empfangstisch standen, der die Eingangshalle des Nordic-Tech-Gebäudes zierte. "Morgen, Karin. Würde es gegen die Personalrichtlinien verstoßen, wenn ich dir sagen würde, wie gut mir dieses Oberteil gefällt?"

Die rothaarige Empfangsdame kicherte und beugte sich vor, um mir einen besseren Einblick in ihren Ausschnitt zu gewähren. Sie hatte ein Top an, das sie freitags, wenn lässigere Kleidung erlaubt war, gerne trug. "Wahrscheinlich, aber ich verrate es keinem. Du kennst meine Grundsätze, Jack."

"Was in der Rezeption geschieht, bleibt auch in der Rezeption?", fragte ich augenzwinkernd.

Sie kicherte wieder. "Ganz schön frech. In Khaki siehst du übrigens zum Anbeißen aus. Ist das das neue Shirt der Airship Pirates?"

"Ja. Ich habe sie gestern Abend in der Gießerei gesehen", antwortete ich. Das war ein Lokal, in dem Gruppen auftraten, die sich ein wenig abseits des Mainstreams bewegten. Ich drehte mich, damit sie die Rückseite des Shirts bewundern kann.


Fazit:

Ganz ehrlich, unter der Beschreibung habe ich mir etwas anderes vorgestellt. Dass es ein aufregendes Abenteuerbuch mit Steampunk-Setting werden würde. Dass es zwar eine Romanze gibt, diese allerdings in den Hintergrund gerückt wird. Dass sie keine allzugroße Rolle spielen würde. Doch das hier ... ja, das Buch hat mich richtig enttäuscht. Was ich schade finde, da ja die Idee an sich richtig ist. Allerdings wird auf vieles gar nicht oder nicht richtig eingegangen, vieles wird nur spärlich behandelt und die zwei Hauptcharaktere sind am Ende nur noch dafür da, sich gegenseitig zu verführen und zu befriedigen. Als hätten sie jeden anderen Berechtigungsgrund zur Existenz verloren. Das Buch würde ich jedem empfehlen, der mal Lust auf einen leichten PWP-Roman hätte. Aber Steampunkfans sollten lieber die Finger davon lassen. Es spielt zwar zu der Zeit und ein bisschen gibt es auch Steampunk-Elemente in der Story drumherum, aber da holt man sich doch lieber ein anderes Buch, bevor man enttäuscht wird. Auch habe ich mit dem Gedanken gespielt, dass ich das Buch abbreche, aber ich dachte mir: die letzten 30 oder 40 Seiten wirst du auch noch schaffen. Vieles ist auch im Husch-Husch-Verfahren behandelt worden ... so kann ich dem Buch leider nur 2 Rubine geben.

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Lustiges Taschenbuch Spezial Band 77

Disney
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Egmont EHAPA, 13.07.2017
ISBN 9783841323774
Genre: Comics

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Lustiges Taschenbuch Mundart - Münchnerisch

Disney
Flexibler Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Egmont EHAPA, 02.09.2016
ISBN 9783841324085
Genre: Comics

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Einzigartige Wörter

David Tripolina
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei riva, 20.03.2017
ISBN 9783742301611
Genre: Sachbücher

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thailand, thriller, frankreich, vergangenheit, psychothriller

Begraben

Elena Sender , Eliane Hagedorn , Barbara Reitz
Flexibler Einband: 521 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2011
ISBN 9783492264433
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Name: Begraben
Autor: Julie Heiland
Genre: Psychothriller, Krimi,
Preis: € 9,95 [D] | € 10,30 [A]
Seiten: 520Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 978-3-492-26443-3
Verlag: Piper Verlag GmbH

Klappentext:

So mancher würde seine Vergangenheit am liebsten vergessen. Neuropsychiaterin Cyrille Blake täte alles dafür, sich erinnern zu können. Wer ist der traumatisierte junge Mann, der intime Details aus ihrem Leben kennt und behauptet, vor Jahren ihr Patient gewesen zu sein? Ein unberechenbarer Psychopath, der es auf sie abgesehen hat? Oder weiß er wirklich etwas von dem, was aus ihrem Gedächtnis wie ausradiert scheint? Cyrille macht sich an eine verstörende Spurensuche und fördert Dinge aus der Vergangenheit ans Licht, die vielleicht besser für immer im Dunkel begraben geblieben wären ...


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Wenn ich zu dem Buch ein Meme nennen müsste, würde mir spontan "Schrodinger's Cat" einfallen. Denn dieses Buch versucht so viel zu sein, so viel zu machen und macht es zwar nicht halbherzig, aber dafür dreiviertelmäßig. Es versucht in erster Linie ein spannender Psycho-Thriller zu sein, allerdings kommt beim Lesen kaum das Gefühl auf, dass die Hauptcharakterin wirklich bedroht wird oder in ernsthafter Lebensgefahr schwebt. Der Spannungsbogen ist nicht in einem Strich durchgezogen (bzw in einem Bogen), sondern besteht aus vielen kleinen Strichen, die am Ende den Bogen der auf- und absteigenden Spannung darstellen soll. Ein No-Go in der Abitur-Prüfung, würde meine Lehrerin aus dem Mathe-Ergänzungsunterricht sagen. Da es aber bei dem Buch nicht um eine Abiturprüfung geht, ist es natürlich nicht so schlimm, lindert aber ein wenig die Lesefreude. Der Fall bzw das Geheimnis und alles drumherum ist sehr interessant und hat mich schon neugierig gemacht, nur spannend würde ich das Buch jetzt nicht nennen. Es ist eine Spannung mit mehreren Filtern drauf.


Nebenbei versucht das Buch, sehr informativ zu sein. Es wirkt ein wenig so, als hätten ein Roman und ein Sachbuch ein Kind bekommen und wussten nicht so recht, wer jetzt von ihnen für die Erziehung verantwortlich ist. Letztlich haben beide keinen perfekten Job gemacht, aber das Kind kann sich sehen lassen. Das Buch ist sehr informativ und mangels Wissen und Verständnis kann ich nicht sagen/bestimmen, was davon realistisch ist und was nicht, abgesehen von den offensichtlich fiktiven Dingen. Allerdings büßt es dadurch ein wenig an Spannung ein, ich denke mal, man hätte es vielleicht einen oder zwei Ticken weniger wissenschaftlicher gemacht. In anderen Genres, wie Science Fiction, würde mich das weniger stören. Bei Genres, die aber zu einem großen Teil von der Gefahr und der Spannung leben, ist es nicht gerade ideal.


Viel mehr zum Denken haben mich die Story, die Charaktere und ihr Verhalten wie auch die wenigen Hinweise, die man zusammen mit der Hauptcharakterin findet, gebracht. Man kommt hier und da schon in die Situation, wo man es sich in etwa denken kann, was passiert sein könnte. Mir ging es jedenfalls so, dass ich mir immer wieder das eine oder andere zusammengesponnen habe, aber nicht alle Puzzleteile finden konnte. Am Ende lag ich mit meiner Theorie zu 60% richtig, für manche wäre es wohl noch vorhersehbarer, aber ich fand diese Twists und offenen Fragezeichen richtig gut. Das hat mir tatsächlich gut an dem Buch gefallen.


Einen Sympathieträger habe ich jetzt unter den Charakteren nicht gefunden, einen von ihnen fand ich dagegen einfach nur nervig. Ansonsten wird gezeigt, dass sie auch nur Menschen mit Fehlern sind. Dennoch hat es nicht dazu beitragen, dass ich mit einem oder einer von ihr eine besondere Sicht hatte oder den Charakter jetzt auf irgendeine Art und Weise speziell mochte. Das Ende gefällt mir, trotz eines Klischees, richtig gut. Und auch der Schreibstil war mehr als angenehm.


Leseprobe:

Dr. Cyrille Blake sah auf die Uhr. Zehn nach acht. In fünfundfünzig Minuten würde ihr Leben ins Wanken geraten, ohne dass sie es hätte ahnen oder verhindern können.

Die Neuropsychiaterin klopfte zweimal an die Tür von Zimmer 1 im ersten Stock des Centre Dulac, das sie gegründet hatte und seit nunmehr fünf Jahren leitete. Keine Antwort. Sie trat ein. Ihre Patientin Pauline Babtiste saß auf dem Bett, die rosafarbene Decke über die Beine gezogen, und starrte geistesabwesend hinaus auf den wolkenverhangenen Himmel.

Die brünette Frau war zwischen fünfundreißig und vierzig Jahre alt - als etwa in ihrem Alter -, doch ihre Welt war aus den Fugen geraten. Ihr Ehemann und zwei ihrer drei Kinder waren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Geblieben waren ihr lediglich drei Urnen und ein vier Monate altes Baby, ds sie, außerstande, es selbst zu versorgen, ihren Eltern anvertraut hatte. Sie hob das blasse Gesicht, das gezeichnet war von Schlaflosigkeit, den vielen unbeantworteten Fragen und tiefem Schmerz. Sie richtete die dunkel umschatteten Augen auf die Ärztin. Pauline hatte sie nach ihrem Selbstmordversuch um Hilfe gebeten. Das Zimmer war klein und schlicht, mit Holzjalousinen an den Fenstern und einem Kelim auf dem Boden. Die Patientin fühlte sich hier zwar nicht zu Hause, aber auch nicht unwohl.

"Wie haben Sie geschlafen, Pauline?"

Cyrille Blake setzte sich auf die Bettkante. Die junge Frau zog die Knie an die Brust.

"Besser. Ohne Albträume."


Fazit:

Das Buch war jetzt nicht schlecht, aber auch kein Kracher. Es befindet sich im soliden Mittelfeld, würde ich sagen. Es war wie gesagt, sehr angenehm zu lesen, zumindest was den Stil angeht, allerdings war die gefilterte Spannung dann doch am Ende nicht so das Wahre für mich. Natürlich muss der Charakter nicht durch das Buch gehetzt werden, aber ein wenig mehr Spannung oder zumindest weniger Luft für die Hauptcharakterin wären für mich persönlich besser gewesen. Ich denke nicht, dass ich das Buch ein weiteres Mal lesen werde, würde es aber gerne einer Freundin von mir mindestens vorschlagen. Das hier ist wieder ein Buch, bei dem ich sagen kann: Muss man nicht unbedingt gelesen haben, aber wenn man neugierig ist, dann kann man gerne mal zugreifen. Insgesamt bekommt das Buch von mir positive 3 Rubine. Das soll ebenfalls verdeutlichen, dass das Buch für mich einfach in der Mitte ist.

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Lustiges Taschenbuch Nr. 497: Ich bin dann mal weg!

Walt Disney
E-Buch Text: 254 Seiten
Erschienen bei Egmont Ehapa Media.digital, 15.08.2017
ISBN 9783841393470
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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venedig, liebe, julie heiland, unsterblichkeit, fantasy

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Name: Pearl - Liebe macht sterblich
Autor: Julie Heiland
Genre: Drama, Romantik, Hetero
Preis: € 16,99 [D] | € 17,50 [A]
Seiten: 317 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-8414-4017-4
Verlag: Fischer Verlag GmbH

Klappentext:
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: Sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
An dieser Stelle möchte ich ehrlich sein: Ja, ich habe das Buch in erster Linie wegen dem Titel ausgesucht und auch deswegen gekauft. Wie der eine oder andere von euch mitbekommen hat, bin ich ein großer Fan der Serie "Steven Universe" und in dieser Serie gibt es eine (bzw mehrere Charaktere), die Pearl heißen. Das ist übrigens auch die Figur, die ihr oben auf dem Bild sehen könnt: Pearl. Natürlich hat die Pearl im Buch nichts mit der anderen Pearl zu tun, aber allein durch den Titel wurde ich neugierig auf das Buch. Zumal ich gerne romantische Bücher oder Mangas lese.

Natürlich habe ich von Pearls Namensfetterin nicht erwartet, dass sie auch nur in irgendeinem Sinne eine Kopie von ihr sein könnte, sondern bin ohne irgendwelche Erwartungen an das Buch herangegangen. Und meine Nicht-Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht, im Gegenteil. Das Buch hat etwas geschafft, was Bücher nur eher selten bei mir schaffen: Es hat mich erreicht, es hat in mir Gefühle bewegt und ich konnte so richtig mit der Hauptcharakterin mitfühlen. Schon länger beschäftige ich mich (wenn auch eher passiv) mit der Vorstellung, was das ewige Leben aus einem Menschen macht. Wenn die Zeit für einen endlos ist, wenn man Menschen kommen und gehen sieht. Hat dann überhaupt noch etwas eine Bedeutung? Wie sehr gewöhnt man sich daran? Stirbt man innerlich? Wie verbringt man die Zeit, die man hat? Wird man sich daran gewöhnen können? Oder ist es ein schlechtes Zeichen, wenn man sich daran gewöhnt?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Hauptcharakterin, gibt einem Einblick in die Gefühlswelt und auch, wie sehr sie sich nach Liebe, nach Erlösung und auch nach dem Tod sehnt. Sie möchte die wahre Liebe kennenlernen, das Gefühl, und auch, wie es ist, wenn man von jemanden wirklich und aufrichtig geliebt wird. In ihrem alten Leben ist es ihr verwehrt geblieben, was auch der Grund ist, weshalb sie wieder bzw noch immer am Leben ist. Doch man merkt, dass sie müde wird. Man kann förmlich sehen, wie Tag für Tag die Hoffnung aus ihr herausfließt. Man sieht ihre Verzweiflung, ihre Sehnsucht und wünscht sich, man könnte ihr helfen. Auch denkt man sich: Komm, gib dir noch einen Ruck. Doch irgendwann fällt es einem schwer, und je mehr Zeit vergeht, desto vorsichtiger wird man, desto verletzlicher ist man und auch die eigene Zuversicht. Dann gibt es noch das Gefühlschaos, in welches sie immer tiefer sinkt und man hofft, dass es am Ende gut für sie ausgehen wird. Viele Bücher sind auch recht einfach gestrickt, was den roten Faden angeht. Sprich, man kann sich schon denken, wie das Ganze ausgehen wird. Bei diesem Buch hier war ich mir nicht so sicher, in welche Richtung ihr Schicksal sie am Ende führen wird.

Ziemlich interessant ist, dass das Buch aus zwei Perspektiven erzählt wird, allerdings die meiste Zeit aus der Sicht von Pearl. Die andere Sicht ist nicht immer so interessant wie die von Pearl, aber dennoch wichtig und hilfreich für die Geschichte. Von Anfang bis Ende wird nicht nur mit den Gefühlen der Personen gespielt, sondern auch mit denen der Charaktere und man sieht sich immer wieder mit Schmerz konfrontiert. Das Buch bietet keine heile Frieden-Freude-Eierkuchen-Welt, aber es ist auch nicht voll mit künstlichem oder gar übertriebenen Drama. Im ersten Moment scheint es ein wenig übertrieben zu sein, aber wenn man versucht, sich in ihre Lage hineinzuversetzen, fällt es einem leichter, ihre Situation zu verstehen. So ging es mir jedenfalls so.

Der Schreibstil war locker und hat sehr viel Spaß beim Lesen gemacht. Auch er war ein Teil davon, dass mich das Buch überhaupt in irgendeiner Weise berührt hat.


Leseprobe:
"Ich liebe dich", formen meine Lippen stumm. "Ich liebe dich ..."

Jedes noch so kleine Detail des Toilettenvorraums, in dem ich mich verbarrikadiert habe, ist typisch venezianisch kitschig. Ein vergoldeter Wasserhahn in Form eines Schwans mit ausgebreiteten Flügeln. Üppige Sträuße aus weißen Rosen zu beiden Seiten der marmornen Ablage. Weiche Frotteehandtücher, aufgestapelt in einer goldenen Halterung.

Seit fünf Minuten prüfe ich anhand des Bildes, das mir der ovale Spiegel mit den goldenen Rahmenverzierungen präsentiert, wie mein Mund diese drei Wort sagt. Ich. Liebe. Dich.

John - mein Date - , der draußen auf der Terrasse des Nobelrestaurants auf mich wartet, ist ein Mann, den eine Frau sich nur wünschen kann. Er ist charmant, klug und aufmerksam. Hat ein schönes Lächeln, dunkelblonde, dicke Haare. Graue Augen, die hevorragend zu seinem dunkelblauen Anzug passen. Sein Drei-Tage-Bart lässt sein Gesicht männlich wirken. Er lebt in Kalifornien, studiert dort Wirtschaftspsychologie und arbeitet nebenbei vier Tage die Woche in einem großen Immobilienbüro.

Ich horche tief in mich hinein. Wenn ich mich konzentriere, spüre ich ein warmes Kribbeln in meinem Bauch. Fühlt sich so die Liebe an? Ja!, schreit mein Bauch hoffnungsvoll. Nein, antwortet mein Kopf trocken. Dieses warme Kirbbeln hast du lediglich dem Ramazotti zu verdanken, den du nach der Schokoladenmousse noch unbedingt trinken musstest.

Ich stütze mich auf den Waschbeckenrand. Die Klinke wird heruntergedrückt, schon das dritte Mal innerhalb der fünf Minuten. Doch ich habe vorsorglich die Tür abgeschlossen. Nur noch ein paar Sekunden ..., ein paar Sekunden lang brauche ich noch meine Ruhe. Ich kann John lieben. Das weiß ich. Er bringt mich zum Lachen. Ich misstraue ihm nicht. Mehr noch: Ich glaube, ich könnte ihm sogar vertrauen.



Fazit:
Auch dieses Buch hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht und ich wusste gleich nach dem Beenden: Das Buch behalte ich, das hier kommt in mein Bücherregal. Mir gefällt nicht ur das Buch, sondern auch der Schutzumschlag, mit den vielen schwarzen Rosen und der hellleuchtenden Perle mittendrin. Es ist ein wenig schade, dass das Motiv nur auf dem Schutzumschlag zu sehen ist. Die traurige, fast schon melancholische Stimmung wird sicherlich nicht jedem gefallen und an die üblichen Dramaszenen erinnern, die man in vielen Animes und Mangas sieht. Dass die Protagonisten es sich selbst damit nur unnötig schwer machen. Doch hier ist es durchaus berechtigt, gleichzeitig kann ich aber auch verstehen, wenn jemand davon genervt werden könnte. Insgesamt vergebe ich dem Buch 4 Rubine und ich kann mir vorstellen, dass ich es irgendwann wieder lesen werde.

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bayern, beziehungsprobleme, niederkaltenkirchen, franz eberhofer, cholesterin

Leberkäsjunkie

Rita Falk
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423216623
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Name: Leberkäsjunkie
Autor: Rita Falk
Genre: Regionalkrimi, Humor
Preis: € 15,90 [D] | € 16,40 [A]

Seiten: 317 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 9783-423-26085-5
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbh & Co. KG

Klappentext:
Schwere Zeiten für den Eberhofer. Franz' Cholesterinwerte sind so hoch wie seine Laune im Keller. Dr. Brunnermeier rät: dringend auf Entzug! Das bedeutet: keine Warmen vom Simmerl, statt Schlemmerorgien bei der Oma nur noch Kaninchenfutter auf dem Teller. Nein, danke. Dazu macht die Susi ihm Stress mit dem Sprössling. Knallhart durchorganisierte Besuchszeiten, in denen der Franz den kleinen Paul sehen darf, da kennt die Susi kein Pardon. Dabei hat der Franz sich nicht nur kopfüber in seinen Sohn verknallt, sondern auch einmal mehr in die Susi ...

Und ausgerechnet jetzt steht er vor dem schwierigsten Fall seiner Ermittlerkarriere: Eine Tote im Fremdenzimmer von der Mooshammer Liesl, mit Brandpaste beschmiert und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Wer ist diese Unbekannte? Und warum sie jemand auf so grausame Weise aus dem Weg schaffen? Als ausgerechnet der Buengo vom FC Rot-Weiß Niederkaltenkirchen unter Mordverdacht gerät, nimmt der Eberhofer die Ermittlungen auf. Natürlich nicht ohne seinen Birkenberger ...

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Uff, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich sagen soll. Oder genauer gesagt, ich weiß, was ich sagen will, aber nicht genau, wie. Die letzten paar Bände davor haben mir sehr gut gefallen, diesen hier kann ich leider nicht mit dazuzählen. Er hat im Gegensatz zu den anderen ein wenig geschwächelt, denn beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, dass hier irgendwas fehlen würde. Es gibt im Buch grob gesagt vier Themen: Der Mord, der Hotelbau im Dorf, Susi inkl. Sohn und dann noch das mit der Gesundheit. Auch wenn alle vier Themen zusammenhängen, kommt dieses Zugehörigkeitsgefühl nicht immer auf. Auch habe ich das Gefühl, dass jedes Thema doch etwas zu oberflächlich behandelt wurde, so wirkt das Buch ein wenig überladen und daher vermutlich auch das Gefühl, dass hier etwas fehlen würde. Es geht zwar tief in die Themen hinein, aber man hätte ruhig noch tiefer gehen können. Während sich das eine oder andere Thema quasi in der Luft auslöst und das etwas zu kurz/zu spontan, werden andere Themen gar nicht richtig geklärt. Es wird nicht richtig erklärt, warum der Franz nun Probleme mit dem Kreislauf etc hat, es wird nur eine Vermutung aufgestellt, danach tut sich aber nichts mehr. Franz geht nach wie vor nicht nochmal zum Arzt und dieser sagt immer nur: Kommen Sie doch mal wieder wegen ihren Werten vorbei. Ob es nun wirklich am Cholesterin liegt oder an was anderem, wird nicht wirklich geklärt. Einmal gibt es ein Gespräch zwischen Franz und dem Arzt, aber um was es in dem Gespräch geht, wird nur leicht am Ansatz erwähnt und wird danach vergessen.

Auch der Fall selbst kommt ein wenig zu kurz, was hier deutlich mehr auffällt als in den Vorgängerteilen und es ist ein wenig schade. So wirkt es, als wäre der Fall noch schnell mit reingequetscht worden, damit er überhaupt da ist. Um seine Anwesenheitspflicht zu erfüllen. Franz ermittelt sehr sehr wenig in dem Fall, hier hat fast alles nur der Rudi gemacht. Welcher auch immer mehr vergisst, besonders wichtige Dinge wie den Tatort absichern. Er schiebt es auf seine Gesundheit und auf seine privaten Probleme, aber ob er das nur so sagt oder ob es wirklich daran liegt, das kann ich nicht beurteilen. Ich hoffe, dass der nächste Band dann wieder besser sein wird und dass sich auch sowohl das mit dem Arzt, als auch mit der Susi endlich mal klären lässt. Hoffentlich findet er dann auch wieder zu seiner alten Form zurück. Zumal sein Zuständigkeitsbereich noch nicht geklärt ist, ob er nun weiterhin in München eingeteilt ist oder doch wieder für Niederkaltenkirchen zuständig ist. So ist es das ganze Buch leider nichts halbes (bzw dreifviertel), aber auch nichts ganzes. Natürlich sind wie immer ein Glossar zum Übersetzen und ein paar Rezepte mit dabei. Und sogar ein Schlusswort vom Franz!


Leseprobe:
"Bei der Mooshammerin brennt's, Bub", schreit mich die Oma vom Türrahmen her an, dass ich beinah vom Kanapee flieg. "Jetzt komm schon, steh auf und zieh dir was an!"

"Ich bin bei der Polizei, Oma, das weißt doch, und nicht bei der Feuerwehr. Außerdem ist München jetzt mein Revier und nicht Niederkaltenkirchen", schrei ich aus meinen Federn her zurück und fuchtle dabei auch noch mit Händen und Füßen, weil die Ohren von der Oma seit geraumer Zeit eher dekorative Zwecke erfüllen als funktionale. Ich schauf auf den Wecker, es ist Viertel nach zwei. Der Ludwig liegt vor mir am Boden und blickt von der Oma zu mir und wieder zurück, gähnt einmal tief durch, dreht sich ab und schläft seelenruhig weiter. Hund müsste man sein.

"Bei der Mooshammerin brennt's, Franz", brummt jetzt auch noch der Papa, grad wie er zur Türe reinschlurft.

"Und was, bitte schön, soll ich da machen? Drüberpieseln, oder was?", frag ich ehrlich genervt und setze mich auf. "Herrschaftszeiten, bin ich denn hier für alles verantwortlich!?"

"Ja, hinfahren vielleicht, immerhin bist ja bei der Polizei", sagt er weiter und krault dem Ludwig übern Schädel.

"Du sagst es, bei der Polizei und nicht bei der Feuerwehr. Vielleicht rufst du einfach mal bei denen an, was meinst?"

"Die sind schon vor Ort."

"Dann ist ja alles paletti, oder`?" Und jetzt raus hier, ich muss in drei Stunden zum Dienst", knurr ich noch so, leg mich wieder nieder und zieh mir die Decke übern Kopf. Die zwei verziehen sich nörgelnd, und dann kehrt endlich wieder Ruhe ein. Aus der Ferne kann ich durchs Fenster hindurch das Blaulicht erkennen. Das ist schön, irgendwie beruhigend, wie es so leuchte und kreist, und schon schlaf ich wieder ein. Allerdings wohl nur ein paar Atemzüge lang. Weil dann läutet mein Telefon. Es ist zum Verrücktwerden in diesem Kaff hier, es geht praktisch zu wie am Stachus. Der Ludwig sendet mir vorwurfsvolle Blicke. Ich schau ihn kurz an und zuck mit den Schultern.

"Hm?", grunze ich in den Hörer.

"Eberhofer", kann ich unseren werten Herrrn Bürgermeister sofort eindeutig erkennen. "Sie müssen umgehend kommen, bei der Mooshammerin brennt's!"


Fazit:
Das Buch hat schon Spaß gemacht, aber leider ein wenig mehr als die letzten Vorgänger. Manche Frage ist hier einfach zu offen geblieben, manche Dinge wurden eher nach dem Husch-Husch-Motto behandelt und andere blieben gefühlt ganz auf der Strecke. Jetzt setze ich meine Hoffnungen auf den nächsten Band, dass es darin wieder besser sein wird. Überspringen würde ich den Band nicht, auch wenn nicht viel bewegendes passiert, aber er gehört auch mit dazu. So gebe ich dem Band insgesamt 3 Rubine.

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krimi, dortmund, mallorca, ruhrstadt, vermisstenanzeige

Todeserklärung

Klaus Erfmeyer
Flexibler Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 01.07.2007
ISBN 9783899777352
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Name: Todeserklärung
Autor: Klaus Erfmeyer
Genre: Krimi
Preis: € 9,90
Seiten: 269 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: Ursprünglich 2007, diese Version hier etwa 2016/2017
ISBN: 978-3-861907-70-1
Verlag: Gmeiner-Verlag, Sonderausgabe von EDITIONNOVA GmbH

Klappentext:
Als der bekannte Dortmunder Rechtsanwalt Stephan Knobel morgens aufwacht, ahnt er noch nicht, dass dieser Tag sein Leben verändern wird: Erst spielt seine Frau verrückt, dann taucht auch noch der unsympathische Gregor Pakulla in seinem Büro auf. Pakulla wird ein großes Vermögen erben - allerdings nur, wenn er sich mit seinem Bruder Sebastian versöhnt.

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Um ehrlich zu sein, das Buch hat mich leider ziemlich enttäuscht. Gregor Pakulla sucht aufgrund eines Erbfalls seinen verschwundenen Bruder und ist nicht in der Lage zu erben, solange der Bruder nicht wieder auftaucht. Doch statt einen Detektiv anzuheuern, wendet er sich lieber an einen Anwalt und zahlt ihm stattliche Summen im Voraus. Etwas, was den Anwalt aufhorchen und den Mandanten mehr als verdächtig erscheinen lässt.

Doch leider ist die Geschichte nicht so aufregend erzählt, wie die Beschreibung es möglicherweise klingen lässt. Irgendwie ist die Spannung wie nasses Holz, es wird die ganze Zeit versucht etwas zu zünden, aber leider brennt es leider nicht. Viele Entdeckungen passieren eher beiläufig und auch recht unspektakulär. Klar, der Alltag in einer Kanzlei ist jetzt nicht gerade etwas, was man als actionreich bezeichnen würde (ganz ehrlich, wenn ich eine Geschichte schreiben würde, in der ein Alltag einer kleinen Kanzlei realistisch dargestellt wird, man hätte nichts besonders viel aufregendes zu lesen - da ich meine Ausbildung in einer Kanzlei gemacht habe, weiß ich, wovon ich spreche), aber hier hätte ich sogar ein wenig darüber hinweggesehen, wenn man wenigstens ein bisschen übertrieben hätte. Andererseits hat es mich an die Zeit meiner Ausbildung erinnert, was auch wieder für die Kanzleimomente spricht.

Doch nicht nur die Spannung ist nicht gerade sehr aufregend, die Charaktere wirkten ebenfalls ein wenig flach und eindimensional. Da ist der strenge Chef, der sich nicht entscheiden kann, ob er einen nun mag oder nicht. Der Konkurrent in der Kanzlei, der sich überall einschleimt bis zum Geht-nicht-mehr und versucht, dem Hauptcharakter den Posten als zweiter Chef der Kanzlei streitig machen. Und der Hauptcharakter wurde mir bereits nach den ersten Seiten ziemlich unsympathisch. Nicht nur, dass er seine Frau nicht wirklich geliebt hat, er hatte offenbar auch kein Problem, nebenbei auch noch fremdzugehen und das auch noch schönzureden. Er nannte die Stunden bei seiner Geliebten eine "Ausflucht aus dem Alltag", welcher er in einem Tagebuch festhält und er konnte sich auch nicht so richtig entscheiden, ob er nun die Scheidung möchte oder nicht. Besonders der Satz "Gerade, weil Knobel Marie (die Affäire) genießen durfte, gab es überhaupt keinen Grund, sich von Lisa (die Ehefrau) zu trennen."
Ganz ehrlich, seitdem hatte Knobel mir nur noch den Status eines "schwanzgeilen Arschlochs". Er betrügt seine Frau, die er eh nie geliebt hat, wie er immer wieder beteuert (ob er sich hier auch nur was schönredet?), belügt sie über die Zeit, in der er bei Lisa ist und empfindet das als vollkommen normal. Als ihn Marie dann zu einer Entscheidung zwingt, kommt ihm das mehr als merkwürdig vor. Ebenso hebt er Marie ständig in den Himmel, erst durch sie "lebt er richtig", auch muss er immer wieder loben, wie schön und klug ist ist.

Nun ja, abgesehen von dem dunklen Schatten und dem nervigen Konkurrenten stechen die Charaktere nicht besonders hervor, so dass man zu keinem von ihnen eine Verbindung aufbaut, nicht mal zu denen, mit denen man irgendwie mitfühlen sollte. Nicht mal mit der betrogenen Ehefrau, denn sie kommt selbst so gut wie gar nicht im Buch vor. Höchstens in zwei Kapiteln.

Der Fall selbst war an sich sehr interessant und eigentlich auch der einzige Grund, weshalb ich das Buch komplett durchgelesen wurde. Zwar war es komplex, aber wenn die Spannung nicht so lahm und unaufregend gewesen wäre, dann wäre der ganze Fall viel besser rübergekommen. Das Ende ist ziemlich verwirrend, weshalb ich froh bin, dass es noch eine abschließende Aufklärung gibt. So gibt es auch keinen richtigen Spannungsbogen, was schade ist. Dadurch wurde leider viel an Potential und Spannung verschenkt. Zwar ist der Mandant bei dem ganzen Fall nicht sonderlich hilfreich, aber das alleine kann nicht der Grund dafür sein. Was mir ebenso seltsam vorkam: Marie weiß alles und Knobel irgendwie nichts - anfangs dachte ich mir nichts, aber dann kam es mir dann doch etwas zu merkwürdig und gestellt vor. Der Schreibstil war dagegen sehr angenehm zu lesen.

Leseprobe:
Rechtsanwalt Stephan Knobel saß an jenem regenverhangenen Montagmorgen Anfang Februar seit bereits über zwei Stunden tatenlos hinter seinem Schreibtisch, als seine Sekretärin die Tür zu seinem Büro einen Spalt weit öffnete, ihren Kopf hineinsteckte und über die Gläser ihrer Lesebrille spähte. Sie sah die leere große Schreibtischplatte, dahinter die ausdruckslose Miene ihres Chefs und seine ungewöhnlich blasse Gesichtsfarbe.
"Ein neuer Mandant", meinte sie unsicher, "er hat zwar keinen Termin, aber er sagt, es sei wichtig. - Übernehmen Sie ihn?"
Frau Klubunde trat nun ganz in sein Büro und schloss leise hinter sich die Tür.
"Herr Knobel?"
Ihr Tonfall verriet gleichermaßen Fürsorge und Neugier.
"Sie gefallen mir heute gar nicht. Ist Ihnen nicht gut?"
Sie hielt inne, hätte natürlich gerne insistiert und sich als geduldige Zuhörerin empfohlen. Stattdessen schwieg sie erwartungsvoll, hielt gebührliche Distanz und signalisierte zugleich, dass sie nicht eher gehen werde, bis sie eine befriedigende Antwort erhalten hatte. Frau Klabundes fülliger Körper stand wie eine Statue in seinem Büro.
"Es ist nichts", log er. "Wie heißt der Mandant?"
Seine Stimme klang leise und klang gereizt.
Frau Kalbunde überging seine Frage.
"Sie können mir nichts vormachen, Herr Knobel. Ich kenne Sie zwar noch nicht sehr lange, aber eine Frau hat dafür ein Gespür."
Wie immer, wenn nach ihrem Eindruck etwas nicht stimmte, brachte sie ihr frauliches Empfinden ein, diente sich als Freundin an, ohne Freundin sein zu wollen.
Knobel nickte.

Fazit:
Auch das hier ist leider wieder ein Buch, das ich jetzt nicht unbedingt empfehlen würde oder von dem ich sage, dass man unbedingt gelesen haben muss. Die ganze Zeit über bleibt die Spannung im unteren Bereich, es wäre vielleicht hilfreich gewesen, wenn die Freundin Marie nicht immer sofort alles gewusst hätte und wenn Knobel auch etwas mehr selbst in Erfahrung hätte bringen können. Hat er zwar, aber nicht viel. So wirkt er nur wie jemand, der nur die Nebenarbeit macht und dann am Ende für das Endergebnis die Lorbeeren einsammelt. Zudem wäre eine richtige Bedrohung, sei es nun eine echte Person oder nur durch etwas wie einen Zeitdruck, nicht schlecht für die Geschichte gewesen. So wirkt es, als hätten sie alle Zeit der Welt und als wäre das alles gar nicht so dringend. Daher kann ich dem Buch nur 2 Rubine vergeben. Ein weiteres Mal werde ich es nicht lesen.

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Keep Beach City Weird: You Can't Hide the Truth!!! (Steven Universe)

Ben Levin , Matt Burnett
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Cartoon Network Books, 18.04.2017
ISBN 9781101995150
Genre: Sonstiges

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Steven Universe: Art & Origins

Chris McDonnell , Cartoon Network Enterprises Inc.
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Abrams, 11.07.2017
ISBN 9781419724435
Genre: Sonstiges

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Wie ich in High Heels durch die Zeit stolperte

Mandy Hubbard , Franziska Jaekel
Flexibler Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 14.02.2017
ISBN 9783473585038
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Name: Wie ich in High Heels durch die Zeit stolperte
Autor: Mandy Hubbard
Genre: Hetero, Teenie, Mystery
Preis: € 12,99[D] | € 13,40 [A]
Seiten: 318 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 978-3-473-40129-1
Verlag: Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH

Klappentext:
So hatte Callie sich die Klassenfahrt nach London nicht vorgestellt: Nach zwei Schritten in ihren nagelneuen High Heels stolpert sie - und landet im 19. Jahrhundert.

Zum Glück findet sie Unterschlupf im eleganten Herrenhaus von Harksbury. Doch das Leben in der Vergangenheit steckt voller Tücken. (Drei Worte: Korsett. Knicks. Kringellöckchen.)

Und dann ist da noch der unglaublich arrogante, aber leider auch unglaublich gut aussehende Lord Alex ...


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Als ich gerade in der Bücherei war und die zwei Filme "Rubinrot" und "Saphirblau" zurückgegeben habe, war ich irgendwie in der Stimmung für ein weiteres "Buch mit Zeitreisethema". Zwar habe ich nicht aktiv danach gesucht, aber als ich es zukünftig entdeckt habe, wurde ich dann doch neugierig darauf. Auch fand ich den Titel ziemlich interessant, dachte, das wäre doch mal was anderes. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde, dennoch war ich neugierig. Also habe ich mir das Buch ausgeliehen und durchgelesen.

Ich hatte es recht schnell durch, da die Schrift recht groß ist und das Buch auch nicht so viele Seiten enthält. Es war nett zu lesen, der Schreibstil hatte was, aber irgendwie war ich mir nicht sicher, wie viele Sterne ich an das Buch vergeben soll. Ein, zwei oder fünf kamen dafür auf keinen Fall in Frage. So blieb ich zwischen drei und vier hängen, aber ich war mir einfach nicht sicher. Was dafür wäre passender? Soll ich dem Buch vier Sterne geben? Aber dann würde ich es auf eine Stufe mit den Eberhofer-Krimis geben, denen ich fast allen vier Sterne verpasst habe und das kam mir dann auch nicht richtig vor. Doch bei drei Sternen dachte ich, das wäre vielleicht doch zu wenig. Also habe ich mir ein paar Tage Zeit gegeben und darüber nachgedacht. Schließlich kam ich auf drei Sterne und ich kann nun auch genau den Finger darauf legen, was mir gefehlt oder was mich gestört hat.

Wie gesagt, der Stil war sehr angenehm zu lesen, sehr leb- und bildhaft. Die Hauptcharakterin ist ein typisches Mädchen in der Pubertät, hat mit den üblichen Problemen zu kämpfen und hat auch die üblichen Gedanken, die der eine oder andere hatte. "Was denkt dieses oder jenes Mädchen von mir?", "Bloß nicht negativ auffallen!", "OMG, das war jetzt so peinlich ... " - Callie ist nicht gerade die Selbstbewusstheit in Person. Im Laufe des Buches ändert sich etwas daran und es ist schön, dass sie eine derartige Entwicklung gemacht hat. Allerdings kann man diese Entwicklung nicht zu 100% nachvollziehen. Woher sie dieses Selbstbewusstsein genau hat. Es gibt zwar ein paar Konfliktpunkte, aber ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass sie jetzt groß daran gewachsen ist.

Die meisten Nebencharaktere wirken eher flach, dafür hat man dann aber mehr Mitgefühl für die anderen Hauptcharaktere. Oder die, die zumindest etwas wichtiger sind. Anderere dagegen bleiben mir kaum im Gedächtnis und man könnte sagen, dass sie mir so gut wie egal sind.

Außerdem wird das Verhältnis zwischen dem Lord und Callie nicht wirklich ... gut beleuchtet. Ich habe schon viele Anime und Mangas gelesen, in dem sich der Hauptcharakter und der/das Loverinterest lange Zeit nicht verstehen, trotzdem gibt es den einen oder anderen Moment zwischen den Beiden, in dem es funkt. Diese Momente gab es nicht so wirklich oder ich habe sie leider nicht herauslesen können.

Dafür fand ich die Idee und die Umsetzung gut, interessant. Es wirft Fragen auf und man macht sich Gedanken um das Wie und Warum. Das finde ich dagegen toll und bis zu einem gewissen Grad lädt es dazu ein, eine Fanfiktion dazu zu schreiben. Mal sehen, vielleicht mache ich das auch, denn das wäre auch ziemlich interessant und würde mir bestimmt Spaß machen. Dennoch war die Geschichte zu kurz, wodurch manches nicht genug ausgearbeitet wurde und das finde ich sehr schade. Besonders das Ende kam mir etwas zu kurz vor, hier wurde leider ein wenig verschenkt. Außerdem gibt es auch süße Momente der Geschichte, die ich mag.


Leseprobe:
Es ist allgemein bekannt, dass ein sechzehnjähriges amerikanisches Mädchen auf ihrer ersten Reise nach England einen Riesenspaß haben sollte.
Zumindest theoretisch. Die Realität sieht leider anders aus: Ich sitze hier in meinem Hotel mitten in London und es geht mir beschissen. Warum wollte ich noch mal unbedingt mitfahren? Ich habe zwei ganze Wochen gebraucht, um Mum davon zu überzeugen, dass ich für die Reise nach England verantwortungsbewusst genug war und, vor allem, dass ich nicht den Rest des Sommers bei meinem Dad verbringen wollte. Es dauerte acht Tage, um den Reisepass ausstellen zu lassen. Und dann noch genau vierundzwanzig Stunden, um das Ganze zu bereuen. Es ist mein erster Tag in London, doch anstatt den Buckingham-Palast zu besichtigen oder an der Themse entlangzuschlendern, hänge ich im hoteleigenen Café Belgaro's fest. Allein.

Laut Flyer soll uns diese Fahrt Londons historische Sehenswürdigkeiten näherbringen und als Vorbereitung für das nächste Schuljahr dienen. Schließlich steht in der zehnten Klasse "Europäische Geschichte" auf dem Stundenplan. Außerddem ist es nie zu früh, sich über Collegebewerbungen Gedanken zu machen und seinen Lebenslauf aufzupimpen. Das war zumindst der Plan.


Fazit:
Trotz der ganzen Kritikpunkte bereue ich es nicht, das Buch gelesen zu haben, da ich dennoch sehr viel Spaß dabei hatte. Auch wurde ich bisher noch nie dazu angetrieben, aufgrund eines Buchs eine Fanfiction zu schreiben, das wird also meine erste Premiere. Vermutlich werde ich mir das Buch noch einmal ausleihen müssen, wenn es mal soweit ist und mich nochmal reinlesen müssen, um die betreffenden Charaktere richtig gut treffen zu können. Das sehe ich dem Buch positiv an, auch wenn es über die für mich leider nicht so guten Punkte keineswegs kaschieren oder verbergen können. Empfehlen würde ich das Buch an jedem, der trotzdem Interesse hat - es ist nicht schlecht, aber auch nicht meisterhaft. Man kann es gut im Urlaub oder an einem harten Tag lesen, wenn man was zur Entspannung braucht. Das Buch bekommt von mir drei Rubine.

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4.918 Bibliotheken, 150 Leser, 18 Gruppen, 164 Rezensionen

fantasy, game of thrones, winterfell, das lied von eis und feuer, intrigen

Die Herren von Winterfell

George R. R. Martin , Jörn Ingwersen , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 571 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.12.2010
ISBN 9783442267743
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Herren von Winterfell (Das Lied von Feuer und Eis)
Autor: George R.R. Martin
Genre: Mittelalter-Fantasy
Preis: € 15,50[D] | € 15,50 [A]
Seiten: 571 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 978-3-442-26774-3
Verlag: Random House GmbH

Klappentext:
Eddard Stark, der Lord von Winterfell, lebt mit seiner Familie im kalten Norden des Königreichs Westeros, und er weiß, dass der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute seines Königs und alten Freundes Robert Baratheon stirbt, soll Eddard an dessen Stelle treten. Für die Zeit, die er am Königshof zubringen muss, überträgt Eddard die Herrschaft über Winterfell an seinen Erben Robb - während sich sein Bastardsohn Jon den Kriegern der Nachtwache anschließt. Doch Robert Baratheon ist nicht mehr der starke Herrscher, der er einst war, und um den Eisernen Thron scharen sich Intriganten und feige Meuchler. Eddard sieht sich plötzlich von mächtigen Feinden umzingelt und muss hilflos zusehen, wie seine vielköpfige Familie in alle Winde verstreut wird. Die Zukunft des gesamten Reiches Westeros steht auf dem Spiel ...


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Ich bin jetzt mal komplett ehrlich: Ich kannte weder die Bücherreihe, noch die Serie. Was ich von Game of Thrones wusste, war sehr wenig: Mehrere Familien kämpfen um einen Thron, geschmiedet aus zig Schwerten. Der Winter wird gefürchtet, allerdings hielt es ich für ein Synonym für irgendwas. Auch habe ich die Namen Jon Snow und Daenerys oft gelesen - übrigens die einzigen Namen, die ich vorher kannte. Achja, und es gibt Drachen. Ebenso wusste ich, dass sehr gerne viele Charaktere sterben, besonders bei der roten Hochzeit. Daher hatte ich keine Ahnung, was mich hier storymäßig erwarten würde. Ich hatte mit viel weniger Familien gerechnet und dachte, es ging darum, dass der alte König des Landes gestorben ist, aber jede Familie irgendwie das Recht auf den Thron hätte. Dass es zur Tradition gehört, dass sich jede Familie bekämpft und der Gewinner bzw der letzte Überlebende der Kämpfer am Ende auf dem Thron hockt. So ala "Last man standing". Und damit meine ich nicht die Serie.

Jedenfalls habe ich das Buch angefangen zu lesen und wurde positiv überrascht, dass die Story doch ein wenig anders ist. Anfangs war ich ziemlich überfordert von den ganzen Namen, zumal manche Namen in der Familie bzw im Buch mehreren Personen aus mehreren Generationen gegeben wurden (wie Jon oder Brandon) und so war ich mir nicht immer sicher, von wem nun genau die Rede war. Auch fällt es mir anfangs immer schwer, mir Namen zu merken, aber mit der Zeit legt sich das. Da ich das Problem allerdings mehr oder weniger immer habe bei neuen Büchern und Serien, laste ich das jetzt nicht dem Buch an.

Die Story war dagegen sehr leicht zu verfolgen und das fand ich gar nicht mal so schlecht. Zwar geht es hier viel um Intrigen, Machtspiele und diverses - was mein Interesse an der Buchserie allerdings nicht mildert. Man bekommt zum größten Teil das Leben der Starks mit, welche wie im Klappentext erwähnt getrennte Wege gehen. Der Eine geht in den Süden, der anderen in den Norden usw. Auch gibt es nicht nur eine Handlung, sondern mehrere Handlungen, die miteinander verstrickt sind. Etwas, was mir auch sehr gut gefällt. Das Buch ist jetzt nicht sonderlich aufregend oder spannend geschrieben, man fiebert jetzt nicht. Aber es macht Spaß und wenn man es sich erstmal gemütlich gemacht hat, dann kann man mit dem Lesen gar nicht so schnell aufhören. So erging es mir jedenfalls. Dass ich dennoch rund zwei Wochen rum gebraucht habe, lag einfach an der Tatsache, dass ich es nicht mehr gewohnt war, zuhause zu lesen, sondern nur unterwegs beim Pendeln zur Arbeit und zurück. Am Buch selbst lag es nicht, denn ich hätte schon Lust, den zweiten Band zu lesen.

Anfangs kamen mir die Charaktere auch etwas blass und gleich vor, was aber auch daran lag, dass ich mir die Namen nicht merken bzw den Leuten immer zuordnen konnte. Später hatte es sich gelegt und die eine oder andere Charaktereigenschaft stach dann noch weiter hervor. Auch gibt es bereits ein paar Charaktere, die ich mag (Jon, Ned, Daenerys) oder auch welche, die ich zumindest interessant finde (Bran, Arya, Catelyn, Tyrion). Wie gesagt, das Buch hier ist das Einzige aus dem ganzen GoT-Universum, das ich kenne, daher bitte keine Spoiler - ich möchte das lieber selbst entdecken und herausfinden, was mit den Leuten passieren wird.

Bei der Version, die ich mir aus der Bücherei ausgeliehen habe, war im Klappumschlag zwei Karten von Westeros zu sehen. So konnte man sich in etwa vorstellen, wo die meisten der im Buch erwähnten Orte liegen.


Leseprobe:
"Wir sollten umkehren", drängte Gared, als es im Wald um sie zu dunkeln begann. "Die Windlinge sind tot."
"Machen euch die Toten Angst?", fragte Ser Weymar Rois mit nur dem Anflug eines Lächelns.
Gared ließ sich darauf nicht ein. Er war ein alter Mann, über fünfzig, und junge Lords hatte er schon so manchen kommen und gehen sehen. "Tot ist tot", sagte er. "Die Toten sind nicht unsere Sache."
"Sind sie denn tot?", fragte Rois leise. "Welchen Beweis haben wir?"
"Will hat sie gesehen", sagte Gared. "Wenn er sagt, dass sie tot sind, dann ist mir das Beweis genug."
Will hatte es gewusst. Früher oder später würde man ihn in den Streit hineinziehen. "Meine Mutter hat mich gelehrt, dass Tote keine Lieder singen", warf er ein.
"Das hat meine Amme auch gesagt", erwiderte Rois.
"Glaub nie etwas, das du an der Zitze einer Frau hörst. Selbst von den Toten kann man etwas lernen." Seine Stimme hallte nach, zu laut im dämmrigen Wald.
"Wir haben noch einen langen Ritt vor uns", erklärte Gared. "Acht Tage, vielleicht neun. Und es wird Nacht."
Unbeeindruckt sah Ser Weymar Rois zum Himmel auf.
"Das wird es jeden Tag um diese Zeit. Beraubt dich die Dunkelheit deiner Manneskraft, Gared?"
Will konnte den angespannten Zug um Gareds Mund erkennen, den kaum unterdrückten Zorn in seinen Augen unter der dicken, schwarzen Kapuze seines Umhangs. Gared gehörte seit vierzig Jahren der Nachtwache an, als Mann und schon als Junge, und er war es nicht gewohnt, dass man sich über ihn lustig machte. Doch es war mehr als das. Hinter dem verletzten Stolz bemerkte Will noch etwas anderes bei diesem alten Mann. Man konnte es wittern, eine nervöse Anspannung, die der Angst gefährlich nahe kam.



Fazit:
Ich würde jetzt nicht sagen, dass das Buch ein Meisterwerk ist. Was jetzt nicht heißt, dass das Buch schlecht sein soll. Es ist ein solider Anfang, der recht ruhig verläuft ohne dass einem ständig die Pumpe um die Ohren haut. Dennoch macht es neugierig auf mehr und macht Spaß. Mir hat es jedenfalls beim Lesen Spaß gemacht und hier und da habe ich schon mit den Leuten mitgelitten. Vor allem mit dem kleinen Bran. Es ist jetzt kein Meisterwerk, aber trotzdem etwas, was man sich bei Interesse ruhig mal anlesen kann. Auch oder gerade besonders wenn man mit ganz anderen Erwartungen an das Buch herangeht. Dieses Buch bekommt von mir vier Rubine.

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provinzkrimi, eberhofer, rita falk, humor, franz eberhofer

Sauerkrautkoma

Rita Falk
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2014
ISBN 9783423215619
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Name: Sauerkrautkoma
Autor: Rita Falk
Genre: Heimatkrimi, Slice of Life
Preis: € 14,90 [D] | € 15,40 [A]
Seiten: 267 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 978-3-423-24987-4
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG

Rückentext:
"Wie, München?", frag ich jetzt erst mal. "Ja, München halt. Was verstehen S' jetzt da nicht, Eberhofer?", sagt der Bürgermeister. "Einiges", sag ich. "Das Wort "Zwangsbeförderung" zum Beispiel". "Anordnung von ganz oben".

Wenn das kein Stress ist für den Eberhofer! Erst München. Dann diese Frauenleiche im Kofferaum - und jetzt machen seine Freunde in Niederkaltenkirchen dem Franz auch noch die Hölle heiß, dass er gefälligst die Susi heiraten soll. Ja, ein Scheißstress ist das!


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Vor dem ersten Band arbeitete der Herr Eberhofer schon einmal in München, wurde jedoch aufgrund eines Vorfalls in seine Heimat verschoben und war seitdem der einzige Dorfpolizist seines Heimatdorfes. Nun wird er wieder nach München zurückbeordert - doch wer denkt, dass er sich darüber freut, irrt sich. Im Gegenteil, er hat sich an das ruhige Dorfleben gewönnt, die Fälle, die er in den letzten vier Büchern erlebt hat, gehören doch eher zur Ausnahme (was auch zeigt, dass das nicht alles Schlag auf Schlag passiert, sondern dass recht viel Zeit dazwischen passiert, was das Ganze auch wieder etwas realistischer für Dorfverhältnisse aussehen lässt) und er kennt auch seine Pappenheimer am besten. Daher findet er sich in München auch erstmal nicht mehr zurecht, zum einen bei der Parkplatzsuche, wie auch bei seinem "Platz" innerhalb der Müncher Polizei. Zum Glück bekommt er eine sehr nette Kollegin, mit der er sich auch sofort versteht. Aber nicht nur sein Einsatzgebiet, sondern auch der aktuelle Fall ist mit ihm nach München gewandert. Und was erstmal nach nichts aussieht, ist am Ende viel mehr. Aber hier passt es sehr gut, dass es mal ein etwas komplexerer Fall ist. München ist eine Großstadt, hier hat man viel mehr Möglichkeiten und ist weitaus anonymer als auf dem Land, wo dich ausnahmslos jeder kennt.
Den Fall fand ich sehr interessant, hier mitzurätseln hat richtig viel Spaß gemacht, trotz oder weil es so wenig Hinweise gab. Auch privat läuft es sehr turbulent zu, immerhin will jeder, dass Franz endlich mal in den Hafen der Ehe einschippert und dann ist da auch noch ein hochnasiger Konkurrent aufgetaucht ... ja, hier kommt sehr viel auf den Franz zu und irgendwie hat man Mitleid. Aber dann sieht man wieder, wie er sich aufführt und dann hat man doch kein Mitleid mehr.


Leseprobe:
"Wie, München?", frag ich jetzt erst mal.
"Ja, München halt. Was verstehen S' jetzt da nicht, Eberhofer?", sagt der Bürgermeister, ohne sich umzudrehen. Er steht am Rathausfenster und schaut in unseren wunderbaren Hof hinaus.
"Einiges", sag ich. "Das Wort "Zwangsbeförderung" zum Beispiel. Und das Wort "Versetzung" verstehe ich auch nicht. Am wenigsten versteh ich das Wort "München", Bürgermeister. Warum soll ich weg von Niederkaltenkirchen? Die haben doch bestimmt genug Beamte dort in München, die auf die Münchener aufpassen können, oder?"
"Herrschaft, Eberhofer! Die Anordnung kommt von ganz oben, kapiert?" Und wenn wir einmal ehrlich sind, dann haben die doch seinerzeit den Posten hier bei uns im Rathaus eigentlich nur für Sie erfunden, Mensch. Was wäre denn sonst aus Ihnen geworden - nach Ihren delikaten Verfehlungen damals, Eberhofer. Hä? Aber jetzt stehen die Dinge ja anders. Komplett anders, würd ich mal sagen. Sie haben ja direkt eine Karriere gemacht, eine ganz erstklassige, hähä. Und drum haben die im Präsidium gemeint, dass man einen so dermaßen engagierten Polizeibeamten der quasi jedes Jahr einen verzwickten Mordfall aufklärt, dass man den doch nicht so einfach in der Provinz versauern lassen kann, oder?



Fazit:
Auch dieser Band hier hat mir sehr gefallen, auch wenn ich mich immer wieder gefragt habe, wie weit sein Dorf von München entfernt ist, wenn er ständig am Hin- und herpendeln ist. Zwar teilt er sich mit dem Rudi eine Wohnung (in München kann man sich auch echt keine alleine leisten), allerdings geraten die beiden immer wieder aneinander und Franz vermisst auch seine Heimat zu sehr. Dennoch kann er sich ermittlungstechnisch gut in München einfinden und findet auch wieder mehr Unterstützung, wie in seiner neuen Kollegin. Allerdings sind auch hier die anderen Kollegen nicht sehr fleißig bzw. nicht sehr dahinter, den aktuellen Fall zu lösen. Ich kenne mich im Polizeialltag ehrlich gesagt gar nicht aus, aber dass er ständig bequeme Kollegen hat, die lieber mal einer Sache zu wenig nachgehen, kam mir beim Lesen dieses Bandes doch etwas seltsam vor. Gefallen hat es mir trotzdem, daher gebe ich dem Band auch 4 Rubine.

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