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147 Bibliotheken, 47 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

italien, liebe, sommer, liebesroman, freundschaft

Brausepulverherz

Leonie Lastella
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2017
ISBN 9783596035465
Genre: Liebesromane

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29 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

hölle, benne schröder, rezension, lyx, liebe

In der Liebe ist die Hölle los

Benne Schröder
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783736304499
Genre: Fantasy

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

australien, kayte nunn, winzer, neuanfang, köchin

Ein Weinberg zum Verlieben

Kayte Nunn , Ursula C. Sturm
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492309691
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzrezension zu Ein Weinberg zum Verlieben von Kayte Nunn


Titel: Ein Weinberg zum Verlieben

Autor: Kayte Nunn

Übersetzer: Ursula C. Sturm

Verlag: Piper

Genre: Liebesroman

Preis: Taschenbuch 9,99 € / ebook 8,99 € 

Erscheinungsdatum: 03.04.2017

Isbn: 978-3492309691


Klappentext:


Das Schicksal meint es nicht gut mit Rose Bennett. Ihre Karriere als Spitzenköchin endete abrupt, nun wendet sie Burger im Sekundentakt. Als sie dann auch noch von ihrem Freund sitzen gelassen wird, reicht es ihr. Kurz entschlossen bucht sie einen Flug. Ihr nächster Halt: eine australische Weinfarm im ländlichen Shingle Valley. Ihr nächster Job: die Verköstigung der dreiköpfigen Winzersfamilie. Und mit einem Mal scheint sich der Wind in ihrem Leben zu drehen. Denn Rose kocht sich nicht nur in die Herzen der Kinder, auch der junge Winzer ist für ihre Rezepte und Reize durchaus empfänglich.


Meinung:


Der Titel hatte mich bereits in den Frühjahresvorschauen angesprochen und durfte dann am Welttag des Buchs bei mir einziehen. Es handelt sich bei „Ein Weinberg zum Verlieben“ um einen netten Sommerroman, dem es insgesamt an Tiefgang gefehlt hat.


Nunns Schreibstil ist zwar recht schlicht, bringt die Geschichte trotzdem schnell voran. Die landschaftlichen Beschreibungen des Guts und seiner Umgebung konnten mir auch recht gut gefallen. Leider blieben der Gefühle der Charaktere auf der Strecke. Mit Rose konnte ich noch am meisten anfangen, alle anderen blieben leider relativ blass. Die eigentliche Story ist nicht neu und aufgrund seiner Thematik folgt sie einem gewissen Script, nach welchem schon unzählige Bücher der Art verfasst worden sind. Jemand gibt vor etwas zu sein, was er nicht ist, das Geheimnis wird gelüftet, es gibt Ärger im Paradise, der Ärger wird beseitigt. Wenn wenigstens die Figuren liebevoll ausgearbeitet und nette Nebenhandlungen eingeführt werden, kann ich gerne darüber hinwegsehen. Die Hauptgeschichte plätschert jedoch ohne große Spannungen vor sich hin und wirklich interessante Nebensächlichkeiten, wie ein Kuchenbackwettbewerb, werden viel zu schnell abgehandelt. Im Ganzen mochte ich den Roman, in seine Einzelheiten aufgeteilt gab es allerdings zu viele Kleinigkeiten, die mich gestört haben.


Fazit:


„Ein Weinberg zum Verlieben“ ist ein solides Erstlingswerk, bei dem sich der Wohlfühlcharakter, den solche Bücher ausstrahlen sollen, leider nicht einstellen konnte. Als Strandlektüre beschert er aber sicher einige unterhaltsame Stunden. 

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

single, romance, neubeginn, rezension, manche tage muss man einfach zucker

Manche Tage muss man einfach zuckern

Tamara Mataya , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453421691
Genre: Liebesromane

Rezension:

Rezension zu Manche Tage muss man einfach zuckern


Titel: Manche Tage muss man einfach zuckern

Autor: Tamara Mataya

Übersetzer: Evelin Sudakowa-Blasberg

Verlag: Heyne

Genre: Liebesroman/ChicLit

Preis: TB 9,99 € / ebook 8,99 €

Erscheinungsdatum: 10.04.2017

Isbn: 978-3453421691


Vielen Dank an Random House, Heyne und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:


Dauersingle Sarah hat die fixe Idee, dass die große Liebe auf der Internetseite »Missed Connections« auf sie wartet. Die Plattform richtet sich an all diejenigen, die ihren Traumpartner schon auf den Straßen von New York gesehen haben, aber nicht mutig genug waren, ihn anzusprechen. Doch Sarahs Mr. Right hat sie wohl noch nicht entdeckt, und so fängt sie eine Affäre mit Jack an, dem attraktiven Bruder ihres Mitbewohners. Er schafft es, ein wenig unverbindlichen Spaß in ihr Leben zu bringen. Doch dann taucht ein anonymer Verehrer auf »Missed Connections« auf.


Meinung:


Der Umgangston im Roman ist sehr locker, weswegen man gut in die Geschichte hineinkommt. Leider ist das Buch ein Sammelsorium an Klischees, weswegen ich es selbst auch in den Bereich des ChicLits einordnen würde. Vom schwulen besten Freund bis zur biestigen Konkurentin auf der Arbeit ist alles vertreten. Wenn man darüber hinweg sehen kann ist es jedoch recht amüsant, da Sarah einen witzigen, liebenswerten und offenen Charakter hat. Und es zeigt mir mal wieder, warum ich ChicLit immer vor New Adult präferiert habe. Im Gegensatz zu letzterem, wo es einzig um die Anziehung - die beide Protagonisten für einander empfinden - geht, begleiten wird Sarah durch ihr Leben: Bei der Suche nach einem neuem Job und den Hinternissen, die dieser mit sich bringt, der Frage, wie es - nicht nur beziehungstechnisch - weiter gehen soll und eben auch auf der Suche nach Mr. Right. 


Besonders hervorheben möchte ich das Cover der deutschen Taschenbuchausgabe, welches deutlich schöner gestaltet wurde, als das Cover der Originalausgabe. Das Originalcover impliziert einen typischen „Nackenbeißer“, was der Roman aber eindeutig nicht ist. Sowohl der Originaltitel „Missed Connections“, als auch der deutsche passen beide gut zum Roman. Was genau der vom deutschen Verlag gewählte mit der Geschichte zu tun hat, ist ein Insider des Buchs, den ich natürlich nicht verraten werde.


Der Schreibstil ist wie bereits oben angemerkt sehr locker. Der Humor fügt sich gut ein und passt zu den Charakteren und besonders Sarah. 


Seine Daumen streichen über meinen Nacken. „Wow. So einen verspannten levator scapulae habe ich noch nie erlebt.“ Seine Hände fühlen sich großartig an. „Ich wette, das sagst du zu allen Frauen.“ - Seite 114


Die Idee der „Missed Connections“ finde ich generell sehr süß, ist jedoch keine Erfindung der Autorin, sondern gibt es tatsächlich so auf craiglist.com. Dies in einen Roman einzuarbeiten finde ich dennoch sehr originell und hat endlich mal einen frischen Wind in die Welt der Romance/New Adult/ChicLit Bücher gebracht. 


Wer keine Erotik in Liebesromanen mag, sollte lieber zu einem Buch greifen. Hier hat natürlich jeder einen anderen Geschmack. Für mich schließt das eine das andere nicht aus und ich lese auch gerne darüber, es darf nur nicht der Bezug zur Realitität verloren werden. Was hier leider der Fall war, aber das bin ich aus den Büchern des Genres leider mittlerweile gewohnt und warte immer noch auf Bücher, die mit „echtem“ Sex aufwarten können. 


Die negativsten Punkte sind die Klischeeelemente des Genres, die unbedingt eingefügt werden mussten: Ein Verwirrspiel, das leider von Anfang an durchschaubar war und eben genau so aufgelöst wurde, wie ich es erwartet habe sowie der typische (schwule) beste freund der nur dafür zu existieren zu scheint, um sich der Probleme der Protagonistin anzunehmen. Dazu zählen kann man noch die überspitze Darstellung der New Age Hippies und ihre Art der Unternehmensführung. Ich muss der Autorin allerdings zu Gute halten, dass ihre Protagonistin lernbereit ist und sich diesbezüglich selbst das ein oder andere Mal gescholten hat. 


Noch eine Anmerkung meinerseits: Den Beruf „Anwaltsgehilfin“ gibt es schon sehr lange nicht mehr. Unsere Jobbezeichnung ist „Rechtsanwaltsfachangestellte“ und ich bekomme wirklich jedes Mal die Krise, wenn ich irgendwo Anwaltsgehilfin lesen muss. Die Bezeichnung ist total veraltet, denn seit 1996 steht „Rechtsanwaltsfachangestellte“ auf der Prüfungsurkunde.  Das Umbenennen und zeitgemäße Anpassen von Berufsbezeichnungen mag für den ein oder die andere vielleicht lächerlich sein. Für den oder die es betrifft ist es aber jedes Mal ein Schlag ins Gesicht, da sie sich mit der veralteten bzw. falschen Bezeichnung in ihrer Kompetenz beraubt fühlen. Nicht, dass die Kolleginnen damals weniger gelernt haben, sondern die Wertschätzung war eine noch geringere. Ohne uns würden die meisten Kanzleien wahrscheinlich untergehen, auch wenn viele Rechtsanwälte das leider nicht zu schätzen wissen. Bevor das jetzt an dieser Stelle ausartet möchte ich einfach nur noch einmal darum bitten, dass Autoren und Verlage darauf achten, die Anwaltsgehilfen, Kindergärtner und Frisösen aus ihren Büchern zu nehmen.  


Fazit:


Insgesamt bin ich gut unterhalten worden. Die Charaktere sind entweder liebenswert und sympathisch - trotz ihrer Macken und Vorbehalte - oder eben furchtbar überzeichnet, in ihrer Denkweise grotesk und sorgen so dafür, dass man sie - wie die Protagonistin auch - zum Feindbild erklärt. Die Liebesgeschichte ist trotz ihrer Vorhersehbarkeit niedlich und kratzt nicht nur an der Oberfläche. „Manche Tage muss man einfach zuckern“ ist ein solider ChicLit Roman, der sich bestens zum Entspannen in der Badewanne eignet.

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53 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

romance, royals, thronfolger, royal me, tina köpke

Royal Me - The Masquerade

Tina Köpke
E-Buch Text
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 04.12.2016
ISBN B01MRJWS0B
Genre: Liebesromane

Rezension:

Rezension zu Royal Me 1 von Tina Köpke


Titel: Royal Me: The Masquerade

Autor: Tina Köpke

Verlag: Selbstverlag

Seiten: 156

Genre: New Adult

Preis: TB 5,92 € / ebook 1,49 €

Erscheinungsdatum: 03.12.2016

Isbn: 978-1540715098


Klappentext:


Als in einer Liveübertragung die Erbin des russischen Throns enthauptet wird, geraten die Säulen der Monarchie ins Wanken. Bedroht durch eine terroristische Rebellengruppe, die kein höheres Ziel hat, als den Sturz der weltweiten Kronen, sehen sich die Könige und Königinnen gezwungen, die Thronfolger nach Schottland auf die Isle of Mull zu schicken. Hier glaubt man sie sicher, eingeschlossen von Gewässern, Klippen, Schafen und alten Ruinen. Dass die jungen Erwachsenen durch ihre Gefühle und Abenteuer jedoch selbst zunehmend eine Gefahr darstellen würden, hatte man nicht eingeplant.


Meinung:


Über Twitter bin ich auf die Autorin und ihre Werke aufmerksam geworden. Das Grundkonzept ähnelt sehr der „Selection“ Reihe von Kiera Cass, die ich doch sehr schwach fand. Und auch „Royal Me“ leidet unter ähnlichen Schwächen, aufgrund derer mir die Geschichte nicht gefallen konnte. Der Aufhänger der Story hatte mein Interesse geweckt, doch leider weiß er sich nicht über den romantischen Teil hinwegsetzen zu können. 


Die Ermordung der russischen Prinzessin und der dadurch entstandene Aufruhr führt dazu, dass sämtliche adlige Sprößlinge auf einen kleinen Flecken Erde in Schottland verfrachtet werden. Warum in sämtlichen Ländern ein monarchistisches System herrscht, oder wer genau die Rebellen sind, wird nicht erörtert. Ob hierauf in den weiteren Bänden genauer eingegangen wird kann ich nicht sagen, freue mich aber über Kommentare dazu. 


Leider hatte die komplette Geschichte, die in diesem ersten Teil über 156 Seiten abgehandelt wird, auf mich einen Jugendlandheimeffekt. Die Bedrohung war nicht wirklich zu spüren. Die Verbindungen der Charaktere stand zu sehr im Fokus. Long story short: Ohne den Adelsaspekt hätte die Story genau so gut funktionieren können. Ich hatte zu viele Fragen und Zweifel. Warum werden alle Nachkommen der Adelshäuser zusammen an einen Ort gebracht, wenn doch so eine große Gefahr droht? Ein gezielter Angriff und das Ziel der Rebellen ist erreicht. Warum lässt man sie zu einem Ball gehen, obwohl man davon ausgehen kann, dass es dort Zwischenfälle gibt? Gleiches Ergebnis wie bei der Unterbringung. 


Mit den Figuren konnte ich auch nicht warm werden, da es mir auf die geringe Anzahl von Seiten zu viele Charaktere waren, die auch noch alle ihren Teil der Geschichte aus der ersten Person erzählt haben. Gerade dann, wenn man alle auseinander halten kann, ist das Buch auch schon vorüber. Dies kann natürlich auch ein Anreiz sein, sich die weiteren Teile zu kaufen. Dieser Funke konnte bei mir jedoch nicht zünden. Und auch die Verbindungen untereinander waren schnell durchschaubar. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mich hier in den weitere Teilen noch etwas überraschendes erwarten könnte. 


Für meinen persönlichen Geschmack war es zu viel von allem in zu kurzer Zeit. Ich bin mir bewusst, dass New Adult in der Regel komplett an den Haaren herbeigezogen ist. Daher greife ich mit meiner Buchauswahl auch häufig daneben. Aber ich weiß, dass es auch Ausnahmen dazwischen gibt und werde auch nicht die Hoffnung aufgeben, New Adult Romane mit einigermaßen plausibler Story zu finden. „Royal Me“ ist ein nettes Buch, dass man gut lesen kann, wenn es einem nichts ausmacht, dass viel von dem, was passiert, total unrealistisch ist. Wenn man genau auf der Suche nach Instant love, Intrigen und gut aussehenden Royals ist, kann man hier sicher nichts falsch machen. Aufgrund seiner Kürze eignet sich der Roman auch bestens, in einem Rutsch gelesen zu werden.


Am positivsten ist mir der Schreibstil von Tina Köpke in Erinnerung geblieben. Durch ihre lockere Art und den gradlinigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin. Deswegen werde ich auch gerne einen zweiten Versuch wagen, sollte sie etwas fernab der „Royal Me“ Reihe schreiben.


Fazit:


Ich bin leider mit völlig falschen Erwartungen an das Buch gegangen. Ich hatte gehofft, eine etwas tiefergehende Liebesgeschichte unter dramatischen Voraussetzungen vorzufinden, da mir die Grundidee zusagen konnte. Die Umsetzung war allerdings nicht nach meinen Geschmack und aus diesem Grund werde ich die Reihe nicht weiter fortsetzen. Fans von Selection oder Gossip Girl wird es aber wahrscheinlich besser als mir gefallen. 

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31 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

liebeskummer, neuanfang, trennung, kinder, liebesgeschichte

Überall bist du

Gerhild Stoltenberg
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei Atlantik, 11.04.2017
ISBN 9783455171419
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Überall bist du…

… oder auch: wie mir die Klebezettel ausgingen


Titel: Überall bist du

Autor: Gerhild Stoltenberg

Verlag: Atlantik (Hoffmann und Campe)

Seiten: 272

Genre: Gegenwartsliteratur

Preis: Hardcover 20,00 € / ebook 15,99 €

Erscheinungsdatum: 11.04.2017

Isbn: 978-3455600599 


Vielen Dank an den Atlantik Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:


Wenn Martha geahnt hätte, dass Tom vom einen auf den anderen Tag aus ihrem Leben verschwinden würde, hätte sie ihn nachts geweckt, statt ihn nur anzuschauen. Sie wäre mit Tom nur U-Bahn statt Fahrrad gefahren, dann gäbe es in der Stadt jetzt weniger Orte, die sie mit ihm verbindet. Und sie hätte versucht, viel weniger mit ihm zu erleben, damit die Liste der Dinge, die sie so sehr an ihn erinnern, jetzt nicht so lang ist. Zum Glück gibt es den fünfjährigen Oskar und seine Brüder, die ihr die unausgesprochenen Gesetze des Spielplatzes erklären und mit denen sie unbeschwerte Sommertage im Freibad verbringt. Doch wenn der Liebeskummer so schlimm wird, dass nicht mal Winnie Puuh-Pflaster helfen, weiß selbst der sehr weise Oskar nicht mehr weiter. Martha muss sich eingestehen, dass sie nicht die besten Ideen hat, um über Tom hinwegzukommen, und entscheidet kurzerhand, alles hinter sich zu lassen.



Meinung:


Als ich die Anfrage zum rezensieren erhalten hatte, war mir von der Verlagsvorschau noch ungefähr der Klappentext in Erinnerung und ich wusste sofort: ja, dieses Buch willst du lesen. Nachdem es dann angekommen war, mussten erst einmal ein Haufen Bilder geschossen werden, da es wirklich ein sehr tolles Cover hat. Und dann begann ich zu lesen und lernte Martha kennen. Und war mir auf einmal nicht mehr so sicher, ob dieses Buch wirklich meins sein würde. Las trotzdem weiter… und verliebte mich in den Roman. 


Gerhild Stoltenberg hat mit Martha eine Figur geschaffen, die wie aus dem Leben gegriffen scheint. Wahnsinnig liebenswert und gleichzeitig so fehlerhaft, dass ich sie - besonders zu Beginn des Romans - am liebsten angebrüllt hätte, sie solle endlich aufhören, die Augen vor der Realität zu verschließen. 


„Warum will man mit jemanden zusammen sein, der das nicht will?“ - Seite 137


Auch wenn kein Städtename gefallen ist, erschließt sich schnell unsere Hauptstadt als Schauplatz des Geschehens. Überspitzte Erzählungen aus dem Alltagsleben der typischen Großstadtfamilien wirken gekonnt dem dramtatischen Trennungsschmerz  entgegen. Genauso herrlich überzogen ist der Charakter des fünfjährigen Oskars, der schnell einen Platz in meinem Herzen fand. Jede Figur ist durchdacht und hervorragend in Szene gesetzt.


„Heutzutage stirbt ja kaum noch einer am Tod.“ - Seite 143


Bestimmte Elemente des Romans wirken gewollt inszeniert: Der Exfreund, den man bereits während der Rückblenden zu hassen beginnt und für all das Übel, welches Martha widerfährt, verantwortlich gemacht wird. Oder eben auch der altkluge fünfjährige, der einen Mix aus Gewissen und Wegweiser des Lebens fungiert.  


Dann und wann ist die Rede davon, ein Buch genau zur richtigen Zeit lesen zu müssen, damit es einem für immer im Gedächtnis haften bleibt. Bei „Überall bist du“ ist dies der Fall. Als Mutter von zwei Kleinen Kinder konnte ich die Botschaft, die Stoltenberg vermitteln will, zwischen den Zeilen entdecken und diese wiederum haben einen Nerv bei mir getroffen.  


„Meine Freundin Carla sagt immer: >Resignieren ist das neue Erwachsenwerden<.“ - Seite 53


Ursprünglich wollte ich nur die Stellen, die mir als besonders zitierfähig erschienen, markieren und dann in meine Rezension einfügen. So kam dann rasch ein Post It zum nächsten, denn dieser Roman ist so reich an Lieblingsstellen, dass ich sie euch am liebsten alle vorlesen würde. Da dies  natürlich nicht geht - und ich eine furchtbare Vorlesestimme habe - müsst ihr euch wohl den Roman selbst besorgen um herauszufinden, was ihn so besonders macht. 


Tom wollte ein geordnetes, überschaubares Hier und Jetzt und sicher keine unkalkulierbaren Erinnerungen an die Kindheit, die voller Sieg, aber eben auch voller Niederlagen waren. - Seite 87


Fazit:


„Überall bist du“ wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben denn er ist ein Roman, den ich aufgrund seiner Charaktere gleichzeitig geliebt und auch teilweise gehasst habe. Genau wie Martha habe ich mit ihm Höhen und Tiefen durchlebt. Auch wenn ich mir vielleicht ein anderes Ende gewünscht hätte, kann doch gut mit dem gewählten leben. Ich wünsche mir mehr Bücher, die so vielschichtige Gefühle in mir auslösen können und würde es definitiv zu meinen Highlights des Jahres zählen.

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57 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

flawed, perfektion, hörbuch, cecelia, lesenwert

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh , Merete Brettschneider
Audio CD
Erschienen bei Argon, 29.09.2016
ISBN 9783839815199
Genre: Jugendbuch

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79 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

thriller, fiona cummins, der knochensammler, die ernte, knochenkrankheiten

Der Knochensammler - Die Ernte

Fiona Cummins , Birgit Schmitz
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 23.03.2017
ISBN 9783651024991
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension zu Der Knochensammler von Fiona Cummins


Titel: Der Knochensammler - Die Ernte

Autor: Fiona Cummins

Übersetzer: Birgit Schmitz

Verlag: Fischer Scherz

Genre: Thriller

Preis: Broschiert 14,99 € / ebook 12,99 €

Erscheinungsdatum: 23.03.2017

Isbn: 978-3651024991


Klappentext:


Er sammelt aus Leidenschaft. Knochen. Menschliche Knochen. Doch das Herzstück fehlt ihm noch in seiner Sammlung. Die Knochen von Jakey. Einem sechsjährigen Jungen, der am Münchmeyer-Syndrom leidet, einer seltenen Knochenkrankheit, die Jakeys Körper langsam verknöchern lässt ...


Meinung:


„Dann hoffen wir mal, dass alles heil bleibt“, sagte der Knochensammler. - Seite 137


„Der Knochensammler“ ist viel mehr als nur ein Thriller. Der Spannungsroman erzählt gekonnt von gescheiterten Persönlichkeiten und zersprungenen Beziehungen, ohne das es überladen wirkt - obwohl davon doch einiges zusammen kommt. Was bei anderen Büchern des Genres zu klischeehaften Figuren führt, bringt hier eine zusätzliche Schwere mit, die eine noch düstere Stimmung heraufbeschwört. Dabei ist der Aspekt, dass es sich beiden Opfern um Kinder handelt, schon erschlagend genug. Als Mutter von zwei kleinen Kindern blieb mir zeitweise vor Anspannung fast das Herz stehen. Ich kann zusammenfassend sagen, dass mich der Thriller sehr mitgenommen und fertig gemacht hat. Mein Sympathien waren hier auf jeden Fall bei einem der beiden Elternpaare. Ihre Trauer, Wut, Verzweiflung aber auch Hoffnung haben sich so auf mich übertragen, dass ich teilweise Pausen einlegen musste. Die Gefühle dieser Figuren werden glaubhaft und auf eine brutale Art und Weise rübergebracht. Dadurch, dass so viel Raum für die Gefühle der beiden geschaffen wurde, blieben jedoch andere Charaktere auf der Strecke. Besonders die leitende Ermittlerin bleibt, trotz der persönlichen Einflüsse aus ihrem Privatleben, bis zum Schluss sehr schemenhaft gezeichnet. Ich hoffe, in (anscheinend?) nachfolgenden Teilen eine bessere Bindung zu ihr aufbauen zu können. 


„Muss ich sterben Daddy?“ - Seite 138


Geheimnisse werden im Verlauf eingestreut und erst nach und nach gelüftet, was Raum für eigene Spekulationen lässt und die Spannung noch einmal erhöht. Das Ende wartet mit einer Überraschung auf, mit der ich nicht gerechnet hätte und lässt auf weitere Bücher hoffen. 


Negativ muss ich auf jeden Fall anmerken, dass der Buchrücken sehr instabil ist. Ich achte immer sehr darauf, keine Leserillen entstehen zu lassen, hier konnte ich es aufgrund des dünnen Rückens jedoch leider nicht vermeiden. 


Fazit:


„Der Knochensammler - Die Ernte“ ist ein rasanter, brutaler und schockierender Thriller, dessen Stärke und gleichzeitig Schwäche die Figuren sind. Es ist kein perfekter Thriller aber durch seinen konstant aufrecht gehaltenen Spannungsbogen und den erschreckend echten Gefühlen der Eltern gibt es eine eindeutige Leseempfehlung meinerseits. 

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129 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

liebesroman, nora roberts, magie, blanvalet, sterne

Sternenregen

Nora Roberts , Uta Hege
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.07.2016
ISBN 9783734103117
Genre: Liebesromane

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988 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 288 Rezensionen

paper princess, erin watt, liebe, new adult, erotik

Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Rezension zu Paper Princess von Erin Watt


Titel: Paper Princess: Die Versuchung

Autor: Erin Watt

Übersetzer: Lene Kubis

Verlag: Piper

Genre: New Adult

Preis: Broschiert 12,99 € / ebook 4,99 €

Erscheinungsdatum: 01.03.2017

Isbn: 978-3492060714


Reihenfolge:


Band 1: Paper Princess: Die Versuchung - erschienen am 1. März 2017

Band 2: Paper Prince: Das Verlangen - erschienen am 3. April 2017

Band 3: Paper Palace: Die Verführung - erscheint am 2. Mai 2017


Es ist auch ein vierter Titel in Planung.


Klappentext:


Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen.


Meinung:


„Paperprincess“ habe ich im Zug einer weiteren #bbfliest Leserunde auf Twitter gelesen. Für mehr Informationen schaut einfach unter dem Hashtag auf Twitter nach. Ihr werdet sicher euren Spaß haben. 


Es war mal wieder an der Zeit, eine neue Leserunde zu starten. Die zu „Trinity“ lag schon länger zurück, aber wie auch bei der ersten #bbfliest Runde wollten wir uns kein Buch aufzwingen. Auf „Trinity“ sind wir eher zufällig aufgrund eines Gewinnspiels auf Lovelybooks gestoßen und auch die Papierprinzessin kam eher zufällig angeflogen. Aber schnell war klar: Dies wird unser nächster Kandidat für eine Verirss-Runde. Die wirklich kritischen Rezensionen einiger geschätzter Bloggerkolleginnen ließen keinen Zweifel daran. Warum es letztendlich wirklich ein Verriss wurde, mag ich euch  heute erläutern.


Im Zug unserer Leserunde wurden ja Stimmen laut, warum man denn Bücher lesen will von denen man im Vornherein weiß, dass man sie nicht mögen wird. Begründungen gibt es zahlreiche: Den Hype verstehen wollen, sich positiv überraschen lassen aber vor allem, bei wirklich fragwürdigen Büchern den positiven Rezensionen entgegen zu setzen. 


Paper Princess kann man im Großen und Ganzen als unwichtige Literatur in einem übersättigtem Genre betrachten. Ich hatte nicht auf jeder Seite entweder das Bedürfnis zu schreien oder zu lachen, wie es bei Trinity der Fall war. Jedes Buch hat seine Daseinsberechtigung, auch wenn ich nicht jedes gutheiße. Allerdings sollte man trotz allem immer ein kritisches Auge darauf haben, was uns Autoren und Verlage so verkaufen möchten. Gerade bei sog. „Unterhaltungsliteratur“, denn diese hat gewöhnlich die höchste Reichweite. Eine der Teilnehmerinnen unserer Leserunde hat das Buch im Original gelesen, weswegen wir gut Vergleiche zwischen den beiden Büchern ziehen konnten. Dabei fiel uns unter anderem die wirklich schlechte Übersetzung auf. Wo man im Original noch über einen Tod sehr bestürzt war, gab es in der Übersetzung eine scheinbar freudige Aufregung. Solche Fehler ziehen sich durch das ganze Buch. Darüber könnte ich noch hinwegsehen. Dem Realitätsverlust jeglicher Handlungen könnte man auch noch mit „na und, ist ja New Adult“ entgegnen. Was ich aber keinesfalls in Ordnung finde und nicht unerwähnt lassen kann, ist der Umgang der Autorinnen (Plural? Dazu unten mehr) mit sexueller Belästigung. Ella hat, wie es dem Klappentext zu entnehmen ist, bislang in desaströsen Umständen leben müssen. Weil sie die einzige 17jährige ist, die keinen legalen Nebenjob wie Babysitten, an einer Kasse arbeiten etc. finden kann, hat sie sich für das Strippen in einem Nachtclub entschieden. Natürlich nutzt sie dafür den Pass ihrer an Krebs verstorbenen Mutter, der sie als 34jährige ausweist. In der Zeit, als ihre Mutter noch lebte, brachte diese stets andere Männer mit nach Hause. Die meisten davon üble Kerle, die sich auch nicht davor scheuten, ihrer (damals) 12jährigen Tochter an die Wäsche zu gehen. Wurden daraus Konsequenzen gezogen? Nein natürlich nicht. Nachdem sich Ella vergeblich versuchte, gegen einen von ihnen zu verteidigen zeigte er ihr, wie man so richtig zuschlägt, und zack waren beide beste Freunde. Und nach der Rettung durch den ihr zuvor noch nie vorgestellten besten Freund ihres Vaters wird sie in dessen Heim verbracht, wo sie in einer Tour durch die fünf bzw. vier Söhne belästigt und bedroht wird. In einer dieser Situationen, in der Ella vor Angst weder vor noch zurück weiß, steht ihr Loveinterest teilnahmslos daneben. Ja, diese Jungs sind eindeutig der Traum jedes Mädchens. Den Vogel schießt jedoch ihr Herzblatt ab, in dem die außer Gefecht gesetzte und gerade vor einer schlimmen Situation gerettete Ella genau so ausnutzt, wie der Kerl, vor der er sie gerettet hat. Tut mir leid, aber diese Dinge sind nicht in Ordnung und ich verstehe beim besten Willen nicht, wie man das auch noch so feiern kann. Geschmäcker sind natürlich unterschiedlich und jeder zieht seine Grenzen woanders. Ich lese ja auch gerne blutige Thriller. Bei denen ist die Botschaft jedoch klar: Mord ist nicht in Ordnung. Hier jedoch fragt man sich, ob man sich mit den Autorinnen über Sexismus und sexuelle Übergriffe nicht doch noch einmal unterhalten sollte. 


Die Brüder sind allesamt durch, aggressiv und primitiv. Warum sie - besonders einer - bei Ella und der Mehrzahl der Leser gut ankommen? Sie sind heiß. Haben goldglänzende Brustmuskeln, tragen keine Shirts, damit man diese Muskeln auch sieht. Ja, kennen wir bereits aus anderen Büchern der Art. Kann man machen, aber dann ist es halt unoriginell. 


Was gibt es positives zu sagen? Nunja, Kennedy und Frederick haben wirklich versucht, eine taffe und schlagfertige Protagonistin zu schaffen. Das ist ihnen auch fast gelungen, denn in einem anderen Setting hätte mir Ella sicher gefallen. Das Buchcover ist eigentlich sehr hübsch gestaltet, aber wenn man einmal die Hintern in der Krone entdeckt hat, lassen sie sich nicht mehr nicht sehen.


Gut zu wissen:


Hinter dem Pseudonym Erin Watt verbergen sich die beiden Autorinnen Elle Kennedy und Jen Frederick. Da mir „The Deal - Reine Verhandlungssache“ von Kennedy gut gefallen hatte, waren meine Erwartungen an Paper Princess leider viel zu hoch angesetzt. 


Fazit:


Ich hatte gehofft, dass mich das Buch überraschen würde. Doch leider wurden all meine Vermutungen bestätigt. Ich kann verstehen, dass viele das Buch aufgrund Ella mögen, aber ihre Schlagfertigkeit alleine reicht nicht aus, um über den schlechten Rest des Romans hinweg zu trösten. „Paper Princess“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht jedes in den Staaten gehypte Buch auch hier auf den Markt bringen muss. Und wenn, dann mit einer vernünftigen Übersetzung. Es wurde so viel Wert auf das Marketing gelegt (man schaue sich allein die Amazon Verkaufsseite an), dass hierbei wohl gespart worden ist. Ich bin leider besseres aus dem Hause Piper gewöhnt. 


Wenn ich gute Romane des Genres lesen wollt, schaut euch doch mal die Bücher von Samantha Young oder Brittainy C. Cherry an. 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

flucht, judenverfolgung, mainz, shanghai, neuanfang

Das Mädchen im Strom

Sabine Bode
E-Buch Text: 348 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608100839
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension zu Das Mädchen im Strom von Sabine Bode


Titel: Das Mädchen im Strom

Autor: Sabine Bode

Verlag: Klett-Cotta

Seiten: 350

Genre: Gegenwartsliteratur

Preis: Hardcover 20,00 € / 15,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 11.03.2017

Isbn: 978-3608962000


Vielen Dank an Netgalley und Klett-Cotta für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:


Sie ist das hübscheste, frechste und mutigste Mädchen an den Stränden des Rheins – und sie ist Jüdin. Die Geschichte der Gudrun Samuel ist die Geschichte einer ganzen Generation junger Frauen, die die Naziherrschaft und der Krieg zur Flucht gezwungen haben. Als Mädchen ist sie im Rhein hinter den Kohleschleppern hergeschwommen. Sie hatte den jungen Männern in Mainz die Köpfe verdreht. Doch als die Nazis an die Macht kommen und die junge Jüdin Gudrun Samuel sich entscheidet, mit gefälschten Papieren Deutschland zu verlassen, wird sie gefasst und kommt in Gestapo-Haft. Ihr gelingt die Flucht, aber sie ist nun nicht mehr das Mainzer Mädchen Gudrun, sondern die Flüchtende Judy: in der transsibirischen Eisenbahn und im Judenghetto von Shanghai. Sie überlebt den Krieg, doch die Odyssee geht weiter.


Meinung:


Wenn ich das Buch mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es ‚unzugänglich‘. Dieser Umstand ist wirklich sehr schade, da ich schon seit Erscheinen mit dem Roman geliebäugelt hatte. Die Funken, die der Klappentext versprüht, konnten leider nicht auf den Inhalt überspringen.


Von der ersten bis zur letzten Seite begleiteten mich verkrampfte Dialoge und ein insgesamt trockener Schreibstil, mit dem die Geschichte lustlos herunter erzählt wurde. Durch diese Lieblosigkeit habe ich auch viel länger für das Beenden des Romans gebraucht, als es ursprünglich eingeplant gewesen ist. Es fehlte an Gefühl und Spannung, trotz der ganzen Dramatik, die der Roman aufgrund seiner Thematik mit sich bringt. Unterhaltungen finden teilweise nicht direkt statt, sondern werden nacherzählt. Ein weiterer Punkt, der eine unpersönliche Note mit einbringt. Ich hatte eher das Gefühl, dem Bericht eines Dritten und Unbeteiligtem, denn Gudrun auf ihrer Reise durch ihre Kindheit, Jugend und letztendlich nach Shanghai zu folgen. Hinzu kommt, dass in meinen Augen wichtige Aspekte kaum behandelt, dafür Unwichtiges aufgebauscht und in die Länge gezogen wurden. 


Weder zu Gudrun, noch den ihr nahestehenden Personen konnte ich eine Beziehung aufbauen. Das mag sicher der Schreibweise geschuldet sein. So sehr ich auch versucht habe, an ihren Gefühlen teil zu haben, so wenig konnte ich mit ihr sympathisieren. 


Fazit:


Leider war „Das Mädchen im Strom“ für mich ein eher frustrierendes Leseunterfangen. Es werden Elemente (wie nacherzählte Unterhaltungen) verwendet, die nicht meinem Geschmack entsprechen. Zu den Charakteren konnte ich keinen Zugang finden und ein Mitgefühlt mit diesen stellte sich aus diesem Grunde ebenfalls nicht ein.  Leider konnten mich andere Bücher zu der Thematik mehr überzeugen.

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316 Bibliotheken, 29 Leser, 2 Gruppen, 138 Rezensionen

thriller, serienmörder, london, ragdoll, daniel cole

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension zu Ragdoll von Daniel Cole


Titel: Ragdoll - Dein letzter Tag

Autor: Daniel Cole

Übersetzer: Conny Lösch

Verlag: Ullstein

Genre: Thriller

Preis: Broschiert 14,99€ / ebook 12,99 €

Erscheinungsdatum: 27.03.2017

Isbn: 978-3548289199


Vielen Dank an Ullstein und Netgalley für die Bereistellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:


Ein Killer versetzt die ganze Stadt in Angst. Dein Name steht auf seiner Liste. Mit dem Datum deines Todes. Dein letzter Tag ist nah. Und fliehen ist zwecklos.


Meinung:


Ragdoll - ein Thriller, der spannend startet, um dann wieder abzuflachen. 


Für das Lesen habe ich verhältnismäßig lange gebraucht, obwohl ich Thriller gerne mal in einer Nacht durchsuchte. Es ist nicht so, dass das Buch uninteressant war. Denn wenn mal etwas passiert ist, dann war es durchaus sehr spannend. Die Betonung liegt hier deutlich auf dem ‚wenn’, denn das Drumherum der Nebenhandlungen führte leider dazu, dass die Hauptgeschichte dadurch an Gewicht verloren hat. Das erste Drittel würde ich als das rasanteste und spannendste bezeichnen. 


Die Figuren sind leider genau so, wie man sich die Charaktere eines typischen Thrillers vorstellt. Ich bin ja ein großer Fan von Thrillern mit Ermittlern, die man sonst eher in Kriminalromanen serviert bekommt. Und einem gesundes Verhältnis zwischen eben diesen ermittelnden Personen und der eigentliche Geschichte bin ich nicht abgeneigt… wenn sich beides gut ergänzt und gegenseitig vorantreibt. Was hier leider nicht zu spüren war. Ich hatte durchaus meine Favoriten, die sich aber im weitern Verlauf selber aus dieser Position verabschiedet haben.


Ich hätte die Rezension direkt nach Beenden des Thrillers anfangen sollen. Dann hätte ich euch sagen können, warum ich das Ende so langweilig, nichtssagend und unbefriedigend fand. Doch diese Umstände haben dazu geführt, dass es sich vollends aus meinen Gedächtnis verabschiedet hat. Ich hatte nun auch nicht mehr die Muße, das Buch erneut aus meiner Kindlebibliothek herauszusuchen, um das Ende nachzuschlagen.


Fazit:


Eine konstante Spannung wie im ersten Drittel wäre wünschenswert gewesen. Die Figuren waren durchaus sympathisch, ihre klischeehafte Zeichnung jedoch sehr unnötig. Weniger Charaktere und diese dann mit mehr Tiefgang hätten dem Buch sichtlich gut getan. Doch ich sehe durchaus potenzial für die nachfolgenden Bände. 

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zufälle, osttirol

Gipfelglück

Evelyn Holst , Uschi von Grudzinski
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 17.03.2017
ISBN 9783455651461
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Gipfelglück 


Titel: Gipfelglück 

Autoren: Evelyn Holst und Uschi von Grudzinski

Verlag: Atlantik (Hoffmann und Campe)

Seiten: 288

Genre: Gegenwartsliteratur / Unterhaltungsroman

Preis: Broschiert 15,00 € / ebook 9,99 €

Erscheinungsdatum: 17.03.2017

Isbn: 978-3455651461


Mein Dank geht an den Atlantik Verlag für die Übersendung des Rezensionsexemplars.


Text Buchrücken:


Hohe Berge, heile Welt? Das Gradonna Mountain Resort im Bergdorf Kals ist eigentlich der perfekte Ort für Urlaubsträume. Aber selbst im Paradies scheint nicht nur die Sonne. Über all den Schicksalen, deren Fäden zusammenlaufen, thront der Großglockner. Was er zu sehen bekommt, ist spannend, unterhaltsam und manchmal umwerfend komisch.


Meinung:


Während meiner ganzen Lesezeit an meinem ersten Buch der beiden Autorinnen, habe ich mich an die österreichischen Heimatfilme, die bei uns früher gerne geschaut wurden, zurückerinnert gefühlt. Dies ist nicht nur dem Handlungsort, sondern der ganzen Atmosphäre, die der Roman versprüht, geschuldet. Was dem Rückentext (jedoch dem Klappentext innen) nicht zu entnehmen ist, ist die Vielzahl an Figuren, die in den Roman eingearbeitet wurden. Auch wenn sich einige Protagonisten die Klinke in die Hand geben, führte dies bei mir nicht zu Verwechslungen oder einer Unübersichtlichkeit. Viel Spielraum, um bei jeder Figur in die Tiefe gehen zu können, blieb aufgrund der Kürze des Romans nicht. Geschadet hat es dem Werk jedoch nicht, wenn man ihn als den kurzweiligen und unterhaltsamen Roman betrachtet, welcher er auch ist. 


Stiltechnisch ist „Gipfelglück“ sicher gewöhnungsbedürftig. Man würde allerdings dem Buch, wenn nicht gerade beide Namen auf dem Cover stehen würden, nicht anmerken, dass zwei Autorinnen am Werk waren. Es waren tatsächlich die Formulierungen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Es ist mit Sicherheit das erste Buch, in dem mir „Schlüppis“ (Seite 68) und „Zuckerlis“ (187) begegnet sind. Wo ich dies an anderer Stelle als störend empfunden hätte, war es auf diesen Roman bezogen, passend. „Gipfelglück“ erzählt von den kleinen banalen Geschichten des Alltags. Von Vorurteilen und deren Bestätigungen. Wer bereits einige Hotels bereist hat, wird diesen Mikrokosmos, der unweigerlich entsteht, wieder erkennen. Ich würde den Roman nicht als Lesehighlight einstufen. Dafür waren mir die Handlungsstränge zu vorhersehbar. Die Zusammenführungen und Auflösungen ebendieser haben einen Kitschfaktor, der schon arg an die „Zuckerlies“ herankommt. Als Urlaubslektüre taugt er aber allemal und er konnte mir amüsante Lesestunden bereiten. 


Gut zu wissen:


Alle Schauplätze und Orte des Romans sind der Realität entnommen. Am Ende des Romanes gibt einen kurzen Anhang mit Bildern der Ausflugsziele und einigen Informationen dazu. Es haben sogar einige der Angestellten des Gradonna Mountain Resorts ihren Weg in das Buch finden können.


Fazit:


Eine illustrierte Gästescharr bevölkert in „Gipfelglück“ das tatsächlich existierende Gradonna Mountain Resort und läd zum Verweilen ein. „Gipfelglück“ bietet kurzweilige Unterhaltung, ohne besonderen Tiefgang. Freunde des puderzuckersüßen Happy Ends werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Ich wurde wahrlich gut unterhalten, auch wenn die einzelnen Intermezzi und deren Auflösungen vorhersehbar waren. Es ist eine Klamotte, die an Filme mit Schauspielern wie Waltraut Haas und Gunther Philipp erinnert. Tatsächlich könnte ich mir die Geschichte sogar noch besser als filmische Adaption vorstellen. 

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Der silberne Flügel

Tanja Bern
Flexibler Einband: 258 Seiten
Erschienen bei Feelings , 02.02.2017
ISBN 9783426216002
Genre: Fantasy

Rezension:


Rezension zu Der silberne Flügel von Tanja Bern


Titel: Der silberne Flügel
Autor: Tanja Bern
Verlag: Feelings
Seiten: 258
Genre: Liebesroman / Fantasy /Urbanfantasy
Preis: ebook 12,99 € / Taschenbuch 4,99 €
Erscheinungsdatum: 30.01.207
Isbn: 978-3426216002


Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an das Feelings-Team für die Bereitstellung.


Klappentext:


Im Westen Schwedens bemerkt man in einem Gebiet der Skanden fremdartige Phänomene, die dazu führen, dass man dort eine Forschungsstation errichtet: Sie soll vorrangig diese naturkundlichen Erscheinungen untersuchen. Eines Tages findet man dort einen ungewöhnlichen Mann, der mitten im abgesperrten Gebiet auf die Felsen geschlagen ist und sich schwer verletzt hat. Elias Nilsson, der junge Arzt der Station, kümmert sich um den Fremden – und entdeckt Unglaubliches: Sein Patient ist kein Mensch, sondern ein Engel, der auf der Suche nach seiner verlorenen Seelengefährtin ist. Als Elias aufgrund von Intrigen jeglichen Kontakt zu seinem neuen Schützling verliert, befreit er den Engel aus der Station und sie fliehen in das Skanden-Gebirge. Doch dessen Bergpässe sind in den eisigen Wintern Schwedens kaum begehbar.


Meinung:


Die Anfrage zur Rezension hatte ich kurz nach Beenden eines anderen phantastischen Romans, der von den geflügelten Wesen handelt, erhalten, und war dementsprechend schon sehr gespannt darauf, in welche Welten Tanja Bern mich entführen würde. Wenn mich einmal ein Thema gepackt hat, können es nicht genug Roman dazu für mich geben.


Nach den ersten Kapiteln war ich ein wenig skeptisch, ob mir das Buch tatsächlich gefallen wird, den an manch einer Stelle waren es mir zu viele Zufälle, die von einer Situation zur nächsten geführt haben. Und auch die Liebesgeschichte wirkte mir zu anfangs noch zu seicht. Aufgrund des flüssigen und sehr angenehmen Schreibstils (und einer schlaflosen Nacht) kam ich dennoch rasch voran und wurde nach und nach von der Geschichte überzeugt. Berns Roman ist eine phantastische Liebesgeschichte, die mich wirklich berührt hat. Mir gefällt die Ausgeglichenheit zwischen Fantasyelementen und Romantik, die sich beide im Verlauf entwickeln. „Der silberne Flügel“ ist ein Roman, der einen leicht einsteigen lässt und am am Ende dann mit seiner Gefühlskraft überrollt. Es geht um viel mehr als zwei Seelen, die immer wieder magisch von einander angezogen werden. Jede Figur trägt ihren Teil dazu bei, die Geschichte lebendig wirken zu lassen. Das Konzept der Schutzengel erschien mir anfänglich zu konstruiert, jedoch haben mir die Erklärungen zu den einzelnen Engeln sowie den Hütern gut gefallen und meine Bedenken ausgeräumt. Tanja Bern besitzt wirklich sehr viel Fantasie und weiß diese gekonnt in ihre Geschichten zu verflechten. 


Aufgrund des zu stark konstruierten Starts und einiger Längen in der Mitte würde ich dem Roman nicht die volle Punktzahl geben. Doch der weitere Verlauf und besonders das letzte Drittel wussten mich klar zu überzeugen. Genau genommen so sehr, dass ich es als schade empfand, nicht länger in der Welt von Elias und Keija verweilen zu können. Die Darstellung der Engeln, ihren Aufgaben und ihrem Wesen sind detailreich und liebevoll ausgearbeitet. Ebenso, wie die sehr bildhaften Landschaftsbeschreibungen. Es ist wirklich schade, dass das Buch lediglich 258 Seiten umfasst. Das Potenzial für etwas noch Größeres ist definitiv vorhanden. 


Gut zu wissen:


Der Roman erschien bereits 2014 im Oldigor Verlag. Bei dem Feelings-Titel handelt es sich um eine überarbeitete Fassung, die unter gleichem Namen herausgegeben wird. 


Fazit:


„Der silberne Flügel“ ist ein Roman, der sich Stück für Stück entfaltet und sehr ans Herz geht. In der Schlussphase hat er sogar ein paar Tränen von mir eingefordert. Eine Entwicklung, die ich am Anfang des Romans nicht erwartet hätte. Deswegen ist das Buch, trotz einiger Schwächen, mein Toptitel des Verlages. „Der silberne Flügel“ wird sicher nicht mein letztes Werk der Autorin gewesen sein.

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thriller, vergangenheit, psychothriller, perfect girl, unfal

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit

Gilly Macmillan , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426520567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

musik, lovesong, liebe, sophie bennett, rockstars

Lovesong

Sophia Bennett , Sophie Zeitz
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551520913
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Lovesong von Sophia Bennet


Titel: Lovesong

Autor: Sophie Bennett

Übersetzer: Sophia Zeitz

Verlag: Chicken House (Verlag)

Genre: Jugendbuch

Preis: Hardcover 16,99 € / 10,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 24.03.2017

Isbn: 978-3551520913


Vielen Dank an Carlsen und Netgalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:


Warum alle so verrückt nach The Point sind, ist Nina ein Rätsel. Doch als sie ihre kleine Schwester zu einem Meet-and-Greet begleitet und dabei die Verlobte des Sängers rettet, wird sie prompt deren neue Assistentin. Plötzlich tourt Nina mit den vier begehrtesten Jungs aller Zeiten um die Welt – und sieht, wer sie wirklich sind. Die angesagte Band steht kurz vor der Trennung und ausgerechnet Nina soll das verhindern! Aber viel schwerer fällt ihr das, was sie für unmöglich gehalten hat: Sie darf sich auf keinen Fall in einen der Jungs verlieben.


Meinung:


Die Rezension zu diesem Titel fällt mir dieses Mal wirklich nicht leicht. Ich wollte und würde dieses Buch so gerne lieben, jedoch gab es da ein paar Punkte, die mich wirklich sehr gestört haben.


Wobei ich direkt mit dem Beginn der Geschichte anfangen kann. Dort steht nämlich fett „Vorwort“ drüber. Was ich dann in den ersten Worten für persönliche Anmerkungen der Autorin gehalten habe, war tatsächlich jedoch die Einführung in den Roman. Die Verwendung des Begriffs Prolog wäre an dieser Stelle tatsächlich ratsamer gewesen und nicht so irreführend. 


Nina als Protagonistin lernte ich in dem „Vorwort“ als naives und leichtgläubiges Mädchen kennen. Wäre dieser Charakterzug nicht von Dauer und lediglich als Aufhänger ihrer Geschichte angedacht gewesen, hätte ich gut mit ihr als Hauptfigur leben können. Ich sehe jedoch leider keine Entwicklung, die sie durchlebt. Ein Charakter mit Stillstand kann für Romane von anderer Art sicher ein nettes Stilmittel sein. Doch gerade in diesem Buch, hätte ich mir einen Reifeprozess wirklich sehr gewünscht. Nina bleibt das naive Mädchen, das sich seit dem „Vorwort“ im Kreis zu drehen scheint.


Die Art der Erzählung ist entsprechend des Genres jugendlich gehalten, ohne zu gewollt zu wirken. Allerdings bringen klischeehafte Stilelemente die leicht zu lesenden Schreibweise das ein oder andere Mal zu Fall. Dass sich eine Person am Anfang des Romans vor den Spiegel stellt und anfängt sich selbst zu beschreiben, nur damit der Leser sich vorstellen kann, wie diese Person auszusehen hat, mochte ich noch nie und möchte es auch wirklich nicht mehr lesen müssen. 


Trotz der zuvor genannten Umstände konnte ich mich schnell in der Geschichte verlieren. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass es sich bei „Lovesong“ ausnahmsweise mal nicht um einen „Bad Boy Rockstar trifft auf unscheinbares Girly“ Roman handelt. Als ich mit dem Lesen begann, hatte ich nur noch ungefähr den Klappentext im Kopf und so hatte ich zunächst das Problem, dass mir der Umstand, warum ausgerechnet eine 17jährige Schülerin den Job der persönlichen Assistentin erhalten soll, recht unglaubwürdig erschien. Für das Genre war es vielleicht passend, aber realitätsnah sieht deutlich anders aus. Jedoch kommen hierzu im weiteren Verlauf andere Tatsachen auf den Tisch, die mich positiv überrascht haben und mich das Buch mehr mögen ließen. Genau wie das Katz und Maus Spiel der Autorin mit mir als Leserin. Ich hatte bis zu einem gewissen Punkt andauernd Vermutungen, wen aus der Band es denn nun treffen könnte/würde, die sie einige Seiten später mich wieder über den Haufen werfen ließ. Dazu kam ein spannender Handlungsbogen und sympathische Figuren (Protagonistin Nina ausgeschlossen). 


„Täglich warfen sich ihm die Frauen an den Hals, doch er war der einsamste Mensch, den ich kannte.“ - Position 1419


Es hätte wahrlich ein Lesevernügen werden können, wäre da nicht der Einbruch ab wirklich genau der Hälfte gewesen. Der Verlauf nahm ab diesen Zeitpunkt eine komplett andere Richtung ein. All das, was Bennett sich bis zu diesem Zeitpunkt mühevoll bei mir aufgebaut hatte, verpuffte in Unglaubwürdigkeit und an den Haaren herbeigezogenen Ereignissen. Zurück in die Klischeefalle. Genau dazu passte das zuckersüße und extrem kitschige Ende, dass auf einmal abrupt runter erzählt wurde. Sicher habe ich schon deutlich schlechtere Bücher mit genau diesem Thema gelesen und wahrscheinlich bin ich die einzige, die sich einen Verlauf und Ausgang „wie es wirklich hätte passieren können“ wünscht. Jedoch gerade weil mich das Buch auf eine gewisse Art und Weise berühren konnte, ist es schade, dass in der zweiten Hälfte nicht genau an diese Authentizität anknüpft wurde.


Fazit:


Ich hätte „Lovesong“ so gerne zu meinen Lieblingsbüchern zählen wollen. So viel Potenzial, dass für eine naive Protagonistin und klischeehafte Geschehnisse verschenkt wurde. Trotz allem wurde ich gut unterhalten und es ist sicher eine Alternative für alle, die keine Bücher mehr über Rockstars lesen wollen, die nur für eine Nacht bleiben.

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42 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

liebesroma, kuchen, mit liebe, backen, traumtörtchen

Traumtörtchen

Julia Simon
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783736303409
Genre: Liebesromane

Rezension:

Rezension zu Traumtörtchen von Julia Simon


Titel: Traumtörtchen

Autor: Julia Simon

Verlag: Lyx (Bastei Lübbe)

Seiten: 320

Genre: Liebesroman

Preis: Taschenbuch 10,00 € / ebook 8,99 €

Erscheinungsdatum:

Isbn: 978-3736303409


Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an Netgalley und Lyx.


Klappentext:


Ein eigener Törtchenladen, davon hat Nina schon immer geträumt. Dass die Liebe zum Backen ihr Leben derart auf den Kopf stellen würde, hätte sie jedoch niemals gedacht: Ihr neuer Nachbar, der Kinderzahnarzt Matthias, bringt ihr Herz gehörig zum Rasen - eigentlich etwas Wunderbares, wäre da nicht ihr Freund Sören, mit dem sie eine Familie gründen wollte. Doch als die Eröffnung ihres Ladens immer näher rückt, wächst auch Ninas Herzensnot - denn Matthias ist stets zur Stelle, während Sören sich zurzeit vor allem für seine Karriere zu interessieren scheint. Soll sie es wagen, alles auf eine Karte zu setzen und auch der Liebe eine neue Chance geben?


Meinung:


„Wer Kinder bekommt, hat für alle Zeit entschieden, sein Herz herzugeben und außerhalb des eigenen Körpers herumlaufen zu lassen.“ - Position 1533


„Traumtörtchen“ ist das Erstlingswerk der Autorin. Aufgrund des ansprechendes Klappentexts durfte das Buch auf meinen Kindle ziehen. Das Cover hingegen läd nicht zum Kauf ein. Hier hat man sich wirklich keinerlei Mühe gegeben und es impliziert eine seichtere Geschichte, als die, die einen wirklich erwartet. Die Cupcakes und Herzen könnten so auch eine Rasterfolie von Mangastudio sein. Ein bisschen mehr Liebe zum Detail hätte ich schon erwartet.


Während des Mittagsschlaf der Kleinen wollte ich eigentlich „nur mal schnell“ reinlesen und hatte dann doch rasch 20 % des Buchs hinter mir. Als die beiden dann abends im Bett waren, kam der Reader sofort wieder zum Einsatz und noch am selben Abend war das Buch ausgelesen. Schuld daran sind der angenehm leichte Schreibstil und die liebevoll gezeichneten Charaktere.


Im Gegensatz zu anderen Büchern der Art ist das Verhältnis zwischen der Traumerfüllung der Protagonistin und der aufkommenden Romanze völlig ausgeglichen. Der Roman ist in der dritten Person verfasst und trotzdem hat man einen guten Einblick in Ninas Gefühlsleben. Ihre Aktivitäten rund um den Laden und das Backen werden ausführlich und detailreich erzählt. Es bleibt nicht bei einer Nacherzählung, sondern wir verfolgen sie live beim backen und planen ihrer Zukunft. Nina kommt dabei als äußerst sympathische Protagonistin weg und auch ihre Freunde und Nachbarn kann man schnell ins Herz schließen. Hin- und wieder kam ich bei ihr und ihrer Freundin Antonia durcheinander. Dies liegt aber daran, dass Ninas in solchen Büchern meist die besten Freundinnen und nicht die Hauptfiguren sind (achtet mal auf die ganzen Ninas). Es lief mir hier und da ein wenig zu rund und Stolpersteine wurde ohne größere Probleme aus dem Weg geräumt. Auch war der Verlauf vorhersehbar, aber es macht dabei immer einen Unterschied, wie der Weg dorthin umgesetzt worden ist. Am negativsten ist mir der Umgang mit Alkohol in Erinnerung geblieben. Wenn man selbst überhaupt nichts trinkt, fällt es dann doch stärker auf, wenn die Figuren in einem Roman ihre Probleme im Alkohol zu ertränken versuchen.


Ein nettes Extra sind die Rezepte im Anhang, damit man die im Buch erwähnten Törtchen und Kuchen auch nachbacken kann. Allerdings muss ich Nina und ihrer Autorin widersprechen: Vegane Kuchen lassen sich schnell und einfach backen. 


Das Ende ist ähnlich süß, wie Ninas Torten. Das trifft nicht meinen Geschmack, ist für die Geschichte jedoch passend. Ob es einen weiteren Teil geben wird, ohne andere Bücher der Autorin im Verlag geplant sind, konnte ich leider nicht Erfahrung bringen. 


Fazit:


„Traumtörtchen“ ist eine leichte und entspannende Unterhaltung, die man schnell an einem Abend ausgelesen bekommt. Es gilt: Lesen auf eigene Gefahr, denn man könnte Hunger auf etwas Süßes bekommen.

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vampire, julie kagawa, eden, unsterblich, allison

Unsterblich - Tor der Ewigkeit

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453318151
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension zu Tor der Ewigkeit von Julie Kagawa


Titel: Unsterblich - „Tor der Ewigkeit“

Autor: Julie Kagawa

Übersetzer: Charlotte Lungstrass-Kapfer

Verlag: Heyne

Genre: Fantasy/Dystopie

Preis: Taschenbuch 9,99 € / 8,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 09.01.2017

Isbn: 978-3453318151


Das Buch ist ein Rezensionsexemplar des Bloggerportals der Random House Verlagsgruppe. Vielen Dank für die Bereitstellung.


Die Reihe in der kompletten Reihenfolge:


Band 1: Unsterblich - „Tor der Dämmerung“ - 

Band 2: Unsterblich - „Tor der Nacht“ - 

Band 3: Unsterblich - „Tor der Ewigkeit“


Achtung! Es handelt sich hierbei um den dritten und letzten Band der Reihe. Da es sich um eine aufeinander aufbauende Serie handelt, empfehle ich sowohl die Bücher, als auch meine Rezensionen in dieser  Reihenfolge zu lesen.  


Klappentext:


Dunkelheit ist über die Welt gekommen, die Städte liegen in Trümmern, und selbst die Vampire sind nicht mehr in Sicherheit. Niemand weiß das besser als die toughe Allison Sekemoto, denn ihr wurde von dem gefährlichen Vampirmeister Sarren das genommen, was ihr am Teuersten war. Begleitet von ihrem geheimnisvollen Schöpfer Kanin und ihrem Blutsbruder Jackal nimmt Allie die Verfolgung Sarrens auf, um sich an ihm zu rächen. Doch Sarren lockt Allie in eine Falle, und plötzlich steht viel mehr auf dem Spiel als nur die Erfüllung von Allies Racheplänen.


Meinung:


Nachdem ich mir die ersten beiden Bände rasch hintereinander gekauft hatte, konnte ich der Veröffentlichung des letzten Bandes kaum entgegensehen. Obwohl ich den zweiten Band bislang als den Schwächsten empfand, musste ich einfach wissen, wie es für Allison, Kanin und Jackal ausgehen würde. Leider hat Band 3 „Tor der Ewigkeit“ seinen Vorgänger vom Thron des „schlechtesten Buch der Reihe“ gestoßen.


Positiv am Anfang war der nahtlose Übergang in die Geschichte. Ellenlange Wiederholungen, um den Leser wieder in die Geschichte einzuführen empfinde ich immer als sehr störend und bin deswegen froh, dass Kagawa auch hier nicht diesen Weg gewählt hat. Und doch zog sich der Einstieg das Buch über mehrere hundert Seiten. Als ich dachte, dass es nun endlich losgehen würde, kam wieder der nächste Dämpfer. Allies Weg nach Eden ist zwar mit einigen Kämpfen gegen die Verseuchten gespickt, allerdings wiederholen sich diese und dazwischen passiert leider kaum etwas. Sowohl der innere Kampf gegen sich selbst als auch ihre Streitereien mit Jackal kennt man bereits aus dem Vorgänger und wissen nichts Neues zu erzählen. 


Ab einem gewissen Punkt wurde ich dann in meiner Vermutung, die ich zu Ende des zweiten Bandes hatte, bestätigt. Leider zu meinem Unmut. Wenn ich jetzt schreibe, dass eine gewisse Person zurückkehrt, ist dies wahrscheinlich schon zu viel gesagt. Allerdings lässt sich dieser Umstand nur sehr schwer umschiffen. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Figur keinen weiteren Auftritt mehr bekommen wird. Ich konnte sie nie ins Herz schließen und fand die Interaktionen mit dieser Person und Allison schon vorher unerträglich. Hier steigern sie sich nun in eine Ebene, die mir einen weiteren Dampfer verpasste und zusätzlich zu den vorhandenen Längen nicht zum Vorankommen beigetragen haben. Ich habe wirklich sehr lange an dem Buch gelesen, was bei den anderen Teilen nicht der Fall war. Allies Entwicklung, die mir in den beiden Teilen zuvor wirklich gut gefallen hatte, wird durch diesen Charakter ausgebremst. Sie verhält sich kindlich und zickig, was sogar von Jackal angemerkt wird. Dieses Verhalten steht im krassen Gegensatz zu ihrer blutrünstigen Art, mit der sie ihre Gegner zerteilt.


Jackal, der ja von vielen Lesern gemocht wird, bleibt weiterhin ein Charakter, der dazu geschaffen wurde, gehasst zu werden. Alle Autoren von New Adult Romanen, die an der Erstellung eines „richtigen Bad Boys“ scheitern, sollten sich ihn zur Vorlage nehmen. Allies Mentor Kanin wirkt - selbst für einen Vampir - sehr blass. Dafür, dass er für Allison und Jackal eine sehr große Rolle spielen soll, bekommt er von Band zu Band immer weniger Leben eingehaucht. Was ich sehr schade finde, denn er hat eigentlich das Potenzial, ein Lieblingscharakter zu sein.


Im Gegensatz zu „Plötzlich Fee“ ist die „Unsterblich“ Serie blutig und derbe. Ein Aspekt, der mir in allen Teilen gut gefallen hat. Die Bücher wären - für meinen Geschmack - perfekt gewesen, hätte die Autorin nicht unbedingt eine Liebesgeschichte mit einbringen wollen. Dieser schwulstige und aufgesetzte Charakterwandel mag einfach nicht zum Rest der Story passen.


Zum Schluss hin kommt die Geschichte dann doch noch so richtig in Fahrt und die Ereignisse überschlagen sich. Ich hätte mir mehr von dieser Dynamik im Rest des Buchs gewünscht. Hätte man 200 Seiten gestrichen, es wäre wahrscheinlich nicht aufgefallen.


Fazit:


Der Abschlussband der „Unsterblich“ Reihe ist ohne Frage spannend und hat ein würdiges Ende erhalten. Durch seine Längen zieht es sich jedoch streckenweise so sehr, dass ich mich anhalten musste, weiter zu lesen. Eine gekürzte Version des Endergebnisses wäre auch angemessen gewesen. Auch wenn das Buch wieder sehr viel Brutalität ausweist, wurde in diesem Teil mehr Wert auf Romantik gelegt, was ich als störend empfand. Fantasy muss nicht immer Liebe enthalten. Besonders nicht, wenn sie erzwungen wirkt. 

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78 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

kanada, familie, historischer roman, alte jungfer, gesellschaftliche zwänge

Das Schloss in den Wolken

Lucy Maud Montgomery , Nadine Püschel
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.04.2015
ISBN 9783551560148
Genre: Historische Romane

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liebe, reise, wünsche, ava reed, tod

Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.02.2017
ISBN 9783764170721
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Wir fliegen, wenn wir fallen


Titel: Wir fliegen, wenn wir fallen

Autor: Ava Reed

Verlag: Ueberreuther

Seiten: 304

Genre: Young Adult

Preis: 16,95 € Hardcover / 14,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 17.02.2017

Isbn: 978-3764170721


Klappentext:


Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.


Meinung:


Wie war das noch? Ich wollte kein Buch der Autorin mehr lesen? Nun ja, dies war nach der Enttäuschung um die Mondprinzessin auch so. Und dann bekamen wir ein wirklich hübsches Überraschungspaket von Lovelybooks zugeschickt. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal dafür! Und da wären wir auch wieder bei den zweiten Chancen. Ava Reed konnte mit „Wir fliegen, wenn wir fallen“ nicht in die Riege meiner Lieblingsautoren aufsteigen aber sie hat bewiesen, dass sie steigerungsfähig ist. 


Auch wenn es sich wieder um ein Jugendbuch handelt, wirkt ihr Schreibstil reifer. Ob es ihrer dazu gewonnenen Erfahrung geschuldet ist, oder aber einfach einem besseren Lektorat (ja, ich bin nach wie vor kein Freund des Drachenmondverlags) vermag ich nicht sagen. Die beiden Protagonisten kommen in der ersten Person in jeweils abwechselnden Kapiteln zu Wort und man merkt, dass sich Reed sehr viele Mühe bei der Schaffung ihrer Charaktere gegeben hat. 


Durch den ersten Teil des Buchs bin ich förmlich geflogen. Ich mochte besonders Yara auf Anhieb und konnte mich gut in ihre Gefühle, Ängste und Trauer hineinversetzen. Charaktere, die mit mir zusammen die Liebe zu den Büchern teilen, bekommen alleine deswegen schon immer ein paar Pluspunkte.


„Wusstest du, dass man sagt, dass man während des Lesens einen Teil von sich selbst zwischen den Zeilen eines Buchs hinterlässt?“ - Seite 10


Und selbst Noel gefiel mir recht gut. Ihr kennt ja mein Problem mit den männlichen Figuren in YA und NA. Aber auch bei ihm hatte ich das Gefühl, hinter die Fassade schauen zu können und hinter der Schale, seine weiche und trauernde Seite zu sehen.


„Niemand kann dich darauf vorbereiten zu fallen - in ein Loch ohne Boden.“ - Seite 30


Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich mir den Klappentext vorher nicht angesehen habe (auch nicht den recht kurz gehaltene Text auf dem Buchrücken) und über die eigentlichen Plot - eine Bucket List - überrascht war. Die Idee ist nicht neu. Das Abarbeiten solcher Listen - auch für bereits verstorbene Personen - ist Inhalt zahlreicher Bücher. Die Punkte auf dieser waren in Ordnung, teilweise nichts besonderes, aber nett ausgedacht. Allerdings konnte mich die Umsetzung nicht so sehr vom Hocker reißen. Das Buch ist recht kurz und die einzelnen Punkte schnell abgearbeitet. Wenn man die Liste als Mittel zum Zweck sieht, dann mag dies ausreichend sein. Für mich war es jedoch zu wenig. 


So gut mir das Buch am Anfang noch gefallen hat, so arg musste ich mich durch das letzte Drittel zwängen. Denn hier fällt Reed in alte Muster: Kleines Mädchen, das vom strahlenden Held gerettet werden muss und von einer Notlage in die nächste stolpert sowie das zu schnelle Heranführen einer Liebesgeschichte haben meinen Lesespaß leider ausgebremst. 


„Es war einmal - so fingen  alle Geschichten an, auch meine. Aber wie wird sie enden?“ - Seite 119


Die Gestaltung des Covers gefällt mir gut, wobei das Buch ohne Schutzumschlag sogar noch ein wenig besser ausschaut.


Fazit:


Ein gefühlvoller Schreibstil und sympathische Protagonisten treffen auf eine abgehakte Reise und ein viel zu schnell herbeigeführtes Ende. Auch wenn mir „Wir fliegen, wenn wir fallen“ eindeutig besser gefallen konnte als „Mondprinzessin“ so sehe ich Reeds Schwäche immer noch in der Kürze ihrer Romane. Ich würde nun aber eher zu einem Buch von ihr greifen, denn ich sehe, dass Potenzial und Luft nach oben vorhanden sind.

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3.483 Bibliotheken, 71 Leser, 6 Gruppen, 238 Rezensionen

selbstmord, jay asher, mobbing, jugendbuch, tod

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher


Titel: Tote Mädchen lügen nicht

Autor: Jay Asher

Übersetzer: Knut Krüger

Verlag: cbt

Genre: Jugendbuch

Preis: 8,99 € Taschenbuch / 7,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 08.10.2012

Isbn: 978-3570308431


Klappentext:


Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon


Meinung:


Erstmalig auf den Autor aufmerksam wurde ich durch sein Buch „Dein Leuchten“, welches um die Weihnachtszeit rum gefühlt auf jedem Blog und jedem Bookstagramprofil zu finden war. Gelesen habe ich es allerdings nicht. Da nun eine Serienadaption zu seinem Buch „Tote Mädchen lügen nicht“ (im Original „Thirteen Reasons Why) für Ende März auf angekündigt wurde, musste ich es vorher einfach noch schnell lesen. Auch wenn ich mir Serien und Filme damit selbst spoilere, so würde mir doch der „Da war im Buch aber anders!“ Aspekt fehlen.


Das Buch startet direkt mit dem Erhalt des Päckchens und auch wenn Clay dies zunächst noch für einen miesen Scherz hält, wird doch schnell klar: Es ist Hannahs letzte Botschaft. Namen und Orte sollen erklären, warum sie diesen verzweifelten Schritt gegangen ist. Clay ist sich sicher, dass er nichts mit ihrem Tod zu schaffen hat. Aber wieso erhält er dann die Kassetten? Er hat sich doch wirklich nichts zu Schulde kommen lassen, war immer nett zu ihr. Oder etwa doch nicht? Mit Clay zusammen muss der Leser herausfinden, welche Umstände zu Hannahs Tod geführt haben. Ihre Aufzeichnungen werden kursiv dargestellt, um sie von Clays Erzählungen zu unterscheiden. 


"Ich bin mir sicher, dass ich auf dieser Liste nichts zu suchen habe. Ich habe nichts Falsches getan" - Seite 45


Schnell war ich von der Geschichte gefesselt und sehr zu zum Leidwesen meines Schlafbedürfnisses habe ich das Buch an einem Abend/einer Nacht zu Ende gelesen. Das Gefühl, unbedingt über jedes Detail bescheid wissen zu wollen, war einfach zu groß und mit einem flauen Gefühl im Magen bin ich schlafen gegangen. Der Roman hinterlässt einen üblen Beigeschmack, denn die Botschaft ist klar: Überlege gut dein Handeln und deine Worte, denn sie können schlimme Folgen nach sich ziehen. Gerade unter dem Aspekt, dass dies ein Jugendbuch ist, finde ich die Message was dies anbelangt, gut umgesetzt. Fachlich bin ich jedoch nicht ganz überzeugt worden. Dies liegt vor allem an Hannahs Gefühlen. Es ist hart und es tut mir leid, weil sie nunmal das Opfer in dieser Geschichte spielt, aber ich habe nicht mit ihr als Person, sondern vielmehr mit all den echten Menschen, die Mobbing zum Opfer gefallen sind/fallen mitgefühlt. Weil ich genau weiß, dass diese Dinge da draußen im „echten Leben“ passieren. Doch um mit Hannah mitfühlen zu können, war sie als Figur zu unausgebaut. Die Einblicke in ihre Psyche waren dafür zu wenig. Durch die Kassetten versucht sie ehrlich zu sein und ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Alles, wirklich alles raus zu lassen, was sie vorher immer nur Gedacht, aber nie ausgesprochen hat. Und entweder, sie versteckt auch weiterhin ihre Gefühle und Ängste, oder aber ihr Charakter ist einfach zu stark, zu stabil. Diese Rezension fällt mir dieses Mal wirklich schwer zu schreiben und ich hoffe ihr versteht was ich meine. Natürlich will man seinen Peinigern niemals zeigen, wie sehr sie einen wirklich verletzten. Aber wenn ein Charakter mit all seinen Feinden abrechnet, sollte doch greifbar sein, woher das alles kommt. Vielleicht liegt es aber auch an der Aneinanderreihung der von ihr geschilderten Ereignisse, die eine gewisse Unglaubwürdigkeit hervorrufen. Was ich versuche auszudrücken ist, dass mir der Selbstmord einfach zu konstruiert, zu gewollt wirkt.  Ein jeder Selbstmord ist einer zu viel. Oft sind die Gründe für die Umstehenden nicht nachvollziehbar. Besonders was das Thema Depressionen betrifft, stoßen die Betroffenen auf Unverständnis - ich weiß leider, wovon ich schreibe. Deswegen: Wenn die Protagonistin, die es betrifft, nicht zu ihrem eigenen Tod passt, dann stimmt etwas mit der Umsetzung des Romans nicht. Vielleicht mag es auch an der geringen Seitenzahl (288 + große Zeilenabstände und Buchstaben) liegen, dass der Autor  hier nicht mehr in die Tiefe gehen konnte. Oder aber es sollte nicht zu krass werden, da es immer noch ein Jugendbuch ist. Meiner Meinung nach sollte gerade im Hinblick darauf, dass es sich um einen Jugendroman handelt, nichts geschönt werden. 


Gut zu wissen:


Die Serie zu „Tote Mädchen lügen nicht“ startet am 31.03.2017 auf Netflix und wird 13 Folgen umfassen. In den Hauptrollen werden Dylan Minnette und Katherine Lanford die Rollen von Clay und Hannah spielen.


Fazit:


„Tote Mädchen lügen nicht“ ist kein Buch, dass mich mit voller Gewalt umgehauen hat, aber dessen Botschaft eindeutig klar ist. Nicht die Geschichte selbst, sondern die, die sie weiterspinnt, macht betroffen und regt zum Nachdenken an.


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liebe, blumen, blumenladen, ehebruch, neuanfang

Erst die Liebe, dann das Vergnügen (German Edition)

Colleen Oakes
E-Buch Text: 350 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 11.04.2017
ISBN 9783732532841
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension zu Erst die Liebe, dann das Vergnügen von Colleen Oakes


Titel: Erst die Liebe, dann das Vergnügen

Autor: Colleen Oakes

Verlag: beHEARTBEAT (Bastei Lübbe)

Seiten: 528

Genre: Liebesroman / Meine Einschätzung: Chic-Lit

Preis: 7,99 € (ebook only)

Erscheinungsdatum: 11.04.2017

Asin: B01MUV8069


Vielen Dank an Netgalley und Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:


Elly Jordan hat sich einen Traum erfüllt: Noch vor zwei Jahren stand die junge Frau vor den Scherben ihres Lebens, als sie ihren Mann mit einer anderen im Bett erwischte. Von heute auf morgen brach sie alle Zelte ab. Nun ist Elly Inhaberin einer exquisiten Blumenhandlung in St. Louis, täglich umgeben von den schönsten Blumenbouquets, herrlich duftenden Freesien und farbenfrohen Tulpen. Da schlägt sie sich gerne mit Brautzillas und deren hysterischen Müttern herum. Sie ist aufgeblüht, und abgesehen von ihrem unerzogenen Schäferhund und ihrer patzigen Angestellten ist ihr Leben ziemlich perfekt. Und dann ist da noch Ellys neuer Nachbar, ein unverschämt gutaussehender Musiker, der ein Auge auf ihre Kurven geworfen hat. Doch gerade als sie denkt, dass sie ihre Vergangenheit hinter sich gelassen hat, findet sie heraus, dass hinter ihrem lukrativsten Hochzeitsauftrag mehr steckt, als ihr lieb ist.


Meinung:


Vorab ein kleines Geständnis: Ich wollte „Erst die Liebe, dann das Vergnügen“ ausschließlich aus dem Grunde lesen, weil sich der Klappentext nach einer exakten Kopie von „ Ein Ja im Sommer“ von Mary Kay Andrews angehört hat. Zum Vergleich, der Klappentext: „Cara versucht Fuß auf dem Heiratsmarkt zu fassen. Natürlich nur beruflich. Als Floristin entwirft sie romantische Blumenarrangements für den großen Tag. Privat glaubt Cara schon lange nicht mehr an die Liebe, und mit ihrem Ehemann ist es aus. In ihrem Leben läuft es wirklich alles andere als rund: Ihr Assistent will lieber für die Konkurrenz arbeiten, ihr strenger Vater fordert sein Geld zurück, und ein Hundedieb hat es auf ihren Vierbeiner abgesehen. Warum nur sieht der Kerl so unverschämt gut aus?“. Konnte die Autorin wirklich so dreist sein und den Roman mit ihren Figuren umschreiben? Spoiler: Nein, zum Glück nicht! 


Aber hat mir das Buch gefallen? Leider nicht. Nachdem ich die ersten Seiten ohne böse Überraschungen geschafft hatte und ich froh über ihre eigene Geschichte war, machte sich schnell Ernüchterung breit. Ich habe nichts gegen das Genre, denn es gab eine Zeit, in der ich fast nur Chic-Lit gelesen habe und auch heute sind solche Romane ab und an zum Abschalten immer noch ganz nett. Oakes Roman allerdings wirkt wie ein irrer Zusammenschnitt von Büchern des Genres aus den frühen 2000er Jahren. Helen Fielding und Sophie Kinsella lassen grüßen. Der Mix aus gewollt witzigen Situationen und Figuren, die ständig neben sich zu stehen scheinen haben meinen Lesespaß schnell ausgebremst. Die ganze Zeit über hatte ich nicht das Gefühl, in einem netten Liebesroman, sondern in einer schlechten Fernsehkomödie gestrandet zu sein. Dort mögen solche Szenen vielleicht passen (und dennoch ausgebrannt sein), aber lesen mag ich sie nun wirklich nicht mehr. Es ist oft die Rede von Literatur für die „große Masse“ und hin und wieder betrifft dies auch Bücher, die ich nicht dort einordnen würde. „Erst die Liebe, dann das Vergnügen“ passt hingegen genau in diese Kategorie hinein. 


Der Schreibstil wirkt an vielen Stellen abstrus und so, als ob ich an irgendeinem Punkt etwas übersehen hätte. Elly als Protagonstin ist mir als unsympathisch, launenhaft und patzig in Erinnerung geblieben. Es gab zwischendurch immer wieder Situationen, in der sie tiefer in ihre Gefühlswelt hat Blicken lassen. In denen sie nicht wie eine Figur aus einer schlechten amerikanischen Filmkomödie, sondern wie eine wirkliche Person gewirkt hat. Wegen dieser Situationen mag ich auf Netgalley, Amazon und Co. auch drei Sterne gegeben haben. Ansonsten wurde ich jedoch eher enttäuscht. Ellys Liebesleben bringt keine neuen Aspekte mit sich und ist weitestgehend vorhersehbar. Der größte Kritikpunkt ist allerdings die Reduzierung Ellys auf ihren Körper. Ihr Übergewicht ist ein Hauptthema des Romans, obwohl es diesen in keiner Weise vorantreibt. Wo wir wieder bei den Chic-Lit Romanen wie Bridget Jones wären. Was wollte die Autorin mir mitteilen? Dass es in Ordnung ist, etwas mehr auf den Rippen zu haben? Aber weder scheint sie, noch scheinen ihre Romanfiguren davon überzeugt zu sein. Ist es also ein weiterer Versuch, den Roman humoristischer zu gestalten? Ich werde es wahrscheinlich nie herausfinden. 


Fazit:


Nichts Neues hat mich in „Erst die Liebe, dann das Vergnügen“ erwarten können. Die Figuren und Situationen werden überspitzt dargestellt, wie man es aus romantischen Kinokomödien kennt. Für Freunde solcher Geschichten mag der Roman sicher ansprechend sein, ich bin jedoch kein Fan der Autorin geworden. Die Protagonistin ist keine Figur zum gern haben und mitfühlen, jedoch gab es hin und wieder Szenen, in der ich sie doch ein wenig mögen konnte. Zusammengefasst war es jedoch kein großes Lesevergnügen. 

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thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension zu Achtnacht von Sebastian Fitzek


Titel: Achtnacht

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: Droemer Knaur

Seiten: 416 

Genre: Thriller

Preis: 12,99 € Broschierte Ausgabe / 8,99 € ebook 

Erscheinungsdatum: 14.03.2017

Isbn: 978-3426521083


Klappentext:


Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. 

Sie haben 80 Millionen Feinde.

Werden Sie die AchtNacht überleben?


Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.

Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.

In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.

Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.

Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.


Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.

Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.

Und Ihr Name wurde gezogen!


Meinung:


Der neue Fitzek kam heraus und ich musste natürlich sofort in die Buchhandlung, um mich dann später mit dem Buch irgendwo in Ruhe einschließen zu können. Schnell war es gelesen und gut war es auch, umgehauen hat es mich jedoch nicht. 


Vorne weg jedoch erst einmal eine Kritik an mich selbst. Noch während des Lesens von „Achtnacht“ und zuvor auch schon bei „Noah“ kam mir der Gedanke an den „früheren Fitzek“. Damit sind Werke wie „Die Therapie“ oder „Der Seelenbrecher“ gemeint, die mich damals sehr begeistern konnten. Und auch bei meiner Rezension zu „Das Paket“ kam ich darauf zu sprechen (wenn auch im positiven Sinne). Aber wie weit kann man über die Entwicklung eines Autors schreiben, egal ob sie positiv oder negativ ist? Wer über einen solch langen Zeitraum schreibt, verändert und entwickelt seinen Stil unweigerlich. Das merke ich auch bei mir. Sei es nun das Schreiben von Rezensionen oder aber auch das Zeichnen. Aus diesem Grunde halte ich es für nicht gerecht, Bücher die 2017 erscheinen mit denen aus dem Jahr 2006 zu vergleichen und bespreche nun bewusster jedes Buch für sich selbst. Dies betrifft aber nur mich persönlich. Natürlich kann dies jeder Rezensent es so handhaben, wie er möchte.


Als ich das erste Mal von „Achtnacht“ hörte kam mir direkt der Film „The Purge“ aus dem Jahr 2013 in den Sinn. Auch wenn der Film gesellschaftskritisch angedacht gewesen ist, hatte er für mich nicht mehr als eben ein weiterer Hollywood Blockbuster. Tatsächlich ließ sich Fitzek, wie man seiner im Anhang befindlichen Anmerkung entnehmen kann, von dem Streifen zu seinem neuen Thriller inspirieren. Mehr aber auch nicht, denn Film und Buch haben - zum Glück - nicht all zu viel gemeinsam.


Auch wenn die Kritik an Cybermobbing und -hetzjagden in „Achtnacht“ präsent sind, geht mir die Botschaft zu sehr unter. Ebenso wie die Jagd auf die beiden Protagonisten selbst. Fitzek schildert in seiner Anmerkung seine Ideen, die er für den Thriller hatte und ich hätte mir wirklich gewünscht, wenn er mehr davon eingebaut hätte. Der Schreibstil ist ohne Frage wieder sehr rasant, denn die Ereignisse liegen sehr eng beieinander. Die eigentliche Story an sich kommt jedoch kaum in Fahrt. Der Grund, warum ich lieber Thriller als Kriminalromane lese sind die die Abgründe, Grauen und eine gewisse Tiefe der Figuren. Dies alles habe ich hier jedoch arg vermisst. Dass die beiden Gejagten in ständiger Gefahr zu schweben schienen, kam bei mir so nicht an und auch wenn sie dann doch einiges einstecken mussten, verlief das Katz- und Mauspiel zu konfrontationslos. Teilweise war es dann auch sehr arg an den Haaren herbei gezogen. Wo war die Regierung, wo die Ordnungshüter? Von einen auf den anderen Tag herrscht Ausnahmezustand und niemand schreitet ein? Dies kann ich mir nur schwer vorstellen. Über die Macht von Fakenews und was sie anrichten können bin ich mir durchaus bewusst. Aber ein komplettes Verweigern einer Einschreitung durch unsere Freund und Helfer halte ich für arg unglaubwürdig.


Fazit:


Ich mag gesellschaftskritische Romane und das Gedankenspiel, „was könnte passieren wenn“. Auch wenn der Thriller so spannend gestaltet wurde, dass ich schnell durch war, fehlten mir diese Aspekte. „Achtnacht“ ist ein Unterhaltungsthriller, der sich aus der großen Masse an Konkurrenz nicht hervorzuheben weiß. 

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katie agnew, familie, roman, liebe, heyne

Die Perlenfrauen

Katie Agnew , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453420298
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Die Perlenfrauen von Katie Agnew


Titel: Die Perlenfrauen

Autor: Katie Agnew

Übersetzer: Jens Plassmann

Verlag: Heyne

Genre: Gegenwartsliteratur/Liebesroman

Preis: 9,99 € Taschenbuch, 8,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 13.02.2017

Isbn: 978-3453420298


Vielen Dank an das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:


Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie durch ihre ruhmreiche Karriere hindurch und zierte ihren Hals auf den glamourösesten Partys – bis sie auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihr Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat gerade schmerzlich erfahren, dass man mit gutem Aussehen und dolce vita allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Aber was sind die eigentlichen Gründe für Tillys Auftrag? Und wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?


Meinung:


„Selbst der Stein, über den man stolpert, ist Teil des Schicksals.“ - Seite 360


Das Buch war mir zunächst nur durch sein hübsches Cover aufgefallen. Und auch, wenn Familiengeschichten nicht wirklich zum meinen liebsten Genres zählen, bin ich im Nachhinein sehr froh, genau dieses Buch ausgesucht und gelesen zu haben.


Der Roman handelt von mehreren Lebensgeschichten, die auf ungewöhnliche Art und Weise miteinander verbunden sind. Es wechseln sich gekonnt Perspektiven zwischen Gegenwart, Erinnerungen und Briefen ab und erzeugen dadurch kleine Cliffhanger, die zusätzliche Spannung mit einbringen. 


Der Erzählstil ist sehr bildhaft und mag Figuren und Schauplätze gut beschreiben können. Besonders die Gefühle der Charaktere wurden dadurch mitreißend transportiert. Agnew lässt sich mit jeder Charaktereinführung Zeit, ohne einen Bogen zu überspannen. Jede Person, egal aus welcher Zeit sie stammt, wirkt dadurch authentisch und lebendig.


„Er betastete die Kette liebevoll, und obwohl ich seine Ausführungen nicht wirklich verstanden hatte, faszinierte mich doch die Vorstellung, dass diese Kleinode im Grunde ‚bezaubernde Makel‘ waren.“ - Seite 53


 Allerdings blieb bei dem ganzen Figurenausbau und den Familiendramen der Schatten der Kriegsjahre auf der Strecke. Die Verzweiflung und der Schrecken kamen letztendlich nicht so bei mir, wie es hätte sein sollen. 


In Agnews Roman gibt es kein schwarz und weiß. Keine Person ist einfach nur böse, oder wahnsinnig gut. Sie alle haben ihren Schattenseite und Bewegründe und wirken dadurch sehr menschlich. 


Besonders ergreifend und mitreißend empfand ich die Geschichte der Japanerin Aiko, die unter den „Amas“, den Perlentaucherinnen ihres Heimatdorfes aufwuchs. Auch wenn einige Handlungsbögen vorhersehbar erschienen, war mir bis kurz vor Schluss der Einbau einer bestimmten Figur nicht klar, was zu einem guten Überraschungsmoment führte. 


Die eigentliche Suche Sophias nach den Perlen beginnt ab ca. der Hälfte des Buchs, was mit der oben genannter Einführung der Figuren und ihren Geschichten einhergeht. Diesen Umstand konnte ich nicht als störend erachten, da er ohne Längen ausgeblieben ist. Bücher wie diese brauchen ihre Zeit, um ihre ganze Schönheit entfalten zu können. Die anfängliche Antisympathie mit Sophia war von der Autorin beabsichtigt und legt sich dank ihrer Entwicklung zum Ende hin. Allerdings waren andere Figuren eindeutig meine Highlights in diesem Roman.


Das Zusammenführen der einzelnen Geschichten ging mit dem Lüften der Familiengeheimnisse einher. Somit blieben keine Fragen ungeklärt. Das Ende ist rund gestaltet und geht ans Herz - wenn auch vielleicht ein wenig zu kitschig. 


Fazit:


Familiengeschichten müssen bei mir das „besondere Etwas“ haben, um mich fesseln zu können. Katie Agnew konnte dies mit ihrem Roman eindeutig schaffen. 


„Die Perlenfrauen“ ist ein Roman vollgeladen mit Emotionen und Schicksalen und wird durch einen lebendigen Schreibstil getragen. Die unterschiedlichsten Werdegänge und Erinnerungen werden geschickt miteinander verbunden und bilden ein rundes Gesamtbild. 

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liebe, gefühle, strand, sommer, samantha young

Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer

Samantha Young , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548288673
Genre: Liebesromane

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