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21 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Traumtörtchen

Julia Simon
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783736303409
Genre: Liebesromane

Rezension:

Rezension zu Traumtörtchen von Julia Simon


Titel: Traumtörtchen

Autor: Julia Simon

Verlag: Lyx (Bastei Lübbe)

Seiten: 320

Genre: Liebesroman

Preis: Taschenbuch 10,00 € / ebook 8,99 €

Erscheinungsdatum:

Isbn: 978-3736303409


Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an Netgalley und Lyx.


Klappentext:


Ein eigener Törtchenladen, davon hat Nina schon immer geträumt. Dass die Liebe zum Backen ihr Leben derart auf den Kopf stellen würde, hätte sie jedoch niemals gedacht: Ihr neuer Nachbar, der Kinderzahnarzt Matthias, bringt ihr Herz gehörig zum Rasen - eigentlich etwas Wunderbares, wäre da nicht ihr Freund Sören, mit dem sie eine Familie gründen wollte. Doch als die Eröffnung ihres Ladens immer näher rückt, wächst auch Ninas Herzensnot - denn Matthias ist stets zur Stelle, während Sören sich zurzeit vor allem für seine Karriere zu interessieren scheint. Soll sie es wagen, alles auf eine Karte zu setzen und auch der Liebe eine neue Chance geben?


Meinung:


„Wer Kinder bekommt, hat für alle Zeit entschieden, sein Herz herzugeben und außerhalb des eigenen Körpers herumlaufen zu lassen.“ - Position 1533


„Traumtörtchen“ ist das Erstlingswerk der Autorin. Aufgrund des ansprechendes Klappentexts durfte das Buch auf meinen Kindle ziehen. Das Cover hingegen läd nicht zum Kauf ein. Hier hat man sich wirklich keinerlei Mühe gegeben und es impliziert eine seichtere Geschichte, als die, die einen wirklich erwartet. Die Cupcakes und Herzen könnten so auch eine Rasterfolie von Mangastudio sein. Ein bisschen mehr Liebe zum Detail hätte ich schon erwartet.


Während des Mittagsschlaf der Kleinen wollte ich eigentlich „nur mal schnell“ reinlesen und hatte dann doch rasch 20 % des Buchs hinter mir. Als die beiden dann abends im Bett waren, kam der Reader sofort wieder zum Einsatz und noch am selben Abend war das Buch ausgelesen. Schuld daran sind der angenehm leichte Schreibstil und die liebevoll gezeichneten Charaktere.


Im Gegensatz zu anderen Büchern der Art ist das Verhältnis zwischen der Traumerfüllung der Protagonistin und der aufkommenden Romanze völlig ausgeglichen. Der Roman ist in der dritten Person verfasst und trotzdem hat man einen guten Einblick in Ninas Gefühlsleben. Ihre Aktivitäten rund um den Laden und das Backen werden ausführlich und detailreich erzählt. Es bleibt nicht bei einer Nacherzählung, sondern wir verfolgen sie live beim backen und planen ihrer Zukunft. Nina kommt dabei als äußerst sympathische Protagonistin weg und auch ihre Freunde und Nachbarn kann man schnell ins Herz schließen. Hin- und wieder kam ich bei ihr und ihrer Freundin Antonia durcheinander. Dies liegt aber daran, dass Ninas in solchen Büchern meist die besten Freundinnen und nicht die Hauptfiguren sind (achtet mal auf die ganzen Ninas). Es lief mir hier und da ein wenig zu rund und Stolpersteine wurde ohne größere Probleme aus dem Weg geräumt. Auch war der Verlauf vorhersehbar, aber es macht dabei immer einen Unterschied, wie der Weg dorthin umgesetzt worden ist. Am negativsten ist mir der Umgang mit Alkohol in Erinnerung geblieben. Wenn man selbst überhaupt nichts trinkt, fällt es dann doch stärker auf, wenn die Figuren in einem Roman ihre Probleme im Alkohol zu ertränken versuchen.


Ein nettes Extra sind die Rezepte im Anhang, damit man die im Buch erwähnten Törtchen und Kuchen auch nachbacken kann. Allerdings muss ich Nina und ihrer Autorin widersprechen: Vegane Kuchen lassen sich schnell und einfach backen. 


Das Ende ist ähnlich süß, wie Ninas Torten. Das trifft nicht meinen Geschmack, ist für die Geschichte jedoch passend. Ob es einen weiteren Teil geben wird, ohne andere Bücher der Autorin im Verlag geplant sind, konnte ich leider nicht Erfahrung bringen. 


Fazit:


„Traumtörtchen“ ist eine leichte und entspannende Unterhaltung, die man schnell an einem Abend ausgelesen bekommt. Es gilt: Lesen auf eigene Gefahr, denn man könnte Hunger auf etwas Süßes bekommen.

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176 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

allison, julie kagawa, eden, tor der ewigkeit, unsterblich

Unsterblich - Tor der Ewigkeit

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453318151
Genre: Fantasy

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

kanada, familie, historischer roman, alte jungfer, gesellschaftliche zwänge

Das Schloss in den Wolken

Lucy Maud Montgomery , Nadine Püschel
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.04.2015
ISBN 9783551560148
Genre: Historische Romane

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liebe, reise, wünsche, ava reed, vertrauen

Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.02.2017
ISBN 9783764170721
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Wir fliegen, wenn wir fallen


Titel: Wir fliegen, wenn wir fallen

Autor: Ava Reed

Verlag: Ueberreuther

Seiten: 304

Genre: Young Adult

Preis: 16,95 € Hardcover / 14,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 17.02.2017

Isbn: 978-3764170721


Klappentext:


Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.


Meinung:


Wie war das noch? Ich wollte kein Buch der Autorin mehr lesen? Nun ja, dies war nach der Enttäuschung um die Mondprinzessin auch so. Und dann bekamen wir ein wirklich hübsches Überraschungspaket von Lovelybooks zugeschickt. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal dafür! Und da wären wir auch wieder bei den zweiten Chancen. Ava Reed konnte mit „Wir fliegen, wenn wir fallen“ nicht in die Riege meiner Lieblingsautoren aufsteigen aber sie hat bewiesen, dass sie steigerungsfähig ist. 


Auch wenn es sich wieder um ein Jugendbuch handelt, wirkt ihr Schreibstil reifer. Ob es ihrer dazu gewonnenen Erfahrung geschuldet ist, oder aber einfach einem besseren Lektorat (ja, ich bin nach wie vor kein Freund des Drachenmondverlags) vermag ich nicht sagen. Die beiden Protagonisten kommen in der ersten Person in jeweils abwechselnden Kapiteln zu Wort und man merkt, dass sich Reed sehr viele Mühe bei der Schaffung ihrer Charaktere gegeben hat. 


Durch den ersten Teil des Buchs bin ich förmlich geflogen. Ich mochte besonders Yara auf Anhieb und konnte mich gut in ihre Gefühle, Ängste und Trauer hineinversetzen. Charaktere, die mit mir zusammen die Liebe zu den Büchern teilen, bekommen alleine deswegen schon immer ein paar Pluspunkte.


„Wusstest du, dass man sagt, dass man während des Lesens einen Teil von sich selbst zwischen den Zeilen eines Buchs hinterlässt?“ - Seite 10


Und selbst Noel gefiel mir recht gut. Ihr kennt ja mein Problem mit den männlichen Figuren in YA und NA. Aber auch bei ihm hatte ich das Gefühl, hinter die Fassade schauen zu können und hinter der Schale, seine weiche und trauernde Seite zu sehen.


„Niemand kann dich darauf vorbereiten zu fallen - in ein Loch ohne Boden.“ - Seite 30


Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich mir den Klappentext vorher nicht angesehen habe (auch nicht den recht kurz gehaltene Text auf dem Buchrücken) und über die eigentlichen Plot - eine Bucket List - überrascht war. Die Idee ist nicht neu. Das Abarbeiten solcher Listen - auch für bereits verstorbene Personen - ist Inhalt zahlreicher Bücher. Die Punkte auf dieser waren in Ordnung, teilweise nichts besonderes, aber nett ausgedacht. Allerdings konnte mich die Umsetzung nicht so sehr vom Hocker reißen. Das Buch ist recht kurz und die einzelnen Punkte schnell abgearbeitet. Wenn man die Liste als Mittel zum Zweck sieht, dann mag dies ausreichend sein. Für mich war es jedoch zu wenig. 


So gut mir das Buch am Anfang noch gefallen hat, so arg musste ich mich durch das letzte Drittel zwängen. Denn hier fällt Reed in alte Muster: Kleines Mädchen, das vom strahlenden Held gerettet werden muss und von einer Notlage in die nächste stolpert sowie das zu schnelle Heranführen einer Liebesgeschichte haben meinen Lesespaß leider ausgebremst. 


„Es war einmal - so fingen  alle Geschichten an, auch meine. Aber wie wird sie enden?“ - Seite 119


Die Gestaltung des Covers gefällt mir gut, wobei das Buch ohne Schutzumschlag sogar noch ein wenig besser ausschaut.


Fazit:


Ein gefühlvoller Schreibstil und sympathische Protagonisten treffen auf eine abgehakte Reise und ein viel zu schnell herbeigeführtes Ende. Auch wenn mir „Wir fliegen, wenn wir fallen“ eindeutig besser gefallen konnte als „Mondprinzessin“ so sehe ich Reeds Schwäche immer noch in der Kürze ihrer Romane. Ich würde nun aber eher zu einem Buch von ihr greifen, denn ich sehe, dass Potenzial und Luft nach oben vorhanden sind.

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selbstmord, jugendbuch, mobbing, jay asher, tod

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher


Titel: Tote Mädchen lügen nicht

Autor: Jay Asher

Übersetzer: Knut Krüger

Verlag: cbt

Genre: Jugendbuch

Preis: 8,99 € Taschenbuch / 7,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 08.10.2012

Isbn: 978-3570308431


Klappentext:


Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon


Meinung:


Erstmalig auf den Autor aufmerksam wurde ich durch sein Buch „Dein Leuchten“, welches um die Weihnachtszeit rum gefühlt auf jedem Blog und jedem Bookstagramprofil zu finden war. Gelesen habe ich es allerdings nicht. Da nun eine Serienadaption zu seinem Buch „Tote Mädchen lügen nicht“ (im Original „Thirteen Reasons Why) für Ende März auf angekündigt wurde, musste ich es vorher einfach noch schnell lesen. Auch wenn ich mir Serien und Filme damit selbst spoilere, so würde mir doch der „Da war im Buch aber anders!“ Aspekt fehlen.


Das Buch startet direkt mit dem Erhalt des Päckchens und auch wenn Clay dies zunächst noch für einen miesen Scherz hält, wird doch schnell klar: Es ist Hannahs letzte Botschaft. Namen und Orte sollen erklären, warum sie diesen verzweifelten Schritt gegangen ist. Clay ist sich sicher, dass er nichts mit ihrem Tod zu schaffen hat. Aber wieso erhält er dann die Kassetten? Er hat sich doch wirklich nichts zu Schulde kommen lassen, war immer nett zu ihr. Oder etwa doch nicht? Mit Clay zusammen muss der Leser herausfinden, welche Umstände zu Hannahs Tod geführt haben. Ihre Aufzeichnungen werden kursiv dargestellt, um sie von Clays Erzählungen zu unterscheiden. 


"Ich bin mir sicher, dass ich auf dieser Liste nichts zu suchen habe. Ich habe nichts Falsches getan" - Seite 45


Schnell war ich von der Geschichte gefesselt und sehr zu zum Leidwesen meines Schlafbedürfnisses habe ich das Buch an einem Abend/einer Nacht zu Ende gelesen. Das Gefühl, unbedingt über jedes Detail bescheid wissen zu wollen, war einfach zu groß und mit einem flauen Gefühl im Magen bin ich schlafen gegangen. Der Roman hinterlässt einen üblen Beigeschmack, denn die Botschaft ist klar: Überlege gut dein Handeln und deine Worte, denn sie können schlimme Folgen nach sich ziehen. Gerade unter dem Aspekt, dass dies ein Jugendbuch ist, finde ich die Message was dies anbelangt, gut umgesetzt. Fachlich bin ich jedoch nicht ganz überzeugt worden. Dies liegt vor allem an Hannahs Gefühlen. Es ist hart und es tut mir leid, weil sie nunmal das Opfer in dieser Geschichte spielt, aber ich habe nicht mit ihr als Person, sondern vielmehr mit all den echten Menschen, die Mobbing zum Opfer gefallen sind/fallen mitgefühlt. Weil ich genau weiß, dass diese Dinge da draußen im „echten Leben“ passieren. Doch um mit Hannah mitfühlen zu können, war sie als Figur zu unausgebaut. Die Einblicke in ihre Psyche waren dafür zu wenig. Durch die Kassetten versucht sie ehrlich zu sein und ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Alles, wirklich alles raus zu lassen, was sie vorher immer nur Gedacht, aber nie ausgesprochen hat. Und entweder, sie versteckt auch weiterhin ihre Gefühle und Ängste, oder aber ihr Charakter ist einfach zu stark, zu stabil. Diese Rezension fällt mir dieses Mal wirklich schwer zu schreiben und ich hoffe ihr versteht was ich meine. Natürlich will man seinen Peinigern niemals zeigen, wie sehr sie einen wirklich verletzten. Aber wenn ein Charakter mit all seinen Feinden abrechnet, sollte doch greifbar sein, woher das alles kommt. Vielleicht liegt es aber auch an der Aneinanderreihung der von ihr geschilderten Ereignisse, die eine gewisse Unglaubwürdigkeit hervorrufen. Was ich versuche auszudrücken ist, dass mir der Selbstmord einfach zu konstruiert, zu gewollt wirkt.  Ein jeder Selbstmord ist einer zu viel. Oft sind die Gründe für die Umstehenden nicht nachvollziehbar. Besonders was das Thema Depressionen betrifft, stoßen die Betroffenen auf Unverständnis - ich weiß leider, wovon ich schreibe. Deswegen: Wenn die Protagonistin, die es betrifft, nicht zu ihrem eigenen Tod passt, dann stimmt etwas mit der Umsetzung des Romans nicht. Vielleicht mag es auch an der geringen Seitenzahl (288 + große Zeilenabstände und Buchstaben) liegen, dass der Autor  hier nicht mehr in die Tiefe gehen konnte. Oder aber es sollte nicht zu krass werden, da es immer noch ein Jugendbuch ist. Meiner Meinung nach sollte gerade im Hinblick darauf, dass es sich um einen Jugendroman handelt, nichts geschönt werden. 


Gut zu wissen:


Die Serie zu „Tote Mädchen lügen nicht“ startet am 31.03.2017 auf Netflix und wird 13 Folgen umfassen. In den Hauptrollen werden Dylan Minnette und Katherine Lanford die Rollen von Clay und Hannah spielen.


Fazit:


„Tote Mädchen lügen nicht“ ist kein Buch, dass mich mit voller Gewalt umgehauen hat, aber dessen Botschaft eindeutig klar ist. Nicht die Geschichte selbst, sondern die, die sie weiterspinnt, macht betroffen und regt zum Nachdenken an.


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8 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

blumen, liebe, unerwartet, nachbar, hochzeit

Erst die Liebe, dann das Vergnügen (German Edition)

Colleen Oakes
E-Buch Text: 350 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 11.04.2017
ISBN 9783732532841
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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thriller, sebastian fitzek, fitzek, achtnacht, the purge

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension zu Achtnacht von Sebastian Fitzek


Titel: Achtnacht

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: Droemer Knaur

Seiten: 416 

Genre: Thriller

Preis: 12,99 € Broschierte Ausgabe / 8,99 € ebook 

Erscheinungsdatum: 14.03.2017

Isbn: 978-3426521083


Klappentext:


Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. 

Sie haben 80 Millionen Feinde.

Werden Sie die AchtNacht überleben?


Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.

Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.

In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.

Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.

Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.


Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.

Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.

Und Ihr Name wurde gezogen!


Meinung:


Der neue Fitzek kam heraus und ich musste natürlich sofort in die Buchhandlung, um mich dann später mit dem Buch irgendwo in Ruhe einschließen zu können. Schnell war es gelesen und gut war es auch, umgehauen hat es mich jedoch nicht. 


Vorne weg jedoch erst einmal eine Kritik an mich selbst. Noch während des Lesens von „Achtnacht“ und zuvor auch schon bei „Noah“ kam mir der Gedanke an den „früheren Fitzek“. Damit sind Werke wie „Die Therapie“ oder „Der Seelenbrecher“ gemeint, die mich damals sehr begeistern konnten. Und auch bei meiner Rezension zu „Das Paket“ kam ich darauf zu sprechen (wenn auch im positiven Sinne). Aber wie weit kann man über die Entwicklung eines Autors schreiben, egal ob sie positiv oder negativ ist? Wer über einen solch langen Zeitraum schreibt, verändert und entwickelt seinen Stil unweigerlich. Das merke ich auch bei mir. Sei es nun das Schreiben von Rezensionen oder aber auch das Zeichnen. Aus diesem Grunde halte ich es für nicht gerecht, Bücher die 2017 erscheinen mit denen aus dem Jahr 2006 zu vergleichen und bespreche nun bewusster jedes Buch für sich selbst. Dies betrifft aber nur mich persönlich. Natürlich kann dies jeder Rezensent es so handhaben, wie er möchte.


Als ich das erste Mal von „Achtnacht“ hörte kam mir direkt der Film „The Purge“ aus dem Jahr 2013 in den Sinn. Auch wenn der Film gesellschaftskritisch angedacht gewesen ist, hatte er für mich nicht mehr als eben ein weiterer Hollywood Blockbuster. Tatsächlich ließ sich Fitzek, wie man seiner im Anhang befindlichen Anmerkung entnehmen kann, von dem Streifen zu seinem neuen Thriller inspirieren. Mehr aber auch nicht, denn Film und Buch haben - zum Glück - nicht all zu viel gemeinsam.


Auch wenn die Kritik an Cybermobbing und -hetzjagden in „Achtnacht“ präsent sind, geht mir die Botschaft zu sehr unter. Ebenso wie die Jagd auf die beiden Protagonisten selbst. Fitzek schildert in seiner Anmerkung seine Ideen, die er für den Thriller hatte und ich hätte mir wirklich gewünscht, wenn er mehr davon eingebaut hätte. Der Schreibstil ist ohne Frage wieder sehr rasant, denn die Ereignisse liegen sehr eng beieinander. Die eigentliche Story an sich kommt jedoch kaum in Fahrt. Der Grund, warum ich lieber Thriller als Kriminalromane lese sind die die Abgründe, Grauen und eine gewisse Tiefe der Figuren. Dies alles habe ich hier jedoch arg vermisst. Dass die beiden Gejagten in ständiger Gefahr zu schweben schienen, kam bei mir so nicht an und auch wenn sie dann doch einiges einstecken mussten, verlief das Katz- und Mauspiel zu konfrontationslos. Teilweise war es dann auch sehr arg an den Haaren herbei gezogen. Wo war die Regierung, wo die Ordnungshüter? Von einen auf den anderen Tag herrscht Ausnahmezustand und niemand schreitet ein? Dies kann ich mir nur schwer vorstellen. Über die Macht von Fakenews und was sie anrichten können bin ich mir durchaus bewusst. Aber ein komplettes Verweigern einer Einschreitung durch unsere Freund und Helfer halte ich für arg unglaubwürdig.


Fazit:


Ich mag gesellschaftskritische Romane und das Gedankenspiel, „was könnte passieren wenn“. Auch wenn der Thriller so spannend gestaltet wurde, dass ich schnell durch war, fehlten mir diese Aspekte. „Achtnacht“ ist ein Unterhaltungsthriller, der sich aus der großen Masse an Konkurrenz nicht hervorzuheben weiß. 

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liebe, familie, katie agnew, roman, heyne

Die Perlenfrauen

Katie Agnew , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453420298
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Die Perlenfrauen von Katie Agnew


Titel: Die Perlenfrauen

Autor: Katie Agnew

Übersetzer: Jens Plassmann

Verlag: Heyne

Genre: Gegenwartsliteratur/Liebesroman

Preis: 9,99 € Taschenbuch, 8,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 13.02.2017

Isbn: 978-3453420298


Vielen Dank an das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:


Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie durch ihre ruhmreiche Karriere hindurch und zierte ihren Hals auf den glamourösesten Partys – bis sie auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihr Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat gerade schmerzlich erfahren, dass man mit gutem Aussehen und dolce vita allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Aber was sind die eigentlichen Gründe für Tillys Auftrag? Und wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?


Meinung:


„Selbst der Stein, über den man stolpert, ist Teil des Schicksals.“ - Seite 360


Das Buch war mir zunächst nur durch sein hübsches Cover aufgefallen. Und auch, wenn Familiengeschichten nicht wirklich zum meinen liebsten Genres zählen, bin ich im Nachhinein sehr froh, genau dieses Buch ausgesucht und gelesen zu haben.


Der Roman handelt von mehreren Lebensgeschichten, die auf ungewöhnliche Art und Weise miteinander verbunden sind. Es wechseln sich gekonnt Perspektiven zwischen Gegenwart, Erinnerungen und Briefen ab und erzeugen dadurch kleine Cliffhanger, die zusätzliche Spannung mit einbringen. 


Der Erzählstil ist sehr bildhaft und mag Figuren und Schauplätze gut beschreiben können. Besonders die Gefühle der Charaktere wurden dadurch mitreißend transportiert. Agnew lässt sich mit jeder Charaktereinführung Zeit, ohne einen Bogen zu überspannen. Jede Person, egal aus welcher Zeit sie stammt, wirkt dadurch authentisch und lebendig.


„Er betastete die Kette liebevoll, und obwohl ich seine Ausführungen nicht wirklich verstanden hatte, faszinierte mich doch die Vorstellung, dass diese Kleinode im Grunde ‚bezaubernde Makel‘ waren.“ - Seite 53


 Allerdings blieb bei dem ganzen Figurenausbau und den Familiendramen der Schatten der Kriegsjahre auf der Strecke. Die Verzweiflung und der Schrecken kamen letztendlich nicht so bei mir, wie es hätte sein sollen. 


In Agnews Roman gibt es kein schwarz und weiß. Keine Person ist einfach nur böse, oder wahnsinnig gut. Sie alle haben ihren Schattenseite und Bewegründe und wirken dadurch sehr menschlich. 


Besonders ergreifend und mitreißend empfand ich die Geschichte der Japanerin Aiko, die unter den „Amas“, den Perlentaucherinnen ihres Heimatdorfes aufwuchs. Auch wenn einige Handlungsbögen vorhersehbar erschienen, war mir bis kurz vor Schluss der Einbau einer bestimmten Figur nicht klar, was zu einem guten Überraschungsmoment führte. 


Die eigentliche Suche Sophias nach den Perlen beginnt ab ca. der Hälfte des Buchs, was mit der oben genannter Einführung der Figuren und ihren Geschichten einhergeht. Diesen Umstand konnte ich nicht als störend erachten, da er ohne Längen ausgeblieben ist. Bücher wie diese brauchen ihre Zeit, um ihre ganze Schönheit entfalten zu können. Die anfängliche Antisympathie mit Sophia war von der Autorin beabsichtigt und legt sich dank ihrer Entwicklung zum Ende hin. Allerdings waren andere Figuren eindeutig meine Highlights in diesem Roman.


Das Zusammenführen der einzelnen Geschichten ging mit dem Lüften der Familiengeheimnisse einher. Somit blieben keine Fragen ungeklärt. Das Ende ist rund gestaltet und geht ans Herz - wenn auch vielleicht ein wenig zu kitschig. 


Fazit:


Familiengeschichten müssen bei mir das „besondere Etwas“ haben, um mich fesseln zu können. Katie Agnew konnte dies mit ihrem Roman eindeutig schaffen. 


„Die Perlenfrauen“ ist ein Roman vollgeladen mit Emotionen und Schicksalen und wird durch einen lebendigen Schreibstil getragen. Die unterschiedlichsten Werdegänge und Erinnerungen werden geschickt miteinander verbunden und bilden ein rundes Gesamtbild. 

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86 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

samantha youn

Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer

Samantha Young , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548288673
Genre: Liebesromane

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jugendbuch, zeitreise, forever 21, zeitreisen, leserunde

Forever 21

Lilly Crow
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600443
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Forever 21 von Lilly Crow


Titel: Forever 21: Zwischen uns die Zeit

Autor: Lilly Crow

Verlag: One (Bastei Lübbe)

Seiten: 288 

Genre: Fantasy Jugendbuch/Zeitreisen

Preis: 15,00 € Hardcover, 9,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 16.03.2017

Isbn: 978-3846600443


Vielen Dank an Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Band 1: Forever 21 „Zwischen uns die Zeit 

Band 2: (Titel wird noch ergänzt) erscheint im Herbst 2017


Klappentext:


Ava ist 21 Jahre alt. Für immer. Sie hat eine schwere Schuld auf sich geladen und wurde zur Strafe mit einem dunklen Fluch belegt. Nun muss sie immer wieder durch die Zeit reisen, an immer neue Orte, in unterschiedliche Situationen. Nur ihre Aufgabe ändert sich nie: Sie muss zwei Seelenverwandten helfen, zueinanderzufinden. Dazu hat sie jedoch nie viel Zeit. Ihr Blut ist wie Säure, und wenn sie sich nicht beeilt, ihre Aufgabe zu erfüllen, leidet sie unsagbare Schmerzen. Dann lernt sie in einem der Sprünge Kyran kennen. Und auf einmal ist alles anders. Doch haben die zwei eine Zukunft, wenn Ava die Zeit und den Ort, an dem Kyran lebt, wieder verlassen muss?


Meinung:


Ich habe „Forever 21“ im Zuge einer Leserunde auf Lesejury, der Community von Bastei Lübbe, als Vorab-Manuskript gelesen. Warum es mich nicht überzeugen konnte, für euch zusammengefasst:


Der Einstieg in den Roman verlief noch relativ gut, da der Schreibstil eingängig und recht schlicht gehalten wurde. Er ist eindeutig auf ein jüngeres Publikum ausgelegt, sorgt jedoch für ein zügiges Vorankommen. Es gab hier und da ein paar „tiefgründigere Einschübe“, die mit Sicherheit zitierfähig sind, aber insgesamt kann man ihn als nicht besonders einstufen.


„Ava war fort, und fast erschien es ihm, als wäre sie nur das Traumgespinst einer mondlosen Nacht gewesen.“ - Seite 80


Mit der Protagonistin Ava hatte ich so meine liebe Mühe. Schon lange ist mir kein oberflächlicherer Charakter mehr untergekommen. Ich kann noch gerade so nachvollziehen, dass man eine Figur zu anfangs klischeehaft und mit Schubladendenken ausgestattet einführt, damit sie im weiteren Verlauf der Handlung eine Wandlung durchläuft. Mit Ava konnte ich jedoch bis zum Ende nicht warm werden. Ihre Denkweisen erinnerten mich mehr als einmal an Chic-Lit Protagonistinnen von vor zehn Jahren. Ihre Aufgabe, Seelengefährten zusammen zu bringen, mag romantisch anmuten. Jedoch kam weder diese Stimmung bei mir auf, noch nahm ich ihr ab, dies nicht ausschließlich aus egoistischen Gründen durchführen zu wollen. 


Gegen ihren männlichen Gegenpart Kyran (dessen Name ich immer wieder nachschlagen musste) hege ich sogar noch mehr Antisympathien, da er ein fast schon stalkerhaftes Verhalten an den Tag legt, das ich weder gutheißen, noch die Absichten der Autorin nachvollziehen kann. 


Der Roman strotzt des Weiteren nur so von Logikfehlern. Dies betrifft sowohl klassische Zeitreisefehler, wie das Verändern von unveränderbaren Ereignissen, als auch Fehlern im Text, die anscheinend im Lektorat nicht weiter aufgefallen sind. Fehler können passieren, aber gerade bei Zeitreisen dürften solche Dinge wirklich nicht passieren. 


Ein weiterer großer Kritikpunkt meinerseits ist, dass die Autorin sich ihre eigene Logik schafft, wie es eben gerade in die Geschichte passt. Avas „Fähigkeit“ bzw. Strafe, durch die Zeit zu springen bringt sie in die verschiedensten Situationen und Körper. Da heißt es einmal, dass die Personen, nach ihrem Sprung aus dem Körper an alles erinnern können und beim nächsten Mal, dass Gedächtnislücken zurück bleiben. Die unwirklichsten Zufälle kommen zusammen, damit Ava Adressen und Namen von ihren „Wirten“ herausfindet. Unnatürliche Unterhaltungen werden geführt, nur um den Leser auf Offensichtliches hinzuweisen. Und Unglückliche Formulierungen wie 


„Im Jahr 1907 hatte es schließlich keine Fingerabdrücke gegeben.“ - Seite 117


runden dies noch ab.


Avas Zeitsprünge sind kleine Geschichten innerhalb der großen Geschichte, die zu einem Ganzen zusammenlaufen sollen. So die Theorie. In der Praxis wurden ihnen viel zu wenig Raum und Seiten eingeräumt um nur ansatzweise mit den Figuren sympathisieren zu können. Den sogenannten Rote Faden ging leider aufgrund von Nichtigkeiten unter. 


Natürlich darf auch dieser Fantasy-Jugendroman nicht ohne eine Liebesgeschichte ausgekommen. Wie so viele anderen Romanzen des Genres die ich zuvor gelesen habe, wirkt auch diese erzwungen und extrem konstruiert. Wie aus dem Nichts sind auf einmal große Gefühle vorhanden, die weder nachvollziehbar sind, noch in irgend einer Art und Weise realitätsnah anmuten. 


Im ganzen Verlauf sind einige Fragen entstanden, die bis zum Ende nicht aufgeklärt werden und für die man sich wohl Teil 2 kaufen muss, um sie geklärt zu bekommen. Aber weder dieser Umstand, noch der Cliffhanger am Schluss haben dazu geführt, dass ich wissen möchte, was aus Ava und Kyran werden wird. 


Fazit:


Zeitreise-Roman sind nichts Neues. Die Grundidee von „Forever 21“ machte jedoch neugierig und hätte wirklich gut werden können. Leider wurde in so vielen Punkten Potenzial verschenkt, dass ich es bei Band 1 belassen werde. Ich kann für „Forever 21“ leider keine Leseempfehlung aussprechen. Dafür kamen leider zu viele Kritikpunkte zusammen. Meine sehr hohen Erwartungen wurden nicht erfüllt. 


Wer Interesse an einer spannenden Zeitreise-Reihe hat, dem lege ich die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier ans Herz. 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

journalismus, liebe

Off the record: So schreibt man Liebe

Eva Pfeiffer
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei Forever, 17.02.2017
ISBN 9783958181670
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzrezension zu Off the record von Eva Pfeiffer


Titel: Off the record: So schreibt man Liebe

Autor: Eva Pfeiffer

Verlag: Forever (Ullstein)

Seiten: 240

Genre: Liebesroman

Preis: 2,99 € (ebook only)

Erscheinungsdatum: 17.02.2017

ASIN: B01N3AOPUH


Vielen Dank an Forever und Netgalley für das Rezensionsexemplar.


Klappentext:


Jana sollte eigentlich seelig sein: Nach Jahren als Praktikantin hat sie endlich das heißersehnte Volontariat bei einer Tageszeitung ergattert. Zugegeben, dafür muss sie aus dem geliebten Berlin in die niedersächsische Provinz ziehen, aber so schlimm wird es schon nicht werden. Oder? Leider doch, denn schon bald findet sie sich in einer Lokalredaktion zwischen Pressemitteilungen des Kleingartenvereins und einer biestigen Chefin wieder. Am liebsten möchte sie alles hinschmeißen, nur Markus, ein anderer Volontär, scheint ein Grund zu sein zu bleiben.


Meinung:


Auf Instagram bin ich auf diesen Titel aufmerksam geworden, denn vor allem das Cover machte neugierig auf mehr. Der Inhalt konnte für meinen Geschmack leider nicht ganz mithalten.


Mühevoll eingeführte Figuren, ein wirklich interessantes Setting mit Einblick in die Welt des Lokaljournalismus sowie eine kleine Liebesgeschichte: sie alle leiden unter einem abgehackten Schreibstil. Die kurzen Sätze schaffen es kaum, eine schöne Atmosphäre zu erzeugen und schafften Lesefrust statt -lust.  Auch hätte die Wahl der 1. Person aus Janas Sicht ihrer Figur mehr Leben einhauen können. Ihre Gedanken wurden in so vielen Situationen mit aufgeführt, da hätte es auch keinen Unterschied mehr gemacht. 


Tatsächlich hat mir Janas Werdegang in der Suhlenhausener Redaktion um Weiten besser gefallen, als ihre Flirterei mit dem Volontäriatskollegen. Ihr harter Kampf um Anerkennung und ihre Selbstzweifel, ob der Journalismus doch das richtige für sie ist, hätten wahrscheinlich komplett ausgereicht. Dazu trägt bei, dass die Autorin selbst als Redakteurin im Lokaljournalismus tätig war und ist, was zur Authentizität beiträgt. Die Liebesgeschichte war zu konstruiert und krampfhaft, als ob sie noch mit eingeschoben werden musste. Nicht jeder Roman braucht eine Romanze, auch wenn ich mit dieser Meinung ziemlich allein da stehe. 


Fazit:


Eine nette Geschichte für Zwischendurch, wenn man über den hölzernen Schreibstil hinwegsehen kann. Jedoch sicher interessant für alle, die einmal hinter die Kulissen einer Lokalredaktion schauen möchten. 

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sekte, 1969, mord, kalifornien, roman

The Girls

Emma Cline , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446252684
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu The Girls von Emma Cline


Titel: The Girls

Autor: Emma Cline

Übersetzer: Nikolaus Stingl

Verlag: Carl Hanser Verlag

Genre: Gegenwartsliteratur

Preis: 22,00 € Hardcover / 16,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 25.06.2016

Isbn: 978-3446252684


Vielen Dank an den Carl Hanser Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 


Klappentext:


Kalifornien, 1969. Evie Boyd ist vierzehn und möchte unbedingt gesehen werden – aber weder die frisch geschiedenen Eltern noch ihre einzige Freundin beachten sie. Doch dann, an einem der endlosen Sommertage, begegnet sie ihnen: den „Girls“. Das Haar, lang und unfrisiert. Die ausgefransten Kleider. Ihr lautes, freies Lachen. Unter ihnen ist auch die ältere Suzanne, der Evie verfällt. Mit ihnen zieht sie zu Russell, einem Typ wie Charles Manson, dessen Ranch tief in den Hügeln liegt. Gerüchte von Sex, wilden Partys, Einzelne, die plötzlich ausreißen. Evie gibt sich der Vision grenzenloser Liebe hin und merkt nicht, wie der Moment naht, der ihr Leben mit Gewalt für immer zerstören könnte.


Meinung:


Emma Clines Debütroman ist ein sprachlich gewaltiges Werk, andersartig, teilweise langatmig, aber vor allem faszinierend. 


„Es gab keine Nähte, keine Unterbrechungen - bloß die Wahrzeichen des eigenen Lebens, die man so sehr verinnerlicht hatte, dass man sie nicht einmal mehr bemerkte.“ - Seite 35


Die 14jährige Evie, aus dessen Sicht der Roman zu weiten Teil erzählt wird, erlebt eine Jugend, in der sich die meisten gut hineinversetzen mögen. Die Art und Weise, wie Clines Evies Gefühle bis ins kleinste Detail zu analysieren weiß ist regelrecht erschreckend. Evies Leben dreht sich fast ausschließlich darum, „gesehen“ zu werden. Doch weder erhält sie von ihren Eltern, noch von ihrer Freundin die Aufmerksamkeit, die sie sich so sehnsüchtig wünscht. Als sie die Clique um Suzanne kennenlernt, fühlt sie sich das erste Mal verstanden. Diese Mädchen sind genau das, was sie selbst nie sein kann und so beginnt zusammen mit den Mädchen ihr Abstieg in die Welt der Aussteiger, der Drogen und Gewalt. 


Die Autorin setzt auf einen blumigen, ausschweifenden Schreibstil sowie verschachtelte Sätze und ist dabei so bildhaft, dass man Evies Welt der 70er Jahre genau vor den Augen hat. Doch leider verfängt sie sich in teilweise doppelten Erinnerungen und Nebengeschichten, die dann und wann für Längen sorgen. Wenn man sich darauf einlässt, erhascht man weitere Einblicke in Evies Psyche. Für das Vorankommen der Geschichte haben sie allerdings nicht beigetragen und den Lesefluss das ein oder andere Mal ausgebremst. 


Clines real existierende Vorlage zu ihrem Roman war der Kult um die Person Charles Manson. Eine thrillerartige Erzählung darf man aus diesem Grunde jedoch nicht erwarten. Ihr ging es vielmehr darum aufzuzeigen, wie leicht der Mensch manipulierbar ist und wie schnell, besonders junge Menschen wie Evie, in die Fänge von solchen Sekten geraten können. So sehr ich diese Umsetzung mochte, so blass erschien mir die Figur des Russells. Diese besondere Aura, die die Menschen angezogen hat, konnte ich nicht spüren. Generell erschien jeder Charakter neben Evie im Schatten zu stehen. Es ist eigentlich traurig. Das Mädchen, das sich selbst als unscheinbar und gewöhnlich sieht, hat einen so großen Sog geschaffen, dass alle anderen Personen im Buch völlig austauschbar wirken.


Fazit:


Emma Clines „The Girls“ erzählt von Evies Suche nach sich selbst und dem Versuch jemand anderes zu sein, um gesehen zu werden. Durch ihren bildhaften Schreibstil erschafft Cline eine bedrückende, melancholische Stimmung, die sich von ihrer Protagonistin auf den Leser überträgt. Die Lektüre des Romans war intensiv und fesselnd, trotz einiger, durch Nebenerzählungen heraufbeschworener Längen. Es ist kein Roman für zwischendurch, den er erfordert die volle Aufmerksamkeit seiner Leser. Ich habe ausschließlich die deutsche Ausgabe gelesen, doch muss ich dem Übersetzer mein vollstes Lob aussprechen. Eine klare Leseempfehlung meinerseits. 

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liebesroman, arzt, gefühle, liebe, wien

Restart - Die Begegnung

Mela Wagner
E-Buch Text: 418 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 20.12.2016
ISBN 9781503998339
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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history, historischer roman, liebe, usa

Straße der Schatten

Jennifer Donnelly , Ulrike Budde
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2016
ISBN 9783492309974
Genre: Historische Romane

Rezension:

Rezension zu Straße der Schatten von Jennifer Donnelly


Titel: Straße der Schatten

Autor: Jennifer Donnelly

Übersetzer: Ulrike Budde

Verlag: Piper

Genre:Historischer Roman/Historischer Kriminalroman

Preis: 9,99 € TB sowie ebook

Erscheinungsdatum:01.12.2017

Isbn: 978-3492309974


Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.


Klappentext:


1890, New York. Für Josephine Montfort scheint das Leben vorgezeichnet: eine arrangierte Ehe und ein häusliches Leben. Dabei möchte sie viel lieber Journalistin werden. Doch eine Tragödie reißt sie aus ihren Träumen – ihr Vater stirbt durch seine eigene Waffe. Josephine glaubt nicht an einen Unfall, und der attraktive Journalist Eddie Gallagher bestärkt sie in ihrem Verdacht. Zu zweit beginnen sie eine Spurensuche, die sie in die gefährlichsten Viertel der Stadt führt.


Meinung:


Der Roman sowie die Autorin wurden mir von einigen lieben Bloggerkolleginnen empfohlen. Der Klappentext hat hohe Erwartungen in mir ausgelöst - die auch erfüllt worden sind.


In einer Zeit, in der junge Frauen, die dem Geldadel entspringen, keine andere Aufgabe zuteil bekommen, als verheiratet zu werden, fällt ein Mädchen wie Josephine Montfort (Jo genannt) auf, wie ein bunter Hund.  Doch Jos Traum ist ein anderer. Wie ihr großes Vorbild Nelly Bly möchte sie eine journalistische Karriere anstreben. Über die Ausbeutung von jungen Textilarbeiterinnen möchte sie schreiben. Doch in der Redaktion der Zeitschrift ihres Pensionats für Wohlhabende Töchter, dem „Jonquil“, stehen eher Gedichte über Kätzchen an der Tagesordnung. 


„Eine Frau, liebe Josephine, sollte nur dreimal in ihrem Leben in einer Zeitung erwähnt werden, sagte Jos Mutter oft, bei ihrer Geburt, wenn sie heiratet und wenn sie gestorben ist.“ - Seite 30


Als ihr Vater dann an einem Schuss aus seinem eigenen Revolver stirbt, begibt sie sich mit dem Reporter Eddie Gallagher auf eine gefährliche und düstere Recherchejagd. 


Auch wenn meine Kenntnis über die Art und Weise, wie man sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts gibt und spricht, nicht all zu hoch ist, erscheint mir die Ausarbeitung im Roman doch sehr detailgetreu und authentisch. Donnellys Schreibstil ist sehr angenehm und fließend, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Der kurze Prolog, der zwei Monate nach der eigentlichen Handlung spielt, sorgt direkt zu anfangs für Spannung und wirft einige Fragen auf. 


Josephine ist eine sehr liebenswerte Protagonistin und die Ungerechtigkeit, die ihr aufgrund ihres Geschlechts zu Teil wird,  lies mich noch mehr mit ihr sympathisieren. 


„Das war die übliche Methode, wenn man ein Mädchen davon abbringen wollte, etwas zu tun - man brachte es dazu, sich zu schäme.“ - Seite 54


Ihr Art wirkt oft kindlich und naiv, was für ein Mädchen ihres Standes jedoch nichts Ungewöhnliches darstellt. Jos Gefühle, Wünsche und Ängste verleihen ihr Tiefe und lassen sie realer erscheinen.


Die Ermittlungen wurden mitreissend gestaltet, allerdings waren es mir teilweise dann doch zu viele Zufälle. Zwischendurch sind Längen vorhanden, die aber im Gesamtbild nicht all zu störend waren. Auch die eingeflochtene Liebesgeschichte war nicht mein Fall. Insgesamt hat mir der Roman jedoch einige schöne Lesestunden bereiten können.


Fazit:


New Yorker Upper Class trifft auf düstere Unterwelt. „Straße der Schatten“ ist ein spannender historischer Roman mit einer starken Heldin, der sich auch gut als Kriminalroman lesen lässt. Es wird mit Sicherheit nicht mein letztes Buch der Autorin bleiben. 

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liebe, kuchenbasa, ewig, überfall, familie

Das Herz und die Dunkelheit - Der Fluch der Ewigen

Emily Byron
E-Buch Text: 338 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 04.11.2016
ISBN 9783955308315
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension zu Das Herz und die Dunkelheit von Emily Byron


Titel: Das Herz und die Dunkelheit „Der Fluch der Ewigen“

Autor: Emily Byron

Verlag: Edel Elements

Seiten: 338

Genre: Romantsay

Preis: 4,99 € (ebook only)

Erscheinungsdatum: 04.11.2016

Asin: B01JA4CJBY


Die Linie der Ewigen:

Auserwählt - Erschienen am 28.06.2013

Verraten - Erschienen am 18.07.2014

Entfesselt - Erschienen am 25.09.2015


Der Fluch der Ewigen:

Das Herz und die Dunkelheit - erschienen am 04.11.2016


Ich danke Edel Elements für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 


Klappentext:


Als die introvertierte Jordis eines Abends in einer Bar den attraktiven Cayden kennenlernt, ahnt sie noch nichts von den lebensverändernden Folgen ihrer Begegnung. Die Verbindung zu dem mysteriösen Mann mit den silbernen Augen reißt nicht ab - immer wieder scheint das Schicksal sie zusammenzutreiben. Als Jordis endlich hinter sein Geheimnis kommt, ist es fast zu spät: Cayden ist Teil einer Macht, die so alt ist wie die Menschheit selbst ... und ebenso lebensgefährlich.


Meinung:


„Da ich nicht beachtet hatte, dass es im Universum von den „Ewigen“ weitere Bücher gibt, war dies mein erstes Buch der Autorin. Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich sehr über meine Schusseligkeit, denn der Roman hätte mir mit etwas Vorwissen noch ein wenig mehr gefallen können. Zwar hat die Autorin das Buch so verfasst, dass es sich gut von der Reihe losgelöst lesen kann, mir blieben jedoch noch einige Fragen unbeantwortet. Außerdem hat das Lesen des, wenn man so will, vierten Bandes dazu geführt, dass ich mich selbst gespoilert habe. Wenn ihr euch also für die Reihe interessiert würde ich euch raten, mit „Die Linie der Ewigen - Auserwählt“ zu beginnen.


Der Roman wird unter Gothic, Dunkle Fantasy sowie Fantasy gelistet. Von allen drei Genres hätte es für meinen Geschmack jedoch mehr sein können. Das Augenmerk wurde dazu viel zu sehr auf die Liebesgeschichte , gespickt mit Thrillerelemten, gelegt. Die düstere Stimmung, die der Roman versprühen sollte, findet sich aber sicherlich in der „Die Linie der Ewigen“ Reihe wieder. Hier jedoch kamen mir zu viele Merkmale aus anderen Büchern des Genres zusammen: Eine unscheinbare weibliche Protagonistin, der mysteriöse jedoch gut aussehende Fremde und die etwas nervige beste Freundin, die sich benimmt, als ob sie gerade erst in der Pubertät angekommen ist. Gerade letztere, Nine, ist mir wirklich sauer aufgestoßen. Momentan kommen mir leider viel zu häufig Büchern mit genau so einer Freundin unter. Ich hoffe wirklich, dass diese Art des Sidekicks bald aus der Mode kommen wird. Das Gefühl des „das habe ich doch schon einmal gelesen“ schwebte leider fortwährend mit.


Jordis selbst ist mir mit gemischten Gefühlen im Gedächtnis geblieben. Auf der einen Seite wirkt sie endlich einmal anders: Sie hinterfragt Dinge, wird sich selbst ihres Schubladendenkens bewusst. Auf der anderen handelt sie teilweise so fragwürdig naiv, dass man sie am liebsten schütteln möchte. Aber wenn man beides mit einander vereint formt dies einen realistischen und glaubwürdigen Charakter der liebenswürdig erscheint, aber auch Ecken, Kanten und Fehler hat. Perfekte Figuren, die nie einen Fehler begehen, können schlecht ernst genommen werden und bleiben nicht in Erinnerung. Ich denke, hier wurde genau der Mittelweg gefunden. 


Durch seine „düstere“ und „mysteriöse“ Art und Weise ist leider wenig von Cayden haften geblieben. Sämtliche Nebenfiguren mit Bedeutung haben mehr Aufmerksamkeit bei der Charakterzeichnung erhalten als der männliche Protagonist, was doch sehr schade ist. Vielleicht würde ich anders denken, hätte ich die anderen Teile gelesen. 


Durch den schönen und schnörkellosen Schreibstil konnte ich schnell in Jordis Gedankenwelt eintauchen. Lange hatte ich schon keinen Hauptcharakter mehr, der mich so an seinen Gefühlen und Gedanken hat teilnehmen lassen, ohne das es überfrachtet wirkt. Man kann wirklich davon sprechen, dass die Seiten nur so dahin geflogen sind. Allerdings waren mir einige klischeehafte Wendungen dann doch zu wider. Vielleicht mag man es als Schicksal betrachten, wenn sich zwei Personen immer wieder begegnen. Für mich hat dieses Verhalten jedoch etwas stalkerhaftes an sich. Im echten Leben würde es niemand sexy finden, dass ein Typ immer wieder „rein zufällig“ da auftaucht, wo ich mich befinde. Dass Jordis immer wieder gerettet werde muss, erschließt sich mir leider auch nicht. Auch wenn sie am Anfang noch recht unsicher wirkt, macht sie eine rasante Entwicklung durch, so dass sie eine Frau ist, die sich ruhig auch einmal selbst retten kann. 


Fazit:


Anhand von „Das Herz und die Dunkelheit“ sieht man wieder einmal gut, warum man Bücher nicht außerhalb der Reihenfolge lesen sollte. Wer sich spoilerfrei an die Reihe begeben möchte, sollte daher auf jeden Fall mit dem ersten Band der „Die Linie der Ewigen“ Serie anfangen.


Eine liebevoll gezeichnete Protagonistin und ein schöner Schreibstil mochten mir schöne Lesestunden bereiten. Allerdings blieb mir einiges zu ungeklärt und der Fantasyanteil war für meinen Geschmack leider zu gering. Die romantischen Gefühle mochten nicht bei mir gezündet haben. Dafür jedoch die Freundschaften, die geschlossen wurden. Kurz vorm Ende musste ich mir sogar ein Tränchen aus dem Auge reiben. 


Wenn ich meine Leseliste abgearbeitet habe werde ich mit Sicherheit auch Band 1 der Reihe lesen, um mehr von Caydens Welt, seiner Herkunft und Familie zu erfahren. 

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hamburg, sturmflut, usa, liebe, flut

Sturmherz

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288390
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Sturmherz von Corinna Bomann


Titel: Sturmherz

Autor: Corinna Bomann

Verlag: Ullstein

Seiten: 528

Genre: Familienroman/Liebesroman

Preis: 10,99 € TB, 9,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 10.02.2017

Isbn: 978-3548288390


Vielen Dank an Ullstein und Netgalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:


Alexa Petri hat schon seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Doch nun liegt Cornelia im Koma, und Alexa muss ihre Vormundschaft übernehmen. Sie findet einen Brief, der Cornelia in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt: als leidenschaftliche junge Frau im Hamburg der frühen sechziger Jahre. Und als Opfer der schweren Sturmflutkatastrophe. Alexa beginnt zu ahnen, wer ihre Mutter wirklich ist. Als ein alter Freund von Cornelia auftaucht, ergreift Alexa die Chance, sich von der Frau erzählen zu lassen, die sie schließlich auch verstehen und lieben lernt.


Meinung:


Obwohl Romane über Familiengeheimnisse so überhaupt nicht meins sind, habe ich mich sehr über die Neuerscheinung von Corinna Bomann gefreut. Mein erstes Buch von ihr, war damals ein reiner Coverkauf und doch konnte die Autorin mich überzeugen, so dass ich ihre Bücher immer noch gerne lese. Sie gehen ans Herz und berühren - und das alles (meist) ohne Kitsch. 


Der Roman weist mehrere Erzählstränge auf, die in der heutigen Zeit, in den sechziger Jahren sowie in den Achzigern angesiedelt sind. Sie greifen gut ineinander, was in vielen Büchern der Art nicht der Fall ist. Man kennt es: Der Anfang sowie das Ende spielen in der Gegenwart. Mysteriöse Briefe werden gefunden. Der Rest des Romans ist in der Vergangenheit angesiedelt. Zum Glück verschont uns Bomann mit dieser „klassischen“ Erzählweise. Die Ausflüge in die Vergangenheit werden häppchenweise und gut durchdacht mit den Erlebnissen von Alexa verwoben. Das flüssige Lesen wurde nur durch den Wechsel von der ersten, in die dritte Person gestört. Gerade die Erzählungen, die direkt an Alexa gerichtet sind, hätten (für mich) auch weiterhin aus der Ich-Perspektive erzählt werden müssen. So macht es den Anschein, als ob derjenige von sich selbst in der dritten Person spricht.


Das problematische Verhältnis zwischen Alexa und Cornelia wusste mich am meisten zu berühren. Von schwierigen Mutter-Tochter-Beziehungen weiß ich ein Lied zu singen. Die Auflösung, wie es dazu kam sowie die Gefühle der beiden sind gut und glaubhaft ausgearbeitet. Weniger mitgenommen, bis nahezu kalt gelassen haben mich die beiden im Roman angesiedelten Liebesgeschichten. Auch wenn Cornelias Jugendliebe eine zentrale Rolle in der Story einnimmt, fehlte mir einfach der entscheidende Punkt, an dem es auch bei mir zünden konnte. Auch die fürchterliche Sturmkatastrophe hat nicht das in mir ausgelöst, was eigentlich angedacht war. Dazu wurde sie zu schnell und zu leidenschaftslos abgehandelt. Und trotzdem haben mich die Cliffhanger und Geheimnisse am Lesen gehalten. Auch wenn mich die Liebesgeschichte von „Conny“ nicht mitgerissen hat, so wollte ich doch ihre Entstehung und Verlauf ergründen.


Fazit:


„Sturmherz“ ist ein spannender und gut recherchierter Familienroman, der voll von Schicksal und Dramatik ist. Die großen Gefühle konnte ich nicht spüren, doch habe ich die Lesezeit sehr genossen. Authentische Charaktere und deren Weg durchs Leben zeichnen den Roman da aus, wo mich die Liebesgeschichten nicht überzeugen konnten. Bei dem Kauf eines Bomanns kann man nichts falsch machen und Fans des Genres werden sicher auf ihre Kosten kommen. 

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alexander der große, fantasy, magie, makedonien, jugendbuch

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Schattenkrone von Eleanor Herman


Titel: Royal Blood 1: Schattenkrone

Autor: Eleanor Herman

Übersetzer: Christine Strüh und Anna Julia Strüh

Verlag: Fischer FJB

Genre: Fantasy Jugendbuch 

Preis: 19,99 €

Erscheinungsdatum: 23.02.2017

Isbn: 978-3841422309


Die Reihe:


Band 1: Schattenkrone - erschienen am 23.02.2017

Band 2: Göttertochter - erscheint am 27.04.2017

Band 3: wird noch ergänzt


Einzelbände: 


Prequel: Schlangenkönigin - erscheint am 27.04.2017


Ich habe das Buch im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks gelesen und dementsprechend ein Rezensionsexemplar erhalten.


Klappentext:


Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind, und das Böse an den Rändern der Welt erwacht… Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden. Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf. Die beiden verbindet weit mehr als sie ahnen. Wem kannst du trauen? Und was ist am Ende stärker? Das Schicksal? Magie? Oder deine Feinde?


Meinung:


„Denn wenn Alexander aus seinem Gehege ausbricht, wird die Welt nie mehr dieselbe sein.“ 

- Aus den Anmerkungen der Autorin


Über die Herrschaft Alexanders den Großen wissen wir, dank zahlreichen Aufzeichnungen, einiges. Doch über seine Jugendjahre ist kaum etwas bekannt. Über das „was wäre wenn“ hat sich Autorin und Historikerin Eleanor Herman ihre Gedanken gemacht und daraus entstanden ist die Royal Blood Reihe. 


Zugegebenermaßen habe ich anderes erwartet, als ich mich für die Leserunde beworben habe. Klappentext und vor allem Leseprobe ließen auf einen typischen Romantasy-Jugendroman schließen, dessen größte Eigenschaft höchstens die klischeehafte Dreiecksbeziehung sein dürfte. Und doch las sich die Leseprobe interessant, dass meine Neugier geweckt wurde. Und tatsächlich habe ich etwas anderes erhalten, als befürchtet. 


Neben den im Klappentext erwähnten Protagonisten Alexander und Katerina weist der Roman fünf weitere Figuren auf, denen jeweils eigenen Kapitel gewidmet wurden. Darunter befinden sich Persönlichkeiten der Antike wie Alexanders Mutter Olympias, seine Halbschwester Cynane sowie Alexanders Leibwächter Hephaistion. Hinzu kommen, den der Fantasie der Autorin entsprungenen, Charaktere. Dieser Wechsel zwischen den einzelnen Personen erzeugt Spannung und sorgt für Abwechslung in der Handlung. Besonders in der Highfantasy ist dies ein bevorzugtes Stilmittel, dass ich nicht erst seit „A song of ice and fire“ sehr gern mag. Auch wenn ich in Romanen dieser Art die Erzählung in der dritten Person bevorzuge, bin ich kein Freund der Erzählung im Präsens. Und auch hier führte dies dazu, dass der Lesefluss doch das ein oder andere Mal ins Stocken geraten ist. Ebenfalls negativ lässt sich erwähnen, dass der Schreibstil - selbst für ein Jugendbuch - doch recht einfach gehalten wurde. Er war nicht so störend, dass ich das Buch zur Seite legen wollte. Beschreibungen von Personen und Orten wurden, soweit es ging, ausführlich beschrieben. Allerdings fehlte einfach das Besondere, was gerade ein so viel beworbenes Buch doch ausmachen sollte. Besonders erwähnenswert ist die Genauigkeit, mit der die Autorin geschichtliche Fakten miteingeflochten hat. Es kam zu mehr als einer Situation, in der ich das Netz nach dem Datum von Erfindungen oder Geschehnissen befragt habe. Und jedes Mal war ich erstaunt, dass bestimmter Gegenstand bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. erfunden worden war. Es war Herman anscheinend sehr wichtig, so viel Authentizität wie möglich in ihren Roman zu bringen, da sie das Fehlen eben dieser in vielen historischen Geschichten vermisst. In meinen Augen ist ihr dies gelungen.


Neben der Spannung, die durch die Perspektivwechsel erzeugt wird, bleibt die ein oder anderen Story bzw. Nebenstory auf der Strecke. Besonders Kats Geschichte hat in meinen Augen viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich weiß nicht, wie man dies anders hätte lösen können. Einen der anderen Charaktere streichen? Dickere Bücher? Noch mehr Bände? In meinen Augen wichtigen Handlungsbögen wurden nur unzureichend behandelt, dafür teilweise unwichtiges zu sehr ausgeschmückt. Meine persönliche Abneigung gegen bestimmte Charaktere spielt da leider ebenfalls mir rein. Auch wenn es sich um ein Jugendbuch handelt, erwarte ich nicht ein so planloses Handeln von einzelnen Figuren. Ich danke hier noch einmal einer Kollegin aus der Leserunde die darauf aufmerksam machte, dass man zu jener Zeit bereits in seiner Jugend eine Gewisse Reife zeigen musste (und die auch von einem erwartet wurde). Es waren wieder einmal die zweifelhaften - „bösen“ - Charaktere, die den größten Eindruck bei mir hinterlassen konnten.


Die Fantastischen Elemente sind nicht allseits präsent, sondern bauen sich nach und nach auf. Dies entspricht sehr meinem Geschmack und die Begründung ist schlüssig und nachvollziehbar. Der Roman spielt zu einer Zeit, in der die Götter den Menschen, so wie es scheint, den Rücken gekehrt haben und Magie - soweit sie noch vorhanden ist - strengstens verfolgt wird. In die Geschichte eingeflossene Rituale, das Wissen um Magie sowie Flüche wurden ebenfalls von der Autorin recherchiert und sind so (oder so ähnlich) von der Menschen der Antike angewandt worden. Dieser Aspekt hat mir gut gefallen und ich bin sehr darauf gespannt, in welche Richtung es noch weiter gehen wird. 


Liebe spielt eine Rolle, ist jedoch - in diesem Band zumindest noch - untergeordnet. Darstellungen von Schlachten werden explizit dargestellt, weswegen ich das Buch nicht einem all zu jungem Publikum ans Herz legen mag.


Die vielen Protagonisten, Nebenfiguren und Orte haben mich zwar nicht überfordert, der Vollständigkeit halber wäre ein Register am Ende des Buchs jedoch ein nettes Extra gewesen. Die Karten vorne im Einband ist hübsch gestaltet und zeigt im Groben das Griechische Reich um 340 v. Chr. rum.


Fazit:


Der Auftakt der Royal Blood Reihe um die Jugendjahre von Alexander dem Großen sind gut recherchiert, spannend und mit einem Hauch Magie versehen. Intrige, Magie, Hass, Krieg und Liebe sind nicht zu wenig vorhanden. Auch wenn die komplexen, miteinander verwobenen Einzelgeschichten teilweise unter der Last ihrer Figuren zusammen zu brechen drohen, war es mir eine Freude, das Buch lesen zu dürfen. Es bleibt Luft nach oben für die Bücher, die nachfolgen werden, diese Steigerung erwarte ich jedoch auf jeden Fall um eine gute Gesamtwertung abgeben zu können. Trotz verschenktem Potenzial empfehle ich euch „Schattenkrone“ gerne weiter, wenn ihr euch für abwechslungsreiche fantastische Jugendliteratur interessiert. 


Mein Interesse am Makedonischen Reich wurde in jedem Fall (wieder-)erweckt, so dass ich mir weitere Literatur zu Alexander dem Großen zulegen werde.

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

brighton, krimi, mord, entführung, ermittlung

Blood & Bone

Mark Peterson , Karen Witthuhn , ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 30.05.2015
ISBN 9783499269691
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension zu Blood & Bone von Mark Peterson


Titel: Blood & Bone (Detective Sergeant Minter ermittelt, Band 2)

Autor: Mark Peterson

Übersetzer: Karen Witthuhn

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Genre: Thriller

Preis: 10,99 € Taschenbuch, 3,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 30.05.2015

Isbn: 978-3499269691 


Vielen Dank an Topkrimi für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Alle Teile:


Flesh & Blood (Detective Sergeant Minter ermittelt, Band 1)

Blood & Bone (Detective Sergeant Minter ermittelt, Band 2)


Klappentext:


Eine Frauenleiche wird verstümmelt in einem Koffer am Bahnhof von Brighton gefunden. Ein Überwachungsvideo zeigt den Obdachlosen Vincent Underhill dabei, wie er den Koffer in der Bahnhofshalle abstellt. Der Mann wird festgenommen, doch er ist verwirrt, kann keine klare Aussage machen. Kurz darauf wird eine weitere Frau ermordet. Detective Sergeant Minter und sein Chef Tom Beckett erkennen schnell, dass Underhill unschuldig ist. Und dass sie es mit einem Serientäter zu tun haben, der ebenso grausam wie hochintelligent ist. Mit einem Täter, der jeden Tag ein neues Opfer fordert.


Meinung:


Leider konnten der Thriller und ich keine Freunde werden. Dies fing bereits auf den ersten Seiten an und ist dem recht hölzernen Schreibstil geschuldet. Dadurch, dass ich sehr viele Bücher lese und meine Zeit nicht an solchen aufhängen möchte, mit denen ich - anscheinend - keine Freude haben werde, neige ich auch schon nach wenigen Seiten zum Abbruch. Da ich dies bei Rezensionsexemplaren nur ungern mache, hatte ich die Zähne zusammen gebissen und gehofft, dass mich der weitere Verlauf noch umhauen würde. Aber leider vermochte die Kombination aus dem einfachen Schreibstil und einem zusammenhangslosem Aufbau mich wirklich nicht zu überzeugen. Ich sehe schon ein, dass die diversen Nebenhandlungen dazu führen sollten, den Leser hinters Licht zu führen, jedoch empfand ich dies als zu überladen an. Besonders im Hinblick auf das Ende kann ich diese Wahl nicht nachvollziehen. Hinzu kommen noch einige Logikfehler sowie unsympathische Charaktere.


Das Hauptaugenmerk, warum ich diesen Titel lesen wollte, war die klassische Ermittlerarbeit. Die Kombination von Thriller und Ermittlern sind tatsächlich nicht so häufig und Krimis sind mir oft zu langweilig. Doch durch die oben erwähnten Nebenhandlungen sowie unvorteilhaften Sprüngen, bliebt auch dieses Element leider auf der Strecke. 


Fazit:


Vielleicht mag ich, was Thriller anbelangt, sehr pingelig sein aber gerade die Spannung ist einfach für mich das totschlagende Argument, warum mir ein Thriller gefallen hat oder nicht. Wenn dieser Punkt gegeben ist, sehe ich auch über nichttiefgründige Charaktere hinweg. Da hier jedoch weder Spannung, Plot noch Figuren überzeugen konnten, werde ich den weiteren Teil der Reihe nicht lesen. 

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690 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 63 Rezensionen

engel, grigori, liebe, fantasy, verbannte

Erwacht

Jessica Shirvington , Sonja Häußler
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei cbt, 18.04.2011
ISBN 9783570380116
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Erwacht von Jessica Shirvington


Titel: Erwacht

Autor: Jessica Shirvington

Übersetzer: Sonja Häußler

Verlag: cbt

Genre: Fantasy (Urbanfantasy Jugendbuch)

Preis: 8,99 € TB, 7,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 18.04.2011

Isbn: 978-3570380116


Die komplette Reihe im Überblick:


Band 1: „Erwacht“ - erschienen am 18.04.2011

Band 2: „Verlockt“ - erschienen am 13.02.2012

Band 3: „Gebannt“ - erschienen am 13.08.2012

Band 4: „Entbrannt“ - erschienen am 18.03.2013

Band 5 „Vereint“ - erschienen am 12.05.2014


Klappentext:


An Violet Edens 17. Geburtstag gerät ihre Welt aus den Fugen. Sie erhält einen Brief ihrer verstorbenen Mutter und erfährt: Sie ist eine Grigori, ein Wächter-Engel – genau wie der unglaublich attraktive, nur leider so unnahbare Lincoln, für den sie schwärmt. Mit siebzehn erwachen ihre Fähigkeiten und rufen gefährliche Gegner auf den Plan. Nun muss sie sich entscheiden, ob sie ihre Gabe annimmt in einer Welt, in der Engel des Lichts und Engel der Finsternis einen schrecklichen Kampf führen


Meinung:


Zugegebenermaßen habe ich der Reihe nur aufgrund der positiven Bewertungen von Bloggerkolleginnen eine Chance gegeben. Warum ich die Serie bislang gemieden habe ist vielleicht albern, aber die Cover schrien förmlich nach einer „House of Night“ Kopie. Das die beiden Buchreihen nichts miteinander gemein haben, weiß ich - zum Glück - mittlerweile auch.


Dank des lockeren und jugendlichen Schreibstils war ich nicht nur schnell in der Geschichte drin, sondern kam auch ziemlich zügig voran. Dicke Seiten und relativ große Buchstaben haben ihr Übriges dazu beigetragen. Aus Violets direkter Sicht erlebt der Leser das Geschehen hautnah und kann so an ihren Gefühlen teilhaben. Dies war ein dicker Pluspunkt, da ich so zu ihr einen direkten Draht finden konnte. Ihr Charaktere wurde durchdacht geschaffen. Mal jugendlich naiv, mal sehr selbstbewusst und vor allem immer sehr ehrlich wurde sie zu einer liebenswerten Protagonistin, mit der man sich gerne in Abenteuer gestürzt hat. 


Mit den ihr zur Seite gestellten Figuren hadere ich zum Teil immer noch. Ich hatte vor kurzem erst in einer Rezension angemerkt, wie sehr mir doch die „klischeehafte beste Freundin der Jugendbuch-Protagonistin“ zum Hals heraus hängt. Damit die Hauptfigur sympathischer und vor allem reifer wirkt, setzt man ein hormongesteuertes, oberflächliches, aber irgendwie doch liebes Mädchen an ihre Seite. Dieses Mädchen wird dadurch komplett austauschbar, ohne jeglichen Wiedererkennungswert. Noch viel klischeehafter ist das altbekannte Love Triangle. Ich kann verstehen, dass dies auf viele Leser und Autoren einen Reiz ausübt und - ohne näher ins Detail zu gehen - macht es hier sogar ein wenig Sinn, wenn man 1 und 1 zusammenzählt, aber auch dieses Element ist einfach zu überreizt. Fairerweise muss man sagen, dass diese Reihe bereits 2011 erschienen ist, jedoch war zu dieser Zeit - und es ist jetzt immer noch so - praktisch jedes Buch dieser Art mit einer Dreiecksbeziehung versehen. Müsste ich mich jetzt schon für ein Team entscheiden, ich würde zunächst keinen der beiden wählen.


Die fantastischen Elemente haben mir gut gefallen. Der Aufbau der Engelsstrukturen ist bekannt, wenn man sich ein wenig mit den biblischen Vorgängern auseinander gesetzt hat. Da ich bislang nicht viele Romane bzw. Reihen gelesen habe, die sich mit den geflügelten Himmelsboten und ihre gefallenen Kameraden befassen, kann ich keine Parallelen zu diesen ziehen. Die Umsetzung sprüht vor Ideenreichtum und wurde gekonnt in Szene gesetzt. Bemängeln könnte ich, dass einige Handlungsstränge bereits im Voraus zu erahnen waren (auch, was die noch kommenden Bücher betrifft), aber dieses Problem habe ich häufiger im den Genre und könnte auch an meinem Viel-Leser-Tum liegen. Das Ende wurde bewusst offen gelassen, wenn man jedoch nicht alle Fragen beantwortet haben möchte, kann man es auch bei Band 1 belassen. 


Anmerkung:


Leider ist Band 3 derzeit nirgend in neu und gebraucht nur überteuert zu erhalten. Natürlich kann man auf die ebook Version zurückgreifen, wer aber die komplette Reihe im Regal stehen haben möchte, sollte sich nicht über den Tisch ziehen lassen.


Die Serie ist mit bereits fünf erschienenen Bänden abgeschlossen. 


Fazit:


„Erwacht“ ist ein gekonnter Einstieg in eine interessante Jugendbuch-Reihe über gefallene Engel und Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Er punktet mit einer sympathischen Protagonistin und einem spannenden Setting, zeigt jedoch Schwächen in den Nebenfiguren und in seiner Vorhersehbarkeit. Eine Steigerung in den Folgebänden ist zu erwarten. Band 2 liegt bereits bereit und wartet darauf, gelesen und rezensiert zu werden.  

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

jazz, mobbing, musik, stockholm, schweden

Herz aus Jazz

Sara Lövestam , Stephanie Elisabeth Baur , ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.03.2015
ISBN 9783499269004
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Herz aus Jazz von Sara Lövestam


Titel: Herz aus Jazz

Autor: Sara Lövestam

Übersetzer: Stephanie Elisabeth Baur

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

Genre: Gegenwartsliteratur/Jugendbuch

Preis: TB 9,99 €, ebook 2,9 €

Erscheinungsdatum: 27.05.2015

Isbn: 978-3499269004


Vielen Dank an das Feelings-Team für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:


An ihrer Schule in der schwedischen Provinz wird Steffi gemobbt. Dem Alltag entflieht die talentierte Fünfzehnjährige, indem sie Musik macht und hört. Am liebsten Swing und Jazz. Als ihr iPod eines Tages den Geist aufgibt, reißt die Musik nicht ab. Sie dringt aus dem Fenster eines Altenheims. Und der alte Mann, der dort wohnt, lädt Steffi zu sich ein. 

Schnell stellt sich heraus, dass Alvar Steffis musikalische Helden persönlich kannte. Denn er war selbst ein erfolgreicher Bassist im Stockholm der Swinging Fourties. Während sie gemeinsam seinen alten Platten auf dem Grammophon lauschen, entwickelt sich zwischen den beiden eine enge Freundschaft. Steffi erzählt dem alten Herrn von ihren Problemen, Alvar ihr im Gegenzug die Geschichte seiner großen Liebe. Für beide ist es eine Auseinandersetzung mit tiefsten Gefühlen und Verletzungen. Und eine Chance auf die Zukunft.


Meinung:


Romane über ungewöhnliche Freundschaften sind genau mein Ding, weswegen ich mich sehr gefreut hatte, dieses ebook lesen zu dürfen. 


Cover und Klappentext suggerieren einen Roman für alle Altersklassen. Aufgrund des doch recht gewöhnungsbedürftigen Schreibstils würde ich ihn jedoch eher als Jugendbuch deklarieren wollen. Sehr kurze und präzise Sätze, die nicht viel Wert auf Beschreibungen legen, haben meinen Lesefluss ab und an doch stocken lassen.


Die beiden Protagonisten Steffi und Alvar mochte ich schnell ins Herz schließen. Auch wenn ich bei Steffi immer noch ein bisschen das Gefühl habe, dass dies aus Mitleid passiert ist, denn das Thema Mobbing spielt neben der Musik eine wichtige Rolle. Was dies angeht, hätte ich mich auf eine andere Art der Auseinandersetzung damit gefreut. Das echte Leben ist da schon hart genug. Alvar ist der große Sympathisant des Romans und die Erzählungen der 40er Jahre aus seiner Sicht haben mir gut gefallen.


Trotz der guten Thematik und den beiden tollen Charakteren musste ich mich an manchen Stellen wirklich am lesen halten. Das Buch weist einige Passagen auf, die sich sehr ziehen und der oben erwähnte, einfache, Schreibstil und einige musikalische Beschreibungen, dir mir als Nichtmusiker nichts gesagt haben, machten es da nicht gerade leicht, weiter lesen zu wollen. Ich mochte es alles in Allem trotzdem gerne lesen. Ohne diese Längen wäre das Lesevergnügen jedoch höher gewesen. Es werden nicht alle offenen Fragen geklärt, dies ist meiner Meinung nach jedoch nicht wichtig und lässt Raum für eigene Gedankengänge.


Fazit:


Trotz einiger Schwächen mochte ich die Charaktere von „Herz aus Jazz“ sehr gerne. Der Schreibstil ist mein größter Kritikpunkt und wenn man über ihn hinwegsehen kann, hat man interessante Lesestunden vor sich. Allerdings würde ich es einem eher jüngerem Publikum ans Herz legen.

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126 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

thriller, schweden, psychothriller, spannung, caroline eriksson

Die Vermissten

Caroline Eriksson , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Penguin, 08.08.2016
ISBN 9783328100386
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension zu Die Vermissten von Caroline Eriksson


Titel: Die Vermissten

Autor: Caroline Eriksson

Übersetzer: Wibke Kuhn

Verlag: Penguin Deutschland (Random House)

Seitenzahl: 272

Genre: Psychothriller

Preis: 13,00 €

Erscheinungsdatum: 08.08.2016

Isbn: 978-3328100386


Ich habe das Buch durch das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe im Gegenzug zu einer ehrlichen Rezension erhalten. Vielen Dank für die Bereitstellung des Buchs.


Klappentext:


Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während die anderen beiden neugierig auf Entdeckungstour gehen. Aber sie kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur. In ihrer wachsenden Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit zu tun?


Meinung:


„Die Vermissten“ ist eines dieser Bücher, um das ich schon seit längerem herum geschlichen bin und nun, dank der Übersendung des Verlags, endlich angegangen bin. Ich habe mir wirklich viel von dem Thriller erhofft, doch meine Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt.


Die Autorin schmeißt ihre Leser direkt mitten ins Geschehen, was mir noch ganz gut gefallen hat. Doch die Stimmung flaute sehr schnell ab. Das Verschwinden von Alex und Smilla, dass bereits im Klappentext angeteasert wird, geht - so scheint es - spurlos an Greta vorbei. Soll dies ein Stilelement sein? Wollte mich die Autorin auf eine falsche Fährte schicken? Ich war mir nicht sicher und langweilte mich dann 100 Seiten lang mit Gretas seltsamen Verhalten und einigen Sprüngen in ihre Vergangenheit. 


Greta empfand ich als relativ unsympathisch, was mit Sicherheit in voller Absicht der Autorin entstanden ist. Man muss Protagonisten nicht immer mögen. Allerdings sollten sie einem doch insoweit wichtig sein, dass man mit ihnen mitfiebert und hofft, ihre Rätsel lösen zu können. Dieses Gefühl blieb mir bei Greta leider komplett aus. 


Über den Schreibstil gibt es kaum etwas zu berichten. Recht schlicht gehalten, plätschert die Geschichte durch ihn so vor sich hin. Angesichts des düsteren Covers und der Beschreibung hätte ich eine bedrückendere Atmosphäre sehr begrüßt. Auch wenn ich mich das Buch erst so richtig auf den letzten packen konnte, flogen die Zeit und mit ihm die Seiten schnell vorbei. Die geringe Seitenzahl von 272 und die doch recht dicken Seiten trugen ihren Teil dazu bei.  


Das letzte Drittel konnte mich mit der leider doch sehr faden Geschichte versöhnen. Das Finale war nicht überwältigend, aber wenigstens passierte endlich der Teil, der das Buch zu einem Psychothriller macht.


Besonders hervorheben möchte ich die Haptik des Taschenbuchs. Die Gestaltung des Covers und die Verwendung der unterschiedlichen Materialien wurde sehr schön vereint. 


Fazit:


Das Verwirrspiel, dass erzeugt werden sollte, hat bei mir leider nicht gezündet. Ich vergleiche solche Psychothriller leider immer mit den Büchern von Fitzek, was mit Sicherheit nicht gerechtfertigt ist. Allerdings weiß ich dadurch aber auch, dass es einfach noch besser, noch gruseliger, noch spannender geht. Die Grundidee hat mich gut gefallen, doch leider scheiterte es an der Ausarbeitung. Ich habe schon deutlich schlechtere Thriller gelesen, aber auch bessere. Aufgrund der Kürze des Buchs eine nette Unterhaltung für Zwischendurch, ohne nennenswerten Gruselfaktor. 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Es war einmal in der Metro

Karen Merran
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 31.01.2017
ISBN 9781503996656
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension zu Es war einmal in der Metro von Karen Merran


Titel: Es war einmal in der Metro

Autor: Karen Merran

Übersetzer: Jutta Schiborr

Verlag: Selbstverlag/Amazon Crossing

Genre: Gegenwartsliteratur/Liebesroman

Preis: ebook 4,99 €, Taschenbuch 9,99 €

Erscheinungsdatum: 31.01.2017

Isbn: 978-1503941632


Ich habe das Buch via Netgalley als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank.


Klappentext:


Was haben ein etwas chaotischer Obdachloser und eine kreative Produktmanagerin gemeinsam? Eigentlich nicht viel. Aber als Maya in der Pariser Metro das Handy gestohlen wird und Roger den Täter verfolgt, kreuzen sich ihre Wege. Aus Dankbarkeit beschließt die umtriebige Maya, Rogers aus dem Lot geratenes Leben in Ordnung zu bringen. Zunächst scheint es, als würde es für den Unglücksraben endlich bergauf gehen. Doch dann lernt Maya Nathan kennen und plötzlich gerät ihre Freundschaft ins Wanken.


Meinung:


Zum erste Mal kann ich nachvollziehen, wenn in Rezensionen die Rede von einem Schreibstil "ähnlich eines Schulaufsatzes" ist. Ob die Einfachheit der Übersetzung geschuldet ist, vermag ich nicht zu sagen. Jedoch konnte mich die Art, wie der Roman erzählt wird, überhaupt nicht abholen. 


Die Charaktere wirken durch die Bank weg flapsig und - so leid es mir tut - einfältig. Sie sind sich in dem sogar so ähnlich, dass sie zu einer großen Masse verschmelzen. Maya und Roger werden dadurch komplett austauschbar. Ich konnte mich weder mit ihnen identifizieren, noch waren sie mir sympathisch. Und es half auch nicht, dass die erzwungen-gewollte Schusseligkeit Mayas mir bereits sehr früh auf die Nerven ging. Selbst Mayas Großmutter, die hier anscheinend der große Sympathieträger darstellen soll, blieb nicht dauerhaft in meinem Gedächtnis haften.


"Wie ihre Sitznachbarin hatte auch Maya die Unterhaltung zwischen Mutter und Sohn verfolgt. Sie schloss für sich daraus, dass sie als durchschnittlicher Mensch geboren worden war und dass sie daran nichts würde ändern können." - 34 %, Position 1049


Wie wahr, wie wahr...


Die Gerundidee, Mayas Künste des Marketings dazu zu nutzen, Rogers Qualitäten als Arbeitsloser zu steigern, mochten im Ansatz vielleicht lustig gewesen sein. Die Umsetzung ist in meinen Augen jedoch nicht gelungen. Des Weiteren hat ihre Fähigkeit, Menschen durch Beobachtung einzuschätzen sehr viel mehr Potenzial gehabt. Auch hier schiebe ich der Art der Erzählung die Schuld in die Schuhe. 


Lange Zeit passierte einfach nichts. Kein roter Faden, keine Idee davon, was nun eigentlich im Vordergrund stehen soll. Weder der Versuch, Roger wieder in die Arbeitswelt zu bekommen, noch Mayas Arbeits- und Privatleben bieteten ausreichend Stoff, um einigermaßen interessant zu wirken. 


Die Liebesgeschichte hätte es wahrscheinlich noch rausreißen sollen/können, enttäuschte mich dann jedoch am aller meisten.


Fazit:


Mir fehlte der besondere Charme, der diesem Buch nachgesagt wurde. Eine vor sich hinplätschernde Story trifft auf einen mehr als seichten Schreibstil. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es schon vor der Hälfte abgebrochen.


Leider konnte mich "Es war einmal in der Metro" nicht überzeugen.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

trotzphase, ratgeber, erziehung, gewünschtestes wunschkind, kinder

Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn

Danielle Graf , Katja Seide
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 15.03.2017
ISBN 9783407864222
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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584 Bibliotheken, 28 Leser, 2 Gruppen, 143 Rezensionen

prinz, prinzessin, attentäter, fantasy, flucht

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Der Kuss der Lüge von Mary E. Pearson


Titel: Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen (Band 1)

Autor: Mary E. Pearson

Übersetzer: Barbara Imgrund

Verlag: ONE (Bastei Lübbe)

Seiten: 560

Genre: Highfantasy

Preis: 18,00 € HC, 13,99 € ebook

Erscheinungsdatum: 16.02.2017

Isbn: 978-3-8466-0036-8


Die komplette Reihe in der bisherigen Übersicht:

(Sobald die Titel der Teile 3 und 4 bekannt gegeben werden, werden sie sofort nachgetragen)


Die Chroniken der Verbliebenen

Band 1: „Der Kuss der Lüge“ - Erschienen am 16.02.2017

Band 2: „Das Herz des Verräters“ - Erscheint am 26.05.2017

Band 3: 

Band 4:


Ich habe das ebook via Netgalley als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank für die Bereitstellung.


Klappentext:


Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen.


Meinung:


Mit „Kuss der Lüge“ handelt es sich (wieder einmal) um eines der sogenannten „Gehypten Bücher“. Diese Welle war allerdings bis vor Kurzem komplett an mir vorbei gegangen. Aufmerksam auf das Buch bin ich durch meine Stöbertrends auf Amazon geworden (allerdings auf Englisch) und als sich mir die Chance bot, diesen Roman zu rezensieren, konnte ich nicht nein sagen. Wie man bereits aus anderen Rezension weiß, bin ich immer noch auf der Suche nach einer fesselnden Fantasyreihe, die mich endlich wieder so packen kann, wie es zuletzt die „Elfenkuss“ Reihe von Aprilynne Pike oder „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin, geschafft hatten. Und ja, ich habe sie endlich gefunden!


Was ich, nach Beendigung des Buchs, in anderen Meinungen gelesen hab lässt momentan nur den Schluss zu, dass man dieses Buch entweder lieben, oder hassen muss. Ich gehöre nun eindeutig zu den Fans der Reihe und kann gar nicht den Erscheinungstermin des zweiten Teils erwarten (denn ich werde sie auf Deutsch fortsetzen).


Es gibt wirklich kaum etwas, was ich an dem Auftaktsband der „Verbliebenen“ Reihe auszusetzen habe und dennoch fällt mir das Schreiben der Rezension schwer. Verhasste Bücher zu bewerten, fällt mir so viel leichter. Bei Werken, die ich wirklich sehr gerne mag, fehlt es mir immer an den Worten, meine Begeisterung ausdrücken zu können. Aber ich versuche trotzdem euch zu vermitteln, warum es gerade diese Serie geworden ist.


Da wäre zum einen der Schreibstil. Leicht verschnörkelt, doch nie aufgesetzt schweben Pearsons Worte vom Papier zu mir und entführten mich sofort in Lias Welt. 


„Heute war der Tag, an dem tausende Träume sterben mussten und ein einziger geboren wurde.“ - 2 %, Position 100


Es gibt verschiedene Sichtweisen: Lias, die des Attentäters, die des Prinzen sowie die von Rafe und Kaden. Hatte ich zunächst noch Probleme, die Herren auseinander zu halten wurde mir schnell klar: die Autorin treibt ein Spiel mit mir. Und bis zur Auflösung war ich mir nicht sicher, wer sich hinter welchem Erzähler verbirgt. Es ist ein wirklich bildhafter Stil, so dass ich Lias Welt immer genau vor Augen hatte. Da ich keinen Umschlag hatte und bei einem ebook nicht gerne hin- und herblättere, brauchte ich aus diesem Grund auch nie auf die beigefügte Karte zu werfen. Gerade bei Highfantasy bringen mich Namen, Länder und Städte oftmals zur Verzweiflung. Die klaren Strukturen und Namensgebungen von Georg R. R. Martins Epos, der einen nahezu in Westeros und Co. hineinzieht, sind auch hier vorhanden. Der Weltenbau ist ihr wahrlich gut gelungen, so dass ich wirklich ungern die letzten Seiten hinter mich bringen wollte. Jedes Kapitel beginnt mit Worten, aus vergangenen Tagen. Die Zerwürfnisse der verschiedenen Königreiche drängen immer weiter an die Oberfläche und werden sicher in den weiteren Teilen eine noch wichtigere Rolle spielen. 


Und natürlich die Charaktere. Lia ist eine starke Hauptfigur, die sich klammheimlich einen Platz in meinem Herzen erschlichen hat. Als Erste Tochter des Königshauses Morrighan ist es Lias Pflicht, den Prinzen Dalbrecks zu heiraten, um das Bündnis der beiden Königreiche zu stärken. Doch warum muss ausgerechnet sie jemanden zum Mann nehmen, den sie weder liebt, noch jemals getroffen hat. Lia entscheidet, dass es nunmehr an der Zeit ist, mit den Traditionen zu brechen und flieht in das Küstenstädtchen Terravin. Lia soll genau das verkörpern, was eine Prinzessin nicht ist: Stürmisch, „jungenhaft“ und mit einem losem Mundwerk gesegnet. Sehr häufig begegnen uns - gerade in der fantastischen Literatur - solche weiblichen Hauptcharaktere. Lia mag deswegen kein neuer Charakter sein und vielleicht klischeehaft wirken. Doch ihre Stärke und ihr Mut wirken auf mich völlig glaubhaft und überzeugend. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar und es fällt wirklich schwer, sie nicht zu mögen. Im Laufe der Geschichte verläuft sie eine Wandlung durch. Sie überdenkt ihre Taten und wirkt, trotz ihres zarten Alters, reifer.


Ich halte den Klappentext für reichlich irreführend. Er suggeriert eine typische Dreiecksbeziehung, die so nicht vorhanden ist. Das Verhältnis der Figuren ist viel tiefergehend und auf anderen Ebenen aufgebaut. Kaden und auch Rafe sind mehr als nur einfache Statisten, die nur eingeführt wurden, um gut auszusehen. Man hat ihnen Charakter, Tiefe und Beweggründe mit auf den Weg gegeben. Und auch Pauline, die fromme Zofe, die Bewohner Terravins sowie die Kumpanen des Attentäters tragen ihren Teil zum Gesamtwerk bei.


All diese Charaktere bringen Licht in die Geschichte und erfüllen sie mit Leben.


Band 1 ist trotz all seiner Erzählkraft nur ein Aufbau für das, was noch kommen wird. Die Gabe erwacht und lässt eindeutig eine Steigerung erhoffen.


Gut zu wissen:


In der Originalausgabe ist die Reihe mit Band 3 bereits seit dem August letzten Jahres abgeschlossen. Die deutsche Auflage wird 4 Bücher umfassen, da der dritte Teil im Englischen bereits 688 Seiten umfasst. Eine deutsche Übersetzung würde wahrscheinlich über 800 Seiten betragen.


 Das Königreich Morrighan ist nach dessen Gründerin, der allerersten Ersten Tochter, benannt worden. Tatsächlich kommt der Name aus dem keltischen und bedeutet soviel wie „Geisterkönigin“ (Morrígan) oder auch „Große Königin“ (Mórrígan) - siehe Wikipedia.


Fazit:


Das Lesejahr 2017 ist noch jung und doch macht sich ein Buch auf den Weg in meine Liste, der liebsten Bücher des Jahres. „Der Kuss der Lüge“ ist ein spannender Start in eine fantastische Reihe die mit ihrer starken weiblichen Hauptcharakterin, einem grandiosen Weltenbau und einem wunderschönen Schreibstil überzeugt.


Es hat mich berührt, erzürnt und auch zu Tränen gerührt. Eine absolute Leseempfehlung meinerseits. Band 2 ist bereits vorbestellt. 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

4 sterne

Hot Chocolate - Ava & Jack

Charlotte Taylor
E-Buch Text: 43 Seiten
Erschienen bei null, 30.01.2015
ISBN B00RWB28JG
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Rezension zu Chocolate 1.1 von Charlotte Taylor


Titel: Hot Chocolate: Ava & Jack: Prickelnde Novelle - Episode 1.1 (L.A. Roommates)

Autor: Charlotte Taylor

Verlag: beHEARTBEAT (Bastei Lübbe)

Seiten: 59

Genre: Erotik

Preis: 1,99 €

Erscheinungsdatum: 11.10.2016

ASIN: B01M1C21LJ


Das Buch ist ein Belegexemplar des Verlags. Vielen Dank für die Bereitstellung.


Klappentext:


„Willkommen im Hot Chocolate!


Die vier Studentinnen Ava, Jill, Kate und Lisa leben in einer schicken WG in Los Angeles. Um ihr Studium zu finanzieren, arbeiten sie nebenbei in der Bar Hot Chocolate, die Lisas Patenonkel Freddy gehört. Diese Kneipe ist beliebter Treffpunkt vieler Kommilitonen und Ehemaliger der Elite-Uni, die die vier Mädels besuchen. Ihre Studiengänge sind anspruchsvoll und zeitaufwändig. Für Beziehungen haben sie eigentlich alle keine Zeit. Doch Gelegenheit macht Liebe - oder zumindest Liebesnächte ... 


In der ersten Episode der Reihe trifft die kühle, strebsame Ava auf den rauen Jack. Er muss am nächsten Tag wieder auf seine Bohrinsel. Sie haben nur eine Nacht ... und die nutzen sie. 


Mit Leseprobe der zweiten Episode Jill & George.


Die erste Staffel ist komplett: Auf Ava & Jack (Episode 1.1) folgen Jill & George (Episode 1.2), Kate & Blue (Episode 1.3) sowie Lisa & Dan (Episode 1.4). Im Sammelband The Ladies sind sämtliche Einzelepisoden sowie zahlreiche Bonusszenen enthalten!


Und auch die 2. Staffel nimmt Formen an: Nach Love (Episode 2.1) sind bereits Pleasure (Episode 2.2) und Lust (Episode 2.3) erschienen.


Außerdem wird bald verraten, wie die Geschichte der vier Freundinnen begann in Hot Chocolate - Promise, ab Frühjahr 2017! Lasst euch überraschen!


Lust auf einen Quickie? Dann sind die Shorties Fay & Enrico sowie Merry X-Mas genau das Richtige zum eingrooven - beide können völlig unabhängig von der Serie gelesen werden!“


(Quelle: Amazon.de)


Meinung:


Ich habe lange überlegt, ob ich euch wirklich den kompletten „Klappentext“ zumuten möchte. Aber im Hinblick auf den ebenfalls viel zu langen Titel und meinen Gesamteindruck lautete die Antwort ja: da müsst ihr jetzt durch!


Eine Rezension zu diesem Buch zu verfassen, ohne einen Rant auf die Genres „New Adult“ und „Erotik“ daraus werden zu lassen ist nicht so einfach. Denn hier seht ihr perfekt zusammengefasst, was man in Bezug auf die beiden Richtungen alles falsch machen kann. 


Fangen wir bei der Einstellung der Autorin an: Sowohl aus der Danksagung, als auch aus ihrem Vortrag bei der „Digital Night“ im Hause Bastei Lübbe kann man entnehmen, dass sie dazu „aufgefordert“ wurde, erotische Bücher zu verfassen. Wer die Autorin nicht kennt: Hinter dem Pseudonym verbirgt sich die Romanautorin Carin Müller, die unter anderem „Tage zwischen Ebbe und Flut“ verfasst hat, welches ich bereits rezensiert habe. Es mag sein, dass jeder einmal klein anfängt. Wem es jedoch schwer fällt, explizite Szenen zu schreiben und sie noch nicht einmal bei einer Lesung vortragen kann, der ist meiner Meinung nach im falschen Genre gelandet. Genauso hölzern, wie man es sich nun vorstellen mag, wirkten die „erotischen“ Szenen auch auf mich. Der Roman erstreckt sich, wie oben angegeben, auf noch nicht einmal 59 Seiten. Ab ca. 86 % war das Buch zu Ende und es folgten Teaser, Danksagung sowie eine Leseproben für den nächsten Teil. Ich bin generell kein Fan von Kurzgeschichten und der Inhalt muss mich wirklich mitreissen, damit ich ihn auch lesen mag. Was hier allerdings nicht der Fall war. Alle Figuren, seien es die Mädels aus der WG, als auch die dazu geschaffenen Männer, wirkten so konstruiert, dass mir im Nachhinein Gigi aus Trinity geradezu lebendig vorkam. Von der Inhaltsangabe, über den Inhalt, weiter über den Teaser als auch die Leseprobe schreit alles nach Vermarktung. Ob die Figuren nun für voll zu nehmen, oder der Plot einigermaßen plausbil ist, scheint egal zu sein. Hauptsache eine weitere Erotikreihe wird auf den Markt geworfen. Es handelt sich nicht um einen „prickelnden Genuß für abends in der Badewanne“, wenn ich mir ernsthaft um sodomistische Gedanken der Charaktere Sorgen machen muss!


„Weder mit deinem Vater noch mit mir und schon gar nicht mit deinem Hund wirst du jemals wahre Leidenschaft erleben, die Energie spüren, die nur durch tiefste Hingabe freigesetzt wird.“ 


„Lisa war „flexibel“, was die Auswahl ihrer zahlreichen Bettgenossen anging - manchmal sorgte sich Ava sogar ein wenig um ihren Pudel Henry -, hatte aber einen eindeutigen Hang zu schönen Frauen.“


Die Protagonisten prüde darstellen zu wollen, in dem man die Mutter als eine sexbegierige Esoterikerin auftreten lässt könnte man noch ernst nehmen, wenn da nicht Vergleiche mit Behinderungen aufgegriffen würden, die auf keinen Fall in Ordnung sind.


„Aber ohne Liebe und Hingabe wird ein wichtiger Teil deines Seins verkümmern. Das wird wie eine Behinderung sein“.


Was soll das Buch nun sein? Ein Erotikkurzroman? Dafür gibt es zu wenig Erotik und zu viel unwichtiges Aufgebausche. New Adult? Dafür ist das Drumherum zu plump. Wieso muss eine weitere Serie auf die Leser losgelassen werden, die nichts Ganzes und nichts Halbes ist? Warum müssen die Titel, samt Untertitel immer länger werden, damit auch wirklich jeder sofort merkt, dass es sich um eine Reihe handelt? Aus welchem Grund bedarf es so einer langen Beschreibung, um das Buch und seine Nachfolger vermarkten zu müssen? Bonusinhalte, Specials usw. sind m. E. nicht von Nöten, wenn man der Inhalt allein überzeugen kann. 


Fazit:


Dank den fünfzig Schattierungen ist es mittlerweile wirklich schwierig geworden, gute Erotikliteratur bei den den „großen“ Verlagen zu finden. Ich bin wirklich froh, für dieses Buch kein Geld ausgegeben zu haben, denn die knapp 2 € sind leider immer noch zu viel für diese Art von Literatur. Der Roman, ja die komplette Reihe wirkt komplett erzwungen, was sich auf die Charaktere und den Plot auswirkt. Ich hasse es wirklich, Verrisse zu schreiben, aber leider kann ich zu „Hot Chocolate“ Teil 1.1 (usw.) nichts positives sagen. 

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