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75 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

new york, liebe, familie, weihnachten, glück

Winterzauber in Manhattan

Mandy Baggot , Ulrike Laszlo
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442485161
Genre: Liebesromane

Rezension:

Rezension zu Winterzauber in Manhatten


Titel: Winterzauber in Manhattan

Autor: Mandy Baggot

Übersetzer: Ulrike Laszlo

Verlag: Goldmann

Genre: Chic-Lit, Liebesroman, Weihnachten

Preis: 9,99 €

Erscheinungsdatum:17.10.2016

Isbn: 978-3442485161


Klappentext:


Die Engländerin Hayley und ihre Tochter Angel sitzen im Flieger Richtung New York, um im Big Apple Weihnachten zu feiern. Begeistert stürzen sie sich ins Abenteuer: Kutschfahrten im Central Park, Schlittschuhrunden am Rockefeller Centre und Bummel auf der 5th Avenue. Doch die Stadt, die niemals schläft, hat mehr zu bieten – und Angel hat einen Herzenswunsch: ihren Vater kennenzulernen. Während Hayley sich auf die Suche nach dem Mann macht, mit dem sie die eine folgenreiche Nacht verbrachte, läuft sie Oliver über den Weg: Milliardär und Weihnachtsmuffel – bis jetzt. Denn dieses Fest könnte auch für ihn zu einem Fest der Liebe werden.


Meinung:


Das Buch ist mir - zugegebenermaßen - durch sein Cover in der Buchhandlung in die Hände gefallen. Ich war auf der Suche nach einer leichten Lektüre, die mich aus meinem Lesetief herausholen sollte. Und genau dies war dieser Roman auch: Keine anspruchsvolle, jedoch kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch.


Die wichtigsten Aspekte, die eine Weihnachtsroman dieser Art mit sich zu bringen hat, wurden erfüllt. Ein winterliches Setting im Herzen New Yorks, zwei einsame Herzen, die sich nicht eingestehen wollen, dass sie jemanden ihrer Seite brauchen sowie ganz viel Dramatik bietet „Winterzauber in Manhattan“. 


Auch wenn es sich bei diesem Roman nicht um einen aus dem Genre Young Adult handelt, darf auch hier der gut aussehende und mit den Frauen spielende Milliardär nicht fehlen. Im Gegensatz zu dem vorgenannten Genre ist Oliver jedoch nicht in die Kategorie „Bad Boy“ einzuordnen. Außerdem arbeitet dieser Mensch tatsächlich für sein Geld und man bekommt durch die Abschnitte, die sich um ihn drehen, einiges aus seinem beruflichen Leben mit. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die - zuvor genannten - wechselnden Abschnitte der beiden Hauptfiguren nicht in der Ich-Form verfasst sind. Der Schreibstil, der für einen Roman dieser Art gekonnt humorvoll und leicht ist, schafft es auch in der Erzählerform, die Gedanken und Gefühle der Charaktere nahegehend zu beschreiben. Sowohl Hayley als auch Oliver wurden beide mit der nötigen Tiefe und Persönlichkeit ausgestattet, um sie lebhaft und lebensnah wahrzunehmen. Allerdings mag ich auch nicht unerwähnt lassen, dass mir Hayleys Charakter an manchen Stellen zu oberflächlich erschien. Aber bei dem Genre darf man auch nicht wirklich etwas anderes erwarten. Die Nebencharaktere rund um die beiden wurden gut ausgearbeitet und wirken nicht wie leblose Statisten.


Die Idee des Romans ist nicht neu. Eine vom Leben gebeutelte Frau trifft auf reichen Mann und beider Leben beginnen sich zu verändern. Auch die beliebte Wiederverwertung des Ebenezer Scrooge aus Dickens „A Christmas Carol“ in neuer Form wurde nicht ausgelassen. Gepaart mit ganz viel Dramatik wurde hier ein nettes, aber nicht weltbewegendes Setting geschaffen, das allerdings nicht mit den Weihnachtsromanen von (z.B.) Sarah Morgan mithalten kann. Ich wurde jedoch auf 567 Seiten gut unterhalten und mehr sollte der Roman auch nicht bewirken.


Es gab jedoch zwei Punkte, die mich doch sehr gestört haben:


- Ständige Wiederholungen

In praktisch jedem Abschnitt, der sich um Oliver dreht, wird durch ihn selbst, oder eine Person aus seinem Umfeld erwähnt, dass es ihm nicht sehr gut geht. Eine wirkliche Diagnose gibt es jedoch nicht. Es wird einfach davon ausgegangen, dass ihn das gleiche Schicksal wie sein Bruder ereilen wird. Auch wenn es nachvollziehbar ist, diese Angst ständig im Nacken zu haben und man dies durchaus in seine Gedanken einbringen kann, wirkt es hier wie in verzweifelter Versuch, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.


- Angel

So gut mir die beiden Hauptcharaktere gefallen haben, so sehr störte mich Hayleys Tochter Angel. Ich habe versucht, ihr Verhalten mit den Neunjährigen, die ich so kenne/gekannt habe abzugleichen, konnte aber leider keine Ähnlichkeiten feststellen. Mit ihr wurde versucht, eine besonders intelligente und witzige Person einzuführen. Ihr Verhalten war jedoch fernab jeglicher Realität. Kennt ihr noch die jüngste Tochter aus der Serie 7th Heaven (Eine himmlische Familie)? Dieses kleine Mädchen, dass am Ende jeder Folge den verzweifelten Erwachsenen den rechten Weg wies und selbst nie mit irgendwelchen Problemen konfrontiert wurde? Dank Angels altklugem Verhalten, hatte ich ständig dieses Kind vor Augen. Sie soll wahrscheinlich mit ihrem „witzigen“ und an einen Erwachsenen erinnernden Sprüchen, für Auflockerung sorgen. Ich empfand sie leider einfach nur als nervig und ihr Verhalten als unrealistisch. Welche Neunjährige überredet bitte ihre Mutter zum Akoholkonsum, führt eine Reisegruppe durch ein Museum und schmeißt mal eben - weil ihre Mutter es anscheinend nicht alleine hinbekommt - die Party für eine Wohltätigkeitsveranstaltung?


„Ich nehme das Lexikon mit, und weil du eine so tolle Mum bist, hast du dir ein Glas Prosecco verdient.“ - Seite 32


Fazit:


Chick-Lit meets New Adult. 


„Winterzauber in Manhattan“ ist sicher keine literarische Meisterleistung und es gibt genug weihnachtliche Bücher, die dieses übertreffen können. Mir, die auf der Suche nach kurzweiliger Unterhaltung zum Abschalten war, hat es jedoch gut aus der Leseflaute rausgeholfen. Eine Leseempfehlung für kuschelige sowie romantische Stunden mit einem Punsch und Zimtsternen gibt es von mir nicht, da der große Funken einfach nicht überspringen wollte. Wer aber einfach gut unterhalten werden möchte, kann mit Mandy Baggots Winterroman keinen Fehler machen.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 8 Rezensionen

weihnachten, kater, kinderbuch, katze, familie

Weihnachten steht vor der Tür

Monika Feth , Cornelia Haas
Flexibler Einband: 59 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.10.2009
ISBN 9783570219652
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Kinderbuchrezension zu Weihnachten steht vor der Tür 


Titel: Weihnachten steht vor der Tür

Autor: Monika Ferth

Illustrator: Cornelia Haas

Verlag: cbt

Genre: Kinderbuch, Weihnachtsbuch

Altersempfehlung: 4+

Preis: 9,99 €

Erscheinungsdatum: 30.09.2014

Isbn: 978-3570163719


Klappentext:


Weihnachten steht vor der Tür … und das ist wunderbar, denn der Hauskater liebt Besuch! Doch wo bleibt er nur, dieser Weihnachten?, fragt er sich neugierig. Immerhin betreibt die Familie einen Riesenaufwand für diesen geheimnisvollen Besucher, den alle, außer dem Kater, zu kennen scheinen. Es wird gebastelt, eingekauft und Nahrung gehortet – in Form von Keksen – alles für Weihnachten! Der Kater traut sich kaum noch zu schlafen, denn Tag und Nacht lauert er Weihnachten auf. Ob er ihn wohl jemals kennenlernen wird?


Meinung:


Was gibt es besseres als Bücher zu kaufen? Bücher für die Kinder zu kaufen! Und da die vorweihnachtliche Zeit gerade anfängt, sind vor kurzem ein paar Weihnachtsbücher für Emma (und Hannah) eingezogen. Unter anderem „Weihnachten steht vor der Tür“.


Die Geschichte, die 47 Seiten mit farbigen Zeichnungen umfasst, wird aus der Sicht des Hauskaters erzählt, der endlich den Besucher Weihnachten kennenlernen möchte, von dem alle die ganze Zeit reden. Die Autorin umschreibt über dieses Stilmittel, den Stress, der durch die Vorbereitungen auf das Fest der Liebe entsteht, kindgerecht. Denn für unsere Kleinen ist die ganze Aufregung und Hektik oft noch genauso unverständlich, wie für den Kater aus dem Buch. 


Die Kapitel sind recht kurz, so dass man sie gut vorlesen und danach pausieren kann. Die vom Verlag empfohlene Altersangabe liegt bei vier Jahren und ich denke dieses Alter ist auch sehr passend. Mit 19 Monaten lässt sich Emma momentan nur bestimmte Geschichten vorlesen und das auch nur für kurze Augenblicke. Ein paar Seiten am Stück und besonders die Bilder („Miaaau!!“) haben ihr aber anscheinend gut gefallen. 


Die Zeichnungen wurden dezent eingebaut, um der eigentlichen Geschichte nicht im Weg zu stehen, wirken dennoch sehr ansprechend.


Es gibt nahezu für jeden Tag im Dezember bis Heiligabend ein Kapitel. Hätte man tatsächlich 24 Kapitel gewählt, hätte man das Buch auch als Adventskalender nutzen können. 


Zitat:


„Weihnachten verdreht der Frau den Kopf. […] Statt die Kinder und mich anständig zu füttern, hortet sie alles für ihn.“ - Seite 19


Fazit:


Ein niedliches Vorlesebuch für die schon größeren Kleinen, welches perfekt in die Vorweihnachtszeit passt. Besonders für Kinder, die mit Katzen zusammen leben eine schöne Geschenkidee.

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7 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

arne ahlert, moonatics

Moonatics

Arne Ahlert
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453318144
Genre: Science-Fiction

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glühwein mit kuss: eine weihnachtsgeschichte, jennifer wellen

Glühwein mit Kuss: Eine Weihnachtsgeschichte

Jennifer Wellen
E-Buch Text: 119 Seiten
Erschienen bei Feelings, 26.10.2016
ISBN 9783426442371
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension zu Glühwein mit Kuss von Jennifer Wellen


Titel: Glühwein mit Kuss

Autor: Jennifer Wellen

Verlag: Feelings (Droemer Knaur)

Seitenzahl: 119

Genre: Kurzgeschichte, Chic-Lit, Weihnachten

Preis: 1,99 € (ebook only)

Erscheinungsdatum: 26.10.2016

ASIN: B01K62WV5S


Das Buch wurde mir durch den Verlag als Rezensionsexemplar zugesandt.


Klappentext:


Für die Autorin Mona könnte Weihnachten dieses Jahr gerne ausfallen. Sie möchte weder von ihrer Familie noch einem Mann gestört werden. Am liebsten würde sie sich nämlich voll und ganz auf die bevorstehende Manuskriptabgabe konzentrieren. Aber dieses Jahr soll ausgerechnet sie das traditionelle Familienfest ausrichten, dessen Organisation sich mit zunehmenden Zeitdruck, fehlenden To-do-Listen und einer ständig anrufenden Agentin zum Chaos unterm glitzernden Weihnachtsbaum entwickelt. Doch Weihnachten wäre nicht Weihnachten, wenn es keine kleinen Wunder gäbe, von denen eines männlich und äußerst attraktiv ist.


Meinung:


Mit „Glühwein mit Kuss“ liegt mir mein erster Roman der Autorin Jennifer Wellen vor. Genau genommen, handelt es sich um eine Kurzgeschichte, die in der Weihnachtszeit angesiedelt worden ist. Der Klappentext, der auf A noch um einiges länger ist (ich habe mich oben für die gekürzte Variante entschieden) verspricht ein gefühlvolles ebook und ein „ganz besonderes Weihnachtsgeschenk“. Ich persönlich würde die Kurzgeschichte jedoch nicht unter dem Genre Romantik, sondern ganz klar im Bereich des Chic-Lits einordnen, da es sich ganz genau wie ein Buch aus dieser Ecke liest. Dies liegt vor allem daran, dass die Charaktere nicht nur selbst klischeehaft gezeichnet sind, sondern auch ihr schubladenhaftes Denken mit dem Lesern teilen. Wenn man dies von vornherein weiß und das Genre mag, stellt dies kein Problem dar, man sollte sich jedoch auf keinen Fall auf eine hochromantische Weihnachtsgeschichte einstellen.


Die kurzen Kapitel werden jeweils abwechselnd aus der Sicht von Mona und dem Objekt der Begierde erzählt. Hierdurch erhält man einen guten Einblick in die Gefühlswelt der beiden Charaktere. Auch auf die kurze Seitenzahl hin, kann dadurch ein Bezug zu beiden Figuren aufgebaut werden. 


Durch den recht flüssigen Schreibstil der Autorin ist man schnell durch die 119 Seiten durchgeflogen. Ich hatte das Buch bei einem Aufenthalt in der Badewanne komplett durchgelesen (denkt dran auf eure Reader Acht zu geben, wenn ihr sie mit in die Wanne nehmt!). 


Die Charakterentwicklung beider Protagonisten kam natürlich sehr plötzlich, aber anders lässt sich dieser in einer so kurzen Geschichte nicht unterbringen. Diese Entwicklung sowie der nette Abschluss haben mich auch über die zuvor genannten Kritikpunkte hinweggetröstet. Trotz des weihnachtlichen Settings ist bei mir der Funke nicht ganz übergesprungen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass dies bei einer längeren Version des Romans durchaus der Fall gewesen wäre.


Fazit:


Die großen Gefühle - weder weihnachtlich noch romantisch - sind bei mir nicht übergesprungen, jedoch wurde ich recht gut unterhalten. Man muss schon über den oberflächlichen Charakter der weiblichen Hauptprotagonistin hinwegsehen, um sich komplett in der Kurzgeschichte verlieren zu können. Geübte Chic-Lit Leser werden mit „Glühwein mit Kuss“ jedoch sicherlich ihre Freude haben. 

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15 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rom, profiler, thriller

Schattenkiller

Mirko Zilahy , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174201
Genre: Krimi und Thriller

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winter, jugendbuch

Wintersternschnuppen

Kim Culbertson , Clara Mihr
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.10.2016
ISBN 9783570311028
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Wintersternschnuppen von Kim Culbertson


Titel: Wintersternschnuppen

Autor: Kim Culbertson

Übersetzer: Clara Mihr

Verlag: cbt

Genre: Jugendroman

Preis: 9,99 €

Erscheinungsdatum: 11.10.2016

Isbn: 978-3570311028


„Wintersternschnuppen“ wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt.


Klappentext:


Mara James war schon immer eine Perfektionistin und zielstrebige Eliteschülerin. Doch dann hat sie einen totalen Nervenzusammenbruch während einer wichtigen Prüfung. Mara beschließt, sich eine Auszeit bei ihrem biologischen Vater zu gönnen, der im kalifornischen Wintersportort Tahoe in einem Outdoor-Laden jobbt. Eine perfekte Gelegenheit, ihn endlich mal näher kennenzulernen. Dass sie sich nebenbei Hals über Kopf verliebt, wirbelt Maras Leben komplett durcheinander.


Meinung:


„Wintersternschnuppen“ ist das zweite Buch der Autorin, welches bei mir eingezogen ist. Ihren Sommerroman „Sternengewitter“ habe ich bei den Taschenbuchtagen der Buchhandlung mit M als Mängelexemplar ergattern können, aber bislang noch nicht gelesen. Ihr Schreibstil und Charakteraufbau waren für mich daher komplett neu. Zunächst kam ich gut ins Buch hinein. Ich mochte Mara und ihre Art, anders zu sein. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass der Schreibstil nach und nach abflachte und einfacher wurde. Bestimmte Erlebnisse von Mara wurden gar nicht erst weiter ausgeführt und so bleibe ich bis heute im Dunkeln, warum ein Junge ihr aufgrund eines Schulprojektes auf dem Gesicht herumgetrampelt ist. Ich frage mich, ob hier etwas bei der Übersetzung aus dem Amerikanischen verloren gegangen ist.


Der rote Faden, der sich durch den Roman zieht, ist Maras Nervenzusammenbruch und ihr Weg aus diesem hinaus. Ihre Gefühlswelt und Zerrissenheit wurden zwar überzeugend geschildert und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. Aber dazwischen passierte einfach nicht sehr viel. Die Liebesgeschichte, die natürlich nicht ohne Dreiecksbeziehung auskommen konnte, war mir zu oberflächlich und konnte mich nicht mitreissen. Die Autorin hat sehr viel Liebe in den Ausbau von Maras Charakter und ihre familiären Verhältnisse gesteckt.


„Wenn ich mir recht überlege, wirkt alles in Tricks Welt so, als würde er in seinem eigenen Leben campen.“ - Seite 108


Wenn von dieser Liebe zum Detail mehr in der neuen Welt, in der sich Mara befand, investiert worden wäre, hätte mich der Roman zu 100 % überzeugen können. 


Auch wenn es sich hierbei um einen Jugendroman mit romantischem Einfluss handelt und ich mich momentan stets zu wiederholen scheine bin ich mir auch hier wieder sehr sicher: Auch ohne Liebesdreieck würde dieser Roman prima funktionieren. Maras Lebensweg bietet so viel Potential, da bedarf es keiner schlecht ausgebauten Romanze.


„Vom, du sagst das, als wäre das Erwachsenwerden ein Lichtschalter. An. Aus. Aber das ist es nicht.“ - Seite 344


Der Originaltitel „The possibility of now“ passt meines Erachtens viel besser zum Inhalt der Geschichte, als der letztendlich gewählte Deutsche. Wenn ihr das Buch gelesen habt, wisst ihr was ich meine. Da der Titel jedoch dem Vorgängerbuch ähnelt, wurde er mit Sicherheit aufgrund der Zusammengehörigkeit gewählt. 


Fazit:


„Wintersternschnuppen“ ist ein unterhaltsamer Winteroman über das Erwachsenwerden, der allerdings eher die tatsächliche Zielgruppe (14 - 16) anspricht. Der romantische Teil wusste mich nicht zu überzeugen, aber Maras Geschichte gefiel mir doch recht gut. Bei diesem Roman wurde leider viel Potenzial verschenkt. Ich bin gespannt, ob mich „Sternengewitter“ mehr überzeugen kann.

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vampire, unsterblich, vampir, familie, zeke

Unsterblich - Tor der Nacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453317505
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Tor der Nacht von Julie Kagawa


Titel: Unsterblich „Tor der Nacht“

Autor: Julie Kagawa

Übersetzer: Charlotte Lungstrass-Kapfer

Verlag: Heyne

Genre: Fantasy (Vampire + Zombie)

Preis: 9,99 €

Erscheinungsdatum: 11.04.2016

Isbn: 978-3453318151


Achtung! Dies ist der zweite Band einer dreiteiligen Reihe. Ich versuche meine Rezensionen immer so spoilerfrei wie möglich zu verfassen, jedoch solltet ihr auf jeden Fall den ersten Band vorher gelesen haben, da die Bücher aufeinander aufbauen.


Band 1: Unsterblich „Tor der Dämmerung“ - Erschienen am 14.12.2015

Band 2: Unsterblich „Tor der Nacht“ - Erschienen am 11.04.2016

Band 3: Unsterblich „Tor der Ewigkeit“ - Erscheint am 09.01.2017


Wie bereits in meiner Rezension zu „Tor der Dämmerung“ erwähnt, wird der letzte Band „Tor der Ewigkeit“ ausschließlich als Taschenbuch verlegt werden. Es lohnt sich also für ein einheitliches Bild im Bücherregal, die Reihe im Taschenbuch zu erstehen (vor allem, da die Cover der HC sehr abweichend sind).


Inhalt:


In einer Welt, in der die Menschen von den Vampiren wie Sklaven gehalten werden, hat Allison Sekemoto die einzig richtige Entscheidung getroffen: Sie hat die Unsterblichkeit gewählt und genießt nun die Vorzüge eines sorgenfreien Lebens unter den Vampiren. Doch dann macht Allie eines Tages eine furchtbare Entdeckung: Die Rote Schwindsucht, die den Menschen vor Allies Geburt zum Verhängnis wurde, ist zurückgekehrt. Und dieses Mal macht die Seuche auch vor den Vampire nicht halt. Der Einzige, der möglicherweise Abhilfe schaffen kann, ist Kanin, Allies »Schöpfer«. Doch Kanin ist spurlos verschwunden.


Meinung:


Nachdem mir Band 1 so unglaublich gut gefallen hatte, musste ich unbedingt wissen, wie es mit Allison weiter geht. Nachdem sie im Vorgängerbuch ihre menschliche Gruppe erfolgreich in das geschützte Eden geleitet hatte, sollte es nun mit der Suche und Rettung ihres Schöpfers Kanin weitergehen. Ich hatte mir von der Fortsetzung viel versprochen, da ich weitere spannende und actiongeladene Situation sowie einen liebesbeziehungsfreien Fortgang der Geschichte erwartet habe.


Der zweite Band geht vom Inhalt her nahtlos in die Geschehnisse aus dem ersten Teil über. Hier und da gab es einige Erinnerungen von Seiten der Autorin. Da diese aber rar eingesetzt wurden, haben sie den Lesefluss nicht unterbrochen. Allisons Reihe geht genauso spannend weiter, wie sie aufgehört hat. Begleitet wird sie von ihrem Bruder im Geiste. Beide haben sie das gleich Ziel: Kanin sowie das Heilmittel gegen die rote Schwindsucht finden. Der mittlere Band der Book of Eden Reihe hätte theoretisch ein ähnliches Lesehighlight wie sein Vorgänger werden können. Doch er wies einige Schwächen auf. 


In „Tor der Dämmerung“ lernte Allie das erste Mal was es heißt, Teil einer Gruppe zu sein, die sich gegenseitig unterstützt. Ihre Zeit im Saum, wo nur der Stärkste überleben konnte und man sich am besten selbst der Nächste war, hatte sie sehr geprägt. Durch die Begegnung mit Zeke und den anderen sowie ihre eigenen, inneren Konflikte seit ihrer Wandlung, setzte ihre Charakterentwicklung ein, die sich auch in diesem Buch weiter fortsetzte. Allerdings führte dies auch dazu, dass eine nicht enden wollende Wiederholung an Unterhaltung mit Jackal, im Bruder im Blute, einher ging. Immer und immer wieder wurde diskutiert, dass Allie daran festhielt, menschlich zu bleiben, während Jackal ihr klar zu machen versuchte, dass sie ihren inneren Dämon nie ganz abstellen kann. Mir ist klar, dass dies eines der Stilmittel war, um den Kampf gegen sich und sein neues Ich, darzustellen. Aber nach der fünften Unterhaltung der Art wurde es mir dann langsam aber sicher zu fade. Auch wies der Mittelteil einen längeren Part auf, der sich doch sehr hin zog. Eine Suche kann durchaus spannend sein. Hier jedoch fehlte es mir einfach an Schlüsselszenen. Gegen Ende hin kam auch die Spannung zurück aber der etwas zähe Mittelpart führte dann doch dazu, mich das Buch kurzweilig bei Seite legen zu lassen.


Am allermeisten störte mich persönlich Zekes Wiederauftauchen und der Beginn der Romanze. Ich hatte wirklich sehr gehofft, dass Kagawa es mit dem geglückten Ende von Band 1 belässt. Es liegt vielleicht zum einen an seiner Figur, denn ich konnte bereits in „Tor der Dämmerung“ nicht mit ihm warm werden. Aber zum anderen bin ich immer noch der Meinung, dass diese Reihe auch gänzlich ohne Liebesquaos ausgekommen wäre. Mit dieser Meinung stehe ich wahrscheinlich ziemlich alleine da und ich es kann es auch sehr gut nachvollziehen, wenn die anderen Lesern einem Happy End der beiden entgegenfiebern. 


Der Schreibstil ist wie immer bei Kagawa sehr bildhaft und eindringlich. Sie weiß ihre Figuren in Szene zu setzen und die Landschaft um sie herum zum Leben zu erwecken. 


Zitat:


„Tief in unserem Inneren waren wir alle so. Nahm man uns das Bewusstseins, die Selbstbeherrschung, die Logik und Vernunft, dann waren wir alle nur Monster, die auf ihre nächste Mahlzeit warteten.“ - Seite 296


Fazit:


Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Band 2 der Blood of Eden Reihe ein wenig ruhiger daher kommt. Er lässt sich Zeit, die Protagonisten Allison weiter auszubauen und zu wachsen. Es wäre nicht das erste Mal, dass der mittlere Band der Schwächere ist und deswegen erwarte ich voller Vorfreude den letzten Teil „Tor der Ewigkeit“, der ja zum Glück schon Anfang Januar erscheinen wird.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

winterzauber, winterzauber: eine liebe am see, eine liebe am see

Winterzauber: Eine Liebe am See: Roman

Zora Gienger
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei Feelings, 26.10.2016
ISBN 9783426442029
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension zu Winterzauber von Zora Gienger


Titel: Winterzauber „Eine Liebe am See“

Autor: Zora Gienger

Verlag: Feelings

Seitenzahl: 293

Genre: Liebesroman

Preis: 2,99 € (eBook only)

Erscheinungsdatum: 26.10.2016

ASIN: B01K62WIFQ


Als Feelings-Blogger wurde mir das Buch zu Rezensionszwecken vom Verlag zur Verfügung gestellt. 


Klappentext:


Ein Café am Bodensee, der Zauber der Winterzeit und eine romantische Liebe. Kathie führt ein kleines, romantisches Café am Bodensee – eine Oase der Idylle, in der sich die Gäste wohl fühlen. Doch die Zeiten sind hart, und Kathie muss um das Überleben ebendieser Idylle kämpfen. Das zeigt sich besonders, als ihr Lieblingsfeind aus Jugendzeiten auftaucht, der offenbar ein Konkurrenzcafé eröffnen will. Eine ausweglose Situation? Kathie könnte verzweifeln, wäre da nicht die geheimnisvolle Angelina, die als Märchenfee auftritt und ihr nicht nur eine ganz besondere Teemischung anbietet, sondern ihr auch die Zukunft voraussagt: Bald schon soll Kathie auf gleich zwei Verehrer treffen, die sie unter besonderen Umständen kennenlernen wird. Aber einer nur wird der Richtige für sie sein.


Meinung:


Ich habe mich bei Feelings als Blogger beworben und erhalten nun jeden Monat ein Buch von dreien zur Auswahl, welches ich lesen und rezensieren darf. Leider habe ich mit „Winterzauber: Eine Liebe am See“ keinen guten Start gehabt.


Der Einstieg in den Roman erwies sich schon als sehr holprig, da mir der Schreibstil der Autorin nicht zugesagt hat. Andauernde Wiederholungen in den Beschreibungen des Cafés brachten den Lesefluss schon früh zum Stocken. Am aller meisten störte mich allerdings, dass Offensichtliches durch die Charaktere in den Raum geworfen wurde, um den Lesern ins Bild zu bringen. Dies ist auch in vielen Filmen ein beliebtes Stilmittel, welches mir aber jedes Mal sauer aufstößt. Es werden Unterhaltungen begonnen, die niemand im echten Leben so führen würde, nur um dem Leser weitere Informationen zu geben. Die Autorin geht sogar soweit, Situationen, die man gerade erst selbst gelesen hat, durch ihre Charaktere nacherzählen zu lassen. 


Mein größter Störfaktor war jedoch Hauptcharakter Kathie selbst. Sie war mir von Anfang an unsympathisch und sie schaffte es bis zum Schluss nicht, dass ich sie ins Herz schließen konnte. Dies lag zum einen an ihrer zickigen Art, die wahrscheinlich den Eindruck erwecken sollte, dass sie besonders schlagkräftig ist. Für mich als Leser kam sie jedoch als sehr überheblich und voreingenommen rüber. Ständig blaffte sie die Menschen ihrer Umgebung an und blickte von dem sprichwörtlich Hohen Ross auf ihre Mitmenschen hinuntern. Besonders darunter zu leiden hatte ihre schwangere Mitarbeiterin Rebecca.


„Ich wollte Rebecca nicht vor den Kopf stoßen, aber so, wie sie im Augenblick aussah, wirkte sie dermaßen ungepflegt und unappetitlich, dass ich mir ernsthaft überlegte, sie einfach wieder nach Hause zu schicken.“ - 30 % in der .mobi Version


Der im Klappentext erwähnte Konkurrent wurde das letzte Mal in der Kindheit gesehen, aber man hatte natürlich immer noch das schlechte Bild von damals im Kopf. Auf die Idee, dass er sich vielleicht verändert haben könnte, kam Kathie leider nicht. Ein weiterer Punkt, der mich an ihr störte war ihre Naivität. Ich wollte mich trotz allem auf sie einlassen. Viele Charaktere durchlaufen während eines Romans eine Entwicklung durch und besonders so überzeichnete Figuren wie sie sind dafür bekannt. Doch als sie dann den zweiten Kandidaten kennenlernte, setzte anscheinend ihr Verstand gänzlich aus. Ich lese neben dem Fantasy- und Thrillergenre gerne Liebesromane. Sonst hätte ich mich auch nicht als Blogger bei Feelings beworben. Jedoch müssen sie authentische Figuren besitzen. Kluge, witzige Frauen. Männer, die es so auch im realen Leben gibt. (Konstellation egal (Cis, Gay, Bi etc.)) Sobald es in eine Kitsch- oder gar Schundecke abdriftet, schaltet bei mir sich auch die Leselaune ab. Dieses Buch hat diesen Punkt bereits bei 22 % erreicht. Schwülstige Liebeserklärungen bereits nach ein paar gemeinsam verbrachten Stunden (in denen viel unternommen wurde, außer zu reden) schrecken mich komplett ab. Die Szenen zwischen den beiden Figuren wurden so überzeichnet, dass ich den Reader erst einmal weglegen und tief durchatmen musste. 

Und als sich dann (ACHTUNG kleiner Spoiler:) ihr vermeintlicher Loveinterest nach der einen Nacht zunächst doch als Aufreißer herausstellte, verfiel Kathie in eine regelrechte Depression. Mich hätte an dieser Stelle ihre Vorgeschichte interessiert und was ein solch naives Verhalten auslöst. 

Genau wie Kathie verzweifelt hinter diesem Mann her rennt, ist der andere Kandidat damit beschäftigt, sie von sich zu überzeugen. Auf die gleiche seltsame und naive Art und Weise. 


Ich muss leider zugeben, dass ich mich aufgrund dieser Charaktere durch das Buch gequält habe und auch schon daran dachte, es einfach abzubrechen. Da ich dies bei Rezensionsexemplaren jedoch ungern mache, habe ich bis zum Schluss durchgehalten immer in der Hoffnung, dass es nur besser werden könnte. Doch die Geschichte plätscherte trostlos vor sich hin. Kathie immer noch auf der Suche nach ihrem verloren gegangenem Traumprinz und verfolgt von dem ehemaligen Schulkameraden, der ebenfalls die Hoffnung nicht aufgeben wollte. Eine später aufkommende Dramatik konnte es dann leider auch nicht mehr für mich retten. Ein Ausgang des Romans war mir schnell klar und so wie ich es erwartet habe, ist es dann auch letzten Endes ausgegangen. 


Fazit:


Leider hat mich mein erstes Buch der Autorin Zora Gienger enttäuscht. Unsympathische und überzeichnete Figuren sowie ein vor sich hin plätschernder Plot konnten mir keine Lesefreuden bereiten. Von der winterlichen Atmosphäre war leider auch wenig zu spüren. Ein Roman, den ich leider nicht weiter empfehlen kann.

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31 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

weihnachten

Eine wundersame Weihnachtsreise

Corina Bomann
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.10.2015
ISBN 9783548287744
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Eine wundersame Weihnachtsreise von Corina Bomann


Titel: Eine wundersame Weihnachtsreise

Autor: Corina Bomann

Verlag: Ullstein Buchverlage

Seitenzahl: 240

Genre: Weihnachtsroman

Preis: 9,99 €

Erscheinungsdatum: 09.10.2015

Isbn: 978-3548287744


Klappentext:


Eigentlich kann Anna Weihnachten nicht ausstehen. Doch in diesem Jahr will sie mit der Familie feiern. Und so setzt sie sich in den Zug nach Berlin. Was folgt, ist ein unvorhergesehener Roadtrip der verschneiten Art: Nichts geht mehr, Anna muss sich mit Schneepflug und per Anhalter durchschlagen, und überall läuft in Dauerschleife Last Christmas. Auf ihrer Odyssee begegnet sie aufmüpfigen alten Damen, einem lebensklugen LKW Fahrer und einem Haufen Hippies. Doch so unterschiedlich diese Menschen auch sind, sie alle verbindet an diesem Tag das eine: Es ist Weihnachten.


Meinung:


Zugegeben, die Inhaltsangabe verspricht nichts Neues. Ein Weihnachtsmuffel, der vom Zauber der heiligen Nacht überzeugt wird und eine Reise, wie aus einem Roadmovie. Doch ist Corina Bomann diese Mischung geglückt. 


„All dies Leute gaben vor, ihre Familie gut zu kennen. Sie trafen sich regelmäßig zu Grillenden und anderen Festivitäten, doch offenbar schienen sie dennoch nicht zu wissen, was ihre Liebsten wollten.“ - Seite 28


Anna wird nicht umsonst von ihrer besten Freundin als Grinch bezeichnet, kann sie Weihnachten doch so gar nichts abgewinnen. Doch dieses Jahr lässt sie sich von ihrem kleinen Bruder dazu erweichen, Weihnachten nach Hause, nach Berlin, zu kommen. Jedoch schläft sie im Zug ein und wacht an der Endhaltestelle erst wieder auf. Und damit beginnt ihre wirklich wundersame Odyssee, an der mit Sicherheit George Michael eine gewisse Mitschuld trägt.


Auf ihrem Weg nach Hause begegnen ihr die unterschiedlichsten Menschen und ihre Geschichten. Diese Aneinanderkettung von Begebenheiten wirken nicht immer authentisch. Aber das müssen sie auch nicht. Sie sollen erheitern und das schaffen sie auch. Besonders ein Gespann, dass Anna auf ihrer Reise kennenlernt, hat es mir angetan. Von ihnen, und auch den anderen Charakteren, hätte ich gerne noch mehr gelesen. Doch halte ich die Länge des Romans für völlig ausreichend. Ich war mit dem Buch innerhalb von einem Nachmittag bis in den Abend durch und als vorweihnachtliche Lektüre ist es daher wirklich sehr passend. Selbst auf die Kürze dieses Romans hat die Autorin es geschafft, ihrer Hauptprotagonistin eine Charakterentwicklung zu verpassen und die Figuren rundherum liebenswert erscheinen zu lassen. Hierzu trägt auch der angenehme Schreibstil bei, der sich flüssig und leicht lesen lässt.


Das Ende lässt viel Raum für Spekulationen, ist aber für meinen Geschmack perfekt gewählt. Alles in allem ein Weihnachtsroman, an dem man nicht viel aussetzen kann, sieht man von den vielen Zufällen, die geschehen, ab. Eine klassische Liebesgeschichte dürft ihr allerdings nicht erwarten (was bei mir jedoch zu Pluspunkten geführt hat).


Fazit:


Wenn ihr auf der Suche nach einem klassischem Buch für die Vorweihnachtszeit seit, das sich an einem Nachmittag mit einem leckeren Kakao und einer kuscheligen Decke gut lesen lässt, kann ich euch „Eine wundersame Weihnachtsreise“ nur ans Herz legen. 


Es ist eine weihnachtliche Geschichte für das Herz, welche jedoch komplett ohne Romanze auskommt und trotzdem zu berühren weiß. Der Roman hätte länger ausfallen, die Personen hätten noch tiefer ergründet werden können, aber auch so konnte er mich sehr gut unterhalten.

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Frohe Weihnachten, kleiner Elch!

Anne-Kristin zur Brügge , Marina Rachner
Pappbuch: 16 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 26.09.2016
ISBN 9783789104015
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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dresden, krimi, 2. weltkrieg, serienmörder, krieg

Der Angstmann

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423261203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension zu Der Angstmann von Frank Goldammer


Titel: Der Angstmann

Autor: Frank Goldammer

Verlag: dtv

Seitenzahl: 336

Genre: Kriminalroman

Preis: 15,90 €

Erscheinungsdatum: 23.09.2016

Isbn: 978-3-423-261203


Inhalt:


Dresden, November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Flüchtlingsströme drängen in die Stadt. Bombenalarme gehören zum Alltag. Da wird Kriminalinspektor Max Heller zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche geholt. Schnell geht das Gerücht um: Das war der Angstmann, der nachts durch die Gassen schleicht. Heller gibt nichts auf das Gerede. Inmitten der Wirren des letzten Kriegswinters macht er sich auf die Suche nach einem brutalen Frauenmörder. Nicht nur sein linientreuer Vorgesetzter Rudolf Klepp legt Heller dabei Hindernisse in den Weg. Als im Februar 1945 die Stadt in einem beispiellosen Bombenhagel dem Erdboden gleich gemacht wird, hält man auch den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück.


Meinung:


„Der Angstmann“ war wieder mal eines jener Bücher, auf welches ich durch die vielen Bookstagram Posts aufmerksam geworden bin. Durch den Klappentext und das bedrückende Coverbild waren meine Erwartungen an den Kriminalroman sehr hoch angesetzt. Leider wurden sie nicht gänzlich erfüllt.


Mit Kriminalinspektor Heller hat Frank Goldammer einen Charakter geschaffen, der sich auf der einen Seite durch seine Taten - besonders in dieser schwierigen Zeit - ein Gesicht macht und auf der anderen Seite trotzdem irgendwie immer unnahbar, angreifbar bleibt. Er war in der Lage, Güte zu zeigen, wo andere bereits abgestumpft waren und doch wurde seine Position in diesem Krieg bis kurz vor Schluss nicht wirklich erkennbar, obwohl hier und da Hinweise eingestreut wurden. 


„Heller erwiderte nichts. Leute mit Totenköpfen an ihren Mützen sollten einen Anblick wie diesen aushalten können.“ - Seite 13


Seine Ermittlungen in den Mordfällen an den jungen Mädchen finden zu einer Zeit statt, in der die Leute schon so viele Tote zu beklagen haben, dass sie sich mit einem „einfachen“ Mörder nicht mehr auseinander setzen wollen (und können). Seine Leidenschaft zum Beruf in allen Ehren, verstrickt er sich teilweise doch zu sehr in seine Arbeit und lässt dadurch seine Frau und das Nachhausekommen zu ihr in den Hintergrund geraten. Ich habe mich an diesen Stellen ernsthaft gefragt, wie man damals seine Prioritäten eingeteilt hätte. 


Im Allgemeinen fand ich die Stimmung, die während und nach Ende des Krieges herrschte sehr gut transportiert. Dies lag vor allem am Sprachgebrauch der Figuren, der sehr authentisch eingesetzt wurde. Auch die Gleichgültigkeit und Abgestumpftheit, die die Menschen nach so vielem Elend befallen hat, wurden hier sehr gut verarbeitet. 


„Es ist kein Dämon, Karin, es ist ein Mensch.“ - Seite 81


Durch die Kriegserzählungen meiner Großeltern weiß ich, dass man damals ab einem bestimmten Punkt einfach nur noch funktionieren musste, um sich und seine Familie durch diese Zeit zu bringen. Auch die grausame Bombennacht sowie die Darstellung der Opfer hat Goldammer überzeugend beschrieben.


„Die meisten Menschen hasteten an den Einschusslöchern in den Wänden vorbei, ohne sie zu bemerken.“ - Seite 132


Genauso waren es die Parallelen zu unserer aktuellen Flüchtlingssituation, die Goldammer eindrücklich in sein Werk hat mit einfließen lassen.


„Die Lager platzen aus allen Nähten. Besonders Lager eins ist dem Gauleiter ein Dorn im Auge. Es sollte nur ein Durchgangslager werden, doch es ist längst überfüllt. Die wollen nicht weiter, fühlen sich hier sicher, sie bekommen Lebensmittel und warten auf Verwandte.“ - Seite 46


Damals wie heute, waren (und sind) Menschen vor dem Krieg auf der Flucht. Und als ob das nicht schon schlimm genug ist, mussten (und müssen) sie auch noch mit Anfeindungen aus der Bevölkerung rechnen. Ob der Autor dies mit Absicht eingebaut hat, um ein Statement zu setzen, sei einmal dahingestellt. 


Hätte es sich bei diesem Buch um einen ausschließlichen Roman gehandelt, der zur Zeit des 2. Weltkrieges spielt, hätte das Buch sicher meine volle Punktzahl erhalten. Es handelt sich aber schließlich immer noch um einen Kriminalroman und für einen solchen fehlte es mir hier deutlich an Spannung, da der historische Teil des Werkes eindeutig obsiegt. Erst nach der erwähnten Bombennacht nehmen die Ermittlungen ihren Höhepunkt an, der jedoch schon fast am Ende des Buch angesiedelt wurde. Durch die grauen dieser Nacht, war der komplette Spannungsbogen bereits erschöpft und ich habe mich doch ein wenig durch die letzten 100 Seiten quälen müssen. Auch hatte ich bereits früh einen Verdacht, wer die Taten begangen haben könnte und auch wenn ich zunächst noch auf eine falsche Spur geführt worden bin, hat sich meine Vermutung am Ende bestätigt. 


Am Ende des Buchs erfährt man, dass dies der erste Fall von Max Heller ist und im Jahr 2017 ein weiteres Buch mit ihm als Ermittler erscheinen wird. Momentan bin ich noch nicht dazu geneigt, auch diesen Kriminalroman lesen zu wollen.


Fazit:


„Der Angstmann“ siegt bei mir mit seinem historischen Anteil auf voller Linie, weiß allerdings mit dem kriminalistischen Teil nicht zu überzeugen. Die Ausgewogenheit von Kriegsstimmung und Mordermittlungen war einfach nicht da. Max Hellers erster Fall gleicht eher einem Kriegsdrama, denn einem Krimi, welcher mir jedoch versprochen wurde. 

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petra durst-benning, weihnachten, weihnachtsmarkt, weihnachte, roman

Das Weihnachtsdorf

Petra Durst-Benning
Fester Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 26.09.2016
ISBN 9783764505981
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Das Weihnachtsdorf von Petra Durst-Benning


Titel: Das Weihnachtsdorf

Autor: Petra Durst-Benning

Verlag: Blanvalet

Seitenanzahl: 208 Seiten (170 Seiten Roman, danach folgen Rezepte)

Genre: Weihnachtsroman

Preis: 12,00 € 

Erscheinungsdatum: 26.09.2016

Isbn: 978-3764505981


Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal von der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt. 


„Das Weihnachtsdorf“ ist der zweite Teil der Maierhofen-Reihe. Alle Bände mit Erscheinungsdatum im Überblick:


Band 1: „Kräuter der Provinz“ - erschienen am 14.09.2015

Band 2: „Das Weihnachtsdorf“ - erschienen am 26.09.2016

Band 3: „Die Blütensammlerin“ - erschienen am 20.03.2017


Inhalt:


Es ist Anfang Dezember im malerischen Allgäu. Maierhofen liegt friedlich im Schnee, Kerzenlicht funkelt in den Häusern. Der Trubel des Sommers ist längst vorbei, das große Kräuter-der-Provinz-Festival nur noch eine schöne Erinnerung. Langweilig wird es im Genießerdorf jedoch lange nicht, denn der erste Weihnachtsmarkt steht bevor. Wenn es nach Werbefrau Greta geht, haben dort Plastik-Nikoläuse und billiger Glühwein nichts verloren. Wird es aber den Maierhofenern gelingen, das Wahre und Gute in den Winter hinüberzuretten?


Meinung:


Die vorweihnachtliche Stimmung hat mich endgültig gepackt und es muss nun ein Weihnachtsbuch nach dem anderen daran glauben. Wer weiß, vielleicht sitzen wir ja schon zu Heiligabend zu viert unter dem Baum, da müssen die Bücher jetzt noch schnell verschlungen werden. Der erste Band der Maierhofen-Reihe wurde mir schon mehrfach ans Herz gelegt und das wundervolle Cover von „Das Weihnachtsdorf“ ließen in mir den Wunsch aufkommen, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen. Jetzt nach Beenden der Lektüre möchte ich euch auf jeden Fall dazu raten, erst „Die Kräuter der Provinz“ zu lesen. Ich mag euch dies wie folgt begründen:


Der Roman ist in einer charmanten, einfachen Sprache verfasst und man wird direkt zu Beginn in die Geschichte geschleudert, da sie an die Geschehnisse des Vorbandes anknüpft. Dies - sowie der Umstand, dass das Buch im Ganzen lediglich 208 Seiten umfasst - führt dazu, dass keine Zeit für Charaktereinführung- oder Beschreibung geblieben ist. Zwar werden die vorangegangenen Handlungen kurz angerissen, aber für einen Leser, der mit diesem Buch beginnt, bleiben die Charaktere doch leicht in der Ferne. Da ich sie im großen und ganzen sehr sympathisch fand, empfand ich diesen Umstand, als ausschließlichen Leser des Weihnachtsbandes, als unerfreulich an. Sämtliche Beziehungskonstellationen, berufliche sowie persönliche Schicksale ergeben sich aus dem ersten Band. Deswegen würde ich ihn auch nicht als alleinstehendes Buch, sondern als einen Weihnachts-Sonderband zwischen „Kräuter der Provinz“ und dem im März erscheinenden „Die Blütensammlerin“ betrachten. Unter diesen Umständen verspricht er nämlich einen unterhaltsamen Nachmittag an einem kalten Wintertag. 


Abgerundet wird er durch die Rezepte und Dekorationsvorschläge im Anhang die nicht etwa von der Autorin, sondern von ihren Figuren höchstpersönlich beigesteuert wurden. Ein besonderer Pluspunkt erhält Durst-Benning bei mir aufgrund der positiv besetzten Rolle des veganen Metzgers. Vielen Dank also an dieser Stelle dafür.


Fazit:


Ich lege „Das Weihnachtsdorf“ allen Durst-Benning Fans und vor allem den Lesern des ersten Maierhofen-Bandes ans Herz, da er als zusätzliche Kurzgeschichte zu „Die Kräuter der Provinz“ gesehen werden kann. Ich habe mich ihm auch ohne den ersten Band gelesen zu haben angenommen und konnte trotz allem die weihnachtliche Atmosphäre des „Genießerdorfes“ spüren. Außerdem ist nun meine Neugier auf die Charaktere und ihre Vorgeschichte geweckt, so dass ich mich sicher auch noch den ersten Band zulegen werde.

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märchen, winter, fantasy, katharina seck, liebe

Die silberne Königin

Katharina Seck
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404208623
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension zu Die silberne Königin von Katharina Seck


Titel: Die silberne Königin

Autor: Katharina Seck

Verlag: Bastei Lübbe

Genre: Fantasy, Märchen

Preis: 12,00 €

Erscheinungsdatum: 14.10.2016

Isbn: 978-3404208623


Das Buch wurde mir von Bastei Lübbe zwecks einer Leserunde auf wasliestdu.de zur Verfügung gestellt.


Inhalt:


Silberglanz ist eine beschauliche Stadt in einer winterlichen Welt. Doch die Schönheit der von glitzerndem Schnee bedeckten Landschaft ist trügerisch. Seit Jahrzehnten ist das Land im ewigen Winter gefangen, es droht unter den Schneemassen zu ersticken. Alles ändert sich, als die 24-jährige Emma in die Chocolaterie von Madame Weltfremd kommt und diese ihr ein Märchen erzählt, das Märchen der silbernen Königin. Denn darin verborgen liegt die Wahrheit - über den Winterfluch, über den kaltherzigen König und über Emma selbst.


Meinung:


Der Einstieg in den Roman war wirklich märchenhaft. Katharina Secks Schreibstil konnte mich schnell in Emmas eisige Welt mitnehmen. Das Leid der Menschen in ihrem Dorf, die aufgrund des ewigen Winters stets am Hungertuch nagen mussten, war genau so greifbar wie der Duft der geschmolzenen Schokolade in Madame Weltfremds Chocolaterie. Dass diese beiden Welten innerhalb eines Dorfs existieren können - die einen Bewohner, die sich kaum über die runden bringen und die anderen, die sich teure Pralinen gönnen können -   wurde kritisch und prägnant beschrieben. Ein wichtiger Teil ist die Geschichte in der Geschichte, die Madame Weltfremd Emma und ihrer Kollegin an den Abende nach Ladenschluss erzählt und die sich nach und nach mit Emmas eigener verbindet.


„Es war einmal ein Königreich das vor vielen tausenden Jahren für seine Schönheit bekannt war. Das Königreich hatte keinen Namen, denn kein Name konnte der Schönheit des Landes gerecht werden.“ - Seite 60


Doch dann kam der Einbruch, bei ca. der Hälfte des Buchs, der mit einem Spannungsabfall einher ging. Emma beschließt, dem Leid ihrer Mitmenschen eine Ende zu setzten und sich dem eisigen König entgegen zu stellen. Doch ihre genaue Absicht, ihr Vorhaben blieben regelrecht unklar, da viele Seiten mit leeren Worthülsen gefühlt wurden. 


Später fielen mir noch Ähnlichkeiten mit anderen Märchen auf. Zum Bespiel „Die schöne und das Biest“. Bis zu einem gewissen Punkt hatte ich geglaubt (und gehofft), dass dieser Roman ohne eine Liebesgeschichte auskommt. Die aufkommende Romanze nahm zwar (zum Glück) keinen all zu großen Rahmen ein, wirkt in meinen Augen jedoch zu sehr inszeniert. Der Konflikt, entweder die Vergangenheit hinter sich zu lassen, oder Verzeihen zu lernen konnte den Schluss des Romans dann wieder für mich retten. 


Ich hätte mir gewünscht, den Zauber, den das Buch am am Anfang versprüht hat, bis zum Ende fühlen zu können. Besonders die Erzählungen von Madame Weltfremd haben ihren eigenen Zauber entfalten können so dass ich es schade fand, dass sie als Person in der zweiten Hälfte in den Hintergrund gerückt ist. 


„Casper war die Kälte in Person; er trug sie in sich, trug sie zur Schau, trug das Eis wie eine zweite Haut.“ - Seite 119


Fazit:


„Die silberne Königin“ ist ein modernes Märchen, das wunderbar in die kalte Jahreszeit passt. Es konnte mich zu anfangs mit seinem wundervollen und bildhaften Schreibstil mitreißen, wies aber im weiteren Verlauf ein paar Längen auf, die den Lesefluss unterbrechen ließen. Das runde und für ein Märchen typische Ende konnte diesen langatmigen mittleren Teil wieder gut machen, bremsten meine anfängliche Euphorie für den Roman jedoch aus. Im Allgemeinen kam das Buch in der Leserunde jedoch sehr gut an, so dass ich mir vorstellen kann, das es noch viele weitere Fans dazu gewinnen wird.


Nächsten Herbst wird Katharina Secks neustes Werk „Tochter des dunklen Waldes“ (ebenfalls im Bastei Lübbe Verlag) erscheinen. Da ich der Autorin auf jeden Fall noch eine Chance geben möchte, freue mich schon sehr auf ihr neues Buch, auf das wir uns aber noch bis zum 29.09.2017 gedulden müssen.

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kylie scott, sex, love, lyx verlag, jennysbuecherwelt

Crazy, Sexy, Love

Kylie Scott , Katrin Reichardt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.11.2016
ISBN 9783736301993
Genre: Liebesromane

Rezension:

Rezension zu Crazy, Sexy, Love von Kylie Scott


Titel: Crazy, Sexy, Love

Autor: Kylie Scott

Übersetzer: Katrin Reichardt

Verlag: Lyx (Bastei Lübbe)

Genre: New Adult

Preis: 12,00 €

Erscheinungsdatum: 11.11.2016

Isbn: 978-3-736-301993


Sexy, Crazy, Love ist der Auftakt der neuen Diva Bar Serie der Autorin und ein Spin-Off der Rockstars Reihe. Alle bisher gelisteten Teile:


Band 1: Crazy, Sexy, Love - erschienen am 11.11.2016

Band 2: Dirty, Sexy, Love - erscheint am 26.05.2017


Inhalt:


Als Vaughan Hewson in seine Heimatstadt zurückkehrt, ist er auf alles vorbereitet: nur nicht darauf, eine tränenüberströmte Braut in seiner Badewanne vorzufinden! Ihr Name ist Lydia Green, und sie hat gerade erfahren, dass der Mann, dem sie an diesem Tag das Jawort geben wollte, schon seit einer ganzen Weile eine Affäre mit seinem besten Freund hat! Um der Hochzeitsgesellschaft zu entkommen, ist Lydia Hals über Kopf geflüchtet, über den Gartenzaun und durch ein Fenster direkt in Vaughans Badezimmer. Vaughan kann die hübsche Fremde nicht ihrem Schicksal überlassen und nimmt sie bei sich auf. Dabei hat der Ex-Rockstar und Barbesitzer eigentlich seine ganz eigenen Probleme.


Meinung:


Ich weiß ja nicht, warum ich mich immer wieder auf diese Genre einlasse. Wahrscheinlich, weil ich immer noch darauf hoffe, dass sich zwischen all dem Einheitsbrei ein paar schöne Highlights verstecken. „Crazy, Sexy, Love“ ist weder das eine, noch das andere. Es ist ein romantischer Roman für unterhaltsame Lesestunden mit sympathischen Figuren. Er verzichtet komplett auf die düstere Vergangenheit der weiblichen Hauptfigur, was ich wirklich zu schätzen wusste. Auch, dass der Roman ausschließlich aus Lydias Sicht erzählt wurde, konnte bei mir Punkte einfahren. Die Sexszenen sind ansprechend geschrieben und wirken nicht völlig aus der Luft gegriffen. Auch haben Lydia und Vaughan für einen Roman dieser Art erstaunlich viel Charakter eingehaucht bekommen. Allerdings konnte ich in ihm nicht den, auf dem Buchrücken angekündigten, Bad Boy sehen. Einem Charakter Tattoos und eine musikalische Karrierelaufbahn zu verpassen macht noch keinen „Bösen Jungen“ aus ihm. Mit den beiden treffen zwei Charaktere auf einander, die ein wenig Pech im Leben hatten und nun gemeinsam angehen, das Beste aus der Situation zu machen. Lydia war da erstaunlich selbstständig und schlagfertig. Auch konnte mich ihr Humor von sich überzeugen. 


Das Buch liest sich flüssig, jedoch konnte sich bei mir kein „unbedingt weiter lesen wollen“ Gefühl einstellen. Das lag wahrscheinlich daran, dass (für mich) abzusehen war, wie das Buch enden wird. Der Schluss wurde zum Glück nicht all zu schmalzig, so dass ich den Roman zufrieden beenden konnte. 


Was mich wirklich gestört hat war das Design des Buchs. Bisher habe ich am Lyx Verlag sehr geschätzt, dass ihre Bücher im Regal ein einheitliches Bild ergaben. Im Gegensatz zu der Rockstarreihe ist „Crazy, Sexy, Love“ kein Taschenbuch, sondern broschiert und somit um einiges größer. Ich hätte die Bücher gerne nebeneinander gestellt, aber ich mag meine Regale deswegen nicht neu anordnen.  


Zitat:


„Prinzen sind auch nur Männer, nur menschliche Wesen. Ich glaube nicht, dass eine Krone oder ein Penis einem Schutz vor Verletzungen durch Verlust und Leid gewährt.“ - Seite 317


Fazit:


Bei „Crazy, Sexy, Love“ handelt es sich um einen soliden New-Adult Roman, der sich von all den anderen Romanen dieser Art abzuheben weiß. Er ist jedoch kein Meisterwerk, aber ein romantisches und aufregendes Buch für zwischendurch. Natürlich wird auch hier der Folgeband einen der in diesem Buch vorkommenden Charaktere wieder aufgreifen. Ob ich die Serie weiter verfolge, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, da mich nicht unbedingt alle Figuren reizen. Wer Spaß an schlagfertigen Figuren, Romantik und heißen Szenen hat, wird mit „Sexy, Crazy, Love“ nichts falsch machen.

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546 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

mondprinzessin, mond, fantasy, ava reed, liebe

Mondprinzessin

Ava Reed
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959913164
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension zu Mondprinzessin von Ava Reed


Titel: Mondprinzessin

Autor: Ava Reed

Seitenzahl: 251

Verlag: Drachenmondverlag

Genre: Fantasy, Romantik, (Märchen)

Preis: 12,00 € Taschenbuch, 3,99 € eBook

Erscheinungsdatum: 01.10.2016

Isbn: 978-3959913164


Inhalt:


Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. 


Meinung:


Auf den Titel bin ich aufgrund vieler Instagrambeiträge aufmerksam geworden. Das hübsch gestaltete Cover und die Inhaltsangabe sagten mir sehr zu und so durfte „Mondprinzessin“ den Weg in meine Buchsammlung finden. 


Die erste Ernüchterung kam mit der Länge des Romans. Auf diese hatte ich bei der Bestellung nich geachtet. 251 Seiten sind wirklich nicht viel, um eine solche Geschichte (die von anderen Autoren gerne mal auf drei Bände aufgeteilt wird) zu erzählen. Und letztendlich lag es auch eben an dieser nicht vorhandenen Länge, dass der Roman, der als modernes Märchen beworben wird, mich nicht zu überzeugen wusste. 


Die Geschichte wurde mir leider zu sehr schnell herunter erzählt. Ich bin kein großer Anhänger von Kurzgeschichten und eine derartige phantastische Geschichte eignet sich in meinen Augen auch nicht dafür, als solche erzählt zu werden. Die Charaktere haben keine Chance, sich zu entfalten oder sich zu entwickeln. Lynn lebt siebzehn Jahre als normaler Mensch auf unserer Erde. Auf einmal tauchen Krieger auf, die sie entführen wollen, sie wird gerettet, zum Mond gebracht, lernt ihre echten Eltern kennen usw. und es geht scheinbar alles spurlos an ihr vorbei. Sie wundert sich ein wenig und ist leicht verwirrt, aber das war es auch schon mit den Gefühlen. Ich erwarte von einem Charakter, der so einen Wandel durchläuft innere Konflikte, Zweifel, irgendwas, was ihn menschlich macht. Aber damit konnte der Roman leider nicht aufwarten. Ebenso haben mir die Beschreibungen der Umgebungen gefehlt. Es gab ein einziges Mal eine kurze Andeutung der Umgebung aber generell ist mir diese Welt auf dem Mond (und den anderen Planten, die erwähnt wurden) fremd geblieben. 


Das komplette Buch hat bei mir das Gefühl ausgelöst, ähnliches schon einmal irgendwo gelesen zu haben. Sei es in anderen Märchen oder anderen Büchern des Genre wie zum Beispiel die Selection-Reihe. Selbst die Hauptcharakterin konnte eine gewisse Ähnlichkeit zu Sailor Moon nicht verbergen. „Mondprinzessin“ konnte mich somit nicht mit Innovationen überraschen. 


Am meisten hat mich enttäuscht, dass der Showdown des Roman in knapp 14 Seiten abgehandelt worden ist. Es wirkt auf mich nicht nur so, als ob das Buch schnell beendet werden musste, sondern auch, als ob es neben einer Liebesgeschichte dringend noch eines weiteren Konflikts bedurfte. Die Einführung des „Schurken“ sowie eines weiteren Familienangehörigen wirken überflüssig, man hätte beide herauslassen können. 


Das Ende ist für ein Märchen passend gewählt, konnte mich emotional aber überhaupt nicht abholen. Dies liegt daran, dass ich bis zum Schluss keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen konnte. Die Liebesgeschichte wirkt erzwungen und konnte keinerlei Emotionen in mir auslösen. Bis auf die beiden Hauptcharaktere, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird, wirken alle weiteren Figuren gänzlich austauschbar. 


Dies ist ein Roman, dem ein wenig mehr Zeit und mehr Inhalt wirklich gut getan hätte. 


Fazit:


„Mondprinzessin“ ist leider ein Werk, das meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Zu schnell runter erzählt, fehlte mir der rote Faden, der mich durch die Story führen sollte. Es gab sehr viel Potenzial, dass nicht ausgeschöpft wurde und bleibt eine Geschichte, die ausschließlich an der Oberfläche kratzt. Ob eine Fortsetzung geplant ist, ist mir unbekannt.

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tod, weihnachten, liebe, geister, alkohol

Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch

Julia Williams , Sonja Sajlo-Lucich
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.10.2016
ISBN 9783956495984
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch von Julia Williams


Titel: Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch

Autor: Julia Williams

Übersetzer: Sonja Saljo-Lucich

Verlag: Mira Taschenbuch

Genre: Unterhaltungsroman

Preis: 9,99 €

Erscheinungsdatum: 10.10.2016

Isbn: 978-3956495984


Ich habe das Buch im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks.de durch den Verlag als eBook Exemplar erhalten.


Inhalt:


Seine Mum hat Joe beigebracht, dass er nur zum Polarstern hinaufsehen und ihm seinen Weihnachtswunsch entgegenschicken muss. Dann wird er wahr. Doch jetzt ist sie tot, und Joe vermisst sie unendlich. Aber manchmal spürt er sie an seiner Seite, hört ihm zu, wenn er mit ihr spricht, da ist er sich ganz sicher – obwohl ihm niemand glaubt. Und dieses Weihnachtsfest möchte er nichts mehr, als dass sie noch einmal eine richtige Familie sind. Ob ihm der Polarstern auch diesen Wunsch erfüllen kann?


Meinung:


Es ist die Zeit im Jahr angebrochen, in der selbst solche Weihnachtsmuffel wie ich wieder gierig nach neuen weihnachtlichen und winterlichen Lektüren greifen. Es ist oft das heimelige Gefühl, dass man bei dieser Art von Literatur sucht. Leider konnte sich bei mir ein solches Gefühl beim lesen dieses Romans nicht einstellen.


Dies fing zunächst beim etwas holprigen Start an. Der tragische Part, der den Tod und die Beerdigung von Joe Mutter Livvy einnimmt, war so schnell herunter erzählt, dass dieser leider keinerlei Emotionen bei mir auslösen konnte. Man muss dazu aber auch erwähnen, dass das letzte Buch, dass ich davor beendet hatte, „Bis ans Ende der Geschichte“ war. „Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch“ konnte, da was die Gefühle anging, auch nur verlieren. Auch die Zwischenüberschriften unter den einzelnen Kapiteln haben zunächst für Verwirrung gesorgt, weswegen ich sie ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr beachtet hatte. Weiter hat meinen Lesefluss gestört, dass die Kapitel von Livvy und ihrem Mann Adam aus der Ich-Perspektive, die ihrer Gegenspielerin Emily jedoch aus der Erzähler-Perspektive geschildert wurden. Warum genau dieses Stilmittel genutzt wurde, erschließt sich mir bislang immer noch nicht. Vielleicht sollte dies einfach den „Störfaktor in der Familie“ verdeutlichen. Ich habe keine Ahnung. Joe selbst hat keine eigenen Kapitel. Lediglich ein paar Auszüge aus seinen Notizbüchern werden hier und da eingestreut. Ich hätte die Geschichte wirklich gerne durch seine Augen betrachtet. Da es so viele Arten von Autismus-Erkrankungen gibt und ich selbst nur zwei Menschen persönlich kenne, denen Asperger diagnostiziert wurde, kann ich sein Verhalten, was lediglich durch kurze Konversationen erörtert wird, nicht begutachten (und will mich auch gar nicht anmaßen, dies zu tun). Ich muss aber anmerken, dass ich bis zu einem gewissen Punkt (und da war in der Leserunde nicht alleine) geglaubt hatte, dass Joe noch ein kleiner Junge und kein Teenager von 17 Jahren ist. 


Ein weiterer großer Kritikpunkt meinerseits ist das schwarz-weiße Zeichnen der Charaktere. Und Joe, dem man schon als kleinen Jungen das Asperger Syndrom diagnostiziert hatte, schließe ich da völlig aus. Die Autorin wollte anscheinend die klassische Geschichte „Mann geht fremd, weibliche Affäre ist die Böse und die Ehefrau die Gehörnte“ neu erzählen. Dabei hat sie jedoch lediglich die Rollen vertauscht. Es gab keinerlei Grauabstufungen bei den Figuren. Wer für den Leser der Sündenbock spielen sollte, war schnell klar. Dies wurde auch so subtil angewendet, dass das Verhalten wirklich schon an Naivität grenzte. 


Des Weiteren hat mir die Mischung aus ernster Hintergrundgeschichte auf Seiten von Livvy, ihrer Ehe und dem Leben mit einem autistischen Sohn sowie der heiteren Erzählweise nicht gefallen. Beides konnte sich nicht zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen. 


Durch den Einsatz von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, gab es eine Anspielung auf die Weihnachtsgeschichte von Dickens. Die Autorin hat sich nicht nur an dieser Stelle an bekannten Klischees (vor allem) aus der Filmindustrie bedient was wahrscheinlich ganz nett ist, für mich persönlich aber überhaupt nichts ist.


Es bleibt festzuhalten, dass ich mit falschen Erwartungen an diesen Roman gegangen bin. Er ist für mich im weitesten Sinne keine klassische Weihnachtsgeschichte und konnte mich weder mit den Figuren, noch mit dem Plot überzeugen. Ferner fehlte mir schon ab einem frühem Stadium das stetige Gefühl, unbedingt weiter lesen zu wollen. Wäre es kein Leserundenbuch gewesen, hätte ich es wahrscheinlich gar nicht erst beendet. 


Fazit:


Es gibt diese Geschichten, deren Ausgang man bereits erahnt oder gar kennt und deren Lektüre jedoch einen Mehrwert für einen selbst darstellt. Diesen Mehrwert konnte mir „Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch“ jedoch nicht bieten. Auch hat mir der „besondere weihnachtliche Touch“ gefehlt, der dieses Buch zu einer schönen Weihnachtslektüre werden lies.  


Wenn ihr ein Buch sucht, was eher in diese Richtung geht, kann ich euch „Winter in Briar Creek“ (zu dem ich bereits eine Rezension verfasst habe) von Olivia Miles sowie „Winterzauber wider Willen“ von Sarah Morgan ans Herz legen. 

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

vergebung, geschichte, upior, reue, juden

Bis ans Ende der Geschichte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Penguin, 22.08.2016
ISBN 9783328100515
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Bis ans Ende der Geschichte von Jodi Picoult


Titel: Bis ans Ende der Geschichte

Autor: Jodi Picoult

Übersetzer: Elfriede Peschel

Verlag: Pinguin Deutschland (Random House)

Genre: Gegenwartsliteratur

Preis: 10,00 €

Erscheinungsdatum: 22.08.2016

Isbn: 978-3328100515


Ich danke dem Bloggerportal von Random House Verlagsgruppe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Inhalt:


Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem Dilemma. Denn wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


Meinung:


Nachdem mir „Die Spuren meiner Mutter“ so gut gefallen hatte, war ich schon sehr gespannt auf dieses Werk der Autorin. Der Rückentext verrät kaum etwas vom Inhalt und Geschichten um große Geheimnisse gibt es ja wie Sand am Meer. Doch „Bis ans Ende der Geschichte“ war so gewaltig. Es hat mich aufgewühlt, zum Nachdenken angeregt. Musste es stellenweise zur Seite legen und zum Schluss eine Nacht darüber schlafen, um mir über den Ausgang der Geschichte und meiner Meinung dazu im Klaren zu werden.


Um euch erklären zu können, warum mir dieser Roman so gut gefallen hat, muss ich ein wenig auf die Geschichte eingehen. Ich versuche dies wie immer so zu gestalten, ohne zu viel von ihr Preis zu geben.


Wie man es von Picoult gewohnt ist, wird der Roman aus verschiedenen Erzählperspektiven geschildert. 


Da wäre zum einen die Mittzwanzigerin Sage, die sich nach einem Autounfall komplett zurück gezogen hat. Es sind sichtbare sowie unsichtbare Narben zurückgeblieben, die sie dazu veranlasst, nachts in einer Bäckerei zu arbeiten, um den Menschen aus dem Weg zu gehen. Zu anfangs war sie mir ein wenig zu selbstmitleidig, dies verändert sich zum Glück im weiteren Verlauf der Geschichte.


„Verlust ist nicht allein auf den Tod beschränkt, und Trauer ist ein mit Grauschleiern überzogenes Gefühl“. - Seite 15


In einer Trauergruppe lernt Sage den 95jährigen Josef kennen, der ursprünglich aus Deutschland stammt, und ein geschätztes Mitglied der Kleinstadtgemeinde ist. Als die beiden Freundschaft schließen und sie ihn besser kennerlernt weiht er sie jedoch in seine düstere Vergangenheit ein und bittet sie um einen Gefallen, der sämtliche ihrer Moralvorstellungen über den Haufen wirft.


„Wir fühlen uns zum Schrecklichen hingezogen, selbst wenn wir davor zurückschrecken“. - Seite 203


Im Zuge dessen lernen wir auch Leo kennen, der für eine US-Behörde ehemalige Kriegsverbrecher aufspürt, um ihnen den Prozess zu erklären. Seine Abschnitte waren etwas anstrengend zu lesen, da sie in einer dicker gedruckten Schrift gehalten wurden, um sie optisch von den anderen abzuheben. Dadurch hatte sie aber einen leicht verwischten Charakter und mir tränten nach ein paar Seiten die Augen. Meine Bitte an den Verlag ist daher, dies vielleicht in der nächsten Auflage noch einmal zu überarbeiten.


Dann gibt es noch die Abschnitte, mit denen ich zunächst nicht viel anfangen konnte. Sie ähneln einem Märchen und scheinen zunächst nichts mit dem anderen Teil des Buchs gemein zu haben. Ich hatte mal an anderer Stelle gelesen, dass dies als Lückenfüller empfunden wurde. Diese Person hat den Roman anscheinend nicht bis zum Schluss gelesen, denn dieser Teil ist wichtig für den weiteren Verlauf der Handlung.


Den größten Raum in diesem Werk nehmen jedoch die Erzählungen von Sage Großmutter Minka ein. Sie ist die Mutter von Sages Vater und stammte ursprünglich aus Polen. Aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln hat sie eine Jugend durchlaufen, die der Hölle am nächsten kommt.


Die Erzählstränge werden geschickt miteinander verbunden und ergeben ein erschütterndes und hochemotionales Gesamtwerk. Der Roman hat mich an manchen Stellen so sehr mitgenommen, dass ich ihn erst einmal zur Seite legen und pausieren musste. Ich habe schon einige Romane gelesen, die zur Zeit des Nationalsozialismus spielen, doch hat es bislang keine geschafft, die Beschreibungen so realitätsnah erscheinen zu lassen, dass sie einem den Atem rauben. Einige Passagen haben mich so sehr zum Weinen gebracht, dass der bloße Gedanke daran, jetzt beim verfassen der Rezension, mir wieder die Tränen die Augen treibt. Man bekommt als Leser das Gefühl, hautnah in bei den Geschehnissen dabei zu sein und gerade aus diesem Grund, halte ich Picoult für eine irrsinnig gute Geschichtenerzählerin. 


Das Ende hat mich so sehr überrascht, dass ich erst einmal einige Zeit über meine Meinung dazu nachdenken wollte. Auch wenn ich mit den Entscheidungen der Charaktere nicht konform gehe, sehe ich, was die Autorin damit bezweckt hat. Was ich mittlerweile über Picoults Romane gelernt habe ist, dass man bei ihr vor allem zwischen den Zeilen lesen muss. Keine Handlung, keine Unterhaltung wurde ungeplant in die Erzählungen eingefügt. Sie versucht den Lesern mit ihren Erzählungen zum Nacharbeiten des Gelesenen anzuregen und seine eigenen Moralvorstellungen einer genaueren Untersuchung durchzuziehen. Es gibt kein schwarz und weiß. Weder im realen Leben, noch in ihrem Figurenaufbau. 


„Wenn wir sie außerdem alle in einen Topf werfen, weil sie Deutsche sind, sind wir nicht besser als sie, die auch keinen Unterschied machen und für die ein Jude wie der andere ist.“ - Seite 248 


Kann der Feind Herz zeigen und ist jeder, der auf deiner Seite stehen sollte wirklich dein Freund? Wandeln unter den unseren gar die wahren Monster? All dies hinterfragt sie gekonnt und arbeitet dies geschickt in den Roman ein, so dass nicht jedes Handeln der Charaktere sofort als klar erscheint.


„Doch nicht alle Juden waren Opfer - das sah man am Judenältesten, der mit seiner neuen Frau in Sicherheit in seinem behaglichen Heim saß und Listen erstellte, während ihm das Blut meiner Familie an den Händen klebte.“ - Seite 330/331


Die deutsche Titelwahl ist in meinen Augen ebenfalls sehr gelungen, was ich nicht häufig sagen kann, da sie - wenn auch schmerzhaft - auf den Inhalt Bezug nimmt.


Fazit:


„Bis ans Ende der Geschichte ist ein Werk, dass man mich zum Innehalten gebracht und zum Nachdenken angeregt hat. Er stellt die menschlichen Charaktereigenschaften in Frage und zeigt, dass wir nicht einfach in gut und böse zu unterteilen sind. Es hat schon lange kein Roman mehr geschafft, mir so den Atem zu rauben und mich während des Lesens aufzuwühlen. Es ist ein Werk, für das man sich Zeit nehmen sollte. Aber dafür erhält man eine intelligente, gut recherchierte und einfühlsame Geschichte, die einem auch nach dem Beenden nicht so schnell loslassen wird. Eine klare Leseempfehlung meinerseits.

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Kann mein Chemielehrer Crystal Meth herstellen?

Andrea Gentile , Johannes von Vacano , Marco Goran Romano
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783455700213
Genre: Sachbücher

Rezension:

Rezension zu Kann mein Chemielehrer Crystal Meth herstellen? von Andrea Gentile


Titel: Kann mein Chemielehrer Crystal Meth herstellen? Wissenschaft in Kultserien

Autor: Andrea Gentile

Übersetzer: Marco Goran Romano

Verlag: Atlantik (Hoffmann & Campe)

Genre: Sachbuch

Preis: 17,00 €

Erscheinungsdatum: 14.10.2016

Isbn: 978-3455700213


Vielen Dank an den Atlantik Verlag für die Überlassung des Rezensionsexemplars.


Diese Rezension ist quasi eine Weltpremiere, da mein Mann und ich uns das erste Mal gemeinsam an eine Bewertung gesetzt haben. Wir haben das Buch zusammen gelesen und anschließend jeder für sich seine Meinung verfasst.


Klappentext:


Wissenschaftlich geprüfter Stoff für alle Serienjunkies:

Wie reagiert man nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen am besten auf eine Zombie-Epidemie à la Walking Dead? Könnte jeder Chemielehrer einfach so Crystal Meth produzieren wie Walter White in Breaking Bad? Wann ermöglicht die Wissenschaft das Teleportieren wie in Star Trek? Und was für eigentümliche klimatische Bedingungen herrschen eigentlich in Game of Thrones? Andrea Gentile stillt jeden Wissensdurst nach der nächsten Session Binge Watching. Mit vielen farbigen Illustrationen von Marco Goran Romano.


Meinung Martin:


Was mich sehr gestört hat war der Schreibstiel des Autors oder auch der des Übersetzers. Es reiht sich zum Teil Schachtelsatz and Schachtelsatz. 


Die Abschnitte zu den einzelnen Serien sind recht kurz geraten. Dennoch scheint es dem Autor schwer gefallen zu sein, wirklich mit relevantem wissenschaftlichem Inhalt zu füllen. Sei es die Biographie von Werner Heisenberg im Teil zu Breaking Bad oder eine Abhandlung zur Relativitätstheorie und dem Thema Zeitreisen bei Doctor Who. Wer sich für diese Themen interessiert findet hier sicher interessante Quellen. Zudem wird immer wieder Namedropping von Wissenschaftlern oder Studien betrieben, um Inhalte zu generieren. Dabei finden sich jedoch keine Quellenangaben, die einem erlauben würden Behauptungen zu überprüfen oder bei vielleicht gewecktem Interesse noch mehr dazu lesen zu können.


Man hat das Gefühl, dass der Autor versucht hat das Buch möglichst schnell mit Inhalten zu füllen. Dabei ist es weder sonderlich unterhaltsam, noch bringt es in den meisten Fällen einen tatsächlichen Erkenntnisgewinn.


Meinung Denise:


Zunächst einmal möchte ich die Aufmachung des Buchs hervorheben. Es ist komplett farbig gestaltet und jeder Serie wurden passende Bilder beigesteuert. Auch die Größe und Bindung ist für ein Sachbuch gut gewählt worden. Was die Haptik angeht, kann ich also nichts bemängeln.


Der Inhalt war an manchen Stellen sehr trocken. Wenn man sich nicht wirklich für das jeweilige Thema interessiert hat, war es stellenweise mühsam, einen guten Lesefluss beizubehalten. Dies lag vor allem an den von Martin bereits erwähnten sehr langen Schachtelsätzen. Dank meiner jahrelangen Tätigkeit für Rechtsanwälte falle ich auch oft in diese Falle, versuche aber stets, mich zu bessern. 


In Sachbücher, egal welcher Art, gehören nach meinem Empfinden immer Quellenangaben. Der Autor hat in diesem Werk leider keine einzige angegeben. Besonders bei Studien und deren Ergebnisse wüsste ich gerne, auf wen sich der Autor an dieser Stelle bezieht.


Ich empfehle des Weiteren bei Serien, die man noch nicht gesehen bzw. nicht bis zum Schluss gesehen hat, diese zu überspringen. Wir haben uns das Buch gegenseitig vorgelesen und Martin hat jedes Mal, wenn ein Hinweis auf etwas kam, was ich noch nicht gesehen habe, diesen Teil übersprungen. Spoilerwarnungen an den entsprechenden Stellen wären meiner Meinung nach sehr angebracht.


Gentile behandelt zu jeder Serie ein bis zwei Themen und ob diese in der Realität umsetzbar sind. Dies ist durchaus unterhaltsam, Fantasyserien wie Game of Thrones würde ich aber grundsätzlich ausschließen. Highfantasy ist nicht dafür angedacht, genauestens analysiert zu werden. Am Ende eines jeden Serienabschnittes gab es noch Fakten, die für Fans der jeweiligen Serie interessant zu lesen waren (wenn man sie nicht bereits kannte). Die angesprochenen Themen fand ich zwar durchgehend interessant, das „Aha Erlebnis“ blieb jedoch bei mir aus.


Fazit:


„Kann mein Chemielehrer Crystal Meth herstellen“ ist sicher ein nettes Geschenk für Serienjunkies. Richtigen Fangirls und Fanboys werden die meisten Fakten jedoch bereits bekannt sein. Für uns beide gab es leider keinen sonderbaren Mehrwert nach Beenden der Lektüre, was wir sehr schade fanden. 


Fakten und Befunde wurden leider ohne jegliche Belege niedergeschrieben und es müssten dringend Spoilerwarnungen mit eingebaut werden. 

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fantasiereisen, meditation, geburtsvorbereitung

Unser Baby kommt

Verena Potthast
Fester Einband: 108 Seiten
Erschienen bei Rundfux Media Publishing, 01.04.2016
ISBN 9783981809206
Genre: Sachbücher

Rezension:

Rezension zum Sachbuch „Unser Baby kommt“ von Verena Potthast


Titel: Unser Baby kommt: Das etwas andere Konzept über Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach

Autor: Verena Potthast

Verlag: Rundfix Media Publishing

Genre: Sachbuch

Ausgaben: Geschenkedition, Taschenbuch, eBook und Hörbuch

Erscheinungsdatum: 01.04.2016

Isbn: 978-3981809206


Ich habe eine eBook-Version zwecks Rezensionsexemplar für eine Leserunde auf Lovelybooks.de erhalten.


Inhalt:


„Bekommen Sie ein Kind? Suchen Sie ein Geschenk? Oder wollen Sie frisch gebackenen Eltern eine Freude machen? Haben Sie irgendetwas mit dem Begriff: Eltern zu tun? Dann ist dieses Buch genau das richtige für Sie, weil es mehr ist, als “Nur” ein Buch! Es erwartet sie ein ganz neues, ganzheitliches Konzept mit speziell entwickelten Entspannungstechniken, die einfach anzuwenden sind und ihre Wirkung nicht verfehlen. Dieses Buch soll die gesamte Familie vom ersten Tag der Schwangerschaft auf seelischer und spiritueller Ebene stärken, liebevoll unterstützen & begleiten.“


Meinung:


Was die Inhaltsangabe des Herausgebers versprochen hat, konnte sie - zumindest für mich - nicht halten. Das liegt aber vor allem daran, dass ich als bereits erfahrene Gebärende einfach schon viel gelesen und selbst erlebt habe. Auch bin ich eher der pragmatische Mensch, der sich an wissenschaftlichen Fakten klammert. Auf Traumreisen oder der inneren Dialog mit Ängsten und sog. „Wehwehchen“ kann ich mich nicht wirklich gut einlassen. 


Ich hätte auf ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen den einzelnen Themen und den Traumreisen gewünscht. Es werden sehr viele Themen angerissen, um dann mit einem Absatz abgespeist zu werden. Danach erfolgt direkt die Traumreise. Wenn man allerdings genau auf so ein Konzept aus ist, sollte man sich die gedruckte Ausgabe mit der Audio-CD besorgen, da zum einen viel auf diese verwiesen wurde und zum anderen ansonsten jemanden gefunden werden muss, der einem die Traumreisen vorlesen kann.


Für mich persönlich waren es zu viele Themen, die man versucht hat unterzubringen. Rauchentwöhnung (die für mich sowieso irrelevant ist), Vorbereitung auf das Geschwisterkind etc. sind Inhalte, mit denen man eigene Bücher füllen kann und könnte.


Was mich am allermeisten stört, ist das fehlende Lektorat. Da die Geschenkedition mit 30,00 € nicht ganz günstig ist, sollte dies auf jeden Fall noch nachgeholt werden.


Fazit:


Für mich als baldige Zweifach-Mama konnte ich keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Auch war für mich der esoterische Anteil zu hoch und die aufgegriffen Themen zu kurz angegriffen. Es ist zusammenfasend zu sagen, dass dies kein Buch für mich ist. Wer als Erstgebärende jedoch genau auf der Suche nach einem Nachschlagewerk ist, bei dem man nicht mit Fakten und Seiten erschlagen werden will, wird hier sicher Spaß haben. Ich empfehle es werdenden Müttern (Eltern), die gezielt auf der Suche nach Traumreisen zum Thema Geburt sind. Da das Buch zu einem großen Teil aus ebendiesen Traumreisen besteht, empfiehlt sich in jedem Fall die Ausgabe mit CD zu kaufen.

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berlin, gefühlschaos, traurigkeit, meer, planlos

Realitätsgewitter

Julia Zange
Fester Einband: 157 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 14.11.2016
ISBN 9783351036584
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Realitätsgewitter von Julia Zange


Titel: Realitätsgewitter

Autor: Julia Zange

Verlag: Aufbau Verlag

Genre: Gegenwartsliteratur

Seiten: 157

Preis: 17,95 €

Erscheinungsdatum: 14.11.2016

Isbn: 978-3351036584


Ich danke dem Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar.


Inhalt:


Marlas Leben ist ein einziges Realitätsgewitter. Wenig Sex, viel iPhone. Viel Bewegung, wenig Sicherheit. Sehr globalisiert, aber immer noch ganz schön deutsch. Marla funktioniert perfekt. Sie hat immer die richtige Maske auf. Doch plötzlich bekommt ihr hochglänzender Panzer kleine Brüche. Plötzlich ist da eine schwere Traurigkeit, die langsam von ihrem Bauch nach oben spült. Um nicht zu ertrinken, macht sie sich auf den Weg zurück in ihr Heimatdorf. Und landet schließlich auf Sylt. Eine Reise ins Erwachsenwerden und zu sich selbst.  


Meinung:


Trotz des eindringlichen Schreibstils konnte ich zunächst keinen Bezug zu Marla aufbauen. Ihr Leben, ihr Verhalten, ihre Bekanntschaften. Alles wirkte so surreal auf mich. Sie bewegt sich in anderen Kreisen, aber ich finde es dennoch erstaunlich, welch seltsame Gestalten sie um sich scharrt und in was für bizarre Situationen sie gerät. Diese Aneinanderreihung von kuriosen Ereignissen, die auf mich häufig den Eindruck von Tagebucheinträgen erweckt haben, waren mir in weiten Teilen zu sehr fernab der Realität.


Wirkt Marla in den ersten Kapiteln wie ein Blättchen im Winde, so ziel- und orientierungslos, kristallisiert sich jedoch nach einiger Zeit der wahre Kern ihrer Probleme heraus. Ab diesem Punkt hatte mich der Roman gefangen genommen und ich hätte gerne mehr über die Marla erfahren, die sich hinter der Fassade des unnahbaren Großstadtmädchens verbirgt. Wahrheiten werden an Land gespült, aber nicht weiter aufgegriffen. Weniger sonderbare Erlebnisse und mehr echte Einblicke in ihre Gefühlswelt, wie sie gegen Ende des Romans Preis gegeben werden, hätten mir ein größeres Leseerlebnis verschaffen können. 


Zitat:


„Für den Rest des Abends schweigt mein Telefon. Obwohl ich 1675 Facebook-Freunde habe.“ - Seite 94


Fazit:


Julia Zange hat mit ihrem Roman „Gefühlsgewitter“ einen Roman geschaffen, der ein - wenn auch manchmal zu skurriles - Bild auf das Leben der Generation „der Unglücklichen“ wirft und dabei trotz einer bedrückenden Stimmung zu unterhalten weiß. Lässt man die nicht immer all zu real wirkenden Lebensumstände der Hauptcharakerin außer Acht, ist dies ein Werk, mit dem sich sicher viele junge Menschen identifizieren können. Es wird viel Raum für eigene Spekulationen offen gelassen. Genauso offen gestaltet sich der Schluss des Romans. Auch wenn ich dieses Buch gerne weiterempfehle war für mich persönlich der Ausgang nicht all zu zufriedenstellend. 

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bluescreen, science fiction, dan wells, jugendbuch, zukunft

Bluescreen

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492280211
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension zu Bluescreen von Dan Wells


Titel: Bluescreen

Autor: Dan Wells

Übersetzer: Jürgen Langowski

Verlag: Piper

Genre: Sci-Fi/Jugendbuch?

Preis: 12,99 €

Erscheinungsdatum: 04.10.2016

Isbn: 978-3492280211


„Bluescreen“ ist der erste Band der Mirador-Reihe. Wann der nächste Teil erscheinen wird ist mir noch nicht bekannt.


Rückentext:


Los Angeles im Jahr 2050: Eine Stadt, in der du tun und lassen kannst, was du willst - solange du vernetzt bist. Durch das Djinni, ein Implantat direkt in deinem Kopf, bist du 24 Stunden am Tag online. Doch im Netz lauert ein dunkler Feind, der nur auf dich gewartet hat…


Meinung:


Der Titel ist mir bereits vor Erscheinungsdatum ins Auge gefallen. Mehrfach schlich ich um ihn herum und entschloss mich dann letzte Woche doch für den Kauf. Der Rückentext klang einfach zu spannend, um dieses Buch nicht zu lesen. Jedoch konnte dieses „anteasern“ meine Erwartungen nicht erfüllen:


Zum einen war mir nicht klar, dass es sich bei diesem Titel um Jugendbuch handelt. Der oben zitierte Rückentext lies nicht darauf schließen und ich habe mir abgewöhnt, die längere Inhaltsangabe im Inneren zu lesen, da ich dort häufig für das komplette Buch gespoilert wurde. Wie mittlerweile bekannt sein dürfte, bin ich ein großer Fan von Jugendbüchern jeglicher Genres. Warum störte es mich also hier? Es ist zum einen die Erwartungshaltung. Man beginnt einen Roman und erwartet, eine ungefähre Richtung vorzufinden. Stellt sich dann heraus, dass der Inhalt etwas komplett anderes bereithält, kann sich schnell Enttäuschung breitmachen. Aber vor allem war es hier die Art und Weise der Umsetzung. Es gibt wahnsinnig viele Jugendbücher, die man unabhängig der Altersempfehlung lesen kann. Sei es zum Beispiel, weil der Held für sein Alter besonders reif und weltgewandt ist. „Bluescreen“ gehört nicht zu dieser Sorte. Dan Wells hat es geschafft, dass ich mit keinem der vorkommenden Charaktere warm werden konnte. 


Marisa und ihre Freundinnen gehören einer Gruppe Overworl-Spielerinnen an. Sie führen kämpfe in fiktiven VR-Welten durch, schwänzen die Schule und schlagen sich die Nächte in Clubs um die Ohren. Man kann sich nicht entscheiden, ob das Kleid zu kurz und der Dealer, der deine beste Freundin abschießt nicht doch irgendwie attraktiv ist. Hätte ich ein solches Drama gewollt, wäre ich auf Gossip Girl umgestiegen. Ihre Familie, aber besonders Marisa und ihr Freundeskreis blieben für mich komplett blass und austauschbar und bedienen dabei sämtliche Klischees, die man Jugendlichen nur so anheften kann. Bei Marisas kleiner Schwester hatte ich ständig Pinkie Pie aus My little Pony vor Augen.


Der Schreibstil konnte mich dann auch nicht mehr abholen. Auch wenn die Eingangsszene zunächst noch spannend gestaltet wurde, driftete es schnell in das Alltagsleben von Marisa ab. Erst im weiteren Verlauf, als sie selbst plötzlich zwischen der Droge und der Realität hin- und hergerissen scheint, wird erneut Spannung erzeugt. Zu diesem Zeitpunkt hatte mich Wells allerdings schon verloren.


Ich hatte auch nie ein Gefühl dafür, wie ich mir diese fiktive Zukunft vorzustellen haben. Los Angeles besteht aus weiten Teilen aus Slums. Marisas Familie schlägt sich mit dem Familienrestaurant gerade so durch aber anscheinend hat sie dennoch genügend Geld für ihre technischen Spielzeuge, Partys und Kleidung. Es wird auf die reichen Kinder geschimpft, aber bis auf die Tatsache, dass diese in großen Häusern leben, sehe ich keinen großen Unterschied. Im Rückentext wird davon gesprochen, dass „du tun und lassen kannst, was du willst - solange du vernetzt bist“. Dies trifft wenn überhaupt nur dann zu, wenn man wie Marisa ein Hacker ist und sich so mal eben aus der Schule schleichen kann.


Die eigentliche Botschaft, ein kritischer Umgang mit unserer medialen Welt, ging irgendwann einfach für mich unter. Ich wollte wirklich eine sachliche und objektive Meinung zu diesem Buch verfassen aber ich hatte schon sehr früh einen Punkt erreicht, an dem ich mich nur noch bis zum Ende hin durchgequält habe. Dabei hätte der Roman sehr viel zu bieten: Ein (virtueller) Drogenkrieg, Onlinegames ähnlich wie Overwatch, Roboter, die einem den Haushalt abnehmen, Action und eine gruselige Vorahnung dessen, was uns in Bezug auf die Digitalisierung erwarten könnte. 


Fazit:


Dan Walls konnte mich mit seinem Auftakt zur Mirador-Reihe leider nicht abholen. Es waren vor allem die stereotypischen Charaktere, die mir das Lesen erschwert haben. Als dann einmal die Luft raus war, konnte mich auch der Spannungsaufbau zum Ende hin nicht mehr mitreissen. Somit gehört „Bluescreen“ zu einem weiteren Roman, dessen Reihe ich nicht vervollständigen werde.

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350 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

vampire, unsterblich, vampir, dystopie, julie kagawa

Unsterblich - Tor der Dämmerung

Julie Kagawa ,
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.12.2015
ISBN 9783453317116
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension zu Unsterblich „Tor der Dämmerung“ von Julie Kagawa


Titel: Unsterblich „Tor der Dämmerung“

Autor: Julie Kagawa

Übersetzer: Charlotte Lungstrass-Kapfer

Verlag: Heyne

Genre: Fantasy, Dystopie, Jugendroman

Preis: 9,99 €

Erscheinungsdatum: 14.12.2015

Isbn: 978-3453317116


Dies ist der erste Band einer dreiteiligen Reihe. Alle Bücher in der kompletten Übersicht mit Erscheinungsdatum:


Band 1: „Tor der Dämmerung“ - erschienen am 14.12.2015

Band 2: „Tor der Nacht“ - erschienen am 11.04.2016

Band 3: „Tor der Ewigkeit“ - erscheint am 09.01.2017


Inhalt:


Dunkelheit ist über die Welt gekommen. Die Städte liegen in Ruinen, und über die letzten Menschen herrschen Vampire. In dieser Welt lebt die ebenso eigensinnige wie mutige Allie. Um zu überleben, stiehlt und plündert sie in den gefährlichsten Gegenden. Als Allie eines Nachts von einem mächtigen Vampir erwischt wird, stellt sie dieser vor eine unglaubliche Wahl: Tod oder Unsterblichkeit. Allie wird selbst zum Vampir und nutzt ihre neue Macht, um sich einer Rebellengruppe anzuschließen. Zum ersten Mal in ihrem Leben lernt sie Freundschaft und sogar Liebe kennen. Nur wie lange kann sie ihren Blutdurst noch unterdrücken?


Meinung:


Zwischen all den Büchern, die ich noch lesen möchte/die ich noch rezensieren muss überkam mich auf einmal wieder die Lust auf einen richtig guten Urbanfantasyroman. Alle, die ich in letzter Zeit in Angriff genommen hatte, konnten mich kaum noch überzeugen und meine Ansprüche waren bei Auswahl einer neuer Lektüre nicht all zu hoch. Von mir aus konnte auch eine Liebesgeschichte darin vorkommen, sofern sie den fantastischen Teil nicht überwiegt. Durch einen Bookstragrampost bin ich dann durch Zufall auf Julie Kagawas  Unsterblich-Reihe aufmerksam geworden. Ich liebe ja Vampirgeschichten, auch wenn wir gerade viel von dem immer wiederkehrenden Geschichten überhäuft werden, und der Klappentext lies sich spannend. Da mir ihre Plötzlich-Fee Reihe gut gefallen hatte, konnte ich ja schließlich nichts falsch machen, oder? Und was soll ich euch sagen: meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen!


Die Welt, die Kagawa geschaffen hat, ist eine düstere Zukunft, einige Jahrzehnte nach unserer Zeit und nach dem großen Kollaps der Menschheit. Eine Krankheit hat dafür gesorgt, dass sie fast ausgerottet wurde und dies haben die Vampire genutzt, um endlich an die Macht zu kommen. Sie halten sich die Menschen als Blutsklaven oder überlassen sie in heruntergekommenen Slums sich selbst. Und in so einem Teil einer ihrer eingenommenen Städte lebt die siebzehnjährige Allie. Ich mochte sie als erzählende Person der Handlung auf anhieb. Sie ist eine Heldin, die sich selbst zu retten weiß und die sich der Realität ihres Alltags stellt. Im Gegensatz zu anderen Romanen dieser Art (mein Blick geht in das Regal zu den Selektion-Büchern) wird hier nichts schön geredet. Die Menschen sind dreckig, sie hungern. Und wenn sie verschimmeltes Brot in einem Abfalleimer finden, wird dies dankbar als Geschenk des Himmels angesehen. Diese trostlose und düstere Atmosphäre zieht sich bis zum Schluss des Buchs hindurch und lässt Allies Welt so real erscheinen. Dieser Kagawa ist erwachsener als die Reihe um das Feenreich, auch wenn ihre Heldinnen ungefähr im gleichen Alter sind. Er ist auch blutiger, als das, was man schon von ihr gewöhnt ist. Es müssen Entscheidungen gefällt werden, auch wenn sie für einen selbst und die Menschen um einen das schlimmste bedeuten. Dabei steht Allison tapfer für ihre persönlichen Werte ein und nimmt auch kein Blatt vor dem Mund, egal wer vor ihr steht. Allisons Handlungen sind authentisch und nachvollziehbar und dennoch überraschten sie mich das ein oder andere Mal, bin ich doch von Jugendbücher dieser Art anderes gewohnt. 


Die Verbindung von dystopischen und fantastischen Elementen ist Kagawa in meinen Augen sehr geglückt. Der ganze Roman ist in sich stimmig und man merkt, wie viel Arbeit in die Ausarbeitung geflossen ist. Ich bin ein Fan von den kleinen Details, die leider oft vernachlässigt werden. Die meisten Menschen in diesem Buch kennen die Errungenschaften unserer Zeit nicht mehr, da diese Epoche lange zurück liegt. Und so reagieren sie teilweise erstaunt, wenn sie „Schätze“ unserer letzen Tage (wie zum Beispiel eine Dose Ravioli) ausgraben. Ich weiß, ich schwärme und schwärme aber diesem Buch ist wirklich anzumerken, wie viel Liebe zum Detail verwendet wurde.


Wenn ihr eine romantische Geschichte erhofft (und/oder erwartet) wird dies nicht das richtige Buch für euch sein. Es entwickeln sich zwar eine leichte Liebesgeschichte, deren Teil jedoch nur wenig ins Gewicht fällt. Für mich ist dies eine gelungene Abwechslung zu all den bisher gelesenen Vampirgeschichten. Trotz seiner Größe von 606 Seiten habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt, da eine konstante Spannung aufrecht erhalten wurde.


Das Ende habe ich sehr geliebt. Man kann es sowohl als Cliffhanger für den zweiten Band, aber auch als offenen Abschluss ansehen. Ich für meinen Teil will aber auf jeden Fall wissen, wie Allies Geschichte weiter geht und kann es kaum abwarten, das nächste Buch zu lesen.


Zitat:


„Von meinem alten Leben war nichts geblieben. Es gab nichts, wohin ich zurückkehren konnte“ - Seite 232


Gut zu wissen:


Die ersten beiden Bände sind sowohl in der Hardcover-, als auch in der Taschenbuchausgabe erhältlich. Der Dritte Band, der im Januar erscheint, wird jedoch ausschließlich als Taschenbuch aufgelegt so dass ich allen, die gerne eine stimmige Reihe im Regal stehen haben möchten, den Kauf der Taschenbücher ans Herz lege.


Fazit:


Ein grandioser Auftakt einer Serie, der meines Erachtens mehr Beachtung geschenkt werden sollte. „Unsterblich“ ist ein dystopisch-fantastischer Jugendroman, den ich auch älteren Lesern gerne ans Herz legen mag mit einer starken Heldin und einer grandios düsteren Atmosphäre. 

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

studium, natasha, familie, universe, beziehung

The Sun Is Also a Star

Nicola Yoon
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Delacorte Press, 01.11.2016
ISBN 9780553496680
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension zu The sun is also a star von Nicola Yoon


Titel: The sun is also a star

Autor: Nicola Yoon

Sprache: Englisch

Verlag: Corgi Books (Penguin Random House)

Genre: Jugendbuch

Seitenzahl: 344

Preis: 8,99 €

Erscheinungsdatum: 01.11.2016

Isbn: 978-0-552-57424-2


Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von Pinguin UK für eine Leserunde auf Lovelybooks.de erhalten.


Inhalt:


Natasha: I’m a girl who believes in science and facts. Not fate. Not destiny. Or dreams that will never come true. I’m definitely not the kind of girl who meets a cute boy on a crowded New York City street and falls in love with him. Not when my family is twelve hours away from being deported to Jamaica. Falling in love with him won’t be my story.


Daniel: I’ve always been the good son, the good student, living up to my parents’ high expectations. Never the poet. Or the dreamer. But when I see her, I forget about all that. Something about Natasha makes me think that fate has something much more extraordinary in store—for both of us.


The Universe: Every moment in our lives has brought us to this single moment. A million futures lie before us. Which one will come true? 


Meinung:


Auf dieses Buch hatte ich mich wirklich sehr gefreut. Es wurde ja auch bereits vor Erscheinen sehr beworben und ich habe mir viel von dem neuen Jugendroman von Nicola Yoon versprochen. Ihren vorherigen Roman „Everything Everything“ habe ich bislang nicht gelesen.


Zusammengefasst kann man sagen, dass ich das Buch zwar mochte, es mich aber nicht umgehauen hat. Die Grundidee hinter der Geschichte ist, dass alles im Universum zusammenhängt und jede Begegnung schicksalsbehaftet ist. Wenn man sich auf eine solche Story einlassen kann und möchte, kann dies sehr unterhaltsam sein. Jedoch wurden (für meinen persönlichen Geschmack) die zufälligen Begegnungen und Ereignisse zu sehr auf die Spitze getrieben. 


Am Anfang hat mich der Roman noch richtig mitgerissen. Natashas Geschichte und ihre drohende Abschiebung haben eine bedrückende Atmosphäre geschaffen, die mich schnell mit ihr warm werden lies. Sie ist eine Pragmatikerin und setzt auf die Wissenschaft. Wenn sie Musik hört, macht sie dies mit dem ganzen Körper und wenn sie über Theorien spricht, über die sie etwas gelesen hat, glüht sie von Innen heraus. Natasha ist halt ein richtiger Nerd und es fehlt schwer, sie nicht zu mögen. Was ich allerdings nicht von ihrem Loveinterest Daniel behaupten konnte. Seine Sichtweise auf das Leben und die Liebe gehen nicht mit meinen konform und als in der Leserunde die Ähnlichkeit zu Ted Mosby aus „How I met your mother“ das erst Mal genannt wurde, war es endgültig mit meiner Sympathie für ihn am Ende.


Im Gegensatz zu anderen Jugendbücher dieser Art fand ich die abwechselnde Ich-Erzählweise der beiden hier sehr gelungen. Yoons Schreibstil ist sehr schön und wenn man oft englische Jugendbücher liest hat man keine Probleme, dem Geschehen zu folgen. Neben den Kapiteln aus der Sicht der beiden werden noch weitere kurze Kapitel anderer Figuren eingestreut, die einen tollen Blickwinkel nach außen werfen und die zum Ende hin geschickt zusammen laufen.


Zur Hälfte hin brach jedoch meine Begeisterung für das Buch ein. Die Entwicklung ging mir für einen einzigen Tag viel zu schnell, aber ich bin auch wirklich keine Romantikerin. Der Part mit der bevorstehenden Deportierung rückte für mich eher in den Wunsch der Auflösung, als der Ausgang der Liebesgeschichte. Ich fragte mich die ganze Zeit „seid ihr wirklich für einander bestimmt, oder spricht aus euch nur der pubertäre Teenager?“.


Der Schluss des Romans hat mich mit allem wieder versöhnt… doch dann kam der Epilog. Es bleibt einfach festzuhalten, dass dies nicht „meine“ Geschichte war. Ich werde trotzdem „Everything Everything“ lesen, weil ich der Autorin auf jeden Fall noch eine Chance geben möchte.


Zitat:


„If people who were actually born here had to prove they were worthy enough to live in America, this would be a much less populated country“ - Seite 112


Fazit:


„The sun is also a star“ ist ein Jugendroman für absolute Romantiker und Menschen, die an das Schicksal und die Liebe auf den ersten Blick glauben. Allerdings empfehle ich ihn eher einem jüngeren Publikum. 

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frigid, jennifer l. armentrout, piper, new adult, liebe

Frigid

J. Lynn , Jennifer L. Armentrout , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492309851
Genre: Liebesromane

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thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, spannung

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension zu Das Paket von Sebastian Fitzek


Titel: Das Paket

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: Droemer Knaur

Genre: Psychothriller

Preis: 19,99 €

Erscheinungsdatum: 26.10.2016

Isbn: 978-3426199206


Inhalt:


Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt


Meinung:


Eigentlich wollte ich den neusten Fitzek in der nächsten Zeit gar nicht lesen. Doch kurz nach dem Erscheinungsdatum waren meine Timelines in den sozialen Netzwerken voller Bilder erfolgreicher Paketzustellungen. Und die positiven Stimmen wurden immer lauter. Dem musste ich dann einfach auf den Grund gehen. Die letzten drei Werke des Autors, allen voran „Noah“, konnten mich leider nicht mehr zu fesseln, wie es noch „Die Therapie“ oder „Der Seelenbrecher“ vermochten.


Ohne erst einmal auf den Inhalt einzugehen, muss ich die wunderschöne Aufmachung loben, die auch den recht hohen Preis zu rechtfertigen weiß. Es handelt sich (zumindest bei der Erstausgabe) um ein Taschenbuch mit verstärkter Vorder- und Rückseite, die aus Karton bestehen. Das Ganze kommt dann auch noch in einem Umverpackung, ebenfalls aus Karton daher, so dass das Gefühl des „Pakets“ noch deutlicher versprüht wird. Der Verlag hat sich hier anlässlich des 10-jährigen Autorenjubiläums von Fitzek wirklich ins Zeug gelegt, das muss man ihnen lassen. Doch wie immer fließt das Äußere nicht in meine Bewertung mit ein. :)


Ich hatte vor Beginn der Lektüre wirklich gebangt und gehofft, dass mich dieser neue Fitzek nicht enttäuschen mag. Und was soll ich euch sagen, die Seiten sind nur so dahin geflogen. Wäre ich nicht so verdammt müde gewesen, hätte ich ihn am gleichen Abend noch beendet. Fitzek zieht den Leser direkt wieder von den ersten Seiten an in menschliche und psychische Abgründe hinab. Er weiß durch geschickte Zeitwecksel sowie Cliffhanger am Ende der Kapitel Spannung zu erzeugen und bis zum Schluss des Romans aufrecht zu erhalten. Das Tempo ist, wie man es bei einem Fitzek gewohnt ist, recht hoch und verleitet dazu, „nur noch dieses eine Kapitel“ lesen zu wollen.


Immer wieder wurde ich mit neuen Fragen konfrontiert.  Jedes Mal wenn ich glaubte, der Rätselslösung näher gekommen zu sein, überrasche er mich mit einer weiteren Wendung. Schnell war einfach nicht mehr klar, was Wahrheit oder Einbildung ist. Die Stimmung schwankt zwischen bedrückend, beängstigend und absurder Normalität hin und her. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Grauen er in ein so einfaches Setting verpacken kann. Der Schauplatz ist im Vergleich zu „Noah“ wieder ein Mikrokosmos und die dicken Buchdeckel täuschen eine längere Story vor. Doch waren es bislang immer seine „dünnen Bändchen“, die mich am meisten mitreissen konnten. Ich hoffe, dass er jetzt, wo er wieder auf seinen alten Wegen wandelt, weiterhin sich selbst treu bleiben wird. So kann man gespannt dem nächsten Titel entgegenfiebern. Den ein Problem gibt es bei „Das Paket“: Wenn es einem gefällt ist man so schnell durch, dass die Wartezeit bis zum nächsten Werk nur umso länger ist.


Fazit:


Mit „Das Paket“ liegt nun endlich wieder ein Fitzek vor, der mit den alten Werke mithalten kann. Ich war bis zur letzten Seite gefesselt. Es werden wieder viele falsche Fährten auslegt. Fäden gesponnen, die jedoch zum Schluss alle zusammenlaufen. Ich kann „das Paket“ nur allen ans Herz legen die auf Thriller stehen, die mit einem Katz und Maus spielen bis man selbst nicht mehr weiß, wer gut und  böse, was wahr und was falsch ist. Es ist kein „Seelenbrecher“ oder eine „Therapie“, kommt aber schon wieder sehr nah daran. Und weil ich durch die Auslieferung dieses Pakets ein paar aufregende Lesestunden genießen konnte gibt es von mir 5 von 5 Sterne.

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