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113 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

finsterirdische, fantasy, liebe, luna, jugendbuch

Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.02.2018
ISBN 9783959671729
Genre: Jugendbuch

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184 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

dschinn, nalia, dtv verlag, heather demetrios, nalia tochter der elemente

Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch

Heather Demetrios , Gabriele Burkhardt
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423717472
Genre: Jugendbuch

Rezension:


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730 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

fantasy, liebe, attentäter, prinzessin, verrat

Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

dinosaurier, jugendbuch, romeo und julia, paläontologie, empfehlung

Vom Suchen und Finden

Kenneth Oppel , Jessika Komina , Sandra Knuffinke , Wolfgang Staisch
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.07.2017
ISBN 9783791500409
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer sucht, der findet? Zwei junge Menschen im Westen Amerikas, zwei verfeindete Familien von Wissenschaftlern und eine große Liebe, die nicht sein darf. Rachel Cartland will Professorin werden, Paläontologe wie ihr berühmter Vater. Leider kommen ihr die veralteten Vorstellungen ihrer Familie dazwischen. Und dann ist da auch noch Samuel Bolt: Der hat nicht nur einen rivalisierenden Wissenschaftler als Vater, sondern auch ein unwiderstehliches Lächeln. Vielleicht sind Saurier doch nicht die faszinierendsten Wesen der Welt? (Quelle: Verlag)

Ich habe mir "Vom Suchen und Finden" von Kenneth Oppel gekauft, weil mich sowohl das schöne Cover als auch der interessante Klappentext angesprochen hatten. Ich finde es toll, dass der Roman endlich mal frischen Wind ins Jugendbuchgenre bringt, in dem in letzter Zeit hauptsächlich Dystopien und Romantasy veröffentlicht wurden.

Und tatsächlich finde ich die Idee nach wie vor klasse. Zwei Teenager mit rivalisierenden (um nicht zu sagen verfeindeten) Vätern lernen sich kennen und lieben und das vor archäologischer Kulisse. Man merkt dem Roman an, dass Kenneth Oppel im Vorfeld sehr genau recherchiert hat, denn selbst die einzelnen Knochen der Skelette wurden korrekt mit lateinischem Fachvokabular bezeichnet und auch sonst fand ich die Atmosphäre und die Hintergrundinformationen sehr schlüssig und stimmig. Ich hatte mich bis dato eher weniger mit Archäologie beschäftigt, kann jetzt nach der Lektüre aber nachvollziehen, warum manche Menschen ein Faible dafür entwickeln.

Trotz der ungewöhnlichen und tollen Idee und der schönen Liebesgeschichte hat mir dennoch etwas gefehlt. Ich kann nicht einmal genau benennen warum, aber so richtig fesseln und vom Hocker hauen konnte mich der Roman nicht, der mir stellenweise auch zu langatmig war. Da die Liebesgeschichte zwischen Samuel und Rachel ganz klar im Vordergrund stand, sind interessante Aspekte im Zusammenhang mit der Ausgrabung etwas in den Hintergrund gerückt, was ich sehr schade fand. Ich denke aus dem "Drumherum" hätte man noch mehr herausholen können und dann wäre es auch ein 4 bis 5-Sterne-Buch geworden.

Alles in allem hat mich "Vom Suchen und Finden" gut unterhalten, aber begeistern konnte mich das Buch nicht und es wurde meiner Meinung nach (zu) viel Potential verschenkt. Ich finde es schade, weil ich mir mehr von dem Roman erhofft hatte, aber ich bereue den Kauf dennoch nicht. Es hat einfach Spaß gemacht mal wieder einen Jugendroman mit einer innovativen Grundidee zu lesen und so empfehle ich den Roman auch weiter, wenn man zur Abwechslung einen Roman fernab des Mainstreams lesen möchte.

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401 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 119 Rezensionen

liebe, der goldene hof, richelle mead, adel, jugendbuch

The Promise - Der goldene Hof

Richelle Mead , Susann Friedrich
Fester Einband
Erschienen bei ONE, 29.09.2017
ISBN 9783846600504
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Goldene Hof verspricht auserwählten Mädchen ein völlig neues Leben. Nicht nur, dass sie lernen, sich in vornehmen Kreisen zu bewegen, sie werden auch auf eine glamouröse Zukunft im aufstrebenden Nachbarland Adoria vorbereitet. Die junge Adelige Elizabeth scheint bereits ein solches Leben zu führen. Doch nach dem Tod ihrer Eltern fühlt sie sich wie in einem Gefängnis, aus dem sie nur noch fliehen will. Als Elizabeth dann den charmanten Cedric Thorn vom Goldenen Hof kennenlernt, weckt er einen waghalsigen Plan in ihr: Sie muss es irgendwie nach Adoria schaffen. Und kurze Zeit später tritt sie unter falschem Namen die Ausbildung am Goldenen Hof an. (Quelle: Verlag)

Hand aufs Herz: Liest man die Inhaltsangabe zu "The Promise, Der goldene Hof" von Richelle Mead, dann wird man zwangsläufig an andere Jugendbücher der letzten Jahre erinnert. Das Thema Brautwahl bzw. Brautschau gemischt mit fantastischen oder historischen Elementen war zuletzt ja Inhalt mehrerer Jugendbücher und so waren meine Erwartungen an "The Promise" auch nicht allzu hoch. Ich habe mir das Buch bestellt in der Erwartung, dass ich ein paar nasskalte Herbsttage lang gut unterhalten werde, wenn ich mich mit meiner Kuscheldecke und einer Tasse Tee aufs Sofa kuschle. Letztlich war der Roman dann doch anders als erwartet und ich bin absolut positiv überrascht worden, sodass ich den Roman auch schon mehrfach in meinem Freundeskreis weiterempfohlen habe.

Die Autorin hat ihre eigene Welt erschaffen, die mich persönlich an vergangene Zeiten erinnert hat, als es noch Standesunterschiede bzw. den Adel gab und neue Länder und Gegenden erschlossen und besiedelt wurden. Das Setting ist aber nicht rein historisch, sondern hat seine fantastischen Anklänge, denn die beschriebenen Orte gibt es meines Wissens nach nicht in unserer realen Welt.

Anfangs steht sehr stark der Goldene Hof im Vordergrund. Dabei handelt es sich um eine Organisation, die junge, hübsche Mädchen aus einfachen Verhältnissen unter Vertrag nimmt, ein Jahr lang zu Damen ausbildet und die Mädchen dann an reiche Siedler verkauft. Die Grundidee schreckt - aus unserer modernen Sicht - sicherlich erstmal ab, aber ich konnte verstehen warum die Mädchen diesen Weg gingen. Und auch bei der Vermittlung später ging es sehr anständig und niveauvoll zu, sodass ich an der Idee wirklich nichts auszusetzen hatte.

Im Mittelpunkt steht Elizabeth, die mir sofort sympathisch war. Sie ist eine Adelige, allerdings nach dem Tod ihrer Eltern Waise und so unter der Obhut ihrer verarmten Großmutter. Um ihrer beider Auskommen zu sichern soll sie gegen ihren Willen heiraten und flüchtet sich aus dieser misslichen Lage, indem sie sich anstelle ihres Dienstmädchens Adelaide an den Goldenen Hof stiehlt. ich fand Elizabeth wirklich mutig, klug und ehrgeizig und habe die ganze Zeit über mit ihr mitgefiebert. Manchmal war sie etwas naiv oder unreif, aber dann habe ich mir wieder ins Gedächtnis gerufen, dass sie ja noch ein Teenager ist.

Ich möchte an dieser Stelle nicht noch mehr auf die Handlung eingehen, weil ich dann zwangsläufig spoilern und anderen potentiellen Leserinnen den Spaß verderben würde. Jedenfalls geht die Handlung noch weit über die Ausbildung am Goldenen Hof und die Brautwahl hinaus, wobei mir der Handlungswechsel sehr gut gefallen hat. Andere Themen wie die Besiedlung neuer Gegenden, Goldsuche bzw. die Suche nach dem Glück und auch verschiedene Religionen werden thematisiert, sodass "The Promise" nie langweilig wird und ich immer weiterlesen wollte. Ein paar Längen hatte der Roman im Mittelteil, aber darüber konnte ich ganz gut hinwegsehen.

Alles in allem ist "The Promise" empfehlenswert für Leserinnen, die Romantik gepaart mit einem historischen bzw. fantastischen Setting lieben. Man kann leicht in Richelle Meads fiktive Welt eintauchen und so wunderbar vom stressigen Alltag abschalten. Mir hat die Lektüre sehr viel Spaß gemacht, sodass ich mir den Namen der Autorin auf jeden Fall merken werde und den Roman weiterempfehlen möchte.

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1.091 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 207 Rezensionen

märchen, hexenjäger, fee, fantasy, julia adrian

Die Dreizehnte Fee - Erwachen

Julia Adrian , Svenja Jarisch
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 05.10.2015
ISBN 9783959911313
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin nicht Schneewittchen. Ich bin die böse Königin. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung. "Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?", frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns. (Quelle: Verlag)

Märchenadaptionen sind in letzter Zeit ja sehr populär, aber diese konnten mich bisher selten begeistern. Ganz anders "Die Dreizehnte Fee, Erwachen" von Julia Adrian, denn der Roman ist absolut Weltklasse und ich habe mir direkt im Anschluss gleich den Folgeband gekauft, was selten passiert.

"Die Dreizehnte Fee" erzählt die Geschichte der Dreizehnten Fee Lillith, nachdem sie aus ihrem tausendjährigen Schlaf erweckt wurde. Lillith ist aber keine gute, nette Protagonistin, sondern eine Hexe, die in der Vergangenheit massiv Schuld auf sich geladen hat. Dennoch war sie mir von Anfang an sympathisch und ist mir sofort ans Herz gewachsen, weil sie ungeachtet ihrer Herkunft dennoch sehr menschlich wirkt und immer auf der Suche nach Liebe ist. Lillith hat ein weiches Herz, auch wenn sie früher böse war und ich bin wahnsinnig gespannt, wie es mit ihr weitergehen wird.

Der männliche Protagonist, der nur der Hexenjäger genannt wird, konnte mich ebenfalls sofort für sich gewinnen. Von ihm erfahren wir Leserinnen nicht viel, nicht einmal seinen Namen. Zudem ist er eher schweigsam und geheimnisvoll, aber dennoch steckt hinter seiner rauen Schale ein weicher Kern. Für mich hat einen Großteil des Reizes auch die Frage ausgemacht, ob der Hexenjäger Gefühle für Lillith hat oder nicht, denn eine klassische Liebesgeschichte enthält der Roman nicht. Und ich bin wahnsinnig gespannt, wie es mit den beiden weitergehen wird.

Alles in allem ist "Die Dreizehnte Fee, Erwachen" ein absolutes Highlight. Neben der gut ausgearbeiteten, vielschichtigen Charakteren konnte mich die düstere, geheimnisvolle Märchenwelt überzeugen, in die uns Julia Adrian entführt, denn ich hatte beim Lesen ein genaues Bild vom Setting vor Augen. Band 2 habe ich mir bereits gekauft und kann es gar nicht erwarten weiterzulesen. Wer sich dieses Highlight entgehen lässt, ist wirklich selbst Schuld!

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219 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

fantasy, königreich, liebe, amy tintera, jugendbuch

Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt

Amy Tintera , Milena Schilasky
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.10.2017
ISBN 9783959671316
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Einst waren die vier Königreiche geeint. Nun herrschen Krieg und Zerstörung. Die Eltern von Emelina, der Prinzessin von Ruina, wurden vom König des Nachbarreiches Lera umgebracht und ihre Schwester verschleppt. Emelina will Vergeltung! Ihr Plan ist so grausam wie genial. Erst tötet sie die Verlobte von Casimir, dem Thronfolger von Lera, dann nimmt sie deren Platz ein. Am Hofe des Feindes will sie den König und alles, was ihm teuer ist, auslöschen – auch Casimir. Aber je mehr Zeit sie mit dem Prinzen verbringt, desto mehr will ihr Herz ihr Vorhaben vereiteln … (Quelle: Verlag)

"Die Legende der vier Königreiche, Ungekrönt" von Amy Tintera war eine der Neuerscheinungen, die mich schon in der Verlagsvorschau sofort angesprochen hat. Zwar ist das Cover eher einfach gehalten, aber es passt sehr gut zum Inhalt und letztlich war es tatsächlich der Klappentext, der mich gefesselt und neugierig gemacht hat. Innerhalb nur eines Tages hatte ich dieses schöne Buch gelesen und bin ehrlich traurig, dass der Roman schon zu Ende ist und ich jetzt (hoffentlich nicht zu lange) auf die Fortsetzung warten muss.

Ganz ehrlich: der Grundkonflikt der Geschichte ist alles andere als neu. Dass sich eine junge, kampferprobte Protagonistin in ihren Feind verliebt, den sie eigentlich töten soll, ist nichts Neues, denn Ähnliches habe ich schon in anderen Romanen gelesen. Dennoch fand ich die Geschichte wirklich schön, weil die Umsetzung einfach gestimmt hat. Anfangs fand ich Em(elina) eher abstoßend, weil sie nur von Rache getrieben war und selbst vor dem Morden nicht zurückgeschreckt ist. Ich konnte mich anfangs überhaupt nicht mit ihr anfreunden, aber dann wurde sie im Laufe der Handlung etwas weicher und somit sympathischer. Keine Probleme hatte ich dagegen mit Cas(imir), den ich von Anfang an toll fand. Nicht aufgrund seiner Attraktivität, sondern weil er ein kluger und mitfühlender Protagonist war, den man denke ich einfach mögen muss. Cas war mir zwar etwas zu oberflächlich dargestellt, denn Schwächen oder negative Charakterzüge hat er nur wenige bis gar keine, aber das ist auch mein einziger Kritikpunkt an dem Roman. Ich fand es aber auch nicht so schlimm, sodass mir die Lektüre dennoch sehr viel Spaß gemacht hat.

Ich möchte an dieser Stelle nicht noch mehr auf den Inhalt eingehen, um nicht zu spoilern, denn eigentlich verrät schon der Klappentext zu viel. Letztlich hat die Autorin eine glaubhafte Fantasywelt erschaffen, in die ich mich gut einfinden konnte, die allerdings ebenfalls noch etwas mehr Tiefgang vertragen hätte können. Da es sich um den ersten Band einer Trilogie handelt, bin ich mir aber sicher, dass wir im nächsten Band noch tiefer in Ems und Cas' Welt eintauchen dürfen und dass dann auch viele offene Fragen geklärt werden.

Alles in allem hat mich "Die Legende der vier Königreiche, Ungekrönt" von Amy Tintera sehr gut unterhalten. Wer romantische Geschichten mit Fantasysetting liebt, wird an diesem Roman Gefallen finden. Man wird super unterhalten und kann perfekt vom Alltag abschalten. Da es sich um den ersten Band einer geplanten Trilogie handelt, bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 4,5 Sterne (aufgerundet auf 5) und eine absolute Leseempfehlung.

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279 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

dystopie, kerry drewery, mord, todesstrafe, jugendbuch

Marthas Widerstand

Kerry Drewery , Sabine Bhose
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei ONE, 16.03.2017
ISBN 9783846600436
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert? Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht... (Quelle: Verlag)

Der Klappentext zu "Marthas Widerstand" von Kerry Drewery hatte mich sofort angesprochen und so habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch endlich lesen konnte. Dystopien sind seit einigen Jahren ja sehr populär, aber so richtig gute Genrevertreter sind meiner Meinung nach selten dabei. "Marthas Widerstand" konnte mich aber absolut begeistern, sodass ich an einem nasskalten Wochenende sehr gut unterhalten wurde und mir die Autorin für die Zukunft merken werde.

Die Grundidee zu dem Roman ist so verstörend wie reizvoll. Leider ist die Idee, dass die Bevölkerung über Urteile abstimmt, aber gar nicht so abwegig, denn Abstimmungen bei sämtlichen Fernsehshows gibt es aktuell ja auch schon (wenn auch zu harmloseren Themen). Jedenfalls konnte mich das Buch so richtig fesseln, weil ich immer wissen wollte, wie es für Martha weitergeht und was hinter dem ganzen steckt. Um nicht zu spoilern und die Spannung zu zerstören, möchte ich an dieser Stelle nicht näher auf die Handlung eingehen, aber der durchdachte Spannungsbogen macht es wirklich leicht den Roman regelrecht zu verschlingen.

Teilweise wurde der Schreibstil des Romans kritisiert, was ich ein Stück weit auch nachvollziehen kann. Martha steckt in einer wirklich schlimmen Situation und ist von anderen Menschen isoliert, d.h. zwangsläufig muss der Fokus auf ihren Gedanken und Selbstgesprächen liegen. Für mich hat das aber sehr gut zum Roman gepasst, sodass ich die Kritik am Schreibstil zwar nachempfinden kann, aber dieser mir den Spaß am Buch aber nicht verdorben hat.

Alles in allem ist "Marthas Widerstand" von Kerry Drewery eine spannende Dystopie mit einer sensationellen Grundidee. Ich empfehle die Leseprobe (z.B. durch den "Klick ins Buch" bzw. den Klick auf das Coverfoto), damit man für sich selbst entscheiden kann, ob einem der Schreibstil der Autorin zusagt. Wenn ja, erhält man nämlich eine sehr unterhaltsame und tolle Dystopie, die ich persönlich nur wärmstens weiterempfehlen kann.

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Tags: dystopie   (1)
 

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84 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

appalachian trail, wandern, abenteuer, jugendbuch, usa

The Distance from me to you

Marina Gessner , Katrin Behringer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 06.03.2017
ISBN 9783845816043
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kendra kann sich glücklich schätzen. Sie hat gerade die Highschool abgeschlossen und ab Herbst wartet ein Platz in einem namhaften College auf sie. Doch zum Leidwesen ihrer Eltern verfolgt die Siebzehnjährige ein völlig anderes Ziel: Gemeinsam mit ihrer besten Freundin will sie in den nächsten Monaten den Appalachian Trail erwandern, und der führt 3.500 km von Maine bis nach Georgia. Als ihre Freundin im letzten Moment einen Rückzieher macht, beschließt Kendra, das gefährliche Abenteuer alleine durchzuziehen. Unterwegs trifft sie Sam, der vor seinem gewalttätigen Vater geflohen und nun auf dem Trail gestrandet ist. Er läuft den langen Weg scheinbar ziellos und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Zwischen Kendra und Sam entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte, die so abwechslungsreich ist, wie der Weg: Sie hat Höhen und Tiefen, wunderschöne Ausblicke und gefährliche Abgründe. Doch als Kendra und Sam die markierten Wege verlassen, begeben sich die beiden in eine Gefahr, bei der schnell nicht nur ihre Liebe, sondern auch ihr Leben auf dem Spiel steht ... (Quelle: Verlag)

"The Distance from me to you" von Marina Gessner hatte mich sofort angesprochen. Obwohl ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre lese ich nach wie vor sehr gerne Jugendbücher und dieses klang sehr vielversprechend. Ich bin sehr froh, dass ich diesen schönen Roman lesen durfte, denn er hat mir zwei regennasse, ungemütliche Tage versüßt.

Vor der Lektüre hatte ich noch nie vom Appalachian Trail gehört, aber ich finde es absolut faszinierend, dass man sage und schreibe 3500km zu Fuß zurücklegt, was ja echt der Wahnsinn ist. Wir Leser/innen werden durch Kendra auf dieses Abenteuer mitgenommen und erleben die Wanderung also indirekt mit, allerdings wurde die Geschichte nie langweilig. Ganz im Gegenteil, ich konnte mir die einzelnen Etappen auch sehr gut bildlich vorstellen und bin sehr gut unterhalten worden.

Wie es für Jugendbücher inzwischen üblich ist darf natürlich auch in "The Distance from me to you" keine Liebesgeschichte fehlen. Ich fand sie in diesem Roman aber schlüssig und glaubhaft erzählt und es hat mir großen Spaß gemacht die Annäherung zwischen Kendra und Sam mitzuverfolgen.

Zum Schluss kommt es dann zum actionreichen, großen Showdown, auf den ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte, um nicht zu spoilern. Jedenfalls ist der ganze Roman spannend zu lesen und das Ende wirklich ein Highlight.

Alles in allem ist "The Distance from me to you" ein schöner, unterhaltsamer Jugendroman mit einem etwas anderem Thema. Ich bin gut unterhalten worden und empfehle das Buch deshalb auch gerne weiter.

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670 Bibliotheken, 23 Leser, 2 Gruppen, 183 Rezensionen

zukunft, lügen, liebe, intrigen, geheimnisse

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.10.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

New York, 2118: Im höchsten Wolkenkratzer der Welt leben die Reichen oben und die Armen unten. Hinter der glänzenden Fassade des Towers verbirgt sich ein Netz aus Intrigen.
AVERYS Leben im luxuriösen obersten Stock des Towers könnte perfekt sein. Doch die verbotenen Gefühle zu ihrem Stiefbruder Atlas zerreißen sie mit jedem Tag ein bisschen mehr.
Ihre beste Freundin LEDA ist ehrgeizig und manipulativ. Kein Preis ist ihr zu hoch, um ihr Ziel zu erreichen. Selbst wenn das Ziel Atlas heißt.
It-Girl ERIS fällt tief, als sie in eines der unteren Stockwerke ziehen muss. Doch sie will die Fassade der reichen Erbin mit allen Mitteln aufrechterhalten.
WATT hat nicht viel Geld, aber er ist ein genialer Hacker. Als er in die tückische Welt der Schönen und Reichen gezogen wird, verliert er nicht nur sein Herz.
RYLIN jobbt als Dienstmädchen bei dem wohlhabenden Cord. Als er zu mehr als nur ihrem Arbeitgeber wird, holt Rylins dunkle Vergangenheit sie wieder ein.
Eine glamouröse Party in Averys Penthouse wird ihr aller Leben für immer verändern. Einer von ihnen wird in den Tod stürzen. Einer von ihnen wird zum Mörder werden. Und sie alle werden in einem Netz aus Lügen gefangen sein. (Quelle: Verlag)

Als ich "Beautiful Liars, Verbotene Gefühle" von Katherine McGee entdeckt hatte, hatten mich sofort das wunderschöne Cover sowie der Klappentext neugerig gemacht, sodass mir klar war, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte.

Wie man am Klappentext schon erkennen kann wird die Handlung kapitelweise abwechselnd aus der Sicht der sechs Protagonisten/innen erzählt. Das hat mir den Einstieg in die Handlung nicht gerade leicht gemacht, weil die sechs anfangs noch nicht so viel miteinander zu tun haben. Geholfen hat mir die Figuren-Kurzbeschreibung auf der Innenseite des Einbands, die ich mir vor jedem Kapitel nochmal schnell durchgelesen habe, weil ich ohne diese kleine Hilfe ständig durcheinander gekommen wäre. Zumal die Figuren keine alltäglichen, einprägsamen Namen haben.

Besser wurde es meiner Meinung nach als die Erzähl- und Handlungsstränge dann endlich (!) auf der Party zusammengeführt wurden. Dann ist endlich Spannung und Action in die Handlung gekommen und von da an hat mir das Lesen dann auch Spaß gemacht.

Zwar steckt hinter "Beautiful Liars" ein dystopisches Setting, zumal die Handlung in der Zukunft spielt, aber ich habe mich schnell in dieser fiktiven Welt zurecht gefunden. Im Mittelpunkt stehen die Intrigen, Geheimnisse und Lügen, die wohl auch uns "modernen" Menschen bekannt sein dürften.

Warum keine 5 Sterne? Zum einen aufgrund des etwas schleppenden Anfangs und zum anderen, weil ich einige Charaktere einfach nicht ausstehen konnte. Oberflächlichkeit, Falschheit und Lug und Betrug machen mir halt weder reale Menschen noch Buchcharaktere sympathisch und so bin ich nur mit einigen der Figuren zurecht gekommen, während ich andere einfach nur abstoßend fand.

Alles in allem kann "Beautiful Liars" von Katherine McGee sehr gut unterhalten, sodass ich den Roman trotz seiner knapp 500 Seiten innerhalb weniger Tage gelesen hatte. Hat man sich durch den schleppenden Anfang hindurch gekämpft, dann wird es wirklich spannend und ich wurde definitiv gut unterhalten, aber so richtig begeistern und vom Hocker hauen konnte mich das Buch nicht. Ich werde trotzdem dem zweiten Band eine Chance geben und bin gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.

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231 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 88 Rezensionen

zeitreise, liebe, fantasy, forever 21, jugendbuch

Forever 21

Lilly Crow
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ONE, 16.03.2017
ISBN 9783846600443
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ava ist 21 Jahre alt. Für immer. Sie hat eine schwere Schuld auf sich geladen und wurde zur Strafe mit einem dunklen Fluch belegt. Nun muss sie immer wieder durch die Zeit reisen, an immer neue Orte, in unterschiedliche Situationen. Nur ihre Aufgabe ändert sich nie: Sie muss zwei Seelenverwandten helfen, zueinanderzufinden. Dazu hat sie jedoch nie viel Zeit. Ihr Blut ist wie Säure, und wenn sie sich nicht beeilt, ihre Aufgabe zu erfüllen, leidet sie unsagbare Schmerzen. Dann lernt sie in einem der Sprünge Kyran kennen. Und auf einmal ist alles anders. Doch haben die zwei eine Zukunft, wenn Ava die Zeit und den Ort, an dem Kyran lebt, wieder verlassen muss?(Quelle: Verlag)

Auf "Forever 21" von Lilly Crow hatte ich mich sehr gefreut, weil mich der Klappentext sofort angesprochen hatte. Auch das Coverfoto hat etwas Romantisch-Verträumtes, sodass mir schnell klar war, dass ich diesen Roman unbedingt lesen muss. Ich bin beim Lesen ganz gut unterhalten worden, allerdings hat das Buch so seine Schwächen und nochmal lesen wollen würde ich es nicht.

Die Grundidee zu "Forever 21" gefällt mir nach wie vor sehr gut, auch wenn Avas Schicksal natürlich alles andere als schön ist. Aber die Vorstellung, dass Seelenverwandte zusammengeführt werden und das gepaart mit der Zeitreiseidee ist einfach klasse. Ich liebe Zeitreiseromane ja generell und warum die Zeitreisen nicht mit einer so schönen Mission verbinden?

Leider fand ich aber die Umsetzung der Ideen nicht überzeugend. Der Anfang des Romans ist mir sehr schwer gefallen und ich habe lange gebraucht, bis ich in den Roman eintauchen konnte. Man wird als Leserin quasi mitten in die Handlung "geworfen", was ich prinzipiell gut finde, allerdings musste ich mit den ganzen neuen Begriffen und dem Weltenentwurf erst klarkommen, was mir anfangs sehr schwer gefallen ist.

Das zweite Problem war Ava, mit der ich beim besten Willen nicht warm werden konnte. Ava hat ein Schicksal zu tragen, aber man erfährt leider nicht bzw. nicht endgültig, warum sie zu ihrer Strafe verdonnert wurde. Die Tatsache, dass der Grund dafür offen gelassen und immer nur angedeutet wurde, sollte wohl Spannung aufbauen, aber ich hätte den Grund gerne erfahren und so konnte ich auch keine Verbindung zu ihr aufbauen. Ava ist eher ein passiver, jammernder und wenig sympathischer Charakter und so konnte ich sie nicht in mein Herz schließen. Ich mag einfach Protagonistinnen lieber, die intelligent, mutig und selbstbewusst sind und zu dieser Sorte gehört Ava leider nicht ;).

Alles in allem ist "Forever 21" ein netter Roman für Zwischendurch, aber meiner Meinung nach verpasst man auch nicht viel, wenn man das Buch nicht gelesen hat. Und auch ich werde den zweiten Band nicht mehr lesen, aber Bücher sind ja immer Geschmackssache und ich denke, dass sich "Forever 21" eher an jüngere Mädchen ab ca. vierzehn Jahren richtet und eher kein All-Age-Roman ist.

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161 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

fantasy, krieg, märchen, jugendbuch, alchemie

The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 15.02.2017
ISBN 9783845817941
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Land ist in Aufruhr. Die Königin hat eine alte Legende entfesselt und den gefährlichen Schlafenden Prinzen nach vielen Jahrhunderten wieder zum Leben erweckt. Nun bringt er Krieg und Zerstörung zu den Menschen von Tregellian. Die junge Apothekerstochter Errin versucht verzweifelt, sich in diesen gefährlichen Zeiten über Wasser zu halten. Doch seit ihr Bruder Lief verschwunden ist, muss sie sich alleine um ihre kranke Mutter kümmern. Über die Runden kommt sie nur, weil sie verbotene Kräutertränke braut, die sie heimlich verkauft. Als Soldaten sie und ihre Mutter aus ihrem Dorf vertreiben, gibt es nur einen, an den sich Errin wenden kann: den mysteriösen Silas. Ein junger Mann, der tödliche Gifte bei ihr kauft, aber nie verrät, wozu er sie verwendet. Silas verspricht, Errin zu helfen. Doch als ihr vermeintlicher Retter spurlos verschwindet, muss Errin eine Entscheidung treffen, die das Schicksal des Reiches verändern wird ... (Quelle: Verlag)

Mich konnte der erste Band "Goddess of Poison, Tödliche Berührung" von Melinda Salisbury damals nicht wirklich begeistern, was nicht an der Idee zur Geschichte lag, sondern an deren Umsetzung. Ich habe dem ersten Band gute drei Sterne verliehen, wollte dem zweiten Band aber dennoch eine Chance geben und habe mir deshalb "The Sleeping Prince, Tödlicher Fluch" bestellt. Zum Glück, denn der zweite Band ist meiner Meinung nach eine deutliche Steigerung zu seinem Vorgänger.

Melinda Salisbury schafft es auch diesmal eine gelungene fantastische Welt zu erschaffen. Meiner Meinung nach handelt es sich um ein fantastisches Setting, das aber auch märchenhafte Aspekte vereint und zu einem gelungenen Gesamtwerk macht.

Man verfolgt als Leser(in) die Geschichte der jungen Errin, die mir persönlich sofort sympathisch war. Eine junge Frau, die intelligent, loyal und mitfühlend ist und ihre Familie (bzw. ihre kranke Mutter) nicht im Stich lässt. Meiner Meinung nach kann man gar nicht anders, als diese wunderbare Protagonistin in sein Herz zu schließen. Als Errin auf Silas trifft nimmt die Handlung dann so richtig an Fahrt auf. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber Silas war für mich eins der Highlights des Buches und meiner Meinung nach ein wahnsinnig interessanter Charakter.

Man wird als Leser schon bald in diese dunkle, fantastische Welt hineingezogen und ich hatte schnell das Gefühl, dass ich mittendrin bin, was mir bei Fantasy immer enorm wichtig ist. Ich konnte mir die beschriebene Welt sehr gut vorstellen und wurde dank der zahlreichen überraschenden Wendungen und dank des geschickt gespannten Spannungsbogen regelrecht süchtig nach dem Buch. Ich habe mich selten so gut unterhalten gefühlt und war ehrlich traurig, als ich letztlich am Ende des Romans angekommen war.

Alles in allem ist "The Sleeping Prince, Töglicher Fluch" von Melinda Salisbury eine sehr gelungene Mischung aus Spannung, Fantasy, Märchen und Emotionen. Ich wurde sehr gut unterhalten und freue mich nun schon riesig auf den dritten Band der Serie. Unbedingt lesen!

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(58)

76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

curtis sittenfeld, vermählung, stolz und vorurteil, adaption, jane austen

Vermählung

Curtis Sittenfeld , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959671149
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mrs. Bennets Leben dreht sich nur um das Eine: Wie kann sie es bloß schaffen, dass ihre fünf Töchter endlich den Richtigen finden? Zumindest für Jane, die Älteste, gibt es Hoffnung: Chip Bingley, der attraktive Arzt, der noch vor kurzem als Bachelor in der Fernsehshow „Vermählung“ vergeblich nach der großen Liebe suchte, zieht in die Kleinstadt. Und gleich beim ersten Zusammentreffen knistert es zwischen Chip und Jane. Doch was ist mit Liz Bennet? Chips Freund, der ungehobelte Neurochirurg Fitzwilliam Darcy ist definitiv keine Option! Dennoch scheinen die beiden nicht voneinander lassen zu können. Und dann wären da ja noch die drei anderen hoffnungslosen Single-Töchter … (Quelle: Verlag)

Ich bin ein riesengroßer Jane Austen-Fan und kenne ihre Bücher incl. der Verfilmungen inzwischen fast auswendig. Deshalb hatte mich "Vermählung" von Curtis Sittenfeld sofort angesprochen, das die Handlung meines Favoriten "Pride & Prejudice" in unsere heutige Zeit versetzt und auch das wunderschöne Cover ist ein absoluter Hingucker. Ich bin mir ganz sicher, dass mir der Roman auch in der Buchhandlung vor Ort sofort ins Auge gesprungen und im Einkaufswagen gelandet wäre. Leider konnte mich das Buch dann letztlich doch nicht so begeistern wie gedacht, sodass ich jetzt nach der Lektüre etwas ernüchtert zurückgeblieben bin.

Curtis Sittenfeld Schreibstil ist eher einfach gehalten, dafür liest er sich aber auch sehr angenehm und flüssig. Man ist eigentlich sofort in der Geschichte angekommen und kann sich das Setting sofort bildhaft vorstellen.

Toll fand ich, dass die Autorin die Charaktere aus "Pride & Prejudice" in ihren Grundzügen beibehalten und nur an die moderne Zeit angepasst hat. Es macht einfach Spaß, wenn man liebgewonnene Figuren wieder trifft und so hat sich bei mir sofort ein Heimatgefühl bzw. ein Gefühl des Angekommenseins eingestellt.

Leider hat mir aber das gewisse Etwas gefehlt. Ich liebe "Pride & Prejudice" so, weil es immer wieder aufs Neue eine Freude ist Lizzy und Darcy dabei zuzusehen, wie sie sich nach der anfänglichen Ablehnung nach und nach näher kommen. Ich mag am Original den Scharfsinn, mit dem Jane Austen ihre Mitmenschen beschrieben hat sowie die pointierten Dialoge, die den Roman zu etwas Besonderem machen. Und all das hat mir in "Vermählung" leider gefehlt, denn den Zauber der Vorlage konnte es nicht transportieren.

Alles in allem bin ich gut unterhalten worden, aber meine hohen Erwartungen sind leider nicht erfüllt worden. Man kann "Vermählung" lesen, um sich vom Alltag abzulenken oder einfach mal abzuschalten (z.B. als Urlaubslektüre am Strand), aber Pflicht ist der Roman meiner Meinung nach nicht, auch nicht für Jane Austen-Fans.

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Tags: jane austen, lieb, romantik   (3)
 

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270 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

fantasy, nemesis, liebe, romantasy, anna banks

Nemesis - Geliebter Feind

Anna Banks , Michaela Link
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.06.2017
ISBN 9783570311424
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Prinzessin Sepora ist auf der Flucht: Ihr Vater will sich mithilfe ihrer einzigartigen Gabe zum Herrscher über alle fünf Königreiche aufschwingen. Um das zu verhindern, taucht sie im verfeindeten Theoria unter, wo sie unfreiwillig als Dienerin am Königshof landet. Prompt verliebt sie sich in den jungen, smarten König Tarik – und steht schon bald vor einer folgenschweren Entscheidung: Ist sie bereit, ihren Gefühlen nachzugeben und Tarik die Wahrheit über ihre Herkunft zu verraten?

Anfangs hat es etwas gedauert, bis ich so richtig in die Welt von Anna Banks "Nemesis" eintauchen konnte, aber dann konnte mich das Buch so richtig packen und stundenlang unterhalten. Wer romantische Fantasy liebt und ab und zu gerne in märchenhafte, fantastische Welten abtaucht, um den Alltag hinter sich zu lassen, macht mit "Nemesis" nichts falsch, denn der Weltenentwurf der Autorin kann überzeugen und ihr detailreicher und anschaulicher Schreibstil hat dazu geführt, dass ich das Fantasysetting die ganze Zeit bildhaft vor mir hatte.

Sehr gelungen fand ich die Tatsache, dass immer abwechselnd Sepora und Tarik zu Wort kamen und die Geschichte bzw. Handlung aus deren Sichtweise erzählt haben. V.a. bei Liebesgeschichten ist ein solcher Erzählstil nicht immer ideal, weil er oft Spannung vorweg nimmt, aber das war hier glücklicherweise nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, die abwechselnden Perspektiven haben der Geschichte das gewisse Etwas verliehen und die Spannung zwischen den beiden sogar erhöht. Ich konnte so jedenfalls die ganze Zeit mitfiebern, ob sich zwischen Sepora und Tarik nicht doch noch mehr entwickeln wird und ja, es macht einfach Spaß die Entwicklung zu verfolgen :).

Alles in allem wurde ich sehr gut unterhalten und freue mich schon auf den zweiten Teil, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen wird. Für 5 Sterne reicht es nicht ganz, weil mir stellenweise noch ein wenig Tiefgang gefehlt hat und auch noch viele Handlungsstränge offen geblieben sind, aber ich hoffe diesbezüglich auf den Folgeband und bin schon sehr gespannt, wie die Handlung weitergehen wird.

"Nemesis" ist ideal für Leserinnen, die Liebesgeschichten in fantastischen Welten mögen und deshalb gibt es von mir auch eine klare Leseempfehlung.

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Tags: fantasy, liebe, romantik   (3)
 

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251 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

liebe, samantha young, promenade, ullstein, hartwell

Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer

Samantha Young , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548288673
Genre: Liebesromane

Rezension:

Bailey Hartwell heißt genauso wie der Ort, an dem sie lebt: Hartwell, Delaware. Sie stammt aus einer der ältesten Familien der Stadt und könnte sich nie vorstellen, ihre kleine Pension dort aufzugeben. Doch der gutaussehende Ex-New Yorker Vaughn Tremaine macht ihr als Manager eines Luxus-Hotels das Leben schwer. Wann immer sich die beiden treffen, gibt es Streit – auch wenn die sexuelle Spannung zwischen ihnen kaum zu leugnen ist. Doch als Bailey eine schlimme Entdeckung macht, erweist sich ausgerechnet Vaughn als Fels in der Brandung. Kann es sein, dass sie sich in ihm getäuscht hat? Oder bringt die Nähe zu Vaughn ihr Herz erst recht in Gefahr? (Quelle: Verlag)

Ich muss gestehen, dass ich zunächst gar nicht wusste, dass "Every Little Thing" von Samantha Young der zweite Band einer Reihe ist, denn "The Real Thing" kenne ich bisher noch nicht. Glücklichweise muss man meiner Meinung nach den ersten Band nicht zwingend vor dem zweiten gelesen haben, weil ich auch ohne Kenntnis des Vorgängers der Handlung problemlos folgen konnte, auch wenn mir sicherlich die ein oder andere Anspielung entgangen ist.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Bailey und Vaughn erzählt und zwar in der jeweiligen Ich-Form. Dieser Erzählstil wurde von der Autorin geschickt gewählt, weil man so als Leserin sehr viel über die Gedanken und Gefühle der Protagonisten erfährt und tatsächlich fand ich es total witzig, dass man als Leser schon früh weiß, dass Bailey und Vaughn eigentlich ineinander verliebt sind, ihre Gefühl aber hinter Sticheleien und Beleidigungen verstecken.

Neben der wunderschönen Liebesgeschichte bietet "Every Little Thing" aber noch mehr, denn neben dem Thema Freundschaft und Familie wird auch die Heimatthematik in den Mittelpunkt gerückt. Der kleine, verschlafene Küstenort Hartwell ist ein kleiner, niedlicher Touristen-Ort, in dem noch jeder jeden kennt und schätzt. Als die wohl behütete Heimat dann von einer reichen, skrupellosen Investorenfamilie bedroht wird, rückt der Ort zusammen und das hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Menschen in Hartwell hängen an ihrer Heimat und dem Leben dort und mir sind die Einwohner dieses kleinen Örtchens beim Lesen sehr ans Herz gewachsen.

Auch Bailey mochte ich sofort, denn sie ist frech und sagt was sie denkt, was sie mir total sympathisch gemacht hat. Zudem hängt sie an ihrem Heimatort bzw. der kleinen Familienpension, die sie weiter führt und sie ist ein intelligenter und loyaler Mensch, dem das Wohlergehen anderer Menschen am Herzen liegt. Eine junge Frau wie Bailey hätte ich auch gerne als beste Freundin, auch wenn sie mir v.a. am Anfang des Buches jünger als vierunddreißig vorgekommen ist.

Vaughn ist ein männlicher Protagonist, den wohl 99% aller Freuen total anziehend finden dürften. Sehr attraktiv, klug, reich und Besitzer meherer Hotels, aber dennoch verschlossen und geheimnisvoll. Zudem ist er ein bindungsscheuer Aufreißer, der bis dato einfach noch nicht seine große Liebe gefunden hat. Zwar war mir Vaughn ehrlich gesagt fast schon zu klischeehaft, aber dennoch ein spannender Kontrast zu Bailey, sodass es zwischen den beiden schon bald sehr stark zu knisten begonnen hat.

Alles in allem ist "Every Little Thing" von Samantha Young ein sehr unterhaltsamer, romantischer Frauenroman, der mir meine U-Bahnfahrten in den letzten Tagen sehr versüßt hat und ich bin ehrlich traurig, dass der Roman schon zu Ende ist. Natürlich kann das Rad bei jedem neu erscheinenden Liebesroman nicht neu erfunden werden und auch "Every Little Thing" macht da keine Ausnahme, aber ich bin sehr gut unterhalten worden und hatte beim Lesen eine schöne Zeit. Bis zum Erscheinen von Band drei werde ich jetzt erstmal die Lektüre des ersten Bandes nachholen und kann "Every Little Thing" deshalb nur wärmstens weiterempfehlen.

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Tags: liebe   (1)
 

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231 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

nina blazon, hexen, hexenverfolgung, feuerrot, ravensburg

Feuerrot

Nina Blazon
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 16.02.2016
ISBN 9783473401338
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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1.141 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 166 Rezensionen

dystopie, infernale, mördergen, sophie jordan, jugendbuch

Infernale

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785581674
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet. Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand. Niemand sagte: Das geht nicht. Niemand sagte: Mörderin. Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet ' eine Mörderin?

Ich war mir zunächst unsicher, ob ich mir "Infernale" von Sophie Jordan tatsächlich kaufen soll, denn Dystopien habe ich in den letzten Jahren viele gelesen und irgendwie hat das Genre für mich fast schon seinen Reiz verloren. Dank der vielen positiven Rezensionen habe ich dann aber letztlich doch zugeschlagen und bin sehr froh darüber, denn schon lange konnte mich kein Buch mehr so fesseln und mitreißen wie "Infernale".

Die Grundidee zum Roman konnte mich sofort fesseln und ein Zukunftsszenario, wie es Sophie Jordan hier entwirft, finde ich leider (!) nicht einmal sehr abwegig. Den Leuten geht es schlecht, sie sind unzufrieden und brauchen einen Sündenbock. Wer eignet sich da besser als Menschen, die ein Gen tragen, das sie angeblich zu Kriminellen macht? Und schon nimmt das Drama seinen Lauf... die Idee wurde meiner Meinung nach erstklassig umgesetzt und so aufgearbeitet, dass man im Nu in der Welt von "Infernale" gefangen ist.

Der ganz große Pluspunkt des Romans sind aber die Charaktere, die mich begeistern konnten und das ist wirklich selten der Fall. Sophie Jordan hat hier ganz geschickt als weibliche Protagonistin ein braves, musikalisches Wunderkind aus einem reichen Elternhaus gewählt, sodass der Fall bzw. die Entwicklung von Davy sehr gut ausgearbeitet werden konnte. Ich mochte Davy sofort und es hat mir in der Seele weh getan mit ansehen zu müssen, wie sie von heute auf morgen unverschuldet ihr ganzes altes Leben verliert. Und trotzdem mochte ich sie bis zum Schluss, denn trotz aller Grausamkeiten und Probleme lässt sie sich nicht unterkriegen und kämpft. Ich weiß nicht, ob ich an ihrer Stelle diese Kraft gehabt hätte und deshalb kann ich diesen Charakter nur bewundern.
Auch die anderen (wichtigen) Charakatere wurden sehr gut und realitätsnah ausgearbeitet. Allen voran der männliche Protagonist Sean, der nicht nur Davy Herzklopfen bereitet hat, sondern auch mir. Nach außen hin gibt er den harten Bad Boy, aber seine weiche Seite und sein Charakter konnten mich gefangen nehmen. Es hat Spaß gemacht, Sean durch Davys Augen immer mehr kennen zu lernen, sodass er neben Davy inzwischen zu meinen absoluten Lieblingscharakteren zählt.

Alles in allem ist "Infernale" für mich ganz klar ein Must-Read. Es handelt sich um den ersten Band eines Zweiteilers, der auch noch offen endet, sodass ich hoffentlich nicht allzu lange auf den zweiten und finalen Band warten muss. Ich kann nämlich schon jetzt ein Wiedersehen mit Davy, Sean & Co. gar nicht mehr erwarten... ein Muss für Fans von guter, spannender Jugendliteratur und Dystopien!

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101 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

märchen, liebe, gänsemagd, magie, fluch

In Seide und Leinen. Geschichte einer Königstochter

Patricia Rabs
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.05.2015
ISBN 9783646601442
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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80 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

dschinn, wünsche, lampengeist, natalie luca, flaschengeist

Gefährliche Wünsche

Natalie Luca
E-Buch Text: 290 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.03.2015
ISBN 9783646601039
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schuld ist nur diese dumme Wette: Weil die siebzehnjährige Lori zu schüchtern ist, um Jungs anzusprechen, muss sie die hässlichste Lampe auf dem Markt kaufen. Als kurz darauf ein leibhaftiger (und auch noch gutaussehender!) Dschinn vor ihr auftaucht, traut sie ihren Augen nicht. Sie soll sich etwas wünschen. Aber was? Während Lori noch grübelt, bringt der Lampengeist sie in eine peinliche Situation nach der anderen. Als dann noch ein fremder Junge an ihrer Schule auftaucht und beginnt Fragen zu stellen, weiß Lori nicht mehr, wie sie aus der Affäre wieder herauskommen soll.

"Gefährliche Wünsche" von Natalie Luca ist der erste Band einer geplanten Trilogie. Da das Cover wunderschön ist und mich der Klappentext sofort angesprochen hatte, habe ich mir das eBook gekauft und es innerhalb von drei Tagen verschlungen.

Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir nach wie vor sehr gut und ist endlich mal etwas Neues. Sehr gut gefallen hat mir der eher witzige Unterton der Geschichte, wozu auch die unglaublich sympathische Protagonistin Lori beigetragen hat. Auch finde ich es super, dass die Autorin das Thema Mobbing so intensiv behandelt hat, denn Lori muss sich leider regelmäßig Gemeinheiten gefallen lassen. Im Laufe der Geschichte wird sie dann immer selbstbewusster und lernt sich zu wehren, was mir sehr gut gefallen hat. Leider nimmt der fantastische Anteil der Geschichte in der zweiten Hälfte rapide ab und auch der Dschinn taucht dann nicht mehr so oft auf. Ab der zweiten Hälfte hat die Handlung dann leider etwas von ihrem Reiz eingebüßt, aber ich habe sie trotzdem gerne zu Ende gelesen.

Die Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Allen voran natürlich die Protagonstin Lori, die sich wie schon erwähnt vom hässlichen, schüchternen Entlein zum selbstbewussten Schwan mausert. Es hat mir viel Spaß gemacht diese Entwicklung zu verfolgen, allerdings hat mich Lori stellenweise etwas genervt. Manchmal fand ich sie sehr anstrengend und nervig fand ich auch die Tatsache, dass sie sich plötzlich nicht mehr zwischen ihren Verehrern entscheiden konnte. Musste die Autorin Lori wirklich urplötzlich gleich drei potentielle Verehrer gönnen oder hätte es nicht einer (oder von mir aus zwei) auch getan? Sehr gut gefallen hat mir auch der Dschinn, auch wenn er leider vergleichsweise selten einen Auftritt hatte (zumindest im zweiten Teil der Handlung). Auch Omar ist ein sehr interessanter und geheimnisvoller Charakter, von dem man im zweiten Band hoffentlich noch mehr lesen wird.

Letztlich handelt es sich zwar um den Auftakt zu einer Trilogie, aber man kann "Gefährliche Wünsche" auch getrost als Einzelband lesen, weil die Handlung in sich abgeschlossen ist. Das schätze ich an Romanen sehr, weil ich nicht immer sicher bin, ob ich mir die Nachfolgebände kaufen werde, aber den zweiten Band von Natalie Lucas Dschinn-Reihe werde ich mir sicherlich kaufen.

Alles in allem ein interessanter Jugendroman mit einer sehr sympathischen Protagonistin, einem sehr gelungenen Schreibstil und interessanten fantastischen Elementen. Wer mal etwas anderes lesen möchte als einen 08/15-Jugendroman, sollte hier ruhigen Gewissens zugreifen.

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(140)

258 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

jugendbuch, janet clark, finstermoos, thriller, dorf

Finstermoos - Aller Frevel Anfang

Janet Clark
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.01.2015
ISBN 9783785577486
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf der Baustelle seines Vaters findet Valentin den Körper eines vor vielen Jahren verstorbenen Babys. Sofort strömen Journalisten in das idyllisch gelegene Bergdorf, darunter auch Armina Lindemann mit ihrer 19-jährigen Tochter Mascha. Schon bald werden Valentin und Mascha Opfer seltsamer und lebensbedrohlicher Unfälle, dann verschwindet Maschas Mutter spurlos. Mascha glaubt nicht an einen Zufall ' hat die Journalistin bei der Recherche für ihren Artikel etwas herausgefunden, was sie nicht wissen soll? Gemeinsam mit Valentin und zwei weiteren Freunden sucht sie nach ihrer Mutter und rührt damit an ein lange verborgenes Geheimnis, das jemand um jeden Preis zu schützen versucht.

Ich hatte im Vorfeld schon viel Gutes über "Finstermoos, Aller Frevel Anfang" von Janet Clark gehört. Zudem hatte mich der spannend klingende Klappentext angesprochen und auch das Cover ist einfach wundervoll. Da ich immer noch gerne gute Jugendthriller lese, auch wenn ich die zwanzig inzwischen überschritten habe, habe ich mir diesen Roman gekauft. Jetzt nach dem Lesen bleibe ich aber enttäuscht zurück, weil ich mir viel mehr von "Finstermoos" versprochen hatte.

Vor dem Kauf muss man unbedingt wissen, dass der Thriller als vierteilige Reihe angelegt ist. Das Problem ist nur, dass ich das Gefühl habe, dass ein stinknormaler Roman einfach in vier Teile geteilt wurde, um letztlich mehr Bücher zu verkaufen und mehr Geld einzunehmen. Wie ich darauf komme? Das Ende dieses ersten Teils ist vollkommen offen und ich habe das Gefühl, dass der Roman dort einfach gesplittet wurde. Auch bei Mehrteilern erwarte ich, dass die Einzelbände wenigstens ein einigermaßen befriedigendes Ende aufweisen, aber das ist hier überhaupt nicht der Fall. Zudem ist dieser erste Band extrem dünn, da er nur knapp 220 Seiten aufweist und der Buchrücken nicht mehr als 2cm misst. Deshalb frage ich mich, warum man ausgerechnet vier Teile aus der Geschichte machen muss und ob es nicht klüger gewesen wäre den Roman komplett zu veröffentlichen oder zumindest in zwei Teilen? So aber ist man mehr oder weniger gezwungen alle vier Teile zu kaufen, die zwar dünn, aber jeweils knapp 10 Euro teuer sind. Sorry, aber das ist Geldmacherei und zieht den Jugendlichen nur das (Taschen-)Geld aus der Tasche.

Die Konzeption als Vierteiler hat auch enorme Auswirkungen auf den Inhalt dieses ersten Bandes, der meiner Meinung nach nur als Einleitung dient. Man lernt die verschiedenen jugendlichen Protagonisten und jede Menge Verdächtige kennen, aber so richtig in Fahrt kommt die Handlung nicht. Auch die Einschübe in einer anderen Schriftart, die wohl in der Zukunft spielen und Spannung aufbauen sollen, konnten mich nicht fesseln, weil sie völlig deplaziert wirken. Auch die Geschichte an sich war - zumindest für mich - (noch) nicht reizvoll genug, um den nächsten Band zu kaufen. Klischee reiht sich an Klischee, die Autorin versucht sehr klischeehaft Verdächtige zu entwickeln (die "verrückte" Familie des Dorfes, der boshafte Förster etc.) und die Geschichte ist einfach nichts Besonderes. Auch die Charaktere blieben zumindest für mich seltsam blass, sodass ich nicht mit ihnen mitfibern konnte. Nur Luzie war da eine Ausnahme, aber die Jungs z.B. kann ich nicht auseinander halten. Außerdem fand ich es nervig, dass die Autorin noch zwanghaft versucht hat Nebenhandlungen einzubauen (z.B. die Affäre zwischen Luzie und Basti), um die ganze Handlung in die Länge zu ziehen und mehr Seiten zu füllen.

Fazit: "Aller Frevel Anfang" konnte mich nicht überzeugen und ich werde mir auch die Folgebände nicht kaufen. Letztlich handelt es sich um einen durchschnittlichen Jugendthriller, der in vier Teile aufgeteilt wurde, d.h. man sollte sich den Kauf gut überlegen und letztlich bereit sein, knapp 40 Euro für die Geschichte auszugeben. Ich habe schon deutlich bessere Jugendthriller gelesen und kann deshalb auch nicht mehr als durchschnittliche drei Sterne vergeben.

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114 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

kira gembri, wenn du dich traust, romance, handel, psychiater

Wenn du dich traust

Kira Gembri
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei null, 30.09.2014
ISBN B00O379B6A
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lea zählt - ihre Schritte, Risse im Asphalt, die Erbsen auf ihrem Teller. Seit sie wegen ihrer Zwangserkrankung in einer Klinik gelandet ist, zählt sie aber vor allen Dingen eins: die Tage, bis sie endlich wieder von dort verschwinden kann. Zumindest in diesem Punkt hat sie etwas mit Jay gemeinsam. Vom Jugendgericht zu Sozialstunden verdonnert, kann sich der 20-jährige Bad Boy nichts Schlimmeres vorstellen, als in einer Klapsmühle den Wischmopp zu schwingen. Damit nicht genug, wird er im Büro der Klinikleitung auch noch von Lea beim Klauen erwischt. Anstatt ihn anzuzeigen, schlägt sie ihm allerdings einen Handel vor. Im Tausch gegen ihr Stillschweigen - und eine wertvolle Halskette - lässt er sich zähneknirschend darauf ein.

"Wenn du dich traust" ist der erste Roman von Kira Gembri, den ich gelesen habe. Zwar kannte ich die Autorin vorher schon vom Namen her, hatte es aber bisher nie geschafft einen ihrer Romane zu lesen, was ich nun schleunigst nachholen werde. Denn schon lange hat es kein Liebesroman mehr geschafft mich so mitzureißen, dass ich beim Lesen Herzklopfen bekommen habe und gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Lea und Jay erzählt, was dem Roman sehr zugute kommt. Dabei passt die Autorin die Erzähl- und Ausdrucksweise dem jewieligen Protagonisten an, was für Authenzität sorgt. Ich war wirklich positiv überrascht, wie gut und ehrlich v.a. die Abschnitte aus Jays Sicht gelungen sind, denn er denkt und handelt - soweit ich das beurteilen kann - typisch männlich.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass es sich hier nicht um einen reinen Liebesroman handelt, denn Leas Zwangsstörungen machen einen guten Teil der Geschichte aus und sorgen für die ein oder andere Verwicklung. Man merkt, dass sich Kira Gembri vor dem Schreiben ausfürhlich mit diesem Thema auseinder gesetzt hat, sodass man Leas Problem sehr gut naxhvollziehen und man sich in ihre Lage versetzen kann.

Die Liebesgeschichte an sich hat mich dann mitfiebern und mitfühlen lassen, was nicht nur an den Perspektivwechseln lag. An keiner Stelle wirkt die Romanze kitschig oder unglaubwürdig, was wirklich eine Meisterleistung ist, denn Liebesromane driften gerne ins Kitschige ab. Aber die Gefühle zwischen Lea und Jay, die sich nach und nach zart entwickeln, haben mein Herz zum Stolpern gebracht. Wer also etwas zum Mitfiebern sucht ist hier goldrichtig.

Auch die Charaktere sind sehr real und glaubhaft. Leas Krankheit konnte ich gut nachvollziehen und auch die Probleme, die sie damit hat bzw. die Reaktionen ihrer Umwelt sind realitisch und glaubwürdig dargestellt. Jay ist ein typischer Bad Boy mit weichem Kern und mir ist das Herz aufgegangen, als ich als Leserin zu ahnen begonnen habe, dass er langsam Gefühle für Lea entwickelt, die ihm anfangs nur lästig war. Meiner Meinung nach kann man gar nicht anders als sich in ihn zu verlieben, auch wenn er nur eine Romanfigur ist ;).

Alles in allem ein wunderbar schöner Liebesroman mit Tiefgang, der leider viel zu schnell zu Ende gelesen ist. Ich hoffe, dass Kira Gembri noch viele weitere Romane veröffentlichen wird, denn ich halte sie für eine sehr vielversprechende Jungautorin mit großem Talent. Vielleicht geht die Geschichte zwischen Lea und Jay ja auch weiter? Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen!

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1.338 Bibliotheken, 22 Leser, 4 Gruppen, 74 Rezensionen

schattenjäger, chroniken der unterwelt, liebe, fantasy, cassandra clare

City of Heavenly Fire

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 896 Seiten
Erschienen bei Arena, 30.01.2015
ISBN 9783401066745
Genre: Jugendbuch

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195 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

fantasy, dämonen, liebe, pakt, berlin

Nacht ohne Namen

Jenny-Mai Nuyen
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2015
ISBN 9783423761093
Genre: Fantasy

Rezension:

Manche Menschen sind füreinander bestimmt. So wie Nicki und Canon. Sie haben ihre eigene Welt. U-Bahnfahren in der morgengrauen Großstadt. Verstehen sich fast ohne Worte. Und doch wissen sie nicht viel voneinander. Ihre wahren Namen zum Beispiel kennen sie nicht. Und als Canon verschwindet, kommt Nicki einem noch viel größeren Geheimnis in seinem Leben auf die Spur. Denn sie teilt Canon mit einem Dämon – einem Dämon, der in üblen Schwierigkeiten steckt ...

Ich kenne die Bücher von Jenny-Mai Nuyen schon seit meiner Kindheit, weil die Autorin nur 2-3 Jahre älter ist als ich selbst. Ihre Fantasygeschichten habe ich früher geliebt und verschlungen und deshalb war ich auch total neugierig auf "Nacht ohne Namen".

Auch in diesem Roman kann die Autorin wie immer mit innovativen und sehr fantasievollen Ideen punkten. Mir hat die Mischung aus Realität und Magie sehr gut gefallen, die Jenny-Mai Nuyen in ihrem Roman thematisiert. Auch sucht man vergeblich nach Parallelen oder Ähnlichkeiten zu anderen Jugendbüchern, denn etwas Ähnliches wie "Nacht ohne Namen" habe ich noch nicht gelesen (und ich lese seit Jahren sehr viel). Außerdem regt die Autorin den Leser immer wieder zum Mitdenken an und ich finde, dass man dem Roman anmerkt, dass sie inzwischen Philosophie und Religionswissenschaften studiert. Übrigens hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass in dem Buch Aspekte von Klassikern der Literaturgeschichte stecken. Der Teufelspakt (bzw. in diesem Fall Dämonenpakt) und der Name Gretchen ließen mich an Goethes "Faust" denken und die Kanzlei mit ihren Irrsinnigkeiten und Wartezeiten haben mich an Kafkas "Der Prozess" erinnert. Aber das nur nebenbei ;).

Der Roman besteht aus drei Teilen, die wie bei einer Trilogie eine Einführung, einen Mittelteil und das Finale bilden. Den ersten Teil fand ich wirklich spannend und interessant, dafür wurde es mir ab dem Mittelteil etwas zu langweilig. Irgendwie war dann die Luft raus und die Spannung weg, die erst im letzten Teil wieder aufgetaucht ist. Ehrlich gesagt habe ich immer wieder Seiten überflogen bzw. überblättert, weil mir einfach die Action bzw. Spannung gefehlt haben.

Auch die Charaktere sind sicherlich nicht ganz einfach für ein Jugendbuch. Nicki kommt aus schwierigen Verhältnissen, allerdings fand ich ihre menschenscheue Art etwas befremdlich. Auch ihre unsterbliche Liebe zu Canon konnte mich nicht ganz überzeugen, da sie ihn letztlich nur flüchtig kannte und eine Teenie-Schwärmerei zur Liebe des Lebens aufgebauscht hat. Ihre völlig überzogenen Schwärmereien haben dazu geführt, dass ich ziemlich bald genervt von ihr war und identifizieren konnte ich mich absolut nicht mit ihr. Das ist keine Voraussetzung für ein gutes Buch, allerdings konnte ich deshalb auch nicht mit ihr mitfiebern. Canon lernt man sowieso nur nach und nach und eher oberflächlich kennen. Witzig und besser gelungen fand ich dagegen den Dämon Lucitell Tallis, der mein persönliches Highlight des Romans war.

Erwähnen möchte ich noch den bildhaften und wunderschönen Schreibstil der Autorin, der mir wie immer gefallen hat. Jenny-Mai Nuyen schafft es immer wieder, die Handlungen und Gedanken in wunderbare Worte zu verpacken; so "schwappt" zum Beispiel schon auf der ersten Seite "der Lärm aus dem Fernseher". Auch andere Formulierungen sind mir positiv aufgefallen, sodass mir der tolle Schreibstil über die ein oder andere Länge hinweggeholfen hat.

Fazit: "Nacht ohne Namen" von Jenny-Mai Nuyen ist ein gelungener Jugendroman mit eigenen, neuartigen Ideen, der es definitiv wert ist gelesen zu werden. Eine etwas langatmige Erzählweise haben es mir schwer gemacht, bis um Ende durchzuhalten, dafür finde ich Nuyens Schreibstil einzigartig schön.

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227 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

hexen, schwestern, magie, jessica spotswood, töchter des mondes

Töchter des Mondes - Schicksalsschwestern

Jessica Spotswood , Stefanie Lemke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei INK , 15.01.2015
ISBN 9783863960261
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Fieber wütet in New London. Doch da allen Hexen die sofortige Hinrichtung droht, ist die Schwesternschaft machtlos gegen die Krankheit. Cate hat sich bereits durch ihre Magie verraten und gilt nun als die meistgesuchte Hexe in ganz Neuengland. Schwerer wiegt für sie jedoch der Verlust ihres geliebten Finn, dessen Gedächtnis gelöscht wurde, sodass er sich nun nicht mehr an ihre einstige Liebe erinnern kann. Und die Visionen, die Cates kleine Schwester Tess immer häufiger heimsuchen, lassen keinen Zweifel daran, dass sich die unheilvolle Prophezeiung erfüllen wird. Cates, Tess‘ und Mauras vorherbestimmtes Schicksal scheint nicht aufzuhalten zu sein: Eine Schwester wird die andere vor Beginn des neuen Jahrhunderts töten …

Es war schon eine ganze Weile her, seit ich Band 2 ("Sternenfluch") der Trilogie von Jessica Spotswood gelesen hatte und deshalb war ich skeptisch, ob mir der Einstieg in diesen dritten (und leider letzten) Band "Schicksalsschwestern" leicht fallen würde. Aber meine Zweifel waren vollkommen unbegründet, weil ich wieder mitten im Geschehen war, sobald ich den Roman aufgeschlagen hatte. Es war absolut nicht notwendig, nochmal die Vorgängerbände quer zu lesen, obwohl inzwischen so viel Zeit verstrichen war und das fand ich wirklich toll. Falls man die Trilogie bzw. die beiden Vorgängerbände ("Cate" und "Sternenfluch") noch nicht kennt, würde ich aber dringend dazu raten, diese beiden Bände zuerst zu lesen, weil sonst alle Vorinformationen fehlen, um der Handlung des dritten Bandes richtig folgen zu können.

Die Ideen hinter der Trilogie und speziell diesem Abschlussband finde ich nach wie vor wunderbar innovativ, denn man hat nicht das Gefühl, dass man alles schon einmal so oder so ähnlich gelesen hätte. Natürlich ist die Hexenthematik nicht neu, aber Frau Spotswood hat aus der altbekannten Thematik eine wunderbar neue und eigene Geschichte gezaubert. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, denn diesmal werden die Schwestern wirklich absolut nicht verschont. Der Roman hatte für mich mehrere Spannungshöhepunkte, die dazu geführt haben, dass ich das Buch an nur einem Samstag am Stück gelesen habe, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Atemlose Spannung und Action garantiert! Außerdem bin ich nach wie vor fasziniert davon, wie viele Handlungsstränge Jessica Spotswood logisch miteinander verknüpft hat, um so eine komplexe Handlung zu erschaffen und das ohne Logikfehler oder -lücken. Zudem ist das Setting wunderbar recherchiert, was bei den historischen Kostümen beginnt und bei politischem Geschehen endet.

Ich möchte an dieser Stelle ausnahmsweise nicht tiefer auf die Charaktere eingehen, weil ich sonst zwangsläufig spoilern müsste, was ich nicht möchte. Aber Spotwoods Figuren sind wie immer tiefgründig und glaubhaft und Cate sowieso eine sehr sympathische und starke weibliche Heldin, die ich vermissen werde. Die Charaktere machen in diesem Band interessante Wandlungen durch, die das Lesen wirklich zu einem Vergnügen machen und ich wurde an der ein oder anderen Stelle (positiv und negativ) überrascht. Aber lest es einfach selbst ;).

Fazit: Ein fulminanter Abschlussband einer wirklich genialen Trilogie, den man gelesen haben muss, wenn man die beiden anderen Bände schon kennt. Wer noch nicht in den Genuss der Schwestern-Trilogie gekommen ist, sollte sich unbedingt Band eins kaufen und das Lesen schleunigst nachholen. Achtung: Suchtgefahr! Und eins meiner persönlichen Lesehighlights 2015. Hoffentlich erfreut uns Jessica Spotswood auch in Zukunft mit historisch angehauchten romantischen Fantasygeschichten, ich werde die Autorin jedenfalls im Auge behalten.

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traumblut, dystopie, traumdiebe, fantasy

Traumblut - Spiele der Sirasons

Lexy v. Golden
E-Buch Text: 261 Seiten
Erschienen bei null, 09.09.2014
ISBN B00NGOLRTA
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine Stadt. Zwei Wesen: Traumdiebe und Illusionisten, die sie für sich beanspruchen wollen.
Wieder finden die Sirasons – Die Spiele um die Herrschaft – statt. Die vierundzwanzigjährige Leya wird von den Menschen gewählt, um als Traumdiebin an den Spielen teilzunehmen. Doch auch die Söhne des Herrschers – Yeal und Dijon – werden antreten, um die Herrschaft der Illusionisten zu verteidigen. Allerdings verlaufen die Spiele anders, als Leya erwartet. Die Etappen der Spiele sind schwieriger, der Dämon in ihr wird viele Hindernisse überwinden müssen und sie steht immer einen Schritt davor, aufzugeben. Wird sie es schaffen, die Spiele zu gewinnen, damit die Traumdiebe die grausame Herrschaft des Lord Parsen ablösen können? Und was ist mit Yeal Parsen, der seine eigenen Absichten hegt und Leya mit seinen Illusionen manipuliert? Bleibt er weiterhin ihr ärgster Feind oder ist er bereit, sie die Spiele gewinnen zu lassen?

Die Inhaltsangabe zu "Traumblut: Spiele der Sirasons" von Lexy von Golden hatte mich sofort angesprochen. Außerdem ist das Cover eine absolute Augenweide, sodass ich einfach zugreifen musste. Leider ist ein schönes Cover nicht immer ein Garant für einen tollen Inhalt, was mir dieser Roman einmal mehr bewiesen hat.

Die Idee zur Geschichte ist eigentlich sehr schön. Die Thematik der konkurrierenden Traumdiebe und Illusionisten gefällt mir nach wie vor gut, außerdem hat die Autorin einige eigene Ideen mit einfließen lassen. Klar, wer viel liest wird Parallelen zu Suzanne Collins' Hunger-Games-Trilogie nicht abstreiten können, gerade was die Spiele anbelangt, nur leider ist "Traumblut" Welten von Suzanne Collins' Büchern entfernt.

Zum einen haben mir die Charaktere einfach nicht gefallen. Leya blieb mir während der gesamten Lektüre seltsam fremd, sodass ich beim besten Willen nicht mit ihr mitfiebern konnte. Außerdem war sie mir richtig unsympathisch, denn spätestens ihr Verhalten Seraz gegenüber fand ich schäbig und verachtenswert. Auch Yeal konnte mich nicht berühren, auch wenn ich normalerweise undurchsichtige Bad Boys in solchen Geschichten mag. Aber für ihn konnte ich keine Sympathie empfinden und auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten, die einfach von Anfang an klar war, konnte mich nicht mitreißen. Sämtliche Nebencharaktere bleiben leider sehr blass und viele davon hätte man auch gerne weglassen können.

Auch die Spannung hat mir oftmals gefehlt. Das kann daran liegen, dass man dank der Parallelen zu den Hunger-Games sich viele Entwicklungen einfach denken kann, auch war mir die Liebesgeschichte trotz anfänglicher Hassliebe von Anfang an klar. Auch die Spiele selbst, um die es ja eigentlich geht, wurden viel zu oberflächlich und schnell angehandelt, sodass auch hier kein Nervenkitzel aufgekommen ist. Streckenweise wurde die Handlung wirklich langweilig, sodass ich ganze Passagen überflogen habe.

Alles in allem würde ich "Traumblut" nicht weiterempfehlen, v.a. Genre-erfahrene Leser sollten die Finger davon lassen. Wer schon ähnliche Bücher gelesen hat, wird hier nicht mehr viel Neues erfahren und vermutlich genauso gelangweilt Seiten überspringen. Wer allerdings nur seichte Unterhaltungsliteratur sucht, kann es mit "Traumblut" versuchen. Meins war es leider nicht.

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