KleineLeseecke

KleineLeseeckes Bibliothek

264 Bücher, 219 Rezensionen

Zu KleineLeseeckes Profil
Filtern nach
264 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(76)

186 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

nina blazon, hexen, hexenverfolgung, feuerrot, historischer roman

Feuerrot

Nina Blazon
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 16.02.2016
ISBN 9783473401338
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(365)

844 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 142 Rezensionen

dystopie, mördergen, infernale, sophie jordan, jugendbuch

Infernale

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785581674
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet. Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand. Niemand sagte: Das geht nicht. Niemand sagte: Mörderin. Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet ' eine Mörderin?

Ich war mir zunächst unsicher, ob ich mir "Infernale" von Sophie Jordan tatsächlich kaufen soll, denn Dystopien habe ich in den letzten Jahren viele gelesen und irgendwie hat das Genre für mich fast schon seinen Reiz verloren. Dank der vielen positiven Rezensionen habe ich dann aber letztlich doch zugeschlagen und bin sehr froh darüber, denn schon lange konnte mich kein Buch mehr so fesseln und mitreißen wie "Infernale".

Die Grundidee zum Roman konnte mich sofort fesseln und ein Zukunftsszenario, wie es Sophie Jordan hier entwirft, finde ich leider (!) nicht einmal sehr abwegig. Den Leuten geht es schlecht, sie sind unzufrieden und brauchen einen Sündenbock. Wer eignet sich da besser als Menschen, die ein Gen tragen, das sie angeblich zu Kriminellen macht? Und schon nimmt das Drama seinen Lauf... die Idee wurde meiner Meinung nach erstklassig umgesetzt und so aufgearbeitet, dass man im Nu in der Welt von "Infernale" gefangen ist.

Der ganz große Pluspunkt des Romans sind aber die Charaktere, die mich begeistern konnten und das ist wirklich selten der Fall. Sophie Jordan hat hier ganz geschickt als weibliche Protagonistin ein braves, musikalisches Wunderkind aus einem reichen Elternhaus gewählt, sodass der Fall bzw. die Entwicklung von Davy sehr gut ausgearbeitet werden konnte. Ich mochte Davy sofort und es hat mir in der Seele weh getan mit ansehen zu müssen, wie sie von heute auf morgen unverschuldet ihr ganzes altes Leben verliert. Und trotzdem mochte ich sie bis zum Schluss, denn trotz aller Grausamkeiten und Probleme lässt sie sich nicht unterkriegen und kämpft. Ich weiß nicht, ob ich an ihrer Stelle diese Kraft gehabt hätte und deshalb kann ich diesen Charakter nur bewundern.
Auch die anderen (wichtigen) Charakatere wurden sehr gut und realitätsnah ausgearbeitet. Allen voran der männliche Protagonist Sean, der nicht nur Davy Herzklopfen bereitet hat, sondern auch mir. Nach außen hin gibt er den harten Bad Boy, aber seine weiche Seite und sein Charakter konnten mich gefangen nehmen. Es hat Spaß gemacht, Sean durch Davys Augen immer mehr kennen zu lernen, sodass er neben Davy inzwischen zu meinen absoluten Lieblingscharakteren zählt.

Alles in allem ist "Infernale" für mich ganz klar ein Must-Read. Es handelt sich um den ersten Band eines Zweiteilers, der auch noch offen endet, sodass ich hoffentlich nicht allzu lange auf den zweiten und finalen Band warten muss. Ich kann nämlich schon jetzt ein Wiedersehen mit Davy, Sean & Co. gar nicht mehr erwarten... ein Muss für Fans von guter, spannender Jugendliteratur und Dystopien!

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(52)

99 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

märchen, liebe, gänsemagd, magie, fluch

In Seide und Leinen. Geschichte einer Königstochter

Patricia Rabs
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.05.2015
ISBN 9783646601442
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(48)

76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

dschinn, wünsche, lampengeist, natalie luca, flaschengeist

Gefährliche Wünsche

Natalie Luca
E-Buch Text: 290 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.03.2015
ISBN 9783646601039
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schuld ist nur diese dumme Wette: Weil die siebzehnjährige Lori zu schüchtern ist, um Jungs anzusprechen, muss sie die hässlichste Lampe auf dem Markt kaufen. Als kurz darauf ein leibhaftiger (und auch noch gutaussehender!) Dschinn vor ihr auftaucht, traut sie ihren Augen nicht. Sie soll sich etwas wünschen. Aber was? Während Lori noch grübelt, bringt der Lampengeist sie in eine peinliche Situation nach der anderen. Als dann noch ein fremder Junge an ihrer Schule auftaucht und beginnt Fragen zu stellen, weiß Lori nicht mehr, wie sie aus der Affäre wieder herauskommen soll.

"Gefährliche Wünsche" von Natalie Luca ist der erste Band einer geplanten Trilogie. Da das Cover wunderschön ist und mich der Klappentext sofort angesprochen hatte, habe ich mir das eBook gekauft und es innerhalb von drei Tagen verschlungen.

Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir nach wie vor sehr gut und ist endlich mal etwas Neues. Sehr gut gefallen hat mir der eher witzige Unterton der Geschichte, wozu auch die unglaublich sympathische Protagonistin Lori beigetragen hat. Auch finde ich es super, dass die Autorin das Thema Mobbing so intensiv behandelt hat, denn Lori muss sich leider regelmäßig Gemeinheiten gefallen lassen. Im Laufe der Geschichte wird sie dann immer selbstbewusster und lernt sich zu wehren, was mir sehr gut gefallen hat. Leider nimmt der fantastische Anteil der Geschichte in der zweiten Hälfte rapide ab und auch der Dschinn taucht dann nicht mehr so oft auf. Ab der zweiten Hälfte hat die Handlung dann leider etwas von ihrem Reiz eingebüßt, aber ich habe sie trotzdem gerne zu Ende gelesen.

Die Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Allen voran natürlich die Protagonstin Lori, die sich wie schon erwähnt vom hässlichen, schüchternen Entlein zum selbstbewussten Schwan mausert. Es hat mir viel Spaß gemacht diese Entwicklung zu verfolgen, allerdings hat mich Lori stellenweise etwas genervt. Manchmal fand ich sie sehr anstrengend und nervig fand ich auch die Tatsache, dass sie sich plötzlich nicht mehr zwischen ihren Verehrern entscheiden konnte. Musste die Autorin Lori wirklich urplötzlich gleich drei potentielle Verehrer gönnen oder hätte es nicht einer (oder von mir aus zwei) auch getan? Sehr gut gefallen hat mir auch der Dschinn, auch wenn er leider vergleichsweise selten einen Auftritt hatte (zumindest im zweiten Teil der Handlung). Auch Omar ist ein sehr interessanter und geheimnisvoller Charakter, von dem man im zweiten Band hoffentlich noch mehr lesen wird.

Letztlich handelt es sich zwar um den Auftakt zu einer Trilogie, aber man kann "Gefährliche Wünsche" auch getrost als Einzelband lesen, weil die Handlung in sich abgeschlossen ist. Das schätze ich an Romanen sehr, weil ich nicht immer sicher bin, ob ich mir die Nachfolgebände kaufen werde, aber den zweiten Band von Natalie Lucas Dschinn-Reihe werde ich mir sicherlich kaufen.

Alles in allem ein interessanter Jugendroman mit einer sehr sympathischen Protagonistin, einem sehr gelungenen Schreibstil und interessanten fantastischen Elementen. Wer mal etwas anderes lesen möchte als einen 08/15-Jugendroman, sollte hier ruhigen Gewissens zugreifen.

  (20)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(129)

249 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

thriller, finstermoos, dorf, janet clark, jugendbuch

Finstermoos - Aller Frevel Anfang

Janet Clark
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.01.2015
ISBN 9783785577486
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf der Baustelle seines Vaters findet Valentin den Körper eines vor vielen Jahren verstorbenen Babys. Sofort strömen Journalisten in das idyllisch gelegene Bergdorf, darunter auch Armina Lindemann mit ihrer 19-jährigen Tochter Mascha. Schon bald werden Valentin und Mascha Opfer seltsamer und lebensbedrohlicher Unfälle, dann verschwindet Maschas Mutter spurlos. Mascha glaubt nicht an einen Zufall ' hat die Journalistin bei der Recherche für ihren Artikel etwas herausgefunden, was sie nicht wissen soll? Gemeinsam mit Valentin und zwei weiteren Freunden sucht sie nach ihrer Mutter und rührt damit an ein lange verborgenes Geheimnis, das jemand um jeden Preis zu schützen versucht.

Ich hatte im Vorfeld schon viel Gutes über "Finstermoos, Aller Frevel Anfang" von Janet Clark gehört. Zudem hatte mich der spannend klingende Klappentext angesprochen und auch das Cover ist einfach wundervoll. Da ich immer noch gerne gute Jugendthriller lese, auch wenn ich die zwanzig inzwischen überschritten habe, habe ich mir diesen Roman gekauft. Jetzt nach dem Lesen bleibe ich aber enttäuscht zurück, weil ich mir viel mehr von "Finstermoos" versprochen hatte.

Vor dem Kauf muss man unbedingt wissen, dass der Thriller als vierteilige Reihe angelegt ist. Das Problem ist nur, dass ich das Gefühl habe, dass ein stinknormaler Roman einfach in vier Teile geteilt wurde, um letztlich mehr Bücher zu verkaufen und mehr Geld einzunehmen. Wie ich darauf komme? Das Ende dieses ersten Teils ist vollkommen offen und ich habe das Gefühl, dass der Roman dort einfach gesplittet wurde. Auch bei Mehrteilern erwarte ich, dass die Einzelbände wenigstens ein einigermaßen befriedigendes Ende aufweisen, aber das ist hier überhaupt nicht der Fall. Zudem ist dieser erste Band extrem dünn, da er nur knapp 220 Seiten aufweist und der Buchrücken nicht mehr als 2cm misst. Deshalb frage ich mich, warum man ausgerechnet vier Teile aus der Geschichte machen muss und ob es nicht klüger gewesen wäre den Roman komplett zu veröffentlichen oder zumindest in zwei Teilen? So aber ist man mehr oder weniger gezwungen alle vier Teile zu kaufen, die zwar dünn, aber jeweils knapp 10 Euro teuer sind. Sorry, aber das ist Geldmacherei und zieht den Jugendlichen nur das (Taschen-)Geld aus der Tasche.

Die Konzeption als Vierteiler hat auch enorme Auswirkungen auf den Inhalt dieses ersten Bandes, der meiner Meinung nach nur als Einleitung dient. Man lernt die verschiedenen jugendlichen Protagonisten und jede Menge Verdächtige kennen, aber so richtig in Fahrt kommt die Handlung nicht. Auch die Einschübe in einer anderen Schriftart, die wohl in der Zukunft spielen und Spannung aufbauen sollen, konnten mich nicht fesseln, weil sie völlig deplaziert wirken. Auch die Geschichte an sich war - zumindest für mich - (noch) nicht reizvoll genug, um den nächsten Band zu kaufen. Klischee reiht sich an Klischee, die Autorin versucht sehr klischeehaft Verdächtige zu entwickeln (die "verrückte" Familie des Dorfes, der boshafte Förster etc.) und die Geschichte ist einfach nichts Besonderes. Auch die Charaktere blieben zumindest für mich seltsam blass, sodass ich nicht mit ihnen mitfibern konnte. Nur Luzie war da eine Ausnahme, aber die Jungs z.B. kann ich nicht auseinander halten. Außerdem fand ich es nervig, dass die Autorin noch zwanghaft versucht hat Nebenhandlungen einzubauen (z.B. die Affäre zwischen Luzie und Basti), um die ganze Handlung in die Länge zu ziehen und mehr Seiten zu füllen.

Fazit: "Aller Frevel Anfang" konnte mich nicht überzeugen und ich werde mir auch die Folgebände nicht kaufen. Letztlich handelt es sich um einen durchschnittlichen Jugendthriller, der in vier Teile aufgeteilt wurde, d.h. man sollte sich den Kauf gut überlegen und letztlich bereit sein, knapp 40 Euro für die Geschichte auszugeben. Ich habe schon deutlich bessere Jugendthriller gelesen und kann deshalb auch nicht mehr als durchschnittliche drei Sterne vergeben.

  (20)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(67)

119 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

kira gembri, wenn du dich traust, romance, handel, psychiater

Wenn du dich traust

Kira Gembri
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei null, 30.09.2014
ISBN B00O379B6A
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lea zählt - ihre Schritte, Risse im Asphalt, die Erbsen auf ihrem Teller. Seit sie wegen ihrer Zwangserkrankung in einer Klinik gelandet ist, zählt sie aber vor allen Dingen eins: die Tage, bis sie endlich wieder von dort verschwinden kann. Zumindest in diesem Punkt hat sie etwas mit Jay gemeinsam. Vom Jugendgericht zu Sozialstunden verdonnert, kann sich der 20-jährige Bad Boy nichts Schlimmeres vorstellen, als in einer Klapsmühle den Wischmopp zu schwingen. Damit nicht genug, wird er im Büro der Klinikleitung auch noch von Lea beim Klauen erwischt. Anstatt ihn anzuzeigen, schlägt sie ihm allerdings einen Handel vor. Im Tausch gegen ihr Stillschweigen - und eine wertvolle Halskette - lässt er sich zähneknirschend darauf ein.

"Wenn du dich traust" ist der erste Roman von Kira Gembri, den ich gelesen habe. Zwar kannte ich die Autorin vorher schon vom Namen her, hatte es aber bisher nie geschafft einen ihrer Romane zu lesen, was ich nun schleunigst nachholen werde. Denn schon lange hat es kein Liebesroman mehr geschafft mich so mitzureißen, dass ich beim Lesen Herzklopfen bekommen habe und gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Lea und Jay erzählt, was dem Roman sehr zugute kommt. Dabei passt die Autorin die Erzähl- und Ausdrucksweise dem jewieligen Protagonisten an, was für Authenzität sorgt. Ich war wirklich positiv überrascht, wie gut und ehrlich v.a. die Abschnitte aus Jays Sicht gelungen sind, denn er denkt und handelt - soweit ich das beurteilen kann - typisch männlich.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass es sich hier nicht um einen reinen Liebesroman handelt, denn Leas Zwangsstörungen machen einen guten Teil der Geschichte aus und sorgen für die ein oder andere Verwicklung. Man merkt, dass sich Kira Gembri vor dem Schreiben ausfürhlich mit diesem Thema auseinder gesetzt hat, sodass man Leas Problem sehr gut naxhvollziehen und man sich in ihre Lage versetzen kann.

Die Liebesgeschichte an sich hat mich dann mitfiebern und mitfühlen lassen, was nicht nur an den Perspektivwechseln lag. An keiner Stelle wirkt die Romanze kitschig oder unglaubwürdig, was wirklich eine Meisterleistung ist, denn Liebesromane driften gerne ins Kitschige ab. Aber die Gefühle zwischen Lea und Jay, die sich nach und nach zart entwickeln, haben mein Herz zum Stolpern gebracht. Wer also etwas zum Mitfiebern sucht ist hier goldrichtig.

Auch die Charaktere sind sehr real und glaubhaft. Leas Krankheit konnte ich gut nachvollziehen und auch die Probleme, die sie damit hat bzw. die Reaktionen ihrer Umwelt sind realitisch und glaubwürdig dargestellt. Jay ist ein typischer Bad Boy mit weichem Kern und mir ist das Herz aufgegangen, als ich als Leserin zu ahnen begonnen habe, dass er langsam Gefühle für Lea entwickelt, die ihm anfangs nur lästig war. Meiner Meinung nach kann man gar nicht anders als sich in ihn zu verlieben, auch wenn er nur eine Romanfigur ist ;).

Alles in allem ein wunderbar schöner Liebesroman mit Tiefgang, der leider viel zu schnell zu Ende gelesen ist. Ich hoffe, dass Kira Gembri noch viele weitere Romane veröffentlichen wird, denn ich halte sie für eine sehr vielversprechende Jungautorin mit großem Talent. Vielleicht geht die Geschichte zwischen Lea und Jay ja auch weiter? Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen!

  (20)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(682)

1.354 Bibliotheken, 27 Leser, 4 Gruppen, 74 Rezensionen

schattenjäger, chroniken der unterwelt, liebe, cassandra clare, fantasy

City of Heavenly Fire

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 896 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.02.2015
ISBN 9783401066745
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

204 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

fantasy, dämonen, liebe, pakt, berlin

Nacht ohne Namen

Jenny-Mai Nuyen
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2015
ISBN 9783423761093
Genre: Fantasy

Rezension:

Manche Menschen sind füreinander bestimmt. So wie Nicki und Canon. Sie haben ihre eigene Welt. U-Bahnfahren in der morgengrauen Großstadt. Verstehen sich fast ohne Worte. Und doch wissen sie nicht viel voneinander. Ihre wahren Namen zum Beispiel kennen sie nicht. Und als Canon verschwindet, kommt Nicki einem noch viel größeren Geheimnis in seinem Leben auf die Spur. Denn sie teilt Canon mit einem Dämon – einem Dämon, der in üblen Schwierigkeiten steckt ...

Ich kenne die Bücher von Jenny-Mai Nuyen schon seit meiner Kindheit, weil die Autorin nur 2-3 Jahre älter ist als ich selbst. Ihre Fantasygeschichten habe ich früher geliebt und verschlungen und deshalb war ich auch total neugierig auf "Nacht ohne Namen".

Auch in diesem Roman kann die Autorin wie immer mit innovativen und sehr fantasievollen Ideen punkten. Mir hat die Mischung aus Realität und Magie sehr gut gefallen, die Jenny-Mai Nuyen in ihrem Roman thematisiert. Auch sucht man vergeblich nach Parallelen oder Ähnlichkeiten zu anderen Jugendbüchern, denn etwas Ähnliches wie "Nacht ohne Namen" habe ich noch nicht gelesen (und ich lese seit Jahren sehr viel). Außerdem regt die Autorin den Leser immer wieder zum Mitdenken an und ich finde, dass man dem Roman anmerkt, dass sie inzwischen Philosophie und Religionswissenschaften studiert. Übrigens hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass in dem Buch Aspekte von Klassikern der Literaturgeschichte stecken. Der Teufelspakt (bzw. in diesem Fall Dämonenpakt) und der Name Gretchen ließen mich an Goethes "Faust" denken und die Kanzlei mit ihren Irrsinnigkeiten und Wartezeiten haben mich an Kafkas "Der Prozess" erinnert. Aber das nur nebenbei ;).

Der Roman besteht aus drei Teilen, die wie bei einer Trilogie eine Einführung, einen Mittelteil und das Finale bilden. Den ersten Teil fand ich wirklich spannend und interessant, dafür wurde es mir ab dem Mittelteil etwas zu langweilig. Irgendwie war dann die Luft raus und die Spannung weg, die erst im letzten Teil wieder aufgetaucht ist. Ehrlich gesagt habe ich immer wieder Seiten überflogen bzw. überblättert, weil mir einfach die Action bzw. Spannung gefehlt haben.

Auch die Charaktere sind sicherlich nicht ganz einfach für ein Jugendbuch. Nicki kommt aus schwierigen Verhältnissen, allerdings fand ich ihre menschenscheue Art etwas befremdlich. Auch ihre unsterbliche Liebe zu Canon konnte mich nicht ganz überzeugen, da sie ihn letztlich nur flüchtig kannte und eine Teenie-Schwärmerei zur Liebe des Lebens aufgebauscht hat. Ihre völlig überzogenen Schwärmereien haben dazu geführt, dass ich ziemlich bald genervt von ihr war und identifizieren konnte ich mich absolut nicht mit ihr. Das ist keine Voraussetzung für ein gutes Buch, allerdings konnte ich deshalb auch nicht mit ihr mitfiebern. Canon lernt man sowieso nur nach und nach und eher oberflächlich kennen. Witzig und besser gelungen fand ich dagegen den Dämon Lucitell Tallis, der mein persönliches Highlight des Romans war.

Erwähnen möchte ich noch den bildhaften und wunderschönen Schreibstil der Autorin, der mir wie immer gefallen hat. Jenny-Mai Nuyen schafft es immer wieder, die Handlungen und Gedanken in wunderbare Worte zu verpacken; so "schwappt" zum Beispiel schon auf der ersten Seite "der Lärm aus dem Fernseher". Auch andere Formulierungen sind mir positiv aufgefallen, sodass mir der tolle Schreibstil über die ein oder andere Länge hinweggeholfen hat.

Fazit: "Nacht ohne Namen" von Jenny-Mai Nuyen ist ein gelungener Jugendroman mit eigenen, neuartigen Ideen, der es definitiv wert ist gelesen zu werden. Eine etwas langatmige Erzählweise haben es mir schwer gemacht, bis um Ende durchzuhalten, dafür finde ich Nuyens Schreibstil einzigartig schön.

  (19)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(72)

190 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

hexen, schwestern, jessica spotswood, magie, töchter des mondes

Töchter des Mondes - Schicksalsschwestern

Jessica Spotswood , Stefanie Lemke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei INK, 15.01.2015
ISBN 9783863960261
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Fieber wütet in New London. Doch da allen Hexen die sofortige Hinrichtung droht, ist die Schwesternschaft machtlos gegen die Krankheit. Cate hat sich bereits durch ihre Magie verraten und gilt nun als die meistgesuchte Hexe in ganz Neuengland. Schwerer wiegt für sie jedoch der Verlust ihres geliebten Finn, dessen Gedächtnis gelöscht wurde, sodass er sich nun nicht mehr an ihre einstige Liebe erinnern kann. Und die Visionen, die Cates kleine Schwester Tess immer häufiger heimsuchen, lassen keinen Zweifel daran, dass sich die unheilvolle Prophezeiung erfüllen wird. Cates, Tess‘ und Mauras vorherbestimmtes Schicksal scheint nicht aufzuhalten zu sein: Eine Schwester wird die andere vor Beginn des neuen Jahrhunderts töten …

Es war schon eine ganze Weile her, seit ich Band 2 ("Sternenfluch") der Trilogie von Jessica Spotswood gelesen hatte und deshalb war ich skeptisch, ob mir der Einstieg in diesen dritten (und leider letzten) Band "Schicksalsschwestern" leicht fallen würde. Aber meine Zweifel waren vollkommen unbegründet, weil ich wieder mitten im Geschehen war, sobald ich den Roman aufgeschlagen hatte. Es war absolut nicht notwendig, nochmal die Vorgängerbände quer zu lesen, obwohl inzwischen so viel Zeit verstrichen war und das fand ich wirklich toll. Falls man die Trilogie bzw. die beiden Vorgängerbände ("Cate" und "Sternenfluch") noch nicht kennt, würde ich aber dringend dazu raten, diese beiden Bände zuerst zu lesen, weil sonst alle Vorinformationen fehlen, um der Handlung des dritten Bandes richtig folgen zu können.

Die Ideen hinter der Trilogie und speziell diesem Abschlussband finde ich nach wie vor wunderbar innovativ, denn man hat nicht das Gefühl, dass man alles schon einmal so oder so ähnlich gelesen hätte. Natürlich ist die Hexenthematik nicht neu, aber Frau Spotswood hat aus der altbekannten Thematik eine wunderbar neue und eigene Geschichte gezaubert. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, denn diesmal werden die Schwestern wirklich absolut nicht verschont. Der Roman hatte für mich mehrere Spannungshöhepunkte, die dazu geführt haben, dass ich das Buch an nur einem Samstag am Stück gelesen habe, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Atemlose Spannung und Action garantiert! Außerdem bin ich nach wie vor fasziniert davon, wie viele Handlungsstränge Jessica Spotswood logisch miteinander verknüpft hat, um so eine komplexe Handlung zu erschaffen und das ohne Logikfehler oder -lücken. Zudem ist das Setting wunderbar recherchiert, was bei den historischen Kostümen beginnt und bei politischem Geschehen endet.

Ich möchte an dieser Stelle ausnahmsweise nicht tiefer auf die Charaktere eingehen, weil ich sonst zwangsläufig spoilern müsste, was ich nicht möchte. Aber Spotwoods Figuren sind wie immer tiefgründig und glaubhaft und Cate sowieso eine sehr sympathische und starke weibliche Heldin, die ich vermissen werde. Die Charaktere machen in diesem Band interessante Wandlungen durch, die das Lesen wirklich zu einem Vergnügen machen und ich wurde an der ein oder anderen Stelle (positiv und negativ) überrascht. Aber lest es einfach selbst ;).

Fazit: Ein fulminanter Abschlussband einer wirklich genialen Trilogie, den man gelesen haben muss, wenn man die beiden anderen Bände schon kennt. Wer noch nicht in den Genuss der Schwestern-Trilogie gekommen ist, sollte sich unbedingt Band eins kaufen und das Lesen schleunigst nachholen. Achtung: Suchtgefahr! Und eins meiner persönlichen Lesehighlights 2015. Hoffentlich erfreut uns Jessica Spotswood auch in Zukunft mit historisch angehauchten romantischen Fantasygeschichten, ich werde die Autorin jedenfalls im Auge behalten.

  (20)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

traumblut, spiele, golden, v., sirasons

Traumblut - Spiele der Sirasons

Lexy v. Golden
E-Buch Text: 261 Seiten
Erschienen bei null, 09.09.2014
ISBN B00NGOLRTA
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine Stadt. Zwei Wesen: Traumdiebe und Illusionisten, die sie für sich beanspruchen wollen.
Wieder finden die Sirasons – Die Spiele um die Herrschaft – statt. Die vierundzwanzigjährige Leya wird von den Menschen gewählt, um als Traumdiebin an den Spielen teilzunehmen. Doch auch die Söhne des Herrschers – Yeal und Dijon – werden antreten, um die Herrschaft der Illusionisten zu verteidigen. Allerdings verlaufen die Spiele anders, als Leya erwartet. Die Etappen der Spiele sind schwieriger, der Dämon in ihr wird viele Hindernisse überwinden müssen und sie steht immer einen Schritt davor, aufzugeben. Wird sie es schaffen, die Spiele zu gewinnen, damit die Traumdiebe die grausame Herrschaft des Lord Parsen ablösen können? Und was ist mit Yeal Parsen, der seine eigenen Absichten hegt und Leya mit seinen Illusionen manipuliert? Bleibt er weiterhin ihr ärgster Feind oder ist er bereit, sie die Spiele gewinnen zu lassen?

Die Inhaltsangabe zu "Traumblut: Spiele der Sirasons" von Lexy von Golden hatte mich sofort angesprochen. Außerdem ist das Cover eine absolute Augenweide, sodass ich einfach zugreifen musste. Leider ist ein schönes Cover nicht immer ein Garant für einen tollen Inhalt, was mir dieser Roman einmal mehr bewiesen hat.

Die Idee zur Geschichte ist eigentlich sehr schön. Die Thematik der konkurrierenden Traumdiebe und Illusionisten gefällt mir nach wie vor gut, außerdem hat die Autorin einige eigene Ideen mit einfließen lassen. Klar, wer viel liest wird Parallelen zu Suzanne Collins' Hunger-Games-Trilogie nicht abstreiten können, gerade was die Spiele anbelangt, nur leider ist "Traumblut" Welten von Suzanne Collins' Büchern entfernt.

Zum einen haben mir die Charaktere einfach nicht gefallen. Leya blieb mir während der gesamten Lektüre seltsam fremd, sodass ich beim besten Willen nicht mit ihr mitfiebern konnte. Außerdem war sie mir richtig unsympathisch, denn spätestens ihr Verhalten Seraz gegenüber fand ich schäbig und verachtenswert. Auch Yeal konnte mich nicht berühren, auch wenn ich normalerweise undurchsichtige Bad Boys in solchen Geschichten mag. Aber für ihn konnte ich keine Sympathie empfinden und auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten, die einfach von Anfang an klar war, konnte mich nicht mitreißen. Sämtliche Nebencharaktere bleiben leider sehr blass und viele davon hätte man auch gerne weglassen können.

Auch die Spannung hat mir oftmals gefehlt. Das kann daran liegen, dass man dank der Parallelen zu den Hunger-Games sich viele Entwicklungen einfach denken kann, auch war mir die Liebesgeschichte trotz anfänglicher Hassliebe von Anfang an klar. Auch die Spiele selbst, um die es ja eigentlich geht, wurden viel zu oberflächlich und schnell angehandelt, sodass auch hier kein Nervenkitzel aufgekommen ist. Streckenweise wurde die Handlung wirklich langweilig, sodass ich ganze Passagen überflogen habe.

Alles in allem würde ich "Traumblut" nicht weiterempfehlen, v.a. Genre-erfahrene Leser sollten die Finger davon lassen. Wer schon ähnliche Bücher gelesen hat, wird hier nicht mehr viel Neues erfahren und vermutlich genauso gelangweilt Seiten überspringen. Wer allerdings nur seichte Unterhaltungsliteratur sucht, kann es mit "Traumblut" versuchen. Meins war es leider nicht.

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

lieblingsautorin, eifersucht, raven, rezension, gefühle

FederLeicht - Wie fallender Schnee

Marah Woolf
E-Buch Text: 310 Seiten
Erschienen bei null, 10.12.2014
ISBN B00QW3ACOS
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Eliza, jedem Anfang wohnt ein Zauber inne", hat meine Großmutter mir mal erklärt. Damals habe ich nicht verstanden, was sie damit meinte, und heute war ich immer noch nicht schlauer. Denn jetzt stecke ich mittendrin in einem Anfang - aber von zauberhaft kann keine Rede sein. Ausgerechnet ich soll eine magische Schneekugel für die Elfen zurückholen. Wenn sie wenigsten nett wären - diese Elfen. Aber nein - sie sind eingebildet, arrogant und bockig (einer jedenfalls). Im Grunde kann das alles nur ein schlechter Scherz sein. Ich bin bestimmt die Letzte, die sich mutig in ein Abenteuer stürzt. Denn die erlebe ich maximal mit einer Tüte Chips und meiner besten Freundin Sky vor dem Fernseher. Wäre ich bloß nicht in den Wald gegangen und durch das blöde Portal gestolpert. Dann wäre die Geschichte, die meine Welt völlig auf den Kopf stellte, vermutlich nie passiert. Aber das ist nicht mehr zu ändern und so leicht lasse ich mich nicht unterkriegen - schon gar nicht von einem Elf.

"FederLeicht" ist mein erster Roman von Marah Woolf, obwohl die Autorin sich inzwischen einen Namen gemacht hat. Ich hatte mir eine lustige und kurzweilige Unterhaltung im Fantasybereich erwartet und bin diesbezüglich nicht enttäuscht worden. Etwas ärgerlich fand ich lediglich, dass es sich hierbei um den ersten Band einer Triologie handelt und die Geschichte deshalb relativ offen und mit einem Cliffhanger endet, sodass man fast schon gezwungen ist sich den zweiten Band im Herbst zu kaufen.

Von der Idee her ist "FederLeicht" sicherlich nicht der innovativste Roman, denn Marah Woolf greift immer wieder auf Sagenelemente und bereits bekannte Völker zurück. Wer schon des Öfteren Geschichten mit Elfen gelesen hat, wird bei der Lektüre von "FederLeicht" das ein oder andere Dejá-vu erleben, aber das hat mich nicht sonderlich gestört. Denn sehr gut gefallen hat mir der witzige Ton der Handlung, die aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Eliza erzählt wird. Ihre witzigen Kommentare und Gedanken haben mich regelmäßig zum Schmunzeln gebracht und bei jedem Schlagabtausch mit Cassian musste ich grinsen.

Von der Charakterentwicklung her bleiben die Figuren eher an der Oberfläche. Nur Eliza lernt man zwangsläufig besser kennen, weil man die Geschichte aus ihrer Perspektive liest. Cassian ist meiner Meinung nach der einzig interessante Charakter, weil man ihn nicht sofort einordnen kann und nicht weiß, wie man ihn einschätzen soll. Gerade die ein oder andere Handlung von ihm hat mir Herzklopfen bereitet, denn er ist wirklich ein (wenn auch arrogantes ;)) Prachtexemplar. Alle anderen Nebenfiguren wie Elizas beste Freundin Sky, ihre Mutter oder ihr Bruder, Frazer oder Elizas Großmutter sind eher oberflächlich geraten.

Fazit: Wer also eine lustige Geschichte sucht, die sehr gut unterhält und die ein oder andere langweilige Bahnfahrt verkürzt, sollte hier beruhigt zugreifen. Anspruchsvolle Literatur sieht zwar anders aus und auch ein Wow-Effekt wollte sich bei mir nicht einstellen, aber manchmal ist ein seichtes Buch eben genau das Richtige.

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(61)

107 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

dystopie, blut, liebe, freundschaft, blutspende

Vollkommen

Patricia Rabs
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 06.11.2014
ISBN 9783646600841
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sie haben sich in einer streng regulierten Idealgesellschaft den besten Platz erobert: Die Familie der 17-jährigen Teresa Evans gehört zu den Privilegierten, die in Mitte wohnen dürfen. Ihr Blut wird seit Generationen als so wertvoll eingestuft, dass sie es spenden und dafür besser leben können. Doch mit Teresa kommt die Wende, sie hat die Einstufung zur Blutspende nicht bestanden. Wegen ihr könnten sie jederzeit in die Armutswelt der Randbezirke abgeschoben werden. Dorthin, wo auch Lukas wohnt. Der Junge, mit dem Teresa als Privilegierte niemals zusammen sein dürfte und der jetzt ihr einziges Licht im Dunkeln ist. Doch gerade Lukas besteht als Erster seines Stammbaums die Einstufung und gehört plötzlich zu den Privilegierten…

Eins vorneweg: die Grundidee zu "Vollkommen" von Patricia Rabs hat mir sehr gut gefallen. Außerdem hatte die Autorin sehr viele innovative, eigene Ideen, sodass ich niemals das Gefühl hatte, die x-te 08/15-Dystopie zu lesen. Dystopien sind ja seit einigen Jahren wieder sehr gefragt und machen einen guten Anteil der Jugendbuch-Neuerscheinungen aus, sodass es schwierig ist, noch poritiv überrascht zu werden, aber bei "Vollkommen" ist es mir gelungen. Wer also nicht davor zurückschreckt, sich in eine eher düstere fiktive Welt entführen zu lassen, sollte bei dieser Geschichte zugreifen.

Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, weil man quasi in die Handlung hinein geworfen wird und erst nach und nach die Hintergründe und Enzelheiten erfährt. Das wurde geschickt gemacht, weil man so als Leser an der Geschichte dran bleibt. Da mich Frau Rabs immer wieder mit unvorhergesehenen Wendungen überraschen konnte, sehe ich es ihr auch nach, dass die Spannung zwischenzeitlich einmal abgeflaut ist, bevor die Geschichte gegen Ende wieder an Fahrt aufgenommen hat.

Auch die Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Lediglich Tess hat mich manchmal mit ihrem naiven und passiven Charakter genervt, sodass ich sie ab und zu gerne geschüttelt hätte. Sie nimmt vieles als gegeben hin und hätte meiner Meinung nach etwas mehr Mut und Tatkraft vertragen. Lukas war mir persönlich etwas zu glatt und zu sehr Schwiegermutters Liebling, sodass er nicht unbedingt mein Lieblingscharakter war, dafür konnte mich Carter überzeugen. Auch die meisten Nebencharaktere wie Daniele oder Beatrice sind sehr interessante und undurchsichtige Figuren und somit spannend. Leider kommt auch "Vollkommen" nicht ohne Dreiecksromanze aus, die inzwischen wohl obligatorisch für Jugendbücher geworden ist, aber diese konnte mich ehrlich gesagt auch nicht wirklich fesseln.

Alles in allem bietet "Vollkommen" gute Unterhaltung für alle Dystopiefans, die eine innovative und spannende Geschichte suchen. Bis auf die ein oder andere Kleinigkeit ist der Roman wirklich gelungen, sodass ich ihn ruhigen Gewissens weiterempfehlen kann.

  (6)
Tags: dystopie, liebe   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(131)

350 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 97 Rezensionen

ritzen, liebe, lehrer, ilsa j. bick, atemnot

Atemnot

Ilsa J. Bick , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 04.09.2014
ISBN 9783863960643
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(70)

156 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

winter, magie, liebe, märchen, sommer

Winteraugen

Rebecca Wild
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 08.01.2015
ISBN 9783646600889
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Blumen aus Eis, Wasser, das in der Luft gefriert, und blattlose Bäume – viele Geschichten ranken sich um das ferne Winter, doch die 16-jährige Rae hat es noch nie zu Gesicht bekommen. Wo sie herkommt, sind die Wiesen immer grün, die Ernten immer reich und das Leben sorgenfrei. Erst als Juni, die Sommerprinzessin, spurlos verschwindet und der Verdacht auf ihren Zwillingsbruder Luca fällt, scheint die Kälte sich auch in ihr Leben zu schleichen. Um ihm zu helfen, begibt sich Rae auf die lange Reise in das Königreich von Frost und Kälte und trifft unterwegs auf North, den Jungen mit Augen so kalt wie der Winter selbst. North versteht zwischen den Jahreszeiten zu wandeln wie kein anderer, aber sein Vertrauen zu gewinnen, ist alles andere als einfach…

Die Inhaltsangabe und das geheimnisvolle Cover hatten mich sofort neugierig gemacht auf "Winteraugen" von Rebecca Wild und deshalb war mir auch sofort klar, dass ich dieses eBook unbedingt lesen muss. Ich liebe Fantasy in allen Facetten und habe bisher mit impress-eBooks immer sehr gute Erfahrungen gemacht.

Die Idee zu "Winteraugen" gefällt mir nach wie vor sehr gut, auch wenn einem natürlich der ein oder andere Aspekt bekannt vorkommt. Das allein stört mich aber generell wenig, weil das Rad bzw. Genre nicht jedes Mal neu erfunden werden kann. Die Idee mit dem Sommer- und Winterreich und dem geheimnisvollen Frühlings-/Herbstwald dazwischen hat mir außerordentlich gut gefallen und auch das mittelalterliche Setting hat sehr gut dazu gepasst. Auch Norths Geheimnis fand ich spannend und wäre nicht selbst darauf gekommen, deshalb gäbe es von der Idee her eigentlich die volle Punkt- bzw. Sternzahl.

Auch der Schreibstil von Rebecca Wild gefällt mir super und liegt weit über dem eBook-Durchschnitt. Der Roman liest sich sehr angenehm und flüssig und ich bin nie über Formulierungen gestoßen, die meinen Lesefluss gehemmt haben. Deshalb habe ich auch fast nicht gemerkt, wie die Zeit verflogen ist und war fast schon überrascht, als ich plötzlich am Buchende angekommen war. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Rae und North, was ich anfangs sehr gut fand, was aber leider gegen Ende der Erzählung einiges vorweg genommen hat.

Leider hatte ich so einige Probleme mit den Charakteren. Ich fange mal mit Rae an, die mir zu Beginn sehr sympathisch war. Sie ist ein sehr quirliger und lebensfroher Charakter, was eigentlich für Sympathie sorgt, allerdings konnte ich irgendwann ihre Handlungen nicht mehr nachvollziehen. Es wird erwähnt, dass sie bei ihrer Geburt mit der Gabe der Tapferkeit gesegnet wurde, allerdings hätte ihr ein bisschen mehr Intelligenz wohl nicht geschadet. Ich fand es rührend, dass sie sich aus Sorge und Angst um ihren Bruder und ihre Familie auf den Weg gemacht hat, um die verschwundene Prinzessin zu suchen. Auch hat sie mir anfangs mit North sehr gut gefallen, weil die beiden schon sehr gegensätzliche Charaktere sind. Aber ca. ab der zweiten Buchhälfte hat sie mich nur noch genervt, denn anstatt North zuzuhören, der ihr die ganze Zeit etwas erklären möchte, haut sie einfach ab. Weglaufen ist generell ihre Spezialität, denn auch nachdem sie großen Mist gebaut hat (bezüglich North) läuft sie einfach weg und steht nicht zu ihren Taten. An dieser Stelle konnte ich nur fassungslos den Kopf schütteln und hätte Rae am liebsten eine geschmiert. Von da an war es dann auch vorbei mit jeglicher Sympathie für sie, die ich vorher noch empfunden hatte. Wie kann man nur so unreif und dumm sein?!

North war mir näher und sympathischer, allerdings war auch er als Charakter nicht ganz rund. Er sollte wohl sehr geheimnisvoll und verschlossen wirken und tatsächlich liebe ich solche "Anti"-Helden mit Bad Boy-Charme und Geheimnissen in Fantasyromanen. Allerdings hat er meiner Meinung nach seine Verschlossenheit viel zu schnell aufgegeben, denn als die beiden im Wald sind, verrät er Rae freimütig das Geheimnis seiner Herkunft. Natürlich hatte Rae vorher schon etwas darüber erfahren, aber dass er an dieser Stelle nicht das Gespräch abgebrochen hat, hat mich sehr verwundert. Es waren mehrere ähnliche Stellen im Buch dabei, an denen ich das Gefühl hatte, dass Norths Verhalten gerade nicht zu seinem Charakter passt. Auch hat er mir im Zuge der sich anbahnenden Liebesgeschichte nicht mehr so gut gefallen und hier hat es sich meiner Meinung nach als nachteilig erwiesen, die Handlung mit Perspektivwechseln zu erzählen.

!ACHTUNG: Ab hier herrscht Spoilergefahr. Wer sich komplett überraschen lassen möchte, sollte erst bei "Fazit" weiterlesen!

Leider konnte mich die Liebesgeschichte auch nicht überzeugen. Irgendwie war von Anfang an klar, dass sich eine zwischen Rae und North entwickeln würde, aber das allein hätte mich nicht gestört, wenn man sie gut umgesetzt hätte. Leider fand ich aber die verliebte Rae so kitschig und peinlich, dass ich nicht mit den beiden mitfiebern konnte. Rae schmeißt sich North fast schon an den Hals, aber dass North so bereitwillig darauf eingegangen ist, hat mich sehr verwundert und auch nicht zu seinem übrigen Charakter gepasst. Ich rede jetzt beispielsweise von der ersten Nacht, die sie im Wald verbringen, denn dort wurde ja sehr schnell Körperkontakt aufgebaut. North lässt Rae so schnell so nah an sich heran, obwohl er ja angeblich so menschenscheu und verschlossen ist? Für mich nicht nachvollziehbar. Ganz schrecklich fand ich aber den völlig kitschigen Schluss, der mich echt genervt hat und zumindest für mich unrealistisch war. Aber gut, eine märchenhafte Geschichte braucht wohl ein Happy End.

Ein Ärgernis war für mich auch der Schluss des Romans, sodass generell ein eher fades Gefühl zurück bleibt. Einerseits fand ich es zu kitschig und unrealistisch, andererseits hat mich geärgert, dass ein wesentlicher Handlungsstrang nicht aufgeklärt wurde, denn man erfährt nicht, was mit Raes Zwillingsbruder Luca passiert ist. Wegen ihm macht sie sich eigentlich erst auf den Weg, aber er bleibt verschwunden. Plötzlich scheint es Rae auch egal zu sein, was mit ihm passiert ist, sodass sie einfach ihre Sachen packt und zu North in den Wald geht anstatt nach ihrem Bruder zu suchen. Schade, für mich ist das kein richtiges Happy End.

Fazit: "Winteraugen" ist eine süße, märchenhafte Fantasygeschichte, die gut unterhält und einem ein nass-kaltes Winterwochenende versüßt. Allerdings hätte man meiner Meinung nach die sehr gelungene Idee zur Geschichte noch besser und gründlicher umsetzen können, z.B. was die Charaktere oder die Liebesgeschichte angeht. Deshalb fällt der Roman für mich in die Kategorie "Kann man lesen, muss man aber nicht" und erhält gute 3,5 Sterne. Da die Autorin noch jung ist und sich sicherlich weiterentwickeln wird, bin ich gespannt, was wir in Zukunft noch von ihr lesen dürfen und würde auch jederzeit wieder zu einem Buch von ihr greifen.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(92)

151 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 53 Rezensionen

aurelia, freundschaft, mord, sevan, liebe

Gefrorenes Herz

Mirjam H. Hüberli
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.09.2014
ISBN 9783646600704
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin normalerweise sehr vorsichtig was ebooks angeht, v.a. wenn diese sehr günstig sind. Meistens erwarte ich dann auch nicht so viel von der Geschichte - zumindest im Vergleich zu einem konventionell gedruckten Buch. "Gefrorenes Herz" von Mirjam H. Hüberli dagegen hat sich als absoluter Glücksgriff entpuppt, denn mich hat schon lange kein Jugendthriller mehr so gepackt wie dieser. Aber zunächst zum Inhalt:

Sich auf dünnem Eis bewegen, davon könnte die siebzehnjährige Aurelia ein Lied singen. Denn seit ihre Zwillingsschwester Natascha verschwunden ist, scheint sie niemandem mehr trauen zu können. Nicht ihren Freunden, nicht ihren Lehrern, nicht einmal mehr sich selbst. Nur ihre tägliche Eiskunstlaufroutine hält sie buchstäblich über Wasser, dem gefrorenen unter ihren Schlittschuhen wie auch in ihrem Herzen. Und dann ist da noch Sevan, der Neue an ihrer Schule, der sich ausgerechnet an ihre Fersen heftet, wo doch alle Mädchen nach ihm schmachten. Mit ihm zusammen kommt sie der Auflösung des Geheimnisses um Natascha sehr viel näher. Aber irgendjemand ist ihnen immer einen Schritt voraus…

Die Geschichte um die siebzehnjährige Aurelia und ihre vermisste Zwillingsschwester ist sehr geschickt konstruiert. Man kann sofort mitten in die Geschichte eintauchen und erlebt die Handlung quasi aus Aurelias Sicht. Man wird beim Lesen nach und nach immer tiefer in die Geschichte hinein gezogen und fiebert der Auflösung entgegen. Ich habe das ebook immer während meiner täglichen U-Bahnfahrten gelesen und war so gefesselt, dass ich einmal sogar beinahe meine Haltstelle verpasst hätte. Die Auflösung war dann ziemlich raffiniert und überraschend, auch wenn ich im letzten Handlungsdrittel schon den richtigen Verdacht bezüglich des Täters hatte.

Was mir positiv aufgefallen ist: Mirjam H. Hüberli schafft es außergewöhnlich gut Aurelias Gedanken und Gefühle zu beschreiben. Sie macht dies so genial, dass man so richtig mit ihr mitfiebern und sich 100%ig mit ihr identifizieren kann. Ich war des Öfteren überrascht welche berührenden und treffenden Worte die Autorin gefunden hat um Aurelias Situation und Gefühle zu beschreiben. Echt toll, denn etwas ähnlich Gutes habe ich selten gelesen.

Da es sich um einen Jugendroman handelt darf natürlich auch die obligatorische Liebesgeschichte nicht fehlen. Aber auch hier hat die Autorin die richtigen Worte gefunden, denn ich fand die langsame Annäherung zwischen Aurelia und Sevan so süß, dass ich beim Lesen selbst Herzklopfen bekommen habe. Mir waren beide Figuren so nah, dass mir auch ihre Gefühle füreinander sehr nah gegangen sind. Ohja, wie gerne hätte ich damals in dem Alter einen Jungen wie Sevan kennen gelernt ;). Wer also auf authentische Liebesgeschichten steht, wird hier zum Zug kommen.

Alles in allem kann ich "Gefrorenes Herz" wirklich nur jedem Fan von Jugendthrillern empfehlen. Man erhält einen geschickt konstruierten und sehr spannenden Thriller, der auch typisch jugendliche Themen anspricht und sehr gut geschrieben ist. Ich empfehle den Roman allen Mädchen ab ca. 14 Jahren und auch allen jung gebliebenen Leserinnen, die gerne Jugendbücher lesen. Der Roman hätte es eigentlich verdient auch konventionell gedruckt zu werden und im regulären Buchhandel verkauft zu werden, deshalb gibt es glatte 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und bin gespannt, welche Geschichten sie zukünftig noch veröffentlichen wird.

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

96 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

fantasy, geisterkind, roman, magie, kindle unlimited

Geisterkind

Christine Millman
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 03.10.2014
ISBN 9781502724243
Genre: Fantasy

Rezension:

"Geisterkind" von Christine Millman zu rezensieren fällt mir sehr schwer, weil die Stimmen zu dem Buch bisher ja überwiegend sehr positiv ausgefallen sind und ich nun verunsichert bin, ob es an mir allein liegt, dass mein Eindruck von dem Roman etwas weniger euphorisch ausfällt. Tasächlich war ich zu Beginn des Buches sehr begeistert und konnte es zunächst nicht aus den Händen legen, dann ist es aber leider steil bergab gegangen. Aber von vorne:

Während eines Schneesturms erblickt Inja das Licht der Welt. Ihre Haut und Haare sind weiß, die Lippen blass und die Augen haben die Farbe von Quellwasser. Die Menschen nennen sie Geisterkind und begegnen ihr mit Misstrauen und Ablehnung. Trost findet sie nur im Wasser, bei den Geschöpfen der Tiefe, zu denen sie von Kindesbeinen an eine seltsame Verbindung verspürt und bei Ban, ihrem einzigen Freund, der als vaterloser Bastard ebenso geächtet wird wie sie.

Als Söldner das Dorf heimsuchen und Injas halbe Familie töten, geben die Menschen ihr die Schuld an dem Geschehen und verkaufen sie an einen Konvent, der viele Tagesreisen entfernt auf einer einsamen Halbinsel liegt.Ban schwört, dass er Inja eines Tages befreien wird. An diesem Versprechen hält er fest. Doch die Götter zeigen sich launisch. Bevor er Inja freikaufen kann, wird der Konvent von einer Kriegerhorde überfallen, die sie und andere Mädchen entführen und in ein fernes Land verschleppen. Inja ist verzweifelt, vor allem als sie erfährt, dass sie mit einem der Krieger vermählt werden soll ...

Die Idee zur Geschichte gefällt mir sehr gut, zumal die Autorin viele eigene Ideen mit einfließen hat lassen. Ich lese seit Jahren regelmäßig High Fantasy, auch für Jugendliche und kann deshalb mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass hier wenig bis gar nicht bei anderen Autoren abgekupfert wurde. Auch wird die High Fantasy-Welt schön beschrieben, sodass man sich als Leser/in gut in der Geschichte zurecht findet. Auf allzu ausschweifende Schilderungen oder gar neu erfundene Mahlzeiten/Pflanzen/Tierarten/Rassen etc. wurde aber glücklicherweise verzichtet, sodass man nicht überfordert wird und der eigentlichen Handlung gut folgen kann. Und Logikfehler oder gröbere Schnitzer sind ebenfalls keine enthalten, was ihr sehr gut finde.

Leider wird der Spannungsbogen aber nicht durchgehend durchgehalten. Anfangs beginnt die Geschichte sehr interessant, sodass man an das Buch gefesselt wird, aber dann lässt die Spannung nach und die Handlung wird durch unnötige Szenen und Längen künstlich in die Länge gezogen. Einige Passagen habe ich überflogen, da sie nicht essentiell für das Voranschreiten der Handlung waren und mich in meinem Lesefluss nur gebremst haben. Schade, vielleicht hätte der Handlung an der ein oder anderen Stelle eine Straffung ganz gut getan und dann hätte ich mich womöglich auch nicht dazu zwingen müssen das Buch überhaupt noch zu Ende zu lesen.

Eine zweite Schwäche des Romans sind die Charaktere, die zwar anfangs sehr gut eingeführt werden, aber deren Handlungen und Innenleben ich irgendwann nicht mehr nachvollziehen konnte. Sie waren mir im Nachhinein nicht tiefgründig und glaubhaft genug, was eventuell daran liegt, dass man nur wenig über ihre Gedanken und Gefühle erfährt. So war Injas "Liebe" zu Turay für mich an keiner Stelle nachvollziehbar und mir ist nur der Begriff "Stockholm-Syndrom" ins Gedächtnis gekommen. Sprühende Funken oder gar ein Bauchkribbeln habe ich völlig vermisst, was wirklich schade ist.

Was mir ebenfalls negativ aufgefallen ist ist die sprachliche Ausführung. Diese ist keinesfalls schlecht, Frau Millman hat eigentlich einen sehr schönen Schreibstil und Rechtschreibfehler sucht man mit der Lupe, was für ein sehr gutes Lektorat spricht. Auch hat sich die Autorin sehr bemüht die Sprache an die mittelalterliche Fantasywelt anzupassen, was mir sehr gut gefallen hat, aber trotzdem sind ihr immer wieder Schnitzer passiert. So "fuchtelt" einer der Waldmenschen mit seinem "Speer herum", d.h. das Verb "herumfuchteln" finde ich in diesem Zusammenhang bzw. für den Roman völlig unpassend und darüber bin ich gestolpert. Es waren einige ähnliche Stellen dabei, aber im Großen und Ganzes hat sich der Schreibstil der Autorin sehr zum positiven verändert.

Was mich aber extrem gestört hat sind die ganzen erotischen Handlungen bzw. Anspielungen und die gefühlt hundert "Schändungen". Musste das sein?! Ich bin bereits eine erwachsene Frau und absolut nicht prüde, aber hier hat es Frau Millman übertrieben. Vermutlich sollten die "Schändungen" zeigen, wie roh und grausam die geschilderte Welt ist, aber ich fand es einfach nur abstoßend und widerlich. Möchte man sich als weibliche Leserin wirklich ständig vorstellen wie Frauen und junge Mädchen brutal vergewaltigt werden? Sorry, aber das war zu viel des Guten...

Fazit: Alles in allem ist "Geisterkind" eine unterhaltsame Lektüre für High-Fantasy-Leserinnen, allerdings nicht unbedingt für jüngere Leserinnen. Der Roman ist nicht schlecht, aber auch nicht so überragend wie er hier in anderen Rezensionen dargestellt wurde. Wenn man einfach nur Unterhaltung sucht ist er okay, aber man darf einfach keine zu hohen Erwartungen haben. Kann man lesen, muss man aber nicht - deshalb 3 Sterne.

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(148)

263 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

jugendbuch, liebe, serie, england, soap

Rosen und Seifenblasen - Verliebt in Serie

Sonja Kaiblinger
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.07.2014
ISBN 9783785578667
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(105)

297 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

märchen, hänsel und gretel, diana menschig, thriller, schwarzwald

So finster, so kalt

Diana Menschig
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783426514931
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(212)

482 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 88 Rezensionen

antonia michaelis, suche, jugendbuch, eltern, november

Niemand liebt November

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.08.2014
ISBN 9783789142956
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gibt Bücher, die man liest, weil man dem Alltag entfliehen möchte, sich ein verregnetes Wochenende versüßen will oder weil man einfach nur unterhalten werden möchte. Dann gibt es Bücher, die den Leser fesseln, emotional zutiefst berühren und erschüttern und auch nach dem Lesen noch nachklingen; Bücher, die man für immer in seinem Herzen trägt, weil sie dort eine Spur hinterlassen haben. "Niemand liebt November" von Antonia Michaelis ist einer dieser seltenen Romane, die sich in die zweite Kategorie einordnen lassen. Wie schon "Der Märchenerzähler" (eins meiner absoluten Lieblingsbücher!) ist "Niemand liebt November" kein einfaches Buch zum Abschalten, sondern ein eher anspruchsvolles Werk, das den Leser zum Nachdenken anregt und an dem sich wahrscheinlich die Geister scheiden werden.

Im Mittelpunkt steht die siebzahnjährige Amber Lark, die sich selbst November nennt. Sie wurde als Sechsjährige einfach von ihren Eltern in deren Wohnung zurück gelassen, bis sie abgehauen ist, um nicht verhungern zu müssen. Nachdem sie von der Polizei aufgegriffen worden ist, hat sie ihre Kindheit und Jugend in verschiedenen Kinderheimen und Pflegefamilien verbracht, bis sie mit siebzehn aus ihrer aktuellen WG abhaut, um endlich ihre Eltern zu finden. Ihr einziger Anhaltspunkt ist eine Streichholzschachtel mit der Adresse einer Kneipe und von dort aus startet sie ihre Suche. Doch wer ist der geheimnisvolle Junge im rot-gelben Zelt, der immer ein Buch liest und verschwindet, sobald sie sich ihm nähert? Und wer schreibt ihr grausame Drohbriefe? Wem kann sie noch trauen? Und ganz wichtig: wird Amber am Ende ihre Eltern finden?

"Niemand liebt November" übt beim Lesen einen unglaublichen Sog aus. Sobald ich mit dem Lesen begonnen hatte, konnte ich den Roman nicht mehr weglegen, weil ich einfach wissen musste, wie es weiter geht. Man wird hinein gezogen in eine traurige und düstere Welt und fühlt sich bald selbst richtig trostlos und düster, was vermutlich am eindringlichen Schreibstil der Autorin liegt. Außerdem verschwimmen schnell die Grenzen zwischen der Realität und Ambers Fantasie, sodass man nie wirklich sagen kann, was real ist und was nur in ihrem Kopf existiert. Die Suche nach Ambers Eltern gestaltet sich als ziemlich schwierig, da sich die Protagonistin immer nur von Hinweis zu Hinweis angeln kann, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Dementsprechend neugierig wird man aber auch als Leser und möchte nach und nach immer dringender wissen, was es letztlich mit ihren Eltern auf sich hat.

Amber/November ist sicherlich kein einfacher Charakter. Ihre Kindheit und Jugend hat sie geprägt, sodass sie sich natürlich von Gleichaltrigen unterscheidet. Amber ist mir beim Lesen die ganze Zeit extrem einsam und allein vorgekommen. Dass sie diese Einsamkeit zu vertreiben versucht, konnte ich nachvollziehen, auch wenn ich an ihrer Stelle wohl anders gehandelt hätte. Aber darf man die Moralkeule schwingen, wenn man selbst glücklicherweise nie in einer ähnlichen Situation war? Zudem wirkte sie auf mich oft kindlich und etwas zurück geblieben, was sich aber ebenfalls mit ihrem Leben erklären ließ. So richtig sympathisch wurde mir Amber nicht, aber ich konnte so richtig schön mit ihr mitfühlen, deshalb hat sie mich nie abgestoßen und deshalb habe ich das Buch auch so schnell verschlungen.

Antonia Michaelis hat ihren ganz eigenen, wunderbar poetischen Schreibstil und jedes Kapitel wird durch ein Gedicht eingeleitet. Die Gedichte stammen in Wirklichkeit aus Ambers Feder, was man aber erst später erfährt. Diese passen so sehr zum Buch und zur traurig-depressiven Grundstimmung des Romans, dass ich sie richtig vermisst hätte, wenn sie gefehlt hätten. Zudem habe ich mir die Gedichte meistens mehrfach durchgelesen und sie dabei auf mich wirken lassen. Auch der Schreibstil an sich unterscheidet sich komplett von den Durchschnittsromanen, die man sonst zu lesen bekommt. Michaelis experimentiert mit Wörtern und lässt immer wieder Realität und Fiktion verschwimmen, sodass man nie weiß, woran man wirklich ist. Auf mich übt dieser Schreib- und Erzählstil auch nach dem sechsten Roman, den ich von Antonia Michaelis gelesen habe, noch immer eine Faszination aus, sodass sie inzwischen zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen zählt. Ich kann mir aber vorstellen, dass nicht jeder mit "Niemand liebt November" zurecht kommen wird; sei es aufgrund des eigenwilligen Schreib- und Erzählstils, aufgrund der eher düster-depressiven Grundstimmung oder aufgrund der schwierigen Protagonistin.

Fazit: "Niemand liebt November" hat mich beim Lesen tief berührt und lässt mich auch nach dem Lesen immer noch nicht los. Wer ein tiefgründiges Buch sucht, das auch vor Abgründen nicht zurück schreckt und wer mehr sucht als bloße Leseunterhaltung, sollte bei "Niemand liebt November" zugreifen. Ein Jugendbuch ist es meiner Meinung nach aber keinesfalls und ich würde es nur Lesern AB 16 Jahren empfehlen, zarten Gemütern sogar erst ab 18 Jahren. Für mich ist "Niemand liebt November" mein zweites Jahreshighlight 2014 und hat sich damit einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal und volle 5 Sterne verdient.

  (26)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(279)

576 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 42 Rezensionen

jennifer l. armentrout, dämonen, aiden, fantasy, liebe

Dämonentochter - Verbotener Kuss

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.03.2014
ISBN 9783570380437
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alex‘ Mutter wurde von Dämonen verwandelt und macht nun Jagd auf Menschen. Einzig Alex kann sie aufhalten. Doch sie ist noch keine voll ausgebildete Dämonenjägerin. Als Alex‘ Mutter einen Freund ihrer Tochter entführt, bleibt Alex keine Wahl. Sie zieht in einen Kampf auf Leben und Tod, und stellt sich allein ihrer größten Angst ...

Nachdem der Klappentext von Jennifer L. Armentrouts "Dämonentochter" so verlockend klang, musste ich den Roman natürlich unbedingt lesen. Jetzt nach der Lektüre bin ich etwas ratlos, wie ich das Buch letztlich bewerten soll, denn unterhalten hat es mich sehr gut und deshalb hätte es eigentlich 4 Sterne verdient gehabt. "Eigentlich" - wenn die Autorin nicht so schamlos abgekupfert hätte...

Ich kenne außer "Dämonentochter" noch "Obsidian, Schattendunkel" von Frau Armentrout und bei beiden Werken konnte sie nicht mit eigenen bzw. nur mit wenigen eigenen Ideen punkten. Während mich "Obsidian" noch stark an Meyers "Twilight" und Konsorten erinnert hat, wurde bei "Dämonentochter" ganz fleißig von "Vampire Academy" abgekupfert. Es gibt deutliche, nicht abzustreitende Paralellen bei der Grundidee, bei den Charakteren, der Schulgeschichte, Liebesgeschichte und, und, und. Ist es nicht peinlich, wenn man als Autorin scheinbar so wenig Phantasie hat, dass man sich ordentlich bei den Ideen anderer bedienen muss? Und vor allem: warum wird so ein Buch dann überhaupt gedruckt und in sämtliche Sprachen übersetzt?

Mal abgesehen davon wurde ich beim Lesen aber sehr gut unterhalten. Ich hatte den ganzen Roman innerhalb von zwei Tagen zu Ende gelesen, weil die Autorin geschickt Spannung aufgebaut hat, v.a. hinsichtlich der Charaktere und der Entwicklung des Zwischenmenschlichen. Außerdem bringt sich Alex dank ihres impulsiven Charakters immer wieder in Schwierigkeiten, aus denen sie dann befreit werden muss.

Die Charaktere fand ich sehr gelungen und zig mal besser als die aus "Obsidian". Alex wäre sicherlich nicht meine beste Freundin geworden, weil sie mir manchmal zu unüberlegt, frech und impulsiv war, aber sie hat beim Lesen ein stimmiges Bild ergeben. Aiden habe ich nach und nach ins Herz geschlossen, denn er ist ein Traumcharakter, in den frau sich nur verlieben kann. Was für ein toller Mann... schade, dass er nur fiktiv existiert ;). Aber ich spreche wohl für den Großteil der Leserinnen, wenn ich sage, dass sich viele beim Lesen an Alex' Stelle gewünscht hätten.

Was ich schade finde ist die Tatsache, dass die Geschichte als Reihe ausgelegt ist. Es sind wohl sieben (!!!) Bände, was ich einerseits gut finde, weil man dann viel Lesestoff hat. Andererseits stört es mich wiederum, dass man dann gezwungen ist, alle Bände zu kaufen und zu lesen, bis man das Ende kennt und schon nach dem ersten Band würde ich liebend gerne wissen, wie die komplette Handlung endet und wer letztlich Alex' Herz erobern wird. Naja, den zweiten Band werde ich noch lesen, aber ob ich alle sieben kaufen werde, weiß ich noch nicht sicher.

Fazit: Wenn man "Vampire Academy" nicht kennt, ist "Dämonentochter" ein echt lohnenswerter Jugendroman mit Fantasy und Romantik. Wer die eben genannte Reihe allerdings gelesen hat, kann sich "Dämonentochter" sparen, es sei denn man steht auf Deja-vus. Alles in allem eigentlich ein unterhaltsames Buch, das unter anderen Umständen locker 4 Sterne verdient hätte. Aber dank Ideenklau werden es nur 3 Sterne...

  (20)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.944)

3.015 Bibliotheken, 37 Leser, 14 Gruppen, 399 Rezensionen

obsidian, liebe, fantasy, aliens, lux

Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.04.2014
ISBN 9783551583314
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein dunkles Geheimnis scheint über dem winzigen Städtchen zu liegen, in das die siebzehnjährige Katy gerade erst umgezogen ist. Im umliegenden Gebirge sollen merkwürdige Lichter gesehen worden sein, leuchtende Menschengestalten ... Viel schlimmer findet die leidenschaftliche Buchbloggerin Katy jedoch, dass die nächste Bibliothek meilenweit weg ist und sie kein Internet hat. Bis sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln und ein Junge die Tür öffnet, so düster und geheimnisvoll wie der Ort selbst: Daemon Black.

"Obsidian, Schattendunkel" von Jennifer L. Armentrout ist der erste Band einer Trilogie. Das Buch wurde schon im Vornherein wahnsinnig gepusht und beworben, deshalb war ich natürlich auch sehr gespannt darauf. Leider kann ich nun nach der Lektüre die Begeisterung mancher Leserinnen nicht ganz nachvollziehen, weil "Obsidian" meiner Meinung nach eher zum Durchschnitt gehört und nichts Besonderes ist.

Die Idee zum Roman ist leider absolut nicht neu. Nach dem überraschenden Erfolg von "Twilight" wurde der Jugendbuchmarkt massenweise mit Literatur nach dem altbekannten Schema F überschwemmt: durchschnittliches, eher mit Selbstzweifeln behaftetes Mädchen verliebt sich in einen geheimnisvollen Jungen mit paranormalem Hintergrund. Obwohl sich beide anfangs nicht ausstehen können bzw. der Junge das Mädchen anfangs nicht zu beachten scheint, kommen die beiden letztlich doch zusammen und schwören sich ewige Liebe, während sie gegen irgendwelche Gegener kämpfen müssen.
Tja, leider folgt auch "Obsidian" diesem Schema F, wie es auch für wahnsinnig viele andere Jugendbücher der letzten zwei Jahre zutrifft. Nur dass Daemon und seine Schwester Dee keine Vampire sind, so viel darf ich verraten. Die Autroin hat sich an dieser Stelle eine eigene paranormale Spezies ausgedacht, allerdings ist das restliche Grundgerüst der Geschichte einfach nicht innovativ genug. Wer aber gerne Deja-vus hat, kann gerne zu "Obsidian" greifen. Ich persönlich mag aber Autoren lieber, die sich eigene Geschichten ausdenken und genug Phantasie zum Schreiben besitzen.

Auch die Spannung blieb zumindest bei mir weitestgehend auf der Strecke, weil die Handlung einfach vorhersehbar war. Anfangs war noch eine gewisse Spannung da, aber nach dem ersten Drittel hatte die Handlung dann mehrere Längen und für mich irgendwann den Reiz verloren.

Wäre die Umsetzung sehr gut gewesen, wäre ich nun vielleicht versöhnlicher gestimmt. Aber leider ist auch diese durchschnittlich. Die Handlung wird aus Katys SIcht erzählt, sodass man (zu) viel über ihre Gedanken und ihr Seelenleben liest. Der Schreibstil ist typisch Jugendbuch eher einfach gehalten, dafür liest sich die Geshcichte aber auch flüssig und angenehm.

Die Charaktere waren okay, wobei ich Katy nicht richtig ins Herz schließen konnte. Sie war mir größtenteils zu kindlich-naiv und ihre Reaktion auf Daemons Enthüllung bezüglich seiner wahren Natur fand ich absolut nicht nachvollziehbar und unlogisch.
Das gilt auch für Dee, die ich viel zu aufgedreht und oberflächlich fand. Daemon ist ein typischer Bad-Boy, aber außer seiner Attraktivität (die sehr oft und ausführlich betont wird) hat er meines Erachtens nicht viel zu bieten.

Fazit: "Obsidian" kann man lesen, wenn man in den letzten 2-3 Jahren nicht viele aktuelle Fantasy-Jugendbücher gelesen hat, die als Antwort auf den "Twilight"-Erfolg auf den Markt gebracht wurden. Wer eine wirklich innovative und gut durchdachte, fantasievolle Romantasygeschichte lesen möchte, kann sich diesen Roman sparen, denn er hebt sich nicht sonderlich von anderen Genre-Vertretern ab. Band 2 wird im November 2014 erscheinen, ich werde ihn mir aber sparen. Fan von Jennifer L. Armentrout werde ich wohl keiner, da sie mangels eigener Phantasie gerne Ideen bei anderen Autoren/Romanen klaut, was nicht nur auf "Obsidian" zutrifft, sondern auch auf ihr "Vampire Academy"-Plagiat "Dämonentochter".

  (19)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(173)

356 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

leben, liebe, freundschaft, tagebuch, erwachsen werden

Dein eines, wildes, kostbares Leben

Jessi Kirby , Anja Herre
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 05.06.2014
ISBN 9783440144480
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden und kostbaren Leben?“ Diese Frage stellt ein Englischlehrer seiner Abschlussklasse. Die Antworten darf jeder in ein Tagebuch schreiben, das danach eingesammelt und zehn Jahre unter Verschluss gehalten wird. Die 17-jährige Parker Frost weiß zumindest, was man von ihr erwartet: zum Medizinstudium nach Stanford. Am besten mit dem Stipendium, das zu Ehren von Julianna und Shane eingerichtet wurde, die vor zehn Jahren nach einem Autounfall verschwanden. Als Parker durch Zufall das Tagebuch von Julianna findet und darin liest, ist sie erschüttert. Denn deren Leben stellt sich plötzlich ganz anders dar. Was geschah damals, in der Nacht des Unfalls? Und ist es möglich, dass Julianna noch am Leben ist? Das Ergründen von Juliannas Geheimnis bedeutet für Parker letztlich eine Reise zu ihrem innersten Selbst und zu dem, was sie wirklich will.

"Dein eines, wildes, kostbares Leben" von Jessi Kirby ist ein eher ruhiger Jugendroman, in dessen Mittelpunkt die siebzehnjährige Parker und ihre Entwicklung zu einer Erwachsenen steht. Parker hat eine sehr dominante Mutter, unter deren "Fuchtel" sie steht und die Parkers zukünftige Arzt-Karriere schon genaustens geplant hat. Parker steht kurz davor die Schule zu beenden, war aber bisher immer total brav, streberhaft und langweilig. Außerdem hat sie sich immer bemüht, die hohen Ansprüche zu erfüllen, die ihre Mutter an die gestellt hat. Eines Tages bekommt Parker Juliannas Tagebuch in die Finger und liest es. Julianna ist zehn Jahre zuvor mit ihrem Freund verunglückt, gilt seitdem aber als eine Art lokale Ikone. Parker wird immer tiefer in Juliannas früheres Leben hinein gezogen, möchte ihr sogar helfen und findet sich im Laufe der Handlung selbst. Am Ende hat sie endlich den Mut, zu sich selbst und ihren Wünschen zu stehen und kann sich endlich von ihrer strengen Mutter abnabeln.

Wer eine actionreiche Handlung erwartet, wird bitter enttäuscht werden, denn "Dein eines, wildes, kostbares Leben" ist eher ein Roman der leisten Töne. Trotzdem wurde es mir beim Lesen nie langweilig, weil man einerseits natürlich wissen möchte, wie es mit Parker weitergeht, andererseits kommt sie ja Juliannas Geheimnis auf die Spur, das erst ganz am Ende gelüftet wird.

Es handelt sich um ein Buch, das auch nach dem Lesen noch lange nachklingt. Es ein Jugendbuch, d.h. typische Themen dieses Alters wie die erste Liebe oder die Pläne nach dem Schulabschluss werden natürlich mit abgehandelt. Trotzdem wird man zum Nachdenken angeregt, auch wenn man schon ein paar Jahre älter ist. Mir ging es zumindest so, denn ich habe mich nach dem Lesen unweigerlich gefragt, was ich denn schon seit meinem Schulabschluss geschafft habe und ob ich immer noch die Träume weiter verfolge, die ich damals hatte. Ich habe durch dieses Buch angefangen über mein Leben nachzudenken und eventuell sogar das ein oder andere zu verändern, denn ich habe auch endlich wieder meine Zeichensachen aus dem Schrank geholt und bin nun wieder regelmäßig kreativ, was ich früher als Teenager auch schon war. Ich finde, dass man eigentlich regelmäßig inne halten und über "sein eines, wildes, kostbares Leben" nachdenken sollte, nicht nur zum Jahreswechsel wenn es um die guten Vorsätze für das neue Jahr geht.

Alles in allem ein sehr schöner Jugendroman für alle Jugendlichen und jung Gebliebenen. Wer sich nicht scheut, auch sein eigenes Leben wieder einmal unter die Lupe zu nehmen und wer sich zumindest ein wenig jugendlichen Leichtsinn erhalten hat, sollte diesen Roman unbedingt lesen. Für mich ein Glücksgriff in jeder Hinsicht, deshalb kann ich auch nur 5 Sterne vergeben.

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(48)

53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

salat, dressing, vinaigrette, rezepte, dressings

1 Salat - 50 Dressings

Tanja Dusy
Flexibler Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Gräfe u. Unzer, 03.02.2014
ISBN 9783833837753
Genre: Sachbücher

Rezension:

"1 Salat - 50 Dressings" von Tanja Dusy ist eine leckere Rezeptsammlung rund ums Thema "Salate".

Nach einem Vorwort folgt eine Einführung zum Thema "Salat-Basics" und sogar ich konnte dort noch einiges über Salate und v.a. über Essig und Öle lernen. Dann folgen die Rezepte, aufgeteilt nach "Vinaigrettes", "Cremige Dressings" und "Ungewöhnlich und Exotisch". Ich hätte niemals gedacht, dass man seine Salate so vielseitig und abwechslungsreich zubereiten kann! Ich esse gerne und fast täglich Salat und muss nun glücklicherweise nicht mehr zu den Klassikern greifen, sondern kann den Salat auch mal mit einer Vinaigrette (mein Favorit: die Kräutervinaigrette) oder einer anderen Salatsauce anmachen. Auch bei Freunden kann man damit Eindruck schinden, z.B. bei einem gemütlichen Grillabend samt Salatbeilage.

Die Rezepte sind - typisch GU - übersichtlich und ansprechend gestaltet und sehr leicht nachzumachen. Zu jedem Rezept gibt es auch ein Foto, das sofort Lust auf Nachkochen macht. Die Mengenangaben beziehen sich zwar immer auf 4 Personen, notfalls kann man diese aber auch umrechnen oder das Dressing einige Tage im Kühlschrank lagern. Figurbewusste finden übrigens auch immer die Nährwertangaben zu jeder Portion.

Alles in allem ein Muss für alle Salatfans, die Abwechslung lieben. Mit diesem nützlichen  Rezeptbuch kann man auf jeden Fall noch etwas lernen und deshalb empfehle ich es uneingeschränkt weiter!

  (10)
Tags: dressing, kochbuch, vinaigrette   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(47)

48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

grillen, kochbuch, fleisch, gemüse, fisch

Grillen

Susanne Bodensteiner
Flexibler Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Gräfe u. Unzer, 03.02.2014
ISBN 9783833837708
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Grillen, Raffiniertes vom Rost" von Susanne Bodensteiner bietet auf 64 Seiten sehr ansprechende Rezepte rund ums Grillen.

Das Kochbuch beginnt klassisch mit einer kurzen Einführung und Informationen zu Grillbasics. Generell kann man in diesem Büchlein allerhand rund ums Grillen lernen und das in kompakter Form. Die Rezepte sind in drei Hauptkategorien unterteilt: "Fleisch & Geflügel", "Fisch & Meeresfrüchte" und "Gemüse, Käse & Tofu". Bei näherer Beschäftigung mit den Rezepten wird schnell klar, viel vielseitig diese sind. Von "bunten Karibik-Spießen" über "Entenbrustfilet in Asia-Marinade" bis hin zu "Fisch-Frikadellen mit Koriander" ist alles vertreten. Und auch Vegetarier werden im dritten Teil angesprochen, der mir sogar am besten gefällt und aus dem ich die "Quesadillas mit Ziegenkäse" und die blitzschnell zubereiteten "Mini-Focaccia vom Grill" nur wärmstens empfehlen kann. Auch Salate und Dips kommen natürlich nicht zu kurz und sind ebenfalls vertreten.

Die Rezepte sind jeweils übersichtlich und einfach verständlich formuliert. In der Regel sind sie auf 4 Personen ausgerichtet und bieten jeweils Informationen zu Zubereitungszeit und Nährwertangaben. Die Rezepte werden durch zahlreiche Fotos ergänzt, die sofort Appetit machen, selbst wenn man das Buch nur durchblättert.

Alles in allem ein erstklassiges Rezeptbuch für lauschige Grillabende und Grillrunden mit Freunden. Ich kann mir nicht vorstellen, was man an dem Buch noch verbessern/ergänzen könnte und vergebe deshalb volle 5 Sterne.

  (10)
Tags: grillen, kochbuch   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

smoothies, obst, smoothie, glas, rezepte

Smoothies - Obst-Power im Glas

Tanja Dusy
Flexibler Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Gräfe u. Unzer, 03.02.2014
ISBN 9783833837715
Genre: Sachbücher

Rezension:

Bei "Smoothies, Obst-Power aus dem Glas" von Tanja Dusy handelt es sich um ein liebevoll gestaltetes Smoothie-Rezeptbüchlein.

Nach einer kurzen Einleitung mit nützlichem Basiswissen rund um die leckeren Fruchtdrinks startet die Autorin mit der Vorstellung ihrer Rezepte. Diese sind unterteilt in "Die Fruchtigen", "Die Cremigen" und "Die Ausgefallenen" und sogar pikante Smoothies sind vertreten.

Die Rezepte selbst sind leicht nachzumachen und oft braucht man - je nach Rezept - auch keine ausgefallenen Zutaten. Jedes Rezept ist auf 1 Person/1 Glas ausgerichtet, sodass man die Zutatenmenge ganz schnell und leicht auf die zu verwöhnende Gästeanzahl umrechnen kann. Ich habe inzwischen mehrere Smoothies ausprobiert und war geschmacklich echt begeistert. Bei Gästen kann man mit einem leckeren Smoothie, der auch noch ansprechend serviert wird, super punkten. Bei vielen Rezepten verrät die Autorin übrigens noch spezielle Tipps oder alternative Varianten.

Auch das Layout ist sehr gelungen. Die Rezepte werden übersichtlich und ansprechend präsentiert und zu jedem Rezept gibt es ein Foto, das sofort die Lust weckt selbst zum Mixer zu greifen.

Wer Smoothies genauso gerne mag wie ich und diese am liebsten frisch zubereiten möchte, sollte auf jeden Fall zu diesem kleinen Büchlein greifen, das keine Wünsche mehr offen lässt.

  (9)
Tags: kochbuc, rezepte, smoothies   (3)
 
264 Ergebnisse