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antje babendererde, indianer, pferde, vater, traditionen

Talitha Running Horse

Antje Babendererde
Flexibler Einband: 303 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2008
ISBN 9783401029375
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was für eine Geschichte! Wer "Der Gesang der Orcas" - von derselben Autorin geschrieben – verschlungen hat, der wird auch dieses Buch lieben. Und wer beide nicht kennt, sollte diese Bücher schleunigst auf seinen Wunschzettel unterbringen oder einfach sein Taschengeld nehmen und in die nächste Buchhandlung gehen!

Doch worum dreht es sich in dem neuen Roman von Antje Babendererde?

Sehr verkürzt gesagt, um folgendes: Die dreizehnjährige Tally, eine Lakota Halbblutindianerin, liebt Pferde über alles. Aber ihr Vater, mit dem sie im Reservat lebt, ist zu arm, um sich Pferde zu halten. Als in die Nachbarschaft ihrer Tante Charlene eine Familie zieht, die Appaloosas züchtet, lernt Tally endlich reiten. Sie verliebt sich in Stormy, ein winziges gepunktetes Fohlen und in Neil Thunderhawk, den Sohn der Nachbarsfamilie.
Tally träumt davon, Stormy eines Tages zu besitzen und mit der Stute am alljährlichen Gedenkritt für Häuptling Big Foot teilzunehmen. Und sie träumt davon, mit Neil zusammen zu sein.
Doch diese Träume scheinen unerfüllbar. Stormy wird schwer verletzt und Tally fühlt sich schuldig. Neil küsst Suzy Eagle Bear und als auch noch ihr Trailer abbrennt, und sie zu ihrer Tante Charlene ziehen muss, bricht für Tally eine Welt zusammen. Denn sie kann ihre Tante Charlene nicht ausstehen und Kusin Marlin piesackt sie wo er nur kann.
Doch so widrig die Umstände auch sind, Tally gibt nicht auf...

Eine Geschichte, die Euch begeistern wird, egal ob Mädchen oder Junge, gleichgültig ob Pferdenarr oder Liebhaber von Indianergeschichten.

Uli Klinger ( www.klinger.online.de )

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Blauer Oktober

Renate Schoof
Buch: 312 Seiten
Erschienen bei VAT Verlag, 30.03.2012
ISBN 9783940884763
Genre: Romane

Rezension:

Was für eine Wohltat ist es, diesen Roman von Renate Schoof zu lesen! Obwohl der äußere Rahmen der Handlung vertraut erscheint und das Cover einem einen sanften Urlaubsroman à la Hera Lindt oder anderer Vertreterinnen dieses Genres vorgaukelt. Wer dies erwartet, dürfte enttäuscht sein. Aber alle anderen LeserInnen erwartet ein Lesegenuss!
Doch um was dreht es sich hier:
Im Mittelpunkt steht Ruth. Ihr Alter wird nicht genannt, aber sie ist irgendwo zwischen 40 und 50 Jahre alt. Sie hat eine Einladung zu einem Symphosium erhalten. Ein gedachtes Revival einer ähnlichen Veranstaltung, Jahrzehnte her, veranstaltet irgendwo an einem kleinen Ort an der Nordsee. Aber auch ein Treffen alter Freunde und Künstlerkollegen, die sich alle seit den „sagenhaften“ 1968er her kennen. Ihren Weg gegangen sind, manche erfolgreicher, andere gescheitert, sei es beruflich, in ihrer politischen Entwicklung oder privat, in ihren persönlichen Beziehungen.

Aber dieses Treffen bietet noch einmal die Gelegenheit, Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erregen, sich künstlerisch zu profilieren und – mehr ungewollt – eine persönliche Bilanz zu ziehen.

Ruth lebt alleine, bewusst ohne feste Beziehung, aber in ihrem ganzen Leben spielt Sexualität eine wichtige Rolle. Dem ist sie sich bewusst, sie hat ihre eigene Sexualität als Befreiung erlebt, als Chance, zu einer eigenständigen Frau zu werden.
„Hat sie jemals Erotik als gesetzloses Spiel gemeint? Freiheit hat sie gemeint. Freiheit von Regelwerken, von Vorschriften. Sie fürchtet sich vor Zwängen, gleich welcher Art, wie ein Wildvogel vor Netz und Käfig. Liebe, die mit Stillhalten zu tun hat, kommt für sie nicht in Frage: sie muss tanzen, auch um den Preis der Ungeborgenheit. Sie hat jedes Nest irgendwann verlassen…“

Und so erlebt sie dieses Treffen und die Arbeit an ihrem Kunstwerk auch als einen Rückblick auf ihr bisheriges Leben. Und als politisch denkende Frau sind ihr auch die Ursachen und Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte klar. Diese gesellschaftliche, politische Dimension spielt eine wichtige Rolle für Ruth. Und nicht nur für sie. Dies ist im Text klar heraus-gearbeitet, spannend zu lesen, eingebunden in diese Geschichte, die man / frau nicht weglegen will. Es ist die Sicht auf unser aller Leben, indem das Persönliche politisch und das Politische gleichzeitig persönlich ist. Eine Sichtweise, die einem der heutige Mainstream durch die Medien (und durch die dahinter stehenden Interessen) bewusst schwer macht, eine Sichtweise, die vielleicht altmodisch erscheint, aber doch höchstaktuell ist, wenn wir uns die Verhältnisse in unserer Gesellschaft etwas näher betrachten.

Aber, wie gesagt, es ist ein Roman. Und so gibt es auch in diesem eine echte Liebesgeschichte. Ruth verliebt sich in einen anwesenden Journalisten. Sie verspricht sich mehr als einen One-Night-Stand und wird nun konfrontiert mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihren Wünschen.

Es gelingt Renate Schoof einfach hervorragend, in ihrer unaufgeregten Art und ihrer sehr intensiven Schreibe diesen Kosmos darzustellen: Der Anspruch von Emanzipation und die Nachwirkungen traditioneller Erziehung, der Anspruch von politischer Befreiung und Teilhabe und die Realität in der heutigen Zeit. Die Möglichkeiten von Kunst und künstlerischer Selbstdarstellung und ihren Grenzen.

Ein großartiges, ein lesenswertes Buch. Klein in der Form, groß im Inhalt.

Uli Klinger
weiteres unter www.klinger.online.de

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kurzgeschichten, lebenserfahrung, perspektiven, alltag

Der Klang der Blicke

Selim Özdogan
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 16.08.2012
ISBN 9783709970003
Genre: Romane

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