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kinderbuch, kuscheltiere

Die Abenteuer des Ollie Glockenherz

William Joyce , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737354998
Genre: Kinderbuch

Rezension:

William Joyce - Die Abenteuer des Ollie Glockenherz

Ollie Glockenherz, ein Hasenbär, den Billy von seiner Mama zur Geburt bekommen hat und der natürlich Billys aller allerliebstes Spielzeug ist. Die beiden wachsen zusammen auf. Lernen zusammen. Erklären und erfinden sich die Welt.

Aber um eine Geschichte zu einem Abenteuer zu machen, braucht man einen Schurken. Dies ist Zozo, ein Harlekin und König, der in einem Jahrmarkt der Mittelpunkt eines Kinderspiels ist. Er war eigentlich gut und stolz bis der Park langsam weniger besucht wurde und niemand sich mehr um die Spielsachen kümmerte und zu allerletzt ihm seine Ballerina und damit sein Herz genommen wird. So hat er es sich zur Aufgabe gemacht alle aller allerliebsten Spielzeuge zu stehlen und gefangen zu halten bis sie vergessen und vergessen werden.

Natürlich wird auch der kleine Hasenbär von den Grusels (Zozos Untertanen) gestohlen und Billy macht sich tief in der Nacht besorgt auf die Suche nach seinem Ollie Glockenherz. Aber auch Ollie kann fliehen und versucht mit der Hilfe vieler neuer Freunde und Wegbegleiter wiederum Billy zu retten, der in die Fänge des Zozo gerät.

Es ist eine Geschichte über Mut und Freundschaft. Über Angst vor dem Vergessen und dem Wunder des Erinnern. Mit einem kleinen Gefühl, was Vergänglichkeit bedeutet.

Natürlich wird auch der böse König Zozo von seiner Ballerina erlöst und sie schweben als Geister zusammen über die Bäume und werden vom Wind davon getragen während Ollie seine Pfote auf seine Brust legt, um sein Herz zu beruhigen, dass auf einer langen großen Reise war.

Wenn Ollie das Wort erinnern dachte, fühlte er sich selbst sehr echt. Es war nämlich ganz einerlei, ob etwas gespielt und ausgedacht oder ob es echt war - solange man sich erinnerte, war es wahr. Wenn man sich an etwas erinnerte, dann konnte man es für immer behalten.

Erinnern ist ein gutes Wort.

Das wusste Ollie jetzt.

Billy würde sich immer erinnern.

Und Ollie würde niemals vergessen.

 

 Diese Geschichte ist nicht nur für Kinder gedacht. Jeder Erwachsene, der in seiner Fantasie und seinen Kindheitserinnerungen schwelgen möchte, sollte Ollie Glockenherz zur Hand nehmen. Oder es mit seinen Kindern oder Enkeln lesen. Ab 7 Jahren, allerdings nicht für sehr ängstliche Kinder, da es schon gruselige Passagen im Reich des Zozo beinhaltet.

 

Poesie, Nostalgie und bildgewaltige Sprache, die die Bilder noch verstärken.

 

Dieses Buch ist eine warme weiche Decke, in die man sich einkuscheln kann.

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bojangles, debüt, depression, eltern, glück, kind, krankheit, liebe, musik, ninasimone, schelmenroman, selbstmord, tanzen, trauer+trauerarbeit, verrückt

Warten auf Bojangles

Olivier Bourdeaut , Norma Cassau
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492057820
Genre: Romane

Rezension:

Olivier Bourdeaut - Warten auf Bojangles

Ein Debütroman, der an einen kleinen Verlag in Frankreich ging und sofort die Bestsellerlisten erklomm.

Dieses Buch wurde in 20 Sprachen übersetzt und gewann in Frankreich schon etliche renommierte Preise. Bourdeaut (37) war Immobilienmakler, Hausmeister, Erntehelfer und zum Schluss arbeitslos und dann schrieb er in 7 Wochen dieses Buch.

Als ich mich auf eine Buchvorstellung vorbereitet habe, musste ich feststellen, dass ich gar nicht weiß, wie ich diese ganzen großartigen Sätze, Absätze, Situationen und Anekdoten filtern soll und einen repräsentablen Teil finden soll, der einigermaßen den Zauber dieser Geschichte ausdrückt.

Es fängt schon mit dem Vorwort an:

"Das ist meine wahre Geschichte, richtig herum und falsch herum gelogen, weil das Leben häufig so ist."

Ich habe die ersten Seiten gelesen und war sofort gefangen in dieser glücklichen und auch völlig verrückten Familie aus Mutter, Vater und Sohn.

Beim vorbereiten wollte ich die ganze Geschichte nochmal lesen, um nochmal eintauchen zu können in dieses rauschende Fest vom Leben voller Originalität, Leichtigkeit und wahnwitziger Ideen.

Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht des Vaters George, der seine Frau vergöttert und aus Sicht des Sohnes, der seine Maman liebt, weil sie so anders ist als andere Mütter und ihm immerzu das Gefühl gibt besonders und geliebt zu sein.

Sie mixen sich Cocktails, sie tanzen zu Nina Simones ‚Mr. Bojangles‘, das dem Buch den Titel gegeben hat. Sie feiern zu dritt und mit vielen Freunden.

Sie siezen sich, weil es viel vornehmer ist und erzählen sich die tollsten Phantasiegeschichten um das Leben interessant zu machen.

Man verspürt eine Sehnsucht sein Leben so zu leben, wie diese Familie. Ohne sich um die Meinung anderer zu scheren, einfach weil es glücklich macht.

Und das ganze in einer wunderschöne Sprache verpackt.

Natürlich kann diese Seifenblase aus Glück, die diese Familie umgibt nicht ewig bestehen und man ahnt schon recht bald, dass sie platzen wird und so kommt die Katastrophe.

Allerdings muss man sich nicht vor ihr fürchten, weil diese Familie so wunderbar mit der Tragödie umgeht.

„Weil Maman ihren abendlichen Aperitif nicht mehr trinken sollte, nahm Papa seinen Cocktail und ging zur Kiefer. Und während er trank, goss er am Fuße des Baumes ein giftiges, explosives Gebräu in die Erde, und der Baum nahm es ahnungslos auf. Als ich Papa fragte, wozu er seinen Aperitif mit dem Baum teile, erzählte er mir eine Geschichte, wie nur er sie sich ausdenken konnte. Er sagte mir, dass er den Aperitif mit dem Baum trinke, um dessen Weggang zu feiern, denn bald werde der Baum frei sein, man erwarte ihn, anderswo. ... Ich fragte mich, woher er all diese Geschichten schöpfte. Ich wusste sehr gut, dass er den Aperitif bei seinem Baum trank, damit Maman nicht noch verrückter wurde, die Kiefer sollte ganz einfach verschwinden. Aber wenn ich mir vorstellte, wie der Baum auf seinem Schiff in der Karibik kreuzte, an Bord Piraten auf Entdeckungsfahrt zu geheimen Inseln, beschloss ich, seine Geschichten zu glauben. Es war wie immer, er log zu schön, aus Liebe." (S. 134ff.)

Und ganz zum Schluss schließt sich der Kreis und die Geschichte bekommt nochmal einen ganz anderen Zauber.

 

Ganz klar jetzt schon mein Buch des Jahres!

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