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1.485 Bibliotheken, 24 Leser, 5 Gruppen, 94 Rezensionen

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Noah

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.12.2014
ISBN 9783404171675
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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1.449 Bibliotheken, 28 Leser, 3 Gruppen, 218 Rezensionen

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Ich bin die Nacht

Ethan Cross
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.12.2013
ISBN 9783404169238
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

''Ich bin die Nacht'' von Ethan Cross hat mich alleine durch den Buchrücken sehr neugierig gemacht.. So einen spannenden Klappentext habe ich selten gelesen!Dementsprechend hat mir dieses Buch auch ziemlich gut gefallen!

Inhalt:''Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.''

Handlung:
Die Handlungen in diesem Buch sind großartig durchdacht und super gestaltet! Fast hinter jeder Seite und jedem Kapitel warten neue Überraschungen und Schockmomente. Gerade zu Anfang sitzt man mit offenem Mund vor dem Buch und ist wie gelähmt von den geschilderten Ereignissen. Man kommt gar nicht zum durchatmen, denn die Situationen sind so actiongeladen und kurios, dass man daran einfach gar nicht denken kann. 
Des öfteren ging der Blick auch mal zur Tür, denn was hier im Buch passiert, möchte man garantiert nicht bei eigenem Leibe erfahren!Das Buch wartet dann noch mit einem hochkarätigen Ende, das Lust auf mehr macht!
Alles in allem eine sehr gute und vor allem spannende Handlung!
4,5 von 5 Sternen

Charaktere:Francis Ackermann Jr. ist einer der schrecklichsten Serienmörder, die ich je gelesen habe. Und dennoch - so erschreckend es klingt - fasziniert er mich. Diese Genialität und Gerissenheit ist einfach unglaublich. Diese Fähigkeiten machten es für den Leser umso spannender, denn gerade als man dachte, Ackermann kommt aus dieser Situation mehr heraus, fand er doch einen Weg. 
Unglaublich!Sein Pendant Marcus hat fast genau dieselben Fähigkeiten, mit dem Unterschied, dass er sie für das Gute einsetzt. Er hat eine sehr berührende Geschichte hinter sich und möchte einen Neuanfang. Jedoch läuft alles in eine ganz falschen Richtung. Und dennoch: Marcus ist durchweg sympathisch, man fühlt mit ihm! Auch das war sehr gut!
Die weiteren Charaktere, Maggie und der Scheriff sind alle nicht so, wie sie sich geben. Hinter jedem steckt ein weiteres Geheimnis, das erst noch entschlüsselt werden muss. Später ergibt dann alles ein großes Ganzes!Die Charaktere, ihre Geheimnisse und Fähigkeiten machen dieses Buch zu einem tollen Leseerlebnis!
5 von 5 Sternen

Schreibstil:Ethan Cross hat keinen besonders auffälligen Schreibstil. 
Dennoch gelingt es ihm, den Leser an das Buch zu fesseln. Denn die Thematik ist von sich aus schon ein Knüller!Sonst fällt der Schreibstil durch relativ kurze Sätze und ein paar Rechtschreibfehler auf.. Die überliest man aber im Lesefluss ;) Außerdem gibt Cross einen guten Einblick in die Psyche Ackermanns, was das ganze Buch noch umso besser macht. Leider hat mir hier ein bisschen das bildliche Schreiben gefehlt.. Das ist natürlich immer sehr subjektiv, aber ich konnte mir Landschaften und Räumlichkeiten nicht sehr gut vorstellen.Das ist aber natürlich von Leser zu Leser unterschiedlich!
4 von 4 Sternen

Fazit/Meinung:''Ich bin die Nacht'' von Ethan Cross ist ein sehr spannender und gut aufgebauter Thriller, der vor allem durch seine tollen Charakter und der guten Ausarbeitung der gesamten Geschichte besticht!

Für Leser, die kein Blut oder Brutalität abkönnen, ist dieses Buch nichts.Für alle anderen: Habt Spaß!! ;)
4 von 5 Sternen

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1.727 Bibliotheken, 13 Leser, 10 Gruppen, 105 Rezensionen

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Splitter

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2010
ISBN 9783426503720
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mein nächster (Psycho-)Thriller von Sebastian Fitzek. Und mal wieder ein sehr spannendes Buch auf sehr hohem Niveau..

Inhalt:

''Was wäre, wenn … Was wäre, wenn wir die schlimmsten Ereignisse unseres Lebens für immer aus dem Gedächtnis löschen könnten? Und was, wenn etwas dabei schiefginge?''

Handlung: 
Was soll man von Fitzek schon anderes erwarten?! Wie immer schafft er hier eine sehr fesselnde und spannende Geschichte mit vielen Wendungen und Überraschungen. An einigen Stellen wird es zwar etwas langatmig und die Spannung ebbt etwas ab - das kann man ihm aber verzeihen ;) 
Der ganze Thriller ist sehr verwirrend aufgebaut und erzählt, sodass der Leser ab und zu zwei Mal nachlesen muss. Allgemein kann man sagen, dass man sich mit diesem Buch Zeit lassen sollte. Das ist kein Buch für zwischendurch - hier muss man sich sehr konzentrieren, um alles mitzubekommen! Das ist diesem Buch aber eher positiv auszulegen, wie ich finde. Denn nur so schafft es Fitzek, eine berührende und vor allem spannende Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig auch noch sehr tiefgreifend ist. Auch wenn man hier des öfteren sehr verwirrt ist, schafft es der Autor trotzdem, einen an das Buch zu fesseln. Denn alles löst sich nach und nach auf - formt sich zu einem klaren Bild. Und dennoch.. Es ist nichts so, wie es scheint!

Das Ende ist bei weitem das Beste, was ich seit längerem gelesen habe. Ich hatte am ganzen Körper Gänsehaut und es ging mir sehr nahe. Noch nie war ich von einem Buchende so berührt - das war ganz großes Kino. Alleine deswegen lohnt es sich schon, dass Buch zu lesen!

4 von 5 Sternen

Charaktere:
Der Hauptcharakter Marc Lucas ist eine sehr sympathische Person. Sofort fühlt man sich bei ihm wohl und möchte mit ihm gemeinsam diese Geschichte durchstehen. Man hat Mitleid, möchte am liebsten selbst in die Geschichte eingreifen - hier hat Fitzek sehr gute Arbeit geleistet und den Leser sofort mit Marc verbunden. Das ist auch ein Grund dafür, dass man sich von dem Buch eigentlich nicht lösen möchte!
Emma hat hier eine sehr verwirrende Rolle. Geflüchtet aus einem Amnesieprogramm, in dem auch Marc sein soll. Man weiß wirklich nicht, was man von ihr halten soll.. Geisteskrank? Will sie ihm wirklich helfen? Oder ist sie doch eine von den ''Bösen''?Dank ihr, wirkt die ganze Geschichte noch etwas verwirrender und ungewöhnlicher - aber keine Sorge.. Das löst sich noch auf ;)
Die anderen Personen, waren mir alle nicht wirklich sympathisch. Denn zunehmend wird dem Leser klar, dass die meisten hier ein falschen Spiel spielen.. Wem man trauen kann, weiß man nicht, weswegen man immer auf der Hut ist und keine weiteren Sympathien zu anderen Personen aufbauen kann. Das ist aber gerade der Knackpunkt im Buch.. Wem kannst du trauen? Wer spielt das falsche Spiel?

4,5 von 5 Sternen

Schreibstil:
Wie oben schon erwähnt, schafft es Fitzek mal wieder, zwischen dem Leser und dem Protagonisten eine Beziehung aufzubauen. Diese ist allerdings auch nötig, um das Buch so zu erleben, wie es ist - spannend, fesselnd, rührend! 
Außerdem sind auch hier wieder genug Details vorhanden. Man kann sich die Umgebung sehr gut vorstellen und befindet sich augenblicklich in der Geschichte. Die Beschreibungen brennen sich quasi in die Gedanken des Lesers - das war großartig!
Auch beschreibt Fitzek die Gedanken Marc's sehr genau, sodass der Leser alles sehr gut nachvollziehen kann. Die kurzen Kapitel tragen hier wie immer zur Spannung bei und enden fast immer mit einem bösen Cliffhanger, der dem Leser keine Möglichkeit gibt, das Buch aus der Hand zu legen - selbst, wenn die Spannung gerade nicht am höchsten Punkt ist. 
Alle Einzelheiten aufzuzählen würde zu lange dauern. Alles in Allem kann man sagen, dass hier auch wieder unverkennbar Fitzek am Werk war. Seine kurzen Cliffhanger, kurzen Kapitel und sehr detaillierten Beschreibungen machen es zu einem tollen Leseerlebnis - wie immer! 

4,5 von 5 Sternen

Cover:
Schlicht, passend zum Thema! ;)


Fazit/Meinung:
Alles in Allem war es wieder ein toller Fitzek, den ich hier lesen durfte! Die Cliffhanger, der Plot, fast alles war wieder toll ausgearbeitet und ich hatte wirklich viel Lesespaß. 
Ich frage mich jedes Mal auf's Neue, wie Fitzek sich solche Geschichten überlegen kann. Denn auch hier gab es wieder ein unerwartetes Ende, dass auf eine sehr gut durchdachte Geschichte folgte. Das Ende bietet Emotionen ohne Ende und man kommt an der Gänsehaut nicht vorbei - das sollte man sich nicht entgehen lassen!
Einen Stern abzug gebe ich, da mir zwischendurch immer wieder kurz die Spannung fehlte. An einigen Stellen wurde es etwas zu langatmig und Gedankenstränge und Gesprächsfetzen wurden wiederholt - das ist aber kein Grund dieses Buch nicht zu lesen ;)

Für Fans des unblutigen (Psycho-)Thrillers ist das hier ein echter Geheimtipp ;) Euch kann ich das Buch nur empfehlen!

4 von 5 Sternen

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

e-book, familie, fantasy-elemente, fantasy-thriller, gefährliches machtinstrument, gefährliche trauer, gruselig, macht, mysterythriller, mystisch, opfer, simon geraedts, spannung, thriller, unerfüllbare wünsche

Das Opfermesser

Simon Geraedts
E-Buch Text: 178 Seiten
Erschienen bei null, 12.12.2015
ISBN B019BEHNMI
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

''Das Opfermesser'' war mein erstes Buch von Simon Geraedts. Ich fand die Idee dahinter sehr interessant und war sehr gespannt, wie sich das Buch entwickeln würde...

Inhalt:
''Jeder Wunsch verlangt ein Opfer … „Willst du schweben, Lukas? In meiner Welt geschehen Wunder …“ Nach dem Tod seiner Mutter hat der neunjährige Lukas sich in seine eigene Welt zurückgezogen. Er fürchtet sich im Dunkeln und spricht nur selten. Sein Vater, Carsten, hat sich mit einer jungen Pädagogin frisch verlobt. Lukas hasst seine Stiefmutter in spe und versucht bei jeder Gelegenheit, einen Keil zwischen sie und seinen Vater zu treiben. Von einem gemeinsamen Wochenende in der Natur verspricht sich Carsten, dass sie als Familie zusammenwachsen. Tief im Wald beziehen sie ein Ferienhaus und ahnen nicht, welches Grauen sie dort erwartet. Lukas findet ein Messer, dem eine dämonische Kraft innewohnt. Nachts erwacht es zum Leben und erfüllt dem Jungen jeden Wunsch gegen ein dargebrachtes Opfer. Anfangs genügen Tiere. Doch für den größten Wunsch – die Auferstehung seiner Mutter – fordert das Messer ein Menschenopfer …''

Handlung: 
Die Handlung bei ''Opfermesser'' ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Auf 178 Seiten durchlebt der Leser viele verschiedene Gedanken und Handlungsarten. Über rasant, entspannt und langweilig ist wirklich alles dabei. Der Thriller entwickelt sich wirklich unterschiedlich. Nachdem einem nach dem Prolog der Mund einfach nur offen stehen bleibt, ebbt die anfängliche Spannung ab und es geht erst einmal in einen längeren Erzählfluss über. 

Es geht um die Hintergrundgeschichten: Über Luka's verstorbene Mutter, über die Leidenszeit und das Verarbeiten dieses schrecklichen Erlebnisses. Es werden die ersten Stunden zusammen mit seinem Vater Carsten und seine zukünftigen Stiefmutter Jasmin in dem ''Resort'' geschildert. Man bekommt eine klare Vorstellung, wie das Verhältnis zwischen den dreien ist. 
Leider ist die Entwicklung der Geschichte auch relativ deutlich vorherzusehen, was die Spannung deutlich senkt. Das Ende wartet dann aber mit einer unerwarteten Wendung auf den Leser - darauf kann man sich freuen!
 Insgesamt eine gut durchdachte Handlung, bei der es an der Umsetzung etwas hadert.

3 von 5 Sternen

Charaktere:
Über die Charaktere kann man nicht viel sagen. Obwohl das Verhältnis zwischen den Personen durchgehend angespannt bleibt, ändern sich die Charaktere und die damit verbundenen Gedanken und Handlungen gefühlt mit jeder Seite. Das ist etwas schade!
So kommen auch einige Unklarheiten zu Stande. So erwartet man z.B. bestimmte Gedanken von einer Person nicht. Das führt dann im ersten Moment zu kompletter Verwirrung. Natürlich gewöhnt man sich dran - trotzdem hätte ich mir hier einheitliche und gleichbleibende Charaktere gewünscht. 
Zudem waren die Charaktere für meinen Geschmack etwas überspitzt dargestellt - etwas zu extrem sind ihre Gedanken und Gefühle. Außerdem waren für mich die Gedanken und vor allem die Vorahnungen der Charaktere zu unrealistisch. Solche Visionen und Albträume und dann so ein leichtsinniges Handeln? Das kam mir etwas komisch vor!

(Um zu verstehen was ich meine, muss man das Buch gelesen haben)
2,5 von 5 Sternen

Schreibstil:
In ''Das Opfermesser'' schreibt der Autor kurz und knackig - das gefällt mir. Lässt man die etwas langatmigen Erzählungen außer Acht, so weiß der Autor zu überzeugen. Er erzählt schnell, gut verständlich und gibt trotzdem genügend Details wieder. 
Auch die kurzen Kapitel haben mir sehr gut gefallen und haben dem Buch so ein wenig mehr ''Pepp'' gegeben. Vor allem am Schluss weiß Simon Geraedts mit gekonnten Cliffhangern und Wendungen zu überzeugen. 
Die Auflösung der Geschichte hat er sehr verständlich wiedergegeben - die Spannung blieb dabei (zumindest am Ende) nicht auf der Strecke!

Der Schreibstill des Autors ist sehr interessant und facettenreich. Ihn werde Ich auf jeden Fall im Auge behalten - auch, wenn mir dieses Buch nicht ganz so gut gefallen hat.
4 von 5 Sternen

Cover:
Passendes Cover, dass einem sofort ins Auge springt!

Fazit/Meinung:
''Das Opfermesser'' von Simon Geraedts besticht durch einen guten und verständlichen Schreibstil. Auch interessante Wendungen und gelungene Cliffhanger sind zum Ende hin des öfteren vorhanden. 
Leider war das Buch (trotz 178 Seiten) an einigen Stellen etwas langgezogen - hier hätte Ich lieber mehr Handlung als Gedanken gelesen. Das ist aber eindeutig Geschmackssache!
Wer sich für einen schnelllebigen Thriller mit ''Fantasy-Ansätzen'' interessiert, könnte hier voll auf seine Kosten kommen.Mich, hat der Thriller leider nicht so sehr mitgerissen.

3 von 5 Sternen

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

gespensterfabrik, high-tech-pflegediscounter hcc, pflegeheime, psychothriller

Die Gespensterfabrik

Peter Nimtsch
E-Buch Text: 445 Seiten
Erschienen bei null, 18.12.2015
ISBN B019L0P9YQ
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das war mein erster Thriller von Peter Nimtsch und ich bin sehr angetan von diesem Buch! Ein klasse Psychothriller, der viele Komponenten verbindet und es so zu einem tollen Leseerlebnis macht.

Inhalt:


''Die Nachtdienste im einsamen dritten Stock des Hightech-Pflegediscounters HCC treiben die sechsundzwanzigjährige Altenpflegerin Nicole an den Rand des Wahnsinns. Ein für tot erklärter Heimbewohner steht wieder auf, geistig Verwirrte töten sich auf grässliche Weise selbst, Serviceroboter tun nicht das, was sie sollen. Der Einzige, der sich für die allmählich überhandnehmenden, unerklärlichen Phänomene zu interessieren scheint, ist der neue Wachmann mit dem Narbengesicht. Als „Gespensterfabriken“ bezeichnen Medien die Filialen der HCC-Kette – riesige Gebäude mit Maschinen, die über gespenstisch leere Flure wuseln. Hauptkommissar Berg ermittelt undercover in einem dieser Pflegeheime. Doch das, was im verbotenen zweiten Untergeschoss vor sich geht, lässt seinen Einsatz entgleisen. Berg muss alles riskieren, um ein ungeahntes Blutbad zu beenden ..''


Handlung:

Nicole ist neu im HCC und dementsprechend weiß sie noch nicht, was in diesem Altenpflegeheim alles vor sich geht - genau wie der Leser. Sie wird mit immer wieder neuen Situationen konfrontiert, die sie und den Leser immer mehr in den Wahnsinn treiben. Als Unterstützung hat sie zwei weitere Pfleger, die andere Stockwerke als sie bewachen. Doch wenn einer Hilfe braucht, sind die anderen sofort zu Stelle. Doch spielt hier jemand ein falsches Spiel oder sind sie doch alle Unwissende, die sich in Lebensgefahr begeben, als die verhängnisvolle Nacht beginnt?
Fast jede Nachtschicht hat vor allem Nicole es mit verrückten Heimbewohnern oder gruseliger Haustechnik zu tun - die Wachen des Hauses sind ihr dabei am Anfang keine Hilfe, bis endlich ein neuer ins Heim kommt..

Die Nebengeschichte handelt von der Technisierung der Altenpflegeheime. Doch was im ersten Moment ganz normal erscheint, entpuppt sich später als große Herausforderung für alle beteiligten. Hier bekommt man einen Einblick in die Materie des ganzen und geht so mit genug Wissen über die Technik in das hochspannende und actionreichen Finale.
Doch bis zum Schluss ist unklar, wer alles an diesen kriminellen Machenschaften beteiligt ist, wie und wer das ganze stoppen kann und wer noch alles sein Leben lassen muss..

Die Handlung und der Plot sind wirklich genial! Eine Idee zu so einem Buch muss man erstmal haben. Und die ständig wechselnden Perspektiven und neuen Herausforderungen lassen das Buch nur zu wenigen Zeitpunkten ''langweilig'' werden. (siehe Schreibstil)

4,5 von 5 Sternen

Charaktere:

Es wird vorwiegend aus 2 Perspektiven erzählt.
Nicole, die neue Altenpflegerin ist dem Leser sofort sehr sympathisch. Man fühlt mit ihr, hofft, dass alles gut für sie ausgeht und möchte am liebsten selber in das Buch springen und ihr helfen.
An einigen Stellen ist sie dann allerdings naiv, handelt völlig irrational und man kann ihre Handlungen nicht vollkommen nachvollziehen.
Aber wer weiß, wie man selber in dieser Situation reagieren würde.. ;)

Tobias Berg ist Hauptkommissar und ermittelt verdeckt. Er ist wirklich der Sympathieträger in diesem Buch. Seine tragische Geschichte aus der Vergangenheit spielt natürlich auch mit und gerade deswegen wünscht man ihm, dass er den Fall schnell aufklärt und die Wahrheit ans Licht bringt.
Es bringt wirklich Spaß zu erleben, wie er sich aus jeder Ausweglosen Situation wieder befreit und daraus einen Vorteil für ihn selber rausholen kann. Doch geht es wirklich immer gut oder macht er doch noch einen Fehler..? Das ist die Frage, die einen über das ganze Buch quält.

Die anderen Charaktere sind eher Randpersonen und ihre Wirkung wird stark von Nicole und Tobias eigenen Gedanken und Urteilen beeinflusst. Dennoch weiß man zu keinem Zeitpunkt, wer aus dem Heim nicht doch ein falsches Spiel spielt oder ob sie alle gemeinsam gegen den gleichen Gegner kämpfen. Bis zum furiosen Ende bleibt das dem Leser auch verborgen, was den Spannungsgrad wirklich enorm steigen lässt.
Alle Charaktere sind wirklich gelungen und verfehlen ihre Wirkung kaum. An einigen Stellen kann der Autor noch etwas verbessern, wie zum Beispiel an der Sinnhaftigkeit der Handlungen der Personen. Das tut dem Lesefluss aber kaum einen Abbruch

4 von 5 Sternen

Schreibstil:

Peter Nimsch überzeugt mit einem flüssigen Schreibstil, wie ich ihn gerne hab' ;).
Mit kurzen, kanckigen Dialogen hält er den Leser auf Zack und mit Gedankengängen der Personen bekommt man einen guten Eindruck von ihnen (überwiegend Nicole und Tobias Berg).
Ich habe es normalerweise gerne, wenn ich eine grundlegende Vorstellung von der Umgebung und den Räumen habe.
Hier übertreibt es der Autor allerdings und verrennt sich zum Teil in unwichtigen Details, was die Spannung an einigen Stellen sehr hemmt - schade. 
Hier hätte Peter Nimsch an einigen Stellen wirklich kürzen können - gerade bei Verfolgungsjagden sind meiner Meinung nach Details der Umgebung eher unwichtig. 
Hier sollte man sich aber selber ein Bild machen und entscheiden, ob einem das zu viel ist oder eben genau richtig. Das ist Geschmacksache! :)

Alles in allem ein Schreibstil, der an vielen Stellen zu überzeugen weiß, jedoch an manchen Stellen die Spannung nimmt und sich mit unwichtigen Details abgibt.

3,5 von 5 Sternen

Fazit/Meinung:

''Die Gespensterfabrik'' von Peter Nimsch ist ein sehr guter Psychothriller mit einem hervorragenden Plot und einer actionreichenHandlung, die zeigt, zu was der Autor noch fähig sein wird.. ;)
Die Charaktere sind gut dargestellt haben aber kleine Schönheitsfehler, die mich beim Lesefluss aber nur selten störten.
Der Schreibstil weiß oft zu überzeugen, zum Teil verrent sich der Autor aber in unwichtigen Details.

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, was jeden Thriller Fan sehr glücklich machen wird, davon bin ich überzeugt! 

Verdiente 4 von 5 Sterne

  (84)
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(144)

242 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

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Die Therapie

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2009
ISBN 9783868001280
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Fitzek ist einer der Besten seines Fachs! Kaum einer schafft es, mich an ein Buch so zu fesseln, wie er das tut! Und auch hier wollte und konnte ich das Buch kaum eine Sekunde aus der Hand legen!

Inhalt:
''Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird ...''

Handlung: 
In ''Die Therapie'' von Fitzek steht ein Familiendrama im Mittelpunkt, weswegen man schnell denken könnte, dass es hier schnell langweilig wird.. Im Gegenteil! Zwar schleppt sich die Geschichte in den ersten 20% etwas, jedoch ist genau dieser Teil der Geschichte wichtig, um alles Nachfolgende zu verstehen. Es wird die Vorgeschichte erzählt, was angeblich mit Josy passiert ist und wie Dr. Larenz versucht hat, darüber hinwegzukommen. Die danach folgenden 80% des Buches entschädigen dann aber wirklich alles! Spannung und Nervenkitzel pur! Das alles gelingt Fitzek, bei einem fast komplett unblutigem Thriller - großartig! So muss ein wahrer Psychothriller aussehen! 
Es beginnt eine Jagd nach der Wahrheit, in der sich Dr. Larenz immer unsicherer wird.. Denn seine ''Patientin'' wird immer merkwürdiger und er weiß nicht, was er glauben soll. Will sie ihm helfen? Hat sie etwas mit Josy's Verschwinden zu tun? Oder ist sie doch ohne ''bösen'' Hintergrund zu ihm gekommen? Diese und noch viele weitere Fragen quälen Viktor Larenz und vor allem auch den Leser. Dieser weiß nämlich immer genau das, was auch Viktor weiß. 

Die Spannung steigert sich dann bis ins Unerträgliche und endet in einem überragenden Finale! Ein Finale, in dem man erfährt, was wirklich passiert ist. Darauf kann man sich in jedem Fall freuen! Verwirrend, spannend und unglaublich - so kann man die Handlung des Buches kurz und knapp zusammenfassen.
5 von 5 Sternen

Charaktere: 
Ist gibt keinen großen Charakterumfang - genau richtig für dieses Buch! Viktor Lorenz ist ein unglaublich sympathischer Protagonist, dem man einfach nur das Beste wünscht. Man möchte mit ihm zusammen herausfinden, was passiert und ihm am liebsten selber helfen. Er kommt sehr natürlich rüber und seine Handlungen konnte ich zu 100% nachvollziehen - wahrscheinlich hätte ich selber so gehandelt. Das machte es umso besser! Hier hat Fitzek eine super Person erschaffen, mit der sich der Leser sofort identifizieren kann.

Der Rest der Charaktere war durchweg passend zum Buch gestaltet und ausgearbeitet! Die Patientin - durchweg undurchschaubar und unberechenbar. Man wusste zu keinem Zeitpunkt, was sie wirklich im Schilde führt und wer sie wirklich ist. 
Auch Charaktere, wie der Bürgermeister der Insel oder Kai, Viktor's Privatdetektiv waren sehr gut herausgearbeitet und dennoch geheimnisvoll. Immer wieder neue unerwartete Hinweise und Andeutungen, die einen völlig verwirrten und im nächsten völlig aus den Socken hauten! 
Auch in diesem Punkt, hat Sebastian Fitzek hervorragende Arbeit geleistet!
5 von 5 Sternen

Schreibstil:
Wie ich schon von vorherigen Büchern wusste, ist Fitzek ein unglaublicher Autor, der den Leser an das Buch zu fesseln weiß. Das war hier nicht anders. Fitzek arbeitet mit einer detaillierten Beschreibung (vorwiegend auf die Gedanken bezogen) und schafft es so, eine Art persönlichen Bezug von Leser zu Protagonist herzustellen. Dadurch ist man mitten im Geschehen dabei, rätselt und fiebert mit. 
Auch hält Fitzek die Kapitel kurz, sodass man das Gefühl hat durch die Handlung und die Kapitel zu fliegen, was einfach nur großartig ist. So wird der Thriller noch rasanter und man wird quasi an jede einzelne Seite des Buches gefesselt. 
Dazu kommen noch unglaubliche Cliffhanger, die den Leser mit offenem Mund und einem mulmigen Gefühl zurücklassen. Man kann in diesen Momenten einfach nicht aufzuhören zu lesen! 
Auch schafft es der Autor mit gekonnten Wendungen und anderen Spannungselementen, den Leser fast mit jeder Seite den Atem zu rauben! 
Ich kann in diesem Punkt nicht auf alle Einzelheiten, dieses besonderen Schreibstils eingehen, aber eins kann ich sagen: Wer Fitzek nicht liest, verpasst etwas!
5 von 5 Sternen

Cover: 
Das Cover ist schlicht gehalten - hier hätte Ich mir vielleicht ein bisschen mehr gewünscht. Das ist aber Kritik auf ganz hohem Niveau ;)

Meinung/Fazit: 
''Die Therapie'' von Sebastian Fitzek ist einer der besten Psychothriller, die ich bis jetzt gelesen habe. Die Geschichte lässt einen nicht mehr los und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das liegt nicht zuletzt, an dem unglaublich guten Schreibstil, der einen mit immer wieder gelungenen Cliffhangern und sehr guten Beschreibungen der Gedanken begeistert. Eine solche Idee zu einem Buch zu haben, ist sehr beeindruckend! Denn wie sich dieses Buch entwickelt - da wäre ich niemals drauf gekommen. Ganz großes Kino!
Diese verworrenen und spannenden Ereignisse, machen es einfach zu einem tollen Leseerlebnis, was ich wirklich jedem nur ans Herz legen kann! :)

Was kann Ich da anderes vergeben, als 5 von 5 Sternen?! :)

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(318)

554 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Der Seelenbrecher

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 361 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2008
ISBN 9783868006704
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was habe ich mich gefreut, als ich endlich wieder zum Lesen kam - da musste ich mir natürlich gleich einen Fitzek zu Gemüte führen.Und mal wieder beweist er, dass er es drauf hat, wie kein Anderer...!

Inhalt:

''Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres ... Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …''

Handlung:

Zu Anfang muss gesagt sein, dass man eine Patientenakte liest. Man macht quasi ein Experiment, welches auch im Buch beschrieben wird, mit. Die Auflösung dahinter wird den Leser dann aber noch einmal aus den Socken hauen.
Caspar (so wird er von den Ärzten und Patienten gennant) wurde nach einem Unfall in die Psychiatrie am Teufelsberg in Berlin eingewiesen. Er kann sich weder erinnern, was passiert ist, noch wie sein eigentliches Leben aussieht oder wie er heißt. Und das macht den ganzen Plot, die ganze Handlung zu einer nervlichen Belastung für den Leser. Denn auch man selber hat keine Ahnung, was damals passiert ist. Man erlebt alles aus der Perspektive von Caspar, der einem an einigen Stellen wirklich Leid tun kann! 

Nach einem etwas langsameren ersten Teil überschlagen sich die Ereignisse und der Leser fliegt so schnell durch die Seiten, dass er dabei die Zeit vergisst. Neue und wieder Neue Erkenntnisse bieten sich dem Leser und wenn man denkt, es kann nicht noch aussichtsloser und verworrener werden, wird man eines besseren belehrt. 
Das Ende ist dann nochmal eine klasse für sich! Die Auflösung war wirklich großartig gemacht!Dieses Ende wird mit einem anderen Buch verbunden, welches ich auch schon gelesen habe. Das brachte mir (ungelogen) 10 Minuten Gänsehaut! Vielen Dank Herr Fitzek! Ich ziehe meinen Hut vor diesem Ende, ganz großes Kino!

Ich bin sogar dazu geneigt zu sagen, dass man einen ganz neues Genre für dieses Buch erfinden muss. Es ist schwierig zu beschreiben, dafür muss man es gelesen haben. Aber dieses Buch verbindet Psychischen Terror mit einer rasanten und abwechslungsreichen Handlung!

5 von 5 Sternen!

Charaktere:

Die Charaktere werden aus Caspar's Sicht beschrieben (allerdings kein Ich-Erzähler!; außerdem wie oben gesagt eine Patientenakte), weshalb der Leser keinen Eindruck vom Innenleben und dem Gedankenfluss der anderen Personen hat. Die Personen, die mit beteiligt sind aufzuzählen, erscheint mir hier nicht für angebracht, ich möchte nicht alles vorwegnehmen ;)
Was man allerdings erwähnen muss, ist die Unberechenbarkeit aller Personen. Der Leser hat keine Ahnung, was die Personen wirklich denken, weiß ihre Hintergrundgeschichten nur ein wenig bzw. fast nur die guten Dinge. Doch steckt hinter jedem wirklich ein Engel? Und wer könnte etwas mit dem Seelenbrecher zu tun haben oder sind alle unschuldig und daher wie Caspar unfreiwillig in der Situation gelandet?
Hier hat Fitzek meiner Meinung nach wirklich die beste Entscheidung des Buches getroffen - nämlich aus Caspar's Sicht zu schreiben. Die Figuren bleiben so über das ganze Buch hinweg unberechenbar und man baut selber eine Art Beziehung zu Caspar auf. Er ist sehr sympathisch und man fiebert durchweg mit ihm mit und versucht ihm, obwohl das natürlich Schwachsinn ist, zu helfen.Hier hat es der Autor wirklich geschafft, die perfekte Mischung zu wählen!

5 von 5 Sternen

Schreibstil:

Wie immer besticht Fitzek durch einen durchweg flüssigen Schreibstil, der mit vielen Redewendung und geschickten Verbindungen das Buch zu einem tollen Erlebnis macht.
An rasanten Stellen stechen die kurzen Sätze hervor, welche das Spannungsgefühl noch verstärken und das Buch zu einem exzellenten Psychothriller machen, den man nicht aus der Hand legen kann! Wie immer weiß der Autor mit Worten zu spielen schafft so eine perfekte Atmosphäre für den Leser - perfekt für lange Thriller-Nächte ;)
Die Umgebung sind gut beschrieben und man kann sich alle Räume sowie Personen gut vorstellen. Hier hätte Fitzek sich etwas kürzer fassen können, da ich ein nicht so großer Freund, detaillierter Beschreibungen in einem (Psycho-)Thriller bin, aber das ist ja bekanntlich Geschmacksache ;)Das ist aber natürlich ''Meckern'' auf ganz hohem Niveau!

4,5 von 5 Sternen

Fazit/Meinung:

Mit ''Der Seelenbrecher'' hat Fitzek einen Psychothriller der Extraklasse geliefert, der durch einen hervorragenden Plot, ein rasantes Tempo, sowie unberechenbare Charaktere und einem angemessen Schreibstil besticht!Für alle Fans der Spannungsliteratur ist das ein ganz klares MUSS! Wer diesen Psychothriller nicht liest, verpasst ein Spektakel!
Ganz klare Leseempfehlung!

 5 von 5 Sternen

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1.146 Bibliotheken, 12 Leser, 10 Gruppen, 106 Rezensionen

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Fünf

Ursula Poznanski , , ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.07.2013
ISBN 9783499257568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich war sehr gespannt darauf, wie 'Fünf' von U. Poznanski wird - denn es war schließlich mein 2. Buch. Nach 'Fremd' waren die Erwartungen natürlich sehr hoch..

Inhalt:
''Ein Spiel mit Namen Tod. Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. Sie führen zu einer Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und zu einem Rätsel, dessen Lösung wiederum zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. Es ist ein blutiges Spiel, auf das sich das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger einlassen muss. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, die Morde folgen immer schneller aufeinander. Den Ermittlern läuft die Zeit davon. Sie ahnen, dass erst die letzte Station der Jagd das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird.''

Handlung:
'Fünf' von U. Poznanski besticht durch eine zweiteilige Handlung - gar einen Spagat. Nämlich zwischen der abgebrühten Kommissarin Beatrice Kaspary und der Mutter Beatrice Kaspary. Ein und die selbe Person, und doch sehr unterschiedlich! Einerseits, die liebende Mutter, die sich um ihre Kinder sorgt und kümmert, dabei von ihrem Ex-Mann terrorisiert wird und auf der anderen Seite, die zielstrebige, selbstbewusste Kommissarin. 
Beide Seiten werden hier gut und ausführlich dargestellt und trotzdem hatte Ich nie das Gefühl, dass der Schwerpunkt auf den Familienproblemen liegt. Diese waren eher ein Mitläufer, der die Geschichte zusätzlich interessant machte und einige Lücken füllte.
Auch sorgten die Familienereignisse immer wieder für kurze Verschnaufpausen, konnten aber auch nach einem fiesen Cliffhanger beginnen und so die Spannung erhöhen. 
Zwischendurch gibt es auch immer wieder kurze Einblicke in die Köpfe der Opfer und des Täters, die aber eher Verwirrung als Klarheit mit sich bringen. Spannung kam zuverlässig am Ende eines Kapitels auf (die Kapitel sind ziemlich lang). Denn dann finden die beiden Kommissare Florin und Beatrice immer neue Koordinaten, die ihnen weiterhelfen könnten.
Alles in allem, eine sehr gut ausgeklügelte Handlung, die immer wieder durch ihr verschiedenen Facetten für Verwirrung sorgt und trotzdem nicht zu undurchsichtig wird!
Das Ende wartet dann mit einer riesigen Überraschung auf den Leser. Das absolute Highlight des Buches!

Für die Handlung bzw. Handlungsstränge gibt es 4,5 Sterne!

Charaktere: 
Die Anzahl der Charaktere, die wirklich wichtig sind, ist gut gewählt und gut überschaubar. Auch die Eigenschaften und Fähigkeiten wurden wirklich optimal auf diese Story abgestimmt, sodass jeder wirklich seine ganz eigene Rolle übernahm und Einfluss auf das Geschehen hatte. Ich hatte nicht das Gefühl, dass irgendeiner der Charaktere ein reiner Nebenläufer war!
Beatrice und Florin, die beiden Hauptkommissare (es wird aus Beatrice' Sicht geschrieben) waren mir von Anfang an sympathisch und harmonierten wirklich gut mit einander. Man dachte zwischenzeitlich wirklich, man wäre ein Mitglied der Kripo und würde mit an dem Fall arbeiten. Denn die Gedankenstränge waren immer nachvollziehbar und des öfteren auch genau so, wie meine. Das war wirklich sehr gut und verlieh dem Buch zusätzliche Pluspunkte ;)
Mit dem Rest der Charaktere kam Ich dann aber so gar nicht klar. Sie waren mir zu Oberflächlich, etwas zu zickig oder zu nervig. 
Natürlich weiß Ich, dass auch weniger sympathische Charaktere zu einer Geschichte gehören und sie bereichern können. Hier war Ich allerdings mehr genervt als angetan. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn hier etwas mehr Zuneigung und Verständnis für den anderen geherrscht hätte, aber man kann sich ja nicht alles aussuchen ;)
Dennoch passten die Charaktere einigermaßen zu der Geschichte, und die Hauptcharaktere der Geschichte waren super sympathisch und sehr engagiert. Das ist schließlich das Wichtigste!

Für die Charaktere gibt es von mir 3,5 Sterne!

Schreibstil:
Der Schreibstil von U. Poznanski ist auch hier ziemlich interessant. Kurze, abgehackte Sätze. Eben so, wie man in einer Stresssituation denken würde. Und auch sonst, weiß die Autorin zu überzeugen. Detailgetreue Beschreibung der Umgebung, sowie einen tollen Einblick in die Gefühle und Gedanken Kaspary's!
Und dann hat Poznanski einen Kniff verwendet, den Ich unglaublich finde. SO klein und unscheinbar und doch so gut, dass einem jedes Mal der Atem stockt. Es ist ein Lied, dass jedes Mal kurz angestimmt wird, wenn Beatrice eine Nachricht empfängt. Und des öfteren kommt die Nachricht vom Owner (also, dem Täter) selber. Texte, mit wenigen Worten, Hinweisen und Tipps. Darauf wartet man gespannt, und wenn dann das Lied angestimmt wird, hält man den Atem an und wartet darauf, dass die Nachricht nun endlich gezeigt wird. Großartig!
Das ein oder andere Mal musste Ich Sätze zwei Mal lesen, um zu verstehen, worum es geht. Manchmal kam es vor, dass mir der Ort, an dem gerade etwas passiert nicht klar war, oder die Gedanken von Beatrice einfach zu undurchsichtig waren. Das kam aber zum Glück relativ selten vor! Leider fand Ich die Kapitel viel zu lang. Ich liebe Bücher, bei denen Man von Kapitel zu Kapitel fliegt. Hier dauerte ein Kapitel gut und gerne mal 1:30 h. Das lag daran, dass ein Kapitel immer eine neue Koordinate und die verbunden Ermittlung ''beheimatete''
Insgesamt ein schöner Schreibstil mit einigen Schönheitsfehlern, der den Leser aber trotzdem in eine andere Welt mitnimmt!

Hier vergebe Ich 4 Sterne!

Cover: 
Ein schönes Cover mit Wiedererkennungswert! Der Raabe kommt in allen 3 Bänden als Symbol vor. Sehr gute Idee!

Fazit/Meinung:
'Fünf' von U. Poznanski ist ein gelungener Thriller, mit zwei guten Handlungssträngen. Es wird ausreichend gut beschrieben und auch die Handlungen und Situationen sind meist klar und deutlich. Zwei sympathische Kommissare machen das Buch erst zu dem, was es ist. Die Kapitel waren etwas zu lang gewählt und zogen sich etwas. Trotzdem war die Spannung nicht zu knapp gewählt und vor allem der Wiedererkennungswert des Liedes, das bei einer Nachricht ertönt war super!
 Alles in allem überwiegt der positive Eindruck des Buches! Die anderen Bücher der Reihe, werde Ich mir auf jeden Fall auch noch mal zu Gemüte führen.

Wer sich für einen 'Relativ' harmlosen Thriller mit nicht allzu viel ''Atemaussetzern'' interessiert, ist hier genau richtig! ;)
Der Geschichte gebe Ich am Ende 4 verdiente Sterne, denn das Ende war wirklich ein Kracher!


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1.257 Bibliotheken, 11 Leser, 6 Gruppen, 87 Rezensionen

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Abgeschnitten

Sebastian Fitzek , Michael Tsokos
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426510919
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man nehme einen vor Sorge sterbenden Vater; eine Insel, abgeschnitten vom Festland; eine Frau, die sich vor ihrem Stalker auf der abgeschnitten Insel versteckt und eine einsame Pathologie auf der Insel... und schon hat man einen großartigen Thriller.. ;)

Inhalt

''Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert. Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …''

Handlung:

''Die Autoren wissen, wie sie den Leser an das Buch fesseln!'' 
Das war es, was mir nach dem Prolog als Erstes einfiel. Eine undurchsichtige Szene, bei der einem wirklich kurzzeitig der Atem stockt. Denn man hat natürlich eine leichte Vorahnung was passieren könnte. Und dennoch, ein Bezug zur eigentlichen Geschichte kommt erst relativ am Ende. Dafür aber mit einem großen Paukenschlag. Trotzdem bietet der Prolog einen Einblick in die ganze Geschichte. Denn es wird spannend, hoch rasant und gruselig. Der Leser kann keinen einzigen Moment durchatmen, denn es wartet schon die nächste Überraschung, der nächste Horror, der nächste Mord auf ihn.
Und dennoch wirkt das Buch zu keinem Zeitpunkt überladen oder undurchsichtig. Trotz der actionreichen Handlung, kann der Leser allen Gedankensträngen der Personen sehr gut folgen. Ganz oft habe Ich mich hier in die Gedanken vertieft, als plötzlich das nächste Unglück passierte und mein Puls schlagartig hochging. 
Hier haben sich die Autoren wirklich selbst übertroffen! Eine actiongeladene Handlung, die spannend und erschreckend zugleich ist... und zudem hinter jeder Seite eine neue grauenhafte Überraschung bereit hält.


Charaktere:

Alle Charaktere, also Paul; Ingolf; Linda und Ender waren mir durchweg sympathisch und ihre Handlungen konnte Ich fast immer nachvollziehen. Hier wurden sehr gute und vor allem passende Charaktere für dieses Buch ausgewählt. So konnte man sich wirklich in jeden einzelnen der Personen hineinfühlen und das war großartig. So hatte man wirklich das Gefühl, das Geschehen hautnah mitzuerleben und erst das, machte es zu einem tollen Leseerlebnis!
Auch wurden die Umstände der Personen genügend dargestellt, sodass man auch einige Hintergrundinformationen hatte. Trotzdem wurde es nie eine zu private Geschichte - die Spannung blieb immer erhalten!
Auch die Anzahl der Personen war hervorragend gewählt! So gab es zum Beispiel auch einige humorvolle und auflockernde Dialoge. Das war sehr angenehm zu lesen, auch wenn der Humor nicht lange anhielt!
Auch hier kann man wieder sagen: Die Autoren haben tolle Charaktere verwendet, die perfekt in dieses Buch passen! Perfekt!


Schreibstil:

Fitzek ist bekannt für seinen spannenden Schreibstil mit vielen Überraschungen und Cliffhangern. Und auch von diesem Buch kann man genau das sagen!
Fitzek's Schreibstil lässt den Leser durch die Seiten fliegen und hält hinter jeder einen neuen Schocker parat! Wie immer hat Fitzek die Personen toll charakterisiert, ohne dass dabei die Spannung leidet oder die Handlung erlahmt. Die Gedanken und (Selbst-)Gespräche sind toll geschrieben und wie oben bereits erwähnt, geben sie dem Leser das Gefühl hautnah dabei zu sein. Das ist die große Kunst, die Fitzek bis ins kleinste Detail beherrscht!
Zudem gibt es hinter wirklich jedem Kapitel einen gekonnten Cliffhanger, sodass der Leser beinahe dazu gezwungen wird weiterzulesen. Man möchte das Buch wirklich nicht aus der Hand legen!
Die Szenen in denen seziert wird, sind toll geschrieben - gut, dass hier Tsokos mit dabei war! Diese Szenen waren sehr genau beschrieben und gaben dem Buch einen zusätzlichen Thrill und vielleicht einen kleinen Ekel-Faktor.. ;) Großartig! 
Die Autoren überraschen dann noch mit einem Ende, dass Ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, was umso schockierender war, denn es erklärt wirklich jedes einzelne Detail, was passiert ist. So stelle Ich mir ein gut durchdachtes und spannendes Ende vor!


Cover:


Das Cover ist schlicht gehalten, passt aber sehr gut zu der Thematik! Dennoch steckt im Buch mehr, als das Cover zu verraten scheint ;)


Meinung/Fazit:


Sebastian Fitzek und Michael Tsokos haben hier einen Thriller der extraklasse geschrieben, den Ich nur wärmstens Empfehlen kann. Alle Fans der Spannungsliteratur und des leichten Horrors werden hier voll auf ihre Kosten kommen! Hinter jeder Seite warten neue erschreckende Handlungen, die einen mit offenem Mund und dem Bedürfnis zurücklassen, weiterzulesen! 
Auch die Charaktere sind in diesem Buch großartig dargestellt und ermöglichen es dem Leser, ganz nah am Geschehen dabei zu sein. 


Wer also Spannung von der ersten bis zur letzten Seite haben möchte und wem auch einzelne Sezier-Szenen nicht zu heftig sind, der wird mit diesem Buch seine Freude haben und das ein oder andere Mal zusammenzucken..;)
Für Thriller-Liebhaber also genau das richtige!


5 von 5 (Thriller-)Sternen

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416 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 18 Rezensionen

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Dein Wille geschehe

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 567 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.10.2010
ISBN 9783442474585
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Dein Wille geschehe" von Michael Robotham habe Ich kurz vor meinem Einstieg hierher beendet. Und als Ich jetzt noch ein Mal drüber nachgedacht habe, war Ich fest entschlossen eine Rezension über dieses großartige Buch zu schreiben! Es war mein 4. Band der Reihe um Joe O'Loughlin und was Ich schon mal vorweg nehmen kann... Eindeutig der Beste!

Inhalt:

"Dein Wille geschehe, mein Tod komme! Der renommierte Psychotherapeut Joe O’Loughlin wird zu einem erschreckenden Vorfall gerufen: Im strömenden Regen steht eine Frau nackt auf der Clifton Bridge in Bristol, High Heels an den Füßen und ein Handy am Ohr. Auf Joes beschwichtigende Worte reagiert sie nicht, sondern springt direkt in den Tod – ferngesteuert und willenlos. Der erfahrene Psychologe Joe steht vor einem Rätsel. Wurde die Frau tatsächlich von ihrem Anrufer in den Selbstmord getrieben? Als wenige Tage später die Geschäftspartnerin der Toten erfroren aufgefunden wird, an einen Baum gekettet, unbekleidet und mit einem Handy zu ihren Füßen, hat Joe Gewissheit: Hier ist ein gefährlicher Psychopath am Werk, ein Experte für Menschenmanipulation, der die Seele seiner Opfer bricht. Weil der mysteriöse Unbekannte jedoch keine Spuren hinterlässt, bleibt Joe nur eines: Er muss seinen Freund und Vertrauten, den pensionierten Detective Vincent Ruiz um Hilfe bitten. Noch kann Joe nicht ahnen, dass er selbst ins Visier des Täters geraten ist …"

Handlung:

Es geht verhältnismäßig ruhig los. Joe ist erfahrener Psychologe, hatte aber auch schon Kontakt mit der Polizei. Er hat geholfen einen Mordfall aufzudecken - bei dem er selbst verdächtigt wurde. (Adrenalin, 1. Band).
Jetzt ist er Dozent an einer Hochschule und versucht seine Psychologie-Studenten in der 1. Stunde für dieses Gebiet zu begeistern, was ihm auch wirklich gut gelingt. Jedoch kommt nach der 1. Stunde alles andere als erwartet.. Sein Freund Beuno Kaufmann, seines Zeichens ebenfalls Psychologe und an der Hochschule tätig, wird zu einem Fall gerufen.. Eine Frau möchte sich von eine Brücke in den stürzen. Es handelt sich um Christine Wheeler.. Jedoch lehnt Bruno dankend ab und schickt stattdessen Joe zu der Brücke, um die Frau davon abzuhalten zu springen..
Als er an der Brücke ankommt bietet sich ihm ein versörendes Bild.. Christine Wheeler steht komplett entblößt am Rande der Brücke. Sie hat ein Telefon in der Hand, jemand scheint ihr etwas zu sagen. Joe nimmt zu ihr Kontakt auf, versucht auf sie einzureden und sie umzustimmen.. Versucht sie zum Reden zu bringen.. Doch das einzige, was er ihr entlocken kann ist: "Sie verstehen das nicht" (S. 24)..
Ab diesem Moment wird Joe's Leben zu einem einzigen Horror. Der Fall nimmt nach und nach immer mehr Platz in seinem Privatleben ein. Das Missfällt seiner Frau Julianne und sie distanzieren sich zunehmend voneinander.. Doch Joe hat keine Zeit darüber nachzudenken, der Fall wird immer undurchsichtiger und komplizierter.. Doch Joe merkt nicht, dass er - je mehr er in diesem Fall ermittelt - zunehmend ins Visier des Killers kommt..

Charaktere:

Da Ich nun den 1. Band, in dem Joe und seine Familie / Freunde vorgestellt wurde gelesen habe, war Ich mit den Personen schon vertraut. Julianne und Joe bilden in diesem Buch allerdings nicht mehr das perfekte Ehepaar. Im Gegenteil! Beide misstrauen sich und es knallt des öfteren. Joe's Bedenken an der Treue seiner Frau konnte Ich durchaus nachvollziehen, genauso wie sein Handeln!
Leider wird hier Joe zunehmend "depressiv" und melancholisch.. Sein Parkinson wird schlimmer, er distanziert sich von seinen Freunden und dann auch noch der Krach mit seiner Frau. Seine Reaktion ist daher nachvollziehbar und schlüssig. Trotzdem hatte Ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass Joe mir unsympathisch wird. Nachwievor hat mir seine Art mit Gefühlen und schwierigen Situationen umzugehen sehr gut gefallen!
Anders wird das schon bei seiner Frau Julianne. Während Ich im 1. Band noch ziemlich gut auf sie zu sprechen war, ist das diesmal anders. Sie war mir zu zickig, zu hysterisch, gar schon zu Streitfreudig! Gerade diese Charakterzüge waren hier allerdings sehr gut gewählt, sodass Ich genau wie Joe die Treue von Ihr stark bezweifelt habe! Allerdings war ihr Verhalten im Showdown zunehmend verständlich, da kann Ich nichts gegen Julianne sagen :-)
Allgemein war die Zahl der Charaktere sehr überschaubar, was Ich sehr angenehm fand. Die Charaktereigenschaften waren allesamt schlüssig und haben dieses Buch sehr spannend gemacht!

Schreibstil:

Michael Robotham war für mich schon immer ein Autor mit einem sehr besonderen Schreibstil. Er weiß, wie man Spannung erzeugt, was er in diesem Buch beeindruckend unter Beweis stellt! Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, weswegen man das Gefühl hat regelrecht durch das Buch zu fliegen. Auch nimmt der Spannungsbogen scheinbar zu keinem Zeitpunkt ab. Durchgehen wird einem das Gefühl vermittelt, dass jeden Moment etwas passieren könnte.. Man blättert mit Spannung und Unbehagen von Seite zu Seite..
Außerdem hat M. Robotham es geschafft, mich des Öfteren in die falsche Richtung zu lenken. Man weiß nicht, was man denken soll, was man denken kann und vor allem, wer ein falsches Spiel spielt und wem man noch trauen kann..
Der Autor hat hier einen besonderen Kniff verwendet und abwechselnd aus Sicht vom Psychologen Joe und dem wahren Täter erzählt. Das hob die Spannung ungemein an und tiefe, dunkle Abgründe taten sich auf.. Und so wurde einem auch langsam klar, mit was einer Art von Täter man es zu tun hat - Unglaublich!
Des Weiteren hat sich Robotham hier an die "Ich-Perspektive" wie in den vorherigen Bänden gehalten. Dadurch war man erstaunlich nahe am Geschehen dran und die Gedanken von Joe und des Täters wurden unglaublich präzise und spannend dargestellt! Ein Kniff, welchen der Autor bis zur Perfektion beherrscht! Auf diese Perspektive sollte er in seinen nächsten Büchern unbedingt zurückgreifen!

Cover:

Ein echter Blickfang, wie Ich finde! Und absolut passend! Dunkel, verstrickt, blutig - genau wie dieser Thriller! Auch die Schrift wurde hier sehr gut gewählt - herausstechend und erschreckend! Man wird wirklich neugierig!

Meinung/Fazit:

"Dein Wille geschehe" von Michael Robotham ist ein großartiger und nahe an die Perfektion reichender Psycho-Thriller. Detailgetreu und Schlüssig wird hier die Geschichte erzählt, die immer mehr an Fahrt aufnimmt und viele Wendungen hat! Die Charaktere passen einfach perfekt zur Geschichte und machen diese ungemein besser! Hier hat der Autor ganze Arbeit geleistet!
Auch die Richtung in die sich die Story bewegt ist nur zu erahnen und trifft einen wie einen Schlag, als es einem langsam aber sicher dämmert..
Allgemein bin Ich vor Spannung fast explodiert und auch die tiefen Abgründe und grausamen Machenschaften, die der Täter hier verübt haben mich nicht kalt gelassen, sondern erschüttert. Genau so muss es bei einem ordentlichen Psychothriller sein!
"Dein Wille geschehe" kann Ich jedem Thriller-Leser nur empfehlen! Ein Buch, das nah an die Perfektion herankommt und wirklich keine Wünsche offen lässt!

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161 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

arzt, chicago, folter, hohlbein, horror, hotel, jugendbuch, liebe, massenmörde, mord, morde, mörder, serienmörder, thriller, wolfgang hohlbein

Mörderhotel

Wolfgang Hohlbein
Fester Einband: 848 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2015
ISBN 9783785725481
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Durch viele interessierte Leser von LB bin Ich zu diesem Buch gekommen. Es hat mich gereizt und neugierig gemacht, da Ich auf gute Thriller und Horror Bücher stehe ;) 
Ich habe gehofft, dass dieses Buch die perfekte Mischung ist.. 
So ganz, war dem aber nicht so..

Inhalt:

,,230 Menschen gehen auf sein Konto: Herman Webster Mudgett, den unglaublichsten Serienmörder aller Zeiten. In Chicago errichtet er eigens ein Hotel, um seine Taten zu begehen. Ein Hotel, in dem es Falltüren, verborgene Räume, Geheimgänge, einen Foltertisch, ein Säurebad und eine Gaskammer gibt. Seine Opfer erleichtert er um ihr Geld und verkauft ihre Leichen an Mediziner. Niemand weiß, was im Kopf dieses Menschen vor sich geht. Bis die Polizei ihm auf die Spur kommt und eine gnadenlose Jagd beginnt ...''

Handlung:
Wolfgang Hohlbein lässt den Leser nicht langsam in die Geschichte einsteigen, sondern beginnt gleich mit harter Kost - damit ist Qual und Folter gemeint. Finger werden abgehackt und Kiefer gebrochen und man fragt sich: Geht das jetzt alle 800 Seiten so weiter? - Teilweise!Nach diesem erschreckenden Anfang kommt man gut in die Geschichte hinein und beginnt zu verstehen, worum es geht. 
Arlis Christensen kommt nach Chicago, um ihre Schwester zu suchen. Diese ist vor ca. 1 Jahr verschwunden und war mit Herman Webster Mudgett verheiratet, der ebenfalls untergetaucht ist.
Sie engagiert Frank Geyer, einen Privatdetektiv, der schon viele Fälle gelöst hat und auch hier nicht aufgeben wird. 
Dabei treffen sie auf Henry Holmes, den Besitzer eines Hotels. Dieser war mit Mudgett gut befreundet und hat mit ihm das Medizin Studium absolviert. 
Deswegen gerät Holmes auch direkt unter Verdacht, etwas von dem mysteriösen Verschwinden zu wissen - er streitet es ab!
Ab diesem Zeitpunkt gibt es immer wieder Zeitsprünge, die Ich hier natürlich nicht weiter erläutern werde ;) 
Aber durch diese Zeitsprünge in die Vergangenheit werden die Gedankengänge von Mudgett klarer und klarer, bis ein detailliertes Bild entsteht.


Das Ende hält dann aber auf jeden Fall eine menge Überraschungen bereit!


Charaktere: 


Henry Holmes war für mich ein echter Sympathieträger und eine Hauptperson, die dem Buch einen gewissen Charme gegeben hat. Er ist ein Hotelier, der fast Bankrott ist und hangelt sich trotzdem mit Witz und Charme durch das Leben. 
Seine Gedankengänge haben ihn noch einmal sympathischer gemacht und verstehen konnte Ich sie vollkommen! Ich war mit ihm oft einer Meinung und war sehr beeindruckt, wie er mit den Vorwürfen von Geyer umgegangen ist. 

Arlis Christensen war für mich die 'Zicke'. Immer hat sie gemeckert und hielt sich für etwas Besseres. Trotzdem eine starke Person, die eine wahre Bereicherung für das Buch war - jedoch geriet die Suche nach ihrer Schwester teilweise in den Hintergrund. Es schien sie kaum zu kümmern, ob Ihre Schwester wieder auftaucht oder nicht. 

Frank Geyer ist für mich der 'Unsympath' dieses Buches. Ein Privatdetektiv mit verrückten und interessanten Theorien. Allerdings sehr engagiert, das muss man ihm lassen.
So hat er auch einige gute Entdeckungen gemacht.

Über Herman Webster Mudgett kann ich nicht wirklich viel sagen. Nur so viel: Die Gedankengänge und Taten sind erschreckend und faszinierend zu gleich! So etwas habe Ich noch nie vorher gelesen!

William Peizel ist Gehilfe von Holmes im Hotel und erledigt dort einige Aufgaben. Er scheint mir fast als sein Butler. 
Allerdings arbeitet er auch für Herman Webster Mudgett, was auf Dauer natürlich nicht gut gehen kann.. 

Alle Charaktere waren gut dargestellt und erläutert. 
Einige mehr, andere weniger sympathisch ;)


Schreibstil:

Bildhaft und erschreckend detailliert! So kann man den Schreibstil Hohlbeins in wenigen Wörtern erfassen.
Der Autor hat es geschafft, jedes noch so kleine Detail zu beschreiben und hat dem Buch so ein klares Bild und eine klare Geschichte gegeben. 
Am Anfang herrscht durch seine Sprünge Verwirrung und Ich konnte nicht immer folgen. Das liegt aber auch teilweise daran, dass durch diese vielen Details, die Geschichte etwas überladen daherkam und es schwierig war, alles zu verarbeiten.

Interessant und gut hat er dabei die medizinischen Aspekte in der Geschichte angesprochen! Leicht verständlich erzählt und trotzdem wichtig für die Geschichte - denn ohne dieses Wissen, wäre Mudgett nicht in der Lage solche Taten zu vollbringen.

Durch die zeitlichen Sprünge, hat der Autor hier einen guten Ablauf der Geschichte erzielt und alles nach und nach aufgeklärt. Ein geschicktes Mittel!


Cover:

Unscheinbar und unauffällig. Hier hätte ich mir vielleicht etwas mehr erwartet! Aber das Cover ist ja nicht die Geschichte! 


Meinung / Fazit:

Mörderhotel von Wolfgang Hohlbein blieb leider hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem war es ein solides Buch mit einigen guten Wendungen und einer sehr guten Personen und Situationsbeschreibung. 
Eine sehr detaillierte Geschichte! Jedoch waren mir die Kapitel deutlich zu lang! Ich liebe kurze, knackige und spannende Kapitel, die einen mit offnem Mund zurücklassen. Das war hier nicht der Fall! Und auch aus diesem Grund, fehlte einfach der Reiz weiterzulesen. Ich hatte keine Lust zum Buch zu greifen, da ein Kapitel meist ohne jede Spannung endete. 

Auch das Buch war mir persönlich zu lang und zu Zäh. 
Sehr brutal und heftig! Das ist nichts für schwache Nerven! Außerdem brauch man wirklich Durchhaltevermögen, um die 800 Seiten zu überstehen! Wer das hat, dem kann dieses Buch wirklich Freude bereiten!
Mörderhotel gebe Ich 3 Sterne! Sehr blutig und detailliert, leider mit sehr wenig Spannung, die Ich doch soo sehr liebe ;)



Tipp: Googelt auf keinen Fall nach Herman Webster Mudgett! Das könnte euch das Buch kaputt machen, da dieses Buch nach einer wahren Begebenheit geschrieben wurde! ;)

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852 Bibliotheken, 10 Leser, 7 Gruppen, 107 Rezensionen

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Final Cut

Veit Etzold
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.05.2012
ISBN 9783404166879
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Final Cut" von Veit Etzold:
Schon lange habe Ich nach einem Buch, wie diesem gesucht. Der Anfang einer spannenden Thriller-Reihe! Und das es dabei noch ein deutscher Autor ist, hat mich umso mehr gefreut! Denn selten habe Ich einen deutschen Autor zu solch einer Höchstform auflaufen sehen!
Inhalt:

" Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und einen Feind.
Die Freunde sind virtuell, der Feind ist real.
Er wird Dich suchen.
Er wird Dich finden.
Er wird Dich töten.
Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und keiner wird etwas merken. Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose."

Handlung:

Das Buch beginnt sofort mit einem sehr verstörenden Prolog und man ahnt noch nicht, inwiefern dieser Prolog etwas mit dem weiteren Handlungsverlauf zu tun haben könnte. Doch man merkt, dass es hier eindeutig um ein Spiel aus Macht, Erniedrigung und Unterdrückung geht. Doch wird das die ganze Geschichte so bleiben? Oder ist nichts so wie es scheint? Wem kann man trauen und in welche Richtung geht diese Ermittlung?
In "Final Cut" dreht sich alles um einen Serienkiller - den Namenlosen. Er ist gerissen, schlau und kalt - eiskalt! Als die Hauptkomissarin Clara Vidalis eine CD von dem Mörder bekommt, wird ihr das schmerzlich bewusst. Doch warum wurde diese CD genau an Sie gesendet? Hat sie den Mörder gekannt? Woher sonst sollte er sie kennen?
Er fühlt ihr mit immer mehr Nachrichten und Infos auf den Zahn und sie taucht ein in ihre grausame Vergangenheit. Sie wird schmerzlich daran erinnert, wie damals ihre kleine Schwester Claudia gestorben ist - entführt, vergewaltig und ermordet.. Clara sollte Ihr Schwester abholen.. und Sie hat es vergessen.. Seit diesem Moment an, macht sich Clara die größten Vorwürfe und schwört sich ab diesem Moment, diesen Menschen umzubringen und sich zu rächen! Sie geht zum LKA Berlin und ist dort Spezialistin für besonders schwere Kriminalfälle! Killer stehen bei ihr also auf der Tagesordnung.. So jemand wie "dem Namenlosen" ist sie aber noch nie begegnet und es beginnt eine Jagd aus Blut, Brutatilät und unvorhersehbaren Morden...

Charakter:

In diesem Buch gibt es 3 wesentliche Hauptcharaktere. Im Vordergrund steht natürlich Clara Vidalis, eine ermittelnde LKA Beamtin, sowie ihre Kollegen Hermann, Winterfeld und Martin Friedrich. Letzterer wird auch McDeath genannt. Er ist eine "Koryphäe" in den USA. Dort hatte er auch seinen Spitznamen her, er ist einer der besten Psychologen der Welt und auch in diesem Fall spielt er eine wichtige Rolle! McDeath erstellt ein genaues Täterorofil und gibt uns somit einen möglichen Einblick in die Psyche dieses Serienkillers - und damit liegt er gar nicht so falsch. Er ist ein großer Analytiker, weiß alles richtig einzuordnen und bringt so das LKA ein großes Stück weiter! Leider benutzt er viel zu oft Fachbegriffe, die Ich des Öfteren nachschlagen musste, das hat zum Teil etwas genervt.
Winterfeld ist leitender Ermittler des LKA und kennt Clara schon sehr lange. Sie haben schon viele Fälle zusammen gelöst und auch in diesem Fall arbeiten sie wieder zusammen. Er ist ein schlauer und guter Polizist. Immer bedacht das Richtige zu tun und nicht zu voreilig zu handeln.
Clara, die Protagonistin ist der "schlaue Kopf". Sie behält trotz des Psychoterrors einen kühlen Kopf und zieht die richtigen Schlüsse. Fokussiert und bedacht verknüpft sie im Laufe der Zeit alle Informationen und versucht so auf die richtige Spur zu kommen. Allgemein muss ich sagen, dass mir die Charaktere in diesem Buch alle sehr gut gefallen haben. Außerdem wurde der Kreis des Ermittlerteams klein und übersichtlich gehalten. So konnte man alle Personen "gut kennenlernen", die Handlungen gut nachvollziehen. Außerdem hat mir der leichte Humor im Ermittlerteam und einige immer verwendete Floskeln sehr gut gefallen! Ein sehr sympathisches Ermittlerteam

Schreibstil/Schreibweise:

Veit Etzold weiß den Leser zu fesseln und zu schockieren. Seine bildhafte Schreibweise ist einfach nur der Wahnsinn! Er beschreibt blutige Szenen mit einer Detailtreue, die einen schaudern lässt! Das ist nicht wirklich etwas für Leute mit schwachen Nerven! Man erfährt jedes schaurige Detail des Mordes und taucht tief in die Ermittlungen und die Psychologie des Täters ein!
Zudem lässt sich das ganze Buch flüssig lesen und man fliegt nur von Seite zu Seite - Hochspannung pur!
Bis auf die etwas längeren Ausschweifungen in den Gesprächen der Ermittler ist jede Seite des Buches einfach nur perfekt! Mit seinem Stil schafft es der Autor außerdem den Leser jedes Mal in die falsche Richtung laufen zu lassen! Ich konnte nicht begreifen, was da vor sich ging, denn Ich habe oftmals etwas völlig anderes erwartet! Einfach grandios! :)

Meinung/Fazit:

Final Cut von Veit Etzold ist ein grandioser und Hochspannungen Thriller, welcher mit seiner Detailtreue, seiner Schreibweise und seiner Story punktet! Man fiebert einfach von Seite zu Seite mit, mit den Ermittlern und hofft, dass sie den Täter bald fassen.
Es ist ein großartiges Werk und ein super Einstieg in die Reihe, die Ich jedem Thriller-Fan mit der Anlage zum Nervenkitzel nur empfehlen kann!!
Den einzigen Kritikpunkt, den Ich hier nennen kann, sind die etwas zu Ausschweifenden Dialoge. (Aber gerade das ist ja sowieso Geschmacksache ;) )
Alles in allem ist es ein großartiges Buch! Nervenkitzel und Spannung garantiert!

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OstfriesenKiller

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512461
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ann-Kathrin Klaasen ist Ermittlerin bei der Kripo Aurich. Sie durchlebt gerade eine Ehe-Krise. Ihr Mann Hero ist ihr fremd gegangen und streitet es zunächst ab. Ann-Kathrin hat sich diesmal vorgenommen nicht klein bei zu geben - und das tut sie auch nicht. Im Gegenteil. Die Fetzen fliegen, Hero und Ann schreien sich an, machen sich gegenseitig Vorwürfe und hören auch nicht auf, als ihr Sohn Eike in den Raum kommt. Eine Frechheit! Beide streiten weiter und beziehen ihren Sohn sogar mit in den Streit ein.
Da kommt ein Anruf von Ann's Kollegen gerade recht. Sie wird zu einem Mord gerufen und lässt alles stehen und liegen, sogar den Streit kann Ann für diese Zeit vergessen.. Doch als sie nach Hause kommt, sieht sie, wie Eike und Hero ihr Sachen packen. Sie ziehen zu Hero's neuer Freundin. Das zieht Ann den Boden unter den Füßen weg. Schon wieder gibt es eine heftige Auseinandersetzung und im Gefecht gibt Ann ihrem Mann eine ordentliche Backpfeife. Dieser winkt nur ab und verlässt das Haus. Viel kann Ann über dieses Problem nicht nachdenken, denn eine brutale Mordserie beginnt.. und bei allen Morden gibt es eine auffällige Gemeinsamkeit...

Nun habe Ich mich endlich getraut und als Thriller-Ultra einen Kriminalroman gelesen.. Leider habe Ich es bereut.. Zunächst war mir die Hauptperson leider überhaupt nicht sympathisch.. Durch dieses ganze Familiendrama habe Ich das Gefühl, dass sie nur ihre "schlechte" Seite dem Leser zeigt. Aber auch im eigentlichen Fall selber, bin Ich nicht mit ihr "warm" geworden.
Leider war der Fall zudem nicht sehr spannend, wie Ich finde. Da bin Ich als Thriller-Leser deutlich etwas anderes gewohnt. Dafür wurde die Kriminalarbeit sehr gut und in vielen Einzelheiten dargestellt. Man konnte jeden Schritt sehr gut nachvollziehen und war immer auf dem gleichen Stand wie die Ermittler!
Der Schreibstil war gut und flüssig zu lesen. Allerdings fehlte mir auch hier wieder die Spannung. Es wurde nicht sehr Bildhaft erzählt und mir fehlte es an einigen Stellen einfach an der Vorstellungskraft. Gerade das ist mir sehr wichtig! Das bildhafte Schreiben..

Alles in allem, war es nicht meins. Hier fehlte mir eindeutig die Spannung, sowie der bildhafte Schreibstil. Zudem war mir die Protagonistin in diesem Buch überhaupt nicht sympathisch und die Familiensituation war teilweise etwas zu voranging und nervig. Allerdings gebe Ich trotzdem 3 Sterne, da es als Krimi wirklich gut und solide war. Für mich als Thriller-Fan fehlte mir aber eindeutig zu viel.

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Fremd

Ursula Poznanski , Arno Strobel , Hafen Werbeagentur
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 30.10.2015
ISBN 9783805250849
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich war sehr gespannt auf diesen Thriller der beiden Autoren Poznanski und Strobel! Neugierig und mit großer Vorfreude konnte Ich das buch dann endlich anfangen... und war begeistert....


Inhalt:

''Stell dir vor, du bist allein zu Haus. Plötzlich steht ein Mann vor dir. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du hast keine Ahnung, wer er ist. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass jemand bei dir wohnt. Er redet auf dich ein, dass du doch bitte zur Vernunft kommen sollst. Du hast Angst. Und du verspürst diesen unwiderstehlichen Drang, dich zu wehren. Ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden? Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie doch nur beschützen. Aber sie wehrt sich, sie verbarrikadiert sich. Behauptet, dich niemals zuvor gesehen zu haben. Sie hält dich offensichtlich für verrückt. Bist du es womöglich? Eine Frau. Ein Mann. Je mehr sie die Situation zu verstehen versuchen, desto verwirrender wird sie. Bald müssen sie erkennen, dass sie in Gefahr sind. In tödlicher Gefahr. Und es gibt nur eine Rettung: Sie müssen einander vertrauen.''


Handlung:

Joanna ist alleine zu Hause und möchte sich einen schönen Abend auf der Couch mit einer schönen Tasse Tee und einem guten Buch machen. Doch plötzlich sieht sie, wie das Licht draußen angeht, wie die Klinke nach unten geht.. Sie überlegt, was sie machen kann.. Doch sie weiß es nicht... Sie läuft ins Wohnzimmer und dann steht er vor ihr.. Ein fremder Mann...

Erik kommt nach einem stressigen Tag nach Hause und freut sich seine Verlobte Joanna in die Arme zu nehmen und einen schönen Abend mit ihr zu verbringen. Doch als er in die Tür tritt fällt ihm schon auf... Etwas stimmt nicht.. Wo sind seine Schuhe, seine Klamotten und wohin ist der Kakadu vor dem Haus verschwunden..Und dann, sieht er Joanna im Wohnzimmer verkrampft und erstarrt stehen.. Geht auf sie zu, doch sie weicht zurück.. Erik weiß nicht, ist das ein Spiel, was hier gespielt wird oder bittere Realität?

''Das alles registriere ich wie Requisiten dieses Horrorfilms, durch den ich in einer ungewohnten Hauptrolle stolpere'' (K. 14)

So oder so ähnlich kann man das Leben der beiden ab diesem Zeitpunkt gut zusammenfassen. Sie geraten immer tiefer in ein Netz aus Lügen und Gewalt. Sie wissen nicht, ob sie einander trauen können und was sie als nächstes tun sollen. Weglaufen? Sich der Situation stellen? Doch es wird beiden alles andere als leicht gemacht, sich auf den anderen einzulassen.. und bald steht nicht mehr das angebliche Vergessen im Mittelpunkt... sondern das pure Überleben..


Charaktere:

Joanna Berrigan ist die Tochter eines Steinreichen Vaters, der in Australien lebt. Sie ist nach Deutschland gekommen, um eigenständig zu leben und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.... und mit Erik dort zu leben....
Joanna war mir eigentlich relativ sympathisch und passte wirklich sehr gut in dieses Buch. Denn Ich wusste trotz der tiefen Einblicke nicht: Spielt sie dem Leser und Erik etwas vor? Hat sie böse Absichten? Oder ist das wirklich ein fremder Mann, den sie da vor sich sieht?
Am Anfang war Ich mir relativ sicher, dass Joanna einfach nur verwirrt ist und ihren Mann vergessen hat.. Doch nach und nach war Ich mir da gar nicht mehr so sicher, denn es tuen sich immer mehr Möglichkeiten auf, die das ganze erklären könnten...


Erik Theben arbeitet als IT Spezialist in der Firma G.E.E. 
Wirkte sehr sympathisch und shien wirklich toller Ehemann zu sein. Fürsorglich und Verständnisvoll. So könnte man ihn nach dem ersten Eindruck beschreiben.. 
Ich wusste bei ihm allerdings nie, was er von der ganzen Situation wirklich hält.. Ist er ein gefährlicher Betrüger, der Joanna etwas vorgaukeln will oder sagt er die Wahrheit. Steckt er vielleicht sogar mit anderen unter einer Decke und will Joanna um ihr Geld bringen..? All das steht im Raum und erscheint als möglich... denn Erik scheint nicht immer so ruhig und fürsorglich zu sein, wie sich herausstellt...


Beide Protagonisten wurde sehr gut dargestellt und auch die Gedanken der Beiden waren komplett nachvollziehbar.
Man konnte zwar in die Gedanken des jeweils anderen gucken, jedoch hatte Ich stellenweise das Gefühl, doch nicht alle Gedankengänge zu bekommen.. Es fühlte sich an, als bliebe mir ein Teil verborgen... Und genau das hielt die Spannung hoch, denn es passieren immer wieder unerwartete Dinge bzw. Handlungen, die diese Person vorher gar nicht preisgegeben hat...

(auf weitere Personen habe Ich hier verzichtet, da es mir als nicht so wichtig erschien)


Schreibstil:

Der Schreibstil war gut und man konnte das Buch schnell und flüssig weglesen! 

Die Wahl, zwei komplett unterschiedliche Sichten einzubauen ist hier sehr gut gelungen und hat die ganze Zeit die Spannung hochgehalten. So kam es auch mal vor, dass eine Person gerade einen klärenden Gedanken hat, aber genau in diesem Moment die Perspektive gewechselt wird. Das war genial gemacht und hat die Spannung bis zu einem unerträglichen Maße hochgetrieben - gerade am Ende.
Auch die Gedankengänge, die die Autoren hier verwendet haben, waren sehr gut gewählt. Sehr genau und klar beschrieben.. Und trotzdem war Ich mir nie sicher, ob das wirklich alles war, was die Person dachte.. Vielleicht gab es ja doch noch ein Geheimnis? Doch auch hier wurde meist in diesem Moment die Perspektive gewechselt.
Auch die rasanten Passagen im Buch wurden sehr gut dargestellt und man kam des öfteren nicht aus dem Staunen heraus!
Alles in Allem ein sehr fesselnder Schreibstil beider Autoren!


Fazit/Meinung:

Mit 'Fremd' haben Poznanski und Strobel meiner Meinung nach das Thriller-Highlight 2015 geschrieben! Ich habe selten ein Buch so wenig aus der Hand legen wollen wie Dieses! 
Die Charaktere waren mir beide eigentlich recht sympathisch, auch wenn Ich beiden nicht wirklich trauen wollte... ;)
Ein grandioser Thriller von dem Ich fast restlos begeistert bin! Das Ende wirkt zwar etwas an den Haaren herbeigezogen, ist aber an sich schlüssig, weswegen Ich hier keinen Stern abziehen werde! Dafür hat mich das Buch sonst zu sehr begeistert!
Ich hoffe sehr auf ein 2. Buch der beiden Autoren zusammen!


5 von 5 Sternen






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2.050 Bibliotheken, 52 Leser, 1 Gruppe, 193 Rezensionen

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Passagier 23

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 29.10.2015
ISBN 9783426510179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Protagonist Martin Schwartz ist verdeckter Ermittler bei der Polizei und wird dort als "verrückt " bezeichnet. Denn seit dem seine Mutter und sein Sohn - offenbar durch Selbstmord auf einem Schiff - tot sind, ist Martin nicht mehr der Gleiche. Er zweifelt an dem Sinn des Lebens, weiß nichts mit sich anzufangen und hat nichts zu verlieren. Genau deswegen ist ER, der verdeckte Ermittler der Polizei in besonders schweren und "brutalen" Fällen. Er ist sich für nichts zu schade und denkt über nichts nach. So reißt er sich kurz vor seinem Einsatz den Zahn raus, um unerkannt zu bleiben. Nur eines vieler solcher Beispiele.
Doch genau nach diesem Einsatz bringt ihn ein Anruf völlig aus der Fassung. Eine alte Dame, namens Gerlinde Dobkowitz behauptet, den Teddy seines verstorbenen Sohnes gefunden zu haben. Er solle so schnell wie möglich an Bord "Sultan" zu kommen, sie habe ihm eine wichtige Vermutung mitzuteilen. Trotz seines Verparechens an sich selbst, nie wieder an Bord eines Schiffes zu gehen, folgt er Gerlinde's Anweisungen. Er möchte herausfinden, wie der Teddy zu der alten Dame gekommen ist und kommt einem gefährlichen Spiel auf die Spur, welches das Leben vieler weiterer Menschen fordern könnte...

Passagier 23 war das erste Buch von Sebastian Fitzek, was Ich gelesen habe. Um es gleich vorweg zu nehmen - es wird nicht das Letzte sein! Sowohl die Handlung, als auch der Schreibstil und diese ganzen Geheimnisse an Bord haben mich total gefesselt! Es war unglaublich, wie der Autor es geschafft hat diese Story zu erzählen. Ich wollte das Buch zu fast keinem Zeitpunkt aus der Hand legen. Die relativ kurzen Kapitel haben das "Fliegen" durch die Geschichte noch ein Mal verstärkt!
Auch die Hauptperson Martin war mir unglaublich sympathisch - auch wenn er mir das ein oder andere Mal zu schlau gewesen ist ;)
Auch weiß Fitzek ganz genau, wie er den Leser ein ums andere Mal in die falsche Richtung laufen lassen kann. Es war einfach unglaublich, wie Ich jedes Mal auf seine Anspielungen eingegangen und darauf reingefallen bin. Nichts ist so, wie es scheint!
Nur die etwas unrealistische Handlung ist manchmal schwierig nachzuvollziehen. Dafür werde Ich aber keinen Stern abziehen. Dafür war das Gesamtbild einfach zu gut und zu spannend!

Alles in allem war es aber ein grandioser Thriller, den Ich allen Fans dieses Genres wärmstens empfehlen kann! Einfach nur ein grandioses, gelungenes Werk von Fitzek!

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1.183 Bibliotheken, 25 Leser, 3 Gruppen, 194 Rezensionen

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Girl on the Train

Paula Hawkins , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.06.2015
ISBN 9783764505226
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rachel, die Hauptperson, ist "frisch" verlassen, nachdem sie vorher 5 Jahre mit ihrem Traummann Tom zusammen war. Nachdem es mit dem Kinder bekommen nicht geklappt hat, fällt Rachel in tiefe Depressionen und betrinkt sich immer häufiger. Derweil betrügt Tom Rachel und verlässt sie dann etwas später, um mit Anna (der Affäre ;)) zusammenzukommen.
Rachel kommt bei einer Freundin - Cathy - unter, verliert aber derweil den Job, da sie betrunken zu einem Kunden "schwankt". Dass Anna dann auch noch schwanger wird, gibt ihr den Rest und sie weiß nichts mit ihrem Leben anzufangen - wird psychisch labil und wird des Öfteren als gestört bezeichnet.
Da sie ihrer Freundin nicht erzählen möchte, dass sie ihren Jon losgeworden ist, fährt sie immer noch jeden Morgen mit dem Zug "zur Arbeit". Dabei hält der Zug immer wieder an einem bestimmten Platz an und Rachel hat einen Blick auf Haus Nummer 15. Jeden Morgen sieht sie dort eine Frau, die sie Jess nennt und einen Mann, den sie Jason nennt. Für sie scheint es ein perfektes Paar zu sein. Jeden Morgen stehen die beiden in ihrem Garten, küssen sich und kuscheln. Für Rachel sieht alles perfekt aus.. Bis eines Tages Jess spurlos verschwindet.. Es kommt heraus, dass sie Megan Hipwell heißt und ihr Freund den Namen Scott hat. Doch genau an diesem Abend, als Megan zum letzten Mal gesehen wird, Ist Rachel betrunken und hat einen Filmriss. Sie wacht morgens mit Blut am Kopf und im Mund auf und ahnt Schlimmes.. Sie begibt sich auf die Suche nach ihren Erinnerungen und versucht herauszufinden, was mit Megan passiert ist und ob sie etwas damit zu tun hat..

Für mich das erste Buch von Paula Hawkins und es war leider eine große Enttäuschung.. Die Geschichte beginnt langsam und schleppt sich so dahin. Es wird viel Vorgeschichte erzählt und alles um Rachel wird erläutert - für mich eindeutig zu langatmig!! Man erfährt zwar viel über sie, was einem aber im späteren Verlauf nicht sehr bringt.. Hier hätte sich die Autorin eindeutig auf die wesentlichen Informationen beschränken müssen!
Zudem war mir Rachel von Anfang an sehr unsympathisch. Ich wurde nicht "warm" mit ihr. Es hat mich gestört und genervt, jedes Mal wieder zu sehen, wie sie zur Flasche greift - geradewegs ins Chaos hinein. Auch ihre Handlungen, waren mir einfach nicht schlüssig. Ich musste mir des Öfteren wirklich an den Kopf fassen, nachdem Ich gelesen habe, was sie schon wieder getan hat. Sie macht jedes Mal die gleichen Fehler, was das Gefühl der Langatmigkeit und Langeweile leider noch zusätzlich unterstützt. Ehrlich gesagt, war mir keine Person aus diesem Bich sympathisch, was mich etwas ärgerte.
Am Ende des Romans kommt dann wenigstens ein wenig Spannung auf, was mir als eingefleischten Thriller-Fan aber nur wenig positiv stimmte. Wer hier einen Krimi/Thriller erwartet, der sollte auf dieses Buch lieber verzichten!!
Was mir relativ gut gefallen hat, war der Schreibstil. Das Buch ließ sich flüssig und ohne Verständnisprobleme lesen. Vor allem am Ende war das sehr gut, als eine Intrige nach der anderen aufgedeckt wird!

Allgemein blieb das Buch leider hinter meinen Erwartungen zurück, da Ich hier einen spannenden Krimi/Thriller erwartet habe. Es war sehr schade, im Buch nach der Spannung suchen zu müssen.. und sie dann bei über 60 % immer noch nicht zu finden. Allen Krimi/Thriller Fans kann Ich dieses Buch nicht empfehlen. Wer eine gemächliche Storry über ein zerrüttetes Leben lesen möchte, ist hier dann aber wieder richtig ;)

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Bis du stirbst

Michael Robotham ,
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 20.05.2013
ISBN 9783442473397
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Protagonist Sami Macbeth wurde gerade aus seiner knapp 3 jährigen Haft entlassen, die er zu unrecht wegen unerlaubten Besitz von Diebesgut absitzen musste. Als er dann endlich frühzeitig entlassen wird, freut er sich auf ein Leben als ''freier Mann''. Jedoch wird seine Freude von dem Verschwinden seiner Schwester getrübt. Er merkt sofort, dass etwas nicht stimmt, da sie ein sehr gutes Verhältnis zueinander haben - sie würde sich vorher bei ihm melden, wenn sie verreist. Er begibt sich auf eine gefährliche Suche nach ihr, wobei er sich in weitere kriminelle Machenschaften verrent, nur um endlich seine Schwester wieder in seinen Armen halten zu können. Dabei wird er in 2 ''angebliche'' Terroranschläge verwickelt und ist nun der meistgesuchte Mann London's. 
Vincent Ruiz geht der Sache auf Wunsch seiner Ex-Frau, welche gleichzeitig Sami's Bewährungshelferin ist, nach. Er kommt Sami auf die Spur - versteht langsam sein Handeln und versucht die Katastrophe im letzten Moment zu verhindern.

Für mich war es der 5. Band der Reihe, nach ''Adrenalin'', ''Amnesie'', ''Todeskampf'' und ''Dein Wille geschehe'', da Ich nach dem englischen Erscheinungsdatum vorgegangen bin. 
Wie immer war es ein fesselnder und spannender Thriller, der mich vor allem zum Ende hin total mitgerissen hat. M. Robotham schafft es auch hier wieder, die Spannung bis zu einem unerträglichen Maß zu steigern, was den Leser wirklich verrückt machen kann. Zudem lässt er den Leser des öfteren ins Leere laufen. Es gibt Handlungen bei denen man wirklich geschockt ist, welche dann erst später aufgedeckt werden. Diese bestätigten  meine Bedenken oft nicht - zum Glück ;)
Leider verzichtet Robotham hier auf die ''Ich-Perspektive'', die er in den vorherigen Büchern sehr gut eingesetzt hat. Für mich hat das die Bücher zuvor einfach noch spannender und fesselnder gemacht - sie haben mich nicht mehr losgelassen. 
In gewisser Weise war das hier auch der Fall, allerdings hat man so die Person Sami auch nicht wirklich gut ''kennengelernt'', wie Ich finde.
Deswegen habe Ich mich dazu entschieden, hier einen Punkt abzuziehen.

Alles in Allem war es aber ein actiongeladener und spannender Thriller, den Ich nur wärmstens empfehlen kann. Es bringt einfach Spaß, dieses Buch zu lesen, auch wenn man sich manchmal wirklich an den Kopf fassen muss und nicht glaubt, dass eine einzelne Person wirklich so viel Pech haben kann.

Allgemein finde ich, das M. Robotham für alle Thriller und Krimi Fans ein Muss ist! 

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