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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Die Archive der Seelenwächter - Der geheime Akkord

Nicole Böhm
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 15.05.2018
ISBN 9783958343016
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe mich auch diesmal sehr auf den neuen Band der Seelenwächter gefreut. Auch wenn dieser ein Spin-Off ist, war ich ganz euphorisch, als ich erfahren habe, dass es um Anna geht.
Anna ist - für mich - einer der emotionalsten Charaktere im Seelenwächter-Universum und nimmt den Leser mit, mit in ihre Gefühlswelt und mit in ihre Realität und Vergangenheit. Aus diesem Grund ist dieser Band für mich nicht unbedingt im Handlungsverlauf wichtig, ABER wichtig, um Anna noch besser zu verstehen und um einen neuen Blick auf sie zu bekommen. Es entsteht eine besondere Verbindung zu dieser Figur, welche durch Nicoles fantastischen Schreibstil noch gestärkt wird.
Ich kann jedem - der natürlich die Reihe schon bis zum neusten Band gelesen hat :) - diesen neuen Band der Archive der Seelenwächter empfehlen und hoffe, Euch packt er genauso wie mich.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Die rogodanischen Schriften - Dämmerung des Widerstandes

Tim J. Radde
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei epubli, 10.11.2017
ISBN 9783745044324
Genre: Romane

Rezension:

High Fantasy – Romane sind nie einfach. Weder für den Leser, noch für den Autor/die Autorin. Doch kaum ein anderes Genre entführt den Leser in solch wundervoll gestaltete Welten, wie die in „Die rogodanischen Schriften“.

Ich liebe Bücher, die mich vor eine Herausforderung stellen. Meist lese ich abends im Bett und träume vor mich hin. Bei Tim Raddes Werk allerdings war dies fast unmöglich. Ich musste die ganze Lesezeit über mitdenken und dem Geschehen aufmerksam folgen, sonst war ich verloren. Zeitsprünge, Sichtwechsel, eine komplexe Welt – all das macht dieses Werk aus und bringt einen besonderen Charme. Jeder Leser allerdings muss sich darauf einstellen, dass dieses Leseerlebnis so anstrengend ist, wie auch einzigartig.

Die Geschichte ist sehr gut ausgearbeitet und, gerade bei dieser doch verworrenen Erzählung, geradezu meisterhaft erzählt. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm und bringt die Geschichte in eine Balance. Die Charaktere hingegen sind dabei etwas anders. Sie sind vielschichtig und individuell, was es für den Leser zu einem wahren Genuss macht, ihren Erlebnissen auf dem Blatt Papier zu folgen. An manchen Stellen allerdings fehlte mir die Überzeugungskraft. Gerade Endrael war mir etwas zu ambivalent, was dazu führte, dass ich ihn bis zur letzten Seite nur recht schwer einzuschätzen wusste.

Der Büchermarkt ist überschwemmt mit derselben Art von Literatur – Mainstreambücher, die genau ein Schema haben und davon nur minimal abweichen. Dieses Werk allerdings glänzt durch Wechsel in der Perspektive, eine packende Geschichte und ganz viel Spannung. Auch wenn ich kleinere Kritikpunkte habe, bin ich begeistert. Ein solches Buch zu schreiben ist wahrlich alles, aber nicht einfach.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Anthrazit

Lucas Friedrich
Flexibler Einband: 188 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.01.2018
ISBN 9783746031170
Genre: Romane

Rezension:


Ich bin ein großer Fan von Kurzgeschichten, da sie meist viel mehr ins sich tragen, als man auf wenigen Seiten vermutet. Doch Lucas Friedrich nimmt die Kurzgeschichten mit auf ein neues Level. Ein Level, das den Leser nicht kalt lässt.


Die Anthologie „Anthrazit“ hat mich schon allein beim Lesen der Beschreibung fasziniert. Was könnte sich in der „Welt der Schatten“ verbergen? Als ich dann herausfand, wovon der Autor in dieser Zusammenfassung spricht, war ich umso euphorischer. Ich liebe Gesellschaftskritik, wenn sie mit Übernatürlichem gepaart ist, und gerade dann, wenn der Gesellschaft so herrlich der Spiegel vorgehalten wird, ohne vermeintlich beeinflussen zu wollen, ist das Lesen ein wahres Erlebnis. Die Kurzgeschichten drehen sich um die alltäglichsten Dinge und doch werden sie uns durch das bewusste Lesen von Geschichten wie diesen erst bewusst. Wir verstehen unser Verhalten erst dann – und gerade darin liegt die Kraft der sechzehn Kurzgeschichten aus Lucas´ Feder.


Die Geschichte „Poesie unter den Lebenden“ konnte mich am meisten von sich überzeugen, was den anderen Kurzgeschichten allerdings keinerlei Abbruch tun soll. Jede strahlt auf ihre eigene Weise und egal ob es die philosophischen, die übernatürlichen oder die psychologischen Ansätze sind, Lucas Friedrich gelingt es, die Worte gekonnt aufs Papier zu bringen und ich bin sicher, kein einziges von ihnen steht dort, ohne bewusst in die Geschichten eingewoben zu sein.


Die Stile des Autors variieren gekonnt und der ein oder andere hat mich in Verbindung mit schaurigen Inhalten wahrlich nach Luft schnappen lassen. Doch nicht nur das ließ mich staunen. Denn wo werden schon das Ende der Welt, das Ende einer Beziehung und die Hoffnung, nach wahrem Glück im Leben, in einem Werk verwoben?

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Die Unversehrten

Tanja Paar
Fester Einband
Erschienen bei Haymon Verlag, 13.02.2018
ISBN 9783709934166
Genre: Romane

Rezension:


Ich hatte das Glück, bei der Leserunde zu diesem Werk auf Lovelybooks dabei sein zu dürfen und noch jetzt fehlen mir die Worte. 
Tanja Paar gelingt es, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und dennoch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger neben dem Leser zu stehen; die Charaktere sind eindrücklich und gerade darin liegt die Kraft. 
Nachdem der Prolog schon unglaublich neugierig macht, bleibt diese Spannung bis zum Ende und nicht nur einmal habe ich während des Lesens mit dem Kopf geschüttelt, so frustriert und gleichzeitig fasziniert haben mich einige Szenen. 
Durch den Schreibstil der Autorin wird das Werk abgerundet und läuft auf ein Ende hin, wie ich es mag! 


Ich bin begeistert und vergebe verdiente fünf Sterne! Ich freue mich auf weitere Werke der Autorin.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, freunde, freundschaft, geheimnisse, jugendbuch, magie, mystic shadow, tim, urban fantasy

Tim Feuervogel: Das Geheimnis um mystic Shadow

Sebastian Rink
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei null, 23.02.2018
ISBN B07B296X4M
Genre: Sonstiges

Rezension:


Das Cover zu Sebastian Rinks Fantasy-Roman ist wahrlich magisch. Umso gespannter war ich, als ich die erste Seite des Romans aufschlug und mich in die Geschichte stürzte…


„Tim Feuervogel“ ist eine Geschichte, die mich gut unterhalten und gleichzeitig zum Lächeln gebracht hat. Die Geschichte des jungen Tims, der sich in einer Welt wiederfindet, die er nie für möglich gehalten hätte, beginnt wie die ersten Jugendbücher, die ich je in den Händen halten durfte. Dieser Fantasy-Roman könnte einer der ersten sein, der junge Leser für das Genre begeistert – und sie nicht mehr loslässt. Einerseits folgt dieser Roman einigen Clichés, die einige Handlungsansätze per Definition sehr berechenbar machten, und doch glaube ich, dass ein jüngeres Publikum gerade von diesen begeistert werden könnte.


Während Sebastian Rink liebenswerte und gleichzeitig faszinierende Charaktere schafft, gelingt es ihm, den Schreibstil an die Erzählung anzupassen. Fast schon vorsichtig beschreibt Sebastian das Geschehen und ich glaube, dass gerade deshalb die Verunsicherung im Teenager-Alter angesprochen wird, ohne das in der Literatur so breitgetretene Helden-Epos aufzunehmen. Denn was passiert, wenn sich jemand in ein Abenteuer stürzt, der mehr durch sein Leben stolpert, als es selbst in die Hand zu nehmen?


„Tim Feuervogel“ ist ein ansprechender Fantasy-Roman, der sowohl Clichés in sich trägt, als auch Ideen, die besonders für ein jüngeres Publikum (ab ca. zwölf Jahren) von Faszination sein wird.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

düster, fabelwesen, meerjungfrau, romantisch, urban fantasy

Das Herz der Meerjungfrau

Nana Chiu
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei tensual publishing, 15.03.2018
ISBN 9783946408154
Genre: Fantasy

Rezension:

Schon lange hatte ich keine Geschichte mit einem Meerwesen mehr gelesen. Ich wusste nicht, was mich in „Das Herz der Meerjungfrau“ erwarten würde, was es umso spannender machte…

Nana Chius Geschichte lädt den Leser in ein Fantasy-Universum ein, wie es aus dem Bilderbuch bekannt ist. Dämonen, Meerwesen, Flüche und so viel mehr. Natürlich darf auch die Macht der Liebe in einer Geschichte wie dieser nicht fehlen. Obwohl der Roman viele fantastische Elemente enthält und mit diesen gekonnt spielt, fehlte mir an der ein oder anderen Stelle die Innovation. Schon beim Lesen des Klappentextes wird die Geschichte vorgegeben und kann auch im Laufe der Kapitel diesen Rahmen nicht sprengen.

Auch wenn die Charakternamen teils schwer auszusprechen, und zu merken sind, sind sie einprägsam.  Besonders Lex hat es mir angetan und konnte mich durch die Geschichte tragen. Was an der Charaktergestaltung besonders ist ist, dass sich die Figuren durch ihre Qualitäten und Charakterzüge sehr unterscheiden und somit eine breite Vielfalt an Figuren in die Geschichte eingebettet ist.

Nana Chius Schreibstil ist sehr angenehm und an einen Fantasyroman angepasst. Beim Lesen tauchte ich in die überirdische Welt ab und wurde von den Worten getragen, was ich als sehr angenehm empfand. Besonders, da die Wesen und der Aufbau der fantastischen Welt recht komplex sind, bildet der Schreibstil einen simplen Gegenpol, der dennoch mit stilistischen Mitteln zu spielen weiß.

„Das Herz der Meerjungfrau“ ist ein gelungenes Debüt.

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2.009 Bibliotheken, 83 Leser, 0 Gruppen, 391 Rezensionen

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mona Kasten ist eine der wenigen Autorinnen, die mich dazu bringen, Liebesromane zu lesen. Sie hat es schon mit ihrer „Begin Again“-Reihe geschafft, dass ich die Augen kaum von den Zeilen nehmen konnte. Als ich Mona dann noch persönlich kennenlernen durfte, war es endgültig um mich geschehen. Umso gespannter war ich auf den Auftakt ihrer neuen Reihe…

Ruby Bell geht auf das Maxton Hall College, welches für sie die Tür zu der Zukunft öffnen könnte, die sie sich schon immer erträumt hat. Doch nicht alles, was auf dieser Schule passiert, kann sie mit bunten Markierungen in ihrem Terminplan vorhersagen. Schon gar nicht James …

Um eines vorweg zu sagen: Natürlich, diese Geschichte ist idealisiert. Sie spielt mit vielen Clichés und nicht alles, was passiert, wäre in der Realität plausibel (zumindest nicht alles auf einmal). Nichtsdestotrotz benutzt Mona Kasten gerade diesen Aspekt, um dem Leser die Geschichte noch besser zu vermitteln. Sie schafft es, aus einer Geschichte, die auf den ersten Blick weder besonders, noch realistisch wirkt, eine zu machen, die von anderen Dingen lebt. Nämlich von Gefühlen und Fragen, die sich gerade junge Menschen immer wieder stellen. Wo will ich hin? Was soll einmal werden?

Was „Save Me“ so herrlich macht ist, dass der Roman keine Fragen beantwortet, sondern noch mehr aufwirft. Und doch bleibt der Leser nicht ratlos zurück, sondern mit Gedanken, die ihm durch den Kopf rasen und die er zuvor womöglich gar nicht für möglich gehalten hätte. Was wäre, wenn ich einfach mal nichts in der Zukunft plane? Was ist, wenn ich in zehn Jahren wo ganz anders bin? Womöglich, mit jemand ganz anderem?

Da ich selbst sehr gern Pläne mache, konnte ich mich mit Ruby schon im ersten Satz identifizieren. Denn, ohne meinen Planer läuft auch bei mir nichts. Was ich an ihr so wundervoll finde ist, dass sie sie selbst bleibt, auch wenn die Welt um sie herum auf den Kopf gestellt wird (hach, James!). Sie zeigt, dass Charaktere sich nicht immer verändern müssen, sondern vielleicht einfach noch etwas in sich selbst wachsen müssen, wie sie es tut. So auch ihre Schwester, welche zwar nur als Nebencharakter auftritt, sich dabei jedoch in den Kopf des Lesers schleicht.

Dass Mona Kasten schreiben kann, das ist kein Geheimnis und doch bin ich immer wieder fasziniert, wie sie mit wenigen Worten große Gefühle in mir auslösen kann. Wie auch Anna Todds „After“ konnte ich „Save Me“ gegen die Wand schlagen, mit Tränen begießen oder vor Lachen in meiner Hand zum Beben bringen.

Da ist es doch egal, ob das ein oder andere plausibel erscheint. Was im Leben ist denn schon realistisch?

„Save Me“ ist ein grandioser Auftakt zur „Maxton Hall“-Reihe und ich freue mich sehr auf die beiden Folgebände.

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

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»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«

Martin Schörle
Flexibler Einband
Erschienen bei Engelsdorfer Verlag, 06.12.2016
ISBN 9783960084082
Genre: Romane

Rezension:

Zwei Theaterstücke, die sich mit dem Beamtentum und dem Gang der Zeit beschäftigen. Um ehrlich zu sein, konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass mich diese würden unterhalten können. Doch ich wurde neugierig und das sollte sich auszahlen…

Ich lese sehr gern Theaterstücke und verliere mich mehrmals im Jahr in den Worten Shakespeares. Doch noch nie habe ich ein Theaterstück auf Deutsch gelesen. Somit waren Martin Schörles Werke auch für mich eine Premiere. Der Autor schafft es in beiden Theaterstücken Humor mit gewissen Prisen Nostalgie und Zynismus zu vereinen und erschafft dadurch eine ganz eigene Stimmung. In „Einladung zum Klassentreffen“ wird diese Ironie wahrlich auf die Spitze getrieben. Ich konnte mir die Worte auf der Bühne gesprochen vorstellen und wurde bestens unterhalten.

In „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten“ hingegen wirkten die Emotionen auf mich häufig durch Wiederholungen oder offensichtliche Anspielungen zu überspitzt. Dennoch gibt auch dieses Theaterstück einen humorvollen Einblick in das Leben eines Beamten, ohne die kleinen Seitenhiebe an das Leben auszulassen, die Gesellschaftskritik in sich tragen.

Martin Schörle bringt nicht nur das Leben eines Beamten oder das unbefriedigende Leben ehemaliger Klassenkameraden auf die Bühne oder in den Kopf des Lesers, sondern erschafft ein Bewusstsein für das Wichtige im Leben, ohne den Leser zu belehren. Diese Kombination aus humorvollen Unterhaltungen, Wehmut und Gesellschaftskritik macht das Lesen der Theaterstücke sehr lesenswert.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

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Die Damaskus-Connection

Matt Rees , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 26.01.2018
ISBN 9783406700422
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die Damaskus Connection" ist ohne Zweifel ein besonderer Thriller. Matt Rees wagt sich an einen Aspekt des Krieges und der Forschung, den man nicht sehen möchte. Teils auch kaum verkraften kann.


Die Geschichte ist hochspannend und dies von der ersten Seite an. Während die Erzählung rund um Dominic Verrazzano immer komplexer wird, fühlt sich der Leser immer betroffener. Das Lesen dieses Thrillers macht kaum "Spaß", sondern öffnet die Augen und hat mich nicht nur einmal nach Luft schnappen lassen. 


Was mich jedoch nicht überzeugen konnte, war der Schreibstil. Die Sätze wirkten aneinandergereiht und die Emotion ging irgendwo im Wort-Wirrwarr verloren. Auch muss ich sagen, dass ich Teile des Thrillers nochmals auf Englisch nachgelesen habe und dort der Schreibstil ein völlig anderer war - wie auch der Titel "The Damascus Thread" - welcher meiner Meinung nach, weitaus besser zum Thriller passt. Deshalb konnte ich mich nur schwer in die Geschichte einfinden, was die Charaktere betraf. Das Geschehen war zwar nachvollziehbar, aber die wahre Kunst, zwischen den Zeilen zu schreiben, wurde dem Autor genommen.


 Alles in allem konnte mich "Die Damaskus Connection" von sich überzeugen, auch wenn ich weitere Werke des Autors wohl eher im Englischen lesen werde. 
Matt Rees bringt den Leser in eine Welt, die so nah ist und andererseits im Kopf häufig so fern scheint. 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

roboter

Exoplanet: Mission Kepler-438b

Armin Weber
Flexibler Einband: 311 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 05.05.2016
ISBN 9781530964826
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meist weiß ich innerhalb der ersten einhundert Seiten, was ich von einem Roman denke. Gefällt er mir oder tut er das nicht? Können die Charaktere überzeugen oder lassen sie mich kalt? Doch es gibt Romane, die auf unterschiedlichen Ebenen spielen. Und jede Ebene hat ihren eigenen Charakter …

Der erste Band von Exoplanet kann viel. Sehr viel. Er entführt den Leser in den Weltraum, lässt dies jedoch nicht den Hauptaspekt des Werkes werden. Armin Weber konzentriert sich darauf, zu zeigen, was Wissenschaft kann und was diese im Weltraum mit der Menschheit anrichten könnte. Das wissenschaftliche Detail ist in diesem Werk wahrlich beeindruckend. Ich bin selbst sehr naturwissenschaftlich interessiert und war begeistert, wie genau Entwicklungen dargestellt und beleuchtet werden. Egal ob es Gradzahlen oder biologische Prozesse sind.

Doch genau dies macht es dem Roman schwer. Ich war häufig so darauf konzentriert, die Details zu verarbeiten, dass die Geschichte mehr an mir vorbeizog, als mich in sich aufgenommen hat. Die Charaktere werden zwar ins Scheinwerferlicht gerückt, doch die Wissenschaft verdrängt sie immer wieder. Aus diesem Grund tat ich mir beim Lesen sehr schwer, gerade was den Aspekt des „Erzählens“ angeht. Der Autor ist brillant in seiner Realitätsnähe und in seiner Beschreibung dieser, doch die Geschichte scheint dabei mehr als Mittel zum Zweck zu dienen, was ich sehr schade fand.

Armin Weber schreibt packend. Er zeigt, dass in einem Genre, das hauptsächlich von Fiktion geprägt ist, sehr viel Realität stecken und setzt dies auch in seinen Formulierungen um. Dabei baut er Spannung auf, was schon allein im ersten Kapitel zu lesen ist. Doch auch hier fehlte mir eines: tiefe Emotion. Ich konnte mich emotional nicht in die Geschichte einfinden, was allerdings auch meinem persönlichen Geschmack geschuldet sein kann. Mögt Ihr Geschichten, die vor allem durch Fakten, Spannungsaufbau und Detailtreue glänzen, seid Ihr bei Armin Weber genau richtig!

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190 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

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Im Kopf des Mörders - Kalte Angst

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 11.01.2018
ISBN 9783596296170
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Thriller sind für mich immer ein besonderes Leseerlebnis, da sie mit dem Leser spielen, wie die Bücher keines anderen Genres.
Doch "Kalte Angst" von Arno Strobel tut noch so viel mehr. Es zieht den Leser regelrecht in sich hinein und gibt ihm gar keine andere Wahl, als es in einer Sitzung zu beenden.
Wenn ein Buch Angst im Leser auslöst und diese mit jeder Seite steigert, dann ist es mehr als gelungen.
Dies erzielt Arno Strobel nicht nur durch eine packende Story, sondern besonders durch einen Schreibstil, der genau dort ansetzt, wo es wehtut. Direkt im Angstzentrum des Lesergehirns und das ist wahre Kunst!
Ich freue mich auf weitere Werke des Autors und kann "Kalte Angst" nur empfehlen!

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

2018, albinismus, drama, elefanten, freakshow, zirkus

Die bittere Gabe

Ellen Marie Wiseman , Sina Hoffmann
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2018
ISBN 9783492312219
Genre: Romane

Rezension:

Manche Bücher überzeugen durch Ideen, die besonders in Kombination, ein ganz neues Leseerlebnis versprechen. Doch manchmal machen genau diese Bücher zu jenen, die den Leser nicht begeistern, sondern eher verwirren.

„Die bittere Gabe“ erzählt die Geschichte der zehnjährigen Lilly, die kein Leben führt, das als lebenswert erachtet werden kann. Das junge Mädchen darf ihre Kammer nicht verlassen, weil die Menschen sie aufgrund ihres Aussehens verurteilen würden. Als sie eine Attraktion in einem Zirkus wird, wird ihr Leben noch komplizierter und doch durch graue Dickhäuter zu einem besseren wird. Bis zu einem Unglück, das alles verändert …

Die Geschichte klingt, wie zu Beginn gesagt, spannend, da sie interessante Konzepte verbindet. Doch was Ellen Marie Wisemans Geschichte so besonders hätte machen können, entwickelt sich in einen Unterton im Roman, der für den Leser schwer zu ignorieren ist. Es wirkt, als sei all das zu viel. Als wäre es nicht stimmig, auch wenn der Klappentext so viel verspricht. So auch das Auftreten des jungen Mädchens, die für ihr Alter, zu erwachsen und gleichzeitig distanziert ist. Ich hatte das Gefühl, sie während des Lesens nicht wahrlich kennenlernen zu dürfen.

Ellen Marie Wisemans Schreibstil ist besonders. Einerseits sind die Worte sehr sorgfältig gewählt, andererseits nehmen sie genau deshalb die Emotionen aus der Erzählung. Der Schreibstil wirkt zu „hochgegriffen“ für eine Geschichte, die den Leser auch emotional berühren soll.

Leider konnte mich „Die bittere Gabe“ nicht wirklich von sich überzeugen, auch wenn besonders das Grundkonzept wahrlich interessant ist.

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Tanz, meine Seele

Kira Minttu
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei ink rebels, 02.02.2018
ISBN 9783958693234
Genre: Romane

Rezension:


Was möchte man in der Jugend mehr, als in die Gesellschaft zu passen? Endlich die Version von sich selbst zu finden, die endlich in diese so verquere Welt passen würde. Doch was, wenn man genau das Gegenteil tut? Wenn man eine Version von sich selbst findet, die nirgends hineinpasst und stattdessen das wahre Selbst ist?

Harper liebt das Tanzen und ist ganz anders, als all die Protagonistinnen, die man in anderen Jugendromanen gewöhnt ist. Sie liebt es, Männer um den Finger zu wickeln und wenn sie ihr nicht gefallen, müssen sie gehen. Nichts bedeutet Harper mehr, als das Tanzen im Freefall (und ihre kleine Katze Molly natürlich). Das klingt doch nicht nach einer Person, die man sich als Vorbild für die Tochter wünscht, die sich gerade in der Pubertät befindet und dieses Buch liest, oder? OH DOCH! Harper ist so herrlich echt, dass ich nicht nur immer wieder lachen musste, sondern ins Nachdenken gekommen bin. Ist es nicht toll, dass sie ist, wie sie ist? Nicht jede Frau ist dieses stille Mäuschen, das sich von Männern herumschubsen lässt. Ganz im Gegenteil!

Die Geschichte, die sich um die junge Harper spinnt ist herrlich. So herrlich voller Herausforderungen, Spannung und ganz viel Witz. Besonders Molly hat es mir angetan, da sie mich so an mein eigenes Wollknäuel erinnert und das im besten Sinne. ;-) Aber auch Sandro war für mich ein mehr als spannender Charakter (Psst! Am Ende des Buches wartet auf Euch eine ganz besondere Überraschung, die Ihr auf jeden Fall nutzen müsst, wenn Ihr den Roman lest).

Kira Minttus Schreibstil ist grandios und wie sie sich dem jugendlichen Schreibstil Harpers anpasst und gleichzeitig sehr niveauvoll bleibt (zumindest meist, ich sage nur Tanga ;-)) ist eine wahre Kunst.

 


"Der nächste Tag ist ein Mittwoch, und bisher habe ich Folgendes auf die Reihe bekommen: mir einen Kaffee gekocht."

Was ich an Jugendbüchern immer wieder kritisieren muss, ist, dass sie Dinge verherrlichen, die nicht verherrlicht werden sollten und den jungen Erwachsenen vermitteln, etwas sein zu müssen, was sie nicht sind. "Tanz, meine Seele", welches ich innerhalb von weniger als vierundzwanzig Stunden gelesen habe, lehrt genau das Gegenteil und genau dafür liebe ich es!

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71 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Das Erbe der Macht - Allmacht

Andreas Suchanek
E-Buch Text: 226 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 29.01.2018
ISBN 9783958342866
Genre: Fantasy

Rezension:

Es gibt gute Enden. Es gibt schlechte Enden. Und es gibt Enden, wie das im Finale des ersten Zyklus von „Das Erbe der Macht“.

Ich lese diese Reihe nun schon seit Monaten mit Begeisterung und frage mich noch immer, wie Andreas es schafft, den Leser immer wieder von Neuem zu überraschen. Doch er tut es. Im Finale des ersten Zyklus scheint alles zusammenzukommen: Der Kampf gegen das Böse scheint den Höhepunkt erreicht zu haben und die Lesernerven werden schwer belastet. Doch das Schlimmste kommt zum Schluss, glaubt mir. Oh ja, glaubt mir. Trotzdem macht das Lesen auch diesmal wieder großen Spaß und die Schattenfrau ließ mich sprachlos zurück.

Andreas´ Schreibstil rundet „Allmacht“ ab und gibt ihm die besondere Note, die den Leser in die Geschichte zieht und mit den Charakteren mitfühlen lässt. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Zyklus und vor allem möchte ich eines: ANTWORTEN! 

„Allmacht“ ist ein grandioses Finale und stellt sicher, dass der Leser die Reihe nicht so schnell vergisst. 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Perfidie: Die Bosheit in uns

Vanessa Heintz
E-Buch Text: 492 Seiten
Erschienen bei Rabenwald Verlag, 02.10.2017
ISBN B0764DK4BB
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es gibt Bücher, die bei vielen Verlagen keine Chance haben. Doch nicht, weil sie nicht gut genug für eine Veröffentlichung wären, sondern weil sie etwas anderes sind: Direkt und ehrlich. Ich habe noch nie eine Reihe wie Vanessa Heintz` Perifidie-Trilogie gelesen und gerade deshalb sollten wir über sie sprechen!

Eine Organisation, die sogenannte „Sektionen“ vornimmt und Menschen behandelt, wie Schachfiguren. Ohne Empathie, ohne Gnade. Während der Leser schon im ersten Band auf Sophia trifft, so begleitet er sie auch diesmal in eine Welt, die kaum vorstellbar ist und für schwache Nerven nur sehr schwer zu ertragen. Vanessa Heintz erschafft in dieser Reihe eine Realität, die den Leser nicht nur über das eigene Leben nachdenken lässt, sondern besonders über die Verbindung, die zwischen der vermeintlich fiktiven Geschichte und der Welt, in der wir leben, zu ziehen ist. Diese Geschichte allerdings wird nicht nur erzählt, sondern beim Lesen gelebt.

Sophias Leben hat sich in den vergangenen vier Jahren verändert, doch nicht unbedingt ins Positive. Mit ihr zusammen stellt sich der Leser neuen Herausforderungen und erkennt, dass es für sie nicht nur das Söldnerleben gibt, das sie zuvor geführt hat. Die Dynamik in der Protagonistin ist geradezu greifbar und ihr Umfeld scheint sich mit ihr zu entwickeln. So entstehen neue Konfrontationen und Intrigen – denn wem kann man in einer Gesellschaft der Gewalt und Machtgier trauen?

Nun allerdings zu meinem Highlight der Reihe: Vanessas Schreibstil! Sie baut Spannung auf, sie erweckt Empathie, sie lässt den Leser die Worte leben. Das macht für mich eine einzigartige Autorin und einen einzigartigen Schreibstil aus. Selten konnte ich mich nur so schwer von Worten lösen, wie bei der Perifidie-Reihe, und wie ich schon in meiner Rezension zu Band I erwähnt habe, lest besser nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ihr werdet Euren Ausstieg verpassen! 🙂

„Auf Sophias Körper hatte sich eine Gänsehaut gebildet. Mit ihrer Aktion hatte sie tatsächlich einen neuen Level erreicht. Eine höhere Stufe in diesem perfiden Spiel. Mit neuen Rätseln und stärkeren Gegnern. Nur wer war hier Freund und wer Feind?“

Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band der Reihe und kann es kaum erwarten, mich zurück in diese Welt zu stürzen, die mich so sehr an der Menschheit zweifeln lässt.

Ich vergebe fünf Würmchen mit Kronen, da dieses Buch das erste Highlight meines Jahres 2018 ist

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Einsame Wut (Rosa Post-it 1)

Faye Donaghue , Solvig Schneeberg
E-Buch Text: 284 Seiten
Erschienen bei null, 04.11.2017
ISBN B076Y39QP8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es gibt Geschichten, die durch ihre Komposition begeistern. Manche entwickeln sich auch erst im Laufe der Kapitel. Doch manchmal bleibt der Funke aus, den man sich so sehr gewünscht hat…

„Einsame Wut“ appelliert schon im Klappentext an die Empathie des Lesers. Die wenigen Sätze versetzen den Leser in ein Gefühl, das nur schwer zu beschreiben ist. Wehmut, Trauer und die Faszination der wahren Liebe. Im Roman wird diese Idee fortgeführt und lässt den Leser noch immer an einigen Stellen seufzen oder lächeln.

Doch leider konnte mich die Geschichte nicht so abholen, wie ich es erwartete hatte. Die Handlung bleibt eher oberflächlich und versucht sich auf die Emotionen zu stützen, ohne Hintergrundinformationen oder wichtige Entwicklungen mit einzubeziehen. Diesem Phänomen schließt sich auch der Schreibstil der beiden Autorinnen Faye Donaghue und Solvig Schneeberg an. Sie konstruieren teils recht lange Sätze, die den Lesefluss unterbrechen und die Geschichte konstruiert wirken lassen, anstelle den Worten die Macht zu geben, die sie so nicht entfalten können.

Wie ich nicht müde werde zu betonen, sind Rezensionen subjektiv und ich möchte ehrlich sein. „Einsame Wut“ konnte mich leider nicht von sich überzeugen, da die Geschichte für mich zu unrund war und der Schreibstil zu holprig.

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

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Neanderthal

Jens Lubbadeh
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453318250
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Dystopien sind die Bücher, die uns am meisten faszinieren und verängstigen können. Denn was wäre, sollten Ideen Realität werden, ähnlich wie bei George Orwells „1984“? „Neanderthal“ klang nach einer Geschichte, die mich in ihren Bann ziehen würde. Klang…

Jens Lubbadehs Roman verpackt einen Thriller in eine Dystopie und mischt die beiden Genres fabelhaft. Während auf der einen Seite Leichen analysiert und deren Herkunft bestimmt werden muss, schlägt sich der Protagonist durch eine Welt, der es an nichts zu mangeln scheint, außer an Menschlichkeit…

Nix – der Protagonist – ist ein Charakter, der, von der ersten Seite an, die Empathie des Lesers weckt. Er befindet sich in dieser fremden Welt und versucht sich gegen sie zu stellen. Wem sonst könnte die Sympathie des Lesers gehören?

Jens Lubbadehs Schreibstil erschafft beeindruckende Sätze und Erklärungen, die eine Welt plausibel erscheinen lassen, die womöglich nur noch Jahre in der Zukunft liegt. Leider geht durch diese eher wissenschaftliche Sprache die Emotion verloren und es fiel mir schwer zu einem der  Charaktere im Roman eine wahre Beziehung aufzubauen. Manchmal fühlte es sich fast so an, als legte der Autor es genau auf diese Distanz an.

Die Konstruktion einer packenden Story ist nicht planbar, sondern muss erschaffen werden. Es muss ein Zusammenspiel aus Story, Charakteren und Schreibstil geben, das aufeinander abgestimmt ist und den Leser von sich überzeugen kann. Leider war dieses Gleichgewicht in „Neanderthal“ gestört und so spannend der Klappentext des Romans klang, so enttäuscht war ich, als ich den Roman beendet hatte.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen Einblick geben, auch wenn es mir bei „Neanderthal“ wirklich schwer gefallen ist, meine Gefühle zu beschreiben.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

ILLYRIA: Das Erwachen

Daniel Leitner
E-Buch Text: 147 Seiten
Erschienen bei null, 07.12.2017
ISBN B078DFC362
Genre: Sonstiges

Rezension:

Träume faszinieren mich. Das haben sie schon immer getan. Die Idee, dass die Psyche auf Bilder einwirkt, die wir beim Schlafen sehen, ist unglaublich. Doch wie muss es sich anfühlen, nie zu träumen und im Schlaf nichts als Schwärze zu sehen?

Daniel Leitners Debütroman „Illyria“ spielt genau mit dieser Idee. Die siebzehnjährige Madeline konnte in ihrem Leben noch nicht einmal träumen. Doch dies ist erst der Anfang…

Die Geschichte ist sehr schön gestaltet, indem sich das Träumen wie ein roter Faden durch sie zieht und sich in eine Lawine wandelt. Anhand dieser Lawine wird auch die Spannung bis zu einem bestimmten Punkt aufgebaut und entlädt sich dann explosionsartig, was den Leser nicht nur beeindruckt, sondern auch an dessen Nerven zehrt.

Die Charaktere, besonders Madeline, sind sehr schön gestaltet und für den Leser, trotz ihrer Komplexität, zugänglich. Sie sind weder statisch, noch entwickeln sie sich in einer Geschwindigkeit, die unrealistisch wäre.

Daniel Leitners Schreibstil ist eher ungewöhnlich, wenn man dies so formulieren kann. Die Beschreibungen sind exzessiv und die Gefühle bleiben eher verborgen. Einerseits, hat mich dieser Schreibstil beeindruckt, da er nicht alltäglich ist; doch andererseits hat er mich an einigen Stellen aufgehalten, mich komplett in der Geschichte verlieren zu können. Lest Ihr allerdings gern Romane, die nicht primär auf Emotionen gestützt sind, könnte dieser Stil perfekt auf Euren Lesegeschmack passen.

Ich fühlte mich von dem Roman und seiner Grundidee sehr gut unterhalten und allein der Schreibstil konnte mich nicht ganz von sich überzeugen. „Illyria“ kann ich wärmstens weiterempfehlen

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161 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Unterleuten

Juli Zeh
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei btb, 11.09.2017
ISBN 9783442715732
Genre: Romane

Rezension:

Was ist interessanter, als die Analyse von Menschen? Wer mag wohl etwas zu verbergen haben oder ein Geheimnis hüten?
Juli Zeh widmet sich diesem Thema in ihrem Roman, der einen passenderen Titel nicht tragen könnte, als „Unterleuten“.

In dem Roman blickt der Leser auf ein kleines Dorf, das auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich scheint. Doch je mehr der Leser sich mit den einzelnen Figuren beschäftigt, umso misstrauischer wird er. Was genau, verbergen die Menschen in diesem Dorf? Im Leseprozess wird der Leser selbst zu einem Gesellschaftskritiker und analysiert das Verhalten der Charaktere fast schon fachmännisch. Einen zuvor womöglich nicht allzu kritischen Leser zu einem aktiven zu machen, ist eine wahre Kunst, die Juli Zeh glänzend beherrscht.

Die Autorin weiß, wie viel Bedeutung sie jedem Wort zuschreibt, tendiert allerdings dazu, Szenen zu genau zu beschreiben. Ich persönlich konnte mir die Szenen sehr gut vorstellen, wie auch die Akteure in ihnen, und empfand einige Erläuterungen als überflüssig. Sie sorgten nämlich auch dafür, dass die eigene Interpretation zu weit gefasst wurde und ich Details Wert zugeschrieben habe, die nur einer sehr genauen Darstellung einer Szene dienten.

Dennoch finde ich die Art und Weise, wie die Autorin den Leser in das Werk einbindet, einzigartig und „Unterleuten“ kann ich nur weiterempfehlen.
Denn wer weiß, ob im eigenen Dorf nicht eine Leiche im Keller versteckt ist und man sie nur noch nicht entdeckt hat?



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Selbstporträt mit Bienenschwarm

Jan Wagner
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.03.2018
ISBN 9783596296521
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Gerade in der heutigen Zeit finde ich in nichts so viel Trost, wie in Büchern und, vor allem, in Gedichten. Jan Wagner ist einer der größten Lyriker unserer Zeit und seine eigenen Gedichte von ihm gelesen zu hören, ist ein besonderes Erlebnis. 

Ich habe mir die Regentonnenvariationen Jan Wagners bei Erscheinung gekauft und sie seither immer wieder gelesen. In Selbstporträt mit Bienenschwarm sind nicht nur einige Gedichte der Regentonnenvariationen enthalten, sondern auch weitere Gedichte, wie zum Beispiel "Probebohrung im Himmel", welches aus dem Jahre 2001 stammt und viele weitere. 

Was genau macht Jan Wagners Gedichte so besonders? Ich lese normalerweise nur englische Gedichte, da sie meist mehr Emotionen in mir auslösen können. Doch Jan Wagner schafft es, mich mit einigen Zeilen so zu fesseln, dass meine Phantasie sich stundenlang mit nur wenigen Worten beschäftigen kann, da aus ihnen in meinem Kopf ganz eigene Geschichten werden. Und was mich immer wieder erstaunt, sind die Gefühle, die sie in mir hervorrufen. Ich könnte aufgrund weniger Worte in Tränen ausbrechen oder himmelhoch jauchzen. Das ist wahre Poesie!

Dieses Hörbuch hat mich angesprochen, da ich es mag, wenn Autoren selbst ihre Werke lesen. Es gibt mir einen ganz eigenen Bezug zu den Poeten oder Autoren und sie wissen genau, was sie mit jedem Wort aussagen möchten. Durch Jan Wagners Betonungen und gefühlvolle Stimme, wurde jedes Wort zu einem ganz eigenen Erlebnis.

Selbstporträt mit Bienenschwarm ist grandios und dieses Hörbuch kann ich wärmstens weiterempfehlen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Wir werden erwartet

Ulla Hahn , Ulla Hahn , Sonja Valentin
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 13.11.2017
ISBN 9783844527742
Genre: Romane

Rezension:

Häufig habe ich mich schon gefragt, wie können totalitäre Systeme so viele Anhänger gewinnen? Wie ist es möglich, dass sich Menschen in politischen Ideen verlieren und gar nicht bemerken, was sie da eigentlich tun? All diese Fragen schwirrten mir im Kopf herum, als ich „Wir werden erwartet“ zu lesen begann. Und obwohl sie teils beantwortet  wurden, waren sie für mich nie präsenter.

Eine junge Frau, die mit dem Mann ihrer Träume glücklich ist, wird jäh aus ihrer heilen Welt gerissen, als er sie unfreiwillig für immer verlässt. Hilla Palm lässt sich daraufhin Ende der sechziger Jahre auf neue politische Ideen ein und verstrickt sich immer mehr in ihnen… Dass besonders verletzliche Menschen, die etwa gerade in einer Krise stecken, für Propaganda empfänglich sind, ist bekannt, doch Ulla Hahn schildert genau diesen Prozess des Verführens in ihrem Roman auf beeindruckende Weise. Sie erzählt das Leben ihres Alter-Egos, Hilla Palm, so authentisch und berührend, dass der Leser einen neuen Blick auf die Vergangenheit erlangt und nicht nur mit Anschuldigungen an frühere Generationen denkt, sondern mit Verständnis und einem Gefühl dafür, dass die Vergangenheit nicht so abgeschlossen ist, wie häufig behauptet wird.

Durch die Nähe der Autorin zur Protagonistin, wird dieses Werk nicht nur nahezu autobiografisch, sondern besonders auf der emotionalen Ebene eine wahre Herausforderung. Ich hatte Mühe, mich nach dem Lesen einiger Seiten wieder in der Realität zurecht zu finden, da meine Gedanken immer wieder zu „Wir werden erwartet“ zurückwanderten. Was ich etwas problematisch finde, sind die Länge der Szenen. Mit über sechshundert Seiten ist der Roman mit Sicherheit keine leichte Lektüre und häufig werden Gefühle oder Geschehnisse so genau beschrieben, dass deren Zauber verloren geht und es eher zu einer wissenschaftlichen Analyse wird, als zu einem Leseerlebnis.

Ulla Hahn kann schreiben, daran besteht kein Zweifel. Sie setzt Worte an genau der richtigen Stelle ein und schafft durch sie eine Empathie im Leser auszulösen, die wahrlich beeindruckend ist. Und gerade wenn es um eine Zeit geht, die niemals vergessen werden darf, ist es eine Kunst, einen Blick auf eben diese zu geben und dabei eine Darstellung der Vergangenheit zu erschaffen, die Leser sich zuvor kaum hätten vorstellen können…

„Wir werden erwartet“ ist ein fantastischer Roman, der einen neuen Blick auf eine Zeit gibt, die (besonders jüngere Leser) schocken und wachrütteln wird. Allein die Ausführlichkeit, welche mir die Emotionen und den Lesefluss teils nahm, versetzt diesem Roman einen kleinen Dämpfer und dennoch ist er mehr als lesenswert!



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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Die Goldene Legende

Nadeem Aslam , Bernhard Robben
Fester Einband: 410 Seiten
Erschienen bei DVA, 04.09.2017
ISBN 9783421047557
Genre: Romane

Rezension:

Dass Religionen, besonders in ihrer Diversität und Vielzahl, schon immer zu grauenvollen Kriegen geführt haben, ist wahrscheinlich jedem bekannt. Doch wie fühlt es sich an, in einem Land zu leben, das gegen die eigene Religion vorgeht? Kann man sich je sicher fühlen?

Die goldene Legende ist ein Buch, das sich genau mit dieser Frage auseinander setzt. Wie geht es Christen in Pakistan? Obwohl diese Frage recht abstrakt klingen mag, schafft es Nadeem Aslam dem Leser genau davon einen Eindruck zu verschaffen und das so authentisch, dass ich mehr als einmal schwer Luft holen musste. Was diesen Roman so kraftvoll macht, ist der persönliche Bezug, den der Autor zu dieser Problematik hat und ihn auch in jedem Satz mitschwingen lässt. Umso beeindruckender wirkt es auf den Leser, dass er keine Religion verurteilt, sondern besonders die Menschen herausfordert, die aus ihr eine Waffe kreieren.

Der Grund, warum ich nicht völlig überzeugt von diesem Werk bin, ist Nadeem Aslams Schreibstil. Er versucht einigen Aspekten möglichst viel Überzeugungskraft einzuflößen und beschreibt diese zermarternd genau und exzessiv. Dies hat, mit persönlich, etwas den Lesefluss, wie auch die Emotionen, genommen.

Dennoch ist es nicht zu leugnen, dass der Autor mit Die goldene Legende ein Werk schafft, das zum Denken anregt und uns so viele Fragen stellt: Ist es die Religion Wert, dass wir zu Unmenschen werden?

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Krieg

Gregor Schöllgen
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 04.10.2017
ISBN 9783421047670
Genre: Sachbücher

Rezension:

Manche Bücher möchte ich gern lesen, weil sie spannend klingen. Andere, weil sie mich fesseln werden. Bücher wie „Krieg“ allerdings interessieren mich, weil sie ein wichtiges Thema behandeln und ich es mir nur schwer vorstellen kann, wie hundert Jahre Geschichte in ein Buch von 368 Seiten passen sollten…

Ein Buch über geschichtliche oder politische Themen zu schreiben ist nicht einfach, da doch sehr viel in der Kontroverse steht und konstant durch kritische Überlegungen hinterfragt werden sollte. Anstelle einer gewöhnlichen Rezension, möchte ich hier besonders hervorheben, was dieses Buch leider nicht bietet.

Herrn Schöllgens Werk bietet nur sehr begrenzt Fakten und die Meinung des Autors ist durchweg präsent. Was mir fehlt ist der Diskurs! Es wird sehr viel behauptet, was noch immer diskutiert wird und damit tat ich mir schwer. Ich mag zwar Herrn Schöllgens Meinung sein, finde aber, dass ein Buch dieser Klasse eine Form von Plattform bieten sollte, anstelle auf sie einzuwirken.

Dennoch muss ich sagen, dass der Autor beeindruckende Arbeit geleistet hat, wenn man sich auf die Konzeption des Buches und seinen Schreibstil beschränkt. Er ist wahrlich überzeugend und stellt die geschichtlichen, wie auch die politischen Entwicklungen sehr gut nachvollziehbar dar. Und zuletzt darf nicht unter den Teppich gekehrt werden, was in diesem Buch im Vordergrund steht: Aufklärung über das Vergangene und die Hoffnung, dass die Menschheit aus ihren Fehlern lernt…



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1.224 Bibliotheken, 51 Leser, 0 Gruppen, 191 Rezensionen

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Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Wer saß nicht schon einmal leicht zitternd in einem der harten Sitze eines Flugzeugs und hat sich all die Möglichkeiten, wie er in diesem Gefährt zu Tode kommen könnte, ausgemalt? Das Flugzeug könnte abstürzen, es könnte eine Bombe gezündet werden oder aber ein Terrorist könnte an Bord sein und die Maschine in seine Gewalt bringen, um nur die offensichtlichsten zu nennen. Doch was wäre, wenn es noch andere Szenarien gäbe, die uns nie wieder den Boden unter den Füßen spüren ließen? Mit dieser Idee spielt Sebastian Fitzek in seinem neuen Psychothriller "Flugangst 7A".


Wie Ihr wisst, bin ich ein großer Fan Sebastian Fitzeks und verschlinge seine Bücher geradezu. Wenn jemand fragt, wieso gerade er einen solchen Eindruck auf mich macht, muss ich nicht lange überlegen. Sebastian Fitzek erschafft keine Geschichte mit Charakteren. Nein, er erschafft ein Werk, das von Charakteren, die sich in das Herz des Lesers schleichen, getragen wird und so zu einem wahren Auf und Ab im Leser führt. In "Flugangst 7A" treibt er dies auf eine Spitze, die ich mir zuvor kaum hätte ausmalen können. Denn wer sollte es schon schaffen, eine solche Beklommenheit im Leser auszulösen, dass dieser kaum wagt, zu atmen? Und ob Ihr Euch danach je wieder an Bord eines Flugzeugs wagt, das bleibt ganz Euch überlassen...


Wie Ihr bemerkt, versuche ich Euch den Roman zu umschreiben, da ich Euch nicht auch nur eine Minute der Lesezeit durch zu viel Informationen zerstören möchte. Deshalb kann ich Euch nur raten: Habt starke Nerven und lasst Euch auf einen Flug ein, der Eure Moralvorstellungen an die Grenzen treiben wird und Euch immer wieder zuflüstert: Was würdest Du tun? 


Obwohl ich die Covergestaltung nur selten in Rezensionen erwähne, muss ich diese besonders hervorheben. Nicht nur wird mit ganz speziellen Effekten gespielt, sondern das Cover wird lebendig, wie die Geschichte, die es einschließt.


"Flugangst 7A" ist ein fantastischer Psychothriller, der den Leser an seine Grenzen bringt. Egal ob es Sebastian Fitzeks phänomenaler Schreibstil, seine Charaktere oder die mit ihnen verbundene Geschichte ist; einer meiner Lieblingsautoren hat sich hier wahrlich übertroffen. Mit Spannung, Dilemmata und dem Quäntchen Wahnsinn, das so perfekt in unsere Realität passt.

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Das weiße Feld

Lenka Hornakova-Civade , Hanna Laak
Fester Einband
Erschienen bei Blessing, 11.09.2017
ISBN 9783896675828
Genre: Romane

Rezension:

Drei Frauen, jede von ihnen mit einer ganz eigenen Lebensgeschichte, verpackt in einen Roman der Sonderklasse…

In „Das weiße Feld“ begleitet der Leser drei Frauen, wie sie leben, lieben und mit Problemen in ihrer jeweiligen Zeit zu kämpfen haben. Ich bin keine Freundin davon, zu viel des Inhalts eines Romans preiszugeben, weswegen diese Inhaltsangabe zwar kurz ist, ich Euch allerdings versprechen kann, dass es das Geschehen in den 273 Seiten in sich hat. Was mich etwas aus dem Geschehen geworfen hat, war die Tatsache, dass das Buch in drei Teile gegliedert ist und jeder in der ersten Person geschildert wird. Ich hätte mir eine Verflechtung der Geschichten gewünscht, da ich so nur begrenzt in den Fluss der Geschichte hineinfinden konnte und mich durch den personalen Erzählstil erst wieder neu einfinden musste.

Mit welchen Charakteren könnt Ihr Euch am besten identifizieren? Ich liebe es, von echten Menschen zu lesen. Die Fehler, die kleinen Macken – sie machen uns menschlich und in diesem Roman haben wir es mit authentischen Charakteren zu tun. Dies haucht dem Geschehen das wahre Leben ein und füllen es mit Herz. Da der Leser die Geschichte des 20. Jahrhundert verfolgen darf, wird durch die gekonnte Inszenierung der Figuren auch ein Stück Geschichte zum Leben erweckt.

Hornakova-Civades Schreibstil entwickelt sich, wie es auch das Leben Magdalenas, Evas und Libusas tut. Eine solche Variabilität in die Sprache zu legen, beeindruckt den Leser nicht nur, sondern unterstützt die Entwicklung der Charaktere und verleiht ihr die nötige Glaubwürdigkeit in einem Roman, wie er nur selten geschrieben wird.



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