Kristinas_Buecherwelts Bibliothek

19 Bücher, 19 Rezensionen

Zu Kristinas_Buecherwelts Profil
Filtern nach
19 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

gangster, gay romance, gestaltwandler, gestaltwandler wölfe, krimi, liebe, m/m romance, zusammenhalt

Good Enough - Funken in Türkis

D. C. Malloy
E-Buch Text: 158 Seiten
Erschienen bei null, 18.01.2018
ISBN B07915GW18
Genre: Sonstiges

Rezension:


Da der Klappentext recht akkurat ist, gehe ich nicht weiter auf den Inhalt ein, sondern gebe nur meine Leseeindrücke wieder.


Ich habe im Zuge einer Leserunde hier auf Lovelybooks, ein Rezensionsexemplar erhalten, meine Meinung zum Buch hat das in keinster Weise beeinflusst.


Der Beginn hat mich sofort abgeholt und dafür gesorgt, nachdem ich eigentlich nur anlesen wollte, dass ich die Geschichte von Brennan und Nick in einem Zug durchgelesen habe. Das Setting war sehr interessant und Brennan ist einfach auch ein Charakter, der den Leser schnell um den Finger wickelt. Die Hauptprotagonisten sind dabei sehr verschieden gezeichnet und unterscheiden sich in ihrer Denk- und Sprachweise ansprechend voneinander.


Brennan war mir während des Lesens deutlich näher und sein Charakter/ seine Figur erschien mir generell tiefer und verständlicher angelegt. Trotz seiner Fehler, die er auf den ersten Blick begangen hat, ist er ein klassischer Sympathieträger, dem ich als Leser immer das beste gewünscht und mit dem ich mitgelitten habe, wenn es nicht so gekommen ist.


Mit Nick hatte ich eher mal meine Schwierigkeiten, auch wenn ich ihm zugute halte, dass er an sich eher verschlossen ist und sich nicht wohl damit fühlt, seine Probleme und Gefühle mit anderen zu teilen, sie lieber mit sich selber ausmacht. Dieser Kontrast war durchaus interessant und hat für die ein oder andere explosive Situation gesorgt. 


Sprachlich war ich positiv von der Geschichte angetan, gerade die schon erwähnte Differenzierung der Charaktere durch die Sprache hat mir wirklich gut gefallen. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Brennans und Nicks Perspektive, wobei der personale Erzähler gut und konsequent umgesetzt worden ist. Ebenfalls positiv empfand ich auch die Erzählweise an sich. Als Leser muss man sich hier nicht durch lange Abschnitte von Erklärungen oder Umgebungsbeschreibungen quälen, beides wird natürlich und durch das Erleben der Handelnden eingeführt. Daraus ergibt sich dann auch ein toller Spannungsbogen und insgesamt ein gutes Tempo in der Geschichte.


Abgesehen von den Schwierigkeiten mit Nick, hatte ich manchmal ein paar Probleme mit einzelnen Übergängen. Das ist natürlich auch die Gefahr der Erzählweise, aber nicht jede Reaktion auf eine Aktion ließ sich selbstverständlich nachvollziehen, gesamt betrachtet, hält sich das aber im Rahmen. 


Mit Gestaltwandlern bin ich sonst immer noch ein bisschen kritischer, aber mir gefiel die Idee und Umsetzung gut, auch, weil es nicht das übergeordnete Thema des Buches war, der Fokus lag eindeutig auf den Schwierigkeiten, in die sich Brennan hineinmanövriert hat und der Anziehung zwischen ihm und Nick. Beides steht in einem guten Verhältnis zueinander, sodass ich nie das Gefühl hatte, dass ein Thema über- oder untergeordnet worden ist. Im Gegenteil, eigentlich fließt alles gegen Ende wunderbar ineinander.


Fazit: Eine wirklich spannende Geschichte, die sich flott lesen lässt und sprachlich zu den besseren des Genres gehört. Wem ein bisschen Push and Pull nichts ausmacht, wird an Brennan und Nick seine Freude haben.

  (0)
Tags: gay romance, gestaltwandler, krimi, m/m romance   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gay romance

Sommer, Sonne, Strandkorb (Sommer, Sonne ... 1)

E. E. Healing
E-Buch Text: 252 Seiten
Erschienen bei null, 24.02.2017
ISBN B01NBY6JDE
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich versuche es kurz zu halten: Es war nicht mein Buch. Die permanenten Perspektivwechsel (die immer angekündigt werden) haben es mir schwer gemacht, einen Zugriff auf die Gefühle der Protagonisten zu bekommen. Dazu unterscheiden sich Linus und Malte, trotz erheblichem Altersunterschied, gar nicht voneinander. Das erstreckt sich leider auch auf alle Charaktere. Das wird zusätzlich noch durch unfassbar viele „…“ innerhalb der Sätze untermalt. Warum Sätze (ebenfalls regelmäßig) kursiv unterlegt sind, hat sich mir ebenfalls nicht erschlossen. Mal wird geflüstert, mal geschrien, mal wird nur ein Gedanke untermauert. Diese verwendeten Mittel werden einfach zu häufig und ohne erkennbare Funktion eingesetzt, wodurch ich Sätze oft mehrfach lesen musste, um ihre Bedeutung für den Charakter zu verstehen.

Ich fand es zu keiner Zeit spannend, traurig, fesselnd oder emotional nachvollziehbar. Gegen Ende entwickelt sich ein gewisser Humor, der mich zumindest ab und an hat schmunzeln lassen.

  (0)
Tags: gay romance   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

abenteuerlich, erotisch, fantasy, gay romance, mutig, provozierend

Die Rache des Sidhe

Leann Porter
Flexibler Einband: 228 Seiten
Erschienen bei Dead Soft Verlag, 28.02.2014
ISBN 9783944737348
Genre: Romane

Rezension:

Mit dem Beginn habe ich mich recht schwer getan, da die Szenen teilweise wie abgeblendet erscheinen und die Protagonisten gefühlsmäßig und auch in ihren Handlungen keineswegs konsequent sind. Mich in die Fantasywelt reinzudenken fiel mir ebenfalls nicht so leicht (die Wegstrecken und Zeiten sind mir selbst am Ende noch unklar), trotzdem gelang es der Autorin meine Neugier darauf zu wecken.

Ruhepausen gibt es eher nicht, es geschieht immer irgendwo etwas und die Protagonisten müssen sich permanent neuen Gegebenheiten anpassen, weswegen die emotionale Komponente manchmal etwas untergeht. Im Verlauf wird das besser und die aufkommenden Gefühle zueinander zunehmend verständlicher.

Trotz der Kritik mochte ich das Buch im Wesentlichen. Mein Hauptproblem ist eher, dass es für die Fülle an Handlungen/ Aktionen zu wenig Seiten hat, um alles nahtlos ineinanderfließen zu lassen. Die Welt ist sehr interessant, die Figuren spannend, die Plottwists unerwartet – nur ließt es sich unfertig und aneinandergereiht.

  (0)
Tags: fantasy, gay romance   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

68 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

biographie, erziehung, fälle, familie, familien, familiengericht, familiengutachten, familienpsychologie, gericht, geschichten aus dem alltag, humor, kinder, kindeswohl, psychologie, wahrheit

Die Schakkeline ist voll hochbegabt, ey

Sophie Seeberg
E-Buch Text
Erschienen bei Knaur eBook, 03.12.2013
ISBN 9783426421338
Genre: Humor

Rezension:

Fazit: Ein interessantes und emotionales Buch, mit tieferen Einblicken in die Welt einer Familienpsychologin. Der Humor ist respektvoll rübergebracht worden und dominiert nicht. Die einzelnen Schicksale stehen im Vordergrund und mit ihnen die Kinder, um die es bei der Arbeit von Sophie Seeberg im Wesentlichen geht.

  (0)
Tags: biografie   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gay romance

Sein wahrer Gefährte (Divergent Species 1)

Elizabeth Monvey
E-Buch Text
Erschienen bei Me and the Muse Publishing, 16.06.2017
ISBN B072M78JL7
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inzwischen lese ich tatsächlich häufiger Wandlergeschichten und so langsam fangen sie an mir Spaß zu machen.

Diese gefiel mir ebenfalls gut, nur kann man bei dem Umfang der Geschichte keine große, inhaltliche Tiefe und weitgehende Charakterentwicklungen erwarten. Trotzdem ist alles noch recht stimmig zusammengebracht worden.

Ajays Gefühle nachzuvollziehen fällt nicht immer leicht, die Wechsel zwischen Verständnis für Henry, Distanz, Wut und doch wieder Anziehung sind mitunter zu abrupt und folgen keinen erkennbaren Gründen. Genug Grundlage gibt es dafür schon, gerade wenn man die Zeit der Gefangenschaft mit bedenkt, allerdings wird diese nicht oder unzureichend mit seinen Emotionen verknüpft.

Henry erschien mir etwas eingängiger, die Motivation hinter seinem Handeln ist jedenfalls deutlicher aufgezeigt worden.

Unbedingt berücksichtigen sollte man, dass hier eine sehr komplexe Handlung auf wenigen Seiten untergebracht worden ist. Genaue Lebensumstände, von was die Hauptprotagonisten am Ende ihr Leben bestreiten, wie sich Wandler und Menschen in die Welt integrieren, wer was von wem weiß: das alles ist sehr vage gehalten und das meiste davon bleibt vorerst unbeantwortet. Dies ist natürlich erst einmal nur Teil 1, dennoch ist es für das Verständnis nicht unbedingt förderlich, dass so viel im Dunkeln bleibt.

Nichtsdestotrotz ist das eine vor allem flüssig erzählte Geschichte, der ich hoch anrechne, dass sie den Versuch einer detaillierten, wissenschaftlichen Erklärung unternimmt. Den Fantasyanteil darf man dabei nicht vergessen, aber hier hat sich die Autorin wirklich um eine passende Lösung bemüht, was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit: Eine nette Geschichte für zwischendurch, die man aufgrund der fehlenden Teile noch nicht allzu tief hinterfragen kann. Die Protagonisten nehmen den Leser gut durch die Handlung mit und Lust auf die Nachfolgebände machen diverse Andeutungen im Buch auch.

  (0)
Tags: gay romance   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"erste liebe":w=1,"schwul":w=1,"gay romance":w=1,"coming of age":w=1,"coming out":w=1,"gay romanc":w=1

Willst du ein Eis?

Karo Stein
E-Buch Text: 322 Seiten
Erschienen bei null, 03.04.2016
ISBN B01DSTIQLE
Genre: Sonstiges

Rezension:

In die Geschichte von Tobi und Markus stürzt man als Leser hinein, genau wie Tobi in Markus bei seinem Einkauf. Seine verwirrenden Gefühle und diese erste Liebe mitzuerleben, hat etwas sehr Schönes und fast Unschuldiges.

Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte gut gefallen. Gerade Tobis Ängste sind gut ausgearbeitet worden, die Fragen die er sich stellt, sind alle nachvollziehbar und auch die Tatsache, dass er sich leicht beeinflussen und verunsichern lässt, scheint mir nur zu natürlich. Auch Markus agiert in weiten Teilen verständlich, allerdings gibt es ein paar Punkte, mit denen ich nicht so viel anfangen konnte.

Bei Tobi hätte ich durchaus erwartet, dass er sich bei der Erkundung seiner Sexualität, die ihm ja sozusagen vor die Füße gefallen ist, deutlich entdeckungsfreudiger gezeigt hätte. Ich habe zugegebenermaßen ein kleines Problem damit gehabt, dass für ihn (und seine beste Freundin Dani) von vorn herein feststeht, dass er den (Zitat!) "weiblichen" Part in der Beziehung einnimmt. In diese Richtung gibt es keine Neugier, nicht einmal ein Gedanke daran? Das war für mich leider nicht nachvollziehbar, weil darauf auch nicht eingegangen wird. Das ist einfach so.

Markus hat mir ein bisschen Schwierigkeiten mit seiner Vergangenheit gemacht. Seine Reaktion auf den Vorfall, der vorläufig zur Eskalation führt, erklärt sich durch die vergangenen Probleme nicht. Oder zumindest erklärt sich mir das nicht und ich kann keine Brücke dahin schlagen. Der Kontrast zwischen dieser absoluten Begeisterung für Tobi und der völligen Distanziertheit ist ohne Erklärung zu groß.

Und letztlich bleibt die Situation mit Tobis bestem Freund nicht nur offen, sie fällt quasi am Ende vom Tisch.

Diese Dinge lassen mich etwas ambivalent zurück, weil sie einen nicht unerheblichen Anteil an der Handlung oder der Entwicklung dieser haben.

Mangelnde Emotionalität kann ich allerdings nicht beklagen, die schwierigen und traurigen Passagen sind so umgesetzt worden, dass ich sehr nahe an den Protagonisten dran war. Das Miterleben ist intensiv und mitunter sehr traurig.

Dazu ist die Geschichte sprachlich sehr ansprechend, sie liest sich flüssig weg und hat eine angenehme und leicht zu folgende Spannungskurve.

Fazit: Eine süße Geschichte über das Coming out, die verwirrenden Gefühle darüber und eine glaubhaften Liebe.

  (0)
Tags: gay romanc   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gay romance

Der Morgen, den ich fürchte

Eliza Bauer
E-Buch Text: 103 Seiten
Erschienen bei null, 15.06.2017
ISBN B072QV675W
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es fällt mir noch schwer, die richtigen Worte zu finden, denn die Geschichte von David und Adam hat mich total berührt. Was auch maßgeblich an der sehr geschickten Umsetzung der Erzählung liegt.

Zunächst folgt der Leser David durch das Haus und bald schon auch durch seine Gedanken, zu dem Punkt, an dem er Adam kennen und später auch lieben gelernt hat. Das Ganze ist behutsam und vorsichtig aufgebaut worden und genauso entwickeln sich auch Davids Gefühle. Ich lese selten Bücher, die mich mit so wenig "Drumherum" derart fesseln können. Dabei bilden die menschlichen Gefühle, Ängste und Entwicklungen natürlich sehr viel Raum, um Spannung entstehen zu lassen. Und das war hier für mich definitiv der Fall. Der Druck, der auf David lastet, seine Befürchtungen und dann die stückweise Befreiung, haben mich ganz tief in die Geschichte versinken lassen.

Dazu ist auch die gesamte Handlung sehr gut durchdacht worden. Die Unterschiede von Vergangenheit und Gegenwart werden sachte aufgezeigt und trotzdem verlieren die Protagonisten nicht ihr Gesicht. Es gibt eine kleinere Unstimmigkeit im Gesprächsverlauf (zum Ende hin), über die man aber locker hinweglesen kann. Die Sprache gefiel mir im Ganzen ebenfalls gut, sie passt zu David und ließ mich durch das Geschichtchen durchrutschen.

Ein Bonuspünktchen gibt es dafür, dass der Buchtitel zum Ende auf eine sehr spezielle Weise aufgefasst wird. Das rundet die Handlung wunderbar ab.

Fazit: Eine sehr emotionale und menschlich packende Geschichte, die sensibel und empathisch umgesetzt worden ist. Die Stimmung schwankt zwischen Hoffnung, Melancholie und dem Gefühl, dass die Liebe zwischen David und Adam etwas ganz Besonderes ist. Sie hat mich jedenfalls zu Tränen gerührt.

  (0)
Tags: gay romance   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gay romance

Oh Boy! Hot as Hell

Kay Monroe
E-Buch Text: 164 Seiten
Erschienen bei null, 30.06.2017
ISBN B073MK6V44
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit Erwartungen ist das immer so eine Sache. Ich muss gleich vorweg gestehen, dass ich diese, aufgrund des ersten Teils, recht hoch angesetzt habe und in ihnen dann nicht ganz bestätigt worden bin.

Besondere Probleme hat mir vor allem der Beginn gemacht. Mir ist klar, dass zu dem vorigen Band eine Brücke geschlagen werden musste, aber für mich war das zu viel erzählte Information auf zu wenigen Seiten. Ehe ich im Buch und dann letztlich in der Gegenwart der Handlung angelangt war, hat es zu lange gedauert, um mich mitreißen zu können. Ich habe mich tatsächlich reinarbeiten müssen.

Als ebenfalls schwierig empfand ich die Thematik des ersten Buchdrittels, denn beständiger Grundtenor war (und bleibt unterschwellig auch) die unendliche emotionale und körperliche Liebe von Mac und Torey. Darüber hinaus gibt es zunächst nicht viel und darum hatte das für mich einen recht wiederholenden Charakter.

Das gute ist, je weiter die Handlung voranschreitet, desto fesselnder und spannender wird es auch durch die diversen Probleme der Protagonisten. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass die verschiedenen Handlungsstränge dann auch Dramatik in den Verlauf bringen. Am Ende war ich emotional absolut involviert und habe mit den beiden mitgelitten und mitgefiebert.

Fazit: Aus diesen Gründen bin ich letztlich etwas zwiegespalten, denn einen ersten Leseeindruck (positiv wie negativ) streife ich nicht so schnell ab. Ich bevorzuge persönlich lieber Geschichten, die mich sofort abholen und in das Geschehen werfen und deren Verwicklungen mit dem Fortlauf der Handlung verknüpft werden. Trotzdem hat sie mir am Ende wirklich gut gefallen und ich habe mich sehr gefreut wieder von Mac und Torey lesen zu können, da sie mein Lieblingspairing der Autorin sind.

  (0)
Tags: gay romance   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

gay romance, liebesgeschichte, ms

Lord of Roses

Alice Camden
E-Buch Text: 205 Seiten
Erschienen bei null, 23.06.2017
ISBN B072TNXMXM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Henry und Alec haben mir wirklich Spaß gemacht. Trotzdem sie so unterschiedlich sind, ergänzen sie sich gut und darum muss man sich nicht wundern, wie dieses Pairing - trotz "Standesunterschied" - zustande kommt.

Im Detail:
Henrys zurückgezogenes Wesen ist für mich sehr gut dargestellt worden. Dieses Verhalten ist nicht nur Selbstschutz, sondern über sechs Jahre hinweg zu einem Teil von ihm geworden. Dass er mit dieser Gewohnheit nicht sofort bricht, ist absolut nachvollziehbar. Der Konflikt, zwischen dem was er möchte und dem, was er glaubt haben zu können, unterstützt das noch dazu.

Alec ist zwar auf den ersten Blick offener, bei genauerer Betrachtung kann man aber erkennen, dass er sich auf einer anderen Ebene ebenso zurücknimmt, um die Sorgen für seine Familie so klein wie möglich zu halten. Dieses, mit sich selbst ausmachen, ist beiden also bekannt und vielleicht ergibt sich beim Lesen auch deshalb dieses stimmige Gefühl - denn auch ohne Butlerausbildung trifft Alec genau Henrys Nerv und kann ihn dadurch wieder zurück ins Leben führen.

Was mir manchmal schwer gefallen ist, waren die zum Teil etwas sprunghaften Gedankengänge. Manche Überleitungen lesen sich dadurch etwas holprig und es gab ein paar Stellen, an denen ich zurück gelesen habe, um den Verlauf wieder einordnen zu können.

Die medizinischen Aspekte sind recht oberflächlich gehalten worden, was aber auch zu der Verdrängung von Henry passt, der sich nicht wirklich damit auseinander setzen möchte. Neurologische Erkrankungen verständlich und fachlich richtig darzustellen, ist definitiv nicht so einfach und zumindest sind die Symptome und das Wesen der Erkrankungen im Großen und Ganzen nachvollziehbar.

Die dramatischere Entwicklung zum Ende hin fand ich sehr gut gelungen. Sie machen aus dem ansonsten sehr süßen und romantischen Buch, eine Geschichte mit Herzklopfen und Spannung.

Das Ende an sich erschien mir etwas dick aufgetragen und erzählt. Das fand ich etwas schade, aber es ist auch verkraft- und vertretbar.

Fazit: Eine stimmige Romanze, mit Witz und Charme, aber auch nachdenklichen und spannenden Momenten, die schon einmal das Wasser in die Augen treiben können.

  (0)
Tags: gay romance   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

68 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

"mord":w=1,"sachbuch":w=1,"mutter":w=1,"kindsmord":w=1,"kindstot":w=1

Es geschah nebenan

Joyce Egginton
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 02.05.2006
ISBN 9783453645103
Genre: Biografien

Rezension:

Was mich so nachhaltig an das Buch gebunden hat, war nicht nur die Thematik, sondern auch die Art und Weise wie es aufgebaut ist. Es beginnt mit dem entscheidenden und letzten Mord an Tami Lynne, für den Marybeth am Ende auch verurteilt wird. Wir lernen sie, genau wie ihre neue Freundin Cynthia, neu kennen und arbeiten uns von der Schale, bis nahe zum Kern vor. Das fesselt von der ersten bis zur letzten Buchseite und lässt einen auch danach nicht so ohne weiteres los.

Das Buch ist in vier große Abschnitte gegliedert und folgerichtig aufgebaut. Das erleichtert das Verstehen dieser Tragödie und bildet den roten Faden, der den Leser auch sicher durch die vielen Interviews von Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen, den Behördenmitarbeitern, der Polizei und dem medizinischen Personal führt. Anhand dieser kurzen Aufzählung wird schon deutlich, dass sich die Autorin große Mühe bei der Betrachtung des Ganzen gegeben hat. Ihr kam es definitiv nicht darauf an abzuurteilen, sondern die Umgebung zu erfassen, in der neun Kinder ihr Leben ließen.

Auch wenn die Autorin über die meiste Zeit sehr sachlich bleibt, sind die Gespräche mit den Betroffenen stark emotional geprägt, was an mir nicht vorbei ging. Manches Mal muss man sich auch selber dazu anhalten, nicht alles gleich als Fakt aufzufassen – denn am Ende gab es nicht nur die realistische Beschreibung von Marybeth, sondern auch eine menge Tratsch und Klatsch, worauf die Autorin an wenigen Stellen auch hinweist.

Insgesamt gelingt es ihr gut, dieses soziale Gefüge an den Leser zu bringen. Mithilfe der Ärzte und den Autopsieberichten, zeichnet sie ein recht genaues Bild von den Taten. Was nicht im einzelnen beschrieben ist, setzt sich in der eigenen Fantasie mühelos zusammen. Daher stimme ich absolut darin überein, dass kein Krimi spannender und aufwühlender sein könnte, als dieser Bericht. Denn auch wenn das Ergebnis, die Verurteilung von Marybeth, bereits feststeht, ist es so aufgebaut, dass man sich in die jeweils aktuellen Geschehnisse hineinversetzt und wie ‚live‘ miterlebt. Durch diesen Erzählstil und die tadellos eingefügten Augenzeugenberichte, kommt man gar nicht umhin, dieselben Emotionen zu durchleben, wie die Personen zur damaligen Zeit.

Was mir persönlich gut gefallen hat ist die Tatsache, dass Marybeth auch psychologisch beleuchtet wird und sie nicht nur als Monster in Erscheinung tritt. Die fehlende psychologische Behandlung nach dem Tod ihres Vaters und des dritten Kindes, hat nach Einschätzung aller Experten, eine folgenschwere Kettenreaktion ausgelöst. Der Selbsthass, die Minderwertigkeitskomplexe und die angedeutete traumatische Kindheit von ihr, werden soweit möglich mit bedacht und ergeben am Ende ein stimmiges Bild von der Person Marybeth Tinning. Etwas schwierig ist sicherlich die Tatsache, dass Marybeth selber nichts zu diesem Buch beigetragen hat und auch ihre Mutter, die durchaus vom gestörten (und evtl. vom Missbrauch zerstörten) Verhältnis zum Vater hätte berichten können, sich bedeckt hielt. Klar wird nur, dass sie eine sehr ambivalente Beziehung zu ihren Eltern und insbesondere zu ihrem Vater hatte. Die Möglichkeit, dass sie mit ihrem einzigen Schwangerschaftsabbruch, dass Kind ihres Vaters wegmachen ließ (damals noch illegal), wird vorsichtig in Erwägung gezogen, eine handfeste Aussage gibt es dazu nicht.

Sehr gut dargestellt ist auch das Versagen des ganzen Systems und im Nachhinein kann man wirklich nicht sagen, was hätte anders laufen müssen, damit Marybeth ihre Kinder nicht hätte umbringen können. Angefangen vom Ehemann, dem Krankenhauspersonal/ der Ärzteschaft, der Missbrauchsstelle für Kinder über die Polizei/ Staatsanwaltschaft über die Familie/ Verwandte und Bekannte – einfach alle haben zu wenig miteinander kommuniziert und die Fälle immer losgelöst voneinander betrachtet. Auch sehr wichtig fand ich die Anmerkung der Autorin, dass Marybeth nie ernst genommen worden ist. Ihre auffälligen Verhaltensweisen haben die meisten mal genervt und mal gutmütig ungeduldig zur Kenntnis genommen, dass ein tiefliegendes Problem dahinter steckte, hat niemand sehen können/ wollen. Und obwohl man heute in psychologischer Sicht schon sehr viel weiter ist als zu jener Zeit, geschieht das noch viel zu oft. Daher kann man auch diese tragische Geschichte wieder als mahnendes Beispiel dafür nehmen, dass es sich lohnt genauer hinzusehen und nicht selbstverständlich die einfachste Lösung anzunehmen, nur weil es bequemer ist. In diesem Fall, hätte es vielen Kindern das Leben gerettet.

Am Ende des Buches war ich, wie die Geschworenen, sehr ausgelaugt und geschafft. Trotz des Urteils stellt sich keine wirkliche Erleichterung ein. Wie könnte sie auch, wenn am Ende so viele Babys betrauert werden müssen. Als Leser kommt man zu dicht an die Abläufe heran, als dass es möglich wäre, sich dieser Dramatik zu entziehen. Dieses Buch übertrifft nicht den Horror-Roman weil es besonders grausam ist, sondern weil es real ist. Und sich das bewusst zu machen, ist Horror genug.

Joyce Egginton gelingt ein sehr vielschichtiges und bemüht alle Aspekte beleuchtendes Buch, was die Geschehnisse der 14 Jahre nicht nur zusammenfasst, sondern auch die Missstände der damaligen Zeit toll aufarbeitet.

  (0)
Tags: sachbuch   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

"sachbuch":w=2,"rechtspsychologie":w=1,"täterbeschreibungen":w=1,"krimi":w=1,"mörder":w=1,"tatsachenbericht":w=1,"deutsche autoren":w=1,"bastei lübbe verlag":w=1,"true crime":w=1,"verlag bastei lübbe":w=1,"dr. mark benecke":w=1,"gerichtspsychologie":w=1

Aus der Dunkelkammer des Bösen: Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt

Mark Benecke , Lydia Benecke
E-Buch Text: 412 Seiten
Erschienen bei Lübbe Digital, 11.11.2011
ISBN B00611PUZ2
Genre: Sachbücher

Rezension:

In „Aus der Dunkelkammer des Bösen“ werden verschiedene Themenkomplexe und Untersuchungen dargestellt und forensisch sowie psychologisch aufgearbeitet. Soweit ich das beurteilen kann, entsprechen die Erkenntnisse den allgemein vorherrschenden, wissenschaftlichen Standards. Schwer verständlich ist es allerdings nicht, da es für ein breites Publikum verfasst worden ist. Auf allzu hochgegriffene Begriffe und Erklärungen ist hier Abstand genommen worden. Ob Absicht oder nicht, die Erklärungen klingen manchmal etwas wiederholend (zur besseren Verständlichkeit der Ergebnisse?).

So die Untersuchungen nicht von Beneckes persönlich durchgeführt worden sind, oder die Erkenntnisse nicht aus eigener Recherche stammen, sind sehr interessante Gesprächspartner zur Stelle, die das Buch inhaltlich toll unterstützen und Teilaspekte der aufgegriffenen Themen verständlich machen.

Die Formulierungen kann man durchaus als sachlich aber auch deutlich beschreiben. Hier wird nichts beschönigt oder um den heißen Brei herumgeredet, die Täteranalysen sehr tiefgehend und ehrlich bewertet. Diese Kombination ist zur Abwechselung mal sehr angenehm und der oftmals verbreitete, sensationsgeile Klatsch den man häufig in der Boulevardpresse findet, kommt hier so gar nicht zum Tragen und wird, soweit es möglich ist, auch vorsichtig kritisiert. Man merkt dem Buch also deutlich seine wissenschaftlichen Quellen an und so sollte es bei einem Sachbuch auch sein.

Etwas befremdlich erschien mir das Themenhopping. Der Wechsel zu anderen Bereichen verliert sich manchmal ein wenig, sodass ich schon einige Male das Gefühl hatte, ins Tausendste abgerutscht zu sein. Das Wiederaufgreifen der eigentlichen Thematik kommt dann an der ein oder anderen Stelle etwas plötzlich. Über die Länge des Buches habe ich mich an die etwas eigenwillige Art gewöhnt. Zumindest muss ich an dieser Stelle dazu erwähnen, dass so eine große Informationsvielfalt zustande kam und eine tiefer gehende Betrachtung der Geschehnisse möglich war. Konsequent wäre es allerdings gewesen, wenn man sich entweder für eine kapitelübergreifende Gestaltung entschieden hätte oder dagegen. Die Gedankensprünge wären dann definitiv besser einzuordnen gewesen.

Außer der Reihe tanzt ein wenig das erste Kapitel „Hitlers Zähne“, da es so gar nicht zu den anderen passen mag. Es liest sich auch am zähflüssigsten und worauf der Fokus liegt, kann man am Ende nicht so einfach beantworten. Als sehr stark habe ich wiederum das abschließende Fazit daraus empfunden. Daher mein Tipp: Das Kapitel unbedingt bis zum Ende lesen! Denn die persönliche Verantwortung eines jeden, wird meines Erachtens nach doch zu oft in den Hintergrund gerückt.

Was mir an diesem Werk besonders gut gefallen hat, ist die Frage nach dem ‚Warum?‘. Nicht um den Mörder besonders gut dastehen zu lassen, damit dieser eine möglichst milde Strafe bekommt (wie es ja manchmal unterstellt wird), sondern um zu verdeutlichen, welch große Bedeutung diese Betrachtungsweise für die Gewaltprävention hat. Das Fazit des Gesamtwerkes, dass mit der Tat, alle vorigen Instanzen versagt haben, ist eindringlich und rührt an dem festen Gedankenmodel, dass man einfach nur die ‚Monster‘ einsperren müsste oder besonders hohe Strafen verhängen muss, damit die teilweise schrecklichen Taten nicht geschehen. Und genau das unterscheidet dieses Buch auf eine sehr angenehme Art von den Stammtischforderungen oder polemischen Forderungen aus der Klatsch-Presse. Wer ein ‚Mehr‘ an Prävention möchte, muss auch ein ‚Mehr‘ in das ‚Warum?‘ stecken. Sehr deutlich wird das auch im Kapitel „Pädophilie“, welches sachlich und doch eindringlich aufgebaut ist. An diesem Beispiel wird anschaulich aufgezeigt, woran es oft hakt und wo man ansetzen könnte. Der Abschluss dieses Buches, greift darauf dann auch noch mal zurück und schließt es wunderbar ab. Dieser Gesamtfokus auf die Prävention gefällt mir außerordentlich gut und zeigt, ohne erhobenen Zeigefinger auf, woran man noch arbeiten muss. Dass eine nicht unbedeutende finanzielle Zuwendung dafür notwendig ist, kann man sich an einer Hand abzählen.

Was mich wieder nachhaltig berührt, und mich schon nach seiner Veranstaltung sehr nachdenklich gemacht hat, ist die manchmal etwas zu blinde Justitia (um die Worte des Buches aufzugreifen). Es ist eine Sache, sich Fehlurteile in der Theorie auszumalen, eine andere, wenn die Menschen hinter solchen (eventuellen) Fehlleistungen der Justiz in allen Details beschrieben werden. Im Buch wird es nicht ganz so ausführlich bearbeitet, wirft aber trotzdem genügend Fragen auf. Zusammen mit der Vorstellung „Mord im geschlossenen Raum“, kommt man nicht umhin zu hinterfragen, warum es keine Wege aus dieser Falle gibt. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu ausführlich erläutern, wie es dazu kommen kann, wobei Ursache die falsche Grundannahme ist, aber wer sich damit eingehender beschäftigen möchte, ist mit dem genannten Infotainment und dem Buch gut beraten. Das Ganze ist sehr umfangreich, dafür aber nicht minder schockierend. Diese Kritik am System ist aus meiner Sicht durchaus angebracht. Aber auch hier: Es wird anhand eines Beispieles erläutert, der erhobene Zeigefinger fehlt (angenehmerweise).

Auch wenn das Buch überwiegend sachlich gehalten ist, geben manche Interviews dem Werk eine recht emotionale Note, was das Leid hinter manchen Taten bzw. Tataufarbeitungen greifbar macht. Mir persönlich hat das gut gefallen, da es dem Verständnis der Themen in meinen Augen zuträglich ist.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat, etwas besser sortiert hätte es aber sein dürfen. Wer Mark Benecke schon einmal live erlebt hat, wird feststellen, dass er das fast genauso hintereinander weg von sich gegeben haben könnte. Erzählt ist das durchaus spannend, schriftlich dagegen manchmal irritierend (insbesondere der Wechsel von forensischer zu plötzlich psychologischer Betrachtung und zurück). Nichts desto trotz macht es Lust auf mehr, die Querverweise sind dahingehend geschickt gestreut, und die wichtigsten Konsequenzen toll ausgearbeitet. Wer sich also eingehender auch mit  Täteranalyse beschäftigen möchte, aus Interesse, zu Präventionszwecken oder vielleicht auch um eine Romanfigur glaubhaft darstellen zu können und ihr Tiefe zu geben, ist mit diesem Buch gut beraten. Die wichtigsten (tatrelevanten) psychischen Störungen sind jedenfalls mit enthalten und an Beispielen erklärt.

  (1)
Tags: sachbuch   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

106 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

forensik, gerichtsmedizin, kriminalbiologie, kriminalfälle, mark benecke, naturwissenschaften, pathologie, psychologie, recht, rechtsmedizin, sachbuc, sachbuch, serienmörder, spannend, verbrechen

Mordspuren

Mark Benecke
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 01.07.2009
ISBN 9783404606184
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wie der Titel schon verrät, werden im vorliegenden Buch vor allem die Spuren an einem Tatort beleuchtet, wofür mehr oder weniger bekannte Kriminalfälle ausgewählt worden sind. Benecke typisch passiert das mit vielen Querverweisen und einer ordentlichen Hintergrundrecherche zu den Verbrechen und den Verbrechern.

Es unterscheidet sich dabei in der Tat sehr von „Aus der Dunkelkammer des Bösen“. Auf die Psyche der Täter wird nicht explizit eingegangen, die Täteraussagen stehen größtenteils für sich, dafür sind die Fallschilderungen um einiges sachlicher. Genau diese Sachlichkeit trägt aber an der ein oder anderen Stelle maßgeblich zum Gruselfaktor bei. Wie im Vorwort so schön gesagt, bewegt man sich als Leser am Rand des Randes, extra aufpuschen muss man die Taten dafür wirklich nicht, denn sie sind schon in ihrer simpelsten Beschreibung erschütternd genug.

Allerdings wird man sanft in das Buch eingeleitet, die Beschreibung wie es zum Vampirglauben in Europa kam, sind äußerst interessant und spannend zu lesen. Wenn ich einen persönlichen Lieblingsabschnitt angeben müsste, dann genau diesen. Die Verwicklungen sind toll dargestellt und am Ende dieses Kapitels, braucht sich wohl niemand mehr die Frage zu stellen, woher dieser Aberglaube und die tiefe Faszination herrühren mag. Die extrem sachliche Aufarbeitung gefiel mir dabei ganz besonders. Wieder ohne Zeigefinger oder Besserwisserei. Einfach schnörkellos und glaubhaft.

Was allerdings auch in diesem Buch auffällt, ist die manchmal etwas sehr weitläufige Art von den Taten zu berichten. Natürlich erhalte ich als Leser dadurch eine menge Informationen, allerdings ermüdet diese Form der „Berichterstattung“ auch schnell. Daher mein Tipp: In Ruhe nacheinander lesen, dabei aber vielleicht die Hauptkapitel am Stück. Gerade das 3. Kapitel ist sonst schwer erfassbar, da vor allem Briefe von einem Serientäter enthalten sind, die weitgehend unkommentiert für sich stehen. Um alle nötigen Informationen daraus zu erhalten, sollte man mit einem wachen Geist rangehen.

Die Kapitel in sich hätten für mich auch etwas ‚griffiger‘ sein können, wann ein Teilthema abgeschlossen und ein anderes begonnen wird, ist häufig nicht ganz ersichtlich und hat mich hier und da etwas verwirrt. Was mir besonders aufgefallen ist, auch wenn es im Vorwort extra erwähnt und erläutert wird, ist die Vielzahl an Berichten von Dritten, die an geeigneten Stellen zitiert werden. Diese Zitate füllen ganze Unterkapitel, wodurch man sich immer wieder auf den jeweiligen Erzählstil einstellen muss (und das ist einigermaßen anstrengend!). Darüber war ich tatsächlich etwas enttäuscht, denn ich hätte mir dazu öfter eine begleitende Bemerkung gewünscht, bzw. eigene Schilderungen statt der ewig langen Zitate bevorzugt.

Die inhaltliche Tiefe kann ich sicherlich nicht bemängeln, wie oben erwähnt, wird das meiste haarklein dargelegt. Das aktiv geforderte Mitdenken der Leserschaft kann daher gut gelingen und hat mich immer wieder in eine sehr nachdenkliche Stimmung versetzt. Die grauen Zellen müssen tatsächlich auf Hochdruck arbeiten, wenn man nicht nur den Anspruch hat sich berieseln zu lassen. Einzelne Aspekte/ Kapitel werde ich mir aus diesem Grund später noch mal vornehmen, für mich war es nicht möglich, alles sofort greifbar zu erfassen. Ich werde die Informationen einfach erst einmal sacken lassen (müssen).

Der Leser bekommt für sein Geld ein wirklich detailtiefes Buch, welches über viele Stunden für aktive Unterhaltung sorgt. Zartbesaiteten kann ich es aber nicht empfehlen. Auch wenn durchaus Fälle dabei sind, die sich weit weg vom Grauen bewegen, so befindet man sich trotzdem oft genug am ‚Rand des Randes‘, was eine menge Stoff für unruhige Nächte geben kann.

  (1)
Tags: sachbuc   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

107 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

"forensik":w=7,"mark benecke":w=7,"kriminalbiologie":w=6,"mord":w=2,"sachbuch":w=2,"täter":w=2,"dna":w=2,"kriminologie":w=2,"maden":w=2,"ddr":w=1,"fbi":w=1,"drittes reich":w=1,"biologie":w=1,"genetik":w=1,"brandenburg":w=1

Dem Täter auf der Spur

Mark Benecke
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.01.2006
ISBN 9783404605620
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich irgendwann einmal freiwillig mit Käfern, Larven und Maden beschäftigen würde, aber wer Beneckes Bücher kennt (und liebt), weiß auch, dass er so ziemlich alles interessant und wissenswert gestalten kann. Noch etwas tiefer in die Materie einzutauchen, wieder bestätigt zu finden, dass nicht alles wie in Hollywood funktioniert und abseits des allgemeinen Vernehmens nach, diese komplizierte Arbeit verständlich aufgearbeitet zu bekommen, hat mich sehr begeistert.

Dieses Buch fand ich, im Gegensatz zu den bereits gelesenen und hier vorgestellten, strukturierter aufgebaut. Inhaltlich fiel es mir dadurch deutlich leichter, den Ausführungen zu folgen, obwohl diese nicht immer ganz leicht dargeboten werden. Ich bezweifle jedenfalls, dass auch Kinder (ich beziehe mich hier auf das Vorwort) dem hätten folgen können. Es ist anspruchsvoll, deshalb aber nicht dröge oder überbordend fachsprachlich, nur sollte man keine Unterhaltungslektüre erwarten.

Gerade der erste Teil (über die Kriminalbiologie) ist anschaulich bebildert und es wird an diesen erklärt und gezeigt. Die Fälle werden erst nach einer kleinen Einführung präsentiert, was ungemein zum Verständnis der Vorgänge beiträgt und einen sehr detaillierten Blick in die sehr schwierige Arbeit zulässt.

Der zweite Teil zur DNA Typisierung war der für mich anspruchsvollere, nichtsdestotrotz unheimlich faszinierend und wissenswert. Die Entwicklung, ebenso wie die Vorgehensweise in den verschiedenen Ländern der Welt, die finanziellen Aspekte, der Nutzen und die Aufklärung über den Informationsgehalt nichtcodierter DNA haben mich ganz vereinnahmt und gefesselt.

Im dritten Teil wird die Kriminalbiologie im Angesicht der Geschichte betrachtet. Wer ein Buch sucht, um sämtlichen Rassestuss an Stammtischen zum Schweigen zu bringen – hier ist es! Auf den Punkt gebracht, faktenbasiert und ohne Schmuck, denn „Glauben“ und „Meinen“ ist keine Wissenschaft. Was mir hier wieder etwas schwer fiel, aber das ist auch persönliche Präferenz, waren die vielen, eingearbeiteten Zitate. Mit so etwas werde ich nicht richtig warm, auch wenn ich einige davon als unbedingt notwendig erachte, um anhand dieser genau erläutern zu können.

Ein wenig seltsam fand ich die Distanz von Erzähler und Autor. Es liest sich wie ein Bericht von Mark Benecke und trotzdem wird an einigen Stellen von „der Autor“ gesprochen. In der dritten Person von sich selber zu sprechen mutet mir zumindest etwas komisch an. Allerdings finden sich diese Stellen nur ca. 3 – 4 Mal im Buch, es ist also absolut zu verschmerzen und eher als ein verwirrtes Augenbrauenheben zu betrachten.

Insgesamt ist das ein tolles Buch und ich habe schon jetzt Angst meinen nächsten Thriller zu lesen. Mir fällt nach Lektüre dieser Art immer wieder auf, wie sehr Recherchefehler beim Lesevergnügen ins Gewicht fallen, eben weil sich diese klar benennen lassen und nicht nur ein diffuses „klingt unplausibel“-Gefühl vorhanden ist. Aber das ist natürlich grundsätzlich nicht das Problem eines Mark Benecke, sondern eines der Thriller- und Krimiautoren. Ich möchte das Wissen aus diesem Buch jedenfalls nicht missen, ich bin sehr froh es gelesen zu haben. Vielen Dank.

  (1)
Tags: sachbuc   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

ascot, edly, edlyn echo der nacht, gayromanc, gay romance, tharah meester

Edlyn - Echo der Nacht

Tharah Meester
E-Buch Text: 79 Seiten
Erschienen bei null, 25.10.2016
ISBN B01M3V370Z
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eins vorweg, auch, weil ich es sonst nie dazu sage: Das Cover und der Buchtitel sind ein Traum! Eines der ganz wenigen Bücher, die den Inhalt komprimiert und 100% stimmig auf ihr Äußeres übertragen bekommen haben und einen wunderbaren Vorgeschmack auf Kommendes bieten. Das ist so auf den Punkt gebracht, dass ich kaum aufhören kann, davon zu schwärmen.

Nun aber etwas inhaltlicher:
Edlyn ist wunderbar ausgearbeitet, sein Charakter, seine Denkweise, seine niedlichen Umschreibungen für das verliebt sein (ich liebe jetzt Frösche) - all das ist rundum gelungen. Seine Vergangenheit, die ihre Spuren in ihm hinterlassen hat, ist gut eingebaut worden und die Art und Weise wie es dazu kommt, wirkt sehr natürlich und alles andere als konstruiert. Der Umfang der Informationen ist dabei angemessen, sodass diese Kurzgeschichte nicht überladen wirkt und trotzdem alles Wesentliche erzählt. Die Ambivalenz bei Edlyn, zwischen richtig und falsch, ist glaubhaft dargestellt, die Gründe für sein Handeln sehr verständlich.

Die anderen Protagonisten bleiben hinter Edlyn deutlich zurück, auch Armistead. Letzterer bekommt durch Edlyn allerdings noch genügend Anteil. Die Dinge aus Sicht eines dritten Protagonisten hätte ich persönlich nicht gebraucht, sie geben dem Ganzen aber immer noch mal eine zusätzliche Informationsquelle und der kleinen Geschichte mehr Tiefe.

Der Handlungsverlauf ist überraschend, der Kniff am Ende unvorhersehbar. Den Spannungsbogen, der bei so kurzen Dingen oft etwas daneben geht, fand ich damit sehr passend.

Fazit: Eine Kurzgeschichte die zum Träumen einlädt und den Leser in die wundersame Welt des Edlyn Tornwauld entführt.

  (1)
Tags: ascot, gay romance   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gay romance

Payback (Deutsch)

John Inman
E-Buch Text
Erschienen bei Dreamspinner Press, 18.04.2017
ISBN 9781635337914
Genre: Sonstiges

Rezension:

Tylers Entwicklung von dem Mann, der sich von Glück und Liebe gesegnet fühlt, hin zu dem, der in seinem Vertrauen in die Welt erschüttert wird, ist eindrücklich und intensiv. Der Verlust sämtlichen Sicherheitsgefühls erscheint absolut nachvollziehbar und ist glaubwürdig und detailliert ausgearbeitet. Überhaupt empfand ich die emotionalen Aspekte in diesem Buch hervorragend umgesetzt und auf ihnen liegt auch der Fokus der Geschichte. Ich nehme gleich vorweg, dass das letztlich auch die größte Stärke des Buches ist.

Es kommt nicht so häufig vor, finde ich zumindest, dass lineal-sympathische Figuren nach der Einführung in die andere Richtung abrutschen. Mit der Tiefe die Tyler bekommt, wird er mir auch ein Stück weit unliebsamer und sein Handeln scheint manchmal abstrakt. Für die Handlung ist das definitiv ein Gewinn, die Überforderung, Verzweiflung, Trauer und ohnmächtige Wut bekommen damit eine Basis, auf der sie ihre Wirkung auf den Leser voll ausfalten können.

Chris hingegen ist sympathisch, bleibt es auch und besticht mit einem, sagen wir, ungeschickten Charme (falls es so etwas gibt). Er erlangt nicht dieselbe Tiefe in der Entwicklung wie Tyler, wird aber durch diesen erstaunlich empathisch gezeichnet. Ich freue mich jedes Mal, wenn Autoren etwas durch den Hauptprotagonisten entstehen lassen können, was dieser noch nicht zur Gänze erfasst hat. John Inman hat in dieser Disziplin alles richtig gemacht und mir den Hauptgrund für die Leseentscheidung damit voll bestätigt.

Tyler und Chris bilden nicht nur den Kern der Geschichte, sie sind strenggenommen auch die einzigen Protagonisten. Was langweilig sein könnte, wird durch die inneren Konflikte der Parteien aufgefangen und die zarten Gefühlsknospen lassen nach und nach mehr Hoffnung durchschimmern. Ich sage es gern noch einmal: Die Entwicklungen der Gefühle in den unterschiedlichen Phasen der Handlung, gefällt mir ausgesprochen gut.

Kommen wir zum etwas weniger positiven Teil:
Es gibt viele Kleinigkeiten, die mich im Buch stolpern lassen. Nicht alles passt zusammen und löst sich auf. Die Motivation der Täter, die genaue Durchführung des Plans, medizinische Details, entscheidende Elemente zum Ende der Handlung/ Auflösung und die Situation im Umfeld Tylers wollen sich für mich nicht stimmig darstellen. Es gibt auch Dinge, die könnte ich unter unscheinbar verbuchen, aber gerade das Finale ergibt nach meiner Auffassung so keinen Sinn. Dazu kommt auch, dass das Ende im Gegensatz zum vorhergegangenen Teil zu dicht und gepresst wirkt. Hier wäre es schön gewesen, wenn die Ereignisse mehr Luft zur Entfaltung bekommen hätten. Dann wären ein paar der Lücken höchstwahrscheinlich auch auffüllbar gewesen.

Ich mag es, wenn nicht alles an einer Geschichte bis zum Ende durchexerziert wird, aber der Grat zwischen offener gestalteter Handlung und einer, die dadurch Logiklücken bekommt, kann erstaunlich schmal sein und hier läuft es ein paar Mal in die eher unschöne Richtung.

Zum Ende stehe ich daher entsprechend ambivalent. Die Auflösung, wie präsentiert, fand ich unnötig und nach hinten raus fehlt mir dann etwas Handlung um mit der Geschichte verständlich abschließen zu können. Nichtsdestotrotz ist die Schlussszene an sich wieder wunderbar gefühlvoll und, an den Anfang erinnert, funktioniert als Rahmen, der die Handlung abschließt oder zumindest abschließen könnte. An Potential dazu fehlt es auch nicht, nur die Szenen davor schwächen das leider ab.

Sprachlich gefiel mir die Übersetzung soweit ganz gut, auch wenn es ganz vereinzelt Fehlerchen gibt. Mit denen lässt es sich aber leben und zumindest mein Lesefluss wurde dadurch nicht beeinträchtigt.

Fazit: Eine sehr gefühlsbetone Geschichte, die kein Krimi und Thriller sein kann (wie teilweise angegeben wird), weil ihr Fokus weder auf der Verbrechensaufklärung, noch auf das Zusteuern eines Finales liegen. Für mich war das menschlich unheimlich spannend und der Werdegang der beiden einfach klasse. Der etwas schale Eindruck des nicht zu Ende gedachten verblasst dagegen allerdings nicht, sodass ich das in der Endbewertung deutlich zeigen muss. Unterhalten hat mich die Geschichte gut und wer eine Gefühlsachterbahn sucht, wird hier sicherlich fündig werden (Taschentücher werden in jedem Fall gebraucht!).

  (1)
Tags: gay romance   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

gay romance

Eine Ahnung von Pan

Jobst Mahrenholz
E-Buch Text: 216 Seiten
Erschienen bei dead soft verlag, 15.06.2017
ISBN B072NC2HYJ
Genre: Romane

Rezension:

Ich möchte diese eine Sache gleich an den Anfang setzen, weil sie nicht nur den roten Faden der Handlung bildet, sondern ihr auch so viel Tiefe gibt: Die Komplexität der Geschichte, auf gerade mal gut 200 Seiten, hat mich einfach umgehauen. Denn letztlich fühlt es sich fast so an, als hätte ich zwei Bücher zur selben Zeit gelesen. Indem Ingars Buch, an dem er in der gesamten Zeit schreibt, nicht nur ihn, sondern auch den Leser mit Inhalt und Tiefe begleitet, um später zu einer Geschichte zu verschmelzen, ergeben sich immer neue Perspektiven und Standpunkte, die sich, ich kann es nicht anders sagen, hervorragend ergänzen und ineinander fügen.

Und so nähern sich Zino und Ingar nicht nur auf Papier einander an. Die Geschichte gibt ihnen eine Basis, auf der sie sich kennenlernen und voneinander lernen können. Fast so, als wäre es eine andere Ebene der Verständigung. Auf der es sich auch leichter Fehler machen lässt, um sie besprechen und überarbeiten zu können. Das ist beim Lesen sehr stimmig, auch wenn meine Worte etwas wirr erscheinen.

Ingar ist, durch die Ich-Perspektive, sehr klar beleuchtet worden. Seine Päckchen, Probleme und Aktionen empfand ich zu jeder Zeit als glaubwürdig und tiefgründig. Zino bleibt distanzierter, ich habe ihn nicht zur Gänze kennengelernt, aber das passt zu seiner Geschichte und dem was er erlebt hat. Fremd und unnahbar wirkt es dabei trotzdem nicht, eher zu tief, um alles erfassen zu können.

Das Erzähltempo ist recht gemächlich, woran ich mich erst einmal gewöhnen musste. Gerade Unterhaltungen warten mit einer gewissen Distanz auf, die wiederum durch den Inhalt abgemildert wird. Interessant auf jeden Fall, so etwas in der Art habe ich, sofern ich mich erinnern kann, noch nicht gelesen. Ich denke, es passt durchaus zur Geschichte, mit dem Charakter einer vorgetragenen Begebenheit.

Es gibt gegen Ende einen Bruch im Handlungsverlauf (wenn ich das so beschreiben darf), von dem ich noch nicht wirklich weiß, ob ich ihn so gemocht/ gefühlt habe. Die Absicht und Funktion dahinter ist klar, nur gab es da Aspekte, in die ich mich nicht wirklich reinfühlen konnte. Was aber durchaus Absicht sein kann, um zu unterstreichen, welche Dinge für Ingar im Ganzen wichtig sind und welcher eher fehl am Platz. Jedenfalls stehe ich dieser Sache etwas ambivalent gegenüber.

Ich erwähnte es Eingangs, wer Angst davor hat, von körperlicher Intimität zu lesen, kann hier ganz beruhigt sein. Es gibt sie zwar, doch die Szenen dazu muss sich der Leser selber ausmalen und da hatte ich ebenfalls so meine Schwierigkeiten mit. Dafür ist die entstehende emotionale Verbindung umso intensiver. Sie sorgt auch dafür, dass ich das Ende als folgerichtig empfinde. Der Schluss gestaltet sich offen, aber hoffnungsvoll. Bei der Verknüpfung von Ende und Prolog habe ich ganz entzückt vor mich hingeseufzt – ich liebe solche Rahmen!

Fazit: Ich bleibe dabei, eine unheimlich komplexe Handlung, bei der die Grenzen zwischen den Protagonisten im Buch, mit denen der Protagonisten aus dem Buch im Buch und den jeweiligen Autoren miteinander verschwimmen. Man kommt am Ende auch gar nicht umhin sich zu fragen, wie viel Jobst in seinen Protagonisten steckt, eben, weil auch viele Einblicke in schriftstellerische Prozesse gegeben wird. Im Ergebnis mochte ich die Geschichte und ihre zwei zauberhaften Hauptcharaktere sehr und die philosophischen Ansätze habe ich sehr genossen.

  (1)
Tags: gay romance   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

gay romance

Herzfrequenz Vol. 1: Philipp & Liam

Elisa Schwarz , Lena M. Brand
E-Buch Text: 479 Seiten
Erschienen bei dead soft verlag, 16.06.2017
ISBN B072KW6Q4H
Genre: Sonstiges

Rezension:

Gleich vorweg: Ich habe ein Rezensionsexemplar erhalten, vielen Dank dafür!

Die Charaktere sind nicht unbedingt der Standard, gerade Philipp zu verstehen und seine Intentionen nachzuvollziehen, gelang mir nicht immer. Das macht allerdings auch einen nicht zu unterschätzenden Spannungsgewinn aus, denn so werden viele Dinge unvorhersehbar und treffen unvorbereitet. Trotz des Buchtitels, hatte ich beim Lesen daher kein Gefühl der Selbstverständlichkeit.

An Liam bin ich als Leser deutlich näher dran gewesen und ich habe nicht nur einmal das Gefühl gehabt, ihn in den Arm nehmen zu wollen. Sein persönliches Glück, war mir persönlich sehr wichtig. Diese Nähe, hat ein bisschen was von der Distanz zu Philipp aufgehoben. Es gibt zwar zwei Erzählperspektiven (Liam und Philipp als Ich-Erzähler), paradoxerweise gelang mir das größte Verständnis für Philipp, wenn ich dabei durch Liams Augen „lesen“ konnte. Die Botschaft, das Liam mehr sieht, als es auch die anderen Charaktere im Buch zumeist können, wird dadurch eindrucksvoll unterstrichen.

Durch das Buch hinweg, gab es bei mir mehrere Phasen. Den Beginn fand ich einigermaßen verwirrend, was an der schnellen Vorstellung sämtlich beteiligter Charaktere lag. Die Gefühle und Aktionen der jeweiligen Personen, waren mir eine Idee zu viel und auch die ersten Umrisse von Liam und Philipp. Das hatte etwas von einer Vorstellung. Nicht ganz so harsch, aber im Grundton kam das bei mir so an. Einiges davon hat sich sogar im Verlauf der Handlung wiedergefunden, sodass ich denke, nicht alles davon wäre notwendig gewesen. Etwas mehr Luft und Raum zu Beginn wäre, jedenfalls nach meinem Gefühl, nicht schlecht gewesen.

Je mehr sich der Fokus aber auf die beiden Hauptprotagonisten richtet, desto gefühlsbetonter und mitreißender wird die Geschichte. Trotz des Umfangs des Buches, hatte ich keine Schwierigkeiten, sie fast am Stück wegzulesen (die 10 Seiten von gestern mal nicht mitgezählt). Gerade Liam hat mich unheimlich an das Buch gebunden und mich, ja, ich gestehe es, zum Weinen gebracht. Dabei ist die Perspektive unerheblich gewesen. Er wird nicht nur als offener und gefühlvoller Mensch beschrieben, er schlägt zu jeder Zeit genau so bei mir ein.

Die Nebenprotagonisten nehmen insgesamt einen größeren Raum ein, als es Romanzen normalerweise mit sich bringen, allerdings sind diese sehr gut eingepflegt unterstützen deutlich wahrnehmbar den Vortrieb der Handlung. Und, ich glaube das muss einfach mal gesagt werden, ich habe endlich mal eine Frau erlebt, die mir nicht auf die Nerven gegangen ist, sondern sich wie ein erwachsener, normalempathischer Mensch verhalten hat. Das lese ist nicht zu oft, daher ein extra Lob an dieser Stelle. Das habe ich unheimlich genossen.

Noch ein Gedanke zum allgemeinen Eindruck: Dafür, dass es ein Gemeinschaftsprojekt ist, sind die Übergänge sehr harmonisch. Alle Geschehnisse greifen ineinander und bauen aufeinander auf. Jede Perspektive trägt positiv dazu bei.

Ein kleines Problem besteht für mich darin, dass ich keinen so richtigen Nachklang feststellen kann. Das Buch endet für mich mit dem Ende. Zugegeben, ich war danach auch fix und fertig, einfach durch die emotionale Achterbahn, aber so ein bisschen was Extra, worüber ich mir Gedanken mache, wäre auch schön gewesen.

Fazit: Ich habe eine gefühlsbetonte Romanze gelesen, die mit einem untypischen Protagonisten aufwarten kann (ich mag das ja gerne), auf ihre Art zu fesseln weiß und Spannung entstehen lässt, wenn ich es als Leser am wenigsten vermutet habe.

  (1)
Tags: gay romance   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

5 sterne, farefyr, gay liebesgeschichte, gay romance

Der Sanfte und sein Unmensch

Tharah Meester
E-Buch Text: 109 Seiten
Erschienen bei null, 25.06.2017
ISBN B073C5RVP6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit Janson und Harold ist ihr, mal wieder, ein ganz entzückendes Pärchen gelungen, das selbst im Streit noch etwas Urkomisches an sich hat. Sogar der kleine "Kriminalfall" in den sie verstrickt werden, gestaltet sich als so witzig, dass zwangsweise ein sehr heiteres Kopfkino bei mir entsteht.

Die Rückblenden, die zwischendurch einen kleinen Einblick in die Vorgeschichte der beiden liefern, sind wirklich gut verteilt und eingearbeitet worden. Sie sorgen nach und nach dafür, dass die Beziehung von Janson und Harold klarer wird, natürlich auch ihre Gefühle zueinander und sie mehr Dimension bekommen. So wird nicht unnötig erklärt, sondern der Leser in das Erleben von Janson mit einbezogen.

Die Kurzgeschichte enthält alles was wichtig ist und das Ende kommt dann auch recht schnell. Ich hätte durchaus einen ausführlicheren Ausstieg bevorzugt und das vertiefte Vertrauensverhältnis und Verständnis hautnah mitverfolgen wollen, aber natürlich - es bleibt eine Kurzgeschichte.

Fazit: Eine zuckersüße Romanze, gewürzt mit ein bisschen Krimi, Humor, elende Verwandtschaft und noch mehr Absurdes zum Schmunzeln. Für Herz und Lachmuskeln geeignet.

  (1)
Tags: farefyr, gay romance   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gay romance

Unerwartetes Vergnügen

Alex Carreras
E-Buch Text: 120 Seiten
Erschienen bei Me and the Muse Publishing, 23.06.2017
ISBN B072K53FXN
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich möchte es gleich vorweg nehmen: Die Geschichte ist nicht schlecht. Es gibt ein bisschen Spannung, ansprechende Erotik und einen guten Ansatz für die Beweggründe hinter dieser Dreierbeziehung. Eigentlich eine gute Kombination, doch am Ende fehlt das gewisse Extra und eine emotionale Einbindung des Lesers in die Geschichte. Im Detail:

Marcus ist als Hauptprotagonist gut ausgearbeitet und seine Probleme und die Entscheidung für eine Trennung und den Umzug absolut nachvollziehbar. Seine Verwirrung, die Beziehung Rob und Paul betreffend, scheint mir ebenfalls natürlich. Was allerdings charakteristisch für das Buch ist, ist die Tatsache, dass alle diese Entwicklungen im Schnelldurchlauf abgehandelt werden. Zwischen den Sequenzen bleibt kein Raum für Entwicklung. D.h. die Handlungsintentionen sind zumeist klar, werden aber nicht auf der Gefühlsebene transportiert.

Und so kommt es, dass die Dinge zwar sehr erotisch werden und der Schluss folgerichtig, aber das erklärte Ziel, einer tiefen und wundervollen Verbindung, gefühlsmäßig verfehlt wird. Zumindest mir ist am Ende nicht wirklich klar, was Marcus der Beziehung zu geben hat und aus ihr wieder herausziehen kann. Ich denke, mit mehr Raum zur Entfaltung und Entwicklung, hätten diese Aspekte durchaus sehr leicht sichtbar und fühlbar gemacht werden können.

Als relativ nervend empfand ich die Schwester. Ich persönlich bin wirklich kein Freund von dieser enervierenden Einmischung bis ins Intimleben hinein. Marcus wirkt dadurch zum Teil sehr unselbständig und ja, manchmal auch lächerlich und die Schwester bevormundend.

Fazit: Eine leichte Geschichte für zwischendurch, mit prickelnden Momenten, einem Statement zu etwas mehr Toleranz und dem Versuch, einen Blick über den Tellerrand zu werfen.

  (0)
Tags: gay romance   (1)
 
19 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.