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183 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

liebe, hüter, fantasy, wächter, sucher

Nightshade

Andrea Cremer , Michaela Link
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 10.05.2012
ISBN 9783802587870
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(96)

217 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

liebe, jugendbuch, familie, katie cotugno, cotugno

So geht Liebe

Katie Cotugno , Astrid Finke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.04.2014
ISBN 9783453268593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Wenn die große Liebe eine zweite Chance verdient Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel zu schüchtern, ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit siebzehn kommt sie mit ihm zusammen, irgendwie, es scheint Reena wie ein verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Mit neunzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen lässt. Die Geschichte mit Sawyer ist vorbei – oder?

Schreibstil:

Man merkt, dass Katie Cotungo eine Liebesgeschichte schreibt, deren schwere nicht im Schreibstil, sondern in den Personen liegt. Denn der Schreibstil dieses Buches ist leicht, locker und schnell zu lesen, doch dadurch, dass er eben so ernste und traurige Themen behandelt, hat man auch nicht das Gefühl, dass der Schreibstil platt wäre. Im Gegenteil: Der Schreibstil ist zwar nicht direkt ein Schreibstil, der sich einem einprägt und den man besondere Beachtung schenkt, doch er schafft es, den Leser durch kurze Sätze, emotions (bzw. hormon-) geladene Dialoge und interessante Erzählweise nicht die Lust am Buch verliert.

Das Buch ist in abwechselnden Kapiteln in „Vorher“ und „Nachher“ unterteilt, was dem Leser die Chance gibt, hautnahe an der Geschichte dran zu sein. Denn man merkt förmlich, wie das „Vorher“ das „Nachher“ beeinflusst, man sieht, wie sich bei dem einen alles zum guten, bei dem anderen zum schlechten wendet. Man sieht die Entwicklung der Charaktere deutlicher und ist –wie gesagt- dadurch sehr nahe bei dieser verzwickten Liebesgeschichte dabei, was denke ich gerade bei solchen sehr wichtig ist und dem Leser hilft, die Personen lieb zu gewinnen und überhaupt kennen zu lernen.

Meine Meinung:

Was Katie Cotungo da geschaffen hat, ist ein sehr bewegendes Buch, das zwar seine kleinen (und großen) Fehler hat, aber dennoch sehr berührend ist und einem Freude bereitet.

In der Geschichte geht es um Reena und Sawyer, in einem Teil der Geschichte zwei Jugendliche, im anderen ebenfalls noch kaum aus dem Teenageralter entwachsen und trotzdem schon wie Erwachsene. Reena, die so viele große Träume hatte. Reena, mit der ich mich recht gut identifizieren konnte, den Reenas größter Wunsch ist es, einfach aus ihrem langweiligen Kleinstadtleben zu fliehen. Ihr ist es einfach nicht genug, nur im Lokal ihres Vaters zu Kellnern, einen Typen hinterher zu weinen, der es nicht verdient und insgesamt einfach nur langweilig zu sein. Reena kommt zu Anfang sehr sympathisch rüber, und damit meine ich im „vorher“ teil. Sie ist einfach süß und unschuldig, hat große Träume, obwohl sie doch so wenig vom Leben weiß, und trotzdem arbeitet sie für ihre Träume und versucht, sie zu verwirklichen. Und dann kommen eben diese ganzen typischen Teenagerprobleme, die wir doch alle nur zu gut kennen auf sie zu. Dadurch wächst Reena einem sehr ans Herz, da man sie irgendwo einfach nur verstehen kann. Dann aber kommt Reena mit Sawyer zusammen, was eine ganze Reihe von Problemen auslöst…und auch Sympathiepunkte meinerseits kostet. Denn einerseits habe ich sehr viel Mitleid mit Reena, die mit 16 schwanger wurde, sitzengelassen von ihrer großen Liebe und von ihrem Vater verurteilt wurde. Es tut mir leid, wie schwer sie es hat, es tut mir leid zu sehen, wie ihre Träume wie Seifenblasen zerplatzen und sich das Leben ihr mit aller Macht in den Weg stellt. Aber wenn Reena so…zickig, so uneinsichtig und kindlich reagiert, dann regt es mich manchmal einfach nur auf. Denn ich kann es verstehen, sie ist wütend auf das Leben, auf Sawyer und Gott und die Welt, ich kann das Verstehen, aber irgendwann hält man es einfach nicht mehr aus, dass sie die ganze Zeit nur rumjammert und Sawyer, ihre Familie und jeden um sich (wenn auch manchmal verdient) wegstößt und anzickt. Das geht einen einfach irgendwann auf die Nerven.

Ansonsten mochte ich Sawyer ganz gerne. Ehrlich gesagt, bei ihm hat man einerseits wirklich eine positive Entwicklung gesehen, man konnte beobachten, wie er sich verändert hat, vom Vorher zum Nachher hin, und trotzdem gab es immer etwas, was mich davon abgehalten hat, Sawyer ganz und gar zu mögen. Er war mir nicht unsympathisch, ich fand ihn auch nicht oberflächlich, im Gegensatz, er hat mich wirklich manchmal richtig berührt mit seiner Geschichte, aber das hat Reena auch. Die beiden waren zusammen einfach nicht so mein Geschmack, irgendwie konnte ich nicht richtig mein Herz für sie öffnen.

Aber trotzdem habe ich ihre Geschichte gerne verfolgt. Ich habe gelacht und am Ende sogar ein paar Tränchen vergossen…einfach weil es wirklich eine niedliche, emotionale und schöne Liebesgeschichte ist, die aber niemals wirklich romantisch werden kann, da immer irgendetwas die Zweisamkeit, die Beziehung oder Ähnliches zerstört. Menschen, Erinnerungen, das Leben. Das Buch treibt einen manchmal in den Wahnsinn, aber das zeigt mir eigentlich nur, dass ich wirklich die Geschichte um Reena und Sawyer verfolgt habe und dass sie mich doch irgendwo berühren konnte.

Fazit:

„So geht Liebe“ ist ein Buch, das nicht ganz perfekt ist. Das Buch treibt einen in den Wahnsinn, die Protagonisten manchmal auch, aber eigentlich ist es mehr diese Ungerechtigkeit, die einen schreien lassen möchte. Dieses Leben, das sich Reena und Sawyer mit aller Macht in den Weg stellt. Denn obwohl Reena und Sawyer für mich nicht DAS Paar waren, obwohl ich beide nicht hundertprozentig mögen konnte, so hat mich doch ihre Geschichte bewegt. Ich bin gerne in ihre kleine Welt eingetaucht, habe mit ihren Familien am Tisch gesessen und gegessen, habe mit Reena im Restaurant gearbeitet und war mit Sawyer auf Partys. Denn das Buch schafft es wirklich, einem die Personen nahe zu bringen und eine sehr emotionale Geschichte zu zaubern, die einem allerdings stellenweise zu melodramatisch werden könnte. Denn SO geht Liebe sicherlich nicht. Ist aber trotzdem schön. Also ein schönes, romantisches, manchmal zu dramatisches Lebensbuch, mit Kleinen Weisheiten und Schönheitsfehlern. Wer sowas mag, sollte sich dieses Buch einmal vornehmen. Für mich eine schöne, feinfühligere und authentischere Alternative zum Rest der New Adult Genre. Ich vergebe gute 4 Sterne für Reenas und Sawyers Geschichte.

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(100)

230 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

dystopie, magie, fantasy, jugendbuch, lark

Skylark - Der eiserne Wald

Meagan Spooner , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.06.2014
ISBN 9783453268227
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Eine unglaubliche Welt, in der jeder Sonnenaufgang dein letzter sein könnte. Lark lebt in einer Welt, die nur durch eine Mauer vom sagenumwobenen Eisernen Wald getrennt ist. Innerhalb der Mauern haben die Menschen eine hoch entwickelte Zivilisation aufgebaut, zu der jeder seinen Teil beiträgt. Lark, die über magische Fähigkeiten verfügt, kann es kaum erwarten, ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen, sobald sie sechzehn ist. Als sie allerdings entdeckt, was genau sie nach ihrem Geburtstag erwartet, fasst sie einen unglaublichen Entschluss: Sie flieht in die Wildnis jenseits der Mauer, in deren Dunkel Gefahren lauern, von denen sich die Menschen nur hinter vorgehaltener Hand erzählen. Doch Lark ist nicht allein. Andere haben vor ihr bereits den Schritt gewagt. Jeden Tag riskieren sie aufs Neue ihr Leben für ihren großen Traum: Freiheit

Schreibstil:

Skylark war wirklich eher ein ruhiges, weniger temporeiches Buch, welches aber keinesfalls langweilig war. Nein, alleine schon der Schreibstil hat dazu beigetragen, dass dieses Buch mich so gefesselt hat. Denn nicht alleine, weil dieser Schreibstil so flüssig ist, überzeugt er mich so sehr. Es ist mehr, er, die Story, alles zusammen, startet langsam, leise, aber im Hintergrund spürt man immer dieses…eine Arte ticken, dass da noch was kommen wird. So schleicht man sich mit dem Schreibstil immer weiter nach vorne, trotzdem merkt man, wie sich im Hintergrund die Spannung aufbaut. Immer und immer weiter und man wartet mit jedem umblättern der Seite, dass gleich die ganze aufgestaute Spannung explodieren würde. So kam es mir vor, denn während immer kleine „Spannungsschübe“ kamen, die der Story wieder Fahrt gegeben haben, so haben doch vor allem die leiseren und ruhigeren Stellen mich kribbelig werden lassen, da sie einfach als Übergangsphase zum nächsten Höhepunkt oder zum großen Höhepunkt dienten, man aber nie wusste, wann dieser eintreten würde. Daher war dieser Schreibstil für mich so unglaublich atmosphärisch, fast schon „magisch“.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, dank einiger schlechterer Rezensionen ging ich eher mit sehr niedrigen Erwartungen an dieses Buch, nur, damit es mich dann noch mehr überrascht.

Zu allerst muss man sagen, dass man Geduld und Interesse an der Story, an Lark und der Welt braucht, um dieses Buch wirklich vollends zu mögen. Man muss sich Zeit nehmen und Zeit geben, denn die Story braucht genau das, um sich zu entwickeln: Zeit. Zu Anfang der Geschichte wird man nämlich erstmal ganz schön ins kalte Wasser geschmissen. Namen, Begriffe und Weltenmerkmale stürzen auf einen ein und man bekommt keine Erklärung, worum es sich handelt. Aber anstatt mich davon bremsen zu lassen, hat mich gerade dass zum weiterlesen animiert. Ich wollte einfach diese Welt verstehen und wissen, was Sache ist. Schneller als ich dachte, waren auf einmal die ersten 100 Seiten gelesen. Es kamen immer neue Handlungen, Idee und fremde Begriffe hinzu, sodass ich einfach immer weiter lesen musste, was passiert. Der Anfang hat mich einfach total neugierig gemacht, mich gefesselt und mir war diese Welt gleich total sympathisch, einfach weil ich sie nicht verstanden hab. Dadurch wirkte sie so…weit, geheimnisvoll und offen, offen, damit ich sie erkunden kann.

Und dadurch habe ich das Buch ziemlich gerne gelesen. Mir haben aus einem unempfindlichen Grund, obwohl ich unspannende Stellen in Büchern eigentlich nicht ausstehen kann, haben mir gerade diese ruhigen Stellen, einfach die detaillierte Beschreibung der Welt am meisten Spaß gemacht. Keine Ahnung, die Welt in der Lark lebt fasziniert mich einfach, sodass ich mich über jede detaillierte Beschreibung, Erinnerung, Erläuterung etc. gefreut habe. Trotzdem, glaubt ja nicht, dass es nicht auch Spannung in diesem Buch gibt. Es gibt trotz der vielen Weltbeschreibungen auch viel Aktion, Zwischenmenschliche Beziehungen, Intrigen und Geheimnisse, hinter die man kommen muss. Die Geschichte war recht komplex gehalten, sodass der Autorin am Ende ein richtiger Plottwist gelungen ist und ein Ende, dass genug Potenzial für weitere Bände liefert.

Zu Lark konnte ich keine allzu große Verbindung aufbauen, muss ich gestehen. Klar, sie war eine gute Erzählerin, ich mochte sie eigentlich auch ganz gerne…aber irgendwie habe ich jetzt nicht unendlich mit ihr mitgefühlt. Es klingt vielleicht hart, aber ich habe sie mehr so als…Objekt betrachtet. Sie durfte nicht sterben, damit die Geschichte weiter geht, ich endlich herausfinde, was mit ihr los ist, mit ihrem Bruder etc….Aber um ihrer Willen war ich nicht besorgt. Lark hat einfach nicht mein Herz erobern können, was ich sehr Schade finde, da sie wirklich ein guter Charakter war, der mir durchaus sympathisch war…aber leider nicht mehr.

Die Nebencharaktere hingegen fand ich ziemlich toll, vor allem, da kaum ein Charakter am Ende das war, was er am Anfang zu sein schein. Deswegen will ich dazu nicht irgendwas besonderes sagen, auch nicht weiter zur Handlung, weil der besondere Reiz dieser Geschichte geht davon aus, selbst zu entdecken, was hinter dieser und jener Person steckt, wie diese Welt denn wirklich aussieht, was denn nun Sache ist. Man muss das/die Rätsel dieses Buches und der Nebenpersonen selbst lösen, ansonsten ist das Buch nämlich kein Stück mehr reizvoll. Denn mich persönlich hat nur das bei der Stange gehalten: Dass ich wissen wollte, wie es denn nun weitergeht.

Fazit:

„Skylark – Der eiserne Wald“ ist ein Buch, dass mich ehrlich gesagt positiv überrascht hat. Denn egal, wie langatmig einige Stellen scheinen, eigentlich ist das Buch wirklich sehr spannend. Ich habe es mehr als ein großes Rätsel betrachtet, denn mit jeder Seite, die man in diesem Buch liest, bildet sich ein neues Fragezeichen über meinem Kopf, während ein anderen sich in ein Ausrufungszeichen verwandelt. Das Erkunden der Welt, der Landschaft und das Rätsel der Nebencharaktere sind das, was den Reiz dieses Buches ausmachen. Wer also nicht gerne in einem sehr atmosphärischen Schreibstil eine neue, besondere und manchmal sehr komplexe Welt erkundet, sondern lieber große Gefühle, Aktion will  oder sich hauptsächlich mit Charakteren beschäftigen möchte, für den könnte Skylark nicht ganz das richtige Buch sein. Für mich aber war es ziemlich spannend und hat mich in eine faszinierende Welt entführt, weswegen ich gute 4 Sterne vergebe.



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173 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

liebe, alkohol, leben, jugend, familie

Perfekt ist jetzt

Tim Tharp , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 21.07.2014
ISBN 9783734850035
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Das Leben ist gut zu Sutter Keely. Eine Party, Publikum und ein Bier (oder zwei) – mehr braucht er nicht, um gut drauf zu sein. Klar, in der Schule lief es schon mal besser und mit der Uni wird es wohl nichts werden. Aber sein Job ist okay und nach einem Whisky (oder zwei) sieht die Welt sowieso ganz anders aus. Bis zu dem Morgen, an dem er in einem fremden Vorgarten aufwacht und Aimee trifft. Dass er ein Mädchen wie sie – lieber ein Buch lesen als Party machen, lieber große Zukunftspläne schmieden als in den Tag hinein leben – anziehend findet, überrascht ihn selbst am meisten. Bevor Sutter bis drei zählen kann, ist er verliebt. Zum ersten Mal hat er die Chance, das Leben von jemand anders besser zu machen – oder es für immer zu ruinieren.

Schreibstil:

Ich würde sagen, Perfekt ist jetzt gehört zu diesen Büchern, die man verstehen muss. Die Personen, die Geschichte und auch der Schreibstil. Denn auch wenn Sutter und sein Leben oberflächlich und ordinäre erscheinen, so ist es doch so viel mehr als das. Alleine Thraps Schreibstil zeigt uns das. Denn während es scheint, als würde Sutter nur über Alkohol, den weiblichen Körper oder Ähnliches Reden, so spricht er doch eigentlich über was anderes. Denn hinter den scheinbaren plumpen, ja manchmal schon wirklich vulgären Ausdrucksweisen Sutter versteckt sich ein doppelter Boden. Denn in Wirklichkeit redet Sutter darüber, dass zum Beispiel der Zauber unserer Kindheit verfliegt, dass die Welt um 5 Uhr morgens am schönsten ist, oder das wir alle im tiefen Ozean des Lebens schwimmen und wir uns alle an irgendwelche Träume klammern, die uns helfen, nicht unter zu gehen. Das ist es, was ich an diesem Schreibstil, an diesem Buch mag: Man muss erst über Tim Thraps Worte nachdenken, sie Ernst nehmen, nur um dann zu sehen, dass hinter der grauen Wolke ein Regenbogen versteckt ist.

Meine Meinung:

Wie ich schon sagte, Tim Thraps Buch über Sutter Keely und sein Leben, ist ein Goldschatz, der sich in einer hässlichen, grauen Kiste versteckt, zu welcher man erst den Schlüssel finden muss.

Es beginnt bei Sutter selbst. Wenn man ihn kennenlernt, ringt man mit sich, ob man ihnen nun mögen soll, oder ihn verabscheuen soll. Wirklich, das ist schlimm, denn gerade, wenn er eine sympathische Anmerkung macht, was gutes tut oder anderweitig anfängt meine Sympathie zu verdienen, dann kommt die nächste plumpe Aussage und meine Sympathie rutscht in den Keller. Bis ich verstehe, warum Sutter so ist wie er ist und warum ihn man ihn genau deswegen mögen sollte.

Zuerst einmal, ist Sutter ehrlich, das ist er wirklich. Denn denkt er dem Anschein nach nur an „Titten und Ärsche und Alk“, so ist das irgendwie nicht richtig. Sutter denkt darüber nach, warum sein Vater gegangen ist. Er denkt darüber nach, warum alle Menschen Alkohol so schlecht finden, wo er doch wie eine warme Decke ist, die einem den Zauber der Kindheit zurück bringt. Er denkt darüber nach, warum Aimee sich lieber in Sci-Fic Romane flüchtet und T-Shirts mit Pferdeköpfen trägt, als sich hübsch zu machen und auf Partys zu gehen. Er fragt sich, warum dass Leben so unfair ist, warum denn Cassidy ihn wirklich verlassen hat, und ob es wirklich so gut ist, nur im Hier und Jetzt zu Leben. Denn Sutter ist ein kleiner Philosoph, der seine Botschaften allerdings auf die verworrenste Weise verpackt: Nämlich in anzüglichen oder plumpen Aussagen. Und trotzdem, sobald man den doppelten Boden, den wahren Sutter entdeckt hat, schließt man ihn sofort ins Herz. Denn Sutter beobachtet die Menschen, denkt über das Leben nach und darüber, wie man es Leben sollte. Er nennt die Dinge beim Namen, und auch wenn er es sicherlich feinfühliger tun könnte, so sagt er doch irgendwie auch nur ohne umschweifen dass, was wirklich mal gesagt werden muss. Und trotzdem lässt er den Menschen genau das, was sie brauchen: Ihre Träume und ihre Würde. Es ist ein bisschen schwierig zu erklären, aber auf irgendeine Art lernt man durch Sutter etwas über das Leben, aber nicht weil er Perfekt ist. Nein, sondern gerade durch seine vielen Fehler, seine Macken und seine verborgenen Geheimnisse zeigt er uns nur, dass wir es anders machen können.

Und eigentlich gibt es nicht mehr viel sonst zu dem Buch zu sagen, denn das Buch, es handelt von Sutter, von seinen Leben, seinen Ansichten, seiner Geschichte, die einerseits tieftraurig ist, andererseits aber auch zeigt, das man gleichzeitig gestärkt und gebrochen aus solchen Situationen herausgehen kann. Sutter ist ein Beispiel dafür, dass unser Leben nicht schwarzweiß ist, sondern dass alles seine guten und schlechten Seiten hat. Das es wichtig ist, im Hier und Jetzt zu Leben, denn heute ist der Einzige Tag, an dem wir etwas tun können. Und trotzdem sollte man auch an morgen denken, um nicht völlig das Leben zu vergessen. Es ist ein schwieriges Thema und es gibt sicherlich nicht die eine perfekte Antwort darauf, wie man sein Leben leben sollte, aber Sutter, Aimee und all die anderen liebenswerten Charaktere dieses Buches zeigen einen, wie man es Leben könnte.

Denn die vielen lebensnahen und sympathischen Nebencharaktere sind ein weiteres Plus für die Authenzität und Glaubenswürdigkeit dieses Buches. Sei es die nerdige Aimee, die sich in Bücher flüchtet, die irgendwie zu schwach für das Leben scheint und von einer Pferderanch träumte, sei es Cassidy, die weiß, dass das Leben nicht nur aus Donnerstagnachmittagen bestehe kann, auch, wenn sie das gerne hätte oder sei es Ricky, der lernen wird, das Liebe einen verändern kann. Sie alle sind herrlich unperfekt, und auch wenn sie alle so unterschiedlich sind, so habe ich sie doch alle ins Herz geschlossen und mit ihnen Mitgefühlt.

Fazit:

Sicherlich war das eine seltsame Rezension zu dem wundervollen Buch „Perfekt ist Jetzt“ von Tim Tharp. Was ist mit der Spannungskurve, mit der Story in dem Buch? Tja, das gibt es nicht, denn dieses Buch hat sicherlich irgendwo einen Plot oder Spannung oder Ähnliches, aber das ist eher hintergründig, denn dieses Buch lebt von seinen Charakteren und seinen verpackten Botschaften. Und das Buch lebt von Sutter, von seiner Geschichte, seinem Alltag, seinen Gedanken und Ansichten. Ich kann mir sicherlich vorstellen, wenn man Sutter nicht leiden kann oder ihn nicht versteht/verstehen kann, dann wird man dieses Buch wohl ebenfalls nicht leiden können oder es nicht verstehen können, da dieses Buch nun mal Sutter IST.

Wer allerdings mit besonderen Charakteren wie Sutter umgehen kann, wer gerne einen Schreibstil mit doppelten Boden hat, wer gerne über das Leben selbst, übers Erwachsen werden, Freundschaft und Liebe liest und dabei vor allem auf lebensnahe, liebenswerte und besondere Charaktere Wert legt, der könnte mit „Perfekt ist Jetzt“ ein perfektes Buch finde. Ich vergebe 5 Sterne.

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250 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

mobbing, jugendbuch, das wirst du bereuen, amanda maciel, selbstmord

Das wirst du bereuen

Amanda Maciel , Christa Prummer-Lehmair , Katharina Förs
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Boje, 18.07.2014
ISBN 9783414824066
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Alle Welt denkt, dass Emma Putnam sich umgebracht hat, weil wir sie Schlampe genannt haben und nicht weil sie eine Schlampe war. Echt klasse. Sara und ihre beste Freundin Brielle müssen sich vor Gericht verantworten angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben. Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat. Ein kleiner Denkzettel über Facebook muss da schon drin sein, finden die Freundinnen. Doch dann
verselbstständigen sich die Dinge und plötzlich ist Emma tot
Ein Roman, der einen so schnell nicht mehr loslässt ...

Cover:

Das Cover des Buches finde ich wirklich toll gestaltet. Es hat so etwas, bedrohliches, etwas mystisches, dass einem irgendwie im Gedächtnis bleibt. Dieser dunkle Hintergund, der so typisch Horrofilmmäßig aussieht. Man blickt auf diesen dunkle Hintergund, der zwar sicherlich schlicht aussehen soll, aber irgendwie hat er doch so etwas an sich, dass man gleich erwartet, leuchtende Augen so sehen oder so. Wisst ihr, was ich meine?
Und dann noch diese schnörkelige, leuchtende Schrift, die total hervorsticht. Dass wirkt einfach total gut zusammen und macht optisch wirklicht was her.

 

Schreibstil:

Maciels Schreibstil ist leider sehr unscheinbar. Ich meine, ihr Schreibstil lässt sich ganz gut lesen, baut eine ganz gute Atmosphäre auf, vermittelt ganz gut Emotionen…aber mehr leider nicht. Ihr Schreibstil hat nicht diese besonderen Stärken oder Schwächen und Dinge an welche man sich erinnert. Ihr Schreibstil lässt sich gut lesen, er stört einen nicht und manchmal waren auch wirklich Stellen dabei, an denen sie ein bisschen was gezeigt hat. Es gab Szene, da waren einfach schöne Beschreibungen oder Emotionen dabei, die wirklich gut geschrieben waren. Aber leider war es immer so..kurz. So als wenn sie sich nicht trauen würde, dauerhaft so schön und emotional zu schreiben, was wirklich Schade ist und meiner Meinung nach dadurch auch viele andere Dinge negativ beeinflusst hat.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist eines dieser Bücher, die man entweder liebt, nicht versteht, oder nicht leiden kann. Ich gehöre leider zu der mittleren und der hinteren Gruppe. Dieses Buch ist nämlich anders. Denn so oft das Thema Mobbing, das natürlich ungemein wichtig ist, schon in Büchern thematisiert wurde, so viele Geschichte wie es über Mobbing gibt...Ich habe noch keine gelesen, in welcher die/der Protagonist/in nicht das Opfer ist, sondern der/die Täter/in. Das ist eine Sache, die dieses Buch so schwer macht. Wie soll man eine Person verstehen, die ein anderes Mädchen so sehr seelischer fertig macht, so sehr schikaniert, dass dieses Mädchen keinen anderen Ausweg kennt, als sich das Leben zu nehmen? Wie soll ich ein Mädchen bemitleiden, das selbst kein Mitleid für ihr Mobbing-Opfer aufbringen kann?

Die Protagonisten Sara und Ich werden wohl nie Freunde werden. Ich habe sie einfach zu keiner Zeit dieses Buches sympathisch gefunden, ich konnte sie nicht verstehen und erst recht nicht lieb gewinnen. Denn nicht nur, dass Sara eine Täterin ist, ein Mädchen, dass ein anderes Mädchen in den Tod getrieben hat. Das ist nicht mal das schlimme. Denn was ich erwartet habe war…eine Geschichte über eine Täterin, die gute Gründe hat, warum sie sich so verhält, solche Gründe, dass man sie verstehen kann, auch wenn sie sicherlich etwas Falsches gemacht hat. Und das es um eine Täterin geht, die einsieht, dass Mobbing ein großer Fehler ist, dass sie einen großen Fehler begangen hat und dass sie es irgendwie versuchen muss wieder gut zu machen.

Aber dies ist kein Buch über Einsicht und Reue. Es ist ein Buch über schlechte Rechtfertigungen und eine uneinsichtige Täterin. Ein Buch über Hass und Familienprobleme. Denn so gut das Grundprinzip des Buches ist, so sehr hinkt seine Umsetzung. Das positive ist das Drumherum des Buches: Denn was Maciel wirklich schafft, ist es, dass man hautnahe dabei ist, sowohl beim Prozess, als auch beim Mobbing selbst. Abwechselnd lesen wir Kapitel aus der Zeit beim Mobbing und beim Prozess. Dadurch verfolgen wir Sara Gedanken, ihr Gründe und ihr Verhalten von damals und jetzt. Das Problem: Saras Gedanken, ihre Gründe, alles was mit dem Mobbing und ihrer Person zusammenhängt. Denn diese sind einfach…widerwärtig, anders kann ich es wirklich nicht beschreiben. Sara…Sara ist einfach eine Protagonistin, die einfach schrecklich ist. Man lernt sie gleich am Anfang des Buches unsympathisch kennen: Sara ist davon überzeugt, dass Emma es verdient hat, gemobbt zu werden, dass es okay war, dass Emma ja selber Schuld ist. Und sie ist ebenfalls wirklich der Meinung, dass Emma IHR Leben versaut hat, indem sie sich das Leben genommen hat. Ich meine, geht’s noch? Wir lesen im Laufe des Buches von all den gemeinen Streichen, die Sara und Brielle organisiert und ausgeführt haben, wir erleben, wie Emma fertig gemacht wird…und das ist zeitweise wirklich ganz schön hart. Und Sara, die, die es hautnahe miterlebt…ihr tut es zu keiner Sekunde leid. Denn nicht, dass Emma am ärmsten dran wäre, da sie keinen anderen Weg kannte, als sich zu erhängen, oder dass Emmas Eltern bemitleidenswert wären, die ihre Tochter verloren haben, nein, Emma war die böse, Sie und ihre Eltern haben Saras, Brielles und das Leben von all den anderen Mobbern zerstört. Ich versteh einfach nicht, wie Sara das wirklich glauben kann!

Was mich an diesem Buch ebenfalls so gestört hat, war, dass mir wirklich keine Figur sympathisch war, da die meisten entweder zu distanziert blieben oder einfach nur, durch die Protagonistin, einseitig betrachtet wurden.

Zum Beispiel Emma. Sie war mir nicht wirklich sympathisch, und obwohl sie mir wirklich leidtat, obwohl ich das Mobbing an ihr wirklich schlimm fand, so konnte ich sie trotzdem einfach nicht mögen. Dass mag einerseits daran liegen, dass Sara durchweg schlecht von ihr denkt. Wirklich, wenn euch über 300 Seite eine Figur immer wieder madig gemacht wird, wenn ihr kaum ein gutes Wort zu ihr hört, wie könnt ihr denn diese Figur wirklich mögen? Außerdem war Emma mir insgesamt einfach zu schwammig. Ihr Charakter war sehr undefinierbar, ihre Reaktionen manchmal kaum nachvollziehbar und insgesamt hat mir ihr ganzer Hintergrund gefehlt. Ich meine, ich weiß selbst nun am Ende des Buches nicht, was wirklich Emma häusliche Probleme waren, warum sie von so vielen Schulen geflogen ist. Mir fehlt einfach der Hintergrund der Story.

Mit Brielle, Jacob, Tyler und Dylan kam ich überhaupt nicht klar. Ein Charakter oberflächlicher, gemeiner und verabscheuungswürdiger als der andere. Ich fand zwar Maciels Versuche, den Personen gute Geschichten, tragische Momente oder Vielschichtigkeit zu verleihen, nicht schlecht, aber sie hat es einfach nicht geschafft, diese vier irgendwie authentisch oder liebenswert aussehen zu lassen. Selbst als Brielles schlimme Vergangenheit rauskam, konnte ich nicht viel Mitleid für sie aufbringen.

Mitleid war sowieso Mangelware in diesem Buch. Alle wollen Mitleid, dass Buch schreit nach meinem Mitgefühl, aber es bekommt es einfach nicht. Denn die Personen in diesem Buch verdienen kein Mitleid. Denn ich verstehe es einfach nicht. Was soll mir dieses Buch sagen? Sicher, Sara hatte Gründe, um Emma zu mobben, aber warum ist sie nur so uneinsichtig? Warum hätte das Buch nicht so verlaufen können, dass es Sara im Nachhinein leidtut und das sie ihren Frieden mit Emma macht? Wäre es vielleicht zu Klischeehaft dann?

Fazit:

Das wirst du bereuen ist anscheinend keine Message an Emma, sondern an uns Leser: Denn ich habe es wirklich bereut, dieses Buch gelesen zu haben. Das Buch hat mich einfach…einfach zur Weißglut getrieben. Ich habe die ganze Zeit versucht, Sara zu verstehen, zu sehen, warum sie denn nur so ein schrecklicher Charakter ist. Ich wollte einfach nur verstehen, was mir dieses Buch sagen möchte. Welche Botschaft soll ich aus den Seiten lesen, was soll ich daraus mitnehmen?

Ein Buch, das recht gut geschrieben ist und eine wirklich sehr vielversprechende Idee hat. Aber schreckliche Personen beheimatet. Dieses Buch bringt einen zwar zum Nachdenken, es zwingt einen dazu, sich darüber aufzuregen und sich Gedanken zu machen und ist daher sicherlich nicht ganz zu verachten. Auf jeden Fall birgt es viel Diskussionsstoff. Und vielleicht ist es gerade das, was dass Buch eigentlich gut machen sollte: Vielleicht sollte diese offenen Fragen, diese Protagonistin, die so gar nicht ist, wie man sie haben will und das ganze Buch an sich: Vielleicht sollte es genau das sein, ein Buch, dass sich nicht in eine Schublade pressen lässt, ein Buch das man nicht versteht und das einen wütend macht. Ich habe keine Ahnung. Auch nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll.


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54 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

zeitreise, familie, traum, traumwandeln, jugendbuch

Wettlauf in der Nacht

Thomas Taylor , Stefanie Mierswa
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.06.2014
ISBN 9783551520562
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Eddie, Adam und David leben in verschiedenen Jahrzehnten. Trotzdem laufen sie sich immer wieder über den Weg. Denn die Jugendlichen verbindet eine seltene Gabe. Während sie schlafen, können sie alle Grenzen überwinden und durch Raum und Zeit reisen. Dabei verfolgt jeder sein ganz eigenes Ziel. Eddie will alles über das Traumwandeln herausfinden. Adam versucht mit allen Mitteln den Lauf der Geschichte zu verändern. Und David muss seine Familie retten, bevor sie ausgelöscht wird

Cover:

Das Cover passt meiner Meinung nach nicht wirklich zu Geschichte. Es sieht nach eine Temporeichen, Actiongeladenen Thriller aus, der einen Atemlos werden lässt und sich als echter Pageturner erweist. Die Uhr in der Mitte, in welcher in typischen Digitaluhrenschrift der Titel steht, das blaue, mystische Feuer darum und der nachtschwarze Hintergrund. Kein besonders schönes oder verzauberndes Cover, nicht mal ein Cover, das einem im Gedächnis bleibt, sondern einfach ein Cover, dass etwas von der Geschichte erzählen soll, aber eigentlich nur "cool" wirken will. So ähnlich wie das Ganze Buch.

Schreibstil:

Gleich am Schreibstil merkt man, dass Taylors Buch wphl doch eher für jüngere Kinder geeignet ist. Der Schreibstil ist einfach gehalten und in einer eher unpersönlichen dritten Person Perspektive erzählt. Der Schreibstil ist dabei genau wie die komplette Handlung sehr distanziert. Emotionen kommen einfach nicht rüber, es wird keine Spannung aufgebaut und es gibt auch nichts, was denn Schreibstil sonst irgendwie prägt. Er wurde nicht als Stilmittel, als Überbringer oder als Erzähler genutzt, sondern er war einfach nur...da. Es wurde einfach geschrieben, was erzählt werde sollte, ohne es irgendwie auszuschmücken, zu umschreiben oder sonst irgendwas zu machen. Eben, da es eher ein Kinderbuch ist, kommen keine Metaphern, Vergleiche oder sonstige Stilmittel darinne vor, wodurch es dem Schreibstil natürlich an Kreativität und Atmosphäre fehlt.

Meine Meinung:

Das Buch beginnt in einem von Davids Träumen. Er befindet sich auf einem Dach, sucht nach einem Eddie, den wir schon aus der Inhaltsangabe kennen und informiert uns, dass dessen Haus brennt. Wir erfahren, dass David Eddie unbedingt retten will. Kurz bevor er aber wieder in dessen Haus kommt, trifft er auf eine Gestalt auf einem anderen Dach, welche genauso aussieht wie er. Etwas, dass scheinbar noch nie vorgekommen ist. Auch Eddie, den er anschließend wirklich im Haus findet, verhält sich anders als sonst.

David ist ein vierzehnjähriger Junge, welcher seit dem Tod seines Vaters seltsame Träume von einem anderen Jungen namens Eddie hat. Dabei sind es nicht einfache Träume, sie sind sehr lebhaft und real und machen David langsam schon verrückt. Kurz darauf wird er von seltsamen "Leuten" mitgenommen. Und da beginnt seine Geschichte. Denn David ist kein normaler Jugendlicher - er ist ein Traumwandler und kann, wenn er schläft, durch Zeit und Raum reisen. Eine Fähigkeit, mit der man viel gutes tun kann, die aber von anderen Missbraucht wird.

Zu Anfang lernen wir vorerst nur David und Eddie kenenn, da das Buch vorerst abwechselnd aus ihren Perspektiven geschrieben ist. Ich kann bei David leider nicht sagen, ob er mir sympathisch war, oder nicht. Denn David, der Protagonist dieser Geschichte, ist gleichzeitig die oberflächlichste Person. David ist eine Person, in die wir uns alle hineinversetzten können, da er selbst kaum über prägende Charakterzüge verfügt. Er ist blass und schwammig gezeichnet. Man hat wirklich keine Ahnung, wer er ist und wie er sich in welchen Situationen verhalten würde. In entsprechende Situationen bekommt er eben einfach die entsprechenden Eigenschaften, die für den Handlungsverlauf günstig sind und fertig ist der Autor. Allgemein ist es so, als würde der Autor nicht die Handlung kontrollieren, sondern die Handlung den Autor.

Die Handlung war ziemlich einfach gestrickt. Zwar waren wirklich gute Ansätze dabei, auch einge kleine Geheimnisse waren zu lösen, aber im großen und Ganze bietet die Handlung keine Neuen Ideen. In der Flut der Zeitreiseromane gibt es hier leider nichts, was dass Buch irgendwie hervorheben würde. Eine einfache Handlung und eine blasse Hauptpersonen.

Die Nebenfiguren und Adam haben mir dort deutlich besser gefallen. Auch sie kommen zwar nicht ohne Klischee aus, aber sie haben alle etwas an sich, was sie besonders macht. Man schließt z.B. die wilde Petra, die mürrische Dishita und den zerstreuten Professor schnell ins Herz. Aber meine absolute Lieblingsperson war Adam. Seine Kapitel waren stets die, in welcher die Handlung fahrt aufgenommen hat und in welchen ich wirklich Spaß hatte. Adam ist ein toller Charakter, der mir viel Spaß gemacht hat.

Fazit:

Das alles klingt natürlich sehr, sehr negativ, aber eigentlich wollte ich euch nur zeigen, was euch bei diesem Buch erwartet. Es ist nur mal eine etwas einfachere Story, mit blassen Protagonisten und allgemein eher Kinderbuchcharakter. Trotzdem unterhält dass Buch einen ganz gut. Es ist einfach eine Geschichte, von der man abbeißt, kurz kaut, schluckt und durch damit ist. Das ist nicht abwertend gegenüber Kinderbüchern, nur ist dieses Buch keine schwere Kost, keine Welle an Vielschichtigkeit und Komplexität, da es einfach eine andere Zielgruppe anspricht. Wer also ein (Jungen)Buch lesen möchte, das mit einer einfachen, mäßig-spannenden und eher kindlichen Story unterhält, sollte hier vielleicht einmal ein Auge drauf werfen. Ich vergebe 3 Sterne für eine interessante Idee und liebenswerte Charaktere.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Stefan's Diaries

Lisa J. Smith , L. J. Smith
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 08.07.2011
ISBN 9780062003935
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Set during the Civil War, against a backdrop of grand estates, unimaginable riches, and deadly secrets, three teenagers in Mystic Falls, Virginia enter a torrid love triangle that will span eternity. Brothers Stefan and Damon Salvatore are inseparable until they meet Katherine, a stunning, mysterious woman who turns their world upside down. Siblings turned rivals, the Salvatores compete for Katherine s affection, only to discover that her sumptuous silk dresses and glittering gems hide a terrible secret: Katherine is a vampire. And she is intent on turning them into vampires so they can live together - forever.

Meine Meinung: (REZENSION ENTHÄLT SPOILER ZUM BUCH UND ZUR SERIE)

Ja, ich dachte eigentlich ich endlich fertig mit dieser Autorin, dieser Reihe. Die "Originale" Reihe "Tagebuch eines Vampirs" bzw. "The Vampire Diaries" haben mich unglaublich enttäuscht, platter Schreibstil, viel verschenktes Potenzial und eine Protagonistin die ich am Liebsten von einer Klippe geschubst hätte. Ich dachte, ich hätte mich damit abgefunden, dass die Serie einfach besser ist als die Bücher. Deswegen hatte ich auch NIE vor, diese Bucherreihe anzufangen. Ich meine, nachdem mich Elena als Protagonstin schon so viele Nerven gekostet hat, warum sollte ich nun Bücher aus der Sicht von Stefan(o) lesen wollen? Allerdings gab es da die liebe Julia, die mich irgendwie dann doch überzeugt hat. Die Bücher seien nach der Serie geschrieben, sprich mit entsprechenden neuen Namen, Beschreibungen und Ansehnlichkeiten. Und es wäre ein unterhaltsames Buch. Ohne Elena. Und es spiele 1864. Irgendwie hat mich dass dann doch rumbekommen. Und wer glaubt es: Es hat mir gar nicht mal so schlecht verzeihen.

Ich denke, um diese Rezension positiv werden zu lassen, müssen wir vergessen, dass dieser Schreibstil zum schreien einseitig, platt und unkreativ ist. Dass dieser Schreibstil weder Orginalität noch Tiefe besitzt. Und wir vergessen, dass es Worte wie "Okay" oder "Lachflash" im 19. Jahrhundert noch nicht gab. Und wir vergessen ein paar (viele) Logikfehler. Wenn wir das mal für eine Minute vergessen können, dann ist dieses Buch nur noch halb so schlimm.

Denn eigentlich wird dieses Buch jedem Fan der Serie wirklich Spaß machen. Die Geschichte spielt 1864 in Mystic Falls und beginnt da, wo Katherine in die Stadt kommt und Stefan und Damon kennenlernt. Zu Anfang erwartet uns ein Prolog, der zwar versucht schaurig und mystisch zu klingen aber eigentlich nur lächerlich wirkt. Trotzdem fasst dieser nochmal gut die wesentlichen Sachen und Denkweisen über Vampire zusammen. Und danach geht es schon los. Stefan, den wir hier wieder als kleinen, naiven jungen (und laut Buch attraktiven) Mann kennelernen, lebt bei seinem Vater, der seit dem Tod der Mutter angeblich durchgedreht ist. Ehrlich gesagt finde ich diese umschreibung etwas abartig, da Guiseppe Salvator auf mich eher streng und diszipliniert wirkt, keinesfalls irgendwie wie jemand, der nicht auf Fakten schaut. Jedenfalls ein Mann, der seinen Sohn gerne bevormundet. So muss Stefan sehen, wie er einfach mal so mir nichts dir nichts verlobt wird. Dieser Aspekt war in der Serie nicht vorhanden, passt aber sehr gut in das Buch. Stefan möchte Rosalyn, seine Verlobte nicht Heiraten, aber weder sein Bruder Damon, welcher in diesem Buch leider viel zu wenig verkommt, aber bei jedem Vorkommen für viel Gefühl oder Humor sorgt, noch Katherine, die gerade neu in die Stadt gekommen ist, können ihn davon überzeugen, dass er seinen eignen Weg gehen muss. Denn Stefan möchte natürlich ganz der perfekte Sohn sein, kommt dadurch reichlich naiv und "schwach" rüber. Jedenfalls wird die Hochzeit schließlich doch...ähh.. "verhindert" und der Kampf um Katherine beginnt.

Katherine taucht relativ früh im Buch auf. Sie gibt sich als verwaistes Mädchen aus Atlanta aus, die mit ihrer Zofe Emily nun bei den Salvatores unterkommt. Katherine war der Grund, warum ich dieses Buch so mochte. Für mich persönlich war sie die Person des Buches, die Humor und Schwung ins Lesen gebracht hat. Nur wenn Katherine da war, dann ist auch etwas im Buch passiert. Sie ist der dreh und Angelpunkt dieses Buches, alle Handlungsstränge, die im Buch entstehen, bauen auf ihr Erscheinen auf. Sie war mir von Anfang an sympathisch, mit ihrer unconventionellen und frechen Art, die so ganz im Gegensatz zu der von Stefan stand.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Stefan und Katherine und ihre Beziehung zueinander. Hier finde ich es sehr positiv, dass wenigstens versucht wurde, das ganze realistisch aussehen zu lasssen. Damit meine ich, dass es mir in Vampirgeschichten einfach fehlt, dass sich die Protagonisten langsam annähren, Gefühlschaos habe und es länger als 10 Seiten bis zum ersten Kuss dauert. Dass es nicht immer eine "Liebe für immer" sein muss, sondern einfach mal eine Liebe, die man nachvollziehen kann. Diese langsamen Schritte zur großen Liebe wurden in diesem Buch zwar ansatzweise niergeschrieben, aber schlusssendlich waren sie viel zu schnell ein paar, viel zu schnell das erste Mal im Bett, viel zu schnell war es die "Liebe für immer". Das wirkt einfach unrealistisch und nimmt dem ganzen ein bisschen die Schmetterling.

Trotzdem macht es einfach Spaß die Rückblickszenen aus der Serie verschriftlicht zu sehen, denn nicht mehr und nicht weniger ist dieses Buch. Es verschriftlicht Szenen aus der Serie. Das fürht dazu, dass man am Anfang das Ende des Buches kennt und viele Szenen einem bekannt vorkommen. Das nimmt dem ganzen sehr die Spannung, vor allem, da viele Szenen in der Serie einfach besser kommen.
Andere Szenen wiederum kommen so viel besser zur Geltung und werden erst hier in diesem Buch genannt.

Abschließend lässt sich nur sagen, dass dieses Buch weder intelligent, noch irgendwie gut geschrieben oder spannend ist. Das Buch ist eine kleine, unterhaltsame Lektüre für alle Fans der Serie (oder der originalen Buchreihe), die sich als Zusatzmaterial eignet und 2 Kurzweilige Lesestunden bescherrt. Ich vergeb knappe 3 Sterne für ganz gute Unterhaltung.

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47 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

erwachsenwerden, tod, briefe

Love Letters to the Dead

Ava Dellaira
Flexibler Einband: 327 Seiten
Erschienen bei Hot Key Books, 01.05.2014
ISBN 9781471402883
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: (Für mich persönlich Spoilert der Klappentext zu viel!!!)


It begins as an assignment for English class: write a letter to a dead person - any dead person. Laurel chooses Kurt Cobain - he died young, and so did Laurel's sister May - so maybe he'll understand a bit of what Laurel is going through. Soon Laurel is writing letters to lots of dead people - Janis Joplin, Heath Ledger, River Phoenix, Amelia Earhart ...it's like she can't stop. And she'd certainly never dream of handing them in to her teacher. She writes about what it's like going to a new high school, meeting new friends, falling in love for the first time - and how her family has shattered since May died. But much as Laurel might find writing the letters cathartic, she can't keep real life out forever. The ghosts of her past won't be contained between the lines of a page, and she will have to come to terms with growing up, the agony of losing a beloved sister, and the realisation that only you can shape your destiny.

Meine Meinung:

Ich glaube, es ist schwer vorstellbar, wie schwer es mir fällt, zu diesem Buch eine richtige Rezension zu schreiben. Deswegen gibt es von mir auch nur eine Kurzrezension zu diesem wunder-, wundervollen Buch.

Dieses Buch gehört eindeutig zu den Büchern, die nach dem lesen immer noch an einem Hängen. Denn dieses ist eines dieser Bücher, die einen nicht nur ein Stück von der Spur ziehe, sondern eines dieser Bücher, die einen mit Karacho runterschubsen.

 

Dieses Buch habe ich im Rahmen meiner und Maras SuB-Abbau-Challenge gelesen. Dazu gehört habe ich bis zur ersten Hälfte „When you’re gone“ von Avril Lavigne, ab der zweiten Hälft „When I look at you“ von Miley Cyrus. Und Mara, ich danke dir von Herzen, dass du dieses Buch ausgewählt hast.

Das erste, was einem an diesem Buch auffällt, ist das wunderschöne Cover. Der lila Nachthimmel im Hintergrund, die große, verspielte Schrift und das schreibende Mädchen spiegeln genau den Charakter des Buches wieder. Wunderschön, poetisch und doch nicht nur dramatisch und schwarz. Ich persönlich finde auch, dass der Titel wunderbar zu diesem Buch passt.

Der Schreibstil in diesem Buch hat mich verzaubert, gefangen genommen und mit seinen schönen, poetischen und tieftraurigen Worten total überrumpelt. Das Buch ist in Briefform geschrieben. Wie es in der Inhaltsangabe schon heißt, schreibt Laurel, die Protagonistin, Briefe an verstorbene Leute.

Und wie Laurel schreibt. Tieftraurig, sehr emotional, aber immer authentisch und ehrlich schreibt sie ihr Leben, ihren Alltag, ihre Gedanken nieder.

Laurel ist eine wunderbare Protagonistin. Sie ist 15 Jahre alt, neu an einer Schule, ohne Freunde, aber mit einer schwierigen Vergangenheit und einer noch schwerer Gegenwart. Denn Laurels Schwester May, ihr Leben, ihr Vorbild, Laurels ganzer Lebensinhalt, hat Selbstmord begangen. Daraufhin hat sich Laurels ganzes Leben verändert. Das klingt erstmal ziemlih deprimierend, klischeehaft und grau, aber Laurel ist keine dieser weinerlichen Protagonisten, sie ist so viel mehr als dass, wenn man ihr erst einmal die Chance gibt, sich zu entwickeln und sich richtig vorzustllen. Denn wie sie sich damit fühlt, wie es ihr geht, wie es ihrer Familie geht, aber auch, wie ihr Leben weiter geht, als dass schreibt Laurel in Briefen nieder. Sie schreibt an Kurt Cobain, Amelia Erhardt, River Phoenix, Amy Winehouse und vielen anderen toten Künstlern.

Und ihre Briefe, was sie darin geschrieben hat, es war, als würde sie direkt aus meiner Seele schreiben. Als würde Laurel mit ihren Worten meine Gedanken einfangen. Als könnte sie in meine Seele blicken und als würde sie alle die Fragen sehen, die mich Beschäftigen. Laurel schreibt über Verlust, Abschied, über die Wut, das Verlassenwerden. Sie schreibt über Verzweiflung, sie schreibt darüber, wie sie tiefer und tiefer fällt und wie ihre Welt zerbricht. Und trotz all ihrer Wut und ihrer Trauer…mit jedem Brief, jeden weiteren Seite merkt man, wie Laurel sich verändert. Mit dieser unglaublichen Nähe, die man zu ihr Aufbaut, eine enge Beziehung, als wäre Laurel ein realer Mensch, kann man sich sehr gut verstehen. Man versteht, warum sie so wütend und traurig ist. Und man ist selber irgendwie dann traurig und man möchte weinen, weil das Leben so ungerecht ist, und man möchte schreien, weil das alles einfach nicht fair ist. Und dann möchte man Laurel nur noch in den Arm nehmen.

Wer jetzt aber glaubt, dass wäre ein Buch über den Tod, über Trauer und Wut, der liegt falsch. Denn dass ist ein Buch über das Leben. Übers…übers Verzeihen, darüber, dass es immer weitergeht. Das das Leben eine Berg und Talfahrt ist, dass immer wieder Bergauf geht. Zusammen mit Laurel liegen wir zwar am Boden, am gemeinsam mit ihr Kämpfen wir uns wieder hoch. Wir sehen, dass das Leben nicht nur traurig sein muss. Dass es viele Dinge gibt, die das Leben lebenswert machen. Und so lernen wir was über wahre Freundschaft, über die erste Liebe und über Familie. Wir lernen das Leben in seiner tiefsten Grausamkeit kennen und in seiner schillerndsten Schönheit.

Und während ich hier versuche diesem Buch irgendwie mit Worten gerecht zu werden, weiß ich, dass ich es nicht schaffe. Es ist nur so, dass ich niemals in Worte fassen könnte, was ich bei diesem Buch empfunden habe, vor allem, da es irgendwo auch etwas Persönliches war. Etwas sehr persönliches, was mit der Hauptthematik des Buches zutun hat. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Ich will bloß sagen, dass man dieses Buch lesen sollte. Denn hinter jeden von Laurels Briefen, hinter jedem ihrer Worte verstecken sich Lebensweisheit, Poesie und große Emotionen, die einen zum Lachen, aber vor allem zum Weinen bringen.

Auch die Personen schließt man alle sofort ins Herz, da sie einfach so tiefgründig, so detailliert gezeichnet und so … authentisch sind. Sie könnten aus dem Leben gegriffen sein und sind allesamt sehr, sehr sympathisch, weil sie allesamt zwar unter der Last des Lebens leben, aber trotzdem fröhlich und glücklich sein können.

Aber zuletzt ist es diese Geschichte, das Zusammenspiel von berührenden Schreibstil, lebensnahen Charakteren und Plot des Buches, die es so perfekt machen. Ein Buch, das vom Fallen erzählt, von Wut, Ohnmacht und Trauer. Und ein Buch, das vom Aufstehen, von Hoffnung und vom Leben erzählt. Ein Buch, das ein ganz besonderes für mich geworden ist.


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268 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

liebe, jugendbuch, julie leuze, träume, nordsee

Sternschnuppenträume

Julie Leuze
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 03.04.2014
ISBN 9783863960650
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Als Svea den Kopf in den Nacken legt und in den sternenklaren Nachthimmel schaut, geschehen zwei Dinge, mit denen sie absolut nicht gerechnet hat. Erstens: Sie sieht eine Sternschnuppe, eine lange, strahlende, wunderschöne – eine, die Wünsche in Erfüllung gehen lässt. Zweitens: Im nächsten Moment taucht Nick neben ihr auf. Nick sieht gut aus, ist charmant und wird ihr ganz bestimmt schon morgen das Herz brechen. Doch heute Nacht will Svea nicht an morgen denken. Sie will mit Nick Sternschnuppen zählen, eng umschlungen hier am Strand, bis es nichts mehr gibt außer ihnen beiden. Und vor allem will Svea nicht daran denken, dass es für sie und Nick keine Zukunft geben kann. Morgen wird die Welt wieder so sein wie vorher. Eine Welt ohne Nick. Oder etwa nicht?

Cover

Das Cover finde ich persönlich einfach wunderschön. Irgendwie ein bisschen wie die Geschichte, auf den ersten Blick. Ein scheinbar eher schlichtes, einfaches, schwarz-weißes Cover, welches in seiner Einfachheit aber wunderschön ist. Und dann noch die hervorstechende Schrift, ein kleines Highlight. Damit gibt das Cover einen großen Hinweis auf die Geschichte. Genau, wie es ja bei den meisten Young Adult Büchern ist, ist auch hier vorne ein Liebespärchen zu sehen. Eigentlich kann ich das überhaupt nicht leiden. Ich meine…irgendwie sieht das a) Immer gleich aus (Stichwort: Schubladendenken und: Judge a book by its cover) und b) immer irgendwie billig aus. Irgendwie einfach nur…oberflächlich eben. Aber dieses Cover.  Dieses Cover stellt das Pärchen nicht in den Mittelpunkt, sondern dezent in Szene gesetzt wirkt das Cover ruhig, melancholisch, und trotzdem irgendwie …glücklich? Ich weiß nicht, ob das das richtige Wort ist. Jedenfalls liebe ich dieses Cover. Und vor allem den Titel „Sternschnuppenträume“ finde ich einfach nur total schön.

Schreibstil:

Der Schreibstil in diesem Buch…hat mich sehr zwiespältig zurück gelassen. Klar, das Buch liest sich sehr gut. Schnell, flüssig, in einer guten Atmosphäre. Die Autorin schafft es, klare, bildliche Szenen im Kopf entstehen zu lassen. Und trotzdem. Die meiste Zeit im Buch, schreibt Leuze sehr emotional und tiefgründig über wichtige Themen. Sie regt zum nachdenken an. Mit ihrem ruhigen Stil, der nicht an einem reißt und einen anschreit, trifft sie einen mit voller Wucht ins Herz. Sie bringt einen zum Nachdenken. Sie bringt einen dazu, dass sich mein kleines Herz an dieses Buch klammert. Es erreicht mich. Mit einer wunderschönen, vielschichtigen und sehr feinfühligen Erzählweise.

Aber leider hält diese nicht 340 Seiten durch. Leider. Immer mal wieder wird der Erzählfluss durch platte, oberflächliche Sätze gestört. Klar, sicher sollen diese das sonst eher ernste und traurige Buch auflockern und Spaß machen, mich haben sie dabei allerdings eher gestört. Ich meine, da hat man schon mal die Chance, ein Young Adult Roman zu lesen, der tiefgründig geschrieben ist, da muss die Autorin auch schon zum altbekannten greifen. Hmm. Schade. Denn an sich liest sich das Buch wirklich echt schön.

Handlung:

Alles beginnt damit, dass Nick und Svea bei der letzten Party des Sommers aufeinandertreffen. Bei der letzten Party, bevor das Leben wieder ernst wird und die Schule weitergeht. Auf dieser Party begegnen sich Nick und Svea. Und für einen kurzen Moment lassen beide den verletzlichen, wirklichen Menschen hinter der gepflegten Fassade aufblitzten. Dadurch kommt es zu einem Kuss, der diese Geschichte prägen soll.

Am Anfang des Buches lernen wir die beiden Protagonisten kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Svea ist ein eher unscheinbares Mädchen. Sie lebt am Rande ihrer Stadt, in einem kleinen, spießigen Haus, in einem kleinen, spießigen Leben. Doch dieses Leben hat sich in den letzten Monaten drastisch gewendet und niemand darf davon wissen. Um Ruhe zu finden und um glücklich zu sein, sich abzulenken, arbeitet sie zusammen mit ihrer besten Freundin Rieke in einer Seehundstation, in welcher junge Heuler aufgefangen werden. Wir lernen Svea anfangs als ein launiges, am Boden zerstörtes Mädchen kennen. Sie ist wütend, verzweifelt und enttäuscht, ist unzufrieden mit ihrem Leben und ihrer Familie. Kurzum: Sie sieht das Licht am Ende des Tunnels nicht mehr.

Und Nick, der Sunnyboy, der blonde Sex-Gott der Schule, der in einer routinierenden On-Off-Beziehung regelmäßig seine Freundin Astrid betrügt, auch bei diesem Nick, der ein scheinbar erfülltes, gutes Leben im Reichviertel führt, auch dieser Nick hat Problem. Denn mit Nick lernen wir einen Kämpfer kennen, der etwas ändern möchte, der bereit ist, für seine Träume zu kämpfen, nur noch nicht weiß, wie er anfangen soll. Nick, der genau wie Svea so viel mehr vom Leben erwartet.

Beide Protagonisten sind einem vom Anfang an sympathisch, wobei ich Nick immer ein bisschen mehr mochte. Das Schöne an ihnen ist, dass sieeinfach so…sympathisch und echt wirken. Wie aus dem Leben geschrieben. Sie sind keine Teenager, deren Leben irgendwie anders ist als das unsere. Es sind Teenager, die unsere Nachbarn sein könnten. Ihr Denken, ihr Handeln, ihre Ängste und ihre Wünsche können wir verstehen, auch, wenn natürlich die beiden Schicksalsschläge der beiden ihren Charakter prägen. Insgesamt allerdings lernen wir zwei kluge, sensible, kritische Teenager kennen, die im Laufe dieses Buches herausfinden, wer sie sind, was sie sein wollen, wofür es sich zu kämpfen lohnt, aber auch wie ungerecht und hart das Leben sein kann.

Dieses Buch ist sicherlich keine leichte Sommerlektüre, denn obwohl sie sich meistens so liest, so ist dieses Buch doch so viel mehr. Es geht nicht um einen kleinen Sommerflirt mit einer Prise Erotik. Nein, sogar das Thema Liebe und Sex sind in diesem Buch feinfühlig und authentisch charakterisiert. Keine Überzogenen Bettspiele oder Dirty Talk vom Feinsten. Stattdessen bietet dieses Buch warmherzige und authentische Szene, die Schmetterling im Bauch zum Flattern bringen, das Thema Verhütung ansprechen und zeigen, dass z.B. Sex im Stehen gar nicht so leicht ist wie gedacht.

Aber vor allem geht es um zwei besondere Menschen, die wir im Laufe dieses Buches in unser Herz schließen dürfen. Svea und Nick. Ein ganz besondere Geschichte, der sicherlich ein bisschen Spannung noch gut getan hätte, die im Großen und Ganzen aber einfach nur berührt und bewegt.

Fazit:

Wer erwartet, dass es sich bei „Sternschnuppenträume“ von Julie Leuze um ein kleines, seichtes Sommerbüchlein handelt, der hat sich getäuscht: Statt überzogener Erotik und Süßholzgeraspel erzählt Leuze eine authentische und bewegende Geschichte über zwei Jugendliche, unsere Gesellschafft, Träume, das Leben und Sternschnuppen. Mit echten Gefühlen, einem einfachen, aber trotzdem tiefsinnigen Schreibstil und facettenreichen, durchgehend glaubwürdigen und sympathischen Figuren zaubert Leuze ein Buch, welches man erst nicht aus der Hand legen und dann nicht vergessen kann.

Für dieses besondere Buch mit kleinen Schönheitsfehlern vergebe ich 4,5 Sterne.

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342 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

liebe, fantasy, dämonen, laura kneidl, dämon

Light & Darkness

Laura Kneidl
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei Impress, 07.11.2013
ISBN 9783646600285
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss …

Cover:

Ich persönlich finde das Cover von "Light & Darkness" einfach nur total schön! Diese mystischen und stimmigen Blautöne, welche das Coverdurchziehen, harmonieren perfekt mit den beiden Gesichtern. Eigentlich mag ich keine Gesichter auf Covern, aber diese Variante hier finde ich sehr schön und gelungen. Dadurch, dass die Gesichter mit dem allgegenwärtigen blau umhüllt sind und sogar eine dunkle, blaue "Ranke" zwischen den Gesichtern verläuft, wirken die Gesichter nicht, als würden sie über dem Cover schweben. Nein, sie gehören zum Cover, wirken genauso malerisch und fantasievoll wie das ganze Cover. Insgesamt einfach nur ein harmonisches, leuchtendes und wunderschönes Cover, dass ich mir unbedingt noch als Printausgabe holen muss.

Schreibstil:

Ja, ich denke, es ist keine große Überraschung, dass Kneidls Schreibstil keine hochtrabende Literatur ist. Der Schreibstil ist weder besonders philosophisch oder nachdenklich gestaltet. Aber ganz ehrlich? Mir war dass die ganze Zeit über ziemlich egal. Dann auch wenn Kneidls Schreibstil manchmal etwas platt ist und auch wenn der Schreibstil nicht vielschichtig ist, so ist er doch trotzdem ein großartiger Schreibstil. Denn auch mit ihrer einfachen Sprache konnte Kneidl mich unglaublich fesseln. Kneidl hat das Talent, ihre Geschichte mit viel Charme und Humor zu erzählen, in einer lockeren und leichten Atmosphäre. Und sie hat das Talent, diese Atmosphäre ebnso romantisch oder spannend werden lassen zu können. Kurzum: Obwohl der Schreibstil von Zeit zu Zeit platt wirkt, so unterhält Kneidl ihre Leser trotzdem köstlich. Sie fesselt einen an das Buch, sodass man gar nicht anders kann als Lesen, Lesen, Lesen. Ich konnte mich in das Buch fallen lassen, habe spritzige und bissige Dialoge erlebt und wurde in die wundervolle Welt von Light und Dante gezogen. Kneidl hat es geschafft, ihre Geschichte über einen unscheinbaren Schreibstil mit voller Wucht in das Herz des Lesers zu katapultieren.

Meine Meinung:

Ich war zuerst immer etwas skeptisch gegenüber dieses Buches. Viele Rezensenten fanden dass Buch eher "okay", aber trotzdem blieb ich immer an diesem Buch hängen. Erstmal finde ich das Cover einfach nur wunder-,wunderschön. Wirklich, ich liebe dieses Cover. Und ich fand, dass der Inhalt sich sehr vielversprechend anhörte. Also, als ich meinen Kindle hatte, musste Light & Darkness natürlich auch da rauf. Und ich habe es nicht bereut.

Dieses Buch ist eine Dystopie, könnte aber vom Weltenentwurf her eigentlich auch in unserer Zeit spielen. Es geht darum, dass paranormale Wesen, wie z.B. Vampire oder Dämonen von den Menschen entdeckt wurden und nun als Mitbürger akzeptiert werden wollen. Dazu hat man sich das Prenzip der Delegation ausgedacht: Ein "normaler" Mensch nimmt ein paranormales Wesen bei sich auf. Dieses Wesen wird nun erst in die Familie seines Deleganten, und dann mithilfe von diesem in die Gesellschaft integriert.

Der Einstig in das Buch fällt einem ziemlich leicht. Man lernt Light Adam und ihre Familie kennen. Light kommt gleich zum Anfang sehr natürlich und sympathisch rüber. Sie ist eine Protagonistin, der man alle ihre Gedanken und alle ihre Handlungen einfach so abnimmt. Den Light hat viele Ecken und Kanten, keine Hochtrabenden Gedanken und wirkt alles in einem wie ein sympathischer Teenager. Daraus folgt, dass ich mich sehr oft it Light identifizieren konnt, auch wenn ich mir manchmal etwas mehr Intellekt bei ihr gewüncht hätte. Trotzdem, sie ist durch und durch sympathisch und detailliert gezeichnet, also eine Protagonistin, wie man sich sie wünscht.
Und wir lernen Lights Familie kennen. Ihren cholerischen Vater Ryan, ihre zuerst ruhig wirkende Mutter Silvia, welcher allerdings sehr...undurchschaubar sein kann und ihren liebenswerten Bruder Jude sowie sein Wesen Kane, ein Vampir. Lights ganze Familie wirkt dabei herrlich normal, im ganzen Buch gibt es neben der Handlungsorientierten Streitigkeiten immer wieder auch "normale" Dinge, über die gestritten, diskutiert oder gelacht wird. Sowieso kann man sich gut in die Familie reinfinden, da alle Mitglied so vielschichtig und sympathisch gezeichnet sind, dass man sich wirklich stellenweise fühlt, als wäre man bei einer Gastfamilie im Ausland gelandet, zu deren Teil man langsam wird. Besonders auf Jude, Lights ehemals kranken Bruder, der vor allem im späteren Teil der Handlung noch eine Rolle spielen wird, und sein Wesen Kane ist das Augenmerk gelegt. Mehr möchte ich zu den beiden noch nicht sagen.

Es beginnt damit, dass Light zu ihrer ersten Delegation gehen soll. Vorher gibt es zu Einführung noch einen kleinen Auschnitt ihres Schulalltages, bei welchem wir auch ihre verrückte, aber liebenswerte Freundin Anna kennelernen. Die Delegation funktioniert wie folgt: Im großen und ganzen füllt man viele viele Tests aus, dann wird einem ein Wesen ausgesucht, dass am besten zu einem passt (so ähnlich wie das Paarsystem bei "Die Auswahl") und dieses Wesen wird dir zugeordnet. Dabei wird aber ganz streng nach Geschlecht geordnet. Weiblicher Delegierte = Weibliches Wesen. Wie die Delegation im Einzelnen funktioniert wird aber genaustens und sehr interessant und logisch erklärt. Besonders kleine Artikelausschnitte aus dem "Buch der Delegation", welche zur Einleitung vor jedem Kapitel stehen, geben wesentliche Informationen an den Leser, die er für dieses Kapitel brauch. Eine sehr schöne Lösung.
Jedenfalls sollte auch Light ein Wesen zugeordnet werden, natürlich ein weibliches, aber unsere Light bekommt natürlich ein männliches ab. Ein Fehler im System. Und so beginnt die Geschichte von Light und Dante, in welcher WEITAUS mehr passiert, als dass ales hier andeutet. Es geht um politische Gegenspieler, Vergangenheiten werden aufgedeckt, es gibt Entführungen, Morde und natürlich den spannenden Showdown, der zwar nicht ganz ohne Klischee auskommt, aber trotzdem absolut gelungen ist.

Dante ist Lights Wesen, ein seltener Dämon. Er ist nicht gerade der Traum aller Schwiegermütter: Schwarze, ausdruckslose Augen, Schlabberlook und grüne Strähnen in den Haaren. Und Dante ist wirklich ein ganz gemeiner Kerl. Wirklich, während all der witzigen, bissigen und sarkastischen Wortgefechte gab es auch wirklich Momente, in welchen ich ihn wirklich gehasst habe. Er ist einfach manchmal einfach so bitterböse gewesen, dass wirklich schön hart. Ich glaube, SPIOLER eine Sache hätte ich ihm im Gegensatz zu Light nicht verziehen SPIOLER. Trotzdem, auch Dante ist ein so detailliert und authentisch gezeichneter Charakter, mit gut konstruierter Vorgeschichte und einer vielschichtigen Seele. Insgesamt also ein toller Typ, bei dem es zwar etliche Bratpfannen momente gab, den ich aber am Ende auch in mein Herz geschlossen habe.

Das Ende des Buch war für mich ein bisschen seltsam. Ich meine, klar, das Ende funktioniert so sehr gut, ich hatte es zwar nicht so erwartet...es ist mehr so ein obligatorisches Ende, dass man auch hätte anders machen könne, aber eben auch so ganz gut aussieht. Für mich war es trotzdem zu ... kurz gefasst, da noch einmal ein ganz neuer Aspekt aufgemacht wurde, der dann irgendwie zu kurz gekommen ist.

Fazit:

Ein Buch, dass mich überrascht hat: "Light & Darkness" hat so viel mehr zu bieten als nur ein schönes Cover. Mit einem fesselnden, atmosphärischen und sehr lebhaftem Schreibstil erzählt Laura Kneidl eine sehr sympathische Geschichte. In einer spannenden, facettenreicher Story agieren liebenswürdige, vielschichtige und "aus dem Leben gegriffene" Charaktere. Man fühlt sich während der Lektüre heimisch in dieser interessanten Welt, die Kneidl geschaffen hat. Es ist, als wäre man auf Austausch in der Familie Adam, man lernt ihre Mitglieder kennen, schließt alle ins Herz, lernt die Welt kennen und muss sich am Ende von den beiden Protagonisten schweren Herzens verabschieden. Auch die Grundidee der Story biete viel Raum und ihr Potenzial wurde wirklich ausgenutzt, da dass Buch viele Aspekte dieser abgrast. Und irgendwie kann man die Geschichte auch ein bisschen auf unsere heutige Gesellschaft übertragen. Ich meine, sind Integration, Akzeptanz und Gleichberechtigung nicht Themen, die gerade in der Zeit, in der wir mit allen mittlen gegen Rassismus und Sexismus, jetzt brandaktuelle? Insgesamt also eine Dystopie, die auch auf unsere Gesellschaft hinweist.

Ich weiß noch, in einer Szene sagt Light "Dante war sicherlich kein perfekter Kerl. Aber der perfekte Kerl für mich" (oder so ähnlich). Dieses kann ich nur wiedergeben: "Light & Darkness" ist sicherlich kein perfektes Buch. Aber das perfekte Buch für mich. Und somit vergebe ich für erstklassige Unterhaltung und Sympathie 5 Sterne und den Status "Herzensbuch"


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Tags: dämonen, fantasy, hassliebe, herzensbuch, jugenbuch, laura kneidl, paranormal, romantik   (8)
 

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

klassiker, tragödie, liebe, drama, william shakespeare

Romeo und Julia

William Shakespeare
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Book On Demand Ltd., 01.01.2014
ISBN 9785518959385
Genre: Klassiker

Rezension:

Inhalt:

Seit Generationen besteht Feindschaft zwischen den beiden Veroneser Familien Capulet und Montague. Romeo, ein Montague, hat sich unbemerkt auf ein Kostümfest der Capulets geschlichen. Dort begegnet er Julia, der schönen Tochter der Capulets. Ein Augenblick genügt und das wohl berühmteste Liebespaar der Weltliteratur hat sich gefunden.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, eigentlich hatte ich gar nicht vor, dieses Buch nocheinmal zu re-Readen. Ich hatte es vor zwei Jahren schon einmal gelesen und fande es eher mittelmäßig gut. Doch dann eröffnete uns unsere Deutschlehrerin, dass wir dieses Buch lesen würden, nicht komplett, aber Ausschnittsweise. Und meine Deutschlehrerin hat einfach die Macht, jede Schullektüre spannend und interessant zu machen. So habe ich schon "Die Historia des D. Johann Fausten" komplett gelesen, nur, weil sie durch ihre Lehrmethode so unheimlich viel aus so einem Buch rausholen kann. Da macht es einfach Spaß, zu lesen. Und auch, als wir die ersten Aufgaben zu Romeo und Julia bekamen und ich einige Szene erneut las, wurde ich erst aufmerksam auf das, was sie hinter Shakespeares Worten versteckt. Zweideutigkeit, Humor und Romantik. Irgendwie konnte mich dieses Buch nun doch fesseln, weswegen ich mich entschied, es nochmal zu Re-Readen. Und, wer glaubt es, ich war begeistert!
Wer Shakespeare nicht gelesen hat, wird sicherlich denken, dass man wegen der alten Sprache nichts versteht und dass das Buch durchgängig langweilig ist. Doch wer es wirklich schafft, sich auf dieses Buch einzulassen, der wird positiv überrascht werden. Denn obwohl das Buch in Drehbuchform geschrieben ist, so schafft es Shakespeare es trotzdem, mit seinen poetischen, tiefsinnigen Worten eine Atmosphäre aufzubauen, welcher man sich nur schwer entziehen kann. Und das ganze ist nicht nur dramatisch! Shakespeares Schreibstil ist an manchen Stellen fast schon verboten zweideutig und humorvoll geschrieben, dass man gar nicht anders kann, als zu lachen. Und an anderen Stellen schreibt er wieder so gefühlvoll, dass es einem dass Herz zerreißt. Er fängt wirklich alle Nuancen der Gefühlsplatte von zwei Liebenden ein. Der Moment, wenn man sich auf den ersten Blick verliebt, dieser Höhenflug, die Leidenschaft, das verlangen...und später eben auch die Trauer und die Dramatik. All das schafft Shakespear in wenigen Worten so gewaltig auszudrücken, dass es mir die Sprache verschlägt.
Doch leider ist die Geschichte alles andere als perfekt. Denn obwohl ich mich in die Sprache verliebt habe, so ist es doch leider so, dass an dank der endlosen Romeo-und-Julia-Geschichten und Adaptationen, Theaterstücke und was weiß ich nicht alles irgendwie aus dem Kopf den Verlauf der ganzen Geschichte kennt. Dadurch geht die Spannung leider flöten, da man immer weiß, was am Ende passiert. Miträtseln oder Vermutung kann man deswegen leider keine anstellen.
Auch die Charaktere bleiben mir persönlich viel zu blass, ja, die beiden Liebenden sind mir fast schon unsympathisch.
Romeo finde ich persönlich viel zu oberflächlich. Ich liebe dich - Warum? - du bist wunderschön. Wow. Wie tiefgründig. Da hätte ich mir ein bisschen was anderes vorgestellt, aber wie soll da Tiefe aufkommen, diese Liebesgeschichte auf 100 Seiten abgehandelt wird. Erste Kuss bei der Ersten Begnung, bei der dritten wird schon geheiratet. Ich meine, natürlich, es ist eine andere Zeit, aber trotzdem ging mir das zu schnell. Ich meine, Julia ist 13! So naiv kann man doch gar nicht sein!
Trotzdem macht die Liebesgeschichte Spaß, da diese Übereiltheit meistens sehr amüsant rüberkommt und natürlich durch den emotionalen Schreibstil auch eine unglaubliche Aussagekraft hat. Trotzdem, leider ist sie nicht sehr glaubwürdig und durch den Kult-status auch leider etwas undynamisch.

Aber alles in einem ist die Geschichte dennoch einen Leseversuch wert, alleine schon wegen der schönen Sprache. Außerdem sollte jeder, der tragische Liebesgeschichten mag, Romeon und Julia einmal versucht haben.

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Tags: drama, klassiker, liebe, tragödie, william shakespeare   (5)
 

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404 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

experiment, schule, jugendbuch, nationalsozialismus, faschismus

Die Welle

Morton Rhue , Hans-Georg Noack
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2013
ISBN 9783473544042
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Ein Leher, eine Schulklase und ein Experiment!
Die Schüler an einer amerkanischen Highschool waren der Meinung, dass es in der heutigen Gesellschaft nicht zu einer Diktatur kommen kann wie es damals war. Daraufhin ruft der Lehrer "Die Welle" ins Leben - ein Gemeinschaft mit strikten Regeln und dem Leitspruch - Erfolg durch Disziplin. Das Projekt spaltet schnell die Schülerschaft und bald werden diejenigen, die nicht der Welle beitreten ausgegrenzt. Das Experiment außer Kontrolle geriet, wird eine Versammlung mit allen Mitgliedern gehalten und es geschieht etwas, womit niemand gerechnet hätte.

Meine Meinung:

Für viele ist das Buch "Die Welle" weitaus mehr als ein Schulbuch. Ich habe diese Buch nun für den Lehrplan zum dritten Mal gelesen und bin nach wie vor von diesem Buch geschockt. Mit einem flüssigen und leichten, aber unglaublichen klarem und ehrlichen Schreibstil baut Rhue eine beeindruckende, beklemmende Atmosphäre auf.
Dieses Buch behandelt das Thema Faschismus. Ich denke, immer wenn wir vom zweiten Weltkrieg hören, von der Grausamkeit in den Konzentrationslagern und von der Blindheit der Menschen, wie sie in blinder Eifrigkeit dem Führer gefolgt sind, dann können wir nie verstehen, wie sich die Menschen darauf einlassen konnten. Wie konnte man nicht merken, dass in ihrem eigenen Land Millionen von Menschen ermodet wurden? Ich denke, wir können das einfach nicht verstehen, weil wir glauben, dass dies alles Vergangenheit ist.
Aber dieses Buch zeigt uns, dass der Faschismus immer noch unter uns ist und wie eine schlafende Bestie nur darauf wartet, dass sie geweckt wird.
Das Exiperiment in diesem Buch beantworte alle diese Fragen die wir haben, und erzählt mit einer unvergleichlichen Authenzität, was damals in Nazi-Deutschland wirklich mit den Menschen passiert ist.
Herausgekommen ist eine erschreckende, aufrüttelnde Geschichte, die zeigt, dass wir keinesfalls immun gegen Faschismus sind, dass wir genauso leicht zu manipulieren sind wie die Menschen damals im Nazi-Deutschland. Genau das, sowie der Fakt, dass diese Geschichte an einer amerikanischen Highschool wirklich passiert ist, machen dieses Buch so packend, fesselnd, aufrüttelnd, erregend und wichtig, wie es ist. Dieses Buch sollte jeder Lesen, denn auch wenn wir die Vergangenheit nicht rückgängig machen können, so können wir vielleicht anfangen, zu verstehen, was damals passiert ist, damit wir vielleicht irgendwann anfangen können, neu zu beginnen und die Zukunft besser zu machen.

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Tags: faschismus, jugendbuch, morton rhue, realismus, wichtig   (5)
 

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1.497 Bibliotheken, 31 Leser, 5 Gruppen, 97 Rezensionen

liebe, dystopie, krankheit, jugendbuch, zukunft

Delirium

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2013
ISBN 9783551313010
Genre: Jugendbuch

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117 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

vampire, guardians, spirit bound, rose, mentor

Vampire Academy

Richelle Mead
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 19.09.2009
ISBN 159514174X
Genre: Fantasy

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

elfen, freundschaft, liebe, fantasy, ausenseiter

Nijura - Das Erbe der Elfenkrone

Jenny-Mai Nuyen
Audio CD
Erschienen bei Audionauten
ISBN 9783866043244
Genre: Fantasy

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120 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

virals, tory brennan, kathy reichs, piraten, schatzsuche

VIRALS - Nur die Tote kennt die Wahrheit

Kathy Reichs , Knut Krüger
Fester Einband: 510 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.03.2012
ISBN 9783570153666
Genre: Jugendbuch

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281 Bibliotheken, 8 Leser, 10 Gruppen, 30 Rezensionen

mord, insel, virals, thriller, virus

VIRALS - Tote können nicht mehr reden

Kathy Reichs , Knut Krüger
Fester Einband: 477 Seiten
Erschienen bei cbj, 21.03.2011
ISBN 9783570152881
Genre: Jugendbuch

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

deutschland, ddr, nussknacker, brd, iren

Der Nussknacker - Reise durch ein Jahrhundert

Sobo , null null
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 11.11.2011
ISBN 9783833900471
Genre: Kinderbuch

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

fantasy, königin, dystopie, magie, queen

The Queen of the Tearling

Erika Johansen
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Transworld Publishers, 08.07.2014
ISBN 9780593072707
Genre: Fantasy

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1.045 Bibliotheken, 10 Leser, 9 Gruppen, 83 Rezensionen

night school, jugendbuch, liebe, internat, thriller

Night School - Um der Hoffnung willen

C. J. Daugherty , Axel Henrici , Peter Klöss , Carolin Liepins
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 15.05.2014
ISBN 9783789133367
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: (Ich persönliche würde den Klappentext nicht lesen, zu viele Infos!!!)

Die Lage auf Cimmeria spitzt sich zu und die Schüler geraten mehr und mehr zwischen die Fronten. Trotzdem versucht die Internatsleiterin Isabelle alles, um so etwas Normalität herzustellen, und für kurze Zeit fühlt es sich für Allie und ihre Freunde so an, als wäre alles wie immer. Und als könne ihnen auf Cimmeria nichts passieren ... Währenddessen lernt Allie ihre Großmutter Lucinda erstmals richtig kennen und zwischen den beiden entsteht eine enge Freundschaft. Aber auch die Beziehung zu Sylvain wird stärker und leidenschaftlicher als je zuvor. Doch dann holt Nathaniel zu einem Schlag aus, der Cimmeria zutiefst erschüttert und der nicht zuletzt auch als Warnung an Allie gedacht ist. Schnell wird ihr klar, dass auch Sylvains Leben in Gefahr schwebt, solange sie zusammen sind. Und so bleibt ihr nichts anderes, als sich von ihm zu trennen, wenn sie ihn schützen will. Auch wenn das bedeutet, dass ihr selbst dabei fast das Herz bricht. Doch egal, was sie auch tut, Allie scheint der wachsenden Bedrohung nichts entgegensetzen zu können. Das bekommt sie schließlich mit aller Wucht zu spüren, als eine ihrer engsten Bezugspersonen stirbt.

Cover:

Das Cover besticht genau wie der Rest der Reihe mit edeler Schlichtheit. Ich finde es schön, dass die Bände alle aufeinander abgestimmt sind und man immerwieder dasselbe Ausgangsmotiv findet. Von den Farben her klingt es dem Verlag sehr gut, immerwieder eine neue, kräftige Farbe zu finde, die gut mit dem Schwarzen Hintergrund hamoniert, ohne zu sehr rauszustechen. Das Grün finde ich gut gewählt, allerdings handelt es sich für mich nicht um das schönste Cover der Reihe. Trotzdem ist es alles andere als schlecht gelungen! Ich persönlich habe mich aber gewundert, dass auf dem Umschlag meines Buches der Untertitel des Buches fehlt.

Schreibstil:

Daugherty Schreibstil ist nach wie vor sehr schön und flüssig geschrieben. Es handelt sich nicht um eien literarisch hochtrabenden Stil mit vielen Stilmitteln und doppelten Böden. Nein, der Schreibstil dieser Reihe schlägt einen lockeren, humvorvollen Ton an, der den der meisten Teenager wirklich trifft. Daugherty gelingt es als eine der wenigen Autoren, die Jugendsprache in ihren Büchern nicht platt, überzogen und vulgär, sondern authentisch wiren zu lassen. Dadurch ist das Buch schnell und leicht zu lesen. Trotzdem schafft Daugherty es, mit ihrem Schreibstil eine Spannung aufzubauen, die aber leider das eine oder andere mal, bedingt durch den Verlauf der Handlung, fällt. Was sie aber wirklich gut an den Leser übermittel kann, sie Emotionen. Diese werden simpel und trotzdem tiefgründig aufbereitet. Daraus folgt, dass man sich sehr gut in den Charaktere und die Geschichte einfühlen kann.

Plot:

Leider muss ich sagen, dass, obwohl mir dieser Teil nicht nicht gefallen hat, ich trotzdem glaube, dass er etwas unnötig war. Die Handlung des vierten Teiles hätte man ruhig mit dem des dritten Zusammenschmeißen können. So gibt es in beiden Büchern einige Länge, welche durch aufgesetzte Konflikte und einem Liebesdreieck versucht werden zu füllen. Die Spannung zieht sich dabei leider manchmal ein bisschen.

Der vierte Teil schließt genau an den dritten an und wir befinden uns mit Allie und Rachel auf der Flucht. Gleich der Anfang bringt Spannung in den Geschichte und der Einstieg fällt einem sehr leicht. Nach einer kurzen Abfolge von Ereignisse, kommen Allie und Rachel zusammen mit Sylvain wieder an die Night School. Diese befindet sich in einem Ausnahmezustand der Extraklasse und bereitet sich auf den großen Kampf mit Nathaniel vor.

Ein Großteil des Buches geht es einerseits darum, wie sich die Nightschooler auf eine kleine "Schlacht" vorbereiten, inform einer Friedensverhandlung. Diese Teile sind meistens recht interessant, da die Autorin viele kleine Überraschungen in die Geschichte eingebaut hat. Spione, Überraschungsbesuche und Meinungsänderungen bestimmter Leute beeinflussen das Leben auf Cimmeria und vor allem das der Night School.

Aber worum es in diesem Buch wirklich geht ist das Liebesdreieck, welches wirklich anfängt, mir auf die Nerven zu gehen. Das Hin und Her mit Sylvain und Carter erreicht wirklich seinen Höhepunkt, sodass wir über der Hälfte des Buches eigentlich bloß mit Allies Gefühlen klarkommen müssen. Diese Hin und Her mit den beiden Jungen ist weder fazinierend noch spannend, sonder einfach nur abgebrüht und von Zeit zu Zeit sogar einfach nur oberflächlich. Genauso wie die vielen aufgesetzten und unnötigen Konflikte, welche Allie mit ihren Freundinnen ausfechtet. Alles in einem sind diese ganzen Faktoren nämlich nur Mittel zu Zweck, nämlich dafür, die 400 Seiten vollzubekommen.

Das Ende wiederum reißt für mich eine Menge raus, da ich ein kleines bisschen überrascht wurde. In mehr als einer Hinsicht. Und vor allem auf den vorletzten 10 Seiten passiert eine Menge, die ich einfach nur klasse fand. Es schein, als hätte die Autorin hier wieder auf den richtigen Pfad gefunden. Und auch der Cliffhanger am Ende ist unglaublich fies geworden, sodass ich das nächste Buch gerantiert lesen werde.

Personen:

Was dieses Buch aber besonderes negativ beeinflusst hat, war die Protagonistin Allie. So war Allie in Teil 1-3 noch eine super sympathische, coole und toughe Protagonistin, mit der man gerne gelacht und geweint hat, die ein bisschen wie die beste Freundin wurde. Aber ich muss euch leider mitteilein, dass diese Allie gegangen ist.
Geblieben ist eine nervende und oberflächliche Person, die mir manchmal meine ganze Geduld abverlangt hat. Allie wandelt sich zu einem sehr zickigen und stark nervenden Mädchen, welches in einer Tour einem das Lesevergnügen entzieht. An jeder Stelle des Buches muss sie ihre Freunde anschnauzen, in Selbstmitleid baden oder ihr Gehirn ausschlaten. Wirklich, es ist kaum zu glauben, wie wenig Allie mich in diesem Band für sich gewinnen konnte.
Mit überzogenen Konflikten und intoleranten und oberflählichen Meinungen ist sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit gemein zu ihren Freunden, heult dann im nächsten Moment rum, dass sie von allen verlassen wurde, und trifft dann Entscheidung und macht dumme Aussagen, bei welchen ich sie wirklich auf den Mond schießen könnte. Auch die Logik ihre Worte hat sich verabschiedet. Ich Hoffe, im nächsten Teil wird sich das wieder geben.
So richtig sympathisch war Allie mir nämlich eigentlich nur auf de letzten 50 Seiten.

Was aber Daugherty einfach drauf hat sind die Nebenpersonen. Ich kenne kaum Autoren, die eine Reihe so vielschichtiger, witziger, trauriger, wütender, skuriler und authentischer Charakterer schaffen können. Die meiste Zeit sind nämlich die Nebencharaktere dieses Buches Reifer und tiefgründiger als Allie, sind für die aber meistens die Dartscheibe für die Pfeile ihrer Gemeineheit.
Vor allem Carter und Nathaniel haben mir gefallen. An beiden konnte ich viele Neue Seiten entdecken, neue Aspekte betrachten und noch mehr über diese Nachdenken. Vor alllem durch Katie gewinnt Nathaniel zunehmend an Authenzität und Tiefe, was mich sehr freut, dann ich habe das Gefühl, ihn dadurch mehr und mehr kennenzulernen.
Und auch Carter bekommt ein paar Emotionale und sensible Seiten, wird aber zum Glück davor bewahrt, verweichlichte und seicht zu werden. Er ist immer noch cool und irgendwie etwas launisch, aber er hat nun eine Seite an sich, die ih noch interessanter macht.

Auch Allies Freunde Zoe, Rachel und Nicole haben mir wieder viel Freude bereitet und sind mir noch mehr ans Herz gewachsen.

Fazit:

Night School Teil 4 kann leider nicht an den Erfolg der ersten beiden Teile anschließen. Obwohl auch dieser Teil wieder mit einer spannenden und interessanten Handlung ausgestattet ist, welche auch ganz ohne Fantasy-Elemente ausgekommt, so wird dieses große und gute Grundpotenzial leider durch zahlreiche Faktoren negativ beeinflusst. Denn leider reicht die Handlung nicht annährend für die 400 Seiten, welche das Buch misst. Dadurch kommt es leider zu vielen Längen in dem Buch, in welchen die Spannung in den Keller sinkt. In diesen Längen wird dann oftmals der eine oder andere aufgesetzte und überzogene Konflikt eingesetzt und das Liebesdreieck wird schlimmer ausgeschlachtet denn je. Trotzdem gab es in der Handlung auch viele gute Ideen und überraschende Wendungen, welche dem ganzen immer wieder einen Aufschwung gegeben haben und Spannend zu lesen waren.

Was mich aber am meisten gestört hat war Allie, welche zu einer oberflächlichen Nervensäge mutiert, welche mir wirklich chrnoisches Kopfschütteln gebracht hat. Ich hoffe, dieses Mädchen findet wirklich ihren wahren Charakter wieder, ansonsten sehe ich wirklich schwarz. Eigentlich müsste ich ziemlich enttäuscht von diesem Buch sein, dass durch eine nervige Hauptperson, eine stellenweise sehr langatmige Handlung und Logikfehler leider nicht an die Vorbände herankommt. Trotzdem, alles in einem hat mich das Buch wirklich gut unterhalten und das Ende hat sehr viel bei mir rausgerissen. Deswegen vergebe ich 3, 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Teil, da dieser hier mit einem sehr fiesem Cliffhanger endet.

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Tags: c j daughert, internat, jugendbuch, liebe, night school   (5)
 

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1.168 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 183 Rezensionen

aliens, dystopie, außerirdische, rick yancey, jugendbuch

Die fünfte Welle

Rick Yancey , Thomas Bauer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.04.2014
ISBN 9783442313341
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt:

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

VIELEN DANK AN DEN GOLDMANN VERLAG FÜR DIESES REZENSIONSEXEMPLAR

Vorwort:

Ehrlich gesagt ist mir dieses Buch nie besonders aufgefallen. Ich meinte, ich hatte keinen Plan, worum es in diesem Buch ging und auch das Cover blieb mir nicht im Gedächtnis. Doch dann, kurz nach seinem Erscheinen, explodierten hier ja die Leserstimmen. Also musste ich es unbedingt lesen. Vielen Dank an die Verlagsgruppe, die das möglich gemacht hat.

Cover:

Das Cover ist eine falsche Schlange. Ich finde, es sieht irgendwie schon ein bisschen nach Außerirdischen Apokalpyse aus. Der goldene Strahl, der auf dem Umschlag schimmert und eine Person, die vorsichtig durch die Wälder streift. Dies alles vermittelt schon mal eine tolle Atmosphäre und macht neugierig. Auch das schwarz ist toll in Szene gesetzt. Aber glaubt mir, erst, wenn ihr das Buch in den Händen haltet, wird das Cover voll und ganz euch verzaubern. Trotzdem, dieses Cover bereitet einen nicht im gringsten auf das vor, was einen Erwartet.
Der Klappentext ist gut gewählt, lässt viel offen und macht neugierig auf da Buch. Aber wie gesagt, was soll einen auf dieses Buch vorbereiten?

Schreibstil:

Ich habe mich erst gefragt, warum mir dieser Schreibstil so bekannt vorkommt. Dieser nüchterne, manchmal humorvolle, aber immer emotionsgeladene und explosive Schreibstil stammt von Rick Yancey, der mich schon mit "Der Monstrumologe" begeistert hat. Und auch in diesem Buch schafft Yancey wieder eine mystische, unheimliche Atmosphäre. Er Schafft es, mit seinem Schreibtalent, die Apokalpyse, diesen schrecklichen Albtraum, in den er uns mitnimmt, so lebendig und schockierend darzustellen, dass man eine Gänsehaut bekommt. Nie habe ich eine Dystopie gelesen, die mich so sehr einfangen konnte und mir solch eine Angst gemacht hat. Und die mich nicht losgelassen hat, denn Yancey Schreibstil sprüht nur so vor Energie und gepaart mit der Spannenden Geschichte schafft man es kaum, sich einmal von der Geschichte Loszureißen.
Auch ist die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, primär aus der Ich-Perspektive von Cassie, der Protagonistin. Desweiteren erzählen auch ein Soldat namens Ben Parish und ein kleiner Junge namens Sammy die Geschichte. Und obwohl diese Perspektiven ohne Warnung oder Hinweis von Kapitel zu Kapitel wechseln, so weiß man doch nachher immer, von welcher Person man gerade begleitet wird. denn Yancey haucht jeder Personen eine eigene Erzählweise ein und schafft es spielerisch leicht, seinen Schreibstil zu ändern, ohne auch nur ein bisschen Spannung oder Atmosphäre einzubüßen. Ganz großes Leseerlebnis!

Plot:

Dystopien und Endzeitromane sind schon lange nichts neues mehr auf den Markt. Und zu selten findet man etwas, was etwas neues bietet, spannend ist und bei dem man nicht das Ende kennt.
Bei diesem Buch ist es anders. Dieses Buch ist grausam, schrecklich - ein Albtraum! Aber das heißt nicht, dass dieses Buch schlecht ist. Dieses Buch ist sogar alles andere als schlecht, es ist meisterhaft, fast schon episch. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Menschheit, bei der Attacke der Anderen - Aliens. An sich ist das nichts neues. Doch dieses Buch ist anders. Dieses Buch ist grausamer, dunkler, realistischer, besser. Dieses Buch gräbt sich tief in deinen Verstand ein und macht dich mehr oder weniger paranoid. Denn dieses Buch ist nicht nach dem Schema F aufgebaut, dieses Buch spielt nach seinen eigenen Regel. Und diese Regeln sind genauso grausam wie briliant und originell.

Noch nie habe ich von einem Endzeitroman so Realitätsnahe und Schrecklich eine Zukunftsversion vor Augen geführt bekommen. Nach diesem Buch scheint es fast so, als wäre allles, was ich vorher in diesem Genre gelesen habe, unrealitisch und...weich. Denn dieses Buch wird den meisten Lesern sehr stark an die Nieren gehen. Denn dieses Buch erzählt von den wahren Grausamkeiten und schreckt vor nichts zurück. Es ist, als hätte man alle meine, deine, unsere Ängste genommen und der Albtraum, der darauß entstande ist, niedergeschrieben. Alles, wovor wir Angst haben, enthält dieses Buch. Denn dieses Buch sucht sich nichts überzogenes und unwirkliches als Zentrum der Angst aus. Es sind die kleinen, alltäglichen Dinge. Kein Licht mehr, eine Seuche, Leichen sehen zu müssen. Haben wir davor nicht irgendwie alle Angst? Sind das nicht Ängste, die wir uns vorstellen und die wir verstehen können?

Das ist es, was diesen Roman so brilliant macht. Seine Realitätsnähe und seine tabulose Brutalität. Hier ist nichts mit verschönigen und schönreden, hier werden Tatsachen und Fakten, die einen Angst machen, dem Leser vor Augen gestellt. Und trotzdem, obwohl dieses Buch wirklich sehr brutal und auch psychische sehr belastend ist, hat es auch andere Seiten. So behandelt dieses Buch auch sehr emotionengeladen und feinfülig Zwischenmenschliche Beziehung, Erwachsen werden, Versprechen und ihre Einhaltung bzw. nicht ein Nicht-Einhaltung sowie das Thema Vertrauen. Denn auch dieses sind Themen, die viele von uns beschäftigen dürften. Yancey behandelt diese in seinem Buch sehr genau, aus verschiedenen Blickwinkel und gibt uns so, in den ganzen Choas aus Brutalität und Grausamkeit, auch noch eine authentische und wichtige Take-Home-Message, die zu keiner Zeit überzogen oder fehl am Platz wirkt.

Auch die Spannung bleibt in diesem Buch durchgängig erhalten, auch wenn manchmal der rote Faden und das Ziel des Plotes etwas verloren gehen. Trotzdem ist das Buch ein großes Verwirrspiel, man selbst fühlt sich wie Cassie, weiß nie, wem man trauen soll. Man wird ein bisschen paranoid und hat Angst, das dieser und jener Charakter auf der nächsten Seite umgebracht wird, oder dass dieses oder jenes passiert. Man hat keine Ahnung, was als nächstes passiert, aber alleine die Vorahnung lassen einen schon eine Gänsehaut haben.

Personen:

Auch Yancey Personen brillieren genau wie der Plot in ihrer Vielschichtigkeit und Originalität. Allen voran Cassie, die mir von anfang an sympathisch war. Cassie ist in jeder Hinsicht überzeugend und authentisch. Ein Mädchen, das keine perfekte Heldin ist. Cassie ist weder eine Kampfmaschine noch ein verlorenes Hündchen. Cassie ist wie deine und meine Freundin, das Mädchen von nebenan, das eben noch ein Kind war. Und das merkt man, denn die Art, wie Cassie ihre Geschichte erzählt, macht sich unglaublich überzeugend. Mit Ironie und Vielsprachwitz und Selbstironie schildert uns Cassie den Weltuntergang, was aber nicht annährend so witzig ist wie es klingt. Im Gegenteil, Cassies Erzählweise machen das ganze nur umso grausamer und realistisch, eben, weil sie so realistisch ist.

Auch die anderen Charaktere in Yanceys Geschichte fehlt es nicht an Tiefe oder Sympathie, geschweige denn an Authenzität. Es ist erschreckend, wie gut der Autor seine Personen in der Geschehen einfügen kann, nahtlos und überzeugend. Und trotzdem gibt er jeden seiner Charaktere eine Persönlich Note, sodass man sie alle nacheinander ins Herz schließt. Egal ob Skurill, Niedlich, Brutal, Sympathisch und Unheimlich - Die Vielfalt an Charakteren ist gewaltig und das was Yancey ihnen von Zeit zu Zeit antut, ist mehr als unmenschlich. Gerade deswegen wachsen einem alle Charakter ans Herz, was manchmal sehr schlecht sein kann, da Yancey nicht davor scheut, seine Personen ins Jenseits zu schicken.

Insgesamt vielschichtige und originelle Personen, welche den genialen und grausamen Plot noch voll und ganz abrunden.

Fazit:

Dieses Buch wird den Leser wie eine Welle überollen - eine sehr passende Metapher! Denn egal, wie ich es zu sagen versuche, ich bekomme es nicht hin. Die Brutalität, Grausamkeit und Realitätsnähe dieses Buches zu beschreiben, die dunkle, unheimlich, aber sehr dichte Atmosphäre zu erläutern - all das ist mehr als schwierig. Auch eine Leseempfehlung zu geben fällt mir schwer.

Ich denke, jeder, der starke Nerven besitzt oder Bücher nicht zu nahe an sich heran lässt, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Denn dieser Endzeit-Roman ist brilliant und  steht für mich momentan an der Spitze der Apokalypse-Romane. Ich habe nie etwas vergleichbares gelesen und hoffe, das es noch viele Bücher geben wird, die sich von diesem hier eine Scheibe abschneiden. Denn wer so realitisch, unheimlich und spannend Geschichten erzählt, so vielschichtige und liebenswerte Personen erschafft und dabei vollkommen authentisch bleibt und eine Botschaft damit vermittelt, der verdient es wahrlich, Schriftsteller genannt zu werden.

Ein Meisterwerk von einem Buch!

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589 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

freundschaft, roadtrip, tschick, abenteuer, berlin

Tschick

Wolfgang Herrndorf , ,
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2012
ISBN 9783499259913
Genre: Romane

Rezension:  
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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

hunde, tierfantasy, erdbeben, rude, freunde

Survivor Dogs - Ein verborgener Feind

Erin Hunter , Elsbeth Ranke
Fester Einband: 271 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 12.05.2014
ISBN 9783407811660
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Lucky, Bella und die anderen Leinenhunde haben es in die Wildnis geschafft. Dort gibt es Beute und sauberes Wasser aber auch ein Rudel Wildhunde, die ihr Territorium erbittert verteidigen. Als Lucky und seine Freunde auf das Rudel Wildhunde unter der Führung eines furchterregenden Wolfshundes treffen, befürchtet Lucky blutige Kämpfe. Hin und her gerissen zwischen Angst, der Sehnsucht nach Unabhängigkeit und Loyalität gegenüber seinen neuen Freunden, lässt er sich auf eine gefährliche Mission ein.

Cover:

Leider kann ich sagen dass auch dieses Cover alles andere als gelungen ist. Warum soll dieser Titel unbedingt eine Endzeitartige Stimmung vermitteln, Brutal und Hart aussehen? Ich meine, wenn man das Englische Cover sieht, das vor allem Magie und Fantasy versprüht, ansieht und es mit diesem vergleicht, dann wirken der graue Titel, die matschig-blaue Farbe und die aggressiven Hunde einfach nur deplatziert und lieblos. Schade, da Englische Cover hätte hier mehr beachtet oder übernommen werden können.

Schreibstil:

Ich glaube, es liegt daran, dass ich jetzt Band zwei lese, aber glücklicherweise kommen mir die hier benutzten "Tiersprache Begriffe" viel weniger deplatziert und lächerlich vor als in Teil eins. Die Autorin schafft es, sie hier schon fast wie normal in den Lesefluss zu intigrieren. Nur selten musste ich deswegen aus dem Buch gerissen werden, wodurch der Lesefluss in diesem Band sehr flüssig ist. Man kann das Buch praktisch in einem Rutsch weglesen, weil man sich einfach schon an diesen speziellen Schreibstil gewöhnt hat. Außerdem schreibt die Autorin an sich ja wirklich gut, nur irgendwie schafft sie es bei dieser Reihe nicht, ihr volles Herzblut dort hineinzustecken. Und das merkt man leider als Leser, da die Atmosphäre und die Magie zwischen den Zeilen fehlen. Doch in diesem Buch, das viel mehr im Wald spielt und viel mehr an Clans und Warrior Cats erinnertn, in diesem Buch, da ist die Magie um die Tierfantasy schon fast wieder da.

Plot:

Auch der Plot hat im Vergleich zum ersten Teil einen riesigen Sprung gemacht. Während man also im ersten Teil glaubte, der Plot würde nur so ziellos vor sich hin plätschern, so verfolgt er im zweiten Teil ein Ziel.

Nachdem es also das Leinenhundrudel in die Wildnis geschafft hat, werden wir wieder mit sehr vielen, sehr oberflächlich ausgearbeiteten Konflikten konfrontiert, welchen gelöst werden müssen. Nach und nach kristallisiert sich hier das Kernrpoblem heraus, nämlich, dass das Rudel an Wassernot und Hungersnot zu zerbrechen droht. Doch glücklicherweise gibt es ein Gebiet, welches weder von Gift verseuchtes Wasser hat, noch zu wenig Beute, doch leider ist dieses Revier schon belegt von einem Rudel richtiger Wildhunde/Wölfe. Um das Rudel also zu retten, wird Lucky als Spion in das andere Rudel geschickt.

Schon alleine bei dieser Kurzbeschreibung erkennt man, dass dieses Buch endlich ein Ziel verfolgt. Dadurch schafft es die Autorin, bei ihrem roten Faden zu bleiben und immer auf den Höhepunkt des Buches hinzuarbeiten. Man könnte meinen, sie hätte jetzt erst einen Plan entwickelt, in welche Richtung ihre Geschichte verlaufen soll, denn endlichen bauen die Seiten und Kapitel aufeinander auf und man spürt den steigenden Spannungsbogen der Geschichte.

Der Plot dreht sich in erster Linie um Lucky, der sich in dieses andere Rudel einschleicht, um für das Leinenhundrudel zu spionieren. Und bei dieser Spionage wird das Buch überraschend vielschichtiger. Anstatt also nur wieder ein bisschen das Rudelleben zu beschreiben und ein paar aufgesetzte Konflikte abzuarbeiten, gibt die Autorin Luckys Zerrissenheit eine Stimme. Durch das ganze Buch ziehen sich seine Sebstzweifel und seine Zerissenheit zwischen den Rudel. Diese neue emotionale Ebene gibt dem Buch eine ernstere und damit authentischere Note. Natürlich personifiziert sie die Hunde damit auch um ein vielfaches, was mir das ganze aber weitaus spannender und interessanter macht.

Am Ende auf den letzten 70 Seiten schafft es die Autorin sogar, mich das eine oder andere Mal zu Überraschen. Und kleine Vorhersehbarkeiten und Klischees verzeiche ich der Autorin hier gerne, da ich umso glücklicher bin, dass diese letzten Seiten mit Tempo und Spannung richtige Pageturner waren.

Personen:

Auch Lucky als Protagonist hat sich um ein vielfaches weiterentwickelt. Während er im ersten Teil noch sehr blass war, hat die Autorin in diesem Teil begonnen, Lucky nach und nach Tiefe zu geben. Dadurch, dass sie vor allem auch seine Psyche und seine Emotionale Seite als Schwerpunkt des Plottes gelegt hatte, wurde dieser und Lucky um ein vielfaches authentischer und auch sympathischer.

Leider bleiben die anderen Personen bzw. Hunde weiter auf der Strecke, was wirklich Schade ist, da vor allem die neuen Hunde viel Platz zum Charakterisieren bieten. Doch leider sind diese von Vielschchtigkeit noch sehr weit entfernt. Vor allem das Leinenhunderudel wird immer blasser, weil es auch immer mehr in den Hintergrund rückt. Hier wünsche ich mir im dritten teil mehr Tiefe für eine Handvoll der Nebenpersonen.

Fazit:

Ich bin wirklich froh, die ersten beiden Teile der "Survivor Dogs"-Reihe in einer Tandem-Leserunde gelesen zu haben. Ich glaube, hätte ich mir den ersten Teil gekauft, dann wäre ich enttäuscht und wütend gewesen und hätte garantiert nicht den zweiten gelesen. So aber habe ich zusammen mit einer Gruppe netter Leute weitergelesen und durfte so vom zweiten Teil des Buches überrascht werden.

Denn obwohl auch dieser zweite Teil weit weg davon ist, perfekt zu sein, so ist er doch um ein vielfaches besser als der erste. Denn owbohl mir das Cover immer noch nicht gefällt und viele der Personen mir noch zu blass und oberflächlich sind, so fängt die Geschichte mit doch an Spaß zu machen. Die Handlung hatte endlich ein Ziel, auf welches hingearbeitet wurde, der Lesefluss war deutlich angenehmer als im ersten Teil und auch die Spannung war viel größer. Insgesamt also eine sehr erfreuliche Entwicklung. Und trotzdem weiß ich nicht, ob ich Teil drei Lesen werde, obwohl es am Ende einen wirklich fiesen Cliffhanger gab. Vielleicht ja wieder in einer Leserunde ;)

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erdbeben, hunde, tierfantasy, rudel, dystopie

Survivor Dogs - Die verlassene Stadt

Erin Hunter , Friedrich Pflüger
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 23.06.2016
ISBN 9783407811646
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Ein schreckliches Beben verwandelt die Welt in Schutt und Asche. Aber in den Ruinen regt sich etwas: Lucky hat das Inferno überlebt … Lucky ist ein Straßenhund und Einzelgänger mit dem Instinkt zum Überleben. Doch jetzt ist nichts mehr, wie es war. Die Langpfoten sind verschwunden und mit ihnen Nahrung und Sicherheit. Lucky trifft auf eine Gruppe Leinenhunde, wird zum Anführer wider Willen und muss alles infrage stellen, was ihn bisher ausgemacht hat. Sind die Hunde gemeinsam stark genug, sich in der neuen Welt zu behaupten?

Cover:

Leider spricht mich das Cover des Buches überhaupt nicht an. Für mich wirkt es ein bisschen schnell zusammengeklatscht. Ich finde es ziemlich lieblos gemacht. Sicher, es sind Hunde darauf zu sehen, aber mir ist schleierhaft, was die rote Farbe, die braunen Flecken und die wirklich schreckliche Schrift zeigen sollen. Für mich sieht das nicht nach ... Spannung oder Ausnahmezuständen aus, sondern einfach nur unschön und lieblos. Das Cover hätte man wirklich schöner und liebevoller Gestalten können.

Schreibstil:

An sich ist der Schreibstil des Buches flüssig und schnell zu lesen. Allerdings gibt es etwas, was mir hier, wie auch im ganzen Buch gefahlt hat: Der Zauber. Ich habe von der Autorin die Warrior Cats Reihe gelesen. Und in dieser Reihe fand man zwischen den Zeilen die Atmosphäre des Waldes, man spürte die Wildnis und die Freiheit, ja man roch schon fast die Katzen. Die Atmosphäre war unglaublich und fazinierend. Es war, als gehören alle "Tiersprache Begriffe" wie Zweibeiner, SternenClan und Blattleere einfach dazu, wie etwas vollkommen normales. Hier in diesem Buch schafft es die Autorin leider nicht, wieder eine solche Atmosphäre aufzubauen. Lieblos werden nur ein paar Szenen aneinandergeklatscht, nie wird etwas genauer beschrieben. Die Spannung kann nicht aufgebaut werden und das ist wirklich sehr traurig. Auch wirken die "Tiersprache Begriffe" in diesem Buch vollkommen deplatziert und manchmal einfach nur lächerlich.

Plot:

Und wieder kann ich sagen, dass mir der Zauber bei diesem Buch fehlt. Es ist wirklich traurig, dass die Autorin, bzw. die beiden Autorinnin, die speziell dieses Buch geschrieben haben, irgendwie es nicht geschafft haben, ihre Liebe zu Hunden überspringen zu lassen. Dieses Buch fängt eigentlich sehr vielversprechend an. Der Prolog ist sehr schön geschrieben, genau richtig. Eien spannende Prophezeiung, unser Protagonist, Tiere. Hier spürt man noch etwas von dieser Tierfantasy, die das Buch uns eigentlich bringen soll.

Und dann kippt das ganze leider. Ziellos plätschert Plot von nun vor sich hin. Hier und da ein Erdbeben, dort ein Konflikt, hier ein Rückblick. Der Ziel des Plottes ist mir hierbei leider nicht klar geworden. Was will die Autorin erreichen mit ihrer Erzählung? Was ist das Ziel der Handlung? Das alles ist sehr schwammig geschrieben. Und daduch weicht die Autorin sehr schnell vom Thema ab.

Sehr sprunghaft wird diese Geschichte erzählt. Aber leider nicht so, dass es positiv wirkt. Im Gegenteil: Die Autorin hat sich scheinbar so sehr darum bemüht, Spannung aufzubauen, dass sie genau das Gegenteil erreicht hat. Dauernd begenen uns Konflikte in diesem Buch. Die meisten davon sind aber weder ausgebaut, manche sind aufgesetzt und wieder anderer einfach nur wieder aufgewärmt. Dadurch wirken die Seiten leider nur lieblos aneinandergereiht, so wenig wird auf die Konflite eingegangen. Eigentlich läuft es so ab: Seiten Anfang = Problem kommte. Seiten Mitte = Problem Höhepunkt. Seiten Ende = Problem gelöst. So ist ein großteil der Seiten dieses Buches aufgebaut, was wirklich Schade ist. Ich glaube, hätte man diese noch mehr ausgebaut, dann hätte die Autorin es wirklich geschafft, mich zu fesseln.

Insgesamt ein ziemlich langatmiger und stellenweise etwas sinnfreier Plot, der krampfhaft versucht, Spannung und Wendungen einzubauen, aber es leider nur schaft, seelenlos und aufgesetzt zu wirken.

Personen:

Die Personen oder besser gesagt Tiere in diesem Buch haben mich mit gemischten Gefühlen zurück gelassen. Kurz gesagt: Den Protagonisten Lucky konnte ich überhaupt nicht leiden, genau wie seine Schwester Bella.

Lucky ist mir einfach zu blass geblieben. Er ist ein einsamer Einzelhund der kein Interesse daran hat, ein Rudel zu haben, obwohl doch jeder Hund ein Rudel braucht. Dieser "Konflikt" ist ein Schwerpunkt des Buches, der wirklich interessant und plausibel hätte erzählt werden können. Nur leider bleibt Lucky durchweg oberflächlich gezeichnet und kann somit nicht überzeugend einen Persönlichkeits Zwiespalt rüberbringen. Eigentlich verbringt einen Großteil des Buches damit, an anderen herumzunörgeln, uns Menschen zu beleidigen (Ja, okay, berechtigt manchma), andere Hunde zu belächeln, aufgesetzte und leider etwas lächerliche Geschichten zu erzählen und dauernd zu sagen, dass er Einsam besser dran ist. Warum interessiert nicht. Wenigstens wird noch erläuter, warum er keine Menschen mag. Aber ansonsten fehlt bei Lucky komplett der Hintergrund. Allerdings habe ich Hoffnung, dass dieser Hintergund in den folgenden Bänden auftauchen könnte und diese Oberflächlichkeit eigentlich nur die Spannung steigern soll.

Die restlichen Hunde waren auch relativ blass gezeichnet, sodass ich manche nicht auseinanderhalten konnte. Manche Hunde haben auch einfach seitenweise ihren Charakter verändert, was mich sehr gestört hat. Ich habe nachher schon angefangen, mir zu notieren, wie wer so drauf ist. Die Einzigen Positiven Personen bzw. Hunde waren für mich persönlich Daisy und Sunshine. Zwar konnte ich die beiden nicht auseinanderhalten, aber die beiden haben mir manchmal wirklich ein Schmunzeln ins Gesicht getrieben, weil sie einfach nur total knuffig sind.

Aber alles in einem konnten mich die handelden Hunde nicht überzeugen.

Fazit:

Mein Problem ist nicht, dass das Buch schlecht war. Denn vielleicht liegt es ja an mir, dass ich vielleicht zu alt für dieses Buch bin oder einfach meine Genre geändert habe. Vielleicht habe ich das Buch zu einem falschen Zeitpunkt gelesen oder vielleicht war es auch einfach nicht mein Fall. Keine Ahnung, jedenfalls hat mich das Buch sehr enttäuscht. Ich habe das Autorinnen-Team in "Warrior Cats" anders kennengelernt. Mit viel Zauber, Detailliebe und Atmosphäre haben sie Tierfantasy für mich lebendig werden lassen, authentisch und spannend. Diese Bücher haben mich gefesselt und faziniert. Dasselbe habe ich von diesem Buch erwartet.

Doch leider hat dieses Buch diese Magie nicht mit auf den Weg bekommen. Im Gegenteil: Ich persönlich fande das Buch lieblos und spannungsarm geschrieben. Die handelnden Hunde und ihre gesamte Welt waren unglaublich blass gezeichnet und wirkten damit aufgesetzt und unrealistisch. Die Geschichte plätscherte so langsam vor sich hin, ohne wirklich in fahrt zu kommen und wurde mit kurzen, aufgesetzten Konflikten vollkommen mangelhaft gestaltet. Für mich war das Buch nicht mal mehr eine nette Unterhaltung für Zwischendurch. Trotzdem werde ich den zweiten Teil lesen, einerseits wegen der Leserunde, andererseits habe ich noch Hoffnung, dass dieser Teil besser wird und noch einige meiner Fragen klärt. Und ja, okay, am Ende gab es wirklich einen spannenden Cliffhanger, nachdem ich wissen will, wie es weitergeht...


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dystopie, liebe, zombies, ashes, endzeit

Ashes - Brennendes Herz

Ilsa J. Bick , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher , Robert A. Weiß
Fester Einband: 502 Seiten
Erschienen bei INK, 04.08.2011
ISBN 9783863960056
Genre: Jugendbuch

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