Leserpreis 2018

Kumosbuchwolkes Bibliothek

667 Bücher, 85 Rezensionen

Zu Kumosbuchwolkes Profil
Filtern nach
667 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.

  • Bibliothek (667) Bibliothek (667)
  • Bilderbücher (1) Bilderbücher (1)
  • Bücherregal (2) Bücherregal (2)
  • Hörbücher (1) Hörbücher (1)
  • Jugendbücher (161) Jugendbücher (161)
    vielseitig in den Gruppierungen und mein liebstes Regal
  • Kinderbücher (20) Kinderbücher (20)
  • Klassische Lite... (27) Klassische Literatur (27)
  • Krimi Thriller (8) Krimi Thriller (8)
  • Liebesromane (71) Liebesromane (71)
    Alles fürs Herz nicht nur für Bücher mit den schmachtenden Cover, sondern auch für Bücher, die ich als Chicklit bezeichnen würde.
  • Manga Regal (179) Manga Regal (179)
    Unter uns Mangas tummeln sich einige Bände, die Kumo bereits seit ihrem 10. Lebensjahr begleiten. Am liebsten hat Kumo hier, den ganzen Mädchenkram: Legendäre Heldinnen in Seefahrer Kleidchen, die für Liebe und Gerechtigkeit kämpfen, Fantasy, Magie und Liebesgeschichten. Kumo liebt Geschichten nicht nur in Buchstaben, sondern ist auch für schöne Zeichnungen zu haben. Allmählich aber, haben wir den Verdacht, dass Kumo ihre dicken Wälzer mit den vielen Worten lieber hat als uns, denn wir werden seit geraumer Zeit irgendwie nicht mehr.
  • ebooks (53) ebooks (53)
  • magische und fa... (32) magische und fantastische Welten (32)
    Hier tummeln sich Vampire, Werwölfe, ferne oder doch nahe Welten
  • Bücher ohne Reg... (115) Bücher ohne Regal (115)


LOVELYBOOKS-Statistik

(67)

142 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

"liebe":w=2,"freundschaft":w=1,"familie":w=1,"geheimnis":w=1,"geheimnisse":w=1,"prinz":w=1,"königreich":w=1,"ravensburger":w=1,"royal":w=1,"königlich":w=1,"emily albright":w=1,"royal hearts":w=1

Royal Hearts. Wie ich mich in den Prinzen von England verliebte

Emily Albright , Anja Hansen-Schmidt , Wolfram Ströle
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.04.2018
ISBN 9783473401703
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

„Mädchen verliebt sich in Prinzen-Geschichten“ mag ich gerne lesen oder anschauen. Obwohl ich vorher schon weiß, nach welchem Schema diese oft ablaufen. Während der Weihnachtszeit ist Romantik immer gut.

Die 19-jährige Evie erhält einen Studienplatz in Oxford und trifft früh auf Kommilitonen, die zu guten Freunden werden. Ein guter Start für Evie und doch habe ich mich schwergetan ins Buch zu finden. Mich hat die Wortwahl nicht angesprochen. Zu einer Gruppe von Freunden würde ich „Clique“ sagen die Figuren sprechen von sich als „Gang“ mit diesem Wort verbinde ich etwas anderes. Gut möglich das, dass an der Übersetzung liegt.

Beim ersten Treffen zwischen Evie und Edmund zeigt Evie sofort ein starkes Interesse an ihm. Evie wirkte auf mich manchmal wie ein sehr junges Mädchen, dass ihren ersten Schwarm findet. Eine kleine Prise zu sehr drüber, mit der mich allerdings noch arrangieren konnte.

Edmund ist das Ziel vieler Mädchen, die sich für seine Position als Prinz interessieren, auch wenn Evie das am ersten Abend noch nicht weißt, lässt sie sich nicht von einem dieser Mädchen überrumpeln und sagt ihr die Meinung. Wodurch ich gehofft habe, dass sich die Geschichte für mich gut entwickelt. Ich mag starke Mädchen, die Selbstvertrauen haben. Ansonsten wirkt sie meist unreif für eine junge Frau von 19 Jahren.

Leider schrumpft das bisschen Selbstvertrauen, umso mehr die beiden sich kennenlernen und macht Platz für viele kleine Dramen, die ich vorhersehbar fand und unnötig.

Edmund schafft es auch nicht, ein interessanter Charakter zu bleiben. Es liegt nicht an seinem Good Guy Auftreten, das war angenehm, es müssen nicht immer die Bad Boys sein. Aber vieles hätte sich mit einer klaren Ansage verhindern lassen können.

Hindernisse, Zweifel, und Intrigen gehören zu einer Prinzen Liebesgeschichte dazu, dass sie dabei auch nicht vollkommen unvorhersehbar ist, ist mir auch klar. Wenn dabei die Figuren facettenreich ausgearbeitet, und die Romanze stimmungsvoll ist, ist das vollkommen in Ordnung.

Nur in „Royal Hearts Wie ich mich in den Prinzen von England verliebte“ gelingt es den Figuren nicht, die richtige Stimmung zu transportieren. Der Romantik fehlte das Feuer. Sie hat mich nicht abgeholt.

Hat man sich erst mal an den Schreibstil und an die Art der Protagonisten gewöhnt, liest sich das Buch flott. Nur das es am Ende bei mir nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

Fazit

„Royal Hearts Wie ich mich in den Prinzen von England verliebte“ von Emily Albright ist nicht unbedingt eine schlechte Geschichte, für mich aber eine Prinzen Liebesgeschichte, an der ich mich nicht lange erinnern werde. Leider waren die Figuren Evie und Edmund nicht stark genug die Geschichte zu tragen. Evie verliert sich in Zweifel, in Erwartungen, ohne selbst einmal die Initiative zu ergreifen. Und Edmund ist zu gütig, lieb, ungenau in Situationen, in denen er endgültig für Klarheit hätte sorgen können. Das eine oder andere Drama der beiden hätte vermieden werden können. In der Romantik fehlte mir das Knistern und Herzflattern. Auch wenn sich das Buch schnell lesen lässt, hat es mir an Substanz gefehlt. 3 Sterne.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

"liebe":w=1,"schottland":w=1,"zwilling":w=1,"verwandeln":w=1

Beim zweiten Kuss verwechselt

Sonja Kaiblinger , Daniela Kohl
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500782
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Zeilen

Endlich gibt es ein Wiedersehen mit Ophelia und ihrer verrückten Gestaltwandler Familie. Das Setting verlagert sich von der Schule und dem Wohnhaus in die schottischen Highlands. Besonders toll, Lora rückt in den Vordergrund und bleibt nicht länger die alles könnende Randfigur-Schwester. Die Highland Games sind den Schwestern wichtig, das ist spürbar, ebenso toll zu lesen, dass Ophelia und Lora Schwestern sind. In „Auf den ersten Blick verzaubert“, habe ich von dieser Verbundenheit wenig gespürt.


Ich liebe den Charakter Aufbau und den Schreibstil von Autorin Sonja Kaiblinger. Man ist sofort in der Geschichte drin und ganz nah bei den Figuren, von denen sehr viele herzlich, lustig und ihrer eigenen Art verrückt sind. Bestes Beispiel sind die Drillingstanten Mildred, Rose und Helly.


Ophelia ist mir durch und durch sympathisch. Sie hat Gefühle für Cliff entwickelt, nur mag sie mittlerweile auch seine Freundin Amalia. Die ihre Macken hat, wie jede Figur, allerdings nicht unsympathisch ist, weshalb sich Ophelia am liebsten von Cliff fernhalten möchte.


Gar nicht so einfach und dank Ophelias Verwandlung kam es zu der einen Szene, in der ich heftig gelacht habe. Cliff und Amalia reden miteinander, während Ophelia daneben sitzt, und versucht zu retten, was sie kann, weil die beiden aneinander vorbei reden. Nur macht Ophelia alles schlimmer und wird immer verzweifelter. Es war so lustig, auch wenn sie mir leidgetan hat. Herzensangelegenheiten sind nicht einfach und Adrian gibt es auch noch.


Ophelia und Lora wollen nur die Highland Games gewinnen und sich nicht auch noch mit ihren Geier Großonkel herumschlagen müssen, doch der verfolgt seine eigenen Pläne. Die Highland Games fand ich interessant, von Baumstammstoßen bis Schafe scheren bieten sie Unterhaltung, aber auch Herausforderungen, denn die Zwillinge sind nicht die einzigen die gewinnen wollen.


Ophelia hat bereits im ersten Band ihren eigenen Kopf gehabt, Dinge nicht einfach hingenommen, sondern hinterfragt und die eine oder andere Entwicklung habe ich vorausgeahnt. Nur hat mich Autorin Sonja Kaiblinger in einer Richtung überrascht, mit dieser Wendung habe ich nicht gerechnet. Um so schöner, dass nicht alles so offensichtlich ist. Spannung bezogen auf die Verwandlungen ist vorhanden.



Fazit

„Auf den zweiten Kuss verwechselt“ beherbergt mit Ophelia, ihren Freunden und der Familie Figuren, die einem ein heimeliges Gefühl vermitteln. Der Schreibstil ist gewohnt locker, lustig, sodass man auf Anhieb in den zweiten Band findet. Ich liebe den Figurenaufbau der Autorin Sonja Kaiblinger, denn jeder Charakter hat seine Macken. Zusätzlich sorgt die Idee der plötzlichen oder beabsichtigten Verwandlung in Mensch und Tier für lustige Momente. Diese Fähigkeit birgt ein Geheimnis, dem Ophelia nur zu gern auf die Spur kommen möchte und die Wendungen in diesem Fall konnten mich gegen Ende überraschen. 5 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(66)

199 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

"zwangsstörung":w=5,"gedichte":w=4,"jugendbuch":w=3,"liebe":w=2,"freundschaft":w=2,"angst":w=1,"liebesgeschichte":w=1,"mut":w=1,"verliebt":w=1,"freundin":w=1,"schreiben":w=1,"therapie":w=1,"2017":w=1,"freude":w=1,"high school":w=1

Mit anderen Worten: ich

Tamara Ireland Stone , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.01.2016
ISBN 9783734850219
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

„Mit anderen Worten ich“ von Tamara Ireland Stone ist ein tiefergreifender Roman über die Macht der Worte, deren Poesie, der Kraft zu verunsichern aber auch zu stärken.

Samantha ist nach außen hin, superbeliebt und Teil einer angesagten Clique, die sich „Die verrückte Acht“ nennt. Doch was keiner ihrer Freundinnen ahnt, Sam leidet seit Jahren an einer Erkrankung.

Einfühlsam und treffend beschreibt die Autorin verschiedene Situationen, in denen das für Sam zur Belastung wird. Sie kann sich nicht vorstellen, dass ihre Freundinnen ihr Anderssein akzeptieren werden, da die Mädchen viel Wert auf Oberflächlichkeiten legen.

Doch im Inneren sehnt sich Sam danach, ihr eigenes Ich zu finden. Zufällig lernt sie Caroline kennen, die sie mit zu einem geheimen Dichterkreis nimmt. Dort ist Sam von der offenen und intimen Atmosphäre fasziniert, in der die Mitglieder ihre Gefühle in Worte ausdrücken.


Genau das was Sam braucht und sie sehnt sich ein Teil dieser geheimen Gruppe zu werden und versucht die Teilnehmer von ihrer Aufrichtigkeit zu überzeugen. Vor allem AJ Olsen einen Mitschüler, dem sie in der vierten Klasse mit den verrückten Acht übel mitgespielt hat, lässt sich schwer überzeugen.


Sam lernt, sich mit sich selbstauseinander zu setzen, entwickelt eigenen Mut und besitzt die Kraft ihre Meinung zu äußern und dazu zu stehen.

Mich hat das Buch von der ersten Seite an begeistert und ich habe Sam mit all ihren Macken und Unsicherheiten sehr gerne gehabt. Ab der Mitte der Geschichte habe ich auf den großen Knall gewartet, denn schließlich führt Sam zwei Freundeskreise. Die Entwicklung hat mich überzeugt, da sie reif wirkte und frei von Dramen blieb. Den Knall brachte eine andere Figur mit sich, den ich nicht erwartet habe.

Mich hat „Mit anderen Worten ich“ berauschst, ergriffen und am Ende mit einem guten Gefühl verabschiedet.

Fazit

Sam leidet seit Jahren an einer Krankheit, die sie immer verzweifelter vor ihrer Clique zu verbergen versucht. Erst als sie durch Caroline einen geheimen Dichtkreis kennenlernt, dessen Mitglieder mit Worten ihre eigenen Unsicherheiten oder Gefühle ausdrücken, fasst sie Mut, zu sich zu stehen. Das macht „Mit anderen Worten ich“ so ergreifend und mitreißend. Mich hat die Geschichte emotional sehr mitgenommen und doch am Ende mit einem guten Gefühl entlassen. Ein Herzensbuch. 5 Sterne.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

135 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

"fantasy":w=3,"bücher":w=2,"liebe":w=1,"familie":w=1,"magie":w=1,"reihe":w=1,"schicksal":w=1,"meer":w=1,"jugendroman":w=1,"schiff":w=1,"2018":w=1,"fantasy buch":w=1,"verlag carlsen":w=1,"bittersweet":w=1,"abenteuerliche geschichte":w=1

Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.04.2018
ISBN 9783551317285
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Die Welt und die Magie in „Ein Meer aus Tinte und Gold“ ist groß und sehr einnehmend, unvorstellbar das in dieser Welt Menschen nicht wissen, was Bücher oder Lesen ist. Zu den genauen Hintergründen erfährt man wenig. Die Menschen, Ereignisse, Abenteuer bleiben nur durch das mündliche Wort als Geschichten in der Erinnerung der Menschen bestehen. Diesen Zustand empfand ich gleichermaßen faszinierend und beängstigend.

„Ein Meer aus Tinte und Gold“ begleitet nicht nur Sefia auf der Suche nach ihrer Tante Nin, es gibt auch Einsichten auf die Verfolger, eine geheimnisvolle Organisation, welches sehr wohl weiß, was ein Buch ist und Sefias Buch selbst, dass sich zu nächst wie ein Piraten Abenteuer liest. Mir haben die auch optisch zu unterscheidenden Abenteuer des Käpt‘n Lees und der Crew der Strömung der Zuversicht am meisten gefallen.

Sefia und ihr stummer Begleiter, den sie Archer nennt, erleben einige Abenteuer auf der Suche nach Tante Nin. Dabei entwickeln sie oder können auf bereits vorhandenen Fähigkeiten zurückgreifen. Sefia wird immer besser im Umgang mit ihrem Buch, das Wissen daraus erweist sich als hilfreich, aber sie entdeckt auch eine andere Fähigkeit, die sie im weiteren Verlauf immer besser einzusetzen lernt. Was es mit dieser Fähigkeit auf sich hat, woher sie kommt, wird noch erklärt.

Anfänglich treibt Sofia der Gedanke nach Rache und Vergeltung für Eltern und Tante an, wie viel davon am Ende übrig bleibt, wird sich in der gesamten Trilogie zeigen. Sefia entwickelt sich und reift an den Herausforderungen, die die Reise mit sich bringt.

Archer war neben dem Kapitän aus den Geschichten meine Lieblingsfigur, die Narben und Wunden zeugen von einer gewaltsamen Vergangenheit, die immer wieder Thema ist. Doch Archer bleibt stumm an Worten nicht aber an Zeichen und Gesten, für mich ein wunderbarer, angenehmer toller Junge, der zeitweise nicht nur auf Sefia eine beruhigende Wirkung ausübte.

Sefia und Archer werden Freunde und Gefährten die Atmosphäre zwischen ihnen war großartig, all ihre Entwicklungen bleiben stimmig und passend zu dem Tempo. Richtig toll das sie beide in „Ein Meer aus Tinte und Gold“ nicht zu einem Liebespaar auf Überholspur gemacht wurden. Zarte, leise, sanfte Töne, die die eigentliche Handlung nicht in den Hintergrund drängt.

Zum Schluss bekommen die beiden erste Antworten, aber noch viel mehr Fragen, die alles was sie bislang kannten in Frage stellen. Spürbar beginnt das Abenteuer von Sefia und Archer jetzt erst richtig ...

Fazit

„Ein Meer Aus Tinte und Gold“ ist ein großartiges Fantasy Abenteuer in einer fiktiven Welt mit echten Menschen und solchen die sich in einem Buch befinden. Kaum ein Mensch dieser Welt kennt Bücher oder weiß was Lesen ist. Eines der Geheimnisse in dieser Trilogie, denen Sefia und Archer auf den Grund gehen werden. Die scheinbar breit gefächerte Erzählperspektive, welche sich nicht nur auf Sefia und Archer beschränkt, sorgt für Spannung, ist aber auch gut durchdacht. „Ein Meer aus Tinte und Gold“ ist erst der Beginn eines noch größeren Abenteuers. 5 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

"freundschaft":w=1,"kinderbuch":w=1,"abenteuer":w=1,"verschwörung":w=1,"forscher":w=1,"nicholas gannon":w=1,"buch zum träume":w=1

Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrow’s Bay

Nicholas Gannon , Harriet Fricke , Nicholas Gannon
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 13.10.2017
ISBN 9783649619437
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

„Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ fand ich großartig, sie steckte voller Fantasie und liebenswerten Charakteren. „Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrows Bay“ zeigt eine andere Seite, überragt den Vorgänger sogar in Spannung und Abenteuerlust.

Dass seine Großeltern wieder kommen, sorgt für reichlich Wirbel und nicht wenige sind davon nicht begeistert. Angestachelt durch reißerische Zeitungsartikel ist halb Rosewood der Meinung die Helmsleys seien ein Fluch.

Als sie dann wirklich vor Archer stehen kann, er sein Glück kaum fassen, viel Zeit bleibt ihm allerdings nicht mit seinen Großeltern, denn Gerüchte und Verleumdungen sorgen dafür, das Oma und Opa Helmsley sich vor der Gesellschaft auf der Entdeckerinsel in einem Untersuchungsausschuss verantworten müssen.

Nur gut dass Archer seine besten Freunde Adelaide und Oliver zur Seite stehen, die mit ihm gemeinsam eigene Nachforschungen anstellen. Im zweiten Band werden die Kinder selbst aktiv und „Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrows Bay“ liest sich wie eine spannende Detektiv Geschichte vor winterlicher Kulisse. Mir hat es gut gefallen, Nicholas Gannon hat mit seinen Figuren und seiner Fantasie eine atmosphärisch starke Welt kreiert. Neben den bereits bekannten, lieb gewonnenen Figuren treten andere stärker in den Fokus oder neue Charaktere bereichern die Geschichte.

Auch wenn man schnell einen gut begründeten Verdacht gegenüber einer Figur hat, die den Helmsleys schaden möchte, so bleibt es bis zur letzten Seite spannend. Denn vielleicht steckt eine logische Erklärung dahinter, da Archer sich, und hier wird es ernster, damit auseinandersetzen muss, wie viel eine Freundschaft aushalten kann.

Ich hoffe sehr, es gibt ein Wiedersehen mit allen Beteiligten, denn ich glaube, das letzte Abenteuer ist hier noch lange nicht erzählt.

Fazit

Normalerweise gehe ich selten auf die Gestaltung eines Buches ein, in „Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrows Bay“ ist diese allerdings eng mit dem Zauber der Geschichte verbunden. Das ganze Konzept ist ein Augenschmaus und bindet zusätzlich ans Buch. Im zweiten Band werden die Helden Archer, Oliver und Adelaide aktiver, es geht hier nicht mehr nur, um Pläne schmieden. Ihre Heimlichkeiten können die drei nun verstärkt umsetzen. Schließlich sind sie (eisberg)felsenfest von der Unschuld der Großeltern Helmsley überzeugt und machen sich auf die Suche nach Beweisen. Es gibt also eine Steigerung der Spannung, neue und bekannte Figuren sorgen zusätzlich für eine wohlfühlige, gemütliche, heimelige Lesefreude. 5 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(154)

575 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

"sturmtochter":w=9,"bianca iosivoni":w=8,"fantasy":w=6,"ravensburger":w=4,"liebe":w=3,"jugendbuch":w=3,"schottland":w=3,"wasser":w=3,"elemente":w=3,"für immer verboten":w=3,"freundschaft":w=2,"magie":w=2,"kampf":w=2,"jugendroman":w=2,"young adult":w=2

Sturmtochter - Für immer verboten

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 12.06.2018
ISBN 9783473585311
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Auf der ersten Seite liefert Autorin Bianca Iosivoni eine Playlist, die man sich, wenn man kann im Vorfeld zusammenstellen und während des Lesens hören sollte, denn die Lieder sind zum Teil episch, unberechenbar, kraftvoll und fangen Gefühl und Stimmung der Naturgewalten ein.

Seit dem frühen und tragischen Tod ihrer Mutter ist Ava trainiert gegen Elementare zu kämpfen, das sind Wesen, die aus reiner Magie bestehen, über unterschiedliche Fähigkeiten wie Feuer- oder Erdmagie verfügen und tödlich gefährlich sind.

Gemeinsam mit Lance, einem Mitschüler, macht sie Jagd auf diese Wesen und nach dem Prolog, startet „Sturmtochter“ mit einer solchen Szene. Ava ist eine toughe, mutige Protagonistin, die keinen heldenhaften Prinzen an ihrer Seite benötigt, um sich aus brenzligen Situationen rauszuhauen. Allerdings objektiv genug, um Hilfe anzunehmen. Dass Ava geradeheraus ist, aber auch zeigt das ihr Brianna, ihr ihre beste Freundin oder ihre Familie sehr am Herzen liegen, war super.

Mit dem Auftauchen von Reid, einen Jungen, der ihr das Leben gerettet hat, zeigen sich Avas Kräfte und werfen sie gehörig aus der Bahn, denn sie scheint nur wenig von dem entfernt zu sein, was sie hasst und der Grund für ihren Kampf ist. Ava ist verunsichert und ihre Emotionen wechseln sekündlich zwischen Stille und tosender See hin und her. Es kommt zu Komplikationen, die neuen Fähigkeiten in den Griff zu bekommen.

Und nicht nur das Ava steht auch vor Geheimnissen, die ihr Leben lang vorenthalten wurden. Es wird schon eine Herausforderung, da den Durchblick zu behalten, und nicht nur ein Mal muss Ava sich die Frage stellen, wem sie noch trauen kann.

Es gelingt Bianca Iosivoni mit ihren Worten eindrucksvolle, starke Bilder zu erzeugen, dass mir mit Gänsehaut Avas gewaltige Zerrissenheit verdeutlichen konnte und das vor einer naturverbundenen und nicht minder stark in Szene gebrachten schottischen, stürmischen Kulisse.

Fazit

Von der ersten bis zur letzten Seite bleibt "Sturmtochter Für immer verboten" von Bianca Iosivoni mitreißend, gewaltig und episch. Mit Ava hat sie eine starke, mutige Heldin erschaffen, die sich auch selbst retten kann und dafür keinen männlichen Part benötigt. Trotzdem ganz ohne Lance geht es auch nicht. Das Zusammenspiel ihrer Gefühle gleicht einem Meer im Sturm. Für mich überzeugend und eine tolle Kombination. Das ganze Konzept mit den Elementen, den Kräften und den verschiedenen Clans fand ich spannend. Hier zeigen sich starke, interessante Charaktere, auf die ich mich im zweiten Band freue. 5 Sterne.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

137 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

"liebe":w=2,"kanada":w=2,"abenteuer":w=1,"reise":w=1,"suche":w=1,"natur":w=1,"wildnis":w=1,"new-adult":w=1,"ravensburger buchverlag":w=1,"julie leuze":w=1,"das glück an meinen fingerspitzen":w=1

Das Glück an meinen Fingerspitzen

Julie Leuze
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 21.08.2018
ISBN 9783473401666
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Zunächst erfahren die Leser nichts über die genauen Umstände, die dazu führten, dass Jana große Angst vor Menschen hat und weshalb ihre Eltern sie nach Kanada schickten. Jana deutet vieles an, die Erklärung folgt allerdings viel später. Weil sie so verschlossen ist, immer wieder Andeutungen macht, kam ich anfangs nicht an sie heran.

Das fiel es mir bei Luke leichter. Auch er trägt eine Bürde mit sich rum, seine Bemerkungen sind da offensichtlicher. Luke ist ein Abenteurer und Youtuber, der viel in der Wildnis unterwegs ist, dadurch verfügt er über ein hilfreiches Survival Wissen.

Während des gemeinsamen Insel Trips lernen sich die beiden näher kennen, stellen zuweilen unangenehme Fragen, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen. Durch die wechselnden Luke und Jana Kapitel ist man als Leser nah an den Figuren. Darüber hinaus gibt es noch eine dritte Perspektive, die nur gelegentlich aufkommt und von dem nahen Zoom, dass Geschehen mit mehr Abstand betrachtet.

Anfänglich etwas verwirrend, da ich dachte, es gibt einen magischen/fantastischen Twist, als ich allerdings verstand, was hinter dieser Perspektive steckte, fand ich es spannend.

Jana wird als außergewöhnlich schön beschrieben und Luke kann kaum die Augen von ihr abwenden. Schon wieder ein Jugendbuch in denen die Protagonisten auffällig schön und anziehend sind? Ja ein wenig, nur gehört in „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ Janas Schönheit ganz bewusst dazu. Die Autorin Julie Leuze nutzt sie gezielt, um auch deren Schattenseiten zu zeigen, und das ist ihr gut gelungen.

Janas Geschichte fand ich krass und ich mochte mir nicht vorstellen, dass sich die Menschen so geändert haben könnten. Doch ist die Entwicklung, die hier gezeigt wird realistisch, leider muss ich sagen. Wir sollten nie vergessen, dass hinter jeder Geschichte, immer auch ein Mensch mit Gefühlen steckt.

Der Inseltrip liest sich flüssig, ich konnte „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ innerhalb weniger Tage fertig lesen. Gerade weil Jana und Luke nur sich haben und sonst von Pflanzen und Tieren umgeben sind, gibt es keine Ablenkung. Im Grunde fühlt sich ihre gemeinsame Zeit viel länger an, als sie ist. Die Entwicklung ist rasch und intensiv. Für mich war das in Ordnung, ich fand es glaubhaft und angenehm, dass es nicht zu dramatisch ausgereizt wurde. Auch der Schluss fühlte sich für mich rund und gut abgeschlossen an.


Fazit

„Das Glück an meinen Fingerspitzen“ ist ein sich schnell entwickelnder Insel „Road“ Trip. Trotz der kurzen Zeit, die dieser dauert, lernen sich Luke und Jana intensiv kennen. Bei all den Emotionen bleiben die Handlungen nachvollziehbar und gut durchdacht. Anfangs kann der Eindruck aufkommen, dass „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ sich ebenfalls einreiht zu den vielen Jugendbüchern, in denen die Protagonisten überdurchschnittlich schön und begehrenswert sind, doch mit dieser Äußerlichkeit wird hier bewusst umgegangen. Janas Geschichte ist extrem, doch ich glaube heutzutage realistisch, leider. Die Kernaussage von „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ sollte viel mehr Menschen erreichen und aufrütteln. 5 St~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.deerne.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(169)

378 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 135 Rezensionen

"märchen":w=15,"fantasy":w=8,"melissa albert":w=7,"hazel wood":w=7,"alice":w=6,"dressler verlag":w=5,"hinterland":w=5,"düster":w=3,"finch":w=3,"entführung":w=2,"wald":w=2,"verschwinden":w=2,"ella":w=2,"vanella":w=2,"wo alles beginnt":w=2

Hazel Wood

Melissa Albert , Fabienne Pfeiffer , Frauke Schneider
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Alice ist mit ihrer Mutter Ella schon ihr ganzes Leben unterwegs, nie sind die beiden lange an einem Ort. Das sollte sich in New York ändern, in dieser Stadt waren sie bislang am längsten. Ella hat  geheiratet, auch wenn ihr Mann nicht die Zustimmung von Tochter Alice fand.

Nur langsam kann sie sich an ein sesshaftes Leben gewöhnen und schon bald wird dieses wieder auf den Kopf gestellt, als Ella spurlos verschwindet und die Vergangenheit Alice einholt.

Ein altes Märchenbuch, welches ihre Großmutter Althea Prosperine geschrieben hat, spielt dabei eine wichtige Rolle. Nur hat Alice bislang keine Möglichkeit gehabt, dieses Buch zu lesen, es gibt nur noch wenige Ausgaben. Hilfe erhofft sie sich von ihrem Klassenkameraden Finch, der ein Fan von „Märchen aus dem Hinterland“ ist und der sie auf der Suche nach ihrer Mutter begleitet.

Die Märchen aus diesem Buch sind nicht mit denen der Gebrüder Grimm zu vergleichen, sie sind gefährlich, düster und tödlich. Genau diese Mischung fand ich spannend. Klar, mag ich Märchen wie Schneewittchen oder Aschenputtel, doch haben es mir in der Kindheit vor allem die Märchen angetan, in denen die Figuren eine sichtbare Entwicklung durchlaufen müssen. Die Märchen, die ich aus dem Hinterland kennenlernen durfte, trafen meinen Geschmack.

Im Laufe der Handlung wird diese immer verschlungener, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Die Geschichte wird zu einem Kaleidoskop, das die einzelnen Teilchen immer wieder neu zusammensetzt, da den Überblick zu behalten kann schwer werden.

Meinen Nerv hat „Hazel Wood“ getroffen und ich habe mich in diesem dichten Märchen Wald, den vielen Szenen und Figuren nicht aus der Ruhe bringen lassen und bin nicht vom rechten Weg abgekommen.

Alice ist ein verschlossenes, aber starkes Mädchen, dass jahrelange Herumreisen und die ständigen Ortswechsel haben sie vorsichtig werden lassen. In ihrem Leben gab es bisher ihre Mutter und sie. Selbst von ihrer berühmten Großmutter weiß sie nur wenig. Erst mit Finch an ihrer Seite lernt sie, sich auch auf andere einzulassen.

Finch ist ein großer wissbegieriger Fan der „Märchen aus dem Hinterland“ und nicht nur mit diesem Wissen eine Unterstützung für Alice. Die beiden ergänzen sich und dabei hatte ich nicht den Eindruck, dass leidenschaftliche Gefühle eine große Rolle spielen, das war erfrischend angenehm.

Für mich eine rundum gelungene Geschichte.

Fazit

„Hazel Wood Wo alles begann“ verströmt eine dunkle, mystische Atmosphäre vor allem weil die Märchen, welche eine zentrale Rolle spielen, alles andere als ein glückliches Ende und Leben bereithalten. Genau die Mischung, die ich an Märchen reizvoll finde. Die Umstände zwingen Alice dazu sich mit diesem Thema und mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Im weiteren Verlauf explodiert die Handlung förmlich und setzt sich aus vielen einzelnen Stücken immer wieder neu zusammen. Nicht immer leicht da den Überblick zu behalten. Bei mir jedenfalls hat „Hazel Wood Wo alles begann“ damit einen Nerv getroffen. 5 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

101 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

"fantasy":w=2,"abenteuer":w=2,"liebe":w=1,"jugendbuch":w=1,"magie":w=1,"spannend":w=1,"reihe":w=1,"gewalt":w=1,"kampf":w=1,"jugendroman":w=1,"traum":w=1,"märchenhaft":w=1,"neue welt":w=1,"episch":w=1,"verlag carlsen":w=1

Ein Schatz aus Papier und Magie

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.06.2018
ISBN 9783551583550
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Zwischen den Seiten

Archer hat seine Stimme wieder gefunden und entdeckt seine eigene Geschichte. In „Ein Schatz aus Papier und Magie“ ist er nicht mehr nur der Junge an Sefias Seite, er wird selbst Teil der Geschichte. Und diese Geschichte steckt voller Kampflust, Blutdurst und Selbstzweifel. Dieses Mal hat Archer mich auf andere Art und Weise beeindruckt und manchmal hatte ich Angst vor ihm. Sefia baut ihre magischen Buchfähigkeiten weiter aus und das Rad der Zeit lehrt sie, kritisch gegenüber dem Buch zu werden.

Die Beziehung zwischen Sefia und Archer ist nicht mehr leicht zu beschreiben, sie wird ernster, reifer und ist abhängig von den jeweiligen Taten der Beiden. Denn nicht alles was Archer macht, gefällt Sefia.

Auch Kapitän Lees und seine Gesetzlosen der Strömung der Zuversicht sind erneut Teil der Geschichte, verfolgen ihren eigenen Weg. Im Mittelpunkt von allem steht die Entwicklung von Archer sein Wunsch sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen dominiert. Darüber hinaus legt Autorin Traci Chee den Fokus stärker auf die Politik Kelanna.

Sefias und Archers Reise führt sie an viele Orte. Es gibt viele neue Charaktere, zwei von ihnen bekommen eigene Kapitel und laufen neben der Haupthandlung. Überraschend, spannend sind dabei die Verwirklichungen einiger Figuren, die ich so nicht erwartet hätte, die für das Finale der Trilogie sicherlich noch wichtig werden.

Fazit

Insgesamt wirkt die Geschichte in „Ein Schatz aus Papier und Magie“ schwerer, es wird ernst, brutal und gewaltig und Sefia und Archer müssen mehrmals ihre Absichten reflektieren. Zwischen drin brauchte ich Pausen, um das Geschehen zu verarbeiten, denn die Handlung schreitet ebenso so schnell voran, wie sie Wendungen parat hat, welche einiges in Frage stellen und die Spannung weiter anheizen. 5 Sterne. Der Mittelband macht große Lust auf das  Finale der Trilogie.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

"al kahnau":w=1,"wenn ich nicht genug bin":w=1

Wenn ich nicht genug bin

A.L. Kahnau
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 10.10.2018
ISBN 9783748130659
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Johanna wohnt mit ihrer Familie in einer kleinen Wohnung, sie hat einen älteren Bruder, Tommo, eine jüngere Schwester, Emily und das dritte Geschwisterchen ist unterwegs. Geld ist in der Familie Ludwig knapp, für die 15-jährige Johanna ist es nicht leicht, mit ihrer besten Freundin Nina mit zu halten, wenn diese wieder Shoppen gehen möchte. Denn Johanna hat ein großes Problem, sie schämt sich für die Armut ihrer Familie und verheimlicht es vor ihren Freunden.

Johanna zweifelt an sich, fühlt sich nicht gut genug und vergleicht sich mit anderen. Das tat mir im Herzen weh, denn ich kann nachvollziehen, wie unsicher sie sich fühlt und leider scheint ihre beste Freundin nicht hinter dieser Maske blicken zu können. Nur der beste Freund des großen Bruders weiß um die finanzielle Situation der Familie. Für Nick stellt das kein Problem da, ihm kommt es auf andere Dinge an und er ist es der oft versucht Johanna Selbstwertgefühl zu vermitteln.

Johanna ist jung, in der Pubertät, ihre eigenen Ansichten kollidieren da schnell mit der Wirklichkeit und ich verstehe, dass sie neue Klamotten kaufen möchte, ohne über Geld nachzudenken oder mit den Freunden ins Kino gehen. Welchen Teenager ging es nicht so?

Wenn Johanna von Anfang an, ehrlich gewesen wäre, dann hätte es kein Konflikt und keine Spannung gegeben. Dass sie der eigene Wunsch nach Anerkennung so sehr unter Druck setzt, und sie zum Diebstahl innerhalb der Familie verleitet, kann ich noch nachvollziehen. Toll ist es nicht, es widerspricht auch meinen eigenen Prinzipien, aber ich konnte es verstehen.

Nur leider reitet sich Johanna immer mehr rein, doofe Situationen, wie ein eingelaufenes Seiden Top lassen sich schlecht wieder umtauschen und sie wenigstens aus dieser verfahrenen Situation, einigermaßen glimpflich heraus kommen.

Doch einer Situation folgt der nächsten und schon bald, habe ich mich mit ihr schwergetan. Johanna tut viele falsche Dinge aus den richtigen Gründen. Und bei mir hört das Verständnis an der Stelle auf, an der Diebstahl zu einem Robin Hood Grund wird. Nein, da bleibe ich hart, ihre Situation war nicht ausweglos genug dafür und deshalb hatte ich meine Schwierigkeiten mit Johanna bekommen.

Bis es zu der Entwicklung kommt, die ich mir gewünscht habe, vergeht viel Zeit.

Das Buch zu lesen war ein auf und hab der Emotionen. So habe ich mit Johanna mitgefiebert, habe ihre Tränen verstanden, wenn sie sich unverstanden gefühlt hat, oder hatte Angst um ihren Bruder Tommo, der auch nicht gerade eine Meisterleistung vollbringt, sich von unklugen Entscheidungen fernzuhalten. Ich habe mich gefürchtet und hatte Angst, dass die Gewalt eskaliert.

Nicht selten hätte ich Johanna am liebsten Schütteln wollen und an ihrer Stelle sofort alles gestanden. Was mir aber gut gefallen hat und was ich sehr wichtig in diesem Buch empfand, war die Liebe und der Zusammenhalt der Familie.

Fazit

„Wenn ich nicht genug bin“ ich glaube diese Frage stellt sich jeder ein oder mehrmals in sein seinem Leben. Vor allem in der Pubertät. Wenn die Freunde sorglos sein können, nach Herzenslust shoppen oder ins Kino gehen können, weil sie sich keine Gedanken um Geld machen müssen. Was ist aber, wenn es anders ist? Wenn das Geld knapp ist und man sich schämt vor seinen Freunden. Vielleicht würden diese einen weniger mögen? So geht es Johanna und was anfangs noch relativ harmlos beginnt, entpuppt sich nach und nach als Spirale, die sich verselbstständigt.

Nicht mit jeder Entscheidung, die Johanna trifft, war ich einverstanden. Manche konnte ich noch tolerieren, andere gingen mir dagegen zu weit. Ich kann mir vorstellen, dass es auch anderen Lesern so gehen könnte. Ihre Entwicklung dahingehend, dass ich damit fein war, lässt lange auf sich warten, hätte vielleicht auch schon früher einsetzen können. Trotzdem hat mich „Wenn ich nicht genug bin“ emotional ergriffen vielleicht, gerade weil Johanna so anders gehandelt hat, als ich es getan hätte. 4 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

"unlogische zusammenhänge":w=1,"jugendbuch":w=1,"abenteuer":w=1,"carlsen verlag":w=1,"großeltern":w=1,"eisbär":w=1,"eisberg":w=1,"irreführend":w=1,"nicholas gannon":w=1,"archer helmsley":w=1,"langweilig geschrieben":w=1,"die höchst wundersame reise zum ende der welt":w=1

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt

Nicholas Gannon , Harriet Fricke , Nicholas Gannon
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.11.2018
ISBN 9783551316950
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten


Bereits nach dem Klappentext kann einen Archer nur leidtun, denn seine Mutter verfolgt ihre Sicht den Jungen nicht heraus zu lassen konsequent und auch sein Vater ist keine große Hilfe. Zunächst sind die einzigen Freunde, die Archer hat, die ausgestopften Tiere, mit denen er spricht, sehr zum Missfallen seiner Mutter, aber kann man es Archer verdenken?

In seiner Einsamkeit sind die abenteuerlichen, doch leider unbekannten Großeltern Helmsley für Archer strahlende Helden, von denen er heimlich Post erhält, bis sie auf einer Expedition vor zwei Jahren verschwanden und sich die Sicherheitsvorschriften seiner Mutter verschärften.

Einen Freund findet Archer schließlich in dem gleichaltrigen Nachbarsjungen Oliver, dessen Familie auch ganz sympathisch ist. Mit der Zeit entwickelt, Archer mehr und mehr den Wunsch sich auf die Suche nach seinen Großeltern zu begeben. Ein richtiges Abenteuer bahnt sich an, als die Jungen das neue Nachbarsmädchen Adelaide kennenlernen, alles ganz heimlich versteht sich.

Die ungewöhnliche Geschichte von Archer und seinen Freunden hat mich schnell verzaubert. Die Sprache, der sich der Autor Nicholas Gannon hier bedient ist voller kindlicher, märchenhafter Wärme und Magie. Was genau es ist, lässt sich schwer in Worte fassen. Aber es gelingt ihn in der scheinbar tristen Welt so viele kleine, wunderbare Feinheiten einzubinden, dass ich oft an „Die zauberhafte Welt der Amelie die Geschichte von „Matilda denken musste.

Vor allem die neue Lehrerin Ms Murkley erinnert mich stark an Fräulein Knüppelkuh aus "Matilda". Mir hat „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ sehr gefallen, hat es das Buch geschafft, mich in die eigene Kindheit zurückzubringen.

Die Figurengestaltung fand ich großartig. Archer sehnt sich so sehr nach Freiheit und Abenteuer, dass er manchmal von seinem Freund Oliver gebremst werden muss. Dieser liebt es gemütlich und lieber unaufgeregt. Oliver bringt viele Argumente die Archer zum Nachdenken anregen.

Adelaide ist erst seit Kurzem in der Weidengasse wohnhaft und hat eine ähnlich bewegende Lebensgeschichte hinter sich, die sie meiner Meinung nach mutig meistert. Adelaide lässt sich ihren eigen Kopf nicht verbieten und das imponiert nicht nur den beiden Jungs.

Archers Wunsch seine Großeltern zu finden bereitet er akribisch vor und als Leser ist es spannend ihn dabei zu begleiten. Zeitgleich stellt sich aber auch die Frage, gelingt es den Kindern? Welche Hindernisse kommen noch auf die 11-jährigen zu?

„Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ endet ganz anders, als ich erwartet habe und doch bleibt dieses Ende glaubhaft und passt im Grunde gut zu dieser Geschichte.

Fazit

„Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ ist ein bezauberndes Abenteuer für kleine Helden und große Entdecker. Es besticht durch eine besondere Sprache eine wundervolle künstlerischen Aufmachung. Bereits nach wenigen Seiten wird Archer einem so sympathisch, dass man sich ihm sofort auf der Suche nach seinen Großeltern anschließen möchte oder ihn einfach aus dem Haus holen möchte. Doch die Aufgabe sich auf die Reise zu begeben, gestaltet sich zur Herausforderung, die mit einem überraschenden, doch nachvollziehbaren Ende daher kommt. Ein richtiger Buchschatz. 5 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(144)

379 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

"fantasy":w=6,"soul mates":w=6,"bianca iosivoni":w=5,"liebe":w=3,"ruf der dunkelheit":w=3,"tod":w=2,"kampf":w=2,"verrat":w=2,"seele":w=2,"romantasy":w=2,"licht":w=2,"ravensburger":w=2,"seelenpartner":w=2,"rayne":w=2,"colt":w=2

Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.04.2018
ISBN 9783473585205
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Zum einen lag es am Wetter zum anderen an meiner aktuellen körperlichen Verfassung, dass ich für "Soul Mates Ruf der Dunkelheit“ Wochen zum Lesen gebraucht habe, allerdings war das in Ordnung.

Nach dem dramatischen Ausgang von "Soul Mates Flüstern des Lichts" setzt der zweite Teil nur wenige Tage später ein. Konnten wir im ersten Band die Lichtseelen besser kennenlernen, sind es nun die Dunkelseelen und Lauren, deren Anführerin scheint die dunkelste von allen zu sein. Jedoch muss das nicht für alle gelten und das ist gut so. Das es zwischen Licht und Schatten, Schattierungen und Grautöne gibt, zieht sich wie ein Faden durch die Handlung und hat mich nicht nur einmal überrascht.

Der Kampf zwischen Licht- und Dunkelseelen und die Erfüllung der Prophezeiung nimmt rasant zu und jedes Mal, wenn ich dachte nun kehrt eine kleine Verschnaufpause ein, nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung.

Die Autorin Bianca Iosivoni verlangt einiges von ihren Protagonisten und von mir, dass ich „Soul Mates Ruf der Dunkelheit“ überwiegend in Etappen gelesen habe, war also gut für mich, denn so konsequent wie mit einigen Figuren umgegangen wurde, waren diese Pausen notwendig.

Auch die Gefühle von Colt und Rayne kamen trotz der vielen Action nicht zu kurz, werden gegen Ende vielleicht eine Spur zu melodramatisch, obwohl es den beiden bisher immer gelang eine tolle Balance zwischen Liebe und Pflicht zu finden.

Zum finalen Abschluss handeln einige der lieb gewonnen Figuren konsequent, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Ein Abschied für immer, der aber auch ein Neubeginn ist und ein Ende, das gut zu dieser Dilogie und ihren Helden passt.

Fazit

„Soul Mates Ruf Der Dunkelheit“ ist kampflastig. Der Konflikt zwischen den Licht- und Dunkelseelen spitzt sich zu und lässt nur wenig Zeit für eine Verschnaufpause. Jedes Mal, wenn ich dachte jetzt können Rayne und Co. zu Ruhe kommen, kamen Wendungen ins Spiel, die diese wieder störten. Ob eine Lichtseele nun zu den Guten und die Dunkelseelen automatisch zu den Bösen gehören, lässt sich nicht immer eindeutig sagen und das fand ich spannend.

Vielleicht sind die Momente in denen Rayne und Colt aufeinandertreffen in diesem Buch weniger, als noch im ersten, definitiv aber intensiv und anziehend. Und wenn bis auf den kleinen etwas dramatischen Ausrutscher gegen Ende, stets mit einer guten Mischung aus Gefühl und ihrem Ziel. „Soul Mates Ruf der Dunkelheit“ war für mich ein spannender und gelungener Abschluss. 4 Sterne
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

"unsichtbar":w=2,"freundschaft":w=1,"jugendbuch":w=1,"schule":w=1,"gedichte":w=1,"jugendliche":w=1,"zusammenhalt":w=1

Mein Weg aus unsichtbarer Tinte

Kat Yeh , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734847172
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Vor den Sommerferien war Beas Welt noch in Ordnung, sie hatte in S. ihre allerbeste Freundin gefunden, doch vielleicht lag es an der langen räumlichen Veränderung (Bea verbrachte die Ferien mit der Familie in Taiwan) oder an der familiären Veränderung bei S., dass sie nicht mehr miteinander reden.

Bea weiß nicht was geschehen ist, fühlt sich von S. stark ausgeschlossen, so dass sie anfängt sich seit Schulbeginn zusätzlich zu isolieren. Sie schweigt während der Unterrichtsstunden und während der Pausen, den Mitschülern gegenüber. Nur der Bibliothekarin Mrs Rod gelingt es, eine Verbindung zu ihr über die gemeinsame Liebe zur Literatur und Poesie zu schaffen.

Bea brennt für die japanische Versform der Haikus. Die ich bis zu „Mein Weg aus unsichtbarer Tinte", nie verstanden habe. Aber dank Bea habe ich das Prinzip verstanden. Die erste Zeile besteht aus Worten, die zusammen 5 Silben haben. In der zweiten Zeile sind es 7 und in der dritten Zeile sind es wieder 5 Silben. Bea liebt es ihre Gefühle und Gedanken auf dieser Weise auszudrücken. Und bei all den ungesagten, nur gedachten Gefühle und Worte sammelt sich einiges an.

Am Anfang war es schwer, nachzuvollziehen, weshalb Bea nun allein ist, denn der Grund weshalb ihre beste Freundin nicht mehr mit ihr spricht, verrät sie erst später. Die Figuren der ehemaligen Freundinnen S, L und und der neu dazugekommenen A werden von Bea die gesamte Zeit über beim ersten Buchstaben genannt. Das hat mich lange verwirrt, lässt auch keine Verbindung und Nähe zu.

Ich schätze Bea zwischen 12 und 13 Jahre alt ein, da sie dem Leser viel von der Zeit mit ihrer besten Freundin aus der Grundschule erzählt und berichtet, wie sehr sie sich beide auf die 7. Klasse gefreut hatten. Ihr Erzählstil wirkt ebenfalls kindlich. Ich konnte mich mit ihr identifizieren, was den innigen Bezug zu ihrer besten Freundin anging, da ich ähnliches erlebt hat. Mit meiner damaligen besten Freundin war ich während der Grundschule eng zusammen und ich hatte Schwierigkeiten beim gemeinsamen Wechsel in die 7. Klasse Anschluss zu den neuen Mitschülern zu finden.


Bea wird aufgrund ihrer kreativen Ader Teil der Beaside Schülerzeitung und in der Redaktion lernt sie mit Will, Jamie und Briggs neue Leute kennen. Zu Will, der eine besonders eigenwillige und recht schweigsame Art hat, baut sie eine Bindung auf. Mit Briggs und Jamies offene, freundliche, interessierte Art hat sie Schwierigkeiten. So weit fand ich das okay. Bea ist ein gefühlsbetontes Mädchen, das sich nicht gleich öffnen kann und ihre Zeit braucht. Nur gab es da einen Moment, in den ich ihr Handeln unmöglich fand.

Briggs und Jamie fragen sie, ob Bea mit ihnen gemeinsam zu Mittag isst, Bea vermutlich überrumpelt, sucht das Weite, nur um Zeilen später zu sagen, dass sie alleine wäre? Bea neigt dazu, eine Blase, um sich herum zu errichten, in der sie nur sich wahrnimmt ich und das hat mich zwischenzeitlich gestört.

Zum Glück für Bea und für mich, entwickelt sie sich ab der Hälfte der Handlung weiter und ich hatte wieder Spaß, daran sie und die anderen zu begleiten.

Zum Schluss findet sie ihren Weg aus unsichtbarer Tinte.

Fazit

Beas Geschichte in „Mein Weg aus unsichtbarer Tinte“ ist anfänglich verwirrend, denn genau wie die Protagonistin steht man als Leser vor vollendeten Tatsachen und weiß nicht so recht, wie es dazu kam, dass sie sich von der besten Freundin ausgegrenzt fühlt. Auch ihre Angewohnheit Beas, die beste Freundin und weitere Mädchen nur mit dem Anfangsbuchstaben zu benennen, grenzte aus und verwirrte mich. Die Gefühle von Einsamkeit und Verunsicherung konnte ich bis zu einem bestimmten Punkt nachempfinden. Etwa bis zur Hälfte kam es mir vor, dass sich Bea selbstbemitleidet und kaum die Menschen wahrnimmt, die aufrichtig an ihr Interesse zeigten, das hat mich gestört. Doch zum Glück durchläuft sie von da an eine gute Entwicklung und zeigt gerade jüngeren Lesern mit ähnlichen Ängsten, dass es lohnt seinen eigenen Weg zu gehen. 4 Sterne
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

"jugendroman":w=1,"ravensburger":w=1,"ravensburger verlag":w=1,"januar 2018":w=1,"heidi r. kling":w=1

Mit dir unter dem weiten Himmel

Heidi R. Kling , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2018
ISBN 9783473585212
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Das Cover mit dem Cowgirl und Cowboy Pärchen im Vordergrund der Kulisse und in Kombination mit dem Titel, kann einen falschen Eindruck über den Inhalt vermitteln. Ich habe eine leichte sommerlich angehauchte Liebesgeschichte mit charmanten Cowboys und frechen Cowgirls, Pferde, Rinder, Prärie und lauen Sommernächten erwartet, und nicht das mich Paige zwischen 480 Seiten mit ihren ergreifenden facettenreichen Leben in ihrem Bann zieht.

Um hier die Anmerkung der Autorin Heidi R. Kling vorwegzunehmen, es ist ihr gelungen aus drei Themen, die mindestens für zwei Bücher, wenn nicht sogar für drei Bücher gepasst hätten, einen einzigen Roman zu machen.

Worum geht es also in „Mit dir unter dem weiten Himmel“? Um die Folgen einer Jugend für die nur der Erwartungs- und Leistungsdruck der Eltern wichtig ist, von Paige, die dadurch erste Risse bekommt, sich in eine ungesunde vergiftende Beziehung begibt, die weitere tiefe Narben hinterlässt und hilflos dem Schicksal eines geliebten Menschen gegenüber zu stehen, an dem Paige endgültig zu zerbrechen droht.

Paige soll die Ferien, bevor ihr College beginnt, in Wyoming auf der Ranch ihres Vaters verbringen. Bei ihrer Ankunft ist Paige nur noch Haut und Knochen, ein Schatten ihrer selbst. Ihren Vater hat sie seit Jahren nicht mehr gesehen, da sich ihre Eltern trennten und ihre Mutter sie nach Kalifornien mitnahm.

Paige lernt Jake kennen, der junge Cowboy, lebt und arbeitet auf der Ranch ihres Vaters Gus und beide verstehen sich auf Anhieb. Kein Wunder, denn Jake ist großartig, ich habe mich in seine offene, ehrliche freundliche Art auch verguckt. Jake hat etwas Beruhigendes an sich und wirkt wie Balsam für Paiges verletzte Seele. Die Anziehungskraft der beiden ist spürbar. Die Entwicklung dieser Linie hat mir gefallen und besteht aus dem richtigen Tempo und die Zweifel bezüglich der Vergangenheit, welche Paige zu bewältigen hat, verständlich. Gegen Ende ab 90 % bin ich hibbelig und unruhig geworden, weil sich mein Wunsch für einen gelungenen Abschluss schwergetan hat. Ich hatte Sorge, dass ich aus „Mit dir unter dem weiten Himmel“ nicht mehr mit einem guten Gefühl rauskomme, sondern nur noch mit traurigen Herzen. Traurig wird es definitiv, mir sind Tränen gekommen, ein Zeichen wie nah mir Paige, Gus, Anna und Jake gegangen sind.

Paige ist die Ich-Erzählerin des Romans und sie erzählt einmal von ihrer Gegenwart und einmal von der Vergangenheit, dabei enden gerade die Kapitel der Vergangenheit oft plötzlich an spannenden Stellen, einiges lässt sich erahnen, wirklich wissen, aber erst, wenn man weiterliest.

Paige Vergangenheit ist dramatisch und bleibt realistisch. Es hat mich traurig gemacht, dass sich junge Menschen so einfach das Leben nehmen können, ihre Gründe mag für den einen oder anderen, nicht überzeugend sein. Natürlich warum auch, diesen einen Schritt zu weit gehen, nur wegen einer College Absage? Aber es gibt diesen Leistungsdruck und die Versagungsängste wirklich und wenn man da nicht entsprechend gegen wirkt, keinen anderen Ausweg sieht, dann kann dieser Schritt für die Betroffenen richtig sein. Bei so was leide ich mit, bekomme Gänsehaut. So weit sollte niemand gehen. Dann ist da noch die Beziehung die Paige führt, was mit einem Nervenkitzel beginnt, endet in einem Albtraum.

Dagegen wirkten die Szenen in der Gegenwart mit Jake wie Balsam, auch wenn Paige es ihm nicht leicht macht, spürte ich hier Wärme und Geborgenheit. Als sich ein weiteres Schicksal offenbart und mit Wucht zuschlägt, bekam auch diese geborgene Gegenwart eine unangenehme Realität. Das Leben bietet einen nicht immer Limonade, manchmal ist es voll bitter-sauren Zitronen.

Mich hat der Schreibstil der Autorin Heidi R. Kling abgeholt, berührt und trotz der Frühlingstemperaturen frösteln lassen und am Ende hat sich "Mit dir unter dem weiten Himmel" mit einem hoffnungsvollen Gefühl von mir verabschiedet.

Fazit

Auf den ersten Blick scheint "Mit dir unter dem weiten Himmel" eine sommerliche Liebesgeschichte zu sein, ein Roman zum Schwärmen, Träumen, Urlaub machen, allerdings täuscht dieser erste Eindruck, denn zwischen den Seiten geht es um eine ungesunde, vergangene Beziehung, Leistungsdruck und die Angst einen geliebten Menschen zu verlieren. Gerade Cowboy Jake sorgt für Leichtigkeit und hebt die Stimmung, trotzdem fühlte sich diese Geschichte eindringlich, realistisch an. Ich musste oft Schlucken, da meine Emotionen mit mir durchgingen. Das Leben schenkt einem nicht immer Limonade, lässt einen aber selten alleine stehen und am Ende sind es gerade die Menschen, die einem zur Seite stehen, die einen ein gutes, hoffnungsvolles Gefühl vermitteln. 5 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(88)

160 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

"liebe":w=3,"briefe":w=3,"freundschaft":w=2,"tod":w=2,"meer":w=2,"cath crowley":w=2,"das tiefe blau der worte":w=2,"roman":w=1,"familie":w=1,"jugendbuch":w=1,"leben":w=1,"liebesroman":w=1,"trauer":w=1,"verlust":w=1,"mutter":w=1

Das tiefe Blau der Worte

Cath Crowley , Claudia Feldmann
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551583727
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

„Das tiefe Blau der Worte“ hat mich mit sich gerissen. Rachel hat etwas, dass ihr wichtig gewesen, ist verloren und kehrt darum zurück in die Stadt um bei ihrer Tante Rose zu wohnen. Dieser Umzug ist gleichermaßen eine Flucht und ein Versuch nach vorne zu schauen. Auch Henry hat etwas für ihn Wichtiges verloren, als er hört, das seine beste Freundin Rachel zurück ist, freut er sich, auch wenn beide während der letzten drei Jahren keinen Kontakt hatten. Nur ist die neue Rachel ganz anders, als die, die gegangen ist, Henry hat Schwierigkeiten ihren Panzer zu knacken, sie ist ihm gegenüber äußerst abweisend. Rachels Verlust lastet schwer auf ihr und bedrückte während des Lesens allmählich auch mich. Henry gibt sich viel Mühe, zu ihr durchzudringen, denn er braucht seine beste Freundin, weil er Probleme hat, über die er mit ihr sprechen möchte.

Zum Glück merkt Rachel selbst, dass es so nicht lange weiter gehen kann und das sie den Menschen mit ihrer kratzigen Art unrecht tut und vertraut sich Henry an. Diese drückende Traurigkeit wird zu einer sanften Melancholie und schafft Platz für die Bücher, das Leben und die Liebe.

Mittelpunkt von „Das tiefe Blau der Worte“ ist die Buchhandlung von Henrys Familie und dieser Ort ist magisch. Dieses Buchparadies für gebrauchte Bücher ist ein Zaubergarten. Ich habe mich in die Briefbibliothek verliebt. Die Bücher dieser besonderen Abteilung dürfen nur vor Ort gelesen werden, sie werden von den Lesern ebenfalls mit Leben gefüllt und dienen als Social Media Channel, da sich zum Teil fremde Menschen durch Briefe zwischen den Seiten miteinander austauschen können. Von den Figuren ein gern genutzter Kommunikationsweg, der nebenbei eine eigene Geschichte erzählt.

Henry und Rachel kennen sich so gut, dass es egal zu sein scheint, was sie trennt, sie sind immer auf einander eingespielt und für einander da, ich mochte sie sehr gerne. Auch Henrys Familie hat es mir angetan, ich hätte gerne noch mehr Zeit in dieser tröstlichen Buchhandlung verbracht.

Die Autorin Cath Crowley zaubert, webt und haut einen mit ihrem sanften, berührenden und treffsicheren Schreibstil um. Es sind nicht nur Rachel und Henry mit denen sie mich gefesselt hat, sondern mit dieser einzigartigen und ganz besonderen Briefbibliothek, die ihre eigenen Geschichten erzählt. Dieses Buch gehört in jedes Regal und in jedes Herz.

Fazit

Wenn Leben in einem heranwächst, wird einem bewusst wie wundervoll und schmerzlich „Das Tiefe Blau der Worte“ ist, zwischen diesen Seiten steckt so viel Verlust und Leben, Trauer und Hoffnung, Bücher und Liebe. Immer wieder hatte ich einen Kloß im Hals und immer wieder gelang es dem Buch meine eigene Traurigkeit in eine sanfte, hoffnungsvolle Melancholie zu wandeln. 5 Sterne für dieses schöne Buch.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

"astronomie":w=2,"oetinger verlag":w=2,"michael templar":w=2,"jugendbuch":w=1,"oetinger":w=1,"kinderbuch-reihe":w=1,"sternbilder":w=1,"10-14 jahre":w=1,"taurus":w=1,"sternensaga":w=1,"taurus: die erben der macht":w=1,"10-14jahre":w=1,"10-14":w=1,"sternen-saga":w=1,"sie sternen-saga":w=1

Taurus - Die Erben der Macht

Michael Templar , Nadine Mannchen , Alexander Kopainski
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 24.09.2018
ISBN 9783789109492
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Astronomie, mächtige Sternenbilder, die scheinbar Wissen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbergen, das fand ich während der Verlagsvorstellung für „Taurus Erben der Macht“ reizvoll und an Wissenschaft, Vergangenheit und einer Jagd quer über den Globus mangelt es der Geschichte nicht.

Natalie ist dreizehn Jahre alt und lebt mit ihrem Großvater Professor Avery Hardaker zusammen. Der Professor ist breit aufgestellt als Physiker, Soziologe, Historiker, Archäologe und bekannter Fernsehstar. Nach dem er entführt wird, macht sich Natalie gemeinsam mit dem gleichaltrigen Giles und dessen Bodyguard auf, um die Welt um seine sein letztes Forschungsprojekt zu rekonstruieren.

Dabei kommt Natalie die besondere Erziehung ihres Großvaters mehr als einmal zur Hilfe oder dass sie in jedem Land einen bereitwilligen Helfer findet. Das erinnert mich an die Abenteuer von Indiana Jones, nur dass der gute Indy auch auf ausreichend Lebenserfahrung und Wissen zurückgreifen kann, bei Natalie wirkt dieser Punkt konstruiert.

Es ist wirklich eine Fülle an Wissen, auf das sie scheinbar mühelos zurückgreifen kann. Ich habe das mit einem Schmunzeln akzeptiert, denn „Taurus Die Erben der Macht“ ließ sich schnell und flüssig lesen und hin und wieder bekamen auch die Verfolger kurze Kapitel, als sie den Kindern immer näher kommen, nimmt die Spannung zu und ich wollte wissen, was hinter dem Geheimbund steckt. Was es mit der Maschine „Orakulum“ auf sich hat und ob auch Natalie ein Teil in diesem Puzzle ist.

Für mich hat sich der erste Band wie erwartet aufgelöst, bin allerdings trotzdem gespannt, was im zweiten Band geschehen wird.

Fazit

„Taurus Erben der Macht“, Geheimbünde, die den Lauf der Geschichte beeinflussen wollen und Sternenbilder die scheinbar machtvoll sind, „Taurus Erben der Macht“ ist eine Schnitzeljagd quer über den Globus. Nur das Rätselraten verlor an Spannung, weil die Protagonistin immer eine Antwort parat hatte. Der gelegentliche Wechsel zu den Verfolgern hat mich neugierig gemacht, der Geheimbund war spannend. Dieser Bund scheint viel über das "Orakulum" und dessen Kräfte zu wissen, von denen Natalie weit entfernt ist. Was es mit den Kräften auf sich hat, wird sie vielleicht m Folgeband erfahren. 4 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(65)

186 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

"fantasy":w=5,"magie":w=5,"russland":w=5,"jugendbuch":w=2,"historisch":w=2,"zaren":w=2,"gulliver verlag":w=2,"evelyn skye":w=2,"the crown's game":w=2,"freundschaft":w=1,"spannend":w=1,"romantik":w=1,"macht":w=1,"historie":w=1,"magier":w=1

The Crown's Game

Evelyn Skye , Friederike Levin
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 15.08.2018
ISBN 9783407749482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Geschichten, die in Russland, das alte oder moderne, spielen habe ich bislang kaum etwas gelesen. Als mir "The Crown´s Game" auf der Buchmesse vorgestellt wurde, war ich hellauf begeistert und wollte es lesen.

Vika lebt mit ihrem Vater auf der Insel Owtschinin und wird von ihm zur Magierin ausgebildet. Denn an der Seite des russischen Zaren steht ein magischer Berater. Was Vika zu der Zeit nicht ahnt, sie ist nicht die einzige Magier Anwärterin. Im entfernten Sankt Petersburg wird Nikolai von der Baronin Galina Zakrewskaja zum Magier ausgebildet.

Da es allerdings nur einen Magier geben kann, entscheidet das Spiel der Krone über den Sieger. Ein Wettstreit mit garantierten tödlichen Ausgang, einer wird siegen, während der andere sterben wird.

Weil Vika auf einer Insel fernab der Stadt, mehr ländlich aufgewachsen ist, erscheint sie ungezähmt, furchtlos und nicht an dem höfischen Protokoll des Zarenhofes angepasst. Vika handelt instinktiv und deshalb fällt sie Nikolai und dem jungen Prinzen Pascha sofort auf.

Nikolai wächst im Haushalt von Baronin Galina heran, wirkt galant, charmant und höfischer. Zu seinen Stärken zählen sein großer Wissensdurst und ein analytisches Denken. Leicht wird Nikolai aber nichts gemacht und vieles, was er erreicht hat, hat er sich erarbeiten müssen.

Vika und Nikolai sind zwei Figuren, die ich sehr mochte, in jedem konnte ich mich hineinversetzen und mit fühlen.

Neben den beiden ist auch der Zarensohn Pascha eine wichtige Figur. Pascha ist der Nikolais bester Freund. Er liebt seine Freiheit und nimmt sich diese, wann er kann. Als Sohn des Zaren ist ihm das nicht offen erlaubt. Er sieht das russische Volk mehr mit dem Herzen, als mit dem Verstand wie sein Vater und seine Schwester. Die Erwartungen und der Druck, der auf ihn als künftiger Regent liegen, lasten schwer.

Während für Nikolai und Vika, die sich nicht nur im Wettstreit, sondern auch persönlich auseinandersetzen müssen, der Wettbewerb im Mittelpunkt stehen, greifen am Rande Intrigen und dunkle Wahrheiten ihre Krallen nach dem Zarenreich aus.

Die Handlung fokussiert sich sehr auf den Wettstreit, was mich nicht störte, denn so bekam ich die Gelegenheit Pascha, Vika und Nikolai gut kennenzulernen, vor allem das Zwischenmenschliche kommt dabei nicht zu kurz und sorgt für einen bittersüßen Herzschmerz, da es nur einen Sieger geben kann.

Von Russland bekam ich einen kleinen Einblick, dass meiste spielt sich in Sankt Petersburg und dem Winterpalast ab. Da wird es im zweiten Band möglicherweise mehr Spielraum geben müssen. An einigen Stellen fielen russische Worte die nicht übersetzt worden, hier hätte ich mir ein Glossar am Ende gewünscht. Mir hat das Nachwort der Autorin gefallen, in russischer Geschichte bin ich nämlich nicht bewandert und es nicht alles, was die Autorin in „ The Crown´s Game“ verwendet hat, reine Fiktion. Manches davon gab es wirklich.

Mein Ausflug ins Russland um 1825 und an den Zarenhof hat mir Spaß gemacht. Das Ende ist so, wie ich es mir im Handlungsverlauf ausgemalt habe, durch die kleinen Randspitzen hat die Geschichte, allerdings mehr Spannung erhalten und ich glaube im zweiten Band wird es mehr Konflikte geben, die weitreichende Folgen haben können.

Fazit

„The  Crown´s Games“ war mein erstes Buch, das in Russland zur Zarenzeit um 1825 spielt. Der Fokus liegt auf dem Wettstreit der zwei Magier Anwärter, die sich mit ihren Künsten übertrumpfen müssen. Dabei lernen sie einander auch immer besser kennen. Denn ihre Magie funktioniert nicht, ohne etwas von sich preiszugeben. Die ohnehin schon komplizierte Beziehung von Vika und Nikolai, wird zusätzlich noch vom Prinzen Pascha erschwert. Alle drei Figuren, die mir sympathisch waren und die es sich nicht ausgesucht haben, dass sie es schwer haben. Die Entwicklung im Spiel herum bleibt zunächst nur am Rande, lässt aber vermuten, dass sie sich im zweiten Band zu einer konfliktreichen Herausforderung entwickeln werden. 5 Sterne
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(100)

285 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

"freundschaft":w=5,"lügen":w=5,"tower":w=5,"liebe":w=4,"#beautiful liars":w=4,"spannung":w=2,"tod":w=2,"jugendbuch":w=2,"reihe":w=2,"angst":w=2,"geheimnisse":w=2,"zukunft":w=2,"hass":w=2,"intrigen":w=2,"dystopie":w=2

Beautiful Liars - Gefährliche Sehnsucht

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 20.06.2018
ISBN 9783473401642
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Bücher, die mich im letzten Jahr ausgefressen haben, haben es in diesem Jahr schwer mit mir, nicht weil meine Erwartungen unermesslich hoch sind, sondern weil ich gerade viel zu sehr mit meinen veränderten Lebensbedingungen zu tun habe. Für "Beautiful Liars Gefährliche Sehnsucht" habe ich Wochen statt Tage zum Lesen gebraucht, weil mir entweder das Buch mit seinen 498 Seiten im Arbeitsalltag zu schwer im Rucksack lag, ich in der Bahn keinen Sitzplatz bekam oder ich mich lieber auf den Weg zur Arbeit oder nach Hause über das Smartphone mit Babythemen beschäftigt habe. Somit ist "Beautiful Liars Gefährliche Sehnsucht" das zweite Printbuch das ich letzten Endes als E-Book fortgesetzt und ausgelesen habe. Im Moment liegen mir E-Books mehr.

"Beautiful Liars Gefährliche Sehnsucht" knüpft direkt am Vorgänger an und hat wieder die verschiedenen Perspektiven durch die unterschiedlichen Protagonisten. Mich hat im ersten Band die Fülle und die einfallsreiche Technik fasziniert, in dem Tower oder generell scheint es nichts in dieser Zukunft zu geben, das nicht möglich ist. Nun im zweiten Band gibt es auch wieder unglaubliche Entwicklungen wie Schnee, der nicht schmilzt oder dreckig matschig wird oder Hunde, die für immer Welpen bleiben, das man auch kritisch sehen kann. Die Autorin Katharine McGee zeigt sich wieder einfallsreich, nur so umgehauen wie beim ersten Mal hat es mich hier nicht, ich denke das lag daran, dass mir diese Welt schon bekannt war.

Es hat Spaß gemacht in den Tower zurück zukehren und die Figuren zu begleiten, ich finde es hier nur ein wenig schade, dass sich alles in einer Ebene abspielt, das war im ersten Band noch mehr durchs gesamte Gebäude gezogen.

Während im ersten Band die Entwicklungen von dunklen Geheimnissen und leidenschaftlichen Gefühlen rasant verselbstständigten und so dieser mitreißende Lesesog entstand, empfand ich es im zweiten Band als ruhig, fast schon vor sich her plätschernd, die Mädchen und Jungen lagen auf der Lauer und sind viel mehr um ihre Probleme herumgeschlichen. Nur drei Protagonisten konnten mich fesseln, Watt, der hier zu meinem neuen Liebling wurde, Leda und dass obwohl meine Gefühle ihr gegenüber immer noch zwiegespalten sind, und Calliope, die für ordentlich Wirbel sorgte und ein Stück jene Energie verkörperte, die mich im ersten Band gefesselt hat.

Beinahe traurig haben mich zwei andere gemacht zum Beispiel Rylin, die ich im ersten Band grandios fand, hier aber blass blieb. Ich hoffe sehr, dass im dritten Band einfach wieder der Knaller kommt und die Geschichte wieder schnell und atemlos wird. Denn mit diesem Ende werden die Figuren zum Handeln gezwungen.

Fazit

Die Spannung im ersten Band der "Beautiful Liars" Reihe war konsequent hoch, die rasante Entwickung der Figuren zwang mich zum Suchtlesen. Im zweiten Band - "Beautiful Liars Gefährliche Sehnsucht", war von dieser rasanten Entwicklung kaum etwas zu spüren. Der Folgeband kam wesentlich ruhiger daher, Avery, Leda, Rylin und Watt belauerten sich gegenseitig. Für komplett frischen Wind und neuer Energie sorgte der Neueinzug Calliope, die ebenfalls darauf bedacht ist, ihr Geheimnis zu hüten. Erst auf den letzten Seiten sorgen verletzte Gefühle und entdeckte Liebschaften dafür, dass die Figuren zum Handeln gezwungen werden. Für den dritten Band erhoffe ich mir deshalb wieder mehr Spannung und Action. 4 Sterne
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

"fantasy":w=4,"dystopie":w=3,"schwarzwald":w=2,"spannung":w=1,"jugendbuch":w=1,"abenteuer":w=1,"science fiction":w=1,"mystery":w=1,"trilogie":w=1,"verschwörung":w=1,"mystik":w=1,"1. band":w=1,"strahlung":w=1,"das erwachen":w=1,"das lied der wächter":w=1

Das Lied der Wächter - Das Erwachen

Thomas Erle
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 04.10.2018
ISBN 9783839223376
Genre: Fantasy

Rezension:

Zwischen den Seiten

Zunächst lernte ich das junge Ehepaar Nadja und Martin kennen, die sich auf eine kleine Wanderung durch den Schwarzwald befinden. Nadja und Martin sind vor 6 Monaten Eltern geworden und nehmen sich eine  kleine  Wanderauszeit, das Kind befindet sich in der Obhut von Freunden.

Ein herrlicher Tag steht den beiden bevor, doch schnell lässt sich erahnen, dass irgendetwas nicht stimmt. Das Wetter spielt verrückt, Armbanduhren funktionieren nicht mehr, das Smartphone auch nicht, eine plausible Erklärung lässt sich nicht finden.

Genau wie Nadja und Martin, tappt auch der Leser im Dunkeln, spürt nur, dass da etwas lauert, auf das nicht näher eingegangen wird. Nach etwa 50 Seiten endet, das erste Kapitel, ja das Buch bestehlt insgesamt aus drei Kapiteln und bei 357 Seiten, sind diese zum Teil sehr lang. :)

Mit dem Beginn des zweiten Kapitels macht die Handlung einen großen Sprung. 16 Jahre sind vergangen und wir landen bei dem 16-jährigen Felix. Er lebt ein normales Leben, freut sich auf seinen bevorstehenden Geburtstag. Als Leser erfährt man, durch Felix was in der Zwischenzeit aus dem Schwarzwald geworden ist, man geht von einem Atomunfall aus, dass Gebiet wurde abgesperrt und wird seither streng bewacht. Dennoch hat sich mit der Zeit das Leben drumherum ganz normal weiter entwickelt. Von unserem Alltag in 2018 kaum zu unterscheiden.

Der Schwarzwald gilt als geheimnisvoll und auch Felix findet diesen interessant, gibt sich allerdings damit zufrieden, dass er zur Sperrzone erklärt wurde. Das ändert sich schlagartig am Abend vor seinem Geburtstag und Felix hat nur noch ein Ziel, rein in den Schwarzwald.
Die Idee, die der Autor Thomas Erle in „Das Lied der Wächter Das Erwachen“ verarbeitet und umgesetzt hat, fand ich spannend. Doch seine Absicht bleibt bis zum Schluss, so undurchdringlich, undurchschaubar, wie ich mir den Schwarzwald dunkel und voller Geheimnisse vorstelle.

Es kommen Zweifel an der Echtheit eines Atomunfalls auf. Denn wie lässt es sich erklären, dass sich die Strahlungen auf ein Gebiet beschränken und das drumherum alles normal weitergeht?

Gemeinsam mit Felix betreten wir den Schwarzwald und von ihm geht eine Anziehungskraft aus. Mir ist bis zur letzten Seite nicht alles klar geworden, vielmehr blieb viel von dem, was als Atmosphäre erzeugt wird, weiter undurchdringlich. Für die Spannung ein großer Pluspunkt. Man merkt auch, dass der Autor sich mit dem Schwarzwald intensiv auseinandergesetzt hat, vielleicht sogar die Routen die Felix nimmt, selbst abgelaufen ist. Da liegt viel Liebe zum Detail in der Umgebung drin. Während des Lesens zog sich die detaillierte Beschreibung der Umgebung, was bei mir dazu führte, dass ich mich nur schwer auf die eigentliche Handlung konzentrieren konnte und das Buch oft zur Seite gelegt habe.

Als Felix die Wahrheit seine Verbindung zum Schwarzwald erfährt, reagiert er kopflos, was einerseits verständlich ist, für ein paar Seiten hatte ich allerdings, die Befürchtung er rennt ohne Sinn und Verstand in den Wald. Hätte er das gemacht, hätte ich noch mehr Probleme mit ihn als Protagonisten gehabt. Zum Glück tut er das an dieser Stelle nicht. Ich kann es nicht begründen, weshalb ich trotzdem nicht warm mit ihn geworden bin. Er ist ein freundlicher Protagonist und wäre er zu tough, statt der vielen Unsicherheiten, wäre das objektiv betrachtet, ebenfalls nicht schlüssig gewesen. Subjektiv gesehen konnte er mich nicht erreichen.

Dagegen wirkt der Schwarzwald anziehend und zugleich verwirrend, nur bruchstückenhaft bekommt man Anhaltspunkte, was in ihm vor geht, aber eigentlich bleibt man bis zum Schluss genauso unwissend wie am Anfang. Von dieser Geschichte geht ein ganz eigenartiger, fast schon nebliger Sog aus.

Fazit

„Das Lied der Wächter Das Erwachen“ ist ein Trilogie Auftakt, mit einer sehr interessanten, spannenden, realistischen Idee. Ein Atomunfall im Schwarzwald, der diesen zu einem Sperrgebiet macht, trotzdem geht das Leben drumherum weitestgehend alltäglich normal weiter. Das wirft Fragen auf. Auch der Schwarzwald an sich, bleibt die gesamte Zeit über eine undurchschaubare, kaum greifbare Unbekannte in der Handlung. Da sind Ursachen und Gründe, die nur angekratzt, allerdings in diesem Band nicht erklärt werden, so das ich am Ende wenigstens etwas das Gefühl habe, der Nebel lichtet sich. Selten war ich am Ende so unschlüssig, ob mich ein Buch in seinen Bann gezogen hat und ich wissen möchte, wie es weitergeht oder ob ich mich selbst im Ungewissen lassen soll. 3 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(185)

402 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 140 Rezensionen

"rose snow":w=11,"cornwall":w=9,"magie":w=7,"fantasy":w=6,"wahrheit":w=6,"gabe":w=6,"liebe":w=5,"lüge":w=4,"das erste buch der lügenwahrheit":w=4,"lügenwahrheit":w=4,"romantasy":w=3,"mythen":w=3,"ravensburger":w=3,"june":w=3,"rosesnow":w=3

Ein Augenblick für immer - Das erste Buch der Lügenwahrheit

Rose Snow
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 21.08.2018
ISBN 9783473401697
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Cornwall begeistert durch Moore, Strände, Klippen und eine raue Landschaft im Süd Westen Englands die perfekte Kulisse für Mythen, Legenden, Herrenhäuser oder verträumt, romantischen Cottages. Persönlich bin ich noch nie dort gewesen, nur literarisch und hier lasse ich mich gerne zu Abenteuer mitnehmen. Es gelingt dem Autoren-Duo Rose Snow diese raue, wilde, verträumte Kulisse einzufangen.

Ich konnte mir gut das Anwesen "Green Manor" vorstellen oder das kleine fiktive Dorf Darktrew, welches einige Kilometer von Junes neuer Schule der King‘s School entfernt liegt und in dem June Zeit mit Freunden verbringt und ich mag es, wenn ein Buch mich von der Atmosphäre begeistern kann.

Ihren Start in Cornwall hat sich June bestimmt anders vorgestellt, denn bei ihrer Ankunft, streikt das Taxi, während es in Strömen regnet. June macht sich kurz entschlossen auf, um im nahe liegenden Dorf Hilfe zu holen, und wird auf dem Weg dorthin von einem Motorradfahrer mitgenommen. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden ist hitzig und nur widerwillig lässt sich June von dem jungen Mann helfen. Später auf dem Anwesen ihres Onkels stellt sich dieser als sein Sohn Blake heraus, dunkel, geheimnisvoll, hochgradig unhöflich, aber auch anziehend. Da ist June, sein Bruder Preston lieber, der wenigstens höflich, witzig und charmant ist, auch von ihm fühlt sie sich angezogen.

Ich mag ein solches Wirrwarr an Gefühlen schon gerne, nur war mir das was hier zwischen Blake, June und Preston an einigen Stellen zu offensichtlich und es hätte dieses Dreieck, gar nicht benötigt, für mich sind die Brüder nicht ebenbürtig. Meinen Favoriten hatte ich schnell gefunden. Diese Szenen fand ich romantisch, Dämpfer bekamen sie, nur wenn zum xten Mal darauf hingewiesen wird, wie unglaublich gut aussehend die Jungs sind, dass sich alle Mädchen nach ihnen umdrehen und das June immer wenn sie einen von ihm nahe kommt, seinen Duft bemerkt.

Da mir allerdings June als Protagonistin sympathisch war, sie hat einen liebenswerten Anhang für Statistiken, konnte ich über die Schmacht- und Seufzszenen hinweg sehen.

Interessant waren die kleinen sorgsam gestreuten Hinweise, auf Junes bereits verstorbener Tante, ich bin mir sicher, dass im zweiten Band noch mehr auf die mysteriöse Familiengeschichte eingegangen wird, die bis jetzt nur angedeutet wurde. Und auch die Gabe, welche in June erwacht muss mehr Aufmerksamkeit erhalten, denn June entdeckt sie, probiert sich ein bisschen an ihr aus, aber das Warum sie diese hat, bleibt ein Geheimnis. Am Ende von „Ein Augenblick für immer - Das erste Buch der Lügenwahrheit“ klingt vielversprechend spannend und sehnsüchtig.

Fazit

Cornwall als Kulisse für ein Romantasy Roman wie „Ein Augenblick für immer - Das erste Buch der Lügenwahrheit“ ist perfekt gewählt, hier lassen sich Mythen, Legenden und alte Familiengeschichten vor einer rauen und wilden Landschaft erzählen. Die Landschaft und Protagonistin June hatten mich sofort. Ihre hitzigen Auseinandersetzungen mit den Brüdern Preston und Blake waren zwar stellenweise vorhersehbar, aber trotzdem unterhaltsam. Nur das die Jungs der Traum jedes Mädchen sind, wurde mir zu sehr wiederholt, dadurch wirkten beide Jungen und das damit einhergehende Gefühlschaos eine Spur zu glatt. Ein bisschen weniger, perfekter Prinz und ein bisschen mehr normaler Typ, wäre besser gewesen. Trotzdem diesem Kritikpunkt, lässt sich die Geschichte flüssig lesen und hat mir Spaß gemacht. Das spannende und sehnsüchtige Ende lässt auf einen packenden zweiten Band hoffen. 4 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

"fantasy":w=1,"reihe":w=1,"jugendroman":w=1,"verlag ivi":w=1

Aqua - Im Zeichen des Meeres

Anne Buchberger
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2018
ISBN 9783492704717
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Luna im Zeichen des Mondes“ meine Buchüberraschung im letzten Jahr führte mich nach Hyianda und zur Kronprinzessin Analina Nelia die sich auf eine gefährliche Reise quer durchs Reich begeben musste, um an der Akademie des Meeres zu einer guten künftigen Regentin ausgebildet zu werden. Hyianda steckt voller Fantasie, verschiedene Lebensformen wie Schneeriesen, Zwerge oder Menschen leben größtenteils friedlich zusammen, Nahrungsmittel haben eigene Namen, ebenso gibt es andere Bezeichnungen für Wochentage und Monate. Mir hat der Einfallsreichtum gefallen und das in „Luna im Zeichen des Mondes“ mehr steckt als nur die abenteuerliche Reise einer jungen Prinzessin. Was mir im letzten Jahr so gut gefallen hat, ging für mich im zweiten Band „Aqua im Zeichen des Meeres“ nahtlos weiter.

Für Ana, die bisher einzeln unterrichtet wurde und mit Kindern in ihrem Alter nur wenig Erfahrungen machen konnte, ist die Akademie eine Herausforderung, der sie sich nicht ohne gute Freunde stellen muss. Penny und Isla haben einen großartigen Einfluss auf Ana und holen sie oft auf den Boden zurück, wenn die Nerven mit ihr durchgehen. Isla, direkt, ehrlich und unkompliziert mochte ich schon im ersten Band sehr gerne. Penny, die neu in der Runde, wirkte anfangs verschüchtert und zurückhaltend, ihr wacher, aufmerksamer Verstand blitzte durch und machte sie schnell unverzichtbar. Ich bin ein großer Penny und Isla Fan, genau die richtigen Begleiterinnen für Ana. Als Tochter der Königin hat es Analina nicht leicht, den Druck und den Erwartungen gerecht zu werden. Immer scheint ihre Mutter Lynda Celeste allgegenwärtig und auch der persönliche Mutter Tochter Konflikt spielt eine wichtige Rolle.

Gelegentlich schwenkt die Perspektive zu Lynda und so werden ihre Gefühle und Absichten nachvollziehbar. Als Leserin war ich oft hin und her gerissen zwischen dem Verständnis und Mitgefühl für Anas Sicht und Lyndas Beweggründe. Manchmal hat mich dieses Mutter Tochter Verhältnis an meine Mama denken lassen, als sture Teenie Tochter hatte sie es auch nicht immer leicht mit mir.

Das Leben an der Akademie nimmt einen großen Teil der Handlung ein, was für mich in Ordnung gewesen ist. Ich liebe Internatsgeschichten und ich habe mich heimelig gefühlt. Zwischen all dem, kamen die Geheimnisse nicht zu kurz, noch immer kratzt man nur an der Oberfläche für die wirklichen Hintergründe. Es bleibt bis zur letzten Seite spannend was Lynda Celeste, Königin von Arden und Lothian, der Regenkönig aus Nubien noch verbergen.

Fazit

„Luna im Zeichen des Mondes“ war ein Reiseabenteuer, „Aqua im Zeichen des Meeres“ ist ein Internatsabenteuer. Ich habe gerne meine Zeit mit „Aqua im Zeichen des Meeres“ verbracht, es war spannend, lustig und in seiner Tiefe so unglaublich überraschend und reif, dass ich auch Band 2 viel mehr als All Age Buch sehe, als nur für ein jüngeres Publikum. Ich freue mich auf den nächsten Band. 5 Sterne.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(311)

670 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 213 Rezensionen

"schwestern":w=11,"unterdrückung":w=11,"jugendbuch":w=10,"fantasy":w=8,"grace":w=8,"rebellion":w=7,"liebe":w=6,"dystopie":w=6,"thronfolger":w=6,"rebellin":w=5,"tracy banghart":w=5,"frauenrechte":w=4,"serina":w=4,"nomi":w=4,"ironflowers":w=4

Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Es wird schwer werden, die ganze Atmosphäre einzufangen, ohne zu viel zu verraten.

Die Schwestern Serina und Nomi leben in Viridia in der Stadt Lanos. Dieses Land erinnert mit Namen von Figuren und der Architektur an Italien. Frauen haben in diesem Land keine Rechte, sie dürfen noch nicht einmal lesen. Das perfekte Bild einer Frau stellt die Grace da. Anmutig, sanft unterwürfig wie eine Blume, ein selbstbestimmtes Leben ist verpönt.

Serina wird von frühester Kindheit zu einer Grace des Regenten herangezogen. Jedes Jahr wählt der Regent unter den schönsten Mädchen die Mädchen aus, die von nun an im Palazzo leben und ihm in allen Dingen gefügig sein müssen. Serina ist keinesfalls verblendet, sie ahnt, welche Opfer sie als Grace eingehen muss und sie ist dazu bereit. Schließlich kann ihre Stellung auch ihrer Familie nützlich sein.

Für Serina ist die Rolle klar und auch Nomi wurde jahrelang für ihre Aufgabe als Dienerin ihrer Schwester vorbereitet. Immer unter der Voraussetzung, dass diese zur Grace erwählt wird. Nomi versteht es nicht, wie sich ihre Schwester so einfach ihrem Schicksal ergeben kann, sie ist aufmüpfig und um ihrer Selbstwillen nicht bereit hinzunehmen, nichts zu dürfen.

Ich konnte die Beweggründe beider Schwestern nachempfinden. Es ist schwer ein Urteil zu bilden, wenn man außenstehend ist. Nomi und Serina werden noch lernen einander zu verstehen. Denn über diesen starken Kontrast eines luxuriösen Palazzo und dem zweiten entbehrungsreichen Handlungsort verbindet die Schwestern immer ihre Liebe zueinander und für diese sind sie bereit alles zu tun.

Kurze Zeiten zu entspannen, sich fallen zu lassen, ja schon fast einen Wohlfühlmoment zu finden, gibt es eher selten, denn die Sorge und die pure Angst sind ständige Begleiter. Ich wurde von den Seiten regelrecht inhaliert, konnte nicht aufhören, sie zu lesen. Die Figuren begleiten mich immer noch. Können Serina und Nomi Gefühle zu männlichen Figuren aufbauen und wenn ja sind diese glaubwürdig?

Sie sind Frauen in einer Welt, in der der Mann über alles steht und alles bestimmen kann, da entsteht auch Angst oder Misstrauen und das kommt rüber. Ich konnte es nicht verhindern, dass mein Happy End süchtiges Herz geklopft hat und das ich mich bei der einen Schwester fast fallen ließ. Für mich war das alles schlüssig, denn wenn Unsicherheiten dich ein Leben lang verfolgen, ist eine freundliche Gestik bezaubernd.

Von Anfang an stellt sich die Frage, wie ist es möglich, dass Frauen in Viridia so unterdrückt werden? Darauf wird im Verlauf eingegangen und wird hoffentlich im zweiten Band noch weiter vertieft. So wieso erwarte ich im Band 2 eine Menge, denn gegen Ende geht es rasant zu, es geschieht viel, und mindestens an einem Ort wird einem quasi die Möglichkeit für eine Aussprache verwehrt.

Die (An)spannung bleibt die gesamte Geschichte über konstant und so hat mich auch das Ende geschockt und gefesselt, ich warte sehnsüchtig auf den zweiten Band. 5 Sterne.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

"gestaltwandler":w=2,"gay romance":w=2,"liebe":w=1,"krimi":w=1,"zusammenhalt":w=1,"gangster":w=1,"m/m romance":w=1,"gestaltwandler wölfe":w=1

Good Enough - Funken in Türkis

D. C. Malloy
E-Buch Text: 158 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 18.01.2018
ISBN B07915GW18
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zwischen den Seiten

Im Januar erhielt ich eine E-Mail der Autorin, in der sie mir ihren Debütroman vorstellte und mich fragte, ob ich Interesse hätte es zu lesen: Fantasyelemente, weil Gestaltwandler drin vorkommen, und eine Liebesgeschichte klangen auf Anhieb interessant, nur das Pairing war für mich Neuland, da es eine Mann - Mann Liebesgeschichte ist. Bislang habe ich keine Bücher mit dieser Konstellation
gelesen und muss gestehen, dass ich nach "Good Enough Funken in Türkis" festgestellt habe, dass ich mich manchmal selbst infrage gestellt habe.

Es gibt keinen langsamen Einstieg in die Geschichte, sie beginnt mit einem Autounfall in einem verschneiten amerikanischen Wald. Brennans Auto ist während der Flucht vor seinem Verfolger Newcomb in einem Graben gelandet. Die Chancen für Brennan lebend aus dieser Situation heraus zu kommen sind gering, da Newcomb in der besseren Position ist. Als sich die Lage für Brennan mehr und mehr zuspitzt, wird Newcomb von einem Wolf überwältigt.

Diesen Einstieg empfand ich als spannend und er hat mich gefesselt. Der Wolf wurde von einer kleinen Männergruppe begleitet, die Brennan kurzerhand in ihr Dorf mitnehmen, um seine Verletzungen verarzten zu lassen.

Einige Dorfbewohner wollen Brennan am liebsten sofort wieder wegschicken, da er Gefahr für die kleine abgeschiedene Gemeinschaft bedeutet. Andere wollen ihn so lang bleiben lassen, bis sich der Aufruhr gelegt hat. Einer der Befürworter ist Nick, von dem sich Brennan schlagartig angezogen fühlt.

Die Geschichte hat zwei Perspektiven, die von Nick und die von Brennan. Dass die beiden für sich selbst klarstellen, dass sie erotische Gefühle für den anderen haben und sich daraus keine innere Zerrissenheit entwickelt hat mir gut gefallen. Auch für die anderen Dorfbewohner ist Homosexualität kein großes Thema, jeder kann lieben, wen er oder sie möchte. Diese Selbstverständlichkeit fand ich richtig gut.

Nur müssen Nick und Brennan sich ihre Empfindungen gegenseitig eingestehen und damit unterscheidet sich diese Geschichte kein bisschen von anderen Liebesgeschichten, die ich lese. Auf jeder knisternden Annäherung folgt ein Schritt zurück. Unsicherheiten kommen auf beiden Seiten auf, der eine denkt nicht gut genug zu sein, der andere hat Angst zu voreilig zu sein und dadurch alles kaputtzumachen.

Die gegenseitige Anziehung entlädt sich, es kommt zum Sex, der ebenfalls beschrieben wird. Weil das Mann und Mann für mich in Büchern neu gewesen ist, war auch diese Szene ungewohnt und ich bin rot geworden, wofür ich mich geschämt habe. Denn ich habe mich hinterfragt, wäre es eine Frau Mann Szene gewesen, dann hätte ich mich dabei nicht ertappt gefühlt, als hätte ich etwas ganz Intimes, Persönliches entdeckt. Ich kann hier keine Bewertung darüber abgeben, ob die Sexszenen zu explizit waren oder nicht. Ich habe nur die eine gelesen, die anderen habe ich dann nicht mehr verfolgt. Es erschien mir einfach als zu privat. Es gibt Geschichten, da ist der erotische Inhalt von der Häufigkeit ausgeprägter, das ist bei "Good Enough Funken in Türkis" überhaupt nicht der Fall. Also nicht jede zweite Seite, in diesem Fall hätte ich wohl kapitulieren müssen. Die Erotik fügt sich stimmig in die Handlung ein.

Mir ist bewusst, dass es einen Grund brauchte, Brennan und Nick einander begegnen zu lassen und der Anfang war auch vielversprechend spannend, allerdings gerät der gewollte Thriller Einfluss ins Stocken. Dieser Handlungsstrang plätschert vor sich her, wirkt vorhersehbar, wenig spannend und las sich holprig. Für mich hätte es das gar nicht benötigt. Die Beziehung von Nick und Brennan ist präsenter und las sich auch flüssiger. Ich fand, dass die Gesaltwandler Komponente zu kurz kam, sie hätte gerne mehr in den Vordergrund kommen dürfen. Denn woher kommen diese Kräfte, wie hat sich die Gemeinschaft gefunden? Zwischendrin habe ich nachgeschaut, ob es auch bereits Bücher zu den anderen Bewohnern gibt. Allerdings ist "Good Enough Funken In Türkis" das Debüt, aber was noch nicht ist, kann ja folgen. Ich würde es gut, finden mehr von Santiago und Kitty, James und Lorraine oder Archie und Kellan zu lesen.

Brennan wird im Buch äußerlich mit Ryan Gosling verglichen, wodurch ich ihn mir muskulös gephotoshopt vorstellte. Brennans nicht legaler Nebenjob hat ihn in die gegenwärtige missliche Lage gebracht. Er ist vom Typ Mensch lieb, unsicher und in Bezug auf Nick emotional. Nick dagegen wirkt gradlinig, zurückhaltend, allerdings ebenfalls emotional. Beide sehnen sich nach jemandem, mit dem sie glücklich werden können.

Der Schreibstil wirkte ausgeglichen und angekommen, sobald sich die Handlung nur auf das Dorf, deren Bewohner und vor allem auf die Jungs konzentrierte. Holprig wurde es nur mit dem Thriller Element, das erinnerte mich zu sehr an alte amerikanische Gangster - Mafiosi Filmen, in denen die Figuren nicht nur übertrieben klingende Namen haben, sondern auch übertrieben oft die starken, männlichen Helden markieren. Überraschen konnte Autorin D.C. Malloy mich mit den Emotionen von Nick und Brennan, wenn die beiden sich streiten, dann fliegen da wirklich die Fetzen.

Fazit

„Good Enough Funken in Türkis“ ist das Debüt von D.C. Malloy und für mich auch etwas Neues, da ich bis zu diesem Buch, noch keine Mann-Mann-Liebesgeschichte gelesen habe. Bei meinen bisherigen Frau-Mann-Geschichten hatte ich nie Berührungsängste bei ausführlichen Sexszenen gehabt, bei diesem Buch allerdings habe ich mich wie ein Eindringling in einer persönlichen Situation gefühlt, obwohl sich die Anzahl in einen passendem Rahmen hielt. Die Liebesgeschichte steht stark im Vordergrund, drängt die Gestaltwandlerthematik etwas zurück. Dabei fand ich diese besonders interessant. Davon hätte es gerne mehr geben dürfen. Die Thriller Komponente war das Einzige, was sich hier überhaupt nicht gut eingefügt hat. Nach einem spannenden Anfang plätschert sie vor sich her und die Spannungssequenzen erinnerten mich zunehmend an alte klassische Mafiosi Gangster Filme. Ich finde, das Buch hätte es gar nicht gebraucht, da die Stärken der Autorin in den zwei anderen Themen lagen. 3 Sterne.
___________________________________________________
Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

"erwachsen werden":w=2,"epilepsie":w=2,"freundschaft":w=1,"tod":w=1,"schule":w=1,"unfall":w=1,"erste liebe":w=1,"verlieben":w=1,"kalifornien":w=1,"erwachsenwerden":w=1,"college":w=1,"roadtrip":w=1,"coming-of-age":w=1

Auf Umwegen

Andrew Smith
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.10.2015
ISBN 9783551560186
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Zeilen

Pferde dir vom Himmel fallen? Das gibt es doch gar nicht, „Auf Umwegen“ muss also vollkommen abgedreht sein? Finn Easton ist schon ein recht eigenwilliger Charakter, wo andere Menschen die Zeit in Minuten messen, misst er sie in Meilen. Finn diente seinem Vater als Vorlage für eine Figur in seinem Bestseller und all das, weil ein Pferd von Himmel fiel und die Leben von Vater und Sohn veränderte.

Finn fühlt sich seit dem an den Roman gekettet, versucht auf der anderen Seite ein normales Teenagerleben zu führen, was auch nicht immer leicht ist, mit einem Freund, der einem immer in die verrücktesten Sachen hineinmanövriert.
Startseite von den Königskindern
An dieser Stelle muss ich feststellen, dass der Klappentext schon viel von der Handlung vorwegnimmt.

Meine erste Begegnung mit den Autoren Andrew Smith hatte ich vor einem Jahr mit „Winger“ und da war die Sprache schon männlich rotzig und direkt, dieses Mal war ich vorbereitet und auch bei Finn und Cade finden sich viele Worte wieder, die anderswo ausgepiept werden, wenn nicht schon alleine wegen der Worte, dann definitiv wegen seiner Häufigkeit. Das war für mich in „Auf Umwegen“ schon okay, auch wenn ich so nicht sprechen würde. Zu den 16/17-jährigen Finn und Cade hat es dagegen gepasst.

Ich finde in Andrew Smith, Büchern spürt man definitiv einen maskulinen Touch, das Gefühl und das Gerüst, das er mit seinen Worten schafft, fühlt sich so anders an, als wenn eine Autorin einen männlichen Ich Erzähler hat. Cade ist in der Schule ein Draufgänger, Finn eher ruhig und höflich, die beiden ergänzen sich, zum Glück mag Cade Finn wirklich als Freund, da hatte ich anfangs meine Bedenken. Sie können sich auf den jeweils anderen verlassen.

Für mich ist „Auf Umwegen“ eher ruhig gewesen, es passieren einige chaotische Dinge, dann wäre da noch Finns Erkrankung, die eine wichtige Rolle spielt, aber es ist ruhig an Action oder an Drama, es gibt ein relativ normales Jungenleben wieder. Ich finde die Beziehung zwischen Finn und seiner Mitschülerin Julia Bishop wird im Klappentext dramatisiert, ich habe es nicht so empfunden, dass sie ihm das Herz gebrochen hat. Das klingt in meinen Ohren etwas böse, dabei hat alles seinen Grund und auch Finns Reaktion ist nachvollziehbar.

Die Spannung war für mich konstant ohne große Ausreißer nach oben oder unten. Der direkte Schreibstil gibt dem Buch sein Gesicht, den man entweder mag oder nicht.

Fazit

„Auf Umwegen“ von Andrew Smith hat mit Finn Easton einen liebenswerten Charakter, dessen Leben ein klein wenig außergewöhnlich ist und diesen ganz speziellen eigenen Andrew Smith Schreibstil. Frech, rotzig, entweder mag man ihn oder nicht. Da "Auf Umwegen" mein zweites Buch von Andrew Smith ist, kannte ich diesen Schreibstil bereits und habe mich nicht daran gestört. Die Geschichte ist glaubwürdig und liest sich im Grunde flüssig, trotzdem habe ich keinen engen Draht zu Finn finden können, und habe mich während des Lesens leicht ablenken lassen, weshalb ich länger als geplant mit dem Lesen beschäftigt gewesen bin. 4 Sterne.

___________________________________________________
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

"leben":w=1,"selbstverwirklichung":w=1,"selbstliebe":w=1,"oetinger verlag":w=1,"selbstwahrnehmung":w=1

Was uns ganz macht

Kendra Fortmeyer , Fabienne Pfeiffer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 25.09.2017
ISBN 9783789108457
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~ Zwischen den Seiten ~


Morgan Stone ist das ungewöhnlichste Mädchen, von der ich je gelesen habe. Sie hat mich im ersten Kapitel, in dem sie sich vorstellt, so sehr irritiert, das ich zwischen Realität und Fiktion nicht unterscheiden konnte, obwohl ich mir der Fiktion durchaus bewusst gewesen bin, habe ich den ich recherchiert, ob das, was sie hat, möglich ist. Morgans Realität fühlt sich unglaublich echt und überzeugend an und ich dachte, das Besondere wäre symbolisch gemeint, im Sinne von verletzten Gefühlen und Vertrauen. Doch innerhalb der Buchdeckel ist Morgan Stone mit allem Drum und Dran real und es ist nur all zu verständlich, dass sie ihr Geheimnis wahren möchte. Nur wenige Menschen wissen davon, wie ihre Eltern, Ärzte oder ihre beste Freundin Caro.

Morgan bleibt lieber für sich, zeichnet lieber als den Kontakt mehr als notwendig zu anderen Menschen aufzubauen, zu groß ist die Angst, dass man erkennen kann, was mit ihr nicht stimmt und sie dafür fertigmachen könnte. Morgan liebt es zu zeichnen und sie ist talentiert, allerdings fehlt ihren Bildern das Leben.

Das ist der Tritt, den Morgan brauchte, um aus der selbst gewählten Isolation auszubrechen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Caro geht sie tanzen und blüht auf der Tanzfläche auf. Ihr inneres Bedürfnis, sich so zu präsentieren, wie sie ist, bricht aus ihr heraus. Morgan spürt die Energie, sie lässt sich fallen und mit zum ersten Mal ist ihr egal, ob ihr Geheimnis auffliegt. So lang sie tanzt akzeptiert sie sich, wie sie ist. Das ist großartig. Tatsächlich wird ihr Geheimnis entdeckt und was zunächst als kleiner Internetkuriosität beginnt, wird bald schon zu einer medialen Lawine.

Plötzlich wird Morgan wahrgenommen, manch Interesse imponiert ihr und pusht ihr Selbstvertrauen, allerdings hat es auch Schattenseiten und es ist nicht immer leicht zu ertragen, was wildfremde Menschen über Morgan denken. Bestimmt ist es nur natürlich das Morgan nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht und das sie ganz oft ihrer besten Freundin unrecht tut, dennoch tat mir Caro wirklich leid und die Handlung wird an dem Punkt vorhersehbar.

Bleibt nur zu hoffen und zu wünschen, dass jeder Leser am Ende weiß, die besten Freunde sind die, die immer zu einem halten und Freundschaften sollten gut gepflegt werden.

Auch als Morgan auf Howie trifft, ihrem Gegenstück, zeigt sich das sie oft ichbezogen (über)reagiert. Sympathien haben in "Was uns ganz macht" eher andere Figuren als die Hauptfigur von mir erhalten.


Die Botschaft von „Was uns ganz macht“ ist eindeutig, der Titel zwischen den Seiten wird dieser Grundgedanke oft emotional und fast schon poetisch angegangen. Neben Morgan ist da noch ihre beste Freundin, die strahlende herzliche, warme Sonne, mit der Power eines Duracell Hasen, deren „Makel“ darin besteht, dass sie ein paar Gramm zu viel hat. Jedenfalls für die, die sich daran stören, denn Caro definitiv nicht und das macht sie so mega sympathisch und auch darin steckt eine Botschaft. Oder aus Morgans Mutter und ihrer oft sehr kalten distanzierten Art lässt sich zwischen den Zeilen etwas herausfiltern. „Was uns ganz macht“ sind nicht nur Morgan und Howie, sondern ist die Summe aus allen Figuren, die hier vorkommen. Botschaften über Botschaften.

Trotz des tollen Schreibstils und dem wichtigen Thema hatte ich zwischen drin, Schwierigkeiten am Ball zu bleiben, manchmal ließen mich Morgans Bilder vollkommen abdriften, vielleicht zu viel Kunst oder es waren die Szenen im Krankenhaus, die ich teilweise überflog. Ich kann es an dieser Stelle nicht genau benennen. Vielleicht lag es auch an Morgan, die mir manchmal zu ichbezogen daher kam, dass ich ungewöhnlich lang für „Was uns ganz macht“ gebraucht habe. Morgans bisher bekannte Welt gerät kräftig ins Schleudern, es verändert sich viel, weil sie nun Aufmerksamkeit bekommt, dass sie hier nicht immer alles richtig machen kann, ist mir klar, allerdings fand ich es schon arg gemein, wie sie Caro oft behandelt. Egal was kommt, am Ende sind es immer die Freunde, die zu einem halten, wenn die Welt zusammen bricht.

~ Fazit ~

„Was uns ganz macht“ hat mich überrascht, da das was Morgan ausmacht, hielt ich die ersten Seiten noch für eine Metapher, tatsächlich ist es in dem Buch real und echt. Für eine kurze Zeit war ich so verwirrt, dass ich die Wahrheit im Internet recherchieren musste. Im Buchtitel findet sich schon das Thema wieder. Morgan ist auf dem
iese Stelle habe ich dann nur noch überflogen. Für mich eine wichtige Botschaft mit kleineren Schwächen in der Hauptfigur. 3 Sterne.
___________________________________________________
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

  (0)
Tags:  
 
667 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.