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20 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

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Die Sternen-Saga. Taurus

Michael Templar , Nadine Mannchen , Alexander Kopainski
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 24.09.2018
ISBN 9783789109492
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Astronomie, mächtige Sternenbilder, die scheinbar Wissen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbergen, das fand ich während der Verlagsvorstellung für „Taurus Erben der Macht“ reizvoll und an Wissenschaft, Vergangenheit und einer Jagd quer über den Globus mangelt es der Geschichte nicht.

Natalie ist dreizehn Jahre alt und lebt mit ihrem Großvater Professor Avery Hardaker zusammen. Der Professor ist breit aufgestellt als Physiker, Soziologe, Historiker, Archäologe und bekannter Fernsehstar. Nach dem er entführt wird, macht sich Natalie gemeinsam mit dem gleichaltrigen Giles und dessen Bodyguard auf, um die Welt um seine sein letztes Forschungsprojekt zu rekonstruieren.

Dabei kommt Natalie die besondere Erziehung ihres Großvaters mehr als einmal zur Hilfe oder dass sie in jedem Land einen bereitwilligen Helfer findet. Das erinnert mich an die Abenteuer von Indiana Jones, nur dass der gute Indy auch auf ausreichend Lebenserfahrung und Wissen zurückgreifen kann, bei Natalie wirkt dieser Punkt konstruiert.

Es ist wirklich eine Fülle an Wissen, auf das sie scheinbar mühelos zurückgreifen kann. Ich habe das mit einem Schmunzeln akzeptiert, denn „Taurus Die Erben der Macht“ ließ sich schnell und flüssig lesen und hin und wieder bekamen auch die Verfolger kurze Kapitel, als sie den Kindern immer näher kommen, nimmt die Spannung zu und ich wollte wissen, was hinter dem Geheimbund steckt. Was es mit der Maschine „Orakulum“ auf sich hat und ob auch Natalie ein Teil in diesem Puzzle ist.

Für mich hat sich der erste Band wie erwartet aufgelöst, bin allerdings trotzdem gespannt, was im zweiten Band geschehen wird.

Fazit

„Taurus Erben der Macht“, Geheimbünde, die den Lauf der Geschichte beeinflussen wollen und Sternenbilder die scheinbar machtvoll sind, „Taurus Erben der Macht“ ist eine Schnitzeljagd quer über den Globus. Nur das Rätselraten verlor an Spannung, weil die Protagonistin immer eine Antwort parat hatte. Der gelegentliche Wechsel zu den Verfolgern hat mich neugierig gemacht, der Geheimbund war spannend. Dieser Bund scheint viel über das "Orakulum" und dessen Kräfte zu wissen, von denen Natalie weit entfernt ist. Was es mit den Kräften auf sich hat, wird sie vielleicht m Folgeband erfahren. 4 Sterne.
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© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

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(41)

139 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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The Crown's Game

Evelyn Skye , Friederike Levin
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 15.08.2018
ISBN 9783407749482
Genre: Jugendbuch

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(76)

239 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

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Beautiful Liars - Gefährliche Sehnsucht

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 20.06.2018
ISBN 9783473401642
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Bücher, die mich im letzten Jahr ausgefressen haben, haben es in diesem Jahr schwer mit mir, nicht weil meine Erwartungen unermesslich hoch sind, sondern weil ich gerade viel zu sehr mit meinen veränderten Lebensbedingungen zu tun habe. Für "Beautiful Liars Gefährliche Sehnsucht" habe ich Wochen statt Tage zum Lesen gebraucht, weil mir entweder das Buch mit seinen 498 Seiten im Arbeitsalltag zu schwer im Rucksack lag, ich in der Bahn keinen Sitzplatz bekam oder ich mich lieber auf den Weg zur Arbeit oder nach Hause über das Smartphone mit Babythemen beschäftigt habe. Somit ist "Beautiful Liars Gefährliche Sehnsucht" das zweite Printbuch das ich letzten Endes als E-Book fortgesetzt und ausgelesen habe. Im Moment liegen mir E-Books mehr.

"Beautiful Liars Gefährliche Sehnsucht" knüpft direkt am Vorgänger an und hat wieder die verschiedenen Perspektiven durch die unterschiedlichen Protagonisten. Mich hat im ersten Band die Fülle und die einfallsreiche Technik fasziniert, in dem Tower oder generell scheint es nichts in dieser Zukunft zu geben, das nicht möglich ist. Nun im zweiten Band gibt es auch wieder unglaubliche Entwicklungen wie Schnee, der nicht schmilzt oder dreckig matschig wird oder Hunde, die für immer Welpen bleiben, das man auch kritisch sehen kann. Die Autorin Katharine McGee zeigt sich wieder einfallsreich, nur so umgehauen wie beim ersten Mal hat es mich hier nicht, ich denke das lag daran, dass mir diese Welt schon bekannt war.

Es hat Spaß gemacht in den Tower zurück zukehren und die Figuren zu begleiten, ich finde es hier nur ein wenig schade, dass sich alles in einer Ebene abspielt, das war im ersten Band noch mehr durchs gesamte Gebäude gezogen.

Während im ersten Band die Entwicklungen von dunklen Geheimnissen und leidenschaftlichen Gefühlen rasant verselbstständigten und so dieser mitreißende Lesesog entstand, empfand ich es im zweiten Band als ruhig, fast schon vor sich her plätschernd, die Mädchen und Jungen lagen auf der Lauer und sind viel mehr um ihre Probleme herumgeschlichen. Nur drei Protagonisten konnten mich fesseln, Watt, der hier zu meinem neuen Liebling wurde, Leda und dass obwohl meine Gefühle ihr gegenüber immer noch zwiegespalten sind, und Calliope, die für ordentlich Wirbel sorgte und ein Stück jene Energie verkörperte, die mich im ersten Band gefesselt hat.

Beinahe traurig haben mich zwei andere gemacht zum Beispiel Rylin, die ich im ersten Band grandios fand, hier aber blass blieb. Ich hoffe sehr, dass im dritten Band einfach wieder der Knaller kommt und die Geschichte wieder schnell und atemlos wird. Denn mit diesem Ende werden die Figuren zum Handeln gezwungen.

Fazit

Die Spannung im ersten Band der "Beautiful Liars" Reihe war konsequent hoch, die rasante Entwickung der Figuren zwang mich zum Suchtlesen. Im zweiten Band - "Beautiful Liars Gefährliche Sehnsucht", war von dieser rasanten Entwicklung kaum etwas zu spüren. Der Folgeband kam wesentlich ruhiger daher, Avery, Leda, Rylin und Watt belauerten sich gegenseitig. Für komplett frischen Wind und neuer Energie sorgte der Neueinzug Calliope, die ebenfalls darauf bedacht ist, ihr Geheimnis zu hüten. Erst auf den letzten Seiten sorgen verletzte Gefühle und entdeckte Liebschaften dafür, dass die Figuren zum Handeln gezwungen werden. Für den dritten Band erhoffe ich mir deshalb wieder mehr Spannung und Action. 4 Sterne
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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Das Lied der Wächter - Das Erwachen

Thomas Erle
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 04.10.2018
ISBN 9783839223376
Genre: Fantasy

Rezension:

Zwischen den Seiten

Zunächst lernte ich das junge Ehepaar Nadja und Martin kennen, die sich auf eine kleine Wanderung durch den Schwarzwald befinden. Nadja und Martin sind vor 6 Monaten Eltern geworden und nehmen sich eine  kleine  Wanderauszeit, das Kind befindet sich in der Obhut von Freunden.

Ein herrlicher Tag steht den beiden bevor, doch schnell lässt sich erahnen, dass irgendetwas nicht stimmt. Das Wetter spielt verrückt, Armbanduhren funktionieren nicht mehr, das Smartphone auch nicht, eine plausible Erklärung lässt sich nicht finden.

Genau wie Nadja und Martin, tappt auch der Leser im Dunkeln, spürt nur, dass da etwas lauert, auf das nicht näher eingegangen wird. Nach etwa 50 Seiten endet, das erste Kapitel, ja das Buch bestehlt insgesamt aus drei Kapiteln und bei 357 Seiten, sind diese zum Teil sehr lang. :)

Mit dem Beginn des zweiten Kapitels macht die Handlung einen großen Sprung. 16 Jahre sind vergangen und wir landen bei dem 16-jährigen Felix. Er lebt ein normales Leben, freut sich auf seinen bevorstehenden Geburtstag. Als Leser erfährt man, durch Felix was in der Zwischenzeit aus dem Schwarzwald geworden ist, man geht von einem Atomunfall aus, dass Gebiet wurde abgesperrt und wird seither streng bewacht. Dennoch hat sich mit der Zeit das Leben drumherum ganz normal weiter entwickelt. Von unserem Alltag in 2018 kaum zu unterscheiden.

Der Schwarzwald gilt als geheimnisvoll und auch Felix findet diesen interessant, gibt sich allerdings damit zufrieden, dass er zur Sperrzone erklärt wurde. Das ändert sich schlagartig am Abend vor seinem Geburtstag und Felix hat nur noch ein Ziel, rein in den Schwarzwald.
Die Idee, die der Autor Thomas Erle in „Das Lied der Wächter Das Erwachen“ verarbeitet und umgesetzt hat, fand ich spannend. Doch seine Absicht bleibt bis zum Schluss, so undurchdringlich, undurchschaubar, wie ich mir den Schwarzwald dunkel und voller Geheimnisse vorstelle.

Es kommen Zweifel an der Echtheit eines Atomunfalls auf. Denn wie lässt es sich erklären, dass sich die Strahlungen auf ein Gebiet beschränken und das drumherum alles normal weitergeht?

Gemeinsam mit Felix betreten wir den Schwarzwald und von ihm geht eine Anziehungskraft aus. Mir ist bis zur letzten Seite nicht alles klar geworden, vielmehr blieb viel von dem, was als Atmosphäre erzeugt wird, weiter undurchdringlich. Für die Spannung ein großer Pluspunkt. Man merkt auch, dass der Autor sich mit dem Schwarzwald intensiv auseinandergesetzt hat, vielleicht sogar die Routen die Felix nimmt, selbst abgelaufen ist. Da liegt viel Liebe zum Detail in der Umgebung drin. Während des Lesens zog sich die detaillierte Beschreibung der Umgebung, was bei mir dazu führte, dass ich mich nur schwer auf die eigentliche Handlung konzentrieren konnte und das Buch oft zur Seite gelegt habe.

Als Felix die Wahrheit seine Verbindung zum Schwarzwald erfährt, reagiert er kopflos, was einerseits verständlich ist, für ein paar Seiten hatte ich allerdings, die Befürchtung er rennt ohne Sinn und Verstand in den Wald. Hätte er das gemacht, hätte ich noch mehr Probleme mit ihn als Protagonisten gehabt. Zum Glück tut er das an dieser Stelle nicht. Ich kann es nicht begründen, weshalb ich trotzdem nicht warm mit ihn geworden bin. Er ist ein freundlicher Protagonist und wäre er zu tough, statt der vielen Unsicherheiten, wäre das objektiv betrachtet, ebenfalls nicht schlüssig gewesen. Subjektiv gesehen konnte er mich nicht erreichen.

Dagegen wirkt der Schwarzwald anziehend und zugleich verwirrend, nur bruchstückenhaft bekommt man Anhaltspunkte, was in ihm vor geht, aber eigentlich bleibt man bis zum Schluss genauso unwissend wie am Anfang. Von dieser Geschichte geht ein ganz eigenartiger, fast schon nebliger Sog aus.

Fazit

„Das Lied der Wächter Das Erwachen“ ist ein Trilogie Auftakt, mit einer sehr interessanten, spannenden, realistischen Idee. Ein Atomunfall im Schwarzwald, der diesen zu einem Sperrgebiet macht, trotzdem geht das Leben drumherum weitestgehend alltäglich normal weiter. Das wirft Fragen auf. Auch der Schwarzwald an sich, bleibt die gesamte Zeit über eine undurchschaubare, kaum greifbare Unbekannte in der Handlung. Da sind Ursachen und Gründe, die nur angekratzt, allerdings in diesem Band nicht erklärt werden, so das ich am Ende wenigstens etwas das Gefühl habe, der Nebel lichtet sich. Selten war ich am Ende so unschlüssig, ob mich ein Buch in seinen Bann gezogen hat und ich wissen möchte, wie es weitergeht oder ob ich mich selbst im Ungewissen lassen soll. 3 Sterne.
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284 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

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Ein Augenblick für immer - Das erste Buch der Lügenwahrheit

Rose Snow
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 21.08.2018
ISBN 9783473401697
Genre: Jugendbuch

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Aqua - Im Zeichen des Meeres

Anne Buchberger
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2018
ISBN 9783492704717
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Luna im Zeichen des Mondes“ meine Buchüberraschung im letzten Jahr führte mich nach Hyianda und zur Kronprinzessin Analina Nelia die sich auf eine gefährliche Reise quer durchs Reich begeben musste, um an der Akademie des Meeres zu einer guten künftigen Regentin ausgebildet zu werden. Hyianda steckt voller Fantasie, verschiedene Lebensformen wie Schneeriesen, Zwerge oder Menschen leben größtenteils friedlich zusammen, Nahrungsmittel haben eigene Namen, ebenso gibt es andere Bezeichnungen für Wochentage und Monate. Mir hat der Einfallsreichtum gefallen und das in „Luna im Zeichen des Mondes“ mehr steckt als nur die abenteuerliche Reise einer jungen Prinzessin. Was mir im letzten Jahr so gut gefallen hat, ging für mich im zweiten Band „Aqua im Zeichen des Meeres“ nahtlos weiter.

Für Ana, die bisher einzeln unterrichtet wurde und mit Kindern in ihrem Alter nur wenig Erfahrungen machen konnte, ist die Akademie eine Herausforderung, der sie sich nicht ohne gute Freunde stellen muss. Penny und Isla haben einen großartigen Einfluss auf Ana und holen sie oft auf den Boden zurück, wenn die Nerven mit ihr durchgehen. Isla, direkt, ehrlich und unkompliziert mochte ich schon im ersten Band sehr gerne. Penny, die neu in der Runde, wirkte anfangs verschüchtert und zurückhaltend, ihr wacher, aufmerksamer Verstand blitzte durch und machte sie schnell unverzichtbar. Ich bin ein großer Penny und Isla Fan, genau die richtigen Begleiterinnen für Ana. Als Tochter der Königin hat es Analina nicht leicht, den Druck und den Erwartungen gerecht zu werden. Immer scheint ihre Mutter Lynda Celeste allgegenwärtig und auch der persönliche Mutter Tochter Konflikt spielt eine wichtige Rolle.

Gelegentlich schwenkt die Perspektive zu Lynda und so werden ihre Gefühle und Absichten nachvollziehbar. Als Leserin war ich oft hin und her gerissen zwischen dem Verständnis und Mitgefühl für Anas Sicht und Lyndas Beweggründe. Manchmal hat mich dieses Mutter Tochter Verhältnis an meine Mama denken lassen, als sture Teenie Tochter hatte sie es auch nicht immer leicht mit mir.

Das Leben an der Akademie nimmt einen großen Teil der Handlung ein, was für mich in Ordnung gewesen ist. Ich liebe Internatsgeschichten und ich habe mich heimelig gefühlt. Zwischen all dem, kamen die Geheimnisse nicht zu kurz, noch immer kratzt man nur an der Oberfläche für die wirklichen Hintergründe. Es bleibt bis zur letzten Seite spannend was Lynda Celeste, Königin von Arden und Lothian, der Regenkönig aus Nubien noch verbergen.

Fazit

„Luna im Zeichen des Mondes“ war ein Reiseabenteuer, „Aqua im Zeichen des Meeres“ ist ein Internatsabenteuer. Ich habe gerne meine Zeit mit „Aqua im Zeichen des Meeres“ verbracht, es war spannend, lustig und in seiner Tiefe so unglaublich überraschend und reif, dass ich auch Band 2 viel mehr als All Age Buch sehe, als nur für ein jüngeres Publikum. Ich freue mich auf den nächsten Band. 5 Sterne.
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577 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 202 Rezensionen

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Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Es wird schwer werden, die ganze Atmosphäre einzufangen, ohne zu viel zu verraten.

Die Schwestern Serina und Nomi leben in Viridia in der Stadt Lanos. Dieses Land erinnert mit Namen von Figuren und der Architektur an Italien. Frauen haben in diesem Land keine Rechte, sie dürfen noch nicht einmal lesen. Das perfekte Bild einer Frau stellt die Grace da. Anmutig, sanft unterwürfig wie eine Blume, ein selbstbestimmtes Leben ist verpönt.

Serina wird von frühester Kindheit zu einer Grace des Regenten herangezogen. Jedes Jahr wählt der Regent unter den schönsten Mädchen die Mädchen aus, die von nun an im Palazzo leben und ihm in allen Dingen gefügig sein müssen. Serina ist keinesfalls verblendet, sie ahnt, welche Opfer sie als Grace eingehen muss und sie ist dazu bereit. Schließlich kann ihre Stellung auch ihrer Familie nützlich sein.

Für Serina ist die Rolle klar und auch Nomi wurde jahrelang für ihre Aufgabe als Dienerin ihrer Schwester vorbereitet. Immer unter der Voraussetzung, dass diese zur Grace erwählt wird. Nomi versteht es nicht, wie sich ihre Schwester so einfach ihrem Schicksal ergeben kann, sie ist aufmüpfig und um ihrer Selbstwillen nicht bereit hinzunehmen, nichts zu dürfen.

Ich konnte die Beweggründe beider Schwestern nachempfinden. Es ist schwer ein Urteil zu bilden, wenn man außenstehend ist. Nomi und Serina werden noch lernen einander zu verstehen. Denn über diesen starken Kontrast eines luxuriösen Palazzo und dem zweiten entbehrungsreichen Handlungsort verbindet die Schwestern immer ihre Liebe zueinander und für diese sind sie bereit alles zu tun.

Kurze Zeiten zu entspannen, sich fallen zu lassen, ja schon fast einen Wohlfühlmoment zu finden, gibt es eher selten, denn die Sorge und die pure Angst sind ständige Begleiter. Ich wurde von den Seiten regelrecht inhaliert, konnte nicht aufhören, sie zu lesen. Die Figuren begleiten mich immer noch. Können Serina und Nomi Gefühle zu männlichen Figuren aufbauen und wenn ja sind diese glaubwürdig?

Sie sind Frauen in einer Welt, in der der Mann über alles steht und alles bestimmen kann, da entsteht auch Angst oder Misstrauen und das kommt rüber. Ich konnte es nicht verhindern, dass mein Happy End süchtiges Herz geklopft hat und das ich mich bei der einen Schwester fast fallen ließ. Für mich war das alles schlüssig, denn wenn Unsicherheiten dich ein Leben lang verfolgen, ist eine freundliche Gestik bezaubernd.

Von Anfang an stellt sich die Frage, wie ist es möglich, dass Frauen in Viridia so unterdrückt werden? Darauf wird im Verlauf eingegangen und wird hoffentlich im zweiten Band noch weiter vertieft. So wieso erwarte ich im Band 2 eine Menge, denn gegen Ende geht es rasant zu, es geschieht viel, und mindestens an einem Ort wird einem quasi die Möglichkeit für eine Aussprache verwehrt.

Die (An)spannung bleibt die gesamte Geschichte über konstant und so hat mich auch das Ende geschockt und gefesselt, ich warte sehnsüchtig auf den zweiten Band. 5 Sterne.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

gangster, gay romance, gestaltwandler, gestaltwandler wölfe, krimi, liebe, m/m romance, zusammenhalt

Good Enough - Funken in Türkis

D. C. Malloy
E-Buch Text: 158 Seiten
Erschienen bei null, 18.01.2018
ISBN B07915GW18
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zwischen den Seiten

Im Januar erhielt ich eine E-Mail der Autorin, in der sie mir ihren Debütroman vorstellte und mich fragte, ob ich Interesse hätte es zu lesen: Fantasyelemente, weil Gestaltwandler drin vorkommen, und eine Liebesgeschichte klangen auf Anhieb interessant, nur das Pairing war für mich Neuland, da es eine Mann - Mann Liebesgeschichte ist. Bislang habe ich keine Bücher mit dieser Konstellation
gelesen und muss gestehen, dass ich nach "Good Enough Funken in Türkis" festgestellt habe, dass ich mich manchmal selbst infrage gestellt habe.

Es gibt keinen langsamen Einstieg in die Geschichte, sie beginnt mit einem Autounfall in einem verschneiten amerikanischen Wald. Brennans Auto ist während der Flucht vor seinem Verfolger Newcomb in einem Graben gelandet. Die Chancen für Brennan lebend aus dieser Situation heraus zu kommen sind gering, da Newcomb in der besseren Position ist. Als sich die Lage für Brennan mehr und mehr zuspitzt, wird Newcomb von einem Wolf überwältigt.

Diesen Einstieg empfand ich als spannend und er hat mich gefesselt. Der Wolf wurde von einer kleinen Männergruppe begleitet, die Brennan kurzerhand in ihr Dorf mitnehmen, um seine Verletzungen verarzten zu lassen.

Einige Dorfbewohner wollen Brennan am liebsten sofort wieder wegschicken, da er Gefahr für die kleine abgeschiedene Gemeinschaft bedeutet. Andere wollen ihn so lang bleiben lassen, bis sich der Aufruhr gelegt hat. Einer der Befürworter ist Nick, von dem sich Brennan schlagartig angezogen fühlt.

Die Geschichte hat zwei Perspektiven, die von Nick und die von Brennan. Dass die beiden für sich selbst klarstellen, dass sie erotische Gefühle für den anderen haben und sich daraus keine innere Zerrissenheit entwickelt hat mir gut gefallen. Auch für die anderen Dorfbewohner ist Homosexualität kein großes Thema, jeder kann lieben, wen er oder sie möchte. Diese Selbstverständlichkeit fand ich richtig gut.

Nur müssen Nick und Brennan sich ihre Empfindungen gegenseitig eingestehen und damit unterscheidet sich diese Geschichte kein bisschen von anderen Liebesgeschichten, die ich lese. Auf jeder knisternden Annäherung folgt ein Schritt zurück. Unsicherheiten kommen auf beiden Seiten auf, der eine denkt nicht gut genug zu sein, der andere hat Angst zu voreilig zu sein und dadurch alles kaputtzumachen.

Die gegenseitige Anziehung entlädt sich, es kommt zum Sex, der ebenfalls beschrieben wird. Weil das Mann und Mann für mich in Büchern neu gewesen ist, war auch diese Szene ungewohnt und ich bin rot geworden, wofür ich mich geschämt habe. Denn ich habe mich hinterfragt, wäre es eine Frau Mann Szene gewesen, dann hätte ich mich dabei nicht ertappt gefühlt, als hätte ich etwas ganz Intimes, Persönliches entdeckt. Ich kann hier keine Bewertung darüber abgeben, ob die Sexszenen zu explizit waren oder nicht. Ich habe nur die eine gelesen, die anderen habe ich dann nicht mehr verfolgt. Es erschien mir einfach als zu privat. Es gibt Geschichten, da ist der erotische Inhalt von der Häufigkeit ausgeprägter, das ist bei "Good Enough Funken in Türkis" überhaupt nicht der Fall. Also nicht jede zweite Seite, in diesem Fall hätte ich wohl kapitulieren müssen. Die Erotik fügt sich stimmig in die Handlung ein.

Mir ist bewusst, dass es einen Grund brauchte, Brennan und Nick einander begegnen zu lassen und der Anfang war auch vielversprechend spannend, allerdings gerät der gewollte Thriller Einfluss ins Stocken. Dieser Handlungsstrang plätschert vor sich her, wirkt vorhersehbar, wenig spannend und las sich holprig. Für mich hätte es das gar nicht benötigt. Die Beziehung von Nick und Brennan ist präsenter und las sich auch flüssiger. Ich fand, dass die Gesaltwandler Komponente zu kurz kam, sie hätte gerne mehr in den Vordergrund kommen dürfen. Denn woher kommen diese Kräfte, wie hat sich die Gemeinschaft gefunden? Zwischendrin habe ich nachgeschaut, ob es auch bereits Bücher zu den anderen Bewohnern gibt. Allerdings ist "Good Enough Funken In Türkis" das Debüt, aber was noch nicht ist, kann ja folgen. Ich würde es gut, finden mehr von Santiago und Kitty, James und Lorraine oder Archie und Kellan zu lesen.

Brennan wird im Buch äußerlich mit Ryan Gosling verglichen, wodurch ich ihn mir muskulös gephotoshopt vorstellte. Brennans nicht legaler Nebenjob hat ihn in die gegenwärtige missliche Lage gebracht. Er ist vom Typ Mensch lieb, unsicher und in Bezug auf Nick emotional. Nick dagegen wirkt gradlinig, zurückhaltend, allerdings ebenfalls emotional. Beide sehnen sich nach jemandem, mit dem sie glücklich werden können.

Der Schreibstil wirkte ausgeglichen und angekommen, sobald sich die Handlung nur auf das Dorf, deren Bewohner und vor allem auf die Jungs konzentrierte. Holprig wurde es nur mit dem Thriller Element, das erinnerte mich zu sehr an alte amerikanische Gangster - Mafiosi Filmen, in denen die Figuren nicht nur übertrieben klingende Namen haben, sondern auch übertrieben oft die starken, männlichen Helden markieren. Überraschen konnte Autorin D.C. Malloy mich mit den Emotionen von Nick und Brennan, wenn die beiden sich streiten, dann fliegen da wirklich die Fetzen.

Fazit

„Good Enough Funken in Türkis“ ist das Debüt von D.C. Malloy und für mich auch etwas Neues, da ich bis zu diesem Buch, noch keine Mann-Mann-Liebesgeschichte gelesen habe. Bei meinen bisherigen Frau-Mann-Geschichten hatte ich nie Berührungsängste bei ausführlichen Sexszenen gehabt, bei diesem Buch allerdings habe ich mich wie ein Eindringling in einer persönlichen Situation gefühlt, obwohl sich die Anzahl in einen passendem Rahmen hielt. Die Liebesgeschichte steht stark im Vordergrund, drängt die Gestaltwandlerthematik etwas zurück. Dabei fand ich diese besonders interessant. Davon hätte es gerne mehr geben dürfen. Die Thriller Komponente war das Einzige, was sich hier überhaupt nicht gut eingefügt hat. Nach einem spannenden Anfang plätschert sie vor sich her und die Spannungssequenzen erinnerten mich zunehmend an alte klassische Mafiosi Gangster Filme. Ich finde, das Buch hätte es gar nicht gebraucht, da die Stärken der Autorin in den zwei anderen Themen lagen. 3 Sterne.
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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Auf Umwegen

Andrew Smith ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.10.2015
ISBN 9783551560186
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Zeilen

Pferde dir vom Himmel fallen? Das gibt es doch gar nicht, „Auf Umwegen“ muss also vollkommen abgedreht sein? Finn Easton ist schon ein recht eigenwilliger Charakter, wo andere Menschen die Zeit in Minuten messen, misst er sie in Meilen. Finn diente seinem Vater als Vorlage für eine Figur in seinem Bestseller und all das, weil ein Pferd von Himmel fiel und die Leben von Vater und Sohn veränderte.

Finn fühlt sich seit dem an den Roman gekettet, versucht auf der anderen Seite ein normales Teenagerleben zu führen, was auch nicht immer leicht ist, mit einem Freund, der einem immer in die verrücktesten Sachen hineinmanövriert.
Startseite von den Königskindern
An dieser Stelle muss ich feststellen, dass der Klappentext schon viel von der Handlung vorwegnimmt.

Meine erste Begegnung mit den Autoren Andrew Smith hatte ich vor einem Jahr mit „Winger“ und da war die Sprache schon männlich rotzig und direkt, dieses Mal war ich vorbereitet und auch bei Finn und Cade finden sich viele Worte wieder, die anderswo ausgepiept werden, wenn nicht schon alleine wegen der Worte, dann definitiv wegen seiner Häufigkeit. Das war für mich in „Auf Umwegen“ schon okay, auch wenn ich so nicht sprechen würde. Zu den 16/17-jährigen Finn und Cade hat es dagegen gepasst.

Ich finde in Andrew Smith, Büchern spürt man definitiv einen maskulinen Touch, das Gefühl und das Gerüst, das er mit seinen Worten schafft, fühlt sich so anders an, als wenn eine Autorin einen männlichen Ich Erzähler hat. Cade ist in der Schule ein Draufgänger, Finn eher ruhig und höflich, die beiden ergänzen sich, zum Glück mag Cade Finn wirklich als Freund, da hatte ich anfangs meine Bedenken. Sie können sich auf den jeweils anderen verlassen.

Für mich ist „Auf Umwegen“ eher ruhig gewesen, es passieren einige chaotische Dinge, dann wäre da noch Finns Erkrankung, die eine wichtige Rolle spielt, aber es ist ruhig an Action oder an Drama, es gibt ein relativ normales Jungenleben wieder. Ich finde die Beziehung zwischen Finn und seiner Mitschülerin Julia Bishop wird im Klappentext dramatisiert, ich habe es nicht so empfunden, dass sie ihm das Herz gebrochen hat. Das klingt in meinen Ohren etwas böse, dabei hat alles seinen Grund und auch Finns Reaktion ist nachvollziehbar.

Die Spannung war für mich konstant ohne große Ausreißer nach oben oder unten. Der direkte Schreibstil gibt dem Buch sein Gesicht, den man entweder mag oder nicht.

Fazit

„Auf Umwegen“ von Andrew Smith hat mit Finn Easton einen liebenswerten Charakter, dessen Leben ein klein wenig außergewöhnlich ist und diesen ganz speziellen eigenen Andrew Smith Schreibstil. Frech, rotzig, entweder mag man ihn oder nicht. Da "Auf Umwegen" mein zweites Buch von Andrew Smith ist, kannte ich diesen Schreibstil bereits und habe mich nicht daran gestört. Die Geschichte ist glaubwürdig und liest sich im Grunde flüssig, trotzdem habe ich keinen engen Draht zu Finn finden können, und habe mich während des Lesens leicht ablenken lassen, weshalb ich länger als geplant mit dem Lesen beschäftigt gewesen bin. 4 Sterne.

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Was uns ganz macht

Kendra Fortmeyer , Fabienne Pfeiffer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 25.09.2017
ISBN 9783789108457
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~ Zwischen den Seiten ~


Morgan Stone ist das ungewöhnlichste Mädchen, von der ich je gelesen habe. Sie hat mich im ersten Kapitel, in dem sie sich vorstellt, so sehr irritiert, das ich zwischen Realität und Fiktion nicht unterscheiden konnte, obwohl ich mir der Fiktion durchaus bewusst gewesen bin, habe ich den ich recherchiert, ob das, was sie hat, möglich ist. Morgans Realität fühlt sich unglaublich echt und überzeugend an und ich dachte, das Besondere wäre symbolisch gemeint, im Sinne von verletzten Gefühlen und Vertrauen. Doch innerhalb der Buchdeckel ist Morgan Stone mit allem Drum und Dran real und es ist nur all zu verständlich, dass sie ihr Geheimnis wahren möchte. Nur wenige Menschen wissen davon, wie ihre Eltern, Ärzte oder ihre beste Freundin Caro.

Morgan bleibt lieber für sich, zeichnet lieber als den Kontakt mehr als notwendig zu anderen Menschen aufzubauen, zu groß ist die Angst, dass man erkennen kann, was mit ihr nicht stimmt und sie dafür fertigmachen könnte. Morgan liebt es zu zeichnen und sie ist talentiert, allerdings fehlt ihren Bildern das Leben.

Das ist der Tritt, den Morgan brauchte, um aus der selbst gewählten Isolation auszubrechen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Caro geht sie tanzen und blüht auf der Tanzfläche auf. Ihr inneres Bedürfnis, sich so zu präsentieren, wie sie ist, bricht aus ihr heraus. Morgan spürt die Energie, sie lässt sich fallen und mit zum ersten Mal ist ihr egal, ob ihr Geheimnis auffliegt. So lang sie tanzt akzeptiert sie sich, wie sie ist. Das ist großartig. Tatsächlich wird ihr Geheimnis entdeckt und was zunächst als kleiner Internetkuriosität beginnt, wird bald schon zu einer medialen Lawine.

Plötzlich wird Morgan wahrgenommen, manch Interesse imponiert ihr und pusht ihr Selbstvertrauen, allerdings hat es auch Schattenseiten und es ist nicht immer leicht zu ertragen, was wildfremde Menschen über Morgan denken. Bestimmt ist es nur natürlich das Morgan nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht und das sie ganz oft ihrer besten Freundin unrecht tut, dennoch tat mir Caro wirklich leid und die Handlung wird an dem Punkt vorhersehbar.

Bleibt nur zu hoffen und zu wünschen, dass jeder Leser am Ende weiß, die besten Freunde sind die, die immer zu einem halten und Freundschaften sollten gut gepflegt werden.

Auch als Morgan auf Howie trifft, ihrem Gegenstück, zeigt sich das sie oft ichbezogen (über)reagiert. Sympathien haben in "Was uns ganz macht" eher andere Figuren als die Hauptfigur von mir erhalten.


Die Botschaft von „Was uns ganz macht“ ist eindeutig, der Titel zwischen den Seiten wird dieser Grundgedanke oft emotional und fast schon poetisch angegangen. Neben Morgan ist da noch ihre beste Freundin, die strahlende herzliche, warme Sonne, mit der Power eines Duracell Hasen, deren „Makel“ darin besteht, dass sie ein paar Gramm zu viel hat. Jedenfalls für die, die sich daran stören, denn Caro definitiv nicht und das macht sie so mega sympathisch und auch darin steckt eine Botschaft. Oder aus Morgans Mutter und ihrer oft sehr kalten distanzierten Art lässt sich zwischen den Zeilen etwas herausfiltern. „Was uns ganz macht“ sind nicht nur Morgan und Howie, sondern ist die Summe aus allen Figuren, die hier vorkommen. Botschaften über Botschaften.

Trotz des tollen Schreibstils und dem wichtigen Thema hatte ich zwischen drin, Schwierigkeiten am Ball zu bleiben, manchmal ließen mich Morgans Bilder vollkommen abdriften, vielleicht zu viel Kunst oder es waren die Szenen im Krankenhaus, die ich teilweise überflog. Ich kann es an dieser Stelle nicht genau benennen. Vielleicht lag es auch an Morgan, die mir manchmal zu ichbezogen daher kam, dass ich ungewöhnlich lang für „Was uns ganz macht“ gebraucht habe. Morgans bisher bekannte Welt gerät kräftig ins Schleudern, es verändert sich viel, weil sie nun Aufmerksamkeit bekommt, dass sie hier nicht immer alles richtig machen kann, ist mir klar, allerdings fand ich es schon arg gemein, wie sie Caro oft behandelt. Egal was kommt, am Ende sind es immer die Freunde, die zu einem halten, wenn die Welt zusammen bricht.

~ Fazit ~

„Was uns ganz macht“ hat mich überrascht, da das was Morgan ausmacht, hielt ich die ersten Seiten noch für eine Metapher, tatsächlich ist es in dem Buch real und echt. Für eine kurze Zeit war ich so verwirrt, dass ich die Wahrheit im Internet recherchieren musste. Im Buchtitel findet sich schon das Thema wieder. Morgan ist auf dem
iese Stelle habe ich dann nur noch überflogen. Für mich eine wichtige Botschaft mit kleineren Schwächen in der Hauptfigur. 3 Sterne.
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370 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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Auf immer gejagt

Erin Summerill , Nadine Püschel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783551583536
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

dorothea flechsig, erster band, famili, fledermau, fledermaus, fledermäuse, freundschaf, freundschaft, glückschuh verlag, glückschuh-verlag, kinderbuch, mit köpfchen, normale lesbarkeit, rezensio, schule

Sandor - Fledermaus mit Köpfchen

Dorothea Flechsig , Christian Puille
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Glückschuh-Verlag, 15.08.2014
ISBN 9783943030303
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Sandor ist eine kleine braune Fledermaus mit einem Knick im linken Ohr, auch wenn er sich selbst gerne als großer Abendsegler, der in Transsilvanien geboren wurde, bezeichnet. Sandor wohnt in einem alten Rollokasten in einem Klassenraum. Eigentlich wäre Sandor sofort, wieder ausgezogen, nach dem er feststellte, wo er eingezogen war (es waren Sommerferien), allerdings entwickelt die kleine Fledermaus eine Vorliebe für quietschige Tafelkreide und fürs Lernen. Sandor ist pfiffig und neugierig und hat lesen und rechnen quasi nebenbei im Schlaf gelernt.

Genau unter Sandors Rollokasten sitzt Jendrik, ganz hinten an der Wand und in der Ecke zum Fenster. Schon oft haben Sandors Schnalzgeräusche Jendrik in Schwierigkeiten gebracht, denn keiner weiß, dass In dem alten Kasten eine kleine Knickohr-Fledermaus wohnt.

Zwischen dem Jungen und der Fledermaus entsteht eine Freundschaft, in der sie sich gegenseitig helfen.

Begleitet wird die Geschichte mit farblichen Illustrationen von Christian Puille und genau diese sind sehr herzig. Die Hardcoverausgabe kommt zudem noch mit einem Lesebändchen, was vor allem für die jungen Leser hilfreich ist, denn sie können so ihren Lesefortschritt markieren.

Die Geschichte lässt sich gut verfolgen, ich denke Kinder werden sie mögen und erkennen, wie wichtig Freundschaft ist. Wissenswertes über Fledermäuse fließen nebenbei in die Handlung ein, was mir gut gefallen hat. Am Buchende steht ein „Wissenswertes über Fledermäuse“ Nachwort mit weiteren Wissen über die kleinen putzigen Flugkünstler.

Mir hat es der freche, liebenswerte Sandor total angetan, auch wenn ich nicht ganz der Zielgruppe entspreche, werde ich auch die weiteren Abenteuer von Sandor und Jendrik verfolgen.

Die Abenteuer von Sandor der Fledermaus mit Köpfchen gibt es nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Hören und ich bin neugierig, wie wohl die Stimme von Sandor klingen mag, vielleicht höre ich es mir bald an.

Fazit

„Sandor Fledermaus mit Köpfchen“ ist ein Buch für fortgeschrittene Erstleser und besticht durch besonders liebevolle Illustrationen, weil sie alle in Farbe sind. Als geübter Leser ist man natürlich etwas flinker, Spaß macht die Geschichte allemal. Sandor ist herzlich, niedlich und etwas zum Lernen gibt es auch. Für mich ein tolles kleines Abenteuer. 5 Sterne.
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Luna - Im Zeichen des Mondes

Anne Buchberger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492704526
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

„Luna im Zeichen des Mondes“ hat mich überrascht, denn eigentlich hatte ich eine königliche Internatsgeschichte erwartet, was ich bekam, war keine reine Schulgeschichte. Auch kein Abenteuer, das ausschließlich für junge Leserinnen ab 12 Jahren geeignet ist. Immerhin wirbt Piper mit seinem neuen Imprint „you & ivi“ damit, dass es die kleine Schwester von „ivi“ ist. Aber in „Luna Im Zeichen des Mondes“, steckt eine kleine überraschende All Age Perle.
Prinzessin Analina Nelia ist die junge Prinzessin des Ardenreiches und lebt mit ihrer Mutter im Schloss Funkelstein. Die Heimat von Prinzessin Analina Nelia ist rein fiktiv und wunderbar kreativ und fantastisch und entspringt der großen Fantasie der Autorin Anne Buchberger. An ihrem Geburtstag erfährt die junge Prinzessin, dass sie an der Akademie der Meere aufgenommen wurde. An dieser Schule soll man ihr alles beibringen, was sie als zukünftige Regentin benötigt. Allerdings ist Analina wenig begeistert von dieser Aufnahme. Für sie bedeutet das nämlich sie muss unverzüglich aufbrechen und eine Reise zu Fuß quer durch das Land antreten. In dieser Szene spiegelt sich das angespannte, fast schon distanziert unterkühlte Verhältnis zwischen der Prinzessin und ihrer Mutter Königin Lynda wieder.

Königin Lynda ist schwer einzuschätzen, ist sie kühl und ablehnend oder liebt sie ihre Tochter und handelt so, wie sie es tut, zum Schutz ihrer Tochter, der Mondprinzessin? Gerade, der Prolog feuert diese Fragen an, denn eigentlich sollte sich eine Königin doch über ihre Schwangerschaft freuen oder? Für mich ist Königin Lynda die wohl interessanteste Figur im gesamten Buch. Denn obwohl der Mittelpunkt Analina ist, bekommen wir Leser im Verlauf noch mal die Gelegenheit Königin Lynda über die Schulter zu schauen und sie eventuell besser zu verstehen oder im Grunde nur noch verwirrter und rätselhafter auf die Geschichte zu blicken.

Unter dessen lässt sich Prinzessin Analina nicht unterkriegen, vielleicht weil ihre zwei besten Freunde Saphiron und seine kleine Schwester Türkis Teil der hoheitlichen Reisegruppe werden dürfen. Diese Reisegruppe besteht des Weiteren aus einem Schneeriesen, einer Waldelfe und eines Gnoms. Oberstes Ziel natürlich, die Prinzessin sicher zu der Akademie der Meere zu bringen. Langweilig wird diese Reise nicht, denn nicht nur die Prinzessin lernt ihr Reich kennen, sondern auch wir dürfen einiges über die verschiedenen Bewohner erfahren. Außerdem ist es auch ein Abenteuer und was wäre ein Abenteuer ohne Gegner? Langweilig, genau. Und so es böse Mächte, die verhindern wollen, dass die junge Prinzessin ihr Ziel erreicht. Denn die Prinzessin ist die Mondprinzessin und um diese ranken sich ganz besondere Geschichten.

„Luna im Zeichen des Mondes“ ist eine mehrteilige Reihe und das merkt man ihrem Auftakt an, hier wird sich viel Zeit genommen, immer wieder Fragen aufgeworfen und nicht alle beantwortet. Das Buch ist eine richtig tolle Überraschung, die Fantasie scheint grenzenlos, die Spannung gut durch dacht und das ganze Konzept hat für mich nichts Kindliches sondern es ist Fantasy für jedes Alter und jedem Leser, nicht nur für junge Leser.
Fazit

Wo von Luna und einer Mondprinzessin die Rede ist, werde ich hellhörig, denn im Herzen werde ich immer mit Sailor Moon verbunden bleiben. Ganz klar also, dass ich „Luna im Zeichen des Mondes“ im Rahmen der „you & ivi“ Blog Tour lesen wollte. Nur habe ich ein Kinderbuch erwartet, immerhin stellt sich Pipers neues Imprint „you & ivi“ als kleine Schwester von „ivi“ vor und möchte sich an junge Leser ab 10 Jahren richten. Doch wer Prinzessin Analina kennenlernen möchte, wird feststellen, dass ihre Geschichte so viel Potenzial an Kreativität, Spannung und rätselhaften Charakteren bietet, dass dieses Buch mit Leichtigkeit auch älteren Lesern verzaubern und begeistern kann. Eine kleine gelungene überraschende Buchperle, die mit Sicherheit auch mit dem folgenden Abenteuer begeistern, und glänzen wird. 5 Sterne.


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Funkenflug

Izabelle Jardin
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 31.10.2017
ISBN 9781503946798
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zwischen den Zeilen

Faye Duncan eine junge Frau, die ihren Ehemann John früh verlor und seitdem alleine für die zwei gemeinsamen Kinder und der Zucht und Pflege ihrer Schafe verantwortlich ist. Die Liebe findet sie wieder in Constantin. Doch sein Vater hält diese Verbindung nicht für standesgemäß, denn Constantins Familie entstammt einem alten deutschen Adelsgeschlecht und Faye ist eine normale bürgerliche Engländerin.
Auf dem deutschen Anwesen, das mittlerweile einer Stiftung gehört, entdeckt Faye ein Portrait der Gräfin Clara Henriette von Beiersdorf, Constantins Urgroßmutter. Eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Frauen lässt sich nicht leugnen. Constantin erzählt ihr die Geschichte seiner Urgroßmutter Clara Henriette.
Ab hier wechselt die Ich-Perspektive von Faye zur Erzähler-Perspektive von Clara. Clara ist unsterblich in ihren Freund aus Kindertagen Martin Klappstock verliebt. Eine unstandesgemäße Liebe, da sie eine Gräfin und er der Sohn des Pfarrers ist. Zunächst allerdings steht diese Verbindung unter einem guten Stern, bis den beiden ein Funkenflug übel mitspielt.

Gerade die Kapitel, in denen es um Clara Henriette ging, haben mir am meisten gefallen. Clara ist zielstrebig und äußerst selbstbewusst für eine Frau ihrer Zeit. Ihr werden viele Hürden gestellt und sie überzeugte mich mit ihrem unerschütterlichen Glauben an das Gute und an die Liebe. Mit jedem Wechsel von Clara zu Faye hin wollte ich eigentlich nur schnell wieder zu Clara zurückkehren, da ihre Kapitel oft an besonders heiklen Wendepunkten ihrer Biografie eine Pause einlegen.

Wenigen Menschen ist es gestattet, nur nach ihrem persönlichen Glück zu streben. Jeder von uns ist ein kleiner Teil eines großen Ganzen. Und in diesem Ganzen gilt es, nach bestem Wissen und Gewissen und zum Wohl der Gemeinschaft zu handeln und zu leben. - Pos. 1439 von 6186

Clara und Faye miteinander zu vergleichen, ist fast kaum möglich, da hier vollkommen verschiedene Jahrhunderte und Leben eine Rolle spielen. Als Tochter eines Grafen hat Clara Privilegien, ihre Zukunft könnte sorglos werden, wäre eben nicht der eine Abend der alles verändert. Clara muss sich mit den Pflichten ihrer Position auseinandersetzen, sie lernt, dass sie nicht nur für sich verantwortlich ist. Es liegt wohl an dem Jahrhundert (1851), dass ein junges Mädchen mit 17 Jahren bereits erwachsen werden muss, anders als 2010 die Zeit in der ich Faye begleiten durfte. Clara beugt sich den Erwartungen und folgt einem Mann, den sie nicht kennt, in sein Land und in sein Haus. Fayes Leben, das in 2010 zwar auch seine Schwierigkeiten hat, wirkt trotz allem unserer Zeit entsprechend normal und konnte mich nicht fesseln, da Faye anders als Clara frei in ihren Entscheidungen ist.
Izabelle Jardin zeigt mit Clara einen sehr tollen Sprachstil, der für mich das 19. Jahrhundert widerspiegelt. Clara lebt im viktorianischen England eine Zeit des Umbruches und Wandels, der technische Fortschritt beginnt, „Funkenflug“ ist mit allerhand Wissenswerten versehen es liest sich toll.
Spannend ist Claras Leben alle Mal, während des Lesens habe ich gehofft und gebangt, dass sie trotz aller Widrigkeiten ihr Glück finden wird. Während Claras Geschichte ganz gut auf Historisches setzt, hatte ich gelegentlich bei Faye das Gefühl, das hier noch mysteriöses verarbeitet werden sollte. Hinweis dafür gibt die verblüffende Ähnlichkeit zwischen Clara und Faye, die leider nicht wirklich aufgeklärt wird. Es gibt weitere Punkte in Fayes Lebenslauf zwischen den Seiten, die nicht komplett zu Ende gedacht wurden. Allem im allem war der Clara Henriette Part nicht nur interessanter, sondern auch besser ausgearbeitet.

Fazit

Mit Funkenflug habe ich mich auf ein spannendes, historisch, romantisches Abenteuer in zwei Zeitebenen gefreut. Anfangs war das auch gut gelungen, doch schon nach mehreren Seiten hing ich mehr und mehr in Clara Henriettes Schicksal fest. Ihr Leben um 1851 ist ereignisreich und liest sich spannend. Zu mal es diesem jungen Mädchen es nicht leicht gemacht wird, das Glück in ihrem Leben festzuhalten. Faye, die in der Gegenwart um 2010 lebt, kennt diese Probleme nicht, wie auch sie lebt nun mal in einem anderen Jahrhundert. In unserer Gegenwart ist es viel leichter, den Partner zu heiraten, welchen man liebt. Ebenso müssen eigene Entscheidungen nicht mehr zwingend Auswirkungen auf andere haben. Im direkten Vergleich wirkte Fayes Leben auf mich gewöhnlich und längst nicht so spannend und interessant, wie die Zeit von Clara Henriette. Der Stil der Clara Kapitel ist toll und fühlt sich passend für die Epoche an. Nebenbei gibt es viele Zusatzinformationen, eine kleine unaufdringliche gut recherchierte Geschichtsstunde. Mir hat „Funkenflug“ unterm Strich ganz gut gefallen und wird bestimmt nicht das letzte Buch der Autorin bleiben. 4 Sterne.

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Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Der Tower, in New York, ist ein Gebäude mit 1000 Etagen, der Mittelpunkt von „Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“, in ihm spielt sich der Großteil der Handlung ab. Er ist eine wie eine eigene Stadt in einem Gebäudekomplex mit Wohnflächen, Geschäften, Restaurants, Bars, Cafés, Hotels, und diverse andere Freizeitmöglichkeiten. Hätte ich nicht schon TV Dokumentationen über Wohnhäuser, die einer eigenen Stadt gleichen, gesehen, hätte ich so etwas für unmöglich gehalten.

Die Etage sagt etwas über Einkommen und sozialen Stand der Bewohner aus, je höher, desto weniger spielt Geld eine Rolle, Luxus dagegen gehört zur Grundausstattung. Die Welt im Jahr 2118 hat sich stark verändert, die Technologie hat immer mehr an Bedeutung gewonnen und das Leben mit Annehmlichkeiten vereinfacht. Autos, die man noch selbst steuern muss, gibt es längst nicht mehr, das geschieht nun alles vollautomatisch oder man nutzt gleich einen der vielen Lufttaxis. Die Apartments, die es sich leisten können, nutzen Raumcomputer, welche die Vitalfunktionen der Bewohner überwachen, Haushaltsroboter beaufsichtigen. Das Internet ist mehr zu einem visuellen Erlebnis geworden, jedenfalls für jene, die es sich leisten können.

Diese Zukunft fand ich interessant und manchmal wusste ich auch nicht, ist der Park in denen sich die Figuren aufhalten jetzt im Tower oder doch außerhalb. Die Grenzen waren mir nicht immer klar, da man einfach alles im Tower erleben und erledigen kann. Die Welt außerhalb bleibt blass und ich hatte das Gefühl nicht unbedingt auf der Erde oder in New York zu sein, sondern innerhalb einer Blase. Über die Entwicklung von unserem 2017 bis 2118 erfährt man recht wenig, einerseits schade, andererseits glaube ich nicht, dass es vorab zu Katastrophen und Zerwürfnissen gekommen ist, was ja auch mal ganz angenehm ist.

Die Handlung setzt sich aus fünf Perspektiven und Personen zusammen, die in unterschiedlichen Etagen wohnen und somit einer bestimmten Gesellschaft angehören.

Avery bewohnt mit ihrer Familie das Penthouse in der 1000. Etage. Für ihre Eltern gilt nur das feinste und beste, selbst bei ihrer Tochter. Für die sie keine Kosten gespart haben, um nur die allerbesten DNA Komponenten verwenden zu lassen. Das erklärt Averys Schönheit, sie ist perfekt und Everybodys Darling. Allerdings wirkt das bei ihr nicht aufgesetzt, sie ist wirklich freundlich und liebreizend. Dass ihr der Luxus um sie herum nicht wichtig ist, so lang sie nur ihre unerfüllte Liebe leben darf, kauf ich ihr ab. Bis auf wenige Situationen, in denen sie zickig reagiert, bleibt sie im Vergleich mit den anderen Figuren eher langweilig, wobei ihre Entwicklung am Ende für Band 2 stärker und interessanter zu werden verspricht, weil ich eine kämpferische, starke Avery vermute, die weniger Prinzessin ist.

Eris zu lebt anfangs ebenfalls in den 100 obersten Etagen. Sie ist eine der besten Freunde von Avery und lebt ebenfalls schon immer in den höchsten Etagen. Ihr liegt der luxuriöse Lebensstil im Blut. Sie ist schön, selbstbewusst und genießt ihr Leben in vollen Zügen, nimmt sich, was sie möchte, und geht damit ebenfalls ehrlich um, sodass ihre Art nicht unbedingt unsympathisch wirkt, weil sie keine Maske aufsetzt. Bis ein Fehltritt ihrer Mutter, ihr dieses Leben von einer Sekunde auf die nächste nimmt und sie in die Etage 103. ziehen muss. Eris befürchtet nach und nach ebenfalls einen gesellschaftlichen Abstieg. Eris bleibt bei allem trotzdem immer noch ein bisschen die Luxus-Eris und am Ende hat mir ihreEntwicklung am Meisten gefallen. Von allen reichen Kids ist mir Eris die Liebste.

Leda, ist die streitbarste Figur in „Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“ und diejenige, an der der Vergleich zu TV Serien am besten aufgegangen ist. Sie hat die komplette Bandbreite meiner Gefühle bekommen. Anfängliche Sympathie, weil sie versucht, ihr Leben zu ändern. Ich habe ihr die nötige Kraft gewünscht. Mitleid hatte ich mit ihr, weil sie unglücklich in den Bruder ihrer besten Freundin verliebt ist. Ich wollte, dass sie ein Happy End bekommt. Außerdem wird Leda unfreiwillig zum Spielball unausgesprochener Gefühle und Geheimnisse und das hatte sie nicht verdient. Auf der anderen Seite strapaziert sie mit ihrer Kontrollsucht und ihren ich bin ein reiches Mädchen Allüren die Nerven. Als sie das Miststück herauslässt, hätte ich sie am liebsten kräftig geschüttelt.

Watt, steht für mich, für die Mittelschicht des Towers und für die geniale Weiterentwicklung der Technik. Ohne seine besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten wäre er unauffällig, so aber kann er sein Wissen zu seinem Vorteil nutzen. Durch einen lukrativen Auftrag kommt er mit der Welt der Reichen in Berührung und droht sein Herz zu verlieren.

Rilyn, wohnt im Tower ganz weit unten und ist quasi von Avery und ihrer Welt kilometerweit entfernt. Wenn man Watt noch zur Mittelschicht zählen könnte, so steht Rilyn für die Unterschicht. Seit dem Tod ihrer Mutter kümmert sich Rilyn um sich und ihre kleine Schwester. Nicht leicht, wo Geld knapp und die Schulden erdrückend sind. Sie ist eine Löwin, die zu viel an andere und zu selten mal an sich denkt. Rilyn erhält die Möglichkeit, als Reinigungskraft bei dem reichen Cord zu arbeiten. Ein Gewinn für sie, zumal auch Cord mit der Zeit immer interessanter wird, allerdings ist auch das mit Hindernissen verbunden.

Mit jedem von den fünf durchlebt man Höhepunkte und Tiefschläge, man lacht, leidet und liebt mit ihnen. Der Fokus ist schon stark auf die fünf Figuren gelegt, andere Figuren, wie Familienmitglieder wirken dagegen recht farblos, allerdings fand ich das auch nicht weiter schlimm. Noch mehr Figuren, Dramen und Wendungen und ich hätte den Überblick verloren.

Mich erinnert nicht nur die Umsetzung des ganzen Gefühl- und Liebeschaos stark an Serien. Vor allem anfangs gab es noch Kapitel, die hatten ein befriedigendes Ende und ich konnte das Buch auch mal beiseitelegen, um mich um andere Dinge zu kümmern. Doch dieser Zustand hält nicht lang, schnell laufen Avery, Eris, Leda, Watt und Rilyn zur Höchstform auf, entdecken Geheimnisse, die lebensverändernd sind oder erleben Erfolge in Herzensdinge und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Oder war gedanklich immer daran gefesselt, begierig getrieben, zu wissen, wie es weitergeht.

Zwischenzeitlich ist mir sogar der Prolog total abhandengekommen, erst einige Kapitel vor dem Ende ist er mir wieder eingefallen. Ab da steigerte sich meine Spannung und das unbedingt weiterlesen müssen ins Unermessliche. Ich wollte und konnte den Prolog nicht akzeptieren und am Ende des Buches, als dann alles einen Sinn ergibt, wollte ich nicht akzeptieren, dass der zweite Band erst im Herbst 2018 erscheinen wird. So ein Buchfinale macht es aber auch nicht leicht.

Fazit

„Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“ ist eine, zwischen Buchdeckeln gepackte Drama Serie. Sie bietet ausreichend Stoff an schönen Menschen, verschiedenen Leben, Liebe, Sehnsüchten, Gefühle, Lügen und Intrigen und eine neue kreative, fortschrittliche Welt. Der Handlungsort bleibt allerdings überwiegend an einem Ort, den Tower das höchste Gebäude New Yorks. Durch einen ständigen Perspektivwechsel lernt man die fünf Protagonisten kennen. Mir hat es sehr gut gefallen und zwischenzeitlich war immer ein Teil von meiner aktuellen Figur, bis sich hier irgendwann die wahren Seiten zeigen und ich ihr Handeln weiterhin toleriert oder ihnen am Liebsten ordentlich den Kopf gewaschen hätte. Aber das hat Seriencharakter und das macht die Spannung aus, wenn Geheimnisse oder falsche Interpretationen zu weitreichenden Missverständnissen führen. Selbst wenn ich eine Pause machen musste, war ich gedanklich immer im Jahr 2118 und im Tower. Auch ich als Leserin habe eine Sucht verpasst bekommen und muss nun noch eine Weile im Ungewissen aushalten, da Staffel 2, ähm Pardon ich meinte natürlich Band 2 im Herbst, 2018 erscheint. 5 Sterne.
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ebook, fantastische literatur, harz, illustratorin, luchse, magie

Magie und Schokolade

Juli Stern
E-Buch Text: 247 Seiten
Erschienen bei Amazon Media EU, 22.09.2017
ISBN B075VV3THZ
Genre: Fantasy

Rezension:

Zwischen den Seiten

Als Kind habe ich viele Sagen und Mythen gelesen, über Zwerge, Wald und Berggeister aus dem Harz, welche Schätze hüten oder arglose Wanderer in die Irre führten. Details dieser Geschichten weiß ich heute nicht mehr, kann mich allerdings gut an mein Staunen und an das Verzaubertsein erinnern. Obwohl ich noch nie im Harz gewesen bin, stell ich ihn mir wegen dieser und anderen Hexengeschichten immer ein Stück weit geheimnisvoll und magisch vor.

"Magie und Schokolade" macht den Harz hier Blomberg zum Schauplatz und beinhaltet viel Magie, allerdings weniger Schokolade als gedacht oder Schokolade in ganz anderer Form. Im Vorfeld hatte ich erwartet, dass Nu vielleicht das eine oder andere süße Dessert Rezept parat hat und weniger, das sie gerne zur Tafelschokolade greift.

Nu ist eine Weltenbummlerin, der es nicht lange an einem Ort hält. Sie fühlt sich eng mit der Natur und deren Tierwelt verbunden. Nu weiß zunächst selbst nicht, weshalb sie eine so gute Beziehung zu Tieren aufbauen kann, wie sie mit ihnen kommunizieren kann. Es gibt einiges, das ihr selbst merkwürdig erscheint, weshalb Nu ihre Fähigkeiten eher im Stillen wirken lässt, allerdings nimmt sie diese und sich selbst intuitiv an.

Ihr Drang nach Unabhängigkeit ist groß, dass sie nun etwas länger im Harz ist, liegt an ihrer hochschwangeren besten Freundin Anna. Anna hat sich in Blomberg mit einem Café und einer kleinen Pension selbstständig gemacht. Weil ihr Ehemann viel unterwegs ist, ist Nu nun nicht nur beste Freundin, sondern auch Aufpasserin, damit sich Energiebündel Anna nicht übernimmt. Ich muss gestehen, dass mir Anna unheimlich sympathisch gewesen ist und mich ein Tick mehr interessiert hat als Nu und das, obwohl Anna zwar Schokoladen Leckereien erschafft und trotzdem ihre Rezepte mir nicht verraten hat. :)
Dass Nu eine besondere Beziehung zu Tieren besitzt, erwähnte ich, auf einen ihrer Ausflüge entdeckt sie einen Hund, der sich in einer Fangfalle verstrickt hat. Nu befreit die Hündin und sorgt für sie. Von da an hat sie in Gretchen eine ganz besondere Begleiterin, die ihr unmissverständlich klarmacht, dass es Magie gibt und dass Nu ein Teil davon ist.

Gretchen sieht Nu genau, sie spürt ihre Gedanken und bringt die das eine oder andere Mal dazu, sich mit sich auseinanderzusetzen. Gretchen besitzt ein feines Gespür und ist in der nächsten Sekunde wieder ganz und gar Hündin. Auch die Männer dürfen in "Magie und Schokolade" nicht fehlen, Nu hat die Wahl zwischen Florian, die Handwerker Version von Thor Chris Hemsworth und dem Geologen Mika, mit den anziehenden Augen.

Lese Spaß

"Magie und Schokolade" ist ein Buch fürs Herz und gefiel mir vor allem wegen der ruhigen sanften Atmosphäre. Es zeichnet sich eher weniger durch Action aus, Spannungselemente sind zwar vorhanden, allerdings haben sie mich nicht umgehauen oder überrascht, aber das ist okay.

Denn "Magie und Schokolade" glänzt dank Charakteren wie Nu, Anna und Gretchen und einer Magie, die sich ganz selbstverständlich in den Alltag einfügt. Ich war entspannt beim Lesen, habe mich wohlgefühlt, heimelig und gut aufgehoben. Vor allem Gretchen hat mich zum Lachen gebracht und Anna hat mich mit ihrem Selbstverständnis begeistert.

An dieser Stelle interessant waren die Fragen, wer Nu denn nun wirklich sei und wie es weitergeht, denn es muss weitergehen, da bin ich mir sicher. Das Buch ist zwar abgeschlossen, allerdings sind noch nicht alle Fragen geklärt, außerdem möchte ich gerne wissen, wie es mit Annas Nachwuchs weitergeht. Dabei darf sie von mir aus gerne in den Mittelpunkt rücken, ihr Mann Tom bleibt hier nämlich nur am Rand und ich habe mich gefragt, wie die beiden überhaupt zusammenpassen.

Passen tut es auch mit Nu und ihrem Loveinterest, dabei überrascht mich auch hier die Wahl eher weniger, umso mehr habe ich mir Schmetterlinge im Bauch gewünscht. Etwas schade, dass die Autorin Juli Stern hier am Kribbeln gespart hat. Nicht das ich es detailliert brauche, aber zu merken, wie sich das Feuer zu einer Flamme ausbaut und dann überschwappt, wäre toll gewesen. Dieser intime Moment und die Hochstimmung wurden mit dem ersten Satz des neuen Kapitels heruntergefahren.

Fazit

Mit "Magie und Schokolade" holt Autorin Juli Stern die Magie in den Harz eine wundervolle Kulisse. Die Atmosphäre ist warm, herzlich und steckt voller Magie. Actionreiche Spannung zwischen den Seiten findet man eher weniger, auch sind Überraschungen und Wendungen überschaubar. Allerdings macht das wenig, da "Magie und Schokolade" in erster Linie dank den Charakteren Nu, Anna und Gretchen funktioniert. Alle drei sind herzlich lustig und einfach zum Gernhaben, vor allem die vorlaute Hündin Gretchen brachte mich oft zum Lachen. Einen kleinen Dämpfer hat die Romantik verursacht, ich weiß es muss nicht immer detailliert beschrieben werden, das ist nicht nötig, aber bitte nicht die gute Hochgefühlstimmung dieser Szene am Kapitelende mit dem ersten Satz des neuen Kapitels dämpfen, das hat mir mein Hochgefühl genommen. Wer bodenständige Magie mit Wärme und Herz mag, wird sich mit "Magie und Schokolade" gut unterhalten fühlen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es ein Wiedersehen mit Nu, Gretchen und Anna gibt. 4 Sterne.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

büsum, einhorn, fantasy, helgoland, nordsee, ostfriesland, piraten, plastik, sylt

Die Weiße Libelle

Alexander Ruth
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 03.06.2017
ISBN 9781546797494
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zwischen den Seiten

"Die weiße Libelle" ist ein Piratenschiff geführt von Wesen der Märchenwelt wie Schmetterlingen, Weihnachtselfen, Osterhasen, Einhörner und weiteren Wesen. "Die weiße Libelle" schippert in der Nordsee umher und verfolgt dabei Umweltverschmutzer, immer wieder fischen Kapitän Wild Wild Sonja und ihre fantastische Crew Plastiktüten aus dem Meer. Es dauert nicht lang und schon bald muss die Besatzung verschiedene Abenteuer bestehen, wie zum Beispiel verschwundene Schiffe und Menschen finden.

Immer wieder werden die Themen der Umweltverschmutzung und deren Folgen in der Geschichte aufgegriffen und informativ umgesetzt.

Dieser Aspekt hat mir gut gefallen. "Die weiße Libelle" ist ein durch und durch magisches Schiff, es muss riesig sein bei dem Fassungsvermögen der gesamten Besatzung und den vielen Aktivitäten, die die einzelnen Elfen den lieben langen Tag übermachen. Einige der Weihnachtselfen denken sie seien nach der anstehenden Weihnachtszeit auf einem erholsamen Luxusschiff Ausflug quer durch die Karibik. An Board der "weißen Libelle" geht es oft sehr lebhaft, wuselig und chaotisch zu. Nur Kapitän Wild Wild Sonja und ihr engster Beratungskreis gelingt es gelegentlich, nicht den Überblick zu verlieren.

Lese Spaß

Ich habe mich sehr auf dieses Kinderabenteurbuch gefreut, als es mir vom Autor Alexander Ruth vorgestellt wurde. Die Idee einer Piraten Crew, die sich in der Nordsee gegen Umweltverschmutzung stark macht, war besonders interessant und reizvoll.

Der Punkt ist auch gut umgesetzt, es werden Anreize geweckt, sich mehr mit dem Umweltschutz in den Weltmeeren auseinanderzusetzen.

Leider bin ich mit "Die weiße Libelle" an meine Grenzen gestoßen, da die gesamte Crew äußerst lebhaft und hibbelig gewesen ist, kam mir die Geschichte nicht selten zu sprunghaft vor, ich habe oft den Überblick und auch den roten Faden verloren. Vielleicht stand die Besatzung unter einem andauernden Zuckerschock hervorgerufen, durch das Grundnahrungsmittel Zuckerwatte an Board.

Wie das bei Kindern ankommt, kann ich leider nicht beurteilen, mir persönlich war es zu wuselig und das hat mein Lesefluss beeinträchtigt.

Die häufige Verwendung von lautmalerischen Wörtern (hust, hust, quietsch oder blubb, blubb...) hat noch dazu beigetragen, dass mir die Sprache in vielen Momenten unruhig wurde.

Wohingegen mir aber die Verwendung der friesischen Sprache wieder gefallen hat, ganz am Ende des Buches finden sich kleine Übersetzungen.

Ich habe gemerkt, wie viel Liebe der Autor Alexander Ruth in seine Figuren und seine Geschichte steckt, zumal recht schnell klar wird, dass "Die weiße Libelle" nicht die erste Schmetterlingsgeschichte ist, eine kleine Erklärung, hilft allerdings die Wissenslücken zu schließen.

Fazit

"Die weiße Libelle" ist ein Buch für Kinder, das sich mit dem Umweltschutz in der Nordsee befasst. Mit Hilfe einer Märchen- und Fantasiewesen Besatzung. Diese Idee fand ich toll. Nur waren mir die verschiedenen Crewmitglieder viel zu chaotisch, ich habe oft den Überblick verloren, weil alles scheinbar gleichzeitig und nacheinander geschieht, nicht selten begleitet von lautmalerischen sich wiederholenden Worten. Da wurde ich leider auch irgendwann unruhig und musste Seiten noch einmal lesen. Ich kann nicht einschätzen, ob gerade das für Kinder lustig und spannend ist. Die friesische Sprache hat mir gut gefallen und das ich gemerkt habe, wie sehr den Autoren seine Figuren und die Botschaft am Herzen liegen. 3 Sterne.

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So was passiert nur Idioten. Wie uns.

Sabine Schoder
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 21.09.2017
ISBN 9783733504281
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Es gibt ein Wiedersehen mit Jay und Viki, den beiden Protagonisten aus "Liebe ist was für Idioten. Wie mich" von Sabine Schoder. Ich habe die beiden geliebt und gefeiert, ihren Charakter und ihre authentische Art. Als ich von "So was passiert nur Idioten. Wie uns", war meine Freude riesig, allerdings war da auch die Angst, dass ich zu hohe Erwartungen habe, die sich nicht erfüllen lassen. Was das betrifft, bin ich sonst gelassener, nur nicht bei diesem Buch.

Es sind etwa 3 Jahre seit dem ersten Buch vergangenen und "So was passiert nur Idioten. Wie uns" beginnt nach einem Prolog mit einem überraschenden Geständnis, Viki hat Jay quasi aus ihrer Wohnung geworfen, weil er etwas mit einer anderen Frau hat, da ist sie sicher. Denn Jay verhält sich seit ca. 2 Monaten ganz merkwürdig, er duscht sofort, nach dem er zu Hause ist, und wechselt ständig die Klamotten. Er verheimlicht etwas und das kann nur eine Frauengeschichte sein. Das saß.

Jay, ein fremdgehender Mistkerl? Das erstaunt auch Mel, die eigens ihr Auslandspraktikum abbricht, um ihrer besten Freundin beizustehen. Zeitgleich wechselt die Szene zu Dave, dem besten Freund von Jay, bei dem dieser auftaucht, um eine vorübergehende Bleibe zu suchen.

Ungewöhnlicher Auftakt für mein absolutes Traumpaar und dennoch entwickelt sich schlagartig der "Idioten Sog" den es sind vor allem Mel, Dave und auch Kid (das Fellmonster) die dafür sorgen, dass ich wieder zu Hause bin und in einer U-Bahn lauthals anfange zu lachen, weil sie so entwaffnend ehrlich und direkt sind oder einfach nur Kidmäßig agieren. Es kommt zu einer Vier-Personen Perspektive und das hat mir richtig gut gefallen. Jeder der Vier ist eine Type für sich.

Viki und Jay verfolgen viele Seiten erfolgreich das Motto "Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht". Das war schon arg und bei anderen Paaren hätte mich das sehr gestört, weil es meistens unnötig dramatisch wirkt und mit einem Gespräch schnell aus der Welt zu schaffen ist. Das gilt auch für meine Lieblingsidioten, die dieser Bezeichnung gerecht wurden. Allerdings trumpfen dadurch Mel und Dave als Freunde unheimlich überzeugend auf. Es geht nicht nur um Liebe, es geht auch um Freundschaft.

Derart besänftigt habe ich auch die weiteren Herausforderungen zugelassen, eines davon fand ich großartig, auch wenn es nicht überraschend kam und vielleicht nicht jedem gefallen wird, aber es passt zu Jay und Viki ganz gut, denn Langeweile gibt es bei den Beiden nicht.

Jay und Viki haben nichts von ihrer Intensität und ihren Emotionen eingebüßt. Vor allem den beiden bin ich verfallen.

Die letzten Seiten haben alles noch einmal über den Haufen geworfen, mich total irritiert, so schnell, so plötzlich ohne jegliche Vorwarnung oder Zeit die letzten Seiten noch mal zu verarbeiten, ist es da, das Ende.

Lese Spaß

Der Humor, alle Charaktere machen "So was passiert nur Idioten wie uns" so unglaublich echt und gut. Ich habe drei Tage für das Buch benötigt, es wären bestimmt weniger gewesen, wenn ich nicht noch arbeiten hätte gehen müssen.

In jeder Sekunde, die ich nicht aktiv mit Lesen beschäftigt gewesen bin, war ich gedanklich trotzdem immer bei Viki, Mel, Jay und Dave.

Beim Einschlafen bin ich auf den Gedanken gekommen, was Jay verheimlichen könnte und deshalb Viki zweifeln lässt und tatsächlich hat sich dieser Geistesblitz bewahrheitet. Auch in anderer Hinsicht konnte ich etwas vorausahnen, weil nur das alles erklärt, was zu dieser Zeit alles vorangegangene der Handlung erklärt.

Keine Frage alle Protagonisten vom Hund bis zu den Bandmitgliedern haben mich erneut restlos begeistern können.

Fazit

Der Vorhang ist gefallen, der Abspann ist längst gelaufen und dem Traumpaar begegnet nun der Alltag und dadurch neue Herausforderungen. Das Jay seiner Viki dabei tatsächlich fremdgeht, wie sie es vermutet, konnte ich mir nicht vorstellen. Lange beherrscht diese Frage das Buch. Wären da nicht die Freunde, die dadurch erst richtig in Stimmung kommen und damit beweisen, in "So was passiert nur Idioten. Wie uns." geht es längst nicht nur um Liebe, sondern auch um Freundschaft.

Es sind diese Figuren mit ihrer unübertrefflichen ehrlichen, direkten Art, die diesen "Idiotensog" auf mich ausüben, dass ich ihnen auch Schwächen im Handlungsverlauf verzeihen kann. Ich kann mir zwei Sachen nur schwer vorstellen: 1. Dass Viki, Jay und Co. nur der Fantasie entsprungen sind. Die müssen irgendwo in Österreich in echt herumlaufen und 2. dass ich mich von Jay und Viki verabschieden kann. Ich möchte nämlich gerne noch mehr Viki und Jay. 4 Sterne.
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Soul Mates - Flüstern des Lichts

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473585144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

„Soul Mates Flüstern des Lichts von Bianca“ Iosivoni ist der Auftakt einer Romantik Fantasy Reihe und ein Kampf von Licht und Schatten.

Rayne hat die Highschool abgeschlossen und arbeitet nun in einer kleinen gemütlichen Buchhandlung in ihrer beschaulichen Kleinstadt Divine Creek. Raynes Leben verläuft in ruhigen Bahnen und ist recht überschaubar, wären da nicht die gelegentlichen Stimmen, die nur sie hört oder die schrecklichen Dinge, die sie in der Zeit vor ihrer liebevollen Adoptivmutter Nora, erleben musste.

Auf der Suche nach ihrer kleinen Schwester Emma wird Rayne von einem Fremden angegriffen. Dieser Fremde zeigt übernatürliche Fähigkeiten, Rayne hat keine Chancen, bis ihr zwei weitere Männer zur Hilfe kommen.

Dass einer ihrer Retter, Colt, anziehend gut ausschaut und wenig freundlich auf Rayne reagiert, gehört schon irgendwie zu diesem Genre auch die augenblickliche Anziehungskraft zwischen ihm und Rayne.

Rayne ist zwischen den Fronten der Lichtseelen und der Dunkelseelen geraten, wenig überraschend, zeigen sich bei ihr ebenfalls Kräfte, die sie zu einem möglichen Mitglied einer Seite machen. Sie muss sich nur entscheiden, auf welche Seite sie stehen möchte. Zunächst lernt sie allerdings die Lichtseelen genauer kennen und auch auf die Anziehungskraft zwischen ihr und Colt wird eingegangen.

Rayne ist treu und würde alles für ihre Familie und die wenigen Freunde tun, sie ist eher ruhig und steht nicht gerne im Mittelpunkt. Ihr reicht ein ruhiges friedliches Leben vollkommen aus. Die Erlebnisse ihrer eigenen Vergangenheit haben sie vorsichtig und skeptisch gemacht. Allerdings ist sie nicht schwach, sie kann sich verteidigen, auch in Bezug auf Colt bleibt sie sich treu. Colt ist auf dem ersten Blick genauso wie erwartet, er ist geheimnisvoll und anfänglich nicht gerade begeistert, dass er Rayne begegnet ist. Doch ich konnte mich nicht lange wehren, und bin Colts Charme recht schnell erlegen. Auch auf die weiteren Lichtseelen wird eingegangen, man lernt die Truppe also ganz gut kennen und schließt sie schnell ins Herz.

Die Welt der Lichtseelen und ihren Gegnern, den Dunkelseelen wird gut erklärt, für welche Seite sich Rayne entscheiden wird, keine Überraschung, eigentlich, denn Rayne hinterfragt die Dinge, die ihr erzählt werden, und macht eigene Erfahrungen. Nicht selten lassen sich die Menschen einfach in Weiß und Schwarz einteilen, es gibt so viel dazwischen.

Während der Anfang dem Kennenlernen der Figuren und der Welt neben unserer gewidmet ist, trat die Handlung und somit sie Spannung auf der Stelle, weil sich Rayne zu stark auf nur eine Erklärung für das warum sie kann, was sie kann, einschießt. Gegen Ende allerdings nimmt Soul Mates überraschend an Fahrt auf. Es gipfelt in ein wiederholtes Aufeinandertreffen von Dunkel- und Lichtseelen. Dabei überrascht mich Autorin Bianca Iosivoni vor allem mit ihrer Konsequenz und einem Cliffhanger verdächtigen Schluss, der so spannend und unvollständig ist, dass ich den zweiten Band sehnsüchtig erwarte.

Lese Spaß

Wesen mit übernatürlichen Kräften, der ewige Kampf von Gut und Böse und dann noch eine knisternde Beziehung zwischen Rayne und Colt, „Soul Mates Flüstern des Lichts“ von Bianca Iosivoni bietet gute Romantasy.

Die anfängliche starke Anziehung zwischen Rayne und Colt wird schnell geklärt, denn die beiden sind Seelengefährten und das müssen nicht zwangsläufig Liebespaare sein, sondern können zum Beispiel Freunde, Geschwister oder sogar Feinde sein.

Zwischen den beiden knistert es heftig und es bleibt nicht aus, dass sie Hürden haben, trotzdem hatte ich nie das Gefühl, das diese Momente zu schnulzig oder dramatisch gehalten ist. Vor allem Rayne bleibt sie selbst, sie steht sich ihre Gefühle ein und sucht das klärende Gespräch. Hat mir gut gefallen, auch mal wieder einer Protagonistin zu begegnen in diesem Genre die trotz viel Gefühl nicht total blauäugig verliebt agiert, sondern immer noch sie selbst ist.

Dieser erste Band dient der Erklärung und Einführung in die Welt der Dunkelseelen und Lichtseelen, anfangs fand ich das noch nicht richtig spannend und ich glaubte zu wissen, wo es für Rayne hingeht, allerdings konnte mich die Bianca Iosivoni zum Ende hin überraschen und mich immer mehr an die Geschichte fesseln, die auf jeden Fall mit Band 2 rasant, weiterhin konsequent und spannend zu werden verspricht.


Fazit

„Soul Mates Flüstern des Lichts“ ist der erste Teil einer neuen Fantasy Reihe mit Herz von Autorin Bianca Iosivoni. Rayne, eine Unentschlossene und Colt, eine Lichtseele, stehen hier im Mittelpunkt des Konflikts zwischen Licht- und Dunkelseelen. Die beiden funktionieren gut miteinander, es wird kribbelig und die Luft knistert, ohne das Geigen in der Luft hängen und diese Szenen verkitscht wirken. Mir hat das gefallen, dass die Protagonisten sich treu bleiben und dass sie Probleme ansprechen.
Man gewinnt einen ausführlichen Einblick in das Leben der Lichtseelen, allerdings werden auch kleine Zweifel an ein starres Festhalten von Gut und Böse gestreut, was ich ebenfalls richtig fand, weil es die Spannung steigert und gegen Ende des Buches konnte mich Bianca Iosivoni nicht nur mit ihrem kompromisslosen Verlauf überraschen, sondern mich auch mit einem Cliffhanger fesseln. 5 Sterne.

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301 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 148 Rezensionen

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Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Aditi Khorana , Peter Klöss
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 21.08.2017
ISBN 9783791500560
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Amrita, die junge Prinzessin von Shalingar wächst aus einer sorgenfreien Kindheit heran. Anders schaut ihre Gegenwart aus, denn der machthungrige Kaiser Sikander, des Nachrbarreiches Makedon, will sich das kleine Königreich untertan machen.

Eine Verstrickung von Ereignissen knüpft ganz eng aneinander und an dem Schicksal von Amrita an.

Auf der Flucht vor der aussichtslosen Zukunft durch Sikander reift Amrita heran. Sie enträtselt Legenden und beim Versuch an ihrer Lage etwas zu verändern, erkennt sie den Weg, den sie gehen muss.

Lese Spaß

Amrita ist eine behütete, frisch verliebte Prinzessin in heiklen Situationen zeigt sie diplomatisches Geschick und die Fähigkeit, weitreichende Entscheidungen zu bedenken. Als sich ihr bekanntes Leben auflöst, ist sie verzweifelt, doch sie lernt während des Verlaufs dazu und entwickelt sich weiter. Vor allem aber vertieft sie ihre anfänglichen Fähigkeiten. Ich mochte sie, nur gelegentlich hatte ich das Gefühl, das sie während einiger Prüfungen zu schnell auf die Lösungen kommt, einfach, weil sie überraschend dazu mal etwas in ihrer Kindheit gehört hat.

Amrita steht vor großen Veränderungen, die weitreichende Folgen haben werden, so zum Beispiel findet sie heraus, warum sie in glücklichen Zeiten, selten den Palast verlassen durfte, allerdings steckt sie das erstaunlich schnell weg.

Während des Lesens habe ich mich oft gefragt, ob Amrita Am Ende beginnt der Anfang" ein der Auftakt einer mehrteiligen Reihe ist, da ich mir für 334 Seiten nicht vorstellen konnte, wie die Prinzessin flüchtet und anschließend ihr Königreich retten kann, vielleicht ihre Liebe rettet. Zu verworren werden da nämlich einige Ereignisse, erschienen mir zu endgültig, um in nur einem Buch wieder geändert werden zu können.

Aber "Amrita Am Ende beginnt der Anfang" ist wirklich ein in sich abgeschlossener Einzelband. Und ich muss, sagen das Ende erstaunt mich, es vermittelt eine Botschaft, die zunächst leicht spirituell wirkt.

Fazit

"Amrita Am Ende beginnt der Anfang" ist ein orientalisches, opulentes Abenteuer von einem Königreich, welches kurz vor seinem Untergang steht, einer Prinzessin, die mit ihrem geliebten, jungen Helden fliehen muss und von Verlust und Schmerz. Zu wenig Seiten, um nur ein Einzelband zu werden und doch ist es eines. Denn die Geschichte liest sich weiterhin spannend, die Vielzahl der Figuren wird jedoch schnell überschaubar. Aus dem von mir opulent gedachten Abenteuer wird eine Reise mit überraschend kleinen Hindernissen und einer Suche nach der eigenen Wahrheit und rundet in einem Ende, dass sich mit den Mythen und Fabeln mit denen Amrita aufgewachsen ist, messen kann, ab. 4 Sterne.
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allgemeines, biografie, geschichte, jugendsachbuch, persönlichkeiten

Wer war das? 33 Menschen der Geschichte, die jeder kennen sollte

Christine Schulz-Reiss
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Loewe, 18.01.2016
ISBN 9783785582268
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

kaugummi, leherin, schüler, täuschung, verwandlung

Der Zauberkaugummi

Kristina Dunker , Pascal Nöldner
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 04.07.2017
ISBN 9783649669968
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Beim Durchblättern des Verlagskatalogs bin ich optisch an "Der Zauberkaugummi, Hilfe ich bin meine Lehrerin" hängen geblieben. Mir haben die Illustrationen von Mia und Frau Sterup sofort gefallen. Außerdem mag ich Verwechslungszauber Geschichten und ist die Idee sich plötzlich als Schülerin im Körper der Lehrerin wieder zu finden, nicht lustig? Ich finde schon.

Autorin Kristina Dunker schickt Mia und Jenny Sterup unmittelbar in ihr Abenteuer, dabei bleiben wir als Leser stets an der Seite von Mia. Die ganz klar, überhaupt nicht begeistert davon ist plötzlich im Körper einer erwachsenen Frau zu stecken, denn im Kopf und in ihrem Herzen bleibt Mia eben ein Kind.

Vor allem für Mia sorgt diese Verwechslung für einige peinlich unangenehme Situationen, so muss sie plötzlich liebestolle Hausmeister abwehren, unterrichten oder als Streitschlichter funktionieren. Das alles geschieht mit ihrem kindlichen Charme und wird von herzlichen, liebevollen Illustrationen von Pascal Nöldner begleitet.

Mia lernt jedoch auch ihre Klassenlehrerin Jenny Sterup besser kennen, dabei stellt sie fest, dass auch Lehrerinnen in Schwierigkeiten stecken können oder sich vor Dingen fürchten können.

Diese Eindrücke sind gut für Mia, die daraus den notwendigen Mut bezieht, sich ihren eigenen Ängsten zu stellen.

Das Charakter-Design ist äußerst detailliert und teilweise mit Humor ausgearbeitet, gerade das Lehrerkollegium wird jüngeren Lesern im Gedächtnis bleiben.

Lese Spaß

In letzter Zeit greife ich gerne zu Kinderbücher, weil ich mich nicht in komplexen Welten verlieren, auf stimmige Handlungsstränge konzentrieren oder meine Figur analysieren möchte. Nein ich möchte einfach unbeschwert Abenteuer erleben und dafür sind viele Kinderbücher die perfekten Begleiter.


Mia jedenfalls analysiert nicht jedes Detail bis ins Kleinste durch. Sie agiert vielmehr aus dem Herzen heraus und das hat mir gefallen. Insgesamt habe ich oft geschmunzelt, weil Mia und Frau Sterup doch in so einigen Momenten ganz schön ins Schlingern gekommen sind.

Für mich eine lustige Geschichte, die mir ein paar tolle Lesemomente geschenkt hat.

Fazit

"Der Zauberkaugummi, Hilfe ich bin meine Lehrerin" ist eine Verwechslungsgeschichte, welche sich an jüngere Leser richtet, den großen aber dank den knuffigen Illustrationen auch Spaß machen dürfte. Von mir aus darf Mia gemeinsam mit ihren Freunden weitere Abenteuer erleben. 5 Sterne.
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Am Abgrund des Himmels

Sue-Ellen Pashley , Claudia Max
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 10.07.2017
ISBN 9783407749239
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Romeo und Julia treffen auf Gestaltwandler vor australischer Kulisse.

Grace ist eine junge Frau, die in ihrem Leben schon viele dramatische Dinge erlebt hat. Ihre Familie ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Einzig ihre Großmutter Lilie ist ihr geblieben, bei der sie aufgewachsen ist.

Lilie hat aus ihrer Enkelin eine lebenslustige starke Frau gemacht, bis zu der Beziehung mit Ben. Ben hat Grace geschlagen und misshandelt, hat ihr das Selbstbewusstsein genommen und ihre sozialen Kontakte in Sidney kaputtgemacht. Deshalb auch der Umzug nach Bruny Island, der ein Neuanfang werden soll.

Das erklärt auch zunächst Grace ablehnendes Verhalten Nick gegenüber.

Nick ist auf Bruny Island aufgewachsen, fröhlich und hilfsbereit. Kaum das er Grace gesehen hat, weiß er sie ist die eine.

Trotz aller Zweifel und Befürchtungen von Grace aus, entwickelt sich sehr schnell eine sehr starke Beziehung zwischen den Beiden. Der Faktor Gestaltwandler und Grace Vergangenheit, die überraschend auf Bruny Island auftaucht und sie zurück haben möchte, gefährden das junge Glück.

Grace und Nick sind in „Ab Abgrund des Himmels“ die Ich-Erzähler und die einzelnen Kapitel sind kurz, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt. Es macht eigentlich auch Spaß den beiden zu folgen, vor allem Nick ist mir anfangs ans Herz gewachsen, denn seine Unsicherheiten waren niedlich. Zum ersten Mal hat ihn die Liebe vollerwischt und am liebsten möchte er Grace nur noch umarmen.

Doch sie reagiert oft wie ein scheues Tier, mit so viel spontanen Gefühlen kommt sie nicht zurecht. Kein Wunder bedenkt man die traumatischen Erlebnisse in ihrer vorherigen Beziehung. Immer wieder betont Grace, dass diese Erlebnisse Monate zurück liegen. Trotzdem wird sie die ganze Zeit von ihren Unsicherheiten beherrscht.

Die Idee mit dem Gestaltwandler ist großartig und ich fand die Erklärungen auch schön ausgearbeitet. Es hätte mir gefallen, wenn die Gestaltwandlerthematik nicht so sehr von der dramatischen Liebesgeschichte überdeckt worden wäre.

Denn einem Drama folgt dem nächsten und das hat für mich die Spannung arg beeinflusst.

Lese Spaß

„Am Abgrund des Himmels“ bot mir zu nächst ein gutes Lesevergnügen mit kleineren Mängeln.

Zum Beispiel in Gestalt von Grace, der wohl widersprüchlichsten Figur des ganzen Buches.

Einerseits macht sie deutlich, dass sie von Nick nichts möchte, weil sie die schrecklichen Erlebnisse mit ihrem Exfreund noch nicht ganz verarbeitet hat, was ich absolut verstehen kann. Allerdings schwärmt sie nur Sekunden später davon, wie gut Nick ausschaut. Das wiederholt sich oft. Dann haben mir ihre Unsicherheiten sehr zu schaffen gemacht. Es vergeht kaum einen Augenblick, in dem sie nicht in Zweifel verfällt. Sie lässt sich zusätzlich auch schnell einschüchtern und mir fällt es schwer zu glauben, dass das alles ein Ergebnis durch Bens Einfluss ist, zumal Lillie ihr oft in den Hintern tritt und ihr klar macht, dass sie Dauertrübsal nicht duldet. Schwer vorstellbar, dass Grace mal unbeschwert und selbstbewusst gewesen ist.

Bei den ganzen Grace Päckchen schreiten sie und Nick in ihrer Beziehung zu schnell voran.

Spannung kommt auf, als Grace Besuch aus Sidney bekommt und er ihr Leben mit Nick beeinflussen möchte. Wie stark der Einfluss gewesen ist, macht Grace damit deutlich, dass sie tatsächlich gefühlstechnisch verwirrt ist. Ein guter Aufhänger für Konflikte.

Leider wurde ich das Gefühl nicht los, dass die Autorin immer noch einen draufsetzen wollte, allerdings diese Handlungen nicht zu Ende, geführt hat. Denn in diesem Zusammenhang kommt es zu einer Straftat, bei deren Ende der Täter in der Versenkung verschwindet und allenfalls als Randnotiz auftaucht.

Doch wie bereits erwähnt, das waren Mängel, die mir aufgefallen sind, mir aber nicht meinen Lesespaß verderben konnten. Erst als der Konflikt in Sachen Liebe zwischen Gestaltwandler Nick und normale Grace ihren Höhepunkt erreichte, bin ich schwer enttäuscht worden.

Denn Nick den ich bis dahin für einen klugen jungen 18-Jährigen gehalten habe, lässt sich wirklich zu einer kopflosen unüberlegten Trotzreaktion hinreißen, die von vornherein nur gefährlich und dumm sein kann.

Hier zeigt sich für mich ganz deutlich, dass die Autorin zu viel gewollt hat und nicht zu Ende gedacht hat. Drama pur und ich finde die Botschaft, auch wenn sich hinterher alles auflöst, äußerst bedenklich.

Fazit

„Am Abgrund des Himmels“ bietet eine tolle Idee mit dem Gestaltwandlerthema und mit der Liebesgeschichte, die viel von der Dramatik von Romeo und Julia mit sich bringt. Vielleicht schon etwas zu viel, da sie viel Platz einnimmt und den Gestaltwandler zur Nebenfigur macht. Der stetige Perspektiv Wechsel zwischen Nick und Grace hat mir gefallen, denn dadurch lernt man die Charaktere gut kennen, außerdem las sich das Buch recht schnell. Schade, das vor allem bei Grace die Unsicherheiten alles von ihr dirigieren, das machte sie oft anstrengend und zu einer kleinen Drama-Queen. Einer Szene in der viel passiert, folgt der nächsten, wirkt allerdings auch oft nicht durchdacht und gerade der Schlussakt hat mich aufgeregt, da darin zu viel Leichtsinniges und unüberlegtes aus einer Trotzreaktion heraus geschieht, die ich sehr bedenklich fand. Deshalb gebe ich 3 Sterne.


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71 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

Natasha Friend , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 13.07.2017
ISBN 9783734850295
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

"No. 9677 oder wie mein Vater an Fünf Kindern von Sechs Frauen kam" hat mich während der Präsentation auf der Leipziger Buchmesse neugierig gemacht, denn ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie es wohl ist, wenn man ein "Reagenzglas Baby" ist.

Für Hollis, aus deren Perspektive ein Teil der Handlung erzählt wird, ist die Antwort eindeutig: sie findet es bescheuert. Sie hat eine große Wut auf ihren "Vater", aber auch auf ihre Mutter. In Hollis schwellen viele Emotionen, die alle glaubwürdig sind und die im Verlauf eine Entwicklung erleben, von der wohl Hollis am meisten überrascht wird.

Milo, der die zweite Perspektive innehat, aus der die Handlung erzählt wird, möchte seinen Vater kennenlernen, um mehr über dessen Krankengeschichte zu erfahren, weil Milo leider viele Allergien hat, die ihn sehr einschränken. Ihm ist das Buch zu verdanken, da er sich zunächst auf die Suche nach weiteren Geschwistern macht. Bei Hollis fängt er an.

Milo ist der Grund, weshalb Hollis oft über ihren Schatten springt und dabei ganz neue Seiten an sich entdeckt, beziehungsweise sich mit ihren eigenen Problemen auseinandersetzt.

Hollis und Milo sind die Hauptfiguren von "No. 9677". Neben den beiden werden auch ihre Mütter dargestellt. Die beiden Halbgeschwister teilen sich nicht nur zur Hälfte die DNA, auch ihr Familienmodel ähnelt sich sehr.

Milo bringt seinen besten Freund JJ mit in die Runde, für mich wurde JJ unverzichtbar, da er mit seiner Art Schwung in die Handlung brachte und sowohl Milo als auch Hollis gelegentlich zum Umdenken bewegt.

Ich fand es gut, dass die Autorin Natasha Friend sich nur auf Hollis und Milo als Erzählperspektive festgelegt hat und nicht auch den restlichen "No 9677" Kindern Kapitel eingeräumt hat, so habe ich nie den Überblick verloren und habe trotzdem alle Figuren ausreichend kennenlernt.

Die Frage, wer denn nun Samenspender "No. 9677" ist und vor allem was er für ein Mensch ist, war mein roter Faden und erst hat mich der Schluss vollkommen überrumpelt und beinahe unzufrieden zurück gelassen. Allerdings mit etwas Abstand betrachtet, ist dieses Ende vollkommen in Ordnung, denn es spiegelt die Entwicklung der Figuren wieder und macht deutlich, dass Familie das ist, was man daraus macht.

Lese Spaß

Mein Einstieg in "No. 9677" war etwas schwierig und holprig, was aber zum großen Teil an mir lag, weil ich zu unruhig gewesen bin. Ich habe mich auch von Milos Mum Frankie reizen und ärgern lassen. Denn Frankie ist überhaupt nicht begeistert, dass Milo seinen Samenspender ausfindig machen möchte. Sie motzt deshalb oft herum und ja ich verstehe ihre Ängste und Sorgen vollkommen. Trotzdem hat sie mich als Helikopter Mum auch genervt.

Erst durch JJ, Milos total unkomplizierter und lustiger bester Freund habe ich einen Zugang zu "No. 9677“... aufbauen können und konnte flüssig lesen.

Fazit

Mit "No 9677 oder wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“, erlebte ich ein für mich komplett neues Thema – Babys aus dem Reagenzglas. Milo und Hollis sind zwei davon, und während die eine zunächst kategorisch alles ablehnt, was mit ihrem Vater zu tun hat, ist Milo total neugierig und euphorisch. Das Leben der beiden ändert sich Stück für Stück. Mir hat vor allem gefallen, dass es mit Hollis und Milo nur zwei Erzählperspektiven gibt, denn das hält den Überblick konstant und wirkt sich auch positiv auf den Lesefluss aus. Nach kleinen Startschwierigkeiten und anecken mit Mum Frankie habe ich gut in die Geschichte gefunden und wurde am Ende sogar unerwartet überrascht. 4 Sterne.


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Eins

Sarah Crossan , Cordula Setsman
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 29.01.2016
ISBN 9783958540576
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

"Eins" von Sarah Crossan, ist mein bislang außergewöhnlichstes Buch und wurde mir von meiner Buchhändlerin ans Herz gelegt.

Tippi und Grace sind 16 Jahre alt und siamesische Zwillinge, die von der Hüfte abwärts miteinander verbunden sind.

Das bestimmt die Richtung, in die das Buch gehen wird und ist doch so viel mehr, denn ganz schnell vergaß ich die Behinderung der beiden. Sah sie als eigenständige Persönlichkeiten und doch wieder als Ganzes.
Der Alltag der beiden Mädchen ist stellenweise so normal, was natürlich ist, denn die beiden ticken wie andere Teenager auch. Tippi und Grace haben noch eine weitere Schwester (jünger), die alle nur liebevoll Dragon rufen.

Bislang wurden die Zwillinge zuhause unterrichtet, weil ihre Eltern ihnen einen sicheren Ort schaffen wollten. Denn sobald sie unterwegs sind, werden Grace und Tippi angestarrt, ungewollt gefilmt oder beschimpft.

Dieses menschliche Verhalten ist beschämend und verletzend. Ihre Einzigartigkeit wird irgendwann immer ein Thema.

Aktuell ändert sich die Schulsituation, da die Schwestern nun auf eine Schule gehen sollen.

Hier erleben sie das was sie schon kennen und was, für unsensible Menschen wohl normal ist. Sie finden jedoch auch Freundschaft, Abenteuerlust und Schmetterlinge im Bauch.

„Unsere Gespräche sind absolut schwachsinnig und als es schließlich klingelt, beginne ich mich zu fragen: Haben wir da etwa zwei Freunde gefunden?“ Seite 69 Grace

Grace übernimmt die Erzählung und legt so viel Wünsche, Träume und Emotionen hinein, das Tränen oder Gänsehaut bei mir nie zu kurz kamen.

Lese Spaß

Die Autorin Sarah Crossan hat eine besondere Form für den Text gewählt, denn es ist kein Fließtext, sondern in der optischen Form eines Gedichts, nur dass es sich nicht reimt.

Zuerst dachte ich, dass durch diese doch oft kurze Form es mir nicht gelingen wird, ganz tief in die Geschichte einzudringen.

Ich wurde eines Besseren belehrt, jetzt am Schluss, diese Form ist perfekt gewählt. Die Handlung traf mich intensiv.

Mir sind Tippi und Grace ans Herz gewachsen und fast bin ich traurig, dass ich durch die Seiten gerast bin. Doch es ging auch zum Teil nicht anders.

Fazit

"Eins" besticht durch eine sehr gut gewählte kurze Erzählung, die einem intensiv mitreißt. Bei mir wechselten sich Gänsehaut und Tränen mit einer starken Lebensfreude ab. Denn so einzigartig Tippi und Grace auch sind, so besonders und normal sind sie auch. Junge Mädchen mit ganz bekannten Wünschen und Träume. "Eins" zeigt, es gibt kein Anders, sondern nur ein Besonders. 5 Sterne.

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