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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

zwangsstörung, wesley king, daniel is different, freundschaft, magellan verlag

Daniel is different

Wesley King , Claudia Max
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734847103
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten


"Daniel is different" wurde mir auf der Frankfurter Buchmesse vom Verlag vorgestellt und es ist das Thema "Zwangsstörungen" das mich seit Kira Gembris "Wenn du dich traust" interessiert, dass mich für Daniels Geschichte öffnete. 


Auf dem ersten Blick ist Daniel ein 13-jähriger Junge, wie viele andere. Er mag keinen Football, ist allerdings in der Mannschaft, dem eigenen Vater und dem besten Freund zuliebe, sitzt jedoch meist auf der Bank. Für Daniel nicht schlimm, er kümmert sich sowieso lieber um die Getränke.

Daniel steht in den meisten Fächern auf einem A (entspricht einer 1 bei uns) nur in Mathe nicht, da steht er mit den Zahlen auf Kriegsfuß. Es gibt Gute und es gibt schlechte Zahlen für Daniels Empfindungen und dann die gefühlten schlechten Ziffern schreiben zu müssen, kostet ihn körperliche und seelische Überwindung.


Als Daniel überraschend einen Spieler seines Football Teams ersetzen muss, ist der Druck auf ihn enorm groß, denn er möchte nicht spielen, aber noch weniger möchte er von den anderen Jungen ausgelacht werden. Zeitgleich spricht ihn die stumme, von den anderen nur Pyscho-Sara genannt, an. Ausgerechnet er soll ihr helfen einen Krimninalfall zu lösen.

Daniel völlig überrumpelt stimmt zu und damit beginnen seine Herausforderungen: Footballspiel und ein Verbrechen aufklären. Der Druck wächst und damit auch die Zaps, so nennt Daniel, was auch als Tick bezeichnet wird.

Daniel muss bestimmte Abläufe immer wieder machen und wehe etwas läuft dabei nicht so, wie es soll oder es fühlt sich nicht gut an. Schon seit Langem ein Teil von Daniel, den er peinlich genau vor anderen zu verheimlichen versucht, werden die Zaps immer schlimmer. Nur Sara scheint genau zu wissen, wie er sich fühlt, denn auch sie ist different und so werden Sarah und Daniel zu einer Stütze füreinander.

Lese Spaß

Manchmal gibt es Gedanken oder Ängste die mich nicht mehr los lassen, dann geht es mir schlecht. Mir hilft Schlafen oder anders ablenken und dann sind schlechte Gedanken meist wieder weg.

Bei Daniel ist das nicht so einfach, bei ihm ist dieser Filter störanfällig. Das heißt, er kann schlechte Gedanken wie zum Beispiel: "Wenn ich nicht den Weg von der Zimmertür zum Bett mit 10 Schritten schaffe, passiert etwas Schlimmes", schlecht kontrollieren.

Sind es in dem Beispiel entweder 9 oder 11 Schritten ist Daniel überzeugt, das etwas passiert, es sei denn er wiederholt den Ablauf so lange, bis es klappt. Wenn Daniel von seinem Abendprogramm spricht, macht er das nicht zum Spaß. Er kann nicht anders, obwohl ihm mit der Zeit selbst klar wird, wie verrückt dieses Fremdsteuern ist.

Er leidet dabei körperlich, seelisch und stumm. Schwitzt und heult.

Mir kommen schon wieder Tränen, weil es der Autor Wesley King geschafft hat, mich voll und ganz mit Daniel zu identifizieren.

Daniel ist eine sympathische Figur. Er ist schüchtern, läuft rot an, sobald er mit der hübschen Raya spricht. Ist aber nicht auf dem Mund gefallen. Ich fand das er charmant und gelegentlich schlagfertig reagiert, wenn er mit Raya spricht. Raya, Max und Daniels Geschwister waren weitere tolle Figuren. Manchmal etwas am Sticheln, aber im Großen und Ganzen Menschen, die gut für Daniel sind.

Ich mochte Sara am Anfang überhaupt nicht, weil sie bestimmt und überrumpelt. Für Daniel ist sie allerdings wichtig, denn sie sieht hinter dem Sichtschutz den er versucht aufzubauen. Die ist ihm ähnlich und deshalb versteht sie ihn. Sara ist die Erste, die ihm sagt, dass er sich Hilfe mit seinen Zaps suchen kann. Auf der anderen Seite, ist Daniels logische, ruhige und loyale Art genau das was Sara benötigt, um sich selbst zu entwickeln.

Leider kann ich immer noch nicht nachvollziehen, warum Daniels Eltern von seinem Problem nichts wissen. Schon klar, er versucht die Zaps zu kontrollieren und nur gelegentlich kommen sie im Beisein anderer durch jedenfalls am Anfang, aber das sie kaum was von dem Zubettgehen Programm mitbekommen? Schwierig.

Ansonsten fand ich "Daniel is different" aber ganz gut. Es ist toll geschrieben, Daniel ist eine Figur zum Anfassen, Begleiten und gernhaben. Er hat Humor und Fantasie. Seine Geschichte, an der er schreibt bildet einen zweiten Handlungsstrang und spiegelt die Entwicklung der Geschichte wieder.

Das Krimi Element, das Sara mitbringt, bringt etwas Spannung rein, sorgt für die Weiterentwicklung der Beiden, ist aber für Hobby Detektive leicht zu lösen. Dieser Ausgang passt für mich zu "Daniel is different".

Fazit

"Daniel is different" ist ein tolles Buch über einen (außer)gewöhnlichen Jungen, der sich anders fühlt, es manchmal auch ist, aber im Grunde doch wieder so normal wie andere Kinder ist. Das Buch hat viele lustige, schöne und starke emotionale Momente. Besonders Daniels Zubettgehzeiten sind mir im Gedächtnis geblieben, sie zeigen nämlich die wie stark die Zaps wirken und einschränken können. Für mich daher schwer vorstellbar, dass es den eigenen Eltern kaum auffällt. Vielleicht liegt es auch daran das Daniel und Sara für ihr Alter zu eigenverantwortlich und unabhängig skizziert wurden. Denn den Krimieinfluss scheinen die Beiden ebenfalls im Alleingang zu lösen, dessen Ausgang für mich nicht überraschend kam, aber sehr gut reingepasst hat. 4 Sterne.

© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

freundschaft, wels, see, ferien, sommerferien

Ins Blaue hinein

Kristina Dunker
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669883
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt

"Eigentlich hat Merle keine Lust auf Urlaub bei den Großeltern. Im Feriendorf trifft sie jedoch auf Felix, mit dem sie so herrlich den Waldsee erkunden und fantastische Geschichten erfinden kann. Auch mit Dana ist sie gern unterwegs, obwohl diese alle Jungs einschließlich Felix für »Kinder« hält. Eines Tages wird die Urlaubsstimmung am Waldsee gestört – muss Merle sich nun zwischen ihren Freunden entscheiden?" - Quelle Klappentext


Der erste Satz...

„Eine Schnecke 🐌 kann wenigstens nicht stolpern und sich die Beine brechen.“ - Felix Seite 32


Zwischen den Seiten

Ein Sommer der Veränderungen und der Freundschaften wartet auf die 13-jährige Merle und sie sträubt sich vor allem gegen die Veränderungen. Ihre Eltern bauen ein Haus, weshalb Merle nach den Ferien aus dem Mehrparteien Mietshaus ausziehen wird und nicht mehr in direkter Nähe zu ihren Freundinnen wohnen kann. Dass sie die Ferien bei ihren Großeltern verbringt, fühlt sich nicht richtig an, eher wie abschieben, obwohl Merle Oma und Opa eigentlich ganz gerne hat.

So können die Ferien niemals gut werden. Oder vielleicht ja doch? Oft sind es die Dinge, die man vorab nicht kommen lassen möchte, die einem hinterher die schönsten Erinnerungen schenken. Felix der Nachbarsjunge kümmert es nicht, was Merle möchte. Er zieht sie sofort mit sich und gemeinsam erleben sie Abenteuer, lauschen den Geschichten von Opa Merle, schmieden Pläne und haben einen tollen Sommer.

Lese Spaß

"Ins Blaue hinein" von Kristina Dunker, richtet sich vordergründig an Mädchen ab 12 Jahren und das merkt man dem Buch auf wunderbarerweise auch an. Merle ist 13 Jahre alt, sie steckt irgendwo zwischen Kind und Teenager, hat allerdings für sich selbst noch nicht ausgemacht, wie viel Kind oder wie viel Teen in ihr stecken darf. Ein paar Jahre zurück gedacht, kann ich mich mit Merles Gefühlen identifizieren, während einige Mädchen in diesem Alter, bereits auf Jungs, Mode oder Kosmetik aufmerksam wurden, wollte ich Kind sein und weiterhin mit meinem Spielzeug spielen.

Merle und ich haben eine weitere Gemeinsamkeit und der liegt in der Familie. Merles Papa ist nicht, ihr biologischer Papa, doch er hat sie bis jetzt großgezogen, einen anderen kennt sie nicht. Sie liebt ihn, hat bisher nie Unterschiede gemacht. Jetzt kommt sie aber auch in eine Veränderung, in der leichte Zweifel aufkommen. Worüber sie sich dabei Gedanken macht, darüber hab ich mir in ihrem Alter auch den Kopf zerbrochen. Zum Glück unbegründet, wie ich als Erwachsene weiß, aber damals war das wichtig für mich, herauszufinden wo in meiner Familie mein Platz ist. So fühlt Merle auch.

"Ins Blaue hinein" hat eine tolle Erzählerstimme, es fühlt sich nach Kinderbuchgeschichte an, hat zwischenzeitlich etwas liebevolles märchenhaftes an sich, das mich während des Lesens glücklich gemacht hat. Es fühlt sich auch geborgen und abenteuerlustig an, wenn Merle und Felix den See erkunden und gelegentlich sickern Merles Ängste durch, die ich vollkommen nachvollziehen konnte.

Merles Großeltern haben ein Häuschen am See und an dem Fleckchen verbringen viele Familien mit ihren Kindern die Ferien. Es gibt Kinder im selben Alter wie Merle und Felix, wie zum Beispiel die Zwillinge Tim und Piet, die blaue Flecken, Schrammen und Beulen magisch anziehen oder Dana, die sich schon entschieden hat, lieber erwachsen zu werden. All das macht aus "Ins Blaue hinein" ein Sommerferienroman mit Ferienlager Feeling.

Die Sprache von Merle und Felix ist bildlich, so zum Beispiel werde ich den Satz mit der Schnecke niemals mehr vergessen oder das Glück oben schwimmt. Auch habe ich gerne den Geschichten von Merles Opa gelauscht, denn eines zeigt sich. Für Erzählungen ist niemand zu alt und sie verbinden.

Fazit

Mir wurde "Ins Blaue hinein" auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und ich bin ganz glücklich, dass ich es lesen durfte, denn es ist ein warmer herzlicher Roman. Merle stehen große Veränderungen bevor und sie weiß noch nicht, ob sie das gut finden darf. Am Anfang findet sie alles doof. Dann erlebt sie diesen Sommer mit neuen Freunden, erlebt Abenteuer, entdeckt sich selbst. All, das bekommt eine bildliche Sprache und hat etwas von der Atmosphäre eines Kinderbuches, ist warm, und macht glücklich. 5 Sterne.


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

london, ende der 1980er, waisenkinder, derhimmelüberappeltonhouse, ich-erzählerin

Der Himmel über Appleton House

S. E. Durrant , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560308
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

„Ira und Zac müssen schon wieder umziehen – diesmal von einer Pflegefamilie ins Kinderheim. Es wird der erste Ort, an dem sie glücklich sind. Trotzdem: Ira sehnt sich nach dem Unmöglichen, nach einer richtigen Familie. Mit Mutter und Vater und einer eigenen Haustür. Aber die Geschwister sind nicht mehr klein und sie wollen zusammenbleiben. Keine guten Voraussetzungen. Am Ende finden sie dennoch ein Zuhause: in Martha, in Appleton House und in ihrem Garten. Und wenn der Abschied vom Kinderheim, von den Menschen dort, auch schwerfällt: Sie haben endlich ihr kleines Stück von Himmel gefunden. Für immer.“ – Quelle Kappentext



Der erste Satz... 

 
 
Dir vorliegende Geschichte spielt zu einer Zeit, als mein Leben ziemlich durcheinandergeriet.“ - Ira

 
Seite 5


Zwischen den Seiten

Jeder wünscht sich eine Familie, zu der man gehört, auch die Geschwister Ira und Zac, unter keinen Umständen, wollen sie getrennt werden, allerdings macht das eine Vermittlung schwierig, trotz allem, haben die beiden von Pflegeeltern 
Startseite vom Königskinder Verlagzur Pflegefamilie geschafft, zusammenzubleiben.

"Der Himmel über Appleton House", beginnt mit einem kursiven, einleitenden Vorwort von Ira. Sie baut ihre Geschichte in Tagebuch über einen Zeitraum von mehreren Jahren auf. Sie beginnt mit ihren Aufzeichnungen, als sie und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder im Oktober 1987 nach Skilly House, einem Kinderhaus, gebracht werden.

Der Schreibstil ist kindlich (Ira ist auch erst 9 Jahre alt) und die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten und befassen sich überwiegend mit ihrem Leben in Skilly House oder Gedanken, die sie sich über das Leben als Pflegekind macht.

Der Wunsch nach einem sicheren, geborgenen Zuhause für ihren Bruder und sich behält Ira die gesamte Zeit aufrecht. Sie hat Angst, dass sie oder ihr Bruder es vermasseln werden, sobald sie die Gelegenheit auf ein Zuhause bekommen, daher denkt sie viel nach und ist stets vorsichtig. Es sind ihre Emotionen, von denen dieses Buch lebt und am Ende steht fest, ob sich der Traum der Geschwister erfüllt.

Lesespaß 


"Der Himmel über Appleton House" ist ein kleines feines Tagebuch eines Kindes und so liest es sich auch. Die Tagebucheinträge führt Ira nicht regelmäßig, vielmehr monatlich oder auch nur dann, wenn sie etwas zu sagen hat. Es können also auch Monate zwischen den einzelnen Einträgen liegen. Es gelang mir nicht komplett eine Bindung zu "Der Himmel über Appleton House" weil Iras Schilderungen eine Abfolge von Ereignissen gleicht. Allerdings konnte sie mich mit ihren Gefühlen berühren, wenn sie über ihre Ängste und Wünsche sprach oder die anderen Bewohner von Skilly House anriss.
Skilly House nimmt eine große Rolle und Bedeutung im Leben der Geschwister ein und das ist es, was mir richtig gut gefallen hat, denn das Kinderheim vermittelt Wärme und Freundlichkeit. Natürlich können die Betreuer von Skilly House den Kindern die Eltern nicht ersetzen, aber sie sind lieb und kümmern sich nach Kräften um die Kinder. Nehmen sie in den Arm oder hören ihnen einfach zu. Es war schön, dass es also keine beklemmende Kinderheim Geschichte geworden ist.

Fazit 


Bislang fallen mir nicht viele Bücher über zurückgelassene Kinder ein, die so viel Wärme und Hoffnung transportieren, wie das bei "Der Himmel über Appleton House" der Fall ist. Der Schreibstil ist kindlich und manchmal abgehackt, da Ira die Geschichte ähnlich wie Tagebuch Einträge erzählt und zu Beginn der Geschichte erst 9 Jahre alt ist. Dadurch fehlte es an konstanter Spannung oder der Möglichkeit, mehr in die Geschichte einzutauchen. Trotzdem hat mir der herzliche Umgang der Erwachsenen mit den Kindern gefallen. 4 Sterne.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar_____________________________________________________
© Cover-, Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

familie, wald, geheimnis, versteck, freundschaft

Das Blaubeerhaus

Antonia Michaelis ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 17.09.2015
ISBN 9783789143007
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Erster Satz

"Eine Menge Geschichten beginnen damit, dass jemand mit dem Auto irgendwohin fährt." - Leo - Seite 11


Zwischen den Seiten


Kindesvernachlässigung, Einsamkeit und Gewalt sind einige Themen mit denen ich in den Antonia Michaelis Büchern "Der Märchenerzähler" und "Niemand liebt November", konfrontiert wurde. Aber auch ein verschlingender poetischer Schreibstil, der emotionale Bilder zeichnet.

Als mir "Das Blaubeerhaus" im Regal meiner Buchhändlerin auffiel, war ich anfangs skeptisch, ob mich dieses Buch mit einem Loch im Bauch zurück lassen wird, wie es bei den beiden anderen Büchern, der Autorin der Fall war. Keine Sorge, das wird es nicht, denn "Das Blaubeerhaus" ist für junge Leser geeignet.

Freundschaft, Mut, Entdeckergeist und Familie stehen im Vordergrund.

Leo und Imke, beide 10 Jahre alt, sind Cousin und Cousine, hatten bisher jedoch kaum Kontakt miteinander. Erst als die Familien ein altes Haus im Wald erben und es in den Sommerferien besuchen, lernen sie sich näher kennen. Jede der Familien, hat einen anderen Lebensweg gewählt: Die Familie von Leo lebt in Berlin und wandelt auf Ökopfaden, mit langen Haaren und selbst gestrickten Hippie Klamotten. Das denkt zu mindestens Imke. In Leos Augen ist Imkes Familie an Wohlstand, Geld und teure Kleidung gewöhnt und lebt im vornehmen Teil Hamburgs.

Eines haben Leo und Imke gemeinsam, sie sind abenteuerlustig, neugierig und das Blaubeerhaus lockt sie mit vielen Geheimnissen.

Auf dem Dachboden entdeckt Leo ein Schulheft der längst verstorbenen, alten Lene, die zu der Zeit ungefähr in Leo und Imkes Alter gewesen ist. Schon damals besaß das Blaubeerhaus seinen Namen. Für Imke und Leo dreht sich alles um das Haus, den Wald und Lenes Schulheften, die sie als Tag- und Nachtbuch genutzt hat.

Lenes Leben und ihr Alltag im Blaubeerhaus ist von kindlicher Freiheit geprägt, wird zunehmend aber ernster und beängstigend. Erst nach und nach wird auch Imke und Leo bewusst, in was für eine Zeit Lene Kind gewesen ist und was es eigentlich bedeutet, dass sich die Familie ihres besten Freundes, Avi gelegentlich im Keller oder auf dem Dachboden aufhält, sobald Fremde im Haus sind.

Leo und Imke erzählen abwechselnd die Geschichte und jeder hat seinen eigenen Ton. Leo ist aufgeschlossen Neuem gegenüber, vorsichtig und wohl überlegt, wenn es darauf ankommt. Imke ist zunächst skeptisch, aber auch wagemutiger. Die beiden ergänzen sich. Doch auch die anderen Familienmitglieder kommen mit ihrer Persönlichkeit nicht zu kurz. Imke hat zwei kleine Schwestern, Juli und Juni, die sich wie Zwillinge verhalten und das fand nicht nur ich manchmal gruselig. Auch Leo hat weitere Geschwister einen älteren Bruder, Luke und einen ganz kleinen, Mattis. Neben den Kindern, gibt es die Eltern und mir hat es gut gefallen, dass die Eltern zu einem ganz normalen Teil in diesem zauberhaften Kinderbuch wurden. Und nicht etwa nur, die am Rande auftretenden, ermahnenden Erwachsenen darstellten.

Lesespaß

Das Cover übt eine enorme Anziehung auf mich aus. Das Gefühl von Sommer, Wald und Abenteuer zieht sich durch das gesamte Buch. Spürbar sind die knackenden Äste und das Laub unter den Füßen, ein erdiger Duft liegt in der Luft. Antonia Michaelis zaubert auch im "Blaubeerhaus" mit fantasievoller Sprache, sie erweckt ihre Figuren und gibt ihnen Leichtigkeit. Mit Hilfe von Lenes Tag- und Nachtbuch gleiten Leo und Imke in eine dunkle, gefährliche, wahre Vergangenheit, die dem älteren Leser sofort bewusst ist, für jüngere aber immer noch kindgerecht erzählt bleibt. Ein weiterer Zauber des Blaubeerhauses, sind die immer wieder kehrenden Illustrationen, der Figuren, Landschaft oder ganz wichtig der einzelnen Seiten von Lenes Heft. Die Neugier und der Entdeckergeist der Kinder springt auf die Leser über. In der zweiten Buchhälfte wird die Handlung ein Tick dunkler, orientiert an der Entwicklung von Lenes Geschichte. Wie am Anfang bereits erwähnt, geht man am Ende nicht mit einem "Loch im Bauch Gefühl" aus diesem Buch heraus, sondern mit einem warmen und zufriedenen Gefühl.

Fazit

Der Buchrücken hat im Regal meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und als ich dann das Buch in den Händen hielt, war es um mich geschehen. Das Cover ist mehr als gelungen und schon das macht unheimlich neugierig auf das Buchinnere. "Das Blaubeerhaus" ist eine spannend erzählte Geschichte, bei der ganz klar Imke und Leo im Vordergrund stehen, aber die Erwachsenen nicht einfach an den Rand geschoben werden. Leos und Imkes Familien sind verschieden, aber hier ist das kein Grund für große Konflikte, sondern zeigt das man trotz Unterschiede auch ohne Streiten zu einer Familie zusammen wachsen kann. Der Schreibstil ist natürlich und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil ich sehr an Lenes Schicksal hing. Was ihr passiert, ist schrecklich, zum Glück, weil es ja auch ein Kinderbuch ist, drückt es die Stimmung aber nicht nach unten. Mir hat "Das Blaubeerhaus" sehr gut gefallen und es wird nicht nur dir jungen Leser begeistern, sondern auch die älteren, 5 Sterne.


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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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märchen

Der Waldgeist - Ein sorbisches Märchen

Peter Muzeniek
Fester Einband: 21 Seiten
Erschienen bei Domowina Verlag Bautzen
ISBN 9783742002990
Genre: Sonstiges

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löwenkind kinuli, zoo, jugendbuch, russland, tiererzählungen

Vierbeinige Freunde und Zöglinge des Zoo

Wera Tschaplina , Vera V. Caplina
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Moskau: Verlag Progress, 01.01.1972
ISBN B002LCQDSS
Genre: Jugendbuch

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Mit meinem Pony durch dick und dünn

Eva Boethius
Fester Einband: 311 Seiten
Erschienen bei SchneiderBuch, 01.06.1997
ISBN 9783505101229
Genre: Kinderbuch

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Marie Louise Fischer: Hurra, hier kommt das Hausgespenst - Verlag: Bertelsmann

Marie Louise Fischer
Fester Einband
Erschienen bei Bertelsmann, 01.01.1977
ISBN B004IK56QG
Genre: Sonstiges

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Die Geheimnisse des Lebkuchenmondes

Michelle Jasmin Schrenk
Flexibler Einband: 166 Seiten
Erschienen bei Canim Verlag, 13.10.2013
ISBN 9783942790031
Genre: Sonstiges

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Peter Pan in Kensington Gardens

J. M. Barrie , Selma Urfer , James M Barrie , Selma Urfer
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei scaneg, 31.01.2008
ISBN 9783892351207
Genre: Sachbücher

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venedig, cornelia funke, kinderbuch, diebe, freundschaft

Herr der Diebe

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.05.2014
ISBN 9783841502940
Genre: Kinderbuch

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fantasy, michael ende, klassiker, die unendliche geschichte, kinderbuch

Die unendliche Geschichte

Michael Ende
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 17.09.2014
ISBN 9783522202039
Genre: Klassiker

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Eine Schublade voller Briefe

Kazumi Yumoto
Fester Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Sauerländer
ISBN 9783794180141
Genre: Kinderbuch

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fantasy, narnia, kinderbuch, löwe, märchen

Die Chroniken von Narnia

C. S. Lewis ,
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, 01.09.2005
ISBN 9783800051861
Genre: Fantasy

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387 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

kinderbuch, zauberer, fantasy, silvester, rabe

Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

Michael Ende
Flexibler Einband: 235 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 16.10.2008
ISBN 9783551358301
Genre: Kinderbuch

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325 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

drachen, fantasy, cornelia funke, kinderbuch, drache

Drachenreiter

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.01.2014
ISBN 9783841502643
Genre: Kinderbuch

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