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100 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

gefühle, liebe, fantasy, fear, jugendbuch

Winterseele - Kissed by Fear

Kelsey Sutton , Ursula Held
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 19.04.2017
ISBN 9783473585083
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Unsere Emotionen wie Schuld, Angst, Wut oder Freude in Menschengestalt, das fand ich schon ziemlich spannend und genau darum geht es in Winterseele. Die 17-jährige Elizabeth hat diese Gabe und einige der Emotionen reden mit Elizabeth, zum Beispiel Fear, der die Angst symbolisiert und hier als Mann auftritt.

Im Englischen ist es mit dem Artikel „the“ egal ob es sich um ein weibliches oder männliches Objekt handelt, im Deutschen wäre Angst mit "die" weiblich. Ich vermute, weil Fear bewusst als Mann gilt, ist er die einzige Emotion die seinen englischen Namen in der Übersetzung behalten hat.

Fear besucht Elizabeth regelmäßig, denn sie fasziniert ihn, da sie ihn und die anderen sehen kann, selbst aber keine Gefühle zeigen kann.

Um ihr doch noch Angst einzujagen, erschafft er Illusionen, nur bleiben diese wirkungslos. Denn wo Gefühle sein sollten, spürt Elizabeth eine Leere in sich.

Leider macht der Mangel an Gefühlen Elizabeth zur Außenseiterin, denn die Menschen spüren und sehen das sie anders ist, obwohl Elizabeth versucht sich anzupassen.

Es gibt nur wenige Menschen, die Elizabeth trotzdem als Menschen wahrnehmen und ihr freundlich gegenübertreten, der Rest grenzt sie äußerst heftig aus.

"Joshua ist einfach und kompliziert, direkt und nachdenklich, eifrig und geduldig." - Elizabeth Seite 127

Genau wie Fear möchte Joshua ihr helfen, ihre Gefühle zurückzubekommen. Dabei muss der arme Kerl einiges aushalten. Mir hat er total gefallen.

Elizabeth mochte ich, auch wenn ihr das schwer fällt zu glauben, dass jemand sie um ihretwillen mögen, kann.

"Aber ich habe immer gewusst, dass du anders bist. Und es war mir egal. Verstehst du? Es ist mir egal. Du bist Elizabeth. Und du bist jemand, egal was du denkst oder sagst." – Joshua Seite 198

Es ist erstaunlich, wie sich die Gefühllosigkeit einer Ich-Erzählerin auf den Ton der Geschichte auswirkt. Die Handlung steigt sofort in einer Szene mit Fear und Elizabeth ein. Die Hintergründe werden Stück für Stück preisgegeben.

Genau von diesem distanzierten, knappen Ton wurde ich angezogen, er macht Elizabeths Geschichte zu einem Suchtmittel.

Die Antworten, die sie gemeinsam mit Fear sucht, bringen sie in Gefahr und es bleibt bis zum Schluss spannend.

Lese Spaß

Obwohl von "Winterseele" eine so starke Anziehungskraft ausging und ich das Buch schnell auslesen hätte können, habe ich es nicht getan, denn die Geschichte ist teilweise krass.

Elizabeth wächst in einer komplizierten Familie heran. Von der Mutter gefürchtet, immer wieder geistern Sätze wie "Du bist nicht meine Tochter" (dabei sieht Elisabeth ihr ähnlich: groß, schlank, blond und blauäugig) durch die Seiten und vom Vater gehasst. Außerdem verprügelt der Vater, Mutter und Tochter regelmäßig.

Diese Szenen vor allem direkt bei Elizabeth zu erleben ging mir an die Substanz, Elizabeth beschreibt sie als würde sie nur zur Zuschauerin degradiert werden. Doch bei mir kamen Zorn und Wut an.

Selbst in der Schule gehen diese harten Behandlungen durch Mitschüler weiter.

Warum tut keiner was? Warum bleibt Elizabeth nur so stur, ja schon beinahe beratungsresistent und wehrt sich nicht?

Wo bei ihr zu wenig Gefühle sind, prasselten meine auf mich ein. Deshalb auch die kleinen Lesepausen zwischen drin. Ich wäre sonst an "Winterseele" kaputtgegangen.

Von der Umsetzung und der Idee war ich begeistert, nur die Auflösung und die Erklärung gegen Ende haben mich dann doch etwas verwirrt, für meinen Geschmack war es zu fantastisch. Doch das nur am Rande, ansonsten ist dieser Einzelband von der erzeugten Stimmung große Klasse.

Fazit

Emotionen in Menschengestalt ein spannendes Thema und sehr gut umgesetzt. Zumal Protagonistin Elizabeth die Stimmungen sieht, selbst aber nichts fühlen kann. Das unterscheidet sie spürbar von ihren Mitmenschen, grenzt sie aus und macht sie angreifbar für Übergriffe. Diese Distanz setzt sich auch im Schreibstil um, dadurch wurde die Geschichte nur anziehender und eindringlicher. Vor allem wegen der Gewaltszenen rate ich dazu kleine Pausen zu machen. Denn wo Elizabeth zu wenig Gefühle zeigen kann, können es bei den Lesern zu viele werden. Die Spannung bleibt überwiegend konstant, da das Buch seine Geheimnisse lange für sich behält. Gegen Ende strauchelt die Handlung etwas, wirkt verwirrend und zu fantastisch für meinen Geschmack. Trotzdem eine klare Leseempfehlung 4 Sterne.


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130 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

liebe, hamburg, liebeskummer, liebesgeschichte, liebesroman

Hummeln im Herzen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.09.2016
ISBN 9783404175840
Genre: Romane

Rezension:

Zwischen den Seiten

Lena ist 29 Jahre kurz vor ihrem 30. Geburtstag, hat alles erreicht einen soliden Job, in wenigen Tagen bald Ehefrau von Simon, einen aufstrebenden Rechtsanwalt und dann wusch alles weg, Job und Mann. Einfach abserviert, ausrangiert. Plötzlich steht Lena gestrandet in der WG ihres großen Bruders, Michel seiner Freundin Juli (auch beste Freundin von Lena) und seinen besten Freund Ben.

Damit wird es mega turbulent und lustig um Superchaot Tollpatsch Lena, die nämlich scheinbar nichts auf die Reihe bekommt und kein Fettnäpfchen auslässt.

Von nun möchte Lena das komplette Gegenteil aus sich machen: Beruflich erfolgreich, sexy und den neuen perfekten Traummann finden.

Dabei sind es vor allem ihre Macken und Schwächen, die Lena so liebenswert machen. Zum Beispiel: Lenas stark ausgeprägter Putzfimmel hat auch bei mir nicht haltgemacht, nach dem ich mit dem Lesen fertig gewesen bin, musste ich erst mal meine Wohnung putzen.

In den nächsten Wochen und Monaten erlebt Lena so einiges, lernt einen brummigen Buchhändler kennen, einen übereifrigen Schriftsteller, bei dem sich Lena total verbiegt und sie entdeckt an dem besten Freund vom großen Bruder ganz neue Seiten.

Autorin Petra Hülsmann kreiert mit ihren Figuren zusammen eine heile, gute Laune Welt und siedelt diese in Hamburg an. Es gibt auch keine großen Dramen, aber das brauche ich nicht immer. Es sind auch keine überraschenden Wendungen zu erwarten, was vollkommen in Ordnung ist.

Ich habe mich auf Anhieb in die Figuren verliebt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen, sodass ich mit "Hummeln im Herzen" schnell fertig. Ein richtiger Page Turner.

Da ich zuerst "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" gelesen habe, kannte ich Taxifahrer und Hamburger Original Knut bereits, hat mich sehr gefreut, ihn wieder zu treffen.

Vielleicht taucht er ja dann auch in anderen Büchern auf und verbindet, die sonst in sich abgeschlossenen Geschichten miteinander.

Lena trägt ihr Herz auf der Zunge und neigt zu Kurzschluss Aktionen, die für sie selbst nicht immer lustig sind, dafür für mich als Leserin im Sinne von Schadenfreude ist die schönste Freude, immer lesenswerter waren. Sie ist nicht auf den Kopf gefallen, manchmal hat sie nur tellergroße Tomaten auf den Augen, anders kann ich mir die Sache mit ihrem Schriftsteller nicht erklären oder war das geringe Selbstvertrauen daran maßgeblich beteiligt?

Schöner und ehrlicher fühlen sich dagegen, die Szenen an wo es nur um Ben und Lena geht. Da knistert die Luft und fliegen die Fetzen, alles wohl dosiert, dass es manchmal zum Zähneknirschen war. Einfach, weil ich nach mehr lechzte, aber es nicht immer bekam.

"Hummeln im Herzen" gehört zu den Büchern bei denen ich schon beim Klappentext weiß, wie das Ende sein wird, denn genau das möchte ich haben. Daher bin ich natürlich mit dem Ausgang der Geschichte mehr als nur zufrieden.


Lese Spaß

"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" mit Isabelle und Jens im vergangenen Sommer, hat mich ja schon begeistert, weil da einfach gute Laune und ein Happy End drinsteckte und nun auch "Hummeln im Herzen" wo das gleiche Konzept funktioniert. „Hummeln im Herzen“ ist hier eigentlich der erste Roman von Autorin Petra Hülsmann.

Ich liebe es, wenn Liebesgeschichten, mit Humor und einen nur kleine Prise Drama am Ende das Happyend beinhalten. Oder wenn, die Figuren anfänglich sich noch in die Wolle bekommen und ich als Leserin dem großen Finale entgegenfiebere.

In diesem Sinne haben mich Lena und Ben bestens unterhalten und alles richtiggemacht.

Für mich zählt auch "Hummeln im Herzen" zu den gute Laune-Romance Bücher die den Sommer noch sommerlicher machen.

Fazit

"Hummeln im Herzen" bringt mich zum Strahlen und bescherte mir mit einen chaotisch, tollpatschigen Lena viele Lacher und im Zusammenspiel mit Ben einige Kribblige romantische Seufzer. Hamburg als Setting kommt gut rüber, so dass ich mich nach dem zweiten Petra Hülsmann Roman schon sehr auf meinen ersten Hamburg Besuch freue. Für mich gibt es für diesen kurzweiligen Roman 5 Sterne.


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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

ewig, sommer, ein, und

Ewig und ein Sommer

Kerstin Arbogast
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783959911177
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Der Sommer steht vor der Tür, in „Ewig und ein Sommer“, ist er die Materie, die alles umgibt und durchdringt. Da kommen beim Lesen Sonne und gute Laune auf, für ein weiteres Summerfeeling liefert Autorin Kerstin Arbogast eine Playlist mit, die zum Teil richtig schräge Lieder beinhaltet, die ich so nie erwartet hätte. Die meisten Lieder passen gut zu der 18-jährigen Sophie, die ebenfalls außergewöhnlich ist.
Sophie ist immer gut gelaunt, mega sympathisch, eben auch weil ich ihre crazy liebenswerte Art nie unnatürlich oder aufgesetzt fand. Für mich betritt Sophie ein Raum und fällt auf jeden Fall auf, sie ist jemand, mit goldenen Herzen, der andere super gerne zum Lachen bringt und dazu, dass sie aus sich heraus kommen. Ihr Kleidungsstil ist ebenfalls auffällig, kreuz und quer, bunt gemischt.
"Als ob sich Doris Day und Ernie und Bert in der Grabbelkiste auf dem Flohmarkt in die Haare gekriegt hätten." - Konrad S. 16

Sophie hat für mich ganz viel von Pippi Langstrumpf und macht sich die Welt ganz so, wie es ihr gefällt. Ihre positive Art ist ansteckend, vor allem für Konrad, der zunächst wie das komplette Sophie Gegenteil wirkt: verschlossen, skeptisch und zurückhaltend. Dadurch, dass sowohl Sophie als auch Konrad die Ich-Erzähler sind, erfährt man als Leser schnell, was die Gründe für Konrads Verhalten sind. Konrads Probleme leiten ihn zwar, bestimmen zum Glück aber nicht weitesgehend die Handlung. Manchmal habe ich sie sogar vergessen, weil einfach so viel Tolles und Aufregendes geschieht und ich in dem Moment gelebt habe.

Anfangs stellt sich Konrad gegenüber Sophie quer, sie ist ihm lässig und er wünscht sich nur, dass das gemeinsame Schulprojekt schnell vorübergeht. Sophie anschließend aus seinem Leben verschwindet und ihn sich selbst überlässt. Sich, seinen Problemen, der Lustlosigkeit und allem, was Konrad gerade sonst so plagt. Augenscheinlich ein richtiger Miesepeter, der gegen gute Laune immun zu sein scheint. Doch Sophie ist eine Supermacht, gegen die Konrad nicht lange standhalten wird. Und das ist auch gut so, denn Super-Sophie, tut ihm gut und er zeigt, dass ein wundervoller junger Mann in ihm schlummert, der es sogar gelegentlich mit Sophies Überraschungsmomenten aufnehmen kann.

Konrad und Sophie passen perfekt zueinander, auch wenn hier die Liebe gar nicht im Vordergrund steht, da Sophie glaubt, auf ihrer Familie läge ein Fluch; der es ihr nicht erlaubt, das Glück in der Liebe zu einem Jungen zu finden. Weil ihre Oma Ursel und ihre Mutter Sanne, ebenfalls kein glückliches Händchen mit den Männern hatten. Dass einzige männliche Wesen, das im Arendt Haushalt lebt, ist Sophies heiß und innig geliebter Rauhaardackel Whisky. Auch Konrad glaubt nicht mehr an die große Liebe. Aber das müssen beide auch nicht, denn ihre Sommerferien funktionieren auch ganz gut mit der Freundschaft.
Einfach zu machen, wozu man Lust hat, ohne sich dabei nach der Meinung anderer zu richten, ist das Herzstück von "Ewig und ein Sommer". Nie geschieht etwas Gefährliches oder mit böser Absicht das anderen schaden kann.
Was ist schon dabei, wenn man in der Öffentlichkeit lauthals Schlager singt oder ausländische Telenovela kurzerhand in Eigenregie synchronisiert? Erlaubt ist was gefällt und so wird jeder Ferientag auch immer zur guten Laune.
Lese Spaß

Bunt, herzlich, warm, aktiv, Sommer und pastellene Farben das sind die Worte, die mir einfallen, wenn ich an "Ewig und ein Sommer" denke. Gute Laune und ein gemütliches Wohlfühlgefühl führen die Emotionen während des Lesens an. Es sind die Figuren und die transportierte Stimmung, die das Buch zu einem absoluten schönen sommerlichen Jugendroman machen. Die Arendt Frauen sind zum Lachen und viel zu oft zum Knutschen, der einzige "Mann" im Arendt Haushalt, Rauhaardackel Whisky einfach nur zum Knuddeln.

Diese Natürlichkeit im Schreibstil und in den Stimmen der Erzählstimmen von Sophie und Konrad habe ich vor allem in dem einen besonderen Moment zwischen Sophie und Konrad sehr genossen, vor allem auch, weil dieser Moment aus Konrads Perspektive geschildert wurde. Eine unverkrampfte, gelöste Stimmung, die den Moment bestimmt ganz ohne Perfektion einfängt.

Außerdem hat es mich riesig gefreut, dass Kerstin Arbogast mit Konrad eine Figur entwickelt hat, die ganz und gar ohne Bad Boy Image funktioniert und beweist, dass auch die lieben, netten Jungs Brausepulverbauchgefühle bei den Mädels hervorrufen können. Ich bin verknallt in Konrad, den Jungen mit dem Wuschelhaar und der Nerdbrille.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich trotzdem: Dass Konrad ein paar Schwierigkeiten hat, erfährt man recht schnell und ich dachte mir, dass diese Probleme noch einmal zum Thema werden. Was an sich nicht der Punkt gewesen ist. Ich finde nur, dass dieser Konflikt viel zu spät rangekommen ist, da waren nicht mehr viele Seiten von dem Buch übrig, dementsprechend schnell wurde mir das Ende (mit dem ich leben konnte) herbeigeführt.

Fazit

"Ewig und ein Sommer" ist ein großartiger Jugendroman, der Lust auf den Sommer macht, vor allem auf einen unbeschwerten Sommer so, wie ihn viele in der Kindheit hatten. Die Protagonisten sind herzallerliebst, ganz vorne dabei die verrückte Art von Sophie, die für mich immer etwas von Pippi Langstrumpf hatte und sich die Welt so macht, wie sie ihr gefällt. Oder auch Konrad, der zeigt, dass auch die lieben Jungs garantiert Brausepulverglücksmomente erzeugen können. Also schnappt euch dieses Buch und genießt einen wundervollen Sommer, aber bitte mit viel Sahne. 4 Sterne

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, affäre, contemporary, freundschaft, amerika

Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Wenn die Fehler der Eltern das Leben der Kinder bestimmen, wird es kompliziert, vor allem wenn eines der Kinder mehr darüber weiß, als das andere. Es ist eine vertrackte Situation in der sich Sam und Hadley befinden, als sie sich kennenlernen und sich erste Gefühle entwickeln.
"Liebe ist wie Drachensteigen" ist ein Meer der Emotionen und ein Sehnen nach Normalität und Liebe. Sam und Hadley, beide sind abwechselnd Ich-Erzähler, bringen ihre eigenen Gefühle und den ganzen Schmerz rüber. Es ist herzerwärmend wie beide eigentlich nicht wollen, jedoch nicht anders können, als miteinander Zeit zu verbringen. Zu lächeln, zu Herzpochend und sich einfach nur gut zu tun. Auch wenn das Wissen, welches Sam auf sich genommen hat, ihn zusehends erdrückt.

Unterstützt werden die beiden von wundervollen Begleitern, Livy, Sams jüngere Schwester, Kat, Hadleys beste Freundin und Ajay, Sams bester Freund. Die Drei tragen ebenfalls etwas zur Entwicklung von Sam und Hadley bei.

Nur die Rollen der Eltern habe ich nicht ganz nachvollziehen können, da sind mir zu viele Anschuldigungen und Zurechtweisungen im Spiel gewesen, die wenn ich auch ein wenig Verständnis für sie hatte, sie im Großen und Ganzen nicht nachvollziehen konnte. Denn bei all dem Stress und Streit vergaßen sie, für mich ihre eigenen Kinder.

Lesespaß

Eine bessere Gemeinsamkeit als Shakespeare hätte Autorin Ashley Herring Blake für Hadley und Sam nicht wählen können, denn vom Drama haben beide einiges mit einigen seiner Werke gemeinsam. Wie die scheinbar ausweglose Liebe zweier Kinder verfeindeter (zerstrittener) Familien zueinander.

Ob nun Sam oder Hadley an der Reihe waren, ich habe mit jedem von ihnen mitgefühlt. Wie viel angestaute Emotionen in ihnen köcheln und wie viel Verantwortungsbewusstsein gerade in Sam gegenüber Livy steckte.

Eigentlich war ich während des Lesens hin und her gerissen, zwischen der kribbligen Kernlernphase zwischen Sam und Hadley und dem großen Knall, der unweigerlich folgen musste, sobald Hadley die ganze Wahrheit erfährt. Dass die Wahrheit am Schluss doch eine etwas andere gewesen ist, hat mich überrascht und mir ergriffene Seufzer eingebracht.


Fazit

"Liebe ist wie Drachensteigen" ist eine berührende Liebesgeschichte zweier Teenager, deren gesamtes bisheriges Familienleben aufgrund einer Entdeckung zur Lüge wandelte. Hadley und Sam haben sich unabhängig voneinander, von ihren Eltern entfremdet und jeder von ihnen hat einen eigenen Weg gefunden, damit umzugehen. Bis sie einander zufällig über den Weg laufen und sich selbst ineinander verlieben. "Liebe ist wie Drachensteigen" ist eine ganz wunderbare Geschichte über Liebe, Familie, Schuld und Wut, die am Ende mit einer kleinen Hoffnung belohnt. 5 Sterne.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

rezension, freundschaft, highschool, magellan, strei

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der zufällige Satz

„So viel hatte ich jedenfalls gelernt: Alter, Geschlecht, IQ, Persönlichkeit – alles es gab kein typisches Muster. Wenn so was jemanden wie Ayeshas Mum passieren konnte, dann konnte es jeden treffen.“ – Daisy Seite 42

Zwischen den Seiten

Freundschaft, die erste Liebe, Trennung und Neuanfang so in etwa sieht das Leben von Daisy im Moment aus. Nachdem sich Daisy von Matt ihrem ersten Freund getrennt hat, möchte sie gerne neu anfangen und wechselt dafür aufs College. Wo sie Toby kennenlernt. Toby ist supercharmant, Sorte "Warum sollte, sich ausgerechnet, ein solcher Beauty für mich interessieren" Junge. Daisy kann ihr Glück kaum fassen, allerdings weist ihr neuer Traumprinz, ernst zu nehmende Schönheitsmängel auf. "Überlieben in 10 Schritten" zeigt wie schnell, aus Zuneigung, Besessenheit werden kann.

Leseapaß

Die bunte, fröhliche, manchmal überdrehte Daisy macht "Überlieben in 10 Schritten" lebendig und Daisy vom Fleck weg sympathisch. Sie ist eine tolle Ich-Erzählerin. Mit ihren Freundinnen Alesha und Beth hat sie, dank einer langjährigen, erprobten 10 Regeln Liste ein genaues Bild von Liebe und Freundschaft. Diese 10 Regeln ziehen sich wie ein rotes Band durch die Handlung. Eine Übersicht dieser 10 Regeln findet sich am Buchende und rückblickend, meine ich die Handlung richtet sich tatsächlich an diese Regeln aus.

Alesha, Beth und Daisy sind das ABC der Freundschaften, sie halten immer zusammen, auch wenn sie unterschiedlicher Meinungen sind, vor allem wenn es um Jungs geht, getreu ihrer 7. Regel:

"Jungen mögen das Sahnehäubchen sein, aber Freundinnen sind der Kuchen."

Daisy ist selbstbewusst und unabhängig, hat eine Vorliebe für Vintage Mode, Prints und bunte, knallige Farbkombinationen. Toby hingegen ist ein gemeißelter, göttlicher Mädchentraum, wo er auftaucht, schlagen entzückte Mädchenherzen einige Oktaven höher. Dass er ausgerechnet Daisy ins Auge fasst und nicht etwa der schönen, zickigen Britany, lässt Daisy staunen, sie fühlt sie sich zu ihm hingezogen.

Alles ist perfekt, nur verhält sich Toby zunehmend merkwürdig. Möchte ständig wissen, wo sie ist oder wird schnell eifersüchtig. Dass so ein andauerndes Verhalten nicht normal sein kann, begreift Daisy schnell, auch wenn sie ihn oft noch vor anderen verteidigt.

Alles ist perfekt, nur verhält sich Toby zunehmend merkwürdig. Möchte ständig wissen, wo sie ist oder wird schnell eifersüchtig. Dass so ein andauerndes Verhalten nicht normal sein kann, begreift Daisy schnell, auch wenn sie ihn oft noch vor anderen verteidigt.

Von den drei Freundinnen wird am meisten auf Daisys Beziehung eingegangen, doch zusammengenommen steht jedes der drei Mädchen für einen Beziehungstyp, zum Beispiel die solide, die Beziehung die natürlich zum Scheitern verurteilt sein muss, weil sie ein Händchen für merkwürdige Männertypen hat und dann die "Aschenputtel trifft ihren Traumprinzen" Beziehung. Doch Achtung mit den Vorurteilen, nicht jedes muss sich bewahrheiten.

Fazit

Was am Anfang noch als aufmerksam und liebenswert gehalten werden kann, kann sich schnell belastend und kontrollierend anfühlen. In einer Beziehung sollten sich beide Partner wohlfühlen und entfalten können. Rachel McIntry greift dieses Thema in "Überlieben in 10 Schritten auf. Lässt ihrer Protagonistin Daisy genug Raum für Entscheidungen und lässt sie zum Glück sie auch weiterhin ihrem Charakter treu bleiben und das war mir ganz wichtig, dass sie trotz rosaroter Brille auch auf ihren Bauch und Verstand hören kann. 5 Sterne

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78 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

teenager, familie, freunde, schule, zwei mütter

Mein Leben, mal eben

Nikola Huppertz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669906
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Wenn Schreiben nämlich bedeutet, dass man etwas versteht, obwohl man es nicht versteht, weil man den Dingen Wörter gibt, UM sie zu verstehen, und wenn Verstehen bedeutet, dass alles immer noch mehr wehtut, als vorher, dann kann ich auch gut darauf verzichten.“ - Anouk Seite 129

Zwischen den Seiten

Von außen betrachtet hat Anouk ihren Platz im Leben gefunden, sie hat ihre Familie und sie hat ihre Hobbys, nur sind beides außergewöhnlich, denn welches 13-jährige Mädchen hört gerne Heavy Metal, wo das doch was für alte Männer ist und Pop doch so viel angesagter und leichter?

Anouk ist mal eben anders, sie nennt das das Unnormal Gen haben, ich nenne das aus der Masse hervorstechen und Persönlichkeit haben. Doch wie jeder Mensch sehnt sie sich nach Freundschaften und nach Akzeptanz. Anouk glaubt ganz fest daran, diesen Zielen näherzukommen, wenn sie sich den anderen anpasst, aber normal sein ist so eine Sache, wenn man ist, wie man ist und das lernt Anouk in "Mein Leben mal eben" auf besonderem Wege.

Lese Spaß

Auf den ersten Seiten habe ich mich mit Anouk schwergetan, denn ihre Gedanken sind alles andere als gradlinig. Sie hopst von der Gegenwart in ihren Memoiren in die Vergangenheit, zurück und dann manchmal komplett wo anders hin. Anouk nutzt dabei viele Klammern und ist einfallsreich, denn es gibt nicht nur diese Klammern () sondern auch diese [].

Nachdem ich mich an die Flunmi-Anouk gewöhnt hatte, konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Anouk ist nämlich mit 13 Jahren schon gefestigt. Natürlich hat die Pubertät sie ebenfalls im Griff und sie macht sich Gedanken um ihre Familienverhältnisse, darüber wie toll es wäre eine Freundin zu haben und wie gut die neue Mitschülerin Lore darein passen würde.

Anouk entwirft Pläne, alles soll sich nun ändern, sie wird eine neue Anouk und macht die Pläne ganz ohne ihre Mitmenschen, von denen einige noch ein Wörtchen mitreden werden.

Mir hat die Botschaft in "Mein Leben mal eben" richtig gut gefallen und ich finde sie wichtig, nicht nur für junge Leserinnen und Leser, sondern auch für uns älteren.

Fazit

Wenn man noch in die Schule geht und entweder aus keinem klassischen Familienmodell stammt oder ein ungewöhnliches Hobby hat, zu dick oder zu dünn ist oder, oder sehnt man sich danach wie die anderen zu sein. So geht es auch Anouk, obwohl sie bislang zufrieden mit allem gewesen ist, tritt sie nun in eine Phase in ihrem Leben ein, wo sie sich darüber ihre Gedanken macht, Pläne entwirft, die vielleicht funktionieren oder nach hinten losgehen. Man möchte Anouk einfach nur herzen und freut sich mit ihr, sobald sie die wichtigste Botschaft von "Mein Leben mal eben" begreift, und zwar ...

Nein bitte selber lesen. 5 Sterne.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

zwillinge, spiel, verrat, manga, könig

Arisa, Band 1

Natsumi Ando , Cordelia von Teichman , Cordelia von Teichman
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2010
ISBN 9783551782151
Genre: Comics

Rezension:

Zwischen den Bildern

Das doppelte Lottchen trifft auf Mystery.

Damit Tsubasa Arisa helfen kann, nimmt sie ihre Identität an. Sie macht sich auf die Suche nach dem Auslöser und wird mit der Macht des Glaubens und der Gemeinschaft konfrontiert.

Artwork

Die Zeichnerin Natsumi Ando setzt auf Schwarz und Glanzeffekte, um die Spannung dazustellen. Außerdem betont sie für die Emotionen die Augen der Charaktere stark. Lange oder auch kurze Haare zu zeichnen scheint ihr Spaß zu machen, solange die Strähnen einzeln detailliert herausgearbeitet werden. Mir gefällt das Artwork, denn es spiegelt die Spannung der Handlung gut wieder.

Lesespaß

Mich hat das Zwillingsthema gereizt, dass der einen Schwester etwas zustößt und die andere nun versucht herauszufinden, was es damit auf sich hat. Für eineiige Zwillinge kein Problem. Tsubasa ist eine tolle Heldin, die fast schon etwas burschikos, offen und temperamentvoll wirkt. Während ihre Schwester Arisa, mädchenhaft, zart, aber auch zurückhaltend und geheimnisvoll ist. Da ist es für Tsubasa nicht immer einfach ihre Schwester zu sein.

Allerdings erschrak mich diese bedingungslose Leichtgläubigkeit einer Gruppe an die Macht eines Einzelnen sehr. Ich bin gespannt, wie das noch weiter gehen wird und ob es Tsubasa gelingen wird, diese Sache aufzuhalten.

Fazit

"Arisa" ist mir damals wegen der spannenden Zwillingsthematik, in der der einen etwas zustößt und die andere Schwester die Identität tauscht, um eigene Nachforschungen zu betreiben, in die Finger gekommen. Die Reihe ist auf 12 Bänden angelegt und bereits im ersten Band gibt es erschreckende Hinweise, die zudem führen, was Arisa zugestoßen sind. Ein wunderschönes Artwork vereint sich mit einer spannenden Handlung 5 Sterne.

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99 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

verlust, gedächtnisverlust, autounfall, ich habe geweint, amnesie

Alles, was ich von mir weiß

Adele Griffin ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2015
ISBN 9783734850127
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der erste Satz...



"Als ich vom Mittagessen zurückkam, hatten sie mein Zimmer leer geräumt." - Ember


Seite 7

"Alles was ich von mir weiß" ist Embers Spurensuche nach Erinnerungen. Nachdem sie nach einem schweren Verkehrsunfall nach Monaten Rehaklinik, endlich wieder nach Hause darf, beginnt die komplizierte Aufarbeitung. Denn Ember hat keine Erinnerungen an den Tag des Unfalls und an die Wochen davor.

Es ist zum Teil schwer für Ember ihren Alltag aufzunehmen, da ihr Körper nicht mehr derselbe ist, alte Träume müssen begraben werden, und die Eltern die sie gelegentlich wie ein rohes Ei behandeln.

Es sind Kleinigkeiten wie ein Satz, ein Gesicht oder ein Zeichen auf der Straße, die kleine Blitze in Ember auslösen und eine Erinnerung zurückbringen. Nicht immer leicht zu verarbeiten oder zu verstehen ist der Weg zurück auch eine Reise der Freundschaft, der Veränderung und dem Wandel.

Lese Spaß

Zum Thema des Autounfalls und dessen Folgen für Ember habe ich einen persönlicheren Bezug. Ich kenne jemanden, der so etwas selbst erleben musste und sich auch nicht mehr erinnern konnte. Die Gefühle die Ember in Bezug auf ihren mitgenommenen Körper beschreibt, haben mich deshalb noch mehr mitgenommen, weil es ähnliche Aussagen von meinem Bekannten gab.

Bei allem Mitgefühl für Ember, war sie mir aber oft zu anstrengend. Ember und ihr Exfreund Holden kommen sich wieder näher, Holden ist die Sorte Freund, die ihr Herzmädchen auf Händen tragen, immer zur Stelle ist, etwas romantisch verklärt und trotzdem sexy. Zeitgleich lernt Ember aber auch Kai kennen und auch hier sind Gefühle im Spiel. Sehr schnell intensiv und überzeugend. Es ist schon nachvollziehbar, dass Ember selbst nicht weiß, was sie möchte. Zumal da immer noch der junge Mann ist der mit Ember im Auto saß und dessen Präsenz ihr immer wieder begegnet.

Ember hat mich herausgefordert, da ich für klare Verhältnisse bin und nicht immer derselben Meinung mit ihr gewesen bin, war es zwischenzeitlich schwierig weiter zu lesen. Ich mochte es gar nicht, als sie wiederholt ihre beste Freundin und ihre Eltern vor den Kopf stößt und nicht versteht, dass sie sich auch nur um sie sorgen.

Immer stellt sich Ember in den Mittelpunkt, möchte das die anderen ihr den Freiraum geben, versteht aber selbst nicht, dass der Unfall an ihrer Umgebung selbst nicht spurlos vorbeigegangen ist.

Als dann das Beziehungsdreieck Holden-Ember-Kai seinen Höhepunkt erreichte, musste ich mich zum Weiterlesen zwingen, es waren schließlich nur noch ca. 100 Seiten, aber es war schwer mit Ember klar zu kommen.

Und dann kam der Schluss und die widersprechenden Gefühle in mir verpufften, denn alles wird übern Haufen geworfen und die Dinge die mich gestört haben und stehen plötzlich in einem anderen Licht da.

Fazit

"Alles, was ich von mir weiß", ist emotional und nicht immer einfach, weil Protagonistin Ember mit ihren Autounfall zu kämpfen hat, sie macht sich Vorwürfe, sie weiß, wer sie lange davor war, doch nicht mehr wer sie wenige Monate davor gewesen ist oder wer sie nun sein soll. Nicht immer war ich einer Meinung mit ihr und gerade Beziehungsdreiecke sind nicht mein Fall. Ich kann da nicht aus meiner Haut und bin für klare Verhältnisse. Ember windet sich da lieber länger und lässt leiden. Wegen der unterschiedlichen Meinungen, habe ich die Lust am Lesen verloren, ich habe schleppend weitergemacht. Zum Glück, denn der Schluss dreht alles in eine andere Richtung und hat mir den Wind den Segeln genommen, dass ich für diese gelungene Wendung 4 Sterne geben muss.

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32 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

jugendbuch

Diabolic: Vom Zorn geküsst:

S.J. Kincaid
E-Buch Text: 488 Seiten
Erschienen bei Arena Verlag, 05.01.2017
ISBN 9783401806587
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Satz...

„Es war die Kreatur, die den Exalt um ein Haar getötet hätte, die wie ich einzig und allein fürs Morden geschaffen worden war und gegen allen inneren Widerstände dazu gezwungen werden sollte.““ - Nemesis


Seite 175


Zwischen den Seiten

Eine weit entfernte Zukunft, ein einziges Leben auf dem Planeten Erde gibt es nicht mehr. Die Menschen haben sich in den verschiedenen Sonnensystemen angesiedelt. Streng geteilt in herrschende und weniger wertvollen Klassen. Das Recht des Stärkeren, in dem Fall der Kaiser, wird intrigant und brutal durchgesetzt. Mit Nemesis hat „Diabolic – Vom Zorn geküsst“ eine Protagonistin,

Startseite vom Arena Verlag
die dem gewachsen ist und zu dem sich unerwartet auf der Gefühlsebene weiterentwickelt, durch Erfahrungen, Klugheit und Liebe, allerdings zwei Varianten der Liebe.

Lese Spaß

Die ersten 100 Seiten lasen sich für mich krampfig, zu viel Universum Theorie und Einführung in die Welt von „Diabolic“. Ich hatte schon befürchtet, dass das Buch nicht meinen Geschmack treffen wird, da SciFi nichts für mich ist. Als Nemesis dann am Kaiserhof ankommt, ändert sich die Atmosphäre schlagartig durch Randevald zeigt sich wo „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ hingeht. Das Leben an seinem Hof steckt voller Gewalt und Intrigen und das war unheimlich nah und detailliert beschrieben, dass es spannend und fesselnd zu lesen gewesen ist. Ab diesem Zeitpunkt hat mich „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ verschlungen.

Nemesis zeigt, was für eine ungewöhnliche großartige Protagonistin sie ist. Sie ist eine Diabolic geschaffen, um auf die geprägte Person, bis aufs Blut zu beschützen und mit Verstand ausgestattet, eigenständig zu denken. Das ist ihr am Kaiserhof eine große prägnante Hilfe.

Nemesis ist anstelle ihrer Herrin Sidonia (Donia) getreten und Donia ist sanft und sehr mitfühlend, also alles das, was im krassen Gegensatz zu Nemesis steht. Und doch ist gerade das für Nemesis Entwicklung und für das Vorankommen der Handlung entscheidend.

Nemesis muss sich stellenweise in Donia hineinversetzen und wie diese handeln, was schrittweise Nemesis verändert.

Eine Liebesgeschichte kommt in „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ ebenfalls zustande und für mich war diese absolut überzeugend und mitreißend. Denn Nemesis bleibt sich trotzdem immer treu. Sie bleibt eine Figur mit Ecken und Kanten, sie ist gefährlich.

Sie und ihr Gegenpart begegnen sich auf gleicher Höhe und sind sich ebenbürtig. Dabei fügt sich diese Liebesgeschichte nahtlos in die Handlung ein, sie bleibt diskret und dominiert nicht die Geschichte. Dominant bleibt immer noch der Kampf um die Macht und eine bessere Zukunft.

Fazit

„Diabolic - Vom Zorn geküsst“ ein Weihnachtsgeschenk des Arena Verlages, alleine hätte ich wohl nie zu dem Buch gegriffen und dabei wäre mir definitiv ein gelungenes Abenteuer mit einer kantigen, eigenständigen, starken Protagonistin entgangen. Nach den ersten 100 Seiten gab es für mich kein Halten mehr, der Kampf ums Überleben, Wahrheiten für eine bessere Zukunft hat mich gepackt. Auch in Sachen Liebe hat „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ für mich alles richtig gemacht. Zwei so starke Charaktere die sich auf der gleichen Stufe befinden, sind mir selten begegnet. Außerdem dominiert die Liebesgeschichte nicht die Handlung. Alles richtig gemacht und ich hoffe es geht weiter. 5 Sterne.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

teamgeist, liebe, mobbing in der schule, adoleszenz

Winger

Andrew Smith , Hans-Ulrich Möhring
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560278
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der erste Satz...

„“Ich sprach ein stilles Gebet. Sagen wir so, ich möchte niemanden raten, anders als still zu beten, wenn er mit dem Kopf in der Kloschüssel steckt.““ -

Ryan Dean


Seite 7


Zwischen den Seiten

"Winger" ist die Geschichte von Ryan Dean West, 14-jähriger Mickerarsch, schulisches Ausnahme Genie, in der 11. Klasse, die Winger Position im Rugby Team spielend und durch und durch in der Pubertät.

Ryan Dean ist der Ich-Erzähler und hat ein lockeres Mundwerk. Er scheut sich

Startseite der Königskinder
nicht permanent an Sex zu denken, bei jeder Gelegenheit zu erwähnen, dass er ein Loser ist und beinahe alles mit dem F-Wort zu würzen. Ach und Eier hat er auch noch.

„Winger“ liest sich zunächst leicht, flüssig, sofern man sich nicht an Ryan Deans Sprache stört, wie ich es tat. Aber eigentlich macht gerade das die Sympathie von „Winger“ aus. Ryan Dean präsentiert sich zunächst als kleiner, dünner Knilch, den man schnell unterschätzt und hat es doch faustdick hinter den Ohren.

Immerhin ist er gerade mal 14 Jahre alt und seine Mitschüler sind mindestens 16 Jahre alt. Er ist der jüngste Spieler in seinem Team und verliebt zu sein in die beste, ebenfalls 16-jährige, Freundin, Annie Altmann. Ryan Dean hat es also nicht gerade einfach.

Nicht selten manövriert er sich sehenden Auges gehörig in die Scheiße, nimmt dabei seine Freunde mit und kommt doch wieder raus. Zugegeben mit blauen Augen, Wunden oder geschundene Weichteile. Zu Ryan Deans Freunden gehört auch der Rugby Team Kapitän Joey, welcher offen zu seiner Homosexualität steht und der auf Ryan Dean als Gewissen einwirkt. Mit Joeys Homosexualität gewinnt „Winger“ an Ernsthaftigkeit und riss mich am Buch Ende um und wirkt so in mir nach.

Lese Spaß

Zugegeben ich mag ehrliche Sprache, doch wenn der Protagonist an nichts Anderes denken kann, als an Sex mit der persönlichen Traumfrau, der heißen Mitschülerin, der Lehrerin oder der anderen Mitschülerin mit Damenbart, dann ist das für mich eine Schippe zu viel. Anstrengend war auch die Wiederholung vom Loser sein, ja Ryan Dean ich habe es kapiert.

Manchmal musste ich mich deshalb richtig zum Weiterlesen zwingen und das obwohl Ryan Dean ansonsten schnell packen kann und die Seiten nur so dahinfliegen. Es ist doch lustig. Ich wollte schon abbrechen, obwohl es wie gesagt, mehr mit mir als mit dem Buch oder den Figuren zu tun hatte.

Zum Glück habe ich durchgehalten und ich glaube, ich bin dann doch dem Schlitzohr Charme von Ryan Dean erliegen.

Ihm sind seine Schwächen bewusst und er am Ende beweist er, um es mit seinen Worten zu sagen, genug Eier, dazu zustehen und zu machen was richtig ist.

Und dem Charme der anderen Rugby Jungs, der O Hall und allen voran Joey dessen persönliche Geschichte in mir eine 180 Grad Wendung hervorrief und mich am Ende dann doch das Buch gut finden lässt

Fazit

„Winger“ die schonungslos ehrliche Geschichte von Ryan Dean der als 14-jähriges Genie in der Schule und dem Rugby seinen Mann steht. Ryan Dean steckt mitten in der Pubertät, eigentlich dreht sich alles um Sex, Loser sein und seinen Sport und um Mädels. Der Schreibstil ist locker, für mich zwischen durch einfach zu locker. Wörter wie "Eier", "Loser", "schwul" "F-Wort" kommen nicht selten vor und machten mir das Lesen schwer. Auf der anderen Seite ist Ryan Dean ein Schlitzohr und hat sich immer wieder in meine Gedanken geschlichen, denn einmal gelesen, konnte ich schwer aufhören. Außerdem verzeiht man ihn schnell. Es liegt auch an den anderen Jungs um Ryan Dean, das ich schlussendlich am Buch geblieben bin. Denn es ist authentisch und gefühltechnisch vollzieht es am Ende eine komplette Wandlung, die mich immer noch fest im Griff hat und weil „Winger“ das gelang tendiere ich mehr zu 4 Sternen als zu 3 Sternen.

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zwangsstörung, wesley king, daniel is different, freundschaft, magellan verlag

Daniel is different

Wesley King , Claudia Max
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734847103
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten


"Daniel is different" wurde mir auf der Frankfurter Buchmesse vom Verlag vorgestellt und es ist das Thema "Zwangsstörungen" das mich seit Kira Gembris "Wenn du dich traust" interessiert, dass mich für Daniels Geschichte öffnete. 


Auf dem ersten Blick ist Daniel ein 13-jähriger Junge, wie viele andere. Er mag keinen Football, ist allerdings in der Mannschaft, dem eigenen Vater und dem besten Freund zuliebe, sitzt jedoch meist auf der Bank. Für Daniel nicht schlimm, er kümmert sich sowieso lieber um die Getränke.

Daniel steht in den meisten Fächern auf einem A (entspricht einer 1 bei uns) nur in Mathe nicht, da steht er mit den Zahlen auf Kriegsfuß. Es gibt Gute und es gibt schlechte Zahlen für Daniels Empfindungen und dann die gefühlten schlechten Ziffern schreiben zu müssen, kostet ihn körperliche und seelische Überwindung.


Als Daniel überraschend einen Spieler seines Football Teams ersetzen muss, ist der Druck auf ihn enorm groß, denn er möchte nicht spielen, aber noch weniger möchte er von den anderen Jungen ausgelacht werden. Zeitgleich spricht ihn die stumme, von den anderen nur Pyscho-Sara genannt, an. Ausgerechnet er soll ihr helfen einen Krimninalfall zu lösen.

Daniel völlig überrumpelt stimmt zu und damit beginnen seine Herausforderungen: Footballspiel und ein Verbrechen aufklären. Der Druck wächst und damit auch die Zaps, so nennt Daniel, was auch als Tick bezeichnet wird.

Daniel muss bestimmte Abläufe immer wieder machen und wehe etwas läuft dabei nicht so, wie es soll oder es fühlt sich nicht gut an. Schon seit Langem ein Teil von Daniel, den er peinlich genau vor anderen zu verheimlichen versucht, werden die Zaps immer schlimmer. Nur Sara scheint genau zu wissen, wie er sich fühlt, denn auch sie ist different und so werden Sarah und Daniel zu einer Stütze füreinander.

Lese Spaß

Manchmal gibt es Gedanken oder Ängste die mich nicht mehr los lassen, dann geht es mir schlecht. Mir hilft Schlafen oder anders ablenken und dann sind schlechte Gedanken meist wieder weg.

Bei Daniel ist das nicht so einfach, bei ihm ist dieser Filter störanfällig. Das heißt, er kann schlechte Gedanken wie zum Beispiel: "Wenn ich nicht den Weg von der Zimmertür zum Bett mit 10 Schritten schaffe, passiert etwas Schlimmes", schlecht kontrollieren.

Sind es in dem Beispiel entweder 9 oder 11 Schritten ist Daniel überzeugt, das etwas passiert, es sei denn er wiederholt den Ablauf so lange, bis es klappt. Wenn Daniel von seinem Abendprogramm spricht, macht er das nicht zum Spaß. Er kann nicht anders, obwohl ihm mit der Zeit selbst klar wird, wie verrückt dieses Fremdsteuern ist.

Er leidet dabei körperlich, seelisch und stumm. Schwitzt und heult.

Mir kommen schon wieder Tränen, weil es der Autor Wesley King geschafft hat, mich voll und ganz mit Daniel zu identifizieren.

Daniel ist eine sympathische Figur. Er ist schüchtern, läuft rot an, sobald er mit der hübschen Raya spricht. Ist aber nicht auf dem Mund gefallen. Ich fand das er charmant und gelegentlich schlagfertig reagiert, wenn er mit Raya spricht. Raya, Max und Daniels Geschwister waren weitere tolle Figuren. Manchmal etwas am Sticheln, aber im Großen und Ganzen Menschen, die gut für Daniel sind.

Ich mochte Sara am Anfang überhaupt nicht, weil sie bestimmt und überrumpelt. Für Daniel ist sie allerdings wichtig, denn sie sieht hinter dem Sichtschutz den er versucht aufzubauen. Die ist ihm ähnlich und deshalb versteht sie ihn. Sara ist die Erste, die ihm sagt, dass er sich Hilfe mit seinen Zaps suchen kann. Auf der anderen Seite, ist Daniels logische, ruhige und loyale Art genau das was Sara benötigt, um sich selbst zu entwickeln.

Leider kann ich immer noch nicht nachvollziehen, warum Daniels Eltern von seinem Problem nichts wissen. Schon klar, er versucht die Zaps zu kontrollieren und nur gelegentlich kommen sie im Beisein anderer durch jedenfalls am Anfang, aber das sie kaum was von dem Zubettgehen Programm mitbekommen? Schwierig.

Ansonsten fand ich "Daniel is different" aber ganz gut. Es ist toll geschrieben, Daniel ist eine Figur zum Anfassen, Begleiten und gernhaben. Er hat Humor und Fantasie. Seine Geschichte, an der er schreibt bildet einen zweiten Handlungsstrang und spiegelt die Entwicklung der Geschichte wieder.

Das Krimi Element, das Sara mitbringt, bringt etwas Spannung rein, sorgt für die Weiterentwicklung der Beiden, ist aber für Hobby Detektive leicht zu lösen. Dieser Ausgang passt für mich zu "Daniel is different".

Fazit

"Daniel is different" ist ein tolles Buch über einen (außer)gewöhnlichen Jungen, der sich anders fühlt, es manchmal auch ist, aber im Grunde doch wieder so normal wie andere Kinder ist. Das Buch hat viele lustige, schöne und starke emotionale Momente. Besonders Daniels Zubettgehzeiten sind mir im Gedächtnis geblieben, sie zeigen nämlich die wie stark die Zaps wirken und einschränken können. Für mich daher schwer vorstellbar, dass es den eigenen Eltern kaum auffällt. Vielleicht liegt es auch daran das Daniel und Sara für ihr Alter zu eigenverantwortlich und unabhängig skizziert wurden. Denn den Krimieinfluss scheinen die Beiden ebenfalls im Alleingang zu lösen, dessen Ausgang für mich nicht überraschend kam, aber sehr gut reingepasst hat. 4 Sterne.

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götter, götterfunke, griechische mythologie, marah woolf, liebe

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der erste Satz...



„Prometheus hatte sich diesen lächerlichen menschlichen Namen gegeben. Cayden - angeblich bedeutete es Kampfgeist, und eins musste man dem Jungen lassen: Kampfgeist hatte er.“ - Hermes


Seite 9


Zwischen den Seiten

Ein Jahrhundert alter Wettstreit des Göttervaters Zeus mit dem Titanensohn Prometheus befördert die griechische Götterwelt ins 21. Jahrhundert in ein Feriencamp in den Rockys (USA). Mit den vielen jungen Mädchen, wie geschaffen für den Wettstreit, den Prometheus bislang immer verlor und dessen Gewinn ihn seinen sehnlichsten Wunsch erfüllen kann.

Prometheus hat mittlerweile den Namen Cayden angenommen und sorgt mit Hilfe seines Charmes und seinem blendend schönem Aussehen für jede Menge Wirbel unter den Mädchen im Camp, auch den beiden Freundinnen Jess und Robyn gelingt es kaum, Cayden zu widerstehen.

Und hier greift eine große Ladung Kitsch und liebes verrückter Klischees in die Handlung ein und besetzt den größten Teil von ihr.

Erst weit nach der Hälfte lässt das ein wenig nach und der Handlung die Möglichkeit auch noch etwas Spannung und einen gefährlichen Gegenspieler in die Geschichte einzufließen.

Lese Spaß

Jess, die Protagonistin, hat nach einem unschönen familiären Erlebnis, von Männern die Nase gestrichen voll. Liebe? Kommt ihr nicht ins Haus, sie sieht ja täglich, was das aus ihrer Mutter macht.

Jess plant den letzten Sommer vorm College mit ihren Freunden Robyn, Cameron und Josh im Camp Mount in den Rockys zu verbringen, ohne Flirten und Interesse an männlichen Kontakten. Soweit der Plan, nur ist Jess nicht gerade konsequent, denn nur Sekunden später, möchte sie sich in Caydens Arme werfen, welchen sie erst einige Sekunden kennt. Mit ihrer eigentlichen Einstellung nur schwer nachzuvollziehen. Gott hin oder her, schließlich weiß sie das am Anfang gar nicht.

Mit diesem Wunsch steht sie in Camp Mount nicht alleine, es gibt nur wenige Mädchen, die kein großes Interesse an ihm haben. Sogar Robyn vergisst scheinbar, dass sie mit Cameron zusammen ist.

Dass die Mädchen überschnappen und kaum zurechnungsfähig sind, war nur bedingt lustig. Je mehr Seiten ich gelesen hatte, umso anstrengender wurde das permanente Schwärmen für den blendend aussehenden Cayden. Ich musste sogar eine Lese Pause einlegen, weil es mir zu viel wurde.

Dabei hat der Grundgedanke durchaus Potential und auch wie die Autorin Marah Woolf die griechischen Götter für "Götterfunke Liebe mich nicht" interpretiert hat, hat mir ganz gut gefallen. So zeichnet sie ein sympathisches Bild von Hera, welche sonst eher weniger gut wegkommt. Oder ist mit Hermes, Götterboten und Kommentator des Wettstreits lustig. Es gab also einige Götter, die mir angenehm waren, weil sie nicht Hormone verrücktspielen ließen. Trotzdem wurde ich auch bei den Göttern das Gefühl nicht los, das hier ebenfalls ein Glanzfilter drauf ist. Weichgezeichnet und nicht stark beängstigend in brenzligen Situationen.

Die Figurengestaltung ist mir in "Götterfunke Liebe mich nicht" aufgefallen, weil es einerseits starke und hier meine ich die Persönlichkeit, Figuren gibt und auf der anderen Seite sind einige Charaktere oberflächlich und blass gezeichnet, stecken voller Klischees.

Jess, gehörte zu den Figuren, wo mir der Widerspruch, mit dem was sie sagt und dann macht, am stärksten auffällt. Es fällt mir immer noch schwer nachzuvollziehen, warum Cayden eine so große Anziehung auf sie ausüben kann. Wo er sich doch selbst nicht entscheiden kann, ob er den Ignoranten oder den Eifersüchtigen mimen möchte. Seine Sprünge dahingehend sind oft viel zu schnell.

Mit Leah ist der Autorin eine Figur gelungen, die mir von der ersten Szene bis zur letzten Szene sympathisch gewesen ist, weil sie Haltung hatte und weil sie Jess oft ins Gewissen geredet hat. Für mich war Leah der Beweis, das ein Junge anhimmeln, sich aber selbst treu bleiben, doch möglich ist. Vor allem wenn dieser Junge selbst nicht weiß, was er möchte.

Einer anderen Figur konnte ich jedoch niemals etwas Positives abgewinnen, da sie es am Ende sogar noch auf die Spitze treiben wird. Nur ist es diesem Umstand eigentlich noch mit zu verdanken, dass ich schon neugierig auf den zweiten Band geworden bin.

Für mich war dir persönliche Beziehung zwischen Jess und Cayden kompliziert. Einzeln waren sie mir beide doch sympathisch, zusammen aber leider oft nur anstrengend. Fast am Ende gab es eine Szene zwischen den Beiden in der Jess Stärke bewiesen hat und in der für mich ein Knistern entstand, dass mich gepackt hat. Jess hat mich mit ihrer letzten Emotion überrascht und es wird interessant, wie viel davon im Band 2 "Götterfunke - Hasse mich nicht" transportiert wird. Der Titel passt schon mal.

Fazit

Wer sich nicht an einer Geschichte stört, die viel augenrollendes Schmachten und einiges an Klischees bietet, wird gefallen an "Götterfunke Liebe mich nicht" haben, wem das stört, sollte vielleicht lieber die Finger davon lassen.

Dieser hohe Anteil an Romantik hat viel mit dem Wettstreit, zwischen Cayden und Zeus zu tun, allerdings fiel es mir schwer zu glauben, dass so viele Mädchen sich ihm an den Hals werfen. Hatte irgendwie mehr von Bachelor Format, als von einem Feriencamp.

Davon einmal abgesehen, hat mir der Entwurf der Götter gefallen und es gibt eben auch nicht nur Figuren, die ich am liebsten durchgeschüttelt hätte, sondern einige, die mir ans Herz gewachsen sind und von denen ich hoffe, sie in Band 2 wieder dabei zu haben. Lange meinte ich auf Band 2 zu verzichten, allerdings konnte mich dieser Band gegen Ende mit einer Szene packen und ich bin schon neugierig, ob Jess etwas von ihrer gewonnenen Haltung mit nehmen konnte und wie Cayden mit ihr seinen Wettstreit gewinnen möchte. 3 Sterne.

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

freundschaft, wels, see, ferien, sommerferien

Ins Blaue hinein

Kristina Dunker
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669883
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt

"Eigentlich hat Merle keine Lust auf Urlaub bei den Großeltern. Im Feriendorf trifft sie jedoch auf Felix, mit dem sie so herrlich den Waldsee erkunden und fantastische Geschichten erfinden kann. Auch mit Dana ist sie gern unterwegs, obwohl diese alle Jungs einschließlich Felix für »Kinder« hält. Eines Tages wird die Urlaubsstimmung am Waldsee gestört – muss Merle sich nun zwischen ihren Freunden entscheiden?" - Quelle Klappentext


Der erste Satz...

„Eine Schnecke 🐌 kann wenigstens nicht stolpern und sich die Beine brechen.“ - Felix Seite 32


Zwischen den Seiten

Ein Sommer der Veränderungen und der Freundschaften wartet auf die 13-jährige Merle und sie sträubt sich vor allem gegen die Veränderungen. Ihre Eltern bauen ein Haus, weshalb Merle nach den Ferien aus dem Mehrparteien Mietshaus ausziehen wird und nicht mehr in direkter Nähe zu ihren Freundinnen wohnen kann. Dass sie die Ferien bei ihren Großeltern verbringt, fühlt sich nicht richtig an, eher wie abschieben, obwohl Merle Oma und Opa eigentlich ganz gerne hat.

So können die Ferien niemals gut werden. Oder vielleicht ja doch? Oft sind es die Dinge, die man vorab nicht kommen lassen möchte, die einem hinterher die schönsten Erinnerungen schenken. Felix der Nachbarsjunge kümmert es nicht, was Merle möchte. Er zieht sie sofort mit sich und gemeinsam erleben sie Abenteuer, lauschen den Geschichten von Opa Merle, schmieden Pläne und haben einen tollen Sommer.

Lese Spaß

"Ins Blaue hinein" von Kristina Dunker, richtet sich vordergründig an Mädchen ab 12 Jahren und das merkt man dem Buch auf wunderbarerweise auch an. Merle ist 13 Jahre alt, sie steckt irgendwo zwischen Kind und Teenager, hat allerdings für sich selbst noch nicht ausgemacht, wie viel Kind oder wie viel Teen in ihr stecken darf. Ein paar Jahre zurück gedacht, kann ich mich mit Merles Gefühlen identifizieren, während einige Mädchen in diesem Alter, bereits auf Jungs, Mode oder Kosmetik aufmerksam wurden, wollte ich Kind sein und weiterhin mit meinem Spielzeug spielen.

Merle und ich haben eine weitere Gemeinsamkeit und der liegt in der Familie. Merles Papa ist nicht, ihr biologischer Papa, doch er hat sie bis jetzt großgezogen, einen anderen kennt sie nicht. Sie liebt ihn, hat bisher nie Unterschiede gemacht. Jetzt kommt sie aber auch in eine Veränderung, in der leichte Zweifel aufkommen. Worüber sie sich dabei Gedanken macht, darüber hab ich mir in ihrem Alter auch den Kopf zerbrochen. Zum Glück unbegründet, wie ich als Erwachsene weiß, aber damals war das wichtig für mich, herauszufinden wo in meiner Familie mein Platz ist. So fühlt Merle auch.

"Ins Blaue hinein" hat eine tolle Erzählerstimme, es fühlt sich nach Kinderbuchgeschichte an, hat zwischenzeitlich etwas liebevolles märchenhaftes an sich, das mich während des Lesens glücklich gemacht hat. Es fühlt sich auch geborgen und abenteuerlustig an, wenn Merle und Felix den See erkunden und gelegentlich sickern Merles Ängste durch, die ich vollkommen nachvollziehen konnte.

Merles Großeltern haben ein Häuschen am See und an dem Fleckchen verbringen viele Familien mit ihren Kindern die Ferien. Es gibt Kinder im selben Alter wie Merle und Felix, wie zum Beispiel die Zwillinge Tim und Piet, die blaue Flecken, Schrammen und Beulen magisch anziehen oder Dana, die sich schon entschieden hat, lieber erwachsen zu werden. All das macht aus "Ins Blaue hinein" ein Sommerferienroman mit Ferienlager Feeling.

Die Sprache von Merle und Felix ist bildlich, so zum Beispiel werde ich den Satz mit der Schnecke niemals mehr vergessen oder das Glück oben schwimmt. Auch habe ich gerne den Geschichten von Merles Opa gelauscht, denn eines zeigt sich. Für Erzählungen ist niemand zu alt und sie verbinden.

Fazit

Mir wurde "Ins Blaue hinein" auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und ich bin ganz glücklich, dass ich es lesen durfte, denn es ist ein warmer herzlicher Roman. Merle stehen große Veränderungen bevor und sie weiß noch nicht, ob sie das gut finden darf. Am Anfang findet sie alles doof. Dann erlebt sie diesen Sommer mit neuen Freunden, erlebt Abenteuer, entdeckt sich selbst. All, das bekommt eine bildliche Sprache und hat etwas von der Atmosphäre eines Kinderbuches, ist warm, und macht glücklich. 5 Sterne.


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar

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281 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 129 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, the sun is also a star

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

“Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.” – Quelle Klappentext



Der zufällige Satz... 

 
 
Manchmal wird deine Welt so sehr erschüttert, dass du dir kaum vorstellen kannst, dass alle anderen es nicht auch spüren.“ - Natasha

 
Seite 280


Zwischen den Seiten

Die Eltern von Daniel sind koreanische Immigranten, Daniel und sein großer Bruder Charlie wurden im Amerika geboren. Nach dem Wunsch der Eltern sollen die Kinder eine gute Ausbildung durchlaufen, um es finanziell eines Tages besser und leichter zu haben. An dem Tag, an den "The Sun is also a Star" beginnt, macht sich Daniel auf den Weg durch New York, um sich um seine Zukunft zu kümmern.

Für Natasha geht es auch um ihre Zukunft in Amerika, denn sie wurde auf Jamaika geboren und befindet sich seit ihrer Kindheit illegal in Amerika und nun droht ihnen die Abschiebung.
Durch eine Aneinanderreihung verschiedener zufälliger Ereignisse laufen sich die beiden über den Weg. Daniel ist auf Anhieb von Natasha angetan und spürt eine 
Starseite vom Dressler VerlagVerbindung zu ihr. Natasha gibt sich vorsichtig und zurückhaltend, ihr steht absolut nicht der Sinn nach neuen Begegnungen, nicht an diesem Tag und nicht so, wie es sich Daniel wünscht.

Daniel ist emotional, poetisch, trägt sein Herz auf der Zunge und geht damit offen um. Er glaubt zum Beispiel an die Liebe auf den ersten Blick. Natasha ist da aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen, anders, sie hält nichts von Träumereien, sie liebt Fakten so wie wissenschaftlich fundierte Studien. Also das komplette Gegenteil von Daniel. Trotz aller Bemühungen es abzustreiten, ist Natasha trotzdem emotional, denn sie kämpft wie eine Löwin, um ihre Zukunft selbst bestimmen zu können.

Natasha und Daniel sind erfrischend, ehrlich, witzig und authentisch. Ich mochte alle beide sehr gerne. Abwechselnd geben sie Einblicke in ihre Gedanken und Gefühlswelt. Doch das Besondere an diesem Aufbau ist die dritte Erzählstruktur und die kommt von Autorin Nicola Yoon, hier gibt sie ausführliches Hintergrundwissen zu Kulturellem der beiden Familien oder zu anderen Figuren oder anderen interessanten Fakten und das ist so fantastisch genial, weil dieser kleine Kniff das gesamte Buch rund herum abschließt. Es bleibt keine Frage offen, alles wird für mich erklärt.

"The Sun is also a Star" liest sich schnell flüssig. Der Schreibstil ist dicht gewebt, ohne Längen und sehr spannend denn zum einen steht die Frage im Raum, ob aus Daniel und Natasha ein Paar werden kann und ob es Natasha gelingt, ihr Schicksal abzuwenden. Es ist etwa ein ganzer Tag den Natasha und Daniel miteinander verbringen, aber es fühlt sich nach einer angenehmen Ewigkeit an, weil die beiden einen so nahe kommen und es am Ende keine Geheimnisse gibt.

Lesespaß

Ich bin absolut in "The Sun is also a Star" verliebt, mich hat Autorin Nicola Yoon mit ihrer Geschichte gefesselt, weil ihre Protagonisten so ehrlich sind. Daniel und Natasha haben ihre Stärken und Schwächen, machen Fehler und verändern das Leben des anderen. Ob sie am Ende glücklich werden, ließ mich mitfiebern bis zum Schluss habe ich mir ein Happy End für die Beiden gewünscht und am Ende hatte ich Tränen in den Augen. Dieses Buch ist so berührend wie genial, denn Nicola Yoon liefert ein ausführliches Rundum Paket. Jede einzelne Begegnung geschieht nicht ohne Grund und endet nicht einfach sobald die Protagonisten weg sind. Bisher habe ich in keiner anderen Geschichte, eine bis in kleinste Detail ausgeführte Erklärung zu allem, erlebt.

Fazit

Mein erstes gelesenes Buch von Autorin Nicola Yoon "The Sun is also a Star" war ein voller Erfolg. Ein einziger Tag in 400 Seiten berührt neben den Leben der Protagonisten Natasha und Daniel auch das Leben anderer Menschen und mein Leserherz. Für Daniel ist es Liebe auf dem ersten Blick, nur Natasha hat ganz andere Sorgen im Kopf, daraus entstehen gefühlvolle, ernste und humorvolle Dialoge zwischen den beiden. Es bleibt bis zum Schluss spannend, ob die beiden ihre Ziele erreichen können und ob es ein Happy End geben kann. Ein besonderer Trumpf sind die zusätzlichen Kapitel, die gelegentlichen den Daniel Natasha Wechsel unterbrechen und einen ausführlichen Blick auf weitere Fakten oder Figuren, damit bleiben keine Fragen offen. Ein genialer Clou. 5 Sterne


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar_____________________________________________________
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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

london, ende der 1980er, waisenkinder, england ende der 1980er, ich-erzählerin

Der Himmel über Appleton House

S. E. Durrant , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560308
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

„Ira und Zac müssen schon wieder umziehen – diesmal von einer Pflegefamilie ins Kinderheim. Es wird der erste Ort, an dem sie glücklich sind. Trotzdem: Ira sehnt sich nach dem Unmöglichen, nach einer richtigen Familie. Mit Mutter und Vater und einer eigenen Haustür. Aber die Geschwister sind nicht mehr klein und sie wollen zusammenbleiben. Keine guten Voraussetzungen. Am Ende finden sie dennoch ein Zuhause: in Martha, in Appleton House und in ihrem Garten. Und wenn der Abschied vom Kinderheim, von den Menschen dort, auch schwerfällt: Sie haben endlich ihr kleines Stück von Himmel gefunden. Für immer.“ – Quelle Kappentext



Der erste Satz... 

 
 
Dir vorliegende Geschichte spielt zu einer Zeit, als mein Leben ziemlich durcheinandergeriet.“ - Ira

 
Seite 5


Zwischen den Seiten

Jeder wünscht sich eine Familie, zu der man gehört, auch die Geschwister Ira und Zac, unter keinen Umständen, wollen sie getrennt werden, allerdings macht das eine Vermittlung schwierig, trotz allem, haben die beiden von Pflegeeltern 
Startseite vom Königskinder Verlagzur Pflegefamilie geschafft, zusammenzubleiben.

"Der Himmel über Appleton House", beginnt mit einem kursiven, einleitenden Vorwort von Ira. Sie baut ihre Geschichte in Tagebuch über einen Zeitraum von mehreren Jahren auf. Sie beginnt mit ihren Aufzeichnungen, als sie und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder im Oktober 1987 nach Skilly House, einem Kinderhaus, gebracht werden.

Der Schreibstil ist kindlich (Ira ist auch erst 9 Jahre alt) und die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten und befassen sich überwiegend mit ihrem Leben in Skilly House oder Gedanken, die sie sich über das Leben als Pflegekind macht.

Der Wunsch nach einem sicheren, geborgenen Zuhause für ihren Bruder und sich behält Ira die gesamte Zeit aufrecht. Sie hat Angst, dass sie oder ihr Bruder es vermasseln werden, sobald sie die Gelegenheit auf ein Zuhause bekommen, daher denkt sie viel nach und ist stets vorsichtig. Es sind ihre Emotionen, von denen dieses Buch lebt und am Ende steht fest, ob sich der Traum der Geschwister erfüllt.

Lesespaß 


"Der Himmel über Appleton House" ist ein kleines feines Tagebuch eines Kindes und so liest es sich auch. Die Tagebucheinträge führt Ira nicht regelmäßig, vielmehr monatlich oder auch nur dann, wenn sie etwas zu sagen hat. Es können also auch Monate zwischen den einzelnen Einträgen liegen. Es gelang mir nicht komplett eine Bindung zu "Der Himmel über Appleton House" weil Iras Schilderungen eine Abfolge von Ereignissen gleicht. Allerdings konnte sie mich mit ihren Gefühlen berühren, wenn sie über ihre Ängste und Wünsche sprach oder die anderen Bewohner von Skilly House anriss.
Skilly House nimmt eine große Rolle und Bedeutung im Leben der Geschwister ein und das ist es, was mir richtig gut gefallen hat, denn das Kinderheim vermittelt Wärme und Freundlichkeit. Natürlich können die Betreuer von Skilly House den Kindern die Eltern nicht ersetzen, aber sie sind lieb und kümmern sich nach Kräften um die Kinder. Nehmen sie in den Arm oder hören ihnen einfach zu. Es war schön, dass es also keine beklemmende Kinderheim Geschichte geworden ist.

Fazit 


Bislang fallen mir nicht viele Bücher über zurückgelassene Kinder ein, die so viel Wärme und Hoffnung transportieren, wie das bei "Der Himmel über Appleton House" der Fall ist. Der Schreibstil ist kindlich und manchmal abgehackt, da Ira die Geschichte ähnlich wie Tagebuch Einträge erzählt und zu Beginn der Geschichte erst 9 Jahre alt ist. Dadurch fehlte es an konstanter Spannung oder der Möglichkeit, mehr in die Geschichte einzutauchen. Trotzdem hat mir der herzliche Umgang der Erwachsenen mit den Kindern gefallen. 4 Sterne.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar_____________________________________________________
© Cover-, Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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kinderbuch

Knietzsche und das Hosentaschen-Orakel

Anja von Kampen
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei mixtvision Mediengesellschaft mbH, 02.09.2016
ISBN 9783958548909
Genre: Sonstiges

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geister, friedhof, grusel, edinburgh, janine wilk

Seelenlos - Fluch der Rauhnächte

Janine Wilk
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.09.2016
ISBN 9783522504676
Genre: Jugendbuch

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amnesie, thriller, baby, entführung, kindesentführung

Remember Mia

Alexandra Burt , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.04.2016
ISBN 9783423261012
Genre: Krimi und Thriller

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mittelalter, thriller, fluch, ursula poznanski, rollenspiel

Saeculum

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.06.2013
ISBN 9783785577837
Genre: Jugendbuch

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liebe, hamburg, glück, petra hülsmann, sommer

Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.06.2016
ISBN 9783404173648
Genre: Liebesromane

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liebe, freundschaft, familie, schule, gegen das glück hat das schicksal keine chance

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Estelle Laure , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 10.03.2016
ISBN 9783737353267
Genre: Jugendbuch

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familie, geheimnis, wald, sommer, mut

Das Blaubeerhaus

Antonia Michaelis ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 17.09.2015
ISBN 9783789143007
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Erster Satz

"Eine Menge Geschichten beginnen damit, dass jemand mit dem Auto irgendwohin fährt." - Leo - Seite 11


Zwischen den Seiten


Kindesvernachlässigung, Einsamkeit und Gewalt sind einige Themen mit denen ich in den Antonia Michaelis Büchern "Der Märchenerzähler" und "Niemand liebt November", konfrontiert wurde. Aber auch ein verschlingender poetischer Schreibstil, der emotionale Bilder zeichnet.

Als mir "Das Blaubeerhaus" im Regal meiner Buchhändlerin auffiel, war ich anfangs skeptisch, ob mich dieses Buch mit einem Loch im Bauch zurück lassen wird, wie es bei den beiden anderen Büchern, der Autorin der Fall war. Keine Sorge, das wird es nicht, denn "Das Blaubeerhaus" ist für junge Leser geeignet.

Freundschaft, Mut, Entdeckergeist und Familie stehen im Vordergrund.

Leo und Imke, beide 10 Jahre alt, sind Cousin und Cousine, hatten bisher jedoch kaum Kontakt miteinander. Erst als die Familien ein altes Haus im Wald erben und es in den Sommerferien besuchen, lernen sie sich näher kennen. Jede der Familien, hat einen anderen Lebensweg gewählt: Die Familie von Leo lebt in Berlin und wandelt auf Ökopfaden, mit langen Haaren und selbst gestrickten Hippie Klamotten. Das denkt zu mindestens Imke. In Leos Augen ist Imkes Familie an Wohlstand, Geld und teure Kleidung gewöhnt und lebt im vornehmen Teil Hamburgs.

Eines haben Leo und Imke gemeinsam, sie sind abenteuerlustig, neugierig und das Blaubeerhaus lockt sie mit vielen Geheimnissen.

Auf dem Dachboden entdeckt Leo ein Schulheft der längst verstorbenen, alten Lene, die zu der Zeit ungefähr in Leo und Imkes Alter gewesen ist. Schon damals besaß das Blaubeerhaus seinen Namen. Für Imke und Leo dreht sich alles um das Haus, den Wald und Lenes Schulheften, die sie als Tag- und Nachtbuch genutzt hat.

Lenes Leben und ihr Alltag im Blaubeerhaus ist von kindlicher Freiheit geprägt, wird zunehmend aber ernster und beängstigend. Erst nach und nach wird auch Imke und Leo bewusst, in was für eine Zeit Lene Kind gewesen ist und was es eigentlich bedeutet, dass sich die Familie ihres besten Freundes, Avi gelegentlich im Keller oder auf dem Dachboden aufhält, sobald Fremde im Haus sind.

Leo und Imke erzählen abwechselnd die Geschichte und jeder hat seinen eigenen Ton. Leo ist aufgeschlossen Neuem gegenüber, vorsichtig und wohl überlegt, wenn es darauf ankommt. Imke ist zunächst skeptisch, aber auch wagemutiger. Die beiden ergänzen sich. Doch auch die anderen Familienmitglieder kommen mit ihrer Persönlichkeit nicht zu kurz. Imke hat zwei kleine Schwestern, Juli und Juni, die sich wie Zwillinge verhalten und das fand nicht nur ich manchmal gruselig. Auch Leo hat weitere Geschwister einen älteren Bruder, Luke und einen ganz kleinen, Mattis. Neben den Kindern, gibt es die Eltern und mir hat es gut gefallen, dass die Eltern zu einem ganz normalen Teil in diesem zauberhaften Kinderbuch wurden. Und nicht etwa nur, die am Rande auftretenden, ermahnenden Erwachsenen darstellten.

Lesespaß

Das Cover übt eine enorme Anziehung auf mich aus. Das Gefühl von Sommer, Wald und Abenteuer zieht sich durch das gesamte Buch. Spürbar sind die knackenden Äste und das Laub unter den Füßen, ein erdiger Duft liegt in der Luft. Antonia Michaelis zaubert auch im "Blaubeerhaus" mit fantasievoller Sprache, sie erweckt ihre Figuren und gibt ihnen Leichtigkeit. Mit Hilfe von Lenes Tag- und Nachtbuch gleiten Leo und Imke in eine dunkle, gefährliche, wahre Vergangenheit, die dem älteren Leser sofort bewusst ist, für jüngere aber immer noch kindgerecht erzählt bleibt. Ein weiterer Zauber des Blaubeerhauses, sind die immer wieder kehrenden Illustrationen, der Figuren, Landschaft oder ganz wichtig der einzelnen Seiten von Lenes Heft. Die Neugier und der Entdeckergeist der Kinder springt auf die Leser über. In der zweiten Buchhälfte wird die Handlung ein Tick dunkler, orientiert an der Entwicklung von Lenes Geschichte. Wie am Anfang bereits erwähnt, geht man am Ende nicht mit einem "Loch im Bauch Gefühl" aus diesem Buch heraus, sondern mit einem warmen und zufriedenen Gefühl.

Fazit

Der Buchrücken hat im Regal meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und als ich dann das Buch in den Händen hielt, war es um mich geschehen. Das Cover ist mehr als gelungen und schon das macht unheimlich neugierig auf das Buchinnere. "Das Blaubeerhaus" ist eine spannend erzählte Geschichte, bei der ganz klar Imke und Leo im Vordergrund stehen, aber die Erwachsenen nicht einfach an den Rand geschoben werden. Leos und Imkes Familien sind verschieden, aber hier ist das kein Grund für große Konflikte, sondern zeigt das man trotz Unterschiede auch ohne Streiten zu einer Familie zusammen wachsen kann. Der Schreibstil ist natürlich und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil ich sehr an Lenes Schicksal hing. Was ihr passiert, ist schrecklich, zum Glück, weil es ja auch ein Kinderbuch ist, drückt es die Stimmung aber nicht nach unten. Mir hat "Das Blaubeerhaus" sehr gut gefallen und es wird nicht nur dir jungen Leser begeistern, sondern auch die älteren, 5 Sterne.


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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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märchen, reckless, cornelia funke, spiegelwelt, fantasy

Reckless - Das goldene Garn

Cornelia Funke
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2015
ISBN 9783791504964
Genre: Jugendbuch

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jugendbuch, dämmerhöhe, island, horror, lautlos

Dämmerhöhe - Lautlos

Birgitta Elin Hassell , Marta Hlin Magnadottir , Anika Wolff
Fester Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Arena, 20.01.2016
ISBN 9783401601441
Genre: Jugendbuch

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thriller, psychothriller, schlafwandeln, sebastian fitzek, schlafwandler

Der Nachtwandler

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2013
ISBN 9783426503744
Genre: Krimi und Thriller

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