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510 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 153 Rezensionen

zukunft, liebe, geheimnisse, lügen, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.10.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Der Tower, in New York, ist ein Gebäude mit 1000 Etagen, der Mittelpunkt von „Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“, in ihm spielt sich der Großteil der Handlung ab. Er ist eine wie eine eigene Stadt in einem Gebäudekomplex mit Wohnflächen, Geschäften, Restaurants, Bars, Cafés, Hotels, und diverse andere Freizeitmöglichkeiten. Hätte ich nicht schon TV Dokumentationen über Wohnhäuser, die einer eigenen Stadt gleichen, gesehen, hätte ich so etwas für unmöglich gehalten.

Die Etage sagt etwas über Einkommen und sozialen Stand der Bewohner aus, je höher, desto weniger spielt Geld eine Rolle, Luxus dagegen gehört zur Grundausstattung. Die Welt im Jahr 2118 hat sich stark verändert, die Technologie hat immer mehr an Bedeutung gewonnen und das Leben mit Annehmlichkeiten vereinfacht. Autos, die man noch selbst steuern muss, gibt es längst nicht mehr, das geschieht nun alles vollautomatisch oder man nutzt gleich einen der vielen Lufttaxis. Die Apartments, die es sich leisten können, nutzen Raumcomputer, welche die Vitalfunktionen der Bewohner überwachen, Haushaltsroboter beaufsichtigen. Das Internet ist mehr zu einem visuellen Erlebnis geworden, jedenfalls für jene, die es sich leisten können.

Diese Zukunft fand ich interessant und manchmal wusste ich auch nicht, ist der Park in denen sich die Figuren aufhalten jetzt im Tower oder doch außerhalb. Die Grenzen waren mir nicht immer klar, da man einfach alles im Tower erleben und erledigen kann. Die Welt außerhalb bleibt blass und ich hatte das Gefühl nicht unbedingt auf der Erde oder in New York zu sein, sondern innerhalb einer Blase. Über die Entwicklung von unserem 2017 bis 2118 erfährt man recht wenig, einerseits schade, andererseits glaube ich nicht, dass es vorab zu Katastrophen und Zerwürfnissen gekommen ist, was ja auch mal ganz angenehm ist.

Die Handlung setzt sich aus fünf Perspektiven und Personen zusammen, die in unterschiedlichen Etagen wohnen und somit einer bestimmten Gesellschaft angehören.

Avery bewohnt mit ihrer Familie das Penthouse in der 1000. Etage. Für ihre Eltern gilt nur das feinste und beste, selbst bei ihrer Tochter. Für die sie keine Kosten gespart haben, um nur die allerbesten DNA Komponenten verwenden zu lassen. Das erklärt Averys Schönheit, sie ist perfekt und Everybodys Darling. Allerdings wirkt das bei ihr nicht aufgesetzt, sie ist wirklich freundlich und liebreizend. Dass ihr der Luxus um sie herum nicht wichtig ist, so lang sie nur ihre unerfüllte Liebe leben darf, kauf ich ihr ab. Bis auf wenige Situationen, in denen sie zickig reagiert, bleibt sie im Vergleich mit den anderen Figuren eher langweilig, wobei ihre Entwicklung am Ende für Band 2 stärker und interessanter zu werden verspricht, weil ich eine kämpferische, starke Avery vermute, die weniger Prinzessin ist.

Eris zu lebt anfangs ebenfalls in den 100 obersten Etagen. Sie ist eine der besten Freunde von Avery und lebt ebenfalls schon immer in den höchsten Etagen. Ihr liegt der luxuriöse Lebensstil im Blut. Sie ist schön, selbstbewusst und genießt ihr Leben in vollen Zügen, nimmt sich, was sie möchte, und geht damit ebenfalls ehrlich um, sodass ihre Art nicht unbedingt unsympathisch wirkt, weil sie keine Maske aufsetzt. Bis ein Fehltritt ihrer Mutter, ihr dieses Leben von einer Sekunde auf die nächste nimmt und sie in die Etage 103. ziehen muss. Eris befürchtet nach und nach ebenfalls einen gesellschaftlichen Abstieg. Eris bleibt bei allem trotzdem immer noch ein bisschen die Luxus-Eris und am Ende hat mir ihreEntwicklung am Meisten gefallen. Von allen reichen Kids ist mir Eris die Liebste.

Leda, ist die streitbarste Figur in „Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“ und diejenige, an der der Vergleich zu TV Serien am besten aufgegangen ist. Sie hat die komplette Bandbreite meiner Gefühle bekommen. Anfängliche Sympathie, weil sie versucht, ihr Leben zu ändern. Ich habe ihr die nötige Kraft gewünscht. Mitleid hatte ich mit ihr, weil sie unglücklich in den Bruder ihrer besten Freundin verliebt ist. Ich wollte, dass sie ein Happy End bekommt. Außerdem wird Leda unfreiwillig zum Spielball unausgesprochener Gefühle und Geheimnisse und das hatte sie nicht verdient. Auf der anderen Seite strapaziert sie mit ihrer Kontrollsucht und ihren ich bin ein reiches Mädchen Allüren die Nerven. Als sie das Miststück herauslässt, hätte ich sie am liebsten kräftig geschüttelt.

Watt, steht für mich, für die Mittelschicht des Towers und für die geniale Weiterentwicklung der Technik. Ohne seine besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten wäre er unauffällig, so aber kann er sein Wissen zu seinem Vorteil nutzen. Durch einen lukrativen Auftrag kommt er mit der Welt der Reichen in Berührung und droht sein Herz zu verlieren.

Rilyn, wohnt im Tower ganz weit unten und ist quasi von Avery und ihrer Welt kilometerweit entfernt. Wenn man Watt noch zur Mittelschicht zählen könnte, so steht Rilyn für die Unterschicht. Seit dem Tod ihrer Mutter kümmert sich Rilyn um sich und ihre kleine Schwester. Nicht leicht, wo Geld knapp und die Schulden erdrückend sind. Sie ist eine Löwin, die zu viel an andere und zu selten mal an sich denkt. Rilyn erhält die Möglichkeit, als Reinigungskraft bei dem reichen Cord zu arbeiten. Ein Gewinn für sie, zumal auch Cord mit der Zeit immer interessanter wird, allerdings ist auch das mit Hindernissen verbunden.

Mit jedem von den fünf durchlebt man Höhepunkte und Tiefschläge, man lacht, leidet und liebt mit ihnen. Der Fokus ist schon stark auf die fünf Figuren gelegt, andere Figuren, wie Familienmitglieder wirken dagegen recht farblos, allerdings fand ich das auch nicht weiter schlimm. Noch mehr Figuren, Dramen und Wendungen und ich hätte den Überblick verloren.

Mich erinnert nicht nur die Umsetzung des ganzen Gefühl- und Liebeschaos stark an Serien. Vor allem anfangs gab es noch Kapitel, die hatten ein befriedigendes Ende und ich konnte das Buch auch mal beiseitelegen, um mich um andere Dinge zu kümmern. Doch dieser Zustand hält nicht lang, schnell laufen Avery, Eris, Leda, Watt und Rilyn zur Höchstform auf, entdecken Geheimnisse, die lebensverändernd sind oder erleben Erfolge in Herzensdinge und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Oder war gedanklich immer daran gefesselt, begierig getrieben, zu wissen, wie es weitergeht.

Zwischenzeitlich ist mir sogar der Prolog total abhandengekommen, erst einige Kapitel vor dem Ende ist er mir wieder eingefallen. Ab da steigerte sich meine Spannung und das unbedingt weiterlesen müssen ins Unermessliche. Ich wollte und konnte den Prolog nicht akzeptieren und am Ende des Buches, als dann alles einen Sinn ergibt, wollte ich nicht akzeptieren, dass der zweite Band erst im Herbst 2018 erscheinen wird. So ein Buchfinale macht es aber auch nicht leicht.

Fazit

„Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“ ist eine, zwischen Buchdeckeln gepackte Drama Serie. Sie bietet ausreichend Stoff an schönen Menschen, verschiedenen Leben, Liebe, Sehnsüchten, Gefühle, Lügen und Intrigen und eine neue kreative, fortschrittliche Welt. Der Handlungsort bleibt allerdings überwiegend an einem Ort, den Tower das höchste Gebäude New Yorks. Durch einen ständigen Perspektivwechsel lernt man die fünf Protagonisten kennen. Mir hat es sehr gut gefallen und zwischenzeitlich war immer ein Teil von meiner aktuellen Figur, bis sich hier irgendwann die wahren Seiten zeigen und ich ihr Handeln weiterhin toleriert oder ihnen am Liebsten ordentlich den Kopf gewaschen hätte. Aber das hat Seriencharakter und das macht die Spannung aus, wenn Geheimnisse oder falsche Interpretationen zu weitreichenden Missverständnissen führen. Selbst wenn ich eine Pause machen musste, war ich gedanklich immer im Jahr 2118 und im Tower. Auch ich als Leserin habe eine Sucht verpasst bekommen und muss nun noch eine Weile im Ungewissen aushalten, da Staffel 2, ähm Pardon ich meinte natürlich Band 2 im Herbst, 2018 erscheint. 5 Sterne.
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380 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

bianca iosivoni, romance-fantasy, romantasy, seelen, licht

Soul Mates - Flüstern des Lichts

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473585144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

„Soul Mates Flüstern des Lichts von Bianca“ Iosivoni ist der Auftakt einer Romantik Fantasy Reihe und ein Kampf von Licht und Schatten.

Rayne hat die Highschool abgeschlossen und arbeitet nun in einer kleinen gemütlichen Buchhandlung in ihrer beschaulichen Kleinstadt Divine Creek. Raynes Leben verläuft in ruhigen Bahnen und ist recht überschaubar, wären da nicht die gelegentlichen Stimmen, die nur sie hört oder die schrecklichen Dinge, die sie in der Zeit vor ihrer liebevollen Adoptivmutter Nora, erleben musste.

Auf der Suche nach ihrer kleinen Schwester Emma wird Rayne von einem Fremden angegriffen. Dieser Fremde zeigt übernatürliche Fähigkeiten, Rayne hat keine Chancen, bis ihr zwei weitere Männer zur Hilfe kommen.

Dass einer ihrer Retter, Colt, anziehend gut ausschaut und wenig freundlich auf Rayne reagiert, gehört schon irgendwie zu diesem Genre auch die augenblickliche Anziehungskraft zwischen ihm und Rayne.

Rayne ist zwischen den Fronten der Lichtseelen und der Dunkelseelen geraten, wenig überraschend, zeigen sich bei ihr ebenfalls Kräfte, die sie zu einem möglichen Mitglied einer Seite machen. Sie muss sich nur entscheiden, auf welche Seite sie stehen möchte. Zunächst lernt sie allerdings die Lichtseelen genauer kennen und auch auf die Anziehungskraft zwischen ihr und Colt wird eingegangen.

Rayne ist treu und würde alles für ihre Familie und die wenigen Freunde tun, sie ist eher ruhig und steht nicht gerne im Mittelpunkt. Ihr reicht ein ruhiges friedliches Leben vollkommen aus. Die Erlebnisse ihrer eigenen Vergangenheit haben sie vorsichtig und skeptisch gemacht. Allerdings ist sie nicht schwach, sie kann sich verteidigen, auch in Bezug auf Colt bleibt sie sich treu. Colt ist auf dem ersten Blick genauso wie erwartet, er ist geheimnisvoll und anfänglich nicht gerade begeistert, dass er Rayne begegnet ist. Doch ich konnte mich nicht lange wehren, und bin Colts Charme recht schnell erlegen. Auch auf die weiteren Lichtseelen wird eingegangen, man lernt die Truppe also ganz gut kennen und schließt sie schnell ins Herz.

Die Welt der Lichtseelen und ihren Gegnern, den Dunkelseelen wird gut erklärt, für welche Seite sich Rayne entscheiden wird, keine Überraschung, eigentlich, denn Rayne hinterfragt die Dinge, die ihr erzählt werden, und macht eigene Erfahrungen. Nicht selten lassen sich die Menschen einfach in Weiß und Schwarz einteilen, es gibt so viel dazwischen.

Während der Anfang dem Kennenlernen der Figuren und der Welt neben unserer gewidmet ist, trat die Handlung und somit sie Spannung auf der Stelle, weil sich Rayne zu stark auf nur eine Erklärung für das warum sie kann, was sie kann, einschießt. Gegen Ende allerdings nimmt Soul Mates überraschend an Fahrt auf. Es gipfelt in ein wiederholtes Aufeinandertreffen von Dunkel- und Lichtseelen. Dabei überrascht mich Autorin Bianca Iosivoni vor allem mit ihrer Konsequenz und einem Cliffhanger verdächtigen Schluss, der so spannend und unvollständig ist, dass ich den zweiten Band sehnsüchtig erwarte.

Lese Spaß

Wesen mit übernatürlichen Kräften, der ewige Kampf von Gut und Böse und dann noch eine knisternde Beziehung zwischen Rayne und Colt, „Soul Mates Flüstern des Lichts“ von Bianca Iosivoni bietet gute Romantasy.

Die anfängliche starke Anziehung zwischen Rayne und Colt wird schnell geklärt, denn die beiden sind Seelengefährten und das müssen nicht zwangsläufig Liebespaare sein, sondern können zum Beispiel Freunde, Geschwister oder sogar Feinde sein.

Zwischen den beiden knistert es heftig und es bleibt nicht aus, dass sie Hürden haben, trotzdem hatte ich nie das Gefühl, das diese Momente zu schnulzig oder dramatisch gehalten ist. Vor allem Rayne bleibt sie selbst, sie steht sich ihre Gefühle ein und sucht das klärende Gespräch. Hat mir gut gefallen, auch mal wieder einer Protagonistin zu begegnen in diesem Genre die trotz viel Gefühl nicht total blauäugig verliebt agiert, sondern immer noch sie selbst ist.

Dieser erste Band dient der Erklärung und Einführung in die Welt der Dunkelseelen und Lichtseelen, anfangs fand ich das noch nicht richtig spannend und ich glaubte zu wissen, wo es für Rayne hingeht, allerdings konnte mich die Bianca Iosivoni zum Ende hin überraschen und mich immer mehr an die Geschichte fesseln, die auf jeden Fall mit Band 2 rasant, weiterhin konsequent und spannend zu werden verspricht.


Fazit

„Soul Mates Flüstern des Lichts“ ist der erste Teil einer neuen Fantasy Reihe mit Herz von Autorin Bianca Iosivoni. Rayne, eine Unentschlossene und Colt, eine Lichtseele, stehen hier im Mittelpunkt des Konflikts zwischen Licht- und Dunkelseelen. Die beiden funktionieren gut miteinander, es wird kribbelig und die Luft knistert, ohne das Geigen in der Luft hängen und diese Szenen verkitscht wirken. Mir hat das gefallen, dass die Protagonisten sich treu bleiben und dass sie Probleme ansprechen.
Man gewinnt einen ausführlichen Einblick in das Leben der Lichtseelen, allerdings werden auch kleine Zweifel an ein starres Festhalten von Gut und Böse gestreut, was ich ebenfalls richtig fand, weil es die Spannung steigert und gegen Ende des Buches konnte mich Bianca Iosivoni nicht nur mit ihrem kompromisslosen Verlauf überraschen, sondern mich auch mit einem Cliffhanger fesseln. 5 Sterne.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

täuschung, kaugummi, schüler, leherin, verwandlung

Der Zauberkaugummi

Kristina Dunker , Pascal Nöldner
Fester Einband
Erschienen bei Coppenrath, 04.07.2017
ISBN 9783649669968
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Beim Durchblättern des Verlagskatalogs bin ich optisch an "Der Zauberkaugummi, Hilfe ich bin meine Lehrerin" hängen geblieben. Mir haben die Illustrationen von Mia und Frau Sterup sofort gefallen. Außerdem mag ich Verwechslungszauber Geschichten und ist die Idee sich plötzlich als Schülerin im Körper der Lehrerin wieder zu finden, nicht lustig? Ich finde schon.

Autorin Kristina Dunker schickt Mia und Jenny Sterup unmittelbar in ihr Abenteuer, dabei bleiben wir als Leser stets an der Seite von Mia. Die ganz klar, überhaupt nicht begeistert davon ist plötzlich im Körper einer erwachsenen Frau zu stecken, denn im Kopf und in ihrem Herzen bleibt Mia eben ein Kind.

Vor allem für Mia sorgt diese Verwechslung für einige peinlich unangenehme Situationen, so muss sie plötzlich liebestolle Hausmeister abwehren, unterrichten oder als Streitschlichter funktionieren. Das alles geschieht mit ihrem kindlichen Charme und wird von herzlichen, liebevollen Illustrationen von Pascal Nöldner begleitet.

Mia lernt jedoch auch ihre Klassenlehrerin Jenny Sterup besser kennen, dabei stellt sie fest, dass auch Lehrerinnen in Schwierigkeiten stecken können oder sich vor Dingen fürchten können.

Diese Eindrücke sind gut für Mia, die daraus den notwendigen Mut bezieht, sich ihren eigenen Ängsten zu stellen.

Das Charakter-Design ist äußerst detailliert und teilweise mit Humor ausgearbeitet, gerade das Lehrerkollegium wird jüngeren Lesern im Gedächtnis bleiben.

Lese Spaß

In letzter Zeit greife ich gerne zu Kinderbücher, weil ich mich nicht in komplexen Welten verlieren, auf stimmige Handlungsstränge konzentrieren oder meine Figur analysieren möchte. Nein ich möchte einfach unbeschwert Abenteuer erleben und dafür sind viele Kinderbücher die perfekten Begleiter.


Mia jedenfalls analysiert nicht jedes Detail bis ins Kleinste durch. Sie agiert vielmehr aus dem Herzen heraus und das hat mir gefallen. Insgesamt habe ich oft geschmunzelt, weil Mia und Frau Sterup doch in so einigen Momenten ganz schön ins Schlingern gekommen sind.

Für mich eine lustige Geschichte, die mir ein paar tolle Lesemomente geschenkt hat.

Fazit

"Der Zauberkaugummi, Hilfe ich bin meine Lehrerin" ist eine Verwechslungsgeschichte, welche sich an jüngere Leser richtet, den großen aber dank den knuffigen Illustrationen auch Spaß machen dürfte. Von mir aus darf Mia gemeinsam mit ihren Freunden weitere Abenteuer erleben. 5 Sterne.
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186 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

siamesische zwillinge, zwillinge, familie, jugendbuch, usa

Eins

Sarah Crossan , Cordula Setsman
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 29.01.2016
ISBN 9783958540576
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

"Eins" von Sarah Crossan, ist mein bislang außergewöhnlichstes Buch und wurde mir von meiner Buchhändlerin ans Herz gelegt.

Tippi und Grace sind 16 Jahre alt und siamesische Zwillinge, die von der Hüfte abwärts miteinander verbunden sind.

Das bestimmt die Richtung, in die das Buch gehen wird und ist doch so viel mehr, denn ganz schnell vergaß ich die Behinderung der beiden. Sah sie als eigenständige Persönlichkeiten und doch wieder als Ganzes.
Der Alltag der beiden Mädchen ist stellenweise so normal, was natürlich ist, denn die beiden ticken wie andere Teenager auch. Tippi und Grace haben noch eine weitere Schwester (jünger), die alle nur liebevoll Dragon rufen.

Bislang wurden die Zwillinge zuhause unterrichtet, weil ihre Eltern ihnen einen sicheren Ort schaffen wollten. Denn sobald sie unterwegs sind, werden Grace und Tippi angestarrt, ungewollt gefilmt oder beschimpft.

Dieses menschliche Verhalten ist beschämend und verletzend. Ihre Einzigartigkeit wird irgendwann immer ein Thema.

Aktuell ändert sich die Schulsituation, da die Schwestern nun auf eine Schule gehen sollen.

Hier erleben sie das was sie schon kennen und was, für unsensible Menschen wohl normal ist. Sie finden jedoch auch Freundschaft, Abenteuerlust und Schmetterlinge im Bauch.

„Unsere Gespräche sind absolut schwachsinnig und als es schließlich klingelt, beginne ich mich zu fragen: Haben wir da etwa zwei Freunde gefunden?“ Seite 69 Grace

Grace übernimmt die Erzählung und legt so viel Wünsche, Träume und Emotionen hinein, das Tränen oder Gänsehaut bei mir nie zu kurz kamen.

Lese Spaß

Die Autorin Sarah Crossan hat eine besondere Form für den Text gewählt, denn es ist kein Fließtext, sondern in der optischen Form eines Gedichts, nur dass es sich nicht reimt.

Zuerst dachte ich, dass durch diese doch oft kurze Form es mir nicht gelingen wird, ganz tief in die Geschichte einzudringen.

Ich wurde eines Besseren belehrt, jetzt am Schluss, diese Form ist perfekt gewählt. Die Handlung traf mich intensiv.

Mir sind Tippi und Grace ans Herz gewachsen und fast bin ich traurig, dass ich durch die Seiten gerast bin. Doch es ging auch zum Teil nicht anders.

Fazit

"Eins" besticht durch eine sehr gut gewählte kurze Erzählung, die einem intensiv mitreißt. Bei mir wechselten sich Gänsehaut und Tränen mit einer starken Lebensfreude ab. Denn so einzigartig Tippi und Grace auch sind, so besonders und normal sind sie auch. Junge Mädchen mit ganz bekannten Wünschen und Träume. "Eins" zeigt, es gibt kein Anders, sondern nur ein Besonders. 5 Sterne.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Im Zweifel tue nichts

Fleur Ferris , Michael Koseler , INIT - Büro für Gestaltung
Flexibler Einband
Erschienen bei Beltz, J, 10.07.2017
ISBN 9783407822956
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Gefährliche Internetbekanntschaften

Sierra gehört zu den Mädchen, die der Mittelpunkt von allem sind: präsent, aktiv, lebenslustig und sorglos.

Eventuelle Konsequenzen für sich oder ihre Freunde wägt sie vorab nicht ab, deshalb sind Taylor und die anderen zunächst auch sauer auf Sierra, als sie nach einer heimlichen Verabredung nicht wie abgemacht auftaucht.

Sierra hat im Internet einen Jungen kennengelernt, der die gleichen Interessen teilt, an denselben Tagen auf denselben Events wie Sierra gewesen ist. Das ist perfekt und Sierra, sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn.

Die Emotionen spielen in "Im Zweifel tue nichts" eine zentrale Rolle. Es ist nur verständlich, dass Taylor genervt und eifersüchtig auf ihre beste Freundin ist, denn ein bisschen wird sie von ihr überstrahlt.

Doch schnell lösen Angst, Hilflosigkeit, Hoffnung, Wut und Trauer dieses Gefühl ab.

Als nämlich Sierras nicht auftauchen zu einem Fall für die Polizei wird, wird Taylor schlagartig bewusst, dass die Lage ernst ist. Sie macht sich große Vorwürfe und verspürt eine ganz schreckliche Angst um Sierra, die sich sofort auch bei mir ausgebreitet hat. Rasend schnell und kaum bewusst stellt man sich den Fragen der Ermittler, beinahe hilflos schaut man dabei zu, wie jedes Geständnis, die Mama von Sierra immer mehr zerstört. Während man immer die Hoffnung hat, dass Sierra wieder auftaucht.

Lese Spaß

Das Hoffen, Bangen, die eigenen Vorwürfe und die Anklage von Sierras Mutter haben nicht nur Taylor zugesetzt, sondern auch mir.

"Im Zweifel tue nichts" ist von seiner Seitenzahl recht dünn und als Vielleserin hätte ich das Buch schnell geschafft, aber ich konnte und wollte nicht. Denn alles, was darin passiert war, mir zu jeder Zeit präsent, so dass ich das Buch bewusst in Portionen gelesen habe.

Nicht nur einmal hatte ich Tränen in den Augen, mein eigener Wunsch, dass Sierra mit einem Lächeln und einem lockeren Spruch zurückkommt, übermächtig.

"Ich habe mir gewünscht, sie zu sein, und jetzt bin ich froh, es nicht zu sein." - Taylor Seite 113

Auch diese Gefühle und Gedanken gehören dazu.

Ich habe mich bewusst dafür entschieden, nur auf die Gefühle einzugehen und nicht auf den weiteren Handlungsverlauf, denn das geht nicht, ohne zu viel zu verraten.

Ich finde das Buch absolut lesenswert, weil es helfen kann, gerade im Internet mit Bedacht unterwegs zu sein.

Fazit

"Im Zweifel tue nichts" war für mich als emotionaler Mensch nicht einfach zu lesen, die Stimmungen habe ich in mir aufgenommen und mich mitreißen lassen. Ganz oft fühlte ich mich schrecklich und fassungslos, Tränen während des Lesens in der Öffentlichkeit inklusive. Dennoch ist "Im Zweifel tue nichts" auch ein wichtiges Buch, dass vielleicht jüngeren Lesern als Rat dient, im Internet vorsichtig zu sein, denn es ist so leicht, jemanden zu täuschen. 5 Sterne.
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198 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

liebe, liebesroman, hamburg, liebeskummer, petra hülsmann

Hummeln im Herzen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.09.2016
ISBN 9783404175840
Genre: Romane

Rezension:

Zwischen den Seiten

Lena ist 29 Jahre kurz vor ihrem 30. Geburtstag, hat alles erreicht einen soliden Job, in wenigen Tagen bald Ehefrau von Simon, einen aufstrebenden Rechtsanwalt und dann wusch alles weg, Job und Mann. Einfach abserviert, ausrangiert. Plötzlich steht Lena gestrandet in der WG ihres großen Bruders, Michel seiner Freundin Juli (auch beste Freundin von Lena) und seinen besten Freund Ben.

Damit wird es mega turbulent und lustig um Superchaot Tollpatsch Lena, die nämlich scheinbar nichts auf die Reihe bekommt und kein Fettnäpfchen auslässt.

Von nun möchte Lena das komplette Gegenteil aus sich machen: Beruflich erfolgreich, sexy und den neuen perfekten Traummann finden.

Dabei sind es vor allem ihre Macken und Schwächen, die Lena so liebenswert machen. Zum Beispiel: Lenas stark ausgeprägter Putzfimmel hat auch bei mir nicht haltgemacht, nach dem ich mit dem Lesen fertig gewesen bin, musste ich erst mal meine Wohnung putzen.

In den nächsten Wochen und Monaten erlebt Lena so einiges, lernt einen brummigen Buchhändler kennen, einen übereifrigen Schriftsteller, bei dem sich Lena total verbiegt und sie entdeckt an dem besten Freund vom großen Bruder ganz neue Seiten.

Autorin Petra Hülsmann kreiert mit ihren Figuren zusammen eine heile, gute Laune Welt und siedelt diese in Hamburg an. Es gibt auch keine großen Dramen, aber das brauche ich nicht immer. Es sind auch keine überraschenden Wendungen zu erwarten, was vollkommen in Ordnung ist.

Ich habe mich auf Anhieb in die Figuren verliebt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen, sodass ich mit "Hummeln im Herzen" schnell fertig. Ein richtiger Page Turner.

Da ich zuerst "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" gelesen habe, kannte ich Taxifahrer und Hamburger Original Knut bereits, hat mich sehr gefreut, ihn wieder zu treffen.

Vielleicht taucht er ja dann auch in anderen Büchern auf und verbindet, die sonst in sich abgeschlossenen Geschichten miteinander.

Lena trägt ihr Herz auf der Zunge und neigt zu Kurzschluss Aktionen, die für sie selbst nicht immer lustig sind, dafür für mich als Leserin im Sinne von Schadenfreude ist die schönste Freude, immer lesenswerter waren. Sie ist nicht auf den Kopf gefallen, manchmal hat sie nur tellergroße Tomaten auf den Augen, anders kann ich mir die Sache mit ihrem Schriftsteller nicht erklären oder war das geringe Selbstvertrauen daran maßgeblich beteiligt?

Schöner und ehrlicher fühlen sich dagegen, die Szenen an wo es nur um Ben und Lena geht. Da knistert die Luft und fliegen die Fetzen, alles wohl dosiert, dass es manchmal zum Zähneknirschen war. Einfach, weil ich nach mehr lechzte, aber es nicht immer bekam.

"Hummeln im Herzen" gehört zu den Büchern bei denen ich schon beim Klappentext weiß, wie das Ende sein wird, denn genau das möchte ich haben. Daher bin ich natürlich mit dem Ausgang der Geschichte mehr als nur zufrieden.


Lese Spaß

"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" mit Isabelle und Jens im vergangenen Sommer, hat mich ja schon begeistert, weil da einfach gute Laune und ein Happy End drinsteckte und nun auch "Hummeln im Herzen" wo das gleiche Konzept funktioniert. „Hummeln im Herzen“ ist hier eigentlich der erste Roman von Autorin Petra Hülsmann.

Ich liebe es, wenn Liebesgeschichten, mit Humor und einen nur kleine Prise Drama am Ende das Happyend beinhalten. Oder wenn, die Figuren anfänglich sich noch in die Wolle bekommen und ich als Leserin dem großen Finale entgegenfiebere.

In diesem Sinne haben mich Lena und Ben bestens unterhalten und alles richtiggemacht.

Für mich zählt auch "Hummeln im Herzen" zu den gute Laune-Romance Bücher die den Sommer noch sommerlicher machen.

Fazit

"Hummeln im Herzen" bringt mich zum Strahlen und bescherte mir mit einen chaotisch, tollpatschigen Lena viele Lacher und im Zusammenspiel mit Ben einige Kribblige romantische Seufzer. Hamburg als Setting kommt gut rüber, so dass ich mich nach dem zweiten Petra Hülsmann Roman schon sehr auf meinen ersten Hamburg Besuch freue. Für mich gibt es für diesen kurzweiligen Roman 5 Sterne.


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liebe, affäre, contemporary, freundschaft, amerika

Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Wenn die Fehler der Eltern das Leben der Kinder bestimmen, wird es kompliziert, vor allem wenn eines der Kinder mehr darüber weiß, als das andere. Es ist eine vertrackte Situation in der sich Sam und Hadley befinden, als sie sich kennenlernen und sich erste Gefühle entwickeln.
"Liebe ist wie Drachensteigen" ist ein Meer der Emotionen und ein Sehnen nach Normalität und Liebe. Sam und Hadley, beide sind abwechselnd Ich-Erzähler, bringen ihre eigenen Gefühle und den ganzen Schmerz rüber. Es ist herzerwärmend wie beide eigentlich nicht wollen, jedoch nicht anders können, als miteinander Zeit zu verbringen. Zu lächeln, zu Herzpochend und sich einfach nur gut zu tun. Auch wenn das Wissen, welches Sam auf sich genommen hat, ihn zusehends erdrückt.

Unterstützt werden die beiden von wundervollen Begleitern, Livy, Sams jüngere Schwester, Kat, Hadleys beste Freundin und Ajay, Sams bester Freund. Die Drei tragen ebenfalls etwas zur Entwicklung von Sam und Hadley bei.

Nur die Rollen der Eltern habe ich nicht ganz nachvollziehen können, da sind mir zu viele Anschuldigungen und Zurechtweisungen im Spiel gewesen, die wenn ich auch ein wenig Verständnis für sie hatte, sie im Großen und Ganzen nicht nachvollziehen konnte. Denn bei all dem Stress und Streit vergaßen sie, für mich ihre eigenen Kinder.

Lesespaß

Eine bessere Gemeinsamkeit als Shakespeare hätte Autorin Ashley Herring Blake für Hadley und Sam nicht wählen können, denn vom Drama haben beide einiges mit einigen seiner Werke gemeinsam. Wie die scheinbar ausweglose Liebe zweier Kinder verfeindeter (zerstrittener) Familien zueinander.

Ob nun Sam oder Hadley an der Reihe waren, ich habe mit jedem von ihnen mitgefühlt. Wie viel angestaute Emotionen in ihnen köcheln und wie viel Verantwortungsbewusstsein gerade in Sam gegenüber Livy steckte.

Eigentlich war ich während des Lesens hin und her gerissen, zwischen der kribbligen Kernlernphase zwischen Sam und Hadley und dem großen Knall, der unweigerlich folgen musste, sobald Hadley die ganze Wahrheit erfährt. Dass die Wahrheit am Schluss doch eine etwas andere gewesen ist, hat mich überrascht und mir ergriffene Seufzer eingebracht.


Fazit

"Liebe ist wie Drachensteigen" ist eine berührende Liebesgeschichte zweier Teenager, deren gesamtes bisheriges Familienleben aufgrund einer Entdeckung zur Lüge wandelte. Hadley und Sam haben sich unabhängig voneinander, von ihren Eltern entfremdet und jeder von ihnen hat einen eigenen Weg gefunden, damit umzugehen. Bis sie einander zufällig über den Weg laufen und sich selbst ineinander verlieben. "Liebe ist wie Drachensteigen" ist eine ganz wunderbare Geschichte über Liebe, Familie, Schuld und Wut, die am Ende mit einer kleinen Hoffnung belohnt. 5 Sterne.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

humor, liebe, rezension, freundschaft, highschool

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der zufällige Satz

„So viel hatte ich jedenfalls gelernt: Alter, Geschlecht, IQ, Persönlichkeit – alles es gab kein typisches Muster. Wenn so was jemanden wie Ayeshas Mum passieren konnte, dann konnte es jeden treffen.“ – Daisy Seite 42

Zwischen den Seiten

Freundschaft, die erste Liebe, Trennung und Neuanfang so in etwa sieht das Leben von Daisy im Moment aus. Nachdem sich Daisy von Matt ihrem ersten Freund getrennt hat, möchte sie gerne neu anfangen und wechselt dafür aufs College. Wo sie Toby kennenlernt. Toby ist supercharmant, Sorte "Warum sollte, sich ausgerechnet, ein solcher Beauty für mich interessieren" Junge. Daisy kann ihr Glück kaum fassen, allerdings weist ihr neuer Traumprinz, ernst zu nehmende Schönheitsmängel auf. "Überlieben in 10 Schritten" zeigt wie schnell, aus Zuneigung, Besessenheit werden kann.

Leseapaß

Die bunte, fröhliche, manchmal überdrehte Daisy macht "Überlieben in 10 Schritten" lebendig und Daisy vom Fleck weg sympathisch. Sie ist eine tolle Ich-Erzählerin. Mit ihren Freundinnen Alesha und Beth hat sie, dank einer langjährigen, erprobten 10 Regeln Liste ein genaues Bild von Liebe und Freundschaft. Diese 10 Regeln ziehen sich wie ein rotes Band durch die Handlung. Eine Übersicht dieser 10 Regeln findet sich am Buchende und rückblickend, meine ich die Handlung richtet sich tatsächlich an diese Regeln aus.

Alesha, Beth und Daisy sind das ABC der Freundschaften, sie halten immer zusammen, auch wenn sie unterschiedlicher Meinungen sind, vor allem wenn es um Jungs geht, getreu ihrer 7. Regel:

"Jungen mögen das Sahnehäubchen sein, aber Freundinnen sind der Kuchen."

Daisy ist selbstbewusst und unabhängig, hat eine Vorliebe für Vintage Mode, Prints und bunte, knallige Farbkombinationen. Toby hingegen ist ein gemeißelter, göttlicher Mädchentraum, wo er auftaucht, schlagen entzückte Mädchenherzen einige Oktaven höher. Dass er ausgerechnet Daisy ins Auge fasst und nicht etwa der schönen, zickigen Britany, lässt Daisy staunen, sie fühlt sie sich zu ihm hingezogen.

Alles ist perfekt, nur verhält sich Toby zunehmend merkwürdig. Möchte ständig wissen, wo sie ist oder wird schnell eifersüchtig. Dass so ein andauerndes Verhalten nicht normal sein kann, begreift Daisy schnell, auch wenn sie ihn oft noch vor anderen verteidigt.

Alles ist perfekt, nur verhält sich Toby zunehmend merkwürdig. Möchte ständig wissen, wo sie ist oder wird schnell eifersüchtig. Dass so ein andauerndes Verhalten nicht normal sein kann, begreift Daisy schnell, auch wenn sie ihn oft noch vor anderen verteidigt.

Von den drei Freundinnen wird am meisten auf Daisys Beziehung eingegangen, doch zusammengenommen steht jedes der drei Mädchen für einen Beziehungstyp, zum Beispiel die solide, die Beziehung die natürlich zum Scheitern verurteilt sein muss, weil sie ein Händchen für merkwürdige Männertypen hat und dann die "Aschenputtel trifft ihren Traumprinzen" Beziehung. Doch Achtung mit den Vorurteilen, nicht jedes muss sich bewahrheiten.

Fazit

Was am Anfang noch als aufmerksam und liebenswert gehalten werden kann, kann sich schnell belastend und kontrollierend anfühlen. In einer Beziehung sollten sich beide Partner wohlfühlen und entfalten können. Rachel McIntry greift dieses Thema in "Überlieben in 10 Schritten auf. Lässt ihrer Protagonistin Daisy genug Raum für Entscheidungen und lässt sie zum Glück sie auch weiterhin ihrem Charakter treu bleiben und das war mir ganz wichtig, dass sie trotz rosaroter Brille auch auf ihren Bauch und Verstand hören kann. 5 Sterne

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81 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

teenager, familie, freunde, schule, zwei mütter

Mein Leben, mal eben

Nikola Huppertz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669906
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Wenn Schreiben nämlich bedeutet, dass man etwas versteht, obwohl man es nicht versteht, weil man den Dingen Wörter gibt, UM sie zu verstehen, und wenn Verstehen bedeutet, dass alles immer noch mehr wehtut, als vorher, dann kann ich auch gut darauf verzichten.“ - Anouk Seite 129

Zwischen den Seiten

Von außen betrachtet hat Anouk ihren Platz im Leben gefunden, sie hat ihre Familie und sie hat ihre Hobbys, nur sind beides außergewöhnlich, denn welches 13-jährige Mädchen hört gerne Heavy Metal, wo das doch was für alte Männer ist und Pop doch so viel angesagter und leichter?

Anouk ist mal eben anders, sie nennt das das Unnormal Gen haben, ich nenne das aus der Masse hervorstechen und Persönlichkeit haben. Doch wie jeder Mensch sehnt sie sich nach Freundschaften und nach Akzeptanz. Anouk glaubt ganz fest daran, diesen Zielen näherzukommen, wenn sie sich den anderen anpasst, aber normal sein ist so eine Sache, wenn man ist, wie man ist und das lernt Anouk in "Mein Leben mal eben" auf besonderem Wege.

Lese Spaß

Auf den ersten Seiten habe ich mich mit Anouk schwergetan, denn ihre Gedanken sind alles andere als gradlinig. Sie hopst von der Gegenwart in ihren Memoiren in die Vergangenheit, zurück und dann manchmal komplett wo anders hin. Anouk nutzt dabei viele Klammern und ist einfallsreich, denn es gibt nicht nur diese Klammern () sondern auch diese [].

Nachdem ich mich an die Flunmi-Anouk gewöhnt hatte, konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Anouk ist nämlich mit 13 Jahren schon gefestigt. Natürlich hat die Pubertät sie ebenfalls im Griff und sie macht sich Gedanken um ihre Familienverhältnisse, darüber wie toll es wäre eine Freundin zu haben und wie gut die neue Mitschülerin Lore darein passen würde.

Anouk entwirft Pläne, alles soll sich nun ändern, sie wird eine neue Anouk und macht die Pläne ganz ohne ihre Mitmenschen, von denen einige noch ein Wörtchen mitreden werden.

Mir hat die Botschaft in "Mein Leben mal eben" richtig gut gefallen und ich finde sie wichtig, nicht nur für junge Leserinnen und Leser, sondern auch für uns älteren.

Fazit

Wenn man noch in die Schule geht und entweder aus keinem klassischen Familienmodell stammt oder ein ungewöhnliches Hobby hat, zu dick oder zu dünn ist oder, oder sehnt man sich danach wie die anderen zu sein. So geht es auch Anouk, obwohl sie bislang zufrieden mit allem gewesen ist, tritt sie nun in eine Phase in ihrem Leben ein, wo sie sich darüber ihre Gedanken macht, Pläne entwirft, die vielleicht funktionieren oder nach hinten losgehen. Man möchte Anouk einfach nur herzen und freut sich mit ihr, sobald sie die wichtigste Botschaft von "Mein Leben mal eben" begreift, und zwar ...

Nein bitte selber lesen. 5 Sterne.

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manga, zwillinge, spiel, verrat, schule

Arisa, Band 1

Natsumi Ando , Cordelia von Teichman , Cordelia von Teichman
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2010
ISBN 9783551782151
Genre: Comics

Rezension:

Zwischen den Bildern

Das doppelte Lottchen trifft auf Mystery.

Damit Tsubasa Arisa helfen kann, nimmt sie ihre Identität an. Sie macht sich auf die Suche nach dem Auslöser und wird mit der Macht des Glaubens und der Gemeinschaft konfrontiert.

Artwork

Die Zeichnerin Natsumi Ando setzt auf Schwarz und Glanzeffekte, um die Spannung dazustellen. Außerdem betont sie für die Emotionen die Augen der Charaktere stark. Lange oder auch kurze Haare zu zeichnen scheint ihr Spaß zu machen, solange die Strähnen einzeln detailliert herausgearbeitet werden. Mir gefällt das Artwork, denn es spiegelt die Spannung der Handlung gut wieder.

Lesespaß

Mich hat das Zwillingsthema gereizt, dass der einen Schwester etwas zustößt und die andere nun versucht herauszufinden, was es damit auf sich hat. Für eineiige Zwillinge kein Problem. Tsubasa ist eine tolle Heldin, die fast schon etwas burschikos, offen und temperamentvoll wirkt. Während ihre Schwester Arisa, mädchenhaft, zart, aber auch zurückhaltend und geheimnisvoll ist. Da ist es für Tsubasa nicht immer einfach ihre Schwester zu sein.

Allerdings erschrak mich diese bedingungslose Leichtgläubigkeit einer Gruppe an die Macht eines Einzelnen sehr. Ich bin gespannt, wie das noch weiter gehen wird und ob es Tsubasa gelingen wird, diese Sache aufzuhalten.

Fazit

"Arisa" ist mir damals wegen der spannenden Zwillingsthematik, in der der einen etwas zustößt und die andere Schwester die Identität tauscht, um eigene Nachforschungen zu betreiben, in die Finger gekommen. Die Reihe ist auf 12 Bänden angelegt und bereits im ersten Band gibt es erschreckende Hinweise, die zudem führen, was Arisa zugestoßen sind. Ein wunderschönes Artwork vereint sich mit einer spannenden Handlung 5 Sterne.

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jufendbuch, s.j. kincaid, arena verlag, diabolic, gebundenes buch, hardcover, liebe, neuerscheinung, rezension, s. j. kincaid, science fiction, vom zorn geküsst, jugendbuc, science fiction, arena verlag

Diabolic: Vom Zorn geküsst:

S.J. Kincaid
E-Buch Text: 488 Seiten
Erschienen bei Arena Verlag, 05.01.2017
ISBN 9783401806587
Genre: Fantasy

Rezension:

Der erste Satz...

„Es war die Kreatur, die den Exalt um ein Haar getötet hätte, die wie ich einzig und allein fürs Morden geschaffen worden war und gegen allen inneren Widerstände dazu gezwungen werden sollte.““ - Nemesis


Seite 175


Zwischen den Seiten

Eine weit entfernte Zukunft, ein einziges Leben auf dem Planeten Erde gibt es nicht mehr. Die Menschen haben sich in den verschiedenen Sonnensystemen angesiedelt. Streng geteilt in herrschende und weniger wertvollen Klassen. Das Recht des Stärkeren, in dem Fall der Kaiser, wird intrigant und brutal durchgesetzt. Mit Nemesis hat „Diabolic – Vom Zorn geküsst“ eine Protagonistin,

Startseite vom Arena Verlag
die dem gewachsen ist und zu dem sich unerwartet auf der Gefühlsebene weiterentwickelt, durch Erfahrungen, Klugheit und Liebe, allerdings zwei Varianten der Liebe.

Lese Spaß

Die ersten 100 Seiten lasen sich für mich krampfig, zu viel Universum Theorie und Einführung in die Welt von „Diabolic“. Ich hatte schon befürchtet, dass das Buch nicht meinen Geschmack treffen wird, da SciFi nichts für mich ist. Als Nemesis dann am Kaiserhof ankommt, ändert sich die Atmosphäre schlagartig durch Randevald zeigt sich wo „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ hingeht. Das Leben an seinem Hof steckt voller Gewalt und Intrigen und das war unheimlich nah und detailliert beschrieben, dass es spannend und fesselnd zu lesen gewesen ist. Ab diesem Zeitpunkt hat mich „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ verschlungen.

Nemesis zeigt, was für eine ungewöhnliche großartige Protagonistin sie ist. Sie ist eine Diabolic geschaffen, um auf die geprägte Person, bis aufs Blut zu beschützen und mit Verstand ausgestattet, eigenständig zu denken. Das ist ihr am Kaiserhof eine große prägnante Hilfe.

Nemesis ist anstelle ihrer Herrin Sidonia (Donia) getreten und Donia ist sanft und sehr mitfühlend, also alles das, was im krassen Gegensatz zu Nemesis steht. Und doch ist gerade das für Nemesis Entwicklung und für das Vorankommen der Handlung entscheidend.

Nemesis muss sich stellenweise in Donia hineinversetzen und wie diese handeln, was schrittweise Nemesis verändert.

Eine Liebesgeschichte kommt in „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ ebenfalls zustande und für mich war diese absolut überzeugend und mitreißend. Denn Nemesis bleibt sich trotzdem immer treu. Sie bleibt eine Figur mit Ecken und Kanten, sie ist gefährlich.

Sie und ihr Gegenpart begegnen sich auf gleicher Höhe und sind sich ebenbürtig. Dabei fügt sich diese Liebesgeschichte nahtlos in die Handlung ein, sie bleibt diskret und dominiert nicht die Geschichte. Dominant bleibt immer noch der Kampf um die Macht und eine bessere Zukunft.

Fazit

„Diabolic - Vom Zorn geküsst“ ein Weihnachtsgeschenk des Arena Verlages, alleine hätte ich wohl nie zu dem Buch gegriffen und dabei wäre mir definitiv ein gelungenes Abenteuer mit einer kantigen, eigenständigen, starken Protagonistin entgangen. Nach den ersten 100 Seiten gab es für mich kein Halten mehr, der Kampf ums Überleben, Wahrheiten für eine bessere Zukunft hat mich gepackt. Auch in Sachen Liebe hat „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ für mich alles richtig gemacht. Zwei so starke Charaktere die sich auf der gleichen Stufe befinden, sind mir selten begegnet. Außerdem dominiert die Liebesgeschichte nicht die Handlung. Alles richtig gemacht und ich hoffe es geht weiter. 5 Sterne.

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freundschaft, wels, see, ferien, sommerferien

Ins Blaue hinein

Kristina Dunker
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669883
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt

"Eigentlich hat Merle keine Lust auf Urlaub bei den Großeltern. Im Feriendorf trifft sie jedoch auf Felix, mit dem sie so herrlich den Waldsee erkunden und fantastische Geschichten erfinden kann. Auch mit Dana ist sie gern unterwegs, obwohl diese alle Jungs einschließlich Felix für »Kinder« hält. Eines Tages wird die Urlaubsstimmung am Waldsee gestört – muss Merle sich nun zwischen ihren Freunden entscheiden?" - Quelle Klappentext


Der erste Satz...

„Eine Schnecke 🐌 kann wenigstens nicht stolpern und sich die Beine brechen.“ - Felix Seite 32


Zwischen den Seiten

Ein Sommer der Veränderungen und der Freundschaften wartet auf die 13-jährige Merle und sie sträubt sich vor allem gegen die Veränderungen. Ihre Eltern bauen ein Haus, weshalb Merle nach den Ferien aus dem Mehrparteien Mietshaus ausziehen wird und nicht mehr in direkter Nähe zu ihren Freundinnen wohnen kann. Dass sie die Ferien bei ihren Großeltern verbringt, fühlt sich nicht richtig an, eher wie abschieben, obwohl Merle Oma und Opa eigentlich ganz gerne hat.

So können die Ferien niemals gut werden. Oder vielleicht ja doch? Oft sind es die Dinge, die man vorab nicht kommen lassen möchte, die einem hinterher die schönsten Erinnerungen schenken. Felix der Nachbarsjunge kümmert es nicht, was Merle möchte. Er zieht sie sofort mit sich und gemeinsam erleben sie Abenteuer, lauschen den Geschichten von Opa Merle, schmieden Pläne und haben einen tollen Sommer.

Lese Spaß

"Ins Blaue hinein" von Kristina Dunker, richtet sich vordergründig an Mädchen ab 12 Jahren und das merkt man dem Buch auf wunderbarerweise auch an. Merle ist 13 Jahre alt, sie steckt irgendwo zwischen Kind und Teenager, hat allerdings für sich selbst noch nicht ausgemacht, wie viel Kind oder wie viel Teen in ihr stecken darf. Ein paar Jahre zurück gedacht, kann ich mich mit Merles Gefühlen identifizieren, während einige Mädchen in diesem Alter, bereits auf Jungs, Mode oder Kosmetik aufmerksam wurden, wollte ich Kind sein und weiterhin mit meinem Spielzeug spielen.

Merle und ich haben eine weitere Gemeinsamkeit und der liegt in der Familie. Merles Papa ist nicht, ihr biologischer Papa, doch er hat sie bis jetzt großgezogen, einen anderen kennt sie nicht. Sie liebt ihn, hat bisher nie Unterschiede gemacht. Jetzt kommt sie aber auch in eine Veränderung, in der leichte Zweifel aufkommen. Worüber sie sich dabei Gedanken macht, darüber hab ich mir in ihrem Alter auch den Kopf zerbrochen. Zum Glück unbegründet, wie ich als Erwachsene weiß, aber damals war das wichtig für mich, herauszufinden wo in meiner Familie mein Platz ist. So fühlt Merle auch.

"Ins Blaue hinein" hat eine tolle Erzählerstimme, es fühlt sich nach Kinderbuchgeschichte an, hat zwischenzeitlich etwas liebevolles märchenhaftes an sich, das mich während des Lesens glücklich gemacht hat. Es fühlt sich auch geborgen und abenteuerlustig an, wenn Merle und Felix den See erkunden und gelegentlich sickern Merles Ängste durch, die ich vollkommen nachvollziehen konnte.

Merles Großeltern haben ein Häuschen am See und an dem Fleckchen verbringen viele Familien mit ihren Kindern die Ferien. Es gibt Kinder im selben Alter wie Merle und Felix, wie zum Beispiel die Zwillinge Tim und Piet, die blaue Flecken, Schrammen und Beulen magisch anziehen oder Dana, die sich schon entschieden hat, lieber erwachsen zu werden. All das macht aus "Ins Blaue hinein" ein Sommerferienroman mit Ferienlager Feeling.

Die Sprache von Merle und Felix ist bildlich, so zum Beispiel werde ich den Satz mit der Schnecke niemals mehr vergessen oder das Glück oben schwimmt. Auch habe ich gerne den Geschichten von Merles Opa gelauscht, denn eines zeigt sich. Für Erzählungen ist niemand zu alt und sie verbinden.

Fazit

Mir wurde "Ins Blaue hinein" auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und ich bin ganz glücklich, dass ich es lesen durfte, denn es ist ein warmer herzlicher Roman. Merle stehen große Veränderungen bevor und sie weiß noch nicht, ob sie das gut finden darf. Am Anfang findet sie alles doof. Dann erlebt sie diesen Sommer mit neuen Freunden, erlebt Abenteuer, entdeckt sich selbst. All, das bekommt eine bildliche Sprache und hat etwas von der Atmosphäre eines Kinderbuches, ist warm, und macht glücklich. 5 Sterne.


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar

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378 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 148 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, the sun is also a star

The Sun is also a Star

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

“Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.” – Quelle Klappentext



Der zufällige Satz... 

 
 
Manchmal wird deine Welt so sehr erschüttert, dass du dir kaum vorstellen kannst, dass alle anderen es nicht auch spüren.“ - Natasha

 
Seite 280


Zwischen den Seiten

Die Eltern von Daniel sind koreanische Immigranten, Daniel und sein großer Bruder Charlie wurden im Amerika geboren. Nach dem Wunsch der Eltern sollen die Kinder eine gute Ausbildung durchlaufen, um es finanziell eines Tages besser und leichter zu haben. An dem Tag, an den "The Sun is also a Star" beginnt, macht sich Daniel auf den Weg durch New York, um sich um seine Zukunft zu kümmern.

Für Natasha geht es auch um ihre Zukunft in Amerika, denn sie wurde auf Jamaika geboren und befindet sich seit ihrer Kindheit illegal in Amerika und nun droht ihnen die Abschiebung.
Durch eine Aneinanderreihung verschiedener zufälliger Ereignisse laufen sich die beiden über den Weg. Daniel ist auf Anhieb von Natasha angetan und spürt eine 
Starseite vom Dressler VerlagVerbindung zu ihr. Natasha gibt sich vorsichtig und zurückhaltend, ihr steht absolut nicht der Sinn nach neuen Begegnungen, nicht an diesem Tag und nicht so, wie es sich Daniel wünscht.

Daniel ist emotional, poetisch, trägt sein Herz auf der Zunge und geht damit offen um. Er glaubt zum Beispiel an die Liebe auf den ersten Blick. Natasha ist da aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen, anders, sie hält nichts von Träumereien, sie liebt Fakten so wie wissenschaftlich fundierte Studien. Also das komplette Gegenteil von Daniel. Trotz aller Bemühungen es abzustreiten, ist Natasha trotzdem emotional, denn sie kämpft wie eine Löwin, um ihre Zukunft selbst bestimmen zu können.

Natasha und Daniel sind erfrischend, ehrlich, witzig und authentisch. Ich mochte alle beide sehr gerne. Abwechselnd geben sie Einblicke in ihre Gedanken und Gefühlswelt. Doch das Besondere an diesem Aufbau ist die dritte Erzählstruktur und die kommt von Autorin Nicola Yoon, hier gibt sie ausführliches Hintergrundwissen zu Kulturellem der beiden Familien oder zu anderen Figuren oder anderen interessanten Fakten und das ist so fantastisch genial, weil dieser kleine Kniff das gesamte Buch rund herum abschließt. Es bleibt keine Frage offen, alles wird für mich erklärt.

"The Sun is also a Star" liest sich schnell flüssig. Der Schreibstil ist dicht gewebt, ohne Längen und sehr spannend denn zum einen steht die Frage im Raum, ob aus Daniel und Natasha ein Paar werden kann und ob es Natasha gelingt, ihr Schicksal abzuwenden. Es ist etwa ein ganzer Tag den Natasha und Daniel miteinander verbringen, aber es fühlt sich nach einer angenehmen Ewigkeit an, weil die beiden einen so nahe kommen und es am Ende keine Geheimnisse gibt.

Lesespaß

Ich bin absolut in "The Sun is also a Star" verliebt, mich hat Autorin Nicola Yoon mit ihrer Geschichte gefesselt, weil ihre Protagonisten so ehrlich sind. Daniel und Natasha haben ihre Stärken und Schwächen, machen Fehler und verändern das Leben des anderen. Ob sie am Ende glücklich werden, ließ mich mitfiebern bis zum Schluss habe ich mir ein Happy End für die Beiden gewünscht und am Ende hatte ich Tränen in den Augen. Dieses Buch ist so berührend wie genial, denn Nicola Yoon liefert ein ausführliches Rundum Paket. Jede einzelne Begegnung geschieht nicht ohne Grund und endet nicht einfach sobald die Protagonisten weg sind. Bisher habe ich in keiner anderen Geschichte, eine bis in kleinste Detail ausgeführte Erklärung zu allem, erlebt.

Fazit

Mein erstes gelesenes Buch von Autorin Nicola Yoon "The Sun is also a Star" war ein voller Erfolg. Ein einziger Tag in 400 Seiten berührt neben den Leben der Protagonisten Natasha und Daniel auch das Leben anderer Menschen und mein Leserherz. Für Daniel ist es Liebe auf dem ersten Blick, nur Natasha hat ganz andere Sorgen im Kopf, daraus entstehen gefühlvolle, ernste und humorvolle Dialoge zwischen den beiden. Es bleibt bis zum Schluss spannend, ob die beiden ihre Ziele erreichen können und ob es ein Happy End geben kann. Ein besonderer Trumpf sind die zusätzlichen Kapitel, die gelegentlichen den Daniel Natasha Wechsel unterbrechen und einen ausführlichen Blick auf weitere Fakten oder Figuren, damit bleiben keine Fragen offen. Ein genialer Clou. 5 Sterne


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar_____________________________________________________
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98 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

geister, friedhof, grusel, edinburgh, janine wilk

Seelenlos - Fluch der Rauhnächte

Janine Wilk
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.09.2016
ISBN 9783522504676
Genre: Jugendbuch

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

familie, wald, geheimnis, versteck, freundschaft

Das Blaubeerhaus

Antonia Michaelis ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 17.09.2015
ISBN 9783789143007
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Erster Satz

"Eine Menge Geschichten beginnen damit, dass jemand mit dem Auto irgendwohin fährt." - Leo - Seite 11


Zwischen den Seiten


Kindesvernachlässigung, Einsamkeit und Gewalt sind einige Themen mit denen ich in den Antonia Michaelis Büchern "Der Märchenerzähler" und "Niemand liebt November", konfrontiert wurde. Aber auch ein verschlingender poetischer Schreibstil, der emotionale Bilder zeichnet.

Als mir "Das Blaubeerhaus" im Regal meiner Buchhändlerin auffiel, war ich anfangs skeptisch, ob mich dieses Buch mit einem Loch im Bauch zurück lassen wird, wie es bei den beiden anderen Büchern, der Autorin der Fall war. Keine Sorge, das wird es nicht, denn "Das Blaubeerhaus" ist für junge Leser geeignet.

Freundschaft, Mut, Entdeckergeist und Familie stehen im Vordergrund.

Leo und Imke, beide 10 Jahre alt, sind Cousin und Cousine, hatten bisher jedoch kaum Kontakt miteinander. Erst als die Familien ein altes Haus im Wald erben und es in den Sommerferien besuchen, lernen sie sich näher kennen. Jede der Familien, hat einen anderen Lebensweg gewählt: Die Familie von Leo lebt in Berlin und wandelt auf Ökopfaden, mit langen Haaren und selbst gestrickten Hippie Klamotten. Das denkt zu mindestens Imke. In Leos Augen ist Imkes Familie an Wohlstand, Geld und teure Kleidung gewöhnt und lebt im vornehmen Teil Hamburgs.

Eines haben Leo und Imke gemeinsam, sie sind abenteuerlustig, neugierig und das Blaubeerhaus lockt sie mit vielen Geheimnissen.

Auf dem Dachboden entdeckt Leo ein Schulheft der längst verstorbenen, alten Lene, die zu der Zeit ungefähr in Leo und Imkes Alter gewesen ist. Schon damals besaß das Blaubeerhaus seinen Namen. Für Imke und Leo dreht sich alles um das Haus, den Wald und Lenes Schulheften, die sie als Tag- und Nachtbuch genutzt hat.

Lenes Leben und ihr Alltag im Blaubeerhaus ist von kindlicher Freiheit geprägt, wird zunehmend aber ernster und beängstigend. Erst nach und nach wird auch Imke und Leo bewusst, in was für eine Zeit Lene Kind gewesen ist und was es eigentlich bedeutet, dass sich die Familie ihres besten Freundes, Avi gelegentlich im Keller oder auf dem Dachboden aufhält, sobald Fremde im Haus sind.

Leo und Imke erzählen abwechselnd die Geschichte und jeder hat seinen eigenen Ton. Leo ist aufgeschlossen Neuem gegenüber, vorsichtig und wohl überlegt, wenn es darauf ankommt. Imke ist zunächst skeptisch, aber auch wagemutiger. Die beiden ergänzen sich. Doch auch die anderen Familienmitglieder kommen mit ihrer Persönlichkeit nicht zu kurz. Imke hat zwei kleine Schwestern, Juli und Juni, die sich wie Zwillinge verhalten und das fand nicht nur ich manchmal gruselig. Auch Leo hat weitere Geschwister einen älteren Bruder, Luke und einen ganz kleinen, Mattis. Neben den Kindern, gibt es die Eltern und mir hat es gut gefallen, dass die Eltern zu einem ganz normalen Teil in diesem zauberhaften Kinderbuch wurden. Und nicht etwa nur, die am Rande auftretenden, ermahnenden Erwachsenen darstellten.

Lesespaß

Das Cover übt eine enorme Anziehung auf mich aus. Das Gefühl von Sommer, Wald und Abenteuer zieht sich durch das gesamte Buch. Spürbar sind die knackenden Äste und das Laub unter den Füßen, ein erdiger Duft liegt in der Luft. Antonia Michaelis zaubert auch im "Blaubeerhaus" mit fantasievoller Sprache, sie erweckt ihre Figuren und gibt ihnen Leichtigkeit. Mit Hilfe von Lenes Tag- und Nachtbuch gleiten Leo und Imke in eine dunkle, gefährliche, wahre Vergangenheit, die dem älteren Leser sofort bewusst ist, für jüngere aber immer noch kindgerecht erzählt bleibt. Ein weiterer Zauber des Blaubeerhauses, sind die immer wieder kehrenden Illustrationen, der Figuren, Landschaft oder ganz wichtig der einzelnen Seiten von Lenes Heft. Die Neugier und der Entdeckergeist der Kinder springt auf die Leser über. In der zweiten Buchhälfte wird die Handlung ein Tick dunkler, orientiert an der Entwicklung von Lenes Geschichte. Wie am Anfang bereits erwähnt, geht man am Ende nicht mit einem "Loch im Bauch Gefühl" aus diesem Buch heraus, sondern mit einem warmen und zufriedenen Gefühl.

Fazit

Der Buchrücken hat im Regal meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und als ich dann das Buch in den Händen hielt, war es um mich geschehen. Das Cover ist mehr als gelungen und schon das macht unheimlich neugierig auf das Buchinnere. "Das Blaubeerhaus" ist eine spannend erzählte Geschichte, bei der ganz klar Imke und Leo im Vordergrund stehen, aber die Erwachsenen nicht einfach an den Rand geschoben werden. Leos und Imkes Familien sind verschieden, aber hier ist das kein Grund für große Konflikte, sondern zeigt das man trotz Unterschiede auch ohne Streiten zu einer Familie zusammen wachsen kann. Der Schreibstil ist natürlich und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil ich sehr an Lenes Schicksal hing. Was ihr passiert, ist schrecklich, zum Glück, weil es ja auch ein Kinderbuch ist, drückt es die Stimmung aber nicht nach unten. Mir hat "Das Blaubeerhaus" sehr gut gefallen und es wird nicht nur dir jungen Leser begeistern, sondern auch die älteren, 5 Sterne.


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136 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

liebe, offene beziehung, jugendbuch, abitur, trennung

Ein Sommer ohne uns

Sabine Both
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785582220
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt

„Eine ganz große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammenbleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen?“ – Quelle Klappentext



Der erste Satz...


„Verena schaut gegen die Sonne zur Terrassentür, legt die Hand schützend über die Augen.“

Seite 7 Zeile 1 bis Zeile 2



Meinung

Verena und Tom sind zusammen, seit sie 13 Jahre alt sind, in der Gegenwart der Geschichte, sind beide 18 Jahre. Ihre Liebe ist mit ihnen erwachsen geworden. Vom ersten Kuss bis zum ersten Mal, haben sie alles miteinander kennengelernt. Mittlerweile ist Verena an den Punkt, an den sie sich fragt, ob Tom und sie nicht doch irgendwas verpasst haben, weil sie keine Erfahrungen mit anderen


gesammelt haben. Wenn Verena mit ihrer besten Freundin Anna über Männer spricht und Anna ihr von ihren Erlebnissen berichtet, zweifelt Verena ob der Weg den Verena und Tom gewählt haben, der richtige ist. Obwohl Verena Tom liebt und sich vorstellen kann mit ihm alt zu werden, befürchtet sie, dass der Tag kommen wird, an denen sie es beide bereuen werden, sich nicht ausprobiert zu haben und das sie sich das vorwerfen könnten.

Als Verena einen jungen Mann kennenlernt, der sie anzieht, wird der Wunsch nach einer kleinen Auszeit größer. Eine Auszeit zwischen Abi und Studium. Die Angst etwas verpasst zu haben, kann ich bei Verena schon nachvollziehen, da ich selbst seit mehr als 10 Jahren mit meiner ersten Liebe zusammen bin und ähnliche Ängste in der Zeit auch mal vorgekommen sind, doch ich bin immer zu einem klaren Entschluss gekommen, ganz anders als Verena. Mich hat an „Ein Sommer ohne uns“ gereizt, wie Autorin Sabine Both mit dem Thema umgegangen ist.

Sabine Both lässt Verena und Tom nach wenigen Sätzen, abwechselnd zu Wort kommen. Dadurch ergibt sich für beide ein vollständiges Bild. Die Worte oder die Botschaften in den kurzen Sätzen wiederholen sich oft, machen das Gesagte eindringlicher und lässt die Geschichte, schneller lesen.

Verena wird in der Gegenwart mit den ersten leisen Zweifeln präsentiert, die sie zunächst nicht genau bestimmen kann. Für Tom ist Verena seine Sonne, seine Welt und sein Mittelpunkt. Für ihn gibt es kein anderes Mädchen. Bis zu dem Zeitpunkt, ab dem Rollo, Verenas Zwillingsbruder, Isabelle, sein neues Betthäschen der Gruppe bekannt macht. Isabelle ist verglichen mit Verena, das komplette Gegenteil, sie nimmt sich ohne Rücksicht auf andere, was sie möchte. Hält sich nicht an Regeln und ist frei und ungebunden. Isabelle ist die verbotene Frucht, die Tom zum Straucheln bringt.

Mir haben Verena und Tom beide gut gefallen, ich habe ihre Gedanken gedacht und ihre Gefühle empfunden. Ich muss gestehen, dass ich allerdings leicht parteiisch geworden bin, denn einer der beiden hat mehr Sympathie von mir bekommen. Sabine Both lässt ihre Protagonisten in ihrem Gefühlscocktail auf und ab hüpfen. Bringt nicht nur Chaos in Liebe und Freundschaft sondern auch ins Familienleben der beiden. Gerade in dem Familienbereich wird „Ein Sommer ohne uns“ vorhersehbar. Ob so eine offene Beziehung für Tom und Verena doch das richtige ist? Ob die Dinge, die sie lernen werden, das was sie dabei verlieren können, es wert sind?

Verena und Tom handeln naiv und mit festem Vertrauen an sich und ihrer Liebe. Das Ende von „Ein Sommer ohne uns“ ist genau richtig, so wie es ist, es zeigt die Wege die ein Leben nehmen kann. Ungerecht finde ich allerdings, das ich das Gefühl hatte, einer der Beiden bekommt zu Unrecht den Schwarzen Peter zugeschoben, wo doch beide die gleichen Fehler gemacht oder Entscheidungen getroffen haben.

Noch zwei Dinge haben mich am Ende überrascht, dass mir von den Nebencharakteren der Zwillingsbruder Rollo nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist, dass sah zum Anfang noch anders aus und das sich der erste Eindruck der Wortwahl wie „Schwanz“ nicht permanent durchgezogen wurde.

Fazit

Verena und Tom, da sind Freunde und Familie sich einig, werden immer zusammenbleiben. Doch Verena ist sich nicht sicher, ob sie nicht etwas verpassen werden. Dieses Thema ist der Hauptschwerpunkt in „Ein Sommer ohne uns“, ganz unvoreingenommen bin ich nicht an die Sache herangegangen. Für sich genommen, agieren Tom und Verena überzeugend und passend. Einziger Minuspunkt gegen Ende ist, dass ich das Gefühl hatte, einer der Beiden wird mehr Schuld zugewiesen als dem anderen. Dabei haben sich beide zu gleichen Teilen auf das Experiment eingelassen und mit blauen Flecken musste gerechnet werden. 4 Sterne.


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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de
© Rezension im Original -http://kumosbuchwolke.blogspot.de/2016/03/eine-auszeit-von-der-treue-rezension-zu.html 

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1.220 Bibliotheken, 21 Leser, 2 Gruppen, 234 Rezensionen

liebe, italien, tod, anne freytag, sommer

Mein bester letzter Sommer

Anne Freytag
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453270121
Genre: Jugendbuch

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333 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

italien, liebe, geheimnis, jugendbuch, freundschaft

Die längste Nacht

Isabel Abedi
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Arena, 11.03.2016
ISBN 9783401061894
Genre: Jugendbuch

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kinderbuch, ostern, ab 3 jahren, motorrad, eier verteilen

Gestatten, die Osterkatze!

Deborah Underwood , Anika Dürtler , Claudia Rueda
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 18.01.2016
ISBN 9783785584897
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

serie, mutationen, dystopie, ort, isobelle carmody

Obernewtyn

Isobelle Carmody
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 07.05.2015
ISBN 9783944544335
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

‚Die große Weiße‘ bezeichnet die Zeit der atomaren Massenvernichtung. Die Strahlen die vom Himmel herunter regneten, löschten die Städte der Erde beinahe aus und sorgten für Tod und Wahnsinn. Nur die Menschen, die auf abgelegenen Landgütern und Höfen lebten wurden weitestgehend von den Strahlen verschont. Sie sahen die Städtevernichtung aus der Ferne. Diese Menschen verteidigten, ohne Rücksicht auf Verluste, ihr Land und ihre Familien gegenüber den Flüchtenden aus den Städten. Diese Zeit stürzte die Welt ins Chaos und ging in die Geschichtsbücher als die ‚Zeit des Chaos‘ ein. Das Chaos versiegte, als der Strom der Städter allmählich nachließ. Die mächtigsten Bauern unter ihnen gründeten einen Rat um die Gemeinschaft weiterhin zu schützen. Die wenigen Städter, welche die Vernichtung überlebten und aufs Land flüchten konnten, schworen dem Rat der Bauern ihre Treue und erhielten im Gegenzug Arbeit und Schutz. Damit kehrte der Frieden auf Erden zurück. Doch schon bald merkten die Menschen, dass die Auswirkungen der ‚großen Weißen‘ auch an ihnen nicht vollkommen spurlos vorüber ging. Es kam immer mal wieder vor, dass Menschen oder Tiere mit Mutationen geboren wurden. Diese Wesen galt es aus der Gemeinschaft auszuschließen, weil man nun jedoch verhindern wollte, dass die stetig wachsende Zahl der Ermordungen für neue Unruhen sorgten, kleidete der Rat diese Tötungen in den Deckmantel der Religion. ‚Der Kreis der Hirten‘ ein aufstrebender religiöser Orden übernahm die Aufgaben der rituellen Verbrennungen und schon bald darauf, verschwammen die Grenzen des Rates mit denen des Ordens. Die neue Weltordnung verbannte alles aus der Zeit vor ‚Der großen Weißen‘ was sich vor allem auf Technik und Bücher bezog und predigte, das der Weg der Bauern, der einzige ehrbare Lebenszweck wäre. Wer sich dagegen auflehnte, wurde als Aufwiegler gebrandmarkt und getötet. Eine neue Welle von Anschuldigungen und Verdächtigungen griff um sich und immer mehr Kinder wurden zu Waisen. Man brachte die Waisen zu den Höfen und ließ sie schwere Arbeiten verrichten, wer als Waisenkind aufwuchs, befand sich auf der untersten Stufe der Gesellschaft und war nichts wert. Elspeth Gordie wächst in einem Waisenhaus auf und führt ein entbehrungsreiches Leben. Doch es ist nicht genug, dass ihre Eltern einst, als Aufwiegler getötet wurden, Elspeth spürt Kräfte in sich, die sie zu einer Abweichlerin machen. Sie kann unter anderem zu Tieren eine Verbindung aufnehmen. Ein alter Kater wird in ihrer Waisenunterkunft zu ihrem treuen Freund. Nach dem sie als Abweichlerin enttarnt wird, wird sie auf den fernen und geheimnisvollen Hof ‚Obernewtyn‘ gebracht. Hier gehen seltsame Dinge vor sich. Obernewtyn erweckt den Anschein vom Rat und dessen Regeln unabhängig zu sein. Welches Ziel verfolgen die Herren dieses Ortes? Elspeth gelingt es nicht ihre Neugier zu zähmen und so gerät sie in Gefahr.



Der erste Satz...



„In den Tagen nach der Massenvernichtung, die als Große Weiße bekannt wurde, herrschten Tod und Wahnsinn.“

Seite 10 von 753 ibooks Zeile 1 Zeile 4




Meinung

„Obernewtyn“ ist eine 8-teilige Reihe der australischen Autorin Isobelle Carmody und hat in Australien viele Anhänger und Fans. Der erste Band dieser Reihe erschien 1987 und darin liegt wohl die Idee zu der atomaren Massenvernichtung. Denn in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es das Wettrüsten der Amerikaner und der Russen und im Allgemeinen die Angst vor
Atombomben. Viele Dystopien die sich mit Welten nach einer Katastrophe und neuen Ordnungen beschäftigen, habe ich bislang noch nicht gelesen. Ich glaube bis jetzt, habe ich nur „Die Tribute von Panem“ gelesen, allerdings weiß ich wie vielfältig und beliebt Dystopien im Jugendbuchbereich sind. Ich finde man merkt „Obernewtyn“ das Alter nicht an und hätte ich mich nicht gewundert, dass Band 1 bereits in den 80er Jahren erschien, hätte ich es für topaktuell gehalten.
Startseite vom Papierverzierer

Mir hat die Erklärung zu Beginn des Romans, über die Katastrophe, deren Auswirkungen und der neuen Weltordnung sehr gut gefallen. Somit konnte ich mich in Elspeth Welt orientieren. Elspeth Gordie ist die Ich-Erzählerin, anfangs hatten wir Schwierigkeiten miteinander warm zu werden, mir kamen ihre Schilderungen distanziert vor, als betrachte sie sich selbst, aus der Perspektive eines Vogels, dabei hat das mehr mit ihrer Vorsicht zu tun, nicht entdeckt zu werden. Elspeth ist eine junge Frau mit einem goldenen Herzen unter ihrer harten Schale und es gelingt ihr selten, zu verbergen, dass andere Menschen ihr wichtig sind. In Obernewtyn findet Elspeth in Matthias und Dameon Freunde und Gleichgesinnte. Obernewtyn ist außerdem ein Ort an dem merkwürdiges vor sich geht und so sehr Elspeth es auch nicht möchte, sie ist neugierig und ihre Neugier lässt sie Dinge erfahren, die sie in Gefahr bringen.

„Manchmal hab ich Angst um Menschen wie euch, die alles herausfinden wollen. Aber es hat ja keinen Zweck, euch zu warnen, dass es gefährlich ist, so was herauszufinden. Menschen wie ihr graben und jagen und schnüffeln, bis sie eines Tages herausfinden, dass das, was sie suchen, auch auf sie wartet.“ – Damoen Seite 327 Kapitel 13 – ibooks

Eigentlich ist Elspeth vorsichtig, da sie weiß das sie in ihrer Welt niemanden trauen kann, hinter jedem kann ein Freund des Rates stecken oder der Hirten. Die Willkür mit denen diese Menschen vorgehen ist erschreckend, predigen sie doch, dass nach Macht streben, keine gute Eigenschaft ist. Allerdings glaube ich nicht, dass ihnen diese Doppelmoral wichtig ist. In Obernewtyn gibt es neben Elspeth weitere Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und gerade zwei junge Frauen, die Elspeth mag, müssen darunter sehr leiden.

‚Obernewtyn‘ liest sich gut und ist spannend geschrieben, leider hat der erste Band nur 273 Seiten und wann der Papierverzierer Verlag die weiteren Bände in Deutschland veröffentlichen wird, ist mir nicht bekannt. Viel mehr lässt sich nämlich nicht zu ‚Obernewtyn‘ schreiben, ohne dabei zu viel zu verraten. Dieser Band hat zwar einen passenden Schluss, doch werden nicht alle Fragen beantwortet.

Fazit

‚Obernewtyn‘ hat mich überrascht, denn als der Verlag anfragte, ob ich dieses Buch lesen und rezensieren möchte, war ich mir nicht sicher ob mir die Geschichte gefallen wird. Sie gefällt mir und ich hätte nicht erwartet, dass „Obernewtyn“ das erste Mal in seiner Heimat Australien 1987 veröffentlicht wurde. Seit dem gibt es eine große Fangemeinschaft um Elspeth Gordie und ihren Mitstreiter. Diese Dystopie hätte auch vor wenigen Jahren geschrieben worden sein. Sie ist spannend erzählt, mit leichtem Einstieg in ihre Welt und macht Lust auf weitere in Deutsch veröffentlichte Bände. Wer also Dystopien gerne liest, sollte ruhig mal zu „Obernewtyn“ greifen, mich interessiert, was erfahrene Leser hierzu sagen. Für mich gibt es 5 Sterne.

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185 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

freundschaft, liebe, surfen, kindesentführung, entführung

Emmy & Oliver

Robin Benway , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.01.2016
ISBN 9783734850189
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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217 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

liebe, australien, organspende, krankheit, transplantation

Ein Teil von uns

Kira Gembri
Fester Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.03.2016
ISBN 9783401602288
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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93 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

panther, bettina belitz, jagd, freundschaft, panthersommernächte

Panthersommernächte

Bettina Belitz
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785577691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt


„Unter Ninas Bett liegt ein schwarzer Panther. Eine lebendige, wilde Raubkatze, die urplötzlich in der Kleinstadt aufgetaucht ist und die Bürger in Angst und Schrecken versetzt. Während draußen schon der Schützenverein zur Jagd auf „die Bestie“ bläst, ist es Nina gelungen Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Sie spürt den geheimnisvollen Zauber des Panthers, der sich sogar von ihr berühren lässt. Aber ein Panther ist kein Schmusekätzchen. Er braucht Freiheit und vor allem täglich jede Menge frisches Futter. Hilfe bekommt Nina von ihrem Klassenkameraden Lionel. Ausgerechnet, denn Lionels Vater ist der Anführer der Panther-Jagdgesellschaft.“ - Quelle Klappentext







Der erste Satz...




„'Sind sie das?' Cedric musste nicht antworten, ich konnte schon auf wenige Meter Entfernung riechen, dass sie es waren - fünfhundert frisch gedruckte, jungfräuliche Hallo, wach!-Ausgaben.“



Seite 7 Zeile 1 bis Zeile 4


Meinung


Um „Panther Sommer Nächte“ bin ich herum geschlichen, habe es misstrauisch beäugt, weil ich die Idee, dass sich ein wilder Panther unter Ninas Bett versteckt, selbst für einen Jugendroman mit fantastischem Einfluss, abwegig fand.


„Panther Sommer Nächte“ hat mich beim Lesen entspannt, in keiner Sekunde wurde ich innerlich aufgewühlt oder es wurde an meinen Nerven gezerrt. Mit meiner ersten Bettina Belitz Erfahrung, „Die Splitterherz Trilogie“, hat sie mich verschlungen und als nervliches Wrack wieder ausgespuckt. Elli (Splitterherz Trilogie) ist nämlich keine einfache Protagonistin, dagegen ist Nina Balsam gewesen.


Der Fokus liegt in „Panther Sommer Nächte“ auf Nina, Ich-Erzählerin, Klassensprecherin, Nachwuchstalent im Eiskunstlauf, Redakteurin der Schülerzeitung „Hallo, wach!“, deren Leben nicht erst mit dem Panther durcheinander gewirbelt wird. Es benötigt einen kleinen nicht böse gemeinten Ausrutscher in der Schülerzeitung, um Ninas Welt auf den Kopf zu stellen, der Panther läuft da nur nebenher. Auch wenn der Panther alles andere als normal ist, so behält „Panther Sommer Nächte“ einen ruhigen unaufgeregten Ton bei. Außerdem fand ich es angenehm wie Nina mit ihrem Fehler umgegangen ist. Sie hat daraus kein langgezogenes, künstliches Drama veranstaltet sondern so gehandelt wie es Menschen außerhalb von Büchern auch machen würden.


Wie der Panther in die Kleinstadt Bornhausen gelangt ist, bleibt ein Rätsel. Anfänglich ist es, Ninas Reporterherz und der Wille sich zu beweisen, der sie jegliche Vorsicht vergessen lässt. Nina merkt, dass sie den Panther auf eine Weise fühlt, die sich nicht mit Worten beschreiben lässt. Eine dezente Fantasy vermischt sich mit der Handlung. Je mehr Zeit Nina mit dem Panther verbringt, umso wichtiger wird ihr das Tier. Eine Raubkatze, die nichts an Wildheit einbüßt, versetzt die Bornhausener in Schrecken, ganz klar, dass sich eine Jagdtruppe gründet. Während sie ihren Panther zu beschützen versucht, entwickelt Nina Ecken und Kanten, mit denen sie ihren liebenswerten, besorgten Eltern graue Haare beschert. Die Ecken und Kanten stehen ihr und machen Nina sympathisch.


„Hier geschah gerade so etwas wie ein Wunder, als wäre ich ein Märchen gefallen, dass all die Jahre auf mich gewartet hatte.“
– Nina Seite 215


Nina mausert sich nicht nur zur Raubkatzen-Flüsterin, kleinen Rebellin, sie lernt, was es heißt, einen Freund an ihrer Seite zu haben. Dass sie diesen ausgerechnet in Lionel Schöter, dem Sohn des Schöter Wurstimperium Inhaber und leidenschaftlichen Jäger, findet, sorgt zusätzlich für Konfliktpotenzial. Lionel und Nina gelingt es einen Draht zu einander zu finden, auch wenn es hier nicht vordergründig um eine Liebesbeziehung geht, haben die beiden neben tiefgründigen Momenten, auch herzkribelnde Szenen miteinander.


Fazit


Ich war überrascht wie normal und alltäglich sich die „Panther unterm Bett“ Idee in „Panther Sommer Nächte einfügt und wie flüssig sich das alles lesen lässt. Nina und der Panther sind besonders und trotzdem bleibt sich jede Figur treu. Nina bleibt ein junges Mädchen mit Idealen und der Panther bleibt trotz allem ein wildes gefährliches Tier. Bettina Belitz hat mit „Panther Sommer Nächte“ einen realitätsnahen Jugendroman mit einem kleinen Hauch Fantasy geschaffen, der sich so angenehm leicht liest, wie sich eine laue Sommernacht anfühlt. „Panther Sommer Nächte“ hat mich entspannt aus meiner Leseflaute gehoben und dafür gibt es 5 Sterne.
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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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83 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

liebe, starke charaktere, märchenhaft, einhorn, pferde

Im Schatten deines Herzens

Kerstin Arbogast
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 26.11.2015
ISBN 9783959910774
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

„Wenn aus Träumen Albträume emporwachsen, ein Jäger zum Gejagten und eine Gejagte selbst zur Jägerin wird, dann finden Märchen und Fabeln ihren Weg in die Wirklichkeit. Um zum Star der elterlichen Pferdeshow zu werden, ist dem Stuntreiter Jarosch kein Preis zu hoch. Eine geheimnisvolle wie gefährliche Stute soll ihm zum erhofften Erfolg verhelfen – selbst wenn sie ihn seine Seele kostet. Als Johanna Jarosch und seinem wilden Pferd begegnet, kann sie sich deren Faszination nicht verschließen. Doch kann sie die dunklen Schatten der beiden verscheuchen, ohne selbst davon verschlungen zu werden?“ – Quelle Klappentext



Der zufällige Satz...


„Heute, am letztem Ferientag vor Schulbeginn (ja, ich war neunzehn Jahre alt und hatte immer noch zwei Jahre bis zum Abitur, denn aufgrund meines Trainingsplans, der Arbeit im Stall und der Touren über die Sommermonate war ich nicht nur einmal sitzen geblieben) wollte ich mich das erste Mal auf den Rücken der Schimmelstute schwingen.“

Seite 108 Zeile 4 bis Seite 108 Zeile 8



Meinung


„Im Schatten deines Herzens“ ist eine Pferdegeschichte der ganz besonderen Art, sehr gefühlvoll, düster und manchmal beklemmend und dabei ist es der erste Roman von Autorin Kerstin Arbogast. Lange Zeit habe ich keine


Pferdegeschichten mehr gelesen, immer der gleiche Ablauf bestehend aus wildem Pferd und das eine Mädchen, dem es gelingt, dieses Pferd zu zähmen, wurde mir langweilig.

In gewisser Weise ist die Grundidee in „Im Schatten deines Herzen“ dem nicht unähnlich, aber doch ganz anders erzählt. Mit einer ergreifenden, poetischen, alles mit sich reißenden Tiefe in den Charakteren. Anders als erwartet, steht nämlich nicht die liebenswerte unschuldige Johanna mit ihrem goldenen Herzen im Mittelpunkt dieser Erzählung sondern Jarosch. Jarosch ist ein Zirkuskind und von klein auf, an den Umgang mit Pferden gewöhnt. Sein Vater hat den einstigen Zirkus mittlerweile in eine Pferdeshow gewandelt. So sehr Jarosch sich ins Zeug legt, gelingt es ihn kaum die Anerkennung des strengen Vaters zu gewinnen. Der wiederum seinen ältesten Sohn Adam als Zuschauermagnet der Pferdeshow sieht. Jarosch steht seinem Bruder Adam sehr nahe, wird jedoch regelrecht von seinem eigenen Erfolgsgedanken zerfressen. Da die Familie seiner Mutter aus Rumänien stammt, verbrachten die Brüder die ersten Lebensjahre auf dem Hof der Großeltern. Als Jarosch noch klein war, entdeckte er auf einen seiner Walderkundungen eine wunderschöne Wildstute. Diese Begegnung brannte sich unauslöschlich in ihm ein. Das er Jahre später als 19-jähriger, nach Rumänien zurückkehrt, um diese Stute zu fangen. Mit Erfolg.

Damit beginnt der Zauber, die Magie, die Sogwirkung von „Im Schatten deines Herzens“ denn die Stute ist unbeschreiblich wild. In ihr toben Wut und Trauer, darüber das sie gefangen wurde.
Woher ich das weiß? Kerstin Arbogast bedient sich eines interessanten Stilmittels, nicht nur ihre menschlichen Hauptfiguren Jarosch und Johanna bekommen von ihr eine Stimme, sondern auch die Stute. Die Passagen der Stute werden mit wunderbar gefühlvollen Worten eingeleitet, gefühlvoll weil sie den Emotionen des Tieres einen Namen geben: „Die Gejagte“ „Die Verglühte“ oder „Die Jägerin“ sind nur einige Beispiele.

„Ich mauerte ihre Wut, ihre Ohnmacht ein.“ – Jarosch Seite 52

„Ich schmeckte Angst und Bitterkeit im Schatten deiner Seele“ – die Stute Seite 53

„Aber ich hasste sie nicht dafür. Ich hasste mich.“ – Jarosch Seite 53

Jarosch ist ein emotional einnehmender Charakter, ich konnte seine Zerrissenheit spüren, als wäre es meine eigene. Seine Ängste nachempfinden, allerdings auch die schönen Momente genießen, die sich mit Johanna entwickeln. Johanna bringt Wärme, Humor und Leichtigkeit in die Handlung ein. Johanna hat nur einen kleinen Schwachpunkt, ihre Unsicherheiten haben mich zum Ende, gestört. Jarosch gibt sich große Mühe und doch zweifelt Johanna an ihm.
Gerade Jaroschs anfänglicher Antrieb verlagert sich im Laufe der Handlung. Er ist sich seiner Fehler bewusst und steht zu seinen Schattenseiten.
Ich habe mich in die Sprache von Kerstin Arbogast verliebt. Für mich wurde sie hier zu einer Wortkünstlerin und ich freue mich bald mehr von ihr zu lesen.

Fazit

„Im Schatten deines Herzens“ ist die Geschichte eines freiheitliebenden Wildpferdes und seines Besitzer. Doch anders als erwartet, steht hier kein junges Mädchen als Heldin und Bezwingerin im Vordergrund sondern Jarosch. Seine Gefühlswelt hat mich ab den Roman kleben lassen. In Jarosch und seinem Pferd herrscht ein Sturm aus Schatten und Licht. Für dieses gefühlvolle, poetische Debüt gebe ich 5 Sterne.
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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

geister, liebe, koma, mystery, fantasy

Geistermond

Ina Linger , Cina Bard
E-Buch Text: 187 Seiten
Erschienen bei null, 26.04.2015
ISBN B00WRJNU54
Genre: Sonstiges

Rezension:


Inhalt

„Nach einem Sturz erwacht Amy im Krankenhaus – allerdings nicht in ihrem im Koma liegenden Körper, sondern als Geist. Zu ihrem Glück ist sie nicht allein in der ihr noch unbekannten und beängstigenden Geisterwelt: In Jared findet sie einen Beschützer, der auch ihre Hilfe braucht. Um endlich Frieden zu finden, soll Amy, Tochter eines Polizisten, ihm helfen, den Täter aufzuspüren, der ihn vor zwei Jahren ermordet hat. – Ausschnitt Klappentext



Der zufällige Satz...

 
„’… den Stick hab ich nicht’, brummte der Einbrecher.“
 
Seite 88 Zeile 9

Meinung

Ich freue mich, dass ich auf „Geistermond“ von den beiden Autorinnen Ina Linger und Cina Bard aufmerksam wurde und ich das Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe, denn mir hat das Buch sehr gut gefallen.

"Geistermond" ist ein fantastisch angehauchter Krimi für Jugendliche in deren Mittelpunkt zwei junge Geister stehen. Nachdem Amy den ersten Schock
überwunden hat ein Geist auf Zeit zu sein, weil sie zu ihrem Glück „nur“ im Koma liegt, siegt die Neugier und die angeborene Spürnase in ihr und sie erklärt sich sofort bereit Jared bei dessen Suche nach seinem Mörder zu helfen.


Bevor die Beiden mit ihren Ermittlungen beginnen können, braucht Amy einen Crashkurs im Geisterdasein, denn durch Wände und geschlossene Türen zu gehen, will geübt sein. Jared erweist sich als guter Lehrer, wobei er etwas ungeduldig wirkt. Amy lernt neben ihm noch ein paar andere Geister kennen und lernt von ihnen mit. Ich fand es spannend gemeinsam mit Amy die Geisterwelt zu entdecken. Der Tod ist in „Geistermond“ allgegenwertig und dass Jared seinen Mörder sucht, weist daraufhin, dass er gewaltsam gestorben ist, dennoch zieht das Thema Tod, während des Lesens nicht herunter oder erzeugt eine bedrückende, schwere Stimmung.

Amy und Jared waren mir auf Anhieb sympathisch. Amy ist mitfühlend und holt Jared oft wieder zurück, wenn er über das Ziel hinaus schießen möchte. Ich kann das nachvollziehen, dass er ruhelos ist, immerhin möchte er seinen Mörder ausfindig machen.

"Geistermond" ist im allwissenden Erzählstil geschrieben worden, funktioniert aber nur mit Amy zusammen und es ist niedlich zu beobachten wie sich ganz langsam Zuneigung zwischen Jared und Amy aufbaut. Genauso unterhaltsam fand ich die detektivischen Elemente, sie waren logisch aufgebaut.

Fazit

Im ersten Moment dachte ich mit "nur" 252 Seiten ein kurzes Buch vor mir zu haben, was ich schnell lesen werde. Das stimmt auch, aber ich finde, dass die Geschichte ganz gut mit 252 Seiten funktioniert. Mehr Seiten hat „Geistermond“ nämlich gar nicht gebraucht, um die Figuren ins Herz zu schließen, sich der Zielsetzung Jareds Mörder finden, zu widmen und Spaß beim Lesen zu haben. 5 Sterne.

© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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