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    Unter uns Mangas tummeln sich einige Bände, die Kumo bereits seit ihrem 10. Lebensjahr begleiten. Am liebsten hat Kumo hier, den ganzen Mädchenkram: Legendäre Heldinnen in Seefahrer Kleidchen, die für Liebe und Gerechtigkeit kämpfen, Fantasy, Magie und Liebesgeschichten. Kumo liebt Geschichten nicht nur in Buchstaben, sondern ist auch für schöne Zeichnungen zu haben. Allmählich aber, haben wir den Verdacht, dass Kumo ihre dicken Wälzer mit den vielen Worten lieber hat als uns, denn wir werden seit geraumer Zeit irgendwie nicht mehr.
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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, affäre, contemporary, freundschaft, amerika

Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Wenn die Fehler der Eltern das Leben der Kinder bestimmen, wird es kompliziert, vor allem wenn eines der Kinder mehr darüber weiß, als das andere. Es ist eine vertrackte Situation in der sich Sam und Hadley befinden, als sie sich kennenlernen und sich erste Gefühle entwickeln.
"Liebe ist wie Drachensteigen" ist ein Meer der Emotionen und ein Sehnen nach Normalität und Liebe. Sam und Hadley, beide sind abwechselnd Ich-Erzähler, bringen ihre eigenen Gefühle und den ganzen Schmerz rüber. Es ist herzerwärmend wie beide eigentlich nicht wollen, jedoch nicht anders können, als miteinander Zeit zu verbringen. Zu lächeln, zu Herzpochend und sich einfach nur gut zu tun. Auch wenn das Wissen, welches Sam auf sich genommen hat, ihn zusehends erdrückt.

Unterstützt werden die beiden von wundervollen Begleitern, Livy, Sams jüngere Schwester, Kat, Hadleys beste Freundin und Ajay, Sams bester Freund. Die Drei tragen ebenfalls etwas zur Entwicklung von Sam und Hadley bei.

Nur die Rollen der Eltern habe ich nicht ganz nachvollziehen können, da sind mir zu viele Anschuldigungen und Zurechtweisungen im Spiel gewesen, die wenn ich auch ein wenig Verständnis für sie hatte, sie im Großen und Ganzen nicht nachvollziehen konnte. Denn bei all dem Stress und Streit vergaßen sie, für mich ihre eigenen Kinder.

Lesespaß

Eine bessere Gemeinsamkeit als Shakespeare hätte Autorin Ashley Herring Blake für Hadley und Sam nicht wählen können, denn vom Drama haben beide einiges mit einigen seiner Werke gemeinsam. Wie die scheinbar ausweglose Liebe zweier Kinder verfeindeter (zerstrittener) Familien zueinander.

Ob nun Sam oder Hadley an der Reihe waren, ich habe mit jedem von ihnen mitgefühlt. Wie viel angestaute Emotionen in ihnen köcheln und wie viel Verantwortungsbewusstsein gerade in Sam gegenüber Livy steckte.

Eigentlich war ich während des Lesens hin und her gerissen, zwischen der kribbligen Kernlernphase zwischen Sam und Hadley und dem großen Knall, der unweigerlich folgen musste, sobald Hadley die ganze Wahrheit erfährt. Dass die Wahrheit am Schluss doch eine etwas andere gewesen ist, hat mich überrascht und mir ergriffene Seufzer eingebracht.


Fazit

"Liebe ist wie Drachensteigen" ist eine berührende Liebesgeschichte zweier Teenager, deren gesamtes bisheriges Familienleben aufgrund einer Entdeckung zur Lüge wandelte. Hadley und Sam haben sich unabhängig voneinander, von ihren Eltern entfremdet und jeder von ihnen hat einen eigenen Weg gefunden, damit umzugehen. Bis sie einander zufällig über den Weg laufen und sich selbst ineinander verlieben. "Liebe ist wie Drachensteigen" ist eine ganz wunderbare Geschichte über Liebe, Familie, Schuld und Wut, die am Ende mit einer kleinen Hoffnung belohnt. 5 Sterne.

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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

rezension, freundschaft, highschool, magellan, strei

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der zufällige Satz

„So viel hatte ich jedenfalls gelernt: Alter, Geschlecht, IQ, Persönlichkeit – alles es gab kein typisches Muster. Wenn so was jemanden wie Ayeshas Mum passieren konnte, dann konnte es jeden treffen.“ – Daisy Seite 42

Zwischen den Seiten

Freundschaft, die erste Liebe, Trennung und Neuanfang so in etwa sieht das Leben von Daisy im Moment aus. Nachdem sich Daisy von Matt ihrem ersten Freund getrennt hat, möchte sie gerne neu anfangen und wechselt dafür aufs College. Wo sie Toby kennenlernt. Toby ist supercharmant, Sorte "Warum sollte, sich ausgerechnet, ein solcher Beauty für mich interessieren" Junge. Daisy kann ihr Glück kaum fassen, allerdings weist ihr neuer Traumprinz, ernst zu nehmende Schönheitsmängel auf. "Überlieben in 10 Schritten" zeigt wie schnell, aus Zuneigung, Besessenheit werden kann.

Leseapaß

Die bunte, fröhliche, manchmal überdrehte Daisy macht "Überlieben in 10 Schritten" lebendig und Daisy vom Fleck weg sympathisch. Sie ist eine tolle Ich-Erzählerin. Mit ihren Freundinnen Alesha und Beth hat sie, dank einer langjährigen, erprobten 10 Regeln Liste ein genaues Bild von Liebe und Freundschaft. Diese 10 Regeln ziehen sich wie ein rotes Band durch die Handlung. Eine Übersicht dieser 10 Regeln findet sich am Buchende und rückblickend, meine ich die Handlung richtet sich tatsächlich an diese Regeln aus.

Alesha, Beth und Daisy sind das ABC der Freundschaften, sie halten immer zusammen, auch wenn sie unterschiedlicher Meinungen sind, vor allem wenn es um Jungs geht, getreu ihrer 7. Regel:

"Jungen mögen das Sahnehäubchen sein, aber Freundinnen sind der Kuchen."

Daisy ist selbstbewusst und unabhängig, hat eine Vorliebe für Vintage Mode, Prints und bunte, knallige Farbkombinationen. Toby hingegen ist ein gemeißelter, göttlicher Mädchentraum, wo er auftaucht, schlagen entzückte Mädchenherzen einige Oktaven höher. Dass er ausgerechnet Daisy ins Auge fasst und nicht etwa der schönen, zickigen Britany, lässt Daisy staunen, sie fühlt sie sich zu ihm hingezogen.

Alles ist perfekt, nur verhält sich Toby zunehmend merkwürdig. Möchte ständig wissen, wo sie ist oder wird schnell eifersüchtig. Dass so ein andauerndes Verhalten nicht normal sein kann, begreift Daisy schnell, auch wenn sie ihn oft noch vor anderen verteidigt.

Alles ist perfekt, nur verhält sich Toby zunehmend merkwürdig. Möchte ständig wissen, wo sie ist oder wird schnell eifersüchtig. Dass so ein andauerndes Verhalten nicht normal sein kann, begreift Daisy schnell, auch wenn sie ihn oft noch vor anderen verteidigt.

Von den drei Freundinnen wird am meisten auf Daisys Beziehung eingegangen, doch zusammengenommen steht jedes der drei Mädchen für einen Beziehungstyp, zum Beispiel die solide, die Beziehung die natürlich zum Scheitern verurteilt sein muss, weil sie ein Händchen für merkwürdige Männertypen hat und dann die "Aschenputtel trifft ihren Traumprinzen" Beziehung. Doch Achtung mit den Vorurteilen, nicht jedes muss sich bewahrheiten.

Fazit

Was am Anfang noch als aufmerksam und liebenswert gehalten werden kann, kann sich schnell belastend und kontrollierend anfühlen. In einer Beziehung sollten sich beide Partner wohlfühlen und entfalten können. Rachel McIntry greift dieses Thema in "Überlieben in 10 Schritten auf. Lässt ihrer Protagonistin Daisy genug Raum für Entscheidungen und lässt sie zum Glück sie auch weiterhin ihrem Charakter treu bleiben und das war mir ganz wichtig, dass sie trotz rosaroter Brille auch auf ihren Bauch und Verstand hören kann. 5 Sterne

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

teenager, familie, freunde, schule, zwei mütter

Mein Leben, mal eben

Nikola Huppertz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669906
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Wenn Schreiben nämlich bedeutet, dass man etwas versteht, obwohl man es nicht versteht, weil man den Dingen Wörter gibt, UM sie zu verstehen, und wenn Verstehen bedeutet, dass alles immer noch mehr wehtut, als vorher, dann kann ich auch gut darauf verzichten.“ - Anouk Seite 129

Zwischen den Seiten

Von außen betrachtet hat Anouk ihren Platz im Leben gefunden, sie hat ihre Familie und sie hat ihre Hobbys, nur sind beides außergewöhnlich, denn welches 13-jährige Mädchen hört gerne Heavy Metal, wo das doch was für alte Männer ist und Pop doch so viel angesagter und leichter?

Anouk ist mal eben anders, sie nennt das das Unnormal Gen haben, ich nenne das aus der Masse hervorstechen und Persönlichkeit haben. Doch wie jeder Mensch sehnt sie sich nach Freundschaften und nach Akzeptanz. Anouk glaubt ganz fest daran, diesen Zielen näherzukommen, wenn sie sich den anderen anpasst, aber normal sein ist so eine Sache, wenn man ist, wie man ist und das lernt Anouk in "Mein Leben mal eben" auf besonderem Wege.

Lese Spaß

Auf den ersten Seiten habe ich mich mit Anouk schwergetan, denn ihre Gedanken sind alles andere als gradlinig. Sie hopst von der Gegenwart in ihren Memoiren in die Vergangenheit, zurück und dann manchmal komplett wo anders hin. Anouk nutzt dabei viele Klammern und ist einfallsreich, denn es gibt nicht nur diese Klammern () sondern auch diese [].

Nachdem ich mich an die Flunmi-Anouk gewöhnt hatte, konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Anouk ist nämlich mit 13 Jahren schon gefestigt. Natürlich hat die Pubertät sie ebenfalls im Griff und sie macht sich Gedanken um ihre Familienverhältnisse, darüber wie toll es wäre eine Freundin zu haben und wie gut die neue Mitschülerin Lore darein passen würde.

Anouk entwirft Pläne, alles soll sich nun ändern, sie wird eine neue Anouk und macht die Pläne ganz ohne ihre Mitmenschen, von denen einige noch ein Wörtchen mitreden werden.

Mir hat die Botschaft in "Mein Leben mal eben" richtig gut gefallen und ich finde sie wichtig, nicht nur für junge Leserinnen und Leser, sondern auch für uns älteren.

Fazit

Wenn man noch in die Schule geht und entweder aus keinem klassischen Familienmodell stammt oder ein ungewöhnliches Hobby hat, zu dick oder zu dünn ist oder, oder sehnt man sich danach wie die anderen zu sein. So geht es auch Anouk, obwohl sie bislang zufrieden mit allem gewesen ist, tritt sie nun in eine Phase in ihrem Leben ein, wo sie sich darüber ihre Gedanken macht, Pläne entwirft, die vielleicht funktionieren oder nach hinten losgehen. Man möchte Anouk einfach nur herzen und freut sich mit ihr, sobald sie die wichtigste Botschaft von "Mein Leben mal eben" begreift, und zwar ...

Nein bitte selber lesen. 5 Sterne.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

zwillinge, spiel, verrat, manga, könig

Arisa, Band 1

Natsumi Ando , Cordelia von Teichman , Cordelia von Teichman
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2010
ISBN 9783551782151
Genre: Comics

Rezension:

Zwischen den Bildern

Das doppelte Lottchen trifft auf Mystery.

Damit Tsubasa Arisa helfen kann, nimmt sie ihre Identität an. Sie macht sich auf die Suche nach dem Auslöser und wird mit der Macht des Glaubens und der Gemeinschaft konfrontiert.

Artwork

Die Zeichnerin Natsumi Ando setzt auf Schwarz und Glanzeffekte, um die Spannung dazustellen. Außerdem betont sie für die Emotionen die Augen der Charaktere stark. Lange oder auch kurze Haare zu zeichnen scheint ihr Spaß zu machen, solange die Strähnen einzeln detailliert herausgearbeitet werden. Mir gefällt das Artwork, denn es spiegelt die Spannung der Handlung gut wieder.

Lesespaß

Mich hat das Zwillingsthema gereizt, dass der einen Schwester etwas zustößt und die andere nun versucht herauszufinden, was es damit auf sich hat. Für eineiige Zwillinge kein Problem. Tsubasa ist eine tolle Heldin, die fast schon etwas burschikos, offen und temperamentvoll wirkt. Während ihre Schwester Arisa, mädchenhaft, zart, aber auch zurückhaltend und geheimnisvoll ist. Da ist es für Tsubasa nicht immer einfach ihre Schwester zu sein.

Allerdings erschrak mich diese bedingungslose Leichtgläubigkeit einer Gruppe an die Macht eines Einzelnen sehr. Ich bin gespannt, wie das noch weiter gehen wird und ob es Tsubasa gelingen wird, diese Sache aufzuhalten.

Fazit

"Arisa" ist mir damals wegen der spannenden Zwillingsthematik, in der der einen etwas zustößt und die andere Schwester die Identität tauscht, um eigene Nachforschungen zu betreiben, in die Finger gekommen. Die Reihe ist auf 12 Bänden angelegt und bereits im ersten Band gibt es erschreckende Hinweise, die zudem führen, was Arisa zugestoßen sind. Ein wunderschönes Artwork vereint sich mit einer spannenden Handlung 5 Sterne.

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31 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

jugendbuch

Diabolic: Vom Zorn geküsst:

S.J. Kincaid
E-Buch Text: 488 Seiten
Erschienen bei Arena Verlag, 05.01.2017
ISBN 9783401806587
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Satz...

„Es war die Kreatur, die den Exalt um ein Haar getötet hätte, die wie ich einzig und allein fürs Morden geschaffen worden war und gegen allen inneren Widerstände dazu gezwungen werden sollte.““ - Nemesis


Seite 175


Zwischen den Seiten

Eine weit entfernte Zukunft, ein einziges Leben auf dem Planeten Erde gibt es nicht mehr. Die Menschen haben sich in den verschiedenen Sonnensystemen angesiedelt. Streng geteilt in herrschende und weniger wertvollen Klassen. Das Recht des Stärkeren, in dem Fall der Kaiser, wird intrigant und brutal durchgesetzt. Mit Nemesis hat „Diabolic – Vom Zorn geküsst“ eine Protagonistin,

Startseite vom Arena Verlag
die dem gewachsen ist und zu dem sich unerwartet auf der Gefühlsebene weiterentwickelt, durch Erfahrungen, Klugheit und Liebe, allerdings zwei Varianten der Liebe.

Lese Spaß

Die ersten 100 Seiten lasen sich für mich krampfig, zu viel Universum Theorie und Einführung in die Welt von „Diabolic“. Ich hatte schon befürchtet, dass das Buch nicht meinen Geschmack treffen wird, da SciFi nichts für mich ist. Als Nemesis dann am Kaiserhof ankommt, ändert sich die Atmosphäre schlagartig durch Randevald zeigt sich wo „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ hingeht. Das Leben an seinem Hof steckt voller Gewalt und Intrigen und das war unheimlich nah und detailliert beschrieben, dass es spannend und fesselnd zu lesen gewesen ist. Ab diesem Zeitpunkt hat mich „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ verschlungen.

Nemesis zeigt, was für eine ungewöhnliche großartige Protagonistin sie ist. Sie ist eine Diabolic geschaffen, um auf die geprägte Person, bis aufs Blut zu beschützen und mit Verstand ausgestattet, eigenständig zu denken. Das ist ihr am Kaiserhof eine große prägnante Hilfe.

Nemesis ist anstelle ihrer Herrin Sidonia (Donia) getreten und Donia ist sanft und sehr mitfühlend, also alles das, was im krassen Gegensatz zu Nemesis steht. Und doch ist gerade das für Nemesis Entwicklung und für das Vorankommen der Handlung entscheidend.

Nemesis muss sich stellenweise in Donia hineinversetzen und wie diese handeln, was schrittweise Nemesis verändert.

Eine Liebesgeschichte kommt in „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ ebenfalls zustande und für mich war diese absolut überzeugend und mitreißend. Denn Nemesis bleibt sich trotzdem immer treu. Sie bleibt eine Figur mit Ecken und Kanten, sie ist gefährlich.

Sie und ihr Gegenpart begegnen sich auf gleicher Höhe und sind sich ebenbürtig. Dabei fügt sich diese Liebesgeschichte nahtlos in die Handlung ein, sie bleibt diskret und dominiert nicht die Geschichte. Dominant bleibt immer noch der Kampf um die Macht und eine bessere Zukunft.

Fazit

„Diabolic - Vom Zorn geküsst“ ein Weihnachtsgeschenk des Arena Verlages, alleine hätte ich wohl nie zu dem Buch gegriffen und dabei wäre mir definitiv ein gelungenes Abenteuer mit einer kantigen, eigenständigen, starken Protagonistin entgangen. Nach den ersten 100 Seiten gab es für mich kein Halten mehr, der Kampf ums Überleben, Wahrheiten für eine bessere Zukunft hat mich gepackt. Auch in Sachen Liebe hat „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ für mich alles richtig gemacht. Zwei so starke Charaktere die sich auf der gleichen Stufe befinden, sind mir selten begegnet. Außerdem dominiert die Liebesgeschichte nicht die Handlung. Alles richtig gemacht und ich hoffe es geht weiter. 5 Sterne.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

freundschaft, wels, see, ferien, abenteuer

Ins Blaue hinein

Kristina Dunker
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669883
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt

"Eigentlich hat Merle keine Lust auf Urlaub bei den Großeltern. Im Feriendorf trifft sie jedoch auf Felix, mit dem sie so herrlich den Waldsee erkunden und fantastische Geschichten erfinden kann. Auch mit Dana ist sie gern unterwegs, obwohl diese alle Jungs einschließlich Felix für »Kinder« hält. Eines Tages wird die Urlaubsstimmung am Waldsee gestört – muss Merle sich nun zwischen ihren Freunden entscheiden?" - Quelle Klappentext


Der erste Satz...

„Eine Schnecke 🐌 kann wenigstens nicht stolpern und sich die Beine brechen.“ - Felix Seite 32


Zwischen den Seiten

Ein Sommer der Veränderungen und der Freundschaften wartet auf die 13-jährige Merle und sie sträubt sich vor allem gegen die Veränderungen. Ihre Eltern bauen ein Haus, weshalb Merle nach den Ferien aus dem Mehrparteien Mietshaus ausziehen wird und nicht mehr in direkter Nähe zu ihren Freundinnen wohnen kann. Dass sie die Ferien bei ihren Großeltern verbringt, fühlt sich nicht richtig an, eher wie abschieben, obwohl Merle Oma und Opa eigentlich ganz gerne hat.

So können die Ferien niemals gut werden. Oder vielleicht ja doch? Oft sind es die Dinge, die man vorab nicht kommen lassen möchte, die einem hinterher die schönsten Erinnerungen schenken. Felix der Nachbarsjunge kümmert es nicht, was Merle möchte. Er zieht sie sofort mit sich und gemeinsam erleben sie Abenteuer, lauschen den Geschichten von Opa Merle, schmieden Pläne und haben einen tollen Sommer.

Lese Spaß

"Ins Blaue hinein" von Kristina Dunker, richtet sich vordergründig an Mädchen ab 12 Jahren und das merkt man dem Buch auf wunderbarerweise auch an. Merle ist 13 Jahre alt, sie steckt irgendwo zwischen Kind und Teenager, hat allerdings für sich selbst noch nicht ausgemacht, wie viel Kind oder wie viel Teen in ihr stecken darf. Ein paar Jahre zurück gedacht, kann ich mich mit Merles Gefühlen identifizieren, während einige Mädchen in diesem Alter, bereits auf Jungs, Mode oder Kosmetik aufmerksam wurden, wollte ich Kind sein und weiterhin mit meinem Spielzeug spielen.

Merle und ich haben eine weitere Gemeinsamkeit und der liegt in der Familie. Merles Papa ist nicht, ihr biologischer Papa, doch er hat sie bis jetzt großgezogen, einen anderen kennt sie nicht. Sie liebt ihn, hat bisher nie Unterschiede gemacht. Jetzt kommt sie aber auch in eine Veränderung, in der leichte Zweifel aufkommen. Worüber sie sich dabei Gedanken macht, darüber hab ich mir in ihrem Alter auch den Kopf zerbrochen. Zum Glück unbegründet, wie ich als Erwachsene weiß, aber damals war das wichtig für mich, herauszufinden wo in meiner Familie mein Platz ist. So fühlt Merle auch.

"Ins Blaue hinein" hat eine tolle Erzählerstimme, es fühlt sich nach Kinderbuchgeschichte an, hat zwischenzeitlich etwas liebevolles märchenhaftes an sich, das mich während des Lesens glücklich gemacht hat. Es fühlt sich auch geborgen und abenteuerlustig an, wenn Merle und Felix den See erkunden und gelegentlich sickern Merles Ängste durch, die ich vollkommen nachvollziehen konnte.

Merles Großeltern haben ein Häuschen am See und an dem Fleckchen verbringen viele Familien mit ihren Kindern die Ferien. Es gibt Kinder im selben Alter wie Merle und Felix, wie zum Beispiel die Zwillinge Tim und Piet, die blaue Flecken, Schrammen und Beulen magisch anziehen oder Dana, die sich schon entschieden hat, lieber erwachsen zu werden. All das macht aus "Ins Blaue hinein" ein Sommerferienroman mit Ferienlager Feeling.

Die Sprache von Merle und Felix ist bildlich, so zum Beispiel werde ich den Satz mit der Schnecke niemals mehr vergessen oder das Glück oben schwimmt. Auch habe ich gerne den Geschichten von Merles Opa gelauscht, denn eines zeigt sich. Für Erzählungen ist niemand zu alt und sie verbinden.

Fazit

Mir wurde "Ins Blaue hinein" auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und ich bin ganz glücklich, dass ich es lesen durfte, denn es ist ein warmer herzlicher Roman. Merle stehen große Veränderungen bevor und sie weiß noch nicht, ob sie das gut finden darf. Am Anfang findet sie alles doof. Dann erlebt sie diesen Sommer mit neuen Freunden, erlebt Abenteuer, entdeckt sich selbst. All, das bekommt eine bildliche Sprache und hat etwas von der Atmosphäre eines Kinderbuches, ist warm, und macht glücklich. 5 Sterne.


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar

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(148)

254 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 120 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, the sun is also a star

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

“Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.” – Quelle Klappentext



Der zufällige Satz... 

 
 
Manchmal wird deine Welt so sehr erschüttert, dass du dir kaum vorstellen kannst, dass alle anderen es nicht auch spüren.“ - Natasha

 
Seite 280


Zwischen den Seiten

Die Eltern von Daniel sind koreanische Immigranten, Daniel und sein großer Bruder Charlie wurden im Amerika geboren. Nach dem Wunsch der Eltern sollen die Kinder eine gute Ausbildung durchlaufen, um es finanziell eines Tages besser und leichter zu haben. An dem Tag, an den "The Sun is also a Star" beginnt, macht sich Daniel auf den Weg durch New York, um sich um seine Zukunft zu kümmern.

Für Natasha geht es auch um ihre Zukunft in Amerika, denn sie wurde auf Jamaika geboren und befindet sich seit ihrer Kindheit illegal in Amerika und nun droht ihnen die Abschiebung.
Durch eine Aneinanderreihung verschiedener zufälliger Ereignisse laufen sich die beiden über den Weg. Daniel ist auf Anhieb von Natasha angetan und spürt eine 
Starseite vom Dressler VerlagVerbindung zu ihr. Natasha gibt sich vorsichtig und zurückhaltend, ihr steht absolut nicht der Sinn nach neuen Begegnungen, nicht an diesem Tag und nicht so, wie es sich Daniel wünscht.

Daniel ist emotional, poetisch, trägt sein Herz auf der Zunge und geht damit offen um. Er glaubt zum Beispiel an die Liebe auf den ersten Blick. Natasha ist da aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen, anders, sie hält nichts von Träumereien, sie liebt Fakten so wie wissenschaftlich fundierte Studien. Also das komplette Gegenteil von Daniel. Trotz aller Bemühungen es abzustreiten, ist Natasha trotzdem emotional, denn sie kämpft wie eine Löwin, um ihre Zukunft selbst bestimmen zu können.

Natasha und Daniel sind erfrischend, ehrlich, witzig und authentisch. Ich mochte alle beide sehr gerne. Abwechselnd geben sie Einblicke in ihre Gedanken und Gefühlswelt. Doch das Besondere an diesem Aufbau ist die dritte Erzählstruktur und die kommt von Autorin Nicola Yoon, hier gibt sie ausführliches Hintergrundwissen zu Kulturellem der beiden Familien oder zu anderen Figuren oder anderen interessanten Fakten und das ist so fantastisch genial, weil dieser kleine Kniff das gesamte Buch rund herum abschließt. Es bleibt keine Frage offen, alles wird für mich erklärt.

"The Sun is also a Star" liest sich schnell flüssig. Der Schreibstil ist dicht gewebt, ohne Längen und sehr spannend denn zum einen steht die Frage im Raum, ob aus Daniel und Natasha ein Paar werden kann und ob es Natasha gelingt, ihr Schicksal abzuwenden. Es ist etwa ein ganzer Tag den Natasha und Daniel miteinander verbringen, aber es fühlt sich nach einer angenehmen Ewigkeit an, weil die beiden einen so nahe kommen und es am Ende keine Geheimnisse gibt.

Lesespaß

Ich bin absolut in "The Sun is also a Star" verliebt, mich hat Autorin Nicola Yoon mit ihrer Geschichte gefesselt, weil ihre Protagonisten so ehrlich sind. Daniel und Natasha haben ihre Stärken und Schwächen, machen Fehler und verändern das Leben des anderen. Ob sie am Ende glücklich werden, ließ mich mitfiebern bis zum Schluss habe ich mir ein Happy End für die Beiden gewünscht und am Ende hatte ich Tränen in den Augen. Dieses Buch ist so berührend wie genial, denn Nicola Yoon liefert ein ausführliches Rundum Paket. Jede einzelne Begegnung geschieht nicht ohne Grund und endet nicht einfach sobald die Protagonisten weg sind. Bisher habe ich in keiner anderen Geschichte, eine bis in kleinste Detail ausgeführte Erklärung zu allem, erlebt.

Fazit

Mein erstes gelesenes Buch von Autorin Nicola Yoon "The Sun is also a Star" war ein voller Erfolg. Ein einziger Tag in 400 Seiten berührt neben den Leben der Protagonisten Natasha und Daniel auch das Leben anderer Menschen und mein Leserherz. Für Daniel ist es Liebe auf dem ersten Blick, nur Natasha hat ganz andere Sorgen im Kopf, daraus entstehen gefühlvolle, ernste und humorvolle Dialoge zwischen den beiden. Es bleibt bis zum Schluss spannend, ob die beiden ihre Ziele erreichen können und ob es ein Happy End geben kann. Ein besonderer Trumpf sind die zusätzlichen Kapitel, die gelegentlichen den Daniel Natasha Wechsel unterbrechen und einen ausführlichen Blick auf weitere Fakten oder Figuren, damit bleiben keine Fragen offen. Ein genialer Clou. 5 Sterne


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar_____________________________________________________
© Cover- und Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren© http://kumosbuchwolke.blogspot.de

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89 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

geister, friedhof, grusel, edinburgh, janine wilk

Seelenlos - Fluch der Rauhnächte

Janine Wilk
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.09.2016
ISBN 9783522504676
Genre: Jugendbuch

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

familie, geheimnis, wald, sommer, mut

Das Blaubeerhaus

Antonia Michaelis ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 17.09.2015
ISBN 9783789143007
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Erster Satz

"Eine Menge Geschichten beginnen damit, dass jemand mit dem Auto irgendwohin fährt." - Leo - Seite 11


Zwischen den Seiten


Kindesvernachlässigung, Einsamkeit und Gewalt sind einige Themen mit denen ich in den Antonia Michaelis Büchern "Der Märchenerzähler" und "Niemand liebt November", konfrontiert wurde. Aber auch ein verschlingender poetischer Schreibstil, der emotionale Bilder zeichnet.

Als mir "Das Blaubeerhaus" im Regal meiner Buchhändlerin auffiel, war ich anfangs skeptisch, ob mich dieses Buch mit einem Loch im Bauch zurück lassen wird, wie es bei den beiden anderen Büchern, der Autorin der Fall war. Keine Sorge, das wird es nicht, denn "Das Blaubeerhaus" ist für junge Leser geeignet.

Freundschaft, Mut, Entdeckergeist und Familie stehen im Vordergrund.

Leo und Imke, beide 10 Jahre alt, sind Cousin und Cousine, hatten bisher jedoch kaum Kontakt miteinander. Erst als die Familien ein altes Haus im Wald erben und es in den Sommerferien besuchen, lernen sie sich näher kennen. Jede der Familien, hat einen anderen Lebensweg gewählt: Die Familie von Leo lebt in Berlin und wandelt auf Ökopfaden, mit langen Haaren und selbst gestrickten Hippie Klamotten. Das denkt zu mindestens Imke. In Leos Augen ist Imkes Familie an Wohlstand, Geld und teure Kleidung gewöhnt und lebt im vornehmen Teil Hamburgs.

Eines haben Leo und Imke gemeinsam, sie sind abenteuerlustig, neugierig und das Blaubeerhaus lockt sie mit vielen Geheimnissen.

Auf dem Dachboden entdeckt Leo ein Schulheft der längst verstorbenen, alten Lene, die zu der Zeit ungefähr in Leo und Imkes Alter gewesen ist. Schon damals besaß das Blaubeerhaus seinen Namen. Für Imke und Leo dreht sich alles um das Haus, den Wald und Lenes Schulheften, die sie als Tag- und Nachtbuch genutzt hat.

Lenes Leben und ihr Alltag im Blaubeerhaus ist von kindlicher Freiheit geprägt, wird zunehmend aber ernster und beängstigend. Erst nach und nach wird auch Imke und Leo bewusst, in was für eine Zeit Lene Kind gewesen ist und was es eigentlich bedeutet, dass sich die Familie ihres besten Freundes, Avi gelegentlich im Keller oder auf dem Dachboden aufhält, sobald Fremde im Haus sind.

Leo und Imke erzählen abwechselnd die Geschichte und jeder hat seinen eigenen Ton. Leo ist aufgeschlossen Neuem gegenüber, vorsichtig und wohl überlegt, wenn es darauf ankommt. Imke ist zunächst skeptisch, aber auch wagemutiger. Die beiden ergänzen sich. Doch auch die anderen Familienmitglieder kommen mit ihrer Persönlichkeit nicht zu kurz. Imke hat zwei kleine Schwestern, Juli und Juni, die sich wie Zwillinge verhalten und das fand nicht nur ich manchmal gruselig. Auch Leo hat weitere Geschwister einen älteren Bruder, Luke und einen ganz kleinen, Mattis. Neben den Kindern, gibt es die Eltern und mir hat es gut gefallen, dass die Eltern zu einem ganz normalen Teil in diesem zauberhaften Kinderbuch wurden. Und nicht etwa nur, die am Rande auftretenden, ermahnenden Erwachsenen darstellten.

Lesespaß

Das Cover übt eine enorme Anziehung auf mich aus. Das Gefühl von Sommer, Wald und Abenteuer zieht sich durch das gesamte Buch. Spürbar sind die knackenden Äste und das Laub unter den Füßen, ein erdiger Duft liegt in der Luft. Antonia Michaelis zaubert auch im "Blaubeerhaus" mit fantasievoller Sprache, sie erweckt ihre Figuren und gibt ihnen Leichtigkeit. Mit Hilfe von Lenes Tag- und Nachtbuch gleiten Leo und Imke in eine dunkle, gefährliche, wahre Vergangenheit, die dem älteren Leser sofort bewusst ist, für jüngere aber immer noch kindgerecht erzählt bleibt. Ein weiterer Zauber des Blaubeerhauses, sind die immer wieder kehrenden Illustrationen, der Figuren, Landschaft oder ganz wichtig der einzelnen Seiten von Lenes Heft. Die Neugier und der Entdeckergeist der Kinder springt auf die Leser über. In der zweiten Buchhälfte wird die Handlung ein Tick dunkler, orientiert an der Entwicklung von Lenes Geschichte. Wie am Anfang bereits erwähnt, geht man am Ende nicht mit einem "Loch im Bauch Gefühl" aus diesem Buch heraus, sondern mit einem warmen und zufriedenen Gefühl.

Fazit

Der Buchrücken hat im Regal meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und als ich dann das Buch in den Händen hielt, war es um mich geschehen. Das Cover ist mehr als gelungen und schon das macht unheimlich neugierig auf das Buchinnere. "Das Blaubeerhaus" ist eine spannend erzählte Geschichte, bei der ganz klar Imke und Leo im Vordergrund stehen, aber die Erwachsenen nicht einfach an den Rand geschoben werden. Leos und Imkes Familien sind verschieden, aber hier ist das kein Grund für große Konflikte, sondern zeigt das man trotz Unterschiede auch ohne Streiten zu einer Familie zusammen wachsen kann. Der Schreibstil ist natürlich und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil ich sehr an Lenes Schicksal hing. Was ihr passiert, ist schrecklich, zum Glück, weil es ja auch ein Kinderbuch ist, drückt es die Stimmung aber nicht nach unten. Mir hat "Das Blaubeerhaus" sehr gut gefallen und es wird nicht nur dir jungen Leser begeistern, sondern auch die älteren, 5 Sterne.


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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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132 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

liebe, offene beziehung, jugendbuch, abitur, trennung

Ein Sommer ohne uns

Sabine Both
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785582220
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt

„Eine ganz große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammenbleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen?“ – Quelle Klappentext



Der erste Satz...


„Verena schaut gegen die Sonne zur Terrassentür, legt die Hand schützend über die Augen.“

Seite 7 Zeile 1 bis Zeile 2



Meinung

Verena und Tom sind zusammen, seit sie 13 Jahre alt sind, in der Gegenwart der Geschichte, sind beide 18 Jahre. Ihre Liebe ist mit ihnen erwachsen geworden. Vom ersten Kuss bis zum ersten Mal, haben sie alles miteinander kennengelernt. Mittlerweile ist Verena an den Punkt, an den sie sich fragt, ob Tom und sie nicht doch irgendwas verpasst haben, weil sie keine Erfahrungen mit anderen


gesammelt haben. Wenn Verena mit ihrer besten Freundin Anna über Männer spricht und Anna ihr von ihren Erlebnissen berichtet, zweifelt Verena ob der Weg den Verena und Tom gewählt haben, der richtige ist. Obwohl Verena Tom liebt und sich vorstellen kann mit ihm alt zu werden, befürchtet sie, dass der Tag kommen wird, an denen sie es beide bereuen werden, sich nicht ausprobiert zu haben und das sie sich das vorwerfen könnten.

Als Verena einen jungen Mann kennenlernt, der sie anzieht, wird der Wunsch nach einer kleinen Auszeit größer. Eine Auszeit zwischen Abi und Studium. Die Angst etwas verpasst zu haben, kann ich bei Verena schon nachvollziehen, da ich selbst seit mehr als 10 Jahren mit meiner ersten Liebe zusammen bin und ähnliche Ängste in der Zeit auch mal vorgekommen sind, doch ich bin immer zu einem klaren Entschluss gekommen, ganz anders als Verena. Mich hat an „Ein Sommer ohne uns“ gereizt, wie Autorin Sabine Both mit dem Thema umgegangen ist.

Sabine Both lässt Verena und Tom nach wenigen Sätzen, abwechselnd zu Wort kommen. Dadurch ergibt sich für beide ein vollständiges Bild. Die Worte oder die Botschaften in den kurzen Sätzen wiederholen sich oft, machen das Gesagte eindringlicher und lässt die Geschichte, schneller lesen.

Verena wird in der Gegenwart mit den ersten leisen Zweifeln präsentiert, die sie zunächst nicht genau bestimmen kann. Für Tom ist Verena seine Sonne, seine Welt und sein Mittelpunkt. Für ihn gibt es kein anderes Mädchen. Bis zu dem Zeitpunkt, ab dem Rollo, Verenas Zwillingsbruder, Isabelle, sein neues Betthäschen der Gruppe bekannt macht. Isabelle ist verglichen mit Verena, das komplette Gegenteil, sie nimmt sich ohne Rücksicht auf andere, was sie möchte. Hält sich nicht an Regeln und ist frei und ungebunden. Isabelle ist die verbotene Frucht, die Tom zum Straucheln bringt.

Mir haben Verena und Tom beide gut gefallen, ich habe ihre Gedanken gedacht und ihre Gefühle empfunden. Ich muss gestehen, dass ich allerdings leicht parteiisch geworden bin, denn einer der beiden hat mehr Sympathie von mir bekommen. Sabine Both lässt ihre Protagonisten in ihrem Gefühlscocktail auf und ab hüpfen. Bringt nicht nur Chaos in Liebe und Freundschaft sondern auch ins Familienleben der beiden. Gerade in dem Familienbereich wird „Ein Sommer ohne uns“ vorhersehbar. Ob so eine offene Beziehung für Tom und Verena doch das richtige ist? Ob die Dinge, die sie lernen werden, das was sie dabei verlieren können, es wert sind?

Verena und Tom handeln naiv und mit festem Vertrauen an sich und ihrer Liebe. Das Ende von „Ein Sommer ohne uns“ ist genau richtig, so wie es ist, es zeigt die Wege die ein Leben nehmen kann. Ungerecht finde ich allerdings, das ich das Gefühl hatte, einer der Beiden bekommt zu Unrecht den Schwarzen Peter zugeschoben, wo doch beide die gleichen Fehler gemacht oder Entscheidungen getroffen haben.

Noch zwei Dinge haben mich am Ende überrascht, dass mir von den Nebencharakteren der Zwillingsbruder Rollo nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist, dass sah zum Anfang noch anders aus und das sich der erste Eindruck der Wortwahl wie „Schwanz“ nicht permanent durchgezogen wurde.

Fazit

Verena und Tom, da sind Freunde und Familie sich einig, werden immer zusammenbleiben. Doch Verena ist sich nicht sicher, ob sie nicht etwas verpassen werden. Dieses Thema ist der Hauptschwerpunkt in „Ein Sommer ohne uns“, ganz unvoreingenommen bin ich nicht an die Sache herangegangen. Für sich genommen, agieren Tom und Verena überzeugend und passend. Einziger Minuspunkt gegen Ende ist, dass ich das Gefühl hatte, einer der Beiden wird mehr Schuld zugewiesen als dem anderen. Dabei haben sich beide zu gleichen Teilen auf das Experiment eingelassen und mit blauen Flecken musste gerechnet werden. 4 Sterne.


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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de
© Rezension im Original -http://kumosbuchwolke.blogspot.de/2016/03/eine-auszeit-von-der-treue-rezension-zu.html 

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1.082 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 220 Rezensionen

liebe, italien, tod, anne freytag, jugendbuch

Mein bester letzter Sommer

Anne Freytag
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453270121
Genre: Jugendbuch

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303 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

italien, liebe, geheimnis, freundschaft, vergangenheit

Die längste Nacht

Isabel Abedi
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Arena, 11.03.2016
ISBN 9783401061894
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

kinderbuch, ostern, ab 3 jahren, motorrad, eier verteilen

Gestatten, die Osterkatze!

Deborah Underwood , Anika Dürtler , Claudia Rueda
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 18.01.2016
ISBN 9783785584897
Genre: Kinderbuch

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

serie, mutationen, dystopie, ort, isobelle carmody

Obernewtyn

Isobelle Carmody
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 07.05.2015
ISBN 9783944544335
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

‚Die große Weiße‘ bezeichnet die Zeit der atomaren Massenvernichtung. Die Strahlen die vom Himmel herunter regneten, löschten die Städte der Erde beinahe aus und sorgten für Tod und Wahnsinn. Nur die Menschen, die auf abgelegenen Landgütern und Höfen lebten wurden weitestgehend von den Strahlen verschont. Sie sahen die Städtevernichtung aus der Ferne. Diese Menschen verteidigten, ohne Rücksicht auf Verluste, ihr Land und ihre Familien gegenüber den Flüchtenden aus den Städten. Diese Zeit stürzte die Welt ins Chaos und ging in die Geschichtsbücher als die ‚Zeit des Chaos‘ ein. Das Chaos versiegte, als der Strom der Städter allmählich nachließ. Die mächtigsten Bauern unter ihnen gründeten einen Rat um die Gemeinschaft weiterhin zu schützen. Die wenigen Städter, welche die Vernichtung überlebten und aufs Land flüchten konnten, schworen dem Rat der Bauern ihre Treue und erhielten im Gegenzug Arbeit und Schutz. Damit kehrte der Frieden auf Erden zurück. Doch schon bald merkten die Menschen, dass die Auswirkungen der ‚großen Weißen‘ auch an ihnen nicht vollkommen spurlos vorüber ging. Es kam immer mal wieder vor, dass Menschen oder Tiere mit Mutationen geboren wurden. Diese Wesen galt es aus der Gemeinschaft auszuschließen, weil man nun jedoch verhindern wollte, dass die stetig wachsende Zahl der Ermordungen für neue Unruhen sorgten, kleidete der Rat diese Tötungen in den Deckmantel der Religion. ‚Der Kreis der Hirten‘ ein aufstrebender religiöser Orden übernahm die Aufgaben der rituellen Verbrennungen und schon bald darauf, verschwammen die Grenzen des Rates mit denen des Ordens. Die neue Weltordnung verbannte alles aus der Zeit vor ‚Der großen Weißen‘ was sich vor allem auf Technik und Bücher bezog und predigte, das der Weg der Bauern, der einzige ehrbare Lebenszweck wäre. Wer sich dagegen auflehnte, wurde als Aufwiegler gebrandmarkt und getötet. Eine neue Welle von Anschuldigungen und Verdächtigungen griff um sich und immer mehr Kinder wurden zu Waisen. Man brachte die Waisen zu den Höfen und ließ sie schwere Arbeiten verrichten, wer als Waisenkind aufwuchs, befand sich auf der untersten Stufe der Gesellschaft und war nichts wert. Elspeth Gordie wächst in einem Waisenhaus auf und führt ein entbehrungsreiches Leben. Doch es ist nicht genug, dass ihre Eltern einst, als Aufwiegler getötet wurden, Elspeth spürt Kräfte in sich, die sie zu einer Abweichlerin machen. Sie kann unter anderem zu Tieren eine Verbindung aufnehmen. Ein alter Kater wird in ihrer Waisenunterkunft zu ihrem treuen Freund. Nach dem sie als Abweichlerin enttarnt wird, wird sie auf den fernen und geheimnisvollen Hof ‚Obernewtyn‘ gebracht. Hier gehen seltsame Dinge vor sich. Obernewtyn erweckt den Anschein vom Rat und dessen Regeln unabhängig zu sein. Welches Ziel verfolgen die Herren dieses Ortes? Elspeth gelingt es nicht ihre Neugier zu zähmen und so gerät sie in Gefahr.



Der erste Satz...



„In den Tagen nach der Massenvernichtung, die als Große Weiße bekannt wurde, herrschten Tod und Wahnsinn.“

Seite 10 von 753 ibooks Zeile 1 Zeile 4




Meinung

„Obernewtyn“ ist eine 8-teilige Reihe der australischen Autorin Isobelle Carmody und hat in Australien viele Anhänger und Fans. Der erste Band dieser Reihe erschien 1987 und darin liegt wohl die Idee zu der atomaren Massenvernichtung. Denn in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es das Wettrüsten der Amerikaner und der Russen und im Allgemeinen die Angst vor
Atombomben. Viele Dystopien die sich mit Welten nach einer Katastrophe und neuen Ordnungen beschäftigen, habe ich bislang noch nicht gelesen. Ich glaube bis jetzt, habe ich nur „Die Tribute von Panem“ gelesen, allerdings weiß ich wie vielfältig und beliebt Dystopien im Jugendbuchbereich sind. Ich finde man merkt „Obernewtyn“ das Alter nicht an und hätte ich mich nicht gewundert, dass Band 1 bereits in den 80er Jahren erschien, hätte ich es für topaktuell gehalten.
Startseite vom Papierverzierer

Mir hat die Erklärung zu Beginn des Romans, über die Katastrophe, deren Auswirkungen und der neuen Weltordnung sehr gut gefallen. Somit konnte ich mich in Elspeth Welt orientieren. Elspeth Gordie ist die Ich-Erzählerin, anfangs hatten wir Schwierigkeiten miteinander warm zu werden, mir kamen ihre Schilderungen distanziert vor, als betrachte sie sich selbst, aus der Perspektive eines Vogels, dabei hat das mehr mit ihrer Vorsicht zu tun, nicht entdeckt zu werden. Elspeth ist eine junge Frau mit einem goldenen Herzen unter ihrer harten Schale und es gelingt ihr selten, zu verbergen, dass andere Menschen ihr wichtig sind. In Obernewtyn findet Elspeth in Matthias und Dameon Freunde und Gleichgesinnte. Obernewtyn ist außerdem ein Ort an dem merkwürdiges vor sich geht und so sehr Elspeth es auch nicht möchte, sie ist neugierig und ihre Neugier lässt sie Dinge erfahren, die sie in Gefahr bringen.

„Manchmal hab ich Angst um Menschen wie euch, die alles herausfinden wollen. Aber es hat ja keinen Zweck, euch zu warnen, dass es gefährlich ist, so was herauszufinden. Menschen wie ihr graben und jagen und schnüffeln, bis sie eines Tages herausfinden, dass das, was sie suchen, auch auf sie wartet.“ – Damoen Seite 327 Kapitel 13 – ibooks

Eigentlich ist Elspeth vorsichtig, da sie weiß das sie in ihrer Welt niemanden trauen kann, hinter jedem kann ein Freund des Rates stecken oder der Hirten. Die Willkür mit denen diese Menschen vorgehen ist erschreckend, predigen sie doch, dass nach Macht streben, keine gute Eigenschaft ist. Allerdings glaube ich nicht, dass ihnen diese Doppelmoral wichtig ist. In Obernewtyn gibt es neben Elspeth weitere Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und gerade zwei junge Frauen, die Elspeth mag, müssen darunter sehr leiden.

‚Obernewtyn‘ liest sich gut und ist spannend geschrieben, leider hat der erste Band nur 273 Seiten und wann der Papierverzierer Verlag die weiteren Bände in Deutschland veröffentlichen wird, ist mir nicht bekannt. Viel mehr lässt sich nämlich nicht zu ‚Obernewtyn‘ schreiben, ohne dabei zu viel zu verraten. Dieser Band hat zwar einen passenden Schluss, doch werden nicht alle Fragen beantwortet.

Fazit

‚Obernewtyn‘ hat mich überrascht, denn als der Verlag anfragte, ob ich dieses Buch lesen und rezensieren möchte, war ich mir nicht sicher ob mir die Geschichte gefallen wird. Sie gefällt mir und ich hätte nicht erwartet, dass „Obernewtyn“ das erste Mal in seiner Heimat Australien 1987 veröffentlicht wurde. Seit dem gibt es eine große Fangemeinschaft um Elspeth Gordie und ihren Mitstreiter. Diese Dystopie hätte auch vor wenigen Jahren geschrieben worden sein. Sie ist spannend erzählt, mit leichtem Einstieg in ihre Welt und macht Lust auf weitere in Deutsch veröffentlichte Bände. Wer also Dystopien gerne liest, sollte ruhig mal zu „Obernewtyn“ greifen, mich interessiert, was erfahrene Leser hierzu sagen. Für mich gibt es 5 Sterne.

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174 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

freundschaft, liebe, surfen, kindesentführung, entführung

Emmy & Oliver

Robin Benway , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.01.2016
ISBN 9783734850189
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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192 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

liebe, australien, organspende, krankheit, transplantation

Ein Teil von uns

Kira Gembri
Fester Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.03.2016
ISBN 9783401602288
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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90 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

panther, bettina belitz, jagd, freundschaft, panthersommernächte

Panthersommernächte

Bettina Belitz
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785577691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt


„Unter Ninas Bett liegt ein schwarzer Panther. Eine lebendige, wilde Raubkatze, die urplötzlich in der Kleinstadt aufgetaucht ist und die Bürger in Angst und Schrecken versetzt. Während draußen schon der Schützenverein zur Jagd auf „die Bestie“ bläst, ist es Nina gelungen Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Sie spürt den geheimnisvollen Zauber des Panthers, der sich sogar von ihr berühren lässt. Aber ein Panther ist kein Schmusekätzchen. Er braucht Freiheit und vor allem täglich jede Menge frisches Futter. Hilfe bekommt Nina von ihrem Klassenkameraden Lionel. Ausgerechnet, denn Lionels Vater ist der Anführer der Panther-Jagdgesellschaft.“ - Quelle Klappentext







Der erste Satz...




„'Sind sie das?' Cedric musste nicht antworten, ich konnte schon auf wenige Meter Entfernung riechen, dass sie es waren - fünfhundert frisch gedruckte, jungfräuliche Hallo, wach!-Ausgaben.“



Seite 7 Zeile 1 bis Zeile 4


Meinung


Um „Panther Sommer Nächte“ bin ich herum geschlichen, habe es misstrauisch beäugt, weil ich die Idee, dass sich ein wilder Panther unter Ninas Bett versteckt, selbst für einen Jugendroman mit fantastischem Einfluss, abwegig fand.


„Panther Sommer Nächte“ hat mich beim Lesen entspannt, in keiner Sekunde wurde ich innerlich aufgewühlt oder es wurde an meinen Nerven gezerrt. Mit meiner ersten Bettina Belitz Erfahrung, „Die Splitterherz Trilogie“, hat sie mich verschlungen und als nervliches Wrack wieder ausgespuckt. Elli (Splitterherz Trilogie) ist nämlich keine einfache Protagonistin, dagegen ist Nina Balsam gewesen.


Der Fokus liegt in „Panther Sommer Nächte“ auf Nina, Ich-Erzählerin, Klassensprecherin, Nachwuchstalent im Eiskunstlauf, Redakteurin der Schülerzeitung „Hallo, wach!“, deren Leben nicht erst mit dem Panther durcheinander gewirbelt wird. Es benötigt einen kleinen nicht böse gemeinten Ausrutscher in der Schülerzeitung, um Ninas Welt auf den Kopf zu stellen, der Panther läuft da nur nebenher. Auch wenn der Panther alles andere als normal ist, so behält „Panther Sommer Nächte“ einen ruhigen unaufgeregten Ton bei. Außerdem fand ich es angenehm wie Nina mit ihrem Fehler umgegangen ist. Sie hat daraus kein langgezogenes, künstliches Drama veranstaltet sondern so gehandelt wie es Menschen außerhalb von Büchern auch machen würden.


Wie der Panther in die Kleinstadt Bornhausen gelangt ist, bleibt ein Rätsel. Anfänglich ist es, Ninas Reporterherz und der Wille sich zu beweisen, der sie jegliche Vorsicht vergessen lässt. Nina merkt, dass sie den Panther auf eine Weise fühlt, die sich nicht mit Worten beschreiben lässt. Eine dezente Fantasy vermischt sich mit der Handlung. Je mehr Zeit Nina mit dem Panther verbringt, umso wichtiger wird ihr das Tier. Eine Raubkatze, die nichts an Wildheit einbüßt, versetzt die Bornhausener in Schrecken, ganz klar, dass sich eine Jagdtruppe gründet. Während sie ihren Panther zu beschützen versucht, entwickelt Nina Ecken und Kanten, mit denen sie ihren liebenswerten, besorgten Eltern graue Haare beschert. Die Ecken und Kanten stehen ihr und machen Nina sympathisch.


„Hier geschah gerade so etwas wie ein Wunder, als wäre ich ein Märchen gefallen, dass all die Jahre auf mich gewartet hatte.“
– Nina Seite 215


Nina mausert sich nicht nur zur Raubkatzen-Flüsterin, kleinen Rebellin, sie lernt, was es heißt, einen Freund an ihrer Seite zu haben. Dass sie diesen ausgerechnet in Lionel Schöter, dem Sohn des Schöter Wurstimperium Inhaber und leidenschaftlichen Jäger, findet, sorgt zusätzlich für Konfliktpotenzial. Lionel und Nina gelingt es einen Draht zu einander zu finden, auch wenn es hier nicht vordergründig um eine Liebesbeziehung geht, haben die beiden neben tiefgründigen Momenten, auch herzkribelnde Szenen miteinander.


Fazit


Ich war überrascht wie normal und alltäglich sich die „Panther unterm Bett“ Idee in „Panther Sommer Nächte einfügt und wie flüssig sich das alles lesen lässt. Nina und der Panther sind besonders und trotzdem bleibt sich jede Figur treu. Nina bleibt ein junges Mädchen mit Idealen und der Panther bleibt trotz allem ein wildes gefährliches Tier. Bettina Belitz hat mit „Panther Sommer Nächte“ einen realitätsnahen Jugendroman mit einem kleinen Hauch Fantasy geschaffen, der sich so angenehm leicht liest, wie sich eine laue Sommernacht anfühlt. „Panther Sommer Nächte“ hat mich entspannt aus meiner Leseflaute gehoben und dafür gibt es 5 Sterne.
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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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79 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

liebe, starke charaktere, märchenhaft, einhorn, pferde

Im Schatten deines Herzens

Kerstin Arbogast
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 26.11.2015
ISBN 9783959910774
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

„Wenn aus Träumen Albträume emporwachsen, ein Jäger zum Gejagten und eine Gejagte selbst zur Jägerin wird, dann finden Märchen und Fabeln ihren Weg in die Wirklichkeit. Um zum Star der elterlichen Pferdeshow zu werden, ist dem Stuntreiter Jarosch kein Preis zu hoch. Eine geheimnisvolle wie gefährliche Stute soll ihm zum erhofften Erfolg verhelfen – selbst wenn sie ihn seine Seele kostet. Als Johanna Jarosch und seinem wilden Pferd begegnet, kann sie sich deren Faszination nicht verschließen. Doch kann sie die dunklen Schatten der beiden verscheuchen, ohne selbst davon verschlungen zu werden?“ – Quelle Klappentext



Der zufällige Satz...


„Heute, am letztem Ferientag vor Schulbeginn (ja, ich war neunzehn Jahre alt und hatte immer noch zwei Jahre bis zum Abitur, denn aufgrund meines Trainingsplans, der Arbeit im Stall und der Touren über die Sommermonate war ich nicht nur einmal sitzen geblieben) wollte ich mich das erste Mal auf den Rücken der Schimmelstute schwingen.“

Seite 108 Zeile 4 bis Seite 108 Zeile 8



Meinung


„Im Schatten deines Herzens“ ist eine Pferdegeschichte der ganz besonderen Art, sehr gefühlvoll, düster und manchmal beklemmend und dabei ist es der erste Roman von Autorin Kerstin Arbogast. Lange Zeit habe ich keine


Pferdegeschichten mehr gelesen, immer der gleiche Ablauf bestehend aus wildem Pferd und das eine Mädchen, dem es gelingt, dieses Pferd zu zähmen, wurde mir langweilig.

In gewisser Weise ist die Grundidee in „Im Schatten deines Herzen“ dem nicht unähnlich, aber doch ganz anders erzählt. Mit einer ergreifenden, poetischen, alles mit sich reißenden Tiefe in den Charakteren. Anders als erwartet, steht nämlich nicht die liebenswerte unschuldige Johanna mit ihrem goldenen Herzen im Mittelpunkt dieser Erzählung sondern Jarosch. Jarosch ist ein Zirkuskind und von klein auf, an den Umgang mit Pferden gewöhnt. Sein Vater hat den einstigen Zirkus mittlerweile in eine Pferdeshow gewandelt. So sehr Jarosch sich ins Zeug legt, gelingt es ihn kaum die Anerkennung des strengen Vaters zu gewinnen. Der wiederum seinen ältesten Sohn Adam als Zuschauermagnet der Pferdeshow sieht. Jarosch steht seinem Bruder Adam sehr nahe, wird jedoch regelrecht von seinem eigenen Erfolgsgedanken zerfressen. Da die Familie seiner Mutter aus Rumänien stammt, verbrachten die Brüder die ersten Lebensjahre auf dem Hof der Großeltern. Als Jarosch noch klein war, entdeckte er auf einen seiner Walderkundungen eine wunderschöne Wildstute. Diese Begegnung brannte sich unauslöschlich in ihm ein. Das er Jahre später als 19-jähriger, nach Rumänien zurückkehrt, um diese Stute zu fangen. Mit Erfolg.

Damit beginnt der Zauber, die Magie, die Sogwirkung von „Im Schatten deines Herzens“ denn die Stute ist unbeschreiblich wild. In ihr toben Wut und Trauer, darüber das sie gefangen wurde.
Woher ich das weiß? Kerstin Arbogast bedient sich eines interessanten Stilmittels, nicht nur ihre menschlichen Hauptfiguren Jarosch und Johanna bekommen von ihr eine Stimme, sondern auch die Stute. Die Passagen der Stute werden mit wunderbar gefühlvollen Worten eingeleitet, gefühlvoll weil sie den Emotionen des Tieres einen Namen geben: „Die Gejagte“ „Die Verglühte“ oder „Die Jägerin“ sind nur einige Beispiele.

„Ich mauerte ihre Wut, ihre Ohnmacht ein.“ – Jarosch Seite 52

„Ich schmeckte Angst und Bitterkeit im Schatten deiner Seele“ – die Stute Seite 53

„Aber ich hasste sie nicht dafür. Ich hasste mich.“ – Jarosch Seite 53

Jarosch ist ein emotional einnehmender Charakter, ich konnte seine Zerrissenheit spüren, als wäre es meine eigene. Seine Ängste nachempfinden, allerdings auch die schönen Momente genießen, die sich mit Johanna entwickeln. Johanna bringt Wärme, Humor und Leichtigkeit in die Handlung ein. Johanna hat nur einen kleinen Schwachpunkt, ihre Unsicherheiten haben mich zum Ende, gestört. Jarosch gibt sich große Mühe und doch zweifelt Johanna an ihm.
Gerade Jaroschs anfänglicher Antrieb verlagert sich im Laufe der Handlung. Er ist sich seiner Fehler bewusst und steht zu seinen Schattenseiten.
Ich habe mich in die Sprache von Kerstin Arbogast verliebt. Für mich wurde sie hier zu einer Wortkünstlerin und ich freue mich bald mehr von ihr zu lesen.

Fazit

„Im Schatten deines Herzens“ ist die Geschichte eines freiheitliebenden Wildpferdes und seines Besitzer. Doch anders als erwartet, steht hier kein junges Mädchen als Heldin und Bezwingerin im Vordergrund sondern Jarosch. Seine Gefühlswelt hat mich ab den Roman kleben lassen. In Jarosch und seinem Pferd herrscht ein Sturm aus Schatten und Licht. Für dieses gefühlvolle, poetische Debüt gebe ich 5 Sterne.
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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

geister, liebe, parallelwelt, koma, ina linger

Geistermond

Ina Linger , Cina Bard
E-Buch Text: 187 Seiten
Erschienen bei null, 26.04.2015
ISBN B00WRJNU54
Genre: Sonstiges

Rezension:


Inhalt

„Nach einem Sturz erwacht Amy im Krankenhaus – allerdings nicht in ihrem im Koma liegenden Körper, sondern als Geist. Zu ihrem Glück ist sie nicht allein in der ihr noch unbekannten und beängstigenden Geisterwelt: In Jared findet sie einen Beschützer, der auch ihre Hilfe braucht. Um endlich Frieden zu finden, soll Amy, Tochter eines Polizisten, ihm helfen, den Täter aufzuspüren, der ihn vor zwei Jahren ermordet hat. – Ausschnitt Klappentext



Der zufällige Satz...

 
„’… den Stick hab ich nicht’, brummte der Einbrecher.“
 
Seite 88 Zeile 9

Meinung

Ich freue mich, dass ich auf „Geistermond“ von den beiden Autorinnen Ina Linger und Cina Bard aufmerksam wurde und ich das Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe, denn mir hat das Buch sehr gut gefallen.

"Geistermond" ist ein fantastisch angehauchter Krimi für Jugendliche in deren Mittelpunkt zwei junge Geister stehen. Nachdem Amy den ersten Schock
überwunden hat ein Geist auf Zeit zu sein, weil sie zu ihrem Glück „nur“ im Koma liegt, siegt die Neugier und die angeborene Spürnase in ihr und sie erklärt sich sofort bereit Jared bei dessen Suche nach seinem Mörder zu helfen.


Bevor die Beiden mit ihren Ermittlungen beginnen können, braucht Amy einen Crashkurs im Geisterdasein, denn durch Wände und geschlossene Türen zu gehen, will geübt sein. Jared erweist sich als guter Lehrer, wobei er etwas ungeduldig wirkt. Amy lernt neben ihm noch ein paar andere Geister kennen und lernt von ihnen mit. Ich fand es spannend gemeinsam mit Amy die Geisterwelt zu entdecken. Der Tod ist in „Geistermond“ allgegenwertig und dass Jared seinen Mörder sucht, weist daraufhin, dass er gewaltsam gestorben ist, dennoch zieht das Thema Tod, während des Lesens nicht herunter oder erzeugt eine bedrückende, schwere Stimmung.

Amy und Jared waren mir auf Anhieb sympathisch. Amy ist mitfühlend und holt Jared oft wieder zurück, wenn er über das Ziel hinaus schießen möchte. Ich kann das nachvollziehen, dass er ruhelos ist, immerhin möchte er seinen Mörder ausfindig machen.

"Geistermond" ist im allwissenden Erzählstil geschrieben worden, funktioniert aber nur mit Amy zusammen und es ist niedlich zu beobachten wie sich ganz langsam Zuneigung zwischen Jared und Amy aufbaut. Genauso unterhaltsam fand ich die detektivischen Elemente, sie waren logisch aufgebaut.

Fazit

Im ersten Moment dachte ich mit "nur" 252 Seiten ein kurzes Buch vor mir zu haben, was ich schnell lesen werde. Das stimmt auch, aber ich finde, dass die Geschichte ganz gut mit 252 Seiten funktioniert. Mehr Seiten hat „Geistermond“ nämlich gar nicht gebraucht, um die Figuren ins Herz zu schließen, sich der Zielsetzung Jareds Mörder finden, zu widmen und Spaß beim Lesen zu haben. 5 Sterne.

© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

märchen

Der Waldgeist - Ein sorbisches Märchen

Peter Muzeniek
Fester Einband: 21 Seiten
Erschienen bei Domowina Verlag Bautzen
ISBN 9783742002990
Genre: Sonstiges

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180 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

mystery, fantasy, teufel, between the devil and the deep blue se, river

Fürchte nicht das tiefe blaue Meer

April Genevieve Tucholke , Anja Gali , Anja Galić
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.09.2013
ISBN 9783570308844
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung

„Fürchte nicht das tiefe blaue Meer“, zog mich sofort in seinem Bann. Es lockte mich mit seiner geheimnisvollen Atmosphäre, alten Familientragödien und –geheimnisse, die ihre Kreise bis in die Gegenwart ziehen. Die Seiten flogen nur so dahin. Ich begann das Buch an einem Samstagnachmittag und beendete es am Sonntagabend. Es fesselte mich so sehr, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Als ich Samstag gegen 23 Uhr schlafen wollte, konnte ich es nicht und nahm mir noch einmal das Buch zur Hand mit einer perfekten Kulisse aus Regen, der wie mir schien, unnatürlich gegen die Fensterscheibe prasselte, gab die perfekte Umgebung für ein bisschen Grusel, viel Spannung und noch mehr Geheimnisse.

„Es war ein Ort, an dem jemand wie Edgar Allan Poe sicher gern verwesen würde… Inmitten feuchtgrüner Blätter und glitzernder Sternenstille." Violet Seite 80


Violet ist ein eher ruhiger nachdenklicher Mensch. Was aufhält, ist, dass sie noch immer sehr an ihre verstorbene Großmutter Freddie hängt und nicht nur an ihr, sondern, das sie darüber hinaus mehr mit der Vergangenheit als mit der Gegenwart beschäftigt ist. Sie liebt alte Film- und Buchklassiker und trägt gerne die alten Kleidungsstücke von Freddie. Violets Charakter und ihre Vorlieben fügen sich sehr gut in den Erzählton des Buches ein.

Dieser wird durch sie bestimmt, da die Handlung von ihr erzählt wird. Die Sprache ist sehr gefühlvoll und poetisch mit vielen bildlichen Darstellungen, was mir in dem Fall aber nicht negativ auffiel. Es passte einfach. Der Erzählton erzeugte einen Touch Vergangenheit und zeitlose Gegenwart.

Seit frühester Kindheit sind Violet und Luke daran gewöhnt mehr oder weniger ohne ihre Eltern auskommen zu müssen, da die beiden Künstler sind und sich lieber in Europa aufhalten, anstatt bei ihren Kindern zu sein. Am Anfang hatten die beiden noch Freddie, aber die ist seit fünf Jahren tot und seit fast einem Jahr haben Violet und Luke ihre Eltern nicht mehr gesehen. Das Anwesen der Familie liegt auf einem Hügel nahe der Klippen oberhalb der Stadt. Viel Kontakt zu anderen Menschen haben die beiden nicht gerade.

Außer zu Sunshine, deren Eltern vor einigen Jahren etwas Land von den Whites kauften und dort nun wohnen. Violet scheint es auch kaum zu stören, dass sie nicht viele Freunde hat, solange sie ihre Bücher hat und gelegentlich im Stadt Café einen Kaffee trinken kann, ist sie glücklich. Sie ist mir sympathisch und ich mag ihre ruhige Art aber ein wenig mehr Lachen und Unbeschwertheit hätten ihr auch gutgetan. Luke ist da anders, er ist kontaktfreudiger, gerade in Bezug auf Mädchen, bei denen er jede Gelegenheit nutzt, und er ist offener.

Am Anfang hielt ich ihn für sehr oberflächlich, aber in ihm steckt doch etwas mehr. Er bändelt mit zwei Mädchen zur gleichen Zeit an, wobei die Sache mit Sunshine in erster Linie dazu diente, Violet zu nerven und auch von Sunshine zunächst als nichts Ernstes gesehen wird. Man merkt, dass sich die beiden aber doch näherkommen und dass ihre Küsse und das Fummeln bald mehr als nur Spaß sind. Leider wird nicht näher darauf eingegangen.

River und Violet stehen im Mittelpunkt. Ihre Liebesgeschichte beginnt zart und wird stark geprägt von romantischen Momenten, Misstrauen, aufkeimenden und erstickenden Gefühlen. River ist anfangs sehr geheimnisvoll und aufmerksam gegenüber Violet. Er scheint durch sein Äußeres und Auftreten geradewegs aus Filmen wie Casablanca oder Frühstück bei Tiffany zu kommen.

Er hat auch eine rücksichtslose Seite, mit der Violet konfrontiert wird. Dachte ich am Anfang bei Violet, noch stark an das typische schmachtende Mädchen und den gut aussehenden arroganten Helden, so hat Violet mich mit ihrer Konsequenz überrascht und überzeugt. Sie zeigt, dass sie ihren eigenen Kopf hat, und springt nicht sofort, wenn River schnippt. Sie hinterfragt und glaubt nicht alles was er ihr erzählt, dennoch kommt sie nicht von ihm los.

Die Hauptthemen in „Fürchte nicht das tiefe blaue Meer“ sind der allgegenwärtige Teufel und dunkle Familiengeheimnisse. Die alles miteinander verknüpfen. Für mich war die Spannung von der ersten Seite an vorhanden und sie steigerte sich noch, bis sie im Finale ihren rasanten Höhepunkt hatten.

Ein kleines Manko ist mir während des Lesens aufgefallen. Die Eltern von Luke und Violet sind seit einem Jahr im Ausland, andere lebende Verwandte gibt es nicht und die Kinder leben ganz alleine in ihrem Haus.

Trotzdem fühlte sich kein Erwachsener in der Pflicht, nach dem Rechten zu schauen. Es wird erwähnt, dass die Geschwister ab und an mit Sunshines Familie zusammen sind. Erwachsene sind in der gesamten Geschichte Mangelware oder Randfiguren.

Einzige Ausnahme ist Freddie, aber die ist ja tot. Die Kinder haben das Sagen und bestimmen die Handlung. Dabei kam mir der eine 11-Jährige bis 14-jährige Protagonist zu erwachsen daher und dadurch etwas unglaubwürdig. Vor allem da es in der Mitte und im Finale sehr brutal wird und das wohlgemerkt hauptsächlich nicht durch Erwachsene gesteuert wird.

Einen wirklichen Abschluss bildete „Fürchte nicht das tiefe blaue Meer“ für mich nicht, da ich noch zu viele Fragen hatte, aber zum Glück ist ein zweiter Teil in Sicht. Die englische Ausgabe Between the Spark and the Burn erscheint im Sommer 2014.

Wer den Umschlagstext über die Autorin April Genevieve Tucholke liest und dann aufmerksam das Geschehen im Buch verfolgt, wird feststellen, wie sie die Informationen in ihre Geschichte einwebt, was mir gefallen hat.

Das Cover war der Grund, warum ich mir das Buch im Laden in die Hände fiel. Die Wellen des stürmischen Meeres, die sich an den Klippen brechen, das Paar im Nebel, all das passt perfekt zum Inhalt und zur Stimmung. Der Titel ist genial und jetzt wo ich das Buch fertig gelesen habe, finde ich, der Titel stellt einen guten und zweideutigen Bezug zum Inhalt statt.

Fazit

Das Buch hat mich gefesselt, hat mich mitfiebern und mit zittern lassen. Dass, die Kinder zu erwachsen waren und das es stellenweise richtig brutal war, ist der einzige Punkt den ich bemängeln muss.

Ansonsten haben mich Handlung und Sprache begeistert. Gerade die Sprache ich kann es nicht genau beschreiben aber der kleine Touch vergangener Zeiten hat mir besonders gut gefallen. Für mich war „Fürchte nicht das tiefe blaue Meer“ ein fantastischer Lesegenuss mit dem die Zeit schnell verging.
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bücher, fantasy, klassiker, liebe, jugendbuch

Die Buchspringer

Mechthild Gläser
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.02.2015
ISBN 9783785574973
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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liebe, märchen, antonia michaelis, jugendbuch, mord

Der Märchenerzähler

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Buch: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.09.2013
ISBN 9783841502476
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzmeinung

Der zufällige Satz...

Seite 127 Zeile 6

„Aber es war ein schöner Name, ein Name, der manchmal seinen ganzen Kopf ausfüllte und ihn beinahe zum Bersten brachte.“


Fazit

Es gibt viele Bücher, die habe ich gerade zu verschlungen, statt sie zu lesen, so berauscht war ich von ihnen. Aber es gibt nur sehr wenige Bücher die mich verschlingen.

Der Märchenerzähler ist mir unter die Haut gegangen und hat meine Seele zutiefst berührt. Da ist diese Zartheit zwischen den Seiten zu spüren, wenn von Anna geschrieben wird. Von der lieben zarten verträumten Anna, die sich trotz ihrer fast 18 Jahren, noch immer eine kindliche Sicht bewahrt hat. Oder die Härte, die von Abel ausgeht, kombiniert mit seiner Zerbrechlichkeit. All das hat mich wirklich sehr bewegt und mitgenommen, so dass es schwer ist dafür Worte zu finden.
Das Hauptaugenmerk liegt verstärkt auf Anna, Abel und Micha, Nebenfiguren erscheinen mir tatsächlich mehr als Randcharaktere.
Was dieses Buch ebenfalls ausmacht, ist die Spannung, die sich durch die Zeilen zieht und einem eine eigene Ahnung, auf das was kommt oder was Dunkel in der Vergangenheit liegt, aufbauen lässt. Beim Lesen habe ich mich mehrfach dabei ertappt, wie ich eigene Erwartungen und Hoffnungen hatte. Das nennt man wohl rund um mit gefiebert.
Ich kann hier nicht mehr schreiben, um eben nicht zu viel zu verraten. Ein grandioses Buch, welches mir noch lange nachging und deshalb bekommt der Märchenerzähler von mir volle Punktezahl.

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roadtrip, maya shepherd, 50 tage - der sommer meines lebens, route 66, liebe

50 Tage

Maya Shepherd
E-Buch Text: 388 Seiten
Erschienen bei null, 31.07.2015
ISBN B00YPWV170
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt

„Sommer 1965 – Dieser Sommer sollte perfekt werden! Jade hat einen tollen Freund, eine großartige beste Freundin und das Sommercamp wartet. Doch dann erwischt Jade die Beiden bei einem Kuss. Ihre Welt zerspringt in tausend Teile. Aber genau das war nötig um den Mut zu fassen, etwas Eigenes zu starten.“ Ausschnitt Klappentext



Der zufällige Satz...   

 
„Aber ausgerechnet in Albuquerque, New Mexico, traf ich nun auf ihn und mein Gefühl der Sicherheit brach wie ein Kartenhaus in sich zusammen.“
 
Seite 215 Zeile 9 bis Seite 215 Zeile 12







Meinung

Jade möchte nicht den Sommer im Camp verbringen, wo sie unweigerlich auf Katie treffen wird. Ihre Eltern sind jedoch taub auf dem Ohr und liefern ihre Tochter am Reisebus ab. Während ihrer ersten Rast an einer Tankstelle, fällt Jade, Jason auf, der von dem Tankwart ein Ersatzteil für seinen schwarzen Mustang benötigt. Jason gibt sich unnahbar, aber es gelingt ihm nicht, trotz Glatze und brummigen Verhalten, furchteinflößend auf Jade zu wirken. 

Er hat etwas an sich, das ihre Neugier weckt. Durch das belauschte Gespräch zwischen ihm und dem Tankwart erfährt, Jade, dass Jason auf der Route 66 unterwegs ist. Die legendäre Straße der USA, welche durch mehrere Bundesstaaten führt und Abenteuer und Freiheit verspricht. Was bewegt einen jungen Mann dazu, diese Reise allein zu unternehmen? Jade bewundert ihn dafür und sehnt sich, ebenfalls ein Abenteuer zu erleben. Im Idealfall außerhalb des verhassten Sommercamps. Auf dem Weg zum Bus, kommt sie an dem unbeaufsichtigten Mustang vorbei und kann dem Drang nicht widerstehen, hier und jetzt einzusteigen. Jade krabbelt auf den Rücksitz und versteckt sich unter dem Schlafsack. Lange bleibt sie Jason nicht verborgen und als er sie bemerkt, ist er rasend vor Wut. Er stoppt das Fahrzeug und wirft Jade kurzerhand aus den Wagen und saust davon. Kurze Zeit später wendet er und sammelt Jade wieder ein. Seinen Vorsatz, sich am nächsten Morgen an einer Raststätte zurück zu lassen, von der ihre Eltern sie abholen können, bröckelt langsam. Als Jason von einer 50 Punkte umfassenden Liste mit Dingen, die Jade mit Katie in diesem Sommer machen wollte - erfährt, ist er Feuer und Flamme, einige Punkte abzuarbeiten und so beginnt für die Beiden der Sommer ihres Lebens.

„50 Tage der Sommer meines Lebens“ ist das aktuellste Buch von Maya Shepherd.

Dieser Roman hat mir das Gefühl von Freiheit und einen unvergesslichen Sommer gegeben. 50 Tage im Zeitraffer von 5 Tagen. Die Atmosphäre, die im Hintergrund ausgestrahlt wird, erinnerte mich an Sonne auf der Haut, knirschenden Sand zwischen den Zehen und ein angenehmes, zufriedenes Gefühl, das mich im Sommer immer begleitet.

Jade erzählt rückblickend vom Sommer 1965 und schon der Prolog gibt dem Leser einen Gedanken mit auf dem Weg, den man durchaus vergessen kann, der einem unterbewusst, die gesamte Reise begleiten kann und wird. Mal still und mal so laut wie ein Paukenschlag. Etwas das einem, mit Jade und Jason zittern und mitfiebern lässt.

Obwohl es das Jahr 1965 ist, kann dieser Sommer in jedem Sommer spielen. Das hier kein Internet oder Mobiltelefone auftauchen, merkt man nur am Rande. Anhand der Musik wie z. B. The Beatles, Rolling Stones oder Sonny & Cher und eine Anspielung auf den Vietnamkrieg, kann man auf das Jahrzehnt schlussfolgern.

Das Buch gliedert sich in 50 zum Teil kurze Kapitel und entspricht pro Tag ein Kapitel. Die Überschriften sind die Punkte auf der „To-Do-Liste“ in Schreibschrift. Um sie, als „erledigt“ zu kennzeichnen, werden sie mit einem kräftigen Strich durch gestrichen. Die feine Schrift, ist dadurch manchmal schwer zu lesen. Ein Wechsel zwischen den "fein" und "kräftig",finde ich angenehmer. Jedes Kapitel hat einen fühlbaren, sichtbaren, klassischen Spannungsbogen: „Aufbau“, „Höhepunkt“, „Abschluss“. Nicht immer enden die Kapitel mit einem „abschließenden“ Gefühl, weshalb ich so lang weiter gelesen habe, bis der gewünschte Effekt kam und ich das Buch bei Seite legen konnte.

Jade und Jason sind sympathische, liebevolle Charaktere und nicht nur sie sondern auch die Menschen, denen sie unterwegs begegnen. Jedenfalls die meisten von ihnen. Gerade Jades Eltern haben mich überrascht. Zu Beginn lernt der Leser mit Jade eine Protagonistin kennen, die mehr kindlich, als erwachsen ist und nicht genau weiß wohin ihr Lebensweg geht. Im Verlauf reift sie und entwickelt sich weiter. Während wir bei Jade sofort wissen, dass sie sich auf diese Reise begibt, weil sie ihren Problemen mit Katie aus dem Weg geht, erfährt der Leser Jasons Beweggründe erst viel später. Ab diesem Zeitpunkt kommen neben Abenteuerlust eine Portion Emotionen ins Spiel und sorgen dafür, dass Seite um Seite weg gelesen wird. Aufhören wird schwer. Gemeinsam überwinden Jade und Jason Hindernisse, stellen sich persönlichen Herausforderungen, lernen sich nicht nur gegenseitig kennen. Da sind ein Kribbeln und Seufz Momente vorprogrammiert und alles ist stimmig und situationspassend gewählt worden.





Gegen Ende verlieren sich Jade und Jason jedoch in sich wiederholenden Diskussionen, darüber wie sie sich das Ende des Sommers vorstellen. Beide haben ihren Standpunkt von denen keiner abweichen mag. Als Leserin hatte ich für Beide Verständnis, habe mich bewusst aber auf eine Seite geschlagen, da ich aus den gleichen Gründen wie der oder die Protagonist/in so reagiert hätte. Worum es genau geht, erfährt nur wer das Buch liest, es wäre sonst zu viel verraten.

Das Cover passt farblich mit einem Hauch von Sonne zu dem Buch.

Fazit

„50 Tage der Sommer meines Lebens“ von Maya Shepherd ist ein Auf und Ab der Gefühle, Abenteuerlust, Wohlfühlmomente gehen Hand in Hand mit Emotionen und Witz. Jason und Jade sprühen, jeder auf seine ganz eigene Weise vor Lebenslust. Passend zur Farbwahl entwickelt, dieses Buch eine sommerlich, sonnige Atmosphäre, die ich mit einem perfekten Sommertag vergleiche. Überwiegend großartig, zum Seufzen schön und gelegentlich ein turbulentes Sommergewitter. In Gedanken war ich den letzten Tagen immer bei Jason und Jade, selbst während ich nicht las. Jade ist sonst kein spontaner Mensch und unter normalen Umständen, wäre sie nie auf den Rücksitz geklettert. Sie hat den Moment so ausgenutzt, wie sie fühlte und für diesen Mut, bewundere ich sie. Was mir von „50 Tage der Sommer meines Lebens“ bleibt? Trau dich, um die Zeit deines Lebens zu erleben. 5 Sterne.

© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de


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liebe, familie, jugendbuch, die quersumme von liebe, katrin zipse

Die Quersumme von Liebe

Katrin Zipse
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2015
ISBN 9783734850110
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

 

Jede Familie hat ihre eigenen Geheimnisse und eines Tages stößt Luzie zufällig, auf das Geheimnis ihrer Familie. Ihre Oma, die Mutter, ihres geliebten, verstorbenen Papas hat 10 Jahre länger gelebt, als Luzie wusste. Warum nur hat ihre Mutter ihr das verschwiegen beziehungsweise ihr gesagt, dass ihre Oma tot sei? Eine Ungereimtheit von vielen. Mit einem Mal hinterfragt Luzie alles. Warum redet ihre Mutter nicht über den Unfalltod des Vaters? Hat sie eventuell etwas damit zu tun? Auf der Suche nach Antworten lernt Luzie, Puma kennen und verliebt sich in ihn. Plötzlich verschwindet Luzie spurlos und ihr kleiner Halbbruder Aaron ist ganz krank vor Sorge, er weiß doch genau wo sie ist. Er bittet Puma um Hilfe und gemeinsam machen sich der große Held und der kleine Wicht auf die Suche nach Luzie.

 



Der zufällige Satz...   
 
 
„Puma sah mich an, mit diesem dunkelwarmen Blick, in dem ich hätte baden mögen.“
 
Seite 153 Zeile 14 Zeile 15

 

Meinung

 

„Die Quersumme von Liebe“ ist mein erstes Buch von Katrin Zipse, welche mit „Glücksdrachenzeit“ bereits viele begeisterte Leser gewinnen konnte.

 

„Oder ob man, wie ich, einfach wissen will, wie schlimm die Zukunft wird“ – Luzie Seite 19

 

Luzie hat als kleines Mädchen ihren geliebten Papa verloren. Kurze Zeit später fängt sie an zu zählen und ihre Ergebnisse durch die Quersumme zu teilen. Bei einem geraden Endergebnis wird es ein guter Tag, bei einem ungeraden Ergebnis muss alles schiefgehen. Ihre Mutter lernt einen neuen Mann kennen, den Luzie nicht leiden kann, der Tag an dem sie ihn kennenlernt, ist in ihrer Rechnung ein negativer Tag. Als ihre Mutter schwanger wird, verschwindet er, aus ihrem Leben, aber dafür hat Luzie nun einen kleinen nervenden Bruder an der Backe.

 

Luzie erscheint aufgrund ihrer Geschichte unnahbar, auch wie sie über ihren Bruder redet. Doch der Schein trügt, Luzie ist gut darin, ihre Gefühle zu verbergen.

 

Die Klangfarbe der Sprache ist intensiv, bildgewaltig, ehrlich und trifft mitten auf den Punkt. Deutlich wird das vor allem bei Puma und bei dem kleinen Aaron. Aaron wird durch seine kindliche, deutliche Art die Herzen der Leser im Sturm erobern.

 

„Und ich Idiot bin breitbeinig einmal durch deine Vergangenheit getrampelt und hab auch noch gedacht, ich wär der Held der Wahrheit.“ – Puma Seite 22

 

„Da steht nur er, ein einsamer verzweifelter Wicht“ – Puma Seite 23

 

Am Anfang steht Luzie schon am Ende ihrer Geschichte. Sie erzählt, in dem sie es aufschreibt, wie der Brieffund ihrer Oma, ihr Leben aus dem Gleichgewicht gebracht hat und wie es dazu kommt, dass sie zu Beginn bereits am Ende ihrer Geschichte ist. Parallel zu ihr greift Puma ins Geschehen ein. Puma kommt nicht so oft wie Luzie vor und das was er schreibt ist im Grunde an Luzie gerichtet. Der Leser weiß nur so viel wie Luzie bereit ist ihm zu verraten. Den Perspektivwechsel zwischen Puma und Luzie fand ich ungemein spannend.

 

Das Buch liest sich nicht einfach weg, man verschlingt es regelrecht. Ich war gerührt von Pumas Gefühlen für Luzie, obwohl sie sich erst seit kurzer Zeit kennen. Aaron der kleine Ritter, der nur seine große Schwester beschützen möchte und Luzie die in ihrer eigenen Vergangenheit gefangen ist. Das ihre Oma länger lebte als sie dachte, verunsichert Luzie sie wird skeptisch warum ihre Mutter sie angelogen hat. Während sie nach Antworten sucht, konfrontiert sich Luzie mit ihrer Vergangenheit und entdeckt weitere Familiengeheimnisse.

 

Am Ende ergibt sich ein rundes Bild für den Leser und er versteht, warum es so kommen musste, wie es kam.

 

Fazit

 

Dieses Buch entwickelt einen starken Sog, welchen den Leser nicht loslassen wird, ehe die letzte Seite beendet ist. „Die Quersumme von Liebe“ ist die Summe von Liebe in ihrer Gesamtheit und Vielseitigkeit. Es ist poetisch, bildgewaltig und intensiv mit liebevollen Charakteren, die dieses Buch einfach wunderbar machen. Eine klare Leseempfehlung mit 5 Sternen.

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