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349 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 128 Rezensionen

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Hazel Wood

Melissa Albert , Fabienne Pfeiffer , Frauke Schneider
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Alice ist mit ihrer Mutter Ella schon ihr ganzes Leben unterwegs, nie sind die beiden lange an einem Ort. Das sollte sich in New York ändern, in dieser Stadt waren sie bislang am längsten. Ella hat  geheiratet, auch wenn ihr Mann nicht die Zustimmung von Tochter Alice fand.

Nur langsam kann sie sich an ein sesshaftes Leben gewöhnen und schon bald wird dieses wieder auf den Kopf gestellt, als Ella spurlos verschwindet und die Vergangenheit Alice einholt.

Ein altes Märchenbuch, welches ihre Großmutter Althea Prosperine geschrieben hat, spielt dabei eine wichtige Rolle. Nur hat Alice bislang keine Möglichkeit gehabt, dieses Buch zu lesen, es gibt nur noch wenige Ausgaben. Hilfe erhofft sie sich von ihrem Klassenkameraden Finch, der ein Fan von „Märchen aus dem Hinterland“ ist und der sie auf der Suche nach ihrer Mutter begleitet.

Die Märchen aus diesem Buch sind nicht mit denen der Gebrüder Grimm zu vergleichen, sie sind gefährlich, düster und tödlich. Genau diese Mischung fand ich spannend. Klar, mag ich Märchen wie Schneewittchen oder Aschenputtel, doch haben es mir in der Kindheit vor allem die Märchen angetan, in denen die Figuren eine sichtbare Entwicklung durchlaufen müssen. Die Märchen, die ich aus dem Hinterland kennenlernen durfte, trafen meinen Geschmack.

Im Laufe der Handlung wird diese immer verschlungener, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Die Geschichte wird zu einem Kaleidoskop, das die einzelnen Teilchen immer wieder neu zusammensetzt, da den Überblick zu behalten kann schwer werden.

Meinen Nerv hat „Hazel Wood“ getroffen und ich habe mich in diesem dichten Märchen Wald, den vielen Szenen und Figuren nicht aus der Ruhe bringen lassen und bin nicht vom rechten Weg abgekommen.

Alice ist ein verschlossenes, aber starkes Mädchen, dass jahrelange Herumreisen und die ständigen Ortswechsel haben sie vorsichtig werden lassen. In ihrem Leben gab es bisher ihre Mutter und sie. Selbst von ihrer berühmten Großmutter weiß sie nur wenig. Erst mit Finch an ihrer Seite lernt sie, sich auch auf andere einzulassen.

Finch ist ein großer wissbegieriger Fan der „Märchen aus dem Hinterland“ und nicht nur mit diesem Wissen eine Unterstützung für Alice. Die beiden ergänzen sich und dabei hatte ich nicht den Eindruck, dass leidenschaftliche Gefühle eine große Rolle spielen, das war erfrischend angenehm.

Für mich eine rundum gelungene Geschichte.

Fazit

„Hazel Wood Wo alles begann“ verströmt eine dunkle, mystische Atmosphäre vor allem weil die Märchen, welche eine zentrale Rolle spielen, alles andere als ein glückliches Ende und Leben bereithalten. Genau die Mischung, die ich an Märchen reizvoll finde. Die Umstände zwingen Alice dazu sich mit diesem Thema und mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Im weiteren Verlauf explodiert die Handlung förmlich und setzt sich aus vielen einzelnen Stücken immer wieder neu zusammen. Nicht immer leicht da den Überblick zu behalten. Bei mir jedenfalls hat „Hazel Wood Wo alles begann“ damit einen Nerv getroffen. 5 Sterne.
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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Mit dir unter dem weiten Himmel

Heidi R. Kling , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2018
ISBN 9783473585212
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Das Cover mit dem Cowgirl und Cowboy Pärchen im Vordergrund der Kulisse und in Kombination mit dem Titel, kann einen falschen Eindruck über den Inhalt vermitteln. Ich habe eine leichte sommerlich angehauchte Liebesgeschichte mit charmanten Cowboys und frechen Cowgirls, Pferde, Rinder, Prärie und lauen Sommernächten erwartet, und nicht das mich Paige zwischen 480 Seiten mit ihren ergreifenden facettenreichen Leben in ihrem Bann zieht.

Um hier die Anmerkung der Autorin Heidi R. Kling vorwegzunehmen, es ist ihr gelungen aus drei Themen, die mindestens für zwei Bücher, wenn nicht sogar für drei Bücher gepasst hätten, einen einzigen Roman zu machen.

Worum geht es also in „Mit dir unter dem weiten Himmel“? Um die Folgen einer Jugend für die nur der Erwartungs- und Leistungsdruck der Eltern wichtig ist, von Paige, die dadurch erste Risse bekommt, sich in eine ungesunde vergiftende Beziehung begibt, die weitere tiefe Narben hinterlässt und hilflos dem Schicksal eines geliebten Menschen gegenüber zu stehen, an dem Paige endgültig zu zerbrechen droht.

Paige soll die Ferien, bevor ihr College beginnt, in Wyoming auf der Ranch ihres Vaters verbringen. Bei ihrer Ankunft ist Paige nur noch Haut und Knochen, ein Schatten ihrer selbst. Ihren Vater hat sie seit Jahren nicht mehr gesehen, da sich ihre Eltern trennten und ihre Mutter sie nach Kalifornien mitnahm.

Paige lernt Jake kennen, der junge Cowboy, lebt und arbeitet auf der Ranch ihres Vaters Gus und beide verstehen sich auf Anhieb. Kein Wunder, denn Jake ist großartig, ich habe mich in seine offene, ehrliche freundliche Art auch verguckt. Jake hat etwas Beruhigendes an sich und wirkt wie Balsam für Paiges verletzte Seele. Die Anziehungskraft der beiden ist spürbar. Die Entwicklung dieser Linie hat mir gefallen und besteht aus dem richtigen Tempo und die Zweifel bezüglich der Vergangenheit, welche Paige zu bewältigen hat, verständlich. Gegen Ende ab 90 % bin ich hibbelig und unruhig geworden, weil sich mein Wunsch für einen gelungenen Abschluss schwergetan hat. Ich hatte Sorge, dass ich aus „Mit dir unter dem weiten Himmel“ nicht mehr mit einem guten Gefühl rauskomme, sondern nur noch mit traurigen Herzen. Traurig wird es definitiv, mir sind Tränen gekommen, ein Zeichen wie nah mir Paige, Gus, Anna und Jake gegangen sind.

Paige ist die Ich-Erzählerin des Romans und sie erzählt einmal von ihrer Gegenwart und einmal von der Vergangenheit, dabei enden gerade die Kapitel der Vergangenheit oft plötzlich an spannenden Stellen, einiges lässt sich erahnen, wirklich wissen, aber erst, wenn man weiterliest.

Paige Vergangenheit ist dramatisch und bleibt realistisch. Es hat mich traurig gemacht, dass sich junge Menschen so einfach das Leben nehmen können, ihre Gründe mag für den einen oder anderen, nicht überzeugend sein. Natürlich warum auch, diesen einen Schritt zu weit gehen, nur wegen einer College Absage? Aber es gibt diesen Leistungsdruck und die Versagungsängste wirklich und wenn man da nicht entsprechend gegen wirkt, keinen anderen Ausweg sieht, dann kann dieser Schritt für die Betroffenen richtig sein. Bei so was leide ich mit, bekomme Gänsehaut. So weit sollte niemand gehen. Dann ist da noch die Beziehung die Paige führt, was mit einem Nervenkitzel beginnt, endet in einem Albtraum.

Dagegen wirkten die Szenen in der Gegenwart mit Jake wie Balsam, auch wenn Paige es ihm nicht leicht macht, spürte ich hier Wärme und Geborgenheit. Als sich ein weiteres Schicksal offenbart und mit Wucht zuschlägt, bekam auch diese geborgene Gegenwart eine unangenehme Realität. Das Leben bietet einen nicht immer Limonade, manchmal ist es voll bitter-sauren Zitronen.

Mich hat der Schreibstil der Autorin Heidi R. Kling abgeholt, berührt und trotz der Frühlingstemperaturen frösteln lassen und am Ende hat sich "Mit dir unter dem weiten Himmel" mit einem hoffnungsvollen Gefühl von mir verabschiedet.

Fazit

Auf den ersten Blick scheint "Mit dir unter dem weiten Himmel" eine sommerliche Liebesgeschichte zu sein, ein Roman zum Schwärmen, Träumen, Urlaub machen, allerdings täuscht dieser erste Eindruck, denn zwischen den Seiten geht es um eine ungesunde, vergangene Beziehung, Leistungsdruck und die Angst einen geliebten Menschen zu verlieren. Gerade Cowboy Jake sorgt für Leichtigkeit und hebt die Stimmung, trotzdem fühlte sich diese Geschichte eindringlich, realistisch an. Ich musste oft Schlucken, da meine Emotionen mit mir durchgingen. Das Leben schenkt einem nicht immer Limonade, lässt einen aber selten alleine stehen und am Ende sind es gerade die Menschen, die einem zur Seite stehen, die einen ein gutes, hoffnungsvolles Gefühl vermitteln. 5 Sterne.
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149 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

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Das tiefe Blau der Worte

Cath Crowley , Claudia Feldmann
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551583727
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

„Das tiefe Blau der Worte“ hat mich mit sich gerissen. Rachel hat etwas, dass ihr wichtig gewesen, ist verloren und kehrt darum zurück in die Stadt um bei ihrer Tante Rose zu wohnen. Dieser Umzug ist gleichermaßen eine Flucht und ein Versuch nach vorne zu schauen. Auch Henry hat etwas für ihn Wichtiges verloren, als er hört, das seine beste Freundin Rachel zurück ist, freut er sich, auch wenn beide während der letzten drei Jahren keinen Kontakt hatten. Nur ist die neue Rachel ganz anders, als die, die gegangen ist, Henry hat Schwierigkeiten ihren Panzer zu knacken, sie ist ihm gegenüber äußerst abweisend. Rachels Verlust lastet schwer auf ihr und bedrückte während des Lesens allmählich auch mich. Henry gibt sich viel Mühe, zu ihr durchzudringen, denn er braucht seine beste Freundin, weil er Probleme hat, über die er mit ihr sprechen möchte.

Zum Glück merkt Rachel selbst, dass es so nicht lange weiter gehen kann und das sie den Menschen mit ihrer kratzigen Art unrecht tut und vertraut sich Henry an. Diese drückende Traurigkeit wird zu einer sanften Melancholie und schafft Platz für die Bücher, das Leben und die Liebe.

Mittelpunkt von „Das tiefe Blau der Worte“ ist die Buchhandlung von Henrys Familie und dieser Ort ist magisch. Dieses Buchparadies für gebrauchte Bücher ist ein Zaubergarten. Ich habe mich in die Briefbibliothek verliebt. Die Bücher dieser besonderen Abteilung dürfen nur vor Ort gelesen werden, sie werden von den Lesern ebenfalls mit Leben gefüllt und dienen als Social Media Channel, da sich zum Teil fremde Menschen durch Briefe zwischen den Seiten miteinander austauschen können. Von den Figuren ein gern genutzter Kommunikationsweg, der nebenbei eine eigene Geschichte erzählt.

Henry und Rachel kennen sich so gut, dass es egal zu sein scheint, was sie trennt, sie sind immer auf einander eingespielt und für einander da, ich mochte sie sehr gerne. Auch Henrys Familie hat es mir angetan, ich hätte gerne noch mehr Zeit in dieser tröstlichen Buchhandlung verbracht.

Die Autorin Cath Crowley zaubert, webt und haut einen mit ihrem sanften, berührenden und treffsicheren Schreibstil um. Es sind nicht nur Rachel und Henry mit denen sie mich gefesselt hat, sondern mit dieser einzigartigen und ganz besonderen Briefbibliothek, die ihre eigenen Geschichten erzählt. Dieses Buch gehört in jedes Regal und in jedes Herz.

Fazit

Wenn Leben in einem heranwächst, wird einem bewusst wie wundervoll und schmerzlich „Das Tiefe Blau der Worte“ ist, zwischen diesen Seiten steckt so viel Verlust und Leben, Trauer und Hoffnung, Bücher und Liebe. Immer wieder hatte ich einen Kloß im Hals und immer wieder gelang es dem Buch meine eigene Traurigkeit in eine sanfte, hoffnungsvolle Melancholie zu wandeln. 5 Sterne für dieses schöne Buch.
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151 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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The Crown's Game

Evelyn Skye , Friederike Levin
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 15.08.2018
ISBN 9783407749482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Geschichten, die in Russland, das alte oder moderne, spielen habe ich bislang kaum etwas gelesen. Als mir "The Crown´s Game" auf der Buchmesse vorgestellt wurde, war ich hellauf begeistert und wollte es lesen.

Vika lebt mit ihrem Vater auf der Insel Owtschinin und wird von ihm zur Magierin ausgebildet. Denn an der Seite des russischen Zaren steht ein magischer Berater. Was Vika zu der Zeit nicht ahnt, sie ist nicht die einzige Magier Anwärterin. Im entfernten Sankt Petersburg wird Nikolai von der Baronin Galina Zakrewskaja zum Magier ausgebildet.

Da es allerdings nur einen Magier geben kann, entscheidet das Spiel der Krone über den Sieger. Ein Wettstreit mit garantierten tödlichen Ausgang, einer wird siegen, während der andere sterben wird.

Weil Vika auf einer Insel fernab der Stadt, mehr ländlich aufgewachsen ist, erscheint sie ungezähmt, furchtlos und nicht an dem höfischen Protokoll des Zarenhofes angepasst. Vika handelt instinktiv und deshalb fällt sie Nikolai und dem jungen Prinzen Pascha sofort auf.

Nikolai wächst im Haushalt von Baronin Galina heran, wirkt galant, charmant und höfischer. Zu seinen Stärken zählen sein großer Wissensdurst und ein analytisches Denken. Leicht wird Nikolai aber nichts gemacht und vieles, was er erreicht hat, hat er sich erarbeiten müssen.

Vika und Nikolai sind zwei Figuren, die ich sehr mochte, in jedem konnte ich mich hineinversetzen und mit fühlen.

Neben den beiden ist auch der Zarensohn Pascha eine wichtige Figur. Pascha ist der Nikolais bester Freund. Er liebt seine Freiheit und nimmt sich diese, wann er kann. Als Sohn des Zaren ist ihm das nicht offen erlaubt. Er sieht das russische Volk mehr mit dem Herzen, als mit dem Verstand wie sein Vater und seine Schwester. Die Erwartungen und der Druck, der auf ihn als künftiger Regent liegen, lasten schwer.

Während für Nikolai und Vika, die sich nicht nur im Wettstreit, sondern auch persönlich auseinandersetzen müssen, der Wettbewerb im Mittelpunkt stehen, greifen am Rande Intrigen und dunkle Wahrheiten ihre Krallen nach dem Zarenreich aus.

Die Handlung fokussiert sich sehr auf den Wettstreit, was mich nicht störte, denn so bekam ich die Gelegenheit Pascha, Vika und Nikolai gut kennenzulernen, vor allem das Zwischenmenschliche kommt dabei nicht zu kurz und sorgt für einen bittersüßen Herzschmerz, da es nur einen Sieger geben kann.

Von Russland bekam ich einen kleinen Einblick, dass meiste spielt sich in Sankt Petersburg und dem Winterpalast ab. Da wird es im zweiten Band möglicherweise mehr Spielraum geben müssen. An einigen Stellen fielen russische Worte die nicht übersetzt worden, hier hätte ich mir ein Glossar am Ende gewünscht. Mir hat das Nachwort der Autorin gefallen, in russischer Geschichte bin ich nämlich nicht bewandert und es nicht alles, was die Autorin in „ The Crown´s Game“ verwendet hat, reine Fiktion. Manches davon gab es wirklich.

Mein Ausflug ins Russland um 1825 und an den Zarenhof hat mir Spaß gemacht. Das Ende ist so, wie ich es mir im Handlungsverlauf ausgemalt habe, durch die kleinen Randspitzen hat die Geschichte, allerdings mehr Spannung erhalten und ich glaube im zweiten Band wird es mehr Konflikte geben, die weitreichende Folgen haben können.

Fazit

„The  Crown´s Games“ war mein erstes Buch, das in Russland zur Zarenzeit um 1825 spielt. Der Fokus liegt auf dem Wettstreit der zwei Magier Anwärter, die sich mit ihren Künsten übertrumpfen müssen. Dabei lernen sie einander auch immer besser kennen. Denn ihre Magie funktioniert nicht, ohne etwas von sich preiszugeben. Die ohnehin schon komplizierte Beziehung von Vika und Nikolai, wird zusätzlich noch vom Prinzen Pascha erschwert. Alle drei Figuren, die mir sympathisch waren und die es sich nicht ausgesucht haben, dass sie es schwer haben. Die Entwicklung im Spiel herum bleibt zunächst nur am Rande, lässt aber vermuten, dass sie sich im zweiten Band zu einer konfliktreichen Herausforderung entwickeln werden. 5 Sterne
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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Aqua - Im Zeichen des Meeres

Anne Buchberger
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2018
ISBN 9783492704717
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Luna im Zeichen des Mondes“ meine Buchüberraschung im letzten Jahr führte mich nach Hyianda und zur Kronprinzessin Analina Nelia die sich auf eine gefährliche Reise quer durchs Reich begeben musste, um an der Akademie des Meeres zu einer guten künftigen Regentin ausgebildet zu werden. Hyianda steckt voller Fantasie, verschiedene Lebensformen wie Schneeriesen, Zwerge oder Menschen leben größtenteils friedlich zusammen, Nahrungsmittel haben eigene Namen, ebenso gibt es andere Bezeichnungen für Wochentage und Monate. Mir hat der Einfallsreichtum gefallen und das in „Luna im Zeichen des Mondes“ mehr steckt als nur die abenteuerliche Reise einer jungen Prinzessin. Was mir im letzten Jahr so gut gefallen hat, ging für mich im zweiten Band „Aqua im Zeichen des Meeres“ nahtlos weiter.

Für Ana, die bisher einzeln unterrichtet wurde und mit Kindern in ihrem Alter nur wenig Erfahrungen machen konnte, ist die Akademie eine Herausforderung, der sie sich nicht ohne gute Freunde stellen muss. Penny und Isla haben einen großartigen Einfluss auf Ana und holen sie oft auf den Boden zurück, wenn die Nerven mit ihr durchgehen. Isla, direkt, ehrlich und unkompliziert mochte ich schon im ersten Band sehr gerne. Penny, die neu in der Runde, wirkte anfangs verschüchtert und zurückhaltend, ihr wacher, aufmerksamer Verstand blitzte durch und machte sie schnell unverzichtbar. Ich bin ein großer Penny und Isla Fan, genau die richtigen Begleiterinnen für Ana. Als Tochter der Königin hat es Analina nicht leicht, den Druck und den Erwartungen gerecht zu werden. Immer scheint ihre Mutter Lynda Celeste allgegenwärtig und auch der persönliche Mutter Tochter Konflikt spielt eine wichtige Rolle.

Gelegentlich schwenkt die Perspektive zu Lynda und so werden ihre Gefühle und Absichten nachvollziehbar. Als Leserin war ich oft hin und her gerissen zwischen dem Verständnis und Mitgefühl für Anas Sicht und Lyndas Beweggründe. Manchmal hat mich dieses Mutter Tochter Verhältnis an meine Mama denken lassen, als sture Teenie Tochter hatte sie es auch nicht immer leicht mit mir.

Das Leben an der Akademie nimmt einen großen Teil der Handlung ein, was für mich in Ordnung gewesen ist. Ich liebe Internatsgeschichten und ich habe mich heimelig gefühlt. Zwischen all dem, kamen die Geheimnisse nicht zu kurz, noch immer kratzt man nur an der Oberfläche für die wirklichen Hintergründe. Es bleibt bis zur letzten Seite spannend was Lynda Celeste, Königin von Arden und Lothian, der Regenkönig aus Nubien noch verbergen.

Fazit

„Luna im Zeichen des Mondes“ war ein Reiseabenteuer, „Aqua im Zeichen des Meeres“ ist ein Internatsabenteuer. Ich habe gerne meine Zeit mit „Aqua im Zeichen des Meeres“ verbracht, es war spannend, lustig und in seiner Tiefe so unglaublich überraschend und reif, dass ich auch Band 2 viel mehr als All Age Buch sehe, als nur für ein jüngeres Publikum. Ich freue mich auf den nächsten Band. 5 Sterne.
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619 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 206 Rezensionen

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Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Es wird schwer werden, die ganze Atmosphäre einzufangen, ohne zu viel zu verraten.

Die Schwestern Serina und Nomi leben in Viridia in der Stadt Lanos. Dieses Land erinnert mit Namen von Figuren und der Architektur an Italien. Frauen haben in diesem Land keine Rechte, sie dürfen noch nicht einmal lesen. Das perfekte Bild einer Frau stellt die Grace da. Anmutig, sanft unterwürfig wie eine Blume, ein selbstbestimmtes Leben ist verpönt.

Serina wird von frühester Kindheit zu einer Grace des Regenten herangezogen. Jedes Jahr wählt der Regent unter den schönsten Mädchen die Mädchen aus, die von nun an im Palazzo leben und ihm in allen Dingen gefügig sein müssen. Serina ist keinesfalls verblendet, sie ahnt, welche Opfer sie als Grace eingehen muss und sie ist dazu bereit. Schließlich kann ihre Stellung auch ihrer Familie nützlich sein.

Für Serina ist die Rolle klar und auch Nomi wurde jahrelang für ihre Aufgabe als Dienerin ihrer Schwester vorbereitet. Immer unter der Voraussetzung, dass diese zur Grace erwählt wird. Nomi versteht es nicht, wie sich ihre Schwester so einfach ihrem Schicksal ergeben kann, sie ist aufmüpfig und um ihrer Selbstwillen nicht bereit hinzunehmen, nichts zu dürfen.

Ich konnte die Beweggründe beider Schwestern nachempfinden. Es ist schwer ein Urteil zu bilden, wenn man außenstehend ist. Nomi und Serina werden noch lernen einander zu verstehen. Denn über diesen starken Kontrast eines luxuriösen Palazzo und dem zweiten entbehrungsreichen Handlungsort verbindet die Schwestern immer ihre Liebe zueinander und für diese sind sie bereit alles zu tun.

Kurze Zeiten zu entspannen, sich fallen zu lassen, ja schon fast einen Wohlfühlmoment zu finden, gibt es eher selten, denn die Sorge und die pure Angst sind ständige Begleiter. Ich wurde von den Seiten regelrecht inhaliert, konnte nicht aufhören, sie zu lesen. Die Figuren begleiten mich immer noch. Können Serina und Nomi Gefühle zu männlichen Figuren aufbauen und wenn ja sind diese glaubwürdig?

Sie sind Frauen in einer Welt, in der der Mann über alles steht und alles bestimmen kann, da entsteht auch Angst oder Misstrauen und das kommt rüber. Ich konnte es nicht verhindern, dass mein Happy End süchtiges Herz geklopft hat und das ich mich bei der einen Schwester fast fallen ließ. Für mich war das alles schlüssig, denn wenn Unsicherheiten dich ein Leben lang verfolgen, ist eine freundliche Gestik bezaubernd.

Von Anfang an stellt sich die Frage, wie ist es möglich, dass Frauen in Viridia so unterdrückt werden? Darauf wird im Verlauf eingegangen und wird hoffentlich im zweiten Band noch weiter vertieft. So wieso erwarte ich im Band 2 eine Menge, denn gegen Ende geht es rasant zu, es geschieht viel, und mindestens an einem Ort wird einem quasi die Möglichkeit für eine Aussprache verwehrt.

Die (An)spannung bleibt die gesamte Geschichte über konstant und so hat mich auch das Ende geschockt und gefesselt, ich warte sehnsüchtig auf den zweiten Band. 5 Sterne.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

dorothea flechsig, erster band, famili, fledermau, fledermaus, fledermäuse, freundschaf, freundschaft, glückschuh verlag, glückschuh-verlag, kinderbuch, mit köpfchen, normale lesbarkeit, rezensio, schule

Sandor - Fledermaus mit Köpfchen

Dorothea Flechsig , Christian Puille
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Glückschuh-Verlag, 15.08.2014
ISBN 9783943030303
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Sandor ist eine kleine braune Fledermaus mit einem Knick im linken Ohr, auch wenn er sich selbst gerne als großer Abendsegler, der in Transsilvanien geboren wurde, bezeichnet. Sandor wohnt in einem alten Rollokasten in einem Klassenraum. Eigentlich wäre Sandor sofort, wieder ausgezogen, nach dem er feststellte, wo er eingezogen war (es waren Sommerferien), allerdings entwickelt die kleine Fledermaus eine Vorliebe für quietschige Tafelkreide und fürs Lernen. Sandor ist pfiffig und neugierig und hat lesen und rechnen quasi nebenbei im Schlaf gelernt.

Genau unter Sandors Rollokasten sitzt Jendrik, ganz hinten an der Wand und in der Ecke zum Fenster. Schon oft haben Sandors Schnalzgeräusche Jendrik in Schwierigkeiten gebracht, denn keiner weiß, dass In dem alten Kasten eine kleine Knickohr-Fledermaus wohnt.

Zwischen dem Jungen und der Fledermaus entsteht eine Freundschaft, in der sie sich gegenseitig helfen.

Begleitet wird die Geschichte mit farblichen Illustrationen von Christian Puille und genau diese sind sehr herzig. Die Hardcoverausgabe kommt zudem noch mit einem Lesebändchen, was vor allem für die jungen Leser hilfreich ist, denn sie können so ihren Lesefortschritt markieren.

Die Geschichte lässt sich gut verfolgen, ich denke Kinder werden sie mögen und erkennen, wie wichtig Freundschaft ist. Wissenswertes über Fledermäuse fließen nebenbei in die Handlung ein, was mir gut gefallen hat. Am Buchende steht ein „Wissenswertes über Fledermäuse“ Nachwort mit weiteren Wissen über die kleinen putzigen Flugkünstler.

Mir hat es der freche, liebenswerte Sandor total angetan, auch wenn ich nicht ganz der Zielgruppe entspreche, werde ich auch die weiteren Abenteuer von Sandor und Jendrik verfolgen.

Die Abenteuer von Sandor der Fledermaus mit Köpfchen gibt es nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Hören und ich bin neugierig, wie wohl die Stimme von Sandor klingen mag, vielleicht höre ich es mir bald an.

Fazit

„Sandor Fledermaus mit Köpfchen“ ist ein Buch für fortgeschrittene Erstleser und besticht durch besonders liebevolle Illustrationen, weil sie alle in Farbe sind. Als geübter Leser ist man natürlich etwas flinker, Spaß macht die Geschichte allemal. Sandor ist herzlich, niedlich und etwas zum Lernen gibt es auch. Für mich ein tolles kleines Abenteuer. 5 Sterne.
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108 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

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Luna - Im Zeichen des Mondes

Anne Buchberger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492704526
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

„Luna im Zeichen des Mondes“ hat mich überrascht, denn eigentlich hatte ich eine königliche Internatsgeschichte erwartet, was ich bekam, war keine reine Schulgeschichte. Auch kein Abenteuer, das ausschließlich für junge Leserinnen ab 12 Jahren geeignet ist. Immerhin wirbt Piper mit seinem neuen Imprint „you & ivi“ damit, dass es die kleine Schwester von „ivi“ ist. Aber in „Luna Im Zeichen des Mondes“, steckt eine kleine überraschende All Age Perle.
Prinzessin Analina Nelia ist die junge Prinzessin des Ardenreiches und lebt mit ihrer Mutter im Schloss Funkelstein. Die Heimat von Prinzessin Analina Nelia ist rein fiktiv und wunderbar kreativ und fantastisch und entspringt der großen Fantasie der Autorin Anne Buchberger. An ihrem Geburtstag erfährt die junge Prinzessin, dass sie an der Akademie der Meere aufgenommen wurde. An dieser Schule soll man ihr alles beibringen, was sie als zukünftige Regentin benötigt. Allerdings ist Analina wenig begeistert von dieser Aufnahme. Für sie bedeutet das nämlich sie muss unverzüglich aufbrechen und eine Reise zu Fuß quer durch das Land antreten. In dieser Szene spiegelt sich das angespannte, fast schon distanziert unterkühlte Verhältnis zwischen der Prinzessin und ihrer Mutter Königin Lynda wieder.

Königin Lynda ist schwer einzuschätzen, ist sie kühl und ablehnend oder liebt sie ihre Tochter und handelt so, wie sie es tut, zum Schutz ihrer Tochter, der Mondprinzessin? Gerade, der Prolog feuert diese Fragen an, denn eigentlich sollte sich eine Königin doch über ihre Schwangerschaft freuen oder? Für mich ist Königin Lynda die wohl interessanteste Figur im gesamten Buch. Denn obwohl der Mittelpunkt Analina ist, bekommen wir Leser im Verlauf noch mal die Gelegenheit Königin Lynda über die Schulter zu schauen und sie eventuell besser zu verstehen oder im Grunde nur noch verwirrter und rätselhafter auf die Geschichte zu blicken.

Unter dessen lässt sich Prinzessin Analina nicht unterkriegen, vielleicht weil ihre zwei besten Freunde Saphiron und seine kleine Schwester Türkis Teil der hoheitlichen Reisegruppe werden dürfen. Diese Reisegruppe besteht des Weiteren aus einem Schneeriesen, einer Waldelfe und eines Gnoms. Oberstes Ziel natürlich, die Prinzessin sicher zu der Akademie der Meere zu bringen. Langweilig wird diese Reise nicht, denn nicht nur die Prinzessin lernt ihr Reich kennen, sondern auch wir dürfen einiges über die verschiedenen Bewohner erfahren. Außerdem ist es auch ein Abenteuer und was wäre ein Abenteuer ohne Gegner? Langweilig, genau. Und so es böse Mächte, die verhindern wollen, dass die junge Prinzessin ihr Ziel erreicht. Denn die Prinzessin ist die Mondprinzessin und um diese ranken sich ganz besondere Geschichten.

„Luna im Zeichen des Mondes“ ist eine mehrteilige Reihe und das merkt man ihrem Auftakt an, hier wird sich viel Zeit genommen, immer wieder Fragen aufgeworfen und nicht alle beantwortet. Das Buch ist eine richtig tolle Überraschung, die Fantasie scheint grenzenlos, die Spannung gut durch dacht und das ganze Konzept hat für mich nichts Kindliches sondern es ist Fantasy für jedes Alter und jedem Leser, nicht nur für junge Leser.
Fazit

Wo von Luna und einer Mondprinzessin die Rede ist, werde ich hellhörig, denn im Herzen werde ich immer mit Sailor Moon verbunden bleiben. Ganz klar also, dass ich „Luna im Zeichen des Mondes“ im Rahmen der „you & ivi“ Blog Tour lesen wollte. Nur habe ich ein Kinderbuch erwartet, immerhin stellt sich Pipers neues Imprint „you & ivi“ als kleine Schwester von „ivi“ vor und möchte sich an junge Leser ab 10 Jahren richten. Doch wer Prinzessin Analina kennenlernen möchte, wird feststellen, dass ihre Geschichte so viel Potenzial an Kreativität, Spannung und rätselhaften Charakteren bietet, dass dieses Buch mit Leichtigkeit auch älteren Lesern verzaubern und begeistern kann. Eine kleine gelungene überraschende Buchperle, die mit Sicherheit auch mit dem folgenden Abenteuer begeistern, und glänzen wird. 5 Sterne.


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Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Der Tower, in New York, ist ein Gebäude mit 1000 Etagen, der Mittelpunkt von „Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“, in ihm spielt sich der Großteil der Handlung ab. Er ist eine wie eine eigene Stadt in einem Gebäudekomplex mit Wohnflächen, Geschäften, Restaurants, Bars, Cafés, Hotels, und diverse andere Freizeitmöglichkeiten. Hätte ich nicht schon TV Dokumentationen über Wohnhäuser, die einer eigenen Stadt gleichen, gesehen, hätte ich so etwas für unmöglich gehalten.

Die Etage sagt etwas über Einkommen und sozialen Stand der Bewohner aus, je höher, desto weniger spielt Geld eine Rolle, Luxus dagegen gehört zur Grundausstattung. Die Welt im Jahr 2118 hat sich stark verändert, die Technologie hat immer mehr an Bedeutung gewonnen und das Leben mit Annehmlichkeiten vereinfacht. Autos, die man noch selbst steuern muss, gibt es längst nicht mehr, das geschieht nun alles vollautomatisch oder man nutzt gleich einen der vielen Lufttaxis. Die Apartments, die es sich leisten können, nutzen Raumcomputer, welche die Vitalfunktionen der Bewohner überwachen, Haushaltsroboter beaufsichtigen. Das Internet ist mehr zu einem visuellen Erlebnis geworden, jedenfalls für jene, die es sich leisten können.

Diese Zukunft fand ich interessant und manchmal wusste ich auch nicht, ist der Park in denen sich die Figuren aufhalten jetzt im Tower oder doch außerhalb. Die Grenzen waren mir nicht immer klar, da man einfach alles im Tower erleben und erledigen kann. Die Welt außerhalb bleibt blass und ich hatte das Gefühl nicht unbedingt auf der Erde oder in New York zu sein, sondern innerhalb einer Blase. Über die Entwicklung von unserem 2017 bis 2118 erfährt man recht wenig, einerseits schade, andererseits glaube ich nicht, dass es vorab zu Katastrophen und Zerwürfnissen gekommen ist, was ja auch mal ganz angenehm ist.

Die Handlung setzt sich aus fünf Perspektiven und Personen zusammen, die in unterschiedlichen Etagen wohnen und somit einer bestimmten Gesellschaft angehören.

Avery bewohnt mit ihrer Familie das Penthouse in der 1000. Etage. Für ihre Eltern gilt nur das feinste und beste, selbst bei ihrer Tochter. Für die sie keine Kosten gespart haben, um nur die allerbesten DNA Komponenten verwenden zu lassen. Das erklärt Averys Schönheit, sie ist perfekt und Everybodys Darling. Allerdings wirkt das bei ihr nicht aufgesetzt, sie ist wirklich freundlich und liebreizend. Dass ihr der Luxus um sie herum nicht wichtig ist, so lang sie nur ihre unerfüllte Liebe leben darf, kauf ich ihr ab. Bis auf wenige Situationen, in denen sie zickig reagiert, bleibt sie im Vergleich mit den anderen Figuren eher langweilig, wobei ihre Entwicklung am Ende für Band 2 stärker und interessanter zu werden verspricht, weil ich eine kämpferische, starke Avery vermute, die weniger Prinzessin ist.

Eris zu lebt anfangs ebenfalls in den 100 obersten Etagen. Sie ist eine der besten Freunde von Avery und lebt ebenfalls schon immer in den höchsten Etagen. Ihr liegt der luxuriöse Lebensstil im Blut. Sie ist schön, selbstbewusst und genießt ihr Leben in vollen Zügen, nimmt sich, was sie möchte, und geht damit ebenfalls ehrlich um, sodass ihre Art nicht unbedingt unsympathisch wirkt, weil sie keine Maske aufsetzt. Bis ein Fehltritt ihrer Mutter, ihr dieses Leben von einer Sekunde auf die nächste nimmt und sie in die Etage 103. ziehen muss. Eris befürchtet nach und nach ebenfalls einen gesellschaftlichen Abstieg. Eris bleibt bei allem trotzdem immer noch ein bisschen die Luxus-Eris und am Ende hat mir ihreEntwicklung am Meisten gefallen. Von allen reichen Kids ist mir Eris die Liebste.

Leda, ist die streitbarste Figur in „Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“ und diejenige, an der der Vergleich zu TV Serien am besten aufgegangen ist. Sie hat die komplette Bandbreite meiner Gefühle bekommen. Anfängliche Sympathie, weil sie versucht, ihr Leben zu ändern. Ich habe ihr die nötige Kraft gewünscht. Mitleid hatte ich mit ihr, weil sie unglücklich in den Bruder ihrer besten Freundin verliebt ist. Ich wollte, dass sie ein Happy End bekommt. Außerdem wird Leda unfreiwillig zum Spielball unausgesprochener Gefühle und Geheimnisse und das hatte sie nicht verdient. Auf der anderen Seite strapaziert sie mit ihrer Kontrollsucht und ihren ich bin ein reiches Mädchen Allüren die Nerven. Als sie das Miststück herauslässt, hätte ich sie am liebsten kräftig geschüttelt.

Watt, steht für mich, für die Mittelschicht des Towers und für die geniale Weiterentwicklung der Technik. Ohne seine besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten wäre er unauffällig, so aber kann er sein Wissen zu seinem Vorteil nutzen. Durch einen lukrativen Auftrag kommt er mit der Welt der Reichen in Berührung und droht sein Herz zu verlieren.

Rilyn, wohnt im Tower ganz weit unten und ist quasi von Avery und ihrer Welt kilometerweit entfernt. Wenn man Watt noch zur Mittelschicht zählen könnte, so steht Rilyn für die Unterschicht. Seit dem Tod ihrer Mutter kümmert sich Rilyn um sich und ihre kleine Schwester. Nicht leicht, wo Geld knapp und die Schulden erdrückend sind. Sie ist eine Löwin, die zu viel an andere und zu selten mal an sich denkt. Rilyn erhält die Möglichkeit, als Reinigungskraft bei dem reichen Cord zu arbeiten. Ein Gewinn für sie, zumal auch Cord mit der Zeit immer interessanter wird, allerdings ist auch das mit Hindernissen verbunden.

Mit jedem von den fünf durchlebt man Höhepunkte und Tiefschläge, man lacht, leidet und liebt mit ihnen. Der Fokus ist schon stark auf die fünf Figuren gelegt, andere Figuren, wie Familienmitglieder wirken dagegen recht farblos, allerdings fand ich das auch nicht weiter schlimm. Noch mehr Figuren, Dramen und Wendungen und ich hätte den Überblick verloren.

Mich erinnert nicht nur die Umsetzung des ganzen Gefühl- und Liebeschaos stark an Serien. Vor allem anfangs gab es noch Kapitel, die hatten ein befriedigendes Ende und ich konnte das Buch auch mal beiseitelegen, um mich um andere Dinge zu kümmern. Doch dieser Zustand hält nicht lang, schnell laufen Avery, Eris, Leda, Watt und Rilyn zur Höchstform auf, entdecken Geheimnisse, die lebensverändernd sind oder erleben Erfolge in Herzensdinge und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Oder war gedanklich immer daran gefesselt, begierig getrieben, zu wissen, wie es weitergeht.

Zwischenzeitlich ist mir sogar der Prolog total abhandengekommen, erst einige Kapitel vor dem Ende ist er mir wieder eingefallen. Ab da steigerte sich meine Spannung und das unbedingt weiterlesen müssen ins Unermessliche. Ich wollte und konnte den Prolog nicht akzeptieren und am Ende des Buches, als dann alles einen Sinn ergibt, wollte ich nicht akzeptieren, dass der zweite Band erst im Herbst 2018 erscheinen wird. So ein Buchfinale macht es aber auch nicht leicht.

Fazit

„Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“ ist eine, zwischen Buchdeckeln gepackte Drama Serie. Sie bietet ausreichend Stoff an schönen Menschen, verschiedenen Leben, Liebe, Sehnsüchten, Gefühle, Lügen und Intrigen und eine neue kreative, fortschrittliche Welt. Der Handlungsort bleibt allerdings überwiegend an einem Ort, den Tower das höchste Gebäude New Yorks. Durch einen ständigen Perspektivwechsel lernt man die fünf Protagonisten kennen. Mir hat es sehr gut gefallen und zwischenzeitlich war immer ein Teil von meiner aktuellen Figur, bis sich hier irgendwann die wahren Seiten zeigen und ich ihr Handeln weiterhin toleriert oder ihnen am Liebsten ordentlich den Kopf gewaschen hätte. Aber das hat Seriencharakter und das macht die Spannung aus, wenn Geheimnisse oder falsche Interpretationen zu weitreichenden Missverständnissen führen. Selbst wenn ich eine Pause machen musste, war ich gedanklich immer im Jahr 2118 und im Tower. Auch ich als Leserin habe eine Sucht verpasst bekommen und muss nun noch eine Weile im Ungewissen aushalten, da Staffel 2, ähm Pardon ich meinte natürlich Band 2 im Herbst, 2018 erscheint. 5 Sterne.
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Soul Mates - Flüstern des Lichts

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473585144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

„Soul Mates Flüstern des Lichts von Bianca“ Iosivoni ist der Auftakt einer Romantik Fantasy Reihe und ein Kampf von Licht und Schatten.

Rayne hat die Highschool abgeschlossen und arbeitet nun in einer kleinen gemütlichen Buchhandlung in ihrer beschaulichen Kleinstadt Divine Creek. Raynes Leben verläuft in ruhigen Bahnen und ist recht überschaubar, wären da nicht die gelegentlichen Stimmen, die nur sie hört oder die schrecklichen Dinge, die sie in der Zeit vor ihrer liebevollen Adoptivmutter Nora, erleben musste.

Auf der Suche nach ihrer kleinen Schwester Emma wird Rayne von einem Fremden angegriffen. Dieser Fremde zeigt übernatürliche Fähigkeiten, Rayne hat keine Chancen, bis ihr zwei weitere Männer zur Hilfe kommen.

Dass einer ihrer Retter, Colt, anziehend gut ausschaut und wenig freundlich auf Rayne reagiert, gehört schon irgendwie zu diesem Genre auch die augenblickliche Anziehungskraft zwischen ihm und Rayne.

Rayne ist zwischen den Fronten der Lichtseelen und der Dunkelseelen geraten, wenig überraschend, zeigen sich bei ihr ebenfalls Kräfte, die sie zu einem möglichen Mitglied einer Seite machen. Sie muss sich nur entscheiden, auf welche Seite sie stehen möchte. Zunächst lernt sie allerdings die Lichtseelen genauer kennen und auch auf die Anziehungskraft zwischen ihr und Colt wird eingegangen.

Rayne ist treu und würde alles für ihre Familie und die wenigen Freunde tun, sie ist eher ruhig und steht nicht gerne im Mittelpunkt. Ihr reicht ein ruhiges friedliches Leben vollkommen aus. Die Erlebnisse ihrer eigenen Vergangenheit haben sie vorsichtig und skeptisch gemacht. Allerdings ist sie nicht schwach, sie kann sich verteidigen, auch in Bezug auf Colt bleibt sie sich treu. Colt ist auf dem ersten Blick genauso wie erwartet, er ist geheimnisvoll und anfänglich nicht gerade begeistert, dass er Rayne begegnet ist. Doch ich konnte mich nicht lange wehren, und bin Colts Charme recht schnell erlegen. Auch auf die weiteren Lichtseelen wird eingegangen, man lernt die Truppe also ganz gut kennen und schließt sie schnell ins Herz.

Die Welt der Lichtseelen und ihren Gegnern, den Dunkelseelen wird gut erklärt, für welche Seite sich Rayne entscheiden wird, keine Überraschung, eigentlich, denn Rayne hinterfragt die Dinge, die ihr erzählt werden, und macht eigene Erfahrungen. Nicht selten lassen sich die Menschen einfach in Weiß und Schwarz einteilen, es gibt so viel dazwischen.

Während der Anfang dem Kennenlernen der Figuren und der Welt neben unserer gewidmet ist, trat die Handlung und somit sie Spannung auf der Stelle, weil sich Rayne zu stark auf nur eine Erklärung für das warum sie kann, was sie kann, einschießt. Gegen Ende allerdings nimmt Soul Mates überraschend an Fahrt auf. Es gipfelt in ein wiederholtes Aufeinandertreffen von Dunkel- und Lichtseelen. Dabei überrascht mich Autorin Bianca Iosivoni vor allem mit ihrer Konsequenz und einem Cliffhanger verdächtigen Schluss, der so spannend und unvollständig ist, dass ich den zweiten Band sehnsüchtig erwarte.

Lese Spaß

Wesen mit übernatürlichen Kräften, der ewige Kampf von Gut und Böse und dann noch eine knisternde Beziehung zwischen Rayne und Colt, „Soul Mates Flüstern des Lichts“ von Bianca Iosivoni bietet gute Romantasy.

Die anfängliche starke Anziehung zwischen Rayne und Colt wird schnell geklärt, denn die beiden sind Seelengefährten und das müssen nicht zwangsläufig Liebespaare sein, sondern können zum Beispiel Freunde, Geschwister oder sogar Feinde sein.

Zwischen den beiden knistert es heftig und es bleibt nicht aus, dass sie Hürden haben, trotzdem hatte ich nie das Gefühl, das diese Momente zu schnulzig oder dramatisch gehalten ist. Vor allem Rayne bleibt sie selbst, sie steht sich ihre Gefühle ein und sucht das klärende Gespräch. Hat mir gut gefallen, auch mal wieder einer Protagonistin zu begegnen in diesem Genre die trotz viel Gefühl nicht total blauäugig verliebt agiert, sondern immer noch sie selbst ist.

Dieser erste Band dient der Erklärung und Einführung in die Welt der Dunkelseelen und Lichtseelen, anfangs fand ich das noch nicht richtig spannend und ich glaubte zu wissen, wo es für Rayne hingeht, allerdings konnte mich die Bianca Iosivoni zum Ende hin überraschen und mich immer mehr an die Geschichte fesseln, die auf jeden Fall mit Band 2 rasant, weiterhin konsequent und spannend zu werden verspricht.


Fazit

„Soul Mates Flüstern des Lichts“ ist der erste Teil einer neuen Fantasy Reihe mit Herz von Autorin Bianca Iosivoni. Rayne, eine Unentschlossene und Colt, eine Lichtseele, stehen hier im Mittelpunkt des Konflikts zwischen Licht- und Dunkelseelen. Die beiden funktionieren gut miteinander, es wird kribbelig und die Luft knistert, ohne das Geigen in der Luft hängen und diese Szenen verkitscht wirken. Mir hat das gefallen, dass die Protagonisten sich treu bleiben und dass sie Probleme ansprechen.
Man gewinnt einen ausführlichen Einblick in das Leben der Lichtseelen, allerdings werden auch kleine Zweifel an ein starres Festhalten von Gut und Böse gestreut, was ich ebenfalls richtig fand, weil es die Spannung steigert und gegen Ende des Buches konnte mich Bianca Iosivoni nicht nur mit ihrem kompromisslosen Verlauf überraschen, sondern mich auch mit einem Cliffhanger fesseln. 5 Sterne.

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kaugummi, leherin, schüler, täuschung, verwandlung

Der Zauberkaugummi

Kristina Dunker , Pascal Nöldner
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 04.07.2017
ISBN 9783649669968
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Beim Durchblättern des Verlagskatalogs bin ich optisch an "Der Zauberkaugummi, Hilfe ich bin meine Lehrerin" hängen geblieben. Mir haben die Illustrationen von Mia und Frau Sterup sofort gefallen. Außerdem mag ich Verwechslungszauber Geschichten und ist die Idee sich plötzlich als Schülerin im Körper der Lehrerin wieder zu finden, nicht lustig? Ich finde schon.

Autorin Kristina Dunker schickt Mia und Jenny Sterup unmittelbar in ihr Abenteuer, dabei bleiben wir als Leser stets an der Seite von Mia. Die ganz klar, überhaupt nicht begeistert davon ist plötzlich im Körper einer erwachsenen Frau zu stecken, denn im Kopf und in ihrem Herzen bleibt Mia eben ein Kind.

Vor allem für Mia sorgt diese Verwechslung für einige peinlich unangenehme Situationen, so muss sie plötzlich liebestolle Hausmeister abwehren, unterrichten oder als Streitschlichter funktionieren. Das alles geschieht mit ihrem kindlichen Charme und wird von herzlichen, liebevollen Illustrationen von Pascal Nöldner begleitet.

Mia lernt jedoch auch ihre Klassenlehrerin Jenny Sterup besser kennen, dabei stellt sie fest, dass auch Lehrerinnen in Schwierigkeiten stecken können oder sich vor Dingen fürchten können.

Diese Eindrücke sind gut für Mia, die daraus den notwendigen Mut bezieht, sich ihren eigenen Ängsten zu stellen.

Das Charakter-Design ist äußerst detailliert und teilweise mit Humor ausgearbeitet, gerade das Lehrerkollegium wird jüngeren Lesern im Gedächtnis bleiben.

Lese Spaß

In letzter Zeit greife ich gerne zu Kinderbücher, weil ich mich nicht in komplexen Welten verlieren, auf stimmige Handlungsstränge konzentrieren oder meine Figur analysieren möchte. Nein ich möchte einfach unbeschwert Abenteuer erleben und dafür sind viele Kinderbücher die perfekten Begleiter.


Mia jedenfalls analysiert nicht jedes Detail bis ins Kleinste durch. Sie agiert vielmehr aus dem Herzen heraus und das hat mir gefallen. Insgesamt habe ich oft geschmunzelt, weil Mia und Frau Sterup doch in so einigen Momenten ganz schön ins Schlingern gekommen sind.

Für mich eine lustige Geschichte, die mir ein paar tolle Lesemomente geschenkt hat.

Fazit

"Der Zauberkaugummi, Hilfe ich bin meine Lehrerin" ist eine Verwechslungsgeschichte, welche sich an jüngere Leser richtet, den großen aber dank den knuffigen Illustrationen auch Spaß machen dürfte. Von mir aus darf Mia gemeinsam mit ihren Freunden weitere Abenteuer erleben. 5 Sterne.
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197 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Eins

Sarah Crossan , Cordula Setsman
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 29.01.2016
ISBN 9783958540576
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

"Eins" von Sarah Crossan, ist mein bislang außergewöhnlichstes Buch und wurde mir von meiner Buchhändlerin ans Herz gelegt.

Tippi und Grace sind 16 Jahre alt und siamesische Zwillinge, die von der Hüfte abwärts miteinander verbunden sind.

Das bestimmt die Richtung, in die das Buch gehen wird und ist doch so viel mehr, denn ganz schnell vergaß ich die Behinderung der beiden. Sah sie als eigenständige Persönlichkeiten und doch wieder als Ganzes.
Der Alltag der beiden Mädchen ist stellenweise so normal, was natürlich ist, denn die beiden ticken wie andere Teenager auch. Tippi und Grace haben noch eine weitere Schwester (jünger), die alle nur liebevoll Dragon rufen.

Bislang wurden die Zwillinge zuhause unterrichtet, weil ihre Eltern ihnen einen sicheren Ort schaffen wollten. Denn sobald sie unterwegs sind, werden Grace und Tippi angestarrt, ungewollt gefilmt oder beschimpft.

Dieses menschliche Verhalten ist beschämend und verletzend. Ihre Einzigartigkeit wird irgendwann immer ein Thema.

Aktuell ändert sich die Schulsituation, da die Schwestern nun auf eine Schule gehen sollen.

Hier erleben sie das was sie schon kennen und was, für unsensible Menschen wohl normal ist. Sie finden jedoch auch Freundschaft, Abenteuerlust und Schmetterlinge im Bauch.

„Unsere Gespräche sind absolut schwachsinnig und als es schließlich klingelt, beginne ich mich zu fragen: Haben wir da etwa zwei Freunde gefunden?“ Seite 69 Grace

Grace übernimmt die Erzählung und legt so viel Wünsche, Träume und Emotionen hinein, das Tränen oder Gänsehaut bei mir nie zu kurz kamen.

Lese Spaß

Die Autorin Sarah Crossan hat eine besondere Form für den Text gewählt, denn es ist kein Fließtext, sondern in der optischen Form eines Gedichts, nur dass es sich nicht reimt.

Zuerst dachte ich, dass durch diese doch oft kurze Form es mir nicht gelingen wird, ganz tief in die Geschichte einzudringen.

Ich wurde eines Besseren belehrt, jetzt am Schluss, diese Form ist perfekt gewählt. Die Handlung traf mich intensiv.

Mir sind Tippi und Grace ans Herz gewachsen und fast bin ich traurig, dass ich durch die Seiten gerast bin. Doch es ging auch zum Teil nicht anders.

Fazit

"Eins" besticht durch eine sehr gut gewählte kurze Erzählung, die einem intensiv mitreißt. Bei mir wechselten sich Gänsehaut und Tränen mit einer starken Lebensfreude ab. Denn so einzigartig Tippi und Grace auch sind, so besonders und normal sind sie auch. Junge Mädchen mit ganz bekannten Wünschen und Träume. "Eins" zeigt, es gibt kein Anders, sondern nur ein Besonders. 5 Sterne.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Im Zweifel tue nichts

Fleur Ferris , Michael Koseler , INIT - Büro für Gestaltung
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 10.07.2017
ISBN 9783407822956
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Gefährliche Internetbekanntschaften

Sierra gehört zu den Mädchen, die der Mittelpunkt von allem sind: präsent, aktiv, lebenslustig und sorglos.

Eventuelle Konsequenzen für sich oder ihre Freunde wägt sie vorab nicht ab, deshalb sind Taylor und die anderen zunächst auch sauer auf Sierra, als sie nach einer heimlichen Verabredung nicht wie abgemacht auftaucht.

Sierra hat im Internet einen Jungen kennengelernt, der die gleichen Interessen teilt, an denselben Tagen auf denselben Events wie Sierra gewesen ist. Das ist perfekt und Sierra, sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn.

Die Emotionen spielen in "Im Zweifel tue nichts" eine zentrale Rolle. Es ist nur verständlich, dass Taylor genervt und eifersüchtig auf ihre beste Freundin ist, denn ein bisschen wird sie von ihr überstrahlt.

Doch schnell lösen Angst, Hilflosigkeit, Hoffnung, Wut und Trauer dieses Gefühl ab.

Als nämlich Sierras nicht auftauchen zu einem Fall für die Polizei wird, wird Taylor schlagartig bewusst, dass die Lage ernst ist. Sie macht sich große Vorwürfe und verspürt eine ganz schreckliche Angst um Sierra, die sich sofort auch bei mir ausgebreitet hat. Rasend schnell und kaum bewusst stellt man sich den Fragen der Ermittler, beinahe hilflos schaut man dabei zu, wie jedes Geständnis, die Mama von Sierra immer mehr zerstört. Während man immer die Hoffnung hat, dass Sierra wieder auftaucht.

Lese Spaß

Das Hoffen, Bangen, die eigenen Vorwürfe und die Anklage von Sierras Mutter haben nicht nur Taylor zugesetzt, sondern auch mir.

"Im Zweifel tue nichts" ist von seiner Seitenzahl recht dünn und als Vielleserin hätte ich das Buch schnell geschafft, aber ich konnte und wollte nicht. Denn alles, was darin passiert war, mir zu jeder Zeit präsent, so dass ich das Buch bewusst in Portionen gelesen habe.

Nicht nur einmal hatte ich Tränen in den Augen, mein eigener Wunsch, dass Sierra mit einem Lächeln und einem lockeren Spruch zurückkommt, übermächtig.

"Ich habe mir gewünscht, sie zu sein, und jetzt bin ich froh, es nicht zu sein." - Taylor Seite 113

Auch diese Gefühle und Gedanken gehören dazu.

Ich habe mich bewusst dafür entschieden, nur auf die Gefühle einzugehen und nicht auf den weiteren Handlungsverlauf, denn das geht nicht, ohne zu viel zu verraten.

Ich finde das Buch absolut lesenswert, weil es helfen kann, gerade im Internet mit Bedacht unterwegs zu sein.

Fazit

"Im Zweifel tue nichts" war für mich als emotionaler Mensch nicht einfach zu lesen, die Stimmungen habe ich in mir aufgenommen und mich mitreißen lassen. Ganz oft fühlte ich mich schrecklich und fassungslos, Tränen während des Lesens in der Öffentlichkeit inklusive. Dennoch ist "Im Zweifel tue nichts" auch ein wichtiges Buch, dass vielleicht jüngeren Lesern als Rat dient, im Internet vorsichtig zu sein, denn es ist so leicht, jemanden zu täuschen. 5 Sterne.
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Hummeln im Herzen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.09.2016
ISBN 9783404175840
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zwischen den Seiten

Lena ist 29 Jahre kurz vor ihrem 30. Geburtstag, hat alles erreicht einen soliden Job, in wenigen Tagen bald Ehefrau von Simon, einen aufstrebenden Rechtsanwalt und dann wusch alles weg, Job und Mann. Einfach abserviert, ausrangiert. Plötzlich steht Lena gestrandet in der WG ihres großen Bruders, Michel seiner Freundin Juli (auch beste Freundin von Lena) und seinen besten Freund Ben.

Damit wird es mega turbulent und lustig um Superchaot Tollpatsch Lena, die nämlich scheinbar nichts auf die Reihe bekommt und kein Fettnäpfchen auslässt.

Von nun möchte Lena das komplette Gegenteil aus sich machen: Beruflich erfolgreich, sexy und den neuen perfekten Traummann finden.

Dabei sind es vor allem ihre Macken und Schwächen, die Lena so liebenswert machen. Zum Beispiel: Lenas stark ausgeprägter Putzfimmel hat auch bei mir nicht haltgemacht, nach dem ich mit dem Lesen fertig gewesen bin, musste ich erst mal meine Wohnung putzen.

In den nächsten Wochen und Monaten erlebt Lena so einiges, lernt einen brummigen Buchhändler kennen, einen übereifrigen Schriftsteller, bei dem sich Lena total verbiegt und sie entdeckt an dem besten Freund vom großen Bruder ganz neue Seiten.

Autorin Petra Hülsmann kreiert mit ihren Figuren zusammen eine heile, gute Laune Welt und siedelt diese in Hamburg an. Es gibt auch keine großen Dramen, aber das brauche ich nicht immer. Es sind auch keine überraschenden Wendungen zu erwarten, was vollkommen in Ordnung ist.

Ich habe mich auf Anhieb in die Figuren verliebt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen, sodass ich mit "Hummeln im Herzen" schnell fertig. Ein richtiger Page Turner.

Da ich zuerst "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" gelesen habe, kannte ich Taxifahrer und Hamburger Original Knut bereits, hat mich sehr gefreut, ihn wieder zu treffen.

Vielleicht taucht er ja dann auch in anderen Büchern auf und verbindet, die sonst in sich abgeschlossenen Geschichten miteinander.

Lena trägt ihr Herz auf der Zunge und neigt zu Kurzschluss Aktionen, die für sie selbst nicht immer lustig sind, dafür für mich als Leserin im Sinne von Schadenfreude ist die schönste Freude, immer lesenswerter waren. Sie ist nicht auf den Kopf gefallen, manchmal hat sie nur tellergroße Tomaten auf den Augen, anders kann ich mir die Sache mit ihrem Schriftsteller nicht erklären oder war das geringe Selbstvertrauen daran maßgeblich beteiligt?

Schöner und ehrlicher fühlen sich dagegen, die Szenen an wo es nur um Ben und Lena geht. Da knistert die Luft und fliegen die Fetzen, alles wohl dosiert, dass es manchmal zum Zähneknirschen war. Einfach, weil ich nach mehr lechzte, aber es nicht immer bekam.

"Hummeln im Herzen" gehört zu den Büchern bei denen ich schon beim Klappentext weiß, wie das Ende sein wird, denn genau das möchte ich haben. Daher bin ich natürlich mit dem Ausgang der Geschichte mehr als nur zufrieden.


Lese Spaß

"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" mit Isabelle und Jens im vergangenen Sommer, hat mich ja schon begeistert, weil da einfach gute Laune und ein Happy End drinsteckte und nun auch "Hummeln im Herzen" wo das gleiche Konzept funktioniert. „Hummeln im Herzen“ ist hier eigentlich der erste Roman von Autorin Petra Hülsmann.

Ich liebe es, wenn Liebesgeschichten, mit Humor und einen nur kleine Prise Drama am Ende das Happyend beinhalten. Oder wenn, die Figuren anfänglich sich noch in die Wolle bekommen und ich als Leserin dem großen Finale entgegenfiebere.

In diesem Sinne haben mich Lena und Ben bestens unterhalten und alles richtiggemacht.

Für mich zählt auch "Hummeln im Herzen" zu den gute Laune-Romance Bücher die den Sommer noch sommerlicher machen.

Fazit

"Hummeln im Herzen" bringt mich zum Strahlen und bescherte mir mit einen chaotisch, tollpatschigen Lena viele Lacher und im Zusammenspiel mit Ben einige Kribblige romantische Seufzer. Hamburg als Setting kommt gut rüber, so dass ich mich nach dem zweiten Petra Hülsmann Roman schon sehr auf meinen ersten Hamburg Besuch freue. Für mich gibt es für diesen kurzweiligen Roman 5 Sterne.


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Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwischen den Seiten

Wenn die Fehler der Eltern das Leben der Kinder bestimmen, wird es kompliziert, vor allem wenn eines der Kinder mehr darüber weiß, als das andere. Es ist eine vertrackte Situation in der sich Sam und Hadley befinden, als sie sich kennenlernen und sich erste Gefühle entwickeln.
"Liebe ist wie Drachensteigen" ist ein Meer der Emotionen und ein Sehnen nach Normalität und Liebe. Sam und Hadley, beide sind abwechselnd Ich-Erzähler, bringen ihre eigenen Gefühle und den ganzen Schmerz rüber. Es ist herzerwärmend wie beide eigentlich nicht wollen, jedoch nicht anders können, als miteinander Zeit zu verbringen. Zu lächeln, zu Herzpochend und sich einfach nur gut zu tun. Auch wenn das Wissen, welches Sam auf sich genommen hat, ihn zusehends erdrückt.

Unterstützt werden die beiden von wundervollen Begleitern, Livy, Sams jüngere Schwester, Kat, Hadleys beste Freundin und Ajay, Sams bester Freund. Die Drei tragen ebenfalls etwas zur Entwicklung von Sam und Hadley bei.

Nur die Rollen der Eltern habe ich nicht ganz nachvollziehen können, da sind mir zu viele Anschuldigungen und Zurechtweisungen im Spiel gewesen, die wenn ich auch ein wenig Verständnis für sie hatte, sie im Großen und Ganzen nicht nachvollziehen konnte. Denn bei all dem Stress und Streit vergaßen sie, für mich ihre eigenen Kinder.

Lesespaß

Eine bessere Gemeinsamkeit als Shakespeare hätte Autorin Ashley Herring Blake für Hadley und Sam nicht wählen können, denn vom Drama haben beide einiges mit einigen seiner Werke gemeinsam. Wie die scheinbar ausweglose Liebe zweier Kinder verfeindeter (zerstrittener) Familien zueinander.

Ob nun Sam oder Hadley an der Reihe waren, ich habe mit jedem von ihnen mitgefühlt. Wie viel angestaute Emotionen in ihnen köcheln und wie viel Verantwortungsbewusstsein gerade in Sam gegenüber Livy steckte.

Eigentlich war ich während des Lesens hin und her gerissen, zwischen der kribbligen Kernlernphase zwischen Sam und Hadley und dem großen Knall, der unweigerlich folgen musste, sobald Hadley die ganze Wahrheit erfährt. Dass die Wahrheit am Schluss doch eine etwas andere gewesen ist, hat mich überrascht und mir ergriffene Seufzer eingebracht.


Fazit

"Liebe ist wie Drachensteigen" ist eine berührende Liebesgeschichte zweier Teenager, deren gesamtes bisheriges Familienleben aufgrund einer Entdeckung zur Lüge wandelte. Hadley und Sam haben sich unabhängig voneinander, von ihren Eltern entfremdet und jeder von ihnen hat einen eigenen Weg gefunden, damit umzugehen. Bis sie einander zufällig über den Weg laufen und sich selbst ineinander verlieben. "Liebe ist wie Drachensteigen" ist eine ganz wunderbare Geschichte über Liebe, Familie, Schuld und Wut, die am Ende mit einer kleinen Hoffnung belohnt. 5 Sterne.

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freundschaft, fußball, highschool, hochzeit, humor, jugendbuch, jugendprobleme, liebe, magellan, rachelmcintyre, rachel mcintyre, rezension, sternschnuppenstunden, strei, tattoo

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der zufällige Satz

„So viel hatte ich jedenfalls gelernt: Alter, Geschlecht, IQ, Persönlichkeit – alles es gab kein typisches Muster. Wenn so was jemanden wie Ayeshas Mum passieren konnte, dann konnte es jeden treffen.“ – Daisy Seite 42

Zwischen den Seiten

Freundschaft, die erste Liebe, Trennung und Neuanfang so in etwa sieht das Leben von Daisy im Moment aus. Nachdem sich Daisy von Matt ihrem ersten Freund getrennt hat, möchte sie gerne neu anfangen und wechselt dafür aufs College. Wo sie Toby kennenlernt. Toby ist supercharmant, Sorte "Warum sollte, sich ausgerechnet, ein solcher Beauty für mich interessieren" Junge. Daisy kann ihr Glück kaum fassen, allerdings weist ihr neuer Traumprinz, ernst zu nehmende Schönheitsmängel auf. "Überlieben in 10 Schritten" zeigt wie schnell, aus Zuneigung, Besessenheit werden kann.

Leseapaß

Die bunte, fröhliche, manchmal überdrehte Daisy macht "Überlieben in 10 Schritten" lebendig und Daisy vom Fleck weg sympathisch. Sie ist eine tolle Ich-Erzählerin. Mit ihren Freundinnen Alesha und Beth hat sie, dank einer langjährigen, erprobten 10 Regeln Liste ein genaues Bild von Liebe und Freundschaft. Diese 10 Regeln ziehen sich wie ein rotes Band durch die Handlung. Eine Übersicht dieser 10 Regeln findet sich am Buchende und rückblickend, meine ich die Handlung richtet sich tatsächlich an diese Regeln aus.

Alesha, Beth und Daisy sind das ABC der Freundschaften, sie halten immer zusammen, auch wenn sie unterschiedlicher Meinungen sind, vor allem wenn es um Jungs geht, getreu ihrer 7. Regel:

"Jungen mögen das Sahnehäubchen sein, aber Freundinnen sind der Kuchen."

Daisy ist selbstbewusst und unabhängig, hat eine Vorliebe für Vintage Mode, Prints und bunte, knallige Farbkombinationen. Toby hingegen ist ein gemeißelter, göttlicher Mädchentraum, wo er auftaucht, schlagen entzückte Mädchenherzen einige Oktaven höher. Dass er ausgerechnet Daisy ins Auge fasst und nicht etwa der schönen, zickigen Britany, lässt Daisy staunen, sie fühlt sie sich zu ihm hingezogen.

Alles ist perfekt, nur verhält sich Toby zunehmend merkwürdig. Möchte ständig wissen, wo sie ist oder wird schnell eifersüchtig. Dass so ein andauerndes Verhalten nicht normal sein kann, begreift Daisy schnell, auch wenn sie ihn oft noch vor anderen verteidigt.

Alles ist perfekt, nur verhält sich Toby zunehmend merkwürdig. Möchte ständig wissen, wo sie ist oder wird schnell eifersüchtig. Dass so ein andauerndes Verhalten nicht normal sein kann, begreift Daisy schnell, auch wenn sie ihn oft noch vor anderen verteidigt.

Von den drei Freundinnen wird am meisten auf Daisys Beziehung eingegangen, doch zusammengenommen steht jedes der drei Mädchen für einen Beziehungstyp, zum Beispiel die solide, die Beziehung die natürlich zum Scheitern verurteilt sein muss, weil sie ein Händchen für merkwürdige Männertypen hat und dann die "Aschenputtel trifft ihren Traumprinzen" Beziehung. Doch Achtung mit den Vorurteilen, nicht jedes muss sich bewahrheiten.

Fazit

Was am Anfang noch als aufmerksam und liebenswert gehalten werden kann, kann sich schnell belastend und kontrollierend anfühlen. In einer Beziehung sollten sich beide Partner wohlfühlen und entfalten können. Rachel McIntry greift dieses Thema in "Überlieben in 10 Schritten auf. Lässt ihrer Protagonistin Daisy genug Raum für Entscheidungen und lässt sie zum Glück sie auch weiterhin ihrem Charakter treu bleiben und das war mir ganz wichtig, dass sie trotz rosaroter Brille auch auf ihren Bauch und Verstand hören kann. 5 Sterne

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Mein Leben, mal eben

Nikola Huppertz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669906
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Wenn Schreiben nämlich bedeutet, dass man etwas versteht, obwohl man es nicht versteht, weil man den Dingen Wörter gibt, UM sie zu verstehen, und wenn Verstehen bedeutet, dass alles immer noch mehr wehtut, als vorher, dann kann ich auch gut darauf verzichten.“ - Anouk Seite 129

Zwischen den Seiten

Von außen betrachtet hat Anouk ihren Platz im Leben gefunden, sie hat ihre Familie und sie hat ihre Hobbys, nur sind beides außergewöhnlich, denn welches 13-jährige Mädchen hört gerne Heavy Metal, wo das doch was für alte Männer ist und Pop doch so viel angesagter und leichter?

Anouk ist mal eben anders, sie nennt das das Unnormal Gen haben, ich nenne das aus der Masse hervorstechen und Persönlichkeit haben. Doch wie jeder Mensch sehnt sie sich nach Freundschaften und nach Akzeptanz. Anouk glaubt ganz fest daran, diesen Zielen näherzukommen, wenn sie sich den anderen anpasst, aber normal sein ist so eine Sache, wenn man ist, wie man ist und das lernt Anouk in "Mein Leben mal eben" auf besonderem Wege.

Lese Spaß

Auf den ersten Seiten habe ich mich mit Anouk schwergetan, denn ihre Gedanken sind alles andere als gradlinig. Sie hopst von der Gegenwart in ihren Memoiren in die Vergangenheit, zurück und dann manchmal komplett wo anders hin. Anouk nutzt dabei viele Klammern und ist einfallsreich, denn es gibt nicht nur diese Klammern () sondern auch diese [].

Nachdem ich mich an die Flunmi-Anouk gewöhnt hatte, konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Anouk ist nämlich mit 13 Jahren schon gefestigt. Natürlich hat die Pubertät sie ebenfalls im Griff und sie macht sich Gedanken um ihre Familienverhältnisse, darüber wie toll es wäre eine Freundin zu haben und wie gut die neue Mitschülerin Lore darein passen würde.

Anouk entwirft Pläne, alles soll sich nun ändern, sie wird eine neue Anouk und macht die Pläne ganz ohne ihre Mitmenschen, von denen einige noch ein Wörtchen mitreden werden.

Mir hat die Botschaft in "Mein Leben mal eben" richtig gut gefallen und ich finde sie wichtig, nicht nur für junge Leserinnen und Leser, sondern auch für uns älteren.

Fazit

Wenn man noch in die Schule geht und entweder aus keinem klassischen Familienmodell stammt oder ein ungewöhnliches Hobby hat, zu dick oder zu dünn ist oder, oder sehnt man sich danach wie die anderen zu sein. So geht es auch Anouk, obwohl sie bislang zufrieden mit allem gewesen ist, tritt sie nun in eine Phase in ihrem Leben ein, wo sie sich darüber ihre Gedanken macht, Pläne entwirft, die vielleicht funktionieren oder nach hinten losgehen. Man möchte Anouk einfach nur herzen und freut sich mit ihr, sobald sie die wichtigste Botschaft von "Mein Leben mal eben" begreift, und zwar ...

Nein bitte selber lesen. 5 Sterne.

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arisa, briefe, handy, könig, königszeit, manga, schule, spiel, stfm, trennung, verrat, zwillinge

Arisa, Band 1

Natsumi Ando , Cordelia von Teichman , Cordelia von Teichman
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2010
ISBN 9783551782151
Genre: Comics

Rezension:

Zwischen den Bildern

Das doppelte Lottchen trifft auf Mystery.

Damit Tsubasa Arisa helfen kann, nimmt sie ihre Identität an. Sie macht sich auf die Suche nach dem Auslöser und wird mit der Macht des Glaubens und der Gemeinschaft konfrontiert.

Artwork

Die Zeichnerin Natsumi Ando setzt auf Schwarz und Glanzeffekte, um die Spannung dazustellen. Außerdem betont sie für die Emotionen die Augen der Charaktere stark. Lange oder auch kurze Haare zu zeichnen scheint ihr Spaß zu machen, solange die Strähnen einzeln detailliert herausgearbeitet werden. Mir gefällt das Artwork, denn es spiegelt die Spannung der Handlung gut wieder.

Lesespaß

Mich hat das Zwillingsthema gereizt, dass der einen Schwester etwas zustößt und die andere nun versucht herauszufinden, was es damit auf sich hat. Für eineiige Zwillinge kein Problem. Tsubasa ist eine tolle Heldin, die fast schon etwas burschikos, offen und temperamentvoll wirkt. Während ihre Schwester Arisa, mädchenhaft, zart, aber auch zurückhaltend und geheimnisvoll ist. Da ist es für Tsubasa nicht immer einfach ihre Schwester zu sein.

Allerdings erschrak mich diese bedingungslose Leichtgläubigkeit einer Gruppe an die Macht eines Einzelnen sehr. Ich bin gespannt, wie das noch weiter gehen wird und ob es Tsubasa gelingen wird, diese Sache aufzuhalten.

Fazit

"Arisa" ist mir damals wegen der spannenden Zwillingsthematik, in der der einen etwas zustößt und die andere Schwester die Identität tauscht, um eigene Nachforschungen zu betreiben, in die Finger gekommen. Die Reihe ist auf 12 Bänden angelegt und bereits im ersten Band gibt es erschreckende Hinweise, die zudem führen, was Arisa zugestoßen sind. Ein wunderschönes Artwork vereint sich mit einer spannenden Handlung 5 Sterne.

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Diabolic - Vom Zorn geküsst

S.J. Kincaid
E-Buch Text: 488 Seiten
Erschienen bei Arena Verlag, 05.01.2017
ISBN 9783401806587
Genre: Fantasy

Rezension:

Der erste Satz...

„Es war die Kreatur, die den Exalt um ein Haar getötet hätte, die wie ich einzig und allein fürs Morden geschaffen worden war und gegen allen inneren Widerstände dazu gezwungen werden sollte.““ - Nemesis


Seite 175


Zwischen den Seiten

Eine weit entfernte Zukunft, ein einziges Leben auf dem Planeten Erde gibt es nicht mehr. Die Menschen haben sich in den verschiedenen Sonnensystemen angesiedelt. Streng geteilt in herrschende und weniger wertvollen Klassen. Das Recht des Stärkeren, in dem Fall der Kaiser, wird intrigant und brutal durchgesetzt. Mit Nemesis hat „Diabolic – Vom Zorn geküsst“ eine Protagonistin,

Startseite vom Arena Verlag
die dem gewachsen ist und zu dem sich unerwartet auf der Gefühlsebene weiterentwickelt, durch Erfahrungen, Klugheit und Liebe, allerdings zwei Varianten der Liebe.

Lese Spaß

Die ersten 100 Seiten lasen sich für mich krampfig, zu viel Universum Theorie und Einführung in die Welt von „Diabolic“. Ich hatte schon befürchtet, dass das Buch nicht meinen Geschmack treffen wird, da SciFi nichts für mich ist. Als Nemesis dann am Kaiserhof ankommt, ändert sich die Atmosphäre schlagartig durch Randevald zeigt sich wo „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ hingeht. Das Leben an seinem Hof steckt voller Gewalt und Intrigen und das war unheimlich nah und detailliert beschrieben, dass es spannend und fesselnd zu lesen gewesen ist. Ab diesem Zeitpunkt hat mich „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ verschlungen.

Nemesis zeigt, was für eine ungewöhnliche großartige Protagonistin sie ist. Sie ist eine Diabolic geschaffen, um auf die geprägte Person, bis aufs Blut zu beschützen und mit Verstand ausgestattet, eigenständig zu denken. Das ist ihr am Kaiserhof eine große prägnante Hilfe.

Nemesis ist anstelle ihrer Herrin Sidonia (Donia) getreten und Donia ist sanft und sehr mitfühlend, also alles das, was im krassen Gegensatz zu Nemesis steht. Und doch ist gerade das für Nemesis Entwicklung und für das Vorankommen der Handlung entscheidend.

Nemesis muss sich stellenweise in Donia hineinversetzen und wie diese handeln, was schrittweise Nemesis verändert.

Eine Liebesgeschichte kommt in „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ ebenfalls zustande und für mich war diese absolut überzeugend und mitreißend. Denn Nemesis bleibt sich trotzdem immer treu. Sie bleibt eine Figur mit Ecken und Kanten, sie ist gefährlich.

Sie und ihr Gegenpart begegnen sich auf gleicher Höhe und sind sich ebenbürtig. Dabei fügt sich diese Liebesgeschichte nahtlos in die Handlung ein, sie bleibt diskret und dominiert nicht die Geschichte. Dominant bleibt immer noch der Kampf um die Macht und eine bessere Zukunft.

Fazit

„Diabolic - Vom Zorn geküsst“ ein Weihnachtsgeschenk des Arena Verlages, alleine hätte ich wohl nie zu dem Buch gegriffen und dabei wäre mir definitiv ein gelungenes Abenteuer mit einer kantigen, eigenständigen, starken Protagonistin entgangen. Nach den ersten 100 Seiten gab es für mich kein Halten mehr, der Kampf ums Überleben, Wahrheiten für eine bessere Zukunft hat mich gepackt. Auch in Sachen Liebe hat „Diabolic - Vom Zorn geküsst“ für mich alles richtig gemacht. Zwei so starke Charaktere die sich auf der gleichen Stufe befinden, sind mir selten begegnet. Außerdem dominiert die Liebesgeschichte nicht die Handlung. Alles richtig gemacht und ich hoffe es geht weiter. 5 Sterne.

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Ins Blaue hinein

Kristina Dunker
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669883
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt

"Eigentlich hat Merle keine Lust auf Urlaub bei den Großeltern. Im Feriendorf trifft sie jedoch auf Felix, mit dem sie so herrlich den Waldsee erkunden und fantastische Geschichten erfinden kann. Auch mit Dana ist sie gern unterwegs, obwohl diese alle Jungs einschließlich Felix für »Kinder« hält. Eines Tages wird die Urlaubsstimmung am Waldsee gestört – muss Merle sich nun zwischen ihren Freunden entscheiden?" - Quelle Klappentext


Der erste Satz...

„Eine Schnecke 🐌 kann wenigstens nicht stolpern und sich die Beine brechen.“ - Felix Seite 32


Zwischen den Seiten

Ein Sommer der Veränderungen und der Freundschaften wartet auf die 13-jährige Merle und sie sträubt sich vor allem gegen die Veränderungen. Ihre Eltern bauen ein Haus, weshalb Merle nach den Ferien aus dem Mehrparteien Mietshaus ausziehen wird und nicht mehr in direkter Nähe zu ihren Freundinnen wohnen kann. Dass sie die Ferien bei ihren Großeltern verbringt, fühlt sich nicht richtig an, eher wie abschieben, obwohl Merle Oma und Opa eigentlich ganz gerne hat.

So können die Ferien niemals gut werden. Oder vielleicht ja doch? Oft sind es die Dinge, die man vorab nicht kommen lassen möchte, die einem hinterher die schönsten Erinnerungen schenken. Felix der Nachbarsjunge kümmert es nicht, was Merle möchte. Er zieht sie sofort mit sich und gemeinsam erleben sie Abenteuer, lauschen den Geschichten von Opa Merle, schmieden Pläne und haben einen tollen Sommer.

Lese Spaß

"Ins Blaue hinein" von Kristina Dunker, richtet sich vordergründig an Mädchen ab 12 Jahren und das merkt man dem Buch auf wunderbarerweise auch an. Merle ist 13 Jahre alt, sie steckt irgendwo zwischen Kind und Teenager, hat allerdings für sich selbst noch nicht ausgemacht, wie viel Kind oder wie viel Teen in ihr stecken darf. Ein paar Jahre zurück gedacht, kann ich mich mit Merles Gefühlen identifizieren, während einige Mädchen in diesem Alter, bereits auf Jungs, Mode oder Kosmetik aufmerksam wurden, wollte ich Kind sein und weiterhin mit meinem Spielzeug spielen.

Merle und ich haben eine weitere Gemeinsamkeit und der liegt in der Familie. Merles Papa ist nicht, ihr biologischer Papa, doch er hat sie bis jetzt großgezogen, einen anderen kennt sie nicht. Sie liebt ihn, hat bisher nie Unterschiede gemacht. Jetzt kommt sie aber auch in eine Veränderung, in der leichte Zweifel aufkommen. Worüber sie sich dabei Gedanken macht, darüber hab ich mir in ihrem Alter auch den Kopf zerbrochen. Zum Glück unbegründet, wie ich als Erwachsene weiß, aber damals war das wichtig für mich, herauszufinden wo in meiner Familie mein Platz ist. So fühlt Merle auch.

"Ins Blaue hinein" hat eine tolle Erzählerstimme, es fühlt sich nach Kinderbuchgeschichte an, hat zwischenzeitlich etwas liebevolles märchenhaftes an sich, das mich während des Lesens glücklich gemacht hat. Es fühlt sich auch geborgen und abenteuerlustig an, wenn Merle und Felix den See erkunden und gelegentlich sickern Merles Ängste durch, die ich vollkommen nachvollziehen konnte.

Merles Großeltern haben ein Häuschen am See und an dem Fleckchen verbringen viele Familien mit ihren Kindern die Ferien. Es gibt Kinder im selben Alter wie Merle und Felix, wie zum Beispiel die Zwillinge Tim und Piet, die blaue Flecken, Schrammen und Beulen magisch anziehen oder Dana, die sich schon entschieden hat, lieber erwachsen zu werden. All das macht aus "Ins Blaue hinein" ein Sommerferienroman mit Ferienlager Feeling.

Die Sprache von Merle und Felix ist bildlich, so zum Beispiel werde ich den Satz mit der Schnecke niemals mehr vergessen oder das Glück oben schwimmt. Auch habe ich gerne den Geschichten von Merles Opa gelauscht, denn eines zeigt sich. Für Erzählungen ist niemand zu alt und sie verbinden.

Fazit

Mir wurde "Ins Blaue hinein" auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und ich bin ganz glücklich, dass ich es lesen durfte, denn es ist ein warmer herzlicher Roman. Merle stehen große Veränderungen bevor und sie weiß noch nicht, ob sie das gut finden darf. Am Anfang findet sie alles doof. Dann erlebt sie diesen Sommer mit neuen Freunden, erlebt Abenteuer, entdeckt sich selbst. All, das bekommt eine bildliche Sprache und hat etwas von der Atmosphäre eines Kinderbuches, ist warm, und macht glücklich. 5 Sterne.


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar

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416 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 151 Rezensionen

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The Sun is also a Star

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

“Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.” – Quelle Klappentext



Der zufällige Satz... 

 
 
Manchmal wird deine Welt so sehr erschüttert, dass du dir kaum vorstellen kannst, dass alle anderen es nicht auch spüren.“ - Natasha

 
Seite 280


Zwischen den Seiten

Die Eltern von Daniel sind koreanische Immigranten, Daniel und sein großer Bruder Charlie wurden im Amerika geboren. Nach dem Wunsch der Eltern sollen die Kinder eine gute Ausbildung durchlaufen, um es finanziell eines Tages besser und leichter zu haben. An dem Tag, an den "The Sun is also a Star" beginnt, macht sich Daniel auf den Weg durch New York, um sich um seine Zukunft zu kümmern.

Für Natasha geht es auch um ihre Zukunft in Amerika, denn sie wurde auf Jamaika geboren und befindet sich seit ihrer Kindheit illegal in Amerika und nun droht ihnen die Abschiebung.
Durch eine Aneinanderreihung verschiedener zufälliger Ereignisse laufen sich die beiden über den Weg. Daniel ist auf Anhieb von Natasha angetan und spürt eine 
Starseite vom Dressler VerlagVerbindung zu ihr. Natasha gibt sich vorsichtig und zurückhaltend, ihr steht absolut nicht der Sinn nach neuen Begegnungen, nicht an diesem Tag und nicht so, wie es sich Daniel wünscht.

Daniel ist emotional, poetisch, trägt sein Herz auf der Zunge und geht damit offen um. Er glaubt zum Beispiel an die Liebe auf den ersten Blick. Natasha ist da aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen, anders, sie hält nichts von Träumereien, sie liebt Fakten so wie wissenschaftlich fundierte Studien. Also das komplette Gegenteil von Daniel. Trotz aller Bemühungen es abzustreiten, ist Natasha trotzdem emotional, denn sie kämpft wie eine Löwin, um ihre Zukunft selbst bestimmen zu können.

Natasha und Daniel sind erfrischend, ehrlich, witzig und authentisch. Ich mochte alle beide sehr gerne. Abwechselnd geben sie Einblicke in ihre Gedanken und Gefühlswelt. Doch das Besondere an diesem Aufbau ist die dritte Erzählstruktur und die kommt von Autorin Nicola Yoon, hier gibt sie ausführliches Hintergrundwissen zu Kulturellem der beiden Familien oder zu anderen Figuren oder anderen interessanten Fakten und das ist so fantastisch genial, weil dieser kleine Kniff das gesamte Buch rund herum abschließt. Es bleibt keine Frage offen, alles wird für mich erklärt.

"The Sun is also a Star" liest sich schnell flüssig. Der Schreibstil ist dicht gewebt, ohne Längen und sehr spannend denn zum einen steht die Frage im Raum, ob aus Daniel und Natasha ein Paar werden kann und ob es Natasha gelingt, ihr Schicksal abzuwenden. Es ist etwa ein ganzer Tag den Natasha und Daniel miteinander verbringen, aber es fühlt sich nach einer angenehmen Ewigkeit an, weil die beiden einen so nahe kommen und es am Ende keine Geheimnisse gibt.

Lesespaß

Ich bin absolut in "The Sun is also a Star" verliebt, mich hat Autorin Nicola Yoon mit ihrer Geschichte gefesselt, weil ihre Protagonisten so ehrlich sind. Daniel und Natasha haben ihre Stärken und Schwächen, machen Fehler und verändern das Leben des anderen. Ob sie am Ende glücklich werden, ließ mich mitfiebern bis zum Schluss habe ich mir ein Happy End für die Beiden gewünscht und am Ende hatte ich Tränen in den Augen. Dieses Buch ist so berührend wie genial, denn Nicola Yoon liefert ein ausführliches Rundum Paket. Jede einzelne Begegnung geschieht nicht ohne Grund und endet nicht einfach sobald die Protagonisten weg sind. Bisher habe ich in keiner anderen Geschichte, eine bis in kleinste Detail ausgeführte Erklärung zu allem, erlebt.

Fazit

Mein erstes gelesenes Buch von Autorin Nicola Yoon "The Sun is also a Star" war ein voller Erfolg. Ein einziger Tag in 400 Seiten berührt neben den Leben der Protagonisten Natasha und Daniel auch das Leben anderer Menschen und mein Leserherz. Für Daniel ist es Liebe auf dem ersten Blick, nur Natasha hat ganz andere Sorgen im Kopf, daraus entstehen gefühlvolle, ernste und humorvolle Dialoge zwischen den beiden. Es bleibt bis zum Schluss spannend, ob die beiden ihre Ziele erreichen können und ob es ein Happy End geben kann. Ein besonderer Trumpf sind die zusätzlichen Kapitel, die gelegentlichen den Daniel Natasha Wechsel unterbrechen und einen ausführlichen Blick auf weitere Fakten oder Figuren, damit bleiben keine Fragen offen. Ein genialer Clou. 5 Sterne


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar_____________________________________________________
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Seelenlos - Fluch der Rauhnächte

Janine Wilk
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.09.2016
ISBN 9783522504676
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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64 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Das Blaubeerhaus

Antonia Michaelis ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 17.09.2015
ISBN 9783789143007
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Erster Satz

"Eine Menge Geschichten beginnen damit, dass jemand mit dem Auto irgendwohin fährt." - Leo - Seite 11


Zwischen den Seiten


Kindesvernachlässigung, Einsamkeit und Gewalt sind einige Themen mit denen ich in den Antonia Michaelis Büchern "Der Märchenerzähler" und "Niemand liebt November", konfrontiert wurde. Aber auch ein verschlingender poetischer Schreibstil, der emotionale Bilder zeichnet.

Als mir "Das Blaubeerhaus" im Regal meiner Buchhändlerin auffiel, war ich anfangs skeptisch, ob mich dieses Buch mit einem Loch im Bauch zurück lassen wird, wie es bei den beiden anderen Büchern, der Autorin der Fall war. Keine Sorge, das wird es nicht, denn "Das Blaubeerhaus" ist für junge Leser geeignet.

Freundschaft, Mut, Entdeckergeist und Familie stehen im Vordergrund.

Leo und Imke, beide 10 Jahre alt, sind Cousin und Cousine, hatten bisher jedoch kaum Kontakt miteinander. Erst als die Familien ein altes Haus im Wald erben und es in den Sommerferien besuchen, lernen sie sich näher kennen. Jede der Familien, hat einen anderen Lebensweg gewählt: Die Familie von Leo lebt in Berlin und wandelt auf Ökopfaden, mit langen Haaren und selbst gestrickten Hippie Klamotten. Das denkt zu mindestens Imke. In Leos Augen ist Imkes Familie an Wohlstand, Geld und teure Kleidung gewöhnt und lebt im vornehmen Teil Hamburgs.

Eines haben Leo und Imke gemeinsam, sie sind abenteuerlustig, neugierig und das Blaubeerhaus lockt sie mit vielen Geheimnissen.

Auf dem Dachboden entdeckt Leo ein Schulheft der längst verstorbenen, alten Lene, die zu der Zeit ungefähr in Leo und Imkes Alter gewesen ist. Schon damals besaß das Blaubeerhaus seinen Namen. Für Imke und Leo dreht sich alles um das Haus, den Wald und Lenes Schulheften, die sie als Tag- und Nachtbuch genutzt hat.

Lenes Leben und ihr Alltag im Blaubeerhaus ist von kindlicher Freiheit geprägt, wird zunehmend aber ernster und beängstigend. Erst nach und nach wird auch Imke und Leo bewusst, in was für eine Zeit Lene Kind gewesen ist und was es eigentlich bedeutet, dass sich die Familie ihres besten Freundes, Avi gelegentlich im Keller oder auf dem Dachboden aufhält, sobald Fremde im Haus sind.

Leo und Imke erzählen abwechselnd die Geschichte und jeder hat seinen eigenen Ton. Leo ist aufgeschlossen Neuem gegenüber, vorsichtig und wohl überlegt, wenn es darauf ankommt. Imke ist zunächst skeptisch, aber auch wagemutiger. Die beiden ergänzen sich. Doch auch die anderen Familienmitglieder kommen mit ihrer Persönlichkeit nicht zu kurz. Imke hat zwei kleine Schwestern, Juli und Juni, die sich wie Zwillinge verhalten und das fand nicht nur ich manchmal gruselig. Auch Leo hat weitere Geschwister einen älteren Bruder, Luke und einen ganz kleinen, Mattis. Neben den Kindern, gibt es die Eltern und mir hat es gut gefallen, dass die Eltern zu einem ganz normalen Teil in diesem zauberhaften Kinderbuch wurden. Und nicht etwa nur, die am Rande auftretenden, ermahnenden Erwachsenen darstellten.

Lesespaß

Das Cover übt eine enorme Anziehung auf mich aus. Das Gefühl von Sommer, Wald und Abenteuer zieht sich durch das gesamte Buch. Spürbar sind die knackenden Äste und das Laub unter den Füßen, ein erdiger Duft liegt in der Luft. Antonia Michaelis zaubert auch im "Blaubeerhaus" mit fantasievoller Sprache, sie erweckt ihre Figuren und gibt ihnen Leichtigkeit. Mit Hilfe von Lenes Tag- und Nachtbuch gleiten Leo und Imke in eine dunkle, gefährliche, wahre Vergangenheit, die dem älteren Leser sofort bewusst ist, für jüngere aber immer noch kindgerecht erzählt bleibt. Ein weiterer Zauber des Blaubeerhauses, sind die immer wieder kehrenden Illustrationen, der Figuren, Landschaft oder ganz wichtig der einzelnen Seiten von Lenes Heft. Die Neugier und der Entdeckergeist der Kinder springt auf die Leser über. In der zweiten Buchhälfte wird die Handlung ein Tick dunkler, orientiert an der Entwicklung von Lenes Geschichte. Wie am Anfang bereits erwähnt, geht man am Ende nicht mit einem "Loch im Bauch Gefühl" aus diesem Buch heraus, sondern mit einem warmen und zufriedenen Gefühl.

Fazit

Der Buchrücken hat im Regal meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und als ich dann das Buch in den Händen hielt, war es um mich geschehen. Das Cover ist mehr als gelungen und schon das macht unheimlich neugierig auf das Buchinnere. "Das Blaubeerhaus" ist eine spannend erzählte Geschichte, bei der ganz klar Imke und Leo im Vordergrund stehen, aber die Erwachsenen nicht einfach an den Rand geschoben werden. Leos und Imkes Familien sind verschieden, aber hier ist das kein Grund für große Konflikte, sondern zeigt das man trotz Unterschiede auch ohne Streiten zu einer Familie zusammen wachsen kann. Der Schreibstil ist natürlich und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil ich sehr an Lenes Schicksal hing. Was ihr passiert, ist schrecklich, zum Glück, weil es ja auch ein Kinderbuch ist, drückt es die Stimmung aber nicht nach unten. Mir hat "Das Blaubeerhaus" sehr gut gefallen und es wird nicht nur dir jungen Leser begeistern, sondern auch die älteren, 5 Sterne.


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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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Ein Sommer ohne uns

Sabine Both
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785582220
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt

„Eine ganz große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammenbleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen?“ – Quelle Klappentext



Der erste Satz...


„Verena schaut gegen die Sonne zur Terrassentür, legt die Hand schützend über die Augen.“

Seite 7 Zeile 1 bis Zeile 2



Meinung

Verena und Tom sind zusammen, seit sie 13 Jahre alt sind, in der Gegenwart der Geschichte, sind beide 18 Jahre. Ihre Liebe ist mit ihnen erwachsen geworden. Vom ersten Kuss bis zum ersten Mal, haben sie alles miteinander kennengelernt. Mittlerweile ist Verena an den Punkt, an den sie sich fragt, ob Tom und sie nicht doch irgendwas verpasst haben, weil sie keine Erfahrungen mit anderen


gesammelt haben. Wenn Verena mit ihrer besten Freundin Anna über Männer spricht und Anna ihr von ihren Erlebnissen berichtet, zweifelt Verena ob der Weg den Verena und Tom gewählt haben, der richtige ist. Obwohl Verena Tom liebt und sich vorstellen kann mit ihm alt zu werden, befürchtet sie, dass der Tag kommen wird, an denen sie es beide bereuen werden, sich nicht ausprobiert zu haben und das sie sich das vorwerfen könnten.

Als Verena einen jungen Mann kennenlernt, der sie anzieht, wird der Wunsch nach einer kleinen Auszeit größer. Eine Auszeit zwischen Abi und Studium. Die Angst etwas verpasst zu haben, kann ich bei Verena schon nachvollziehen, da ich selbst seit mehr als 10 Jahren mit meiner ersten Liebe zusammen bin und ähnliche Ängste in der Zeit auch mal vorgekommen sind, doch ich bin immer zu einem klaren Entschluss gekommen, ganz anders als Verena. Mich hat an „Ein Sommer ohne uns“ gereizt, wie Autorin Sabine Both mit dem Thema umgegangen ist.

Sabine Both lässt Verena und Tom nach wenigen Sätzen, abwechselnd zu Wort kommen. Dadurch ergibt sich für beide ein vollständiges Bild. Die Worte oder die Botschaften in den kurzen Sätzen wiederholen sich oft, machen das Gesagte eindringlicher und lässt die Geschichte, schneller lesen.

Verena wird in der Gegenwart mit den ersten leisen Zweifeln präsentiert, die sie zunächst nicht genau bestimmen kann. Für Tom ist Verena seine Sonne, seine Welt und sein Mittelpunkt. Für ihn gibt es kein anderes Mädchen. Bis zu dem Zeitpunkt, ab dem Rollo, Verenas Zwillingsbruder, Isabelle, sein neues Betthäschen der Gruppe bekannt macht. Isabelle ist verglichen mit Verena, das komplette Gegenteil, sie nimmt sich ohne Rücksicht auf andere, was sie möchte. Hält sich nicht an Regeln und ist frei und ungebunden. Isabelle ist die verbotene Frucht, die Tom zum Straucheln bringt.

Mir haben Verena und Tom beide gut gefallen, ich habe ihre Gedanken gedacht und ihre Gefühle empfunden. Ich muss gestehen, dass ich allerdings leicht parteiisch geworden bin, denn einer der beiden hat mehr Sympathie von mir bekommen. Sabine Both lässt ihre Protagonisten in ihrem Gefühlscocktail auf und ab hüpfen. Bringt nicht nur Chaos in Liebe und Freundschaft sondern auch ins Familienleben der beiden. Gerade in dem Familienbereich wird „Ein Sommer ohne uns“ vorhersehbar. Ob so eine offene Beziehung für Tom und Verena doch das richtige ist? Ob die Dinge, die sie lernen werden, das was sie dabei verlieren können, es wert sind?

Verena und Tom handeln naiv und mit festem Vertrauen an sich und ihrer Liebe. Das Ende von „Ein Sommer ohne uns“ ist genau richtig, so wie es ist, es zeigt die Wege die ein Leben nehmen kann. Ungerecht finde ich allerdings, das ich das Gefühl hatte, einer der Beiden bekommt zu Unrecht den Schwarzen Peter zugeschoben, wo doch beide die gleichen Fehler gemacht oder Entscheidungen getroffen haben.

Noch zwei Dinge haben mich am Ende überrascht, dass mir von den Nebencharakteren der Zwillingsbruder Rollo nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist, dass sah zum Anfang noch anders aus und das sich der erste Eindruck der Wortwahl wie „Schwanz“ nicht permanent durchgezogen wurde.

Fazit

Verena und Tom, da sind Freunde und Familie sich einig, werden immer zusammenbleiben. Doch Verena ist sich nicht sicher, ob sie nicht etwas verpassen werden. Dieses Thema ist der Hauptschwerpunkt in „Ein Sommer ohne uns“, ganz unvoreingenommen bin ich nicht an die Sache herangegangen. Für sich genommen, agieren Tom und Verena überzeugend und passend. Einziger Minuspunkt gegen Ende ist, dass ich das Gefühl hatte, einer der Beiden wird mehr Schuld zugewiesen als dem anderen. Dabei haben sich beide zu gleichen Teilen auf das Experiment eingelassen und mit blauen Flecken musste gerechnet werden. 4 Sterne.


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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de
© Rezension im Original -http://kumosbuchwolke.blogspot.de/2016/03/eine-auszeit-von-der-treue-rezension-zu.html 

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Mein bester letzter Sommer

Anne Freytag
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453270121
Genre: Jugendbuch

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