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Der bescheidene König Murphy

Jasmin Weinberger
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Edition Paashaas Verlag EPV, 12.03.2013
ISBN 9783942614191
Genre: Comics

Rezension:


Murphy ist ein kleiner Kater, der aus dem fernen Spanien stammt. Dort hat er sein Königreich für eine Futtermagd verlassen und lebt fortan in Hattingen. Hier lernt er zu spielen, zu lieben und das Leben zu genießen.

Jasmin Weinberger ist tierlieb und unterstützt den Tierschutz. Im Vorwort macht sie Werbung für die Katzenhilfe Samtpfötchen. Das ist auch noch in Ordnung, aber schnell kommt man ins Politisieren und fragt sich, warum man Katzen und Hunde aus Spanien und anderen Ländern nach Deutschland schleppen sollte, um sie hier zu adoptieren, wenn deutsche Tierheime überfüllt sind und es hier zahlreiche Hunde, Katzen und andere Tiere gibt, die auf ein liebevolles Herrchen oder auch Frauchen warten. Man könnte darüber lange diskutieren, aber es soll dann doch um das Buch gehen.

Kater Murphy wurde also aus Spanien importiert, ihm folgen fünf weitere Katzen und die Futtermagd Jasmin Weinberger erzählt kurze Begebenheiten mit ihren Stubentigern. Auf jeder Seite ist mindestens ein passendes Foto. Schnell wird deutlich, dass man sich hier zu den Fotos kurze Gedanken gemacht hat und Stichpunkte zu Situationen als ganze Sätze umgeformt als Geschichte und sogar als ganzes Buch deklariert. Natürlich kennt man die Situationen als Katzenbesitzer, wenn die Mieze immer Futter möchte, ein bisschen fremdelt, „helfen“ möchte und dabei noch viel mehr Chaos anrichtet und sich überall dort hinlegt, wo es eben nicht sein soll. Dabei kommen auch nette Erinnerungen zustande, die man sich gerne mal im familiären Kreis erzählt. Ein Buch wird daraus aber nicht – und so ist Der bescheidene König Murphy leider eine Enttäuschung. Man wartet immer auf ein Highlight, auf einen Spannungsbogen und eine richtige Geschichte, die in sich schlüssig ist und nicht nur eine Aneinanderkettung verschiedener Notizen.  Das Buch liest sich zwar schnell, ist aber sehr langweilig, weil einfach nicht wirklich etwas passiert und das Lieblingswort ist „bescheiden“ –  eine ständige und irgendwann nervige Wiederholung.

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Spiel um mein Leben

Ziska von Kalkstein
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei epubli, 20.11.2015
ISBN 9783737576444
Genre: Romane

Rezension:


Ziska von Kalkstein hat sich viele Gedanken gemacht. Der Einstieg in den Krimi ist rasant und beginnt mit einer - namenlosen - Frau, die entführt wird und verzweifelt versucht, sich selbst zu befreien. Als ihr das vermeintlich gelingt, macht die Geschichte einen Sprung. Plötzlich folgt man Gudrun durch ihr Leben, erfährt schnell, dass sie Melanies Mutter ist, Polizistin, vom Dienst suspendiert und auf der Suche nach Ruhe und der Auszeit, die sie entspannt. Zack, schnell geht es weiter - nachdem Gudrun auf vielen Seiten nichts anderes vorhat, als zum Bäcker zu gehen - und man ist mal eben bei Ruth gelandet. Hier verharrt man aber auch nicht lange.

Was rasant klingt, ist beim Leser eher verwirrend und man fragt sich bald, was hat denn A mit B zu tun und warum springt man jetzt in der Geschichte schon wieder an eine andere Ecke und in eine andere Zeit?

Die Ideen, die in dem Buch stecken, würden für zwei reichen. Das eine ist eine nette Familiengeschichte, die für sich genommen gut ist und ohne das Krimielement auch lesenswert wäre. Das andere ist ein Krimi, der noch ein bisschen mehr Pfeffer bräuchte, aber von der Idee her schon ziemlich solide ist.

Wirft man einen Blick auf die Autorenvorstellung bei Amazon, die von der Autorin selbst verfasst wurde, erklärt sich so einiges. Denn auch hier erfährt man eine Familiengeschichte, die man so gar nicht erfahren möchte, dafür wenig über die Autorin selbst. Ihre Familienchronik erscheint fehl am Platz, aber immerhin gibt der Schlusssatz Aufschluss darüber, warum im vorliegenden Krimi eine Freundschaft und familiäre Verknüpfungen so ausführlich dargestellt werden.

Alles in allem braucht man für das Buch Geduld un Durchhaltevermögen. Sicherlich möchte man es immer wieder mal abbrechen und nicht mehr anfassen. Doch es lohnt sich, immer wieder weiterzulesen. Kein Überflieger, aber ein ganz guter Familiengeschichten-Krimi für die langen Abende am Kamin.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

joachim kroll, serienmörder, serienmörder joachim kroll, innenansicht/täter, ruhrgebiet

Ich musste sie kaputtmachen

Stephan Harbort
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droste Vlg, 19.02.2004
ISBN 9783770011742
Genre: Sachbücher

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

killer, mord, serienmörder

Killerinstinkt

Stephan Harbort
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.12.2012
ISBN 9783548374772
Genre: Sachbücher

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splatter, festa extrem, horror, festa verlag

Familienmassaker: Festa Extrem

Tim Miller
E-Buch Text: 113 Seiten
Erschienen bei Festa, 20.05.2015
ISBN B00Y0AIJV8
Genre: Sonstiges

Rezension:


Eddie Mason ist ein guter Vater. Er erzieht seine Kinder und bringt ihnen alles, was sie wissen müssen – über die Kunst des Tötens…

Wieder einmal beweist Miller, dass er vor allem eines kann: Brutalität. In „Familienmassaker“ beschreibt er mit Bedacht auf grausame Feinheiten, wie ein Familienvater das Töten an seine Kinder weitergibt. Die Geschichte beginnt recht ruhig und beschaulich und man muss etwas warten, bis man den eigentlichen Horror entdeckt. Zwar wird es blutig, was bei Millers Geschichten normal ist und zum guten Ton gehört, aber der eigentliche Horror bleibt eher im Hintergrund und wird lange Zeit nur angedeutet.
Ganz überzeugt hat mich das Buch nicht. Es sind 160 gefüllte Seiten, aber Miller rennt auch hier wieder durch. Man wird das Gefühl nicht los, dass er zwar gute Ideen und Ansätze hat, sie aber nicht ganz so ausarbeiten kann, wie er es vielleicht möchte und der Leser es sich wünscht.

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splatter, festa extrem, horror, festa verlag

Auf die Toten: Festa Extrem

Wrath James White
E-Buch Text: 181 Seiten
Erschienen bei Festa, 19.03.2016
ISBN B01B8G90T6
Genre: Sonstiges

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Ein Blick in die Hölle - Buch 2: Festa Extrem

Wade H. Garrett
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei Festa, 08.09.2016
ISBN B01LVTWG99
Genre: Sonstiges

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

festa extrem, shane mckenzie, splatter, erotik, dämonen

Geil auf Sex und Tod: Festa Extrem

Shane McKenzie
E-Buch Text: 136 Seiten
Erschienen bei Festa, 20.04.2015
ISBN B00WFSDJ26
Genre: Sonstiges

Rezension:


Gary ist ein Loser, der viel einstecken muss. Im Wald begegnet er einem seltsamen Mädchen, das zu ihm aufsieht und ihm zwei Dinge verspricht: Sex und Rache. Doch Gary weiß nicht, welchen Preis er dafür zahlen muss….

Sex? Ja. Derber Sex? Auch, gerne als Orgie, jeder mit jedem. Shane McKenzie kennt keine sexuellen Tabus und das Buch trieft vor Körpersäften, Gelüsten und intensiven Beschreibungen jedweder Art des Geschlechtsverkehrs. Da werden auch sehr gerne Tabus gebrochen. Eklig ist es auf jeden Fall, was da beschrieben wird. Man kann sich zu Beginn sehr gut in Gary hineinversetzen, ein Protagonist, der auf der Verliererseite steht und sich viel gefallen lassen muss. Dass der Einzelgänger natürlich seine Träume und Sehnsüchte hat, ist verständlich. So folgt der Leser dem tragischen Helden auf eine Lichtung im Wald zu seinem Lieblingsplatz. Während dem Leser allerdings recht schnell bewusst wird, was die geheimnisvolle Fremde im Schilde führt und verursacht, braucht Gary ein bisschen länger. Denn viel schöner ist es, die versprochene Rache an seinen Feinden auszukosten.
Wenn man sich von den Sexszenen nicht einschüchtern lässt, kann man das Buch gut und schnell lesen. Ein echter Hammer ist es zwar nicht, aber ein netter, kleiner Zeitvertreib der Kategorie „Extrem“.

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container, feuer, hilfebus, verfolgung, haus

Der Schlepper - Thriller

René Junge
E-Buch Text: 195 Seiten
Erschienen bei Musketeer Publishing, 12.12.2015
ISBN B019BGIF8M
Genre: Sonstiges

Rezension:


Nachdem Simon Stark den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hat und nun eigentlich seine Aufträge selbst aussuchen möchte, ist der erste Fall nicht ganz selbst gewählt. Doch Stark und sein Team lassen sich davon nicht stören, erkennen sie schnell die Brisanz des Auftrags. Nach Drohungen kommt es zu einem Mordfall und Stark findet sich bald selbst in einer gefährlichen Situation wieder…

René Junge lässt nichts anbrennen. Seine Thriller lassen nicht allzu lange auf sich warten und somit verliert der Leser nicht das Interesse. Einmal mehr wird der Protagonist in einen verzwickten Fall geschickt, den er mit viel Geschick lösen muss. Junge baut seine Handlung gezielt auf, verwebt immer wieder aktuelle Politik und Ereignisse in seine Geschichten und beleuchtet diese von mehreren Seiten. Die Spannung wird gekonnt aufgebaut und bis zuletzt gehalten. Immer wieder gibt es kleine Ereignisse, die die Spannung noch weiter vorantreiben und man fragt sich, wie kann der Autor diese Situation auflösen? Man liest immer weiter, weil man unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Manchmal werden Verbindungen zu den vorangehenden Büchern aufgezeigt, aber man muss diese nicht gelesen haben, um Der Schlepper zu verstehen.

Junges Bücher sind für alle Liebhaber anspruchsvoller Thriller, die auch Sinn für Sozial- und Gesellschaftskritik haben.

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horror

Der Horrorspiegel

Graham Masterton
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.09.1993
ISBN 9783404133628
Genre: Sonstiges

Rezension:


Drehbuchautor Martin Williams ist besessen vom einstigen Kinderstar Boolful, der vor Jahrzehnten von seiner Großmutter grausam zerstückelt wurde. Doch niemand will das Drehbuch für ein Musical über den talentierten Jungen umsetzen. Eines Tages bekommt Martin mehrere alte Möbel aus dem Haus Boolfuls angeboten, doch er kann sie sich nicht leisten. Ein Spiegel, der im Wohnzimmer des Getöteten hing und den Mord mitangesehen hat, lässt ihn jedoch nicht los und er plündert seine Ersparnisse, um das Monstrum zu erwerben und in seiner Wohnung aufzuhängen. Damit nimmt das Grauen unaufhaltsam seinen Lauf und Martin kommt Boolfuls und der Wahrheit über seinen Tod näher, als er es sich gewünscht hat…

Graham Masterton ist ein Meister der Horrorliteratur und hat auch mit dem „Horror Spiegel“ voll ins Schwarze getroffen. Gekonnt beschreibt er die Macht eines Idols über seinen Anhänger und wozu diese Leidenschaft führen kann. Vor allem aber baut Masterton Horror auf und man fragt sich recht schnell, was man sehen wird, wenn man in den nächsten Spiegel sieht. Ist es wirklich das eigene Gesicht oder taucht plötzlich etwas anderes auf? Man ertappt sich dabei, dass man selbst die kalte Fläche eines Spiegels berührt und die Gedanken Mastertons mit in den Alltag nimmt.

Warum ist das so faszinierend? Weil man sich als Erwachsener plötzlich an seine Kindheit erinnert fühlt. An die fantastischen Gedanken über eine Welt hinter dem Spiegel, eine andere Welt – oder vielleicht auch einfach nur die selbe Welt, die lediglich spiegelverkehrt ist? Masterton geht stark auf Alice hinter den Spiegeln ein und nimmt Motive aus Carrolls Werk und flechtet sie gekonnt in seine Geschichte ein. Vermischt mit zahlreichen Hinweisen auf biblische Texte, entdeckt man schnell, dass hinter dem Buch mehr steckt, als nur eine weitere Horrorgeschichte. Mit fundierten Kenntnissen beider Werke hat Masterton einen intelligenten Plot erschaffen, der dem Leser viel Stoff zum Nachdenken gibt. Wer sich in den Vorlagen nicht ganz auskennt, kann durchaus mal zur Parallellektüre greifen und nachlesen.

„Der Horror Spiegel“ ist ein gelungenes Stück Horror und ein wahres Lesevergnügen. Nicht ganz geeignet für schwache Nerven, aber eine Pflichtlektüre für Masterton-Fans und Leser, die auf intelligenten Horror und eine durchdachte Story stehen.

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horror, splatter, hinterwäldler, extrem-horror, erotik

Willkommen in Hell, Texas: Festa Extrem

Tim Miller
E-Buch Text: 111 Seiten
Erschienen bei Festa, 24.01.2015
ISBN B00SQJ8RIY
Genre: Sonstiges

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hunger, das camp, ekel, thriller, scout

Das Camp

Nick Cutter ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2014
ISBN 9783453437791
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Pfadfindergruppe ist übers Wochenende auf einer kleinen unbewohnten Insel gestrandet. Mitten in der Nacht taucht ein merkwürdiger Fremder auf, der einen unmenschlichen Hunger hat. Die Jungen sollen in ihrem Schlafsaal bleiben, während sich ihr Gruppenleiter - ein Arzt - um den Fremden kümmert. Doch bald schon wird auch er auffällig durch ein seltsames Verhalten und seinen wachsenden Hunger ...

Nick Cutter beschreibt in seinem Thriller den Wurmbefall einer Pfadfindergruppe, die schon bald auf sich alleine gestellt ist und abgeschnitten von allen Erwachsenen. Diese schicken zwar hin und wieder mal einen Militärhubschrauber auf die Insel, nehmen aber keinen Kontakt zu den Jugendlichen auf und überlassen sie sich selbst. Bald schon verändert sich die Gruppe und was an negativen Charaktereigenschaften bisher im Verborgenen geblieben war, kommt schnell ans Licht. Schon bald stellen nicht mehr allein die hungrigen und sich rasch vermehrenden Würmer die einzige Gefahr für die Gruppe dar.

Manches erinnert stark an Vernes "Zwei Jahre Ferien" oder Goldings "Der Herr der Fliegen". Es scheint, als habe der Autor sich hier einige Inspiration geholt und am Ende noch eine kleine Prise Horror in die Geschichte gestreut. Zwischen der eigentlichen Erzählung von der Insel finden sich immer wieder Zeitungsberichte und Vernehmungsprotokolle, die zwischenzeitlich beschreiben sollen, was eigentlich gerade mit den Jungen passiert und warum keiner der Erwachsenen auf die Insel kommt und Nahrung sowie ärztliche Versorgung dorthin bringt. Ab und zu verwirren diese Einschübe mehr, als dass sie wirklich erklären, was denn nun los ist. Am Ende bleibt man vielleicht sogar mit einem etwas unbefriedigendem Gefühl zurück, denn das Ende ist anders, als erwartet und man könnte nun spekulieren, ob alles so stimmt, was da angegeben wird.

Das Buch lässt sich unterschiedlich gut lesen. Es sind eben genau diese Einschübe, die der Geschichte das Tempo rauben und auch leider die Spannung nehmen. Man kann den Plot auch mit leichten Veränderungen zigmal anders erzählen und hat eine gleichsam spannende Erzählung, die einem nur vielleicht irgendwann zum Hals heraushängen dürfte - man denke an Vernes und Golding! Zwar wird der Thriller hochgelobt, für mich jedoch war er eher langweilig. Die Idee dahinter ist - wenngleich nicht neu - gut und hätte wirklich spannend und absolut mitreißend verarbeitet werden können, wenn da nicht ... Da hilft auch nicht, dass Horror-Papst Stephen King total begeistert zu sein schien.

Wenn man auf etwas schalen Horror steht, aber gerne mal eine blutige Szene vor Augen hat, dann ist "Das Camp" ein absolutes Must-Have. Ansonsten eher nur eine zähe Geschichte, für die man sich mehr wünscht: Mehr Pep, mehr Spannung, mehr durchdachten und zusammenhängenden Plot.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Cupid in Bondage

Wrath James White
Flexibler Einband: 132 Seiten
Erschienen bei Deadite Press, 01.12.2014
ISBN 9781621051695
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das kleine Büchlein ist ursprünglich ein Dankeschön des Autors gewesen. Dieser hatte zu Spenden aufgerufen, um seiner Frau die Hochzeit ihrer Träume zu ermöglichen. Auch wenn das angestrebte Ziel leider nicht erreicht wurde, konnten sich doch einige über das besondere Buch freuen. Dieses ist signiert und derzeit nicht auf dem deutschen Markt erhältlich.

"Cupid in Bondage" ist keine Geschichte, sondern eher ein Gedicht- und Gedankenbank von Horror-Autor Wrath James White. Die Vorliebe für Bondage und die besondere Liebe und Zuneigung eines Bondagepaares zueinander sind das Thema. Der Autor beschreibt in liebevoll brutalen Worten seine Frau, ihre Beziehung, ihre Liebe, das Innenleben und genau das, was so viele nicht verstehen - auch wenn "50 Shades" ja nun angeblich alles erklärt hat. Im Grunde hält White mit dem Buch gegen den wahnwitzigen "50 Shades"-Hype und zeigt, wie lächerlich diese Reihe und die nun stolzen Hausfrauen sind, die allen erzählen, dass es nun auch in ihrem Schlafzimmer SM und Bondage gibt. Einen Sch... gibt es! Aber das gehört nicht hierher.

Es geht um Sex, um Blut und um Liebe, die nur wenige Menschen verstehen können. Denn wie kann man lieben, wenn man sich schlagen lässt, angebunden wird und blutet? Hier geht es nicht um häusliche Gewalt! Es geht um Liebe und Zuneigung, um tiefes Vertrauen und beiderseitiges Einvernehmen. Es geht um Grenzen und die Überschreitung derselben. Ganz klar wird aber gezeigt, dass so etwas nur möglich ist, wenn beides es wollen und aufeinander hören - und eben Schluss ist, wenn Schluss ist!

Beim Lesen des Buches tut man sich zuweilen schwer, weil man das Gefühl bekommt, in die intimsten Bereiche der Privatsphäre und Liebe eines Paares einzudringen. Manchmal legt man das Buch weg, ist zwar begeistert, hat aber doch seine Bedenken, ob man überhaupt das Recht hat, weiterzulesen.

White nimmt kein Blatt vor den Mund. Es ist ein gewagtes Buch, manche wird es verstören, anderen wird es aus dem Herzen sprechen. Für wieder andere ist es aber auch nur die Komplettierung der White-Sammlung im Bücherregal - mit Originalautogramm.

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60 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

horror, inzest, seelen, vergewaltigung, menschenjagd

Die Bestien

Brett McBean
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.07.2011
ISBN 9783865521323
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Jim kommt frisch aus dem Gefängnis und fährt auf dem Motorrad durch's Land. Dabei kommt er nach Billings und kehrt auf der Suche nach einer Erfrischung und einer Bleibe für die Nacht in der dortigen Bar ein. Die Ablehnung der Bewohner des Städtchen dem Fremden gegenüber ist deutlich zu spüren. Doch dann wird er Zeuge, wie ein junges Mädchen geschlagen wird und geht dazwischen. Eine Hetzjagd beginnt, bei der es kaum Überlebende geben wird...

Eigentlich geht es bei Brett McBean gar nicht um die Jagd an sich und den lieben Jim, den das ist im Grunde nur der Rahmen für die eigentliche Geschichte. Hauptdarsteller ist eine alte Blechdose mit stinkendem Inhalt, die irgendwann jeder haben möchte - und doch jeder fürchtet. Scheint zu Beginn alles noch recht durchsichtig zu sein, kommt es im Laufe des Buches zu immer mehr seltsames Zusammenhängen, die nicht mehr einwandfrei erklärt werden, so dass der Leser mit einem kleinen - oder auch etwas größerem - Fragezeichen zurückbleibt. Da McBean eigentlich für unerwartete Ausgänge seiner Geschichten bekannt ist, erwartet man auch hier etwas, mit dem man nicht gerechnet hat. Zum Teil wird der Leser da auch nicht ganz enttäuscht. Andererseits sind da eben die Erklärungslücken, die einen fragend zurücklassen und schließlich auch den Spaß am Buch nehmen. Man erwartet sich eine Begründung für gewisse Handlungen und Wendungen, die man jedoch nie erhält. Das macht das Buch auch zu einem nicht ganz gelungenen Horrorstreifen.

Wer sich eine spannende Erzählung über die angedeutete erhofft, wird recht bald enttäuscht. Man erfährt zwar einiges über Billings und auch über eine Hütte im Wald, die als Kommandozentrale für Jagden und andere unschöne Machenschaften gilt. Was fehlt ist aber der Ausbau genau dieser Berichte und der Jagd selbst. Nur kurzzeitig flammt immer wieder Spannung auf und die Hoffnung, dass jetzt diese schönen beklemmenden Beschreibungen kommen. Stattdessen geht es weniger um die Jagd auf Menschen, vielmehr um die Jagd nach der Dose, die irgendwie immer dabei ist und doch nie da, wo sie eigentlich sein sollte.

Man darf sich von "Die Bestien" nicht zu viel erwarten. Es ist nicht das Glanzstück von McBean, der sonst als ganz passabler Horrorautor bekannt ist. Vielmehr hat man das Gefühl, dass er entweder zwei Plot miteinander verbunden hat, oder irgendwann keine rechte Lust mehr zur Ausarbeitung eines kompletten Plots hatte. Beides ist sehr schade, denn so wird der Geschichte viel genommen. Leider wird auch nicht stark genug ausgearbeitet, wie Menschen zu Bestien mutieren, wie abscheulich sie agieren können und wie psychopatisch sie veranlagt sind.

Für Einsteiger in das Horrorgenre und in McBeans Schreibe ist das Buch ein guter Start. Für richtige Fans jedoch weniger ein Lesevergnügen, die Langeweile holt einen zu schnell ein und die Unstimmigkeiten lassen einen sehr unbefriedigt zurück.

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

abartig, mutterliebe, thrille, mord, abgründe der menschheit

Die Mutter: Psycho-Thriller

Brett McBean
E-Buch Text: 369 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 08.06.2012
ISBN 9783641075514
Genre: Sonstiges

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

scifi horror, monster, zeitreise, dimensio

Crossover: es wird dich veraendern

Fred Ink
E-Buch Text: 253 Seiten
Erschienen bei null, 06.01.2015
ISBN B00RY7KRJ6
Genre: Sonstiges

Rezension:


Harald kommt zu sich und weiß nichts mehr: Wo ist er, wie ist er hierher gekommen und was um ihn herum geschieht. Insgesamt geht es sechs Menschen so, die in einem Laborkomplex zu sich kommen und schnell feststellen: Sie sind nicht mehr auf der Erde und es drohen mehrere Gefahren, gegen die sich wehren müssen …

Harald ist ein alter Mann, dem die Knochen wehtun und der schon einiges erlebt hat. Doch das hier ist selbst für ihn zu viel: Zwei Sonnen, seltsame Gewächse an den Mauern und ein riesengroßes Etwas, das aussieht wie ein Krebs und ihn gerne verspeisen würde. Tom hingehen hält alles für einen ziemlich seltsamen Trip, aber das ist ja nicht der erste, den er durchmacht. Birgit und Kati sind Mutter und eine geistig behinderte Tochter, die schnell einem “Hundi” nachläuft, der sich bald als gefährlicher, tötender Affenmutant entpuppt. Der Jäger folgt seinen Instinkten und Tabea ist die Chefin der Firma, zu der dieser Laborkomplex gehört – nur hat sie leider keine Ahnung, wie sie hierher kommt.

Diese sechs Menschen machen im Laufe der Geschichte einen teilweise sehr krassen Wandel durch und zeigen auch bald ihr wahres Gesicht. Der Kampf ums Überleben wird unerbittlich und bald schon ist jeder bereits, über Leichen zu gehen. Fred Ink hat hier sechs sehr unterschiedliche Charaktere zusammengewürfelt, die allesamt unterschiedlicher nicht sein könnten. Dabei bedient er gerne kleine Klischees und führt natürlich auch wieder einen Kiffer an, dies scheint fast ein Markenzeichen des Autors zu sein, denkt man etwa an Strange Days, wo der Protagonist ebenfalls gerne mal einen Joint raucht.

Fred Ink füttert seine Leser immer wieder mit kleinen Happen an Informationen, die die Spannung aufrecht erhalten und den Leser bei Laune halten. Man fragt sich unweigerlich, was passiert ist, wie die Leute dorthin gekommen sind und wo sie sich überhaupt befinden. Ist es ein fremder Planet, hat sich die Erde oder vielleicht gleich das gesamte Sonnensystem derart verändert, dass zwei Sonnen und fremdartige Geschöpfe entstanden sind? Nicht nur weil Ink es selbst in seinem Buch erwähnt, drängt sich einem schnell mal der Gedanke an Pitch Black, einen Film mit Vin Diesel, auf, denn auch dort gibt es mehrere Sonnen und seltsame Wesen. Nur langsam klärt sich manches auf und Crossover entpuppt sich als spannendes Sci-Fi-Abenteuer, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Immer wieder ändert sich die Perspektive, wird ein Cut gemacht, wenn es zum Höhepunkt einer Szene zu kommen scheint. Das schürt natürlich die Neugier des Lesers.

Ich bin wahrlich kein Sci-Fi-Fan und kann damit im Allgemeinen eher wenig anfangen, auch wenn es einige gute Bücher dieses Genres gibt, die selbst ich verschlungen habe. Crossover macht wahnsinnig Spaß und reißt mit. Gekonnt wird Spannung aufgebaut und gehalten. Eingefleischte Genre-Fans können hier und da einige Parallelen zu anderen Geschichten finden. Durch die Verschiedenartigkeit der Charakter ist es leicht, sich mit einigen der Figuren zu solidarisieren, auch wenn man diese Entscheidungen zwischendurch immer wieder neu hinterfragen muss – schließlich ist manches nicht so, wie es scheint und die Erinnerung der Menschen an ihr Leben kommt nur sehr langsam zurück. Einziger Minuspunkt für mich: Die Geschichte von Birgit und Kati bleibt etwas undurchsichtig. Hier fehlt es meiner Meinung nach an der Begründung – ohne zu viel vorwegzunehmen. Aber selbst das schmälert das Lesevergnügen nicht.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

TaRock'n Roll

Heinrich Hanf
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 30.10.2014
ISBN 9783943408287
Genre: Humor

Rezension:


Hans Harlaching ist Kartenleger und sagt einige Ereignisse fast auf die Minute genau voraus. Für ihn ist das kaum relevant, für eine Illuminaten-Loge dafür umso mehr. Die alten Herren wollen aus dem Planeten Erde ein Hyperraum-Sprungtor machen – und Harlaching soll dabei helfen …

Ein bisschen irre klingt der Klappentext ja schon und da muss man doch sehr genau überlegen, ob man so ein Buch überhaupt kaufen möchte oder vielleicht doch lieber die Finger davon lässt. Wer aber den Mut hat, sich an das Werk des unter dem Pseudonym Hans Hanf schreibenden Autors zu wagen, der braucht eine gehörige Portion Humor. Die Geschichte springt gerne mal zwischen einzelnen Schauplätzen umher, verweilt kurz bei teilweise sehr ausführlich beschriebenen Charakteren, allesamt mit seltsamen Namen versehen und ein wenig eigen. Es schadet nicht, München und die Geschichte der 80er Jahre zu kennen, ein bisschen Ahnung von Musik zu haben, sich für Esoterik zu interessieren und Science-Fiction-Kenntnisse mitzubringen. Nur so versteht man den ein oder anderen Witz, erkennt den versteckten Hinweis auf die Studentenbewegungen Münchens, weiß, wer Amon Düül ist. Überhaupt ist gerade der Hinweis auf die Krautrocker Amon Düül II ein kleiner Beweis für die Egozentrik des Autors und seines Protagonisten.

Die Geschichte muss man verkraften. Die Sprünge in der Handlung, die zum Teil bekifft erscheinenden Dialoge und das etwas Abgedrehte muss einem dann doch ziemlich liegen. Man darf keine geradlinige Geschichte erwarten und es mit der Logik auf keinen Fall sehr genau nehmen. Manches wirkt seltsam, gar verstörend, anderes hinterlässt eher ein großes Fragezeichen auf der Stirn des Lesers.

Ist das Buch schlecht? Nun, ganz verneinen kann man das sicherlich nicht, aber das ist in diesem Fall so sehr Geschmackssache, dass TaRock’nRoll für die einen Schundliteratur sein wird, für andere aber deutlich zum Kultbuch avancieren kann. Zu viel verraten darf man nicht, sonst nimmt man die Spannung, die Hanf gekonnt aufbaut. Neben seltsamen Begrüßungsritualen hat der Autor sich ein bisschen in eine Welt zurückgezogen, die für manche nur schwer zugänglich ist. Wer sich aber darauf einlässt, erlebt ein amüsantes, satirisches Lesevergnügen, das auf jeden Fall den ein oder anderen Lacher erzeugen wird.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

dreckiger humor, killer, sex, krimi, witz und ironie

One Night Stan's

Greg Sisco
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 02.12.2014
ISBN 9783958350199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


In Scud City steht der heiße Stripclub One Night Stan’s. Doch hier geht es nicht nur nackte Frauen, die sich an der Stange räkeln, hinter den Kulissen laufen auch einige krumme Geschäfte, bei denen es um viel Geld geht. Da ist es natürlich nicht so gut, wenn ein Koffer mit viel Geld einfach so verschwindet – und nicht nur der Clubbesitzer plötzlich um seine leibliche Unversehrtheit fürchten muss…

“One Night Stan’s” ist eine sehr rasante Geschichte. Man wird sofort mitten in das Geschehen geschmissen und weiß dabei noch gar nicht so recht, was nun eigentlich vor sich geht, wo man sich befindet und warum alles überhaupt geschieht. Erst im Laufe des ersten Teils der Geschichte findet man so nach und nach heraus, dass Geld verschwunden ist, warum manche Figuren sterben müssen und wer jeder einzelne Charakter überhaupt ist. Dabei geht auch manchmal etwas chaotisch zu und man muss mehrfach überlegen, wer gehört zu wem, was passiert gerade und wo ist überhaupt das Problem, um das es sich in diesem Buch handelt. Aber es bleibt recht spannend. Immer wieder passieren Dinge, nicht ganz vorhersehbar waren und der Geschichte neuen Schwung geben.

Der Roman erscheint wie ein relativ moderner Stadtwestern, in dem jeder gegen jeden kämpft und alle doch eigentlich nur eines wollen: Geld. Sex, Gewalt und Spannung werden hierin gut miteinander verknüpft. Die Mischung ist es dann allerdings auch, die das Buch nicht zum Lesespaß für jedermann werden lässt. Wer etwas krumme Geschichten mit Nachwuchsganoven, bestechlichen Ordnungshütern, dem kleinen Glückspilz und der Stripperin mag, der hat hier etwas gefunden, was er unbedingt lesen sollte.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

bier, monster, horror, familie, mutation

Bierbrut

Nikolas Preil
E-Buch Text: 133 Seiten
Erschienen bei Weird Self-Publishings, 09.05.2014
ISBN B00K7HESOK
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Als Bernd einen Job angeboten bekommt, ist er zufrieden. Er muss nur als Vertreter Kneipen aufsuchen und Hanseaten-Bräu, ein neues Bier verkaufen. Die Bezahlung ist gut und das Bier schmeckt super. Doch dann werden seine Kunden aggressiv, als er sich verspätet. Und er selbst verändert sich auch, mental und körperlich…

Zu Beginn scheint es eine angenehme, leichte Geschichte zu werden. Bernd ist arbeitslos, geschieden, sieht seine Kinder am Wochenende und braucht eben einen Job, weil er seine Miete nicht mehr bezahlen kann. Als er dann Guido kennenlernt und Vertreter für das neue Hanseaten-Bräu werden soll, stimmt er bereitwillig ein und verzeichnet schnell erste Erfolge. Das Bier schmeckt gut, die Kunden sind zufrieden und er selbst stellt fest, dass er freier, mutiger und auch aggressiver wird. Der Leser bemerkt die schleichende Veränderung zuerst nicht und kann sich auch kaum vorstellen, in welche Richtung die Geschichte gehen soll. Überhaupt wird erst das letzte Viertel des Buches so richtig spannend. Da passiert dann endlich etwas mehr und die Story beginnt – oder eben auch nicht.

Der Stil ist flüssig und man hat das kleine Büchlein schnell durchgelesen. Allerdings endet Band 1 so abrupt, das man mit einem sehr unbefriedigenden Gefühl zurückgelassen wird. Die Idee an sich ist nicht neu und lässt sich zigfach im Horrorgenre wiederfinden. Experimente, die ohne das Wissen der Probanden durchgeführt werden und irgendwann außer Kontrolle geraten. Ob man sich dafür begeistern kann, muss jeder für sich entscheiden. Die Story macht in Band 1 schon einen lesenswerten Eindruck, allerdings gibt der Autor an, dass die einzelnen der insgesamt fünf Bände inhaltlich abgeschlossen und trotzdem miteinander verbunden sein. Da ich aber wenn gerne die angefangene Bernd-Erzählung weitergeführt haben möchte, sehe ich keinen Kaufgrund für die Nachfolger.

Das Buch an sich ist ein netter Zeitvertreib, mehr aber auch nicht. Irgendwo kann man Anlehnungen an Bentley Little oder auch Edward Lee erkennen, erscheint eine Szene als übertriebenes Pflichtgefühl des Autors, etwas Ekliges reinklatschen zu müssen. Ob die Nachfolgebände spannender sind oder Licht ins Dunkel bringen, bleibt leider offen, der Autor macht auf Amazon wenig Hoffnung darauf.

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

horror, splatter, bedrohlich, ekel, selbstbeherrschung

Sein Schmerz - Extrem

Wrath James White
E-Buch Text: 92 Seiten
Erschienen bei Festa, 26.10.2013
ISBN 9783865523020
Genre: Sonstiges

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

hamburg, scifi, telepathen, phantom

Krieg der Telepathen - Die vollständige Centerer-Saga. Zwei Romane in einem Band

René Junge
E-Buch Text: 641 Seiten
Erschienen bei Musketeer Publishing, 02.01.2015
ISBN B00RQNVSQE
Genre: Sonstiges

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

horror, gras, stephen king, joe hill, geschwister

Im hohen Gras

Stephen King
E-Buch Text: 72 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 12.08.2013
ISBN 9783641119850
Genre: Sonstiges

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110 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

horror, ouija-brett, studenten, geist, thriller

Der Geist

Richard Laymon , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.08.2014
ISBN 9783453676497
Genre: Krimi und Thriller

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

splatter, festa extrem, erotik, horror, festa verlag

GOON - Festa Extrem: Das perfekte Wrestling- Match

Edward Lee , John Pelan
E-Buch Text: 126 Seiten
Erschienen bei Festa, 14.11.2014
ISBN B00PNSX4PW
Genre: Sonstiges

Rezension:


Goon ist eine Kampfmaschine im Ring, die ordentlich einstecken kann und sich danach in sekundenschnelle regeneriert. Für die Ringratten, die Wrestling-Groupies, ist er jedoch scheinbar unerreichbar. Und dann sind da auch noch die verstümmelten Leichen, deren Mörder der Polizist Philip Parker gemeinsam mit der Reporterin Melinda Pierce finden soll…

Es darf gerne eklig sein, natürlich teilweise extrem pervers und obszön, aber es sind doch Bücher mit einer Story, die Edward Lee normalerweise verfasst. Bei “Goon” ist das ein bisschen anders. Hier geht es nur um sinnlose Sexszenen und man kann die Geschichte auch gerne als mieses Drehbuch zu einem unterirdischen Porno ansehen. Natürlich kann man hinterher als Leser immer sagen, dass man aus der Story mehr machen könnte – hier stimmt es aber. Wer Lee und seine Art kennt, stört sich weniger an Sexszenen, die immer wieder vorkommen und auch gerne mal sehr eklig sind – man denke an “Monstersperma” -, aber man erwartet doch einen Plot und nicht eine hingerotzte Handlung, die ähnlich wie die eines Pornos bedeutungslos ist. Zwar gibt es eine vielleicht überraschende Wendung und auch einen unerwarteten Ausgang, aber das reißt auch nichts mehr.

“Goon” ist leider eine Enttäuschung.

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thriller

Yaccubs Fluch

Wrath James White
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 22.09.2014
ISBN 9783865523303
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Wrath James White ist nichts für schwache Nerven, das war er auch noch nie. Seine Geschichten sind düster, voller Gewalt und Verzweiflung, aber auch nicht ohne Gesellschaftskritik. Dieses Mal begibt er sich in Viertel, in denen Rassismus, Drogen, Mord und Gewalt an der Tagesordnung sind. Er beschreibt gekonnt das Lebens und Erwachsenwerden von Malik, einem unscheinbar Jungen, der eigentlich nur eine unbeschwerte Kindheit möchte. Aber sein sozialer Stand lässt das nicht zu. Die abgetragenen Klamotten brandmarken ihn als einen Aussätzigen, der sich nicht alles leisten kann und manchmal sogar nichts zu essen hat. Obwohl sich seine Mutter und seine Großmutter alle Mühe geben, ist das Geld knapp und der Junge möchte es irgendwie schaffen, diesem Elend zu entfliehen. In der Schule ist er als gefürchteter Schläger bekannt – bald schon lernt ihn das Viertel als brutal Geldeintreiber und Mörder kennen. Er begibt sich in die falschen Kreise und wird einer der besten Unterstützer des seltsamen Dealers Scratch, der sich als Weißer einen Namen im Schwarzenviertel gemacht hat. Scratch ist brutal und eiskalt und hat seine Jungs fest im Griff. Wer nicht spurt, wird getötet. Dass der Dealer Huren und ihre ungeborenen Babys tötet, seinen Opfern das Hirn aussaugt und verschlingt, ist der eklige Teil des Buches. Ansonsten kann man den Roman gut lesen, auch wenn man nicht auf den brutalen Horror steht, den man sonst von White kennt.

“Yaccubs Fluch” ist eine Milieustudie und beschreibt sehr gut die Außenseiterrolle von den Kids, die keine reichen Eltern haben, nicht immer die neuesten Klamotten tragen können und sich durch Gewalt abschotten wollen. Es ist ein guter Einblick in eine Rassismusdebatte, die nie wirklich versiegt ist, nun aber auch mal ganz anders die “Schwarzen” und die “Weißen” zeigt und die Hautfarbe nicht in den Vordergrund stellt. Der eigentliche Horror hierbei ist nicht, dass Gehirne gefressen werden und Blut hin und wieder spritzt, der eigentliche Horror sind der Alltag, das allmähliche Verschwinden in einem Sog von Gewalt, Drogen, Macht und Geld und die Hilflosigkeit des Umfelds. White zieht den Leser in das Viertel, lässt ihn mitfühlen mit Malik, der innerlich zerrissen ist und seinen Weg sucht, immer wieder zweifelt, gewinnt und verliert und begleitet wird von Ängsten, Hoffnungen und Wünschen.

Ein gutes Buch, das sich schnell lesen lässt und bis zur letzten Seite Spannung birgt.

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