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hermes, glückskekse, glückskeks, komödie, humo

Der ganz und gar seltsame Glueckskeks, das Taxi und die Nazi-Oma

Christoph Stark
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 15.07.2016
ISBN 9781535288798
Genre: Humor

Rezension:

Klingt das verwirrend? Gut. Denn genauso ist das Buch. Die Geschichte wandelt zwischen unterschiedlichen Schauplätzen und man muss hin und wieder mal ein bisschen springen. Autor Christoph Stark wandelt zwischen Himmel, Erde und Hölle, springt munter in den Zeiten und politischen Ansichten hin und her, macht dabei auch vor religiösen Anschauungen nicht Halt, und versucht, das Ganze mit einer Prise ironischem Witz zu würzen. So ganz gelingt es nicht immer. An manchen Stellen wirken die Amüsements zu übertrieben. An anderen bedarf es vielleicht etwas mehr Worte, damit der Leser das auch witzig findet. Trotzdem ist der Roman ein ganz lustiger Zeitvertreib, auf den man sich einlassen muss - was manchmal echt schwer fällt. Vereinzelt erinnert das Buch an Storys wie Greg Siscos One Night Stan's. Auf jeden Fall: Viel Spaß bei der Lektüre!

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düsseldorf, peter kürten, susann brenner, deutsch, blut trinken

Der Vampir vom Niederrhein - Peter Kürten

Susann Brennero
Flexibler Einband: 315 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 03.08.2016
ISBN 9783839219379
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Februar 1929: Die kleine Rosalie wird ermordet aufgefunden. Düsseldorf ist geschockt und beginnt eine waghalsige Suche nach dem Mörder. Der Journalist Kron ist ein Nachbar von Rosalies Familie und schwört ihren Eltern, dass er den Mörder finden wird. Bald freundet er sich mit dem ermittelnden Kommissar Bergmann an. Doch es folgen mehr Morde und keiner findet einen Hinweis auf den Mörder.

Der biografische Roman berichtet von der Zeit zwischen Februar 1929 und Mai 1930, in der schreckliche Morde und Überfälle in Düsseldorf geschahen. Dabei folgt der Leser dem Journalisten Kron, der sich selbst ein bisschen als Ermittler betätigt und alles daran setzt, den Mörder zu finden. In den ohnehin unruhigen Zeiten ist die Suche erschwert. Zwischen Bürgerwehren und den aufstrebenden Mächten muss Kron Acht geben, dass er nicht selbst in Verdacht gerät und ein Opfer der Lynchjustiz auf den Straßen wird. Auch seine Beziehung beginnt unter der Besessenheit zu leiden. Aber Kron macht weiter. Wenn man aufmerksam liest, kann man vielleicht hier und da einen Hinweis auf den Täter finden. Es ist spannend, wie die Autorin das Buch aufgebaut hat. Eine Stadt sucht einen Mörder, der ein Phantom ist. Kron gibt ihm den Spitznamen "Vampir von Düsseldorf", dessen Bekanntheit schnell globales Ausmaß erreicht. Man folgt dem Journalisten auf seinen holprigen Wegen, fiebert mit, fragt sich irgendwann, ob der Mörder überhaupt gefunden wird - was verwunderlich ist, da es sich um einen biografischen Roman handelt und man natürlich weiß, dass die Fälle schließlich aufgeklärt werden konnten. Dennoch fesselt einen die Geschichte und man kann das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen. Geschockt kann man von den Taten sein, es trifft eben Kinder, die sich nicht wehren können, das nimmt einen bei der Lektüre schon mit.

Ein gutes, lesenswertes Buch für Krimifans und alle, die wahre Geschichten in Romanform mögen. 

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Stirb, du Bastard! Stirb!: Festa Extrem

Jan Kozlowski
E-Buch Text
Erschienen bei Festa, 15.11.2016
ISBN B01MYNABU2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Krankenschwester Claire ist vor fast zwanzig Jahren von zu Hause weggelaufen und hat alles hinter sich gelassen. Nur der Erinnerung an ihren Vater kann sie nicht entkommen. Der hatte sie und andere Mädchen jahrelang sexuell missbraucht. Nun hat ihre alte Freundin und Leidensgenossin Olivia sie ausfindig gemacht und fleht sie an, zurückzukehren - dabei hat sie einen perfiden Racheplan ausgearbeitet...

Man kann das Buch in wenigen Sätzen komplett erzählen und nimmt damit nicht sonderlich viel weg. Zu Beginn wird Claire in ihrem aktuellen Leben beschrieben und stellt sich als mutige junge Frau heraus. Als sie jedoch zurück in ihr altes Leben kehren soll, merkt der Leser schnell, dass sich hinter dieser Fassade eine zerbrochene Kinderseele versteckt, die zu viel durchleben und ertragen musste. Zuerst wehrt sich Claire, bei Olivias Plan mitzuwirken, was vollkommen nachvollziehbar ist. Aber es ist nicht ganz nachvollziehbar, warum sie doch bleibt und sich auf einen Besuch bei ihrem Vater einlässt. Man fragt sich bald, warum sie für die Suche der Beweise nicht einfach eingebrochen ist, ihr Vater ist schließlich gerade in einer Klinik. Lässt man sich darauf ein, kommt bald das nächste Fragezeichen - und so geht es weiter. Man kann nicht unbedingt die Schritte von Claire nachvollziehen, gerade bei ihrer Vergangenheit. Gespickt sind diese unlogischen Schritte mit wahnsinnigen Längen zwischendurch, kleinen Bäumchen-wechsel-dich-Spielchen und überhaupt ... mir fehlt es ein bisschen an dem typischen Extreme Horror, der sehr kurz kommt und fast nur angeschnitten wird. Das "Schlimmste" sind eine Horde Kakerlaken und das kann keinen Extreme Horror Leser wirklich schocken.

Alles in allem ist das Buch eine nette kleine Rache-Story, bei der mir persönlich der Pfiff und die wirkliche Rache fehlen. Ganz nett sind die unerwarteten Wendungen, die es aber auch nicht rausreißen.

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kurzgeschichten, horror, schwarzer humor, splatter, gewalt

Jacks magische Bohnen

Brian Keene , Markus Mäurer , Mark Freier
Buch: 180 Seiten
Erschienen bei Atlantis Verlag Guido Latz, 01.11.2012
ISBN 9783864020384
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Brian Keene hat genügend Fans, die sich um dieses Büchlein reißen. Fünf Kurzgeschichten des Horrorautors in einem Band, die es in sich haben - und größtenteils vergriffen sind bzw. waren. Dabei geht es um Blut, Brutalität, Mörder und jede Menge Abgründe der menschlichen Seele.

Bereits die erste Novelle Jacks magische Bohnen lässt den Leser in eine brutale Welt eintauchen, aus der es anscheinend kein Entrinnen gibt. Blut spritzt, Gehirnmasse klebt an den Wänden und Gedärme verteilen sich auf dem Fußboden. Ein Lesegenuss für jeden Extreme-Horror-Fan. Nicht nur Fans von Richard Laymon werden hier Parallelen finden, Keene spricht diese auch selbst an. Wer die Novelle mag, sollte sich mal an Laymons Der Regen wagen.

Ohne Dich ist die Eskalation einer Beziehung, die eigentlich schon längst am Ende ist, ohne wirklich beendet zu werden. Den Ausweg des Protagonisten muss man natürlich ein bisschen absonderlicher gestalten.

I am an Exit und This is not an Exit sind zwei zusammenhängende Geschichten. Man wünscht sich schnell einen kompletten Roman mit dem Exitmörder und Keene Fans sind hier auch nicht enttäuscht worden. Die beiden Kurzgeschichten sind Momentaufnahmen, die nicht zu viel verraten und dem ein oder anderen vielleicht etwas zu kurz sein könnten.

Abschluss bildet Der King in: Gelb. Eine gute Idee, die aufgrund der Kürze schnell umgesetzt ist. Ein bisschen erinnert sie an den großen Meister Graham Masterton, der mit Der Horrorspiegel  eine ähnliche Idee niedergeschrieben hat.

Jacks magische Bohnen ist eine tolle Kurzgeschichtensammlung, die schnell durchgelesen ist und Extreme-Horror-Lesern wirklich Spaß machen wird.

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richard laymon, horror, heyne verlag, richardlaymo, dasufer

Das Ufer

Richard Laymon , Kristof Hahn
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453676473
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leigh wurde vor neunzehn Jahren bei einer tödlichen Sommerromanze schwanger. Mittlerweile ist ihre Tochter achtzehn Jahre alt und das Leben der beiden scheint perfekt zu sein. Bis Deana von einem Wahnsinnigen verfolgt wird und sich auch Leigh in wachsender Gefahr befindet. Wäre da nicht Mace, ein Polizeibeamter, der ihr Sicherheit vermittelt, aber vielleicht doch nicht der ist, der er zu sein vorgibt...

Richard Laymon ist bekannt für spannende Thriller, die einem gerne das Blut in den Adern gefrieren lassen. Das Ufer sollte da keine Ausnahme machen, so denkt man, aber leider wird man enttäuscht. Immer wieder gibt es unstimmige und krasse Brüche in der Geschichte, die einem irgendwann den Spaß verderben. Das wäre vielleicht akzeptabel, wenn ein solcher Bruch zwischen zwei Kapitel stattfände, aber nicht innerhalb ein und desselben. Über weite Strecken passiert leider gar nichts in dem Buch und man langweilt sich. Es müsste doch endlich mal spannend werden! Aber es geht immer nur verworren um Deana und ihre neue Liebe, nachdem die alte getötet wurde. Und manchmal um Leighs Spitzenrestaurant, das einen irgendwann gar nicht mehr interessiert. Krasse Logikfehler scheinen so gar nicht zum eigentlich Horrormeister zu passen, aber er begeht sie, damit die Geschichte fortfahren kann. Plötzlich stehen Tote auch wieder auf, kommen zum Drohen und verschwinden dann irgendwie sofort wieder, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen, werden von der Polizei in Gewahrsam genommen und ... Der Leser bleibt mit einem großen Fragezeichen im Kopf zurück. Selbst als es auf den letzten hundert Seiten so etwas wie spannend wird, ist das nur ein schwacher Trost und weitab von dem, was man von Laymon kennt und gewohnt ist. Sind hier mehrere Geschichten ineinander verwoben worden? Oder war das eine Rohfassung, die er nicht mehr nachbearbeitet hat? Leider eines der schlechtesten Bücher von ihm.

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liebe, freunde, mystisch, geheimnisse, teenie roman

Ich träum von dir...

Ellen Sommer
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei Sommer, Ellen, 01.06.2016
ISBN 9783000523052
Genre: Fantasy

Rezension:

Chris und Lille sind nach einigen Irrungen und Wirrungen endlich ein Paar geworden. Nun könnte alles perfekt sein, würden da nicht grausame Erinnerungen an einen Unfall wie ein Damoklesschwert über den beiden schweben.

Ellen Sommer hat ihrer Reihe Voll erwischt einen lesenswerten zweiten Band hinzugefügt. Zwar ist dieser Band gespickt mit Hinweisen auf den ersten, jedoch kann man ihn ohne weiteres auch lesen und alles nachvollziehen, wenn man Band 1 (noch) nicht kennt.

Die Protagonisten Lille und Chris sind endlich ein Paar geworden. Die Beziehung startet recht gut, wird aber bald überschattet von Alpträumen und einem dunklen Geheimnis, das Chris mit sich herumschleppt. Gemeinsam werden sie auf eine harte Probe gestellt und müssen an ihrer Beziehung und sich selbst arbeiten.

Ellen Sommer kann sich gut in die Teenager einfühlen und vermittelt dem Leser deren Gefühlswelt mit stimmigen Bildern. Die Perspektive wechselt immer zwischen Lille und Chris, so dass man die Gedanken beider recht gut nachvollziehen kann und auch der oder andere Schritt, der gemacht wird, deutlicher erklärt wird. Stellenweise muss man als erwachsener Leser, der lange aus diesem Alter heraus ist, schmunzeln, weil man sich ertappt fühlt. So war man auch mal, oder? 

Alles in allem ein gutes Buch für junge Leser, die ihre erste Liebe und deren Schwierigkeiten erfahren - und die sich in eine romantische Geschichte fallen lassen möchten.

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Bastians Traum

Guido Arnold
Flexibler Einband
Erschienen bei Engelsdorfer Verlag, 01.10.2015
ISBN 9783957447463
Genre: Romane

Rezension:

Bastian ist scheinbar stark depressiv und verlässt seine Wohnung nicht mehr, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Doch eines Tages muss er raus und findet sich unerwartet in einem Traum wieder, der ihm zeigt, wer er wirklich ist und was er kann.

Guido Arnold hat einen Roman geschrieben, der zum einen nachdenklich stimmt, zum anderen aber sicherlich auch viele Leser nicht überzeugen kann. So viel erfährt man von Bastian zu Beginn gar nicht, als dass man wirklich wüsste, was eigentlich mit ihm los ist. Er verlässt so unvermittelt seine Wohnung und landet in einer Traumwelt, dass es beim Lesen schwer fällt, diesen Schritt gedanklich mitzumachen und sich auf den Traum einzulassen. Der Protagonist ist so plötzlich in einer ganz anderen Welt und wird von dieser vereinnahmt, dass man sich noch fragt: Ist das die eigentliche reale Welt, in der er lebt? Immer wieder kommt es zu krassen Brüchen und Sprüngen innerhalb der Geschichte, es fehlen Zusammenhänge, die erst so spät aufgeklärt werden, dass man sie nur mitbekommt, wenn man vorher nicht schon enttäuscht abgebrochen hat. 

Als Leser hätte ich eine andere Geschichte erwartet, auch wenn ich eine Leseprobe kannte. Man denkt eher an eine Mut machende Geschichte, die von einem Depressiven berichtet, der sein Leben in den Griff bekommt. Ganz falsch ist das auch nicht, wenngleich es auf eine andere Weise geschieht als man das vielleicht erwartet hat und ich fast sagen möchte, dass man sich auf ein Mittelalter-Fantasy-Spektakel einlassen muss. Wer darauf keine Lust hat, Finger weg. 

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Der bescheidene König Murphy

Jasmin Weinberger
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Edition Paashaas Verlag EPV, 12.03.2013
ISBN 9783942614191
Genre: Comics

Rezension:


Murphy ist ein kleiner Kater, der aus dem fernen Spanien stammt. Dort hat er sein Königreich für eine Futtermagd verlassen und lebt fortan in Hattingen. Hier lernt er zu spielen, zu lieben und das Leben zu genießen.

Jasmin Weinberger ist tierlieb und unterstützt den Tierschutz. Im Vorwort macht sie Werbung für die Katzenhilfe Samtpfötchen. Das ist auch noch in Ordnung, aber schnell kommt man ins Politisieren und fragt sich, warum man Katzen und Hunde aus Spanien und anderen Ländern nach Deutschland schleppen sollte, um sie hier zu adoptieren, wenn deutsche Tierheime überfüllt sind und es hier zahlreiche Hunde, Katzen und andere Tiere gibt, die auf ein liebevolles Herrchen oder auch Frauchen warten. Man könnte darüber lange diskutieren, aber es soll dann doch um das Buch gehen.

Kater Murphy wurde also aus Spanien importiert, ihm folgen fünf weitere Katzen und die Futtermagd Jasmin Weinberger erzählt kurze Begebenheiten mit ihren Stubentigern. Auf jeder Seite ist mindestens ein passendes Foto. Schnell wird deutlich, dass man sich hier zu den Fotos kurze Gedanken gemacht hat und Stichpunkte zu Situationen als ganze Sätze umgeformt als Geschichte und sogar als ganzes Buch deklariert. Natürlich kennt man die Situationen als Katzenbesitzer, wenn die Mieze immer Futter möchte, ein bisschen fremdelt, „helfen“ möchte und dabei noch viel mehr Chaos anrichtet und sich überall dort hinlegt, wo es eben nicht sein soll. Dabei kommen auch nette Erinnerungen zustande, die man sich gerne mal im familiären Kreis erzählt. Ein Buch wird daraus aber nicht – und so ist Der bescheidene König Murphy leider eine Enttäuschung. Man wartet immer auf ein Highlight, auf einen Spannungsbogen und eine richtige Geschichte, die in sich schlüssig ist und nicht nur eine Aneinanderkettung verschiedener Notizen.  Das Buch liest sich zwar schnell, ist aber sehr langweilig, weil einfach nicht wirklich etwas passiert und das Lieblingswort ist „bescheiden“ –  eine ständige und irgendwann nervige Wiederholung.

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Spiel um mein Leben

Ziska von Kalkstein
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei epubli, 20.11.2015
ISBN 9783737576444
Genre: Romane

Rezension:


Ziska von Kalkstein hat sich viele Gedanken gemacht. Der Einstieg in den Krimi ist rasant und beginnt mit einer - namenlosen - Frau, die entführt wird und verzweifelt versucht, sich selbst zu befreien. Als ihr das vermeintlich gelingt, macht die Geschichte einen Sprung. Plötzlich folgt man Gudrun durch ihr Leben, erfährt schnell, dass sie Melanies Mutter ist, Polizistin, vom Dienst suspendiert und auf der Suche nach Ruhe und der Auszeit, die sie entspannt. Zack, schnell geht es weiter - nachdem Gudrun auf vielen Seiten nichts anderes vorhat, als zum Bäcker zu gehen - und man ist mal eben bei Ruth gelandet. Hier verharrt man aber auch nicht lange.

Was rasant klingt, ist beim Leser eher verwirrend und man fragt sich bald, was hat denn A mit B zu tun und warum springt man jetzt in der Geschichte schon wieder an eine andere Ecke und in eine andere Zeit?

Die Ideen, die in dem Buch stecken, würden für zwei reichen. Das eine ist eine nette Familiengeschichte, die für sich genommen gut ist und ohne das Krimielement auch lesenswert wäre. Das andere ist ein Krimi, der noch ein bisschen mehr Pfeffer bräuchte, aber von der Idee her schon ziemlich solide ist.

Wirft man einen Blick auf die Autorenvorstellung bei Amazon, die von der Autorin selbst verfasst wurde, erklärt sich so einiges. Denn auch hier erfährt man eine Familiengeschichte, die man so gar nicht erfahren möchte, dafür wenig über die Autorin selbst. Ihre Familienchronik erscheint fehl am Platz, aber immerhin gibt der Schlusssatz Aufschluss darüber, warum im vorliegenden Krimi eine Freundschaft und familiäre Verknüpfungen so ausführlich dargestellt werden.

Alles in allem braucht man für das Buch Geduld un Durchhaltevermögen. Sicherlich möchte man es immer wieder mal abbrechen und nicht mehr anfassen. Doch es lohnt sich, immer wieder weiterzulesen. Kein Überflieger, aber ein ganz guter Familiengeschichten-Krimi für die langen Abende am Kamin.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

joachim kroll, serienmörder, serienmörder joachim kroll, innenansicht/täter, ruhrgebiet

Ich musste sie kaputtmachen

Stephan Harbort
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droste Vlg, 19.02.2004
ISBN 9783770011742
Genre: Sachbücher

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

killer, mord, serienmörder

Killerinstinkt

Stephan Harbort
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.12.2012
ISBN 9783548374772
Genre: Sachbücher

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

splatter, festa extrem, horror, festa verlag

Familienmassaker: Festa Extrem

Tim Miller
E-Buch Text: 113 Seiten
Erschienen bei Festa, 20.05.2015
ISBN B00Y0AIJV8
Genre: Sonstiges

Rezension:


Eddie Mason ist ein guter Vater. Er erzieht seine Kinder und bringt ihnen alles, was sie wissen müssen – über die Kunst des Tötens…

Wieder einmal beweist Miller, dass er vor allem eines kann: Brutalität. In „Familienmassaker“ beschreibt er mit Bedacht auf grausame Feinheiten, wie ein Familienvater das Töten an seine Kinder weitergibt. Die Geschichte beginnt recht ruhig und beschaulich und man muss etwas warten, bis man den eigentlichen Horror entdeckt. Zwar wird es blutig, was bei Millers Geschichten normal ist und zum guten Ton gehört, aber der eigentliche Horror bleibt eher im Hintergrund und wird lange Zeit nur angedeutet.
Ganz überzeugt hat mich das Buch nicht. Es sind 160 gefüllte Seiten, aber Miller rennt auch hier wieder durch. Man wird das Gefühl nicht los, dass er zwar gute Ideen und Ansätze hat, sie aber nicht ganz so ausarbeiten kann, wie er es vielleicht möchte und der Leser es sich wünscht.

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splatter, festa extrem, horror, festa verlag

Auf die Toten: Festa Extrem

Wrath James White
E-Buch Text: 181 Seiten
Erschienen bei Festa, 19.03.2016
ISBN B01B8G90T6
Genre: Sonstiges

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Ein Blick in die Hölle - Buch 2: Festa Extrem

Wade H. Garrett
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei Festa, 08.09.2016
ISBN B01LVTWG99
Genre: Sonstiges

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festa extrem, shane mckenzie, splatter, erotik, dämonen

Geil auf Sex und Tod: Festa Extrem

Shane McKenzie
E-Buch Text: 136 Seiten
Erschienen bei Festa, 20.04.2015
ISBN B00WFSDJ26
Genre: Sonstiges

Rezension:


Gary ist ein Loser, der viel einstecken muss. Im Wald begegnet er einem seltsamen Mädchen, das zu ihm aufsieht und ihm zwei Dinge verspricht: Sex und Rache. Doch Gary weiß nicht, welchen Preis er dafür zahlen muss….

Sex? Ja. Derber Sex? Auch, gerne als Orgie, jeder mit jedem. Shane McKenzie kennt keine sexuellen Tabus und das Buch trieft vor Körpersäften, Gelüsten und intensiven Beschreibungen jedweder Art des Geschlechtsverkehrs. Da werden auch sehr gerne Tabus gebrochen. Eklig ist es auf jeden Fall, was da beschrieben wird. Man kann sich zu Beginn sehr gut in Gary hineinversetzen, ein Protagonist, der auf der Verliererseite steht und sich viel gefallen lassen muss. Dass der Einzelgänger natürlich seine Träume und Sehnsüchte hat, ist verständlich. So folgt der Leser dem tragischen Helden auf eine Lichtung im Wald zu seinem Lieblingsplatz. Während dem Leser allerdings recht schnell bewusst wird, was die geheimnisvolle Fremde im Schilde führt und verursacht, braucht Gary ein bisschen länger. Denn viel schöner ist es, die versprochene Rache an seinen Feinden auszukosten.
Wenn man sich von den Sexszenen nicht einschüchtern lässt, kann man das Buch gut und schnell lesen. Ein echter Hammer ist es zwar nicht, aber ein netter, kleiner Zeitvertreib der Kategorie „Extrem“.

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thriller, mord, feuer, hilfebus, container

Der Schlepper - Thriller

René Junge
E-Buch Text: 195 Seiten
Erschienen bei Musketeer Publishing, 12.12.2015
ISBN B019BGIF8M
Genre: Sonstiges

Rezension:


Nachdem Simon Stark den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hat und nun eigentlich seine Aufträge selbst aussuchen möchte, ist der erste Fall nicht ganz selbst gewählt. Doch Stark und sein Team lassen sich davon nicht stören, erkennen sie schnell die Brisanz des Auftrags. Nach Drohungen kommt es zu einem Mordfall und Stark findet sich bald selbst in einer gefährlichen Situation wieder…

René Junge lässt nichts anbrennen. Seine Thriller lassen nicht allzu lange auf sich warten und somit verliert der Leser nicht das Interesse. Einmal mehr wird der Protagonist in einen verzwickten Fall geschickt, den er mit viel Geschick lösen muss. Junge baut seine Handlung gezielt auf, verwebt immer wieder aktuelle Politik und Ereignisse in seine Geschichten und beleuchtet diese von mehreren Seiten. Die Spannung wird gekonnt aufgebaut und bis zuletzt gehalten. Immer wieder gibt es kleine Ereignisse, die die Spannung noch weiter vorantreiben und man fragt sich, wie kann der Autor diese Situation auflösen? Man liest immer weiter, weil man unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Manchmal werden Verbindungen zu den vorangehenden Büchern aufgezeigt, aber man muss diese nicht gelesen haben, um Der Schlepper zu verstehen.

Junges Bücher sind für alle Liebhaber anspruchsvoller Thriller, die auch Sinn für Sozial- und Gesellschaftskritik haben.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

horror

Der Horrorspiegel

Graham Masterton
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.09.1993
ISBN 9783404133628
Genre: Sonstiges

Rezension:


Drehbuchautor Martin Williams ist besessen vom einstigen Kinderstar Boolful, der vor Jahrzehnten von seiner Großmutter grausam zerstückelt wurde. Doch niemand will das Drehbuch für ein Musical über den talentierten Jungen umsetzen. Eines Tages bekommt Martin mehrere alte Möbel aus dem Haus Boolfuls angeboten, doch er kann sie sich nicht leisten. Ein Spiegel, der im Wohnzimmer des Getöteten hing und den Mord mitangesehen hat, lässt ihn jedoch nicht los und er plündert seine Ersparnisse, um das Monstrum zu erwerben und in seiner Wohnung aufzuhängen. Damit nimmt das Grauen unaufhaltsam seinen Lauf und Martin kommt Boolfuls und der Wahrheit über seinen Tod näher, als er es sich gewünscht hat…

Graham Masterton ist ein Meister der Horrorliteratur und hat auch mit dem „Horror Spiegel“ voll ins Schwarze getroffen. Gekonnt beschreibt er die Macht eines Idols über seinen Anhänger und wozu diese Leidenschaft führen kann. Vor allem aber baut Masterton Horror auf und man fragt sich recht schnell, was man sehen wird, wenn man in den nächsten Spiegel sieht. Ist es wirklich das eigene Gesicht oder taucht plötzlich etwas anderes auf? Man ertappt sich dabei, dass man selbst die kalte Fläche eines Spiegels berührt und die Gedanken Mastertons mit in den Alltag nimmt.

Warum ist das so faszinierend? Weil man sich als Erwachsener plötzlich an seine Kindheit erinnert fühlt. An die fantastischen Gedanken über eine Welt hinter dem Spiegel, eine andere Welt – oder vielleicht auch einfach nur die selbe Welt, die lediglich spiegelverkehrt ist? Masterton geht stark auf Alice hinter den Spiegeln ein und nimmt Motive aus Carrolls Werk und flechtet sie gekonnt in seine Geschichte ein. Vermischt mit zahlreichen Hinweisen auf biblische Texte, entdeckt man schnell, dass hinter dem Buch mehr steckt, als nur eine weitere Horrorgeschichte. Mit fundierten Kenntnissen beider Werke hat Masterton einen intelligenten Plot erschaffen, der dem Leser viel Stoff zum Nachdenken gibt. Wer sich in den Vorlagen nicht ganz auskennt, kann durchaus mal zur Parallellektüre greifen und nachlesen.

„Der Horror Spiegel“ ist ein gelungenes Stück Horror und ein wahres Lesevergnügen. Nicht ganz geeignet für schwache Nerven, aber eine Pflichtlektüre für Masterton-Fans und Leser, die auf intelligenten Horror und eine durchdachte Story stehen.

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

horror, splatter, hinterwäldler, extrem-horror, erotik

Willkommen in Hell, Texas: Festa Extrem

Tim Miller
E-Buch Text: 111 Seiten
Erschienen bei Festa, 24.01.2015
ISBN B00SQJ8RIY
Genre: Sonstiges

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hunger, das camp, ekel, thriller, scout

Das Camp

Nick Cutter ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2014
ISBN 9783453437791
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Pfadfindergruppe ist übers Wochenende auf einer kleinen unbewohnten Insel gestrandet. Mitten in der Nacht taucht ein merkwürdiger Fremder auf, der einen unmenschlichen Hunger hat. Die Jungen sollen in ihrem Schlafsaal bleiben, während sich ihr Gruppenleiter - ein Arzt - um den Fremden kümmert. Doch bald schon wird auch er auffällig durch ein seltsames Verhalten und seinen wachsenden Hunger ...

Nick Cutter beschreibt in seinem Thriller den Wurmbefall einer Pfadfindergruppe, die schon bald auf sich alleine gestellt ist und abgeschnitten von allen Erwachsenen. Diese schicken zwar hin und wieder mal einen Militärhubschrauber auf die Insel, nehmen aber keinen Kontakt zu den Jugendlichen auf und überlassen sie sich selbst. Bald schon verändert sich die Gruppe und was an negativen Charaktereigenschaften bisher im Verborgenen geblieben war, kommt schnell ans Licht. Schon bald stellen nicht mehr allein die hungrigen und sich rasch vermehrenden Würmer die einzige Gefahr für die Gruppe dar.

Manches erinnert stark an Vernes "Zwei Jahre Ferien" oder Goldings "Der Herr der Fliegen". Es scheint, als habe der Autor sich hier einige Inspiration geholt und am Ende noch eine kleine Prise Horror in die Geschichte gestreut. Zwischen der eigentlichen Erzählung von der Insel finden sich immer wieder Zeitungsberichte und Vernehmungsprotokolle, die zwischenzeitlich beschreiben sollen, was eigentlich gerade mit den Jungen passiert und warum keiner der Erwachsenen auf die Insel kommt und Nahrung sowie ärztliche Versorgung dorthin bringt. Ab und zu verwirren diese Einschübe mehr, als dass sie wirklich erklären, was denn nun los ist. Am Ende bleibt man vielleicht sogar mit einem etwas unbefriedigendem Gefühl zurück, denn das Ende ist anders, als erwartet und man könnte nun spekulieren, ob alles so stimmt, was da angegeben wird.

Das Buch lässt sich unterschiedlich gut lesen. Es sind eben genau diese Einschübe, die der Geschichte das Tempo rauben und auch leider die Spannung nehmen. Man kann den Plot auch mit leichten Veränderungen zigmal anders erzählen und hat eine gleichsam spannende Erzählung, die einem nur vielleicht irgendwann zum Hals heraushängen dürfte - man denke an Vernes und Golding! Zwar wird der Thriller hochgelobt, für mich jedoch war er eher langweilig. Die Idee dahinter ist - wenngleich nicht neu - gut und hätte wirklich spannend und absolut mitreißend verarbeitet werden können, wenn da nicht ... Da hilft auch nicht, dass Horror-Papst Stephen King total begeistert zu sein schien.

Wenn man auf etwas schalen Horror steht, aber gerne mal eine blutige Szene vor Augen hat, dann ist "Das Camp" ein absolutes Must-Have. Ansonsten eher nur eine zähe Geschichte, für die man sich mehr wünscht: Mehr Pep, mehr Spannung, mehr durchdachten und zusammenhängenden Plot.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Cupid in Bondage

Wrath James White
Flexibler Einband: 132 Seiten
Erschienen bei Deadite Press, 01.12.2014
ISBN 9781621051695
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das kleine Büchlein ist ursprünglich ein Dankeschön des Autors gewesen. Dieser hatte zu Spenden aufgerufen, um seiner Frau die Hochzeit ihrer Träume zu ermöglichen. Auch wenn das angestrebte Ziel leider nicht erreicht wurde, konnten sich doch einige über das besondere Buch freuen. Dieses ist signiert und derzeit nicht auf dem deutschen Markt erhältlich.

"Cupid in Bondage" ist keine Geschichte, sondern eher ein Gedicht- und Gedankenbank von Horror-Autor Wrath James White. Die Vorliebe für Bondage und die besondere Liebe und Zuneigung eines Bondagepaares zueinander sind das Thema. Der Autor beschreibt in liebevoll brutalen Worten seine Frau, ihre Beziehung, ihre Liebe, das Innenleben und genau das, was so viele nicht verstehen - auch wenn "50 Shades" ja nun angeblich alles erklärt hat. Im Grunde hält White mit dem Buch gegen den wahnwitzigen "50 Shades"-Hype und zeigt, wie lächerlich diese Reihe und die nun stolzen Hausfrauen sind, die allen erzählen, dass es nun auch in ihrem Schlafzimmer SM und Bondage gibt. Einen Sch... gibt es! Aber das gehört nicht hierher.

Es geht um Sex, um Blut und um Liebe, die nur wenige Menschen verstehen können. Denn wie kann man lieben, wenn man sich schlagen lässt, angebunden wird und blutet? Hier geht es nicht um häusliche Gewalt! Es geht um Liebe und Zuneigung, um tiefes Vertrauen und beiderseitiges Einvernehmen. Es geht um Grenzen und die Überschreitung derselben. Ganz klar wird aber gezeigt, dass so etwas nur möglich ist, wenn beides es wollen und aufeinander hören - und eben Schluss ist, wenn Schluss ist!

Beim Lesen des Buches tut man sich zuweilen schwer, weil man das Gefühl bekommt, in die intimsten Bereiche der Privatsphäre und Liebe eines Paares einzudringen. Manchmal legt man das Buch weg, ist zwar begeistert, hat aber doch seine Bedenken, ob man überhaupt das Recht hat, weiterzulesen.

White nimmt kein Blatt vor den Mund. Es ist ein gewagtes Buch, manche wird es verstören, anderen wird es aus dem Herzen sprechen. Für wieder andere ist es aber auch nur die Komplettierung der White-Sammlung im Bücherregal - mit Originalautogramm.

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60 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

horror, inzest, seelen, vergewaltigung, menschenjagd

Die Bestien

Brett McBean
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.07.2011
ISBN 9783865521323
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Jim kommt frisch aus dem Gefängnis und fährt auf dem Motorrad durch's Land. Dabei kommt er nach Billings und kehrt auf der Suche nach einer Erfrischung und einer Bleibe für die Nacht in der dortigen Bar ein. Die Ablehnung der Bewohner des Städtchen dem Fremden gegenüber ist deutlich zu spüren. Doch dann wird er Zeuge, wie ein junges Mädchen geschlagen wird und geht dazwischen. Eine Hetzjagd beginnt, bei der es kaum Überlebende geben wird...

Eigentlich geht es bei Brett McBean gar nicht um die Jagd an sich und den lieben Jim, den das ist im Grunde nur der Rahmen für die eigentliche Geschichte. Hauptdarsteller ist eine alte Blechdose mit stinkendem Inhalt, die irgendwann jeder haben möchte - und doch jeder fürchtet. Scheint zu Beginn alles noch recht durchsichtig zu sein, kommt es im Laufe des Buches zu immer mehr seltsames Zusammenhängen, die nicht mehr einwandfrei erklärt werden, so dass der Leser mit einem kleinen - oder auch etwas größerem - Fragezeichen zurückbleibt. Da McBean eigentlich für unerwartete Ausgänge seiner Geschichten bekannt ist, erwartet man auch hier etwas, mit dem man nicht gerechnet hat. Zum Teil wird der Leser da auch nicht ganz enttäuscht. Andererseits sind da eben die Erklärungslücken, die einen fragend zurücklassen und schließlich auch den Spaß am Buch nehmen. Man erwartet sich eine Begründung für gewisse Handlungen und Wendungen, die man jedoch nie erhält. Das macht das Buch auch zu einem nicht ganz gelungenen Horrorstreifen.

Wer sich eine spannende Erzählung über die angedeutete erhofft, wird recht bald enttäuscht. Man erfährt zwar einiges über Billings und auch über eine Hütte im Wald, die als Kommandozentrale für Jagden und andere unschöne Machenschaften gilt. Was fehlt ist aber der Ausbau genau dieser Berichte und der Jagd selbst. Nur kurzzeitig flammt immer wieder Spannung auf und die Hoffnung, dass jetzt diese schönen beklemmenden Beschreibungen kommen. Stattdessen geht es weniger um die Jagd auf Menschen, vielmehr um die Jagd nach der Dose, die irgendwie immer dabei ist und doch nie da, wo sie eigentlich sein sollte.

Man darf sich von "Die Bestien" nicht zu viel erwarten. Es ist nicht das Glanzstück von McBean, der sonst als ganz passabler Horrorautor bekannt ist. Vielmehr hat man das Gefühl, dass er entweder zwei Plot miteinander verbunden hat, oder irgendwann keine rechte Lust mehr zur Ausarbeitung eines kompletten Plots hatte. Beides ist sehr schade, denn so wird der Geschichte viel genommen. Leider wird auch nicht stark genug ausgearbeitet, wie Menschen zu Bestien mutieren, wie abscheulich sie agieren können und wie psychopatisch sie veranlagt sind.

Für Einsteiger in das Horrorgenre und in McBeans Schreibe ist das Buch ein guter Start. Für richtige Fans jedoch weniger ein Lesevergnügen, die Langeweile holt einen zu schnell ein und die Unstimmigkeiten lassen einen sehr unbefriedigt zurück.

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

abartig, mutterliebe, thrille, mord, abgründe der menschheit

Die Mutter: Psycho-Thriller

Brett McBean
E-Buch Text: 369 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 08.06.2012
ISBN 9783641075514
Genre: Sonstiges

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

scifi horror, monster, zeitreise, dimensio

Crossover: es wird dich veraendern

Fred Ink
E-Buch Text: 253 Seiten
Erschienen bei null, 06.01.2015
ISBN B00RY7KRJ6
Genre: Sonstiges

Rezension:


Harald kommt zu sich und weiß nichts mehr: Wo ist er, wie ist er hierher gekommen und was um ihn herum geschieht. Insgesamt geht es sechs Menschen so, die in einem Laborkomplex zu sich kommen und schnell feststellen: Sie sind nicht mehr auf der Erde und es drohen mehrere Gefahren, gegen die sich wehren müssen …

Harald ist ein alter Mann, dem die Knochen wehtun und der schon einiges erlebt hat. Doch das hier ist selbst für ihn zu viel: Zwei Sonnen, seltsame Gewächse an den Mauern und ein riesengroßes Etwas, das aussieht wie ein Krebs und ihn gerne verspeisen würde. Tom hingehen hält alles für einen ziemlich seltsamen Trip, aber das ist ja nicht der erste, den er durchmacht. Birgit und Kati sind Mutter und eine geistig behinderte Tochter, die schnell einem “Hundi” nachläuft, der sich bald als gefährlicher, tötender Affenmutant entpuppt. Der Jäger folgt seinen Instinkten und Tabea ist die Chefin der Firma, zu der dieser Laborkomplex gehört – nur hat sie leider keine Ahnung, wie sie hierher kommt.

Diese sechs Menschen machen im Laufe der Geschichte einen teilweise sehr krassen Wandel durch und zeigen auch bald ihr wahres Gesicht. Der Kampf ums Überleben wird unerbittlich und bald schon ist jeder bereits, über Leichen zu gehen. Fred Ink hat hier sechs sehr unterschiedliche Charaktere zusammengewürfelt, die allesamt unterschiedlicher nicht sein könnten. Dabei bedient er gerne kleine Klischees und führt natürlich auch wieder einen Kiffer an, dies scheint fast ein Markenzeichen des Autors zu sein, denkt man etwa an Strange Days, wo der Protagonist ebenfalls gerne mal einen Joint raucht.

Fred Ink füttert seine Leser immer wieder mit kleinen Happen an Informationen, die die Spannung aufrecht erhalten und den Leser bei Laune halten. Man fragt sich unweigerlich, was passiert ist, wie die Leute dorthin gekommen sind und wo sie sich überhaupt befinden. Ist es ein fremder Planet, hat sich die Erde oder vielleicht gleich das gesamte Sonnensystem derart verändert, dass zwei Sonnen und fremdartige Geschöpfe entstanden sind? Nicht nur weil Ink es selbst in seinem Buch erwähnt, drängt sich einem schnell mal der Gedanke an Pitch Black, einen Film mit Vin Diesel, auf, denn auch dort gibt es mehrere Sonnen und seltsame Wesen. Nur langsam klärt sich manches auf und Crossover entpuppt sich als spannendes Sci-Fi-Abenteuer, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Immer wieder ändert sich die Perspektive, wird ein Cut gemacht, wenn es zum Höhepunkt einer Szene zu kommen scheint. Das schürt natürlich die Neugier des Lesers.

Ich bin wahrlich kein Sci-Fi-Fan und kann damit im Allgemeinen eher wenig anfangen, auch wenn es einige gute Bücher dieses Genres gibt, die selbst ich verschlungen habe. Crossover macht wahnsinnig Spaß und reißt mit. Gekonnt wird Spannung aufgebaut und gehalten. Eingefleischte Genre-Fans können hier und da einige Parallelen zu anderen Geschichten finden. Durch die Verschiedenartigkeit der Charakter ist es leicht, sich mit einigen der Figuren zu solidarisieren, auch wenn man diese Entscheidungen zwischendurch immer wieder neu hinterfragen muss – schließlich ist manches nicht so, wie es scheint und die Erinnerung der Menschen an ihr Leben kommt nur sehr langsam zurück. Einziger Minuspunkt für mich: Die Geschichte von Birgit und Kati bleibt etwas undurchsichtig. Hier fehlt es meiner Meinung nach an der Begründung – ohne zu viel vorwegzunehmen. Aber selbst das schmälert das Lesevergnügen nicht.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

TaRock'n Roll

Heinrich Hanf
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 30.10.2014
ISBN 9783943408287
Genre: Humor

Rezension:


Hans Harlaching ist Kartenleger und sagt einige Ereignisse fast auf die Minute genau voraus. Für ihn ist das kaum relevant, für eine Illuminaten-Loge dafür umso mehr. Die alten Herren wollen aus dem Planeten Erde ein Hyperraum-Sprungtor machen – und Harlaching soll dabei helfen …

Ein bisschen irre klingt der Klappentext ja schon und da muss man doch sehr genau überlegen, ob man so ein Buch überhaupt kaufen möchte oder vielleicht doch lieber die Finger davon lässt. Wer aber den Mut hat, sich an das Werk des unter dem Pseudonym Hans Hanf schreibenden Autors zu wagen, der braucht eine gehörige Portion Humor. Die Geschichte springt gerne mal zwischen einzelnen Schauplätzen umher, verweilt kurz bei teilweise sehr ausführlich beschriebenen Charakteren, allesamt mit seltsamen Namen versehen und ein wenig eigen. Es schadet nicht, München und die Geschichte der 80er Jahre zu kennen, ein bisschen Ahnung von Musik zu haben, sich für Esoterik zu interessieren und Science-Fiction-Kenntnisse mitzubringen. Nur so versteht man den ein oder anderen Witz, erkennt den versteckten Hinweis auf die Studentenbewegungen Münchens, weiß, wer Amon Düül ist. Überhaupt ist gerade der Hinweis auf die Krautrocker Amon Düül II ein kleiner Beweis für die Egozentrik des Autors und seines Protagonisten.

Die Geschichte muss man verkraften. Die Sprünge in der Handlung, die zum Teil bekifft erscheinenden Dialoge und das etwas Abgedrehte muss einem dann doch ziemlich liegen. Man darf keine geradlinige Geschichte erwarten und es mit der Logik auf keinen Fall sehr genau nehmen. Manches wirkt seltsam, gar verstörend, anderes hinterlässt eher ein großes Fragezeichen auf der Stirn des Lesers.

Ist das Buch schlecht? Nun, ganz verneinen kann man das sicherlich nicht, aber das ist in diesem Fall so sehr Geschmackssache, dass TaRock’nRoll für die einen Schundliteratur sein wird, für andere aber deutlich zum Kultbuch avancieren kann. Zu viel verraten darf man nicht, sonst nimmt man die Spannung, die Hanf gekonnt aufbaut. Neben seltsamen Begrüßungsritualen hat der Autor sich ein bisschen in eine Welt zurückgezogen, die für manche nur schwer zugänglich ist. Wer sich aber darauf einlässt, erlebt ein amüsantes, satirisches Lesevergnügen, das auf jeden Fall den ein oder anderen Lacher erzeugen wird.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

dreckiger humor, killer, sex, krimi, witz und ironie

One Night Stan's

Greg Sisco
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 02.12.2014
ISBN 9783958350199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


In Scud City steht der heiße Stripclub One Night Stan’s. Doch hier geht es nicht nur nackte Frauen, die sich an der Stange räkeln, hinter den Kulissen laufen auch einige krumme Geschäfte, bei denen es um viel Geld geht. Da ist es natürlich nicht so gut, wenn ein Koffer mit viel Geld einfach so verschwindet – und nicht nur der Clubbesitzer plötzlich um seine leibliche Unversehrtheit fürchten muss…

“One Night Stan’s” ist eine sehr rasante Geschichte. Man wird sofort mitten in das Geschehen geschmissen und weiß dabei noch gar nicht so recht, was nun eigentlich vor sich geht, wo man sich befindet und warum alles überhaupt geschieht. Erst im Laufe des ersten Teils der Geschichte findet man so nach und nach heraus, dass Geld verschwunden ist, warum manche Figuren sterben müssen und wer jeder einzelne Charakter überhaupt ist. Dabei geht auch manchmal etwas chaotisch zu und man muss mehrfach überlegen, wer gehört zu wem, was passiert gerade und wo ist überhaupt das Problem, um das es sich in diesem Buch handelt. Aber es bleibt recht spannend. Immer wieder passieren Dinge, nicht ganz vorhersehbar waren und der Geschichte neuen Schwung geben.

Der Roman erscheint wie ein relativ moderner Stadtwestern, in dem jeder gegen jeden kämpft und alle doch eigentlich nur eines wollen: Geld. Sex, Gewalt und Spannung werden hierin gut miteinander verknüpft. Die Mischung ist es dann allerdings auch, die das Buch nicht zum Lesespaß für jedermann werden lässt. Wer etwas krumme Geschichten mit Nachwuchsganoven, bestechlichen Ordnungshütern, dem kleinen Glückspilz und der Stripperin mag, der hat hier etwas gefunden, was er unbedingt lesen sollte.

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