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259 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 138 Rezensionen

fantasy, palast, horror, roman, expedition

Palast der Finsternis

Stefan Bachmann , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257300550
Genre: Jugendbuch

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(36)

93 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

zwangsstörung, freundschaft, erste liebe, john green, johngreen

Turtles All the Way Down

John Green
Fester Einband
Erschienen bei Penguin, 10.10.2017
ISBN 9780241335437
Genre: Jugendbuch

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(130)

367 Bibliotheken, 21 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

dystopie, fantasy, tod, utopie, neal shusterman

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In einer Welt, in der die Menschen nicht mehr sterben und ein fast allmächtiges Computersystem ihre Welt lenkt, muss der Überbevölkerung Einhalt geboten werden. Aus diesem Grund wurden die Scythe ins Leben gerufen. Sie führen eine Nachlese an Menschen durch. Der einzige Weg, wie ein Mensch wirklich sterben kann. Doch sie machen es nicht gerne, zumindest nicht alle von ihnen. Einige sehen die Nachlese als Sport an, während die alte Garde versucht gegen sie anzukämpfen. In dieser Zeit werden Citra und Rowan als Lehrlinge berufen. Was zuerst wie ein harmloser Konkurrenzkampf aussieht, entpuppt sich schnell als Kampf ums Überleben. Denn der Gewinner, soll den Verlierer nachlesen.

Schon beim Lesen des Klappentextes fand ich die Idee dahinter einfach unglaublich spannend. Sie wirft viele philosophische Gedankenexperimente auf und stellt uns die Frage, ob ein Mensch über den Tod eines anderen Menschen verfügen darf.
Der Schreibstil ist einfach super. Ich war sofort in der Geschichte und bin wirklich durch die Seiten geflogen. Ich bin nirgendwo hängen geblieben oder habe Dinge gefunden die mich stören.
Neal Shusterman beschreibt in Scythe eine Gemeinschaft, die anders ist als alles andere zuvor aber die uns trotzdem an Altbekanntes erinnert. Auch das Leben ohne Krieg und ohne Krankheit beschreibt er wirklich glaubwürdig und realistisch. Am meisten fasziniert hat mich das scheinbare Fehlen von Leidenschaft, da selbst die Emotionen von sogenannten Naniten im Körper gesteuert werden. Er zeigt wunderbar die Vorteile und Nachteile einer solchen Welt auf und verdeutlicht, wie schnell sich eine Gesellschaft an solch ein Leben gewöhnen kann.
Es war wirklich spannend Rowan und Citra auf ihrem Weg zu begleiten und mit ihnen tiefer in das Geflecht aus alten Werten, Intrigen und nicht immer positiven Veränderungen einzutauchen. Beide Charaktere waren mir wirklich sympathisch, obwohl oder grade weil sie auch ihre Ecken und Kanten haben.
Es gab immer wieder Wendungen in der Geschichte die ich so nicht erwartet habe und die dem Buch wirklich Spannung verliehen haben. Auch das Ende hat mir gut gefallen und ich freue mich schon riesig auf den zweiten Teil!

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26 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

lark, neuseeland, frano, kiwis, auckland

Das Geheimnis des Winterhauses

Sarah Lark , Tina Dreher
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.11.2017
ISBN 9783431040791
Genre: Romane

Rezension:

Ellinor erfährt, dass sie mit ihrer Cousine Karla nicht verwandt ist, da ihre Oma nur ein Pflegekind war. Mehr neugierig als schockiert macht sie sich auf die Spuren ihrer Familie. Sie gerät nach Kroatien und Neuseeland, wo sie die verwobene Familiengeschichte nach und nach entwirrt. Doch nicht nur ihre Familiengeschichte ändert sich, auch ihre Ehe gerät in Neuseeland ins Wanken.

Ich mag Romane in anderen Ländern sehr gerne. Besonders wenn es um Afrika oder Neuseeland geht. Sarah Lark hat einen unglaublich angenehmen und entspannenden Erzählstil. Sie verknüpft die Geschichte des Landes, interessante Fakten und die Geschichte ihrer Figuren gekonnt miteinander.
Für mich war es gleichermaßen interessant etwas über Neuseeland oder die Familie zu erfahren. Sie hat immer wieder Wendungen eingebaut, die man nicht direkt erwartet hat und hat ihrer Protagonistin eine kleine Schnitzeljagdfährte gelegt, die sie (manchmal etwas zu zufällig) immer wieder auf eine neue Spur brachten.
Die Personen waren fast alle sehr sympathisch. Es gab einige wenige, die man aber auch unsympathisch finden sollte. Dies war ausgewogen und hat sehr gut in die Geschichte gepasst.
Ich mochte die Hauptperson Ellinor direkt sehr gerne und habe ihre Suche im wunderbaren Neuseeland gerne begleitet.
Dazu hat Sarah Lark die Vergangenheit mit Büchern im Buch erzählt. Das wirkte authentischer als einfache Zeitsprünge und brachte dem Leser die Vergangenheit sehr persönlich näher.
Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen.

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372 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, nie verschickte briefe, verlust

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Emily Trunko hat mit ihrem Blog „dear my blank“ einen Nerv der Internetgemeinschaft getroffen. Jeder von uns hat bestimmt schon mal einen Brief geschrieben, ihn aber nicht abgeschickt. In ihrem Block hat sie tausende solcher Briefe gesammelt und hier ihre Favoriten in einem Buch veröffentlicht.
Ich habe zuerst „Deine letzte Nachricht für immer.“ gelesen und war einfach unglaublich berührt. „Ich wollte nur, dass du noch weißt...“ ist mir zwar schon vorher ins Auge gesprungen aber ich war mir nicht sicher, ob das Buch etwas für mich ist. Jetzt bin ich froh, dass ich beide Bücher gelesen habe.
Sie bringen mich zum lächeln, weinen und nachdenken.
Auch dieses Buch war wirklich berührend. Oft habe ich beim Lesen einfach vergessen, dass die Briefe nicht verschickt wurden und wurde wirklich traurig, als es mir wieder einfiel. All diese Briefe haben eine klare Existenzberechtigung und wer weiß, was passiert wäre, wenn sie wirklich an ihren Empfänger gelangt wären. Sie sind so voller Emotionen der verschiedensten Art und sprechen ihren Autoren wirklich aus der Seele. Ich wünschte, die Leute hätten den Mut es den Empfängern zu sagen. Dabei frage ich mich, ob ich mutig genug wäre.
Ich fand es aber schön, dass auch ein beantworteter Brief in diesem Buch war.
Ein tolles Buch, ebenso wie ihr anderes.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Lieselotte, was machen die Hühner?

Alexander Steffensmeier ,
Pappbuch: 14 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354943
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Lieselotte hat eine Menge Hühnerfreunde und die machen immer allerhand lustige Sachen.
Da schon mein erstes Patenkind und seine Schwester der Lieselotteliebe verfallen sind, habe ich dieses kleine Pappbuch meinem anderen Patenkind geschenkt, der in ein paar Tagen zwei Jahre alt wird.
Wir haben uns zusammen hingesetzt und auch er hat sich vor Lachen nicht mehr eingekriegt. Es macht ihm genauso viel Spaß, die kleinen lustigen Details zu entdecken, wie den anderen beiden Kids mit den Geschichten Büchern.
Auch in diesem schönen Pappbüchlein sind die Zeichnungen im gleichen, liebevollen Stil und haben auch mir viel Spaß gemacht.
Ein tolles Büchlein zum Lachen und Spaß haben. 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Lieselotte ist krank

Alexander Steffensmeier
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 26.01.2017
ISBN 9783737354769
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Lieselotte ist erkältet. Oh nein! Da hilft ihr die Bäuerin direkt mit vielen Hausmittelchen. Und tatsächlich geht es ihr schon bald besser. Da denkt sich Lieselotte, dass krank sein, ja eigentlich nicht schlecht ist.

Die Lieselotte Bücher eignen sich zu fast jedem Anlass. Dieses hier natürlich dann, wenn eins der Kinder krank ist. Da mein Patenkind einfach andauernd krank ist, habe ich ihm auch dieses Buch mitgebracht. Er (3 ½ Jahre) und seine Schwester (4 ½ Jahre) lieben die Kuh Lieselotte und ihre verrückten Hühnerfreunde.
Als der kleine Mann mal wieder krank war, haben wir uns zusammen auf die Couch gekuschelt und ich habe das Buch vorgelesen. Wieder konnten wir viele lustige und liebevolle Details entdecken und der Kleine konnte wieder lachen.
Lieselotte während ihrer Erkältung zu begleiten hat ihm richtig gutgetan.
Und auch mir macht es immer wieder Spaß die Bücher zu lesen. 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

baden, versteckspiel, lieselotte, bilderbuch, kinderbuch

Lieselotte will nicht baden

Alexander Steffensmeier , Alexander Steffensmeier
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355216
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Lieselotte und ihre Freunde sind beim Baden ganz schön dreckig geworden. Natürlich müssen sie abends vor dem Schlafengehen in die Wanne. Doch Lieselotte will nicht. Da muss sich die Bäuerin ganz schön was einfallen lassen.

Da mein Patenkind zurzeit ungerne badet, habe ich ihm dieses tolle Buch gekauft und schon beim ersten vorlesen haben wir uns gekringelt vor Lachen. Er ist 3 ½ Jahre alt und seine Schwester 4 ½ Jahre. Beide lieben dieses Buch und jedes Mal wenn ich zu Besuch bin muss ich es vor dem Baden vorlesen.
Die Zeichnungen sind einfach so süß und voller kleiner, lustiger Details, dass es immer wieder etwas zum Entdecken gibt. Sie erinnern mich ein wenig an Peterson und Findus.
Die Kinder lieben es sich mit den entdeckten Dingen zu übertrumpfen und so kam es schon zu dem ein oder anderen Lachkrampf der Zwei.
Aber auch ich finde dieses Buch einfach witzig und habe meinen Spaß den beiden Lachsäcken dieses Buch vorzulesen.

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162 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

essex, liebe, aberglaube, london, pfarrer

Die Schlange von Essex

Sarah Perry , Eva Bonné
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.09.2017
ISBN 9783847900306
Genre: Romane

Rezension:

London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dort mit dem Pfarrer William Ransome aneinander. Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zum anderen hingezogen.

Dieser Klappentext verspricht leider viel zu viel. Ich habe mir ein Buch erhofft, mit vielen lebhaften Diskussionen, die sich mit Darwin und der Religion auseinandersetzen, ein Buch das eine romantische und vielleicht dramatische Liebesgeschichte erzählt und ein Buch, welches die Sage um eine riesen Schlange spannend vorantreibt.
Nichts davon ist wirklich eingetreten.
Klar, gibt es Diskussionen und ebenso eine Beziehung und eine Sage. Aber nichts davon konnte meinen Erwartungen, die der Klappentext geweckt hatte, treffen.
Diese Punkte geraten leider viel zu schnell an den Rand und werden nebensächlich. Die Autorin verstrickt sich in ihren Protagonisten und erzählt zu viele verschiedene Geschichten, die teilweise nicht einmal wirklich etwas zum Verlauf beitragen.
Nehmen wir beispielsweise Coras Haushälterin Martha. Sie ist eine Sozialistin und treibt ihre Wünsche und Ansichten stark voran. Leider umfasst dies einige lange Seiten in diesem Buch und das, obwohl dieser Erzählstrang nichts zum Hauptgeschehen beiträgt.
Wir erfahren viel über die Figuren und trotzdem sind mir einige ihrer Gefühlsregungen und Handlungen unklar geblieben. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum sie so gehandelt oder gefühlt haben, wie sie es getan haben. Und das, obwohl mir im ganzen Buch die Emotionen fehlten. Vor allem bei der Beziehung zwischen Cora und William.
Die Schlange von Essex sorgt besonders in Aldwinter für Trubel aber oft auch sehr sinnlos und verwirrend. Was gut möglich Absicht sein kann. Letztendlich tut niemand wirklich irgendwas um diesen Spuk aufzuklären und das, obwohl man sich genau dies von Cora erhofft.
Ich bin wirklich ein wenig enttäuscht und nur der tadellose Schreibstil und das Setting des Buchs haben ein wenig die Bewertung gerettet.
Es ist bestimmt kein schlechtes Buch aber es hat meinen Geschmack leider gar nicht getroffen.

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118 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

eishockey, schweden, kleinstadt, kleinstadtleben, mannschaft

Kleine Stadt der großen Träume

Fredrik Backman , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 26.10.2017
ISBN 9783810530431
Genre: Romane

Rezension:

Björnstadt ist eine kleine Stadt mitten in den Wäldern. Björnstadt droht das Vergessen. Immer mehr junge Menschen ziehen weg, es gibt immer weniger Arbeitsplätze. Nur eine Sache hält sie am Leben: Eishockey! Alle Hoffnung ruht auf der Juniorenmannschaft, denn ihr Sieg könnte die Welt wieder an Björnstadt erinnern und dazu noch Arbeitsplätze schaffen. Doch bevor es so weit kommt, passiert etwas, dass ihre ganze Gemeinschaft ändert und alles in Frage stellt.

Ich kannte Fredrik Backmann schon von „Britt-Marie war hier“ und war sehr gespannt, wie er diesen Roman wohl geschrieben hat. Ich wurde sehr positiv überrascht. Denn einerseits hatte ich eine andere Geschichte erwartet und andererseits zeigt sein Schreibstil hier viel mehr Gefühl und Einfühlungsvermögen.
Ich hatte eine Geschichte über Eishockey erwartet, in der es sich um den Aufstieg einer kleinen Stadt dreht. Ich habe eine positive Newcomer Story erwartet, die vielleicht von ein paar Intrigen gestört wird. Doch bekommen habe ich eine melancholische und sehr gefühlvolle Geschichte über Loyalität, Gemeinschaft, Sportsgeist, Freundschaft, Liebe, Schicksale und Vorurteile.
In Björnstadt dreht sich wirklich alles um Eishockey. Die Menschen identifizieren sich und ihre Kinder darüber. Besonders die Junioren sind die Stars und sollen die Stadt retten.
Backmann beschreibt mit viel Feingefühl die Dynamik einer solchen Mannschaft und ihre Liebe zu ihrem Trainer und die Loyalität zueinander. Er bringt dem Leser diesen Mannschaftsgeist und die Bedingungslosigkeit sehr gut nahe und lässt ihn teilhaben an diesem Konstrukt. Gleichzeitig wird der Leser immer mehr in das Gefüge des Klubs und der Stadt eingebracht. Man begreift schnell, dass die Stadt nicht ohne den Klub kann und der Klub nicht ohne die Menschen aus der Stadt. Doch es geht Backmann nicht nur um die, die Eishockey lieben, es geht ihm auch um die, die Eishockey eben nicht lieben oder die nicht gut genug sind. Die, die sich in Björnstadt einfach fehl am Platz fühlen und denen kein Platz gegönnt wird.
Das ganze Buch wird von einer melancholischen Stimmung getragen, die mich durchweg an dichte, dunkle Wälder und kalte Winter hat denken lassen. Eine perfekte Stimmung für dieses Buch. Backmann streut immer wieder Absätze ein, die den grade geschehenden Werdegang einzelner Figuren schildern und durch die man ein Gefühl dafür bekommt, wie das Leben in dieser Stadt so läuft. Er beschreibt dies jedes Mal auf eine sehr intime, feinfühlige Art und lässt den Leser Mäuschen spielen.
Auch als es passiert und sich alles in Björnstadt ändert, passiert nichts was nicht in die Geschichte gepasst hätte. Und auch wenn einiges nicht bequem und eher abstoßend ist, gehörte es einfach dazu.
Mir hat dieses Buch viel besser gefallen als Britt-Marie und ich habe mich wirklich gerne von dieser besonderen Stimmung mitnehmen lassen.
Das einzige kleine Manko den es für mich gibt und warum ich einen Stern weniger gebe, sind die Längen die das Buch an ein paar Stellen entwickelt. Ich habe dort zwar gerne weitergelesen aber dort ließ der Bann bei mir spürbar nach. Trotzdem ein Buch was ich in guter Erinnerung behalten werde. Klare Empfehlung!

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

reiterhof, pferde, kinder, sommerferien, buch: zitrönchen auf die plätze fertig los

Zitrönchen – Auf die Pferde, fertig, los!

Maria Durand
Flexibler Einband: 188 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 21.09.2017
ISBN 9783744813181
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Sommerferien stehen bevor und plötzlich verhalten sich die Erwachsenen so komisch. Da ist doch was im Busch. Sie wollen die Kinder mit einem verlängerten Wochenende am Strand überraschen. Samt Pferde versteht sich. Doch können sie die Überraschung so lange geheim halten? Und wird das bloß ein normaler Urlaub oder warten auch hier wieder Abenteuer auf die Freunde?

Auch wenn ich durch mein Alter eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre, liebe ich diese Bücher. Sie erinnern mich jedes Mal aufs Neue an meine eigene Zeit am Reitstall.
Der Schreibstil ist auch in diesem Buch wieder super. Nicht zu kindlich und nicht zu übertrieben. Der Pferdejargon wird genau richtig eingebracht und ab und zu gibt es für die Kids auch Kleinigkeiten zu lernen. Das gefällt mir richtig gut, denn hier halten sich Geschichte und interessante Infos sehr gut die Waage.
Auch dieser Teil der Zitrönchen Reihe war wieder lustig und spannend. Es macht jedes Mal Spaß die Freunde auf ihren Abenteuern zu begleiten und ihre Fortschritte zu verfolgen. Die Geschichten haben immer die richtige Länge und ich freue mich jedes Mal auf den nächsten Band. Einfach eine tolle Pferdereihe!

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158 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, abschied, trauer, traurig, nachrichten

Deine letzte Nachricht. Für immer.

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Zoë Ingram , typealive
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Loewe, 18.09.2017
ISBN 9783785586075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Emily Trunko hat mit ihrem Blog „The last Message received“ auf Tumblr eine Seite ins Leben gerufen, die bei sehr vielen Menschen einen sehr tief liegenden Nerv trifft. Dieser Nerv reicht direkt bis ins Herz. Sie sammelt Nachrichten. Die letzten Nachrichten die empfangen oder gesendet wurden. Von Familie, Freunden und Partnern.
Ich hatte zuvor noch nichts von dieser Seite gehört aber nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, war ich fasziniert und berührt von diesem Buch. Heute habe ich es bekommen und direkt gelesen. Zuerst einmal ist dieses Buch wundervoll gestaltet. Es fühlt sich sehr hochwertig an und die Designs sind einfach klasse. Das Cover ist genial und jede einzelne Seite auch.
Jede Seite enthält eine Nachricht die bei mir die verschiedensten Gefühle ausgelöst haben. Oft hatte ich Tränen in den Augen und war wirklich ergriffen aber es gab auch einige Nachrichten, bei denen ich nur den Kopf geschüttelt habe, über die Grausamkeit und Kälte, die einige Menschen einem ehemals geliebten Menschen gegenüber bringen.
Ich habe extra langsam gelesen, um jede Nachricht wirklich aufzunehmen. Einige habe ich mehrmals gelesen, um sie wirklich aufzunehmen, weil sie mich so berührt haben. Ebenso die kurzen Hintergrundgeschichten, die man zu einigen Nachrichten bekommt. Sie haben mich zum Teil wirklich tief getroffen.
Dazu war ich wirklich überrascht, wie viele Menschen jemanden durch Selbstmord verloren haben und wie viele Menschen es mit Depressionen gibt. Dieses Buch gibt einen wirklich ganz anderen Blickwinkel auf die Welt und auf die eigenen zwischenmenschlichen Beziehungen.
Ich habe grade direkt meiner Mom geschrieben, dass ich sie liebhabe und mir geschworen, meine Omas öfter zu besuchen.
Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt und sehr nachdenklich zurückgelassen aber auch mit einem Gefühl, dass ich nicht alleine bin.

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68 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

meer, nordsee, liebe, trauma, ängste

Die Stille zwischen Himmel und Meer

Katharina Seck
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2017
ISBN 9783404175901
Genre: Romane

Rezension:

Edda will endlich ihre Ängste und ihre Vergangenheit besiegen und stellt sich dem Meer. Doch sie fürchtet sich vor dem endlosen Himmel und dem unbeherrschten Meer. Edda will aber mehr. Sie will endlich ein normales Leben leben. Sie lernt Sebastian kennen und merkt schnell, dass auch er von den Dämonen der Vergangenheit verfolgt wird.
Im Angesicht des glitzernden Meeres entfaltet sich eine Wirkung, die beide verändern wird.

Ich bin bei diesem Buch nur so durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil ist von der ersten Seite an flüssig und super angenehm. Die Seiten sind schnell gelesen aber nicht, weil sie kurzweilig sind, sondern weil sie einen durch die Geschichte tragen.
Am meisten haben mir die Beschreibungen und Formulierungen gefallen. Sie haben etwas poetisches und Märchenhaftes, wie z.B. auf Seite 128: „Sie tanzten im Wind, während die See in der Ferne schäumte wie ein Splittermeer, wie ein Meer aus silbernem, zerbrochenem Glas.“
Die Autorin spickt ihre ganze Geschichte mit diesen traumhaften Sätzen. Sie passen perfekt zu Eddas Zerbrechlichkeit und der Schönheit und Gewalt des Meeres.
Eddas Ängste und Wünsche werden sehr gut dargestellt und beschrieben. Sie sind nachvollziehbar und passen zu ihr und ihrer Geschichte.
Es hat mir Spaß gemacht mit Edda ihren Weg zu gehen und Sebastian, Mia und Hilde kennen zu lernen. Ich habe mit Edda gelitten und mich mit ihr gefreut.
Das Ende passte dann perfekt für mich ins Buch. Es war nicht zu wenig und es war nicht übertrieben oder zu viel. Es war genau richtig.
Dieses Buch enthält eine wunderbare Geschichte, von einer starken mutigen Frau und dem endlosen Meer. Eine klare Empfehlung!

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52 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

mord, gericht, jugendliche, amoklauf, prozess

Im Traum kannst du nicht lügen

Malin Persson Giolito , Thorsten Alms
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 26.10.2017
ISBN 9783431039931
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Maja ist grade 18 Jahre alt geworden und sitzt in Untersuchungshaft. Vorgeworfen werden ihr Anstiftung zum Mord, Mord, Mithilfe und versuchter Mord, denn ihr Freund hat in der Schule um sich geschossen. Doch ist Maja wirklich schuldig? Hat sie ihre beste Freundin wirklich absichtlich erschossen? Und wie konnte solch eine schreckliche Tat überhaupt passieren?

Dieses Buch habe ich aufgrund der Leseprobe gelesen. Nur der Klappentext hätte mich wohl nicht gereizt. Aber die Leseprobe zeigt schon dieses ungewöhnlichen Schreibstil, der für mich den Reiz ausgemacht hat.
Erzählt wird aus Majas Sicht. Wir erleben, wie sie alles erlebt und erlebt hat. Aus ihrer Sicher erleben wir auch die Rückblenden in die Vergangenheit und die Verhandlungen vor Gericht, genauso wie ihre Tage im Gefängnis. Ihre Art zu erzählen ist eine Mischung aus Melancholie und Abgeklärtheit. Sie wirkt, als wäre eh alles egal und als hätten alle anderen keine Ahnung, wovon sie reden. Für mich war es ein bisschen schwierig mit dieser Art warm zu werden, da mir ein wenig Pepp gefehlt hat.
In der Geschichte wechseln wir von Gegenwart zu Vergangenheit. Die Gegenwart wird beherrscht von Gefängnis und Verhandlungen und Majas Gedanken dazu. Die Vergangenheit lässt uns die einzelnen Figuren kennen lernen, ebenso Majas Leben und wie sich all diese schrecklichen Ereignisse überhaupt entwickeln konnten. Wir erleben mit Maja eine Abwärtsspirale, die zum Blutbad führte.
So richtig interessant wurde das Buch für mich aber erst ab der Hälfte. Dort erfahren wir wichtige Dinge über die Figuren und der Fall bekommt mehr Schwung. In der ersten Hälfte zieht sich das Buch leider etwas und war für mich ziemlich langatmig. Das hat mir etwas den Spaß genommen, denn es war interessant aber hat mich nicht umgehauen.
Die zweite Hälfte war dagegen wieder spannender und das Ende war für mich auch sehr befriedigend. Trotz etwas zäher Stellen zwischendurch ein interessantes und gutes Buch!

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

vong, wörterbuch, humor, deutsc, h1

VONG

H1
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548377735
Genre: Humor

Rezension:

H1 had 1 kleins Buch geschribem. Mit dem will er uns dem VONG sprache 1 klein wemig näher bringem so vong interesse her. Beim lesem vong dem Buch kann man dem Seele baumeln lassem - umd alle regelm der Deutschem Sprache sprengem.

Als ich grade eben den Klappentext nach Word kopiert habe, musste ich etwas schmunzeln. Nahezu die Hälfte der Worte markiert Word mit falsch. Klar, es ist ja auch VONG und nicht wirklich deutsch. Dieser Moment grade, war aber auch einer der wenigen bei denen ich schmunzeln musste.
Ich kenne diese neue Schreibweise aus dem Internet und habe mir daher, von dem Sohn eines Bekannten, dieses „Buch“ ausgeliehen. Ich bin froh, dass ich kein Geld ausgegeben habe und es direkt zurückgeben konnte. Was ein Mist.
Die Worterklärungen auf den ersten Seiten sind vielleicht noch ganz amüsant, wenn auch nicht ausreichend. Da kennt man anderes von Duden- oder Langenscheidt Nachmachen.
Als es dann jedoch zum Fließtext kam, war es für mich nach ein paar Seiten schon vorbei. Diese Art zu schreiben und wahrscheinlich auch so zu denken, ist unglaublich anstrengend, nervig, peinlich und überhaupt nicht lustig.
Im Netz sind Vong Sprüche im richtigen Moment an der richtigen Stelle wirklich witzig. Aber hier sind sie einfach zu viel und dafür zu schlecht.
Ich hoffe, dass sich nicht zu viele Jugendliche daran ein Beispiel nehmen. Schade, dass hierfür Bäume gefällt werden mussten.

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(158)

326 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 110 Rezensionen

fangirl, jugendbuch, rainbow rowell, fanfiction, college

Fangirl

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446257009
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Zwillinge Cath und Wren sind unzertrennlich, bis Wren beschließt, dass ihr Jungen und Partys wichtiger sind als das gemeinsame Collegezimmer. Ein harter Schlag für Cath, die sich immer weiter in ihre Traumwelt zurückzieht: Beim Lesen und Schreiben von Fanfiction über ihr großes Idol, den Fantasy-Serienhelden Simon Snow, lebt sie ihre Vorstellungen von Liebesbeziehungen aus. Mit Erfolg – Tausende Leser folgen ihr. Doch als Cath dann Nick und Levi näher kennenlernt, muss sie sich fragen, ob sie nicht langsam bereit ist, ihr Herz echten Menschen zu öffnen und über Erfahrungen zu schreiben, die größer sind als ihre Fantasien.

Mir ist dieses Buch im Internet öfter über den Weg gelaufen und als mich dann die 14-Jährige Tochter meiner Freundin fragte, ob ich Lust hätte dieses Buch im Urlaub mit ihr zu lesen, war ich sofort dabei. Wir lesen uns dann immer gegenseitig vor und sprechen darüber.
Der Schreibstil ist sehr angenehm. Er ist nicht zu schwierig oder zu sehr auf Erwachsen gemacht aber auch nicht zu kindlich. Ich kenne Eleanor & Park nicht, deswegen war ihr Stil mir neu. Wir sind gut mit dem Buch vorangekommen und waren uns das erste Mal direkt bei den Zwillingen uneinig. Sie sind ein wenig Stereotyp. Die eine still und zurückhaltend und dabei etwas kindlich, die andere zickig, auf Krawall gebürstet und dabei auszubrechen. Die Gegensätze fand ich etwas zu viel, meine Mitleserin fand genau das sehr gut.
Mir haben die Passagen mit John Snow ganz gut gefallen. Am besten davon die Fanfiction. Meine Mitleserin hat richtig daraufhin gefiebert.
Was mir jedoch nicht so gut gefallen hat, war die leichte Oberflächlichkeit bei den Figuren. Mir fehlte noch mehr Tiefe, mehr Information und Gefühl. Allein bei Cath war eine stetige Entwicklung zu erkennen. Der Rest blieb leider für mich etwas blass. Da dieser Umstand meiner Mitleserin gar nicht wirklich aufgefallen ist, liegt es vielleicht am Alter. Obwohl ich mit 24 ja nicht so weit von der Zielgruppe weg bin.
Ich kann mich nun nicht entscheiden, wie viele Sterne ich dem Buch geben soll. Ich würde ihm drei Sterne geben, meine Mitleserin fünf. Ich gebe ihm daher vier Sterne.

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(114)

177 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

zauberer, magie, fantasy, rainbow rowell, simon snow

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423640329
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Simon Snow, der größte und mächtigste Zauberer, den es je gab, ist eigentlich eine einzige Katastrophe. Ungeschickt bewegt er sich in der Zaubererwelt, die er doch eigentlich vor ihrem Untergang retten soll. So ist es jedenfalls prophezeit. Dabei kann er nicht mal seinen Zauberstab gerade halten.
Aber ein Talent hat Simon doch, nämlich das zur Freundschaft. Und hätte er seinen Kumpel Penelope, seine Dauerfreundin Agatha und seinen in herzlicher Abneigung zugewandten Zimmergenossen Baz nicht, hätte er die magische Welt schon längst in Schutt und Asche gelegt. Aber mit den dreien könnte es klappen, nicht nur den Mörder von Baz‘ Mutter zu entlarven, sondern auch die dunklen Mächte zu besiegen und die Welt der Magie zu retten.

Nach dem ich „Fangirl“ zusammen mit der 14-Jährigen Tochter meiner Freundin gelesen hatte, haben wir uns natürlich auch dieses Buch über Simon Snow vorgenommen.
Ich bin da etwas mit gemischten Gefühlen herangegangen, meine Mitleserin voller Erwartungen. Denn ich fand Fangirl nicht so gut und sie hat es geliebt.
Jetzt geht es um die Fanfiction die Cath schon seit mehreren Bänden schreibt. Wir landen in Band sechs oder sieben (ich weiß es grade nicht mehr genau) und sind mitten in der Handlung.
Positiv ist mir direkt der Schreibstil aufgefallen, den ich bei Fangirl sehr angenehm empfand.
Was mir nicht so positiv in diesem Buch aufgefallen ist, ist die starke Verbindung zu Harry Potter. Oft fand ich das echt zu viel und habe mir gewünscht, wirklich Harry Potter in der Hand zu halten. Meine Mitleserin, die Harry Potter bisher nur als Film kennt (Schande!), fand aber genau das gut. Ihr hat genau der Teil der Story super gefallen und natürlich auch Baz.
Ich muss sagen, es waren mir etwas zu viele Dialoge und zu wenig Handlung. Dieses Potenzial hätte mehr ausgeschöpft werden können. Meine Mitleserin war wieder restlos begeistert. Vielleicht ist diese Geschichte einfach nichts für mich. Ich würde wieder drei Sterne vergeben, meine Mitleserin fünf. Also werden es wieder vier Sterne.
Ich gehe jetzt und drücke ihr mal Harry Potter in die Hand.

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(30)

65 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

undercover, betrug, krimi, england, verdeckte ermittlung

Fiona

Harry Bingham , Andrea O'Brien
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 22.09.2017
ISBN 9783805200165
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Fiona Griffiths ist eine Frau voller Probleme, aber auch eine sehr gute Polizistin. Als Neuling im Revier hat sie natürlich auch Routinefälle zu bearbeiten. Zum Beispiel diesen: Abrechnungsbetrug bei einem Möbelhaus. Fiona folgt der Spur des Geldes und stößt auf Leichen. Denn es geht um viel Geld. Unglaublich viel. Nun hat Fiona gerade erst eine Ausbildung zur Undercover-Agentin absolviert. Als Putzfrau namens "Fiona Grey" wird sie in ein betroffenes Unternehmen eingeschleust. Auch die Betrüger erkennen schnell ihre besondere Begabung, Fiona wird Teil ihres Plans - ein gefährliches Spiel. Denn die Grenzen zwischen ihren Persönlichkeiten verfließen zunehmend. Nur Fiona Griffiths kann das ultimative Verbrechen verhindern. Doch was will Fiona Grey?

Nach dem dieses Buch auf vielen Seiten angepriesen wurde, war ich doch neugierig und froh, als ich es lesen durfte.
Ich mag Bücher mit außergewöhnlichen Figuren und zu spannendes Krimis und Thrillern sage ich nicht nein. Doch leider hat mich dieses Buch ziemlich enttäuscht.
Fiona Griffiths ist zwar ungewöhnlich und nicht ganz normal, denn sie hat das Cothard-Syndrom aber ich bin nicht mit ihr warm geworden und aus ihr schlau auch nicht. Ich habe durch ihre merkwürdige Persönlichkeit bis zum Schluss nicht verstanden, wer sie eigentlich ist. Ich habe eher das Gefühl, dass man die Folgebände lesen soll, um das herauszufinden.
Dazu hat der Fall zwar einiges Interesse geweckt aber durch Fionas Art und Weise und die Schilderungen ihres Lebens hat er sich ziemlich zäh hingezogen. Ich hätte mir mehr Spannung und Action gewünscht.
Den Beginn des Buchs fand ich noch sehr interessant, eben weil ich mehr über Fiona herausfinden wollte. Es hat mich interessiert, wie sich dieses Syndrom ausdrückt und wie sie drauf ist aber leider gab es dazu nicht wirklich viele Infos. Oft war mir ihr Denken und ihr Handeln ein Rätsel. Die Mitte der Story befasst sich mehr mit dem Fall aber leider wird auch hier kein richtiger Spannungsbogen aufgebaut. Wir erleben Fionas Schritte und die Zusammenarbeit mit Polizei und den Bösen aber irgendwie alles ziemlich nüchtern und wenig spannend. Im letzten Teil der Geschichte wird es dann etwas spannender, wenn Fiona beginnt aufzuräumen. Da waren dann auch mal einige Stellen, die ich gerne gelesen habe, weil sie mich mitgerissen haben. Doch leider wurden diese wenigen Stellen durch zähe Geschehnisse abgewechselt.
Für mich alles sehr schade, denn der Autor hat einen guten Schreibstil und eine sehr gute Idee, doch hat dieses Potenzial nicht ausreichend genutzt. Für mich ist dieses Buch ein Fehlgriff gewesen.
(Eigentlich 2 1/2 Sterne aber ich runde auf)

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

kochbuch, vegetarisch, gemüse, vegan, rezepte

Green Bonanza

Mia Frogner , Ricarda Essrich
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Jan Thorbecke Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783799512275
Genre: Sachbücher

Rezension:

„…alle grünen Dinge sind gut.“ So lautet Mia Frogners Motto in der Küche, denn für Mia gibt es nichts Schöneres, als ihre Freude an nährstoffreichen und natürlichen Zutaten mit Freunden und Familie zu teilen. Ihre Liebe für alles Grüne zeigt sich auf jeder Seite ihres Buches „Green Bonanza“ (Jan Thorbecke Verlag).

Ich liebe es verschiedene Kochbücher auszuprobieren und da ich in letzter Zeit immer weniger Lust auf Fleisch habe, habe ich mal zu diesem Kochbuch gegriffen. Bei „Green Bonanza“ von Mia Frogner sprangen mir sofort die tollen Fotos ins Auge. Die sind mir bei einem Kochbuch immer besonders wichtig.
Beim Umblettern der ersten Seiten und lesen der ersten Einführungen stieß ich auf die tollen Listen „10 Dinge, die in meiner Küche nicht fehlen dürfen“ und „13 Zutaten die vielleicht erklärungsbedürftig sind“.
An der ersten Liste fand ich einfach super, dass man direkt sehen konnte, ob man gut für dieses Kochbuch ausgestattet ist oder nicht. So bleibt einem die unliebsame Erfahrung erspart, dass man mitten beim Kochen nicht das richtige Werkzeug hat und schnell irgendwie improvisieren muss.
Die zweite Liste gefiel mir gut, da ich einige der Zutaten wirklich nicht kannte und so wenigstens einen kleinen Einblick erhalten habe, in das was mich bald erwarten wird.
Bei den Rezepten hat mir gut gefallen, dass es immer etwas Persönliches der Autorin gab. Entweder was sie mag oder wie sie die Rezepte angeht und wie man sie auch anders angehen könnte. Z.B. mit der Hand kneten anstatt mit der Rührmaschine.
Die Rezepte sind sicherlich nicht für jeden was. Wer nur gutbürgerliche Hausmannskost kennt, wird hier bestimmt mal verwundert sein aber trotzdem findet hier bestimmt jeder etwas Leckeres, was er mal ausprobieren möchte.
Ein wirklich schönes Kochbuch, bei dem ich mich freue, bald einiges auszuprobieren.

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diy, kochen, pixi, likör, mischung

Meine DIY-Küche

Agnes Prus , Yelda Yilmaz
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Stiftung Warentest, 19.09.2017
ISBN 9783868514599
Genre: Sachbücher

Rezension:

44 Rezepte und allerhand Variationen machen Lust, an einem freien Nachmittag oder an einem entspannten Wochenende Neues zu wagen. Dank step-by-step-Fotos können auch Einsteiger direkt loslegen und die Küche zur Spielwiese erklären.

Ich koche und backe unheimlich gerne und liebe es, verschiedenste Kochbücher auszuprobieren. Als ich über „Meine DIY-Küche. 44 x selbstgemacht von Granola bis Kimchi“ gestolpert bin, habe ich erstmal doof geguckt. Was bitte ist Kimchi? Und war Granola nicht so ein Superfood?
Beim Durchblättern wurden mir diese Fragen direkt beantwortet und ich wurde neugierig. So viele Dinge soll man mal eben selber machen können? Das selber machen ja aber mal eben an einem freien Nachmittag?
Ich habe das Buch eingepackt und zuhause durchstöbert. Die Bilder und kleinen Zeichnungen haben mir direkt sehr gut gefallen, denn sowas ist mir immer sehr wichtig. Hier sind die Bilder wirklich Teil der Erklärung, das ist super.
Zu jedem Rezept gibt es einen kleinen Einführungstext und ein ums andere Mal habe ich etwas beim Lesen geschmunzelt.
Ich habe direkt die Herstellung der Snickers ausprobiert und es ging wirklich einfach. Die Rezepte sind toll erklärt und es hat auch nur minimal länger gedauert als erwartet.
Ich bin wirklich zufrieden und werde mich bald an weitere Dinge wagen.

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markt, kochbuch, rezepte, paris, berlin

It's Market Day

Fabio Haebel , Timon Koch , Ulf Pape
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 04.09.2017
ISBN 9783710601064
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wenn Fabio Haebel eine Stadt zum ersten Mal besucht, zieht es ihn zuallererst auf den Markt. Denn was die Küche auf jeder Party ist, ist der Markt in einer Stadt: der stimmungsvollste Ort, an dem gekocht, gegessen und gefeiert wird. It’s market day ist eine Reise zu den angesagtesten Märkten Europas und ihren Pionieren. Der bekannte Fernsehkoch besucht einzigartige Persönlichkeiten, porträtiert ihr Handwerk, ihre besondere Leidenschaft für ihren Beruf und hat die besten Markt-Rezepte für zuhause gesammelt. Auf nach London, Berlin, Wien, Paris, Kopenhagen, Amsterdam, Syrakus & Madrid!

Ich war bei diesem Buch wirklich überrascht. Ich habe es geschenkt bekommen und wusste nicht was mich erwartet. Erwartet habe ich ein Kochbuch, bekommen habe ich einen Reiseführer mit integriertem Kochbuch.
Der Trend bei Kochbüchern geht zum Glück immer mehr in Richtung wundervolle Fotos. So auch in diesem hier. Die Fotos laden zum Träumen ein und lassen hungrig werden. Nur bei den Rezepten hätte ich mir vielleicht mehr Zubereitungsfotos gewünscht.
In diesem Buch wechseln sich Reisegeschichten von verschiedenen Ländern und Märkten, mit Speiseempfehlungen Rezepten und Marktadressen ab.
Wo andere einen Reiseführer für Partys haben, hat man hier einen Reiseführer für Märkte.
Die Rezepte sind alle außergewöhnlich und klingen sehr lecker. Die Beschreibung ist nicht ganz für Neulinge aber auch nicht super schwer.
Es hat Spaß gemacht eins der Rezepte nachzukochen und die Berichte zu lesen.
Ich bleibe aber trotzdem Fan von richtigen Kochbüchern.

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sklaverei, amerika, flucht, underground railroad, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit?

Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu bewerten. Wer bin ich denn, dass ich einen Pulitzerpreisträger kritisiere? Aber trotzdem geht es hier um den eigenen Geschmack und das Empfinden eines Buchs beim Lesen.
Ich verstehe, warum dieses Buch den Preis gewonnen hat. Dieses Thema ist leider in Amerika immer noch sehr aktuell und auch in Deutschland wird das Thema Rassismus immer größer. Colson Whitehead führt uns durch eine Zeit, in der ein Umschwung beginnt. Die ersten Menschen kämpfen für die Schwarzen und es gibt immer mehr die Frei sind. Gleichzeitig beginnt jedoch die Massentötung der Sklaven und die Rassentrennung auf den Straßen. Eine Zeit, die viele wahrscheinlich am liebsten aus ihrem Gedächtnis streichen würden.
Ich habe zu Beginn nur schwer in dieses Buch hineingefunden. Fast das erste Drittel habe ich mich ein wenig gequält und nahezu gelangweilt. Der Schreibstil war mir zu sachlich, zu emotionslos. Ich habe zwar gelesen, was dort passiert aber es kam mir eher vor, wie ein Schulaufsatz, denn wie die Geschichte einer Frau, die das Schlimmste ertragen muss.
Ich habe weitergelesen, weil ich wissen wollte, warum dieses Buch einen Preis gewonnen hat. Nach diesem ersten Drittel wird das Buch wieder spannender. Cora ist auf der Flucht und erlebt und überlebt die unterschiedlichsten Menschen. In dieser Phase lernen wir die verschiedenen Denk- und Handelsweisen der Menschen kennen. Colson Whitehead hat die Stimmung und Gedanken der Menschen gut eingefangen und wiedergegeben.
Zum Ende hin zog es sich ein wenig und mit zunehmend weniger Seiten fragte ich mich, wohin die Geschichte führt und was sie uns sagen möchte.
Als ich dann das Ende erreicht habe, habe ich verstanden, dass die Geschichte einfach eine Erinnerung, ein Mahnmal an die damalige Zeit sein soll und das sich jeder Leser selbst überlegeben muss, was diese Geschichte ihm sagen soll.
Ein gutes und wichtiges Buch, mit einem nicht ganz einfachen Schreibstil.

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moon chosen, jugendbuch, gefährten, p.c.cast, fantasy

Moon Chosen

P.C. Cast , Christine Blum
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.09.2017
ISBN 9783841440143
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mari ist eine Erdwanderin, ihre Mutter die Mondfrau des Clans. Mari soll die Erbin ihrer Mutter werden und den Clan in jeder Drittnacht vom Mondfieber befreien. Doch Mari hat ein Geheimnis, welches sie nicht mit dem Clan teilen kann.
Nik ist ein Gefährte und wartet nur sehnsüchtig darauf, dass sich einer der Hunde mit ihm verbindet, doch es will nicht geschehen. Dann verschwindet einer der wertvollen Welpen und so macht Nik sich auf die Suche.
Niks Clan unterwirft die Erdwanderer seit Jahrzehnten und doch merken beide, dass sich etwas ändern muss und kann. Doch sie haben nicht mit der dunklen Seite gerechnet, die sich ihnen in den Weg stellt und ihre ganz eigene Veränderung bewirken möchte.

„Moon Chosen“ von P.C. Cast hat mich wirklich überzeugt und begeistert. Dieses Buch birgt eine Geschichte voller Magie, Spannung und fantastischen Ereignissen.
Diese neue Welt, in einer Zeit nach der Technologie, enthält so viele Aspekte die mich immer wieder wundernd und nachdenklich zurückließen.
Die Autorin wechselt in dieser Welt, mit ihren unterschiedlichen Clans, immer wieder zwischen wunderbar schönen, unglaublich spannenden und sehr schrecklichen Teilen ab.
Besonders die schrecklichen Teile haben mich überrascht. Selten waren mir die Bösen Figuren so unsympathisch und so ekelhaft in ihrem Charakter, dass ich das Kapitel am liebsten übersprungen hätte. Dies ist keine Kritik, es ist die Anerkennung an einen gelungenen Schreibstil. Denn es gibt genug Bücher, in denen man alle Figuren irgendwie mag.
Auch die Entwicklung der anderen Figuren, wie Sora, Mari und Nik haben mich begeistert. Bei allen Hauptfiguren ist in diesem Buch eine Entwicklung und ein Werdegang zu spüren. Keiner bleibt stehen, sie wachsen mit der Geschichte.
Diese Geschichte hat für mich viele Überraschungen parat gehalten, denn vieles was passiert ist habe ich so nicht erwartet. Sicherlich war nicht alles überraschend aber man kann das Rad nun mal nicht neu erfinden.
Auch das Schreiben in verschiedenen Erzählsträngen und das verknüpfen eben dieser ist der Autorin mit Bravur gelungen. Zum Schluss war es ein Erzählstrang, der mit Spannung und Ereignissen geladen war.
Dieses Buch ist für mich ein wirklicher Pageturner und ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf den zweiten Teil.

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

virus, thriller, zombie, apokalypse, jens bühler

Reset

Jens Bühler
E-Buch Text: 493 Seiten
Erschienen bei null, 04.01.2015
ISBN B00RUGFXFY
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Niemand hat damit gerechnet, keiner war vorbereitet. Die Welt versinkt im Chaos, als ein unbekannter Virus sich wie eine Seuche ausbreitet und die Menschen in Zombies verwandelt. Nur die Menschen in der super geheimen Forschungseinrichtung Fenris im Schwarzwald, sind fürs Erste in Sicherheit. Unter ihnen Aila Torbeck. Doch ihre Tochter Katta ist noch draußen in Frankfurt. Dort schlägt sie sich mit Hauptkomissar Steller, Demir Kara und einigen SEK-Leuten durch. Ihre einzige Hoffnung: Der Bunker ihrer Mutter. Während die Welt untergeht, lastet auf Torbeck die Rettung der Welt, denn ihre Forschungseinrichtung ist die Einzige, die noch helfen kann.

Wow! Ich habe selten einen so spannenden Endzeit-Thriller gelesen. Ich konnte das Buch wirklich nicht aus der Hand legen und hätte es doch beinahe ein paarmal getan, weil es so unglaublich spannend wurde.
Der Schreibstil ist wortgewandt und richtig mitreißend. Man fliegt nur durch die Seiten, während sich schaurige Zombie-Szenen mit Militär- und Forschungsausdrücken abwechseln. Zeitweise kam ich mir vor, wie bei einem Schätzing-Thriller. Positiv gemeint!
Zu Beginn startet die Geschichte in drei unterschiedlichen Erzählsträngen und während das Chaos ausbricht, fragt man sich noch, wie diese unterschiedlichen Figuren wohl zueinanderfinden sollen. Doch Bühler verwebt geschickt die Fäden miteinander und lässt jeden Schritt äußerst plausibel erscheinen. Oft wird die Reise der Überlebenden durch sehr überraschende Momente unterbrochen und jedes Mal habe ich die Luft angehalten.
Die Geschichte nimmt nach zwei Dritteln des Buchs eine sehr ungeahnte Wendung, die zwar von einigen kritisiert aber von mir gefeiert wird. In dieser Wendung steckt das Crossover und was für eins! Ich verrate hier nicht was passiert, da muss man sich überraschen lassen.
Doch Jens Bühler ist es gelungen auch hier eine geniale Verbindung zu bauen und die Spannung noch weiter voranzutreiben.
Auch das Ende habe ich so nicht erwartet. Wirklich nicht. Ich habe mir im ersten Moment gedacht: „Echt jetzt? Das kann doch nicht sein!“ und doch ist es so und wenn man ehrlich ist, passt dieses Ende verdammt gut zum Rest dieser Apokalyptischen-Vorhölle.
Ein wirklich gelungener Endzeit-Crossover-Thriller! Ich bin begeistert! 

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210 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

paris, roman, nanny, frankreich, familie

Dann schlaf auch du

Leïla Slimani , Amelie Thoma
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 21.08.2017
ISBN 9783630875545
Genre: Romane

Rezension:

Myriam und Paul wollen perfekt sein. Zwei Kinder, Pariser Altbauwohnung und angesehene Jobs. Als Myriam sich nach ihrer Schwangerschaft entscheidet, wieder arbeiten zu gehen muss eine Nanny her. Sie finden Louise und glauben, mit ihr den Hauptgewinn gezogen zu haben. Louise bändigt nicht nur die Kinder, sie macht sauber, kocht und hält unbemerkt die Familie zusammen. Sie wird immer mehr ein fester Teil des Familienglücks.
Doch niemand hat erwartet, wie tief die Einsamkeit in ihrer Seele sitzt und welche Abgründe sich in Louise auftun. Bis die Dunkelheit über die Familie einbricht.

Ich wusste nicht wirklich, was ich von diesem Roman zu erwarten hatte. Einerseits klang es mir nach Thriller aber andererseits eben nicht nach Fitzek und Co. Bekommen habe ich ein Buch, welches ich so nicht erwartet hätte.
Schon auf den ersten Seiten werden wir mit dem schrecklichen Ausgang des Buchs konfrontiert. Das hat mich überrascht. Es geht in diesem Buch tatsächlich nur darum, wie es zu diesem Ereignis gekommen ist. Wir wissen also schon direkt wer, was und wo. Nur das Warum klärt sich erst auf den nächsten Seiten.
Die Geschichte wird von Beginn erzählt. Wie Myriam wieder arbeiten möchte, wie schlecht sie sich fühlt und wie dann Louise auftaucht und alles wieder in Ordnung bringt. Wir erleben alles aus einer Erzählperspektive, die meistens Louises Sicht darstellt, jedoch von außen betrachtet. Dadurch wirkt es oft wie eine schaurige Erzählung und lies mich dieses Buch geradezu verschlingen.
Louise erscheint perfekt, bis man mehr über sie, ihre Vergangenheit und ihre Gedanken erfährt. Schnell merkt man, dass nicht alles Gold ist was glänzt und das Louise nicht perfekt ist. Ab diesem Punkt stieg die Spannung für mich, weil ich nur noch wissen wollte, wie es zu diesem Ereignis kommen konnte.
Das Ende hat mich auch in einer gewissen Weise überrascht. Denn es gibt viel weniger her, als man erwartet. Es legt nicht, wie ein typischer Thriller alles Geschehene noch einmal vor dem Leser aus, damit er auch bloß alles versteht. Nein, es gibt dem Leser die letzten fehlenden Informationen und lässt ihn den Rest selbst zusammenreimen, denn im Buch wurde alles gesagt.
Für mich ein wirklich spannendes und geniales Buch. Eine Thriller-Erzählung, die ich so noch nicht kannte.

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