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176 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Die Chroniken der Seelenwächter - Die Prophezeiung

Nicole Böhm
E-Buch Text: 145 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 07.01.2015
ISBN 9783958340602
Genre: Fantasy

Rezension:  
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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Der Mitreiser und die Überfliegerin

Mira Valentin
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.08.2017
ISBN 9781521837337
Genre: Jugendbuch

Rezension:

**R** "Der Mitreiser und die Überfliegerin" - von Mira Valentin

Klappentext:


„Ist es Magie? Oder einfach nur das Leben?

Die Welt des 18-jährigen Milan gerät aus den Fugen, als seine Sandkastenfreundin Jo bei einem Kletterunfall ums Leben kommt. Doch dann fliegt ihm plötzlich ein weißer Wellensittich zu, der ihn ganz bewusst zum Zirkus Salto lockt. Dort lernt Milan die schöne, aber womöglich verrückte Trapezkünstlerin Julie kennen. Angezogen von ihrer sonderbaren Theorie über magische Menschen und Seelentiere reist Milan mit dem Zirkus und lernt: Es erfordert eine Menge Mut, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Oder Magie - ganz wie man es nimmt.“

Meinung:


Nachdem Milan seine beste Freundin und erste Liebe Jo fallen und sterben hat sehen, gibt er sich selbst die Schuld dafür. Seitdem stürzt er sich in tiefe Depressionen, hält den seelischen Schmerz nur noch durch körperlichen aus und verliert sich selbst. Er wurde zum Überlebenden, der verlernt hat zu lernen. Bis ihn sein Seelentier, der weiße Wellensittich auffindet.

Seelentier: loyale und zutrauliche Tiere, die die Magie in Menschen erkennen und jemanden unter ihnen auserwählen, um diesen zu beschützen und zu vervollständigen

Dieser führt ihn zum Zirkus Salto. In eine Welt voller Magie, Wildheit, Träume und Leben. Er besteht aus der Überfliegerin Julia, dem Tigerdeumpteur (Damien), seiner Frau Nancy, dem Clown Pedro, der Schlangentänzerin Marcella, einer Wahrsagerin, dem Zirkusdirektor und vielen mehr. Eine riesen Zirkustruppe, die größtenteils verwandt oder familienähnliche Bündnisse pflegt. Die Truppe ist bunt, vielseitig, hat ihre Marotten und leben ihre innere Magie aus.

„Lassen Sie Ihren Verstand zurück und benutzen Sie Ihr Herz. Gehen Sie verloren und finden Sie sich selbst. Willkommen im Wunderland des Zirkus Salto.“ - Zirkusdirektor

Die Geschichte liest sich sehr flüssig, obwohl einige Sätze im Buch etwas lang geraten sind und mit einigen Kommas versehen sind. Zwar sticht der Schreibstil nicht weiter großartig heraus, doch gibt es einige Zitate, Sprüche und Weisheiten, die ich mir gerne markiert habe.

Man liest ausschließlich aus der Sichtweise von Milan. Mit seinem Eintreffen im Zirkus Salto stellt sich der Leser schnell die Frage: Können die Zirkusartisten, der Zirkus oder Milan selbst ihm helfen wieder zu leben? Sehr schnell bilden sie eine Gemeinschaft, die auf den jeweils anderen aufbaut und die sich gegenseitig stützt. Ist Milan dem gewachsen?

Sehr gut gefallen hat mir die Message der Geschichte. Die bunte Truppe offenbart über die Zeit wichtige Dinge über das Leben. Sei du selbst, lebe dein Leben, erlaube dir zu träumen, sei kreativ und erwecke den Funken Magie in dir selbst.

„Sie haben Recht, wenn sie uns davor warnen wir selbst zu sein, denn wir sind wild und gefährlich.“ – die Überfliegerin zum Mitreiser

Verpackt wird das alles in eine Geschichte im atmosphärisch beschriebenen Zirkus. Das Flair wurde richtig schön beschrieben. Ich roch praktisch schon den Popcornduft, der in der Luft hing, sah die Überfliegerin am Trapez turnen oder die Schlangentänzerin durch die Gegend wirbeln. Auch die Seelentiere waren eine gelungene und putzige Abwechslung. Es kommt sogar ein Tigerbaby in der Geschichte vor. Was will man mehr? Vielleicht ja die zarte Liebesgeschichte, die dem Handlungsverlauf Zauber einhaucht.

Was mir jedoch ein wenig sauer aufgestoßen ist, ist das starke und überspitzte Feindbild gegenüber den Menschen, die nicht so „lebendig“ sind, wie die Personen im Zirkus. Personen, die jemals auf ihre Vernunft gehorchen, statt ausschließlich auf ihr Herz, sind DAS Böse im Buch. Versicherungen oder Sicherheit im Allgemeinen sind „nicht notwendig“ – wild leben ist das Motto. Ein Leben wie in einer Vorzeigefamilie ist nicht richtig, weil man dabei sein inneres (wildes) Ich „unterdrücken“ muss. Ich denke ein gewisses Mittelmaß wäre etwas geeigneter gewesen.

Fazit:

Eine unfassbar atmosphärische Geschichte mit viel Lebensweisheit und tollen, liebevollen Charakteren. Auf jeden Fall bringen einige Sätze und Dialoge zum Grübeln oder mitfiebern. Was brauch der Mensch, um sich komplett zu fühlen? Wie geht er mit Schicksalsschlägen um und können andere Personen einen aus einem schwarzen Loch helfen? Auch wenn die Fragen in dem Buch nicht beantwortet werden können, so werden sie dennoch gut aufgegriffen. Außerdem: Tigerbabys!! ♥ Einzig das starke Feindbild gegenüber vernünftigen Entscheidungen, fand ich etwas krass und überspitzt.

Zitat:

„Ihr Blick streifte den von Milan, aber nur für Sekunden, bevor sie sich wieder im Glanz ihrer Darbietung verlor, vollkommen in dem Rausch aufging, sich zu wiegen und zu verbiegen, durch die Luft zu tanzen und auf die Schwerkraft zu spucken.“ – über die Überfliegerin

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123 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Pretend

Penny L. Chapman
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.12.2016
ISBN 9781540784223
Genre: Liebesromane

Rezension:

**R** "Unfolding 1: Pretend" - von Penny L. Chapman

Klappentext:


„FARREN
Ich höre die falsche Musik und mache nur Ärger. Meine Mutter hasst mich, obwohl ich alles tue, um ihr zu gefallen. Sie hat mir ein Ultimatum gestellt. Entweder gehe ich für ein Jahr nach Miami, um bei einem Freund meiner Eltern Disziplin zu lernen, damit ich ihre Firma übernehmen darf, oder sie setzen mich vor die Tür. Es hätte so einfach werden können, doch dann traf ich ihn. Er lebt das Leben, von dem ich immer geträumt habe. Wild, frei, respektiert. Er macht seine eigenen Regeln. Sein Name ist ...

KIERAN
Sie hört die richtige Musik, ist laut und unberechenbar. In ihren Augen sehe ich dasselbe Feuer wie bei mir. Sie könnte perfekt sein. Doch etwas stimmt nicht mit ihr. Sie spielt das brave Mädchen und verstellt sich. Es macht mich rasend, denn ich habe etwas gegen Heuchler.“

Meinung:

Am Anfang hatte ich so meine Schwierigkeiten ins Buch hinein zu kommen. Der Schreibstil ließ sich nicht flüssig lesen, sondern wechselte oft sprunghaft von Szene zu Szene. Trotzdem waren von Anfang an weise Worte, Tipps und Ratschläge enthalten. Für Zitate-Sammler wird einiges geboten.

Die Protagonistin Farren zu beschreiben, ist etwas schwierig, denn es gibt zwei Farrens. Eine, die versucht ihre Mutter zu beeindrucken und die Firma ihrer Eltern eines Tages zu übernehmen und eine Farren, die Harry Potter Bücher liebt, eine Metalbraut ist, wild, frech, ungezügelt und waghalsig ist. Doch versucht sie nur die Seite einer guten, wohlerzogenen Tochter zu zeigen. Auch Kieran sieht das sofort. Und er hasst dieses Versteckspiel.

Er ist der typische Bad Boy. Ist (natürlich) tätowiert, ein leidenschaftlicher Boxer und reißt ständig eine neue Braut auf. Kieran ist der Sohn eines Freundes von Farrans Eltern. Farran soll (laut ihrer Mutter) endlich benehmen lernen und wird zu besagtem Freund geschickt. Dieser ist jedoch meistens auf Geschäftsreise und somit lebt Farren praktisch mit Kieran allein. Und Kieran nutzt praktisch jede Sekunde, jeden Moment, um Farren auf die Nerven zu gehen oder für den Versuch ihre Maske, ihre steinerne Fassade niederzureißen.

Ich mochte die Ratschläge von Kieran sehr gerne. Seine Beweggründe sind oft sehr wichtig. So möchte er ihr zeigen, dass es in Ordnung ist, man selbst zu sein. Er möchte ihr zeigen, dass nicht immer jemand da ist, um sie zu beschützen, aber dass sie sich selbst schützen kann. Trotzdem fand ich seine Lehrmethoden manchmal (eigentlich ziemlich häufig – naja fast immer) etwas fragwürdig. So bringt er sie häufig absichtlich in brenzliche Situationen, damit sie keine Wahl mehr hat außer sich zu wehren und auf ihre Stärke zu vertrauen. (Dass sie ihm danach immer wieder verzeihen konnte, bleibt mir ein Rätsel!)

Doch Kieran selbst wurde mir bis zum Schluss nicht sympathisch. Er mag keine Heuchler oder Menschen, die sich verstellen. Doch urteilt er viel zu schnell über Andere. Wie bei Farren, verurteilt er zu schnell ihre aufgebaute Fassade, hinter der sie sich versteckt. Ihre Beweggründe oder warum sie sich so verstellt, hinterfragt er erst gar nicht.

Farren ist eine unglaubliche Persönlichkeit. Sie stellt sich allen Herausforderungen von Kieran und wächst daran. Der charakterliche Verlauf von ihr war durchweg authentisch und als Leser war man richtig stolz darauf, wie sie an Stärke gewonnen hat. Sie hat unglaublich viel durchgemacht und ihre Vergangenheit bringt mehr Tiefe in die Geschichte, als ich erwartet hätte.

Eine Entwicklung MUSS ich aber wirklich stark kritisieren. Kieran bringt ihr bei sich zu wehren, aber nicht immer nur mit Worten oder Intelligenz – der Typ ist Boxer, natürlich musste er ihr das Kämpfen beibringen. Ab ungefähr der Mitte des Buches fing Farren also an, jeden blutig, sowie Grün und Blau zu schlagen. Direkt danach hat sie sich gut gefühlt, stark und als hätte sie etwas Tolles geleistet. Das ist mir zu Gewalt verherrlichend geworden. Sich wehren zu können heißt NICHT, dass man jemanden ins Krankenhaus prügeln muss.

Fazit:

Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, aber einige Zitate und Lebensweisheiten konnten mich verzaubern. Mit Kieran und seiner Art konnte ich mich bis zum Schluss nicht anfreunden, aber Farren hat er weitergebracht und ihr geholfen innerlich zu wachsen. Die Bücher verschlingende Farren hingegen ist eine authentische Persönlichkeit, die man schnell ins Herz schließt. Die Charaktere in dem Buch sind sehr kaputt, die Abgründe sehr tief und die Erotik ziemlich dreckig. Somit wurde ich „Pretend“ wohl erst für Leser ab 18 Jahren empfehlen.

Zitat:

"Ich verglich mich gerne mit Büchern. Die, die im hintersten Regal verstaubten, weil niemand sie wollte. Mängelexemplare mit zerknitterten Seiten, Leserillen oder zerkratztem Einband." - Farren

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Macht der Clans: Band III

Gabi Büttner
E-Buch Text
Erschienen bei null, 30.05.2018
ISBN B07DFN6DVM
Genre: Fantasy

Rezension:

(ACHTUNG! Band 3 der Reihe! Klappentext, sowie Rezension enthält Spoiler zu vorherigen Bänden)

**R** "Die Macht der Clans 3" - von Gabi Büttner

Klappentext:


„Die Rebellion auf Terra 2 droht zu scheitern. Um der Vernichtung zu entgehen, muss sich Larissa vor dem Weltenrat ihrer größten Angst stellen und dem skrupellosen Lord Batisté erneut gegenübertreten. Rasch wird klar, dass nicht nur der Clanlord seine Ziele mit aller Härte verfolgt. Unterdessen versucht Christ verzweifelt, zu seiner Gefährtin zu gelangen. Dazu ist er auf die Hilfe eines Mannes angewiesen, der der Rebellion den Untergang bringen kann. Chris bleibt jedoch keine andere Wahl, will er auch seinen Freund Dave aus Batistés Militärbasis befreien.“

Meinung:


Mit Band 3 der Reihe findet „Die Macht der Clans“ ein Ende. Genau wie in Band 2, fand ich den Einstieg in der Fortsetzung etwas schwierig. Seitdem ich den vorherigen Band gelesen habe, liegt bereits einige Zeit zurück. Die Namen, Handlungen und Gesichter sollte man besser noch im Kopf haben. Alle Bände am Stück zu lesen, würde sich natürlich auch anbieten. Nachdem ich langsam in der Geschichte angekommen und ich mich wieder ein wenig besser unter den Charakteren auskannte, zog mich Gabi Büttner direkt in eine Spannungswelle hinein.

Dieser Band setzt genau da an, wo die Handlung im Band 2 geendet hat. Chris, Larissa und der Leibarzt von Batisté Joshua sind auf der Flucht. Doch Batisté setzt ihnen nach, hält sie unter Beschuss und schmiedet grausame Pläne.

Chris‘ besten Freund Dave mussten sie im feindlichen Lager zurücklassen. Dieser versucht wiederum nicht aufzufallen und sich wie ein Krieger des Feindes zu geben. Nachdem er die Pläne von Batisté erfährt, versucht Dave von innen heraus Leute zu finden mit denen er etwas gegen ihn unternehmen kann. Somit befinden sich alle in einer recht brenzligen Situation.

Ein hohes Level an Spannung begleitet all diese Szenen. Besonders auch, weil die Autorin mit ihren Charakteren nicht zimperlich umgeht. Dies hat man bereits in den vorherigen Bänden erlebt und somit bangt man durchgehend um so viele liebgewonnenen Personen. Es ist teilweise grausam, brutal, Angst einflößend und unfassbar realistisch. Immerhin geht es den Rebellen in Terra weiterhin darum, die Macht der Clans zu brechen und kein Herrscher lässt sich freiwillig seiner Macht entreißen. Sie befinden sich im Krieg und ein Krieg fordert Opfer, Narben, seelische Schmerzen, Verluste und beinhalten auch nicht immer einen Ritter in strahlender Rüstung.

Das bekommt besonders Larissa zu fühlen. In der Zeit in Batistés Lager hat sie einiges durchmachen müssen. Er hat ihr Schmerzen zugefügt, sie geschändet und mehrfach eine Willenskontrolle durch Nanobots aufgezwungen. Auch an Chris ist die Folter in Bastités Obhut nicht spurlos vorbeigezogen. Nach der Flucht aus seinen Klauen, wünscht man ihnen ein paar ruhige Minuten und Frieden. Doch sicher sind sie vor ihm weder in ihren Träumen noch in der Realität.

Die Beiden sind solch starke Persönlichkeiten. Sie lassen sich nicht brechen, haben einen unfassbaren Willen und eine Kraft, vor der ich den Hut ziehe. Auch sie brauchen ihre Freiräume, Zeit für Panik und Schwäche, aber das macht sie nur authentischer.

Bastité bleibt aber nicht der einzige unberechenbare Charakter. Joshua, der alte Leibarzt von ihm, hält einiges hinter Verschluss. Seine Fäden hat er öfter im Spiel, als allen bewusst ist. Auch der Großherrscher von Terra und den Clans Zerro lernt man in diesem Band näher kennen. Dem Leser begegnen auch hier wieder neue Charaktere. Die einen unberechenbar, grausam oder berechnend, während die anderen warmherzig, stark oder vor Mut nur so strotzen. Gleichzeitig sieht man alte Charakteren wieder, die man ins Herz geschlossen hat oder vor denen man sich bereits seit einigen Seiten fürchtet.

Im Abschlussband tritt Gabi Büttner nochmal heftig aufs Gaspedal. Es werden einige Pläne geschmiedet, davon gehen viele schief, Menschenleben werden gefährdet, sowie der seelische Frieden mehrerer Personen. Vertrauen geht in die Brüche, Kämpfe und Intrigen werden ausgefochten. Es gibt Action, Liebe, Vertrauen, Hass und viel Verantwortung für die Protagonisten. Die Autorin hält einige Überraschungen bereit. All dies verpackt sie in einen bildgewaltigen Schreibstil, vor denen ich besonders zartbesaitete Leser warnen würde. Charaktere verarbeiten innere Abgründe, die noch lange beschäftigen können.

Fazit:


Auch wenn mir der Einstieg wieder etwas schwer viel, war es doch ein rundum gelungener Abschluss. Vor der Autorin und ihrem Schreibstil ziehe ich den Hut. Ihre Charaktere, sowie ihre Geschichte wurde so authentisch beschrieben, sodass mich ihre Geschichte auf ewig begleiten wird. Die Reihe werde ich sicherlich noch öfter verschlingen.

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72 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

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Wortwächter

Akram El-Bahay
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 16.02.2018
ISBN 9783764151188
Genre: Kinderbuch

Rezension:

**R** "Wortwächter" - von Akram El-Bahay

Klappentext:


"Im verwinkelten Anwesen seines Onkel David gibt es weder Internet noch einen Fernseher, nur jede Menge Bücher – absolut langweilig, findet Tom. Da stößt er im Keller auf etwas höchst Seltsames: eine Buchseite, auf der wie von Zauberhand Worte erscheinen und wieder verschwinden. Sie scheinen genau das zu erzählen, was er gerade sieht, denkt oder tut – und warnen ihn, sich rasch zu verstecken. Tatsächlich: Im selben Moment erscheint ein Fremder und entführt Toms Onkel. Ehe er sich's versieht, steckt Tom in einem Abenteuer, in dem ein alter Geheimbund, die Statuen berühmter Autoren und ein lesehungriges Mädchen eine große Rolle spielen. Vier Rätsel muss er lösen und an weit verstreuten Orten vier Teile einer mächtigen goldenen Feder finden, um großes Unheil zu vermeiden und Onkel David zu retten ..."

Meinung:


Hast du dich auch schon immer gefragt, wie man dich als Romanfigur beschreiben würde? Denn genau das macht deine Lebensseite gerade. Sie erzählt was du gerade denkst, tust und was in deiner Umgebung passiert. Dabei verschwinden die Buchstaben immer wieder und machen Neuen Platz. Wenn Menschen sterben, erzählen sie auch deine Vergangenheit und werden zu einem Buch. Vorher sind sie viel zu beschäftigt deine Gegenwart zu beschreiben. Wie sollen die denn sonst auch hinterherkommen? Tom, der Protagonistin hat auch so eine Lebensseite und die ist ganz schön selbstverliebt und frech! Also so richtig amüsant.

"Gut, dass er dem Rat der Seite gefolgt war. Womöglich war er ja doch nicht so dumm, wie er aussah. Besonders, wenn ihm der Mund offen steht."

Tom verbringt seine ganzen Sommerferien bei seinem Onkel David, den er vorher noch nie kennengelernt hat. Dieser Onkel ist auch total schrullig, verschusselt und nett beschrieben. Trotzdem wirkt er wie aus einer anderen Epoche und zitiert zur Begrüßung auch erst Mal etwas aus Shakespeares Tragödie. Er gehört den Lesenden an, die auch von berühmten Schriftstellern abstammen - in diesem Fall (überraschenderweise) sind sie Nachfahren von William Shakespeare.

Das Anwesen, in dem David haust, scheint ein Abenteuer für Tom bereitzuhalten und alles scheint auf irgendeine Art und Weise mit Büchern zusammenzuhängen. Und mit seiner Lebensseite, denn Tom kann seine eigene auch lesen.

Sein Abenteuer schickt ihn kreuz und quer einmal über die Welt und dem Autor liegt der atmosphärische Schreibstil einfach so gut. So befindet man sich schnell mal in London, Paris oder Ägypten. Mal in einer etwas nebligen Landschaft, mal in einer romantischen Umgebung und dann in der Wüstenlandschaft. All das darf man durch die Augen von Tom beobachten, während um ihn herum langsam der große Kampf brodelt. Die Fehde zwischen den Personen, die Lebensseiten lesen können und den Personen, die ihre eigene Lebensseite umschreiben können, nimmt nämlich gerade ihren Höhepunkt ein.

Fazit:


Während der gesamten Geschichte, kommt man als Wort- und Buchliebhaber auf jeden Fall auf seine Kosten. Es gibt so viele Anspielungen auf altbekannte Autoren, Künstler und Klassiker innerhalb der Wortwelt. William Shakespeare, Arthur Conan Doyle, Jules Verne sind nur ein kleiner Ausschnitt dessen, worauf sich Akram El-Bahay in diesem Werk bezieht. Die gesamte Idee dreht sich um Leser und Schreiber, sowie die Freiheit des Wortes. Besonders Fans von Klassikern werden dieses Buch sicherlich lieben.

Zitat:

"»Ich brauche meine Freiheit einfach.«
»Freiheit? Bedeutet nicht zu viel Freiheit Einsamkeit?«"

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296 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

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Die Chroniken der Seelenwächter - Schatten der Vergangenheit

Nicole Böhm
E-Buch Text: 146 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.10.2014
ISBN 9783958340329
Genre: Fantasy

Rezension:

ACHTUNG! Band 3 einer Reihe! // 3,5 Sterne

**R** "Die Chroniken der Seelenwächter 3: Schatten der Vergangenheit" - von Nicole Böhm

Klappentext:

„Das Unfassbare ist geschehen, Ariadne starb durch die Hand von Joanne. Jess hat nach ihrer Mutter ein weiteres Familienmitglied verloren. Gefangen in ihrer Trauer, versucht sie mit der Situation umzugehen und steht erneut vor lebensverändernden Entscheidungen. Eines scheint klar: Ihr altes Leben ist für immer vorbei. Auch Jaydee steht vor weiteren Herausforderungen. Er muss Benjamin Walker gegenübertreten, dem Detective, der die Wahrheit über die unerklärlichen Geschehnisse der letzten Zeit aufdecken will. Das Geheimnis der Seelenwächter scheint in Gefahr, mit katastrophalen Konsequenzen.“

Meinung:

Die bisherige Geschichte der Seelenwächter, war oft sehr brutal und die Charaktere müssen wirklich einiges durchmachen. Dadurch entwickelt sich eine düstere Atmosphäre, die aber an die Seiten fesselt und für dauerhafte Action sorgt. Aus meiner Sicht, ist es immer noch sehr gut vergleichbar mit Zombie-Geschichten, und -Liebhaber werden sich sicherlich schnell in dieser Welt wohlfühlen. Gleichzeitig lockert die Geschichte ein trockener Humor auf, der sich immer deutlicher abzeichnet.
Nach Ariadnes Tod, ist dies beinahe nicht zu glauben. Mit ihr stirbt eine Ersatzmutter von Jess und gleichzeitig sehr viel Wissen, das sie nie preisgegeben hat. Durch ihr Ableben, fällt natürlich auch ihre Sichtweise weg. Stattdessen überrascht die Autorin nun mit den Perspektiven von Ilai oder sogar Joanne.

Anhand Ilais Gedanken, erkennt man schnell, dass der alte Seelenwächter mehr weiß, als er zugeben möchte. Es gibt einige vage Andeutungen, sowie deutliche Verknüpfungen mit Ariadnes Schicksal. Ilai bringt eine mysteriöse Grundstimmung mit in die Geschichte, die verschwiegene Vergangenheiten verspricht.

Joannes Sichtweise, empfand ich als besonders spannend. Man erhält einen kleinen Eindruck zu den Gedanken der Dämonen, was sie durchmachen und wie sie sich fühlen. Es werden viele Details eingearbeitet, wie, dass die Schattendämonen ihren eigenen Duft nicht abkönnen.

Doch auch Jaydees Gedanken und seine innere Zerrissenheit, werden immer spannender. Als Halbdämon, bekommt man auch bereits einen guten Eindruck zu den Gelüsten der Dämonenfeinde. Sein Wesen hinterlässt auch den Eindruck, dass die zwei Hälften in ihm, im ständigen Wettstreit miteinander stehen. Der innere Konflikt ist so interessant dargestellt und geschickt ausgeführt, dass mich sein Charakter bisher am meisten vereinnahmen konnte. Auch habe ich bisher ein besseres Gefühl für seine Figur, als für die restlichen Personen im Buch.

Auch, wenn sich weiterhin actionreiche Szenen häufen, so wurden diese in diesem Band etwas heruntergefahren und haben den Charakteren etwas mehr Platz gemacht. Es gab weitaus mehr Gespräche und Hintergrundgeschichten zu den Charakteren. Diese kleine Verschnaufpause wirkte beinahe wie die Ruhe vor dem Sturm.

Fazit:

Weiterhin passiert viel in der Seelenwächter- und Schattendämonen-Welt, doch legt sich nun ein etwas höherer Fokus auf die Charaktere. Besonders Jaydee wird immer greifbarer, wohingegen andere Personen mit ihrer eigenen Perspektive überraschen können. Dabei bekommt man auch eine Portion des trockenen Humors der einzelnen Charaktere ab und erhält gleichzeitig das Gefühl, dass es sich dabei lediglich um eine kleine Verschnaufpause handelt. Ob die Charaktere das bei all der Action genauso sehen würden? Wer weiß?

Zitat:

„Hätte, könnte, wäre … Leider spielte das Leben nicht im Konjunktiv.“

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336 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

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Die Chroniken der Seelenwächter - Schicksalsfäden

Nicole Böhm
E-Buch Text: 136 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.09.2014
ISBN 9783958340145
Genre: Fantasy

Rezension:

ACHTUNG! Band 2 einer Reihe!

**R** "Die Chroniken der Seelenwächter 2 - Schicksalsfäden" - von Nicole Böhm

Klappentext:


„Jess bleibt kaum Zeit die Erlebnisse mit den Seelenwächtern zu verarbeiten, da wird sie bereits wegen Mordverdacht verhaftet. Doch wer ist es, den sie umgebracht haben soll? Sie ahnt nicht, dass weitaus mehr hinter ihrer Verhaftung steckt, als zuerst angenommen und eine dunkle Macht kurz davorsteht, zuzuschlagen. Unterdessen will Jaydee einfach vergessen, dass er seinen inneren Dämonen nachgegeben und beinahe einen Menschen getötet hat. Gemeinsam mit Akil taucht er in das Partyleben ein. Mit interessanten Folgen.“

Meinung:

Nach dem ersten Band hat es mir total in den Fingern gejuckt, direkt mit dem zweiten Band zu starten. Genauso spannend, wie in dem Auftakt, ging es auch hier weiter, wodurch ich das Buch wirklich in Rekordzeit durchgesuchtet hatte. Es ist beinahe unmöglich diesen Band aus den Händen zu legen. Fast durchgehend passiert etwas, durchschnaufen für den Leser, ist beinahe unmöglich und man erlebt ständig, wie die Charaktere in Mitleidenschaft geraten. Dadurch hat sich für mich eindeutig ein Pageturner entwickelt.

Die Idee dieser Buchserie, finde ich bisher ziemlich interessant. Mit den Schattendämonen hat die Autorin etwas erschaffen, das an Geister erinnert. Diese Geschöpfe sind Menschenseelen, die sich nach ihrem Tod an ihrem Leben festkrallen und nicht in die Anderwelt gleiten wollten. Vom Wesen her, haben sie mich doch ständig an Zombies erinnert und statt Gehirne, verspeisen sie deine Seele. Sie sind sehr brutal und sorgen nicht selten für einen Horror-Touch in der Geschichte. Zartbesaitete Leser, sollten diese Serie mit Vorsicht genießen. Schnell und plötzlich gibt es mal Szenen, in denen sie sich gegenseitig das Herz herausreißen oder das Genick brechen.

Zu den Charakteren, habe ich noch immer keinen direkten Draht gefunden. Für mich fühlt es sich auch weiterhin, wie die Aufwärmphase eines Kennenlernens an. Gefühlt steht die Action, sowie die Fantasy-Elemente noch etwas mehr im Vordergrund, weshalb die Personen noch etwas zurückstecken müssen. Dieser Stil fesselt auf jeden Fall an die Seiten und doch würde ich gerne etwas mehr Interaktion zwischen den einzelnen Charakteren haben.

Auch am Ende dieses Bandes, gibt es wieder Zeichnungen zweier Charaktere. Aus meiner Sicht, ist diese Idee ein wundervolles Extra zu der Geschichte. Ein Glossar ist am Ende des E-Books ebenfalls wieder zu finden. Eine weitere tolle Idee der Autorin, ist der „Was bisher geschah“-Teil am Anfang des Buches. Damit hat sie alle wichtigen Ereignisse des letzten Bandes nochmal kurz und geschickt zusammengefasst und wird somit sicherlich vielen wieder den Einstieg erleichtern können.

Fazit:

Das Spannungslevel kippt zu keiner Zeit, sondern zieht sich konsequent durch die Bänder. Über die Seiten hinweg, entfalten sich die einzelnen Fantasy-Elemente immer mehr und saugen in die einzigartige Geschichte hinein. Noch sind die Charaktere mir ein wenig zu blass beziehungsweise wirken sie alle ein wenig wie Randcharaktere. Hier hätte ich gerne noch ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen der Handlung und dem Charakteraufbau.

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256 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

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Das Seelenhaus

Hannah Kent ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.10.2015
ISBN 9783426304846
Genre: Romane

Rezension:  
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(378)

603 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 29 Rezensionen

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Die Mütter-Mafia

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.03.2014
ISBN 9783404170319
Genre: Humor

Rezension:

**R** "Die Mütter-Mafia" - von Kerstin Gier

Klappentext
:

„Deutschland sucht die Super-Mami! Es gibt sie, die perfekten Mamis und Bilderbuch-Mütter, die sich nur über Kochrezepte, Klavierlehrer und Kinderfrauen austauschen. Doch eigentlich sind sie der Albtraum jeder Vorstadtsiedlung. Dagegen hilft nur eins. Sich zusammenrotten und eine kreative Gegenbewegung gründen: die "Mütter-Mafia"! Ab jetzt müssen sich alle braven Muttertiere warm anziehen...“

Meinung:

Kennt ihr diese Bücher, bei denen ihr euch einen zweiten Band wünscht? Nicht weil es unvollendet wirkt, sondern weil ihr euch überhaupt nicht von den Charakteren und der Geschichte trennen wollt? So erging es mir bei der Mütter-Mafia. Mit viel Humor, einigen skurrilen Elementen und originellen Ideen, beschreibt Kerstin Gier total unterhaltsam die Geschichte von Constanze.

Direkt auf den ersten Seiten, erleben wir mit der Protagonistin Constanze, wie sie einen neuen Lebensabschnitt beginnt. Ihr Ehemann will die Scheidung. Nachdem er ihr das eröffnet hat, könnt ihr euch sicher vorstellen, dass sie erst Mal in eine Art Schockzustand gerät. Ein paar Zeilen und einen Schockzustand später, hat ihr Mann Lorenz sie, ihre beiden Kinder und all ihr Hab und Gut ins Haus seiner kürzlich verstorbenen Mutter gepackt. Das Haus gleicht einem unzumutbaren Zustand, besonders für die 14-jährige, pubertierende Tochter Nelly. Manche würden es antik bezeichnen, andere alt, verstaubt und verschimmelt. Und dann gibt es nicht mal Empfang! Constanzes 4-jähriger Sohn Julius, fühlt sich direkt wohl und setzt sich direkt das von der Oma selbst gehäkelte Klorollenhütchen auf.

So schwer dieser Neustart für Constanze und ihre Kinder auch ist, so schnell lernen sie alle, neue Freunde kennen. So entdeckt Constanze eine neue Freundin in Mimi, ihre Nachbarin und eine Karrierefrau auf Pause mit Kinderwunsch. Julius freundet sich schnell mit Jasper aus seinem Kindergarten an, der ziemlich laut schreit und so landet schließlich Jaspers Mutter Anna noch in der Runde. Laut Anna ist sie von Beruf Hebamme und gleichzeitig Rabenmutter. Gitti von Nebenan ist die Tochter der Hempel, die jeden und alles, wegen jeder Kleinigkeit verklagen. Sie hat sich entschlossen, sich mit Mimi und Constanze anzufreunden, obwohl ihre Eltern eigentlich mit ihnen verfeindet sind.

Abwechselnd zur Constanzes Lebensgeschichte, gibt es immer wieder kurze Einträge/Artikel der Homepage von der Mütter-Society. Darin geht es um den Austausch der Mütter einer Vorstadtsiedlung und dieser Austausch ist nicht ganz geheuer. Zwischen Kochrezepten und Urlaubsberichten, tauschen sie sich über die zweite Fremdsprache aus, die ihr 4-jähriges Kind gerade erlernt oder welches Instrument es als nächstes spielt. Ein 3-jähriger spielt bereits Oboe, die süße kleine Tochter möchte doch nun auch noch zusätzlich mit der Violine starten und warum sollte man nicht am Filzkurs für Mutter und Kind teilnehmen?
In die Mütter-Society kommt man nur über Beziehungen rein, muss vorher ein Probetreffen überstehen und den anderen Müttern letztendlich etwas bieten können. Sicherlich auch sehr gut vergleichbar mit einer Sekte.

Am Anfang des Buches, fand ich Constanze etwas naiv, gutgläubig und unselbstständig. Vom Anwalt ihres (bald Ex-)Ehemannes, unterschreibt sie blind irgendwelche Dokumente, da sie sich keine Blöße geben wollte, wenn sie mal etwas nicht versteht. Gerüchten schenkt sie schnell Glauben, um einen eigenen Beruf zu erlangen, gibt sie sich nicht viel Mühe und natürlich hat Lorenz eher Hirntumor, als eine Affäre mit einer Anderen. Doch hat mich das gar nicht so sehr gestört, wie man eigentlich vermuten mag. Viel eher, war ich total wütend auf diesen „Mann“ Lorenz. Wie kann man sich nur so kalt und wie ein Oberarschloch der eigenen Familie – besonders den Kindern gegenüber – verhalten. Wahnsinn, hatte ich eine Wut auf ihn. Umso mehr wünschte ich mir, dass Constanze ihr Leben ein wenig auf die Reihe bekommt und endlich zurückschlagen kann.

Constanze macht während des Buches keine großartige Entwicklung durch. Viel eher wird gezeigt, dass ein Neuanfang, viel Gutes mit sich bringen kann. Die neuen Freundschaften tun ihr und ihren Kindern gut. Es wird in viele Fettnäpfchen getreten, es werden einige Gutenachtgeschichten erfunden, Bekanntschaften geschlossen und das Leben wird wieder in Angriff genommen (und natürlich auch das „antike“ Haus).
Die Charaktere sind allesamt skurril, humorvoll und total originell. Mit dieser Einstellung heizen sie den „ach-so-perfekten“-Müttern der Mütter-Society, ordentlich ein und schon bald befinden sie sich in der direkten Gegenbewegung, der Mütter-Mafia.

Fazit:

Hiermit wurde eines der witzigsten, skurrilsten Bücher geschrieben, das ich je in Händen halten durfte. Und immer im Mittelpunkt, die liebe, verrückte Mutti. Jeder Typ von Mutter kommt mindestens einmal vor und kommt somit auch auf seine Kosten. Ein absolutes Wohlfühl- und Familienbuch, bei dem man aus vollem Halse lachen kann.

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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Die Chroniken der Seelenwächter - Blutsbande

Nicole Böhm
E-Buch Text: 147 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.11.2014
ISBN 9783958340442
Genre: Fantasy

Rezension:

**R** "Die Chroniken der Seelenwächter 4: Blutsbande" - von Nicole Böhm

Klappentext:


„Nach der schockierenden Erkenntnis, dass die aktuellen Geschehnisse unmittelbar mit seiner Vergangenheit verknüpft sind, macht sich William auf, mehr über das Wappen seiner Familie herauszufinden. Er begibt sich auf eine gefährliche Reise, in deren Verlauf er nicht nur einen dubiosen Eremiten trifft, sondern auch einer gefährlichen Sagengestalt gegenübersteht. Jess lebt sich unterdessen langsam bei den Seelenwächtern ein und kommt wieder zu Kräften. Leider ist das Zusammenleben mit Jaydee alles andere, als angenehm. Ein gemeinsames Abenteuer führt beide an ihre Grenzen … und darüber hinaus?“

Meinung:

Nicole Böhm hat für ihre Seelenwächter-Reihe mit einem kleinen „Was bisher geschah“-Kapitel, geschickt die wichtigsten Ereignisse der vorherigen Bände zusammengefasst. Als ich nach „Blutsbande“ griff, lag der 3. Band der Reihe nun doch wieder eine Weile hinter mir und somit wurde mir besonders bewusst, wie hilfreich diese Auffrischungskapitel doch sind. Schnell gelang es mir, mich wieder in der Geschichte von Jess wiederzufinden.

Bereits nach den ersten Kapiteln des 4. Bandes, verfestigte sich mein Eindruck aus dem letzten Band. Auch hier wurden die actionreichen Szenen etwas heruntergefahren, um den Charakteren mehr Platz zu machen. Zwar bleibt die Geschichte weiterhin spannend, jedoch wurde sie etwas weniger blutig. Sehr im Fokus standen dieses Mal Anna und Will. Ihre Zeit als Mensch, sowie deren
Familiengeschichten wurden ein wenig vorgestellt und die Hintergrundgeschichten geben dem Leser das Gefühl, die Beiden langsam etwas näher kennenzulernen. Auch jetzt ist es meiner Meinung nach, noch ein bisschen zu wenig, ein bisschen zu flüchtig. Trotzdem macht es auch Freude auf Mehr. Man merkt nämlich schnell, dass Anna und Will ihre Laster mit sich schleppen aus ihrer Menschenzeit und es gibt Andeutungen, dass es den anderen Seelenwächtern ebenso ergeht.

Einige Ereignisse zwingen Jess und Jaydee dazu, immer etwas mehr zusammenzuarbeiten oder Zeit miteinander zu verbringen. Dass Jaydee Jess dabei 24/7 umbringen will, ist sicherlich nicht gerade förderlich für eine angenehme Zeit. Gerade dieser Verlauf, gestaltet diesen Band richtig interessant. Es sorgt für Spannung, Reibereien und sehr viel Sarkasmus.

Die Idee dieser Welt, der Schattendämonen und der Seelenwächter, hat mir bereits seit dem ersten Band total gut gefallen. In jedem weiteren Band, erhält man einen immer größeren Einblick in dessen, wie deren Welt funktioniert und welche Besonderheiten ihnen anhaften. Allerdings hat es mich nochmal positiv beeindruckt, in dem 4. Teil auf neue mystische Wesen zu treffen. So finde ich zum Beispiel die Undinen total spannend. Männliche Menschen sind für sie eine Delikatesse, sie leben in magisch abgeschirmten Teilen der Welt und schwimmen in Seen, um die sich besonders viele Legenden ranken.

Fazit:

Anhand meiner Rezension hat man sicherlich schon deutlich gemerkt, dass die Charaktere immer mehr Raum in der Geschichte erhalten. Zwar sind kann ich sie weiterhin noch nicht richtig greifen, allerdings macht es Freude auf Mehr. Die actionreichen beziehungsweise blutigen Szenen, nehmen ein wenig ab und machen Platz für Spannungen anderer Art.

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barden, fantasy, finale, freundschaft, gestaltwandler, götter, humor, kampf, krieg, liebe, mederia, mederia 3: die versiegelten hallen, reise, sabine schulter, tolle beschreibungen

Mederia 3: Die versiegelten Hallen

Sabine Schulter
E-Buch Text: 410 Seiten
Erschienen bei null, 30.03.2018
ISBN B07B661B42
Genre: Sonstiges

Rezension:

ACHTUNG!! Band 3 einer Reihe!

**R** "Mederia 3 - Die versiegelten Hallen" - von Sabine Schulter

Klappentext:


„Nachdem die Verteidiger Mederias einen erneuten Angriff auf die Mauern Tetras abwehren können, entscheiden sie sich dazu, zu handeln und einen Trupp in das feindliche Land zu schicken. Sein Ziel: Sakterkis zu beseitigen.

Lana, die durch ihre Wandlungsfähigkeiten und ihr beeindruckendes Maß an Göttlichkeit zur Hoffnungsträgerin geworden ist, wird dafür ausgewählt und begibt sich zusammen mit ihren Freunden auf die Suche nach den versiegelten Hallen, in denen sich Sakterkis‘ Gefängnis befindet.

Auf ihrem Weg durch den Süden trifft Lana auf unvorhergesehene Probleme und auch ihre Gefühle für den Dämonenprinzen Gray lenken sie immer wieder ab. Doch Mederia braucht seine Götterbotin.“

Meinung:

Auch mit diesem Werk hat Sabine Schulter mich erneut darauf aufmerksam machen können, wieso ich ihren Schreibstil so sehr liebe. Ihre Worte sind nicht nur leere Hüllen, sie leben. Sobald ich an Mederia denke, sehe ich sofort die wunderschönen Landschaften bildlich vor mir. All die grandios beschriebenen Gebirge, Wälder, zauberhaften Flüsse und Paläste, die Bäume der Nymphen. Gleichzeitig hört man geradezu das klirrende Geräusch von Drachenschuppen, das Plätschern von Wasserfällen oder das Schlagen von Dämonenflügeln.

Mit den Worten der Autorin und den Beschreibungen dieser Welt, betritt der Leser mit allen Sinnen die Welt Mederias. Es steckt so viel Liebe in den Beschreibungen dieser zauberhaften Welt, ich konnte förmlich spüren, wie schwer selbst Sabine Schulter der Abschied von Mederia gefallen sein muss.

Der Einstieg ins Buch, wird direkt spannend gestaltet. Cyaena, die Kommandantin von Fueno und Anführerin der Banshees, gewährt einen tieferen Einblick in ihre abtrünnigen Gedanken. Dadurch wird die aktuelle Lage im Feindeslager ein wenig beschrieben, sowie eine starke Unterstützung Lanas. Ihre Sichtweise war nicht nur eine positive Überraschung, sondern rollte das Geschehen in den letzten Bänden nochmal ein wenig auf, so dass ein leichtes Ankommen im Abschlussband möglich war.

Während Cyaena ihre eigenen abtrünnigen Pläne verfolgt, so befinden sich Lana, Gray, der Barde Talien, die Elbin und Assassinin Kimire, Wächterin und Kriegerin Mihana, sowie der Dämonenprinz Famir in Aufbrauchstimmung. Ein weiteres Mal schickt das Schicksal die Ignis Lana und den Kronprinzen der Dämonen Gray auf nächtelange Reisen. Zum Schluss des 2. Bandes, gelang es der Gruppe einen kleinen Sieg gegenüber Fueno zu erzielen, doch ist ihnen allen bewusst, dass dieser Kampf noch nicht zu Ende ist. Sie wollen einen Schlussstrich ziehen und begeben sich auf den Weg Richtung der versiegelten Hallen. Dort wartet der Halbgott auf seine Chance frei zu kommen und ewige Dunkelheit über die Welt Mederias zu bringen.

Der Fantasy-Roadtrip, mit der unterschiedlichen und gleichzeitig total harmonierenden Gruppe zu den versiegelten Hallen, war wieder ein Erlebnis für sich. Es ist eine Zeit voller Lachen, Leben, Genießen der Welt, Sorgen, Kummer, Tränen und allen voran eine Zeit der Freundschaft und des Beistands. Viele Bücher schreiben über die magische und kraftvolle Macht der Liebe und „Mederia“ zeigt, dass die Macht der Freundschaft genauso machtvoll und vor allem wertvoll ist. Auch die Macht der Freundschaft verdient es, als so magisch hervorgehoben zu werden, wie in diesem Buch.
Im Abschluss werden die romantischen Handlungsstränge keinesfalls vernachlässigt. Lana und Gray gestehen sich langsam immer mehr ihre eigenen Gefühle ein und ermöglichen dem Leser dadurch, regelrecht mit zu fiebern.

Letztendlich lässt sich sagen, dass sich spannende und ruhige Momente in diesem Buch, die Waage halten. An vielen Stellen hält die Autorin Überraschungen für den Leser bereits, sowie einige Hürden für ihre eigenen Buchfiguren. An anderen Stellen wiederum, gönnt sie Leser und Buchfiguren Momente, an denen sie zur Ruhe kommen und durchschnaufen können. Häufig sind das Momente, an denen man voller Staunen den Beschreibungen einer neuen Landschaft, verschiedener Völker oder einer Geschichte aus alter Zeit lauscht. Wundervolle, ruhige Momente und keinesfalls langweilig.

Fazit:

Im Abschlussband der „Mederia“-Reihe, findet also nochmals einiges seinen Platz. Die Liebe, die Freundschaft, unsere liebgewonnenen Charaktere, magische Momenten in der Welt Mederias, Spannung, ein wenig Ruhe und ein würdiger Showdown. Momente, Erlebnisse und eine Welt, die ich sicherlich noch weitere Male besuchen werde.

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Sinabell. Zeit der Magie

Jennifer Alice Jager
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551300645
Genre: Jugendbuch

Rezension:

**R** "Sinabell. Zeit der Magie" - von Jennifer Alice Jager

Klappentext:


„**Lass dich fallen in eine Welt voller Märchen**Es ist nicht leicht, eine von fünf Königstöchtern zu sein und kurz vor der Heiratssaison zu stehen. Statt nach Ehemännern Ausschau zu halten, streift Sinabell lieber durch die verwinkelten Gänge des Familienschlosses und verliert sich in den magischen Welten ihrer Bücher. Bis sie auf einem Ball dem jungen Prinzen Farin begegnet, der mit seinem zerzausten Haar und den Grübchen ihr Herz erobert. Doch ihr Vater entlarvt ihn als Prinz aus einem verfeindeten Königreich und wirft ihn ins Verlies. Um Farin vor dem sicheren Tod zu bewahren, muss Sinabell ihm helfen drei Aufgaben zu lösen und erkennt dabei, dass Magie nicht nur in Büchern existiert. Plötzlich findet sie sich in einer Welt aus wütenden Drachen, hinterlistigen Feen und sagenumwobenen Einhörnern wieder…“

Meinung:

Dies ist mein erstes Buch von Jennifer Alice Jager und gleich mit ihrem ersten Buch hat sie mich vollkommen in eine magische Welt abholen können. Sie erzählt von vielen Märchen und verwebt sie zu einem Ganzen.

Die Hauptrolle darin, spielt die Prinzessin Sinabell. In ihr schlummert ein wildes Wesen, das lieber in praktischen Kleidern durch das Schloss rennt und nach Abenteuern sucht, als den neuesten Schmuck zu ergattern. Ein Wesen, das lieber verschiedene Welten in Büchern betrachtet, als den hübschesten Mann auf einem Ball. Diese aufmüpfige, kleine Prinzessin kann jedoch auch nicht ihre Neugier abschütteln gegenüber dem mysteriösen Prinzen Farin.

Auch durch Prinz Farins Sichtweise, darf der Leser das ein oder andere Kapitel lesen. Als Prinz aus dem verfeindeten Königreich, wird er jedoch von Sinabells Königreich nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Seine Beweggründe, seine Werte sind interessant, nachempfindbar und geben ihm im Vergleich zu sonstigen Prinzen eine neue Hintergrundgeschichte.
Dennoch handelte mir Farin oft zu unüberlegt, er rannte mir zu offenen Auges in den Säbel hinein. Sein unüberlegtes Handeln führte dazu, dass ich seinen Charakter oft nicht nachvollziehen konnte. Wo Sinabell mit einem lebendigen Charakter aufwarten kann, so fand ich seinen blass, hauptsächlich auf seine Hintergrundgeschichte heruntergesetzt und etwas unauthentisch.

Trotz dessen, dass Farin eigentlich ein Feind sein sollte, findet Sinabell seine Behandlung durch den König für Unrechten. Für ihre Ideale tritt sie ein und fordert ihren Vater, den stringenten König heraus. Dieser geht auf ihre Herausforderung ein und stellt dem Prinzen drei Aufgaben, die keiner unterschätzen sollte. Plötzlich sehen sich die Beiden mit feuerspeienden Drachen, Menschenfressenden Schlingpflanzen und seelenlosen Wesen konfrontiert.

Besonders schön an dieser Geschichte fand ich allerdings, dass alles Magische immer ein wenig mit Büchern und ihren Geschichten verbunden wurde. Bücherwürmer kommen hierbei also auf alle Fälle auf ihre Kosten. Jeder Satz, jeder Ton, spricht von einem Märchen und verfestigen den wundervollen Schreibstil der Autorin fest in den Kopf des Lesers.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass einige Teile der Geschichte unauthentisch für mich waren. Wie vorhin bereits erwähnt, konnte ich Farins selbstloses Handeln ohne jeglichen Plan und Hintergedanken nicht immer nachvollziehen. Es wurden mir in diesem Buch zu schnell die Herzen verschenkt und somit büßte die Geschichte auch an der Stelle der Liebesgeschichte etwas an Realismus ein. Dennoch ist genau dies, wie ein typisches Märchen.

Fazit:

Sinabells Geschichte war wirklich eine magievolle Zeit. Sie ist voller unglaublicher Wesen, freier Gedanken und fantasievoller Geschichten. Der Prinz macht sich auf den Weg auf ein Abenteuer, das ihm die Prinzessin geschenkt hat und jagt dadurch durch die fabelhafte Welt der Jennifer Alice Jager. An einigen Stellen mag die Geschichte an Authentizität einbüßen, doch lässt sie sich für jeden empfehlen, der die Zeit innerhalb eines Märchens vermisst.

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allage, cbt, cbt verlag, familie, feelgoodstory, freunde, glück, kinderbuch, unglück

Das Blubbern von Glück

Barry Jonsberg , Ursula Höfker
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.08.2016
ISBN 9783570310892
Genre: Kinderbuch

Rezension:

**R** "Das Blubbern von Glück" - von Barry Jonsberg

Klappentext:


„Hier kommt Candice Phee! 12 Jahre alt, wunderbar ehrlich und ein bisschen ... anders. Und auch wenn viele sie nicht auf Anhieb verstehen – Candice hat ein riesiges Herz. Sie ist entschlossen, die Welt glücklich zu machen. Nur leider ist das gar nicht so einfach ...Denn wohin Candice auch sieht – an jeder Ecke lauert das Unglück. In ihrer Familie, die früher vor Glück geblubbert hat, spinnt sich neuerdings jeder in seinem eigenen Leid ein. Ihr superkluger Freund Douglas Benson versucht seit Langem vergeblich, in eine andere Dimension zu reisen. Und ihr Haustier, Erdferkel Fisch, hat womöglich eine ernsthafte Identitätskrise. Candice macht sich ans Wunderwerk, um jedem Einzelnen von ihnen zu helfen. Und wie sie das schafft und zum Schluss wirklich jeder um sie herum ein dickes Stück glücklicher ist, das ist das Allerwunderbarste an ihrer Geschichte.“

Meinung:

In „Das Blubbern von Glück“ lernt der Leser die originelle Candice Phee kennen. Von ihrer Lehrerin hat die ganze Klasse die Aufgabe erhalten, einen Aufsatz zu schreiben mit Absätzen zu jedem Buchstaben im Alphabet. Allerdings entschließt sich Candice, jedem Buchstaben mehr als nur einen Absatz zu widmen. Die Klasse soll einen Erlebnisbericht schreiben und sie findet, dazu gehören einfach mehr Absätze!

Den Roman liest man also in Form eines Aufsatzes von Candice. Zwischendurch kann man noch einige Briefe lesen, die sie ihrer Brieffreundin Denille aus Amerika zusendet. Somit erhält man eine geballte Ladung an Informationen über den Alltag von Candice, über ihre Gedanken, worüber sie sich den Kopf zerbricht und ihre Gefühle.

Schnell wird einem klar, was für ein besonderes Mädchen die kleine Candice ist. Sie nimmt das Leben sehr genau, sie ist sehr ehrlich und auch wirklich direkt. Von sich selbst behauptet sie, dass sie nicht Lügen kann und auch Sarkasmus, sowie Ironie nicht wirklich nachvollziehen kann. Candice verkörpert dadurch Weisheit, aber behält auch ihre kindliche Art. Doch verfolgt sie oft Gedanken, die selbst bei einem Erwachsenen weise klingen würden und sicherlich selten anzufinden sind.

Zum Beispiel denkt Candice darüber nach, welche Perspektive wohl ihr Goldfisch auf sie haben muss. Sie erscheint ja mit einem großen Kopf, immer wie aus dem Nichts. Vielleicht denkt er, sie wäre eine Art Gott oder eine Person, die versucht dem Fisch den Sinn des Lebens zu vermitteln, wenn sie mit ihm redet. Nur kann der Fisch das vielleicht gar nicht verstehen, weil das Fischglas ihre Worte abfängt? Dieses 12-jährige Mädchen, hat einen so interessanten Kopf. Nicht selten lädt ihre Sichtweise auf die Welt dazu ein, einmal ein wenig anders zu denken.

Mit ihrer kompletten Art hat sie mich auch ständig an Sheldon Cooper aus The Bing Bang Theory erinnert. Denn obwohl Candice so ein ehrlicher Mensch ist, den Humor von anderen Leuten nicht versteht und ganz besonders Sarkasmus immer wieder missversteht, so entsteht genau dadurch ihr ganz eigener Humor.

Fazit:

Und wie dieses ganz besondere, lebensfrohe Mädchen etwas Glück in ihre Familie zurückholt, die gerade einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen musste, die verstritten ist mit ihrem Reichen Onkel Brian – kurz ROB – oder etwas Glück mit ihrer Klassenkameradin, ihrem ersten Kumpel Douglas aus einer anderen Dimension, ihrer Lehrerin oder gar ihrer Brieffreundin Denille teilt, davon erzählt dieses Buch. Und das in einer ganz wundervollen, teils auch poetischen Weise.

Zitat:

„Da Montag war, herrschte mehr Verkehr, doch ich vermied es, überfahren zu werden, denn das hätte meiner Stimmung einen ganz schönen Dämpfer versetzt“ (Candice S. 89)

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Die Gilde der Rose

Talira Tal
E-Buch Text: 379 Seiten
Erschienen bei neobooks, 15.01.2016
ISBN 9783738055283
Genre: Fantasy

Rezension:

**R + Z** „Die Gilde der Rose: Dämonenfessel“ – von Talira Tal

Klappentext:
„Durch Intrigen eines abgewiesenen Verehrers wird Freyja Rose im Jahr des Herrn 1616 zum Tode verurteilt. Noch ahnt sie nicht, dass sie tatsächlich eine Hexe ist. In der Nacht zu ihrem achtzehnten Geburtstag träumt sie von ihrer verstorbenen Großmutter. Freyja erfährt, dass ein mächtiger Dämon, Zeratostus, ihre verschwundene Mutter entführt hat und diese nun auf Rettung hofft. Mit Hilfe ihrer beiden magischen Vögel Blitz und Donner und deren Eiern reist Freyja 400 Jahre in die Zukunft, um die Mutter zu retten.“
Meinung:

Mit „Die Gilde der Rose“ hat Talira Tal ein Buch geschaffen, das mich wieder richtig in den Bann ziehen konnte. Es beginnt mit dem Prolog, der wie in einer Sage oder in einem Märchen über die Liebesgeschichte zwischen der reinherzigen Gaia und dem himmlischen Engel, sowie einem Dämon berichtet. Ihre Geschichte führt zu viel Trauer, der Gilde der Rosen und der Abspaltung der Rosenhexen von den Männern, solange es nicht der Erhaltung der reinblütigen Linie dient.

Diese bereits Sagenähnliche Geschichte, unterstreicht die Autorin mit einem passenden märchenhaften Erzählstil, der sich bereits im nächsten Kapitel umwandelt. Plötzlich befindet sich der Leser mit der 17-jährigen Freyja im Jahre 1616 und der Schreibstil nimmt einen leicht altertümlichen Stil an. Genauso durchgeht die Schreibweise weitere Wandlungen, passend zum Geschehen, der Zeit oder der Geschichte, die die Autorin erzählen möchte.

Besonders punkten konnte dieses Buch bei mir, durch den Handlungsverlauf. Bereits der Prolog brachte mich zum Staunen und somit hatte mich die Geschichte mit diesem starken Start ins Geschehen gezogen. Doch spätestens als die junge Hexe ihren Weg in das Jahr 2016 findet, wusste ich, diese Story wird gut.

Freyja ist eine Hexe der Gilde der Rosen und wird damit als sehr gutherziges, reines Mädchen dargestellt. In ihrer Zeit ist sie eine wahre Überlebenskünstlerin. Mit Kräutern hat sie bereits einige Leben gerettet oder Leiden gelindert, auch weiß sie, wie man einen gefällten Stamm in ein Floß umbauen kann. Umso amüsanter ist es, wie herrlich ungeschickt sie sich in der Zukunft anstellt.


„Er wollte seinen Augen nicht trauen, als er beobachten musste, wie sie trotz seiner lautstarken Warnung einfach in die Konservendose biss und schon im nächsten Moment wie ein nasser Sack in sich zusammenfiel.“



All das darf Michael Graf hautnah mit beobachten, der die kleine Hexe aufgesammelt hat. Sehr schnell findet sie einen Helfer in ihm, aber sehr bald gesellen sich auch weitere Personen und sogar Vögel hinzu. Augenblicklich wird dem Leser klar, dass es in dieser Welt nicht nur ein Fabelwesen gibt, auch wenn die Welt noch so sehr unserer eigenen gleicht.

Michael und Freyja sind wirklich ein seltsames Gespann, das ständig in Kabelleien verfällt. Nicht nur ihre Geburtszeiten liegen etwas weit auseinander, auch ihre Wesen sind sehr gegensätzlich. Trotzdem haben sie zusammen immer wieder für ein Lächeln oder Schmunzeln auf meinem Gesicht oder gar für ein Flattern in der Magengegend bei mir gesorgt.

So sehr die Zwei mir zusammen gefallen haben, so hatte ich auch meine Probleme mit ihnen Individuell. Bei Freyja fand ich bereits den Hintergedanken problematisch, dass sie so eine reine Persönlichkeit haben soll. Letztendlich hat das bereits nicht geklappt, da auch sie direkt von Anfang an Trotz, Wut und irgendwann auch Hass verspürt hat und dies gegen ihren „Ich bin so komplett liebenswürdig“-Stempel total widersprochen hat. Auch hakt es bei mir mit der Vorstellung, dass eine Person wirklich so komplett und in ihrem gesamten Wesen NUR gute Gedanken, Gefühle und Handlungen haben oder vollführen kann.

Michael Graf selbst, fand ich sogar ziemlich knuffig. Mit ihm an sich, hatte ich keine großen Probleme. Seine sehr offene Persönlichkeit und seine Art, immer ehrlich zu sich selbst zu sein, hat mir direkt zugesagt. Viel eher, fand ich es sogar etwas „nervend“ (Vorsicht, jetzt wird es richtig subjektiv xD), dass ständig eine Verflossene von ihm auftauchen musste. Ihre hasserfüllten Blicke, die sich beinahe dauerhaft auf Feyjre richteten, hinterhältige Aktionen oder gar Eifersucht, hat mir zu viel Platz im Roman eingenommen.

Fazit:

Mit dieser Geschichte beweist die Autorin ein Geschick in einem wandlungsreichen Schreibstil, sowie einer originellen Handlung. Die Charaktere fand ich sehr süß und auch mal wieder witzig zusammen, nur hat mich das Konzept einer reinen und guten Persönlichkeit etwas gestört. Auch ging mir das Spiel mit den Verflossenen etwas zu Lange. Trotzdem überzeugt die Autorin letztendlich mit einer romantischen, witzigen, fantasievollen und vielfältigen Story, die ich so oder so ähnlich noch nirgends gelesen habe.

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Vampires of Eden: Bluterwachen

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.11.2017
ISBN 9783646300390
Genre: Sonstiges

Rezension:

**R** "Vampires of Eden: Bluterwachen"

Klappentext:


„**Die Geschichten hinter den beliebten Vampiren der Nachtpolizei** Nach den dramatischen Ereignissen der letzten Monate kehrt ein wenig Ruhe auf den Polizeirevieren ein. Die perfekte Zeit also, um einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Denn wie sind die Rudelmitglieder um Melody und Eden überhaupt zu Vampiren geworden? Während Unruhestifter und Frauenversteher Rich vor seiner Verwandlung mit den Folgen des Krieges zu kämpfen hatte und Karis und Toja ihre Arbeit als Undercover-Agenten genossen, sah Ivys Leben in Paris weniger rosig aus. Und auch die anderen Vampire haben ihre ganz persönliche Lebensgeschichte zu erzählen…

Der Spin-off zur Bestsellerreihe »Melody of Eden«, in dem die Geheimnisse hinter jeder der beliebten Nebenfiguren endlich gelüftet werden.“

Meinung:

Vampires of Eden ist ein Spin-Off zur “Melody of Eden”-Reihe und somit ein Buch, auf das ich fast gar nicht zu hoffen wagte. Auch wenn dieses Buch ein in sich abgeschlossener Einzelband ist, so würde ich empfehlen, zuerst die Hauptreihe zu lesen. In diesem Band sind doch einige Details von Mels und Edens Geschichte aufgeführt, auch wenn man hauptsächlich die Vorgeschichten der einzelnen Vampire kennenlernen darf.

Und wie man diese kennenlernen durfte. Sabine Schulter hat mich mit diesem Band auf eine Gefühlsachterbahn der besonderen Klasse geschickt. Zuerst schafft sie dem Leser eine entspannte, nächtliche Runde zwischen Mel und Eden, die miteinander herumalbern und endlich ihre Sorgen ein wenig fallen lassen können. Dabei hat die Autorin einen Schreibstil, der eine besondere Magie auf mich auswirkt. Denn was die Charaktere empfinden, empfinde ich auch und so überkommt mich ebenfalls eine innerliche Ruhe, als Eden in dieser Nacht dazu ansetzt Mel etwas über die Vergangenheit der anderen Vampire zu berichten.

Dabei war ich erstaunt zu erfahren, was für ein Leben die anderen Vampire aus ihrem Team als Mensch geführt haben. Teilweise führten sie ein glückseliges, teilweise ein Leid geplagtes Leben. Teilweise passte meine Sichtweise auf die Charaktere in ihrer menschlichen Welt nicht mit ihrer vampirischen Form überein. Oft habe ich mich bei der Frage erwischt, was beispielsweise Scarlett wiederfahren sein muss, dass sich ihr Charakter so geändert hat. Es war interessant mein bisheriges Bild von ihnen mit ihrer Vergangenheit in Einklang zu bringen, nach Unterschieden und vielleicht auch nach Gemeinsamkeiten Ausschau zu halten.

Doch waren die Geschichten der einzelnen Nebencharaktere noch etwas spannender, da jede Vergangenheit einen kleinen Gruselfaktor erhielt. Als Leser weiß man, dass sie alle zu Vampiren werden und kennt auch die Möglichkeiten, wie man überhaupt zu einem werden kann. Demnach fürchtet man sich in jedem Kapitel bei jedem raschelnden Busch, jeder bösen Vorahnung der einzelnen Person oder bei jedem Anzeichen auf einen Wilden. Zusätzlich zeigt die Autorin dem Leser, dass Vampire nicht die einzigen Wesen in ihrer Geschichte sind, vor denen man sich fürchten sollte.

Ich bin wieder hin und weg von diesem Band. Es war spannend, beinhaltet einige Horror-Elemente, schafft eine Liebesgeschichte, rührt zu Tränen oder lässt einen um die Charaktere bangen. Es wird ein Alltag geschaffen, der aber auch wieder vollständig umgekrempelt wurde und die Vampire in diesem Buch zeigen uns, dass es unterschiedliche Arten von Stärke gibt und wir auch mit unterschiedlichen Charakterzügen Neuanfänge meistern können.
Ein weiteres Highlight ist definitiv auch, dass dieses Buch auch mit der Vergangenheitsgeschichte des ein oder anderen Vampirs aufwarten konnte, mit der ich nicht gerechnet hätte. Jede weitere Hintergrundgeschichte habe ich dankbar angenommen. Es hat Spaß gemacht jeden von ihnen näher kennenzulernen und somit hat mich jedes Detail von den Vampiren auch brennendst interessiert.

Fazit:

Jeder der „Melody of Eden“ gelesen und verschlungen hat, sollte dieses Buch gelesen haben. Ihr werdet den Charaktere danach mit einem anderen Blick begegnen und vielleicht auch etwas an Stärke gewinnen für euren eigenen Neuanfang im Leben.

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erlkönig, fantasy, goblin king, leidenschaft, liebe, musik

Wintersong

S. Jae-Jones
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei St Martin's Press, 01.03.2017
ISBN 9781250079213
Genre: Sonstiges

Rezension:

**R** "Wintersong" - von S. Jae-Jones

Klappentext:


„Beware the goblin men and the wares they sell.
All her life, nineteen-year-old Liesl has heard tales of the beautiful, mysterious Goblin King. He is the Lord of Mischief, the Ruler Underground, and the muse around which her music is composed. Yet, as Liesl helps shoulder the burden of running her family’s inn, her dreams of composition and childish fancies about the Goblin King must be set aside in favor of more practical concerns.
But when her sister Käthe is taken by the goblins, Liesl journeys to their realm to rescue her sister and return her to the world above.“

Inhalt in eigenen Worten:

Käthe ist wunderschön und charmant, Josef ist ein hochbegabter Violinspieler, Liesl schreibt ausgezeichnete Kompositionen für ihn und damit wurden die ungewöhnlichen Geschwister vorgestellt. Wenn Käthe in der Stadt verloren geht, muss man nur den Blicken der Menschen folgen, um sie zu finden und hört man Josef spielen, hat man das Gefühl himmlischer Musik zu lauschen. Für ihre beiden Geschwister, würde Liesl alles tun und sogar sich selbst hinten anstellen. Mit ihrem schlichten Äußeren und den Kompositionen eher im Hintergrund, fühlt sich Liesl jedoch immer eher wie der Schatten ihrer zwei Geschwister. Oft behält sie diese Gedanken für sich, versteckt ihre Gefühle und wirkt anderen Menschen gegenüber eher gehemmt. Einzig in der Musik lässt sie sich vollkommen fallen und wird wirklich frei.

Doch alles ändert sich schlagartig, als Liesl die jahrelange Warnung ihrer Großmutter in den Wind schlägt und der König der Goblins diese Chance nutzt, um mit ihr ein Spiel zu spielen. Der Wetteinsatz ist hoch und der König verliert nicht gerne.

Meinung:

Sitzt ihr manchmal vor einer Rezension und fragt euch, wie fängt ihr diese nun an? So geht es mir gerade. Dieses Buch hat mir so viele Augenverdreher, fassungslose Gesichtsausdrücke und Haarrauf-Momente beschert.

Begonnen hat es mit einer wundervollen, zauberhaften Sage im Prolog über den Erlkönig und dem mutigen Mädchen. Dies wurde so magisch, poetisch, verspielt erzählt und man möchte der Geschichte direkt Glauben schenken. Es hat genau eine Sage und vier Seiten auf meinem Kindle gebraucht bis ich diesen Schreibstil liebgewonnen habe. Er zieht sich durch alle Seiten, gibt der ganzen Geschichte einen märchenhaften, verträumten Klang und gleichzeitig ist er düsterer, als man es für ein Märchen möglich hält. Anfangs haben mich die deutschen Wörter, Sätze oder Bezeichnung mitten in diesem ENGLISCHEN Buch etwas irritiert, aber auch daran gewöhnt man sich. Zum Beispiel nennt die Protagonistin den Erlkönig sehr oft „mein Herr“ und ihren Bruder „mein Brüderchen“.

Mit diesem vielversprechenden Anfang, war es nicht leicht für mich auf die Protagonistin Liesl zu treffen. In ihrem Leben stellt sie sich hinter das Glück eines jeden Menschens um sie herum, aber zerfrisst innerlich vor Neid und Eifersucht. Ihre Schwester war ganze zwei Mal verlobt und zwei Mal, war Liesl auf die Ehemannwahl eifersüchtig. Hinzu kommt, dass sie angeblich so untalentiert und überhaupt nicht hübsch ist. Keiner liebt sie, keiner schenkt ihr Aufmerksamkeit, jeder scheint sie zu übersehen, dabei gibt sie am Anfang zu, ihre Musik über alles und jeden zu lieben, also auch lieber als die Menschen in ihrer eigenen Familie. Ihre Einstellung und Lebensansicht haben mich schier in den Wahnsinn getrieben (also dorthin, wo sie sich scheinbar bereits befand).

Ihr wundert euch darüber, warum ich das Buch überhaupt beendet habe? Warum es noch mit dieser Bewertung davonkommt? Nun, erst konnte ich das Buch nicht weglegen, wegen des Schreibstils. Danach wollte ich wissen, wie die Sage am Anfang des Buches über den Erlkönig endet. Am Ende war es die Leidenschaft mit der diese Geschichte geschrieben worden ist. Die Autorin riss mich in das Wechselbad der Gefühle von Liesl und hat es geschafft, mich mit diesem mir unsympathischen Mädchen mitfühlen zu lassen. Je näher ich dem Ende des Buches entgegensteuerte, desto mehr fieberte ich ihm entgegen und dort angekommen, wollte ich nicht, dass es endete.

Letztendlich lag es auch an Liesl selbst. Trotz ihrer Einstellung, trotz ihrer Lebensansicht und besonders trotz ihrer Ansicht über sich selbst, hat sie so eine starke Musikbegabung und Leidenschaft in sich. Sie ist ehrgeizig und Durchhaltevermögend, ein wahres Stehaufweibchen. So schwer ich auch innerlich mit ihr Stritt, so schwer beeindruckt war ich über ihre äußerlichen Taten. Sie packte den Stier bei den Hörnern, verkriechte sich nicht hinter schönen Lügen und durchlebt mit ihrem persönlichen Abenteuer, auch eine persönliche Veränderung.

Eine große Beteiligung an meinem Gefühl, an der Stange bleiben zu wollen, spielte definitiv der Erlkönig oder im Buch auch der Goblin King genannt. Bei ihm hätte ich ja auf eine Persönlichkeitsstörung getippt, aber trotz seiner so verzwickten, widersprüchlichen Art, waren seine Gefühle so unfassbar echt. Zu entschlüsseln, was genau er hinter einem Gefühl verbirgt, hinter einem Gedanken von ihm, hinter seinem ganzen WESEN, das war für mich mein Tropfen Wasser in der Wüste. Wer ist er? Was will er? Was denkt er? Mit diesen Fragen war man bereits mitten im Strudel von Liesls und meinen Gedanken. Er scheint, wie zwei Personen vereint in einem Körper. So repräsentiert er die blaue Farbe eines seiner Augen, indem er kälte zeigt, ein unheilbringendes Grinsen sich auf sein Gesicht stiehlt und dich geschickt in dein eigenes Verderben rennen lässt. Durchschimmernd, wie ein Sonnenstrahl, repräsentiert der Erlkönig die braune Farbe seines anderen Auges, indem er warmherzig ist, Offenheit ausstrahlt und sich wie ein Baum in das Herz hineinwurzelt.

Das Buch basiert auf einem horrorhaften Märchen-Feeling, einer alten Sage über den Untergrund und dem „Land darüber“, Leidenschaft, Musik und Mistery. Den Musik-Anteil sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, der Titel „Wintersong“ spiegelt sich doch entscheidend in der Geschichte wieder. Teilweise waren mir die vielen Gespräche und Gedanken über Musik zu viel, aber andererseits wären die Gefühle sonst nur halb so gut bei mir angekommen. Generell gab es ein gewisses Gefühl des „Zu viel seins“ in diesem Buch. Jede Tatsache, jedes Gefühl, jeder Gedanke wurde durchgekaut, bis es wie ein Kaugummi schmeckt, das man zulange im Mund behalten hat. Fade. Einige Zeilen habe ich dann überflogen, aber auch hier muss ich wieder sagen, dass die Gefühle vielleicht nie in dieser Intensität bei mir angekommen wären, hätte die Autorin es anders geschrieben.

Fazit:

Dies war weniger Rezension, als tatsächlich von der Seele schreiben. „Wintersong“ hatte mich und mein inneres in Aufruhr, weil ich es genauso sehr mochte, wie ich es nicht mochte.

P.S. Dieses Buch erscheint im Dezember 2017 auch auf Deutsch

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Der Tag, an dem Hope verschwand

Claire North , Eva Bauche-Eppers
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2017
ISBN 9783785726013
Genre: Romane

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

abschluss, azur, finale, sabine schulter, träume, traumperlen

Azur 3: Behüterin der Träume

Sabine Schulter
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei null, 29.09.2017
ISBN B074SJ5252
Genre: Sonstiges

Rezension:

**R** "Azur 3 - Die Behüterin der Träume" - von Sabine Schulter

(ACHTUNG!! Band 3 der Trilogie! Enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden)

Klappentext:

"Nachdem Saphirs Diebesgilde auf so spektakuläre Weise gesprengt wurde und Jess endlich ihre Freiheit zurückerlangt hat, hofft sie auf ein friedliches Leben an Cedrics Seite. Doch als manipulierte Traumperlen auf dem Schwarzmarkt auftauchen, muss sie sich erneut einer Aufgabe stellen, die sie an ihre körperlichen Grenzen bringt. Überraschenderweise reicht ihre Gabe, die so viel stärker ist als der Durchschnitt, nicht aus. Nur Adam, einer ihrer Behüteranwärter, scheint in der Lage zu sein, ihr und Cedric bei dieser neuen Gefahr zu helfen. Genauso wie die neu erwachte Diebesgilde."

Meinung:

Seit dem letzten Band, ist auch innerhalb der Geschichte einiges an Zeit vergangen, wodurch Sabine Schulter die ersten Seiten des Buches geschickt dafür nutzt, um die neuen Lebensumstände der Charaktere zu beschreiben. Damit holt der Leser die letzten Monate und Jahre der Behütertruppe auf und lässt dadurch nochmal einiges der ersten beiden Bände Revue passieren.

Seitdem Jess die Diebesgilde von Saphir zerschlagen hat, hat sie sich sehr gut bei den Behütern eingelebt. Mittlerweile hält sie Vorlesungen über die Gabe des „Traumbeeinflussens“ und mit den ersten Seiten der Geschichte, startet sie als Ausbilderin neuer Behütergruppen. Bereits nach den ersten paar Seiten, wurde mir nur allzu deutlich bewusst, wie sehr ich unsere kleine Traumdiebin vermisst habe. Ihre starke, liebevolle und doch gleichzeitig oft unsichere Art, hat sich von Anfang an einen Weg in mein Herz gebahnt und ihre Geschichte hat ein höheres Suchtpotenzial, als jede Traumperle.

Doch beginnt Jess ihre Ausbilderlaufbahn nicht alleine. Immer mit einem offenen Ohr und ein paar beruhigenden Worten, ist auch Julian wieder mit von der Partie. Die kleinen Chaoten Cedric und Vince, halten auch hier wieder ein paar lässige Sprüche für den Leser bereit, die definitiv zum Schmunzeln oder Lachen einladen. Ohne Leander, der die Beiden und natürlich die ganze Gruppe in Schach hält, müssen wir auch in diesem Band nicht auskommen müssen. Mit ihnen ist die Gruppe komplett.

So viel aber erst Mal zu den bereits bekannten Charakteren. In „Behüterin der Träume“ hat die Autorin auch einige neue Charaktere entworfen und zwar die Behüteranwärter Adam, Olive, John, Ida und Leyla. Die Frischlinge starten direkt mit einem Kampftraining gegen die berühmte Azur. In ihrer Diebeslaufbahn, hat sich Azur wahrlich einen Namen gemacht und dementsprechend hoch sind die Erwartungen der Jungbehüter an sie. Während des Kampftrainings entsteht schnell Action und Spannung in der Geschichte, wobei gleichzeitig die Fähigkeiten der einzelnen Jungbehüter analysiert, erklärt und mit Verbesserungstipps versehen werden. Der spannende Start, sorgt für einen guten Einstieg in die Geschichte und gleichzeitig wird dem Leser bewusst, wie vielversprechend die neuen Charaktere sind.

Am Ende hatten Adam und Olive jedoch einen häufigeren Auftritt im Roman, als der Rest der neuen Gruppe. Bei Adam hatte ich häufig das Gefühl, dass uns ein Cedric Junior gegenübersteht. Er ist sehr selbstbewusst, definitiv einer von der Bad-Guy-Sorte, aber noch etwas naiv und aufmüpfig. Olive hingegen, hat kaum Selbstbewusstsein, ist total schüchtern und versteckt sich auch mal hinter Adam, dabei ist sie bereits eine sehr talentierte Kämpferin. Die Zwei haben eine starke freundschaftliche Bindung zueinander, sorgen für ein wenig Abwechslung im altbekannten Behüterkreis und natürlich für einige unvorhersehbare Wendungen.

Bisher wirkt es so, als wäre dieser Band nun der endgültige Abschluss der Azur-Reihe. Dementsprechend gut hat es mir gefallen, dass man als Leser nochmal auf alle Charaktere trifft, aber gleichzeitig neue kennenlernen darf. So begegnet man nochmal den Dieben, Mister Twist, Bürgermeister Marsch oder gar Val in ihrem Traumperlen-Entzugsheim.

Auch dreht sich nun der Abschlussband weniger um Romantik oder einzelne Beziehungen, sondern mehr um die Welt der Traumperlen. (Wobei selbst die Romantiker unter den Lesern, immer noch nicht zu kurz kommen dürften.) Einzelne Begriffe, wie die Gabe „Traumbeeinflussen“ werden nochmal genauer definiert oder die gesellschaftliche Situation mit dem Traumperlhandel wird viel mehr beschrieben. Gleichzeitig zeigt dieser Band, wie grenzenlos die Welt der Träume ist.

Bisher hatte ich auch immer das Gefühl, dass die „Azur“-Reihe ein wenig verdeutlichen soll, wie schwer es ist nur in Schwarz und Weiß zu denken. Unsere Welt besteht aus einem einzigen „Dazwischen“ und besonders dieser Band setzt nochmal ein i-Tüpfelchen auf diesen Gedanken. Nichts und niemand ist, wie es scheint und jede Person weiß einen zu überraschen, wenn man sie nur lässt.

Fazit:

Ein absolut würdiger Abschluss. Alle liebgewonnenen (oder weniger liebgewonnenen) Charaktere, durfte man nochmal treffen und sich auch letztendlich von ihnen verabschieden. Selbst nachdem bereits der „Endboss“ Saphir aus Band 2 niedergerungen wurde, wartet dieser Band nochmal mit einem völlig neuen und grandiosen Handlungsverlauf auf. Die Welt, die Träume und der illegale Perlenmarkt, werden genauer beleuchtet, wodurch jeder Leser mit spannenden Informationen gespeist wird. Ein mysteriöses, humorvolles, spannendes, actionreiches, liebevolles Buch mit der Botschaft, euch ja nicht eure Träume stehlen zu lassen.

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Flammenmädchen

Samantha Young , Alexandra Hinrichsen
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.04.2014
ISBN 9783956490071
Genre: Jugendbuch

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Aschenputtel und die Erbsen-Phobie

Nina MacKay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783959919906
Genre: Fantasy

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Soul Hunters - Mit der Liebe kommt der Tod

Gerd Ruebenstrunk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.09.2017
ISBN 9783522505499
Genre: Jugendbuch

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Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

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Die Chroniken der Seelenwächter - Die Suche beginnt

Nicole Böhm
E-Buch Text: 141 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.08.2014
ISBN 9783958340008
Genre: Fantasy

Rezension:

**KR** „Die Chroniken der Seelenwächter: Die Suche beginnt“ – von Nicole Böhm

Klappentext:

„Ein Vermächtnis aus tiefster Vergangenheit stürzt das Leben von Jess ins Chaos. Als ein magisches Ritual anders endet, als erwartet, wird sie nicht nur mit den gefährlichen Schattendämonen konfrontiert, auch die geheime Loge der Seelenwächter greift in ihr Leben ein. Als wäre das nicht genug, scheint ihre Familiengeschichte direkt mit dem ewigen Kampf zwischen Licht und Schatten verknüpft.“

Meinung:

„Die Suche beginnt“ stellt den ersten Band der monatlich erscheinenden Buchserie „Die Chroniken der Seelenwächter“ dar. Mit knapp 150 Seiten, liest sich die Urban-Geschichte auch in einem schnellen Tempo durch. In bereits wenigen Seiten hat es die Autorin geschafft, mich mit ihrem spannenden Schreibstil an die Seiten zu fesseln. Die Geschichte nimmt einen leicht gruseligen Stil an, indem gekonnt Horror-Akzente gesetzt werden, die nicht selten blutig oder gewalttätig enden.

Nicole Böhm hat eine Welt erschaffen, in der Menschen, Schattendämonen, Seelenwächter und weitere Wesen Seite an Seite leben, doch Leben die Menschen meist in Unwissenheit. Hierbei findet man Elemente, die an die Geisterwelt erinnern. Jedoch werden viele neue Fantasy-Ideen aufgegriffen, die sehr viel Potenzial bieten, auf die ich bei dem dünnen Buch aber doch nicht weiter eingehen möchte, sonst würde ich vermutlich zu viel vorwegnehmen.

Der erste Serienband, wirkte wie ein erstes Kennenlernen der Charaktere. Bisher konnte man abwechselnd aus der Sichtweise von Jessamine, Jaydee oder Ariadne lesen. Jeder einzelne von ihnen besteht aus einer Menge Mysterien, die es zu ergründen gilt.

Jessamine bietet als Protagonistin eine gute Besetzung. Mit einer Mischung aus naiv, mutig und abenteuerlustig, setzt sie die wage mutigsten Ideen um und setzt sich damit schnell selbst in Gefahr, die sie aber auch nie bekämpfend verlässt. Trotzdem bin ich ihrem Charakter noch nicht allzu nahegekommen, eher war es wie ein erstes Beschnuppern ihrer Persönlichkeit. Auf alle Fälle stärkt der Ersteindruck meine Neugier auf die nächsten Bände.

Auch die Nebencharaktere, die bisher ihren Auftritt hatten, waren eher ein kurzes Aufeinandertreffen. So lernt man beispielsweise Violet kennen, die eine beschützende Fylgjas von Jessamine ist, Schattenjäger, wie Akil, Will oder Anna, die kurze Kostproben ihrer Kräfte vorgeführt haben oder auch einen Schattendämon.

Am Ende des Buches, kann man auch Bilder der Hauptcharaktere und eine kurze Zusammenfassung zu ihrer Person nachlesen. Ein gesamtes Charakterverzeichnis schließt sich diesem schönen Extra an, sowie ein Glossar zu den wichtigsten Fantasy-Elementen und Begriffen.

Fazit:


Ein spannender Auftakt, der mit ein wenig Horror, einer interessant aufgebauten Fantasy-Welt und neuen Ideen aufwarten kann. Hierbei kann man die Charaktere bereits ein wenig kennenlernen und schnell feststellen, dass Alle von ihnen mit spannende Geschichten, vielleicht sogar Geheimnisse aufwarten können.

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Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

Akram El-Bahay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.08.2017
ISBN 9783404208838
Genre: Fantasy

Rezension:

**R** "Bücherstadt" - von Akram El-Bahay

Klappentext:

„Sam ist ein Dieb - aber mit einer List gelingt es ihm trotzdem, in die Palastwache von Mythia aufgenommen zu werden. Er träumt von einem neuen Leben, von großen Aufgaben. Vielleicht wird er gar als Wache des Weißen Königs eingesetzt? Doch statt des Königs soll er nur alte, staubige Bücher bewachen, in der riesigen Bibliothek unterhalb der Stadt. Wie langweilig! Sam kann nicht mal lesen. Bald jedoch erfährt er am eigenen Leib, dass die hallenden Bücherschluchten ebenso gefährliche wie fantastische Geheimnisse bergen“

Meinung:


Paramythia ist der wahrgewordene Traum eines jeden leidenschaftlichen Lesers. Es ist die Stadt der Bücher. Wie ein unterirdisches Labyrinth, ist die Bücherstadt angelegt und gleichzeitig so groß, dass man sich schnell darin verlaufen könnte. Selbst die größten Büchernarren, die Bibliothekare, die beinahe ihr ganzes Leben zwischen den verworrenen Wegen verbringen, haben die ganze Bücherstadt noch nicht durchwandert.

„Paramythia. Bücherstadt. Sam hatte das Gefühl, er würde sich im Inneren eines gewaltigen Tieres mit einem Herz aus Papier befinden. Ein Herz, dessen Schlag aus dem Rascheln von Buchseiten bestand.“

Diese unglaubliche Welt, sowie die Geschichte des Diebes Samir, beschreibt der Autor mit einem sehr bildreichen und mystisch angehauchten Schreibstil. Akram El-Bahay versteht sich darin, mit Worten Bilder zu malen. Nicht selten hatte ich das Gefühl, an einem kalten Wintertag auf dem kuscheligen Teppich vor dem warmen Kamin zu sitzen und einem alten Geschichtenerzähler über längst vergessene Wesen, ein Märchen weben zu hören. Als würde Samir über das Abenteuer seiner Jugendtage – mit den geflügelten Albtraumwesen Asfuras, den Kriegern Iblis mit ihrer blutroten Haut und weiteren fantasievollen Wesen – berichten, das keiner mehr für wahr hält, es sei denn, sie sind selbst dabei gewesen.

Am Anfang seines Abenteuers, ist Samir noch ein Dieb hohen Ranges. Auf Kindesbeinen hat er bereits seinen ersten Raub begangen und dadurch hat sich sein Geschick stark ausgefeilt. Dennoch besitzt er noch Werte, stiehlt nicht von den Armen, tötet bei Diebstählen möglichst nicht und trägt Schuldgefühle im Herzen, wenn er jemandem Unrecht angetan hat. Sein Abenteuer berichtet von einem Dieb, der zur königlichen Wache dazu stoß und letztendlich bei staubigen Büchern landete. Dass Bücher nicht so langweilig sind, wie manch einer vielleicht denkt, zeigt seine Geschichte.

In der alten Bücherstadt, trifft er als erstes auf den alten Greiß und Bibliothekar Jacobus, der alles als Verschwendung sieht, solange es nichts mit Büchern zu tun hat. Aber auch auf die zeitlose Schönheit und Beraterin des Weißen Königs Sabah, den Herrn der Wache Assasil, der nie seine Maske abnimmt oder aber auch auf die mysteriöse Dienerin Kani, die mehr zu wissen scheint, als sie preisgibt. Sie alle stehen mal mehr, mal weniger in Verbindung mit dem mysteriösen Bücherherz, das Samir zu bewachen hat. Es soll die speziellste Sammlung von Büchern beinhalten, die zu beschützen, Samir und seine Kameraden auf einen Weg voller Gefahren, Verluste, aber auch Gewinn an Wissen und einer magischen Welt schicken.

Akram El-Bahay entwirft viele unterschiedliche Charaktere mit Herz und Seele. Teilweise wirken die Buchfiguren alten Märchen entsprungen und das Rätsel der Personen, der Namen und ihrer Natur, sind die größten Spannungsträger dieser Geschichte. Somit setzt der Autor seinen Fokus auf die Bücherwelt, ihre verschiedenen Mysterien, auf Fantasy und ein wenig Romantik.

Fazit:

Ein Weltenentwurf, der jedes Leserherz ein paar Takte höherschlagen lässt. Diese ist voll von magischen, märchenhaften Wesen, gelehrten Büchernarren, traumhaft beschriebenen Kulissen und im Fokus davon, steht ein junger Dieb. Mit Samir, bekommt der Leser einen sympathischen Zeitgenossen zur Seite gestellt und wandelt mit ihm auf einem Grad der Unwissenheit und der Neugier. All dies wird verpackt in einem wundervollen und bildhaften Schreibstil mit besonderem Flair.

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