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Vereinte Welten: Der Auserwählte

Anke Becker
Flexibler Einband: 338 Seiten
Erschienen bei Independently published, 20.09.2018
ISBN 9781719968669
Genre: Fantasy

Rezension:

**R** "Vereinte Welten: Der Auserwählte" - von Anke Becker

Klappentext:


"Zur Sicherung der Macht soll ein Kind gezeugt werden, ohne Liebe und ohne Zuneigung.
Der Auserwählte zufällig herausgerissen aus seiner Welt, weiß nicht, was mit ihm geschieht. Der Weg ist weit, die von Frauen dominierte Galaxis voller Gefahren. Zwischen Liebe und Hass, Verrat und Loyalität entscheidet sich sein Schicksal, genauso wie das der vereinten Welten.“

Meinung:

Im ersten Band dieser Reihe befindet sich der Leser innerhalb der vereinten Welten in der Galaxie. Einige Szenen spielen sich auf verschiedenen Planeten, Monden oder auf einer Raumfähre statt und gibt der Geschichte eine Sci-Fi-Anspielung. Doch was ist das Besondere an den vereinten Welten? Es ist eine von Frauen regierte Welt. Sie sind völlig natürlich in Führungsrollen und fähig eigene Kämpfe auszutragen. Anke Becker dreht typische Männer-Frauen-Klischees in diesem Buch gerne um. Sie zeigt spielerisch leicht auf, wie zum Beispiel eine Frau auf ein Frauenklischee unserer Welt reagieren würde, wenn dieses Klischee von einem Mann erfüllt wird oder umgekehrt.

Aufgeteilt ist die Geschichte in drei verschiedene Sichtweisen. Janaija stellt die Hoffnungsträgerin und Anwärterin auf den Platz der Whea (oberster Rang in der Regierung) dar. Sie ist zielstrebig, unbeugsam, aber auch sehr selbstgerecht und ein wenig arrogant. Für mich war es schwierig, sie als sympathische Person zu sehen. Trotzdem waren ihre Ziele für die Regierung und die vereinten Welte lobenswert. Ihre Rolle hatte einiges interessantes an sich. Immerhin hat sie eine Führungsrolle inne, die normalerweise sicherlich ein Mann übernehmen würde. Auf Situationen, die der Mann sonst handhaben würde, reagiert sie völlig anders und gibt einigen Klischees frischen Wind mit.

Die große Mutter im Buch erwählt Kadân als Kandidat für die Priesterin Janaija. Er soll ihr eine Tochter bescheren, damit sie eine Whea werden kann. Dafür schickt sie eine Undercover-Dienerin nach ihm aus und schickt ihn von Planeten zu Planeten. Doch hat Janaija zahlreiche Feinde, die die Reise erschweren – denn ohne Kandidaten kann sie keine Whea werden.

Kadân weiß von seinem Glück innerhalb der Whea-Prüfung gegen zig andere Kandidaten und Priesterinnen antreten zu dürfen noch nichts. Er lebt gemütlich auf Aquin und damit sehr weit abseits von dem Zentralplaneten, von Janaija. Für mich persönlich, war er der angenehmste und spannendste Geselle im ganzen Buch. Er ist körperlich fit, lässt sich trotzdem mehrmals beschützen und ist charakterlich richtig stark. An jeder Stelle ist er seiner Meinung und seinen Überzeugungen treu.
Seine Ideale, die Diskriminierung von Frauen, die ihm widerfährt und dass er ständig beschützt werden muss, lassen ihn verletzlich erscheinen. Für eine männliche Rolle ist das doch recht ungewohnt. Letztendlich lässt sich sagen, dass Frauen nicht unbedingt Beschützte und Männer die Beschützer sein müssen.

Was mich jedoch ein wenig an Kadân gestört hat ist, dass er sich immer so aktiv und oft der Gefahr ausgesetzt hat. Dann musste er natürlich wieder gerettet werden und würde dies eine weibliche Protagonistin so ausführen, würde ich mir auch gegen die Stirn klatschen.

Und dann gibt es noch Shiran, die Dienerin Janaijas. Mit dem Auftrag Kadân heimlich zum Zentralplaneten zu bringen und selbst ihn in Unkenntnis über ihre Aufgabe zu lassen, startet das Abenteuer dieser Geschichte. Denn mit dem sturen Kopf Kadâns hat die ausgezeichnete Kämpferin nicht gerechnet. Aus ihrer Sicht sind Männer ein Übel und jemand ohne Respekt ihrer Stellung gegenüber, passt ihr schon gleich gar nicht. Doch macht Shiran während des Buches die stärkste Charakterentwicklung durch. Je länger sie ihrem Auftrag nachgeht, desto mehr ändert sich ihr auch etwas diskriminierende Bild über Männer, was sie Seite für Seite sympathischer macht.

Im Buch gibt es viele diskriminierende Stimmen gegenüber Männern.  An vielen Stellen fühlt sich die Respektlosigkeit gegenüber Männern jedoch als hart und unangemessen an. Es ist spannend zu beobachten, wie Klischees umgedreht werden – zum Beispiel sind Männer in den Augen vieler Frauen nicht als ein Stück Fleisch, sie sind höchstens zur Zeugung einer Tochter gut, aber werden auch von Frauen beschützt. Geschlossene Gesellschaften gibt es unter Frauen, und Männer werden auf ihr äußeres reduziert. Das „Mann-Frau“-Bild ein wenig zu verdrehen ist so genial und interessant zu verfolgen, gleichzeitig ist es ein unfassbarer Gedankenanstoß.

Letztendlich wird die Idee mit einem gefühlsstarken Schreibstil abgerundet. Mir war es ein leichtes mich in die Charaktere zu versetzen, mitzufühlen und die Charaktere zu greifen. Sie sind unfassbar gut ausgearbeitet und besitzen ihre eigene Persönlichkeit. Nur beim Weltenaufbau und Beschreibungen ungewohnter Gegenden hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Teilweise fand ich es doch schwer mir ein genaues Bild über die Umgebung im Kopf heraufzubeschwören. Gern hätte ich auch noch einige weitere Informationen über die Regierung und die Abläufe dieser Welt. Da es jedoch erst der Auftakt der Reihe ist, freue ich mich hier eher darauf, dies vielleicht in der Fortsetzung zu erhalten.

Fazit:

Mich konnte das Buch wunderbar unterhalten, aber auch zum Nachdenken bewegen. Schnell betrachtet man alte Klischees über Mann und Frau von einer anderen Perspektive und all das wird mit einem spannenden Abenteuer abgerundet. Die Charaktere sind unfassbar gut ausgearbeitet und mal sympathischer und mal weniger sympathisch. Von den Umgebungen und dem Weltenaufbau wünsche ich mir in der Fortsetzung mehr Beschreibungen. (Am besten wäre es auch, wenn Kadân sich nicht so oft in Gefahr bringen würde, aber andererseits sorgt das auch für Spannung in der Geschichte, nicht wahr?)

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Die Nacht der fallenden Sterne

Jennifer Alice Jager
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.06.2018
ISBN 9783551301222
Genre: Jugendbuch

Rezension:

**R** "Die Nacht der fallenden Sterne" - von Jennifer Alice Jager

Klappentext:


„**Die verlorenen Splitter des Herzens der Mondkönigin**
Niemals trüben Wolken den Blick auf das Firmament des Landes Havendor. Der Mond leuchtet stets rund vom Himmelszelt und die Sterne flüstern sich Geschichten von Magie und Wundern zu. Legenden über den silbernen Thron der alten Könige… Als direkte Nachfahrin eben dieser Könige und rechtmäßige Regentin hat Luna die Erzählungen darüber schon immer geliebt. Doch nie hätte sie für möglich gehalten, dass sie wahr sein könnten. Bis eines Nachts die Sterne vom Himmel fallen und zu Männern werden – den Kriegern der Mondkönigin. Sie suchen nur eines: Luna. Nun muss Luna sich ausgerechnet mit dem Mann verbünden, der ihre Familie gestürzt hat und jetzt selbst Anspruch auf die Regentschaft erhebt: Hayes Hallender, dessen warme Augen eine trügerische Sicherheit versprechen.
»Die Nacht der fallenden Sterne« ist eine Adaption des Volksmärchens »Sterntaler« und ein in sich abgeschlossener Einzelband.“

Meinung:

Mit „Die Nacht der fallenden Sterne“ hatte ich nun bereits die zweite märchenhafte Geschichte der Autorin in der Hand. So schön ich ihren Schreibstil in „Sinabell“ bereits fand, so habe ich mich in diesem Band geradezu in ihn verliebt. Jennifer Alice Jager fesselt den Leser praktisch magisch an die Seiten und verwendet Worte auf so eine poetische Art und Weise, so dass man einige Sätze gerne nochmal liest.

„Manchmal denke ich, du hast so oft schon in den Himmel geschaut, dass du ein Sternbild auf deiner Seele trägst.“ – Emma

Doch ist das märchenhafteste an der Geschichte, wirklich der Schreibstil. Die Handlung ist überraschend brutal gewesen und lässt einen um jeden liebgewonnenen Charakter bangen. Die ganze Geschichte liest man jedoch nur aus der Sichtweise eines Charakters. Luna, die rechtmäßige Thronerbin des silbernen Throns.

Am Anfang der Geschichte ist Luna eine naive, unbedarfte Prinzessin, die sich nach Liebe sehnt und im Leben sehr viel Unrecht erfährt. Doch lebt sie in allen Annehmlichkeiten einer Prinzessin, während ihr Vater mit aller Strenge über das verarmte Volk regiert. Bis zu einer verhängnisvollen Nacht.

Man merkt durchaus, dass Luna eine wohlbehütete Prinzessin war, die versucht hat es ihrem König immer recht zu machen. Dabei verliert sie das Volk und vor allem sich selbst völlig aus den Augen. Im Laufe der Geschichte muss sie jedoch einiges durchstehen, dass sie aber charakterlich neu formt, entwickelt und zu einer starken Persönlichkeit heranwachsen lässt. So oft ich sie gerne am Anfang durchgeschüttelt hätte, ihre Naivität und ihre Person voller Vorurteile hinterfragt habe, so positiv überrascht war ich von ihrer Charakterentwicklung. Sie scheitert so oft, muss viele Niederlagen einstecken, fällt, aber steht immer wieder auf, kämpft aufs Neue und beweist sich als wundervolle Protagonistin.

Den männlichen Protagonisten Hayes Hallender konnte ich lange nicht einschätzen. Am liebsten wären mir auch ein paar Kapitel aus seiner Sichtweise gewesen. So blieben mir, sowie der Protagonistin selbst, immer wieder Zweifel an seinen Taten. Es war schwer einzuschätzen, was er als Nächstes tun würde und als Charakter blieb er sehr geheimnisvoll. Je mehr über ihn aufgedeckt wurde, desto mehr schien ich ihn zu verstehen. Hayes ist ein gut durchdachter Mann, der Sohn ihres Feindes und gleichzeitig nur sich selbst treu. Zu den weiteren Nebencharakteren, fand ich es recht schwer einen näheren Draht zu knüpfen.

Doch lauert in der Geschichte an jeder Ecke die Gefahr, ein weiterer Feind oder Unzufriedenheit vom Volke. Das anfängliche Märchen verwandelt sich in einen Albtraum voller Gefahren, Intrigen und einem Knäuel an politischen, royalen Stricken. Einiges davon ist etwas vorhersehbar und gewisse Handlungsverläufe wurden mir zu oft wiederholt, des Weiteren muss man sich auf einige blutige Details einstellen. Auch der – aus meiner Sicht – „Hauptbösewicht“ war mir etwas zu blass. So wurde er in meinen Augen hauptsächlich als Charakter darauf heruntergebrochen die böse Rolle zu spielen, ohne seine Geschichte weiter zu ergründen.

Trotzdem bleibt zwischen den Seiten immer etwas Zeit für ein wenig Romantik, Freundschaft und Güte. Letztendlich verzaubert das Buch nochmal mit einem epischen und fantasievollen Ende, bei dem ich die Geschichte nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Fazit:

Ich bin offiziell verliebt in den Schreibstil der Autorin – trotz einiger brutaler Beschreibungen, ich bin da wohl doch empfindlicher als erwartet. Doch versteht sich Jennifer Alice Jager darin hinter jedem Wort eine zauberhafte Welt zu erschaffen, so auch in „Die Nacht der fallenden Sterne“. Mit Luna habe ich mitgelitten, mitgefiebert und mich gefreut, als sie mit der Zeit und jeder Szene weitergewachsen ist als Person. Hayes ist unfassbar undurchsichtig, aber eine gut durchdachte Buchfigur, die es näher zu ergründen gilt. Beide müssen sich einigen Feinden stellen, erhalten aber auch häufig unerwartet Unterstützung. Weitere Nebencharaktere blieben jedoch eher im Hintergrund und der Hauptbösewicht sehr blass.

Zitat:

„Niemand kann immer stark sein, jeden Weg alleine gehen und auf die Hilfe anderer verzichten. Selbst dann, wenn man alleine überleben kann, stirbt man innerlich.“

„Doch wenn ich ihm in die Augen sah, konnte ich mich nicht mehr bewegen. Dann war das, was ihm gegenüberstand, nur noch eine leere Hülle, weil ich längst in ihnen ertrunken war.“

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Dark Haze - Verloren bis zu dir

Svenja Lassen
E-Buch Text: 165 Seiten
Erschienen bei kein Verlag, 04.01.2017
ISBN B01MRYSVO9
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

**R** "Dark Haze - Verloren bis zu dir" - von Svenja Lassen

Klappentext:


„Was passiert mit dir, wenn deine schöne heile Welt zerbricht und ein Auftragskiller zu deiner einzigen Hoffnung wird?
Ein idyllischer Sommer auf dem Gutshof ihrer Familie liegt vor der 19-jährigen Ophelia. Sie freut sich auf die Zeit mit ihrer Schwester und auf lange Ausritte durch die Wälder Polens. Aber ein Geheimnis ihres Vaters wird zur tödlichen Bedrohung und verändert alles.
In dieser dunklen Stunde muss Ophelia sich ausgerechnet auf einen Mörder verlassen. Obwohl sie es für falsch hält, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Kann sie ihm vertrauen?
Eine spannende und prickelnde Liebesgeschichte, jenseits von Gut und Böse, Schwarz oder Weiß.“

Meinung:

Die Geschichte startet in der Schule von Ophelia. Die Schüler stehen kurz vor ihren Sommerferien und diskutieren bereits fleißig über ihre Ferienpläne. Während Andere über Sauftrips in Spanien prahlen, freut sich Ophelia auf den Gutshof ihrer Familie.

Zusammen mit Ophelia fühlt man sich auf dem Gutshof direkt wohl. Ihre Familie, die aus ihrer Schwester Helena und ihrem Vater besteht, strahlt wärme aus und verspricht sonnige Tage. Mit ihrem Vater geht sie gerne jagen, ihrer Schwester hört sie beim Singen zu und mit ihrem Pferd Chopin galoppiert sie am liebsten über weite Wiesen. Der Start ins Buch ist voller Wiedersehensfreude und einer alles einnehmenden, entspannten Ruhe. Die große Katastrophe danach zu setzen, war ein stilistisch sehr guter Zug von der Autorin Svenja Lassen. Ihr Vater ist nämlich in einigen gefährlichen Geschäften verwickelt und hat sich die falschen Personen zum Feind gemacht.

Den ersten Band von „Dark Haze“ liest man aus der Sichtweise von Ophelia und Viktor. Mir war Ophelia direkt sehr sympathisch, nach ihren ersten Gedanken.

„Es war nicht besonders schlau von mir, bis spät in die Nacht zu lesen, aber das Buch war zu spannend“

Ihre Persönlichkeit macht so viel aus und ihre Vorlieben sind zahlreich. So ist sie scheinbar eine totale Leseratte und Pferdeliebhaberin. Sie begeistert sich aber auch für die Jagd mit ihrem Vater und zeigt eine starke Naturverbundenheit. Aus meiner Sicht war es ein großer Pluspunkt, dass sie nicht völlig wehrlos durch die Geschichte ging, da sie Übung mit Waffen durch die Jagd hatte.

Viktor hingegen ist ein wenig undurchschaubar. Durch mehrere Umstände und Zufälle, begegnet er Ophelia, als sie es gerade am nötigsten hat. Er rettet sie vor den Männern, die ihrer Familie schaden will, ist aber selbst ein Auftragskiller. Sein Beruf und das Päckchen, das er mit sich herumträgt, führt zu seinem Versuch sich von Ophelia fernzuhalten. Schnell wird deutlich, dass er eine warme Persönlichkeit voller Widersprüche und Geheimnisse ist.

Mich hat die Idee der Handlung sehr angesprochen. In Zeiten der Gefahr auf einen Auftragskiller zu bauen, ist vielleicht nicht mein erster Gedanke. Dennoch bot gerade diese individuelle Idee viel Potenzial, das aus meiner Sicht auch größtenteils gut ausgeschöpft wurde. Man muss aber sagen, dass der Geschichte noch ein wenig Tiefe gefehlt hat. Mit seinen knapp 250 Seiten, lässt sich das vielleicht erklären. Dennoch hätte die ein oder andere Seite mehr der Geschichte sicherlich gutgetan.

Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen und lässt den Leser durch die Seiten fliegen. Es beinhaltet jedoch auch sehr explizite Szenen und Beschreibungen. Wunden, Qualen, Erotik, aber auch Folter werden genauestens beschrieben. Somit ist das Buch wohl nichts für zartbesaitete Leser. Trotz allem finde ich die Beschreibung „Thriller“ ein wenig übertrieben. Das Genre wird eher angekratzt, wenn nicht sogar nur angedeutet.

Fazit:

„Dark Haze“ ist eine sehr originelle Handlungsidee mit authentisch ausgearbeiteten Charakteren. Ophelia und Viktor sind beides Persönlichkeiten, die man gerne ins Herz schließen möchte und ihre gegebenen Umstände lassen den Leser um sie bangen. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund, trotzdem fehlen hier deutliche Thriller-Elemente. Ein paar Seiten mehr hätten dem Buch aber sicherlich nicht geschadet.

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Homevideo

Karin Kaçi , Jan Braren
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.01.2016
ISBN 9783551314383
Genre: Jugendbuch

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Wenn ich dich nicht erfunden hätte

Julia Dibbern
E-Buch Text: 168 Seiten
Erschienen bei null, 01.01.2017
ISBN B01M6B53T6
Genre: Jugendbuch

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Pro und Contra – Mein Licht in deiner Dunkelheit

Sabine Schulter
E-Buch Text: 431 Seiten
Erschienen bei Impress, 01.11.2018
ISBN 9783646604016
Genre: Fantasy

Rezension:

**R** "Pro & Contra. Mein Licht in deiner Dunkelheit" - von Sabine Schulter

Klappentext:


„Auf Gedeih und Verderb füreinander bestimmt
»Innerhalb einer Sekunde verschwand er, aber die Katastrophe war bereits angerichtet. Ich spürte den beginnenden Zug, die Sehnsucht, in mir aufbranden, die mich unweigerlich zu ihm führen würde. Zu meinem Contra.« (Textauszug)

Summer ist eine Pro. Ihre Zellen produzieren von Natur aus Elektrizität – ein knappes Gut, seit ein Sonnensturm die Erde getroffen hat und die Menschen keinen Strom mehr herstellen können. Um Summers kostbare Quelle nutzbar zu machen, braucht es ein Gegenstück, einen Contra. Als sie zufällig Kayden begegnet, weiß sie: Dies ist der Moment, vor dem sie sich ihr Leben lang gefürchtet hat. Denn sobald ihre Verbindung offenbar wird, bedeutet das für sie beide ein Leben als Ausgebeutete. Für Summer und Kayden beginnt eine atemlose Flucht vor der Unterjochung und ein leidenschaftlicher Kampf um Selbstbestimmung."

Meinung:

„Pro und Contra“ ist das erste dystopische Jugendbuch, das ich von Sabine Schulter lese und ich fand es genial! Ich finde es erstaunlich, was für tolle Ideen die Autorin immer wieder aus dem Hut zaubert. Ein dystopisches Setting, in dem die Elektrizität zur Mangelware wird, nun aber durch die Zellen einiger ausgewählter Menschen produziert wird und diese Personen noch nicht mal Marktmonopolisten sind, sondern schon beinahe Sklaven der Bevölkerung darstellen. Auf so etwas muss man erst einmal kommen!

Ihre Idee rundet sie ab mit einer originellen Zukunftsvariante für die Menschheit. In dieser Welt kann keine Elektrizität mehr künstlich hergestellt werden, weshalb Kriege über die letzten Reserven ausbrachen bis sogenannte Pros und Contras entdeckt wurden, die durch ihre Zellen Strom herstellen können. Diese werden jedoch ihrer Freiheit beraubt und müssen ihre Fähigkeiten Strom herzustellen der Regierung zur Verfügung stellen.

Doch wie immer sind weder die vielen tollen originellen Ideen oder der grandiosen Weltenentwurf das Highlight von Sabine Schulters Werk - und die sind bereits klasse - sondern ihre Charaktere. Man merkt durchaus, dass die Autorin normalerweise über erwachsene Protagonisten schreibt, aber sind ihre Jugendlichen dadurch nicht weniger authentisch.

Die weibliche Hauptfigur Summer ist eine Pro und lebt, seit sie denken kann bei Kotou, um sich vor der Regierung zu verstecken. Um nicht entdeckt zu werden, verbringt sie hauptsächlich Zeit in ihrem Zimmer und liest Bücher. Dementsprechend hat sie noch nicht viel von der Welt gesehen und wenige Personen, der sie sich anvertrauen kann. Der wenige Kontakt mit Menschen und der Außenwelt macht sie etwas naiv, aber auch sehr unschuldig.

Kayden hingegen ist ihr Contra und lebt in der dunklen Stadt bei einem Stromschmuggler. Statt sich zu verstecken, geht er lieber auf Konfrontation und weist eine sehr kämpferische Ader vor. Am liebsten ist er an der vordersten Front und steht für die Dinge ein, die ihm wichtig sind. Wie typisch für den männlichen Prota eines Sabine Schulter Werks, hat Kayden einen sehr ausgeprägten Beschützer- und Gerechtigkeitssinn, was ihn direkt sympathisch macht.

Als Protagonisten habe ich die Zwei sehr schnell liebgewonnen. Sie zeigen bereits in einigen Punkten einen reifen Charakter, aber man merkt auch deutlich, dass die Beiden noch jung sind. Summer und Kayden haben durchaus ihre zickigen Momente oder verlieren Mal die Kontrolle, aber ihre Makel macht sie nur authentischer und wirklich, wirklich sympathisch. Denn Beide versuchen an Erfahrungen, Gesprächen, Erlebnissen und auch an Misserfolg zu wachsen oder Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dass sie durchaus Makel haben, macht sie nur menschlich, aber daran wachsen zu wollen, ist beeindruckend.

Total schön zu betrachten ist auch was für Freundschaften die zwei Protas pflegen und was für tolle, individuelle Charaktere Sabine Schulter wieder entworfen hat. Die ganze Truppe an Charakteren war einfach wieder toll, sowohl der ruhige Eliott in seiner Werkstatt, als auch die quirlige Laborratte Susann, der geheimnisvolle Kotou, als auch der Brummbär Thor und viele weitere Personen. Sie wachsen einem so schnell ans Herz, dass man sich bei ihnen direkt wie zu Hause fühlt.

Dennoch gab es für mich ein kleines Manko an der Geschichte. Es wirkte nicht nur so, als wäre ein weiterer Band sinnvoll gewesen, weil noch einige Handlungsstränge offenbleiben, sondern auch weil sich andere Stränge so hätten mehr entfalten können. Einige Themen wurden angerissen, bleiben aber im späteren Verlauf ungeklärt und gegen Ende wurden Handlungsstränge aufgegriffen, noch eingebaut und ein wenig hektisch abgeschlossen. Hier hätte ich mir noch ein paar weitere Seiten gewünscht, damit sich auch die letzten Handlungsstränge mehr entfalten hätten können.

Fazit:

Im Großen und Ganzen liebe ich die Geschichte von Kayden und Summer. Die Idee, das Setting und die familiären Bände unter den Charakteren, zeugen von Fantasie, Liebe zu den eigenen Buchfiguren und viel Geduld beim Schreiben. Ich finde es schön, dass sich Sabine Schulter an ein Jugendbuch gewagt hat und so authentische Protagonisten erschaffen hat, die ich ins Herz schließen konnte. Ein kleiner Kritikpunkt ist zwar da, aber vielleicht wird dieser aufgelöst durch einen weiteren Band und/oder Spin-Off.

Zitat:

„Freiheit kostet Opfer und wenn uns die Regierung dazu zwingt, wecken wir die Monster in uns.“

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Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkönig

Akram El-Bahay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.08.2018
ISBN 9783404209095
Genre: Fantasy

Rezension:

ACHTUNG! Band 2 der Reihe!

**R** "Bücherkönig" - Akram El-Bahay

Klappentext:


„Paramythia, die Bücherstadt - so heißt das riesige Bibliothekslabyrinth unterhalb der Straßen von Mythia. Dort werden nicht nur Millionen von Büchern gehütet, sondern auch gefährliche Geheimnisse. Der ehemaligen Dieb Sam träumt davon, Wächter des Königs zu werden. Stattdessen wurde er damit betreut, die Bibliothek zu hüten - und entdeckte in ihren flüsternden Schatten, dass die Beraterin des Königs eine Intrige gegen ihren Herrn spinnt. Doch was genau ist ihr Plan? Nur wenn Sam das herausfindet, hat er eine Chance, den König zu retten.“

Meinung:

In „Bücherkönig“ entführt uns der Autor wieder in die Welt der Bücherstadt. Die Geschichte schließt nahtlos ans Ende des ersten Bandes an. Mir fiel der Einstieg jedoch etwas schwer, da der erste Band bei mir etwas zurückliegt und die Geschehnisse darin eher kaum aufgegriffen werden.

Der Schreibstil von Akram El-Bahay sorgte aber dafür, dass ich mich in der Geschichte schnell wieder wohlfühlte. Sein Schreibstil ist atmosphärisch, perfekt für die Zitatesammlung und ich bin mir sicher, dass Buchliebhaber ihr Herz daran verlieren würden. Sehr bildlich beschreibt er neuartige Wesen, wie geflügelte Asfuras oder kreischende Bahriden. Und einen kleinen Teil der Fantasy-Wesen der Geschichte, haben Kani und Samir aus dem Herzen der Bücherstadt hinausgebracht.

Samir, unser ursprünglicher Dieb, ist mir in diesem Band nochmal besonders ans Herz gewachsen. Sehr authentisch wird seine Charakterentwicklung dargestellt und ist gleichzeitig fesselnd zu beobachten. Man merkt ihm an, dass er früher immer allein gekämpft hat und noch einige Schwierigkeiten mit einer Teamarbeit hat. Allerdings macht ihn genau das aus. Er hat das Geschick, Weisheiten seines Vaters, Mut und eintrainierte Erfahrung eines Diebes, aber gleichzeitig auch viel Moral und den Wunsch andere Leute zu beschützen, wie ein wahrer Wächter. Sam ist ein unfassbar sympathischer und gut ausgearbeiteter Charakter.

Sowohl bei Sam, als auch bei Kani, fand ich die Charakterentwicklung erstaunlich und durchaus gelungen. Kani ist fest entschlossen das Werk ihres verstorbenen Vaters fortzuführen, auf ihre eigene Art und Weise. Und diese macht sie so besonders. Nicht selten wächst sie dabei über sich hinaus und überrascht nicht nur den Leser.

Meine absoluten Favoriten unter den Charakteren, waren in diesem Band jedoch Jacobus – die alte Büchereule – und Umm – die Urinsammlerin. Beide kamen bereits im Auftakt vor, doch sind sie in „Bücherkönig“ das erste Mal richtig aufeinandergetroffen. Sobald die Beiden zanken, muss man einfach lachen.

Zusammen mit all seinen Charakteren, dem außergewöhnlichen Setting der Bücherstadt und all seinen Fabelwesen, ist dem Autor eine poetische Geschichte über Bücher, Worten und Geschichten gelungen. In seine Seiten webt er einen Hauch von Romantik, einiges an Fantasie, ganz viel Magie und ein großes Abenteuer. Ganz besonders der trockene Humor, der unterschwellig vorhanden war, hat einiges zu meiner Lesefreude beigetragen.

Fazit:

Dieses Buch würde ich besonders Eltern, die ihren Kindern gerne vorlesen und sich gemeinsam mit ihnen in verzwickten Abenteuern wiederfinden wollen, ans Herz legen. Allerdings sollte man den Auftakt am besten unmittelbar vor der Fortsetzung lesen, um den Faden nicht zu verlieren. Somit sichert man sich ein fantasievolles Abenteuer mit wundervollen Charakteren, bei denen man sich bald wie zu Hause fühlt.

Zitat:

„»Bei allen Schätzen des Weißen Königs«, murmelte er. »Was seid ihr alle?«
»Teile einer Geschichte«, antwortete Sam. »Willst du sie hören?«“

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Animant Crumbs Staubchronik

Lin Rina
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 20.11.2017
ISBN 9783959913911
Genre: Fantasy

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City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.11.2017
ISBN 9783442486823
Genre: Fantasy

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Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Andrea Ott , Elfi Bettinger
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328101666
Genre: Klassiker

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Black Blade - Das dunkle Herz der Magie

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492703567
Genre: Jugendbuch

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Throne of Glass - Kriegerin im Schatten

Sarah J. Maas
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716529
Genre: Jugendbuch

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Die Chroniken der Seelenwächter - Zwischen den Fronten

Nicole Böhm
E-Buch Text: 150 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 19.05.2015
ISBN 9783958340916
Genre: Fantasy

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239 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

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Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Genki Kawamura , Ursula Gräfe
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 23.04.2018
ISBN 9783570103357
Genre: Romane

Rezension:

**R** "Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden" - von Genki Kawamura

Klappentext:


„Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes ...

Genki Kawamura stellt in seinem Roman, von dem in Japan über eine Millionen Exemplare verkauft worden sind, die einfache Frage: Was macht ein gutes und erfülltes Leben aus?“

Meinung:

Der Plot ist wunderbar originell und interessant. An jedem Tag verschwindet ein Gegenstand von der Welt. Komplett. Vollständig. So schnell wird man als Leser mit vielen Fragen, Überlegungen und interessanten Themen konfrontiert. Auf welche Gegenstände können wir überhaupt verzichten? Gibt es welche, die wir vielleicht gar nicht bräuchten? Oder machen uns die Gegenstände dieser Welt nicht auch irgendwie aus? So fühlen wir uns unserem Lieblingsfilm vielleicht sehr verbunden oder rufen damit eine schöne Erinnerung wach. Oder was brauchen wir in unserer eigenen Welt, damit sich das Leben noch lohnt? Ich war so fasziniert von all diesen Gedanken und Fragen, so dass ich völlig in die Geschichte abgetaucht bin.

Die Kapitel im Buch sind in Tage unterteilt und jeder Wochentag widmet sich jeweils einem verschwundenen Gegenstand. Dabei ist Genki Kawamuras Schreibstil oft sehr poetisch und selbstgrüblerisch.

Im Buch sucht sich der Teufel bestimmte Personen aus, die kurz vor dem Tod stehen. Warum? Zum Zeitvertreib. Er nennt es „das Spiel gegen Gott“. Dieses Mal hat er einen jungen Postboten und damit eine sehr interessante Persönlichkeit für sein Spiel ausgesucht. Die Beiden waren ein skurriles, originelles und sehr interessantes Gespann. Der Teufel wird ein wenig ulkig dargestellt in seinem Hawaiihemd und seiner bunten Hose. Aus Spaß macht er immer wieder verrückte Dinge und lässt beispielsweise spontan Katzen sprechen.

Etwas zum Kontrast zum Teufel steht der ernste Protagonist. Die Geschichte wird jedoch ausschließlich aus seiner Sichtweise erzählt. Bei jedem Gegenstand überlegt er genau, welche Auswirkungen dessen Verschwinden haben könnte. Immer wieder gibt er dem Leser somit wichtige Denkanstöße oder lässt ihn an seinen poetischen Gedanken teilhaben. Dennoch werden die direkten und tatsächlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft beim Verschwinden – beispielsweise aller Filme – kaum bis gar nicht beschrieben. Trotz dessen, die Mischung aus Humor, Poesie und den vielen Denkanstößen hat mich immer wieder überraschen, aber auch von sich überzeugen können. Der Protagonist verliert sich dabei oft in seinen eigenen Gedanken oder Erinnerungen.

Mein einziger Mini-Kritikpunkt ist jedoch, dass sich manche Stellen etwas gezogen haben. Der Protagonist wird in der Geschichte mit seinem eigenen Tod konfrontiert und dass er diesen verarbeiten muss, ist selbstverständlich. Dennoch verliert er sich im Buch hin und wieder in einigen Erinnerungen, die nicht immer relevant für den Handlungsfortlauf erschienen. Lieber hätte ich dann doch – oder zumindest zur Abwechslung zu den Erinnerungen – auch mehr über die Veränderungen auf der Welt gesehen, nachdem die Gegenstände verschwanden.

Fazit:

Ein wichtiges, wenn auch dünnes Buch, das den Leser mit Humor und Poesie verzaubert. Darin wird auf völlig neue Weise mit dem Thema „Tod“ und dessen Verarbeitung umgegangen. Ich bin froh, dieses Buch zwischen den Händen gehalten zu haben.

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273 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 86 Rezensionen

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Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600696
Genre: Jugendbuch

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419 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 159 Rezensionen

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

**R** "Cat & Cole: Die letzte Generation" - von Emily Suvada

Klappentext:

„1 Milliarde Leben am Abgrund. 2 Menschen, die sie retten können. 1 Geheimnis, versteckt in ihrer DNA.
Krankheiten, Schönheitsmakel, körperliche Einschränkungen: von der Erde gelöscht! Mensch und Technik sind verschmolzen, jeder trägt ein Panel in sich, das den eigenen Körper perfektioniert. Fast! Eine mörderische Seuche ist ausgebrochen, und nur eine einzige Person auf der Welt ist fähig, den Impfstoff zu entschlüsseln – Catarina Agatta. Gemeinsam mit Cole, dessen Körper gentechnisch verändert wurde, kommt die geniale Hackerin Cat einer Wahrheit näher, die grausamer ist als jedes tödliche Virus!“

Inhalt in eigenen Worten:

Hydra Seuche:
Stadium 1 – Eigene Infizierung
Stadium 2 – Unfassbare Schmerzen; Nebeneffekt: Erweckt den inneren „Grimm“ in nicht infizierten Menschen, der Grimm isst infizierte Menschen
Stadium 3 – Infizierte explodieren zu einer pinken Staubwolke; Nebeneffekt: Steckt alle an, die sie einatmen

Kurz nachdem die Seuche ausgebrochen ist, wurde Cats Vater Lachlan und sein Laborgehilfe Dax (Schrägstrich Cats Schwarm) von Cartaxus entführt. Kurz bevor die Hubschrauber von Cartaxus landeten, schickte Lachlan Cat in einen Sicherheitsraum und erteilt ihr den geheimnisvollen Auftrag sich unter allen Umständen von Cartaxus fernzuhalten. Seitdem sind zwei Jahre vergangen bis Cole sie aufspürt mit dem ominösen Auftrag von ihrem Vater sie zu schützen, weil sie die Einzige sei, die einen Impfstoff gegen die Seuche herstellen könne.

Meinung:

Der Weltenaufbau im Buch „Cat & Cole“ ist unfassbar durchdacht und originell, sowie die Handlung selbst. Eine Apokalypse, die durch eine Person aufgehalten werden soll, vielleicht nicht unbedingt. Doch die Idee hinter der Apokalypse und Seuche selbst, schon. Die Handlung spielt weit in der Zukunft, in der Personen Apps IM Körper haben und aufrufen können. Doch startet die Geschichte auch zwei Jahre nach dem Ausbruch des Hydra-Virus. Die Idee ist unfassbar originell und grausam. Bisher habe ich noch nichts Vergleichbares gelesen.

Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich einige Rezensionen zu dem Buch gelesen. Im Endeffekt war ich über die zahlreichen Warnungen, dass das farbenfrohe, romantisch wirkende Cover nicht ganz zum „heftigen“ Inhalt passen würde, sehr froh. Ich denke, man sollte vorher wissen, dass man sich auf einige explizite, auch eklige Szenenbeschreibungen vorbereiten muss und es sich hier um kein Buch für zartbesaitete Leser handelt. Der Schreibstil von Emily Suvada ist sehr bildhaft, flüssig und auch fesselnd. Sie setzt einen Hauch von trockenem Humor, aber schreibt auch einige eklige, grausame und brutale Szenen. Von einer Szene wurde mir ein wenig schlecht, aber immerhin war ich vorgewarnt! Ich wusste, dass ich mich auch auf solche Beschreibungen einlasse und wurde demnach nicht negativ überrascht. Bis auf in der einen Szene kam ich auch sehr gut damit zurecht.

Die eigentliche Handlung dreht sich aber rund um Cat. Obwohl ich beim Titel etwas anderes erwartet hätte, liest man ausschließlich aus ihrer Sichtweise. Sie ist ein unfassbares Hacker-Genie, kann Codes lesen und entschlüsseln, wie keine Zweite, versteht eine Menge von Gehirnen und DNA. Kurz, sie ist ein Genie. Eine intelligente Protagonistin, die zeitgleich mit Fäusten und Sarkasmus um sich schlagen kann, ist praktisch ein wahr gewordener Traum. Sie gehört zu den Rebellen gegen Cartaxus und hackt sich immer wieder in ihr System, um Codes für Medizin an die Rebellen weiterzuleiten. Ich war begeistert von ihrem Intellekt und ihrem Sinn für das Gemeinwohl.

"Mein Vater wusste, dass ich eines besser kann als alles andere: Panels hacken. Ich war fünfzehn, als ich mein eigenes Panel gehackt und mich dabei fast umgebracht habe" - Cat

Cat beschreibt bildlich und mit einigen veranschaulichenden Beispielen, die neuartige Welt, die Technologie und einige weitere Details. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich einige Dialoge oder Gedanken gelesen habe ohne auch nur ein Wort davon zu verstehen. Dafür fehlt mir einfach sicherlich das grundlegende Wissen über das Hacker-Dasein oder das Arbeiten mit DNA oder dem menschlichen Gehirn. Obwohl das Buch eher ein Pageturner war, haben mich einige Erklärungen herausgebracht und zogen die Handlung etwas in die Länge (eben, weil ich nichts verstand).

Die Handlung ist teilweise sehr komplex. Um sie zu durchschauen, muss man aufmerksam lesen. Es steckt so viel Liebe, Leidenschaft und auch Zeit von der Autorin drin. Man spürt es an jeder Seite, jeden Handlungsstrang, der mit einem anderen verknüpft wird und letztendlich ein gesamtes Bild ergibt. Ich fand es dabei immer wieder krass und erschütternd, wie brutal, krank, machthungrig und besserwisserisch die Menschen und gesellschaftliche Systeme hierbei teilweise dargestellt wurden. Was man Lebewesen antut zum Zwecke der Forschung oder wenn man das Monopol besitz und nicht bereit ist diese Stellung herzugeben. Für mich war das teilweise erschreckend, aber gut dargestellt. Man wusste nie, wem man nun trauen sollte oder nicht. Die Geschichte macht sehr misstrauisch, wirft dadurch aber auch Spannung auf.

Letztendlich wird die Handlung aber auch von einigen humorvollen oder gar romantischen, knisternden Szenen aufgelockert. Während Cat ihrem Schwarm Dax hinterhersehnt, der sich in Cartaxus Laboren befindet, sucht Cole nach seinem Kindheitsschwarm Jun Bei, die aus den Bunkern von Cartaxus entkommen ist. Auf jeden Fall bietet das genügend Stoff für ein paar prickelnde Szenen und Cat und Coles Zusammenarbeit, sorgt für einige Lacher. Den trockenen Humor, den sie im Umgang miteinander haben, muss doch gelernt sein oder?

Fazit:

„Cat & Cole: Die letzte Generation“ ist ein gut durchdachtes, originelles Worldbuilding gelungen. Die Apokalypse wird mit einem bildreichen Schreibstil beschrieben, bietet aber auch einige grausame Szenen. Einige Details der Apokalypse oder der Handlung im Allgemeinen, habe ich nicht vollkommen verstanden. Dafür verwendet die Autorin und auch Cat häufig zu viele Fachbegriffe. Als Protagonistin für diese Geschichte hätte ich mir aber keine bessere vorstellen können, als Cat. Von ihr war ich sehr beeindruckt. Auch die anderen Charaktere fand ich sehr interessant, obwohl die meisten von ihnen vergleichsweise eher Randcharaktere bleiben. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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167 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Die Chroniken der Seelenwächter - Machtkämpfe

Nicole Böhm
E-Buch Text: 142 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 15.04.2015
ISBN 9783958340848
Genre: Fantasy

Rezension:

ACHTUNG! Band 8 der Reihe!

**R** "Die Chroniken der Seelenwächter 8: Machtkämpfe" - von Nicole Böhm

Klappentext:


„Die Welt der Seelenwächter gerät immer mehr aus dem Gleichgewicht. Dämonen fallen in Riverside Springs ein und vereinen sich zu einer Armee, die stärker und gefährlicher ist als jeder Gegner zuvor. Um sie aufzuhalten, entschließt sich der Rat der Seelenwächter zu einer drastischen Maßnahme, die Jess von ihrer besten Freundin für immer trennen wird. Was kann sie tun, um den Rat aufzuhalten - und darf sie überhaupt ihr eigenes Wohl über das der Menschen stellen? Jaydee kämpft weiter gegen seine eigenen Dämonen und sucht nach einem Ausweg aus seiner Raserei. Dabei erhält er Unterstützung von einer Person, von der er es nicht erwartet hätte. Doch auch diese Hilfe hat seinen Preis. So wie alles im Leben der Seelenwächter. Die Machtkämpfe fordern ihren Tribut.“

Meinung:

Nachdem die letzten Bände voller actionreicher Szenen, Intrigen und einem Angriff auf die Seelenwächter nach dem nächsten beinhaltete, wirkte Band 8 vergleichsweise ruhig. Die Actionszenen wurden deutlich zurückgeschraubt und die Charaktere erhalten eine kleine Verschnaufpause. Doch innehalten bietet auch immer die Möglichkeit sich seinen Gedanken hinzugeben und die sehen bei den Charakteren teilweise sehr düster aus.

Jess verzweifelt immer mehr. Sie durchlebt einen wahren Gefühlsausbruch und es wirkt, als würde sie ihren letzten Halt verlieren. Mit den Seelenwächtern hat sie bereits so vieles durchgemacht und einiges durchleben müssen, doch jetzt bricht sie langsam auseinander.

Jaydee wiederum kämpft weiterhin mit seinem inneren Zwiespalt. Er möchte sich seinem inneren Jäger, seinem inneren Drang zu töten hingeben und gleichzeitig diese Seite für immer von sich drängen, Gefühle zulassen, selbst wenn sie noch so verrückt erscheinen.

Emotional wird es auch rund um Akil, der einiges verloren hat. Wie weit dieses Ausmaß geht, ist jedoch weder dem Leser, noch Akil bisher klar. Auch Anna und Will gelangen an ihre Grenzen. An seelische und magische Grenzen, die es zu bekämpfen gilt. Jeder von ihnen leidet, verzweifelt oder verliert etwas Wichtiges.

„Ich sagte auch ihm nicht, dass es mir leid tat. Die Worte halfen nichts, sie trösteten nicht. Sie waren Schall und Rauch.“ - Jess

Mir gefiel es gar nicht, was die Charaktere in diesem Band durchleiden mussten und wie sie dabei ihren Mut verlieren. Doch hat mich dieser emotionale Teil der Buchserie den Charakteren nähergebracht, mich dazu verleitet mitzufühlen und vor allem mitzuleiden. Gleichzeitig geben sich die Charaktere gegenseitig halt und machen Platz für familiäre, freundschaftliche und emotionale Bände unter ihnen. Nur emotional ist der Band jedoch nicht. Für einige Horror-Szenen sorgt Joanne. Und diese sind grausam.

Fazit:

Ein sehr emotionaler Abschnitt für alle Charaktere. Zwar nehmen die Actionszenen und Angriffe ein wenig ab, an Spannung büßen die Kapitel jedoch nicht ein. Der Leser bekommt einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere, auf ihre innerlichen Grenzen und auf die Bände, die sie untereinander knüpfen.

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168 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Die Chroniken der Seelenwächter - Tod aus dem Feuer

Nicole Böhm
E-Buch Text: 146 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 09.03.2015
ISBN 9783958340756
Genre: Fantasy

Rezension:

**R** "Die Chroniken der Seelenwächter 7: Tod aus dem Feuer" - von Nicole Böhm

4,5 Sterne

Klappentext:


„Jess befindet sich in ihrer ganz persönlichen Hölle. Hilflos an Jaydee gekettet muss sie mit anhören, wie Violet vor Qualen schreit und Ralf anfleht, aufzuhören. Aber auch Jaydee geht es nicht besser: Er versucht mit aller Kraft, den Jäger in seinen Schranken zu halten und weiß, dass er es nicht schaffen wird. Sobald er seine Ketten gesprengt hat, wird er sich auf Jess stürzen und ihr Blut fordern. Mittlerweile wirken sich Ralfs Pläne nicht nur auf das Leben von Jess und Violet aus. Der Polizist Benjamin Walker wird erneut in die Welt der Seelenwächter gezogen und sieht sich einer Dämonin gegenüber, die stärker und unberechenbarer ist als je zuvor. Das Spiel mit dem Feuer hat begonnen. Und es bringt eine uralte teuflische Kraft in die Welt, die nur durch eine Sache befriedigt werden kann: Menschenseelen.“

Meinung:

Der 7. Band der Buchserie toppt vorherige Bände in Sachen Spannung nochmal um einiges. Die Pläne der bösen Seite gehen in die Endoffensive. Viele Handlungsstränge führen zusammen und das Geschehen spitzt sich zu. Jeder Charakter der guten Seite wird auf eine bestimmte Art und Weise gequält oder außer Gefecht gesetzt. Den ein oder anderen Charakter verliert man auf der Strecke, der ein oder andere Charakter verliert sich selbst.

Mit einem sehr gewaltigen Schreibstil, schafft es Nicole Böhm auf ein Neues den Leser an die Seiten zu fesseln. Ein ständiger Perspektivwechsel an bedeutenden Szenen, entwickelt immer zahlreichere Cliffhänger. Dieses Mal durchlebt man auch wieder einige unterschiedliche Sichtweisen. Gefühlt taucht jeder Charakter nochmal oder wieder auf. Es ist spannend die ganze „Chroniken Familie“ auf wenigen Seiten vereint zu sehen.

Über Bens Perspektive habe ich dabei besonders gefreut. Man lernt ein wenig seine Familie kennen und entdeckt eine neue Seite an Ben. Wie immer gibt es auch ein Perspektivenwechsel zu Jess und Jaydee. Wie immer erträgt Jaydee die Anwesenheit und Berührung von Jess überhaupt nicht und wie immer macht das Jess eine Heidenangst. Doch langsam entwickele ich eine Theorie dafür und bin gespannt, ob sich diese bewahrheiten wird.

Sehr geholfen hat mir dabei auch das Charakterverzeichnis am Ende des Bandes. Die ersten Bände liegen doch bereits ein Stückchen zurück, es kommen immer neue Charaktere, anderen wiederum gehen. Es ist praktisch kurz nach hinten blättern zu können, um den Überblick zu bewahren. Ebenfalls bin ich auch weiterhin an Fan von den zwei expliziteren Charakter-Vorstellungen am Ende eines jeden Bandes. Dieses Mal war es auch eine kleine Besonderheit.

Fazit:

Dass sich die Buchserie langsam zu ihrem Finale hinbewegt, merkt man deutlich anhand der Handlungsstränge. Auch weiterhin gönnt Nicole Böhm ihren Charakteren keine Verschnaufpause. Körperlich, sowie seelisch werden sie an ihre Grenzen gedrängt. Es ist und bleibt spannend.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Paheli

Karuna Riazi , Cornelia Panzacchi , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522184915
Genre: Kinderbuch

Rezension:

**R** "Paheli: Spiel um alles oder nichts" - von Karuna Riazi

Klappentext:


„Packender Abenteuerroman für Kinder ab 10 Jahren. Für alle Fans von Jumanji.
Geheimnisvoll sieht das Spiel aus. Als Farah es aufbaut, beginnt es zu vibrieren. Da tritt Farahs kleiner Bruder aufs Spielbrett und verschwindet im Spiel. Farah springt ihm hinterher und landet in einer orientalischen Stadt voller Sanddünen, Türme und Paläste. Hier erwarten Farah nicht nur bengalische Köstlichkeiten und Mondlicht, das man aus Flaschen trinken kann. Sie muss auch drei Aufgaben bestehen. Denn nur wer diese Aufgaben besteht, darf die Welt des Spiels verlassen. Wer jedoch verliert, ist für immer darin gefangen ...“

Inhalt in eigenen Worten:

Farah erhält zu ihrem 12. Geburtstag das Brettspiel Paheli von ihrer Tante geschenkt. Zusammen mit ihren zwei besten Freunden startet sie das Spiel auf dem kunstvoll und realistisch wirkenden Spielbrett. Als ihr kleiner Bruder Ahmad sich jedoch in Farahs Zimmer schleicht und eine Figur für sich auf Paheli aufsetzt, wird er plötzlich in das Spiel eingesogen. Farah und ihren Freunden wird klar, dass sie hinterher müssen, um Ahmad vom Spiel lösen zu können. Doch steht bei Paheli viel mehr auf dem Spiel. Die Kinder merken, dass sie um alles spielen… oder nichts von ihrem alten Leben übrig bleibt.

Meinung:

Das orientalische Flair dieser Geschichte ist traumhaft schön. Die Beschreibungen von verschiedenen Gewürzen, Stickereien auf einem Salwar Kameez, auf die Haut stechende Sandkörner, der Apfelgeruch auf dem Basar oder Paläste mit glänzenden Kuppeln, machen das Buch schnell zu einer atmosphärischen Geschichte. Zudem wird jedes Kapitel mit dem Bild einer schönen orientalischen Kuppel gestartet. Während der Handlung werden einige indische, orientalische oder muslimische Begriffe verwendet, die kursiv abgedruckt und hinten im Glossar näher erläutert werden.

Beschrieben wird das Abenteuer aus der Sichtweise von dem Mädchen Farah. Sie besitzt Wurzeln in Bangladesch, trägt orientalische Gewänder, einen Hijab und ist leidenschaftliche Spielerin. Mit ihrem Bruder Ahmad spielt sie oft mit Murmeln, Memory-Karten oder viele Brettspiele. Die Protagonistin trägt ihr Herz am rechten Fleck und liebt ihren Bruder abgöttisch. Als ihr Bruder ins Spiel gesogen wird, zögert sie keine Sekunde, um ihn zurück zu holen. Dabei hilft ihr ihre konzentrierte, Spiel erfahrene Art, ihr innerer Instinkt, ihr Aberglaube, sowie ihre guten Freunde durch einige Abenteuer. Ihre herzliche Art, macht sie schnell zu einer sympathischen Persönlichkeit, mit der man gerne Abenteuer erleben möchte.

Ihre beiden besten Freunde Essie und Alex sind im Spiel Paheli ihr Team. Gemeinsam bestreiten sie mehrere Aufgaben und Abenteuer. Alex ist ein ruhiger, überlegter Junge, während Essie mit dem Kopf voraus geht. Die Drei geben sich gegenseitig halt und Kraft für die Herausforderungen im Spiel. Trotzdem wurden Alex und Essie nicht so weit ins Licht gerückt und wirkten eher etwas blass.

Farahs kleiner Bruder Ahmad hingegen, bekam mit seinem Verschwinden eine große Rolle in der Geschichte. Jedoch eher durch indirekte Erzählungen. In Gedanken verliert sich Farah hin und wieder in Erinnerungen, die sie mit ihrem Bruder teilt. Dadurch wächst einem auch Ahmad dem Leser besonders schnell ans Herz.

"Paläste mit vielen Kuppeln waren zu sehen, Türmchen und Bögen, eine furchterregende Spinne mit grauenhaft realistisch wirkenden Mundwerkzeugen, eine Eidechse mit elegant gewundenem Schwanz, ein Minarett und eine Sanduhr. In der Mitte des Deckels stand in großen Buchstabend: PAHELI."

Das Spiel selbst ist eine wundervolle Idee. Mit dem sehr passenden Begriff „Paheli“ entsteht ein Spiel voller zauberhafter Details, das mich mit ein paar Parallelen an Jumanji erinnerte. Von einem Schluck vom Mondlicht, farbenfrohen und majestätischen Kuppeln, bösen Riesenspinnen, lebendigen Knochen bis hin zu den unterschiedlichsten Bewohnern, wird dem Leser alles geboten. Doch die grundlegenden Details zum Spiel werden aus meiner Sicht bereits sehr gut im Klappentext zusammengefasst, so dass ich gar nicht mehr vorwegnehmen möchte.

All dies verpackt die Autorin in einem atmosphärischen, flüssigen Schreibstil. Die orientalische Welt wird wunderbar beschrieben und für Kinder oder junge Jugendliche, ist diese Geschichte sicherlich ein wahrer Genuss. Auf mich wirkte der Schreibstil jedoch auch oft etwas unausgereift. Ein paar Details konnte ich mir bildlich nicht vor Augen halten. Das ein oder andere Spiel in Paheli habe ich nicht richtig verstanden, weil mir mehr Beschreibungen oder Erklärungen gefehlt hätten. Ein paar Seiten mehr, hätten der Geschichte sicherlich noch etwas mehr Tiefe verliehen.

Fazit:

Das orientalische Flair ist wunderbar dafür geeignet, um in fremde Welten voller Magie und Aberglaube abzutauchen. Das Buch besteht aus liebevollen Charakteren, die jedoch nicht immer voll ausgearbeitet wurden. „Paheli“ ist eine atemberaubende und zauberhafte Geschichte für Kinder, für die Jumanji vielleicht noch etwas zu gruselig ist.

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(1.170)

2.311 Bibliotheken, 70 Leser, 0 Gruppen, 390 Rezensionen

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Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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(117)

171 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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Die Chroniken der Seelenwächter - Spiel mit dem Feuer

Nicole Böhm
E-Buch Text: 141 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 06.02.2015
ISBN 9783958340664
Genre: Fantasy

Rezension:

**R** "Die Chroniken der Seelenwächter 6: Spiel mit dem Feuer" - von Nicole Böhm

Klappentext:


„Joanne hat es geschafft. Sie ist ins Haus der Seelenwächter eingedrungen, um die Pläne ihres Meisters voranzubringen. Jess kämpft um ihr Überleben, denn Joanne scheut vor keiner Grausamkeit zurück, um ihr Ziel zu erreichen. Während sie im Haus der Seelenwächter alles vorbereitet, treibt Ralf grausame Spiele mit seinem Bruder. Auch Jaydee findet sich in einer gefährlichen Situation wieder. Er ist fernab seiner Freunde in einem fremden Ort gestrandet. Um zurück nach Hause zu kehren, muss er sich mit jemandem verbünden, der nicht mit offenen Karten spielt. Das Spiel mit dem Feuer beginnt. Und nicht alle werden diesen Kampf mit den Flammen überleben. Magie, Mystery, gefährliche Rätsel und eine dramatische Liebe definieren den ewigen Kampf zwischen den Seelenwächtern und den Schattendämonen. Nicole Böhm verknüpft uralte Sagen mit Ereignissen der Gegenwart.“

Meinung:

Die Bände der Buchserie werden immer spannender und spannender. Besonders im „Spiel mit dem Feuer“ scheinen sich die Handlungsstränge immer weiter zusammenzuziehen. Als würden sie auf den entscheidenden Peng am Schluss warten.

Zwar entfernt sich die Autorin immer weiter von den Horror-Elementen, die uns die Schattendämonen am Anfang beschert haben, aber ihre Bände bleiben ein wahrer Pageturner. Ihre Charaktere werden alle total in Mitleidenschaft gezogen, ob nun wegen Schattendämonen, falschen Spielchen, alten Familienfehden oder blutigen Angelegenheiten. Einem Charakter ergeht es schlimmer, als dem anderen. Nicole Böhm schenkt ihren Charakteren nichts. Oft erscheint eine rettende Lösung, nur um sich als Falle, Problem oder als leeres Nichts zu entpuppen. Mit „Die Chroniken der Seelenwächter“ zeigt die Autorin nur, auf wie viele unterschiedliche Arten und Weisen sie den Leser an die Seiten fesseln kann.

So ist Jess nun auf der Flucht vor den Schattendämonen, die im letzten Band ins Quartier der Seelenwächter eingedrungen sind. Ich habe richtig mit ihr mitgefiebert und ihr nichts sehnlicher gewünscht, als möglichst heil da wieder herauszukommen.

Jaydee befindet sich nach dem Fall vom Parsumi plötzlich in einer fremden Gegend wieder mit Keira. Sie ist noch recht frisch in der Runde und ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von ihr halten soll. Man weiß nie, ob man ihr trauen kann oder nicht. So oder so bin ich sehr beeindruckt von ihrem kämpferischen Talent. Ungefähr genauso schwer zu durchschauen ist der ehrenwerte Jaydee. Über ihn zu lesen bietet aber immer eine aufregende Szene. Dieser kleine Hitzkopf.

Letztendlich kommt man den Charakteren immer näher und auch neue lerne ich unglaublich gerne kennen. Weiterhin ist es jedoch noch ein kleiner Kritikpunkt, dass man die Charaktere für die Anzahl an Bänden noch nicht so gut kennt. Im Konzept der Buchserien macht es sicherlich Sinn, nicht alles zu ihnen direkt vorwegzunehmen. Trotzdem würde ich die Personen langsam etwas näher kennen wollen. Die Spannung, die Geschichte und die vielen Fantasy-Elemente können diesen Aspekt jedoch noch gut ausgleichen.

Fazit:

Wieder mal ein reiner Pageturner. Dieses Mal lag weniger der Fokus auf Horror-Elementen oder alten Familiengeschichten. Stattdessen gab es einige böse Fallen, Intrigen, Actionszenen und mitreißende Fluchtszenen.

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185 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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Die Chroniken der Seelenwächter - Die Prophezeiung

Nicole Böhm
E-Buch Text: 145 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 07.01.2015
ISBN 9783958340602
Genre: Fantasy

Rezension:

**R** "Die Chroniken der Seelenwächter 5: Die Prophezeiung" - von Nicole Böhm

ACHTUNG! Staffel 1 Teil 5 der Buchserie!

Klappentext:


„Jaydee hat es getan: Er ist an den Ort seiner Kindheit zurückgekehrt. Dort muss er erneut einem mächtigen Gegner gegenübertreten, den er fast nicht besiegen kann. William kann nun endlich zu der mysteriösen Familie nach Schottland reisen und sieht sich plötzlich zurück in seine Vergangenheit katapultiert. Alte Geheimnisse treten zum Vorschein, gemeinsam mit einer dunklen Bedrohung, die die gesamte Welt der Seelenwächter in Gefahr stürzt. Wer kämpft auf wessen Seite? Wem können die Seelenwächter vertrauen - und wen sollten sie besser fürchten? Magie, Mystery, gefährliche Rätsel und eine dramatische Liebe definieren den ewigen Kampf zwischen den Seelenwächtern und den Schattendämonen. Nicole Böhm verknüpft uralte Sagen mit Ereignissen der Gegenwart.“

Meinung:

In diesem Band sind deutlich weniger Horror-Elemente drin, als in den Vorgängern. Dieses Mal glänzt die Geschichte durch Intrigen und alte Vorgeschichten der Seelenwächter, die die Seiten nur so mit Spannung füllen. Schattendämonen kommen dieses Mal gar nicht so stark vor. Dafür trifft man auf neue Charaktere, die man kaum einzuschätzen vermag. Sie bringen eine gehörige Portion Action rein, aber auch die altbekannten Gesichter sorgen für kämpferische und prickelnde Szenen.

Jaydee fängt in diesem Band an, Jess zu trainieren. Er will ihre Kondition steigern, ihr Kämpfen beibringen und ihr eine Chance ermöglichen, sich gegen Schattendämonen zu wehren. Dabei bringt er sie nicht selten an ihre Grenzen. Ob an ihre körperlichen Grenzen oder an die Enden ihrer Nerven. In diesem Band wird Jaydee nur noch interessanter als Charakter dieser Buchserie. Indem er mehr Zeit mit Jess verbringt, streiten seine inneren Gefühle ihr gegenüber immer mehr. Gleichzeitig erfährt man mehr über ihn, seine Vergangenheit und seine Beziehung gegenüber anderen Seelenwächtern. Über Jaydee habe ich wirklich gerne gelesen und mehr erfahren.

Fast ein wenig interessanter, fand ich dieses Mal jedoch die Sichtweise von Will. Der Seelenwächter des Elements Feuer gräbt tiefer in der Geschichte seiner Familie. Dabei stößt er an ungeahnte Grenzen, muss sich einigen Wahrheiten stellen und Abgründen entgegenblicken. Seinen Part fand ich in diesem Band fast am spannendsten und die Wendungen, hätte ich nicht kommen sehen.

Über Jess kann ich weiterhin nicht viel sagen. Langsam bekommt durch ihre Dialoge und Gedanken ein Gefühl für sie. Trotzdem schwirren um sie herum noch viel zu viele Geheimnisse und verdeckte Geschichten, als dass man bereits ein klares Bild über sie erhalten könnte. Ich bin definitiv gespannt über weitere Informationen über sie. Trotzdem fehlt mir noch der Bezug zu ihr. Am interessantesten bei ihr sind derzeit die Andeutung einer Dreiecksliebesgeschichte.

Fazit:

Letztendlich lässt sich sagen, dass immer mehr Spannung erzeugt wird. Dieses Mal weniger wegen den Horrorelementen, sondern mehr wegen actionreichen Szenen, neuen Charakteren und Vorgeschichten zu alten Charakteren. Es macht Spaß die Seelenwächter näher kennenzulernen. Auch ihre Leiden in menschlicher Zeit, machen sie durchaus zu interessanten Persönlichkeiten. Auf mehr aufgedeckte Geheimnisse, weitere Charaktere und Fantasy-Elementen, sowie spannende Szenen freue ich mich bereits. Ich hoffe jedoch immer noch, dass ich bald einen stärkeren Draht zu Jess finden werde. Doch da bin ich recht positiv gestimmt.

Zitat:

„Ich versuchte aufzustehen, aber meine Beine waren offensichtlich der Gewerkschaft beigetreten und streikten nun.“ – Jess, nach dem Training mit Jaydee

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Der Mitreiser und die Überfliegerin

Mira Valentin
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.08.2017
ISBN 9781521837337
Genre: Jugendbuch

Rezension:

**R** "Der Mitreiser und die Überfliegerin" - von Mira Valentin

Klappentext:


„Ist es Magie? Oder einfach nur das Leben?

Die Welt des 18-jährigen Milan gerät aus den Fugen, als seine Sandkastenfreundin Jo bei einem Kletterunfall ums Leben kommt. Doch dann fliegt ihm plötzlich ein weißer Wellensittich zu, der ihn ganz bewusst zum Zirkus Salto lockt. Dort lernt Milan die schöne, aber womöglich verrückte Trapezkünstlerin Julie kennen. Angezogen von ihrer sonderbaren Theorie über magische Menschen und Seelentiere reist Milan mit dem Zirkus und lernt: Es erfordert eine Menge Mut, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Oder Magie - ganz wie man es nimmt.“

Meinung:


Nachdem Milan seine beste Freundin und erste Liebe Jo fallen und sterben hat sehen, gibt er sich selbst die Schuld dafür. Seitdem stürzt er sich in tiefe Depressionen, hält den seelischen Schmerz nur noch durch körperlichen aus und verliert sich selbst. Er wurde zum Überlebenden, der verlernt hat zu lernen. Bis ihn sein Seelentier, der weiße Wellensittich auffindet.

Seelentier: loyale und zutrauliche Tiere, die die Magie in Menschen erkennen und jemanden unter ihnen auserwählen, um diesen zu beschützen und zu vervollständigen

Dieser führt ihn zum Zirkus Salto. In eine Welt voller Magie, Wildheit, Träume und Leben. Er besteht aus der Überfliegerin Julia, dem Tigerdeumpteur (Damien), seiner Frau Nancy, dem Clown Pedro, der Schlangentänzerin Marcella, einer Wahrsagerin, dem Zirkusdirektor und vielen mehr. Eine riesen Zirkustruppe, die größtenteils verwandt oder familienähnliche Bündnisse pflegt. Die Truppe ist bunt, vielseitig, hat ihre Marotten und leben ihre innere Magie aus.

„Lassen Sie Ihren Verstand zurück und benutzen Sie Ihr Herz. Gehen Sie verloren und finden Sie sich selbst. Willkommen im Wunderland des Zirkus Salto.“ - Zirkusdirektor

Die Geschichte liest sich sehr flüssig, obwohl einige Sätze im Buch etwas lang geraten sind und mit einigen Kommas versehen sind. Zwar sticht der Schreibstil nicht weiter großartig heraus, doch gibt es einige Zitate, Sprüche und Weisheiten, die ich mir gerne markiert habe.

Man liest ausschließlich aus der Sichtweise von Milan. Mit seinem Eintreffen im Zirkus Salto stellt sich der Leser schnell die Frage: Können die Zirkusartisten, der Zirkus oder Milan selbst ihm helfen wieder zu leben? Sehr schnell bilden sie eine Gemeinschaft, die auf den jeweils anderen aufbaut und die sich gegenseitig stützt. Ist Milan dem gewachsen?

Sehr gut gefallen hat mir die Message der Geschichte. Die bunte Truppe offenbart über die Zeit wichtige Dinge über das Leben. Sei du selbst, lebe dein Leben, erlaube dir zu träumen, sei kreativ und erwecke den Funken Magie in dir selbst.

„Sie haben Recht, wenn sie uns davor warnen wir selbst zu sein, denn wir sind wild und gefährlich.“ – die Überfliegerin zum Mitreiser

Verpackt wird das alles in eine Geschichte im atmosphärisch beschriebenen Zirkus. Das Flair wurde richtig schön beschrieben. Ich roch praktisch schon den Popcornduft, der in der Luft hing, sah die Überfliegerin am Trapez turnen oder die Schlangentänzerin durch die Gegend wirbeln. Auch die Seelentiere waren eine gelungene und putzige Abwechslung. Es kommt sogar ein Tigerbaby in der Geschichte vor. Was will man mehr? Vielleicht ja die zarte Liebesgeschichte, die dem Handlungsverlauf Zauber einhaucht.

Was mir jedoch ein wenig sauer aufgestoßen ist, ist das starke und überspitzte Feindbild gegenüber den Menschen, die nicht so „lebendig“ sind, wie die Personen im Zirkus. Personen, die jemals auf ihre Vernunft gehorchen, statt ausschließlich auf ihr Herz, sind DAS Böse im Buch. Versicherungen oder Sicherheit im Allgemeinen sind „nicht notwendig“ – wild leben ist das Motto. Ein Leben wie in einer Vorzeigefamilie ist nicht richtig, weil man dabei sein inneres (wildes) Ich „unterdrücken“ muss. Ich denke ein gewisses Mittelmaß wäre etwas geeigneter gewesen.

Fazit:

Eine unfassbar atmosphärische Geschichte mit viel Lebensweisheit und tollen, liebevollen Charakteren. Auf jeden Fall bringen einige Sätze und Dialoge zum Grübeln oder mitfiebern. Was brauch der Mensch, um sich komplett zu fühlen? Wie geht er mit Schicksalsschlägen um und können andere Personen einen aus einem schwarzen Loch helfen? Auch wenn die Fragen in dem Buch nicht beantwortet werden können, so werden sie dennoch gut aufgegriffen. Außerdem: Tigerbabys!! ♥ Einzig das starke Feindbild gegenüber vernünftigen Entscheidungen, fand ich etwas krass und überspitzt.

Zitat:

„Ihr Blick streifte den von Milan, aber nur für Sekunden, bevor sie sich wieder im Glanz ihrer Darbietung verlor, vollkommen in dem Rausch aufging, sich zu wiegen und zu verbiegen, durch die Luft zu tanzen und auf die Schwerkraft zu spucken.“ – über die Überfliegerin

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Pretend

Penny L. Chapman
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.12.2016
ISBN 9781540784223
Genre: Liebesromane

Rezension:

**R** "Unfolding 1: Pretend" - von Penny L. Chapman

Klappentext:


„FARREN
Ich höre die falsche Musik und mache nur Ärger. Meine Mutter hasst mich, obwohl ich alles tue, um ihr zu gefallen. Sie hat mir ein Ultimatum gestellt. Entweder gehe ich für ein Jahr nach Miami, um bei einem Freund meiner Eltern Disziplin zu lernen, damit ich ihre Firma übernehmen darf, oder sie setzen mich vor die Tür. Es hätte so einfach werden können, doch dann traf ich ihn. Er lebt das Leben, von dem ich immer geträumt habe. Wild, frei, respektiert. Er macht seine eigenen Regeln. Sein Name ist ...

KIERAN
Sie hört die richtige Musik, ist laut und unberechenbar. In ihren Augen sehe ich dasselbe Feuer wie bei mir. Sie könnte perfekt sein. Doch etwas stimmt nicht mit ihr. Sie spielt das brave Mädchen und verstellt sich. Es macht mich rasend, denn ich habe etwas gegen Heuchler.“

Meinung:

Am Anfang hatte ich so meine Schwierigkeiten ins Buch hinein zu kommen. Der Schreibstil ließ sich nicht flüssig lesen, sondern wechselte oft sprunghaft von Szene zu Szene. Trotzdem waren von Anfang an weise Worte, Tipps und Ratschläge enthalten. Für Zitate-Sammler wird einiges geboten.

Die Protagonistin Farren zu beschreiben, ist etwas schwierig, denn es gibt zwei Farrens. Eine, die versucht ihre Mutter zu beeindrucken und die Firma ihrer Eltern eines Tages zu übernehmen und eine Farren, die Harry Potter Bücher liebt, eine Metalbraut ist, wild, frech, ungezügelt und waghalsig ist. Doch versucht sie nur die Seite einer guten, wohlerzogenen Tochter zu zeigen. Auch Kieran sieht das sofort. Und er hasst dieses Versteckspiel.

Er ist der typische Bad Boy. Ist (natürlich) tätowiert, ein leidenschaftlicher Boxer und reißt ständig eine neue Braut auf. Kieran ist der Sohn eines Freundes von Farrans Eltern. Farran soll (laut ihrer Mutter) endlich benehmen lernen und wird zu besagtem Freund geschickt. Dieser ist jedoch meistens auf Geschäftsreise und somit lebt Farren praktisch mit Kieran allein. Und Kieran nutzt praktisch jede Sekunde, jeden Moment, um Farren auf die Nerven zu gehen oder für den Versuch ihre Maske, ihre steinerne Fassade niederzureißen.

Ich mochte die Ratschläge von Kieran sehr gerne. Seine Beweggründe sind oft sehr wichtig. So möchte er ihr zeigen, dass es in Ordnung ist, man selbst zu sein. Er möchte ihr zeigen, dass nicht immer jemand da ist, um sie zu beschützen, aber dass sie sich selbst schützen kann. Trotzdem fand ich seine Lehrmethoden manchmal (eigentlich ziemlich häufig – naja fast immer) etwas fragwürdig. So bringt er sie häufig absichtlich in brenzliche Situationen, damit sie keine Wahl mehr hat außer sich zu wehren und auf ihre Stärke zu vertrauen. (Dass sie ihm danach immer wieder verzeihen konnte, bleibt mir ein Rätsel!)

Doch Kieran selbst wurde mir bis zum Schluss nicht sympathisch. Er mag keine Heuchler oder Menschen, die sich verstellen. Doch urteilt er viel zu schnell über Andere. Wie bei Farren, verurteilt er zu schnell ihre aufgebaute Fassade, hinter der sie sich versteckt. Ihre Beweggründe oder warum sie sich so verstellt, hinterfragt er erst gar nicht.

Farren ist eine unglaubliche Persönlichkeit. Sie stellt sich allen Herausforderungen von Kieran und wächst daran. Der charakterliche Verlauf von ihr war durchweg authentisch und als Leser war man richtig stolz darauf, wie sie an Stärke gewonnen hat. Sie hat unglaublich viel durchgemacht und ihre Vergangenheit bringt mehr Tiefe in die Geschichte, als ich erwartet hätte.

Eine Entwicklung MUSS ich aber wirklich stark kritisieren. Kieran bringt ihr bei sich zu wehren, aber nicht immer nur mit Worten oder Intelligenz – der Typ ist Boxer, natürlich musste er ihr das Kämpfen beibringen. Ab ungefähr der Mitte des Buches fing Farren also an, jeden blutig, sowie Grün und Blau zu schlagen. Direkt danach hat sie sich gut gefühlt, stark und als hätte sie etwas Tolles geleistet. Das ist mir zu Gewalt verherrlichend geworden. Sich wehren zu können heißt NICHT, dass man jemanden ins Krankenhaus prügeln muss.

Fazit:

Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, aber einige Zitate und Lebensweisheiten konnten mich verzaubern. Mit Kieran und seiner Art konnte ich mich bis zum Schluss nicht anfreunden, aber Farren hat er weitergebracht und ihr geholfen innerlich zu wachsen. Die Bücher verschlingende Farren hingegen ist eine authentische Persönlichkeit, die man schnell ins Herz schließt. Die Charaktere in dem Buch sind sehr kaputt, die Abgründe sehr tief und die Erotik ziemlich dreckig. Somit wurde ich „Pretend“ wohl erst für Leser ab 18 Jahren empfehlen.

Zitat:

"Ich verglich mich gerne mit Büchern. Die, die im hintersten Regal verstaubten, weil niemand sie wollte. Mängelexemplare mit zerknitterten Seiten, Leserillen oder zerkratztem Einband." - Farren

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Die Macht der Clans: Band III

Gabi Büttner
E-Buch Text
Erschienen bei null, 30.05.2018
ISBN B07DFN6DVM
Genre: Fantasy

Rezension:

(ACHTUNG! Band 3 der Reihe! Klappentext, sowie Rezension enthält Spoiler zu vorherigen Bänden)

**R** "Die Macht der Clans 3" - von Gabi Büttner

Klappentext:


„Die Rebellion auf Terra 2 droht zu scheitern. Um der Vernichtung zu entgehen, muss sich Larissa vor dem Weltenrat ihrer größten Angst stellen und dem skrupellosen Lord Batisté erneut gegenübertreten. Rasch wird klar, dass nicht nur der Clanlord seine Ziele mit aller Härte verfolgt. Unterdessen versucht Christ verzweifelt, zu seiner Gefährtin zu gelangen. Dazu ist er auf die Hilfe eines Mannes angewiesen, der der Rebellion den Untergang bringen kann. Chris bleibt jedoch keine andere Wahl, will er auch seinen Freund Dave aus Batistés Militärbasis befreien.“

Meinung:


Mit Band 3 der Reihe findet „Die Macht der Clans“ ein Ende. Genau wie in Band 2, fand ich den Einstieg in der Fortsetzung etwas schwierig. Seitdem ich den vorherigen Band gelesen habe, liegt bereits einige Zeit zurück. Die Namen, Handlungen und Gesichter sollte man besser noch im Kopf haben. Alle Bände am Stück zu lesen, würde sich natürlich auch anbieten. Nachdem ich langsam in der Geschichte angekommen und ich mich wieder ein wenig besser unter den Charakteren auskannte, zog mich Gabi Büttner direkt in eine Spannungswelle hinein.

Dieser Band setzt genau da an, wo die Handlung im Band 2 geendet hat. Chris, Larissa und der Leibarzt von Batisté Joshua sind auf der Flucht. Doch Batisté setzt ihnen nach, hält sie unter Beschuss und schmiedet grausame Pläne.

Chris‘ besten Freund Dave mussten sie im feindlichen Lager zurücklassen. Dieser versucht wiederum nicht aufzufallen und sich wie ein Krieger des Feindes zu geben. Nachdem er die Pläne von Batisté erfährt, versucht Dave von innen heraus Leute zu finden mit denen er etwas gegen ihn unternehmen kann. Somit befinden sich alle in einer recht brenzligen Situation.

Ein hohes Level an Spannung begleitet all diese Szenen. Besonders auch, weil die Autorin mit ihren Charakteren nicht zimperlich umgeht. Dies hat man bereits in den vorherigen Bänden erlebt und somit bangt man durchgehend um so viele liebgewonnenen Personen. Es ist teilweise grausam, brutal, Angst einflößend und unfassbar realistisch. Immerhin geht es den Rebellen in Terra weiterhin darum, die Macht der Clans zu brechen und kein Herrscher lässt sich freiwillig seiner Macht entreißen. Sie befinden sich im Krieg und ein Krieg fordert Opfer, Narben, seelische Schmerzen, Verluste und beinhalten auch nicht immer einen Ritter in strahlender Rüstung.

Das bekommt besonders Larissa zu fühlen. In der Zeit in Batistés Lager hat sie einiges durchmachen müssen. Er hat ihr Schmerzen zugefügt, sie geschändet und mehrfach eine Willenskontrolle durch Nanobots aufgezwungen. Auch an Chris ist die Folter in Bastités Obhut nicht spurlos vorbeigezogen. Nach der Flucht aus seinen Klauen, wünscht man ihnen ein paar ruhige Minuten und Frieden. Doch sicher sind sie vor ihm weder in ihren Träumen noch in der Realität.

Die Beiden sind solch starke Persönlichkeiten. Sie lassen sich nicht brechen, haben einen unfassbaren Willen und eine Kraft, vor der ich den Hut ziehe. Auch sie brauchen ihre Freiräume, Zeit für Panik und Schwäche, aber das macht sie nur authentischer.

Bastité bleibt aber nicht der einzige unberechenbare Charakter. Joshua, der alte Leibarzt von ihm, hält einiges hinter Verschluss. Seine Fäden hat er öfter im Spiel, als allen bewusst ist. Auch der Großherrscher von Terra und den Clans Zerro lernt man in diesem Band näher kennen. Dem Leser begegnen auch hier wieder neue Charaktere. Die einen unberechenbar, grausam oder berechnend, während die anderen warmherzig, stark oder vor Mut nur so strotzen. Gleichzeitig sieht man alte Charakteren wieder, die man ins Herz geschlossen hat oder vor denen man sich bereits seit einigen Seiten fürchtet.

Im Abschlussband tritt Gabi Büttner nochmal heftig aufs Gaspedal. Es werden einige Pläne geschmiedet, davon gehen viele schief, Menschenleben werden gefährdet, sowie der seelische Frieden mehrerer Personen. Vertrauen geht in die Brüche, Kämpfe und Intrigen werden ausgefochten. Es gibt Action, Liebe, Vertrauen, Hass und viel Verantwortung für die Protagonisten. Die Autorin hält einige Überraschungen bereit. All dies verpackt sie in einen bildgewaltigen Schreibstil, vor denen ich besonders zartbesaitete Leser warnen würde. Charaktere verarbeiten innere Abgründe, die noch lange beschäftigen können.

Fazit:


Auch wenn mir der Einstieg wieder etwas schwer viel, war es doch ein rundum gelungener Abschluss. Vor der Autorin und ihrem Schreibstil ziehe ich den Hut. Ihre Charaktere, sowie ihre Geschichte wurde so authentisch beschrieben, sodass mich ihre Geschichte auf ewig begleiten wird. Die Reihe werde ich sicherlich noch öfter verschlingen.

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