Lafayette

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england, london, muskau, holmes, brautschau

Der Gartenkünstler

Ralf Günther
Fester Einband: 396 Seiten
Erschienen bei List, 01.02.2010
ISBN 9783471350249
Genre: Historische Romane

Rezension:

Als wenn wir es nicht schon längst geahnt hätten, die Briefe des Fürsten Herrmann von Pückler, die seit Generationen im Museum von Branitz aufbewahrt werden, sind eine Fälschung! Die echten Briefe lagen 180 Jahre lang unter einer Linde im Muskauer Schlosspark vergraben. Jetzt endlich wurden sie entdeckt, und Ralf Günther hat die lobenswerte Aufgabe übernommen, sie seiner breiten Leserschaft zu präsentieren. Er verschont uns nicht mit pikanten Details und bereitet uns so manche vergnügliche Stunde mit der "wahren" Geschichte von Fürst Pücklers Englandreise.
Wie allseits bekannt, und historisch bewiesen, reist der Fürst nach einer fingierten Scheidung von seiner geliebten Frau Lucie, Reichsgräfin von Pappenheim, nach England, in der Hoffnung, dort eine heiratswillige Braut mit hoher Mitgift zu finden, mit deren finanzieller Ausstattung er seinen endgültigen Bankrott abwenden kann. Selbstverständlich sind schon vor seiner Ankunft die Damen und Herren der feinen englischen Gesellschaft genauestens über seine Absichten informiert und amüsieren sich köstlich auf seine Kosten, indem sie ihn immer wieder in unschickliche und peinliche Situationen locken. Naiv wie er ist, fällt er jedes Mal auf's Neue darauf hinein. Bis eines Tages die Stimmung umschlägt und er des Mordes verdächtigt wird. Denn just zu dieser Zeit treibt ein Frauenmörder in London sein Unwesen und unglücklicherweise werden immer die Frauen ermordet, zu denen der deutsche Fürst kurz zuvor Kontakt hatte. Freimütig erzählt "Prince Pickles", wie Pückler unter anderem zuweilen genannt wird, in seinen Briefen von seinen Eskapaden und bringt seine zurückgebliebene Ehefrau damit fast um ihre Contenance.
Ralf Günther schreckt nicht davor zurück, auch bekannten Personen der damaligen Zeit eine Rolle in seinem Roman anzugedeihen. Doch tut er sich damit nicht unbedingt einen Gefallen. Sherlock Holmes wird zu Pücklers Diener degradiert, Bettina von Arnim als liebestolles Frauenzimmer dargestellt und Charles Dickens avanciert gar zum unverschämten pickeligen Schmierenreporter. Eine absolut unnütze Verballhornung dieser illustren Personen. Schade eigentlich, denn dies hat meinen Unmut erregt und mir den Spaß am Lesen etwas verleidet. Nichtsdestotrotz ist das Buch lesenswert, auch wenn es zum Ende hin etwas abflacht. Nach dem vielversprechenden Beginn hätte ich mir mehr gewünscht als eine Aneinanderreihung von amourösen Geschichten.

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Tags: briefe, muskau, pückler   (3)
 

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russland, thriller, israel, moskau, geheimagent

Das Moskau-Komplott

Daniel Silva , Reiner Pfleiderer
Fester Einband: 473 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 12.02.2010
ISBN 9783866122482
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hochspannung in Silvas neuem Russland-Thriller
Mit Beendigung des kalten Krieges hatte Russland als Feindbild ausgedient. Die Autoren der Agententhriller mussten sich andere Bösewichte suchen. Jetzt präsentiert uns Daniel Silva in seinem neuen Thriller "Das Moskau-Komplott" einen russischen Bösewicht par excellent: Iwan Charkow, einen skrupellosen Waffenhändler, der nicht davor zurückschreckt, auch Terroristen mit hochmodernen Waffen zu beliefern. Gabriel Allon, Silvas bewährter israelischer Agent versucht mit Hilfe anderer Geheimdienste, den Einsatz dieser Waffen zu verhindern. Dazu bedient er sich durchaus ungewöhnlicher Methoden.
Silva schreibt sehr spannend, ohne in unnötige Brutalität abzudriften. Er schafft es, einen Spionageroman und Politthriller so interessant zu verpacken, dass er leicht und flüssig zu lesen ist. Seine Protagonisten kommen sehr menschlich rüber. Der untergründige Humor, der ab und an durchblitzt, nimmt dem Roman die Ernsthaftigkeit und macht ihn auch für nicht passionierte Thrillerleser interessant
Das Buch ist gut recherchiert und von erschreckender Aktualität. Ob allerdings eine so problemlose Zusammenarbeit der Geheimdienste auch in der Realität möglich ist, bleibt zu hoffen.
Mein Tip: unbedingt lesen!

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Tags: allon, geheimdienst, hochspannung, russland, spionage, thriller   (6)
 
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