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50 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Land im Sturm

Ulf Schiewe , Jan Reuter
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.08.2018
ISBN 9783785726242
Genre: Historische Romane

Rezension:

Geschichte lernen geht nie besser, als wenn man es in einem unterhaltenden Roman vermittelt bekommt. Wenn man das Buch zu klappt ist man traurig dass es vorbei ist, aber man ist auch ein ganzes Stück schlauer.

Nach dem ich dieses Buch gelesen habe – eigentlich schon als ich es begonnen habe – wurde mir bewusst, wie wenig ich von Deutscher Geschichte außerhalb des ersten und zweiten Weltkrieges weiß. Ich lese zwar gerne und häufig historische Romane, greife aber immer wieder zu Büchern die meistens in anderen Ländern spielen. Dabei ist die Geschichte der Deutschen genauso faszinierend, wie in jedem anderen Land auch. Außerdem möchte ich mich mehr mit der Vergangenheit des Landes befassen in dem ich lebe, um bestmöglichst die Gegenwart zu verstehen.



Inhalt:

„Land im Sturm“ erzählt die deutsche Geschichte ab Jahr AD 955, beginnend mit dem Sohn eines Hufschmieds. Ein sehr unglückliches Ereignis zwingt Arnulf sein Dorf mit leeren Händen zu verlassen. Er geht nach Augsburg, um dort seinen Beruf als Schmied weiter auszuüben. Die Zeit der Wanderung ist jedoch gefährlich, da immer wieder die verhassten und gottlosen Ungarn über das Land streifen, und ganze Dörfer abschlachten und plündern. So kommt es zu einer Begegnung zwischen Arnulf und der ebenfalls vom Schicksal gestrafte Hedwig. Sie gehen gemeinsam nach Augsburg, um dort zusammen ein neues Leben zu beginnen.

Doch das Glück wird nicht lange halten, schon bald wird Augsburg von den Ungaren belagert. Die einzige Hoffnung liegt auf König Otto. Was folgt ist die berühmte Schlacht auf dem Lechfeld. Die als Beginn der Vereinigung des Landes, in die Geschichtsbücher eingehen wird.

Von da an dürfen wir fast 1000 Jahre deutsche Geschichte, beginnend mit der Schlacht auf dem Lechfeld und der Nachkommen Arnulfs und Hedwig, bis zur endgültigen Deutschen Revolution verfolgen. Somit halten wir uns räumlich nicht nur in Bayern auf, sondern reisen um das ganze Land.

Meinung:

Ich war sehr gespannt wie der Autor, eine so lange Zeitspanne in 925 Seiten verpacken wird. Kann nach beenden bestätigen, dass der Autor es nicht hätte besser machen können. Dieses Buch habe ich in Rekord Zeit gelesen, nicht zuletzt, da auf keiner Seite Langeweile aufkam. Ich befürchtete Probleme damit zu haben, Charaktere loslassen zu müssen. Habe mich dafür aber immer gefreut nachfahren, geliebter Figuren wieder zu begegnen, so war die Wiedersehensfreude groß und der Abschied viel mir nach ein paar Seiten leichter. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, viel von der deutschen Geschichte erfahren zu können, da jede Generation ihre eigene wichtige Zeit erhalten hat, fühlte sich das Buch nie langatmig an.

Nicht jede Generation ist der Familientradition im Beruf gefolgt. Daher wird nicht nur der Handwerksberuf Schmied beleuchtet. Wir lesen auch über die Fischerei, Kaufmannsberufe, Militär und viele weitere. Es kann natürlich keine Familiensaga ohne die Begegnung zweiter Menschen geben, die eine neue Generation entstehen lässt. Ich habe jede Entstehung einer Beziehung und dadurch die Nachfahren sehr gemocht. Alle Generationen wurden begleitet von Aufruhren, Kriege, Revolutionen und Veränderungen ihrer Zeit.

Man bekommt wieder in Erinnerung, wie schwer diese Zeit war; Krankheiten und die schlechte Medizinische Versorgung, haben häufig zum tot geführt. Aber auch alltägliche Gefahren des schlechten Schutzes. Plünderern war man häufig schutzlos ausgeliefert, zumal – wie ich gelernt habe – durften Bauern im 10. Jhd. nicht einmal Waffen besitzen. Aber auch der Beginn des Handels bürgt viele Gefahren. Es gab keine Garantie, kein Plan B. Hat man sich verkalkuliert, wurde betrogen, oder hat schlecht gewirtschaftet und dazu Geld beim Geldverleiher geliehen, ohne es zurück zahlen zu können, war man sehr schlecht dran.

Der Autor hat so viel in diese Geschichte eingebunden, wie die Entwicklung der Literatur, das streben nach Freiheit, der technische Fortschritt und natürlich wie Deutschland zu der Einheit wurde die sie jetzt ist.

Kritik habe ich an den Schreibstil zu Anfang des Buches, da wir doch im Hochmittelalter sind, war die Sprache der Zeit nicht angemessen. Der positive Nebeneffekt war, dass sich die Geschichte sehr schnell und flüssig lesen lies. Schöner hätte ich es jedoch gefunden, die Zeit in der Sprache wieder zu finden. Dies hat sich jedoch im Laufe des Buches, umso weiter wir in der Zeit fortschritten sind aufgelöst. Dann hat der Autor sogar Diatheke eingebunden.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Frauenfiguren meist Opferrollen hatten. Sie haben immer gerettet werden müssen, aber auch dieser rote Faden konnte sich gegen Ende des Buches auflösen. Ich vermute somit, dass es die weibliche Entwicklung aufzeigen wollte. Da sich nicht nur Deutschland verändert hat, sondern auch die unterdrückten, durch Traditionen oder Monarchie.

Fazit:

Ein historischer Roman, der die Geschichte und Vereinigung Deutschlands beginnend mit der Schlacht auf dem Lechfeld im Jahre 955, anhand einer Familiensaga über viele Generationen hinweg erzählt. Niemals langatmig, keine Seite zu viel, wird hier unsere Geschichte vermittelt, und unterhält zugleich, da man mit Figuren mitfiebern kann. Auch wenn der Krieg ständig durch das Land wütet, erfahren wir wie Menschen sich verlieben und neue Generationen geboren werden, mit dem streben nach einem glücklichen und freiem Leben. Für alle Neueinsteiger im historischen geeignet und auch für alle, die wenig über deutsche Geschichte wissen, aber unbedingt mehr erfahren möchten

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31 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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The Hunger - Die letzte Reise

Alma Katsu , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.08.2018
ISBN 9783453319271
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Wagentreck mit über 80 Menschen, unter der Leitung von George Donner, reisen von Illinois nach Kalifornien, um das Land, das zu dem Zeitpunkt noch den Indianer gehört, zu besiedeln. Neues unbesiedeltes Land reizt die Menschen, dort ein neues Leben zu beginnen. Doch es kommt zu einer Katastrophe.

Eine Nachricht erreicht die Truppe, mit dem Tipp eine Abkürzung durch die Wastach Berge in Utah zu nehmen, dies bedeutet fast 5 Wochen Zeitersparnis. Gleichzeitig schickt ein vorausgegangener Journalist, eine Warnung dies Abkürzung nicht zu nehmen. Sie seinen zu um mobil, ein passieren wäre durch die Berge nicht möglich. Der Brief kam leider nicht rechtzeitig beim Treck an.

So kam es, dass die Mannschaft in die Katastrophe aufbrach, für die sie später berühmt wurde. Sie konnten den Berg nicht passieren, als der Winter hereinbrach. Als sie eingeschneit nicht mehr weiter kamen, wurden die Vorräte knapp. Bis die Rettung kam, war nicht mal mehr die Hälfte der Menschen übrig.

Aufgrund der Zahlreichen Menschlichen Knochen, wurde berichtet, dass die Menschen nur überlebt haben, weil sie ihre Verstorbenen aßen. Bewiesen ist dies jedoch nicht zweifelsfrei.

Inhalt:
Eigentlich ist dies nicht nur die Geschichtliche Vorlage, sondern kann auch ohne Probleme als Zusammenfassung des Buches durchgehen. Denn die Autorin hat sich sehr genau an den Verlauf gehalten und auch die echten Namen der historischen Personen eingebunden. Sie hat sich dennoch so einige Schriftstellerische Freiheiten gelassen, in dem die Menschen schon von Anfang an, von dem „Hunger“ verfolgt werden und das nicht unbedingt aus ihren eigenen Reihen.

Als direkt zu beginn ein Junge aus dem Treck verschwindet und seine seltsame Leiche gefunden wird, bei dem der Kopf vollständig am Körper ist, aber der Rest bis zu dem Skelett aufgegessen wurde, ist der Gruppe klar, irgendetwas böses lauert da draußen.

Ich finde alleine schon die Idee grandios und mit ein paar wenigen Abstrichen gut umgesetzt. Denn es ist von Anfang an, extrem Ergebnisreich. Da die Personen die aufgebrochen sind – unabhängig von dem Übel was in den Wäldern lauert – ihre eigene Geschichte mitbringen und alle einen Grund haben, wieso sie ihre Heimat verlassen haben. Fast alle wollen ein neues Leben anfangen, die Gründe dafür sind jedoch nicht immer die besten.

Also haben wir einerseits die Morde die geschehen, bevor der Treck vom Winter gestoppt wird, die Spannungen zwischen den Figuren und das grausame übel in den Wäldern, als dann auch noch der eigene Hunger hinzukommt, da die Vorräte zur Neige gehen, ist es eine Horrorgeschichte durch und durch.

Die Figuren sind leider dennoch sehr Klischeehaft und stereotyp, auch wenn die Autorin im laufe der Geschichte, das Ruder noch herumdrehen konnte. Ich war mir von Anfang an ziemlich sicher wer zuerst sterben wird und wer am Ende überlebt, hatte aber unrecht. Auch konnten sich nach einiger Zeit, die netten und lieben Charaktere wandeln und auch die zu Beginn „bösen“ Charaktere zu etwas gutem herausstellen. Ich habe damit nicht mehr gerechnet und wurde somit positiv überrascht.

Dieses Buch kann man in kürzester Zeit beenden, weil es sehr flüssig, leicht und spannend geschrieben ist. Alle die „The Terror“ von Dan Simmons gemocht haben, werden sicherlich auch hier etwas für sich finden, auch wenn es nicht so umfangreich ist. Das bedienen eines mysteriöses historischen Ereignisses, ausgeschmückt in eine übersinnliche Horror-Geschichte ist einfach ein Mix der mir unheimlich gut gefällt.

Das Nachwort finde ich auch sehr informativ, hier erzählt die Autorin auch, wie oft die „Donner-Party“ in anderen Büchern erwähnt wird, wie Stephen Kings Shinning oder Revival. Aber auch in zahlreichen Sachbüchern, indem es psychologisch analysiert wurde.

Am ende werden wir vermutlich nie erfahren können was genau passierte, deswegen wird es Stoff für Legenden und Horrorgeschichten bleiben.

Fazit:

Ein historisches Ereignis der „Donner-Party“ neu erzählt und interpretiert. Als die ein Treck in ein neues Leben nach Kalifornien in im 19 Jahrhundert aufbrechen, werden sie eingeschneit und müssen gegen den Hunger kämpfen. Doch der Hunger kommt nicht nur aus den eigenen Reihen. Eine Horror-Geschichte für die dunklen Tage, mit vielen Charakteren die man kennenlernen und mit ihnen mit fiebern darf. Der Erzählverlauf hält einige Überraschungen bereit und ist spannend ab den ersten Seiten. Zum Glück ist es keine Geschichte geworden, bei dem wir uns den Horror-Part erst erarbeiten müssen.


Blog: 
Wortfiebern.com 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Weltenzerstörer

Cixin Liu , Marc Hermann
Flexibler Einband: 150 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.08.2018
ISBN 9783453319257
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich bin mehr als glücklich, dass wieder etwas von meinem neuem Lieblingsautoren zu lesen gibt. Auf diese Novelle habe ich mich, seit ich seine „Die drei Sonnen“ Trilogie angefangen habe, unglaublich gefreut.

Inhalt

Die Menschen erhalten in einer fernen Zukunft, als sie gerade im All unterwegs sind um gegen ihre Feinde, die Asteroiden und Meteoriten zu kämpfen, eine Nachricht von einer anderen Spezies: der Weltenzerstörer sei unterwegs, um Ressourcen ihres Planeten auszusaugen.

Der Weltenzerstörer hat einen Durchmesser von fünfzigtausend Kilometer. Die Menschen haben somit keine Chance, denn ist der Zerstörer erstmal mit dem Planeten fertig, lässt er sie zurück wie sie vor Milliarden von Jahren entstand, als einen Planeten mit einem Meer aus Magma.

Als die Menschen noch nach vielen Jahren debattieren, wie viel Glauben sie dem ganzen schenken sollen, kommt schon ein kleines Schiff als Vorhut. Ab da beginnen die Verhandlungen, zumindest glauben die Menschen es gäbe etwas zu verhandeln. Als Sie begreifen, dass alles nichts nützt, muss ein Plan her wie man seine Spezies doch noch retten kann.

Science Fiction Roman aus China

Meinung:

Ich bin kein großer Novellen Leser, weil ich immer den Irrglauben habe, dass die Geschichte nicht ausgereift genug sein kann, bei den wenigen Seiten. Aber diese Novelle beweist wiedermal das Gegenteil und lohnt sich genauso wie ein 300 Seiten Roman. Cixin Liu hat soviel Geschichte und dazu eine Spannung aufgebaut und das auf 70 Seiten. Aber natürlich bringt er auch technisches, wissenschaftliches und innovatives unter, sodass auch die Technikverrückten auf ihre Kosten kommen.

Dazu ist es wieder sehr philosophisch, bezugnehmend auf den Typus Mensch und zu was er bereit wäre um sein Überleben zu sichern. Was würden wir tun, wenn wir über bestimme Technologien verfügen würden und eine Chance bekommen würden, am Ende doch noch das richtige zutun.

Außerdem haben wir wieder – wie schon in „Die drei Sonnen“ – einen sehr informativen Anhang und ein Nachwort einer anderen Chinesischen Autorin Xia Jia. In dem sie über die chinesische Science-Fiction spricht und was eigentlich dieses Genre in China ausmacht und besonders macht.

Fazit:

Eine Novelle, die genauso Spaß macht wie ein Roman. Die Geschichte ist Science-Fiction durch und durch, mit den Autor typischen philophischen Elementen. Technik und Innovationen erhält man ebenso, einfach alles, was man ein einer guten Sience-Fiction Geschichte so liebt.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Endstation Tokio

James Buckler , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.07.2018
ISBN 9783442314713
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Endstation Tokio von James Buckler
Inhalt:

Alex flieht vor seinem Leben in London. Er erhofft sich ein neues Leben in Tokio anzufangen, dabei ist es egal welche Stadt ihm dabei helfen sollte, Hauptsache sie ist weit weg und hilft Alex zu vergessen.

Tokio meint es zunächst nicht schlecht mit Alex. Er erhält einen neuen Job als Englisch Lehrer und hat wieder Kontakt, zu seinem ehemaligen Kommilitonen Hiro aufgenommen, durch diesen lernt er Naoko kennen.

Naoko und Alex fühlen sich zu einer angezogen und beginnen eine Liebesbeziehung, obwohl, oder vielleicht gerade weil sie beide ein Geheimnis in sich tragen. Hiro soll dies nicht wissen, denn er würde es nicht für gut heißen und rät Naoko auch vehement ab, sich mit Alex zu treffen, da er England nicht umsonst verlassen musste.

Naoko hört nicht auf ihren Freund und wird Alex ungewollt in etwas hineinziehen und bringt dabei ein Stein ins Rollen, das Alex wieder aus der Bann werfen wird.

Meine Meinung :

Mit dem Prolog beginnt die Geschichte sehr mysteriös, denn Alex versucht den Flughafen zu verlassen und wird daran von einem Spürhund gehindert. Danach reisen wir in die Vergangenheit und dürfen erfahren was dazu geführt hat.

Der ganze Anfang war sehr vernebelt erzählt, beide Figuren tragen Geheimnisse die erst nach und nach offenbart werden. Man ist ständig hin und her gerissen und weiß nicht was man glauben soll. Ich war sehr daran interessiert, weiter zu lesen um, die Geheimnisse zu lüften.

Die ganze Geschichte wirkt wie ein Film, aufgrund der abrupten Szenenwechsel und des hinhalten des Lesers. Was aber nicht verwunderlich ist, da der Autor aus der Filmbranche kommt. Er studierte Film und arbeitete danach bei BBC und MTV, außerdem lebte aber auch in England und Japan wo er englisch unterrichtete. Somit konnte er aus Erfahrung über Japan berichten, dies hat man auch gespürt.

Er hat sich aber nicht die Zeit genommen, um auf einige Japanische Begriffe einzugehen, was ich auch nicht bemängel, denn im Kontext hat man es verstanden. Ein aufmerksamer Leser muss somit nicht mal Google fragen.

Am Anfang habe ich mir einige negative Dinge aufgeschrieben wie, dass man zu sehr in die Geschichte geworfen wird oder mir einige Beschreibungen zu z. B. den verschiedenen Stadtviertel gefehlt haben. Aber sobald man sich in der Geschichte eingefunden hat und begriffen hat, dass Alex auf etwas wirklich schlimmes zusteuert und er so machtlos dagegen ist, kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen.

Hier kommt nämlich auch der überaus gut gewählte Buchtitel ins Spiel „Endstation Tokio“, dies hat man erst begriffen, wenn man die Geschichte vollständig kennt. Denn es geht um das Leben und dass, das Leben manchmal einfach ein Arschloch sein kann. Es ist auch nicht alles so wie es zunächst scheint und die Frage: “ Was würdest du tun, um dich zu schützen? Würdest du jemanden bestrafen, der es verdient hat und du selbst aber unschuldig bist.“

Fazit:

Ein Buch mit Spannung und Tiefgang. Zunächst begriff ich nicht so richtig, wohin mich dieses Buch führen will. Aber als der Autor langsam Licht ins dunkel brachte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Es ist ein kurzweiliger Spannungsroman der unterhält, aber auch zum denken anregt. Man stellt sich unweigerlich die Frage:“Was hättest du getan?“.

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123 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

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Wenn wir wieder leben

Charlotte Roth
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426520307
Genre: Historische Romane

Rezension:



Berlin 1963
Die Geschichte, die mich so in den Bann gezogen hat, dürfen wir in diesem Buch auf zwei Zeit-ebenen lesen. Beide ereignen sich jedoch in der Vergangenheit. 1963 lernen wir Wanda kennen, sie darf als erste in ihrer Familie studieren. Eigentlich würde sie gerne Musik studieren, aber viel Sinn macht es nicht, da sie kein einziges Instrument spielt, somit studiert sie Deutsch und Geschichte als Lehramt.

Sie ist ein sehr beständiger Mensch und wünscht sich eigentlich, das sich nie etwas ändert. Sie hat noch eine Ältere- und eine Zwillingsschwester.

Charlotte Roth - Wenn wir wieder lebenIn der Universität lernt sie Andras kennen. Er öffnet Wanda die Augen, denn er kann nicht akzeptieren, dass alle Menschen nur noch vergessen wollen was vor 20 Jahren geschah. Er kämpft für die Menschen, denen eine Ungerechtigkeit widerfahren ist, und beteiligt sich an den bald beginnenden Prozesse, gegen Aufseher und mitwirkenden Arbeiter in den Konzentrationslagern.

Andras bringt in Wandas Leben ein Stein zum rollen, das sie einfach nicht mehr stoppen kann. So sehr, sie es sich auch wünscht, muss sie erkennen, dass sie eigentlich nichts über ihren Geburtsort weiß und ihre Mutter auch nicht bereit ist darüber zu sprechen.



Zoppot ( Bei Danzig) 1927

Gundi ist das Ergebnis eines Seitensprungs ihres Vaters, dieser nimmt sie in die Familie auf. Als er jedoch verstirbt, wächst Gundi bei ihrem Großvater (Pop) auf. Sie könnte glücklicher nicht sein, denn Zoppot ist ein Urlaubsort für andere und ihr Großvater ein großartiger Mensch.

Ihre Freunde Lore (Stiefschwester), Julius und Erik entschließen eine Band zu gründen, denn alle spielen ein Musikinstrument. Gundi verspricht ihnen „das“ Lied zu schreiben, das sie alle berühmt machen wird. Stets wünschen sie sich, einmal im Luxushotel „Grandhotel“ Ehrengäste zu sein.

Als die Band kurz davor ist das Handtuch zu werfen und sich auf ihre eigentliche Berufe zu konzentrieren, gelangt es Gundi durch einen Zufall, ihnen dieses Lied zu liefern, das sie an die Spitze katapultieren soll. Doch ihnen stehen schwere Zeiten bevor, auch wenn es so richtig keiner wahr haben will.



Wie ich es fand:

Zunächst kann ich sagen, das dieses Buch sich zu meinen Jahreshighlights der gelesenen Bücher einreihen darf. Wenn ein Buch mich dazu bringt 600 Seiten, an einem Wochenende zu verschlingen und ich es buchstäblich, kaum aus der Hand legen kann, ich mich durch die Wohnung, nur mit diesem Buch bewegen muss, ist schon einiges gesagt.

Im Nachwort der Autorin steht, dass es das persönlichste Buch von ihr ist, dies kann ich absolut unterstreichen. Nicht das ich die Autorin so gut kenne, aber alle Gefühle wurden absolut glaubwürdig und schmerzhaft vermittelt. Bevor ich das Nachwort las, habe ich mir beim lesen folgendes notiert: „Man könnte meinen, die Autorin hat zu dieser Zeit gelebt“.

Das Buch gibt eine Atmosphäre einer anderen Zeit, mit ihren Beschreibungen der Charakterzügen, sowie die Ausdrucks- und Sprechweisen, Witzen, Hoffnungen und Wünsche.

Die weiblichen Figuren sind klug, aber nicht über ihre jugendliche Naivität und Unwissenheit erhaben. Dadurch tun sie Dinge, bei denen man den Kopf schüttelt, sich selbst aber dennoch wieder erkennt. Sie sind nicht auf der Suche nach der großen Liebe, sondern nach sich selbst und ihrer Bestimmung. Sie tun nicht das, was man von ihnen verlangt, sondern was das Richtige für sie selbst ist. Dies ist nicht immer sympathisch, aber verurteilen kann man die Entscheidungen dennoch nicht, weil es alles menschlich ist.

Charlotte Roth erzählt über die Zeit und die Menschen mit Tiefgang, vor allem aber mit Respekt für Geschichte und die Vergangenheit. Es ist ein Unterhaltungsroman, das den Menschen aus dieser Zeit, wieder eine Stimme verleiht.

Schon nach den ersten Seiten, bekommt man einen Film vor Augen. Das ist der Moment, in dem alle Buchstaben und Wörter verschwinden und ein ablaufender Film entsteht. Das Thema Musik ist so wunderschön in die Geschichte eingeflossen, einerseits als Leidenschaft und andererseits, in der Not Hoffnung und Ablenkung in so traurigen Zeiten.

Vor allem geht es um Freundschaft und ihre Notwendigkeit in so schweren Zeiten. Das man Menschen an seiner Seite hat, auf die man sich verlassen kann. Dies kann Familie sein, aber auch Freunde und Partner.

Ganz besonders habe ich mich gefreut, als ich einen Charakter wieder begegnet bin, den ich bereits aus einem anderen Buch, bzw. aus dem Vorgänger „Bis wieder ein Tag erwacht“ kannte. Dies war auch mein erstes Buch von ihr, darauf folge „Als wir unsterblich waren“. Von beiden Bücher war ich ebenfalls sehr angetan.

Ich könnte noch so viel zu diesem Buch sagen, werde aber nun aufhören und abschließend erwähnen, dass es in diesem Buch um Polen geht und die schwierige Zeit der Besatzung, des Identitätsverlustes und den Mut der Menschen, für ihr Recht gekämpft zu haben.



Fazit:

Ein Jahreshighlight. Was Charlotte Roth hier geschrieben hat, hebt sich von allem ab. Wer mal wieder ein Buch lesen möchte, in dem die Buchstaben und Wörter verschwinden und man ein Film vor Augen hat, der ist hier genau richtig.

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Das Lied der Dunkelheit

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 797 Seiten
Erschienen bei Heyne, 04.05.2009
ISBN 9783453524767
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Lied der Dunkelheit – (Demon Zyklus, Band 1/6)

Die Welt:

Wir dürfen in diesem Buch in eine düstere und dunkle, High-Fantasy Welt, die in einer mittelalterlich ähnelnden Zeit spielt, eintauchen. Doch gab es eine Zeit, in der die Menschen, viel weiter in der Wissenschaft waren.

Vor 3000 Jahren führten die Menschen einen Krieg gegen Dämonen, die Nachts über die Menschen herfielen, weil sie Tagsüber nicht überleben können und zu Staub zerfallen. Sie steigen aus dem Boden empor und es gibt kein entkommen.

Damals, besiegten die Menschen die Dämonen und es herrschte 3000 Jahre lang Frieden, bis dieser Krieg zur Legende wurde. Die Dämonen kamen wieder, als die Menschen kein Wissen und keine Waffe gegen diesen Gegner hatten.

Worum gehts?

Arlan ist ein junger Bursche, der fasziniert ist von dem Beruf des Kuriers. Kuriere gelten als sehr mutige Männer, da sie die einzigen sind, die mehrere Tagesreisen auf sich nehmen. Schützen tun sie sich gegen die Dämonen mit einer Siegelkunst, die kompliziert und dadurch schwer zu erlernen ist.

Zeichnet man die richtigen Siegel, im richtigen Bereich, ist es einem Dämon nicht möglich durch zu brechen, doch schon das kleinste Körnchen, könnte das Siegel schwächen. Es gibt sogar Gerüchte, dass es eine Stadt gibt, die immer noch gegen die Dämonen kämpft.

Als Arlan´s Mutter nach einem Dämonenangriff verstirbt, verlässt Arlan sein Dorf um selbst Kurier zu werden.

Wie ich es fand:

Diese Fantasy-Reihe ist definitiv etwas besonderes. Peter V. Brett nimmt sich Zeit, uns die Welt näher zu bringen, damit man sich voll und ganz, der Angst und der Dunkelheit beim lesen hingegeben kann.

Die Figuren hätten nicht besser gezeichnet sein können, auch hier hat sich der Autor die Zeit genommen, die gebraucht wurde, um perfekt seine handelten Personen vorzustellen.

Es siedelt sich definitiv im Darf-Fantasy Genre an, das ganze Buch hat eine gewisse schwere und Düsternis. Auch wenn wir immer wieder mal ein Hoffnungsschimmer erhalten.

Einzig hoffe ich sehr, dass die weiblichen Charaktere, im Laufe der Reihe, etwas mehr Subtanz erhalten und auch mal einen körperlich starken und mutigen Part bekommen. Bisher stört mich, dass die weiblichen Charaktere, alle einwenig schwach und hilfsbedürftig wirken.

Fazit:

Düsterer und beklemmender High-Fantasy Roman, der sich Zeit lässt, für seine Geschichte und den Protagonisten. Es ist definitiv ein Blick Wert. Ich kann die Popularität dieses Buches gut verstehen.



Meine Blogrezension :
https://wortfiebern.com/2018/06/28/rezension-zu-das-lied-der-dunkelheit-von-peter-v-brett/

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248 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 71 Rezensionen

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Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 29.12.2017
ISBN 9783596297269
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Chroniken von Azuhr von Bernhard Hennen 1/3



Ich wollte eigentlich nur mal eben in das Buch reinlesen… Dies hat nicht ganz geklappt.

In der High-Fantasy Welt, beginnt diese Geschichte, in der eine ganze Stadt ausgebrannt wird, weil jemand die Pest hereingebracht hat. Dann reisen wir 58 Jahre in die Zukunft und lernen den jungen Milan kennen, der nicht Erzpriester werden will, wie sein Vater es von ihm verlangt, hinzukommt dass er in regelrecht verachtet. Aber es gibt noch weitere Konflikte die, die ganze Welt von Azhur betreffen…

Mich hat der italienische Flair in den Bann gezogen, das ich bis dahin so nie gelesen habe. Sowie den sehr ungewöhnlichen Protagonisten, der sehr menschlich rüber kommt, weil er einfach so unperfekt ist. Ich finde, es ist Fantasy vom feinsten, mit markten Charakteren, starken Frauen, Liebe und ein gutes Maß an Brutalität.

Ein Punkt Abzug gibt es, für die Idee des „rebellierenden Sohns, der seiner Bestimmung nicht folgen will“. Auch wenn es gut umgesetzt ist und nicht zu viel Raum einnimmt, war diese Prämisse, der einzige Grund, wieso ich etwas länger mit dem Kauf des Buches gewartet habe. Aber die positiven Stimmen haben mich dann doch überzeugt.

Wie sieht es mit euch aus? Wollt ihr diese Reihe auch noch lesen ? Habt ihr schon High-Fantasy gelesen mit einem italienischen Setting?

Meine Blogrezension:

https://wortfiebern.com/2018/06/21/kurze-meinung-zu-die-chroniken-von-azuhr-von-bernhard-hennen/

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181 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

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Die drei Sonnen

Cixin Liu , Martina Hasse
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453317161
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Worum gehts?

Ye wenjie

Ye wenjie´s Vater wurde von der Roten Garde während der Kulturrevolution 1967 ermordet, weil er war Wissenschaftler und Dozent war und hat die Arbeiten großer Wissenschaftler, unter einem anderen Namen gelehrt. Daraufhin wird Sie vom Militär, für die geheime Basis Rotes Ufer, für Ihre gesamte Lebzeit verpflichtet. Dort entdeckt sie etwas, das die Menschheit für immer verändern soll.

Wang Miao

„Frontiers of Science“ ist eine Organisation zum Zwecke des Austauschs unter Wissenschaftler, im Bereich der Grundlagenforschung. Zwanzig der Mitglieder haben jedoch Selbstmord begangen. Wang Miao ist Wissenschaftler der Nanomaterialien und wird in die Organisation eingeschleust, um herauszufinden was genau los ist.

Das ist aber nur eine, der vielen seltsamen Anomalien, die sich derzeit abspielten.

Wie fand ich es?

Der Autor hat es mir Physik-Nichtsnutz, verständlich erklären können, ohne das es wie ein Schulbuch liest, denn das Thema Pysik wird völlig auf den Kopf gestellt. Gibt es Phsik wirklich, oder nicht? Können unsere Physikalischen Regeln, eine ganz andere Reaktion im Universum hervorrufen, also gegen unser Erdgesetzt? Solch Fragen, gepaart mit dem Erstkontakt, hat sich diese Geschichte sehr faszinierend lesen lassen.

Besondern mochte ich, das der Autor nichts eingebracht hat, ohne es wissenschaftlich zu erklären, das macht die Geschichte so echt und faszinierend.

Es wird oftmals philosophisch auf Themen eingegangen, wie die Technik und was dazu nötig ist um sie zu haben, zu erhalten und nutzen zu können. Sehr gelungen finde ich das einfließen der Chinesischen Geschichte.

Kurzum beschäftigt sich das Buch, um den Erstkontakt mit Außerirdischen und die Frage: „würden sie uns Menschen zusammenbringen, oder eher Spalten?.

Nach dem erstens Drittel dachte ich schon es ist das beste Buch das ich je gelesen habe. 😊

Ist es für Sience-Fiction Anfänger geeignet?

Ja, aber man muss sich ein wenig Zeit nehmen. Die Fußnoten erklären aber soweit alles was man wissen muss, ohne auf google zurückgreifen zu müssen.


Zum Blog: 
https://wortfiebern.com/2018/06/13/kurzrezension-die-drei-sonnen-von-cixin-liu/

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Tags: buchtipp, erstkontakt, scienece fiction   (3)
 

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald , Hans-Christian Oeser , Susanne Lenz , Susanne Lenz
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 09.02.2018
ISBN 9783150205143
Genre: Klassiker

Rezension:

Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald

Erstmals veröffentlicht: 1925; Meine Ausgabe : Reclam Verlag; Auflage: 1 (19. Januar 2018)

Nick’s Familie lebt seit drei Generation im mittleren Westen. Der Begründer seiner Linie war der Bruder seines Großvaters, dieser baute den Eisenwarenhandel auf, den sein Vater noch immer führt.

1915 schloss er sein Studium in New Haven ab, danach erfolgte der Einzug in den ersten Weltkrieg, das er als „Teilnahme an der germanischer Völkerwanderung“ beschreibt. 

Danach beschloss er an die Ostküste zu gehen und den Wertpapierhandel zu erlernen. Dort wollte er zunächst, mit einem Freund ein altes Haus im Außenbezirk mieten, diesen versetzt die Firma in letzter Minute, daher er zog alleine in das Bungalow. Das Haus lag in der Mitte zwischen zwei Imposanten Villen. Die zu seiner Rechten, war der exakte Nachbau eines Hotels de Ville. Das war Gatsbys Villa.

Die Geschichte des Sommers beginnt, als er seine ebenfalls an der Ostküste lebende Großcousine Daisy und ihren Mann Tom besucht, dort lernt er auch Miss Baker kennen. 

Alle kennen Gatsby scheinbar und seine legendären Partys, aber keiner weiß woher er sein Vermögen hat. Deswegen gehen viele Gerüchte herum. Keiner wird wirklich auf deine Party eingeladen, doch jeder der was auf sich hält geht einfach hin. Nur Nick erhält eine Einladung und geht hin.  Damit beginnen die Ereignisse eines unvergesslichen Sommers. 

Das besondere an dem Buch ist, das die Geschichte nicht aus der Perspektive unseres eigentlichen, im Kern liegenden Protagonisten ( Gatsby ) erzählt wird, sondern des seines neuen Nachbarn Nick.

Besonders aufgefallen sind mir die Frauen in seinem Buch, diese wirken sehr laut, selbstbewusst und zügellos.

Der Autor widmet sich ganz seiner Zeit, der 1920er Jahre in der USA, das sehr geprägt war durch seinen wirtschaftlichen Wachstum, aber auch durch seinen ausschweifenden Lebensstil und den Idealismus.

Letztendlich aber ist es eine Geschichte einer Liebe und einer Tragödie.

Ich habe diese Buch nun schon das zweite Mal gelesen. Diesmal habe ich mich an der Neuauflage, des Reclam Verlages bedient und habe es nicht bereut. Ich habe diesen Klassiker wirklich gerne gelesen. Ich konnte viel aus dieser Zeit und der interessanten Darstellungen und Gedankengänge des Autors lernen und gebe zu, immer nach autobiografischen Zügen Ausschau gehalten zu haben, da der Autor und seine Frau Zelda ein ähnlich tragisches Leben und Schicksal erlitten haben.

Mein Fazit ist somit, dass es ein kurzweiliger aber interessanter und unterhaltsamer Klassiker ist, der von mir eine Leseempfehlung enthält.

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1.390 Bibliotheken, 30 Leser, 7 Gruppen, 64 Rezensionen

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Buddenbrooks

Thomas Mann
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.11.1989
ISBN 9783596294312
Genre: Klassiker

Rezension:


768 Seiten ( meine Auflage: S. Fischer; Auflage: 1. (1. Oktober 1997) )

Buddenbrooks erschien 1901 und ist ein Frühwerk des Autors Thomas Mann. Er erhielt 1929 für dieses Buch den Litertur-Nobelpreis. Es gilt als „der“ erste Gesellschaftsroman und ist auch ein autobiographisches Buch, denn Thomas Mann lies viel von sich selbst einfließen und bediente sich an existierenden Personen und Ereignisse der Zeitgeschichte. 

Thomas Mann erzählt die Geschichte der Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook. 

Wir erfahren Generationen übergreifend, beginnend mit dem Tod "Johann Buddenbrook" ( angelehnt an seinem Großvater "Johann Mann") und der Überschreibung der Firma an seinen Sohn die gegründete Firma (1768) "Johann Buddenbrook". 

Es ist nicht möglich über einen bestimmten Protagonisten zu reflektieren. Aber wenn ich mir jemanden herausnehmen dürfte dann wäre es Antonie (angelehnt an seiner Schwester "Elisabeth Mann") . Sie war für ihre Verhältnisse, eine Frau die genau wusste was sie wollte. Um ihre Familie weiterhin zu stärken, heiratet sie aber dennoch nicht den Mann denn sie wollte, sondern den, den ihre Eltern für sie als gute Partie erwählt  haben. Über das ganze Buch wird Antonie ihr Glück nicht finden. Aber sie behält ihre Stärke bei.

Es ist keine Geschichte über den Verfall einer Familie, sondern eher der einer Familie die einen natürlichen Entwicklungsprozess durchläuft. In dem nicht alle Kinder den Ruf des Vaters und den Großvaters folgen, sondern ihren Talenten und Chancen nutzen. Umso mehr Kinder, der jeweiligen Generationen, ihren eigenen Weg gehen, umso selbstverständlicher wird es. Was jedoch nicht unbedingt dazu beiträgt das Geschäft der Familie zu stärken. 

Auch erleben wir viele Tragödien und Schicksale und den Wandel der Gesellschaft in ihrer Zeit. Somit wurde das Buch gegen Ende sehr melancholisch auch philosophisch. Als Thomas über den Tod schrieb habe ich die Zeilen mehrmals lesen müssen: 

„Was war der Tod? Die Antwort darauf erschien ihm nicht in armen und wichtigtuerischen Worten: er fühlte sie, er besaß sie zuinnerst. Der Tod war ein Gück, so tief, daß er nur in begnadeten Augenblicken, wie dieser ganz zu ermessen war. Er war die Rückkunft von einem unsäglich peinlichen Irrgang, die Korrektur eines schweren Fehlers, die Befreiung von den widrigsten Banden und Schranken – einen beklagenswerten Unglücksfall mache er wieder gut.“ Seite 657
Am meisten hat mich die Sprache und Ausdrucksweise von Thomas Mann beeindruckt. Auch wenn ich so einige Schwierigkeiten mit der Verständnis der Dialekte hatte. Dies gab jedoch den Personen einen starken Wiedererkennung Wert. 

„Individualität!...Ach, was man ist, kann und hat, scheint arm, grau, unzulänglich und langweilig; was man aber nicht ist, nicht kann und nicht hat, das eben ist es, worauf man mit jenem sehnsüchtigen Neide blickt, der zu Liebe wird, weil er sich fürchtet, zum Haß zu werden." Seite 657 
Egal was ich nun über dieses Buch schreibe, es wird dem Inhalt nicht gerecht. Somit belasse ich es dabei einfach mal wieder einen kleinen Anstoß  zu geben, dieses Buch wenn noch nicht, dann doch mal zur Hand zu  nehmen. Ich verlinke auch meine *Ausgabe die eine große Kaufempfehlung ist. Der Leineneinband ist nicht nur ein Hingucker, die Qualität des Einbandes sowie der Seiten sind wirklich toll.

Fazit: 

Es ist ein Klassiker, der es Wert ist gelesen zu werden. Nicht trotz seiner Länge, sondern gerade wegen seiner Länge, erhält dieses Buch einen ganz festen Platz in meinem Herzen, mit seiner Sprache und seinen Protagonisten.

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schachnovelle

Stefan Zweig
Flexibler Einband: 44 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 08.08.2017
ISBN 9783744892308
Genre: Romane

Rezension:

Die Schachnovelle von Stefan Zweig

Erstmals veröffentlicht: 1942

Unser "Protagonist" wenn man ihn so nennen darf, ich befürchte jedoch das es nicht ganz zutrifft, den es wird nicht seine Geschichte sein die erzählt wird. Er befindet sich auf einem Schiff  von New York nach Buenos Aires. Als das Schiff ablegt erfährt er, dass "der" Schachweltmeister Mirko Czentovic an Bord ist. Dieser Schachmeister  ist jemand ganz besonderes, da sein einziges Talent im Schachspiel liegt. Er spricht auch mit niemanden, der seinem Intellekt überlegen ist und somit fast nur mit den Bauern aus seinem Dorf.

Das weckt die Neugier in dem Protagonisten. Er möchte an den berühmten Schachspieler ran und wie könnte er das besser, als ihn mit Schach zu locken. Natürlich hat weder er, noch der Reiche McConnor, die geringste Chance gegen ihn zu gewinnen. Bis ein Unbekannter, der sich Dr. B nennt, erscheint und sich als würdigen Gegner herausstellt.  Den er konnte alleine durch das Zuschauen, alle Schritte und alle Eventualitäten, beider Parteien im Kopf berechnen. Obwohl er seit mehr als 20 Jahren nicht mehr Schach gespielt hat. Er erzählt unserem Protagonisten später wieso er so ein brillanter Theoretiker darin ist. 

Damit beginnt die Erzählung über sein Leben als Anwalt, der die Besitztümer der Kirchen verwaltet hat. Als Hitler an die Macht kam und die Plünderung der Kirchen begannen, wurde er verhaftet. Er kam nicht ins Konzentrationslager, den die Gestapo wollte von ihm Informationen, gegen die Klöster um Vermögensverschiebungen nachweisen zu können. 

Er kam in ein Leeres Hotelzimmer und wurde dort während der langen Zeit der Gerichtsverhandlungen vier Monate festgehalten. Das war für ihn sogar noch eine viel größere Folter, als die Zwangsarbeit in den Gefangenenlagern.

"Aber selbst Gedanken, so substanzlos sie scheinen, brauchen einen Stützpunkt, sonst beginnen sie zu rotieren und sinnlos um sich selbst zu kreisen; auch sie ertragen nicht das Nichts." Zitat Seite 50
Bis ihn ein Buch in die Hände gefallen ist und er es heimlich ins Zimmer bringen konnte, und was war es... Nicht wie erhofft Goethe, sondern ein Schach Repetitorium. Daraufhin erzählt Stefan Zweig, wie dieses Buch Dr. B. durch seine "Wartezeit" im leeren Hotelzimmer begleitet. Wie es ihm zunächst unnütz vorkommt, dann doch froh ist es zu haben und irgendwann in den Wahnsinn treibt.

Stefan Zweig hat diese Geschichte genutzt um über die Zustände des Konzentrationslagers, der Gestapo und deren Folterungen zu berichten.

Was soll ich nun dazu sagen? Ich weiß nicht genau was ich von diesem Buch erwartet habe, ich wollte es unbedingt mal lesen, aber das es mich so erschüttert und gleichzeitig bewegt habe ich nicht kommen sehen. Gedanklich begleitet hat mich beim lesen, das Schicksal des Autors.  Schließlich schreibt er von einem Thema, das ihn und seine Frau zum Freitod bewegt hat.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Der Große Zoo von China

Matthew Reilly
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 18.08.2017
ISBN 9783865525628
Genre: Fantasy

Rezension:

Der große Zoo von China von Matthew Reilly

Erschienen im Festa Verlag – 377 Seiten
Genre: Thriller/Horror/Fantasy/Science-Fiction/Dystopie


Worum gehts ungefähr?

Tja wie fange ich nur an? Ich weiß nicht genau wie ich den Inhalt beschreiben könnte, ohne etwas zu verraten. Ich will nicht derjenige sein, die etwas vorweggenommen hat. Ich versuche es dennoch und hoffe es hört sich alles nicht zu kryptisch an:

Der Titel des Buches ist „Der große Zoo von China“ es versteht sich schon mal, dass es hier bei tatsächlich um einen Zoo geht. Der Autor hat sehr ausführlich, die Machtstellung Chinas auf der Welt und auch ihre Wirtschaftliche Stellung erläutert, nämlich dass sie nur als Produktionsstätte, allen voran, den Amerikanern verwendet werden, selbst aber nichts eigenes und innovatives vollbringen.

Bis den Chinesen etwas in die Hände fällt, das sie als „die“ Chance nutzen, endlich auf dicke Hose vor der Welt zu machen. Die Vorbereitungszeit nimmt viele Jahre in Kauf. Vor der offiziellen Eröffnung, nimmt der Zoodirektor richtig Geld in die Hand und lädt die bedeutendste Presse aus Amerika ein. Somit darf die New York Times nicht fehlen und National Geografic, vertretend von der Reptilienforscherin CJ Cameron.

Als sie in diese gewaltige Anlage ankommen, werden sie auch tatsächlich von den Chinesen ins stauen versetzt… Bis etwas ganz gewaltig schief läuft. Dann muss CJ und ihre Begleiter um ihr leben kämpfen.

Wie fand ich es?

Also, ich muss sagen es ist sehr cool geschrieben, fast wie ein Märchen. Man wünscht sich zunächst es wäre wahr. Der Autor hat es dennoch sehr wissenschaftlich erklärt und hat viel Recherche einfließen lassen, sodass man doch glauben kann, es könnte möglich sein.

Am Anfang ist es noch interessant zu lesen, man vergisst total das man gerade einen Thriller aus dem Festaverlag in der Hand hat. Bis es komplett umschlägt und wir erleben ein blutiges rasantes Abenteuer.

Der Aspekt das Menschen immer glaubten klüger zu sein und alles unter Kontrolle zu haben, aber die Tiere haben nicht umsonst so lange überlebt, denn sie sind ebenfalls Überlebenskünstler, hat mir besonders gut gefallen.

Fazit:

Ich habe es gerne gelesen und habe mich an der Originalität der Geschichte erfreut. Auch, mochte ich den Festa-Typischen „blutigen“ Teil. Aber so gegen Ende wurde es dann doch zu viel konstruierter Spannung, das sehen aber viele Leser sicherlich ganz anders.


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112 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Die Ermordung des Commendatore Band 2

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 11.05.2018
ISBN 9783832198923
Genre: Romane

Rezension:

Band zwei: ACHTUNG SPOILERT DEN ERSTEN BAND !!!!!

Die Geschichte geht knüpft nahtlos an den ersten Teil an, selbst das erste Kapitel geht mit Kapitel 33 los. Jedenfalls, ist der Protagonist gerade dabei, ein Porträt seiner 13-Jährigen Nachbarin, auf Wunsch seines reichen Nachbarn Menshiki zu malen. Diese soll ja vielleicht und angeblich seine Tochter sein. Menshiki möchte, so seiner Tochter näher kommen, und irgendwann einfach zufällig auftauchen. Dies klappt auch alles nach Plan. Bis sich die mysteriösen Fälle beginnen zu häufen.

Mehr möchte ich erstmal nicht auf den Inhalt eingehen. Schließlich passiert gar nicht so unglaublich viel in diesem Buch. Es hat jedoch irgendetwas an sich, dass man es in kürzester Zeit lesen möchte oder muss?! Ich habe bereits beim lesen, viel Kontakt mit anderen Lesern gehabt, denen es ähnlich ergangen ist.

„Denn was richtig oder falsch ist, hängt von der vereinbarten Norm ab. Zum Beispiel gibt es eine Menge Leute auf der Welt, die die Todesstrafe für gerechtfertigt halten. Oder ein Attentat, führte ich den Gedankten fort.“ Seite 18



Im Laufe des Buches kehrte Murakami sehr zum Magischen Realismus zurück. Wenn man mal vom 60 cm großen Commendatore absieht. Schlussendlich kann ich einfach nicht sagen, ob ich nun dieses Buch wirklich mochte. Mir hat es leider nicht so viel geben wie andere seiner Bücher, die mich noch lange zum nachdenken gebracht haben, oder deren Inhalt mir noch immer Präsent ist. Es war ein interessantes Buch, das man gerne weitergelesen hat. Aber dennoch blieb es weit hinter seiner Möglichkeiten. Es ist ganz sicher noch ein gutes Buch, mit interessanten Charakteren, seltsamen Ereignissen, Musik, Kunst, Geschichte. Nur Murakami schafft es nicht in Metaphern zu sprechen sondern mit Metaphern.

Meine Lieblingsstelle:

„Wenn ein Mensch etwas zutiefst und leidenschaftlich will, kann er es erreichen. Ich war davon überzeugt, dass wir über einen besonderen Kanal in der Lage sind, die Realität außer Kraft zu setzen. Oder etwas Unwirkliches Wirklichkeit werden zu lassen. Wenn wir es aus tiefster Seele wollen. “ Seite 178

Fazit:

Ein durchaus interessanter Murakami, wenn doch auch nicht der beste. Es hat sehr vielversprechend mit dem ersten Band begonnen. Der zweite Band hat sich jedoch einwenig gezogen, trotzdem hat man es gerne und schnell gelesen. Vom Abschluss weiß ich leider noch immer nicht genau was ich davon halten soll. Es ist jedoch wenn man schon einige Bücher von ihm gelesen hat, jammern auf hohen Niveau.

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93 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Super und dir?

Kathrin Weßling
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 06.04.2018
ISBN 9783961010103
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte beginnt mit dem Leben der Protagonistin Marlene, die ziemlich abgestürzt ist. Sie hatte sich das Leben, jedoch so nie vorstellt und weiß selbst nicht wie es soweit kommen konnte. Sie wollte doch nur schnellstmöglich ihr Studium beenden und einen Job finden. In Rückblenden erfahren wir, wie sie zu dem Menschen geworden ist, der sie heute ist und was zu dieser großen Katastrophe, das sich nun ihr Leben, mit 31 Jahren nennt, geführt hat.

Marlene ist ein eigentlich eine sehr starke Persönlichkeit und hat in der Vergangenheit ihren Schicksalsschlägen, so gut es eben ging, getrotzt und ist ihren weg gegangen. Sie hat von ihrer Jugend an funktionieren müssen, dies hat sich durch ihr ganzes Leben gezogen. Bis sie in einem Job landet, in dem der Leistungsdruck sehr hoch ist.

Der Leistungsdruck kommt jedoch nicht nur von ihrem Arbeitgeber. Sie macht sich diesen auch selbst, in dem Sie ihr ganzes Leben, in Sozial Media Kanälen präsentiert. Dort muss jeder schließlich immer perfekt sein. Sie schafft sich ihre eigenen Sozial Media Lügen. :“Ich habe einen neuen Job also was muss ich sein? Glücklich“!. Dafür gibt es Daumen hoch ! Das zwingt sie diesen Zustand auch selbst zu glauben, oder bestmögliches es sich selbst einzureden.

Die Beschreibung einer gegenwärtigen Situation ist sehr einnehmend. Kathrin Weßling beschreibt ehrlich, mit wenigen aber den richtigen Worten, dass einem selbst so unbehaglich zumute wird, als würde man selbst in der Haut der Protagonistin stecken.

Ich fand es faszinierend wie viele Gedankengänge sie hatte, die überhaupt nicht die gegenwärtige Situation passen. Sie aber doch irgendwie auftauchen, ob es hilft die Situation zu überstehen, oder einfach durch eine Nervosität entstehen sei dahin gestellt. Dadurch findet mich sich in vielen Situationen, die Marlene erlebt und ihre Reaktion darauf, wieder.

Ich habe mir so wünscht, dass sie es schafft und dieses Chaos das sich ihr Leben nennt, teils selbst und teils unverschuldet, wieder in den Griff bekommt. Ich wollte sie so oft gerne schütteln und ihr sagen: „Hör auf damit“. Letztendlich durchlebt Marlene nichts, was nicht viele andere auch durchstehen müssen. Vielleicht ist das auch der Grund wieso, die Geschichte von Marlene, so echt rüberkommt.

Dieser Zitat beschreibt ganz gut weshalb der Titel des Buches „Super, und dir“ heißt.

„…, alles kann in sich zusammenfallen, aber das hier nicht: die Maske, der Tarnanzug aus Funktionalität.“

Zitat : Seite unbekannt ( Ebook Version )

Das verrückte ist, dass Marlene anstatt sich wirklich von der Arbeit zu erholen, oder diesen einfach hinzuwerfen, sich Tipps holt, wie sie sich besser konzentrieren kann, oder was sie tun kann um mehr Leistung zu bringen. Das führt jedoch zu noch mehr Stress: „Morgens eine halbe Stunde Meditieren, dann noch am besten ein wenig Yoga, ach und Laufen soll ja auch Wunder bewirken“. Danach ist sie zwar erschöpft, ihr ist schlecht aber sie ist sehr stolz auf sich.

„Denn wenn eigentlich alles gut läuft, dann ist das Leben eine Art Schuldschein. Die Schuld ist: es zu erhalten. Es zu schützen. Weiterzumachen. Nicht zu jammern. Um Himmels willen nicht zu jammern.“

Zitat: Seite unbekannt ( Ebook Version )

Ich kann nicht sagen, ich habe diese Buch verschlungen. Es ist sehr bedrückend, ich habe mich so oft geärgert, aber so oft mitgefühlt. Ich habe mir so sehr ein happy end für Marlene gewünscht.

Fazit:

Diese Buch ist für jeden geeignet, vor allem für alles Sozial Media Nutzer, denn die behandelnde Themen sind sehr präsent. Man sollte sich aber auf ein hartes Stück Brot gefasst machen.

Die Autorin Kathrin Weßling, arbeitet selbst als Online-Redakteurin und Sozial-Media-Spezialistin.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Munin oder Chaos im Kopf

Monika Maron
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 22.02.2018
ISBN 9783100488404
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch führte zu einer Spaltung im Literarischen Quartett. Thea Dorn hat sich sogar der Stimme enthalten, während die anderen drei Mitglieder des Quartettes diesen Buch ihre Stimmen, für ein gelungenes Werk gaben. Dies macht einfach neugierig.

Monika Maron erzählt die Geschichte aus einer Ich-Perspektive, in der eine Kolumnistin beauftragt wurde, einen Beitrag für eine Zeitung zum Dreißigjährigen Krieg zu schreiben. Doch das Problem ist, dass unsere Protagonistin sich in diesem Thema von Anfang an reinlesen muss. Dies ist jedoch Tagsüber nicht möglich, da ihre Nachbarin, lauthals auf ihrem Balkon singt.

"Aber nun war es, als könnte ich durch das lautlose Dunkel, das alles umher seiner Gegenwärtigkeit entkleidete, einen Pfad durch die Zeit finden, der mir an den Tagen zuvor verborgen geblieben war."

Zitat Seite 27
Dies stößt nicht nur bei ihr auf Widerstand, sondern bei allen anderen Bewohnern auch. Ein kleiner Krieg entbrennt nicht nur in der Nacht, in der sie nun über den Dreisigjähren Krieg lesen und schreiben muss, sondern auch tagsüber in ihrer Nachbarschaft. Diese Lage bringt sie in eine Gedanken Desorientierung. Als sie dann auch noch ein Rabe den sie "Munin" ( Einer von Gottes Odin Raben ) nennt besucht, und mit ihr über die Gott und die Welt disputiert, scheint sie völlig den Verstand verloren zu haben, denn sie weiß das der Rabe wirklich mit ihr spricht.

Meine Meinung: 

Wem kann ich mich nun anschießen? Ich gebe zu, ich musste häufig den Kopf schütteln, aufgrund der Gedankengänge und Meinungen, die uns Monika Maron präsentiert, lange  konnte mich Frau Dorn anschließen. Bis ich im Laufe des Buches begreifen musste, dass es natürlich nicht die Meinung der Autorin ist, sondern es sich um einen Roman handelt und die Autorin den Gedankenwahnsinn unserer Zeit aufzeigt. Sie behandelt unglaublich viele Themen, die uns die letzte Zeit und die Zeitungen beschäftigen. Von Fremdenhass bis zur Genderthematik wird so einiges aufgegriffen. Munin hat da auch so seine eigene Meinung über die Menschen. Monika Maron hat einen sehr angenehmen und gut verständlichen Schreibstil, dass mich dazu veranlasst, weitere ihrer Bücher lesen zu wollen.

MEIN FAZIT: 

Ein lesenswertes Buch. Ein Spiegel für die eigenen Gedankengänge und Gesellschaft sowie ein ansporn zur Selbstreflexion. Alles in einem Werk vereint. Großartig!

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258 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 122 Rezensionen

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Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

Maja Lunde schreibt ihr zweites Buch in dieser Form. Während sie im ersten Band sich ganz der Geschichte der Bienen gewidmet hat, können wir hier über die Geschichte des Wassers lesen. Diesmal haben wir anders als im ersten Band zwei Geschichten, die im Jahr 2017 in Norwegen und 2041 in Frankreich spielen. Diese beiden Geschichten werden im Kaptitelwechsel erzählt.

Signe 2017 Norwegen:

Signe kehrt in ihre Heimat als alte Frau zurück mit einem bestimmten Ziel. Sie will nicht bleiben, aber sie erinnert sich an ihre Kindheit zurück: „Diese Zeit als ihre Mutter ihr im als Geburtstagsgeschenk im Sommer Schnee gebracht hat, damit sie einen Schneemann bauen kann“. Schon damals verstand Signe, dass es nicht richtig war. Heute als alte Frau steht sie vor den Gletscher und sieht den Männern dabei zu, wie sie mit Kettensägen blockweise den Gletscher abtransportieren, damit reiche Ölscheiche ihre Getränke gekühlt, mit den besten Gletschereis genießen können. Eisberge in Miniformat.

„Ich kann nicht alles zerstören, aber das hier kann ich zerstören. Ich kann nicht bei allem aufschreien, aber hier kann ich es. Ich kann das Eis ins Meer kippen und verschwinden.“

Zitat aus Seite 55

David Frankreich 2041

Seid fünf Jahren dauern nun der immerwährende Sommer an. Langsam bleibt auch David und seiner Familie keine andere Möglichkeit, als das Land zu verlassen. Die Brände wüten durch Frankreich. Leider wurden David und seine Tochter, von seiner Frau und seinem vier jährigem Sohn getrennt. Er war sich sicher, sie an der Grenze wieder zu treffen, doch seine Frau ist dort nie angekommen. Er bleibt mit seiner Tochter in der Flüchtlingsunterkunft und hofft auf ein baldiges Wiedersehen. Essen , trinken, waschen das ist das höchste Ziel geworden.

„Früher hatte die Sonne ihre Kraft darauf gerichtet, das Wasser zu verdampfen. Als es keine Feuchtigkeit mehr in der Erde gab, richtete sie ihre Kraft auf uns.“

Zitat aus Seite 35

Ich habe die ersten 200 Seiten wirklich verschlungen ohne es aufmerken. Durch die Kinderperspektive von Davids Tochter, konnte Maja Lunde viele fragen stellen und beantworten, oder einfach nur zum denken anregen. Es ist ein wichtiges Buch, um nicht zu vergessen, dass wir mit unseren scheinbar täglichen immer vorhanden Ressourcen verantwortungsvoll umgehen müssen. Die Geschichte erzählt also was passiert davor und passiert danach?

Unabhängig davon wie wichtig dieses Buch und wie augenöffnend es ist, aus der Sicht eines Romanes mit 480 Seiten, hat es mich aber der Hälfte leider gelangweilt. Maja Lundes Sprache ist sehr ruhig und gibt dem Buch eine gewisse Stille und Melancholie, das genau richtig für diese Art von Geschichte ist. Dennoch hat es sich leider ab der Hälfte, aus diesem Grund nur noch mühselig lesen lassen. Ab dem Zeitpunkt an dem wir mit den Charakteren da angekommen sind, wohin wir wollten, passiert sehr wenig. Dies lässt die Augen beim lesen schwer werden.

MEIN FAZIT:

Ein wichtiges Buch, für die Erinnerung mit unseren Ressourcen richtig umzugehen. Aber leider aber der Hälfte, nur noch mühselig zu lesen, aufgrund der leisen Stimme des Buches kombiniert mit einem ruhigen Plot.

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58 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Die Gabe des Himmels

Daniel Wolf
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2018
ISBN 9783442483198
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wie fange ich eine Rezension an über ein Buch, deren Vorgänger mich erst zu diesem Genre gebracht haben und die ersten Bücher waren, die mich in die Welt des viel Lesens geführt haben. Ich habe nach diesen Büchern, so einige historische Romane verschlungen, aber keines konnte an die Bücher von Daniel Wolf heranreichen. Vielleicht am besten mit dem Inhalt, des vierten Bandes, des großartigen Mittelalter-Epos, rund um die Familie de Fleury. Erwähnen möchte ich jedoch vorab, dass es sich auch nach dem Lesen, bestätigt hat, dass dieser Band auch unabhängig und völlig eigenständig gelesen werden kann. Im vierten Band wurde eine Generation übersprungen, die Vorfahren tauchen zwar auch hier und da mal auf, aber ohne groß etwas vorweg zunehmen. Das bedeutet man könnte dieses Buch als erstes lesen und danach trotzdem noch mit dem ersten Band beginnen.

1346 Varennes -Saitnt-Jaques

Adrien de Fleury studiert entgegen seiner Vorfahren, als erster Fleury Medizin, denn er möchte der nächste Physikus ins einer Stadt werden. Er arbeitet neben seinem Studium für ein wenig Taschengeld, bei bei einem Wundheiler ( auch Chirurgen zu dieser Zeit ). Gerade deswegen beeindrucken ihn die immer gleichen Vorträge der Universität, die Lehre der Säfte langweilit ihn zunehmend. Bis er auf die Idee kommt, eine Leiche zu sezieren, was zu dieser Zeit verboten ist. Er fliegt von der Universität und beginnt seine Ausbildung, in zu dieser Zeit zählenden Handwerklichen Beruf als Chirurg.

Als er nach Varennes zurückkehrt, erwarten ihn viele Hürden. Sein Vater hat den gesamten Besitz der Kaufmannsfamilie weggegeben, um ein gottgefälliges Leben zu führen. Sein Bruder steht vor einem Rätsel wie er die Familie noch retten kann. Als die Pest die Stadt heimsucht und die Juden für diese Seuche verantwortlich gemacht werden, bricht das große Chaos über Varennes.

Meine Meinung

Daniel Wolfs selbst, sagte es soll sogar der beste Band der Reihe werden. Ich finde es wirklich schwer seine Vorgänger zu übertrumpfen. Ganz sicher aber hat es nicht an Qualität verloren. Das Thema Medizin zu dieser Zeit, ist schon sehr interessant. Und auch wenn ich bereits so einige Bücher darüber gelesen habe, konnte ich noch immer was von Daniel Wolf lernen. Seine Geschichten sind immer großartig recherchiert.

Er erzählt in Zusammenhang mit tollen Charakteren, interessanten, spannungsreichen Plot, Geschichten der Mittelschicht. Das Buch hat fast 1000 Seiten, in keiner Seite langweilt man sich, oder hat das Gefühl es sei zu breit getreten. Gegen ende des Buches, hat man sogar noch das Gefühl es könnte nochmal 500 Seiten weiter gehen und man hätte nichts dagegen.

Auf eine Entwicklung war ich besonders neugierig, wir haben ein paar gar nicht mehr so perfekten Fleurys in der Familie. Die Entwicklung die einige Charaktere machen mussten, war grandios.

Der Schreibstil ist der Zeit perfekt angepasst, aber dennoch flüssig zu lesen, es lässt einen schon ein paar Seiten ein Kopfkino entstehen. Immer wieder dachte ich mir, na wie willst du das Runder nochmal rumreißen? Die Lösung aufgrund dessen immer wieder unerwartet.

MEIN FAZIT:

Ein Teil der Reihe, die unabhängig von den anderen teilen gelesen werden kann. Toll recherchiert, wieder einzigartige, sympathische, kluge und heldenfafte Charaktere. Verzwickter, gut konstruierter Plot der einen oftmals den Atem anhalten lässt. Wieder hat Daniel Wolf begründet, wieso er mein Lieblingsautor in diesem Genre ist.

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Die Maske

Fuminori Nakamura , Thomas Eggenberg
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.02.2018
ISBN 9783257070217
Genre: Romane

Rezension:  
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79 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Blutschatten

Kathy Reichs , Heike Schlatterer
Fester Einband
Erschienen bei Blessing, 05.03.2018
ISBN 9783896676214
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich wollte schon lange etwas von dieser Autorin lesen, die bereits so einige Buchreihen veröffentlicht hat. Somit war es die perfekte Gelegenheit, mit einer neuen Ermittlern und einer neuen Reihe zu starten.

Die ehemalige Polizistin Sunday Night, lebt ohne jeden Komfort zurückgezogen. Sie hat ihren Dienst quittiert, da sie durch einen unglücklichen Zwischenfall, nicht hinter dem Schreibtisch landen wollte. Sie hat zwar zu einem Tod eines Menschen beigetragen, doch ist nun selbst mit Narbe, quer durch ihr Gesicht bestraft.

Sie wird von ihrem Adoptivvater und ebenfalls Polizisten dazu überredet, aus ihrer Hölle zu kriechen und sich mit einer sehr wohlhandenen Frau zu treffen. Diese möchte sie, für die Suche, ihrer Nichte rekrutieren. Denn ihre gesamte Familie kam bei einem Attentat ums Leben, nur die Nichte bleibt verschwunden. Der Fall wurde nicht aufgeklärt und das Mädchen wurde aufgegeben. Ihre Großmutter glaubt in den Fängen einer Sekte gelandet zu sein. Sunday nimmt sich den Fall an und beginnt mit ihrer Suche nach dem Mädchen.

Sunday Night, finde ich als Protagonistin aufsehenerregend. Sie ist nimmt kein Blatt vor dem Mund, ist schnippisch, schlagfertig und vollgepackt mit schwarzem Humor. Es liest sich nicht wie ein typischer Thriller oder Krimi, es wird nicht ermittelt wie in vielen anderen Büchern, mit Befragungen und viel Recherche, einiges passiert aus Zufall und natürlich, durch die besonderen Fähigkeiten der Ermittlern. Die Kapitel enden oftmals mit Kliffhänger und erzeugen dadurch eine konstante Spannung. Kathy Reichs nimmt es sich nicht die Atmosphäre und ihre Umgebung zu beschreiben, was oftmals in Thrillern Mangelware ist. Einige Charaktere bleiben dafür etwas matt, weil sie eher flach gehalten werden. Befremdlich fand ich auch die Namensgebung, fast aller Personen die auftauchen, beginnend mit der Pragonistin selbst „Sunday Night“, dies zieht sich durchs ganze Buch, ich konnte mich jedoch schnell daran gewöhnen.

Ich bin hin und her gerissen ob ich dem Buch drei oder vier Sterne vergeben soll, bestens würden dreieinhalb Sterne passen. Weil mir die Charaktere in einem Buch doch wichtiger sind als die Raumbeschreibung. Trotzdem habe ich mich nun für vier Sterne entschieden, weil ich ganz sicher diese Reihe weiterlesen möchte. Denn gegen Ende des Buches erfahren wir etwas über die Protagonistin die sehr neugierig auf die nächsten Bände macht.

Fazit:

Ein empfehlenswerter Thriller, wenn man wieder mal etwas anderes, in diesem Genre lesen möchte. Rasant und atmosphärisch. Eine interessante Protagonistin die man hasst und liebt zugleich. Ich werde die weiteren Bände rund um „Sunday Night“ weiter verfolgen.

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Artemis

Andy Weir , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.03.2018
ISBN 9783453271678
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Heiß ersehnt, wurde der neue Roman des Autors, des Bestsellers „Der Marsianer“, doch wir reisen diesmal nicht auf den Mars, sondern auf den Mond. Denn die Menschheit hat es geschafft, auf dem Mond leben zu können. Da fragt man sich natürlich, wieso um alles in der Welt, sollten wir das wollen? Ganz klar: Tourismus. Es gibt die Reichen, die es tun, weil sie es können, oder auch diejenigen die es sich einfach einmal im Leben gönnen.

Da der Mond bewirtschaftet werden muss, gibt es auch die Menschen, die dauerhaft dort Leben und arbeiten. Auch hier gibt es unterschiedliche Klassen und Gesellschaftsschichten. Doch der Mond wird keineswegs, nur von den Amerikaner besiedelt, wir begegnen hier so gut wie jeder Rasse und Kultur, die auch auf der Erde existend ist. Unsere Protagonistin selbst ist Araberin und heißt Jazz (Spitzname für Jasmin).

"Es ist teuer, hierherzukommen und unglaublich teuer, hier zu leben. Aber eine Stadt kann nicht allein aus reichen Touristen und exzentrischen Milliardären bestehen. Sie braucht auch Angehörige der Arbeiterklasse."
Seite 15

Jazz ist eine intelligente und gewitzte junge Frau. Sie verdient ihr Geld zum Schein als „Trägerin“, man könnte es auch Kurier nennen. Doch um ihrem Traum, eine bleibe mit eigenem Bad und ein Raum, in dem man aufrecht stehen kann, näher zu kommen, betreibt sie ein kleines, aber illegales Nebengewerbe, der Schmuggelei. Wie sie dazukam, erfahren wir im laufe der Erzählung. Als Charakter kann man sie sehr mit Mark Watney vergleichen, nur eben in weiblicher Form.

"Die Stadt schimmerte im Sonnenlicht wie metallene Brüste. Was denn? Ich bin keine Dichterin. Und die Kuppeln sehen wirklich wie Brüste aus."
Seite 135

Als Jazz ein fragwürdiges Angebot zu einem Job erhält, ist sie schockiert, bis sie die Höhe ihres Honorars erfährt und ohne zu zögern einwilligt. Als sie beginnt diesen Auftrag auszuführen, kommt die Autorbekannte Technik ins Spiel. Andy Weir, nimmt uns in alle Gedankengänge, technische Überlegungen und Erklärungen mit.

Ich liebte es Erklärungen zu erhalten wie:

Wieso ein Kaffee auf dem Mond, scheiße schmeckt .. oder, wieso die Prepaid Währung „Motten“ heißt… und wie gewinnt man eigentlich Sauerstoff auf dem Mond?

Mir gefiel „Artemis“ sogar noch mehr als „Der Marsianer“ , denn es war viel rasanter und spannender und irgendwie interessanter, vielleicht auch weil, es in gar nicht so einer weit entfernten Zeit, unsere Zukunft sein könnte.

Ich kann es somit allem Technik verrückten, oder die es gerne werden wollen, wärmstens empfehlen. Ich gebe jedoch zu, dass ich mir nicht unter allen Erklärungen konkret etwas vorstellen konnte. Doch das ist auch nicht weiter schlimm, wer es möchte, kann alle Begriffe nachschlagen, um seinen Horizont zu erweitern. Oder man erfreut sich einfach an seiner eigenen Fantasie, sowie ich es meistens getan habe.

Ich hoffe, ich konnte meine Begeisterung , zum Ausdruck bringen. Alles in einem, ist es wieder ein empfehlenswertes Buch. Ich hoffe Andy Weir hört, niemals auf zu schreiben.

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Die Ermordung des Commendatore Band 1

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 25.01.2018
ISBN 9783832198916
Genre: Romane

Rezension:

Unser Ich-Erzähler ist Porträtmaler, übt den Beruf aber nur aus, weil er damit wirklich Geld verdienen kann. Seine Kunden müssen nicht stundenlang Modell stehen, es reicht ein ausführliches Gespräch. Nur so kann unser Protagonist, wirklich ein Bild, einer Person malen und seine wirklichen Wesenszüge, einfließen lassen. 

Doch als ihn seine Frau nach sechs Jahren Ehe verlässt, kündigt er in seiner Agentur, die ihm Kunden vermitteln und streift durchs Land. Irgendwann kehrt er zurück,  und bietet seinen ehemaligen Chef, um Hilfe eine bleibe zu finden. Dieser bietet ihm an, in dem Haus seines Vaters, der selbst ebenfalls Künstler war, zu bleiben. Er willigt dankend ein, und zieht sogleich ein. 

Obwohl er entschlossen ist, nicht mehr zu malen, nimmt er einen Job als Kursleiter für einen Malkurs an, um einen kleinen Nebenverdienst zu haben. Bis er ein sehr lukratives Angebot erhält, einen reichen Mann zu porträtieren. Doch schnell stellt sich heraus, dass er vor einer großen Herausforderung steht, denn dieser Mann macht es ihm nicht leicht in seine Seele zu blicken. 

Wieso aber der Buchtitel "Die Ermoderung des Commendatore" ? Während der Protagonist, in dem Haus des Künstlers lebt, ruft ihn eine unsichtbare Kraft, in den Dachboden. Dort entdeckt er das Gemälde mit dem Titel : "Die Ermoderung des Commendatore" . Diese Bild wird ebenso wie der mysteriöse neue Mann, viel Einfluss auf sein Leben nehmen. 

Wie ich es fand: 

Neben "Kafka am Strand" und "Naokos Lächeln" finde ich dieses eins seiner besten Werke, die ich bisher gelesen habe. Es ist sehr vielschichtig und weicht von seinen bisherigen Charakteren und Menschenbilder ein wenig ab. Hier nimmt nicht eine Frau, den größten Einfluss, auf sein Leben, sondern ein Mann und ein Bild. Der Hausbesitzer ist ein berühmter Nihonga Maler, somit konnte man Einblicke in die japanische Malerei erhalten. Das Buch nimmt eher langsam an Fahrt auf, aber ist man erstmal drin, wird man wieder Murakami typisch in den Bann gezogen. 
Wieso Murakami nicht, auf wirklich den sehr nüchtern und grob geschrieben Sex verzichten kann, bleibt mir ein Rätsel. Auch eine provokante Unterhaltung über die nicht wachsen wollenden Brüste mit einer 7.Klässlerin, finde ich völlig unnötig. Übrigens wer "Der große Gatsby" und "Wahn" von Stephen King gelesen hat, wird sich heimisch fühlen. 

Wie man merkt, ist dieses Buch sehr vielschichtig und daher absolut Lesenswert. Sicherlich nutzt man die wachsende Popularität des Autors, wieso sonst, sollte man das Buch in zwei, aufteilen, mit drei Monaten Wartezeit auf den zweiten Band. 

Nun ja es funktioniert, denn ich werde mir auch den nächsten Band, zur Gemüte führen. 

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584 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

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One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Fünf völlig unterschiedliche Jugendliche müssen nachsitzen. Wir haben hier alle Klischee-Highschool Jugendliche zusammen: Ein Nerd, eine Schönheit, eine Streberin, ein Bad Boy und ein Football-Star der Schule. Doch es kommen nur vier Schüler aus dem Nachsitzen wieder heraus, denn ein Schüler überlebt es nicht. Was erst wie ein Unfall aussah, stellte sich als ein Mord heraus, den nur einer dieser Schüler begannen haben konnte. Wer wars ? Wer hat es getan ? Die angeblichen Klischee-Jugendlichen, stellen sich sehr bald, als gar nicht so Klischeehaft heraus. Alle dieser Schüler haben ihre Geheimnisse, die besser nichts an Licht treten sollten.

Keine Zusammenfassung eines Buches fällt mir so schwer wie diese, man möchte einerseits die spannende Geschichte und den großartigen Plot hervorheben, jedoch ohne zu viel zu verraten. Ich hoffe mir ist es einigermaßen gelungen, eine gewisse Neugier zu wecken, denn die genaue Entwicklung, sollte jeder selbst entdecken können. Das Buch ist voll von unerwarteten Wendungen und interessanten Charakteren, bei denen man jeden einzelnen gerne liest und verfolgt. Wir lesen aus der Ich-Perspektive, der vier Schüler die lebend aus dem Nachsitzen herausgekommen sind. Man wird immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt, doch damit das funktioniert, war es gegen Mitte des Buches ein wenig träge, was aber völlig normal ist um die Verbindungen, Entwicklungen und so einige Charakter einbauen zu können. Ich liebte an dieser Geschichte, dass die Jungendlichen nicht gehandelt haben wie es Jugendliche oft in Büchern tun, sondern viel überlegter, daher kann ich es für jede Altersklasse empfehlen. Angenehmer hätte ich es jedoch gefunden, wenn die Autorin den Personenwechsel auch im Schreibstil geschafft hätte. Alles in allem, war es ein Buch, dass einem ein paar nervenzerreißende Stunden beschert, in denen man unbewusst Teil der Geschichte wird, weil man mit rätseln und mit fiebern muss.

Mein Fazit:

Ein Buch das ich nur weiterempfehlen kann. Toll geschrieben, eine klasse Idee, unvorhersehbar und vollgepackt mit unerwarteten Wendungen. Die Jugendliche sind nicht nervig oder unreif, daher ein Buch für jede Altersklasse. Eine Geschichte in der man mit rätseln und mit fiebern muss.

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Der Wortschatz

Elias Vorpahl , Julia Marie Stolba
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Buchblatt Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783000571695
Genre: Fantasy

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Erntedank

Volker Klüpfel , Michael Kobr
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.05.2013
ISBN 9783492303019
Genre: Krimi und Thriller

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Milchgeld

Volker Klüpfel , Michael Kobr
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.05.2013
ISBN 9783492303002
Genre: Krimi und Thriller

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