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High-Rise

James Graham Ballard
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Fourth Estate, 03.12.2015
ISBN 9780008134891
Genre: Sonstiges

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72 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

mord, thriller, david hunter, forensische anthropologie, familienträgödie

Totenfang

Simon Beckett , Sabine Längsfeld , Karen Witthuhn
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.09.2017
ISBN 9783499255052
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was lange währt ... wird richtig gut. Gelungener Spannungsaufbau, erstklassige Erzählweise und interessantes Setting. In der englischen Originalausgabe gelesen. Zweifelsohne ein packendes Buch, dessen Story man genau verfolgen muss. Becketts Beschreibungen sind wie immer sehr bildhaft und genau, aber meines Erachtens ist genau das seine Stärke. Kann den nächsten Hunter kaum erwarten.

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schottland, nanny, bdsm, fremdgehen, arzt

Schmerzhaft

Larissa Schwarz
Flexibler Einband: 508 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 24.04.2017
ISBN 9783740727703
Genre: Romane

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italien

Zuweilen singt die Callas

Maria Hellmann
Flexibler Einband: 228 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 11.05.2017
ISBN 9783740713638
Genre: Biografien

Rezension:

Man hat sie sofort vor Augen, die lebenskluge Kosmopolitin, die sehnsüchtig dem Ende ihres Globetrotter-Daseins entgegenblickt. Sie weiß, was sie will und ist erfahren genug, es nicht mit der Brechstange aus ihrem Gegenüber herauszuholen – auch wenn sie es mühelos könnte.

In einem angenehmen Plauderton, der trotz eines ökonomisch auf sicheren Füßen stehenden Lebens nie protzig wird, erzählt Maria Hellmann die Geschichte der Heidemannschen Haussuche in Europas Süden. Die Eingrenzung auf Italien. Das Suchen und Finden des begehrten Objekts in den Marken. Wo? Ich hab auch erstmal gegoogelt. Lohnt sich aber. Traumhaft!

Für gewöhnlich zitiere ich Bücher in Rezensionen nicht, aber hier mache ich gern die Ausnahme von der Regel. „Strapazen waren schon immer unser Glücksfaktor. Unbeschwert und leicht wollen wir nie durchs Leben dümpeln.“ Warum mich diese beiden Sätze so beeindruckt haben? Sie könnten dem Buch als Untertitel dienen, sind seine Quintessenz und verraten dennoch nicht zu viel. Wo man, bei Menschen, die sich solch eine Immobilie leisten wollen und können, eine gewisse Larmoyanz vermutet, entpuppen sich die Heidemanns als denkende Macher.

Den mit wachsendem Fortgang der Restaurierung des Hauses beginnenden Verfall der beziehungsinternen Harmonie schildert sie eindrücklich. Als Leser ist man froh, es mit intelligenten und selbstironischen Protagonisten zu tun zu haben, die wissen, was sie sich und ihrer Beziehung zumuten können und wie sich aus Trümmerteilen ein wundervolles neues Ganzes erschaffen lässt.

„Zuweilen singt die Callas“ ist mehr als eine humorige Erlebnisschilderung. Wer es mit offenem Geist liest, kann äußerst brauchbare Ratschläge für den Umgang mit Stresssituationen ableiten, wird mit wenig Überraschungen, aber dafür viel Wohlgefühl im Sinne von „Hätte ich auch so gemacht“ oder „Recht hat sie!“ belohnt. Zwischendurch schmeckt man den Baustaub auf der Zunge, riecht das verführerische Bratstück im Forno und hört den Lärm der Hauptstraße. Oder Zucchero und … die Callas!?

Muss man Italien mögen, um das Buch zu lesen? Nein, man mag es danach automatisch – zumindest ein bisschen (mehr).

 

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Tags: italien   (1)
 

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kirchen-thriller

Das Fatimaprinzip

Kris Margo
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 31.07.2017
ISBN 9783740714093
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Stil Kris Margos ist ausgefallen. Reportageähnliche Parts, die man boshaft als Infodump bezeichnen könnte, wenn sie nicht so spannend wären, die sich mit detailverliebten Schilderungen abwechseln. Anfangs fiel es mir schwer, Informationen zu filtern, auch blieben mir die Protagonisten noch etwas fremd. Das viele Schwarz und Weiß, Arm und Reich verwischt aber im Laufe der Geschichte, so dass mir beim Lesen Sympathien für beide Seiten aufkamen. Der Bodycount ist relativ hoch und beendet einzelne Spannungsbögen hin und wieder abrupt, jedoch leitet die Autorin immer wieder geschickt auf das große Ganze zurück und steigert die Spannung von Seite zu Seite zu einem fulminanten Ende. Sicherlich ein Roman, bei dem man hellwach sein muss und nicht zu schnell aufgeben darf. Dranbleiben lohnt sich!

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Tags: kirchen-thriller   (1)
 

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liebe, ski fahren, freundschaft, tiffany, komödie

#Lenning

Larissa Schwarz
Flexibler Einband: 76 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 11.04.2017
ISBN 9783740728335
Genre: Gedichte und Drama

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebesgeschichten, vermieter, sommer, spanien, urlaub

Lucy in Love: Suche Wohnung <3 Biete Herz

Ava Lennart
Flexibler Einband: 342 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 02.03.2017
ISBN 9781543200485
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kaufen. Lesen. Unbedingt. Sofort!

Was soll ich jetzt den Klappentext zitieren oder mich groß aufhalten mit einer Analyse der Figuren oder ... Kurzum: Ich bin dann mal von Walforscher auf Fotograf umgestiegen. Harr, harr, harr.
Sexy, prickelnd, spanisch und romantisch.

Lucy in Love - mi amor!

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

4 3 2 1: A Novel

Paul Auster
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Henry Holt and Co., 31.01.2017
ISBN 9781627794466
Genre: Sonstiges

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existenzialismus, algerien, mord, gesellschaft, hinrichtung

Der Fremde

Albert Camus , Uli Aumüller
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 02.01.2010
ISBN 9783499253089
Genre: Klassiker

Rezension:


Es muss was dran sein. Ich habe es aber leider nicht gefunden ... Bereichert um eine tragische Geschichte, beraubt der Illusion, eine großartige Schreibe erleben zu dürfen. Es mag an der Übersetzung gelegen haben, leider ist mein Französisch aber auch nur medioker - also keine Chance, das zu prüfen.

Von Camus' "Der Fremde" habe ich erwartet, ein erleuchtendes Moment zu finden, etwas, das mich an seine Größe heranführt und sein Gesamtwerk lesen wollen lässt. Dieses Buch war immerhin sein Durchbruch. Leider ist bei mir nichts durchgebrochen, weder Licht noch Lust.
Für die wenigen Seiten habe ich mehr als zwei Wochen benötigt. Camus' Stil ist im "Fremden" sehr - hölzern!? Es liegt an der Thematik, dem Protagonisten - also stimmig eigentlich, aber ich wurde damit nicht warm.

Zu Ende gelesen habe ich es, weil ich mir erhoffte, dass es eine Wandlung gibt oder einen Wendepunkt. Stattdessen läuft die Geschichte geradlinig weiter. Für mich gewinnt der Protagonist nichts. Die "Erkenntnis", sein Wunsch und sein Verhalten am Schluss sind schlüssig, jedoch ist dort auch kein Element zu finden, das mich als Leser Sympathie oder - überhaupt irgendeine Emotion aufkommen lässt.

Trotz des Bemühens, kritisch, aufgeklärt und mit dem Sinn für die große Literatur an dieses Werk heranzugehen - ich bin wohl in dessen Tiefe untergegangen. Oder gibt es sie gar nicht? Ist es so oberflächlich und emotionslos, wie sein Protagonist?
Mir erschließt sich der Sinn, genau dadurch zum Nachdenken und zu einer Wertung angeregt zu werden. Aber mein Sprachempfinden und der Wunsch, auch in Anspruchsliteratur eine Form von Mitgefühl für den Protagonisten zu entwickeln, miterleben bzw. die Geschichte spüren zu wollen, sind hier leider enttäuscht worden.

Warum dann zwei Sterne? Ich habe sehr viel schlechter Geschriebenes, Unlogischeres und Unbedarfteres gelesen, das sich als Anspruchsliteratur verkauft hat. Das kann ich Camus also nicht antun.

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

humor, tiffan, liebe, feuerwehrmann, katzenroman

Tiffany

Larissa Schwarz
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 26.07.2017
ISBN 9783740724832
Genre: Liebesromane

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Das Model und der Walflüsterer

Ava Lennart
E-Buch Text
Erschienen bei www.avalennart.com, 14.11.2016
ISBN B01MTNJ3DE
Genre: Sonstiges

Rezension:

Steife Brise Humor, sinnliche Gefühle und traumhaftes Setting. Über kurze Strecken etwas wenig Wasser unterm Kiel, aber durchaus lesenswert. Für die knackigen Szenen und die kurzweilige Unterhaltung gibt es gern 5 Sterne.

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scheich, scheidung, wirtschaftsterrorist, romantisch, berlin

Zauberhaft

Larissa Schwarz
Flexibler Einband: 548 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 24.04.2017
ISBN 9783740725204
Genre: Liebesromane

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scheich, scheidung, wirtschaftsterrorist, romantisch, berlin

Zauberhaft

Larissa Schwarz
Flexibler Einband: 548 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 24.04.2017
ISBN 9783740725204
Genre: Liebesromane

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

amnesie, mädchen, das mädchen vom bethmannpark, gedächtnisverlust, krimi

Das Mädchen vom Bethmannpark

Pete Smith
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Societäts-Verlag, 06.05.2016
ISBN 9783955421915
Genre: Krimi und Thriller

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philosophie, 1984, dystopie

Das Erwachen des letzten Menschen

Nikodem Skrobisz
E-Buch Text: 38 Seiten
Erschienen bei null, 25.10.2016
ISBN B01M71X80J
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt der philosophischen Novelle „Das Erwachen des letzten Menschen“ möchte ich nicht mehr preisgeben, als es der Klappentext bereits tut. Bei 38 Seiten nähme ich zu viel vorweg. Meine ersten Eindrücke zum Text waren Assoziationen zu George Orwells 1984, Spares (dt. Titel: Geklont) von Michael Marshall Smith, A Clockwork Orange von Anthony Burgess und den Filmen der Matrix-Reihe.

In ständig wechselndem Erzähltempus schafft Nikodem Skrobisz es, Vergangenheit, Gegenwart und potentielle Zukunft geschickt zu vereinen. Er macht sprachlich Naivität, Aufbruchstimmung, Sinn-Suche und künstlerische Zerstörungsfreude sowie –wut nachempfindbar, spielt mit den Gedanken des Lesers, lockt ihn auf Fährten, füttert ihn mit wissenschaftlichem Input. Seine Stärke ist die Darstellung von Erkenntnissen, die Schwäche liegt in der Kürze der Novelle. Damit meine ich nicht, dass es sich um einen Roman biblischer Länge handeln sollte, es fehlten nur in manchen Punkten etwas fließendere Übergänge, was für kleine Störmomente im Lesegenuss gesorgt hat. Ein oder zwei der gut gefeilten Sätze hätten hier meines Erachtens geholfen.

Nichtsdestotrotz eine zeitgenössische Adaption der Utopie in der die Frage nach dem Menschsein unter den gegebenen Bedingungen vielseitig beleuchtet wird und zum Nachdenken anregt.

Das Ende ist  stimmig, war für mich aber vorhersehbar, was jedoch nicht nachteilig angerechnet wird.

 


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Tags: 1984   (1)
 

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mittelalter, fachbuch, rechtsgeschichte, codex, bildband

Codex Manesse

Ingo F. Walther , Gisela Siebert
Fester Einband: 281 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 28.03.2001
ISBN 9783458143857
Genre: Sachbücher

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hilde, herwig, hetel, 1200, kudrun

Kudrun

Uta Störmer-Caysa , Uta Störmer-Caysa
Flexibler Einband: 664 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.06.2010
ISBN 9783150186398
Genre: Klassiker

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freie liebe, unkonventionelle lebensweise, künstlerroman, ungewöhnliche wohngemeinschaft

Zieh dich aus, wir müssen reden!: Tango zu zweit, Liebe zu dritt (Beziehungsstatus)

Sookie Hell
E-Buch Text: 289 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.08.2016
ISBN 9783741265303
Genre: Sonstiges

Rezension:

Teil 2 der Beziehungsstatus-Romane lässt den Leser tiefer in die Seelen (und deren Abgründe) von Anna und John eintauchen. Sookie Hell nimmt sich Zeit, die tangoeske Gefühlswelt der beiden zu ergründen und persifliert sie gleichzeitig. Stellenweise nimmt eben dieser Tango ein wenig zu viel Raum ein, der den Nebenfiguren nicht geschadet hätte; alles in allem bleibt es aber spannend und ich werde auch Teil 3 im Oktober sehr gern lesen. Ich hätte am liebsten 4,5 Sterne gegeben...

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Tags: freie liebe, künstlerroman, ungewöhnliche wohngemeinschaft, unkonventionelle lebensweise   (4)
 

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freie liebe, künstlerroman, ungewöhnliche wohngemeinschaft

Beziehungsstatus 1: Wer's zuletzt macht, macht's am besten!: Freie Liebe und Ostfriesentee

Sookie Hell
E-Buch Text: 269 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 28.06.2016
ISBN 9783741228773
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Versuch, Beziehungsstatus 1, Wer's zuletzt macht..., von Sookie Hell knapp zu umreißen, kann nur scheitern. Allein die Anzahl der Charaktere und die Irre Macken lassen kein knappes Statement zu, aber jedes Wort, das man über John O'Molloy und Anna verliert, wäre schön gespoilert, da die beiden Protagonisten so herrlich spleenig und mitreißend witzig sind, dass man sie einfach ins Herz schließen muss.
Für gewöhnlich schreibe ich in Rezensionen auch immer etwas in Sachen Bildhaftigkeit der Sprache und über die Meta-Ebene. Meiner lieben Kollegin Sookie Hell kann ich damit aber nur schwer gerecht werden, ohne auf die Inhalte des Buchs einzugehen. Man verzeiht ihr sogar den ein oder anderen Ausdruck, bei dem sich einem in anderen Fällen eher die Nackenhaare aufstellen... Daher mein Fazit: wer etwas für seine Allgemeinbildung, die Lachmuskeln und das erotische Kopfkino tun möchte, dem sei diese Lektüre wärmstens empfohlen. Feinste Grips-Lit

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Tags: freie liebe, künstlerroman, ungewöhnliche wohngemeinschaft   (3)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

kurzgeschichten, träume, traumschrott, lehrreich, gesellschaft

Traumschrott

Christian Krumm
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Edition Roter Drache, 19.03.2016
ISBN 9783946425021
Genre: Fantasy

Rezension:

So, ich bin nun Leserin. Oder Leser. Das weiß ich nicht so genau, aber ich bin Teil eines Gremiums. Danke, Christian Krumm. Die erste Kurzgeschichte der Sammlung „Traumschrott“ spricht mich als Lesende direkt mit du an und erklärt mich zur Partizipientin einer Jury, die aus den in diesem Buch vorliegenden Werken ihren Favoriten erwählen soll. Cleverer Schachzug, mit dem Krumm mich einbindet, an das „Du“ muss ich mich aber erst gewöhnen. Die Umschreibung der Atmosphäre innerhalb des Gremiums gelingt, ich frage mich, ob es Kekse gibt. Offensichtlich nicht. Mit „meiner“ (also als Gremiumsmitglied) Art der Teilnahme und den Überlegungen kann ich (die Rezensentin) mich noch nicht identifizieren, allerdings bannt mich als Leser der Verweis auf den Buchdeckel. Prinzipiell halte ich es mit „Never judge a book by its cover“, aber hier fällt sofort ungewollt ein Urteil: Ich würde es mir jederzeit auf Leinen an die Wand hängen. Sehr inspirierend, einladend. Es verkörpert ein Sammelsurium an Gefahren, die dargestellten Gegenstände wecken in mir eine nicht enden wollende Reihe von Assoziationen. Am aufdringlichsten sind die Eindrücke von Sucht, Rausch und Schmerz. Und die Frage nach der Gefühlsessenz. Die sanduhr-ähnliche Darstellung der zerbrochenen Bierflasche lässt erahnen, dass ich eine TARDIS in Schriftform vor mir liegen habe.

Und tatsächlich,  Zeit und relative Dimensionen ändern sich chamäleonartig, die eingelegten Erzählzeitsprünge lassen mich tiefer in die Geschichte eintauchen und auf S.11 fühle ich mich plötzlich wirklich als der Leser, weiß aber nicht, woher das rührt. Auf S. 14 bin ich (die Rezensentin) dann Teil der Geschichte geworden und widme mich dann im Folgenden „Der Prinz“.  Die klare Sprache, die überflussleeren Sätze und die schwarz-weiß-Trennung der Protagonisten lassen die Tiefgründigkeit ihrer Ideologie erstrahlen, ihr Mangel an Selbstkritik macht sie jedoch unsympathisch. Ich beziehe Position für die bemitleidenswerte, naive Hausangestellte, fühle mich an die Villa Hügel erinnert und Krumms „Prinz“ erinnert mich in seiner Ideologie an Macchiavellis Fürst. Das Ende überrascht und verleitet zu Spekulationen. Statt die 178 Seiten, wie gewohnt, am Stück zu lesen, empfiehlt sich ein Pause zur Reflexion.

„Das Idol“ kontrastiert die erste Geschichte und ist geschickt als Folgestück ausgewählt. Das Gespräch über Talent klingt naiv, berührt mich aber sehr. Krumm wirft die Frage auf, was Kunst bewirken könne. Geliebter Selbstzweifel wird zum Künstlerantrieb. Über der Geschichte weht der Hauch einer Ahnung, dass sich „Das Idol“ auch dieses Mal nicht aus seinem Schatten befreien kann. Die Auflösung überrascht aber ein weiteres Mal.

„Sonntagskuchen“ hat mich mit „Stricken ist mein Yoga“ gefangen genommen. Das Sucht-Bild wird hier auf Arbeit und Renommee projiziert, spontane Assoziationen zum Edeka-Opa aus der Weihnachtswerbung schaffen einen Realitätsbezug, der trotz der Zeitlosigkeit der Geschichte höchst aktuell ist. Der erhobene Zeigefinger am Ende der Geschichte verstört und lässt mich ein weiteres Mal zu einer Pause übergehen.

„Sveta“ versetzt mich in das Ruhrgebiet der 60er oder 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Es wird verstörend viel geraucht in Krumms Geschichten, ich fühle mich abgestoßen davon, besonders als mit „Sveta“ der Zugang in ein Milieu eröffnet wird, in dem Leopardenplüsch noch den am wenigsten ekligen Eindruck hinterlässt. Das Motiv Sucht wird hier dramatisch inszeniert, die Protagonistin spielt so sehr mit Eigen- und Fremdbild, dass für ihr männliches Pendant nicht einmal mehr Mitgefühl aufkommt und ich ihn als Unsympathen abstemple, obwohl er eigentlich nur ein getriebener Mediokrer ist. An dieser Stelle musste ich unbedingt weiterlesen, um Christian Krumm nicht schon vor der Hälfte verloren zu gehen. „Der Ausflug“ sollte mich dann auch wieder einfangen.

Das Thema Sucht, wie bereits ganz zu Anfang vom Cover auf den Inhalt geschlossen, drängt sich zu Beginn der Geschichte auf und man wird es trotz Kunstgriff in die Schizophrenie nicht ganz los. Dass wir erneut ein Bordell betreten lässt mich die Nase rümpfen, auch hier fühle ich mich, ohne dass Krumm diesen Bezug nennt, in eine Arbeiterstadt Anfang der 1980er versetzt. Sprache und Gepflogenheiten der Handelnden  legen dies nahe. Die Bierflasche wird für mich immer mehr zur Raum-Zeit-Maschine, da sie in dieser Geschichte ihren Auftritt als Molotow-Cocktail hat und mich mit der Frage zurücklässt, wie nahe Genie und Wahnsinn wirklich beieinander liegen.

Kommen wir zu „An der Ecke“. Mich würde sehr wundern, wenn diese Kurzgeschichte nicht in ein paar Jahren zur Pflichtlektüre für jeden Deutsch-Leistungskurs würde. Mit jedem neuen Satz stelle ich mir die Frage, auf welcher Seite der Geschichte ich stehe, ob ich Betrachter oder Protagonist bin. Krumm schafft hier eine Zäsur zu den anderen Geschichten, schildert sehr eindringlich und ausführlich vom Innen- und Außenleben der Figuren, in aller Kürze und Sachlichkeit. Der Aufbau der Geschichte weckt geburtliche Assoziationen, eine traumatische Einleitung, das wehenartige Geschehen an der Ecke und  das Gefühl, verändert zurückzubleiben; nichts ist mehr so, wie es schien.

„Der Eremit“ hebt sich allein schon durch die gelungene, veränderte Hintergrundgestaltung von der vorherigen Geschichte ab. Und das ist auch notwendig, um sich von dieser fulminant-abstrakten Geschichte loszureißen und in Krumms 19. Jahrhundert abzutauchen. Der „gähnende Abgrund“ von fanatischer Religiosität spaltet sich an der Klippe der Missgunst und Spießbürgerlichkeit und ergeht sich in einer voluminösen  Sprache, die sich von den vorhergehenden Geschichten abhebt. Man erkennt hier die Profession Krumms, der dem historischen Aspekt eine bisher bei ihm unbekannte Authentizität widmet, detaillierter wird und sich den Raum für diese Geschichte nimmt. Krumm vereint in dieser Geschichte mehrere Bilder aus den Vorherigen und hebt sie auf eine Meta-Ebene; (Geltungs-)Sucht, Feuer, Diskordanz. Er bedient sich eines religiös-zeitgenössischen Sprachduktus und lässt diese 24 Seiten wie einen ganzen Roman dastehen.

„Das Museum“ spielt mit diversen Klassikern. Krumm bedient sich dem Motiv des Museums, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung laufen ungewollt im inneren Ohr und auch die Reaktion der jungen Protagonisten auf die Exponate ist klassisch juvenil. Die an die lebendigen Gemälde in Harry Potter erinnernden Ausstellungsstücke und das allgegenwärtige Handy nehmen Bezug auf die Gegenwart, die jedoch im Verlauf der Geschichte in einer futuristischen Utopie endet. Mit dem gewollt-provokativen Gezänke der Exponate erhebt Krumm ein weiteres Mal den moralischen Zeigefinger, um ihn dann charmant mit dem Gemeinplatz „Die Jugend von heute“ rückwärts zu richten und sich an Aristoteles und Sokrates anzulehnen.

„Sandbank“ beginnt mit Möwe Siegfried und einem Gleichnis über das Denken, nimmt im Verlauf dann Bezug auf das Träumen, das, mal mehr, mal weniger, subtil bei Krumm immer mitschwingt und plötzlich befindet man sich einem solchen. Allerdings handelt es sich um einen absurden Alptraum, der mit Ungereimtheiten und Unmöglichkeiten spielt. Die Ironie liegt hier nicht zwischen den Zeilen sondern zwischen den Worten, den einzelnen Buchstaben. Irgendwo zwischen Verstörung und Bewunderung zurückgelassen blickt man dem davonfliegenden Siegfried hinterher und murmelt „Beati pauperes spiritu“.

„Dämonen“ hebt sich dann erfreulicherweise auch gleich wieder von seiner Vor-Geschichte ab, optisch als auch erzähltechnisch. Krumm verwendet Mittel des wissenschaftlichen Arbeitens, um den Leser in die Erzählung zu holen. Es gibt einen Wiedererkennungs-Moment, der Bezug auf eine der vorherigen Geschichten nimmt, was einen weiteren roten Faden erahnen lässt. Allerdings greift Krumm hier nicht zum Spiel mit Motiven und Metaphern, sondern blendet eine bereits bekannte Gesellschaft wieder ein, wovon man sich ein wenig mehr Aufschluss erhofft. Krumm wäre aber nicht Meister dieser Inszenierung, wenn er nicht mit genau dieser Erwartungshaltung spielen würde und durch die Verbruchstückung der Geschichte einen neuen Spannungsbogen laden würde. Er benutzt Sucht und Angst als Potenzen, um von dem Schwenk in die Fantastik abzulenken, der unwillkürlich einen Rückbezug auf die bereits vertraute Schizophrenie nimmt. „Ein Schrei, der niemals gehört wurde“ versinnbildlicht die gedankliche Tiefe, mit der man sich diesen Geschichten widmen muss, um Christian Krumms Werk in seiner Gänze zu erfassen. Mit „Dämonen“ räumt er der menschlichen, natürlichen Spiritualität eine Bühne ein, auf der er zunächst wieder den Zeigefinger erhebt, aber nur um gekonnt aufzuzeigen, mit welchem Schmerz die Bewusstwerdung des eigenen Unvermögens einhergeht.

Wieder zurück auf cremeweißem Papier begibt sich Krumm mit der letzten Geschichte in „Traumschrott I“ in das „Seltenreich“. Wieder wird geraucht, wieder befinden wir uns im Umfeld der Arbeitermetropole. Stilistisch hebt sich die Geschichte von den anderen insofern ab, dass sie sehr narrativ verspielt daherkommt. Ich fühle mich in die Welt von Douglas Adams versetzt, Anleihen zu „Per Anhalter durch die Galaxis“ finden sich und es entbehrt nicht einer gewissen Komik, als sich der Handlungsort irgendwo in den Breitengraden zwischen Krefeld und Duisburg befindet. Abhängigkeit bäumt sich hier mit einem Mal zum Leitmotiv auf, besonders klar, als es mitten in der Erzählung zu einem Wechsel der Szenerie kommt und Krumm über den Wert von Literatur und die Wertigkeit des eigenen Bewusstseins philosophiert. Ein letzter Rückbezug auf das Träumen schließt den Rahmen der Handlung befriedigend ab.

„Traumschrott II“ führt wieder zurück in das Gremium, in dem ich wieder Leser bin und froh um die Tatsache, mir als Rezensentin genügend Notizen gemacht zu haben. Die Frage nach dem Urteil schreckt mich nicht auf, ich bin vorbereitet.  Krumm ebenfalls. Er wagt sich an eine Selbstkritik und -interpretation, spielt mit dem Leser und seiner Leserschaft um die Vorherrschaft der Deutungshoheit. Latent schwingt hier jedoch immer der Unterton der Entschuldigung mit, gibt dem Gelesenen einen letzten Anstrich von Political Correctness, der dem aufgeklärten Leser schlechtestenfalls ein Gefühl von Bevormundung verursacht, da er sich doch eigentlich selbst ein Urteil bilden soll. An dieser Stelle merke ich, wie Krumm mich in jeder Form in seine Geschichte eingewoben hat, sie ist noch nicht zu Ende und ich habe bereits Position bezogen; dabei spielt er noch mit mir. Und dann gelingt ihm eine letzte Überraschung, ich fühle mich ertappt, fast erniedrigt, muss aber auch schmunzeln, da ich gerade tatsächlich in einem Café sitze und diese Rezension schreibe. Christian Krumm versöhnt mich mit seinem Werk und ich möchte ihm gern auf seine letzte Frage antworten, wovon ich träume.

Ich war geneigt, wegen des doch eher miserablen Korrektorats/Lektorats einen Punktabzug zu erteilen, kann dies aber nicht vertreten, da meines Erachtens der Inhalt über das Formale gestellt werden sollte.

Ein Wort zu meiner persönlichen Lese-Motivation: Christian Krumm und ich haben in einem Zug-um-Zug – Geschäft unsere genreinkongruenten Bücher ausgetauscht und uns gegenseitig freigestellt, eine Rezension zu verfassen. Ob ich als Autorin selbst andere Werke rezensieren darf, sei dahingestellt, in dieser Konstellation geht das meines Erachtens in Ordnung und war mir ein innerliches Blümchenpflücken.

 

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(1.303)

2.360 Bibliotheken, 12 Leser, 12 Gruppen, 177 Rezensionen

märchen, harry potter, zauberer, fantasy, magie

Die Märchen von Beedle dem Barden

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz (Übersetzer) ,
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 11.12.2008
ISBN 9783551599995
Genre: Fantasy

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(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Chaucer's Canterbury Tales (Selected)

Vincent F. Hopper , Andrew Galloway
Flexibler Einband: 590 Seiten
Erschienen bei Barrons Educational Series Inc, 01.03.2012
ISBN 9781438000138
Genre: Sonstiges

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(5)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mittelalter, historisch, england

World Without End

Ken Follett
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin Group USA, 01.09.2012
ISBN 9780451418449
Genre: Romane

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(2)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

The Pillars of the Earth

Ken Follett
Flexibler Einband: 1.101 Seiten
Erschienen bei Pan Macmillan Paperback Omes, 17.02.2011
ISBN 9780330535175
Genre: Romane

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169 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

humor, jesus, religion, bibel, biff

Die Bibel nach Biff

Christopher Moore , Jörn Ingwersen
Buch: 572 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag (HC), 21.11.2011
ISBN 9783442312948
Genre: Humor

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