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124 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

russen, familie, humor, schwiegermutter, hamburg

Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen

Alexandra Fröhlich
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 20.12.2012
ISBN 9783426512562
Genre: Humor

Rezension:

Handlung:

Paula Matthes, Rechtsanwältin mit Herz und Seele, hat es zur Zeit nicht leicht in ihrem Job. Daher greift sie nach jedem Strohhalm, auch wenn die Probleme der Klienten noch so unlukrativ sind. Als Artjom zusammen mit seinen Eltern in ihrer Kanzlei auftaucht, ist Paula zunächst skeptisch, was den Fall betrifft. Doch Artjom wäre wohl nicht Artjom, wenn er es nicht schaffen würde, Paula um den Finger zu wickeln. Und dies nicht nur im geschäftlichen Sinne... kleiner Nachteil an der ganzen Sache: Artjom gibt’s nur im Komplettpaket mit seiner russischen Familie! 


Anmerkungen:

Ich finde es wirklich schwierig, dieses Buch zu beurteilen. Teilweise fand ich es wirklich unglaublich klischeehaft und daher teilweise diskriminierend und abwertend. Da es sich bei dem Buch allerdings um eine Art Komödie handelt, „muss“ ich natürlich beide Augen zudrücken und nicht alles schwarz sehen. Eigentlich ist es sogar super, wie Alexandra Fröhlich den Kampf Paulas darstellt, deren Eltern zunächst gar nicht von der Beziehung mit Artjom begeistert waren. Doch selbst der unfassbar konservative Vater taut letzten Endes auf und fühlt sich im Kreise der russischen Familie wohl. Es ist wirklich beachtlich, dass die Geschichte einen so tollen Verlauf aufweist. 

Daneben fand ich anfangs die Naivität Paulas unglaublich nervig. Ich hätte sie am liebsten aus dem Buch genommen und geschüttelt, damit sie endlich mal ihre rosarote Brille auszieht und den Fakten ins Auge blickt. Doch mit der Zeit habe ich mich an sie gewöhnt und konnte mit der Geschichte anbändeln. Und insbesondere das Ende hat mir so gut gefallen, dass es die ein oder andere Lachträne forderte! Ich denke auch, dass ich mir den hoffentlich bald erscheinenden zweiten Teil besorgen werde, um mehr über die deutsch-russische Chaosfamilie zu erfahren.


Fazit:

Man darf nicht zu ernst an diese Geschichte herantreten, sonst könnte man sie falsch verstehen. Auch muss man mit einer unglaublich naiven Protagonistin umgehen können. Ansonsten stellt Alexandra Fröhlich auf eine überaus witzige Art und Weise den Kampf einer Liebe dar, der letztlich zur Vereinigung zweier Nationen geführt hat. Toll!


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104 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

liebe, wg, humor, frauenroman, hochzeit

George Clooney, Tante Renate und ich

Fanny Wagner , ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.12.2012
ISBN 9783499259326
Genre: Humor

Rezension:


Handlung:
Eva lebt mit Antonia und Oliver zusammen in einer WG, wie man sie sich besser nicht vorstellen kann. Doch schon zu Beginn der Geschichte zieht Oliver mit seiner Verlobten zusammen, die das komplette Gegenteil von ihm darstellt. Schnell ist eine Nachmieterin gefunden: Freundin Bettina, die es mit ihrem WG-Mitbewohner wirklich schwer hat. Und dann steht auch noch Tante Renate vor der Tür, die vor nassen Füßen aufgrund eines Wasserrohrbruchs flüchtet und nun ebenfalls, wenn auch vorübergehend, in die Frauen-WG einzieht. Tja, und dann nimmt die Geschichte ihren Lauf. Und wer glaubt, es handelt sich nur um eine irrwitzige Liebesgeschichte, der hat sich geschnitten. Nein, Eva und Co. haben es auch in Sachen Ermittlungen faustdick hinter den Ohren!

Anmerkungen:
Fanny Wagner hat mit ihrem ersten Frauenroman einen wirklich wunderbar witzigen Start hingelegt. Teilweise fand ich es zwar ein wenig unrealistisch, da sich im Leben der vier Frauen – und fast sämtlicher Nebencharaktere – scheinbar alles um die große Liebe dreht. Insbesondere Eva kümmert sich um fast nichts anderes mehr. Selbst wenn sie als Übersetzerin von zu Hause aus arbeitet, kann sie sich eigentlich nicht so hängen lassen. Das ist letztlich auch der Grund, weshalb ich dem Buch keine volle Punktzahl gebe. Zumindest zu Beginn sticht dieses Verhalten sehr deutlich ins Auge. Doch nach und nach entwickelt sich eine wirklich lustige und vor allem spannende Geschichte, die man bald nicht mehr aus den Händen legen kann. 

Fazit:
Eine brillante Kombination aus Witz, jugendlicher Verliebtheit und kühnen Ermittlungen macht diesen Frauenroman perfekt, um nach einem langen Tag einfach mal abschalten zu können!

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850 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 131 Rezensionen

rache, furien, jugendbuch, freundschaft, liebe

Im Herzen die Rache

Elizabeth Miles , Birgit Salzmann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2013
ISBN 9783785573778
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Handlung:
Chase, ein Junge aus armen Verhältnissen, hat es geschafft, zu den Angesagtesten an seiner Schule zu gehören und zählt zudem zu den besten seiner Footballmannschaft. Dafür scheint er sogar über Leichen zu gehen...

Emily hingegen lebt ein mehr oder weniger sorgloses Leben. Mit ihrer besten Freundin Gabby ist sie ein Herz und eine Seele. Doch auch Emily trägt ein Geheimnis, welches sie auf keinen Fall mit Gabby teilen kann...

Schon bald müssen Chase und Emily erkennen, dass jemand ihre Geheimnisse kennt und sie in höchster Gefahr schweben...

Anmerkungen:
Bei „Im Herzen die Rache“ handelt es sich sowohl um den Debütroman der Schriftstellerin Elizabeth Miles, als auch um den ersten Teil einer vielversprechenden, mystischen Trilogie. 

Es geht um Rache in ihrer reinsten Form, doch ist sie verpackt in drei wunderschönen, weiblichen Erscheinungen, die sowohl betörend als auch verstörend auf andere wirken. Im Laufe des Auftakts lernen wir beide Seiten der Medaille kennen und werden immer tiefer hineingezogen in die unheilvolle Welt der Furien, die Ascencion heimsuchen.

Für die Jugend in Ascension gibt es scheinbar nichts Wichtigeres als Partys, das perfekte Auftreten und Beliebtheit. Sie tun wirklich alles, um im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Sogar der Selbstmordversuch einer Klassenkameradin wird von verschiedenen Charakteren ausgenutzt, um das Interesse der anderen auf sich zu ziehen. Dazu zählt auch Gabby, die beste Freundin Emilys, die einen Hauptcharakter des Romans darstellt. Neben Gabby zählt auch JD zu ihren besten Freunden. JD, ziemlich unbeliebt und der Streber schlechthin, ist für Emily jemand, der schon immer da war und den es nicht wirklich zu beachten gilt. Gabby hingegen ist unglaublich beliebt und Emily kostet diese Gegebenheit natürlich gerne aus. Immerhin gehört sie durch diese Freundschaft ebenfalls zu den Angesagtesten der Schule. Gabbys Marotten, immer nur über ihr Aussehen und Partys zu reden, nimmt sie dabei gerne in Kauf. Doch was Gabby nicht ahnt, ist, dass Emily heimlich in ihren Freund Zach verliebt ist. Em weiß natürlich, dass sie ihre Gefühle nicht offen zeigen kann, wäre es doch ein unglaublicher Verrat ihrer besten Freundin gegenüber. Doch als diese über Weihnachten in Urlaub fährt, kann sich Emily einfach nicht zurückhalten, denn auch Zach scheint etwas für sie übrig zu haben. Dass es für Zach allerdings nur ein kleiner Seitensprung und nichts Ernstes ist, merkt Emily viel zu spät. Und auch, dass ihr bester Freund JD mehr ist, als nur ein Freund, kommt Emily viel zu spät in den Sinn...

Weiterhin lernen wir noch Chase kennen, der im Gegensatz zu Emily aus armen Verhältnissen stammt und sich die Anerkennung erst hart erarbeiten musste. Er gehört nun auch zu den Beliebtesten der Schule und wird durch sein Können in der Footballmannschaft womöglich sogar ein Stipendium fürs College ergattern. Doch seine äußere Fassade trügt, denn im Inneren erkennt man, dass Chase nicht der liebe Junge von nebenan ist. Zwar weiß er, dass seine Mutter alles für ihn macht und sogar extra wegen ihm eine zusätzliche Stelle in einem Geschäft angenommen hat, doch richtig dankbar scheint er ihr gegenüber nicht zu sein. Teilweise schämt er sich sogar für den schäbigen Wohnwagen, in dem er zusammen mit seiner Mutter lebt. Er greift ihr auch nie unter die Arme, sondern lässt sie bis zum Umfallen schuften... unglaublich! Zudem erfahren wir, dass er eine Freundin hat, die er plötzlich einfach fallen lässt, weil sie zu anhänglich geworden ist. Doch statt mit ihr Schluss zu machen, meldet er sich einfach nicht mehr bei ihr. Und dann tritt plötzlich Ty in sein Leben, die ihm von einer Minute auf die andere den Atem raubt. Er kann an nichts anderes mehr denken und wird immer mehr in ihren Bann gezogen...

Ich finde es beachtlich, wie genau Elizabeth Miles die Hauptcharaktere beschreibt. Wir erfahren unglaubliche Details ihres Lebens, ohne dass es überladen klingt. Anfangs kann man mit den Protagonisten sogar sympathisieren, doch nach und nach erkennt man als Leser, dass diese gar nicht so freundlich sind, wie sie es nach außen gerne zeigen. Man erfährt immer dunklere Geheimnisse und ist schockiert darüber, was durch die Rache der Furien nach und nach aufgedeckt wird.
Zudem hat die Autorin durch die einfache Jugendsprache, die sie verwendet hat, deutlich gezeigt, an wen sich ihr Buch richten soll. Etwas, das vielleicht den ein oder anderen Leser stören kann, ich allerdings als sehr authentisch empfand.

Und zuletzt wollte ich noch erwähnen, dass es sich bei diesem Cover um eines der schönsten handelt, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Ich finde es unglaublich ansprechend und geheimnisvoll!

Fazit:
Ein wirklich spannender und vor allem mysteriöser Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie mit Gänsehaut-Garantie!

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 44 Rezensionen

steuerhinterziehung, mord, hamburg, jugendbuch, erpressung

Dangerous Deal

Andreas Schlüter
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Kosmos (Franckh-Kosmos), 07.02.2013
ISBN 9783440129302
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Was machst du, wenn dir jemand eine halbe Million Euro anbietet? Für eine läppische CD mit Infos, die du sowieso nicht kapierst? Und falls du ablehnst, bist du tot.
Als der 17-jährige Christoph in den Besitz einer CD kommt, auf der kryptische Daten gespeichert sind, ahnt er zunächst nicht, dass der Inhalt höchst brisant ist. Krass, dass ihm dafür jemand eine halbe Million Euro anbietet!
Doch dann sterben die Leute, die ihm die CD abkaufen wollten, auf mysteriöse Weise – und plötzlich ist Christoph selbst in höchster Gefahr...

Handlung:
Nach dem plötzlichen Tod seines Nachbarn erbt Christoph einen Laptop, auf welchen nur kryptische Daten gespeichert sind. Seltsamerweise kann er sie nicht löschen, erhält jedoch kurz nach dem Hochfahren des Laptops eine an ihn gerichtete Email. Sie ist von einem Ermittler des BND, der sich mit ihm treffen und anschließend den Laptop abkaufen möchte. Doch unverhofft wird der Ermittler auf offener Straße umgebracht und Christoph erkennt, dass es sich bei den Daten um höchst brisante Informationen handeln muss. Und der Ermittler war auch nicht der, für den er sich ausgegeben hat. Zusammen mit seinen Freunden Bennie, Lukas und Laura begibt sich Christoph auf eine lebensgefährliche Hetzjagd, in welcher sie bald feststellen müssen, dass sie niemandem trauen können...

Anmerkungen:
Nur selten fesseln mich Jugendthriller, doch dieser hat es tatsächlich geschafft. Meistens sind solche Bücher sehr unrealistisch gestaltet, was mir immer wieder sauer aufstößt. Doch nicht bei diesem überaus klug durchdachten Buch! Alle Handlungen sind logisch und schlüssig aufeinander aufgebaut. Die Protagonisten des Thrillers denken wirklich, bevor sie handeln (außer Bennie vielleicht, der ist meistens nur aufs Geld aus, beweist sich aber auch als wahrer Freund!). Etwas, das man nur sehr selten zu lesen bekommt. Alle Charaktere unterscheiden sich deutlich voneinander, so dass die Geschichte keinesfalls langweilig wird. Man kann wahrlich ihrer Entwicklung, die sie im Laufe der Handlung erfahren, zusehen. Der Thriller ist sehr facettenreich und man kann auch einiges lernen, was natürlich sehr wichtig für die jugendlichen Leser ist. Es wird ein relativ aktuelles Thema des Steuerbetrugs aufgegriffen und den Jugendlichen leichter verdaulich und vor allem spannend präsentiert. Auch die Tatsache, dass man all seine Pläne und Handlungen clever durchdenken und alle Pro und Contras abwägen sollte, bevor man etwas vollzieht, wird hier deutlich beschrieben. Und weiterhin auch, dass nicht immer alles nach Plan läuft und auch Rückschläge hingenommen werden müssen!

Fazit:
Dieser Jugendthriller ist nicht nur spannend und facettenreich, sondern auch überaus lehrreich! Insbesondere das überraschende Ende zeigt, dass man immer der Realität ins Auge blicken sollte.

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326 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

liebe, musik, new york, familie, schwangerschaft

Wie Tyler Wilkie mein Leben auf den Kopf stellt und was ich dagegen tun werde

Shelle Sumners , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.02.2013
ISBN 9783596194285
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Weil jeder einfach sein Leben lebt
- aufsteht, Zähne putzt, Kaffee verschüttet,
zur Arbeit geht.
Und dann verändert sich von einem auf
den anderen Tag plötzlich alles.
Wie soll man bloß damit klarkommen?“

Genau diese Frage stellt sich Grace Barnum, die Protagonistin dieser unglaublichen Geschichte, die letztendlich dennoch jedem passieren könnte. Selten habe ich einer solch schönen Liebesgeschichte lauschen können. Nicht zuletzt liegt dies auch der wunderbar fesselnden Stimme Anna Carlssons, die der Geschichte, aus der Sichtweise Graces geschildert, Leben einhaucht. Man wird in sämtliche Empfindungen der Grace Barnum hineingerissen und kann sich nur schwer wieder lösen. Sie, die eigentlich ein perfektes und sicheres Leben führt. Sie hat einen tollen Job, einen Mann, der sie liebt und sogar bald heiraten möchte. Doch dann tritt plötzlich ein junger Mann in ihr leben, ein Mann, der sich scheinbar keinerlei Gedanken um die Zukunft macht. Er lebt einfach vor sich hin, ohne viel Zeit mit Grübeleien zu verschwenden. Er lässt sein Leben einfach geschehen und nimmt, was er kriegen kann. Und obwohl Grace, sicher im Leben stehend, sich nicht von diesem Jüngling beeinflussen lassen möchte, geschieht es letztlich doch. Unbewusst ausgelöst durch Tyler beginnt sie, ihr Leben genauer unter die Lupe zu nehmen und erkennt, dass sie etwas ändern muss. Sie trennt sich von ihrem Lebensgefährten und wagt es sogar, ihren Job zu kündigen, um neu anzufangen. Doch für wen macht sie das eigentlich? Für sich selbst oder doch für Tyler? Als Leser kann man einfach nicht anders, als Grace bei diesen schwierigen Entscheidungen zuzustimmen. Doch auch häufig ärgert man sich über sie, da sie das Eindeutige einfach nicht sehen und wahrhaben will. Sie sträubt sich wahrlich gegen Tyler Wilkie. Sie möchte nicht, dass er Teil ihres Lebens ist, doch genau das ist er - jeden Tag. Und auch für Tyler ist Grace nicht einfach nur eine Bekannte, die zufällig in sein Leben gestolpert ist. Nein, sie bestimmt auch sein Leben, was Tyler hingegen nicht ständig hinterfragt und verdrängt, sondern zeigen möchte. Daher drückt er seine Gefühle für Grace in Liedern aus. Mit Texten, die unglaublich bewegend sind. Nicht nur für Grace, auch für den Leser. Und obwohl beide ein getrenntes Leben führen und sich nur manchmal über den Weg laufen, machen doch gerade diese seltenen Treffen die ganz besondere Liebe zwischen den beiden aus. Und bald müssen Grace und Tyler erkennen, dass sie ohne den anderen einfach nicht leben können.

Fazit:
Eine tiefgründige Liebesgeschichte, die durch viele Höhen und Tiefen führt und den Leser einfach mitreißt. Ich bin froh, dass diese Geschichte (und Tyler Wilkie) nun auch Teil meines Lebens geworden ist.

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

mickey bolitar, band 1 der mickey bolitar reihe, nur zu deinem schutz, jugendbuch

Nur zu deinem Schutz

Harlan Coben , Anja Galic
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.10.2012
ISBN 9783570161432
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Handlung:
Der vierzehnjährige Mickey Bolitar muss nach dem Tod seines Vaters und der dadurch hervorgerufenen Drogenabhängigkeit seiner Mutter mit seinem Onkel zusammen leben. Zu seinem Onkel Myron, welcher Anwalt und Privatdetektiv ist, hatten Mickeys Eltern und er selbst schon lange Zeit aufgrund eines Streits keinen Kontakt mehr. Entsprechend ist es für Mickey umso schwieriger, mit ihm nun in einem Haus zu leben. Myron hingegen tritt aufgeschlossener Mickey gegenüber und versucht sein bestes, die Mauern zu brechen. Eine Gemeinsamkeit, die den beiden helfen könnte, ist die Basketball-Leidenschaft, die sie teilen.
Neben diesen Schicksalsschägen muss Mickey natürlich auch noch auf eine neue Schule. Schon am ersten Schultag macht er sich Feinde im Lehrerkollegium und bei den Schülern, wohingegen aber auch die Grundlagen einer besonderen Freundschaft gegeben werden. Ema, eine Außenseiterin, die zunächst nicht von den guten Absichten Mickeys überzeugt ist, und „Löffel“ werden bald die besten Freunde Mickeys. Und dann ist da auch noch Ashley, ebenfalls eine „Neue“ auf der Schule und Mickeys feste Freundin. Doch schon nach wenigen Tagen taucht Ashley nicht mehr in der Schule auf, was Mickey zu Nachforschungen anregt. Zusammen mit Ema und Löffel kommt er einem dunklen, historischen Geheimnis auf die Spur und bringt Dinge über seinen Vater in Erfahrung, von denen er nicht einmal geträumt hat.

Meinung:
Ich habe diesen Jugendthriller ohne Vorkenntnisse der Myron Bolitar-Reihe gelesen und ich kann versichern, dass diese Bücher nicht zum Verständnis notwendig sind. Es handelt sich um eine eigene Geschichte rund um Mickey Bolitar, wozu keinerlei Vorkenntnisse notwendig sind. Alles, was man wissen sollte, erfährt man im Laufe des Thrillers.
Ich fand es toll, dass es mehrere Haupthandlungen in der Geschichte gab. Neben dem spurlosen Verschwinden Ashleys versucht Mickey auch noch das Geheimnis um seinen Vater und „die Hexe“ zu lösen, einer alten Frau, die behauptet, sein Vater würde noch leben.
Spannungssteigernd waren zudem die zahlreichen Cliff-Hanger und kurzen Kapitel, die einen schnellen Lesefluss erzeugen. Hinzu kommen zahlreiche Fragen, die sich im Laufe der Handlung stellen, welche allerdings nur teilweise gelöst werden. Ein großer Anteil der Fragen bleibt offen, was neben einem mehr oder weniger offenen Ende eine Fortsetzung vermuten lässt.
Die Charaktere, welche anfangs sehr einfach gestrickt und oberflächlich erschienen, haben im Laufe der Kapitel immer mehr an Tiefe und Individualismus gewonnen, so dass ich von diesem Jugendthriller wirklich überzeugt bin und ihn gerne weiterempfehle.

Fazit:
Nicht für Jugendliche und Liebhaber der Bolitar-Reihe geeignet. Durchweg empfehlenswert für alle Leser, die gerne Thriller-Reihen lesen!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, die drei ???, jugendkrimi, kalifornien, freundschaft

Die drei ??? und das blaue Biest

Hendrik Buchna , Hendrik Buchna
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 07.08.2012
ISBN 9783440127001
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich muss gestehen, dass es sich bei diesem Büchlein um mein erstes ???-Buch handelte. Bisher habe ich mich lieber der Hörspielvariante hingegeben und nach diesem Buch werde ich wohl auch bei den Hörspielen bleiben.
Die drei ??? werden von einem alten Bekannten gebeten, ihm beim Lösen eines Falls zu helfen. Er arbeitet in einem Film-Erlebnispark, in welchem ein Saboteur sein Unwesen treibt. Typisch für die Fälle der ??? gibt es zahlreiche, rätselhafte Hinweise, die letztendlich zur Lösung des Falles führen. So weit so gut. Doch neben dieser Haupthandlung, die leider nicht titelgebend war, gibt es noch weitere Nebenschauplätze. Beispielsweise eine seltsam anmutende Recherche des zweiten Detektivs. Dabei trifft dieser auf ein Mädchen namens Alyssa, welche ein merkwürdiges Spiel mit ihm spielt, das letzten Endes überhaupt nichts mit dem Fall bzw. den Fällen zu tun hat. Diese Szene, die sich über einige Seiten zieht, hätte man sich getrost sparen können. Sie erscheint eher wie ein Lückenfüller, als Teil der Handlung. Weiterhin gibt es da noch das blaue Biest. Ein mystisches Wesen, welches einem Mantikor ähnelt. Zwar kommt auch dieser Fall eher im Hintergrund vor und dient, meiner Meinung nach, ebenfalls nur als Lückenfüller, dennoch wird gerade diese Nebensächlichkeit genutzt, um dem Buch einen Titel zu geben. Wirklich schade. Da werden die Leser durch einen spannenden Titel gelockt und mit einer durchschnittlichen Handlung abgespeist...

Fazit:
Wer sich durch den Titel des Buches nicht irreführen lässt und lückenfüllende Handlungen nicht als störend empfindet, wird in diesem ???-Fall genau das finden, was er sucht: eine knifflige Geschichte rund um unsere drei Lieblingsermittler.

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383 Bibliotheken, 11 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

horror, buch, fantasy, trilogie, dancing jax

Dancing Jax - Auftakt

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 10.09.2012
ISBN 9783839001349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Handlung:
Zu Beginn der Geschichte dringt eine Gruppe "Langfinger" in ein altes, sagenumwobenes Haus ein, um dort mögliche Schätze zu finden, mit denen sie sich ihren Lebensunterhalt für die kommenden Tage sichern können. Doch was sie dort finden, wird letztlich ihr Leben verändern. Sheila, von welcher der Tipp kam, scheut sich plötzlich davor in das Haus einzutreten und auch die anderen werden von einer Angst heimgesucht, die von dem Haus auszugehen scheint. Einzig Jezza, Anführer der Gruppe, scheint unbeeindruckt und geht ohne zu zögern in das Haus hinein. Doch er selbst wird niemals wiederkehren. Stattdessen kehrt ein veränderter Jezza wieder, der seine Gefolgsleute in den Keller des Hauses führt, um dort Kisten zu Tage zu fördern, die scheinbar Märchenbücher beinhalten. Doch diese Bücher sind das Tor zur Hölle. Wie es bereits der Klappentext verrät, sollte man dieses Buch niemals öffnen, geschweige denn darin lesen oder gar den Worten eines Lesenden lauschen. Denn danach wirst du heimgesucht von der Macht, die es ausstrahlt. Du wirst Teil einer anderen Welt werden, gefangen im Hier und Jetzt und süchtig nach der Geschichte, deren Teil du nun geworden bist. Nur wenigen gelingt es, dem Einfluss des Buches zu entkommen oder gar immun dagegen zu sein. Doch kann diese Minderheit tatsächlich gegen etwas ankommen, das nicht von dieser Welt zu sein scheint?

Anmerkungen:
Ich habe wirklich noch nie etwas Vergleichbares gelesen und bin froh, es gelesen zu haben. Es hat mir gezeigt, dass es neben den typischen Fantasy-Büchern doch noch eine andere Welt gibt, in die der Leser entführt werden kann – und zwar die Welt der Dancing Jax.
Doch das Buch hat nicht nur seine positiven Seiten. Als Leser muss man der Geschichte sehr konzentriert folgen, da eine unglaubliche Vielzahl an Charakteren eingeführt wird. Ich hoffe schon inständig, dass es im zweiten Teil eine Liste mit allen Charakteren geben wird. Ihr Zusammenspiel ist bis ins kleinste Detail überlegt und ihr Verhalten im Hier und Jetzt maßgeblich für ihren Charakter in der Welt der Dancing Jacks verantwortlich. Entsprechend ist es wichtig, mit sämtlichen Personen vertraut zu sein, um der Handlung genauestens folgen zu können. Aufgrund der Vielzahl der Charaktere ist es letztlich auch nicht verwunderlich, dass man nur wenige Personen richtig kennen lernt. Man wird immer wieder von neuen Eigenschaften des ein oder anderen Protagonisten überrascht, wohingegen andere unglaublich einfach, aber auch erschreckend und teilweise surreal, gestrickt sind.
Ebenfalls schwierig fand ich die immer wiederkehrenden Kapitel des bereits oben beschriebenen „Märchenbuches“, bei dem es sich vielmehr um eine Bibel der Dancing Jacks handelt. Diese Kapitel haben sich immer ein wenig gezogen und wären sie für den Verlauf der Geschichten nicht so unglaublich wichtig gewesen, hätte ich sie auch gerne übersprungen. Daher gibt es für die ansonsten so ideenreiche Geschichte auch einen Punkt Abzug.

Fazit:
Jedem, der Fantasy liebt und trotzdem einmal etwas anderes lesen möchte, sei dieses Buch ans Herz gelegt. Es ist unglaublich ideenreich und zeigt, dass im Bereich Fantasy vielmehr möglich ist, als bisher gedacht.

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349 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 72 Rezensionen

liebe, blog, mauerblümchen, naschmarkt, single

Naschmarkt

Anna Koschka
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.08.2012
ISBN 9783426511206
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wie beginne ich am besten mit dieser Rezension? Das Buch ist so unglaublich gelungen, dass es mir förmlich die Sprache verschlagen hat.
Zuerst dachte ich: „Ach nein, nicht schon wieder eine Liebesgeschichte.“ Wobei ich gestehen muss, dass das Cover schon etwas Besonderes ist. Entsprechend dauerte es dann doch nicht lange, bis ich es endlich aufschlug und zu lesen begann. Tja, und was muss ich sagen?! Schon nach den ersten Seiten war ich schlicht und einfach hin und weg. Dotti Wilcek bzw. Anna Koschka haben mir förmlich aus der Seele geschrieben. Unglaublich, welche Übereinstimmungen sich da auftaten – fast schon unheimlich ^^

Handlung:
Dotti Wilcek arbeitet bei einer Zeitschriftenagentur und kämpft den häufig zu findenden Kampf Frau gegen Mann – Mitarbeiterin gegen Chef. Sie soll eine neue Datingplattform genauer unter die Lupe nehmen, und dass, obwohl sie doch der Männerwelt abgeschworen seit ihrem 30. Geburtstag abgeschworen hat. Entsprechend kann sie ihre Meinung auch nicht hinterm Zaun halten und veröffentlicht auf einem Blog ihre ganz eigene Meinung zum Leben als Mauerblümchen im heutigen Zeitalter. Dass sie dabei aus dem Herzen und der Seele tausender Frauen spricht, konnte sie vorher natürlich nicht wissen. Es entsteht ein wahrer Hype um ihre Meinungen, der Redaktionschef möchte natürlich auf der Erfolgswelle mitreiten und setzt Dotti ordentlich unter Druck...
Und obwohl sich Dotti so vehement gegen eine Beziehung ausspricht, gibt es da natürlich trotzdem den einen, der ihr Herz langsam aber sicher erobert. Doch nicht so, wie man es von den üblichen Liebesgeschichten eben kennt. Der Weg zum „Ziel“ ist hier eben das Besondere und genau dieser Weg ist es, der den Leser sowohl mit ordentlich Wortwitz zum Lachen bringt, aber durch einige Bemerkungen auch zum Nachdenken bringt. Gesellschaftskritisch wird hier auf das Singleleben eingegangen, doch der Witz kommt keinesfalls zu kurz – ganz im Gegenteil!

Fazit:
Ich liebe dieses Buch! Und ich gebe zu: Ich bin nicht "Pluskatze", sondern "Plushund". Und da es mir so unglaublich aus der Seele spricht, kritisch mit der heutigen Gesellschaft umgeht und trotz allem unfassbar lustig ist, werde ich es mit Sicherheit noch einige Male lesen :)

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

lara birkenfeld, deutschland, sekte, leipzig, thriller

Sündenkreis

Claudia Puhlfürst
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 08.06.2012
ISBN 9783442376971
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung:
Laura Birkenfeld, Protagonistin des Thrillers und begnadete (Gerichts-)Journalistin, wurde aus reiner Schikane ihres Chefs zu einer Modenschau abberufen, um dort die Abschlusspräsentation des Studenten Tor B. Hoff zu verfolgen. Doch dieser ist total aufgelöst, da sowohl sein wichtigstes Model, als auch sein bedeutendstes Exponat, das Hochzeitskleid, verschwunden sind. Was er nicht ahnt: beide tauchen schneller wieder auf, als ihm lieb ist. Und stehlen ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Show, da zum Finale, ohne sein Wissen, eine Bahre auf den Laufsteg niedergelassen wird. Auf ihr das vermisste Model im blutgetränkten Brautkleid. Ihr Name: Carolin Fresnel. Für Laura nach den ersten Schocksekunden natürlich das gefundene Fressen, ist sie doch die einzige Journalistin vor Ort.
Was die Ermittler zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Carolin wird kein Einzelfall bleiben, denn zur gleichen Zeit kämpft bereits die junge Nina Bernstein um ihr Leben – und sie wird nicht die letzte sein...
Laura Birkenfeld wird bald von Visionen, welche den Fall betreffen, heimgesucht. Zusammen mit ihrem Kollegen, guten Freund und freien Fotografen Joachim Selbig leitet sie eigenen Ermittlungen zu den Morden ein und kommt dabei dem Mörder dichter auf die Spur, als ihr liebt ist...

Anmerkungen:
Claudia Puhlfürst versteht es, das Grauen zu verkörpern. In mehreren Abschnitten lässt sie den Leser in das fanatische Verhalten des Mörders gegenüber seinen Opfern eintauchen. Es sind wahrlich die Gedankengänge eines Kranken, triefend von religiösen Argumentationen, die er als die einzige Wahrheit ansieht. Dadurch liegt der Verdacht nahe, dass der Täter in den Kreisen religiöser Gruppierungen zu finden ist, wie beispielsweise in der detailliert beschriebenen Sekte „Kinder des Himmels“. Auch hier wütet ein kranker Geist, doch handelt es sich dabei wirklich um den Mörder? Laura und Jo begeben sich auf gefährliches Terrain, um den Fall auf eigene Faust zu lösen. Dabei wird Laura von Visionen heimgesucht, die sie tiefer in das Geschehen blicken lassen. Und genau das ist (leider) mein Kritikpunkt. Das Buch wäre so realistisch gewesen, wären da nicht diese Visionen. Sie haben irgendwie das Bild eines perfekten Falls zerstört. Schade...
Allerdings punktet der Thriller durch die wahnsinnig gut ausgearbeiteten Charaktere, die kontinuierlich aufgebaute Spannung und durch die Tatsache, dass der Mörder bis zum Ende unerkannt bleibt.

Fazit:
Wer Visionen mag, wird dieses Buch lieben. Leider ist das für mich ein Punkt, der diesem ansonsten richtig spannenden und gut ausgearbeiteten Thriller ein wenig an Glaubwürdigkeit stiehlt. Dennoch empfehle ich das Buch uneingeschränkt weiter!

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

freiburg, elvis, liebe, privatdetektiv, drogen

Schmetterlingstod

Oliver Becker
Flexibler Einband: 338 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 09.07.2012
ISBN 9783839213223
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung:
John Dietz, Privatdetektiv aus Verzweiflung, lebt in Freiburg und versucht sich irgendwie über Wasser zu halten. Eines Tages taucht eine ehemalige Klassenkameradin auf. Seine Rettung oder doch eher sein Verderben?! Leiden konnten sich die beiden nämlich nie. Doch es scheint, dass auch Laura Winter in ihrem geliebten Feind die letzte Hoffnung sieht. Ihre Schwester Felicitas wurde nämlich vor nicht allzu langer Zeit überfahren, wobei der Täter Fahrerflucht begann. Allerdings ist Laura nicht an der Aufklärung dieser Tat, sondern vielmehr an dem Leben ihrer Schwester interessiert, an dem das gesamte letzte Jahr nicht mehr teilhaben konnte. Beiden standen sich unglaublich nahe, doch haben sie sich aus den Augen verloren. Und es scheint, dass Felicitas nicht das Leben führte, welches sie vorgab...
Kann John Licht in die Vergangenheit bringen?! Was hat es mit Felicitas Leben auf sich?! Und was hat es mit dem ominösen, alten Mann auf sich, der in Freiburg sein Unwesen treibt? John Dietz erster Fall hat es faustdick hinter den Ohren!

Anmerkungen:
Die ersten Seiten verkörpern sehr gut den Spruch „In der Ruhe liegt die Kraft“. Denn hier passiert wahrlich gar nichts. Der Leser wird in das ruhige Leben Freiburgs eingeführt und lernt die beiden Protagonisten John Dietz und Laura Winter kennen. Nur langsam formt dich die Handlung aus den Beobachtungen und Erfahrungen des Privatdetektivs heraus, der zumindest zu Beginn noch zahlreiche Selbstzweifel an seinen Ermittlungen hegt und nur nach Bauchgefühl handelt. Eigenschaften, die ich zwar zu Beginn verstehen konnte, aber irgendwann auch sehr hinderlich fand. Gott sei Dank ändert sich aber nach einigen Kapiteln der schleppende Stil, so dass der Leser doch noch einen guten Krimi präsentiert bekommt. Und das wichtigste: die Auflösung des Falls birgt eine überraschende Wende. Genau so muss ein Buch aufgebaut sein ☺

Fazit:
Wer Krimis mit weniger Tempo mag, sei dieses Buch ans Herz gelegt. Ich fand den Anfang aufgrund des angenehmen Erzählstils nicht ganz so schlimm, wobei allerdings ein wenig mehr Spannung keinesfalls geschadet hätte. Dieses kleine Manko wird jedoch durch das klug ausgefeilte Finale mit überraschender Wende wieder wett gemacht.

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 29 Rezensionen

vatikan, kirche, jesus, thriller, klon

Das letzte Sakrament

Thomas Kowa
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.06.2012
ISBN 9783404166749
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung:
In einem baseler Labor wird ein Mitarbeiter tot aufgefunden. Was die Ermittler zunächst nicht wissen, ist, dass es sich dabei um den Bruder des Bischofs von Basel handelt, der an einem für den Vatikan brisanten Thema geforscht hat: die genetische Analyse des Turiner Grabtuches. Kurze Zeit später sorgt ein nach den Sternen greifender Starreporter mit der Veröffentlichung eines Videos über den angeblichen Klon Jesus Christus für einen unvorstellbaren Aufruhr, der die Spaltung des Christentums zur Folge hat. Und nicht nur das: es stellt sich nun die Frage, ob die Macht der Kirche zu schwinden droht…
Beide Fälle hängen natürlich zusammen, was das „exotische“ Ermittlerduo, bestehend aus den beiden Kommissaren Pandera und Aerni, durch sorgfältige Ermittlungen bald erkennt…

Anmerkungen:
Thomas Kowa verbindet in seinem Debütroman zwei sehr hitzige Themen unseres heutigen Zeitalters: Religion und Genetik. „Soll der Mensch wirklich Gott spielen?“. Das ist die erste Frage, die mir dazu einfällt, da ich sie schon tausendfach gehört habe. Aufgrund meiner molekulargenetischen Ausbildung bin ich natürlich sehr kritisch an dieses Buch herangegangen. Und auch das Thema Religion finde ich immer wieder sehr schwierig; für Krimis und Thriller eignet es sich aber immer wieder als eine sehr interessante und vor allem mystische Grundlage. Aufgrund des Titels ist man zudem direkt versucht, diese Geschichte mit denen des Erfolgsautors Dan Brown zu vergleichen. Doch scheitert ein solcher Vergleich schon in den Grundzügen, da sie völlig anders strukturiert ist – was keineswegs negativ gemeint ist. Im Gegenteil. Dieser Krimi besticht durch seine überaus gut recherchierten Grundlagen, die einem jeden Leser sogar zusätzliches Wissen übermitteln. Insbesondere über den Glauben der Jesuiten. Bei den Recherchen zu den molekulargenetischen Grundlagen war zwar der ein oder andere Fehler zu finden, doch konnte man darüber mit zugedrücktem Auge auch geflissentlich hinweglesen. Besonders toll fand ich die Tatsache, dass Kowa in seinem Krimi die Tatsache erklärt hat, dass ein geklontes Lebewesen nur das gleiche Äußere aufweist, sein Charakter und seine Eigenschaften jedoch durch die Umwelt geprägt werden und keinesfalls mit dem des Originals übereinstimmen werden.
Auch die verschiedenen Charaktere der Protagonisten und übrigen Figuren des Romans haben mich überzeugen können. Sie waren keineswegs perfekt – ganz im Gegenteil. Insbesondere die Ecken und Kanten der Protagonisten kommen sehr gut zur Geltung. Die Charaktere sind nicht nur in schwarz und weiß unterteilt, sie weißen auch eine Kombination aus beidem auf. Mit einem ausgeprägten Sinn fürs Detail wird den Figuren Leben eingehaucht, so dass sie keineswegs platt erscheinen sondern einen eigenen Typus darstellen. Man lernt verschiedene Figuren zu hassen, andere wiederum zu lieben. Genau so müssen Charaktere in Büchern zum Leben erweckt werden!
Ein rasanter Schreibstil, kombiniert mit kurzen Kapiteln und stetigen Szenewechseln sorgt zusätzlich für Spannung auf höchstem Niveau. Nach einem etwas holprigen Einstieg entfacht die Geschichte einen unglaublichen Reiz, der durch zahlreiche Cliffhanger stetig angetrieben wird. Es ist schwierig, das Buch auf Seite zu legen!

Fazit:
Ein spannender Thriller über den heutigen Glauben, die Standhaftigkeit der Kirche und die Fortschritte in der Gentechnik. Rasant erzählt, lehrreich und mit überraschendem Ende!

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liebe, 1. weltkrieg, berlin, frankreich, togo

Zeiten der Hoffnung

Karsten Flohr
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 17.06.2012
ISBN 9783458358466
Genre: Romane

Rezension:

Handlung:
Die Geschichte beginnt mit dem Geburtstags Wilhelms – sowohl dem Wilhelm von Schwemers, als auch dem des Kaisers. Wilhelm von Schwemer wird volljährig und dank seines Vaters, Freiherr Richard von Schwemer, in den Kreis der einflussreichen Männer Berlins aufgenommen. Daneben wird auch noch die Verlobung zwischen Wilhelm und Charlotte von Doering, Tochter von Hans-Georg von Doering, welcher Gouverneur von Togo ist, bekannt gegeben. Dieser Handlungsablauf ist sehr schön beschrieben, ist er doch so typisch für diese Zeit. Eine Verlobung zwischen zwei jungen Menschen, die sich zuvor meist noch nie gesehen haben und nun ihr Leben miteinander teilen sollen. Wilhelm nimmt sein Schicksal so, wie von ihm erwartet wird. Und doch bekommt seine Mustersohn-Fassade schon bald die ersten Risse. Von seiner Schwester Elisabeth erhält er einen schon verloren geglaubten Talisman, der ihn an eine wunderschöne in Frankreich zurück denken lässt. Jeden Sommer hat er dort verbracht, da seine Mutter Hélène aus eben jenem Lande stammt und ein Weingut dort besitzt. Dort lebt auch Adèle mit ihrem Vater, um sich um das Land zu kümmern. Sie und Wilhelm waren immer unzertrennlich und haben die gesamte Zeit, die ihnen blieb, gemeinsam verbracht. Doch das alles sind nur blasse Erinnerungen, da Wilhelm schon lange nicht mehr in Frankreich war. Nun, da er volljährig ist, soll er zusammen mit seinem Vater nach Togo reisen, da es dort heftige Unruhen gibt. Eines Tages wird Wilhelm bei einem Übergriff so schwer verletzt, dass er zurückreisen muss. Allerdings fährt er nicht nach Berlin, sondern auf das elsässische Landgut seiner Mutter. Dort trifft er wieder auf Adèle und die alten Zeiten blühen wieder auf – doch dieses Mal viel intensiver als früher.
Anmerkungen:
Dieses Aufeinandertreffen ist leider schon die einzige Szene dieses Buches, die man als romantisch beschreiben könnte. Etwas schwach, wenn man bedenkt, mit welchen Worten der Klappentext wirbt. Wen das nicht weiter stört, hat dennoch eine sehr schön ausgearbeitete Familiengeschichte in Zeiten des ersten Weltkrieges vor sich liegen, die sehr viel Wissen über die damaligen Verhältnisse bereithält. Der stärkste und am besten beschriebene Charakter ist meiner Meinung nach der von Elisabeth. Sie ist die einzige, die ihr eigenes Leben lebt und sich nicht den damaligen Regeln unterwirft. Sie setzt sich für die Rechte der Frauen ein und sie ist es auch, die Wilhelm immer wieder Kraft gibt. Ich denke, Wilhelms undeutlich beschriebene, aber dennoch vorhandene Entwicklung von einem charakterschwachen, unterwürfigen jungen Mann zu einem solchen, der für seine eigene Meinung sterben würde, beruht nicht zuletzt auf seiner Schwester. Im Laufe der Geschichte merkt man förmlich Wilhelms innere Zerrissenheit, da er sowohl Deutschland, als auch Frankreich lieben gelernt hat. Ich finde, hier hätte der Autor sehr gut anknüpfen und die versprochene Liebesgeschichte einbauen können. Adèle hingegen kommt in dieser Geschichte viel zu kurz. Daher kann man sich nur sehr schwer eine Meinung über sie bilden, was sehr schade ist.
Daneben bietet die Geschichte eine sehr deutlich ausgearbeitete Kriegsszenerie, so dass man sich ein wenig in diese schwere Zeit hineinversetzen kann. Auch hat der Autor nicht davor gescheut zu zeigen, wie rassistisch die damaligen Menschen waren. In mir hat sich förmlich eine Blockade aufgebaut, diese Worte zu lesen. Ich war und bin immer noch schockiert darüber, als wie selbstverständlich diese Feindseligkeit damals betrachtet wurde.
Was ich neben der Tatsache, dass die angepriesene Liebesgeschichte ausblieb bzw. sehr stark in den Hintergrund gedrängt wurde, schade fand, war, dass der Autor häufig zeitliche Sprünge eingesetzt hat, die auch mit inhaltlichen Sprüngen einhergingen. Ich fand es häufig sehr schwierig, diesen zu folgen, da doch sehr viele, wichtige Ereignisse währenddessen stattfanden. Das hätte man deutlich besser ausarbeiten können, fanden doch in diesen ausgelassenen Abschnitten wichtige charakterliche Entwicklungen statt. Über die wenigen historischen Ungenauigkeiten liest es sich da, meiner Meinung nach, schon viel einfacher hinweg.
Fazit:
Ein schön ausgearbeiteter Familienroman, der die damaligen Verhältnisse, Regeln und Maßstäbe deutlich in Szene setzt. Die nur im Hintergrund stattfindende Liebesgeschichte hätte man deutlich besser ausarbeiten können. Der Roman bietet schließlich die perfekten Grundlagen dafür.
Leser, die eine romantische Liebesgeschichte erwarten, werden hier wohl enttäuscht werden.

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normandie, frankreich, sommer, familie, freundschaft

In diesem Sommer

Véronique Olmi , Claudia Steinitz
Buch: 265 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 27.06.2012
ISBN 9783888977763
Genre: Romane

Rezension:

Es ist ein schwieriges Buch, das uns Véronique Olmi „in diesem Sommer“ präsentiert. Die von außen so unscheinbare Lektüre weist besonderen Tiefgang auf, der die volle Aufmerksamkeit seiner Leser verlangt – also nichts für Zwischendurch oder gar den Strandurlaub.
Die zwei befreundeten Paare Delphine und Denis, sowie Marie und Nicolas treffen sich nunmehr seit 16 Jahren zusammen mit Lola und ihrem stetig wechselnden Lebenspartner jährlich zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli in einem Strandhaus in der Normandie. Und genau dies scheint auch das Problem zu sein, welches in dem Buch angesprochen wird. Die Zeit, welche nicht spurlos an den Protagonisten vorüberzieht und letztlich zu unausgesprochenen zwischenmenschlichen Problemen geführt hat. Dieser Sommer soll nun der Sommer sein, der alles verändern wird, denn sämtliche Charaktere beginnen über ihre Sorgen zu reden.
Die Geschichte startet mit sehr kurzen Kapiteln, in welchen dem Leser die zahlreichen Personen kurz und knapp vorgestellt werden. Im weiteren Verlauf entfaltet Véronique Olmi immer deutlicher ihre blumige, detailgetreue und farbige Sprache, die es schafft, dem Leser alles bildlich vor Augen zu führen. Zu Beginn fand ich es ein wenig schwierig, mich in diese Sprache hineinzulesen, da ich vielfach der Meinung war (und eigentlich immer noch bin), dass, oft sogar innerhalb eines Satzes, die Blickrichtung geändert wurde und ich nachher gar nicht mehr wusste, über wen oder was überhaupt berichtet wurde. Auch fand ich die Unterhaltungen der Protagonisten sehr gewöhnungsbedürftig, da ich noch niemals solche nichts aussagenden Gespräche verfolgt habe, wie sie hier zu Beginn der Geschichte beschrieben wurden. Auch arteten sämtliche Dialoge in Streitereien aus, die ich ebenfalls kaum nachvollziehen konnte. Sämtliche Verhaltensweisen waren einfach nur unglaubhaft, so dass ich mich mit keinem der Charaktere identifizieren konnte.
Nachdem die Geschichte alles Drumherum bis ins kleinste Detail beschrieben hat, wozu in etwa die Hälfte des Umfangs benötigt wurde, nimmt die Handlung endlich Struktur an. Die Personen beginnen über ihre Probleme zu reden – allerdings zunächst nicht mit denjenigen, die wirklich zur Lösung ihrer Sorgen beitragen würden, sprich: nicht mit ihren Lebenspartnern. Erst auf den letzten Seiten wagen sie den Schritt aufeinander zu, doch das Ergebnis bleibt offen, denn die Geschichte endet, wie sie angefangen hat: mit viel Raum zur Interpretation.
Das besondere dieses Buches war, dass sich die eigentliche Handlung zwischen den Zeilen befand. Man konnte wirklich sehr viel in die Geschichte hineininterpretieren. Beispielsweise haben die kranken Kiefern eine besondere Rolle inne, aber auch Dimitri, ein eigenartiger Junge, der so plötzlich auftaucht, wie er wieder verschwindet. Er scheint der Auslöser dafür zu sein, dass die einzelnen Protagonisten mit ihren Geheimnissen und Ängsten endlich vor die Tür treten. Dimitri ist es, der auf die kranke Kiefer hinweist. Und meiner Meinung nach verkörpert diese kranke Kiefer sämtliche Charaktere des Buches: sie hat Probleme, die sie geheim hält; andere müssen darauf hinweisen, so dass ihr geholfen werden kann und ohne sie wäre der Garten des Strandhäuschen nur ein gewöhnlicher Garten, dem das wichtigste fehlen würde.
Meiner Meinung nach hatte das Buch das Potential, etwas Besonderes zu werden. Doch leider hat es die Schriftstellerin nicht geschafft, dieses Besondere trotz ihrer wundervollen Sprache zwischen die Seiten des Buches zu packen. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen. Der Leser hat lediglich einen kurzen Einblick in das Leben aller Charaktere bekommen – und das war’s.
Fazit:
Für Leser, die gerne zwischen den Zeilen lesen und eine unspektakuläre Handlung mit offenem Ende mögen, das perfekte Buch. Für alle anderen ein kurzer Zeitvertreib, der wahrscheinlich schnell vergessen ist.

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103 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 37 Rezensionen

fantasy, jennifer jäger, saphirtränen, niamh, dämonen

Saphirtränen: Teil 1 - Niamhs Reise

Jennifer Jäger
E-Buch Text
Erschienen bei BookRix GmbH & Co. KG, 22.06.2012
ISBN 9783864798269
Genre: Sonstiges

Rezension:

Handlung:
Ein Prolog, welcher die Erschaffung der Welt und die Entstehung der vier Saphirtränen beschreibt, führt eindrucksvoll in die Geschichte um die Ilyea Niamh ein, die anders als die restlichen Mitglieder ihres Volkes ist. Nicht nur ihre saphirblauen Augen unterscheiden sie von dem üblichen Aussehen der Wald-Ilyea, auch die Tatsache, dass sie das Lied der Magie nicht wahrnehmen kann machen sie zu einer Außenseiterin. Niamh glaubt zudem nicht an Magie, doch schon bald wird sie auf tragische Weise eines besseren belehrt. An dem Abend, an dem sie zusammen mit einigen anderen Ilyea ihres Alters in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen werden soll, wird ihr Dorf überfallen. Nur die weise Alriel und Niamh überleben – als Gefangene der Dämonen. Doch was wollen sie von ihnen?

Anmerkungen:
Ich finde die Idee der fantasiereichen Geschichte um Niamh und ihr Schicksal unglaublich einfallsreich und sehr schön und flüssig zu „Papier“ gebracht, so dass ich sie innerhalb weniger Stunden an einem Stück gelesen habe.
Neben Niamh und Alriel lernen wir im Laufe der Handlung noch Edan, einen Halbdämonen, kennen, der ebenfalls eine sehr wichtige Rolle innehat. Er verursacht in Niamh ein Gefühlschaos, welches sie nicht recht einzuordnen weiß – und das, obwohl Edan doch ihr Feind ist. Im ersten Teil dieser Reihe konnte ich einige Charaktere leider noch nicht richtig einschätzen, was sich aber bestimmt im Laufe der Fortsetzungen auflösen wird.
Weiterhin fand ich, dass einige Handlungen innerhalb der Geschichte zu kurz beschrieben wurden, so dass es teilweise zu plötzlichen Handlungssprüngen kam, deren genauen Hintergrund man nicht richtig nachvollziehen konnte. An solchen Stellen wäre die ansonsten fantastische Geschichte deutlich ausbaufähig gewesen. Auch wurde auf das Schicksal verschiedener Charaktere, nachdem sie aus dem direkten Handlungsablauf verschwunden sind, nicht weiter eingegangen. Ich hoffe, dass auch dies in den Fortsetzungen aufgelöst wird.
Schwierig fand ich es auch teilweise zwischen Gedanken und Zitaten zu unterscheiden, da beides in Anführungszeichen gesetzt wurde. Besonders ansprechend fand ich hingegen die Gestaltung eines jeden Kapitelanfangs, die von wundervollen kleinen Gemälden verziert wurden.

Fazit:
Ein kurzweiliger, ausbaufähiger Auftakt einer vielversprechenden Fantasy-Reihe um das Schicksal der Ilyea Niamh, des Halbdämons Edan und der alles bestimmenden Saphirtränen. Ich freue mich auf die Fortsetzungen!

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

kriminalroman, kärnten, heiter, erwachsene, schwarzer humor

Sauhaxn

Dorothea Böhme
E-Buch Text: 246 Seiten
Erschienen bei Gmeiner Verlag, 09.07.2012
ISBN B008CNX5O0
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lendnitz: ein todlangweiliges Örtchen im Süden Deutschlands, in dem scheinbar nichts Spannendes passiert – scheinbar!

Johann Mühlbauer ist Kochlehrling im Schlosshotel, dem ganzen Stolz Lendnitz‘. Sein großes Vorbild ist Bruce Willis, dem er selbst in seinen kühnsten Träumen nicht das Wasser reichen kann. Doch insgeheim hofft er, auch einmal in solch spannende Verwicklungen ähnlich seines Idols hineinzugeraten – und das passiert schneller, als ihm lieb ist. Von einem auf den anderen Tag wird sein Alltag von Leichen gepflastert – egal, ob es sich dabei um seinen Küchenchef oder einen Zuhälter handelt – alle kleben sie scheinbar an Johanns Hosenbein. Der wiederum hat keine Ahnung, wie er damit umgehen soll, zumal sein Souchef stur und steif behauptet, er wäre der Mörder der teilweise unbekannten Toten. Daher sieht Johannes als einzigen Ausweg heil aus dieser Angelegenheit herauszukommen, die Leichen zu entsorgen – und was eignet sich da besser als ein Bauernhof in der Nähe. Während des ganzen Schlamassels lernt er zudem die Traumfrau seines Lebens kennen, die scheinbar unerreichbar für ihn ist. Und auch die Polizei tappt komplett im Dunkeln und geht immer wieder den falschen Fährten nach, die von entlaufenen Schweinen und Drogen-dealenden Hausfrauen zeugen.

Bei diesem extrem rasanten Krimi handelt es sich nicht wirklich um einen Regionalroman, da man nur wenig Lokalkolorit darin findet. Eine Tatsache, die mich aber überhaupt nicht gestört hat. Das Buch ist einfach unglaublich einfallsreich, gespickt mit perfekt gesetztem schwarzem Humor und lässt kein Auge trocken. Die unglaublichsten Verknüpfungen treten nach und nach zum Vorschein und geben dem Krimi eine besondere Würze. Es gab nicht eine Seite, die Langeweile erzeugt hätte – und so etwas findet sich meiner Meinung nach extrem selten. Allein vom Cover hätte ich das Buch vermutlich nicht gewählt, da ich es nicht besonders ansprechend fand. Aber der Schein trügt! Was sich hinter dem Einband verbirgt ist einsame Spitze und uneingeschränkt empfehlenswert! Ich hoffe, bald wieder etwas von Dorothea Böhme lesen zu können!

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

psychose, medikamente, pharmakonzern, versuche, testpersonen

21st Century Thrill: Mind Games

Frederike Schmöe
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 10.06.2012
ISBN 9783440126370
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mind Games – Friedericke Schmöe

Inhalt:
Was ist mit Aki los? Sonst lebenslustig und immer gut drauf, ist sie auf einmal nur noch müde, traurig und gereizt. Etwa Burn-out oder Depression? Kris will nicht glauben, dass seine coole Schwester an einer dieser Krankheiten leidet. Als Aki auf einmal spurlos verschwindet, stößt Kris auf immer mehr Ungereimtheiten: Ist sie entführt worden? Was hat der zwielichtige Pharmakonzern damit zu tun, für den Akis Freundin Ellen arbeitet? Hinweise auf illegale Tests für Medikamente und nicht-tödliche Waffen verdichten sich - und Kris sieht sich plötzlich einem übermächtigen Feind gegenüber, dem er hilflos ausgeliefert ist...

Handlung:
Nachdem Kris von einem Ausflug nach Hause kommt, findet er seine sonst so lebensfrohe und tatkräftige Schwester Aki völlig verändert vor. Natürlich macht er sich Sorgen, da er sie noch nie so erlebt hat. Hinzu kommt, dass er völlig unerwartet Kameras auf dem Hausboot, auf welchem beide leben, entdeckt. Was hat das Ganze zu bedeuten? Doch bevor Kris seiner Schwester genauer auf den Zahn fühlen kann, tritt eine plötzliche Wende ein: Aki wird entführt, vor Kris Augen. Dieser wiederum kann fliegen und findet bei seinen Freunden Val und Jon Unterschlupf. Unfähige Polizisten, die Kris nicht glauben wollen, können zur Lösung des Falls kaum weiterhelfen, weshalb sich die drei Freunde in die Ermittlungen stürzen. Bald kommen sie Akis ehemaliger Schulfreundin Ellen auf die Spur, die mittlerweile bei einem Pharmakonzern arbeitet. Hat möglicherweise sie etwas mit Akis Verschwinden und ihren Verhaltensänderungen zu tun?

Anmerkungen:
Zunächst einmal muss ich das Cover kritisieren. In einer Buchhandlung würde es mich überhaupt nicht ansprechen, da es einfach nichtssagend ist. Zudem findet sich keinerlei Bezug zwischen Cover und Handlung des Jugendbuches. Da hätte man sich deutlich mehr Gedanken machen können!
Weiterhin verrät der Klappentext schon einiges über die Geschichte. Somit ist es keine Überraschung, als die drei Freunde während ihren Ermittlungen zu dem Schluss kommen, dass Aki möglicherweise ungewollt Medikamententests ausgeliefert wurde. Ferner kommen sie zu dem Schluss, dass möglicherweise diverse psychische Erkrankungen dabei eine Rolle spielen könnten – eine Erkenntnis, die keinesfalls zu selten erwähnt wird. Im Gegenteil: wenn man das Buch zu Ende gelesen hat, kann man verschiede Lexika-Zitate auswendig aufsagen – und das im Schlaf. Sprich: das Buch ist unglaublich redundant.
Auch die Charaktere haben mich nicht wirklich überzeugen können. Kris wird ständig von Selbstzweifeln geplagt und er redet sich Dinge ein, die überhaupt nicht real sind. Jon ist unglaublich egoistisch, was dazu führt, dass all seine Handlungen auf seinen eigenen Vorteil bedacht sind. Und Val ist meiner Meinung nach die einzige, die zur Aufklärung des Falles beiträgt, alles genauestens durchschaut und gegen Ende des Buches ohne Grund unglaublich naiv wird.
Hinzu kommen einige unschlüssige Handlungsabläufe, die diverse Fragen aufwerfen. Weiterhin werden an den unpassendsten Stellen Hintergrundinformationen „eingeworfen“, um wenigstens ein bisschen Logik in die Handlung zu bringen. Meiner Meinung zeugt dies von einer wenig durchdachten Geschichte. Das Ende wiederum war viel zu einfach gestrickt und lies einige Fragen offen.
Als positiv betrachte ich die Tatsache, dass dieses Buch den jugendlichen Lesern einige wichtige Themen, wie Drogenmissbrauch oder psychische Erkrankungen nahebringt. Auch die Sicherheit des Internets wird mehrmals angesprochen.

Fazit:
Ein kurzweiliges Buch, dem deutlich an Würze, Spannung und Logik fehlt. Empfehlenswert für Jugendliche, jedoch nicht für erfahrene Vielleser. Ich vergebe 2 von 5 Punkten.

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1.446 Bibliotheken, 16 Leser, 10 Gruppen, 146 Rezensionen

liebe, fantasy, kjer, mordan, heilerin

Der Kuss des Kjer

Lynn Raven
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.06.2010
ISBN 9783570304891
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(108)

169 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

freundschaft, roadtrip, liebe, berlin, deutschland

Tschick

Wolfgang Herrndorf , , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783499216510
Genre: Romane

Rezension:  
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119 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

krimi, hexe, scheiterhaufen, hexenverbrennung, mord

Brennen muss die Hexe

Sven Koch
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.04.2012
ISBN 9783426508558
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Brennen muss die Hexe: Kriminalroman – Sven Koch

Inhalt:
Eine grauenvolle Mordserie versetzt die Bürger von Lemfeld in Angst und Schrecken. Ein Wahnsinniger verbrennt Frauen auf dem Scheiterhaufen, nachdem er sie nach mittelalterlichen Methoden brutal gefoltert hat. »Für immer. A.G.« – diese kryptische Botschaft hinterlässt der Mörder am Tatort. Die SOKO »Flammenhimmel« ermittelt unter Hochdruck. Denn Polizeipsychologin Alexandra von Stietencron befürchtet, die bevorstehende Walpurgisnacht könnte in einem Blutbad enden…

Handlung:
Polizeipsychologien Alex von Stietencron hat sich noch nicht richtig von ihrem ersten Fall erholen können, als sie auch schon in einen neuen Fall verstrickt wird. Nachdem sie zusammen mit ihrem typisch westfälischen Kollegen an einen neuen Tatort gerufen wird, steht sie geschockt vor den Überresten eines Scheiterhaufens, in welchem eine Frau ihr grauenhaftes Ende gefunden hat. Nachdem eine weitere verbrannte Frauenleiche gefunden wurde, wissen die Ermittler, dass es sich eindeutig um einen Serienmörder handelt. Und noch mehr: sie erkennen einen Zusammenhang zwischen den Toten – sie alle sind Mitglieder in einem kulturellen Wicca-Orden. Doch stellt sich natürlich, wer hinter diesen grausamen Hinrichtungen steht und was es mit der Signatur „Für immer A.G.“ auf sich hat, die an allen Tatorten gefunden wurde. Gibt es womöglich einen Zusammenhang mit dem Henker August Gießenbier, der im Mittelalter für die Hinrichtungen vermeintlicher Hexen durchführte und mit einem Fluch behangen wurde? Fragen, die von der Sonderkommission „Feuerhimmel“ schnellsten gelöst werden müssen, da schon bald eine große Feier zur Hexennacht ansteht. Die zahlreichen Verletzungen, die den Opfern zugeführt wurden und vermutlich durch mittelalterliche Folterinstrumente zugeführt wurden, führen die Ermittler schon bald ins Stadtmuseum und in einen SM-Club, da beide Orte ebensolche Geräte ausstellen. Eine spannende Jagd nach einem Serienmörder beginnt, der schlauer als die Ermittler zu sein scheint…

Anmerkungen:
Bei Alexandra von Stietencron handelt es sich um eine tiefgründige Polizeipsychologin, die alles recht schnell zu durchschauen scheint, selbst jedoch aufgrund eines traumatischen Jugendereignisses emotional sehr kühl und distanziert wirkt – selbst auf den Leser, der doch eigentlich mit der Protagonistin sympathisieren sollte.
Sven Koch hat zudem sehr oft auf bereits bekannte Klischees oder typische Verhaltensweisen zurückgegriffen. Beispielsweise der Ordnungstick der Protagonistin und das traumatische Ereignis erinnern ein wenig an den Privatdetektiv Monk und Cody McFadyens FBI-Agentin Smoky Barret. Auch werden ständig irgendwelche Markennamen genannt, wie beispielsweise Senseo, Mentos, … Hinzu kommen sich ständige wiederholende Verhaltensweisen, wie das mehrfache Klicken eines Kugelschreibers oder das Vergraben der Hände in den Jackentaschen. Nichts desto trotz fand ich den Schreibstil von Sven Koch sehr überzeugend. Der kurzweilige und spannende Krimi war sehr leicht zu lesen, woran nicht zuletzt die perfekte Länge der Kapitel „Schuld“ war. Die zahlreichen, teilweise sehr kurz gehaltenen Kapitel schafften es, die Spannung durch den damit verknüpften Szenen- und Perspektivenwechsel konstant hoch zu halten. Kombiniert mit taktisch klug eingesetzten Cliffhangern konnte das Buch nur schwer zur Seite legen. Sehr gelungen war zudem, dass man als Leser ebenfalls ermitteln konnte, wobei ich mich manchmal aber auch über die schlampige Ermittlungsarbeit der Kommissare ärgern musste. Dennoch tappte man als Leser auch lange Zeit im Dunkeln, bis es schließlich in den finalen Kapiteln zum überraschenden Aha-Effekt kommt – womöglich zu spät für Alex & Co.? Doch lest selbst, wie die Geschichte ausgeht ;)
Zuletzt muss ich leider noch einen großen Kritikpunkt loswerden. Bei „Brennen muss die Hexe“ handelt es sich um den zweiten Fall um Alex Stietencron. Geschickter Weise ist dieser Fall so geschrieben, dass man ihn auch ohne Vorkenntnisse verstehen kann, was ich persönlich auch sehr wichtig finde. Doch leider hat es Sven Koch nicht geschafft, die Rückblicke auf den ersten Fall so knapp zu halten, dass es sich als unwissenden Leser noch lohnen würde, diesen zu lesen. Man bekommt nämlich quasi auf dem Silbertablett den Täter des Falles „Purpurdrachen“ serviert. Sehr schade, zumal ich dieses Buch nun auch sehr gerne gelesen hätte, mit dem Wissen um den Mörder nun aber erst einmal auf Eis gelegt habe

Fazit:
Ein spannender, kurzweiliger und leicht zu lesender Krimi der Lust auf weitere Fälle um Alex Stietencron macht! Auf jeden Fall empfehlenswert!

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680 Bibliotheken, 15 Leser, 4 Gruppen, 93 Rezensionen

sri lanka, liebe, tee, vergangenheit, teeplantage

Die Schmetterlingsinsel

Corina Bomann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.03.2012
ISBN 9783548284385
Genre: Romane

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

satanisten, thriller, satanskult, usa, satan

Der Schädelring

Scott Nicholson
E-Buch Text
Erschienen bei Haunted Computer Books, 27.03.2011
ISBN B004U74CBC
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Julia Stone wird sich erinnern, selbst wenn es sie umbringt.

Mithilfe einer Therapeutin versucht Julia, Kindheitserinnerungen aus der Nacht, in der ihr Vater verschwand, zu einem Bild zusammenzufügen. Wenn sie einen Silberring findet, auf dem der Name „Judas Stone“ eingraviert ist, schleicht sich die Vergangenheit bedrohlich an sie heran. Jemand hinterlässt eigenartige Nachrichten in ihrem Haus, obschon die Tür verriegelt ist. Der örtliche Handwerker bietet seine Hilfe an, aber auch über seiner Vergangenheit liegt ein Schatten. Und der Polizist, der das Verschwinden ihres Vaters untersuchte, folgt ihr nach Elkwood, einem Dorf in den Appalachen Bergen von North Carolina.

Nun ist Julias Kopf voller Erinnerungen, doch sie weiß nicht, welche echt sind. Julias Therapeutin scheint ihr Spiel mit ihr zu treiben. Der Handwerker versucht sie auf mehr als eine Weise „zu retten“. Zudem lauert ihr ein unheimlicher Kult auf, der nach ihrem Körper und ihrer Seele trachtet…

Anmerkungen:

Noch nie ist mir eine Rezension so schwer gefallen. Liest man sich den Inhalt des Buches durch, der eigentlich eine anregende, kurze Einführung darstellen sollte, hat man hier im wahrsten Sinne des Wortes zu „wenig“ erwartet. Der Leser erfährt in dieser unzusammenhängenden Aufeinanderreihung förmlich alles, was in dem Buch vorfällt. Und das ist nicht gerade viel. Letztendlich kann man sich auch schon das Ende zusammenreimen, da keine weltbewegenden Wendungen eintreten.

Ein schleppender Erzählstil, der einiges zu wünschen übrig lässt, schleift den Leser durch einen langweiligen, unspektakulären „Thriller“, der sich den Satan-Kult als Aufhänger genommen hat. Zeitweise kam ich mir so vor, als würde ich einzelne Textstellen wieder und wieder lesen. Das Buch strotzt nur so von Redundanzen und kommt schlicht und einfach nicht auf den Punkt. Immer wieder wird um den heißen Brei herum geschrieben, die Aufmerksamkeit des Lesers an den unpassendsten Stellen auf die Berge im Hintergrund oder den goldenen Herbst mit seinen bunten Blättern gelenkt, so dass ich auf den letzten Seiten ganze Abschnitte übersprungen habe, um endlich zum Ziel zu gelangen. Es war wirklich ein harter Kampf Mensch gegen Buch, den ich durchstehen musste. Zu dem schlechten Erzählstil mit einer schrecklich naiven Protagonistin, gesellt sich auch noch eine grottenschlechte Übersetzung (bitte entschuldigt diese harten Worte, aber es ist einfach so). Beispielsweise wird ein „Knoten“ als „Knopf (!)“ bezeichnet, oder der Kleider“schrank“ als Kleider“kasten“. Auch „verschränken“ die Darsteller dieses Buches nicht die Arme vor der Brust, nein, sie „falten“ sie (ich könnte hier noch viele weitere Dinge auflisten, aber ich möchte nicht den Rahmen sprengen; am liebsten würde ich mich mit einem Rotstift an das Buch setzen und eine ordentliche Übersetzung auf die Beine stellen…)

Den Untertitel „romantischer Thriller“ hat diese Geschichte, meiner Meinung nach, nicht verdient. Die einzig romantische Szene wurde dem Ende des Buches quasi noch hinzugefügt - an einer Stelle, an welcher es eigentlich schon ein schöneres Ende gefunden hätte.

Fazit:

Leider hat es dieses Buch nicht auf meine Favoritenliste geschafft - trotz eines viel versprechenden Themas als Grundlage. Gerne würde ich dazu noch mal das englische Original lesen, um einen Eindruck gewinnen zu können, wie viel die marode Übersetzung dazu beigetragen hat. Entsprechend kann ich diesen Thriller - zumindest in deutscher Sprache - nicht weiterempfehlen.

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