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163 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Das Café am Rande der Welt

John Strelecky , Bettina Lemke
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2014
ISBN 9783423253574
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Erwartungen
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich ausschließlich Positives und Inspirierendes darüber gehört habe. Ich finde es spannend, mich neben fiktiven Romanen auch mit Büchern aus dem Bereich „Selbstentwicklung“ zu befassen und habe somit erhofft, viele neue Ideen und Impulse durch das Lesen dieses Buches zu erlange.

Für wen sich das Buch eignet
Das Lesen dieses Buches wird jedem Spaß machen, der sich für Themen wie „Personal Development“ und „den tieferen Sinn des Lebens“ interessiert, ohne dabei zu philosophisch oder esoterisch zu klingen. Wer sich nach dem Lesen gerne inspiriert fühlen möchte, sollte sich auf jeden Fall mit dem Buch und den darin enthaltenen drei Fragen besprochen.

Worum es geht
John, Arbeitstier und dauergestresst, verfährt sich und landet per Zufall an einem Café am Rande der Welt. Dieses Café serviert ihm nicht nur Leckereien, sondern vor allem Fragen und Gesprächsthemen, die ihn zum Nachdenken anregen und sein Leben für immer verändern werden. Auf der Speisekarte entdeckt John drei Fragen, die er ausführlich mit dem Personal des Cafés bespricht:

„Warum bist du hier?“ „Hast du Angst vor dem Tod?“ „Führst du ein erfülltes Leben?“

Da er sich zu diesen Fragen noch nie Gedanken gemacht hat, verändern die Antworten dazu nun alles für ihn.

Was ich persönlich von dem Buch halte
Obwohl es sich um ein Büchlein mit wenigen Seiten handelt, wiegt der Inhalt darin umso schwerer. Während des Lesens musste ich immer mal wieder kleinere Lesepausen einlegen, um das Gelesene nochmal zu reflektieren, verinnerlichen und mit mir selbst zu diskutieren.

Anders als erwartet, hatte dieses Buch durch die Protagonisten und das Café an sich auch einen „Touch Magie“ in sich. Dieses Element war aber keinesfalls störend, sondern vielmehr eine nette Abwechslung, weil man so seiner Fantasie freien Lauf lassen konnte und sich nicht – wie bei manch anderen Ratgeber-Büchern – belehrt gefühlt hat. Neben vielen anschaulichen Erzählungen und Erläuterungen enthält das Buch außerdem viele liebevoll gestaltete Illustrationen und Gedankenanstöße. „Das Café am Rande der Welt“ konnte mich inspirieren und motivieren, allerdings fehlen mir handfestere bzw. konkretere Tipps, um diese Inspiration auch nachhaltig umzusetzen. So weiß ich zwar, dass mir das Lesen dieses Buches ein gutes Gefühl gegeben hat, aber nicht, wie ich es längerfristig aufrecht halten kann. Außerdem wurden meiner Meinung nach die letzten zwei Fragen eher ziemlich schnell abgehandelt,  während die erste in aller Ausführlichkeit erläutert wurde. Aus diesem Grund gibt es zwei Punkte Abzug für ein ansonsten lesenswertes Büchlein.

Details zum Schätzchen
Titel: „Das Café am Rande der Welt. Eine Erzählung über den Sinn des Lebens“
Autor: John Strelecky
Verlag: dtv
Preis: 8,95 EUR (Taschenbuch)

Über den Autor
John Strelecky ist ein Bestsellerautor und Redner, der den Ausstieg aus dem Hamsterrad gewagt hat. Er hat seinen Job gekündigt und ist mit seiner Frau um die Welt gereist. Diese Erfahrung hat sein Leben verändert und ihn zum Verfassen dieses Buches inspiriert. Seitdem verändert auch er das Leben vieler Menschen.

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Tags: cafeamrandederwelt, johnstrelecky, personaldevelopment, selbstentwicklung   (4)
 

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Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Erwartungen
Unter dem Titel und dem Klappentext konnte ich mir nicht besonders vorstellen. Ich erwartete aber eine fantasievolle Geschichte, die an einem besonderen Ort spielt und einen Funken Lovestory beinhaltet.

Für wen sich das Buch eignet
„Wolkenschloss“ eignet sich für alle Freunde von liebevoll gestalteten Orten mit einer aufregenden Geschichte, bei der man bis zum Ende mitfiebert und gespannt rätselt, was wohl hinter den Fassaden des Wolkenschlosses stecken mag.

Worum es geht
Fanny, 17 Jahre alt und sozusagen eine „Aussteigerin“, arbeitet im  legendären Hotel „Wolkenschloss“ in den Schweizer Bergen. Ihre Jobbeschreibung eigentlich ganz einfach: Mädchen für alles. Das beinhaltet sowohl die Betreuung anstrengender Blagen als auch das nähere Kennenlernen außergewöhnlicher Hotelgäste (zumindest inoffiziell). Fanny hat schon immer das Gefühl, dass um das Wolkenschloss eine gewisse Magie schwebt, doch wie magisch und kriminell es in den Schweizer Bergen zugehen kann, hätte sie sich nie erträumt. Von unglaublichen Küssen über bedrohliche Diebe bis hin zu Schusswunden kann Fanny in ihrem Lebenslauf berichten. Niemand ist der, wer er vorgibt zu sein und auch das Wolkenschloss scheint einen eigenwilligen Charakter zu besitzen. Verliert Fanny den Überlick zwischen wunderbaren Romanzen und Nadjeschda-Diamanten oder behält sie einen kühlen Kopf im Wolkenschloss?

Was ich persönlich von dem Buch halte
Das „Wolkenschloss“ ist einfach eine zuckersüße Geschichte, die einen unerwartet spannenden Handlungsbogen in sich hat. Ich habe mich im Wolkenschloss verloren und fand auch die Botschaft hinter Fannys Charakter als „Aussteigerin“ mit gutmütigem Herz einfach nur bezaubernd. Jeder Charakter war fein ausgearbeitet und hat Bilder im Kopf hinterlassen. Als die Story plötzlich eine lebensgefährliche Wendung nahm, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und habe richtig mitgefiebert, da es wirklich unerwartet spannend wurde.

Das „Wolkenschloss“ erhält von mir dennoch „nur“ eine Bewertung mit 4/5 Michelin-Sternen, da der Unterschied zwischen detailreicher Ausarbeitung am Anfang und superschneller Auflösung am Ende zu spürbar war. Ich hätte mir gewünscht, dass das Ende ebenfalls etwas komplexer beschrieben werden würde. Dennoch lege ich euch dieses Buch ans Herz, es hinterlässt einfach ein wohliges Gefühl beim Lesen. Selbst das Glossar und die Dankesseite machen Spaß…glaubt mir.

Details zum Schätzchen
Titel: „Wolkenschloss“
Autor: Kersti Gier
Verlag: FJB
Preis: 20,00 EUR (Taschenbuch)

Über den Autor
Kerstin Gier gestaltet mit ihren Worten und Ideen wunderbare Welten und internationale Bestseller, in die man sofort eintauchen möchte.

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Tags: kerstin_gier, roman, wolkenschloss   (3)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fairestofall, märchen, schneewittchen, villain

Fairest of All

Serena Valentino
Sonstige Formate: 250 Seiten
Erschienen bei Disney Pr, 18.08.2009
ISBN 1423106296
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Erwartungen 
"Fairest of All" war in meinen Erwartungen ein Einblick in die böse Seele von Schneewittchen Stiefmutter, um einen anderen Blick in die Geschichte zu erhalten. Ich stellte mir vor, das hierbei besonders all die bösartigen Gedanken und das Schmieden der tödlichen Pläne in aller Ausführlichkeit dargestellt werden würde.

Für wen sich das Buch eignet
Das Buch ist für alle Disney-Prinzessinnen und Märchenliebhaber geschrieben, die sich auch für die komplexen bösartigen Figuren bzw. deren Hintergründe interessieren.

Worum es geht
Habt ihr euch jemals gefragt, ob Schneewittchens Stiefmutter schon immer böse war oder wie sie so grausam geworden ist? Wolltet ihr schon immer mal wissen, wie sich ihr Leben in diese bestimmte Richtung voller Hass ihrer Stieftochter gegenüber entwickelt hat? Mich hat das so gereizt und ich fand es unglaublich spannend, ein Buch darüber zu lesen.

Was ich persönlich von dem Buch halte

Was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden so dermaßen übertroffen... ich habe sogar Sympathie für die böse Königin empfunden und wollte sie drücken und wach rütteln. Unmöglich? Dann lest unbedingt diese Geschichte und überzeugt euch selbst, dass die Königin eine liebevolle Frau war, die Schneewittchen über alles geliebt hat und ihrem König ihr Herz zu Füßen gelegt hat. Doch wie das leben so spielt, gab es viele dunkle Einflüsse, die ihr gutmütiges Herz vergiftet haben. Endlich ein Buch, das "glaubwürdig" und selbst für ein Märchen nicht weit hergeholt erklären kann, warum sich eine einst warmherzige Königin zu einer kalten und nur auf Äußerlichkeiten bedachten Frau und Hexe entwickelte. Dieses Buch beschreibt die traumatische Kindheit der Königin mit ihrer ständigen Suche nach Anerkennung, es zeigt Beziehungen voller Geborgenheit auf und erzählt davon, wie der Tod einen verändern kann.

Ich lege euch dieses Buch so sehr ans Herz, da ich die "Schneewittchen"-Geschichte nun mit ganz anderen Augen sehe. Wie oft ärgern wir uns auch in unserem eigenen Leben über Menschen ohne ihre Geschichte und Entwicklung zu kennen? Volle 5/5 Punkten für dieses kleine Meisterwerk: Spieglein, Spieglein an der Wand - ich halte alle Finger hoch an meiner Hand (hahahaha).

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Tags: fairestofall, märchen, schneewittchen, serenavalentino, villain   (5)
 

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anna pfeffer, cbj verlag, chat, chatroman, chat-roman, chatverlauf, freundschaft, humor, jugendbuch, jugendroman, liebe, liebesgeschichte, newyork, new york, new york zu verschenken

New York zu verschenken

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.08.2017
ISBN 9783570173978
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Erwartungen 
Ich habe mir unter diesem Buch eine leichte Geschichte vorgestellt,  bei der zwei junge Menschen auf ungewöhnliche Art und Weise zueinanderfinden. Viele glückliche Momente und eine spannende Wendung sollten, so meine Gedanken, das Leseerlebnis abrunden.

Für wen sich das Buch eignet
„New York zu verschenken“ eignet sich für dich, wenn du gerne Liebesromane in einer Art Schwebezustand liest und insgeheim auf ein gutes Ende nach dem Motto „… und sie lebten glücklich …“ hoffst.


Worum es geht
Aus einer romantischen Geste heraus hat Anton seiner Freundin Olivia Tickets für eine gemeinsame Reise nach New York geschenkt. Das diese mit ihm Schluss macht, bevor diese Liebesreise überhaupt beginnen kann, konnte er nicht ahnen. Nun gilt es Reisebegleitungsersatz zu finden, wobei nur eine klitzekleine Sache beachtet werden muss: Die New York-Begleitung muss Olivia Lindmann heißen, so wie Antons Exfreundin. Ein Aufruf über Instagram bringt die seltsamsten Bewerber hervor und eine gewisse charmante und lustige Olivia Lindmann, die eine potentielle Reisekandidatin abgeben könnte. Während des gemeinsamen Chattens lernen sich beide besser kennen – sogar so gut, wie es keiner der beiden vorher je erwartet hätte. Doch reicht das, um gemeinsam New York zu erkunden? Und vielleicht sogar die Liebe?

Was ich persönlich von dem Buch halte
Das Buch hat sich anders gestaltet als zuvor von mir erwartet. Ich habe mir vorgestellt, dass man nach einer kurzen Chatphase die gemeinsame Reise zwischen Anton und Olivia in New York miterleben kann. Im Endeffekt (Achtung, jetzt wird es philosophisch) begleitet man die Beiden auch auf ihrer gemeinsamen Reise nach New York – allerdings anders als man denkt: Man begleitet sie auf dem gemeinsamen Zusammen- und manchmal Auseinanderwachsen – alles in Form von gemeinsamen What’sApp-Chats.

Dies ist allerdings nicht der Grund für meine Bewertung mit 3/5 Punkten. Vielmehr war die Geschichte ab einem gewissen Punkt vorhersehbar und hat etwas an ihrem Reiz verloren. Das ist aber ein sehr subjektiver Punkt, denn ich liebe überraschende Wendungen. Dadurch, dass ich dieses Ende erwartet habe, habe ich während des Lesens auf bestimmte Details geachtet, die für mich unlogisch waren. Allerdings fand ich die Geschichte lesenswert, da man dennoch mitfiebert und die „Geheimnisse“ der Charaktere ergründen möchte. Das Buch passt in die heutige schnelllebige und digitale Zeit – es zeigt die Möglichkeiten, aber auch Schattenseiten dieser Welt auf. Dabei ist es mit einer sehr unterhaltsamen Liebesgeschichte ausgestattet, die man sehr gut an einem Stück runter lesen kann.

Details zum Schätzchen
Titel: „New York zu verschenken“
Autor: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Preis: 14,99 EUR (Taschenbuch)

Über den Autor
„Anna Pfeffer“ ist ein Pseudonym für die befreundeten Autorinnen Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit. Seit ihrer Schulzeiten entwickeln sie gemeinsam Geschichten und Helden.

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Tags: annapfeffer, lebetausendleben, liebesroman, newyorkzuverschenken   (4)
 

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eheaus, freundschaft, juliarogasch, julia rogasch, kinder, lebetausendleben, liebe, mitdiramhorizont, mit dir am horizont, roman, streit, sylt, tod, trauer, vergangenheit

Mit dir am Horizont: Ein Sylt-Roman

Julia Rogasch
E-Buch Text
Erschienen bei Forever, 06.11.2017
ISBN 9783958182318
Genre: Romane

Rezension:

Meine Erwartungen
Wer Julia Rogasch ersten Roman „Honigmilchtage“ kennt und ihr bei Instagram kennt, der weiß: Sylt ist ein Teil dieser Frau. Somit war für mich ganz klar, dass dieser „Sylt-Roman“ ganz viel Inselliebe verbreiten werde. Ich malte mir aus, wie Julia Orte beschreiben würde, die ihr am Herzen liegen, wie sie ein besonderes Stück von sich selbst in diesen Roman einbringen würde und den Lesern ihren ganz persönlichen Sylt-Zauber überbringen werde. Von ihrem Debütroman „Honigmilchtage“ lernte ich ihren unverkennbaren Schreibstil zu schätzen und zu lieben – Metaphern, die die Geschichte zum Leben erwecken, sich ganz tief einprägen und zum Nachdenken anregen und erwartete ebenfalls einen solchen Wortzauber. Diesmal allerdings mit einer ordentlichen Portion Spannung und Action.

Für wen sich das Buch eignet
„Mit dir am Horizont“ eignet sich für Sylt-Freunde, Liebesroman-Verehrer und Spannungs-Fanatiker mit einem Wunsch nach Happy-Endings.

Worum es geht
Anna und Tessa. Tessa und Anna: Eine Freundschaft so einzigartig und wild wie die Insel Sylt. Doch als Tessa sich verliebt, nimmt das Schicksal der zwei Freundinnen einen verhängnisvollen Lauf. Eine grausame Wahrheit über Tessas Freund entzweit die beiden so stark, dass sie keinen Kontakt mehr zueinander haben. Kein Wort, kein Wiedersehen – bis zu diesem einen Tag, der alles verändert: Der Tag an dem Tessa stirbt und Anna einen Brief hinterlässt. Findet Anna auf Sylt die Wahrheit über Tessas Tod heraus? Und was bedeutet das für ihr eigenes Leben?

Was ich persönlich von dem Buch halte
Nach „Honigmilchtage“ hat mich auch dieser Rogasch-Roman vor allem mit seinen sprachlichen Ü-Eiern überzeugt. Einprägsame Sätze, wie
„Für einen kurzen, warmen Moment erkannte ich zwischen der unbändigen Wut und der Verachtung, die mich daraus anblitzten, ein vertrautes Hoffen. Dieser Hoffnungsschimmer war nur ein letztes Aufbäumen und im selben Moment schon wieder erloschen. Wie ein Lichtstrahl am Horizont, in einer Atmosphäre wie inmitten eines eisigen Wintersturm“ laden ein, sich darin zu verlieren und ein wenig zu verweilen, bevor man weiterliest. Allein schon wegen dieser wunderbar bildlichen Sprache lohnt es sich, in diesen Sylt-Roman einzutauchen.
„Es schien, als flösse der Gedanke an sie von meinen weichen Knien hinauf, direkt durch mein Herz bis hin zum Kopf, der die Aufgabe hatte, zu verstehen, was gerade geschah. Eine Herausforderung, an der er kläglich scheiterte.“ 
ist ein weiteres von vielen Beispielen dieser Schreibkunst. Dieses Zitat spiegelt auch wieder, wie tief die Verbundenheit zwischen Anna und Tessa reicht. Auch nach Jahren der Trennung und auch über Tessas Tod hinaus, konnten und wollten sich die beiden nie vergessen. Leider kommt diese Erkenntnis zu spät.

Tessas plötzlicher Tod, nach Jahren der Funkstille, reißt in Anna längst verheilt geglaubte Wunden auf. Probleme, die sich lange unterdrückt hat, scheinen nie ganz verschwunden gewesen und scheinen seit Tessas Tod Annas ständiger Begleiter zu sein. Warum verhält sich ihr Ehemann so komisch? Hatte Tessa etwas zu verbergen? Und welche Rolle spielt dabei Claas mit diesen unvergesslichen Augen? Während all diese Fragen nach und nach geklärt werden, wächst Anna an allen Herausforderungen, die die Antworten mit sich bringen. Diese Entwicklung gefällt mir richtig gut, da das Buch die Botschaft vermittelt, dass man auch in schweren Zeiten wachsen kann und ein erfolgreicher Job und ein schickes Glamour-Leben nicht gleich immer Glück bedeuten. Das Buch ist ein richtig gelungenes Rundum-Erlebnis. Einen kleinen Abzug gibt es für mich in Bezug auf die Auflösung zu Tessas Tod, da diese zwar unerwartet, aber gleichzeitig auch ein wenig konstruiert wirkte. Andere Auflösungen in Bezug auf Annas Leben hingegen, waren meisterlich gestaltet und so klug kombiniert, dass man sich beim Lesen immer wieder dachte „Ahhh, deshalb also …“. Auch hatte ich stellenweise das Gefühl, dass Annas Trauer um Tessas Tod schnell in den Hintergrund gerät und ihre eigenen Probleme und Sehnsüchte wichtiger werden. Doch all die Zusammenhänge, die Schreibkraft und die Botschaft, die dieses Buch vermittelt (Folge deinem Herzen … und wenn dein Herz dich bis an den Horizont zieht.) schaffen so ein wohliges Leseerlebnis, dass die kleinen Abzüge das Buch umso spannender machen.

(4 von 5)

Details zum Schätzchen
Titel: „Mit dir am Horizont: Ein Sylt-Roman“
Autor: Julia Rogasch
Verlag: Forever
Preis: 17,00 EUR (Taschenbuch)

Über den Autor
Julia Rogasch, Marketing-Profi, Mama, Ehefrau, Wortjongleurin und Autorin von „Honigmilchtage“ – so viel Inspiration in nur einem Menschen.

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Tags: juliarogasch, lebetausendleben, mitdiramhorizont, roman, sylt   (5)
 

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68 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Die Diamantkrieger-Saga - Tashiras Bestimmung

Bettina Belitz
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 24.07.2017
ISBN 9783570164266
Genre: Jugendbuch

Rezension:

- Meine Erwartungen -
Von dem Buch habe ich mir eine spannende und actionreiche Fantasy-Geschichte mit starken Charakteren, die besondere Fähigkeiten haben, vorgestellt.

- Für wen sich das Buch eignet -
Zunächst einmal eignet sich das Buch für all diejenigen, die Teil 1 und 2 der Triologie gelesen haben  Weiterhin eignet es sich für alle Liebhaber von Fantasy-Geschichten mit einer starken weiblichen Hauptfigur.

-Worum es geht-
In „Tashiras Bestimmung“, dem dritten Teil der „Diamantkrieger-Saga“, kommt es zum großen Showdown: Die Diamantkrieger machen sich zum Gefecht gegen die Hydra bereit, da sie jederzeit wieder angreifen kann. Sara ist nach allen vorigen Geschehnissen merklich gereift, doch begleiten sie noch immer zahlreiche Probleme, mit denen sie fertig werden muss. Auch ihre Beziehung zu Damir scheint immer mehr Spannungen zu unterliegen. Die große Frage: Sind sie trotz aller Widrigkeiten bereit für den gefährlichen Kampf gegen das Böse?

-Was ich persönlich von dem Buch halte-
Die in der Idee ausgearbeitete Story hat mir besonders gut gefallen, da sie mir so bisher noch nicht begegnet ist – auch wenn sie an einigen Stellen verworren ist. Die Autorin hat eine gelungene Fortsetzung zu den zwei vorigen Teilen geschaffen und jeder Seite ist die Zeit, Mühe und der investierte Gehirnschmalz anzumerken – das zahlt sich für das Leseerlebnis aus. Obwohl so viel Liebe zum Detail reingesteckt wurde, lässt sich die Geschichte leicht und flüssig runterlesen. Man findest schnell Zugang zur Story, da die Autorin einige Details aus den vergangenen Romanen Revue passieren lässt.

Mir persönlich hat die Entwicklung von Tashira gut gefallen – sie war nicht die ganze Zeit die harte Powerfrau, sondern konnte auch Schwäche zeigen. Dadurch wirkte sie authentisch und zugänglich – was ich leider nicht von allen Charakteren behaupten kann. Leider waren sie nicht so greifbar für mich, da sie nicht weiter in den Mittelpunkt gestellt werden. Sara bzw. Tashira hingegen wird in diesem Buch vertrauensvoller, lernt und kämpft. Auch die Aufarbeitung vieler tiefsinniger Themen, die mit der Geschichte verflochten sind, gefallen mir richtig gut. Das unterstützt das gelungene Zusammenfinden der Handlungsstränge, die locker ineinander übergehen. Auch das Ende der Geschichte, das nicht vorherzusehen war und bei zahlreichen Autoren schief geht, ist für mich eine super Leistung.

Da sich das Buch sehr gut lesen lässt und durch den bildhaften Schreibstil lebendig wird, hat mir das Buch überwiegend gut gefallen. Auch die Tatsache, dass die Liebesgeschichte nicht den Hauptfokus darstellte, fand ich besonders abwechslungsreich. Kleinere Minuspunkte waren für mich ein paar Szenen, die stark an Spannung verloren sowie der fehlende Bezug zu den anderen Charakteren. Aus diesem Grund gebe ich diesem Buch 4/5 Punkten.

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217 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

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Der kleine Laden der einsamen Herzen

Annie Darling , Andrea Brandl
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328100980
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Erwartungen
Hinter den Seiten dieses Buches vermute ich eine Liebeserklärung an Bücher, Buchhandlungen und natürlich eine riesige Portion zwischenmenschliche Liebe. Der Klappentext hingegen zeigt schon, in welche Richtung die Liebesgeschichte geht: Frau verliebt sich in den Bad Boy …

Für wen sich das Buch eignet
Das Buch ist für all diejenigen geschrieben, die selbst schon immer eine Buchhandlung haben wollten, weil sie so eine tiefe Verbindung zu Büchern empfinden und eine leicht vorhersehbare und nicht komplexe Liebesgeschichte als nicht störend empfinden.

Worum es geht
Posy ist praktisch in einer Buchhandlung aufgewachsen und hat schon immer Liebesromane vergöttert.  Als sie diese Buchhandlung erbt, muss sie nicht nur zahlreiche Herausforderung bei der Neueröffnung meistern, sondern sich auch noch mit dem unverschämten Schönling Sebastian rumschlagen, der ihr das Leben nur unnötig schwer macht. Doch mit einer guten Idee, einem verrückten Bücherherz und tatkräftiger Unterstützung – kann da noch etwas schief gehen?

Was ich persönlich von dem Buch halte
Das Buch enthält eine niedliche Geschichte, die man sehr flüssig und mit einem Mal „weg lesen“ kann. Jeder, der ein Bücherherz in sich trägt, kann Posys Leidenschaft sofort nachempfinden und hat heimlich bestimmt schon oft von einer eigenen Buchhandlung geträumt.

Posy hat schon so manchen Schicksalsschlag erlitten – erst hat sie der Tod ihrer Eltern völlig aus der Bahn geschmissen: Sie musste allein für ihren Bruder Sam sorgen und gleichzeitig die Trauer bewältigen. Doch mit Lavinias Unterstützung, der Besitzerin der Buchhandlung Bookends, konnte sie diese schwierige Aufgabe meistern – und dass sie und Sam so direkt über der Buchhandlung wohnen konnten, war natürlich ebenfalls ein heilsames Trostpflaster. Mit Lavinias Tod bricht Posys Welt erneut zusammen, doch Lavinia hat nach ihrem Tod Großes für Posy geplant: Sie soll die Buchhandlung übernehmen und in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Der Leser verfolgt Posy und ihre Freunde während des spannenden Prozesses zur Wiederbelebung der Buchhandlung. Dies ist liebevoll beschrieben und man fiebert richtig mit. Posy ist allerdings kein „starker Frauencharakter“, sondern vielmehr ein Typ aus der Kategorie „tollpatschig und unsicher“. Dadurch wirkt die Figur an manchen Stellen beinahe schon überzogen und erlaubt kein Einfühlen in ihre Person. Besonders „schlimm“ ist dies, sobald Posy auf den männlichen Gegenspieler Sebastian trifft. Schlagartig wird sie kindlich, unselbstständig und verliert ihre Schlagfertigkeit – sehr schade. Vor allem, da dem Leser von Anfang an bewusst ist, wie die Liebesgeschichte enden wird.

Da es sich um eine süße Story handelt, die nur so vor Liebe sprudelt, aber leider kleinere Abzüge besonders in Bezug auf die Charakterkomplexität und die Lovestory hat, bewerte ich dieses Buch mit 3/5 Punkten.

Details zum Schätzchen
Titel: „Der kleine Laden der einsamen Herzen“
Autor: Annie Darling
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 10,00 EUR (Taschenbuch)

Über den Autor
Annie Darling lebt zwischen tausenden von Büchern mit ihrer Katze in London. Genau wie Posy schlägt ihr Herz für Liebesromane.

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Tags: anniedarling, derkleineladendereinsamenherze, frauenroman, liebesroman   (4)
 

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alltagsfragen, alltagsphysik, einfach erklärt, experimente, nachmachen, physik, rubbeldiekatz, sachbuch, spass, wissenschaft

Rubbel die Katz oder wie man Wasser biegt

Aeneas Rooch
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453604117
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Erwartungen
„Die wunderbare Welt der Alltagsphysik“ leicht erklärt, um ein wenig prahlen, probieren und Physik schnuppern zu können, genau das habe ich mir von diesem Buch erhofft.

Für wen sich das Buch eignet
Das Buch ist nicht nur für Hardcore-Physiker oder Physik-Fans verfasst, sondern richtet sich auch und vor allem an alle neugierigen und interessierten Nicht-Physik-Experten, die die kleinen Wunder des Alltags („Wieso perlt Sekt im Glas?“, „Warum ist der Himmel blau?“) erkunden und verstehen möchten. Wer dann noch sprachlichen Humor zu schätzen weiß, ist bei Aeneas Rooch gut aufgehoben. Ein schönes Geschenk übrigens.

Worum es geht
Aeneas Rooch bringt dem Leser mit einer ordentlichen Portion Humor, Leichtigkeit und Spannung die zaubherafte und manchmal auch komplizierte Welt der Alltagsphysik näher. Dafür muss man kein Sheldon Cooper sein, sondern einfach ein wenig Neugier dafür mitbringen, was uns täglich umgibt

In einzelnen Kapiteln werden unterschiedliche Experimente, begleitet von dynamischen Illustrationen, erläutert. Diese Versuche kann jeder nachmachen oder sich anhand der sehr bildlichen Beschreibung zumindest hineinversetzen. Rooch verfolgt hierbei eine strukturierte, aber lockere Vorgehensweise, die sich wie ein roter Faden durch die Kapitel zieht:

Das Experiment Was Sie sehen Was dahintersteckt Wo findet man das noch?

Diese Elemente sind in jedem Kapitel an den Versuch angepasst und liefern neben dem Ablauf des Experiments zahlreiche interessante Informationen, die Hunger auf mehr machen (wie z.B. „Wolken haben übrigens Namen“). Das Buch ist mit einer Leichtigkeit verfasst, die es einem ermöglicht, locker durch den jeweiligen Versuch zu gleiten. Dennoch eignet es sich nicht gerade für ein „schnelles Durchlesen“, sondern entwickelt seine volle Wirkung vielmehr durch ein häppchenweise Lesen.

Wenn du also im Büro mit einem blitzenden Briefumschlag begeistern oder auf der nächsten Familienfeier ein wenig damit angeben willst, das 40 Grad gar nicht doppelt so warm wie 20 Grad sind, solltest du dich in die wunderbare Welt der Alltagsphysik begeben.

Was ich persönlich von dem Buch halte
Das Buch hat mir richtig viel Freude beim Lesen bereitet, da es trotz einer „anspruchsvollen“ Materie mit Humor, Vergleichen, Illustrationen und Erzählungen aus dem Nähkästchen eine liebevolle Betrachtung der Physik darstellt. Ich finde, dass es beispielsweise ein schönes Geschenk für Hobbyphysiker, Ingenieure, aber auch interessierte und offene Neugiersnasen ist.

Abzüge gibt es, weil nicht jedes Experiment sich einfach mit Hausmittelchen ohne Vorbereitung durchführen kann – obwohl man das irgendwie erwartet. Trotz der Verwendung einer wunderbar einfachen Sprache ist es nicht unbedingt durchgängig möglich, die Konzentration aufrecht zu erhalten. Dies hätte man eventuell schon durch die Verwendung einfacher stilistischer Mittel (Aufzählungsstriche etc.) etwas aufbrechen können. Daher erhält dieses tolle Buch 4 von 5 Punkten von mir.

Details zum Schätzchen
Titel: Rubbel die Katz oder wie man Wasser biegt. Die wunderbare Welt der Alltagsphysik.
Autor: Aeneas Rooch
Verlag: Heyne
Preis: 9,99 EUR (Taschenbuch)

Über den Autor

Aeneas Rooch, studierter Physiker und Mathematiker, interessiert sich nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch leidenschaftlicher Radiomensch.

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Tags: aeneasrooc, alltagsphysik, physik, rubbeldiekatz   (4)
 

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Auch donnerstags geschehen Wunder

Manuela Inusa
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.03.2017
ISBN 9783734103513
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Erwartungen

Ich stellte mir einen süßen Roman vor, indem die Hauptfigur Marianne in einem niedlichen Café arbeitet und einen verrückten Trip nach Schottland unternimmt, um ihre große Liebe zu treffen.

Für wen sich das Buch eignet

Dieses Buch ist für Fans von Frauenromanen und sich schnell entwickelnde Liebesgeschichten mit einem besonderen Etwas gedacht.

Worum es geht 

Marianne, leidenschaftliche Keksbäckerin, arbeitet in einem süßen kleinen Café und ist ziemlich zufrieden mit ihrem einfachen Leben: Kekse backen, im Café Stammkunden bedienen, ihren Kater Johnny Depp kuscheln und romatische Liebeskomödien schauen. Leider ist ihr eigenes Liebesleben nicht ganz so witzig, denn ihr Freund hat sie mit einer Anderen in ihrer eigenen Wohnung betrogen.

Als Marianne bei einem Ausflug mit ihrer besten Freundin Tasha einen ungewollten Abstecher zu einer seltsamen Wahrsagerin macht, ändert sich ihr Leben. Die Wahrsagerin sieht voraus, dass Marianne ihre große Liebe in Schottland auf sie wartet. Traut sich Marianne aus ihrem Alltagstrott hinaus in das Abenteuer „Traummann“ oder findet sie ihr Glück doch daheim zwischen Keksen und schnulzigen Filmen?

Was ich persönlich von dem Buch halte

Anfangs fand ich das Buch richtig süß und unterhaltsam, besonders die Atmosphäre im Café. Marianne ist ein richtiger Genießertyp, der zufrieden mit seinem Leben ist und keine unnötigen Risiken eingeht. Doch im Verlauf der Geschichte konnte ich diese Meinung leider nicht aufrecht halten.

Einige Gründe dafür sind Nebenfiguren, die leider ziemlich nervig waren. Dazu zählen sowohl die beste Freundin Tasha als auch Mariannes Mutter. Beide versuchen Marianne zu verbiegen und sie zu etwas zu zwingen, was nach ihrer persönlichen Definition für sie Glück verheißen mag. Dadurch, dass dies Marianne auf die ein oder andere Weise beeinflusst hat, hat sich ihre Figur für mich auch eher rückläufig entwickelt. Obwohl mir bewusst ist, dass in den „typischen“ Frauenromanen eine Liebesgeschichte die vordergründige Rolle spielt, hätte ich hier zunächst erwartet und gewünscht, dass Marianne sich selbst treu bleibt und ihre Bezugspersonen nicht ständig nachhaken, wann sie endlich einen Mann findet. Dies ist für mich ein Bild, das selbst in Frauenromanen nicht vermittelt werden sollte. Natürlich suchen wir alle nach Liebe, doch ist es nicht richtig, sich dabei selbst völlig aufzugeben sowie wirklich verzweifelt und nur darauf fokussiert durchs Leben zu stolzieren. Ich fand es zwar gut, dass menschliche Schwächen, wie sie uns im Alltag begegnen, hier aufgegriffen werden (z.B. dem Ex vergeben und sich ihm hingeben?), dennoch würde ich mir mehr Frauenpower wünschen.

Sobald Marianne in dem Buch auf Männer getroffen ist, schien sich jegliche Vernunft abzuschalten und der Fokus auf Sex zu liegen. Auch ist die vordergründige Liebesgeschichte so dermaßen schnell vorangeschritten, dass es sehr unglaubwürdig wirkte. Zumal die Beziehung ziemlich viele kindliche Aspekte hatte, die beinahe „dümmlich“ (Wegrennen, Verstecken) und nicht verspielt wirkten. Häufig habe ich beim Lesen gedacht, dass man bei gewissen Passagen denken konnte, dass es sich um Vater und Tochter handelt.

Die Umsetzung der Geschichte fand ich sehr spannend, da ein nicht-typischer Weg in Form von parallelen Erzählsträngen dafür gewählt wurde. Leider konnte mich die Liebesgeschichte nicht überzeugen, da sie nicht authentisch war und ein Frauenbild vermittelt hat, mit welchem ich mich nicht identifizieren kann. Daher erhält dieses Buch 2/5 Punkten.

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Manchmal ist es schön, dass du mich liebst

Marie Vareille , Gabriele Lefevre
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.06.2017
ISBN 9783328101444
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Erwartungen

Ich stellte mir unter Titel und Klappentext einen leichten Frauenroman vor, in welchen zwei Freundinnen einen gemeinsamen Pakt schließen, um ihre Träume zu verwirklichen. Dass die Geschichte in Paris und in einem kleinen Dörfchen in Bordeaux spielt, trug selbstverständlich zur Vorfreude bei.

Für wen sich das Buch eignet

Die Geschichte eignet sich für alle, die eine humorvolle, motivierende Freundinnen-Veränderungen-Liebesgeschichte und deren Leichtigkeit mögen.

Worum es geht 

Chloé, eine Frau die alles zu haben scheint und doch nur eines will: Wieder eine glückliche Liebesbeziehung mit einem Mann führen (vorzugsweise mit ihrem perfekten -aber vergebenen Exfreund) und endlich einen Roman schreiben schließt mit ihrer Freundin Constance, einem eigenbrötlerischen Hardcore Austen-Fan, einen Pakt, der beider Frauen Leben verändern soll. Constance belegt einen verrückten Kurs, der ihr dabei hilft, Männer anzusprechen und das Beste aus sich rauszuholen, während Chloé ihr freizügiges Leben hinter sich lässt, sich um ihre Großmutter in einem kleinen Dorf kümmert und das Landleben als Inspirationsquelle für ihren Roman nutzt. Ob da Platz für „den Richtigen“ ist?

Was ich persönlich von dem Buch halte

Es handelt sich um ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, das schöne und humorvolle Ansätze liefert, wie und warum man seine Träume ausleben sollte. Das Buch ist humorvoll verfasst und stellt Chloé als starke, unabhängige Frau mit weichem Kern darf, während Constance als etwas naiver Bücherwurm mit wenig Selbstwertgefühl auftritt. Beide Freundinnen verbindet der Wunsch „nach mehr“ – der Wunsch nach Liebe.

Ich fand die ersten zwei Drittel des Buches besser als das letzte Drittel – daher u.a. der Punktabzug. Im letzten Drittel gab es zahlreiche Situationen, die man typischerweise in einem Frauenroman vorhersehen kann: Streits, Rückfälle, Missverständnisse, Versöhnung. Dies hat meiner Meinung nach die vorige Entwicklung der Figuren auf dem Weg zur Charakterstärke etwas abgeschwächt.

Ich wünsche mir manchmal Frauenromane, die nicht nur das vermitteln, was man von „typischen“ Frauenromanen erwartet: Weibchen sucht Männchen, tut alles dafür und verändert sich völlig. Ich wünsche mir eher Geschichten mit einer Botschaft, die jungen Frauen den Rücken stärkt und sie ermutigt, kein Naivchen zu sein, sondern vielmehr jemand, der kämpft und seine Träume lebt. Selbstverständlich spielt die Liebe dabei eine wichtige Rolle in unserem Leben, doch sollte sie nicht als Aufopferung für einen Mann dargestellt werden.

Die Autorin hat glücklicherweise zum Ende hin nochmal die Kurve gekriegt und eine unterhaltsame Story geschaffen.


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Die Liebe zum Regen

Claire Hoffmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diana, 27.03.2017
ISBN 9783453291928
Genre: Romane

Rezension:

Meine Erwartungen

Das Buch versprach eine leichte Geschichte, in der eine 57-jährige Frau ihr Leben in London umkrempelt. Allerdings nicht ohne Komplikationen. Ich erwartete somit einen Frauenroman, der ein positives Lebensgefühl ausstrahlt, „auch den Regen zu lieben“ und das alles in der magischen Umgebung von London.

Für wen sich das Buch eignet

Dies ist ein „Zwischendurch“-Buch für all jene, die kein Problem mit etwas tollpatschigen/naiven Charakteren haben, die sich in einer neuen Umgebung zurecht finden müssen und gegenwärtige Probleme nahezu krampfhaft ignorieren.

Worum es geht

Vera, 57 Jahre, beschließt aufgrund zweier einschneidender Vorkommnisse in ihrem Leben, ebendieses umzukrempeln. Von ihrem Mann im Stich gelassen, von ihrem Arzt verschreckt, nutzt Vera die Chance, als Au-Pair London zu erkundigen. In London angekommen, ist dieses Vorhaben gar nicht so einfach. Denn da ist diese Familie mit drei Töchtern, Vater und verschwundener Mutter. Vera spürt die feindliche und seltsame Stimmung der Töchter und erfährt zudem keinerlei Unterstützung vom Vater, Mr. Hastings. Nur die kleine Zoe scheint ein wahrer Sonnenschein zu sein, der unberührt von den Geheimnissen um ihn herum zu sein scheint. Vera versucht mit aller Kraft diesen Lebensmut selbst zu spüren, doch die Fassade beginnt langsam zu bröckeln.

Was ich persönlich von dem Buch halte

Leider könnt ihr bereits der oberen Passage ablesen, dass mir dieses Buch leider gar nicht gefallen hat. Das tut mir wirklich leid, aber Buchkritik ist nun auch subjektiv. Meiner Meinung nach hätte das Buch wirklich ein netter Zeitvertreib werden können, wenn die Hauptfigur nicht so unsympathisch gewesen wäre.

Vera, eine 57-jährige Frau, die ziemlich unzufrieden mit ihrem Leben, aber vor allem mit den Leuten um sie herum zu sein scheint, sucht in dieser Geschichte einen Fluchtweg aus der Realität. Dabei denkt der Leser die ganze Zeit über, dass sie sich vielleicht selbst zunächst einmal ändern sollte. Auf den ersten 100 Seiten konnte man mich fast ständig aufstöhnen hören, so genervt war ich von Vera. Sie hat nur Beschuldigungen und negative Aussagen für ihre Mitmenschen übrig – ohne zu erkennen, dass sie selbst eine Menge zu ihrem jetzigen Leben in der Form beigetragen hat. Die ständige Nörglerei und Pechsituationen waren leider nicht humorvoll à la „Bridget Jones“, sondern sehr ich-bezogen.

Dies hat leider auch Auswirkungen auf die Handlung an sich ausgeübt, sodass die Sprünge zwischen einzelnen Handlungen zu abrupt und spürbar waren. Die Geschichte hatte zwar viel Potential und einige Handlungsstränge haben zum Miträtseln angeregt, leider konnte dies den schwachen Hauptcharakter nicht aushebeln. Auch die Auflösung am Ende kam wie ein Tsunami über den Leser – kurz, heftig, Auflösung, Ende. Hierbei hat ein gewisses Fingerspitzengefühl und die sorgfältige Ausarbeitung der Message zwischen den Zeilen gefehlt.

Aufgrund dieser Schwächen gebe ich dem Buch leider nur 1/5 Punkten.

Details zum Schätzchen
Titel: Die Liebe zum Regen
Autor: Claire Hoffmann
Verlag: Diana Verlag
Preis: 14,99 EUR (Broschiert)

Über den Autor
Claire Hoffmann ist ein kreativer Geist, der neben Film und Theater auch das Schreiben für sich entdeckt hat.

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Jane Austen - Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt

Holly Ivins , Sabine Roth
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei DVA, 03.04.2017
ISBN 9783421047694
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Erwartungen

Jane Austen als anspruchsvolle Autorin, die beliebte und hochgelobte Klassiker verfasst hat, war für mich schon immer eine Art schriftstellerisches Genie, wie es nur einmal in seiner Generation existiert. Gelesen habe ich bisher nur „Pride and Prejudice“ – allerdings nicht bis zum Ende. Irgendwann habe ich das Buch aufgrund einer sehr anspruchsvollen Klausurenphase abgebrochen und bin nach längerer Pause nicht mehr in die Geschichte reingekommen. In dem Buch von Holly Ivins sah ich somit die Chance all die verpassten Jane-Momente nachzuholen und vor dem völlig jungfräulichen Lesen von Austen-Romane jede Menge spannende Infos zum Hintergrund zu erlangen.


Für wen sich das Buch eignet

„Jane Austen“-Fans und solche die es werden wollen, werden dieses Buch verschlingen.

Was ich persönlich von dem Buch halte

Als volkommener Austen-Frischling (sowohl im literarischen als auch filmischen Bereich) war ich ziemlich gespannt auf das Buch…und wurde nicht enttäuscht. Schon die ersten Seiten haben mich gefesselt, denn wie oft setzt man sich beim Lesen eines Buches mit dem Autor, seinen Hintergründen, seinem Leben oder seinen favorisierten stilistischen Mitteln auseinander. Genau, eigentlich nie. Und genau das hat dieses Buch für mich so sympathisch gemacht. Es wurde von einem Austen-Fan geschrieben, der jede Menge Liebe in seine Recherche gesteckt hat.

Neben spannenden Infos zu Janes Leben, der Zeit in der sie lebte, die gesellschaftlichen Regeln, die damals existierten, gibt es zahlreiche Infos zu Janes Werken, den darin erhaltenen Charakteren und den darauf basierenden Filmen. Dies ist keineswegs wie eine Deutschunterrichts-Analyse aufgebaut, sondern eine humorvolle und unglaublich interessante Hommage an die sagenumwobene Jane Austen.

Man erhält so viele spannende Geheimtipps, worauf man beim Lesen achten sollte – darauf wäre man allein niemals gekommen. Wusstet ihr beispielsweise, dass Jane Briefe oft als stilistisches Mittel für unerklärte Liebe verwendet? Oder das ledige Personen, die mehr als zweimal an einem Abend miteinander tanzten, damals als verlobt galten? Dieses Buch bedeutet Infotainment – ein Mix aus Informationen und Entertainment. Man wünscht sich nahezu für jedes Buch solch einen „Leitfaden“.

Der Abzug kommt für mich zustande, weil das Buch einige „Spoiler“ bei der Beschreibung der Charaktere enthielt. Es wurde beispielsweise beschrieben, was den Charakteren zustößt. Auch war besonders die Darstellung jener Charaktere sehr detailreich, gerade für Austen-Anfänger fast ein wenig zu viel beim „Durchlesen“. Es empfiehlt sich daher die Kapitel zu den Büchern eventuellt erst dann zu lesen, wenn man auch das entsprechende Austen-Buch lesen möchte – vorausgesetzt man hat nichts gegen Spoiler.

Dieses Buch macht Lust auf mehr Austen und ist auch für „Jane Austen“-Newcomer wunderbar geeignet.

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459 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 136 Rezensionen

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Stell dir vor, dass ich dich liebe

Jennifer Niven , Maren Illinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.06.2017
ISBN 9783737355100
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Erwartungen

Nach Lesen des Klappentextes war einerseits mein Interesse geweckt, andererseits stellte sich schon eine gewisse vorahnende Enttäuschung ein:
Eingebildeter Mann mit A********-Charakter leidet an einer Krankheit, die sein Leben spannend, aber auch kompliziert gestaltet: Er kann keine Gesichter erkennen. Bis er die übergewichtige Libby kennenlernt, die ihn verändert und die coole Fassade zum Bröckeln bringt. Das klang für mich zunächst vorhersehbar, doch der Aspekt mit der „Gesichtsblindheit“ und einer weiblichen Figur, die mal nicht perfekt ist, haben ein Kribbeln in mir ausgelöst. Ist diese Story doch vielversprechender als erwartet?

Für wen sich das Buch eignet

Wenn du ein Fan von beispielsweise Anna McPartlin oder John Green bist, ist dieser Schreibstil genau das richtige für dich. Wenn du dann auch noch komplexe Charaktere magst, von denen du lernen kannst, ist diese Buch wie für dich gemacht.

Was ich persönlich von dem Buch halte

Zunächst einmal wurde ich damit überrascht, dass diese Geschichte in einer Highschool spielt und die Charaktere gar nicht „Mann“ und „Frau“, sondern tatsächlich „Junge“ und „Mädchen“ sind. Das ist auf keinen Fall negativ gemeint, denn der Text ist definitiv nicht als Teenie-Story verfasst, sondern unterliegt einem gewissen Reifegrad. Und obwohl ich mich nicht mehr mit Highschool-Schülern identifiziere, haben beide Hauptcharaktere, Jack und Libby, eine Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Die ich euch gerne kurz beschreiben möchte.

Libby war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist genau so, wie wir alle sein sollten oder möchten. Sie ist nicht perfekt – zumindest in den Augen unserer Gesellschaft – und spürt daher immer einen kleinen Schatten an Unsicherheiten, der sich manchmal um sie legt. Wie auch nicht, wenn man als „Amerikas fettester Teenager“ in allen Medien präsentiert wurde? Aber was mir dabei wirklich gut gefallen hat, ist das Libby nicht als kleine schüchterne Heulsuse dargestellt wurde, sondern ein gewisses motivierendes und ansteckendes Selbstbewusstsein aufgebaut hat. Sie tut was sie liebt und versucht ihre Schwachstellen zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Jack hingegen versucht seine Schwächen zu umgehen, zu überspielen und verstellt sich gerade zu. Allerdings kann man das nachvollziehen, denn er leidet an „Prosopagnosie“, Gesichtsblindheit. In einem Raum voller Menschen würde er nicht einmal seine Mutter oder große Liebe erkennen können. Die Komplexität, die diese Krankheit mit sich bringt, wird mit solch einer Feinheit dargelegt, dass man Jacks Entscheidungen nachvollziehen kann. Jetzt stellt euch vor, dass diese zwei Charaktere aufeinander treffen – die unübersehbare, übergewichtige Libby und der Gesichter-nicht-sehen-Könnende Jack. Sieht man da nicht schon einen explosiven Knall vorher? Wie zwei Meteoriten stoßen diese Figuren aufeinander und lernen sich zu lieben. Gerade in dieser Liebesgeschichte gab es meiner Meinung nach kleinere Abzüge, die zu meiner Bewertung ( 4 von 5 Punkten) führen:

Eigentlich perfekt aufgebaut, durchdacht und mit Herzenswärme gefüllt, waren gewisse Erzählstränge gegen Ende etwas „zu viel“. Zu schnulzig und etwas zu konstruiert.

Was dieses Buch aber zum „Must-Read“ werden lässt, sind die außergewöhnlichen Charaktere und die Botschaft:

Sei du selbst. Sei wirklich so, wie dein Innerstes ist. Tu das, was dein Innerstes vor Freude hüpfen lässt. Genau das, was deinen Herzschlag und Puls erhöht, sodass du im Gleichklang mit dir selbst sein kannst. Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur mutig genug sein, für das zu kämpfen, was dir wichtig ist. Es gibt genügend Menschen, die das schätzen, was in deinem Herzen liegt – anstatt nur auf die Oberfläche zu schauen.

Details zum Schätzchen
Titel: Stell dir vor, dass ich dich liebe
Autor: Jennifer Niven
Verlag: Fischer
Preis: 14,99 EUR (Broschiert)

Über den Autor
Jennifer Niven hat selbst mit Gewichtsproblemen und Angstzuständen gekämpft. Sie selbst leidet nicht an Gesichtsblindheit, dafür aber ihr Cousin. Diese Frau weiß also genau, worüber sie schreibt.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

achtsamkeit, dänemark, gemütlichkeit, hygge, hyggeli, louisathomsenbrit, ratgeber

Hygge

Louisa Thomsen Brits , Leena Flegler
Fester Einband
Erschienen bei Mosaik , 06.03.2017
ISBN 9783442393176
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Erwartungen
Hygge – 
ein Wort, das mir schon einige Male auf Instagram begegnet ist und mein Interesse auf sich gezogen hat. Denn was sich hinter dem Begriff, den Erklärungen und der Bildwelt verbarg, strahlte für mich wertvolle und häufig vergessene Elemente aus: Die Liebe für den Moment, der Wunsch nach Gemütlichkeit und innerer Ruhe.

Ich erwartete somit, dass das Buch neben einer Erklärung von „Hygge“ ebendieses vermittel: Hyggeligkeit mit jedem Satz und jedem Bild. Schon beim Fühlen des Covers, das eine rahmenhafte Einkerbung entlang des Titelbildes besitzt, setzte sich eine Behaglichkeit bei mir ein, die man nur mit #Hygge beschreiben kann.

Worum es geht
Hygge („hügge“ ausgesprochen) ist ein Lebensgefühl, ein Moment, ja nahezu eine Lebenseinstellung. Es ist vielmehr als nur ein Sammelbecken für schöne Begrifflichkeiten. Und das einfache und wertvolle daran ist, dass jeder von uns Hygge kennt. Jeder kennt diese hyggeligen Augenblicke: Hygge steht für ein Gefühl von Gemütlichkeit, Behaglichkeit, Geborgenheit und Zusammengehörigkeit. Es steht nicht für die großen, sondern vielmehr für die kleinen Momente, die man wahrnimmt, wenn man nur achtsam ist.
Das hyggelige Gefühl stellt sich beispielsweise ein, wenn man sich mit einem guten Buch auf seinen liebsten Leseplatz setzt und eine Kerze anzündet, die den Raum mit Licht und Wärme erfüllt .Hygge entsteht dann, wenn man sich die Zeit nimmt, ein Brot zu backen und es im ganzen Haus wunderbar heimelig und köstlich duftet. Hygge ist, wenn der Partner morgens einen Kaffee für dich mitzubereitet und ihn dir liebevoll in deine Lieblingstasse gießt. Hygge ist ein Gefühl, das die Dänen tagtäglich leben und somit zu einem der glücklichsten Völkchen dieser Erde gehören.

Dieses Buch beschäftigt sich ganz sanft (nicht erklärerisch oder als „Selbsthilfebuch“ verfasst) damit, wie wir Hygge in unserem Leben zulassen, erkennen und fühlen können. Dabei taucht es in verschiedene Aspekte ein, wie z.B. Rückzugsorte, Wärme, Natur und Einfachheit. Das Ziel des Buches liegt darin, Hygge für sich bewusst zu entdecken und sein Leben mit Momenten voller Wohlbefinden und Zufriedenheit wahrzunehmen.

Für wen sich das Buch eignet
„Hygge“ ist für jeden geeignet, der sich gerne mit der Thematik der Achtsamkeit und Entschleunigung befasst. Leser der Flow, Slow oder happinez finden in diesem Buch eine wunderbare Verlängerung in das Glücksrezept, das bereits die Zeitschriften zu vermitteln versuchen.

Was ich persönlich von dem Buch halte
Ich möchte dieses Buch gerne nicht nur denjenigen Personen ans Herz legen, die sich bereits mit derlei Thematiken auseinandersetzen, sondern VOR ALLEM den Montags-Meckerern, den Ewig-Gestressten und den Undankbaren. Denn „Hygge“ zeigt, dass Gemecker und Stress zu unserem Alltag gehören. Doch was noch viel wichtiger ist: Hygge zeigt, dass diese Gefühle nicht unseren Alltag ausmachen, sondern wir selbst entscheiden, welche Momente unser Leben dominieren können. Das Wundervolle hierbei ist, dass man nichts weiter verändern braucht, als einfach nur ein wenig aufmerksamer und bewusster zu sein.

Ist es nicht schön, es richtig zu genießen, in eine Decke gehüllt auf dem Balkon zu sitzen und ein Glas Wein zu trinken, während man klassische Musik aus dem Hintergrund vernimmt? Ist es nicht bezaubernd, das Gefühl frisch bezogener Bettwäsche zu genießen oder seine Hände um die warme Lieblingstasse zu legen und den Duft des Lieblingstees einzuatmen? All dies macht Hygge aus: Gemütlichkeit und Nestwärme, sowohl allein als auch geteilt mit anderen. Und dieses Buch gibt dies auf jeder seiner Seite wieder. Schon allein durch das Lesen empfand ich Hygge und nahm mir die Zeit, mich auf dieses Buch einzulassen – ohne irgendwelche anderen Ablenkungen.

Für die Vermittlung dieser Glückseligkeit durch die Kombination von Wort und Bild, gebe ich diesem Buch 5 von 5 Punkten. Ich konnte etwas daraus für mich mitnehmen und bin mir sicher, dass ich immer ein Gefühl von Hygge verspüren werde, sobald ich auch nur einige wenige Zeilen in diesem Buch lesen werde.

Fühlt euch heimelig, geborgen, warm und gebt euch dem hyggeligen Moment hin.

Details zum Schätzchen
Titel: Hygge. Die dänische Art, glücklich zu leben.
Autor: Louisa Thomsen Brits
Verlag: mosaik
Preis: 16,00 EUR (Gebundene Ausgabe)

Über den Autor
Louisa Thomsen Brits ist selbst zur Hälfte Dänin und weiß daher um das Geheimrezept der Dänen zum Thema „Glücklich sein“.

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423 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

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Das Vermächtnis der Drachenreiter

Christopher Paolini , Joannis Stefanidis
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei cbt, 29.08.2014
ISBN 9783570402931
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Erwartungen

Meine Erwartungen an „Eragon“ sind hoch. Wie oft habe ich schon auf Bookstagram in euren Posts gelesen, dass es eins eurer liebsten Bücher ist oder euch sogar in die Lesesucht geführt hat.

Ich erwartete also nicht weniger, als was dieses hypnotisch, saphirblaue Cover mit der eingeprägten goldenen Schrift verspricht: Eragon – Eine Drachenreiter-Geschichte so machtvoll wie der Klang es vermuten lässt?
Ohne mir weitere Infos gehabt zu haben, vermutete ich hinter dieser Geschichte einen Jungen, der einen mystischen Drachen namens Eragon in einer noch mystischeren Welt findet. Mit dem Drachennamen habe ich mich schon mal geirrt und bin sehr froh, dass auch der Spannungsbogen ganz anders aufgezogen wurde.

Worum es geht
Eragon ist ein normaler Bauernjunge, der bei der Familie seines Onkels lebt. Er arbeitet hart, weiß nicht viel über seine Vergangenheit und warum ihn seine Mutter zurückgelassen hat. Doch eins weiß er ganz sicher, als er dieses blaue, außergewöhnliche Ei findet: Das bedeutet Ärger. Ärger und Abenteuer.

Und so behält er das einzige, was ihm in seinem Leben magisch und besonders zu sein scheint. Bis sich seine unterdrückten Vorahnungen schließlich auf so wundervolle Weise erfüllen – dieses blaue Ei bietet einem außergewöhnlichen und längst ausgestorbenem Wesen einen Unterschlupf, einem Drachen.

Dieser Drache, der sich den Namen Saphira erwählt hat, verändert Eragons ganzes Leben. Plötzlich sind ihm blutrünstige Feinde, sonderbare Wesen, machtvolle Gegenspieler und vergessene Wesen dicht auf der Spur. Eragon muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht und wie es für ihn und Saphira weitergeht.

Für wen sich das Buch eignet
Alle Drachen-, Daenerys- und Fantasyfans aufgepasst: Legt euch dieses Buch zu und ihr werdet euch sofort wünschen, ein solch mysteriöses saphirblaues Ei zu finden.

Was ich persönlich von dem Buch halte
Als Kind wurde mir in Märchen immer vermittelt, dass Drachen die bösen Wesen sind, die die Prinzessin klauen und die Städte vernichten. Dies hat sich seit einigen Jahren aufgrund vieler Bücher, Filme und Serien zum Glück geändert, sodass sich diese feuerspeienden Kreaturen einen warmen kuscheligen Platz in meinem Fanherz erobert haben. So auch die Geschichte von Eragon und Saphira.

Ich finde es wundervoll, dass der Leser die Geschichte von Eragon und Saphira wirklich vom ersten Treffen an miterlebt und sie auf ihrer gemeinsamen Abenteuerreise begleitet und mit ihnen wächst. Der schönste Aspekt, der mich wirklich berührt hat, ist für mich die tief verwurzelte Verbundenheit zwischen Eragon und Saphira. Wenn auch in zwei Gestalten getrennt, wirken sie sich so nah, als würden sie einen Körper teilen. Sie fühlen die Gefühle des anderen – seien es Schmerzen, Freude oder Wut. Besonders gut hat mir dabei gefallen, dass sie sich miteinander unterhalten können und Saphira somit als ein Charakter mit Seele und nicht lediglich als ein „schönes Tierwesen“ auftritt.

Diese Geschichte hat wirklich alles, was wir Fantasy-Fans uns wünschen:
– Magische Wesen, wie Drachen, Zwerge, Schatten, besondere Tiere, Hexen…
– Starke und blutrünstige Gegner (und davon reichlich)
– Fantastische Örtlichkeiten, zu denen man sich sofort katapultieren lassen möchte
– Zaubersprüche, magische Sprachen
– und starke Charaktere, die man nicht so schnell vergisst und die den Maßstab für alle weiteren Fantasybücher verdammt hoch legen.

Ich gebe diesem Buch aus vollster Überzeugung 5 von 5 Punkten. Es zu lesen, hat mir ein wohliges Gefühl gegeben.

Details zum Schätzchen
Titel: ERAGON – Das Vermächtnis der Drachenreiter (Teil 1 der Reihe)
Autor: Christopher Paolini
Verlag: Blanvalet
Preis: 9,95 EUR (Taschenbuch)

Über den Autor
Christopher Paolini, selbst großer Fantasy-Fan, beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit Büchern. Er ist der beste Beweis dafür, dass man an seinen Träumen festhalten sollte.

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296 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Vielleicht morgen

Guillaume Musso , ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492307680
Genre: Romane

Rezension:

Meine Erwartungen
Schon vor Lesen des Buches hatte ich große Vorstellungen: Guillaume Musso kannte ich bisher nur aus den durchweg positiven Bewertungen anderer Leser und habe mir natürlich (vielleicht auch unfairerweise) entsprechend viel von dieser Geschichte erhofft. Der Klappentext hat diese Erwartungen ein wenig eingestampft, da es nach einer typischen Liebesgeschichte klang: Frau mit Trennungsschmerz im Herz lernt alleinerziehenden Mann kennen, es kommen Schwierigkeiten auf sie zu, doch sie überwinden sie und sind FOREVER HAPPY. Klingt nicht ganz so positiv, oder? Doch meine Vorstellungen zu dieser Geschichte waren völlig falsch…

Worum es geht
Diesen Abschnitt könnte ich eigentlich „Worum es TATSÄCHLICH geht“ nennen. Im Großen und Ganzen ist es gar nicht verkehrt, dass es in dieser Geschichte um Liebe und problembehaftete Charaktere geht. Allerdings hat es der Autor geschafft, ein derartig unerwartetes Element – ohne jegliche Vorwarnung – einzubringen, dass man sich beim Lesen plötzlich aufrecht hinsetzt und denkt „Woah, ganz langsam. Passiert das gerade wirklich?“ Und damit auch ihr diesen Effekt beim Lesen erleben könnt, gebe ich euch keine weiteren Hinweise, sondern nur diesen kleinen Brotkrumen: Ein „Fantasy“-Aspekt zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.

Die Geschichte beginnt damit, dass Matthew nach dem Tod seiner Frau nicht mehr derselbe ist. Auf einem Flohmarkt kauft er sich spontan einen PC, auf dem er Bilder der ehemaligen Besitzerin „Emma“ findet. Als er diese kontaktiert, wandelt sich eine neutrale Konversation in etwas mit mehr Tiefe – etwas, dass in beiden ein Interesse weckt, dass schon lange verloren zu sein schien. Doch als beide beschließen sich näher kennenzulernen, gerät ihre Welt aus den Fugen. Das Leben hat etwas anderes für Matthew und Emma geplant. Etwas Größeres.

Für wen sich das Buch eignet

Wenn „Cecilia Ahern“-Bücher dein Herz höher schlagen lassen, dann ist „Vielleicht morgen“ wie für dich gemacht. Es ist eine etwas andere Liebesgeschichte angereichert mit Spannungsmomenten und außergewöhnlichen Wendungen.

Was ich persönlich von dem Buch halte

Mir fiel schon zu Beginn auf, dass ich die Protagonisten weder sympathisch, noch interessant fand. Sie wirkten zu weinerlich, negativ, selbstbezogen und aufgesetzt. Niemand, mit dem man gerne eine Reise von über 460 Seiten unternehmen möchte. Die Idee „unperfekter“ und depressiv anmutender Figuren ist gut, doch leider wurde sie nur oberflächlich umrissen. Durch die zahlreichen Handlungsstränge, denen innerhalb der Story ausreichend Raum gegeben werden musste, ist die Charakterentwicklung leider zurück geblieben. Dies ist besonders bei den Beziehungen zwischen den Figuren deutlich geworden.

Dafür hat mich der Aufbau der Erzählung und die inhaltliche Gestaltung nicht nur überrascht, sondern besonders zum Höhepunkt der Vorkommnisse mitfiebern lassen. Kleine Details wurden so filigran platziert, dass man sie zuerst nicht wahrgenommen hat, sich aber im Nachhinein gefragt hat, wie man dies nur hatte übersehen können.

Es ist festzuhalten, dass der Autor diese Geschichte wie ein Kunstwerk aufgebaut hat: Einige Elemente mögen einem zunächst nicht zusagen, doch bei näherer Betrachtung erkennt man die Zusammenhänge und Bedeutung im großen Ganzen. Mit den kleinen Abzugspunkten, die für mich dennoch wichtig sind, erhält diese Musso-Geschichte:

                                                     3 von 5 Sternen

Details zum Schätzchen
Titel: Vielleicht morgen
Autor: Guillaume Musso
Verlag: Piper
Preis: 9,99 EUR (Taschenbuch)

Über den Autor
Guillaume Musso ist einer der erfolgreichsten französischen Autoren, der sich im Gebiet der kreativen Liebesromane einer immer größeren Beliebtheit erfreuen kann.

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1.271 Bibliotheken, 28 Leser, 3 Gruppen, 121 Rezensionen

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Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.01.2015
ISBN 9783596197002
Genre: Liebesromane

Rezension:

Worum es geht

Don Tillmann, Genforscher, Dozent und Strukturfreak – nicht gerade der Typ von Mann, der Romantik, Liebe, Gefühle für ein logisches Konzept hält. Theoretisch passt es auch gar nicht in seinen Alltag, der von morgens bis abends durchgeplant ist mit Sporteinheiten, ganz genauen Mahlzeitenvorgaben und Haushaltsplänen. Er weiß, dass er anders ist als seine Mitmenschen, die ihn für nicht gerade umgänglich halten, wenn er bei einer Fragerunde während eines Vortrags Dinge sagt wie „Die dicke Frau dahinten. Was ist Ihre Frage?“ oder Studenten meldet, die in ihren Arbeiten nicht korrekt zitieren und somit kurz vor dem Rauswurf stehen.
Selbstverständlich hatte Don Dates, diese waren aber durchweg enttäuschend: Frauen, die rauchen oder sich für keine Eissorte beim Dessert entscheiden können – reine Zeitverschwendung! Und so kommt Don auf die Idee, mittels eines Fragebogens DIE ideale, wissenschaftlich-begabte, nicht rauchende Frau zu finden. Doch als Rosie seinen Weg kreuzt und so gar nicht den Vorgaben im Fragebogen entspricht, gerät Dons strukturierte Welt aus den Fugen.

Für wen sich das Buch eignet

Alle, die beispielsweise die Charakte aus Big Bang Theory oder Sherlock Holmes aus der gleichnamigen BBC-Serie spannend finden, müssen einen Blick in dieses Buch werfen. Ist es nicht interessant, in den Kopf einer genialen Persönlichkeit zu blicken, die die Welt so ganz anders sieht als man selbst? Die ihre Entscheidung basierend auf Statistiken und Logik trifft, Anekdoten aus Forschungen erzählt und einen Alltag lebt, der auf andere „befremdlich“ wirkt?
Jeder, der intelligente Protagonisten aufregender findet, als den Macho-Bad-Boy aus einer Bettgeschichten-Story, wird dieses Buch nicht aus der Hand legen wollen.

Was ich persönlich von dem Buch halte

Auch wenn dieses Buch und die Charaktere etwas anders waren, als ich es mich vorgestellt habe und große Entwicklungen im Rahmen der Story erlebt haben, hat mich „Das Rosie-Projekt“ überzeugt.

Das Buch lies sich so leicht lesen und war neben der „Love“-Story auch noch mit spannenden Handlungssträngen ausgestattet, bei denen man bis zum Ende mitgefiebert und gerätselt hat. Ich persönlich bin ein riesiger Fan von Charakteren mit Charakter. Besonders wenn diese „Intelligenzbestien“ sind. Ich kann nicht begründen warum, aber solche Geschichten ziehen mich förmlich an und ich kann mich so für kluge Menschen und deren Verhalten begeistern.  Genau das macht Don Tillman, Hauptfigur des Buches, zu so einer vielschichtigen Person.

Ich kann euch auch beruhigen, dass es keine klassische Kitschstory nach dem Motto „Gesehen, verändert, verliebt“ ist. Der Autor hat die Geschichte mit viel Feingefühl und zahlreichen Twists aufgebaut. Ich fand die Entwicklung von Don nur einen kleinen Ticken zu viel und hätte mir gewünscht, dass er seinen Werten noch verstärkter treu geblieben wäre. Auch den „Rosie“-Charakter hätte ich mir weniger sprunghaft und liebenswürdiger gewünscht – daher kleine Abzüge für eine rundum gelungene und wirklich interessante Geschichte.

Details zum Schätzchen
Titel: Das Rosie-Projekt
Autor: Graeme Simsion
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Preis: 9,99 EUR (Taschenbuch)

Über den Autor
Graeme Simsion war vor dem Schreiben erfolgreicher IT-Berater und meint, dass in jedem von uns ein bisschen „Don Tillman“ steckt. Das „Rosie-Projekt“ ist sofort zum Weltbesteseller mutiert und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen prämiert.

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Tags: graemesimsio, rosieprojekt   (2)
 

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667 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Die Säulen der Erde

Ken Follett , Till R. Lohmeyer , Gabriele Conrad , Christel Rost
Flexibler Einband: 1.296 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.03.2015
ISBN 9783404171651
Genre: Historische Romane

Rezension:

Worum es geht
Wie stellst du dir England in den Jahren 1123 - 1173? Du hast keine Idee? Dann versinnbildliche folgendes: Der kirchliche Glaube hat einen ebenso hohen Stellenwert wie der Adel, die Weltoffenheit ist ebenso begrenzt wie die technischen Möglichkeiten und Frauen sind nur ein schmuckes Beiwerk. Und eben all diese Besonderheiten schaffen eine ebenso besondere Setting-Atmosphäre, die trotz aller Widrigkeiten und Unsicherheiten, die Schicksale mehrerer Personen verknüpft. Denn sie alle tragen ihren persönlichen Beitrag zu einem großen Traum bei: Den Bau einer atemberaubenden, nie dagewesenen Kathedrale im kleinen, verschlafenen Örtchen Kingsbridge. Tom, Ellen, Jack, Martha, Alfred, Aliena, Jonathan und Prior Phillip müssen dabei nicht nur ihre Fähigkeiten und Überlebenskünste unter Beweis stellen, sondern sich auch noch mit kreativen Methoden gegen ihre grausamen Widersacher durchsetzen.

Für wen sich das Buch eignet
Alle Fans von historischen Romanen, die gerne eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen und sich nicht von Themen abschrecken lassen, mit denen sie in ihrem Alltag ansonsten vielleicht keinerlei Berührungspunkte haben (Kirchen und deren architektonische Besonderheiten), werden in keinster Weise von Ken Folletts Meisterwerk enttäuscht sein. Vor allem, wer sich für die Charakterentwicklung von Autoren begeistert, kann auf über 1200 Seiten mitverfolgen, wie sich die Figuren im Verlauf der Jahre 1123-1173 verändern und dazulernen.

Was ich persönlich von dem Buch halte
Ich bewundere Folletts Talent, dass er in diesem Buch voll ausgelebt hat. Denn ein solch detailreiches Werk erfordert nicht nur präzise Recherche zur damaligen Zeit und zum Bau von Kathedralen, sondern auch jede Menge Leidenschaft. Und diese merkt man dem Buch auf jeder einzelnen Seite an. Man verfolgt das Leben der Figuren vom jungen Alter bis hin zum Großeltern-Dasein mit und baut ein intensives Leser-Charakter-Verhältnis auf.

So sehr mich das Buch auf Basis der Autorenleistung überzeugt hat, so wenig konnte ich mich teilweise mit der Geschichte an sich identifizieren. Die Gründe hierfür liegen zum einen in der vulgären Brutalität, die selbstverständlich in der damaligen Zeit wahrscheinlich durchaus üblich war, aber meiner Meinung nach dennoch zu häufig und zu detailliert in aller Ausführlichkeit erörtert wurde: Zahlreiche Vergewaltigungen, Tierquälereien und grausame Morde ließen nicht zu selten eine düstere Lesestimmung aufkommen.

Auch war die Anzahl der antagonistischen Kräfte bzw. Situationen besonders zum Ende hin viel zu hoch angesetzt. Es gab gefühlt alle 3 Seiten eine neue Situation, in der die Widersacher den Hauptpersonen mit Intrigen und Kriegen einen Strich durch die Rechnung machen wollte. Auch war die Situation, die auf den ersten Seiten geschildert wurde, in der Auflösung sehr unspektakulär. Dadurch, dass sie aber so aufgebauscht wurde, stellte sich eine Art Enttäuschung ein.

Nichtsdestotrotz kann ich für dieses Buch eine Leseempfehlung aussprechen, wenn man sich nicht an meinen zuvor kritisierten Anmerkungen stört. Denn solch ein Autoren-Meisterwerk sollte definitiv nicht ungelesen bleiben.

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Tags: die säulen der erde, historischer roman, kathedrale, ken follet, kirche   (5)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

blame, dystopie, englisch, gefängnis, gewalt, heritage crime, jugend, jugendbuch, jugendthriller, logiklöcher, mattie, max, not to blame, schuld, thriller

Blame

Simon Mayo
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Corgi Childrens, 07.07.2016
ISBN 9780552569071
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum es geht
Ant und ihr Bruder Mattie sitzen in einem Familiengefängnis die Schuld ihrer Eltern ab. Damit ihnen auch jeder ihre Schande ansieht, kriegen sie auf schmerzhafte Weise einen Gürtel um ihren Rücken geschnallt, sodass sie gezwungenermaßen "stolzieren" und daher "strutter" genannt werden.

Doch plötzlich gibt es einen Stimmungsumschwung im Gefängnis und Ant sieht ihre Chance für einen Rachefeldzug. Dass gerade diese Aktion, die ganze Situation im Gefängnis verändert, hätte sie nie gedacht. Totales Chaos, pure Gewalt und nervenaufreibende Angst werden von nun an zu ständigen Begleitern.

Für wen sich das Buch eignet
Das Buch eignet sich für Freunde der Dystopie, die auf der Suche nach "Puls-hoch-Momenten" sind.

Was ich persönlich von dem Buch halte
Wenn man gerade denkt, dass man weiß, was als nächstes passiert, schafft es Simon Mayo, den Leser zu überraschen und schafft somit zahlreiche AH- und OH-MOmente.  Zahlreiche Leseabschnitte führten dazu, dass die Spannung kaum zu ertragen und man einfach nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Ich finde es wunderbar in eine Welt abzutauchen, die so anders ist als unsere eigene und finde, dass das Buch wirklich lesenswert ist. Ein nettes Extra ist zudem das Glossar zu Beginn, das den Leser in den Gefängnisslang einführt sowie die besondere Stellung, die Deutschland in der Story einnimmt.
Das Buch hat m.E. nur gegen Ende geschwächelt, da dort die Handlungen teilweise zu schnell fortgeschritten oder teilweise nur angeschnitten und nicht richtig fortgeführt wurden. Auch fand ich die letzten Szenen etwas zu "gekünstelt". Dennoch hebelt dies nicht die vorigen positiven Eindrücke auf.

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Tags: blame, dystopie, gefängnis, simon mayo, spannung, thriller   (6)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

barbara voors, frauenkrimi, klaras tagebuch, schwedenkrim

Klaras Tagebuch

Barbara Voors
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB
ISBN 9783746618357
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Story
Saskia van Ammer ist eine glückliche und erfolgreiche Frau, die mit ihrem liebevollen Mann und ihrer lebhaften Tochter in Amsterdam lebt. Doch nach einem Fahrradunfall ist nichts mehr wie es scheint: Saskia fühlt sich nicht mehr wohl in ihrer Haut und hält es für notwendig, sich mit dem Verschwinden ihrer totgeglaubten Zwillingsschwester zu beschäftigen. In ihrer ehemaligen schwedischen Heimat angekommen, findet sie Klaras Tagebücher, versinkt immer mehr in ihre düstere Vergangenheit und verliert sich selbst.

Doch wird sie nicht nur von ihren eigenen Gefühlen geplagt, sondern auch noch durch Kriminalinspektor Adolfsson verfolgt, der bei Klaras Verschwinden zu viele offene Fragen vermutet. Wird sich der Fall lösen lassen und Saskia wieder eine glückliche Frau werden können?

Meinung
Ich persönlich habe einige Zeit gebraucht, bis ich mich mit dem Schreibstil der Autorin angefreundet habe. Saskia denkt meist in kurzen abgehackten Sätzen, die das Lesen anstrengend machen (Bsp.: "Das macht mich noch nervöser. Ich sehe ihn nicht mehr an. Malin ist als erste im Haus."). Andererseits spiegelt dies natürlich wunderbare ihre innerliche Verwirrung wider, sodass man hier auch von einer Meisterleistung der Autorin sprechen kann.

Hat man sich erstmal an den Schreibstil gewöhnt, so findet man sich sehr schnell in der Geschichte zurecht und stellt sich von Anfang an die Frage: "Was ist mit Klara passiert? Könnte sie noch leben? Was hat Saskia damit zutun?" Der Spannungsbogen wird somit bis zum Ende bis ans Äußerste aufrechterhalten, sodass man gar nicht aufhören will zu lesen, bis man Gewissheit hat, was passiert ist.

Die Figuren sind mir teilweise unsympathisch gewesen, weil ich sie meist einmal durchschütteln wollte. Saskia hat sich immer mehr in ihrem persönlichen Kokon versteckt und sich nur noch auf Klaras Tagebücher fixiert, während Klara in ihren Tagebucheinträgen zusehends schneller in ihr Verderben gestürzt ist. Und das alles nur, weil sie einen schlechten Umgang hatte: ihre geliebte Freundin Desirée.

Autorin
Barbara Voors wurde 1967 in Stockholm geboren und lebte sogar einige Jahre im Iran. Sie arbeitete zudem für eine kirchliche Hilfsorganisation und war in Simbabwe und Mosambik tätig. Ihre Liebe zum Schreiben fand sie durch ihre Arbeit als Journalistin bis zum Jahre 1997. Heute lebt sie wieder in Stockholm und hat 2001 ihren Roman "Insomnia" veröffentlicht.

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Tags: barbara voors, frauenkrimi, klaras tagebuch, schwedenkrim   (4)
 

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46 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Honigmilchtage

Julia Rogasch
E-Buch Text: 391 Seiten
Erschienen bei Forever, 12.08.2016
ISBN 9783958181250
Genre: Romane

Rezension:

Worum es geht
Carla ist unglücklich mit ihrem Job und ihrer derzeitigen Lebenseinstellung – es muss eine Veränderung her. Durch einen Glücksratgeber inspiriert, hinterfragt sie ihre Definition von persönlichem Glück und überträgt dies auf ihren Alltag. Ihre neue Sichtweise im Leben führt zu neuen Möglichkeiten, neuen Freundschaften, aber auch neuen Herausforderungen, die so einige Tassen Honigmilch erfordern.

Für wen sich das Buch eignet
Honigmilchtage ist ein Frauenroman, der nicht den typischen Klischees eines solchen entspricht. Daher ist er für jedermann geeignet, der sich an herzerwärmenden Gute-Launen-Geschichten, wundervoller Wortgewandtheit und honigsüßem Charme erfreut. Auch, wer sich ein paar Inspirationen zum Thema Glück wünscht, wird nicht enttäuscht, sondern erhält wunderbar verpackte Tipps.

Was ich persönlich von dem Buch halte
Ähnlich wie Honigmilch hat dieses Buch ganz hohes Suchtpotential, denn wenn man einmal in den Genuss der Wohlfühlatmosphäre kommt, möchte man Carlas Welt nicht so schnell verlassen. Dies ist zum einen dem grandiosen Schreibstil von Julia Rogasch zu verdanken, die die Geschichte durch Metaphern, Vergleiche und Wortwitz sehr lebhaft gestaltet.

Ein besonderes Highlight stellen die liebenswerten Hauptfiguren (Carla und ihre Freunde) dar, da man sich nahezu jede einzelne dieser Personen als Freunde wünscht. Durch die Detailverliebtheit der Autorin kommt der Leser somit definitiv auf seine Kosten, da die Charaktere mit einem unverwechselbaren Wiedererkennungswert zum Leben erschaffen wurden.

Da es sich um einen Glücksroman handelt, kann sich der Leser auf zahlreiche Happy-End-Gefühle freuen, die mit ausreichend Spannungsbögen bespickt sind. Sobald man das Buch in die Hand nimmt, weiß man, dass einen ein Feel-Good-Gefühl erwartet – ein wahrer Kurzurlaub für die Seele!

Über die Autorin
Julia Rogasch (Jahrgang 1983) lebt mit ihrer Familie in Hannover und ist von ihrem Home Office aus im Marketing tätig. Mehr Infos und die Möglichkeit zum Austausch findet ihr auf ihrem Profil http://www.lovelybooks.de/autor/Julia-Rogasch/

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Tags: frauenroman, freundschaft, glück, glücksroman, honigmilchtage, juliarogasch, liebe, rezension   (8)
 

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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.04.2011
ISBN 9783551354075
Genre: Jugendbuch

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292 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

adoption, amy harmon, blue, erwachsen werde, erwachsenwerden, familie, für immer blue, gefühle, geschichtsunterricht, identität, lehrer, liebe, roman, selbstfindung, usa

Für immer Blue

Amy Harmon ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei INK , 01.10.2015
ISBN 9783863960766
Genre: Jugendbuch

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(1.066)

2.104 Bibliotheken, 32 Leser, 4 Gruppen, 121 Rezensionen

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Engelsnacht

Lauren Kate , Doreen Bär
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.11.2012
ISBN 9783570308400
Genre: Jugendbuch

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(2.089)

3.520 Bibliotheken, 36 Leser, 17 Gruppen, 178 Rezensionen

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House of Night - Gezeichnet

P.C. Cast , Kristin Cast , Christine Blum
Flexibler Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.12.2010
ISBN 9783404165193
Genre: Jugendbuch

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