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145 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

zeitreise, freundschaft, zukunft, jugendbuch, parallelwelten

Blätterrauschen

Holly-Jane Rahlens , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.02.2015
ISBN 9783499216862
Genre: Jugendbuch

Rezension:

An einem stürmischen Herbstnachmittag sitzen die drei Kinder Oliver, Rosa und Iris im Hinterzimmer der Buchhandlung Blätterrauschen. Während sie warten, dass alle Mitglieder des gemeinsamen Leseclubs eintreffen, klopft plötzlich jemand an die Hintertür des Zimmers. Etwas ängstlich öffnen sie die Tür und vor ihnen steht plötzlich Colin, der behauptet aus der Zukunft zu stammen. Und plötzlich finden sich Oliver, Rosa und Iris mitten in einem Abenteuer wieder – denn Colin kommt wirklich aus der Zukunft und zu viert geraten die Kinder in eine gefährliche Zeitschleife.

In „Blätterrauschen“ begleitet man die vier Kinder auf ihrem Weg durch die Zeit, vor allem in die Zukunft. Dabei hat Holly-Jane Rahlens ein Bild von einer Zukunft entworfen, die zwar technisch und vom Gesellschaftsaufbau unserer Welt gar nicht mehr ähnelt, in der aber Menschen immer noch Menschen sind und genau die gleichen Fehler aufweisen wie heute.

Da ausschließlich aus der Sicht der Kinder erzählt wird, taucht der Leser erst nach und nach in die Zukunft ein und erfährt vieles erst dann, wenn es auch die Protagonisten erfahren. Dies erhöht wesentlich die Spannung und kann oft auch zu Überraschungen führen, da einige Verläufe der Geschichte, zumindest aus meiner Sicht, nicht zu erahnen war.

Die Charaktere von Oliver, Rosa, Iris und Colin sind sehr gut ausgebaut. Man erfährt mit dem Verlauf der Geschichte immer mehr auch über die einzelnen Personen – leider erst mit dem Verlauf, zu Beginn sind die Charaktere sehr flach und oberflächlich. Bestimmte Handlungsverläufe und Unterhaltungen wirken deshalb zu Beginn etwas oberflächlich und konstruiert.

Sprachlich kann „Blätterrauschen“ zwar nicht im Besonderen herausstechen, jedoch lässt es sich sehr flüssig lesen. Man stolpert über keine unbekannten Begriffe, viele der „Zukunftswörter“ werden sofort erklärt, sogar die englischsprachigen Sätze werden sofort übersetzt. Gerade bei letzterem kommt man sich als erwachsener Leser (mit Englischkenntnissen) etwas verschaukelt vor, da wirklich auch einfachste Sätze übersetzt werden, was aber mit Blick auf die Zielgruppe, denke ich, in Ordnung ist.

„Blätterrauschen“ ist ein wirklich spannender und unterhaltsamer Jugendroman, der in eine gar nicht so unwahrscheinlich Zukunft entführt. Einziger störender Faktor sind die Schuhe eines der Mädchen, Iris Clogs. Durch das ganze Buch hindurch wird ständig von diesen Clogs gesprochen, mal bezeichnet sie jemand als hässlich, mal verliert Iris sie unterwegs – jedoch hat alles was mit diesen Schuhen zu tun hat wirklich so gar nichts mit der Geschichte zu tun, in meinen Augen ist das ständige Erwähnen also übertrieben und am Ende des Buches äußerst nervig.

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(912)

1.650 Bibliotheken, 41 Leser, 10 Gruppen, 144 Rezensionen

new york, liebe, amerika, radio, gewalt

Der Junge, der Träume schenkte

Luca Di Fulvio , Petra Knoch
Flexibler Einband: 783 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.07.2011
ISBN 9783404160617
Genre: Historische Romane

Rezension:

In den von Gangs und Gewalt regierten Straßen der Lower Eastside New Yorks wächst der Junge Christmas auf. Als Sohn einer italienischen Einwanderin und Hure und mit einem ungewöhnlichen Namen hat er es von Anfang an nicht sehr leicht. Doch trotzdem schafft es Christmas mit dem ihm angeborenen Charme und einer großen Portion Unerschrockenheit sich durchzusetzen. Ganz anders ist da Ruth, die behütet und ohne Geldsorgen aufwächst. Von klein auf wird Ruth alles vorgegeben und ihr Lebensweg ist von ihren Eltern schon ins kleinste Detail durchgeplant. Durch ein brutales Ereignis treffen Ruth und Christmas aufeinander und verlieben sich ineinander. Doch dann verschwindet Ruth plötzlich und Christmas beschließt sie auf ungewöhnliche Weise zu suchen.

Christmas und Ruth, Ruth und Christmas – eine ganz einfache Liebesgeschichte. So könnte man meinen, wenn man zunächst liest, worin es in „Der Junge, der Träume schenkte“ geht. Doch neben der wirklich berührenden und nicht ansatzweise gewöhnlich verlaufenden Liebesgeschichte der beiden Hauptcharaktere geht es um vieles mehr. Luca di Fulvio erzählt vom Erwachsenwerden, dem Selbstfinden und den Glauben an seine eigenen Träume – und vom Erfolg eines kleinen Radios, das zahlreichen Menschen wieder Hoffnung schenkte.

Der Stil di Fulvios wechselt dabei je nach Handlungsstrang: Geht es um die Gangs New Yorks und die Geschäftswelt, nimmt er einen sehr schroffen Ton, sobald die Liebesgeschichte zwischen Ruth und Christmas thematisiert wird, ist die Erzählweise sehr einfühlsam und mutet zum Teil recht träumerisch an.

„Der Junge, der Träume schenkte“ ist ein wunderschöner, trauriger und berührender Roman, der den Leser zu überraschen und zu fesseln weiß und mehr ist als nur eine einfache Liebesgeschichte.

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

nordkorea, diktatur, graphic novel, zensur, ausländer

Pjöngjang

Guy Delisle , Jochen Schmidt
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Reprodukt, 25.05.2007
ISBN 9783938511312
Genre: Comics

Rezension:

Nordkorea. Abgeriegelt von der restlichen Welt, wo die Propaganda das Leben der Menschen bestimmt. Für viele ist es ein unbekanntes Land, sind doch die Berichte über diesen Staat sehr spärlich. Nur wenige Menschen der westlichen Welt bekommen die Erlaubnis dieses Land zu besuchen. Der kanadische Comiczeichner Guy Delisle ist einer von ihnen. Für ein französisches Trickfilmstudio reist er nach Pjöngjang, um die dortige Trickfilmproduktion zu begleiten, denn längst ist Nordkorea das, was früher einmal China für die Industrie war: Ein Land in dem es vor allem eines gibt – billige Arbeitskräfte. Mit Fremdenführer, Dolmetscher und George Orwells „1984“ entdeckt er dieses kaum bekannte Land, in dem „Freiwillige“ die Autobahn putzen und kaum Menschen in der Stadt zu sehen sind. Und stellt schnell fest: In einem totalitären System kann auch die kleinste Form von Rebellion, und sei es auch nur ein Spaziergang durch die Stadt, ein wahrer Triumph sein.

In einfachen, schnörkellosen und markanten Bildern erzählt Guy Delisle von seinem Ausflug in ein von der restlichen Welt abgeriegeltes Land. Dabei findet weniger die Arbeit in dem Trickfilmstudio, der er eigentlich hauptsächlich nachgeht, Beachtung, sondern vielmehr der Eindruck den die Hauptstadt Nordkoreas auf ihn gemacht hat. Erwähnung findet dabei von der Unterbringung im Hotel bis hin zu abstrusen Gesprächen mit seinen nordkoreanischen Begleitern eigentlich alles, was Delisle selbst aufgefallen ist.

Besonders markant ist dabei die ständige Wiederholung bestimmter Umstände beziehungsweise Aussagen der Nordkoreaner. Zu Beginn mag das nur amüsant sein, da es Delisle auch immer mit einem Augenzwinkern erzählt, doch umso länger man sich mit dieser Graphic Novel beschäftigt, umso verstörender sind gerade diese Wiederholungen. Zeigen sie doch wie anders Nordkorea allein von seiner Lebenswelt her schon ist.

In die besagte Lebenswelt bekommt der Leser aber nur den Einblick, den auch Delisle bei seinem Aufenthalt in der nordkoreanischen Hauptstadt bekommen hat. Dies ist aber wohl der beschränkten Mitteilsamkeit der Nordkoreaner gegenüber ausländischen Besuchern geschuldet, was auch viel über das Land aussagt.

Generell spielt sich vieles in dieser Graphic Novel zwischen den Zeilen beziehungsweise Bildern ab. Gerade dieser Subtext macht dieses Buch auch zu einem so spannenden und langanhaltendem Vergnügen, es lässt viel Deutungsspielraum und ist dabei aber nicht stur ernst oder belehrend.

Alles in allem ist „Pjöngjang“ von Guy Delisle eine sehr interessante und unterhaltsame Graphic Novel über ein noch viel zu unbekanntes Land, das erst langsam in der vergangenen Zeit wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit der „westlichen Welt“ gerückt ist. Was nach der Lektüre bleibt, ist nicht nur eine Art Nachdenklichkeit sondern auch der Drang selbst in dieses kleine Land zu fahren und alles mit eigenen Augen zu sehen (und zu bewerten).

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Knochenpalast

Andrzej Bart , Albrecht Lempp
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Schöffling, 11.02.2014
ISBN 9783895612961
Genre: Romane

Rezension:

Warschau in den 1950er Jahren: Die junge Lyriklektorin Sabina lebt zuhause mit ihrer Mutter und Großmutter und dem eigenwilligen Bruder. Mit ihren fast 30 Jahren ist sie immer noch ledig und in den Augen ihrer Familie fast schon eine alte Jungfer. Sabinas Großmutter ist das Oberhaupt der Familie, die Mutter beugt sich fast widerstandslos allen ihren Wünschen und ihr Bruder malt abgeschottet in seinem Kämmerlein vor sich hin und unterhält Kontakte zur Führungsriege der Partei. Sabina beginnt langsam das System in Polen zu hinterfragen, als per Dekret der Familie befohlen wird eine alte Dollarmünze auszuhändigen – die einzige Erinnerung an den Großvater. Sabina trifft eine mutige und folgenschwere Entscheidung, als sie beschließt die Münze in ihrem Bauch zu verstecken. Und dann taucht plötzlich ein charmanter Verehrer auf, der von ihrem Geheimnis zu wissen scheint. Sabina ist gezwungen schnell zu handeln…

In kurzen Sätzen mit einer schon fast karg zu nennenden Sprache erzählt Andrzej Bart die Geschichte von Sabina, wie sie im Polen der 50er Jahre lebt, sich verliebt und sich gleichzeitig gegen das System immer mehr auflehnt. Still und unaufgeregt wird dabei der alltäglich Gang zur Arbeit genauso beschrieben wie die ständige Angst vor Spitzeln und Agenten.

Gerade dieser Stil des Autors lässt einen Eindruck von Polen in dieser Zeit entstehen, wenn der Leser sich darauf einlässt. Denn die große Kraft dieses Buches liegt weniger in dem , was erzählt wird, als vielmehr in dem, was unerwähnt bleibt. Bis zum Ende der Novelle überrascht Andrzej Bart immer wieder mit unvorhergesehenen Wendungen und Entdeckungen, so dass erst zum Schluss die Geschichte vor den Augen des Lesers ausgebreitet wird – und selbst dann bleibt sie unvollständig und weist Lücken auf.

Der Knochenpalast ist ein ruhiges und verstörendes Buch, das einen Eindruck davon hinterlässt, wie es in Polen in den 1950er Jahren war.

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(31)

64 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

musik, familie, geige, wuli highlights, pascal mercier

Lea

Pascal Mercier
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei btb, 12.03.2012
ISBN 9783442743278
Genre: Romane

Rezension:

Eine zufällige Begegnung, eine begabte Violinistin und eine tragische Geschichte – das macht Lea von Pascal Mercier aus.

Nach dem Tod der Mutter hat sich die kleine Lea komplett ihre eigene Welt zurückgezogen. Der Vater findet keinen Zugang zu ihr, erst ein Geigenkonzert im Bahnhof kann Lea aus ihrer Welt zurück in die Wirklichkeit holen. Das Violinespielen wird fortan zu Lea und damit auch ihres Vaters Lebensinhalt. Lea ist begabt und füllt bald schon ganze Konzertsäle, reist von Stadt zu Stadt und wird als Star gefeiert. Doch hinter der glänzenden Fassade beginnt es zu bröckeln – doch niemand, auch nicht der Vater, kann die drohende Katastrophe abwenden.

Leas Geschichte ist tragisch, beängstigend und schön zugleich. Erzählt wird sie von einer dritten Person, die durch Zufall den Vater in einem Café trifft und spontan mit diesem nach Bern fährt. Auf dieser Fahrt erzählt ihm der Vater Leas und damit auch seine Geschichte. Durch diese Art der Erzählweise bekommt die Geschichte eine gewisse Distanz, wirkt aber umso eindringlicher.

Pascal Merciers Novelle ist ein berührendes und eindringliches Buch. Dem Vorwurf, der von vielen Seiten nach Erscheinen laut wurde, dass Lea ins klischee- und kitschhafte abgleitet, kann ich mich nicht anschließen.

Allerdings wirken die zahlreichen Andeutungen und Vorwegnehmungen, die sich kontinuierlich durch das Buch ziehen, besonders zum Ende hin sehr störend und gezwungen. Andeutungen sind meines Erachtens manchmal ein interessantes Stilmittel, das die Handlung bedeutungsschwerer macht, wenn sie jedoch zu häufig genutzt werden, hat es schnell eine gegenteilige Wirkung.

Lea bleibt trotz dessen ein wunderschönes Buch, das von dem Aufstieg und Fall einer begabten Violinistin und der Ohnmacht ihres Vaters berichtet und gleichzeitig die Beziehung eines Vaters zu seiner Tochter hinterfragt.

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152 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

liebe, liebeskummer, trennung, familie, freundschaft

Wenn die Liebe hinfällt

Luisa Buresch
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.04.2014
ISBN 9783462046397
Genre: Liebesromane

Rezension:

Alia ist 33, kurz vor ihrem Studienabschluss und dachte eigentlich, dass sie mit Leander glücklich zusammen sei. Eigentlich. Bis er ihr eröffnet, dass er eine Neue hat. Von Stund an sieht sich Alia plötzlich alleine. Doch in Verzweiflung versinken kann sie nicht, denn da ist noch Töchterchen Kathy. Zum Glück hat sie nicht nur tolle Freunde, die ihr beistehen, sondern auch einen sehr aufmerksamen Nachbar. Ein bisschen zu aufmerksamen Nachbarn…

Luisa Bureschs Roman ist ein typischer Frauenroman. Im Mittelpunkt eine selbstständige selbstbewusste Frau, die plötzlich mit einer großen Veränderung in ihrem Leben klarkommen muss. Dabei bewegt sich die Handlung von Klischee zu Klischee und birgt kaum überraschende Momente. Vor allem die gegenwärtige Handlung zeigt kaum etwas Neues beziehungsweise ist sehr vorhersehbar. Hinzu kommt, dass die Protagonistin sehr flach und oberflächlich bleibt. Sie wird zum größten Teil nur auf ihren Egoismus reduziert, was sie mit fortschreitender Handlung nicht gerade sympathischer macht.

Demgegenüber steht jedoch in „Wenn die Liebe hinfällt“ die wirklich romantische Liebesgeschichte von Alia und Leander. Diese wird in kurzen Episoden, eingeschoben in die Haupthandlung, sehr einfühlsam und traumhaft erzählt und mutet fast schon disneyesk an. Hier brilliert Buresch mit einem anmutig bezaubernden Schreibstil ebenso wie mit viel Einfalls- und Detailreichtum.

Alles in allem bleibt das Buch dennoch sehr blass und oberflächlich. Was dieses Buch trotzdem zu einem Vergnügen macht, ist der generell angenehme und feine Schreibstil Luisa Bureschs. Sie beschreibt sehr detailreich und mit genau so vielen Worten wie nötig. Also: Zwar keine ausgefeilte Handlung, dafür aber schön zu lesen, mit Herzschmerz und allem was dazugehört.

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

jugendbuch, diebstahl, schiefe bahn, jugend, ungerechtigkeit

Rolltreppe abwärts

Hans- Georg Noack
Flexibler Einband: 142 Seiten
Erschienen bei RAVENSBURGER VERLAG, 01.02.1997
ISBN 9783473540037
Genre: Jugendbuch

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257 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

liebe, trauer, london, verlust, vergebung

Ein Tag im März

Jessica Thompson , Dietmar Schmidt
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.11.2013
ISBN 9783404169252
Genre: Liebesromane

Rezension:

Am 12. März 2009 ändert sich für Bryony, Keon, Sara, Tynice und Rachel alles. Bryony verliert die Liebe ihres Lebens, Keon erschießt einen Unbekannten, Sara entdeckt auf einer Dating-Website das Profil ihres Mannes, Tynice erfährt, dass ihr Sohn auf Abwege geraten ist und Rachel findet heraus, dass sie als Kind adoptiert wurde. Ein Tag und fünf verschiedene Menschen, deren Leben sich plötzlich ändert.

Die Geschichten dieser fünf Menschen werden unabhängig voneinander parallel erzählt, erst zum Schluss werden die Handlungsstränge miteinander verwoben und die jeweiligen Geschichten erhalten eine interessante Wendung. Von Anfang ist jedoch ein Punkt bei allen fünf Personen gleich: Sie alle müssen jemandem vergeben.

Und so dreht sich „Ein Tag im März“ vordergründig auch um Vergebung – was nötig ist, damit man vergeben kann und wie schwer es ist Vergebung überhaupt zu finden. Ein sehr ernstes und nachdenklich stimmendes Thema, das dieser Roman aufgreift, obwohl die ersten Kapitel des Buches noch nicht darauf schließen lassen, was sich auf den folgenden Seiten verbirgt. Auch der Klappentext des Romans führt den Leser in eine andere Richtung und lässt einen Liebesroman erwarten. So ganz falsch ist das natürlich nicht, sehr zentral ist in „Ein Tag im März“ ebenfalls die Liebe, aber wesentlich wichtiger ist meines Erachtens nach das Thema der Vergebung.

Trotz des ernsteren Themas ist der Stil Jessica Thompsons (soweit sich das bei einer Übersetzung sagen lässt) sehr leicht und in keinster Weise schwer und getragen. Das Lesen gestaltet sich so sehr flüssig.

„Ein Tag im März“ ist ein überraschend tiefgründiger Roman über Liebe, Verlust und Vergebung, von dessen Klappentext und fröhlich-buntem Cover man sich nicht abschrecken lassen sollte. Auch wenn das Buch aussieht wie ein Chic-Lit-/Liebesroman, erwartet einen eine wunderbare traurige Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

schreiben, verlag, romane, betrug, ghostwriting

Jennie Erdal - DIE GHOSTWRITERIN. Ich war sein Verstand und seine Stimme. Aus dem Englischen von Susanne Mecklenburg

Jennie Erdal
Fester Einband
Erschienen bei Köln: Kiepenheuer & Witsch Verlag. 1. Auflage 2008, 01.01.2008
ISBN B00DHIPH0K
Genre: Sonstiges

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(104)

215 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

fantasy, hohlbein, jugendbuch, bibliothek, urban fantasy

Das Buch

Wolfgang Hohlbein , Heike Hohlbein , Wolfgang und Heike Hohlbein
Flexibler Einband: 859 Seiten
Erschienen bei cbt, 04.03.2010
ISBN 9783570306420
Genre: Fantasy

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Handbuch für den Neustart der Welt

Lewis Dartnell , Thorsten Schmidt
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 25.08.2014
ISBN 9783446246485
Genre: Sachbücher

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(459)

1.063 Bibliotheken, 38 Leser, 9 Gruppen, 36 Rezensionen

fantasy, westeros, das lied von eis und feuer, drachen, krieg

Der Sohn des Greifen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 21.05.2012
ISBN 9783764531041
Genre: Fantasy

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105 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

bourbon kid, vampire, santa mondega, fantasy, kid

Das Buch des Todes

Anonymus
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 19.07.2013
ISBN 9783785760895
Genre: Fantasy

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schick einen Gruß, zuweilen durch die Sterne

Orlando Figes
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Carl Hanser Verlag GmbH "&" CO. KG, 27.08.2012
ISBN 9783446240773
Genre: Biografien

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(154)

244 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

zamonien, fantasy, wolpertinger, walter moers, roman
Rezension:

Käpt’n Blaubär kennt fast jedes Kind und viele Fantasyfreunde haben sich schon auf den Weg in die Stadt der träumenden Bücher begeben – Walter Moers hat mit seinen Zamonienromanen schon viele Leser in seinen Bann gezogen. Einen ganz besonderen (kleinen) Held hat er mit „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ erschaffen.

Der kleine Wolpertinger (ein Hund mit Hörnern) Rumo wird von seiner Ziehfamilie gepflegt und verhätschelt. Bis eines Tages plötzlich Teufelszyklopen über das Dorf, in dem Rumo und seine Familie leben, überfallen. Alle werden von den Zyklopen auf deren Insel verschleppt, wo sie in einer Höhle eingeschlossen werden. Als lebender Vorrat an Nahrung für die Kreaturen. Als einziger kann sich Rumo in der Höhle frei bewegen und lernt so Smeik kennen. Dieser lehrt Rumo nicht nur das Sprechen, sondern bringt ihm auch das Kämpfen bei. Zusammen schmieden sie einen Plan, um aus der Gefangenschaft der Zyklopen zu entkommen.

Doch was hier schon klingt wie die Zusammenfassung eines ganzen Romans, ist nur der Auftakt zu Rumos Abenteuern. Denn, entkommen aus der Gefangenschaft, begibt sich Rumo auf die Spur des silbernen Fadens, den er vor seinem Auge sehen kann, und der ihm den Weg in die Stadt der Wolpertinger, seiner Artgenossen, leitet. Dort trifft er auf die wunderschöne Rala. Hals über Kopf verliebt er sich in sie, doch dann ist Rala mit allen Wolpertinger plötzlich eines Tages wie vom Erdboden verschluckt. Nur ein großes Loch klafft in der Mitte der Stadt. Nun beginnt Rumos eigentliches Abenteuer. Auf der Suche nach Rala und seinen Freunden begibt er sich unter die Erdoberfläche in ein labyrinthisches und gefährliches Reich.

Rumo überzeugt damit mit viel Charme und Mut, wenn der Leser ihn zwischenzeitlich auch einmal ohrfeigen möchte, weil bei ihm einfach nicht der Groschen fällt. Aber gerade auch das spricht für dieses Buch. Von der erste bis zur letzten Seite fühlt der Leser mit Rumo und den anderen Figuren mit.

Walter Moers beschreibt eine fantastische Welt, Zamonien, voller ungewöhnlicher Lebewesen so genau, dass man sie wirklich vor seinem inneren Auge sehen kann. Teilweise schweift er da etwas ab, besonders wenn es um die Beschreibung einer der Städte, dessen Bewohner oder der Geschichte geht. Aber: Da sieht man, wie genau er sich mit der Welt, in der der Roman spielt, beschäftigt hat.

Für Leser, die bereits weitere Romane von Walter Moers kennen, wird es in „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ ein Wiedersehen mit einigen bekannten Personen geben, wie Doktor Abdul Nachtigaller, Volzotan Smeik oder Hildegunst von Mythenmetz. Ein Vorwissen ist aber nicht nötig. Es gibt kaum Anspielungen auf den Inhalt der anderen Bücher, sprich wer noch keines der Zamonien-Bücher gelesen hat, wird nicht heillos verwirrt sein, sondern kann die Geschichte genauso genießen und ihr folgen wie Leser, die Zamonien bereits kennen. Dazu kommt, dass Moers nicht mit Erklärungen spart, sei es zu Zamonien oder den Lebewesen, die dem Leser im Laufe der Handlung begegnen.

„Rumo und die Wunder im Dunkeln“ ist ein wundervoll fantasievoller Roman, bei dem ein Abenteuer das nächste jagt, aber auch die Romantik nicht zu kurz kommt. Ein Fantasyroman vor allem für „große Kinder“, der sich nicht hinter Tolkien und Co verstecken muss (aber das muss Walter Moers schon lange nicht mehr).

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

urbino, italien, mord, humor, krimi

Der Poliziotto

Uli T. Swidler , any.way , Barbara Hanke , Cordula Schmidt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2011
ISBN 9783499253980
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Roberto Rossi ist Poliziotto – Verkehrspolizist - in dem kleinen italienischen Städtchen Urbino. Er regelt den Verkehr und ist damit voll und ganz zufrieden. Doch eines Tages findet er in einer Zisterne, seinem geheimen Ruheort, eine Frauenleiche. Ein Giftmord offenbar. Da alle anderen Polizisten von einem Darmvirus außer Gefecht gesetzt wurden wird ausgerechnet Roberto Rossi mit der Aufklärung des Falls betraut. Dieser macht sich mehr schlecht als Recht an die Ermittlung. Mit Hilfe von Freunden und Bekannten, die ihm etwas schulden kommt er dem Mörder jedoch immer weiter auf die Spur. Da wären aber auch noch sein Chef, der einen Verdächtigen deckt und die Mutter des Opfers, die vorgibt nichts zu wissen, die die Ermittlungen fast im Sand verlaufen lassen. Doch dann findet Roberto Rossi das Handy der Verstorbenen und plötzlich ist der Kreis der Verdächtigen deutbar kleiner geworden.

„Der Poliziotto“ von Uli T. Swidler ist ein etwas anderer Kriminalroman. Der Ermittler ist hier nicht wie üblich ein hervorragend geeigneter Ermittler, der mit allen Wassern gewaschen ist. Er ist ein fauler, etwas jähzorniger kleiner Verkehrspolizist, der mit sich und seinen Problem beschäftigt ist und kaum einen Gedanken an seinen Fall verschwendet.

Der deutsche Autor lebt seit mehreren Jahren in Italien. Viele Eindrücke über die Menschen und die Lebensart haben Eingang in dieses Buch gefunden. Eingeflochten in die Dialoge sind immer auch einige italienische Begriffe. Besonders Flüche und Schimpfwörter^^

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1.575 Bibliotheken, 30 Leser, 11 Gruppen, 58 Rezensionen

thriller, freimaurer, dan brown, robert langdon, washington

Das verlorene Symbol

Dan Brown
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.03.2011
ISBN 9783404160006
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine kleine Freimaurerpyramide manövriert Robert Langdon in ein weiteres Abenteuer. Zu Beginn ahnt er noch nichts Böses, als er von seinem guten Freund, dem Freimaurer Peter Solomon, für einen Vortrag nach Washington geholt wird. Als Langdon jedoch in Washington ankommt ist sein Freund entführt wurden und er muss nun für den Entführer ein altes Geheimnis der Freimaurer entschlüsseln. Dieses Geheimnis dreht sich um das verlorene Symbol, die Freimaurerpyramide, das seit Jahrhunderten von den Freimaurern verborgen gehalten wird. Langdon macht sich also auf die Suche das Geheimnis zu lüften, muss er doch befürchten, dass sein Freund stirbt, wenn er dem Entführer nicht gehorcht. Nachdem Langdon der CIA entkommen konnte hilft ihm Peter Solomons Schwester Katherine. Zusammen machen sie sich auf den Weg durch ganz Washington auf den Spuren der ersten Freimaurer mit der alten Pyramide im Gepäck.

Wie der Leser es aus den anderen Werken Dan Browns gewohnt ist, fesselt auch „Das verloren Symbol“ ab der ersten Seite an. Der Leser wird hineingezogen in die Geheimnisse Washingtons und die Welt der Freimaurer. Automatisch verfolgt er den Weg Robert Langdons mit und versucht das Rätsel um die Freimaurerpyramide zu lösen.

Dan Brown beschreibt auf nüchterne und erschreckend genau die Gedanken des besessen Entführers, wissenschaftliche Forschung und die Geheimnisse der Freimaurer.

Der 1964 geborene amerikanische Autor erlangte mit seinen Romanen um Robert Langdon Weltruhm. Musste er vorher als Englisch- und Spanischlehrer arbeiten, kann er seit dem Erfolg seiner Romane ganz allein von der Schriftstellerei leben. Dan Brown gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten amerikanischen Autoren.

Mit „Das verlorene Symbol“ zeigt Dan Brown wieder einmal sein unbeschreibliches Erzähltalent und knüpft damit an den Erfolg seiner anderen Romane an.

Jedoch könnten Leser, die mit den anderen Werken Dan Browns bekannt sind, etwas irritiert von den schon fast spirituell zu nennenden Stellen sein. Diese passen so gar nicht zu dem sonst eher nüchternen Schreibstil und wirken doch reichlich deplatziert.

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(329)

627 Bibliotheken, 8 Leser, 5 Gruppen, 26 Rezensionen

fantasy, der dunkle turm, revolvermann, stephen king, horror

Schwarz

Stephen King , Joachim Körber
Fester Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 23.02.2005
ISBN 9783453012134
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Carrie, Es, Friedhof der Kuscheltiere - Stephen King ist in der Literatur bekannt für seine Horrorromane. Dabei hat der amerikanische Schriftsteller auch ein grandioses Fantasy-Epos geschaffen:

In einer sterbenden Welt, in der nur noch alte Maschinen von einer anderen Zeit erzählen, lebt Roland der Revolvermann. Er ist der letzte seiner Art. Er reist durch die Welt, immer dicht auf den Fersen vom Mann in Schwarz. Einem Zauberer. Denn dieser, so glaubt Roland, kann ihm zum dunklen Turm bringen, dem Nabel der Welt. Immer hinter dem Mann im Schwarz her, zieht Roland durch Städte und Wüsten. Mitten in der Wüste entdeckt er dann den Jungen Jake. Der Elfjährige kommt aus einer anderen Welt, die Roland fantastisch und unbegreiflich zu sein scheint, in der es Autos, Fernsehen, Strom und vieles mehr gibt, das in der Zeit von Roland alles nicht existiert. Zusammen mit Jake zieht der Revolvermann weiter, bis er endlich den Schwarzen Mann eingeholt hat. Doch dieser stellt ihn, bevor er Roland sagt, was er wissen will, vor die Wahl, entweder er lässt den Jungen zurück oder wird nie etwas über den dunklen Turm erfahren.

Roland, der Revolvermann, ist ein eher schwieriger Zeitgenosse. Er ist mürrisch, misstrauisch und wortkarg. Doch gerade dies macht diesen Charakter so interessant. Und aufgrund des Schreibstiles von Stephen King wird der Leser förmlich in die Geschichte gezogen. Denn nur nach und nach werden ihm einzelne Teile genauer offengelegt und Zusammenhänge erklärt. Vor allem auch was den Charakter Rolands angeht. Sympathisch wird er dem Leser deswegen erst nach einiger Zeit. Umso weiter der Leser sich also auch in der Geschichte fortbewegt, umso mehr erfährt er über dessen Protagonisten und über die Zusammenhänge, die Suche Rolands und die Welt in der er lebt.

Diese Welt, diesen Eindruck bekommt man beim Lesen, scheint auch unsere Welt zu sein, nur in der Zukunft. Denn viele Dinge, auf die Roland stößt oder die er beschreibt, lassen an heutige denken, seien es Maschinen, wie zum Beispiel eine mechanische Wasserpumpe oder alte Hinterlassenschaften früher Völker wie ein Bahnhof in einem Berg. Daneben gibt es häufiger Andeutungen auf Naturkatastrophen und atomare Verseuchung, die vermuten lassen, dass es sich um eine zukünftige Vision unserer Welt handeln könnte.

Der Auftakt zu Stephen Kings Turmsaga ist spannend und verwirrend zugleich. Lässt der erste von acht Bänden doch noch sehr viele Fragen offen. Dennoch ist King mit „Schwarz“ ein unglaublich fesselnder Roman gelungen, bei dem der Leser zu keiner Zeit gelangweilt wird.

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(35)

62 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

steinzeit, neandertaler, urzeit, historischer roman, ayla und der clan des bären

Ayla und der Clan des Bären

Jean M. Auel
E-Buch Text: 604 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 22.12.2011
ISBN B006OEVOGK
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein jähes Erdbeben tötet die Familie des kleinen Mädchens Ayla. Verwirrt und voller Angst flieht sie von ihrem ehemaligen Zuhause. An einem Bach schließlich bricht die Kleine vor Erschöpfung zusammen. Dort findet sie eine Gruppe Neandertaler, die auf der Suche nach einer Höhle dort entlangziehen. Die Medizinfrau Iza kümmert sich um die kleine Ayla und wird so nach und nach wie eine Mutter für sie. Der Clan des Bären, der nach einiger Zeit Ayla als ein vollwertiges Mitglied aufnimmt, wird zu ihrer neuen Familie. Trotzdem bleibt Ayla eine Fremde. Sie ist anders und das bringt viele Probleme mit sich. Ayla kämpft um die Anerkennung des Clans, doch wird es ihr auch gelingen?

Die Geschichte Aylas ist, auch wenn sie in der Steinzeit spielt, wie ein modernes Märchen. Es ist die Geschichte eines Mädchens, das versucht Anerkennung zu finden und sich selbst dabei treu zu bleiben. Sie kämpft gegen Intoleranz und die alte Vorstellung der Rollenverteilung von Mann und Frau.

Jean M. Auel hat mit Ayla und der Clan des Bären den Auftakt zu einen 6-bändigen Epos geschaffen, der mit seinen Protagonisten genauso gut auch im 21. Jahrhundert spielen könnte. Gleichzeitig zeigt die Autorin mit diesem fulminanten Roman, dass unsere Vorfahren mit den gleichen oder ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten wie wir.

Die 1936 in Chicago geborene Schriftstellerin hat mit Ayla und der Clan des Bären einen wunderschönen Roman geschrieben, voller Fragen, Konflikten und Emotionen. Ein Lesevergnügen der besonderen Art, zeitlos und anschaulich.

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schlesien, sabrina janesch, katzenberge

Katzenberge

Sabrina Janesch
Flexibler Einband: 287 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 20.02.2012
ISBN 9783746627984
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Journalistin Nele reist in ihre Heimat Schlesien zur Beerdigung ihres Großvaters. Schnell wird diese Reise zu einer Reise in die Vergangenheit. Fort von ihrem Leben in Deutschland, in Berlin, begibt sie sich auf die Spuren ihres Großvaters. Ihre Reise geht von Schlesien nach Galizien und führt sie von dort bis über die ukrainische Grenze zum Geburtsort ihres Großvaters. Überall kommt Nele ihrem Großvater und dessen Geschichten von Flucht, Krieg und der Übersiedlung nach Schlesien immer näher.

Klingt nach einer einfachen Familiengeschichte. Doch schnell merkt man, dass Sabrina Janesch in ihrem Debütroman viel mehr erzählt als die Geschichte einer polnischen Familie.

Katzenberge behandelt die Geschichte der vertriebenen Polen genauso wie die Geschichte der vertriebenen Deutschen und erzählt dabei einfühlsam, wie Nele versucht den Tod ihres Großvaters zu verarbeiten und die Rätsel um seine Vergangenheit zu lösen.

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Das Erbe von Winterfell

George R. R. Martin
E-Buch Text: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 07.09.2010
ISBN 9783641047153
Genre: Fantasy

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Die Herren von Winterfell

George R. R. Martin
E-Buch Text: 574 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 20.08.2010
ISBN 9783641035860
Genre: Fantasy

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Firmin - Ein Rattenleben

Sam Savage , Susanne Aeckerle , Marion Balkenhol
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2011
ISBN 9783548283401
Genre: Fantasy

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

ägypten

Das Auge des Pharao

Lynda S. Robinson
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB
ISBN 9783746617565
Genre: Krimi und Thriller

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Land der Mythen - Unter dem Erlmond

Michael Peinkofer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2007
ISBN 9783492266369
Genre: Fantasy

Rezension:

Schnee und Eis drohen das Land Allagain zu überziehen. Denn das Böse versucht die Welt nach langer Zeit wieder zu erobern und friert dazu das Grundmeer ein, so dass die Welt in Kälte und Finsternis zu versinken droht. Von den ersten Vorboten, blutrünstigen Erlen, aufgerüttelt machen sich der Druide Yvolar, der Jäger Alphart und der Bauer Leffel auf ihre Welt vor dem Untergang zu retten. Auf ihrer Suche nach dem magischen Horn der Sylfen, die nach dem letzten Krieg gegen das Böse aus der Welt verschwunden sind, finden sie weitere tapfere Gefährten, mit denen sie sich schließlich zu siebent zum Gipfel des Berges aufmachen, wo einstmals die große Schlacht geschlagen wurde. Doch während die Gefährten alles daran setzen das Böse aufzuhalten, droht ein Krieg zwischen den Menschen auszubrechen…

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass „Unter dem Erlmond“ von Michael Peinkofer einfach nur eine Herr-der-Ringe-Imitation ist. Vor allem die fremd klingenden Namen lassen schnell eine Parallele zu Tolkiens Werken ziehen. Doch „Unter dem Erlmond“ ist was die Handlung betrifft grundverschieden von den bekannten Fantasyromanen.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen die unterschiedlichen Menschen, die später zu Gefährten werden sollen. Das Gewicht wird dabei nicht auf eine Person vordergründig gelegt, sondern alle Protagonisten werden gleichwertig eingeführt und während des Handlungsverlaufes bekommt der Leser mal Einsicht in die Denkweise des einen, mal in die des anderen Charakters. Ein sehr schönes Konzept, denn so ist nicht zu Beginn klar, wer denn genau das Schicksal der Welt nun entscheiden wird. Vielmehr werden die vielen verschiedenen Einzelheiten beleuchtet, die Einfluss auf die Geschichte haben. Auch wenn, gerade zu Beginn des Buches, dem Leser nicht klar ist, warum gerade dieses Geschehen wiedergegeben wird.

Genau das macht den Einstieg beim Lesen auch etwas schwer. Denn anfänglich reiht der Autor einige Kapitel aneinander, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, in denen die Personen später auch nicht noch einmal wirklich auftauchen. Doch sobald der erste Charakter vorgestellt wird und sich die Handlung schnell verdichtet, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Besonders gut ist bei „Unter den Erlmond“, dass die Handlung nicht geradlinig verläuft. Also hier muss kein „Auserwählter“ einen Ring zum „Schicksalsberg“ bringen, um das Böse zu vernichten. Vielmehr müssen die Helden sogar einige Rückschläge in Kauf nehmen. Ohne zu viel zu verraten: So müssen die Gefährten beispielweise nach einer neuen Möglichkeit suchen das Böse zu besiegen, nachdem die erste Lösung einfach einmal nichts geworden ist.

Michael Peinkofers Roman „Unter dem Erlmond“, dem ersten Band der zweibändigen Reihe Land der Mythen, ist ein Fantasyroman ganz in der Manier Tolkiens, der aber was die Handlungsverläufe angeht mal etwas anderes präsentiert. Ein wahres Lesevergnügen für Fantasyfans und solchen, die es nach der Lektüre dieses Buches bestimmt noch werden.

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