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Der Fisch ist Käse

Laura Kroker , Raphael Röchter , Katharina Hübsch , Tobias Rein
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei chiliverlag, 28.01.2012
ISBN 9783943292022
Genre: Kinderbuch

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lyrik, anton g. leitner, josef hader, friederike mayröcker, arne rautenberg

Das Gedicht 19

Anton G. Leitner (Hrsg.) , Arne Rautenberg (Hrsg.) , ,
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Leitner Weßling, 05.10.2011
ISBN 9783929433715
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Der erste original Leitnersche Glücksratgeber! – Es geht auch ohne Hirschhausen!

Herausragend an diesem lang erwarteten Band 19 ist sofort das Cover (aber das denkt man jedesmal). Auch der Titel ist kongenial. Das Buch wirkt auf Anhieb wie ein Knallbonbon – aber mit viel Inhalt.

Der lyrische Teil des Bandes ist in fünf Kapitel unterteilt, denen jeweils ein Glücksgrundsatz bzw. eine Formel für Freude vorangestellt ist. Würde jeder Mensch nach diesen Grundsätzen leben (können), dürften die Volkskrankheiten Depression und Wehleidigkeit beseitigt sein. Die lyrischen Egos in diesen Gedichten versetzen sich größtenteils in die Welt von Kindern und älteren Menschen, um nachzuspüren, woraus deren Lebensfreude besteht. Zweifelsohne in einem Wegfall der Zeitdiktatur, in der Erleichterung darüber, etwas Unangenehmes überwunden zu haben (z.B. ‚Erste Beichte‘ von Erich Jooß) und in der Freude an kleinen Dingen. Sehr interessant in diesem Zusammenhang das Gedicht ‚Lebenshilfe‘ über sogenannte ‚behinderte‘ Kinder einer ‚Werkstätte im Paralleluniversum‘ („Subversive Einsatzkräfte auf dem Weg, den lähmenden Lebensernst auszuhebeln.“, Mathias Jeschke).

Der Titel des zweiten Kapitels kann unterschiedlich aufgefasst werden. ‘Das Glück, sich zu finden‘ kann bedeuten, zu sich selbst zu finden, oder sich gegenseitig zu finden. In den Gedichten kommt aber eindeutig der Bezug zum Du durch („nur liebende teilen und hinterlassen spuren“, Said). Auch die Freude über poetische Inspiration (Michael Augustin, ‚Fünf Uhr Früh‘) kommt nicht zu kurz. Im dritten Teil gibt es Gedichte über die Freuden des Alltäglichen, die kleinen Dinge, die das Leben so lebenswert machen: von Bier und Zigarillos, vom Wachsen und Blühen, von den kleinen Glücksmomenten und sprühender Lebensfreude handeln die Poeme, von der Freude an der Bewegung (‚GEHEN‘, Gerald Fiebig) und am Leben zu sein (Siegfried Völlger). Kapitel 4 beinhaltet Gedichte über den Motor aller Freude: die Neugier. Deshalb haben auch etliche Gedichte mit anderen Ländern und dem Reisen zu tun, manchmal auch mit ‚Zeitreisen‘ (Gabriele Trinckler) und dem Hunger nach Leben.

Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Freude an großartigen Dingen, die andere für uns geschaffen haben: Beethovens Symphonien, Dvořák, Schach und Schokolade, und die Großartigkeit der Welt als solche. Dieses Kapitel spannt den Bogen zu einem zufällig von mir entdeckten Video-Clip auf Youtube ‚DICHTER AN DIE FREUDE‘ (http://www.youtube.com/watch?v=6srAvZDjkKE), in dem 25 Lyrik-Botschafter Schiller zum Leben erwecken. Sehenswert!

Im Essay-Teil geben 25 ausgewählte Dichter persönliche und poetologische Statements zum Schreiben, zum Schreibprozess und dem daraus resultierenden Impetus ab. Ethymologische Überlegungen zum Wort ‚Freude‘ (Ulla Hahn) wechseln u.a. ab mit der Feststellung, dass wahre Freude ein ‚Bauchgefühl‘ ist (Fitzgerald Kusz). Das erklärt Einiges in unserer ‚ernsthaften‘ Gesellschaft. Dieter M. Gräf bezeichnet Gedichte als ‚Energiespeicher‘. Ich würde das noch erweitern: gute Gedichte sind positive Energiespeicher. Sie geben dem Leser Energie ab. (Weniger gelungene Exemplare können dem Leser auch viel Energie entziehen, wenn er sich über Gebühr lange mit dem Verstehen eines Gedichtes herumplagen muss.) Auch politische Statements gibt es hier. Turbokapitalismus als Glücksbremse? Freudlosigkeit durch Ellenbogenegoismus?

Viele bekannte Schriftsteller wie u.a. Ulrike Draesner, Hellmut Krausser, Michael Augustin, Friederike Mayröcker, Matthias Politycki, Robert Schindel und viele mehr sind in diesem Band vertreten, ebenso etliche Vertreter der jüngeren Szene wie u.a. Marius Hulpe, Jan Wagner und Alex Dreppec.

Ein Aufsatz des Philosophen Hermann Schmitz über die Aufhebung des klassischen Dualismus von Körper und Seele (Neue Phänomenologie) rundet diesen Band Nr. 19 ab. Wie sehr das ‚vollkommene Glücksgefühl‘ mit der Körperlichkeit verbunden sein kann, schreibt Wolfgang Oppler in seinem Gedicht über das Sitzungs-Rodeo eines Bürohengstes:

„Mit fliegenden Rockschößen zur Toilette gerannt.
Um 18:51 den Hosenschlitz aufgeknöpft…
das vollkommene Glücksgefühl!“

Anton G. Leitner und Arne Rautenberg ist hier von vorne bis hinten eine glückliche Komposition zum Thema gelungen, die so manchen populärwissenschaftlichen ‚Glücksratgeber‘ in den Schatten stellt. Summa summarum: Ein etwas anderes Inspirationsbuch, hier original von Rautenberg & Leitner!

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Tags: alex dreppec, anton g. leitner, arne rautenberg, axel kutsch, das gedicht, dasgedichtclips, franziska röchter, friederike mayröcker, gedicht, josef hader, lyrik, matthias polyticki, michael augustin, neue phänomenologie, ois is easy, poesie, poetry, robert schindel, schiller, siegfried völlger, ulla hahn, ulrike draesner   (22)
 

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gedichte, lyrik, poesie, deutschland, tentakel literaturmagazin

Die Dunkelheit knistert wie Kandis

Hellmuth Opitz
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Pendragon, 07.09.2011
ISBN 9783865322784
Genre: Gedichte und Drama

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

gedichte, deutschland, liebesgedichte, mitschnitt, friedrich ani

Mitschnitt

Friedrich Ani
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 04.02.2009
ISBN 9783552054516
Genre: Gedichte und Drama

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

lyrik, anton g. leitner, gedicht, achziger, poesie

Gedichte für Zeitgenossen

Anton G. Leitner , Rotraut Susanne Berner
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2011
ISBN 9783423140065
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Lebendige lyrische Zeitgeschichte

Sicher keine leichte Aufgabe, die vergangenen fünfzig Jahre bahnbrechender deutscher (Lyrik)Geschichte anlässlich des dtv-Jubiläums in einem ca. 140 Seiten starken Softcover-Band repräsentativ Revue passieren zu lassen. Wie gut, dass der Herausgeber Anton G. Leitner in seinem Nachwort selbst anmerkt, dass es vermessen sei, behaupten zu wollen, dass in seinem Band ‚die fünfzig bedeutendsten Lyriker oder die fünfzig besten Gedichte‘ der letzten fünfzig Jahre vertreten seien. Zudem bekannt ist, dass zugewiesene Star-Attribute oftmals eher mit den Intentionen der Connaisseurs an Bord literarischer Manöverschiffe korrespondieren denn mit wahrhafter Meisterschaft. Es zeugt von großer Weitsicht des Herausgebers, ‚aus der Vielfalt lediglich einige markante Stimmen‘, wie er im Nachwort schreibt, herauszufiltern. Dieses ist ihm sehr gut gelungen.

In fünf Kapiteln werden jeweils zehn Gedichte einer Dekade zugeordnet, was sicher umso schwieriger gewesen sein muss, als der Herausgeber ja jahresgleich mit dem dtv-Verlag das Licht der Welt erblickte. Das Wort ‚Zeitgenossen‘ im Titel hat m.E. eine Doppelbedeutung : Gedichte für Menschen, die die Jahre 1961 bis 2010 bewusst miterlebt haben und Gedichte für Gegenwartsmenschen, die von der Geschichte nur aus Büchern lernen können.

Im Prolog gibt es zunächst von bekannten Stimmen wie u.a. Ingeborg Bachmann, Günter Grass und Robert Gernhardt eine ‚Einführung‘ in das Metier des Dichters. Worüber kann er (noch) schreiben, was dürfen Gedichte? Hinreißend Gernardts legendärer Coup, der Jugend anhand ‚neuzeitlicher‘ Sprache die antike Form des Sonetts nahezubringen. Aber auch Adolf Engler betitelt sein eigenes Gesamtwerk mit einem verbreiteten Wort aus der Gossensprache, Hans Magnus Enzensberger in den Siebzigern sogar ein ganzes Gedicht mit diesem ‚sch’önen ‚Ausdruck‘, was vermuten lässt, dass der Dichter als solcher in einer Zeit, in der es ‚immer schwieriger‘ wird, ‚den Kopf in den Sand zu stecken` (Michael Augustin), sein Tun angesichts der Realitäten wohl manchmal selbst in Zweifel zieht.

Wolfgang Biermanns Ballade über Aktendokumentation und Archivierungsarbeit zu anderer Leute Leben, Ernst Jandls ‚epoche der zahlreichen veränderungen‘, Erziehung in den Siebzigern von Hermann Lenz , Fremdenfeindlichkeit, Aussteigertum, Betonlandschaften, Steuererklärung, Genmanipulation und Tschernobyl sind die Themen dieser engagierten Lyrik, und dann zum Ende des letzten Jahrhunderts immer mehr das Lebensgefühl des beliebig Austauschbaren, des `alles ist Machbaren` inklusive des Überwindens der Schwerkraft. Die Macht des Fußballs, Aids, und die Rückbesinnung auf den Wert des Natürlichen läuten die Jahrtausendwende ein, die den Weg frei macht für Immobilienspekulation im ehemaligen Osten (Ralph Grüneberger), Slam-Poetry von zwei Kings der Szene, Bas Böttcher und Alex Dreppec, sowie in einer Zeit, in der die Übermacht des Visuellen immer dominierender wird, für ein optisches Gedicht von Matthias Polyticki.

Zukunftsweisend der letzte Text von Arne Rautenberg, der uns die Vormachtstellung unserer virtuellen Existenz und Realität vor Augen hält. Günter Kunerts Vorschlag im Epilog, nicht nur Spuren, sondern ganze Gedenkpfähle als Denkmäler in die Zeit zu rammen, etwas Überdauerndes von uns zu hinterlassen, um nicht umsonst gelebt zu haben, beschließt diese kluge poetische Auswahl in dem kleinen flexiblen Band mit rundem Buchrücken und elegantem Schutzumschlag.

Diese Sammlung ist ein schönes Dokument des lyrisch- politischen Zeitgeistes zwischen der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts und der Gegenwart. Ein wundervolles Stück Literatur für junge Menschen, die die Sechziger, Siebziger und Achziger Jahre nur aus Erzählungen kennen, aber sehr wohl etliche Autoren jener Zeit durchaus auf Lesungen antreffen können. Für Menschen, die ungefähr das Alter des dtv-Verlages oder des Herausgebers teilen, bietet das Buch einiges Rückbesinnliche zum Reflektieren, nie aber reine Selbstbefindlichkeitspoesie. Wieder so eine Komposition von Anton G. Leitner, die dafür prädestiniert ist, an Schulen fächerübergreifend den Unterricht zu bereichern.

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Tags: 50-jubiläum, achziger, anton g. leitner, gedicht, jubiläum, lyrik, millenium, neunziger, poesie, politische lyrik, siebziger, zeitgenossen, zeitgeschichte   (13)
 

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lyrik, das gedicht, anton g. leitner, gedichte, die poesie von licht und schatten

DAS GEDICHT 18. Zeitschrift für Lyrik, Essay und Kritik

Anton G. Leitner (Hrsg.) , Ulrich J Beil (Hrsg.) , ,
Flexibler Einband: 165 Seiten
Erschienen bei Leitner Weßling, 30.09.2010
ISBN 9783929433708
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Bereits der Titel dieses Buches mit seinem Coverbild enthält die Idee von Solidarität und Teilhabe.

Wieder einmal ist Herausgeber Anton G. Leitner eine relevante Zusammenstellung zeitgenössischer Dichtkunst gelungen. Namnhafte Dichter und vielversprechende frische Talente geben sich den Griffel in die Hand.

Anton G. Leitner und Ulrich Johannes Beil konfrontieren den Leser mit einer Poesie der vermeintlichen Gegensätze. Dichtkunst über Leben und Tod, Schein und Sein, Liebe und Hass verdeutlicht die Ambivalenzen und das Gemeinsame dieser polaren Welten. Im Essayteil geht es u.a. um Metaphysik auf der Leinwand, Probleme der Globalisierung und um die Straßenkinder von Ecuador als leuchtendes Beispiel der Überwindung schattenhaften Daseins.

Wie gewohnt, äußerst sorgfältig ediert und perfekt komponiert. Ein absolutes Muss für alle Freunde von Lyrik und Dichtung jenseits der Herz-Schmerz-Zone.

DAS GEDICHT mit seinem enormen gesellschaftlichen Bezug sollte zur Grundausstattung jeder Schülerbücherei und öffentlichen Buchausleihe gehören.

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Tags: anton g. leitner, das gedicht, ecuador, gedichte, globalisierung, lyrik, poesie, ulrich johannes beil   (8)
 

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anton g. leitner, ei, eltern, kunst, peter boerboom

Ei für zwei

Anton G. Leitner , Peter Boerboom , Carola Vogt , Carola Vogt
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei St. Michaelsbund, 19.01.2011
ISBN 9783939905813
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ei, was haben wir denn da?

Ein genreübergreifendes Kunststück!

Auf 32 Seiten werden die Ausdrucksformen vier verschiedener Künstler zusammengebracht. Die jüngste Beteiligte ist erst neun Jahre alt. Kinder- und Erwachsenenverse über Ei, Ente und Dino (Anton G. Leitner), entzückende Zeichnungen der neunjährigen Paula sowie Aquarelle von Peter Boerboom und Carola Vogt werden in einer Weise arrangiert, die sowohl kleine Kinder als auch im Herzen junggebliebene Erwachsene anspricht. Die Verse regen bereits die Jüngsten zum Nachdenken über sprachliche Feinheiten an. Urzeit oder Uhrzeit? Das Büchlein animiert ebenfalls zum Reflektieren über die Welt. Was kann eigentlich alles aus einem Ei schlüpfen? Gibt es überhaupt Dinos?

Das gelbe freundliche Buch ermöglicht erste verständliche Begegnungen mit Dichtkunst und ist durchaus sprachfördernd. Schon kleinste Kinder werden sich gerne dazu anregen lassen, die kurzen Verse nachzusagen. Gleichzeitig können sie so schwierige Worte wie Saurolophus lernen.

Fazit:
Ein innovatives, sehr geschmackvolles und pädagogisch sowie künstlerisch wertvolles Bilderbüchlein, was dazu beitragen kann, in Kindern gutes stilistisches Empfinden anzulegen.

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Tags: anton g. leitner, aquarelle, bilderbuch, carola vogt, dinosaurier, ei, eltern, ente, großeltern, kinder, kinderbilderbuch, kunst, neugierig, optimistisch, pädagogisch wertvoll, paula, peter boerboom, tiere   (18)
 
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