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660 Bibliotheken, 10 Leser, 5 Gruppen, 86 Rezensionen

thriller, mord, los angeles, chris carter, skulpturen

Totenkünstler

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.03.2013
ISBN 9783548285399
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Totenkünstler" ist der vierte Band der Robert-Hunter-Serie, kann aber auch problemlos ohne das Vorwissen aus den Vorgängerbänden gelesen werden.

Wie nicht anders zu erwarten, bewegt sich "Totenkünstler" auf ähnlich hohem Nivea wie die anderen Bände auch. Wir haben immer noch das Genie Robert Hunter an der Spitze, gefolgt von seinem brasilianischen Partner Carlos Garcia. Unterstützt werden sie (wie immer) von ihrer Vorgesetzten Captain Blake und der Gerichtsmedizinierin Dr. Hove. Neu dabei ist diesmal Alice Beaumont, die von der Staatsanwaltschaft aus gebeten wurde, den Fall um den Totenkünstler tatkräftig zu unterstützen.

Abgesehen davon kommen allerdings keine Neuerungen, was hier mein größter Kritikpunkt ist. Man hat dauernd den Gedanken im Hinterkopf: "Das kenne ich schon". Dieser Band ist fast genauso aufgebaut, wie die anderen auch und selbst der Tathergang kommt dem Leser langsam bekannt vor. Bereits zwei Kapitel vor der nächsten Tat, konnte ich bereits vorraussehen, dass der Totenkünstler dort wieder zuschlagen wird. Auch die ganze Sache mit der unglaublichen Brutalität und der schlichten Geisteskrankheit der Täter wirkt langsam etwas abgegriffen und fast schon stumpf. Ich hätte mir einfach etwas mehr Einfallsreichtum und Tiefgang gewünscht. Besonders von Robert Hunter hätte ich mir langsam doch etwas mehr Emotionalität erhofft. Nach geschlagenen vier Bänden finde ich einfach immer noch keinen richtigen Draht zum Detectiv des LAPD.
Allerdings muss ich sagen, dass Alice mir ausgesprochen gut gefallen hat und war fast schon traurig, dass sie doch so eine kleine Rolle eingenommen hat. Ich könnte mit ausgesprochen gut vorstellen, dass sie in Zukunft Hunters und Garcias Fälle unterstützen könnte ...

Der Schreibstil ist (zum Glück) immer noch der gleiche geblieben: Kurze Kapitel und treffende Beschreibungen. Jedoch hat das Buch zu Beginn doch die eine oder andere Länge, was im Endeffekt jedoch nicht ins Gewicht fällt.

"Totenkünstler" ist ein Buch, das genau dem "Erfolgsrezept" des Autors folgt. Es ist spannend, brutal und durchaus kreativ. Allerdings sind kaum Neuerungen vorhanden und das ganze Konzept wirkt langsam doch etwas abgegriffen. Die eigentlichen "Mängel" der Reihe fallen langsam ins Gewicht: ein fast identischer Plotaufbau, eine kaum vorhandene Charakterentwicklung und der fehlender Tiefgang der Figuren. Nichtsdestotrotz ist "Totenkünstler" ein spannender Thriller, der einen bei der Stange halten kann. Hartgesottene Fans werden vielleicht etwas enttäuscht sein, aber dennoch ist es ein Muss für jeden Robert Hunter Fan!

Wertung
Story: 4/5
Charaktere: 3/5
Sprache/Schreibstil: 4,5/5
Emotional: 4/5
Endwertung: 3,875
Altersempfehlung: 16 Jahre

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(63)

127 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, brille, stiefmutter, unfälle, london

Liebe auf den zweiten Blick

Lynsay Sands , Beate Darius
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 10.01.2013
ISBN 9783802589003
Genre: Romane

Rezension:

Naja, das Buch ist eigentlich genau so, wie der Klappentext vermuten lässt: seicht, naiv und leicht amüsant ... Dennoch habe ich mich eigentlich auf das Buch gefreut, da ich die Leseprobe als eigentlich recht vielversprechend empfunden habe.

Die Geschichte ist einfach nur kitschig und so in Naivität und charakterlichen Komplexen getränkt, dass es schon fast weh tut. Was aber wirklich schmerzt, ist der Schreibstil und die allgemeine Sprache, die hier verwendet wir. Unpassend, überzogen und einfach nur peinlich. Die Dialoge sind so hölzern und albern, dass sie eher an die Geschichtsparodien an Schulfesten erinnern, als an zeitgemäße Historienromane. Gelegentlich werden auch noch moderne Phrasen (meist in intimen Momenten) und Verhaltensweisen eingeflochten, was allem noch das Krönchen aufsetzt.
Stellenweise musste ich sogar ernsthaft überlegen, was manche Begrifflichkeiten eigentlich benennen sollen. Das männliche Geschlechtsorgan wird desöfteren als "Knüppel" oder "Freudenspender" bezeichnet, was aber noch gar nichts im Vergleich zum weiblichen "Verlies", "Törtchen" oder gar der "feuchten Grotte" ist ... Einfach nur zum Weglaufen! Ich weiß nicht, ob dies auch in der englischen Version so ist, oder nur in der deutschen, aber ich würde als Verlag auf jeden Fall ein Wörtchen mit der Übersetzung wechseln ^^ Das geht einfach gar nicht ...

Die Charaktere sind leider auch keinen Deut besser. Anfangs war Clarissa mit ihrer Tollpatschigkeit und naiven Sicht des Lebens noch süß und amüsant. Das ändert sich jedoch im Verlauf des Buches, sodass sie mir gegen Ende nur noch auf die Nerven ging mit ihrem "Ich bin mit Brille soooooo hässlich! Kein Mensch darf mich sehen!". Adrian ist da das perfekte Gegenstück mit seiner Leier: "Ich habe eine Narbe, mit der ich sooooooo hässlich bin! Meine Geliebte darf mit unter keinen Umständen sehen!" Das geht bis zur letzten Seite so weiter ^^ Die beiden versinken förmlich in ihren unnötigen Komplexen, welche die Geschichte einfach nur in die Länge ziehen und verkompliziert.
Leider reißen die Nebencharaktere auch nicht viel mehr. Wir haben die böse Stiefmutter, die kaum greifbare Motive für ihre Bosheit aufweist, den liebenden und verständnisvollen Vater, der meist durch Abwesenheit glänzt, den coolen Cousin, der immer mit einem lockeren Spruch auf der Matte steht und die gelassene Schwiegermutter, die die Liebenden in jeglicher Hinsicht umsichtig unterstützt ... All diese haben eigentlich charakterlich gute Ansätze, die jedoch auch in überzogenen Dialogen und unglaubwürdigen Szenarien untergehen.

Eine wirkliche Handlung gibt es anscheinend auch nicht. Die dahergezogene Verschwörung in Form einer versuchten Ermordung von Clarissa kann auch nichts mehr retten. Es versinkt einfach alles in dieser unmöglichen Ansammlung von Komplexen und schriftstellerischem Unvermögen, dass man bei allem einfach diesen übersüßten Beigeschmack hat.

"Liebe auf den zweiten Blick" hat einen durchaus interessanten Ansatz, der jedoch vollkommen irrelevant ist, wenn einem beim Lesen die Haare zu Berge stehen. Die Dialoge sind überzogen und kitschig und werden nur noch von der unmöglichen Sprache übertroffen. Die Charaktere sind einfach nur oberflächlich, naiv und strotzen nur so vor Einfallslosigkeit.
Ich kann jedem, der auch nur ein Fünkchen Anspruch von einem Buch erwartet, von diesem hier abraten.

Wertung

Story: 1/5
Charaktere: 1,5/5
Sprache/Schreibstil: 1/5
Emotional: 1,5/5
Endwertung: 1,0
Altersempfehlung: 15 Jahre

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180 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 45 Rezensionen

engel, fantasy, flügel, motte, familie

Der letzte Engel

Zoran Drvenkar
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.10.2012
ISBN 9783570154595
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was soll ich über das Buch schreiben? Es war einfach nur hammermäßig gut!

Wer den Klappentext gelesen hat, wird denken: "Kenn ich schon ..." So dachte auch ich zuerst und wurde früh eines besseren belehrt. Obwohl es klar ein Buch über Engel ist, geht es mehr um die Menschen, die um sie herum existieren und weniger um die Engel selbst.
Es geht hier um einen jahrhundertealten Konflikt zwischen der Familie, welche die Engel wiederauferstehen lassen möchte und die Bruderschaft, die dies unbedingt verhindern will. Was anfangs nach dem typischen Gut/Böse-Schema klingt, entpuppt sich nach einer Weile zu einem Komplex, bei dem man nicht mehr entscheiden kann, wer nun schlussendlich gut oder böse ist. Beide Seiten sind glaubwürdig dargestellt und haben ausnahmsweise auch mal Motive und Ziele, die sie verfolgen. Hier herrschen wirklich Grauzonen, bei denen der Leser manchmal wirklich nicht weis, auf welcher Seite er stehen soll ... Ich persönlich war ja anfangs für die Familie, aber die Bruderschaft hat auch ihre Argumente ...

Bei den Charakteren verhält es sich ähnlich. Die anfänglichen "Böse Buben" entpuppen sich nach und nach einfach als Menschen, die bestimmte Dinge aus bestimmten Überzeugungen machen und nicht einfach als Möchtegernbösewichte, die einfach dazu da sind, den Hauptpersonen das Leben schwer zu machen. Jeder hat ganz eigene Gründe für Handeln und das macht sie einfach glaubwürdig und sehr realistisch.

Hier gibt es einfach eine riesige Bandbreite an Charakteren und deren Sichtweisen, sodass es stellenweise recht schwierig wird, dem roten Faden der Geschichte zu folgen. Kaum hat man sich mit dem einen Charakter abgefunden, wird schon der nächste präsentiert oder neu vorgestellt. Das führt sehr zu meinem Leidwesen dazu, dass wir vom eigentlichen Protagonisten Motte kaum etwas sehen. Er hat gefühlte drei Auftritte und das war es schon ... Natürlich wird seine Existenz von diversen anderen Beteiligten erörtert und erläutert, jedoch hätte ich mir persönlich doch etwas mehr von Motte selbst gewünscht ... ;) Und Motte selbst ist einfach nur klasse. Er ist der typische Junge von neben an und versucht nicht einmal, den großen Helden zu spielen und sieht die Welt, wie er sie immer gesehen hat. "Business as usual", würde er sagen ^^
Auch die restlichen Nebencharaktere sind wunderbar liebevoll ausgearbeitet worden und jeder Einzelne trägt seinen (wenn auch meist kleinen) Teil zur Geschichte dazu. Wir haben den Sidekick Lars, der sich mit seiner typischen "Teenagerart" perfekt in die Geschichte einfügt. Esko, der lieber in sein altes Leben zurückkehren möchte. Die Gebrüder Grimm, die fleißig nach Märchen suchen und natürlich dürfen die beiden exzentrischen Gräfinnen nicht fehlen, die mit ihrer eigenen Art die Geschichte umschreiben. Aber natürlich darf man auch den Zaren nicht vergessen, der irgendwie fehl am Platze ist, aber irgendwie auch nicht, der sich einfach einfügt und mit seiner eigenen Art überzeugt.
Obwohl wirklich ernste Themen behandelt werden, bringen fast alle Charaktere ihren eigenen Humor mit in die Geschichte. Ich habe mich selbst ein paar Mal dabei ertappt, wie ich laut auflachte.

Ein weiterer Punkt, der einfach nur toll ist, ist der Schreibstil. Obwohl er jetzt nicht wahrlich "neu" ist, findet der Autor seine eigene Art, seine Geschichte zu erzählen, mit eigenen Elementen und Ideen. Die ganze Geschichte ist wie ein Puzzle aufgebaut. Anfangs hat man nur wenige Teile und eine große unbekannte Fläche. Nach und nach kommen immer mehr Teile hinzu und das Gesamtbild fügt sich zusammen. Dabei bleibt man nicht nur in der Gegenwart. Große Teile des Buches spielen sich in ganz anderen Zeitaltern ab, und helfen dem Leser, sich in der komplizierten Welt der Engel zurechtzufinden. Wir bekommen die Hintergrundgeschichte gezeigt und nicht einfach erzählt.
Die Reisen in die Vergangenheit sind zwar wirklich gut geschrieben und tragen auch zum Verständnis bei, jedoch muss ich auch sagen, dass ich gerne etwas mehr von der Gegenwart gesehen hätte.

Obwohl das Buch eigentlich nur einen recht dünnen Plot aufweist, der im Grunde genommen nur eine Hand voll Ereignisse in der Gegenwart behandelt, baut er kontinuierlich Spannung damit auf, dass neue interessante Fakten zur Geschichte auf den Tisch gebracht werden. Wir erfahren, wie welche Charaktere wo und wann involviert waren und was dies wiederrum auf das hier und jetzt ausgewirkt hat. Alle Unbekannten, über die man zu Beginn gestolpert ist, werden nach und nach aufgeklärt.

Das alles sind eigentlich Sachen, die für ein wahres Highlight sprechen, aber leider gibt es auch eine Negativseite. Das Ende ist vollkommen unbefriedigend und wird dem eigentlichen Buch nicht gerecht. Auf den letzten zwanzig Seiten kommt die ganze Geschichte zu einem eher notdürftigen Ende, dass völlig neue Fakten in den Raum wirft und den Leser förmlich vor eine Wand stellt. Erst noch hier, jetzt schon da. Zudem bekommt man einen fiesen Cliffhanger vorgesetzt, der die Geschichte um mindestens neunzig Grad wenden lässt und den Leser wahrlich bedröppelt zurücklässt. Hier war ich persönlich schon etwas enttäuscht und hätte mir einen runderen Abschluss des ersten Buches gewünscht (Das Buch spielt klar auf eine Fortsetzung an).

Alles in allem ist "Der letzte Engel" aber ein wahrlich wunderbares Leseerlebnis. Hier kommt alles zusammen, was man an einem guten Buch schätzt: Eine kreative, gut ausgedachte Geschichte, glaubwürdige Charaktere und einen einzigartigen Humor, der von einem fesselnden Schreibstil zusammengehalten wird. Einzig das unverdiente Ende und die (meines Erachtens nach) zu häufigen Perpektivenwechsel trüben das Bild ein wenig. Nichtsdestotrotz ein wahres Highlight und für eines der besten Bücher, die ich in 2013 lesen durfte. Wer es noch nicht gelesen hat: Schämt euch!

Wertung
Story: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Sprache/Schreibstil: 5/5
Emotional: 4/5
Endwertung: 4,375
Altersempfehlung: 14 Jahre

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Mila 2.0

Debra Driza
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Publishers, 28.03.2013
ISBN 9780007507283
Genre: Sonstiges

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545 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 98 Rezensionen

zeitreise, liebe, zeitreisen, cia, jugendbuch

Sturz in die Zeit

Julie Cross , Birgit Schmitz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.08.2012
ISBN 9783841422095
Genre: Jugendbuch

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

hexe, hexen, hexenjäger, zerstörung, böse magie

DARK MISSION - Fegefeuer

Karina Cooper ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.11.2012
ISBN 9783404207022
Genre: Fantasy

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73 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

dystopie, jenna, endzeit, dämonenhunde, amerika

Die letzte Dämmerung

Ellen Connor , Maike Claußnitzer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 19.11.2012
ISBN 9783442268924
Genre: Fantasy

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(12.254)

14.517 Bibliotheken, 108 Leser, 30 Gruppen, 409 Rezensionen

dystopie, liebe, panem, hungerspiele, jugendbuch

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Werbeagentur Hauptmann & Kompanie
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783841501349
Genre: Jugendbuch

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

schwert, elsie chapman, freundschaft, luc, waffen

Dualed

Elsie Chapman
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Random House Childrens Books, 26.02.2012
ISBN 9780375970931
Genre: Jugendbuch

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Pulse

Patrick Carman
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 26.02.2013
ISBN 9780062085764
Genre: Sonstiges

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1.576 Bibliotheken, 30 Leser, 11 Gruppen, 58 Rezensionen

thriller, freimaurer, dan brown, robert langdon, washington

Das verlorene Symbol

Dan Brown
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.03.2011
ISBN 9783404160006
Genre: Krimi und Thriller

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(5.874)

7.725 Bibliotheken, 34 Leser, 15 Gruppen, 157 Rezensionen

thriller, verschwörung, kirche, paris, dan brown

Sakrileg - The Da Vinci Code

Dan Brown ,
Flexibler Einband: 618 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.04.2006
ISBN 9783404154852
Genre: Krimi und Thriller

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91 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

liebe, abenteuer, unsterblichkeit, fantasy, jugendbuch

Die Bruderschaft der Schatten

Corina Bomann
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, C, 29.07.2010
ISBN 9783800055739
Genre: Fantasy

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270 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

geister, geisterjäger, horror, liebe, anna

Anna im blutroten Kleid

Kendare Blake , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 12.11.2012
ISBN 9783453314191
Genre: Jugendbuch

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Archon

Sabrina Benulis
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Harpercollins, 06.11.2012
ISBN 9780062116901
Genre: Sonstiges

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88 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

science fiction, seuchen, gentechnik, zukunft, dystopie

Biokrieg

Paolo Bacigalupi , Hannes Riffel ,
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453527577
Genre: Science-Fiction

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science fiction, reih, abenteuer, liebe, ann aguire

Sternenglut

Ann Aguirre , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.05.2012
ISBN 9783442268030
Genre: Science-Fiction

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672 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 122 Rezensionen

liebe, selbstmord, überleben, flugzeugabsturz, schnee

Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt

Alex Morel , Michaela Link
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei INK, 10.01.2013
ISBN 9783863960476
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Survive" stand schon lange oben auf meiner Wunschliste, was wohl an dem wunderschönen Cover lag, aber auch an dem vielsprechenden Klappentext. Ich habe das Buch voller Vorfreude begonnen, was jedoch nicht lange anhielt ...

Die Story ist recht einfach erklärt: Selbstmordgefährdetes Mädchen fliegt mit Flugzeug. Flugzeug stürzt mitten in der Pampa ab. Mädchen überlebt. Gutaussehender Junge überlebt auch. Alle anderen tot. Mädchen und Junge verlieben sich und müssen überleben.
Um viel mehr dreht sich die Geschichte wirklich nicht. Gelegentlich kommt der eine oder andere Rückblick von Janes Leben in der Anstalt, aber ansonsten bleiben wir in den frostigen Rocky Mountains.
Das die Geschichte so einfach ist, stört überhaupt nicht, im Gegenteil. Eine gute Geschichte muss nicht immer kompliziert und unglaublich komplex sein. Sie muss einfach funktionieren.
Die Grundidee an sich hat auch funktioniert. Das Konzept war da, nur die Ausführung war ... Naja.

Die komplette Geschichte kann sich einfach nicht auf den, ohnehin schon sehr wenigen Seiten, entfalten. Alles geht einfach viel zu schnell. Nach einem gefühltem Drittel sind Jane und Paul einander schon mit Haut und Haaren verfallen. Beide erleiden einfach nur haarsträubende Verletzungen und das im Minutentakt. Als Leser habe ich mich doch manchmal leicht überrumpelt gefühlt. Die ganze Geschichte drückt einen einfach nur auf die herbeigezogene Liebesgeschichte von Jane und Paul. Die beiden kommen gar nicht richtig dazu, ihre ausweglose Situation richtig anzunehmen. Klar, beide kämpfen ums überleben, sind halb erfrohren, verhungert und verdurstet, aber haben noch Zeit übereinander herzufallen ... Logisch ^^

Ohnehin sind die beiden Hauptpersonen nicht gerade das, was ich Wunsch-Charaktere nennen würde.
Jane ist einfach nur langweilig, nervtötend und vollkommen unglaubwürdig und das in fast allem, was sie macht. Sie soll ja bereits mehrmals versucht haben, sich in der Vergangenheit umzubringen, aber so richtig kaufe ich ihr das einfach nicht ab. Eine richtige Begründung bekommen wir dafür auch nicht. Ja, sie hat einen großen Verlust erlitten (Ihr Vater hat sich an Weihnachten selbst erschossen) und ja, sie hat Depressionen, aber das man sich gleich umbringen muss ... Das hat der Autor sich wohl auch gedacht und so wird noch eine entsprechende "Familienvergangenheit" dazugedichtet, in der sich wohl in jeder Generation von Janes Familie eine oder gar mehrere Personen einfach so umbringen. Oder wie Jane es in ihrem höchst emotionalem Abschiedsbrief Sarkasmus ausdrückt: "Sorry Mum, es liegt in der Famile ... " Hallo?! Seit wann sind Suizidgelüste denn vererbbar? Ruft Darwin! Er hat was in seiner Vererbungslehre vergessen ^^ Hand gegen den Kopf
Mal ernsthaft, wer kommt auf so etwas? Ich hätte ja noch ein Auge zugedrückt, wenn es einigermaßen glaubwürdig rübergebracht worden wäre, aber Jane fährt immer so auf der Mitleidsschiene und scheint vom Leser auch noch zu erwarten, ihre gestörten Sichtweisen zu verstehen?! Sie erzählt einfach drauf los und ich als Leser denke mir nur: WTF? Was hast du eigentlich für ein Problem Mädchen? Der einzige, der ihr stellenweise die Meinung sagt ist Paul, aber auch das lässt im Laufe des Buches nach, als die beiden "zueinander finden". Anfangs war Paul mir wirklich sympathisch und mit Abstand meine Lieblingsfigur im Buch, aber auch er bekommt eine tragische Vergangenheit und Dramatime aufgedrückt, was einfach nur nervt. Warum können normale Menschen nicht auch solche bleiben? Warum müssen sie immer ihre halbe Familie verlieren und vom Leben einfach nur so gehasst werden? Weniger Drama, mehr Authenzität bitte!

Darüber hinaus ist der ganze Weg, den die beiden im Verlauf des Buches zurücklegen einfach nur vollkommen unlogisch und scheinbar nur dazu da, Jane und Paul Raum zum "Kennenlernen" zu geben. Beide laufen mehr oder weniger planlos durch die Gegend (Etwas, wobei unsere liebe Jane Anfälle bekommt^^) und klettern gefährliche Felswände hoch, vor denen selbst Profis Respekt hätten. Warum genau sie das machen, bleibt mir ein Rätsel. Warum zum Teufel entfernen sie sich soweit vom Wrack des Flugzeuges und lassen soviel Bergungsgut liegen? Jeder normale Mensch würde zumindest in der Nähe bleiben und irgendwie die versuchen, anderweitig auf sich aufmerksam zu machen, oder? Nein, Jane und Paul MÜSSEN einfach weg und ihren eigenen Weg in die Zivilisation finden und um das zu erreichen klettern sie irgendwelchen Klippen hoch ... Is klar ne?
Auch schaffen es die beiden nur ein einziges Mal, ein Feuer zu entfachen. Sie denken nicht mal mehr daran. Lektion Nr. x in der Wildnis: Feuer machen! Die beiden haben sogar Streichhölzer!
Da hätte der Autor ruhig einen Blick in einen handelsüblichen Survivalguide werfen können ^^

Auch sind die körperlichen Zustände der beiden sind einfach nur unlogisch dargestellt worden. Paul kann mit einem gebrochenen Arm, mehreren gebrochenen Rippen und inneren Blutungen noch steile Felsen hochklettern (und anschließend mit Jane rumknutschen) und Jane selbst steht gefühlte hundert Mal kurz vor dem Kältetod, rappelt sich aber irgendwie immer wieder hoch und erleidet keinerlei Erfrierungen und setzt sich mehrmals wirklich tödlichen Witterungen aus. Jeder andere wäre bereits nach mindestens 48 Stunden elendig gestorben ... ^^

Aber ich will nun endlich aufhören, über das Buch herzuziehen ...

Der Schreibstil war im Grunde genommen sehr schön, aber viel zu kurzweilig. Die Kletterpassagen und Janes "Innere Kämpfe" waren einfach zu dick aufgetragen und somit nervtötend.

Emotional war es jetzt keine vollkommene Katastrophe, jedoch haben die vielen Ungereimtheiten einfach die Suppe verdorben. Viel weniger Drama, etwas mehr Realität und eine Brise Kreativität wären die idealen Zutaten gewesen.

"Survive" ist im Fazit kein so schlechtes Buch, wie man meinen mag. Sicher werden einige ihre Freude an dem Buch haben, aber ich gehöre leider nicht dazu. Das Buch beginnt sehr vielsprechend und kann dieses Niveau stellenweise auch halten, versinkt jedoch zusehends in einem Eintopf aus Möchtegern-Drama, Kitsch, absoluter Unglaubwürdigkeit und Realitätsferne ... Schade :/

Wertung
Story: 1,5/5
Charaktere: 2/5
Sprache/Schreibstil: 2,5/5
Emotional: 2/5
Endwertung: 2
Altersempfehlung: 12 Jahre

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(1.156)

1.770 Bibliotheken, 36 Leser, 7 Gruppen, 278 Rezensionen

krebs, liebe, tod, freundschaft, krankheit

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2012
ISBN 9783446240094
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist eines dieser Bücher, beidem ihr euch am besten ein Päckchen Taschentücher daneben legt. Ich versichere euch: Ihr werdet feuchte Augen bekommen, die an manchen Stellen einfach überlaufen werden.

Das Buch ist unglaublich emotional ergreifend. Jeder der bei diesem Buch keine feuchten Augen bekommt, muss ein Herz aus Stein haben.
Die Geschichte ist im Grunde ganz einfach: Hazel ist siebzehn Jahre alt und hat Lungenkrebs, die Überlebenschancen stehen gleich null. Dann trifft sie Gus, der ebenfalls Krebs hat, und verliebt sich ihn in. Es ist die Geschichte einer Liebe, von der jeder weiß, dass sie nicht von langer Dauer sein wird, dennoch sind Hazel und Gus gewillt, jeden einzelnen Tag davon zu genießen.
Die Story ist recht einfach, aber zugleich auch kompliziert. John Green schafft es einfach, eine Geschichte zu erzählen, die ins Herz trifft. Die Kapitel kann man als einzelne Ausschnitte aus Hazels Leben sehen, denn sie hängen selten unmittelbar zusammen. Meistens verstreicht zwischen ihnen eine Zeit lang, ohne das etwas wichtiges passiert. Das Buch fasst also nur die Schlüsselsituationen zusammen und befasst sich nicht mit unwichtigen Nebensträngen. Wahrscheinlich ein Grund dafür, dass dieses Buch einem so nahe geht.

Die Charaktere Hazel und Gus sind zwei vollkommen verschobene Individuen und würden von Außenstehende wohl durchaus als "nicht mehr ganz dicht" bezeichnet werden. Aber beide haben ihren eigenen Weg gefunden, mit den Krebs fertig zu werden, oder besser gesagt: ihn zu ertragen. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach und ist zu hundert Prozent glaubwürdig. Ich persönlich hätte mich jedoch etwas mehr Dialog zwischen den beiden gewünscht, oder einfach mehr Zeit, die sie zusammen verbringen können. Aber wie gesagt, der Krebs hat etwas dagegen ...
Einzig die Nebencharaktere bleiben vollkommen blass im Hintergrund: Hazels und Gus Eltern. Sie haben zwar durchaus ihre Auftritte, bleiben in meinen Augen jedoch nur ständig weinende und überfürsorgliche Statisten. Hier hätte ich mir persönlich etwas mehr Tiefgang gewünscht.

Das Buch ist unglaublich anstrengend. Definitiv keine flockig-leichte Gelegenheitslektüre. Die Geschichte bringt einen zum Nachdenken und berührt einen. Am Ende habe ich Rotz und Wasser geheult. Mehr muss ich dazu, glaube ich, nicht sagen ...

Das einzige, was mich stellenweise gestört hat, war der Schreibstil. Er war, in meinen Augen, stellenweise einfach zu dick aufgetragen. Vor allem wenn es an Zitate geht, die man drei oder vier mal lesen muss, um sie ansatzweise zu verstehen. Definitiv nichts für weniger eloquente Menschen ... Etwas weniger, wäre hier wohl mehr gewesen. Viele mögen mir hier wohl widersprechen, aber es ist eben meine Meinung.

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein grandioses und pädagogisch wertvolles Jugendbuch, das definitiv seine Lobeshymnen wert ist. Die Geschichte ist vollkommen glaubwürdig und die Protagonisten so skurril und liebenswert, wie sie nur sein können. Legt definitiv Taschentücher in Reichweite, wenn ihr dieses Buch beginnt. Ihr werdet sie brauchen!
Eine klare Kaufempfehlung von mich!

Wertung
Story: 4,5/5
Charaktere: 4/5
Sprache/Schreibstil: 3,5/5
Emotional: 4,5/5
Endwertung: 4,125
Altersempfehlung: 14 Jahre

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(329)

734 Bibliotheken, 14 Leser, 9 Gruppen, 109 Rezensionen

dystopie, zombies, tom, alex, ashes

Ashes - Tödliche Schatten

Ilsa J. Bick , Robert A. Weiß , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher
Fester Einband: 571 Seiten
Erschienen bei INK, 09.08.2012
ISBN 9783863960063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich es nun so lange vor mich hergeschoben habe, habe ich es endlich getan: Ashes – Tödliche Schatten. Im Nachhinein frage ich mich, warum ich es nicht schon viel früher gelesen habe. Vermutlich lag es an den „durchwachsenen“ und geteilten Lesermeinungen zum Nachfolgerband zu „Ashes – Brennendes Herz“ und wahrscheinlich die Angst, dass Band 2 ein Flop werden wird …
Weit gefehlt!
Ashes 2 war einfach der pure Wahnsinn! Reinster Nervenkitzel, aber vom Feinsten.

Aber fangen wir einfach mal beim Plot an …
Die Geschichte schließt nahtlos an den Vorgängerband an und verschafft uns mit vielen neuen Erzählperspektiven ebenso viele neue Einblicke in die Handlung. Zu viel möchte ich hier jedoch nicht verraten, schließlich will ich euch nicht die Spannung nehmen, aber die Thematisierung Veränderten und auch die sektenähnliche Kleinstadt Rule spielen eine tragende Rolle. Es wird sehr viel mehr gezeigt, als im Vorgängerband, sodass der Leser die Chance erhält, sich wichtige Elemente selbst zu erarbeiten. Etwas, das in vielen „Jugendbüchern“ heute außen vor gelassen wird. In Ashes bekommen wir keine vorgekauten Erklärungen von den Charakteren, sondern nur Mutmaßungen und Beobachtungen und dessen folgend: Schlussfolgerungen. Der Leser ist also mittendrin, statt nur dabei. Allerdings muss ich meinem Lob auch ein Aber anhängen. Es wird zwar vieles gezeigt und man kann sich das eine oder andere zusammenreimen, aber richtige Fakten bekommt man nicht. Der Ursprung der Katastrophe ist immer noch eine große Unbekannte und das Verhalten der Veränderten (teilweise) auch noch. Miträtseln ist zwar schön und gut, aber die festen Anhaltspunkte fehlen einfach. Wie ein Sudoku, bei dem zu viele Zahlen fehlen. Hier setze ich meine Hoffnungen auf den dritten Band und hoffe auf eine allumfassende Aufklärung, damit ich in Zukunft wieder ruhig schlafen kann.

Womit wir zum zweiten Punkt kommen: Den Charakteren. Deren Werdegang habe ich mit einem lachenden und weinenden Auge mitverfolgt. Wir bekommen viele alte Charaktere zu Gesicht, die im Vorgängerband nur Nebenfiguren waren, wie z.B. Chris oder Lena. Erst habe ich mich daran etwas gestört, da ich ihn erster Linie nur am Schicksal der drei Hauptpersonen – Alex, Tom und Ellie – interessiert war. Dennoch konnten mich die restlichen Figuren dann doch mit ihrer Geschichte beeindrucken. Nur mit Chris konnte ich einfach nicht so richtig warmwerden, was sehr schade ist, da er mit durchaus sympathisch gewesen ist. Durch die vielen neuen POVs bekommen wir somit auch weniger von Alex und Tom zu sehen, was ich sehr schade finde. Allerdings dominieren ihre Kapitel das Buch nach wie vor und wurden von mir immer mit Hochspannung herbeigesehnt ;)
Wie von der Autorin nicht anders erwartet, sind ALLE Charaktere durchweg gut gezeichnet und tiefgründig. Jeder Charakter hat seinen Hintergrund und Beweggründe für sein Handeln, was ihn glaubhaft macht.

Fast jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, was das Lesen zu einer wahren Tortur macht. In Sachen Spannung setzt dieses Buch hier seinem Vorgänger glatt noch eines drauf, obwohl ich das für unmöglich gehalten habe. Zugegeben, ich musste mich auf den ersten hundert Seiten erst in das Buch hereinfinden, da ich von dem plötzlichen Personenwechsel etwas überrumpelt gewesen bin, aber danach geht es steil bergauf mit der Spannungskurve und den Charakteren werden keinerlei Ruhepausen gegönnt. Kaum ist die eine Nahtoderfahrung ausgestanden, ist die nächste im Anmarsch. Ich habe mich beim Lesen sogar selbst ertappt, wie ich die Charaktere in Gedanken angeschrien habe, diesen oder jenen Personen nicht zu vertrauen oder einfach die Beine in die Hand zu nehmen. Am liebsten wäre ich selbst in das Buch gesprungen, um sie zu retten ^^ Aber (zum Glück) ist es nur ein Buch, und wie bei solchen Büchern üblich, müssen wir auf den nächsten Band warten, um zu wissen, wie es weitergeht.

Die ganze Atmosphäre ist einfach nur blutig, verstörend, makaber und von Emotionen geschwängert. In Punkto Gewalt- und Blutgehalt wird auch noch eine ganze Wagenladung draufgelegt. Wer den Vorgänger schon blutig fand, wird hier ein wahres Massaker geliefert bekommen. Nichts für Kinder oder Leser mit schwachen Nerven. Grundsätzlich würde ich dem Buch eine FSK18-Beschränkung geben. Es ist bis zum Äußersten brutal, blutig, beängstigend und einfach nur verstörend. Manche werden wohl auch behaupten, dass das Buch gewaltverherrlichend ist, was ich so leider nicht abstreiten kann. Gewalt wird hier definitiv groß geschrieben, auch in Bezug auf Kinder …

Der Schreibstil ist (wie in Band 1) einfach nur wahnsinnig authentisch und beklemmen und gibt perfekt das Innenleben der Charaktere wieder. Man erlebt förmlich, wie die liebgewonnen Figuren langsam durchdrehen und ist als Leser vollkommen hilflos. An Dialogen ist, im Vergleich zum Vorgänger, etwas gespart worden, was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut.

„Ashes – Tödliche Schatten“ übertrifft seinen Vorgänger in vielerlei Hinsicht. Es ist blutiger, ausgereifter und schlicht erwachsener. Hier geht es jetzt wirklich nur ums blanke Überleben, ohne Rücksicht auf Verluste. Die Charaktere müssen schier unüberwindbare Hindernisse bewältigen und ziehen den Leser in eine wahre Achterbahn der Emotionen. Leider bleiben einige Fragen unbeantwortet und der häufige Charakterwechsel sorgt auch für das eine oder andere lange Gesicht. Ganz zu schweigen von diesem Cliffhanger … Wie ich sie HASSE! Das Warten bis zum Erscheinen des dritten Bandes überlebe ich nicht!
„Ashes – Tödliche Schatten“ ist für jeden, der Band 1 gelesen hat, ein klares Muss und übertrifft in meinen Augen sogar noch seinen Vorgänger! Für all diejenigen, die bereits dort das eine oder andere Mal hart schlucken mussten, um sich nicht zu übergeben … Überlegt euch das gut.

Wertung
Story: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Sprache/Schreibstil: 5/5
Emotional: 5/5
Endwertung: 4,75
Altersempfehlung: 18 Jahre (oder älter)

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246 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 73 Rezensionen

zombies, untot, jugendbuch, zombie, schottland

Untot - Lauf, solange du noch kannst

Kirsty McKay , Frank Böhmert
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.11.2012
ISBN 9783551520418
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Untot ist so ein Buch, das man einfach liest und mit einem neutralen Gefühl in der Magengegend abschließt. Es war schlicht nichts besonderes.
Nachdem ich von der Leseprobe doch etwas enttäuscht war, muss ich sagen, dass sich dieses Tief dann doch nicht ganz bestätigt hat. Durchschnittlich trifft es wohl ziemlich genau.

Die Geschichte ist absolut durchschnittlich und nichts neues: Zombies voraus!
Auch die ganze Inszenierung bringt keine kreativen Neuerungen seitens der Autorin. Wer schon mehrere Zombieromane dieser Art gelesen hat, wird das Gefühl nicht los, das Buch schon zu kennen. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel vom Hintergrund verraten, nur so viel, dass auch die Auflösung absolut stereotypisch für Zombieromane ist.

Das einzige, was mich wirklich enttäuscht hat, waren die Charaktere. So etwas oberflächlich dämliches habe ich wirklich selten gelesen. Die Gruppe besteht eigentlich nur aus vier 0815-Stereotypen, auf die Autoren scheinbar immer zurückgreifen, wenn sie schlicht und ergreifend keine Ideen für eigene Charaktere haben. Zum einen haben wir den Klassenmacho mit dem total dämlichen Namen „Smitty“ (Im Ernst, was haben die Eltern geraucht?), der ständig draufgängerische Sprüche bringt. Zum zweiten haben wir den Klassengeek namens Pete, der alles für eine riesige Verschwörungstheorie hält. Dann haben wir noch die Krönung: Die Klassenzicke namens Alice, die ihrem Typ alle Ehre macht. Ich habe noch nie so eine dumme, flache Ziege von Charakter gesehen. Sie bringt ständig total doofe Sprüche wie: „Oh! Meine zombiefizierte Ex-Freundin trägt noch meine Designerhandtasche!“ oder „Da steige ich aber nicht runter! Das ist alles versifft!“. Einfach in jedem Kapitel muss sie ihren dämlichen Senf dazu geben, was einfach vollkommen unglaubwürdig ist. Es gibt eine Szene, wo Alice hinfällt, sich den Kopf aufschlägt und daraufhin bewusstlos wird. Anschließend wird sie von Smitty und Bobby kilometerweit zu einer scheinbar verlassenen Burg getragen und dabei (natürlich) von Zombiehorden verfolgt. Dort angekommen hat die Klassenzicke nichts anderes zu sagen als: „Uh, ich musstet mich ausgerechnet in die einzige Villa bringen, die kein Telefon hat!“. Total unnötige Sprüche. Im Ernst, solche Sprüche bringt doch niemand?! Das ist einfach nur nervtötend. Alice trägt absolut NULL Prozent zum Plot bei und ist scheinbar nur da, um sich zu beschweren und die anderen Charaktere dumm anzumachen. Zu guter Letzt haben wir noch Bobby: Die Protagonistin, die soooo witzig sein will. Sie hat absolut nichts einzigartiges, oder gar tiefgründiges an sich. Tragische Vergangenheit? Dabei! Ist eine Außenseiterin? Dabei! Macht möchtegern-sarkastische Bemerkungen? Dabei! Das ist bei weiten nicht die Erfolgsformel für gute Protagonisten. Einfach nur langweilig und stereotypisch! Wo bleibt die Kreativität?

Emotional ist das Buch ungefähr so spannend wie die allabendliche Tagesschau … Vorhersehbar, einseitig und (siehe oben) einfach nur stereotypisch. Ein bisschen mehr Einfallsreichtum hätte dem Buch mehr als gut getan. Ich habe mich jetzt nicht abgrundtief gelangweilt, aber richtig gespannt war ich auch nicht.

Zum Schreibstil kann ich nicht viel sagen, da er mir nicht positiv ins Auge gesprungen ist. Er ist wie der Rest des Buches auch: eintönig, aber irgendwie okay …
Mir persönlich war es zu detailarm geschrieben, sodass ich mir kein wirkliches Bild von den Charakteren oder der Umgebung machen konnte.

Das Buch ist definitiv kein Highlight. Es ist nicht schlecht, punktet aber mit Null Individualität oder gar Kreativität. Wer bereits einige Zombieromane gelesen hat, dürfte hier klar ein Deja-Vu erleben. Wer jedoch noch nie ein Buch über Zombies in der Hand gehabt habt, der könnte vielleicht Gefallen daran finden. Ich jedenfalls konnte dem Buch so gar nichts abgewinnen. „Untot – Lauf, solange du noch kannst“ ist in allen Aspekten purer Durchschnitt und schafft es, in Punkto Charakteren mich sogar restlos zu enttäuschen. Für mich leider keine Kaufempfehlung!

Wertung
Story: 2,5/5
Charaktere: 1,5/5
Sprache/Schreibstil. 2,5/5
Emotional: 2,5/5
Endwertung: 2,25
Altersempfehlung: 14 Jahre

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1.252 Bibliotheken, 10 Leser, 15 Gruppen, 62 Rezensionen

vampire, liebe, strigoi, rose, fantasy

Blutschwur

Richelle Mead , Michaela Link
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.03.2010
ISBN 9783802582042
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Story ist (leider) etwas zu stark in den Hintergrund gerückt, was selbst Rose selbst zuweilen auffällt, die hier Schwierigkeiten hat, ihrem eigenhändig vorgegebenen "Roten Faden" zu folgen. Das war anfangs zwar noch interessant zu beobachten, schlägt dann aber zur Hälfte des Buches in klare Langeweile um. Ich persönlich hatte alle meine Hoffnungen in das Eintauchen der bösen Strigoi-Welt gesteckt, wurde hier jedoch enttäuscht. Die Strigoi hier entpuppen sich als reißzahnbewährte Draufgänger, die mich leider so gar nicht vom Hocker reissen konnten. Vor allem Dimitri war mit seiner Bessenheit von Rose stellenweise einfach nur schwach und lächerlich. An dieser Stelle hätte ich mir von der Autorin etwas mehr Zugkraft und Kreativität gewünscht.

Nichtsdestotrotz gelingt es ihr hier, eine neue Seite von Rose zu zeigen, die nicht immer nur vor Kampfbereitschaft strotzt, sondern genau so schwach sein kann, wie alle anderen Dhampire auch. Nebencharaktere haben hier kaum Platz zu glänzen, da die Handlung konsequent auf Rose' Sichtweise fixiert ist. Man erfährt zwar hier und dort etwas durch die Verbindung zwischen Rose und Lissa, der richtige Wow-Effekt bleibt aber leider aus. Zwar gibt es eine wichtige Nebenhandlung, die Lissa und ihr Leben an St. Vladimir betrifft, diese gerät jedoch durch die kontinentalbedingte Entfernung genau das: Eine blasse Nebenhandlung. Schade, hier wäre Platz für mehr gewesen.
Allerdings muss man auch sagen, es wurden viele neue und dazu interessante Charaktere vorgestellt, allen voran die Alchemistin Sydney und der zwielichtige Geschäftsmann Abe, die mich einfach nur begeistern konnten.

Somit kann ich mit diesem vierten Band nicht ansatzweise so mitfiebern, wie im dritten. Mir fehlt die Hau-Drauf-Rose und ihre Clique, bestehend aus Lissa, Christian und Adrian (<3). Rose alleine macht weniger Spaß ;)

Blutschwur ist ein etwas schwachbrüstiger vierter Band, der zwar durch viel Neues aufwarten kann, jedoch auch durch langatmige Stellen und Plothänger enttäuscht. Insgesamt gesehen ist dieser Band für Fans jedoch ein Muss, wenn auch bisher der schwächste Band der Reihe.

Wertung
Story: 2,5/5
Charaktere: 3,5/5
Sprache/Schreibstil: 4/5
Emotional: 2,5/5
Endwertung: 3,125
Altersempfehlung: 14 Jahre

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251 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 61 Rezensionen

zombies, dystopie, lost land, kopfgeldjäger, jonathan maberry

Lost Land - Die erste Nacht

Jonathan Maberry , Dirk Steinhöfel , Heinrich Koop ,
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 28.09.2012
ISBN 9783522201513
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Trotz der optisch ansprechenden Gestaltung des Buches und des guten Klappentextes (und der guten Rezensionen) tat ich mich anfangs etwas schwer mit dem Buch, was hauptsächlich am Protagonisten Benny lag. Ich konnte seine naive Sichtweise und das doch recht kindische Verhalten nicht leiden. Seine anfänglichen Beweggründe und Meinungen waren einfach zu unbegründet und das der Luft gegriffen. Das ändert sich erst, als Benny bei seinem großen Bruder Tom in die Lehre geht und das Leben außerhalb des Dorfes kennenlernt. Zwar ändern sich hier Bennys Ansichten, das geschieht jedoch teilweise einfach zu schnell und zu unvorbereitet. Kaum sieht er, wie ein Zombie misshandelt wird, wirft er seine Meinung komplett über den Haufen. Allerdings ist dies nur am Anfang so und Benny schafft es im Verlauf der spannenden Geschichte bei mir ein paar Pluspunkte einzufahren. Genau genommen ist diese zu schnelle Entwicklung Bennys auch das einzige, was ich wirklich an dem Buch zu kritisieren habe.

Die Geschichte ist einfach und dennoch spannend und schafft es, den Leser bei der Stange zu halten. Die richtige Action kommt zwar erst spät, wird aber von intelligenten Dialogen und nachvollziehbaren Nebenhandlungen eingeleitet. Lost Lands stellt den Leser erstmals vor die Frage: Sind Zombies wirklich böse? Dabei lasse ich meine eigene Meinung ganz aus dem Spiel und sage: Beide Blickwinkel werden gut ausgeleuchtet und das typische Schwarz/Weiß-Bild anderer Zombieromane wird ausgegraut. Definitiv ein schöner Denkansatz, sowohl vom Autor, als auch von den Charakteren.

Damit kommen wir zum zweiten Punkt. Wie oben schon erwähnt konnte Benny mich anfangs überhaupt nicht überzeugen und stellenweise hapert es bei ihm einfach an Individualität. Es fehlt (wie bei so vielen Bücher) das gewisse Etwas um ihn wirklich einzigartig zu machen. Die Nebencharaktere waren allesamt gut, vor allem Nix und auch der Antagonist Rotaugen-Charlie. Die einzige wirkliche Enttäuschung war für mich Bennys Bruder Tom, der durch seine heroische Sichtweise einfach nur unglaubwürdig herüberkam. Ich konnte Benny wirklich verstehen, warum Tom ihm mit seinen Samurai-Weisheiten auf die Nerven ging, mir als Leser erging es ähnlich. Auch wenn gegen Ende versucht wurde, Tom durch diverse Emotionen mehr Menschlichkeit einzuhauchen, kam bei mir kaum etwas davon an. Tom war von Anfang an der Charakter, zu dem ich keinen wirklichen Draht fassen konnte. Ich hoffe wirklich, dass in den folgenden Bänden Benny den aktiven Part spielen wird ^^

Am Schreibstil gibt es absolut nichts zu meckern, denn er war flüssig, stilgerecht und passte zu Bennys Charakter.

„Lost Land – Die erste Nacht“ weiß im inzwischen doch etwas ausgelutschtem Genre der lebenden Toten mit neuen Facetten zu überzeugen und verzichtet auf das typische Schwarz/Weiß-Bild einer postapokalyptischen Welt. Mit einer packenden Story, die an alte Westernszenarien erinnert und gut gezeichneten Charakteren fühlt man sich wohl. Definitiv eine Kaufempfehlung!

Wertung
Story: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Sprache/Schreibstil: 4,5/5
Emotional: 4/5
Endwertung: 4
Altersempfehlung: 14 Jahre

  (6)
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422 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 106 Rezensionen

grischa, magie, fantasy, liebe, russland

Grischa - Goldene Flammen

Leigh Bardugo , Henning Ahrens
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.08.2012
ISBN 9783551582850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin nach der Leseprobe mit relativ niedrigen Erwartungen an das Buch herangegangen, und muss sagen, meine "Erwartungen" wurden übertroffen :)

Anfangs ist es zwar durchaus etwas verwirrend, in die Geschichte einzusteigen, da der russische Einfluss doch etwas befremdlich ist, aber später auf seine ganz eigene Weise fasziniert.

Die Geschichte an sich bringt jedoch kaum etwas neues ins Genre. Waisenkind mit seinen spät entdeckten Fähigkeiten muss die Welt retten und wird dabei von ihrer großen Liebe unterstützt. Das Grundkonzept ist somit nicht neu, das muss es aber auch gar nicht sein. Lieber alt und gut, als neu und schlecht. Jedoch muss ich sagen, dass man gerade am Anfang die neuen Begrifflichkeiten und Gerätschaften doch etwas besser hätte erklären können. Man muss sich erst in die Hintegrundgeschichte einlesen, um sie wirklich verstehen zu können.

Die Charaktere haben mich streckenweise doch etwas enttäuscht, vor allem im Mittelteil. Alina fehlt einfach das gewisse Etwas, welches sie einzigartig macht. Um Maljen ist es meiner Meinung nach sogar noch schlechter bestellt. Durch seine längere Abwesenheit findet man einfach keinen richtigen Bezug zu ihm. Er ist zwar der Kindheitsfreund von Alina, bleibt jedoch scheinbar immer nur eine bessere Randfigur. Dort hätten mehr Dialoge zwischen den beiden wohl Wunder bewirkt. Die restlichen Charaktere sind typische Stereotypen. Mysteriöser Bösewicht mit (unerklärlichem) Sexappeal, nervende Freundinnen, eine neidische Widersacherin und die beste, wenn auch aufgedrehte Freundin mit Modetick. Alles in allem waren sie in Ordnung, hätten jedoch mehr Schmackes verdient. Durch Alinas Präsenz bleiben sie einfach unwichtige Nebenfiguren. Sehr enttäuscht war ich vom Dunklen, der einfach nur das typische Bild eines Bösewichtes verkörpert: böse, mysteriös, anziehend und mit undurchsichtigen Absichten. Bei ihm hätte ich gerne etwas mehr Tiefgründigkeit gesehen.

Der Schreibstil ist wirklich sehr schön und liest sich fließend, auch wenn ich mir stellenweise etwas mehr Details rund um Alinas Leben gewünscht hätte.

Emotional hat es mich jetzt nicht voll überzeugen können. Der Anfang ist etwas verwirrend gestaltet und mündet dann in eine große Durststrecke, die vor allem aus Alinas "Palastalltag" besteht. Erst danach wird es wirklich spannend, als es auf das Finale zugeht.

Alles in allem ist "Grischa - Goldene Flammen" eine nette Herbstlektüre, wenn auch mit kleineren Abstrichen in Sachen Charaktere und Spannung. Das Buch kann vor allem mit einem interessanten Hintergrund und einem schönen Schreibstil aufwarten, der die Seiten nur so dahin fliegen lässt. Wer aber wirklich neue und innovative Elemente erwartet, der könnte hier enttäuscht werden.

Wertung
Story: 3/5
Charaktere: 3,5/5
Sprache/Schreibstil: 4/5
Emotional: 2,5/5
Endwertung: 3,25
Altersempfehlung: 14 Jahre

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230 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 56 Rezensionen

science fiction, erde, dystopie, zukunft, geschichte

Earth Girl - Die Prüfung

Janet Edwards , Julia Walther
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.09.2012
ISBN 9783499259029
Genre: Fantasy

Rezension:

Dies wird wieder eine Rezension, an der sich die Geister scheiden werden. Ich möchte hiermit keinem Fan des Buches zu nahe treten, aber mir ist es wirklich schleierhaft, wie dieses Werk so gute Bewertungen bekommen konnte ...
Das Buch war schlicht und ergreifend: langweilig, vorhersehbar und einfach nur doof ...

Ich fange jetzt aber ausnahmsweise mit den (wenigen) Dingen an, die mir an diesem Buch gefallen haben. Da wäre zum einen die Idee der Zukunftsversion von Janet Edwards. Obwohl einfach und naiv gehalten, schafft es die Autorin, die Grundzüge realistisch und glaubwürdig zu vermitteln. Das unsere Zukunft vielleicht eines Tages wirklich so aussehen mag, wage ich persönlich zu bezweifeln, aber Edwards hat sich Mühe mit dem Konzept gemacht.
Ja, und da enden die positiven Punkte auch schon. Ich versuche bei folgenden Erläuterungen möglichst objektiv zu bleiben, was jedoch gar nicht so einfach sein wird ...

Fangen wir mit den Charakteren an ... Jarra ist so ziemlich eine der unsympathischsten Hauptcharaktere, der mir jemals unter gekommen ist. Sie kann alles, sie weiß alles, und NIEMAND kommt wirklich auf die Idee, ihr einmal in irgendeiner Form die Stirn zu bieten. Jarra dominiert einfach hundert Prozent des Buches, was einfach nur langweilig ist, da die Nebencharaktere nicht einmal die Chance haben, sich zu entfalten. Aber selbst wenn es nicht so wäre, würde ein zweites Problem aufkommen: Es gibt schlicht und ergreifend keine Nebencharaktere die die Lücke hätten ausfüllen können. Jarras Freunde von Home Step = sinnlose Statisten. Jarras Freunde von der Uni = rückratlose, zum Teil einfach nur dämliche Pappaufsteller mit Herzschlag. Loveinterest Fian = Einfach nur ein Trottel, der Jarra einfach alles verzeiht und ihr förmlich zu Füßen liegt. Einfach nur öde! Die Charaktere haben einfach gar nichts, was mich auf ihre Seite ziehen könnte. Aber Jarra setzt allen nur noch die Krone auf. Die Frau hat eindeutig einen Schuss. Ich meine, wer kommt auf die bescheuerte Idee, sich eine komplett neue, von A bis Z durchdachte Scheinidentität zuzulegen, und diese dann anschließend auch noch ernsthaft selbst zu glauben! Ich mache keine Witze, Jarra denkt später Wirklich, sie wäre JMT (Jarra Militärs Tochter). Ihre Begründung: Bei ihr sind ein paar Sicherungen durchgebrannt. Nur ein paar? Davon einmal ganz abgesehen, wurde diese "Wandlung" völlig unzureichend erklärt und soll vom Leser offensichtlich einfach so hingenommen werden ... Bin ich die einzige, die sich dabei an den Kopf fasst? Neben diesem bemitleidenswerten Geisteszustand, hat Jarra noch die Angewohnheit einfache Dinge so unglaublich kompliziert erklären zu müssen. Die meisten Dialoge von Jarra bestehen nur aus Erläuterungen und wissenschaftlichen Ausführungen zu irgendwelchen Dingen, die den Leser meist nicht allzu brennend interessieren, mich jedenfalls nicht, und das sage ich als Science-Fiction-Fan! Dazu kommt noch Jarras Besessenheit vom Militär, was aus meiner Sicht total bescheuert ist. Ja, ihre Eltern hatten einen gewissen Bezug zu diesem, Jarra allerdings nie und ihre Vorliebe dafür ist für mich nicht ersichtlich. Aber ich möchte mich nun von den Charakteren abwenden und zur Handlung kommen ...

Wo ist der Plot? Wo ist die Handlung? Worum geht es in Jarras schriftlicher Leidensgeschichte eigentlich? Ich habe keinen blassen Schimmer. Ursprüngliches Ziel war meines Wissens, dass Jarra am Ende ihres Studiums ihre wahre Identität lüftet und damit ihren arroganten Mitschülern eins auswischt. Dies gerät bereits nach dem ersten Drittel total in Vergessenheit und weicht zugunsten von Ausgrabungen, Einsätzen, bei denen verschüttetes Grubenpersonal geborgen werden muss, noch mehr Ausgrabungen, Jarras Monologen und Streberambitionen und ... achja noch mehr Ausgrabungen. Das Buch dreht sich neunzig Prozent um nichts anderes. Wir erleben Jarras kompletten Studienalltag (der fast nur aus Ausgrabungen besteht) hautnah mit und werden Zeuge, wie bei ihr scheinbar ein paar Sicherungen durchbrennen.
Erst gegen Ende kommt leichte Spannung auf, als Jarra einen etwas "schwereren" Einsatz bewältigen muss, dem sich ein einfach nur unglaubwürdiges und auf schreckliche Weise unglaubliches Ende anschließt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, nur das sich scheinbar alle angesammelten Probleme in Luft auflösen. Plotentwicklung = Null!

Um noch ein paar Worte zur Sprache zum Ausdruck zu bringen. Warum kann man Worte wie Newzies, Hospital Earth, Year Day, University Earth und weitere nicht einfach übersetzen? Gerade zu Beginn wird man von dieser Flut von Anglizismen nahezu überschwemmt. Und die Nachrichten sollen ernsthaft Newzies heißen? So heißen die bestimmt nicht mal im amerikanischen Kinderfernsehen ... ^^ Das ist aber vermutlich ein Punkt, den man nicht der Autorin, sondern eher der Übersetzung anlasten darf.
Ansonsten war der Schreibstil in Ordnung, auch wenn er mich nicht vom Hocker gerissen hat. Die vielen Erklärungen seitens Jarra nerven einfach und es fehlen nicht-wissenschaftliche Details wie mehr Umgebungsbeschreibungen.

Zum emotionalen Teil sei gesagt, dass ich mich stellenweise sehr aufgeregt habe, unterbrochen von mehreren Perioden von einschläfernder Langweile ^^ Sind auch Emotionen ... jedoch nicht die, die man beim Lesen haben will ^^

"Earth Girl" war in meinen Augen einfach nur schlecht. Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie man dem Buch mehr als drei Sterne abgewinnen kann. Die Handlung war so gut wie nicht vorhanden, hatte kein Grundkonzept und bestand zum Großteil nur aus Jarras Uni-Alltag. Die Charaktere sind flach, unglaubwürdig und grob gesagt einfach nur dämlich, mit ihrer Vergötterung für Jarra, die widerum in meinen Augen einfach nur ein dummes, nerviges Mädchen ist, das eine Vorliebe für Ausgrabungen und Militär hegt und dazu einen kleinen Knacks in der Birne hat. Das einzige, was ich dem Buch zugute halten kann, ist die Idee der Hintergrundgeschichte und den recht guten Schreibstil. Absolut keine Kaufempfehlung von mir!

Wertung
Story: 2/5
Charaktere: 1/5
Sprache/Schreibstil: 2,5/5
Emotional: 0,5/5
Endwertung: 1,5
Altersempfehlung: 12 Jahre

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