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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

russland, drei töchter, judith pella, historischer roman, glaube

Geschrieben im Wind

Judith Pella , Silvia Lutz
Flexibler Einband
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.05.2017
ISBN 9783868276695
Genre: Historische Romane

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

historisch, komponist, paris, verlust;, trauer

Das Blut der Lilie (6 CDs)

Jennifer Donnelly , Lotte Ohm , Josefine Preuß
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 18.03.2011
ISBN 9783862310593
Genre: Romane

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218 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

island, hinrichtung, 19. jahrhundert, mord, hannah kent

Das Seelenhaus

Hannah Kent ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.10.2015
ISBN 9783426304846
Genre: Romane

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408 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

horror, stephen king, feuer, pyrokinese, vater

Feuerkind

Stephen King ,
Flexibler Einband: 16 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.09.2007
ISBN 9783453432734
Genre: Krimi und Thriller

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Kruzifix-Killer

Chris Carter , Maja Rößner , Uve Teschner
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei TIDE exklusiv, 28.08.2017
ISBN 9783844915778
Genre: Krimi und Thriller

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136 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

weihnachten, london, weihnachtsgeschichte, freundschaft, liebe

All I want for Christmas

Amy Silver , Alexandra Hinrichsen
Flexibler Einband: 319 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.11.2011
ISBN 9783499257315
Genre: Romane

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

thor, götter, loki, mythen, odin

Nordische Mythen und Sagen

Neil Gaiman , André Mumot , Stefan Kaminski
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783785755167
Genre: Fantasy

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

weihnachten, familie, esel, nachkriegszeit, frankfurt

Für immer Weihnachten

Linda Winterberg
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 15.09.2017
ISBN 9783352009051
Genre: Romane

Rezension:

Inhaltsangabe
Weihnachten heilt alle Herzen
Frankfurt, 1951: Eva hat ihren Mann im Krieg verloren, ihre kleine Tochter Lotte wurde schwer verletzt. Nun hofft Eva auf einen Neuanfang mit Paul, aber auch ihn lassen die Erlebnisse des Krieges nicht los, und er verschweigt ihr den Grund für seine Weigerung, Weihnachten zu feiern. Dann begegnet Lotte einem Zwergesel, der ihr Leben vollends auf den Kopf stellt. Einen Tag vor Heiligabend steht Eva mit ihrem Kind auf der Straße, und es ist ausgerechnet der kleine Esel, der den beiden zu einem echten Weihnachtswunder verhilft. Doch wird es ihnen auch gelingen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen – und mit Paul eine Familie zu werden?

Meine Meinung
Zu allererst möchte ich hier die optische Aufmachung des Büches loben.
Der Verlag hat bereits mehrere Bücher in so einer tollen Winteroptik herausgebracht, wobei „Für immer Weihnachten“ mein erstes Schmuckstück ist.
Des Weiteren mag ich den Einband des Buches sehr gern. Es ist mal was anderes und somit etwas Besonderes.

Von Anfang an war mir klar, dass ich bei diesem Buch auf Emotionen treffen werde.
Die Nachkriegszeit passt zu diesem Thema einfach unheimlich gut.
Viele Menschen haben Verluste zu verkraften, andere Menschen hoffen noch, dass ein geliebter Mensch zurückkehrt. So auch Eva, welche am Bahnhof auf ihren Johannes wartet. Nach einer gewissen Zeit, ist der Zug mit den Rückkehrern abgefahren und Eva wartet immer noch.
Ihr wird klar, dass Johannes nicht zurückkehren wird.
Und ihre Tochter Lotte wird niemals ihren Vater kennenlernen.

Es ist Weihnachten, 1951. Eva versucht den Verlust ihres Mannes zu verkraften und hat Halt in den Armen von Paul gefunden. Dieser kümmert sich sehr gut um Eva und die kleine Lotte, bis er etwas Gebasteltes von Lotte in die Ecke wirft.
Lauthals verkündet er, dass dieses Jahr kein Weihnachten gefeiert wird.
Für Lotte bricht eine Welt zusammen.
Und Eva kann Pauls Anweisung nicht akzeptieren und flüchtet mit Lotte und ihrem letzten Geld auf den Weihnachtsmarkt. Um jeden Preis will Eva ihrer Tochter nach dem Verlust des Vaters von einem Jahr ein schönes Weihnachtsfest bescheren.

Auf dem Weihnachtsmarkt treffen die beiden auf einen Leierkastenspieler, der mit einem kleinen Esel namens Hermann unterwegs ist. Lotte fühlt sich bei Hermann gleich wohl. Nachdem die Kinder in der Schule sie nur hänseln, seit sie nach einem Unfall humpelt, sucht Hermann ihre Nähe und verspottet sie nicht.

Als Leserin konnte ich auf den 192 Seiten sehr schnell in die Geschichte, die Zeit und die Umgebung abtauchen. Vor allem die kleine Lotte war mir sehr nah.
Und spätestens als der Esel Hermann in die Geschichte integriert wird, kann man dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Hermann stellt sich als Lotte’s Weihnachtswunder heraus. Warum und wieso?
Diese Fragen möchte ich keinem Leser vorwegnehmen.
Werdet eins mit Lotte und Hermann und taucht ab in diese wunderschön geschriebene Weihnachtsgeschichte, welche Linda Winterberg uns hier erzählt.

Mein Fazit
Ein Buch, welches wohl jedes Leserherz berühren wird.
Für mich eine Geschichte, die mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird und mir wahrscheinlich noch das ein oder andere Weihnachtsfest versüßen wird.
Eine ganz klare Leseempfehlung, sowohl für jung, als auch für alt.

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

gefangener, gefängnis, justizvollzugsanstalt, inhaftierter, knast

Freiheit ist 49

Constantin Himmelried
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Scholastika, 20.10.2017
ISBN 9783947233021
Genre: Biografien

Rezension:

Diese Überschrift für meine Rezension wähle ich nicht aus dem Grund, dass Constantin Himmelried zum Zeitpunkt seiner Verhaftung bereits Autor war, sondern, weil ihn diese Zeit zum Schreiben gebracht hat und man als Leser ein Buch ganz anders wertschätzt, wenn die Geschichte zum verfassenden Autor gehört.

Einige Leser, die den Autor auf Facebook begleiten, werden mitbekommen haben, dass es dort Diskussionen zum Thema Titel und Cover gab.
Ich habe meine Meinung auch kundgetan und bin nach dem Lesen nun sehr glücklich, dass alles anders kam. Ich habe für ein anderes Cover abgestimmt. Allerdings muss ich im Nachhinein sagen, dass solche Entscheidung sehr schwer zu treffen ist, wenn man die Geschichte hinter dem Titel und dem Cover nicht kennt.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass beide getroffenen Wahlen perfekt zu diesem Buch passen. Für viele Leser mag der Titel ein wenig abschreckend sein, einfach weil man diesen nicht wirklich einzuordnen weiß.
Was bedeutet dieses „Freiheit ist 49“?
Ich als Leserin und Rezensentin kann euch nur sagen, dass man dieses Buch allein um dieser Frage auf den Grund zu gehen, lesen sollte. Mich hat die Auflösung überrascht und sehr berührt.

Das Buch startet mit einer Einführung, in der der Autor Constantin Himmelried dem Leser sehr private Fakten entgegenbringt. Gleich zu Beginn legt er die Karten, wieso er verhaftet wurde, offen auf den Tisch. Bereits an dieser Stelle zog ich meinen imaginären Hut. Für solche Darlegungen und allgemein für den Mut zu diesem Werk gebührt ihm mein Respekt, denn ich finde, dass gerade das Thema Knast in unserer Gesellschaft noch sehr tabuisiert wird.

Im Folgenden berichtet der Autor über die lange Zeit in Untersuchungshaft. Seine Erlebnisse, seine Gefühle, aber auch seine Erkenntnisse spielen eine große Rolle.
Bereits sehr schnell wird ihm klar, dass er nun zuerst zu sich selbst finden muss, um diese Zeit zu überstehen.

„…hatte ich doch in meinen Augen überhaupt keine Fehler gemacht. Schließlich hielt ich mich für perfekt. Schuld waren immer die anderen.“ (S. 21f.)

Ebenfalls steht er offen zu seiner Persönlichkeit „vor dem Knast“.
Er selbst bezeichnet sich als arrogant. Aufgrund seiner Beschreibungen kann man dem als Leser sehr gut zustimmen. Interessanter ist es jedoch, als der Autor diesen Punkt an vielen Stellen im Buch selbst bemerkt. Wieso verurteilt man arrogante Menschen vorschnell? Constantin Himmelried findet im Knast eine Erklärung.
Diese Personen stellen einen vorgehaltenen Spiegel dar.

„Sei ehrlich zu dir selbst und beurteile dich, wie du andere beurteilst.“ (S. 69)

Im weiteren Verlauf zeigt der Autor auch Schwäche. Ein Fakt, der bereits in seinen einführenden Worten besprochen wird, ist der Punkt, dass nicht nur er verhaftet wurde, sonder mit ihm auch sein Vater. Dieser Umstand hat Himmelried schwer zu schaffen gemacht. Die Tätertrennung macht es ihm nicht möglich Kontakt zu seinem Vater aufzunehmen. Und doch gibt es besondere Momente. Momente, in denen der Autor pures Glück empfindet und vor Glück weinen kann.
Auch Wörter wie WERTSCHÄTZUNG UND DANKBARKEIT haben durch die Knasterfahrung einen ganz anderen Stellenwert für den Autor.
Diese beiden Themen und noch ein weiteres, auf das ich gleich noch eingehen werde, haben mich selbst stark zum Nachdenken gebracht.

„Es brauchte den Knast, um zu erkennen, dass ich bei ganz vielem ganz falsch lag.“ (S. 77)

Für viele Menschen mag es schwer sein, dies zu ertragen, Himmelried bezeichnet im Verlauf des Buches seine „Allein-Zeit“ als Freude. Menschen, denen jegliche Freiheit genommen wurde, bleibt nichts anderes übrig, als sich mit dieser Gegebenheit positiv zu stellen.

Der Autor beschreibt in seinem Roman aber nicht nur die Zeit im Knast, sondern auch die Zeit danach. Und gerade diese ist für viele Ex-Inhaftierte eine sehr schwierige Zeit. Auch Constantin Himmelried hat mit der Zeit nach dem Knast zu kämpfen. Und hier spricht er das dritte Thema an, welches mich und viele andere Leser und Menschen zum Nachdenken anregen sollte.
Nach 4 Jahren Knast stellt er fest, dass der Gipfel der Oberflächlichkeit durch Social-Media-Kanäle und andere Plattformen erreicht ist.
Man benutzt Whats-App, anstatt zu telefonieren.
Man ist darauf aus, persönliche Dinge preiszugeben, die man als Kind in ein Tagebuch geschrieben hat, mit dem Hintergedanken, dass diese Einträge niemals jemand zu Gesicht bekommt.
Erschreckende Einsichten, aber wahre Worte.
Allerdings wird dieser Umstand nur Menschen auffallen, die eine Zeit lang ohne diese Technologisierung gelebt haben.

„Auf keinen Fall wollte ich meine wertvollen Erkenntnisse, die der Knast mir geschenkt hatte, über Bord werfen, indem ich einfach so in das Leben „draußen“ hineinglitt.“ (S. 154)

Im zweiten Teil des Buches geht der Autor zum einen auf typische Vorurteile ein, die man über das Thema Gefängnis im Hinterkopf hat. Hier war ich sehr gespannt, weil uns Menschen vor allem durch Filme oder Dokumentationen über den amerikanischen Knastalltag falsche Bilder eingeimpft werden. Aber er richtet seine Worte auch an Angehörige von Inhaftierten und Opfern, an von Inhaftierung bedrohten und allgemein an unsere Gesellschaft.

Das letzte Drittel gibt dem Leser Aufschluss über Knastbegrifflichkeiten.
Constantin Himmelried benutzt in seinem Buch typische Redewendungen, welche im Gefängnis Einzug nehmen. Mich hat dies beim Lesen nicht gestört und ich habe am Ende gerne die eine oder andere Erklärung durchgelesen.

Mein Fazit
Solche Bücher sind für uns Rezensenten immer wieder schwer zu rezensieren.
Gerade gemachte Erlebnisse und die daraus mitgenommenen und niedergeschriebenen Erkenntnisse eines Menschen kann man nicht in gut oder schlecht einteilen. Für meine Person muss ein solches Buch leserlich sein und packen können. Dieses kann der Autor zum einen mit einer interessanten Thematik, aber ich mag auch den Aufbau des Buches und den Schreibstil. Ich möchte ihn zum Teil als einfach und sachlich bezeichnen, aber gerade zum Ende jedes Kapitels schwingen Emotionen in seinen Sätzen mit. Vor allem diese letzten Sätze eines Abschnitts haben mich meist zum Nachdenken anregen können und wurden von mir markiert.
Auch mit seinem zweiten Buch kann mich Constantin Himmelried begeistern.
Vielen Dank für diesen Einblick in Ihre ganz persönliche Geschichte.
Ich freue mich auf Weiteres!

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61 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

familiensaga, jeffrey archer, archer, clifton, die clifton-saga

Winter eines Lebens

Jeffrey Archer , Martin Ruf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.12.2017
ISBN 9783453421776
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhaltsangabe
Für die Cliftons und Barringtons kommt die Zeit, in der sich die verschlungenen Wege der beiden Familien und vielen Generationen zum letzten Mal kreuzen. Während für Giles Barrington und seine Frau Karin das Glück auf Messers Schneide steht, scheinen Harry und Emma Clifton am Gipfel ihrer Karrieren zu stehen. Doch dann melden sich alte Feinde zurück und das Spiel des Schicksals kommt zum tragischen Finale...

Meine Meinung
Band 7 einer Reihe
(kann Spoiler enthalten!!!)

Jeffrey Archer schreitet in seiner Geschichte voran. Band 7 der Clifton-Saga reiht sich in den Jahren 1978 – 1992 ein.

Nachdem der sechste Band mit einem Showdown um Karin abschloss, konnte dieser Spannungsmoment zu Beginn des siebten Bandes meiner Meinung nach nicht aufrecht erhalten werden. Jeffrey Archer startete sehr fad in den finalen Band der Reihe. Allgemein fiel mir der Einstieg nicht sonderlich leicht.
Dies mag vor allem daran liegen, dass man als Leser weiß, dass die Saga um die Cliftons mit diesem Buch ein Ende nimmt. Über so viele Bände hat man die Geschichte und die Erlebnisse so vieler Charaktere verfolgt und nun ist das Ende in Sicht. Ich persönlich hatte zusätzlich noch eine gewisse Anforderung an den letzten Band. Mein Wunsch war es, dass Jeffrey Archer einen Bogen zu den Anfängen der Reihe schlägt. Die Geschichte begann mal an den Hafendocks von Bristol. Wir lernten den kleinen Harry Clifton aus ärmlichen Verhältnissen kennen und diese Grundidee machte die Reihe für mich zu etwas Besonderem.

Mit dem Fortschreiten der Geschichte ist wohl jedem Leser klar geworden, dass das Thema Politik einen sehr großen Stellenwert einnimmt. Der Autor führt uns durch 62 Jahre der Geschichte, da gab es natürlich sehr viele wichtige politische Ereignisse, aber für mich verlor es aufgrund dieser Tatsache auch ein wenig an seinem Charme. Weniger die geschichtlichen, politischen Ereignisse, sondern eher das Thema Wahlen stoß bei mir immer wieder negativ auf. Der Charakter Giles Barrington vertrat fast über die komplette Reihe diesen Part in der Geschichte. Als Mitglied des Oberhauses der britischen Regierung kam man um dieses Thema nicht herum. Seine Schwester Emma Clifton, welche im Verlauf den Protagonisten Harry Clifton heiratete und die familiäre Schifffahrtsgesellschaft Barrington leitete, reiht sich im finalen Band nun auch in der Politik ein. Diesen Punkt hätte die Geschichte für mich nicht benötigt. Die gesamte Thematik lässt die gefühlvoll begonnene Geschichte leider hart und sachlich enden.

Was der Autor im letzten Band der Reihe schafft, ist, einen Einblick auf jegliche wichtige Figuren der Reihe zu werfen. Darunter zähle ich Charaktere wie Lady Virginia Fenwrick oder die Nachkommen der Familie Clifton Sebastian und Jessica.
Einige Personen kamen im Finale nochmal sehr ausführlich zu Wort, bei anderen wurde die Geschichte schnell erzählt. Und dieses schnell erzählt ist ein weiterer Kritikpunkt. Immer wieder wendet Archer in den Bänden einen gewissen Zeitraffer an, aber hier war es mir wirklich zu viel des Guten.
Wurde zum Beispiel die Geschichte um Lady Virginia sehr ausführlich erzählt, bekamen die eigentlichen Protagonisten Harry und Emma nur einen minimalen Teil des Buches ab. Somit sollte für die Leser meiner Rezension bereits klar sein, dass mein ausgesprochener Wunsch im oberen Teil nicht erfüllt wurde.

Lediglich auf den letzten Seiten versuchte der Autor einen kurzen Bogen zu den Anfängen zu schlagen.

Wie auch in den anderen Teilen kann Archer auch hier mit vielen Geschehnissen aufwarten. Dies ist ein typisches Merkmal der Reihe und wurde auch im Finale erfüllt. Inhaltlich möchte ich euch an dieser Stelle nicht mehr verraten.
Bei einer Reihe um sieben Bände ist es nicht leicht, so wenig wie möglich zu verraten und dennoch eine ausführliche Rezension zu schreiben.
Ich versuche hier mein Bestes und wer über einen fiesen Spoiler gestolpert ist, verzeihe mir dies.

Eine Ära geht zu Ende.
Diese Reihe verlasse ich mit einem weinenden Auge, einfach weil sie mir viele schöne Momente beschert hat, aber auch mit einem lachenden Auge, weil meiner Meinung nach die Familiengeschichte erzählt ist.
Um der Reihe im Gesamten nochmal meine Aufmerksamkeit zu schenken, wird es in naher Zukunft nochmal eine Bewertung der kompletten sieben Bände geben. Bei so vielen Bänden kann es ein Auf und Ab in den Bewertungen geben, aber insgesamt bin ich mir da recht sicher, wie mir die Reihe gefallen hat.

Mein Fazit
Ein finaler Band einer langen Reihe, der mich leider nicht vollends glücklich machen kann. Der Autor und ich hatten hier einfach unterschiedliche Ansichten, wie die Reihe um Harry Clifton zu Ende gehen soll. Die Reihe findet auf jeden Fall ein angemessenes Ende und es bleiben keine Fragen oder Themen offen. In der Hinsicht bin ich zufrieden.
Wer über Jahre eine Reihe mit sieben Teilen liest, der sollte einfach auch den finalen Band lesen. Mich konnte er nicht so fesseln und begeistern, wie manch andere Bände, aber dennoch möchte ich ihn nicht missen.

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160 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

debbie macomber, liebe, winterglück, roman, schuld

Winterglück

Debbie Macomber ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.10.2015
ISBN 9783734102493
Genre: Romane

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156 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

horror, hexe, heyne, usa, fluch

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhaltsangabe
Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur - und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern von Black Spring gelegentlich einen kleinen Schrecken einjagt. Dass niemand je von Katherine erfahren darf, das ist dem Stadtrat von Black Spring schon lange klar, deshalb gelten hier strenge Regeln: kein Internet, kein Besuch von außerhalb oder Katherines Fluch wird sie alle treffen. Als die Teenager des Ortes jedoch eines Tages genug von den ständigen Einschränkungen haben und ein Video der Hexe posten, bricht in Black Spring im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los...

Meine Meinung
Endlich habe auch ich dieses Buch gelesen. In der Bücherwelt ist es meiner Meinung nach wieder ein Buch, welches die Meinungen in Top oder Flop teilt.
Gerade dann macht mich ein Buch noch neugieriger.
Viele loben die Atmosphäre und die gruseligen Szenen, andere haben mehr erwartet und bekamen nicht das, was ihnen vorschwebte.

Ich machte mich also allein auf die Reise nach Black Spring und wollte mir meine eigene Meinung bilden. In meiner Überschrift verwendete ich das Wort „skurril“, denn dies war die Geschichte für mich vor allem in den ersten Kapiteln. Auf den ersten Seiten war ich baff, denn ich konnte überhaupt nicht einordnen um was es da geht. Die Familie Grant hielt sich in ihrem Haus auf und sprach davon, dass Grandma wieder da ist. Diese dreht sich mit zugenähten Augen und einem zugenähten Mund in Richtung des Hausherren Steve Grant und diesem fällt nichts anderes ein, als ihr einen Spüllappen über den Kopf zu legen.
Ich dachte nur, wo bin ich denn hier gelandet.
Schnell wurde klar, dass es sich bei Grandma um die Hexe Katherine handelt.
Von da an fand ich das Setting und vor allem die Grundidee um Katherine, ihr Auftreten und die entscheidenden Regeln, die jeder Einwohner von Black Spring befolgen sollte, unheimlich gut.

„Die Einwohner lebten nach strikten Regeln, weil sie an diese Regeln glaubten und sie ohne Widerstand oder Unmutsäußerungen annahmen. Kinder saugten die Gebote der Notverordnung schon mit der Muttermilch auf:
Du sollst nicht mit der Hexe verkehren.
Du sollst an Ortsfremde kein Wort über sie verlieren.
Du sollst dich an die Besucherbestimmungen halten.
Und die Todsünde: Du sollst der Hexe niemals und unter gar keinen Umständen die Augen öffnen.“ (S. 93f.)


Dies sind die wichtigsten Regeln in der Stadt. Und schnell wurde klar, dass die Erwachsenen im Buch mit diesen Regeln und mit Katherine aufgewachsen sind. Jeder hielt sich an den Vorgaben, es wurde ein HEX- Kontrollraum im Ort eingerichtet, der dazu dienen soll, jeden Winkel der Stadt zu überwachen, um immer zu wissen, wo die Hexe sich gerade aufhält.
Anders als bei den Erwachsenen wird schnell klar, dass die Kinder bzw. Teenager im Ort ein deutlich größeres Problem damit haben, dieser ständigen Überwachung und den Regeln ausgesetzt zu sein. Die HEX- Zentrale hat Zugriff auf jedes Handy, auf jeden Computer, da gibt es keine Chance Geheimnisse untereinander zu haben, geschweige denn auszutauschen. Tyler, der Sohn der Grants, welcher in diesem Buch eine wichtige Rolle einnimmt, führt zu dem eine Beziehung mit einem Mädchen außerhalb der Stadt. Vor allem seinen Eltern ist klar, dass diese Beziehung keine Zukunftsaussichten hat.

Die Jugendlichen um Tyler Grant wollen ausbrechen aus diesem vorgeschriebenen Muster. Tyler, als Youtuber immer mit seiner Kamera unterwegs, erstellt eine Website namens „Augenauf“, auf die die Mitarbeiter der Hex- Zentrale keinen Zugriff haben. Dort tauschen sich die Jungs aus und planen Aktionen, welche nicht nur sie, sondern den gesamten Einwohnern von Black Spring zum Verhängnis werden können. Die Jungs filmen die Hexe, machen sich damit über sie lustig und als Leser spürt man diese aufkeimende, brodelnde Atmosphäre sehr gut.
Katherine macht sich bereit!
Mit welchen Reaktionen die Hexe auftritt, sei an dieser Stelle nicht verraten.
Die Erfahrungen muss jeder Leser selbst machen.

Im Buch selbst erfährt man als Leser auch mehr zur Geschichte der Hexe, welche sich um das Jahr 1664 einordnet. Dieser Punkt war für mich sehr wichtig, da auf der Stadt ein Fluch liegt, der meiner Meinung nach einer Begründung bedarf. Diese bekommen wir.

Mit überraschenden Wendungen und Geschehnissen treibt der Autor den Leser bis zu einem gewissen Höhepunkt im Buch hin. Anarchie bricht aus, jeder gegen jeden und von einem ehemaligen Zusammenhalt unter den Anwohnern ist nichts mehr spürbar. Dieser Part bringt Schrecken und Action in die Geschichte und gefiel mir wirklich gut.
Auf den Seiten 298 und 299 brachte der Autor mich fast zum Herzstillstand. Ich dachte nur, dass kann doch jetzt nicht wahr sein. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinerlei Chance das Buch beiseite zu legen.

Dem Ende entgegen begleitet man Steve Grant.
Wer dachte, eine Anarchie, sei schlimm, den erwartet nun das völlige Chaos.
Mit mystischen Elementen versucht der Autor der Geschichte zu einem angemessenen Ende zu verhelfen. Mich konnte er mit diesem Ende leider nicht so sehr begeistern, wie der Geschichte, die dem Ende voranging.
Zum einen lag es tatsächlich an den mystischen Mitteln, die er in die Geschichte einbrachte. Zum anderen war es der Charakter Steve, mit dem ich am Ende einfach nicht mehr im Einklang war.

Mein Fazit
Ein Buch, welches ich persönlich als Horrorroman einordnen möchte und welches mich zum Großteil der Seiten wirklich begeistern konnte. Von skurrilen Begebenheiten über Herzaussetzer war bei mir alles dabei.
Ich hoffe wirklich mehr von diesem Autor zu lesen und kann eine Leseempfehlung aussprechen. Meine Kritik am Ende des Buches sollte hier niemanden beeinflussen. Es ist wieder eine persönliche Meinung und Du kannst dies schon wieder ganz anders empfinden. Also lesen und ein eigenes Urteil bilden.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

intrigen, fantasy, drachen, macht, tyrion

Das Lied von Eis und Feuer - Der Thron der Sieben Königreiche

George R. R. Martin , Reinhard Kuhnert ,
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 29.10.2012
ISBN 9783837119343
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhaltsangabe
Die Zeiten sind aus den Fugen geraten. Von der alten Zitadelle Dragonstone bis hin zu den rauen Küsten Winterfells herrscht Chaos, denn die Anwärter auf den Eisernen Thron der Sieben Königreiche bereiten sich darauf vor, ihre Ansprüche mit Krieg und Aufruhr durchzusetzen. Da erscheint ein verhängnisvolles Omen am Himmel – ein Komet in den Farben von Blut und Feuer. Und auf einem fernen Kontinent riskiert eine vertriebene Königin alles, um die Krone, die rechtmäßig ihr zusteht, zurückzuerobern...

Meine Meinung
3. Band
(Spoiler enthalten!)

Aus Zeitgründen und um die Reihe mal mit einem anderen Medium zu betrachten, habe ich bei Band 3 der Reihe zum Hörbuch gegriffen. Reinhard Kuhnert als Sprecher passt für mich wie die Faust aufs Auge. Anfänglich gewöhnungsbedürftig war, dass einige Namen, zum Beispiel Arya und Cersei anders ausgesprochen wurden, wie man es zum Beispiel aus der Verfilmung kennt. Des Weitereren wurden für die einzelnen Regierungshäuser und auch für einige Nachnamen die Originalbezeichnungen verwendet. So wurde zum Beispiel aus Schnellwasser, dem Sitz des Hauses Tully Riverrun oder auf Theon Graufreud wurde Theon Greyjoy.
Wer aber ein wenig der englischen Sprache mächtig ist oder auf die Familienzugehörigkeiten achtet, sollte mit den Originalbetitelungen keine Probleme haben.

Nachdem man in den ersten beiden Bänden aus dem Hause Baratheon vor allem die Brüder Robert und Renly kennengelernt hat, tritt im dritten Band der Reihe der dritte Bruder hervor. Stannis Baratheon, der Lord von Drachenstein. Nach dem Tod seiner Bruders Robert, sieht er sich als rechtmäßiger König an und gönnt weder seinem Bruder Renly, noch seinem Neffen Joffrey Baratheon den Eisernen Thron. Da in den Sieben Königslande Chaos herrscht, rechnet niemand mit seinem Vormarsch. Doch er versammelt seine Truppen und macht sich auf.

Robb Stark, der selbsternannte König des Nordens versucht sich weiter gegen die Lennisters zu behaupten. Er will Rache für den Tod seines Vaters und seine zwei Schwestern befreien, welche er in den Fängen der Lennisters vermutet.
An seiner Seite seine Mutter Catelyn. Mit Rat und Tat berät sie ihren Sohn und versucht mit Renly Baratheon zu verhandeln, um gemeinsam zu kämpfen.
Hier wird sehr schnell klar, dass eine gewaltige Anzahl von herrschwütigen Figuren ein gewaltiges Pensum an Forderungen stellt. An dieser Stelle bin ich sehr gespannt, wer sich in den folgenden Bänden verbündet und seinen Forderungen nachgeht bzw. seine behaupten kann. Während Catelyn sich auf nach Sturmkap zu Renly macht, schickt Robb Stark seinen Freund Theon Graufreud zurück auf die Eiseninseln. Dort soll er seinen Vater Lord Balon zu einem Bündnis treiben. Schnell wird klar, dass sein Vater ganz andere Pläne hat.
Theon war es auch, der mich in diesem Teil am meisten amüsiert hat.
Wird er doch als recht stolz dargestellt, kam ich nicht mehr aus dem Schmunzeln raus, als er auf den Eiseninseln auf die junge Esgred trifft.

Auch die weiblichen Figuren kommen im 3. Band der Reihe nicht zu kurz. Arya, aus dem Hause stark, versucht sich nach ihrer Rettung durch Yoren als Junge durchzuschlagen. Ihr Ziel ist es zurück nach Winterfell zu gelangen, aber dieses Ziel ist ihr in diesem Band noch nicht gegeben. Es kommt zu kämpfen, Geheimnisse werden gelüftet und große Gefahr droht.
Im Osten haben wir ein Wiedersehen mit Daenerys, welche mittlerweile die Mutter der Drachen genannt wird. Gemeinsam mit ihren verbliebenen Anhängern und ihren drei Drachen macht sie sich auf eine anstrengende Reise. Ihr Ziel sind die Sieben Königslande. Denn auch Dany will den Eisernen Thron besteigen und plädiert auf das Recht der Targaryens.

Am meisten Schwung in die Geschichte brachte meiner Meinung nach Tyrion Lennister. Von seinem Vater geschickt versucht er die Gewalt seiner Schwester Cersei und deren Sohn Joffrey einzudämmen und unter Kontrolle zu bekommen. Wie man ihn bereits aus den vorhergehenden Bänden kennt, kommt er mit seiner Intelligenz und seinen Tricks immer weiter an sein Ziel.

Und zu guter Letzt wird noch ein Blick auf die Nachtwache geworfen. Jon Schnee macht sich mit seinen Leuten auf in den Verfluchten Wald. Für mich ist dieser Teil der Story noch sehr unklar. Ich habe eine klitzekleine Ahnung, was da auf die Figuren wartet, aber ich glaube, dass die Überraschung groß sein wird.
Im verfluchten Wald braut sich eine Gewalt zusammen, welche vor allem die Männer der Nachtwache noch nicht in Worte fassen können.
________________________________________________________

Wie bereits beim ersten Band der Reihe, ist auch im dritten Band eine düstere Atmosphäre und man spürt als Leser/ Hörer, wie sich von allen Seiten etwas zusammenbraut. Da es sich bei Band 3 aber wieder um den ersten Teil des zweiten Buches im Original handelt, fällt es mir wieder an dem Knall dieser unterschwelligen Spannung. Umso mehr kann man sich als Fan dieser Reihe auf die geraden Buchbände freuen. Auch Band 4 werde ich wieder hören und ich freue mich auf einige Kämpfe und auf mehr Action.

Mein Fazit
„Der Thron der Sieben Königreiche“ bringt einen auf jeden Fall in der Geschichte voran. Auch wenn wie erwähnt, der Showdown wieder fehlt, tritt George R.R. Martin nicht auf der Stelle. Er weiß die Story gekonnt in Szene zu setzen. Die Charaktere werden weiterhin tiefgründig beleuchtet und mir gefällt der Fortgang der Story sehr.
Des Weiteren kann ich das Hörbuch jedem empfehlen. Ich würde sogar sagen, dass IHR, die die Reihe bereits gelesen haben, ein Re-read mit den Hörbüchern als Genuss empfinden werdet.



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176 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 94 Rezensionen

glasengel, weihnachten, winter, reise, queen victoria

Winterengel

Corina Bomann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783471351611
Genre: Romane

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Lost Girls – Was kostet ein Leben?

Angela Marsons , Elvira Willems
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2017
ISBN 9783492060981
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhaltsangabe
Als die Freundinnen Charlie und Amy nicht nach Hause kommen, beginnt für ihre Familien ein wahrer Albtraum. Eine SMS lässt wahr werden, was alle befürchteten: Die zwei neunjährigen Mädchen wurden entführt. Nur das Paar, das den höchsten Betrag zahlt, wird seine Tochter wiedersehen. Das andere nicht. Längst tickt die Uhr für Detective Inspector Kim Stone und ihr Team, doch die Täter sind ihr immer einen Schritt voraus. Von Stunde zu Stunde verringert sich die Chance, die beiden unversehrt zu ihren Familien zurückzubringen. Stone gibt ihr Äußerstes, um den Fall zu lösen. Sonst muss eines der Kinder den höchsten Preis für ihr Versagen zahlen – sein Leben.

Meine Meinung
Das Positivste zuerst. Dieses Jahr habe ich mit dieser Reihe begonnen und nun Band 3 gelesen. Nach den ersten beiden Bänden war mir schnell klar, dass ich an Kim Stone nicht vorbeikomme. Umso mehr hat es mich gefreut, dass zum Jahresende noch ein dritter Teil in Deutschland erschienen ist.

Pluspunkte der ersten beiden Bände. Eine unheimlich starke und interessante Protagonistin, welche nicht davor zurückschreckt ihre Frau zu stehen und spannende Fälle, die den Leser an das Buch fesseln.
Diesen Standard gilt es also zu halten und eventuell noch zu toppen.

Kim Stone kann sich gleich auf den ersten Seiten wieder behaupten und schon da wusste ich, dass ich mit diesem Buch in der Hand wieder sehr richtig liege. Kim nagelt die Reporterin Tracy im Fitnessstudio an die Wand, weil Kim ihrer Schlagzeilengeilheit die Schuld am Tod eines Gangaussteigers gibt.
Der Prolog des Buches wies den Leser aber gleich in die Richtung, in die der hier beschriebene Fall gehen wird. Kindesentführung. Ein interessantes Thema, welches aber nicht zum ersten Mal in einem Buch besprochen wird.

Aber ich würde nicht so viel von der Autorin halten, wenn ich nicht gewusst hätte, dass Angela Marsons aus diesem Thema etwas Besonderes macht.
Als die beiden neunjährigen Mädchen Charlie und Amy entführt werden, ist es Kim, die diese Ermittlungen leiten soll, denn Charlies Mutter ist ein Schatten aus Kims prägender Vergangenheit und weiß, dass nur Kim Stone ihre Tochter unversehrt zurückbringen wird.

Zwei entführte Mädchen, zwei befreundete Familien, zwei Täter und diese eine SMS, in der die Entführer den Eltern mitteilen, dass nur diejenigen ihr Kind wiederbekommen, welche die höchste Summe für ihr Kind bieten.
Diese Idee, welche die Autorin meiner Meinung nach super in die Geschichte eingebaut und umgesetzt hat, war unheimlich interessant zu verfolgen. Denn hier kommen nicht nur die Emotionen und Reaktionen der beiden Elternpaare durch. Nein, auch das eigene Gewissen wird angeregt.
Wie würde man selbst in so einer Lage reagieren?
Kann eine Freundschaft zwischen den Elternpaaren so eine Situation überhaupt überleben?
Und das i-Tüpfelchen ist, dass es vor einem Jahr bereits einen sehr ähnlichen Entführungsfall gab und nur eines der Mädchen zu ihrer Familie zurückgekehrt ist.
Für Kim und ihr Team läuft ein erschreckender Countdown ab.

Wer einen Spannungsbogen erwartet, der bekommt ihn hier in mehrfacher Hinsicht. Durch den häufigen Perspektivwechsel zwischen Kim, den Tätern und den Opfern schafft Marsons eine fesselnde Atmosphäre. Ihr Schreibstil tut das Übrige.
Absoluter Pageturner!

Mein Fazit
Angela Marsons schafft es wieder mich total zu begeistern. Für mich ist dieser Fall mit seinem expliziten Thema sogar der bisher beste Band der Reihe.
Man konnte miträtseln, mitfiebern und vor allem mithoffen.
Meiner Meinung nach hätte nichts besser gemacht werden können.
Ich mag die besonderen Fälle und ich mag Kim Stone wie zur ersten Stunde!
Absolute Leseempfehlung des Buches bzw. der Reihe.
Wer das mehr zu Kim und ihrer Vergangenheit erfahren möchte, sollte meiner Meinung mit dem ersten Band der Reihe beginnen. Ruck zuck seid ihr dann bei Band 3.

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46 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

heilkraft, obst, gemüse, naturheilkunde, gesundheit

Heilkraft von Obst und Gemüse

Ursel Bühring , Bernadette Bächle-Helde
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Verlag Eugen Ulmer, 05.10.2017
ISBN 9783800108947
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhaltsangabe
Einfach gesund essen? Heilkräuter kennt man, aber Heilgemüse, Heilobst? Und ob! Alle Pflanzen bilden Inhaltsstoffe gegen Bakterien, Viren, Pilze und andere Einflüsse. Diese Stoffe können wir nutzen: Sie schützen Zellen und Gefäße, beugen Diabetes und Krebs vor, unterstützen Haut und Augen. Sie werden erstaunt sein, wie viel Heilkraft in unserem Obst und Gemüse steckt. Ursel Bühring und Bernadette Bächle-Helde beleuchten in ausführlichen Porträts 36 regionale Obst- und Gemüsearten mit ihren einmaligen gesundheitlichen Wirkungen. Sie geben Tipps für saisonalen Einkauf und optimale Zubereitung. Eine Fülle von Heilzubereitungen und Genussrezepten machen Lust auf die tägliche Küchenapotheke.

Meine Meinung
Rundum perfekt
Das sind die ersten Worte, die mir zu diesem Buch aus dem Ulmer Verlag einfallen.
Neben Romanen und Krimis lese ich aus Interesse gern auch mal in einem ganz anderen Bereich: Leben und Gesundheit, wozu ich auch Kochbücher & Co. zähle.
Das Buch „Heilkraft aus Obst und Gemüse“ kann ich im Nachhinein in mehrere Bereiche einteilen. Wer etwas von seiner Gesundheit und seinem Leben hält, der kann auf jeden Fall einiges aus diesem Buch mitnehmen. Wer denkt, dass er sich in diesem Bereich bereits sehr gut auskennt, auch zu dem würde ich sagen, lese bitte dieses Buch und du wirst sehen.

Bei mir fiel dieses Buch in mein Beuteschema, da ich beruflich aus dem therapeutischen Bereich komme und Prävention für mich ein großes Thema ist. Sehr häufig werde ich mit Fragen von Patienten konfrontiert, die an Krankheiten wie Krebs, Arthrose oder Neurodermitis leiden, ob ich nicht ernährungstechnische Tipps hätte, wie sie ihrer Erkrankungen entgegentreten können.
Natürlich kennt man die einen oder anderen Lebensmittel, welche durch Zeitungen oder Medien ins Gespräch gekommen sind, aber so wirklich Aussagen treffe ich dahingehend nie. Somit fiel mir dieses Buch sofort in die Augen und ich war mehr als gespannt. Natürlich erhoffte ich mir eine Menge Informationen und tolle Rezepte. Dann kam aber hinzu, dass sich beide Autorinnen vorerst mit einer gewissen Aufklärung zum eigentlichen Thema beschäftigten. Im Nachhinein bin ich sehr dankbar über diesen Part, in dem Begriffe, wie Superfoods, freie Radikale oder auch sekundäre Pflanzenstoffe erst einmal erklärt wurden. Von mir selbst kann ich sagen, dass ich außer Superfoods noch keine dieser Einteilungen gehört habe, geschweige denn wusste, was sie bedeuten.

„Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apothekte.“ (S. 8)
Sebastian Kneipp

Viele Menschen verdrehen sofort die Augen, wenn man das Thema Ernährungsumstellung anspricht. Ich persönlich weiß nach vielen Versuchen, dass es diese 100%ige Ernährungsumstellung für mich nicht gibt. Aber ich versuche nach und nach konsequenter zu sein, um immer mehr die gesunde, saisonale und sogar heilende Ernährung anzuwenden.
Positive Auswirkungen können sein: die Senkung erhöhter Blutdruck-, Gewichts- und Blutfettwerte.

Nach einigen Begriffserklärungen und dem Ankommen im Buch, beziehen sich die Autorinnen auf das Thema „Organe unterstützen“. Hier gehen sie zum Beispiel auf Augen, Magen-Darm, das Immunsystem oder auch auf Cholesterin ein. Ein sehr interessanter Part, in dem ich einige meiner persönlichen Probleme wiederfand.

Ab S. 44 gelangt man dann zu dem interessantesten Abschnitt des Buches. Man sieht also die Theorie wird hier in kurzer Form dargestellt. Im Folgenden erwarten den Leser nun die Vorstellung 36 regionaler Lebensmittel und viele tolle Rezepte. Wer viel Wert auf Farbabbildungen legt, darf sich hier über 120 Farbfotos freuen.
Besondern ansprechend fand ich den Aufbau auf den jeweiligen Seiten eines Lebensmittels.
Der Aufbau gliedert sich wie folgt:
Die Pflanze
Das ist drin
Einkaufen und Lagern
Zubereiten
So wirken (Kartoffeln)…


Dieser Aufbau gibt mir wirklich alle Informationen, die ich benötige und die mich interessieren. Perfekt.

Dass die Lebensmittel alle regionaler Herkunft sind, bemerkt man als erstes, wie viele Schätze man eigentlich direkt vor Augen hat. Ich selbst baue Obst und Gemüse in meinem eigenen Garten an und freue mich riesig auf die kommende Gartensaison. Dank dieses Buches weiß ich nun allerhand mehr mit meiner Ernte anzufangen.
Einmal habe ich alle Lebensmittel überflogen. Da wir nun in der Jahreszeit Winter stecken, gibt die Natur nicht alles saisonal her. Daher habe ich mich bei einem zweiten Lesen auf das saisonale Obst und Gemüse konzentriert, um erste Rezepte für mich zu entdecken.

Meine erste praktische Umsetzung war eine wärmende Zwiebelsuppe, die mein Mann genauso gerne gegessen hat. Der nächste Einkaufszettel wird geschrieben und ich werde in diesem Buch auf jeden Fall weiter fündig werden.

Mein Fazit
Ein Werk, welches mich hinsichtlich der Optik, des Aufbaus, der hineingesteckten Recherchearbeit und der Vielzahl von großartigen, einfachen Rezepten vollkommen begeistern konnte. Jedermann, der nur ein Fünkchen Interesse am Kochen und Zubereiten hat oder etwas für sich und seinem Körper tun möchte, dem lege ich dieses Buch wirklich ans Herz. Ein wichtiger Punkt mag für einige Käufer und Leser immer der Preis eines Buches sein. Hier kann ich sagen, das Buch ist sein Geld wert.

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134 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

thriller, berlin, martin krist, henry frei, kreuzigung

Böses Kind

Martin Krist
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei epubli, 26.10.2017
ISBN 9783745035292
Genre: Romane

Rezension:

Inhaltsangabe
JEDE LÜGE HAT IHREN PREIS. DIESE WIRD DICH TÖTEN.
Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.
Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.
Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Meine Meinung
Martin Krist überrascht mich immer wieder mit seiner Ideenvielfalt.
Gerne würde ich diesen Autor mal eine Woche in seinem Alltag begleiten, schauen, wie er lebt und arbeitet und vor allem WIE ihm ständig diese neuen Ideen kommen.
Diese Aussage beziehe ich nicht nur auf die Fälle an sich, sondern Herr Krist ist für mich „der Meister der verbindenden Reihen“. Nachdem ich mich bereits in seine Bücher um David Gross und Paul Kalkbrenner eingelesen habe, war ich zunächst sehr überrascht mit „Böses Kind“ auf einen neuen Namen zu stoßen. Kriminalkommissar Henry Frei.

Nun ist der erste Fall gelesen und man kann es gar nicht in Worte fassen, aber der Autor ist ein Wunderwerk der Autorenkiste. Regelmäßig erscheinen neue Thriller aus seiner Feder. Ich würde bei drei verschiedenen Ermittlern mit der Zeit sowas von den Überblick verlieren, aber nicht Martin Krist.
Gekonnt schafft er es auch bei Henry Frei einen völlig eigenständigen, gut durchdachten und ausgearbeiteten Charakter zu erschaffen. Wenn ein Team in einem Thriller nicht passt, geht für mich das Licht schon beinahe aus. Da kann der Fall noch so spannend sein. An die Seite von Frei setzt der Autor die frisch gebackene Mutter Louisa Albers. In Kombination mit Frei gefiel sie mir sehr gut und das Team weist sowohl ergänzende, als auch völlig gegensätzliche Merkmale auf. Da freue ich mich schon sehr auf ein Wiedersehen.
Wie schon bei David Gross und Kalkbrenner möchte ich unbedingt mehr von Henry Frei erfahren. Interessant fand ich wieder den persönlichen Aspekt und Einblick in das Privatleben des Ermittlers. Seine Tochter steckt in einem schwierigen Alter und schwärmt gerade für den ersten Freund und sein Sohn hat das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus. Als Ergotherapeutin danke ich an dieser Stelle für das Wort Ergotherapie im Buch und für die sehr realitätsnahe Darstellung des Alltags mit einem autistischen Kind.

Wie zu erwarten, setzt uns der Autor nicht nur einen Fall oder eine Perspektive vor die Nase, sondern will die Gehirnzellen jedes Lesers zum Nachdenken motivieren.
Allein schon den Prolog wusste ich nirgends hinzustecken, dennoch bleibt er durch gekonnt eingesetzte Szenen immer im Hinterkopf.
Dann wäre da Suse, die dreifache Mutter, welche total überfordert ist. Nicht nur der kleine Hund Tapsi, nein, auch ihre 14 jährige Tochter Jacqueline ist verschwunden und Suse weiß sich keinen Rat, wo sie sein könnte.
Und dann wäre da noch der Mord an einer Frau in einem Hotel, der anfänglich gar keine allzu große Bedeutung zu haben scheint.

Das Krist der Meister der Verflechtungen ist, zeigt er in diesem Buch dadurch, dass wir auf einige bekannte Namen, wie Sackowitz oder Wittpfuhl treffen. Der Mann hat wirklich Großes vor, daher freue ich mich auf jegliche weitere Bucherscheinung.

Auch wenn Martin Krist immer wieder mit neuen Charakteren und Ideen auftrumpft, bleibt eins gleich: der Pageturner-Modus.
Man fliegt durch kurze, gekonnt in Szene gesetzte Kapitel förmlich durch dieses Buch. Zu erwähnen ist, dass fast jedes Kapitel einen Cliffhanger hat. Der Meister der Cliffhanger also auch noch. Hier einen Stopp einzulegen, ist als Thriller-Fan schon echt schwer.

Zum Fall selbst möchte ich gar nicht allzu viel verraten.
Mir gab er wieder sehr viele Rätsel auf, die erst am Ende zum Licht fanden.
Und wie er den Fall, inklusive Spannung wieder nach vorne trieb war wieder super.

Das berüchtigte Ende. Wie immer böse. Da heißt es nur Abwarten und Tee trinken.
_______________________________________________________________

Puh, der Teil unter dem Strich fällt mir hier gar nicht so leicht in Worte zu fassen.
Einerseits ist der Punkt, den ich an dieser Stelle ansprechen möchte mein kleines Highlight, aber auch der Punkt, zu dem mir in dem Reihenauftakt etwas gefehlt hat. Und zwar trägt das Buch nicht nur die Überschrift „Böses Kind“, sondern man findet auch den Schriftzug „Alanna“ auf dem Cover wieder. Im Buch wird dieser Name mit einem alten Vermisstenfall in Verbindung gebracht. Da Henry Frei eine Verbindung zum Fall hat, kam mir dies zu kurz. Ein Blick auf Band 2 zeigt mir, dass auch dort wieder Alanna auftaucht. Die Geschichte ist also eindeutig noch nicht erzählt. Da der Name im Buch für mich einen zu kurzen Part einnahm, fehlt mir an dieser Stelle etwas. Ich bin aber umso gespannter, wie ich in der Hinsicht auf Band 2 reagiere.

Mein Fazit
Martin Krist schafft es wieder mich für seine Charaktere und seinen Fall einzunehmen. Auf elektronischer Basis gelesen besteht hier fast die Gefahr eines wunden Fingers, aber das sollte man in Kauf nehmen.
Der kleine fehlende Wink im Buch macht es für mich nicht perfekt, aber alle Krist-Fans und die, die es noch werden möchten, kann ich „Böses Kind“ wärmstens empfehlen.

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176 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

rassismus, hebamme, diskriminierung, usa, gegenwartsliteratur

Kleine große Schritte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 02.10.2017
ISBN 9783570102374
Genre: Romane

Rezension:

Inhaltsangabe
Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist…

Meine Meinung
Der Klappentext gibt dem Leser hier einen sehr guten Einblick in das Anfangsgeschehen des Romans. Die hier dargestellte Grundidee, dass die Autorin das Setting in ein Krankenhaus legt, wir dort auf eine sehr gut ausgebildete schwarze Säuglingskrankenschwester treffen und diese wiederrum auf eine Familie trifft, welche eine rassistische Einstellung gegenüber Afroamerikanern hat, finde ich sehr gelungen. Allein diese Konstellation und dieses Ursprungssetting regen den Verstand zum Nachdenken an. Als Leser versucht man die verschiedenen Seiten in der Geschichte nachzuvollziehen bzw. zu verstehen, was mal leichter und mal schwerer fällt. Zu den verschiedenen Perspektiven zähle ich die der Krankenschwester und Prota im Roman Ruth Jefferson, die des Säuglingsvaters Turk Bauer und zu Beginn versuchte ich mich auch in die Sicht- und Handlungsweise der Chefin von Ruth hineinzuversetzen, welche Ruth den Umgang mit dem Baby sehr schnell untersagte.

Insgesamt bleiben drei Perspektiven im Buch. Jedoch geht es neben Ruth und Turk um die Geschichte und die Sichtweise von Kennedy McQuarrie, welche als Anwältin eine wichtige Rolle in dem Buch spielt.

Zu den Charakteren. Ruth kannte ich bereits aus der Vorgeschichte und ich habe mich gefreut, nun zu erfahren, was aus ihr geworden ist. Sie hat also gekämpft und ihren Weg gefunden. Bei ihrer Person wurde mir sehr schnell klar, dass diese aufkeimende rassistische Einstellung ihr gegenüber für sie komplett neu war. Ihren Umgang damit fand ich fast ein wenig emotionslos und nicht ganz so, wie ich es erwartet habe.
Turk Bauer und auch seine Frau Brittany vertreten hier ganz klar die Seite zweier Mitglieder der White Power Bewegung. Dank Turks Sichtweise bekommt man tiefere Eindrücke dieser Gruppierung. Sowohl ihre Denk- als auch ihre Handlungsweisen wurden dem Leser vor Augen geführt.

„Ich möchte einen Tag der Rache zu Ehren meines Sohnes.“ (S. 313)

Die Anwältin Kennedy McQuarrie war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich mochte den Einblick in ihre Privatsphäre, in der Mann auf ihren Mann und ihre kleine Tochter Violet trifft. Kurz gesagt wird Kennedy als chaotische und stressgeplagte Frau vorgestellt, die sich meiner Meinung nach in der Geschichte am meisten entwickelt.

Wer bereits einige Romane der Autorin kennt, weiß, dass Picoult die Meisterin der Gerichtsverhandlungen ist. Auch hier stehen eine Anklage und deren Prozess im Mittelpunkt des Buches. Ruth wird von der Familie Bauer wegen unterlassender Hilfeleistung gegenüber ihres Sohnes Davis angeklagt. Dem entgegengestellt wird die Aufforderung, dass Ruth sich von diesem Kind fernhalten soll, es nicht mal berühren soll. Als Davis eines Tages blaugefärbt im Säuglingszimmer liegt, weiß Ruth nicht, wie sie sich verhalten soll.
Dann nimmt der Roman seinen Verlauf.

Die Anfangspassagen und auch die Gerichtsverhandlung im mittleren Teil gefielen mir sehr gut. Dann entschied sich die Autorin meiner Meinung nach für den falschen Weg, diesen Roman zu einem Ende zu führen.

Dass sich die Autorin an diese immer noch aktuelle und wichtige Thematik herangetraut hat, halte ich ihr sehr zu Gute. Auch dass sie der Geschichte mit ihrem tollen Schreibstil und der charakteristischen Gerichtsverhandlung diesen speziellen Picoult-Touch gegeben hat, gefällt mir.
____________________________________________________________

Allerdings habe ich eben schon kurz angedeutet, kam ich mit dem letzten Drittel dieses Buches überhaupt nicht überein. Für mich war aufgrund der stark antisemitischen Einstellung von Turk Bauer klar, wie sich ein Gericht in dieser Situation zu verhalten hat.
Picoult setzte aber darauf, Turk Bauer mit Zitaten zu versetzen, die die White Power Bewegung sehr klischeehaft darstellt. Ich mag meinen, dass ein Großteil dieser Mitglieder gar nicht dumm ist, aber so werden sie hier dargestellt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Sowohl optisch, als auch verhaltenstechnisch setzte die Autorin hier auf typische Skinheadbeschreibungen von Turk Bauer und anderen Mitgliedern. Im Nachwort erwähnt sie die Zusammenarbeit mit einigen Aussteigern aus der Szene. Aber mich hätte tatsächlich auch mal die Meinung eines Mitglieds der Szene interessiert. Viele Beschreibungen wurden meiner Meinung nach aus den sehr aktiven 90er Jahren herausgezogen. Für mich war es am Ende zu viel des Guten. Ich will nicht sagen, dass die Autorin vom eigentlichen Thema Ruth abwich, aber es artete beinahe in Hetze aus, was dieser Roman absolut nicht nötig gehabt hätte. Ausschlaggebend für meine anschließende Bewertung war der abschließende Part um Brittany Bauer, welche in die White Power Bewegung sozusagen hineingeboren wurde. Dazu mag ich an dieser Stelle allerdings nicht mehr sagen.

Mein Fazit
Ein Roman mit einem wichtigen, aktuellen Thema, welcher anfänglich alle Faktoren für einen interessanten, spannenden und nachdenklich machenden Roman bereithielt. Allerdings konnte ich vor allem gegen Ende nicht mehr mit den Ideen der Autorin umgehen. Zu viele Situationen erschienen mir zu realitätsfern.
Für mich ein Buch, dass jeder Leser wohl anders empfinden wird.
Ich habe lange über meine Worte nachgedacht und bin zu diesem Fazit gekommen.
Vor allem Picoult-Fans sollten sich ein eigenes Bild bilden.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

kurzgeschichte, rassismus, prequel, jodi picoult, new york

Das Mädchen mit den roten Schuhen

Jodi Picoult
E-Buch Text
Erschienen bei C. Bertelsmann Verlag, 04.09.2017
ISBN 9783641219604
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal - Band 2

Robert McCammon
E-Buch Text: 500 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 04.10.2017
ISBN 9783958352315
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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72 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

thriller, vergewaltigung, kanada, entführung, lügen

Untiefen

Sheena Kamal , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.11.2017
ISBN 9783548289595
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhaltsangabe
Der erste Fall für Privatdetektivin Nora Watts
Nora Watts ist die perfekte Jägerin - als ehemaliges Mitglied der Canadian Forces hat sie ein untrügliches Gespür für Lügen. Sie ist die beste Privatdetektivin Kanadas. Doch ihr Leben ist hart, immer wieder verfällt sie dem Alkohol. Sie vertraut niemandem, lebt heimlich im Keller unter dem Detektivbüro in Vancouver und spricht nur mit ihrer Hündin Whisper. Bis ein Paar sie um ihre Hilfe bittet. Ihre Tochter Bonnie ist verschwunden. Nora stellt entsetzt fest, dass es sich um ihre eigene, vor fünfzehn Jahren zur Adoption freigegebene Tochter handelt. Nur wenn sie sich jetzt zum ersten Mal wieder den Menschen öffnet, kann sie sie retten. Aber Bonnies Entführer sind auch hinter ihr her, und bald wird die Jägerin zur Gejagten...

Meine MeinungBei diesem Debütroman hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht. Als ich dann die Leseprobe bei Vorablesen.de gelesen habe, war für mich klar, dass ich diesen Thriller der Kanadierin Sheena Kamal lesen möchte.
Das Cover hatte im ersten Moment nicht diese Wow-Wirkung auf mich, aber je öfter ich es betrachte, desto besser gefällt es mir. Im Nachhinein passt es sehr gut zur Geschichte. Leider habe ich die Tage ein sehr ähnliches Cover gesehen, ein Punkt, den ich absolut nicht mag. Wer hier der erste war, sei dahingestellt.

Der Fakt, der mich am anhand der Inhaltsangabe und Leseprobe am meisten reizte, war der Charakter Nora Watts. Ex- Soldatin und Privatdetektivin mit einem Alkoholproblem. Für mich eine Grundidee, die in mein Beuteschema passt.
Wenn mein Augenmerk auf dem Hauptcharakter liegt, erwarte ich mir tiefe Einblicke in diesen Charakter und eine Figurenentwicklung.
Und dieser Punkt ist der Autorin gelungen.
Einerseits bekommen wir dank der Ich-Perspektive viele Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Nora Watts. Zum anderen erfahren wir ihre schockierende Geschichte. Und ja, die konnte mich wirklich schockieren.
Diese Frau hat einiges durchgemacht, an dem so manche zerbrochen wären.
Nora Watts kämpft, meist für sich allein, aber sie tut es.

Als sie der Anruf erreicht, dass sie der Familie Walsh helfen soll, deren verschwundene Tochter aufzuspüren, geht sie noch sehr professionell an diesen Fall heran. Als ihr jedoch klar wird, dass es sich bei den Auftragsgebern um die Adoptiveltern ihrer leiblichen Tochter handelt, verändert sich ihr Verhalten.
Sie setzt ein stark selbstzerstörerisches Verhalten an den Tag und zeigt uns ihre ganz persönlichen Abgründe auf.
Nora’s einziger Lichtblick ist ihre Hündin Whisper.
Aufgrund dessen, dass sie Menschen nur sehr schwer vertrauen kann, spürt man die tiefe Verbindung zu Whisper. Aber um ihren Auftrag auszuführen, muss sie Whisper zurücklassen und ist auf sich allein gestellt.

Neben Nora Watts konnte mich vor allem Brazuca neugierig machen.
Beide lernten sich bei einer Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige kennen.
Über das gesamte Buch kann Nora nicht herausfinden, ob sie ihn zu ihren Freunden oder ihren Feinden zählen soll. Da es sich bei dem Buch um einen Reihenauftakt handelt, erhoffe ich mir ein Wiedersehen mit ihm im folgenden Band.
Aber auch die Rauheit des kanadischen Setting brachte mich auf meine Kosten.

Der Fall an sich war zuerst sehr undurchsichtig.
Eine 15-Jährige ist verschwunden. Ist sie davongelaufen, weil die Ehe ihrer Adoptiveltern alles andere als harmonisch läuft? Oder weil sie sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter machen wollte? Oder wurde sie sogar entführt?
Diese drei Fragen stellt man sich als Leser über einen ziemlich langen Zeitraum beim Lesen. Als so langsam Licht ins Dunkel kam, wurde man gleichzeitig mit neuen Fragen konfrontiert. Das eigentliche Thema bzw. der Hintergrund, auf den die Autorin in diesem Thriller anspielen will, fand ich sehr gelungen. Der Weg dorthin war sehr verstrickt und geheimnisvoll, aber auch spannend.

Das Ende ließ mich nicht ganz zufrieden zurück, aber schließlich will man Potenzial für einen zweiten Band haben und dieses ist durch den gewählten Ausgang des Buches auf jeden Fall gewährleistet.
Lesetechnisch kam ich mit dem Schreibstil und dem Aufbau des Romans sehr gut zurecht. Die kurzen Kapitel bringen Schwung in die Geschichte und verleiten zum Weiterlesen.
____________________________________________________________

Der Grundstein konnte mit diesem Band gesetzt werden.
Noras Charakter an sich finde ich spannend. Allerdings bin ich noch etwas zwiegespalten hinsichtlich ihrer Figur. Die Autorin konnte mir nicht ganz deutlich machen, ob ich Nora in die Sparte tough oder schwach einstufen soll.
Es sind von beiden Zügen inhaltliche Spuren zu finden.
In Band 2 werde ich explizit darauf achten, ob es nun Eindrücke von Schwäche oder des selbstzerstörerischen Verhaltens sind, welche Nora zu Handlungen treiben, die für eine starke Persönlichkeit eher untypisch sind.

Des Weiteren hat es mir noch ein wenig an Action gefehlt. Gerade von dem Punkt, dass Nora eine Ex-Soldatin der Canadian Forces ist, habe ich mir mehr spektakuläre Kämpfe erhofft.

Mein Fazit
Mit diesem Reihenauftakt konnte mich die Autorin in mehrerlei Hinsicht neugierig machen. Ich bin sehr gespannt, auf die Figurenentwicklung von Nora. Gespannt, ob sie jemals wieder in der Lage sein wird zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und was aus ihrer Tochter Bonnie wird.
Das Debüt von Sheena Kamal sehe ich als gelungen und freue mich auf mehr.
Da die Autorin hier sehr gelungen auf das eigentliche Thema des ersten Falls hinarbeitete, hoffe ich auch in Folgebänden auf diesen Spannungsaufbau.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

hörbuch

Winter People - Wer die Toten weckt

Jennifer McMahon , Sybille Uplegger , Elisabeth Günther
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 10.03.2014
ISBN 9783899037357
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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185 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

australien, thailand, roman, reihe, lucinda riley

Die Perlenschwester

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 30.10.2017
ISBN 9783442314454
Genre: Romane

Rezension:

Inhaltsangabe
Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d'Aplièse ein Adoptivkind, und ihre Herkunft ist ihr unbekannt. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis – sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen. Ihre Reise führt sie zunächst nach Thailand, wo sie die Bekanntschaft eines geheimnisvollen Mannes macht. Durch ihn fällt CeCe eine Biographie von Kitty Mercer in die Hände – eine Schottin, die vor über hundert Jahren nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fliegt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte...

Meine Meinung
Endlich ist es wieder so weit. Die Leserschaft hat lange drauf gewartet, nun erfahren wir endlich die Geschichte um CeCe.
Aufgrund des Klappentextes klangen für mich die Themen geheimnisvoller Mann, Australien und die Aborigines von Anfang an sehr vielversprechend.

Wer die Reihe „Die Sieben Schwestern“ durchweg verfolgt hat, war wie ich mit Sicherheit gespannt auf die Geschichte zu CeCe, deren eigentlicher Name Celaeno ist und ich liebe diesen Namen. Er klingt traumhaft.
In den vorhergehenden Bänden erscheint sie sehr dominant, fast herrisch, vor allem ihrer Schwester Star gegenüber. Das zurückhaltende Temperament von Star, ließ CeCe immer als Sprecherin für beide auftreten. Aber ein kleiner Punkt ziemlich am Ende des dritten Bandes, in dem die Geschichte von Star erzählt wird, gab mir bereits einen Hinweis, dass CeCe gar nicht so perfekt ist wie sie scheint.
Und so ist es auch. Als wir in dem vierten Band nun aus der Sicht von Celaeno lesen, wird sehr schnell klar, wie anders ihr Charakter wirklich ist. Im Vergleich zu den anderen Bänden ist die Wandlung sehr stark, aber Riley kann dies gekonnt so geschrieben haben, dass uns Lesern erst bei ihrer eigenen Geschichte klar wird, dass sie auch ihre Schatten mit sich führt.
CeCe selbst hält sich nicht für hübsch, ihre Schwestern hingegen sind alle eine Augenweide. Sie leidet unter Legasthenie, welche ihr den Alltag unheimlich erschwert. Sie stößt auf wenig Erfolg in ihrem Kunststudium und zu guter Letzt leidet sie unter einer großen Spinnenphobie.
Dass sie in den anderen Teilen so selbstbestimmend herüberkam, schiebe ich darauf, dass Riley mit Bedacht die introvertierte Star mit ihr verband. So konnte CeCe als stark hervortreten.

Wie immer entführt uns Riley in ferne Länder. CeCe, noch den entstandenen Abstand zu ihrer Schwester Star erst einmal verkraften muss, flüchtet sich an einen Ort, den sie in der Vergangenheit schon mit Star besucht hat, Thailand.
So lernen wir zuerst die Kulisse um Railay Beach in Krabi kennen.

Hier trifft Celaeno auf den im Klappentext genannten Mann, Ace.
Die Zeit mit den beiden fand ich unheimlich schön. Doch Ace verbirgt etwas vor ihr und CeCe reist weiter, um der Geschichte von Kitty Mercer auf den Grund zu gehen. Die zweite Station ist Australien, um genau zu sein, die Küstenstadt Broome. Diese Stadt als Setting spielt vor allem in dem Vergangenheitsstrang des Buches um Kitty Mercer eine große Rolle. Von vornherein kann ich auch in diesem Band wieder sagen, dass mir die Geschichte der Vergangenheit deutlich besser gefallen hat, als die der Gegenwart um CeCe.
Kitty Mercer war eine bemerkenswerte Frau. Als gebürtige Schottin erlebt sie in Australien ein völlig anderes Leben. Hier bringt uns die Autorin vor allem das Perlengeschäft näher.

Am meisten interessieren konnte mich dann tatsächlich die weiterführende Station von CeCe’s Reise. Sie dringt tiefer in das Land Australien ein und wir begegnen Städten wie Alice Springs und Hermannsburg, wobei es sich um eine Aborigines-Gemeinde handelt. Im Nachhinein hätte die Geschichte für meinen Geschmack einen größeren Teil im Outback einnehmen können.
In diesem Part des Buches stoßen wir auch auf die realen Charaktere, die Riley durch gute Recherchearbeit immer in ihre Bücher um die sieben Schwestern einbaut. Darunter ist zum Beispiel der australische Maler Albert Namatjira, aber ich habe hier auch noch andere existierende Personen herausfinden können.

Ein Punkt, der mir positiv aufgefallen ist, dass die Geschichte der Plejaden, welche ja die Grundidee zu der Reihe der sieben Schwestern ist, hier ein wenig intensiver erklärt wird. In Australien hat die Geschichte um das Sternenbild eine schöne Bedeutung und die Frage um die siebte Schwester Merope, welche sich noch nicht zeigt, interessiert mich nun umso mehr.
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Im Großen und Ganzen geht die Reihe weiter, aber im Vergleich zu den ersten drei Bänden kann die Geschichte um CeCe meiner Meinung nach nicht mithalten.
Mit kam die Geschichte um CeCe’s Ursprung und der Outback zu kurz. Dieses Mal konnte mich Riley nicht richtig mitnehmen auf eine Reise.

Umso spannender der Vergangenheitspart um Kitty Mercer wurde, desto fader wurde die Geschichte um CeCe. Tiefer drauf eingehen kann ich in meiner Rezension nicht wirklich, da ich euch sonst zu viel vorwegnehme.

Nach der vierten Geschichte um die Reihe merke ich auch, dass der Weg zu den Wurzeln immer in den entfernteren Generationen endet. Hier erhoffe ich mir in den folgenden Bänden einen etwas anderen Ausgang.
Emotionen kamen mir hier ebenfalls zu kurz.

Der Punkt, der mir an diesem Buch leider am meisten missfiel, war der meiner Meinung nach unnütze Part in Thailand. Ich habe mir hier eine große Lovestory erhofft und dann kam alles ganz anders. Vielleicht war es gewollt, für mich leider nicht befriedigend umgesetzt. Da dieser Teil das Ende des vierten Bandes einnimmt, war ich sehr enttäuscht.

Mein Fazit
Die Hälfte der Schwestern kennen wir nun und ich bin dankbar auch einen tieferen Einblick in die Person Celaeno bekommen zu haben. Nach ihrer Geschichte, werde ich sie in den Folgebänden unter anderen Gesichtspunkten betrachten. Leider hat es mir in diesem Buch an einigen Punkten gefehlt. Der ferne Australien und der Outback passen sehr gut zur Figur CeCe, aber ich hatte das Setting nicht so vor Augen, wie die fernen Länder in den vorhergehenden Geschichten.
Für mich war es der schwächste Band der Reihe.
Lesern, denen die Reihe im Ganzen aber gefällt, sollten diesen Teil auf jeden Fall auch lesen. In der Entwicklung der Reihe möchte ich ihn nicht missen, aber einzeln betrachtet, konnten mich die anderen Charaktere und Storys mehr packen.

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Die Halloweenbraut

Bryan Smith
Fester Einband
Erschienen bei Festa Verlag, 01.01.2017
ISBN B0743K7GZG
Genre: Sonstiges

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mord, rätsel, strand, tarot, familie

Level 26: Dunkle Offenbarung

Anthony E. Zuiker , Alexander Lohmann
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.10.2012
ISBN 9783785760840
Genre: Krimi und Thriller

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