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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Trojaspiel

Marc Höpfner
Flexibler Einband: 536 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 05.03.2007
ISBN 9783453810686
Genre: Historische Romane

Rezension:

Mit Sicherheit eines der faszinierendsten Bücher, das ich je gelesen habe. Man braucht einen langen Atem, aber am Ende ist es so, wie man sich ein spannendes Buch eigentlich immer wünscht: eine eigene Welt, in der man sich verlieren kann, und doch irgendwie aufgehoben ist. Genau das ist es wohl was auch das Bild des Labyrinths bedeutet, das über der ganzen Romanhandlung steht.
„Trojaspiel“ bietet ein Labyrinth an Geschichten - spannend, exotisch, tieftraurig und dann wieder irrwitzig komisch - aus denen immer wieder neue Geschichten entstehen, bis man am Ende begriffen hat, dass es das Lesen selbst ist, das einen zur Auflösung dieser ungewöhnliche Fabel bringt, während man die Helden des Romans begleitet, die die Spuren des Baumeisters „T.L.“ verfolgen. Ein Buch für Bücherliebhaber und Menschen, die das Lesen lieben und dabei etwas entdecken wollen, was auf den Seiten steht und doch jenseits dieser Seiten liegt. „Trojaspiel“ hat mir ein Stück Weisheit für mein Leben mitgegeben - auch wenn das jetzt wahnsinnig tiefgründig und philosophisch klingen mag – und eine unvergessliche, phantastische Geschichte.

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(61)

168 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

14. jahrhundert, cromwell, england, englische geschichte, geschichte, geschichte englands, heinrich viii, henry viii, henry viii., hilary mantel, historie, historienroman, historisch, historischer roman, thomas cromwell

Wölfe

Hilary Mantel , Christiane Trabant
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 09.08.2016
ISBN 9783832161934
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein wirklich lesenswerter historischer Roman, der das Genre auf ein neues Niveau hebt. Nicht immer ganz leicht zu lesen, aber gerade der Versuch der Autorin, den Leser nicht über die bunt ausgemalten historischen Hintergrundgeräusche einer Epoche, oder süffige Bilder von Macht, Reichtum und königlichen Intrigen sondern über minutiöse Figurenzeichnungen und Charakterbilder gefangen zu nehmen zahlt sich aus. Noch nie ist jemand diesen oft besungenen Großfiguren der Geschichte wie Heinrich VIII. oder Cromwell so glaubwürdig so nahe gekommen. Der Roman strotzt vor historischem Detailwissen und besitzt gleichzeitig poetischen Zauber. Ein großer Wurf.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

Ukrainischer Sommer

Marc Höpfner
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei null, 11.12.2013
ISBN B00H8Q6XWS
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch ist kein typischer Krimi, sondern eher eine Art Gegenwartsroman mit Krimihandlung. Aber genau das war es, was mir gefallen hat, denn der Autor hat ausgetretene Pfade verlassen. Die Spurensuche der Hauptfigur Max Lindner in der Ukraine beginnt gleich mit einer Menge von Rätseln, niemand möchte, was seine Mutter betrifft, so recht mit der Sprache herausrücken. Katja Lindner, eine Juristin, hat sich nach dem Reaktorunfall für die Tschernobylopfer eingesetzt, doch Max hat mittlerweile gewisse Verdachtsmomente, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zuging und seine Befürchtungen bestätigen sich. Er trifft nicht nur auf alte Weggefährten seiner Mutter sondern auch auf ihre damaligen Gegner und nähert sich, immer mehr in die Enge getrieben, schließlich einem gefährlichen Geheimnis, dass auch sein eigenes Leben betrifft. Neben den z.T. skurrilen aber auch immer wieder sehr realistischen Figuren des Buches ist ein weiterer Darsteller der Geschichte, wenn man so will, die Ukraine selbst. Schlaglichtartig beleuchtet der Autor die Probleme des Alltags der Ukrainer, Menschen die mit Rechtsunsicherheit und Korruption leben müssen und immer wieder das Beste daraus zu machen versuchen. Besonders gefallen hat mir die Figur von „Bogdan“ einem ausgebufften Schlitzohr, bei dem man nie so richtig weiß, auf welcher Seite er steht, eine „russische Figur“ mit vielen Ecken und Kanten, liebenswert, humorvoll, aber auch irgendwie durchtrieben.
Von mir insgesamt eine absolute Leseempfehlung, auch wenn das Ende des Buches unerwartet heftig war und mir noch immer zu schaffen macht - aber vielleicht sollte es so sein.

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(88)

198 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

arktis, außerirdische, dan brown, geheimnis, meteor, meteorit, nasa, präsident, rachel sexton, spannung, thriller, usa, verschwörung, wahlkampf, wissenschaft

Meteor

Dan Brown , Peter A. Schmidt
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783404175048
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe, wie wohl viele Leser, Dan Brown zunächst über die Verfilmung seines bislang größten Erfolges „Sakrileg“ kennengelernt und mich dann an seine Romane gemacht, weil ich mir gedacht habe, dass, wie so oft, die Bücher den Verfilmungen überlegen sein müssen. Meteor, bislang unverfilmt, ein Buch, das offenbar zwischen „Illuminati“ und „Sakrileg“ entstanden ist, hat mich zunächst sehr gefesselt. Die Geschichte ist eine Mischung aus Wissenschafts- und Verschwörungsthriller, in der es um die Entdeckung eines Meteoriten im ewigen Eis geht, der Spuren von außerirdischem Leben enthält. Auch wenn ich natürlich keine Expertin bin, wirkt vieles an der Geschichte gut recherchiert. Ohne hier etwas verraten zu wollen, wirkt die Auflösung der Story dann jedoch derartig konstruiert, dass man manchmal fast schmunzeln mag. Wenig gelungen sind auch die oft klischeehaft wirkenden Figuren, bei denen sich Brown einfachster Schwarzweißmalerei bedient und die einfach oft nicht glaubwürdig wirken. Das Buch schielt von Anfang an auf seine mögliche Verfilmung, spannende Szenen mit vielen Cliffhangern werden immer filmgerecht inszeniert, das opulente Finale wirkt hier deswegen auf fast lächerliche Weise zu ausgedehnt, und natürlich darf auch die Liebesgeschichte der beiden Hauptfiguren am Ende nicht fehlen. Das alles mutet schließlich dann doch etwas zu ausgedacht und glatt an und kommt auch an die atmosphärisch viel dichteren Robert-Langdon-Romane nicht heran.

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(1.328)

2.482 Bibliotheken, 21 Leser, 7 Gruppen, 125 Rezensionen

antimaterie, dan brown, geheimbund, illuminaten, illuminati, kirche, mord, papst, religion, robert langdon, rom, spannung, thriller, vatikan, verschwörung

Illuminati

Dan Brown , Axel Merz (Übers.)
Flexibler Einband: 716 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.02.2003
ISBN 9783404148660
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im ersten Buch der Robert-Langdon-Reihe glänzt Dan Brown bereits mit dem Talent, das seine Romanreihe um den Harvard-Symbolologen so lesenswert macht. Er untermauert seine Geschichte mit guter Recherche und einer Vielzahl von populärwissenschaftlichen Fakten, die die Story zumeist faszinierend und glaubwürdig wirken lassen – auch wenn er im Detail viel erfindet oder übertreibt. „Illuminati“ ist im Kern ein Verschwörungsthriller, bei dem es um einen alten Konflikt zwischen der katholischen Kirche und den Wissenschaften geht, der einen kirchenfeindlichen Geheimbund dazu bringt, den Vatikan durch eine Reihe von Morden und der Drohung mit einem verheerenden Anschlag herauszufordern. Mir hat gefallen, dass es Brown gelingt, eine Vielzahl von historischen Fakten zur Kirchen- , Religions- und Wissenschaftsgeschichte für seinen Thriller auf faszinierende und gut verständliche Weise aufzubereiten und damit auch alte und neue Mythen des für Außenstehende geheimnisvoll wirkenden Vatikans zu beleuchten.Am Ende flacht der Roman dann doch leider wieder ziemlich ab, weil Dan Brown, auf die Verfilmung schielend, sich auf eine Anhäufung von Knalleffekten verlässt, die wenig realistisch wirken und den schon etwas betagten Harvard-Professor zu einem kaum glaubwürdigen Action-Helden mutieren lassen, der –natürlich – auch seine schöne Mitstreiterin, nachdem die Bösewichter besiegt sind, im Arm halten darf.

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(1.091)

1.825 Bibliotheken, 8 Leser, 14 Gruppen, 100 Rezensionen

boston, chirurgin, gerichtsmedizin, jane rizzoli, krimi, maura isles, medizin, mord, serienmörder, spannung, tess gerritsen, thomas moore, thriller, usa, vergewaltigung

Die Chirurgin

Tess Gerritsen ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.06.2004
ISBN 9783442360673
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Gerritsens erstem Thriller aus der Krimiserie um die Polizistin Jane Rizzoli bekommt es die Ermittlerin mit einem geheimnisvollen Frauenmörder zu tun, der seine Opfer grausam verstümmelt und aufgrund seiner medizinischen Fachkenntnisse „der Chirurg“ genannt wird. Der Mörder hat es insbesondere auf eine Ärztin abgesehen, die ihm und seinem Komplizen schon einmal entwischen konnte. Tess Gerritsen, selbst gelernte Ärztin, verlässt sich bei diesem Thriller auf ihre Berufskenntnisse, Krankenhausszenen und die Verwendung medizinischen Fachwissens nehmen einen breiten Raum ein. Von einem klassischen Thriller unterscheidet sich auch der Versuch der Autorin hier noch eine halbherzige Liebesgeschichte einzubinden, so dass „die Chirurgin“, auch aufgrund des oft „gefühligen“ Schreibstils, den Gerritsen verwendet, sich wohl eher an ein weibliches Publikum richtet. Auch ich war von diesem Krimi durchaus angetan, finde jedoch, dass er im Verhältnis zu Werken anderer Autoren dieses Genres Spannungsdefizite hat.

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(563)

1.027 Bibliotheken, 12 Leser, 11 Gruppen, 63 Rezensionen

amerika, boston, chirurg, fbi, jane rizzoli, krimi, maura isles, mord, rizzoli, serienmörder, spannung, tess gerritsen, thriller, usa, vergewaltigung

Der Meister

Tess Gerritsen ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.08.2005
ISBN 9783442362844
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der zweite Thriller aus der Krimi-Reihe um die Bostoner Ermittlerin Jane Rizzoli konnte mich leider nicht mehr überzeugen. Er ist mehr oder weniger ein Aufguss des ersten Falles, der die Jagd auf den „Chirurgen“ behandelt und in dem es neben zahlreichen durchaus grusligen Forensik-Szenen auch wieder eine halbgare Liebesgeschichte gibt, diesmal zwischen der schon manchmal etwas nervigen Rizzoli und einem FBI-Agenten – das alles war leider nicht mein Fall. Etwas lustlos und wenig überzeugend wirkte auch das überraschende Ende des Buches, das die Motive des ersten Rizzoli-Falles insgesamt nur einfallslos zu recyceln scheint.

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(237)

427 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

bauernhof, der hof, drogen, england, familie, flucht, frankreich, geheimnis, hof, mord, schweine, simon beckett, spannung, südfrankreich, thriller

Der Hof

Simon Beckett , Juliane Pahnke ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 31.07.2015
ISBN 9783499268380
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Der Hof“ war mein erster Thriller von Simon Beckett – und bestimmt nicht der letzte. Die Geschichte um einen jungen Mann mit dunkler Vergangenheit, der, offenbar auf der Flucht, und mit Rauschgift im Gepäck, auf einem französischen Bauernhof Zuflucht findet und dort auf eine unheimliche Familie trifft, die nicht weniger zu verbergen hat, als er selbst, ist eigentlich unspektakulär und hat durchaus einige Längen, aber Beckett versteht es, während er scheibchenweise die Hintergründe seiner Story aufdeckt, eine dichte und unheimlich-gruslige Erzählatmosphäre zu erzeugen, die faszinieren kann. „Der Hof“ ist kein typischer Krimi, aber gerade das ist es, was mir wieder einmal gefallen hat, weil es „typische“ Krimis eben auch wie Sand am Meer gibt.

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(2.906)

3.975 Bibliotheken, 27 Leser, 13 Gruppen, 180 Rezensionen

carl morck, carl mørck, dänemark, entführung, erbarmen, folter, jussi adler-olsen, kopenhagen, krimi, mord, rache, sonderdezernat, sonderdezernat q, spannung, thriller

Erbarmen

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423212625
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der erste Band der Krimireihe um den eigenwilligen aber erfolgreichen Ermittler Carl Moerk vom „Sonderdezernat Q“ hat mich nicht wirklich überzeugt. Auslösend für die Lektüre war wieder einmal die Empfehlung einer Kollegin, die „Erbarmen“ besonders als Psychothriller lobte. Gerade in diesem Punkt hat mich das Buch, in dem es um den von der Polizei schon fast vergessenen Fall einer entführten Politikerin geht, die für tot gehalten wird, aber tatsächlich von einem unsichtbaren Feind in einem Gefängnis gehalten und gequält wird, jedoch nicht überzeugt. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Auflösung am Ende lässt diesen ersten Moerk-Krimi ziemlich spekulativ und konstruiert wirken. Die Motivation für den grenzenlosen Hass des Täters war für mich nicht überzeugend. Ein weiterer Knackpunkt des Buches sind die oft hölzern und schablonenhaft wirkenden Dialoge und schließlich auch die Figuren selbst, in die wenigstens ich mich kaum hineinversetzen kann, dafür wirken sie einfach nicht lebendig genug. Trotz der streckenweise durchaus spannenden Lektüre blieb am Ende für mich deswegen ein schaler Nachgeschmack.

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134 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

erbin, erbschaftsangelegenheit, gericht, gerichtsroman, gerichtsthriller, geschichte, geschworene, grisham, john grisham, jury, kritik, leihbuch, selbstmord, testament, thriller

Die Erbin

John Grisham , Imke Walsh-Araya , Kristiana Dorn-Ruhl , Bea Reiter
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453418462
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer John Grisham kennt, weiß, dass man sich bei seinen Gerichts- und Anwaltsthrillern immer auf solide, gut recherchierte Stories mit plausibler Handlung und realistisch wirkenden Figuren sowie einem manchmal etwas dröge wirkendem Humor verlassen kann.
Auch „die Erbin“ erfüllt diese Erwartungen: Nach dem Selbstmord des reichen, aber schrulligen und egozentrischen Seth Hubbard, versetzt ein unerwartetes Testament seine geldgierige und von Seth wenig geliebte Familie in helle Aufregung. Ausgerechnet seiner Haushälterin Lettie Lang, einer Schwarzen, soll sein gesamtes, nicht unerhebliches Vermögen zufallen. Seths Familie geht gegen die bescheiden und harmlos wirkende Haushaltshilfe vor und versucht sie zu diskreditieren. Letties Anwalt findet jedoch bald heraus, das Seth für sein unerwartetes Testament womöglich gute Gründe gehabt haben könnte.
Auch in „Die Erbin“ hat es der Leser wieder mit einem sorgfältig erzählten, hinsichtlich seiner juristischen Fakten gut recherchierten Fall mit glaubwürdigen Figuren zu tun, der trotz seiner nicht gerade reißerischen Story keine Langeweile aufkommen lässt. Die nach und nach enthüllte Geschichte eines lange zurückliegenden Verbrechens fesselt den Leser trotz des wie immer eher sachlichen Tonfalls Grishams und der versöhnliche Ausklang im Finale zeigt, das Grisham in seinen Geschichten immer wieder auf kluge Weise menschliches Augenmaß zu bewahren weiß.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

04-2018, buch, fbi, grisham, justiz, krimi, leihbuch, online, usa, virginia

Das Komplott

John Grisham , Imke Walsh-Araya , Bea Reiter
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.12.2014
ISBN 9783453418028
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch erzählt die Geschichte eines wegen angeblicher Geldwäsche zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilten Anwalts, Malcolm Bannister, der dem FBI einen Deal anbietet, um sich seine Freiheit zu erkaufen. Bannister will der Bundespolizei den Killer eines vor kurzem ermordeten Bundesanwalts nennen, den er während seiner Haft kennengelernt hat.
Bannisters Plan scheint zu gelingen, doch rasch ist in der sich dann entwickelnden Geschichte alles anders als es zunächst den Anschein hatte und der Leser wird mit einer Vielzahl von unerwarteten Wendungen und einem überraschenden Finale konfrontiert.
Ein sehr gelungener und kurzweiliger Thriller-Coup von Grisham, der hier mit einer trickreichen und schlau konstruierten Story brilliert, die man sich auch gut auf der Leinwand vorstellen kann.

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(191)

363 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 17 Rezensionen

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Der Mann, der kein Mörder war

Michael Hjorth , Hans Rosenfeldt , Ursel Allenstein , any.way
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.01.2013
ISBN 9783499256707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin auf das Autorenduo gestoßen, weil Hjordth und Rosenfeldt immer wieder auf den Bestsellerlisten zu finden waren und ich die Beschreibung des unkonventionellen Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann interessant fand, ein genialer Ermittler, Frauenheld und Kotzbrocken, das klingt zwar nicht unbedingt neu, aber vielversprechend, vielleicht sogar nach etwas Humor, und der Klappentext von „Der Mann der kein Mörder war“, verheißt viel Spannung. Die Geschichte des Mordes an einem Schüler, der zunächst nach einem Fall von besonders grausamen Mobbing aussieht, versucht die Frage der „Schuld“, auf vielfältige Weise zu beleuchten und zeichnet sich vor anderen Kriminalromanen vor allem dadurch aus, dass auch Nebenfiguren ausführlich entwickelt werden. Figurenzeichnungen, die den Leser in die Psyche der Protagonisten eindringen lassen, fördern immer neue Aspekte einer Schuld zu Tage, die nicht nur das Delikt des Mordfalls selber betrifft. Aber oje, das Buch ist wenigstens in der ersten Hälfte in seiner Langatmigkeit oft eine Qual, von Erzählökonomie haben die beiden Autoren scheinbar noch nie etwas gehört. Endlos ausgewalzte Szenen, die die Ermittlungen nicht weiter bringen, seitenweise Beschreibungen von Figuren und Milieus, die nicht gut genug sind, um literarisch zu sein und im Krimi für Langeweile sorgen, lassen den Roman hoffnungslos überdehnt wirken. Ich hatte ihn eigentlich schon beiseitegelegt und ihn dann nur weitergelesen, weil mir auf einer Zugfahrt langweilig wurde. Das Finale ist wieder durchaus spannend, hat mich aber aufgrund der zähen ersten Hälfte schon nicht mehr begeistern können. Insgesamt ein sehr gemischter Eindruck, gute Figuren, aber eine ziemlich misslungene Dramaturgie und definitiv kein „Pageturner“.

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1.043 Bibliotheken, 23 Leser, 3 Gruppen, 51 Rezensionen

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Friedhof der Kuscheltiere

Stephen King , Christel Wiemken
Flexibler Einband: 606 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435797
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wie immer kommt das Grauen bei Stephen King, dessen Romane immer etwas weitschweifiger angelegt sind, auf leisen Sohlen. Die Geschichte der Familie Creed, die ein neues Heim bezieht, das in der Nähe eines ungewöhnlichen Friedhofs liegt, dessen Geheimnis nur der kauzige Nachbar Crandall zu kennen scheint, beginnt wie ein gewöhnlicher Familienroman, was die sich nach und nach entwickelnde Horrorgeschichte jedoch um so beklemmender macht. Man erkennt sich in den Creeds, ihren Ängsten und Sorgen und ihrem familiären Zusammenhalt wieder, und auch der Wunsch, ein geliebtes Wesen, das zu früh gegangen ist, halten zu wollen, ist sicherlich den meisten Menschen nicht unvertraut. Auch wenn das Buch am Ende mit den üblichen schaurigen Szenen und Bildern des Horror-Genres aufwartet, ist „Friedhof der Kuscheltiere“ insgesamt jedoch beunruhigend realistisch.

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Underground

Lee Child , Wulf Bergner
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 10.09.2012
ISBN 9783764503680
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im 13. Roman der Jack-Reacher-Reihe wird der Ex-Militärpolizist während einer U-Bahn-Fahrt in einen Kriminalfall verwickelt, der den unkonventionellen Ermittler schließlich in eine Konfrontation mit Geheimdiensten, dem FBI und Terrorristen zwingt: es geht um Geheiminformationen, an denen eine afghanische Terrorgruppe Interesse hat. Wieder ist es die die erfolgreiche Salamitaktik des schrittweise Enthüllens von für das Verständnis der Story notwendigen Informationen, in denen sich Lee Child als meisterlich erweist, und wieder wirkt die Auflösung des Buches am Ende etwas konstruiert, wenngleich nicht annähernd so enttäuschend wie bei "Outlaw" meinem ersten Reacher-Leseerlebnis. Aber auch hier tritt Jack Reacher als der fast allwissende und nahezu unbesiegbare und furchtlose Vollstrecker auf, eine Art Supermann im Landstreicherkostüm. Man kann über diese Figur sagen was man will, aber sie erinnert an die unkaputtbaren Kino-Actionhelden der Achtzigerjahre und ist eigentlich vollkommen retro und unrealistisch, aber in dieser Hinsicht fast schon wieder komisch. Manchmal sind die kurzen Sätze, in denen Child seine Romane schreibt, etwas gewöhnungsbedürftig, auf der anderen Seite ist es sehr viel leichter in diese einfach zu lesenden Krimis hineinzukommen, wenn man das Buch mal ein paar Tage aus Zeitgründen aus der Hand legen musste. Fazit: spannend zu lesen, aber danach auch schnell vergessen.

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51 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

colorado, fremdenfeindlich, jack_reacher, jack reacher-roman, militär, reacher, sekten, thriller

Outlaw

Lee Child , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.01.2013
ISBN 9783442371631
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mein erster Reacher Roman hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Mit der Story von "Outlaw" in der Reacher in einer düsteren und feindseligen Stadt, deren Bürger etwas zu verbergen scheinen Nachforschungen anstellt, fühlt man sich fast in einen Kafka-Roman hineinversetzt.
Die Stadt "Despair" (Verzweiflung) scheint ein beklemmend wirkungsvoll abgeschotteter und bedrohlicher Ort zu sein, in dem ein undurchdringliches Unheil lauert. Bei diesem Roman kann man sehr genau nachvollziehen, wie Lee Child Spannung aufbaut, eigentlich auf exemplarische und sehr einfache Weise, in dem er dem Leser ständig im Unklaren darüber lässt, worum es in dieser Geschichte eigentlich geht. Jeder Schritt, jedes Ermittlungsergebnis wirft neue Rätsel auf, dass Dickicht des Nichtwissens wirkt irgendwann jedoch so systematisch überdehnt, dass die Auflösung am Ende etwas mager anmutet und nicht mehr überzeugen kann. Lee Child scheint seine Thriller sehr plotorientiert und planvoll strukturiert zu schreiben, bei diesem Roman scheint die genaue erzählerische Kalkulation jedoch – wenigstens für mich - keine Früchte zu tragen, denn "Outlaw" wirkt am Ende einfach nur enttäuschend konstruiert und unrealistisch.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Haus in der Parkallee

Marc Höpfner
E-Buch Text: 450 Seiten
Erschienen bei null, 17.12.2014
ISBN B00R5AT6HG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dicke Leseempfehlung von mir, das Buch hat mich über die Lametta-Langeweile der Feiertage gerettet und das war eine echte Überraschung für mich. Ich lese zur Zeit zwar viele Krimis und Thriller, weil ich beruflich viel unterwegs bin und dabei auch viel Zeit im Zug verbringe. Leider fehlt es mir bei dieser Gattung Buch häufig an Figuren, die realistisch sind, einen wirklich berühren und auch noch in einer lebendigen Sprache sprechen. Was folgt ist daher häufig ein gewisser Lesekater, wenn man den Krimi aus der Hand legt. Man ist zwar spannend unterhalten worden, aber das war es auch schon, die Figuren bleiben nicht hängen, die Geschichte hat keinen Nachhall, und man fragt sich, ob man nicht lieber etwas anderes hätte lesen sollen.
"Das Haus in der Parkallee" hat mich jedoch ziemlich umgehauen. Die Geschichte ist superspannend und originell, die Figuren sind menschlich glaubwürdig und gehen einem wirklich nahe. Sie besitzen Tiefenschärfe, eine nachvollziehbare Psychologie und sogar die Nebenfiguren sind gut ausgeleuchtet. Die Folge ist, dass einen die ohnehin schon faszinierende Handlung noch stärker berührt. Sehr gelungen, wenn nicht meisterlich fand ich auch die Balance zwischen Krimi und Horror, man weiß streckenweise wirklich nicht, ob hier alles noch "real" ist, oder ob man sich hier nicht eher in einer Horrorgeschichte à la Stephen King befindet. Mich hat das Buch jedenfalls eine schlaflose Nacht über die etwas zähen Feiertage gekostet und dafür gibt es 5 Punkte.

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(138)

237 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

elektrizität, familie, frankenstein, gelesen 2015, gitarre spielen, glaube, glaubensabfall, grauen, horror, reviva, revival, roman, spannung, stephen king, thriller

Revival

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.03.2015
ISBN 9783453269637
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

enn Stephen King als Autor etwas beherrscht, dann ist es, das Grauen in die vertraute Normalität des Alltags einzubetten und den Leser durch die Schilderung von zunächst alltäglichen Szenen langsam an das Entsetzen heranzuführen. Dies ist, im Gegensatz zum Vorgehen anderer Autoren, deren Geschichten gleich mitSplatterszenen beginnen und gewissermaßen mit der Tür ins Haus fallen, eine subtile Methode, und natürlich ist das im Horror-Genre nicht jedermanns Sache. Ich bin gewiss kein Anhänger von drastischen Horror-Romanen und schätze Stephen King vor allem als großartigen Autoren und Chronisten der "amerikanischen Befindlichkeit", durch den wir mehr über die amerikanische Kultur aber auch den Menschen im Allgemeinen lernen, als viele Anhänger der literarischen Hochkultur von Philip Roth bis Jonathan Franzen wahrhaben wollen.Aber bei "Revival" habe ich mich doch durch einige Längen quälen müssen, Stephen King hat es bei diesem Roman mit seiner obligatorischen Spannungsverzögerung doch etwas übertrieben. Die Geschichte über den durch Trauma und Verlust wahnsinnig gewordenen Priester, der die "Mächte der Finsternis" heraufbeschwört, ist am Ende doch etwas zu dünn und hätte auch auf wesentlich weniger Seiten und dafür spannender erzählt werden können.

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1.160 Bibliotheken, 46 Leser, 1 Gruppe, 124 Rezensionen

blackout, chaos, deutschland, dystopie, europa, hacker, katastrophe, marc elsberg, spannung, strom, stromausfall, stromversorgung, terror, terrorismus, thriller

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

Marc Elsberg
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.06.2013
ISBN 9783442380299
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Blackout ist sicherlich ein wichtiges Buch, dessen Szenario eines flächendeckenden Stromausfalls gut recherchiert ist. Trotzdem habe ich mich streckenweise durch die überlange Story quälen müssen, weil es dem Autor einfach nicht gelingt, emotional berührende und glaubwürdige Figuren zu zeichnen. Es gab hier keinen einzigen Protagonisten, der emotional wirklich zu mir durchgedrungen ist, deswegen konnte ich das Buch auch nicht wirklich spannend finden. Die - gut recherchierten - technischen Beschreibungen des allgemeinen Chaos standen für den Autor immer im Mittelpunkt, die Figuren waren lediglich ein paar Farbtupfer mit denen die Kulisse des Blackouts ausgemalt wurden.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, verfilmt

Solo für Klarinette

Elsa Lewin
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann
ISBN 9783442442294
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin auf den Roman im Bücherschrank einer Freundin gestoßen, die es sich nach der Verfilmung mit Götz George und Corinna Harfouch gekauft hatte, die damals trotz einer etwas überladenen Story - wie meine Freundin findet -aufgrund von teilweise drastischen Erotik- und Gewaltszenen ein großes Medienecho fand. Das Buch erzählt über eines Kommissars, der die Ermittlungen in einem Mordfall übernimmt und dabei auf die geheimnisvolle Anne trifft und ihrem besonderen Charme erliegt, um schließlich festzustellen, daß Anne ein dunkles Geheimnis hat, das im Zusammenhang mit dem Mord steht.
Ein sehr düsteres Buch, dass mich jedoch fasziniert hat.Der Autorin gelingt, ohne dabei zu prätentiös oder langatmig zu werden, eine einfühlsame Charakterstudie ihrer beiden Protagonisten, die wie fast alle Figuren des Buches, gebrochene an ihrem Leben leidende Menschen sind.
Wie Anne ist auch der frisch von seiner Frau getrennte Kommissar, ein einsamer, nach innen gewandter Einzelgänger, der mit dem besonderen Instinkt seiner Lage und der professionellen Menschenkenntnis des Kriminalisten ausgestattet, schnell ahnt, daß Anne eine verwandte Seele ist.
In der dunklen, von trostlosen Stimmungen, betrogenen Gefühlen und unterdrückten Leidenschaften geprägten Figurenanordnung des Buches beginnt sich die tastende Zuneigung zwischen dem Ermittler und Anne, gewissermaßen wie ein zartes Pflänzchen als leiser Hoffnungsschimmer zu entwickeln, über dem jedoch schon früh der Verdacht schwebt, daß Anne's freudloses Leben ein dunkles Geheimnis birgt.

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Die Entdeckung des Hugo Cabret

Brian Selznick , Uwe-Michael Gutzschhahn , Brian Selznick
Flexibler Einband: 543 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.03.2010
ISBN 9783570221181
Genre: Kinderbuch

Rezension:

ch habe das Buch zufällig entdeckt, nachdem ich schon vor einer Weile die wunderbare Verfilmung gesehen hatte. Auch das Buch ist sehr gelungen und keineswegs nur für Kinder geeignet ;-).
Die Geschichte ist faszinierend :
Der Waisenjunge Hugo Cabret lebt in den verborgenen Gängen hinter den Wänden des Pariser Hauptbahnhofes. Sein einziger Freund ist ein kaputter Roboter, eine Hinterlassenschaft seines verschollenen Vaters, eines Uhrmachers, der die zahlreichen Zeitmesser der Bahnstation gewartet hat und dessen geheimer Nachfolger Hugo geworden ist.
Hugos größter Wunsch ist es, seinen Roboter, den der Uhrmacher einmal unter den ausrangierten Exponaten eines Museums entdeckt hatte, zu reparieren, denn er glaubt fest daran, daß der Automat ihm eine Botschaft seines Vaters übermitteln kann.
Hugos Welt ist der Bahnhof: in dem weitläufigen mit Cafés und Ladengeschäften ausgestatteten Gebäude stiehlt er, was er zum Leben und für die Reparatur seines Automaten braucht.
Eines Tages erwischt ihn der mürrische Spielzeughändler Georges bei einem weiteren Diebstahl und nimmt Hugo das Notizbuch seines Vaters weg, in dem auch die für die Reparatur des Roboters notwendigen Skizzen und Anleitungen enthalten sind.
Georges droht, das Buch zu verbrennen. Aber von Georges lebhafter Patentochter Isabelle, die sich zu dem geheimnisvollen Hugo hingezogen fühlt, erfährt der Junge, daß der Spielzeughändler das Buch keineswegs verbrannt hat, sondern daß es ihm – im Gegenteil - viel zu bedeuten scheint...
Um das Buch zurückzubekommen, beschließt Hugo für den Spielzeughändler zu arbeiten.
Er repariert defektes Spielzeug und lernt dabei Tricks und Kniffe, die ihm helfen, die Reparatur seines Roboters abzuschließen.
Aber etwas Entscheidendes fehlt, um den Roboter zum Leben zu erwecken: ein kleiner Schlüssel, der in das herzförmige Schloss des Automaten passen muß, um ihn aufzuziehen.
Isabelle ist zu Hugos ständiger Begleiterin geworden. Sie begeistert sich für Bücher und für das Kino, das ihr Georges jedoch verboten hat.
Bei einem gemeinsamen Kinobesuch erinnert Hugo sich daran, wie sehr sein Vater das Kino geliebt hat. Der erste Film, den der Uhrmacher jemals gesehen hatte, war eine merkwürdige Geschichte, bei der eine Rakete in das Auge des „Mannes im Mond“ flog.
Hugo fasst immer mehr Vertrauen zu Isabelle und schließlich entdeckt er, daß sie einen Schlüssel in der Form eines Herzens um den Hals trägt - den Schlüssel, den er immer schon gesucht hat.
Hugo führt Isabelle in sein verborgenes Reich und tatsächlich gelingt es den beiden, den Roboter mit dem Schlüssel aufzuziehen und in Gang zu setzen.
So, mehr wird nicht verraten!
Für mich war die Lektüre des Buches ein großes Vergnügen.Die Hauptfiguren sind die Kinder Hugo und Isabelle, die – jedes auf seine Weise – in einer eigenen Welt gefangen sind. Hugo lebt ausschließlich in den düsteren Winkeln des Bahnhofs und Isabelle, deren leibliche Eltern früh verstorben sind, hat ihr geistiges Zuhause in der romantisch-phantastischen Welt ihrer Bücher und Filme gefunden. Der Leser folgt diesen beiden außergewöhnlichen Verbündeten gegen die „normale“ Welt der Erwachsenen sofort mit großer Sympathie. Dem Autoren gelingt es, seine beiden Protagonisten mit großer Einfühlung zu zeichnen ohne seine Geschichte damit der Sentimentalität auszuliefern. Protagonisten und Nebenfiguren sind nicht einem schlichten Realismus gemäß entworfen, sondern wirken überhöht und gleichzeitig verschroben und ähneln damit den Figuren eines Märchens
Ein wunderbares Buch, auch für Erwachsene!

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Der Tod kommt nach Pemberley

P.D. James , Michaela Grabinger , Eva Michaelis
Audio CD
Erschienen bei Argon, 07.03.2013
ISBN 9783839812389
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman ist eine "mashup novel" der erfolgreichen britischen Krimiautorin P. D. James und erzählt eine Fortsetzung des Jane Austen-Klassikers "Stolz und Vorurteil", welcher mit weltweit etwa 20 Millionen verkauften Exemplaren als einer der erfolgreichsten Romane der englischsprachigen Literatur gilt.
Der Krimistoff setzt sechs Jahre nach dem Ende der Austen-Geschichte ein: Kabale und Liebe rund um die Bennett-Schwestern und ihre Freunde, Bekannten und Galane sind beendet, Elizabeth und Jane glücklich verheiratet, als es plötzlich zu einem Rückschlag kommt, in dessen Mittelpunkt erneut der leichtsinnige Schwerenöter des Austen-Romans steht: George Wickham - diesmal wird er des Mordes an seinem Armeefreund Denny verdächtigt.
Die Figuren, die der Roman aufbietet, leben zur Hauptsache über den Nachhall des Austen-Romans, der die Protagonisten von "Stolz und Vorurteil" zu ähnlich unvergesslichen und unverrückbaren Kultfiguren innerhalb des literarisch-kulturellen Bewusstseins der Briten und einer weltweiten Leserschaft gemacht hat, wie diejenigen von Charles Dickens.
Der souverän gearbeitet Krimi beeindruckt mit stimmigen Figuren und geschliffenen Dialogen, die Erzählatmosphäre des Herrenhauskrimis bietet innerhalb des Genres zwar keine Hochspannung an, ist aber vor allem für Fans des berühmten Austen-Romans geradezu ein "Muss".

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8.058 Bibliotheken, 32 Leser, 15 Gruppen, 168 Rezensionen

dan brown, frankreich, heiliger gral, kirche, leonardo da vinci, louvre, maria magdalena, mord, paris, religion, robert langdon, sakrileg, spannung, thriller, verschwörung

Sakrileg - The Da Vinci Code

Dan Brown ,
Flexibler Einband: 618 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.04.2006
ISBN 9783404154852
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Keine Frage, Dan Browns bislang erfolgreichstes Buch und der Grund für seinen internationalen Durchbruch als Thrillerautor ist auch sein bislang bester Roman. Ich habe beim Lesen kaum eine Pause machen können, hier stimmt einfach alles. Die Story um die durch die katholische Kirche aus ideologischen Gründen unterdrückte „Wahrheit“ der Jesus-Vita ist packend dargestellt und benutzt genau die richtige Mischung an Fakten, Mutmaßungen und Erfindungen, die in die Geschichte hineinzieht. Man kann vieles nachlesen, es stimmt - auch wenn die Details von Dan Brown natürlich zum Wohl des Spannungsaufbaus gnadenlos verzerrt werden. Fesselnd wirkt auch der Aufbau des Romans, der seine Geschichte als eine ausgedehnte Verfolgungs- und Schnitzeljagd erzählt, die es am Ende nicht wieder mit einem unglaubwürdigen Action-Feuerwerk versucht, wie in früheren Dan Brown-Romanen, sondern einen ruhigeren aber deutlich glaubwürdigeren Ausklang findet.

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pflegefamilie, 1970er jahre, jugend

Gilly Hopkins - Eine wie keine

Katherine Paterson , Sibylle Schmidt , Franziska Harvey
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 26.03.2015
ISBN 9783737351683
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch erzählt die Geschichte des 11-jährigen Pflegekindes Galadiel „Gilly“ Hopkins, das sich im Verschleißen von Pflegefamilien ein dickes Fell zugelegt hat und sich insgeheim an den Traum klammert, von seiner Mutter, die in der Phantasie des Mädchens - ohne einen realen Grund - idealisiert wird, eines Tages zurückgeholt zu werden.
Das Buch zeichnet überaus berührende und sympathische Protagonisten, die, auch wenn sie in ihrem Gutmenschentum eher märchenhaft wirken, innerhalb der Geschichte bestens funktionieren.
Man könnte diese Figuren, so wie die Geschichte selbst, zu sentimental oder rührselig finden, aber kaum jemand wird sich trotzdem ihrem Charme entziehen können, der bei aller gemachten Schrägheit der Protagonisten nicht künstlich wirkt. Das gilt auch und vor allem für Gilly, ein Pflegekind, dass sich aus Gewohnheit seit Jahren kratzbürstig und aufsässig gibt, um eine allzu enge Bindung an ihre häufig wechselnden Pflegefamilien zu vermeiden, bis schließlich ihre raue Schale durch die alles andere als perfekte, aber voller Liebe hinter ihr stehende Familie von Maime Trotter sachte aufgelöst wird. Der Autorin gelingt es mit großer Behutsamkeit, die fließenden Grenzen zwischen kindlichem Eigensinn, charakterlicher Robustheit und innerer Verlorenheit deutlich zu machen und schafft mit Gilly eine Figur, für die sich der Leser schnell erwärmen kann und die er nicht so schnell vergessen wird.

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deutschland, frankfurt, hochspannung, journalistin, kindesmissbrauch, krimi, missbrauch, mord, nele neuhaus, oliver von bodenstein, pädophile, pia kirchhoff, spannung, staatsanwalt, taunus

Böser Wolf

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548285894
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seit einiger Zeit ist Nele Neuhaus ein deutsches Krimi-Schwergewicht, an dem man als Vielleser wie ich nicht vorbeikommt, jedenfalls wenn man gelegentlich auch die Spiegel-Bestsellerliste konsultiert, um sich Orientierung zu verschaffen. Obwohl ich eigentlich keine typische Krimileserin bin, weil ich eher selten (in letzter Zeit aber immer öfter) ins Krimiregal greife, fiel mir die Entscheidung diesmal leicht. „Böser Wolf“ war ein Geschenk von einer Kollegin, natürlich Krimi-Fan, die meinte, dass es nicht anginge, dass ich noch kein Buch von Neuhaus gelesen habe, weil deren Bücher speziell etwas für weibliche Leser dieses Genres seien.
Böser Wolf erzählt die Geschichte eines mysteriösen Mädchenmordes, bei dem die Frankfurter Ermittler Bodenstein und Kirchhoff einer Verschwörung von Kinderschändern auf die Spur kommen, die in höchste gesellschaftliche Kreise führt. Soviel zur Handlung. Das Buch hat mir gefallen, aber mich nicht gerade umgehauen. Gut war der Detailreichtum der Geschichte, der eine realistische Erzählatmosphäre erzeugt. Die Autorin hat einen Sinn für die vielen kleinen Nebengeräusche der Handlung, die oftmals besser erzählt werden, als die Geschichte selbst. Gestört haben mich die oft etwas hölzern wirkenden Dialoge und mehr noch, dass die Auflösung des Falls sehr früh vorhersehbar war – so etwas ist eigentlich Gift für einen Krimi, besonders dann, wenn man sich immer wieder darüber wundern muss, dass die Ermittler selbst naheliegende Spuren nicht sofort verfolgen, und man sich als Leser immer wieder dabei ertappt, den erfahrenen Kriminalisten durch einfaches Kombinieren meilenweit voraus zu sein. Gestört hat mich auch, dass immer wieder Markennamen genannt werden, beim Iphone so penetrant oft, dass man sich fragt, ob der Roman womöglich von Apple gesponsert ist – aber Spaß beiseite. Das Buch ist gut geschrieben, doch in Sachen Spannung und darum geht es beim Krimi ja eigentlich, eher enttäuschend. Wohlmöglich liegt das an der etwas hausbackenen Dramaturgie der Story, da habe ich - allerdings nicht von deutschen Autoren - schon sehr viel Besseres gelesen.

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deutschland, krimi, krimi-reihe, mord, nele neuhaus, oliver von bodenstein, organhandel, organspende, organtransplantation, pia kirchhoff, profiler, rache, sniper, taunus, taunuskrimi

Die Lebenden und die Toten

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.09.2015
ISBN 9783548287768
Genre: Krimi und Thriller

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