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45 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, starke frau, ostsee, krieg, schicksal

Die Villa am Meer

Micaela Jary
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442485956
Genre: Romane

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53 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, insel, schottland, anne sanders, herz

Mein Herz ist eine Insel

Anne Sanders
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 27.03.2017
ISBN 9783764505936
Genre: Liebesromane

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

zwei wege, hamburg, schottland, leicht zu lesen, manuela inus

Auch donnerstags geschehen Wunder

Manuela Inusa
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.03.2017
ISBN 9783734103513
Genre: Liebesromane

Rezension:

Es ist Hamburger Dom, Frühjahrsmarkt. Seit einigen Monaten ist Marianne wieder Single und lebt mit ihrem Kater Jonny Depp ;glücklich und zufrieden'. Den Mann an ihrer Seite hat sie verlassen, nachdem sie ihn beim Fremdduschen erwischte. Nein, sie war nicht unzufrieden, aber dennoch fehlte etwas. Tasha, ihre alte Freundin, schleppt sie an diesem Wochenende auf den Dom. Dort steht der Wagen einer Wahrsagerin. Diese macht einige Aussagen über Mariannes Zukunft, doch wenn man nicht daran glaubt, wirkt es lächerlich.Es heißt "Ich sehe Schottland" und dort würde sie ihre große Liebe finden. In Mariannes Augen alles nur Quatsch, fauler Zauber. Und dennoch, Zweifel bleiben. Zumal Tasha immer wieder nachfragt, wann sie endlich nach Schottland fliegen würde. Im Nacken saß Marianne auch noch Silvia, die sie unbedingt auf eine Kaffeefahrt mitnehmen wollte. Silvia war nach siebenundzwanzig Jahren Ehe von ihrem Mann verlassen, nachdem er sich geoutet hatte und mit seinem Partner nach Ibiza gezogen war.

Gab es ihn, den Traummann und das ewige Glück? So wie bei Eva und Hugo. Fast fünfzig Jahre waren sie verheiratet. Ein glückliches Paar. Eva gehörte das Cafe, in dem Marianne arbeitete und das sie mit ihren leckeren Keksen belieferte.
… denn Backen war neben Filmegucken ihr liebstes Hobby. Sie hatte schon immer so gerne und so viel gebacken, dass sie viel zu viele Kekse übrig gehabt hatte ... und irgendwann mal mit in den Laden gebracht ...
Zitat S. 9

Kapitel 7 Monday evening, … etwas erstaunt nahm ich dies wahr und las weiter. Gute zehn Seiten weiter Kapitel 8 Montagabend gleicher Anfang und so geht es dann durch bis fast zum Ende.
Also zwei Handlungsstränge, einmal real und dann als "Fantasie". Oder hatte das Lesen von Diana Gabaldons Highland-Saga bewirkt, dass Marianne einen Sprung in eine Geschichte bewirkte, wie sie hoffentlich ablaufen könnte? War es wirklich eine Vision? Zwei Handlungsstränge, die parallel ablaufen?
Leider muss ich sagen, dass die "imaginäre" Reise der Marianne nach Edinburg, ihre Erlebnisse dort  die reale Handlung in den Schatten stellt.
Mir hat die "Reise" nach Edinburgh großartig gefallen. Ich bin im Geiste den Personen gefolgt, alles war sehr bildhaft beschrieben. Es fühlte sich einfach sehr real an. Von daher bin ich der Meinung, es hätte eine Handlung gereicht. Aber wie gesagt, es ist nur meine Meinung.

Sicherlich gibt es Situationen im Leben, wo man im Nachhinein grübelt, was wäre wenn - ich es anders gemacht hätte.
Das mit den Charakteren war das, was mich beim Lesen am meisten gestört hat. Ich bin irgendwie nicht so richtig mit ihnen warm geworden.  Bei der Protagonistin Marianne lag es wahrscheinlich an ihrem Namen☺ Nur langsam wurden wir "friendly". Ich mag es beim Lesen mit den Figuren mitzufühlen und auch mitlachen kann und so das Gefühl habe, ein Teil der Geschichte zu sein. Das gelang der Autorin leider nur kurzzeitig
Wenn es um das Ende eines Buches geht, versuche ich meine Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Im gewissen Sinn hat das Buch ein Happy End, aber dennoch …

Kritik:
Nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, stellte sich die Frage, wieso ausgerechnet Macarons auf dem Cover zu sehen sind. Dieses Wort kommt gerade einmal darin vor. Nur weil es IN ist? Es gibt etliche Bücher mit ähnlichen Covern. Hier sind es Kekse, die von der Protagonistin mit Leidenschaft gebacken werden.
Dann der Name "Marianne". Ihre Mutter heißt SIlvia und dann nennt sie ihre Tochter so? Ich fand es schon etwas daneben, zu altbacken.

Trotz allem das Buch weckt Sehnsüchte, den Koffer zu packen und nach Schottland zu fliegen, Edinburgh zu erkunden. Es muss wirklich eine großartige Stadt sein.

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Tags: blanvalet, freundin, freundschaft, irrungen, manuela inus   (5)
 

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

2017, leben

All die verborgenen Dinge

Sarah Moore Fitzgerald
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.03.2017
ISBN 9783737351973
Genre: Jugendbuch

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

freundschaft, jugendbuch, selbstfindung, all-age, familie

Du & Ich - Best friends for never

Hilary T. Smith , Jenny Merling
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440044
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das vorliegende Buch handelt von Annabeth und Noe, zwei beste Freundinnen. Für beide begann nunmehr das letzte Schuljahr.
"Es war komisch, dass dieser erste Schultag unser letzter erster Schultag für immer sein würde."
Zitat. S. 10
Sie hatten Pläne, wollten danach gemeinsam studieren, eben alles zusammen machen. Um sich Noe anzupassen, hatte Annabeth einiges geändert, z. B. wurde sie Vegetarierin und dann trat sie auch noch dem Turnteam bei. Doch alles änderte sich, als es auf einmal diesen Jungen an Noes Seite gab. Diese begann sich zu verändern, was wiederum für Probleme bei Annabeth sorgte. Damit kam sie nicht klar. Hier zeigt sich die Abhängigkeit, in die sich Annabeth begeben hatte.
Die Ich-Erzählerin Annabeth schildert die Geschehnisse und den Ablauf aus ihrer Sicht. Step by Step gewährt sie dem Leser einen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt.

"Du & Ich - Best friends for never" präsentiert sich alles andere als eine normale Geschichte. Was sich lt. Klappentext wie eine leicht-lockere Lektüre liest, ist dennoch ein Buch, das so gar nicht unkompliziert ist. Annabeth Freundschaft zu Noe wird immer schwieriger, aber das macht es gerade aus, wie sich die Protagonistin entwickeln wird.
Viele Themen, eben fast um alles, was so eine Freundschaft, das Leben bedeuten kann. Die Autorin bespricht Themen wie Selbstfindung, Depression, Abhängigkeit.
Überrascht war ich von dem Buch durch seine 137! Kapitel. Viele von ihnen umfassen teils eine ganze Seite, manche auch nur eine halbe.

Die Gestaltung des Covers finde ich gut. Gerade die Blautöne sind harmonisch, der Titel im runden weißen Kreis sowie die beiden Hände links und rechts, eine mit einem roten Luftballon, die andere mit einer Nadel. Alles in allem ein gelungenes Cover!
Das Buch zeigt, dass man oft mit Stolpersteinen rechnen muss, sich aber dennoch nicht verlieren darf. Auch wenn oftmals der Eindruck aufkam, dass es der Themen zu viele waren, ist das Buch allgemein gesehen eine schöne und auch tiefgründige Geschichte. Ein All-Age-Roman, der sich an junge Erwachsene wie auch den älteren Leser des Genre wendet.

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Tags: abhängigkeit, all-age, depression, familie, freundinnen, freundschaft, jugendbuch, selbstfindung   (8)
 

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132 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

fischer, tabletten, erinnerung, paige, drake

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Emily Barr , Maria Poets
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440075
Genre: Jugendbuch

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kinderbuch, skandal, vogel, kinderalltag, verlust

Hexarella und der Wundervogel

Klaus Schuker
Fester Einband: 120 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 28.02.2017
ISBN 9783944788449
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Müssen Hexen immer böse sein?

Diese Frage stellt sich in der Kinder-Krimigeschichte um die kleine Hexe Hexarella. Mit fünf Jahren hatte sie ihre Eltern verloren. Seitdem lebte sie mit ihren sechs Hexentanten in dem Elternhaus. Axafaxa war die Schwester ihrer Mutter, aber das ganze Gegenteile von ihr. Sie war böse, hinterlistig, richtig gemein.
In 21 kleinen Kapiteln, versetzt durch einige Farbillustrationen, wird erzählt, wie es Hexarella, trotz aller Widrigkeiten, gelingt, einem Umweltskandal ein Ende zu machen. Nachdem sie mal wieder Hausarrest verbüßt hatte, macht sie Bekanntschaft mit einem Vogel, der so groß war wie ihr Hexenkinderbesen. Er hatte das schönste und farbigste Federkleid, was sie je gesehen hatte. Und der erzählt ihr, ja sie konnten miteinander sprechen, dass seit längerer Zeit etliche Vogelkinder sterben. Nicht nur dass, auch Menschenkinder würden krank sein. Diese tödliche Krankheit würde durch etwas ausgelöst werden, was die Menschen verursacht haben. Denn seit geraumer Zeit würde der Weiher im Großen Wald ganz übel riechen. Der Vogel war dort gewesen und hatte gesehen,w ie die Libellen torkelten und dann tot in den Weiher fielen. Und er habe auch Axafaxa gesehen. Schade nur, dass gerade jetzt Hexarellas Freunde Dixiixi und Doxooxo mit ihren Eltern verreist waren. Doch die alte Hexe Schaaxa hatte ihr gesagt, sie solle eine Lösung finden. Natürlich will Hexarella helfen und es beginnt ein aufregendes Abenteuer.

In dieser Geschichte werden zwei Themen aufgegriffen. Einmal der Verlust von Eltern und die Umweltsünden von Menschen. Der Autor hat diese verständlich in angepasster Sprache geschickt eingebunden. Mit einer schönen Schrift sind die Überschriften der einzelnen Kapitel gestaltet. Das Cover farblich harmonisch und der Titel, fährt man mit dem Finger darüber, etwas hervorgehoben.  Und endlich mal wieder ein Verlag, der daran denkt, dem Buch ein Lesebändchen zu geben. Das ganze Buch ist hochwertig verarbeitet und daher preislich auf jeden Fall vertretbar.

Das empfohlene Lesealter ab acht Jahre, ich will mal so sagen, es ist alterslos. Als ältere Leserin, die halt gute Bücher über Hexen und so liest, ... ich liebe es. Die lustigen und eigenwilligen Namen, Zungenbrecher ☺, vieles macht Lust auf mehr.

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Tags: hexen, kinderalltag, kinderbuch, skandal, umwelt, verlust, vogel   (7)
 

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

titanic, liebe, christiane lind, rache, schiffsunglück

Weiße Rosen und die Titanic

Christiane Lind
E-Buch Text: 316 Seiten
Erschienen bei null, 18.03.2017
ISBN B06XMXQSJS
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte "Weiße Rosen und die Titanic" beginnt auf einem Gut in Ostpreußen 1899. Dort macht der junge Franz Ferien. Das Ziel seines Vaters ist, dass Franz sich intensiv mit der Tochter der Gutsherrenfamilie anfreundet, sie später einmal heiratet und der neue Gutsbesitzer wird. So der Plan. Wenn, ja wenn da nicht dieser Lausmädchenstreich gewesen wäre. Die Tochter der Köchin lockt Franz zu einem großen Rosenbusch, dort sollte er mit verbundenen Augen auf die Gutstochter warten …
Anfang März 1912 in Berlin. Die Schauspielerin Paula von Sablonski findet jeden Abend in ihrer Garderobe einen riesigen Strauß weißer Rosen vor. Absender unbekannt. Luise, Paulas beste Freundin aus der Kindheit, arbeitet ebenfalls am Theater als Kostümbildnerin. Mühsam war beider Weg hierher und oft kam es vor, dass das Geld knapp war. Dann verlieren Paula und  Luise  ihren Job am Theater und die Wohnung wird den beiden auch gekündigt. War es Zufall, dass sie vor wenigen Tagen erst Post von einem reichen Verehrer aus Amerika erhielten. Inhalt: zwei Schiffstickets mit der "Titanic" zur Überreise nach Amerika.
Aufgrund der Tatsache, dass jemand Paula anscheinend einen gefälschten Schuldschein untergeschoben hatte, und dem Geldmangel machen sich beide Frauen auf, um die Reise anzutreten. Einige Vorfälle sprechen gegen die Reise, die Vision einer Frau, dass das Schiff nie New York erreichen würde. Doch letztendlich bleibt beiden keine andere Möglichkeit und sie beziehen ihre Kabine in der 1. Klasse. Schon bald macht Paula die Bekanntschaft mit Ferdinand von Fahlbusch und Luise bandelt mit dem Stewart Leonard an. Dann allerdings passiert etwas, womit Paula nicht gerechnet hatte.
Zitat S. 124/125
Kichernd betraten sie die Kabine. Ihr Lachen endete schlagartig, als Paula und Luise sahen, was auf dem Tischchen in der Kabinenmitte stand.
Ein Strauß weißer Rosen.
Titanic, was für ein Schicksal dieses Schiff und ihre Menschen ereilte. Niemand konnte es vorhersehen, denn es galt als unsinkbar. Dass die Jungefernfahrt dieses bombastischen Schiffes die erste und letzte Fahrt sein würde, wer hätte das gedacht.

In dem Buch "Weiße Rosen und die Titanic" geht es um zwei Frauen, die seit ihrer Kindheit eng verbunden sind, zusammen ihren Weg gehen. Paula und Luise. Die eine Tochter der Gutsherrenfamilie, die andere Tochter der Köchin. Noch ahnen sienicht, dass die Vergangenheit sie auf dem Schiff einholen wird. Alles geschickt eingefädelt von jemanden, den sie zutiefst verletzt haben.
So erlebt der Leser das ganze Drama um das Schiff noch einmal neu. All das ist der Autorin wortgewandt gelungen, zu einer großartigen Story zu verpacken. Der Leser kann sich intensiv in die damalige Zeit versetzen. Man spürt die Angst, riecht den Tod. Sehr authentisch die Protagonisten. Eine fiktive Geschichte vermischt mit dem historischen Ereignis vor über 100 Jahren. Wirklich faszinierend und packend! Natürlich darf auch die obligatorische Liebesgeschichte nicht fehlen.
Was genau sich alles wie hier beschrieben auf dem Schiff ereignet hat, vieles wird ein Geheimnis bleiben. Aber in manchen könnte es auch die Geschichte von Paula und Luise gewesen sein.

Die Autorin Christiane Lind schafft es immer wieder, mich mit ihren Romanen zu überraschen.  Sei es die Reise nach Guatemala in "Im Land des ewigen Frühlings"
oder die Reise nach Australien "Im Schatten der goldenen Akazie"

Aber auch unter ihrem Pseudonym Clarissa Linden hat sie mit dem Buch " Unsere Hälfte des Himmels" wiederum einen großartigem Familienroman mit geschichtlichem Hintergrund veröffentlicht.
Die hier aufgeführten Romane sind nur ein Teil von den veröffentlichten Büchern.
Mit dem ansprechenden Cover, welches schon den diskreten Hinweis auf die Geschichte gibt, hat auch dieses Buch einen besonderen Stellenwert in meinem Buchregal gefunden.

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Tags: berlin, demütigung, hinterlis, kinderfreundschaft, liebe, ostpreußen, rache, rosen, schiffsunglück, titanic   (10)
 

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69 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

wales, druiden, schottland, heilerin, kelten

Das Erbe von Carreg Cottage

Constanze Wilken
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.02.2017
ISBN 9783442484768
Genre: Romane

Rezension:

Die 35-jährige Lilian Gray erbt überraschend ein altes Anwesen auf der Halbinsel Llyn in Nordwales. Aufgewachsen war sie bei ihrer Tante und dessen Mann, Fiona und Duncan Gray, in Schottland. Ihre Mutter hatte sie kaum gekannt und diese hatte ihre Tochter dann in die Obhut ihrer Schwester gegeben.
An die unerwartete Erbschaft war eine Bedingung geknüpft. Nun, sie würde sehen, was der Anwalt ihr zu sagen hatte. Es gin gum das alte Pilgerhaus Carreg Cottage, was schon etwas einsam lag. Doch Lilian fühlte sich von  Anfang an heimisch, ihr war alles so vertraut. Vor allem der riesengroße Garten ließ ihr Herz hüpfen.
Besonders die Beschreibung der Landschaft und der Naturgewalten gefallen mir gut. Es war, als befände man sich gerade selbst an diesem Ort. Das bezieht sich auf beide Geschichten, Vergangenheit und Gegenwart, die sich am Ende verbinden, gezeichnet von Freud und Leid. Die Gefühle als auch Charakterzeichnung lassen die Geschichte sehr lebendig wirken.
Man könnte meinen, schon alles über das Land, die Kelten und ihre Mythen, Gebräuche gelesen zu haben. Irgendwie schon, und dennoch zieht dieser Roman den Leser in seinen Bann. Die Handlung ist schlüssig aufgebaut, allerdings liest sich die Gegenwart flüssiger als die Zeit um 600 n. Chr. Hier wird man mit sehr viel historischen Geschehen, Namen überschüttet. Nur gut, dass am Anfang ein Namensverzeichnis gelistet ist. Aber die Autorin hat es geschickt verstanden, die damaligen Hauptprotagonisten Caderyrn und Meara so zu platzieren, dass sie immer vordergründig sind.

"Das Erbe von Carreg Cottage" hat wirklich tolle und authentische Protagonisten. Auch die damalige Zeit, das Geschehen der Machtkämpfe, Kämpfe um den Glauben als auch der Kelten ist spannend und aufschlussreich geschildert., Auch wenn sich zeitweise Abschnitte sehr lang zogen.
Da sich Lilian Grays Story mit der von Lileas/Merea, deren Vater der große Druide, ein Weiser, war und ihr sein Wissen weiter gegeben hatte, nach und nach enthüllt, bleibt der Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht erhalten. Ein wirklich gut geschriebener Roman, der mich echt "gefesselt" hat, bis zum Ende. Ein Roman, bei dem ich mal wieder sagen musste: Schade, schon vorbei - Ende  ☻
Und das Ende lässt ahnen, es wird noch eine weitere Geschichte geben (müssen!)
Wer mehr Informationen braucht, lest den Klappentext.

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Tags: constanze wilken, erbe, familiensaga, kelten, mythen, schottland   (6)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

kinderbuch, familie, jakob martin strid, anderssein, liebe

Ein kleiner Frosch macht Ärger

Jakob Martin Strid , Sigrid C. Engeler
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Boje ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783414824738
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Es war einmal …
ein Meteorit, der vom Himmel fiel und durch das Dach des Hauses krachte, in dem die Familie Frosch wohnte. Familie Frosch, das waren Vater Frosch, Mutter Frosch und die beiden Froschkinder. Aus dem Stein schlüpfte ein kleiner Frosch und gehörte von nun an zur Familie. Doch der kleine Frosch war so anders als der große Bruder und die große Schwester. Er war immer unartig, zu Streichen aufgelegt. So mancher Schabernack war nicht zum Aushalten. Als Vater und Mutter Frosch ihn einmal ordentlich ausschimpfen, geht er einfach fort.
Es war eine lange Reise, die ihn durch die Welt führte, bis er schließlich zu Fuß auf dem Gipfel des höchsten Berges eine Höhle fand. Aber auch der alte Mann, der dort wohnte, schaffte es nicht, die Unruhe in dem kleinen Frosch zu bändigen. Denn leider trieb der kleine Frosch auch mit dem alten Mann so seinen Schabernack. So wurde er aus der Höhe rausgeschmissen. Doch der kleine Frosch hatte nicht damit gerechnet, dass ihn seine Familie vermißte und ihn auf der ganzen Welt gesucht hatte.

Ich habe das Buch mit dem Enkel, der genau in die Altersempfehlung passt, angeschaut, vorgelesen, erklärt …
Was mir bei diesem Buch gleich ins Auge stach, war die tolle Aufmachung und die liebevollen, detailreichen Illustrationen. Die wenigen Textzeilen reichen aus, um zu den Illustrationen, die schon etwas cartonmässig erscheinen, noch eigene Gedanken hinzuzufügen. Auch das angesprochene Thema, anders zu sein als die Geschwister, passen in die kindliche Lebenswelt. Strid malt und erzählt wunderbar lebendig und verleiht der Figur "kleiner Frosch" einen ganz eigenen Charakter.

Wer also auf der Suche nach einer besonderen Geschichte mit kindgerechten Illustrationen ist, dem kann ich "Ein kleiner Frosch macht Ärger" empfehlen.

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Tags: anderssein, familie, frosch, jakob martin strid, kinderbuch, liebe   (6)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Haus am Fluss

Tanja Heitmann
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.03.2017
ISBN 9783734104114
Genre: Romane

Rezension:  
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97 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

als, hoffnung, erinnerungen, familie, liebe

So groß wie deine Träume

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.02.2017
ISBN 9783810530394
Genre: Romane

Rezension:

(Achtung Zitate im Text)

Bereit mit ihrem ersten Roman "Für immer in deinem Herzen" hat Viola Shipman den Leser mit ihrem Bettelarmband und den daran hängenden Glücksbringern auf eine Erinnerungsreise mitgenommen. In dem neuen Buch "So groß wie deine Träume" ist es eine alte Holztruhe, eine Hochzeitstruhe, so eine in der man alle liebgewonnenen Erinnerungsstrücke aufbewahrt. Sie gehört Mattie, seit knapp 50 Jahren mit Don verheiratet und nunmehr aufgrund ihrer Erkrankung das geliebte Elternhaus am See verlässt. Mattie hat ALS und diese Krankheit erlaubt ihr nicht mehr, gemeinsam dort das Leben fortzuführen. Sie ziehen um und dabei kommt Matties geliebte Truhe wieder zum Vorschein. Diese war irgendwie in Vergessenheit geraten. Schmerzlich wird Mattie, die an den Rollstuhl gefesselt ist, wie die Möbelpackeer Stück für Stück aus dem Haus räumen.
Ihr Leben und ihre Karriere als Landschaftsgestalterin, zerplatzt wie eine Seifenblase, durch ALS.

Blumentöpfe! Alles, was ich jetzt noch haben werde, sind Kübelpflanzen? Eingetopfte Pflanzen. Genau wie ich.
(Zitat S. 14)

Da Don die Pflege mit Mattie nicht mehr allein schafft, kommt Rose Hoffs in das Haus der beiden. Mit ihr Jeri, ihre Tochter. Rose ist alleinerziehend und kämpft sich durchs Leben. Erst vor einigen Jahren hatte Rose ihre geliebte Mutter verloren und bis zum Schluss gepflegt.
Ist es Zufall oder Schicksal? Manchmal kreuzen sich Wege und verbinden sich, so dass ein Stück dem anderen gut tut.

"Hoffnung und Zuhause liegen nah beieinander", sagte sie sehr langsam, mit geschlossenen Augen, und betonte jedes Wort, um sicherzugehen, dass Jeri sie verstehen konnte. "Denk daran, dass Hoffnung etwas ist, das du für immer mit dir trägst … Schau in dich hinein, wenn du Hoffnung am nötigsten brauchst, und sie wird dich leiten und dich daran erinnern, was war und was sein wird."
(Zitat S. 57)

Chronologisch wird die Geschichte um jedes Teil aus der Truhe erzählt. Dabei fließen Gegenwart und Vergangenheit harmonisch ineinander. So erschließt sich die Geschichte.
Doch es sind nicht nur die Geschehnisse, die einen berühren, sondern vielmehr die intensiven Aussagen von Mattie, Gefühle, Emotionen, sehr, sehr nahe und authentisch geschrieben.

"So groß wie deine Träume" beschreibt die Geschichte zweier Frauen, die jede für sich ein Schicksalspäckchen tragen.
Das Leben und der Tod, es gehört zu uns, unserem Leben. Dieser Roman berührt und macht nachdenklich. Wie schnell kann sich ein Leben durch eine Diagnose verändern.
Wunderbar zu lesen wie aus dem anfänglichen Arbeitsverhältnis mehr als nur eine Freundschaft wird, zeigt das Ende. Man kann keine Zeit zurückdrehen, Vergangenes wird man immer lieben, auch wenn Traurigkeit und Kummer überwiegen, sollte man bereit sein für das weitere Leben.

Ein anrührendes Buch, eine Krankheit, die wirklich schlimm ist, sehr authentische Charaktere. Von mir eine klare Kauf- und Leseempfehlung

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Tags: al, erinnerungen, krankheit, leben, lieb, tod, trauer, truhe, verbundenheit, viola shipma   (10)
 

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

kentucky, freundschaft, bibliothek, lynn austin, stadt

Bibliothek der Träume

Lynn Austin , Dorothee Dziewas
Flexibler Einband: 427 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.01.2012
ISBN 9783868273021
Genre: Romane

Rezension:

B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲
Blue Island, Illinois
1936
Wenn mein Leben ein Buch wäre, würde niemand es lesen. Die Leute würden sagen, es sei zu langweilig, zu vorhersehbar. 

So fängt die Geschichte um Alice Grace Ripley an. Es endet aber nicht so wie sie weiter schreibt. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive von Alice erzählt. Bücher sind schon immer ihr Lebenselexier und von daher wundert es nicht, dass sie als Bibliothekarin in der örtlichen Bücherei arbeitet. Als der alte Elmar Watson stirbt, den sie aus der Bücherei her kennt, begeht Alice etwas, was man nicht macht. Sie liest während des Gottesdienstes der Beerdigung in einem Buch. Sehr zum Verdruss ihres Freundes Gordon, der im Bestattungsinstitut arbeitet. Er zieht einen Schlusstrich unter die Verbindung. Alice Idee, eine Sammelkiste für gebrauchte Bücher beim Bestatter aufzustellen, fand er absurd und pietätlos. Doch Alice verfolgt einen Plan, denn sie hatte gelsen, dass im Hinterland von Kentucky die Menschen Bücher und Zeitschriften brauchen. So wird fleißig weitergesammelt.
Eine Fortsetzung der Beziehung mit Gordon, dann müßte sie Kompromisse machen. Und er will auch nicht mehr. Aufgrund der Wirtschaftskrise muss immer mehr eingespart werden. So verliert Alice ihren Job. Sie kann sich glücklich schätzen, ein Dach über den Kopf zu haben. Ihr Vater ist Pastor, ein gläubiges Haus. Als die Schwester ihrer Mutter zu einer Reise in die Appalachen macht, fährt Alice mitsamt etlicher Bücherkisten mit. Der Onkel meinte, der Weg führt durch Kentucky und er würde sie dort rauslassen. So entflieht Alice dem Gerede und auch der Familie. Ziel ist das Bergarbeiterdorf Arcon, Kentucky. Ein kleines Dörfchen auf dem Land mit nicht vielen Einwohnern. Aber das wird Alice erst vor Ort klar. Lynn Austin hat diesen Ort so lebensnah und anschaulich beschrieben, so dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, wahrhaftig dort zu sein.
Die Bibliothekarin, mit der Alice schriftlichen Kontakt hatte, entpuppt sich als männliche Person, Leslie MacDougal.  Da ihr Onkel sie erst in zwei Wochen wieder abholen würde, kommt sie erst einmal in dem Haus der Bücherei unter. Unten war alles vollgestellt mit Büchern, und so unordenltich, nicht überschaubar. Ein Schock für Alice, die es so nicht kannte. Überhaupt war hier alles anders. Kein fließend Wasser, kein Strom. Noch ahnt sie nicht, dass ihr Aufenthalt länger sein wird als gedacht. Und noch weiß sie nicht, dass es noch eine Bewohnerin in dem Haus gibt.  Dann erfährt Alice das erste Mal von den Bücherbotinnen, die in die abgelegenen Häuser reiten, ihm den Leuten Bücher oder Zeitschriften zu bringen. Und das mit dem Pferd!

     Bücherbotin - Vergangenheit
     Buchblogger - Gegenwart

Die Frauen waren auf das Geld angewiesen, was sie durch dieses Projekt bzw. dem Hilfsprogramm, welches Präsident Roosevelt 1933 gründete, erhielten. Die Bücherboten waren eine Erfindung, die sich bezahlt machte. Denn sie waren nicht nur Überbringer von Lesestoff, sondern halfen auch sonst. Und wenn es nur ein kurzes Gespräch war, ein Lichtblick für die so abgeschieden lebenden Menschen. Hier wurde das Geld sehr gebraucht, denn nach der Schließung der Mine waren viele Männer arbeitslos geworden und es herrschte Armut.
Kaum ist Alice da, passiert auch schon ein Unglück. Nur Lillie kann retten. Sie, die fast hundert Jahre alt ist, wohnt im Haus der Bücherei. Eine alte dunkelhäutige Frau, der Heilkunde mächtig. Sie hat ihre eigene Geschichte, die dem Leser im Laufe der Handlung offenbart wird. Und auch Mack, die Leslie genannt wird, ebenfalls.
"Bibliothek der Träume" zeigt offen und realistisch das damalige Leben, die Zeit der Wirtschaftskrise in den USA. Sehr realistisch und fesselnd geschrieben. Die Protagonisten kommen authentisch herüber. Vor allem Lillie beeindruckt zum einen durch all ihre medizinischen Kenntnisse als auch durch ihre "schlauen" Sprüche. Man meint, sie könnte hellsehen. Durch sie lernt Alice einiges über Kräuter als auch aus ihrem Leben. Man bedenke, diese Frau war knapp hundert Jahre, als Sklavin geboren und nur ihr tiefer Glaube lässt hoffen.

Für mich war  "Bibliothek der Träume" das erste  Buch der Autorin Lynn Austin. Ich habe mir danach noch einige Romane besorgt, weil mir ihre Art eine Geschichte zu erzählen, dem Leser nahe zu bringen, sehr gut gefallen hat.
Dass was sich anfangs für Alice als Albtraum in Acorn, Kentucky darstellt, entwickelt sich zu einem großartigen Roman. So wie Alice als Protagonistin. Die, die sich immer in die Traumwelt der Bücher flüchtete, wird flügge, erwachsen. Ihre Verwandlung mitzuerleben, großartig.
Es wurde an keiner Stelle irgendwie langweilig und immer wieder gab es zwischendurch eine überraschende Wendung, so dass das Buch sehr zu fesseln wusste.
Ob in der Vergangenheit oder dem Jetzt ganz wichtig sollte uns büchersüchtigen Lesern klar werden, es gibt auch noch das richtige Leben. Das ist auch eine von den gewonnenen Erkenntnissen von Alice.

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Tags: buchbotinnen, buchliebe, buchverliebt, heilkunst, kentucky, kräuterkunde, lynn austin, machenschaften, pastor, usa, vergangenheit, wirtschaftskrise   (12)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

guatemala, liebe, bremen, guatemal, valentina tereschkova

Im Land des ewigen Frühlings: Guatemala-Roman

Christiane Lind
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 29.11.2016
ISBN 9781539826743
Genre: Romane

Rezension:

Die Autorin Christiane Lind gehört zu den Autorinnen, deren Werke ich sehr gern lese. So auch ihr neuestes Werk "Im Land des ewigen Frühlings". Unter ihrem Pseudonym Laura Antoni veröffentlichte sie "Im Land der Kaffeeblüten" 2012 im Thienemann-Verlag. Ich bin glückliche Besitzerin dieses Buches in der HC-Ausgabe☺ Nunmehr hat sie eine erweiterte und überarbeitete Fassung im Selbstverlag herausgebracht.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt.
In der Vergangenheit, genau gesagt 1901, wird die junge Margarete für ein Jahr von der Familienplantage in Guatemala nach Bremen geschickt. Sie liebt das Leben in Guatemala, auf der Kaffeeplantage und sie liebt dort einen jungen Mann, einen Indio, Juan. Dort in Bremen soll sie lernen, wie man sich als junge Dame benimmt, um schließlich in die Gesellschaft eingeführt zu werden und eine gute Partie zu machen. Doch Margarete will heim. 1902 lernt sie auf der Überfahrt Elise Hohermuth kennen, die mit ihren Eltern und dem Bruder Georg das Land der Mayas erkunden, erforschen wollen. Sehr zum Leid von Elise, denn sie wäre lieber daheim geblieben bei den Großeltern.
In der Gegenwart 2016 hat die 37-jährige Isabell gerade ihre Scheidung hinter sich gebracht. Elf Jahre Ehe - aus und vorbei. Und da war niemand, der sie jetzt aus ihrem Stimmungstief holte. Ihre beste Freundin Nicole arbeitete derzeit auf einem Kreuzfahrtschiff. Das Desaster bei der ganzen Geschichte war, dass Isabell in der Vergangenheit ihren ganzen Urlaub angespart hatte, damit sie mit Sascha für ein halbes Jahr auf Weltreise gehen konnte. Und genau diese sechs Monate lagen jetzt vor ihr. Ohne Plan, alles leer. Doch da war Lina, ihre junggebliebene 74jährige Großmutter, die in Bremen wohnte und zu der sie für ein paar Tage fahren wollte. Sie bräuchte sie für ein Projekt, aber mehr wußte Isabell nicht. In dem Haus in Bremen lebte Lina nicht allein, nein, eine ganze Katzenschar wohnte bei ihr ... alles hilfsbedürftige Wesen, so ihre Aussage.
Linas Projekt war, dass sie eine Biografie über Elise, ihre Großmutter, schreiben wollte. Diese war zu der damaligen Zeit eine mutige und ungewöhnliche Archäologin und Forscherin gewesen. Und auf Linas Dachboden lagerten die ganzen Reisekoffer und Tagebücher von Elise.
Und dann ist da noch Fabian Seler, der nach dem plötzlichen Tod seines Vaters ERbe der Bremer Kaffeerösterei wird.
Es sind die kleinen Zufälle, oder ist es Schicksal, die die beiden, Julian und Isabell, zueinander führen.
Die Protagonistinnen verbindet nicht nur die Familie, das Geschehen der damaligen Zeit bis in die Gegenwart.

Diese überarbeitete Fassung gefällt mir sehr gut, zumal ich ja die vorherige Version "Im Land der Kaffeeblüten" lesen konnte. Es war eine richtig tolle Lesereise.
Man behält den Überblick, da jedes Kapitel die Zeit und den Ort beschreibt. Sehr starke Protagonistinnen, die mit vielen Problemen kämpfen müssen, beherrschen die Handlung. Christiane Lind beeindruckt durch ihre Liebe zum Detail und ihren bildhaften Beschreibungen. So kann man sich gut in die Einzelschicksale hineinversetzen, begreifen, wo es nicht nur um Liebe und Familie geht, sondern auch um Lebensträume.
Die Autorin liebt es, sich auf Spurensuche von Familien und deren Geheimnisse zu begeben. So ist das vorliegende Buch ein Must-Read für Freunde von Familiengeschichten mit Hintergrund.

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Tags: christiane lind, familiensaga, gegenwart, guatemala, kaffeeplantag, verbotene liebe, vergangenheit   (7)
 

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

paris, erbe, neuanfang, glück, lehrerin

Ein kleines Stück Paris

Yvonne Jarré
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426518588
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

kinderbuch, freiheit, krähe, bär, freundschaft

Krähe und Bär. Die Sonne scheint für uns alle.

Martin Baltscheit , Wiebke Rauers
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Dressler, 23.01.2017
ISBN 9783791500256
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Was macht eine Krähe im Zoo? Sie ist auf der Suche nach Futter. Hunger, das Wort beherrscht sie perfekt. Im Bärengehege ein Knochen, Reste von Fleisch. Doch ihre Landung missglückt und sie landet im Bärenpool. Krähen können nicht schwimmen. Bären sind faul und träge (so hat es jedenfalls den Anschein, wenn man sie im Zoo sieht). Doch es gibt Wunder, so wie hier in der Geschichte. Der Bär rettet die Krähe, aber nur, weil sie ihm mit ihrem Gekrächze auf den Wecker geht. Langweilig ist ihm. Jeden Tag der gleiche Ablauf, bis die Krähe wieder auftaucht. Und irgendwie mag er den Vogel, neidet ihn um seine Freiheit, dahinzufliegen wo er möchte. Der Bär kann das nicht. Er ist eingesperrt in seinem Gehege.
Martin Baltscheit hat mich sehr beeindruckt durch seinen tollen Erzählstil. Die Geschichte ist teils humorvoll aufgebaut, versetzt mit etwas Ironie. Beide Charaktere sind durch die Illustrationen super ausgearbeitet und sympathisch. Die Idee zur Kuschelkrähe als Stofftier findet ich gut, "als Wächter des Schlafs", wie die Krähe sagt☺ (S. 57). Das Buch ist eine wunderschöne als auch abenteuerliche Geschichte um eine wachsende Freundschaft zweier unterschiedlicher Tiere. Eine Freundschaft, wie sie eigentlich nicht bestehen kann.
Martin Baltscheit verstgeht es, große und kleine Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. Die großflächigen Illustrationen von Wiebke Rauers machen die Geschichte zu einer angenehmen Lesereise. Durch die gezeichnete Körpersprache, der Mimik ist jeder Moment erkennbar. Aber hier ist noch mehr. Es geht um Themen, die zum Lesealter passen, wie Freundschaft, Zusammenhalt, aber auch um Ängste. Gute Freunde helfen sich gegenseitig und demonstrieren, wie stark man durch den Zusammenhalt wird.
Freud und Leid liegen oft dicht beieinander, genau wie Sonnenschein und Regen.
Egal, was auch immer passiert, die Hoffnung sollte man nie aufgeben, und vor allem die Augen öffnen, um zu erkennen, wie viel Wert eine Freundschaft besitzt, einem eine Freundschaft bedeuten kann.
Ich kann „Krähe und Bär oder die Sonne scheint für uns alle“ Leseempfehlung geben, weil alles rundum gelungen ist, sowohl vom Inhalt als auch die Illustrationen.

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Tags: freundschaft, kinderbuch, leben, wer, zoo, zusammenhalkt   (6)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

kinderbuch, illustrationen, fantasie, valija zinck, abenteuer

Penelop und der funkenrote Zauber

Valija Zinck , Annabelle von Sperber
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340786
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Am Ortsrand steht ein kleines Holzhaus, direkt daneben sind die Sumpfwälder. Dort lebt die zehnjährige Penelop mit ihrer Mutter und Oma Erlinda. Oh, fast hätte ich den Kater Cucuu vergessen. An ihren Vater hat Penelop keine Erinnerung. Er sei gestorben, so die Mutter. Das sie irgendwie anders war, hat Penelop schon länger gemerkt. Nicht nur, dass sie durch ihre grauen Haare auffiel. Da war z. B., dass sie schon vorher wußte, wenn ihre Mutter sie etwas fragen wollte, und merkwürdig warm, dass es immer an ihrem Geburtstag, dem 13. August, regnete, auch wenn vorher Sonnenschein war. Als sie eines Morgens aufwacht, sieht sie plötzlich ein fremdes Mädchen mit funkenroten Haaren im Spiegel. Schlimm, wie gern hätte sie jetzt ihre Mutter bei sich gehabt. Aber die lag seit einigen Wochen durch einen Unfall im Krankenhaus. Da bringt der Postbote einen Brief, Absender ihr Vater. Mutter und Tochter sprechen sich aus, aber Penelop besteht weiterhin auf ihre Haarfarbe.
Die Geschichte ist so erfrischend geschrieben, lebt durch die Protagonisten, deren Anzahl über die gesamte Story überschaubar bleibt.
Es ist eine magische Reise, zu erleben, wie Penelop herausfindet, was für  magische Fähigkeiten in ihr stecken. Die Hauptfiguren sind sehr sympathisch dargestellt. Jedes Kapitel ist mit einer wunderschönen Schwarz-Weiß Zeichnung versehen, passend zum Kapiteltitel. Die Story ist einfach zauberhaft, magisch, auf ihre Art spannend, und teils witzig geschrieben. Die Autorin hat es Penelop nicht immer leicht gemacht und so sorgt sie dann ab und an für ein Chaos ☺
Aber es gibt zum Ende eine Überraschung, die ich hier aber nicht verraten werde. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es eine magische Fortsetzung von Penelop geben könnte.
Das Cover ist optimal und sticht sofort ins Auge - das Mädchen mit den funkenroten Haaren.

Die Autorin Valija Zincke hat mit "Penelop und der funkenrote Zauber" eine fantastische, magische Geschichte geschaffen - voller Magie, sympathischen Charaktere - kurzum: zauberhaft, rundum gelungen.

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Tags: abenteuer, fantasie, illustrationen, jugendbuch, kinderbuch, magie, valija zinck   (7)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

kinderbuch, unsichtbarer freund, familie, kindheit, kinderbuc

Kasimir Karton - Mein Leben als unsichtbarer Freund

Michelle Cuevas ,
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340465
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Kasimier Karton - Mein Leben als unsichtbarer Freund" ist wieder so ein Buch, welches ich in einem Stück gelesen habe. Erzählt wird die Geschichte von Kasimir selbst. Doch zuviel möchte ich euch nicht vom Inhalt verraten. Von daher habe ich den Anfang meines Leseeindruck mal ganz andes aufgezogen.
Die Charaktere sind einerseits äußerst sensibel, aber man schließt sie schnell ins Herz. Eine wirklich gute Idee wurde zu einer tollen Geschichte aufgeschrieben. Ach nein, Kasimier erzählt uns ja seine Erlebnisse. Die Kapitelüberschriften passend zum Inhalt und ebenso die Schwarz/Weiß-Zeichnungen. Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten. Auch wenn mir von Anfang an klar war, wer Kasimir ist, konnte ich gut nachempfinden, wie es ihm erging. Hier geht es um das Anderssein. Und dann kommt der Tag, als Kasimir klar wird, dass er nicht real ist, und seine Welt bricht zusammen. Für Fleur ist Kasimier keine unsichtbare Person, sondern ganz normal "ihr Bruder". Er tut ihr gut, aber irgendwann wird Fleur älter. Braucht sie ihn dann noch?

Die Autorin Michelle Cuevas hat die Geschichte von Kasimir mit viel Einfühlungsvermögen aufgeschrieben. Man spürt es direkt beim Lesen, wie es in Kasimir aussieht, wie es ihm geht. Der Schreibstil ist fließend und die Ausdrucksform so, dass das was Kasimir uns erzählt, schon eine besondere Bedeutung hat.
Für mich ist "Kasimir Karton - Mein Leben als unsichtbarer Freund - ein Kinderbuch-Highlight in diesem Jahr. Eine wunderbare, altersgerecht geschrieben Geschichte, in der es nicht nur um den Wert der Liebe, des Zusammengehörens, sondern auch um die Erinnerung an Menschen, die wir lieben und die uns lieben, die uns real machen, geht. Es gibt viele Gründe für das Anderssein, so wie es Kasimir ist - ein ganz besonderer Protagonist.
Zitat S. 176
Wie ich nun wusste, geschah es äußerst selten, dass etwas, was du weggegeben hattest, weil du dir seines Werts nicht bewusst warst, wieder zu dir zurückkehrte. ... Halt es fest, denn auch das kann bald verloren sein.

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Tags: anderssein, familie, kinderbuch, kindheit   (4)
 

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berlin, sybil volks, historischer roman, nicht zuende gelesen, kaufhaus

Torstraße 1

Sybil Volks
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2014
ISBN 9783423215169
Genre: Romane

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123 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

ostpreußen, familiensaga, pferdezucht, familie, gutsleben

Das Lied der Störche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632469
Genre: Historische Romane

Rezension:

B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲
In der Nacht, in der Frederikes Stiefvater starb, hatte das Wolfsrudel auf dem Nachbargut geheult. An diese Nacht erinnerte sie sich auch jetzt noch - sechs Jahre später. … Damals waren sie nur zu Besuch auf dem Gut der Familie ihres Stiefvaters gewesen. Ab heute sollte das Gut der von Fennhusens offiziell ihr Zuhause werden.
Gut Fennhusen lag weit im Osten der Republik, von Berlin aus mit dem Zug musste man zwei mal umsteigen und dann mit Pferdestärken erreichbar. Hier war nun das neue Zuhause der elfjährigen Frederike von Weidenfels, ihren Halbgeschwistern Fritz und Gerta. Ihre Mutter hatte nach dem Verlust der ersten beiden Ehemänner nun ein drittes Mal geheiratet. Von Potsdam in die Provinz. Es war schon ein Unterschied, ob man nur zu den Ferien hier auf dem Gut war oder ab jetzt für immer. Das merkten die Kinder sehr schnell. Aber gut, dass es noch den Hund Hektor gab. Er "gehörte" Frederike, die man auch Freddy nannte.

Für den Gutsbetrieb ebenfalls eine Umstellung, denn im Haushalt hatte bislang die Mamsell das Sagen. Die ältere Schwester des Gutsbesitzers, Edeltraut, hatte durch den großen Krieg ihren Verlobten verloren und lebte fortan weiter auf dem Gut.
Schon von Anfang an bekommt der Leser einen klaren Blick in die damaligen Wohn- und Lebensumstände. Waschen, backen, kochen, Feuerholz machen, Vorräte anlegen … Die Kinder finden in der Köchin Meta Schneider eine herzensgute Frau, und so manches Mal etwas leckeres für sie übrig hat. Dann kommt der neue Hauslehrer, der von Beginn an nicht sonderlich gemocht wird. Vor allem auch seine Lehrmethoden. Alte Schule, wenig Herz, ein Kriegsveteran.
Die Familie ist erst kurze Zeit auf dem Gut, da macht sie Bekanntschaft mit Ax von Stieglitz, der Sohn eines verstorbenen Freundes des Stiefvaters. Dieser züchtet Trakehner für die Armee. Dies ist die erste Begegnung zwischen Frederike und Ax, und beide lieben Pferde. Hier auf dem Gut sieht Frederike sehr viel über das Führen eines solchen Haushalts. Und in Erik von Fennhausen hat sie einen liebevollen, wenn auch strengen Stiefvater. Doch er liebt sie genau wie die anderen Kinder und weitere, die da folgen. Die Unsicherheit ihrer Zukunft ist für Frederike jedoch immer präsent. Denn Freddy hat kein Erbe, dass sie antreten kann.
"Das Lied der Störche" beruht auf eine wahre Geschichte. Die Autorin hat vieles aus der Lebensgeschichte mit in ihren Roman einfließen lassen, wie geschehen, Namen geändert und vieles dazu erfunden. Auch wenn es hier hauptsächlich um Frederike geht, alle anderen Figuren werden authentisch dargestellt. Sie sind vielschichtig und lebendig gezeichnet, wodurch sich ein gutes Gesamtbild ergibt. Es ist, als wäre man über 100 Jahre zurück mitten im Geschehen, dem Leben der Familie Fennhusen drin. Auch das Aufwachsen der Kinder nachvollziehbar. Und man kann schon früh erkennen, dass Frederikes Mutter ihre Älteste gut verheiraten möchte. Auch wenn irgendetwas geheimnisvolles Ax von Steglitz umgibt. Die Autorin schreibt im flüssigen Erzählstil und lässt immer wieder den ostpreußischen Dialekt mit einfließen, so dass hier die Atmosphäre gut wieder gegeben ist.
Es gibt viele Passagen, wo der ostpreußische Dialekt wiedergegeben wird, dass man ihn direkt im Ohr hat. Mir ist die Sprache nicht unbekannt, von daher war das ein Aha-Erlebnis für mich.
Mit viel Liebe zum Detail, die intensiven Recherchen zur damaligen Zeit, machen den Roman wirklich zu etwas besonderem. Ein Familienroman, deren Handlung fesselnd geschrieben ist. Der erste Teil beginnt 1920 und Teil zwei beginnt 1928, als Frederike nach dem Abschluss auf der Gartenbauschule aus Bad Godesberg heimkehrt.
"Das Lied der Störche" findet im Herbst eine Fortsetzung, denn das Ende hier wirft Fragen auf.
In ihrem Nachwort gibt die Autorin noch Literaturtipps.
Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch. Alles, was einen zum Nachdenken anregt, ist lesenswert.

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Tags: 1920-er jahr, berlin, familie, familiensaga, gutsleben, kindheit, ostpreußen, pferdezucht, potsdam   (9)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kinderbuch, illustrationen, schmetterlinge, naturkind, reihe

Das wundersame Leben der Schmetterlinge

Dianna Hutts Aston , Sandra Margineanu , Sylvia Long
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785587508
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Cover vom Buch "Das wundersame Leben der Schmetterlinge" machte mich neugierig, eine wahre Farbenpracht. Als ich dann noch las, das Sylvia Long die Illustrationen dazu gemacht hat, stand fest: ich muss es lesen. Von der Illustratorin Sylvia Long besitze ich zwei englische Bücher; "Mothergoose" und "Snug As a Bug". Die Reihe "Naturkind", unter der das o.g. Buch beim Verlag erschienen ist, kannte ich noch nicht.
Auf den ersten Seiten sind eine Menge Raupenarten abgebildet bzw. illustriert, die sich später in Schmetterlinge verwandeln. Die großflächig gestalteten Illustrationen gehen jeweils über beide Seiten. Jede davon trägt eine Überschrift. Die Entwicklung der Raupe bis hin zum Schmetterling wird in kurzen Texten erklärt. Die Texte sind in kleinen Abschnitten gehalten, verständlich, kindgerecht, gerade dies macht das Lesen bzw. Vorlesen abwechslungsreich. Und man kann auch eigene kleine Geschichten zu den Illustrationen erzählen.  Die Geschichte lässt sich gut vorlesen, gemeinsam anschauen und erzählen, die aber auch von Grundschulkindern nach der 1. Klasse auf jeden Fall gelesen werden kann. Man muss das Buch in der Hand gehalten haben, die Seiten gesehen, um zu verstehen, wie wunderschön das Buch aufgebaut ist.
Wer auf der Suche nach einem kindgerechten Buch mit solch tollen Illustrationen ist, die die Geschichte, die Natur das Werden des Lebens so besonders herüberbringt, dem kann ich "Das wundersame Leben der Schmetterlinge" empfehlen. Wir werden uns jetzt weitere Bücher aus der Naturkind-Reihe anschauen. Dieses Sach-Bilderbuch aus der Naturkind-Reihe hat Wiedererkennungswert.
Schmetterlinge sind geduldig und so faszinierend.

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Tags: illustrationen, kinderbuch, naturkind, reihe, schmetterlinge   (5)
 

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111 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

holocaust, auschwitz, konzentrationslager, polen, 2. weltkrieg

Der letzte Überlebende

Sam Pivnik , Ulrike Strerath-Bolz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.03.2017
ISBN 9783806234787
Genre: Biografien

Rezension:

"Der letzte Überlebende" ist eine wahre Geschichte. Es ist die Aufzeichnung des Sam Pivnik, der Ausschwitz als einziger aus seiner Familie überlebt hat. Mehrfach war er dem Tod entkommen, einschließlich der Bombadierung der "Cap Arkona". 1945 wurde er befreit. Wa bewegt einen Menschen, der am Ende seines Lebens steht, all das Grauen, was er durch die Judenverfolgung, dem Lager in Ausschwitz erlebt hat, weiterzugeben? Eine Zeit, die er sein Leben lang nicht vergessen kann. Man kann es verdrängen, aber nicht vergessen. Uns, den Leser, hat er mit diesem Buch ein Zeitdokument hinterlassen, das uns an den Holocaust erinnern soll, auf das wir nie vergessen. Dokumentationsaufnahmen von Ausschwitz-Birkenau, das dortige Museum, all das sind Zeitzeugen, ein Mahnmal an uns Menschen, den Wert des Lebens zu schätzen.
Umso mehr Hochachtung habe ich vor den Überlebenden, die uns ihre damaligen Erlebnisse mitteilen
Eine Rezension über ein derartiges Buch zu schreiben, passende Wörter zu finden, fällt nicht leicht. Das Buch beinhaltet etliche Fotos, u. a. zeigen sie Sam Pivnik 2004, als er nach Bedzin kam, seine Heimatstadt. Ebenso die Rampe. 13 Jahre war er, als die Hölle los ging. Vier Jahre hatte er irgendwie überlebt. Nach der Befreiung traf er seinen Bruder Nathan., Wie Sam Pivnik schreibt, würde die Geschichte seines Bruders ein zweites Buch füllen.
Erdrückend seine Schilderungen der Arbeit an der Rampe, überhaupt das Leben im Lager. Was musste in ihm vorgehen, Menschen, nur halt Juden, zu sehen, was mit ihnen passierte. Zu wissen, dass seine Familie nicht überlebt hat. Es geht ihm schlecht und er hat Angst. Das ist immer in den Zeilen zu spüren. Und diese Angst hat sich zeitweise auf mich, den Leser, übertragen. Da sind die Wärter, Aufseher und auch seine Mitgefangenen in dem Lager. Es geht ums nackte Überleben. Ein Fehler, und du landest in der Gaskammer. Denn das war Sam schon klar geworden, was die rauchenden Schlote bedeuteten.

Diese wahre Lebensgeschichte, aufgezeichnet durch Interviews und letztendlich durch den Historiker Trow als Ghostwriter, hier ist nichts fiktiv, alles gewesene Realität.
So wird es auch keine Beurteilung z. B. über den Schreibstil geben. Auch keinen tiefen Einblick in das Buch, bzw. über die Charaktere. Der Zweite Weltkrieg, damit verbindet man nicht nur einen Namen, automatisch ist das Wort Holocaust im Kopf.
Die Vernichtung der Juden.
Häftling Nr. 135913, hierunter wurde Sam Pivnik am 13. August 1943 in Ausschwitz registriert. Es ist seine Geschichte, aber sicherlich, wie man anhand von Dokumentationen sehen kann, ein Schicksal, was sich niemals wiederholen darf.
Am Ende geben Literaturhinweise, ein Register und Quellen weitere Informationen.

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Tags: ausschwitz, holocaust, juden, sachbuch, überleben, zweiter weltkrie   (6)
 

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(73)

232 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

carrie price, musik, new york, new york diaries, adriana popescu

New York Diaries – Sarah

Carrie Price
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426519400
Genre: Liebesromane

Rezension:

Achtung Zitate im Text

Die 27-jährige Sarah Hawks kam vor einigen Jahren aus Chicago nach New York. Ihr Liebe, Leidenschaft zu Musik gab ihr die Kraft, endlich den großen Durchbruch zu schaffen. Sie wollte DEN Künstler, Musiker entdecken … Sarah lebte im Knights Building, im Herzen von New York. Kein modernes Gebäude, und sicher ein Dorn im Auge der Stadtväter. Junge Leute lebten hier, auf der Suche nach dem großen Glück in ihrer Stadt. Mit ihrem Internet-Blog verdiente Sarah nicht genug Geld, und so arbeitete sie als Kellnerin bei einem Cateringunternehmen. Immer wartend auf den magischen Augenblick, den Moment, der ihr Gänsehaut verursacht. Heute spielte im Club eine ihr nicht bekannte Band. Doch während der Pause legte der Bassist ein Solo hin, dessen Stimme Sarah den Boden unter den Füßen wegzog.
S. 13 "Ob die Leute um mich herum noch sprechen oder atmen, das nehme ich nicht wahr, denn für m ich gibt es nur noch diesen Song, der eine vergessene Jugend besingt und dessen Melancholie mich mitten ins Herz trifft, als würde er mich, mein Leben und die Erinnerungen aus meiner Teenagerzeit singen."
S. 15 "Wie selten passen Text, Musik und Stimme so gut zusammen, dass man das Gefühl bekommt, eine perfekte Fusion zu hören."
Was hatte dieser Wahnsinnstyp von Bassist in der Gitarrenrockband zu suchen? Wer war er und wie sein Name? Fragen, die beantwortet werden sollten.
Das ist so der Beginn von Sarah und Wills Geschichte.
Handlungsschauplatz ist New York, Amerika. Die Songs von der Playlist der Autorin finden sich als Kapitelüberschrift wieder.

Als Sarah Charlie kennenlernt, dem Sohn eines sehr bekannten Musikproduzenten, gerät ihr Leben durcheinander. Letztendlich muss sie die harten Kanten, Stolperfallen überstehen, um zu erkennen, wer der wahre EINE ist.
Die Ich-Erzählerin Sarah schildert ihr Leben und die Geschehnisse aus ihrer SIcht. So gewährt sie dabei einen guten Blick in ihre Gefühls- wie auch Gedankenwelt. Die Liebe zur Musik hat sie von daheim, dort wo es immer Musik gab, bei Tag und Nacht.
S. 11 "Für mich ist Musik alles."
Sarah Hawks als Protagonistin überzeugt mit einigen Facetten und, obwohl erwachsen, zeichnet sich eine weitere Entwicklung ab. Das macht sie sehr sympathisch.
"New York Diaries - Sarah" ist eine interessante Geschichte, in der Musik das Hauptthema ist. Alle Charaktere sind gut gezeichnet und ausgebaut. Die aufgelistete Playlist ergänzt das Buch wunderbar. Die Gestaltung des Cover ist wunderschön. Vor allem wird hier der Stil der Reihe eingehalten. "Genau meins", dieses Label ziert das Cover und ja, dem stimme ich zu.
Hier geht es nicht nur um den "Traum" von Sarah. Es geht auch darum, wie man ihn findet. Geleitet von Gefühlen, Liebe, Verständnis, aber auch Unentschlossenheit, und und und …

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Tags: amerika, frauenroman, gegenwartsliteratur, lieb, musik, new york, traum, vertrauen   (8)
 

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196 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

liebe, freundschaft, dani atkins, familie, verlust

Der Klang deines Lächelns

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426519356
Genre: Romane

Rezension:

B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲

Es gibt viele Dinge, die den Ausgang dieses Abends hätten verändern können.

Kapitel: Jedes Kapitel ist verziert mit  Notenlinien mit Noten  bzw. Notenzeile.
- Widmung der Autorin: Für Ralph - Weil du meinem Lied eine Melodie gibst

Handlung:
Zwei Frauen - zwei Männer, ein Kind Ally und Charlotte, zwei unterschiedliche Frauen, die sich eines Abends auf der Intensivstation des Krankenhauses wiedersehen. Charlotte ist dort, weil ihr Lebensgefährte David nach einem Zusammenbruch dort um sein Leben kämpft. Als sie auf Ally trifft, vermutet sie zuerst, dass diese ebenfalls wegen David dort ist. Schließlich waren die beiden vor Jahren zusammen, bis Ally aus seinem Leben verschwand.
Doch Ally ist wegen Joe dort, ihrem Mann. Selbst wie er war, rettete er einen Jungen. Dieser war durch die brüchige Eisdecke eines Sees eingebrochen. Doch da war noch Todd, der Hund. Allein schaffte er es nicht sich zu retten. Es war Wahnsinn, was Joe tat, aber er musste dem Hund helfen.

Zitat S. 22
"Es tut mir leid, wir hätten es Ihnen wohl vorher erklären sollen. Ich fürchte, Ihr Mann ist praktisch ertrunken, Mrs. Taylor", kam schließlich die vollkommen unfassbare Antwort.

Die Handlung ist sehr spannend und berührend, aber auch traurig. Und dann sind da die Worte, nein das ist Wortzauberei, mit der Dani Atkins den Leser immer wieder zum Staunen bringt. Eine Wortkünstlerin, das ist Magie.

Im Wechsel erzählen die beiden Frauen Ally und Charlotte die Gegenwart und durch intensive Rückblenden in die Vergangenheit die Geschehnisse ihrer Verbindung.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Anfänglich hatte ich ja erst eine Aversion gegen David, doch man versteht im Nachhin einiges.

Emotional ging mir das Buch schon nahe, zumal ich das Buch fast "aufgesogen" habe. Von Beginn an haben mich  die schwarzen Buchstaben, Wörter, Sätze, die Charaktere magnetisch angezogen und nicht mehr losgelassen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen.
Dani Atkins hat mich mit ihrem wunderbaren Schreibstil mitgenommen auf eine Reise in eine Welt, wo Buchstaben und Wörter zu einem Buchschatz werden .
Das ist Magie - das ist Lesegenuss pur. Das ist hohe Schreibkunst!

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Tags: dani atkins, familie, krankenhau, krankheit, liebe, transplantation, verlust   (7)
 

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298 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, trauer, sommer

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Ein bisschen wie Unendlichkeit"  ist  das erste Jugendbuch der Autorin Harriet Reuter Hapgood und zugleich ihr Debüt. Geschrieben ist es in der Ich-Erzählperspektive  der 17-jährigen Protagonistin Gottie. Durch die Erzählperspektive  kann man sich diese als Charaktere gut vorstellen, ebenso vermittelt es auch gut ihre Gefühle. Ein junges Mädchen, deren Gedanken und Zeitsprünge nachvollziehbar geschildert sind. So wie die Charaktere gut ausgearbeitet sind, ist es auch bei den Nebenpersonen.
Das Cover ist ein Eyecatcher und mit eines der schönsten, die ich gesehen habe. Auf den ersten Blick schlicht und einfach, doch da ist viel mehr zu sehen. Die Unendlichkeit des Weltraums, Wirbelströme, Wurmlöcher … Es mag zwar schlicht und einfach erscheinen, doch das Bild sagt so viel aus. Die Schrift ist ein bißchen verschnörkelt und wirkt verträumt. Wie unsere Hauptcharaktere, Dottie, eine Tagträumerin.
Mit ihrem Schreibstil, der angepassten Sprache für die jungen Leser spricht die Autorin ihre Leserschaft an und begeistert für das Buch. Die Autorin hat die Fähigkeit, sich in die junge Generation einzufühlen und authentisch zu beschreiben. Alles hat irgendwie mit Physik zu tun, Pi-Zahlen u.a. Da verändert sich mancher Blick auf die Dinge. Auch wenn der Blick in diese mathematische Welt scheinbar verwirrend und doch erkennbar, war es anfangs etwas schwierig, sich in die Geschichte einzufinden. Doch das gibt sich - ganz schnell! Keine großartigen Ausschweifungen im Text, die zu Langeweile oder Desinteresse führen könnten.
Die Romanze um Dottie und Thomas ist ein Bestandteil der Geschichte, aber da ist auch noch Grey, der vor einem Jahr verstorbene Großvater von Dottie. Ebenso wie seine Tagebücher - alles sehr präsent.
Von der Handlung her eine interessante Story, mit ernsten Passagen. Es dreht sich nicht alles nur um Physik.  Die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Es passt, wie man so sagt.
Handlungsdauer:  Es beginnt an einem Samstag, dem 3. Juli und endet am 22. August. Aber eigentlich auch nicht, denn die Geschichte hat ihren Anfang fünf Jahre zuvor. Es ist eine Geschichte, die u.a. den Wert von Freundschaft zeigt. Dazu tragen nicht nur die Charaktere bei, das Buch zu mögen.
Eine Geschichte hat immer einen Anfang. Oder ist das Ende ein neuer Anfang?
Für mich ist "Ein bisschen wie Unendlichkeit" ein Buch, dass ich sicherlich noch einmal lesen werde. Allgemein gesehen ist das Buch erfrischend gut, nicht neu und doch so ganz anders. Mit ein Umstand auf der Suche nach Wörtern für eine Rezension hatte ich eine Wortfindungsblockade.
Alles in allem konnte mich Harriet Reuter Hapgood vor allem durch ihre wundervolle Idee überzeugen.
Das Buch ist nicht nur für jugendliche Leser, sondern auch für jung gebliebene Erwachsene, die diesem Genre offen gegenüber stehen, geeignet.

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