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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

paris, erbe, neuanfang, glück, lehrerin

Ein kleines Stück Paris

Yvonne Jarré
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426518588
Genre: Liebesromane

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

kinderbuch, krähe, freiheit, bär, freundschaft

Krähe und Bär. Die Sonne scheint für uns alle.

Martin Baltscheit , Wiebke Rauers
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Dressler, 23.01.2017
ISBN 9783791500256
Genre: Kinderbuch

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Penelop und der funkenrote Zauber

Valija Zinck , Annabelle von Sperber
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340786
Genre: Kinderbuch

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Kasimir Karton - Mein Leben als unsichtbarer Freund

Michelle Cuevas ,
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340465
Genre: Kinderbuch

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

berlin, sybil volks, historischer roman, nicht zuende gelesen, kaufhaus

Torstraße 1

Sybil Volks
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2014
ISBN 9783423215169
Genre: Romane

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111 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

ostpreußen, familiensaga, mitgift, familie, mamsell

Das Lied der Störche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632469
Genre: Historische Romane

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das wundersame Leben der Schmetterlinge

Dianna Hutts Aston , Sandra Margineanu , Sylvia Long
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785587508
Genre: Kinderbuch

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38 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

holocaust, polen, familie, geschichte, judenverfolgung

Der letzte Überlebende

Sam Pivnik , Ulrike Strerath-Bolz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.03.2017
ISBN 9783806234787
Genre: Biografien

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193 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

carrie price, new york, musik, new york diaries, adriana popescu

New York Diaries – Sarah

Carrie Price
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426519400
Genre: Liebesromane

Rezension:

Achtung Zitate im Text

Die 27-jährige Sarah Hawks kam vor einigen Jahren aus Chicago nach New York. Ihr Liebe, Leidenschaft zu Musik gab ihr die Kraft, endlich den großen Durchbruch zu schaffen. Sie wollte DEN Künstler, Musiker entdecken … Sarah lebte im Knights Building, im Herzen von New York. Kein modernes Gebäude, und sicher ein Dorn im Auge der Stadtväter. Junge Leute lebten hier, auf der Suche nach dem großen Glück in ihrer Stadt. Mit ihrem Internet-Blog verdiente Sarah nicht genug Geld, und so arbeitete sie als Kellnerin bei einem Cateringunternehmen. Immer wartend auf den magischen Augenblick, den Moment, der ihr Gänsehaut verursacht. Heute spielte im Club eine ihr nicht bekannte Band. Doch während der Pause legte der Bassist ein Solo hin, dessen Stimme Sarah den Boden unter den Füßen wegzog.
S. 13 "Ob die Leute um mich herum noch sprechen oder atmen, das nehme ich nicht wahr, denn für m ich gibt es nur noch diesen Song, der eine vergessene Jugend besingt und dessen Melancholie mich mitten ins Herz trifft, als würde er mich, mein Leben und die Erinnerungen aus meiner Teenagerzeit singen."
S. 15 "Wie selten passen Text, Musik und Stimme so gut zusammen, dass man das Gefühl bekommt, eine perfekte Fusion zu hören."
Was hatte dieser Wahnsinnstyp von Bassist in der Gitarrenrockband zu suchen? Wer war er und wie sein Name? Fragen, die beantwortet werden sollten.
Das ist so der Beginn von Sarah und Wills Geschichte.
Handlungsschauplatz ist New York, Amerika. Die Songs von der Playlist der Autorin finden sich als Kapitelüberschrift wieder.

Als Sarah Charlie kennenlernt, dem Sohn eines sehr bekannten Musikproduzenten, gerät ihr Leben durcheinander. Letztendlich muss sie die harten Kanten, Stolperfallen überstehen, um zu erkennen, wer der wahre EINE ist.
Die Ich-Erzählerin Sarah schildert ihr Leben und die Geschehnisse aus ihrer SIcht. So gewährt sie dabei einen guten Blick in ihre Gefühls- wie auch Gedankenwelt. Die Liebe zur Musik hat sie von daheim, dort wo es immer Musik gab, bei Tag und Nacht.
S. 11 "Für mich ist Musik alles."
Sarah Hawks als Protagonistin überzeugt mit einigen Facetten und, obwohl erwachsen, zeichnet sich eine weitere Entwicklung ab. Das macht sie sehr sympathisch.
"New York Diaries - Sarah" ist eine interessante Geschichte, in der Musik das Hauptthema ist. Alle Charaktere sind gut gezeichnet und ausgebaut. Die aufgelistete Playlist ergänzt das Buch wunderbar. Die Gestaltung des Cover ist wunderschön. Vor allem wird hier der Stil der Reihe eingehalten. "Genau meins", dieses Label ziert das Cover und ja, dem stimme ich zu.
Hier geht es nicht nur um den "Traum" von Sarah. Es geht auch darum, wie man ihn findet. Geleitet von Gefühlen, Liebe, Verständnis, aber auch Unentschlossenheit, und und und …

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Tags: amerika, frauenroman, gegenwartsliteratur, lieb, musik, new york, traum, vertrauen   (8)
 

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176 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

liebe, freundschaft, dani atkins, familie, der klang deines lächelns

Der Klang deines Lächelns

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426519356
Genre: Romane

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218 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

physik, anspruchsvol, außergewöhnlic, flashbacks, fantasie

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

schokolade, abenteuer, botaniker, das schokoladenversprechen, paris

Das Schokoladenversprechen

Josephine Moon , Ulrike Laszlo
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.01.2017
ISBN 9783442485338
Genre: Liebesromane

Rezension:

Vor gut drei Jahren hat Christmas Livingstone, die weibliche Hauptprotagonistin,  ihren Schokoladenladen eröffnet. Genauer gesagt heißt es "Schokoladenapotheke". Ihr altes Leben als PR-Managerin hinter sich gelassen, hat sie den Neustart gewagt. Hierzu hat sie zehn wichtige Regeln aufgestellt. Diese sind im Innencover abgedruckt und das Buch beginnt ebenfalls damit. Nach wenigen Seite taucht ein weiterer Protagonist auf, Lincoln, von Beruf Botaniker. Für kurze Zeit war er heim gekommen. Zum einen weil er nach seiner Grandma schauen wollte, die in einer Altersresidenz lebte. Und zum anderen wartete er auf einen neuen Auftrag. Zugleich wird Christmas von ihrer Freundin Emily überrascht. Diese hatte in ihrem Namen sie beim Maitre Le Coutre in Frankreich angemeldet und es hat geklappt: Christmas erhielt tatsächlich den begehrten Platz beim Stipendiumkurs. Gleichwohl hatte Emily dies auch mit einem Hintergedanken getan, denn der leibliche Vater von Christmas war Franzose. Sie hatte ihn jedoch nie kennengelernt und er spukte intensiv in ihrem Kopf herum.
Mit der Schokoladenapotheke hatte Christmas sich eineN Traum erfüllt. Schokolade in vielen Variationen, Balsam für die Seele, Schokolade als Medizin. Kakao, der Anbau, die Schokoladenproduktion, diese Themen sind sehr ausführlich, langatmig, einfach zu ausführlich beschrieben, so dass sich die Protagonisten in der Handlung verlieren.
Als Lincoln auf Christmas (was für ein Name für eine Frau :-( ) zukommt, ob sie zusammen mit ihm ein Buch über Kakao usw. schreiben könnte, scheint sich die Sache zwischen den beiden zu vertiefen. Trotz der Regeln! Doch weit gefehlt, muss ich vorab dazu sagen. Das Christmas sich zusätzlich noch als gute Fee betätigt, ist eine Sache und noch ein weiteres Thema im Buch.
Fakt ist, dass die eigentliche Haupthandlung durch zu viele Nebenschauplätze durchzogen wird und sich irgendwie verliert. Was anfangs sehr interessant klang, geht in der Handlung unter. Nein, es verliert sich - leider.
Das wirkt sich auch auf die Charakteren aus. Keine der Protagonisten ist so dargestellt, dass ich sie mir bildhaft vorstellen konnte. Das hatte logischerweise die Konsequenz auf mein Lesen des Buches.

"Das Schokoladenversprechen" lockt nicht nur durch den Titel, sondern auch dem entsprechenden Cover. Die Idee zum Buch fand ich gut, doch leider hat mich die Umsetzung nicht überzeugt. Sicherlich wollte die Autorin einen unterhaltsamen Roman schreiben. Sehr schön fand ich die Gestaltung der Kapitel, die jeweils eine Zeichnung einer Kaffeebohne schmücken.
So kann ich nur eine bedingte Leseempfehlung geben. Aber das ist nur meine Meinung. Lest selbst.

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Tags: abenteuer, botaniker, frankreich, liebesgeschichte, paris, schokolade, suche, tasmanien   (8)
 

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52 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

nasa, gleichberechtigung, rassentrennung, langley, forschung

Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

Margot Lee Shetterly , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.01.2017
ISBN 9783959670845
Genre: Biografien

Rezension:

Im Jahr 1943 meldet der Personalchef des Langley Memorial Aeronautical Laboratory der Verwaltungsleitung, dass ein immenser Personalbedarf bestehe. An der Küste von Virigina lag der Campus von Falngley Field. Afroamerikaner waren dort eine Minderheit. Langley war wie eine Familie. Das Thema Rassentrennung stand zwar im Raum, aber nicht vordergründig. Es waren die "kleinen" Gegebenheiten, die darauf hinwiesen, z. B. die Toiletten für "farbige" Angestellte, die dementsprechend gekennzeichnet waren.
Die Autorin Margot Lee Shetterly ist auf Spurensuche gegangen und entstanden ist dieses großartige Buch. Es handelt von den Frauen, die zur Zeit der Rassentrennung bei der NASA (so hieß es später) als Mathematikerinnen beschäftigt waren. In ihrem Prolog gibt die Autorin einen Einblick zum Verlauf der Entwicklung zur NASA. Dazu schreibt sie zu den Rechenspezialistinnen (S. 20): Ich war entschlossen, ihre Existenz und ihre Leistungen so zu dokumentieren, dass sie der Geschichte nie wieder verloren gehen würden.
Lange, bevor der Computer Einzug in die Welt hielt, (kursiv) verhalfen die schwarzen Rechnerinnen von Langley den USA zu seiner Vormachtstellung in Luftfahrt, Raumforschung und Computertechnologie …
Es stellt sich die Frage, warum hat nie jemand von diesen menschlichen "Rechencomputern" gehört? Also ich habe sie mir jedenfalls gestellt. Ausführlich erklärt dies die Autorin im Epilog.
Da ist z. B. der Abbruch der Apollo 13-Mission, ein vorprogrammierter Kurs, der nicht gehalten werden konnte und doch fand es ein gutes Ende. All dies verdankten sie Katherine Johnsin, die letztendlich 2015 von Präsident Obama mit der Presidential Medal of Freedom ausgezeichnet wurde. Zuletzt erhielt diese 2012 John Glenn.
Das Buch "Hidden Figures" füllt ein Stück des Vakuums der großartigen Leistung von Frauen, Afroamerikanerinnen, der amerikanischen Geschichte. Katherine Johnsons Geschichte kann ein Türöffner sein für all die Geschichten anderer Frauen, ob schwarz oder weiß, deren Leistungen nicht gebührend zur Kenntnis genommen wurden bzw. werden (S. 333)
Mary Jackson gehörte zum Langley-Team, überstand die Umstrukturierungen der NASA. Seit 1958 war sie Ingenieurin und verlor nie ihr Ziel aus den Augen: die Naturwissenschaft. Sie brachte sich selbst das Programmieren bei. (S. 338) Von einem menschlichen Computer war sie zur Mathematikerin und schließlich zur Ingenieurin aufgestiegen. 1979 nahm sie die Stelle der Frauenbeauftragten an, was ihr nicht leicht fiel. Mary Jackson war schon seit Jahren Mitglied einer Gruppe von Frauen, die sich für eine Gleichstellung bei der Besetzung von Posten egal ob weiß oder farbig, einsetzte. Gloria Champine, Anfang der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts geboren, eine Weiße, arbeitete hart und wurde techn. Assistentin des Chef der Abteilung für Weltraumsysteme. Sie setzte sich gegen ihre männlichen Bewerber durch. Irgendwann lernte Mary Gloria kennen und sie wurden Freundinnen. Schließlich arbeiteten sie als Team über Jahre als Gleichstellungsbeauftragte. Hier erfuhr Gloria von Dorothy Vaughans Weg.
Dorothy Vaughan, 32 Jahre, arbeitete im Jahr 1943 während der Sommerferien in der Sortierstation der Wäscherei von Langley. Dorothy Vaughan war eine farbige Mathematiklehrerin, verheiratet, vier Kinder. Doch ihr Gehalt war bescheiden. Mir war nicht bekannt, dass die schwarzen LehrerInnen 50% weniger verdienten als ihre weißen KollegInnen. So kam es halt, dass sie Geld dazu verdiente. Dorothys Leben, ihren Weg, zu lesen, bis sie schließlich dank Miriam Mann einen befristeten Job in Langley bekam, der ihren Fähigkeiten entsprach, war bombastisch. (S. 85) Für ein ehrgeiziges, junges mathematisches Talent - wenngleich kein ganz junges mehr - gab es keinen besseren Platz auf der Welt

Zu Beginn des Buches gibt das Inhaltsverzeichnis einen Einblick auf die 23 Kapitel. Nicht zu vergessen die sehr ausführlichen Anmerkungen sowie die Bibliografie. Wer "Hidden Figures" intensiv liest, für denjenigen ist dies eine große Hilfe. Im Vordergrund stehen thematisch zum einen die Rassentrennung als auch die Geschichte der Raumfahrt. Die Frauen in der Geschichte machen sie lebendig, zeigen den Werdegang auf, u. a. den Wettlauf zwischen den Russen und Amerikanern  im Weltall. Es gibt viele Momente im Buch, die einem vor Augen führen, was die Trennung zwischen Farbig und Weiß bedeutet. Dies sind nicht nur die getrennten Toiletten, da ist auch z. B. die Kaffeemaschine im Büro "für Farbige".
Wenn man bedenkt, dass es Jahrzehnte her ist, das der erste Mensch den Mond betreten hat, aber nur häppchenweise die Rassentrennung aus den Köpfen verschwand, eine Gleichstellung der Frau, egal ob weiß oder farbig, auf Positionen im Beruf, das hat bis heute noch nicht gut funktioniert.
Die Autorin hat einen sehr ausgewogenen Schreibstil und eine spannende Erzählart. Hier wurde sehr gut recherchiert, die Themen überzeugend verarbeitet, und es gibt nichts, was ich kritisieren könnte.

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Tags: amerika, computer, frauenroman, gleichberechtigung, rassentrennung, weltall   (6)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

familie, fischer verlag, retter, welpe, liebe

Bailey findet ein Zuhause

W. Bruce Cameron , Naemi Schuhmacher
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 26.01.2017
ISBN 9783737340939
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Bailey findet ein Zuhause" was für eine herrliche Lektüre. Die Geschichte wird aus der Sicht des Hundes erzählt und bringt dem Leser über seine Gedanken und Gefühle diese sehr realistisch nahe. Da wir selbst einen Golden Retriever haben, war das Buch schon ein Must Read. Zum harmonischen Zusammensein gehört nicht nur der Hund, sondern auch das Kind der Familie, in der sich die Geschichte abspielt. Der achtjährige Ethan hatte sich schon immer einen Hund gewünscht und nun war er da. Bailey ist abenteuerlustig, neugierig und so nutzt er die Gelegenheit und entflieht dem Hundezüchter. Gewollt oder ungewollt, das sei dahingestellt. Wie gesagt, er ist schon als Welpe sehr neugierig, so sagt er es uns jedenfalls. Nach einer kleinen Odysee wird er von einer Frau, der Mutter von Ethan, aus einem Lkw gerettet. Dort wäre er fast an der Hitze darin gestorben.
Das man mit einem Hund Menschen ebenfalls neu kennenlernt, zeigt sich im Laufe der Handlung. Sie wissen genau, wann sie den treuen Hundeblick einsetzen. Auch, wie ein solcher Hundewelpe den Alltag auf den Kopf stellen kann. Was macht es schon, wenn der Hund mit einem Stinktier in Berühung kommt, und das nicht nur einmal☺ Das heißt baden, und nochmals wieder baden.
Der Autor hat auf 208 wunderbar geschrieben Seiten aufgezeigt, wie der Mensch vom Hund lernt, aber auch der Hund vom Menschen. Regeln sind dafür da, eingehalten zu werden - nicht wahr Bailey☺

"Bailey findet ein Zuhause" ist mehr als nur eine Hundegeschichte. Das die Rasse Golden Retriever ausgesprochen als klug gelten, Kinder lieben und eine starke Beziehung zu ihrem Clan haben, weiß ich aus eigener Erfahrung. Unser Toby ist inzwischen der zweite Golden Retriever, der bei uns lebt. Sie spüren, wenn es dir nicht gut geht, sind gute Zuhörer, erzählen keine Geheimnisse weiter, merken deine Stimmungsschwankungen. Durch sehr viel beiderseitiges Vertrauen entsteht eine tiefe Bindung. Ist der Mensch krank, ist es der Hund auch - und umgekehrt ebenso.
Ich verzichte auf einen intensiven Einblick der Handlung und kann nur sagen, liebe Hunde(Nicht)besitzer, lest es.
Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Richard Cowdrey runden das Ganze zu einem wunderbaren Leseerlebnis ab.

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Tags: cameron, familie, golden retrieve, liebe, retter, welpe   (6)
 

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

adoption, familie, irland, vergangenheitsbewältigung, ann o'loughli

Das Café in Roscarbury Hall

Ann O'Loughlin , Sarah Fuhrmann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.12.2016
ISBN 9783442484874
Genre: Romane

Rezension:

Die Schwestern Ella und Roberta O'Callaghan leben seit dem Tod der Eltern allein auf ihrem Anwesen in Rathsorney, County Wicklow, Irland. Roscarbury Hall verfällt so langsam und das Geld ist knapp. Die Bank will, dass es verkauft wird, um die Schulden zu tilgen. Beide Schwestern kommunizieren schon seit Jahrzehnten nur per Zettel miteinander. Diese handschriftlichen Notizen sind in kursiver Schrift abgedruckt. Nur Ellas Engagement, ihre Liebe zum Backen ist es, die die Schwestern über Wasser hält. Nach dem Gespräch bei der Bank hat Ella eine Idee. Sie wird ein kleines Cafe eröffnen. Sehr zum Unmut ihrer Schwester, die keine "Eindringlinge" auf Roscarbury Hall wünscht. Roberta hat einen Fehler, und das ist der Alkohol. Doch Cousine Iris steht Ella bei.
Aus Amerika angereist ist Debbie. Sie ist auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter und die Recherchen haben sie nach Irland geführt. Dort trifft sie auf Ella und hilft ihr im Café. Die beiden Frauen verstehen sich gut. Wiederum zum Missfallen von Roberta. Debbies Bemühungen um Aufklärung stoßen überall auf Abwehr. Debbies Adoption an eine wohlhabende amerikanische Familie war damals kein Einzelfall. Es erinnert an "Philomena", ein Film, der mich zutiefst erschüttert hat. Er beruhte auf Tatsachen.
Debbies Fall zeigt auf, wie es damals ablief. Und das ist wohl nicht aus den Fingern gesogen. Irische Mädchen, die schwanger wurden, kamen in ein Kloster und dort wurde dann das Baby zur Adoption freigegeben. Das Geld erhielt das Kloster.
Erschwerend für Debbie ist, dass ihr die Zeit unter den Nägeln brennt. Sie muss bald nach Amerika zurück und das ohne Ergebnis? Dieser Teil, warum und wie es weitergeht, hat mich sehr berührt, bzw. die Entwicklung der Geschichte bis zum Ende. Zu sehen, wie Debbie und Ella ihre Arbeit im Café lieben, war wiederum positiv. Denn das "Ballhaus-Cafe" entwickelt sich zu einer Attraktion. Und das wiederum ärgert die bissige Roberta. Welch andere Geschichte Ella und Roberta verbindet, warum sie nicht mehr miteinander reden, welches Geheimnis sie teilen, fließt erst spärlich in die Handlung ein und wird am Ende gelöst.
Debbie und Ella - sie beide verbindet nicht nur eine großartige Freundschaft, sondern auch ein böses Trauma.
Das Cover ist farbenfroh, erfrischend und ein Hingucker.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und ihre Verbindung der Vergangenheit mit der Gegenwart gut gelungen. Auch die dargestellten Charaktere sind sehr gut gezeichnet.
Die Themen sind sehr gut geschrieben, mit etlichen Wendungen, eine Geschichte, die mich bis zum Ende nicht losgelassen hat.
(Das mag aber auch daran liegen, dass mir "Philomena" noch frisch bildlich im Kopf war).

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Tags: adoption, familiengeheimnis, irland, kirche, kloster, schwestern   (6)
 

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62 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

jugendbuch, bettina belitz, die diamantkrieger-saga, diamantkrieger, urban fantasy

Die Diamantkrieger-Saga - La Lobas Versprechen

Bettina Belitz
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.10.2016
ISBN 9783570164259
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es fiel mir nicht schwer, mich in das Buch hineinzufinden, denn ich habe Band 1 direkt davor gelesen. Die Warteliste bei der Bücherei war lang, dann kam noch die Weihnachtszeit dazwischen u.a.. Das ist manchmal so. De Handlung knüpft gut an das Ende des erstens Teils an. Schön der Anfang ist interessant und ließ hoffen, dass der zweite Band - wie oft bei einem Mittelband - ebenso gut und spannend geschrieben war wie "Damirs Schwur". Von daher habe ich mich gut mit der Handlung zurechtgefunden. Die Autorin schreibt fantastisch, so dass das Lesen zum Genuss wird. Oft kommt es vor, dass ja gerade ein Mittelband schwächelt. Dem ist nicht so. Durchaus spannende, faszinierende Momente ziehen sich durch das gesamte Buch.
In "La Lobas Versprechen" steht Sara vor der Entsheidung, die sie nun umsetzen will, und endlich Diamantkriegerin zu werden. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive von Sara erzählt. Sie steht im Mittelpunkt der Geschichte und es war toll, wie sich die Charaktere entwickelte und wie sie beschrieben wurde. Sara besitzt sehr viel Charakterstärke. Die Autorin weiß ihre Worte geschickt zu nutzen und so hat die Handlung Atmosphäre, die durch die jeweiligen Stimmungen perfekt herüberkommen.
Bettina Belitz hat ihre sehr interessante Idee fantastisch, überzeugend im zweiten Band der Saga weitergeführt. Ich habe nichts zu kritisieren. Der ausgewogene Schreibstil als auch die wunderschöne Erzählart haben mich begeistert. Dieser Band endet mit einem fiesen Cliffhänger, so dass die Neugier natürlich geweckt ist. Also heißt es warten und hoffen auf einen grandiosen Abschluss.
Da im Netz veröffentlichte Rezensionen intensiv auf den Inhalt eingehen, habe ich darauf verzichtet. Derjenige, der diese Saga liest, ist ja schon durch den ersten Teil darauf aufmerksam und auch neugierig gemacht worden.
Mich hat es fasziniert, wie elegant und doch mit viel Herz (das spürt man zwischen den Zeilen) die Autorin einen Weltentwurf geschaffen hat, dass im ersten Moment so fremd und dennoch so vertraut wirkt.

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Tags: bettina belitz, fantasie, jugendbuch, trilogie   (4)
 

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158 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

taste of love, liebe, kochen, maine, roman

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

Was haben ein Spitzenkoch und eine "Hobby"-Köchin gemeinsam? In ihrem neuen Roman "Geheimzutat Liebe", das erste Buch der Taste-of-Love-Reihe von Poppy J. Anderson, treffen Andrew Knight und Brooke Day aufeinander. Andrew hat seinen Traum verwirklicht, und ist nunmehr der neue Star am Gastronomiehimmel in Boston. Sehr zum Ärger seiner Familie, denn das war unüblich. In seiner Familie hatten alle die juristische Laufbahn eingeschlagen, doch das Studium hatte Andrew geschmissen.  Für Brooke Day war es selbstverständlich, dass sie ihren Job als Journalistin aufgab, als ihre Mutter schwer erkrankte. Nun arbeitet sie als Köchin im Familienrestaurant in Maine, dem Crap Inn. Das elterliche Restaurant bedarf einer gründlichen Renovierung, von daher kamen die Leute nicht in Massen. Dabei liegt es ideal, mit Blick aufs Meer, dem Strand. Hier wird exquisite Küche Neuenglands angeboten, alles nach den Rezepten von Brookes Urgroßmutter. Von den Einheimischen war die Küche geschätzt. Das Geld fehlte an allen Ecken und Kanten. Erschwerend für Brooke war, dass der Vater sich gegen Neuheiten und Veränderungen wehrte.
Andrews Tante Daisy will diesen dazu bringen, bei den neumodischen Kochshows mitzumachen. Sie hatte schon alles arrangiert, und ein Gesprächstermin stand an. Sie kann sehr hartnäckig sein mit ihren Anrufen, das ist immer wieder zu lesen. Letztendlich stellt Andrew alles in Frage, überlässt sein Restaurant dem Chefkoch und nimmt sich eine Auszeit. Er fühlt sich ausgebrannt, leer und fährt einfach so los.
Manchmal sind es nur Sekunden, abgelenkt durch Gedanken oder so, und dann - peng, passiert es. Genau wie hier in diesem Buch: Brooke und Andrew treffen aufeinander. Und von Anfang an sprühen die Funken. Sie nimmt ihn mit in ihren Heimatort, veranlasst dass sein Wagen abgeholt wird. Die Reparatur wird wohl länger dauern. So kommt er erst einmal im Crab Inn unter. Andrew ist begeistert von ihren Kochkünsten, verschweigt aber seinen Beruf. Hilfe in der Küche nimmt Brooke von ihm an, wundert sich zwar über sein Talent, doch angesichts der Tatsache, dass beide wie Feuer und Wasser sind, gerät es ins Abseits. Brooke zeichnet sich durch ihre Schlagfertigkeit aus,

Dies ist mein erstes Buch von der Autorin Poppy J. Anderson. Sicherlich ist einiges vorhersehbar, auch welchen Weg die beiden Protagonisten einschlagen. Beide haben innere Wunden, so dass es oft nicht einfach ist, Gefühle zuzulassen. Zwei Charaktere, die einem mit jeder Seite des Buches ans Herz wachsen. Die Leidenschaft zum Kochen, das zeigt sich intensiv. Die Leidenschaft braucht keine Zeit, doch das was sich zwischen beiden langsam entwickelt, braucht Zeit.

"Taste of Love - Geheimzutat Liebe" ist ein Buch, was mich von Beginn an begeistert hat. Die Autorin schreibt sehr lebendig, beschreibt Szenen in einer frischen Sprache, nicht gekünstelt. Die Geschichte hat ihren besonderen Charme, lebt durch das Setting, seinen Personen, auch den Nebenfiguren. Das Buch hat Atmosphäre.
Optisch ist das Cover ein Highlight, eben eine wirklich besondere Aufmachung.
Klare Leseempfehlung, auch für diejenigen, die einen Roman suchen, der einfach nur begeistern und vom Alltag ablenken kann.

Brooke Day: "Kochen ist für mich ein Stück Heimat. Sobald ich am Herd stehe, vergesse ich den Alltag und kann mich entspannen. Es gibt nichts Schöneres, als Menschen mit guten Gerichten zu verwöhnen."
Andrew Knight: "Kochen ist für mich pure Kreativität. Ich liebe es, Gerichte zu kreieren, meine Gäste zu überraschen und mich am Herd auszuleben. Außerdem kann man Frauen ganz ausgezeichnet mit exquisiten Speisen verführen."

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Tags: hobby, kochen, leidenschaft, liebesroman, maine, poppy j. anderson   (6)
 

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99 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

schottland, claudia winter, liebe, hochzeit, glückssterne

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die 30-jährige Josefine arbeitet erfolgreich als Anwältin und will in drei Wochen heiraten. Und zwar Justus, der ebenfalls in der Kanzlei arbeitet. In Josefines Familie ist es Tradition, den Brautring, der im Besitz der Großmutter  ist, bei der Hochzeit zu tragen. Nun aber war der Ring weg. Alles Suchen im Elternhaus verlief ergebnislos.
"Dieses alberne Stück Metal list ein Vermögen wert! Vor allem wird es mich meine Ehe kosten."
"Aber Josefine, das ist doch nur ein dummer Aberglaube. Niemand in unserer Familie denkt heute noch, dass dieser Ring irgendein Unglück heraufbeschwören könnte."
Zitat S. 13

Wie sollten sie das der Großmutter Adele von Meeseburg beichten? Bei einem Familientreffen stellt sich heraus, dass Josefines Cousine Charlotte mit einem "dahergelaufenen Penner" ( O-Ton) sich nach Schottland abgesetzt hat. Und mit ihr wohl der Ring. Doch ohne den Segen der Großmutter will Josefine nicht heiraten. Traditionen hatten im Hause eine hohen Stellenwert wie auch das Wort der Großmutter Gesetz war.
Also fliegt Josefine nach Schottland und lernt im Flugzeug Aidan kennen. Es ist Josefine, die dem Leser ihre Geschichte erzählt. Doch nicht nur sie. Problemlos taucht man ein in die Geschichte um diesen Brautring, lernt die Familienmitglieder kennen, jede Person etwas speziell auf ihre Art. Josefine hat etwas an sich, wo ich immer dachte, Mensch Mädchen, nun mach mal hin. Nach so vielen Jahren, die sie liiert war, wo blieb da die Herzwärme? Sie hat ein Talent und findet immer ein Fettnäpfchen. Diese allerdings können ab und an eine Lawine auslösen. Wenn, ja wenn sie nicht diesen Aidan hätte, der sie so manches Mal rettet. Josefine wächst aus der Anfangscharaktere heraus und schön ihre Entwicklung zu sehen.
Die Geschichte ist gut und flüssig aufgebaut. Was sich hinter all dem Spektakel um den verschwundenen Ring verbirgt, würde zuviel aus der Handlung verraten. Manchmal bedarf es eines gehörigen Schubs, um glücklich zu werden.
"Die Liebe ist der Schlüssel zum Glück, meine kleine Motte. Nichts mehr und nicht weniger wünsche ich mir für dich."
Zitat S. 323

Zum Ende finden sich einige Rezepte, die schon beim Lesen hungrig machen.
Die Handlung ist kurzweilig, was mit an dem Schauplatz Schottland liegt. Ein erläuterndes Nachwort rundet die Geschichte ab.
Was mich gestört hat, war die über 32 Seiten umfassende Leseprobe zu "Aprikosenküsse". Irritierend, denn die angegebene Seitenzahl war 416 für den Roman. Und wenn man die Leseprobe u.a. abzieht, ergibt es halt mal grade etwas über 360 Seiten.
Im Ergebnis war der Roman gut, teilweise verlor sich der Schwung vom Anfang, aber das Ende versöhnt.

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Tags: claudia winter, deutschland, familiengeschicht, schottland   (4)
 

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73 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

fliegen, pilotinnen, frauenbewegung, emanzipation, frauen

Unsere Hälfte des Himmels

Clarissa Linden
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426519011
Genre: Romane

Rezension:

Achtung Zitate im Text
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Da ist Amelie, die im Jahr 1935 in Frankfurt lebt, ebenso wie ihre Freundin Johanna. Beide verbindet die Leidenschaft zum Segelfliegen und ihr Traum, Pilotinnen zu werden. Mitte der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts und dann noch in einer Zeit, die sich später als eine der dunkelsten der Geschichte Deutschlands darstellt. Die Fliegerei spielt in diesem Buch eine wichtige Rolle. Wer sich für die Faszination des Fliegens begeistert, erfährt sehr viel geschichtlichen Hintergrund. Aber auch der andere Leser wird durch die gründlichen Recherchen der Autorin zu diesem Thema informiert. Und so versteht sie es immer wieder, den Leser in ihre Geschichte zu ziehen.
Kassel 1971: Ameliese Tochter Lieselotte erhält einen Anruf, dass ihre Mutter nach einem Unfall im Krankenhaus in Koma liegt. Seit einigen Jahre ist sie mit Eduard verheiratet. Er geht arbeiten, sie ist daheim. Eine normale Ehe, wie halt damals üblich. Denn arbeiten gehen konnte Lieselotte nur mit Erlaubnis ihres Mannes. Da stellt sich dann schnell Einsamkeit ein, denn was bot ihr das Leben …
Ja, so war damals die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

Mutter und Tochter haben kein besonderes Verhältnis zueinander. Im Prinzip ist Lieselotte von der Oma großgezogen worden. Amelie stellt sich anfangs als sehr hartherzig dar. Auf Nachfrage wer denn ihr Vater sei, erfährt sie nur, dass er im Krieg gefallen sei.
"Du kannst das Kind nicht dafür bestrafen, was geschehen ist", hatte Oma Luise gesagt.
 (Zitat S. 50)"

Clarissa Linden verarbeitet Themen aus der Frauenbewegung als auch aus der Zeit des Nationalsozialismus in ihren Büchern. "Ich warte auf dich, jeden Tag" ist der erste Roman in dieser Richtung.
Der Fokus in ihrem neuesten Werk liegt besonders auf die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, ein Generationsproblem. Ganz eindeutig zu spüren, es fehlt die mütterliche Wärme.
"Eine Frau muss hart sein, wenn sie überleben will. (Zitat S. 50)"

Die Geschichte ist gut und flüssig aufgebaut, wobei jedes Kapitel auf Ort und Jahr hinweist. Sehr schön fand ich bei einigen Kapiteln die Zitate wie z. B.
Kapitel 15 "Ich bin erst glücklich, wenn ich fliegen kann". Hilda Hewlett
(S. 161)
oder
Kapitel 38 "Wenn andere fliegen können, warum dann nicht ich?" Katherine Stinson
(S. 387)

Nachwort und Hintergrund zum Buch enthalten sehr ausführliche Listen. Dass die Frauen im damaligen Deutschland gegen Vorurteile ankämpfen mussten, sie im Prinzip auch keine berufliche Perspektiven in der Fliegerei hatten, das hat sich erst im Jahr 1988 geändert. Ein langer Zeitraum zur Gleichberechtigung.

"Unsere Hälfte des Himmels" von Clarissa Linden hat mich fasziniert. Die einzelnen Geschichten ergeben eine berührende als auch spannende Story. Der Leser erfährt, warum Amelie unfähig war ihre Tochter Lieselotte zu lieben. Es muss unerträglich für ein Kind sein, sich nicht geliebt zu fühlen. Die Autorin schafft es, das Gefühlsleben der Protagonisten zu beschreiben und nahe zu bringen.
Das Buch ist sehr gut geschrieben, spannend, interessante Themen mit geschichtlich fundiertem Hintergrund. Bedingt durch die Schrecken des II. Weltkriegs könnte man auch sagen, es ist ein bisschen ein Buch "gegen das Vergessen". Ein Roman mit Wiedererkennungswert!
Ein ausdruckssstarkes Cover rundet das Ganze ab.
Oh, fast hätte ich es vergessen: natürlich spielt auch in diesem Buch eine Katze eine Nebenrolle ♥ Cat Ballou ♥
Mein Lesetipp für diese außergewöhnliche Familiengeschichte.

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Tags: deutschland, familiensag, fliegen, generationsproblem, mutte, tochte, träume, zweite weltkrieg   (8)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

australien, verlust, liebe, hoffnung, famili

Eine Farm im Outback

Alissa Callen , Irene Anders
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174645
Genre: Liebesromane

Rezension:

̲̲B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲
Habe ihn gefunden.
Ewan Mackenzie starrte auf die Textnachricht, die er von Travis bekommen hatte. Der Lärm und die Geschäftigkeit in der Kommandozentrale des Outback-Rettungsdienstes hinter ihm verebbten zu einem unbestimmten Murmeln. Drei schlichte WOrte, und die Welt konnte wieder aufatmen.

Angetan von dem farblich harmonischen Cover sowie der Kurzbeschreibung erwartete ich einen Australienroman, der mich in seinen Bann ziehen würde. Das Buch spielt im Outback von Australien. Dort wird seit zwei Tagen der achtzehnjährige Seth vermisst, ihr Bruder. Er war von einem Abendlauf nicht zurückgekehrt. Seit Jahren ist Kree für ihren jüngeren Bruder Vater und Mutter, denn beide Eltern waren schon lange verstorben. Bei dem Einsatz lernt Ewan Mackenzie, der die Farm Marellen bewirtschaftet, Kree kennen und weiß um den Schmerz des Verlusts. Da ist die Gemeinschaft des kleinen Ortes Glenalla, die alles dafür tun, um Seth zu finden. Hoffentlich lebendig. Die Suchaktion hat ein glückliches Ende. Kree übernimmt erst einmal den Aushilfsjob von Seth auf der Farm der Tylers. In der Nähe liegt Marellen, wo Ewan mit Tish, der Frau seines verstorbenen Bruders Fergus,  und deren beiden Söhnen lebt. Während ihres Aufenthalts lernt Kree die Schönheit Australiens, aber auch die Tücken kennen. Sie erlebt den harten Überlebenskampf der Farmer, den diese durch die wetterbedingte Trockenheit haben.
Die Autorin kreiert eine Atmosphäre, in der man sich sofort wohlfühlt. Ihre Beschreibungen versetzten mich direkt vor Ort. Geprägt wird die Geschichte durch das Unglück, bei dem Ewan vor ein paar Jahren seinen Bruder verlor. Er fühlt sich immer noch schuldig und lässt keine Nähe zu. Er versucht, Enttäuschung und Leid fernzuhalten. Doch das gelingt nicht immer.
Die taffe Trish weiß um die prekäre Situation der Farm. Auch wenn es ihr oft schwer fällt, versucht sie jeden Tag so gut wie normal ablaufen zu lassen. Zumal ihre Mutter in Sidney sie massiv unter Druck setzt, dass die beiden Söhne dort zur Schule gehen sollen. Bradye und Darby sind sehr unterschiedliche Kinder. Braye, ein richtiger Wildfang, Darby ist sehr ruhig, besonnen. Ewan gibt auch hier sich die Schuld dafür.
Mir ist der Einstieg in die Geschichte einzutauchen leicht gefallen. Die Charaktere sind ehrlich und authentisch gezeichnet. Es sind gerade die Figuren, die die Geschichte zum Leben erwecken, so nah und persönlich, dass ich sie bildhaft vor Augen hatte. Von daher verständlich,  dass sie sich vollkommen in die Geschichte einpassen. Die Geschichte ist gut strukturiert und die geschilderten Ereignisse wirken schon lebensecht.

Kree hat einiges bewegt für den Ort Glenalla. Was ihr Vater und ihre Mutter mit diesen Ort verbindet, lest selbst. Ich möchte euch neugierig machen, ihr Lust bekommt, dieses Buch zu lesen.
Für mich ist "Eine Farm im Outback" ein idealer, leicht zu lesender Liebessroman mit Suchtpotential, denn ich möchte mehr von Travis und Tish, Ewan und Kree und all den anderen Bewohnern dieses Fleckens im Outback lesen. Ja, die Romantik kommt nicht zu kurz☺
Mit ihrem Roman hat die Autorin eine Geschichte geschrieben, der charmant die ländliche Seite des Outbacks mit Romantik vermischt. Es ist der Gemeinschaftsgeist, die Hilfsbereitschaft, der Geist der Vergangenheit auf die Figuren der Gegenwart tritt, und man der Liebe eine Chance geben muss, auch wenn vielleicht Kontinente sie trennen. Das Ende ist zwar vorhersehbar, aber dennoch wunderschön.

"Eine Farm im Outback" - ein Australienroman ganz nach meinem Geschmack. Es hat alles, was ein guter Unterhaltungsroman braucht:
– Liebe – Traurigkeit – Verlust– Hoffnung –
eben das volle Programm ♥HERZKINO♥

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Tags: australien, famili, hoffnung, liebe, outback, verlust   (6)
 

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72 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

wüste, oman, arabien, nizwa, entdecker

Das Versprechen der Wüste

Katherine Webb , Babette Schröder , Katharina Volk
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Diana, 14.11.2016
ISBN 9783453291843
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zitat im Text
~
Katherine Webb ist bekannt für großartige Romane, die zum größten Teil in England spielen, aber auch andernorts.
"Das Versprechen der Wüste" spielt sich auf zwei Zeitebenen ab. Zum einen beginnt es in Bedorf, England im Jahr 1939, wo die junge Joan Seabrock mit ihren Eltern und dem Bruder lebt.
Oman, Maskat, 1958. Joan ist inzwischen Archäologin und mit ihrem Verlobten Rory hier, um Mandy Vickery zu treffen. "Tausend und eine Nacht", es war das Lieblingsbuch ihres Vaters gewesen, der Sehnsüchte und Träume in Joan weckte. Diese Faszination zu Arabien hatte sich auf sie übertragen, obwohl ihr Vater nie dort war. Die Wüste, der Sand, für Joan war es ein magisches Buch, es verzauberte.
Es hatte lange gedauert, bis Maude bereit war, Joan zu empfangen. Maude Vickery, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits mit 26 Jahren die Wüste durchquerte. Zur damaligen Zeit eine kleine Senation.
Rub-al-Chali - das Leere Viertel, die größte Sandwüste der Welt. Die alte Entdeckerin erweist sich in dem Gespräch mit Joan als sehr schwierig. Zur Zeit ihres Treffens herrschte damals Krieg im Land. Es war der Dschabal-Krieg von 1958-59, den die Autorin hier als Thema sehr gut eingearbeitet hat. Auch Joans Bruder Daniel ist hier stationiert. Gefährliche Zeiten.

Maude und Joan, die beiden Hauptcharaktere, sind gut aufgestellt. Joan, die einerseits lieb und unschuldig wirkt, wächst mit sich und zeigt dem Leser ihre abenteuerlustige und auch entschlossene Seite, nicht aufzugeben.
"Hier oben verlor die Zeit für Joan jegliche Bedeutung, jegliche Form und Größe. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie dort stand und von diesem weit entfernten Fleck aus auf ihr altes Selbst hinunterblickte. Als Salim sie am Ellenbogen fasste, um sie zum Gehen zu bewegen, war ihr kalt, aber sie war entschlossen."
S. 374
Maude lernt man zum einen als junge Frau und dann im hohen Alter kennen. Eine interessante Charaktere. Eine Pionierin im fernen Land, so kann man sie auch bezeichnen.

Besonders gut gelungen ist die Covergestaltung. Allerdings muss ich sagen, dass mir auch die englische Aufmachung super gefällt.  Der Schreibstil flüssig, die Kapitel  nicht zu lang. Die Kapitelüberschriften lassen den Leser den jeweiligen Ort/Land und das Jahr wissen. "Das Versprechen der Wüste" ist ein Roman, dessen Setting atmosphärisch und die Idee hierzu sehr interessant machen.

Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen. Die Mischung aus Abenteuer mit einem Touch Romantik, die Kraft der Liebe, die dargestellte Frauenpower, der Zauber der Wüste, dem Land Arabien macht es zu einer guten Story.

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Tags: arabien, diana-verlag, england, frauenunterhaltung, historische liebesromane, katherine webb, pionierfrauen, wüste   (8)
 

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montana, jennifer ryan, mord, liebe, ranch

Montana Dreams - So ungezähmt wie das Land

Jennifer Ryan , Michaela Grünberg
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 07.11.2016
ISBN 9783956496233
Genre: Romane

Rezension:

B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲
New York City
Drei lange Tage ohne Nachricht. Kein Anruf. Nicht einmal eine SMS. Ella starrte eindringlich ihr Telefon an und versuchte, es durch die Kraft ihrer Gedanken endlich zum Klingeln zu bewegen.  

Mit "Montana Dreams - So ungezähmt wie das Land" präsentiert die Autorin Jennifer Ryan ihren Auftaktband zu einer neuen Reihe. Wer Cowboy Romance liebt, wird nicht enttäuscht.
Worum geht es in dem Buch?
Die Hauptcharaktere sind zum einen Gabe Bowden und Ella Wolff. Gabe Bowden träumt schon immer von einer eigenen Ranch und hatte nunmehr die Chance, die Wolff-Ranch in Montana zu kaufen. Nur noch wenige Wochen, bis das Geld transferiert, der Vertrag grundbuchamtlich abgesichert wird.
Gabe hat noch drei Brüder, wobei bislang nur Caleb frisch verheiratet ist. Blake arbeitet auf der Three Peaks Ranch in Montana. Dane ist Rodeoreiter. Für Gabe erfüllt sich ein Traum, denn er wollte eine neue Rinderzucht beginnen. Nur merkwürdig war, dass ausgerechnet heute Lela Wolff auftauchte, obwohl Gabes Verhandlungspartner Phillip Wolff war

In New York Ciy wird Ella Zeuge eines Gesprächs zwischen ihrer Zwillingsschwester und beider Onkel Philipp. Doch das was sie hört, ist so schlimm, dass sie sofort zum Penthouse eilt. Dort wird sie Zeuge an dem Mord ihrer Schwester. Sie flieht nach Montana, wo die Familie eine Ranch besitzt. Seit dem Tod ihrer Eltern war ihr Onkel, der Bruder ihres Vaters, Vormund, bis die Schwestern 25 Jahre alt sind. Und das ist schon bald. Nun ist Lela tot. Auf dem Weg zur Ranch erlebt Ella die Hölle. Es herrscht starkes Schneetreiben und wäre da nicht Gabe gewesen, so hätte auch Ella ihr Leben verloren.
Was nun folgt, so mag man denken, vorhersehbar. Nun, nicht neu so eine Story: Cowboy liebt Mädchen aus der High Society. Mag sein, doch Jennifer Ryan hat ihren Charaktere eine wirklich gute Geschichte geschrieben.
Im Vordergrund steht, was Lela für ein Geheimnis aufgedeckt und ihrem Onkel präsentiert hat. Dafür musste sie ihr Leben lassen. Klar ist ebenfalls, dass der Onkel auch Ella nach dem Leben trachtet, um in den Besitz des gesamten Vermögens, der Firmen zu kommen. Der Vater war vor vielen Jahren bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen und die Mutter starb auch bald danach.

Das Knistern zwischen Gabe und Ella ist deutlich spürbar. Sie fühlen sich magisch angezogen. Auch dieser Touch von erotischer Spannung zieht sich durch das Buch. Sicher, es sind erotische Szenenv orhanden, gehört für mich bei diesen sexy Cowboy Romance dazu. Auch die Beziehung zwischen den Schwestern wird gut dargestellt. Die Charaktere schließt man sofort ins Herz. Zwischen Hoffen und Bangen, der Suche nach der Auflösung des Geheimnisses hat mich mitgerissen.

Obwohl Gabe sich im Klaren darüber ist, dass eine Beziehung mit Ella keine Zukunft hat, erleben beide etwaas, was sich nicht in Worte fassen lässt. Doch die Autorin versteht es ausgezeichnet, all die Zweifel und auch Gefühle so zu beschreiben, dass es den Leser mitreißt. Man merkt, dass Jennifer Ryan wie andere Autoren schon zuvor Wert auf die zwischenmenschlichen Beziehungen legt.
Alles in allem ein wirklich guter Auftaktband, der durchaus für entspannende Lesestunden sorgt.

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Tags: cowboy romance, jennifer ryan, liebe, montana, trilogie, verbrechen   (6)
 

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

liebe, theresia graw, familie, briefe, wenn das leben loopings dreht

Wenn das Leben Loopings dreht

Theresia Graw
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102462
Genre: Liebesromane

Rezension:

Laura Caspari, Akazienweg 23 in München, so lautete die Adresse auf  dem handgeschriebenen Briefumschlag aus Hongkong. Nur leider wohnte diese Dame gar nicht hier. Wer aber war diese Frau, das fragte sich Franziska Herold. Sie lebte mit Mann und Kind, der Sohn war schon außer Haus, hier unter der Adresse. Ihr Mann war ein bekannter Professor für Amöbenforschung. Nur leider konzentrierte er sich mehr auf die Arbeit als um seine Frau. Für Familie blieb wenig Raum und Zeit. Franziska hatte nur den alltäglichen Wahnsinn. Dieser wurde aufgelockert durch die eintreffenden Briefe. Neugierig öffnet sie diese und wird zur Detektivin. Die Texte sprachen sie an, sie strahlten so viel Liebe aus. Bald wird sie fündig, meint Franziska. Doch es kommt anders als sie denkt.
Nach einem Eklat auf dem Unifest flieht Franziska. Nur gut, dass sie zwei sehr gute Freundinnen hat, Mona und Helen. Die Unzufriedenheit in der Ehe, die wahnsinnstollen Liebesbriefe, die Geheimnistuerei ihres Mannes nach einem Aufenthalt im Ausland, Franziska ist mehr als eifersüchtig. Sie findet heraus, dass der Alex aus den Briefen nunmehr nicht in Hongkong lebt, sondern in Hamburg und fährt dort hin.
Mit ihrer Geschichte hat die Autorin einen Frauenroman geschrieben, der man könnte meinen, aus dem Leben gegriffen ist. Während Franziska mir als Charaktere in der ersten Hälfte des Buches sympathisch war, umso mehr entfernte sie sich in der zweiten Hälfte. Auch Laura ist eine interessante Charaktere, denn irgendwie hat auch sie nicht mit ihrer Vergangenheit, mit Alex, abgeschlossen. Oder doch? Es gibt Absätze, die sich wie Loopings einer Achterbahn drehten und verwirrten mich dann irgendwie. Das erforderte mehr Konzentration beim Lesen und wirkte sich störend auf die Harmonie aus.  Manches war einfach zu viel und kam so gekünstelt herüber.
Im Endeffekt geht es doch um die Beziehungen, auch darum, wie sie sich im Laufe der Zeit verändern. Beeinflusst ein Erlebnis aus der Vergangenheit das Leben in der Gegenwart? Inwiefern alles eine Fügung des Schicksals ist, hier wird man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein.
Das Cover ist sehr schön und auch der Titel ist gut gewählt.

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Tags: frauenroman, liebe, vergangenheit   (3)
 

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adel, familiengeheimnis, hannover, gegenwart, trauer

Leilani - Die Blume des Himmels

Annette Hennig
E-Buch Text: 332 Seiten
Erschienen bei null, 19.07.2016
ISBN B01IR3XMQ0
Genre: Sonstiges

Rezension:

Berlin 1990 - Die junge Ärztin Leilani Vonderhoff löst den Haushalt ihrer verstorbenen Mutter Rose auf. Das Elternhaus möchte sie verkaufen. Es war der Wunsch ihrer Mutter. Dabei findet sie ein Gemälde, was ihr fremd ist. Aber irgendwie sagt eine innere Stimme, es zu behalten. Außerdem scheint es auch wertvoll zu sein. So nimmt sie das Gemälde und noch einige andere Sachen mit in ihr Zuhause. Derzeit durchlebt Leilani wieder einmal eine schwierige Phase mit ihrem verheirateten GEliebten, dem Chirurgen Georg Bregenau. Nur gut, dass sie eine treue Freundin und Kollegin, REgina Morgenstern, an ihrer Seite hat. Leilani fällt es schwer sich einzugestehen, was für ein Hallodri Georg ist. Doch dann sieht sie es mit eigenen Augen, dass er fremdflirtet. Regina nimmt Leilani kurzerhand mit in den Urlaub an die Ostsee, wo sie ein Ferienhaus besitzt.
Rückblick 1945
Die Familie von Langenberg ist von Rügen geflohen und bei Onkel Max in Hannover auf seinem herrschaftlichen Anwesen untergekommen. Nach allem schöpft Flora wieder Mut und zeigt sich von der Seite, die man bereits aus dem ersten Band der Trilogie "Blütenträume",  “ Floras Taum von rotem Oleander “, kennt. Auch wenn Flora mit ihrer Schwiegermutter nunmehr gut zurecht kommt, zu ihrer Tochter Viola kann sie kein Verhältnis aufbauen. Um diese und später auch um den Sohn und Bruder kümmert sich Martha, die mit der Familie von Rügen mitgegangen war.

Nach dem endgültigen Bruch mit Georg will Leilani neu anfangen. Dafür kündigt sie ihren Job und übernimmt die Vertretung einer Arztpraxis auf Rügen. Dieses hatte sie per Zufall in ihrem Urlaub entdeckt. Außerdem kann sie so vor Ort recherchieren, was es mit dem Haus auf dem Gemälde auf sich hat. Denn es steht noch, auf Rügen. Zum Verkauf. Die Frage, wie ihre Mutter an das wertvolle Gemälde gekommen ist, was es damit auf sich hat, Fragen über Fragen.
Gleichzeitig sucht Flora nach "dem Kind". Sie muss etwas wieder gut machen, denn durch diese unsägliche Sache hatte sie ihre Tochter Viola endgültig verloren. Diese lehnt jedweden Kontakt zu ihr ab.

Wie schon im ersten Band der Trilogie sind die Charaktere wunderbar in Szene gesetzt. Ebenso die Umgebung, in der der Roman spielt. Der Schreibstil der Autorin hat mich schon im ersten Teil begeistert. Und sie ist sich treu geblieben. Wiedererkennungswert.

Das Buch ist gut geschrieben, lebendig erzählt, die Charaktere gut aufgestellt und die Rundum-Story realistisch vorstellbar. Ich habe das Buch genossen und warte nunmehr gespannt auf den Abschlussband, denn dieser Teil endet mit einem Cliffhanger, der einem Aufschrei gleicht.

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Tags: adel, familie, gegenwart, krieg, leidenschaft, trauer   (6)
 

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trauer, freundschaft, katze, liebe, tod

Phillips letztes Geschenk

Christiane Lind
E-Buch Text: 186 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 08.11.2016
ISBN 9781503997493
Genre: Romane

Rezension:

"Phillipps letztes Geschenk" von der Autorin Christiane Lind erzählt die Geschichte von Carolin, die von ihrem verstorbenen Mann nach dessen Tod ein kleines Kätzchen als Geschenk erhält. Dies hatte Phillip noch vor seinem Tod mit der gemeinsamen besten Freundin Anka ausgesucht.
"Anka, ich will nicht, dass Carolin Weihnachten allein feiern muss."
(Zitat S. 8)


Als ich den Infotext gelesen habe, fiel mir spontan dazu ein Buch von Nicholas Sparks ein "Du bist nie allein". Hier ist es ebenfalls der verstorbene Mann, der seiner Frau zu Weihnachten einen Welpen schenkt. Hier entwickelt sich dieser zum Lebensretter. In "Phillips letztes Geschenk" sind es die Katze und die Frau, die sich ansich gegenseitig retten bzw. gerettet werden.
Die Liebe zu ihren Katzen hat die Autorin zum Anlass genommen, rund um die Samtpfoten eine Geschichte zu entwickeln. Die Geschichte ist in 24 Kapitel aufgeteilt, so wie halt ein Adventskalender mit 24 Türchen. Jeden Tag ein Kapitel.
In schöner Sprache wird hier auf flüssige Weise die Liebe zweier Menschen erzählt. Doch wie es halt im realen Leben manchmal so ist. Da kommt eine Krankheit, man ist machtlos und muss mit dem Verlust, der Trauer fertig werden. Und wenn man sich dann noch so abkapselt, eigenbrötlerisch und nach außen hin sehr verschlossen auftritt wie bei unserer Charaktere Carolin, ist es für das Umfeld schwer, dem gerecht zu werden. Carolin hat sich nach dem Tod von Phillip total abgeschottet. Wenn man mit der Geschichte angefangen hat, fällt es schwer, sie nur Kapitelweise zu lesen. Auf eine gewisse Art lernt man die Charaktere Phillip kennen, auch was ihn mit Carolin verbunden hat. Auch wenn es einem vielleicht anfangs nicht klar erscheint, dass sie etwas gemeinsam haben.
Die Veränderung von Carolin ist nur langsam spürbar. Doch ihr Blick nach außen, für ihre Mitmenschen, ist super gut dargestellt. Ebenso die Nebencharaktere bleiben nicht eindimensional. Sie alle sind für Carolin in ihrer Not da, was nicht immer selbstverständlich ist.
Nicht immer geht es um den Unterhaltungswert in einem Buch, oft vermischen sich darin Themen wie der Tod, der Verlust aber auch die Hoffnung. Von daher nutzt jeden schönen Moment, den wir hier haben.
"Phillips letztes Geschenk" ist ein Buch, was zu jeder Jahreszeit, jeden Moment gelesen werden kann.
Ein chinesisches Sprichwort sagt:
Fürchte dich nicht, langsam zu gehen!
Fürchte dich nur, stehen zu bleiben! 

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Tags: christiane lind, einsamkeit, freundschaft, liebe, tod, verlust   (6)
 
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