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288 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

finnland, familie, liebe, helsinki, fotografie

Liebten wir

Nina Blazon
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 26.06.2015
ISBN 9783548285771
Genre: Romane

Rezension:

Lange habe ich versucht, diesem Buch doch noch eine Chance zu geben, aber nach 272 Seiten konnte ich beim besten Willen nicht mehr und habe den neuen Roman von Nina Blason “Liebten wir” abgebrochen. Obwohl mich die Leseprobe neugierig auf das Buch gemacht hatte, hielt das Buch für mich nicht das bereit, was ich erwartet hatte. 
 Die Protagonistin ist Moira – genannt Mo – sie ist leidenschaftliche Fotografin und sieht mehr hinter die Bilder, als nur darauf. Für Mo gibt es in jeder Familie versteckte Geheimnisse, die sie mit ihren Fotos einfangen will. Und genau da gehen die Meinung von Mo und ihrem Freund Leon sehr weit auseinander – er ist der Meinung Mo interpretiert zu viel in die Bilder hinein. Doch für die Fotografin sind die Fotos die Wahrheit des Familienlebens. Im “wahren” Leben dagegen sieht es bei ihr ziemlich mies aus – der Kontakt zu ihrem Vater ist abgebrochen und zu ihrer Schwester eher spärlich. Doch eigentlich wünscht sich Moira eine funktionierende Familie. Wie gerufen kommt da das Familienfest von Leon. Jedoch soll genau dieses zu Mo’s absoluter Katastrophe werden. Denn alles, was schief gehen kann, geht auch schief. Mo sieht nur einen einzigen Ausweg – Flucht. Nur allein ist sie dabei nicht, denn die hochbetagte Großmutter der Familie – Aino – sieht in dieser Flucht die Chance, endlich ihren letzten Traum erfüllen zu können. Und so begeben sich die beiden auf eine turbulente Reise nach Finnland. Der Anfang des Romanes war noch ganz spannend, die Einblicke in Mo’s Arbeit ließen sich flüssig lesen. Als es dann allerdings auf die Familienfeier zuging, kippte für mich die Stimmung des Buches. Zwar war es dort noch relativ spannend, die “Flucht” war ein guter Höhepunkt. Nur so richtig verstehen, wieso Mo das getan hatte, konnte ich nicht. Generell ist der Charakter Moira für mich einer, den ich nicht verstehen kann und wo ich auch keine wirklichen Sympathien aufbaue. Ich empfand sie als eigensinnig, bockig und auch ein wenig naiv. Und chaotisch nicht zu vergessen. Die Reise der beiden Frauen zog sich immer weiter in die Länge. Zumal ich sowieso nicht wirklich verstanden habe, wie die beiden so weit kommen konnten. Auch manche Umstände, die erwähnt werden, finde ich persönlich zu sehr aus der Luft gegriffen. Klar, Mo hat Leons Auto genommen, doch ist das ein Grund, gleich die Polizei zu rufen, wenn man das Chaos vorher bei der Feier bedenkt? Und,dass die Großmutter sich dazu schleicht, würde ich nicht unbedingt als Entführung bezeichnen, aber das ist Ansichtssache. Wieso die Beiden allerdings dann so weit kommen, finde ich merkwürdig. Denn Sympathie gab es zwischen Aino und Moira ebenfalls nicht. Trotzdem muss ich sagen, dass die alte Dame mir wesentlich sympathischer war. Auch sie ist stur, hat in ihrem Leben aber schon so viel mitgemacht, dass man ihr dies verzeihen kann. Meiner Meinung nach stärkt das den Charakter Aino nur. Und die alte Damen hat ein Ziel, im Gegensatz zu Moira. Vielleicht bekommt das Buch in der Zukunft noch mal eine Chance. Momentan bin ich aber eher enttäuscht, als das ich mich dazu durchringen könnte, es weiter zu lesen.

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337 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 112 Rezensionen

tasmanien, liebe, lügen, meer, trauer

Der Sommer, in dem es zu schneien begann

Lucy Clarke , Claudia Franz
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.04.2015
ISBN 9783492060127
Genre: Liebesromane

Rezension:

Von einem Moment auf den anderen ändert sich das Leben von Eva komplett. Nur ein Jahr nach der Hochzeit verliert sie ihren Mann Jackson bei einem Angelunfall und fällt in ein tiefes Loch. Ihr wird bewusst, wie kurz sie Jackson nur kannte. Um mehr von ihm und seiner Vergangenheit zu erfahren, aber auch um die Trauer zu teilen, beschließt sie zu Jacksons Familie nach Tasmanien zu reisen. Doch anstatt Trost und Unterstützung stößt sie auf eine Familie, die sie lieber wieder ganz schnell in England sehen würde. Willkommen fühlt sie sich keinesfalls, doch abreisen möchte sie auch nicht. Aber was sie dann erfährt, wirft das Bild ihres geliebten Mannes noch einmal völlig über den Haufen und Eva aus der Bahn.

In dem Roman “Der Sommer, in dem es zu schneien begann” erzählt Luca Clarke eine etwas andere Liebesgeschichte. Es geht nicht darum, wie sich zwei Menschen finden, sondern wie Eva mit dem Verlust ihres Ehemannes umgeht. Dabei wird ihr bewusst, wie wenig sie doch eigentlich von ihm wusste und dass ihre Liebe schnell in der Ehe mündete.

Ich finde die Hauptcharaktere sind sehr gut von der Autorin beschrieben worden. Man lernt sie so nach und nach immer besser kennen und versteht auch, wieso sie sind, wie sie sind.
Vor allem konnte ich mich sehr gut in Eva hineinversetzen. Die Hoffnung, die sie hatte, ihren Mann noch zu finden, die Trauer, als sie merkte, dass er wirklich tot sein muss und die Verzweiflung, als sie zu seiner Familie fliegt und sich dort nicht willkommen fühlt. Dennoch hat sie nicht aufgegeben. Dann musste sie aber Dinge erfahren, die sie nicht glauben kann. Sie weiß selber nicht mehr, was wahr ist und was Lüge, vor allem aber, wem sie glauben kann. Jackson wirkt auf sie plötzlich wie ein fremder Mensch.

Aber auch Saul hat mir sehr gut gefallen. Zuerst war er mir zwar unsympathisch, weil er Eva so hat abblitzen lassen. Doch als er sich um sie gekümmert hat, nachdem es ihr schlecht ging, gefiel er mir doch ganz gut. Eigentlich ist er ein sehr netter Kerl, nur wollte er Eva davor schützen, was sie auf der Insel erfährt.

Die Handlung selber ist sehr emotional. Lucy Clarke beschreibt sehr gut, wie Eva sich fühlt. Man kann sie verstehen, auch wenn es für mich persönlich manchmal noch ein bisschen emotionaler hätte sein können. Auch versteht die Autorin sehr gut, wie man die Spannung halten kann – denn nicht immer kommt alles so, wie man denkt. Manche Stellen konnte ich mir zwar vorher schon denken, dass es so kommen würde, aber nicht immer habe ich Recht behalten.

Was man auch erwähnen muss, ist, dass die Landschaft sehr schön beschrieben ist. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen – das Land, das Meer, manchmal fühlte ich mich, als wäre ich selber in Tasmanien gewesen.

Insgesamt muss ich sagen, dass der Roman mir sehr gut gefallen hat und ich ihn nur empfehlen kann. Eine sehr schöne Lektüre für den Sommer – gefühlvoll und dennoch nicht kitschig.

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369 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

magie, fantasy, welten, buch, tyen

Die Magie der tausend Welten - Die Begabte

Trudi Canavan , Michaela Link
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 10.11.2014
ISBN 9783764531058
Genre: Fantasy

Rezension:

Tyen ist Student der Magie und Archäologie an der Akademie. Er begleitet Professor Hofkratzner auf eine Ausgrabung ins Maienland und macht dort in einem alten Grab eine erstaunliche Entdeckung – er findet ein magisches Buch. Dieses Buch, genannt Pergama, ist mehrere tausend Jahre alt und wurde dazu geschaffen, Wissen zu sammeln und zu speichern. Normalerweise müsste Tyen seinen Fund dem Proffesor und somit der Akademie übergeben. Doch ausnahmsweise hält er sich nicht an die Regeln und nutz Pergama um sein Wissen aufzubessern und ihr zu zeigen, wie sich die Welt weiterentwickelt hat. Ganz glücklich soll er damit nicht werden, denn das Buch wird entdeckt und eine schwierige Zeit beginnt für Tyen.

In einer anderen magischen Welt lebt Rielle. Hier wird Magie nur von Priestern genutzt, ansonsten ist es den Menschen verboten, Magie zu erlernen oder zu benutzen. Rielle hat eine besondere Gabe, sie kann Magie sehen. Allerdings weiß davon nur sie selber und ihre Tante, denn auch das Sehen von “Schwärze” ist etwas ungewöhnliches. Als Rielle von einer Tempelstunde nach Hause zurückkehren möchte, wird sie von einem Befleckten – einem Magier ohne Ausbildung – überfallen und verschleppt. Sie kann gerettet werden, doch soll dieser Tag ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen.

“Die Begabte” ist der erste Teil der neuen Trilogie von Trudi Canavan. Ich finde es ganz spannend, dass es zwei Handlungsstränge gibt, die in zwei unterschiedlichen Welten spielen. Beide werden aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschildert.
Einer der Hauptfigur ist Tyen, der Student, der immer alles richtig machen möchte und einen festen Plan hat, wie sein Leben verlaufen soll. Er ist zielstrebig, erfinderisch und möchte einmal die Welt, in der er lebt, durch seine Erfindungen verbessern. Aber auch seinen Vater möchte er damit stolz machen.
Leider kommt es nicht so, wie er es gerne hätte. Zwar ist er wahnsinnig Stolz darauf, ein magisches Buch gefunden zu haben, doch sieht die Akademie dies ein wenig anders und es kommt zum Streit. Tyen wird zum Spielball und trifft letztendlich eine Entscheidung, die sein ganzes Leben verändern soll. Trotzdem bereut er nicht einen Schritt, den er getan hat.
Dagegen steht Rielle. Sie ist Tochter einer Färberfamilie. In Ihrer Welt herrscht ein Glauben daran, das Magie nur den Engeln vorbehalten ist und lediglich Priester zur Ausübung ihrer Arbeit ein wenig davon nutzen dürfen. Sie hat allerdings die Gabe, “Schwärze”, also das Nicht-vorhanden-sein von Magie zu sehen. Doch versteckt sie diese Gabe. Denn Menschen, die “Schwärze” sehen können, werden an einen unbekannten Ort gebracht und davor haben Rielle und ihre Tante, die als Einzige davon weiß, Angst. Als Rielle aber von einem Befleckten angegriffen wird und die Stadt danach in Angst lebt, weil eine Verführerin immer mehr Menschen Magie beibringt, fast sie einen Entschluss, der auch ihr Leben völlig auf den Kopf stellen soll. Dabei verliebt sie sich in ihren Retter, Izare, was sie nur noch mehr in die Zwickmühle bringt. Denn Izare ist Maler und damit weit unter ihrem gesellschaftlichen Rang.

Trudi Caravan weiß genau, wie sie zwei so völlig verschiedene Handlungsstränge wunderbar in einem Buch vereinen kann. Es wird immer an einer sehr spannenden Stelle unterbrochen und die Geschichte des jeweils anderen Charakter geht weiter. Dennoch hatte ich nie das Gefühl in einer der beiden Geschichten verloren zu sein. Schade ist nur, dass sich Tyen und Rielle bisher nicht kennengelernt haben, aber ich denke, dass wird sich bald ändern.
Ungewöhnlich für die Autorin fand ich, dass sie sehr viel Zeit investiert, die Charaktere so genau in ihrer Welt zu beschreiben. Man bekommt bei beiden sehr viel Hintergrundinformationen, was einerseits gut ist, da sich die Welten so sehr unterscheiden. Andererseits zog sich das stellenweise sehr weit hin und die Spannung hat dadurch darunter gelitten. Aber es gibt auch genug Verfolgungsjagden und Liebesszenen, was einen diese Stellen vergessen lässt.

Alles in allem freue ich mich auf die Folgebände und bin gespannt, wie es in diesen neuen magischen Welten weitergehen wird.

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80 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

london, geheimnis, gesellschaft, fantasieroman, poppy

Winterflammen

Kristen Callihan , Firouzeh Akhavan-Zandjani , Britta Lüdemann
Flexibler Einband: 501 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 06.11.2014
ISBN 9783802595806
Genre: Fantasy

Rezension:

Poppy’s Leben wird schlagartig ein anderes – ihr Mann Winston wird von einem Werwolf angegriffen und Poppy muss ihr seit Jahren gut gehütetes Geheimnis preisgeben. Wie auch ihre Schwestern besitzt sie eine außergewöhnliche Gabe. Und genau dieses Geheimnis zerstört ihr bisheriges Leben.
Nicht nur, dass ihre Schwestern ihr den Rücken kehren, das schlimmste für Poppy ist der Verlust ihres wahrheitsliebenden Ehemannes.

Drei Monate vergehen, in denen sich das Paar nicht sieht. Dann erhält Poppy eine Information, dass ein Dämon sowohl hinter ihr, als auch hinter Winston her ist. Ohne zögern macht sich Poppy auf den Weg nach Paris zu ihrem Liebsten. Dieser ist zwar alles andere als begeistert, dennoch stellen sie sich gemeinsam der Gefahr. Denn auch Winston muss sich eingestehen, dass sein bisheriges Leben auf einer Lüge basiert, deren Tribut ihn jetzt einholt.

Im dritten Band der “The Darkest London”-Reihe dreht sich die Geschichte um Poppy Ellis, die älteste der drei Schwestern, und ihren Mann Winston Lane. Die beiden versuchen ihre Ehe zu retten, doch so richtig mag es ihnen nicht gelingen. Zu viel steht zwischen den beiden und so nach und nach erfährt man einiges über die Vergangenheit des Paares.

Es ist interessant, dass zwar das Prinzip geblieben ist, wie sich zwei Menschen finden, doch der Hintergrund ist in diesem Teil ein anderer. Poppy und Winston sind bereits verheiratet und müssen nun durch eine Krise, die ihnen schwerer nicht fallen könnte.
Winston glaubte, eine normale Sterbliche geheiratet zu haben, doch Poppy ist mehr als das. Auch sie hat eine besondere Gabe, gleichzeitig ist sie aber auch das Oberhaupt der “Gesellschaft zur Unterdrückung Übernatürlicher”. Somit bricht für ihn die heile Welt zusammen. Er braucht Abstand von allem und zieht sich zurück, trotzdem liebt er Poppy nach wie vor über alles.
Natürlich ist auch Poppy verletzt, ihr Ehemann lässt sie im Stich in dem Moment, wo sie ihn am meisten braucht. Immer musste sie die Starke sein, ihr Geheimnis bewahren und konnte sich selber niemandem anvertrauen, nicht einmal ihren Schwestern. Selbst diese kehren ihr jetzt den Rücken.
Doch lange Zeit halten sie es nicht getrennt aus. Als Poppy die Warnung bekommt, ein Dämon verfolge sie und ihren Mann, nehmen die beiden den Kampf gemeinsam auf. Keiner will den anderen ungeschützt sehen. So wirklich miteinander geht es nicht, aber ohneeinander eben auch nicht.

Das ständige hin und her zwischen den beiden wurde mit der Zeit ein wenig nervig. Es war zwar schön zu erfahren, was in der Vergangenheit passiert ist, wie sich Poppy und Winston kennen gelernt haben, aber das “Ja” und dann doch wieder “Nein” war für mich zu anstrengend. Eine klare Linie wäre schöner gewesen.
Vor allem, weil die Wende immer dann kommt, wenn man denkt “jetzt kommen sie wieder zusammen”. Dann reicht eine kleine Geste und alles zerbricht wieder zwischen Poppy und Winston.

Ich muss ehrlich sagen, mir fiel es schwer, in die Geschichte hinein zu kommen und ihr zu folgen. Es hat mich nicht so gefesselt, wie die anderen Bände. Zwar war der Schreibstil gut, die Beschreibungen sehr detailliert, wie auch in den beiden Vorgängern, auch Action gab es… doch das gewisse Etwas hat mir leider gefehlt. Vielleicht lag es daran, dass es hauptsächlich erotische Szenen zwischen Poppy und Winston gab und mir das ziemlich auf den Wecker ging…

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1.119 Bibliotheken, 19 Leser, 2 Gruppen, 178 Rezensionen

magie, magisterium, fantasy, cassandra clare, holly black

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth

Cassandra Clare , Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783846600047
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Callum Hunt ist der typische Außenseiter – in der Schule nicht sehr beliebt, gehandicapt mit einem lahmen Bein und seine spitze Art tut sein übriges. Dazu kommt, dass ihm sein Vater von klein an dazu erzogen hat, alles zu tun um nicht vom Magisterium aufgenommen zu werden. Denn Magie ist etwas schlechtes – sagt Alister.
So wird Call von ihm angewiesen, durch die magische Prüfung zu fallen. Das versucht er auch, scheitert bei den Prüfungen kläglich – und wird trotzdem von Master Rufus als Lehrling auserkoren.
Zusammen mit seinen Mitschülern Aron und Tamara muss er sich nun dem Schulalltag stellen und lernt das Magisterium nun selbst kennen – und auch lieben.
Doch einfach soll es für ihn im Magisterium nicht werden…

Die Autorinnen Holly Black und Cassandra Clare haben eine sehr eigene, magische Welt erschaffen. Die Prüfungen waren zu beginn recht interessant, auch dass die Lehrer ihre Schüler wählen und nicht einfach Klassen gebildet werden, fand ich sehr gut.

Callum selber war mir zu beginn ein recht unsympathischer Charakter. Ich fand ihn trotz seiner 12 Jahre sehr naiv, extrem Vorlaut und irgendwie kam ich einfach nicht so richtig zu ihm durch. Allerdings hat sich das im weiteren Verlauf der Geschichte gebessert.
Aaron dagegen war mir von Anfang an sehr sympathisch. Der typische nette Junge von nebenan, zuvorkommend, freundlich, für mich einfach sehr sympathisch, auch wenn es scheint, als würde ihm alles in den Schoß fallen.
Tamara ist die typische “Streberin”. Sie möchte die Beste sein, ihre Familie stolz machen und sich gut darstellen. Trotzdem hatte sie auch etwas nettes, was sie für mich auch zu einem angenehmen Charakter gemacht hat.
Diese drei passen als Gruppe sehr gut zusammen, ergänzten sich mit ihren Fähigkeiten, auch wenn sie sich zu Beginn nicht wirklich leiden konnten, sind sie am Ende ein Herz und eine Seele.

Der Schreibstil ist, wie für ein Jugendbuch nicht anders zu erwarten – sehr einfach gehalten. Für mich war das hin und wieder etwas nervig, was mich fast zum weglegen des Buches gebracht hätte. Doch ich konnte mich dazu durchringen, weiterzulesen und das Buch wurde doch sehr spannend.
Zumal es eine Wendung beinhaltet, die man so nicht erwartet hätte. Denn die beiden Autorinnen haben es wirklich sehr gut angestellt, eine falsche Fährte zu legen, aber dazu möchte ich jetzt nicht so viel sagen.

Was aber auf jeden Fall ein absoluter Blickfang ist, ist das Cover. Darin habe ich mich sofort verliebt. Ich mag so Schnörkeleien ja sehr gerne und das bronzefarbene “Magisterium” ist einfach wunderschön. Zumal man es auch auf den Kopf stellen und lesen kann ;)
Schade ist, dass es wieder nur ein Schutzumschlag ist. Sowas mag ich nicht so gerne, trotzdem seh’ ich mir das Cover immer wieder gerne an. Es macht neugierig auf das Buch.

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn der Anfang etwas schleppend war, das Ende dagegen hat mich sehr überrascht und ich bin gespannt, wie die Geschichte weiter geht.

Was ich persönlich sehr schade finde, ist der ständige Vergleich mit den “Harry Potter”-Bänden. Sicher, Parallelen kann man finden, wenn man das will. Ich bin der Meinung, man sollte neutral an das Buch herangehen – das hab ich auch getan – dann wird man auch eine schöne, eigene Geschichte finden, die einen in ihren magischen Bann ziehen kann.

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56 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

liebe, zweite chance, wiedergutmachung, zukunft, andrea lochen

Das Wunschjahr

Andrea Lochen , Julia Sailer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.08.2014
ISBN 9783548285689
Genre: Liebesromane

Rezension:

Was wäre, wenn das letzte Jahr total mies gelaufen ist, du einfach auf den Wiederholungsknopf drücken und neu beginnen könntest? Wer hat sich das nicht schon einmal gewünscht?

Genau das passiert Olive – sie wacht im Jahr 2011 auf, welches sie eigentlich gerade hinter sich gebracht hat. Völlig verwirrt liegt sie neben ihrem Ex-Freund Phil im Bett, doch dieser weiß von der Trennung vor zehn Monaten nichts mehr und macht sich wahnsinnige Sorgen um seine Freundin. Für jeden um Olive scheint es ein ganz normaler Neujahrstag zu sein, wie jeder andere auch, nur sie steckt in einer Zeitschleife fest. Langsam beginnt auch Olive zu realisieren, dass sie dieses Jahr noch einmal durchleben muss.

Doch ganz allein ist sie dann doch nicht – Sherry, eine Bekannte ihrer Mutter, durchlebt ebenfalls dieses Jahr noch einmal und zeigt Olive auf, dass sie es als zweite Chance sehen soll, um ihre Fehler des Vorjahres auszubessern. Sie muss sich bewusst darüber werden, was im ersten 2011 schief gelaufen ist und was davon genau sie verbessern sollte.
Für sie beginnt eine schwierige Zeit, sie weiß, was auf sie zukommt, was das letzte Mal in den Situationen passiert ist. Aber vor allem hat sie Gewissensbisse, weil sie über manche Ereignisse, etwa den Grund für die Trennung, einfach nicht mit Phil reden kann. Sie hat Angst davor, ihn erneut zu verlieren oder andere Menschen, die ihr wichtig sind, wenn sie wieder verletzt werden.

“Das Wunschjahr” von Andrea Lochen war ein für mich sehr emotionaler Roman. Olive war mir von Anfang an sehr sympathisch, ich konnte mich so gut in ihre Situation hineinversetzen. Es hat mich fasziniert, wie genau sie sich an das vergangene Jahr noch erinnern konnte und einem immer im passenden Moment der Ablauf aufgezeigt wurde. Die Rückblendungen fand ich passend eingebaut. Vor allem fand ich es toll, dass nicht nur das letzte Jahr reflektiert wurde, sondern in gewissem Sinne Olive’s komplettes Leben – wie sie ihre beste Freundin Kerrigan und ihren Freund Phil kennenlernte, die Leukämieerkrankung ihres Vaters, sein Tod und ihre Arbeit auf der Intensivstation.

Der Schreibstil hat dort natürlich auch einiges zu beigetragen. Ich konnte mir vieles sehr gut bildlich Vorstellen, aber auch die Gefühle wurden sehr schön beschrieben. Generell habe ich mich im kompletten Verlauf der Geschichte sehr gut aufgehoben gefühlt. Zumal ich mich durch meinen eigentlichen Beruf auch gut in das Arbeitsleben von Olive hineinversetzen kann. ;)

Olive lebt ihr Leben in dieser zweiten Chance zum Teil ganz anders, was ich daran aber interessant fand ist, dass sie zwar weiß, wie ihre Reaktion beim ersten Versuch ankam, jedoch nicht, was jetzt passiert, wo sie sich anders verhält. Sie malt sich wunderbare Szenen aus und doch kommt es dann wieder anders. Beispielsweise als sie einem Patienten helfen will und dann aber niedergeschlagen ist, weil sie es sich etwas anders vorgestellt hat.
Somit zeigt der Roman sehr schön, dass man sein Verhalten zwar ändern kann, wenn man so eine Chance erhält, aber dennoch nie vorhersieht, was der zweite Weg für Tücken bereithält.

Ich muss diesmal auch ein paar Worte zum Cover verlieren, denn das war es, was mich im allerersten Augenblick zum Buch gezogen hat. Ich finde es sehr passend zum Inhalt des Buches. Man sieht ein Pärchen, genauer gesagt die Füße, am oberen Rand und die Reflexion des Paares im Wasser. Mir gefiel es einfach, es zeigt die zwei Seiten, die Olive in den beiden Jahren geht. Das einzige Problem, was ich dabei hatte, ich wollte das Buch immer verkehrt herum aufschlagen.

Zusammengefasst kann ich nur sagen, dass ich “Das Wunschjahr” jedem nur empfehlen kann, der über Freundschaft, Liebe und eine zweite Chance im Leben etwas lesen möchte. Ich bin begeistert.

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124 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

liebe, katie macalister, zeit stehlen, traveller, familie

Time Thief - Keine Zeit für Traummänner

Katie MacAlister ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 05.06.2014
ISBN 9783802594090
Genre: Fantasy

Rezension:

Kiya’s Geschichte beginnt beim Arzt, weil sie – mal wieder – vom Blitz getroffen wurde. Dabei wird doch gesagt, der Blitz schlägt nicht zweimal an der selben Stelle ein. Nun, bei Kiya ist dies der Fall, doch einen Schaden hat sie anscheinend davon nicht. Außer das sie weder Job noch Geld hat. Und ein kaputtes Auto – Eloise – welches sie auf dem Weg nach Hause im Stich lässt und einfach nicht mehr anspringen will.
Verloren irgendwo im nirgendwo trifft sie auf die Familie Fas, bei der sie Unterschlupf und einen Job findet. Als Hundesitterin will sie so lang bei den Faa’s bleiben, bis sie genug Geld für die Reparatur von Eloise zusammen hat und wieder fahren kann.

Bei einem Spaziergang trifft sie auf ein weiteres Familienmitglied – den Außenseiter Peter, welcher für die Wache arbeitet – und fühlt sich von ihm magisch angezogen. Die Ereignisse überschlagen sich, nichts ist mehr wie vorher, denn Kiya findet heraus, was und wer sie wirklich ist – ein Traveller.
Peter ist einem Mörder auf der Spur, den er in den Reihen seiner Familie vermutet, denn ein Sterblicher hat die Morde, die er untersucht, nicht begangen. Eine spannende Zeit beginnt…

… sollte man zumindest meinen. Ich sehe das leider etwas anders. Denn die spannenden Stellen haben doch eher auf sich warten lassen. Die Idee der Reihe “Time Thief” von Katie MacAlister hat mich eigentlich begeistert und durch den Klappentext war ich wirklich sehr gespannt, was in dem Buch passiert. Doch leider bin ich enttäuscht worden. Ich hatte wirklich mehr erwartet.

Mit Kiya, der Hauptperson, konnte ich mich absolut nicht anfreunden. Sie ist absolut schräg, aber in einer Art und Weise, mit der ich nicht umgehen konnte. Mir persönlich kam sie an einigen Stellen eher wie ein kleines, quirliges Kind vor, das seinen Mund nicht halten kann, als eine erwachsene Frau. Sicher, manche Stellen hatten dadurch ihren Charme, aber im großen und ganzen hat es mich einfach nur genervt.

Genauso flach fand ich aber auch Peter Faa. Als “Kommissar” hatte ich mir von ihm ebenfalls mehr erwartet. Zu Beginn ist er ein wenig schwer von Begriff, was Kiya’s Andeutungen ihm gegenüber betrifft, kann dann aber auch seine Finger und Gedanken nicht von ihr lassen und verliert so schnell den Bezug zu seiner eigentlichen Aufgabe.

Die Aufklärung des Mordes schwebt zwar unterbewusst immer irgendwo mit im Raum, allerdings gewinnt die Geschichte der Liebesbeziehung der beiden die Oberhand. Nicht, dass ich etwas gegen Liebesromane hätte, aber ein bisschen mehr Krimi hätte ich mir hier doch gewünscht. Wie gesagt, die spannenden Szenen sind eher weniger, am Schluss gibt es ein paar, aber für mich persönlich fand ich es einfach zu wenig.

Auch der Schreibstil konnte mich hier nicht überzeugen. Für mich kamen zu viele Dialoge vor. Immer mal wieder Gespräche sind zwar schön und gut, aber ich hatte das Gefühl, das ganze Buch besteht aus einer einzigen Konversation ständig zwischen irgendwelchen Menschen. Auch gefiel mit der Sprung zwischen der Erzählperspektive nicht. Mal wurde von Kiya aus geschrieben, dann wieder von Peter aus. Generell hab ich damit kein Problem, aber hier bin ich irgendwie nicht hinein gekommen.

Der einzige Charakter, der mich überzeugt hat, war Sunil, der kleine Animus, welcher an Peter gebunden ist. Er war witzig, in seiner Art originell und hat die ganze Geschichte ein wenig aufgelockert.

Alles in allem bin ich doch eher enttäuscht von dem Buch, wobei ich mich doch so darauf gefreut habe. Den gerade der Umstand, das Menschen von den Travellern Zeit gestohlen wird, damit sie selber unsterblich werden, hat mich neugierig gemacht. Es war mal etwas anderes, als die üblichen Fantasy-Ideen ;)
Vielleicht wird ja der zweite Teil dann doch besser und die Reihe kann mich doch noch überzeugen. Ich werde mich überraschen lassen.

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275 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

fantasy, liebe, mythologie, kelly keaton, vampire

Dein göttliches Herz entflammt

Kelly Keaton , Bea Reiter
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2013
ISBN 9783401067513
Genre: Jugendbuch

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141 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

london, elementarkräfte, dark fantasy, werwölfe, fantasy

The Darkest London - Im Bann des Mondes

Kristen Callihan , Firouzeh Akhavan-Zandjani
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 06.03.2014
ISBN 9783802589843
Genre: Fantasy

Rezension:

Endlich frei. Daisy Ellis Craigmore, Schwester von Miranda Archer, hat ihr Trauerjahr endlich überstanden und kann nun ein neues Leben beginnen. Voller Lebensmut und ohne einen Gedanken an ihren verstorbenen tyrannischen Ehemann begibt sich Daisy zurück in das gesellschaftliche Leben und zeigt dieser, dass sie nicht mittellos zurückgelassen wurde, wie ihr Mann es gerne gehabt hätte. Auf einer Veranstaltung ihrer Freundin Alexis feiert Daisy ihre zurückgewonnene Freiheit. Doch das Blatt soll sich schnell wieder wenden.

Denn ihre Freundin wird ermordet, ebenso wird Daisy selber von dem Mörder, einem Werwolf angegriffen. Nur durch den Einsatz des Lykaners, Ian Alasdair Ranulf, Lord Northrup, überlebt sie. Lord Northrup bringt sie in sein Anwesen und kümmert sich um Daisy, welche die Geschehnisse selbst erst einmal verarbeiten und glauben muss.

Der gut aussehende Lord Northrup stellt Daisy unter seinen persönlichen Schutz vor dem Werwolf, was der jungen Frau zuerst komplett gegen den Strich geht. Doch mit der Zeit fügt sie sich dem Schicksal, die beiden kommen sich erstaunlich nah und machen gemeinsam Jagd auf den Werwolf. Dabei geraten beide in ungeahnte Konflikte.

Im zweiten Teil der „The Darkest London Reihe“ von Kristen Callihan, spielt die mittlere der drei Ellis Schwestern, Daisy, die Hauptrolle. Die Spannung wird von Anfang an aufgebaut, man fühlt mit Daisy mit und kann sich, meines Erachtens nach, auch sehr gut in sie hineinversetzen.
Auch wenn sie als sehr selbstbewusste Frau beschrieben wird, merkt man ihr doch an einigen Stellen an, welche Spuren ihre verhasste Ehe hinterlassen hat.

Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Ian und Daisy finde ich sehr interessant, aber auch sehr angelehnt an den ersten Teil. Die beiden spüren eine Anziehung zueinander, wollen diese aber aufgrund ihrer Vergangenheit nicht wirklich zulassen. Beide sind verletzt worden und wollen dies nicht wieder durchleben. Sie spüren aber, dass der eine dem anderen gut tut oder auch fehlt und wichtig ist. Ich finde dies einfach wunderbar beschrieben.
Auch sind sie sehr leidenschaftlich miteinander, was mich auch wahnsinnig berührt hat. Ich bin eher nicht der Typ für erotische Bücher, aber das nenne ich Leidenschaft.

Genau wie Miranda hat auch Daisy eine besondere Gabe. Im Gegensatz zum ersten Teil wird diese dem Leser zwar auch verheimlicht, aber Daisy selber weiß selber nicht, dass sie diese besitzt. Somit wird gemeinsam die Gabe entdeckt, was ich persönlich sehr spannend fand, auch wenn Daisy mit ihrer Fähigkeit nicht sehr zufrieden ist.

Alles in allem hat mit „Im Bann des Mondes“ sehr gut gefallen und ich bin gespannt auf Teil 3 „Winterflammen“.

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117 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

ulrike schweikert, nachtmahr, fantasy, nachtmah, lorena

Nachtmahr - Das Erwachen der Königin

Ulrike Schweikert
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 13.01.2014
ISBN 9783764530846
Genre: Fantasy

Rezension:

Lorena ist eine junge, unscheinbare Frau, Anfang zwanzig und erfolgreich bei einer Bank in London angestellt. Eigentlich verläuft ihr Leben in normalen, geregelten Bahnen. Wäre da nicht das Geheimnis, dass sie jede Nacht vor den Augen anderer versucht zu verstecken.
Denn Lorena ist ein Nachtmahr, um Mitternacht verwandelt sie sich in ein unsterblich schönes, aber auch "männerfressendes" Wesen.
Um andere aber vor allem auch sich selbst zu schützen, sperrt sich Lorena jede Nacht in ihrer Wohnung ein. Eine Stunde später ist der Spuk vorbei und sie kann sich in ihre normale Gestalt zurückverwandeln.

Doch dann lässt sich die junge Frau zu einem Treffen nach der Arbeit mit Kollegen hinreißen. Dieser Abend soll ihr komplettes Leben verändern. Lorena trifft ihren alten Schulfreund und Schwarm Jason. Alte Gefühle werden in ihr geweckt und der Nachtmahr gewinnt ein wenig an Stärke. Jason ist Musiker, spielt abends in Bars. Lorena möchte sich mit Jason treffen, doch wie soll sie dies anstellen, ohne ihm ihr Geheimnis zu offenbaren? Wie würde er darauf reagieren?
Lorena verstrickt sich in ein Netz aus Lügen, was es ihr immer schwerer macht, eine Beziehung zu führen und Jason nichts zu sagen.
Ihr einziger Halt ist in dieser Zeit ein altes Notizbuch, in welches Lorena Erinnerungsfetzen ihres früheren Lebens schreibt, als es mit ihrem Dasein als Nachtmahr begann.

"Nachtmahr - Das Erwachen der Königin" ist ein sehr interessanter Auftakt der geplanten Trilogie von Ulrike Schweikert. Die Idee, welche hinter dem Buch steckt, finde ich sehr gut und spannend. Es gibt zwei Erzählstränge in dem Buch. Einmal werden die Geschehnisse aus der Sicht von Lorena geschildert. Sie sieht den Nachtmahr in sich als Fluch. Am liebsten würde sie das Monster in sich mit irgendwelchen Mitteln vertreiben können und sie glaubt, sie ist der einzige Mensch auf der Welt, der mit solch einem Fluch belegt ist.
Die andere Sichtweise ist die von Raika. Sie ist ebenfalls ein Nachtmahr, doch sieht das Wesen in sich eher als Gabe an. Sie liebt es, mit den Männern zu spielen, sie zu verführen und eine gewisse Macht über sie zu haben.
Die Wege der beiden sollen sich im Laufe der Geschichte kreuzen. Denn es gibt eine Lady, welche als Anführerin über alle Nachtmahre, einen Plan verfolgt, in welchem Lorena einen wichtige Rolle spielen soll. Welcher Plan das genau ist, kommt erst zum Schluss und auch nur da sehr wage zum Vorschein.

Der Schreibstil ist für mich persönlich ein wenig gewöhnungsbedürftig gewesen. Ein paar Ausdrucksweisen fand ich nicht sehr passend. Auch empfand ich es manchmal etwas schwierig Sätze zu verstehen, aufgrund eben des Ausdruckes.
Ansonsten hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Das Ende macht es spannend und man möchte wissen, wie es weiter geht.

Ich bin gespannt auf Teil zwei. Nur leider steht bis jetzt noch nicht fest, wann dieser erscheinen wird.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

backen, backbuch, süßes, cheesecake mit ziegenkäse, pie fries mit apfelmus

Zucker, Zimt und Liebe

Virginia Horstmann , Virginia Horstmann
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hölker Verlag, 01.01.2014
ISBN 9783881179102
Genre: Sachbücher

Rezension:


Es geht um das Buch von Virginia Horstmann, “Zucker, Zimt und Liebe – Jeannys süße Rezepte”. Bekannt ist sie durch ihren gleichnamigen Blog, auf welchem sie als Jeanny wirklich leckere Kuchenrezepte und süße Kleinigkeiten vorstellt. Sie hat einen wunderbaren Stil zu schreiben. Ich selber bin nur durch Zufall auf diesen Blog aufmerksam geworden, aber ich finde die Rezepte einfach wunderbar. Sie sind einfach, verständlich und für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Und genau das spiegelt sich auf in dem Buch wieder. Schon das Cover finde ich wunderschön. Es macht Lust aufs Backen, ich persönlich bekomme da gleich kribbelige Finger und Appetit :)

Auch der Aufdruck ist toll, man fährt darüber und es hat einen Lack darüber und die Buchstaben sind geprägt, das mag ich auch sehr gerne.

Das einzige was mich ein wenig stört ist, dass es ein Klappumschlag ist :( ich mag die einfach nicht, denn egal wie sehr ich auf mein Buch auch aufpasse, diese Umschläge sind immer das erste, was kaputt ist. Gerade bei einem Backbuch oder auch Kochbuch finde ich es auch unpraktisch.

Ich finde, das Buch ohne Umschlag macht auch eine gute Figur. Es sieht dann wirklich nach einem typischen Backbuch aus. Vor allem nach einem für Mädchen, durch das rosa. Auch wenn ich nicht so der Rosa-Fan bin, ich mag es.

Auch das Innenleben des Buches ist sehr gelungen. Es beginnt natürlich mit einem Inhaltsverzeichnis, einem Vorwort und dann geht es gleich zu den kleinen “süßen Sünden”.
Ich finde es interessant gemacht, dass einfach jedes “Kapitel” kurz eingeleitet wird. Auf der einen Seite gibt es viele tolle Bilder, die ebenfalls wieder Appetit machen und kurz zeigen, um was es geht. Dann auf der anderen Seite der Titel und nochmals ein kurzer Text, was einen erwartet.

Zu den Rezepten selber, ich muss ehrlich gestehen, noch bin ich nicht dazu gekommen, eines der Rezepte auszuprobieren, werde ich aber sehr bald tun.Trotzdem muss ich sagen, die Rezepte sind sehr einfach und übersichtlich geschrieben und vor allem beschrieben. Es eignet sich wirklich für Jedermann, man kann nachvollziehen, was man wann machen soll. Ich habe bereits andere Rezepte von Jeanny nachgebacken und sie sind super einfach und wahnsinnig lecker :)

Ich mag auch die Anordnung auf der Seite. Auf einer Seite wieder ein Bild des Backwerkes, auf der anderen Seite dann der Titel der Süßigkeit, kurz eine Beschreibung, dann auf der linken Seite eine Liste mit Zutaten und eventuell noch anderen Dingen, die man brauchen kann, spezielle Formen beispielsweise. Was ich auch super finde, ist die Unterteilung “Für den Teig”, “Für die Füllung”. Ich persönlich finde das sehr praktisch. Für die Einkaufsliste muss man das dann zwar zusammenrechnen, aber ich sehe so gleich, was ich wofür brauche und pack es dann nicht wieder weg.

Wie man merkt, ich bin von dem Buch total begeistert und einfach glücklich, dass es so etwas tolles gibt.
Vor allem, weil Jeanny sich an Kombinationen wagt, die ich so sonst  nie ausprobiert habe. Aber ihr könnt mir glauben, es schmeckt toll. Meine Familie ist sehr wählerisch und kritisch, selbst diese konnte ich mit einem Chai-Cheesecake nach einem Rezept des Blog “Zucker, Zimt und Liebe” verzaubern. Leider ist dieses nicht in dem Buch vertreten, dafür aber ein anderen Chai-Kuchen :)

Für alle lesebegeisterten Menschen da draußen, die auch gerne in der Küche am Backofen stehen und den Duft von frischen Kuchen oder andere Gebäck lieben, ich kann euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen ;)

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

intrigen, sehnsucht, geheimnisse, herrschaft, alte rezepte

Das Schatzbuch der Köchin

Martine Bailey
E-Buch Text: 544 Seiten
Erschienen bei Rowohlt E-Book, 02.12.2013
ISBN 9783644505117
Genre: Historische Romane

Rezension:

 Biddy Leigh ist eine junge Köchin. Sie liebt ihre Arbeit und träumt davon, mit ihrem Verlobten ein eigenes, kleines Gewerbe zu eröffnen, in welchen sie sich dann als Köchin verwirklichen kann.
Alles läuft wunderbar, Biddy plant ihre Hochzeit, bis ihr Herr, Sir Geoffrey, die junge Lady Carinna heiratet.
Diese flieht vor ihrem Gatten nach Mawton Hall, wo Biddy arbeitet. Doch nur kurze Zeit hält es Lady Carinna dort aus. Sie lässt verkünden, dass sie eine Reise nach Italien machen will und einige Bedienstete auf diese mitnimmt. Unter diesen befindet sich nicht nur Biddy, sondern auf der Leibdiener von Lady Carinna, Loveday, mit welchen sich Biddy auf anhieb versteht.
Nur widerwillig fährt die junge Köchin mit auf dieser Reise, ihren Verlobten muss sich schließlich zurücklassen. Doch es hat einen Grund, das ausgerechnet sie mitfahren soll.

Ihre Herrin hütet ein süßes Geheimnis, dessen Biddy bald auf die schliche kommen soll. Spielerisch wird ihr auf der langen Reise von England nach Italien gutes Benehmen, die französische sowie italienische Sprache von ihrer Herrin beigebracht. Biddy denkt sich nichts dabei, doch ihre Herrin verfolgt ein einziges Ziel damit. Biddy soll sich als Lady Carinna ausgeben, den diese ist schwanger und will ihr Kind heimlich zur Welt bringen. Den von Skr Geoffrey ist diese Kind nicht.
Und genau diese Rolle ist es, die Biddy schließlich in eine Zwickmühle nach der anderen bringt. Sie ist hin- und hergerissen. Biddy verliebt sich in Italien, in einen Koch, der denkt, sie sei eine Lady aus gutem Hause.
Allerdings muss Biddy weiterhin die Rolle der Lady Carinna spielen, während um sie herum alles zu Bruch geht. Das einzige, woran sie sich festhalten kann, ist das “Schatzbuch der Köchin”, ein Buch mit alten Rezepten ihrer verstorbenen Herrin, welches sie sorgsam mit neuen Rezepten von ihrer Reise führt.

“Das Schatzbuch der Köchin” ist ein sehr schöner und, wie ich finde, auch sehr authentischer historischer Roman von Martine Bailey. Die Zweiklassengesellschaft wird sehr gut dargestellt. Doch diese Kluft wird auch geschlossen, da sich Lady Carinna ja sehr freundlich Biddy Leigh gegenüber zeigt, auch wenn es zu ihrem eigenen Nutzen ist.
Ebenso werden die Intrigen und die Suche nach Macht und Geld, die in der damaligen, wie auch in der heutigen Zeit, eine große Rolle spielten wunderbar und nicht übertrieben beschrieben.

Biddy habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie kommt sympathisch und selbstbewusst rüber, sie weiß was sie will. Dennoch vergisst sie nie die Menschlichkeit und bringt allen Menschen, egal ob Diener oder Herr, gegenüber Verständnis auf. An manchen Stellen wirkt sie ein bisschen naiv, aber auch das macht sie nur noch sympathischer. Sie ist einfach ein herzensguter Mensch. Gerade auch am Ende finde ich es toll, wie sie einem Menschen hilft, da ich aber nicht zu viel verraten möchte, sage ich nicht wem.

Alles in allem hat mir “Das Schatzbuch der Köchin” sehr gut gefallen. Es fehlt weder an Gefühl, noch an Spannung in diesem Buch. Der Beginn ist etwas schleppend, man fragt sich, wieso manche Dinge, gerade die Herkunft von Loveday so genau beschrieben wird, doch alles klärt sich auf.
Die Wendung gegen Ende, hätte ich so nicht erwartet und geben dem ganzen Buch eine besondere Note. Ich kann es also wirklich nur empfehlen.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

schwein, weihnachten, familie, trauer, weihnachtsroman

Ein Weihnachtsschwein sieht rosa

Arne Blum
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 21.10.2013
ISBN 9783442382132
Genre: Romane

Rezension:

In Christophs Leben läuft es zur Zeit nicht sehr gut. Seine geliebte Frau ist vor wenigen Monaten an Leukämie verstorben, seine Werbeagentur schreibt rote Zahlen und sein Sohn zieht sich komplett in sich zurück.
Er beschließt, da es kurz vor Weihnachten ist, zu dem alten Haus zu fahren, welches Anna noch vor ihrem Tod gekauft hat. Besonders gefallen hat es ihm dort nie. Das Haus ist alt und herunter gekommen, doch Anna hat es geliebt und liebevoll renoviert.
Nur ein paar Tage wollen sie bleiben, bevor sie zu Heiligabend bei Anna’s Eltern eingeladen sind. Christoph hofft, das Mark ein wenig wieder aus sich herauskommt. Doch es kommt alles anders, als er denkt.

Kaum das sie angekommen sind, läuft ihnen ein Schwein zu. Sofort ist Mark Feuer und Flamme für das Tier, von dem er denkt, seine Mutter habe es ihm als Weihnachtsgeschenk geschickt. Er nennt es Rosa und gemeinsam mit Christoph bauen sie für die Sau einen Stall.
Nur kurze Zeit später tauchen zwei unheimliche Gestalten auf und schauen sich überall auf dem Hof um. Mark und Christoph kommen diese Typen seltsam vor. Sie haben Angst um Rosa und tatsächlich, am nächsten Morgen ist Rosa verschwunden – entführt von diesen Ganoven.

Sofort will Mark sich auf die Suche begeben, doch Christoph ist skeptisch. Wieso sollte er ein Schwein suchen? Außerdem ist es kurz vor Heiligabend und er hat Annas Eltern versprochen, dass sie Weihnachten mit ihnen verbringen. Doch Mark scheint Rosa in so kurzer Zeit ans Herz gewachsen zu sein, also begibt er sich seinem Sohn zuliebe mit auf die Suche.
Ein Abenteuer beginnt für die Beiden, bei dem sie so einiges erleben und über die Vergangenheit erfahren werden.

“Ein Weihnachtsschwein sieht rosa” von Arne Blum ist ein süßer, kleiner Weihnachtsroman für zwischendurch. Die Sprache ist einfach und die Geschichte wird aus der Sicht von Christoph geschildert.
Mir persönlich fehlt ein wenig die Tiefgründigkeit der Gefühle. Es wird zwar immer wieder darauf eingegangen, wie sehr Christoph Anna vermisst, allerdings ist es mir zu oberflächlich. Gerade auch, weil es ihr Haus ist, in das sich die beiden zurückziehen, aber dennoch zu wenig Emotionen rüber kommen, zu wenig Gedanken an sie.

Die Idee der Geschichte selber ist auch nicht schlecht. Allerdings ist für mich der zeitliche Rahmen im Buch zu eng. Ich konnte schlecht einschätzen, ob wirklich so viel Zeit vergangen ist, irgendwie haben für mich die Verhältnisse da nicht gestimmt. Es war morgens, dann plötzlich Nachmittag oder Abend. Auch gab es für meinen Geschmack ein paar zu viele Zufälle. Wobei es ohne diese natürlich kein schönes Ende genommen hätte.
Was ich allerdings gut fand, dass am Ende der “Geist von Weihnachten” eine Rolle spielt, also das gemeinsame Feiern, die Zusammengehörigkeit und nicht nur die Geschenke wichtig waren. Auch dieser leichte Krimicharme hat mir gut gefallen, obwohl ich sonst nicht für Krimis zu begeistern bin.
Besonders gut gefallen hat mir auch das Cover, ich find es total niedlich.

Alles in allem ein gutes Buch um so langsam in Weihnachtsstimmung zu kommen

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2.427 Bibliotheken, 80 Leser, 5 Gruppen, 168 Rezensionen

liebe, briefe, jojo moyes, liebesbriefe, london

Eine Handvoll Worte

Jojo Moyes , Marion Balkenhol , ,
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 04.10.2013
ISBN 9783499267765
Genre: Romane

Rezension:

Ellie Harworth, Journalistin bei einer der führenden Zeitungen Londons, soll einen Artikel schreiben mit dem Thema "Frauen früher und heute". Um an Material zu gelangen, geht sie im Archiv der Zeitung auf die Suche. Sie ist nicht besonders gegeistert darüber, doch was sie in einem Stapel loser Blätter findet, verschlägt ihr die Sprache - ein Liebesbrief, der seit 40 Jahren im Archiv schlummerte. Dieser Brief lässt Ellie nicht mehr los.

Vierzig Jahre zuvor wacht Jennifer Sterling nach einem Autounfall im Krankenhaus auf. Sie weiß nichts mehr von ihrem früheren Leben, alles ist wie ausgelöscht. Ihr Mann und ihre Familie schweigen sich über die Geschehnisse aus, die vorher passiert sind.
Doch Jennifer fühlt sich unwohl und fremd in ihrer eigenen Haut. Sie spürt, dass irgendetwas nicht stimmt.

Beim stöbern durch das Haus fallen ihr plötzlich Liebesbriefe in die Hand, gut versteckt vor ihrem wohlhabenden Mann Laurence. Durch diese gefühlvollen Worte kommen Jennifers Erinnerungen langsam wieder. Ihr wird wieder bewusst, wie unwohl sie sich gefühlt hat in ihrer Beziehung.
Doch sie ahnt nicht, dass ihr Mann bereits von der Affäre wusste und nun alles daran setzt, um ihre Beziehung zu retten bzw. den Kontakt zu dem anderen zu verschleiern.

Jennifer wehrt sich, doch schnell muss sie sich eingestehen, dass es für manche Dinge zu spät ist. Sie fällt in ein tiefes Loch und fügt sich ihrem Schicksal. Doch glücklich ist sie nicht. Die Zeit, in der sie lebt, lässt Frauen kaum eine andere Wahl, als stillschweigend die Launen ihrer Männer hinzunehmen. Ohne diese, haben sie keine Einkünfte und führen sonst ein Leben am Rande der Existenz. Das ihr Leben, nach vielen Jahren aber dennoch eine Wendung nehmen soll, ahnt Jennifer nicht.

"Eine Handvoll Worte" ist ein, wie ich finde, sehr emotionsgeladener Roman. Ich mag den Stil, mit dem Jojo Moyes das Geschehen beschreibt. Man kann sich alles sehr gut vorstellen. Ich konnte mich auch sehr gut in die Hauptfiguren hineinversetzten.
Jennifer Stirling ist ein Charakter, der mir von Anfang an sympathisch war. Sie ist eine Frau, die sich eben nicht alles von der Gesellschaft verbieten lässt. Sie lebt ihre Gefühle und das finde ich sehr beeindruckend, wenn man bedenkt, in welcher Zeit sie gelebt hat. Aber auch Ellie's Gedanken und Gefühle, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ein wenig vernachlässigt kommt einem dafür Laurence Sterling vor. Wobei die anderen Nebencharaktere sonst auch gut dargestellt sind.

Die Handlung selber nimmt sehr oft einige Wendungen, die man so nicht erwartet hat. Ein bisschen kann man sich zwar zu Beginn denken, was passiert, gerade wo Jennifer die Briefe ihres Liebhabers wieder entdeckt. Aber es kommt dann doch anders, als gedacht.
Was auch toll ist, dass die Figuren so einiges gemeinsam haben und die Geschichte zwischen Ellie und Jennifer eine Verknüpfung hat. Was genau möchte ich allerdings nicht verraten, aber die beiden werden sich im Laufe der Zeit begegnen und gegenseitig helfen :)

Das einzige, was mich gestört hat, waren die Zeitsprünge. Es wird erst von Jennifer erzählt, wie sie im Krankenhaus aufwacht. Dann wird teilweise wieder auf die Zeit vor ihrem Unfall eingegangen, was schwierig ist zu verstehen und zu unterscheiden, aber nach ein paar Kapiteln versteht man das dann auch. Mir kam es nur etwas merkwürdig vor.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es wirklich nur empfehlen.

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301 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 66 Rezensionen

leuchtturm, australien, liebe, drama, baby

Das Licht zwischen den Meeren

M. L. Stedman , Karin Dufner
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Limes Verlag , 23.09.2013
ISBN 9783809026198
Genre: Romane

Rezension:

Der Krieg ist zu Ende und Tom Sherbourne kehrt nach Australien zurück. Als einer der wenigen Überlebenden sucht er nach einem Ort der Ruhe, um die Geschehnisse des Krieges verarbeiten zu können.
So kommt er nach Port Partageuse, um in die Gegebenheiten eines Leuchtturmwärters eingeführt zu werden und dann seinen Dienst im Leuchtturm von Janus Rock, einer kleinen Insel 150km vom Festland entfernt, zu beginnen. Noch auf dem Festland wird er einigen wichtigen Persönlichkeiten von Paratgeuse vorgestellt. Dabei trifft er auf Isabell Graysmark. Trotz Altersunterschied von 10 Jahren verlieben sich die beiden ineinander, heiraten und leben gemeinsam auf Janus Rock.

Das einzige, was den beiden zum perfekten Glück fehlt, ist ein Kind. Doch leider soll ihnen dieses Glück verwehrt bleiben. Zwar wird Isabell mehrfach schwanger, erleidet allerdings einige Fehl- bzw. Totgeburten. Zwei Wochen nach der letzten Totgeburt ist sie so verzweifelt, dass sie glaubt, sich das Schreien eines Babys einzubilden. Dennoch geht sie dem Schrei nach und findet in einer angeschwemmten Jolle ein kleines Mädchen, sowie die Leiche eines Mannes.

Sofort verliebt sich Isabell in das kleine Mädchen und versorgt es, damit es aufhört zu schreien. Tom selber kümmert sich erst einmal um die Leiche, deckt diese ab und geht dann zu Isabell. Er möchte sich an die Vorschriften halten, die besagen, dass er jeden Fund sofort melden muss. Auch wenn die Kommunikation in dieser Zeit schwierig ist und nur über Morse funktioniert, ist er dazu verpflichtet. Ebenso muss er alles, was passiert, in ein Logbuch eintragen.
Isabel bittet ihn darum, bis zum nächsten Tag mit der Meldung zu warten, sie möchte erst einmal für das Wohl des Kindes sorgen. Nach langer Diskussion willigt Tom ein. Doch auch am nächsten Tag sieht die Situation nicht anders aus. Isabel will das Kind behalten. Sie ist der Meinung, das niemand es vermissen wird. Der Vater ist tot, die Mutter vermutlich ertrunken, da nur eine Strickjacke in der Jolle zurückgeblieben ist. Die beiden streiten sich, doch Tom möchte Isabel endlich wieder glücklich sehen und gegen seine Vernunft willigt er ein, das Kind als sein eigenes auszugeben.

Was die beiden nicht ahnen ist, das sie damit das Leben der leiblichen Mutter zerstören. Denn ihr Schicksal erfahren sie zwei Jahre später, als sie auf Landurlaub sind und ihre kleine Tochter Lucy nun taufen lassen möchten.

Wieder meldet sich Tom’s Gewissen und sein Hang für Recht und Ordnung, doch Isabel fleht ihn an alles zu belassen, wie es ist. Doch ist es richtig, dass sie glücklich als Familie auf Janus Rock leben und ein anderer Mensch aufgrund ihrer Entscheidung leidet? Was ist in diesem Fall richtig und was falsch?

“Das Licht zwischen den Meeren” erzählt eine sehr emotionale Geschichte.
Auf der einen Seite steht Tom, der sich nach dem Krieg nichts mehr wünscht, als ein geregeltes, einfaches Leben zu führen. Die Ordnung und die Regeln geben ihm den Halt und die Stabilität, die er im Kriege verloren hat. Er fühlt sich damit sicher. Doch auf der anderen Seite steht Isabel. Durch die ständigen Verluste ihrer ungeborenen Kinder ist sie gezeichnet. Ihr ist es egal, was Regeln besagen, denn die Liebe eines Menschen kann dazu führen, den Verstand auszuschalten.  Ich finde es toll, wie M. L. Stegmann diesen Zwiespalt der beiden herausarbeitet. Ich kann sowohl Tom’s, als auch Isabel’s Situation verstehen. Ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht, wofür ich mich entschieden hätte.

Das einzige, was ich am Buch nicht mochte, ist die ganze Vorgeschichte, die erzählt wird. Das Buch beginnt mit der Situation, in welcher Isabel das Baby schreien hört und findet. An sich finde ich das einen sehr gelungenen Einstieg, man weiß sofort worum es geht und die Spannung ist da. Danach wir allerdings ein Cut gemacht und ein Zeitsprung erfolgt. Es wird erzählt, wie Tom nach Port Partageuse kommt. Verschiedene Charaktere werden vorgestellt, die im Laufe der Handlung auch noch eine Rolle spielen. Trotzdem fand ich das etwas unpassend. Ich denke, gewisse Situationen hätte man auch im Nachhinein erklären können.

Nichts desto trotz gab es sehr herzzerreißende Stellen, an denen ich mit den Tränen kämpfen musste. Gerade auch die letzten ca. 10 Seiten liefen ein paar Tränen.
Es gibt einige Wendungen im Buch, die ich so nicht erwartet hätte, um die Spannung aber nicht zu nehmen, möchte ich hier nicht so sehr darauf eingehen 

Auf jeden Fall hat es sich gelohnt, dieses Buch zu lesen und ich würde es gerne jedem empfehlen, der ein wenig Herzschmerz und Wirrungen im Leben vertragen kann 

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fantasy, akkadier, jordan bay, liebe, roven

Seelengold

Jordan Bay
E-Buch Text
Erschienen bei Satzweiss, 10.08.2011
ISBN B006L6VVY6
Genre: Fantasy

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romantic, fantasy

The Darkest London - Kuss des Feuers

Kristen Callihan
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei e-book Egmont LYX, 12.09.2013
ISBN 9783802591648
Genre: Fantasy

Rezension:

London im 19. Jahrhundert.
Lord Archer ist auf dem Weg um Rache zu nehmen an seinem “Feind” Ellis. Dieser hatte ihm die Chance genommen, den schrecklichen Fluch zu brechen unter welchem Archer leidet. Dafür sollte er mit seinem Leben bezahlen. Doch wie so oft kommen die Dinge anders, als man denkt. Genau in dieser Nacht begegnet Lord Archer der jungen und schönen Miranda, Tochter von Ellis. Er ist fasziniert von dieser jungen Dame, die keine Angst zu kennen scheint. Archer vergisst sein vorhaben und verschönt Miranda’s Vater in dieser Nacht.

Drei Jahre später kreuzen sich die Wege von Archer und Miranda erneut. Den Miranda soll mit dem geheimnisvollen, verhassten Lord Archer verheiratet werden. Da ihr Vater in finanziellen Schwierigkeiten steckt, bleibt Miranda keine andere Wahl. Ihr Vater stellt sie vor vollendete Tatsachen, entweder Hochzeit oder ein Leben auf der Straße. Miranda kann nicht anders, denn auch sie hat eine Gabe, die ihre Familie schon einmal das halbe Vermögen gekostet hat. Sie kann das Feuer kontrollieren. Also stimmt sie der Hochzeit also wiederwillig zu. Eine ganz so schlechte Partie ist Archer allerdings nicht, den der Lord ist sehr wohlhabend, auch wenn er sein gesamtes äußeres hinter einer Maske versteckt und so schwer zu durchschauen ist. Auch wenn er so unnahbar scheint, fühlt sich Miranda doch zu ihm hingezogen und möchte den Menschen hinter der schwarzen Maske kennen lernen.

Doch plötzlich geschehen seltsame Morde und Lord Archer ist der Hauptverdächtige. Miranda kann und will dies nicht glauben. Da aber ihr Ehemann stillschweigen bewahrt stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Sie möchte herausfinden, was er ihr verschweigt und was er hinter seiner Maske verbirgt. Dabei begibt sie sich jedoch in große Gefahr, was Archer wiederrum nicht zulässt. Die Nähe der beiden zueinander wächst doch keiner der beiden möchte den anderen verlieren und behält daher das Geheimnis seiner Andersartigkeit für sich.

“The Darkest London Band I – Kuss des Feuers” von Kristen Callihan ist ein wunderschöner Auftakt der Geschichte zwischen Miranda und Benjamin Archer. Man fühlt sich in das London von 1881 zurückversetzt, dennoch kommt der fantastische Teil nicht zu kurz. Die Sprache ist sehr angelehnt an die damalige, wobei ich sagen muss, dass doch moderne Sprachweisen ebenfalls vorkommen. Allerdings schadet dies der Geschichte in keinem Fall.

Die Handlung selber ist, meines Erachtens nach, erst am Ende so richtig spannend und mitreißend. Es gibt immer wieder Stellen, auch zu Beginn, im Buch, an denen man es einfach nicht aus der Hand legen konnte und man wissen wollte, wie es weiter gehen soll. Aber ein bisschen gestört hat mich, dass das Geheimnis von Archer so lange versteckt wurde und nichts darüber nach außen drang. Natürlich steigert dieses auf der anderen Seite auch wieder die Spannung, man möchte wissen, warum er verflucht ist, was der Fluch aus ihm gemacht hat und wieso er sich hinter einer Maskerade versteckt. Trotzdem wurde es mir ein bisschen zu viel.

Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz in diesem Romantic Fantasy Roman. Zwischen Miranda und Archer entwickelt sich im Laufe der Zeit eine wirklich sehr innige Verbindung. Keiner der beiden möchte ohne den anderen Leben, es kommt zu einer leidenschaftlichen Verbindung der beiden, doch auf der anderen Seite will auch keiner, dass der Partner das Geheimnis erfährt, welches der andere mit sich trägt. Das hin und her der beiden ist für manch einen vielleicht ein wenig kritisch zu sehen. Mich selber hat es nicht gestört, denn durch die “kleinen” Streitereien und Unstimmigkeiten wachsen die beiden nur noch enger zusammen.
Zum Ende selber des Buches möchte ich nur soviel sagen: das hätte ich so nicht erwartet 

Das Buch ist sehr empfehlenswert und ich freue mich jetzt schon auf Band 2 “Im Bann des Mondes” welcher voraussichtlich im März 2014 erscheinen wird.

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Tags: fantasy, romantic   (2)
 

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, magie, familie, südstaaten, backen

Die Mondscheinbäckerin

Sarah Addison Allen
E-Buch Text: 256 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 19.08.2013
ISBN 9783641076771
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die 17-jährige Emily kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in deren Heimatstadt zurück. Dort erwarten sie einige merkwürdige Dinge.
Denn Dulcie hatte bis zu ihrem Tod kein Wort über die merkwürdige Kleinstadt Mullaby verloren. So muss Emily die Geheimnisse, die sich dort befinden, allein lüften und gerät in einen Konflikt. Die Dinge, die die Einwohner über ihre Mutter behaupten weichen so sehr davon ab, wie sie ihre Mutter kennt, dass Emily alles nicht glauben kann.
Mullabys Einwohner treten aufgrund der Geschehnisse der Vergangenheit Emily gegenüber skeptisch auf und wollen nicht, dass sich eine tragische Geschichte wiederholt. Der einzige, der ihr eine Chance gibt ist Win Coffey, der Neffe des verstorbenen Logan Coffey. Die Familie Coffey sieht diese Freundschaft der beiden Teenager jedoch nicht gerne und versuchen, sie voneinander fern zu halten.

Aber auch Emily's neue Nachbarin, Julia Winterson, möchte ihr helfen, sich gut einzuleben. Schließlich ist sie für die Vergangenheit nicht verantwortlich und Julia selber weiß, wie es ist Außenseiterin zu sein. Als Willkommensgeschenk bäckt sie Emily einen Kuchen, denn dies ist Julias Leidenschaft. Man sagt, mit ihren Kuchen werden geliebte Menschen angelockt. Doch auch Julia birgt ein Geheimnis.

"Die Mondscheinbäckerin" von Sarah Addison Allen, erschienen am 19.08.2013 im Goldmann Verlag, ist ein wunderbar verzauberndes Buch. Es mach Spaß, es zu lesen und man hat das Gefühl, in eine magische Welt entführt zu werden.
Die Charaktere sind zum Teil sehr geheimnisvoll, was der Geschichte einen mysteriösen Touch verleiht.
Gerade die Geheimnisse um Julia's und Emily's Vergangenheit machen es spannend, diesen Roman zu lesen.
Auch wenn das Buch selber nur 250 Seiten hat, finde ich es erstaunlich, wie viel Handlung darin vorkommt.

Ich finde es toll, wie zwei unterschiedliche Geschichten, einmal die von Emily und auf der anderen Seite die von Julia, doch so sehr ineinander verwoben werden können, dass es ein gesamtes Bild ergibt.
Ehrlich gesagt, möchte ich nicht zu viel verraten, gerade in Bezug auf die Geschichten der beiden Hauptcharaktere. Denn es wäre schade, dies schon vorher zu wissen. Trotzdem möchte ich anmerken, dass dieses Buch mich selber zum nachdenken gebracht hat. Es wird aufgezeigt, wie viele Menschen doch Vorurteile haben.
Emily's Mutter war in ihrer Schulzeit ganz anders, als ihre Tochter sie kennengelernt hat. Aufgrund dessen, dass sie nach einem tragischen Ereignis in Mullaby die Stadt verlassen hat, glauben alle, dass ihre Tochter den gleichen Charakter hat, wie ihre Mutter. Dass sich Menschen aber nach Jahren auch ändern können, das scheint keiner zu akzeptieren. Doch die junge Generation bricht in diesem Buch mit den Traditionen und setzt sich für die Liebe durch.

Ich kann jedem Fantasyfreund, der auch ein bisschen Romantik mag, dieses Buch nur empfehlen.
Lasst euch entführen in eine Welt, die ein bisschen Magie noch zulässt.

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