Leseprinzessin1991

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113 Bücher, 39 Rezensionen

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257 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

fangirl, jugendbuch, rainbow rowell, fanfiction, college

Fangirl

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446257009
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das neue Buch von Rainbow Rowell, „Fangirl“ beschäftigt sich mit Cath, die Teil eines unterschiedlichen Zwillingspaars ist und ein Studium an der Universität beginnt. De Protagonistin ist Cath, die das erste Mal von ihrer Schwester Wren und ihrem Vater getrennt in einem Studentenwohnheim wohnen muss. Diese Herausforderung ist für Cath sehr schwierig, weil sie oft nur das „Anhängsel“ ihrer Schwester war und sich lieber in die Welt der Bücher und der Fanfiktion zurückzieht, als auf Partys Gleichaltrige zu treffen. Zu Beginn des Romans brauchte ich sehr lange um mit den Charakteren warm zu werden. Die Protagonistin erschien mir sehr unreif, ihre Schwester unsympathisch und auch ihre Passion für Fanfiktion konnte mich nicht begeistern: Im Gegenteil, die Passagen über Simon Snow, langweilten mich, sodass ich sie irgendwann einfach überspringen wollte. Sie wirkten einfach willkürlich eingefügt und ich hätte mir wenigstens irgendeinen Bezug zu Caths Leben gewünscht. Auch der Schreibstil kann sich nicht hervortun. Er ist mittelmäßig und es fanden sich auch keine besonderen Sätze oder poetische Wendungen. Sowohl das Thema als auch die Figuren erschienen mir durchschnittlich bis blass. Ich habe ungewöhnlich lange gebraucht, um das Buch zu beenden, da einfach keine Spannung aufkam. Dies ist definitiv das letzte Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe, die ihrem Ruf überhaupt nicht gerecht wird.

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(69)

97 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

freundschaft, hautfarbe, rassismus, london, großbritannien

Swing Time

Zadie Smith , Tanja Handels
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462049473
Genre: Romane

Rezension:

Zadie Smith hat sich mit ihrem Roman White Teeth bereits einen großen Namen gemacht. Dementsprechend gespannt war ich auf dieses Buch. Der Roman beginnt mit dem eigentlichen Ende der Geschichte, als die Erzählerin von ihrer Arbeitgeberin Aimee entlassen wurde. Sie reflektiert über ihr bisheriges Leben und berichtet , wie sie im Jahr 1982 ihre Freundin Tracy in einem Ballettkurs kennengelernt hat. Die Ich –Erzählerin , deren Namen man leider nicht erfährt und Tracey sind sofort ein Herz und eine Seele. Beide sind Töchter aus einer Mischbeziehung in Großbritannien der 80ziger Jahre. Die Mutter der Ich- Erzählerin ist eine Einwanderin , wahrscheinlich aus der Karibik, und strebt eine politische Karriere an. Sie wirkt sehr aufgeklärt, modern und kritisch. Tracys Mutter ist eine einfache Frau, die nicht besonders viel Wert auf ein geregeltes Leben legt. Trotz dieser ungleichen Herkunft verstehen sich beide Mädchen, nicht zuletzt durch ihr gemeinsames Hobby Tanzen. Tracy ist sehr begabt , während die Ich – Erzählerin eher erfolglos bleibt. Im weiteren Verlauf trennen sich die Wege der Freundinnen und die Hauptfigur nimmt die Stelle einer persönlichen Assistentin von Aimee, eines weißen australischen Popstars, an. Aimee möchte in Westafrika eine Schule bauen und verwirklicht ihren Plan, kümmert sich dann aber nur halbherzig um ihr Projekt. Dies ist die Aufgabe der Ich -Erzählerin. Nach einem Konflikt wird die Erzählerin entlassen . Sie steht vor dem Nichts. Mich hat das Buch nicht überzeugt. Viele Themen wurden angerissen, aber nicht vertieft. Das im Klappentext angekündigte Tanzmotiv verläuft dann irgendwo im Sand. Es hätte sehr viel mehr über Immigranten in Großbritannien, deren Schwierigkeiten und Lebensumstände berichtet werden können. Es gibt im Buch mehr als genug Ansätze. Die Handlung springt zwischen den verschiedenen Zeitebenen hin und her, deshalb vielleicht der Titel Swing Time? Die Geschichte der Mädchen war teilweise sehr interessant. Den Handlungsstrang mit Aimee und ihrem Projekts in Afrika fand ich ziemlich langweilig und auch unglaubwürdig. Smith beschäftigt sich mit zu vielen Themen und so fehlt der rote Faden.

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(87)

112 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 84 Rezensionen

krimi, münchen, mord, gewalt, misshandlungen

Tiefe Schuld

Manuela Obermeier
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.06.2017
ISBN 9783548288635
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Manuela Obermeiers neuem Roman „ Tiefe Schuld“ geht es um Toni, eine Polizistin, die durch einen Mordfall an ihre eigene Vergangenheit erinnert wird. Zu Beginn des Romans wird beschrieben, wie zwei Jugendliche eine Frauenleiche finden. Diese weist sehr offensichtlich Spuren häuslicher Gewalt auf. Alles deutet auf den Ehemann. Ich habe bisher noch keinen Kriminalroman von Manuela Obermeier gelesen, doch die Leseprobe war so spannend, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Die große Stärke des Romans ist die absolut überzeugende Protagonistin. Sie ist sympathisch und dennoch nicht unfehlbar, denn sie hat eine Beziehung hinter sich, die von Gewalt geprägt war. Die ganze Situation einer Frau, die ihren brutalen Mann verlassen hat, wurde sehr eindringlich und authentisch geschildert und hat die Figur sehr lebendig erscheinen lassen. Anfangs stand mir zwar das Privatleben von Toni zu sehr im Vordergrund und ich hatte mir mehr Informationen über den Fall gewünscht, doch nach dem ersten Drittel nahm die Handlung an Spannung zu. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm. Die Handlung ist nur wenig vorhersehbar und der Leser wird oft auf die falsche Fährte geführt. Die kleinen Details zu den Handlungsorten runden für jemanden, der schon einmal in München war, die Handlung ab. Bis auf die Längen am Anfang ein lesenswerter Kriminalroman. Ich hätte mir lediglich noch mehr Perspektivwechsel gewünscht.

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(52)

56 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

kochbuch, rezepte, histaminfrei, laktosefrei, histaminintoleranz

Happy Healthy Food

Nathalie Gleitman , Klaus Arras , Liya Geldman , Katja Briol
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 17.03.2017
ISBN 9783954531264
Genre: Sachbücher

Rezension:

Happy Healthy Food Tolle Rezepte, leider chaotisch angeordnet leseprinzessin1991 Avatar 21.04.2017 – 15:01 Von leseprinzessin1991 In dem Kochbuch „ Happy Healthy Food“ werden verschiedene Rezepte für gesundes Essen vorgestellt. Darunter finden sich sehr viele Histamin-, Gluten- oder Fructosefreien Gerichte. Da ich selbst unter einer Histaminintoleranz leide, war ich sehr gespannt auf die Rezepte. Ich habe gleich einige der Rezepte ausprobiert, zum Beispiel den Wassermelonensalat sowie die Paprika- Bolognese. Einiges hat sehr gut geschmeckt anderes gewöhnungsbedürftig, was an den ungewöhnlichen Zutaten liegt. Diese sind nicht immer in einem normalen Supermarkt erhältlich und auch nicht immer ganz günstig. Die Reisnudeln stammen aus dem Asialaden und auch die Kokosmilch und Kokossöl waren schnell im nächsten Drogeriemarkt zu finden. Das beste Rezept sind meiner Meinung nach die Haferflocken Pancakes, die extrem unkompliziert herzustellen waren und sehr gut schmeckten. Die Zubereitung Paprikasoße dauerte jedoch dafür 40-50 Minuten, was ich als sehr lang empfand. Die große Schwäche dieses Buches ist tatsächlich der Aufbau. Es folgt keinem System, wie beispielsweise Vorspeise, Hauptgericht, Dessert oder ähnliches. Stattdessen ist es sinnlos und bunt zusammengewürfelt, süßes und salziges durcheinander, Snacks und große Gerichte gemischt. Das ist extrem unübersichtlich und unpraktisch. Die Anleitung für die Zubereitung der Gerichte und die Bilder sind hingegen wirklich toll gelungen. Auch für Anfänger ist das Buch sehr geeignet und man braucht keine komplizierten Gerätschaften. Alles in allem ein tolles, vielseitiges Buch, das leider nicht systematisch aufgebaut ist.

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(90)

132 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

holocaust, auschwitz, konzentrationslager, polen, 2. weltkrieg

Der letzte Überlebende

Sam Pivnik , Ulrike Strerath-Bolz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.03.2017
ISBN 9783806234787
Genre: Biografien

Rezension:

In „Der letzte Überlebende“ geht es um die Geschichte des Sam Pivnik, der als Junge nach Auschwitz kommt und dort am eigenen Leibe die Verbrechen der Nazis erlebt. Der autobiographische Roman ist aus der Perspektive des Autors selbst geschrieben, der von seiner Kindheit in Polen erzählt. Die Sprache ist sehr flüssig und es fehlt auch nicht an Spannung. Die Schilderungen sind durch ihre Echtheit sehr eindrücklich und es gibt zahlreiche Situationen, die den Leser schockieren und verstören. Ich finde es wichtig, dass solche Bücher trotz dem hohen Angebot an Literatur zu diesem Thema noch immer veröffentlich werden. Ich würde das Buch sogar für Jugendliche und SchülerInnen empfehlen, da es sehr anschaulich schildert, wie der Alltag in einem Konzentrationslager ablief. Man erhält Einblicke in die Häftlingshierarchie, das Verhalten der SS-Männer wird häufig thematisiert sowie die tragischen Geschichten anderer Häftlinge. Obwohl ich mich schon lange mit dem Thema Konzentrationslager beschäftige, habe auch ich an manchen Stellen neue Informationen erhalten. Alles in allem ein gelungenes Buch, das weder zu rührselig noch zu distanziert daherkommt.

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(56)

92 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

flucht, familie, lissabon, hochstapler, kindheit

So, und jetzt kommst du

Arno Frank
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Tropen, 29.05.2017
ISBN 9783608503692
Genre: Romane

Rezension:

In dem Roman „So, und jetzt kommst du“ von Arno Frank geht es um einen Familie aus Kaiserslautern, die aufgrund der kriminellen Machenschaften des Vaters gezwungen ist nie lange an einem Ort zu bleiben. Die Geschichte ist autobiographisch und wird aus der Perspektive eines Jungen erzählt, bei dem es sich um den Autor handelt. Das Cover ist sehr unscheinbar. Zuerst fand ich es geradezu hässlich, doch jetzt nach dem Lesen denke ich, dass es gar nicht mehr so unpassend erscheint. Wobei einige skurrile Momente in diesem Buch auch Ideen für andere Covergestaltungen zu bieten hätten. Zu Beginn lernen wir Arno, dessen Vorname übrigens nie genannt wird im gesamten Buch, kennen. Wir lernen seine Familie kennen, die naive Mutter Jutta, die ihre Wohnung gerne mit Kitsch dekoriert, den Vater Jürgen, der häufig große Töne spuckt und zwischen pseudoweisen Ratschlägen und proletenhafter Angeberei wechselt, Arno, den ältesten Sohn der Familie, Jeany seine kleine Schwester und das jüngste Kind, das auch bis zum letzten Drittel des Romanes keinen Namen trägt: Fabian. Der Leser wird ins Kaiserslautern der 80er Jahre geworfen. Hier beginnt Arnos Kindheit gar nicht mal so schlecht. Sein Vater hat einen Job in einem Depot und die Familie lebt ein bescheidenes aber „normales“ Leben. Als der Vater jedoch den Job kündigt beginnt eine Reihe von kriminellen Machenschaften, unter denen hauptsächlich die Kinder zu leiden haben. Der Vater versucht sich als Gebrauchtwarenhändler und Arno ist zwar interessiert daran, wie der Vater sein Geld verdient, dennoch gibt es eine Reihe von Momenten, in denen selbst der noch sehr junge Arno spürt, dass sein Vater ihm nicht alles über die Geschäfte erzählt. Irgendwann bricht die Familie halsüberkopf nach Frankreich auf, das nur einer von zahlreichen Stopps der Familie sein wird. Die Kinder wollen immer wieder glauben nun an ihrem Zuhause angekommen zu sein und der Leser leidet mit ihnen. Obwohl der Roman aus der Sicht eines Kindes geschrieben ist, hat man es dennoch mit einer poetischen und emotionalen Sprache zu tun. Die Schilderungen sind sehr authentisch und keineswegs schlicht oder naiv, wie man erwarten könnte. Ich fand den Schreibstil sehr flüssig und auch unterhaltsam. Es gab Momente, die an ihrer Skurrilität kaum zu übertreffen waren, Momente die sehr lustig waren, wie als Arno in Frankreich versucht sich auf Latein zu verständigen und es auch noch klappt und es gab zahlreiche bedrückende und traurige Momente. Ich habe mich als Leser immer gefragt, wie der Autor diese ganzen Eindrücke verarbeitet hat und was aus der Familie geworden ist. Das Buch lässt sich zwar schnell lesen, doch es wirkt sehr lange nach. Auch stilistisch ist dieser Roman keine langweilige Biographie, in der chronologisch Daten heruntergeleiert werden. Stattdessen kommt sehr Spannung auf. Alles in allem ein wirklich toller aber auch trauriger Roman, der es wert ist gelesen zu werden.

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369 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 181 Rezensionen

mord, psychologie, krimi, manuskript, erinnerungen

Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

In dem Roman „Das Buch der Spiegel“ von E.O. Chirovici geht es um ein mysteriöses Manuskript und einen Mordfall in den 1980ern in Princeton. Zu Beginn wird die Perspektive eines Lektors beschrieben, der das Manuskript von Richard Flynn erhält, der zugleich auch die Hauptfigur des Manuskriptes ist. Die Handlung ist autobiographisch, was beim Lesen große Spannung erzeugte. Es folgen Auszüge aus Flynns Manuskript, die sehr flüssig und anschaulich geschrieben sind. Man lernt einen jungen Studenten kennen, dessen Gefühlswelt sehr genau aber auch humorvoll beschrieben ist. Schnell hat sich Richard Flynn für mich zu einem Sympathieträger entwickelt. Doch am abrupten Ende des Manuskriptes steht der Mord eines Universitätsprofessors, der in einem engen Verhältnis zu Flynn und dessen Mitbewohnerin Laura steht, in die Flynn sehr verliebt ist. Nach dem Ende des Manuskriptes beschließt der  Lektor Peter Katz den zweiten Teil des Manuskriptes ausfindig zu machen und der schon zu den Akten gelegte Kriminalfall wird neu aufgerollt. 

Am Anfang war ich begeistert von diesem Roman. Es lag an dem brillanten Schreibstil, er wirkte sehr individuell, denn zum einen ist die Sprach präzise und schmucklos, zum anderen werden Gefühle damit genau auf den Punkt gebracht. Ich mochte die Figur Flynn extrem und ich mochte auch die vielen sarkastischen und humorvollen Passagen aus dem Manuskript, sodass ich sehr traurig war, als dieses endete. Ich habe bis zum Ende des Romanes gehofft, der zweite Teil des Manuskriptes würde noch zu lesen sein- und war zugegebenermaßen enttäuscht, dass es nicht so war. Ich mochte alle Figuren aus diesem Roman, denn sie waren sehr detailreich beschrieben und die Geschichte der Figur wurde für den Leser erzählt. Es gab keinen blassen Statisten, deren Existenz einen Leser gelangweilt hätte. Auch der Spannungsbogen war meisten existent, lediglich in der Mitte des Romanes erschien mir die Handlung etwas zäh. Das Ende hat mich sehr beeindruckt, auch wenn ich es schade fand, dass nicht noch mehr auf die Experimente in der Psychiatrie eingegangen wurde. Ein besonderes Buch, das vor allem durch den individuellen Schreibstil überzeugt und die Genres Thriller, Roman und Kriminalroman vereint.

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(148)

265 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 83 Rezensionen

neapel, freundschaft, italien, roman, studium

Die Geschichte eines neuen Namens

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 623 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.01.2017
ISBN 9783518425749
Genre: Romane

Rezension:

Im zweiten Teil der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante geht die Geschichte von Lila und Elena weiter. Nachdem mir der erste Teil dieser Tetralogie gut gefallen, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Nachdem der erste Band so spektakulär endete, hatte ich große Erwartungen an den zweiten Teil. Ich hatte im ersten Band große Probleme mit den vielen Namen und war deshalb froh, dass auch in diesem Buch ein Namensregister zu finden ist. In „meine geniale Freundin“ sind Elena und Lila noch Kinder, daher war die Geschichte aus ihrer Perspektive fantasievoll aber manchmal auch anstrengend. Als Leserin konnte ich mich nicht immer mit den Figuren identifizieren, was bei diesem Buch anders war. Ich finde das Alter, in dem sich die Freundinnen nun befinden, interessanter und ihre Probleme werden sehr anschaulich beschrieben. Ferrantes Schreibstil ist nichts Besonderes, dennoch bleibt die ein oder andere Formulierung im Gedächtnis. Die Beschreibungen der inneren Zerissenheit Elenas und Lilas Kampf um Gleichberechtigung haben mich sehr beeindruckt. Ich finde den Schauplatz Neapel zudem noch immer sehr interessant und war immer wieder schockiert darüber, wie wenig Möglichkeiten der Selbstbestimmung diesen Frauen bleibt, in deren Alltag Gewalt durch Männer selbstverständlich ist. Dennoch sind sowohl Lila als Elena starke Charaktere, die dem Leser die Hoffnung geben, sich doch noch im Leben durchzusetzen.

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84 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

vegan, rezepte, diät, kochen, abnehmen

Vegan for Fit Gipfelstürmer – Die 7-Tage-Detox-Diät

Attila Hildmann , Hubertus Schüler , Justyna Krzyzanowska
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531318
Genre: Sachbücher

Rezension:

Vegan for Fit Gipfelstürmer ist ein Kochbuch von Attila Hildmann, der mit seinen Büchern über vegane Ernährung die Herzen vieler Leser erobert hat. Mit Veganismus habe ich immer aufwendige Rezepte verbunden, deren Zutaten teuer und schwer erhältlich sind. Dennoch hat mich die Leseprobe überzeugt und ich wollte dem Ganzen eine Chance geben. Ich hatte mir erhofft etwas mehr Freude am Kochen zu gewinnen und zusätzlich noch etwas für meine Gesundheit zu tun. Das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Es ist wunderschön aufgemacht mit tollen Fotos und Graphiken, dennoch ist es nicht so unhandlich und schwer wie viele andere Kochbücher. Das Programm verspricht sieben Tage Detox mit einem sichtbaren Erfolg. Ich möchte vorweg sagen, dass ich mich nicht die ganzen sieben Tage an das Programm halten konnte, weil ich wenig Zeit zum Kochen habe und die Rezepte erst einmal ausprobieren musste. Ich glaube jedoch an den Erfolg des Programmes, weil ich schon bei einigen der Rezepte gemerkt habe, dass mir bekannte Erscheinungen nach dem Essen, wie ein Völlegefühl, Müdigkeit und Nießen, nicht mehr aufgetreten sind. Überzeugt haben mich vor allem die tollen Fitness Shakes die eine geniale Alternative zu den künstlichen und oft ungesunden Fertigshakes bieten, die man sonst so kaufen kann. Auch der Beeren-Kräuter-Salat hat mir sehr gut gefallen und war sehr schnell zubereitet. Das Buch ist das ideale Geschenk für Anfänger, da die Rezepte sehr einfach sind. Wenn man erst einmal angefangen hat sich für Ernährung zu interessieren findet man schnell Freude daran und möchte sich über das Thema informieren. Ich denke, dass Attila Hildmann ein guter Ansprechpartner für Einsteiger ist, auch wenn er manchmal emotional und missionarisch argumentiert ( in sozialen Netzwerken, nicht in diesem Buch). Das einzige, was mich etwas gestört hat, ist die Werbung für seinen Onlineshop, aus dem man die Zutaten auch beziehen kann. Alles in allem ein tolles Buch, das Lust auf mehr Rezepte von Attila Hildmann macht.

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(127)

181 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

mata hari, spionage, paulo coelho, spionin, roman

Die Spionin

Paulo Coelho , Maralde Meyer-Minnemann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.11.2016
ISBN 9783257069778
Genre: Romane

Rezension:

Meine Erwartungen 
In Paulo Coelhos neuem Roman „Die Spionin“ geht es um die bekannte Spionin Mata Hari alias Margarethe Zelle. Der Roman orientiert sich von der Thematik also an einer echten Geschichte, jedoch schreibt Coelho viel aus der Perspektive von Mata Hari selbst in Briefform. Es handelt sich also bei „Die Spionin“ um eine Mischung aus wahren Begebenheiten und Fiktion. Ich hatte bereits nur den Alchimisten gelesen und war neugierig darauf, wie Coelho dieses hochpolitische Thema verarbeiten würde. Doch zu meiner Überraschung standen weniger die politischen Gegebenheiten im Vordergrund als das Gefühlsleben dieser Frau. Wer sich also für eine politische, sachliche Darstellung interessiert, dürfte von diesem Buch enttäuscht werden. Jedoch gibt Coelho dem Geschehen durch seinen Schreibstil und die Mystik, die er gerne einfließen lässt, eine ganz eigene Note- die mir sehr gut gefallen hat. 
Meine Eindrücke beim Lesen Die Erzählformen wechseln häufig hin und her, so kann man beispielsweise an einigen Stellen Strukturen erkennen, die an Gleichnisse aus der Bibel erinnern, andere sind in der Brief- oder einer Art Tagebuchform geschrieben. Der Wechsel bringt zudem viel Abwechslung in die Handlung. Der Leser wird an dem Tag Mata Haris Hinrichtung ins Geschehen geworfen und erlebt dann eine Art Rückblende auf das Leben dieser eindrucksvollen Frau. Gerade die erste Szene hat mich sehr neugierig gemacht, da sie spannend geschrieben ist und man mehr über die Person und die Lebensumstände erfahren möchte. Und so berichtet Mata Hari als Ich-Erzählerin von ihrer Kindheit in den Niederlanden und ihrem Leben als Offiziersgattin in Indien. Sie beschreibt, wie stark die indische Kultur sie fasziniert hat und zugleich leidet der Leser mit ihr, wenn er erfährt, welche Leiden sie, u.a. durch ihren Ehemann, ertragen musste. Mich hat gerade die anschauliche Darstellung von emotionalen Erlebnissen beeindruckt und ergriffen. Ich fand es interessant zu lesen, wie sich die Persönlichkeit der Protagonistin entwickelt. Coelho hat die Eigenschaft Gefühle durch schöne Bilder transparent zu machen und so darzustellen, dass der Leser sich plötzlich selbst philosophische Fragen stellt, die sein eigenes Leben betreffen. Dennoch ist der Stil meistens recht klar und man hat nicht das Gefühl, dass viel „herumgeschwafelt“ wird. Man kann also zusammenfassen, dass das Thema des Romans zwar die Autorin ist, aber anhand ihrer Lebensgeschichte werden zugleich Philosophische Themen aufgegriffen, die dem Werk eine übergeordnete Handlung geben. 
Alles in allem zeichnet der Autor das Portrait einer eindrucksvollen intelligenten Frau, die sich kämpferisch durchs Leben schlägt, jedoch auch verletzliche Seiten zeigt. Zugleich werden am Rande die fragwürdigen und unmoralischen Machenschaften hoher politischer Autoritäten in Zeiten des ersten Weltkrieges beleuchtet. Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der Politik aber auch große Gefühle mag. 

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(91)

174 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

mops, magie, schweden, fantasy, lars simon

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423216517
Genre: Romane

Rezension:

In Lars Simons neuem Roman "Lennart Malmquist und der ziemlich seltsame Mops" geht es um den Protagonisten Lennart, der plötzlich durch mysteriöse Umstände aus seinem Alltag gerissen wird. Zu Beginn der Geschichte lernt man Lennart kennen, der in einer großen Firma im IT-Bereich arbeitet. Er ist der typische Karrieretyp: alleinstehend und egozentrisch. In seiner Nachbarschaft wohnen Maria, eine sympathische Italienerin, von deren Kochkünsten Lennart zehren kann, sowie der verschrobene Buri Bolmen, der einen Zauberladen betreibt. Als jedoch in diesen Laden eingebrochen wird und Buri verschwindet, wird Lennarts Leben auf den Kopf gestellt. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen, da sehr wenig passierte und man lediglich Lennarts Welt kennenlernte und ich ihn nicht sehr sympathisch fand. Erst ab dem ersten Drittel kam die Handlung so richtig in Fahrt, als der Stargast des Romanes, der Mops Bölthorn, auftaucht. Mit ihm kommt sehr viel Humor in die Handlung. Ich fand es auch originell unter welchen Bedingungen er spricht und wie sein gesamter Habitus beschrieben wird. Insgesamt sind die Figuren alle toll dargestellt und auch mit Lennart konnte ich mich irgendwann anfreunden, da dieser eine große Entwicklung macht. Während mir bei manchen Passagen die Spannung fehlte, haben anderen mich vor Spannung gefesselt. Ich weiß nicht, ob es an meiner Lesestimmung lag, aber meine Meinung über das Buch schwankte von unterhaltsam und witzig bis zu zäh und langweilig. Am Ende wurde es natürlich wieder spannend und man möchte wissen, wie es weitergeht. Es sind viele Rätsel aufgekommen, die auch am Ende unaufgeklärt sind. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu lesen, aber dennoch nicht anspruchslos. Der Mix aus den Genres Humor und Fantasy hat mir gut gefallen, wobei die Fantasyelemente besonders interessant waren. Alles in allem gute Unterhaltung für zwischendurch, der es zeitweise an Tiefgang gefehlt hat, die jedoch beim nächsten Teil mehr verspricht!

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(146)

252 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 98 Rezensionen

drachenreiter, greif, drachen, cornelia funke, fantasy

Drachenreiter - Die Feder eines Greifs

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 26.09.2016
ISBN 9783791500119
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt In Cornelia Funkes neuem Kinderbuch „Drachenreiter und die Feder des Greifs“ geht die Geschichte von Lung, Schieferbart und Co weiter. Die Geschichte spielt in Norwegen, wo Ben bei seinen Pflegeeltern in der Nähe eines Landstückes wohnt, wo seltene Fabelwesen in der Natur geschützt aufwachsen können. Unter diesen sind auch drei Pegasusfohlen, die letzten ihrer Art, die Ben zu retten versucht. Dies gelingt jedoch nur mit der Feder eines Greifs. Folglich stürzt sich Ben in ein Abenteuer, in dem natürlich auch die Drachen, die mittlerweile im Himalaya leben, nicht fehlen dürfen. Mein Eindruck Ich habe Drachenreiter vor über zehn Jahren als Kind gelesen und es hatte mir damals sehr gut gefallen, wie alle Bücher von Cornelia Funke. Der Autorin gelingt es jedesmal eine magische Atmosphäre zu kreieren und interessante, witzige und besondere Figuren zu erschaffen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen, doch ich wurde nicht enttäuscht. Neben dem gewohnt flüssigen Schreibstil ist auch ein hoher Spannungsbogen vorhanden. Neben den vielen witzigen Stellen, die man unter anderem der Ratte Lola zu verdanken hatte, gab es aber auch ernste Passagen, wie z.B. als sich die Drachen mit dem Thema Tod, der Reise ins Mondland, beschäftigen. Es hat mir gefallen, wie solche Themen in ein poetisches Kleid gebracht wurden. Die Welt der Phantasiewesen ist sehr detailliert ausgearbeitet und ein Glossar am Ende erleichtert dem Leser einiges. Ich finde es toll, wie genau die Autorin diese Welt skizziert. Die Zeichnungen sind in gewohntem Funkestil, der wunderschön ist. Zeichnungen und Text ergeben zusammen eine tolle Geschichte, die ich auch als Erwachsene sehr genossen habe.

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(104)

170 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 78 Rezensionen

literatur, frankreich, fiktion, identität, schriftstellerin

Nach einer wahren Geschichte

Delphine de Vigan , Doris Heinemann
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 24.08.2016
ISBN 9783832198305
Genre: Romane

Rezension:

Nach einer wahren Geschichte In Delphine de Vigans neuem Roman „ Nach einer wahren Geschichte“ geht es um zwei Schriftstellerinnen, die sich begegnen und die ihr Leben beeinflussen. Vor allem steht das Leben von Delphine de Vigan im Vordergrund, die die eine Protagonistin verkörpert und biographisch erzählt, wie eine andere Frau, L. genannt, in ihrem Leben gelangt und es beeinflusst. Doch schon bald merkt Delphine, dass die Veränderungen, die mit der Freundschaft zu L. einhergehen, nicht mehr harmlos und positiv sind. Am Anfang des Romans lernt man die Autorin kennen, ihre Ängste und Wünsche und ihr Seelenleben. Die Handlung beginnt, nachdem die Autorin gerade einen biographischen Roman über das Leben ihrer Mutter veröffentlich hat. Dieser Roman war zwar ein Erfolg für die Autorin, zog jedoch auch unerwartete Konsequenzen nach sich, wie eine große mediale Aufmerksamkeit und zahlreiche Enthüllungen über das Privatleben und die Familie. Von diesen Folgen überwältigt gelangt die Autorin in eine Sinnkrise und sieht keine Richtung, in die es weitergehen soll. Zudem sind ihre beiden Kinder gerade zum Studieren weggezogen und ihr Freund ist viel beruflich im Ausland unterwegs. In dieses Situation lernt sie die Schriftstellerin L. kennen, die nach und nach zu der Delphines Vertrauten wird und großen Einfluss auf Delphines Leben hat. Doch während die Freundschaft zu L. immer stärker wird, verschlechtert sich ihre psychische Verfassung und sie fällt in eine Depression. Nach und nach nimmt Delphine wahr, dass L. sie anlügt und sich in vielen Situationen merkwürdig verhält, bis es fast schon zu spät ist. Durch das Buch erhält der Leser spannende Einblicke in das Leben eines Schriftstellers und den Literaturbetrieb. Man erfährt wie Delphine beim Schreiben vorgeht, wie sie zu einer Autorin wurde und in welcher Szene sie sich als Autorin bewegt. Man erfährt aber auch die Tiefen, die Schreibblockaden und den Druck, ein gutes Buch zu schreiben. Auch in den Dialogen der beiden Frauen geht es oft um Literatur, um konkrete Beispiele aber hauptsächlich, darum wie sie beschaffen sein sollte. Ich fand es auch interessant zu lesen, wie sich die Veröffentlichung eines biographischen Buches auf das Leben der Autorin auswirkt. Neben der Schriftstellerei und Literatur geht es auch viel um zwischenmenschliche Beziehungen. Die Autorin gewährt dabei sehr tiefe Einblicke in ihr Seelenleben und wirkt daher sehr authentisch. Man kauft ihr alles ab, die Gefühle, die Stimmungen und die Gedanken. Überhaupt sind beide Figuren wirklich interessant. Zu der Beziehung von L. und Delphine möchte ich anmerken, dass ich anfangs noch mit Delphine sympathisierte, doch schnell erschien sie mir zu naiv. Ich kann ihr Verhalten an manchen Stellen gar nicht nachvollziehen, z.B. frage ich mich, wie sie nicht erkennen konnte, dass L. sie offensichtlich manipulierte. Während der gesamten Handlung herrscht eine düstere Stimmung und ein Spannungsbogen, der nicht abnimmt. Das Buch ist eher wie ein Psychothriller geschrieben und so konnte ich es kaum aus der Hand legen. Der Gedanke, dass es nach einer wahren Begebenheit erzählt wird macht das Ganze noch unheimlicher und verschwindet nie aus dem Kopf des Lesers. Der Leser wird immer daran erinnert. Am Ende des Romans wird der Leser planlos und emotional zurückgelassen, ganz eingenommen von der Wirkung dieses Buches. Ich empfehle diesen Roman uneingeschränkt, dennoch muss man ein gewisses Interesse an Literatur und Schreiben haben, damit die Passagen, in denen es darüber geht, nicht zu Langeweile führen.

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(668)

1.522 Bibliotheken, 34 Leser, 2 Gruppen, 274 Rezensionen

dystopie, flawed, cecelia ahern, fehlerhaft, jugendbuch

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

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(39)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

kochbuch, kochen, schiffskoch, rezepte, mediterran

Staats‘ Geheimnisse – Mediterrane Rezepte und Storys von den Jachten der Superreichen

Stephan Staats , Martin Lagoda , Hubertus Schüler , Justyna Krzyzanowska
Fester Einband
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 21.09.2016
ISBN 9783954531066
Genre: Sachbücher

Rezension:

Staatsgeheimnisse von Stefan Staats Es handelt sich hierbei um ein Kochbuch, das mediterrane Küche verspricht. Zuerst möchte ich einiges zur Optik des Buches sagen. Das Buch ist wirklich wunderschön aufgemacht, das Cover ist liebevoll gestaltet und insgesamt wurde auf jedes Detail bei der Optik geachtet. Die Gerichte sind sehr schön fotographiert worden und zu jedem Land gibt es eine Graphik, damit man die Reiseroute des Autors verfolgen kann. Der Autor war 21 Jahre Koch auf Privatjachten und kann daher aus seinem Erfahrungsschatz erzählen. Das Buch ist wie eine Reiseroute aufgebaut. Am Anfang des Buches stehen ein Inhaltsverzeichnis, in dem die Rezepte aufgelistet sind und ein weiteres für die Geschichten, die erzählt werden. Die kulinarische Reise beginnt in Frankreich und endet in Israel. Die Gerichte sind bekannte Klassiker, wie beispielsweise die Gerichte der französischen und italienischen Küche. Andererseits gibt es auch in Regionen, in denen man sich nicht so auskennt, wie beispielsweise Israel, Syrien, Gaza-streifen und Libanon, deren Gerichte auch dementsprechend ausgefallen sind. Natürlich sind auch Standartgerichte wie Quiche Lorraine oder italienische Pasta aufgelistet, aber auch albanische Lammgerichte, die einem weniger bekannt sind. Das Konzept ist wirklich interessant, da zu jedem Land Geschichten mit eigenen Reiseerfahrungen erzählt werden. Am besten hat mir eine Geschichte gefallen, wo beschrieben wird, wie der Autor versucht ohne Geld zu überleben. Um das Buch direkt beim Kochen zu benutzen, ist es leider etwas zu unhandlich und schwer , zudem hat man Angst es zu beschädigen oder Flecken darauf zu hinterlassen. Für mich als Anfänger ist die Umsetzung leicht und machbar . Für einen Kochprofi sind die neuen Impulse eine Bereicherung. Ein Buch, das man für sich kaufen kann, sich aber auch als Geschenk eignet.

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(70)

103 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

helgoland, thriller, spannung, orkan, anna krüger

Hell-Go-Land

Tim Erzberg
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 22.08.2016
ISBN 9783959670463
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Tim Erzbergs Roman „Hell Go Land“ geht es um die junge Polizeibeamte Anne, welche nach vielen Jahren auf dem Festland zurück auf die Insel kehrt, auf der sie aufgewachsen ist. Doch bereits bei ihrer Ankunft ereignen sich merkwürdige Dinge und sie erhält ein unheimliches Paket. Wer ist es, der Anna droht und was hat er mit Annas Vergangenheit zu tun? Parallel dazu erfährt man die Geschichte von Katarina Loos, der Putzfrau eines Arztes, der ein Geheimnis zu haben scheint. Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch, da ich die Challenge auf Helgoland gesehen hatte und auch durch viel Werbung auf dieses Buch aufmerksam wurde. Für einen Helgoländer muss es nochmal anders sein, dieses Buch zu lesen, da viele Plätze der Insel detailliert beschrieben werden. Die sehr düstere Stimmung wird von dem Autor anschaulich dargestellt. Das Problem ist jedoch, dass die Charaktere extrem blass bleiben. Mit der Protagonistin Anna konnte ich mich bis zum Ende des Buches nicht anfreunden und auch alle anderen Figuren erschienen mir leblos. Die Passagen, in denen Anna vorkommt sind nicht sehr spannungsreich, die in denen Katarina Loos auftritt hingegen schon. Durch Namen von Personen, die in der Vergangenheit eine Rolle spielten, wie die Frau von Dr. Strecker und Leo, wurde ich etwas neugierig. Ich wollte auch Annas Vergangenheit erfahren, die so oft angedeutet wird. Zwischen den zwei dominierenden Handlungssträngen, den Perspektiven Annas und Katarinas, gibt es kurze Dialoge zwischen dem Täter und seinem Opfer. Diese fand ich im Gegenteil zu den anderen Passagen sehr spannend und interessant. Am Schluss wird es dann richtig spannend und kommt zum Showdown, allerdings muss man vorher die teilweise sehr zähen Passagen über sich ergehen lassen. Manche Figuren wirken durch dieses Ende doch interessanter als zuvor. Alles in allem hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt, dennoch hat es bei mir eines bewirkt: Ich habe Lust auch mal nach Helgoland zu fahren.

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(21)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

frankfurt, krimi, mord, juden, selbstmord

Frankfurter Kaddisch

Dieter Aurass
Flexibler Einband: 343 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219591
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Kriminalroman „Frankfurter Kaddisch“ von Dieter Aurass handelt von Kommissar Gregor Mandelbaum, der drei rätselhafte Selbstmorde untersucht und versucht diese aufzuklären. Die Opfer sind hochbetagte prominente Bewohner Frankfurts und allesamt jüdisch. Mandelbaum versucht zu erfahren, in welcher Beziehung sie zueinander stehen und kommt dabei auf Spuren, die sich mit seiner eigenen Familiengeschichte kreuzen. Schon der Prolog war extrem spannend. Die Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen und flüssig. Es gibt immer wieder Perspektivwechsel und Zeitsprünge in die Vergangenheit vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg. Die Passagen, die in der Vergangenheit geschrieben sind, sind besonders spannend, ich war manchmal geradezu traurig, wenn sie endeten. Doch auch die Gegenwartshandlung war interessant und das hatte vor allem einen Grund: Die Figur Gregor Mandelbaum. Der Autor hat ein großes Talent markante, authentische und lebendige Figuren zu erschaffen. In vielen Kriminalromanen werden Kommissare mit ihren persönlichen Macken und einer eigenen Lebensgeschichte dargestellt. Dennoch wirken sie manchmal überzeichnet oder kommen als Witzfigur herüber. Ganz anders Gregor Mandelbaum, der unter dem Asperger-Syndrom leidet, einer Form von Autismus. Der Autor Dieter Aurass hat sehr genau recherchiert, welches Gefühlsleben Betroffene dieser Krankheit haben und es in der Figur des Kommissars personifiziert. Diese Einblicke fand ich spannend und habe ich so noch nicht in einem Kriminalroman gefunden. Doch auch die anderen Figuren, wie die Gerichtsmedizinerin Sonya, zu der sich der Kommissar hingezogen fühlt, aber auch sein Ermittlungsteam sind mir ans Herz gewachsen. Bis zum Ende blieb es spannend, um dann in einem Showdown zu enden. Auf den Mörder kommt der Leser tatsächlich erst ganz am Schluss. Alles in allem ein toller Roman, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

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110 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 55 Rezensionen

hotel, leipzig, familie, schatten, familiengeschichte

Die unsterbliche Familie Salz

Christopher Kloeble
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423280921
Genre: Romane

Rezension:

In dem Roman „Die unsterbliche Familie Salz“ geht es um eine Familie, die die großen Umbrüche des 21.Jahrhunderts hautnah miterlebt. Das Buch lässt sich in fünf große Abschnitte teilen, in denen jeweils ein andere Familienmitglied spricht. Daher fällt es mir schwer das Buch als ganzes zu bewerten, da mir alle Teile ganz unterschiedlich gefallen haben. Nicht nur die Perspektive variiert, sondern auch der Schreibstil. Auf der einen Seite hat die Einteilung für mich Abwechslung in der Handlung geschaffen. Es ist spannend, zu beobachten, wie sich die Sympathie für eine Figur ändert, wenn man durch einen anderen Blickwinkel auf sie schaut. Zum anderen waren es für mich auch kleine „Brüche“ , bei denen ich immer erst einmal brauchte, um in die neue Passage hereinzukommen. Schade ist, dass die Figuren in meiner Wahrnehmung immer uninteressanter wurden. Zu Beginn wird aus der Sicht von Lola Salz erzählt, die ein wirklich interessanter Charakter ist. Wenn dieses Buch eine Stärke hat, dann sind es die Charaktere: Sie sind liebevoll und detailreich gestaltet und der Autor besitzt die Gabe, dass man seinen Figuren Glauben schenken kann und sie authentisch sind. 

Dennoch fand ich den Roman nach dem zweiten Drittel etwas zäh und musste mich zwingen weiterzulesen. Gerade die Perspektive von Kurt schien mir sehr langatmig.  

Dennoch finde ich das ganze Konzept des Romans sehr interessant und mir gefällt es, dass alle Familienmitglieder so interessante Persönlichkeiten sind. Am Ende wurde dann auch der rote Faden, der manchmal verloren schien, wieder sichtbar und ich hatte das Gefühl wirklich etwas über diese besondere Familie zu erfahren. 

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(224)

393 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 90 Rezensionen

thriller, mord, melanie raabe, die falle, falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(97)

154 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

berlin, is, jugendbuch, attentat, freundschaft

Die Attentäter

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789104565
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt: 
In dem neuen Jugendbuch „Die Attentäter“ von Antonia Michaelis geht es um drei Jugendliche aus Berlin, von denen einer beschließt sich dem IS anzuschließen. Zu Beginn wird man in die Welt der drei Hauptfiguren Alain, Cliff und Margarete eingeführt. Sie wohnen alle im selben Haus in derselben Straße und verbringen schon mit vier Jahren viel Zeit miteinander. Während Alain aus einem harmonischen Elternhaus stammt, repräsentieren Cliffs Eltern die typische Problemfamilie: Sein Vater ist ein Trinker und seine Mutter hat die Familie schon lange verlassen, um Karriere zu machen. Besonders das Verhältnis von Cliff und seiner Mutter wird immer wieder betont und anhand von Situationen geschildert, da es eine große Bedeutung für Cliffs Werdegang hat. Doch nicht nur die Beziehung von Eltern und Kindern wird beschrieben, auch die Beziehung der drei Kinder untereinander nimmt immer mehr Form an.
Cliff ist der dominante Draufgänger, der seine Aggressionen nicht unter Kontrolle hat, Alain hingegen ist fasziniert von Cliff und immer in einer untergeordneten Rolle. Margarete steht irgendwo dazwischen. Die Figuren werden detailliert beschrieben, ihre Ängste, ihre Wünsche und ihre Talente. Sie lieben und hassen einander, doch sie kommen immer wieder zusammen.                                                                                  Die Figurenkonstellation hat mir anfangs gut gefallen, doch ab der Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, dass die Autorin viel zu viel Dramatlk einbauen möchte. Die Figuren fallen in eine merkwürdige Dreiecksbeziehung, in der auch Homoerotik eine Rolle spielt. Ich habe mich da gefragt, ob das nicht etwas zu viele Beziehungskrisen sind und so das eigentliche Thema, die Radikalisierung von Jugendlichen, in den Hintergrund tritt. Auch die Sexszenen fand ich persönlich überflüssig bis ich ans Ende des Buches gelangt bin.                                                                                                 Ich hatte überhaupt das Gefühl, dass die ersten 200 Seiten sehr langatmig und zäh waren. Ich verstehe, dass man die Lebenssituationen der Protagonisten kennen sollte, dennoch hatte man das Gefühl, dass die Handlung keinen roten Faden hat. Ab der Hälfte des Romans wird es aber spannender, da man mehr über Cliffs Weg zum Islam erfährt. An dieser Stelle hätte ich mir mehr Szene gewünscht, in denen gbezeigt wird, wie genau Cliff zu Allah gekommen ist. Während die Beziehungsszene ausartend und detailreich beschrieben sind, kommt das spannende Thema leider zu kurz. Ein weiteres Problem sind die vielen Zeitsprünge und Briefe Margaretes an Cliff, die keine Überschriften und Daten tragen. Das hat mich als Leser an einigen Stellen ziemlich verwirrt, weil die Handlung immer wieder in die Vergangenheit gesprungen ist. Teilweise gab es auch Perspektivwechsel, die ich so gar nicht mitbekommen habe.
Neben den Beziehungskrisen ist das Zeichnen ein weiteres großes Thema dieses Romans. Cliff und Alain nehmen die Kunst als Form ihre Gefühle auszudrücken. An dieser Stelle konnte die Autorin mit poetischen Beschreibungen punkten und mir hat besonders der Kontrast zwischen dieser strengen Islamistenwelt und der offenen kreativen Kunstwelt gefallen.
Alles in allem ist das Buch zwar lesenswert, dennoch sollte man wissen, dass es nicht nur das Thema Islamismus behandelt, wie man es vorher erwartet. Wer sich für die Beziehungen Jugendlicher interessiert, wird an diesem Buch viel Freude haben. Wenn man sich jedoch spannende Details über die Missionierung des Glaubens oder die Strategien von radikalen Islamisten erhofft, wird man enttäuscht.

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(19)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

jugendbuch, jugendthriller, irland, schüleraustausch, rache

Feenrache

Tamina Berger
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.01.2016
ISBN 9783401601533
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Tamina Bergers Jugendthriller "Feenrache" geht es um Jana, die eine Austauschschülerin aus Irland zu Besuch hat. Anfangs möchte ich sagen, dass ich das Cover sehr ansprechend finde, das zarte Elfenflügel auf dem türkisenen Grund zeigt. In diesem Jugendbuch geht es um die sechzehnjährige Jana, die in einem Dorf in Österreich mit ihrer Mutter, deren Freund und ihrer kleinen Schwester wohnt. Es werden alltägliche Konflikte thematisiert, wie sie bei Teenagern und ihren Eltern an der Tagesordnung sind: Alkohol, Jungs, die Nutzung von Smartphones etc. Ich finde es spannend, dass hier auch Mutter und Tochter Konflikte verdeutlicht werden, was ich bei manchen anderen Arena-Thriller vermisst habe. Durch die Ankunft Caylas verändert sich Janas Leben drastisch. Zum einen, da Cayla aus armen Verhältnissen kommt, während Jana sehr reich ist- es prallen also Welten aufeinander. Zum anderen gibt es auch Veränderungen in Janas Umfeld, auf die ich nicht genauer eingehen werde, um nicht zu viel zu verraten. Dieser Thriller garantiert jedoch viele Spannungsmomente, er greift Themen auf, die wichtig für Jugendliche sind und ist auch durch den flüssigen Schreibstil gut zu lesen. Das ideale Geschenk für Mädchen zwischen 14 und 18, doch auch für mich(24) eine unterhaltsame Lektüre.

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(227)

422 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 132 Rezensionen

wer war alice, thriller, alice, t.r. richmond, roman

Wer war Alice

T. R. Richmond , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442205080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In dem Roman "Wer war Alice" von T.R.Richmond geht es um eine junge Frau, die nachts an einem See zu Tode gekommen ist. Das ungewöhnliche an diesem Roman ist, dass er eher eine Sammlung aus verschiedenen Beweismitteln, wie z.B. Verhörprotokollen, Twitternachrichten, E-mails oder Chatverläufen, ist. Dies hatte für mich einen Reiz und daher entschied ich mich das Buch zu kaufen.                                                                                    Neben den verschiedenen Textformen kommen auch verschiedene Figuren zu Wort: Ein Universitätsprofessor für Anthropologie, der Alice kannte, ihre beste Freundin, ihre Mutter und ihr Exfreund. Durch diese verschiedenen Blickwinkel gewinnt die Handlung an Abwechslung, dennoch störte mich eines. Nachdem anfangs die ersten 100 Seiten wie im Flug vergingen, fingen die Emails des Professors an seinen Freund an, mich zu nerven. In diesen geht es nämlich um viele unwichtige, belanglose Dinge, um seine persönlichen Ehekrisen und vieles andere, das sich (auch nach Beenden des Romans) als vollkommen überflüssig und langweilig herausstellte. Nachdem ich darüber genervt war und mich auch eine Enttäuschung darüber ereilte, denn ich hatte mir viel von diesem Buch versprochen, beschloss ich am Ende diese Emails nur zu überfliegen.  In der Mitte des Romans war ich kurz davor ihn einfach zur Seite zu legen, da ich alle Figuren unsympatisch fand und der eigentlich vorhandene spannende Fall immer mehr in den Hintergrund zu treten schien. Der Autor hat zwar interessante Figuren kreiert, die keinesfalls blass erschienen, doch eines hatten sie alle gemeinsam: Sie waren unsympatisch und egoistisch. Auch andere Rezensenten haben bereits geschrieben, dass selbst die Hauptfigur keine Sympatie bei ihnen erwecken konnte. Dennoch habe ich den Roman zuende gelesen und am Ende sogar ein paar Spannungsmomente empfunden. Dennoch würde ich gerne den Autor fragen, was er sich dabei gedacht hat, einen so großen Teil dieser sinnlosen und teilweise abstoßenden E-mails des Professors in den Roman einzubinden.

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(341)

737 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 188 Rezensionen

magersucht, schwestern, briefe, familie, liebe

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

Lilly Lindner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 19.02.2015
ISBN 9783733500931
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Lilly Lindners Jugendroman " was fehlt, wenn ich verschwunden bin" geht es um die beiden Schwestern Phoebe und April, die sich gegenseitig Briefe schreiben. Phoebe ist neun Jahre alt, als ihre Schwester wegen Magersucht in eine Klinik kommt. Die Situation überfordert sie und daher versucht sie diese zu verarbeiten, indem sie Briefe an ihre Schwester schreibt. Darin berichtet sie von ihrem alltäglichen Leben und ihrer Familie. Sie stellt sich elementare Fragen an das Leben und versucht sich die Krankheit ihrer Schwester zu erklären. Anfangs dachte ich, es sei schwierig oder störend, dass der Roman in Briefform geschrieben ist, doch es hat mir sehr gut gefallen. Phoebe ist ein ganz besonderer Charakter. Auf der einen Seite ist sie ein niedliches Kind, dass sich vieles auf kindliche Weise zu erklären versucht aber auf der anderen Seite ist sie sehr wortgewandt und intelligenter als eine durchschnittliche Grundschülerin. Dies merkt man Vorallem an ihrer Sprache, die nicht authentisch wirkt. Viele Sätze Passen einfach nicht zu ihr, was mich sehr gestört hat. Beispielsweise " mein Basiswortschatz ist beliebig erweiterbar" oder " der Umgang mit menschlichen Wesen ist nämlich schwierig und erfordert Geschick und Erfahrung." Auch wenn die Autorin, damit eine Hochbegabung andeuteten will, haben mich diese Passagen sehr gestört und teilweise auch genervt. Ich mag Wortspiele sehr aber teilweise sind es mir in diesem Roman zu viele. im Kontrast dazu steht die babyhafte Sprache, die sie in anderen Passagen verwendet. Was mir jedoch gut an Phoebe gefällt, ist die Art und Weise wie sie über Kinder und Erwachsene schreibt, denn diese Beziehung ist eines der Hauptthemen in diesem Roman. Lilly Lindner lässt viele erwachsenen Figuren auftreten, die verschiedene gesellschaftliche Probleme verkörpern. Zum einen sind es die Eltern von Paula 0, phoebes bester Freundin, die übrigens sehr sympathisch ist, welche eine Scheidung erleben, zum anderen Jerry, der Vater von Phoebes Klassenkameradin, der ganz anders ist, als man sich einen Agenten vorstellt. Diese Figuren haben mir sehr gut gefallen und mich begeistert. Die Freundschaft zwischen Paula und Phoebe hat mich sehr beeindruckt und wurde sehr schön beschrieben. Im zweiten Teil schreibt die 16 jährige April Briefe an ihre Schwester Phoebe. Die Sprache unterscheidet sich seltsamerweise nicht sehr von der ihrer Schwester, obwohl so viele Jahre zwischen ihnen liegen. In diesem Teil des Buches wird auch endlich das Hauptthema " die Magersucht " thematisiert. Aprils Gefühle Werden anschaulich beschrieben und man erfährt auch endlich mehr über die die Eltern der beiden Mädchen. Plötzlich ändert man seine Meinung über einige Figuren, die im ersten Teil noch sympathisch waren. Die Thematik Hochbegabung wird nun auch erwähnt und diskutiert. Alles in allem ein ganz besonderes Buch. Neben den wirklich tollen Charakteren ( Jerry und Paula) konnte mich auch der Schreibstil und die Vielfalt an Themen überzeugen. Wer denkt, dass dieses Buch nur von Magersucht handelt, irrt sich, denn es geht um das Leben überhaupt und die kleinen, besonderen Momente.

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(8)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

humor, regionalkrim, winterkartoffelknödel, bayern, herrlic

Winterkartoffelknödel (Filmhörspiel)

Rita Falk , Sebastian Bezzel , Lisa Maria Potthoff , Simon Schwarz
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 01.11.2014
ISBN 9783862314676
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: aufgrund einer Strafversetzung landet der Polizist franz in der bayrischen Provinz niederkaltenkirchen. Dort findet er sich inmitten einer skurrilen Dorfbevölkerung wieder, die für jede menge Lacher und Witz sorgt. Gleich vier Todesfälle, davon drei innerhalb einer Familie soll franz lösen. Während alle anderen überzeugt davon sind, dass es sich um tragische Unfälle handelt, ermittelt franz auf eigene Faust und die Wahrheit kommt ans Licht. Wie schon in anderen Rezensionen gesagt, spielt in diesem Roman nicht die Spannung einer Rolle, sondern mehr der Humor. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und alle bestechen durch Originalität. Vorallem die Schnäppchenjagende Oma habe ich ins Herz geschlossen aber auch franz Vater, der überzeugter Beatlesfan ist fand ich lustig. Es war überhaupt sehr unterhaltsam als Hessin in diese bayrische Welt einzutauchen, in der alles ganz eigenartig aber auch lustig. Als hörbuch ist es besonders authentisch, da die Sprecher in bayrischem Akzent sprechen. Alles in allem ein unterhaltsames Hörbuch, dass man sicher mehr als einmal hören kann.

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(835)

1.330 Bibliotheken, 27 Leser, 6 Gruppen, 208 Rezensionen

kreuzfahrt, thriller, kreuzfahrtschiff, fitzek, selbstmord

Passagier 23

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Droemer, 30.10.2014
ISBN 9783426199190
Genre: Krimi und Thriller

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