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liebe, trennung, internet, stayfriends, erik

Welche Farbe hat die Liebe?

Katja Reuter
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.12.2009
ISBN 9783548281056
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mich hat der Roman zum Nachdenken gebracht obwohl er in einer Leichtigkeit verfasst ist, die einen mal lachen, mal schmunzeln, mal den Kopfschütteln und auch traurig werden lässt. Mir persönlich hat es gefallen, das Tom seine Jule bedingungslos, naja sagen wir fast: Schließlich muss sie ihm ja versprechen keine Türen mehr aus den Angeln zu schmettern - zurück nimmt. Ganz egal, wie verpeilt sie sich anstellt. Er liebt sie trotzdem - so wie sie ist! Und das finde ich toll! Schließlich haben wir alle unsere Fehler und wer wünscht sich nicht, so akzeptiert, respektiert und geliebt zu werden - wie er ist!
Tom und Hauskater "Blindfisch" sind mir beim Lesen richtig ans Herz gewachsen. "Ömchen" und "Chefchen" haben es mir ebenfalls angetan. Meiner Meinung nach wurden die recht unterschiedlichen Charaktere der Protagonisten authentisch und lebensnah dargestellt. So konnte ich mich an der einen oder anderen Stelle wiederfinden. Dies war insbesondere bei der Beschreibung von Jules Familie und deren Essgewohnheiten der Fall. Auch das Kapitel "Erik ist scheintot" wird dem einen oder anderen, mit Sicherheit, sehr bekannt vorkommen. Die teilweise "völlig eigenwilligen Handlungsweisen" der Jule haben mich den Kopf ordentlich schütteln lassen. Denn wie kann man einem blinden "Hauskater" ein Gucci-Halsband mit Glöckchen umhängen...? Ich schließe mich da Toms Ironie an: "Könnte doch sein, dass der blinde Kater hier in der Wohnung Mäuse oder Singvögel fängt..." Ich persönlich, kenne ebenfalls derartig "durchgeknallte" Leute und musste schmunzeln! Ich habe diesen leicht, locker-flockig geschriebenen Roman verschlungen, war von Anfang bis Ende absolut in den Bann gezogen.
Ich finde, dass folgende Leseprobe den Humor des Romans recht treffend wiederspiegelt:
„Wie ich Sasha vor gut sieben Jahren kennenlernte, werde ich nie vergessen. Die Vorgeschichte: Zum Fünfundsechzigsten wollten wir Tante Lotti mit einem Stripper in Polizeiuniform überraschen. Als der durchtrainierte Bulle, zum Nahkampf bereit, vor dem Gartentor stand, entschuldigte Lotti sich sogleich wortreich wegen der lauten Musik, bevor der Stripper auch nur guten Tag sagen konnte. Meine ältere Schwester beruhigte Lotti: »Das ist kein echter Polizist, das ist unsere Überraschung.« Sie drehte die Boxen auf volle Lautstärke. Dann sein Auftritt, einfach gigantisch: Der Mann sprang auf den Gartentisch und schälte sich Stück für Stück die Uniform vom Leib. Lotti war begeistert! Durch mehrere Gläser Sherry zu einer gewissen Hemmungslosigkeit angestachelt, ließ sie sich sogar dazu bewegen, dem Mann kraftvoll auf sein nacktes Hinterteil zu klatschen, als dieser es ihr erwartungsvoll entgegen reckte.

Fünf Jahre später, zu Lottis Siebzigstem, feiert die Familie wie jedes Jahr ausgiebig und laut. Plötzlich steht wieder ein Polizist am Zaun. In Erinnerung an die gelungene Geburtstagsüberraschung fünf Jahre zuvor, eilt Lotti mit lüsternen Blicken zum Gartentor. »Kommen
Sie rein, mein Herr, Sie scheinen gut gebaut zu sein.«Tantchen schiebt den völlig verdutzten Polizisten vor sich her in Richtung Gartentisch. Ihre Augen funkeln. Dieses Mal ist Lotti nicht durch seine Uniform eingeschüchtert, das Gegenteil ist der Fall. Sie holt aus, versetzt
dem armen Mann einen wollüstigen Klaps auf den Allerwertesten und kräht: »Geiler Arsch, ich muss
schon sagen!« Der Polizist schweigt einen Moment, dann räuspert er
sich. »Ich weiß ja nicht, was Sie mit mir vorhaben, aber eigentlich komme ich wegen einer Beschwerde aus der Nachbarschaft. Die Musik ist zu laut – Ruhestörung.«
Tante Lotti ist verwirrt. »Sie sind kein Stripper?« Der Beamte runzelt die Stirn. »Durchaus nicht!«
Jetzt dämmert es der armen Lotti, dass sie einen Fehler gemacht hat. Beschämt legt sie die Hände an die Wangen, schüttelt den Kopf und murmelt immer wieder: »Oje, ojemine!«, bis meine Schwester Theresa die Situation rettet, indem sie den Beamten fragt, ob
sie ihn vielleicht mit Kaffee und Kuchen entschädigen könne.
Der Polizist lächelt verschmitzt. »Ja, können Sie, ich nehme die Einladung gerne an.« Zum großen Entsetzen der Nachbarn feiert er sogar noch ein kleines Weilchen
mit.

Das war meine erste Begegnung mit Bullenfreund Sasha."

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