Lesewunders Bibliothek

315 Bücher, 313 Rezensionen

Zu Lesewunders Profil
Filtern nach
315 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

68 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

"schweden":w=8,"spannung":w=5,"entführung":w=5,"spannungsroman":w=4,"krimi":w=3,"roman":w=3,"thriller":w=3,"nordschweden":w=3,"mord":w=2,"drama":w=2,"suche":w=2,"düster":w=2,"mitternachtssonne":w=2,"norrland":w=2,"dunkelsommer":w=2

Dunkelsommer

Stina Jackson , Kerstin Schöps
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.07.2019
ISBN 9783442205783
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In den langen schwedischen Sommernächten fährt Lelle Gustavsson jede Nacht aufs neue los, um seine Tochter Lina zu suchen. Lina ist vor drei Jahren spurlos an einer Bushaltestelle verschwunden. Doch dieser Sommer verändert alles. Die siebzehnjährige Meja zieht mit ihrer Mutter auf einen dortigen einsamen Bauernhof. Um ihren traurigen Lebensumständen zu entkommen, schließt sie sich ein paar Jugendlichen an. Dann verschwindet wieder ein junges Mädchen. Der Schrecken beginnt erneut.
Das Buch ist unglaublich düster, somit hätte der Titel nicht besser gewählt werden können. Die Trauer und die Verzweiflung von Lelle spricht aus jedem Satz, genauso wie seine Einsamkeit und das beiderseitige Unverständnis zwischen ihm und seiner Umwelt. In meinen Augen hat die Autorin dieser Darstellung sehr viel Raum gewährt, was bei mir allmählich zu Langeweile und einem gewissen Überdruss geführt hat. Dem gegenüber steht die junge Meja, die in chaotischen Verhältnissen aufwächst und sich nichts mehr wünscht als ein langweiliges beständiges Familienleben. Ich mochte Meja sehr mit ihrem Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Natürlich hatte ich immer im Hinterkopf, dass bereits ein junges Mädchen in der Gegend verschwunden war und war nicht überrascht, als es wieder passierte, aber erleichtert, dass es nicht Meja war. Die Auflösung des Falles kommt dann ziemlich schnell und ist - bis auf ein paar Kleinigkeiten - auch keine wirkliche Überraschung.
Das Buch war für mich nicht wirklich ein Krimi. Der Schwerpunkt der Erzählung lag für mich auf Lelles Suche und Trauer und Mejas Suche nach dem sicheren Platz im Leben. Die eigentliche Krimihandlung setzt erst im letzten Drittel des Buches ein. Sprachlich ist das Buch ein Volltreffer und sehr gut zu lesen, nur eben für mich nur am Rande ein Krimi.

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

"österreich":w=1,"habsburger":w=1,"anna von ungarn":w=1

Die Luftvergolderin

Jeannine Meighörner
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 18.07.2019
ISBN 9783709979167
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ausgehend von der Entstehung Annas Brautbildes schildert die Autorin einige Stationen aus dem Leben der Anna von Ungarn. Beginnend mit Annas Zeit als Witwe des Kaiser Maximilians 1519 in Innsbruck, als sie darauf wartet, dass sich erneut ein passender Ehemann findet, über ihre Heirat mit Ferdinand, dem späteren Kaiser bis hin zu ihrem frühen Tod 1546 erhält man Schlaglichter auf 
wichtige Ereignisse in Annas Leben.
Wenn ich ehrlich bin, war ich vom Buch doch etwas enttäuscht. Der Beginn war für mich gelinde gesagt zäh, da ausführlich über das Brautbild und seine Entstehung geschrieben wurde. Kurz wird das bisherige Leben des Malers geschildert, was ich sehr interessant fand, aber nichts mit Anna zu tun hatte. Dann folgen einige wichtige Lebensstationen von Anna. Das war unterhaltsam, spannend und sehr gut geschrieben. Für mich was das aber zu wenig. Genau davon hätte ich mir mehr gewünscht. 
Womit ich im Zusammenhang mit Annas Leben gar nichts anfangen konnte, war der Anhang. Darin wird das Leben des jüdischen Jungen Kari kurz vor seiner Flucht zusammen mit seiner Familie aus dem nationalsozialistischen Österreich geschildert. Lediglich das Brautbild, das in seinem Zimmer hängt verweist auf Anna. Die Intention dieses Abschnittes hat sich mir nicht erschlossen. Insgesamt finde ich es schade, denn die Autorin weiß ohne Zweifel unterhaltsam und historisch korrekt zu erzählen.

  (84)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

38 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

"profiler":w=4,"bielefeld":w=3,"familie":w=2,"profiling":w=2,"soziopath":w=2,"andrea":w=2,"mord":w=1,"deutschland":w=1,"spannend":w=1,"psychopath":w=1,"familiendrama":w=1,"schwanger":w=1,"blutig":w=1,"psychologin":w=1,"thomas":w=1

Die Profilerin - Am Ende der Schmerz

Dania Dicken
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.04.2017
ISBN 9783732520459
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Obwohl bereits einige Zeit verstrichen ist, hat Andrea nicht den Weg zurück zu ihrer Arbeit als Profilerin gefunden. Da erhält Greg einen verstörenden Anruf von der Verwandtschaft in Bielefeld. Gregs Cousin Matthias wurde verhaftet. Er soll seine schwangere Frau und die beiden gemeinsamen Kinder ermordet haben. Greg bittet Andrea, sich des Falles anzunehmen. Trotz innerer Widerstände stimmt Andrea zu und die Familie reist nach Bielefeld. Tatsächlich akzeptiert der deutsche Kommissar nach einigem Zögern Andreas Mithilfe, obwohl oder gerade weil alle Beweise für Matthias als Mörder sprechen. Andrea gelingt es ein zutreffendes Täterprofil zu erstellen. Als Andrea versucht fehlende Beweise für ihre Theorie zu finden, gerät sie in tödliche Gefahr.
Dieses Mal beginnt der Krimi eher verhalten mit einem leichten Unterton der Melancholie. Das Leben im Hause Thornton geht seinen geregelten Gang, aber Andrea fehlt ihre frühere Arbeit, auch wenn sie sich das nicht eingestehen kann. Als sie Greg bittet, seinen Cousin zu entlasten, ist sie zuerst ablehnend und stürzt sich dann aber so in die Arbeit, dass sie alle Vorsicht außer acht lässt und nichts mehr außer dem Fall wahrnimmt. Mir dieses Mal das direkte Duell zwischen Andrea und dem Täter gefallen ; das gegenseitige Abtasten und Taktieren. Das Ende hat mich völlig überzeugt und ließ mich mit einem Gefühl der Zufriedenheit zurück. Dieser Fall war für mich der bisher beste, wenn auch nicht spektakulärste Fall, weil er Andreas persönliche Entwicklung thematisiert und mich die unmittelbare Konfrontation mit dem personifiziertem Bösen - übrigens sehr überzeugend dargestellt - gefesselt hat.

  (80)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

"norwegen":w=2,"krimi":w=1,"mord":w=1,"vergangenheit":w=1,"krieg":w=1,"rache":w=1,"verrat":w=1,"gegenwart":w=1,"verfolgung":w=1,"schweden":w=1,"widerstand":w=1,"judenverfolgung":w=1,"oslo":w=1,"oberflächlich":w=1,"kriegswirren":w=1

Die Frau aus Oslo

Kjell Ola Dahl , Thorsten Alms
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 28.06.2019
ISBN 9783431041187
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im August 2015 entdeckt Turid in einer Osloer Zeitung, einen Artikel, der eine Versteigerung ankündigt. Das beigefügte Foto zeigt das Armband, das einmal Turids Mutter gehörte und Turid im November 67 gestohlen wurde. Turid möchte das Armband unbedingt zurück haben. Nun wird in Rückblenden  die Geschichte des Armbandes und den damit verbundenen Mord an Turids Mutter Ase erzählt. Alles begann im Oslo des Jahres 1942. Turids Vater Gerhard, ein aktiver Widerstandskämpfer, muss vor den Nazis nach Schweden fliehen. Auch die junge Jüdin Ester, die beste Freundin von Ase, entkommt nach Schweden, nachdem sie knapp der Verhaftung durch die Osloer Gestapo entkommt. Sie muss verraten worden sein. Zur selben Zeit wird Turids Mutter ermordet. Der Täter wird nie gefasst. Turid kommt zu Adoptiveltern. In Schweden treffen Ester und Gerhard erneut aufeinander. Ester soll Gerhard bei seiner weiteren Flucht nach England helfen. Die Wege der Protagonisten kreuzen sich erneut 1967.Ester wohnt mittlerweile wieder in Oslo.Gerhard, den alle für tot hielten, taucht unerwartet in Oslo auf. Er will seine Tochter wiedersehen . Und er stellt Fragen zu den Ereignissen 1942. Auch für Ester ist die Vergangenheit wieder präsent. Sie möchte wissen, wer sie damals verraten hat. Alle Fäden scheinen bei Sverre zusammen zulaufen. Sverre spielte 1942 eine wesentliche Rolle im norwegischen Widerstand und verhalf Gerhard zur Flucht. War er der Verräter ? Vielleicht sogar der Mörder von Turids Mutter ? Stück für Stück setzt Ester die Ereignisse von damals zusammen und enthüllt das Bild eines miesen und geldgieren Verräters.
Das Buch ist zu Beginn etwas schwierig zu lesen, da der Autor die Geschichte auf 3 verschiedenen Zeitebenen erzählt. Die Ereignisse von 1942 werden durch Rückblenden innerhalb der Geschehnissen von 1967 berichtet. Der Leser erfährt stückchenweise, was damals passiert ist. Jeder der Beteiligten hat einen anderen Blickwinkel und trägt unterschiedliche Informationen bei. Wie bei einem Puzzle war ich zu Beginn eher ratlos und wusste nicht, was ich mit den einzelnen Informationen anfangen sollte, bis sich dann eine Struktur ergibt. Das hat den Vorteil, dass es unglaublich spannend ist und man mit rätseln kann, wie alles zusammenhängt. Der Nachteil ist, dass  am Anfang viele Fragen offen bleiben und man das Buch nicht allzu oberflächlich lesen sollte. Die Auflösung des Falles war bereits mit dem 1. Satz des Krimis angelegt. Jede Begebenheit, ja jedes Wort war mit Bedacht gewählt im Hinblick auf die Lösung des Falles. Das Ende kommt dann nicht völlig überraschend, hat mich aber überzeugt und mein Gerechtigkeitsgefühl zufrieden gestellt.

  (104)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 6 Gruppen, 4 Rezensionen

"meer":w=1,"verbrechen":w=1,"schottland":w=1,"feuer":w=1,"schnee":w=1,"hölle":w=1,"eis":w=1,"castle":w=1,"alexis":w=1,"elin":w=1,"lilia":w=1,"esper":w=1,"fingal":w=1,"dämonfürst":w=1

Elbenschwur (Die Geschichte der Lilia Joerdis van Luzien)

Daniela Zörner
E-Buch Text
Erschienen bei neobooks, 13.03.2018
ISBN 9783742746146
Genre: Fantasy

Rezension:

Lilia steht weiterhin vor der schweren Aufgabe den Dämonfürst zu töten. Unterstützung erhofft sie sich von den wenigen Elben die noch auf der Erde sind. Doch sie wird bitter enttäuscht. Die Elben lehnen die Autorität Lilias ab, da sie eine Halbelbe nicht als ebenbürtig  anerkennen. Sie vergessen dabei, dass Lilia ihre einzige Hoffnung ist, die Herrschaft des Bösen zu beenden und ihnen die Möglichkeit zu geben, die Erde zu verlassen. Elben können nicht unter der Erde kämpfen und der Damonfürst sammelt seine Heerscharen in den unterirdischen Gängen und Verliesen von London. Wohlwissend, dass es ihren Tod bedeuten kann, stellt sich Lilia zusammen mit ihrer großen Liebe Alexis der übermenschlichen Aufgabe.
Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Gemeinsam mit Lilia war ich bereit, den Kampf gegen den Dämonfürst aufzunehmen. Wer hätte gedacht, dass die größte Enttäuschung und Niederlage aus den Reihen der Elben selbst kommt. Wieder habe ich bewundert, wie sich Lilia einer Aufgabe stellt, die auf den ersten Blick nicht bewältigt werden kann. Doch die Liebe zu Alexis und die unverbrüchliche Freundschaft zu den Halbelben Fingall und Lyall und Lilias unerschütterliche Treue zu r Elbe Elin bilden ein belastbares Band, das Hoffnung gibt, dass Lilia vielleicht doch Erfolg haben könnte. Die Kämpfe gegen die dämonischen Heerscharen sind sehr anschaulich beschrieben und ich war mehrmals froh, dass ich die Erzählung zwar hautnah miterleben konnte, aber nicht riechen. Das Ende ist versöhnlich. Für mich war das Buch ein tolles Leseerlebnis und ein gutes Beispiel für moderne urbane Fantasy.

  (75)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

58 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

"widerstand":w=4,"krieg":w=3,"köln":w=3,"freundschaft":w=2,"mut":w=2,"nationalsozialismus":w=2,"briefe":w=2,"briefroman":w=2,"edelweißpiraten":w=2,"arbeit in der landwirtschaft":w=1,"straßenbahnfahrerin":w=1,"an der ostfront":w=1,"wehrertüchtigungslager":w=1,"liebe":w=1,"familie":w=1

Wo die Freiheit wächst

Frank Maria Reifenberg , Felicitas Horstschäfer
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 27.06.2019
ISBN 9783845822747
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 16jährige Lene lebt 1942 mit ihrer Mutter und drei Geschwistern in Köln. Der 14jährige Bruder Kalli ist begeisterter Hitleranhänger. Lenes älterer Bruder Franz kämpft an der Ostfront. Lenes beste Freundin Rosi ist mit der Mutter und dem kleinem Bruder aus dem Kölner Bombenhagel aufs Land geflohen. Lene trifft zufällig Erich, einen ehemaligen Nachbarsjungen, wieder. Aus Freundschaft wird die erste große Liebe. Lene lernt durch Erich dessen Freunde, die sich Edelweißpiraten nennen und sich nicht der Gleichmacherei der Hitlerjugend unterordnen wollen, kennen. Das kann lebensgefährlich werden in einer Diktatur, die keine Abweichler duldet.
Der Autor hat für seine Erzählung die Stilform des Briefromans gewählt und er hätte keine bessere nehmen können. Der Großteil der Briefe stammen von Lene, die vor allem Rosi und Franz von den täglichen Begebenheiten ihres Lebens in Köln berichtet und damit auch von verbrachten Nächten im Schutzkeller, den Zerstörungen, Entbehrungen und dem Verschwinden jüdischer Mitbürgern. Franz schildert sein Leben an der Front und Rosi wie es ist als Flüchtling im eigenen Land. Durch die Briefe hatte ich immer das Gefühl , der Briefeschreiber schüttet mir persönlich sein Herz aus und gab mir das Gefühl nicht nur Zuschauer, sondern Beteiligte zu sein. Was habe ich mit Lene um ihren Bruder Franz gebangt und ihren Ärger über ihren hitlertreuen Bruder verstanden. Aber ich hätte ihr auch gerne gesagt, sie solle vorsichtig sein, mit dem, was sie schreibt und ihren Erich ganz fest halten.
Das Buch hat mich sehr berührt und ich fand es zugleich spannend. Bis zu diesem Buch waren mir die Edelweißpiraten unbekannt und ich finde es wichtig, dass an sie erinnert wird. Auch wenn sie nicht so politisch waren wie andere Gruppierungen, haben sie Widerstand im kleinen geleistet und all zu oft einen hohen Preis dafür bezahlt.

  (104)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(168)

169 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 169 Rezensionen

"theater":w=13,"humor":w=10,"theaterstück":w=7,"beamter":w=7,"theaterstücke":w=7,"martin schörle":w=7,"klassentreffen":w=6,"monolog":w=4,"liebe":w=3,"komik":w=3,"beamtenleben":w=3,"scheidung":w=2,"zug":w=2,"kritisch":w=2,"beamte":w=2

»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«

Martin Schörle
Flexibler Einband: 119 Seiten
Erschienen bei Engelsdorfer Verlag, 06.12.2016
ISBN 9783960084082
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch beinhaltet zwei sehr unterschiedliche Theaterstücke.
Im ersten Stück befasst sich ein Beamter ausgehend von der Suche nach seinem Radiergummi sprunghaft mit verschiedenen Themen.
Manches fand ich witzig, anderes skurril oder sogar nervig. Erst beim Lesen des Schlusses fiel das entscheidende Puzzleteil und ich stellte fest, dass die Bemerkungen meist mit feinem Hintersinn gemacht waren. Oft stellt der Autor damit den Widersinn vermeintlich wissenschaftlicher Erkenntnisse ins Licht. So konnte ich im Nachhinein doch noch herzlich lachen. Eindeutig ein Stück, das sich zweimal zu lesen lohnt.
Das zweite Stück ist ganz anderer Art. Anlässlich der Einladung zu einem Klassentreffen nimmt Carsten zu seiner ehemaligen Mitschülerin Marina Kontakt auf. Zuerst tauschen sie Schulerinnerungen aus und langsam wird deutlich, dass die beiden wohl mal ein Paar waren. Das Gespräch nimmt dann eine unerwartete Wendung.
Dieses Stück hat mir gut gefallen. Zu Beginn ist es ein ganz alltägliches Telefonat zwischen alten Schulkameraden. Doch allmählich ändert sich der Grundton und bei mir stieg die Spannung, wo das wohl hinführen würde. Mehrere Möglichkeiten schienen wahrscheinlich. Das tatsächliche Ende fand ich dann sehr berührend.

  (90)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

"prostituierte":w=2,"obdachlose":w=2,"mord":w=1,"usa":w=1,"thriller":w=1,"serienmörder":w=1,"neuanfang":w=1,"folter":w=1,"serienkiller":w=1,"verschwinden":w=1,"misshandlung":w=1,"arizona":w=1,"phönix":w=1,"vermisste":w=1,"leichenteile":w=1

Profiling Murder - Langsamer Tod

Dania Dicken
E-Buch Text: 108 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.06.2019
ISBN 9783732553921
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Laurie und Jake arbeiten nun beide wieder zusammen bei der Polizei in Phönix. Es läuft gut. Da entdeckt ein Wanderer am Lake Pleasant menschliche Knochen. Aufgrund ihrer Vorerfahrung mit der Fahndung nach Serientäter gehören Jake und Laurie zur Sonderkommission. Die mühselige Ermittlungsarbeit beginnt. Ohne es zu wissen kommen die beiden dem Täter näher und der entwickelt einen perfiden Plan.
Die Episode hat mich sofort gefangen genommen. Zuerst nur durch die anschauliche Schilderung des neuen Umfelds, aber nach ein paar Seiten auch durch den neuen Fall. Es hat einfach Spaß gemacht, Laurie und Jake bei der gemeinsamen Arbeit zu begleiten. Ihre Professionalität  und ihr behutsamer Umgang mit den Zeugen haben mich beeindruckt. Zusätzliche Spannung entstand dadurch, dass der Täter mit seinen Gedanken ebenfalls zu Wort kam. 
Der Autorin ist es überzeugend gelungen einen spannenden Kriminalfall auf gerade mal 100 Seiten mit allen Aspekten darzustellen, so dass keine wichtige Frage offen blieb. Chapeau ! und deshalb eine klare Leseempfehlung. 

  (79)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Die Ehe der Barbara Körner

Christina Auerswald
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oeverbos Verlag, 29.08.2017
ISBN 9783947141081
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dem Papiermühlenbesitzer Körner geht es gut, bis sein Frau Lindel im Kindbett stirbt. Kurz darauf heiratet er die junge Witwe Hermine. Seine Tochter Barbara, bisher sein Augenstern, begehrt dagegen auf. Um wieder Frieden ins Haus zu bringen, will Körner Barbara verheiraten. Als das Vorhaben scheitert schickt er seine Tochter zum Arbeiten in die Papiermühle und verheiratet sie mit dem Lumpensammler Velten, um ihren Stolz zu brechen. Da Velten sich Barbara gegenüber eher abweisend verhält, sucht Barbara nach dem Grund für seinen Heiratsantrag und  entdeckt ein altes Familiengeheimnis.
Das Buch erzählt in ruhigen Bildern die Geschichte der Barbara Körner. dabei ist es nicht langweilig, sondern lehnt sich an alte Erzählweisen an. Ganz nebenbei erfährt der Leser etwas über Papierherstellung und die sozialen Verhältnisse um 1700. Was als Familiengeschichte beginnt, entwickelt sich immer mehr zu einem Kriminalfall und die Spannung steigt. Barbara war mir nicht unbedingt sympathisch, da ich sie als sehr eigensinnig empfunden habe. Dagegen ins herz geschlossen habe ich Velten, der einfach nur herzensgut ist. gegen Ende des Buches überschlagen sich die Ereignisse und machen Lust, den Folgeband zu lesen.

  (58)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

"irland":w=4,"kloster":w=3,"historischer roman":w=2,"nonnen":w=2,"michele":w=2,"rebecca michele":w=2,"freiheit":w=1,"flügel":w=1,"misshandlungen":w=1,"zerbrochen":w=1,"magdalen":w=1,"gottes schwitzbuden":w=1,"irb":w=1,"magdalenenwäscherei":w=1

Auf den zerbrochenen Flügeln der Freiheit

Rebecca Michéle
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 16.05.2019
ISBN 9783958131750
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Nonne Rose wird wegen Ungehorsam in das Kloster der Barmherzigen Schwestern nach Dublin versetzt . Dort trifft sie auf die ledige Mutter Cindy und das Mädchen Fiona, Tochter aus gutem Hause, die von ihrem Vater wegen einer nicht standesgemäßen Liebe ins Kloster gebracht wurde. Das Kloster betreibt eine so genannte Magdalen- Wäscherei. Die Idee dahinter ist, dass verwahrloste und verdorbene Frauen und Mädchen durch harte Arbeit Buße tun. Cindy und Fiona geraten in die Hölle auf Erden. Rose versucht, den Frauen zu helfen und verstößt damit gegen ihr Gehorsamsgelübde. Dafür muss sie bitter büßen und beginnt an der Kirche zu zweifeln. Durch glückliche Umstände gelingt den drei Frauen die Flucht. Gemeinsam versuchen sie ein Leben in Freiheit zu führen und schließen sich dem Kampf für ein freies Irland an. Der Tag des Osteraufstandes rückt näher.
Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass so viele und heftige Emotionen in mir ausgelöst hat. Dazu beigetragen hat, dass die geschilderten Zustände im Kloster auf wahren Tatsachen beruhen. Das musste ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen. Zu schrecklich, grausam und unchristlich sind die Lebensbedingungen im Kloster für die Frauen. Ich war so erleichtert, dass Rose, Cindy und Fiona flüchten konnten. Doch kurz darauf musste ich schon wieder um ihr Leben bangen, denn der irische Freiheitskampf forderte viele Opfer.
Die Autorin schildert die Ereignisse so lebendig, dass ich manchmal die Luft angehalten habe vor lauter Anspannung. Die drei Frauen sind jede auf ihre Art sympathisch. Die Autorin gibt jeder von ihnen eine eigenständige und glaubhafte Persönlichkeit. Interessant war auch die Entwicklung, die die Drei durch das Schicksal genommen haben.
Ich finde es auch sehr mutig, dass die Autorin diese erschreckenden und abstoßenden Tatsachen der katholischen Kirchengeschichte zum Thema eines Romans gemacht hat. Sicher würden viele gerne das Tuch des Vergessens darüber breiten. 
Für mich war es ein sehr bewegendes Buch, das mit einem Hoffnungsstrahl endet.

  (48)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

"krimi":w=3,"bayern":w=3,"mord":w=2,"humor":w=2,"regionalkrimi":w=2,"oberbayern":w=2,"chiemsee":w=2,"traunstein":w=2,"spannung":w=1,"deutschland":w=1,"ermittlungen":w=1,"eifersucht":w=1,"kriminalroman":w=1,"krimi-reihe":w=1,"2019":w=1

Hannas Leichen

Alex Buchenberger
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 17.04.2019
ISBN 9783839223680
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hanna Schmiedinger, Hauptkommissarin in Traunstein, muss sich um einen Doppelmord kümmern. Hauptverdächtiger ist der Ehemann Florian der Toten, die zusammen mit ihrem Liebhaber, der der Geschäftspartner von Florian war, getötet wurde. Florian beteuert seine Unschuld. Hanna möchte das sehr gerne glauben, da sie Florian nicht unsympathisch findet. Im Laufe der Ermittlungen ergeben sich einige andere Spuren, denen Hanna und ihre Kollegen nachgehen.
Ich konnte mich mit dem Krimi nicht wirklich anfreunden. Das lag aus meiner Sicht an zwei Punkten. Mir war die Hauptkommissarin Hanna zutiefst unsympathisch. Ihr Verhalten gegenüber dem Hauptverdächtigen Florian war für mich unprofessionell. Ihr Benehmen gegenüber ihren Mitarbeitern und anderen war einfach indiskutabel. Gut, dass ich nicht mit ihr zusammen arbeiten muss. Die Ermittlungen im Fall selbst waren eher zerfahren. Dinge, die in meinen Augen den Fall nicht weiter brachten, wurden ausführlich thematisiert wie das Verhältnis des Kollegen Talgruber zu seiner kranken Mutter. Zugegeben das Buch lässt sich gut lesen, aber das alleine macht für mich noch keinen guten Krimi. Die Lösung des Falles war mir dann auch zu vorhersehbar.

  (90)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

"william the conqueror":w=1,"birgit constant":w=1,"normannen und angelsachsen":w=1,"das bretonische mädchen":w=1,"england":w=1,"historischer roman":w=1,"mittelalter":w=1,"ritter":w=1,"normandie":w=1,"machtkämpfe":w=1,"normannen":w=1,"dänen":w=1,"angelsachsen":w=1,"gottesurteil":w=1,"knappen":w=1

Das bretonische Mädchen

Birgit Constant
Flexibler Einband: 406 Seiten
Erschienen bei Fehnland-Verlag, 06.05.2019
ISBN 9783947220403
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wir finden uns auf dem englischen Gutshof Wilburgfos im Jahr 1086 wieder. Der Normanne Sir Geoffrey lebt dort in zweiter Ehe mit der Angelsächsin Edeva, dem rein normannischen Erben William und den gemeinsamen Kindern mit seiner jetzigen Frau. Als William stirbt, wäre Roger als ältester Sohn aus zweiter Ehe der rechtmäßige Erbe. Sein Vater Sire Geoffrey möchte das aber verhindern. Im Laufe der ständigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden kommt es zu mehreren Todesfällen auf dem Gutshof. Roger versucht die Hintergründe aufzudecken, um sein Erbe zu sichern und weiteres Unheil von der Familie abzuwenden. Eine wichtige Rolle scheint ein bretonisches Mädchen zu spielen, das im Kloster lebt und von dem Rogers Vater seinen Sohn unbedingt fernhalten will. Als Roger die Zusammenhänge klar werden, scheint es fast zu spät, um weitere Todesfälle zu verhindern.
Das Buch ist eine gelungene Mischung aus historischem Roman und Krimielementen. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht des jungen Roger. Im Laufe der Handlung erhält man fundierte und anschauliche Einblicke in das damalige alltägliche Leben und die politischen Verhältnisse. Roger ist ein sympathischer Teenager, der um die Anerkennung seines Vaters und sein Geburtsrecht kämpft. Ich konnte mich gut mit ihm identifizieren und dadurch völlig in die Geschehnisse eintauchen. Die Handlung selbst ist spannend und ich war bis kurz vor Schluss im unklaren, wie alles zusammenhängt. Die Auflösung war für mich nachvollziehbar und passte gut zu meinen eigenen Empfindungen.
Das Buch bietet in meinen Augen gute Unterhaltung, interessante historische fakten und einen guten Spannungsbogen durch die Krimielemente.

  (84)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

"fantasy":w=4,"magie":w=4,"das erbe der macht":w=4,"urban fantasy":w=3,"andreas suchanek":w=3,"blutnacht":w=3,"pakt":w=2,"spannung":w=1,"tod":w=1,"krieg":w=1,"angst":w=1,"geheimnis":w=1,"kampf":w=1,"verrat":w=1,"blut":w=1

Das Erbe der Macht - Band 18: Blutnacht

Andreas Suchanek
E-Buch Text: 127 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 22.05.2019
ISBN 9783958343450
Genre: Fantasy

Rezension:

Bran holt zum endgültigen Schlag aus. Wer nicht für ihn ist, ist gegen ihn und muss sterben. Auch die Freunde scheinen in einer ausweglosen Situation, da Bran vieles vorher gesehen hat und mögliche Fluchtwege verschließt. 
Diese Folge hat mich absolut sprachlos gemacht. Ich konnte zum einen kaum weiter lesen. Zu schrecklich und beängstigend sind die Ereignisse. Zum anderen konnte ich die Seiten nicht schnell genug umblättern. wollte ich doch unbedingt wissen, ob Hilfe und damit sich Hoffnung für meine Helden abzeichnet. Das Buch endet mit einem Paukenschlag. Die gemachten Offenbarungen haben mich absolut verblüfft. Ich finde sie genial. Wie immer ist die Spannung bis zur Fortsetzung kaum auszuhalten.

  (105)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

"kreuzzug":w=1,"krebserkrankung":w=1,"robin hood":w=1,"kriegstreiber":w=1,"kaiser friedrich":w=1,"kirchenasyl":w=1,"griechisches feuer":w=1,"nadelstiche":w=1,"schwacher könig":w=1,"blanka von kastillien":w=1,"hery ii.":w=1,"intrige und verrat":w=1,"kluger ratgeber":w=1,"peter de rivvallis":w=1,"richard plantagent":w=1

Der Sohn des Löwen

Mac P. Lorne
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2019
ISBN 9783426521496
Genre: Historische Romane

Rezension:

Robin Hood ist mit seinen über 60 Jahren eigentlich im Rentenalter. Doch die englischen Machtverhältnisse lassen das nicht zu. Mittlerweile sitzt Henry III, Sohn von König John, einst Robins ärgster Feind, auf dem Thron. Ähnlich wankelmütig in seinen Gunstbeweisen wie sein Vater hört er auf die Einflüsterungen seiner so genannten Ratgeber, die nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Das führt dazu, dass Huntingdon Castle, der Wohnsitz von Robins Ziehsohn Fulke, in Gefahr gerät. Natürlich eilt Robin zu Hilfe. Sogar erneut ins Heilige Land führt Robins Weg. Schließlich stirb Robin mit über 80 Jahren in seinem geliebten England.
Erneut schildert der Autor englische Geschichte durch die Augen des freiheitsliebenden Robin. Dieses Mal lernen wir den wankelmütigen und auf dem Schlachtfeld wenig erfolgreichen König Henry III näher kennen. Wieder einmal wehrt sich Robin gegen Ungerechtigkeit und zeigt wenig Respekt vor weltlichen und kirchlichen Autoritäten. Unterstützt wird er von seinem Ziehsohn und illegitimen Sohn Richard Löwenherz Fulke. Das Buch war spannend zu lesen. Da man die Geschichte mit und durch Robin erlebt, bekommt man einen guten Einblick in die Geschehnisse aus dem Blickwinkel der Untertanen und erfährt was die Willkür der Mächtigen für diese bedeutet.

  (74)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

42 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

"entführung":w=4,"thriller":w=3,"vergewaltigung":w=3,"england":w=2,"trauma":w=2,"gefangenschaft":w=2,"kindesmissbrauch":w=2,"kindesentführung":w=2,"katie":w=2,"profilerin":w=2,"sexuelle gewalt":w=2,"kinderpornographie":w=2,"mutismus":w=2,"spannung":w=1,"psychologie":w=1

Keiner hört dein Schweigen

Dania Dicken
E-Buch Text: 290 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 07.03.2017
ISBN 9783732520442
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist acht Jahre her, da verschwanden zwei Schwestern spurlos - Katie, 9 Jahre und Tracy 11 Jahre. Da taucht Katie in einem Krankenhaus wieder auf, völlig verwahrlost und im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos. Da die Ermittler dringend Informationen brauchen, um vielleicht die weiterhin verschwundene Tracy retten zu können, Katie aber auf Männer nicht reagiert, wird die Profilerin Andrea hinzugezogen. Andrea nimmt Katie mangels Alternativen mit nach Hause und es gelingt ihr, Zugang zu Katie zu finden. Hoffnung kommt auf, die notwendigen Informationen zu bekommen. Dann geraten die Dinge schlagartig außer Kontrolle.
Dieses Mal nimmt sich die Autorin dem schweren und emotional belastenden Thema des Kindesmissbrauch an. Zeitweise waren Katies Erinnerungen kaum auszuhalten und ich war fassungslos, wozu Menschen fähig sind. Großes Kompliment an die Autorin, die bei allem Schrecken der Ereignisse, es dennoch schafft, dass man die Mädchen nicht nur als Opfer sieht, sondern als junge Frauen mit Träumen und Hoffnungen. Die Täter dagegen werden auf ihre tat reduziert, so dass kein Platz für Verständnis ist. Ich fand diese Darstellungsweise aber dem Thema angemessen. Andrea wird auch in diesem Fall persönlich hineingezogen und bleibt nicht nur Beobachterin. ich bin jedes Mal betroffen davon, was die Autorin ihrer Heldin zumutet.
Erneut hat mich der Krimi völlig in seinen Bann gezogen und erhält wie seine Vorgänger eine überzeugte Leseempfehlung.

  (66)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(86)

103 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 88 Rezensionen

"russland":w=7,"st. petersburg":w=6,"philosoph":w=4,"historischer roman":w=3,"zarin":w=3,"katharina die große":w=3,"spannung":w=2,"geschichte":w=2,"revolution":w=2,"diderot":w=2,"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"familie":w=1,"politik":w=1,"verrat":w=1

Die Zarin und der Philosoph

Martina Sahler
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.05.2019
ISBN 9783471351789
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kurz nachdem sich Katharina zur Zarin gekrönt hat, nimmt sie das fünfjährige Waisenkind Sonja in ihre Obhut. Katharina liebt Sonja fast wie ihr eigenes Kind und fördert Sonjas regen Geist durch eine gute Bildung. In den Jahren, in denen Sonja am Zarenhof heranwächst, ist Katharina bemüht, ihr Reich nach europäischem Vorbild zu reformieren. Sie richtet Schulen ein, baut die Verwaltung um, aber sie schafft die Leibeigenschaft nicht ab. Ein Fehler, der in den Augen der Aufklärung, alles überschattet. Katharina ist es wichtig, in den europäischen Ländern als aufgeklärte Herrscherin wahr genommen zu werden. Aus diesem Grunde lädt sie angesehene Philosophen an ihren Hof, denen sie versucht, ihre Sicht auf die Welt zu erklären. Doch die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst.
Das Buch bietet angenehm leichte Unterhaltung im besten Sinne. Ganz nebenbei erfährt der Leser etwas über die russische Geschichte und die Ideen der Aufklärung, die ganz Europa politisch verändert haben. Die Autorin zeichnet ein sehr menschliches Bild von Katharina. Die Zarin ist eine gebildete und um ihre Untertanen besorgte Herrscherin, die aber mit aller Macht zurück schlägt, wenn sie ihre Position bedroht sieht. Interessant fand ich die Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit. Überraschend, dass die Gedanken der Rebellion von denjenigen ausgehen, die von den sozialen Verhältnissen am meisten profitieren. Gut gefallen hat mir, wie gekonnt die Autorin die Beschreibung der Stadt St Petersburg und der kaiserlichen Wohnstätten in die Handlung einbettet. Die Schilderungen lassen den ganz besonderen Zauber der Stadt lebendig werden.

Für mich war die Lektüre des Buches eine spannende Reise in die Vergangenheit und in eine faszinierende 
Stadt.

  (28)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

"berlin":w=4,"hinterhaus":w=3,"krimi":w=2,"mord":w=2,"düster":w=1,"leiche":w=1,"regionalkrimi":w=1,"ermitteln":w=1,"verlassen":w=1,"flop":w=1,"anstrengend":w=1,"damals":w=1,"prenzlauer berg":w=1,"kotzen":w=1,"keine spannung":w=1

Hinterhaus

Lioba Werrelmann
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.05.2019
ISBN 9783404178278
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Caro von ihrer Yoga-Stunde nach Hause kommt, findet sie eine leere Wohnung vor. Ihr bisheriger Lebenspartner Jens, ein erfolgreicher Orthopäde, hat sie ohne ein Wort verlassen. Vollkommen verzweifelt und von der Situation überfordert findet sich Caro in einem Berliner Hinterhaus wieder, dessen Welt und Bewohner ihr völlig fremd sind. Zudem stolpert sie über die Leiche eines Jugendlichen, der vor vielen Jahre verschwunden ist. Durch die Umstände gezwungen bemüht sich Caro , den alten Fall zu klären und zu verstehen, warum Jens sie verlassen hat. Sie gerät in ein Netz aus Lügen, Heimlichkeiten und alten Bündnissen.
Ich habe lange überlegt, ob ich das Buch verdammen oder loben soll. Mit den ersten zwei Dritteln des Buches konnte ich mich nicht  so recht anfreunden. Zu verwirrend und unrealistisch erschienen mir die Figuren und ihr Verhalten. Mir fehlte der rote Faden und eine Figur, mit der ich mich identifizieren konnte. Selbst Caro war mir mit ihrer Unselbstständigkeit und Verständnislosigkeit gegenüber ihrer Umwelt unsympathisch. Das ging so weit, dass ich auch, obwohl ihre Situation und das Verhalten der anderen ihr gegenüber herabwürdigend war, kein Mitleid empfunden habe. Welch ein Gegensatz dazu das Ende des Buches. Manche der Ungereimtheiten wurde logisch aufgelöst und das Schicksal der einzelnen Figuren hat mich überzeugt. Sprachlich war das Buch nicht meine Welt, da sich oft Ausdrücke aus der unteren Schublade bedient wurde. Andere mögen sich daran nicht stören. Trotz allem muss ich zugeben, dass die Erzählweise eine Sogwirkung entwickelt hat, so dass ich auf das Ende gespannt war.

  (80)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

19 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

"napoleon":w=5,"frankreich":w=2,"biografie":w=2,"sachbuch":w=1,"geschichte":w=1,"biographie":w=1,"europa":w=1,"korsika":w=1,"glaubenskrieg":w=1,"napoleon bonaparte":w=1,"französische geschichte":w=1,"theiss verlag":w=1,"napoleon ;":w=1,"code civil":w=1,"sachbuch geschichte":w=1

Napoleon

Günter Müchler
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.01.2019
ISBN 9783806239171
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Autor schildert Napoleons Lebensweg von seinen Anfängen auf Korsika bis hin zu seinem einsamen Ende auf St Helena.
Napoleon war in seinen Anfängen überzeugter Korse, der seine Heimat vom Joch der Franzosen befreien wollte. Diese Mission scheiterte. Er sucht sein Glück daraufhin in der französischen Armee und wusste seine Chancen zu nutzen. Durch den erfolgreichen Italienfeldzug scheint er seine Eignung bewiesen zu haben, der geeignete Mann zu sein, um dem durch die Revolution verursachte Chaos in Frankreich Herr zu werden. Napoleon stellt sich dieser Aufgabe und verfolgt von da an zwei Ziele : die Sicherung Frankreichs nach außen und die Herstellung einer Ordnung im Inneren. Dabei war sich Napoleon bewusst, dass er sein 2. Ziel nur erreichen kann, wenn er außenpolitisch  - und das ist gleichbedeutend mit Erfolgen auf dem Schlachtfeld - reüssiert. Dementsprechend beginnt der Niedergang Napoleons bereits mit dem glücklosen Spanienfeldzug und endet auf dem Schlachtfeld von Waterloo.
Das Buch war für mich eine interessante und spannende Annäherung an die Person Napoleons. Meine Kenntnisse seiner Person erschöpften sich bis dato in den allseits bekannten Fakten: Korse, erfolgreicher Feldherr, Kaiser, Waterloo und Verbannung. Ich musste feststellen, dass dies Napoleon bei weitem nicht gerecht wird. Er war nicht der große Kriegstreiber, sondern versuchte immer wieder Frieden mit seinen Gegner zu schließen. Den Konflikt mit England um den Besitz Belgiens hatte er geerbt. Den großen Fehler, den Napoleon beging, war,  dass er den anderen Herrschern vertraute, die hinter seinem Rücken, seinen Niedergang planten und kein Interesse an einem Friedensschluss hatten. Zeitgleich musste Napoleon immer damit rechnen, dass er innenpolitisch entmachtet wird. Hinter seinen militärischen Fähigkeiten geraten seine Verdienste im Bereich der Verwaltung zu sehr in den Schatten. Der Code Civil und die Reform der Verwaltung sind in meinen Augen seine großen Verdienste. Nach der Lektüre des Buches hat sich mein Bild von Napoleon in wesentlichen Punkten geändert.
Was das Lesevergnügen für mich etwas getrübt hat, war die sehr wissenschaftliche Sprache und dem zufolge der häufige Gebrauch von Fremdwörter. Dennoch hat mich das Buch überzeugt und ich fand die Möglichkeit Napoleon näher kennenzulernen faszinierend.

  (73)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(90)

93 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

"krimi":w=12,"provence":w=8,"remy eyssen":w=4,"frankreich":w=3,"serienmörder":w=3,"rechtsmedizin":w=3,"le lavandou":w=3,"ullstein":w=2,"verlag ullstein":w=2,"leon ritter":w=2,"boule":w=2,"dr. leon ritter":w=2,"mörderisches lavandou":w=2,"mord":w=1,"spannung":w=1

Mörderisches Lavandou

Remy Eyssen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.05.2019
ISBN 9783548291260
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Sommer und damit die touristische Betriebsamkeit sind vorbei. Ruhe kehrt in Le Lavandou ein. Sollte man meinen, wenn nicht einige Menschen etwas dagegen hätten. Die Tourismusbeauftragte des Dorfes will unbedingt, dass die Gemeinde die Auszeichnung "Fleur d`Or " gewinnt. Dazu sollte der Ort ein tadelloses Bild nach außen abgeben. Da ist es wenig hilfreich, wenn eine junge Frau verschwindet und man ein Verbrechen befürchten muss. Comandant Zerna möchte deshalb, den Fall möglichst schnell und geräuschlos abschließen. Der Rechtsmediziner Leon Ritter glaubt nicht an die Schuld des Verdächtigen und bringt durch seine eigenmächtigen Nachforschungen sich und seine Lebensgefährtin Isabelle Morell in tödliche Gefahr.
Wieder einmal haben mich die Ereignisse rund um den Rechtsmediziner Leon Ritter und die Einwohner von Le Lavandou in ihren Bann geschlagen. Der Fall ist dieses Mal in meinen Augen besonders grausam, aber sehr fesselnd. Bis fast ganz zum Schluss war mir nicht klar, wer der Täter ist. Es gab einfach zu viele, sehr überzeugende falsche Verdächtige, die ein nachvollziehbares Motiv hatten. Geschickt hat der Autor die Beziehung zwischen Ritter und seiner Lebensgefährtin Capitaine Morell in den Fall eingearbeitet. Die Verhaltensweisen der eigenwilligen Dorfbewohner sorgen für den einen oder anderen willkommenen Lacher, damit die Atmosphäre nicht zu düster wird. Besonders gut gefallen haben mir dieses Mal die Schilderungen der Landschaft und die damit verbundenen Stimmungen. Fast meinte ich dort zu sein.
Das Buch hat mich in jeder Hinsicht überzeugt und bekommt von mir mit gutem Gewissen 5 Sterne.

  (68)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

"mord":w=3,"eifersucht":w=2,"freundschaft":w=1,"thriller":w=1,"geschwister":w=1,"band 2":w=1,"neuanfang":w=1,"dämon":w=1,"freundin":w=1,"neid":w=1,"inzest":w=1,"geständnis":w=1,"geschwisterliebe":w=1,"jake":w=1,"abgrund":w=1

Profiling Murder - Kalter Abgrund

Dania Dicken
E-Buch Text: 147 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.05.2019
ISBN 9783732553914
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies ist die 2. Episode rund um die ehemalige Polizeibeamtin Laurie, ihren Freund, den Journalisten Liam und ihrem Ex-Kollegen Jake. Dunkle Wolken ziehen am Beziehungshimmel von Laurie und Liam auf. Liam ist eifersüchtig auf Jake. Seiner Meinung nach verbringt Laurie zu viel Zeit mit Jake. Jake bearbeitet gerade einen ungewöhnlichen Mordfall, den alle für geklärt halten - nur nicht Jake. Er bittet Laurie um ihre Meinung und Mithilfe. Unabsichtlich bringt er damit Laurie und Liam in tödliche Gefahr.
Wer die bisherigen Bücher der Autorin kennt, ist dieses Mal vielleicht ein wenig enttäuscht. Die Handlung konzentriert sich zwar auf die Ermittlungen, aber auch private Entwicklungen spielen verstärkt eine Rolle. Die Tat selbst zeigt erneut menschliche Abgründe. Obwohl  es auch in diesem Fall drastische Beschreibungen des Tathergangs gibt, fühlte ich mich nicht unmittelbar betroffen. Vielleicht lag es daran, dass ich nicht so viele Informationen über das Opfer hatte. Ich bin dennoch von der Serie begeistert. Zum einem weil die Autorin eine andere Sicht auf die Geschehnisse einnimmt, was eine spannende und interessante Abwechslung zu den "Profiler-Krimis" darstellt. Und zum anderen weil Laurie und Jake zwei in jeder Hinsicht sympathische Figuren sind, die ihren Beruf lieben und selbst bei grausamen Taten, den Menschen dahinter sehen.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und gebe folgerichtig 5 Sterne.

  (40)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

"wien":w=5,"krimi":w=3,"regionalkrimi":w=2,"mord":w=1,"reihe":w=1,"serie":w=1,"hass":w=1,"drogen":w=1,"gefängnis":w=1,"krimi-reihe":w=1,"neuanfang":w=1,"erpressung":w=1,"fortsetzung":w=1,"bilder":w=1,"neid":w=1

In der Hitze Wiens

Günter Neuwirth
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 17.04.2019
ISBN 9783839224076
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sommerliche Hitze liegt über Wien. Inspektor Hoffmann ermittelt in dem Mord an einem reichen Hotelier. Das Opfer war wohl ein rechter Grantler. Selbst die Familie scheint nicht all zu betroffen zu sein. Die Tatumstände legen einen Raubmord nahe. Aber es gibt Ungereimtheiten.
Dies ist bereits der 7. Fall, den Inspektor Hoffmann zusammen mit seinen Kollegen in Wien lösen muss. Für mich war es die erste Begegnung mit der sympathischen Truppe, aber ich hatte gleich ein Gefühl des Vertraut seins. Manches aus den Vorgängerbänden wird kurz angedeutet, aber nichts ist so wesentlich, dass man der Handlung nicht folgen könnte. Das Ermittlungsteam ist erfreulich normal und arbeitet harmonisch und konzentriert an der Klärung des Falles. Kurze Beschreibungen der Schauplätze und einzelnen Dialektausdrücke ergeben zusammen das erforderliche Maß an Lokalkolorit. Der Fall selbst ist vielschichtig und bis kurz vor Schluss war ich nicht in der Lage, den Täter zu benennen. Durch die kurzen Kapitel, Szenenwechsel und die schnörkellose Sprache baut sich ordentlich Spannung auf. Die Lösung des Falles ist logisch und hat mich mit Genugtuung erfüllt.
Von mir erhält der Krimi 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  (42)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

"krieg":w=1,"ddr":w=1,"nachkriegszeit":w=1,"familiensaga":w=1,"mauerfall":w=1,"2.teil":w=1,"3.reich":w=1,"besatzungszeit":w=1,"kriegsjahre":w=1,"besatzungszone":w=1

Des Lebens labyrinthisch irrer Lauf

Heike Wolf
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei BoD – Books on Demand, 16.07.2019
ISBN 9783748189879
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Schwerpunkt der Erzählung liegt auf den Jahren 1935 - 1950. Gemeinsam durchleidet man mit der Familie Schönau und ihrem familiären Umfeld die dunklen Jahre der Naziherrschaft und die Wirren der ersten Nachkriegsjahre. Am schlimmsten trifft der Schrecken gleich zu Beginn die befreundete jüdische Familie Kron. Die Veränderungen bei den Schönaus sind zuerst schleichend und dennoch tief reichend. Kinder werden geboren und bereichern die Familie. Heinrich macht Karriere bei der SS und heiratet eine gläubige Hitleranhängerin. Dorchen trennt sich - gezwungen durch die politischen Umstände - von ihrer großen Liebe Lewin. Sie wählt einen schwierigen Weg, um ihr gemeinsames Kind zu retten. Bitterkeit hervorgerufen durch schwere Schicksalsschläge entfremden Dorchen der Familie. Richard wird zum Militär eingezogen. Lotte bleibt mit den Kindern in Leipzig, überlebt den schweren Bombenangriff. Nach Kriegsende bleibt sie dort, auch als das Gebiet von den Amerikanern an die Russen übergeben wird. Richard ist noch nicht zurück und Lotte wartet verzweifelt auf seine Rückkehr. Wo soll er sie finden, wenn nicht in Leipzig ?
Der 2. Teil  der Geschichte der Schönaus ist geprägt durch die Schrecken des Naziterrors. Die Familie bleibt von Schicksalsschlägen nicht verschont und jedes Familienmitglied findet seinen eigen Weg, die Zeit zu überstehen. Beeindruckt haben mich auch die Schilderungen der ersten Nachkriegsjahre, die zeigen , dass der Schrecken für die Zivilbevölkerung nicht mit der Kapitulation zu Ende gegangen ist. Das Buch hat mich auf eine sehr bewegende und  eindringliche Zeitreise mitgenommen. Durch die verschiedenen Familienmitglieder lernt man zahlreiche Facetten des Kriegs kennen. Für mich war ein großes Plus des Buches, dass die Autorin nicht wertet oder schwarz/weiß malt. Jedes Familienmitglied hat seine guten Seiten, aber auch dunkle Flecken auf der Seele. Gerade das macht den Roman lebendig und glaubwürdig. Das Buch bietet sowohl einen spannenden Familienroman als auch lebendig erzählte Zeitgeschichte.

  (98)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

"liebe":w=3,"fantasy":w=2,"engel":w=2,"spannung":w=1,"krieg":w=1,"erotik":w=1,"mittelalter":w=1,"dämonen":w=1,"seele":w=1,"hölle":w=1,"himmel":w=1,"unsterblichkeit":w=1,"reinkarnation":w=1,"seelenverwandte":w=1,"gut vs. böse":w=1

Das Licht der Ewigkeit (Dark Angels-Trilogie 1)

Andie Krown
null: 326 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 04.04.2019
ISBN 9783960877257
Genre: Liebesromane

Rezension:

Im Jahr 1481 steht Cedric als Ritter im Dienst von Annes Vater. Anne und Cedric verlieben sich und dürfen mit dem Segen von Annes Vater trotz des Standesunterschiedes heiraten. Das Glück scheint perfekt, als Tochter Maggie geboren wird. Da zieht Cedric in den Krieg und kommt nicht zurück. Was Anne nicht weiß, Cedric ist zum Kriegerengel geworden und ist stets an ihrer Seite. Die Jahrhunderte vergehen, aber Cedric kann Anne nicht vergessen. In der Gegenwart bekommt Cedric, der auch als Schutzengel arbeitet, einen neuen Schützling zugewiesen und sieht sich der wiedergeborenen Anne gegenüber. Die Liebe der beiden hat die Jahrhunderte überdauert. Doch die beiden sind nur Figuren auf dem Schachbrett mächtiger Kräfte.
Das Buch erzählt eine wunderschöne Liebesgeschichte. Einfühlsam beschreibt die Autorin das große Glück und auch das Leid der beiden Liebenden. Das neue an der Geschichte ist die Schilderung des Himmels . Engel schlagen blutige Schlachten. Es wird gelogen und manipuliert. Mir hat die Idee gut gefallen und ich fand sie auch spannend umgesetzt. Gleichzeitig habe ich Anne und Cedric die Daumen gedrückt, dass sie dieses mal gemeinsam alt werden dürfen. Was mich aber im Verlauf der Erzählung gestört hat, war, dass die Ereignisse aus der Anfangszeit erneut erzählt wurden, wenn auch aus Annes Sicht. Das ließ bei mir dann doch etwas Langeweile aufkommen.

  (91)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

"saarland":w=3,"humor":w=2,"krimi":w=1,"mord":w=1,"witz":w=1,"dorfkrimi":w=1,"oma käthe":w=1,"familie backes":w=1

Nur Uschi kochte schärfer

Dany R. Wood
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arturo Verlag, 30.04.2019
ISBN 9783981701654
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Oma Käthe hat mit 80 Jahren Tinder für sich entdeckt und versucht so, den Mann für den Rest ihres Lebens zu finden. Dabei trifft sie auf Gerhard Scherer und Oma Käthe fühlt sofort, dass Gerhard der Mann ihrer Träume ist. Scherer,ehemaliger Französischlehrer an der hiesigen Realschule, hält sich anlässlich eines Klassentreffens im saarländischem Dorf auf. Oma Käthes Traum, vom gemeinsamen Leben, findet ein jähes Ende, als Gerhard am Morgen nach der schicksalhaften Begegnung tot in seinem Gasthofzimmer liegt. Oma Käthe ist sich sicher, es war Mord und versinkt in tiefe Trauer ob des erlittenen Verlustes. Da Oma Käthe kurzfristig in Mordverdacht gerät, beschließt Oberkommissar Jupp Backes, dass die Familie eingreifen muss. Oma Käthe, ihre Tochter und Jupps angetraute Ehefrau Inge gehen gemeinsam mit Jupp auf Mörderfang. Bei den Nachforschungen stellt sich heraus, dass der Lehrer ein reges Liebesleben hatte. Das vergrößert den Kreis der Verdächtigen erheblich. Eifersucht, enttäuschte Liebe, Rache und sogar Habgier kommen als Motiv für die Tat in Betracht. Doch Dank der einfühlsamen Ermittlungsarbeit von Jupp, der IT - Spezialistin Oma Käthe und den Under-Cover- Ermittlungen von Inge hat der Täter keine Chance.
Das ist nun der 2. Fall, den ich gemeinsam mit der Familie Backes in der saarländischen Provinz lösen durfte. Und wieder war ich begeistert von der gelungenen Mischung aus spannender Krimihandlung und mit Humor und wohl dosierter Ironie gewürztem geschildertem Familien- und Dorfleben. Was mir gut gefallen hat, ist, dass der Autor die Haupt- und Nebenfiguren mit ihren Macken nicht verändert hat. Der Wiedererkennungswert ist dadurch sehr hoch und meine Freude war jedes Mal groß, wenn ich auf eine lieb gewonnene Figur aus dem 1. Band getroffen bin. Aber keine Sorge, der Krimi bietet auch beste Unterhaltung, wenn man den Vorgängerfall nicht kennt. Oma Käthe, die sich eher wie eine pubertierende 17 jährige benimmt und Jupp, der feste Vorstellungen von seinem Leben hat und gerne bei der Mordkommission arbeiten würde, sind eindeutig die dominierenden Akteure. Jupps Frau Inge, die eher etwas unbedarfte Hausfrau, war für mich die heimliche Heldin. Wie immer von allen unterschätzt läuft sie am Ende der Geschichte zu Höchstform auf.
Das Buch bekommt von mir mit Überzeugung eine absolute Leseempfehlung. 

  (88)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

"mord":w=1,"frauenrechte":w=1,"bonn":w=1,"1900":w=1,"krankenpflege":w=1,"hotelier":w=1

Fräulein Broich

Heidi Möhker
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei CMZ, 01.10.2018
ISBN 9783870622978
Genre: Historische Romane

Rezension:

Henni Broich, Tochter des angesehenen Besitzers des Bonner Hotels Rheineck, hat andere Zukunftspläne wie ihre Eltern. Als ihr Vater eine arrangierte Ehe mit Eduard Zimmer, dem Sohn eines reichen Hoteliers, dem Hennis Vater Geld schuldet, plant, verlässt Henni Hals über Kopf die elterliche Wohnung. Henni möchte auf keinen Fall heiraten, da eine Heirat im Jahr 1900 für eine Frau bedeutet, jedes Selbstbestimmungsrecht über ihr eigenes Leben zu verlieren. Henni möchte als Krankenpflegerin ihren Lebensunterhalt verdienen. Bei ihrer Flucht nimmt sie die Dienste des Gepäckträgers Oskar Moosfeld, Sohn des Besitzers der heruntergekommenen Wirtschaft Schiffsgasse in Anspruch. Auf ihrem Weg ins Nonnenkloster, wo Henni hofft eine Unterkunft zu bekommen, werden die beiden Zeugen eines brutalen Überfalls auf den Hotelier Hansen. Im laufe der Geschichte kommen noch einige Hotelbesitzer ums Leben. Da Henni von den Nonnen abgewiesen wird, bietet ihr Oskar eine Unterkunft im elterlichen Wirtshaus an. Dort lernt Henni Oskars Schwester Meta kennen, die ein bemitleidenswertes Leben führt. Der versoffene Ehemann schlägt und erniedrigt sie. Der cholerische Vaterverhält sich auch nicht besser. Zusätzlich zu ihren vielfältigen Pflichten obliegt Meta die Pflege des Vaters. Als sich dessen Gesundheitszustand rapide verschlechtert, werden sowohl Oskar  als auch Metas Ehemann wegen versuchten Mordes verhaftet. Henni versucht gemeinsam mit Meta den Vorfall aufzuklären. Parallel dazu ist die Polizei um die Aufklärung der Morde an den Hoteliers bemüht.
Ich habe das Buch mit großem Interesse und wachsender Begeisterung gelesen. Das lag weniger an der Krimihandlung, die für mich weniger im Fokus stand, als viel mehr an den Lebensumständen der im Roman dargestellten Frauen. Henni versucht ein selbst bestimmtes Leben zu führen und stößt an die all zu engen Grenzen der damaligen Gesetze und gesellschaftlichen Meinung, wie eine anständige Frau zu leben hat. Henni lässt sich dadurch nicht entmutigen, sondern nimmt die Herausforderung an. Henni würde man heute, emanzipiert nennen. Welchen Unterschied macht dazu das trostlose und erbärmliche Leben von Meta. Hilf- und rechtlos ist sie den Zumutungen und körperlichen Angriffen von Ehemann und Vater ausgeliefert. Rechtliche Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren hat sie nicht. Hennis Mutter Charlotte ist zu Beginn entsetzt über die modernen und von der Gesellschaft nicht geduldeten Ansichten ihrer Tochter. Im Laufe der Erzählung ändert sich ihre Meinung und sie zeigt Verständnis. Bei so viel Frauenpower soll auch Oskar nicht unerwähnt bleiben. Ich fand ihn sehr sympathisch. Er bemüht sich, Meta zu unterstützen und zu entlasten und gesteht Henni das Recht zu, selbst über sich zu entscheiden.
Der Autorin gelingt es, unterhaltsam verpackt geschichtliche Fakten bildhaft zu vermitteln. Ich bekam einen sehr interessanten und Detail reichen Einblick in die damaligen Lebensumstände. Dementsprechend halte ich das Buch eher geeignet und lesenswert für historisch interessierte Leser als für Krimiliebhaber.

  (101)
Tags:  
 
315 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.