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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Alles, nur nicht Emma!

Carmen Mayer
E-Buch Text: 130 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 28.11.2016
ISBN 9783958130975
Genre: Sonstiges

Rezension:


Gerade als Sophie erfährt, dass ihre Tochter das erwartete Enkelkind Emma nennen will, erhält sie von ihrem Exmann ein interessantes Angebot. Ihr Exmann leitet einen Verlag und hat von einem Kunden, den Auftrag erhalten, eine Familienchronik zu erstellen. Dafür sollen Nachforschungen angestellt werden, die Sophie machen soll. Sophie, ende 50, führt ein beschauliches Leben. Einige Jahre zuvor hat sie sich von ihrem Mann getrennt, der ihr zu langweilig war. Seitdem lebt sie allein in ihrer Wohnung vom Geld auf der Bank. Befreundet ist sie mit Elsie, die verheiratet ist und der alleinstehenden berufstätigen Johanna. Sophie glaubt der Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Doch ihre Freundinnen stärken ihr den Rücken, genauso wie ihr Exmann. Und tatsächlich findet Sophie einiges über die Familie heraus. Aber nicht nur das, auch ihr Leben verändert sich.
Der Titel ist etwas irreführend. Es handelt sich nicht um eine Geschichte, sie sich um Schwangerschaft und Geburt dreht. Oder wenn man es genau bedenkt im übertragenen Sinne schon. Sophie ist eine kultivierte alleinstehende Frau, die nie gearbeitet hat Ihr Leben plätschert so vor sich hin ohne große Höhen und Tiefen, wenn man von der Trennung ihres Mannes absieht. Der Höhepunkt ist das monatliche Treffen mit ihren Freundinnen. Die Recherche für das Buch ist also eine echte Herausforderung und zwingt Sophie neue Wege zu betreten. Sie bewältigt die Aufgabe mit einigen Anlaufschwierigkeiten und erhält einen neuen Blick auf sich selbst und ihre Mitmenschen.

Das Buch liest sich sehr unterhaltsam und die Nachforschungen sind sehr spannend. Sophie mochte ich zu beginn nicht besonders. Sie war für mich das Paradebeispiel für eine gelangweilte Frau, die noch nie wirklich Verantwortung übernehmen musste. Den von ihr so 
schlecht beurteilte Exmann fand ich dagegen sehr sympathisch und immer noch um Sophie besorgt.
Das Buch zeigt, dass man  auch in nicht mehr ganz jungen Jahren seinem Leben einen neuen Sinn geben kann.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Schall und Rauch

Lyl Boyd
E-Buch Text
Erschienen bei Books on Demand, 03.09.2018
ISBN 9783752847512
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Autor setzt sich in der Kurzgeschichte mit den Verlockungen und Heilsversprechen der Wissenschaft auseinander. Jeder von uns ist bemüht, gesund und umweltbewusst zu leben. Orientierung erwarten wir dabei von den Ergebnissen der Forschung und Wissenschaft. Diese werden von der Industrie aufgenommen und zu unserem Wohl umgesetzt. Die Werbung schließlich erklärt uns, welche Produkte dem neuesten Wissenstand entsprechen und welche Gefahren zu vermeiden sind. Aber ist das wirklich so oder 
möchten wir das nur all zu gerne glauben, weil es so viel einfacher ist, sich auf andere zu verlassen ? Vielleicht sollten wir einmal darüber nachdenken.

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85 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

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Mit der Faust in die Welt schlagen

Lukas Rietzschel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 07.09.2018
ISBN 9783550050664
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch erzählt die Geschichte der Familie Zschornack, - Vater, Mutter, 2 Söhne - wohnhaft in der Nähe von Dresden. Der Familie geht es elf Jahre nach der Wende gut. Beide Eltern haben Arbeit und können sich mit viel Eigenleistungen ein Haus bauen. Aber das Umfeld liegt darnieder, da der größte Arbeitgeber vor Ort, eine 
Glasfabrik, dicht gemacht hat. Ersatzarbeitsplätze wurden keine geschaffen.. So scheint die eigene kleine Welt der beiden Söhne Phillip und Tobias eigentlich in Ordnung. Das ändert sich jedoch mit den Jahren. Die Ehe der Eltern scheitert. Der geliebte Großvater stirbt. Beide Jungen versuchen den verlorenen Halt bei Freunden zu finden. Mit diesen Freunden hat es das Leben nicht so gut gemeint. Arbeitslosigkeit in der Familie, gescheiterte Beziehungen und Alkohol prägen ihren Alltag. Dafür muss einer die Schuld tragen. Zuerst richtet sich ihr Zorn gegen die dort lebende Minderheit der Sorben. Als mit der Flüchtlingswelle auch andere Ausländer in die Gegend ziehen, wendet sich der Hass gegen sie, die ihnen in ihren Augen ihre Heimat und Zukunft nehmen. Phillip, der eine gute Arbeit hat, zieht sich sowohl von der Familie als auch dem rechten Freundeskreis zurück. Tobias dagegen verstrickt sich immer mehr in die rechte Szene.
Ich habe das Buch mit großen Erwartungen angefangen zu lesen. Leider wurden sie nicht erfüllt. Im Grunde erzählt der Autor eine banale Geschichte, die sich überall auf der Welt so oder ähnlich immer wieder abspielt. Phillip und Tobias wachsen in guten geordneten Verhältnissen auf. Sie werden nicht vernachlässigt. Sie haben Zugang zu Bildung, machen eine Ausbildung. Auch nach der Trennung bemühen sich die Eltern weiterhin um Kontakt zu den Söhnen. Mir hat sich nicht erschlossen, in wie weit  das Buch erklärt, warum der Rechtsextremismus  gerade auf Jugendliche wie Phillip und Tobias eine solche Anziehungskraft ausüben soll.
Das Buch selbst liest sich sehr gut. Der Autor wählt sprunghaft einzelne Ereignisse im Leben der Brüder aus , die er als wesentlich für ihre Entwicklung erachtet. Dazu bedient er sich zum Teil fragmentarischer Sätze, so dass eine Dringlichkeit im Erzählfluss entsteht.
Alles in allem ein interessantes Buch, aber für mich nicht der große Wurf.

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15 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Das Rosenmedaillon

Betty J. Wendl
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.06.2018
ISBN 9783752862713
Genre: Fantasy

Rezension:

Die 16jährige Helena kauft auf dem Flohmarkt ein Medaillon und ihre Welt steht Kopf. Mit Hilfe des Medaillons kann ihr Bewußtsein sich in verschiedene Welten transferieren. Diese Welten sind Parallelwelten,  in denen andere Zeitepochen existieren. Helena lebt in der Welt Vandermeer, die in etwa unserer entspricht. Das Medaillon bringt sie nach Alpha - entspricht etwa dem viktorianischen England, Beta - ähnelt dem Frankreich in der Zeit der Französischen Revolution und der Welt Eden- das Holland Ende des 19. Jahrhunderts. Nicht nur Helena kann transferieren, sondern auch Familienmitglieder der Familien de Marron und Vandermeer. Helenas Familie Taylor ist die dominierende, da ein Vorfahr von ihr, die Möglichkeit zu transferien entdeckt hat. Helena wird nun in eine turbulente Geschichte hineingezogen, die abwechselnd in den verschiedenen Welten spielt. Letzten Endes geht es darum, wer die Macht in der Gemeinschaft der drei Familien ausübt und den Besitz eines Rubins, der das Transferieren des ganzen Körpers und nicht nur des Geistes ermöglichen soll. Helena ist besonders begabt für die Transformation, so dass jeder versucht, sie für seine Zwecke einzuspannen. Letztendlich kann sie niemanden vertrauen, nicht einmal David de Marron, der sie zu lieben scheint. Und warum entwickelt sie heftige Gefühle für Benedikt Vandermeer, den sie eigentlich am meisten fürchten sollte. Am Ende beschliesst Helena, Entscheidungen allein zu treffen und setzt neue Ereignisse in Gang.
Die Inhaltsangabe klingt etwas verwirrend ? Das entspricht meinem Empfinden beim Lesen der ersten Kapitel. Der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Welten, die vielen Personen und die Informationen zum Transferieren waren eine echte Herausforderung. Das änderte sich aber im Laufe der Geschichte und dann ist sie richtig spannend. Man lernt die einzelnen Personen besser kennen und kann die verschiedenen Handlungsstränge auseinander halten. Gut gefallen hat mir, dass die Sichtweise auf die verschiedenen Personen sich ständig ändert. Gerade glaubt man Daniels Zwillingsbruder Julian in der einen Welt gehöre zu den Bösen . Dann  stellt man fest, dass man ihn in der anderen sympathisch findet. Die einzige Konstante bleibt Helena, deren Verwirrung man zu Beginn teilt und auch ihr Verständnis im Fortgang der Erzählung. Helena ist ein sympathisches neugieriges junges Mädchen, das sich mutig den Ereignissen stellt.

Mir hat das Buch mit jeder Seite besser gefallen und ich würde 
gerne  wieder mit Helena durch die Welten reisen.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Grabesschuld

Andreas Schmidt
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 09.08.2018
ISBN 9783960874522
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die alleinerziehende Kommissarin Katrin Kramer und ihr geschiedener Kollege Karl Brauer werden zu einem Mord in der Kirche Herz Jesu gerufen. Der langjährige und allseits beliebte Küster wurde erschossen. Pfarrer Tütering ist entsetzt. Kurz darauf bricht eine Kirchenbesucherin tot in der Kirche zusammen, vermutlich vergiftet. Dann wird auch noch der Reliquienschrein der Heiligen Therese gestohlen, von dem nur wenige wussten, dass er in der Kirche anlässlich des Kirchenjubiläums aufbewahrt wurde. Der Täter muss deshalb über Insiderwissen verfügen. Unter Verdacht gerät sowohl der Pfarrer als auch die Tochter des ermordeten Küsters, die ihren Vater wegen seiner strengen katholischen Prinzipien gemieden hat. Beide beteuern ihre Unschuld.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Der Täter berichtet in der Ich-Form von seinem Handeln und Gedanken. Die Aktionen der Polizei werden werden in der üblichen Erzählform geschildert. Das liest sich abwechslungsreich und erzeugt zusätzlich Spannung. Leider bedient sich der Autor in meinen Augen zu vieler Klischees. Der Täter hat nebulöse Rachephantasien. Der Küster war bigott und stellte seine Prinzipien über die Liebe zu seiner Tochter. Die Tochter wurde von Nonnen erzogen und misshandelt, was ihr Leben negativ beeinflusst hat. Und natürlich haben die ermittelnden Beamte persönliche Probleme. Dabei bleiben die Schilderungen sehr oberflächlich und die handelnden Personen haben dadurch keine Tiefe. Ich hatte den Eindruck, der Autor hat in einer Art Baukastensysterm, die Geschichte zusammengestellt. Das ist ärgerlich und auch schade, denn die Erzählweise selbst ist wirklich gut.

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7 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Thassas Geschichte: Schattenmächte

Devon Anderson , Suzanna LeMonde
E-Buch Text: 326 Seiten
Erschienen bei null, 04.07.2018
ISBN B07F99Y9N5
Genre: Sonstiges

Rezension:

Amerika hat Japan besiegt und ist nun Besatzungsmacht. Zacharias löst sein Versprechen ein und bringt Thass und die gemeinsame Tochter nach Atami in das Haus von Tanaka und Takeo zurück. Die Situation wird zur zerreissprobe für Thassa, da Zacharias darauf besteht , ebenfalls in der Pension zu wohnen. Beide Männer fordern Thassas Liebe und Loyalität ein. Für beide Männer hat Thassa Gefühle, was sie aber nicht zeigen darf.Als sie zufällig erfährt, dass Takeo sie in ihrer Abwesenheit betrogen hat, unternimmt sie in einer Kurzschlusshandlung einen Selbstmordversuch. Zacharias ist entsetzt, macht Takeo dafür verantwortlich und bringt Thassa auf ärztlichen Rat seines Freundes Goldstein in die Traumastation für amerikanische Soldaten. Zacharias glaubt Thassa in guten Händen und lässt sie allein zurück. Damit unterläuft ihm ein folgenschwerer Irrtum. Der leitende Arzt setzt Thassa unmenschlichen Qualen aus und plant sogar eine Lobotomie durchzuführen. Thassa wird in letzter Minute durch Tanakas Gefolgsleute befreit. Tanaka und Takeo nehmen grausame Rache. Thassa lebt nun wieder bei Takeo. Doch ihre Tochter ist für sie verloren. Sie wird in den Staaten bei Zacherias leben. Es scheint Ruhe bei der Familie einzukehren. Auch konnte das Einflussgebiet vergrößert werden. Eoji ist der Sohn des Oyabun von Yamanashi, möchte aber das Erbe nicht antreten und überlässt es Tanaka. Doch ein enger Vertrauter wäre nur zu gerne Oyabun und er wird es nicht einfach hinnehmen, dass man ihn übergangen hat.

Wie bereits bei den beiden Vorgängerbände ist der Erzählstil unglaublich packend und lebendig. Die Schilderung von Thassas Erlebnissenim Traumahospital sind zutiefst verstörend und mit unserem Verständnis der Behandlung von psychisch Kranken unvereinbar. Trotz dieser Grausamkeiten ist es erschreckend mit welcher Brutalität und Bösartigkeit Tanaka und Takeo Thassas Befreiung ins Werk setzten. Je sicher sich die beiden ihrer Machtposition sind, um so selbstherrlicher ist ihr Benehmen. Zweifel an der Richtigkeit des eigen Tuns gibt es nicht.Es hat mich mit Wut erfüllt zu lesen, dass die ganze Verantwortung für die Geschehnisse Zacharias angelastet wird, der für mich trotz einiger Fehler die am meisten sympathische und menschlichste Figur in der Geschichte ist.Dagegen wird für mich immer unbegreiflicher, dass Thassa sich nicht von Takeo abwendet, der - von den Vorfällen in der Vergangenheit ganz abgesehen - Thassa als sein persönliches Eigentum betrachtet.

Das Buch ist spannend und hat mich an manchen Stellen tief berührt. Es ist nie langweilig. Im Gegenteil ich hoffe auf eine Fortsetzung.


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19 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 14 Rezensionen

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Die Geschichte der Lilia Joerdis van Luzien / Elbenfürstin

Daniela Zörner
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei epubli, 15.03.2017
ISBN 9783742703125
Genre: Fantasy

Rezension:

Einer jungen Frau fällt beim Besuch ihrer Lieblingsbuchhandlung ein Buch vor die Füße. Die Aufmachung weckt ihr Interesse und sie nimmt das Buch mit nach hause. Von nun an ändert sich ihr Leben vollkommen. Sie wird zu Lilia, einer Halbelbin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Bisher jemand der zu Selbstgesprächen neigt, hört sie jetzt die Stimmen der Sternelben, die versuchen ihr zu helfen mit den neuen Lebensumständen zurecht zu kommen. So erfährt sie, dass Dämonen für das Böse in der Welt verantwortlich sind und Elben seit altersher dagegen kämpfen. Vor langer Zeit töteten die Dämonen die Elbenfürstin. Doch nun soll sie zurückkommen und Lilia ist ihre Erbin. Dafür soll Lilia ausgebildet werden. Sie entwicklet ihre magischen Fähigkeiten und lernt die Gefühle der Menschen zu lesen. Die Verantwortung für die Ausbildung hat die Elbin Elin, die schont seit ihrer Kindheit vor den Dämonen schützt. Lilia unterstützt die Kriminalpolizei beim Kampf gegen das Böse und freundet sich mit der Kommissarin Katja Rainer an. Zu Beginn vertraut Lilia den Elben vollkommen. Doch dann ertappt sie die Sternelben bei kleinen Lügen oder erhält keine Antwort auf ihre Fragen. Das macht Lilia mistrauisch und auch etwas widerspenstig. Die Frage “ Was wollen die Elben von mir ?“ wird immer drängender.
Das vorliegende Buch ist der 1. Band in einer Reihe von 4. Das muss man wissen, weil dadurch klar ist, dass hier nur der Auftakt der Geschichte erzählt wird. Personen werden vorgestellt und grundlegende Informationen vermittelt. Viele Fragen werden gestellt, aber zwangsläufig nicht alle beantwortet.
Lilia ist eine sympathische junge Frau, die mit den neuen Lebensumständen erstaunlich gut zurecht kommt. Keine hysterischen Anfälle, sondern nach anfänglicher Irritation fügt sie sich in ihre neue Rolle. Zuerst überwiegt die Begeisterung über ihre neuen Fähigkeiten. Doch dann beginnt sie nachzudenken.
Das Buch liest sich sehr gut und unterhaltsam. man erhält gut vorstellbare Eindrücke von Lilias neuen Leben, aber auch von ihrer Gemütslage und der in Gang gesetzten Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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furor maris

Jörgen Bracker
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 05.07.2018
ISBN 9783752807370
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ausgangspunkt der Geschichte ist die Gefangenahme des Vitalienbruders Goedeke Michel durch den Hamburger Ratsherrn Nikolaus Schoke. Bevor Goedeke Michel hingerichtet wird, nimmt er Schoke ein Versprechen ab. Schoke soll die Handknochen des heiligen Vincentius, die sich im Besitz Goedekes Mannschaft befanden, zurück nach Lissabon bringen. Dies war zur damaligen Zeit ein gefahrvolles Unterfangen. Zum einen war die politische Lage auf dem Reiseweg undurchsichtig, zum anderen stellten die Reliquien einen unermesslichen Wert da. Schweren Herzens macht sich Schoke auf den Weg, der in zuerst nach London führt. Von dort muss er fliehen, weil der englische Schatzmeister - England war damals noch katholisch - die Reliquien in seinen Besitz bringen will. Schoke landet auf dem Schiff von Jean de Bethencourt, der für den spanischen König die Kanaren in besitz nehmen soll. In Bethencourts Gesellschaft befindet sich die junge Guanchin Isabel, die auf den Kanaren als Dolmetscherin fungieren soll. Schoke entwickelt romantische gefühle für sie und nimmt von seinem ursprünglichen Plan nach Lissabon zu reisen Abstand und reist auf die kanaren. Als er dort sieht, welche Gräuel der Söldnerführer Bertin de Berneval begeht und Isabel sich einem anderen zuwendet, macht er sich erneut auf die Reise zu seinem eigentlichen Ziel. Nach Überwindung erheblicher Schwierigkeiten erreicht er Lissabon und kann die Reliquien an den Erzbischof übergeben. Wieder in Hamburg findet er sein bisheriges Leben in Scherben.

Ich habe keinen Bezug zur Seefahrt und aus diesem Grund waren die ersten Seiten eine echte Herausforderung für mich. Sind sie doch voller nautischer Begriffe, die für mich böhmische Dörfer waren. Spätestens aber wenn sich Schoke auf seine gefahrvolle Reise begibt, wird die Geschichte richtig spannend und auch lehrreich. Man erfährt einiges über die damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse. Gleichzeitig war es dem Autor ein Anliegen, den Ruf des Piraten Goedeke Michel wieder herzustellen. In seinem Buch ist Goedeke ein ehrbarer gottesfürchtiger Seefahrer, der durch die politischen Umstände in die Rolle des Schurken gedrängt wird.

Das Buch war spannend und sehr informativ, aber nicht ganz einfach zu lesen.


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94 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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Dreckiger Schnee

Joseph Knox , Andrea O´Brien
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.09.2018
ISBN 9783426522103
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Aiden Waits wird dabei erwischt, wie er Koks aus der Asservatenkammer entwendet. Sein Vorgesetzter Paars bietet ihm die Wahl zwischen Gefägnis und Undercover-Einsatz im Drogenmilieu von Manchester. Waits entscheidet sich für den Einsatz. Gleichzeitig soll er ein Auge auf Isabell Rossiter haben, die minderjährige Tochter eines angesehenen Politikers. Sie ist bereits vor einem Monat von Zuhause ausgerissen und wohnt im Haus des Drogenbosses Carver, gegen den Waits Beweise sammeln soll. Waits gelingt es tatsächlich Kontak mirt ihr aufzunehmen. Als Waits feststellt,dass Isabell für Carver als Drogenkurier arbeitet und offensichtlich von Zuhause geflohen ist, möchte er ihr helfen. Sollte ihr Vater sie missbraucht haben ? bevor Waits etwas unternehmen kann, stirbt Isabell an einer Überdosis. Parallel zu diesen Ereignis scheint es zu einem Bandenkrieg zu kommen, in dem Carver den kürzeren zu ziehen scheint. Waits hat sich inzwischen in das Mädchen Catherine aus dem engen Umfeld Carvers verliebt. Als sie als Geisel genommen und mit dem Tode bedroht wird, versucht Waits alles, um ihr Leben zu retten. Doch alle scheinen sich von ihm abzuwenden und er ist auf sich allein gestellt.

Die Geschichte ist sehr düster. Niemand ist eindeutig gut, sondern alle bewegen sich in einer dunklen Grauzone. Waits ist in meinen Augen ein guter Polizist, der aus hehren Motiven den beruf ergriffen hat. Als er mit der bitteren Realität konfrontiert wird, gerät sein Leben in eine rasante Abwärtsbewegung. Jeder Versuch, das Richtige zu tun, zieht ihn tiefer in den kriminellen Sumpf. Er erkennt, dass er von allen nur benutzt und manipuliert wurde, auch von seinem Vorgesetzten. fast zu spät geht er seinen eigenen Weg und muss doch erfahren, dass nichts so ist, wie es schien.

Ich fand den Krimi absolut spannend und lesenswert, gerade auch wegen dem überraschenden und doch eher deprimierenden Ende.

 


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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Tödliches Idyll (Krimi): Ein Fall für Constable Evans

Rhys Bowen
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 12.07.2018
ISBN 9783960874614
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der unverheiratete Constable Evans ist in dem kleinen walisischen Dorf Llanfair für recht und Ordnung zuständig. Da verunglücken am gleichen Tag zwei Bergwanderer. Die vorgesetzte Dienststelle geht sofort von einem tragischen Bergunfall aus, besonders weil alle Kräfte auf der Suche nach einem Kindermörder sind. Nur Evans, der sich in den Bergen gut auskennt, will das nicht glauben und nimmt eigenständige Ermittlungen auf. Es scheint zwischen den beiden verunglückten Männern eine Verbindung zu geben. Sie waren zur gleichen zeit beim Militär in der selben Einheit und einer ihrer Kamaraden ist damals bei einem Manöver in den Bergen ums Leben gekommen. Als es noch einen dritten Toten gibt, der nichts mit den beiden anderen gemein hat, scheint alles wieder offen. War es doch ein unglücklicher Zufall, dass beide am selben Tag abgestürzt sind ? War es die Tat eines Verrückten oder ist sogar der Kindermörder dafür verantwortlich, weil er sich dem polizeilichen Zugriff entziehen wollte ?

Der Krimi lässt sich dem Genre „Cosy Crime“ zuordnen. Den Rahmen bildet das beschauliche walisische Dorf und die imposante Bergwelt. Obwohl es einige Tote gibt, wird es nie brutal oder allzu blutig. Constable Evans ist eine sympathische Figur, die sich den recht heftigen Avancen der walisischen Damenwelt zu entziehen sucht , ohne jemanden zu verärgern. Wie es sich für ein Bergdorf gehört, sind die Einwohner etwas skurril, aber liebenswert.

Die Geschichte liest sich unterhaltsam, hat aber auch ein paar Längen, da einige Gegebenheiten geschildert werden, die die Handlung nicht voran bringen.

 


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12 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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Die Hilfskräfte - Die wahren Herren des Dungeons

Stefan Cernohuby , T.S. Orgel , A. S. Bottlinger ,
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 31.03.2018
ISBN 9783958693548
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch umfasst eine Sammlung von 14 Geschichten verschiedener Fantasy-Autoren. Ihr gemeinsamer Nenner ist, endlich einmal den vielen Helfer, die für das ordnungsgemäße Funktionieren eines Dungeons notwendig sind, die notwendige Anerkennung zukommen zu lassen. Wußten Sie, dass die Kerker den Auflagen des IDO (internationale Dungeon Ordnung) unterliegen und dass Kontollbeamte darauf achten, dass sie auch eingehalten werden ? Da müssen Fallen überprüft, Tote entsorgt und die Schätze immer wieder erneurt werden. Und natürlich sollen die Helden von diesen niedrigen Tätigkeiten nichts mitbekommen. Aber natürlich, wie das so ist mit dem Personal, geht auch mal was schief. davon handelt dieses Buch.

Die Geschichten umfassen nie mehr als 20 Seiten, so dass man sie gut auch zwischendurch lesen kann. Das heißt, wenn man es schafft, das Buch zur Seite zu legen.Ich habe mich beim lesen köstlich amüsiert. Jede geschichte ist anders, aber immer unterhaltsam. Oft wird ein allzu menschliches Problem in die Welt des Dungeon übertragen wie z.B. die Ausbildung zukünftiger Mitarbeiter oder überhaupt das Problem der Personalgewinnung bei sinkenden Einnahmen.

Zugleich hat man die Möglichkeit (vielleicht) neue Autoren kennen zu lernen und dann den Wunsch, ein ganzes Buch von ihm zu lesen, was ich bestimmt tun werde. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es eine Fortsetzung der Anthologie.


 


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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Die Watson-Legende

Kai Bliesener
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei epubli, 07.03.2018
ISBN 9783746705880
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der deutschstämmige Carl Jansen verliert seine Eltern bei einem Flugzeugattentat. Marc Watson, ein enger Freund der Familie, nimmt den Jungen zu sich zieht ihn groß.  Erist auch dafür verantwortlich, dass Carl sich für die Tätigkeit des Geheimagenten und Profikillers entscheidet. Wir schreiben das Jahr 1964 und Carl soll im Auftrag der Organisation, einer geheimen Abteilung des MI6, einen Agentenaustausch  in Berlin durchführen. Dies soll Carls lertzter Auftrag sein, da er aus dem Metier aussteigen will. Doch nicht nur Russen, Engländer und Amerikaner haben ein Interesse an dem Vorhaben, sonder auch die DDr und die Organisation Adler, ein Zusammenschluß von Altnazis. Alle wollen den Tod der Austauschagenten und von Carl, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Carl weiß nicht, wem er trauen kann. Auch sein Mentor Watson scheint verdächtig. Carl ist es gewähnt ohne Emotionen zu agieren. Da läuft ihm die junge hübsche Martha Conrad über den Weg und Carl auf einmal einen wichtigen Grund, warum er überleben will.
Der Beginn des Buches war für mich ein wenig langatmig, da der Autor ausführlich  die politischen Rahmenbedingungen schildert, in der sich der Roman bewegt. Für Leser, die sich in dieser Zeit  nicht vertraut sind, ist dies für das Verständnis sicher hilfreich. Auch die vielen Personen und zum Teil ungewohnte Namen waren zu Beginn verwirrend. Doch schnell nimmt das Geschehen Fahrt auf. Jeder versucht jeden zu betrügen und umzubringen. Obwohl Carl ein Profikiller ist, fand ich ihn sehr sympathisch. Er tötet nur, wenn es in seinen Augen notwenig oder gerechtfertigt scheint. Da die Gegenspieler mich nicht für sich einnehmen konnten, habe ich immer gehofft, dass Carls Ausstieg gelingt und die anderen ihre Strafe erhalten. Für mich nicht ganz nachvollziehbar war, dass Catl, ansonsten sehr misstrauisch, sich nach kurzer Zeit in martha verliebt und für sie sein Leben riskiert. Martha selbst fand ich trotz ihres Hintergrunds eher naiv. Das Frauenbild passt aber in die damalige Zeit.
Insgesamt war das Buch spannend zu lesen. Der Autor hat die vielen verschiedenen Handlungsstränge stringent verfolgt und zu einem logischen Ende geführt. Auf jeden fall eine unterhaltsame Zeitreise in das Berlin das kalten Krieges.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Hass im Fadenkreuz

Tatjana Flade
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 05.07.2018
ISBN 9783958131408
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch ist die Forsetzung des Romans „Herz im Fadenkreuz“

Lys und seine Mitverschwörer konnten Deutschland verlassen und sich dem Zugriff der Polizei entziehen. Esther , die Lys trotz allem liebt und auf ein Wiedersehen hofft, lebt weiterhin in Bonn. Sie besucht noch immer das Taekwondo - Training und lernt dort Matthias kennen, ein neues Mitglied, der sich sehr für sie zu interessieren scheint. Unerwartet kommt Lys zurück. Er hat einen neuen Tötungsauftrag erhalten. Esther ist über Lys Rückkehr sehr glücklich. Gleichzeitig kann sie seine Beteiligung an Terrorakten nicht länger akzeptieren und beendet schweren Herzens die Beziehung. Auch Lys kommt über Esthers Entscheidung nur schwer hinweg. Dann wird Esther von der rechten Thule-Gruppe entführt, die dadurch Lys erpressen wollen. Lys setzt alles daran, Esther zu befreien. Seine Angst um Esther lässt ihn seine Mitgliedschaft in der Terrorgruppe überdenken. Der Tag des Anschlags ist da. Wie wird sich Lys entscheiden ?

Das Buch ist wieder spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Der Autorin gelingt es überzeugend den seelischen Konflikt Esthers darzustellen. Auf der einen Seite sind die aufrichtigen und tiefgehenden Gefühle für Lys. Auf der anderen Seite erträgt Esther nicht, dass Lys mordet, mögen die Beweggründe auch die besten Absichten widerspiegeln. Hinzu kommt die unerträgliche Angst um ihr und Lys Leben. Konsequent beendet sie die Beziehung und stellt ihre Prinzipien über ihre Gefühle. Lys ist von der Rechtmäßigkeit seines Handelns überzeugt und rechtfertigt sein Tun mit der Gewalt der anderen. Seine Liebe zu Esther scheint ein Umdenken in Gang zu setzen. Erschreckend war für mich die Figur des Politikers Kraußler, der hinter einer gutbürgerlichen Fassade den Hass gegen Ausländer schürt und Gewalt als legitimes Mittel zur Machterreichung ansieht . Ich hatte sofort Parallelen zu den Ereignisse in Chemnitz und anderen Teilen unseres Landes im Kopf. Obwohl der Roman Fiktion ist, ist es beängstigend wie nah er der Realität kommt.

 

 


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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Die Spur der Stachelbeeren

Ulrike Ladnar
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Nikros Verlag, 31.07.2018
ISBN 9783943688085
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Buch führt den Leser in das badische Ludwigsburg in die Zeit des 1. Weltkrieges bis kurz nach dessen Ende. Lynn, deren englische Mutter früh verstorben ist, führt an deren Stelle den Haushalt. Ihr älterer Bruder Michael ist im Krieg. Näheres weiß Lynn nicht. Ihr jüngerer Bruder träumt davon, seinem großen Bruder nachzueifern. Der Vater hat sich in seinem Kummer von der Familie zurückgezogen. Unterstützung erfährt Lynn durch die Haushaltshilfe Bertha. Die Versorgungslage wird im Laufe des Krieges immer schlechter und das Herstellen einer Mahlzeit wird zur Herausforderung. Gut, dass die Familie über einen kleinen Garten verfügt, den Lynn liebevoll hegt. Dort wachsen auch Stachelbeeren, mit denen Lynn viele Erinnerungen verbindet.Zusätzlich zur Hausarbeit leistet Lynn Dienst im Hospital. Eines Tages erscheint sie nicht zur Arbeit. Niemand weiß, wo sie ist. Als sie nach Wochen zurück kommt, ist sie verändert. Inzwischen gibt es beunruhigende Gerüchte über ihren Bruder Michael, der ein Verräter sein soll. Lynn gerät sogar unter Mordverdacht.

Man muss sich auf dieses Buch einlassen, auf die ungewöhnliche Erzählweise und auf die zum Teil verstörenden Ereignisse. Die Belohnung dafür ist ein wunderbares Leseerlebnis und Einblicke in die Lebensverhältnisse einer badischen Kleinstadt während des 1. Weltkrieges. Lynns Geschichte, wie sie versucht die Familien zusammenzuhalten und dafür ihre eigenen Lebensträume aufgibt, hat mich tief berührt. Mit viel Humor schildert die Autorin, die Versuche der Haushaltshilfe Bertha, sich der englischen Küche zu näheren. Spannend die Geschehnisse um Lynns Verschwinden und den ihr zur Last gelegten Mord; versöhnlich und voller Hoffnung das Ende. Man will weinen, dann wieder lachen oder sich empören über empfundene Ungerechtigkeiten. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das mich bewegt hat.


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84 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

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Todeskäfig

Ellison Cooper , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.08.2018
ISBN 9783548290768
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Washingtoner Polizei findet in einem leerstehendem Haus die Leiche eines jungen Mädchens. Der Mörder hat sie qualvoll verhungern und verdursten lassen. FBI Special Agent Sayer Altair wird mit den Ermittlungen beauftragt, an denen die Öffentlichkeit regen Anteil nimmt, da das Opfer die Tochter eines Senators ist. Der 
Ermittlungsdruck ist hoch, da man von einem Serientäter ausgeht und weitere Opfer in seiner Gewalt vermutet. Der Täter scheint schnell ermittelt. Die Beweislage ist eindeutig. Fingerabdrücke und DNA-Spuren konnten sicher gestellt werden. Doch Sayer beginnt zu zweifeln und je tiefer sie in die Untersuchung der Beweismittel einsteigt, desto weniger stichhaltig sind sie. Schlimmer noch, es kommt der Verdacht auf, dass der Täter schon früher gemordet hat und Unschuldige dafür im Gefängnis sitzen. Wenn aber die Beweise gefälscht sind, dann muss der Täter aus dem Kreis der Ermittler kommen. Wem und was kann man dann noch trauen ?
Das Buch ist sehr gut geschrieben. Kurze Kapitel und häufige Szenenwechsel erhöhen die Spannung zusätzlich zu der packenden Handlung. Der Leser weiß nie mehr als die ermittelnde FBI Agentin Sayer, so dass man mit ihr in die Irre läuft und selbst nicht mehr weiß, wem man trauen kann. Sayer, die um noch um ihren toten Mann trauert und versucht ihre Emotionen zu unterdrücken bildet mit dem eher zurückhaltenden Vik und dem akribisch arbeitenden Kriminaltechniker Ezra ein sympathisches und effizientes Ermittlungsteam. Die Spannung steigert sich bis zum grandiosen Finale. Das Motiv des Täters ist nachvollziehbar, aber für meinen Geschmack sehr reißerisch. Ich würde sagen typisch amerikanisch. Das ändert aber nichts daran, dass das Buch super spannend ist, ein echter Pageturner.

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13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Mord ohne Kalorien

Janet Laurence
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 26.07.2018
ISBN 9783960874393
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Darina macht zusammen mit ihrer Mutter Anne ein paar Tage Urlaub in Conifers Spa ihrer Freundin Carolyn. Darina möchte nach ihrer Hochzeitsreise ein paar Pfunde verlieren und ihre Mutter soll etwas Abstand zum Tod ihres Ehemannes gewinnen. Nach einer alkoholträchtigen Feier zu Ehren der Beförderung Roger Marks, ein Polizeikollege und Freund von Darinas Ehemann William, finden die beiden zusammen eine Tote im Whirlpool des Spas. Es handelt sich um Jessica Barry, die Witwe eines ehemaligen Parlamentsabgeordneten, der wesentlich älter war. Da Jessica sehr schlank war und einen gewissen Reiz auf Männer ausübte, war sie bei den weiblichen eher übergewichtigen Gästen nicht beliebt. Eifersucht als Mordmotiv drängt sich auf. Jessica befand sich in Geldnöten. Vielleicht hatte sie versucht, einen der männlichen Gäste mit einer ehemaligen Affäre zu erpressen. Auch scheint ihr verstorbener Ehemann Flecken auf seiner weißen Weste gehabt zu haben. War der Stiefsohn um den Ruf der Familie besorgt ?
Wieder wird Darina in die polizeilichen Ermittlungen hineingezogen, obwohl sie es nicht wollte. Zudem begegnet ihr Williams Kollege Roger sehr herablassend und frauenfeindlich. Ihre Hinweise nimmt er nicht ernst. Als ein enger bekannter ihrer Mutter unter Mordverdacht gerät, nimmt Darina die Sache selbst in die Hand und gerät in Lebensgefahr.
Dieses Mal konnten mich die Ereignisse um die Kochbuchautorin Darina nicht restlos überzeugen. Zu sehr wurde in meinen Augen das Thema Übergewicht besonders von Frauen breit getreten und negativ bewertet. Williams Kollege Roger war mir mit seiner machohaften Art und unhöflichem Auftreten zutiefst unsympathisch. Und auch William büßte Sympathiepunkte ein, da er sich nicht von Roger distanzierte. Die anderen Beteiligten, nicht zuletzt das Opfer, hatten interessante Biographien, was beim Lesen spannend und unterhaltsam war. Die Person des Täters und seine Motive konnten mich ebenfalls nicht völlig überzeugen.
Alles in allem ein eher schwacher Fall aus der ansonsten sehr unterhaltsamen Reihe um die Kochbuchautorin Darina Lisle.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Adlerschanze

Ingrid Zellner
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Silberburg, 25.07.2018
ISBN 9783842520882
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kriminalkommissar Surendra Sinha aus Friedrichshafen macht ein paar Tage Urlaub in Hinterzarten. Die Wahl fiel auf den Ort im Schwarzwald, weil Sinhas Mutter dort zur Kur ist. Aber wer Urlaub in Hinterzarten macht, kommt automatisch mit dem Skispringen in Kontakt und auch Sinha lernt schnell Akteure des Skisprung- Zirkus kennen. Zufällig ist Sinha in der Nähe, als die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird und wird dadurch in die Ermittlungen hineingezogen, obwohl er in Hinterzarten eigentlich keine Befugnisse hat. Befreundet war das Opfer mit einem jungen Skispringer, dem man großes Talent und allzu großen Ehrgeiz nachsagt. Wie in jedem Sport kommt es zu Rivalitäten und manch einer greift zu unlauteren Mittel, um einen Nebenbuhler auszuschalten. Wusste die Tote zu viel und sollte zum Schweigen gebracht werden ? Bei den Nachforschungen stellt sich heraus, dass das Opfer selbst Gefälligkeiten erpresst hat. Ist sie zu weit gegangen und jemand hat sich gerächt ? Die Spuren weisen ins Umfeld der Skispringer und Sinha findet sich mitten im Trubel um den Sommer- Grand - Prix.
Ich war von diesem Buch absolut begeistert. Die Gründe dafür sind, dass die Handlung spannend ist, man einiges über das Skispringen erfährt und die Autorin mit ihrem sympathischen Figur des Surendra Sinha eine angenehme Atmosphäre erschafft. Tatverdächtige gibt es viele und man kann mit raten, wer es wohl gewesen ist. Kommissar Sinha agiert unaufgeregt und empfindet nicht nur für das Opfer Empathie. Auch ich habe für den Täter am Ende Mitleid empfunden. Sinha ist auf jeden Fall ein Kommissar mit dem ich gerne wieder einen Fall lösen würde.
Erwähnenswert sind noch die tollen Einblicke in die Welt des Skispringens, die durchaus Lust machen, mal eine Skisprungveranstaltung zu besuchen.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Schwarze Reichswehr

Gunnar Kunz
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 07.03.2018
ISBN 9783839222577
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf dem Berliner Breitscheidplatz wird im Jahr 1927 kurz vor Weihnachten ein Mann von einem Weihnachtsmann erschossen. Kommissar Gergor Lilienthal soll den Mord aufklären. Der Tote ist kein Unbekannter für Lilienthal, sondern ein ehemaliger Kriegskamerad. Sofort sind Lilienthal die Ereignisse aus dem Jahr 1918 wieder im Gedächtnis. Damals war er an der Westfront und einer seiner Kameraden wurde ermordet. Er sollte damals den Fall aufklären und war überzeugt, einer seiner Kamaraden war der Mörder. Dass er den Fall nicht lösen konnte, beschäftigt ihn bis heute. Vielleicht ist dieser neue Fall die Chance, altes Unrecht zu sühnen.Lilienthal befrägt die Verdächtigen von damals erneut. Er verbeißt sich so in den Fall, dass seine Frau und sein Bruder um seine Gesundheit und berufliche Integrität fürchten.Langsam setzt sich das Bild der damaligen Ereignisse zusammen. Nichts scheint so wie zuerst gedacht. Und Lilienthal steht vor der Frage “ Was ist Gerechtigkeit ?“
Das Buch spannt den Bogen von den Schützengräben an der Westfront bis zu dem erneuten Mord in der Weimarer Republik. Der Autor schildert in drastischen Worten und ohne Beschönigungen die Zustände an der Front und lässt auch die Schikanen durch Vorgesetzte nicht unerwähnt.. Man erhält als Leser ein sehr realistisches Bild der damaligen Verhältnisse. Diese Realitätstreue setzt sich in den Schilderungen der Weimarer Republik fort. Deutlich wird wie militärische Strukturen weiterhin das öffentliche Leben mitbestimmen und den Aufstieg der NSDAP begünstigen.
Lilienthal war mir sehr sympathisch in seinem Streben nach Gerechtigkeit.Überzeugt hat mich die Darstellung seines inneren Konflikts, als er den wahren Täter entlarvt, aber eine Verurteilung zu scheitern droht.
Ich fand den Krimi sehr spannend, aber auch unter dem geschichtlichen Aspekt ist das Buch unbedingt lesenswert.

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Elitewahn

Biggi Rist , Liliane Skalecki
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 04.07.2018
ISBN 9783839223093
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Räteslhafte Todesfälle im Umfeld eines Eliteinternats
Malie Abendroth wurde beauftragt die Gartenanlagen von Schloss Waldesruh, das ein Eliteinternat für Jungen beherbergt, umzugestalten. Zu ihren Aufgaben gehört weiterhin, die Schüler bei Gartenarbeiten anzuleiten. Dabei lernt sie den Sportlehrer Malte 
Jensen kennen, der sich irritiert über die militärisch anmutenden Erziehungsmethoden an der Schule zeigt. Kurz darauf stirbt er an Herzversagen. Malies Freundin Lioba Hanfstängl arbeitet bei der Stadt Konstanz. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit den Eigentumsverhältnissen an Gebäuden, die im Dritten Reich jüdischen Mitbürgern gehörten. Dabei lernt sie den emeritierten Professor Hans Kessler kennen, der kurz vor einen vereinbarten Informationsaustausch an Herzversagen stirbt. Dies weckt Liobas Interesse an den aktuellen Forschungen des Professors. Es stellt sich heraus, dass Schloss Waldesruh einem geflüchteten Juden gehörte und der heutige Besitzer ein Nachfahre des damaligen Käufers ist. Bernd Laugand, Mitbegründer einer rechtsnationalen Partei, gehört dem Förderverein der Schule an. Soll das Internat als Kaderschule für die Partei dienen ? Und sind die beiden Männer wirklich eines natürlichen Todes gestorben ? Als Malie versucht, Beweise für ihre Vermutungen zu finden, gerät sie in tödliche Gefahr.
Das Buch befasst sich mit einem sehr aktuellem Thema : dem Erstarken rechtsnationaler Gruppierungen in unserer Gesellschaft. Unbeachtet vom Großteil der Gesellschaft und den staatlichen Organen scheinen sie immer mehr Einfluss auf unser Leben zu nehmen. Besonders leicht sind Kinder und Jugendliche zu beeinflussen. Da ist es naheliegend, den Sektor Schule als Betätigungsfeld zu wählen. Die Handlung war für mich absolut realistisch und deshalb um so erschreckender. Kann man mit völliger Sicherheit ausschließen, dass so eine Schule nicht tatsächlich irgendwo in Deutschland existiert ? Gleichzeitig rufen die Autoren die Entrechtung und Enteignung der Juden  im Dritten Reich ins Gedächtnis. Das damals geschehene Unrecht ist noch immer gegenwärtig.
Die Geschichte selbst liest sich flüssig, ohne sperrige moralische Keule. Malie und Lioba sind sympathische junge Frauen, die sich für die Ereignisse in ihrem Umfeld interessieren und Dinge hinterfragen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich würde es aber nicht unbedingt als Krimi bezeichnen, da in meinen Augen  die Todesfälle nicht im Mittelpunkt stehen, sondern die gesellschaftlichen und geschichtlichen Entwicklungen.. Spannend und absolut lesenswert ist das Buch auf jeden Fall.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Das letzte Schweineohr

Dani Baker
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.06.2018
ISBN 9783752878615
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Linn, die aus Deutschland stammt, lebt nun in Kanada und arbeitet dort in einer deutschen Bäckerei. Seit einiger Zeit versucht sie sich im Stepptanz und ist Mitglied in einem Tanzstudio. Linn ist eine sympathische junge Frau, die gut zuhören und beobachten kann.Daher erfährt sie oft private Dinge, die anderen entgehen.Als ihre Tanzlehrerin Kira erhängt aufgefunden wird, beginnt sie in deren Umfeld nach dem Mörder zu suchen. Die Auswahl an möglichen Täternist groß. Sie reicht von ehrgeizigen Müttern, die ihre jungen Tanzstars nicht genügend gewürdigt finden, über ihre Partnerin im Tanzstudio Gloria, die in undurchsichtige Geldtransaktionen verstrickt scheint bis hin zu Kiras Freund.Unterstützt wird Linn durch die bunt zusammen gewürfelten Mitbewohner ihrer WG.

Ich habe mich mit der Geschichte gleich wohl gefühlt, da ich den Eindruck hatte, ich würde die handelnden Personen schon lange kennen. Die Autorin muss eine sehr gute Beobachtungsgabe haben, denn sie schafft es mit wenigen Sätzen eine Situation treffsicher zu beschreiben und die dazu gehörenden Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Ich habe mich mehrmals dabei ertappt, wie ich schmunzelnd und zustimmend nickend mit dem Buch in der Hand da gesessen bin. Zudem zeichnet die Erzählerin ein feiner Humor aus, mit dem sie Vorurteile aufnimmt.Die Entarnung des Mörders hat mich dann sehr überrascht.

Alles in allem ein witziges, warmherziges Buch, das auch noch eine spannende Krimihandlung hat. Was will man mehr ?

 


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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Das Herz des Löwen

Mac P. Lorne
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426521458
Genre: Historische Romane

Rezension:

Richard Löwenherz kehrt als König nach England zurück und versucht Ordnung in seinem vernachlässigtem Königreich zu schaffen. Robin Hood und seine Gefährten können den Sherwood Forest verlassen. Doch Löwenherz hat eine Bedingung. Er fordert Robin und seine Getreuen auf, ihn auf seinem Kreuzzug ins Heilige Land zu begleiten. Schweren Herzens lässt Robin seine Marian zurück und macht sich zusammen mit dem König auf nach Jerusalem. Unterwegs werden Robin und Löwenherz fast so etwas wie Freunde, auch deshalb weil Robin mehrmals Richards Leben rettet. Nach verlustreichen Schlachten und unmenschlichen Entbehrungen, aber ohne Jerusalem erobert zu haben, kehrt Robin nach England zurück. Dort herrscht wieder das Chaos und Prinz John versucht, die Königswürde an sich zu reißen. Löwenherz gerät auf dem Rückweg aus dem Heiligen Land in die Gefangenschaft des deutschen Kaisers, der ein unerhört hohes Lösegeld für Richard fordert. Robin und seine Gefährten versuchen alles, um das Lösegeld zusammen zu bringen, da ihnen sonst wieder ein Leben als Geächtete droht. Prinz John versucht, es zu verhindern. Dennoch gelingt es Löwenherz frei zu kaufen. Leider währt der Frieden nicht lange, da Richard in einer Schlacht tödlich verwundet wird. Prinz John ist nun König von England. Und er hat die Demütigungen durch Robin nicht vergessen.
Das Buch erzählt im 1. Teil mehr die Geschichte Richard Löwenherz. Wir lernen ihn als aufrechten Ritter, fürsorglichen Heerführer und jähzornigen König kennen. Eindrücklich werden die Strapazen und Gräuel des Kreuzzuges auf beiden Seiten geschildert. Besonders spannend fand ich die Schilderung von Robin Hoods Gefangenschaft bei den Assassinen. Nach Robins Rückkehr nach England befinden wir uns wieder im bekannten Teil von der Geschichte um den Helden von Sherwood Forest, das Ringen mit Prinz John um das geforderte Lösegeld für König Richard. Auch dieses Mal gelingt es dem Autor die an sich bekannten Ereignisse so spannend und mit neuen Details versehen zu erzählen, dass ich das Buch kaum zur Seite legen wollte.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Chronik der Wahrheit: Zeit des Wolfes

Maria Rhein , Dieter Beckmann
Flexibler Einband: 197 Seiten
Erschienen bei Independently published, 03.05.2018
ISBN 9781981005161
Genre: Historische Romane

Rezension:

Köing Karl stirbt im Jahr 814. Sein Chronist Einhard möchte seine Ruhmestaten aufschreiben. Auf Wunsch des verstorbenen Königs begibt er sich ins Kloster zu einer Herzogin, die die Wahrheit über König Karl kennen würde. Falls Einhard bereit sei, die Wahrheit zu erfahren, sei sie, die Herzogin bereit, die Wahrheit zu berichten. Als Einhard einverstanden ist, beginnt die Herzogin folgende Geschichte . Die Erzählung beginnt ungefähr 60 Jahre vor König Karls Tod. Pippin hat mit Zustimmung des Papstes, die Macht in Franken ergriffen und den letzten Merowingerkönig gestürzt. Die Sage erzählt, die Merowinger seien von Gott auserwählt zu herrschen und hätten zum Zeichen, einen Armreif erhalten. Deshalb beschließt Pippin den letzten Merowinger Theurich zusammen mit dem Ring zu vernichten. Ascan, eine sächsische Geisel, der vorgibt, sich zum Christentum bekehrt zu haben, aber weiter den alten Göttern huldigt, erkennt in dem Armreif den Ring Wodans, der unendliche Macht verspricht. Ascan will ihn unbedingt haben. Theurich kann mit dem Ring fliehen und findet sich in Haithabu wieder. Kurz bevor Theudrich dort stirbt, vertraut er den Ring dem jungen Leif an. Ascan folgt der Spur des Rings bis nach Haithabu. Um in den Besitz des Ringes zu gelangen, erschleicht er sich das Vertrauen der Bewohner und macht sich den jungen Außenseiter Dagonar hörig.Als die Seherin Vala hinter seine Intrigen kommt, stiftet er Dagonar zum Mord an Vala an und flieht mit ihm nach Sachsen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den ungewohnten Namen der nordischen Göttern nahm mich die Geschichte schnell gefangen. Zum einen verlangt die Frage nach dem Zusammenhang zwischen dem Ring und König Karl nach einer Antwort. Zum anderen möchte man gerne wissen, ob Ascan in Besitz des Ringes gelangt. Ascan ist ein durchtriebener Intrigant, der seine Mitmenschen für seine Zwecke rücksichtslos manipuliert. Mein Mitleid für Dagonar hält sich in Grenzen, da er ähnliche Charakterzüge wie Ascan besitzt. Auf der anderen Seite steht der junge Besitzer des Rings, Leif, der mitfühlend ist und sich um das Wohl der anderen sorgt. Seine Zuneigung gilt Geva, die nach den Visionen Valas große Bedeutung für die Gemeinschaft hat. Nicht zu vergessen die Erzählerin selbst, deren Identität ungeklärt ist. So gibt es mehr Fragen als Antworten am Ende des Buches , die hoffentlich im Folgeband beantwortet werden.

 


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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Thassas Geschichte: Die Ehre eines Offiziers

Devon Anderson , Suzanna LeMonde
E-Buch Text
Erschienen bei null, 01.06.2018
ISBN B07DGYZKXM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Erzählung nimmt die Handlung unmittelbar am Ende des 1. Buches auf.Glücklicherweise haben fast alle Mitglieder von Thassas Schicksalsgemeinschaft den Bombenangriff überlebt. Zu Takeos Leidwesen gehört dazu auch VChung-hee, der keinen Zweifel daran lässt, dass er Thassa für sich beansprucht. Auch Thassa fühlt ihre Zuneigung zu Chung-hee neu erwachen. Doch das Schicksal hat andere Pläne und bedient sich dazu Ayumis.Diese verrät Thassa an die japanische Armee, in deren Dienst Thassa offiziel immer noch steht. Thassa findet sich in einem Bordell in Okinawa wieder. Wenig später wird die Hafenstadt von den Amerikanern eingenommen. Im Zuge der Greultaten gegen die Zivilbevölkerung wird Thaasa mehrfach vergewaltigt und zum sterben liegen gelassen. Glücklicherweise findet sie der junge Amerikaner Zacharias und verliebt sich in sie. Die einzige Möglichkeit Thassas Leben in der besetzten Zone zu retten besteht darin, dass sie ein Kind von Zacherias bekommt und er sie dann heiratet. Da es keine andere Lösung gibt, wird der Plan umgesetzt. Thassa reist mit zacherias nach Amerika. Wird sie Takeo und ihren Sohn Akio wiedersehen ? Und wie wird Takeo auf das Kind des anderen reagieren ? Takeo hat in der Zwischenzeit Rache an Ayumi genommen. Tanaka muss sich gegen eine Bedrohung seiner Führungsposition innerhalb seiner Organisation wehren. Bei der Durchführung der Strafaktion fallen erneut Bomben.

Thassas Geschichte ist wieder absolut fesselnd und brilliant erzählt. Völlig überrascht war ich von Bösartigkeit Ayumis , die im 1. Band noch als gute Freundin erscheint. Dagegen entwickelt sich Takeo zum fürsorglichen Vater, wenn er auch seine dunkle Seite nicht völlig im Griff hat. Mein Sympathieträger ist, so unglaublich das klingen mag, Tanaka, der sich bewundernswert um seine Wahl-Familie kümmert. Auch der etwas naive Zacharias findet meine Zustimmung, der einiges auf sich nimmt, um Thassa zu retten. Mittlerweile stellt sich auch bewunderung für Thaasa ein, die es schafft, sich den verschiedenen Lebensumständen anzupassen und dadurch zu überleben.

 


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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

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Engel der Frequenzen

Jay Kay
Flexibler Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 10.07.2018
ISBN 9783752805321
Genre: Fantasy

Rezension:

Die erste Geschichte spielt in Bolivien. Josefina und ihr Großvater lassen sich von Miguel dazu überreden, in einer aufgelassenen Mine nach Silber zu schürfen. Als es zu einem Unglück kommt, lassen Miguel und seine Kumpane die beiden einfach zurück. Josefina verspricht ihrem Großvater Hilfe zu holen und sich an Miguel zu rächen. Unzureichend mit Wasser und Proviant ausgerüstet macht sie sich auf den Weg in das 50 Meilen entfernte Potosi. Sehr bald führt der Wassermangel zu Halluzinationen. Da kommt unerwartet Hilfe von Maja.
Die zweite Geschichte handelt von Malys, die als Tramperin unterwegs ist.
Zuerst trifft sie auf den Trucker Mike, der froh ist bei der langen Fahrt etwas Unterhaltung zu haben. Fürsorglich kümmert er sich um die junge Malys. Als diese ihm Avancen macht, ist er schockiert. Die Wege der beiden trennen sich. Malys steigt nun  in den LKW zu Jack. Jack wäre einer näheren Bekanntschaft nicht abgeneigt. Und Malys ist gerne bereit, ihm näher zu kommen.
Die beiden Geschichten sind jede für sich bemerkenswert und sehr gut geschrieben.Die 1. Geschichte ist eher melancholisch und es zerreißt einem das Herz, wenn man miterlebt, wie Josefina versucht, ihren Großvater zu retten. Dennoch endet die Erzählung sehr poetisch und voller Hoffnung.
Welcher Gegensatz dazu der Charakter von Malys, die versucht mit ihren nicht geringen Reizen, die Männer anzumachen. Und wehe einer nimmt das verlockende Angebot an. Schnell lernt er, dass der Schein auch trügen kann.
Ich war von beiden Geschichten begeistert, um so mehr weil ich  die zweite so nicht erwartet habe.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Xalbada

Raphael Sturm
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei Independently published, 12.06.2018
ISBN B07DQ6NVMQ
Genre: Fantasy

Rezension:

Nicolas ist Schüler im Internat Fichtenhain. Seine besten Freunde sind Pascal, Mona und Jasmin. Eines Tages sieht Nicolas Dinge, die für seine Freunde unsichtbar sind. Als er über einen Stein stolpert, löst er damit den Schließmechanismus einer geheimen Tür aus. Neugierig betritt er den Durchgang zusammen mit seinen Freunden. Die vier betreten eine fremde Welt und geraten in das größte Abenteuer ihres Lebens. Sie finden sich in einem Land namens XALBADA wieder. Seltsamerweise scheint dort niemand zu leben.Auf ihrem Erkundungsgang finden sie leerstehende Häuser ohne Tür. Zufällig entdecken sie, dass die Bewohner kraft ihrer Gedanken durch Wände gehen können und dass sie selber auch über magische krtäfte verfügen. Überraschenderweise treffen die vier auf ihren Geschichtslehrer Herrn Xavier und seine Enkelin Xanthia, die sich beide als ehemalige Bewohner XALBADAS zu erkennen geben. Die restliche Bevölkerung musste wegen einer drohenden Umweltkatastrophe fliehen. Die beiden bieten den Freunden an, sie im Gebrauch der Magie zu unterrichten. Begeistert stimmen die Freunde zu, nicht ahnend welche tödliche Bedrohung auf sie wartet.

Der Autor entwirft mit XALBADIA eine magische und zugleich unheimliche Welt. Der Reiz liegt darin, dass man über magische Kräfte verfügt und sich verwandeln kann. Zugleich drohen Gefahren, die aus den eigenen Ängsten geboren werden. Die vier Abenteurer sind rundum sympathisch und mit dem Entdeckungsgeist normaler Jugendlicher ausgestattet. Der Lehrer und seine Enkelin waren mir eher unheimlich, obwohl sie die Freunde unterstützen. Ich hatte aber immer das Gefühl, ihnen nicht restlos trauen zu können. Die geschichte punktet mit vielen tollen Einfällen, so dass ich durchaus den Wunsch hatte, bei den Abenteuer dabei zu sein. Manches war mir jedoch zu sprunghaft und ich hätte mir weitere Ausführungen gewünscht. Ich habe mich beim Lesen gut unterhalten, glaube aber, dass sich junge Leser mehr von der Geschichte angesprochen fühlen.

 


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