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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, prisma, unvorhersehbar, magie, leihbuch

Schattenblender

Brent Weeks ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.11.2015
ISBN 9783734160387
Genre: Fantasy

Rezension:

Hm. Ich bin hin und her gerissen. Eine gute Leistung? Ja- das mit Sicherheit. Aber sehr gut? Bis zum letzten Drittel des Buches hätte ich das nicht unterschrieben - obwohl es niemals langweilig geworden ist, zieht sich die Geschichte in die Länge. Sehr wahrscheinlich wäre es besser gewesen, Band 3 und 4 in einem zusammenzufassen und die etwas störenden Philosophierereien (jeweils nur wenige Sätze, zugegebenermaßen) auf hochsprachlichem Niveau zu beschränken. Das zeigt vielleicht das Können des Autors, trägt aber weder zur Charakterisierung der Figuren noch zur Handlung bei.
Diese an sich ist gut durchdacht und gegen Ende nahezu rasant. Das letzte Drittel war wieder unglaublich fesselnd. Einige Entwicklungen lassen staunen - weshalb ich diese Reihe liebe.
Anderes hingegen war nicht ganz so durchdacht - lieber mit einem Buch lange auf sich warten lassen (G. R. R. Martin, P. Rothfuss) und dann alles stimmig machen. Ich glaube nicht, dass ein jugendlicher Möchtegerncasanova als Teenager bereits ein derartig abfälliges Frauenverständnis hat, das nur auf jahrelangen Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht fußen kann. Da fehlen einfach die Jahre dazu. Wenn besagter Kotzbrocken sich tatsächlich - wie beschrieben - wochenlang, monatelang auf eine Frau konzentriert, dann KANN er rein mathematisch nicht dieses Verständnis haben. Nun gut. Das stört mich, da der Autor seine Figuren sonst sorgfältiger ausgestaltet. Auch, dass plötzlich einige Heldenaktionen gelingen (ja, ja, einer gegen zweihundert - kein Problem), während zuvor eher den Gesetzen der Logik gefolgt wurde (einer gegen zweihundert ist ein Problem!), ist nicht so ganz nachvollziehbar. Ärgerlich, der Autor hat mehr drauf.
Da aber insgesamt wieder ein flüssiger, interessanter, unterhaltender, doch nicht einfach seichter Roman herausgegeben wurde, fallen die Mängel nicht ins Gewicht. Und der fiese Cliffhanger am Ende lässt hoffen, dass der nächster Band der inzwischen nicht mehr Trilogie oder Tetralogie sondern ??-logie wieder zu gewohnter actionreicher Qualität zurückführt.

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Tags: fantasy   (1)
 

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(29)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, götter, high fantasy, assassinen, gavin guile

Sphären der Macht

Brent Weeks , Michaela Link
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.08.2015
ISBN 9783734160295
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine Reihe, die ursprünglich eine Trilogie werden sollte, bei der der letzte Band aber so umfangreich wurde, dass doch eine Tetralogie publiziert wird? Klingt nach langatmigen Beschreibungen. Nach Geldmacherei. Nach In-Die-Länge-Ziehen.
Gut, dass das hier jeglichen Vorurteilen nicht gerecht wird. Sofort wird der Leser in die Handlung geworfen, lästiges Wiederholen der Handlung von Band 1 und 2 bleibt aus und ist nicht nötig. Auch wenn die Lektüre von 1 und 2 länger zurückliegt, ich hatte keine Probleme, mich wieder einzufinden.

Jetzt zum Buch:
Langsam aber sehr sicher entwickele ich mich zum Brent Weeks Fan. Was mir hier wieder unglaublich gut gefällt, mehr noch als in Band 2, ist die Sprache. Oft werden mittels einfacher Buchstaben Bilder oder Stimmungen vermittelt, wie es nur Autoren können, die es wagen, etwas anderes als ausgelutschte Versatzstücke aneinanderzureihen ("sein Auftreten war so angenehm wie eine Nacht mit Durchfall" S. 374 - klar, was gemeint ist, oder :-D ). Jedes Wort sitz und hat so etwas wie Niveau - was ja bei manchen Romanen zur Zeit nur noch optional ist. Vielleicht ist da das Zitat mit dem Durchfall nicht ganz so niveauträchtig, ups.

Schön ist auch die Charakterbeschreibung. Die Kapitel begleiten jeweils eine Figur, zwar aus der Er-Perspektive, allerdings geprägt durch die Denk- und Handlungsmuster des jeweiligen Protagonisten. Und gerade wenn ein Wechsel stattfindet, wird der Wandel eines Charakters deutlich. Die anderen bemerken eine Veränderung. Die Figur selbst hält sich immer noch für sich, sozusagen. Und so ist es doch auch.

Zur Story: Sie unterhält gut, ist logisch und spannend. Zwar nicht ein Ausbund an Action oder Neuerungen, aber keineswegs langatmig. Die Komponente mit den hellseherischen Dingen hätte man zwar auch weglassen können, aber gut (ggrrr, und wann checken sie das mit dem Dolch/ Schwert....).

Insgesamt habe ich mich über jede einzelne Leseminute gefreut - und jede freie Minute zu einer solchen gemacht. Nur um dann etwas wehmütig zu sein, als das Buch aus war :-D.
Band 3 hat mich nicht enttäuscht und ich freue mich jetzt auf Band 4, in der es einiges an Plus bei der Handlung beisteuern dürfte. Dank der schönen Sprache aber schon ein "sehr zu empfehlen" für meinen neuen Mit-Lieblingsautor.

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Tags: fantasy, high fantasy, magie   (3)
 

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(240)

536 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 115 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, tauren, wald, julie heiland

Bannwald

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.05.2015
ISBN 9783841421081
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es waren tatsächlich die ersten Sätze, die mich zum Lesen dieses Romans gebracht haben. Die geschilderte Hassliebe zum Wald hat mich neugierig gemacht, die Formulierung fand ich gelungen. Häufig blitzen richtig schöne Sätze hervor - hier lauert Potential (beispielsweise bei einer richtig schönen Beschreibung des Abendrots - das dann gleich bedrohlich wirkt). Ab und an wiederholen sich Phrasen oder sind eher gewöhnlich.
Die Story an sich ist eine gute Idee - Sternzeichen, die nicht mehr ganz so einheitlich leben, das Machtstreben des einen, das Kuschen und Wegschauen der anderen. Kommt vor - das hat die tatsächliche Geschichte oft genug bewiesen. Auch die Mechanismen dieses Systems sind gut umgesetzt. An ein paar Stellen sollte man die Geschichte lieber nicht so genau hinterfragen, sonst finden sich Lücken in der Logik der ansonsten guten Geschichte (Robin hat ihre Mutter nie kennengelernt, da diese gleich nach ihrer Geburt ermordet wurde. Sie kommt zu einer Ziehfamilie (also GLEICH nach ihrer Geburt) und hat hier gleich mal Schwestern, die sie nie gehabt hatte (?). Lustigerweise sind die Schwestern deutlich jünger als sie. Öhm...wie geht das? --> direkt so verdreht steht es nicht im Roman, aber unscharfe Formulierungen legen des Schluss nahe, dass Robin einmal jung und einer weniger jung adoptiert wurde).
Robins Charakter ist gut getroffen, manche ihrer Gedanken erinnern an literarische Floskeln, die man zum Spannungsaufbau etc. einsetzt. Dennoch ist sie ein runder Charakter und nicht eine bloße, hingeklatschte Figur. Ihre Beziehung zu IHM ist hingegen wenig innovativ. Er, der gutaussehnde Fremde mit düsterer Vergangenheit, der dann doch einen recht weichen Kern hat. In dieser Beziehung wird leider meistens nur wiederholt, was schon tausendfach beschrieben wurde. So vom Gesamteindruck des Buches hätte ich der Autorin auch hier mehr zugetraut. Aber auch hier darf ich sagen, man kann mit Robin mitfühlen.
Fazit: Ich kann das Buch trotz kleinerer Mängel wirklich empfehlen - ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und mir war zu keiner Zeit langweilig. Im Gegenteil - Unterbrechungen im Lesefluss fand ich weniger toll. Ich freue mich auf den zweiten Band und hoffe hier auf eine Steigerung - die Autorin hat Potential.

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Tags: fantasy, jugendbuc, romantas, romantik   (4)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

geister, orden, magie, runenmagie, fantasy

Die Runen der Macht - Geisterzeichen

Philippa Ballantine , Michaela Link
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 05.02.2015
ISBN 9783802586491
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Runen der Macht - Geisterzeichen ist ein weiterer guter Band von Philippa Ballantine. Diesmal droht die Anderwelt die Menschheit zu überrollen. Sorcha, die zwischen beiden Welten steht, vermag dies zu verhindern. Mit konstant guter Spannung erleben Sorcha und Co. Höhen und Tiefen des Geschehens. Die Handlungsstänge führen zum Schluss auf den gleichen Schauplatz und jeder trägt seinen Teil bei, das Eindringen der Geister in die Menschenwelt zu verhindern. Der gewohnt gute Sprachstil lädt zu einem flüssigen Lesen ein. Leider ist es das Ende der Reihe, allerdings mit flammender Hoffnung für eine bessere Zukunft. Es ist sehr zu empfehlen die gesamte Reihe zu lesen. Mir haben sie so gut gefallen, dass alle in meinem Bücherregal stehen und evtl nochmals gelesen werden ;)

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Tags: geister, magie   (2)
 

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(105)

226 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

alchemisten, vampire, bloodlines, adrian, moroi

Bloodlines - Silberschatten

Richelle Mead , Michaela Link
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 05.03.2015
ISBN 9783802595547
Genre: Fantasy

Rezension:

Nun, ich fand die letzten 10 Bände über Rose/ Sydney schon sehr unterhaltsam - da ist es wohl keine große Überraschung, dass ich auch Band 11 mochte.
Positiv ist, dass den Charakteren wieder viel Raum gegeben wird. Zwar entwickelt sich Sydney immer mehr in die Rose Richtung (was zu mehr Action führt!), ist und bleibt aber sie selbst und keine Mini-Rose.
Was Sydney und auch Adrian durchzumachen haben, ist sehr gut beschrieben - man kann sich jederzeit gut in die Protagonisten hineinversetzen.
Auch sprachlich wird man wieder mitgerissen und stolpert beim Lesen nicht über irgendwelche Wörter oder Sätze. Das Buch hat mich definitiv in seinen Bann gezogen und war ziemlich schnell ausgelesen. Solide Leistung also.
Das Aber blieb aber leider nicht aus. Ein paar Ideen sollte man besser nicht hinterfragen - sonst wirken sie wohl etwas nicht ganz ausgereift (Äh...erst ist ein Funken schon fast ein zu großer Kraftakt, aber eine Feuerwand auf dem Dach unter nem Hubschrauber ist natürlich kein Problem). Andere hingegen glänzen (vor allem die einzelnen Operationsschritte in der Anstalt - es leben Socken und Kaugummi!). Dass Hochzeiten momentan in der Literatur hoch im Kurs stehen, bekommt diesem Band auch nicht sonderlich. Die Hintergründe sind klar, die Umsetzung eher mau. So wirkt das ganze Ende reichlich konstruiert und zugekleistert - das kann die Autorin besser. Immerhin werden ein paar interessante neue Züge dadurch ermöglicht, die Vorfreude auf den nächsten Band konnte also trotz des etwas überladenen Endes geweckt werden.

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Tags: fantasy, romantas   (2)
 

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(145)

346 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

fantasy, auri, unterding, kvothe, rothfuss

Die Musik der Stille

Patrick Rothfuss , Jochen Schwarzer , Marc Simonetti
Fester Einband: 173 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.11.2015
ISBN 9783608960204
Genre: Fantasy

Rezension:


Meine Meinung:
Im Vorwort - und dann ausführlich im Nachwort - entschuldigt sich der Autor für diese Geschichte. Weil sie nichts hat, was man von einer Geschichte gemeinhin erwartet. Dialoge. Handlung. Spannungsbogen. Er gibt zu bedenken, dass vielen die "Geschichte" nicht gefallen wird.
In der Tat, sie ist sehr ungewöhnlich. Aber indem man andere Sachen imitiert und den hundertsten 0815 Roman schreibt, schafft man auch keine Unikate. Vielleicht mag diese Geschichte auf den ein oder anderen befremdlich wirken - mich hat sie zutiefst beeindruckt. Und ich denke, die, die sich für Literatur interessieren, werden da nichts einzuwenden haben. Das hier ist "mehr" als nur eine Geschichte.
Auri - die Heldin hier - ist zutiefst ungewöhnlich, sie ist geistig nicht so ganz gesund, lebt in einem längst vergessenen Kellergeschoss und sieht die Welt sehr viel anders als "normale" Leute. Es ist einfach nur meisterhaft gelungen, diesen Charakter und seinen Tagesablauf so zu schildern, dass man zum einen Auri versteht, zum anderen aber auch gleich ihre Andersartigkeit erkennt. Ich würde nie so denken können wie Auri es tut. Ich würde es ziemlich aufregend finden, ein altes, längst vergessenes Zimmer einer einstmals wohl reichen Dame zu finden. Allerdings nicht, um es dann so sein zu lassen, weil sich die Dinge dann gut fühlen :-D . Erstaunlich, wie man plötzlich, animiert durch Auris Sicht der Dinge, anfängt, zu DINGEN eine emotionale Bindung aufzubauen, als wären sie Personen. Als wäre die Treppe der Tischnachbar, mit dem man nicht so gut auskommt. Oder die Bettdecke dein treuer Freund. Klingt konfus und irr - im Buch ist es aber nicht so. Und das ist eine Meisterleistung ;-) .
Da man Auri nur aus Kvothes Sicht kennt, wird hier in der Geschichte eine völlig neue Perspektive geboten. Eigentlich tut sich schon ein ganz neues Universum auf. Ich werde den nächsten Band der Königsmörder-Chroniken auf jeden Fall ganz anders lesen!
Ach ja, einen Satz dazu: Wenn man Band 1 und 2 der Königsmörder-Chroniken nicht gelesen hat, dann sollte man auch auf jeden Fall die Finger von diesem Bändchen lassen - es wäre völlig unverständlich.
Dann zu den Sachen, die laut Autor dieser Geschichte fehlen. Stimmt, es gibt keine Spannung im Sinne von: Welt wird vom bösen Herrscher bedroht, Held macht sich auf den Weg und nach einigen Hindernissen besiegt er den Bösewicht. Aber die Geschichte hat ihre eigene Art von verdrehter Spannung. Nicht im konventionellen Sinne, das nicht. Aber man weiß, dass Auri auf den siebten Tag wartet. Und man spürt ihre Dringlichkeit, bis dahin alles erledigt zu haben. Dinge, die für uns nicht nachvollziehbar sind, Dinge, die wir niemals als zu erledigen ansehen würden. Und diese Dringlichkeit zieht sich wie ein Roter Faden durch das Werk und erzeugt so seine eigene Spannung. Langweilig wird es auf keiner Seite. Dennoch ist dieses Werk so anders, dass ihm Kategorien wie "Spannung", "Action" oder "Humor" nicht gerecht werden - da lässt es sich nicht reinpressen.
Und die Sprache: Wieder großes Kino. Hier versteht jemand, wie man Worte setzen kann, dass sie sich wie eine Erkennungsmeldie durch das Stück ziehen.
Und wer weiß, vielleicht ist das wirre, einsame, komische Mädchen, das doch so unscheinbar ist und von niemandem näher beachtet werden würde, vielleicht am Ende sehr viel mächtiger, als all diese Ignoraten zusammen.

Fazit:

Die Geschichte ist in vielerlei Hinsicht mehr als ausgezeichnet. Ich würde sie nicht als konventionelle Novelle einschätzen - jemand, der konventionelle Unterhaltung sucht, kann hiermit wirklich nicht falscher liegen. Etwas ähnliches hatte ich noch nie zum Lesen und ich bin froh, dass ich darüber gestolpert bin. Es wird wohl nur Leute geben, die dieses Buch lieben oder hassen - dazwischen wird es da nichts geben. Ich für meinen Teil geselle mich zum Fanclub.
Insgesamt eine höchst sonderbare Geschichte, die nicht weniger als die volle Punktzahl hier bekommt. Es ist zwar nicht DAS Lieblingsbuch von mir schlechthin, allerdings ist es auch weniger mit "normalen" Maßstäben zu messen und hat daher seine top Bewertung mehr als verdient.

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Tags: fantas, novelle   (2)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

nymphen, nymphs, romantas, fantasy, liebe romantik

Nymphs 1.1 - Verführerischer Vollmond

Sari Luhtanen , Miikko Oikkonen
E-Buch Text
Erschienen bei Fischer Ki. Ju. E-Books, 25.09.2014
ISBN 9783733600624
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch zu bewerten fällt schwer. Obwohl ich es vor einiger Zeit gelesen habe, frage ich mich immer noch, wie es wohl weitergeht. Die Story ist gut - und kann einen in ihren Bann ziehen. Aber: Mängel sind da.
Ich habe gesehen, dass nymphs eine sehr erfolgreiche TV Serie ist (die ich mir mal ansehen werde) - und keine Ahnung, ob die Bücher vor der Verfilmung da waren. Aber fast wirkt es so, als wäre die Story als Film angedacht gewesen - und das Buch nur ein Merchandise Produkt.
Die Sprache ist ungeschickt gewählt, Emotionen werden teils vergessen, wirken teils unglaubwürdig und zu drehbuchmäßig. Nach einem Mord denkt sich ein normales Mädchen doch irgendetwas. Verdrängung, Angst, Trauer - irgendetwas! Auch die Romanze reißt nicht mit, wirkt farblos und nicht überzeugend.
Handeln wird nicht motiviert. Es klappt einfach alles, weil es eben mal so klappt und warum ist nicht wichtig, ist eben so.
Erst spät beginnt man, die Figuren schätzen zu lernen. Vorher sind sie einfach da, weil man Handlungsträger braucht.
Trotz dieser üblen Fehler lässt sich gute Unterhaltung erahnen. Aber die sollte man in diesem Fall wohl eher in der TV Serie suchen - nicht im Roman. Der überzeugt zwar durch seine Handlung - und ist daher durchaus Unterhaltung - aber ein Meisterwerk ist er nicht.

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Tags: fantasy, nymphen, romantas   (3)
 

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

selection, jugendbuch, dystopie, romantasy, liebe

Selection Story - Liebe oder Pflicht

Kiera Cass
E-Buch Text
Erschienen bei Fischer Ki. Ju. E-Books, 25.09.2014
ISBN 9783733600655
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zunächst: Das Buch ist in zwei Geschichten plus Bonusmaterial (Stammbäume und Interview mit der Autorin) aufgeteilt. Wir haben also keine unkontrollierte Sammlung von unmotivierten Kurzgeschichten.
Von der ersten Geschichte - die Ankunft der Casting-Teilnehmerinnen - aus der Sicht Maxons war ich ziemlich angetan. Die Geschichte wäre zwar völlig unverständlich, wenn man Selection noch nicht gelesen hat, aber wenn, dann ist sie wirklich unterhaltsam und interessant. Maxons Sprechweise wirkt authentisch, ebenso seine Gedanken. Immerhin ist er ein gebildeter Prinz und nicht in der Gosse aufgewachsen.
Sein Vater, der in Americas Augen aus den Selection Romanen wie ein Monster wirkt, gewinnt hier an Tiefe. Seine Handlungen werden motivert.
Zu bemängeln habe ich in diesem wunderschön geschriebenen Teil nur die Beschreibungen und die Ausgestaltung durch die Sprache. Wenn man sich im Garten bei Dunkelheit begegnet (so dunkel, dass ein Name nicht gelesen werden kann), dann ist es etwas unwahrscheinlich, dass später eisblaue Augen und feuerrotes Haar bemerkt werden und sogar der rosarote Hauch, der sich auf den Wangen bildet. Ähm... Auch den Vergleich, dass sich Maxon anhört wie ein fünfjähriges Mädchen mit Raucherlunge, fand ich denkbar daneben. Ein fünfjähriges Mädchen und Raucherlunge. Wie abartig ist denn das? Und wirklich. Fünfjährige Mädchen haben doch bitte hoffentlich KEINE Raucherlunge!
Den zweiten Teil, Aspen, fand ich nicht gelungen. Er setzt sich sprachlich nicht ab, sondern spricht wie Maxon. Und kommt dabei aus einer sehr niedrigen Kaste. Auch ist er ein sehr flacher, kantenloser Charakter. Wie bei Maxons Teil schon angedeutet, wird hier noch einmal deutlich gemacht, dass offenbar alle Palastwachen (die aber dann doch irgendwie die Elite sind) strohdumm sind. Nur Aspen ist offenbar fähig, tatsächlich zu denken. Wobei die Wachen, mit denen er befreundet ist und die folgerichtig auch strohdumm sein müssten, in den Momenten, in denen sie auftauchen, nicht strohdumm sind. Aspens Intelligenz muss also per Luft übertragen werden, oder so.
Insgesamt ist der Band allerdings unterhaltsam und locker zu lesen. In einem Tag war er durchgelesen. Ein Muss ist es nicht. Diese schöne Atmosphäre, die im den Romanen umfängt - die einen vermutlich auch dazu bringt, Casting Shows im Fernsehen anzusehen - die fehlt hier teils. Gerade der Teil um Maxon rechtfertigt den reuelosen Buchkauf aber.

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Tags: dystopie, fantas, romantasy, romantic fantas   (4)
 

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258 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

spiel, jackson, aliens, freundschaft, liebe

JUMP - Das Spiel

Eve Silver , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.08.2014
ISBN 9783841421586
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Idee der Handlung ist sehr gut. In diesem Buch geht es darum, dass Miki nach einem Unfall, bei dem sie eigentlich tot sein müsste, an einem unbekannten Ort aufwacht. Dieser Ort ist das Spiel. Durch dieses Spiel soll eine Invasion auf der Erde durch Außerirdische verhindert werden. Solange sie im Spiel überlebt, solange kann sie ihr normales Leben auf der Erde weiterführen. Der Titel ist sehr gut getroffen, da die Hauptperson Miki und weitere Charaktere zwischen der Erde und einem fiktiven Spiel hin und her hüpfen. Das Buch ist insgesamt sehr gut aufgebaut und bringt durchgehend Spannung mit sich. Somit war ich auch viel zu schnell am Ende angelangt. Es lässt sich zudem sehr flüssig und zusammenhängend lesen. Miki ist eine sehr neugierige Person, wobei sie meiner Meinung nach ab und an zu viele Fragen gestellt hat, wo die Antwort doch eigentlich durch den Verlauf der Geschichte und was sie bisher herausgefunden hat schon vorhanden war. Ihre „Beziehung“ zu Jackson ist klassisch, dennoch versteht es die Autorin den Leser in einer gewissen Ungewissheit zu lassen, wie es mit Miki und Jackson weitergeht. Die Eifersuchtsszenen und weitere typische Szenen im realen Leben lockern das Geschehen zwischen den Welten etwas auf und machen zwischendurch nochmals klar, dass die Protagonistin trotz des Spiels und ihrer Aufgabe darin, eine normale Jugendliche ist. Das Spiel selbst ist eine gut umgesetzte Idee der Autorin. Die Idee und die Umsetzung gefallen mir sehr gut. Allerdings erfährt man als Leser wenig über die Außerirdischen Drow selbst, außer dass sie früher oder später über die Erde herfallen wollen. Miki und Co. bekämpfen sie nur ohne einen wirklichen Versuch zu unternehmen mehr über die Drow herauszufinden. Ich denke, dies ändert sich im nächsten Buch, denn Miki und Jackson sind gar nicht so gewöhnliche Menschen, wie die anderen Mitspieler und haben eine gewisse Verbindung zu den Drow. Ich habe mir schon mehrere Szenarien ausgedacht, wie es im nächsten Buch weitergehen könnte und bin gespannt, was sich die Autorin selbst ausgedacht hat. Das erste Buch Jump endet mit einem Cliffhanger und das Spiel selbst ist sicher noch nicht vorbei…

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40 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

fantasy, rezensio, verrat, runenmagie, die runen der mach

Die Runen der Macht - Göttliche Rache

Philippa Ballantine , Michaela Link
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 06.02.2014
ISBN 9783802586477
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich muss gleich mal sagen, schade, dass ich den ersten Band nicht gelesen habe, sondern gleich im Zweiten eingestiegen bin. Die Runen der Macht – Göttliche Rache setzt einiges vom ersten Band voraus. Ereignisse die im ersten Teil geschehen sind, werden erst nach und nach etwas durchsichtiger, wobei mich schon interessieren würde, wie genau es zum Band der drei (Sorcha, Merrick und Raed) gekommen ist. Ich denke ich werde mir den ersten, sowie die weiteren sicher noch kaufen. Aber von vorne. Sorcha traut bei einer Geisteraustreibung ihren Augen nicht, als sie währenddessen eine Nachricht von der Anderwelt bekommt, dass ihr geliebter Raed in großer Gefahr ist. Daraufhin findet sie eine Möglichkeit Raed aufzuspüren, wobei danach die wirklichen Probleme erst auftreten. Die Reise und die Handlung werden sehr spannend erzählt, sodass ich ungern das Buch aus den Händen gelegt habe. Einzig die Geschichte, warum auf einmal Merrick in die Anderwelt gezogen wird und dort von seiner verstorbenen Freundin durch die Geisterwelt geführt wird, war mir anfangs etwas schleierhaft. Hat sich gelesen als wäre es leicht aus dem Zusammenhang gegriffen. Je länger er aber in der Anderwelt war, desto mehr fanden die einzelnen Geschichtsstücke zusammen und desto mehr wurde mir bewusst warum er dort war. Und zwar das Geheimnis um den verborgenen und mysteriösen Prinzen von Orinthal zu lüften bzw. herauszufinden, warum der Prinz so ist wie er ist und welcher Zusammenhang mit der kleinen Göttin Hatipai besteht. Hier taucht auch schon der eigentliche Grund der Handlung auf. Hatipai ist eine sogenannte kleine Göttin mit einigen Anhängern. Hatipai ist ein Geist seitdem sie vor Jahrhunderten verbannt bzw. in Schach gehalten wurde. Allerdings gibt es eine sehr große Verehrerin von Hatipai, nämlich Großherzogin Zofia, die sie befreit. Hatipai hat seit diesem Zeitpunkt eigentlich nur ein Ziel, nämlich menschlich zu werden und alle Menschen zu kontrollieren, mit Hilfe der menschlichen Zofia. Um wieder lebendig zu werden, braucht Hatipai Raed, wobei sich der Handlungskreis wieder schließt, warum Raed in großer Gefahr ist. Ich möchte gar nicht so viel Verraten, ich könnte noch viel mehr von der Handlung erzählen, aber es ist schwer, denn die Geschichte von Diakonin Sorcha mit ihren Runen auf den Handschuhen, hat mir sehr gefallen. Die Autorin Philippa Ballantine versteht es durchgehend die Spannung zu halten. Das Buch wird in der Er-Erzählperspektive erzählt, was hier gut ist, da im Buch aus den Sichtweisen von Sorcha, Merrick, Zofia und Raed erzählt werden. Hier wäre eine kleine Kennzeichnung von Vorteil gewesen, denn die Sichtweisen wechseln nicht pro Kapitel sondern während einem Kapitel von einem auf den anderen Absatz. Aber nachdem man sich in den ersten Kapiteln eingelesen hat, und somit die Personen besser kennengelernt hat, wusste man sofort aus welcher Perspektive erzählt wird. Der Sprachstil ist durchgehend sehr flüssig zu lesen, ohne zu große verschachtelte Sätze die man erst beim zweiten Mal lesen wirklich versteht. Das Buch an und für sich hat eine abgeschlossene Handlung, dennoch macht es neugierig auf den nächsten Band. Also wie gesagt, Sorcha und Merrick werden noch leere Stellplätze in meinem Bücherregal füllen. ;)

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(146)

307 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

liebe, alchemisten, vampire, magie, vampir

Bloodlines - Feuriges Herz

Richelle Mead ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 03.04.2014
ISBN 9783802594106
Genre: Fantasy

Rezension:

+ Das Neue an dem Band ist, dass ein Kapitel aus Sydneys, eins aus Adrians Sicht geschrieben wurde. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob männliche Gedankengänge hier manchmal nicht nur Wunschdenken aus weiblicher Sicht waren, aber im Großen und Ganzen ist dieser Perspektivenwechsel wieder einmal gut gelungen.
+ Zoey bringt Schwung in die Geschichte
+ Die Spannung bleibt, auch wenn nicht soooo viel Großartiges passiert
+ Man merkt vor allem an Sydney ihre riesen Entwicklung
- Eine Romanze reicht. Es muss nicht alle Welt eine Liebe fürs Leben im Teenageralter innerhalb weniger Wochen bekommen.
- Die Handlung ist etwas durchschaubar, ohne DEN Höhepunkt schlechthin

Also ein knappes aber doch überzeugtes "sehr zu empfehlen".

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Tags: fantasy, hexen, romantasy, romantic fantasy, vampire   (5)
 

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(72)

213 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

dystopie, endzeit, wüste, liebe, saba

Dustlands - Der Herzstein

Moira Young ,
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.02.2014
ISBN 9783841421463
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Oh Mann ich möchte wissen wie es weitergeht, denn ich glaube das könnte noch richtig spannend werden! Aber von Anfang an. Der Herzstein ist der zweite Band von der Dustlands-Reihe. Das erste Kapitel wird aus der Sicht Jacks geschrieben, wobei das dortige Geschehen erst im Laufe des Buches Sinn ergibt, nachdem sich die Wege von Saba und Molly treffen. In den weiteren Kapiteln ist mir gleich zu Anfang aufgefallen, dass die Autorin Moira Young kurze, prägnante Sätze (wenn nicht sogar nur Wörter) verwendet, wenn es darum geht, Sabas Gefühlszustand in heiklen Situationen zu beschreiben. Ich hab etwas gebraucht, in diesen Schreibstiel hineinzufinden, was aber nach den ersten Seiten geschehen ist. Warum auch immer ausführlich beschreiben, wenn es kurz und prägnant geht? Die Umgangssprache (z.B. in den Käfig gemusst hab) von Saba, machte sie sympathisch, denn auch in der jetzigen Zeit verwenden wir Umgangssprache, also warum auch nicht in Zukunft? Da der Herzstein ein Jugendbuch ist, finde ich diesen Schreibstiel auch passend gewählt. Das Buch hat keine verschachtelten Handlungen, sondern eine gerade Linie, somit ist es eine leichte Lesekost, was die Handlung angeht. Die Kapitel sind auch nach dem Aufenthaltsort von Saba gegliedert, somit weiß man immer wo sie sich gerade herumtreibt. Die Handlung selbst wird nie wirklich langweilig. Es passiert zwar viel, aber nichts wirklich tiefgründiges, was auf einer Reise durchaus sein kann. Es liegt hier keine Spannungpyramide, sondern eine Spannungsrampe vor. Je weiter die Reise geht, desto spannender wird es. Auf Sabas Weg Jack zu finden, findet sie selbst immer mehr Weggefährten. Sie trifft sogar auf den gehassten Wegbereiter DeMalo, was wirklich noch viel Aufklärungspotential für den nachfolgenden Band gibt. Es wird nicht zu viel von DeMalo verraten, aber irgendwie mag ich ihn. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es bessere gibt. Der Schluss hat mich sehr neugierig auf den nächsten Band gemacht, denn dieses Buch bietet viel Potential für die weitere Zukunft von Saba und ich hoffe es gibt einen tollen Showdown. Ich meine nämlich, dass es zwischen dem Wegbereiter und dem Wiederstand viel aufzuklären gibt.


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(1.388)

2.105 Bibliotheken, 27 Leser, 6 Gruppen, 220 Rezensionen

liebe, selection, dystopie, kiera cass, jugendbuch

Selection - Die Elite

Kiera Cass , Susann Friedrich
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 20.02.2014
ISBN 9783737362429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jep, das ist eine Hardcore-Romanze. Irgendetwas anderes zu behaupten, wäre einfach gelogen. Und trotzdem ging es mir so wie bei Band 1. Zwei Stunden am Abend zum Lesen zu haben, ist eigentlich sehr viel. Nun ja. Es wurde eine lange Nacht und viel Schlafmangel am nächsten Tag. Und das Buch war zu Ende gelesen. Ich bereue es übrigens nicht. Also, die lange Nacht. Dass das Buch aus war, schon.
Zwar gehen mir Dreiecksgeschichten sonst gehörig auf den Keks und auch hier habe ich etwas denkwürdig gefunden, dass sie ihm Vorwürfe macht, andere auch nur anzuschauen, während sie zwei gleichzeitig am Start hat. Nun ja. Andere Kritikpunkte will und wollte ich gar nicht sehen, da ich so im Lesefluss war :-).
Alles andere war wunderbar. Schön beschrieben und so flüssig zu lesen, dass man gar nicht damit aufhören konnte. Gefallen hat mir auch, dass es nicht zu einem - ich schmachte 300 Seiten durch - Wälzer geworden ist, sondern zwischenzeitlich Details und Zwischenfälle waren, die mir sogar meinen Favouriten abspenstig gemacht haben. Und die Außenwelt (sprich die politischen Umstände) erhalten jetzt auch mehr Gewicht. Allerdings nicht auf diese rationale Art und Weise, wie z.B. in Panem, wo es viel ums politische System geht, sondern eher auf der Gefühlsebene. Es ist eben nun mal nicht schön, wenn Folterstrafen noch nicht verboten sind.
Mir bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass ich wieder einmal völlig begeistert von diesem Buch war, obwohl es doch eine Romanze pur ist. Oder vielelicht weil es die einzige pure Romanze ist, die mich wirklich überzeugt hat. Mir ist schon klar, dass so etwas vermutlich Geschmackssache ist, aber gleichzeitig finde ich, dass man in Bezug auf romantische Fantasy bei Selection auf jeden Fall einen Versuch starten soll. Schließlich ist es nicht nur die Liebesgeschichte, sondern - ganz im Gegenteil - die traumhaften Beschreibungen der Königswelt. Und wer liest denn nicht gerne, wie Aschenputtel zum Prinzen kommt?

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Tags: dystopie, fantasy, romance, romantasy, romantik fantasy   (5)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

fantasy, mera, mitte, jeworreck, neuartig

Reise in die Mitte von Mera

Jana Jeworreck
E-Buch Text: 253 Seiten
Erschienen bei null, 17.11.2013
ISBN B00AKCO1OY
Genre: Sonstiges

Rezension:

Hm,ich weiß nicht so recht, wie ich zu dieser Geschichte stehen soll. Zum einen hat sie durchaus Potential, zum anderen wird dieses überhaupt nicht zur Geltung gebracht. Ein Lektor aus der Kommerzabteilung wäre hier das Beste, was der Geschichte passieren könnte.
Die Anfang ist interessant. Eine alte Frau mit geheimnisvoller Vergangenheit versucht sich durch eine zerstörte Welt zu retten. Nur kleine Mängel (wie, sie liegt am Boden und legt sich dann hin) trüben das Lesevergnügen, ansonsten ist es mitreißend.
Dann kommt eine junge Königin ins Spiel, die sich mit dem starren Hofprotokoll nicht so anfreunden kann. Gelungene Figurenkonzeption, würde passen. Aber. Dann geht es los. Es muss noch der Böse und der Hofnarr einen eigenen Auftritt bekommen und dann auch noch ein besonderes Wesen. Dann kommt es zu zahlreichen Prüfungen in ein paar Sätzen (die dann sehr sehr schnell durch lautes Schreien gelöst werden), eine Reise um die halbe Welt und und und. Dann kurz der Schwenk, der Böse wird psychologisiert, sodass er nicht mehr urböse, sondern selbst wie ein Opfer erscheint. Dann werden Infos über die Eltern der Protagonistin gegeben, wobei große Fragen bleiben und diese Infos zu spät kommen. Dann wird noch schnell eine Liebesgeschichte aufgebaut und eine Horde Pferde ausgegraben. Oh - und eine meisterhafte Rüstung kommt auch noch dazu. Insgesamt ist einiges zu unlogisch, wenn man darüber nachdenkt.
Fazit: Es ist einfach viel zu viel. Jede dieser Ideen hätte ca. 100 Seiten genaueren Aufbaus und Beschreibung gebraucht. Jede dieser Ideen ist gut - aber ihre Masse erschlägt den Leser und macht aus dem Lesevergnügen etwas anderes.
Die Beschreibungen unterbleiben oft oder kommen zu spät, sodass der Leser verwirrt ist oder etwas als nicht ganz so logisch hinterfragt - das schafft Distanz zur Geschichte und reißt nicht mit. Kurz vor dem Höhepunkt habe ich wieder sehr gerne gelesen, da geht es um nicht so viel und es zeigt sich, dass die Autorin durchaus könnte. Der Höhepunkt kommt dann plötzlich, auch die Lösung, es fehlen wieder ein paar Seiten, die das Ganze plausibel gemacht hätten.
Die Sprache dafür ist gut gebraucht. Wenn den Charakteren die Sinne schwinden, dann werden auch ihre Sätze zu Wortfetzen, die immer noch gut verständlich sind. Insgesamt ist die Sprache recht elaboriert - also, hochsprachlich. Man sollte mit nicht ganz so alltäglichen Wörtern wie konstituieren oder so vertraut sein. Dennoch ist ein Lesefluss gegeben.

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(2.313)

2.962 Bibliotheken, 32 Leser, 6 Gruppen, 202 Rezensionen

dystopie, liebe, fraktionen, die bestimmung, veronica roth

Die Bestimmung

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.10.2013
ISBN 9783442479443
Genre: Jugendbuch

Rezension:

ieses Buch übt einen schönen Sog auf den Leser aus. Es existieren 5 charakterlich getrennte Fraktionen in dieser neuen Welt. Man rätselt unweigerlich, wo man selbst dazugehört hätte. Anfangs hatte ich noch Probleme, die Fraktionen mit ihren Namen auseinanderzuhalten, aber die Übersicht im Buch hilft. Auch dass der Name der Protagonistin erst einmal nicht so das Gesprächsthema ist, hat mich ein wenig irritiert. Schließlich möchte ich ja bald wissen - und es mir merken können - mit wem ich da auf die Reise gehe. Selbige ist wirklich gut. Die Ausbildung von Beatrice lässt einen mitfiebern, man überlegt, wie man sich selbst geschlagen hätte. Und man fragt sich, wie es so in den anderen Fraktionen aussieht. Echt gelungen. Ich würde zwar wirklich nicht so weit gehen, den Roman mit Harry Potter (eine Art Schuldzeit und eine Art Einteilung in Häuser/ Fraktionen) zu vergleichen, dafür ist Harry Potter zu komplex und Die Bestimmung eher zum Dahinträumen gemacht. Auch sehe ich nicht wirklich einen Grund, es das zweite Panem zu nennen. Es ist kein Abklatsch. Außerdem ist Panem zwar auch eine Dystopie mit einer Art Liebesgeschichte, wenn ich das so spoilerfrei sagen darf, aber dort geht es auch sehr um politischen Terror. Hier geht es eher um eine Heldin, die sich gegen das System stellen muss und um eine schöne, romantische Liebesgeschichte, wie sie der geneigte Romantik Fantasy Leser lesen möchte. In Panem werden die Hintergründe ziemlich aufgerollt und klargemacht, hier blieben für mich Lücken. Ich kann mir nicht wirlich Vorstellen, dass die Menschheit sich darauf einigen könnte, die Regierung den Leuten zu überlassen, die es charaktermäßig aufgrund ihrer Selbstlosigkeit am besten können sollten - und dass damit alle Selbstdarsteller und Machthungrigen mal eben verzichten. Genauer möchte gar nicht darauf eingehen, es gibt Lücken, aber das ganze System war interessant genug, um diese vergessen zu lassen. Auch die Liebesgeschichte taucht so auf dem Nichts auf, ist aber nicht schlecht. Ein großer Pluspunkt ist, dass Beatrice kein Märchenprinzessin-Typ ist, der bei jeder Gelegenheit in Ohnmacht fällt, sich von Männern helfen lässt, schusslig und naiv ist. Sie ist eher mutig, gleichzeit versucht sie aber auch die Menschen um sich herum zu schützen - alles relativ, also nicht übertrieben. (Also: Manchmal muss man eben auch Freunden weh tun, um selbst zu überleben. Und nicht flennend dastehen, bis die Probleme wundersam gelöst werden ^^). Die anderen Charaktere sind teilweise sehr gut (Christina, Als), teilweise etwas schwarz-weiß (Peter, Eric und so). Insgesamt vergebe ich dem Roman ein zu "Sehr zu empfehlen" tendierendes "empfehlenswert", da ich ihm in einem Rutsch durchlesen konnte und mich sehr gut unterhalten gefühlt habe. Der Lesefluss ist also da. Ich freue mich auch auf die Verfilmung, meiner Meinung nach ist dieses Buch gut dafür geeignet, auch in Bildform gebracht zu werden.

Fazit in einem Satz:

Ein interessantes System aus Fraktionen (nach Charakter getrennt) und eine Welt, die einen gefangen nimmt. Da übersieht man gerne noch vorhandene Lücken.

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Tags: fantasy, romantic fantas   (2)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

fantasy, überraschend anders, schiffbrüchig, liebe, außerirdische

Duocarns - Die Ankunft

Pat McCraw
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 28.12.2011
ISBN 9783844804362
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch startet schon mal richtig gut: Zwei Raumschiffe werden, bevor sie miteinander kämpfen können, durch eine Anomalie im Weltall auf die Erde verfrachtet. Die sie nicht kennen. Und auf der sie sich erst einmal zurecht finden müssen. Geld beschaffen, die komischen Löcher in der Wand (Stechdosen) betrachten ... und die Sache mit den Pässen. Von mir aus hätte das ganze Buch so weitergehen können. Vor allem die Kleinigkeiten, welche Fremde auf der Erde bemerken, sind recht komisch (z.B. als über die Bedeutung von Starpostern philosophiert wird ;-) ). Aber der Hälfte trifft das Buch leider meinen persönlichen Geschmack nicht mehr und schlägt eine andere Richtung ein. Schwierigkeiten werden einfach weggezaubert, alles fügt sich viel zu leicht. Klar, dass alle die Liebe sofort finden, wenn sie suchen oder eine neue Person auftritt. Auf Anhieb und dann gleich in Perfektion. So etwas kommt in der Bandbreite eben nicht vor - und dass schafft eine gewisse Distanz zum Buch. Auch die Charakterisierung wird mir dann zu heftig. Die Bösen sind nicht böse, sondern richtig böse, was durch eklige Praktiken (Gehirn aussaugen, die Fruchtbarkeit der Frauen aussaugen, Kopulation mit Hunden) verdeutlicht wird. Mir was das persönlich zu viel. Dadurch, dass das Buch so kurz ist, und sonst größere Beschreibungen (z.B. Genaueres über Welt und Kultur - da hätte ruhig noch mehr da sein dürfen) fehlen, fallen diese nur noch mehr ins Gewicht und auf. Während mir die erste Hälfte richtig gut gefallen hat, lag mir der Schwerpunkt der zweiten Hälfte zu sehr auf einem Sex&(brutal)Crime Sells, die mich in ihrer Perversion nicht angesprochen haben. Auch die Rechtschreibfehler fielen dann auf. Ich persönlich bin auch ein Fan von runden Enden, dieses hier ist offen. Entweder man kauft sich Band 2, oder man bleibt mit losen Enden zurück. Schade, die Ansätze haben mich begeistert (deswegen auf keinen Fall "nicht empfehlenswert", die Richtung, die das Buch dann genommen hat, leider gar nicht,also nur ein "weniger empfehlenswert". Aber das ist Geschmackssache.)

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Tags: erotic fantasy, fantasy, scifi   (3)
 

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1.599 Bibliotheken, 22 Leser, 4 Gruppen, 198 Rezensionen

märchen, cyborg, cinderella, cinder, dystopie

Die Luna-Chroniken - Wie Monde so silbern

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.12.2013
ISBN 9783551582867
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vorweg: Ja, ich bin ein riesengroßer Märchenfan. Und ja, ich bin beleidigt, wenn jemand meine schönen Märchen verunglimpft. Aber hier ist etwas völlig anderes passiert, das mich regelrecht begeistert hat. Zwar erkennt man die Züge von Aschenputtel – armes Mädchen, welches unter der Stiefmutter leidet und Drecksarbeit machen muss, trifft auf Prinz – aber alles andere wurde raffiniert und mit großem Ideenreichtum umgestaltet. Ethische Fragen kommen auf, allen voran, wie weit ist ein Mensch, der halb durch Maschinenteile ersetzt wurde noch ein Mensch? Und die Perspektive auf die Zukunft (nach Weltkrieg Nr. 4) regt ebenfalls zum Nachdenken an (Es ist keine Dystopie und auch keine Utopie. Es ist einfach eine mögliche Zukunftsvorstellung).  Der Roman ist also NICHT eine fade Nacherzählung von Aschenputtel oder Cinderella. Sondern etwas völlig Neues, bei dem Märchenfans wie ich wegen immer wieder einfließender, uminterpretierter Details schmunzeln werden können.

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Tags: fantas, jugendbuch, romantic fantasy, romantik   (4)
 

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212 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

schokolade, mafia, dystopie, new york, liebe

Edelherb

Gabrielle Zevin , Andrea Fischer
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.10.2013
ISBN 9783841421319
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Edelherb ist die Fortsetzung von Bitterzart. Da mit Edelherb ein neuer Lebensabschnitt von Anya nach der Erziehungsanstalt Liberty anfängt, ist es nicht weiterhin schlimm, wenn Bitterzart nicht davor gelesen wurde. Einzig der genaue, detaillierte Hintergrund der vorherigen Intrigen ist nicht bekannt, doch wusste man durch Erwähnungen von Anya während des laufenden Buches genau, wer gegen wen war/ist, was im Groben passiert ist und warum Anya in die Erziehungsanstalt musste. Dass diese Reihe eine Distopie ist, erkennt man nur daran, dass es im Jahr 2083 spielt, dass Schokolade und Kaffee verboten, Papier und Wasser knapp sind. Hier hätte man meines Erachtens mehr Zukunft einbringen können. Die Überschriften der Kapitel sind aus Anyas Sicht geschrieben, so war das Geschehen für dieses Kapitel kurz und Interesse weckend zusammengefasst. Eigene Gedankengänge von Anya sind in kursiv gedruckt. Handlungsmäßig passiert wirklich viel, wobei mir die Spannungsspitzen gefehlt haben. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen, ab und an wird sogar der Leser selbst angesprochen. Einige Begebenheiten werden in Klammern geschrieben, was ich nicht so toll finde, da man dies ruhig in einen normalen Satz in die laufende Handlung hätte schreiben können. Als Anya auf der Kakaoplantage ist, erhält sie Briefe von ihren Verwandten und Freunden. Hier find ich sehr schön, dass die Briefe in einer anderen Schriftart gedruckt sind. Wenn als Leser nicht sofort an das Ende des Briefes geschaut wird, wusste man anhand des Schreibstiels und der vorhanden Information von wem der Brief stammt. So ist es der Autorin gelungen, die Charaktere unterscheidbar zu machen. Etwas überrascht war ich, als die Person, der Anya das Geschehen in Edelherb hauptsächlich verdankt, auf ein kurzes Nachhaken von Anya alles zugegeben hat und danach verschwindet. Allerdings stellt sich danach heraus, dass nicht alles so rein ist, was ihr gesagt wurde und somit könnte dies im nächsten Buch interessant werden. Simon Green könnte da eine beachtliche Rolle einnehmen. Es stellt sich immer die Frage, wer ist vertrauenswürdig? Ich sage nur: „Der Feind des letzten Jahres könnte sehr wohl der Freund des nächsten Jahres werden.“

Fazit in einem Satz:

Dieses Buch kann leicht dahingelesen werden, allerdings hätte es mehr Spannung vertragen können. Mich hat es nicht ganz so hingerissen wie ich erhofft habe, wobei die Ansätze gut sind.

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(86)

210 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

dämonen, riley blackthorne, engel, jana oliver, liebe

Die Dämonenfängerin - Engelsfeuer

Jana Oliver , Maria Poets
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.10.2013
ISBN 9783841421593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Engelsfeuer ist der letzte Band der Geschichte von Riley Blackthorne. Das Buch ist in der Er-Erzählperspektive geschrieben, wenn allerdings Gedankengänge genauer beschrieben werden, ist das Geschehen in der Ich-Erzählperspektive gehalten und kursiv gedruckt. In diesem Band geht es hauptsächlich um Denver Beck und Riley Blackthorne und deren Liebe zueinander. In der ersten Hälfte des Buches geht es hauptsächlich um Beck, der wegen seiner kranken Mutter in seine Heimatstadt fährt, wobei hier auch das Geheimnis von Beck gelüftet wird. Die ersten 300 Seiten haben mir weniger gefallen, da fast kein Dämonenkontakt vorhanden ist (bzw. keine große, bedeutende Rolle hat, außer dass ein Dämon versucht, eine Seele zu erbeuten) und es hauptsächlich um die Gefühle von Riley und Beck geht. Hier ist es eher eine Liebesgeschichte mit eingebautem Krimi, wo ich mir mehr Dämonisches gewünscht hätte. Hätte man die Dämonen komplett weggelassen, wären die ersten 300 Seiten ein guter Krimi. Einzig ein paar beschriebene Zwischensequenzen aus Atlanta deuteten auf die bevorstehende Schlacht hin. Erst als Riley und Beck wieder in Atlanta sind, hat das Buch seinen Titel Engelsfeuer verdient. Riley wird von einer bestimmten Person für den Dämonenkampf ausgebildet und schließlich kommt es zum Endkampf. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt, da ich eher gedacht habe, dass mehr darauf hingearbeitet wird, den letzten Kampf zu planen, Intrigen abzuwenden oder ähnliches. Die Beschreibung des Kampfes selber hätte man auch genauer beschreiben können. Sagen wir es so, hier hätte man mehr Spannung erzeugen können (Allgemein war die Spannung im Buch etwas mau). Der Kampf selbst konnte mich somit auch nicht wirklich mitreißen. Kaum hat er angefangen, war er auch schon irgendwie vorbei. Ich habe einfach mehr Dämonenfangen, Schlachtplanung etc. erwartet und nicht eine ganz so große und ausführliche Liebesgeschichte. Beim Lesen hatte ich das Gefühl zwei Bücher in einem zu lesen, was daher rührte, dass die ersten ca. 300 Seiten total unabhängig vom nachfolgenden, eigentlichen Geschehen sind.

Fazit in einem Satz:

Ich hatte andere Erwartungen an dieses Buch. Mehr Dämonenjagt, mehr Schlachtplanung und weniger Liebe.

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(365)

776 Bibliotheken, 12 Leser, 5 Gruppen, 85 Rezensionen

engel, fantasy, krieg, chimären, liebe

Zwischen den Welten - Days of Blood and Starlight

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.09.2013
ISBN 9783841421371
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wieder hat das Buch geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen und wenn ein Buch das schafft, hat es seine Aufgabe doch gut gemacht ;-). Band 1 habe ich ja geliebt.
Verwirrungen bezüglich der Perspektive gab es dieses Mal nicht mehr, der Nah/Fern Zoom bei Karou wurde auch nicht mehr so intensiv angewendet. Leider nicht nur zum Vorteil. Dadurch, dass den anderen Charakteren so viel mehr Spielraum eingeräumt wurde, zeigte sich, dass viele etwas flach oder ähnlich sind. Ein Glanzstück schriftstellerischer Kunst war dies also nicht.
Auch nicht, dass das Wort Märchen noch mehr als in Band I gewillt war, alle anderen Wörter zur Beschreibung zu übernehmen. Nun ja.
Jetzt aber zu den positiven Punkten. Der Krieg wird so geschildert, dass man selbst bei den Heldentaten darin die Sinnlosigkeit des großen Ganzen erkennt. Die Handlung ist zwar etwas vorhersehbar – hey, wir haben Krieg. Könnte das angestrebte Ende da was sein? – trotzdem entwickelt sich die Story recht gut. Eine unerwartete Wendung hat sogar mich unvorbereitet getroffen (nein, nicht der Weiße Wolf, sondern der engelsgleiche Marionettenspieler, der seine Intrigen so schlau geplant hat, dass er sogar fähig war, die Rebellionen der anderen zu seinem Nutzen zu verwenden). Und die Spannung war auch wie im Band zuvor stets da. Will heißen, es war wieder einmal ein Buch, das keine drei Tage ungelesen blieb ^^. Insgesamt gab es zwar deutliche Schwächen, dennoch hat mich der Roman sehr gut unterhalten, sodass ich mich auf jeden Fall auf Band 3 freue, der unbedingt im Bücherregal landen muss.

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Tags: dämonen, engel, fantasieroman, fantasy, roma, romance, romantas, romantic fantasy, urban fantasy   (9)
 

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(97)

201 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

dystopie, liebe, wild, zukunft, lena klassen

Wild

Lena Klassen
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 11.03.2013
ISBN 9783931989798
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Insgesamt ergibt diese Geschichte ein rundes Bild über eine Welt in der Zukunft, in der Gefühle wegen ihrer zerstörerischen Macht unterdrückt und gesteuert werden, immer auf der Suche nach dem perfekten Menschen. Da das Ende zwar abgeschlossen ist, die Geschichte dahinter aber definitiv eigentlich erst anfängt, erinnert der Roman eher an einer Kurzgeschichte und ist insofern schon anders als andere Bücher. Auch der Schreibstil ist besonders. Daher fällt es schwer, dieses Kleinod mit anderen Romanen zu messen. Er ist einfach ein Plädoyer für den Individualismus, durch und durch. Und dafür, seine Gefühle zu schätzen, die guten, die schlechten, die, über die man sich nicht ganz einig ist. Und ein wunderbares Beispiel dafür, dass es ein Schwarz und Weiß nicht gibt. Was an diesem Buch so anders war – Dystopien gibt es ja viele – war, dass auch die Rebellen nicht das Gelbe vom Ei waren. Auf andere Weise waren sie ebenso. Mit dem einzigen Unterschied, dass es dem Individuum erlaubt war, auch ohne Drogen (un)glücklich zu sein. Da ist es verwirrend für den Leser (auf positive Art), Partei zu ergreifen. Fazit: Definitiv ein besonderes Buch, das ich jedem empfehle, der sich gerne die Augen öffnen lässt, und von Büchern nicht nur eingelullt werden will. Deswegen auch der Punktabzug, weil das Buch durch seine (von mir allerdings sehr geschätzte) Eigenwilligkeit nicht jeden wird überzeugen können. Leser, die Mainstream und Kitsch bevorzugen, sollten von dieser Zukunftsvision die Finger lassen. Für alle anderen wird es eine Perle sein.

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Tags: dystopie, fantasy, roman, zukunft   (4)
 

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(179)

400 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

alchemisten, vampire, magie, sydney, moroi

Bloodlines - Magisches Erbe

Richelle Mead ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.09.2013
ISBN 9783802588372
Genre: Fantasy

Rezension:

Und endlich war er da, der fieberhaft erwartete Band. Ich muss sagen, trotz der großen Erwartungen wurde ich nicht enttäuscht. Das Buch hat gehalten, was ich mir davon versprochen habe, nämlich voll und ganz in der Welt des Buches zu versinken. Natürlich ist da ein riesiger subjektiver Faktor dabei, aber die Bücher sind einfach genau meins. Oft ist mir Romantic Fantasy nämlich zu unausgegoren oder zu kitschig oder zu plump. Das hier nicht. Was vor allem auch an der Charakterzeichnung der Autorin liegt. Ich finde Sydney einfach so rund. Sie ist so, dass sie alle Welt als perfekt bezeichnen würde – in Bezug auf ihre Arbeit. Rational, professionell. Und menschlich? Da hat sie noch Nachholbedarf. Klar, wenn die Arbeit das Leben ist, bleibt für den Rest nicht so viel. Bis die Zweifel kommen…

Bezeichnend für sie die Stelle, als sie unbedingt wo mitkommen soll. Und ihr das für sie gewichtigste Argument ever, bei dem sie gar nicht verstehen kann, weshalb andere es nicht ebenso wichtig ansehen, ist, dass sie Unterricht verpasst (wohlgemerkt einen, den sie nur zur Tarnung besucht, da sie den Abschluss eh schon in der Tasche hat ;-) . Ähm….ja, leicht nerdig? Trotzdem oder vielleicht genau deswegen kann ich mich perfekt in Sydney einfühlen. Sie ist eben keine geborene Superheldin, sondern noch ein ganz schönes Mauerblümchen, das aber anfängt, ihr langweiliges Leben selbst in die Hand zu nehmen und nicht auf der Bettkante zu sitzen und deswegen stumm zu leiden. Und ihre soziale Inkompetenz und Selbstverblendung zu beobachten ist stellenweise echt amüsant.

Gut, oft ist die Handlung etwas vorhersehbar, allerdings passt das zur Geschichte. Mir wäre es gewaltig gegen den Strich gegangen, wenn sich meine Erwartungen nicht erfüllt hätten.

Mängel gibt es dieses Mal leider für mich schon. Im letzten Drittel des Buches ist mir zu viel ah, wir können doch nicht zusammen sein, ah, geh weg von mir, ups, schon wieder…und er hält trotz ihrer Launen treu an ihr fest (und zu einfach. Klar, dass gerade bei ihrem Flug eine Überbuchung stattfindet und gerade da ein Mitreisender weiß, wer noch zu seinem anderen Flug kommen könnte, indem er sie als Freiwillige meldet und die Fluggesellschaft das als ganz natürlich anssieht…hmm). Das ist mir zu viel Drama gewesen, das ich aus schlechteren Romanen kenne. Auch das Drachchen, oder wie man das nennen will, ist mir eine Nummer zu viel gewesen. Man muss ja nicht alle Register der Fantasy auffahren.

Mit am besten fand ich nämlich die Schilderung des Systems der Alchemisten. Und das kommt nur mit eiskalter Logik, Organisation und Sturheit bis zum Abwinken aus. Ohne Dämonen oder Vampirmagie.

 

Insgesamt war ich über dieses sehnsüchtig erwartete Buch wieder sehr glücklich, da es geschafft hat, mich in seine Welt zu entführen. Das Romantik-Drama-Gehabe war mir hier zwar fast eine Prise zu viel oft auch zu einfach, aber dafür reißen die Romantik-Szenen unweigerlich mit, da sie nicht zu effekthascherisch oder 0815 mäßig beschrieben werden und so einfach nur schön sind. Sehr schön fand ich auch, nun mehr über das System und die Welt der Alchemisten zu erfahren. Und ich bleibe dabei, die Charakterstudie eines perfekten Arbeitstier-Mauerblümchens, das langsam anfängt zu leben, ist einfach richtig, richtig gut gelungen.

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Tags: bloodlines, fantas, hexen, jugendbuch, richelle mead, romanc, romantasy, romanti, vampir, vampire academ   (10)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

das geheimnis von askir, zyklus, fantasy, epo

Das Geheimnis von Askir, Band 1,2,3,4 und Die Eule von Askir

Richard Schwartz
Flexibler Einband
Erschienen bei Piper, 01.01.2009
ISBN B00ARHD2KG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Davon abgesehen, dass mir schon die ersten Seiten gefallen haben, war ich anfangs etwas verwirrt. Klar bin ich aufgeschlossen gegenüber neuen Ideen – dass ich aber offensichtlich mehr an Klischees hänge, als selbst erwartet, hat mir das Buch nachdrücklich gezeigt. Der Held ist ein Mann. Ein alter Mann. Klar gibt es auch so in der Fantasy alte, tolle Männer, man nehme bloß Aragon oder Gandalf. Aber wenn eine hübsche, junge Frau mitspielt, sollten diese alten, tollen Helden doch gefälligst was mit der Dame anfangen können. So viel Romantik muss sein ;-) . Ich meine, wenn Dumbledore ein Auge auf Hermine geworfen hätte, das wäre doch…ne, ich will gar nicht drüber nachdenken. Am Anfang schien das Buch hier genau auf so etwas zuzusteuern, eine Wendung, die dann kommt, halte ich für eine grandiose Idee (die Idee um die Funktionsweise des Schwertes Seelenreißer habe ich so noch nicht gelesen und sie gefällt mir wirklich sehr, sehr gut. Vor allem, was passieren würde, wenn jemand diese Macht missbraucht, um sich zu bereichern…Mehr möchte ich nicht sagen, sonst wäre es ein Spoiler). Bemerkenswert ist, dass das ganze Geschehen praktisch auch auf einer Bühne spielbar wäre, man bräuchte nicht unbedingt viel Kulisse. Die ganze Handlung spielt in einem eingeschneiten Gasthof (Aristoteles mit seiner Dramentheorie wäre höchst erfreut ;-) ). Und das, ohne langweilig zu werden. Auch die Sprache finde ich ziemlich gelungen, kurze, ironisch angehauchte Sätze lockern immer wieder auf.
Kleinere Mängel sind, dass viele Sachen ein wenig zu sehr von der realen Welt abgekupfert scheinen, Orchideen und so. Auch dass den Helden grundsätzlich alles gelingt ist ein wenig zu viel. Na ja, und wenn ein Held das Zeitliche segnen muss, dann immer möglichst ruhmreich. Das ist der kleine Wermutstropfen in einem ansonsten fantastischem Werk.

Fazit in einem Satz:

Solide

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Tags: das geheimnis von askir, epo, fantasy, zyklus   (4)
 

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1.529 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 181 Rezensionen

dystopie, liebe, prinz, casting, selection

Selection

Kiera Cass , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Sauerländer, 01.02.2013
ISBN 9783411811250
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch muss etwas haben, denn ich habe es an einem Tag durchgelesen, weil ich es auch gar nicht aus der Hand hätte legen können. Dabei fing das Ganze (die Leseprobe) mit einem großen Missverständnis an. Weil die dargestellten Verhältnisse nicht so rosig sind, bin ich von einem Roman in einer mittelalterähnlichen Welt ausgegangen. Und dann die frische, selbstbewusste Sprache einer Frau? Irritierte. Und ein paar Seiten später war klar, dass ist nicht die Vergangenheit, sondern eine weniger schöne, aber durchaus denkbare Zukunft. Und alles passte. Perfekt. Von da an gab es keinen Stop mehr.
Der Zauber dieses Buches liegt vor allem in der beschriebenen Atmosphäre. Gemeinsam mit America geht man zu einem Casting. Dort soll aus 35 Favoritinnen vom Prinzen seine spätere Gemahlin ausgesucht werden, das gesamte Land schaut dabei zu. Erst stört man sich zusammen mit Mer daran, dass bei jedem Schritt Kamerateams dabei sind, Privatsphäre ist ein Fremdwort. Und die Konkurrenz sieht einen als Feind an und fährt die Krallen aus. Und im Laufe des Castings fängt auch der Leser an, die Kamerateams zu ignorieren, wie auch Mer sich daran gewöhnt und sie daher nicht gesondert erwähnt. Und aus den Feindinnen werden junge Frauen, die verstehen, dass sie alle in derselben Lage sind. Klingt vielleicht nicht nach herzzerreißender Spannung ,aber das täuscht. Die Schattenseiten einer Castingproduktion, vor allem jenseits der Kameras sind unglaublich gut und interessant dargestellt. Und es geht ja nicht rein um ein Casting. Das ist nur der Rahmen.
Nebenbei hagelt es Angriffe auf den Palast, der im öffentlichen Fernsehen als ach so sicher dargestellt wurde. Angriffe, die offiziell nicht existieren, selbst wenn sie tödlich enden. Damit, ganz am Rande und gar nicht störend, erhält man Einblicke in ein System, dass mittels Propaganda und Verschleierung die eigene Bevölkerung unterdrückt.
America wird plastisch dargestellt. Sie ist nicht die ideale Papierheldin, sondern denkt und fühlt wie ein „richtiger“ Mensch, nicht nur so, wie es sich auf dem Papier gut machen würde. Die Autorin schafft es, sie derart darzustellen, dass man sie als Freundin gewinnt. Oft habe ich mir überlegt, wie ich an ihrer Stelle gehandelt hätte und ihre eigene Art von Stärke bewundert.
Auch die Romantik wird einfühlsam und mitreißend beschrieben. Gedanklich lief da beim Lesen immer ein, „Mensch, mach die Augen auf, der ist perfekt. Mach!“ mit ;-). Es fehlen gottseidank die neurotischen Episoden mit „oh, was findet er an mir, liebt er mich, oh, jetzt hat er das gesagt, oh, aber ich liebe doch auch“ die in anderen Romantic-Fantasy Büchern mittlerweile gewaltig nerven, da sie gekünstelt und wie fernab der Realität wirken. Hier ist das erste Buch, das ich je gelesen habe, in dem mir eine sich anbahnende Dreiecksgeschichte tatsächlich gefällt (vorausgesetzt, sie nimmt den Richtigen ;-)  ). Und das ist für mich schon eine Leistung.
Insgesamt eines der allerbesten Romantic-Fantasy Bücher, die ich gelesen habe mit einer perfekt beschriebenen Atmosphäre. Jeder weibliche Fantasy-Fan, der nichts gegen Romantik einzuwenden hat, sollte einmal über diese Buch stolpern.

Ein wunderbar romantischer Pageturner in packender und extrem plastischer Atmosphäre. Was soll ich sagen: Das Buch vor dem Ende wegzulegen wäre nicht in Frage gekommen.

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Tags: fantasy, romance   (2)
 

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(170)

383 Bibliotheken, 11 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

horror, buch, fantasy, trilogie, dancing jax

Dancing Jax - Auftakt

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 10.09.2012
ISBN 9783839001349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alice im Wunderland für Erwachsene. Dieses Buch hat es in sich. Ziemlich schonungslos wird die heutige Gesellschaft hier vorgeführt, man fühlt sich oft ertappt. Ob es die Payback Karte, die konsolensüchtige Kinder, die von mangelnder Erziehung geprägten Jugendlichen, Reality Shows oder das eigene Konsumverhalten ist…das Buch kommentiert dies auf herrlich sarkastische, oft schon richtig zynische Weise. Auf einmal sieht man die Welt mit anderen Augen. Dabei werden keine besonderen Helden, sondern tatsächlich ein Ich und Du. Ohne, dass das Buch deswegen von Gewöhnlichem/ Langweiligem handeln würde, wirklich nicht. Allein schon der Beginn des Buches ist ungewöhnlich. Die Protagonisten, die dargestellt werden, sind Abschaum. Und werden auch so beschrieben. Der Autor bemüht sich gar nicht darum auf den ersten Seiten Sympathien zu erwecken. Man hat sich als Leser eben mit dem ungepflegten Bodensatz der Gesellschaft zu beschäftigen. Und es zieht einen gerade deswegen in seinen Bann. Auch später werden Problemfälle an Schulen näher beleuchtet. Man glaubt förmlich, direkt im Klassenzimmer zu stehen. Solche Problemfälle begegnen einem täglich in den Medien. Aber so nah und nachvollziehbar beschrieben habe ich diese alarmierende Tendenz aus dem Klassenzimmer noch nie gefunden. Geht ans Herz. Dieser Roman lässt einen oft denken, gerade die Nachrichten im Fernsehen zu sehen. Nicht einen Fantasy-Roman zu lesen, so nah gehen die Beschreibungen.

Das Buch wird dauerhaft von einer schaurigen Art der Spannung getragen. Nicht ganz so gruslig, dass es zarte Gemüter nicht verkraften könnten, aber Thrill ist nicht wenig dabei (dennoch eher ein Buch für Erwachsene – Sarkasmus und das Makabre, das vor allem bei Szenen mit Unfällen/ Toden begleitet, sind definitiv nichts für Kinder). Es gibt Längen, aber das unterschwellige, sich ausbreitende Grausen trägt darüber hinweg.

Anfangs habe ich den Vergleich mit Alice im Wunderland angestellt. Das Buch hat sehr viele Parallelen. Aber während Alice auch von Kindern gelesen werden kann, ist dieses Buch dem Alter sozusagen entwachsen. Der Zauber der Kindheitsmärchen ist vorbei, die „Realität“ bricht durch. Alice ist erwachsen und aus den niedlichen Menschen mit Spielkartenmotiven werden grausame, fanatische Menschen mit Spielkartenmotiven. Wo in Alices Welt noch die Sonne scheint und Gewalt verschwiegen wird, rast hier ein Auto in einen spontanen Flashmob. Galgenhumor mit an Bord. Während Alice im Wunderland letztendlich einen Traum darstellt, ist dies hier die andere Seite der Medaille. Ein Albtraum, der wahr wird. Das Buch flasht ziemlich. Es ist nicht nett und lieb und verspielt und kitschig. Auch wenn es den persönlichen Geschmack treffen muss (!) (Zynismus und so), ist es weit, weit über dem Durchschnitt. Das Buch warnt: „Dieses Buch ist böse…Du solltest dich ihm nicht nähern. Du solltest nicht darüber sprechen. Was auch immer du tust, öffne es nicht!“ --> Doch.

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Tags: dark fantasy, fantasy, urban fantasy   (3)
 
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