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209 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, moskau, wächter, russland, hexen

Wächter des Morgen

Sergej Lukianenko , Christiane Pöhlmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.12.2012
ISBN 9783453314115
Genre: Fantasy

Rezension:

Als Fan der Wächter-Reihe war ich geradezu verzückt, als ich den Wächter des Morgen entdeckte. Leider muss ich sagen, dass die Verzückung arg erloschen ist. Im 4. Teil vermisse ich den gewissen Zauber. Was mich an allen drei Teilen fasziniert hat, war die Kunst, die Sergej Lukianenko darin exzellent gemeistert hat, das Fantastische so glaubhaft zu vermitteln, dass der Leser fast für möglich hält, es könne sich auch in der Realität so zu tragen, irgendwo im Verborgenen, ganz unbemerkt. Dabei verloren die Figuren aber nie ihre Faszination. Im Wächter des Morgen wird viel Theoretisches durchgearbeitet, was auch weiterhin gut durchdacht und nachvollziehbar bleibt, aber es wird dabei einfach zu viel philosophiert und wenig Aktion gezeigt. Die Gespräche zwischen Anton und der Hexe ziehen sich recht arg in die Länge. Auch manche Gedanken von Anton, zum Beispiel während seines Hotelaufenthalts über die Einrichtung seines Zimmers fand ich nun nicht so erleuchtend, dass sie soviel Raum einnehmen durften. Nun habe ich das Ende noch nicht gelesen und sollte vielleicht nicht vorschnell urteilen, aber meine Enttäuschung ist einfach zu groß. Es müsste also abschließend wirklich noch etwas Sensationelles passieren, das über 3 Sterne hinausleuchtet, um meinen Eindruck zu verbessern. Wenn der Leser über große Teile des Buches den Sinn der Handlungen nicht gänzlich durchschauen soll, wäre es ein größerer Lesegenuss, wenn trotzdem genug Spannung oder zumindest Neugier erzeugt wird. Diese vermisse ich eindeutig. Ich hoffe wirklich, dass Lukianenko einen solchen Schluss für mich und all seine Fans bereit hält. Auf jeden Fall ist dieser vierte Teil der insgesamte Schwächste in der gesamten Reihe.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

band, freak, gothic, skurril, bassist

The Spooky Verona Freak show

Bianca Stücker
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Unsichtbar, 01.09.2012
ISBN 9783942920179
Genre: Romane

Rezension:

Ja, diese Buch ist eines der wenigen, die mich wirklich zum Lachen gebracht haben. Ich frage mich nur, ob dieser Humor auch bei Menschen funktioniert, die selbst keine Band haben oder hatten? Zu empfehlen ist dieses Buch auf alle Fälle für Musiker innerhalb einer solchen Gemeinschaft, die sich Band nennt. Da werden gern die unterschiedlichsten Charaktere zusammengewürfelt, so auch hier, und aufregende Erlebnisse sind vorprogrammiert. Wer eine Band hat oder hatte, wird viele Situationen wiedererkennen. Unser Bassist meinte, das Buch sei ein einziges Deja vu für ihn gewesen. Und ich würde ihn an die Vicky aus dem Roman erinnern. Ob das ein Kompliment ist? Mich hat lediglich die Lovestory ein wenig genervt, wenn ich ehrlich bin. Vielleicht gibt es ja im wahren Leben solche Entwicklungen in Sachen Liebe, aber die eigentlichen Banderlebnisse schienen mir realer ;-) Runde Sache insgesamt, aber eben auch kurzweilig, nichts tief gehendes oder bedeutsames. Ich habe aber definitiv etwas gelernt: die Erfahrungen im Musikbereich gelassener zu betrachten: Wir sind NICHT allein :-) Es ist alles ganz "normal" ;-)

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

ritter, entführtes kind, historischer roman, mystery, familie

Die Bruderschaft des Schwertes

Christoph Lode
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 13.04.2011
ISBN 9783442473762
Genre: Historische Romane

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(219)

536 Bibliotheken, 11 Leser, 10 Gruppen, 37 Rezensionen

zeitreise, london, jack the ripper, zeitreisen, zukunft

Die Landkarte der Zeit

Félix J. Palma , Willi Zurbrüggen , ,
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.12.2011
ISBN 9783499253195
Genre: Romane

Rezension:

Die Landkarte der Zeit von Felix J. Palma fesselt zwar nicht unbedingt von der ersten Seite an, aber je tiefer man in die Geschichte vordringt, desto vielschichtiger wird sie. Der Schreibstil gefällt mir, auch wenn der Autor sich gelegentlich doch etwas sehr in endlosen Schachtelsätzen verliert. Außerdem habe ich einen persönlichen Widerwillen, wenn Romanautoren die Leser direkt ansprechen. Mich reißt das aus der Geschichte, vor allem, wenn es so ungeschickt und häufig gemacht wurde wie hier.
Positiv empfunden habe ich Palmas Spiel mit den Erwartungen des Lesers. Selten ist mir beim Lesen so bewusst geworden, welche Hoffnungen ich auf den Verlauf einer Geschichte hege, vielleicht weil hier eben oft nicht das geschah, was ich mir wünschte.
Streckenweise empfand ich den Roman sehr satirisch. Gerade im Verlauf der Liebesgeschichte zwischen Claire und dem „Retter der Menschheit“ musste ich oft schmunzeln. Hier spielt der Autor geschickt mit den unterschiedlichen Bildern die Frauen und Männern in ihren Köpfen tragen, wenn sie an die Liebe denken. Wobei er sich hier aber an Klischeevorstellungen hält. Und es gibt eben kein Muster, das für alle Frauen und Männer Gültigkeit hat. Überhaupt finde ich diesen Teil im Roman, der eng mit den Gedanken und Wirkungen des Schriftstellers Wells verbunden ist, am vielschichtigsten.
Vielleicht irre ich mich, aber mir scheint Palma will uns zeigen, dass, egal ob wir arm, reich, bedeutend oder unbedeutend sind, alle nach einer Form von Anerkennung trachten und sei sie noch so klein. Aus den verschiedensten Motiven scheinen die Menschen obendrein im Roman wie auch im wirklichen Leben zu hoffen, dass Unwahrscheinliches wahr sein könnte oder andere fantastische Möglichkeiten nicht nur Fiktion sind. Wie leicht Menschen sich täuschen lassen, weil sie hoffen oder erwarten, dass ein Geschehnis wahr ist, wird in diesem Roman ebenfalls thematisiert.
Wie schnell sich ein Machtgefüge verschieben kann, wird in dem Verhältnis zwischen dem Schriftsteller Wells und dem Inhaber der Zeitreisen Murray anschaulich aufgezeigt.
Palma wirft außerdem wiederholt die Frage auf, ob es wirklich immer besser ist, die Wahrheit zu sagen oder zum Wohle eines Menschen oder der Menschheit zu lügen. Welche Folgen Lügen, die einst zum Schutz oder zum eigenen Vorteil ausgesprochen wurden, dann aber für alle Beteiligten haben können, wird auch sehr deutlich vor Augen geführt.
Nachteilig ist für mich, dass Buchtitel und Klappentext zumindest bei mir ganz andere Erwartungen geschürt haben. Hat man sich auf darauf eingestellt, ist der Roman lesenswert, aber auch nicht sensationell. Eine fantastische Geschichte ist irgendwie nicht gelungen. Mir kommt es im Nachhinein so vor, als hätte der Autor mich belehren wollen über all die oben angesprochenen Punkte. Ja, am Ende habe ich das Gefühl, dass es der Autor ist, der von allen Personen am meisten nach Anerkennung trachtet.
Am Ende lässt das Buch dann wieder extrem nach, als wusste Palma nicht so recht, die Einzelgeschichten sinnvoll zu verbinden und dadurch den fehlenden Glanz zu erzeugen. Ich kann den Roman nur akzeptieren, wenn ich ihn die Schublade „Satire“ einsortiere.

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475 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 30 Rezensionen

fantasy, magie, vin, metalle, nebel

Die Kinder des Nebels

Brandon Sanderson , Michael Siefener
Flexibler Einband: 894 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.07.2009
ISBN 9783453523364
Genre: Fantasy

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

russland, internet, diver, hacker, science-fiction

Der falsche Spiegel

Sergej Lukianenko , Christiane Pöhlmann
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.11.2011
ISBN 9783453533721
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In Hochgeschwindigkeit bin ich durch die virtuelle Welt gesurft, die Lukianenko in seinem Roman "Der falsche Spiegel" gezeichnet hat. In Deeptown wäre ich wohl ein ganz gewöhnlicher User, der ahnungslos und fasziniert durch die künstliche Welt treibt. Von der Wächter-Reihe mal abgesehen, habe ich bei allen übrigen Werken Lukianenkos, so auch hier, auf den ersten Seiten stets den Gedanken: "Wie willst du uns dann denn realistisch und glaubwürdig verkaufen?". Kaum habe ich das gedacht, bin ich auch schon drin im Geschehen und wundere mich über meine anfänglichen Zweifel.
Für alle, die das Internet oder eine vergleichbare künstliche Welt nicht unbedingt ablehnen, ist dieses Werk auf jeden Fall zu empfehlen.
Lukianenko wirft gesellschaftliche und psychologische Fragen auf und versucht diese auch zu beantworten. Er entwirft in der Regel gern unglaublich spannende Geschichte, die häufig dann aber recht einfach und trotzdem plausibel enden. In seinen Romanen hatte ich schon immer den Eindruck er schrieb als handele es sich um Level innerhalb eines Spiels, bei dem die Hauptfiguren die Level bewältigen müssen und dabei an Kraft gewinnen oder verlieren, je nach dem wie gut sie sich ins Spiel einfügen. Seine Figuren durchlaufen dann all diese Level, um am Ende zu einem eher einfachen Schluss geführt zu werden, der mich auch gelegentlich mal etwas enttäuscht hat..
Bei diesem Finale jedoch hat Lukianenko sich selbst übertroffen: Spannend, psychologisch wertvoll und Hoffnung schenkend.

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169 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 12 Rezensionen

bourbon kid, vampire, werwölfe, mumie, auge des mondes

Das Buch ohne Staben

Anonymus , Axel Merz
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.09.2010
ISBN 9783785760314
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch besticht durch eine absolut geniale Mischung aus Komik, Horror und sogar Romantik und ist aus meiner Sicht noch eine Steigerung zum ersten Teil, von dem etwas unglücklich gewählten Titel mal abgesehen. Eine gute Zusammenfassung der Inhalte hat der Sternenwanderer-01 hier bereits abgliefert. Einen fünften Stern mochte ich dann aber doch nicht rausrücken, weil es mir dafür an Tiefgang mangelt. Es ist und bleibt eben ein Roman, der gut unterhält und sich flüssig liest. Dass die Vampire so satirisch daherkommen, ist in einer Zeit des Edward-und-Bella-Wahnsinns besonders erfrischend.

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

horror, hollywood, sex, geister, spannung

Coldheart Canyon

Clive Barker , Peter Robert
Flexibler Einband: 874 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.09.2004
ISBN 9783453879591
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein fast 900 Seiten starkes Werk im Telegrammstil zu rezensieren, ist in diesem Fall schier unmöglich und würde der Arbeit, die der Autor darin investiert hat, wohl niemals gerecht werden können. Ich versuche es trotzdem: Hier wird abgerechnet mit all den Eitelkeiten des Menschen, Schauspielplatz Hollywood. Und zwischen all den schönen Menschen wird eine Figur zum Star, die den optischen Ansprüchen dieser Welt total widerspricht. Die übergewichtige Leiterin eines Fanclubs darf hier all ihre Facetten, Schwächen und Stärken zeigen. Doch nun zu den Punkten, die dieses Werk für mich ungenießbar werden ließen: Ich bin kein Freund von Zensuren, aber bei diesem Roman hätte ich mir auf dem Cover zumindest gewünscht, dass es einen Hinweis gibt, dass es sich hier um Pornoliteratur handelt. Würde man all die gräßlichen Passagen wenn nicht streichen dann doch zumindest abmildern, hätte die Geschichte mehr Sterne von mir bekommen. In diesem Roman liegen glanzvolle Sternstunden ganz dicht neben absolut grauenvollen Tiefpunkten. Vielleicht findet sich für diesen Effekt in der Danksagung die Erklärung dafür. Zu Beginn der Arbeit starb der Vater von Clive Barker und er verarbeitet auch den Verlust seines Hundes im Coldheart Canyon. Mich hatte nämlich gewundert, dass er eine der Hauptfiguren Todd Picket so lange bei der Trauerarbeit seines Hundes begleitet. Die Danksagung war dafür dann eine hilfreiche Erklärung. Dieses Werk hätte ein Glanzstück werden können, wenn auf die Sexszenen ein sensibleres Auge gelegt worden wäre. Ich mag subtilere Schockelemente lieber. Vor allem der Anfang und das Ende des Werkes halte ich für besonders gelungen. In der Mitte verliert sich der Autor einfach zu häufig in sexuellen Ausschweifungen. Schade! Denn Clive Barkers Kunst liegt darin, düstere Stimmungen auf ganz besondere Art zu erzeugen. Darin liegt sein größtes Talent. Da ich eher Fantasyromane lese als unbedingt Horrorliteratur wurde ich durch Abarat I und II auf Clive Barker aufmerksam. Mir scheint es fast unmöglich, mir vorzustellen, dass ein und dieselbe Person diese unterschiedlichen Werke erschaffen haben soll, aber das muss ich wohl glauben....
Auch in Sachen Horror mag ich es lieber subtil. Auffällig häufig, wenn man da an die Hellraiser-Geschichten denkt, ziehen sich Clives Figuren mit Vorliebe die Haut ab. Ein Element, dass mich fast veranlasst hätte, ein psychologische Profil über den Autor erstellen zu wollen. Ich kann auf die Schilderung von Gehirnmasse, die Geister aus dem Leib ihres Opfers schälen, durchaus verzichten, zumindest was die Details angeht. Aber das wird wohl von einem Horrowerk erwartet. Gemischte Gefühle hat Clive Barker hier bei mir hinterlassen. Vergessen wird der Leser diese Geschichte mit Sicherheit nicht so schnell.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi

Der Komponist und seine Richterin

Patricia Duncker , Barbara Schaden
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 23.07.2011
ISBN 9783833307478
Genre: Romane

Rezension:

Eine Richterin mit Charisma, die es gewohnt ist, bewundert zu werden, versucht zwei Gruppenselbstmorde (sogenannte Aufbrüche) aufzuklären bzw. Beweise dafür zu finden, dass es sich in den Fällen nicht einfach um freiwillige Aufbrüche handelt, sondern um eine Sekte mit kriminellen Hintergründen. Anfangs nahm ich an, dass es sich um einen gewöhnlichen Kriminalroman handelt. Krimis gehören nicht zu meinem bevorzugten Genre. Warum ich trotzdem das Buch kaufte? Weil ich hoffte, es sei anders und ich könnte mich irren, was den Krimi anging. Und in der Tat bot dieses Buch viel mehr als das. Vermutlich recht subjektive 4 Sterne habe ich vergeben, weil ich mich für den Kosmos, für die menschlichen Irrungen und die Liebe besonders interessiere. All diese Elemente waren in diesem Roman enthalten und dabei auch in wundervolle Worte gekleidet.
Eigentlich gehöre ich nicht zu den Lesern, die bei einem Krimi relativ schnell wissen, wer der Täter ist. Leider muss ich zugeben, dass es mir da an Ehrgeiz mangelt und oftmals nicht die Bohne interessiert, weil das Muster mir irgendwie immer ähnlich scheint. Der Autor legt viele vermeintliche Spuren und letztendlich läuft es dann auf eine Spur, einen Täter hinaus. Die einen Leser durchschauen das früher, die anderen später.
Hier ahnte ich gewisse Entwicklungen erstaunlich schnell, ich vermute weil ich sehr mit der Geschichte im Einklang war. Trotzdem war dann das Ende auf gewisse Weise recht überraschend und das Buch folgte insgesamt eben NICHT dem oben beschriebenen Muster. Eine mystische Geschichte mit Krimi-Elementen, so könnte man es vielleicht beschreiben.

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

schwarze romantik, teufel, wahnsinn, medardus, versuchung

Die Elixiere des Teufels

E. T. A. Hoffmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.06.2008
ISBN 9783596900633
Genre: Klassiker

Rezension:

Es ist mir keine gute Lösung eingefallen, die Handlung näher anzureissen, ohne zuviel vom Inhalt zu verraten, Ein Mönch auf Abwegen? Wenn man bedenkt, wann dieser Roman geschrieben wurde, so erstaunt es nicht, dass die Sprache halt für unsere Gewohnheiten etwas schwer verdaulich ist. Teilweise war ich total in dieser Geschichte versunken, stellenweise kam ich allerdings auch raus, meist dann, wenn die Erlebnisse des Mönches aus einer anderen Perspektive neu erzählt wurden. Diese Stellen waren mir dann oft zu ausführlich und ausschweifend.
Wenn es möglich wäre, hätte ich 3.5 Sterne vergeben.

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140 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

fantasy, magie, elementare, codex alera, ritter

Codex Alera - Die Elementare von Calderon

Jim Butcher , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 604 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.06.2009
ISBN 9783442265831
Genre: Fantasy

Rezension:

Ausgerechnet Tavi, der als einziger Bewohner Aleras keine magischen Fähigkeiten besitzt, wird zur Schlüsselfigur im Knoten aus Intrigen und Verschwörungen, der sich gegen den 1. Fürsten und somit auch gegen die gesamte Bevölkerung Aleras richtet.

Die Geschichten, die sich daraus ergeben, sind sprachlich hervorragend erzählt und der Roman ist der 1. Teil einer Serie, dabei aber in sich abgeschlossen.

Die Angaben über den Autor im Klappentext habe ich erst recht spät gelesen und da wurde mir dann so einiges klar. Besonders zu Beginn benehmen sich die Figuren nämlich in der Tat wie Rollenspieler, als müsste der Autor sich dadurch erst in sie hineintasten, später verliert sich dieser Effekt zunehmend.

Zwar lebt diese Geschichte natürlich von den Intrigen, die vor allem von einer bestimmten Figur ausgehen, aber gerade dieser Charakter wirkt bis zum Schluss eben wie ein Rollenspieler und ist für mich nicht wirklich glaubwürdig geworden.

Die Handlungen im direkten Umfeld Tavis waren mir die liebsten. Da ich kein Freund von langen Gefechtsszenen bin, hatte ich so meine Schwierigkeiten durchzuhalten. Hier wird wohl die Vorliebe des Autors für Kampfsport der Grund dafür sein, dass zu Beginn noch selten später aber immer mehr Raum dafür eingenommen wird.

Extreme Fehler hat der Autor wohl keine gemacht. Möglicherweise ist dieser Rollenspiel-Effekt auch ein bewusstes Stilmittel gewesen? Alle Elemente eines guten Fantasyromans sind enthalten: fremdartige Wesen, Spannung, Liebe und Magie. Meine Kritik resultiert aus persönlichen Vorlieben bzw. Abneigungen, für die der Autor nichts kann. Objektive 4 Sterne, subjektive 3 Sterne.

Auffallend nachteilig fand ich, dass mir nach 600 Seiten keiner der Charaktere ans Herz gewachsen ist, von einer leichten Vorliebe für Tavi mal abgesehen.

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(112)

263 Bibliotheken, 1 Leser, 7 Gruppen, 52 Rezensionen

fantasy, vampire, schwarzwald, werwölfe, krimi

Die Alchemie der Unsterblichkeit

Kerstin Pflieger
Flexibler Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.06.2011
ISBN 9783442474837
Genre: Fantasy

Rezension:

In diesem Roman trifft man sie alle: Werwölfe, Vampire, Irrlichter, Ghule. Unzählige fantastische Gesalten versammeln sich um den jungen Gelehrten Icherios, der sich auf den Weg in das Dunkle Territorium macht, um Mordefälle aufzuklären, im Auftrag der Rosenkreuzer und vor allem, weil er das Geld benötigt, um sein Medizinstudium zu finanzieren.
Bei Ankunft in Dornfelde (Schauplatz der Morde) erinnern mich die Anfänge sehr stark an Sleepy Hollow. Ich könnte mir vorstellen, das Kerstin Pflieger nicht unbedingt abgekupfert hat, aber stark davon inspiriert war (?). Insgesamt löst sich diese Geschichte dann wieder von dieser "Vorlage" und doch zieht sich die Sleepy-Hollow-Stimmung durch den ganzen Roman, was mich sehr erfreut.

Für Fantasie-Freunde ist dieses Werk ein gelungenes stimmiges Buch. Nur am Ende taucht bei mir eine große Frage auf, die ich hier allerdings nicht stellen kann, ohne zuviel vom Ausgang der Geschichte zu verraten. Ich kann den Roman uneingeschränkt empfehlen, für alle die sich in mystische Welten zurückziehen wollen.

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198 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 17 Rezensionen

bücher, antiquariat, dänemark, fantasy, sender

Die Bibliothek der Schatten

Mikkel Birkegaard , Günther Frauenlob , Maike Dörries
Fester Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 17.03.2010
ISBN 9783442203628
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies ist nun der Bestseller aus Dänemark, dessen Filmrechte bereits durch Nordisk Film gesichert wurden. Überall herrscht anscheinend Begeisterung. Bei mir will sich diese nicht so recht einstellen.
Hauptschauplatz der Ereignisse ist Dänemark. Die Dänen lieben bekanntlich ihr Land und stehen auch dazu. Dänemark wird in diesem Werk allerdings dem Leser überhaupt nicht näher gebracht. Wäre ja ein angenehmer Nebeneffekt gewesen, der natürlich nicht zwingend ist, mich aber schon irgendwie wundert.
Über die Idee der Lettori haben sich hier bereits viele positiv geäussert und ich stimme in den Tenor ein, dass der Grundgedanke wirklich gut ist: Die Lettori können über den Leseprozess Menschen beeinflussen, ihre Gedanken, ihre Gefühle steuern, Szenen aus Geschichten zum Leben erwecken.
Leider gelingt es Mikkel Birkegaard aus meiner Sicht nicht, diese Idee so glaubhaft rüberzubringen, dass man sie für möglich, also annähernd real halten könnte. Über den gesamten Roman hinweg kann ich mich nicht dagegen wehren, dass das Ganze nicht so wirklich durchdacht war. Mir kam es vor, als entstünden die Möglichkeiten, die sich aus der Grundidee ergaben, während des Schreibens. Alles wirkte so ein bißchen unsortiert. Grobe Fehler in der Logik konnte ich zwar nicht entdecken, wobei ich einem anderen Kritiker hier in einer Sache recht geben muss, die sich gleich am Anfang ereignet, und doch wirkt diese Lettori-Idee nicht so recht überzeugend.
Die Sprache des Romans ist einfach und ohne großartige Besonderheiten. Sie liest sich aber gut. Allein der Umstand, dass die Geschichte ein recht passables und spannendes Finale aufweist, sorgt bei mir für den 3. Stern.

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(20)

52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

london, steampunk, indien, fantasy, agenten

Der Kristallpalast: Ein Steampunk Roman

Oliver Plaschka , Alexander Flory , Matthias Mösch
Buch: 450 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 01.06.2010
ISBN 9783867620765
Genre: Fantasy

Rezension:

Oliver Plaschkas Erstlingswerk hatte mich so fasziniert, dass ich nun auch den KRISTALLPALAST mit großer Erwartung betreten habe. Ich vermute, es lag an den "falschen" Erwartungen, dass ich dieses Werk nicht entsprechend würdigen kann. Es mit Sicherheit keine schlechte Erzählung, ich habe aber mehr Fantastik erwartet.

Besonders eine Sache hat mich extrem gestört: die Tatsache, dass die drei Hauptfiguren alle in Ich-Form erzählen und sich bei der Erzählung abwechseln. Eigentlich müsste die Ich-Form die Figuren dem Leser näher bringen, aber auch das Ziel wurde bei mir nicht wirklich erreicht. Und wenn die Erzähler wechseln, so hätte ich es logisch gefunden, wenn sie sich im Stil deutlicher von einander unterscheiden würden, so dass schon anhand der Sprache klar wird, welche Figur man vor sich hat. Die Stile waren mir dafür zu ähnlich. Mich würde interessieren, ob die drei Autoren sich jeweils eine Figur vorgenommen haben....weiß das jemand? Das würde mich sehr erstaunen, weil sie dann ihre Erzählstile einander sehr angeglichen haben.

Aus all den Kapiteln ragt für mich eines besonders heraus: Sokrates Royle - Die Gestade des Yong. Es wirkt fast wie eine Kurzgeschichte und könnte ohne den Rest des Buches gelesen werden.

Die Grundidee hätte mehr fantastische Ausführung verdient. Ein Werk, dass sich ganz gut lesen lässt, aber nicht unbedingt gelesen werden MUSS.

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

träume, dämonen, pandaemonium, liam, lindwurm

Die Stadt der Seelen

Christoph Lode
Flexibler Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 08.02.2011
ISBN 9783442471744
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Fortsetzung des Werkes "Der letzte Traumwanderer" hat mich nun gänzlich überzeugt. Obwohl ich dem Autor im ersten Teil noch vorgeworfenen habe, seine Figuren wären im Strudel der Ereignisse einfach nur Statisten, und sich sein Erzählstil auch nicht wesentlich geändert hat, gelingt es ihm, die Figuren allein durch ihre Erlebnisse wachsen zu lassen. Es mag Schwächen geben bei einigen Randfiguren, Liam und Jackon jedoch handeln nachvollziehbar. Gut gefällt mir, dass die Personen nicht durchweg gut oder böse sind, sich kein klarer Schnitt ziehen lässt. Auch im zweiten Teil gibt es nicht eine Sekunde Langeweile.

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(13)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

poesie, paris, philosophie, kinder der nacht, französische literatur

Kinder der Nacht

Jean Cocteau
Fester Einband: 119 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.12.2010
ISBN 9783608932508
Genre: Romane

Rezension:

Ein seltsames Werk: zwei Geschwister leben in ihrer eigenen Welt, in der nur Auserwählte Zugang finden. Wer nicht meine Abneigung gegen eine der Figuren hegt, wird das Buch sicherlich gut finden können. Ich habe Elisabeth vom ersten Augenblick an gehasst und das Gefühl war so stark, dass ich das Werk nicht genießen konnte. Allerdings ist das wohl auch eine große Kunst, so ein übermächtiges Gefühl zu erzeugen.

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(60)

130 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 28 Rezensionen

steampunk, london, fantasy, magie, magier

Magierdämmerung - Gegen die Zeit

Bernd Perplies
Flexibler Einband: 423 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.02.2011
ISBN 9783802582653
Genre: Fantasy

Rezension:

Leider gelingt es dem Autor irgendwie nicht, einen wirklichen Spannungsbogen zu erzeugen. Im zweiten Teil ist im Wesentlichen eigentlich kaum etwas Nennenswertes passiert. Aus dem Thema mit der frei gelassenen Magie ließe sich aus meiner Sicht wesentlich mehr zaubern. Erst die letzten 100 Seiten hatten für mich wieder mehr zu bieten. Ich bin schon etwas enttäuscht. Keine der Figuren will mir so richtig ans Herz wachsen. Meine Liebe zu Jupiter Holmes konnte im zweiten Teil nicht gehalten werden, weil er nicht genügend Freiraum hat, sich zu entfalten.

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(235)

401 Bibliotheken, 3 Leser, 5 Gruppen, 68 Rezensionen

barcelona, liebe, freundschaft, tod, spanien

Marina

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar , Carlos Ruiz Zafón
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 12.04.2011
ISBN 9783100954015
Genre: Romane

Rezension:

Oscar ist Schüler an der Jesuitenschule in Sarrià und streift in jeder freien Minute durch die Gassen Barcelonas. So verschachtelt wie die Straßen seiner Heimat entwickelt sich auch das Geschehen um ihn und Marina, die er bei einem seiner Streifzüge kennenlernt.
Es gibt viele Parallelen zum Schatten des Windes und zum Spiel des Engels. Zafon mag es, wenn seine männliche Hauptfigur in einen extremen Sog düsterer Geschehnisse gezogen wird. In allen drei Werken scheint es, als wären die Betroffenen regelrecht auf der Suche nach den Verhängnissen, weil sie entweder hoffnungslose Träumer sind oder ihnen das bisherige Leben zu trocken oder trostlos scheint.
Das ganze Wirken dieses Sogs erinnert mich an den Würgegriff einer Schlange, die aber nicht unbedingt das Töten schnell hinter sich bringen will. Sie wickelt sich genüsslich und langsam um das Opfer und am Ende scheint sie nicht nur würgen zu können, sondern auch Giftzähne zu besitzen, die sie einsetzt. Die Hauptfigur und gleichsam auch der Leser, der sich darauf einlassen kann, taumeln betäubt durch die Ereignisse und werden vom Autor wie Marionetten durch die Geschichte geführt. Ein passender Vergleich, werden diejenigen Leser wissen, die das Gewächshaus im Roman "Marina" bereits betreten haben. Ich empfand die Leserfahrung stets wie einen Rausch ohne Drogen. Warum eigentlich nicht?
Für Sezierer, Sinnsucher und gnadenlose Analytiker ist wohl keines seiner Werke geeignet. Wer sich gerne täuschen und verzaubern lässt, ja sich danach sehnt, wird gut beraten sein, alle Werke zu verschlingen.
Ich vermag es nicht, objektiv zu urteilen. Ich gebe zu, ich bin dem zweifelhaften Charme der Geschichten und Figuren hoffnungslos verfallen. Vergleichbar vielleicht mit dem Gefühl beim Trinken eines süßen, schweren Weines, der mir die Sinne schnell vernebelt, bei dem ich aber weiß, dass es edlere, feinere Tropfen gibt, die meine Schwelgerei wohl eher verdient hätten. Ich weiß um die Schwächen und verfalle trotzdem der Wirkung und gebe mich dem hin.
Weitere Parallelen zu den Romanen "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels": nicht nur die männliche Hauptfigur, nein, meistens auch weitere Nebenakteure haben die Neigung der Anziehung bestimmter Frauen hoffnungslos zu verfallen. Diese Anziehung beruht meist auf unbeschreiblicher Schönheit oder aus der Mischung von künstlerischem Talent und Geheimnissen, die sich um ihre Gestalt ranken.
In allen drei Romanen beschreibt Zafon Orte, die seltsam verwunschen sind, Friedhöfe, Brunnen, steinerne Figuren, alles überwuchert von Erinnerung, Staub und üppiger Pflanzenwelt. Inspektoren der Polizei sind entweder extrem düstere, üble Zeitgenossen oder aufgrund ihrer Aufrichtigkeit gescheitert und kämpfen mit ihrer Vergangenheit und werden zum Helfer in der Not der Hauptfigur.
Für mich ist "Marina" der gelungenste Roman aus den drei genannten Werken. Man erkennt deutlich, dass dies der Grundstein für die folgenden Romane war. Wo er später vielleicht ein wenig übertrieben hat, so stimmte bei "Marina" das Verhältnis zwischen Emotionalität, Verhängnissen und Melancholie optimal, zumindest aus meiner subjektiven Sichtweise.
Zuletzt sei gesagt, dass Zafon gern Probleme löst, in dem Morde oder Feuer einfach für lose Enden sorgen. Das ist ebenfalls in allen drei Werken der Fall.
In den Nachfolgern hat er allerdings die Figuren liebevoller ausgearbeitet. Erste Ansätze davon sind bei "Marina" zu erkennen. Da es sich hier eh eigentlich um eine Gesamt-Rezension aller drei Bücher handelt, möchte ich abschließend sagen, trotz all meiner Verblendung und bedingungslosen Liebe zu seinen Werken, fände ich es nun an der Zeit, sich von den sich wiederholenden Mustern zu lösen und gänzlich neue Charaktere zu formen.

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(45)

102 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

träume, fantasy, christoph lode, alben, verschwörung

Der letzte Traumwanderer

Christoph Lode
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 10.11.2010
ISBN 9783442471737
Genre: Fantasy

Rezension:

Jackon wird aus seinem unterirdischen Elendsdasein befreit, weil er eine besondere Gabe besitzt. Liam verfolgt nach dem Tod seines Vaters nur ein Ziel: das Buch von Yaro D`ar zu finden. Das sind die Geschichten der menschlichen Hauptfiguren, in die uns Christian Lode ohne große Umschweife hineinwirft. Daneben erzählt er die Geschichten verschiedenster Schattenwesen wie die des Albs Lucian und des Krähenmanns Corvas, um nur einige zu nennen.
Christoph Lode kommt zügig zur Sache, keine Langatmigkeiten, keine Gefühlsduselei, immer gerade heraus.Die Sprache ist schlicht und erzeugt klare Bilder im Kopf. Für meinen persönlichen Geschmack ist sie fast schon zu sachlich. Gerade deshalb finde ich es erstaunlich, dass es dem Autor trotz des schnellen und sachlichen Stils gelingt, dass der Leser mitfühlt. Das ist vermutlich große Kunst. Etwas mehr Mystik und ein paar wohl plazierte Metaphern wünsche ich mir aber weiterhin. Zwingend notwendig ist eine Stiländerung wohl allein deshalb nicht, weil die Geschichte an sich genügend Mystik zu bieten hat. Dem Fantasy-Fan wird jeder Wunsch erfüllt. Langeweile gibt es hier nicht!

Die Charaktere bleiben grob umrissen, sind nichts als Figuren im Strudel der Ereignisse. Es ist jedoch gut möglich das gerade der von mir kritisierte sachliche Stil das bestmögliche Mittel ist, den rasanten Ereignisfluss nicht abreissen zu lassen. Ereignisse, die der Hauptgeschichte vorausgehen, erfährt der Leser so ganz nebenbei. Das Verschwinden des Phoenix, der über die Stadt wachte, wird zum Beispiel recht beiläufig eingeflochten. Andere Autoren hätten bei der Fülle der Ereignisse eventuell ein 600Seiten-Werk benötigt.

Bei aller Kritik zum Telegramm-Stil war ich doch begeistert. Grobe Fehler sind dem Autor dabei nicht unterlaufen und ich fühlte mich mehr als einfach nur gut unterhalten.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

honisch, jenseits, des, ju, steampunk

Jenseits des Karussells

Ju Honisch
Buch: 600 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 01.10.2010
ISBN 9783867620772
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach "Das Obsidianherz", "Salzträume I" und "Salzträume II" erzählt die Autorin wieder eine fantastische Geschichte, die von Menschen und Feyon-Wesen und deren Problemen und Verstrickungen handelt aber auch von Machtkämpfen im Reich der realen und der magischen Welt.

Schon in den ersten Bänden, die ich mit Begeisterung gelesen habe, hakte es bei mir an den Stellen, wo sich Liebesszenen abspielten. Diese waren mir immer ein wenig zu "triefig". In diesem Roman kommen recht häufig diese triefigen Stellen vor. Für meinen Geschmack geht es überhaupt sehr oft um "Paarungsrituale".

Insgesamt finde ich die Geschichte nicht so schlüssig und mitreißend, wie in den vorangegangenen Werken. Außerdem haben sich zumindest in meiner Auflage die Flüchtigkeitsfehler gehäuft, so dass sogar ich, die so etwas ansonsten kaum bemerkt, laufend darüber gefallen bin.

Dafür gibt es aber auch Glanzstellen, auf die ich hier nicht näher eingehen kann, um nicht zu viel von der Handlung zu verraten. Ju versteht sich sehr gut darauf, düstere Stimmungen und Charaktere einzufangen. Das ist der große Pluspunkt, den ich auch in diesem Roman wiederfinde, und der den vierten Stern trotz mancher Schwachpunkte möglich gemacht hat.

Obwohl dieser Roman abgeschlossen ist und es nicht zwingend erforderlich ist, die ersten Teile gelesen zu haben, würde ich das für den optimalen Genuss auf jeden Fall empfehlen.

Ich fürchte, es wird weitere Fortsetzungen geben. Dabei hoffe ich, dass die Autorin zu dem alten Glanz zurückfindet und das Ganze nicht zu einer Fließbandproduktion wird. ich für meinen Teil würde mir wünschen, dass sie ganz neue Figuren erfindet und ganz neue Geschichten strickt. Fantasie ist bestimmt genug vorhanden, um sich von diesen sicher liebgewonnen Figuren zu lösen, und dann in eine ganz andere nicht weniger faszinierende Geschichte einzutauchen.

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 5 Rezensionen

schuld, mutter, insel, vater, liebe

Die Meerfrau

Sue Monk Kidd
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 01.02.2006
ISBN 9783442751631
Genre: Romane

Rezension:

Diese Geschichte ließe sich vielleicht am ehesten Frauen empfehlen, die gerade eine Ehe- bzw. Beziehungskrise durchleben oder zumindest durchlebt haben. Hier mag sich manche Frau wiedererkennen und es gibt gewisse Identifikationsmöglichkeiten. Da ich wohl auch zu diesem illustren Kreis gezählt werden kann, gab es durchaus Szenen und ausgewählte Momente, die es für mich Wert sind, dieses Buch zu lesen.
Einschränkend muss ich sagen, dass eher junge Frauen wohl doch mit den teilweise etwas anitquierten Ansichten nichts werden anfangen können.
Auch ich hatte spezielle Probleme, weil ich nicht im biblischen Sinne an Gott glaube. Da in dieser Geschichte auch ein Kloster im Mittelpunkt des Geschehens steht, hatte ich eben so gelegentlich Verdauungsprobleme mit dem Stoff.
Vor Jahren (während meiner eigenen Krise) kam dieses Buch bei mir deutlich besser an, inzwischen war ich doch etwas irritiert, was ich seinerzeit so gut daran fand.

Neben der Beziehungsproblematik wird die Kindheit der Hauptfigur und die Beziehung zur Mutter beleuchtet. Die Aufklärung familiärer Geheimnisse hätte für meinen Geschmack etwas spannender erzählt werden können, auch der Moment der Auflösung kam bei mir so an, als hätte die Autorin keinen anderen Weg zur Enträtselung gefunden. Schade eigentlich.

Am Ende gibt es drei Punkte für schön geschriebenen Augenblicke, die durchaus Emotionen wachrufen.

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75 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

kobolde, campus, fantasy, ragnarök, liebe

Fool on the Hill

Giovanni Bandini , Matt Ruff , Ditte König
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Hanser, 01.01.1991
ISBN 9783446158788
Genre: Fantasy

Rezension:

Obwohl das Thema Studentenvereinigungen meiner realen Welt nicht fremder sein könnte, liebe ich diesen Roman. Wer diese Geschichte liest, wird eh in toller Sprache und gutem Tempo in ein Fantasiereich geführt, dass irgendwo neben der Realität angesiedelt ist. Selten hat mich eine Geschichte so gefesselt, die eigentlich recht viele Elemente enthält, die mich vom Kauf eher abgehalten hätten. Zum Beispiel mag ich es weniger, wenn Tiere mitspielen, die sprechen können. Aber die Sache mit dem "Sprechen" hat der Autor für mich recht gut gelöst. Darauf gehe ich nicht näher ein, um nicht allzuviel zu verraten.
Auch in Sachen Liebe "lernt der Leser dazu", das uralte Thema wird aus meiner Sicht mal aus ganz anderen Blickwinkel beleuchtet.
Für mich wurde hier ein wundervoller Fantasie-Cocktail zusammen gebraucht, der nicht übertrieben komisch, aber eben doch sehr amüsant ist, und gleichzeitig viel tieferen Sinn bietet.

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4.631 Bibliotheken, 39 Leser, 21 Gruppen, 490 Rezensionen

liebe, vampire, vampir, edward, bella

Bis(s) zum Morgengrauen

Stephenie Meyer , Karsten Kredel (Übersetz.)
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.02.2006
ISBN 9783551581495
Genre: Jugendbuch

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science fiction, krieg, zukunft, zeitparadoxon, zeitreisen

Sternenkinder

Stephen Baxter , Peter Robert , Don Dixon , Angela Kuepper
Flexibler Einband: 701 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.07.2005
ISBN 9783453521018
Genre: Science-Fiction

Rezension:

An eine Inhaltsangabe möchte ich mich nicht wagen, weil mein Lesegenuss zu lange zurück liegt. Auch wenn zu einer hilfreichen Rezension vermutlich zumindest eine knappe Inhaltsangabe gehört, so bleibe ich stur dabei, dass man diese irgendwo auf der Rückseite oder auch auf den ersten Seiten des Buches findet. Der bleibende Eindruck, den dieser Roman hinterließ: hier wird gekonnt geschildert, was geschehen könnte, wenn der Egoismus, der Größenwahn der Menschheit, die Unbeirrbarkeit auf Erden sich über das ganze Universum ausdehnen würde, wenn Lebewesen und Energien darauf verschwendet werden, ein Ziel zu verfolgen, das man längst aus den Augen verloren hat.
Es hat nur deshalb nicht für 5 Sterne gereicht, weil manche Absätze für einen durchschnittlich intelligenten Menschen recht schwer verdaulich sind. Da habe ich dann doch gemerkt, dass ich eben nicht wie der Autor Mathematik und Astronomie studiert habe. Trotzdem wunderbar und nachdenklich stimmend, weil sich in der Handlung dieser Zukunftsgeschichte viele Parallelen zum Geschehen/zum System hier auf Erden ziehen lassen.

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158 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

hamburg, sex, drogen, musik, liebe

Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

Rocko Schamoni
Flexibler Einband: 249 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 07.02.2008
ISBN 9783832180119
Genre: Romane

Rezension:

In anderen Rezensionen las ich Sätze wie: "Ziellos treibt Michael Sonntag durchs Leben" oder "Hier geht es um Nichts". Und dem stimme ich zu und das genau ist natürlich irgendwie das Problem des Romans. Der Titel ist eigentlich unglaublich treffend gewählt, denn aus meiner Sicht gibt es kleine Passagen, die wahre Sternstunden sind, und leider aber auch seitenweise Bedeutungslosigkeit. Trotzdem gibt es drei Sterne, weil die ganze Bedeutungslosigkeit flüssig zu lesen ist, ich teilweise mitfühlen kann und die Grundstimmung mir durchaus gefällt.

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