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weihnachten, glasengel, queen victoria, england, london

Winterengel

Corina Bomann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783471351611
Genre: Romane

Rezension:

Erschienen
13. Oktober 2017
Seitenzahl: 352
Verlag: List Verlag
Hardcover: 16,00 €
ISBN: 978-3471351611

Die Autorin

Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen „Wachsstift-Illustrationen“, später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren. Ihre große Liebe gilt der Geschichte, und so finden sich auch in ihrem neuen Roman „Die Schmetterlingsinsel“ historische Elemente, die geschickt mit dem Heute verwoben werden. @Amazon

Winterengel

Anna Härtel fertigt schon ihr Leben lang die kleinen Glasengel, für welche die Werkstatt ihres verstorbenen Vaters berühmt war. Sie führt das Werk ihres Vaters fort, um das Einkommen ihrer Familie aufzubessern. Wöchentlich verkauft sie auf dem Wochenmarkt ihre Werke im schwäbischen Spiegelberg. Eines Tages erkundigt sich ein Fremder nach ihren Engeln und ebendieser Fremde kommt am Abend zur Wohnung von Anna, ihrer Mutter und ihrer Schwester Elisabeth. Er bittet sie  ihre Engel einzupacken und mit ihm zur Queen an den englischen Königshof zu kommen. Für Anna ein großes Wagnis, was sie für das Geld in Kauf nehmen müsste, welches der Erlös der Engel bringt. Nach reichlicher Überlegung entscheidet sie sich jedoch, den Fremden, der sich ihr als John vorstellt, zu begleiten. Die Königin liebt die deutschen Weihnachtstraditionen und ist von Annas Engeln begeistert. Gemeinsam mit dem Diener John und einer Kiste ihrer schönsten Glasengel macht Anna sich auf die Reise. Doch auf ihrer Reise soll nicht alles glatt laufen und Annas Leben ändert sich für immer.  

Fazit

Ein Buch, welches mich vor allem durch die namenhafte Autorin Corina Bomann ansprechen konnte, vor der ich schon viel gelesen habe und die mich jedes Mal wieder mit ihrem Stoff und dem tollen Schreibstil begeistern kann. Das Buch fiel schon durch sein schönes, weihnachtliches Cover ins Auge. Und genau das kann das Buch auch halten. Es versetzt in wunderbare vorweihnachtliche Stimmung und lässt den Leser mit den Protagonisten mitfrösteln.

Anna ist eine angenehm sympathische Protagonistin, welcher einem als Leser wirklich ein wenig leidtun kann. Sie lebt zusammen mit ihrer totkranken Mutter und ihrer jüngeren Schwester am Existenzminimum und schafft es nur durch den Verkauf ihrer Winterengel, die sie selbst bläst, ein wenig Geld zu verdienen. Doch der Erlös ist sehr wenig, sodass die Medikamente für ihre Mutter nicht besorgt werden können. Ihre Schwester Elisabeth ist noch  zu jung zum Arbeiten und soll sich in der Zwischenzeit um ihre Mutter kümmern. Das tut sie auch nach Kräften, allerdings geht es der Familie trotzdem nicht gut.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist unglaublich einnehmend. Da ich nicht mit einem Sprung in die Vergangenheit im Roman gerechnet hatte, war ich zunächst ein wenig enttäuscht, allerdings konnte mich Corina Bomann schon nach wenigen Seiten vollends fesseln. Ich konnte das Buch absolut nicht mehr aus der Hand legen. Auch die entscheidenden Wendungen, die im Buch eine große Rolle spielen, fand ich unglaublich ansprechend. Ein wenig blieb mir das Buch an der Oberfläche, allerdings ist es ein tolles Buch zu Unterhaltung, was mir ein paar Nachmittage versüßt hat und mich unglaublich gut auf den Winter einstimmen konnte. Ich hätte gern noch mehr über Anna und John gelesen und war am Ende doch sehr traurig, dass das Buch schon beendet war.

Alles in allem hat mich dieses Buch einmal mehr von Corina Bomann überzeugt und ich kann es nur weiterempfehlen. Wer Lust hat sich schon jetzt auf Winter, Schnee, Kälte und Weihnachten einzustimmen, der sollte sich dieses Buch unbedingt einmal genauer anschauen.

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

dänemark, judenverfolgung, malerei, 2. weltkrieg, fünen

Die Fliederinsel

Sylvia Lott
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2017
ISBN 9783734103353
Genre: Romane

Rezension:

Erschienen

15. Mai 2017

Seitenzahl: 544

Verlag: Blanvalet Verlag

Gebunden: 9,99 €

ISBN: 978-3734103353

Die Autorin

Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane »Die Rose von Darjeeling«, »Die Glücksbäckerin von Long Island«, »Die Lilie von Bela Vista« und »Die Inselfrauen“.  (Amazon)

Die Fliederinsel

Celia macht Urlaub in einem wunderschönen Ferienhäuschen, was verträumt auf der idyllischen Insel Fünen, in Dänemark liegt. Versteckt hinter großen Fliederbüschen, liegt das Haus traumhaft abgelegen. Zufällig entdeckt sie eines Tages ein hübsches Fliedergemälde, was ihr wahnsinnig gut gefällt. Als sie es ihrer Vermieterin zeigen möchte, ist diese tief bewegt, denn mit diesem Bild verbindet sie eine tiefgehende Geschichte um ihre Mutter, der jüdischen Malerin Ruth Liebermann.

1938: Ruth und Jakob Liebermann sind frisch verheiratet und entschließen sich aus Berlin zu fliehen. In Dänemark, auf Fünen, erhoffen sie sich ein neues Leben auf zubauen. Im ehemaligen Sommerhaus von Ruths Familie finden die beiden nach einigen Umwegen Zuflucht und erleben dort einige glückliche Jahre zusammen. Als sie jedoch erneut fliehen müssen, treffen Ruth und Jakob eine folgenschwere Entscheidung…

Fazit

Ein unglaublich tolles Cover, welches durch seine sommerlichen und pastelligen Farben sehr an Sommer, Leichtigkeit und Inselfeeling erinnert. Ein perfektes Buch für den Spätsommer, dachte ich. Auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend.

Auf den ersten Seiten folg ich nur so dahin, die Landschaftsbeschreibungen waren sehr gut gelungen, man konnte den Flieder förmlich riechen, so nah war man als Leser im Geschehen verankert. Nach einigen Seiten flaute dieses Gefühl jedoch mehr und mehr ab. Als die Vermieterin von Celia, Inger,  ins Spiel kommt, nimmt die Geschichte noch einmal Fahrt auf. Ich mochte die zwei Handlungsstränge, wobei ich den Handlungsstrang in der Vergangenheit um Ruth und Jakob Liebermann deutlich lieber mochte. Er schien mir spannungsvoller und ansprechender, während der Gegenwartsstrang um Celia und Inger immer langgezogener wirkte. Ich fieberte dann der Vergangenheit förmlich hinterher.

Die beiden Protagonisten den Gegenwart Celia und Inger scheinen für mich nur Randfiguren der Rahmenhandlung zu sein und bleiben dies leider auch im gesamten Buch. Dies ist eigentlich kein Problem, jedoch hätte das Buch für mich dann auch nur in der Vergangenheit spielen können. Die beiden Charaktere sind eher farblos und nicht wirklich fesselnd. Ganz anders Ruth und Jakob, deren Geschichte von der ersten Seite an faszinierend und ansprechend ist. Als Leser wollte ich immer mehr über die beiden erfahren. Besonders Ruth, die als passionierte Künstlerin arbeitet, allerdings nur in der Freizeit, hat es mir sehr schnell angetan.

Durch seine über 500 Seiten ist das Buch ein richtiger Wälzer, was es mir schwer gemacht hat am Ball zu bleiben. Ich habe es trotzdem beendet und glaube, dass es mir leider nicht lang in Erinnerung bleiben wird. Wer jedoch eine nette Unterhaltungslektüre sucht, wird hier definitiv fündig.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/10/rezension-die-fliederinsel.html

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257 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, auf immer gejagt, erin summerill, königreich der wälder

Auf immer gejagt

Erin Summerill , Nadine Püschel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783551583536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen

28. April 2017

Seitenzahl: 416

Verlag: Carlsen Verlag

Gebunden: 19,99 €

ISBN: 978-3551583536


Die Autorin

Erin Summerill, in England geboren, wuchs in Hawaii, Kalifornien und schließlich in Utah auf. Sie studierte Literaturwissenschaft an der Brigham Young University in Salt Lake City, begann zu schreiben und wurde Hochzeitsfotografin. Wenn sie nicht auf Reisen ist, dann lebt sie mit ihrer Familie in Utah, zusammen mit zwei Hunden, einer Katze, ein paar Hühnern und ganz vielen Büchern. »Auf immer gejagt« ist ihr Debüt. (Amazon)

Auf immer gejagt

Tessa ist im Wald zuhause und auch, wenn ihr Vater nun ermordet wurde, wird sie es schaffen zu überleben. Das hat sie sich fest vorgenommen. Auch, wenn sie im Dorf nur noch durch das Ansehen ihres Vaters Saul geduldet wird. Die Menschen verabscheuen sie, weil ihre Mutter Magie beherrschen konnte, denn die ist in ihrem Dorf Malam verboten. Nach dem Tod ihres Vaters hat es die junge Fährtenleserin Tessa deshalb schwer. Nur mit dem Auftrag des Königs, wird sie überleben können. Doch der ist alles andere als einfach, denn sie soll den angeblichen Mörder ihres Vaters jagen, Cohen. Den Jungen, in den sie sich vor Jahren unsterblich verliebt hat…

Fazit

Ins Auge gesprungen ist mir dieses Buch schon durch seine unübertroffene Covergestaltung, die ist dem Verlag wirklich unheimlich gut gelungen. Man ist schon durch das Cover, welches auch ohne Schutzumschlag ein Hinkucker ist, mitten im Geschehen und findet sich schnell in der Waldszenerie des Buches wieder.

Die Protagonistin Tessa fand ich sehr ansprechend, sie erschien mir als mutige, junge Frau, die es jetzt nach dem Tod ihres Vaters, einem großen Schicksalsschlag für sie, alles andere als leicht hat. Sie muss ihre Beute verkaufen, um überleben zu können. In einigen Zügen ihres Jägerdaseins erinnerte sie mich ein wenig an Katniss Everdeen in „Tribute von Panem“, aber eher nur am Rande. Sie muss nun einen findigen Auftrag annehmen, um im Dorf überleben zu können und nicht in der Einsamkeit und Kälte des Waldes umzukommen. Besonders aufgefallen ist mir hier der brutale Umgang der Wachen mit der Protagonistin. Dies passte jedoch sehr gut in die Szenerie. Ein zweiter wichtiger Charakter, der uns erst im Laufe des Buches über den Weg läuft, ist Cohen. Der junge Mann, den Tessa nun eigentlich sucht, da er angeblich ihren Vater umgebracht haben soll. Doch die Lage ist verzwickt und bald ist nicht mehr klar, was Wahrheit und was Lüge ist.

Der Schreib- und Erzählstil im Buch ist sehr gut gelungen, locker, leicht und man ist sofort mitten im Geschehen. Das ist sehr angenehm und ich wollte nach einigen Stolpersteinen zu Beginn, das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Sicher sind noch einige Mängel zu finden, so brauchte man eine weile, um mit Tessa warm zu werden. Auch andere Charaktere fand ich eher schwierig. Zwischenzeitlich war die Handlung leider auch ziemlich vorhersehbar. Das war schade, tat für mich jedoch dem Buch an sich keinen Abbruch. Ich würde sehr gern auf den Folgeband lesen, sobald er erscheint und wissen, wie es mit Tessa weitergehen wird. Gerade das Ende fand ich nochmal sehr gut und spannend gestaltet.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/10/rezension-auf-immer-gejagt-die-tribute.html

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landliebe, wein, jana lukas, heyne, winzer

Landliebe

Jana Lukas
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453421950
Genre: Liebesromane

Rezension:

Erschienen:
9. Mai 2017
Seitenzahl: 320
Verlag: Heyne Verlag
Softcover: 9,99 €
ISBN: 978-3453421950

Die Autorin

Was tun, wenn man zwei Traumberufe hat? Jana Lukas entschied sich nach dem Abitur, zunächst den bodenständigeren ihrer beiden Träume zu verwirklichen und Polizistin zu werden. Nach über zehn Jahren bei der Kriminalpolizei wagte sie sich an ihren ersten romantischen Thriller und erzählt seitdem von großen Gefühlen und temperamentvollen Charakteren. Denn ihr Motto lautet: Es gibt nicht viele Garantien im Leben … aber in ihren Romanen ist zumindest ein Happy End garantiert. Immer! (amazon)

Landliebe

Ellie hat Geldprobleme. Doch nun bietet sich der Jungen Frau eine neue Chance, um sich dem Schuldenberg, vor welchem sie steht, zu entziehen. Sie soll an der TV-Show „Landliebe“ teilnehmen. Das bedeutet, sie muss vier Wochen aus ihrem Leben heraus und ein bayrisches Großstadtmadl spielen, inklusive Dirndl und eintausend Kameras. Ihr Gegenspieler Tom wohnt in einem Weingut an der Mosel, welches auch als Drehort dient. Doch der eigenwillige Winzer sieht in Ellie definitiv nicht mehr als das Großstadtdummchen, welches sie auch spielen soll und entpuppt sich als hinterwäldlerischer Sturkopf. Er ist wenig erfreut über Ellies Anwesenheit und ist von ihr mehr als genervt. Doch als Landliebe-Partner müssen die beiden miteinander auskommen. Doch Ellie hat nicht mit Toms Augen gerechnet, die ihm, ebenso wie sein Lächeln, mehr als nur Kribbeln durch den Körper jagen.

Fazit

Der „Bauer sucht Frau“-Verschnitt der Literatur. Daran musste ich denken, als ich das Cover zum ersten Mal sah und mir anschließend den Klappentext durchlas. Und genau das ist es auch. Zwei Menschen, die sich nicht kennen, sich durch eine TV-Show, welche komplett durchgeskriptet ist, jedoch kennen lernen und absolut nicht miteinander auskommen. So geht es Ellie und Tom, unseren beiden Hauptprotagonisten. Ellie ist eigentlich sympathisch, muss aber, vom TV-Sender fingiert, eine naive, dümmliche wie übertrieben geschminkte Großstadttussi spielen, während Tom ein wirklich starrköpfiger Winzer ist. Mit nichts kann Ellie es ihm recht machen. Natürlich hat auch er seine Geschichte. Ein wirklich spannender Anfang, wie ich finde.

Der Schreib- und Erzählstil ist weder anspruchsvoll noch schwierig. Man steigt sofort in die Geschichte ein und kann mit den beiden Hauptprotagonisten mitfühlen. Besonders Ellie konnte ich sehr gut verstehen. Sie hat es auf dem Winzerhof bei Tom wahrlich nicht leicht. Aber Tom ist eben auch nicht darauf aus, die große Liebe zu finden. Schade finde ich, dass dieses Buch wieder einmal zeigt, wie stark der Zuschauer einer solchen Show an der Nase herumgeführt wird. Nichts davon ist in irgendeiner Art und Weise wahr.

Negativ zu bemerken ist für mein Empfinden, dass viele Dinge im Buch vorhersehbar waren. Das betrifft zum einen den Verlauf der Geschichte, zum anderen auch ein wenig die Entwicklung der Charaktere. Allerdings ist das in solch leichter Urlaubs- und Unterhaltungslektüre häufig so.

Im Großen und Ganzen hat mich das Buch gut bis sehr gut unterhalten, allerdings bleibt mir auch hier die Geschichte nicht lang im Gedächtnis haften.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/09/rezensionlandliebe-nicht-schlecht-aber.html

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liebe, dorset, trauer, frühstück mit meerblick, neuanfang

Frühstück mit Meerblick

Debbie Johnson , Hanne Hammer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453421981
Genre: Liebesromane

Rezension:

Erschienen:

9. Mai 2017

Seitenzahl: 432

Verlag: Heyne Verlag

Softcover: 9,99 € 

ISBN: 978-3453421981

Die Autorin

Debbie Johnson ist eine Bestsellerautorin, die in Liverpool lebt und arbeitet. Dort verbringt sie ihre Zeit zu gleichen Teilen mit dem Schreiben, dem Umsorgen einer ganzen Bande von Kindern und Tieren, und dem Aufschieben jeglicher Hausarbeit. Sie schreibt Liebesromane, Fantasy und Krimis – was genau so verwirrend ist, wie es klingt.

Frühstück mit Meerblick

Laura Walker will nur eins: einen Neuanfang. Als ihr Mann plötzlich verstirbt ist für sie der beste Zeitpunkt. Zwei Jahre später schafft sie es endlich, sich aufzuraffen. Sie zieht mit ihren beiden Kindern für den Sommer von Manchester nach Dorset, um dort in einem Cafè auszuhelfen. Gar nicht so leicht die Arbeit im Comfort Food Cafè. Dieses entpuppt sich als malerisch gelegen und auch die Belegschaft ist warmherzig und gibt Laura neuen Lebensmut. Nur der Tierarzt Matt, der immer ein wenig mürrisch aus der Wäsche schaut, scheint zwar immer zur richtigen Zeit am passenden Ort zu sein, doch Laura weiß nicht, was sie von ihm halten soll.

Fazit

Mich hat vor allem das Cover dieses sommerlich anmutenden Romans gefallen. Im Sommer lese ich wahnsinnig gern gleichnamige Bücher und Lektüre, die am Meer spielt und die Sonne im Herzen trägt. Dieses Buch war wieder eines jener Unterhaltungsromane. Mit Witz, Charme und jeder Menge Emotion bringt die Autorin Debbie Johnson dem Leser die traurige Geschichte rund um Laura Walker und ihrer Familie nahe. Man ist sofort mittendrin und kann mit der jungen Mutter, die einen so großen Verlust erleiden musste, mitfühlen. Nun soll die schöne Luft und Atmosphäre von Dorset ihr Herz wieder ein wenig heilen.

Der Schreib- und Erzählstil des Buches ist locker leicht und man ist schnell mitten im Geschehen. Die Familie blüht, inklusive der Kinder, die es nach dem Tod ihres Vaters ebenfalls nicht einfach hatten, förmlich auf. Natürlich gibt es auch Schwierigkeiten zu meistern. Besonders spannend ist die Besitzerin des Cafès Cherrie Moon, welche die Familie herzlich aufnimmt und gleich in ihr Herz schließt. Sie ist meine absolute Lieblingsprotagonistin, taff, clever und gewitzt. Für Laura ist sie eine gefundene Freundin und wichtige Hilfe, denn Laura tut sich zunächst schwer damit, aller Stammgäste und deren Herzenswünsche kennen zulernen. Alles könnte wunderbar sein, wäre da nicht Matt. Der junge, ein wenig ruppige Tierarzt, der sie immer wieder aus der Reserve lockt und aus der Fassung bringt. Er scheint ständig dazu sein und taucht immer in den passenden Momenten auf.

Meines Erachtens kein Buch mit wahnsinnig Tiefgang, aber das erwartet man von so einer unterhaltsamen Sommerlektüre wohl auch nicht. Es ist einfach eine nette, sommerliche, witzige und charmante Geschichte für Zwischendurch, die mir einige Nachmittagsstunden versüßt hat. Das Cover ist dazu ebenfalls wunderschön und locker, leicht. Leider bleiben Bücher wie diese nie lang im Kopf.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/09/rezensionfruhstuck-mit-meerblick-nett.html

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liebe, janet clark, deathline, ewig dein, rezension

Deathline - Ewig dein

Janet Clark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.03.2017
ISBN 9783570173664
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen
20. März 2017
Seitenzahl: 400
Verlag: Cbj Verlag
Gebunden: 16,99 €
ISBN: 978-3570173664

Die Autorin

Janet Clark arbeitete nach ihrem Studium als wissenschaftliche Assistentin, Universitätsdozentin und Marketingchefin in Belgien, England und Deutschland. Nach einer erfolgreichen Karriere im Wirtschaftsbereich, startete sie 2010 noch einmal von Null: als Autorin. 2011 wurde ihr erster Roman veröffentlicht. Seitdem erschienen 4 weitere Romane und eine vierteilige Serie. Neben dem Schreiben setzt sich Janet Clark als Präsidentin der Mörderischen Schwestern e.V. für die Rechte von Autorinnen ein. Mehr über die Autorin unter www.janet-clark.de. @amazon

Ewig dein

In den Sommerferien, kurz nach ihrem 16. Geburtstag, ahnt Josie noch nicht, dass ein ihr Schicksal bestimmender Sommer vor ihr liegt. Ein Sommer, der alles ändern wird. Denn auf der Pferdefarm ihrer Familie lernt sie den geheimnisvollen Ray kennen und mit ihm zusammen noch einige andere geheimnisvolle Dinge. Denn die Idylle des Reiterhofes trügt und wird zum Schauplatz mysteriöser Ereignisse. Ray versucht Josie, die sich Hals über Kopf in den Jungen verliebt, klarzumachen, dass ihre Liebe nicht sein darf. Doch Josie versteht nicht, dass Ray nur auf der Pferderanch aufgetaucht ist, weil er hofft, dort sein schützendes Amulett wiederzufinden, ohne welches er verloren ist.

Fazit

Ein wunderschön geschriebenes Buch mit einem Thema, welches mich unglaublich ansprechen konnte, obwohl ich wirklich nicht auf Geistergeschichten stehe. Die Kapitelüberschriften sind mit ihren Pünktchen wunderbar gestaltet und auch das Cover konnte mich von Anfang an überzeugen. Die Protagonistin Josie war mir zunächst ein wenig unsympathisch. Warum kann ich gar nicht genau sagen und mein Gefühl änderte sich auch im Laufe des Romans. Meines Erachtens nahm die Geschichte ab der Mitte des Buches erst richtig Fahrt auf.

Das lag natürlich auch daran, dass die Geschichte rund um Josie und Ray, den beiden Hauptprotagonisten, erst zur Mitte in eine Richtung schwenkte, die ich zunächst seltsam fand. Zumal die verschiedenen Ereignisse, die sich rund um die Liebesgeschichte der beiden auftun, sehr plötzlich ans Tageslicht treten. Ohne Erklärungen oder ähnliches. Das fand ich leider ein wenig befremdlich. Trotzdem konnte mich die Geschichte fesseln und ich wollte wissen, wie es mit den beiden weitergeht.

Der Schreibstil selbst war sehr einfach und angenehm, ein Buch, welches wirklich schnell wegzulesen ist. Besonders gut hat mit die Location der Pferderanch gefallen. Es erinnert an die tollen Cowboy und Indianergeschichten Amerikas, an Texas mit seinen staubigen Wüsten und ein wenig an den Pferdeflüsterer.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass es trotz allem ein Inhalt ist, der mir nicht lang im Kopf geblieben ist. Obwohl die Geschichte vom Inhalt her außergewöhnlich ist, konnte er nicht mit anderen Inhalten mithalten, die einfach länger im Kopf bleiben. Trotzdem würde ich gern den zweiten Band von Janet Clarks „Deathline“ lesen.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/09/rezensiondeathline-ewig-dein-ein.html

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liebesgeschichte, tamara mataya, liebe, manche tage muss man einfach zuckern, verlieben

Manche Tage muss man einfach zuckern

Tamara Mataya , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453421691
Genre: Liebesromane

Rezension:

Erschienen:

10. April 2017

Seitenzahl: 382

Verlag: Heyne Verlag

Taschenbuch: 9,99 €

ISBN: 978-3453421691

Die Autorin

Tamara Mataya ist eine Bibliothekarin, die es liebt, für jeden das richtige Buch zu finden. Sie unterrichtet Englisch als Zweitsprache und ist zudem Musikerin. @Amazon

Manche Tage muss man einfach zuckern

Sarah ist derzeit nicht nur joblos, sondern wartet auf sehnsüchtig auf „Mr. Right“. Der Dauersingle bewirbt sich in einer esoterischen Therapiepraxis als Empfangsdame und bekommt mit Ziggy und Fern eher neurotische und leicht gestörte Chefs. Die erste Zeit in der Praxis stellt sich als angenehm und entspannend heraus, jedoch merkt Sarah schnell, dass Fern und Ziggy anders sind, als sie vorgeben. Doch Sarah versucht ihrer schlechten Laune und auch ihrem Dauersingle-Dasein ein Ende zu machen, indem sie ihre frei Zeit auf der Internetseite „Missed Conncections“ verbringt. Diese Plattform richtet sich an diejenigen, die ihren Traumpartner auf den Straßen New Yorks entdeckt haben, aber noch nicht mutig genug waren, ihn anzusprechen.  Sarah hat zwar einige gutaussehende Freunde, aber Mr. Right ist noch nicht dabei. Doch dann entdeckt sie einen verräterischen Post auf „Missed Connections“.

Fazit

Ein typischer Unterhaltungsroman, welcher mich vor allem durch seinen lustigen, wie spannenden Titel ansprechen konnte. Die Hauptprotagonistin Sarah wuchs mir schon auf den ersten Seiten ans Herz, allerdings tritt sie auch ziemlich naiv und unbedarft auf. Ihr bester Freund Pete spielt in ihrem Leben eine wichtige Rolle und auch sein Zwillingsbruder Jack, hat es Sarah durch sein Aussehen und seine lockere Art angetan.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist sehr angenehm, locker, leicht, wie es auch der Titel des Buches verspricht. Die Handlung ging stets voran und es kam kein Anflug von Langeweile auf. Allerdings ging mir die Hauptprotagonistin nach und nach ein wenig auf die Nerven. Nicht nur, dass sie sich dauerhaft von ihren Chefs stressen und schikanieren lässt. Nein, sie sieht auch nicht, was direkt vor ihr liegt. Zudem fand ich, dass man sehr schnell herausfindet, wer der geheimnisvolle Verehrer auf „Missed Connections“ ist. Das ist schade, da dadurch ein großer Teil der Spannung verfliegt. Trotzdem fand ich die Beziehung, die sich um Sarah und ihre Verehrer entwickelt spannend und wollte das Buch auch nicht aus der Hand legen.

Alles in allem ein unterhaltsames Buch, welches mir ein paar schöne Stunden am Nachmittag bescheren konnte. Nichts, was mir ewig in Erinnerung bleiben wird, auch weiß ich nicht, ob ich den zweiten Band der Autorin lesen möchte, welcher ein ähnliches Cover aufweist. Ich habe in letzter Zeit häufig solche „Sommer-Sonne-Urlaubs-Unterhaltungsromane“ gelesen und fand, dass dieses mit Abstand das schwächste Buch dieser Art war. Das ist nicht unbedingt negativ, heißt jedoch, dass die anderen ein wenig ansprechender waren, weshalb ich dieses nicht mehr auswählen würde. Trotzdem kein schlechtes Buch, aber nichts mit Tiefgang und hohem Spannungspotenzial.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/09/rezensionmanche-tage-muss-man-einfach.html

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new york, niederländische literatur, niederlande, rezension, carlsen

Hundert Stunden Nacht

Anna Woltz , Andrea Kluitmann
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551583482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen:
3. März 2017
Seitenzahl: 256
Verlag: Carlsen Verlag
Hardcover: 15,99 €
ISBN: 9783551583482

Die Autorin

Anna Woltz wurde 1981 in London geboren und wuchs in Den Haag auf. Sie studierte Geschichte in Leiden und arbeitet seither als Autorin und Journalistin. Nach den erfolgreichen Kinderbüchern ›Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess‹ und ›Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte‹ legt sie mit ›Hundert Stunden Nacht‹ ihr erstes Jugendbuch auf Deutsch vor.

Hundert Stunden Nacht

Emilia hält es zuhause nicht mehr aus. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Da macht ihr Vater schon so etwas und dann macht sich auch noch das gesamte Netz darüber lustig. Das erträgt das junge Mädchen einfach nicht mehr. Kurzerhand schnappt sie sich die Kreditkarte ihres Vaters und bucht einen Flug nach New York. „One Way“, versteht sich. Sie will einfach nur weg. Leider entpuppt sich das Apartment, welches sie über das Internet gemietet hat, als Flop, welches gar nicht existiert. Zu allem Überfluss kündigt sich dann auch noch der Wirbelsturm Sandy an, der Amerika in Angst und Schrecken versetzt. Als sie dann jedoch Setz, den verrückten Jim und Abby kennenlernt, scheint sich ihr Schicksal wieder zu wenden. Doch der Sturm hat die Stadt schnell im Griff und Emilia kann keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern herstellen…

Fazit

Ein wirklich ansprechendes Cover und einen toll formulierten Klappentext, was will das Leserherz mehr? Meines braucht zunächst nicht viel, weshalb mir das Buch schnell in die Hände fiel. Ich wurde nicht enttäuscht, denn schon auf den ersten Seiten passierte unheimlich viel. Schnell lernt man Emilia näher kennen und auch ein bisschen lieben. Sie scheint ein einsames Mädchen zu sein, welches von den Mitteilungen der Sozialen Netzwerke ziemlich frustriert ist. Auch ihre Eltern scheinen nicht wirklich mit ihr zu sprechen. Daher tat sie mir ziemlich leid. Ich fand ihre Idee nach New York zu reisen, richtig toll. Allerdings nicht allein, so wie die 14-jährige Emilia es letztlich tut.

Der Schreib- und Erzählstil ist angenehm locker und leicht. Ich kam sehr schnell in die Geschichte hinein und konnte der Handlung sehr gut folgen. Schon nach den ersten Seiten war ich mittendrin und litt förmlich mit Emilia mit. Allein in New York angekommen, stellt sich das Appartment auch noch als Fehler heraus, damit steht sie auf der Straße und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Doch dann hilft ihr das Schicksal. Auch, wenn der Sturm Sandra immer näher zu kommen scheint. Die Seiten schienen nur so dahin zu fliegen und mich zu fesseln. Auch die unterschiedlichen Charaktere fand ich sehr gut, auch wenn ich den ein oder anderen erst ein wenig kennenlernen musste, um ihn lieben zu lernen. Der Erzählstil war ein wenig kindlich, allerdings dem Alter der Protagonistin angemessen, würde ich sagen.

Alles in allem ein interessantes Buch, welches mir von der Geschichte her sehr gut gefallen hat und mich überzeugen konnte. An einigen Stellen war das Buch ein wenig vorhersehbar, allerdings trotzdem nicht oberflächlich.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/09/rezension-hundert-stunden-nacht-ein.html

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kinderbuch, helfen, oli, geben

Der rote Faden

Anne-Gaelle Balpe , Eve Tharlet
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Michael Neugebauer Edition, 01.03.2014
ISBN 9783865661852
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Erschienen
01.März 2014
Seitenzahl: 32
Verlag: MINEDITION Verlag
Broschiert: 13,95 €
ISBN: 9783865661852

Die Autorin/Die Illustratorin

Anne-Gaelle Balpe wurde 1975 geboren und lebt in Paris. Schreiben ist ihre Leidenschaft. Die Bücher, die sie als Kind fasziniert haben, begleiten sie auch heute noch. Mit ihren eigenen Geschichten möchte sie Kindern diese Faszination, die sie selber erlebt hat, weitergeben.

Eve Tharlet wurde in Frankreich geboren und wuchs in Deutschland auf und studierte an der Ecole des Arts Décoratifs in Straßburg. Schon früh erzählte sie die Abenteuer, die ihre Plüschtiere, der Fuchs und der Bär, erlebten, einem Kassettenrecorder und malte die Geschichten dazu. Sie reist viel, bleibt aber sehr mit ihrem Zuhause in der Bretagne verbunden.

Der rote Faden

Nachdem Oli am Fuß einer Margerite einen blauen Kieselstein gefunden hatte, konnte er diesen gegen einen roten Faden „tauschen“. Der kleine rote Wollfaden ist Oli wichtig und das, obwohl er für ihn keinen besonderen Sinn oder Nutzen hat. Doch dann gibt er ihn an einen Vogel ab, der ihn ganz dringend für seinen Nestbau benötigt. Der Vogel schenkt dem kleinen Mann zum Dank eine Feder. Auch die nimmt Oli mit sich, obwohl er dieses Geschenk aktuell nicht wirklich brauchen kann. Doch dann hilft die Feder einer kleinen Ameise über einen See hinweg. Also hatte sie doch für jemanden einen Nutzen. Die Samen, die Oli von der Ameise erhält, werden zum Futter für eine ganze Igelfamilie. So kann Oli feststellen, dass sein für ihn „nutzloser“ roter Wollfaden, letztendlich jede Menge Gutes gebracht hat.

Fazit

Ein Buch, welches mir durch seinen Vorgänger, „Der blaue Stein“, ins Auge gesprungen ist. Erneut steht der kleine Mann Oli im Mittelpunkt, der mit seinen abstehenden Ohren und seiner Kleidung leicht an einen kleinen Elfen erinnert. Er fand im ersten Teil einen blauen Stein, der für ihn scheinbar keinen Nutzen hatte. Doch dann konnte er einem jungen, traurigen Mädchen damit einen großen Dienst erweisen. Als er den roten Wollfaden findet, scheint auch dieser ihm zunächst kein eigener Nutzen zu sein. Doch nach und nach kann er einigen Familie helfen und stellt fest, wie schön es sein kann zu geben und zu nehmen, wobei viel Gutes erreicht werden kann.

Der Schreib- und Erzählstil ist locker, leicht, sodass man auch als langsamer Leser oder Leseanfänger, der Geschichte sehr gut folgen kann. Das empfohlene Alter für das Buch ist 3, ich denke allerdings auch bei diesem Buch, dass man es auch mit jüngeren Kindern schon gemeinsam Lesen kann. Es hat eine große Schrift und eignet sich auch zum Vorlesen. Die schönen Zeichnungen unterstreichen das Lesevergnügen zusätzlich.  Die zarten Farben unterstreichen den unschuldigen Charakter des Buches. Die Farben sind nun in herbstlichen Braun- und Grüntönen gehalten, sodass man das Gefühl hat, dass nicht nur die Geschichte Olis, sondern auch die Jahreszeiten voranschreiten.

Auch in diesem Buch finde ich wieder schön, dass Oli sich für die kleinen Dinge des Lebens beeindrucken lassen kann. So nimmt er auch den roten Faden mit, erreicht jede Menge Gutes und bekommt den Faden letztlich sogar wieder. Ich würde sehr gern noch mehr Geschichten vom kleinen Oli lesen.

Ich finde es empfehlenswert die beiden Bücher „Der blaue Stein“ und „Der rote Faden“ nacheinander zu lesen, so stimmt der Zusammenhang besser.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/09/rezension-der-rote-faden-wirklich.html

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Die kleine Meerjungfrau / mini-minedition

Hans Christian Andersen , Lisbeth Zwerger
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Michael Neugebauer Edition, 14.01.2011
ISBN 9783865662118
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die kleine Meerjungfrau (Hans Christian Anderson, Illustrationen von Lisbeth Zwerger)

Erschienen:

30. August 2004
Seitenzahl: 48
Verlag: Minedition Verlag
Hardcover: 14,90 €
ISBN: 9783865660015

Der Autor

Hans Christian Andersen anhören ist der bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Er lebte von 1805 bis 1875. Berühmt wurde er durch seine zahlreichen Märchen. Andersen bearbeitete Volksmärchen, bis sie seinen literarischen Ansprüchen genügten und von Kindern verstanden werden konnten. Angelehnt an dänische, deutsche und griechische Sagen und historische Begebenheiten, dem Volksglauben verbunden und inspiriert von literarischen Strömungen seiner Zeit, schuf Andersen so die bedeutsamsten Kunstmärchen des Biedermeier. Andersens Märchen sind nicht nur zeitlos; sie gehören mittlerweile zur Weltliteratur.

Die kleine Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau, die sich unsterblich in einen Menschenjungen verliebt. Sie ist die jüngste und anmutigste von sechs Töchtern eines Meereskönigs. Sie besitzt jedoch eine Mamorstatue, die einen wunderschönen Mann zeigt. Durch Erzählungen ihrer Großmutter, welche von der Oberfläche berichtet, wächst die Sehnsucht der kleinen Meerjungfrau nach der anderen Welt. Mit 15 Jahren dürfen die Töchter nachts hinauf in die Menschenwelt und am Strand liegen. Nun berichten auch ihre älteren Schwestern von der Oberfläche, von lärmenden, leuchtenden Städten, von Vögeln, vom Sonnenuntergang, Kindern und Eisbergen. Als sie endlich selbst das ersehnte Alter erreicht, steigt sie ebenfalls zur Oberfläche empor und entdeckt ein Schiff. Am besten gefällt ihr der junge Prinz, der seinen sechzehnten Geburtstag feiert. Als das Schiff durch einen Sturm plötzlich sinkt, rettet die kleine Meerjungfrau den Prinzen. Sie muss beobachten, wie eine andere ihn findet. Sie begibt sich zur Meerhexe und lässt sich Beine statt ihres Schwanzes hexen. Doch die Verwandlung ist unumkehrbar…

Fazit

Die kleine Meerjungfrau ist unglaublich sympathisch und man kann als Leser förmlich mit ihr mitfiebern. Sie ist so unendlich sehnsuchtsvoll und gibt der Meereshexe schließlich alles, auch wenn sie dafür nie wieder zu ihren Schwestern und dem Vater zurück kehren kann. Sie muss sich darauf verlassen, dass der Prinz sich in sie verliebt. Wenn nicht, dann wird sie zu Schaum auf dem Meer werden. Dazu kommt, dass sie nicht nur ihren Fischschwanz aufgeben muss, sondern auch ihre Stimme. Sie trifft auf den Prinzen, doch der liebt nur das Mädchen, welches ihn am Strand gefunden hat. Die kleine Meerjungfrau scheint daran zu zerbrechen…

Der Schreibstil war sehr melancholisch und traurig, denn natürlich kennt heute jeder das Märchen der kleinen Meerjungfrau von Christian Andersen. Doch dieses Buch mit den Illustrationen von Lisbeth Zwerger, gibt dem Buch noch einmal einen anderen Stil. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass es auch noch in eine andere Richtung gehen könnte. Aber natürlich tut es das nicht. Man merkt dem Buch auch das Alter an, denn am Schreibstil wurde natürlich nichts verändert. Da es ein typisches Märchen von Andersen ist.

Die Illustrationen von Lisbeth Zwerger finde ich wunderschön und romantisch. Sie unterstreichen den Stil und Charakter des Märchens wunderbar. Ihre Liebe lässt sie am Ende umkommen, was dem ganzen Märchen unglaublich viel Wehmut und Melancholie sowie Tragik gibt. Der Prinz erkennt sie nicht, was der kleinen Meerjungfrau letztlich den Todesstoß versetzt.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/09/rezension-die-kleine-meerjungfrau.html

 

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freundschaft, wolkenherz, pferde, reiten, pferdehof

Wolkenherz - Die Spur des weißen Pferdes

Sabine Giebken
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 13.07.2017
ISBN 9783734847134
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen
13. Juli 2017
Seitenzahl: 288
Verlag: Magellan Verlag
Hardcover: 15,00 €
ISBN: 978-3734847134

Die Autorin

Sabine Giebken, geboren 1979 in München, tauschte mit acht Jahren Ballettunterricht gegen Reitstunden und träumte fortan vom eigenen Pferd. Schon als Kind schrieb sie eigene Geschichten in Schulhefte, die später zu ihren ersten Pferdebüchern wurden. Seit fast zwanzig Jahren gehört der Deutsche Reitponywallach Jack fest zu ihrem Leben und sorgt dafür, dass ihr nie langweilig wird. Sabine Giebken lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in Bayern. @Amazon

Wolkenherz: Die Spur des weißen Pferdes

Nach dem Traum ihres Vaters, den Jola zusammen mit ihm in Neuseeland leben musste, geht es nun zurück nach Bayern. Ihr gefällt es gut, endlich in die Schule zu gehen und nicht mehr Fernunterricht zu bekommen. Doch der Ginsterhof verspricht alles andere, als tolle Abenteuer, denn Jola mag Reiten nicht. Auch mit Katie, die in ihrem Alter ist, kommt sie weniger gut zurecht und hat das Gefühl überflüssig zu sein. Doch bereits in der ersten Nacht in ihrem neuen Zuhause auf Zeit, taucht ein geheimnisvolles, weißes Pferd auf, welches Jola und die Bewohner des Ginsterhofes fasziniert. Gerade Jola spürt eine tiefe Bindung zu ihm, doch woher sollte sie ihn kennen? Gemeinsam mit Katie und ihren Freundinnen, versucht Jola das Rätsel um seine Herkunft zu lösen, doch das stellt sich als ziemliche Schwierigkeit heraus.

Fazit

Ein wunderschön gestaltetes Kinderbuch, welches vor allem durch sein ansprechendes Cover ins Auge springt. Im Hintergrund sieht man auf schwarzem und pastellfarbenen rosa Untergrund, welcher mit Mustern und Blumen verziert ist, ein weißes Pferd. Es scheint majestätisch über die Wiesen zu galoppieren. Der Titel des Buches ist ebenfalls wunderbar verziert und auf dem Cover erhaben angebracht. Doch nicht nur das Cover konnte mich überzeugen, sondern auch der Klappentext. Er verspricht ein wunderbares Sommerabenteuer auf dem Ginsterhof, auf welchen Jola und ihr Vater nach ihrem zweijährigen Leben in Neuseeland, gezogen sind. Die Familie Helen, Stefan, Katie und ihre Schwester Anna, haben die beiden bei sich aufgenommen.

Die Hauptprotagonistin Jola ist sehr sympathisch und kindlich gehalten. Sie wünscht sich nach den zwei Jahren in Neuseeland nichts sehnlicher, als ein ganz normales Mädchen zu sein, welches in die Schule geht, ein Zuhause hat und Freunde bekommt. Dies kann sie nun auch, selbst, wenn ihr Vater ein umtriebiger Mensch ist, den selten etwas an einem Ort hält. Der Schreib- und Erzählstil ist sehr ansprechend, wenn auch recht einfach gehalten. Ein typisches Kinderbuch, welches auch nicht besonders dick ist und daher leicht und schnell zu lesen ist.

Die Geschichte selbst geht locker voran und bleibt rund um das weiße Pferd sehr geheimnisvoll. Lange weiß der Leser nicht, was es auf den Ginsterhof getrieben hat und wo es auf einmal herkommt. Ohne nun das Ende dieses ersten Bandes spoilern zu wollen, muss ich zugeben, dass mir das Ende und die vorläufigen Erklärungen, wo „Whisper“ angeblich herkommen soll, nicht gefallen haben. Ich möchte allerdings sehr gern den zweiten Band von „Wolkenherz“ lesen, um mehr über das Pferd und die beiden Mädchen zu erfahren. Denn es gibt im Buch einen zweiten Handlungsstrang, der scheinbar die Geschichte des weißen Pferdes beschreibt. Auch diese Zeitsprünge haben mir gut gefallen. Allerdings fand ich diesen zweiten Handlungsstrang, welcher 1944 spielt, eher weniger passend zur leichten, unbekümmerten „Ginsterhof-Idylle“.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/09/rezension-wolkenherz-die-spur-des-weien.html

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1.372 Bibliotheken, 23 Leser, 2 Gruppen, 161 Rezensionen

selection, kiera cass, liebe, prinzessin, königin

Selection - Die Krone

Kiera Cass , Susann Friedrich , Marieke Heimburger
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.08.2016
ISBN 9783737354219
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen:
August 2016
Seitenzahl: 324
Verlag: S. Fischer Verlag
Hardcover: 16,99 €
ISBN: 9783737354219

Die Autorin

Kiera Cass wurde in South Carolina, USA, geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Virginia. Die Idee zur ihren „Selection“-Romanen kam ihr, als sie darüber nachdachte, ob Aschenputtel den Prinzen wirklich heiraten wollte oder ob ein freier Abend und ein wunderschönes Kleid nicht auch gereicht hätten. Mit ihren Romanen hat sie es weltweit auf die Bestsellerlisten geschafft.

Die Krone

Nachdem das Casting im Königshaus angelaufen war, konnte es Eadlyn nicht fassen. 35 Anwärter für die Krone waren aus dem ganzen Königreich angereist und rissen sich nun um die junge Prinzessin. Doch als deren Mutter erkrankt, kommen zu den Castingaufgaben noch einige Schwierigkeiten auf Eadlyn zu und sie muss schließlich einsehen, dass es mit einem Partner wesentlich einfacher wäre. Doch dann muss sie feststellen, dass ihr Herz ihr nicht mehr gehorcht und das nun, wenn es darauf ankommt einen passenden Partner zu finden. Nur wer könnte sich in ihr Herz geschlichen haben?

Fazit

Auf diesen finale Abschlussband der 5teiligen „Selection“-Reihe habe ich mich wirklich gefreut. Auch wenn mir Eadlyn nicht ganz so sympathisch sein konnte, wie ihre Mutter und ihr Vater in Band eins bis drei, konnte ich mich in den vierten Band „Die Kronprinzessin“ wieder gut einfinden. Dies war nun im fünften Teil leider nicht der Fall. Vielleicht, weil der Vierte schon eine Weile her ist, aber vielleicht auch, weil mir Eadlyn noch unsympathischer wurde, als im anderen Band. Nicht nur, dass ich es ein wenig unrealistisch finde, dass sie auf einmal alle Geschäfte übernehmen muss und sich ihr Vater um nichts mehr kümmert, auch ihre Anwärter empfand ich als aufgesetzt und künstlich. Ich konnte kaum mehr eine Beziehung zu einem von ihnen aufbauen und das Buch schien mir von Seite zu Seite oberflächlicher.

Der Schreib- und Erzählstil des Buches war locker und unkompliziert. Definitiv ein Pluspunkt für den Roman. Allerdings habe ich die spannungsgeladenen Höhepunkte vermisst. Die Handlung plätscherte vor sich hin, ohne, dass etwas Nennenswertes passierte. Das empfand ich als deutlichen Rückschritt zu den anderen Büchern. Während sich in den ersten Romanen wüste Rebellen durch das Schloss kämpfen, reicht es in „Die Krone“ nur zu einem Abwurf der Prinzessin mit einer faulen Tomate von Seiten der Bevölkerung. Der Leser wird häufig mit den Ängsten der jungen Frau konfrontiert. Anfangs war dies noch spannend, allerdings nachdem diese sich häufig wiederholten, fand ich sie doch eher langweilig als spannungsfördernd.

Alles in allem konnte mich dieser Abschlussband leider nicht überzeugen und ich finde schade, dass sie die Autorin für das Ende nicht etwas Spannenderes gewählt hat. Aus diesem Roman hätte man definitiv noch etwas machen können.

https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/09/rezension-selection-die-krone-ein.html

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berlin, hamburg, johannes groschupf, lost boy, musik

Lost Boy

Johannes Groschupf , Hauptmann & Kompanie
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 13.01.2017
ISBN 9783841504470
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen:
13. Januar 2017
Seitenzahl: 240
Verlag: Oetinger Verlag
Softcover: 12,99 €
ISBN: 9783841504470

Der Autor

Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, wuchs in Lüneburg auf. Studium der Germanistik, Amerikanistik und Publizistik in Berlin (West). Einer der ersten Entdecker des Bezirks Neukölln; seine Erkundungen wurden unter dem Pseudonym Olga O'Groschen: Gebrauchsweisung für Neukölln (1988) veröffentlicht. Reisejournalist für Die Zeit, FAZ, Frankfurter Rundschau: Hawaii, Karibik, Ukraine, Russland, Kamtschatka, Japan, Indien, Algerien. 1994 Hubschrauberabsturz in der Sahara. 1998 entstand aus dieser Erfahrung das Radio-Feature "Der Absturz", das im Jahr darauf den Robert-Geisendörfer-Preis erhielt. Johannes Groschupf hat zwei mittlerweile erwachsene Kinder und lebt in Berlin und Hannover. (amazon)

Morgen lieb ich dich für immer

Als Lennart in Hamburg erwacht, ist nichts mehr wie es war. Er kann sich an nichts erinnern und sein Kopf fühlt sich an, wie in Watte gepackt. Auch wie er auf den Hamburger Hauptbahnhof gekommen ist, weiß er nicht mehr. Nur mit einem Foto eines ihm unbekannten Mädchens in der Tasche, macht er sich auf den Weg durch Hamburg. Dort hat er Glück und findet schnell einen Arbeitsplatz auf dem Fischmarkt. Zudem lernt er Jule kennen, die ihm auf der Suche nach seiner Erinnerung helfen will. Die Reise führt die beiden nach Berlin, wo Lennart schon gesucht wird. Keiner kann sich vorstellen, dass sich der junge Musiker an nichts erinnern kann. Dabei ist er Teil von Bulgurs DJ Crew. Doch Bulgur ist nicht so harmlos wie er tut. Er ist sehr gefährlich und bald steckt Lennart wieder mittendrin in der Clubszene Berlins.

Fazit

Schon Groschupfs Roman „Lost Places“ hat mir sehr gut gefallen. Daher wollte ich mir auch „Lost Boy“, den neuen Roman des Autors näher anschauen. Bereits das Cover erinnert an seinen ersten Roman und gefiel mir sehr gut. Etwas unheimlich, düster und gibt schon einen kurzen Vorgeschmack auf den Inhalt. Die ersten Seiten tun ihr übriges. Ich war sofort mitten im Geschehen, auch, wenn für den Leser durch die Amnesie von Lennart, dem Hauptprotagonisten, die eigentliche Handlung zunächst im Dunkeln bleibt. Dies macht den Roman jedoch auch so spannend. Ich habe den Klappentext nicht gelesen, weil dort häufig schon so viel verraten wird. Daher wusste ich absolut nicht, wohin die Reise gehen sollte.

Die Protagonistin Jule, welche wohl das kühle Nordlicht darstellen sollte, ging mir ein wenig auf die Nerven. Von Beginn an gab sie sich geheimnisvoll und auf Distanz, dabei wollte sie das genaue Gegenteil. Zudem gab es da noch dieses andere Mädchen, welches durch Lennarts Träume spukte. Als ihm die Stadt Berlin wieder einfiel, war es nur eine Frage der Zeit, bis die beiden sich auf den Weg dorthin machten, um Lennarts Identität zu lüften. In Berlin ging meines Erachtens dann alles recht schnell.

Der Schreib- und Erzählstil des Autors war wie immer sehr ansprechend und ich war schnell mitten im Geschehen. Ich konnte dem Lauf der Geschichte sehr gut folgen. Einen kleinen Abbruch taten mir Lennarts Freunde in Berlin, da sich alle in Geheimnis hüllten, als der Junge zurück nach Berlin kam. Natürlich lag dies sicherlich an der Gefährlichkeit des DJs, vor welchem sich alle, scheinbar zurecht, fürchteten. Für Lennart hieß das jedoch, dass er lange suchen musste, bis er zu demjenigen kam, der ihm helfen konnte.

Alles in allem ein toller zweiter Roman des Autors, welcher mir gut gefallen hat. Vielleicht sogar einen Tick besser, als Johannes Groschupfs "Lost Places". Allerdings ist es eines der Bücher, was leider nicht lang im Kopf verweilt und im Gedächtnis bleibt.

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200 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

hitler, john boyne, verrat, jugendbuch, der junge auf dem berg

Der Junge auf dem Berg

John Boyne , Ilse Layer
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 24.08.2017
ISBN 9783737340625
Genre: Romane

Rezension:

Der Junge auf dem Berg (John Boyne)

Erschienen

24. August 2017
Seitenzahl: 304
Verlag: Fischer Verlag
Hardcover: 16,99 €
ISBN: 978-3737340625

Der Autor

John Boyne wurde 1971 in Dublin, Irland, geboren, wo er auch heute lebt. Er studierte Englische Literatur und Kreatives Schreiben und bekam bereits als Student erste Auszeichnungen. Nach zahlreichen Kurzgeschichten hat er inzwischen sieben Romane geschrieben, von denen bisher drei auf Deutsch veröffentlicht wurden. Sein 2006 erschienener und bereit kurz darauf erfolgreich verfilmter Roman ›Der Junge im gestreiften Pyjama‹ wurde in über 40 Sprachen übersetzt, mit zahlreichen nationalen wie internationalen Auszeichnungen und Preisen geehrt und hat weltweit über fünf Millionen Leser gefunden.

Der Junge auf dem Berg

Pierrot ist Franzose mit deutschem Vater und französischer Mutter. Leider verliert er beide schon in jungen Jahren. Als Pierrot seine Eltern verliert, nimmt ihn seine Tante zu sich, doch dafür muss er Frankreich verlassen. Denn seine Tante arbeitet in einem deutschen Haushalt, der kein gewöhnlicher ist. Es ist der Berghof Adolf Hitlers, die Sommerresidenz des Führers und der Zweite Weltkrieg steht kurz bevor. Schnell gerät der Junge, der sich von nun an Peter nennen muss, unter den direkten Einfluss des Führers, der für ihn eine Art Vaterersatz ist. Um sein Vertrauen zu bekommen und ihm seine Treue zu beweisen, ist er zu allem bereit…

Fazit

Jeder kennt John Boynes „Der Junge im gestreiften Pyjama“. Meines Erachtens ein unheimlich gutes wie fesselndes Buch. Gleiches hatte ich vom „Der Junge auf dem Berg erwartet“ und ich wurde nicht enttäuscht. Der Leser startet mitten in Pierrots Leben und erfährt, wie es seiner Familie geht, lern den Protagonisten näher kennen. Schnell zeigt sich, dass Pierrots Vater gezeichnet vom Ersten Weltkrieg ist. Pierrot muss sich schon in jungen Jahren mit dem Thema Tod und Krankheit auseinandersetzen. Doch seine Tante, von der er noch nie etwas gehört hat, nimmt sich seiner an, sodass er nicht im Kinderheim bleiben muss. Er reist dafür von Frankreich in die Alpenregion Deutschlands. Hier wird er zum ersten Mal mit der Hitlerjugend konfrontiert. Für ihn keine besonders angenehme Erfahrung.

Der Schreib- und Erzählstil war einfach, kurzweilig und ansprechend. Die Dinge wurden nicht in die Länge gezogen, was ich bei John Boyne sehr schätze. Allerdings gingen mir dadurch einige Entwicklungen zu schnell. Meines Erachtens war es nicht der Wandel Pierrots zu Peter, einem deutschen Jugendlichen, der schon mit jungen Jahren an den Lippen Adolf Hitlers hängt, sondern es waren Pierrots Taten, die ich eindrücklich, aber auch extrem unbedarft und naiv fand. Natürlich ist Pierrots Beispiel eines von vielen und Kinder handeln nun mal nicht immer mit Bedacht und lassen sich möglicherweise schneller täuschen, als Erwachsene. Allerdings finde ich, dass Pierrot sehr leichtfertig mit den meisten Dingen umgeht, die er beim Führer sieht. Er denkt nicht nach, er lässt sich treiben und von der Propaganda manipulieren. Es führt dazu, dass er Dinge tut, die man weder in seinem Alter, noch jemals tun sollte. Diese Dinge sind verstörend und erschreckend, können aber genauso stattgefunden haben.

Das Ende kam mir viel zu schnell und unpassend. Es ist unversöhnlich und lässt den Leser ein wenig unbefriedigt zurück, was ich sehr schade finde. Auch den Titel „Der Junge auf dem Berg“, finde ich nicht sonderlich passend oder ansprechend. „Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist wesentlich eindrücklicher. Alles in allem eine gute Geschichte, die den Leser bedrückt zurücklässt und einmal mehr zeigt, was Hetze und Propaganda bei einem Jugendlichen und sicher auch bei Erwachsenen auslösen kann.

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jugendbuch, geheimnis, gentechnik, familie, liebe

Einzig

Kathryn Evans , Sabine Reinhardus
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 24.05.2017
ISBN 9783733502973
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen
24. Mai 2017
Seitenzahl: 386
Verlag: Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag
Broschiert: 12,99 €
ISBN: 978-3733502973

Die Autorin

Kathryn begann ihre Karriere am Theater, hörte jedoch dort auf, um eine Familie zu gründen. Sie ist außerdem Eigentümerin einer richtigen Obstfarm.. Ihre Kreativität lebt sie beim Schreiben aus. Ansonsten liebt sie Tanzen und Fechten, und ist finanzwirtschaftliche Koordinatorin für die »Society of Children's Book Writers and Illustrators«. Sie lebt auf ihrer Farm in Sussex. @Amazon

Einzig

Die sechzehnjährige Teva ist ein ganz normales Mädchen. Sie hat eine beste Freundin, Maddy, und einen Freund, den sie über alles liebt, Ollie. Doch Teva ist nicht, wie sie zu sein scheint. Ihr Leben wird nur 365 Tage dauern. Anschließend übernimmt eine neue Teva ihr Leben. Doch nicht nur das, auch ihre beste Freundin Maddy, ihren Freund, ihre Clique, ihre Familie. Dafür muss sie ihre Freunde anlügen und beide ahnen nicht, dass nur vorgibt, Teva zu sein. Denn auch sie hat von der vorhergehenden Teva, deren Leben übernommen. „Fünfzehn“, wie sie sie nennt, hasst sie seit dem, denn die jüngeren Versionen Tevas, werden für immer und ewig weggesperrt und dürfen das Haus nicht verlassen. Doch Teva ist, wie ihre Vorgängerversionen, nicht bereit, ihre Freuheit und Freunde aufzugeben. Leider scheint ihre Zeit abzulaufen, denn sie spürt bereits Nummer Siebzehn in ihren Adern…

Fazit

Ein unglaublich fesselndes Buch, welches mich bereits auf der ersten Seite fesseln konnte. Endlich mal wieder einen Thriller in der Hand, konnte mich das interessant gestaltete Cover und auch der Klappentext überzeugen. Als ich das Buch endlich in den Händen halten konnte, war auch die Oberfläche des Covers wirklich schön. Die ersten Seiten rasen nur so dahin und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Story selbst ist spannend, wie auch ziemlich strange und habe ich in dieser Art noch nie gelesen. Die Hauptprotagonistin Teva ist kein normales sechzehnjähriges Mädchen, wie sie es vorgibt zu sein. Ich habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen, was der Hintergrund des Buches ist. Die „Tevas“ überleben genau ein Jahr, dann scheinen sie ihre „alte Haut“ abzustülpen und eine neue Teva übernimmt ihr Leben. Die alten Versionen leben allerdings trotzdem weiter, zumindest im Normalfall. Sie dürfen allerdings das Haus nicht verlassen, da Tevas Mutter Angst vor den Konsequenzen hat. Über den Vater der Mädchen, erfährt der Leser zunächst nichts.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin, welche ich vorher noch nicht kannte, ist unglaublich ansprechend. Fesselnd, spannend und interessant. Bis zum Mittelteil konnte ich mir den Verlauf des Buches auch nicht vorstellen und vor allem das Ende blieb mir lange Zeit unerschlossen. Als es dann soweit war, fand ich das Ende gut gewählt, es hätte wohl auch keine andere Möglichkeit für die Geschichte gegeben. Teva ist eine sympathische Protagonistin, die, wie auch ihre Vorgängerinnen, nicht bereit ist, ihre Freiheit und ihr neu gewonnenes Leben, aufzugeben. Doch ihr läuft die Zeit davon und viel zu schnell scheint sie die neue Teva unter ihrer Haut zu spüren.

Im Laufe des Buches lief es mir häufiger eiskalt den Rücken hinunter, allerdings weniger aus „Gruselgründen“, sondern eher aus Ekel. Das hat für mich leider weniger mit Thriller zu tun, sondern eher mit „Horror“ oder „Grusel“. Nichts destotrotz fand ich die Thematik sehr gut gewählt und vor allem neuartig und außergewöhnlich.

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349 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 107 Rezensionen

elfen, fantasy, holly black, prinz, der prinz der elfen

Der Prinz der Elfen

Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2017
ISBN 9783570164099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen:

3. April 2017

Seitenzahl: 416

Verlag: Cbt Verlag

Taschenbuch: 16,99 €

ISBN: 978-3570164099

Die Autorin

Holly Black wurde 1971 in New Jersey geboren. Sie wurde durch ihre Fantasy-Reihe Die Spiderwick-Geheimnisse bekannt, die auch verfilmt und zu einem internationalen Bestseller wurde. Holly Black lebt mit ihrer Familie und mit vielen Tieren in Amherst, Massachusetts. © Cassandra Clare & Holly Black

Immer wieder du und ich

Fairfold ist ein besonderes Dorf. Mitten im Wald schläft seit ewigen Zeiten in einem gläsernen Sarg ein Elfenprinz. Hazel und ihr Bruder Ben leben schon seit Jahren in dem Dorf und vertrauen dem Elfenprinz all ihre Geheimnisse an. Schon seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem geheimnisvollen Elf hingezogen. Doch eines Tages beginnt Hazel nicht mehr an den Prinz zu glauben und daran, dass er jemals erwachen sollte. Aber der Sarg ist plötzlich leer und der Prinz nicht mehr da. Hazel findet sich dem Prinz gegenüber wieder und muss sich nun beweisen und als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen.

Fazit

Ein ansprechendes Buch, welches vor allem durch sein interessantes Cover und den spannenden Klappentext überzeugen konnte. Die ersten Seiten habe ich geradezu verschlungen und kam sehr gut in die Geschichte rein. Hazel ist eine interessante Protagonistin, welche ständig neue Jungs küsst, ohne sich über die Konsequenzen im Klaren zu sein. Damit konnte ich mich zunächst nicht anfreunden, schien aber zu der Protagonistin zu passen. Ihr Bruder Ben ist ebenfalls ein spannender Charakter, welcher Hazel zunächst immer zur Seite steht, sich jedoch nach und nach von ihr zu distanzieren scheint. Als dritter Charakter, welcher im Buch eine wichtige Rolle spielt, ist Jack zu nennen, welcher eher eine schwierige Rolle vertritt. Er ist kein richtiger Bruder von Hazel und Ben, sondern kam als kleines Kind in die Familie.

Der Schreib- und Erzählstil ist sehr angenehm und man kann nachvollziehen, in welcher Zeit und Situation man sich gerade befindet. Lange Zeit geht es zunächst um den Sarg und die Vorgeschichte, um den Ort Fairfold. Die Seiten fliegen zunächst ziemlich dahin und man wartet darauf, dass etwas passiert. Eines Tages tut es das tatsächlich, denn der Elfenprinz erwacht und verlässt seinen Sarg. Niemand kann sich dies erklären, doch dann scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen.

Gut gefallen haben mir die bildhaften Beschreibungen des Ortes. Auch den Prinzen in seinem Sarg konnte man sich sehr gut vorstellen und direkt vor Augen sehen. Die ersten Seiten waren spannend und gut geschrieben, allerdings schien die Handlung nicht recht voran zu gehen. Mir fehlte die Spannung und ich musste einige Seiten neu anfangen, da ich nie lange im Buch lesen konnte. Ich legte das Buch daher längere Zeit aus der Hand und fand danach schlecht wieder ins Geschehen hinein.

Alles in allem kein schlechtes Buch, es wurde jedoch mehrfach bemängelt, und dem möchte ich mich gern anschließen, dass der Klappentext schon sehr viel vom Inhalt verrät und das ist wirklich schade. Es war mir letztlich zufiel Fantasy, auch wenn ich Fantasy-Romane eigentlich mag. Auch die Autorin mag ich eigentlich wirklich sehr, doch in diesem Roman konnte sie mich leider nicht überzeugen.

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barcelona, spanien, zafón, carlos ruiz zafón, friedhof der vergessenen bücher

Das Labyrinth der Lichter

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Fester Einband: 944 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 16.03.2017
ISBN 9783100022837
Genre: Romane

Rezension:

Das Labyrinth der Lichter (Carlos Ruiz Zafón)

Erschienen:

16. März 2017

Seitenzahl: 944

Verlag: Fischer Verlag

Taschenbuch: 25,00 €

ISBN: 978-3100022837

Der Autor

Barcelona hat ihn geprägt, zum Schreiben animiert und inspiriert. Das in 30 Sprachen übersetzte Werk des Spaniers Carlos Ruiz Zafón, insbesondere seine Bestseller ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹, sind von seiner Geburtsstadt nicht zu trennen. Zafón ist ein glänzender Erzähler. Seine Bücher, aufwendig und genau recherchiert, erreichen ihren Reiz durch den Wechsel von Spannung und Fantasie, durch die Neugier auf die Figuren, ihr Leben, Lieben und Scheitern. Es sind grandiose Gestalten - Helden und Schurken, Glücksritter und Pechvögel. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen ›Der Fürst des Nebels‹, ›Mitternachtspalast‹ und ›Der dunkle Wächter‹. Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und teilt seine Zeit heute zwischen Barcelona und Los Angeles. @Amazon

Das Labyrinth der Lichter

Alicia Gris, kommt im Auftrag der politischen Polizei von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Sie soll das Verschwinden von Mauricio Valls, dem Minister der Stadt, aufklären. Dies jedoch unter größter Geheimhaltung. Die Geschichte spielt zur Zeit des Regimes von Franco. Der Hintergrund des Ministers Mauricio Valls ist dunkel, denn er war Direktor des Gefängnisses von Monjuic. Diese Vergangenheit scheint ihn nun einzuholen, denn in seinem Besitz fand sich das geheimnisvolle Buch „Das Labyrinth der Lichter“. Dieses Buch hat auch Einfluss auf Alicia, die sich dadurch an ihre eigene Geschichte zu erinnern scheint. Es führt sie in die Buchhandlung „Sempere & Söhne“, die sich im Herzen der spanischen Stadt Barcelona befindet. Doch die Antworten, die die junge Frau dort finet, bringen sie in allerhöchste Gefahr.

Fazit

Ein interessantes Buch, welches mich vor allem durch sein wunderschönes Cover und natürlich seinen wunderbaren Autor, Carlos Rui Zafón, angesprochen hat. Der Einstieg war etwas verwirrend, jedoch konnte es mich immer mehr, vor allem durch seine spannenden, wie eigenwilligen Figuren, gefangen nehmen. Ich liebe den typischen „Zafón-Stil“, welcher mich schon in „Schatten des Windes“ und „Spiel des Engels“ überzeugen konnte. So auch in diesem „Vierten Band“, denn die Einzelbände können auch einzeln gelesen werden und bauen nur im weiteren Sinne aufeinander auf.

Der Schreib- und Erzählstil ist zunächst etwas eigenwillig, aber durchaus nachvollziehbar und spannend. Die Atmosphäre ist spannungsgeladen, emotional und melancholisch zugleich. Als ich das Buch ausgelesen hatte, war ich traurig nun den Friedhof der Bücher verlassen zu müssen. Ein wenig langatmig empfand ich es im Mittelteil, dies hielt jedoch nicht lang an, denn die Geschichte blieb trotzdem mitreißend und das bis zum Schluss. Barcelona wird in all seinen wunderschönen Facetten beschrieben und man hat das Gefühl als Leser dabei zu sein.

Die vielen Handlungsstränge, die sich zu beginn auftun, verwirrten mich zunächst, wurden jedoch im Laufe des Romans zu einem großen Ganzen.

Alles in allem ein überzeugender Zafón, den ich am liebsten gleich nocheinmal beginnen möchte. Auch die Fotografien fand ich sehr ansprechend und interessant. Die vielen Details und Beschreibungen komplettieren die tolle Handlung des Buches und ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

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256 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 74 Rezensionen

the cage, megan shepherd, science fiction, entführt, dystopie

The Cage - Entführt

Megan Shepherd , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.08.2016
ISBN 9783453268937
Genre: Jugendbuch

Rezension:

The Cage – Entführt (Megan Shepherd)

Erschienen:

29. August 2016

Seitenzahl: 464

Verlag: Heyne Verlag

Taschenbuch: 12,99 €

ISBN: 978-3453268937 

Die Autorin

Megan Shepherd ist in den Bergen von North Carolina aufgewachsen. Die meiste Zeit verbrachte sie bereits als Kind in der Buchhandlung ihrer Eltern. Nach ihrem Studium (Kulturwissenschaften und Sprachen) ging sie für zwei Jahre in den Senegal, wo sie Kinder in Dorfschulen unterrichtete. Dabei entdeckte sie ihr großes Talent zum Geschichtenerzählen. Megan Shepherd lebt mit ihrem Mann auf einer Farm in North Carolina. @Amazon

Entführt

Als die 16-jährige Cora erwacht, kann sie ihren Augen nicht trauen. Sie ist mitten in der Wüste! Und um sie herum nichts als Sand und Dürre. Wurde sie entführt? Aber von wem? Sie kann sich nicht erinnern. Doch dann entdeckt sie, dass an die Wüste andere Gebiete angrenzen, die arktische Tundra und das Meer. Dahinter befindet sich sogar eine Art Stadt, welche jedoch eine Filmkulisse zu sein scheint. Nach und nach trifft sie auf fünf weitere Jugendliche, die sich an nichts erinnern können, aber augenscheinlich entführt wurden. Die Jugendlichen versuchen sich durchzuschlagen und lernen ihre Entführer kennen. Die Wächter, zu denen auch Cassian gehört. Er zieht Cora magisch an, doch kann sie ihm genug vertrauen, um zu fliehen?

Fazit

Ein interessantes Buch, welches mich vor allem durch sein düsteres Cover angesprochen hat. Ich hoffte auf eine spannende Entführungsstory, ähnlich wie im „Wonderland“-Roman. Die ersten Seiten waren nicht schlecht und ich konnte mich gut in die Hauptprotagonistin Cora hineinversetzen. Sehr gut beschrieben sind ihre Gefühle und Gedanken, die sich darum drehen, wie sie in die Wüste gekommen ist.

Der Schreib- und Erzählstil ist sehr angenehm und man kann nachvollziehen, in welcher Situation sich die Jugendlichen befinden. Die verschiedenen Charaktere sind wahnsinnig unterschiedlich, dadurch jedoch gut unterscheidbar. Allerdings fehlte mir das gewisse Etwas, es schien als wären die Figuren „klischeehaft“ ausgewählt wurden, was ich sehr schade finde. Sie gehen außerdem ziemlich schräg miteinander um, auch das fand ich an einigen Stellen sehr unpassend.

Die Hintergründe für die Entführung sind jedoch schnell geklärt, was ich sehr schade fand, da ein großer Teil der Spannung damit abhanden kam. Leider wurde die Handlung dann auch schnell ziemlich langweilig und zog sich über wahnsinnig viele Seiten, was ich nicht verstehen konnte. Es ging nicht voran, es gab nichts neues, ich langweilte mich ziemlich, legte das Buch aus der Hand, fing wieder an, legte es wieder weg. Bücher, bei welchen sich die Handlung so zieht, kann ich leider nicht viel abgewinnen.

Alles in allem kein schlechtes Buch, welches noch mit zwei weiteren Bänden aufwartet. Mir fehlte es jedoch vor allem an Spannung und Hintergrund, weshalb ich den zweiten Band „The Cage – Gejagt“ und dritten Band „The Cage – Zerstört“ definitiv nicht mehr lesen werde.

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/06/rezension-cage-entfuhrt-der-erste-band.html

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223 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, gesa schwartz, herz aus nacht und scherben, venedig

Herz aus Nacht und Scherben

Gesa Schwartz
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.10.2016
ISBN 9783570164501
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen:
03. Oktober 2016 

Seitenzahl: 544 

Verlag: cbt Verlag

Hardcover: 17,99 € 

ISBN: 9783570164501

Die Autorin

Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen.

Herz aus Nacht und Schatten

Milou ist siebzehn Jahre alt, als sie in Venedig, als sie in den Sommerferien ihre Nonna besucht, unverhofft in die Welt der Scherben gerät. Mit dem mysteriösen Niv, den sie in der Lagunenstadt bald kennenlernt, begibt sich die junge Frau auf eine unglaubliche Rettungsaktion. Denn Niv ist ein Rabenwandler und nur mit seiner Hilfe, kann Milou das Rätsel um die Kinder der Stadt lösen, welche im aufziehenden Nebel verschwinden. Sie wollen die Menschen vor verlorenen Gedanken, zerschlagenen Träumen, unvollendeten Geschichten und vergessenen Wundern retten. Doch Nivs Welt ist nicht für Milou bestimmt.

Fazit

Angesprochen hat mich das Buch durch seine wunderschöne Covergestaltung. Es ist mir sofort ins Auge gesprungen. Außerdem habe ich den Roman „Nacht ohne Sterne“ von Gesa Schwartz geliebt und wollte nun auch unbedingt dieses Buch lesen. Doch bereits der Einstieg ins Geschehen fiel mir sehr schwer. Ich versuchte es eine Zeit lang, aber es wollte nicht werden. Ich mochte die Protagonisten nicht und kam auch in die Geschichte nicht hinein. Im Gegensatz zu „Nacht ohne Sterne“, ich hatte irgendwie ähnliches erwartet, schien mir die Sprache zu verspielt und die Handlung zu verworren. Als ich das Buch dann eine Weile liegen gelassen hatte, kam ich leider auch nicht mehr hinein.

Ich versuchte es also ein zweites Mal und Milou wurde mir immer sympathischer. Als sie jedoch letztlich in die Welt der Scherben geriet, kam ich erneut nicht mehr mit. Schade, denn ich hätte mich gern mehr in die Geschichte vertieft. Der Klappentext klang einfach unheimlich ansprechend. Venedig ist eine wirklich tolle Stadt und als Handlungsort ausgesprochen passend. In dieser wunderschönen Stadt konnte ich selbst auch schon träumen und wer Kai Meyers „Die fließende Königin“ kennt, wird sich ebenfalls schon in die wunderbare italienische Stadt im Meer verliebt haben.

Eigentlich mag ich den Schreibstil von Gesa Schwartz wirklich gern, hier schien er mir jedoch übertrieben und zu viel. Doch trotz des umfassenden Stils, konnte ich mich in die Scherbenwelt nicht hinein versetzen und mir kein Bild vor meinem geistigen Auge machen. Alles in allem hat mich das Buch leider enttäuscht, da ich nach „Nacht ohne Sterne“ mehr erwartet habe, auch wenn die beiden Bücher nicht zusammen hängen.

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/04/rezension-herz-aus-nacht-und-scherben.html

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661 Bibliotheken, 26 Leser, 1 Gruppe, 137 Rezensionen

liebe, jennifer l. armentrout, morgen lieb ich dich für immer, vergangenheit, rezension

Morgen lieb ich dich für immer

Jennifer L. Armentrout , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.03.2017
ISBN 9783570311417
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen:
13. März 2017
Seitenzahl: 544
Verlag: Cbt Verlag
Softcover: 12,99 €
ISBN: 9783570311417

Die Autorin

Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden in West Virginia. Wenn sie nicht gerade mit dem Schreiben eines neuen Buches beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Ihre E-Books waren in den USA auf Anhieb so erfolgreich, dass sie kurze Zeit später in den Druck kamen und sofort auf die Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste kletterten. (amazon)

Morgen lieb ich dich für immer

Mallory und Riders Leben ist seit ihrer frühen Kindheit miteinander verbunden. Sie sind zusammen in einer Pflegefamilie aufgewachsen. Nach einem Vorfall, der das Leben der beiden für immer verändern und beeinflussen wird, verlieren sich die beiden Kinder aus den Augen. Doch nach vier Jahren treffen sie sich durch Zufall in ihrer neuen Schule wieder. Vom ersten Tag an sind sie sich wieder vertraut, doch beide haben sich verändert. Rider ist nicht nur älter, sondern scheint von Geheimnissen und einer wahnsinnig attraktiven Freundin umgeben. Auch Mallory scheint sich verändert zu haben, sie ahnt selbst nicht wie sehr. Das Band zwischen beiden scheint weiterhin zu bestehen, doch kann es auch nach ihrer Kindheit weiter bestehen?

Fazit

Dieser Roman konnte mich vor allem durch sein wunderschönes Cover überzeugen. Außerdem liebe ich den Schreibstil von Jennifer L. Armentrout, welche mich noch nie mit einem Buch enttäuscht hat. Daher war „Morgen lieb ich dich für immer“ ein unbedingtes Muss. Und meine Ahnung täuschte mich nicht. Von der ersten Seite an, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und war sofort mitten im Geschehen. Die Hauptprotagonistin Mallory scheint schüchtern und in sich gekehrt. Ich konnte nicht verstehen, dass sie sich gegen Gemeinheiten ihrer Mitschüler nicht wehrt. Wie oft wollte ich ihr die Worte in den Mund legen, welche sie in diesen Momenten ausspucken sollte. Doch sie tat es nicht. Die Veränderungen im Laufe des Romans wurden jedoch immer offensichtlicher, sodass man sie als Leser sehr gut nachvollziehen konnte. Auch andere Protagonisten, auf welche ich hier nicht näher eingehen möchte, um nicht zu Spoilern, fand ich unglaublich wandelbar. Nicht alle sind sympathisch, sollen sie auch nicht, werden es jedoch im Laufe des Buches immer mehr. Das fand ich sehr gut gelungen.

Der Schreib- und Erzählstil war locker und einfach, sodass man dem Geschehen schnell folgen konnte. Armentrout schreibt wirklich ansprechend, ich verschlang das Buch in einem Rutsch und konnte nichts dagegen tun. Zwischendrin war mir die Handlung ein kleines bisschen vorhersehbar, das war ein wenig schade. Es tat der Spannung jedoch keinen Abbruch, sodass ich das Buch trotzdem weiterlesen musste. Ich wollte unbedingt wissen, ob das zarte Band zwischen Mallory und Rider wachsen oder reißen würde. Beides schien von Anfang an möglich zu sein.

Alles in allem eine schöne Geschichte, die sicher nicht für immer in meinem Kopf bleiben wird und ich finde auch, dass es nicht Jennifer L. Armentrouts bestes Buch ist. Trotzdem mochte ich sie sehr und im Gegensatz zu anderen „Zwischendurch“-Büchern, schafft es die Autorin immer zu fesseln und eher in die Tiefe zu gehen, als an der Oberfläche zu bleiben. Auch, wenn ein wenig Klischee und Stereotypen eine recht große Rolle spielen, schafft Armentrout es, diese ansprechend zu verpacken. Definitiv ein Buch für große Emotionen.

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/04/rezension-morgen-lieb-ich-dich-fur.html

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458 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

hexen, fantasy, magie, liebe, scheiterhaufen

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen:
24. Oktober 2016
Seitenzahl: 448
Verlag: Dressler Verlag
Hardcover: 19,99 € 
ISBN: 978-3791526324

Die Autorin

Josephine Angelini wurde in Massachusetts/USA geboren und lebt mit ihrer Familie derzeit in Los Angeles. Sie studierte angewandte Theaterwissenschaften in New York und veröffentlichte mit der „Göttlich“-Trilogie ihr Debüt.

Verräterliebe

Lily Proctor, die noch vor ein paar Monaten eine ganz normale 17-jährige war, die zur Highschool ging und ein durch Krankheiten geprägtes Lieben führte, hat nun ein ganz und gar nicht mehr normales Leben. In einer Parallelwelt ist sie eine mächtige Hexe, die bereits jetzt über sich hinaus gewachsen ist. Nun ist Lily mit ihren Helfern unterwegs und macht im Westen des Landes eine Entdeckung, auf welche sie gern verzichtet hätte. Nur knapp entkommt ihre kleine Gruppe einer Gruppe von Bienenwirkern und trifft nun auf eine Stadt mit einer Bürgermeisterin, die es in sich hat. Lily weiß, dass sie kämpfen muss. Doch kann sie gegen einen so starken Gegner überhaupt gewinnen? Welche Chance hat Lily, deren Schwester Lillian doch so viel stärker ist als sie?

Fazit

Ein toller Abschlussband der „Everflame“-Trilogie von Josephine Angelini, welcher für mich die Reihe sehr würdig abgeschlossen hat. Die Hauptprotagonistin Lily war für mich wieder sehr sympathisch, auch wenn ich einige Entscheidungen, die sie traf, sicher nicht nachvollziehen kann. Aber bei diesem Buch finde ich, dass genau das den Reiz des Buches ausmacht. Allerdings fand ich sie an einigen Stellen unglaublich naiv, das ging mir häufig ziemlich auf die Nerven. Lily dachte häufig überhaupt nicht nach und brachte damit ihre Freunde in Gefahr. Ihre kleine Gruppe von Helfern hat einen tollen Zusammenhang und hilft ihr, wo sie nur können. Ich hatte meine Schwierigkeiten zu Beginn des Buches wieder ins Geschehen zu finden, da ich den ersten und zweiten Band schon vor einer ganzen Weile gelesen habe. Gerade Band Eins hat mir aber sehr sehr gut gefallen.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin hat mir wie immer sehr gut gefallen. An Josephine Angelini habe ich bereits in der „Göttlich“-Trilogie einen Narren gefressen und sie bestätigt ihn in „Everflame2 erneut. Obwohl ich nicht mehr im Geschehen stand, dauerte es nicht lang, bis ich mich in Lily und Lillians Welt wieder zurecht finden konnte. Besonders gut gefallen, hat mir das Ende des Romans, von welchem lang nicht klar war, wie es ausgehen würde. In der Zwischenhandlung hätte es für mich allerdings gern noch ein paar Höhepunkte geben können. Häufig plätscherte die Handlung einfach vor sich hin, das fand ich etwas schade.

Trotzdem fand ich diesen letzten Band sehr gelungen und bin fast ein bisschen traurig, Lily, Lillian und ihre Freunde nun verlassen zu müssen. Über die Gestaltung des Romans möchte ich gar nicht mehr so viele Worte verlieren, sie wurden ja vor zwei Jahren etwa neu gestaltet. Mir persönlich gefiel die alte Buchgestaltung besser, aber das tut dem Inhalt keinen Abbruch.

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/02/rezension-everflame-verraterliebe-ein.html

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386 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

fantasy, ein meer aus tinte und gold, jugendbuch, traci chee, magie

Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen:

25. November 2016 

Seitenzahl: 480

Verlag: Carlsen Verlag

Hardcover: 17,99 € 

ISBN: 9783551583529

Die Autorin

Traci Chee studierte Literatur und Kreatives Schreiben in Santa Cruz und San Francisco. Sie liebt Buchkunst, Kunstbücher und Gedichte, versucht sich aber auch im Klavierspielen und der Eiermalerei. Mit ihrem blitzschnellen Hund lebt sie in Kalifornien. »Ein Meer aus Tinte und Gold« ist ihr Jugendbuchdebüt.

Ein Meer aus Tinte und Gold

Sofias Eltern werden ermordet und das Mädchen schafft es nur mit knapper Not den Einbrechern zu entkommen. Nun kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Doch dann werden sie erneut überfallen und Nin entführt. Sofia ist verzweifelt, was soll sie nur tun? Aber ihre Eltern haben für den Fall der Fälle vorgesorgt. Sie haben Sofia trainiert, sodass sie überleben kann. Und helfen soll ihr dabei ein Buch. Jedoch lebt die junge Frau in einer Welt, in welcher Bücher verboten sind, daher kann sie auch nicht lesen. Doch sie spürt die magische Verbundenheit zu dem Buch und kann es nicht aus der Hand geben, ganz egal welche Gefahr es birgt. Mit der Zeit beginnt sie die Buchstaben lesen zu lernen und trifft auf der Suche nach Nin auf einen stummen Jungen, der voller Geheimnisse steckt.

Fazit

Was für ein unglaubliches Cover!!! Nicht nur, dass ein Buch auf dem Cover abgebildet ist, weshalb es natürlich jeder Buchliebhaber unbedingt haben muss. Das Buch ist zudem in einem golden glänzenden Schutzumschlag. Auf dem Buch des Covers befinden sich ein Schiff und eine dunkle Gestalt, aus welchem Buchstaben emporsteigen. Allein dieses Cover konnte mich einfangen. Als ich dann auch noch den Klappentext las, auf welchem es um Sofia geht, deren Eltern zusammen mit ihrer Tante Nin ums Überleben kämpfen. Sofias Tante wird entführt und schnell wird klar, dass Sofia sie nur mit Hilfe eines Buches wiederfinden kann.

Besonders gut gefallen, haben mir die anders gestalteten Seiten in der Mitte des Buches, welche eine andere Geschichte erzählen, als die Reise von Sofia und dem stummen Jungen, welche auf der Suche nach Nin sind. Diese beiden Handlungsstränge machen den Roman abwechslungsreich und ansprechend, auch wenn mir die Handlung rund um Sofia von Beginn an am besten gefallen hat.

Der Schreib- und Erzählstil des Buches ist einfach und ansprechend, sodass ich wenig Mühe hatte, der Handlung zu folgen. Leider ließ für meinen Geschmack die Spannung zur Mitte des Romans zu ziemlich ab. Etwa ab Seite 160 hatte ich immer mehr Mühe am Ball zu bleiben und das Buch nicht aus der Hand zu legen. Auch verwirrten mich einige Dinge immer mehr, auch bedingt durch die beiden Handlungsstränge. Der zweite Teil des Buches, konnte mich schon wieder mehr überzeugen. Hier gefiel mir auch Sofia besser.

Alles in allem kein schlechter Roman, der sicher an der ein oder anderen Stelle noch ausbaufähig ist.

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/01/rezension-ein-meer-aus-tinte-und-gold.html

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black blade, magie, fantasy, jennifer estep, monster

Black Blade - Die helle Flamme der Magie

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492703574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen:
04. Oktober 2016
Seitenzahl: 336
Verlag: ivi (Piper Verlag)
Softcover: 14,99 €
ISBN: 9783492703574

Die Autorin

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Bei Piper erscheinen ihre Serien um die »Mythos Academy«, »Black Blade« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.

Die helle Flamme der Megie

Seit Lila Merriweather bei den Sinclairs arbeitet, erlebt sie jede Menge Abenteuer. Nicht nur, dass sie weiterhin als Diebin arbeitet, sie soll auch all ihre Kraft aufbieten, um Devon zu beschützen. Denn Victor Draconi, das Oberhaupt einer der mächtigsten magischen Mafiafamilien in Cloudburst Falls plant etwas furchtbares. Er will Lila und die anderen Familien umbringen, die gesamte Familie Sinclair. Doch Lila hat ihn durchschaut. Sie will nur seinen Tod, denn er ist Schuld am Tod ihrer Mutter und daran, dass Lila als Waise aufwachsen musste. Bei den Sinclairs ist sie zwar gut aufgehoben, woran nicht zuletzt Devon einen großen Teil der Schuld trägt, trotzdem vermisst sie ihre Mutter tagtäglich. Sie will nicht zulassen, dass dieser Mann noch weiteren Menschen in seiner Umgebung Schaden zufügt. Sie will Victor Draconi zur Strecke bringen…

Fazit

Ein interessanter, spannungsgeladener Fantasystreifen, der mir von Beginn an sehr gut gefallen hat. Ich war sofort wieder in der Geschichte rund um Lila, die magischen Familien, wie die Sinclairs, und ihren Devon, der ihr mehr ans Herz gewachsen zu sein scheint, als sie zugeben mag. Ich war bereits nach ein paar Seiten wieder im Geschehen und konnte mich sehr gut mit den Protagonisten identifizieren. Besonders die Geheimnisse, die gleich zu Beginn des Romans auftauchen, schaffen die besondere Atmosphäre der „Black Blade“-Reihe, wie die Autorin Jennifer Estep es auch in den vergangenen beiden Bänden geschafft hat.

Der Schreib- und Erzählstil des Buches war locker, leicht und trotzdem unglaublich spannend. Ich liebe den Schreibstil von Jennifer Estep und alles, was möglicherweise im zweiten Band ein wenig auf der Strecke blieb: tiefes Geschehen, Gefühle, Emotionen etc., konnte die Autorin nun wieder wettmachen. Es war wirklich ein fulminanter Abschluss der Trilogie, an dessen Ende ich bis kurz vor Schluss nicht glauben konnte. Bis zum Ende blieb es spannend und interessant. Die Autorin behielt sich bis zum Schluss die Überraschung auf. Das gefiel mir sehr gut. Und dieses unterschwellige ungute Gefühl, dass noch etwas Großes folgen muss, zog sich durch das gesamte Buch.

Besonders gut gefiel mir in diesem Roman die Beziehung von Lila und co. zu den Monstern. Zum ersten Mal schienen sie hier eine große und bedeutungsschwere Rolle zu spielen. Im zweiten Teil fanden sie auch schon großen Anklang, aber in diesem Teil kamen sie noch einmal richtig zur Geltung. Das einzig negative, was mir zu diesem Buch einfällt, ist, dass es nun leider zu Ende ist und ich leider mit der „Black Blade“-Trilogie abschließen muss. Das fällt mir schwer, da ich Lila, Deah, Devon und Felix wirklich lieb gewonnen habe. Aber so ist es ja häufig mit tollen Reihen. Die drei toll gestalteten Bücher werden eine wunderbare Bereicherung in meinem Bücherregal sein.

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2016/12/rezension-black-blade-die-helle-flamme.html

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

maus, mond, raumfahrt, kinderbuch, armstrong

Armstrong

Torben Kuhlmann , Torben Kuhlmann
Fester Einband: 127 Seiten
Erschienen bei NordSüd Verlag, 25.07.2016
ISBN 9783314103483
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Erschienen:
25. Juli 2016
Seitenzahl: 128
Verlag: NordSüd Verlag
Hardcover: 19,99 €
ISBN: 978334103483

Der Autor

Torben Kuhlmann ist ein deutscher Kommunikationsdesigner, Illustrator und Bilderbuchautor. Er studierte Illustration und Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. 2014 veröffentlichte er sein erstes Buch, Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus im NordSüd Verlag. Dieses Buch ist das Produkt seiner Abschlussarbeit an der Hochschule. Torben Kuhlmann lebt in Hamburg.

Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond

Amerika in den 1950er Jahren. Armstrong ist eine kleine wissbegierige Maus, die jede Nacht den Mond beobachtet. Unglaublich weit weg kommt er ihm vor, aber unglaublich interessant. Sein Fernrohr zeigt ihm jeden noch so kleinen Krater. Seine Artgenossen interessiert das herzlich wenig, sie sind dem Käsekult verfallen. Doch Armstrong kann sich nicht vorstellen, dass der Mond wirklich aus Käse sein soll. Wirklich nicht. Als dann auch noch die Mäuseluftfahrt revolutioniert wird, scheint für Armstrong ein lang gehegter Traum in Erfüllung zu gehen. Er will der Frage nach dem Käsemond endlich auf den Grund gehen. Armstrong will die erste Maus auf dem Mond werden. Und zwar um jeden Preis…

Fazit

Ein unglaublich schön gestaltetes Kinderbuch, welches bereits durch seine traumhaft gestaltete Coverillustration anspricht. Armstrong ist ein niedlicher Protagonist, der den Leser sofort gefangen nimmt und mit auf die Reise nimmt. Armstrong hat nur ein Ziel: Er will zum Mond. So wie es in der Realität sein Namensvetter Neil Armstrong 1969 geschafft hat, welcher der erste Mensch auf dem Mond war. Im Rahmen des Kalten Krieges und dem Wettlauf im All zwischen den beiden Supermächten USA und UdSSR konnten sich die USA nun scheinbar an die Spitze setzen, nachdem einige Versuche den Mond zu betreten, auf beiden Seiten schief gingen. Auch die Maus Armstrong hat einige Schwierigkeiten und muss einige Rückschläge auf dem Weg zum Mond hinnehmen.

Der Schreib- und Erzählstil des Buches war locker, leicht und trotzdem spannend. Die Illustrationen unterstreichen die kurzen Textabschnitte und lassen das Buch absolut nicht langweilig werden. Einige Überraschungsmomente im Buch, schaffen es die Aufmerksamkeit des Lesers für sich zu behalten. Vor allem der Mut und die Abenteuerlust des kleinen Mäuserichs, der sich durch nichts aufhalten lässt, fand ich beeindruckend. Die einfachen Sätze und die vielen kleinen Details im Buch, machen die Geschichte komplett und lassen sie zu einem wunderschönen Kinderbuch werden.

Mit viel Witz und Charme wird die amerikanische Geschichte von Neil Armstrongs Mondlandung 1969 für Kinder dargestellt. Das Sachbuch ist nicht nur schön illustriert, sondern hält sich auch gut an historische Wirklichkeiten. Alles in allem ein tolles Bilderbuch, welches mir wirklich gut gefallen hat und ich mit meinen Kindern auf jeden Fall lesen würde. Ein Buch was Mut macht und Lust auf weitere Abenteuer.

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2016/11/rezension-armstrong-die-abenteuerliche.html

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

mobbing, mario fesler, damaris liest, jugendbuc, lizzy carbon

Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer

Mario Fesler
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850257
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erschienen:

Juli 2016

Seitenzahl: 240

Verlag: Magellan Verlag

Hardcover: 14,95 €

ISBN: 3734850258

Der Autor

Mario Fesler, geboren 1978 in Mannheim, studierte Theaterwissenschaften und Neuere Deutsche Literatur in Erlangen und Berlin. Seit dem Studienabschluss arbeitet er als Teamleiter im Kundenservice eines Spielwarenhändlers. Daneben konzipiert und moderiert er seit 2004 gemeinsam mit einem Freund Quizveranstaltungen in Berliner Kneipen und Pubs. Für seinen Debütroman »Die Wahrheit über Oliver« war er 2012 für den Kinder- und Jugenbuchpreis „Der goldene Pick“ nominiert.

Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer

Lizzy Carbon ist ein typischer Nerd. Seit einiger Zeit verändert sich Lizzys Körper, ihre Klassenkameraden scheinen es ebenfalls auf sie abgesehen zu haben. Immer häufiger schauen sie abfällig auf Lizzy und ihre beste Freundin Kristine herunter und beschämen sie mit Liedern und Reimen über die beiden Mädchen. Das anstehende Schulfest macht es Lizzy nicht wirklich einfacher und ihre Laune hebt sich auch dann nicht, als sie von ihrer Schulfestgruppe zum Spülen eingeteilt wird. Doch dann muss Lizzy am eigenen Leib erfahren, was es heißt die Klappe zu weit aufzureisen, denn plötzlich muss sie sich selbst um eine Projektgruppe kümmern. Der „Klub der Verlierer“ ist geboren. Doch Lizzy hat das untrügliche Gefühl, dass es mit den anderen Schülern der Nerd-Gruppe nicht wirklich funktionieren wird.

Fazit

Ein amüsanter Jugendroman über die Schwierigkeiten der Pubertät, vor allem dann, wenn man von seinem Umfeld als Außenseiter abgestempelt wird. Lizzy ist genau in dieser Situation. Nicht einmal ihre Eltern scheinen sie ernst zu nehmen. Das macht die junge Frau häufig traurig. Zum Glück ist da noch ihre beste Freundin Kristine, der es ähnlich geht wie Lizzy. Zusammen gehen sie durch dick und dünn. Als dann jedoch das Schulfest ansteht, scheint die gute Laune der beiden Mädchen immer mehr zu schwinden. Als dann auch noch der große Knall kommt, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.

Der Schreib- und Erzählstil des Jugendromans ist locker, leicht und ansprechend. Man kommt als Leser sehr gut ins Geschehen hinein und kann sich auch in Lizzy hinein versetzen. Zu Beginn ging mir die Protagonistin ziemlich auf die Nerven. Ich konnte nicht nachvollziehen, wie dieses Mädchen einfach den Mund nicht aufbekommt. Sie erzählt niemandem von ihren Problemen in der Schule, mit ihren Klassenkameraden und auch ihrem Bruder, der sie schikaniert, wo er nur kann. Als sie dann von ihrer Tante ein Tagebuch geschenkt bekommt, vertraut sie ihm ihre Probleme an. Im Laufe des Romans lernt man die Hauptfigur näher kennen und bekommt einen tieferen Einblick in die Abgründe, die sich teilweise vor ihr öffnen. Dadurch versteht man sie besser. Auch ihr Alter sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Alles in allem ein spannender Roman, auch wenn ich die Handlung ein wenig oberflächlich und kurz fand. Es hätte meines Erachtens gern ein wenig tiefer und umfassender geschrieben werden können. Auch das Ende gefiel mir leider so gar nicht. Das fand ich doch etwas weit hergeholt. Aber auf jeden Fall eine schöne Idee, um sich mit den Themen „Mobbing“, „Außenseiter in der Schule“ und „Pubertät“ zu beschäftigen.

Besonders gut gefallen, hat mir die Gestaltung des Buches. Es springt durch seine bunten Farben, die an Gekritzel auf einem Schulblock erinnern, ins Auge.

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2016/10/rezension-lizzy-carbon-und-der-klub-der.html

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