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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

jimmy kelly, menschliche schicksale, millionäre, aachen, straßenfest

Streetkid

Jimmy Kelly , Patricia Leßnerkraus
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.05.2017
ISBN 9783453201514
Genre: Biografien

Rezension:

Ich war früher in den 90ern bis in die 2000er Jahre hinein großer Fan der Kelly Family und auf etlichen Konzerten. Damals erfuhr man nur recht wenig über die berühmte Musikerfamilie und privates schon gar nicht. Nun, Jahre später, bin nicht nur ich erwachsener geworden, sondern auch die Mitglieder dieser einzigartigen Musikerfamilie. Sie haben gelernt Individuen zu sein und alleine zu agieren. Genau darüber hat nun Jimmy Kelly ein Buch geschrieben. Er beschreibt in seinem Buch die Abnabelung von seiner Familie nach dem großen Erfolg und wie er es geschafft hat seinen eigenen Weg und seine eigene Identität zu finden.

Man kann es sich gar nicht vorstellen, dass die Kelly Family, die in den 90er Jahren Millionen von Platten verkauft, tausende von Konzerten gegeben und Rekorde gebrochen hat, nur wenige Jahre später pleite sein soll. Genau so war es allerdings und so stand Jimmy Kelly Mitte der 2000er Jahre nicht nur ohne Job und ohne seine Geschwister da, sondern auch absolut pleite. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits seine Frau Meike an seiner Seite, ebenso wie zwei kleine Töchter. Und er konnte weder seine Miete bezahlen, noch garantieren, wie in der nächsten Woche das Essen auf den Tisch kommen sollte.

Das ist bestimmt der Alptraum eines jeden Familienvaters, wie man sich vorstellen kann. Aber für jemanden wie Jimmy Kelly, der nie einen festen Beruf erlernt hatte und sich außerdem nie um Geld scheren musste, muss dies ein absoluter Tiefschlag gewesen sein.
Genau so beschreibt er diese Zeit auch. Ich war überrascht ob seiner ehrlichen und offenen Worte. Der Weg dahin fiel ihm aber auch oft nicht leicht und genau das beschreibt er auch.

Jimmy war schon soweit auf der Straße zu spielen, aber trotzdem gestand er in der Öffentlichkeit immer noch nicht, wieso er dies tat, dass er pleite war. Es brauchte erst ein sehr ernüchterndes Ereignis, dass ihn dazu brachte offen zu reden und zuzugeben, dass die Kellys pleite sind, dass vom einigen Ruhm nicht mehr viel übrig war.
Jimmy beschreibt diese Erkenntnis ganz klar und ungeschönt in einem Kapitel dieses Buches. Und man nimmt ihm seine Worte ab.

Jimmy Kelly erzählt hier mit Hilfe von Patricia Leßnerkraus generell nicht wirklich chronologisch. Er erzählt seine Geschichte zwischen dem großen Erfolg der Kelly Family bis hin zum großen Comeback im letzten Jahr häppchenweise in Form von kurzen Kapiteln. Tatsächlich sind diese zum größten Teil chronologisch, aber nicht in der Hauptsache.
Tatsächlich geht es in den vielen Kapiteln um Ereignisse, die ihn wachgerüttelt haben, die ihm geholfen haben auf den Weg zu kommen, den er schlussendlich beschritten hat.

Jimmy ist wieder zurück auf die Straße gegangen und hat sich hart erarbeitet was er sich aufgebaut hat. Er beschreibt seinen Weg nach dem großen Erfolg, als er sich als Opfer eines Systems sah, als er versuchte die Schuld bei jemand anderem zu suchen. Er beschreibt, wie er es geschafft hat aus diesem Sumpf aus Selbstmitleid heraus zu kommen und über seinen eigenen Schatten zu springen. “Ignore the moods” – dieser Spruch wurde zu seinem Motto, was bedeutete, dass er sich einfach zusammen riss, ungeachtet von Wind, Wetter und Launen und einfach sein Ding durchzog. Er erzählt, wie er sich sein neues Leben mit seiner eigenen Band, dem Street Orchestra, aufgebaut hat, wie er wieder auf einen guten und erfolgreichen Weg kam.
Dabei erleben wir auch mit, was Jimmy mit dem titelgebenden Spruch “Fluch und Segen ein Kelly zu sein” meint.

Ich habe dieses Buch als recht emotional erlebt, eben weil ich fand, dass Jimmy hier sehr offen und persönlich seinen Weg schildert und das muss ich ihm hoch anrechnen.
Natürlich spielt auch seine Familie eine Rolle in diesem Buch. Aber nicht nur ausschließlich und genau das ist auch der Grund, warum dieses Buch doch sehr, sehr lange brauchte, bis es endlich erscheinen konnte, denn der erste Entwurf befasste sich zum größten Teil mit der Kelly Family und das sollte es ja eben nicht. Dieses Buch befasst sich mit Jimmy Kelly, dem Streetkid. Es setzt quasi dort ein, wo der große Erfolg der Kelly Family endete und es hört auf, kurz bevor die Kellys sich wieder als Band zusammen fanden. 

Jimmy lässt uns in seinen Kopf, lässt uns seinen inneren Wettstreit miterleben und das hat mir sehr gefallen mir Jimmy als Menschen nahe gebracht.

Das Buch ist eine broschierte Ausgabe mit unheimlich vielen, schönen Fotoaufnahmen und einem sehr schönen Vorwort von Thomas Stachelhaus, einem seit Jahren befreundeten Fotografen der Familie und engen Freund.

Fazit

Jimmy Kelly hat mit seinem Buch Streetkid – Fluch und Segen ein Kelly zu sein wahnsinnig private Einblicke in sein Leben gegeben. Wir erleben ihn zu einer Zeit, als er ganz unten war und sich nur mühsam wieder nach oben arbeitete. Sehr persönlich und sympathisch, aber immer menschlich gewährt uns Jimmy hier Einblicke in sein Leben nach dem großen Erfolg der Kelly Family. Nicht nur für Kelly-Fans oder ehemalige lesenswert, sondern für jeden, der ebenfalls seinen inneren Schweinehund zu überwinden versucht und sich selbst finden will.

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liebe, prosopagnosie, mobbing, übergewicht, jennifer niven

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Jennifer Niven , Maren Illinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.06.2017
ISBN 9783737355100
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Libby war das Mädchen, dass vor einigen Jahren als fettester Teenager Amerikas aus ihrem Haus geschnitten werden musste, weil sie alleine nicht mehr gehen konnte und durch die Tür passte. Nun hat sie die Hälfte ihres Gewichts verloren und kann wieder gehen und leben und steht vor ihrem ersten Schultag an einer öffentlichen Schule und wünscht sich sehr, einfach angenommen zu werden.
Jack ist cool und hübsch und beliebt und immer mal wieder mit dem hübschesten Mädchen der Schule zusammen. Seine Unsicherheit verbirgt er hinter dieser coolen Fassade, die er um sich errichtet hat, denn Jack hat eine neurologische Störung: er ist gesichtsblind. Er kann sich die Gesichter der Menschen nicht merken und erkennt weder Freunde, noch Familienmitglieder. Da er versucht diese Tatsache zu verbergen, gerät er häufig in peinliche Situationen. Bis er Libby trifft und sich ihr anvertraut …

Stell dir vor, dass ich dich liebe ist ein wirklich toller Roman von Jennifer Niven. Schon als ich das Thema erfuhr war mir klar, dass ich dieses Buch lesen wollte und das eben nicht nur, weil mir "All die verdammt perfekten Tage" der Autorin bereits gut gefallen hat.

Mit Jack und Libby hat Jennifer Niven hier wieder zwei sehr starke Protagonisten erschaffen. Aus der Sicht dieser beiden Teenager erleben wir die Story mit, die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht des einen und der anderen erzählt.
Beide sind vom Schicksal gebeutelt und tragen ihre Schwächen mit sich rum. Während Libby sehr offensiv mit ihrer Schwäche, ihrem Übergewicht und ihrer Vergangenheit versucht umzugehen, versteckt sich Jack vor seiner Gesichtsblindheit hinter Ausreden und Ausflüchten.
Natürlich kann Libby ihr Übergewicht auch nicht verstecken und Jack vermag seine Schwäche aber gut zu überspielen mit zahlreichen Strategien, die er sich über die Jahre zurecht gelegt hat, aber auch vom Umgang damit sind beide unterschiedlich. Erst durch Libby fühlt sich auch Jack so angenommen wie er ist, denn sie nimmt ihn mit dieser Schwäche an.
Durch diese Schwäche wird Libby aber auch einzigartig für Jack, denn durch ihre körperlichen Ausmaße hat sie einen hohen Wiedererkennungswert für ihn, auch ohne, dass er ihr Gesicht erkennt.

Diesen Teil fand ich zunächst nicht so gelungen, denn ich dachte erst, dass es doch viel schöner wäre, wenn Jack Libby um ihrer selbst Willen mögen würde. Glücklicherweise wurde dieses Bild auch schnell korrigiert und es ging einfach um die inneren Werte und weniger ums Aussehen, so abgedroschen wie dies auch klingen mag.
So wie Jennifer Niven dieses Szenario der Akzeptanz geschildert hat, war es aber sehr berührend, obwohl es eigentlich gar keine wirklich kitschigen Szenen in diesem Buch gab, aber die gesamte Situation hat mich einfach sehr berührt.
Die Sehnsucht, dass man einfach gemocht und angenommen wird, die kennt wohl jeder und deswegen ist es auch so absolut nachvollziehbar, denn jeder Mensch hat so seine Schwächen und Macken und wurde bestimmt schon einmal deswegen von einem anderen Menschen beleidigt. Wenn dies aber Überhand nimmt, ist schon ein wenig der Lebensqualität verloren. Genau so geht es Libby im Buch und auch Jack versucht genau dies bezogen auf seine Person zu verhindern.

Die Autorin beschreibt hier recht eindrücklich diese Sehnsucht nach Akzeptanz, dass man einfach so wie man ist auch wahr genommen und angenommen wird. Libbys Geschichte, ihr Fall ins Bodenlose und dann ihre neu gewonnene Stärke, war so schön und besonders, ich habe sie wirklich gemocht und konnte ihre Gefühle beinahe zu jeder Zeit nachvollziehen. Für solch nachvollziehbare Szenarien hat Jennifer Niven wirklich ein Händchen.

Natürlich handelt es sich bei Libbys und Jacks Schicksale um Extreme. Aber es sind keine Situationen die wirklich selten sind oder gar unrealistisch. Im Gegenteil. Es sind Situationen, in die man sich selbst reinversetzen kann, die man nachvollziehen kann, weil sie jeden Tag passieren. Einem selbst oder auch Menschen um einen herum.

Libby und Jack sind ein ungewöhnliches Liebespaar, dass mit vielen eigenen Problem und auch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hat. Ihr Weg ist bewundernswert und ich bin froh, dass ich ihre Geschichte miterleben durfte.

Fazit

Stell dir vor, dass ich dich liebe von Jennifer Niven konnte mich vom ersten Augenblick an verzaubern und überzeugen! Zwei Figuren, so stark, trotz all ihrer Schwächen, die ihren Weg gehen und erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist, nämlich sich selbst zu erkennen und gebraucht zu werden, sich und andere einfach und ohne Einschränkungen zu akzeptieren. Das ist wahre Größe!
Ein wunderbares Buch mit einer wichtigen Botschaft!

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fantasy, liebe, attentäter, verrat, das herz des verräters

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lia und Rafe befinden sich in der Gewalt des Königreichs Venda und deren Oberhaupt, dem Komizar. Von Rafes tatsächlicher Identität wissen sie allerdings nichts und das muss auch unbedingt so bleiben, denn sonst droht im der Tod. Lia scheint das falsche Spiel mitzuspielen, tatsächlich versucht sie sich aber einen Plan zur Flucht zurecht zu legen, was gar nicht so einfach scheint. Als schließlich endlich Rafes Männer kommen um die beiden aus Venda heraus zu holen, eskaliert die Situation …

Nach dem wirklich tollen Einstieg in diese Reihe, war ich nun total gespannt auf die Fortsetzung. Der Cliffhanger des letzten Bandes zu diesem war ja nun mal wirklich gemein, so dass ich wirklich froh war, dass wir gar nicht so lange warten brauchten um zu erfahren, wie es nun weiter gehen würde.
So ganz zufrieden war ich mit dieser Fortsetzung allerdings nicht, denn für meinen Geschmack ist viel zu wenig passiert. Tatsächlich weiß ich jetzt eigentlich gar nicht, was ich da auf über 500 Seiten gelesen habe …

Der Beginn war ähnlich, wie ich es mir schon gedacht hatte. Lia und Rafe wurden gefangen genommen – klar. Womit ich nicht gerechnet hatte, das war, was danach kam, denn für Gefangene konnten sich beide im Laufe der Geschichte doch ziemlich ungeniert in Venda bewegen. Das hat mir nicht so richtig zugesagt, denn ich fand es ziemlich unglaubwürdig, auch wenn Rafe sich als Botschafter des Prinzen von Dalbreck ausgegeben hat. Mir ging das eindeutig zu schnell, woher das Vertrauen kam, konnte ich nicht nachvollziehen. Mit Lia war es ähnlich. Sie wird von den Stämmen Vendas vom ersten Moment an verehrt und es scheint etwas mit der Prophezeiung zu tun zu haben, wie sich im Laufe der Geschichte zeigt. Ich fand es zwar sehr spannend, dass sich endlich ein wenig mehr um diese Prophezeiung drehte, die bestimmt etwas mit den titelgebenden ‚Chroniken der Verbliebenen‘ zu tun hatte, aber trotzdem konnte ich nicht so wirklich durchschauen, wie nun überhaupt alles zusammen hängt. Das fand ich ein wenig unbefriedigend.

Überrascht war ich auch von der Offenbarung um Kadens Herkunft und Vergangenheit. Die Idee an sich finde ich zwar großartig, aber sie an dieser Stelle im Buch anzubringen, ohne dass es zuvor Anhaltspunkte dazu gab – immerhin war dies vorher ebenfalls schon Thema gewesen – fand ich dann doch ein wenig zu gewollt und auch nicht mehr so wirklich glaubhaft. Ein wenig schade, das hätte man meiner Meinung nach doch eleganter lösen können.

Von der Geschichte her hat sich nicht allzu viel getan. Wir erfahren ein wenig was von der Vergangenheit Vendas und es gibt zahlreiche Anspielungen auf Zusammenhänge und Herkünfte, aber so recht befriedigend war dies alles für mich nicht. Man merkt diesem zweiten Band einfach an, dass es ein Mittelteil ist und irgendwie kein Anfang und kein Ende hat.

Obwohl ich die Lektüre schon genossen und gerne gelesen habe, empfand ich sie schon als zu lang. Ein paar Kürzungen hätten der Geschichte eher gut getan oder zumindest ein paar klarere Offenbarungen. So will ich nun zwar doch wissen, wie es mit Lia, Rafe und Kaden weiter gehen wird, aber so richtig gespannt bin ich nicht mehr, denn dafür habe ich zu wenig bekommen und das Gefühl, dass ich mit diesem Band, trotz der über 500 Seiten gar nicht so wirklich mit der Geschichte voran gekommen bin.

Fazit

Mit Das Herz des Verräters konnte Mary E. Pearson mich nicht mehr so begeistern, wie noch mit dem ersten Band. Für mich ist hier einfach zu wenig passiert, ich hatte das Gefühl, dass die Handlung kaum voran gekommen ist. Ich will zwar immer noch wissen, wie es mit Lia, Rafe und Kaden weiter geht, aber die Spannung ist doch etwas zum erliegen gekommen. Schade.

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184 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

amrum, demenz, familie, liebe, sommer

Immer wieder im Sommer

Katharina Herzog
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.04.2017
ISBN 9783499291111
Genre: Liebesromane

Rezension:

Anna, Mutter von zwei Töchtern, geschieden, bekommt nach Jahren ohne Kontakt einen Brief von ihrer Mutter. Spontan entscheidet sie sich in den Single-Urlaub zu fahren und vorher bei ihrer Mutter auf dem Hof, in ihrer alten Heimat, vorbei zu schauen. Doch als sie Nelly und Sophie bei ihrem Ex-Mann abliefern will und ihn mit einer jungen Blondine im Bett vorfindet, kommt alles ganz anders als geplant und Anna fährt nicht alleine in den Urlaub…

Nach der Lesung von Katharina Herzog aka Katrin Koppold war ich wirklich gespannt auf diesen Roman, denn die Lesung hat mir schon sehr gut gefallen und mich total neugierig auf die Geschichte gemacht! So nahm ich das Buch auch direkt nach der Lesung zur Hand und las es in einem Rutsch durch!

Das Buch wird aus der Sicht dreier Personen geschildert. Das ist zum einen Anna selbst, die in einem Hotel als Zimmermädchen arbeitet und irgendwie immer noch ihren Jugendträumen hinterher hängt, denn ursprünglich wollte sie Modedesign studieren und auch bestimmt nicht alleinerziehend sein. Außerdem hören wir noch ihre große und rebellische Tochter Sophie, die voll in der Pubertät ist, sich von allen unverstanden fühlt und außerdem unsterblich in Yannick verliebt ist. Und dann ist da noch Frieda, Annas Mutter, die allerdings nur wenige Einträge und den Prolog und Epilog aus ihrer Sicht zusteuert, aber trotzdem eine tolle Persönlichkeit ist!

Die Figuren sind allesamt wirklich toll ausgearbeitet! Es hat mir totalen Spaß gemacht die gesamte Familie kennen zu lernen, denn tatsächlich sind allesamt wichtig, auch Nelly, die jüngere Tochter von Anna und Max, den Vater der Kinder und Ex von Anna. Nelly ist der eigenen Tochter der Autorin nachempfunden und steht mit ihren jungen sieben Jahren unheimlich auf Kochsendungen. Auch Max ist ein sehr sympathischer Typ und das fand ich tatsächlich von Anfang an, auch wenn da schon ans Licht kam, dass er Anna nicht treu war, aber ich mochte ihn und seine Art dennoch.
Ich hatte nach Beendigung des Buches auf jeden Fall das Gefühl sie alle fünf schon lange persönlich zu kennen und so mag ich Bücher! Wenn ich mich als Leser involviert fühlen kann, dann ist das wirklich großartig.

Die Geschichte an sich ist eigentlich recht einfach, aber durch ganz viele unerwartete Momente und nicht zuletzt den tollen Schreibstil der Autorin und den Humor, der sich mit ernsten Themen paart, hat Katharina Herzog sie zu etwas ganz besonderem gemacht.

Das erste große Thema ist hier natürlich die Liebe und das Leben und was man von ihnen erwarten kann. Die Figuren sind generationenübergreifend und haben allesamt ihre Probleme, ihre heimlichen Hoffnungen und Wünsche und natürlich auch Probleme. Darum geht es.
Außerdem ist das Thema, was geschieht, wenn Anna auf ihre damalige Jugendliebe stößt, total interessant, denn das ist bestimmt eine Frage, die sich schon viele gestellt haben. Mich selbst würde tatsächlich auch interessieren, was meine erste Liebe heute so macht und was wäre wenn …
Bei den jungen Mädels geht es noch um Mobbing und Schulthemen, die man sicherlich auch zu Genüge kennt.
Dann geht es noch um das Leben im Alter mit all seinen Krankheiten und speziell der Demenz. Dies ist auch das ernsteste Thema des Buches, obwohl alle Themen mit viel Herz und Humor genommen und behandelt werden. Mir hat diese Mischung total gut gefallen, ich fühlte mich verstanden und gut aufgehoben.

Für mich war dieser Roman ein tolles, sommerliches Abenteuer, der trotz der vielen ernsthaften Themen mit einer wunderbaren Leichtigkeit daher kam, ohne den ernsten Themen jedoch ihre Wichtigkeit abzusprechen. Das hat mir sehr gefallen.

Fazit

Mit Immer wieder im Sommer hat Katharina Herzog hier einen wirklich tollen und einfühlsamen Roman abgeliefert, der wichtige und ernsthafte, teils auch traurige Themen mit genau der richtigen Prise Humor beinhaltet. Sowohl die Geschichte, als auch die Figuren und die Themen trafen mich mitten ins Herz. Ein wunderbares Buch!

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

physik, einstein, gott, albert einstein, urknall

Das Einstein Enigma

J.R. Dos Santos , Paula Porter
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei luzar publishing, 23.03.2017
ISBN 9783946621003
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gerade als Tomás Noronha ein neues Projekt beginnen will, bekommt er ein Angebot das er nicht ablehnen kann: die iranische Regierung beauftragt den Kryptanalyst damit ein Manuskript zu entschlüsseln, dass Einstein seinerzeit verfasst haben soll. Das Land verspricht sich davon die Anleitung zum Bau einer Atombombe, womit aber natürlich nicht alle Länder einverstanden sind. Und nach und nach bekommt auch Noronha Zweifel am Inhalt des Textes. Damit fängt für ihn der Schlamassel aber erst an …

Das Einstein Enigma wurde ziemlich hart beworben und so wurde auch ich auf dieses Buch neugierig, lese ich doch Wissenschaftsthriller ala Dan Brown wirklich gerne. Vor allem, wenn – wie hier der Fall – die Geschichte auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht und nicht total aus der Luft gegriffen ist.

Das Buch fing auch direkt ziemlich spannend an und war flüssig zu lesen. Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit und führt uns aber schnell in unsere bekannte Gegenwart des Jahres 2006.

Ich zwar ziemlich schnell in der Geschichte drin und soweit wie möglich vertraut mit der Hauptperson, dem portugiesischem Kryptanalyst Tomás Noronha. “Soweit wie möglich” schreibe ich, weil selbst diese Hauptfigur doch ziemlich blass bleibt. Lediglich in den zahlreichen Szenen, in denen er auf seine Eltern trifft, bekommt er so etwas wie Tiefe eingehaucht. Selbst die Zuneigung, die er gegenüber einer weiteren Hauptperson, der iranischen Wissenschaftlerin Ariana entwickelt, erlebt man nur auf dem Papier. Die Gründe dafür bleiben dem Leser eher verborgen, es werden keine großen Emotionen transportiert. Das selbe gilt natürlich auch für alle weiteren Figuren in dieser Geschichte.
Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, vor allem mehr Nähe zum Protagonisten, denn dieser ist ja die Hauptperson in allen Geschichten dieser Buchreihe. So hätte man – neben einer interessanten Story – noch einen weiteren Grund die Geschichten verfolgen zu wollen. Aber nun gut, so muss dann halt die Geschichte ausreichen.

Aber tut sie das auch? Das Einstein Enigma verspricht ja schon viel und die zahlreichen Vergleiche mit Dan Brown lassen die Erwartungshaltung natürlich auch anschwellen.
Für meinen Teil war gerade der erste Teil des Buches und der Anfang wirklich sehr gelungen und spannend. Dann wurde es zum Teil aber anstrengend, denn J.R. Dos Santos hat hier nicht einfach einen spannenden Thriller geschrieben, sondern schon beinahe einen Wissenschaftsroman. Am Ende hat man nicht nur die Grundzüge der Relativitätstheorie verstanden, sondern auch noch eine Einführung in die Quantentheorie und die String-Theorie erhalten und philosophiert über den Sinn des Lebens. Will heißen: es gibt unzählige Abhandlungen über diese Themen, die sich der Leser von einem der zahlreichen Gelehrten in diesem Buch erklären lassen darf.

Das ist zum einen wirklich interessant, vor allem, wenn man sich für solche Themen interessiert und gerne mehr erfahren möchte, ohne gleich ein Sachbuch zum Thema zu lesen. Zum anderen ist es aber auch teils nicht so einfach zu erfassen, so dass man schon aufmerksam lesen und das Gelesene verdauen muss. Einfaches wegschmökern ist hier also nicht möglich. Man sollte sich Zeit nehmen. Dennoch sind diese wissenschaftlichen Abschnitte, die einen Großteil des Buches ausmachen, aber einfach zu verstehen. Man benötigt kein großartiges Vorwissen zum Thema.

Wenn man über den Ursprung und dem Sinn des Lebens nachdenkt, so trifft man auch unweigerlich auf Religion. Und so ist auch in diesem Buch das Alte Testament ein Thema. Und die Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Religion konnte mich hier doch ziemlich erstaunen, aber mehr will ich nicht verraten, dass würde zum einen den Rahmen sprengen und zum anderen sollte dies jeder für sich selbst erfahren und lesen.

Ich für meinen Teil, die ich als Laie bereits Stephen Hawking gelesen habe, fand dieses Buch ziemlich spannend, eben auch durch diese wissenschaftlichen Einlagen, die auch allesamt wahr sind. Zumindest alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die genutzt wurden. Die Vorgänge an sich sind natürlich frei erfunden. Und da komme ich zur eigentlichen Geschichte, denn diese wurde durch die vielen Ausflüge in die Wissenschaft doch sehr ausgebremst, so dass man von einem Thriller nicht mehr so viel hatte, wohl aber eine wirklich tolle und interessante Geschichte.

Fazit

Mit Das Einstein Enigma hat J.R. Dos Santos hier eine sehr interessante und andere Geschichte geschrieben. Mit vielen wissenschaftlichen Themen wird hier aufgewartet und drum herum eine spannende Geschichte rund um die Arbeiten von Albert Einstein gesponnen. Wer sich vor viel Theorie und Wissenschaft nicht scheut, der ist hier genau richtig!

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1.293 Bibliotheken, 50 Leser, 2 Gruppen, 278 Rezensionen

fantasy, prinz, der kuss der lüge, prinzessin, attentäter

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Fantasy

Rezension:

Ganz kurz vor ihrer bevorstehenden Hochzeit entschließt sich Lia, die erste Tochter des Königshauses von Morrighan zu fliehen und ein neues Leben zu beginnen, weil sie nicht mit einem Unbekannten zwangsverheiratet werden soll. Zusammen mit ihrer Zofe und Freundin macht sie sich auf den Weg ins Unbekannte und heuert in einem kleinen Fischerdorf als Kellnerin an. Sie weiß nicht, dass ihr verschmähter Zukünftiger ihre Verfolgung aufgenommen hat, ebenso wie ein Kopfgeldjäger, der sie zur Strecke bringen soll. Beide Männer finden sie und spielen erst einmal Katz und Maus mit Lia, bevor sie ihre Aufträge erledigen wollen…

Bereits vor Monaten schon war ich total gespannt auf dieses Buch. Genauer gesagt, seitdem ich auf der letzten Buchmesse davon hörte und auch von dem Hype, der in Amerika darum ausgebrochen ist. So war es für mich total klar, dass ich dieses Buch lesen musste und wollte und tat dies schließlich im Rahmen einer Leserunde.

Bereits der Anfang war sehr interessant, wir erfuhren nämlich direkt aus der Sicht von Lia, was in ihr so kurz vor der Hochzeit vorgeht und warum sie sich lieber für ein Leben außerhalb des Palastes und ihrem Status als Prinzessin, sondern für ein ganz einfaches Leben entscheidet, bevor dieses Abenteuer schließlich auch losgeht.

Die Story hört sich insgesamt total einfach und durchschaubar an, tatsächlich ist sie es aber nicht, weil die Autorin hier eine wirklich ausführliche Welt beschreibt, mit tollen ausgearbeiteten Figuren.

Eines meiner absoluten Highlights im ersten Teil des Buches war die Tatsache, dass wir die Geschichte abwechselnd aus drei verschiedenen Perspektiven verfolgen können: aus Lias Sicht und aus der des Prinzen und des Attentäters. Der Clou an der Sache ist, dass wir nicht wissen, wer von den beiden Männern Prinz und Attentäter ist, denn mal steht zu Beginn des Kapitels der Name des jeweiligen Mannes, mal nur "Prinz" oder "Attentäter". Die offensichtlichen Intentionen werden natürlich nur in den eindeutigen Kapiteln offenbart. Für mich als Leser war dieses Versteckspiel ein tolles Rätsel! Es hat mir unglaublichen Spaß gemacht hier zu überlegen wer nun wohl wer sein könnte und habe mich gefreut, dass ich mit meiner Annahme am Ende richtig lag, obwohl ich mich zwischendurch auch mehr als nur einmal verwirren ließ. Das hat die Autorin wirklich toll gemacht!

Nachdem die Rollen aber irgendwann klar waren, kam für mich ein kleines Stück, was ich als recht zäh empfand. Flucht-Szenen hatte es in Jugendbüchern bislang genügend und diese hier fing ebenfalls ein wenig dröge an, wurde dann aber wieder interessant, nachdem die alten Sagen und Prophezeiungen thematisiert wurden.

Das war übrigens ein weiteres total interessantes Element des Buches. Zu Beginn vieler Kapitel gibt es kurze oder auch längere Textpassagen aus fiktiven Liedern, Büchern oder sonstigen Überlieferungen, mit denen man am Anfang noch gar nicht so viel anfangen kann, aber nach und nach bekommt man entsprechende Informationen und kann weiter rätseln, wie alles zusammen hängen könnte.

Alle Figuren sind übrigens wirklich toll ausgearbeitet worden und haben in den meisten Fällen viel mehr Tiefe als man zunächst glauben mag. Bei den allermeisten Protagonisten bin ich mir sicher, dass uns da noch eine mehr oder weniger große Überraschung erwarten wird, bezüglich dem, was sie für ein Geheimnis verbirgt.
Auch zu Lias Gabe wurde in diesem Band sicherlich nur der Anfang gemacht. Mich würde es sehr wundern, wenn da nicht noch mehr kommen würde.

Der Titel der Reihe "Die Chroniken der Verbliebenen" kommt im ersten Band inhaltlich noch gar nicht so richtig zur Geltung. Im ersten Band geht es hauptsächlich um Lia und ihren Wunsch nach Freiheit und ihre Beziehung zu den beiden Männern. Keine Sorge, eine typische Dreiecks-Geschichte ist das aber trotzdem nicht, auch wenn es sich teils so anhört. Die Welt und die Verhältnisse in ihr wird aber bislang nur angeschnitten und speziell zu diesem Punkt erwarte und erhoffe ich mir in den kommenden Bänden noch viel mehr.

Im Originalen umfasst diese Reihe übrigens nur drei Bände. Für den deutschen Markt wird der vierte Band allerdings in zwei Bände unterteilt, weil der Verlag kein Buch über 800 Seiten herausbringen will. Hierfür verfasst die Autorin eigens für unseren Markt sogar noch einen extra Übergang zwischen diesen Bänden. Man kann also gespannt sein!

Fazit
Mit Die Chroniken der Verbliebenen 1: Der Kuss der Lüge hat mich Mary E. Pearson ziemlich begeistern können, wenn ich auch an der einen oder anderen Stelle des umfangreichen Romans Kritik anzubringen hatte. Dieser erste Band strotzt nur so voller Rätsel, Spannung und Intrigen. Insgesamt hat mir die geschaffene Welt hier aber sehr gut gefallen, hier wurde unglaubliches Potential geschaffen und ich bin sehr gespannt, ob dieses in den nächsten Bänden auch ausgeschöpft werden wird!Warum gibt es an dieser Stelle keine Buttons zum Abstimmen? Kunden können nur über die

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180 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

mars, scifi, dystopie, pierce brown, science fiction

Red Rising - Im Haus der Feinde

Pierce Brown , Bernhard Kempen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453534421
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Es ist schon über 1 1/2 Jahre her, dass ich den ersten Teil dieser Reihe gelesen habe, die mich damals extrem begeistern konnte. Zwischenzeitlich hatte ich mal Bange, dass der zweite Teil nicht mehr in Deutschland erscheinen würde, aber es wurde glücklicherweise nur der Verlag gewechselt und die Zielgruppe angepasst, denn der erste Teil erschien noch unter dem Label Heyne fliegt und war als Jugendbuch deklariert. Jetzt gibt es alle Bände noch einmal als broschierte Ausgaben bei Heyne und trägt keinen Jugendbuch-Stempel mehr, was auch glücklicherweise so viel besser passt.

Ich war direkt beim Einstieg wieder total von der Handlung gefesselt, denn wir wohnen gleich einem großen Sieg von Darrow bei, der sich allerdings schnell zu seiner größten Niederlage entwickelt.
Leider merkte ich auch, dass es schon sehr lange her war, dass ich den ersten Teil gelesen hatte, denn ich konnte mich an einige Figuren nur noch rudimentär erinnern und brauchte eine ganze Weile um mir wirklich alle Charaktere und Handlungen des ersten Bandes noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.

Wie der Anfang führt sich das Buch dann auch fort, ein Sieg jagt die nächste Niederlage, unaufhörlich und unerbittlich. Die Handlung hätte man eigentlich um einige (viele Seiten) kürzen können, aber dennoch war ich zu keiner Zeit gelangweilt, sondern ebenso wie unser Protagonist Darrow, aus dessen Perspektive wir auch alles miterleben, erstaunt über so viele menschliche Abgründe.

Das ganze Buch, die ganze Geschichte handelt eigentlich von unendlichen Intrigen, Politik, Gesellschaftsstrukturen, Freund- und Feindschaften, Verrat und Macht. Es folgt eine Wendung auf die nächste, als Leser bekommt man keine Gelegenheit zu verschnaufen und sich an Konstellationen zu gewöhnen, denn schon verrät wieder jemanden jemand und schon schaut wieder alles ganz anders aus als kurz zuvor noch gedacht.

Vorhersehbar ist dabei kaum etwas. Kaum glaubt man, dass Darrow es endlich geschafft hat, geschieht etwas, was ihn wieder ganz unten landen lässt. Ab und an hatte ich schon den Eindruck, dass er seine eigentliche Intention total vergessen hätte, nur um mir dann kurz darauf wieder das Gegenteil versichern zu lassen.

Pierce Brown erzählt hier keine Geschichte, er zeigt sie! Ich hatte trotz der vielen Seiten und der wenigen tatsächlichen Erzählungen über z.B. die Figuren trotzdem immer ein ganz klares Bild vor Augen, denn die Handlungen die beschrieben werden, das was da in der Geschichte passiert, das vermittelt viel mehr als jegliche Erklärungen es könnten. Das macht Pierce Brown wirklich großartig, schreiben kann er wie kaum ein anderer.

Der Autor hat hier eine irre Gesellschaft erschaffen, die unserer irgendwie sehr ähnlich ist, aber gleichzeitig auch nicht wirklich. Oder doch? Ich bin mir unsicher, aber wünschen würde ich es mir nicht. Es geht auch nicht nur um Gesellschaftsstrukturen, sondern auch besonders um Politik und um Macht. Das macht den Großteil des Buches aus und auch wenn sich das langweilig anhört – das ist es ganz und gar nicht! Ich fand diesen Band auch wieder super spannend und konnte es kaum erwarten zum Ende zu kommen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es enden würde.

Im ersten Band gab es wahnsinnig brutale Szenen. Die gibt es in diesem Band auch noch, aber nicht in der Intensität wie noch beim ersten Band, wobei das auch mein subjektiver Eindruck sein könnte. Vielleicht habe ich das beim ersten auch nur als so extrem gefunden, weil ich diesen Band damals noch mit dem Gedanken im Hinterkopf las, dass es ein Jugendbuch sei.

Fazit
Mit Red Rising: Im Haus der Feinde hat mich Pierce Brown wirklich atemlos durch eine brutale Geschichte voller Intrigen, Machtkämpfe und Verräter gejagt. Immer wenn ich dachte, ich wüsste nun wem zu trauen ist, begegnete ich der nächsten spektakulären Wendung und konnte mich noch einmal neu orientieren. So wurde es einfach nicht langweilig! Ich muss jetzt unbedingt sofort den dritten Teil lesen!

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409 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 188 Rezensionen

thriller, psychothriller, hamburg, entführung, spannung

Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach sieben Jahren bekommt Sarah den lang erwarteten Anruf vom auswärtigen Amt, dass ihr Mann Philipp am leben sei und wieder zu ihr zurück käme. Vor sieben Jahren wurde dieser in Südamerika entführt. Sieben Jahre in denen Sarah nicht wusste was geschehen war, sieben Jahre in denen sie ihren achtjährigen Sohn alleine groß zog. Als sie Philipp endlich am Flughafen in Empfang nehmen will trifft sie allerdings auf einen völlig fremden Menschen der da behauptet ihr Mann zu sein …

Auf den neuen Roman von Melanie Raabe war ich sehr gespannt, da mir ihr Debütroman „Die Falle“ im letzten Jahr bereits ausnehmend gut gefallen hat.
Hier angekommen nahm ich das Buch freudig in Empfang und wollte ebenfalls direkt Die Wahrheit herausfinden.

Das Szenario kannte ich bereits aus dem Klappentext und war gespannt auf das erste Aufeinandertreffen des entzweiten Paars. Zuvor konnte ich mir allerdings einen kurzen Überblick über das aktuelle Leben von Sarah machen und so diese Figur besser kennen lernen. Außerdem erfahren wir in einem Rückblick auch ein wenig über die Umstände kurz vor Philipps Verschwinden. Das alles hat zu diesem Zeitpunkt schon unendlich viel Stoff für Spekulationen gegeben und ich machte mir schon direkt Gedanken darüber, was wohl diese oder jene Äußerungen bedeuten könnten und was wohl passiert sein mag.

Solche Geschichten mag ich. Geschichten, wo ich mit überlegen kann und wie auch die Protagonisten im Buch versuche der Sache auf dem Grund zu gehen. Was ich dabei gar nicht mag ist, wenn ich im Laufe der Geschichte nicht alle Informationen erhalte, die man benötigt, um hinter dem großen Geheimnis zu kommen. Das ist immer so meine Befürchtung wenn ich lese, dass man als Leser irgendwie plötzlich vor einer komplett neuen Situation steht, auf die es vorher einfach keine Hinweise gegeben hat. So war es hier aber auch dieses Mal glücklicherweise nicht!

Natürlich kann ich jetzt nicht auf alles eingehen und alle Details aufzählen, die Hinweis genug waren, denn dann würde ich spoilern. Aber auf jeden Fall gab es sie. Von einer Freundin habe ich im Vorfeld gehört, dass sie den Roman ein wenig langatmig fand und die Autorin sich in zu viele Details verliere. Das fand ich tatsächlich überhaupt nicht. Ich fand gerade diese Situationen, in denen ich als Leser nicht direkt ahnen konnte, was das nun mit dem Fall zu tun haben könnte, sehr interessant und habe aufmerksam mitgelesen und versucht mich in die Protagonisten hinein zu versetzen, war total hibbelig, wenn ich wieder ein Puzzlestück an seinen Platz legen konnte – oder zumindest dachte, dass ich es könnte, denn natürlich hat Melanie Raabe hier auch wieder sehr viele falsche Fährten gelegt, obwohl einige davon teils tatsächlich etwas plump waren und ich mir dann schon dachte, dass es so offensichtlich wohl nicht sein würde.

Mit der Auflösung war ich schließlich ziemlich zufrieden und bin auch erst kurz vor dem Ende darauf gekommen, obwohl ich zwischenzeitlich immer mal wieder einen Gedanken in die richtige Richtung hatte.
Als einzigen Kritikpunkt habe ich die Verhaltensweise eines der Protagonisten, die ich nicht so recht nachvollziehbar fand, die ich hier aber auch nicht genauer benennen möchte, denn das wäre ein herber Spoiler. Vielleicht geht es dem einen oder anderen genauso, vielleicht ist das aber auch nur meine Empfindung.
Ansonsten fand ich Die Wahrheit aber wieder äußerst gut durchdacht.

Fazit
Mit Die Wahrheit hat Melanie Raabe hier ihren zweiten Roman abgeliefert, der mir auch wieder totalen Spaß gemacht hat und mich begeistern konnte. Jedes Detail habe ich eingesaugt und mich gefreut, wenn wieder ein Puzzleteil zum nächsten passte – oder ich es zumindest glaubte! Das ganze Ausmaß wird erst nach und nach klar. Auf jeden Fall ist Die Wahrheit auch wieder gut durchdacht, ein psychologischer und ruhiger Spannungsroman durch und durch!

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Die Vorschul-Lernraupe: Erstes Englisch

Swantje Zorn , Nils Weyland , Joschi Kauffmann , Rainer Bielfeldt
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 25.07.2016
ISBN 9783844521764
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem wir bereits von den bisherigen Hörbüchern aus der Lernraupe-Reihe „Die Vorschul-Lernraupe: Zahlen und erstes Rechnen„, „Die Vorschul-Lernraupe: Buchstaben und Laute„, „Die Vorschul-Lernraupe: Konzentration“ und „Die Vorschul-Lernraupe: Logisches Denken“ so angetan waren, war für mich eigentlich schon klar, dass meinem Sohn ebenfalls diese Ausgabe hier mit dem Thema „Erstes Englisch“ gefallen würde.

Mein Sohn sprich ab und an mal in Fantasiesprache und erklärt uns dann dazu, dass dies Englisch sei. Er konnte sich bislang nicht wirklich vorstellen, dass das Englisch, was er bislang gehört hat, wirklich ebenso eine verständliche Sprache ist, wie seine Muttersprache Deutsch. Ist für Kinder wohl auch schwer zu begreifen. Einige Worte und Sätze kann er zwar bereits sprechen, worauf er auch sehr stolz ist, vom richten Englisch-Sprechen ist er aber noch weit entfernt. Und das darf er mit seinen gerade sechs Jahren auch. Dennoch ist er sehr interessiert und begeistert gewesen, als ich ihm diese neue Lernraupen-CD nun vorschlug und musste sie sofort mit in sein Zimmer nehmen um sie anzuhören.

Auch bei dieser Ausgabe wird den Kindern wieder total spielerisch die englische Sprache näher gebracht. Dieses mal will Finn seiner Schwester Mia nacheifern, die gerade Englisch lernt. Das will Finn natürlich auch können und sucht mit seiner Freundin, der Lernraupe Lilo, einen befreundeten Hotelier auf, der natürlich Englisch kann. Dieser ist natürlich so freundlich Finn einige einfache Wörter und Sätze beizubringen.

‚Ja‘ und ‚Nein‘ antwortet mein Sohn mir mittlerweile häufig auf Englisch, nämlich ‚Yes‘ und ‚No‘, er zählt auf Englisch nun bis 10 und an den Farben versucht er sich auch schon häufig. So spielen wir das beliebte Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst …“ frei nach Empfehlung der Lernraupe mittlerweile in englischer Sprache. Das macht richtig Spaß und so wird aus ungreifbarem Kauderwelsch tatsächlich etwas, was mein Sohn begreifen und verstehen und sogar selbst anwenden kann. Das macht ihm unheimlich viel Spaß und auch sehr stolz.

Sehr begeistert war er auch davon, dass das Lied ‚Happy Birthday‘ tatsächlich ein englisches Lied ist, was wir aber schon total in unserem Sprachgebrauch integriert haben, ebenso wie auch viele weitere Wörter.

Alle Ideen, die im Hörbuch umgesetzt wurden, werden natürlich auch dieses Mal wieder im Booklet der CD einmal aufgeführt. Äußerst praktisch, wenn einem gerade nicht einfällt, was man mit dem Kind gerade machen könnte.

Meinung zum Hörbuch

Ebenso wie bei den Vorgänger-Hörbüchern der Lernraupe, handelt es sich auch bei diesem Werk eigentlich gar nicht um ein Hörbuch, sondern um ein Hörspiel. Es gibt mehrere Sprecher, für jede Rolle einen und einen Erzähler. Die passende Musik wurde von Rainer Bielfeldt beigesteuert und passt sich wunderbar dem Hörspiel an. Ein paar Lieder bringen mittendrin auch viel Spaß, auch wenn sie im Gedächtnis nicht unbedingt hängen geblieben sind, aber sie lockern zwischendurch auf.
Die Sprecher sind eigentlich toll gewählt und passend zu den Rollen, die sie sprechen. Dem kleinen Finn nimmt man seine Rolle mittlerweile allerdings nicht mehr voll ab, denn seine Stimme klingt mittlerweile doch etwas zu alt für einen Jungen, der noch keine sechs Jahre alt ist.

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298 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 76 Rezensionen

wüste, fantasy, amani, alwyn hamilton, jugendbuch

AMANI - Rebellin des Sandes

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.08.2016
ISBN 9783570164365
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Amani hat ihr ganzes Leben in einer kleinen Wüstenstadt verbracht und lebt, seitdem ihre Mutter ihren Vater ermordete und daraufhin hingerichtet wurde, bei ihrem Onkel und ihrer Tante, die ihr allerdings nicht gerade freundlich gesinnt sind. Schon lange plant sie ihre Flucht und als eines Tages der Fremde Jin auftaucht sieht sie ihre Chance gekommen …

Ich muss zugeben, dass ich bei diesem Buch zunächst wieder an eine Geschichte wie aus 1001 Nacht dachte, wie es sie momentan ja häufiger mal in der Jugendliteratur gibt, aber es ging dann doch eher in Richtung Abenteuer und Fantasy wie Dustlands, nur, dass mir Amani – Rebellin des Sandes viel besser gefallen hat.

Der Einstieg ins Buch war schon interessant, denn es geht gleich zur Sache. Amani ist eine junge Frau, die sich mehr wünscht, als sie in ihrem Leben hat. Allen voran Freiheit und das kann man ihr kaum verdenken. Sie wirkt mit ihren Wünschen recht sympathisch und trotz ihres jungen Alters sehr schlagfertig und so kann man schnell mit ihr mitfiebern, obwohl sie sich gut mit Schusswaffen auskennt. Auch Jin ist mir vom ersten Auftreten direkt sympathisch gewesen und so war es natürlich kein großes Geheimnis, dass die beiden sich wohl im Laufe des Buches zusammen tun würden.
Auch die anderen Figuren sind wirklich interessant. Bei einigen konnte ich mir schon recht früh denken, was hinter ihnen stecken würde, bei einigen wurde ich tatsächlich noch ein wenig überrascht.

Die Geschichte selbst ist sehr temporeich und spannend. Es passiert dauernd etwas und wird so einfach nicht langweilig und das, obwohl ich mittlerweile Bücher, die hauptsächlich aus Flucht und Wegrennen bestehen gar nicht mehr lesen mag. Aber hier steckte noch mehr dahinter und vor allem die Geschichten, die innerhalb der Geschichte erzählt werden und die dann zunehmend eine größere Rolle spielen, haben mich sehr fesseln und begeistern können.

Die Welt die in diesem Buch beschrieben wird ist eine phantastische Welt. In ihr leben nicht nur Menschen, sondern auch viele Fantasie-Wesen die hier eigens entworfen wurden. Frauen haben in dieser Welt nichts zu melden, sie sind den Männern total untergeordnet was es auch gesellschaftlich interessant werden lässt. Es geht also um Abenteuer, Phantasie und Mystik und durchaus auch um Gesellschaftsnormen und –formen.

Hervorheben möchte ich hier auf jeden Fall auch noch das schöner Cover, denn daran kann ich mich fast nicht satt sehen und muss auch dauernd drüber fühlen, denn der Umschlag ist so gestaltet, dass der Sand geprägt und rau ist und ebenso wie die Titelschrift gold-glitzert. Das weiß natürlich zu gefallen!

Fazit
Amani: Rebellin des Sandes von Alwyn Hamilton hat nicht nur optisch viel zu bieten! Dieser Auftakt einer neuen und aufregenden Fantasy-Reihe weiß mit einer überzeugenden neuen Welt zu begeistern und erzählt eine spannende Geschichte! Ich bin sehr auf den nächsten Band gespannt und was uns dann erwarten wird!

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1001 nacht, magie, wüste, fantasy, märchen

Tausend Nächte aus Sand und Feuer

E. K. Johnston , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.05.2016
ISBN 9783570164068
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lo-Melkhinn, König des Wüstenlandes, hat schon über 300 Frauen geheiratet und ermordet. Als er nun in ihr Dorf kommt um sich eine neue Braut zu suchen, opfert sie sich für ihre Schwester. Im Palast angekommen geschieht das unglaubliche: sie überlebt! Länger als jede andere vor ihr! Und das hat seinen Grund. Ebenso wie es seinen Grund hat, dass Lo-Melkhinn seine Frauen ermordet.

Auf dieses Buch wurde ich vor allem aufmerksam, weil es inhaltlich so sehr an „Zorn und Morgenröte“ erinnert und dieses Buch mochte ich wider Erwarten wirklich sehr. So war ich auch auf dieses hier gespannt, das wieder eine Geschichte aus tausendundeiner Nacht erzählt.

Die Geschichte selbst erinnert tatsächlich aber nur zu Beginn ein wenig an Zorn und Morgenröte, es ist quasi die selbe Ausgangssituation, nimmt dann aber einen komplett eigenen Verlauf. Was man anhand der Inhaltsbeschreibung nicht unbedingt vermuten wird, ist, dass die Geschichte sehr ins phantastische geht. Ich würde sogar sagen, dass es hier eher ein Fantasy-Roman ist, mehr noch als ein Märchen. Das hatte ich nicht erwartet und das war auch ein Punkt, der mir persönlich nicht besonders gefallen hat. Dennoch habe ich mich darauf eingelassen, denn ich wollte natürlich gerne wissen, wie es weiter gehen und was es mit all dem auf sich haben würde.

Tatsächlich musste ich mich ganz häufig zum weiterlesen zwingen, denn ehrlich gesagt konnte die Geschichte mich nicht sehr mitreißen und fesseln. Einzig der tolle Schreibstil ließ mich durchhalten, denn Emily Kate Johnston schreibt wirklich meister- und märchenhaft. Erzählen kann die Autorin und tut dies durch die Protagonistin.
Vielleicht wundert sich der eine oder andere, warum ich bislang immer von einer ‘sie’ schreibe. Das hat den einfachen Grund, dass die Hauptfigur in diesem Buch und bis auf Lo-Melkhinn auch alle weiteren Figuren namenslos ist. Es werden keine Namen genannt. Zunächst ist mir das nicht besonders aufgefallen und Beschreibungen wie ‘die Mutter meiner Schwester’ oder ‘der Vater des Vaters’ etc. hatte ich zunächst für authentische Beschreibungen gehalten. Aber tatsächlich werden keinerlei Namen genannt. Insgesamt hat die Autorin das recht gut gelöst, finde ich und es störte beim Lesen auch nicht weiter. Lediglich beim drüber reden und nachdenken fiel es mir teils schwer am Ball zu bleiben und ich denke, das ist auch ein Grund mit dafür, dass ich mich nicht so sehr auf die Geschichte einlassen konnte.

Wie bereits erwähnt hat mir die Fantasy im Buch nicht so sehr zugesagt, was daran lag, dass es einfach nur fantastisch war, ohne irgendwelche Regeln oder große Beschreibungen. Alles wurde als gegeben voraus gesetzt und so etwas mag ich einfach nicht besonders. Wer damit allerdings kein Problem hat, der wird hier eine schön erzählte Geschichte zu lesen bekommen in der die Handlung eher so vor sich hin plätschert.

Fazit

Mich konnte Emily Kate Johnston mit Tausend Nächte aus Sand und Feuer leider nicht überzeugen. Ich hatte keine Geschichte erwartet, die so sehr Fantasy sein würde und konnte mich auch mit den Figuren nicht so sehr anfreunden. Der Schreibstil der Autorin ist zwar großartig, aber das ist leider auch alles was mich daran gehindert hat das Buch nicht abzubrechen. Von mir gibt es gerade noch drei Sterne.

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motherhoo, mutter, mütter, kin, mutterschaft

Die Mutterglück-Lüge

Sarah Fischer
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ludwig, 08.02.2016
ISBN 9783453280793
Genre: Sachbücher

Rezension:

Sarah Fischer erzählt in Die Mutterglück-Lüge ihre ganz persönliche Geschichte, die aber sicherlich viele Mütter ähnlich empfinden werden. Sarah Fischer liebt ihr Kind, aber das Muttersein hasst sie, denn es lässt sich nicht mit ihren Bedürfnissen und ihren Wünschen von einem erfüllten Leben vereinbaren.

Und genau das ist auch das Thema des Buches. Die Rolle der Mutter in unserer Gesellschaft ist teils wirklich widersprüchlich. Einerseits wird von Müttern verlangt, dass sie voll und ganz für ihre Kinder da sind und ihr Leben und ihre Bedürfnisse quasi ruhen lassen, ansonsten sind sie als Rabenmütter verschrien, gleichermaßen wird ihnen aber nicht die zustehende Anerkennung entgegengebracht für die Arbeit, die sie dadurch haben. Für Mütter ist es vollkommen normal, dass in ihrem Lebenslauf eine Loch klafft. Klar, es ist schön, dass es hier in Deutschland den Mutterschutz, Elternzeit etc. gibt, aber dennoch spiegelt sich das später bei der Rente wieder, denn viele Mütter sind nicht in der Lage auch nach der Elternzeit wieder voll arbeiten zu gehen.

Stichwort: Vereinbarung. Die meisten Kinderbetreuungszeiten haben nicht viel mit den tatsächlichen Arbeitszeiten zu tun. Ich persönlich kenne keine Mutter, die nach der Geburt wieder ganz normal in Vollzeit in ihrem alten Beruf arbeiten konnte. Es gab immer Abstriche und wenn nicht gleich der ganze Job gewechselt werden musste, dann wurden die Arbeitszeiten reduziert.

Natürlich kann man sagen, dass so etwas doch klar sei, dass Kinder nun einmal Arbeit machen. Aber: in anderen Ländern geht es doch auch! Da sind Mütter teils noch mehr arbeiten und dabei nicht so gestresst, denn dort ist die Kinderbetreuung einfach anders geregelt und bezahlbar.

Hier in Deutschland kann man es noch so sehr wollen, aber wenn man hinter sich nicht die halbe Familie stehen hat, die immer einspringen können, wenn es sein muss, dann ist es für eine Mutter kaum möglich sich selbst und ihre Rolle als Mutter gleichermaßen auszufüllen.
Das ist sehr schade, denn wie Sarah Fischer in ihrem Buch beschreibt, geht das bei den Vätern durchaus. Das liegt nicht nur an den möglichen Gegebenheiten in Deutschland, sondern auch ganz viel an der gesellschaftlichen Akzeptanz.

Überhaupt liegt heute viel an der Gesellschaft. Status ist wichtig, nicht nur im Berufsleben, sondern mittlerweile auch im Sandkasten. Mütter werden unter Druck gesetzt immer mehr und mehr Leistung zu bringen, die allerdings teils einfach total irrsinnig ist und auch kaum Spaß macht oder etwas mit Realität zu tun hat. Aber der Schein muss ja gewahrt werden. Wer da nicht mitmacht, ist raus.

Sarah Fischer ist eine Frau, die ihren Job liebt und auf ihre finanzielle Unabhängigkeit nicht verzichten will. Aber egal wie sehr sie jongliert und versucht, sie schafft es einfach mit ihrem Kind nicht ein Leben zu führen, dass es ihr ermöglicht sowohl ihren Job auszufüllen, als auch ihre Rolle als Mutter.
Ihre Tochter liebt sie, aber die Rolle, die ihr von unserer Gesellschaft aufgedrückt wird, die hasst sie.

Fazit

Sarah Fischer hat mit Die Mutterglück-Lüge ihre ganz persönliche Geschichte über ihre Mutterschaft erzählt und ihre Empfindungen dazu. Immer dabei schwingt eine gute Portion Gesellschafts- und auch Sozialkritik, ohne jedoch belehrend zu wirken. Es sind ihre Ansichten, in denen sich aber sicherlich viele Mütter auch wieder finden werden, auch wenn man bei der Aussage, man bereue es Mutter zu sein, erst einmal zusammen zuckt. Mit dem Kind und der Liebe zu eben jenen hat dies jedoch nicht viel zu tun, sondern eher mit der Rolle der Mutter in unserer Gesellschaft allgemein.

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pandora, zwillinge, eva siegmund, zukunft, träume

Pandora - Wovon träumst du?

Eva Siegmund
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.04.2016
ISBN 9783570310595
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sophie und Liz sind Zwillinge. Voneinander wussten sie bislang allerdings nichts, weil beide noch sehr jung adoptiert und voneinander getrennt wurden. Als ihr biologischer Vater stirbt erfahren sie vom Notar nicht nur, dass sie eine Menge Geld geerbt haben, sondern auch, von ihren leiblichen Eltern und dass sie Zwillinge sind. Gemeinsam versuchen sie heraus zu finden was damals geschehen ist und geraten in eine ziemliche Intrige, die sie in große Gefahr bringt …

Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch vor allem wegen des schönen Covers, ich gebe es zu. Aber auch der Inhalt konnte mich dann sehr ansprechen, so dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Den ersten Roman der Autorin Lúm: Zwei wie Licht und Dunkel hatte mir damals auch schon gefallen und ich finde, dass sich Eva Siegmund mit ihrem zweiten Roman jetzt noch einmal steigern konnte.

Als erstes lernen wir Sophie kennen. Sie fand ich von Beginn an sympathisch, sie ist die zurückhaltende und bodenständigere der beiden Zwillingsmädchen. Liz war mir zunächst nicht ganz so sympathisch und wirkte eher oberflächlich und arrogant, was ich im weiteren Verlauf der Geschichte aber relativiert hat, denn je näher man die beiden und ihre jeweilige Geschichte kennen lernt, desto besser versteht man, warum sich die beiden so unterschiedlich entwickelt haben.
Während Liz in reichen Verhältnissen groß wurde, der es materiell zwar an nichts mangelte, dafür aber an Liebe und Fürsorge, wuchs Sophie in eher normalen Verhältnissen auf, dafür aber mit einem liebevollen Vater.
Ein wenig schade fand ich, dass die Adoptiveltern der beiden Mädchen vor allem zu Beginn nicht so sehr zum tragen kamen. Gerade in Liz Fall fand ich es ein wenig unverständlich, da hätte ich mir wirklich eine Konfrontation gewünscht. Aber nun gut, es wurde irgendwie immer erklärt, wenn auch nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit.
Beide Figuren sind aber auf jeden Fall wirklich toll dargestellt.

Die Geschichte selbst ist wirklich klasse! Ich mag Geschichten um Zwillinge eh recht gerne und hatte auch hier zunächst den Gedanken an eine Adaption von “Das doppelte Lottchen”. War es aber nicht, es war ganz anders, aber auf keinen Fall weniger gut, eher im Gegenteil.
Die Geschichte der Zwillinge war total interessant, ich konnte wirklich mitfiebern und war sehr gespannt darauf, was damals in der Vergangenheit wirklich vorgefallen war, dass es zu dieser Ausgangssituation kommen konnte.
Die Traum-Stränge haben die Geschichte so richtig aufgepeppt, dadurch wurde sie zu etwas unverwechselbarem. Sophies Traum-Sequenzen wirkten teils schön gruselig und haben meine Fantasie sehr angeregt und mich dazu gebracht darüber nachzudenken, was es wohl mit dem allen auf sich haben könnte und wer dahinter stecken könnte. Ungefähr ab der Mitte fallen diese Traumsequenzen weg, dafür kommt die neue Sicht des Sandmanns dazu. Der Rest der Geschichte wird entweder aus der Sicht von Sophie oder Liz erzählt.

In den ersten beiden Dritteln war ich so davon überzeugt, dass es ein Buch wäre, an dem ich so gar nichts auszusetzen haben würde, so gut hat mir die Geschichte gefallen, so super wirkte die Story auf mich, so wenig fand ich es gewollt konstruiert, obwohl vor allem das Traumthema ein recht komplexes war. Im letzten Dritten ging es mir dann doch ein wenig zu schnell und ich fand vor allem die Motive dann doch etwas schwach im Vergleich zum restlichen Konstrukt. Ohne da jetzt zu viel zu zu sagen, aber wären die Motive des Sandmans am Ende überzeugender gewesen, dann wäre Eva Siegmunds Werk für mich ein absolutes TOP-Highlight gewesen. Ein Highlight war es trotzdem noch, wenn auch nicht uneingeschränkt, aber mir hat die Geschichte viel zu gut gefallen um etwas anderes sagen zu können, denn sie hatte tolle Figuren, Witz, Spannung ... und eben auch das gewisse Etwas!

Fazit
Mit Pandora – Wovon träumst du? konnte mich Eva Siegmund so richtig begeistern. Vom ersten Moment an mochte ich die Geschichte um die so unterschiedlichen Zwillinge, die sich auf die Suche nach ihrer Herkunft machen und die Idee mit den Traumszenario kam als i-Tüpfelchen noch oben drauf und hat die Geschichte zu etwas besonderem gemacht.

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kuschelflosse, nina müller, kinderbuch, hörbuch, wellenjahr

Kuschelflosse - Die blubberbunte Weltmeisterschaft

Nina Müller , Ralf Schmitz
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 08.02.2016
ISBN 9783837133639
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhaltliche Meinung

Kuschelflosse möchte mit seinen fischigen Freunden Sebi, Emmi und Herrn Kofferfisch daran teilnehmen und natürlich gewinnen! Zunächst einmal müssen sie dazu aber ihre Mango-Blubber-Maschine fertigstellen damit sie auch gegen die Konkurrenz bestehen und zusammen Weltmeister werden können. Zusammen erlebt die Blubberbande eine aufregende Zeit …

Es ist einfach schön zu erleben wie sich die Freunde immer wieder zusammenraufen und sich ihrem gemeinsamen Ziel nähern. Kinder können hier viel über Zusammenhalt und Freundschaft erfahren, was ich persönlich wirklich toll finde. Außerdem wird auch ein wenig verständlich, dass unfaires Verhalten nicht nett ist.

Dabei geht es aber vor allem auch witzig voran und beim Hören hat man zwischendrin viel zu lachen. Mein Sohn hat sich jedenfalls das eine oder andere mal über die Ereignisse im Hörbuch kaputtgelacht. Vor allem der Pupsfisch hat es ihm angetan.

Neben viel Witz und Humor geht es aber insgesamt auch sehr fantasievoll zu. Nina Müller hat hier tolle Dinge wie ein Fischstäbchenlabyrinth erfunden, welches mein Sohn beim nächsten Fischstäbchengericht auch glatt nachbauen wollte. Dahingehend gefiel mir der zweite Teil von Kuschelflosse auch noch eine Ecke besser als bereits der erste Teil.

Zum Ende hin gibt es natürlich auch eine kleine moralische Lerneinheit die die Kinder verinnerlichen können.

 

Meinung zum Hörbuch

Ralf Schmitz ist genial! Wirklich! Das Hörbuch macht nicht zuletzt wegen ihm totalen Spaß, denn er verleiht wirklich jedem Meeresbewohner seine eigene unverkennbare Stimme und die passt einfach total perfekt. Dabei spricht er mit so einer Leichtigkeit, dass man einfach nur gerne zuhört. Nichts hört sich angestrengt an, er spricht einfach so schön locker, wie man es von ihm auch aus seinen Shows gewohnt ist. Und: Niemand lispelt doch so schön wie Ralf Schmitz, oder?
Trotzdem es hier nur den einen Sprecher gibt, fällt es auch Kindern leicht die Figuren auseinander zu halten, eben weil Ralf Schmitz jede Figur anders – und das gekonnt – spricht.

Neben der tollen Lesung und der sprachlich absolut überzeugenden Leistung von Ralf Schmitz gibt es auch zahlreiche passende Geräusche, die ich sehr mochte. Vor allem die vielen blubbernden Geräusche waren nett anzuhören und passten wirklich toll dazu.

Auch ein wenig passende Musik gibt es dazu, diese überwiegt allerdings nicht und sticht auch ansonsten nicht besonders hervor, sondern unterstreicht das ganze Hörbuch perfekt.

Von der technischen Seite gibt es hier also nichts zu meckern, die Produktion ist einfach perfekt geworden.

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191 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

england, zeitreise, liebe, hollyhill, dorf

Für immer Hollyhill

Alexandra Pilz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.02.2016
ISBN 9783453270282
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Emily ist wieder zurück in Deutschland bei ihrer Oma und hat Matt und ganz Hollyhill hinter sich gelassen. Trotzdem fühlt sie sich nicht gut dabei und vermisst das zeitreisende Dorf. Nicht einmal ihrer besten Freundin Fee kann sie ihr Leid klagen, denn die ist plötzlich spurlos verschwunden. Wo ist sie nur hin? Als eines Tages überraschend Josh und Silly vor Emilys Tür stehen, erzählen sie Emily, dass Fee auf der Suche nach Emily nach Hollyhill gekommen und mitsamt dem Dorf in die 20er Jahre gesprungen ist. Emily muss hinterher reisen und dann ist plötzlich auch noch Matt verschwunden …

Der Einsteig ins Buch fiel mir tatsächlich überraschend leicht, obwohl ich mich ehrlich gesagt nicht mehr allzu gut an die Geschehnisse der ersten beiden Bände erinnern konnte. Beim Lesen kam die Erinnerung dann aber schnell zurück, was mich sehr gefreut hat und schnell war ich wieder in der Geschichte drin und von Hollyhill gefangen.

Besonders gefreut habe ich mich, weil Emilys beste Freundin Fee in diesem Buch endlich viel präsenter war als noch in den vorherigen Bänden. Ein wenig enttäuscht hat mich jedoch ihre Reaktion auf die ganze unglaubliche Zeitreisegeschichte und auch ihre Reaktion darauf, nun von ihrer Freundin getrennt zu sein, denn zu Anfang verbringt Fee erst einmal eine ganze Zeit ohne Emily in Hollyhill. Das fand ich schon ein wenig schwach, da hätte ich mich doch mehr gewünscht.

Auch von Cullum und Chloe erfahren wir dieses mal mehr, hier gibt es viele tolle Konfrontationen mit Emily. Aber auch hier war ich mit dem Ausgang nicht ganz zufrieden, denn nach der ganzen Aufregung und nachdem Emily ja soooo viele Vorbehalte gegenüber vor allem Cullum hatte, hätte ich mir wirklich ein überzeugenderen Hintergrund gewünscht. Das hat mich etwas enttäuscht.

Auch die Geschichte konnte mich dieses mal nicht wirklich überzeugen. Über die Hälfte der Story fand ich ziemlich langweilig und habe darauf gewartet, dass endlich mal etwas passieren würde. Es war viel Gerede, wenig Handlung, ich wurde total neugierig gemacht, vor allem was das Geheimnis und den Hintergrund von Hollyhill angebt, aber fühlte mich am Ende dann doch im Regen sitzen gelassen.

Als Abschluss fand ich diesen Band wirklich schwach, was ich sehr schade finde. Ich hätte mir hier wirklich mehr erhofft, ein Ende mit Aha-Effekt vielleicht oder zumindest etwas weniger vorhersehbares.

Fazit

Insgesamt bin ich mit Für immer Hollyhill, dem Abschluss der Trilogie von Alexandra Pilz nicht komplett zufrieden. Ich hätte mir an allen Stellen einfach mehr erwartet und habe mich beim Lesen über lange Strecken auch einfach gelangweilt. So reicht es leider nur noch für eine gute, mittelmäßige Wertung.

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1.668 Bibliotheken, 36 Leser, 1 Gruppe, 298 Rezensionen

erotik, liebe, geneva lee, royal, sex

Royal Passion

Geneva Lee , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.01.2016
ISBN 9783734102837
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Auf einer Feier trifft Clara auf einen geheimnisvollen Fremden, von dem sie sich sofort angezogen führt und mit dem sie ein wenig rumknutscht, bevor er schließlich verschwindet, ohne ihr jedoch seinen Namen verraten zu haben. Den erfährt sie kurze Zeit später durch die Zeitung und einer Horde Reporter, die ihre Wohnung belagern, denn bei dem attraktiven Fremden handelt es sich um niemand geringeren als den Kronprinzen höchstpersönlich. Und er will sie wieder sehen …

Auf Royal Passion war ich ziemlich gespannt, denn wer wäre nicht wenigstens ein bisschen heimlich gerne ab und zu mal Prinzessin und auf der Suche nach dem Traumprinzen. Richtig, das wollen wir doch alle, bzw. wollten es zumindest, bevor wir unseren persönlichen Traumprinzen gefunden haben. Ich hatte mich also auf eine leichte, spannende und romantische Lektüre eingestellt und genau das habe ich mit Royal Passion auch bekommen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Zugegeben – ein wenig erinnert die Geschichte an den Hype-Roman Fifty Shades of Grey. Auch hier trifft eine unsichere junge Frau auf einen sehr mächtigen und dominanten Typen, der allerdings schon ein paar Schwachstellen hat, die er zu verbergen sucht. Eine Romanze, ein Geheimnis – was will man mehr? Ach ja! Erotische Spannung, die gibt es hier ebenfalls zu Hauf …

Die Geschichte ist also recht übersichtlich. Die erotischen Szenen überwiegen schon, sind aber leider nicht so abwechslungsreich, wie sie hätten sein können. Von daher hätte es ein bisschen weniger wohl auch getan.

Viel Spannung brachten die Spannungen zwischen der royalen Familie und Clara, denn hier gibt es eine große Konfliktsituation. Gerade auch der Konflikt zwischen den Freunden der Royals und Clara fand ich sehr erfrischend und konnte mich amüsieren.

Die Beziehung der beiden Protagonisten, also Clara und Alexander, fand ich nicht so nervig wie bei Ana und Christian in Shades of Grey. Hier war es nicht minder spannend, aber hier tat sich zumindest etwas. Ich hatte nicht das Gefühl, dass alles unglaublich künstlich in die Länge gezogen wurde, sondern, dass es hier auch wirklich voran ging. Das machte die beiden Figuren auch tatsächlich sympathisch.

Der Schreibstil von Geneva Lee ist recht flüssig und angenehm zu lesen. Lediglich bei den erotischen Szenen gibt es viele male die selben Beschreibungen und Bezeichnungen, das wird spätestens nach der Hälfte recht langweilig, aber zumindest stolpert man nicht über die Begrifflichkeiten.

Fazit

Insgesamt war ich recht positiv überrascht von Geneva Lees erstem Band der Royals-Saga. Royal Passion konnte mich gut unterhalten und stellenweise auch amüsieren. Die erotischen Szenen werden mit der Zeit ein wenig langweilig, sind aber ansonsten ganz angenehm zu lesen. Von mir gibt es also eine gute Bewertung im Mittelfeld und für den nächsten Band wünsche ich mir ein wenig mehr Action!

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301 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 71 Rezensionen

fantasy, bettina belitz, jugendbuch, liebe, krieger

Die Diamantkrieger-Saga - Damirs Schwur

Bettina Belitz
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.02.2016
ISBN 9783570164174
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sara hat eine besondere Gabe. Sie kann Diamanten aufspüren, denn sie hört sie, hört ihren ganz besonderen Klang. Außerdem ist sie sehr geschickt und sportlich, was sie zur Meisterdiebin macht. Sie stiehlt sich in die Villen der Reichen und klaut deren Schmuck um ihn dann an Kratos, einem wirklich üblen Zeitgenossen zu verkaufen, denn sie benötigt das Geld dringend um die Pflege für ihre Oma zu bezahlen. Eines Tages trifft sie in den Katakomben der Stadt auf Damir und plötzlich geschieht etwas mir ihr, was ihr Leben total auf den Kopf stellt und sie fast das Leben kostet …

Diamantkrieger-Saga! Der Titel alleine hörte sich schon großartig an und ich hatte recht hohe Erwartungen. Okay, anhand des Klappentextes habe ich tatsächlich etwas ganz anderes bekommen als ich es eigentlich erwartet hatte. Ich hatte ein Buch erwartet, das viel fantastischer ist und nicht in unserer realen Welt spielt. Das fand ich jedoch gar nicht schlimm, ich war allerdings schon überrascht und lese solche Bücher, die einen großen Bezug zu unserer realen Welt haben, ja auch viel lieber. Trotzdem hat mir diese Tatsache dieses Mal nicht geholfen mich ins Buch wirklich reinzufinden. Aber man von Anfang an …

Sara ist eine Figur, in die ich nur schwer verstehen und nachvollziehen, geschweige denn hinein versetzen konnte. Sie blieb für mich immer recht undurchschaubar und ich konnte oftmals einfach nicht verstehen, wieso sie einige Dinge in meinen Augen verkompliziert. Das hat mich ziemlich genervt. Die wenigen Momente, in denen ich mit Sara sympathisiert habe, die verschwanden unter dem Ärger, den ich beim Lesen empfand größtenteils.

Die Geschichte an sich ist wirklich interessant. Die Idee war für mich in dieser Form recht neu, aber trotzdem konnte sie mich einfach nicht wirklich fesseln. Woran lag das? Nun, ich empfand die Story als recht wirr. An vielen Stellen habe ich mich gefragt, warum das jetzt so war, z.B. warum Sara so abhängig von Kratos war, warum sie nicht einfach loslassen konnte mit diesen Fähigkeiten, warum auch Damir und La Loba nicht gemerkt haben, was da eigentlich hinter steckt, obwohl sie so viel Erfahrung mitbrachten und so weiter … Die Lösungsansätze dafür waren für mich einfach wenig glaubhaft.
Irgendwie hatte ich auch immer das Gefühl, das dieses Buch selbst nicht so genau wusste, was es eigentlich sein wollte. Eine fantastische Story über besondere Gaben? Ein Mafia-Geschichte, die in der Unterwelt angesiedelt ist? Ein Familien-Drama? Eine Liebesgeschichte? Eine brutale Story über Drogen und Abhängigkeit? Für mich passte die Verknüpfung dieser einzelnen Elemente einfach nicht gut. Es konnte mich nicht überzeugen.
Hinzu kommt noch, dass ich wirklich Probleme hatte überhaupt einen roten Faden zu erkennen, der sich durchs Buch zog. Das angekündigte Erwachen war für mich gar nicht wirklich greifbar und präsent, bei mir kam einfach nur wirres Durcheinander an und ich wusste teils wirklich nicht, was das jetzt alles sollte und wieso da nicht was passierte. Was es mit den Diamantenkriegern auf sich hat, das habe ich auch nicht begriffen. Was sollte das und woher kommt es? Das hätte ich gerne wissen wollen um mich auf den nächsten Teil einlassen zu können.
Und auch nach dem Lesen kann ich eigentlich nicht wirklich behaupten, dass so viel passiert war in der Geschichte, was mir wirklich relevant scheint. Hier habe ich wirklich das Gefühl einen endlos langen Prolog gelesen zu haben, der Rest fehlt aber. Okay, es wird ja tatsächlich noch weitere Bände geben, aber gerade deswegen hätte ich mir hier einfach mehr gewünscht, denn wirklich neugierig auf mehr hat mich dieses Buch nicht gemacht. Ich bin ehrlich gesagt eher froh gewesen, als ich endlich durch war. Und enttäuscht. Enttäuscht, weil ich den Stil von Bettina Belitz eigentlich so gerne mag, aber hier konnte ich ihm einfach gar nichts abgewinnen.

Fazit

Vielleicht lag es an einer falschen Erwartungshaltung oder aber auch einfach an meinem persönlichen Geschmack, aber obwohl ich die Autorin Bettina Belitz und ihre Bücher sehr mag hat mich der erste Band der Diamantkrieger-Saga sehr enttäuscht und etwas ratlos zurück gelassen. Was ich hier gelesen habe, das kann ich gar nicht genau sagen. Ja, es war vielschichtig, aber für mich hat es einfach nicht zusammen gepasst. Schade!

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168 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

toskana, thriller, stalker, schriftstellerin, autorin

Und draußen stirbt ein Vogel

Sabine Thiesler
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.01.2016
ISBN 9783453269682
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Autorin Rina Kramer hat einen Stalker, der ihr nicht nur unerkannt auf ihrer Lesereise folgt, sondern ihr auch nach Hause hinterher reist und sich in ihre Gästehaus auf ihrem eigenen Grundstück einmietet. Manuel hat nämlich ein Hühnchen mit Rina zu rupfen, wovon sie allerdings nichts weiß. Als sie erkennt, dass irgendetwas mit ihrem Mieter nicht stimmt ist es bereits zu spät und außerdem ihr Sohn verschwunden …

Ich mag die Bücher von Sabine Thiesler. Sie sind immer ein wenig besonders, bestechen durch den nüchternen Schreibstil und die schön konstruierten und spannenden Fälle. Auch dieser Roman spielt, wie schon so viele ihrer Bücher zuvor, wieder in der Toskana.

“Und draußen stirbt ein Vogel” sagt als Titel erst einmal gar nichts darüber, worum es in diesem Buch gehen würde. Das fand ich spannend, der Titel gefiel mit irgendwie und ich war gespannt, was es damit auf sich haben würde.
Der Roman ist in drei große Abschnitte unterteilt, die allesamt jeweils ebenfalls aus vielen kurzen Kapiteln bestehen. Diese Aufteilung ist gerade bei spannenden Büchern schön, denn so will man immer weiter ‘nur noch ein Kapitel’ lesen, bis man dann schließlich doch auf der letzten Seite angekommen ist. Ähnlich erging es mir mit diesem Buch ebenfalls.

Alles dreht sich um die Hauptpersonen Rina Kramer und Manuel Gelting. Während Rina verheiratet ist und einen kleinen Sohn hat, steht Manuel recht alleine da und wir erfahren nur durch Rückblenden von seinem sozialen Umfeld. Beide Figuren werden recht distanziert beschrieben, wodurch sie mir auch beide weder sehr sympathisch wurden, noch richtig unsympathisch. Als Leser konnte ich hier einen guten Abstand halten und fühlte mich aber trotzdem immer neugierig genug gemacht um weiter zu lesen, obwohl mir der Bezug zu den Figuren fehlte.
Die zahlreichen Nebenfiguren machten die Handlung erst ‘rund’, kamen mir aber eher etwas blass vor und wirklich wie Protagonisten – nur daneben statt wirklich dabei.

Die Geschichte selbst hat mich neugierig gemacht, weil ich es vor allem total interessant fand, wie hier eine Autorin über eine Autorin schreibt. Ich habe mich häufiger zwischendurch mal gefragt, inwieweit Sabine Thiesler sich hier selbst zum Vorbild genommen hat, denn manche Abläufe wurden hier doch recht authentisch beschrieben. Einige kamen mir wiederrum recht willkürlich und wirr vor.
Der Haupthandlungsstrang ist auf jeden Fall der um Rina und Manuel. Interessant ist aber auch die Geschichte des Paters Johannes und des kriminellen Rumänen Dragos, wobei sich diese am Ende irgendwie doch als bedeutungslos entpuppen. Generell sind viele Dinge angesprochen worden, die dann unterwegs einfach verloren gingen und nicht zu Ende gedacht wurden. Das hat mich tatsächlich gestört und ich hätte mir das anders gewünscht. Konsequenter zu Ende verfolgt. Das wäre schön gewesen, denn so fühlte ich mich dann am Ende doch ein wenig unbefriedigt zurück gelassen.

Fazit
Und draußen stirbt ein Vogel konnte mich also generell gut unterhalten. Ich habe mich von Sabine Thiesler gerne an die Seiten fesseln lassen und die Geschichte von Rina und Manuel gespannt weiter verfolgt. Am Ende konnte ich aber leider dann doch nicht zufrieden das Buch zuklappen, denn dafür hat mir dann doch noch etwas gefehlt, dafür war es dann doch ein wenig wirr und willkürlich.

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678 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 107 Rezensionen

drachen, talon, fantasy, julie kagawa, drachenherz

Talon - Drachenherz

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.01.2016
ISBN 9783453269712
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem Garret im letzten Band von seinem Leuten fest genommen wurde ist Ember und Riley die Flucht gelungen. Ember ahnt jedoch, dass es für Garret nicht gut aussieht und pocht darauf ihn zu befreien. Davon sind Riley und Wes zwar alles andere als begeistert, aber dennoch machen sie sich auf. Die Flucht gelingt ihnen und sie verstecken sich mit Garret zunächst einmal in Las Vegas. Aber nicht nur der Georgsorden ist ihnen auf der Spur, auch Embers Bruder Dante wurde von Talon auf seine Schwester angesetzt und schmiedet fiese Pläne um Ember zurück zur Organisation zu locken …

Nachdem mich der erste Band dieser tollen Reihe von Julie Kagawa schon extrem begeistern konnte, musste auch der zweite Band her. Drachen sind eigentlich so gar nicht mein Thema, aber diese Reihe hat mich einfach total fesseln und packen können, nicht zuletzt deswegen, weil es hier nicht um reine Drachenwesen geht, sondern um Mischwesen, die sich ebenfalls in menschliche Gestalt verwandeln können. So kann ich mich einfach besser in die Figuren hinein versetzen.

Wie es bereits der erste Band vermochte, kann auch hier alleine schon die Optik überzeugen. Das Auge auf dem Cover, halb Mensch, halb Reptil und die Schuppen, lassen schon erkennen, worum es geht. Das Cover schaut zwar sehr ähnlich aus wie das des ersten Bandes, aber die Farbgebung ist hier anders und alles ist spiegelverkehrt. Sehr gelungen! Anders, aber unverwechselbar zusammengehörig.

Auch der Umfang des Buches schaut erst einmal enorm aus. Ebenso wie der erste Band hat auch dieser hier über 500 Seiten. Wo ich im ersten Band allerdings keine Längen empfunden habe, gab es hier doch einige Stellen, die ich etwas langatmig fand. Generell musste ich am Ende des Buches überlegen, was überhaupt passiert war und kam zum Schluss, dass das gar nicht so viel gewesen ist. Dennoch las sich das Buch auch wieder unheimlich flüssig und schnell.

An den Figuren hat sich in diesem Band nicht viel geändert, es hat nicht allzu viel Entwicklung statt gefunden. Ember hat im ersten Band bereits sehr schnell gelernt sich in der Welt der Menschen zurecht zu finden und dass sie mit dieser noch gar nicht allzu viele Erfahrung hat, wird in diesem Band konsequent ignoriert, auch Las Vegas mit seinen undurchschaubaren Casinos scheint für sie nichts neues zu sein. Das ist vielleicht ein wenig unglaubwürdig, aber ich konnte darüber hinweg sehen.
 Sehr interessant waren in diesem Band die Auseinandersetzungen zwischen Garret und Riley. Die habe ich wirklich gemocht!
 Dantes Handeln bleibt mir irgendwie ein Rätsel. Wie sich die beiden Geschwister so extrem auseinander entwickeln konnten ist schon ein wenig rätselhaft. Generell bin ich aber gespannt, wieso die Geschwister für Talon so interessant sind. Ich hoffe, wir bekommen dazu im folgenden Band Informationen.

Fazit
Mit Talon 2: Drachenherz konnte mich Julie Kagawa wieder sehr begeistern und gut unterhalten, auch wenn ich dieses Mal ein paar Kritikpunkte hatte. Dennoch ist diese Reihe absolut empfehlenswert und macht einfach Spaß! Ich bin sehr auf die Fortsetzung gespannt, die hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.

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877 Bibliotheken, 21 Leser, 2 Gruppen, 194 Rezensionen

selbstmord, liebe, suizid, depression, trauer

All die verdammt perfekten Tage

Jennifer Niven ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Limes, 28.12.2015
ISBN 9783809026570
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die erste Begegnung zwischen Theodore Finch und Violett verlief so schicksalhaft wie nur möglich und dennoch total unkonventionell, denn beide trafen sich auf dem Glockenturm ihrer Schule und hielten sich irgendwie gegenseitig davon ab zu springen. Finch Violett mehr als sie ihn. Seitdem nähern sich der unbeliebte Außenseiter und die ehemalige Cheerleaderin, die nach einem schweren Autounfall bei dem ihre Schwester ums Leben kam, immer noch nicht wieder ganz im Leben angekommen ist, an. Zunächst widerwillig trifft sich Violett mit Finch, dann immer lieber und gewollter. Während eines gemeinsamen Schulprojekts lernen sie sich immer besser kennen, aber während Violett immer mehr zurück ins Leben findet, driftet Finch immer weiter ab …

Auf All die verdammt perfekten Tage war ich sehr gespannt, wo es doch eine Empfehlung des Verlags war und sich inhaltlich auch wirklich interessant anhörte. Ich habe nur gehofft, dass es nicht nur eine totale Schnulze wird, die nur so vor Emotionen und Mitleid trieft. Das – soviel kann ich jetzt schon sagen – war es glücklicherweise nicht!

Glücklicherweise keine totale Schnulze

Zu Beginn des Buches erleben wir die Handlung die meiste Zeit aus der Sicht von Finch. Theodore Finch ist ein etwas ungewöhnlicher junger Mann, der sich eigentlich in keiner Situation so verhält, wie man es erwarten würde. Er schaut zwar gut aus, benimmt sich aber sowohl wie der Klassenclown, indem er seinen Lehrern immer Widerworte gibt, als auch wie ein absoluter Märtyrer indem er sich verprügeln lässt ohne sich zur Wehr zu setzen. Gleichzeitig ist er aber auch gut in der Schule, auch wenn er immer wieder Tiefpunkte hat, in denen er wochenlang nicht hingeht. Er ist intelligent und auch witzig.
Finch war für mich hier der interessantere Charakter, weil man oberflächlich betrachtet zunächst gar keinen wirklichen Grund sieht, warum er so depressiv ist.

Trotz ähnlicher Probleme sind Finch und Violett gänzlich verschieden

Ganz anders Violett. Sie hat ein schlimmes Erlebnis hinter sich, das sie bislang nicht verarbeiten konnte. Allerdings hat die Menschen, die hinter ihr stehen und die sie auffangen. Nicht zuletzt auch Finch, der sie aus ihrer Resignation zurück ins Leben holt.
Zu Beginn wirkte sie auf mich wie eines dieser oberflächlichen und typischen Highschool-Mädchen, die man aus Teeniekomödien zu Hauf kennt. Doch nachdem wir immer mehr aus der Sicht von Violett lesen konnten, änderte sich meine Meinung ganz schnell, denn Violett war eigentlich doch ganz nett und liebenswert, vor allem, nachdem sie begonnen hatte Finch zu akzeptieren und vor allem auch zu sich selbst zu stehen.

Die Stimmungen spiegeln sich auch in der Erzählweise

Die Geschichte beginnt also eher mit einem aufgeweckten, wenn auch merkwürdigen Finch und einer eher depressiven Violett. Im Laufe der Geschichte wendet sich das Blatt, ohne dass wirklich etwas greifbares passiert wäre, was dies erklären könnte.
Als Leser bekommen wir das nicht nur durch die Erzählung selbst mit, sondern auch dadurch, dass die Passagen, die von Violett erzählt werden immer länger werden und Finchs dafür immer kürzer. Ich finde, dass die Autorin dadurch schön zur Geltung gebracht hat, wie sehr sich Finch plötzlich in sich selbst zurück zieht um seinen eigenen Kampf zu führen.

Schön zu lesen ist auf jeden Fall, wie Finch es in seiner Hochphase schafft, dass Violett wieder Spaß am Leben hat. Die Ausflüge, die die zwei unternehmen sind einfach toll und die Gespräche schon ein wenig philosophisch. Das hat einfach Spaß gemacht, obwohl immer klar war, dass beide zusammen einfach nie glücklich waren. Entweder hat Violett sich noch verschlossen oder Finch hat sich zurück gezogen. Gerade bei ihm war es klar, dass er verzweifelt seinen Platz im Leben noch nicht gefunden hat und keinen Sinn in seiner Existenz sieht.

Suizid und psychische Störungen

Das Hauptthema des Buches ist wohl Suizid, aber ebenfalls bemerkenswert fand ich die Darstellung der psychischen Störung und wie damit umgegangen wurde. Das fand ich alles ziemlich authentisch geschildert. Man merkt auf jeden Fall, dass Jennifer Niven selbst bereits Erfahrungen mit Selbstmord in ihrem Familien- und Bekanntenkreis gemacht hat. Man hat deutlich das Gefühl, dass sie weiß, worüber sie da schreibt.

Das gewisse etwas hat mir dennoch gefehlt

Obwohl ich das Buch wirklich klasse fand – alles war super beschrieben, die Geschichte war toll, die Figuren glaubhabt – fehlte mir dann doch irgendwie das gewisse etwas. Das was, heute wo solche Bücher in den letzten Jahren ja doch ‘in’ waren, einfach anders ist und das Buch zu etwas besonderem macht. Das konnte ich hier nicht unbedingt ausmachen. Ebenso habe ich die Lektüre zwar sehr genossen und war am Ende schon ein wenig in melancholischer Stimmung, aber dennoch konnte mich das Buch nicht so berühren, wie ich es erwartet und irgendwie auch erhofft hatte.

Fazit

Mit All die verdammt perfekten Tage hat Jennifer Niven einen wirklich tollen Roman geschrieben, der mit einer leicht düsteren Stimmung vor allem Jugendliche ansprechen soll. Hier stimmt so viel: die Figuren überzeugen, die Handlung ist spannend und interessant, man kann sich einfach fallen lassen! Dennoch fehlte mir das gewisse Etwas. Das, was mich hätte berühren müssen. Dennoch ein wunderbares Buch und sehr lesenswert!

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dystopie, zwillinge, francesca haig, das feuerzeichen, omega

Das Feuerzeichen

Francesca Haig ,
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.10.2015
ISBN 9783453270138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach einer gewaltigen Explosion ist die Welt nicht mehr so, wie sie vorher war. Außer, dass alles zerstört ist, werden auch seitdem nur noch Zwillinge geboren, die eine intensive Bindung haben. Hat der eine Schmerzen, merkt es der andere auch und stirbt einer von beiden, so stirbt auch sein Zwilling. Immer – ohne Ausnahme! Ein Zwilling ist immer ein sogenannter Alpha. Ein gesunder Mensch ohne Einschränkungen. Der andere ist immer ein Omega. Sozusagen beschädigte Ware mit Behinderung oder sonstigen Abnormalitäten. Die Omegas werden verachtet und separiert. Obwohl die Zwillinge so eng verbunden sind, agieren sie doch nicht gemeinsam und verstoßen ihre Omega-Geschwister noch im Kindesalter. Cass will dies aber nicht hinnehmen. Während ihr Apha-Bruder in hoher Position eine Anti-Omega Bewegung anführt, könnte sie als Seherin zwar der Rebellion von Nutzen sein, will aber nicht akzeptieren, dass es sich um unterschiedliche Lager handelt …

Nachdem ich so viel gutes über dieses Buch gehört hatte, was sich ebenfalls auf meiner Wunschliste befunden hat seitdem ich zum ersten Mal davon hörte, musste ich es auch sofort zur Hand nehmen und lesen.

Eine wahnsinnig tolle Idee

Alleine die Idee eine Welt zu kreieren, in der nur noch Zwillinge geboren werden, die auch noch miteinander durch ein besonderes Band verbunden sind, fand ich schon sehr spannend und war gespannt darauf, wie Francesca Haig dies wohl umsetzen würde, denn große Schlachten zwischen den beiden Seiten hätte ich ausgeschlossen, weil es ja Opfer auf beiden Seiten gegeben hätte, egal wer verliert. Für mich war der psychologische Aspekt dieser Verfolgung und Unterdrückung interessant.

Wenig Action, dafür viel Tiefe

Wie erwartet blieben die großen Schlachten zumindest bis zum Ende, als ohne Rücksicht auf Verluste Exempel statuiert werden sollten, auch aus. Das hatte zum Nachteil, dass es wenig Action gab und sich die fast 480 Seiten teils etwas zog. Dennoch fand ich es überwiegend spannend, denn die Frage war für mich wirklich, was die Alphas, allen voran Cass Zwillingsbruder Zach und die Beichtmutter für einen wirklich teuflischen Plan ausgeheckt hatten und wie sie diesen Umsetzen könnten, ohne dass es ebenfalls den Alphas schadet oder einen großen Aufschrei in der Bevölkerung geben würde.

Das war überhaupt sehr interessant mitzuverfolgen. Obwohl die Menschen ja alle miteinander verbunden sind, fühlen sich die Geschwister aber nicht zusammengehörig. Die Alphas fühlen sich als etwas besseres und verachten ihr Gegenüber. Das ist für mich kaum nachzuvollziehen und demnach fand ich Cass auch so glaubwürdig, weil sie – so schien es – eine der wenigen Personen war, die diese Tatsache in Frage stellte und nicht nur die beiden Seiten, also die Aphas und die Omegas, sondern das große Ganze sah.
Hier musste ich beim Lesen häufig feststellen, dass ich selbst ebenfalls nicht mehr in der Lage war die Menschen als ein ganzes zu betrachten, sondern ebenfalls die Alphas und Omegas als eigenständige Lager sah. Hier hat die Autorin also wirklich tolle Inszenierungen abgeliefert!

Ein tolles Leseerlebnis mit Erkenntnis

Für mich war dieses Buch ein wirkliches Leseerlebnis und ich habe, obwohl ich zwischendrin einige Längen empfand, dies vor allem aber auch, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter gehen würde, es sehr genossen zu lesen. Besonders auch Kip fand ich als Figur sehr interessant und hatte mir schon so meine Gedanken über seine Vergangenheit gemacht, mit denen ich dann schließlich auch gar nicht so verkehrt lag.
Zach ist für mich ebenfalls ein sehr interessanter Charakter und dank ihm und seiner Geschichte mit Cass habe ich auch verstanden, wie es zu solch einem enormen Hass gegenüber den Omegas kommen konnte.

Fazit

Francesca Haig hat mit Das Feuerzeichen einen fantastischen ersten Teil einer wirklich tollen Reihe vorgelegt. Das generelle Setting war schon total interessant und die Autorin hat es hier wirklich geschafft eine Welt zu konstruieren, die man so noch nicht gesehen hat und in der man gerne Zeuge der unglaublichen Erlebnisse wird. Große Emotionen und Spannung haben mich an die Seiten fesseln können und nun kann ich es nicht mehr erwarten, bis der nächste Teil erscheinen wird!

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364 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

liebe, royal, krieg, prinz, valentina fast

Royal - Eine Liebe aus Samt

Valentina Fast
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.01.2016
ISBN 9783646601756
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem der Palast angegriffen wurde und Tanya mit Henry fliehen konnten, verstecken sie sich in der Außenwelt, wo Tanya endlich die gesamte Wahrheit offenbart wird. Zum einen getroffen, zum anderen in tiefer Angst um ihre Freunde und Familie, die sie in der Kuppel in den Händen der Besetzer zurück lassen musste, harren sie so lange aus, bis bekannt wird, dass die neue Führung in der Kuppel den König und die Königin Viterras hinrichten wollen. Zusammen mit Henry, James und ihren neuen Freunden schmiedet sie einen Plan um dies zu verhindern…

Endlich, endlich, endlich! Der finale Teil der Royal-Reihe! Zum einen heiß erwartet, zum anderen dann doch nicht gewollt. Natürlich wollte ich wissen wie es weiter geht und schließlich endet, denn ich liebe diese Reihe. Zum anderen wollte ich aber nicht, dass es wirklich endet, denn die Figuren und die gesamte Welt von Viterra sind mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Aber es nützte nichts, die Neugier hat gewonnen und das e-Book wurde sofort verschlungen nachdem es auf dem Reader war.

Der Einstieg fiel gewohnt leicht, denn der sechste Teil beginnt nach dem Prolog genau dort, wo der letzte Teil endete. Bereits im letzten Teil ging es ja komplett abseits des Palastes weiter und so ist es auch dieses Mal. Wir finden uns in der Außenwelt außerhalb der Kuppel wieder, was nach den letzten Teilen wahrscheinlich nicht mehr besonders überrascht, aber dennoch fand ich die Offenbarung, was da alles noch hinter steckt schon gelungen.

Auch die ganzen menschlichen Verstrickungen waren gelungen, denn während wir die Geschehnisse um Tatyana mitbekommen und wissen was los ist, auch, dass irgendetwas nicht zu stimmen scheint, bekommen wir auch die Überlegungen der anderen mit, die im Palast gefangen sind und sich ebenfalls Gedanken und ihre Freunde Tatyana und Henry und deren Verbleib machen. So sind wir, obwohl wir beide Seiten miterleben, doch etwas unsicher, wer nun auf welcher Seite steht und das mochte ich wirklich, denn so konnte ich mitüberlegen und weiter mitfiebern.

Auf die Auflösung wie sie schließlich war, wäre ich nie gekommen, auch wenn es zwischendrin in den vergangenen Bänden ein paar Hinweise und Anspielungen gab, dass da noch etwas sein könnte. Aber das Gesamtausmaß dieser Intrige hat mich dann doch überrascht.

Natürlich war aber für mich auch die ganze Zeit über, noch bis zum Schluss, die dringendste Frage, ob sich Tanya und Philip denn nun bekommen würden oder ob doch noch etwas oder jemand anderes dazwischen kommen würde. Diese Frage wird natürlich geklärt! Wie, das solltet ihr selbst herausfinden. Ich war mit der Auflösung dann doch recht zufrieden und fand vor allem auch den Epilog sehr rührend, ebenso wie das generelle Ende, das mir dann doch einige Tränen entlocken konnte.

Fazit
Was mit den wundervollen Covern angefangen hatte, entwickelte sich zu einer großen Liebe, denn ich liebe diese Royal-Reihe einfach!
Mit Royal: Eine Liebe aus Samt hat Valentina Fast ein zufriedenstellendes Ende fabriziert, insofern man mit einem Ende zufrieden sein kann. Aber wenns am schönsten ist, dann soll man ja bekanntlich aufhören. Ich werde diese tolle Reihe noch lange im Gedächtnis behalten und freue mich auch schon auf das Spin-Off Princess – Der Tag der Entscheidung, das im März erscheinen wird!

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351 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

liebe, royal, hochzeit, prinz, prinzessin

Royal - Eine Hochzeit aus Brokat

Valentina Fast
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.12.2015
ISBN 9783646601725
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem sich Tatyana von den Ereignissen zum Ende des letzten Teils hin erholt hat, ist sie sich nun der Liebe des Prinzen sicher. Als schließlich seine letzte Entscheidung ansteht bricht für sie jedoch eine Welt zusammen. Erst zu Hause erholt sie sich nach und nach ganz langsam wieder von dem Schock und fängt an ihr Leben neu zu ordnen. Doch natürlich dauert es nicht lange bis sie wieder auf ihre alten Freunde trifft und die Wunden erneut aufreißen …

Zu den Covern will ich jetzt nicht schon wieder so viele Worte verlieren. Die sind einfach schön und bleiben es auch bis zum Schluss!
Erwähnen möchte ich hier aber jetzt doch mal die Änderungen in der Blase auf dem Cover, denn mit zunehmendem Band werden die Risse immer mehr und mehr. Symbolisch für einen zersplitternden Traum? Für die Glaskuppen unter der sich Viterra befindet? Oder für die Liebe? Ich bin sehr gespannt was der letzte Band bringen wird!

Nachdem der vierte Band mit einem bösen Cliffhanger endete war ich mehr als gespannt auf den fünften Band und habe diesen regelrecht verschlungen. Ging einfach nicht anders, diese Serie macht süchtig.

Endlich ist der Wettbewerb vorbei, wenn er auch nicht so endete, wie ich und wohl auch Tatyana es sich erhofft hat. Der Titel ist demnach ein wenig irreführend. Eine Hochzeit gibt es zwar und sie wird auch gefeiert, aber nicht so, wie es wohl auch den Anschein machen sollte. Das hatte ich mir allerdings tatsächlich schon zum Schluss des vierten Bandes gedacht, denn es sollte ja noch einen sechsten Teil geben.

In diesem fünften Teil passiert nun aber eine ganze Menge. Ich hatte hier den Eindruck, dass hier nun so viel Handlung vorhanden war, wie in den letzten Bänden zusammen. Erst die Erkenntnis von Tatyana, die Enttäuschung, die Fahrt nach Hause und das Hängen lassen. Später der Umzug und Beginn ihres neuen Lebensabschnitts. Ein erneutes Treffen mit den verhassten Personen und am Ende die Hochzeit, auf der unerwartetes passiert …

Soooo viel! Und es wurde nicht langweilig! Es war einfach spannend und ich habe es genossen mich zusammen mit Tanya auf eine Reise in eine ungewisse Zukunft zu begeben. Natürlich war mir klar, dass es dabei nicht bleiben würde, aber ich fand diese unerwarteten Wendungen trotzdem sehr spannend und abwechslungsreich. Sie haben wieder ein neues Licht auf die Welt von Viterra geworfen und gezeigt, dass noch viel mehr dahinter steckt als angenommen. Diese neuen Erkenntnisse bringen auch neue Charakterzüge von Tanya zum Vorschein, die ich ebenfalls sehr sympathisch fand. Außerdem lernen wir neue Figuren kennen und alte Figuren noch besser.

Ich bin nach diesem Teil nun wirklich sehr gespannt auf das große Finale! Obwohl im März dann doch noch etwas nachkommen wird, nämlich eine Spin-Off Geschichte mit dem Titel Princess – Der Tag der Entscheidung, in der es um die Schwester von Prinz Philip gehen wird.
Aber erst einmal möchte ich nun wissen, wie die Geschichte um Tanya und Philip endet und wie das Königreich von Viterra am Ende aussehen wird. Glücklicherweise ist es bereits im Januar soweit und wir werden alles erfahren. Ich freue mich!

Fazit
Wer dachte, dass es nun, wo bekannt ist, wer der Prinz ist, langweilig würde, der irrt. Royal 5 – Eine Hochzeit aus Brokat von Valentina Fast überrascht mit irren Wendungen und wirft noch einmal ein gänzlich neues Licht auf Viterra. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, bis das Ende erreicht war. Jetzt heißt es noch einen Monat auf das große Finale hin fiebern und dann wissen wir endlich alles!

Reihe
August 2015: Royal 1: Ein Leben aus Glas
September 2015: Royal 2: Ein Königreich aus Seide
Oktober 2015: Royal 3: Ein Schloss aus Alabaster
November 2015: Royal 4: Eine Krone aus Stahl
Dezember 2015: Royal 5: Eine Hochzeit aus Brokat
Januar 2016: Royal 6: Eine Liebe aus Samt
Februar 2016: Royal – Gesamtausgabe als eBook-Box
März 2016: Princess – Der Tag der Entscheidung (Royal Spin-Off)

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161 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

märchen, einhorn, drachen, feen, liebe

Sinabell - Zeit der Magie

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text: 280 Seiten
Erschienen bei Impress, 07.01.2016
ISBN 9783646601916
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sinabell und ihre Schwestern sind die Töchter des dunklen Königs. Sie halten ihn für einen gütigen Menschen, bis er eines Tages beschließt seine Töchter zu verheiraten. Die meisten von Sinabells Schwestern freuen sich, nur Sinabell will sich nicht in ihr Schicksal fügen. Als dann auch noch der Prinz des feindlichen Königreich um ihre Hand anhält um Frieden zwischen den Ländern zu erzwingen, will ihr Vater ihn hinrichten lassen, was Sinabell allerdings auch nicht recht ist und auf das Versprechen ihres Vaters pocht, sie an den ersten Mann zu verheiraten, der um ihre Hand anhält. Erbost fügt er sich seinen eigenen Worten, verlangt vom Prinzen allerdings, dass er vorher drei Aufgaben erfüllt, von denen er nicht glaubt, dass sie zu bewältigen sind …

Sinabell: Zeit der Magie ist ein wirklich fantastisches Märchen und genau so liest es sich auch.
Zunächst wurde ich mit dem doch etwas oberflächlichen Schreibstil der Autorin nicht so recht warm und empfand es eher als eine lahme Erzählung ohne Tiefe. Das hat sich dann aber schließlich im Verlauf der Geschichte etwas gebessert, aber dennoch denke ich, dass man gerade aus den Figuren noch viel mehr hätte rausholen können. Trotz aller Magie und aller philosophischen Worte fand ich die Figuren doch alle recht oberflächlich und ihre Handlungen und Gedanken wenig nachvollziehbar. Das fand ich wirklich schade, denn wäre dies anders gewesen, wäre diese Geschichte ein wahrer Goldschatz gewesen. So aber ist sie einfach nur ein zauberhaftes Märchen.

Zauberhaft und magisch ist hier aber wirklich alles. Es gibt Prinzen und Prinzessinnen, Drachen und Einhörner, Feen und verbotene Gärten. Die Mischung ist wirklich schön und sehr fantasievoll. Das gefiel mir auch wirklich sehr. Vor allem, dass alles so schön klar gegliedert und in Abschnitte unterteilt war, denn mit jeder Aufgabe kamen auch neue Fantasiewesen hinzu.

Die Geschichte selbst wusste auch zu gefallen, war mir aber an vielen Stellen doch zu schnell abgehandelt worden und teils auch – wie bereits bemängelt – nicht so recht nachvollziehbar. Gerade was die Emotionen anbelangt hätte ich mir hier doch etwas mehr gewünscht.
Außerdem gab es ein paar Stellen, die mir auch überhaupt nicht schlüssig erschienen, aber darüber kann ich angesichts des magischen Aspekts auch hinweg sehen.

Nichtsdestotrotz konnte ich mich für kurze Zeit diesem Märchen hingeben und mit Sinabell träumen und mit dem Prinzen Farin seinen Abenteuern entgegen fiebern.

Fazit
Sinabell: Zeit der Magie von Jennifer Alice Jager liest sich wie ein modernes Märchen, was sich zunächst auch im oberflächlichen Stil widerspiegelt, im Verlauf allerdings besser wird. Trotz kleiner Kritikpunkte habe ich diesen Ausflug in die fantastischen Welten zwischen Feen, Drachen, Einhörnern und verbotenen Gärten sehr genossen! Zum Abschalten genau das richtige!

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408 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

fantasy, elfen, gestaltwandler, halbelfe, fluch

Divinitas

Asuka Lionera
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 30.11.2015
ISBN 9783959910224
Genre: Fantasy

Rezension:

Die junge Fye lebt seit dem Tod ihrer Ziehmutter vor einigen Jahren alleine und zurück gezogen im Wald. Als sie eines Tages einen ihrer seltenen Ausflüge ins nächste Dort macht, um sich Vorräte für den Winter zu sichern, wird sie von schwarzen Rittern gefangen genommen, denn Fye ist eine Halbelfe und diese werden sowohl von den Menschen verfolgt und gefürchtet als auch von den Hochelfen nicht geduldet. Sie wird in den Kerker geworfen und soll hingerichtet werden, als sie von ihrem mysteriösen Retter befreit wird, der ihr nicht nur zur Flucht verhilft, sondern ihr auch später erneut das Leben rettet. Fye ist verwirrt darüber, warum er so freundlich zu ihr ist, spürt aber auch eine seltsame Verbundenheit …

Eigentlich hat Divinitas von Asuka Lionera ein Thema über das ich nicht allzu gerne lese. Elfen bedeuten für mich zu viel High-Fantasy und das mag ich eigentlich meistens nicht so sehr. Trotzdem konnten mich die wenigen positiven Stimmen die es bis dahin gab und das wirklich schöne Cover für das Buch begeistern und so musste ich es einfach lesen.
Divinitas ist auch eher der Romantasy zuzuordnen, also eine romantische Fantasie-Geschichte. Das passt hier zwar total, aber trotzdem hatte das Buch noch viel mehr zu bieten und mich somit sehr, sehr positiv überrascht.

Zugegeben … die ersten Seiten langweilten mich schon ein wenig. Ich mag zwar knackige und kurze Einstiege ohne allzu lange Erläuterungen, aber hier konnte ich erst einmal gar nicht ausmachen was da noch kommen könnte, außer einer langweiligen Liebesgeschichte und Flucht.
Schnell konnte mich die Story aber vom Gegenteil überzeugen, den weitere tolle Elemente, die sich die Autorin hier ausgedacht hat, machten die Geschichte dann doch zu mehr und zu etwas besonderem. Auf der einen Seite gibt es die Elfen, auf der einen Seite die Menschen. Auch auch diese Seiten sind nicht so klar in Fantasie und Realität unterteilt, denn unter den Menschen gibt es ebenfalls noch Figuren, die einen fantastischen Hintergrund haben. Das machte das Buch für mich ebenfalls zu keiner 0-8-15-Nummer, sondern zu etwas Besonderem, das hat mir gut gefallen.

Die Geschichte selbst scheint zunächst klar und durchschaubar. Nach und nach fließen aber immer wieder Hinweise mit ein, dass es noch mehr Geheimnisse und Intrigen und noch mehr zu entdecken gibt. Auch das fand ich sehr spannend und genau das brachte mich auch dazu immer weiter lesen zu wollen, so dass das ich das Buch dann nach den ersten etwas stockenden 30 Seiten in einem Rutsch durchgelesen habe.

Der Schreibstil der Autorin hat natürlich ebenfalls sein übriges dazu beigetragen, denn der ist wirklich schön flüssig zu lesen und wirkt sehr authentisch und den Figuren angemessen, was ich auch immer sehr schätze, so kann man noch viel weiter in die Romanwelt eintauchen. Der Großteil der Geschichte wird aus Fyes Sicht geschildert, später kommt auch noch Vaans Sicht hinzu. Diese perspektivische Wechsel mag ich meistens gerne, vor allem wenn die Figuren dadurch noch näher gebracht werden, was in diesem Fall auch zutraf.

Fye, die Halbelfe, ist eine sehr interessante und vielschichtige Figur, die wirklich toll dargestellt wurde, ebenso wie Vaan. Diese beiden Charaktere wuchsen mir während des Lesens ziemlich ans Herz, so dass der Abschied am Ende schwer fiel, zumal es sich hier ja tatsächlich lediglich um ein Stand-Alone, also keine Reihe handelt.
Ein wenig mehr Geschichte hätte ich mir da schon eher zu Fyes Mutter gewünscht, ohne jetzt zu viel verraten zu wollen.  

 

Fazit

Das Gesamtpaket konnte mich hier absolut überzeugen! Divinitas von Asuka Lionera ist ein sehr spannender Fantasy-Roman mit einer ordentlichen Portion Romantik, der allerdings auch noch viel mehr zu bieten hat und mich sehr mitreißen konnte, so dass der Abschied am Ende doch schwer fällt. Ein ganz großer Wurf, nicht nur als Debüt-Roman!

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