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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

wächter, liebe, hüter, freiheit, angst

Wächter: Wahre Liebe ohne Chance? (Die Wächter-Saga Band 1)

Jessica Stephens
E-Buch Text: 197 Seiten
Erschienen bei null, 21.08.2016
ISBN B01KTVTQF4
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Charaktere

Melody Sophie Stone - Sie ist unsere Protagonistin und zarte 21 Jahre alt. Sie lebt irgendwo in Amerika bei ihren Eltern, als sie eines Tages der mysteriöse Brief einer Gesellschaft erreicht, der sie zur Wächterin beruft. Sie hat keine Ahnung, was es damit auf sich hat und auch ihre Mutter, die definitiv mehr weiß, darf ihr nichts sagen. Dementsprechend ist Mel genauso ahnungslos wie wir, als sie ihr neues Leben als Rekrutin antritt. An einer Akademie, irgendwo im Nirgendwo. Melody ist eine ziemlich toughe junge Frau. Ich will sie nicht als graue Maus beschreiben, das würde nicht passen. Aber sie lässt erst mal niemanden an sich ran und misstraut prinzipiell erst mal jedem. Mädchenherzen wollen schließlich nicht gebrochen werden. Ich denke trotzdem, dass man ganz schnell ihre Freundschaft haben kann, wenn sie sich denn erst mal aufrappelt und Vertrauen schenkt. Melody muss in dieser Geschichte wirklich einiges einstecken und auch wenn man zeitweise das Gefühl hat, dass sie jetzt daran zerbrechen wird, schafft sie es irgendwie immer wieder, sich doch noch durchzusetzen.

Ethan Collister - Ethan ist im gleichen Alter wie Mel und naja. Ein hübscher Kerl eben :D Er ist nett, charmant und kann auch mal ziemlich frech werden. Ich bin froh, dass Ethan kein perfekter Kerl ist. Das werdet ihr mit der Zeit selbst merken. Das macht einfach alles viel greifbarer. Aber er hat auf jeden Fall Ziele und diese versucht er eben, mit den Mitteln zu erreichen, die für ihn richtig erscheinen. Er ist total in Mel verknallt und das kann ihn ja nur sympathisch machen. Das negative: scheiß Eltern. Er ist quasi der "Prinz" der Wächter und Hüter und dementsprechend gelten für ihn andere Regeln als für Mel.


Meine Meinung


Also erstmal ... Ich spreche eigentlich nie Cover an und ich habe wirklich schon einige wunderschöne Exemplare in der Hand gehalten. Aber das von Wächter hat es mir einfach angetan. Es wurde mal nicht nur der Fokus auf die Frontansicht gelget, auch ein hübscher Rücken kann entzückend und hier haben wir wirklich einen hübschen Rücken. Ein Riesenlob an die Grafikerin!

Dann weiter im Text. Der Klappentext war für mich sehr vielversprechend. Ich liebe Romantasy-Geschichteen. Sie können einem den Tag eben so richtig versüßen und Melody und Ethan haben das Gesülze schon echt gut drauf.

Jessicas Schreibstil ist wirklich gut. Viele Indie-Autoren schreiben teilweise etwas stotterhaft und haben Höhen und Tiefen, aber Jessica hat ein wirklich gutes Niveau gehalten. Ihre Charaktere sprechen so, wie ich es von Menschen in meinem Alter erwarte, aber sie hält sich nicht mit unnötigen Details auf. Hier und da hätte ich mir die ein oder andere Umgebungsbeschreibung mehr gewünscht, da wir uns hier auch in einer anderen ... Stadt/Welt namens Safaris befinden, die wir als Menschen ja nicht kennen können. Aber wer weiß - es gibt ja noch zwei weitere Bände und unsere Protagonistin hat ja nicht ewig viel Zeit in Safaris verbracht.
Die Geschichte ist übrigens aus der bekannten Romantasy-Perspektive geschrieben: Ich-Erzähler in der Vergangenheit, das ganze aus Mels Sicht.

Die Geschichte an und für sich hat mir sehr gut gefallen. Eine Beziehung, die aufgrund von Hierarchieunterschieden nicht geduldet werden kann. Natürlich wollen unsere Protagonisten sich dennoch nicht voneinander lösen und suchen Mittel und Wege, um ihr Ziel zu erreichen. Diese Art von Geschichte wirft auch immer sehr viele moralische Fragen auf, mit denen nicht nur wir als Leser, sondern auch die Charaktere innerhalb der Geschichte zu kämpfen haben und das hat die Autorin wirklich gut umgesetzt. Da sich der erste Band hauptsächlich um die Ausbildung unserer Charaktere dreht, entsteht hier noch nicht unendlich viel Action. Trotzdem sterben wir auch nicht vor Langeweile. Die Gedankengänge und die Komplotte, die Ethans Vater anzettelt, halten uns gut auf Trab und man kann die Geschichte wirklich schnell lesen. Hier und da habe ich leider ein zwei Unstimmigkeiten entdeckt, die mich zum Nachdenken gebracht haben, aber wenn man da nicht weiter drauf achtet, haben wir ein wirklich solides Geschehen.

Die Charaktere sind eine Nummer für sich. Ich habe das Gefühl, Melody wirklich gut zu kennen. Aber dadurch, dass wir sie direkt vor ihrer Wächterausbildung abfangen, können wir leider nicht viel über ihr vorheriges Leben herausfinden. Ethan dagegen bleibt einem ein Rätsel, bis zum Ende. Man weiß nur ein Ding unumstößlich: Er liebt Mel. Aber so ist das halt, wenn man nicht aus der Sicht des Kerls lesen kann :D Schade fand ich, dass die beiden Freunde des Paars, Megan und Logan, so wenig Einsatz hatten. Man merkt zwar, dass Mel wirklich zu ihnen hingezogen ist, aber sie entwickeln einfach nicht wirklich Persönlichkeit im ersten Teil. Das Gute daran: Es ist eben erst der erste Teil und das kann sich ja noch alles entwickeln.

Das Ende ist übrigens der Horror. Scheiß Cliffhanger. Danke, Jessica -.-

Da ich die Idee und den Schreibstil der Autorin wirklich toll finde und auf jeden Fall die weiteren Geschichten über Melody und Ethan lesen will, ich mir aber ein paar mehr Details vor allem zu den Charakteren gewünscht hätte, gebe ich für die Wächter 3,5 Sterne. Ich bin, gerade nach dieser unglaublichen Wendung zum Schluss, unglaublich neugierig auf Teil 2 und fiebere schon darauf hin!
Eure Caro

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96 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

winter, liebe, frühling, sommer, elfe

SnowFyre. Elfe aus Eis

Amy Erin Thyndal
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.11.2016
ISBN 9783646602975
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Charaktere

Fyre - Sie ist unsere Protagonistin. Als Winterelfe kann sie natürlich Schnee und Eis kontrollieren und damit Dinge anstellen, die Elsa (Eiskönigin, Frozen) alle Konkurrenz machen. Fyre ist einer der Protagonisten in den Geschichten, die wirklich Kopfzerbrechen bereiten können. Sie ist definitiv keine Optimistin und hadert ziemlich mit ihrem Schicksal und ihrer Vergangenheit. Gefühle sind ihr ganz und gar nicht fremd, aber alles, das auch im Entferntesten in Zuneigung enden könnte, ist ihr einfach nicht geheuer. Das macht sie als Protagonistin relativ schwer, wo wir doch hauptsächlich eher optimistische Charaktere gewohnt sind, aber auch endlich mal anders und deswegen ist sie es wirklich wert, sie näher kennenzulernen. Fyre ist ürbigens um die 20 und bildschön, wie es sich für eine Vertreterin ihrer Art gehört. Und zu allem Guten, ist sie natürlich auch noch die Schwester der Winterkönigin.

Ciel - Unser Protagonist ist der feurige Vertreter seiner Rasse. Er ist ein Sommerelf und, ebenso wie Fyre, um die 20. Aber da Elfen ja sowieso nur Mitte 20 werden und dann erst mal 800 Jahre nichts mit ihren Körpern passiert, hat er noch ein Weilchen vor sich. Und im Gegensatz zu Fyre, hat er natürlich gelernt, was es heißt, optimistisch zu sein. Nicht, dass er die ganze Zeit mit guter Laune durch die Gegend rennt, aber Aufgeben ist für ihn nun mal ein Fremdwort. Vor allem im Bezug auf unsere liebe Fyre. Ciel ist dabei sehr authentisch. Erst will er sich nicht ärgern lassen und ist des Dramas fast überdrüssig, dann aber merkt er, dass er gegen das Schicksal nun mal nichts machen kann. Also ist Angriff die beste Verteidigung. Ciel ist ein wirklich liebenswerter Kerl und jede Frau könnte sich glücklich schätzen, jemanden wie ihn an ihrer Seite zu haben. Übrigens ist Ciel der Bruder vom Sommerkönig ;)

Luna - Unsere kleine Fee ist gerade mal 16, also im Prinzip noch ein Elfenbaby. Ja, Feen gehören zur Gattung Elf. Lest es einfach im Buch nach. Luna ist ein totaler Katzenfreak und wohnt bei ihren Ziehtanten, die jedoch mehr weg als anwesend sind. Luna ist ein wirklich herzliches Mädchen, das sich schnell in Fyres Herz schmuggelt, auch wenn Fyre das nicht wirklich will. Was genau sie mit der Geschichte zu tun hat, lest ihr besser selbst nach.


Meine Meinung


SnowFyre ist ein wirkliches interessantes Buch. Ich befürchte, einige werden mit Fyres Art ein kleines Problem haben, zumindest anfänglich, da sie ja nun wirklich keine 0 8 15 Protagonistin ist. Aber ehrlich - das ist genau das, was SnowFyre einzigartig macht. Ganz davon abgesehen, dass die ganze Magie, die das Buch hindurch ihre Fäden wirkt, die Geschichte wirklich fantasievoll werden lässt.

Amys Schreibstil jedenfalls ist grandios. Sie ist vielseitig und passt sich ihren Charakteren so gut an, dass man auch ohne Kapitelüberschrift lesen könnte, aus welcher Sicht wir gerade an dem Geschehen teilnehmen. Zu dem Thema: Wir erleben die Geschichte vor allem aus Fyres und Ciels Sicht, aber auch Luna und ihre Katze Skye haben hier und da ihre Einblicke und Gedanken abzugeben. Ja, richtig gelesen. Wir lesen zwei Kapitel aus der Sicht einer Katze. Wolltet ihr schon immer wissen, wie so ein Tierchen tickt? Dann lest nach. Und wer selbst eine Katze hat, wird sich bei den Kapiteln wirklich an den Kopf greifen, man erkennt sein liebes Haustier nämlich in jedem Wort wieder :D

Die Geschichte ist gut. Während ich froh bin, dass ich endlich mal wieder eine Geschichten über Elfen lesen konnte, die nur im entferntesten Sinne mit der Menschenwelt verbunden sind, habe ich hier mit dem Zusatz an Liebe und Drama für mich fast einen Hauptgewinn gezogen. Es mangelt nicht an Magie und Amy beschreibt alles so schön bildlich, dass es wie in einem Film vor meinen Kopf abgelaufen ist. Und natürlich haben wir auch Spannung dabei. Ein Plott, der nicht nut Fyres Leben auf den Kopf stellen soll. Aber lest das Buch, dann wisst ihr, was ich will.

Die Liebesgeschichte zwischen Fyre und Ciel ist wirklich interessant. Wir sind ausnahmsweise mal nicht das Mädchen, dass sich unbedingt den Kerl angeln will und dafür alle Gefahren auf sich nimmt. Wir sind das Mädchen, dass dem Kerl ausweichen will und dafür alle Gefahren auf sich nimmt. Zugegeben, ein paar Mal hat mir Fyres innerlicher Zwist ein Kopfschütteln entlockt und ich hab sie beschimpft. Wahrscheinlich gewollt von Amy, denn wenn unsere beste Freundin uns solche Gedanken, wie Fyre sie hat, äußern würde, würden wir auch nur den Kopf schütteln. Ich würde meiner zumindest mal die Meinung geigen. Aber wir haben ja nicht nur Drama, wir haben auch Romantik. Und ich sage euch ... Ciel ist wirklich süß. Und mit Worten kann er echt gut umgehen. Da wird mein Herz direkt weich.

Ich kann euch die Geschichte um Fyre und Ciel wirklich ans Herz legen, denn besonders zum Ende der Seiten hin, nimmt es sehr an Fahrt auf und wird noch mal sehr interessant. Wenn ihr mal genug von süßen Mädchen und optimistischen Frauen habt, werdet ihr an Fyre eure Freude haben - aber natürlich auch, wenn ihr euch nicht nur auf konventionelle Jugendliteratur beschränken wollt und gerne auch unegwöhnliche Geschichten lest. Da mir Fyre aber doch die paar Mal zu leidend war, muss ich einen halben Stern abziehen. Liebe Amy, 4,5 von 5 Sternen für die Elfe aus Eis, die mein Herz erst schockgefrostet und dann auftauen lassen hat.
Eure Caro

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93 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

vampire, liebe, sabine schulter, melody of eden, vampir

Melody of Eden Blutgefährten

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.11.2016
ISBN 9783646300079
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Charaktere

Melody - Unsere Protagonistin. Sie ist Anfang 20 und steckt gerade im Berufsleben. Von ihren Freunden, dazu zählt auch ihre Arbeitskollegin Daisy, wird sie liebevoll Mel genannt. Melody ist eine wirklich neugierige Person und die Gerüchte, dass es Vampire geben soll, sind natürlich auch an ihr nicht einfach nur vorbeigezogen. Am liebsten würde sie einen mal hautnah erleben. Denkt sie jedenfalls jetzt noch. So kommt es nämlich, dass Mel mit Daisy auf Erkundungstour geht. Auch wenn es Daisy nicht so passt, begleitet sie ihre Freundin natürlich. Und schon passiert das Unglück: Ein Vampir versucht Mel zu töten. Aber alles muss ja auch sein Gutes haben, denn so trifft sie auf Eden, der ihr Haut und Haar rettet, als sie von besagtem Vampir fast in die Kanäle verschleppt wird.
Davon ganz abgesehen, ist Mel eine wirklich muntere junge Frau. Sie kann manchmal regelrecht überdreht wirken und hat einen nahezu unzerstörbaren Optimismus, von dem man sich fragt, wo sie ihn hernehmen kann. Aber dadurch und durch ihren wahnsinnigen Humor, kann sie bei fast jeder noch so ernsten Situation ein Lächeln aufbringen.

Eden - Unser Protagonist und Vampir. Zwar nicht besonders blutrünstig, aber eben ein Vampir. Niemand will wissen, wie alt Eden ist. Denn auch wenn er getötet werden kann, altert er doch sehr sehr sehr langsam. Aber keine Angst, er ist kein Edward-Verschnitt - ganz im Gegenteil. Auch wenn Eden ein wenig wortkarg scheint, ist er ein unglaublich liebenswerter und netter Kerl. Er hilft, wo er nur kann und fühlt sich für alles und jeden verantwortlich, auch wenn er es nie anderen gegenüber so ausdrücken würde. Lachen ist übrigens auch ein Fremdwort für ihn. Einer der Art, von der jeder weiß, wie es geschrieben wird, aber keine Ahnung hat, was es eigentlich heißen soll. Aber was soll ich sagen - es ist eben Eden. Man nimmt es ihm überhaupt nicht übel, wenn man ihn erst mal näher kommt. Und übrigens ist er ziemlich von Melody beeindruckt. Erst denkt er zwar, sie ist ein bisschen blöd, aber der erste Eindruck kann nun mal auch täuschen ;)


Meine Meinung


Ich habe ziemlich die Schnauze voll von Vampirromanen. Überall das Gleiche - "Oh nein, ich bin eine Gefahr für dich, wir dürfen uns nicht treffen!" "Bitte, bitte, beiß mich, verwandel mich in einen Vampir!" Das mag zwar anfangs seine Reize gehabt haben, aber spätestens nach dem ganzen Hype war es mir einfach zu viel. Melody of Eden ist aber eine ganz andere Hausnummer. Denn hier haben wir ein paar ganz besondere und einzigartige Vampire erwischt.

Zunächst zum Stil des Buches. Wie schon erwähnt, bestitz ein Band immer zwei einzelne Episoden, die in dem Ebook zusammengefasst sind. Während wir Episode 1 nur aus Melodys Sicht erleben, kommen in Episode 2 auch Edens Erlebnisse dazu, die wir life miterleben dürfen. Die Sprache, die die Autorin dabei verwendet, ist sehr nahe an unserer Alltagssprache. Oder an meiner jedenfalls, Melody ist ja auch in meinem Alter. Man fühlt sich also nicht in eine Pubertät oder Steinzeit zurückversetzt. Fantastisch!

Zum Geschehen: Ich muss wirklich aufpassen, was ich erzähle. Ihr wollt das Buch schließlich noch lesen und deshalb werde ich es inhaltlich auch bei der Charakterisierung und dem Klappentext belassen. Aber macht euch auf starke Nebencharaktere gefasst und einen Bösewicht, der euch die Fingernägel in die Handflächen rammen lassen wollen wird. In Blutgefährten passiert schon so unglaublich viel Spannendes und Unerwartetes, dass man jede Seite verschlingen und das Buch nicht aus der Hand geben will. Melody und Eden - vor allem Melody! - hält einen wirklich auf Trapp. Um sie herum passieren auf ein mal so viele, unglaubliche Dinge, dass sie nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht und Schuld daran ist ... Rufus. Okay, ich habe seinen Namen gesagt. Rufus ist unser Bösewicht. Und Rufus hasst. Er hasst so leidenschaftlich, dass er einem regelrechten Wahn verfällt. Wieso und was der Wahn ist, lest ihr am besten selbst. Und glaubt mir, ihr habt noch nie einen so authentischen Bösewicht und eine so authentische Protagonistin erlebt, wie Melody.

Um die Story perfekt zu machen, haben wir natürlich noch eine Romanze. Was wäre ein wahrer Diamant ohne das Strahlen, das ihn ausmacht? Eden und Melody sind ein ganz besonderes Paar und Eden weiß, wie er die Leser von sich überzeugen kann. Und trotzdem will ich noch die Nebencharaktere hervorheben. Wenn Sabine schon eine tolle Geschichte geschrieben hat, liegt ihre wahre Stärke hier wieder bei ihren Nebencharakteren. Ich habe jeden einzelnen von ihnen so ins Herz geschlossen, dass ich sie nicht wieder gehenlassen will.

Ich muss langsam mal mit meiner Lobeshymne aufhören, glaube ich, sonst seid ihr zu sehr gelangweilt. Mir bleibt nichts anderes übrig, als zu sagen: Kauft euch das Buch!! Es hat 5 von 5 Sternen wirklich verdient <3
Eure Caro

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118 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

geister, liebe, dark diamonds, annie j. dean, carlsen

Seelenhauch

Annie J. Dean
E-Buch Text: 439 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300109
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Charaktere

Helen - Als Protagonistin ist unsere Helen hier im Mittelpunkt der Geschichte. Sie ist Krankenschwester, blond, hat blau-grüne Augen und findet sich selbst vom Aussehen eher normal. Aber ich bin schon ein wenig neidisch auf ihre Locken. Ja, sie hat Locken. Ich liebe Locken. Um das kurz festzuhalten. Jedenfalls versucht Helen dem Übernatürlichen so fern wie möglich zu bleiben. Funktioniert fantastisch, deswegen lässt sie sich ja auch zu einer Séance mit ihren beiden Mitbewohnerinnen verleiten. Was tut man nicht alles für beste Freundinnen, denn Ja, Helen bricht nie ein Versprechen. Versprechen sind ihr hoch und heilig und das rechne ich ihr stark an. Sie hat Humor, weiß aber auch, wann man besser ernst sein sollte und überschätzt die Dinge lieber, als sie zu unterschätzen. Naja und eigentlich hat sie ja auch eine gute Menschenkenntnis. Dachte sie jedenfalls, bis sie Elias trifft.

Elias - Unser Protagonist und der kreative Kopf der Bande. Nein, wirklich. Er ist Desginer. Ich persönlich würde mich ja richtig gerne seine Designs mal in Realität ansehen. Aber abgesehen davon, dass ich sie nur im Internet betrachten könnte, weil sie zu teuer wären, wird das nie passieren *seufz*. Elias ist auf jeden Fall genau das Gegenteil von dem, was man erwarten würde. Nein, kein Spoiler. Das erfahrt ihr sehr früh und macht den Charme der Geschichte schon fast aus. Und im Gegensatz zu Helen, die erst nicht an Geister glauben will, ist er dem Thema sehr aufgeschlossen. Denn auch er wird verfolgt und will das Rätsel um Kilian lösen - zusammen mit Helen.


Meine Meinung


Seelenhauch ist fantastisch. Es ist myteriös und romantisch. Es ist buchstäblich geistreich. Und es ist kein Hauch, es ist ein Seelnsturm. Es hat mich sprichwörtlich gefesselt und nicht mehr loslassen wollen. Seelenhauch ist definitiv ein Diamant. Von vorne bis hinten erlebt man Spannung pur und wird dabei noch in Zeiten gerissen, die man selbst auf keinen Fall erleben will. Habt ihr schon mal über Séancen nachgedacht? Lest das Buch erst, bevor ihr sowas macht.

Annie J. Dean wechselt in ihrem Roman die Perspektiven zwischen Helen und Elias. Wir lernen also beide Charaktere sehr gut kennen und auch deren jeweilige Beweggründe und Gedanken. Dabei doppeln sich die Szenen aber nicht. Entweder sind sie völlig unabhängig voneinander oder knüpfen aneinander an. Dabei gelingt es Annie sehr gut von Mann und Frau zu unterscheiden. Elias ist zwar durchaus nett, aber ... definitiv auch ein Kerl :D Und Helen ist einfach fantastisch. Mit ihren Charakteren hat sie hier alles richtig gemacht.

Die Geschichte rund um Kilian, den Geist, ist höchst spannend. Ich hab zugegebenermaßen Nachts im Bett schon hier oder da mal das Gruseln bekommen und das Licht beim Lesen (Tolino mit Licht) dann auch mal angelassen. Ich habe sowieso schon eine ziemlich gute Fantasie, aber zusammen mit Annies Beschreibungen, kam die wohl auf Hochtouren. Denn hier handelt es sich nicht um einfache Fantasy. Nein. Es ist meiner Meinung nach mehr Mystery. Natürlich mit Romanze *seufz*. Eine tolle Romanze.

Das ganze Spielt übrigens in der Gegend um Berlin. Wir haben also auch noch ein bisschen Sightseeing dabei. Wer die angesprochenen Gegenden nicht kennt, dem würde ich auf jeden Fall empfehlen sich noch mal paar Bilder auf Google anzusehen. Das macht die Geschichte noch viel besser.

Zu Seelenhauch will ich auch gar nicht mehr sagen, denn ich hab das Gefühl, egal was ich anspreche, ich könnte euch spoilern. Und das will ich auf alle Fälle vermeiden! Und das spricht nur für das Buch: Es ist von vorne bis hinten spannend. Spannend, spannend, spannend. Lasst es euch bitte nicht entgehen! Denn eine so wahnsinnige Geistergeschichte, die voller Drama, Herz und Schmerzen ist, werdet ihr selten finden. Man wird, ebenso wie Helen, von Gefühlen und Geschehnissen übermannt.

5 von 5 Sternen für diese atemberaubende Geschichte, die vor Gefühlen und Spannung nur so explodiert.
Eure Caro

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 31 Rezensionen

fantasy, engel, dämonen, absolution, sünde

Absolution

Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 22.03.2016
ISBN 9783906829135
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Charaktere

Sixten - Abgesehen von seinem ungewöhnlichen Namen, ist unser Protagonist noch im Bezug auf ganz andere Sachen ziemlich ungewöhnlich. Fangen wir doch mal damit an, dass er ein Junkie ist. Er ist eher ein Antiheld, als ein Held, seine Augen haben unterschiedliche Farben und ... Naja, er soll der Sklave eines Dämons werden. Ansonsten ist er allerdings ziemlich gewöhnlich. Er ist 26, wohnt im Haus seiner Großmutter, steht auf Frauen und ... Hab ich schon erwähnt, dass er der Sklave eines Dämons werden soll? Na, jedenfalls besitzt Sixten einen ziemlich eigenen Humor. Er ist der größte Pessimist und Narzisst, der mir je untergekommen ist und ruiniert sich ganz gerne mal sein Leben.

Layla - Unsere süße Dämonen-Katze. Sie ist mindestens genau so pessimistisch wie Sixten, will ihn an einen Seelensammler verkaufen, um ihren Körper auf die Erde zu schaffen und ansonsten ist sie eigentlich ziemlich süß. Graues Fell, grüne Augen und ca. 3 Kilo schwer. Eine süße kleine Mietzekatze mit ziemlich großem Ego und vorlauter Klappe.


Meine Meinung

Der Klappentext ist einfach ein Highlight. Sie sind für mich immer die Kriterien, ob ich ein Buch noch mal aus der Hand legen will, oder nicht. Und dieser Klappentext hat mich einfach magisch angezogen. Ich meine ... allein der Humor, der schon im Klappentext steht, verspricht eine wirklich außergewöhnliche Geschichte. Aus dem Leben eines Junkies.

Während wir mehr oder weniger sanft in die Geschichte eingeführt werden, wird Sixten das eher ... nicht. Er startet bei seinem Seelenklempner, auf den er wirklich überhaupt keine Lust hat. Er denkt eigentlich immer nur über sein nächstes High nach. Welche Probleme er hat, weiß er selbst ziemlich genau, aber darum kümmern will er sich eher nicht. Im Gegenteil. Er ist mehr der Typ Verdränger. Wäre er das nicht, wäre die Geschichte sicherlich nur halb so unterhaltsam. Klar, es klingt ziemlich hart, sich über das Leben eines Junkies lustig zu machen ... Aber ich liebe einfach Sixtens Humor, den er sich durch seine Bitterkeit angeeignet hat. Er ist schwarz, düster und selbstironisch.

Die Geschichte entwickelt sich dann irgendwann auch ziemlich rasant. Er wird zum Todsünder. Ziemlich unbewusst, aber shit happens. Muss er dann auch einsehen, denn schon steht eine kleine Katze vor ihm, die doch tatsächlich seine Meisterin sein will. Ich liebe diese kleine Katze. Sie erinnert mich an meine. Nicht, dass Lilly sprechen kann, aber Layla kann es. Sie hat eine ziemlich große Klappe und meckert erst mal schön über Sixten rum. Dabei sind die beiden sich so ähnlich, dass er ihnen nicht mal auffällt.

Jasmins Schreibstil ist dabei einfach fantastisch. Keinerlei Stileinbrüche, sie ist konsequent und der Lesefluss ist einfach ununterbrechlich. Ich habe das Buch in ein paar Stunden verschlungen. Leider hat es dann auch nicht so viele Seiten; das ist wohl auch das Einzige, das man der Geschichte vorwerfen kann.

Das Ende von Absolution ist dabei wirklich gut. Es ist das einzig Sinnvolle, was man meiner Meinung nach hätte schreiben können, ohne der Geschichte untreu zu werden. Die gesamte Geschichte war wirklich fantastisch, gut durchdacht und man trifft auf altbekannte Namen, wenn man sich schon mal ein bisschen mit dem Engels-Mythos befasst hat.

Wenn ihr also auf schwarzen Humor und eine endlich mal etwas andere Geschichte steht, die keinen Helden, sondern einen naiven Idioten als Protagonisten hat, kann ich euch Absolution wirklich empfehlen. Für mich ist es definitiv ein Jahreshighlight. 5 von 5 Sternchen.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

dystopie, liebesrebellion, mord, liebe, dytopie

Die Macht der Clans: LiebesRebellion

Gabi Büttner
E-Buch Text: 234 Seiten
Erschienen bei null, 22.04.2016
ISBN B01EOMUYPU
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Charaktere

Chris - Über Chris Collins lernen wir im Prolog schon einiges. Er ist einer unserer Protagonisten und mittlerweile Mitte 20. Aber seine Kindheit war wirklich traumatisch. Die Eltern sterben und sein Bruder, der einzige, der ihm noch Halt geben konnte, lässt ihn zurück. Und dann lernt er während eines Auftrages Larissa kennen. Eine junge Frau aus der Oberschicht, so unerreichbar für ihn, dass er ohnehin keine Hoffnung hat. Chris ist ein ziemlich störrischer Kerl. Er will jeden um sich herum beschützen und würde dafür über Leichen gehen.

Larissa - Als Frau der Oberschicht ist ihr Leben eigentlich schon vorher bestimmt. Es steht fest, wen sie heiraten soll, dass sie nicht arbeiten soll, und wie ihre Zukunft auszusehen hat. Trotzdem erlaubt ihr Vater es, dass sie Medizin studiert. Ein glücklicher Umstand, denn so kann sie Chris kennenlernen. Als er urplötzlich verschwindet, bricht um sie herum das Chaos aus. Larissa ist wirklich mutig, aber sie ist mindestens genau so naiv und oft genug handelt sie sehr unüberlegt. Ich habe das Gefühl, sie muss sich erst noch selbst finden.


Meine Meinung

Dieses Buch vereint ein paar der besten Genres des Marktes: Dystopie, Science Fiction und Romance. Und schon der Klappentext verlangt viel von der Geschichte. Nicht nur ein Universum, das aufgebaut werden muss, sondern auch ein Machtgefüge, das von der Autorin geplant werden musste. Und was soll ich sagen ... sie kann es halten.

Der Plot ist super ausgefeilt und durchdacht. Ich habe nicht eine Unstimmigkeit gesehen. Und die Charaktere sind dabei wirklich authentisch. Chris, der schon so früh zu kämpfen lernte und Larissa, die einfach nicht realisieren kann, und vor allem WILL, was wirklich alles auf Terra 2 schief läuft. Sie handeln genau so, wie man es von ihnen erwartet und das macht die Geschichte einfach unwiderstehlich.

Hier und da konnte Gabi für mich sogar ein oder zwei Überraschungen einbauen, was ich als wirklich positiv empfunden habe. Es ist mal etwas anderes, als das breite Spektrum an Jugendgeschichten, die heutzutage auf dem Markt landen.

Während der Geschichte passiert wirklich einiges. Nicht unbedingt im Bezug auf Action, sondern eher genau das, was der Auftakt einer Reihe zeigen sollte: Wir lernen die Charaktere kennen. Wir wachsen mit ihnen und entdecken mit den Charakteren Seiten an ihnen, die sie selbst noch nicht kannten. Wirklich grundlegend um eine Reihe aufzubauen, denn nur so können wir das spätere Handeln nachvollziehen. Hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Ab und an fand ich Gabis Schreibstil leider ein bisschen gestellt, aber man gewöhnt sich dran, denn grundsätzlich ist er völlig in Ordnung und er entführt einen dennoch in die Geschichte. Außerdem kann es ja auch sein, dass wir uns sprachlich irgendwann mal so weit entwickeln, dass wir tatsächlich die richtigen Zeiten benutzen, wenn wir reden :D

Das Ende hat mich am meisten schockiert - im positiven Sinne. Es ist ein wahrer Cliffhanger, also seid vorbereitet :D Ich hab zum Schluss nur da gesessen und meinen Kindle ein bisschen missmutig angestarrt. Dafür hat man aber auch schon einen kleinen Vorgeschmack auf den zweiten Band dabei ;)

Für diese fantastische Dystopie voller Intrigen und Macht, die meiner Meinung nach aber stilistisch vielleicht noch ein bisschen ausgefeilt werden könnte, gebe ich 4,5 von 5 Sternen. Ich freue mich schon wahnsinnig auf Teil 2!

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, impress, tracy, werwölfe, ebook

Tracy. Zwischen Liebe, Hoffnung und Erinnerung (Spin-off der Lillian-Reihe)

Felicitas Brandt
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.03.2016
ISBN 9783646602043
Genre: Fantasy

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

seelenkrieger - das lied des feuervogels, dämonen, eyrisha summers, engel, liebe

Seelenkrieger - Das Lied des Feuervogels

Eyrisha Summers
E-Buch Text: 358 Seiten
Erschienen bei BookRix, 29.02.2016
ISBN 9783739639642
Genre: Fantasy

Rezension:


Die Charaktere

Shyrill Palmer - Shyrill ist unsere Heldin. Sie ist eine junge FBI-Agentin mit traumatischer Vergangenheit, die gerade erst in ein anderes Dezernat versetzt wurde, um das seltsame Verschwinden von über 100 Frauen aufzuklären. Bei einer Befragung in einem ziemlich zwilichtigen Schuppen trifft sie das erste Mal auf Lucian de la Croix, der ihr schon ankündigt, dass sich ihre Wege früher oder später wieder kreuzen werden. Shyrill ist eine ziemlich starke Frau, die weiß, was sie will und auch weiß, wie sie es erreichen kann. Dass sie dabei gerne ihre Krallen ausfährt, werdet ihr schon selbst merken, wenn ihr die Geschichte lest :)

Lucian de la Croix
- Auch gerne mal Luzifer, Höllenfürst oder Teufel genannt. Zumindest in der Bibel. Und auch wenn sein Name tatsächlich Luzifer ist und der Teufel auf seinem Vorbild basiert, ist er weder der Chef der Unterwelt, noch verwaltet er die toten Seelen. Er ist herrisch, dominant, dickköpfig, dunkel und verdammt sexy. Und verdreht unserer lieben Shyrill von der ersten Sekunde an ziemlich den Kopf.


Meine Meinung


Der Klappentext der Geschichte hatte mich sofort angesprochen. Ich bin für Götteradaptionen in jeglichem Stil immer zu haben und habe mir dementsprechen auch einiges von dieser Geschichte, die viel Action versprach, erhofft.

Die Geschichte an und für sich ist gut ausgearbeitet. Ein böser Engel, der sein Unwesen in New York treibt und meint, er sei das höchste Lebewesen überhaupt - wir kennen ja unsere lieben gefiederten Freunde. Sie werden gerne mal größenwahnsinnig. Dass die Engel dabei scheinbar kaum Gemeinsamkeiten mit den biblischen Helfern zu tun haben, ist nur einer der Pluspunkte. Es bringt frischen Wind in die ganze Sache. Hier und da hatte die Geschichte vielleicht ein oder zwei Schwächen, aber insgesamt war sie spannend, actionreich und vielversprechend:

Luzifer, der als Chef von einer Gruppe Engel/Dämonen/ …, wie auch immer ihr sie nennen wollt, agiert um die Menschheit zu retten, eine junge FBI-Agentin, die vom Teufel entführt und verführt wird - uuuh - und dabei der Schlüssel für die Geschehnisse und ein paar Geheimnisse birgt, die tief in die Welt der Fantasie eingreifen. Aber man trifft ja nicht nur auf Luzifer als "bösen" Engel. Wer von euch die Filme "Gefallene Engel" gesehen hat, wird auch auf den lieben Azazel treffen. Ich liebe diesen Namen einfach. Deswegen hatte er direkt ein paar Punkte bei mir gut :D

Die Geschichte vereint dabei nicht nur den Engel als Bösewicht. Es lassen sich auch ganz andere fantastische Kreaturen in dieser Geschichte finden. Unter anderem natürlich auch der Feuervogel, wie der Titel des Buches es ja schon sagt.

Eyrishas Schreibstil ist zeitweise richtig gut und fast einer Lara Adrian würdig. Dann gibt es aber hier und da Einbrüche, die einen aus dem Lesefluss reißen können und mich persönlich auch ein bisschen gestört haben. Die Stilunterschiede sind in einem Debut-Roman natürlich immer zu finden und man sollte sich auch darauf einstellen, aber wenn man so zeitweise so gute Textpassagen hat, reißt das einen doch ein bisschen raus. Schade.

Da die Grundidee der Geschichte wirklich Potential hat und die Geschichte so endet, dass man gerne noch einen zweiten Teil anhägen kann, sie leider aber hier und da ein paar Schwächen aufweist, gebe ich Eyrisha für ihr Debut 3,5 Sterne.
Eure Caro

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155 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

liebe, märchenadaption, fluch, märchen, impress

Being Beastly. Der Fluch der Schönheit

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.06.2016
ISBN 9783646602562
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Charaktere

Valeria Lancaster
- Sie ist eine niedere Adlige. Als Tochter eines Kaufmanns wächst sie, gut erzogen durch ihre Mutter, sehr behütet und vornehm auf. Ihre Schönheit ist jedem bekannt und ihre Mutter und Valeria hoffen so, und durch ihre gute Erziehung, eine gute Partie für Valeria als Ehemann ergattern zu können. Sie tritt also an ihrem 16. Geburtstag vor den König und will eine arrangierte Ehe antreten. Als ihr dann der Lord von Westwood als Gatte zugesprochen wird, trifft sie fast der Schlag. Denn es ranken sich üble Gerüchte um die Grafschaft Westwood. Valeria, gut erzogen wie sie ist, tritt dennoch ihre Reise an.

Lord Jayden Westwood
- Der edle Lord Westwood. Viel will ich euch nicht über ihn verraten, außer, dass seine Manieren wirklich nicht die besten sind ... Aber natürlich verbirgt sich hinter alldem ein schreckliches Geheimnis, das Valeria unbedingt lüften will.

Liam Callahan
- Der gute Liam. Er ist Jaydens Leibarzt und scheinbar die gute Seele des Hauses. Als Valeria das Herrenhaus erreicht, ist Liam es, der sie empfängt. Er ist nett, zuvorkommend, hilfsbereit, lächelt immer, sorgt sich stets um Valeria ... Und sie verliebt sich in ihn. Aber niemand kann so sein wie Liam und nicht noch eine andere Seite haben ...


Meine Meinung


Als ich gesehen habe, dass Being Beastly eine Märchenadaption von Die Schöne und das Biest ist, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich habe dieses Märchen schon immer geliebt, denn es verkörpert einfach eine der wichstigsten Grundwerte: Wahre Schönheit kommt von innen. Und deshalb habe ich auch sofort bei der Leserunde von Lovelybooks mitgemacht.

Ich habe das Rezensionsexemplar von Impress dann auch ganz schnell zugeschickt bekommen und angefangen zu lesen. Ich muss sagen, dass mir der Anfang etwas schleichend erschien, weil Valeria eben so ... oberflächlich war. Eine schöne Kaufmannstochter eben, die in der Gesellschaft eine gute Partie erzielen will. Aber ich habe mein Urteil nach den ersten paar Kapiteln schnell wieder revidieren müssen.

Die Geschichte ist einfach fantastisch. Sie ist in einem malerischen Stil geschrieben,wie er zu einem Märchen gehört. Alles bunt, fröhlich, märchenhaft eben. Und als Valeria nach Westwood kommt, wird ziemlich schnell alles grau und düster. Jennifer hat die Farbübergänge einfach fantastisch beschreiben können.

Und die Charaktere? Sie sind großartig. Ich kenne selten eine Geschichte, in der sich die Charaktere so positiv entwickeln und sich selbst so neu kennenlernen müssen, wie hier. Ich habe dabei natürlich auch ÜBERHAUPT nicht selbst auf Jayden abgesehen :D Ich mochte ihn ja von Anfang an. Dieses geheimnisvolle, düstere und abweisende Wesen, das er an den Tag legt, hat mich einfach sofort in den Bann gezogen und mehr über ihn und seine Vergangenheit lernen lassen wollen.

Mich hat die Geschichte irgendwann nicht mehr los gelassen und wie sie sich entwickelt hat, war spannend und mitreißend. Sie hat sich praktisch von alleine lesen lassen.

Kurzum ist Being Beastly eine Märchenadaption, die es mit Leichtigkeit mit dem Original aufnehmen kann und auf jeden Fall Wert ist gelesen zu werden! Meiner Meinung nach hätte sie höchstens noch ein paar mehr Seiten haben können, damit man noch ein bisschen länger in die Welt von Westwood abtauchen kann. 4,5 Sternchen für den Fluch der Schöhnheit.
Eure Caro

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

thriller, spannend, jugend, nervenkitzel, spie

play2live

Kirsty McKay , Frank Böhmert
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2016
ISBN 9783551520838
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Charaktere

Cate - Reich geworden durch das Erbe von einem verstorbenen Onkel, besitzen Cates Eltern nun eine Insel vor der walisischen Küste. Dort ist ein Internat für Superhirne, Sportasse und die nächste Generation von Mozart eingerichtet - und Cate ist ebenfalls Schülerin dort. Sie selbst hält sich für absoluten Durchschnitt, ist aber künstlerisch begabt. Und was viel wichtiger ist: Sie hat nur wenige Freunde. Und genau deswegen ist für sie das Spiel "Killer" so wichtig. In eine Gemeinde von Gleichgesinnten aufgenommen zu werden, das ist es, was sie will.


Meine Meinung

Nachdem ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, war ich extrem gespannt auf diesen Jugendthriller. Ich meine ... Eine Menge Genies, eingesperrt auf einer Insel? Das verspricht auf jeden Fall sehr interessante Gedanken. Und dass sie ein Spiel namens "Killer" entwickeln, war irgendwie nur eine Frage der Zeit. Ausgerichtet wird dieses Spiel übrigens durch die Gilde der Assassinen und die Mitspieler werden eigenhändig ausgesucht. Das Spiel hat aber klare Regeln, die eigentlich nicht gebrochen werden sollen. Jemanden tatsächlich zu töten, ist natürlich strengstens verboten. Oder auch nur zu verletzen. Aber irgendjemand meint plötzlich, er könne die Regeln umschreiben.

Zunächst zu den Charakteren. Man lernt einige Namen kennen, aber wer genau hinter den Namen steckt, ist dann doch eher nicht so bekannt. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn sie spielen ohnehin keine allzu große Rolle. Und Cate, Daniel, Vauhan und Alex, die wichtigsten Charaktere in diesem Thriller, lernt man dann aber doch bisschen besser kennen ;) Die Geschichte wird aus Cates Ich-Perspektive geschrieben.

Kirsty's Schreibstil gefällt mir dabei sehr gut. Sie schreibt flüssig, lässt unwichtige Dinge außen vor und ruft einem Sachen, die wichtig sind, ins Gedächtnis. Und spannend ist es auch ;)

Jedenfalls - ein harmloses Spiel mutiert zu etwas absolut Gefährlichem. Etwas, das Leben kosten kann und wirklich jeder könnte der Täter sein. Dabei steht Cate natürlich im Zentrum der Geschehnisse und der Killer scheint es vor allem auf sie abgesehen zu haben. Was den Täter betrifft, so wird sie oft verunsichert und ich kann sie da absolut verstehen. Ich habe selbst permanent geschwankt. Und jederzeit erwartet man, dass etwas passiert, was einen vom Hocker schmeißt.

Auch wenn ich den ursprünglichen "Killer", der, der die Leute nicht wirklich töten, sondern nur mit Gummischlangen "töten" soll, schnell entlarvt hatte, habe ich mich bei dem echten Straftäter wirklich schwer getan. Erst als meine beiden Hauptverdächtigen aus dem Rennen waren, kam ich darauf, wer wirklich hinter den Anschlägen steckt. Leider wäre es für mich bis dahin auch schon zu spät gewesen. Ich kann euch also versichern, dass Kirsty es bis zur letzten Minute spannend hält.

Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht von dem Buch. Mir hat es an nichts gefehlt und, wenn ihr mal von dem ganzen Liebesgesülze ein bisschen Abstand und Action braucht, kann ich euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Das heißt natürlich nicht, dass hier nicht auch eine kleine Romanze versteckt ist <3 5 von 5 Sternen!

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

janine prediger, gefahr, berg, cliffhanger, dämonen

Der Dämon von Naruel - Die Vergessene Insel

Janine Prediger
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 13.04.2016
ISBN 9783739233741
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Charaktere

Pan - Unsere liebe Pan legt eine große Entwicklung hin, in diesem Teil. Ich habe das Gefühl, dass Thor sie erwachsener werden lässt. Sie wirkt ihm gegenüber generell viel aufgeschlossener und lässt langsam Gefühle zu. Und auch wenn sie erneut mit ihrer Vergangenheit in großer Tragweite konfrontiert wird, kann sie trotzdem wichtig von "kann warten" unterscheiden.

Thor - Er ist immer noch ein gnadenloser Säufer und lässt bei jeder Gelegenheit zweideutige Kommentare gegenüber Pan ab. Dennoch habe ich das Gefühl, dass er in diesem Band ernster wird. Er wächst in seine Aufgabe hinein und ist derjenige, der Pan gerne den Kopf wäscht, wenn sie es braucht.


Meine Meinung


Ich habe in Teil 2 viel an der Othopraphie gemäkelt. Das hat sich hier deutlich verbessert. Generell habe ich das Gefühl, in Janines Schreibstil eine Entwicklung zu erleben. Es wirkt flüssiger, eher so, als würde sich die Geschichte mittlerweile selbst schreiben.

Generell kann ich sagen, dass Teil 3 mein bisheriger Favorit bei "Der Dämon von Naruel" ist. Er ist voller Action, Blut, aber irgendwie auch voller großer Gefühle, die die Charaktere irgendwie ja auch selbst erst mal wieder lernen müssen. Ich hatte hier einfach das Gefühl, dass ich die größte Entwicklung sehe. Die Harmonie zwischen Thor und Pan lässt die Geschichte einfach greifbarer wirken.

Aber nicht nur das. Auch wenn ich die viele Action und das ganze Blut sehr begrüße, finde ich es gut, wie wichtig hier auch Pans Vergangenheit ist. Es wird Zeit, dass sie lernt abzuschließen und mit dem zu leben, was ihr passiert ist. Und langsam glaube ich, dass sie das auch selbst möchte und zulassen kann. Die Vergessene Insel bietet auch Zeit zum Nachdenken für Pan. Über sich selbst, über das, was ihre Freundschaft zu Thor ihr mittlerweile wert ist, und das ist etwas, was ich anscheinend vorher vermisst habe, mir aber hier einfach richtig gut gefallen hat.

Für mich hast du mit Teil 3 einen vollen Erfolg hingelegt, Janine, mit ein paar Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte und natürlich einem Ende, das ein netter Cliffhanger ist. 5 von 5 Sternen.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

juliane seidel, nachtschatten ungebrochen, fantasy, schutzengel

Nachtschatten: Ungebrochen

Juliane Seidel
E-Buch Text: 282 Seiten
Erschienen bei null, 01.05.2016
ISBN B01CKLJLP6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Charaktere

Lily - Im letzten Teil haben sich viele Geheimnisse um Lily gerankt. Vor allem um ihre Vergangenheit. Diese werden in Ungebrochen alle aufgelöst. Naja, zumindest fast alle. Lily hat also eine ganze Menge mitzumachen. Sie hat ihre Patentante verloren, dafür den Magier Damian an ihrer Seite gewonnen, aber das löst alles irgendwie eine ganze Menge Trubel aus. Außerdem sind sie ständig auf der Flucht, was Lilys Leben nicht gerade einfacher macht. Und trotzdem schafft sie es irgendwie, den Überblick zu behalten.

Silas
- Von Silas bekommt man in diesem Teil nicht besonders viel mit - zugegeben, er ist auch gefangen genommen worden. Da kann man nicht viel von ihm mitbekommen. Aber wenn er dabei ist, ist er ein äußerst vernünftiger junger Mann. Zugegeben, seine Hormone steuern ihn ein wenig ... aber Hey, er ist ja auch nur ein Kerl ;)


Meine Meinung


Ich habe mich schon eine ganze Zeit lang darauf gefreut, Ungebrochen lesen zu können. Unantastbar ist ja nun schon eine Weile her und ich hatte ein bisschen Angst, nicht mehr in die Geschichte zu finden. Aber doch. Ich habe zwar ein paar Seiten gebraucht, aber es ging dann doch ganz gut :) Den Übergang hat Juliane also nicht als Wiederholung geschrieben, sondern anknüpfend, mit einigen Wiederholungen um das Gedächtnis aufzufrischen. Sehr gut. Es gibt nichts, das mich mehr nervt, als das komplette Geschehen des Vorbandes noch mal über 20 Seiten erleben zu müssen.

Ich habe in diesem Teil meinen Blick irgendwie mehr auf die anderen Charaktere gerichtet. Während in Unantastbar für mich Lily im Fokus des Interesses lag, habe ich also hier einen Blick auf ihr Team und ihr direktes Umfeld geworfen. Das lag vielleicht auch zum Teil daran, dass ich Lily öfter doch als relativ unvernünftig und kindisch empfunden habe, was mir im ersten Teil der Nachtschatten-Trilogie nicht so vorkam. Sicher, sie muss viel mitmachen und sie muss wahnsinnig viel verarbeiten. Über Lily bricht ja geradezu alles zusammen. Aber irgendwie hat es mich verwirrt, dass Lily vor allem bezüglich Radu so ... ich weiß nicht. Kindisch war? Vielleicht ein bisschen der falsche Ausdruck. Allerdings habe ich auch einen ziemlichen Narren an Radu gefressen. Ich finde diesen Vampir einfach toll. Und das nicht, weil er glitzert. Er ist einfach ein fantastischer Charakter. Ausgeglichen, mit starkem Willen und einfach ... seinen Prinzipien treu. Und dabei musste er so viel mitmachen ... Also ja, auch Radu lernen wir in Ungebrochen besser kennen :) Was mich persönlich sehr gefreut hat :D Aber Nein, keine Angst. Es gibt keine Dreiecks-Beziehung. Auch dafür DANKE, Juliane :) Ich bin Dreiecks-Beziehungen etwas leid ^^ Vielleicht findest du für Radu ja trotzdem eine zufriedenstellende Lösung :D Und Adrian ... Lilys Schutzgeist. Auch er rückt wieder ziemlich ins Zentrum des Interesses. Er muss sich all seinen Gefühlen und Ängsten stellen. Ich wollte ihn und Radu wohl die Hälfte der Zeit einfach nur in den Arm nehmen und knuddeln ...

Was den Titel angeht ... Ja ... der Titel passt. Ungebrochen. Ich denke, das beschreibt das Buch in einem Wort sehr gut. Besser hätte er nicht gewählt werden können.

Die Geschichte verspricht wieder ein bisschen Action. Aber vor allem auch innere Konflikte. Ich finde es, aufgrund von Lily, zwar nicht so gut wie den ersten Band, aber dennoch ist es ein guter Nachfolgeband, der auf jeden Fall neugierig auf den letzten Teil macht. Vor allem nach dem Epilog ... Was hast du da nur ausgeheckt.

Für Ungebrochen gebe ich 4 von 5 Punkten. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich und doch ähnlich ich an manchen Stellen als ein Charakter des Buchs gehandelt hätte. Man lernt sich dadurch irgendwie besser selbst kennen.

Eure Caro

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, behüter, jess, saphir, cedric

Azur - Eine Diebin bricht aus

Sabine Schulter
E-Buch Text: 317 Seiten
Erschienen bei null, 28.02.2016
ISBN B01A12B0TQ
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext

Obwohl sich Jess den Behütern anvertrauen konnte, scheint gerade dieser Ausweg sie umso mehr in Gefahr zu bringen. Wenn Saphir erfährt, dass seine beste Diebin eine Verräterin ist, wird er nicht zögern, den Auslöser des Giftes zu betätigen.
Daher ist es Jess‘ und Cedrics oberste Priorität, diese permanente Gefahr aus Jess‘ Körper zu entfernen. Allerdings kann niemand vorhersagen, ob die Operation glücken wird oder Saphir Jess‘ angegriffenen Zustand nicht sogar bemerkt. Aber sie weiß, dass sie Dinge losgetreten hat, vor denen sie nun nicht zurückschrecken darf.
Um Saphir aufzuhalten, muss Jess all ihr Können aufbringen. Trotzdem schwirren ihre Gedanken immer wieder um die Frage, ob es richtig gewesen war, sich Cedric und den Jungs zu offenbaren. Können sie es wirklich akzeptieren, dass sie eine Diebin ist? Und wird Cedric mit ihrem problembehafteten Wesen zurechtkommen? Denn ihn zu verlieren, würde sie nicht verkraften…


Die Charaktere


Jess – Jessica Read, nach wie vor unsere Protagonistin und Meisterdiebin durch ihre unglaubliche Fähigkeit in den Träumen anderer herumzupfuschen und zu klauen, hat sich nun dazu entschlossen, ihr neues Leben einzuleiten. Dafür muss sie aber erst noch verdammt viel erledigen. Und dass das nicht immer leicht ist, wird sehr schnell klar. Ich finde es unglaublich, wie sich Jess während der Geschichte entwickelt. Sie ist eine starke, freiheitsliebende Frau und Cedric tut ihr verdammt gut. Sie lernt viel von ihm und natürlich auch von den anderen Behütern. Und trotzdem fängt ihre Vergangenheit sie scheinbar immer wieder ein.

Cedric – Immer noch ein bisschen selbstverliebt, unverschämt und … immer noch verdammt heiß ;) Er ist der Typ Kerl, dem sich wohl jede Frau gerne hingeben würde. Er hat genau das richtige Maß an Beschützerinstinkt, sein Selbstbewusstsein ist fast schon ansteckend und seine lose Zunge kann einen ja nur zum Lachen bringen. Ich glaube, ich habe selten einen so tollen männlichen Protagonisten erlebt, vor allem nicht in der heutigen Jugendliteratur.

Ich möchte von den anderen Charakteren nicht zu viel verraten. Im Endeffekt könnt ihr alles über sie in meiner ersten Rezension und während der Blogtour lesen. Aber lasst euch gesagt sein, dass man Saphir wesentlich besser kennenlernt.


Meine Meinung

Ich bin ja ehrlich. Ich hatte in letzter Zeit eine kleine Leseflaute. Ich war nicht so richtig motiviert, überhaupt zu lesen. Aber ich hatte mich ja schon (gefühlte) Ewigkeiten auf dieses Buch gefreut und es hat mich einfach jeden Tag aufs Neue von meinem Tisch angelächelt. Also habe ich meine anderen Bücher beendet und dann ENDLICH nach Azur gegriffen. Und … was soll ich sagen. Ich wurde nicht enttäuscht.

Ich brauchte ungefähr einen Satz und schon hatte mich Sabines Schreibstil wieder gepackt und mit sich gerissen. Sie schreibt einfach so locker und flüssig und beschreibt dabei so überzeugende Charaktere, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Es hat mich einfach, ohne mich zu Fragen, aus meiner Leseflaute gerissen.

Man erlebt die Geschichte, wie schon in Band 1, sowohl aus Sicht von Jess, als auch von Cedric, wobei aber keine Wiederholungen entstehen. Der Plot der Geschichte bleibt kein bisschen dem des ersten Bands hinterher. Im Gegenteil – ich finde, die Geschichte entwickelt sich in einem fabelhaften Tempo, das wunderbar nachvollziehbar ist. Dabei betrachtet man sowohl die Sicht der Hüter, als auch die Sicht der Diebe, die durch ihre Gabe Träume stehlen. Und nebenbei lernt man noch viel über Cedric und Jess. Nachdem sich Jess ja am Ende von Band 1 auf Cedric einlässt, ist ihre Beziehung zunächst noch nicht offiziell. Aber who cares. Die beiden sind einfach das Traumpaar schlecht hin. Sie bringen eine fantastische Würze in die Geschichte.

Es stehen natürlich auch eine Menge Entscheidungen auf jeder Seite an. Sowohl von den Hütern, als auch von den Dieben und von Jess im ganz Speziellen. Man versteht die Entscheidungen der Charaktere und, was ich noch viel wichtiger finde, man konnte mit ihnen lachen, lieben, weinen und verzweifeln. Cedric macht sowieso alles wieder gut … Er ist ein Held :) Wäre er ein Dieb, in meinen Träumen dürfte er gerne herumpfuschen.

Streichle dein Ego, Sabine. 5 Punkte. Schade, dass es schon vorbei ist … aber ich weiß ja zum Glück, dass schon viel Neues auf uns wartet :D
Eure Caro

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140 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

elfen, fantasy, zwerge, das schwert der elfen, krieg

Die Shannara-Chroniken - Das Schwert der Elfen

Terry Brooks , Tony Westermayr
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.02.2016
ISBN 9783734161032
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Charaktere

Shea Ohmsford - Als Waise, seinen Vater kaum kennen gelernt und an seine Mutter auch nur schwindende Erinnerungen habend, kam er zu seinem Onkel Ohmsford, einem Mensch aus dem Südland, der ein Wirtshaus betreibt. Er wurde dort herzlich aufgenommen und wie ein eigener Sohn behandelt. Und so fühlt er sich auch. Es ist sein zu Hause. Bis ein dunkler Wanderer auftaucht und ihm sagt, er seie ein Elfenprinz. Verrückt. Und dann bekommt er auch noch diese komischen, blau leuchtenden Steine, die ihn angeblich beschützen sollen. Und ein Schwert soll er auch noch finden, um einen Hexenmeister zu töten, von dem Shea eigentlich dachte, er sei nur eine Gute-Nacht-Geschichte für Kinder, die sich nicht benehmen können. Und auch wenn Shea immer davon träumte mal Abenteuer zu erleben, ist erskeptisch. Bis er eines Nachts dann vom Gegenteil überzeugt wird. Shea ist ein äußerst kluger Kerl. Er will stets das Beste für jeden, scheint alles genau abzuwägen um das geringste Risiko einzugehen und wenn er sich dann mal etwas in den Kopf gesetzt hat, wird es auch bitteschön genau so gemacht.

Allanon - Diejenigen unter euch, die die Serie verfolgen, kennen Allanon ja schon ein bisschen. Er ist der dunkle Druide, Zauberer Mysthiker, Historiker und was weiß ich nicht alles. Er weiß einfach alles. Ich habe ich spaßeshalber mal mit Gandalf verglichen - nur dunkler. Und irgendwie passt es tatsächlich. Der Kerl ist so undurchsichtig, dass man ihn manchmal einfach gerne schütteln will, damit er mit der Sprache rausrückt. Er hat seine eigenen Geheimnisse, von denen man zum Ende der Geschichte ein bisschen was erfährt. Und Allanon weiß einfach alles. Er weiß immer wo man hin muss, wie man dort hin kommt und wie man Gefahren überlistet. Verdammt kluger Mann. Und definitiv derjenige, ohne den das ganze Unterfangen um das Schwert von Shannara nie funktioniert hätte.

Flick Ohmsford & Menion Leah
- Flick ist Sheas Bruder. Oder Cousin. Ziehbruder trifft es wohl am besten. Er und Shea sind zusammen in dem Wirtshaus in Schattental aufgewachsen und sie verbindet mehr als nur das Blut. Menion dagegen ist der Prinz des Reichs Leah und wohl Sheas bester Freund. Die beiden lieben sich heiß und innig und Menion scheint Shea immer wieder als eine Art kleiner Bruder zu betrachten, den er nie hatte. So ein Verantwortungsbewusstsein, wie Menion gegenüber Shea hat, ist einfach unglaublich. Jeder, der ihn als Freund hat, kann sich glücklich schätzen. Flick und Menion dagegen haben sich fast immer nur in den Haaren :D Sehr lustig. Flick ist ziemlich störrisch und lässt sich nie auf etwas mutiges ein und Menion liebt es einfach ihn immer wieder zu piesacken.

Balinor Buckhannah, Hendel, Durin & Dayel Elessedil - Die vier bilden den Rest der Gruppe, die sich auf die Suche nach dem Schwert begibt. Balinor, Prinz von Callahorn, ist derjenige, der Shea und Flick nach Allanon im Wirtshaus den Auftrag gibt, nach Culhaven, eine Zwergenstadt, zu ziehen. Dort sollten sie Allanon wiedertreffen. Hendel ist selbst ein Zwerg und ein guter Freund von Balinor. Während Hendel ein Waldläufer und Fährtenleser ist, ist Balinor eher der Stratege der Gruppe. Die beiden ergänzen sich ziemlich gut. Durin und Dayel Elessedil sind Geschwister. Und gleichzeitig sind sie Vettern des Elfenkönigs Eventine, der sie beauftragt hat, sich der Unternehmung anzuschließen.

Sehr viele Charaktere und ihr werdet noch eine Menge mehr kennen lernen, wenn ihr das Buch lest ;)


Meine Meinung


Ich habe mich im vorherein ein bisschen schlau gemacht über Terry Brooks. Wusstet ihr, dass er ein riesen Fan von Tolkien ist? Nein? Jetzt schon. Aber nun zum Buch.

Als ich angefangen habe das Buch zu lesen, habe ich mich ein bisschen schwer mit dem Schreibstil getan. Er ist dem vom Tolkien wirklich sehr ähnlich und nach den ganzen Jugendbüchern, die ich nach Tolkien verschlungen habe, musste ich mich erst einmal wieder daran gewöhnen. Das hat ein bisschen gedauert und mich auch zunächst ein bisschen demotiviert. Aber gebt nicht auf. Denn was die Geschichte gibt, ist auf jeden Fall Wert gelesen zu werden.

Die Geschichte an und für sich ist toll. Es ist High Fantasy und es ist unglaublich spannend, erst mal alles kennenzulernen. Die Völker, die Länder, die Gegenden ... Neue Welten zu erkunden ist immer aufregend. Und dann ist da natürlich diese Gefahr, die sich über die Vier Lande, wie das Reich dort genannt wird, erstreckt. Und die Gemeinschaft, die versucht das Böse zu bekämpfen. Was sie dabei alles erleben, ist toll. Oder eben auch schmerzhaft. Sie tappen von einem Ereignis in das nächste und müssen sich dabei immer wieder neuen Herausforderungen stellen.

Die Charaktere sind dabei diejenigen, die die Geschichte ausmachen. Es ist unglaublich spannend zu sehen, wie sie sich auf diesen 670 Seiten entwickeln. Ich denke Shea, Flick und Menion sind dabei diejenigen, die die größte Wandlung erleben. Menion und Shea sind hier definitiv meine Lieblinge gewesen, auch wenn ich die anderen Charaktere nicht gehasst habe. Aber die Freundschaft zwischen den beiden ging mir einfach ans Herz. Und sollte für viele Leute mal ein Beispiel sein.

Man wechselt in der Geschichte immer mal die Schauplätze, um wirklich bei jedem Charakter auf dem Laufenden zu bleiben. Und ich weiß nicht genau, ob Terry das einfach genau getimt hat, oder ob mein Kopf mit seinem im Einklang war, aber jedes Mal, wenn ich mich fragte: "Was ist eigentlich mit dem und dem?", kam genau zu dem Charakter eine Szene :D Faszinierend.

Schade fand ich, dass sich manche Szenen ein bisschen gezogen haben und dadurch auch ein bisschen Wiederholungen und Langeweile auftraten. Das passiert nicht wirklich oft, aber gerade auf den letzten Seiten, wo man eigentlich total unter Spannung steht, hat es mich ein bisschen entnervt dastehen lassen.

Für diejenigen, die die Serie schauen oder das Buch um die Elfensteine lesen und sich fragen, ob sie lieber Das Schwert der Elfen noch lesen sollten, weil es wichtige Infos enthält: Kann ich euch ehrlich nicht beantworten. Es gibt durchaus Dinge, die nett zu wissen sind. Man erfährt zum Beispiel ein bisschen was über die Geschichte der Druiden und was so mit der Welt passiert ist, woher die Völker kommen (und für die, die nur die Serie schauen und den Vorspann kennen: Überlegt mal, warum die Elfen nicht in der Blutlinie sind, Zwerge, Gnome und Trolle aber schon ;)), aber ich würde nicht sagen, dass sie gezwungenermaßen notwendig ist. Abgesehen davon, dass ihr sonst eine tolle Geschichte verpasst.

4,5 von 5 Sternen für diesen tollen High Fantasy Epos!
Eure Caro

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370 Bibliotheken, 17 Leser, 2 Gruppen, 80 Rezensionen

mars, dystopie, pierce brown, red rising, science fiction

Red Rising

Pierce Brown , Bernhard Kempen
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.10.2014
ISBN 9783453269576
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Charaktere

Darrow - Unser Protagonist ist 16 oder 17 Jahre alt und wurde als Roter geboren. Das bedeutet, er arbeitet in Minen um Helium-3 zu fördern, eine Substanz, die zum Terraforming auf dem Mars notwendig ist. Er ist einer der besten Minenarbeiter die es gibt, deswegen ist er in seinem Clan der Höllentaucher - er bohrt tiefer und mit mehr Risiko als die anderen Arbeiter seines Clans. Und eigentlich wird man dafür belohnt, der Beste zu sein. Von der Regierung. Dieses Mal nicht - und so kommt ein Ereignis nach dem anderen. Eigentlich ist er zufrieden gewesen, so wie es war. Seine Frau Eo allerdings nicht und kurz vor ihrem Tod versucht sie ihn zu überreden, mehr aus seinem Leben zu machen. Zu verstehen, was hier eigentlich gespielt wird. Und kurz nachdem Eo gehängt wird, lernt er, was tatsächlich auf dem Mars geschieht. Und dass es alles andere als fair zugeht. Darrow ist wütend. Verdammt wütend. Seine Vergangenheit will ihn einfach nicht loslassen, als er die Welt der Goldenen betritt, in die er eingeschleust wird. Und das macht ihn unglaublich stark.

Ich will euch die anderen Charaktere nicht vorenthalten. Aber wenn ich sie charakterisieren würde, würde ich euch einige Handlungen vorweg nehmen, einige Ereignisse, die Darrow beeinflussen und vor allem die Entwicklung der Geschichte und Charaktere. Also sorry. Lest das Buch ;)


Meine Meinung

Was passiert eigentlich mit der Menschheit, wenn die Erde nicht mehr bewohnbar ist? Habt ihr euch das schon mal gefragt? Pierce Brown anscheinend schon, und er hat eine ziemlich klare Vorstellung davon. Das Buch ist eine unglaubliche Dystopie, die Unterdrückung, Hierarchien und Politik beinhaltet. Es ist dabei so spezifisch, so realistisch, dass man Darrows Gefühle selbst erleben kann. Das liegt nicht nur an Pierce Browns Schreibstil, sondern auch an der Möglichkeit, die er hier offenbart und die, für mich jedenfalls, eben nicht so abwegig ist, wie man denken könnte. Darüber nachzudenken und an Darrows Stelle zu sein, hat mich mit ihm hassen und wüten lassen.

Die Charaktere dieses Buchs sind sehr gut ausgearbeitet. Sie sind realistisch, sie sind, bezogen auf ihre Vergangenheit, genau das, was man von ihnen erwarten kann. Und einige sind dabei auch noch eine wirkliche Überraschung. Nicht nur für Darrow, sondern auch für den Leser. Ich habe einige Wendungen nicht so erwartet, und das war irgendwie neu für mich. Geschrieben wird hier übrigens aus der Ich-Perspektive.

Es geschieht viel in diesem Buch. Klar, mehr als 550 Seiten wollen ja auch gefüllt werden, und ich muss sagen, es herrscht nie Langeweile. Nie. Immer passiert irgendwas und das hat mich süchtig gemacht. Ich wollte nicht aufhören. Ich musste zwar zwischendurch, aber ich habe mir immer Gedanken darüber gemacht, was wohl als Nächstes passieren würde. Und ich warne vor. Das hier ist kein Kindergarten. Wenn ihr mit Gewalt und heftigen Gedanken nicht umgehen könnt, lasst es lieber liegen. Ich fand das Buch aber richtig genial. Was passiert, passiert immer aus einem bestimmten Grund. Und Darrow ist dabei so erschreckend intelligent und berechnend, das es einem manchmal Angst macht. Oder grimmig grinsen lässt. Ach, und Humor und Gefühle sind hier trotz allem vorhanden. Auch wenn es eher schwarzer Humor ist.

Das Buch hat definitiv Bestseller Format. Es hat mich eingefangen und wollte mich nicht wieder loslassen. Genial, realistisch und detailreich. 5 Sterne.
Eure Caro

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(962)

1.668 Bibliotheken, 36 Leser, 1 Gruppe, 298 Rezensionen

erotik, liebe, geneva lee, royal, sex

Royal Passion

Geneva Lee , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.01.2016
ISBN 9783734102837
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Charaktere

Clara Bishop - Gerade erst frisch von der Oxford University mit ihrem Soziologie Abschluss in der Tasche, landet sie mitten in unserer Geschichte als Protagonistin. Genau genommen landet sie mitten in Alexanders Geschichte. Er küsst sie einfach mal auf ihrer Abschlussfeier, verrät ihr nichts über sie und zack - sie ist auf dem Titelblatt. Dabei ist sie gar nicht so der Typ, der gerne im Mittelpunkt steht. Eigentlich ist ihr das sogar verdammt unangenehm. Wenn da nicht dieser heiße Kerl wäre, der es eine Überlegung wertzusein scheint. Clara ist eigentlich ziemlich stark und wäre vielleicht besser dran, wenn sie unabhängig wäre. Das lernt man im Laufe der Geschichte. Sie hat viel durchgemacht und ist daran zerbrochen. Aber sie wäre nicht sie, wenn sie nicht wiederaufgestanden wäre. So schüttelt man zwar ab und an den Kopf über sie, kann sie aber eigentlich ganz gut leiden.

Alexander von Cambridge - Bad Boy, heiß und die reinste Verführung. Und ein paar richtig fiese Angewohnheiten. Da er der Kronprinz von England ist, will er sich die Hörner abstoßen. Doch als er Clara kennenlernt, scheint sich das zu ändern. Es scheint. Denn genau genommen ist Alexander mal so gar nicht der Typ für große Gefühle und damit eigentlich mal gar nicht so das, was Clara vielleicht bräuchte. Und dann ist er wieder total süß zu ihr ... jedenfalls süß für seine verkorksten Maßstäbe. Und wenn man Dirty Talk als süß bezeichnen kann.

Belle - Sie ist Claras Mitbewohnerin, beste Freundin und Anker in jeder Lebenssituation. Ich liebe Belle einfach dafür, dass sie so ist, wie sie ist. Sie weiß wann sie wie weit nachfragen muss und sollte, und wann sie es lieber gutsein lassen sollte. Sie ist einfach eine tolle junge Frau, die zwar andere Ideale hat als Clara, sich aber nie von ihr abwenden würde. Wie eine große Schwester hat sie immer ihre Arme für sie offen. Und sie steht auf teure und tolle Klamotten ;)


Meine Meinung

Alles in allem hat mich das Buch eigentlich schon gefesselt. Es war flüssig geschrieben und die Geschichte war ... naja, ich sage mal, sie war eigentlich nichts Neues, aber schön verpackt. Wer Shades of Grey gelesen hat, wird hier auf jeden Fall seine Paralleleln finden. Einige. Ich denke aber, dass solche Erotik/BDSM Romane eigentlich immer so einen Antihelden wie Christian/Alexander brauchen, damit wenigstens ein bisschen Tiefgang und Geschichte entsteht. Ich kann es verstehen, wenn das Leser nervt. Ich habe zwar die Ähnlichkeiten gesehen, aber ich habe für mich entschieden, das Ganze etwas neutraler zu betrachten, damit ich die Charaktere nicht direkt in eine Kaste stecke. Hat eigentlich ganz gut geklappt, und so erkennt man auch mal Unterschiede zwischen den Handelnden.

Zu Genevas Schreibstil - er ist gut, flüssig und nicht übertrieben. Er stellt alles so dar, wie es ist und wir dabei nicht mädchenhaft oder malerisch. Man kann das Buch gut und schnell lesen und an einigen Stellen wurde ich sogar richtig gefesselt. Ich bin froh, dass hier und da das Buch nicht einfach zu Ende war, weil ich sonst jemanden wegen fiesen Cliffhängern hätte blöd anmachen müssen :D Geschrieben ist das Ganze übrigens in der Ich Perspektive.

Dass die Interaktionen zwischen den einzelnen Charakteren und insbesondere zwischen Clara und Alexander, sehr interessant sind, muss ich wohl nicht extra betonen. Es ist ein Erotik Roman. Nebenbei erfährt man natürlich auch einiges über die Vergangenheit der Charaktere und da musste ich schon ein paar Mal den Kopf schütteln. Natürlich gerät auch Claras Vergangenheit in die Hände der Presse, dadurch, dass sie ja nun mal durch Alexander in den Mittelpunkt gerät, und was da ausgegraben wird, ist nicht schön. Oder eigentlich ist es eher nicht schön, wie der Rest der Welt damit umgeht. Pfui! Schämen sollten sie sich.

Mir hat unser Protagonistenpaar insgesamt gut gefallen (wie gesagt, betrachtet die Geschichte einfach mal abseits von SoG) und ich bin gespannt, wie sie sich im nächsten Band entwickeln. Ich kann nur sagen, dass ich besonders auf den letzten Seiten ziemlich sauer auf Alexander war. Idiot. Aber wie gesagt, er ist ein Antiheld. Und er muss sich entwickeln. Und meiner Meinung nach, hat er das auch schon ein Stück weit während dieser knapp 450 Seiten.

Trotzdem muss ich einen Punkt abziehen. Dass sich die royale Familie teilweise so benimmt, wie sie es tut, kann ich mir in der Realität nicht vorstellen (Spoiler). Ich glaube einfach nicht, dass sie tatsächlich jemanden auf einer öffentlichen Veranstaltung beleidigen würde. Die Gefahr, dass das jemand mitbekommt, ist dafür einfach zu groß. Es gibt bestimmt extra Seminare für Royals: "Wie beleidige ich jemanden, ohne ihn zu beleidigen", oder sowas in der Art. Teilweise fand ich auch das Verhalten der restlichen Adligen und vor allem von Claras Mutter und Schwester zu überspitzt. Ob Absicht der Autorin oder nicht, ich fand es nicht so toll. Sicher, Intrigen und Lügen gehören dazu. Aber ein paar Kommentare waren einfach too much. Manchmal auch zu wenig Erklärung dahinter. Und Claras gesamte Familie wäre wohl ein Fall für eine Therapie. Hier hab ich gar nicht mehr durchgeblickt, warum sie sich benehmen, wie sie es tun. Gerade denkt man es verstanden zu haben, kommt auf einmal wieder etwas ganz anderes.

Für einen interessanten Auftakt gebe ich 4 von 5 Sternen - mit dem Bewusstsein, dass es Parallelen gibt, die meiner Meinung nach aber nicht sonderlich ausschlaggebend sind, weil es sowieso besser als SoG geschrieben ist :p

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

erotik, gefühle, arzt, familie, arztroman

Dr. Rob Will See You Now

Quinn J. Fletcher
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei null, 31.12.2015
ISBN B01A2N57Z2
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Charaktere

Dr. Rob - Oder auch Robert Thomas, unser Protagonist. Geboren in Australien mit deutscher Mutter und australischem Vater, zieht er mit 6 Jahren mit seiner Mum zurück nach Deutschland. Er studiert Medizin, wird Orthopäde, schwängert zwischendurch eine Frau, die er heiratet und sich kurz darauf aber wieder scheiden lässt. Dann übernimmt er Anteile an einer Praxis. Soweit so gut. Denn so landen wir an dem heutigen Zeitpunkt mit Dr. Rob, der inzwischen 39 Jahre alt ist. Also der klassische Fall von Oh Mein Gott, ich werde alt!!! Und ein richtiger Playboy. Dr. Rob könnte genau so sein Pornostar Name sein.

Chloe - Cloe ist Robs fast volljährige Tochter, mit der er sich eigentlich prima versteht. Sie hat eine recht große Klappe und alles was ihr in den Kopf kommt, kommt auch ungefiltert wieder aus ihrem Mund heraus. Macht sie zu einem lustigen, manchmal aber auch etwas nervigem Charakter.

Diane - Sie ist Robs Exfrau und Mutter von Chloe. Dadurch spiel sie natürlich auch irgendwie immer noch eine große Rolle in Robs Leben. Schließlich müssen sie ein Kind zusammen erziehen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Diane eine ziemlich unreife Frau ist. Ich finde, einige ihrer Aktionen gleich einem pubertierendem Mädchen. Aber so Frauen gibt es ja schließlich auch in der Realität.


Meine Meinung

Was soll ich groß sagen. Ihr solltet dieses Buch wirklich nur lesen, wenn ihr auf Erotik steht. Denn ... oh mein Gott :D Hier geht es echt heiß her. Und nein, es ist kein BDSM. Kein Shades of Grey Abklatsch. Kann es gar nicht, weil dieses Buch erstens von einem Kerl geschrieben wurde, und zweitens, sind die Charaktere viel realer als bei SoG.

Ich war insgesamt ziemlich begeistert. Die Charaktere sind lebensnah, mit allen Wehwehchen und Macken, die man einfach hat und niemand ist dort auch nur ansatzweise perfekt. Außer vielleicht Heidi. Ich liebe Heidi. Ihr kennt sie leider noch nicht - also lernt sie kennen ;)

Was ich ein wenig negativer empfand, waren Robs Selbstzweifel. Er ist eindeutig in der Midlife-Crisis und macht sich sorgen um seine Zukunft und dass er sich nicht binden kann und wie schade er das eigentlich findet, nagelt aber ein paar Zeilen weiter dann direkt eine neue Tussi. Hier hätte Quinn vielleicht ein bisschen tiefgründiger werden können und dafür das Buch dann etwas verlängern können.

Ansonsten muss ich einfach sagen, dass es Genre typisch ist. Erotik pur. Detailreich und mit verdammt wenig Spielraum für die Fantasie. Klasse geschrieben sind auch die Emotionen, die er sonst so anstaut. Generell ist Rob einfach ein echt interessantes Studienobjekt für Frau. Ich bin gespannt auf Robs Zukunft (vielleicht mit Heidi??? :D), die ja wirklich noch in den Sternen steht, für den Mann hinterm Mond. 4 von 5 Sternen :)

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57 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

fantasy, janine prediger, dämonen, der dämon von naruel, der berg der elemente

Der Dämon von Naruel - Der Berg der Elemente

Janine Prediger
E-Buch Text: 254 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 02.07.2015
ISBN 9783738618839
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Charaktere

Panu - Panu wird als kleines Mädchen von den Amphimen, teils Fisch, teils Mensch, ihrem Dorf und ihrem Bruder entrissen. Bei den Amphimen, deren Anführer Alistos ist, wird sie nur noch Pan genannt. Der Name bleibt ihr von da an im Gedächtnis. Ausgebildet zu einer meisterhaften Kämpferin, will sie sich zusammen mit Oberon, ihrem Lehrmeister, von ihren Fesseln befreien. Das Schicksal will es ihr jedoch nicht leicht tun, denn um ihr Ziel zu erreichen, gibt sie sich der Verfluchten Frucht hin und muss mit den Konsequenzen leben. Dass das Schicksal jedoch noch viel mehr für sie bereit hält, muss sie eher schmerzhaft lernen. Pan ist eine unglaublich willensstarke junge Frau. Dadurch, dass sie in jungen Jahren so viel mitmachen musste, hat sie gelernt was für sie richtig und was falsch ist. Ihre Jahre bei den Amphimen haben sie geprägt. Das lässt sowohl gute, als auch schlechte Seiten in ihr hervorkommen.

Oberon - Als Pans Lehrmeister, nimmt er sich ihrer schon früh an. Er ist wohl das, was Pans Vater am Nächsten kommt. Es scheint, als sei er eher widerwillig bei Alistos Gruppe. Aber als er Oberon befiehlt, Pan das Kämpfen beizubringen, sieht er seine Chance.


Meine Meinung

Ich wusste, dass das Buch definitiv Geschmackssache ist und ich kann verstehen warum. Das Buch ist definitiv nichts für Leser, die gerne Romanzen in ihren Romanen haben. Denn das wird hier nicht passieren. Mir allerdings war das ziemlich egal. Ich wusste ja, auf was ich mich einlasse, dank Janines toller Homepage, auf der das Buch ziemlich gut eingeordnet ist.

Nun aber zur eigentlichen Bewertung. Janines Schreibstil ist sehr malerisch. Die Umgebungen sind sehr detailreich beschrieben und oft genug habe ich mir gewünscht, genau dort zu sein. Allerdings ist der Schreibstil vielleicht nicht für jeden etwas. Es ist eben eine High Fantasy Geschichte und man darf nicht mit dem Gedanken an Berg der Elemente gehen, dass man es lesen kann wie zum Beispiel Twilight. Mich hat das ganze schon eher an Terry Pratchett und J. R. R. Tolkien erinnert, wenn auch noch nicht mit der gleichen Übung. Aber Hey, die zwei sind schließlich auch einfach nur episch. Ich finde, Janine hat sich hier wirklich gut angestellt.

Das Buch startet mit einer Sage über Naruel, die ich sehr gelungen finde. Es wirkt geradzu göttlich ;) Und was die Sage für Pan bereithält, wirkt eigentlich wie ein Witz wenn man bedenkt, was mit ihr passiert ist. Als ob das Schicksal mal wieder jemanden braucht, über den es sich lustig machen könnte. Ich finde das richtig gut. Es macht aus Pan mehr als nur eine Heldin. Es lässt einen gespannt darauf warten, was noch passiert.

Die Charaktere sind hier etwas schwieriger zu beschreiben, da Pan eine Einzelgängerin ist. Vielleicht vermisst man manchmal die Dialoge, dadurch dass Pan die meiste Zeit alleine reist, aber ich fand es erfrischend anders. Und so habe ich mich ehrlich gesagt nur noch mehr auf die Interaktionen mit neuen Charakteren gefreut. Insgesamt muss ich sagen, dass Janine hier eine tolle Antiheldin geschaffen hat, die mein Mitgefühl und meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Ich habe lange darüber nachgedacht, was ich an Pans Stelle getan hätte und ich bin gespannt, wie sich ihre Entscheidungen auf ihre Zukunft auswirken und wie sich ihr Wesen mit der Zeit wandeln wird.

Einen Punkt muss ich aber leider dafür abziehen, dass ein paar Textstellen zu lang wurden - heißt, teilweise hat es sich ein bisschen gezogen. Aber! Ihr solltet nicht die Geduld verlieren. Es ist High Fantasy, da kommt sowas vor und dafür passiert auch ehrlich gesagt ziemlich viel dort. Wer auf Blut und Action steht, kommt hier nämlich definitiv auf seine Kosten. Viel Blut. Viel Gewalt. Und Beschreibungen, die die Szenen quasi wie auf Leinwand nageln. Respekt dafür, Janine. Du scheinst dir viel Zeit für den Kampfsport genommen zu haben.

Ich kann also schöne 4 von 5 Sterne für diesen Auftakt geben und bin schon gespannt, was Das Nördliche Königreich für mich bereit hält.

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

gesellschaftskritik, gesellschaft, zweiseiteneinermauer, dystopie, zombies

Zwei Seiten einer Mauer

Alexander Stapper
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 02.12.2015
ISBN 9783739212074
Genre: Science-Fiction

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813 Bibliotheken, 2 Leser, 15 Gruppen, 48 Rezensionen

vampire, cat, bones, liebe, fantasy

Der sanfte Hauch der Finsternis

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.09.2010
ISBN 9783442375547
Genre: Fantasy

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Ein Fall von Sehnsucht

Eric Fisher
E-Buch Text: 436 Seiten
Erschienen bei neobooks, 10.12.2015
ISBN 9783738050769
Genre: Romane

Rezension:

Die Charaktere

Dominik Goldberg
- Nik ist ... wie soll ich sagen. Ich mag ihn. Er ist sanft, er ist liebevoll und romantisch. Er hat Humor und Charme. Und er weiß, wie er die Leute verzaubern kann. Aber irgendwie macht ihn das für mich ein Stück zu glatt. Nicht richtig greifbar. Es gibt keinen Kerl, der keine Kanten hat. Und Niks einzige Kante scheint zu sein, dass die Weiber ihm wegen dem Geld nachrennen. Und da kann er ja nicht mal was dafür. Deswegen schafft er sich sein Pseudonym Nik Berg an mitsamt einer kleinen Wohnung und einem eigenen Handy. Er hatte vor Frauen dadurch kennenzulernen und wollte so sichergehen, dass sie es nicht nur auf sein Geld abgesehen haben. Er ist ein guter Mensch, aber vielleicht auch ein bisschen naiv.

Alexander Bloom
- Wie wird der Name ausgesprochen? :D Blohm oder Bluhm? Ich hab mich für die englische Variante entschieden. Künstlerfreiheit und so. Jedenfalls ist Alex Niks bester Freund, seit dem Kindergarten. Tja und dann schläft er mir Niks Freundin Saskia. Dann wohl eher Exfreundin. Und zack, scheint es vorbei zu sein, mit dieser Freundschaft. Aber Nein, nach einem Gespräch und ein paar Zickereien mit Nik, ist alles geklärt. Es ist schön, dass es solch unzerstörbare Freundschaften noch gibt. Alex ist ein ziemlicher Weiberheld, Aufreißer, Draufgänger - sucht euch was aus. Aber vor allem sorgt er sich um Nik und steht ihm tatkräftig zur Seite. Ein netter Kerl, der nur die richtige Hand zur Führung braucht.

Ela - Nik lernt sie auf einer Single-Party kennen. Die beiden scheinen wie gemacht füreinander, reden die ganze Nacht durch und dann ... Ja, dann fängt es an zu regnen, Nik hat sein Handy für Elas Nummer nicht dabei, Ela vergisst sie ihm am Auto erneut zu vergessen und Bumm. Weg war sie ... Und Nik beginnt verzweifelt nach ihr zu suchen.

Kleelein - Quasi Niks Telefonbeziehung. Sie arbeitet für eine Verlagsgruppe, für die Nik regelmäßig Cover entwirft. Die beiden telefonieren jeden Montag um halb 11 miteinander und besprechen dabei auch persönliche Details. Dabei gerät Nik ein bisschen für sie ins Schwärmen, bekommt aber wegen Ela ein schlechtes Gewissen.

Niks große Familie müsst ihr selbst kennen lernen. Ich kann nicht über jeden davon etwas schreiben, sonst bin ich in ein paar Jahren noch nicht fertig ;)


Meine Meinung

Ich bin mit dem Gedanken an das Buch gegangen, als Frau mal eine Liebesgeschichte aus Sicht eines Mannes, von einem Mann geschrieben, zu lesen. Die männliche Psyche erforschen, quasi. Mein Lebendobjekt (Freund) ist da nicht immer so hilfreich.

Naja, jedenfalls ... War es interessant. Ehrlich gesagt unterscheiden sich Niks Gedankengänge nicht so sehr von meinen. Heißt das, ich bin ein Kerl? Oder heißt das, dass wir gar nicht zu unterschiedlich ticken? Keine Ahnung. War aber auf jeden Fall mal interessant zu erfahren.

Die Charaktere der Geschichte waren sich treu. Sie haben sich an ihre Ideale gehalten und waren vielseitig. Besonders gut hat mir dabei Claudia, Niks Schwester gefallen. Sie war bissig-liebevoll. Einfach toll. Ein wirklicher Anker in Niks Leben und auch für sich eine sehr ausgereifte Person, die für alle Lebenslagen einen guten Rat auf der Zunge hat.

Zu Erics Schreibstil kann ich sagen, dass er sehr konsequent war. Keine großen Ausbrüche aus seinem Stil, aber es war leider auch nicht der perfekte Neuzeitstil. Das macht es vielleicht auch ein bisschen aus, aber es wirkte teilweise ein bisschen gekünstelt. Vielleicht reden Snobs untereinander ja auch einfach so :p Es hat das Buch jetzt aber nicht schwierig zu lesen gemacht.

Auf jeden Fall hat Eric Humor. Den hat er an Nik weitergegeben. Ich hab ziemlich oft gelacht und schmunzeln müssen. Es war mal eine etwas andere Romanze vom Aufbau her, für mich jedenfalls. Obwohl ich zugeben muss, dass mich das Ende nicht überrascht hat. Ihr wollt wissen, was ich meine? Lest es selbst und sagt mir dann Bescheid. Dann können wir ausführlich darüber reden :)

Durch Niks "Glattheit" (oder wie nennt man das ...? ) traten leider keine wirklichen Probleme in dem Sinne auf. Keine Konfliktsituationen. Die haben mir leider ein bisschen gefehlt. Ich will keinen Streit, aber ich hätte mir gewünscht, dass er vielleicht ein bisschen mehr ins Grübeln kommt. Aber eine Entwicklung seinerseits war trotzdem zu sehen. Er wurde immer erwachsener. Weil ich 3,5 Punkte für eine Geschichte mit viel Humor und Reife eigentlich zu wenig finde, 4 Punkte aber auch nicht geben will, weil mir dafür Nik zu ... perfekt war und mir die Unterhaltungen teilweise zu gekünstelt, gebe ich irgendwas dazwischen.

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geheimnis, starke heldin, magi, fantasy, fiktive welt

Der Turm der Raben

Kate Forsyth
E-Buch Text: 577 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 21.12.2015
ISBN 9783641168292
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Turm der Raben ist der erste Teil von Kates Rhiannon Reihe. Genau genommen ist es nur eine Geschichte einer ganzen High Fantasy Saga, die sich Kate geschaffen hat. Die Vorgeschichte zu Rhiannon wäre wahrscheinlich die Saga um den Magischen Schlüssel. Blanvalet hat das EBook zu der Saga neu aufgelegt. Es sieht nun viel mystischer und wesentlich ansprechender aus.


Taschenbuch: 577 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (1. Auflage: 21. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ASIN: B018M17QHS
Preis eBook: 6,99€


Der Inhalt

Rhiannon ist nicht wie die anderen Satyricorns, denn da ihr Vater ein Mensch war, sind ihr niemals Hörner gewachsen. Rhiannon ist eine Außenseiterin, und schon bald werden die anderen Satyricorns sie töten. Doch eines Tages sieht sie eine Herde geflügelter Pferde am Himmel vorbeiziehen – und plötzlich weiß die junge Frau, was sie tun muss …





Die Charaktere

Rhiannon - Wie der Buchtitel schon sagt, ist Rhiannon die, um die sich hier alles dreht. Abgesehen davon, dass der Name wunderschön klingt, ist auch das Mädchen wunderschön. Sie hat dunkle, lange Haare und Augen so blau und grau wie die stürmische See. Rhi ist eine halbe Satyricorn. Man kann sie wohl am Besten mit Satyrn vergleichen, der Name ähnelt ja auch. Nur dass ihr eben keine Hörner gewachsen sind. Ihr Vater war ein Mensch - und im Gegensatz zu den anderen Halbwesen in ihrem Stamm, ist bei ihr die menschliche Seite nunmal mehr vertreten. Das merkt man auch an ihrem Handeln. Während andere Satyricorns brutal und ohne Zögern handeln, ist Rhiannons Gewissen überaus ausgeprägt. Sie fühlt sich unwohl in ihrem Stamm. Sie weiß, dass das Verhalten dort falsch ist. Und dann hat sie ihre Chance zu fliehen und gerät in die Welt der Hexen und Menschen und es überwältigt sie. Sie lernt unglaublich schnell, was gutes Benehmen bedeutet, wie man sich zu zeigen hat - und was Gefühle noch alles bewirken können. Kurzum, sie ist ein wirklich intelligentes, sympathisches und unglaublich starkes Mädchen.

Lewen - Lewen ist ein Hexenlehrling. Er hat sich den Winter über beurlauben lassen, weil er sich überarbeitet hat. Burnout gibt es eben auch in anderen Welten ;) Einen Tag vor seiner Abreise zurück zur Theurgia, wie die Hexenschule heißt, findet er ein Mädchen auf einem geflügelten Pferd - beide bewusstlos. Lewen scheint der Einzige zu sein, der zu dem Mädchen durchdringen kann. Er nennt sie Rhiannon, da sie keinen Namen zu haben scheint und wie es nunmal ist, wenn man so jung ist, verliebt er sich augenblicklich in sie. Ihre wilde Art fasziniert ihn. Und er ist der totale Gegenpol zu Rhi. Er ist ruhig, ausgeglichen und sanftmütig. Er scheint immer zunächst die Bedürfnisse anderer im Sinn zu haben und erst dann seine eigenen. Das macht ihn unfassbar sympathisch.

Nina - Sie ist die Wanderhexe, die Lewen damals zu seiner ersten Reise an die Theurgia begleitet hat. Sie ist eine sehr gute Freundin seiner Mutter und sie und Lewen verstehen sich prächtig. Nina hat auch hier die typische Mutterrolle. Sie ist wie ein Fels in der Brandung. Unglaublich standhaft, hinterfragt viel und hat immer den richtigen Riecher. Sie weiß, wem man wann und wie viel vertrauen sollte. Und ihre wunderschöne Stimme ist nur das Plus obendrauf. Sie und ihr Mann Iven sind Jongleure und ziehen mit ihren Wohnwagen und ihrem Sohn Roden durch die Städte, um Hexenlehrlinge zu finden und ihre Dienste anzubieten. Sie sind eine wirklich liebevolle kleine Familie.

Es gibt bei dieser Geschichte viele Charaktere, die man kennen lernen muss. Das verwirrt einen von Zeit zu Zeit, aber ist wirklich lohnenswert.


Meine Meinung

Der Klappentext war nicht wirklich aufschlussreich, muss ich zugeben. Aber das hat mich neugierig gemacht. Und ich hätte nicht gedacht, dass ich so überrascht werde.

Kates Schreibstil ist ein wenig märchenhaft. Er ähnelt Tolkiens Kleinem Hobbit. Farbenfroh,detaillreich und bildhaft. Das macht es am Anfang ein bisschen schwer wo noch nicht viel passiert, aber für die Actionszenen (und die ein oder andere nicht so ganz jugendfreie ist auch dabei ;) ) ist das natürlich richtig gut. Man sieht die Bilder wie im Kino vor den Augen vorbeiziehen.

Nun zur eigentlichen Geschichte. Ich finde, der Anfang war recht schleppend. Viele sagen, dass sie genau den ganz schön fanden. Ich fand ihn auch schön. Aber eben doch etwas ... schleppend. Man beschäftigt sich eine ganze Weile sehr stark mit Rhiannons Situation. Und die hatte ich ehrlich gesagt nach zwei Seiten schon verstanden. Aber umso weiter ich in dem Buch war, umso besser gefiel mir alles. Mir gefielen die wirklich schön gestalteten Charaktere, die Welt und die Geschichten, die Kate aufgebaut hat. Es geschieht nicht sagenhaft viel in dem Buch - aber eben das zeichnet High Fantasy so von den Romantasy Geschichten dieser Zeit so ab. Man muss nicht die ganze Zeit kämpfen, um gefesselt zu werden. Manchmal reichen schöne Landschaften und ausgeprägte Charaktere. Denen man manchmal natürlich auch am liebsten den Kopf abreißen würde.

Ich bin nicht ganz sicher, ob man nicht besser vorher Kates Der Hexenturm (Der Magische Schlüssel 1) lesen sollte, da hier immer mal von Geschichten und Personen die Rede war, die mir zunächst nichts gesagt haben. Hinten im Buch ist ein Glossar. Aber ich hatte natürlich ein eBook, und da ist es ein bisschen anstrengend immer hin und her zu blättern. Vielleicht werden die wichtigsten Mythen ja in der Reihe um den Magischen Schlüssel geklärt. Aber ich fand es auch ganz aufschlussreich das Glossar erst zum Schluss lesen zu können.

Kurzum, das Buch ist etwas für Liebhaber. Wenn ihr nicht viel mit High Fantasy anfangen könnt und gerne schnell aufgebt, wenn das Buch euch nicht nach 10 Seiten fesselt, wird das hier nichts für euch sein. Wenn ihr aber Durchhaltevermögen zeigt, werdet ihr absolut begeistert sein! Es waren durchaus ein paar Wendungen dabei, die ich so nicht gesehen hatte.

Knappe 4 von 5 Punkten für den schwachen Beginn der Geschichte, die sich dann aber wirklich toll entwickelte und mich nicht mehr aus ihren Fängen ließ.

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vampire, bones, liebe, cat, vampir

Gefährtin der Dämmerung

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.03.2010
ISBN 9783442373819
Genre: Fantasy

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1.146 Bibliotheken, 10 Leser, 21 Gruppen, 80 Rezensionen

vampire, liebe, bones, cat, fantasy

Kuss der Nacht

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 13.07.2009
ISBN 9783442266234
Genre: Fantasy

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

behüter, träume, azur, fantasy, liebe

Azur: Wenn eine Diebin liebt

Sabine Schulter
E-Buch Text: 260 Seiten
Erschienen bei null, 13.11.2015
ISBN B016K5L29Q
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Inhalt

Jess ist die beste Traumdiebin des Landes und unter ihren Namen Azur fast zu einem Mythos aufgestiegen. Allerdings verabscheut sie das Stehlen und will lieber ein ganz normales Leben führen, wie jeder andere auch. Doch lässt Saphir, der Chef der Diebe, das nicht zu. Er hat sie in der Hand, entscheidet über ihr Leben und ihren Tod. Jess hat das weitestgehend akzeptiert. Bis sie Cedric und seine Freunde Vincent, Julian und Leander kennenlernt. Die vier sind Behüter, die nur dafür zuständig sind, Traumdiebe zu fangen: also sie. Doch die vier bieten ihr als Jess, nicht ahnend, dass sie eine Diebin ist, eine unvergleichliche Freundschaft an, die in ihr den Wunsch schürt, von der kriminellen Welt der Diebe fortzukommen. Vor allem als sie spürt, welche Anziehungskraft Cedric auf sie ausübt, zerbröckelt ihr altes Leben. Sie kann und will Cedric nicht entfliehen. Doch sie weiß ganz genau, dass sie kein Mitleid von ihm zu erwarten hat, wenn er herausfindet, dass sie eine Diebin ist.


Die Charaktere


Jessica - Als eine unserer Protagonisten in dieser Geschichte erfährt man über sie ziemlich viel. Und was man erfährt, ist der Wahnsinn. Was Jess alles erleben musste ... es ist ein Wunder, dass sie so liebevoll, ehrlich und treu geworden ist, wie sie es jetzt ist. Jess ist eine unglaublich starke Person. Psychisch, wie physisch. Sie ist nicht nur sehr reif, sondern auch unwahrscheinlich geschickt und schnell. Sollte man als Diebin vielleicht auch besser sein. Aber sie kommt mit ihrem Leben nicht klar und das macht, neben ihrem Job, ihre Nächte schlaflos und einsam. Doch sie versucht es zu ändern. Aber nicht mit allen Mitteln, was sie wahrscheinlich so ausmacht. Sie hat ihre Prinzipien und ihre Grundsätze und das ist auch gut so.

Cedric - Ced ist neben Jess und zweiter Protagonist. Er ist ein Behüter. Im Gegensatz zu Jess will er also seine Fähigkeit dazu nutzen Gutes zu tun. Er ist aufbrausend und ziemlich ehrgeizig. Ach, und er gibt nicht auf. Nie. Bis er das hat, was er will. Ziemlich sexy ;) Mal von seinem Lippenpiercing abgesehen, an dem er ständig rumspielt. Und seine braunen Locken, die ihm ständig in die Augen fallen. Hach ... mein absoluter Traumtyp. Du hast mich mit ihm sowieso schon absolut erwischt, Sabine :D

Vincent - Behüter Teams bestehen anscheinend immer aus vier Leuten. Vinc ist in Cedrics Truppe und die beiden kennen sich seit Anfang der Ausbildung. Typisch Jungs haben sie sich erst mal geprügelt um dann beste Freunde zu werden. Ced und Vinc sind sich ziemlich ähnlich. Er ist genauso aufbrausend wie Cedric, aber ansonsten ein ziemlicher Weiberhelt. Schmeißt sich an alles, was zwei Beine (und Brüste) hat und nicht bei drei auf den Bäumen ist. Außerdem ist er ein echter Sunnyboy. Nie schlechte Laune :D Und Abfuhren nimmt er auch nicht hin.

Julian - Er ist Teammitglied Nummer 3 und ein echter Frischling. Jules ist wohl der Typ Kerl, der für echt Überraschungen sorgt. Gab es zwar in Band 1 noch nicht so von ihm aus, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Auf jeden Fall ist er ein echtes Genie und erleichtert Jess' Leben durch seine Hilfe bei ihrem Studium ziemlich. Er ist lieb, leise und der beste Gegenpol, den sich Ced und Vinc wünschen können.

Leander - Nummer 4 der Truppe. Er ist der Besitzer des Rockkittens (genialer Name), ein Café in der Nähe von Jess' Arbeitsplatz. Von hier aus organisiert er die Aufträge der drei anderen Behüter und ist somit eigentlich der Kopf der Truppe. Er ist ziemlich aufgeschlossen und wirkt ein bisschen wie eine Vaterrolle.

Damit wären die vier Hauptcharaktere thematisiert. Natürlich gibt es noch einige mehr, aber lernt sie selbst kennen :)


Meine Meinung


Mit Wenn eine Diebin liebt ist ein wirklich schöner Auftakt entstanden. Ich habe über Jess' Schlagfertigkeit mehr als nur ein mal gelacht. Und außer ein paar kleineren stilistischen Patzern, habe ich hier überhaupt nichts auzusetzen.

Zunächst also zum Schreibstil. Sabine schreibt wirklich flüssig. Die ersten Seiten sind nur so an mir vorbei geflogen. Man ließt mal aus Jess' und mal aus Cedrics Sicht der Dinge. Dabei finden aber keine Wiederholungen statt, sodass man zwar weiß, was die jeweiligen Personen immer mal denken, aber sich keine Dopplungen wiederfinden. Auch Ced's Gedanken sind dabei für einen Kerl sehr authentisch. Die Dialoge sind eigentlich immer realistisch. Nur in der Mitte des Buches (ungefähr) wird es mal kurz unecht. Aber Sabine fängt sich schnell wieder und man fliegt weiter durch das Buch. Dabei geht sie auf genau die richtige Anzahl an Details ein. Der Fokus liegt immer richtig. Genau so, wie ich in dem Moment denken würde.

Die Geschichte an und für sich hat mir sehr gut gefallen. Die Idee vom Traumdiebstahl ist für mich mal etwas neues und gut durchdacht. Man wird hier in eine andere Welt (oder vielleicht unsere Welt in der Zukunft?) entführt und es ist natürlich auch ein bisschen Magie dabei. Außerdem geht Sabine auch auf wirtschaftliche Aspekte ein. Für mich sehr interessant, für andere vor allem wichtig um das Konzept zu verstehen.

Das Zusammenspiel der Charaktere gefällt mir sehr gut. Die Behüter Truppe ist sehr ausgeglichen und ihr Umgang mit Jess wirkt sehr echt. Ach und das Cover ... passt zu Azur, würde ich mal sagen ;) Ich bin wirklich gespannt, was in Band 2 auf mich wartet. Ich werde ihn mir auf keinen Fall entgehen lassen. Auf gar keinen Fall!!!

Vielen Dank für diese gelungene Geschichte, Sabine :) 4,5 von 5 Sternen für die kleinen stilistischen Patzer in der Mitte des Buches.

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