Leserpreis 2018

Lio-naras Bibliothek

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Die perfekte Unschuld

Helen Fields , Frauke Meier
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2018
ISBN 9783404177950
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz hintereinander geschehen grausame Morde in Edinburgh. Diese scheinen unabhängig und von unterschiedlichen Tätern verübt worden zu sein. DI Turner und DI Callanach verfolgen jede noch so kleine Spur nach den Tätern und deren Motiven. Jedoch gehen ihnen sowohl Hinweise als auch Verdächtige sehr schnell aus bzw. es entsteht nicht einmal ein Verdacht gegen jemanden. Zusammenhänge zwischen den Verbrechen sind nicht zu verzeichnen. Es gibt einfach nichts, das die beiden verwenden können um in den Fällen weiter zu kommen. Der Druck der Presse und der Vorgesetzten auf die Ermittler wächst und gerade die Presse stellt sich als ausgesprochen hinderlich für Ermittlungen dar.

Endlich finden sie – groteskerweise mit Hilfe eines Reporters – tatsächlich Hinweise und können daraus schließen, dass die Morde doch zusammenhängen. Jedoch gibt es immer wieder Zweifel an jeder kleinen Theorie.

Nebenschauplatz ist immer wieder die Beziehung zwischen den beiden Ermittlern. Ava Turner, die Tochter aus reichem Hause, dem sie jedoch den Rücken gekehrt hat und Luc Callanach, der schöne Franzose mit der dunklen Vergangenheit, die ihn beinahe seine berufliche Laufbahn gekostet hat. Die beiden verbindet einiges, jedoch liegen ihre Ermittlungen wie ein Schatten über deren Freundschaft.

Um einer heißen Spur zu folgen begibt sich DI Callanach in zwielichtige Gesellschaft. Ein bekannter Hacker, der verdächtigt wird, Geld gestohlen und verschenkt zu haben, erweist sich nicht nur als nützlich bei der Jagd der Mörder, sondern im Verlauf der Geschichte immer mehr als zwingend notwendig. Gemeinsam mit Lance, dem Reporter, arbeiten Luc und der Hacker im Untergrund und unter äußerster Geheimhaltung an den drei Mordfällen.

Als wieder eine Frau verschwindet überschlagen sich die Ereignisse und die drei müssen schnell handeln. Da Ben, der Hacker, von DI Callanachs Kollegen verfolgt wird, ist die Fahndung um ein Vielfaches erschwert. Ob die Sache für das vierte Opfer gut ausgeht werde ich nicht verraten, jedoch sei gesagt, dass die Geschichte zum Ende hin enorm an Fahrt aufnimmt und sich die lang erwartete Spannung schnell aufbaut und man beinahe zum „Zu-Ende-Lesen“ gezwungen ist.

Helen Fields beschreibt in ihrem Thriller Charaktere mit unglaublichem Hass und Wut auf die Welt, solche, die sich getrieben von ihrer Unsicherheit, vor ihrer Vergangenheit flüchtend und die Wunden ihrer Kindheit tragend, mit Gräueltaten beweihräuchern und hinsichtlich Grausamkeit und Prestige miteinander messen.

Ebenso beschreibt sie jedoch auch die Robin Hoods und die Helden der Welt, die manchmal steinige Wege und großen seelischen und körperlichen Schmerz auf sich nehmen, um die Gesellschaft ein wenig sicherer zu machen.

Fazit:

Zu Beginn ist die Geschichte eher schleppend, die Nebenschauplätze zu präsent und die Spannung baut sich nur geringfügig auf. Das letzte Drittel des Buches nimmt dann an Fahrt auf und verändert das plätschernde „Vor-Sich-Hin-Lesen“.


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197 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

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NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Andreas Eschbach
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.09.2018
ISBN 9783785726259
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Helene Bodenkamp und Eugen Lettke, zwei Protagonisten wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Eugen, der eine Nische im nationalsozialistischen Deutschland sucht, um seinen ganz eigenen Zielen und Perversionen nachzugehen. Helene, eine mitfühlende naive Programmiererin voller Selbstzweifel und mit wachsenden Zweifeln an der Richtigkeit der nationalsozialistischen Ziele.

Die Geschichte spielt während des 2. Weltkrieges, jedoch unter anderen Bedingungen. In diesem Fall gibt es das Internet, Smartphones, Blogs und soziale Netzwerke. Allerdings werden diese immer mehr von der NSDAP kontrolliert. Es beginnt mit der Verfolgung der versteckten Juden in Deutschland und den umliegenden besetzten Ländern und endet mit der vollständigen Kontrolle jeder einzelnen Person innerhalb Deutschlands. Eine grausame Vorstellung!

Herrn Eschbach gelingt es nicht nur, das Vokabular der virtuellen Welt an das der Nazi-Zeit anzupassen, dass man sich immer wieder der Fiktion bewusst werden muss, sondern auch eine schlüssige Handlung der Geschichte unter diesen Voraussetzungen.

Während Eugen Lettke die Vorteile der Überwachungsmöglichkeiten nutzt, um Frauen für sich gefügig zu machen und diese zu erpressen, nutzt Helene Bodenkamp ihre Fähigkeiten, um ihren Geliebten, einen Fahnenflüchtigen, zu schützen und zu verstecken.

Jedoch wäre eben ein Überwachungssystem kein solches, wenn es nicht die eigenen Mitarbeiter überwachen würde. Beide Protagonisten fliegen auf und werden entsprechend behandelt.

Ab diesem Zeitpunkt lernen wir die andere Seite des Staates kennen. Kannten wir in den ersten beiden Dritteln des Buches die positiven, praktischen, lebensrettenden und zuweilen auch niederträchtigen Seiten der Internets kennen, folgen im letzten Drittel jene, die man sich nicht vorstellen möchte: Absolute Überwachung und direkte Kontrolle durch ein intelligentes „Komputersystem“, das mitdenken kann.

Besonders hervorzuheben ist, dass Herr Eschbach tatsächlich geschehene Sachverhalte mit in die Geschichte einbindet. Damit ist ein erschreckender Bezug zu unserer heutigen Realität gelungen, die den Leser immer wieder auf das Offensichtliche stupst: Uns werden immer wieder nur die positiven, praktischen und für uns sinnvollen Seiten der elektronischen Welt eröffnet. Die Gefahr für ein freies und unabhängiges Leben und Denken wird verschwiegen. NSA öffnet uns sehr deutlich die Augen, auf welche Welt wir zusteuern könnten, wenn die Regierung aus Menschen mit einer der NSDAP ähnlichen Gesinnung gebildet wird.

Dieses Buch ist eine Warnung, mit unseren Daten gewissenhaft umzugehen und Neuerungen, die praktisch, zeitsparend und nützlich sind, zunächst auch von der anderen Seite der Medaille zu betrachten bevor wir begeistert jubelnd in die Kaufhäuser rennen.


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(157)

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Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

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92 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 56 Rezensionen

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Sein blutiges Projekt

Graeme Macrae Burnet , Claudia Feldmann
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 08.02.2017
ISBN 9783958900554
Genre: Historische Romane

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219 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

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Mitternachtsfalken

Ken Follett , , ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.05.2005
ISBN 9783404153237
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die MI6 Agentin Hermia Mount bildet im besetzten Dänemark eine Untergrundbewegung namens Mitternachtsfalken. Diese übermitteln auf unterschiedlichen Wegen geheime Informationen an die Briten.

Zunächst durch Zufall bekommt Harald Olufsen den Standort der neuen Radarstation des Feindes mit. Diese fängt die Fliegerangriffe der Briten ab und fügt diesen großen Schaden zu. Harald erfährt, dass einige seiner Freunde und dann auch sein Bruder Mitglieder der Mitternachtsfalken sind. Er versucht, diese zu unterstützen und zeichnet die Einzelheiten der Radarstation zur Übergabe an die Briten auf.

Jedoch wird die Untergrundbewegung aufgedeckt und die dänische Polizei, die zum Teil mit dem Feind sympathisiert, verfolgt die Mitglieder mit äußerster Härte.

Als Harald als einziger noch übrig ist, versucht er gemeinsam mit seiner Freundin Karen, die Pläne zu überbringen. Heimlich reparieren sie das Flugzeug von Karens Familie, um von Dänemark nach England zu kommen. Eine Truppe der deutschen Besatzung nimmt das Haus von Karens Eltern in Beschlag und erschwert die Reparatur und gefährdet die Operation. Harald und Karen gelingt es jedoch, den Deutschen Benzin für das Flugzeug zu stehlen und im letzten Moment können sie mit dem Flugzeug fliehen.

Mit einer großen Schippe Glück und den letzten Kräften überbringen sie den Briten die Pläne. Hermia Mount kann diese der Regierung überbringen und das Blatt für die britischen Flieger wenden.

Fazit: Ken Follett gelingt es, eine Masse an historischer Information in einen flüssigen und lockeren Roman zu verpacken. Besonders positiv für mich ist, dass es keine übertrieben emotionale Liebesgeschichte mit Geschichte gefüllt wurde, sondern alles sehr realistisch und trotzdem schön zu lesen ist.


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(763)

1.387 Bibliotheken, 23 Leser, 12 Gruppen, 142 Rezensionen

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Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.09.2010
ISBN 9783442376247
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Flavia ist 11 Jahre alt und für ihr Alter eine sehr bewanderte Chemikerin. In einem Labor, das schon einer ihrer Vorfahren benutzt hat, führt sie allerlei Versuche durch. Ihr Vater hat wenig Zeit für die drei Kinder. Er scheint schwer traumatisiert vom Tod seiner Frau. Die beiden älteren Geschwister leben in einer anderen Welt als Flavia. Daphne ist belesen und steckt ihre Nase ständig in Bücher während Ophelia im Klavierspiel bewandert ist. Flavias Leidenschaft ist die Chemie, die sie sehr zielstrebig und interessiert verfolgt.

Als auf Buckshaw, dem Anwesen der de Luces, ein Mord geschieht, gerät das sehr eintönige Leben der Familie aus den Fugen. Flavias Vater wird schnell verhaftet und als Verdächtiger ins Gefängnis gebracht. Trotz zwischenzeitlich durchscheinender Angst, nimmt Flavia scheinbar als einzige die Verfolgung des Wahren Täters auf.

Da Flavia sich vergleichsweise emotionslos verhält, gelingt es ihr sachlich zu recherchieren. Sie befragt mit List und Tücke die für den Mord in Frage kommenden Personen. Dabei findet sie heraus, dass ihr Vater tiefer in die Sache verstrickt ist, als sie angenommen hatte. Der Fall geht bis in dessen Kindheit zurück und Flavia erfährt einiges über die Schule des Vaters, ein angesehenes Internat. Dort nahm der Fall, der nun die Familie de Luce einholt, ihren Anfang. Flavias Vater war mit dem Opfer zu Schulzeiten gut befreundet. Jedoch haben sich ihre Wege schnell wieder getrennt. Horace Bonepenny, der Tote, hat sich schnell von Flavias Vater abgewandt und danach einige verbrecherische Dinge getan. Mittelpunkt des Falls ist eine sehr seltene Briefmarke, die einem Lehrer gestohlen wurde. Von diesen Marken gibt es nur zwei Stück, die Flavia mehr oder weniger durch Zufall in die Hände fallen.

Flavia findet heraus, dass es einen ungeklärten, als Selbstmord deklarierten Todesfall gab; und das genau zu der Zeit, in der sich ihr Vater und Horace die Freundschaft gekündigt hatten. Schnell stellt sie fest, dass es zwischen den Todesfällen einen Zusammenhang gibt und recherchiert im Internat. Flavia vermutet, dass der Todesfall damals kein Selbstmord war und findet dafür tatsächlich Beweise.

Als Flavia plötzlich weiß, wer den Mord an Horace begangen hat, gerät sie schnell in Lebensgefahr. Sie wird gefangen genommen und soll die gefundenen Briefmarken herausgeben. Eine hat sie jedoch schon dem Besitzer zurückgegeben. Horace hatte diese gestohlen und ist auf unerklärlichem Weg auch an die zweite Marke gelangt. Flavia schützt diese mit ein wenig Glück vor dem Mörder von Horace.

Der treue Diener ihres Vaters rettet Flavia letztendlich und beide Morde können aufgeklärt werden. Flavia hat es geschafft, der Polizei die entscheidenden Hinweise und Beweise zu präsentieren.

Fazit: Flavia ist eine überaus liebenswerde Figur, die aus psychologischer Sicht eine angehende Psychopathin sein könnte. Sie handelt beinahe emotionslos und sachlich. Empathie scheint für sie ein Fremdwort zu sein. Jedoch hat sie ehrenwerte Gefühle und verteidigt ihre Familie und besonders ihren Vater gegen Verdächtigungen. Sie begibt sich mehr als einmal in große Gefahr, um ihren Vater zu entlasten.

Das Buch ist mit viel Herz geschrieben und man muss mehr als einmal schmunzeln, wenn Flavia ihre chemischen Versuche an den Schwestern testet oder Versuche durchführt, die nicht gerade ungefährlich sind.

Sehr empfehlenswert! Ich werde es mit meiner Tochter nochmal lesen!


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(37)

64 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

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Gestrandet

Gisa Pauly
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2008
ISBN 9783492251181
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erneut besucht Mamma Carlotta ihre Familie auf Sylt. Wie gewohnt wort- und emotionsreich gestaltet sie den Alltag von Erik, Carolin und Felix um, bekocht und betüdelt die drei mit allem Übermaß.

Als jedoch „mal wieder“ ein Mord geschieht, geraten ihre gewohnten Pläne durcheinander. Während Erik und sein Mitarbeiter Sören gegen Verleumdungen der Presse ankämpfen und fieberhaft nach einem Mordmotiv suchen, bricht Mamma Carlotta gemeinsam mit ihrer Reisebekanntschaft in das Haus der Toten ein, um für diese etwas zu suchen.

Als jedoch dann auch Donata, die Reisebekanntschaft, ermordet wird, ist Mamma Carlotta nicht mehr zu bremsen. Sie ermittelt auf eigene Faust und findet mit Enkelin Carolin weitere Verdächtige heraus. Plötzlich hat es Mamma Carlotta mit einem Schriftsteller zu tun, der Carolin unter seine Fittiche. Da er auch in der Küche nicht zurechtkommt, bietet auch Carlotta ihre Dienste an und bekocht den Schriftsteller.

Beim Schreiben seiner Texte findet Carolin heraus, dass Herr Fürst mehr über den Mord weiß als gedacht. Als sie dies Mamma Carlotta berichtet, spinnt sich diese ihre Abläufe weiter zusammen und alles scheint zu passen.

Währenddessen finden Erik und Sören jedoch heraus, dass der Mann des zweiten Opfers ein bekannter Schauspieler ist und dessen Sohn nicht wie vermutet bei dem Unglück im Montblanc-Tunnel gestorben ist. Der Sohn lebt unter falschem Namen in den USA.

Langsam setzt sich das Puzzle zusammen und mit den jeweils ermittelten Fakten gelingt es Erik, Sören und Mamma Carlotta, die Mörder der beiden zu überführen.

 

Fazit:

Mit gewohntem Charme ermittelt Mamma Carlotta mit Hilfe ihrer Sylter Freunde in den Mordfällen. Das italienische Temperament und die nordische Statik treffen mal wieder auf eine solch liebenswerte Weise aufeinander, dass man auch dieses Buch einfach liebgewinnen muss.


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(187)

267 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

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Oxen - Das erste Opfer

Jens Henrik Jensen , Friederike Buchinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423261586
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Oxen ist ein Landstreicher, ein Penner, jemand, der sein Leben wegwirft. Früher ein Spitzensoldat, mehrfach ausgezeichnet, lebt er nun das Leben eines Aussteigers. Gemeinsam mit seinem Hund streift er durch die Wälder Dänemarks auf der Suche nach Ruhe. Schnell wird klar, dass Oxen unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Wie die meisten Soldaten, die mehrere traumatische Einsätze durchlaufen haben, holen Oxen die Erlebnisse des Krieges in seinen Träumen immer wieder ein. Ebenfalls bekannt in diesen Fällen sind Lösungsansätze in Form von Alkohol oder Drogen. Auch Oxen greift zur Flasche oder zu THC, um sich zu betäuben.

Auf einer Erkundungstour gelangt Oxen an den feudalen Wohnsitz eines einflussreichen Politikers. Als dieser ermordet wird, kommt der dänische Geheimdienst der Polizei bei den Ermittlungen zu Hilfe. Zunächst verdächtigt und verhört, bekommt Oxen überraschend das Angebot des Leiters des Geheimdienstes, für ihn zu arbeiten. Er soll recherchieren, was hinter dem Mord steckt, soll unter dem Radar bleiben und verdeckt Hintergründe herausfinden. Ihm wird die Agentin Franck zur Seite gestellt, die aufgrund ihrer Gehbehinderung eher eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint.

Auf seinen Erkundungstouren gerät Oxen immer wieder in gefährliche Situationen und stellt nach und nach fest, dass die Personen, die ihm den Rücken decken und ihn schützen sollten, genau dies nicht tun. Margrethe Franck erweist sich jedoch aufgrund der engen Zusammenarbeit als loyal zu Oxen und kritisch ihrem eigenen Arbeitgeber gegenüber.

Gemeinsam finden Margrethe und Oxen heraus, dass die Mörder aus einer ganz anderen Richtung kommen als gedacht. Nach und nach recherchiert Oxen, was auf dem Gut des Ermordeten so alles geschieht und kommt dabei einer Geheimgesellschaft auf die Spur, die sich als sehr mörderisch und skrupellos darstellt. Das Geflecht der Macht Dänemarks liegt scheinbar in den Händen dieser Gesellschaft, die sich bei ihren Treffen über so einige Gesetze hinwegsetzt.

Das Finale des ersten Teils ist mehr als undurchsichtig. Oxen findet die Mörder, gerät jedoch wieder in die Schusslinie verschiedener Machthaber. Glücklicherweise hat sich Oxen eine Versicherung in Form eines Films geschaffen, die er in der Hinterhand behält.

Obwohl der erste Teil vollständig abgeschlossen ist, wird auf den zweiten Teil hingedeutet. Ich bin gespannt wie es weiter geht…

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(143)

243 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Grießnockerlaffäre

Rita Falk
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2014
ISBN 9783423214988
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man glaubt es kaum, aber Eberhofer hat einen Feind! Den Leiter der Landshuter Polizei, Barschl. Die beiden zanken sich, so oft und so heftig sie können und werden dabei auch mal handgreiflich. Beide.

Als Barschl ermordet wird, steht die gesamte Polizei vor dem Saustall vom Eberhofer und nimmt diesen fest. Dank dem Richter Moratschek, der ja seit dem Band 3 der Reihe in Eberhofers Schuld steht, ist dieser schnell wieder auf freiem Fuß und nimmt die Ermittlungen im Fall Barschl auf. Heimlich natürlich, da er als Hauptverdächtiger nicht recherchieren darf.

Mit im Boot sind die üblichen Verdächtigen: Die Susi, der Rudi und auch der Stopfer Karl.

Rita Falks üblicher bayerischer Dorfcharme ist ungebrochen. Mit dem aus den anderen Bänden bekannten Witz und Stil beschreibt die Autorin den nicht immer ganz legalen und leichten Weg Eberhofers in Richtung Fallaufklärung. Die Kollegen in Landshut landen immer wieder in Sackgassen und kommen letztendlich dem Mörder nicht auf die Spur. Eberhofer löst fast im Alleingang den Fall und zudem noch einen weiteren Mord.

Nebenbei erfährt man einiges über die Familie Eberhofer und besonders die Geschichte der Oma wird erweitert. Das ist schön. Denn die Oma ist ja in den Büchern allgegenwärtig und die Seele des ganzen Dorfes. Die bekannten weiteren Charaktere im Dorf sind auch wieder mit dabei und werden durch zwei Ärzte erweitert.

Ein ganz klein wenig kommt es mir so vor, dass Rita Falk mit den Nebenhandlungen den Haupterzählstrang füllen möchte. Da sie – falls dem so ist – dies aber mit viel Herz und Seele vornimmt, habe ich auch diese Teile des Buches verschlungen. Mir gefallen die Handlungen zur Erweiterung der Dorfbewohner und besonders auch die Geschichte der Oma. Das alles gibt der Reihe wieder einen Schub und man möchte gleich mit dem nächsten Band weiter lesen.

Fazit: Rita Falk bleibt sich treu und lässt Eberhofer und Co. weitere Dorfabenteuer erleben. Sie erweitert und vertieft bekannte Charaktere und deren Geschichten. Das Buch hat wie seine Vorgänger Herz, Nieren und Seele und versetzt einen in Sekundenschnelle im Kopfkino nach Niederkaltenkirchen. Eine wunderbare Ablenkung vom Alltag!

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(53)

128 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

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Schwarzwasser

Andreas Föhr
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.06.2017
ISBN 9783426654217
Genre: Krimi und Thriller

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Verliere mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305496
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach dem Cliffhanger des ersten Teils schließt sich der zweite Band direkt an.

Sage Derting handelt in ihrer Panik entgegen ihrer Gefühle und versucht weiterhin, ihre Schwester und auch alle weiteren Personen, die indirekt unter ihrem Stiefvater leiden, zu schützen.

Die schmerzhafte Situation unter der alle in ihrem nahen Umfeld leiden wird im Verlauf des zweiten Teils immer deutlicher. Der Leidensdruck auf Sage erhöht sich immer mehr, da sie in verschiedensten Situationen merkt, dass ihr Luca und in diesem Zuge auch sie selbst wichtiger sind als der Zwang, den Alan auf sie ausübt. Der Drang, sich zu befreien und sich den Ängsten zu stellen, wird immer größer. Sage verdrängt diese zu Beginn noch, indem sie sich immer wieder einredet, dass die Nähe zu Luca ihr den Abschied erleichtert oder dass sie sich diese Nähe selbst verbietet, da er etwas Besseres als sie verdient hat. Trotzdem kommt sie ihm immer wieder sehr nahe und lässt dies auch zu.

Auch Luca gibt (zum Glück für die romantische Seite in uns) nicht auf und suggeriert Sage immer wieder, dass sie ihm wichtig ist und dass er für sie da sein möchte. Ebenso zeigt er sich sehr ungeschickt in seiner Eifersucht, so dass seine Gefühle für Sage fast offen auf der Hand liegen.

Sehr schön finde ich, dass die Therapie, mit der Sage schon im ersten Teil begonnen hat, weiterhin Thema der Geschichte ist und nicht zu weit hinter die romantische Handlung tritt. Das Thema Angst und Missbrauch bleiben präsent und immer wieder wird deutlich wie sehr Sage im Alltag eingeschränkt ist.

Der Schreibstil von Laura Kneidl ist wunderbar flüssig und leicht zu lesen. Ihr gelingt ein Spannungsaufbau, der einen das Buch nicht mehr weglegen lässt. Bewundernswert sind die kleinen roten Fäden in jedem Kapitel, aber auch über diese hinaus durch ganze Abschnitte und letztendlich über beide Teile hinweg. Die Autorin verknüpft die kleineren Handlungsstränge wunderbar zu einem großen roten Seil, das sich durch die beiden Bücher zieht.

Psychologische Inhalte werden sehr detailliert und gut ausgearbeitet beschrieben. Hier zeigt sich für mich persönlich gute Recherchearbeit und sehr gutes Einfühlungsvermögen in die Seelenwelt der Person Sage. Trotzdem wird die Geschichte nicht überladen mit Fachinformationen und trockener Materie. Jedoch erhält der Leser den für den Verlauf wichtigen Einblick in die Psyche und darf hinter die äußere Erscheinung und Handlung von Sage ein klein wenig in die Vorgänge hinter der Studentin sehen.

Fazit:

Eine wunderschöne Geschichte zwischen psychologischem Drama und jugendlicher Romantik.

Ich hoffe, dass die beiden Bände einigen Menschen Mut und Kraft geben, sich zu wehren bzw. auch wachsamer zu werden für Probleme in deren Umfeld. Viele schauen einfach nicht genug auf ihre Freunde und Verwandten und erkennen gewissen Zeichen nicht.

Die andere Seite des Buches ist eine wundervolle romantische Geschichte zweier junger Menschen, deren Zuneigung zueinander auf verschiedene Weise geprüft wird und die einige Stolpersteine zu meistern haben, um sich ihren Wunsch nach Nähe, Liebe und Zuneigung zu erfüllen.

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(53)

122 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Die maskierte Stadt

Genevieve Cogman , Dr. Arno Hoven
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783404208883
Genre: Fantasy

Rezension:

Im zweiten Teil der Fantasygeschichte um Irene Winters führt uns die Autorin in ein fiktives Venedig. Genevieve Cogman gelingt es, Welten zu erschaffen, die unwirklicher sind als unsere skurilsten Träume. Gebäude, Gespräche und auch Personen sind selten so wie es auf den ersten Blick scheint. Die Phantasie der Autorin scheint unergründlich und beinahe unheimlich faszinierend.

Wenn auch der Schreibstil für mich zuweilen anstrengend zu lesen ist und ihr Venedig Winkel und Räume enthält, die ich mir trotz der genauen Beschreibung kaum vorstellen kann, bin ich wie paralysiert nach diesem Buch.

Cogman versteht es, mit ihrer phantastischen Welt zu bezaubern. Die Gebäude, Städte und Zwischenwelten haben Charme und sind dank der genauen Beschreibungen so gut vor dem inneren Auge zu erkennen wie nötig. Die maskierte Stadt hat nur ansatzweise mit der realen zu tun, jedoch gibt es Verknüpfungen, die uns nicht völlig aus unserer Vorstellungskraft reißen.

Einzigartig sind die Gespräche zwischen Bibliothekaren, Drachen und Elfen. Sie sind in einer Art und Weise ausgearbeitet, die sich viele Psychologen als Dokumentation für ihre Klienten wünschen. Winkelzüge in scheinbar nebensächliche Unterhaltungen einbetten, psychologische Kriegsführung in ein Kaffeekränzchen involvieren oder direkte Machtausübung über mentale Beeinflussung erreichen – dies wird in Form von kunstvoll geführtem Schreibstil dargestellt.

Teilweise kann ich den Gedanken der Autorin nicht so folgen wie ich gern möchte. Kleine Teile des Buches entziehen sich meiner Vorstellungskraft. Jedoch bleiben Faszination und Gesamtzusammenhang erhalten.

 

Fazit:

Eine extrem außergewöhnliche Reihe, die ich jedem Fantasy-Fan empfehlen möchte.

Die Handlung wird in eine Tiefe geführt, die das Erschaffen dieser Welten zu einer fantastischen Meisterleistung macht. Auch die mir manchmal schwer fallenden Beschreibungen und der teilweise für mich anstrengende Schreibstil ließen mich das Buch nicht weg legen. Die Spannungswechsel und psychologisch höchst interessant verlaufenden Gespräche und Machtspiele haben mich gefesselt und immer wieder aufs Neue bewirkt, dass ich in diese Welt eintauchen und sie verstehen wollte.

Den ersten Teil zu kennen hat mir durchaus geholfen. Zwingend notwendig ist dies jedoch meiner Ansicht nach nicht.

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(1.038)

1.861 Bibliotheken, 59 Leser, 5 Gruppen, 246 Rezensionen

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AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Stell dir vor, du stehst auf einer Todesliste, Straffreiheit garantiert. Dein Umfeld ist hinter dir her, du kannst niemandem trauen, denn es sind 10 Millionen Euro auf deinen Kopf ausgesetzt. Wer wird dir helfen? Wer wird dich schützen? Bei diesem Kopfgeld schrumpft die Zahl der Vertrauten schnell und ebenso schnell landet man bei 0.

In Acht Nacht schickt Sebastian Fitzek zwei Protagonisten in den Ring gegen Millionen Menschen mit niedrigem Intellekt und großer Gier nach Geld. Diese glauben an eine straffreie Jagd, die für einen der beiden auserwählten Acht Nächter tödlich enden soll. Gewählt wurden ein Mann und eine Frau, zufällig (???) beide aus Berlin. Zufällig (???) nominiert und über eine Website bekannt gegeben. Die Auserwählten werden sowohl auf dieser Site als auch in den Medien schonungslos gezeigt…..und nicht nur deren Name und ein Foto werden öffentlich präsentiert, man kann auf der Website alles erdenkliche über sie herausfinden. Menschen, die die beiden nicht leiden können, posten deren Adresse, Namen der Angehörigen, Aufenthaltsort, letzte Sichtung und und und. Entkommen gibt es quasi nicht.

Zwei besonders hinterhältige Berliner machen es sich zur Aufgabe, zunächst nur einen, dann beide Acht Nächter psychisch unter Druck zu setzen und die Hetzjagd auf die Spitze zu treiben. Dabei kommen allerlei Außenstehende zu Schaden und teilweise auch zu Tode. Mit jeder Szene, die sich die Jäger ausdenken, mit jeder Aufgabe zu der sie Ben Rühmann, den Acht Nächter, erpressen, bringt er sich und Arezu Herzsprung in noch größere Schwierigkeiten.

Beide erfahren an sich selbst, wie schnell Handlungen in der Presse und im Internet verdreht werden. Wie schnell durch den „richtigen“ Schnitt Interviews und Aussagen in ein anderes Licht gerückt, ja sogar komplett gefälscht werden. Auf ein Video spielt man schnell eine andere Tonspur, schneidet die Bilder des Videos und bringt die Reihenfolge durcheinander oder lässt Teile weg und schon wird auch einer Rettung einer geschändeten jungen Frau ein pädophiler Angriff auf dieselbe. Die Befreiung einer Prostituierten wird zu einer Entführung und man wird des versuchten Mordes an seinem eigenen Kind verdächtigt.

Fazit:

Sebastian Fitzek ist eine Geschichte gelungen, die an Raffinesse, Grausamkeit und Manipulation kaum zu übertreffen ist. Allein solche Gedanken zu spinnen, sich in die Köpfe der Psychopathen mit all ihren Facetten und ihrer Überlegenheit zu versetzen ist eine Meisterleistung. Die Gefühle und Gedanken zweier gejagter Personen nachzuempfinden ist ebenso schwierig wie gewagt. Jedoch gelingt es, das ganze Gespinst aus Verschwörung und Selbstläufern aufzulösen und in ein neues Setting der psychischen Problematik zu rücken, mit dem wir es täglich zu tun haben, ohne es zu wissen. Wir sind ständig umgeben von Schizophrenie, Suizid und Psychopathie. Die meisten Menschen haben einfach gelernt, das gut zu verdecken oder die Ausprägungen sind nicht so signifikant um es zu merken. Häufig reicht jedoch ein Trigger und aus dem netten Nachbarn oder dem geschätzten Arbeitskollegen wird ein anderer Mensch.

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241 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Bourbon Lies

J. R. Ward , Marion Herbert , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei LYX, 24.11.2017
ISBN 9783736304031
Genre: Liebesromane

Rezension:

Im finalen dritten Teil der Bourbon Reihe wird die BBQ auf die existentielle Probe gestellt. Schaffen Lane und seine Mitstreiter es, den Milliardenkonzern mit langjähriger amerikanischer Tradition am Leben zu erhalten? Gelingt es ihnen, die Verlustgeschäfte von William Baldwine Bradford abzuwenden?

Erschüttert werden die Bemühungen von Lane durch zahlreiche Dramen, die schon in den vorigen Bänden ihren Anfang nahmen. Gin leidet unter ihrem Ehemann Richard, der sie nicht nur körperlich misshandelt, sondern auch finanziell scheinbar die ganze Familie und damit das Unternehmen in der Hand hat. Edward wurde aufgrund seines Geständnisses, den Mord an seinem Vater verübt zu haben, verhaftet und wartet auf seine Verhandlung. Max ist zurückgekehrt, ohne wirklich anzukommen und bringt die ohnehin labile Familiensituation immer wieder ins Wanken. Lizzie und Lane sind glücklich, jedoch überschatten immer neue Katastrophen ihre neue zerbrechliche Liebe.

Das Buch ist wie schon seine Vorgänger flüssig geschrieben und die Autorin versteht es bravourös, die Fäden der Handlung so in Worte und Abläufe zu verpacken, dass man nicht aufhören kann zu lesen. Erotische Szenen und harte Verhandlungen, Machtspielchen und Psychodramen werden so in die Geschichte verwoben, dass man mit leidet, triumphiert und am Boden zerstört ist.

Die ein oder andere Auflösung der Fragen und Unklarheiten schockiert den Leser zutiefst. Die sich in den vorigen Büchern bildenden Abgründe können jedoch in diesem Band gefüllt werden. Sowohl mit Schmerz, Abschied als auch Freude, Erleichterung und Liebe. Es zeigt sich „mal wieder“, dass Blut dicker ist als Wasser und dass man auch auf alte Freunde zurückgreifen und sich auf diese verlassen kann. Die Seele des Lesers leidet und heilt in allen drei Büchern mit.

 

Fazit:

Ein fesselnder Roman mit viel Schmerz, Erotik und Drama. Die Geschichten der Charaktere und die Leidensgeschichte einer Familie gehen unter die Haut und zeigen auf, wie sehr Geld die Menschen verändert und wie negativ sich Macht und der Wunsch nach Ansehen auf den Charakter niederschlagen können.

Schön ist in diesem Fall, dass Wunden heilen und viele der Charaktere lernen können, dass man auch als reich Geborener seine Schulden begleichen und seine Lasten zu tragen hat.

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 44 Rezensionen

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Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger

Sabine Städing
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Baumhaus, 16.03.2017
ISBN 9783833904677
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Johnny Sinclair von Sabine Städing ist die Version für Kinder von John Sinclair, der schon seit Jahren in den Zeitschriftenläden für gruselige Unterhaltung sorgt.

Das Buch ist sehr schön gestaltet und enthält entsprechend kindgerechte Gruselelemente in Farbe und Zeichnungen.

Kinder können sich beim gemeinsamen Lesen schnell und gut in Johnny hineinversetzen und haben so eine gute Motivation, in der Geschichte voran zu kommen und weiter zu lesen. Johnny besucht die Schule in Blacktooth und man erhält schnell in der Geschichte einen Einblick in sein schulisches Leben und die Schwierigkeiten, mit denen Kinder so zu kämpfen haben. Die Kids können sich beim Lesen so weiterhin gut identifizieren. Die vielen Begriffe in Englisch sind anfangs für Kinder, die noch wenig Erfahrung im Lesen anderer Sprachen haben, ein wenig schwierig. Allerdings sind die Begriffe so gut eingestreut, dass man nicht ständig erklären oder übersetzen muss. Ein kleiner Lerneffekt ist so auch dabei.

Schwieriger wird es mit den Begriffen aus den Astrologie-, Schamanen- und Gruselszenarien. Voodoo-Puppen, Séancen und Quija-Bretter sind den Kindern überwiegend unbekannt. Als alter John Sinclair-Fan, fiel es mir nicht so schwer, diese Begriffe zu übersetzen oder nachzuschlagen. Jedoch könnte ich mir vorstellen, dass es manchen Kids ein wenig die Leselaune verdirbt. Vielleicht wäre eine Art Nachschlagewerk im Buch die einfachste Lösung. Dann muss man nicht zwingend aufhören zu lesen, sondern kann kurz vorn oder hinten recherchieren.

In der Geschichte lernt Johnny Sinclair mit den Geistern seines Zuhauses (Greyman Castle) umzugehen. Er hört sich Geistergeschichten von Mitarbeitern des Schlosses an und recherchiert über verschiedene Geister, die im Schloss umgehen sollen. Mit seinem Freund Russell, aber auch allein erlebt Johnny allerlei gruselige Begegnungen mit Geistern. Jedoch lernt Johnny, dass man auch Unterstützung aus dem Geisterreich erhalten kann und erforscht mit seinem neuen „Partner“ schaurige Orte, lernt allerlei über Magie und deren Geschöpfe. Johnny erfährt wie schnell es mit den Gespenstern gefährlich werden kann und dass man immer auf der Hut sein muss.

Fazit:

Johnny Sinclair ist ein tolles Buch, das man sehr schön gemeinsam mit Kindern lesen kann. Ich habe es zusammen mit meiner Tochter gelesen, die nur teilweise gern liest und daher nicht immer die Motivation dazu hat. Zusammen mit mir war es ein Leichtes, sie täglich zum Lesen zu bewegen. Nach den ersten Kapiteln kam sie von selbst und wollte Johnny auch mal tagsüber lesen und nicht immer abends vor dem Schlafen gehen. Meine Tochter ist 10 Jahre alt und konnte gut mit der Geschichte umgehen und hat sie mit ein paar Erklärungen auch leicht verstanden.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Petronella Apfelmus - Hexenbuch und Schnüffelnase

Sabine Städing , Sabine Büchner
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Boje, 29.09.2017
ISBN 9783414824882
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die kleine Apfelhexe Petronella wohnt im Garten der Familie Kuchenbrand, einer Bäckerfamilie mit angegliedertem Café. Luis und Lea sind Zwillinge und die Kinder des Ehepaars Kuchenbrand. Die beiden und Petronella erleben allerhand Abenteuer im Garten.

Ich habe das Buch mit meiner vierjährigen Tochter gelesen. Da der Anspruch für dieses Alter sehr hoch ist, war ich sehr verwundert, wie begeistert meine Tochter von den Geschichten ist. Sie spricht die Zaubersprüche nach, ich muss sie mehrmals aufsagen und sie lernt sie fast auswendig. Trotz der teilweise für sie schwierigen Wörter und Zusammenhänge versteht sie die Geschichte gut.

Besonders gut gefallen haben sowohl meiner Tochter als auch mir die Bilder. Sie sind schön in den Text und die Geschichte eingebunden und geben dem Leser Futter zur Fantasie.

Die Autorin beschreibt Umgebung, Charaktere und Handlungsverlauf sehr liebevoll und mit Humor. Die Beschreibung der fantastischen Elemente des Buches sind sehr schön durchdacht und geben gerade Kindern einen schönen Eindruck von Fantasiewelten.

Zur Handlung:

Petronella hat ihr Hexenbuch verlegt. Sie kann ihren Schaden im Dach des Apfelhauses daher nicht durch Zauberei beheben und benötigt die handwerkliche Hilfe der fünf Apfelmännchen. Diese helfen gern, während die Kinder Kuchenbrand einen Hund in den Ferien zu Gast haben und mit diesem Haus und Garten erkunden.

Plötzlich sind die Apfelmännchen verschwunden. Entführt. Von einem unbekannten Wesen. Petronella und die Zwillinge begeben sich mit Hilfe von Bello, dem Gasthund, auf die Suche und eine Rettungsmission. Mit Hilfe einer Kristallkugel finden sie die kleinen Helfer und schmieden einen Plan zu deren Rettung.

Fazit:

Das Buch ist zwar für kleinere Kinder von Anspruch her recht schwer zu verstehen, ist jedoch so schön und ansprechend geschrieben und gestaltet, dass man die Kinder trotzdem begeistern kann und mit ein paar Erklärungen zum Inhalt kann man es sehr gut lesen. Eine sehr schöne Geschichte für die kälter und nasser werdenden Tage.

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(93)

168 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Im Wald

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im neuesten Buch der Reihe werden im Heimatort von Oliver von Bodenstein in kurzer Zeit drei Morde verübt. Da Oliver sowohl die Opfer als auch die Einwohner des Ortes kennt, übernimmt Pia schnell die Ermittlungen.

Langsam, mit vielen Rückschlägen und großer Dramatik aufgrund der persönlichen Bindung von Oliver zu einem alten Mord, ermittelt das Team des K11 die Zusammenhänge der kürzlich verübten Morde, decken aber auch den Mord an einem kleinen Jungen vor über 40 Jahren auf.

Der Fall ist hoch emotional geschildert und Nele Neuhaus schafft es wie immer, uns lange Zeit an der Nase herumzuführen. Besonders durch die dorftypischen Verwandschaftsverhältnisse, die tief in einander greifen und durch Ehen zwischen den Einwohnern weiter verkompliziert werden, gelingt es ihr, uns bis zum Schluss im Dunkeln tappen zu lassen. Immer wieder hat man einen Verdacht, der kurz darauf zerschlagen wird. Der Einblick in die Charaktere ist zu jedem Zeitpunkt so gestaltet, dass man genauso viel über denjenigen weiß, wie das Ermittlerteam. Man wird nicht mit plumpen „wenn die wüssten“ Inhalten gequält, wie es so oft der Fall ist, sondern erkennt nach und nach gemeinsam mit dem K11 die Zusammenhänge.

Wie auch in den Vorgängern der Reihe erfährt man viel über das Team des K11 und lernt neue Charaktere langsam, ohne aufdringliche Beschreibungen kennen. Die Ermittler durchleben die Höhen und Tiefen der Recherchen und beweisen mit Kim, Pias Schwester, und dem Rechtsmediziner Kirchhoff eine gute Nase und anstrengende und nachhaltige Polizeiarbeit. Hier wird nichts beschönigt, sondern knallhart die Schwierigkeiten und Langatmigkeit der Recherche und Ermittlung dargestellt.

Fazit:

Nele Neuhaus stellt wieder ihre wunderbare, flüssige und gut lesbare Art zu schreiben unter Beweis. Die Geschichte ist tiefgründig recherchiert und um den roten Faden sorgsam gesponnen. Nichts wirkt konstruiert oder gestellt. Das Buch liest sich leicht und hat trotzdem emotionalen und sachlichen Tiefgang.

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(1.117)

2.209 Bibliotheken, 69 Leser, 0 Gruppen, 384 Rezensionen

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Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:

Von Beginn an bannt Laura Kneidl ihre Leser mit einem wunderbar flüssigen Schreibstil. Flüssig, in sich schlüssig und gut durchdacht führt sie in die Charaktere und es gelingt, wichtige Informationen von Beginn an in die Geschichte einzubinden. So entsteht glücklicherweise nicht der Eindruck eines konstruierten Anfangs, um die Charaktere und die Umgebung zu beschreiben. Feinheiten und Vergangenes werden wie selbstverständlich in das aktuelle Geschehen eingebunden und zur richtigen Zeit gebracht.

Sage und Luca sind Charaktere, die man von Beginn an gern hat. Sie haben Ecken und Kanten, aber nicht im Übermaß, so dass man sie tatsächlich unter uns finden könnte. Die Nebencharaktere April, Gavin und weitere Kommilitonen bleiben Randfiguren, werden jedoch so gut beschrieben, dass man sie wie selbstverständlich mit in den Geschichtenverlauf einbindet.

Die schweren psychischen Probleme von Sage spielen zwar eine führende Rolle, jedoch wird der Leser nicht überfordert mit diesen Inhalten. Man wird aufmerksam, ist betroffen, hat aber weiter Spaß am Lesen und wird mitgerissen von dem Mut und Engagement, das Sage an den Tag legt, um ihrer Vergangenheit zu entkommen. Als sie dann auch beginnt, diese aufzuarbeiten, wird man wieder mehr auf die Thematik der Angststörungen hingestoßen. Dies ist jedoch ebenfalls nicht hinderlich für den Lesefluss. Im Gegenteil: Ich habe diese Hintergründe und diesen Handlungslauf erwartet und mich genau darauf gefreut. Es ist einfach eine Geschichte, wie sie das Leben schreiben könnte.

Laura Kneidl ist es überragend gut gelungen, eine schwere, erschreckende und traurige Thematik in eine wundervoll rührende Geschichte ohne Kitsch und Klischee zu betten. Sowohl die Charaktere als auch die Handlung wirken realistisch, der flüssige Schreibstil unterstützt den Spaß am Lesen und die ebenfalls realistisch beschriebenen Emotionen verleiten zum unkontrollierten lächeln, heulen und seufzen.

Dieses Buch ist ohne Frage eines meiner Lesehighlights 2017 und der zweite Band steht mit Erscheinungsdatum ganz oben auf der Einkaufsliste.

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(53)

63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

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Veilchens Rausch

Joe Fischler
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 19.10.2017
ISBN 9783709978894
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Valerie Mauser ist eine "etwas andere" Polizistin, die scheinbar häufiger über die gängigen Methoden der Polizei hinweg sieht und ihr eigenes Ding macht. Dies hat ihr schon in der Vergangenheit einigen Ärger eingebracht. 
Mit ihrer schrägen Familie, ihrem Freund und ihrem Partner geben die Charaktere ein amüsantes und nicht alltägliches Bild ab. Die vielen Nebenschauplätze drängen meiner Meinung nach häufig die tieferen Beschreibungen von Gefühlen und auch von Umgebung und Handlung zurück. Dies ist sehr schade, da das Buch mit dem genialen Humor des Tiroler Volks einen immer wieder zum Schmunzeln bringt und man sich in diesen Momenten die beschriebene Gesellschaft besser vorstellen kann. 
Valerie muss einen Mord an einer jungen Frau aufklären, die bei der Festivität einem Immobilien-Anlage-Unternehmen von der Kellnerin zur protestierenden Gegnerin des Unternehmens mutiert. Dabei kämpft Valerie gegen die Innsbrucker Presse und auch allerlei Größen in der Politik. Auch hierbei sind für mich einige Handlungsstränge nicht rund in die Geschichte eingefügt. Viele Nebenhandlungen wirken isoliert und nicht an die Hauptgeschichte angebunden. 
Positiv anzumerken ist, dass es dem Autor gelingt, den Täter bis zum Schluss vor mir geheim zu halten. Ich hatte nicht einmal eine Vermutung. Im Schlussteil des Buches konnte ich wieder mehr Details zu den Handlungen feststellen, ebenso wie es auch schon zu Beginn der Geschichte war. 
Fazit: Das Beste am Buch ist die "böse Souffleuse" von Valerie und die trockenen, urkomischen Parts im Tiroler Jargon. Die Hauptgeschichte ist gut, überzeugt mich jedoch nicht umfassend. Die vielen Nebenhandlungen waren für mich "too much". 
Allerdings habe ich dieses Buch gelesen, ohne die vorigen der Reihe zu kennen. Vielleicht wären die Nebenschauplätze in anderem Fall schöner zu verstehen und zu verfolgen.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

autobiographisch, debüt, eheprobleme, intrigen, liebe, neobooks, zeis

Zeis

Pauline van Basten
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei epubli, 05.09.2017
ISBN 9783745016581
Genre: Romane

Rezension:

Freya, eine junge Mutter, die sich nach und nach emanzipiert und schrittweise in ihre eigene Unabhängigkeit geht, wird durch ein unglaublich hinterhältiges Spiel um ihre erste große Liebe gebracht. Das Buch ist mit so viel Herz geschrieben, dass ein autobiographischer Hintergrund naheliegt.

Freya hat ihren Schulfreund geheiratet und lebt in einer glücklichen Familie. Wenn man jedoch in ihre Gefühlswelt sieht, wird deutlich, dass das Glück sie längst verlassen hat bzw. ich denke eher, dass sie es nie hatte.

In ihrem Job lernt Freya einen Mann kennen. Sie schreiben sich täglich und sie verliebt sich in diesen Mann. Ob er diese Gefühle erwidert ist für sie unklar, da sich das Verhältnis außerhalb der Handyunterhaltung plötzlich verändert. Ganz sicher wird sie sich über die Gefühle des Mannes zunächst nicht. Ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt und durch Intrigen beinahe alles zerstört. Unbekannte Personen mischen sich in Freyas Leben ein. Immer wieder gibt es für sie neue Wahrheiten, die sie verkraften muss. Immer wieder stellt sich heraus, dass alles nicht so ist wie es scheint. Ob es ein Happy End gibt, werde ich hier nicht verraten.

Das Buch ist allein deshalb lesenswert, weil Pauline van Basten es gelingt, die Gefühlswelt von Freya so anschaulich und direkt zu beschreiben, dass man kaum anders kann als mitzufühlen. Verzweiflung, grenzenloser Schmerz, Hoffnung und Glück verpackt die Autorin in wundervolle Worte. Ebenso bleibt die Handlung stets spannend, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Es gibt viele Wendungen, mit denen man nicht rechnet und besonders am Ende wird man in so manchem Menschenbild sehr geschockt.

Die Geschichte ist flüssig geschrieben und leicht zu lesen. Vom Überfliegen rate ich ab, denn man verpasst schnell wundervolle Szenen mit viel Gefühl. Ein ganz kleines Manko hat das Buch für mich persönlich, in dem manchmal unrunden Schreibstil und Druckfehlern. Allerdings habe ich entgegen meiner bisherigen Gewohnheiten die Autorin grade auch dadurch liebgewonnen. Das Buch wirkt wie direkt vom Herzen "abgeschrieben", da macht so manche Stilblüte Pauline nur noch sympathischer. Zudem ist der Schreibstil immer eine sehr subjektive Sache und davon sollte sich jeder selbst ein Bild machen.

Freyas Geschichte geht tief unter die Haus, versetzt einen in eine andere Welt und zog mich vier Tage in seinen Bann. Man beginnt nachzudenken und vielleicht die ein oder anderen Gewohnheiten zu hinterfragen. Die Bedeutung von Freundschaften wird einem wieder in Erinnerung gerufen. Ganz besonders aber macht Pauline van Basten deutlich, dass man seinem Herzen trauen kann und genau hinhören sollte!

 

 

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(226)

363 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

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Winterkartoffelknödel

Rita Falk
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2013
ISBN 9783423219020
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Franz Eberhofer ist ein Mann mit trockenem Humor. Das Buch ist aus seiner Sicht geschrieben.
An den Stil musste ich mich erst gewöhnen, da die Sprünge zwischen Gedanken und Zeiten einen manchmal überraschen. Der Humor und die urkomischen Szenen ließen mich diese Stolpersteine jedoch schnell vergessen.

Rita Falk beschwört eine bayrische Dorf-Idylle herauf, die sowohl witzig als auch vorstellbar ist. Die Charaktere sind die eines typischen "Hinterwäldlerdorfes" und man lernt jeden für sich schnell lieben. Eberhofer - wie auch einige andere - ist jedoch nicht vollständig "deppert". Er beweist, dass auch die von der Stadtbevölkerung häufig belächelten "Dorftrottel" Rätsel lösen und kritisch denken können.

Egal ob man das bayrische Volk mag oder nicht, das Buch ist lesenswert!

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(106)

239 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

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Der Seidenspinner

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Christoph Göhler , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.02.2016
ISBN 9783734102233
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der zweite Teil der Reihe von Robert Galbraith um den Detektiv Cormoran Strike und seine Assistentin Robin Ellacott. Wie auch im ersten Teil startet "Der Seidenspinner" mit der Auftragsvergabe der Klientin an den Detektiv. In diesem Fall geht es jedoch zunächst nicht um die Aufklärung eines Mordes, sondern um das Auffinden eines Schriftstellers.
Immer wieder werden die schon vom ersten Teil der Reihe bekannten Nebenschauplätze beleuchtet. Zu nennen wären hier Strikes Kriegsversehrtheit, die Beziehung zu seiner langjährigen Freundin Charlotte und auch die seiner Assistentin zu deren Verlobten. Alle drei Themen werden für mich schlüssig an den ersten Teil "Der Ruf des Kuckucks" angeknüpft und so fortgeführt, dass man den "Seidenspinner" auch ohne Kenntnis des ersten Buches lesen kann. Ich selbst lese Reihen gern in der richtigen Reihenfolge.
Der Autor schafft mit ausgereiftem und teilweise gehobenem Vokabular eine realitätsnahe und spannende Atmosphäre. Das Londoner Umfeld wird sehr detailliert beschrieben und man fühlt sich tatsächlich teilweise als wäre man in den Pubs selbst dabei.
Strike und Robin klären ihren zweiten Fall gegen Ende des Buches rasch auf. Die Seiten füllende Recherche zieht sich in die Länge, ohne jedoch den Reiz zu verlieren. Strike entdeckt immer wieder neue Aspekte des Falls und auch die Nebenschauplätze entwickeln sich in einer Form weiter, die mich schon gespannt auf den dritten Teil ("Die Ernte des Bösen") warten lassen. Leider stehe ich auf Taschenbücher, so dass der Kauf des Buches noch etwas warten muss.

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(68)

123 Bibliotheken, 0 Leser, 7 Gruppen, 14 Rezensionen

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Hercule Poirots Weihnachten

Agatha Christie
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 15.10.2007
ISBN 9783596177707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Simeon Lee, zwielichtiger Geschäftsmann, "Herrscher" seiner Familie und untreuer Ehemann. In der Vergangenheit hat er erreicht, dass sich alle seine Söhne - mit einer Ausnahme - von ihm entfernen. Der einzige, der mit ihm auf seinem Anwesen lebt, ist Alfred.
Zu Weihnachten lädt er alle seine Söhne, trotz der in der Vergangenheit geschehenen Meinungsverschiedenheiten, Beleidigungen und Zerwürfnisse, zur Feier auf sein Anwesen ein.
Mit dem Ergebnis: Tod für Simeon Lee.

Da ich Agatha Christie schon in Jugendzeiten gelesen haben, war ich vorbereitet: Auf die unterschwelligen Hinweise, die beiläufig erwähnten Motive und die Wortspielchen, die sich am Ende als Alibis herausstellen.
Trotz der Kenntnis über die wunderbar subtile Eigenschaft, Hinweise zu verstecken, bin ich über fast alle gestolpert, ohne sie zu bemerken.
Aber genau das macht Agatha so wunderbar lesenswert. Immerhin habe ich es kurzzeitig geschafft, vorab den Mörder zu entlarven. Diese Ahnung hatte ich jedoch am Ende schon wieder überworfen, so dass die Überraschung (besonders über den Hintergrund der Tat) trotzdem gelang.
Hercules wundervoll ehrbares und höfliches Wesen ist wie immer schön herausgestellt. Ebenso wie sein Feingefühl und seine wunderbare Beobachtungs- und Kombinationsgabe.

Die Kapitel sind kurz und gut unterteilt, so dass man es tatsächlich über Weihnachten lesen kann.

Dieses Buch zu lesen war eine schöne Erinnerung an meine Jugendzeit. Eine Agatha Christie ist für jeden Krimifan beinahe eine Pflichtlektüre.

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Das Lied der Dunkelheit

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 04.05.2009
ISBN 9783453524767
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich versehentlich den 4. Teil (Der Thron der Finsternis) im Buchhandel erstand, hatte ich mich zu Hause mehr als geärgert, dies nicht vorher bemerkt zu haben. Dieser Fauxpas führte mich allerdings nach Thesa, eine Welt, die mich von den ersten Zeilen an fesselte und in deren Charaktere ich mich umgehend verliebte.
Auch wenn die Vorstellung der für die folgenden Bände wichtigen Personen großen Raum einnahm, was mich teilweise kurzzeitig enttäuschte und ich mich erst an die Unterteilung innerhalb der Kapitel gewöhnen musste, konnte ich das Buch nicht mehr weg legen. Kaum hatte man sich an einen Charakter gewöhnt, hatte die Umgebung und die Gepflogenheiten verinnerlicht, wurde man an einen neuen Ort versetzt. Wieder begann eine neue Geschichte. Jedoch schafft Brett es, einen auch mit der Einführung des "nächsten" Charakters so zu faszinieren, dass man dranbleiben muss.
Der erste Teil der Saga führt uns durch fast ganz Thesa und zeigt eine Welt, die der unseren sehr ähnlich ist, sich jedoch in der Nacht dramatisch unterscheidet. Nachts suchen Dämonen die Welt heim und vernichten alles was nicht schnell genug fliehen kann. Gegenwehr ist zunächst nicht möglich. Im weiteren Verlauf finden die Charaktere jedoch Mittel und Wege, sich gegen das Böse zu wehren. Die zu Anfang getrennt lebenden Charaktere werden in ihren Lebensgeschichten miteinander verwoben und die einzelnen Fäden schließen sich zu einem wunderbaren Erzählmuster zusammen.
Statt nur den zweiten Teil zu kaufen, habe ich mich gleich mit allen bisher veröffentlichten Büchern eingedeckt.
Einziges Manko: Mir sind einige Tippfehler vor die Füße gefallen. Ein Punkt, der mir bei Büchern immer sehr auf den Magen schlägt. Bei diesem Epos jedoch sehe ich allein aufgrund der Masse an Buchstaben darüber hinweg.
Peter V. Brett ist es gelungen, uns eine wundervolle Welt zu präsentieren, die nicht zu weit von unserer entfernt und durch eine gut gewählte Prise Magie doch faszinierend unwirklich ist.

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(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sei streng zu mir!

Andine Steffens
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Stephenson, C, 01.07.2015
ISBN 9783798606876
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Genre ist noch neu für mich. Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen und habe es aus Neugier gekauft. Was habe ich erwartet? Einen Erotikfilm in Schriftform, allerdings mit Hintergrund und ein ganz klein wenig Tiefgang in den Charakteren und Geschichte. In Kombination mit dem ein oder anderen Einblick in "extremere" Liebesspiele.
Die Geschichte hinter "Sei streng zu mir" ist zwar schlüssig und der Handlungsstrang eingängig, jedoch ist er für mich als Vielleser zu oberflächlich durchdacht. Die Charaktere Hannah und Marius gefallen mir, auch in ihren Gedankengängen. Jedoch wird die Beschreibung der Charaktere durch die zu zielführende Handlung überdeckt.
Hauptsächlich abgeschreckt hat mich jedoch die Masse an Tippfehlern, die in einem Buch dieses Umfangs nicht unbemerkt bleiben sollten.
Positiv bewerten kann ich allerdings das entstehende Kopfkino. Die Beschreibung der Gedanken und Sehnsüchte beider Charaktere kann man leicht nachvollziehen und die Handlung "führt uns durchaus in Versuchung", so manches selbst auszuprobieren.
Um sich Ideen für die eigenen vier Wände zu holen, sind Abläufe und Umfang des Buches gut geeignet. Tiefer in die Welt der Charaktere und Hintergründe einzutauchen gelingt allerdings nicht.

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