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16 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

nemen cordon, edre, magie, herrschaft, science-fiction

Edre: Agathor und die Rebellen

Nemen Cordon
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Independently published, 08.06.2017
ISBN 9781521298978
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt

Das Buch ist eine Science-Fantasy-Action-Geschichte. Sie handelt von einer Welt in der Zukunft, in der eine Drei-Klassen-Gesellschaft herrscht: Auf der einen Seite gibt es die gut situierten Lemiurgen, deren Gesundheit an erster Stelle steht, auf der anderen Seite die Goy, die dem Verfall überlassen werden und dann gibt es die Mar, die über den beiden anderen stehen und vor allem eins im Sinn haben: Ihre Herrschaft bewahren. 

In dieser Welt leben Elia und Johannes und versuchen über den Tod ihres Sohnes, der Soldat gewesen war, hinwegzukommen. Doch für die beiden ändert sich alles, als Johannes glaubt seinen Sohn Peter gesehen zu haben – lebendig! Bei dem Versuch mehr herauszufinden, geraten die beiden in eine Rebellengruppe und müssen sich fragen, auf wessen Seite sie stehen. An oberster Stelle steht aber herauszufinden, wieso ihr Sohn plötzlich Agathor genannt wird und als eiskalter Killer keinerlei Gefühle zeigt… und ist das überhaupt ihr Sohn? 

Meine Meinung

Ich habe eher gemischte Gefühle zu dem Buch. Auf der einen Seite gefällt mir die Idee der Autoren. Das Buch ist von realen Vorkommnissen in der Welt inspiriert, aber es versucht nicht, eine unvermeidbare Zukunft unserer Erde vorherzusagen. Stattdessen ist es eine Mischung aus wissenschaftlichen Tatsachen und magischen Elementen, die das Buch auszeichnen. Auf der anderen Seite fehlte mir beim Lesen das Gefühl, die Personen zu kennen und ihre Handlungen nachvollziehen zu können.

Agathor / Peter

Agathor ist schon eine besondere Figur. Seine DNA wurde mit tierischer DNA gemischt, damit er einen perfekten Soldaten abgibt. Um seine Erinnerungen zu unterdrücken, wurde sein Gehirn manipuliert. Das klappt auch einige Zeit, allerdings erkennt er bald, dass da doch noch etwas menschliches in ihm schlummert. Dieser Charakter macht während dem Buch eine steile Entwicklung durch. Zu Beginn ist er aufgrund der Gen- und Gehirnmanipulation absolut gefühllos und hat nur seinen Auftrag im Sinn. Dr. Seth, ein kaltblütiger Arzt, der die Genexperimente durchführt, ist für Agathor wie ein Vater und er will ihn unbedingt stolz machen. So ganz will das aber nicht gelingen und als Agathor in den Händen der Rebellen ist, beginnt er plötzlich Gefühle zu haben und verliebt sich in die Magierin der Rebellen. Außerdem beginnt er auch, wieder Gefühle für seine Familie zu hegen.

Trotz der Wandlung ist mir Agathor eher ein Rätsel geblieben. Es fehlten einfach ein paar alltägliche Szenen, in denen die Leser die Möglichkeit haben, ihn besser kennen zu lernen. Meistens geht es um seinen Auftrag oder darum zu kämpfen und ganz plötzlich ist er verliebt. Das ging mir zu schnell.

Edre

Das wohl größte Rätsel im Buch ist Edre. Dabei handelt es sich um eine Welt, die die Rebellen erschaffen haben, um dort versteckt von den Mar zu leben. In Edre gibt es sogenannte Elementare, das sind lebendige Wesen, aus denen die Welt erschaffen ist und die es zum Beispiel ermöglichen, in Zeitschriften komplett einzutauchen und Dinge in sekundenschnelle zu erlernen und zu begreifen.

Man bekommt einen ganz interessanten Einblick in Edre. Aber für mich hätte der auch noch ein bisschen ausführlicher sein können. Es ist zum Beispiel möglich, mit Tieren über Telepathie zu kommunizieren, aber davon wird nur ein einziges Mal Gebrauch gemacht. Ich bin da vielleicht etwas von Filmen geprägt, aber ich hätte mir eine Szene gewünscht, in denen Elia und Johannes von einem erhöhten Punkt auf Edre herabschauen und genau beschreiben, was sie da sehen, damit man auch als Leser ein besseres Bild davon bekommt. Und dann fehlte mir auch hier wieder der Alltag. Elia und Johannes waren gerade erst eingezogen, als plötzlich alles ganz schnell zu Grunde geht. Ich hätte gerne gelesen, wie die beiden vielleicht anfangen, etwas zu arbeiten und die Welt ein wenig erkunden.

Aber ich kann schon mal vorwegnehmen, es wird eine Fortsetzung des Buches geben.

Gesellschaftsbild

Das Gesellschaftsbild wird schon ganz gut beschrieben, aber erst am Ende laufen die Fäden so langsam zusammen. Das hat mir sehr gut gefallen, weil viele Fragen, die man sich während dem Lesen stellt, dann beantwortet werden. Aber es bleibt auch noch einiges offen und da ist für den zweiten Band noch ganz viel Potential vorhanden und ich denke, dass war auch die Intention Nemen Cordons. Man bekommt schon ein ganz gutes Gefühl dafür, wie die Gesellschaft im Buch so tickt. Selbst Elia, Peters Mutter und eine nette Frau, ist nicht gefeit vor dem Denken in Klassen und Schubladen. Außerdem werden sich die Lemiurgen davor hüten, ihre vorteilhafte Stellung in der Gesellschaft zu riskieren. Schließlich besteht die Gefahr zu den Goy abzurutschen, die von der Mar absichtlich klein gehalten werden. Diese Situation ist echt verzwickt und es wäre interessant zu sehen, wohin sich das in der Fortsetzung entwickelt.

Fazit

Das Buch ist nicht schlecht geschrieben, es hat mich aber auch nicht absolut mitgerissen. Vom Stil her könnte ich mir gut vorstellen, dass es vor allem männliche Jugendliche ansprechen könnte, dabei denke ich vor allem an meinen eher lesefaulen Bruder. Es ist aber nicht notwendiger Weise ein Jugendbuch. Die Ideen und die Art und Weise wie es geschrieben ist, können durchaus auch Erwachsene ansprechen. Für mich hätte das Buch ruhig noch etwas detaillierter sein können.

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Tags: agathor, edre, nemen cordon   (3)
 

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

singen, musik, tanzen, alpha, trainingslager

Alpha-Reihe / Alpha One

Minny Baker
Flexibler Einband: 716 Seiten
Erschienen bei epubli, 06.02.2017
ISBN 9783741890437
Genre: Romane

Rezension:

Erst mal einen lieben Dank an die Autorin Minny Baker, dass sie mir das Buch als E-Book zur Verfügung gestellt hat. Im Rahmen der Lovelybooks Debütautorenchallenge habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr auch wieder 15 Bücher von Autorinnen und Autoren zu lesen, die dieses Jahr zum ersten Mal ein Buch veröffentlichen. Damit habe ich schon letztes Jahr echt gute Erfahrungen gemacht. Ich habe da die ein oder andere Buchperle entdeckt. Dieses Jahr gestaltet sich aber alles etwas schwieriger, denn auch Self-publishing darf jetzt mitmachen, sodass viele Self-publishing Autoren die Chance nutzen, um ihr Werk vorzustellen. Das erhöht natürlich die Auswahl an Büchern ungemein und ich kann mich einfach nicht entscheiden. Die Entscheidung für Alpha-One bereue ich jedenfalls kein Stück!

Zu dem Buch bin ich eher etwas zufällig gekommen. Das Cover hat mich jetzt nicht so angesprochen. Es sagt nicht viel aus, ist ziemlich bunt und für meinen Geschmack glitzert es zu viel. Aber ich will mich ja nicht nur von Äußerlichkeiten leiten lassen. Deshalb habe ich mir noch die Beschreibung zur Leserunde durchgelesen und irgendwie hat es ganz gut geklungen. Also habe ich mich mal beworben und schwupps… schon hatte ich es gewonnen. Ich will euch auch gar nicht anlügen – vermutlich hätte ich es ansonsten auch nicht gekauft. Aber es war so schnell in meinem E-Mail Postfach, dass ich dann einfach direkt losgelegt habe.


In dem Buch geht es vor allem viel ums Tanzen. Beth, die Hauptperson, wird in Berlin zufällig entdeckt und gebeten an einem Tanzcasting teilzunehmen. Aus Neugierde nimmt sie teil und ist so überzeugend, dass sie mit nach London kommen darf, wo die super begehrten und super hippen Tänzer von UCoP, einer internationalen Gemeinschaft von Tänzern, trainieren. Beth muss hart trainieren, wenn sie auch nur annähernd neben den Profis bestehen will und dann machen ihr ihre Trainer auch noch das Leben zusätzlich schwer. Es stellt sich natürlich DIE eine Frage: Wird Beth es schaffen, sich einen Weg in ein Tanzteam zu erkämpfen? 

Der Aufbau des Buches ist relativ simpel. Es startet mit Beth in Berlin und endet mit einem Auftritt von UCoP in London. Das E-Book bei mir hat 664 Seiten und 69 Kapitel. Man kann das Buch auch für ca. 19€ als Taschenbuch erwerben. Die Covergestaltung hatte ich ja oben schon erörtert. Auch wenn es mir nicht direkt gefällt, es passt gut zur Thematik des Buches und ist sehr gut ausgewählt.

Die Handlungsstruktur des Buches ist auch sehr klar definiert. Es wird chronologisch erzählt und es vergehen etwa 1 1/2 Jahre in der Geschichte. Es gibt keine Zeitsprünge und deshalb kann man der Geschichte sehr gut und leicht folgen. Der personale Erzähler schildert die Geschichte aus der Sicht von Beth, wobei es zwei Situationen gibt, in denen der Erzähler den Lesern etwas vorenthält. Das erhöht vor allem die Spannung, weil die Leser an Beth Reaktionen merken, dass etwas nicht stimmt, man aber als Leser noch nicht erfährt worum es geht.

Beth ist eine sehr interessante, wenn auch nicht sehr vielschichtige Protagonistin. Zu Beginn der Geschichte ist sie eine ruhige Studentin, die sich nicht sehr um die Aufmerksamkeit anderer schert und die eher versucht nicht aufzufallen. In einem vermeintlich unbeobachteten Moment, geht sie aus sich heraus und wird auch prompt als Talent entdeckt. Im Laufe des Romans entwickelt sie sich vor allem körperlich. Allerdings erlangt sie auch mentale Stärke, ausgelöst durch eine Trotzreaktion weil der Teamchef des Alphateams, der besten Tanzcrew der Welt, nicht an sie glaubt und sie am liebsten loswerden würde. Aber sie möchte bleiben und so kann sie sogar ihre Selbstzweifel lange genug überwinden, um alle von ihrem Können zu überzeugen. Immer wieder stößt Beth auf Hindernisse, die sie entweder allein oder mithilfe der anderen meistert. Dennoch sehe ich bei Beth keine große Weiterentwicklung. Ich denke, dass da noch einiges an Potential für die Fortsetzungen ist.

Auch die anderen Protagonisten sind eher stabile Charaktere. Die meisten in der Tanzcrew sind von Anfang an sympathisch dargestellt und verstehen sich gut mit Beth. Die größte Entwicklung macht wohl Henry durch. Er ist der Teamchef, der Alpha One, des Teams Alpha und somit auch der Chef der Gruppen Beta und Gamma. Er ist zu Beginn gegen die Aufnahme von Beth im Team und er ist schockiert, dass er mit ihr tanzen soll. Für Beth ist Henry das personifizierte Böse, denn er springt sehr hart mit ihr um und versucht sie fertig zu machen. Mit der Zeit erkennt er aber das Potential von Beth und es ändert sich auch sein Verhalten. So wie Beth Henry näher kennen lernt, so lernt man auch als Leser Henry kennen (und lieben ;). Aber auch da sehe ich noch ein deutliches Potential für die zukünftigen Bände, denn ich habe noch einige Fragen an Henry, die Band eins noch offen lässt.

Das Ende des Buches hat mir aber sehr gut gefallen. Es war authentisch und hat gut zur ganzen Geschichte gepasst. Man könnte das Buch ganz gut als unaufgeregt beschreiben. Die Autorin gibt den Lesern viel Zeit, sich an die Geschichte und an die Protagonisten zu gewöhnen und sie wirklich gut kennen zu lernen. Das Buch kommt auch ganz ohne Katastrophen und Dramen aus, und dennoch ist es nicht langweilig. Stattdessen gibt es viele kleine Alltagssituationen, die den Lesern helfen, sich in die Protagonisten, vor allem in Beth, hineinzuversetzen. Diese – ich nenn es jetzt mal Gemächlichkeit- ist eine große Stärke des Buches. Besonders positiv möchte ich hervorheben, dass zumindest der erste Band keine Liebesgeschichte im klassischen Sinne ist. Unter klassisch verstehe ich das Muster, das man in so vielen Büchern entdeckt: Frau trifft Bad Boy, verliebt sich und gewinnt ihn für sich. Stattdessen haben wir in Alpha One die Geschichte der Liebe einer Frau zu sich selbst und wie sie im Laufe des Buches die Möglichkeit hat einer Tätigkeit nachzugehen, die sie völlig ausfüllt, obwohl sie zuvor nicht mal wusste, dass eine solche Leidenschaft in ihr schlummert.

Meine Erfahrungen während des Lesens sind sehr positiv. Das Buch liest sich schnell und nach jedem Kapitel wollte ich gerne weiterlesen. Aber auch nach dem Lesen und in den Phasen zwischen den Leseetappen hat mich die Geschichte einfach nicht losgelassen. Wenn ich im Radio einen Song höre, denke ich: „Das wäre ein super Song für Beth und Henry!“, und wenn niemand hinsieht, drehe ich eine kleine Pirouette und stelle mir vor ich performe für UCoP. Das Buch hat mich echt auf meiner Couch abgeholt und in eine Welt des Tanzens und Performens entführt, die mir bis dahin völlig fremd war und die ich jetzt ein bisschen besser kenne.

Mitte Juni kommt Band 2 raus und vor Ende des Jahres soll auch Band drei noch erscheinen. Ich bin auf jeden Fall an Bord und freue mich schon auf die Fortsetzung, denn das Buch weckt die Lebensgeister und macht Lust auf einen Sommer mit Tanz und Musik.

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Tags: alpha one, beth und henry, minny baker   (3)
 

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bastard, abenteuer, magie, jugendbuch, fantasy

Horizon - Aufbruch ins Ungewisse

Amanda Laurie
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei null, 25.03.2015
ISBN B00UKHNTEM
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Horizon geht um einen Jungen, der aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wird, um mit seinem Vater, der ihm bis dahin fremd war, am Königshof zu leben. Aber einen König als Vater zu haben, ist für Corin eher ein Albtraum. 


Das Buch ist ein Jugendbuch und von der Sprache her lässt es sich sehr gut lesen. Es gibt auch immer wieder ein Paar mittelalterliche Ausdrücke, die sehr gut in die Atmosphäre des Romans passen. 


Der Anfang des Buches war wirklich spannend. Ich finde Corin sehr sympathisch und fand es schon fast tragisch, dass er einfach von Zuhause fortgerissen wird. Auch im weiteren Verlauf hat mir alles sehr gut gefallen. Corin ist aufgeweckt und die Leser können mit ihm eine Welt erkunden. 


Allerdings ist mir schon bald aufgefallen, dass die Handlung nur sehr langsam vorwärts geht. Außerdem sind dem Leser einige Dinge schon weit vor Corin klar, was etwas die Spannung mildert. Das fand ich etwas schade. 


Mir fehlte auch die Beteiligung weiblicher Personen. Aber das ist meine persönliche Empfindung, dass ich mich gerne mit weiblichen Personen identifiziere. 


Die Idee mit dem magisch begabten Volk finde ich toll. Es passt sehr gut in die Geschichte und gibt ihr eine neue Wendung. Aber ich finde, dass das Volk schon vorher hätte auftreten können. Insgesamt hat mir Corins Zeit auf der Burg am Anfang zu lange gedauert. In dieser Zeit gab es keinen Handlungsfortschritt und ich hätte mir mehr "Action" und vielleicht noch einen Fluchtversuch gewünscht. 


Alles in allem ist es ein ganz gutes Jugendbuch, das mich als Erwachsene allerdings nicht überzeugen konnte. 

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frankfurt, krimi, mord, juden, selbstmord

Frankfurter Kaddisch

Dieter Aurass
Flexibler Einband: 343 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219591
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gregor Mandelbaum wird mit den Ermittlungen in drei mysteriösen Selbstmorden beauftragt. Sehr bald stellt sich heraus, dass es sich um Morde handelt. Aber wer hat es auf drei ältere jüdische Mitbürger in Frankfurt abgesehen? Mandelbaum und sein Team versuchen das herauszufinden.

Mein erster Gedanke zum Buch:

Was für’n Zeug? Kaddisch hab ich ja noch nie gehört. Spontan dachte ich an ein merkwürdiges Wort für „Kram“ oder „Zeug“, das hat sich aber bald als kompletter Unsinn herausgestellt. Dem Buch habe ich später entnommen, dass es sich dabei um ein jüdisches Gebet handelt. Eine kurze Google-Suche hat gezeigt, dass es eines der bekanntesten jüdischen Gebete ist. Obwohl es im Buch nur an einer Stelle auftaucht, ist es charakteristisch für das Buch und ich finde es ist sehr gut gewählt.

Mein Lieblingscharakter: Sara Mandelbaum

Sie ist zwar im Buch eher eine Nebenfigur, aber ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen. Als jüngere Schwester von Gregor hatte sie es sicherlich nicht einfach. Gregor leidet an einer Form von Autismus und hat daher Schwierigkeiten mit normaler sozialer Interaktion. Das sorgt im Buch für die ein oder andere lustige Szene, aber tatsächlich damit konfrontiert zu sein, stelle ich mir schwierig und oft unangenehm vor. Sara kommt damit jedoch sehr gut klar, sie liebt ihren Bruder und sieht ihm seine seltsamen Verhaltensweisen nach.

Das Ermittlerteam

Das Team ist wirklich eine sehr lustige und bunte Mischung. Gregor als Teamchef hat so seine Probleme mit autoritärem Auftreten, was seinem Autismus zuzuschreiben ist. Es hat mir aber sehr gut gefallen, dass das Team gegen Ende des Krimis besser zusammenarbeitet und die einzelnen Mitglieder anfangen, einander zu verstehen und zu schätzen. Ich denke Gregor war der einzige, der das volle Potential des Teams erkannt hat.

Die Mordfälle

Drei vermeintliche Selbstmorde, die sich als Mordfälle herausstellen sind alles andere als alltäglich. Gleich zu Beginn des Buches wurde ich von der Geschichte gefesselt. Die Perspektive ist die der Opfer kurz vor ihrem Tod, das fand ich sehr spannend. Später erlebt man die Geschichte dann aus Gregors Perspektive. Besonders interessant fand ich, dass zur Aufklärung der Fälle historische Rückblicke benutzt wurden. Der Leser erfährt einiges aus der NS-Zeit aus der Sicht verschiedener Juden. Am Anfang sind die Zusammenhänge zu den Mordfällen noch nicht wirklich erkennbar. Das ändert sich aber mit der Zeit. Immer wieder ist mir ein bekannter Name aufgefallen, sodass alles am Ende ein schlüssiges Bild ergeben hat.

Das kleine Extra

Besonders in Erinnerung geblieben, ist mir die Referenz zur Serie „Lie to me“. Wer die Serie nicht kennt: Es geht es um einen Mann, der sogenannte Mikroexpressionen im Gesicht studiert und dadurch genau weiß, wann jemand lügt. Auch Gregor hat diese Fähigkeit erworben und ich musste häufig an die Serie denken. Da musste ich ein wenig schmunzeln, als Gregor am Ende des Buches von einem Mitarbeiter mit Dr. Cal Lightman aus der Serie verglichen wird.

Fazit

Zu keiner Zeit ist Langeweile aufgekommen. Das Buch war auf mehreren Ebenen spannend. Zum einen wollte ich unbedingt wissen, was es mit den Mordfällen auf sich hat. Zum anderen wollte ich auch mehr über die geschichtlichen Hintergründe erfahren. Beides kam am Ende zu einer gemeinsamen Auflösung, das hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt ist eine interessante und verstrickte Krimigeschichte, die ich nicht selbst lösen konnte.

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Tags: dieter aurass, frankfurt, frankfurter kaddisch, krimi, ns-zeit   (5)
 

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regionalkrimi, ahrtal, krimi, krähenzeit, urlaub

Krähenzeit

Karin Joachim
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219386
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein richtig guter Kriminalroman …

… für Heimatverbundene

Ich komme zwar nicht aus der Gegend um Ahrweiler, allerdings fühle ich mich dort nach dem Lesen des Buches auch ein wenig Zuhause. Janas Ferien in dem kleinen Städtchen waren zwar nicht sehr entspannend, dafür war das Lesen für mich der reinste Urlaub. Ich konnte abtauchen in die Idylle des kleinen Ortes und Janas zahlreiche Weinbergspaziergänge habe ich förmlich miterlebt – nur eben im Geiste. Außerdem geht Karin Joachim auch auf einen großen Teil der Stadtgeschichte, sowie auf einige historische Gebäude dort ein. Diese kleinen geschichtlichen Ausflüge haben mir sehr gut gefallen. Sie vermitteln die Authentizität des Ortes und geben dem Leser den nötigen Hintergrund, um die verschiedenen Schauplätze besser nachvollziehen zu können. 

…für Rätselliebhaber

Für mich (das betone ich ganz bewusst) war bis zum Ende unklar, wie die ganze Sache ausgeht. Ich muss allerdings dazu sagen, dass mir manchmal etwas die Distanz zur Geschichte fehlt, um Täter frühzeitig zu erraten. Stattdessen lag ich in meinem Bett und bin Jana in all ihren Ermittlungsschritten gefolgt, sodass ich, genau wie sie, am Ende in die Falle getappt bin. Ich finde aber, dass die Vielzahl an Personen dazu beiträgt, dass man den Täter nur schwer erahnen kann. Außerdem macht dies die ganze Geschichte auch total interessant. Karin Joachims Repräsentation der verschiedenen Stadtbewohner ist sehr authentisch und hat mir gut gefallen. Besonders die unterschiedlichen Dialekte, die Joachim verschriftlicht hat, haben mich zum Schmunzeln gebracht.

... für Hundemenschen

"Ihr Hund war offentsichtlich weder ein geduldiger Landschaftsbeobachter noch hing er irgendwelchen schweren Gedanken nach. Nein, für ihn zählte der Augenblick und offensichtlich gab es gerade etwas sehr Interessantes, das darauf wartete, weiter erkundet zu werden." (Joachim 12-13)

Wer mein Lieblingscharakter war? Ganz klar! Sir Ustinov, alias Usti, der Airedale Terrier. Er ist von Beginn an wichtig, aber steht auch nicht permanent im Mittelpunkt. Stattdessen ist er Janas nonverbale Unterstützung, die sich nur gelegentlich durch Ziehen an der Leine, Bellen oder Schnuppern aufmerksam macht. Aber es ist einfach herrlich mit welcher Liebe und Sorgfalt Karin Joachim die Usti-Szenen beschreibt. Da spürt man einfach die Liebe zum Tier zwischen den Zeilen. Also für alle Fans von tierischen Ermittlern ein klares MUSS!

…der alles hat was ich mir wünsche

Der Krimi war einfach super. Ich habe mich herrlich amüsiert, mitgefiebert, entspannt und ermittelt. Auch die kleine Liebesgeschichte habe ich genossen. Es gab einiges an regionaler Geschichte, interessante Charaktere und auch sehr humorvolle Szenen. Jana ist eine ehrlich sympatische Figur und das verbindet sie mit dem Leser. Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Wann kommt der zweite Band?

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385 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 180 Rezensionen

organspende, liebe, transplantation, lily oliver, depression

Die Tage, die ich dir verspreche

Lily Oliver
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426516768
Genre: Liebesromane

Rezension:

Du hast Glück, Gwen. Alles wird gut.“ Seit ihrer Herztransplantation hört die junge Frau nichts anderes mehr. Doch statt Lebensfreude empfindet sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. In ihr reift ein ungeheuerlicher Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und postet einen entsprechenden Aufruf in einem Internetforum. Dessen Moderator Noah geht zum Schein darauf ein. Erst als Gwen vor ihm steht, merkt er, wie verzweifelt sie wirklich ist.

Die Tage die ich dir verspreche ist ein sehr erfrischendes Buch. Die Thematik ist natürlich sehr ernst, aber die Herangehensweise ist interessant. Eigentlich hat mir alles an dem Buch gut gefallen: Das Thema, der Aufbau, die Protagonisten und der Schreibstil. Es ist ein Roman bei dem man in jeder Hinsicht mitfühlen kann und bei dem der ein oder andere sicher auch mal ein Tränchen verdrückt (mich eingeschlossen).

Das Ganze wird von dem Aufbau des Buches noch begünstigt. Vor jedem Kapitel steht ein Ausschnitt aus einem Internetforum für herzkranke Menschen. Diese Beträge geben einen inhaltlichen Vorgeschmack auf das folgende Kapitel und sie verdeutlichen die Sorgen, Probleme, Ängste und Hoffnungen herzkranker Menschen während sie auf ein Spenderorgan warten. Es ist immer ein Beitrag von Gwen oder Noah, je nachdem aus wessen Sicht das nachfolgende Kapitel geschrieben ist.

Der Perspektivwechsel im Buch hat mir auch sehr gut gefallen. Der Leser ist den beiden Protagonisten immer einen Schritt voraus. Das gibt der Geschichte an einigen Stellen dramatische Ironie, zum Beispiel, wenn Noah Gwen eine ironische Antwort schickt und im Anschluss das Handy ausschaltet. Der Leser weiß aber, dass Gwen die Ironie der Nachricht nicht verstanden hat und sich auf den Weg nach München macht. Außerdem bietet das Buch so zwei Möglichkeiten der Identifikation an.

Gwen ist stark depressiv. Ihr Handeln ist nicht rational und für Außenstehende manchmal schwer nachzuvollziehen. Wer also seine Schwierigkeiten mit Gwen hat, der identifiziert sich vielleicht lieber mit Noah. Er ist Student und Moderator im Forum für Herzkranke, weil seine Mutter, eine angesehene Herzchirurgin, ihn darum gebeten hat es zu verwalten. Außer dem Forum hat er aber keinen Kontakt zu Betroffenen, bis Gwen bei ihm vor der Tür steht. Aufgrund seines starken Verantwortungsbewusstseins, beschließt er ihr zu helfen und verstrickt sich dabei immer weiter in der Lüge, selbst herzkrank zu sein.

Beide Protagonisten waren mir super sympathisch und ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Im Laufe des Buches machen auch beide eine Entwicklung durch. Während Noah versucht, Gwen ein Stückchen Lebensfreude zu vermitteln, beginnt auch er sein Leben zu reflektieren und einige Dinge zu verändern.

Der Roman spricht auch noch andere wichtige Aspekte an. Zum Beispiel thematisiert er die Vorurteile gegenüber Psychologen und wie wichtig es ist, sich professionelle Hilfe zu holen. Als Gwen nach der Transplantation aus der Reha entlassen wird, geht ihre Familie automatisch davon aus, dass sie jetzt gesund ist. Besonders Gwens Vater fühlt sich unwohl bei dem Gedanken, dass Gwen weiter zur Therapie geht, weil das bedeuten würde, dass sie noch nicht gesund sei. Noah hingegen holt er sich Hilfe von einem befreundeten Psychologen. Er möchte Gwen nicht einweisen, aber er bekommt Unterstützung, weil er sich der Situation alleine nicht gewachsen fühlt. Auch am Ende des Buches wird darauf nochmal Bezug genommen, aber das möchte ich hier nicht verraten.

An dem Roman gefällt mir einfach gut, dass er so ehrlich ist. Er beschönigt nichts und stellt das Thema Depression in den Vordergrund, was leider heutzutage oft noch ein Tabuthema ist. Das Buch ist empfehlenswert für alle, die gerne Geschichten mit viel Herz, Liebe aber auch den ein oder anderen Problemen lesen und die das Thema Transplantation interessiert. Ich hatte während dem Lesen das Gefühl, dass die Geschichte sehr gut recherchiert ist und der Autorin Lily Oliver selbst sehr am Herzen liegt. Außerdem finde ich, dass das Buch ein guter Anstoß ist, um darüber nachzudenken, sich einen Organspendeausweis zuzulegen

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100 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

kochen, rezepte, roman, usa, familie

Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens

J. Ryan Stradal , Anna-Nina Kroll
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.08.2016
ISBN 9783257069754
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext: Eva Thorwalds Kochkunst ist legendär: Für einen Platz bei einem ihrer Pop-up-Dinner zahlt man vierstellige Beträge und wartet mehrere Jahre. Für Cynthia Hargreaves jedoch geht es dabei um mehr als bloße Gaumenfreuden, es ist ihre einzige Chance, einen schrecklichen Fehler wiedergutzumachen.

Schon das erste Kapitel des Romans für sich genommen ist ein Kunstwerk. Mit der Kapitelüberschrift „Lutefisk“ konnte ich erst mal nichts anfangen, aber das wird noch aufgeklärt. Der Autor startet direkt mit dem Ende des Kapitels – was mir zu dem Zeitpunkt noch nicht klar war. Von dort reflektiert der Erzähler in den letzten Sekunden seines Lebens seinen bisherigen Werdegang. In dem Zuge stellt er uns auch seine Tochter Eva vor.

Eva ist sozusagen die Hauptperson des Buches. Trotzdem kommt sie nicht dauerhaft vor. Nur ein Kapitel ist aus ihrer Perspektive geschrieben und sie tritt manchmal seitenlang gar nicht auf. Stattdessen ist sie der rote Faden, der alle Kapitel zusammenhält. Bei ihr laufen alle Erzählstränge zusammen.

Der Roman von Stradal ist eine Komposition aus verschiedenen Geschichten, die sich an gewissen Stellen überschneiden. Ich fand es spannend, bei jedem neuen Kapitel erst mal ganz neu in das Buch einsteigen zu müssen. Oft beginnen die Kapitel mit einer neuen Person oder jemandem, die in einem anderen Kapitel bloß eine Nebenrolle hatte. Dann musste ich mich jedes Mal wieder neu orientieren.

Der Leser wird beim Lesen dieses Buches sehr gefordert. Die Kapitel enden mit einem wichtigen Ereignis oder einer großen Erkenntnis und das Buch macht an einer ganz anderen Stelle, manchmal erst Jahre später, weiter. Dann muss man die Informationen, die manchmal nur nebensächlich erwähnt werden, selbst zusammenführen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alle Zusammenhänge verstanden habe. Gerade das finde ich aber toll an dem Roman. Wenn ich es nochmal lese, entdecke ich sicher Neues.

Die besten Liebesgaben waren rar, persönlich und unerwartet. Er könnte zum Beispiel ihr Schließfach bis obenhin mit Moonglow-Tomaten füllen und nicht mal eine Nachricht hinterlassen. (Stradal, 178)

Der Titel des Romans, sowie das Cover, versprechen das Thema Essen. Es spielt auch immer wieder eine Rolle steht allerdings meiner Meinung nach nicht im Mittelpunkt. Stradal hat ein paar Rezepte untergebracht, das gefällt mir gut und er macht immer mal wieder Menüvorschläge, die ich allerdings im Leben nicht nachkochen würde. Insgesamt sind mir die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens eher verborgen geblieben, weil mir viele der Zutaten überhaupt nichts sagen. Trotzdem hat mir der Umgang mit der Thematik gut gefallen. Es gibt einige Stellen, die Bezug auf gesunde Ernährung nehmen, aber der Roman wird auch nicht zum Ernährungsratgeber. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten der Protagonisten.

„Was ist da drin?“ […] „Butter“, sagte Pat. „Puderzucker, Erdnussbutter, Vollmilch-Schokotropfen. Graham-Cracker.“ Dylan und Oona starrten sie an. „Butter? […] Was für welche? Meinen Sie Mandelmuß?“ (Stradal, 350)

Das Buch ist wirklich ein Meisterwerk. Es fordert den Leser, man muss ein bisschen Zeit investieren und konzentriert lesen, aber es lohnt sich und man bekommt viel zurück. Ein ganz und gar gelungenes Debüt, ich hoffe auf weitere Bücher von J.Ryan Stradal.

Meine Rezension findet ihr auch auf meinem Blog unter:

https://winterkindliest.wordpress.com/2016/09/15/die-geheimnisse-der-kueche-des-mittleren-westens-sie-bleiben-mir-verborgen/

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Tags: die geheimnisse der küche des mittleren westens, j. ryan stradal   (2)
 

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101 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

krimi, katze, mord, detektiv, gone cat

Gone Cat - Die stumme Zeugin

Sam Gasson , Ann-Kathrin Schwarz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.03.2016
ISBN 9783736301573
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch Gone Cat war ein Geschenk. Allerdings nicht für mich - sondern von mir für meine Mutter. Zwei Monate später hab ich es mir dann rotzfrech ausgeliehen. Da war meine Mutter gerade auf Seite 40. Und das nicht, weil sie langsam liest oder etwa nicht gerne. Nein - meine Mutter liest einfach aus Prinzip nichts, was sie nicht begeistert. "Denn wenn man sich zum Lesen zwingt, geht der ganze Spaß verloren". Und damit hat sie auch recht. Ich habe mich dennoch daran gemacht es zu lesen und verstehe jetzt, wieso meine Mutter es abgebrochen hat.

Bruno Glew ist ein Kind und hat zwei große Leidenschaften: detektivische Ermittlungen und seine Katze Mildred. Weil seine unzähmbare Neugierde beides verbinden möchte, besorgt er Mildred ein Kamerahalsband. Als die Nachbarin der Familie Glew ermordet wird, macht sich Bruno zusammen mit seinem Vater daran, den Fall zu lösen. Nur Mildred ist keine Hilfe, da sie direkt nach dem Mord mitsamt Kamerahalsband verschwindet. Alle Bewohner der St. Andrew's Road sind verdächtig und sowohl Bruno als auch sein Vater gehen eifrig den Ermittlungen nach, um am Ende den wahren Täter entlarven zu können.

Als ich mit dem Lesen begann, war ich ganz hingerissen. Bruno ist ein total aufgeweckter Junge, seine Katze ist süß und um seinem Freund Dean zu helfen, will er den Mord an dessen Mutter aufklären. Ich habe mich auch total auf den Einsatz der Katze bei den Ermittlungen gefreut. Leider wurde diese Erwartung nicht wirklich erfüllt. Der Titel und der Klappentext klangen eigentlich sehr vielversprechen: Es geht um eine Katze. Allerdings sollte man den Titel wohl etwas genauer nehmen. Dank meines drei-jährigen Englischstudiums brauchte die Übersetzung des Titels nicht allzu lange: Gegangene Katze. Vermutlich weniger wörtlich zu nehmen: Verschwundene Katze. Und das war sie auch die meiste Zeit. Mildred verschwindet nach dem Mord und taucht auch erst kurz vor der Auflösung wieder auf. Na gut, sie ist maßgeblich an der Aufklärung beteiligt, aber ich war trotzdem enttäuscht. Mit jedem Umblättern hoffte ich auf ihre Rückkehr - ich war fast verzweifelter als Bruno. Die Freude, als sie dann endlich wieder da war, konnte meinen Eindruck von dem Buch leider nicht mehr retten.

Dazu kommt, dass Bruno mit der Zeit immer aufsässiger und merkwürdiger wird. Sein Verhalten ist seinem Alter meiner Meinung nach nicht wirklich angemessen und statt bei den Ermittlungen zu helfen, behindert er die Arbeit der Polizei, sodass er am Ende mehrfache Ermahnungen erhält. Sein Vater Jim, ehemaliger Privatdetektiv, hat gesundheitliche Probleme, die scheinbar irgendwann nicht mehr nur körperlicher, sondern auch geistiger Natur sind, denn er beginnt zu halluzinieren. Außerdem stelle ich ein wenig die elterlichen Erziehung infrage. Bruno bricht in die Nachbarshäuser ein, begibt sich in eine Gefahr nach der anderen und die Eltern merken nicht mal, dass er verschwunden ist. Seiner Mutter macht es zwar etwas aus, dass er in einem Mord ermittelt, aber sie hindert ihren Mann auch nicht daran, Bruno bis ins kleinste Detail von dem Mord zu berichten. Ich konnte das Verhalten dieser Familie einfach nicht nachvollziehen.

Etwas gutes gibt es aber schon noch zu sagen. Der Täter kam für mich überraschend. Rückblickend betrachtet, hätte man es ab einem bestimmten Punkt wissen können. Hab ich aber nicht. Ich war wohl zu festgefahren in meiner Vermutung. Das rechne ich dem Autor positiv an.

Insgesamt kann ich leider keine Leseempfehlung zu diesem Buch geben, weil es einfach nicht das hält, was es verspricht und mich auf ganzer Linie enttäuscht hat.

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talente-reihe, mira valentin

Der Krieg der Talente (Die Talente-Reihe 3)

Mira Valentin
Flexibler Einband: 552 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551300553
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ich muss sagen, ich bin richtig traurig gewesen, als ich die letzte E-bookseite der Talente-Reihe gelesen hatte. Es gibt aber zwei Arten des Traurigseins nach Beendigung eines Buches: die eine ist eine enttäuschte Traurigkeit, weil das Lesen eine reine Zeitverschwendung war oder weil das Ende überhaupt nicht den Erwartungen entspricht. Die andere ist die wehmütige Traurigkeit, weil mal wieder ein sehr gutes Buch ein viel zu schnelles Ende genommen hat. Die Talente-Reihe gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Ich verzichte an dieser Stelle auf die inhaltliche Zusammenfassung, um niemanden zu spoilern, der die ersten Teile noch nicht gelesen hat und weil ihr es einfach im Internet nachlesen könnt.

Mir ist aber wichtig zu betonen, dass sich das Lesen der Reihe aus drei Gründen wirklich lohnt. Erstens ist die Idee der Bücher einfach toll. Sie ist fantasievoll, mitreißend und mir fällt kein vergleichbares Buch ein. Dementsprechend ist der zweite Grund die überragende Handlung. Es gibt sehr viel Spannung in der ganzen Reihe und immer wieder geraten die Protagonisten in nahezu ausweglose Situationen und man fiebert richtig mit. Und, last but not least, finde ich die Charaktere total klasse. Die Hauptfigur ist total sympatisch, so wie auch die ganze Truppe und gerade im letzten Teil der Bücher kommen noch eine Reihe neuer und interessanter Charaktere dazu, das hat mir sehr gut gefallen.

Mein abschließendes Fazit ist durchweg positiv. Ich habe lange keine so gute deutsche Buchreihe mehr gelesen.

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903 Bibliotheken, 26 Leser, 2 Gruppen, 151 Rezensionen

jugendbuch, thriller, ursula poznanski, layers, obdachlos

Layers

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.08.2015
ISBN 9783785582305
Genre: Jugendbuch

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1.996 Bibliotheken, 30 Leser, 11 Gruppen, 195 Rezensionen

dystopie, verrat, zukunft, ursula poznanski, jugendbuch

Die Verratenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.10.2012
ISBN 9783785575468
Genre: Jugendbuch

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(7.951)

9.257 Bibliotheken, 44 Leser, 8 Gruppen, 217 Rezensionen

liebe, zeitreise, fantasy, zeitreisen, kerstin gier

Rubinrot

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2014
ISBN 9783401506005
Genre: Jugendbuch

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(2.728)

3.484 Bibliotheken, 41 Leser, 6 Gruppen, 77 Rezensionen

barcelona, bücher, spanien, liebe, roman

Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 07.03.2013
ISBN 9783596196159
Genre: Romane

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(4.866)

7.431 Bibliotheken, 136 Leser, 20 Gruppen, 407 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, dämonen, liebe, vampire

City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2011
ISBN 9783401502601
Genre: Jugendbuch

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(5.326)

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träume, kerstin gier, silber, liebe, fantasy

Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.06.2013
ISBN 9783841421050
Genre: Jugendbuch

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(330)

652 Bibliotheken, 33 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

zeitreise, stephen king, attentat, kennedy, dallas

Der Anschlag

Stephen King , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 1.056 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.06.2013
ISBN 9783453437166
Genre: Krimi und Thriller

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thriller, sebastian fitzek, entführung, spannung, fitzek

Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175017
Genre: Krimi und Thriller

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thriller, noah, verschwörung, amnesie, sebastian fitzek

Noah

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.12.2014
ISBN 9783404171675
Genre: Krimi und Thriller

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thriller, fitzek, sebastian fitzek, psychothriller, das kind

Das Kind

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 03.09.2012
ISBN 9783426512173
Genre: Krimi und Thriller

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61 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

amoklauf, psychothriller, thrille, krimi, fitzek

Amokspiel

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband
Erschienen bei null, 01.01.2007
ISBN B00FNB00KG
Genre: Krimi und Thriller

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liebe, kai meyer, arkadien fällt, fantasy, mafia

Arkadien fällt

Kai Meyer
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.01.2014
ISBN 9783492267908
Genre: Fantasy

Rezension:


Das Ende der Reihe hat mich nicht überzeugt. Ich fand den Anfang des Buches wirklich gut und es hatte auch viel Spannung. Es gab viele gute Kapitel, trotzdem hat mich das Buch sehr enttäuscht. Ich hab das Ende nicht so richtig verstanden und es blieben noch ein paar Fragen offen. Außerdem bezieht sich die Auflösung der Geschichte nur auf den letzten Band und wurde erst kurz vor Ende das erste Mal näher erläutert. Das fand ich sehr schade, weil da mehr potential gewesen wäre.

Fazit zur gesamten Reihe: Das erste und das letzte Buch haben mir nicht besonders gut gefallen. Das zweite war wirklich toll und die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Ich würde die Bücher nicht noch einmal lesen, aber wer eine Mafia-Fantasy Story interessant findet, sollte die Bücher lesen.

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liebe, fantasy, kai meyer, mafia, sizilien

Arkadien brennt

Kai Meyer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.08.2013
ISBN 9783492267892
Genre: Fantasy

Rezension:


Der zweite Teil der Arkadien-Trilogie gefällt mir viel besser als der erste.

Endlich geht es mehr um Alessandro und Rosa und weniger um die Mafia. Die meisten unsympatischen Charaktere sind im letzten Band gestorben, deswegen macht mir das Lesen einfach viel mehr Spaß und ich muss mich weniger ärgern.

Es geht auch weniger um die Geschäfte der Clans. Der Fokus liegt eher auf der Art und Weise, wie Rosa und Alessandro ihre Probleme lösen. Das gefällt mir wirklich gut.

Am Ende gibt es auch ein unerwartetes und spannendes Finale. Allerdings bleiben einige Fragen ungeklärt. Ich gehe davon aus, dass diese im nächsten Band behandelt werden.

Da ich diesen Teil besser fand als den ersten,  habe ich jetzt große Hoffnung, dass der dritte Band das ganze toppen wird. Ich bin gespannt.

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mafia, fantasy, sizilien, kai meyer, liebe

Arkadien erwacht

Kai Meyer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.02.2013
ISBN 9783492267885
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Arkadien erwacht ist der erste Teil einer Trilogie von Kai Meyer.

Sie wartete. Zögerte. Dann zog sie den Kopf zurück, bevor dich ihre Lippen berühren konnten. Einen Herzschlag lang sah er verletzt aus, aber dann lächelte er, blinzelte in die Sonne und sagte: "Wenn es so weit ist, dann will ich dabei sein." "Wenn was so weit ist?" "Wenn du allen anderen nicht mehr in die Augen schaust, als hätten sie dir gerade den Krieg erklärt. Und wenn du merkst, dass manches zwar aussieht wie das Ende der Welt, sie in Wahrheit aber weitergeht, drüben auf der anderen Seite."


Inhalt:

Rosa besucht ihre Schwester auf Sizilien, wo der Familie ein mächtges Mafiaimperium führt. Rosa ist das alles zuwider, aber schon bald merkt sie, dass die Welt nicht nur schwarz oder weiß ist.
Als sie sich auch noch in den Sohn des verfeindeten Mafiabosses verliebt, wird es für Rosa ganz schön brenzlig und was hat es eigentlich mit den Raubtieren auf sich, die auf der ganzen Insel unterwegs zu sein scheinen?


Meine Meinung:

Ich fand den Anfang des Buches etwas zäh. Es dauert bis die Geschichte so richtig losgeht und bis man hinter die ersten Gehemnisse kommt. Ich habe das Buch auch einmal für längere Zeit unterbrochen und bloß aus Langeweile wieder angefangen. Das bereue ich allerdings nicht, denn die zweite Chance hatte das Buch definitiv verdient. Auch wenn ich die Mafia-Geschichte irgendwie seltsam finde und mich damit nicht identifizieren kann, hält das Buch so einiges bereit: Das wurde mir erst auf den zweiten Blick klar. Ich habe schon das zweite Buch angefangen und das gefällt mir viel besser als das erste. Ich denke, dass diese Einführung am Anfang von Teil 1 nötig war und deswegen kann ich mich jetzt umso besser in Teil 2 einfühlen. Außerdem hat es etwas gedauert, bis ich mich mit Rosa identifizieren konnte. Am Anfang habe ich ihre Beweggründe nicht nachvollziehen können, weil ich noch nicht ihre ganze Geschichte kannte.


Jetzt würde ich das Buch definitiv weiterempfehlen. Aber nur wenn  man vor hat die ganze Reihe zu lesen.







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magie, fantasy, nicole gozdek, namen, die magie der namen

Die Magie der Namen

Nicole Gozdek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2016
ISBN 9783492703871
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Hier habe ich ein wirklich sehr lesenswertes Buch. "Die Magie der Namen" hat mich von Anfang bis Ende verzaubert.

In einer Welt in der Kinder nur Nummern sind und Namen darüber entscheiden wer man wirklich ist, versucht Nummer 19 jemand besonderer zu werden. Doch das hat er nicht selbst in der Hand. Als er seinen Namen bei der Zeremonie erhält, ist er enttäuscht. Diesen Namen hat er noch nie gehört. Doch genau so gerät er in ein waschechtes Abenteuer und findet wahre Freundschaft.


Die Idee des Buches finde ich toll. Das Staatssystem mit den Nummern ist merkwürdig und faszinierend zugleich. Und man kennt ja die Sorgen werdender Eltern bei der Namensfindung für ihren Sprössling. Da erscheint einem dieses Buch nochmal in einem anderen Licht.

Die Charaktere im Buch finde ich auch super. Nummer 19 ist total sympatisch und ich konnte mich mit ihm stark identifizieren, obwohl ich nie in vergleichbaren Situationen war. Auch seine Reisegruppe gefällt mir gut. Nelia hat meiner Meinung nach eine zu kleine Rolle darin, insgesamt mag ich aber alle sehr gern.

Das Buch baut sehr gut die Spannung auf und gibt dem Leser genug Zeit, sich an das ungewöhnliche System zu gewöhnen.

Meine einzige negative Kritik gilt dem Ende. Das ging mir zu schnell und einfach und ich hätte mir einige Dinge anders gewünscht. Aber ich will hier nichts vorwegnehmen. Am besten ihr kauft das Buch und seht selbst ;)  








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fantasy, zauberer, koffer, abenteuer, magie

Gekoffert und Verschleppt

Lisa Brenk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Wölfchen Verlag, 29.02.2016
ISBN 9783943406672
Genre: Fantasy

Rezension:


"Gekoffert und Verschleppt" von Lisa Brenk lädt uns auf ein spannendes Abenteuer auf einem anderen Kontinent ein.

Der Inhalt:
Robert Julius Caillou wird aus seinem Bett heraus von zwei paar abgetragenen Stiefeln ohne Sohle in einen Koffer gesteckt und entführt. Auf der anderen Seite des magischen Umwirbels warten eine Reihe spannender Abenteuer auf ihn. Um wieder nach Hause zu kommen, muss er sich so mancher Gefahr stellen. Aber zum Glück ist er nicht allein.

Meine Meinung:
Das Buch ist etwas ganz besonderes. Nach seiner Entführung ist Robert auf einem anderen Kontinent, der sich stark von unserer Welt unterscheidet. Die Autorin beschreibt diesen Kontinent mit so viel Fantastie, dass ich selbst das Gefühl hatte, in eine fremde und geheimnisvolle Welt einzutauchen. Außerdem finde ich die vielen Neologismen für verschiedene Volksgruppen, Gegenstände und Orte sehr faszinierend. So gibt es zum Beispiel das Volk der Vergurken und man sollte sich jederzeit vor dem Pfffrind in Acht nehmen.
Ein großes Plus bekommt auch der Schreibstil und die Rahmenhandlung. Das Buch ist die veröffentlichte Version von Roberts Tagebüchern und enthält Anmerkungen des fiktiven Herausgebers. Dadurch erscheint das Buch sehr realistisch. Lisa Brenk schafft es mit ihrem Schreibstil, Roberts Stimme in meinem Kopf zum Leben zu erwecken. Ich finde das Buch eignet sich auch toll, um es Kindern vorzulesen.
Der Ausgang des Buches gefällt mir allerdings nicht besonders gut. Ich finde er wird dem Buch nicht gerecht, aber das ist geschmackssache.

Am besten ihr macht euch selsbt ein Bild davon.
Allen Lesern des Buches empfehle ich die Website www.immerstadt.com, da gibt es einige lustige Features zum Buch. Außerdem wird es noch mehr Bücher von diesem Kontinent geben. Ich bin schon sehr gespannt darauf.

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