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788 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 36 Rezensionen

dystopie, aria, äther, wildnis, liebe

Gebannt - Unter fremdem Himmel

Veronica Rossi , Carolin Liepins , Franca Fritz , Heinrich Koop
Buch: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.07.2014
ISBN 9783841503138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:

Es ist das erste Mal, dass ich finde, dass die Werbesprüche für ein Buch geradezu untertrieben sind. Als ich das Buch zu Ende gelesen habe, hatte ich das Gefühl als hätte ich nur zehn Minuten davor gesessen und es gelesen. Es ist einfach wundervoll!
"Gebannt- Unter fremdem Himmel" ist ein Titel der das Buch sehr gut beschreibt. Obwohl, wenn man bedenkt dass der Himmel für die Protagonistin nicht ganz fremd ist, passt der englische Titel eher wie die Faust auf´s Auge, aber übersetzt hört es sich nicht mehr ganz so gut an, aber auch nicht schlecht: Unter dem Niemalshimmel.
Auch das Cover passt zu hundert Prozent zu dem Buch. Das hervorgehobene A erinnert an die wütenden Ätherstürme und die Blätter und Blumen an die Welt außerhalb der Biosphären. Was das Mädchen angeht hätte ich nichts dagegen wenn sie gar nicht auf dem Cover wäre, aber sie stört mich auch nicht gerade.

So ein Schreibstil wie in diesem Buch ist mir auch noch nicht untergekommen. So klar und deutlich; einfach schön und angenehm zu lesen. Außerdem wurde die Handlung kapitelweise aus verschieden Sichtweisen erzählt; einmal der von Aria und der von Perry. Ich hatte die Wälder und Orte in denen die Beiden sich befanden direkt vor meinem inneren Auge und auch von Aria und Perry selbst habe ich eine klare Vorstellung.
Auch waren mir die Beiden vom ersten Moment an sympathisch, Perry am Anfang vielleicht ein wenig mehr als Aria. Denn als sie in seine Welt, die reale Welt, verstoßen wird, verfällt sie in eine Hysterie und entwickelt Phobien, die teilweise ein wenig anstrengend waren, andererseits wären andere Reaktionen von ihr auch ohne jegliche Logik gewesen. Peregrine, oder auch Perry, strahlt hingegen eine Ruhe aus, die es dem Leser unmöglich machte sich vorzustellen was für eine Art Mensch er ist. Als er dann Aria trifft, versteckt er seine Menschlichkeit vollkommen und lässt ihr somit keine andere Wahl als ihn einen "Barbaren" und "Außenseiter" zu nennen. Doch Stück für Stück brockelt die Fassade und der Mensch löst das Raubtierhafte allmählich ab. Als ich dann von den sogenannten "Gaben" erfahren habe wurde Perry gänzlich zu einem perfekten Protagonisten, der eigentlich alles andere als perfekt ist. Und auch Aria wurde gen Ende des Buches zu einer noch faszinierenderen Person, auch wenn ich einige ihrer Handlungen am Anfang nicht verstehen konnte.
Die Geschichte an sich ist einfach einzigartig: eine Dytopie versehen mit einigen Fantasyelementen. In dieser Zukunft wüten Ätherstürme, riesige Feuerstürme und zerstören die Welt wie wir sie kennen. Die Menschheit flüchtete sich in verschiedene Biosphären und schaffte es so unversehrt zu überleben. Aber dabei blieb es nicht, eine neue Gesellschaftsform entwickelte sich und es wurde versucht die alte Welt zu ersetzen. Die Menschen lebten in virtuellen Welten, die ihnen das Gefühl von Freiheit geben sollten, was auch eine geraume Zeit lang funktionierte. Protagonistin Aria lebt in einer dieser Biosphären und auch wenn sich die Autorin mit der Handlung nur kurz dort aufhielt bekam ich einen guten Eindruck wie das Leben dort ist.
Am Anfang des Buches wird Aria auch sehr bald aus ihrem bisherigen Leben verbannt, da sie in einen verbotenen Bereich eingedrugen ist um etwas über ihre Mutter zu erfahren, zu dessen Forschungsstation in einer anderen Biosphäre seit Wochen der Kontakt abgebrochen ist. In diesem Bereich befand sich die Landwirtschaft, diese wurde bei Arias Einbruch aus verschiedenen Gründen zerstört, so dass sie außerhalb der Biosphäre in der Wildnis, oder auch Todeszone genannt, ausgesetzt wird. Zu ihrem Glück entdeckt Perry sie und diese Begegnung macht sie zu unerwarteten Weggefährten, die aufeinander angewiesen sind, denn: Perrys Neffe wurde von den "Siedlern", sprich Menschen die innerhalb der Biosphäre leben, entführt und Arias sogenanntes "Smarteye", ein Gegenstand der den Menschen Zugang zu den virtuellen Welten schafft und ein zentrales Mittel der Gesellschaft ist, kann Perry zu ihm führen. Jedoch ist das Smarteye zerstört und nur Perry kennt jemanden in der Wildnis der sich mit Gegenständen der Siedler auskennt und somit machen die Beiden sich gemeinsam auf den Weg dorthin.
Eine lange, sehr lange Zeit versuchen sie nur so wenig wie nötig miteinander zu reden und halten auch sonst nicht viel voneinander. Mit der Zeit aber, obwohl es wirklich länger als die Hälfte des Buches dauerte, beginnt die Liebe der Beiden zu keimen. Ich würde die Gefühle der Beiden füreinander er als eine "leise Liebe" bezeichnen, da sie nicht mit vielen Worten verbunden ist. Überraschenderweise werden hier aber Worte ausgesprochen, die in anderen Büchern häufig überrannt werden und so wurde diese Liebe nicht nur schön, sondern auch noch einzigartig und wird so auch in keinem anderen Buch wieder vorkommen.
Begleitet wird die Geschichte von einigen anderen Handlungssträngen, wie z.B dem Kampf um den Titel als Kriegsherren des Stammes, den Perry mit seinem Bruder führt, das verschwinden von Perrys Schwester Liv und die Macht, die die Gaben mancher Menschen haben. Diese Gaben sind eigentlich nur eine verstärkte Ausprägung einzelner Sinne wie Gehör, Sehvermögen und Geruchsinn. Die Menschen die mit diesen Gaben mehr oder weniger gesegnet sind werden Horcher, Seher und Witterer genannt. Das Besondere an den Witterern ist, dass sie die Gefühle der Menschen riechen können, was es meines Erachtens noch in keinem Buch gab. :) Perry ist mit zweien dieser Gaben versehen; er ist Seher und Witterer zugleich, eine Seltenheit.

Fazit:

In meinen Augen ist dieses Buch genauso wundervoll wie Panem, wenn nicht sogar noch besser und das soll was heißen, wenn ich als eingefleischter Panem Fan soetwas sage. Ich kann allen die ungewöhnliche Abenteuer, Fantasy und Romantik mögen dieses Buch nur ans Herz legen. Ich glaube die Frage nach den Törtchen erübrigt sich an dieser Stelle, aber wenn ich könnte würde ich dem Buch hundert davon geben.

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1.303 Bibliotheken, 40 Leser, 3 Gruppen, 154 Rezensionen

john green, roadtrip, freundschaft, margos spuren, liebe

Margos Spuren

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 19.06.2015
ISBN 9783423086448
Genre: Jugendbuch

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224 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

dystopie, liebe, erin bowman, raub, rebellen

Taken

Erin Bowman , Barbara Röhl
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2013
ISBN 9783492702669
Genre: Fantasy

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924 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

liebe, rosie, genetik, asperger-syndrom, australien

Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.01.2015
ISBN 9783596197002
Genre: Liebesromane

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465 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

fantasy, magie, liebe, nina blazon, zwillinge

Der Winter der schwarzen Rosen

Nina Blazon
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 05.10.2015
ISBN 9783570163641
Genre: Jugendbuch

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167 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

jugendbuch, blog, contemporary, high school, liebe

Emily lives loudly

Tanja Voosen
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.08.2014
ISBN 9783646600728
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Buch das die Jugendbuchklischees auf die Schippe nimmt? Klang für mich nach einer interessanten Abwechslung. Und schlussendlich hat mir "Emily lives loudly" auch sehr gut gefallen. Die Geschichte war sehr vielseitig, was ich vom Klappentext ausgehend nicht erwartet hätte. Tanja Voosens Humor ist einfach wunderbar und machte aus meinem anfänglichen Schmunzeln ein richtiges Lachen. Emilys sarkastische Art und ihre Sicht der Dinge waren mir am Anfang sehr sympathisch. Sie handelt hauptsächlich gegen die gängigen Klischees und spricht aus, was der Leser denkt, wenn sie doch eins erfüllt. Leider hat ihre Art es mir sehr schwer gemacht, einzuschätzen was für ein Charakter sie ist. Charakterzüge kamen nur stellenweise durch, denn das Meiste wurde einfach von ihrem Sarkasmus überbügelt. Nichtsdestotrotz waren mir Emily und die Art wie sie ihre Geschichte erzählt sehr sympathisch. "Badboy" Austin...ganz ehrlich, ich kann diesen Ausdruck mittlerweile nicht mehr lesen.  Austin war auch eher die verzweifelte Variante, die Emily hinterherläuft und versucht dabei trotzdem die eigene Coolness zu bewahren. Mag jetzt vielleicht klischeehaft klingen, war es aber gar nicht so sehr, was hauptsächlich an diesen fantastischen Dialogen lag. Und letztendlich war Austin auch einer von der netten Sorte. Einen klar erkennbaren roten Faden hatte die Geschichte leider nicht. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass Tanja Voosen so viele Ideen hatte, die sie einbauen wollte; die meisten davon aber nur anschneiden konnte. Richtig gestört hat es mich nicht, aber eine klare Haupthandlung hätte ich besser gefunden.
Richtung Schluss nimmt das Buch eine überraschende Wendung. Zwar wurde viel Wirbel um Emilys "Geheimnis" gemacht - auch wieder auf diese schöne anti-klischeehafte Weise, aber die finale Auflösung hätte ich nicht erwartet.
Die einzige Frage, die ich am Ende noch habe: Wie dreht Emily ihren Film? Läuft sie während der Geschichte die ganze Zeit mit einer Kamera herum, oder dreht sie es am Ende mit Schauspielern nach?
Fazit "Emily lives loudly" ist, wie die Autorin selbst sagt eine "fluffy-Marshmallow-Story" und wirklich super für zwischendurch. Das Buch sorgt mit seinen Charakteren und Dialogen für gute Laune und ein paar schöne Lesestunden. Von mir gibt es 4 Törtchen!

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2.047 Bibliotheken, 23 Leser, 13 Gruppen, 217 Rezensionen

liebe, wölfe, grace, sam, fantasy

Ruht das Licht

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2011
ISBN 9783839001189
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hat mir gefallen  ● Anders als bei "Nach dem Sommer" wird die Geschichte dieses Mal aus der Sicht von Cole, Isabel sowie Sam und Grace erzählt. Dadurch bekam ich einen deutlich besseren Einblick in die Gedankenwelt der Charaktere, was mir beim ersten Band ja ein bisschen gefehlt hat. ● Maggie Stiefvaters Schreibstil hat in meinen Augen eine große Entwicklung gemacht. "Ruht das Licht" ließ sich viel flüssiger und entspannter lesen als der erste Band. ● Isabels und Coles Perspektive fand ich eindeutig am spannendsten. Deshalb bin ich sehr froh, dass Coles und somit ja auch Isabels Geschichte mehr in den Fokus gerückt sind. ● Die Handlung ist viel spannender als im ersten Band und hatte weniger diese trägen Stellen, die mir vorkamen, als wären sie endloslang. ● Super fand ich auch, dass der Fokus dieses Mal näher auf der Wolfskrankheit an sich lag. Die Autorin hat da wirklich eine sehr komplexe Idee geschaffen und jetzt erfährt man endlich mehr.
Hat mir nicht gefallen ● Grace Perspektive war mir oftmals leider zu langweilig. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass bei ihr nicht wirklich etwas passiert.

Fazit "Ruht das Licht" hat mir deutlich besser als der erste Band gefallen und ich freue mich schon sehr auf den Abschlussband. Von mir gibt es 4,5 Törtchen und eine klare Leseempfehlung. Wer den ersten Band mochte, wird vom zweiten sicher nicht enttäuscht werden.

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164 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

insel, backpacker, australien, manuela martini, perlen

Die Insel

Manuela Martini
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.02.2014
ISBN 9783401069760
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch Bei „Die Insel“ hat mich definitiv das Cover aufmerksam gemacht. Und der Klappentext klang so neu, dass ich um das Buch nicht herum kam. (Ach die Aufmachung der Arena-Bücher ist immer so kreativ!) Manuela Martini hat einen sehr angenehmen und schönen Schreibstil, der sich flüssig zu lesen lässt. Sie jongliert mit den Worten und hat eine ganz eigene Art, Dinge zu beschreiben; vor allem das wunderschöne Insel-Setting. Protagonistin Hannah war zwar nett und ihre Handlungen erschienen mir auch durchgehend plausibel, aber leider ist sie kein Charakter, der mir lange im Gedächtnis bleiben wird. Sie hat keine für sich typischen Eigenschaften, an denen man sie wiedererkennen kann und das finde ich wirklich schade. Außerdem gehört sie zu der Facebook-Fraktion, die immer irgendwelche englischen Dinge postet. Sehr klischeehaft, wie ich finde. Mit den Jungs ist das auch so eine Sache. Im Buch tauchen gleich zwei mögliche Love-Interests auf. Und Hannah hat sich so schnell in den einen verliebt, dass ich da kaum hinterherkam. Ich war noch am überlegen ob ich ihn mag oder nicht und Hannah war hin und weg. Das fand ich schon sehr merkwürdig. Ihre Gefühle für jemanden, der später auftaucht sind zwar auch nicht ganz nachvollziehbar, aber wenigstens verständlicher. Aber genrell lässt Hannah sich recht schnell beeindrucken. Kanoa und Nikki sind zwei sehr tolle Nebencharaktere, ebenso wie ein paar die sehr spät dazukommen. „Die Insel“ hat auf jeden Fall einige starke Nebencharaktere, die Hannahs Schwäche ein bisschen ausgleichen. Die erste Hälfte des Buches ist jedoch sehr zähflüssig und konnte mich nur sehr wenig fesseln. Zu viele Fragen, zu wenig Antworten und irgendwann schlug meine Spannung und Erwartung in leichtes genervt sein um. Ich finde die Autorin hat den Bogen da eindeutig überspannt und ein bisschen weniger Geheimniskrämerei und ich hätte das Buch vielleicht mehr gemocht. Leider kommt die Handlung auch sehr schleppend vorran, dass ich mich gefragt habe, wann nun endlich etwas passiert. Die zweite Hälfte konnte mich zu Glück aber überraschen und in die Irre führen, so dass ich doch wieder Lust auf das Buch bekam. Der zweite Teil ließ sich auch eindeutig besser lesen. Hier kommt Manuela Martinis Idee erst wirklich zur Geltung. Die Autorin zeigt endlich was sie kann. Gen Ende gibt es „Flash to the Future“ Kapitel, die ich sehr originell finde und die mich sehr neugierig auf den zweiten Band gemacht haben. Ebenso wie das offene Ende und die unzähligen unbeantworteten Fragen, mit denen ich zurückbleibe. Ich hoffe, dass die dann endlich im zweiten Band beantwortet werden.
Fazit "Die Insel" hat eine sehr tolle Idee, die leider nicht so gut umgesetzt wurde und aus der die Autorin meiner Ansicht nach noch einiges hätte rausholen können. Trotzdem freue ich mich auf den zweiten Band, in der Hoffnung darauf von Beginn an so gefesselt zu werden wie am Ende von "Die Insel". Deshalb vergebe ich 2,5 Törtchen.

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454 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

dystopie, liebe, tahereh mafi, rette mich vor dir, juliette

Rette mich vor dir

Tahereh H. Mafi ,
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 30.09.2013
ISBN 9783442313044
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf Rette mich vor dir habe ich ja nun lange, lange gewartet und zugegebenermaßen etwas anderes erwartet. Trotzdem konnte mich die Fortsetzung zu Ich fürchte mich nicht größtenteils überzeugen.
Dass Juliette im absoluten Liebeschaos versinken soll habe ich vorher schon läuten hören und war deswegen auch entsprechend gewarnt. Letztendlich habe ich mir ihre Probleme in Liebesdingen deutlich schlimmer vorgestellt. Trotzdem handelt sie auf der ersten Hälfte absolut egoistisch und grübelt nur über ihre Selbstzweifel, statt sich auf den Krieg vorzubereiten.
Wären da nicht die anderen Charaktere gewesen, die ihr das eine oder andere Mal gehörig die Meinung gesagt hätten, hätte ich Rette mich vor dir höchstwahrscheinlich sehr schnell an die Wand geworfen. Denn jammerige und dramatische Protagonistinnen konnte ich noch nie leiden.
Aber mal abgesehen von meinen Zwischendurch-Problemen mit Juliette haben mich die anderen Charaktere, und sie selbst gen Ende auch, überzeugen können. Auch wenn die Autorin Kenji diesmal deutlich anders dargestellt hat- ich finde ihn trotzdem noch absolut genial. (In Ich fürchte mich nicht gefiel er mir aber tatsächlich besser)
Tahereh Mafi versteht es noch immer ihre Leser zu fesseln und sie auch nach dem Lesen noch immer mit der Geschichte zu beschäftigen. Ihr Schreibstil ist wirklich etwas ganz besonderes.
Nachdem Juliette, Adam und Kenji die Flucht aus Warners Fängen gelungen ist, herrscht in Omega Point ein ziemlich anderer Wind. Dort bereitet sich absolut jeder auf den Krieg vor und auch Adam
hat seinen Platz schnell gefunden.
Für mich hörte sich der Klappentext aber deutlich actionreicher an. Den wirklich großen Krieg gibt es meiner Meinung nach nicht und ich hätte mir einfach gewünscht, dass das Buch weiter vorran kommt. An wirklicher Handlung ist nicht so viel passiert, wie ich es mir vorgestellt hätte. Dafür waren die Ereignisse, die vorkommen, einschneidend und haben der Geschichte jedes Mal eine andere Wendung gegeben. Überhaupt gibt es viele, viele Überraschungen, auf die ich niemals gekommen wäre.
Der Fokus liegt aber deutlich mehr auf den Charakteren als auf dem Krieg und selten war mir der Rote Faden auch nicht wirklich klar.
Als dann Warner dazu kommt, wird es wirklich spannend, aber nicht nur was den Krieg betrifft, sondern er stellt Juliettes Gefühle absolut auf den Kopf. Und auch wenn besagtes Chaos in ihrem Kopf stattfindet, ist das zwar nervig, aber sie hat nie bösartig gehandelt, sondern zumindest immer ein schlechtes Gewissen gehabt. Ich weiß, das ist für ein Hin und Her mit zwei Männern keine Entschuldigung, aber so war es ansatzweise erträglich.
Ich konnte mich leider immer noch nicht entscheiden. Egal an wen Juliette gedacht hat, ich habe es jedes Mal einfach nur hingenommen. Deswegen bin ich sehr gespannt, ob ich mich im dritten Band endlich für jemanden entscheiden kann- Adam oder Warner. Es wird auf jeden Fall spannend wen Juliette nehmen wird, ich habe da ja so meine Theorien.

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417 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

engel, dystopie, susan ee, fantasy, penryn

Angelfall - Fürchtet euch nicht

Susan Ee , Kathrin Wolf
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.08.2013
ISBN 9783453268920
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Um Angelfall wurde ja nun ganz schön viel Wind gemacht. Da war ich natürlich entsprechend gespannt und hatte auch ziemlich hohe Erwartungen an das Buch- welche aber nur teilweise erfüllt wurden.
Das Cover gefällt mir schon mal ganz gut, auch wenn mir das Original deutlich besser gefällt. Ich mag die Titelgestaltung und diese Schlichtheit.
Susan Ees Schreibstil ist wirklich schön, vor allem weil Penryn aus der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt. Die Autorin hat mich das Buch ruck zuck lesen lassen, auch wenn ihre Sätze manchmal doppelt gelesen werden müssen, weil sie so viele Infos auf einmal enthalten.
Penryn und Raffe…Also Penryn, der Name ist schon mal der Hammer, war eine ausgesprochen taffe Protagonistin. Nichts mit „Ich kann nicht kämpfen. Jemand muss mich retten.“ Auch wenn ich mir auf den ersten Seiten nicht so sicher war, was ich von ihr halte, war sie mir dann doch relativ schnell sympathisch. Ich hätte mir aber gewünscht, dass sie den Leser noch mehr an ihren Gefühlen teilhaben lässt. Das tut sie zwar, aber für meinen Geschmack eben noch nicht genug.
Raffe war von Anfang an ein genial gestalteter Charakter. Zwar erfüllt er Penryns Vorstellung von Engeln am Anfang 1 zu 1, aber irgendwie mochte ich ihn da schon. Da er ein Engel ist, ist er natürlich ausgesprochen cool, aber ich mochte auch die Momente, wo die Fassade mal bröckelte und der Leser ein bisschen was von seinen Gefühlen sehen konnte. Außerdem ist er immer für eine Überraschung gut und hat mich noch einige Male staunen lassen, wenn wieder etwas ans Licht kam.
Notgezwungen geht Raffe also mit Penryn einen Deal ein: Er bringt sie zum Engelshorst, damit sie ihre Schwester retten kann, weil Penryn seine abgetrennten Flügel für ihn gerettet hat.
So machen sich die beiden also auf den Weg durch die von Engeln zerstörte Welt, die Susan Ee mit viel Details erschaffen hat.
Durch das ganze Buch zieht sich ein brillanter Humor, von dem ich aber nicht weiß, von wem er genau ausgeht. Es sind alle Charaktere, die mich zwischendurch zum Lachen gebracht haben und das hat mir, bei der Brutalität, die herrscht, sehr gut gefallen.
Denn Angelfall ist brutal und an einigen Stellen wirklich ekelhaft. Ich bin, was sowas angeht, ja wirklich zart besaitet und fand einige Szenen deshalb nicht ganz so prickelnd. Zum Glück sind solche Stellen nie sonderlich lang, aber ein bisschen mehr und es wäre wirklich zu viel gewesen. Deshalb hoffe ich, dass sie solche Dinge in World After nicht häufen.
Die Spannung der Geschichte ist zwar dauerhaft präsent (außer vielleicht ein paar Mini-Durststrecken im Mittelteil), erreicht aber keinen wirklichen Höhepunkt. Das Ende könnte man vielleicht als solchen betrachten, aber diesen Drang weiterzulesen hatte ich nur am Anfang. Durch die vielen Wendungen und bombastischen Überraschungen schafft die Autorin es trotzdem ihre Leser zu fesseln.
Eine Liebesgeschichte habe ich von Penryn und Raffe komischerweise erwartet. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht warum, denn im Klappentext steht ja nicht wirklich was. Romantisch ist Angelfall also nicht wirklich, auch wenn es einen Vorgeschmack auf Romantik gibt, die dann wohl in World After auftaucht.

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610 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 66 Rezensionen

dystopie, liebe, jugendbuch, fantasy, perry

Getrieben. Durch ewige Nacht

Veronica Rossi , , ,
Fester Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2013
ISBN 9783789146213
Genre: Jugendbuch

Rezension:

htung: Enthält Spoiler zum ersten Band!
Ehrlich gesagt bin ich sprachlos. An „Getrieben“ hatte ich wirklich wahnsinnig hohe Ansprüche und ich bin immer noch nicht sicher, ob sie nun erfüllt wurden oder nicht. Gefallen hat es mir auf jeden Fall, aber…ach lest einfach die Rezi. Mittlerweile finde ich wirklich, dass die Cover den Büchern nicht gerecht werden. Die Titelgestaltung finde ich nach wie vor wunderschön, aber das Motiv gefällt mir überhaupt nicht mehr. Als „Getrieben“ nach langem Warten endlich bei mir ankam, habe ich mich zuerst gar nicht getraut es zu lesen. Ich war mir nicht sicher ob ich aus „Gebannt“ noch alles so wusste, dass ich „Getrieben“ genießen konnte, ohne das mir ständig die Fragezeichen im Kopf rumschwirren. Doch nachdem ich eine sehr schöne Zusammenfassung gefunden habe, kam alles so nach und nach wieder und ich habe mich an die ersten Seiten rangetraut. Und ich war wirklich baff. Veronica Rossi schrieb wieder so bildhaft, fesselnd und wahnsinnig schön, wie ich es aus Band 1 gewohnt war. Die abwechselnden Kapitel zwischen Aria und Perry haben mir auch wieder sehr gefallen, weil sie dem Buch noch mehr Tiefe gegeben haben, oder zumindest den beiden. Der Anfang geht nahtlos in das Ende des ersten Buches über (Sowas liebe ich ja) und der Leser hat absolut nichts verpasst. Doch es wird noch einmal viel deutlicher, wie viel Zeit inzwischen vergangen ist. Aria, die eine Zeit lang mir Roar bei Marron gelebt hat und Perry, der nun schon länger als Kriegsherr unter den Tiden auftritt. Diese Zeit merkt man ihnen bei ihrem Wiedersehen auch deutlich an, denn beide wissen nicht mehr wirklich, was nun zwischen ihnen ist- ob da überhaupt noch etwas ist. Ich habe wirklich dafür gebetet, dass es in diesem einen Buch mal nicht so ist, dass im zweiten Band die großen Liebesdramen losgehen. Zum Teil wurden sie erhört, denn den ganzen Kirra-Kram kann man sich eigentlich schenken, denn wirklich laufen tut da nichts zwischen Perry und ihr. Da wurde mal wieder nur für ein bisschen Spannung gesorgt. Aber ich weiß natürlich nicht, inwieweit das in Band 3 getragen wird. Nachdem Aria und Perry sich aber einigermaßen gefangen haben, kam wieder dieses wunderschöne „Gebannt“ Feeling beim Lesen auf. Knips, Kopfkino an. Wo ist die Schokolade? Beide gehören noch immer zu den besten Charakteren, die ich je erlebt habe und spätestens jetzt zähle ich auch Roar dazu. Zwischenzeitlich war ich mir nicht einmal mehr sicher wen ich lieber mag, Perry oder ihn. Sein Charakter ist einfach unbeschreiblich und er und Aria passen wirklich super zueinander- als bester Freund und Freundin. Arias Verhalten Perry gegenüber war mir zuerst ein Rätsel und ich habe mich stellenweise wirklich aufgeregt. Doch als die Bombe platzt und sie Perry von dem Deal mit Hess erzählt, legt sich das auch wieder. Und da das alles noch auf den ersten 50 Seiten passiert, habe ich auch später gar nicht mehr daran gedacht und es als „Startschwierigkeiten“ abgestempelt. Perry nimmt Aria also mit zu seinem Stamm, wo sie, wie der Klappentext ja bereits sagt, nicht sehr willkommen ist. Sie wird gemieden und später passieren sogar noch schrecklichere Dinge, die sie schließlich dazu veranlassen mit Roar die Blaue Stille zu suchen, früher als eigentlich geplant. So werden Aria und Perry blöderweise wieder voneinander getrennt. Die Romantik aus Band 1 hat mir deshalb auch entschieden gefehlt. Während beide nun ihren Weg gehen, schiebt die Autorin hin und wieder kurze Wiederholungen ein, Schlüsselworte, durch die man sich sofort wieder an Szenen aus „Gebannt“ erinnern kann. Ich wurde also keineswegs durch eine komplette Zusammenfassung vom ersten Band erschlagen, sondern nur zwischendurch an wesentliche Dinge erinnert. Außerdem erfährt der Leser mehr über die Entstehung der Biosphären und des Äthers, was mir im ersten Band ja ein wenig gefehlt hat. Wie viele habe ich mich auch gefragt, ob Liv nun endlich auftaucht, nachdem im ersten Band so viel über Perry Schwester und Roars große Liebe geredet wurde. Spoiler! Wie ihr lest, bin ich wieder zu 100% begeistert, doch der letzte Teil hat meiner Begeisterung einen kleinen Dämpfer versetzt. Ich finde, dass die Autorin schlussendlich zu viel Liebesdrama eingebaut hat. Diese Sache mit Kirra hat für die nötige Spannung gesorgt, sich aber nicht zur nervigen Dreiecksbeziehung entwickelt. Doch dieser irre Gedanke, der da später in Perrys Kopf auftaucht war für mich einfach nicht verständlich und vor allem nicht nötig. Zum Glück gibt es ja noch das große Finale, dass mir persönlich sehr gut gefallen hat und genauso viele Fragen wieder aufwirft, wie vorher geklärt wurden. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was mich in „Geborgen“ erwartet. Der Titel lässt ja auf einiges hoffen. (Aber nicht, wenn man sich den Klappentext durchliest.)


Fazit:
Ein würdiger Nachfolger, mit winzigen Schwächen. Ich bin super gespannt auf den letzten Band und hoffe, dass es sich in diesem nicht mehr um die großen Liebeszweifel dreht, sondern dass Aria & Perry endlich glücklich sein können. Ich vergebe ganz knappe 5 Törtchen.

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88 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

zeitreise, portal, imogen rose, liebe, teenager

Die Portal-Chroniken - Portal: Band 1

Imogen Rose
E-Buch Text: 283 Seiten
Erschienen bei Imogen Rose, 27.08.2012
ISBN B0092Y7J40
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Buch:  
"Portal“ war eine dieser ewigen SuB-Leichen, die ich irgendwie immer wieder vergessen habe. Da ich es momentan aber irgendwie mag auf meiner Kindle-App zu lesen (Auch wenn ich immer ganz kleine Augen kriege) ;p, habe ich es einfach mal angefangen und letztendlich alles andere als bereut.
Das Cover hat mir immer schon gefallen. Ich stehe ja total auf diese Galaxie-Bilder, das Model allerdings hätte nicht unbedingt sein müssen. So habe ich mir Arizona überhaupt nicht vorgestellt und durch das Bild rutscht das Cover, meiner Meinung nach, wieder in diese „Alle gleich“-Schiene. Trotzdem ist es schön anzusehen und ich würde mich freuen die Print-Ausgabe im Regal zu haben. Ich habe hauptsächlich unterwegs und in der Schule gelesen. Fragt mich nicht warum, aber immer in den Pausen habe ich mein Handy rausgeholt und einfach alles andere ausgeblendet. Irgendwann nannte man mich nur noch Junkie. Und ehrlich gesagt war es auch so. Imogen Rose hat einen nahezu fesselnden Schreibstil, der auch Leute wie mich, die sich bei Geräuschen im Hintergrund so gar nicht konzentrieren können, gnadenlos in ihren Bann zieht. Ich weiß eigentlich nicht genau woran das lag, denn so besonders ist ihr Stil eigentlich gar nicht. Sie schreibt gut, keine Frage, aber außergewöhnlich nicht. Obwohl ich sagen muss, dass sie sich im Laufe des Buches noch wesentlich gesteigert hat. Ich liebe die Originalcover! *-* Das Buch beginnt damit, dass Arizona Stevens im Auto ihrer Mutter aufwacht, mit der sie eigentlich gar nicht klarkommt und überhaupt keine Erinnerung daran hat, wie sie dort hingekommen ist. Und von da an steht alles Kopf. Wo ist ihr Vater und wer ist der Mann, den ihre Schwester Dad nennt und der sagt, er sei ihr Vater? Warum nennt sie jeder Arizona Darley und wo zum Teufel kommt auf einmal der große Bruder her? Jap, das habe ich mich auch gefragt, denn der Anfang des Buches ist für mich einfach komisch gewählt. Der Leser hat keine Chance Arizona kennenzulernen, bevor sie in ihr neues, anderes Leben entführt wird. So hält jeder sie für eine andere und weder ich noch sie hatten einen Plan was eigentlich los war. Es wird immer verwirrender und die Autorin bleibt mit Erklärungen sehr hinterm Berg. Irgendwann schlug die Spannung bei mir dann in Frustration um, weil es einfach keinen Spaß macht ein Buch zu lesen, von dem man eigentlich gar nicht weiß worum es geht. Mit Arizona hatte ich anfangs auch meine Probleme und ich muss sagen, dass mir „Portal“ zu Beginn gar nicht gefallen hat. Die Charaktere waren mir allesamt nicht wirklich sympathisch, vor allem Arizonas Mutter erschien mir extrem selbstsüchtig. Außerdem haben Imogen Roses Charaktere ein großes Faible dafür, Dinge mit Worten wie „Später.“ Oder „Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt.“, aufzuschieben. Grr…kann ich gar nicht leiden. Mit der Zeit (ca. auf der Hälfte), den sich endlich klärenden Fragen und Kellan, kam aber endlich Spaß auf und ich konnte die Geschichte genießen. Arizona fing an überlegter zu handeln und ich hatte immer seltener das Gefühl, dass mein Kopf gleich dem Tisch begegnen muss. Später wurde sie mir sogar richtig sympathisch, wie einige andere auch. Denn erst als die Beweggründe einzelner Charaktere klar wurden, konnte ich ihr Handeln endlich verstehen. Kellan ist ein super Charakter, der Arizonas aufbrausende Art perfekt ergänzt. Der Fokus der Geschichte liegt zwar nicht wirklich auf der etwas ungewöhnlichen Liebesgeschichte, trotzdem ist sie ein schöner Bonus. Während Arizona sich diesem Leben, in dem sie alle als eine komplett andere kennen, anfängt anzupassen, versucht sie gleichzeitig herauszufinden was dort vor sich geht. Die Idee der Autorin, die allerdings erst sehr viel später klar wird, ist komplett neu, wenn auch nicht unbedingt hochkompliziert. Sie hat sich einfach diese simple Idee genommen und eine schöne Geschichte drum herum gestrickt, was ihr auch mehr oder weniger gelungen ist. Na gut, eher mehr. :) Zum Ende hin wurde es allerdings wieder etwas ruhiger, womit ich aber keine großen Probleme hatte. Ohne jetzt viel zu spoilern kann ich aber sagen, dass man von Arizona schon eine Entwicklung erwarten darf. Ihre Entscheidung am Ende hat mich wirklich überrascht und ich schätze, dass andere Autoren ihre Charaktere, der Spannung wegen, anders hätten handeln lassen.

Fazit:
Ein schönes Buch für zwischendurch, das aber definitiv Lust auf den zweiten Band macht. Ich glaube es steckt noch eine Menge Potential dahinter, immerhin sind es noch 4 Bände. Außerdem sind ja noch längst nicht alle Fragen geklärt. Wer also mal Lust auf etwas anderes hat, sollte sich "Portal" mal näher anschauen, auch wenn der Einstieg ein bisschen schwierig ist. Ich vergebe sehr gute 3/5.

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Tags: chroniken, die, equilibrium, fusion, imogen, momentu, portal, quantum, rose   (9)
 

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(623)

998 Bibliotheken, 16 Leser, 10 Gruppen, 149 Rezensionen

dystopie, liebe, fraktionen, tris, krieg

Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.12.2012
ISBN 9783570161562
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
!Achtung: Diese Rezension könnte Spoiler zum ersten Band enthalten!
Ich wusste zwar, dass es Bücher gibt, die man liebt und hasst zugleich; aber passiert ist mir so etwas noch nie- bis jetzt. Ich habe mich sehr auf  "Tödliche Wahrheit" gefreut, in der Hoffnung dass Veronica Roth eine der wenigen ist, die es schafft einen würdigen Folgeband zu schreiben.
Das Cover meines Leseexemplares ist ja leider ein bisschen verpixelt und auch sonst sieht das Ganze ja mehr nach einem halben Taschenbuch aus, aber trotzdem gefällt mir das Cover unglaublich gut. Das vom ersten Band hat mir ja auch so super gefallen und ich bin echt gespannt, wie das vom Letzten aussieht. Obwohl ich muss sagen, dass mir die Farben von "Insurgent" ein bisschen besser gefallen- das Grün hätten sie ruhig lassen können.
Die Autorin hatte ja schon immer ein Händchen dafür, Gefühle und Situationen einfach perfekt zu beschreiben, sodass der Leser nicht anders kann als sich damit zu identifizieren und mitgerissen zu fühlen. Sie bringt die Dinge einfach auf den Punkt, weiß welche Worte sie wählen muss um den Leser zu schocken, ihn zu packen und einfach in die Geschichte eintauschen zu lassen. Dieses Mal konnte sie mich sogar mehr mitreißen als im ersten Band, was natürlich daran liegen kann, dass die Geschichte diesmal viel emotionaler war, oder dass sie einfach nochmal einen Zahn zugelegt hat. Mit den Tränen kämpfen musste ich auf jeden Fall an zwei ganz bestimmten Stellen, die mir immer noch im Kopf rumspuken.
Dank dem Re-Read, das ich vorher gemacht habe wusste ich sofort wieder worum es geht und da der zweite Band nur wenige Stunden nach dem Ersten beginnt, fiel es mir umso leichter.
Tris' Wandlung war ja schon im ersten Band bombastisch, aber da ging noch einiges mehr. Von der schüchternen Altruan zur mutigen Ferox zur knallharten Unbestimmten. Das Laster, das sich in "Die Bestimmung" auf sie gelegt hat scheint sie durch ihre Schuld an Will's Tod fast zu erdrücken und auch sonst sieht es um sie herum nicht gerade rosig aus. Ich muss zugeben, dass ich mit ihr so meine Probleme hatte. Ich konnte ihr Verhalten einfach nicht verstehen; dass sie immer auf eigene Faust gehandelt hat und den Leuten einfach ins Gesicht gelogen hat. Allerdings blitzte bei mir irgendwann das Verständnis auf. Wenn man versucht sich in sie hinein zu versetzen, kann man verstehen was in ihr vorgeht. Beide Eltern verloren, den besten Freund ermordet und zugesehen wie alle Menschen die sie kennt scheinbar grundlos abgemetzelt werden.
"Ich bin müde, Tris zu sein. Ich habe schlimme Dinge getan. Ich kann sie nicht mehr ungeschehen machen und sie sind jetzt ein Teil von mir. Die meiste Zeit habe ich das Gefühl, aus nichts anderem mehr zu bestehen."
(S. 156) Bei Four/Tobias (Im Buch ist er mittlerweile ja nur noch Tobias, aber irgendwo ist er für mich immer noch Four), gab es keine wirkliche Veränderung und das ist auch gut so! Ich bin in Band 1 schon ein riesiger Fan von ihm gewesen, und ich bin froh dass er sich nicht groß verändert hat. Fahne schwenk Allerdings hatte ich einige Male, wie auch bei Tris, meine Problemchen mit ihm. Er verschweigt Tris eine ganze Menge, weswegen sie sich auch immer weiter voneinander entfernen; allerdings hat er es mehr mit der Wahrheit als Tris. Aber ich glaube dieses Direkte zeichnet ihn auch einfach aus.
Auf jeden Fall haben beide eine Menge Probleme und irgendwann habe ich einfach nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen können. Einerseits hat es mich so genervt, dass sie ihre eigenen Wege gehen, andererseits konnte ich sie mehr als verstehen. Sie beide Tragen ihr Laster mit dem sie fertig werden müssen und...argh. Diese Hassliebe zerbricht einem manchmal ganz schön den Kopf.
Im Vordergrund steht aber natürlich der Kampf von Ken gegen Altruan, was irgendwann noch eine ganze Spur komplizierter wird, da die Candor und Amite sich mehr oder weniger einmischen, was irgendwo ja auch klar war. Die ganze Story hat definitiv eine komplexere Handlung als der erste Band und vorallem einige Handlungsstränge mehr, was dem Ganzen einiges mehr an Tiefe verliehen hat.
Dass Frau Roth auch den Mut hat, liebgewonnene Charaktere einfach mal sterben zu lassen wissen wir ja nun schon, aber in "Tödliche Wahrheit" ist der Tod immer und überall. Es sterben so viele Charaktere, die ich im ersten Band sofort sympathisch fand und bei deren Tod ich dieses Mal wirklich hart schlucken musste. Alle anderen Nebencharaktere machen ebenfalls eine mehr oder weniger krasse Wandlung durch und die Grenzen zwischen Gut und Böse sind hier wirklich sehr verschwommen. Einige sind definitiv für die "Guten", andere für die "Bösen" und wiederum andere wollen einfach nur ihren Arsch retten und versuchen irgendwie am Leben zu bleiben.
Gen Ende hatte ich immer mehr das Gefühl, dass ich auf keinen Fall möchte, dass die Geschichte zu Ende geht. Ich wollte einfach weiterlesen, war total im Buch drin, als die letzten Seiten wirklich alles auf den Kopf gestellt haben. Oh mein Gott! Das hätte ich wirklich nicht erwartet und ich bin sooo unglaublich gespannt auf den letzten Band- ich glaube ich platze.


Fazit:
Eines dieser typischen Bücher, die einem im Gedächtnis bleiben weil sie so fantastisch waren. In meinem Fall aber auch mit einem bitteren Nachgeschmack. :) Ich liebe Veronica Roth und ihre super Geschichte und hoffe, hoffe so sehr, dass sie einen würdigen Abschluss bekommt. Wie soll ich es nur aushalten, bis es auf deutsch erscheint?

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877 Bibliotheken, 6 Leser, 15 Gruppen, 54 Rezensionen

vampire, bones, cat, liebe, vampir

Gefährtin der Dämmerung

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.03.2010
ISBN 9783442373819
Genre: Fantasy

Rezension:

Tja, um ehrlich zu sein war "Gefährtin der Dämmerung" nach diesem tollen Reihenstart eine echte Ernüchterung. Macht euch auf eine Mecker-Rezi gefasst.
Beim Cover ist das Ganze ja noch einigermaßen positiv. Ich bin ja wirklich ein Fan von den Büchern, deswegen gehören die Cover mittlerweile auch einfach dazu und ich finde dieses ist auch wieder ganz gut gelungen. Es gibt natürlich Cover, da kann dieses hier wenig mithalten, aber zu Cat und Bones passt es einfach. Das Original gefällt mir aber fast schon besser, da das Model Cat perfekt darstellt. Gut beim Gesicht kann man sich ja immer streiten, aber der Gesamteindruck passt in meinen Augen perfekt...obwohl ich mir ihre Haare immer dunkler vorgestellt habe.
Und jetzt geht's los. Nachdem ich von Band 1 und Band 2, abgesehen von ein paar kleinen Makeln, wirklich begeistert war, war in Band 3 nur noch wenig von dem vorhanden, was ich gewohnt war. Der Schreibstil von Jeaniene Frost ist am Anfang furchtbar steif und analysierend, dass ich den Einstieg nur sehr schwer gefunden habe. So etwas kannte ich aus den beiden ersten Bänden absolut nicht. Im weiteren Verlauf wird sie zwar wieder etwas lockerer aber dieser besondere Sarkasmus und dieses leichte Ordinäre waren fast nicht mehr vorhanden. Zwischendurch tauchte immer mal wieder der gewohnte Stil auf, aber halten konnte sie ihn leider nicht.
Bei Cat und Bones war es dasselbe. Cat ist unerwartet brav geworden, dass sie in meinem Kopf ab und zu schon in die Opferrolle gerutscht ist. Cat! Mann war ich enttäuscht: Mit den roten Haaren auch gleich der Charakter futsch.
Und wow, wer hätte das gedacht- bei Bones war die Veränderung genauso groß. Abgesehen davon, dass er irgendwann Gedanken lesen kann ,dreht er jedes Mal wenn Tate sich wieder nicht im Griff hat komplett durch und ist total ernst geworden. Für Cat hat er kaum noch Zeit und statt das irgendwelche romantischen Szenen auftauchen, bemuttert er sie bis zum geht nicht mehr. Auf der ersten Hälfte konnte der Leser nicht mal einen Kuss abstauben, dafür aber jede Menge: "Kätzchen du bleibst hier!". Na toll.
War die Story in "Kuss der Nacht" wenig spannend, hat sich Frau Frost diesesmal wieder ein bisschen mehr Mühe gegeben und der Handlung auch wieder mehr Substanz gegeben. Wodurch die Beziehung von Cat und Bones wie gesagt aber sehr gelitten hat und von diesem typischen Cat-und-Bones-Feeling nur noch sehr wenig zu spüren war.
Durch Spade, Ian & Co. konnte sie die Geschichte zwar noch ein wenig auf das alte Niveau bringen, aber durch diesen miesen Start und die ganzen fehlenden Faktoren, hat das nur wenig bringen können.
Was mich dann aber wirklich überrascht hat: Bones angeblicher Tod. Ich habe noch nie bei einem von Jeaniene Frosts Büchern heulen müssen, aber da ging es offensichtlich nicht anders. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so mitreißen könnte, aber in diesen paar Kapiteln waren die so gut beschriebenen Emotionen zurück bevor es wieder bergab ging.
Das hat an Cat und Bones Beziehung aber auch nicht viel geändert, obwohl natürlich wie erwartet eine sehr emotionale Szene kam. Die Hochzeitplanung ist durch den neuen, äußerst brutalen Feind vorerst auf Eis gelegt und durch dieses ernste Verhalten, dass beide neuerdings an den Tag legen, war an Romantik auch nicht mehr zu denken. Sonst haben die beiden jede freie Sekunde genutzt um irgendwie zusammen sein zu können (und wir reden da nicht nur von Sex) und jetzt saßen sie allein in einem kleinen, huzeligen Raum, Cat zeigt Bones ein paar hübsche Kleider und das war's. Keine Umarmung, kein Kuss kein gar nichts. Nichts was irgendwie typisch für die beiden gewesen wäre.
Der natürlich große Kampf am Ende war dann wieder mehr nach dem alten Muster, das endgültige Ende meiner Meinung nach aber viel zu schnell abgehakt. Allgemein finde ich, dass sich die Autorin dieses Mal mehr auf Gewalt und brutale Szenen konzentriert hat, als in den Bänden davor. Auch üble Folterszenen bleiben einem nicht erspart, davon gab es aber zum Glück nicht viele.

Fazit:

Die Rezi ist vielleicht ein bisschen tüddelig geworden, aber ich hoffe dass meine Meinung ungefähr deutlich geworden ist. "Gefährtin der Dämmerung" konnte mit den beiden Vorgängern leider nicht mithalten, hatte aber trotzdem das gewisse Etwas an sich. Schließlich war es nicht ein komplett anderes Buch, sondern immer noch ein Band der Reihe um Cat und Bones, weshalb ich ihn ja nicht schlecht im Sinne von einem miesen Buch fand, sondern schlecht für die eigentlichen Verhältnisse der Autorin. Deshalb gibt es von mir sehr, sehr gute 3,5 Törtchen, die schon mehr 4 als 3 sind. :p

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Tags: at, bones, cat, dämmerung, der, end, frost, gefährtin, graves, grave's, ian, jeaniene, spade, vlad   (14)
 

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118 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

thriller, stalking, jugendbuch, angst, liebe

Und keiner wird dich kennen

Katja Brandis
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 28.01.2013
ISBN 9783407811301
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:

Ja es ist ein Thriller. :) Viele, die meinen Blog schon länger lesen, wissen dass ich Fantasy praktisch zum Atmen brauche, aber ab und zu kommt auch mal ein Thriller vorbei. So wie jetzt. Ich war mir zuerst unsicher, ob ich an der Aktion teilnehmen sollte, weil ich nicht gedacht hätte dass mir das Buch gefällt. Aber als ich dann den Klappentext gelesen habe, war das Interesse geweckt und um ehrlich zu sein, fühle ich mich mit diesem Thema sehr verbunden.
Als das Buch dann endlich ankam war mein erster Gedanke: Es ist so was von pink! Aber irgendwie gefällt es mir. Begründen kann ich es nicht wirklich, es passt einfach. Maja in der Mitte, die ein bisschen verloren und fehl am Platz wirkt, wie sie sich ja auch fühlt.
Den Einstieg in dieses Buch findet man relativ schnell. Die Autorin hat eine sehr rasante Art zu schreiben und zieht den Leser mitten ins Geschehen, was bei den Ereignissen nicht immer leicht war. Oftmals haben mich einige Situationen wirklich mitgenommen, vorallem gen Ende. So viele Gefühle, die dem Leser vermittelt werden und das ja hauptsächlich negativ. Da ist es also kein Wunder, dass man abends nach dem Lesen teilweise noch wach lag und nur den Kopf darüber schütteln konnte und versucht hat, das Buch aus dem Kopf zu kriegen.
Mit Maja war es dann so eine Sache. Am Anfang konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren, habe bei all ihren Entscheidungen nur Nicken können und habe mit ihr gefühlt. Die Brücken komplett hinter sich abbrechen zu müssen, einen neuen Namen zu bekommen und überhaupt ganz neu anzufangen, muss mehr als hart sein. Ich finde den Umständen entsprechend hat sie sich wirklich gut geschlagen, doch als das ganze auf ihren Freund Lorenzo fokussiert wird und sie ihre "verhängnisvolle Entscheidung" trifft, war ich mehr als schockiert. Ein Mann, der wirklich mehr in die Klapse als auf die Straßen gehört, will deiner Familie etwas antun, sich rächen und hat euch mit dem Tod gedroht. Um ihm nicht vollkommen ausgeliefert zu sein musst du eine komplett andere Identität annehmen und sogar deinen Freund verlassen. Was wäre einem wohl wichtiger? Der Freund oder deine Familie? Für mich persönlich war die Antwort klar, trotz vielleicht schwankendem, pubertätsbedingtem Hormonhaushalt. Deshalb konnte ich Majas Entscheidung absolut nicht verstehen und noch weniger, dass sie die Folgen nicht geahnt hat, oder wenigstens darüber nachgedacht hat.
Zum Ende hin, dem großen Showdown sozusagen, konnte ich sie aber nicht nicht mögen. Und im Endeffekt denke ich, wollte die Autorin ihren Charakter einfach nur menschlicher machen, denn Menschen machen ja bekanntlich eine Menge Fehler.
Zwischendurch gibt es immer einen Sichtwechsel zu Robert Barsch, dem Stalker der Familie. Sofort wird klar, dass Robert psychisch wirklich weit ab von "normal" ist. Er hat Gedanken, bei dem sich mir die Nackenhaare aufgestellt haben und ich am liebsten Majas Familie gepackt und sie irgendwo am Nordpol versteckt hätte. Dieser Mann konnte einem wirklich Angst einjagen und passt absolut in das Bild, was man aus Majas Erzählungen über ihn bekommt. Nächtliche Telefonanrufe, absolute Kontrolle, Gewalt, Stalking und all diese schrecklichen Dinge passten genau zu ihm.
Während Maja sich auf dünnem Eis bewegt und Robert eifrig am suchen ist gab es immer Momente, wo ich dachte: Jetzt ist es aus, endgültig. Ich war mir sicher, dass er sie irgendwann finden würde und ich wollte mir gar nicht ausmalen, was dieser kranke Kopf dann tut. Ich kann gar nicht mal annähernd beschreiben, wie einen dieses Buch mitnimmt und wie sehr man sich einfach die Decke über den Kopf ziehen möchte um dieses Gefühl loszuwerden, dass man beobachtet wird. (Hey, ich habe ein Zimmer unter'm Dach)
Das Ende allerdings war zwar nicht unrealistisch, aber ich glaube die Autorin wollte da ein bisschen mehr auf Dramatik setzen. Ich finde diese Handlung hat einfach nicht zu Robert Barsch gepasst und deshalb kam mir das Ende ein wenig unpassend für die Geschichte vor. Dass Robert Majas Bruder entführt und im Endeffekt erschossen wird, erschien mir irgendwie zu unreal.
Trotzdem gibt das Ende irgendwo einen guten Abschluss und wir Leser müssen ja auch unseren Frieden bekommen. ;)

Fazit:

Ein wirklich sehr gutes Buch über das ich hier wirklich nur annähernd schreiben konnte. Ich habe noch so viele Gedanken in petto, die die Rezi allerdings zu einem Roman machen würden. Aber so grob zusammengefasst wäre das wohl ein Großteil von dem, was ich von "Und keiner wird dich kennen" denke. Ich habe es sehr gern gelesen und bin froh, doch an der Aktion teilgenommen zu haben. Von mir gibt es 4,5/5 Törtchen und ich hoffe bald noch mehr von der Autorin lesen zu können.

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Tags: angst, brandis, dich, familie, flucht, gefühle, gewalt, hass, katja, keiner, kennen, leben, liebe, macht, stalking, terror, und, wird   (18)
 

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(8.466)

10.129 Bibliotheken, 110 Leser, 11 Gruppen, 558 Rezensionen

erotik, liebe, sex, bdsm, ana

Shades of Grey - Geheimes Verlangen

E. L. James , Andrea Brandl , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.07.2012
ISBN 9783442478958
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Zum Buch:

Eigentlich hatte ich nie vor dieses Buch zu lesen. Warum auch? Ein Porno. Bäh. Das zumindest habe ich mir gedacht, aber als eine Klassenkameradin anfing davon zu erzählen und danach noch mehr folgten, wollte ich es wissen. Das, was ich bisher gehört hatte, ging mehr in die Richtung "Twilight-Abklatsch", "Papierverschwendung" und "Billiger SM Kram". Dann habe ich wiederum auch sehr positive Rezis gelesen und habe mir gedacht, wenn ich mir das Buch ausleihe und es mir nicht gefällt, ist es ja halb so schlimm. Und im Endeffekt hat mich das Buch dann doch sehr überrascht. Auf der einen Seite; auf der anderen sieht es ziemlich düster aus.
Wer kennt es nicht? Das Cover mit der roten Blume vorne drauf und dem weißen Kreis, der stolz den Titel "Shades of Grey" trägt. Ich bin was sowas angeht ja eigentlich überhaupt nicht verklemmt, aber immer, wenn ich im Laden an dem Buch vorbeiging, bin ich rot geworden und habe schleunigst das Weite gesucht. Das nächste Mal wird man mich eher mit dem Ding zur Kasse latschen sehen. Ich persönlich mag das Cover sehr und hätte bei so einem Buch eher mit einem nackten Po gerechnet, der auf dem Cover prangt...davon gibt es ja schon genug. Auch das Original kennt wahrscheinlich jeder, obwohl ich finde dass das Ganze ein wenig lieblos aussieht. Naja, passt ja irgendwo auch.
Weiter im Text wurde ich von einem so lockeren Schreibstil begrüßt, dass ich, obwohl ich einen Haufen Tests und Arbeiten vor mir hatte, "Shades of Grey" relativ schnell gelesen habe. Teilweise sind wirklich nervige und häufige Wortwiederholungen drin und es schien mir, als wäre der Wortschatz der Autorin nicht sonderlich groß, doch das hat dem ganzen irgendwie keinen Abbruch getan. Trotzdem flogen die Seiten mit Warp 9 davon und ich bin überrascht wie angenehm der Stil war. Außerhalb der Sex-Szenen wirklich kaum ordinär, wenigstes nicht so, dass es gestört hat. Gut, wenn Christian mal wieder einen Anfall von "Ich schlafe nicht mit dir; ich ficke dich. " hatte, war es teilweise schon ein wenig primitiv, auch so dass ich dachte: Junge, wir haben's verstanden!
Dass Anastasia Bella 2.0 sein soll, habe ich schon oft gehört und ich muss zugeben, dass gewisse Parallelen einfach nicht zu übersehen sind. Als Christian ihr das erste Mal begegnet lässt die Gute den Recorder gleich drei Mal fallen und beim Eintreten in sein Büro, macht sie zu erst einmal Bekanntschaft mit dem Fußboden. Manchmal war mir das Ganze auch echt zu viel. Mag ja sein, dass sie zwei linke Hände und Füße hat, aber deswegen muss man sich doch nicht aufführen wie der letzte Volltrottel, vorallem nicht, wenn man sich in seiner Freizeit das Bett Spielzimmer mit jemandem teilt. Teilweise einfach zu viel und echt anstrengend. So konnte sie schonmal nicht punkten; klar dass sie Christian als die perfekte, unterwürfige Spielgefährtin vorkommt, die er sucht. Dass sie das aber eigentlich gar nicht ist, fällt ihnen erst später auf. Aber ich frage mich, wo sie denn bitte nicht unterwürfig ist. Viele andere Frauen hätten ihm was gehustet, wenn er mit "Du gehörst versohlt!" angekommen wäre. Nein, Ana nicht. Sie ist ja so unsagbar von diesem sexy Kerl und seinem düsteren und gefährlichen Lebensstil fasziniert, dass sie Dinge tut, die sie gar nicht will. Und vorallem dieser Sex ohne Liebe, ging mir einfach nicht in den Kopf. Aus Anas Gedankengängen wird glasklar was sie will und das ist ganz sicher genau das Gegenteil von dem, was Mr. Grey sich vorstellt. Also warum zum Teufel lässt sie sich so unterbuttern? Ich konnte sie da wirklich nicht verstehen...
Man könnte jetzt meinen, Lisa wäre total dagegen, was diese Art der Beziehung von Christian und Ana angeht und irgendwo stimmt es ja auch. Sex ohne Liebe ist für mich schlichtweg falsch, ob nun Blümchensex oder die härtere Variante ist egal. Auf der anderen Seite, war das Ganze unglaublich faszinierend und die Beziehung der Beiden außerhalb des Schlafzimmers, hat mich dann doch an das Buch fesseln können. Die SM-Schiene, wo von ich ja nun gar keine Ahnung hatte, fand ich jetzt nicht irgendwie abschreckend und allzu pervers. Es gab ein paar Szenen, die schon ein wenig grenzwertig waren, aber das Buch ist ja nicht umsonst ein Porno. Zumindest nicht so, dass Anas innere Göttin mit dem Pom Pom schwingen aufgehört hätte. Darauf geht die Autorin sehr deutlich ein, weswegen der eine oder andere Lacher auch nicht ausblieb.
Der werte Mr. Grey ist ein ziemlich schwieriger und vorallem gestörter Charakter; was aufgrund seiner Kindheit auch zu erwarten war. Und da die Fans aus meiner Klasse mich schon ordentlich gespoilert haben, tut er mir eigentlich nur leid. Obwohl ich ihn irgendwo auch interessant, sogar sympathisch fand; aufgrund dessen, dass er sich ja Mühe gibt. Nur irgendwo ist es einfach nicht genug und vorallem tut er Ana nicht gut.
Das Ende war dann ja mal ein echter Knaller und ihr könnt gar nicht glauben wie ich mich gefreut habe: Anastasia, du bist ja doch nicht verloren!

Fazit:

Wer hätte gedacht, dass mir so eine Art von Buch gefallen kann. Auf der einen Seite hat es mir wirklich gut gefallen, auf der anderen ging Ana mir wirklich auf die Nerven und einige der SM- Szenen waren einfach nicht meins. Kurz gesagt: Die Hälfte des Buches ist nicht ganz so super, die andere jedoch wirklich gut. Und da das Ganze nunmal Hälfe Hälfte ist, gibt es auch 2,5 Törtchen für "Shades of Grey"

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Tags: ana, anastasia, christian, grey, liebe, of, porno, sex, shades, sm, vertrag   (11)
 

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(3.643)

4.766 Bibliotheken, 20 Leser, 9 Gruppen, 157 Rezensionen

liebe, analphabetismus, nationalsozialismus, kz, schuld

Der Vorleser

Bernhard Schlink
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.01.2009
ISBN 9783257060652
Genre: Klassiker

Rezension:

Zum Buch:

Jetzt endlich mache ich mich auch mal an die Rezi zu "Der Vorleser" und muss gestehen, dass ich absolut keine Notizen zu diesem Buch habe. Außerdem ist es schon ein Weilchen her, dass ich das Buch gelesen habe; die Rezi könnte also ein bisschen schwammig werden. Nehmt's mir bitte nicht übel. :)
"Der Vorleser" war für mich immer ein Buch, dass ich lesen wollte, weil ich das Filmplakat gesehen habe. Den Film habe ich noch nie gesehen, aber hey, es ist Kate Winslet; Buch muss ich lesen. Ich bin ehrlich gesagt total blind an das Buch herangegangen und als mich dann wirklich damit auseinandergesetzt habe, fingen die Zahnräder an zu rattern. Ich weiß es ist schrecklich, dass ich auf diesem Weg Interesse an dem Buch bekommen habe, aber ich bin froh überhaupt darauf aufmerksam geworden zu sein.
Ich glaube bei Bernhard Schlinks Roman achtet nicht wirklich jemand auf das Cover, ich meine bei solch einem Inhalt- wie soll man dazu ein passendes Cover gestalten? Dennoch muss ich sagen, dass die Version rechts mir einfach unheimlich gut gefällt. Das Cover von "The Reader" hat einfach etwas an sich, was die deutsche Version uns meiner Meinung nach nicht bietet. Vielleicht ist es die Atmosphäre, die das Cover ausstrahlt, denn unsere Version scheint mir doch etwas "fröhlicher", als die von "The Reader".
Mit dem Klappentext auseinander gesetzt, wusste ich eigentlich überhaupt nicht mehr, was ich von diesem Buch erwarten sollte und ehrlich gesagt auch nicht, wie ich mich während des Lesens fühlen sollte. Ich muss zugeben, dass Hitler im Geschi-Unterricht so ziemlich an mir vorbeigerauscht ist; aus Desinteresse ganz sicher nicht, eher weil diese ganze Zeit einfach nur schrecklich war und ich das Thema schnell hinter mich bringen wollte. Aber dieses Buch hat mir die Grausamkeit noch einmal gründlich vor Augen geführt.
Bernhard Schlink hat in seinem Buch einige Fragen gestellt, die ich nie wirklich ausformulieren konnte. Ich kann es einfach nur damit vergleichen, dass man sich manchmal vorzustellen versucht, wie es wäre, wenn wir nicht existieren würden. Wie wäre es dann mit der Zeit? Was gäbe es dann? Mir wird dann immer ganz schwummrig und komisch und so ging es mir eben auch mit den Fragen, die sich der Autor hier gestellt hat. Teilweise schreibt er wirklich sehr schön und ich habe "Der Vorleser" sehr gern gelesen, doch dann gab es wieder ultralange Bandwurmsätze und Stellen, die sich unendlich zogen.
Mit Hanna und Michael könnte man sich hier natürlich stundenlang auseinander setzen, doch ich glaube, wir können das Alles gar nicht nachvollziehen. Vorallem nicht, was in Hanna vorging. Ich persönlich habe diese Frau am Anfang nur gehasst und jedes Mal, wenn sie wieder eine ihrer Launen hatte, habe ich mich gefragt, ob sie eigentlich noch ganz richtig im Kopf ist... Erst später, als man erfährt was wirklich mit ihr los ist, konnte ich ihr Verhalten verstehen, aber sicher nicht nachvollziehen. In der heutigen Zeit kann ich für das, was sie getan hat, absolut kein Verständnis aufbringen. Mein Gott wie denn auch? :o Und damit meine ich nicht den Sex mit Michael.
Michael ist sowieso ein komischer Kerl. Am Anfang freut er sich einfach nur darauf, dass er mit einer älteren Frau mehr oder weniger zusammen ist; dass die aber richtig Dreck am Stecken hat, ahnt er nicht. Mir kam er wie der typische Jugendlich vor, der seine Jugend auslebt und es einfach nur aufregend fand, Hanna als sein "Geheimnis" zu betrachten. Obwohl ich ja zugeben muss, dass er sich später auch ernstere Gedanken um ihre sogenannte Beziehung macht, aber so wirklich in die Hufe kommt er nicht.
In "Der Vorleser" gibt es so einige und vorallem große Zeitsprünge, sodass man Michael später als Erwachsenen und Hanna als alte Frau wiedersieht. Ihre Beziehung hat sich natürlich sehr verändert und vorallem das Ende hat mich mehr als schockiert. Mit ein paar Sätzen und einem einfach Telefonanruf konnte Schlink mich komplett aus der Bahn werfen- und dann war das Buch auch schon vorbei. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich noch eine ganze Weile mit offenem Mund da gesessen und auf das Buch gestarrt habe. Mit so einem Ende hätte ich niemals gerechnet und ich kann es eigentlich auch nicht so recht verstehen. Warum gerade jetzt? Vielleicht aus Selbstbestrafung? Natürlich wäre dieses Buch reichlich unglaubwürdig gewesen, wenn das ganze Richtung Happy-End gewandert wäre. Wir alle wissen ja, wie es geendet hat.

Fazit:

Ein Buch, dass man nach dem Lesen nicht einfach aus der Hand legen und abhaken kann. Michael und vorallem Hanna haben mir noch lange im Kopf herumgespukt und wollten von mir verstanden werden. Alles in Allem, hat mir "Der Vorleser" ganz gut gefallen. Doch letztendlich muss ich zugeben, dass die ganze Thematik im Endeffekt nicht wirklich etwas für mich ist.

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645 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 80 Rezensionen

dystopie, liebe, eve, flucht, seuche

Eve und Caleb - Wo Licht war

Anna Carey , Claudia Max
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2013
ISBN 9783785571033
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:

Enttäuschung oder nicht? Auch jetzt, wo ich endlich die Rezi zu "Eve & Caleb" schreibe, habe absolut keine Ahnung. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich von Anfang an eine eher mittelmäßige Dystopie erwartet habe, und dafür war sie recht gut. Für aber die ganz normale Bewertung, war's nur so Ulala.
Ein Kreis. Das war das Erste, was ich bei diesem Cover gedacht habe. Gut, da sind noch ein paar hübsche Blättchen und Zweige im Hintergrund, aber sonderlich aufregend ist das nicht. Trotzdem gefällt mir das Cover; es muss ja nicht immer viel sein. Das Original passt zwar besser zum Buch, aber der Titel ist einfach nur...hässlich; was anderes fällt mir dazu nicht ein. Im Großen und Ganzen aber sind beide Cover keine Totalkatastrophen, reißen mich aber auch nicht wirklich vom Hocker.
Da der Klappentext für mich ein wenig nach 0815 klang, habe ich mich auf so ein typisches Zwischendurch-Buch eingestellt. Es gibt so viele Dystopien und nur wirklich wenige, die einem im Gedächtnis bleiben und die die Menge begeistern.
Anna Careys Schreibstil war an sich sehr flüssig zu lesen und obwohl die Geschichte teilweise wirklich fiese Langeweile-Phasen hat, konnte sie den Leser immer ein Stück weit fesseln. Mir persönlich hätten aber ein paar detailliertere Beschreibungen ganz gut getan, denn diese grausige Welt, die sie erschaffen hat, konnte ich mir nur in Teilen vorstellen. Berühren konnte mich der Schreibstil nicht so, wie bestimmte Situationen es vielleicht verlangt hätten. In der Geschichte wird der Leser sehr viel mit dem Tod konfrontiert und dafür, dass sehr viele Menschen im Buch sterben oder leiden, waren für mich leider zu wenige Emotionen dabei.
Die Welt, in der Eve lebt, ist im wahrsten Sinne wieder zur Natur geworden. Alles ist übererwuchert, die Straßen kaum noch zu sehen und die Häuser alle vollkommen verrottet. Ich muss sagen irgendwo hat mir diese Welt gefallen, doch das nur, wenn man den schrecklichen Hintergrund vergisst.
Eve war von Anfang an in richtiges Blondchen. Sie dümpelt einfach durch ich kleines, perfektes Leben in der Schule und glaubt sofort alles, was man ihr sagt. Es ist natürlich klar, dass sie total hilflos ist, sobald sie in die Wildnis flieht. Aber dass sie SO naiv durch die Gegend läuft und ihr fast die Augen aus dem Kopf fallen, als sie zum ersten Mal einen Mann sieht und dazu fast einen Anfall bekommt- nach Hühnereiern fragt, wenn jemand vom männlichen Geschlechtsteil redet- war dann doch zu viel. Und ich glaube, mich hat auch die Tatsache massiv gestört, dass Arden, die mit Eve flieht, viel besser in der neuen Umgebung klar kommt als Eve. Neben Arden und später auch Caleb wirkt sie einfach nur wie ein kleines, verlorenes Kind, was sie irgendwo ja auch ist.
Warum Caleb sich im Endeffekt auch in Eve verliebt hat, kann ich nicht verstehen. Eve ist auf der anderen Seite unglaublich aufopferungsvoll und das nicht auf die lächerliche Art und Weise. Sie ist im Herzen einfach ein guter Mensch und das hat ihr im Endeffekt auch ein bisschen Sympathie eingehandelt. Aber in dieser Welt, wäre Arden einfach die bessere Partnerin für Caleb.
Die Liebesgeschichte an sich, wahr eher noch ein deutlicher Spross, statt einer Blüte. In diesem Band passiert noch nicht sonderlich viel und Eve lässt sich mit der neuen Spezies Mann auch ordentlich Zeit. Ich muss sagen dadurch, dass ich Calebs Liebe zu Eve einfach nicht verstehen konnte, wirkte die Beziehung auf mich nicht sonderlich authentisch. Es war zwar eine süße Liebelei, für mich jedoch ohne richtigen Tiefgang.
Die Nebencharaktere, so wie Caleb und Arden hatten für mich allesamt mehr Charakter als Eve als Protagonistin. Ich glaube, wäre Arden die Protagonistin gewesen und Eve an Ardens Stelle, dann hätte das Buch bei mir um einiges besser abgeschnitten.
Die Handlung war an sich nicht sonderlich abwechslungsreich und ich komme nicht umhin, "Eve & Caleb" mit anderen Büchern zu vergleichen. Und wenn ich das Buch mit Büchern vergleiche, die ihm wirklich sehr ähnlich sind, zieht "Eve & Caleb" immer den Kürzeren. Das Ende jedoch war dann schon ein wenig überraschend und ich werde mich, vorher noch leicht unentschieden, jetzt wohl doch an Band 2 machen.

Fazit:

"Eve & Caleb" war ein nettes Buch für Zwischendruch, mit einigen Ecken und Kanten. Eve ging mir, kurz gesagt, nur auf den Keks und wären die Nebencharaktere nicht da gewesen, wäre das Buch ganz schon langweilig geworden. Die Geschichte an sich war ebenfalls eher durchschnittlich, aber ich glaube sonderlich viel Potential gibt es da auch nicht mehr. Ich bin mal gespannt was die Autorin aus Band 2 gemacht hat und vielleicht ist sie ja noch für eine Überrachung gut. Von mir gibt's insgesamt 3/5 Törtchen.

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Tags: anna, arden, caleb, carey, dystopie, eve, eve & caleb, sand, seuche, stadt, tod   (11)
 

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(293)

556 Bibliotheken, 1 Leser, 9 Gruppen, 109 Rezensionen

hexen, internat, fantasy, vampire, hex hall

Hex Hall - Wilder Zauber

Rachel Hawkins , Michaela Link
Flexibler Einband: 295 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 05.07.2010
ISBN 9783802582394
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:

So, endlich mache ich mich auch mal an die Rezi zu "Hex Hall". Unter dem Buch habe ich mir eigentlich etwa ganz anderes vorgestellt; ich kann nicht genau sagen was, aber irgendwie entsprach das Buch nicht ganz dem, was ich erwartet habe. Was nicht heißen muss, dass ich es schlecht fand.
Das Cover von "Hex Hall" hat mich allerdings schon immer begeistert. Ich habe mich zwar nie so richtig dazu aufraffen können das Buch zu lesen, aber immer wenn ich mal wieder durch Weiland gehuscht bin und das Cover gesehen habe, musste ich es mir eine Weile ansehen. Ich finde es einfach toll. Reicht das irgendwie...? :) Dann habe ich noch zwei weitere Cover gefunden. Das Linke ist mir schon öfter unter die Augen gekommen und ich muss sagen, es erinnert mich irgendwie sehr an die Geschehnisse in "Hex Hall". Vorallem natürlich Sophies Spiegelbild im Wasser. Ich finde es genauso schön wie unser Cover und hätte auch kein Problem damit gehabt, wenn sie es übernommen hätten. Dann habe ich noch eins gefunden und ich muss zugeben, dass mir die Schatten der Mädchen erst jetzt auffallen, hehe. Zuerst schien es mir ein bisschen einfallslos: drei Model-Mädchen und ein ganz netter Hintergrund. Aber ich muss sagen durch die Schatten gefällt es mir irgendwie besser; so oder so finde ich eigentlich alle drei Cover nicht gerade unansehnlich, obwohl mir das Linke glaube ich am besten gefällt.
Mit den Covern bin ich endlich durch und kann zu dem kommen, was ja eigentlich interessant ist.
Lange konnte ich den Schreibstil von Rachel Hawkins in meinem Kopf nicht richtig zuordnen. Mal schien er mir etwas sehr steif, auf der nächsten Seite dann aber angenehm locker. Insgesamt ließ sich "Hex Hall" gut lesen, aber in einem Rutsch durchlesen könnte ich es glaube ich nicht, was vielleicht auch daran lag, dass die Spannung ewig nicht richtig aufkommen wollte. Welche Sätze mir auch sehr stark ins Auge fielen waren welche wie "Ich fluche innerlich ganz böse Worte." oder "In Gedanken stoße ich furchtbare Worte aus und bin selbst überrascht, dass ich solche überhaupt kenne." Mich persönlich haben diese Sätze furchtbar gestört. Was ist so schlimm daran "Scheiße", "Arschloch" und so weiter zu sagen? Ich glaube kein Leser wäre sonderlich schockiert diese Worte oder auch "ganz, ganz Böse" zu lesen, mir kam das ein wenig albern vor.
Zu Sophie habe ich am Anfang keinen wirklich Zugang gefunden und trotz Ich-Perspektive blieb sie mir irgendwie fremd. Erst Mitte des Buches konnte ich anfangen mir überhaupt eine Meinung über sie zu bilden und die war eindeutig positiv. Obwohl sie das ganze Buch über zwar nicht wirklich oberflächlich war, aber auch keine wirkliche Tiefe hatte, war sie mir doch ganz sympathisch; vorallem am Ende war ich doch positiv überrascht. Zwar gibt es noch eindeutig Verbesserungspotential, aber für den Anfang war das schon okay. Vielleicht überrascht sie uns ja in Band 2.
Die anderen Figuren waren in der Tiefe und Bildhaftigkeit ihre Charaktere seeehr unterschiedlich. Während ich mir von Archer leider so gar kein Bild machen konnte und mich noch nicht einmal dieses eigentlich schockierende Ende überraschen konnte, fand ich Jenna einfach wundervoll. Ja, wundervoll trifft es wirklich und mehr kann ich auch gar nicht sagen. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und freue mich schon sehr wieder von ihr zu lesen. Gut, dann waren das noch die typischen Highschool-Zicken, aber abgesehen von Elodie haben die auch nicht viel hergegeben. Rachel Hawkins hat sich sehr deutlich unterschiedlich intensiv mit ihren Charakteren befasst, was ich jetzt nicht unbedingt schlimm finde. Man sieht über wen sie sich besonders viele Gedanken gemacht hat, denn das spiegelt sich eindeutig in den Charakteren ihrer Figuren wieder.
Natürlich darf ein bisschen Liebes-Geplänkel auch nicht fehlen, aber mehr als ein heftiges Geschmachte von Sophie und hier und da einem kleiner Flirt von Archer gibt es nicht. Zu einem Kuss kommt es zwar, doch der hat leider nicht ganz so schöne Folgen, weshalb ich den jetzt einfach mal nicht zu den sonderlich romantischen Dingen zähle.
In die Geschichte an sich hatte ich leider einen sehr schweren Einstieg. Irgendwie zog sich der Anfang sehr und ich habe nie mehr als 2-3 Kapitel am Stück gelesen. Als Sophie allerdings in Hex, eigentlich Hecate, Hall angekommen ist nimmt die Story an Fahrt auf, aber auch noch nicht wirklich. Die Geschichte dümpelt eher so vor sich hin, mit kurzen Spannungseinlagen. Auch die großen Geheimnisse, die es eigentlich wirklich in sich haben, werden nicht mit genug Wumps gelüftet...deswegen war es immer ein kurzes "Ooh!" statt einem richtigen "Oh mein Gott!! :o"
Wie bei vielem was "Hex Hall" angeht konnte ich mich in die Geschichte erst richtig am Ende einfinden und die wirklich, echte Spannung findet sich auch erst in den letzten paar Kapiteln wieder. Im großen Ganzen war bei diesem Buch einiges verschoben, aber da mich das Ende dann doch sehr neugierig gemacht hat, werde ich an Band 2 wohl nicht vorbeikommen.

Fazit:

"Hex Hall" ist eines dieser typischen Zwischendurch-Bücher. Ganz nett, aber nicht sonderlich herausragend. Es gibt schon ein paar optimierungsbedürftige Dinge, aber ich vergebe noch 3,5 Törtchen, weil es mir im Endeffekt ja schon gefallen hat. Dem zweiten Band werde ich definitiv eine Chance geben.

  (4)
Tags: archer, dämonen, elodie, hall, hecate, hex, hexen, jenna, rat, schule, sophie, vampire, werwölfe   (13)
 

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(598)

1.310 Bibliotheken, 17 Leser, 6 Gruppen, 126 Rezensionen

flucht, thriller, liebe, jugendbuch, escape

Escape

Jennifer Rush , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2013
ISBN 9783785575161
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:
Nachdem ich diesen wunderbar tollen Klappentext gelesen habe, musste ich das Buch unbedingt lesen; das Cover tat sein Übriges. Und obwohl ich ja eigentlich kein wirklicher Thriller- und Krimifan bin, wollte ich es mit "Escape" einfach mal versuchen. Und holla die Waldfee, enttäuscht wurde ich nicht.
In das Cover habe ich mich sofort verliebt; ich weiß nicht wieso, denn es sind ein einfacher Baum, ein schlichter Titel und Baumstämme im Hintergrund. Aber ich finde es hat einfach etwas an sich, das ich es mir stundenlang ansehen könnte ohne mich zu langweilen. Das Original kann sich aber hust auch sehr gut sehen lassen. Die Äste sollen wahrscheinlich eine Anspielung auf Sams Tattoo sein, weshalb nahe liegt, dass dieser nackte Oberkörper auch zu ihm gehört.
Beide Cover sind auf ihre Weise sehr, sehr gut gelungen; aber auch die Titel an sich sind ziemlich treffend gewählt: "Flucht" und "verändert". Perfekt!
Natürlich konnte ich es nicht abwarten das Buch zu lesen, obwohl ich ja eigentlich "nur mal" anlesen wollte. Gut, die ersten 60 Seiten lagen hinter mir, da musste ich das Buch natüüürlich auch weiterlesen. :o)
Jennifer Rush hat einen sehr bildhaften Schreibstil. Sie hält sich nicht lange mit Beschreibungen auf, sondern nennt konkrete Merkmale, sodass der Leser eine sehr gute Vorstellung bekommt; für eigene Fantasien aber definitiv noch viel Raum hat. Von Anfang an hat sie ein sehr hohes Tempo und schafft es, ihr Buch bis kurz vor der Mitte wahnsinnig spannend zu gestalten. Am Übergang zur zweiten Hälfte allerdings, schleichten sich einige Längen ein, weshalb der Lesefuss leider ins Stocken geriet. Allerdings nimmt sie den Faden schnell wieder auf und nach den nervigen, langen Autofahrten, geht es genauso spannungsgeladen und flott weiter.
Die Autorin kommt außerdem mit sehr wenigen Charakteren aus. Neben den fünf Hauptcharakteren, gibt es vielleicht nur vier weitere, die nennenswert wären. Man könnte jetzt denken, dass dabei schnell Langeweile aufkommt, doch ich denke, es war eher das Gegenteil. Dadurch dass Jennifer Rush ihren Figuren so viel Tiefe verliehen hat, war die ganze Geschichte alles andere als oberflächlich. Jeder Charakter hatte Eigenschaften die man mögen, oder eben hassen konnte. Aber es war nie so, dass man keine Meinung hatte, weil eben niemand so farblos war, dass man ihn als "ganz nett" abstempeln konnte.
So. Als ich Anna aus der Ich- Perspektive kennengelernt habe, konnte ich mich sofort in die hineinversetzen. Es ist erstaunlich wie sehr und ich wage zu behaupten, dass ich in fast jeder Situation genauso wie sie gehandelt hätte. Anna ist eigentlich kein sonderlich komplizierter Charakter, aber definitiv eine Träumerin. Man kann sie nicht direkt schüchtern nennen, denn bei Fragen ist sie sehr direkt und fragt, egal ob es passt oder nicht, immer das, was ihr durch den Kopf geht. Das war mir total sympathisch, da ihm selben Moment oft etwas wie "Nein, Anna, du denkst immer noch nicht nach" von ihr kam. Ansonsten hatte ich das Gefühl, dass sie sich anfangs eher im Hintergrund hält, was aber mit den Verwirrungen, Rätseln und Dingen, die sich als Lügen entpuppen, komplett anders wird. Sie macht schon im ersten Band eine unglaubliche Wandlung durch, was naja, aufgrund der Dinge, die sie erfährt auch nicht anders zu erwarten war.
Bei Sam, Trev, Cas und Nick ist von allem etwas dabei. Da hätten wir den verschwiegenen Bad Boy, den Kindskopf, den Arsch Fiesling und den Vertrauten. Das in dieser Gruppe nicht alles ganz koscha ist wird erst später klar, aber mehr verrate ich jetzt besser nicht.
Um es kurz zu machen. Alle vier sind mir unheimlich ans Herz gewachsen, sogar Nick. Sie haben alle ihre Charakterzüge, mit denen sie einfach perfekt in die Geschichte passen.
Die Geschichte an sich fängt ganz harmlos an und wird vor Lügen, Verwirrungen und Entdeckungen immer komplizierter. Es dauert eine Ewigkeit, bis aus den ganzen, im wahrsten Sinne, Rätseln, irgendeine Idee entstehen kann. Wenigstens eine Ahnung in welche Richtung das alles gehen soll. Im Endeffekt war alles an Vermutungen für die Katz' und ich saß mit offenem Mund da, frei nach dem Motto: "Wow, so kann's auch gehen."
Jennifer Rush hat sich da wirklich ein paar ganz wundervolle Überraschungen ausgedacht, mit denen ich niemals gerechnet hätte. "Escape" hat aber trotz des Thriller-Genres eine tolle Atmosphäre, die dem ganzen schon ein wenig Fantasyfeeling gegeben hat. Ich glaube das war auch der Grund, weshalb mich das Buch so unglaublich fesseln konnte, als Nicht-Thriller-Fan.
Brutalität spielt sicher auch eine Rolle. Ich wusste nicht, wo dieser Punkt hinpasst, deswegen kommt er jetzt einfach mal ans Ende. :)
Richtig brutal ist das Buch sicher nicht, hebt sich aber schon von anderen Büchern dieser Art ab. Aber da Gewalt in "Escape" nunmal definitiv mit im Vordergrund steht, ist auch nichts anderes zu erwarten. Mich hat's nicht gestört, ist allerdings eine Sache, die mir aufgefallen ist.

Fazit:

"Escape" hat mich definitiv überrascht. Ich bin mit ziemlich hohen Anforderungen an dieses Buch herangegangen und wurde nicht enttäuscht. Zwischendurch zog sich die Geschichte zwar ein wenig, doch davon mal abgesehen, war sie einfach toll. Hunderprozentig durchdacht, mit super Charakteren und einem knackigen Schreibstil. Da herrscht eindeutig Bedarf nach Band 2! Aber das dauert ja noch gut ein Jahr...:((

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Tags: altered, anna, cas, escape, flucht, gehirnwäsche, jennifer, nick, rush, sam, sektion, trev, verändert   (13)
 

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1.080 Bibliotheken, 10 Leser, 21 Gruppen, 76 Rezensionen

vampire, liebe, bones, cat, fantasy

Kuss der Nacht

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 13.07.2009
ISBN 9783442266234
Genre: Fantasy

Rezension:

Achtung, könnte Spoiler zu Band 1 enthalten!

Ich konnte es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen, zumal "Blutrote Küsse" mit einem so fiesen Cliffhanger geendet hat.
Am Anfang aber hat "Kuss der Nacht" meiner Begeisterung einen ordentlichen Dämpfer versetzt und ich habe gehofft, dass sich das Buch nicht als Enttäuschung entpuppt.
Ich muss sagen äußerlich spricht mich das Buch mehr an als der erste Band, aber so wirklich gefallen wollen die Cover mir immer noch nicht. Immerhin scheinen sie besser zu werden, das ist ja schonmal ein Anfang. :) Das Cover des Originals gefällt mir irgendwie gar nicht, vorallem da ich jetzt erst richtig auf das Gesicht des Models achte. So habe ich mir Cat nun gar nicht vorgestellt, die junge Dame hier hat ein bisschen was mausegesichtiges. Das soll nicht abwertend klingen, aber in meiner Vorstellung sah Cat ganz anders aus. :) So oder so ist das Cover keine wirkliche Wucht.
Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe hatte ich das Gefühl, die Geschichte würde ein würdiger Nachfolger werden, aber irgendwie wollte das Buch wohl nicht so wie ich.
Jeaniene Frost hat wieder ganz wunder, wundervoll geschrieben, auch wenn sie in den ersten Kapiteln ordentlich gehakt hat und Zeitsprünge gemacht hat, hinter denen man kaum hinterher kam. Vorallem der Abstand zu Band 1 hat mich schockiert: 4 ganze Jahre haben Cat und Bones sich nicht gesehen. Gott, da bin ich fast aus meinem Sessel geplumpst. Ehrlich gesagt, finde ich 4 JAHRE dann doch ein wenig übertrieben, vorallem als die Beiden dann wieder aufeinander treffen. Ein Jahr, oder noch ein halbes Jahr drauf, aber eine so lange Zeit konnte ich der Autorin leider nicht abkaufen. Und ich muss zugeben, dass ich an dieser Info ordentlich zu knabbern hatte und das meine Begeisterung sich ziemlich in Grenzen hielt. Doch Jeaniene Frost lässt der Geschichte diesen langen Zeitabstand nicht anmerken, ich hätte auch denken können, dass nur ein Jahr oder noch weniger vergangen sind. Nach den ersten Kapiteln hat sie es also geschafft mich langsam wieder in ihren Bann zu ziehen. Sobald die Zahl 4 nicht mehr erwähnt wurde und die Autorin wieder in ihren gewohnten Stil verfallen ist, war das Gefühl aus "Blutrote Küsse" definitiv zurück. Ihr leicht ordinärer und lockerer Schreibstil passte wieder wie die Faust auf's Auge und ich wahr heilfroh, dass es sich nur um Startschwierigkeiten gehandelt hat und nicht um ein komplettes "Warum-bist-du-kein-Einzelband-geblieben?".
Zuerst hatte ich Sorgen, dass Cat sich groß verändert haben könnte, da ich sie so mochte wie sie ist: bissig, leicht verklemmt, voller Power und eine absolut tolle Protagonistin. Glücklicherweise musste nur ihre Haarfarbe dran glauben, sonst war alles beim Alten. Natürlich abgesehen davon, dass sie nun eine offizielle Vampirkillerin der Regierung war und ihr Privatleben nur halbherzig lebte. Ihr Versuch Bones zu vergessen war natürlich kläglich gescheitert, wie sollte es auch anders sein? Die beiden sind einfach ein perfektes Team, da lässt sich nicht dran rütteln.
Bones ging es in der Zwischenzeit nicht anders und ich habe gehofft, dass die Beiden so schnell wie möglich wieder aufeinander treffen. Ihre hitzigen Wortwechsel, einfach diese typische Cat-Bones-Stimmung hat mir gefehlt und ich war froh, dass mein Wunsch schon auf den ersten 100 Seiten erfüllt wurde. Ab dieser Stelle schien das Buch sich für mich wieder auf das Niveau der Vorgängers zu steigern und habe mich auf das gefreut was kommen sollte.
Das Wiedersehen der Beiden ist vielleicht anders als erwartet...aber dennoch eine Option. Ihre Beziehung legt nocheinmal ordentlich an Leidenschaft zu und das Buch wird dem obersten Satz im Klappentext definitiv gerecht; "Düster, gefährlich, erotisch!"
Als die Beiden nun endlich wieder vereint sind, nimmt die Geschichte schnell an Fahrt auf und der Biss und die typische Stimmung kehren vollkommen zurück.
So geht es eine ganze Weile, während das Attentat auf Cat erst später stattfindet. Ich persönlich hatte überhaupt keine Probleme mich durch die Beziehung der Beiden und sämtliche andere Geschehnisse zu lesen, während der Showdown noch auf sich warten ließ. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Handlung diesmal ein wenig dünner vorkam, als im Vorgänger. Die Spannung war zwar deutlich vorhanden, aber eben doch nicht so nervenaufreibend wie in "Blutrote Küsse".
Als nun endlich alles ins Rollen kommt und die lange Vorbereitung auf Probe gestellt wird, geht es ziemlich schnell über die Bühne. Erst auf den letzten Seiten konnte die Spannung mich vollkommen mitreißen, während Band 1 es schon von Anfang an geschafft hat. :)
Selbst das Ende ist nicht sonderlich aufwühlend. Kein Cliffhanger oder Ähnliches. Das Buch macht zwar definitiv Lust auf den zweiten Band und ich hoffe ich kann das Buch so schnell wie möglich lesen, aber an den ersten Band scheint mir dieser nicht ganz ranzukommen.

Fazit:

Absolut keine Enttäuschung, aber auch keine besondere Überraschung. Cat und Bones sind eines der wundervollsten Protagonistenpärchen die es gibt und ich liebe diese Buchreihe einfach. "Kuss der Nacht" hat mir unglaublich gut gefallen und ich werde den zweiten Band definitiv lesen, aber so sehr geliebt wie den ersten Band habe ich es nicht. Die Handlung war leider ein wenig dünn, dafür gab es aber umso mehr von Cat und Bones. Ich bin noch stark am überlegen, aber ich glaube ganz knappe 4,5 Törtchen, die eher in Richtung 4 gehen sind schon okay.

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Tags: bones, cat, don, frost, ghule, grab, jeaniene, kampf, liebe, max, regierung, schützen, sippe, spade, tate, tot, tote, vampire, vergangenheit   (19)
 

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(4.880)

7.545 Bibliotheken, 63 Leser, 34 Gruppen, 471 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Saphirblau

Kerstin Gier
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2010
ISBN 9783401063478
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:

Jaja, als ich mit dem zweiten Band angefangen habe, war mir sofort klar, dass ich die Reihe schneller als gedacht lesen werde. Denn nachdem ich mit "Rubinrot" fertig war, habe ich eigentlich eine Stunde später schon mit "Saphirblau" angefangen. Diese Bücher haben ein so unglaubliches Suchtpotential, dass ich mich wirklich zusammenreißen muss um nicht nach dem dritten Band zu greifen.
Denn auch Äußerlich gibt der zweite Band schon ordentlich was her und selbst wenn man die Bücher nicht gelesen hat, kann man die Liebesgeschichte von Gwen und Gideon schon ein wenig verfolgen. Diese Cover sind es einfach wert in einem Bücherregal zu stehen, selbst wenn man sie vielleicht nicht so mochte. Mir gefallen sie einfach unglaublich gut. Bei der Übersetzung wurde sich auch mal wieder sehr viel Mühe gegeben; das Cover von "Saphireblue" gefällt mit ebenso gut wie das des Originals; allererste Sahne!
Da ich es ja nun nicht abwarten konnte, weiterzulesen (vorallem an einer so fiesen Stelle, Band 1 bricht einfach mittendrin ab), habe ich "Saphirblau" gleich weiter gelesen und war überrascht, dass das Buch nahtlos weitergeht. Man hätte beide Bücher auch in einen Band packen können und man würde den Übergang nicht bemerken. So etwas liebe ich und hach, Kerstin Gier hat mich mit ihrem Humor wieder gefesselt und ihre Art die Geschichte so unglaublich realitätsnah zu gestalten hat mir wieder sehr gefallen. Den trotz der Zeitreise-Elemente wirkt das Buch unglaublich realistisch. Die Charaktere, die Atmosphäre und vorallem ihre Beschreibung von Gefühlen haben mich immer wieder darin bestätigt, dass die Autorin über einen wundervollen Schreibstil verfügt.
Besonders haben mir die Zeitreisen gefallen, die in diesem Band noch um einiges deatillierter Beschrieben sind als im Ersten. Die Vorstellung die man von dieser Zeit bekommt ist einfach wundervoll und man bekommt spontan Lust, mal einen Marsch durch die Zeit zu machen.
Wie ich ja schon in meiner Rezension zu "Rubinrot" gesagt habe, hatte ich gen Ende das Gefühl, dass Gwendolyn anfängt naiver zu Handeln weniger umsichtig zu sein. Ich habe so gehofft, dass sie nicht zu einer naiven, kurzsichtigen und unglaublich nervigen Protagonistin mutiert und muss sagen, dass sie die Kurve noch gekriegt hat. Als ihre Gefühle zu Gideon anfangen stärker zu werden und die eine oder andere Knutscherei auf Cousine Sofa ebenfalls nicht ausbleibt, hat sie den Kopf behalten. Bei den typischen Liebesproblemen allerdings ist ihr starker Charakter ein wenig schwach geworden muss ich sagen und obwohl sie selber sagt, dass sie diese Melancholie jetzt einfach braucht, war mir ihre Abhängigkeit von Gideon manchmal ein wenig zu viel. Trotzdem blieb sie mir sympathisch und vielleicht gehört ihr Verhalten einfach zu den Fehlern eines Charakters dazu, deshalb war es nicht so, dass sie mir sehr auf die Nerven ging, oder ich die Lust verloren habe. Ich muss sagen, ja, das eine oder andere Mal hätte sie vielleicht standhafter sein sollen, aber ihre Wabbelbeine machen's ihr auch wirklich nicht leicht.
Gwens Schwächeln wurde durch Gideon gut kaschiert. Diesmal hatte man die Chance seinen Charakter noch besser zu verstehen und vorallem seine Gefühle kennenzulernen, obwohl ich immer noch nicht 100% weiß, was in seinem Dickschädel vorgeht. Mal hatte ich das Gefühl, er vertraut allem blind, weil er nichts anderes kennt und dann habe ich wieder ganz stark den Eindruck, er macht sein eigenes Ding. Mh, was er nun wirklich für Pläne hat werde ich hoffentlich im letzten Band erfahren. Was seine Gefühle für Gwendolyn angeht hat er ja ziemlich deutlich gemacht und wieder auch nicht. Ja, nein, weiß nicht, vielleicht; zu dem einen sagt er das, zu dem anderen das (Dann schon ziemlich bestimmt) und vorallem sie bekommt einen ganz anderen Eindruck.
Die Liebesgeschichte der beiden nimmt auf jeden Fall Gestalt an, obwohl man von einer richtigen "Beziehung" auch nicht reden kann. Eine Weile kam es mir eher wie ein "Gelegenheitsküssen" zwischen Sticheleien vor, erst am Ende wird deutlich, dass die Autorin eine richtige Beziehung geplant hat. Gut, auch wenn sie auf den letzten Seiten nocheinmal alles umschmeißt und ich mit offenem Mund da saß und verzweifelt nach weiteren Seiten gesucht habe, aber nein, mir blieb nur der doofe Epilog. Doch gerade der hat mir wieder ein wenig Luft zum Atem gegeben, obwohl der Cliffhanger eine gemeine Gemeinheit war, was mich ja wieder weiter zum letzten Band treibt.
Das anfängliche Ziel, das im ersten Band so klar dargestellt wurde, schien hier irgendwie auf der Strecke zu bleiben und in sich in alle Richtungen zu zerstreuen. Gwendolyn fängt an, sich in ihr neues Leben einzufinden und macht Dinge auf eigene Faust.
Diese ganze Zeitreisegeschichte wird um einiges komplizierter und dank der Stammbäume und "Hilfen", die zwischen den Kapiteln auftreten, fällt es dem Leser ein wenig leichter. Doch Sätze wie "Schön dich zu sehen, du brauchst keine Angst zu haben. Unser Gespräch morgen verläuft gut und wir können alle Missverständnisse klären; alles ist in Ordnung.", die verwirren einen schon manchmal. Das hat mich natürlich dazu angestachelt, ganz besonders auf Logikfehler zu achten und tatsächlich konnte ich soweit keine finden. Kerstin Giers Geschichte ist von Vorne bis Hinten durchdacht, authentisch, spannend und furchtbar witzig geschrieben. Was will man mehr?

Fazit:

Ein sehr konstruktiver Kommentar: Ich liebe es! :D Mehr kann ich einfach nicht sagen, denn obwohl ich diesmal ein wenig auszusetzen hatte, war "Saphirblau" trotzdem einfach grandios. Für andere Bücher wären diese kleinen "Aussetzer" der Tod gewesen, adieu volle Punktzahl. Aber die Geschichte konnte mich wieder überzeugen und ich bin mir sicher, dass ich diese Bücher noch einige Male mehr lesen werde. Ich schwanke ein wenig und vergebe gute, sehr gute 5/5 Törtchen. Ich weiß, dass der dritte Band eine eindeutig gute Vorlage hat, weshalb ich mir um die 5 Törtchen gar keine Sorgen mache.

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Tags: alle, durch, geht, gideon, gier, gwendolyn, kerstin, liebe, red, rubinrot, ruby, saphirblau, saphireblue, zeit, zeiten, zeitreise   (16)
 

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(3.764)

5.968 Bibliotheken, 63 Leser, 38 Gruppen, 627 Rezensionen

liebe, zeitreise, london, zeitreisen, fantasy

Rubinrot

Kerstin Gier
Fester Einband: 345 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2009
ISBN 9783401063348
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:

Und da ist die Rezi auch schon. Ich habe das Buch vor gerade mal einer halben Stunde beendet, mir meine Notizen gemacht und jetzt sofort losgeschrieben. Ich muss zugeben, dass ich mit ganz anderen Erwartungen an das Buch herangegangen bin und diese letztendlich vollkommen übertroffen wurden. Eine andere Vorstellung von der Geschichte hatte ich auch...ich habe gedacht, dass Gwendolyn sich in jemanden aus der Vergangenheit verliebt, naja, wäre ja auch möglich gewesen.
Von Außen gibt "Rubinrot" ja schon mal eine Menge her. Das Cover gefällt mir unheimlich gut, der Titel und vorallem die beiden Figuren, Gideon und Gwendolyn, im Vordergrund; ja, sie haben die beiden erstaunlich gut getroffen. Als Beispiele habe ich jetzt mal das Cover der englischen Ausgabe und das der Filmausgabe rausgekramt, aber mein Gott, es gibt so viele Cover. Das Hardcover (links) gefällt mir, wie die Originalausgabe, auch echt gut. Beide passen einfach perfekt zur Geschichte, obwohl das "The international Bestseller" vielleicht ein bisschen zu groß geraten ist. Immer diese nervige "Werbung", das ist wie dieses "Romantisch wie Twilight, spannend wie Panem", wäh. Na, hübsch sieht es allemal aus, was ich von der Filmausgabe nicht wirklich sagen kann. Ich wusste zwar, dass das Buch verfilmt wird, habe mir die Schauspieler und den Trailer allerdings nicht angesehen, da ich zuerst die Bücher lesen wollte. Gut, jetzt habe ich sie doch unter der Nase und ich muss feststellen, dass ich die Wahl der Protagonisten gar nicht so schlecht finde. Der Schauspieler, wie immer er auch heißen mag (wird alles noch gegoogelt), kommt meiner Vorstellung von Gideon schon ziemlich nahe, die von Gwendolyn eher weniger, obwohl es auch schlimmer sein könnte.
Hat man sich das Cover eine Weile angesehen und die ersten Seiten gelesen, bekommt man selber ein Gefühl, als würde man in der Zeit reisen. Ich war vollkommen weggetreten, gefangen in dem Sog dieses tollen Schreibstils. Kerstin Gier schreibt einfach mit so unglaublich viel Witz, dass sie mich für den Anfang schonmal gefesselt hatte. Als man dann auf einen Schlag die Charaktere kennenlernt, deren Familienverhältnisse glücklicherweise hinten zu finden sind (Auf den ersten Blick echt kompliziert), war ich völlig hin und weg. Gwendolyn war mir auf anhieb sympathisch, sie war nicht diese kleine graue Durchschnittmaus, sondern einfach ein ganz normales Mädchen mit ihren Eigenarten. Sie ist glaube ich, die erste Protagonistin mit schwarzen Haaren, von der ich lese. :) Auf jeden Fall hatte sie etwas an sich, dass sie mir sofort sympathisch machte und ich habe mich ihr sehr verbunden gefühlt. Sie hat selten sinnlos oder naiv gehandelt, mehr auf ihr Gefühl vertraut, weshalb ich oftmals einer Meinung mit ihr war. Sie hat zwar nicht immer lange darüber nachgedacht, ob und wie sie es nun am besten anstellt, sondern sie hat einfach das getan, was sie für sinnvoll hielt. So im Gesamten und vorallem von Anfang an war Gwendolyn für mich eine sehr angenehme Protagonistin, zum Ende hin musste ich meine Meinung allerdings nochmal ein bisschen überdenken, dazu aber später mehr.
Gideon ist ja mal das totale Gegenteil von ihr, um ihn möglichst kurz zu beschreiben, war er ein blasierter Idiot mit einem Stock im Allerwertesten, um es jetzt mal Lesertauglich auszudrücken. Man, hat er mich aufgeregt mit seiner überheblichen Art und seiner Meinung Leute nach ihrem Äußeren beurteilen zu können. Zum Glück hat Gwendolyn so gut gegengehalten wie sie konnte, obwohl ein bisschen mehr Biss bei ihm nicht geschadet hätte. Seine Haltung ändert er ihr gegenüber aber ziemlich schnell, klar, wie soll eine "Liebe zwischen den Zeiten" denn sonst überhaupt entstehen? Ihre kleinen Meinungsverschiedenheiten und die Versuche den eigenen Stolz zu wahren haben sie zumindest nicht daran gehindert mit dem Flirten anzufangen. Auch wenn das natürlich auch nieeee beabsichtigt war. Nein, natürlich nicht. ;) Diese kleinen Sticheleien, die zum Ende hin weniger fies wurden, trotzdem nie aufgehört haben, haben mich wirklich zum Lachen gebracht und ich glaube anders ist es auch gar nicht möglich. Das Buch ist trotz der eigentlich sehr ernsten Geschichte so humorvoll, dass es etwas ganz Besonderes ist.
Alle anderen Charaktere, von denen es wirklich eine Menge gab, kommen ohne große Beschreibungen aus. Die Autorin legt sich immer nur auf ein paar ganz spezielle Merkmale fest und gibt dem Leser so die Chance der Fantasie genug Freiraum zu lassen. Trotzdem hat sich jeder Charakter sofort in meinen Kopf geschlichen, sowohl auf nervige als auch angenehme Weise. Charlotte, Mutter & Co. gingen mir nämlich gründlich auf den Keks und diese ständigen Sticheleien...Zum Glück haben Gwendolyn und ihre Mutter, die "Opfer" der Launen ihrer Verwandten, sich davon nicht unterkriegen lassen. Sonst wäre ich als Leser wahrscheinlich auch durchgedreht.
Da es sich bei diesem Buch um meinen ersten Zeitreise-Roman handelt, war ich noch umso gespannter. Es gibt viele Hintergrundinfos, Stammbäume und jede Menge ungelöste Rätsel. Und ich muss sagen zu einigen Geschehnissen habe ich eine Theorie, zu anderen widerrum nicht und bin vollkommen ratlos. Es gibt auf jeden Fall ein Menge Spannung und man sollte aufpassen, dass man das Buch nicht so schnell liest, wenn man noch etwas von der Reihe haben möchte.
Die Reisen in die Vergangenheit sind ebenso spannend wie die Geschehnisse in der Gegenwart und ich konnte nur Nicken, als ich gelesen habe dass die Autorin eine Zeit in London war, Bücher gelesen hat und so weiter, um ihrer Geschichte mehr Tiefgang zu geben. Das ist ihr definitiv gelungen und ich bin gespannt, ob es im nächsten Band vielleicht ein paar Lösungen der Familienrätsel gibt.
Zur Liebesgeschichte kann man noch nicht viel sagen. Also eigentlich, ist sie kaum vorhanden. Erst auf der aller, allerletzten Seite passiert annähernd etwas und dann, tja ist das Buch vorbei. Ein Glück liegt Band 2 schon direkt hier neben mir. :p
So, und um nocheinmal auf die Kritik am Anfang zurückzukommen: Man sollte vielleicht wissen, dass das ganze Geschehen nur innerhalb einer Woche stattfindet, was bedeutet, dass eine Liebesgeschichte, die der Leser dem Autor abkaufen kann, gar nicht möglich war. Deshalb war es auch sehr angenehm, dass eine Beziehung der Beiden am Ende auch nur zu erahnen ist. Meine anfängliche Meinung über Gwendolyn schwankte am Ende ein wenig, da sie mir da ein wenig zu, wie sage ich das, beschränkt? vorkam. Natürlich hatte sie von allem keine Ahnung: Dass sie und nicht ihre Cousine in der Zeit reisen kann, wie gefährlich alles ist, dass "Nichts ist wie es scheint" und dass verdammt nochmal irgendwas faul an der so einfach scheinenden Sache ist. Aber wenn sie eine Erklärung bekommt, bei der man die Grauen Zellen nur mal ein bisschen anstrengen muss kommt von ihr nur ein Nicken und in Gedanken ein "Versteh' ich nicht." Und Zusammenhänge, die nahezu offensichtlich waren hat sie auch nicht verstanden. Allerdings schlich sich dieses Auf-dem-Schlauch-stehen erst im letzten Drittel ein, sodass ich mich ernsthaft gefragt habe, was los ist. Hoffentlich war das nur ein kleines Schwächeln, dass im zweiten Band nicht wieder auftaucht.

Fazit:

Wie man sieht ist die Rezi eeetwas länger als gewollt geworden, aber zumindest habe ich nahezu alles gesagt, was ich sagen wollte. Ihr habt mir auf jeden Fall nicht zu viel versprochen und ich bin wirklich baff was für einen Suchtfaktor diese Reihe hat. Ich werde mich gleich mal an Band 2 setzen und hoffe, dass mir dieser genau so gut gefällt.
Charaktere, Schreibstil und Atmosphäre waren einfach nur toll und die Idee der Autorin eine für mich völlig Neue. An den Protagonisten gab es so spontan nicht viel auszusetzen, weswegen es von mir noch 5/5 Törtchen gibt. :)

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Tags: alle, durch, edelstein, geht, gideon, gier, gwendolyn, kerstin, liebe, london, rubinrot, zeiten, zeitreise   (13)
 

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1.475 Bibliotheken, 18 Leser, 20 Gruppen, 136 Rezensionen

vampire, liebe, bones, cat, vampir

Blutrote Küsse

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.12.2008
ISBN 9783442266050
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Buch:

Ich glaube so viele Notizen wie bei diesem Buch hatte ich noch nie und das in einer äußerst positiven Richtung. Ich konnte einfach nicht genug zu diesem Wahnsinns-Buch aufschreiben und im Endeffekt hat es mir richtig gut gefallen. Danke Ally für deine Rezi dazu, sonst hätte ich es wahrscheinlich nie gelesen. :)
Denn vom Äußeren her ist das Buch wenig ansprechend. Ich muss sagen, dass ich das Cover nicht direkt hässlich finde, schön aber auch nicht. Es sieht ganz in Ordnung aus, eine wirkliche Meinung habe ich eigentlich nicht. Komischerweise geht es mir bei dem Original auch so: Nicht schlecht, aber auch nicht gut. Obwohl ich hier mal wieder sagen muss, dass ich das Original mehr mit der Handlung verbinde als das deutsche Cover. Wie so oft. :p Allerdings ist mir aufgefallen, dass die Cover mit der Reihe immer schöner werden, zumindest auf die Deutschen bezogen, auf die Originale habe ich nicht geachtet. Und lasst mich euch einen Tipp geben: Seid nicht so doof wie ich und lest euch die Klappentexte durch, denn ich wurde schon wirklich fies gespoilert...und das mehr als ein Mal. Grr!
Aber wenn man sich vom Cover nicht hat abschrecken lassen, knallt einem ein wunderbarer Schreibstil um die Ohren. Temporeich, locker und voller Action begleitet uns Frosts Stil durch das Buch und ich musste mich teilweise zwingen aufzuhören; langeweile kam also nie auf. Allerdings ist ihre Art zu schreiben ein wenig anders, als ich es bisher "gewohnt" war...ordinäre Ausdrücke kamen öfter vor, aber mich haben sie ehrlich gesagt nie gestört, kamen unpassend vor oder rutschten in ein zu tiefes Niveau ab. Im Gegenteil: Dadurch wurde die Handlung nur noch authentischer; ich meine wer flucht schon nicht wie's Böse wenn man ungefähr drei Projektile im Oberschenkel sitzen hat.
Wenn ich mir da oben mal den Klappentext durchlese, verrät er ja nicht sonderlich viel außer "Eine coole Vampirjägerin, jede Menge Action und eine schier unmögliche Liebe …" und da frage ich mich, was denken diese Verlagsmenschen eigentlich, dass dieser "unmögliche Liebe" Kram das Buch interessanter macht? Ehrlich gesagt mache ich teilweise schon einen großen Bogen darum. Zum Glück habe ich es hier übersehen und zum Glück war von dieser Liebesdramatik rein gar nichts im Buch zu spüren außer auf den letzten 50 Seiten.
Cat(herine) ist eine absolute Powerfrau, zumindest wenn sie ihrem größten Hobby nachgeht und ein paar Vampiren das Herz durchbohrt. In ihrem "normalen" Leben allerdings, wird sie gemieden und bekommt von ihrer traumatisierten Mutter eingebläut, dass Vampire das pure Böse sind; was soll man auch anderes denken, wenn man von eben jenem Wesen vor vielen Jahren vergewaltigt wurde? Da ist es also auch kein Wunder, dass Halbvampirin Cat an nichts anderes denkt als Bones einen Pflock durch's Herz zu jagen, als sie ihn das erste Mal trifft.
Die beiden sind als Protagonisten wirklich das Beste vom Besten. Bones ist nicht der typische durchschnitts Bad Boy, sondern von einer komplett anderen Sorte. Er weist zwar alle Eigenschaften dieses geheimnisvollen Verehrers auf ist dadurch aber nie nervig oder in eine 0815 Schiene abgerutscht. Denn durch seine enorme Schlagfertigkeit, die wirklich riesengroße Portion an Humor und Temperament lassen ihn lebendig erscheinen, auch wenn er ab und zu mal seine schweigsamen Minuten hat. Na, und wahrscheinlich lag es auch einfach daran, dass er schon mitte Zwanzig und Cat anfang Zwanzig ist. Ich habe das Gefühl, dass gewisse Komplikationen auch einfach dadurch vermieden wurden und ihrer Beziehung so einiges an Dramatik genommen haben, wodurch Platz für andere Sachen war.
Bei Cat ging es mir wirklich genauso: Sie war mal eine gelungene Abwechslung in der Welt der Heldinnen. Sie macht sich einfach keine Gedanken darum, dass dieses gewisse Problem mit dem älter werden besteht, sondern ist einfach mit Bones zusammen, weil sie es für das Richtige hält- da ist ihr ausnahmsweise sogar egal, dass ihre Mutter durchdrehen würde. Sie handelt einfach komplett unabhängig, denkt für sich selber und tut das, was sie für richtig hält; sie wahr als Protagonistin wirklich erfrischend anders.
Die Beziehung der Beiden, die sehr viel Raum in der Geschichte einnimmt hat mir ebenso wie die Charaktere sehr gut gefallen, wie sollte es auch anders sein, wenn Feuer und Feuer aufeinandertreffen. Cat und Bones sind zwar als Einzelcharaktere schon wirklich super, in einer Beziehung aber nahezu perfekt.
Aber abgesehen von einer leidenschaftlichen Beziehung gab es da natürlich auch noch den bösen Obervampir, der einfach eine Snackbar aus Menschen eröffnet hat...um es mal in aller Kürze zu machen. Ja, diese Idee war schon ziemlich krass und ich hatte anfangs nicht wirklich das Gefühl, dass man daraus was machen kann, aber siehe da: der Kreis schließt sich am Ende perfekt und Lückendicht. Das eigentliche Ziel kristallisiert sich erst Stück für Stück heraus, wie ein Puzzle.
Die Frage, ob ich die Fortsetzung lesen werde stellt sich also gar nicht, sondern ich frage ich, wie ich den zweiten Band schnellstmöglich in die Finger kriege.

Fazit:

Ein wundervolles Buch voller Tempo, Leidenschaft, Action und Humor..naja, und mit einer sehr ungewöhnlichen Idee, aber wie sagt man so schön? Aus alt mach neu. Und eben das hat die Autorin gemacht; aus dem ausgelutschten Vampirthema, hat sie etwas ungewöhnlich Neues gemacht. Vorallem der Schreibstil und die Charaktere haben es mir angetan und ich warte nach diesem wirklich fiesen Cliffhanger sehnsüchtig darauf den zweiten Band zu lesen. Und allen, die bisher unsicher waren ob sie das Buch lesen sollen oder nicht, kann ich nur sagen, dass es sich mehr als lohnt!

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Tags: action, bones, cat, frost, grave, halfway, hunter, jeaniene, leidenschaft, liebe, romantik, spannung, the, to, vampire   (15)
 

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beamen, dystopie, zukunft, freundschaft, jugendbuch

Als die Welt zum Stillstand kam

Gabi Neumayer , Johannes Wiebel
Fester Einband
Erschienen bei Beltz, J, 01.08.2012
ISBN 9783407811202
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Buch:

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin das Buch lesen zu wollen. Ich habe es ein paar Mal im Laden gesehen, aber nicht wirklich wahrgenommen und eine Leseprobe habe ich auch nicht gelesen. Aber als ich mir dann irgendwann doch mal den Klappentext durchgelesen habe, spukte mir das Buch immer weiter im Kopf herum, bis ich einfach nicht anders konnte, als es zu lesen.
"Als die Welt zum Stillstand kam" war in meinen Augen ein recht unscheinbares Buch, obwohl mir das Cover sehr gut gefällt. Es ist zwar nicht besonders aufwendig gestaltet, ist aber durch das Farbspiel einfach sehr schön geworden. Ich finde es vermittelt irgendwie das Gefühl von Einsamkeit und erscheint mir von der Stimmung her auch ein wenig düster...warum kann ich nicht wirklich sagen.
Die Idee versprach mal etwas völlig neues und da ich mittlerweile ja regelrecht ein Dystopie-Fan bin, war ich sehr gespannt wie die Autorin ihre Idee mit dem Beamen umgesetzt hat.
Der Schreibstil der Autorin war schonmal sehr vielversprechend. Das Buch ließ sich locker und schnell lesen und vorallem die neuartigen Wörter machten das Lesen noch spannender. Denn in der Zukunft scheint es abgesehen von Toren zum Beamen auch ein wenig Wandel in der Sprache gegeben zu haben. Am meisten handelt es ich hier um spanische Wörter, die "cool", "geil", "Verrückter" usw. ersetzen. Auf jeden Fall hat mir das Lesen sehr viel Spaß gemacht und obwohl ich normalerweise das Lesetempo einer toten Schnecke habe, habe ich das Gefühl diesmal nicht ganz so lange gebraucht zu haben.
Überraschender, oder auch unüberraschender Weise gibt es in diesem Buch gleich 3 Protagonisten: Celie, Bernie und Alex. Die zwei Jungs könnten unterschiedlicher nicht sein; der eine der totale Technikfreak und der andere ein absoluter Sunnyboy. Die Dialoge der Beiden waren schon sehr amüsant und ich muss sagen vorallem Bernie ist mir ans Herz gewachsen. Bei Celie war das so eine Sache...Sie hatte nichts wirklich aufregendes an sich. Sie konnte dies und jenes immer nur mittelmäßig gut, stach in nichts besonders hervor und erschien mir einfach ein bisschen zu sehr 0815. Was auf keinen Fall heißen soll, dass sie mir nicht sympathisch war, aber eher nur auf eine "ganz nett" Weise. Alex und Bernie waren auf jeden Fall der Hammer und haben mich das eine oder andere mal wirklich zum Lachen gebracht, wordurch die Sache mit Celie auch nur halb so schlimm war.
Celies Mom, die Erfinderin der Transorqs?! (Gott segne das Glossar), also der Tore zum Beamen, stirbt relativ am Anfang des Buches, wodurch die Ganze Sache gleich ins Rollen kommt. Die Entstehung der Tore erlebt man sozusagen "live" durch ihre Tagebucheinträge mit, aber warum es diese Tore nun geben soll und was wirklich der Auslöser war, wird nicht genannt. Es geht eher darum, wie sie die UNO überredet haben, wie Celies Vater durch Depressionen Selbstmord begeht und all der ganze Kram. Ich hätte gern mehr über die Entstehung gewusst und vorallem wie so ein Tor überhaupt aussieht. Ich konnte es nur vage erahnen und es hätte mich einfach brennend interessiert.
Auch bei den Roachys ging es mir so, da hat das Glossar im hinteren Teil des Buches auch nicht viel gebracht. "Roboter mit 4-6 Ärmchen"...ja, mhh, unter "Roboter" kann man sich nun viel vorstellen. Was andererseits vielleicht auch gar nicht so schlecht ist, da man viel Freiraum für Fantasie hatte. Mich hat es aber wirklich ein bisschen gestört und ein paar detailliertere Beschreibungen wären schon schön gewesen.
Aber um mal zum großen Knall der Geschichte zu kommen. :p Die Welt steht buchstäblich still und durch den unerwartet gefühlvollen Schreibstil von Frau Neumayer war ich ein paar Mal sogar den Tränen nahe. (Sie lügt! Klar hat sie geweint.)
Dadurch dass jegliche Versorgung von den Toren abhängig war sterben die Menschen rasend schnell, hauptsächlich daran, dass sie nichts zu Essen haben. Aber was mich so berührt hat war, dass die Autorin auch ihre Charaktere hat leiden lassen. Sie hat sie nie "bevorzugt", also nicht immer irgendwo einen Kanister mit Wasser auftauchen, oder zufällig einen Apfel vorbeilaufen lassen. So hat man das Leid aus nächster Nähe mitbekommen und ihr wisst gar nicht wie oft ich "Scheiße, jetzt sind sie dran!" gedacht habe, denn Gangs und Morde sind zum Alltag geworden.
Der Zusammenbruch ist wirklich schrecklich und vorallem so unglaublich autenthisch beschrieben. Was allerdings eine ganze Weile lang nicht klar war, ist, warum die Tore denn nun ausgefallen sind. Die Lösung kommt erst auf den letzten paar Seiten, wo die 3 Freunde nun endlich wieder aufeiandertreffen. Denn während dem Ausfall waren alle drei irgendwo in der Welt gestrandet. Ich finde die Lösung war nicht sonderlich spektakulär oder vollkommen anders als erwartet, doch da sieht man mal, was so ein kleiner Auslöser alles bewirken kann. Überraschenderweise taucht auch auf einmal Romantik auf und ich war überrascht, dass in dem Buch auch eine Liebegeschichte vorkommt. Wohlbemerkt nimmt sie kaum Raum im Buch ein, ist aber dennoch ganz niedlich. ;)

Fazit:

Leider handelt es sich um einen Einzelband und ich würde gerne mehr von Celie, Alex & Co. lesen. Die Idee der Autorin war grandios, doch das Potential der Geschichte wurde noch lange nicht komplett genutzt. Charaktere, Schreibstil und vorallem die Idee haben mir gefallen, doch ich weiß einfach, dass das nicht alles war. Ich vergebe mit gutem G ewissen 3,5/5 Törtchen.

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Tags: alex, als, ausfal, bernie, celie, dystopie, gabi, gefühle, kam, leid, netz, neumayer, sie, stillstand, tod, tore, transorq, welt, zum   (19)
 
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