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(106)

190 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

katze, kater, freundschaft, körpertausch, krimi

Winston - Ein Kater in geheimer Mission

Frauke Scheunemann
Fester Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.08.2013
ISBN 9783785577806
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: frauke scheunemann, kater, krimi, winston   (4)
 

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(6)

24 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

a. r. torre, kill girl, thriller, mörderin, psychopathin

Kill Girl - Mörderisches Begehren

A.R. Torre ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.03.2016
ISBN 9783734101489
Genre: Erotische Literatur

Rezension:  
Tags: a. r. torre, kill girl, mörderin, psychopathin   (4)
 

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(72)

159 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

jugendbuch, freundschaft, liebe, meer, ulla scheler

Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Ulla Scheler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453270435
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: freundschaft, gefahr, liebe   (3)
 

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(39)

71 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

geister, friedhof, grusel, edinburgh, janine wilk

Seelenlos - Fluch der Rauhnächte

Janine Wilk
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.09.2016
ISBN 9783522504676
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Charaktere:
Die 13-Jährige Lucy lebt mit ihrem Vater auf dem Friedhof Grayfriar in Edinburgh. Ihre Mutter hat die Familie verlassen und Lucys Vater kann die beiden mit seinem mickrigen Friedhofswärter-Gehalt gerade so über Wasser halten. Das Leben auf dem Friedhof konfrontiert Lucy immer wieder mit ihrer Gabe: Sie kann Geister sehen. Und davon gibt es auf Grayfriars Graveyard zur Genüge. Mit ihrer Freundin Amelia, die sich selbst zu einer PSI-Ermittlerin ernannt hat, gehen sie gemeinsam auf Geisterjagd - zum Unwillen von Lucy, die ihre Gabe am liebsten vergessen möchte. Doch eines Tages erhebt sich ein besonders mächtiger Geist aus dem Grab und Lucy erfährt, dass sie eine große Verantwortung hat, der sie sich nun stellen muss.
Frau Wilk hat das Alter der beiden Mädchen glaubhaft dargestellt. Man kauft ihnen ab, dass sie Teenies mit typischen Pubertäts-Allüren sind - und davon haben sie wirklich zur Genüge. Man fühlt sich nicht genervt von der Charakterdarstellung, denn es passt einfach gut hinein. Ihr kennt das ja: Nichts ist unglaubwürdiger als überreife Jugendliche. Bis auf Lucys Vater sind die restlichen Charaktere eher blass. Sie sind für den Plot allerdings auch nicht wichtig, sondern nur schmückendes Beiwerk.

Die Story:
"Seelenlos" ist eine kleine Schauergeschichte. Wer bei diesem Buch nach gruseligem Horror sucht, wird ihn nicht finden. Es ist ganz klar ein Jugendbuch und daher ein bisschen in Klein-Mädchen-Charme geschrieben. Was aber dennoch nichts Negatives ist, wie ich finde - man muss sich nur darauf einlassen und wissen, was einen erwartet.
Mein Vorteil bei dieser Geschichte ist, dass ich Grayfriars Graveyard bereits besucht habe und dort an einer sogenannten Ghost-Tour teilgenommen habe. Das heißt, ich kann mich in alles, was die Autorin beschreibt, sehr gut hinein versetzen und fühle mich mit der Geschichte verbunden. Dabei habe ich damals auf dem Friedhof 2 Bilder geschossen, die ihr euch gern auf meinem Blog (Adresse siehe unten) unter der Rezi anschauen könnt. Sie wurden an der Gruft des berüchtigten George Mackenzie geschossen, der in dem Buch eine wichtige Rolle spielt. Ich finde sie wirklich unheimlich, denn ich gehöre zu den Menschen, die an Übernatürliches glauben.

Der Schreibstil:
Frau Wilks Stil ist leicht verständlich und flüssig. Auch, wenn ihre Hauptprotagonistin eine Jugendliche ist, schreibt sie nicht zu salopp, sondern hat einen angenehm einfachen Stil. Das Spannungslevel bleibt konstant, da nahezu ständig etwas Unvorhergesehenes geschieht.

Ende:
Das Ende ist gelungen. Es ist nervenaufreibend und super spannend. Und es gibt auf jeden Fall Stoff für eine Fortsetzung. Der Schluss hat zwar stellenweise den Anklang etwas konstruiert zu sein, aber die Autorin kriegt immer wieder rechtzeitig die Kurve.

Fazit:
Eine kleine feine Gruselgeschichte für Jugendliche, mit einer überzeugenden Hauptprotagonistin, einem flüssigen Stil sowie schaurigen Spannungselementen.

litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

  (3)
Tags: friedhof, geister, janine wilk, kleines mädchen   (4)
 

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

paige mckenzie, geister, haus, geist, grusel

Sunshine Girl - Die Heimsuchung

Paige McKenzie , Alyssa Sheinmel , Doris Hummel
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 18.08.2016
ISBN 9783845814032
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Charaktere:
Sunshine zieht mit ihrer Mutter nach Ridgemont, weil diese dort einen neuen Job gefunden hat. Im neuen Haus angekommen, fühlt sie sich sofort unwohl. Ihr ist ständig kalt und sie hört Geräusche im Haus, die sie bald auf eine geisterhafte Präsenz schiebt. Niemand glaubt ihr, dass ein Geist in ihrem Haus lebt - bis auf ihr Klassenkamerad Nolan. Er hilft ihr sogar bei der Recherche und nimmt sie ernst. Zusammen kommen sie hinter ein großes Geheimnis.
Sunshines Persönlichkeit ist ansprechend und man kauft ihr all ihre Eigenarten ab. Auch die Beziehung zu ihrer Mutter fühlt sich echt an und man spürt ihre Liebe zu ihr.

Die Story:
Zur Handlung muss man eigentlich nicht viel sagen, denn der Klappentext verrät bereits genug. Ich mag Gruselgeschichten, die einem Gänsehaut über die Gliedmaßen schicken. Und dieser Mystery-Roman schafft dies auf jeden Fall. Von daher: Pluspunkt für die Story und die Umsetzung des Grusels. 
Als großes Extra zu den Schauergefühlen packt die Autorin noch eine überzeugende Hintergrundgeschichte hinein.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist anfangs gewöhnungbedürftig, denn er ist teeniemäßig, etwas unreif und wirkt dadurch unharmonisch. Dazu passt natürlich, dass Paige McKenzie 16 Jahre alt ist und über eine 16-Jährige (Sunshine) schreibt. Ich frage mich allerdings, ob sie bewusst so schreibt oder ob sie es nicht anders kann. Das werden wohl nur weitere Werke von ihr zeigen.
Sunshine ist der Ich-Erzähler und die Geschichte ist in der Gegenwart geschrieben. Stellenweise wirkt es wie eine Tagebuch-Aufzeichnung und das finde ich ansprechend.
Neugierig machen Kapitel-Einschübe von einer unbekannten Person, die Sunshine beobachtet.
Was die Autorin sehr gut kann, ist es mit der Gänsehaut und der unterschwelligen Angst des Lesers zu spielen. Sehr häufig habe ich das Schaudern bekommen, sodass ich mich gut in Sunshine hinein fühlen konnte.

Das Ende:
Im "Endkampf" hatte es Sunshine für meinen Geschmack viel zu leicht und daher war ihr Erfolg für mich nicht glaubhaft. Außerdem hätte ich mir für den großen Showdown mehr Grusel gewünscht. Der fehlte hier leider völlig.
Trotzdem möchte ich gern erfahren, wie es um Sunshine weiter geht und was sie fortan erlebt. Der Plot insgesamt hat mich nämlich überzeugt.

Fazit:
Die Hintergrundgeschichte und der geschickt eingebaute Grusel sind überzeugend. An den jugendlichen Schreibstil muss man sich allerdings erst gewöhnen und auch das Ende hätte noch etwas schauriger sein können.
3 1/2 von 5 Isis'

litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

  (6)
Tags: gabe, geister, haus, paige mckenzie   (4)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

abschottung, besondere aufgabe, andere welt, siedlung, michael g. spitzer

Die letzte Melderin: I. Die Nachfolge

Michael Georg Spitzer
E-Buch Text: 276 Seiten
Erschienen bei neobooks, 16.07.2016
ISBN 9783738077643
Genre: Fantasy

Rezension:


Cover:
Das Cover ist sehr passend gewählt und stellt einen wichtigen Schauplatz der Geschichte dar. Danielle sitzt an ihrem Teich, an dem sie oft über das Leben sinniert. Von dort aus hat sie einen Blick auf ihr Zuhause, in dem sie abgeschottet von der "Außenwelt" lebt - die Siedlung. Die Figur auf dem Cover hat dunkle Haare und wirkt verträumt, so wie Danielle.

Die Story:
Mit "Die letzte Melderin" hat Herr Spitzer eine vollkommen andere Welt zu unserer geschaffen. Sie ist dem, was wir kennen und mit dem wir uns tagtäglich beschäftigen zwar ähnlich, aber dennoch weicht sie in vielen Punkten von unseren Normen und Werten ab. Die Siedlung, in der Dan lebt, liegt irgendwann in unserer Zukunft - wie weit, das weiß nur Dan.
Ich finde jedenfalls, dass die Ideen zum Leben in der Siedlung recht einfallsreich und in sich auch logisch aufgebaut sind. 
Was aber genau hinter all dem steckt und wie es so weit gekommen ist, bleibt im 1. Band noch recht wage. Ich hoffe, man erfährt in den Folgebänden mehr über die Hintergründe.

Die Charaktere:
Danielle Berg, kurz Dan, ist die Hauptprotagonistin, aus deren Sicht der Leser alles erlebt. Ihre Eltern sind bereits aus der Siedlung ausgezogen und ihre große Liebe Mick ist gegangen, ohne Lebewohl zu sagen. Ihre einzigen Anker sind ihre Freundin Tina und ihr Ausbilder Gregor. Ihr wird eine wichtige Rolle zuteil und sie muss lernen sich zu behaupten.
Ihr Charakter ist sehr klar und auch komplex dargestellt und der Autor schafft es, sie mit realistischen Wesenszügen zu versehen, die man ihr abkauft. Mit der Zeit entwickelt sich Dan weiter, sie wird selbstbewusster. Zum Schluss ist sie sogar so selbstsicher, dass sie einem regelrecht Angst macht. Aber sie fürchtet sich auch vor sich selbst - vor dem, was aus ihr geworden ist.

Der Schreibstil:
Ein großes Talent von Herrn Spitzer ist sein überaus bildlicher Schreibstil. Er macht es dem Leser leicht, sich Charaktere und Schauplätze lebhaft vor Augen vorzustellen.
Der Autor verwendet lange Kapitel, was mir persönlich nicht so gefallen hat. Ich bin ein Fan von kurzen, prägnanten Kapiteln, weil sich dann alles etwas flüssiger liest. Aber das ist Geschmackssache.
Das Buch enthält viele innere Monologe, die zwar aufschlussreich und hilfreich für Dans Gedankengänge, aber mir stellenweise zu ausschweifend waren. Dadurch zieht sich die Geschichte meines Erachtens etwas. Es gibt dagegen verhältnismäßig wenig Dialoge und ich finde, Dialoge lockern ungemein auf.

Ende:
Am Ende läuft alles auf einen Showdown hinaus, der die Spannung noch einmal anzieht. 
Allerdings erscheint es mir etwas zu unglaubwürdig, wie Dan sich in den realen Kampfszenen schlägt. Sie hat zwar einige Wochen lang diverse Kampftechniken trainiert, es fällt mir aber schwer zu glauben, dass sie sich nahezu allein gegen ausgebildete Soldaten behaupten kann.
Das Ende jedenfalls ist offen und die Karten werden neu gemischt. Der 2. Teil verspricht viel Neues und man möchte wissen, wie es weiter geht.

Fazit:
Eine einfallsreiche Geschichte mit realistischen Charakteren und einem großen Plus für den bildlichen Schreibstil. Die kleinen Minuspunkte sind größtenteils Geschmackssache.
3 1/2 von 5 Isis'

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  (26)
Tags: abschottung, andere welt, besondere aufgabe, siedlung   (4)
 

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(74)

136 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 62 Rezensionen

alchemie, london, code, jugendbuch, rätsel

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten

Kevin Sands , Alexandra Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423761482
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Cover:
Das Cover ist einfach klasse. Eine Schlange windet sich um eine Glasphiole. Im Inneren der Phiole steht Christopher, der sich seinen Weg erleuchtet. Um das bauchige Gefäß herum befinden sich alchimistische Symbole.
Sinnbildlich ist hier die sich um das Glas windende Schlange. Das damalige Zeichen der Heilkunde oder auch der Apothergilden war der Asklepiosstab - ein von einer Schlange umwundener Stab. Auch Phiolen waren in der Apothekerzunft wichtig. Auf dem Cover werden beide Charakteristika kombiniert.

Die Charaktere:
Als Waisenkind aufgewachsen, wird Christopher von der Apothekergilde entdeckt und als Lehrling angestellt. Er landet beim Apothekermeister Benedict Blackthorn. Christopher ist kein einfacher Schüler, denn immerzu hat er Dummheiten im Kopf und macht seinem Meister das Leben schwer. Dass er in seiner Lehrlingszeit aber doch etwas gelernt hat, erkennt er recht schnell, als einige Apotheker tot aufgefunden werden und er in das Schussfeld gerät.
Christopher ist ein sehr sympathischer Protagonist, den man genauso wie alle anderen positiven Charaktere schnell lieb gewonnen hat. Ich finde sie allesamt authentisch, bezaubernd und einzigartig.

Die Story:
London im 17. Jahrhundert. Die Medizin der Alchimisten ist begehrt und die Apotheker verdienen gutes Geld. Inmitten der täglichen Geschäfte muss sich ein Lehrlingsjunge gegen Mörder behaupten. Neben Rätseln, die es zu lösen gilt, locken auch unschätzbare Geheimnisse. Eine Geschichte voller Spannung und mystischer Abenteuer.
Die Schauplätze sind glaubhaft beschrieben. Man kann sich sogar den Gestank vorstellen, der in den Gassen von London umher wabert.
Auch wenn es oftmals so scheint, ist "Der Blackthorn-Code" kein Kinderbuch. Stellenweise geht es ganz schön blutig und grausam zu. Die Leseempfehlung ab 11 würde ich daher nicht unterschreiben.

Der Schreibstil:
Das Buch ist überaus flüssig zu lesen und entwickelt eine angenehme Sogwirkung.
Jedes Kapitel stellt einen Tag in Christophers Leben dar und ist mit genauem Datum überschrieben.
Besonders raffiniert finde ich, dass man als Leser miträtseln kann. Es gilt Formeln zu entschlüsseln und Lösungen für Codes zu finden.

Ende:
Das Ende ist schon fast vorhersehbar, aber dennoch ansprechend geschrieben. Auch wenn man sich wünscht, zukünftig noch mehr über Christopher und seine Zeit als Lehrling und vielleicht späterer Apotheker zu erfahren, ist das Buch abgeschlossen. In dem ganzen Meer aus Mehrteilern ist es eigentlich mal wieder eine willkommene Abwechslung.

Fazit:
Der Autor hat mit seinem Debüt sehr viel Talent bewiesen. Die bezaubernden Charaktere überzeugen genauso wie die Welt voller mystischer Geheimnisse und Rätsel, die es auch als Leser zu entdecken gilt.
4 1/2 von 5 Isis'

litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

  (21)
Tags: alchemist, kevin sands, lehrling, magie   (4)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

cthulhu, horror, arkha, monster, große alte

Carter & Lovecraft: Das Erbe

Jonathan L. Howard , Bottlinger Andrea
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 18.04.2016
ISBN 9783864258541
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Cover:
Das Cover ist ein echter Hingucker. Tentakel eines riesigen Kraken kommen aus dem Meer, wirken bedrohlich und bilden das "&" zwischen Carter und Lovecraft. Sehr raffiniert. Da mit diesem Buch teilweise H.P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos verwoben wird, passt die Frontseite super.

Die Charaktere:
Daniel Carter ist der Hauptprotagonist in unserer Geschichte. Da er den Selbstmord seines Kollegen nicht verkraftet, kündigt er in der Mordkommission und wird zum Privatermittler. Noch nicht lange im Geschäft wird ein Erbe an ihn heran getragen, das er übernehmen soll. Er ist von nun an stolzer Besitzer einer Buchhandlung in Providence, obwohl er den Verstorbenen nicht gekannt hat. Er hat auch nicht damit gerechnet, dass der Buchladen noch von der Angestellten Emily Lovecraft geführt wird. Doch das ist sein kleinstes Problem: Kaum in Providence angekommen, geschieht der 1. Mord.

Emily Lovecraft ist Angestellte in der Buchhandlung von ihrem Onkel Alfred Hill. Als dieser spurlos verschwindet, führt sie das Geschäft einfach weiter, so wie ihr Onkel dies getan hätte. Eines Tages steht Carter vor ihrer Tür und behauptet, er hätte das Geschäft geerbt, weil Hill nun für tot erklärt wurde. Carter lässt ihr aber die Buchhandlung und macht sie zur Miteigentümerin. Soweit so gut - wären da nicht die Mordfälle, in die sie durch Carter unweigerlich mit hinein gezogen wird und die scheinbar etwas mit ihrem Vorfahren H.P. Lovecraft zu tun haben.

Carter wird in der 3. Person dargestellt. Dadurch entsteht ein distanziertes Verhältnis zum Leser. Er ist zwar nett, aber nicht herausragend. Ich würde ihn als grundsoliden, glatten Protagonisten ohne Ecken und Kanten bezeichnen.
Lovecraft wirkt auf mich eher gezwungen tough. Sie erscheint nicht echt oder glaubwürdig. Schade, aus den Charakteren hätte der Autor mehr machen können.

Die Story:
Die Geschichte klingt zunächst recht simpel und beginnt auch einleuchtend. Mit der Zeit wird sie immer komplexer und sogar physikalische Gesetzmäßigkeiten werden angerissen. Da es aber immer verwirrender wird, schwirrt einem als Leser irgendwann der Kopf. Das Buch beschäftigt sich im letzten Drittel viel mit schwer verständlichen Erklärungen. Dadurch plätschert die Story vor sich hin, was wiederum die Spannung trübt. Die Idee dahinter erscheint mir zwar einfallsreich, aber sie wird unzureichend transportiert und erklärt.

Der Schreibstil:
Neben den Erlebnissen von Carter, gibt es noch parallele Erzählstränge anderer Protagonisten. So werden dem Leser die nötigen Zusatzinformationen geliefert, damit die Geschichte rund wird.
Der Schreibstil ist nüchtern und trocken ohne verschönernde Stilelemente. Die Darstellung ist interessant und passt auch ganz gut zu dem Charakter eines Privatermittlers.
Gut gefallen hat mir außerdem der schwarze Humor, mit dem der Leser unterhalten wird.

Das Ende:
Die Entwicklung am Ende ist wirklich überraschend. Sobald man denkt, die Verwirrung ist komplett, folgt die Auflösung und plötzlich ergibt alles einen Sinn. Über eine Fortsetzung ist mir noch nichts bekannt, ich könnte mir eine solche aber durchaus vorstellen.

Fazit:
Die Charaktere wirken distanziert und die Geschichte ist stellenweise einfach nur verwirrend. Dennoch kann mich Herr Howard aufgrund seines Schreibstils überzeugen, noch mehr aus seiner Feder zu lesen.
3 1/2 von 5 Isis'

litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

  (15)
Tags: cthulhu, große alte, h.p. lovecraft, jonathan l. howard   (4)
 

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21 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

western, zombies, indianer, steampunk, horror

Deadlands - Ghostwalkers: Horrorthriller von New York Times Bestseller Autor Jonathan Maberry

Jonathan Maberry
E-Buch Text: 466 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783959620017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Charaktere:
Greyson Torrance ist ein Söldner und hat früher in zahlreichen Kriegen gedient. Vom Leben in den Hintern getreten, trifft er eines Tages auf den Sioux Thomas Schaut-Weg. Dieser heuert ihn an, den mächtigen Totenbeschwörer Aleksander Deray zu vernichten. Beide ahnen jedoch nicht, dass das, was Deray plant, weit über deren Vorstellungskräfte hinaus geht.
Grey hat in seiner Vergangenheit viel durchgemacht und die Geister seiner Missetaten verfolgen ihn noch immer - und das leider nicht im übertragenen Sinn. Inzwischen ist er abgestumpft und abgehärtet. Man empfindet Mitleid mit ihm. Er ist ein harter Revolverheld mit einem weichen Kern und man kann ihn nur ins Herz schließen.
Auch die weiteren Charaktere sind ansprechend gestaltet.

Die Story:
Herr Maberry präsentiert uns hier eine sehr komplexe Geschichte, die paranormal und mystisch angehaucht ist. Wir finden einen ungewöhnlichen Mix aus Wildem Westen und altertümlichem Zombie-Steampunk. Klingt komisch? Ist es irgendwie auch. Denn man kommt schnell in Versuchung, es mit dem wilden Westen zu vergleichen, den man aus Geschichten kennt. Aber gerade durch den Steampunk und die Untoten ist alles weitaus abgedrehter, sodass man mehr oder minder seinen Verstand und die festgefahrenen Bilder ausschalten muss. Und sobald man sich darauf eingelassen hat, beschert einem die Story spannende Stunden in dieser eigentümlichen Welt.
Was man allerdings wirklich mögen muss, sind die kampflastigen Passagen, wovon es hier ziemlich viele gibt. Ich persönlich konnte mich gut damit anfreunden, da sie sehr überzeugend dargestellt sind.

Der Schreibstil:
Greys Gedankengänge und Dialoge sind oftmals zynisch humorvoll. Das gefällt mir sehr gut, da ich das Gefühl habe, mit ihm auf einer Wellenlänge zu liegen.
Alles ist irgendwie dreckig, laut, vulgär und knallhart, genau so wie man sich den Wilden Westen vorstellt. Vielleicht ist es auch nur klischeebehaftet, aber verdammt - es passt einfach. :)
Der Stil ist überaus bildlich und der Autor schafft es, dass man sich fühlt als wäre man live dabei. Auch, wenn man das bei den Szenarien fast nie sein möchte. ;-)

Das Ende:
Der Schluss ist gut inszeniert. Spannend, nervenaufreibend und ansprechend. Beendet wird das Buch mit Epilog 1 und Epilog 2. Meiner Meinung nach wäre das Ende ohne den zweiten Epilog besser gewesen. So hat das ganze nun einen unrealistischen Touch. Doch denkt man sich den Epilog weg, ist das Ende wirklich gut.

Fazit:
Eine komplexe, kampflastige Geschichte mit einem Mix aus Wild Western und Zombie-Steampunk, die mit einem bildlichen Stil und ansprechenden Charakteren abgerundet wird.
4 1/2 von 5 Sterne

litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

  (6)
Tags: jonathan maberry, revolverhelden, steampunk, zombies   (4)
 

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(19)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

horror, jugendbuch, party, drogen, thriller

Survive the night

Danielle Vega , Inge Wehrmann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 11.07.2016
ISBN 9783407747310
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Story:
Verlassene U-Bahn-Tunnel finde ich per se schon gruselig, daher war das Buch genau das Richtige für mich.
Allerdings wurden zwar die Erwartungen, die ich an den Klappentext hatte, erfüllt, dennoch konnte mich die Geschichte nicht zu 100% überzeugen. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mir bei der Art der Gefahr etwas Kreativeres vorgestellt habe und bei der Auflösung dann ernüchtert war. Oder daran, dass mir einfach die Erklärung dahinter fehlt. Vermutlich ist es eine Kombination aus beidem.

Die Charaktere:
Das Buch dreht sich um die Protagonistin Casey. Nach einem Unfall lernt sie Shana kennen und freundet sich mit ihr an. Leider gerät sie durch ihre neue Freundin auf die schiefe Bahn muss sich wegen einer Schmerzmittelabhängigkeit einem Entzug unterziehen. Gerade frisch aus dem Entzug entlassen, hat sie nichts besseres zu tun als sich wieder Shana und ihren Freundinnen anzuschließen und stürzt sich mit ihnen in das Partyleben. Auf der Party trifft sie auch auf ihren alten Schwarm Sam. Das Leben hat sie wieder und ihr fällt es sehr schwer, sich anzupassen. Der Entzug nimmt sie noch mit und ihren Exfreund hat sie auch noch nicht verkraftet.
Caseys Drogenabhängigkeit und ihre Gefühle sind sehr präsent. Sie hat Fehler, Ecken und Kanten und dadurch wirkt sie äußerst natürlich und sympathisch auf den Leser.
Auch die anderen Charaktere sind überzeugend dargestellt - sie fühlen sich real und wie echte Persönlichkeiten an, so als hätte man sie alle gerade kennengelernt.

Der Schreibstil:
Die Geschichte wird unterbrochen von Rückblicken aus Caseys Vergangenheit. Dadurch kann man sich sehr gut in sie hinein fühlen und versteht auch ihre Freundschaft zu Shana besser.
Die Stimmung im Buch fühlt sich einfach echt an. Die Autorin kann Caseys Gefühle zu Sam, die Party-Stimmung und auch die anschließende Angst unter den Freunden überzeugend transportieren. Ich fühlte mich als wäre ich live dabei.
Das Buch entwickelte einen Sog, sodass ich es einfach nicht zur Seite legen konnte. Gebannt habe ich mitverfolgt, was den Jugendlichen dort unten in den U-Bahntunneln widerfährt. Als mir allerdings klar wurde, was hinter allem steckt, stellte sich bei mir eine leichte Ernüchterung ein und auch der Sog hat sich dadurch verabschiedet.

Das Ende:
Die letzten Seiten waren total abgedreht und ich finde, sie geben der Handlung etwas Lächerliches. Schade eigentlich, denn ich denke, Frau Vega wäre durchaus etwas Besseres eingefallen. So kann man im Buch leider eine Abwärtskurve beobachten, die mit dem Schluss ihren Tiefpunkt erreicht hat.

Fazit:
Anfangs hat mich die Geschichte noch überzeugt und mit ihren natürlich Charakteren und der authentisch transportierten Stimmung einen unglaublichen Sog erzeugt. Mit Auflösung "der Gefahr" sinkt das Interesse rapide und findet im Ende seinen Tiefpunkt.

litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

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Tags: danielle vega, horror, party, u-bahn   (4)
 

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118 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

thriller, künstliche intelligenz, technik, mirror, manipulation

Mirror

Karl Olsberg
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.08.2016
ISBN 9783746632346
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Herr Olsberg präsentiert uns mit "Mirror" eine ausgeklügelte Buchidee. Anfangs wird einem der Mirror so schmackhaft gemacht, dass man ihn glattweg selbst kaufen möchte. Er ist faszinierend, hilfreich und unglaublich modern und fortschrittlich. Die Funktionalität des Mirrors und das dahinter liegende MirrorNet, also das System, wirken authentisch und der Autor hat sich hier wirklich viel Mühe gegeben und sicher viel Zeit in das Schreiben des Buches investiert.

Die Geschichte ist in mehrere, parallel laufende Erzählstränge unterteilt. Wir erleben die Geschehnisse um den autistischen Andy, den Schlägertyp Lukas, den Mitbegründer und -entwickler des Mirrors Carl, den Drogendealer Jack und die Journalistin Freya. Mit der Zeit führen die Stränge zusammen und die Charaktere treffen mitunter aufeinander. Mir hat es sehr gut gefallen und hat trotz der vielen Protagonisten nicht zu Verwirrungen geführt.

Nach und nach offenbaren sich die vielschichten Facetten des Mirror und es wird regelrecht unheimlich. Der Leser kann eigentlich nur noch ungläubig und geschockt davor sitzen. 

Der Schreibstil ist wirklich sehr ansprechend und flüssig. Gleichzeitig ist alles so erschreckend realistisch und regt zum Nachdenken an.

Am Ende gibt es eine Eskalation, die mich wirklich geschockt und mir gezeigt hat, wie beeinflussbar Menschen sind.

Der Epilog deutet anschließend auf Horrorszenarien hin, die man sich nicht vorstellen möchte und er bietet sogar Material für einen weiteren Band.

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Tags: karl olsberg, kontrolle, künstliche intelligenz, technik   (4)
 

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(36)

91 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

thriller, erotik, erotik thriller, camgirl, a. r. torre

Kill Girl - Tödliches Verlangen

A.R. Torre , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.03.2015
ISBN 9783442384174
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Cover:
Das Cover ist ziemlich eindeutig und dem Betrachter wird schnell klar, von was das Buch grob handelt. Es ist raffiniert gewählt und unterstreicht die erotische Note in diesem Thriller.

Die Story:
Ich wurde hier mit einer einfallsreichen Buchidee überrascht, die ich so bisher noch nicht gesehen habe. Die Autorin zeigt das Leben einer nach Blut dürstenden, psychopathischen Frau auf, die sich ihr Geld mit dem sogenannten Camming - dem virtuellen Sex via Kamera - verdient.
Circa die Hälfte des Buches wird dominiert durch den Cybersex, was mir persönlich irgendwann zu viel wurde. Ich hätte mir gern etwas weniger Erotik, dafür aber mehr Thriller gewünscht, denn recht schnell war die Camming-Thematik abgenutzt. Der dennoch interessante Genre-Mix lässt mich allerdings ein wenig darüber hinweg sehen.

Die Charaktere:
Deanna, oder auch Jess, wie sie im Cybersex-Geschäft genannt wird, führt ein zu 100% kontrolliertes Leben. Und das ist auch gut so, denn sie ist eine Psychopathin. Ihre Tage werden dominiert von blutigen Mordgedanken, die sie nicht kontrollieren kann. Sie wünscht sich, anderen Menschen etwas anzutun und fürchtet sich zugleich davor. Daher tut sie das für sie einzig Vernünftige: Sie sperrt sich in ihrer Wohnung ein und geht nicht mehr auf die Straße. Dabei hat sie jedes Bedürfnis und jede Situation bedacht. Geld verdient sie, indem sie im Internet Sex mit Männern hat. Das hilft ihr auch, sich von ihren Mordgedanken abzulenken.
Deanna ist eine offenherzige und natürliche Person und Frau Torre schafft es, dass man sie mag, obwohl sie eine Psychopathin ist.
Der Leser lernt in parallelen Erzählsträngen noch die 6-Jährigen Annie, den UPS-Boten Jeremy und einen unbekannten Mann kennen. Diese Charaktere werden aber nur oberflächlich dargestellt, da deren Entwicklung für das Vorankommen des Plots nicht relevant ist. Nur Deanna spielt hier eine zentrale Rolle.

Der Schreibstil:
Die Autorin arbeitet mit Rückblenden aus Deannas Vergangenheit, um besser ihre charakterliche Entwicklung zu transportieren. Außerdem gibt es neben Deanna noch weitere Erzählstänge und ich habe anfangs die ganze Zeit gerätselt, wie diese zusammen hängen. Ich habe mich sogar etwas in die Irre führen lassen, da ich zunächst dachte, Annie sei Deanna in jungen Jahren. Vielleicht war das bei der Namensähnlichkeit auch von Frau Torre so vorgesehen.
Deanna ist Ich-Erzähler, während die Abschnitte der weiteren Protagonisten (Jeremy, Annie und unbekannter Mann) in der 3. Person erzählt sind.
Die Autorin schreibt direkt und ungeschönt - sowohl bei Deannas Mordfantasien als auch bei ihrem Camming-Job. Man erhält einen Einblick wie vielseitig das Camming-Geschäft ist und die sexuellen Vorlieben einzelner Kunden werden gut transportiert und auch mit Auszügen aus wissenschaftlichen Werken oder Lexica unterstrichen.

Ende:
Das Ende ist abgerundet und lässt nichts offen, obwohl es eine Fortsetzung gibt. Einige Stellen sind allerdings fast schon zu romantisch für meinen Geschmack. Irgendwie passen sie nicht so recht hinein, wenn man die restliche Geschichte betrachtet.

Fazit:
Eine einfallsreiche Buchidee mit interessantem Genre-Mix, die uns direkt und ungeschönt in das Leben der authentischen Protagonistin Deanna blicken lässt.

litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

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Tags: cybersex, erotik, killerin, psychopathin, thriller   (5)
 

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(231)

399 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

katzen, warrior cats, erin hunter, clans, katze

Warrior Cats. Geheimnis des Waldes

Erin Hunter , Klaus Weimann
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 21.11.2016
ISBN 9783407742537
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Im 3. Band um die Clan-Katzen spürt man sofort wieder eine tiefe Verbundenheit zu den DonnerClan-Katzen, so als würde man alte Bekannte wiedersehen. Man hat ein Gefühl von Zugehörigkeit. Man freut sich mit ihnen, leidet mit ihnen.

Punkten kann auch das wunderschöne Cover, das Silberfluss, die Freundin von Feuerherz' bestem Freund Graustreif zeigt. Und ganz unten erblickt man den gegen Tigerkralle tapfer kämpfenden Feuerherz.

Feuerherz ist ein sehr überzeugender und sympathischer Charakter. Er hat vom Beginn der Serie an mein Herz im Sturm erobert. Umso mehr fiebert man bei den Abenteuern mit, die immer aus seiner Sichtweise beschrieben werden. Manches Mal erscheint er mir noch etwas naiv und blauäugig und somit erkennt er Gefahren oder Hinweise nicht, die man als Leser selbst schon längst entlarvt hat. Am liebsten möchte man dem mutigen Kater auf die Sprünge helfen.

Die Autorinnen hinter Erin Hunter haben sich hier wieder ein ganz großen Abenteuer erdacht, das viel Dramatik für den Leser bereit hält. Ab dem Mittelteil zieht die Spannung gewaltig an und es folgt eine dramatische Szene nach der anderen. Gerade zum Schluss hat man keinen Moment mehr zum Durchatmen. Dabei werden Kampfszenen eingebaut, bei denen einem der Atem stockt. Auch zutiefst bedrückende und herzzerreißende Sequenzen dürfen nicht fehlen und für mich ist Band 3 der bis dato traurigste Teil. Ich habe es schon lange nicht mehr erlebt, dass ich bei einem Buch so viel weinen musste. Gerade die emotionale Verbundenheit zu den Katzen verstärkt dies noch.

Das Buch hat mich so überzeugt, dass ich über 5 volle Isis' nicht lange nachdenken muss. Außerdem erhält das Buch, wie auch schon Band 1, den Favoritenstatus von mir.

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Tags: clans, donnerclan, erin hunter, katzen, warrior cats   (5)
 

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

hamburg, phoenix, papierverzierer, fantasy, dystopie

Phoenix - Kinder der Glut

Ann-Kathrin Karschnick , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.10.2015
ISBN 9783944544533
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Cover:
Die Cover von Ann-Kathrins Phoenix-Reihe sind wirklich ein Hingucker. Dieses hier ist giftgrün und zeigt die Phoenix Tavi. Im Hintergrund erkennt man eine Art Tunnel. Anhand des Inhalts dürfte dies der alte und verlassene Elbtunnel in Hamburg sein. Der Schauplatz kommt zwar im Buch vor, allerdings spielt er meines Erachtens keine so große Rolle. Warum er daher explizit auf dem Cover abgebildet wurde, erschließt sich mir nicht.

Die Story:
In diesem Band finden sich die letzten Puzzleteile und fügen sich zusammen. Als Leser erkennt man so endlich das große Ganze. Ich finde es sehr erfreulich, dass alles aufgelöst und nichts von der Autorin vergessen wurde. Die Handlung ist angenehm vielseitig, da Frau Karschnick auch neue Elemente einarbeitet.

Die Charaktere:
Leon hat für mich, im Vergleich zum Vorgängerband, eine angenehme Entwicklung durchgemacht. Er ist stärker und selbstbewusster geworden. Handelt eigenständig, ohne Tavi ständig am Rockzipfel zu hängen. Er hat seinen Weg gefunden und hat wieder den Charme aus Band 1 zurück.
Tavi hingegen ist mir auch im 3. Teil nicht sympathisch geworden. Stellenweise agiert sie so dermaßen stur und kopflos und somit gegen das Wohl aller, dass ich mich eigentlich nur über sie ärgere. Aber es muss eben auch Protagonisten geben, die man nicht mag...
Die Charaktere entwickeln sich mit dem Plot mit. Man realisiert es erst, wenn man es einmal rekapituliert. Die Autorin kann dies nahezu unerkannt geschickt einbauen und somit wirkt es nicht gekünstelt.

Der Schreibstil:
Frau Karschnicks Schreibstil ist schnörkellos und mit hübschen Metaphern versehen. Die Autorin schafft es, den 3. Band mit einer überzeugenden Handlung und Dramatik zu beginnen. Das Problem ist dabei nur, dass man das Spannungslevel schwer bis zum Schluss halten kann und es geschieht, was unweigerlich geschehen muss: Die Dramatik lässt rapide nach und Frau Karschnick schafft es meiner Ansicht nach nicht wieder auf die Aufwärtswelle, sondern verbleibt in seichtem Gewässer.

Das Ende:
Der Schluss ist durchaus solide und für einen Abschlussband überzeugend abgerundet.
Allerdings konnte mich die Endschlacht nicht mitreißen. Ich habe mir dabei einfach etwas Spektakuläreres vorgestellt. Vielmehr starten die entscheidenden letzten Seite schleppend und es wirkt als gingen der Autorin die Ideen aus. Ich weiß aber, dass Frau Karschnick es durchaus besser kann, denn es gab bereits deutlich nervenaufreibendere Szenen in der Reihe.

Fazit:
Ich bin froh, dass die letzten Puzzleteile sich zusammen fügen und die Autorin ihrem Stil treu bleibt. Allerdings konnte mich der Abschlussband wegen der fehlenden Spannung und des schleppenden Endes nicht überzeugen.
3 1/2 von 5 Isis'

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Tags: ann-kathrin karschnick, mystische wesen, phoenix, seelenlos, trilogie   (5)
 

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99 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

hexen, dämonen, fantasy, england, hexe

Fire Girl - Gefährliche Suche

Matt Ralphs , Doris Hummel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 18.08.2016
ISBN 9783845816401
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Das Cover:
Besonders durch das wunderschöne Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Passend zum Titel "Fire Girl" ist es in einem Rot-Orange-Ton gehalten. Mittig sehen wir Hazel, die Feuerbälle in ihren Händen hält. Um sie herum scheint es magisch zu leuchten. Einfach wunderschön. Der Titel ist in einem hübschen Gold gehalten und im "G" steht die kleine Haselmaus Bramley, der Gefährte von Hazel.

Die Story:
Herr Ralphs präsentiert uns eine ungewöhnliche, aber auch zauberhafte Geschichte rund um Hazel und die Zeit während der Hexenverfolgung. Geschickt baut er die magische Welt in einen realen historischen Hintergrund ein.
Durch die kleine Hazel kommt die Story fast kindlich daher, aber einige fiese Schreckensszenen haben es in sich. Weswegen ich auch nicht sicher bin, ob es schon für die Jugend geeignet ist und als Jugendbuch durchgehen sollte. Aber für mich war es genau nach meinem Geschmack.
Schon während des Lesens habe ich bedauert, dass die Geschichte bald zu Ende sein wird - ich konnte einfach nicht genug von der zauberhaften Welt bekommen. :)

Die Charaktere:
Hazel Hooper ist die Hauptprotagonistin in "Fire Girl". Sie ist ein junges Mädchen und wächst mit ihrer Mutter Hecate in einer heimeligen Hütte versteckt im Wald auf. Versteckt, da Hecate und Hazel Hexen sind und sich vor Hexenjägern in Acht nehmen müssen.
Anfangs ist sie enttäuscht, dass sie noch keine magischen Fähigkeiten entwickelt hat, aber als ihre Mutter entführt wird, lernt sie ihre Kraft kennen: Sie kann das Feuer kontrollieren und für sich einsetzen. Sie ist für ihr Alter sehr weit und begibt sich tapfer in die fremde und gefährliche Welt hinaus, um ihre Mutter wiederzufinden.
Hazel ist nun mit ihren neuen Fähigkeiten eine "Trägerin" und jede Trägerin hat einen ihr zugeordneten Vertrauten. Hazels Gefährte ist Bramley, eine kleine Haselmaus. Er ist klein, aber oho. Oft ist er Hazel gegenüber vorlaut und in Gefahrensituationen etwas ängstlich. Aber immer steht er zu Hazel und unterstützt sie, wo er nur kann. Durch die Haselmaus Bramley wird eine kleine Portion Humor mit in das Buch gebracht. Stellenweise musste ich über seine Sätze schmunzeln.
Auf ihrem Abenteuer lernen die Beiden noch viele andere tolle und auch weniger sympathische Charaktere kennen. Der Autor hat hier eine wundervolle Vielfalt an Charakteren geschaffen.

Der Schreibstil:
Jedes Kapitel wird mit Zitaten aus bekannten Werken oder von fiktiven Figuren des Romans zum Thema Hexen überschrieben/eingeleitet. Größere Absätze innerhalb eines Kapitels werden durch eine kleine süße Mausabbildung getrennt. Daran merkt man, dass in diesem Werk viel Liebe steckt. Aber nicht nur die Gestaltung ist hervorzuheben, sondern auch der flüssige und ansprechende Schreibstil von Herrn Ralphs. Die malerische Beschreibung der Landschaft tut ihr Übriges. Es hat einfach nur Spaß gemacht, den Ideen des Autors zu folgen und sich in der geschaffenen Welt zu verlieren.

Ende:
Das Ende passt stimmig in das Gesamtwerk und ich konnte mir auch ein paar Tränen nicht verkneifen. Es geht ganz klar hervor, dass die Reise noch weiter gehen wird und ich bin schon jetzt ganz neugierig auf die Fortsetzung.

Fazit:
Mit "Fire Girl" erleben wir eine zauberhafte Geschichte, die wundervolle Charaktere, einen ansprechenden Schreibstil und eine kleine Portion Humor bereit hält.

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Tags: haselmaus, hexe, hexenverbrennung, magie   (4)
 

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

dystopie, chris weitz, young world, clans, jugendliche

Young World - Nach dem Ende

Chris Weitz , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.05.2016
ISBN 9783423761376
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Im Vorgängerband hat der Leser mit den Jugendlichen Donna und Jeff bereits viel erlebt. Und gerade das Ende hat vieles offen gelassen, sodass ich neugierig der Fortsetzung entgegen gesehen habe.

Da Herr Weitz zum Ende des 1. Bandes ein gewisses Tempo vorgelegt hat, musste er dieses erst einmal halten. Nachdem die Fortsetzung aber dramatisch gestartet ist, flacht die Spannung rapide ab und die Story dümpelt bis zum Schluss nett vor sich hin.

Man erlebt die Geschehnisse vorrangig aus den Augen von Donna und Jeff. Die Kapitel sind im Wechsel geschrieben und mit dem Namen des aktuell Berichtenden überschrieben. Viel häufiger als im Vorgängerband kommen nun auch andere Protagonisten zu Wort. Was ich persönlich sehr toll und erfrischend finde, ist, dass der Autor jeden Charakter mit einer eigenen Ausdrucksweise und einem eigenen Erzählstil darstellt. Die sich voneinander unterscheidenden Schriftarten und der ungleiche Satzbau untermauern dies noch. So wirkt jeder Protagonist einzigartig und auch authentisch.
Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich die Jugendlichen im Vergleich zu Band 1 extrem weiterentwickelt haben. Was aber wegen des nahtlosen Übergangs einfach nicht sein kann. Sie denken für meinen Geschmack einfach viel zu sehr wie Erwachsene und sind zu intelligent und welterfahren für Jugendliche. Hier hätte ich mir mehr Einheitlichkeit gewünscht.

Leider wird es erst am Ende richtig fesselnd. Das hat bei mir den Eindruck erweckt, als möchte der Autor damit einfach nur sicher gehen, dass seine Leserschaft am Ball bleibt und die Fortsetzung kauft. Im Sinne von: "Schaut her, ich kann es doch spannend!" Vielleicht ist der 2. Teil aber auch von vornherein mehr als erklärender Band vorgesehen gewesen und sollte gar nicht so mitreißend sein. Da ich den Schreibstil von Herrn Weitz und die Hintergrundgeschichte aber mag, werde ich sicher auch noch die Fortsetzung um Donna und Jeff lesen.

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Tags: chris weitz, endzeit, jugendliche   (3)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

science fiction, algis budrys, projekt, mond, wissenschaft

Projekt Luna

Algis Budrys , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.07.2016
ISBN 9783453317673
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Das Cover:
Ein Astronaut steht vor einem riesigen Labyrinth - kurz davor, es zu betreten. Ein beeindruckendes Gebilde, das zusätzlich neugierig auf die Geschichte macht. Und zumindest mit dem Klappentext überein stimmt...

Die Story:
Wenn der Klappentext gehalten hätte, was er verspricht, wäre das Buch ein spannender Zeitvertreib geworden. Leider geht es total an dem vorbei, was die Inhaltsangabe vorgibt. Kurz: absolut irreführend.
Eigentlich beschäftigt sich "Projekt Luna" nur mit den Problemchen des Hauptprotagonisten Hawks, die sich auch noch wie ein langweiliger Auszug aus seiner Autobiografie lesen. Wirklich ärgerlich!

Charaktere:
Man wird mit oberflächlichen Charakteren konfrontiert, die so an den Leser herangeführt werden als müsste man sie längst kennen. Vermehrt wirken ihre Eigenschaften erzwungen und kreiert.
Edward Hawks ist der Hauptcharakter. Seine Handlungen kommen für mich stellenweise so unerwartet, dass ich das Gefühl habe, ihn eigentlich das ganze Buch über nicht zu kennen. Er ist mal unberechenbar, dann wieder lieb und nett, dann unbeherrscht und anschließend verständnisvoll. Als hätte der Autor mehrere Charaktere zusammen gewürfelt. Außerdem ist sein Leben nur ein einziges Bla Bla und absolut schnarchig.
Alles wird aus der Sicht von Hawks beschrieben. Für mich ist das aber total unsinnig, da Hawks nicht derjenige ist, der auf den Mond geht. So erfährt man fast rein gar nichts von dem, was auf dem Mond geschieht. Glanzleistung, Herr Budrys!

Der Schreibstil:
Was ich dem Autor positiv anrechnen muss, ist sein anschaulicher Erzählstil. Die bildliche Vorstellung fällt einem leicht.
Negativ sind die unnatürlichen und überzogenen Dialoge. So spricht einfach niemand.

Ende:
Also ich muss sagen, das Ende birgt noch einmal eine Überraschung. Leider hat sie aber nicht wie eine Bombe bei mir eingeschlagen. Ich habe das Buch zugeschlagen und mich als Leser einfach nur ver...schaukelt gefühlt (ich benutze hier für die Wahrung der Ernsthaftigkeit nicht das Schimpfwort, obwohl ich es gern möchte).

Fazit:
Das ganze Buch ist eine Farce! Wenn ihr einen spannenden Sci-Fi-Roman auf dem Mond erwartet, lasst bloß die Finger davon. So zum Narren gehalten wurde ich schon lange nicht mehr. Vielen Dank!
1 von 5 Isis'

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Tags: algis budrys, mond, projekt, wissenschaftler   (4)
 

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72 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

seelenwächter, jaydee, schattendämonen, jessamine, fantasy

Die Chroniken der Seelenwächter - Bruderkampf

Nicole Böhm
E-Buch Text: 155 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 30.07.2015
ISBN 9783958341111
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Story:
Wie immer muss man hier die Vorgängerbände gelesen haben, um in die Geschichte einsteigen zu können. Besonders faszinierend finde ich, wie Frau Böhm neue Entwicklungen einspinnt und alte Rätsel auflöst. Nicht nur einmal bin ich mit offenen Mund dem Geschehen gefolgt. Die Ideen sind grandios und in sich schlüssig und nie hat man das Gefühl, dass die Autorin sich verrennt. Es ist einfach zu großartig!

Charaktere:
Neben alt bekannten Charakteren taucht auch Kira wieder auf und sie erhält dieses Mal eine etwas größere Rolle. Getrieben von ihrem Hass auf Coco ist sie bereit alles zu tun, um sie zu vernichten. Doch dann hat ihr alter Auftraggeber Joshua einen neuen Auftrag für sie, der ihr Leben verändert. Nun muss sie Zurückhaltung üben und ihr oberstes Ziel darf nicht mehr die Auslöschung Cocos sein, sondern der Schutz der Nachfahrin. Für mich ist das eine sehr interessante Entwicklung, die mich für Kira wirklich freut.
Von Joshua erfährt man bisher nur wenig, aber ich hoffe, dem Leser wird noch mehr offenbart. Er ist ein ansprechender Charakter.
Alle Protagonisten sind authentisch und man kauft ihnen ihre Verhaltensweisen ab.

Der Schreibstil:
Frau Böhm überzeugt mit ihrem mitreißenden Schreibstil. Sie erzeugt eineunerträgliche Spannung, bei der ich nicht nur einmal den Wunsch verspürt habe, in die Tischkante zu beißen. Die Abenteuer um die Seelenwächter sind der reinste Nervenkitzel und gerade, wenn man denkt, es kann nicht noch spannender werden, schafft die Autorin es noch einen draufzusetzen. :)

Das Ende:
Es ist echt unglaublich, wie Frau Böhm es immer wieder schafft, den Leser mit ihren Enden derart aus der Fassung zu bringen. Mal wieder ein fieser Cliffhanger, dass es weh tut.

Fazit:
Mit immer neuen Entwicklungen und einer mitreißenden Spannung bannt die Autorin ihre Leser an die Seiten. Absolut überzeugend!

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Tags: magie, nicole böhm, seelenwächter   (3)
 

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(2.048)

2.302 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

satire, humor, hitler, timur vermes, berlin

Er ist wieder da

Timur Vermes
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2014
ISBN 9783404171781
Genre: Humor

Rezension:


Dieses Buch ist seit seiner Veröffentlichung umstritten. Darf man darüber lachen? Darf man so etwas partout nicht lustig finden? Jeder sollte sich hierüber selbst ein Urteil bilden. Wen das Buch interessiert, der kann einen Versuch starten. Ich jedenfalls kann mir die Fragen selbst nicht abschließend beantworten.

Hitler ist auferstanden und wacht inmitten des Jahres 2011 auf. Überfordert von der Situation, nutzt er aber schnell die richtigen Kanäle (mehr durch Zufall/Glück als mit Kalkül), um sich im heutigen Deutschland Gehör zu verschaffen.
Er nimmt sich ungeschönt alle Fehler der Politik und Gesellschaft vor. Seine Witze über Angela Merkel und die Parteien sind dabei einfach saukomisch.
Aber nicht nur darüber muss man schmunzeln, sondern auch über Hitlers Ahnungslosigkeit, mit der er der Welt gegenüber tritt. So hat er mit Handys, Computermäusen und dem Internetz so seine Probleme und ist stellenweise heillos überfordert.

Der Autor verwendet lange Schachtelsätze und die Ausdrucksweise ist geschwollen. Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten damit, aber mit der Zeit konnte ich mich daran gewöhnen. Vielfach arten die Erzählungen von Hitler in Schwafeleien aus, die eine gewisse Eintönigkeit hervorrufen. Es fehlen die üblichen Spannungskurven, die Romane sonst so einnehmen. Dafür hat man umso weniger das Problem, nach längerer Zeit wieder in die Handlung einzusteigen. Der Plot ist nicht kompliziert und verlangt dem Leser nicht viel ab.

Herr Vermes bringt Hitler sehr glaubwürdig rüber. Als Leser kann man sich vorstellen, dass Hitler auf diese und jene Art denken und reden würde. Ganz gewiss war hier eine umfangreiche Recherche zu seinem Sprachstil notwendig. Auch die überaus gute geschichtliche Hintergrundrecherche muss man dem Autor hoch anrechnen. Selbst kleinste Details, die man nicht einmal im Geschichtsunterricht erfahren hat, wurden eingebaut.

Das Ende ist relativ unspektakulär - zumindest, wenn man es mit dem Film vergleicht. Und irgendwann muss Herr Vermes ja auch mal einen Cut machen, sonst verliert er sich vermutlich endlos in der Geschichte.

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Tags: er ist wieder da, hitler, medien, timur vermes   (4)
 

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(26)

54 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

cupido, phoenix, paris, hexe, dystopie

Phoenix - Erbe des Feuers

Ann-Kathrin Karschnick , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 09.10.2014
ISBN 9783944544519
Genre: Fantasy

Rezension:

Achtung! Die Rezension könnte Spoiler enthalten

Cover
Das Cover ist wunderhübsch gestaltet und im Vergleich zu seinem Vorgängerband dieses Mal in Blau gehalten. Stand Tavi auf dem Cover des 1. Bandes noch allein auf den Dächern Hamburgs, ist sie nun in Gesellschaft ihres Geliebten Leon, der nun selbst ein Seelenloser ist. Wie im Hintergrund unschwer zu erkennen ist, hat sie ihre Reise nach Paris verschlagen.

Die Story:
Tavi und Leon flüchten sich nach Frankreich und hoffen darauf, dort ein ruhigeres Leben als in Hamburg führen zu können. Leider ist genau das Gegenteil der Fall...
Frau Karschnick konfrontiert den Leser mit ausgefallenen Idee rund um die Seelenlosen und die mit Steampunk angehauchte Tesla-Welt. Außerdem gibt es endlich auch Erklärungen zu den Ursprüngen und Hintergründen.
Meiner Ansicht nach wären sie für ein besseres Verständnis schon im 1. Teil hilfreich gewesen. Die Hinweise waren im Vorgängerband leider so unzureichend, dass meine Vorstellungen über die Zusammenhänge besonders an einem Punkt falsch waren. Das hat mich kurzzeitig richtig aus dem Konzept gebracht und ich musste erst einmal umdenken.

Die Charaktere:
In "Phoenix" findet der Leser viele verschiedene und interessante mystische Wesen. Die Vielfalt ist wirklich erfrischend und es macht Spaß sie alle kennenzulernen.
Die beiden Hauptcharaktere Tavi und Leon erfahren, dass ein Liebeszauber sie aneinander bindet. Aber das kann sie nicht davon abhalten, zusammen für das Richtige einzustehen und gemeinsam zu kämpfen. Und letztendlich obsiegt eben doch die Liebe. :)
Zu Beginn des Buches holt die Autorin die Tavi-Keule raus und zeigt sie mal wieder von ihrer unangenehmsten Art. Sie ist zu impulsiv und kommt mir stellenweise wie ein wankelmütiges Kind vor. Als es aber ordentlich "was zu tun" gibt, rückt Tavis Eigenart glücklicherweise wieder in den Hintergrund.
Leon sollte meiner Meinung nach noch viel mehr aus sich heraus kommen. Irgendwie macht er auf mich den Eindruck als wäre er Tavis Schoßhündchen.
Richtig warm werden kann ich mit den beiden Hauptprotagonisten leider immer noch nicht. Da haben es mir eher die Nebencharaktere (z.B. Eleazar) angetan.

Der Schreibstil:
Die Geschichte ist spannend geschrieben und man will unbedingt weiter lesen und möglichst nicht das Buch zur Seite legen.
Frau Karschnick lässt den Leser wieder im Wechsel zwischen Tavi und Leon auf das Geschehen blicken. So erhält er durch den ständigen Perspektivwechsel einen besseren Rundumblick.
Ein kleiner Negativ-Punkt ist mir allerdings aufgefallen: Stellenweise sind die Dialoge nicht passend aufeinander abgestimmt. Denn zwischen die Aussagen der Protas hat die Autorin häufig absatzlange Gedankeneinschübe gepackt, mit denen sie allerdings ab und an den Faden zum Dialog verliert. Aufgrund dessen liest es sich nicht ganz so rund.

Das Ende:
Wir erleben hier ein traurig schönes Ende, das so herzergreifend ist, dass man unbedingt wissen möchte wie es weiter geht.

Fazit:
Mit einer erfrischenden Vielfalt an mystischen Wesen und ausgefallenen Ideen entführt uns die Autorin in das Reich von Nicolas Tesla.

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116 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 35 Rezensionen

rache, minette walters, sklavin, psychothriller, keller

Der Keller

Minette Walters , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.04.2016
ISBN 9783442484324
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Story:
Muna wird als kleines Mädchen von den Songolis mit gefälschten Papieren aus einem Waisenhaus "entführt" und muss fortan als Sklavin für die Familie arbeiten und ihr Dasein im Keller fristen. Es ist äußerst bedrückend zu lesen, was ihr widerfahren ist und wie sie sich im Hause Songoli fühlt. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Geschichte. Der Rest beschäftigt sich mit Munas heimtückisch durchdachter Rache, als sie endlich aus ihrem Kellerloch heraus darf.
Frau Walters greift hier ein Thema auf, das mir bis dato eher fremd war. Und ich denke, in dieser Konstellation gibt es das auch nicht. Ohne viel Aufhebens und Vorgeplänkel wirft die Autorin den Leser sogleich in die Story.

Die Charaktere:
Aufgrund der Misshandlungen durch die Familie Songoli hat Muna eine zerstörte Persönlichkeit. Niemand hat ihr beigebracht, was Gefühle sind. Stumm erträgt sie die Schläge der Mutter, der Kinder und die Vergewaltigungen des Vaters. Als der Sohn Abiola plötzlich verschwindet und die Polizei vor der Tür steht, darf sie endlich aus ihrem Keller heraus. Sie muss so tun als wäre sie die Tochter und bis zu einem gewissen Punkt spielt sie brav ihre Rolle.
Nach und nach merkt der Leser, wie schlau und berechnend Muna ist. Alles ist genau durchdacht, jedes Wort legt sie sich präzise zurecht und sogar anderen in den Mund. Wenn etwas Unerwartetes geschieht, laviert sie sich geschickt aus der Situation heraus. Für meinen Geschmack hat sie etwas zu viel Glück. Alle trauen ihr blind und lassen sich von ihr einlullen. Sie stellt es zwar sehr geschickt an, aber mir erscheint es nicht ganz glaubwürdig.
Ansonsten präsentiert uns Frau Walters sehr überzeugende Charaktere. Ihre Handlungsweisen kauft man ihnen sofort ab, alles wirkt authentisch.

Der Schreibstil:
Ungewöhnlich, aber interessant finde ich, dass die Autorin zu großen Teilen keine wörtliche Rede verwendet. Es finden zwar Gespräch unter den Personen statt, sie werden aber ohne entsprechende Anführungszeichen dargestellt. Sehr schnell konnte ich mich an diesen Stil gewöhnen und es hat mich überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil - es ist mal etwas anderes.
Der Leser betrachtet alles durch die Augen von Muna und kann so voll und ganz begreifen, was in ihr vor sich geht und zu was sie fähig ist.
Bisher hatte ich "Im Eishaus" von Frau Walters gelesen, aber den Schreibstil kann man mit "Der Keller" nicht vergleichen. Er wirkt distanzierter, emotionsloser. Möglicherweise lässt die gefühlskalte Art, mit der die Autorin Muna darstellen muss, nicht ihren gewohnten Stil zu. Das zeigt aber wiederum, wie wandelbar Frau Walters ist.

Ende:
Das Ende ist offen, weil es der Plot zulässt. Ich bin mir ganz sicher, dass hier keine Fortsetzung zu erwarten ist. Den Schluss würde ich schlicht und ergreifend als "okay" bezeichnen, aber aus den Schuhen haut er mich nicht.

Fazit:
Munas "Werdegang" erscheint mir nicht ganz glaubwürdig. Alles liest sich distanziert und emotionslos. Einzig die Darstellung der Charaktere überzeugt.
3,5 von 5 Isis'

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Tags: hausmädchen, keller, minette walters, rache, sklavin   (5)
 

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

blutig, horror, jagd, m.h. steinmetz, gruselig

The Wild Hunt: Horror

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 28.04.2016
ISBN 9783959623193
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Story:
Das ganze Buch versprüht ein Flair wie alte Gruselgeschichten am Lagerfeuer. Dabei lässt Herr Steinmetz den Leser eine ganze Weile im Dunkeln tappen und man hat bis zur Hälfte des Buches lediglich eine Ahnung, in welche Richtung der Plot geht. Es ist natürlich keine ausgefallene Geschichte, denn die Phantasiewesen, um die es hier geht, wurden so oder so ähnlich schon hundertfach in Büchern behandelt. Leider gehören diese Wesen nicht zu meinen Lieblingsgestalten in der Fantasy-Welt. Das könnte einer der Gründe dafür sein, warum mir in "The Wild Hunt" das Soggefühl fehlt. Ein weiterer Grund ist der irreführende Klappentext. Denn um den angepriesenen Serienkiller geht es nur am Anfang und er spielt lediglich eine unbedeutende Nebenrolle. Schade, das hätte man sicher auch geschickt miteinander verknüpfen können.

Die Charaktere:
Ungewöhnlich ist hier, dass es keinen Hauptcharakter gibt. Zumindest kann ich dem Buch keinen zuordnen. Alle Charaktere sind sehr oberflächlichangerissen und es fehlt der Tiefgang. Auch die Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften wirken auf mich stellenweise etwas unrealistisch und aufgesetzt. Alle Figuren strahlen etwas unliebsames aus, mit niemandem konnte ich warm werden.
Der Leser erlebt hier 2 Parteien, die sich auf gewisse Art und Weise bekriegen. Bis zum Ende ist wirklich schwer zu erkennen, wer hier eigentlich "der Böse" ist. Das ist wirklich raffiniert. Man muss sich als Leser eben einfach sein eigenes Bild machen. Bei mir wechselt die Sympathie daher von einer Partei zur anderen und zurück. Unglaubwürdig finde ich in dem Zuge, dass beide Fraktionen ihren Opfern bereitwillig ihre Geschichte erzählen.

Der Schreibstil:
Die Kapitel sind intelligent miteinander verknüpft und geben einen guten Rundum-Blick. 
Was ich hingegen gar nicht mag und was der Autor sehr gern als Erzählperspektive verwendet, ist die personale Multiperspektive, allerdings INNERHALB der Kapitel. Beginnt das Kapitel mit Nick, endet es mit Sue und mittendrin wechselt es auch noch zwischen einzelnen Protagonisten. Für mich ist dies einfach verwirrend und ich fände es verständlicher, wenn es innerhalb eines Kapitels bei einer Person bliebe.
Außerdem habe ich unglaublich viele Rechtschreibfehler entdeckt, die das Lesen stellenweise enervierend machen. Sicherlich auch ein Verschulden des Verlages.
Leider hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl, dass der Autor nicht hinter der Geschichte steht und nicht mit Begeisterung dabei ist, wie z.B. bei seinem Werk "666 - Hell's Abyss". Sehr schade.

Ende:
Das Ende kommt für mich in dieser Art nicht unerwartet und mutet stellenweise fast schon klischeehaft an. Ich weiß nicht, was ich mir vorgestellt habe, aber das so auf jeden Fall nicht. Trotzdem ist ein kleines Happy End dabei.

Fazit:
Das Flair von alten Gruselgeschichten am Lagerfeuer wird leider durch oberflächliche Charaktere und viele Rechtschreibfehler getrübt. Auch fühlt es sich so an, als fehlte dem Autor die nötige Begeisterung für sein Werk.
2 1/2 von 5 Isis'

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Tags: jagd, m.h. steinmetz, werwolf   (3)
 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

england, eifersucht, verrat, krimi, ehebruch

Herzgift

Paula Daly , Eva Bonné
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 11.04.2016
ISBN 9783442547364
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Die Charaktere:
Mit Natty Wainwright lernen wir unsere Hauptprotagonistin kennen. Sie ist eine äußerst geschäftige Ehefrau und Mutter und versucht es allen recht zu machen. Zusammen mit ihrem Ehemann Sean leitet sie ein Hotel. Für das Privatleben oder Sorgen um sich selbst hat sie wenig Zeit. Als ihre beste Freundin Eve ihr allerdings Sean ausspannt, erkennt sie, was wirklich wichtig im Leben ist. Zu spät realisiert sie, was sie falsch gemacht hat und dass sie ihre Ehe besser hätte pflegen müssen. Einst eine starke Frau, die sich nie unterkriegen lassen hat, wirft sie das Schicksal vollkommen aus der Bahn und lässt Wesenszüge zum Vorschein kommen, die sie lieber verdrängen möchte.

Eve Dalladay ist die langjährige Freundin von Natty. Kennengelernt haben sie sich während des Studiums. Auch wenn Natty dachte, Eve sehr gut zu kennen, muss sie erkennen, dass sie sich schwer getäuscht hat. Eve ist die perfekte Schauspielerin. Sie weiß ganz genau, wie sie sich verhalten muss und was Menschen in diversen Situationen von ihr erwarten. Alles ist einhundertprozentig einstudiert und durchdacht. Sie hat erkannt, dass es nur so funktioniert. Sie krallt sich Sean, um ihn auszunehmen wie eine Weihnachtsgans. Eve ist eine absolut unsympathische Persönlichkeit, denn sie besitzt keine. Wer ist sie? Wie ist sie? Alles ist aufgesetzt und unecht - man weiß einfach nicht, wie sie wirklich tickt.

Die Charaktereigenschaften sind wunderbar von Frau Daly dargestellt und konnten mich vollends überzeugen. Alle sind äußerst glaubwürdig und authentisch.

Der Schreibstil:
Die Autorin verliert sich manchmal in Ausschweifungen und dadurch wirkt die Geschichte stellenweise etwas zäh. Aber ansonsten ist der Schreibstil sehr flüssig und das Buch liest sich gut weg.
Frau Daly stellt Natty in der 1. Person dar. Gerade zu Anfang spricht Natty direkt mit dem Leser, was ich bis dato noch nicht so häufig erlebt habe. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen. Es macht alles gleich viel persönlicher.
Das Hauptaugenmerk liegt bei Natty, aber auch Eve und die Polizistin Joanne haben einige Parts bzw. Kapitel, in denen man ihre Sichtweise erfährt. Dies gibt einen guten Rundumblick.

Das Ende:
Schlicht und ergreifend kann ich hier sagen: Das Ende passt! Die Autorin bringt den Psychothriller zu einem überzeugenden Ende und der Plot wird dadurch abgerundet.

Fazit:
Ein flüssiger Schreibstil mit glaubwürdigen und überzeugenden Charakteren und einem Thema, das leider nie "aus der Mode" kommen wird.
4 1/2 von 5 Isis'

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Tags: ehebruch, eifersucht, freundin, paula daly   (4)
 

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handyman jack, thriller, f. paul wilson, serie, f.paul wilson

Todesfrequenz

F. Paul Wilson
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN 9783442358816
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wieder einmal erleben wir Jack in seinem Element. Dieses Mal betrifft sein neuer Auftrag seine Schwester. Sie macht sich Sorgen um ihre Lebensgefährtin. Sie verhält sich merkwürdig und trifft sich ständig mit immer den gleichen Leuten, als wäre sie in einer Sekte. Jack kommt dem Übel schnell auf die Schliche, ist aber gehemmt, weil es hier schließlich um seine Schwester geht.

Parallel dazu muss Jack um seine Anonymität fürchten und sich mit einem neugierigen und übereifrigen Reporter herum ärgern.

Der Plot ist wieder mysteriös angehaucht und scheint sich auch dieses Mal mit den Vorgängerbänden zu verknüpfen. Dem Leser wird klar, dass alles viel weitreichender ist, als er ahnt.
Es gibt übergeordnete Kapitel, die in Tage unterteilt sind. Wir erleben also in diesem Fall Handyman Jack von Dienstag bis zum darauffolgenden Montag. Und in der Zeit schafft er es, sich wieder einmal eines Problems anzunehmen.
Nicht in jedem Kapitel geht es um Jack, denn auch andere Personen erhalten die Hauptrolle. Durch die teilweise parallelen Ereignisse kommt Fahrt auf und die Geschichte wirkt sehr komplex.Herr Wilsons Schreibstil ist wie immer eindringlich und sehr überzeugend. Durch den flüssigen und rasanten Erzählstil kommt Spannung auf.Ich habe den Eindruck, dass die einzelnen Bände irgendwie immer stranger und mystischer werden. Mir gefällt es, aber vielleicht ist es nicht jedermanns Geschmack. Die Auflösung der Handlung erscheint auch mir, nun ja, etwas gewöhnungsbedürftig. Ich bin gespannt, ob Herr Wilson mehr daraus macht und wie es in den Folgebänden weitergeht.

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Tags: f. paul wilson, handyman jack, mystisch, virus   (4)
 

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liebe, jaydee, jessamine, seelenwächter, schattendämonen

Die Chroniken der Seelenwächter - Liebe vs. Vernunft

Nicole Böhm
E-Buch Text: 138 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 24.06.2015
ISBN 9783958341005
Genre: Fantasy

Rezension:


Achtung! Die Rezension könnte Spoiler enthalten

Das Cover:
Auf dem aktuellen Cover ist Coco, eine der Widersacherinnen der Seelenwächter, abgebildet. Sie ist zwar ein Mensch, aber umgeben von einer Aura des Bösen. Keiner weiß bisher, wer sie wirklich ist. Das Bild sieht unglaublich gruselig aus. Vor allem, wie sie sich den verletzten Arm hält und dunkelrotes Blut aus der Wunde sickert. Ihre Adern scheinen schwarz durch und auf ihren Lippen liegt ein abgrundtief böses Lächeln. Eine Gestalt, der man im wahren Leben nicht begegnen möchte. Der Tod in Persona.

Die Story:
Während Jaydee und Jess sich verdammt nahe gekommen sind, geht der Kampf der Seelenwächter gegen das Böse weiter. Man hat den Eindruck, dass er immer auswegloser wird und meine Stimmung wechselte von Hoffnungslosigkeit zu Hoffnung und wieder zurück. Es ist wirklich nicht auszuhalten. :D
Frau Böhm flechtet außerdem neue Hintergrundinformationen ein. Die Ideen sind gut erdacht und beantworten zumindest zum Teil wieder ein paar Fragen. Es bleibt also spannend.

Die Charaktere:
Jaydee hat endlich eine Möglichkeit gefunden, wie er Jess näher kommen kann, ohne ständig den Drang zu verspüren, sie töten zu wollen. Die Erfahrung, die er mit Jess machen konnte, ist großartig für ihn und er fühlt sich nun noch mehr zu ihr hingezogen. Sein Beschützerinstinkt ist gewachsen und er möchte sie am liebsten nicht aus den Augen lassen. Außerdem kommt er langsam seiner Vergangenheit auf die Spur, auch wenn er sich noch gegen jegliche Erkenntnisse sperrt.
Jess muss wie immer ordentlich einstecken und versucht möglichst stark zu sein. Sie hat Violet verloren und würde am liebsten alles aufgeben. Sie fühlt sich aber auch gegenüber den Seelenwächtern verpflichtet. Man erkennt bereits eine kleine Veränderung in ihr und bald wird sich die Raupe zu einem Schmetterling entpuppt haben.
Die Beziehung zwischen Jess und Jaydee ist zum Haareraufen und Nägelkauen. Es geht hü und hott und hin und her und als Leser ist man ebenso verzweifelt wie die beiden.
Nach wie vor sind die Charaktere einfach einzigartig und jeder für sich ein interessantes Individuum. Die Autorin schafft eine unglaubliche Bandbreite an überzeugenden Charakteren.

Der Schreibstil:
Frau Böhm hat einen einzigartigen Schreibstil, der den Leser regelrecht an den Seiten kleben lässt. Er ist flüssig, leicht verständlich, aber dennoch nicht zu simpel, sondern durchaus ein Stück weit anspruchsvoll.
Dieses Mal legt die Autorin ihr Hauptaugenmerk auf die Kampfszenen. Sie sind überzeugend dargestellt und logisch. Sie wirken absolut nicht konstruiert. Durch diese Actionsszenen entsteht ein unglaubliches Tempo.
Eines muss ich außerdem unbedingt loswerden: Die Liebesszene zwischen Jaydee und Jess ist DER HAMMER! Was Frau Böhm da in Worten zaubert, ist wirklich atemberaubend erotisch. Mir blieb die Luft weg.

Ende:
Das Ende konfrontiert uns mit einer Entwicklung, mit der wir vor 3 Bänden noch nicht gerechnet hätten. Es lässt einen bangend zurück und man erwartet ängstlich die Fortsetzung.

Fazit:
Durch den flüssigen Schreibstil und die überzeugenden Charaktere klebt man regelrecht an den Zeilen. Es werden neue Zusammenhänge offenbart, die das dringende Bedürfnis wecken weiterzulesen.
5 von 5 Isis'

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Tags: dämonen, liebe, nicole böhm, seelenwächter   (4)
 
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