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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familie, vergewaltigung, autorin, trauma, geheimnisse

Die Geheimnisse der Welt

Lisa O'Donnell , Stefanie Jacobs
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.07.2016
ISBN 9783832163693
Genre: Romane

Rezension:

Wie kann eine Autorin es schaffen, aus der Sicht eines Elfjährigen eben jene Monate zu erzählen, die auf die Vergewaltigung seiner Mutter durch einen Fremden im Park folgen?

Lisa O´Donnell meistert diese schwierige Aufgabe, indem sie ihren Helden Michael Murray erzählen lässt, was in seinem einfachen Leben als Kind einer Arbeiterfamilie eine Rolle spielt – in kurzen, prägnanten Sätzen, deren Schlichtheit und kindliche Logik uns Lesern häufig mehr berühren als ausschweifende, literarische Formulierungen es könnten.

Dabei ist diese Geschichte keineswegs ein Kinderbuch, denn zwischen den Zeilen schwingt oft ein unausgesprochener Sinn. Genauso wie wir Leserinnen ahnen, dass Michaels Erzfeindin „Dirty Alice“ für ihn womöglich gar nicht so „hassenswert“ ist wie er stets behauptet.

Der Originaltitel „Closed Doors“ (Geschlossene Türen) sagt mehr über Inhalt und Atmosphäre des Buches als der deutsche Titel.
Denn hinter solch einer geschlossenen Tür versteckt sich Michaels Familie (er selbst mit Pa, Ma, Granny) nach dem schrecklichen Erlebnis.
Die Gewalttat an der Mutter wird zu einem grauenvollen Geheimnis, an dem die Familie beinahe zu zerbrechen droht. Und doch schafft Lisa O´Donnell es, uns Lesern immer wieder ein Schmunzeln aufs Gesicht zu zaubern – so herzerwärmend realistisch und liebevoll zeichnet sie ihre Figuren.
Wie wichtig der Zusammenhalt von Familie, aber auch Freunden, ist, wird am Ende immer deutlicher. Die Autorin lässt uns miterleben wie aus dem Grauen die Chance zu etwas Neuem erwächst.

Ein einfühlsames, bewegendes und außergewöhnliches Buch – sehr empfehlenswert!

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375 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 182 Rezensionen

mord, psychologie, krimi, manuskript, erinnerungen

Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

Im Roman „Das Buch der Spiegel“ von E.O. Chirovici wird die Geschichte aus der Sicht von insgesamt vier ICH-Erzähler (1.Teil: der Lektor und der Autor des Manuskripts, 2. Teil: der Journalist, 3. Teil: der Ex-Polizist) erzählt.
Es wird ein Mordfall aufgerollt, der bereits zwanzig Jahre zurückliegt.

Bis zum Ende des ersten Teils konnte ich das Buch kaum weglegen, fand es spannend und den Plot vielversprechend.
Da es im Buch auch maßgeblich um die Manipulation von Gedächtnis geht (der Ermordete war ein Wissenschaftler, der zu diesem Thema forschte), erwartete ich – auch wegen der Wahl der Erzählperspektive in ICH-Form – eine überraschende, spracheverschlagene Pointe.

Doch schon ab der Hälfte des Buches kommen immer mehr Redundanzen im Erzählstil auf, die Geschichte wimmelt nur so von unbedeutenden, aber benannten Nebenfiguren, die später jedoch keine Rolle mehr spielen. Ermüdende Auflistungen von Nebenschauplätzen haben meine Motivation, bei der eigentlichen Geschichte mitzugehen zusätzlich geschwächt.

Das Ende hielt das gegebene Versprechen bei weitem nicht. Als Leserin wird man vom Autor nicht mitgenommen, sondern bekommt das Ergebnis nach so vielen Seiten extrem unspektakulär in Form eines simplen Geständnisses präsentiert.

Fazit: Eine tolle Idee, in den Grundzügen vorhanden, wird leider auf mindestens 100 Seiten zu viel ausgewalzt und enttäuscht am Ende.

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159 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

schweiz, freundschaft, homosexualität, liebe, kindheit

Und damit fing es an

Rose Tremain , Christel Dormagen
Fester Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 08.08.2016
ISBN 9783458176848
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch ist in drei – nicht chronologische – Teile gegliedert.
Im ersten erleben wir Gustav Perle als Kind. Er lebt allein mit seiner Mutter in armen Verhältnissen in einem kleinen Städtchen in der Schweiz und lernt früh, sich zu beherrschen und mit wenig abzufinden. Seinen Vater, der „gestorben ist, weil er den Juden hatte helfen wollen“, hat die Mutter zu einem Helden stilisiert.
Dass Gustav seine Mutti liebhat, obwohl sie ganz offensichtlich keine positiven Gefühle für ihn aufbringen kann, wird gleich zu Anfang klar. Und so scheint Gustav prädestiniert dafür zu sein, bedingungslos zu lieben – ohne Gegenliebe zu erwarten. Dass er in seinem Leben dennoch der Liebe in verschiedenen Gestalten begegnet, macht es erträglicher, dass er sich lange Zeit der wirklich großen Liebe seines Lebens nicht zu offenbaren wagt.
Gustav lernt in der Vorschule Anton Zwiebel kennen, der Sohn eines reichen jüdischen Ehepaares. Sofort besteht zwischen den Jungen eine innige Verbindung, die ihr ganzes Leben lang halten soll. Die Freundschaft und Liebe zu Anton ist das Leitmotiv des gesamten Romans, das uns Leser berührt, mitfiebern und hoffen lässt.

Erst im zweiten Buch-Teil, der vor Gustavs Geburt spielt, erfahren wir, was zwischen Gustavs Mutter und seinem Vater tatsächlich geschehen ist. Ein dramaturgischer Kniff, der viel Spannung aufbaut und unser Verständnis für die gesamte Geschichte weckt. Im dritten Teil, Gustav und Anton sind bereits über fünfzig Jahre alt, werden die beiden ersten Teile zusammengeführt.

Rose Tremain gelingt es in „Und damit fing es an“ (Originaltitel „The Gustav Sonata“ – sehr viel aussagekräftiger und passender) mit schnörkelloser Sprache die Welt des Schweizer Jungen und Mannes Gustav Perle lebendig werden zu lassen. Seine Gefühle spiegeln sich in der Außenwelt – in der Kälte, die stets in der armseligen Wohnung seiner Mutter herrscht ebenso wie später in seinem eigenen, stets so behaglich warm gehaltenen Hotel. Umso tapferer und herzzerreißender wirkt er auf uns, in seiner überaus liebenswerten Art, den Menschen, die er liebt, die absolute Treue zu halten.
Die Autorin lässt Leerstellen, die unsere Phantasie füllen darf und zwingt uns ihre Bewertung der handelnden Figuren nicht auf. Die Geschichte rund um Gustavs Vater und seinen Einsatz für die in die Schweiz fliehenden Juden ist an eine reale Begebenheit angelehnt und berührt daher umso stärker.
Umso bedauerlicher, dass die letzten Kapitel nicht mehr genauso überzeugen können wir der Großteil des Textes. Leider stolpert das Buch am Schluss geradezu in sein Ende, das allzu abrupt und kurz ausfällt, was den Lesegenuss ein wenig schmälert. Dennoch ist „Und damit fing es an“ ein kluges Buch, das seine Leser in gleichem Maße fordert und bewegt.

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

irland, geheimnis, cork, familiengeheimnis, trauer

Das Geheimnis jener Tage

Zoë Miller , Peter Knecht
Flexibler Einband: 516 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783458361961
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Carrie Cassidy hat vor fünf Jahren ihre geliebten Eltern durch einen Flugzeugabsturz verloren. Sie selbst gibt sich Schuld an dem Verlust da sie ihre Eltern auf die Idee zu der Reise gebracht hatte. Seitdem ist nichts mehr wie früher für sie. Auch auf ihren Freund Mark konnte sie sich trotz aller Verliebtheit nicht tief genug einlassen – aus dem Gefühl heraus, seiner Liebe gar nicht würdig zu sein.

In der erzählten Jetzt-Zeit folgen wir Carrie durch ihren trostlosen Alltag vom ungeliebten Job bis in das kleine Haus in Dublin, in dem sie allein lebt. Schon bald ist klar, dass dieser Mensch in einer furchtbaren Leidensspirale festhängt, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint.
Doch dann taucht plötzlich eine Frau auf, die sie überreden möchte, mit ihr zusammen in die Schweiz zu kommen – denn dort wartet der sterbenskranke, berühmte Pianist Luis Meyer darauf, sie kennenzulernen. Er behauptet, mit Carries Mutter vor vielen Jahren eine kurze, aber sehr intensive Liebe gelebt zu haben. Das wiederum kann Carrie einfach nicht glauben, denn zum besagten Zeitpunkt waren ihre Eltern bereits verheiratet – und da Sylvie und John sich Zeit ihres Lebens innig liebten passt solch ein Fremdgehen überhaupt nicht in das Bild, das Carrie von der Ehe ihrer Eltern hatte.
Dennoch kann sie diese Sache nicht auf sich beruhen lassen und reist in die Schweiz, um über die Vergangenheit ihrer Mutter mehr zu erfahren …

Zoe Miller führt uns in „Das Geheimnis jener Tage“ geschickt und mit gekonnt eingesetzten technischen Kniffen immer wieder zurück in eine Vergangenheit um 1980 herum.
Wie die damalige Zeit vor etwa fünfunddreißig Jahren und das erzählte Heute zusammenhängen ist genau jenes Geheimnis, das von der Autorin geschickt aufgebaut und von der Leserin erst nach und nach entschlüsselt wird.

Trotz aller erzählerischer Raffinesse, mit der Zoe Miller aufwartet, und einem flüssigen Schreibstil wurde mein persönlicher Lesegenuss leider immer wieder angekratzt durch redundante Leidensschilderungen der jungen Carrie sowie ein für meinen Geschmack zu krasses Gut & Böse-Verhältnis unter den Figuren.
Zu gern hätte ich mir selbst eine Meinung über die Protagonisten und ihre Schicksale gebildet – doch dieses Lesevergnügen bleibt in dieser Geschichte vorenthalten, weil die Hinweise auf Schmerz, Kummer, himmelhochgute und abgrundtiefschlechte Charaktere einfach allzu deutlich und immer wieder Erwähnung finden.
Mehr „Zeigen“ und nicht nur „Sagen“ hätte dieser Geschichte sehr gutgetan und die Protagonistin Carrie wesentlich sympathischer gemacht.

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88 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

jane austen, dienstboten, stolz und vorurteil, 19. jahrhundert, dienerschaft

Im Hause Longbourn

Jo Baker , Anne Rademacher
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.10.2016
ISBN 9783328100270
Genre: Romane

Rezension:

Elisabeth Bennet und Mister Darcy mal als Nebenfiguren in einem ansonsten opulenten historischen Roman? Wie geht das denn?!
Indem die Autorin Jo Baker die Handlung im Hause der Familie Bennet auf Longbourn ansiedelt, jedoch den Schwerpunkt nicht in der Etage der Herrschaften, sondern in der der Dienerschaft legt.
Dort rackert sich das Hausmädchen Sarah mit Wäsche, Nachttöpfen und Wasserschleppen ab. Doch als James Smith als neuer Hausdiener zu ihnen kommt, gerät das alltägliche Einerlei plötzlich durcheinander. Ohne es selbst als solches wahrzunehmen, verliebt sich Sarah auf den ersten Blick in den geheimnisvollen jungen Mann, der sich so gut auf Pferde versteht und ihr ungefragt ungeliebte und schwere Arbeit abnimmt. Doch sie spürt genau, dass James mehr ist als nur der neue Hausdiener …

Für Fans der Jane Austen Bücher – selbstverständlich auch „Stolz und Vorurteil“ – erscheint dieser Rahmen vielleicht zunächst befremdlich. Doch schon nach wenigen Seiten wird man hineingesogen in die Geschichte, in der auch die alte Haushälterin Hill, deren Ehemann und die junge Polly entscheidende Rollen spielen.
Deren Blick auf die Herrschaften, Mrs. und Mr. Bennet, die Mädchenschar im Haus, aber auch den Erben Mister Collins ist erfrischend neu und anders als von Jane Austen gewohnt.
Zwar sollte den Lesern schon recht bald klar sein, welches Geheimnis James umgibt, doch auch diese vollkommen neue und ungewohnte Verstrickung der vertrauten Figuren gibt dem Buch eine spannende Würze.

Für mich persönlich kommt es zum Schluss sogar noch zu einem unerwarteten, ganz besonderen Highlight, als nach den dramatischen Verwicklungen nicht nur das Happy End für Sarah und James winkt, sondern auch Mary, die mittlere der Bennet-Töchter, endlich ihren (von Jane Austen nicht herbeigeschriebenen) Frieden und ihr Glück findet.

Ein Roman, in dem nicht nur Figuren der Weltliteratur aufgegriffen und zu neuem Leben erweckt werden, sondern auch der Alltag deren Dienstboten und sogar der Kriegsdienst zu jener Zeit anschaulich und authentisch geschildert wird.
Als ergiebiger Schmökerstoff unbedingt zu empfehlen!
Mein Tipp: Für noch mehr Lesegenuss vielleicht vorher noch einmal „Stolz und Vorurteil“ lesen oder – wenn es schnell gehen soll – in einer der Verfilmungen anschauen. So ist man dann bei Lesen voll im Thema.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

privatermittler, ermittlungen, autist, asperger syndrom, 2016

Eine Leiche riskiert Kopf und Kragen

Jeff Cohen , Bernd Stratthaus
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.10.2016
ISBN 9783734103490
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


"In einem anderen Kopf" steckt man tatsächlich, wenn man sich auf Samuel Hoenig einlässt, der eigentlich nur eine Agentur zu "Fragen Beantworten" betreibt, aber dann mehr oder weniger in einen ernsten Kriminalfall samt Diebstahl, Entführung, Erpressung und Mord hineinstolpert.
"In einem ungewöhnlichen, anderen Kopf" deswegen, weil Samuel Hoenig mit dem Asperger-Syndrom lebt, was offiziell als eine Form von Autismus definiert wird - doch Samuel selbst empfindet es eher als Charakterzug.

Wir nehmen als Leserinnen die Welt mit Samuels Augen wahr, wundern uns über Gesichtsausdrücke, die wir nicht deuten können oder über Redensarten, die wörtlich genommen keinen Sinn ergeben.

Solche einen Ermittler zum Protagonisten zu wählen ist grandios, denn so steht nicht nur der aktuelle Fall im Vordergrund, sondern auch diese vollkommen andere Wahrnehmung.
Komplett sollte der Autor sich jedoch nicht nur auf das damit geweckte Interesse verlassen.

Samuels erster Fall führt ihn sogleich in ein Unternehmen, in dem Tote oder deren Körperteile eingefroren werden - um sie irgendwann in der Zukunft womöglich wieder zum Leben zu erwecken.
Solch ein Szenario wirkt noch zusätzlich befremdlich, zumal über weite Strecken die Handlung wie in einem Kammerspiel nur in diesem Institut spielt. Ich hatte zwischenzeitlich Schwierigkeiten, mir das Gebäude, die Kältekammern etc vorzustellen.

Interessant wurde die Geschichte für mich immer besonders dann, wenn es für Samuel eher persönlich wurde: Wenn er seine Beziehung zu seiner Mutter, bei der er noch lebt, erklärt. Oder wenn seine Mutter ihn mehrfach darauf hinweist, dass seine neue Mitarbeiterin Ms. Washburn verheiratet sei. Was ja den Hinweis liefert, dass Samuel sich wahrscheinlich zu ihr hingezogen fühlt, ohne das - bedingt durch sein Asperger-Syndrom - erkennen zu können.
Der Kriminalfall geriet für mich als Leserin mehr und mehr in den Hintergrund.

Gespannt bin ich auf weitere Fälle mit diesem Ermittler, denn von denen erwarte ich mir weitere Vertiefung der emotionalen Verstrickungen zwischen Samuel und Ms. Washburn - und somit dem Punkt, der mich an dieser Geschichte letztendlich am meisten zu fesseln vermochte.

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

beziehungen, genuss, meier, stadtleben, simone

Fleisch

Simone Meier
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 24.01.2017
ISBN 9783036957548
Genre: Romane

Rezension:

„Fleisch“ von Simone Meier ist ein Figuren-Reigen, in dem wir die Geschichte der zwei beteiligten Frauen und des Mannes in der dritten Person und kapitelweise jeweils nur aus deren Sicht erfahren. Das bietet interessante Perspektivenwechsel.
Ungewöhnliche Formulierungen, Denk- und Sichtweisen machen immer mal wieder aufmerksam, lassen auch mal schmunzeln oder nachdenken.
Leider passiert dies – ebenso wie das häufige Erwähnen von Geschlechtsteilen und Fäkalien – aber auf Kosten der Geschichte.
Die Figuren sind größtenteils zynisch, (selbst-)aggressiv und frönen einem leider auch langweiligen Jugendkult, ohne dabei selbst an nennenswerter Tiefe oder positiver Entwicklung zu gewinnen.
Vor der Lektüre empfehle ich unbedingt eine aussagekräftige Leseprobe, damit deutlich wird, wie dieses Buch funktioniert. Mich hat die Kurzbeschreibung leider in die Irre geführt. Kaum Lesegenuss. Kein Eintauchen in eine fesselnde Geschichte. Doch da an vielen Stellen Simone Meiers sprachliches Geschick durchschimmert, vergebe ich noch zwei leider nur schwache Sterne.

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341 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

drachen, fantasy, cornelia funke, kinderbuch, drache

Drachenreiter

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.01.2014
ISBN 9783841502643
Genre: Kinderbuch

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

england, london, anne breckenridge, krimi, historischer krimi

Engel der Themse

Anne Breckenridge
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 06.09.2016
ISBN 9783940855664
Genre: Historische Romane

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

familie, pubertät, england, oscar wilde, humor

Irgendwas geht immer

Dawn French , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2012
ISBN 9783548283777
Genre: Romane

Rezension:


Was passiert, wenn in der Psychotherapeutenpraxis der Mutter plötzlich ein attraktiver, neuer Kollege auftaucht?
Der schwule Sohn spielt verrückt. Die Tochter revoltiert. Die Mutter gerät durcheinander.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von jeweils Mutter Mo (49), Tochter Dora (17) und Sohn Oscar (16, eigentlich heißt er Peter, doch er eifert Oscar Wilde nach) in ICH-Form erzählt. Die Figuren haben alle ihren ganz eigenen Stil des Erzählens, was das Lesen lebendig macht und oft zu komischen Überschneidungen führt.
Tochter Dora kommt sehr flapsig daher, was mich hat Tränen lachen lassen. Auch sehr schön die gewählte, gestelzte Art Oscars.
Alle sind sehr mit sich beschäftigt und ihr Leben dreht sich im Grunde nur um die eigenen Wünsche und Bedürfnisse - also im Grunde so wie es in einer Familie tatsächlich zugeht.
Oscar verknallt sich in den neuen Kollegen der Mutter - obwohl sein Schulfreund viel besser zu ihm passen würde und ihn sowieso schon heimlich liebt.
Dora surft gefährlich im Internet und verdirbt es sich nebenbei mit ihrer besten Freundin.
Mo steckt mitten in der Lebenskrise und verfällt auch dem neuen Kollegen, der es jedoch heimlich auf ihre Tochter abgesehen hat.
Die Handlung spitzt sich wunderbar zu und am Ende kann man erleichtert aufatmen, denn irgendwie schaffen sie es doch, wieder zueinander zu finden und sich als Familie zu fühlen.

Dawn French ist britische Komikerin (übrigens die "Fette Dame im Portrait" aus den Harry Potter-Filmen) - beides schimmert in ihrem Buch wunderbar hindurch. Der feine Blick auf die einzelnen Figuren ebenso wie der trockene, britische Humor.
Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Nathalie küsst

David Foenkinos , Christian Kolb , Stefan Kaminski
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 16.04.2012
ISBN 9783844906271
Genre: Romane

Rezension:


Nathalie hat die Liebe ihres Lebens gefunden. Ihr Mann und sie führen eine wunderbare Ehe und lieben sich von Herzen. Doch dann geschieht ein Unfall - und plötzlich ist Nathalie allein.
Sie trauert drei lange Jahre und ist nicht wieder im Leben angekommen ... als das Unmögliche geschieht: Ausgerechnet den unscheinbaren, stoffeligen Marcus, einen Kollegen aus ihrer Firma, küsst sie einfach so.
Doch Marcus will das nicht so stehen lassen und setzt nun alles daran, die wunderschöne, von vielen Männern begehrte Frau für sich zu gewinnen.

Der Roman wird in der dritten Person, aber mal aus Sicht Nathalies und mal aus der Marcus´ erzählt.
Wir erleben hautnah wie Nathalie den großen Verlust in ihrem Leben empfindet und sich dem Leben entzieht, nur noch funktioniert und durchhält. Daher  scheint es auch zunächst so verrückt und geradezu unmöglich, dass sie ausgerechnet den unscheinbaren Marcus auswählt, um ihn unerwartet zu küssen.
Man hält geradezu den Atem an. Und dann ...
Plötzlich ist alles anders. Marcus´ Leben ändert sich vollkommen. Durch Nathalies eher zufällige Zuwendung erfährt er plötzlich Aufmerksamkeit vom Chef und den Kollegen. Die Wellen seiner neuen Popularität schlagen dem armen Kerl über dem Kopf zusammen und er weiß kaum, wie er damit umgehen soll.
Zum Piepen komisch ist die Situation als der Firmenchef (selbst in Nathalie verliebt) mit ihm essen geht, um herauszufinden, was "dieser grandiose Marcus" denn wohl richtig gemacht hat.
Nathalie hingegen ist mindestens so verwirrt wie ihr "Kuss-Opfer". Doch mit jedem Treffen, das zunächst Marcus und dann aber auch sie selbst initiiert, spürt sie ihre Zuneigung zu dem Kollegen wachsen. Sein trockener Humor, seine Selbstironie, seine Bewunderung und sein Verständnis für sie erobern auf leisen Sohlen ihr Herz.

Eine immens berührende Geschichte, die zeigt, dass Liebe in vielen Formen und Gestalten auf uns warten kann  - wenn wir nur wagen, genau hinzusehen.

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(199)

528 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

fantasy, liebe, magie, nina blazon, schwestern

Der Winter der schwarzen Rosen

Nina Blazon
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 05.10.2015
ISBN 9783570163641
Genre: Jugendbuch

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(178)

399 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

schiffbruch, tiger, indien, abenteuer, religion

Schiffbruch mit Tiger

Yann Martel , Manfred Allié , Gabriele Kempf-Allié
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt, 12.11.2012
ISBN 9783596196982
Genre: Romane

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(1.592)

2.132 Bibliotheken, 17 Leser, 6 Gruppen, 65 Rezensionen

selbstmord, freundschaft, suizid, london, england

A Long Way Down

Nick Hornby , Clara Drechsler , Harald Hellmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 19.12.2013
ISBN 9783426615362
Genre: Romane

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(40)

70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

familie, großmutter, kleiner junge, einfühlungsvermögen, gina

Der Junge, der mit dem Herzen sah

Virginia Macgregor ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 31.08.2015
ISBN 9783442547494
Genre: Romane

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116 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

epilepsie, meteoriten, sterbehilfe, freundschaft, bücher

Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat

Gavin Extence , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734100987
Genre: Romane

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(134)

240 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 12 Rezensionen

rote haare, klassiker, waise, kinderbuch, mädchen

Anne auf Green Gables

Lucy Maud Montgomery , Maria Rosken , Irmela Erckenbrecht
Flexibler Einband: 621 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.01.2010
ISBN 9783785569887
Genre: Klassiker

Rezension:


Etwa 1908: Anne kommt als elfjähriges Waisenkind zu dem alten Geschwisterpaar Marilla und Matthew auf deren Bauernhof im malerisch schönen Avonlea. Was ein Versehen war, stellt sich bald für alle drei als echter Glücksfall heraus. Obwohl der "Rotschopf" Anne ein hitziges Temperament hat und ihr Mund eigentlich nie still steht, erobert sie schon bald alle Herzen - nur das vom wenige Jahre älteren Gilbert will sie nicht, denn der hat sie mit ihrer Haarfarbe aufgezogen.
Anne erlebt in der Zeit bei Marilla und Matthew so einige, kleine Abenteuer und wächst dabei zu einer klugen, jungen Frau heran. Und das mit Gilbert ... nun, das wird sich auch regeln ...

Natürlich wirken die Erlebnisse und der Umgang der handelnden Figuren miteinander "veraltet" - kein Wunder, wenn man das Erst-Erscheinungsdatum 1908 anschaut. Aber dieser Klassiker geht trotzdem oder gerade deswegen zu Herzen.
Anne nimmt die Natur, die wunderbare Umgebung, in der sie aufwachsen darf, so deutlich und mit so viel Liebe und Phantasie wahr, dass auch die Leserinnen in der Lektürezeit mit offeneren Augen durch die Welt gehen werden.
Ein Mädchen, das uns auf schlichte Weise deutlich macht: Jeder Morgen ist ein Geschenk. Das Leben ist wundervoll. Und unsre Herzen sind groß genug, um sehr viel Liebe zu verschenken.

Nicht nur für (ca. 8 - 12jährige) Mädchen wunderschön, sondern auch mal zwischendurch für uns Erwachsene.

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(48)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

vergangenheit, familiengeheimnis, familie, frauen, geheimnis

Das Erbe der Wintersteins

Carolin Rath
E-Buch Text: 286 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 31.10.2016
ISBN 9783732529292
Genre: Romane

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(314)

701 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

bücher, tod, nationalsozialismus, juden, krieg

Die Bücherdiebin

Markus Zusak , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.01.2015
ISBN 9783570403235
Genre: Jugendbuch

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193 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

selbstfindung, pilgerreise, freundschaft, england, roman

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Rachel Joyce , Maria Andreas-Hoole
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.04.2014
ISBN 9783596513154
Genre: Romane

Rezension:


Harold Fry sitzt beim Frühstück als er per Brief die Nachricht erhält, dass seine längst vergessene, ehemalige  Arbeitskollegin Queenie Hennessy am anderen Ende von England an Krebs erkrankt ist und im Sterben liegt. Eigentlich will er ihr nur mit einem kurzen Brief antworten - doch dann geht er in Gedanken am ersten Postkasten vorbei, und auch am nächsten und am übernächsten.
Was wie ein kleiner Spaziergang beginnt wird zu der größten Reise, auf die dieser stille Mann sich je gemacht hat. Er läuft zu Fuß quer durch England und bittet Queenie, so lange durchzuhalten bis er angekommen ist.

Rachel Joyce hat eine Gabe, ganz alltägliche Menschen zu ihren Helden zu wählen und sie uns Leserinnen dadurch nur umso liebenswerter zu machen.
Harold würde niemandem auf der Straße auffallen. Doch während seiner Reise nehmen wir Anteil an seinem Leben. Seine Erinnerungen nehmen einen großen Teil der Geschichte ein. Aber auch die Gegenwart wird immer gewichtiger: Auch Harolds Frau, mit der er seit einem schrecklichen Vorfall vor zwanzig Jahren nur noch eine schale und ausgehölte Ehe führt, muss sich durch die "absurde Entscheidung" ihres Mannes der Vergangenheit stellen. Und letztendlich ist diese seltsame Pilgerreise tatsächlich eine Art Erlösung - nach der endlich ein neuer Anfang möglich ist.

Obwohl es an einigen Stellen tieftraurig ist, bietet dieses wunderbare Buch auch den feinen, britischen Humor, der zwischen den Zeilen immer wieder durchschimmert. Es macht uns alle zu Helden in unserem eigenen Leben. Und fordert uns auf, Vergangenes, das uns nicht ruhen lässt, erneut anzuschauen und endlich loszulassen.
Ich zähle das Buch zu meinen liebsten.

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252 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

harry potter, hogwarts, magie, feuerkelch, trimagisches turnier

Harry Potter and the Goblet of Fire

Joanne K. Rowling
Flexibler Einband: 636 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Publishing Plc, 01.11.2005
ISBN 9780747582380
Genre: Fantasy

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