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53 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

zirkus, fantasy, meer, the gracekeepers, kirsty logan

The Gracekeepers

Kirsty Logan
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Vintage, 10.03.2016
ISBN 9781784700133
Genre: Romane

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1.303 Bibliotheken, 40 Leser, 3 Gruppen, 154 Rezensionen

john green, roadtrip, freundschaft, margos spuren, liebe

Margos Spuren

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 19.06.2015
ISBN 9783423086448
Genre: Jugendbuch

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(8.462)

9.570 Bibliotheken, 76 Leser, 9 Gruppen, 318 Rezensionen

krebs, liebe, tod, krankheit, john green

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2014
ISBN 9783423625838
Genre: Jugendbuch

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

vegan, kochen, gesund, kochbuch, lecker

High Carb Vegan

Julia Lechner , Anton Teichmann
Fester Einband: 158 Seiten
Erschienen bei Verlag Eugen Ulmer, 21.01.2016
ISBN 9783800103119
Genre: Sachbücher

Rezension:

„High Carb Vegan“ kommt ganz ohne aus: Ohne Tierprodukte, ohne Gluten, (fast) ohne Fett, ohne Geschmackseinbußen. Das Konzept ist simpel: Low Carb war gestern, ohne Kohlenhydrate kommt kein Lifestyle lange aus. Entsprechend kohlenhydratreich sind die Rezepte gehalten, hierbei wird allerdings fast gänzlich auf die gängigen Quellen wie Pasta, Kartoffeln, Brot und Reis verzichtet. Stattdessen wird auf Quinoa, Couscous, Buchweizen und ähnliches zurückgegriffen.

Diese exotischen Zutaten muss man natürlich erstmal bekommen. Im Grunde ist alles mit einem einzigen Trip ins Reformhaus oder den Bio-Supermarkt getan, allerdings geht dieser dann ganz schön auf den Geldbeutel. Ich empfehle also eher, sich Stück für Stück an die Rezepte heranzuwagen und den Zutaten etwas Zeit zu geben, sich in der Küche anzusammeln. Als Veganerin und Fitnessjunkie hatte ich vieles glücklicherweise schon vorrätig und konnte mich so quer durch das Buch probieren.

Ganz neu war für mich das Konzept, ohne Öl zu braten. Ich besitze zwar eine Antihaftpfanne, allerdings habe ich immer – für den Geschmack – zu Öl gegriffen, um mein Gemüse zu braten. Im Buch jedoch wird auf jegliches Bratfett verzichtet und stattdessen zum Beispiel mit Ananassaft oder Gemüsebrühe gearbeitet. Das Plus: Man spart Fett und Kalorien. Das Minus: Es gibt keines. Es schmeckt dennoch genau so, als ob man es mit Öl angebraten hätte. Man vermisst nichts.

Zusätzlich wird auf Salz verzichtet. Stattdessen wird Tamari-Sojasauce verwendet, es kann natürlich nach belieben nachgesalzen werden.

Fakt ist: Die Rezepte sind der Wahnsinn. Es handelt sich um Kombinationen, die ich so niemals ausprobiert hätte (Quinoa mit Pflaumen, Tomatensauce mit Süßkirschen), die aber wirklich köstlich sind. Viele Gerichte orientieren sich an der orientalisch-indischen Küche, wer sich also damit anfreunden kann, der ist hier gut bedient. Vor allem aber liefern die Rezepte ordentlich Energie und man kommt satt und glücklich durch den Tag.

Noch ein Plus: Bei jedem Rezept werden die Nährwertangaben gleich dazu geliefert. So fällt es einem leicht, sich ein besonders eiweißreiches Gericht auszuwählen, wenn man gleich zum Training muss, oder ein bisschen an Kalorien zu sparen, wenn man es heute mal leichter haben möchte.


Für die Ausgefallenheit der Rezepte, die himmlischen Food-Fotos und die nützlichen Lifestyle-Tipps gibt es fünf verdiente Sterne!

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Tags: fitness, high carb, kohlenhydrat, kraftsport, rezepte, vegan   (6)
 

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

jagd, werwolf

Gray Moon Rising (#4) (Seasons of the Moon)

SM Reine
E-Buch Text: 208 Seiten
Erschienen bei Red Iris Books, 24.06.2012
ISBN 9781937733209
Genre: Sonstiges

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

frankreich, verrat, simon beckett, flucht, geheimnis

Stone Bruises

Simon Beckett
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Transworld Publishers Ltd, 30.01.2014
ISBN 9780593073285
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sean ist auf der Flucht. Warum, vor wem, von wo, wie lange schon – es gibt keinen Hinweis. Doch diese mysteriöse Flucht hat schneller ein Ende, als er geplant hatte. Er findet Zuflucht auf einer alten Farm, von der er weder fliehen möchte, noch möchte er dort bleiben. Der Besitzer, Arnaud, scheint in der ganzen Gegend verhasst und seine beiden Töchter könnten verschiedener nicht sein, fast schon angsteinflößend. Je länger er sich dort aufhält, desto mehr bringt er über all dies in Erfahrung – was er gar nicht wissen wollte. Plötzlich stellt sich ihm eine elementare Frage: Könnte seine Zuflucht zu seinem Grab werden?

 

Dieser Thriller braucht seine Zeit, bis er es wirklich verdient hat, zu diesem Genre zu zählen. Anfangs hält die Spannung sich sehr in Grenzen und es fällt leicht, das Buch beiseite zu legen und sogar ein paar Seiten in einem anderen zu schmökern. Es packt einfach nicht. Das Prinzip „Alte Farm, merkwürdige Besitzer, die schier gewalttätig scheinen und hunderte Geheimnisse hüten“ ist aus gefühlt abertausenden Horrorfilmen und Büchern ebendieses Genres bekannt und man hat das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben, ja, sogar das Ende zu kennen. Etwa in der Mitte krempelt sich alles um und die Spannung lässt sich endlich blicken. Verwirrung kommt auf, alle Theorien, die man sich zurecht gelegt hat, scheinen nicht mehr schlüssig und die Handlung lässt einen endlich nicht mehr los, selbst, wenn das Buch schon lange verschlossen ist. Es gibt viele Wendungen, die man so gar nicht erwartet hat, und die anfängliche Frustration schnell verschwinden lassen. Auch die Flashbacks, die einem einen Einblick in Seans Leben und seine Flucht bzw. den Grund dafür geben, lockern die Handlung auf und geben dem Leser gleich zwei Rätsel, an denen er gleichzeitig tüfteln muss. Dieses Stilmittel ist vermutlich auch einer der Hauptgründe, weshalb mich das Buch letztlich doch noch überzeugen konnte, da ich Seans Vergangenheit fast interessanter und fesselnder fand als die Gegenwart.

Stilistisch ist es jedoch immer noch ein klassischer Beckett – wenn die Situation passt, dann schafft der Autor es immer, mit passendem Schreibstil das größtmögliche an Spannung herauszuholen. Einzig die Charaktere sind für mich ein großes Manko, die einen Stern gekostet haben. Sie sind zu klassisch, zu altbekannt. Man mag die Handlung in der Form vielleicht noch nicht gesehen haben, die Charaktere allerdings schon abertausende Male. Der böse, autoritäre Vater, dem niemand widerspricht, das fast schon gruselige, gewalttätige junge Mädchen, deren Schwester das komplette Gegenteil ist, nämlich handzahm … es gibt keine Überraschungen, die ich mir diesbezüglich gewünscht hätte. Ihre Handlungen sind zu voraussehbar.

Trotz der Charaktere und der Startschwierigkeiten ein lesenswerter und gegen Ende überraschender und spannender Beckett, der mit Sicherheit noch einmal gelesen wird!

 

3/5 Sterne!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mord, werwölfe, wolf, kleinstadt, gestaltwandle

Long Night Moon (#3) (Seasons of the Moon)

SM Reine
E-Buch Text: 183 Seiten
Erschienen bei Red Iris Books, 02.03.2012
ISBN 9781937733155
Genre: Sonstiges

Rezension:

INHALT: Rylie ist nicht mehr alleine: Eine Leiche nach der nächsten taucht in ihrem Heimatdorf auf, alle mit denselben Verletzungen: Zerfetzte Kehle, wie von einem wilden Kojoten angegriffen. Das ist zumindest das, was die Polizei vermutet. Rylie, Seth und Abel wissen es besser: Ein Werwolf treibt sein Unwesen. Einer, der Menschen tötet. Die Suche erweist sich als kurz: Es gibt gleich zwei neue Jugendliche im Dorf – beide sind Werwölfe. Aber sind es wirklich die, die sie suchen? Und wieso haben sie die Fähigkeit, sich zu verwandeln, wann sie wollen, auch bei Tageshelle?

 

KOMMENTAR: Der dritte Teil hat die Hauptprobleme schon hinter sich – Rylie kommt einigermaßen mit ihrem Dasein als Werwolf klar, sie und Seth sind ein Traumpaar und niemand hält ihr mehr eine Knarre an die (pelzige) Schläfe. Friede, Freude, Eierkuchen. Denkt man zumindest, und das macht es zu Beginn etwas langatmig. No problem = no problem. Also wieso darüber schreiben? Vielleicht liegt es an mir, vielleicht aber auch an der Story selbst, dass mich ein zweiter, wildernder Werwolf nicht wirklich mitreißen konnte. Es interessiert mich einfach nicht wirklich, es ist nichts besonderes und hat nichts mit den Protagonisten zu tun. Deswegen zog sich die erste Hälfte des Romans unheimlich in die Länge, und auch der Stil wurde ernster und weniger locker. Man weiß, wer der Werwolf ist. Und es gibt auch keinen triftigen Grund, weshalb man daran zweifeln sollte, während Seth aus unerfindlichen Gründen eine ganz eigene Theorie entwickelt. Warum, hat sich mir nicht erschlossen.

Es gibt mehrere, große Wendepunkte im Lauf der Geschichte – einer, und zwar der, der die Geschichte wirklich spannend macht, befindet etwa fünfzehn Seiten vor Schluss. Bis dahin zieht sich die Story unheimlich, es ist viel zu viel Gefühlsgeplänkel. Einzig die Geschichte über Rylies Tante Gwyn, die an AIDS leidet, weiß zu fesseln. Begeistert bin ich also von diesem Buch nicht, es wirkte mir etwas dahingeklatscht, frei nach dem Motto: „Ich brauche ein Problem, also mache ich ein Problem“. Es hängt auch mit Teil 2 zusammen, allerdings nicht nachvollziehbar. Zumindest war mir die schlussendliche Erklärung nicht wirklich schlüssig. Es hinterlässt mich also mit einem dicken Fragezeichen im Kopf, und einzig weil wieder interessante Charaktere Rylies bester Freund und dessen Outing und Gwyn darin vorkamen, kann ich vergeben:

 

3/5 Sterne.

 

PS: Das Englisch ist mittlerweile kein Problem mehr. Alle Vokabeln sind aus den ersten Teilen bekannt und auch der Stil ist größtenteils gleich geblieben, sodass man flüssig durchkommt :)

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Tags: gestaltwandle, lieb, mond, mord, silber, tod, verwandlung, werwolf, wolf   (9)
 

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Red Rain

R. L. Stine
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster, 16.10.2012
ISBN 9781451636123
Genre: Sonstiges

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jäger, werwolf, jugendbuch, zwiespalt, monster

All Hallows' Moon (#2) (Seasons of the Moon)

SM Reine
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei Red Iris Books, 01.01.2012
ISBN 9781937733124
Genre: Sonstiges

Rezension:

INHALT: Rylie zieht sich aus der beengenden Großstadt zu ihrer Tante aufs Land zurück, um ihrem inneren Werwolf mehr Auslauf zu geben. Das zieht eine neue Schule mit sich, neue Freunde, und obligatorisch neue Geheimnisse. Sie reißt das Vieh ihrer Tante, zerstört ihren Hühnerstall – Dinge, die nicht unbemerkt bleiben. Eine Familie Werwolfsjäger nimmt ihre Spur auf. Jäger, die uns mehr als bekannt sind … Seth ist nicht das Problem, es ist seine Familie. Sie weiß nichts davon, was im Sommercamp geschehen ist, zumindest keine Details, und sieht in Rylie einen ganz gewöhnlichen Werwolf, den es auszuradieren gilt. Und sie scheint sich auch nicht umstimmen zu lassen …

KOMMENTAR: Ich konnte es nicht lassen und musste sofort nach dem ersten Teil mit dem zweiten loslegen. Zu Beginn war ich überrascht – Wow, was ist mit Rylie passiert? Madame ist die Selbstsicherheit in Person geworden und, durch ihren inneren Werwolf, kein wirkliches Schoßhündchen mehr. Sie reitet sich von einer Schwierigkeit in die nächste, was recht amüsant verpackt ist. Sowieso sticht der Humor durch Rylies charakterliche Veränderung um einiges kräftiger hervor und umspielt so ziemlich alles, was sie von sich gibt. Gefällt mir! Mein Favorit:
»I’d say you’ve got a lot of explaining to do, but I hate to state the obvious.«
I got bitten by a werewolf at summer camp and now I’m a monster that goes into murderous rages on every new and full moon. How are you doing, Aunt Gwyn?
Somehow, she didn’t think that would go over well.

Auch sonst sehe ich im zweiten Band eine große Steigerung gegenüber dem ersten. Alles ist viel weniger vorhersehbar und fesselt auch mehr – endlich ist zwischen Seth und Rylie diese gewisse Spannung da, da er zwischen seiner Familie und ihr hin- und hergerissen ist. Man möchte gar nicht aufhören, zu lesen und am liebsten sofort wissen, wie es endet. Das alles wird abgerundet durch sehr kreative und sympathische Charaktere, die neu dazu kommen. Wenngleich Rylie einem das ein oder andere Mal wirklich unheimlich wird, sie ist eine perfekte Protagonistin geworden.
Ein bisschen vermisst habe ich allerdings die Sichtweise des Wolfes. Es ist mittlerweile mehr so geworden, dass man die Szenen mit Rylie als Wolf aus der Perspektive von Seth oder gar nicht mitbekommt, was sehr schade ist. Das nimmt der Geschichte ein bisschen Würze, da der Wolf im zweiten Band eher durchgehend da ist und kein Highlight mehr wird. Ich würde deswegen gerne einen halben Stern abziehen, aber da das nicht möglich ist, vergebe ich diesmal volle Punktzahl. Die Story konnte mich wirklich überzeugen. Mal sehen, wie der dritte Teil wird! Ich habe Blut geleckt ;)

5/5 Sterne!

PS: Das Englisch hat sich nicht großartig verändert und liest sich sehr angenehm. Ich habe sogar das Gefühl, dass es ein wenig einfacher geworden ist. Die meisten unbekannten Vokabeln sind einem schließlich schon aus dem ersten Teil ein Begriff :)

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Tags: gestaltwandler, jagd, jäger, monster, neumond, tod, verwandlung, vollmond, werwolf, wolf, zwiespalt   (11)
 

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wolf, geheimnis, gestaltwandler, scheidung, übernatürliches

Six Moon Summer (#1) (Seasons of the Moon)

SM Reine
E-Buch Text: 198 Seiten
Erschienen bei Red Iris Books, 01.01.2012
ISBN 9781937733100
Genre: Sonstiges

Rezension:

INHALT: Rileys Eltern lassen sich scheiden. Und was liegt da näher, als die Tochter gleich für ein paar Monate in ein Sommercamp abzuschieben, während alles mit den Anwälten geregelt wird? Riley selbst ist von dieser Idee alles andere als begeistert und kann es gar nicht abwarten, zurück in ihrem Alltag und ihrer zugebauten Großstadt zu sein. Doch dann wird sie eines Nachts von einem wilden Tier angegriffen, das ihr seltsame Krallenspuren auf der Brust und hunderte Fragen hinterlässt. Was ist passiert? Wieso staut sich in ihr plötzlich so eine unendliche Wut, die sie an jedem auslässt, der ihr entgegen kommt? Und wieso verspürt sie als Vegetarierin auf einmal so einen Heißhunger auf ein saftiges, blutiges Steak? Sie beginnt zu begreifen, dass sie ihren geliebten Alltag nie wieder sehen wird … Denn in ihr wächst ein Monster heran, das mit jedem Tag stärker wird und jeden Vollmond von ihr Besitz zu ergreifen droht.

 

KOMMENTAR: Ich wollte schon längere Zeit mal etwas mit einem richtigen Werwolf lesen. Blutrünstige, gnadenlose Wesen, die alles zerfleischen, was ihnen in den Weg kommt und in ihrer tierischen Gestalt keine Kontrolle mehr über ihren eigenen Körper haben. Wer das erwartet, der ist hier richtig. Reine gelingt es wunderbar, diesen Kontrollverlust darzustellen, es ist, als wäre Riley im Wolfspelz ein ganz anderer „Mensch“. Sie ist ein sehr interessanter Charakter, die Tochter von sehr reichen Eltern aufgezogen und dennoch kein verwöhntes, hochnäsiges Balg wie einige der Exemplare, die einem im Camp begegnen. Im Laufe der Geschichte macht sie eine intensive Entwicklung durch (wer würde das nicht, wenn er in ihrer Haut steckte?) und mit jedem Tag scheint ihr Leben mehr den Bach runter zu gehen. Ein wirklich starker Charakter mit nachvollziehbarer Entwicklung!

Und dann gibt es Seth. Seth ist der obligatorische, mysteriöse, gutaussehende Bad Boy, den man eigentlich in jeder YA-Story findet. Das macht ihn ein wenig uninteressant. Mittlerweile kennt man das Schema schließlich viel zu gut und er ist demzufolge durchschaubar. Seth ist nur ein Aspekt von vielen, die einem während dieser Lektüre das Gefühl geben, sie schon einmal gelesen zu haben. Die Werwölfe scheinen, von ihrer Kontrolllosigkeit abgesehen, von den Twilight-Büchern abgekupfert zu sein. Ihre Stärke, ihre schnelle Heilung, ihre Schönheit, ihre Größe … das hat man alles schon einmal gesehen. Und natürlich ist die Protagonistin (zumindest in ihrem aktuellen Umfeld) die Außenseiterin, mit der niemand so wirklich was zu tun haben will, familiäre Probleme eingeschlossen (Was ich mich da frage … gibt es eigentlich irgendeinen Protagonisten im Young-Adult-Bereich, der eine vollkommen intakte Familie hat?).

Trotzdem hat dieses Buch einige gute Wendungen zu bieten, die man zwar erahnt, aber nicht wirklich erwartet hat. Ein solides Stück Literatur mit einigen nachdenklich machenden Weisheiten, das man sich gut und gerne geben kann. Es macht auf jeden Fall Hunger auf mehr, und ich denke, der zweite Band wird bei mir sicherlich demnächst auch auf dem E-Reader landen!

 

4/5 Sterne!

 

PS: SM Reine schreibt in einem sehr angenehmen Englisch, das sicherlich für jeden zu verstehen ist. Ich hatte zumindest nicht das Gefühl, dass mich unbekannte Vokabeln aus dem Lesefluss gebracht haben – einfach weiterlesen, das meiste ergibt sich aus dem Kontext :) Ein bisschen Ahnung von Natur und Tierwelt sollte man allerdings mitbringen.

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Tags: aggression, countdown, fleisch, geheimnis, gestaltwandler, hunger, mord, nacht, romanze, scheidung, sommercamp, spannung, tod, übernatürliches, vollmond, wald, werwolf, wolf, wut   (19)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

märchen, wolf, rotkäppchen, adaption, fluch

UnEnchanted (An Unfortunate Fairy Tale)

Chanda Hahn
E-Buch Text: 233 Seiten
Erschienen bei Chanda Hahn, 30.12.2011
ISBN B006ROK1UM
Genre: Sonstiges

Rezension:

INHALT: Mina Grimms Leben ist ein Märchen. Sie spielt allerdings nicht die Goldmarie, die in einem Brunnen fällt und als ein reiches, wunderschönes Mädchen wieder herauskommt – sie hat die Rolle der Pechmarie, für die »Glück« ein Fremdwort ist. Das Schicksal lässt keine Gelegenheit aus, ihr eines überzubraten. Bis sich urplötzlich das Blatt wendet: Sie rettet Brody Carmichael das Leben. Brody ist der angesagteste Junge der ganzen Schule, was nicht nur Minas Ansehen in die Höhe schießen lässt, sondern auch sein Interesse an ihr weckt. Es gibt nur ein Problem: Sobald in Minas Leben etwas Ungewöhnliches passiert, möchte ihre Mutter fluchtartig umziehen – wieso? Als sie den Grund erfährt, ist sie sich gar nicht mehr sicher, ob sie ihn wirklich wissen wollte: Sie ist ein Nachfahre der Gebrüder Grimm, auf denen ein Fluch lastete. Sie wurden von ihren eigenen Märchen verfolgt und getötet. Und dieser Fluch kann nur gebrochen werden, wenn Mina sich den Märchen stellt und sie besiegt - ansonsten droht auch ihr der Tod.

 

KOMMENTAR: Das Prinzip klingt innovativ – wieso einzelne Märchen neu interpretieren, wenn man sie gleich alle in einen ganz neuen Kontext bringen kann? Klingt gut. Aber ist es auch wirklich so gut?

Ich bin da gespaltener Meinung. Das Buch ist wie viel zu viele andere Bücher: Die Außenseiterin, die keiner beachtet, bekommt plötzlich die Aufmerksamkeit des heißesten Jungen der ganzen Schule und natürlich gibt es dann noch den merkwürdigen und gut aussehenden Neuen, der sich auch für Mina zu interessieren scheint … So könnte jedes Buch beginnen. Und so beginnen auch sehr viele Bücher. Dementsprechend muss ich auch nicht viel zur Protagonistin sagen, sie ist jedem bekannt. Sogar denen, die die Geschichte noch nicht kennen.

Ich war zu Beginn kurz davor, es beiseite zu legen und ein anderes Buch zu lesen, aber meine Neugier hat mich gezwungen, mich weiter damit auseinander zu setzen. Wie gelingt es Hahn, die Märchenthematik in einen modernen Zusammenhang zu bringen? Antwort: Relativ gut. Relativ, weil es doch sehr oft das Gehirn zum Qualmen bringt und die Logik an einigen Stellen schwächelt, und gut, weil es mal etwas anderes ist. Die modernen Wölfe beispielsweise sind keine Wölfe, sondern die unheilvollen Gangster aus der Gasse nebenan. Rotkäppchen trägt keinen Mantel, sondern einen roten Hoodie.

Ein Pluspunkt ist allerdings der kaum vorhersehbare Verlauf der Geschichte. Die Romanze zwischen Brody und Mina ist zwar durchschaubar (wenngleich es mich am Ende fast vom Hocker gehauen hat), aber was die grundlegende Märchenstory angeht, ist wirklich genug Überraschungspotential vorhanden. Charaktere, die man schon lange vergessen hat, tauchen plötzlich wieder auf und spielen eine größere Rolle als erwartet, kleinste Ereignisse hatten eine riesige Bedeutung – was alles aber auch nicht die lückenhafte Logik verdeckt, die mir mehrfach Kopfzerbrechen bereitet hat. Vielleicht habe ich nur etwas falsch aufgefasst, aber es gab für mich keinen roten Faden und es ergab auch keinen großen Sinn, was geschah und wieso. Ich denke, man hätte aus diesem Prinzip viel mehr herausholen können.

Bei diesem Buch handelt es sich eigentlich um den ersten Teil einer Reihe – es lässt sich aber auch sehr gut als ein allein stehender Band lesen. Das Ende hinterlässt einen zumindest nicht ruhelos und so habe ich nicht unbedingt das Bedürfnis, die Geschichte weiter zu verfolgen. Vielleicht irgendwann, wenn mir der Lesevorrat ausgeht.

 

3/5 Sterne.

 

PS: Gute Englischkenntnisse dringend benötigt! Hier kann man nicht einfach weiter lesen und denken: »Ok, versteh’ ich den Satz nicht, versteh’ ich den nächsten«. Sonst löst sich die Logik ganz schnell in Rauch auf. Oft reicht zwar Basiswortschatz, aber sobald es auf die verzwickteren Ebenen der Story zugeht, überschlägt sich das Fachvokabular.

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Tags: adaption, fluch, grimm, grimoire, legende, märchen, mauerblümchen, moderne, romanze, rotkäppchen, sage, verfolgung, wolf   (13)
 

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monster, poltergeist, verzweiflung, opfer, spukhaus

The Amityville Horror

Lambert M. Surhone , Miriam T. Timpledon , Susan F. Marseken , Lambert M. Surhone
Flexibler Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Vdm Publishing House, 26.02.2010
ISBN 9786130473709
Genre: Sachbücher

Rezension:

INHALT: Amityville, NY, 1975. Sechs Schlafzimmer, drei Etagen, beheizter Pool, Bootshaus, alles für $80.000. Die Familie Lutz ist begeistert und schlägt zu, nicht interessiert an der dunklen Vergangenheit ihres neuen Heims. Vor einem Jahr brachte Ronald DeFeo seine Eltern und Geschwister dort um – während sie schliefen. Aber Passé ist Passé, oder? Fehlanzeige. Einen Monat nach ihrem Einzug flieht die Familie in Todesangst aus dem Haus und betritt es nie wieder. Was ist in diesen 28 Tagen passiert? Die Niederschrift einer wahren Begebenheit.

 

KOMMENTAR: Ich hatte während des Lesens schon öfter Tränen in den Augen – vor Empathie, Trauer, Rührung … aber noch nie vor Panik. Bis jetzt. Zu Beginn des Buches hatte ich das nicht erwartet. Die Spannung baut sich eher tröpfelnd auf und alles scheint sich zu ziehen. Die Geschehnisse im Haus sind altbekannt und schon gefühlte tausend Male für irgendwelche Horrorfilme ausgeschlachtet worden, Schockpotenzial gleich null. Und auch die Szenen aus der Sicht des Paters sind eher langweilig als interessant. Aber schon nach wenigen Tagen in der 112 Ocean Avenue fesselt dieses Buch wie kein anderes. Es ist, als wäre man besessen – man blättert um und liest und blättert um und liest und kann gar nicht damit aufhören. Mit der Spannung steigt der Puls.

Hierzu muss man sagen, dass alles grundsätzlich davon abhängt, unter welchen Umständen man das Buch liest. Ich habe den Fehler (?) gemacht, es im Halbdunkeln zu lesen. Bei Nacht. Alleine. In meiner Wohnung. So passierte das, was ich oben schon angerissen habe. Erst wollte ich das Buch nicht beiseite legen, und zwei Seiten später wollte ich alles, außer weiter lesen. Es ist wie ein Fluch. Ich wollte nicht mehr lesen, und konnte dennoch nicht aufhören. Auf Seite 290 war es dann soweit: Ich habe das Buch quer durch das Zimmer gepfeffert und mich zitternd und mit Tränen in den Augen in der Ecke meines Bettes zusammengekauert. Es ist so unfassbar gut und mitreißend geschrieben … Ich hatte das Gefühl, alles, was die Protagonisten durchmachen, selbst zu spüren. Schritte zu hören. Augen zu sehen. Eine seichte Berührung an der Schulter zu bemerken … Unglaublich. Schlimmer als jeder Horrorfilm, weil sich hier alles im Kopf abspielt. Ich bin zwar nicht ganz davon überzeugt, dass sich alles 100% so zugetragen hat, aber seine Wirkung hat das Buch dennoch nicht verfehlt. Ein Schocker der Extraklasse!

 

5/5 Sterne!

PS: Das Englisch ist auch mehr als lesbar. Nicht kompliziert und bestimmt auch für Einsteiger geeignet. Nur Fachvokabular bezüglich Besessenheit etc. muss der ein oder andere vermutlich nachschlagen ;)

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Tags: alte häuser, angst, besessenheit, besit, dämon, erscheinung, geist, gott, horror, monster, mord, opfer, panik, poltergeist, religion, satan, schweine, spannung, spuk, spukhaus, teufel, übernatürliches, unerklärliches, unsichtbare freunde, verzweiflung, vorahnung   (26)
 

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

new york, singlefrau, single-girl, sex and the city, lebenskrise

Sheila Levine ist tot und lebt in New York

Gail Parent , Uta Goridis
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Metrolit Verlag, 09.09.2013
ISBN 9783849303099
Genre: Romane

Rezension:

INHALT:

Sheila hat keine Lust mehr: Sie geht auf die Dreißig zu und hat noch immer keinen Bräutigam in Aussicht, trotz ihrem Wohnsitz in der Metropole New York. Um sie herum schwärmen alle von der großen Liebe, heiraten und küssen ernsthaft, und ihr bleibt all dies verwehrt. Sie fasst einen Entschluss: Das war es für sie, sie ist raus. Game over. Sie plant ihren Selbstmord und hält alles, vom Beweggrund bis zur Grabsuche, in einem Abschiedsbrief fest, den ihre Eltern zu lesen bekommen sollen. Es entsteht der vermutlich längste Abschiedsbrief der Menschheitsgeschichte.

 

KOMMENTAR:

Schon Anfang der Achtziger ein Bestseller in Amerika, erst jetzt in die deutsche Sprache übersetzt? Da dachte ich mir „Hoppla, wie passiert so etwas? Da lauert bestimmt ein für lange Zeit untergegangenes Juwel!“. Das Versprechen schienen die ersten Seiten auch zu halten – alles liest sich flüssig, kurzweilig, locker und mit einem unheimlich guten Humor. Mein persönlicher Favorit ist »Großer Gott, sie waren richtig alt und gruslig, ich schätzte sie auf mindestens fünfundzwanzig.« Dieser Satz spiegelt eigentlich perfekt Sheilas Lebensansicht wider: Mit dreißig ist man quasi schon tot, zumindest, wenn man dann noch keinen Mann gefunden hat. Das scheint ihre Entscheidung zum Selbstmord zu rechtfertigen – scheint. Denn im Laufe des Buchs schwindet diese anfängliche Euphorie ganz deutlich. Sheila wird einem zunehmend unsympathisch, was bei einem Protagonist eigentlich nie sein sollte. Sie trifft nicht nachvollziehbare Entscheidungen, immer wieder und wieder, und scheint an sich auch kein Mensch zu sein, der einen klaren Standpunkt vertritt. Ambivalenz lässt grüßen. Wenn man mich fragen würde – Sheila ist selbst Schuld daran, dass ihr Leben so den Bach runter geht. Und sich dann beschweren, so wie sie es tut? Eher unpassend. Dieses Verhalten spitzt sich dann zum Ende hin immer weiter zu, sodass man mehr den Kopf schüttelt, als ihre Entscheidung nachvollziehen zu können.

So viel zu den Charakteren. Meiner Meinung nach ist ihre Freundin Linda die einzige, die wirklich konsequent sie selbst bleibt und nicht spontan von ihren Charakterzügen abdriftet. Die Story verläuft dennoch recht vorhersehbar, vom Ende ganz zu schweigen. Ohne zu spoilern, muss ich sagen, dass mich das Ende mehr als enttäuscht hat. Ich hatte zwar erwartet, dass genau das passiert, aber Sheilas Charakter wird zum Ende hin mehr als verwirrend und durcheinander, quasi gepatchworked. Knapp gesagt hinterließ mich das Buch mit einer Frage im Kopf:
Wieso?
Schade um den Titel, der wahrlich ein Eyecatcher ist. Das, was dahinter steckt, ist es dann weniger. Eher Standardkost, mit zu vielen Ungereimtheiten seitens der Charakter. Ich kann nachvollziehen, wieso es so lange gedauert hat, bis es übersetzt wurde. Und ob es wirklich nötig gewesen wäre, ist auch fraglich. Der Humor, der einen zeitweise doch auflachen lässt, und der schmackhafte Beginn verhelfen dem Buch letztlich zu

2/5 Sternen.

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82 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

weihnachten, hund, liebe, petra schier, streit

Vier Pfoten und das Weihnachtsglück

Petra Schier
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 04.10.2013
ISBN 9783352008719
Genre: Romane

Rezension:

INHALT:

Vor nunmehr zehn Jahren hat Sophie ihre Wunschliste an den Weihnachtsmann verschickt. Deren Inhalt: Sie möchte im nächsten Jahrzehnt ihren Traummann kennen lernen, der vor allem eins haben muss: Er muss Hunde mögen!
Fast pünktlich zu Weihnachten bekommt sie einen Job als Fotografin für die renommierte Zeitschrift „Zeitschritte“, an der Seite des jungen, attraktiven Journalisten Carsten. Doch ihr Verhältnis beginnt alles andere als liebevoll, denn Zankereien sind an der Tagesordnung. Und dann hat er auch noch diese niedliche Cockerdame Lulu, die er alles andere als zärtlich behandelt. Doch es ist die womöglich letzte Chance für den Weihnachtsmann, Sophie ihren Wunsch doch noch zu erfüllen …

 

KOMMENTAR:

Als Petra-Schier-Neuling hat mich der sehr lockere, glückliche Stil zunächst skeptisch gemacht. Auch die Tatsache, an manchen Stellen aus der Sicht eines Hundes zu lesen, war mir neu. Schließlich stellt sich die Protagonistin Lulu jedoch als eine ganz nette Zeitgenossin heraus, die man schnell ins Herz schließt. Anders bei Sophie und Carsten, den menschlichen Protagonisten. Wie schnell auffällt, neigen beide dazu, so oft es geht in Zankereien zu verfallen. Zu Beginn ist das noch sehr amüsant, doch mit der Zeit weicht der Unterhaltungswert. Insbesondere wegen dieser streitlustigen Ader fiel es mir schwer, mit Sophie warm zu werden, was jedoch eventuell auch ein subjektives „Phänomen“ sein kann.

Kein subjektives Phänomen ist die Tatsache, dass im Buch doch verhältnismäßig viele Formatierungs- und Rechtschreibfehler zu finden sind. An sich ist das nicht zu wild, da es auch im einwandfrei lektorierten Werk ab und an vorkommt, bei Schiers Stil muss man da allerdings sehr vorsichtig sein. Diese Fehler, vermischt mit dem leicht ironischen Stil der Geschichte, drohen schnell, sie ins Alberne und Kindische abdriften zu lassen. Dabei ist dieses Buch eigentlich auf keiner Weise kindisch, sondern sehr erwachsen angehaucht. Deswegen kurz ein Einwurf:

Es ist, auch wenn der Klappentext das vermuten lässt, nicht für Kinder geeignet. Es enthält stellenweise überwiegend … adult business.

Natürlich ist der Fakt, dass der Weihnachtsmann und seine Helferelfen in Person auftreten, schon wenig erwachsen, aber das trägt zur festlichen Unbeschwertheit bei und lockert alles auf. Auch ist das Buch sehr vorhersehbar, aber wie soll das auch anders sein? Man kann kein fröhliches Weihnachtsbuch zu einem Drama werden lassen, deswegen war das vollkommen okay.

Auch die Aufmachung, Cover und weihnachtlich-roter Einband, ist sehr passend und deswegen denke ich, dass es sich hierbei doch um ein sehr hübsches Büchlein für Weihnachten handelt, das auch gut unter dem Baum landen kann. Die stellenweise nervigen und auch nicht immer nachvollziehbaren Zankereien und die Rechtschreibfehler abgezogen, ergibt sich für mich eine solide Endwertung von

3/5 Sternen!

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152 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

weltreise, reise, walz, reisen, reisebericht

Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

Fabian Sixtus Körner
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 11.11.2013
ISBN 9783864930140
Genre: Biografien

Rezension:

INHALT
»Da ich in Deutschland keinen Ort mehr habe, an den ich zurückkehren kann, akzeptiere ich meine Pritsche in dem lieblos eingerichteten Schlafsaal als Basisstation. Ich werde in den kommenden Monaten nur auf dem Sprung sein. Jedes Zuhause ein Wartezimmer.«

Fabian hat die Nase voll vom eintönigen Leben als ganz normaler Typ in einer ganz normalen Stadt und einem ganz normalen Land. Er will die Welt sehen. Er will neue Kulturen und Menschen kennen lernen und sich vor allem in einen neuen Alltag stürzen, der in keiner Form mit seinem aktuellen übereinstimmt. So setzt er sich in ein Flugzeug nach Schanghai, in seinem Gepäck den Reisepass, einen Laptop, eine Kamera und einen Plan: So viel wie möglich von der Welt sehen, in mindestens einem Jahr, finanziert nur durch Jobs, die er in seinen Zielländern ausführt. Architekt, Botschafter, Juror … zwei Jahre lang führt er die außergewöhnlichsten Berufe aus, geht durch die Hölle, entspannt an weißen Stränden, trifft auf einzigartige Persönlichkeiten und lernt fast die ganze Welt kennen – ein Traumleben.


KOMMENTAR

Schon als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich: Das ist mein Buch. Das ist absolut mein Buch, von Anfang bis Ende. Ich habe mir schon ewig vorgenommen, irgendwann in den nächsten Flieger zu steigen und mich einfach vom Lauf der Dinge treiben zu lassen, in ein Leben einzutauchen, das ebenso Freuden wie auch Horrorszenarien bereithält. What does not kill you, makes you stronger – und das war auch Fabians Plan, den er in wunderbarster Weise in ein Buch verpackt hat.

Er ist ein unheimlich guter Beobachter. Er saugt jedes Detail auf, das sich in seiner Umgebung finden lässt, liest seine Mitmenschen, prägt sich ihr Aussehen und Verhalten bis zur kleinsten Geste ein und schreibt das letztlich nieder. Das lässt seine Erzählungen greifbar werden, man kann es sich sehr gut vorstellen, sieht jede Person vor sich und fühlt sich, als würde man neben ihm über den heißen Asphalt schlendern oder am Flughafen sitzen. Von Europa nach Asien, über Afrika nach Australien und Amerika – kaum ein Kontinent wird ausgelassen. Jedes Land und jede Stadt haben eigene Traditionen und eigene Bräuche, die Fabian Sixtus Körner nicht außen vor lässt. Auch er tappt während seiner Zeit in der Fremde mehr als einmal ins Fettnäpfchen, was teilweise belächelt, teilweise gekränkt kommentiert wird. All diese Eigenarten sind mehr als spannend, ebenso wie die Menschen, denen er im Laufe seiner Reise begegnet. Drogenjunkies, Hippies, Musiker, abenteuerlustige Modefotografen – die einzelnen Personen, deren Weg seine Reise kreuzt, sind noch unterschiedlicher als die Länder selbst. Es überrascht also nicht, dass das, was er mit ihnen erlebt, genauso fesselt. Wilde Partys, Horrorstunden, Zeitdruck, verrückte Taxifahrten – um nur einen Bruchteil dessen zu schildern, was er erlebt. Teilweise wirkt dieses Buch nicht wie eine Biografie, sondern wie der nächste Blockbuster aus Hollywood. Der Beweis dafür, wie aufregend das Leben sein kann. Es sind nicht nur die Jobs, die diese Reise ungewöhnlich machen, es ist alles an ihr. Neben all den tollen Momenten am Strand, auf Partys mit Freunden oder auf der Arbeit entgeht Fabian nicht den negativen Seiten mancher Länder. Er begegnet Armut, Elend und Kriminalität ebenso Auge in Auge wie Luxus und Unbeschwertheit, die er dem Leser nicht vorbehält. Er vermittelt ein klares und ehrliches Bild der Welt – und davon, wie man sie und das Leben an sich sehen kann und vielleicht auch sollte. Neben der Informationen, die man über die einzelnen Länder erhält, gibt Fabian Sixtus Körner dem Leser nämlich noch viel mehr mit. Weisheit. Er lässt ihn daran teilhaben, was ihn die einzelnen Etappen seiner Reise gelehrt haben, was er aus den Momenten der Einsamkeit gelernt hat und wie er durchgehalten hat, wenn er vollkommen am Boden war. Man muss keine Weltreise machen, um all das zu lernen – es reicht, dieses Buch zu lesen. Und man sollte es sich zu Herzen nehmen.

Nicht zuletzt deswegen hat mich diese Biografie von Anfang bis Ende mitgerissen und irgendwann gar nicht mehr loslassen wollen. Es ist, meiner Meinung nach, ein verdienter Bestseller über ein wahnsinnig aufregendes, lebenswertes Leben. Fabian Sixtus Körner ist ein unheimlich starker Mann mit einem wunderbaren Auge für das Detail, der genau weiß, was er will und jedem ein Vorbild sein sollte. Bei mir hat er es zumindest geschafft.

5/5 Sternen, da man leider nicht mehr vergeben kann. Wird definitiv noch mehrmals gelesen, bis es dann endlich auch für mich ins Flugzeug geht ... :)

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31 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

entführung, rache, krimi, england, nordengland

Ich will vergelten

Mari Hannah , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 19.08.2013
ISBN 9783442474806
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, literaturgeschichte, frankreich, gelesen 2013, sex

Wie die Franzosen die Liebe erfanden

Marilyn Yalom ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Graf Verlag, 02.12.2013
ISBN 9783862200382
Genre: Sachbücher

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174 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

thriller, berlin, martin krist, entführung, mord

Drecksspiel

Martin Krist
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548285375
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Du bekommst keine Luft mehr. Du spürst das Messer, das direkt an Deiner Kehle zu liegen scheint. Der Schatten, der sich Dir nähert, der Dir einen kalten Schauer über den ganzen Körper jagt … Du fröstelst. Willst nicht mehr. Willst einfach nur, dass es aufhört.

Und dann springst Du aus dem Bett, lässt die Taschenlampe fallen, hastest zur Tür und betätigst den Lichtschalter, weil Du es nicht mehr aushältst.

 

So oder ähnlich fühlt es sich an, diesen Krist zu lesen. Schon der Klappentext lässt einen mitreißenden, spannenden Thriller erwarten – und diese Erwartung wird auch erfüllt. Krist’s Stil hat die wahnsinnig fesselnde Eigenschaft, sich nur über kurze Abschnitte hinweg mit einer Perspektive zu beschäftigen und dann hin und her zu wechseln, Cliffhanger meist inklusive. Klingt verwirrend, ist es aber nicht. Es ist jetzt nicht so, dass sich Drecksspiel mit zwanzig verschiedenen Perspektiven auseinander setzt und sich dabei wahllos irgendwelche Berliner aussucht, die einen nicht interessieren. Im Gegenteil. Es sind, zusammengerechnet, vielleicht sieben Perspektiven, die man zu handlen hat, die obendrein spannend hoch zwölf sind. Die Berliner haben quasi eine unfassbar gute Füllung, im Gegenteil zu den ganzen Kirsch- und Aprikosenberlinern, die mittlerweile so unspektakulär sind wie labbriger Toast. Den Überblick verlieren tut man so nicht, da es zwischen mehreren eine Verbindung gibt, zwischen anderen aber wiederum nicht. Und hier wird es spannend: Wie finden diese – scheinbar willkürlichen – Berliner zueinander? Bei welchem Bäcker liegen sie nachher in der Vitrine? Ich bin eine Person, die sich sehr gerne mit dieser „Aneinander vorbeileben“-Thematik beschäftigt, und deswegen war das besonders spannend für mich. Man hat eigentlich alles. Drogenabhängiger Polizist, der heimlich im Rotlichtmilieu unterwegs ist, Privatdetektiv mit familiären Problemen, scheinbar perfekte, obendrein wohlhabende Politikerfamilie, liebendes Paar mit Kind. Und einen Irren, der Menschen ermordet und sich daran erfreut, ihre Leichen auf eine abartige Weise zu hinterlassen. Was zur Hölle haben diese Personen miteinander zu tun?

Jede Menge.

Um nicht zu spoilern, belasse ich es bei dieser Personenbeschreibung. Krist weiß auf jeden Fall, wie man dem Leser Dinge vorbehält, ohne ihn nachher allzu erbost dastehen zu lassen. Und wenn man nicht aufmerksam genug ist, dann kann es hier ganz schnell passieren, dass man ein winziges Detail übersieht – und sich später den Bettpfosten gegen die Stirn schlägt, weil man zu blöd war, um diesen Zusammenhang sofort zu erkennen. Das ist sehr gut gemacht, da vor allem der fesselnd spannende Stil einen dazu bringt, Seite um Seite zu lesen, Abschnitt um Abschnitt, Kapitel um Kapitel – und letztlich am Ende des Buches angekommen ist, ohne zu wissen, wieso. Doch die Geschwindigkeit ist auch ein Problem. Das ist wie, wenn man mit 240 auf der Autobahn unterwegs ist und das Ausfahrt-Schild nicht rechtzeitig sieht. Ging es gerade rechts jetzt nach Düsseldorf oder doch nach Landau? Und dann ärgert man sich, weil man eigentlich hätte abbiegen sollen, aber jetzt noch einmal zehn Kilometer Autobahn vor sich hat, dann wenden muss, dann wieder zehn Kilometer hat und obendrein nicht mehr genug Sprit im Tank ist. Folge: Der Motor gibt kurz vor der Ausfahrt den Geist auf, man darf rechts ranfahren und auf die gelben Engel warten. Sommerferien im Arsch, weil natürlich der Flug verpasst wurde. Und genau so saß ich am Ende des Thrillers da. Mit einer Kinnlade, die ich später vom Armaturenbrett kratzen durfte.

BittewashabeichgeradewasistjetztzurhölleHÄ?

Die Geschwindigkeit ist wirklich ein Problem. Zumindest am Ende. Bis ungefähr 50 Seiten vor Ende ist alles nachvollziehbar – da ist wer naiv gewesen, da auch, da sowieso und die da hinten schon lange. Wieso, ist auch klar. Und auch der Grund für die einzelnen Situationen leuchtet ein.

Aber dann rasen die Schlusserklärungen nur so dahin, auf wenigen Seiten wird so ziemlich das Elementarste des ganzen Romans erklärt und wenn Du nicht mitten auf der Autobahn wendest, um Dir noch einmal die Ausfahrtsschilder anzusehen, verpasst du den Flug. Kurz: Du verlierst den Faden. Das ist mir leider passiert und ich hatte am Ende Mühen, noch mit der Handlung Schritt zu halten. Immerhin ist mitten auf der Autobahn wenden nicht ganz so legal und verspricht auch nicht immer Erfolg. Aber das konnte mir den Spaß an diesem Thriller nicht nehmen!

Noch ein kleines Manko: Es gibt einen Cliffhanger, der sich ganz am Schluss anschließt und erst im folgenden Band geklärt wird. Denn es wird noch ein Buch geben, das sich weiter um den Protagonisten David dreht (Was? Er ist der Protagonist? Keine Sorge, ich brauchte auch 396 Seiten, um das zu begreifen). Wenn dieser Band genauso fesselnd wird, wie der hier, dann … Hui. Bin dabei! Aber diesmal denke ich daran, auf den Tacho zu achten …

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116 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

lost places, berlin, drogen, urban explorers, urban explorer

Lost Places

Johannes Groschupf ,
Buch: 250 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783841502483
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Urban Exploration ist die private Erforschung von Einrichtungen des städtischen Raums und sogenannter Lost Places. Oftmals handelt es sich dabei um das Erkunden alter Industrieruinen, aber auch Kanalisationen, Katakomben, Dächern oder unzugänglicher Räumlichkeiten ungenutzter Einrichtungen.“ – Wikipedia

Chris, Moe, Steven, Kaya und Lennart – bei Tag sind sie ganz gewöhnliche Jugendliche, bei Nacht werden sie zu Urban Explorers und erkunden die vergessenen Ecken Berlins. Als sie dabei in einer stillgelegten Fabrik auf eine Leiche stoßen, verändert sich alles. Der Spaß, den sie mal daran hatten, verfliegt. Denn sie werden immer tiefer verstrickt in die Angelegenheiten einer Gang, die sich Bandidos nennt. Blutige, gewalttätige Angelegenheiten. Und es könnte schon bald ihr Blut sein, das vom Messer ihres Anführers tropft …

 

Endlich mal wieder ein guter Thriller aus deutscher Feder und zudem in deutscher Location! Johannes Groschupf weiß von Anfang an zu begeistern, die Seiten fliegen nur so und prompt ist man am Ende des Romans angelangt und fragt sich, wo die Zeit geblieben ist. Bei der Beschreibung der verlassenen Gebäude überträgt sich direkt die Atmosphäre auf den Leser, sodass man sich immer wie mitten drin im Geschehen fühlt. Panik, Angst, Sorge … all das kann man hundertprozentig nachvollziehen und zittert mit. Dies wird auch dadurch möglich gemacht, dass sich Groschupf sehr nahe an der Realität entlang hangelt – Jugendsprache inklusive! Was auf den ersten Blick eher unprofessionell wirkt, entpuppt sich schnell als ein klasse Stilmittel. Alles wird greifbarer, ab und an humorvoll, locker, lesenswert. Dieser Roman hält einige Schreckmomente bereit, die sehr tief greifen. Auf keinen Fall also etwas für schwache Nerven!

Da es sich bei den Protagonisten um Jugendliche handelt, dreht es sich neben der Gang-Mord-Untergrundgeschichte natürlich auch um klassische Themen wie die erste Liebe, Zoff mit den Eltern, Party und Drogen, wobei letzteres sehr gehäuft vorkommt. All diese Aspekte, die sehr gut und nachvollziehbar ausgearbeitet sind, lassen eine stärkere Bindung zwischen Leser und Figur entstehen, die das Mitgefühl für sie noch einmal steigert.

Allerdings ist dieses „Mitten drin“-Gefühl auch von Nachteil. Man saugt gierig jede Information auf, baut zum Ende hin eine ungeheure Erwartungshaltung auf – und wird dann mehr oder weniger enttäuscht. Ich hatte mir, aufgrund des Klappentextes und der ersten Kapitel, eine sehr schöne Mordstory erhofft. Fehlanzeige, denn der Leichenfund spielt im Buch nur eine minimale Rolle. Auch deswegen wirkt das Ende etwas schlapp, im Gegensatz zum rasanten Mittelteil. Ich habe zumindest nicht wirklich das Gefühl, dass die Geschichte zuende ist, wenngleich es so geplant war. Für mich … fehlt etwas. Und deswegen ziehe ich der ursprünglich geplanten Wertung ein einsames Sternchen ab, denn an sich handelt es sich hierbei wirklich um einen unfassbar packenden Roman in wunderbarem Gewand! Auf jeden Fall lesenswert!

4/5 Sternen!

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133 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

meer, mord, in einem boot, überlebenskampf, charlotte rogan

In einem Boot

Charlotte Rogan , Alexandra Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei script5, 16.09.2013
ISBN 9783839001509
Genre: Historische Romane

Rezension:

Grace sieht, wie das Schiff, auf dem sie vor wenigen Stunden noch gelacht hat, hinter ihr in den tiefen Fluten versinkt. Sie hört Menschen schreien, Menschen, die ertrinken, andere, die erfrieren. Sie sieht Teile des Wracks, die sie umkreisen. Essen. Trinkwasser. Alles scheint ohne Bedeutung, alles ist egal. Denn Sie ist in Sicherheit. Sie hat einen Platz auf einem Rettungsboot ergattern können, sie hat überlebt.

Wirklich? Grace täuscht sich, denn in einem Rettungsboot zu sein, bedeutet noch lange nicht, überlebt zu haben. Der Kampf um Leben und Tod hat erst begonnen, denn sie ahnt noch nicht, dass ihr drei harte Wochen in einer Nussschale auf dem kalten Atlantik bevorstehen. Doch sie muss nicht nur gegen Hunger, Durst, Kälte und Wetter ankämpfen. Auch die Passagiere selbst scheinen sich immer gefährlicher zu werden. Denn das Boot ist überladen und droht, zu kentern. Wer opfert sich also, damit die anderen überleben können? Und letztlich stellt sich die Frage: Ist es Mord, wenn man durch das Töten eines Menschen vermutlich! viele andere gerettet hat?

 

Bei diesem Roman handelt es sich um das Debütwerk von Charlotte Rogan, in der wahrlich ein Talent schlummert. Die Geschichte erinnert auf den ersten Blick an Titanic: Ein Liebespaar ist auf dem Weg nach New York, das Schiff sinkt und der Kampf ums Überleben beginnt. Allerdings stellt sich dieser Roman als ganz anders heraus. Denn er beginnt dort, wo Titanic aufhört. Setzt sich mit dem auseinander, was passiert, wenn das Rettungsboot im Wasser ist und eine Rettung nicht hundertprozentig absehbar ist. Wie lange hält ein Mensch es aus, vollkommen isoliert mitten auf dem Ozean zu treiben, die Nahrung ist aufgebraucht, das Trinkwasser ebenfalls, bevor er den Verstand verliert? Rogan schildert in einem mitreißenden Stil, was im Boot passiert, erzählt die Geschichte der Protagonistin Grace Winter, und schafft es, den Leser an jede Seite zu fesseln. Es braucht keine hundert Schauplätze, um eine packende Story zu kreieren. Man setze eine Handvoll Menschen aus, überlässt sie sich selbst und sieht zu, was passiert. Das reicht völlig.

Allerdings ist der Roman nicht immer dadurch fesselnd, dass scheinbar alle paar Seiten ein weiterer »Geretteter« den Fluten, Krankheit, Hunger oder Kälte zum Opfer fällt. Er fesselt auch dadurch, dass er den Leser zum Nachdenken anregt. Man fragt sich, wie man selbst in einer solchen Situation reagieren würde, welche Figur man lieben, und welche Figur man hassen soll. Man fragt sich, was in einer solchen Situation mit Gott ist, ist es gerechtfertigt, gläubig zu sein, oder ist man als Atheist im Recht? Es ist interessant, zu sehen, wie sich die Sympathie für einige der Charaktere im Verlauf des Buches verändert, die, die man gehasst hat, liebt man, und umgekehrt. Ebenso wird Grace einer steten, nachvollziehbaren Veränderung unterzogen, verliert ihre Hoffnung, gewinnt sie wieder und schweift gedanklich immer wieder zurück in die Vergangenheit, zu ihrer Hochzeit, zu dem Tag, als sie sich in die Person verliebt hat, an der sie eigentlich nur finanziell interessiert war. Zurück zu der Person, die jetzt vermutlich leblos im Atlantik treibt und nie wieder gesehen wird.

 

Dieser Roman überzeugt durch Einfachheit – und gleichzeitig ist er psychisch so gut durchdacht, dass man alles, was nachher hinterfragt wird, nachvollziehen kann. Auch für das Cover gibt es einen Daumen nach oben. Ich freue mich auf den Film, der zu diesem verdienten Bestseller in Planung ist, und spreche meinen vollen Respekt an die Autorin aus. Reife Leistung!

5/5 Sternen!

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330 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 117 Rezensionen

fantasy, wolf, liebe, frost, dämon

Frostblüte

Zoë Marriott , Claudia Max
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.10.2013
ISBN 9783551312709
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Überraschung, Glück und Verwirrung huschten über sein Gesicht – wie Wolken vor der Sonne. Er streckte die Hand nach mir aus.

Ich wich zurück. »Meine Gefühle sind wie Wasser, das gegen einen Damm drückt. In dem Moment, in dem ich ihnen nachgebe, mache ich den Weg frei für den Wolf. Ich kann nicht bei dir bleiben. Nicht, ohne dich und alle anderen hier in Gefahr zu bringen.«

Das Glück erlosch auf seinem Gesicht, zurück blieb Müdigkeit und Anspannung. »Wo wirst du hingehen, Frost? Wo kannst du schon hinlaufen, um vor dir selbst sicher zu sein? Wenn du dich dem jetzt nicht stellst, wirst du bis ans Ende deines Lebens auf der Flucht sein. Zu verängstigt, um zu kämpfen. Zu verängstigt, um zu lieben. Du wirst deine eigene Gefangene sein. Und du wirst niemals frei sein.«


Frost ist von einem Fluch belegt. Sie nennt ihn den Wolf. Jedes Mal, wenn sie verletzt wird oder sich in einem Rausch der Gefühle verliert, bricht dieser Wolf aus ihr hinaus und bestimmt ihre Handlungen, ohne kontrolliert werden zu können. Wahllos greift sie dann Menschen an, weiß nicht mehr zwischen Freund und Feind zu unterscheiden und sehnt sich danach, Blut zu vergießen.

Dieses Schicksal hat das Leben ihrer Mutter zerstört und droht allmählich auch, sie selbst zugrunde zu richten. Sie ist einsam, erschöpft und auf der Suche nach einem Weg, der sie von ihrem inneren Wolf befreit. Dann trifft sie auf die beiden Bergwächter Luca und Arian, die sie aufnehmen und zu einer Kämpferin ausbilden wollen. Frost weiß, wie wertvoll sie in ihrem Kampf gegen die Unterdrückung durch Aufständische sein kann, aber gleichzeitig plagt sie ein furchtbarer Konflikt: Sie ist nicht nur eine Waffe gegen den Feind, sondern auch gegen ihre eigenen Leute. Und dann bringt sie ihre Liebe einem der Männer gegenüber vollkommen aus dem Konzept …

 

Dämonen begegnet man häufig in den Buchhandlungen. Marriott hat sich diesem Thema in einer exotischeren Art und Weise genähert – in einer vollkommen fiktiven Welt mit fiktiver Geschichte und so auch fiktiven Konflikten. Die Parallelen zu unserer Welt sind allerdings nicht zu übersehen: Versklavung derjenigen, die anders sind. Diese Realität, vermischt mit Fiktion, ergibt eine prickelnde Mischung, die einen sofort mitfiebern lässt. Nicht zuletzt ist die Verknüpfung von Flashbacks und Gegenwart dafür verantwortlich, dass man Seite um Seite liest und nicht aufhören will – Marriotts Stil ist aber auch zu gut! Sie beschreibt lebhaft, emotional, vor allem Frosts Gefühle kommen nicht zu kurz. Einziges Manko, was den Stil angeht, sind die ab und an doch zu lang geratenen Beschreibungen der Umgebung. Aber auch das hält sich in Grenzen und so liest sich die Geschichte alles in allem sehr flüssig.

Die Charaktere sind sehr interessant. Einerseits gibt es die Protagonistin Frost, die sich in einem steten inneren Konflikt befindet, der durch ihren inneren Wolf bestimmt wird. Wegrennen oder angreifen? Und wenn zweiteres – wen? Ihre Entwicklung zum Ende des Romans hin ist nachvollziehbar und logisch aufgebaut, sodass ich auch hier einen Daumen rauf geben kann.

Neben Frost gibt es Luca als Protagonisten. Er ist hier jedoch der ganz, ganz klassische Romanheld – spielt dem Mädchen gegen über den Beschützer, ist generell der totale Held mit schwerer Vergangenheit und möchte an jemandem dafür Rache üben. Luca ist nicht wirklich spannend sondern eher voraussehbar, im Gegensatz zu seinem besten Freund Arian.

Arian ist quasi ein Stein. Schirmt jede seine Emotionen vor der Außenwelt ab, macht sich absichtlich unbeliebt und ist total undurchsichtig. Kaum eine seiner Handlungen ist voraussehbar, was ihn zu meinem Lieblingscharakter gemacht hat. Mit Frost macht er im Laufe der Geschichte die größte und nachvollziehbarste Entwicklung durch, etwas, das ich zum Beispiel bei Luca vermisst habe. Das ein oder andere Mal hatte ich das Gefühl, dass er unlogisch handelt oder sich unlogisch entwickelt hat. Mit ihm war es ein stetes Auf und Ab.

Zur Story kann ich nicht groß etwas sagen, ohne sofort zu spoilern. Die Geschichte mit dem inneren Wolfsdämon, den Frost seit ihrer Geburt in sich trägt, ist sehr exotisch, aber gerade deswegen spannend. Auch die Auflösung / Erklärung lässt einen ohne großes Fragezeichen im Kopf zurück, sodass es mehr als befriedigend endet.

Kurzum: Ich bin von diesem Buch begeistert! Herrliche, bittersüße Liebesgeschichte, schöne charakterliche Entwicklungen und ein wirklich toller Stil! Gute Arbeit!

Warum dann nur 4 von 5 Sternen? Wegen Luca. Er mag für manche Leser ein super Charakter sein, allerdings fand ich ihn zu eintönig. Es gibt genug Lucas in der Romanwelt, sodass ich ihn schon auswendig kannte. Er war mir einfach … zu langweilig. Team Arian!

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

hacker, hacke, leaks, thriller, leaking-organisation

Recovery

Manuela Reizel
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Braumüller Verlag, 01.10.2013
ISBN 9783992001026
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

When injustice becomes law, resistance becomes duty. – Thomas Jefferson

Lukas Stegmann, besser bekannt als »Luke Skywalker«, hat eine wüste Vergangenheit hinter sich – Jahre als genialer Hacker auf der Flucht, einen riesigen Erfolg mit seinem Programm, einen inszenierten Tod. Jetzt arbeitet er als Programmierer in einem kleineren Spieleunternehmen und will seine Finger eigentlich aus der ganzen Hackersache herauslassen … doch dann tritt eine Untergrundorganisation aus Amerika mit ihm in Kontakt und bittet ihn um Mithilfe. Es geht um Enthüllungen, die selbst Edward Snowden und Wikileaks in den Schatten stellen würden. Und bei so brisanten Informationen ist es nicht selten, dass jemand mit dem Leben dafür bezahlt …


Manuela Reizel hat Ahnung. Man merkt mit jedem Satz mehr, wie intensiv sich die Autorin in dieses Thema vertieft hat und wie nachdenklich es sie macht. Klar, vor allem aktuell sind Enthüllungsgeschichten unheimlich provokant, das hat das Vorwort sehr gut ausgedrückt: Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist frei erfunden. Die Fakten, auf denen sie beruht, sind es nicht. Wo genau die Trennlinie zwischen Fiktion und Wirklichkeit verläuft, muss letztlich jeder Leser für sich selbst entscheiden. Ich meine, jeder von uns weiß, was die Geheimdienste abziehen und gleichzeitig weiß es niemand … Umso greifbarer sind all die Verschwörungstheorien, die die Autorin mithilfe ihrer Charaktere aufstellt.

Hierzu muss man sagen, dass die Enthüllungsgeschichte eigentlich nicht die einzige ist, die erzählt wird. Der Roman erzählt die Leben von etwa einem dutzend Personen parallel – auf eine so gewiefte Weise, dass diesbezüglich nicht eine Sekunde Verwirrung auftaucht. Reizel hat sich damit keinen Nachteil verschafft, im Gegenteil. Diese parallel ablaufenden Geschichten sorgen nur dafür, dass man weiter und weiter liest, um die Antwort auf eine Frage zu bekommen, nur, um dann neue Fragen eine andere Figur betreffend zu entwickeln. Insbesondere die zweite Hälfte des Romans vergeht deswegen unheimlich schnell. Auch machen diese unterschiedlichen Erzählungen wieder etwas deutlich, mit dem ich mich persönlich sehr gerne auseinandersetze: Dass in irgendeiner Form jeder jeden kennt und es überall eine Verknüpfung gibt. So verliert man auch nicht den Überblick und kommt gedanklich problemlos mit.

Was den Stil angeht, habe ich vermutlich einen kleinen Vorteil, da ich mich in meiner Freizeit gerne mit der IT-Thematik auseinandersetze und so waren mir viele Fremdwörter, die Reizel im Verlauf der Geschichte anwendet, ein Begriff. Gut ist jedoch, dass für die, die sich eher weniger damit auskennen, was genau eine »Mod« oder ein »Hoax« sind, ein kleines Lexikon am Ende des Buches zu finden ist.

Einen kleinen Haken gibt es jedoch beim Stil: Es wird wirklich sehr viel mit den verschiedensten Arten von Verschwörungen um sich geworfen, sodass man teilweise kurzzeitig den Faden verliert und noch einmal zurückblättern und nachlesen muss, was das denn jetzt noch einmal genau war, bevor man etwas durcheinander wirft. Allerdings hält sich das in Grenzen und so ist »Recovery« mit Sicherheit ein unglaublich provokantes, aber lesenswertes Buch, das sehr zum Nachdenken anregt und an der einen oder anderen Stelle auch berührt …

4/5 Sternen!

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116 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

russland, katharina die große, historischer roman, 18. jahrhundert, eva stachniak

Die Zarin der Nacht

Eva Stachniak , Christel Dormagen , Peter Knecht
Flexibler Einband: 491 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 16.09.2013
ISBN 9783458359562
Genre: Historische Romane

Rezension:

In Form einer Erzählung werden hier das Leben und die letzten Jahre der großen Katharina von Russland dargestellt. Es ist eine Geschichte von Liebe, Affären, Verrat … und der Herrschaft über ein Weltreich.

 

Ich habe mich in dieses Buch gestürzt, ohne den Vorgänger „Der Winterpalast“ gelesen zu haben. Das stellte sich auch als nicht weiter schlimm heraus, da zu Beginn des Romans in knapp 120 Seiten die Handlung daraus und somit Katharinas Kindheit noch einmal dargestellt wurde. Das mag ganz praktisch sein, stelle ich mir jedoch für die, die den ersten Teil gelesen haben, etwas eintönig vor. Das hätte man mit Sicherheit kürzer fassen können!

Die folgenden hundert Seiten waren dann dominiert von ihren Liebschaften. Und damit meine ich tatsächlich dominiert. Da die Geschichte eigentlich als eine Art Flashback erzählt wird, während sie sich in ihren letzten Lebensstunden nach einem Schlaganfall befindet, äußert sich dies in enormen Zeitsprüngen während der Erzählung – binnen weniger Kapitel werden einem gefühlte zehn verschiedene Liebhaber an den Kopf geschmissen, deren Namen man schon nach einigen Seiten durcheinander wirft und nie wirklich versteht, wer jetzt wieso ihr Liebhaber war und wann der aus ihrem Leben verschwunden ist und wieso. Die Folge: Teilweise vollkommene Verwirrung. Das wurde durch in sich relativ abgeschlossene Handlungen zwischendurch einigermaßen gelockert, wie der Hochzeit ihrer Enkelin und den Beziehungen zur schwedischen Königsfamilie. Dieser Abschnitt war wieder angenehmer zu lesen und – gemeinsam mit ihren Affären und ihrem Tod, auch das einzige, was wirklich geschehen ist. 500 Seiten waren meiner Meinung nach viel zu viele. Kein Wunder, dass die Geschichte langatmig wirkt. Der Stil ist zwar angenehm zu lesen, aber wie gesagt, zu undurchsichtig. Oder war dies Absicht, um das Auf und Ab in Katharinas Leben darzustellen, das sie oftmals vermutlich selbst gar nicht nachvollziehen konnte?

Zusammenfassend ist ihren Romanzen viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt worden. Wenn ich nämlich an Katharina denke, denke ich daran, was für eine starke Frau sie war, nicht im Bett (worauf hier größtenteils fokussiert wurde), sondern auf dem Thron. Ihrer Herrschaft werden, obwohl sie so beeindruckend war, viel zu wenige Seiten geschenkt, sodass aus dem eigentlich historischen Roman eher eine Romanze wurde. Und noch dazu eine äußerst Verworrene und Undurchsichtige. Schade! Denn das schöne Cover passt sich wunderbar an den Vorgänger an und sticht aus dem Bücherregal mehr als heraus … aber leider ist das Cover auch nicht alles und macht den Inhalt nicht wett. Die Rezensionen, die ich zu „Der Winterpalast“ gelesen habe, klangen im Gegensatz zu diesem Nachfolger sehr vielversprechend, aber dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich mich ihm noch annehmen werde. Ich brauche zunächst einmal etwas Abstand von dieser Thematik.

 

Deswegen nur 2/5 Sternen.

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(42)

70 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

to kill a mockingbird, 1930er, schule, alabama, südstaaten

To Kill a Mockingbird

Harper Lee

Erschienen bei Warner Books, 11.10.1988
ISBN B004XNFB72
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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758 Bibliotheken, 14 Leser, 3 Gruppen, 104 Rezensionen

mord, thriller, liebe, freundschaft, dark village

Dark Village - Das Böse vergisst nie

Kjetil Johnsen , Anne Bubenzer , Dagmar Lendt
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 15.06.2013
ISBN 9783649615781
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: abmachungen, geheimnisse, liebe, lügen, mord, mysterien, verrat, versprechen   (8)
 
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