Little_Kunoichi

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76 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

thomas glavinic, sinnsuche, roman, österreich, südpol

Der Jonas-Komplex

Thomas Glavinic
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 10.03.2016
ISBN 9783100024640
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gabriel wolkenfeld, diskriminierung, russland, homosexualität, männerschwarm

Wir Propagandisten

Gabriel Wolkenfeld
Flexibler Einband
Erschienen bei Männerschwarm Verlag, 01.07.2015
ISBN 9783863002015
Genre: Romane

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96 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

blog, sterben, tagebuch, krankheit, erfahrungsbericht

Arbeit und Struktur

Wolfgang Herrndorf , ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.03.2015
ISBN 9783499268519
Genre: Romane

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

identitätssuche, transgender, jugendroman, familienroman, selbstfindung

Haus aus Kupfer

Jobst Mahrenholz
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Dead Soft Verlag, 01.03.2016
ISBN 9783945934784
Genre: Romane

Rezension:

Das "Haus aus Kupfer" ist ein Buch über adoleszente Selbstfindung und familiäre Erwartungen.  

Im titelgebenden Domizil treffen sich die Pedettis um Abschied vom großen, alles dominierenden Patriarchen der Familie zu nehmen. Neben der Neustrukturierung des Familienunternehmens, steht aber vor allem das unsichtbare emotionale Erbe im Fokus der Geschichte. 

Familie, ein Wort das unglaublich viele Emotionen beherbergt. Vertrauen, Liebe, Akzeptanz, ... aber auch Enttäuschung, Verbitterung, Wut und sogar Hass. Jobst Mahrenholz konfrontiert uns in seinem fünften Roman "Haus aus Kupfer" mit all diesen Gefühlen. Herausragend ist die Art und Weise wie er dies tut. Trotz schwieriger Themen überzeugt das Buch mit einer zauberhaften Leichtigkeit. Der Autor schlägt einen charmant spielerischen, ja fast schon pointiert witzigen Ton an, ohne den nötigen Ernst und die angemessene Tiefe zu vernachlässigen. Durch diese erzählerische Finesse umschifft das Buch die Hürde, ein bleischweres Drama zu werden und konzentriert sich ganz auf die Kraft der Liebe. Dabei gelingt es dem Autor, fern aller Genre-Klischees, den schmalen Grat zwischen Pathos und Authentizität zu beschreiten. Er erzählt diese sehr emotionale Geschichte, mit ihren vielen anrührenden Momenten, ohne unnötig auf die Tränendrüse zu drücken. Er offeriert dem Leser eine Metaebene, die dieser beschreiten kann, aber nicht muss und die reichlich Raum für Resonanz bietet.

Sensibel, intelligent und vielschichtig, zeichnet er ungemein spannende und lebendige Charaktere. Giacomo, einer der beiden Ich-Erzähler, ist ein solcher Charakter. Widersprüchlich, optimistisch und wunderbar unkonventionell. Er schert sich nicht um gesellschaftliche Normen, sondern vertraut seiner inneren Stimme. Eine Stimme die für mich kennzeichnend für die Texte von Jobst Mahrenholz ist und die mich immer wieder aufs Neue begeistert. Eine kraftvolle Stimme voller Zärtlichkeit und Respekt. Zugewandt und offen. Tragend. Eine Stimme die Liebe nie kleingeistig definiert, die sie nicht auf starr festgelegte Konventionen reduziert. Eine Stimme die auch loslassen kann, nicht schmerzfrei, aber mit Gewinn. 

Jobst Mahrenholz zeigt auf, wie fragil dieses Schicksalskonstrukt namens Familie ist. Wie sehr wir von strategischen Überlegungen und schwelenden Konflikten beeinflusst werden. Wie wichtig es sein kann, sich aus der familiären Zwangsjacke zu befreien und eigene Bedürfnisse zu formulieren und zu leben. Dabei verschweigt er nicht, welch unglaubliche Kraftanstrengung ein solcher Bruch darstellt und wie sehr er dem Bedürfnis nach Verbundenheit zuwiderläuft. Er zeigt uns eine Familie deren Zusammenhalt auch auf Ausblendung und Verdrängung basiert. Eine Familie die im Umgang miteinander Kälte und Gedankenlosigkeit offenbart und die zu großen Teilen unfähig ist, mit Gefühlen offen, angemessen und respektvoll umzugehen. 

Es ist die Familie die uns formt, prägt, in Schablonen presst und uns, oft unbewusst, Mechanismen aufzwingt. Sie bestimmt unser Bindungsverhalten und gegebenenfalls das Verhältnis zu unseren Kindern. Auch im Kupferhaus wiederholt sich Geschichte. Mit viel Empathie deckt Jobst Mahrenholz Schicht um Schicht das Innerste seiner Protagonisten auf, entlarvt emotionale Defizite und zeigt in zahlreichen Rückblenden Zusammenhänge auf. Er erzählt von der Unnahbarkeit und dem Schutz, den sie bietet, aber auch von dem Preis, den der Rückzug in die Unverletzlichkeit kostet. Er erzählt aber auch und vor allem, von dem Zauber, der Kraft und dem Zusammenhalt zwischenmenschlicher Bindungen und er erinnert uns daran, dass Familie mehr mit Herzensnähe als mit verwandschaftlichen Verhältnissen zu tun hat. Und dass manches klein und unscheinbar anmutet, in dieser Unscheinbarkeit aber groß ist.

Nach einem wundervollen Epilog schlägt man dieses Buch mit einem zufriedenen Lächeln und einem wohlig warmen Gefühl zu, weil zwei Menschen die Welt verändert haben, zumindest ihre Welt. Und ein klein wenig wohl auch meine.

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Tags: familienroman, identitätssuche, jugendroman, selbstfindung, transgender   (5)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

London NW

Zadie Smith , Tanja Handels
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.02.2016
ISBN 9783442480517
Genre: Romane

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

roman, dorf, kindheit, großer zeitsprung, belletristik

Elsa ungeheuer

Astrid Rosenfeld
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 30.04.2014
ISBN 9783257242942
Genre: Romane

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

glücksspiel, casino, roman, kanada, ehe

Die Chance

Stewart O'Nan , Thomas Gunkel ,
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 18.07.2014
ISBN 9783498050429
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

3000 Euro

Thomas Melle , any.way
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.01.2016
ISBN 9783499268427
Genre: Romane

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

jung, frankreich, zweiter weltkrieg

Der Gedanke an das Glück und an das Ende

Jean-Luc Seigle ,
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 14.07.2014
ISBN 9783406667558
Genre: Romane

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

flüchtling, asyl, deutschland, asylanten, irak

Ohrfeige

Abbas Khider
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 01.02.2016
ISBN 9783446250543
Genre: Romane

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

flüchtlinge, asyl, berlin, afrika, roman

Gehen, ging, gegangen

Jenny Erpenbeck
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaus, 31.08.2015
ISBN 9783813503708
Genre: Romane

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83 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

frankreich, islam, paris, sex, universität

Unterwerfung

Michel Houellebecq , Norma Cassau , Bernd Wilczek
Flexibler Einband: 274 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 17.11.2016
ISBN 9783832163594
Genre: Romane

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202 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

suizid, abitur, bov bjerg, selbstmord, freundschaft

Auerhaus

Bov Bjerg
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 17.07.2015
ISBN 9783351050238
Genre: Romane

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Summe unseres Glücks

François Roux ,
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.10.2015
ISBN 9783492056939
Genre: Romane

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das Ende von Eddy

Édouard Louis , Hinrich Schmidt-Henkel
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783596032433
Genre: Romane

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130 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

georgien, sowjetunion, familie, krieg, generationen

Das achte Leben (Für Brilka)

Nino Haratischwili
Fester Einband: 1.280 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 01.09.2014
ISBN 9783627002084
Genre: Romane

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193 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

glück, trauer, familie, verlust, 7

Glück ist eine Gleichung mit 7

Holly Goldberg Sloan ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 27.07.2015
ISBN 9783446245532
Genre: Jugendbuch

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154 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

raj-waisen, hongkong, verlust, familie, malaysia

Ein untadeliger Mann

Jane Gardam ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 24.08.2015
ISBN 9783446249240
Genre: Romane

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

gesellschaft

Glücklich die Glücklichen

Yasmina Reza , Hinrich Schmidt-Henkel , Frank Heibert
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2016
ISBN 9783596521050
Genre: Romane

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1.148 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 114 Rezensionen

liebe, jugendbuch, david levithan, fantasy, letztendlich sind wir dem universum egal

Letztendlich sind wir dem Universum egal

David Levithan , Martina Tichy
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.03.2014
ISBN 9783841422194
Genre: Jugendbuch

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

schwul, krebs, liebe, gay, krankenpflege

Im Zimmer wird es still

Jan Walther
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Bruno Gmünder, 01.10.2011
ISBN 9783867871846
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es gibt Bücher, die nehmen einen sofort gefangen. Sie verströmen eine Aura, der man sich nicht entziehen kann. Jana Walthers Roman ist eines dieser Bücher. Schon rein optisch ist dieses Werk herausragend. Selten schafft es ein Cover die Stimmung einer Geschichte derart präzise und feinfühlig zu visualisieren. Ein großes Kompliment an den Bruno Gmünder Verlag.

“Im Zimmer …” ist ein zartes, intensives Stück Literatur über die Zerbrechlichkeit des Lebens und die Metaphysik der Liebe; über Achtsamkeit und Respekt; über die Stürme und Flauten des Miteinanders; über persönliche Grenzen; Herausforderungen, und die Möglichkeit an ihnen zu wachsen.

Es ist eine Geschichte über das Sterben, aber viel mehr noch ist es eine Geschichte über das Wachsen und Reifen. Die Autorin zeigt uns den Herbst. Die winterliche Tristesse ist bereits greifbar. Das Ersterben unausweichlich. Und doch ist es genau diese Jahreszeit, die uns so reich beschenkt. Von der Blüte bis zur Ernte ist es ein langer Weg. Die pralle reife Frucht ist das letzte Stadium des Wachstums. Sie bezieht ihre Kraft aus den Wurzeln eines Baumes, der in ihr zu seiner Vollendung findet.

“Im Zimmer …” ist ein leises unaufgeregtes Buch. Ein Buch über die Alltäglichkeiten die uns formen, oder auch aus der Form bringen. Ein Aufdecken dessen, was aus Beziehungen erwachsen kann – mit der ganzen Wucht der Zweifelhaftigkeit.

Jana Walther konfrontiert ihre Protagonisten mit einer Diagnose die sie aus dem prallen Leben herauskatapultiert, hinein in einen Mikrokosmos des Stillstands. Eine Welt die sich nicht artikulieren lässt. Und so lebt dieses Buch auch nicht von den Dialogen, sondern von der ungeheuren Intensität der Szenen und Bilder. Die Autorin vermeidet jede Effekthascherei. Nichts wird überhöht, verklärt oder dramatisiert. Es sind nicht die überladenen Liebesschwüre, die die Messlatte für die Gefühle legen, sondern der äußerst feinsinnige und exakt beobachtende Blick einer Schriftstellerin, die die Kunst der Verdichtung meisterlich beherrscht.

Andreas und Peter, zwei Menschen die mit der plötzlich aufgezwungenen Bürde der Passivität zurechtkommen müssen. Sie befinden sich in einem Schwebezustand des Unausgesprochenen. Die Stille, die einst Zeugnis für den Gleichklang war, hat sich zu einer Mauer des Schweigens entwickelt. “Im Zimmer …” erzählt auf wunderbare Weise davon, welch unglaublicher Anstrengung es bedarf diese Mauer zu überwinden. Eine Mauer die alles in Frage stellt. Die Prioritäten radikal verändert. Die einen dazu zwingt sich an die Routine des Alltags zu klammern, um den Alltag zu überstehen.

Jana Walther webt ein sehr feines und komplexes Beziehungsgeflecht. Jeder der beiden Erzähler hat sich in seiner eigenen Welt verschanzt um den Partner zu schonen. Die Gegenwart erscheint nicht greifbar und so tanzt die Fiebrigkeit des Sehnens mit der Fiktion und umarmt die Erinnerung.

“Im Zimmer …”  ist ein tieftrauriges Buch über eine elementare menschliche Erfahrung. Ein Erleben das in unserer heutigen Gesellschaft gerne ausgeklammert und institutionalisiert wird. Dabei kommen wir gerade im Betrachten des Sterbens auf das, was unser Leben so außergewöhnlich macht – die Liebe. Wenn es um den Tod geht, dann geht es immer auch um das Leben. Um das Leben in seiner Ganzheit. Um Dankbarkeit und Wertschätzung. Und so lang und schmerzhaft dieser Weg auch ist, am Ende steht ein neuer Zugang zum Leben. Es ist ein großer Verdienst der Autorin, dass sie Momente artikuliert die wir sonst kaum wahrnehmen. Sie schenkt sie uns, indem sie sie benennt.

Jana Walther stößt den Leser in einen tiefen Abgrund, doch sie lässt ihn nicht dort liegen. Sie hüllt ihn in eine wärmende Decke aus Worten und Gedanken. Und so ist auch der zutiefst berührende Schluss dieser Geschichte letztendlich wunderschön.

Ein außergewöhnliches Kleinod voller Klarheit und Essenz. Ein Herzensbuch!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die jungen Hunde

Mario Vargas Llosa , Susanne Lange
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 19.09.2011
ISBN 9783518422717
Genre: Romane

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163 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, stalking, roman, england, obsession

Liebeswahn

Ian McEwan , Hans-Christian Oeser
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.06.2000
ISBN 9783257231625
Genre: Romane

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

gay, schwul, essen, lesbisch, lesbian

Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig

Jannis Plastargias , Thomas Pregel , Brigitte Münch , Andrea Bienek
Buch: 232 Seiten
Erschienen bei Größenwahn Verlag, 04.07.2014
ISBN 9783942223805
Genre: Romane

Rezension:

Bananen, Würstchen und Chilischoten werden uns auf dem Umschlag präsentiert, textlich begleitet von den kulinarischen Vorbereitungen auf ein Rendezvous. Dieses Buch offeriert 18 erotische Rezepte und die Aussicht auf amouröse Abenteuer. Lust und Genuss! Nicht unbedingt mein bevorzugter Lesestoff, doch die Begeisterung für die vorangegangene Anthologie (Liebe und andere Schmerzen) und nicht zuletzt auch die Liste der beteiligten Autoren hat mich dennoch zu diesem Buch greifen lassen. Wie sich herausgestellt hat, eine mehr als gute Entscheidung, denn „Gleich, Liebes, gleich ...“ ist so viel mehr, als die Verpackung vermuten lässt. Klappentext und Untertitel sind das größte und vielleicht auch einzige Manko. Ich persönlich sehe leider eine enorme Diskrepanz zwischen dem suggerierten und dem tatsächlichen Inhalt dieser Anthologie.

Ich weiß nicht, ob es Zufall oder Absicht ist, aber das kackgrüne „Q“ des Covers legt sich wie ein Schatten über die knallbunte Leichtigkeit. Grafisch etwas ungünstig, aber symbolisch perfekt, denn genau das ist der Punkt. Die wenigsten Geschichten dieser Anthologie kommen fluffig leicht daher. Die Bürde des kategorial "Anderen" ist in fast allen Texten präsent. Wobei ich es sehr bemerkenswert finde, dass die „Andersartigkeit“ sich nicht auf die LGBT-Identität beschränkt. Die Autoren zeichnen vielschichtige und komplexe Bilder von Individuen, die eben genau das sind, und nicht nur homo- oder transsexuelle Stereotype. Es sind größtenteils universelle Themen. Geschichten die von der Herrlichkeit, aber auch von der Brutalität des Begehrens erzählen. Geschichten die uns darin bestärken Gleichheit zu erkennen, ohne Unterschiede zu verleugnen.

Im ersten Satz der Zusammenfassung heißt es: „Liebe geht durch den Magen.“  Emotionen, Wahrnehmungen und Erinnerungen auch. In den seltensten Fällen ist Essen eine profane Einverleibung von Lebensmitteln. Wir zelebrieren, inszenieren und ritualisieren. All das sind feste Bestandteile unserer kulturellen Identität. Wir essen nie das reine Produkt, sondern immer auch, und vor allem, die Assoziationen die wir damit verbinden. Im Idealfall sind dies positive Dinge, manchmal kämpft man jedoch mit einem schalen Nachgeschmack, oder der Bissen bleibt einem sogar sprichwörtlich im Halse stecken. Und genau darum geht es bei diesen Kurzgeschichten. Keine Reduktion auf Erotik. Kein Feel-good-Ringelrein unter dem Regenbogen und schon gar kein Liebesschnulz mit Happy-End-Garantie. Diese Texte sind wie das Leben. Schmerzvoll, ungerecht, gemein, bösartig, manchmal sogar widerwärtig, zutiefst erschütternd, fragil, unendlich traurig und gleichzeitig so verdammt zauberhaft, so wundervoll, lebendig, charmant, stark, erhaben, amüsant, liebevoll und einfach nur beschissen großartig – die ganze Palette eben. Die Chilischote ist nicht nur ein Symbol für heiße Erotik, ihre Schärfe treibt einen auch die Tränen in die Augen und verursacht Magengeschwüre. Neben der literarischen Qualität ist es vor allem diese Wahrhaftigkeit, dieses Auf und Ab der Emotionen, das den Leser mitreißt und begeistert.

„Gleich, Liebes, gleich ...“ ist kein Fast Food. Viele der Geschichten brauchen Raum und Zeit um sich zu entfalten, wie das Bouquet eines guten Weins. Wenn man ihnen jedoch diese Zeit gewährt, wird man mit einem reichen Nachklang belohnt.

Ganz wunderbar und absolut empfehlenswert!

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Wo die verlorenen Worte sind - Sonderformat Großschrift

Peter Nathschläger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag UG, 20.09.2011
ISBN 9783862545193
Genre: Krimi und Thriller

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