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zeitenwanderer chroniken, zeitreiseroman, karolyn ciseau, verloren

Verloren

Karolyn Ciseau
E-Buch Text: 182 Seiten
Erschienen bei Independently published, 09.11.2017
ISBN B0776LWTMG
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit großer Vorfreude habe ich den dritten Band der Zeitenwanderer-Chroniken erwartet. Bereits seit Band 1 „Gefangen“ bin ich ein riesiger Fan von Karolyn Ciseau und ihrer Zeitreise-Buchreise. Wer mich kennt, weiß, dass die Edelstein-Trilogie und die Zeitenzauber-Trilogie eine meiner liebsten Buchreihen sind und ich ständig auf der Suche nach neuen abenteuerlichen und romantischen Zeitreise-Romane bin. Die ersten beiden Bände der Zeitenwanderer-Chroniken haben mich bereits total begeistert, da sie genau dem entsprechen, was für mich eine tolle Zeitreise-Geschichte ausmacht. Abenteuer. Intrigen. Geheimnisse. Vergangene Zeiten. Historische Ereignisse. Leidenschaft. Eine tapfere und mutige Hauptfigur. Eine Liebe, die durch Raum und Zeit geht. Und natürlich ein Konzept, was nicht direkt im ersten Band zu durchschauen ist.

All das bietet auch der dritte Band der Reihe, der mit dem Titel „Verloren“ bereits eine spannende Geschichte andeutet.

Endete der letzte Band damit, dass sich Alison und Gregor voneinander verabschiedeten, da eine Liebe unter den vorherrschenden Bedingungen unmöglich erscheint, so finden wir unsere Protagonistin zu Beginn des dritten Teils von Frust und Einsamkeit geplagt wieder. Ihre Freunde Ben und Melissa aus ihrer Zeit kehren ihr langsam den Rücken zu und verstehen absolut nicht, was in Alison vorgeht. Um aus ihrem Trübsal auszubrechen, reist Alison kurzerhand an die Harvard Universität, um das dortige Zeitreise-Institut aufzusuchen. Sie erhofft sich vor allem Antworten auf ihre vielen Fragen bezüglich der Prophezeiung und natürlich, was es mit den anderen Zeitreisenden auf sich hat, die durch die Vergangenheit streifen und diese verändern.

Und natürlich erwartet Alison im Zeitreise-Institut eine neue Reise in die Vergangenheit. Dieses Mal zieht es unsere Protagonistin Alison ins 8. Jahrhundert nach Norwegen – direkt zu den Wikingern, wo Gewalt und nordische Göttermythen das tägliche Leben bestimmten. Und wäre das nicht schon spannend genug, trifft sie auch Gregor wieder. Allerdings lange bevor sie sich zum ersten Mal im Jahre 1324 in Irland begegnen.

War Gregor bisher immer sehr verschlossen, was seine Vergangenheit und seine Taten bezüglich der Prophezeiung angingen, so erhält Alison nun einen direkten Einblick in sein Leben bevor er der starke, dominante und draufgängerische Gregor geworden ist, den wir in Band 1 und Band 2 kennenlernen durften.

Dieser frühere Gregor ist von Einsamkeit, Traurigkeit und Zweifeln zerfressen, er weiß nicht wirklich, was er tun und welchen Weg er einschlagen soll. Die Prophezeiung scheint ihm zu dieser Zeit noch nicht ganz so wichtig zu sein, da er seinen Kummer lieber in Alkohol ertränkt, was dazu führt, dass er Traum und Wirklichkeit nicht immer auseinander halten kann.

Alison hingegen kann sich nicht von ihm fern halten, auch wenn das bedeutet, dass sie zwischen die Fronten von zwei miteinander im Kampf liegenden Clans von Wikingern gerät...


Die Autorin hat es wieder geschafft mir die Emotionen und Empfindungen, die Alison während ihrer Zeitreise bei den Wikingern erlebt, real und schonungslos vor Augen zu führen. Während ich die Geschichte las und miterlebte, wie es Alison die ersten Tage im 8. Jahrhundert erging, spürte ich förmlich die Kälte und das feuchte Wetter ebenso sehr, wie die Protagonistin. Auch die steinige Landschaft, die schroffen Rituale und rauen Umgangsformen der Wikinger, sowie die unkomfortable Lebensweise sind überaus lebendig dargestellt worden und ich konnte mich gut in die Protagonistin hinein versetzen, wobei ich mich sicherlich nicht so ohne weiteres an diese gefährliche Zeit anpassen könnte.


Die Charaktere sind wieder einmal äußerst real gestaltet worden – mit Ecken und Kanten. Und eigenen Problemen und Hürden, die zu meistern sind. Die dargestellten Personen des 8. Jahrhunderts werden so für den Leser derart greifbar, dass man sie in sein Herz schließt und für sie ein gutes Ende erhofft, auch wenn dies nicht immer eintrifft. Ich finde den Gedanken etwas traurig, dass all diese Menschen in Alisons Gegenwart im Jahre 2062 nicht mehr existieren werden und lediglich als etwas Vergangenes anzusehen sind. Aber das ist wohl einer der Nachteile, wenn man durch die Zeit reisen kann. Eine Tatsache, die Alison ebenfalls zu belasten scheint.


Befasste sich der zweite Band „Geblendet“ vermehrt mit der Liebesbeziehung zwischen Alison und Gregor, sowie dem Problem des Eingreifens in die Geschichte, so widmet sich „Verloren“ Gregors Vergangenheit. Wer sich jetzt eine ausführliche Erklärung von Gregors Charakter und seinem zukünftigen Verhalten erhofft, wird sich noch etwas gedulden müssen. Der Leser wird vielmehr mit einzelnen Facetten aus Gregors Vorgeschichte konfrontiert, welche als kleine Puzzleteile Hinweise auf das große Ganze geben – ohne zu viel zu verraten. Auch die Prophezeiung nimmt einen größeren Teil als noch im vorherigen Band ein. So wird Alison mit neuen Fragen konfrontiert und findet neue Motivation Gregor bei seinem Kampf gegen die mysteriösen Zeitreisenden, die die Vergangenheit durcheinander wirbeln, zu unterstützen.

Die Autorin hat zudem weitere interessante Faktoren in die Geschichte eingebaut, die ich so nicht erwartet hatte, die der Geschichte aber eine spannende neue Richtung geben und vielleicht sogar ein wenig über die Herkunft der Prophezeiung verraten.


Im Großen und Ganzen konnte mich der dritte Band der „Zeitenwanderer-Chroniken“ voll und ganz überzeugen – auch wenn erneut nicht alle Geheimnisse gelüftet werden. Da die Reihe jedoch auf sieben Bände ausgelegt ist, bin ich mir sicher, dass noch einige Fragen und Antworten auf mich als Leser warten werden, die dem Rätsel rund um Gregors Unsterblichkeit und Alisons „Eintreten“ in die Vergangenheit, zugrunde liegen. Doch gerade dieses schrittweise Heranführen an die Auflösung der Geschehnisse machen die Reihe für mich spannend und lesenswert.

Wobei ich die Idee, Alison bei ihrem dritten Abenteuer auf einen frühen Gregor treffen zu lassen, als einen glorreichen Schachzug ansehe! Ein toller Einfall, liebe Karolyn!

Ich bin schon sehr gespannt, ob sich Gregor wirklich nicht an das „erste“ Treffen mit Alison erinnern kann oder ob alles wieder einem höheren Ziel dient, welches Alison und der Leser noch nicht erahnen können.

Ein wenig schade fand ich lediglich, dass der Teil der Geschichte, der in Alisons Gegenwart spielt, relativ kurz gehalten ist. Ich hätte liebend gerne noch etwas mehr über das Jahr 2062, Alisons Leben dort und den Konflikt mit Ben und Melissa erfahren. Auch hätte ich gerne mehr über das Zeitreise-Institut in Harvard und die Studenten dort erfahren. Aber ich bin mir sicher, dass diese Themen in den Folgebänden ausführlicher aufgegriffen werden und die Autorin noch nicht zu viel verraten möchte.


Eine spannende und abenteuerliche Fortsetzung der vorangegangenen Bände, die mich erneut mitreißen konnte. Ich erwarte nun mit großer Vorfreude und Ungeduld den nächsten Band der Reihe!




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jugendbuch, nana rademacher, theater, ghetto, freundschaft

Immer diese Herzscheiße

Nana Rademacher
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401376
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Immer diese Herzscheiße von Nana Rademacher erzählt die Geschichte von Sarah, die im Stuttgarter Hallschlag groß geworden ist – hoffnungslos und ohne Zukunftsperspektive. Schule interessiert sie nicht, die schwänzt sie lieber und ihren großen Bruder mit seinem Spießerleben findet sie richtig doof. Ihr Alltag ist von Alkohol, Drogen und Stehlen geprägt. Und ihr Freundeskreis scheint sie in der Hinsicht lediglich zu bestärken. Bisher ist sie mit ihrem Verhalten immer durchgekommen, doch als sie einen Schritt zu weit geht, muss sie erstmals die Konsequenzen für ihr Handeln tragen und das gefällt ihr zunächst natürlich überhaupt nicht. Von ihrem Lehrer zu einem Theaterprojekt verdonnert, lernt sie zum ersten Mal neue Leute kennen, die nicht aus ihrem normalen Umfeld stammen. Menschen mit den unterschiedlichsten Perspektiven und Neben Katharina, der Vorzeige-Studentin, lernt sie auch Paul kennen, der ihre bisher kleine Welt gehörig durcheinanderwirbelt. Auf einmal scheint eine Zukunft außerhalb Hartz-IV und Schwarzarbeit gar nicht mehr so abwegig. Doch zwischen ihrem alten Freundeskreis, ihrem ärmeren Viertel und der Theatergruppe hin- und hergerissen, fällt es Sarah zunehmend schwer ihren eigenen Weg zu finden.

Cover und Klappentext haben mich direkt angesprochen. Das Cover spiegelt die Hauptperson Sarah sehr gut wieder. Besonders gefällt mir, wie Schrift und Hintergrundbild miteinander harmonieren. Mein Interesse für die Geschichte wurde aufgrund der wichtigen Thematik geweckt. Es ist ein allseits bekanntes Problem, dass Kinder aus ökonomisch schwachen Verhältnissen meist keinen Ausstieg finden und den von den Eltern vorgelebten Lebensstil beibehalten. Ein Durchbrechen dieses Kreislaufes ist für viele nicht leicht. Das persönliche Umfeld spielt hier eine entscheidende Rolle und hat einen großen Einfluss auf junge Menschen, die sich noch in einer Phase der Selbstfindung und Selbstentfaltung befinden. Meist hat der unmittelbare Freundeskreis einer Person sogar größeren Einfluss als es eventuell die Eltern oder Familienmitglieder besitzen.

Und genau diese Problematik thematisiert Nana Rademacher in ihrem Jugendbuch. Sarah besitzt nämlich einen sehr starken Freundeskreis, der ihr das verantwortungslose Verhalten zum Einen vorlebt und sie in ihrem eigenen Handeln unterstützt. Es wird gemeinsam Alkohol getrunken, Schule geschwänzt und Regeln gebrochen.

Sarah war mir jedoch trotz ihres besorgniserregenden Verhaltens äußerst sympathisch. Sie ist witzig, ihren Freunden gegenüber loyal und dabei klug – auch, wenn sie sich das nicht eingestehen will. Zudem macht sie sich viele Sorgen um ihre Großeltern, bei denen sie mit ihrem großen Bruder aufgewachsen ist, nachdem beide von ihrer Mutter verlassen wurden. Sie zeigt eine liebenswerte Seite von sich, die mich doch sehr positiv überrascht hat. So kocht sie sehr gern, am liebsten gemeinsam mit ihrem Opa und macht sich viele Gedanken um ihre Oma, die unter Herzproblemen leidet. Trotz schlechtem Umfeld und ihrem verantwortungslosem Verhalten hat sie zu Hause demnach eine stabile Basis bestehend aus ihren Großeltern, die sich sehr liebevoll um sie kümmern, leider aber nicht immer zu Sarah durchdringen können. Najim, ihr älterer Bruder, hat ebenso Schwierigkeiten im Umgang mit Sarah. In ihren Augen ist er zu einem regelrechten Spaßverderber geworden und das, obwohl er selbst einmal denselben Lebensstil wie Sarah besessen hat. Dass Najim den Absprung geschafft und ein für sich besseres Leben gefunden hat, sieht Sarah allerdings noch nicht.

Dixi, Sarahs beste Freundin, war mir von Beginn an unsympathisch, da sie meiner Meinung nach den größten negativen Einfluss auf Sarah hat. Sie ist leichtsinnig, unreif und oberflächlich. Durch Sarahs aufflammende Freundschaft zu Katharina fühlt sie sich ausgeschlossen und verhält sich nicht wie eine gute Freundin, sondern ist Sarah gegenüber oftmals egoistisch und unfair.

Der restliche Freundeskreis von Sarah verhält sich ihr gegenüber ähnlich. Ihre Freunde verstehen nicht, warum sie zur Theatergruppe geht und machen sich über die Gruppenmitglieder lustig. Sie haben kein Verständnis für Sarahs „uncoole“ Veränderung und fühlen sich im Stich gelassen.

Die Theatergruppe hingegen nimmt Sarah bis auf eine Ausnahme mit offenen Armen auf und bemüht sich sehr um sie. Die Mitglieder bestätigen sie, machen ihr Mut und geben sie nicht auf. Die Theatergruppe und insbesondere Paul werden zu einer wichtigen Konstante in Sarahs Leben, die ihr neue Perspektiven ermöglichen und sie ermutigen von einer ganz anderen Zukunft fern von Hartz VI zu träumen. Doch wird Sarah ihr Leben ändern? Wird sie Verantwortung für ihre Taten übernehmen?

Nana Rademacher hat mit ihrem Jugendbuch „Immer diese Herzscheiße“ einen Roman geschrieben, der anders als der Titel zunächst vermuten lässt kein Liebesroman ist. Es ist vielmehr eine Geschichte über die Selbstfindung eines jungen Mädchens, dass aufgrund ihrer Herkunft mit Hoffnungslosigkeit und Selbstzweifel zu kämpfen hat. Natürlich verliebt sie sich auf ihrem Weg das erste Mal, doch diese Tatsache nimmt eher einen kleineren Bereich im Buch ein. Es wird deutlich, wie wichtig Vorbilder, Zukunftsperspektiven und die richtige und liebevolle Unterstützung für einen jungen Menschen während des Erwachsenwerdens sein können. Zudem sollte man sich die eigenen Ziele nie zu niedrig setzen.

Der Schreibstil der Autorin war locker, leicht und zudem sehr angenehm. Sarahs Sprache wirkte sehr authentisch und real auf mich, da die Autorin ihr eine extreme „Jugendsprache“ gab, die mich zu Beginn des Buches noch leicht störte. Doch im Verlauf der Geschichte konnte ich mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen und gerade aufgrund ihrer besonderen Ausdrucksweise einen guten Blick in ihre Welt erlangen.

Lediglich zum Schluss hätte ich mir in gewisser Weise ein bisschen mehr Aufklärung gewünscht, allerdings ist dies meine individuelle Meinung.

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch wirklich gut gefallen und konnte mir einen etwas anderen Einblick auf das Leben heutiger Jugendlicher gewähren.

Mein Fazit:

Ein schönes Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt und mich voll und ganz mitreißen konnte.

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Geblendet

Karolyn Ciseau
E-Buch Text: 184 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 10.08.2017
ISBN B074LZWT5J
Genre: Fantasy

Rezension:

Bereits der erste Band der mehrteiligen Reihe hat bei mir große Begeisterung hervorgerufen. Ich bin seit Kerstin Giers Edelsteintrilogie ein großer Fan von Zeitreisegeschichten und stets auf der Suche nach neuem Lesestoff aus diesem Bereich. Dank einer Lovelybooks-Leserunde bin ich damals auf den ersten Teil der Zeitenwanderer Chroniken „Gefangen“ von Karolyn Ciseau aufmerksam geworden und war völlig hin und weg von der Geschichte, den Charakteren und dem Schreibstil der Autorin. 
Ich habe mich daher riesig gefreut, als ich erfuhr, dass ich den zweiten Teil als Rezensionsexemplar lesen durfte. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Autorin! 

Der zweite Band schließt fast nahtlos an den ersten Teil an. Zwischen Alison und Gregors letzter Begegnung liegen vier Monate – zumindest für Alison. Denn während sie in ihre Zeit ins Jahr 2062 zurückgekehrte, blieb Gregor im mittelalterlichen Irland zurück. Doch das Personenregister des Französischen Hofes gibt Alison den Hinweis, dass sie sich im Jahre 1558 wieder begegnen werden. Und diese Tatsache, sowie die mysteriöse Prophezeiung, die das Ende der Welt ankündigt, führt die junge Zeitreise-Studentin direkt ins Frankreich des 16. Jahrhunderts – in die Zeit der schottischen Königin Maria Stuart. Doch das von Alison herbei gesehnte Wiedersehen mit Gregor entpuppt sich schnell als Enttäuschung. Gregor, für den die letzte Begegnung mit Alison knapp zwei Jahrhunderte zurückliegt, scheint sich zunehmend verändert zu haben. So sehr, dass Alison „ihren“ Gregor fast nicht wiedererkennt. Zudem scheint er ihren Fragen über die vergangenen Jahrzehnte und ihren Annäherungsversuchen bewusst auszuweichen. Und dann wäre da noch der weitere Zeitreisende, der in der Vergangenheit sein Unwesen treibt und damit die Zukunft gehörig durcheinander zu bringen droht. Zwischen intriganten Machenschaften am Hofe, heimlichen Liebeleien und ihren eigenen Gefühlen verliert Alison fast die eigentliche Aufgabe ihrer Zeitreise aus dem Blick: die Prophezeiung außer Kraft setzen und das Ende der Welt verhindern. Doch werden Alison und Gregor wieder zueinander finden, um die verdrehte Vergangenheit wieder in Ordnung zu bringen oder ist die Zukunft längst verloren?

Die Geschichte ist wie im ersten Teil aus Alisons Perspektive geschrieben, die es uns ermöglicht genau über ihre Eindrücke, Gefühle und Ängste informiert zu sein. Ging Alison im vorherigen Band noch unsicher und regelrecht ängstlich mit ihrer Anwesenheit in der Vergangenheit um, strahlt sie nun ein starkes Selbstbewusstsein aus und besticht durch ihre taffe Art – auch wenn sie ihr Herz des Öfteren über ihren Verstand entscheiden lässt. Doch dies macht sie erst richtig sympathisch. Ihr Herz und ihre Emotionen lassen die Geschichte aufblühen und auch die anderen Charaktere erstrahlen. Sie sieht die Figuren der Vergangenheit als die Menschen an, die sie sind und nicht als eine Art Schachfiguren, die in die richtige Position gebracht werden müssen, um die Aufgabe zu erfüllen. Leider scheint dies der Erfüllung der Aufgabe aber auch im Weg zu stehen, da sie aufgrund ihrer „Ich-folge-meinem-Herzen“-Strategie die Mission nicht selten zu gefährden droht und somit ihre eigene Bedeutung und Rolle in der Vergangenheit/Geschichte und die damit verbundene Tragweite noch realisieren bzw. lernen muss. Allerdings gibt es ja auch Gregor, der hier das perfekte Gegenstück bildet, auch wenn er zu sehr auf seinen Verstand setzt. 

Gregor erscheint deshalb auf den ersten Blick abgebrühter, kälter und trotzdem vermeintlich ausgelassener als noch im vorherigen Band der Geschichte. Er ist immer noch die starke und dominante Persönlichkeit, die ihn so interessant werden lässt. Zu Beginn scheint es als sei ihm die Prophezeiung nicht mehr wirklich wichtig und das pompöse Leben am Hofe mit den vielen weiblichen Ablenkungen sei ihm nur recht. Doch dieses Bild von ihm wird sich schnell wandeln und wir bekommen den wahren Gregor wieder zu Gesicht, den Alison so verzweifelt in ihm sucht. Die Ordnung der Geschichte ist ihm äußerst wichtig und es scheint, dass er auch vieles opfern würde, um die Geschehnisse genau in diese Reihenfolge zu bekommen, in die sie allem Anschein nach gehören. Ich bin mir sicher, dass Alison und Gregor aufgrund dessen in den Folgenbänden den ein oder anderen Konflikt lösen müssen, da beide eine unterschiedliche Auffassungsgabe und Herangehensweise hinsichtlich der Veränderung der Zeit besitzen.


Die weiteren Charaktere sind wieder sehr schön ausgearbeitet und die historischen Ereignisse rund um die Heirat Maria Stuarts mit dem französischen Thronfolger Francois schön recherchiert worden. Ein Zeitreise-Roman lebt von der Recherche und Karolyn Ciseau hat die Geschehnisse des 16. Jahrhunderts realistisch dargestellt, sodass ich mir das lebhafte Treiben am Hofe und die Sitten gut vor Augen führen konnte.

Der Schreibstil der Autorin war wieder flüssig und sehr angenehm. Die Seiten sind nur so dahin geflogen, sodass das Buch in kürzester Zeit ausgelesen war. Widmete sich der erste Band der Geschichte hauptsächlich Alisons Entführung durch Gregor, ihrer Zurechtfindung im 14. Jahrhundert, sowie dem Zurückspringen in ihre Zeit, dreht sich der zweite Band vermehrt um die romantischen Gefühle von Alison zu Gregor und was dies für die Zukunft der beiden bedeutet bzw. ob es überhaupt eine Zukunft für die beiden geben kann. Diesen Aspekt fand ich besonders interessant. Auch wenn die Ereignisse rund um Maria Stuart äußerst unterhaltsam waren, beschäftigte mich vor allem die Frage, ob Gregor in Alisons Zeit 2062 ebenso existiert, da er ja bekanntlich unsterblich ist und ob sich die beiden in den Folgebänden irgendwann auch in Alisons Zeit begegnen werden. 


Die Geschichte konnte mich wieder fesseln und mitreißen, auch wenn einige Fragen offengeblieben sind. Aber da die Reihe noch einige Folgebände aufweisen wird, bin ich mir sicher, dass die Autorin nicht alle Geheimnisse, Intrigen und Fragen jetzt schon beantworten will und kann. Ich bin auf jeden Fall Feuer und Flamme für die weiteren Teile, die noch kommen werden und hoffe sehr, dass die Zeit bis zum nächsten Erscheinungstermin schnell vorbeigeht.

Karolyn Ciseau hat wieder eine wundervoll spannende Geschichte erschaffen, mithilfe derer ich dem Alltag für eine kurze Zeit entfliehen konnte und die mit historischen Ereignissen, witzigen Charakteren und einer die Zeit überbrückenden Liebe besticht. Hätte meine Universität ebenfalls das Fach „Zeitreisen“ zur Auswahl, wäre meine Berufswahl sicher 😉

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rassismus, black lives matter, usa, racism, police brutality

The Hate U Give

Angie Thomas
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Balzer + Bray, 28.02.2017
ISBN 9780062498533
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“A hairbrush is not a gun.”

Durch Bookstagram bin ich auf ein ganz wundervolles Buch aufmerksam gemacht worden. Natürlich passiert das relativ häufig – wäre ja auch schlimm, wenn nicht. Der tägliche Austausch über Bücher bringt das zum Glück nun mal mit sich. Aber The Hate U Give von Angie Thomas ist anders. So anders, dass es mein Halbjahres-Highlight geworden ist und vielleicht sogar mein Jahres-Highlight wird. Ich habe geweint, ich habe gelacht, ich habe vor Wut getobt und ich habe mir gewünscht, dass jeder dieses Buch einmal lesen wird. Und das tue ich noch immer.

Diese Geschichte bringt ein gewaltiges Thema auf den Tisch, was nicht ignoriert werden darf. Und zudem mehr als aktuell ist. Wie oft sieht man in den Nachrichten, dass es schon wieder passiert ist. Ein Mann, eine Frau oder ein Jugendlicher mit dunkler Hautfarbe sind von einem weißen Polizisten erschossen worden. Doch die genauen Hintergründe, wer das Opfer wirklich war und wie es dazu kommen konnte, werden nicht ausreichend thematisiert. Der Fall scheint in eine Schublade geschoben zu werden, dessen Ausgang meist der gleiche ist. Die Handlung des Polizisten wird mit verdrehten Tatsachen gerechtfertigt, der Täter fast schon zum eigentlichen Opfer erklärt und nicht belangt. Die Angehörigen des Ermordeten bleiben machtlos zurück.

Mit einer solchen Situation sieht sich Starr in „The Hate U Give“ auseinandergesetzt. Sie wird Zeuge wie ihr Freund Khalil von einem weißen Polizisten auf offener Straße niedergeschossen wird. Und von nun an ist nichts mehr so wie es war. Starr gerät in einen Strudel aus Vorurteilen, Ungerechtigkeiten und ihrer eigenen Angst. Denn zu groß ist die Furcht vor dem was sie erwartet, wenn die Öffentlichkeit erfährt, dass sie alleinige Zeugin der Erschießung Khalils war.

„I always said that if I saw it happen to somebody, I would have the loudest voice, making sure the world knew what went down. Now I am that person, and I’m too afraid to speak.“

Schon von klein auf wurde Starr von ihren Eltern darin unterrichtet, wie man sich in der Gegenwart eines Polizisten zu verhalten hat: keine hastigen oder schnellen Bewegungen; nur reden, wenn man dazu aufgefordert wird und vor allem keine Widerworte geben. Und dazu kommt, dass Starr in zwei Welten lebt, zum einen in ihrer schwarzen Nachbarschaft, die von Drogengangs und Gewalt geprägt ist und zum anderen in der komplett gegensätzlichen Welt ihrer weißen Elite-Schule, welche sie als eine von wenigen Dunkelhäutigen auf den Wunsch ihrer Eltern hin besucht. Bisher konnte sie beide Welten gut voneinander trennen, da sie sich viel Mühe gibt nicht mit dem Ruf ihres Viertels identifiziert zu werden. Was ihr allerdings nicht immer leicht fällt, da Starrs Vater selbst bereits als ehemaliges Gangmitglied im Gefängnis gewesen ist und die vorherrschenden Vorurteile nur weiter füttert. Doch Starr leidet genauso unter den Gangs wie die meisten in ihrem Viertel und auch darunter, welches Bild dadurch in der Öffentlichkeit von ihnen verbreitet wird.

„That's the problem. We let people say stuff, and they say it so much that it becomes okay to them and normal for us. What's the point of having a voice if you're gonna be silent in those moments you shouldn't be?” 

Der Druck, der von der Polizei, den Medien und ihrer eigenen Nachbarschaft auf Starr ausgeübt wird, steigert sich ins Unermessliche und schon bald muss sie sich entscheiden, welche Seite sie wählt. Und ob sie die Stille durchbrechen und ihre Stimme dazu nutzen will, etwas zu verändern, oder es zumindest zu versuchen. Egal, welche Konsequenzen dies mit sich bringt. Denn Khalil hat immerhin nicht mehr die Möglichkeit für sich selbst einzustehen.

Bei dieser Entscheidung wird sie von ihrer liebevollen Familie wundervoll unterstützt, die allerdings selbst von der ganzen Situation mehr als überfordert ist und an ihre Grenzen gerät. Während Starrs Eltern hinter ihrer Tochter stehen, sind sie sich jedoch selbst nicht sicher, welcher Weg nun das Richtige für Starr ist. Natürlich wollen sie Gerechtigkeit für Khalil, aber ist diese es wert die Sicherheit der eigenen Tochter dafür zu opfern?

Starrs Freundeskreis besteht aus den verschiedensten Charakteren. Manche sind mir sehr ans Herz gewachsen und manch andere hätte ich gerne geohrfeigt und kräftig geschüttelt. Auch hier muss sich Starr mit Problemen wie Voreingenommenheit, Intoleranz, Respektlosigkeit und Diskriminierung auseinandersetzen und weiß manchmal gar nicht wirklich wo ihr der Kopf steht.

Angie Thomas hat es geschafft, dass ich mich ebenso mit diesen Themen auseinandergesetzt habe – mehr als ich es in meinem normalen Alltag tue. Der packende Schreibstil und die spannende Erzählweise haben mich das Buch nicht aus der Hand legen lassen. Ich war gefesselt von Starrs Geschichte und zugleich wütend, erschrocken und beschämt. Dieses Buch öffnet Augen, regt zum Nachdenken an und zeigt die derzeitige Lage von Polizeikriminalität und dem parteiischen Rechtssystem Amerikas auf realistische Weise auf.

Jeder sollte dieses Buch lesen. In der Schule. Auf dem Weg zur Arbeit. Zu Hause auf der Couch. Überall.

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freundschaft, wolkenherz, pferde, reiten, pferdehof

Wolkenherz - Die Spur des weißen Pferdes

Sabine Giebken
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 13.07.2017
ISBN 9783734847134
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit großem Interesse habe ich mich für die Leserunde für Sabine Giebkens „Wolkenherz – Die Spur des weißen Pferdes“ beworben und war sehr froh, als ich dann das Glück hatte, das Buch als Rezensions-Exemplar zu lesen.

Das Buch erzählt die Geschichte von Jola und dem weißen Hengst, dem sie auf dem Ginsterhof zum ersten Mal begegnet und direkt eine spezielle Verbindung zu ihm spürt. Jola, mit ihrem Vater frisch aus Neuseeland zurückgekehrt, wird von dem eigenartigen Pferd in einen richtigen Bann gezogen und möchte mehr über dessen Herkunft herausfinden. Denn der weiße Hengst taucht plötzlich völlig aus dem Nichts heraus auf dem Pferdehof auf und scheint niemandem zu gehören. Doch nicht nur der mysteriöse Gast scheint für Aufsehen auf dem Ginsterhof zu sorgen, auch Satteldiebe machen die Gegend unsicher und dann wäre da noch der Geist, der seit Jahren im Stall zu hausen scheint…. Jola weiß plötzlich nicht mehr, wo sie da rein geraten ist.

Dabei sind Pferde doch gar nicht ihr Ding, oder?

Die Geschichte wird aus der dritten Perspektive erzählt und dreht sich hauptsächlich um Jola und ihre Erlebnisse auf dem Ginsterhof. Innerhalb dieser Geschichte verbirgt sich kapitelweise eine zweite Geschichte, mit der ich nicht gerechnet habe und positiv überrascht wurde. Die zweite Geschichte, die allerdings nur aus Rückblenden besteht, spielt im zweiten Weltkrieg und erzählt die Geschichte von Lotte.

Jola war mir von Beginn an sehr sympathisch. Sie ist zu Beginn schüchtern und zurückhaltend, sie ist sich nicht ganz sicher, wie sie sich in der Gegenwart von anderen Kindern ihres Alters zu verhalten hat, da sie bis vor kurzem noch gemeinsam mit ihrem Vater durch Neuseeland reiste und aufgrund dessen keinen längeren Kontakt zu anderen Kindern aufbauen konnte. Man merkt schnell, dass Jola auf der Suche nach einem zu Hause ist, die Reisen mit ihrem Vater sind nicht wirklich das, was sich ein Mädchen in ihrem Alter wünscht. Der Ginsterhof ist da genau das Richtige für sie. Katie, die Tochter der Inhaber des Pferdehofes, scheint im selben Alter wie Jola zu sein, nach anfänglichen Schwierigkeiten scheinen die beiden Mädchen eine wichtige Verbindung zu einander aufzubauen und dem Geheimnis rund um den weißen Hengst auf den Grund zu gehen. Freundschaft und Eifersucht werden in diesem Buch genauso thematisiert, wie Familie und Herkunft.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, flüssig und geheimnisvoll. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir dadurch sehr leicht. Auch, wenn ich normalerweise die Ich-Perspektive bevorzuge, hatte ich mit der hier verwendeten Erzählperspektive keine Probleme und konnte mich gut in die dargestellten Personen hineinversetzen und mir den Alltag auf einem Pferdehof gut vor Augen führen.

Mir hat insbesondere die mystische und geheimnisvolle Atmosphäre des Buches gefallen, die auch die gesamte Geschichte lang nicht nachlässt und mich bis zum Schluss nicht losließ. Die Geschichte beginnt bereits spannend und steigert sich nochmal zum Finale hin. Auch, wenn mich das Ende des Buches etwas ratlos zurücklässt, da nicht alle Geheimnisse offenbart werden, hat mir das Buch gut gefallen und ich habe mit Jola und der restlichen Familie auf dem Ginsterhof mitfiebern können. Mir haben auch die Rückblenden ins Jahr 1943/44 zu Lotte sehr gut gefallen, allerdings konnte ich die Verbindung dieser zur Hauptgeschichte noch nicht wirklich einordnen. Da „Wolkenherz“ allerdings von vornerein als eine mehrbändige Reihe vom Magellan-Verlag angelegt wurde, bin ich mir sicher, dass in den nächsten Bänden viele alte und auch neue Geheimnisse gelüftet werden, die meine Neugier und meinen Wissenshunger stillen werden.

Das Buch bzw. die Reihe ist zudem nicht nur für Pferde-Fans geeignet, sondern gerade auch für Leser interessant, die mystische Elemente in Büchern mögen.

Daher vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf die Fortsetzungen der Geschichte.

 

 

 

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mona kasten, liebe, feel again, monakasten, feelagain

Feel Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783736304451
Genre: Liebesromane

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saskia hirschberg, lieb, sehnsucht, deutsche autoren, unentschlossenheit

Vor, nach und zwischen dir

Saskia Hirschberg
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 04.08.2017
ISBN 9783743196582
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als ich das erste Mal bei Instagram über das Buch gestolpert bin, war ich bereits sehr neugierig auf die Geschichte, zumal mich das Cover auch sehr angesprochen hat. Wer hat nicht irgendwo in der letzten Kiste im Keller eine alte Liebe vergraben, die manchmal still und heimlich zurück in den Alltag schleicht und die „Was wäre wenn“-Fragen im Köpfchen füttert?

Genau damit muss sich unsere Hauptprotagonistin Sandra aus „Vor, nach und zwischen dir“ von Saskia Hirschberg herumschlagen. Andrew, ihre Jugendliebe taucht alle Jahre wieder wie ein Geist aus der Vergangenheit in ihrem Leben und ihrem Herzchen auf, um ihr Leben gewaltig auf den Kopf zu stellen.

Saskia Hirschbergs Roman erzählt die Liebesgeschichte von Sandra und Andrew, die sich in ihren Jugendjahren in einem Club kennen lernen und das zu völlig falschen Zeitpunkten, denn Andrew ist ein nach Deutschland versetzter US-Soldat und Sandra eigentlich in festen Händen. Eigentlich. Denn langsam aber sicher verliebt sie sich in den liebevollen Amerikaner, der von Anfang an große Neugier in Sandra weckt. Er ist aufregend, lebensfroh und scheint die Tür zu einem riesigen Abenteuer zu öffnen. Doch ob Sandra dazu bereit ist oder jemals dazu bereit sein wird, wird sich im Laufe des Buches zeigen.

Ganze zwölf Jahre erleben wir mit Sandra, was sich vor, nach und zwischen Andrew ereignet und wie sie als Hauptperson mit ihm – ob anwesend oder nicht – erwachsen wird. Wir als Leser verfolgen die beiden also über mehrere Jahre, in denen sie sich lieben, streiten, Kontakt pflegen oder auch über mehrere Tausend Kilometer getrennt anschweigen. Doch immer bleibt etwas übrig, eine gewisse Verbindung, die vor allem Sandra nicht loszulassen scheint. Andrew ist der Eine – der, von dem Liebeslieder handeln, ja, der Eine, der ab und an in ihrem Herzen herum spuken und die Realität verdrängen wird. Denn er ist der Eine, der nicht geblieben ist.

Sandra war mir zu Beginn des Buches sehr sympathisch, sie wirkt jung, wild und lebenslustig – sie ist auf der Suche nach Leidenschaft und Aufregung. Gemeinsam mit ihren Freundinnen geht sie durch dick und dünn, auch was das Emotionale angeht. Sie leiden und lieben gemeinsam – und sind dabei sehr impulsiv. Insbesondere die tiefe Freundschaft der drei Mädels zueinander, die über all die Jahre andauert, hat mir sehr gut gefallen und mich an meine eigene Jugend erinnert. Im Laufe der Geschichte beobachtet man, wie Sandra heranwächst und sich wandelt. Sie wird ernster, zynischer und nimmt das Leben nicht mehr auf die leichte Schulter, wie das vielleicht noch mit 18 der Fall war. Diese Veränderung der Protagonistin hat mir sehr gut gefallen, da einige Ereignisse im Laufe der Geschichte sehr realitätsnah gewählt wurden und die Hauptperson umso realer und greifbarer für mich werden ließ. Zudem haben mir ihre Gedankengänge gefallen – oder viel mehr ihre inneren Monologe, die mich persönlich an Carries Kolumne aus Sex and the City erinnerten, da sich Sandra mit sehr vielen Themen auf sehr tiefgründige aber auch humorvolle Weise gedanklich auseinandersetzt.

Andrew hingegen scheint von Anfang an der ruhigere Part zu sein, der als Ausgleich zu Sandras impulsiver Art fungiert. Er hat viel Verständnis für Sandras Situation und scheint sich ernsthaft für sie zu interessieren. Im Gegensatz zu Sandra scheint Andrew von Beginn an bereit zu sein, alles für diese Beziehung, die zart und langsam entsteht, zu geben.

Doch natürlich kommt es, wie es kommen muss und Andrew wird in den Irak versetzt, was eine völlig neue Problematik mit in die noch frische Beziehung bringt. Er ist nicht nur in einem anderen Land, sondern tagtäglich einer großen Gefahr ausgesetzt, mit der Sandra nur schlecht als recht umzugehen weiß. Plötzlich ist sie sich nicht mehr sicher, ob sie sich auf jemanden wie Andrew voll und ganz einlassen kann, zu groß ist die Angst vor einem gebrochenen Herzen. Und aus diesem Grund und nicht zuletzt aufgrund von sprachlichen Missverständnissen stößt Sandra Andrew immer wieder von sich fort, aber nur, um ihn darauf wieder an sich zu ziehen. Ein ewiges Hin und Her beginnt, dass nicht nur Andrew völlig verwirrt, auch Sandra weiß nicht wirklich, wo ihr der Kopf steht und was sie eigentlich wirklich will.

Die Geschichte hat mir an sich sehr gut gefallen. Wirkt Sandra äußerst real und intensiv auf mich, so hatte ich allerdings meine Schwierigkeiten mit Andrew, da ich leider nicht direkt mit ihm warm wurde. Er ist als ein verständnisvoller Kerl beschrieben, der ebenfalls Ecken und Kanten aufweist wie Sandra, doch leider für mich nicht derart greifbar wurde. Sandras innerliche Monologe, die sie lebhaft und sympathisch werden ließen, fehlten mir bei Andrew ein wenig. Ich vermisste hier einfach einen gewissen Einblick in seine Gefühlswelt und in seine Sicht der Dinge, da es doch recht schwierig war ihn einzuschätzen, da selbst die Gespräche und Situationen mit Sandra nicht derart tiefe Einblicke in den Charakter von Andrew zuließen.

Die Beziehung der beiden und all die Geschehnisse rund herum wurden allerdings äußerst realistisch und glaubhaft von Saskia Hirschberg beschrieben, aber mir fehlte ein klein wenig die Leidenschaft, die Sandra zu Beginn der Geschichte suchte. Auch wenn sie glaubt, diese in Andrew gefunden zu haben, kam diese innige Liebe zu ihm leider nicht wirklich bei mir an, da mir einfach ein paar gewisse Szenen hierzu fehlten. Versteht mich nicht falsch, ich habe die Geschichte sehr genossen, da mich der Schreibstil der Autorin direkt begeistert hat. Ich habe auch sehr gut ins Buch gefunden und konnte mich sehr gut in die Hauptpersonen hineinversetzen. Ich kann gar nicht aufzählen, wie oft ich mich im Buch und in den Gedankengängen von Sandra wiedergefunden habe. Besonders das letzte Drittel des Buches hat mir besonders gut gefallen und ich habe richtig mit den Hauptfiguren mitgelitten, da Saskia Hirschberg wirklich weiß, wie man gewisse Situationen realistisch und nüchtern rüberbringt, ohne zu viel Drama und zu viel Herzschmerz hinein zu packen, aber dennoch die emotionale Ebene des Leser erreicht. Ich hatte an manchen Stellen einen regelrechten Kloß im Hals, der sich erst beim Auflösen der Geschehnisse am Ende des Buches lösen konnte. Und ich möchte einmal erwähnen, dass der Epilog so wunderschön und vor allem so wahr geschrieben wurde, dass ich wirklich das ein oder andere Tränchen verdrücken musste.

„Vor, nach und zwischen dir“ ist ein wirklich schöner Roman über das Lieben und Lassen, sowie das Bauen von Traumschlössern, welche manchmal dem wahren Leben weichen müssen.

Liebe Saskia, du hast ein wunderschönes Werk geschaffen, dass mich vielleicht nicht direkt durch die Verbindung beider Hauptfiguren zueinander von sich begeistern konnte, da mir leider diese gewisse Leidenschaft zwischen Saskia und Andrew fehlte. Aber aufgrund des tollen Schreibstils und der wichtigen Botschaft, die der Geschichte zugrunde liegt, konnte mich das Buch nur begeistern.

Vielen lieben Dank, dass ich das Buch innerhalb der Leserunde lesen durfte. Ich habe es wirklich genossen!

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backstage in seattle, mina mart, sänger, rockstar, vergangenheit

Backstage in Seattle

Mina Mart
E-Buch Text: 519 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.02.2017
ISBN 9783733785864
Genre: Liebesromane

Rezension:

Es gibt Menschen, deren Schwäche ist Justin Bieber oder Schokolade. Meine große Schwäche sind Rockstar-Romane. Na gut, und Schokolade.

Ich habe die Kylie Scott Rockstars-Reihe innerhalb kürzester Zeit verschlungen und auch die Mayhem-Reihe von Jamie Shaw durchgesuchtet bis ich vor lauter Schlaflosigkeit, weil ich die Nächte durchgelesen habe, die Augen nicht mehr offen halten konnte.

Und als ich nun gelesen habe, dass Mina Mart ebenfalls einen Rockstar-Roman geschrieben hat, wollte ich das Buch gerne lesen.


„Backstage in Seattle“ erzählt die Geschichte von Eliza und Finn, die sich Backstage in einer Bar, in der Finn auftritt, kennenlernen. Schon nach der ersten Begegnung und dem ersten heißen Kuss ist klar, dass hier gewaltig die Funken fliegen und – dass das eine einmalige Sache bleiben muss. Denn beide haben der Liebe längst abgeschworen und sind sich sicher, dass sie keine Gefühle für jemanden entwickeln können. Denn Eliza und Finn haben in ihrer Vergangenheit mehr schlechte als gute Erfahrungen mit diesem Thema gemacht. Und wer ein Herz aus Stein besitzt, kann sich ja auch gar nicht verlieben, richtig? Natürlich bleibt es aber nicht bei der ersten Begegnung und schnell wird klar, dass sie die Finger nicht voneinander lassen können. Wenn da nur nicht diese gemeine Sache mit den Gefühlen und der Liebe wäre.


Das Cover gefällt mir wirklich gut, da es eigentlich sehr schön zu einem Rockstar-Roman mit diesem Titel passt. Der Klappentext hat mich zu Beginn sehr neugierig gemacht. Und mit ebenso großen Erwartungen bin ich auch an die Geschichte rund um Eliza und Finn heran getreten.


Eliza ist mir anfangs eigentlich recht sympathisch gewesen. Sie glaubt zwar nicht an die Liebe, da sie an einer großen Bindungsangst leidet, die durch die zerbrochene Beziehung ihrer Eltern ins Leben gerufen wurde, doch für ihre Freunde ist sie immer da. Sie ist ziemlich in sich gekehrt und benimmt sich aber trotzdem etwas widersprüchlich, wodurch es mir nicht ganz so leicht viel, mit ihr warm zu werden. Als sie Finn kennenlernt, gerät ihre Welt – insbesondere ihre Gefühlswelt – gehörig ins Schwanken. Und nicht nur das, sie empfindet plötzlich Emotionen, die sie mehr als ängstigen. Sie wecken die pure Panik in ihr, wodurch es Finn nicht gerade leicht fällt, sich ihr zu nähern. Denn jedes Mal, wenn er es versucht und sie sich näher kommen, ergreift sie die Flucht. Diese Angewohnheit von ihr, war für mich anfangs noch zu verstehen, doch im Laufe der Geschichte nur noch schwer zu ertragen. Sie wurde mir leider immer unsympathischer und ich konnte einige ihrer Handlungen nicht mehr richtig nachvollziehen, da sie sich meiner Meinung teilweise recht kindisch verhält. Ab der zweiten Hälfte des Buches konnte ich ein bisschen mehr mit ihr anfangen, da sie sich langsam Schritt für Schritt ihre Gefühle eingesteht und für mich endlich eine leichte Wandlung vollzog. Zudem hat mir sehr gefallen, dass sie für Finn da sein wollte.

Finn hingegen war mir zu Beginn des Buches sehr sympathisch, er ist charmant, witzig und gut aussehend. (Diese Tatsache wurde mir allerdings anfangs zu oft erwähnt.) Seine Spielchen, die er mit Eliza treibt, haben mir in der ersten Hälfte des Buches wirklich gefallen und konnten meine Neugierde auf den weiteren Verlauf der Geschichte steigern. Trotz seiner unbeschwerten Art, verbirgt er tief düstere Gedanken und den eigentlichen Grund dahinter, erfährt man erst ab der zweiten Hälfte des Buches, wobei trotz allem nicht alle Fragen bezüglich seiner Vergangenheit geklärt werden. Was nicht weiter schlimm ist. Und ab der zweiten Hälfte des Buches verlässt uns leider auch der charmante und lustige Finn, denn die dunklen Gedanken und die Angst vor wahren Gefühlen und Zuneigung erwecken in ihm einen sehr unberechenbaren Charakterzug. Den ich nicht mochte. Ich habe ihn kaum mehr wieder erkannt und hatte stets auf eine Rückkehr zu seiner anfänglichen, lustigen Art gehofft. Und natürlich auf ein Happy End. Doch Finns Handlungen (insbesondere die letzte Begegnung mit Eliza) konnte ich absolut nicht nachvollziehen und haben ihn in meiner persönlichen Sympathie-Hierarchie sehr weit nach unten sinken lassen. Ich erhoffe mir also gute Erklärungen im zweiten Teil, denn ich bin mir sicher, dass sich Mina Mart große Gedanken dazu gemacht hat und mich als Leser damit überraschen wird.


Die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen. Zumal jeder seine eigene kleine Geschichte mit auf den Weg bekommen hat, wodurch man auch ihre Geschichte spannend mit verfolgen konnte. Auch, wenn ich hoffe, dass sich diese eine Sache (welche ich nicht erwähnen werde – Mina, du weißt sicher, welche ich meine ;)) im zweiten Band wieder einrenkt. Ich hoffe doch sehr!


Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Ich mochte ihre Beschreibungen von Situationen, Emotionen und Gedankengängen sehr gerne. Leider muss ich aber auch sagen, dass mir der Roman doch ein bisschen zu lang war, da ich vor allem in der ersten Hälfte des Buches oftmals das Gefühl hatte, dass sich die Geschichte unnötig in die Länge zieht, ohne die Protagonisten wirklich weiter voran zu bringen.


Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen, auch wenn ich den Handlungen der Protagonisten nicht immer folgen konnte und es mir doch ein bisschen zu viel „hin und her“ war. Ich bin auch ein wenig hin und her gerissen, da ich mich nicht direkt entscheiden kann, wie ich das Buch nun bewerten soll. Finns Vergangenheit ist für mich ein sehr interessanter Aspekt des Buches und auch die Folgen, die sich für ihn und vor allem für Eliza daraus ergeben, habe ich spannend verfolgt und bin mir sicher, dass Mina Mart noch einiges mit den beiden vor hat. Interessant finde ich zudem die Tatsache, dass es sich hier um zwei Figuren handelt, die beide Bindungsangst besitzen und doch eher unterschiedlich damit umgehen. Das Ende hat mich ein wenig schockiert, aber zugleich auch zufrieden gestellt. Natürlich hat die Autorin das Buch mit einem heftigen Cliffhanger enden lassen, was die Neugierde auf weitere Antworten in Band 2 natürlich nur steigert. IAber ich mochte die Endsituation von Eliza sehr und bin schon gespannt, wie es mit ihr und Finn weiter geht.



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zeitreise, liebe, fantasy, forever 21, jugendbuch

Forever 21

Lilly Crow
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783846600443
Genre: Jugendbuch

Rezension:


 „Forever 21“ erzählt die Geschichte von Ava, die etwas Schreckliches getan hat. Und als Strafe für diese Tat wurde sie mit einem Fluch belegt, der sie zwingt, mithilfe von Zeitreisen in die Körper von fremden Menschen zu springen, um so zwei Liebende zu vereinen. Erfüllt sie die ihr gestellte Aufgabe allerdings nicht schnell genug, erleidet sie furchtbare Schmerzen, die ihr nur noch deutlicher vor Augen führen, dass ihr Leben nicht länger ihr selbst gehört. Denn Ava ist 21 Jahre alt und schafft sie es nicht ihre Schuld zu begleichen, wird sie das auch für immer bleiben. Als sie auf einem ihrer Sprünge Kyran kennenlernt, der selbst eine schwere Last zu tragen scheint, verspürt sie das erste Mal Hoffnung auf ein normales Leben. Aber wie ist das überhaupt möglich - wo sie doch jeden Augenblick in eine andere Zeit zu verschwinden droht?

#Meine Meinung#:
Ich bin eigentlich ein riesiger Zeitreise-Roman-Fan.
Und ständig auf der Suche nach neuem Lesestoff, der mich auf spannende Reisen mit in die Vergangenheit nimmt. Daher habe ich mich sehr darüber gefreut in einer Leserunde auf Lesejury.de (Lese-Community von Bastei Lübbe) mitmachen zu dürfen. Doch anscheinend waren meine Erwartungen an die Geschichte und die Autorin wohl zu hoch, sodass ich leider nicht wirklich mit dem Buch warm geworden bin.
Der Einstieg in den Roman verlief relativ gut, da die Autorin einen sehr flüssigen, angenehmen (wenn auch einfachen) Schreibstil besitzt, der die Seiten wirklich nur so dahin fliegen lässt. Die Kapitellänge hält sich in Grenzen, wodurch man gut platzierte Lesepausen einschieben kann, ohne zu sehr aus dem Geschehen gerissen zu werden. Die ersten Kapitel haben sich deshalb auch sehr schnell lesen lassen, wodurch ich wirklich schnell in die Geschichte hinein gekommen bin und die Protagonistin Ava kennenlernen konnte.

Allerdings entpuppte sich Ava doch recht schnell als ein arrogantes und verwöhntes Mädchen, das mir weniger sympathisch erschien als anfangs noch gedacht. Je weiter die Geschichte voran schritt, desto unsympathischer und egoistischer erschien sie mir. Ich hatte vermehrt das Gefühl, dass ihr die Personen, denen sie zum Liebesglück verhelfen sollte, relativ egal waren und sie nur aus eigenem Antrieb – aus Egoismus heraus – gehandelt hat. Hin und wieder schimmerte eine gefühlvollere Seite von Ava durch, die allerdings sehr schnell wieder verschwand, was ich sehr schade finde, da ich mir eine größere Wandlung der Protagonistin zum Ende hin gewünscht habe. Diese blieb meiner Meinung nach allerdings aus.

Kyran, den Ava auf einem ihrer Sprünge kennenlernt, schien mir zu Beginn als ein kluger Kerl, der selbst seine eigene Vergangenheit mit sich herumträgt, die ihm schwer zu schaffen macht. War er mir anfangs sehr sympathisch, entwickelte er sich im Laufe der Geschichte zu einem komplett anderen Charakter, was mich sehr verwirrte. Erst stellt er Ava nach, verfolgt sie regelrecht und später wirft er alle klugen Entscheidungen über Bord, um völlig kopflos und überstürzt zu handeln. Die Gefühle, die er plötzlich für Ava empfindet, sind mir einfach zu schnell entstanden und zu unbegründet. Er kennt sie überhaupt nicht. Auch wenn es sich um einen Fantasy-Roman handelt, finde ich die 1-2-3-Sekunden-und-es-ist-Liebe-Situation einfach nicht wirklich schön.

Die kleinen Liebesgeschichten, die aufgrund von Avas Aufgabe immer wieder in den Roman eingeflochten werden, haben mir eigentlich sehr gut gefallen, auch wenn sie meiner Meinung nach zu oberflächlich abgehandelt wurden und die Aufgaben von Ava zu schnell gelöst worden sind. Die vielen Zufälle, die sich bei der Erfüllung der Aufgaben zugetragen haben, waren auf Dauer wirklich nervig, da die Geschichte dadurch zu konstruiert und zu erzwungen wirkte. Zudem hätte es mich interessiert, wie sich die Autorin die Veränderungen in der Zeit vorgestellt hat – hat Avas Enmischen Auswirkungen auf die Zukunft? Wie ist das überhaupt möglich, ein zukünftiges Ereignis in der Vergangenheit zu verändern, wenn dieses zu Avas Gegenwartszeit bereits eingetreten ist? Entsteht nicht ein komplett neuer Zeitstrang, durch die Veränderung in der Vergangenheit, also quasi ein paralleler Zeitstrang? Alles Fragen, die beim Lesen nicht geklärt wurden, da man nach Erfüllung der Aufgabe von den Liebespaaren nichts mehr mitbekommt, zudem ist auch über den eigentlichen Grund für Avas Fluch bisher nicht wirklich etwas enthüllt worden. Es werden so gut wie keine Fragen im Laufe der Geschichte beantwortet, wodurch die Autorin den Leser sicherlich auf Band 2 der Reihe neugierig machen möchte. Aber ich fand diese Tatsache doch ein wenig schade, auch wenn mir der Schluss ganz gut gefallen hat.

#Fazit#:
Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte an sich schon gefallen, auch die Idee dahinter konnte mich begeistern. Leider mangelte es meiner Meinung nach gewaltig an der Umsetzung, sodass das Buch ziemliche Schwächen aufwies. Trotzdem hat mir das letzte Drittel des Buches, insbesondere das Ende, wieder besser gefallen – auch wenn mich einige Entscheidungen und Handlungen der Protagonisten wieder nur den Kopf schütteln ließen.

Leider kann ich mich nicht entscheiden, ob ich „Forever 21“ nun weiter empfehlen würde oder nicht, da es meiner Meinung nach mit Werken einer Kerstin Gier oder einer Eva Völler nicht mithalten kann. Daher würde ich Zeitreise-Begeisterten wie mir viel mehr die Zeitenzauber-Trilogie empfehlen.


Ich bedanke mich vielmals für das Leseexemplar und die schöne Leserunde auf Lesejury.de!


Eure Lisa :)

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zeitreise, fantasy, zeitwanderer, irland, liebesroman

Gefangen

Karolyn Ciseau
E-Buch Text: 247 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 23.02.2017
ISBN B06X6L32P8
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin begeistert! So richtig! Ich bin ein riesengroßer Zeitreise-Roman-Fan und suche seit langem ein Buch oder eine Reihe, die mich genauso mitreißen können, wie es einst die Edelstein-Trilogie oder die Zeitenzauber-Trilogie taten. Und ich glaube, ich bin fündig geworden! Karolyn Ciseau, ich danke Dir dafür!


Gefangen erzählt die Geschichte von Alison, die mithilfe geplanter Zeitsprünge in die Vergangenheit reist, um dort als eine Art stille Beobachterin für ihr Geschichtsstudium Nachforschungen und Recherche zu betreiben. Was für uns momentan unvorstellbar erscheint, ist für Alison tagtägliche Realität, denn sie lebt im Jahre 2062, in dem das Zeitreisen längst nicht mehr bloße Fantasie ist. Mithilfe sogenannter „Chronos“ ist es Alison also möglich durch die Zeit zu reisen und auf diese Weise historische Ereignisse zu beobachten, ohne diese zu beeinflussen.

Dabei kann ja eigentlich nichts schief gehen – bis etwas gewaltig schief geht. Auf einer ihrer Reisen, dieses Mal in Irland des 14. Jahrhunderts, passiert das Unvorstellbare.

Alison ist nicht länger stille Beobachterin einer um sie herum stattfindenden Handlung, nein, sie wird irgendwie in das Geschehen des 14. Jahrhunderts hineingezogen und von einem stürmischen und ungehobelten Kerl entdeckt, der sie kurzerhand entführt. Gregor, Alisons Entführer, scheint genau zu wissen, dass es sich bei Alison um eine Zeitreisende aus der Zukunft handelt und er denkt nicht im Entferntesten daran sie frei zu lassen, braucht er doch ihr zukunftsgerichtetes Wissen für seine eigenen Zwecke.

Gemeinsam mit Gregor erlebt Alison ein gewaltiges Abenteuer, das große Hindernisse mit sich bringt und das ein oder andere Geheimnis lüftet, aber gleichzeitig viele neue Fragen auf wirft. Vor allem weiß Alison plötzlich nicht mehr, wem sie noch trauen kann und die wichtigste Frage überhaupt: wie sie in ihre Zeit zurück kehren kann.


Die Geschichte ist aus Alisons Perspektive geschrieben, was es dem Leser ermöglicht genau über ihre Gedanken, Gefühle und Ängste informiert zu sein. Wir erleben die Reise der Protagonistin in die Vergangenheit, ihre ersten Eindrücke des 14. Jahrhunderts und auch ihre Entführung hautnah mit. Alison war mir sofort sympathisch. Sie liebt Bücher von Jane Austen und ihren Kater Mr. Darcy und wohnt mit ihrer besten Freundin in einer Wohngemeinschaft. Sie ist eine selbstbewusste und ehrgeizige Persönlichkeit, die sich offen eingesteht nicht vollstens hinter ihrem Geschichtsstudium zu stehen, es aber trotzdem durchziehen zu wollen – nicht allein, um ihre Eltern nicht zu enttäuschen. Ich konnte ihre Ängste in Bezug auf die Zeitreisen und die grausamen Bilder, die sie dort zu Gesicht bekommt, sehr gut nachempfinden. Ich würde auch von Albträumen, die von den schaurigen Ereignissen der Vergangenheit handeln, verfolgt werden. Als sie dann entführt wird, gerät sie förmlich in einen Schockzustand und realisiert erst zu spät, was gerade wirklich geschieht. Aber wer kann es ihr verübeln? Eigentlich dürfte sie von niemandem gesehen, geschweige denn angefasst werden und plötzlich taucht da dieser Gregor auf, der sie tagelang in seine Hütte sperrt. Im Laufe der Geschichte wird sie allerdings mutiger und taffer, auch wenn sie nicht selten kopflos und übereilt handelt, was sie oftmals in eine missliche Lage bringt.


Gregor war mir anfangs eher unsympathisch, was vor allem mit seinem groben Verhalten Alison gegenüber zusammen hängt. Natürlich hatte ich bereits das Gefühl, dass es sich hierbei nur um eine Fassade handelt und die wahren Gründe hinter seiner harten Mauer ganz anderer Natur sind. Und ich sollte Recht behalten. Gregor ist eine sehr starke und dominante Persönlichkeit, die in ihrem Leben bereits viel gesehen und erlebt hat. Trotzdem erkennt man auch eine Seite von Gregor, die sanft und sorgsam ist. Er hat eine schwere Last zu tragen, welche er bis zur Hälfte des Buches gut vor Alison verbergen kann, was letztlich nicht wenig zu ihrer Verwirrung beiträgt und sie teilweise sogar in Gefahr bringt. Aber er ist eine tolle Figur und ich bin wirklich sehr gespannt, was wir im nächsten Band der Reihe noch alles über ihn und seine Last erfahren werden. Zudem habe ich die Dialoge zwischen ihm und Alison sehr genossen, vor allem da sie meist aufbrausend und temperamentvoll waren und man die Funken, die zwischen den beiden sprühten, förmlich aus dem Buch springen sah.

Die weiteren Charakter der Geschichte sind ebenfalls großartig heraus gearbeitet. Insbesondere Lord O'Brynn ist von der Autorin sehr gut dargestellt worden, so gut, dass sich mir bei seinen Szenen immer förmlich der Magen umdrehte. Ein widerlicher Kerl, sage ich nur.


Die ganze Handlung nimmt von Seite zu Seite immer mehr Spannung auf, sodass ich ab der Hälfte der Geschichte das Buch bzw. den Kindle nicht mehr aus der Hand legen konnte und das Buch nachts noch beendete, obwohl ich wusste, dass der Wecker in ein paar Stunden schon wieder klingeln würde. Dazu kommt noch der Schreibstil der Autorin, der so schön flüssig, humorvoll und leicht zu lesen ist, dass man von ihm quasi mitgerissen wird und hilflos zu sieht, wie die Seiten nur so dahin fliegen.

Die Geschehnisse der Vergangenheit und auch die Zustände des 14. Jahrhunderts wurden von Karolyn Ciseau wirklich schön realistisch dargestellt, wodurch ich mir ein gutes, wenn auch fiktives Bild des Irlands dieser Zeit machen konnte. Zudem war die gesamte Handlung richtig abwechslungsreich aufgebaut, sodass es nie langweilig wurde und mich die einzelnen Wendungen und Überraschungen richtig packen konnten.


Das Ende des Buches hat mich förmlich umgehauen. Ich bin wirklich richtig begeistert, wie die Geschichte endet und zudem bin ich heilfroh über den wundervollen Epilog, der mein in Trümmern liegendes Herz wieder schön zusammen flicken konnte und meine Lust auf Band 2 nur noch mehr anheizte! Ich bin jetzt bereits ein riesengroßer Fan dieser Reihe!

Vielen lieben Dank, dass ich Teil der Leserunde sein durfte und dieses tolle Werk gefunden habe! :)


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vivien sprenger, everly, dämonen, engel, schattenreichdeshimmels

Everly - Schattenreich des Himmels

Vivien Sprenger
E-Buch Text: 268 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 27.01.2017
ISBN 9783646300246
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Als ich das Cover des Buches zum ersten Mal sah, fiel mir direkt das hübsche Mädchen mit den grünen Augen auf. Und natürlich das wunderschöne Amulett, dass ihren Hals schmückt. Ich bin ja wirklich eine Cover-Liebhaberin. Und ich bin der Meinung, das ein Cover neben dem Klappentext als wichtiges Aushängeschild für ein Buch fungiert und auch als Eingangspforte ins Buch verstanden werden kann. Und das Cover von Everly macht seine Arbeit wirklich gut, es hat mich auf den ersten Blick bereits schon angelockt wie das Licht die Motten. Und als ich dann den Klappentext las, war es um mich geschehen – als großer Cassandra Clare Fan liebe ich Geschichten rund um Engel und Dämonen! Da musste ich mich natürlich für die Leserunde bewerben und hatte Glück daran teilnehmen zu dürfen.

Das Buch erzählt die Geschichte von der 19-Jährigen Everly, die zu Beginn das Leben eines normalen Mädchens lebt. Was überhaupt nicht so ungewöhnlich wäre, wenn Ever ein normales Mädchen wäre. Aber das ist sie nicht – sie ist ein Halbengel und lebt derzeit gezwungenermaßen abseits ihres eigentlichen Halbengel-Daseins. Denn Ever hat gegen das oberste Gesetz der Erzengel verstoßen - sie hat im Kampf gegen die Dämonin Lilith einen Halbengel getötet. Die Tatsache, dass es sich um eine aussichtslose Situation gehandelt hat, in der Ever keine andere Möglichkeit übrig blieb, spielt keine Rolle und sie wird mit der Höchststrafe bestraft – Verbannung.
Während das Institut und sogar ihre langjährigen Freunde ihr den Rücken zu kehren, geschehen schreckliche Morde und unerklärliche Dinge in der Stadt, die die Handschriften von Dämonen zu tragen scheinen. Und plötzlich wird ebenso mysteriös Evers Verbannung von den Erzengeln aufgehoben und sie kann an das Institut zurück kehren. Doch dadurch wird alles nur noch viel verzwickter. Wer steckt hinter all den Dämonenangriffen? Und was hat das alles mit Ever und ihrer Vergangenheit, insbesondere ihrer Mutter, zu tun? Und wird Ever ihre Freunde, vor allem ihre große Liebe, zurück gewinnen können, um gemeinsam gegen das Böse zu kämpfen?

Die Geschichte beginnt mit einem sehr interessanten Prolog, der den Leser unausweichlich zum Weiterlesen anregt. Denn bereits in diesen anfänglichen Sätzen und Zeilen werden einige  Informationen deutlich, die eine spannende und vielversprechende Handlung erwarten lassen.
Der Schreibstil der Autorin ist schön flüssig, spannungsgeladen und teilweise auch humorvoll.
Zu Beginn fällt auf, dass das Buch aus mehreren verschiedenen Perspektiven erzählt wird, was ich als sehr schön und in keinster Weise störend empfand. Auf diese Weise konnte ich etwas über einzelne Begebenheiten, Geheimnisse und Gefühle der beteiligten Personen erfahren. Zudem wurde auch keine Situation doppelt erzählt oder bestimmte Kapitel von mir als überflüssig empfunden. Man konnte mittels des Perspektivenwechsels einen viel größeren Überblick über die Geschichte erlangen und so vieles besser nachvollziehen. Trotz der verschiedenen „erzählenden“ Figuren war Everly von mir deutlich als Protagonistin zu erkennen, wodurch ich mich sehr mit ihr verbunden fühlen konnte und gemeinsam mit ihr die Geschehnisse am Institut und in der Stadt verfolgen konnte.
Ever ist ein starkes, junges Mädchen, das mich anfangs direkt durch ihren taffen Charakter begeistert hat. Sie hat viel durchgemacht, geht mit der Verbannung sehr erwachsen um, ist sich ihrer Tat auch äußerst bewusst und akzeptiert die daraus resultierenden Konsequenzen. Sie wird mehrmals von der Institutsleiterin Craven eher als rebellisches und nicht kontrollierbares Mädchen beschrieben, diese Tatsache hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Zwar rutscht Ever meist in Situationen, in denen sie in Gefahr gerät, aber es ist nicht so als entstehen diese Situationen, weil sie sich rebellisch verhält oder keine Regeln einhalten kann. Sie handelt intuitiv, selbstlos und meiner Meinung nach völlig legitim. Auch wenn manchmal ein wenig kopflos.

Die Nebencharaktere haben mir auch gut gefallen, da in den Kapiteln der einzelnen Figuren deutlich wurde, wie verschieden die unterschiedlichen Personen sind und dadurch auch äußert interessant und spannend. Besonders gut hat mir gefallen, wie Vivien Sprenger eine weitere bzw. eine neu beginnende Liebesgeschichte mit in den Plot aufgenommen hat. Ich hatte nämlich anfangs kleinere Schwierigkeiten mit Landon und Ever warm zu werden, da mir doch einige Details aus ihrer Vorgeschichte gefehlt haben, die mir sicher geholfen hätten eine tiefere emotionale Bindung zu den beiden als Liebespaar aufzubauen. Daher habe ich mir sehr über die weitere (hoffentlich) beginnende Beziehung von Grayson und Florence - Landon und Evers beste Freunde -  gefreut.

Die ganze Handlung ist stetig von Spannung durchzogen, alleine im Mittelteil hatte ich kurzzeitig das Gefühl, dass die Spannung ein wenig nachlässt. Zudem konnte ich die ein oder andere Wendung der Geschichte nicht ganz nachvollziehen, da mir die Halbengel trotz guter Ausbildung und gutem Training ein wenig zu übereilt gehandelt haben. Aber wie gesagt, sie sind ja noch Jungengel und müssen noch viel lernen ;)
Ich hatte schon früh eine Vorahnung, was es mit Everlys Abstammung auf sich haben könnte, trotzdem hat mir die Richtung, in die die Geschichte ging, sehr gefallen und konnte mich begeistern. Insbesondere das Ende hat mir gut gefallen, da es hier nochmal zu einem richtigen kleinen Showdown kommt, der noch mal so einige Fragen aufwirft, die sicherlich im nächsten Band geklärt werden.
Ich habe mich also sehr gut unterhalten gefühlt und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und bin schon sehr gespannt, wie es mit Ever und ihren Freunden weiter geht. Zumal ich noch so viel mehr über die Erzengel und die ganze Engel-Dämonen-Welt erfahren möchte.

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jugendbuch, sophie kinsella, schau mir in die augen audrey, familie, mobbing

Schau mir in die Augen, Audrey

Sophie Kinsella , Anja Galić
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.01.2017
ISBN 9783442485574
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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mona kasten, trust again, liebe, dawn, new adult

Trust Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 13.01.2017
ISBN 9783736302495
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich bin damals durch Instagram auf die liebe Mona Kasten und ihre Again-Reihe aufmerksam geworden. Natürlich bin ich bereits vorher über ihre Schattentraum-Reihe gestolpert, die ich, wie ich gestehen muss, noch beenden muss. Aber den ersten Band der Again-Reihe „Begin Again“ habe ich förmlich innerhalb eines Tages verschlungen. Ich konnte den Roman nicht aus der Hand legen, geschweige denn an irgendetwas anderes denken als an Allie und Kaden. Als dann die letzten Seiten ausgelesen waren, prallte eine große Leere auf mich nieder und ich wusste plötzlich nichts mehr mit mir anzufangen. Das Einzige, was mir durch den Kopf ging, waren die wichtigsten Fragen überhaupt: Wann wird der zweite Band veröffentlicht? In wie vielen Monaten, Tagen, Stunden, Sekunden? Und wie soll ich die Wartezeit überstehen?
Als dann endlich der zweite Band am 13. Januar heraus kam, hatte ich natürlich absolut keine Zeit den Roman zu lesen. Ich sage nur die heiligen zwei Worte: Masterarbeit und Uni. Also musste ich wohl oder übel ganze zwei Wochen warten, ehe ich das Buch anfangen konnte – denn ich wollte mir natürlich genug Zeit für die Geschichte und die Protagonisten nehmen.

Und bereits nach den ersten Seiten entfaltete sich der „alte“ Zauber erneut und ich war unfähig das Buch aus der Hand zu legen. Wie bereits durch den Klappentext in Erfahrung gebracht, widmet sich Band 2 nun Allie’s bester Freundin Dawn, die sich vor einem Jahr komplett aus der Welt der Männer zurückzog, um sich selbst und ihre Gefühle zu schützen. Bereits im ersten Band erfährt man ein wichtiges Detail aus Dawns früherem Leben – ihr Exfreund hat sie eiskalt betrogen, ihr das Herz gebrochen und sie damit quasi nach Woodshill getrieben. Dort begegnete sie Allie an der Universität und freundete sich schnell mit ihr an. Durch Allie lernte Dawn auch Kadens besten Freund Spencer kennen, der von Beginn an kein Geheimnis daraus gemacht hat, wie sehr er sich zu ihr hingezogen fühlt. Und genau dort setzt Band 2 ein. Dawn ist nun ein fester Bestandteil von Allie und Kadens Freundeskreis geworden, zu dem nun mal auch Spencer gehört. Die beiden verbindet mittlerweile eine schöne freundschaftliche Beziehung, die Dawn gewissenhaft von Freundschaft überschreitenden Emotionen trennen will.
Dawn war mir bereits im ersten Band sehr sympathisch und ich war sehr gespannt auf ihre Vorgeschichte – insbesondere, was sie nach Woodshill verschlagen hat. Sie ist ein liebenswürdiges Mädchen, das für ihre Freunde alles machen würde und das ein ganz besonderes Hobby hat, von dem ihre Freunde nichts wissen – zu groß ist ihre Angst für das, was sie liebt, verurteilt zu werden. Und auch hier liegt der Grund für ihre Ängste in ihrer Vergangenheit. Spencer, den man bereits aus dem ersten Band als Draufgänger und Scherzkeks kennt, möchte unbedingt zu Dawn hindurch dringen und ihre sorgsam um sich errichteten Mauern durchbrechen. Allerdings ist das nicht sehr leicht, denn ihr fällt es zunehmend schwer einem männlichen Wesen wieder zu vertrauen und Spencer ist hier keine Ausnahme. Auch wenn er genau Dawns Typ zu sein scheint, was es ihr wiederum sehr schwer macht, standhaft zu bleiben, versucht sie alles in ihrer Macht stehende zu tun, um ihm aus dem Weg zu gehen. Allerdings zeigt sich immer deutlicher eine neue Seite an Spencer, die Dawn so noch nicht gesehen hat und ihr außerdem vor Augen führt, dass sie nicht die Einzige ist, die Geheimnisse und eine schmerzliche Vergangenheit mit sich herum trägt. Nach und nach nähern sich Dawn und Spencer einander an und scheinen gegenseitig Halt im Anderen zu finden. Doch so einfach ist ein Neuanfang nicht – vor allem, wenn die Vergangenheit einem wie eine dicke Regenwolke auf Schritt und Tritt folgt.

 Mir waren die beiden Hauptfiguren in „Trust Again“ sehr sympathisch und ich habe mich direkt in Spencer verliebt, dessen ernstere und nachdenkliche Seite im ersten Band noch nicht derart zum Vorschein kommt. Diese Tatsache hat mir in Band 2 sehr gut gefallen, da der Leser so einen völlig neuen Spencer kennenlernt, genauso wie Dawn. Diese Vielschichtigkeit der Charaktere hat mir bereits im ersten Band sehr gut gefallen, da die Figuren in keinster Weise gekünstelt oder überzogen wirken und dies behält die Autorin ebenso im Folgeband bei. Außerdem erfährt man weiterhin Einzelheiten über die Nebencharaktere, nun Allie und Kaden, deren Geschichte der erste Teil der Reihe erzählt.

Der gesamte Roman ist sehr spannungsgeladen und die Seiten fliegen nur so dahin. Dies ist mir bereits bei „Begin Again“ aufgefallen – die knapp 500 Seiten scheinen sich förmlich in Luft aufzulösen. Mona Kastens Schreibstil ist flüssig, locker und sehr gefühlvoll. Man kann sich sehr gut in die Protagonistin hinein versetzen und die dargestellten Situationen wirken auf mich sehr realisitisch und natürlich. Gerade, dass dieser Teil ein bisschen weniger Drama aufweist als „Begin Again“ hat mir gut gefallen. Ein paar Einzelheiten aus Kadens Vergangenheit waren mir in Band 1 zu viel des Guten. Doch in „Trust Again“ verzichtet die Autorin auf unnötiges Drama und lässt die Hauptfiguren durch ihre eigenen realistischen Ängste sprechen, die genauso gut jeder normale Mensch empfinden kann.
Ein besonderes Juwel im Roman nimmt für mich Dawns „Schreibwerkstatt“-Dozent Nolan ein, der mir so sehr ans Herz gewachsen ist, dass ich mir für ihn fast schon eine eigene Geschichte wünsche. Seine aufmunternden Worte und sehr weisen Kommentare bezüglich des Schreibens haben Dawn nicht selten die richtige Richtung gezeigt und ihr die Angst vor dem Veröffentlichen und der womöglich darauf folgenden Kritik genommen.
Auch Sawyer, Dawns Zimmernachbarin, ist mir sehr ans Herz gewachsen und die aufkeimende Freundschaft der beiden war mir ein wahres Goldstück im Roman. Zudem bin ich sehr gespannt, was sich hinter ihrer toughen Fassade alles verbirgt und wie sich ihre Geschichte weiter entwickeln wird. Der dritte Band der „Again-Reihe“ wird sich auf jeden Fall um Sawyer drehen und ich bin schon sehr gespannt, was uns dort erwarten wird.
Das Ende von „Trust Again“ hat mir sehr gefallen und rundet die Liebesgeschichte von Dawn und Spencer stimmig ab. Kam mir das Ende von „Begin Again“ noch ein wenig überzogen vor, so gleicht sich das mit „Trust Again“ wieder aus. Alles in allem habe ich den zweiten Teil der „Again-Reihe“ wirklich sehr genossen und kann den dritten und letzten Teil der Reihe „Feel Again“ nicht abwarten.

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liebe, rockstar, musik, ink rebels, blog

Keep on Dreaming

Kira Minttu
E-Buch Text: 215 Seiten
Erschienen bei Kira Minttu, 01.12.2016
ISBN B01M28Z91Y
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin letztens über das tolle Autorenlabel Ink Rebels gestolpert und habe mich mal fleißig durch die Leseproben dort gelesen. Und bei Kira Minttu’s „Keep On Dreaming“ bin ich stehen geblieben und war direkt verliebt in die Geschichte. Ich lese ja für mein Leben gern Jugendbücher und Coming-of-Age-Geschichten, wenn es sich zusätzlich dann noch um einen Rockstar-Roman handelt, da bin ich wirklich Feuer und Flamme.

Also habe ich bei der lieben Autorin ein Rezensionsexemplar angefragt und dieses auch prompt bekommen. Vielen lieben Dank dafür!

Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und wäre wahrscheinlich noch wesentlich schneller damit fertig gewesen, wenn ich nicht hätte arbeiten müssen. Direkt vom ersten Satz an war ich gefesselt und wollte mehr über die Hauptfigur Katinka, ihren Musikblog und ihre Freunde erfahren.

In „Keep On Dreaming“ geht es also um die 16-Jährigen Katinka und ihren erfolgreichen Musikblog „Listen Up!“, den sie gemeinsam mit ihren besten Freunden Juli, Jako und Levin führt. Ein wahrer Mädchentraum, denn der Blog verschafft ihr Interviews mit angesagten Bands und Backstagepässe zu deren Konzerten. Doch natürlich ist das alles kein Zuckerschlecken und nicht ganz so einfach, wie man sich das vorstellt. So muss sich Katinka mit nervigen Groupies vergleichen lassen und mit blöden Sprüchen von überheblichen Rockstars herum ärgern, während sie sich insgeheim fragt, ob ihr Blog überhaupt ernst genommen wird. Doch erst richtig aufregend wird es, als sie den unverschämt gutaussehenden James McMillan, Leadsänger der Band „Keep On Dreaming“, trifft und mit ihm eine ganz neue Welt kennenlernt. Doch eigentlich ist da ja auch noch Jako, Mädchenschwarm der Schule und Katinka’s bester Freund, den sie zu ihrem Schreck plötzlich mit ganz anderen Augen wahrnimmt. Und spätestens seit dem Nicht-Kuss weiß Katinka nicht mehr, wo ihr der Kopf steht und was sie eigentlich will…

Das Buch ist von außen, sowie von innen wirklich wunderschön. Das Cover ist nicht überladen, der Buchtitel springt dem Leser direkt in den Blick, wobei der restliche Teil des Covers eher simpel gehalten ist, was ich sehr passend finde. Die Graffiti und das sich küssende Pärchen bzw. die Füße des sich küssenden Pärchens (ich gehe mal davon aus, dass sich hier jemand küsst ;)) passen super ins Gesamtkonzept des Buches und das aufgeschürfte Knie des Mädchens bringt nochmal eine gewisse Verletzlichkeit und eine gewisse Unvollkommenheit mit ins Bild, was ich sehr schön finde und auch ideal zum Plot passt.

Der Schreibstil ist richtig angenehm, locker und sehr flüssig. Kira Minttu benutzt eine schöne Jugendsprache, die weder aufgesetzt noch überzogen wirkt. Ihre Protagonistin, sowohl als auch die restlichen Figuren in ihrem Werk, kommen realistisch, natürlich und vor allem authentisch rüber, was in einem Jugendbuch sehr wichtig ist und nicht jedem Autor so gut gelingt. Auch die Gefühlswelt von Katinka kann sehr gut nachvollzogen werden – auch wenn sie (typisch für ein Mädchen in ihrem Alter) ihr eigenes Gefühlswirrwarr nicht mehr durchblicken kann, aber wer könnte es ihr verübeln. Ein verdammt gut aussehender Rockstar scheint Interesse an ihr zu haben und ihr bester Freund Jako scheint auf einmal nicht mehr nur ihr bester Freund zu sein.

Katinka ist mir direkt von der ersten Seite an sympathisch gewesen, da sie sich nichts auf ihren erfolgreichen Musikblog einbildet. Sie weiß, dass sich dahinter viel Arbeit verbirgt und möchte aufgrund ihrer Mühe ernst genommen und mit Respekt behandelt werden. Auch wenn einige ihrer Interviewpartner ihre Absicht hinter dem Blog falsch zu interpretieren scheinen und sie eher abschätzig behandeln, versucht sie sich nicht unterkriegen zu lassen und verliert nicht den Mut.

Mit ihrer besten Freundin Juli verbindet sie eine ganz wunderbare Freundschaft, die es mir besonders angetan hat. Und auch die Beziehung zu ihrer Mutter ist wirklich realistisch dargestellt, insbesondere die Reaktion ihrer Mutter auf Katinkas Verhalten.

Jako ist mir sehr ans Herz gewachsen – er ist einfühlsam, süß, hilfsbereit, sieht gut aus und ist immer für Katinka da. Auch wenn sich Mädchenscharen in der Schule um ihn versammeln, geht er damit sehr diskret und bescheiden um. Er bildet sich nichts darauf ein und nimmt es eher mit Humor, aber ohne die Gefühle der Mädchen verletzen zu wollen. Er ist einfach ein richtiger Traumtyp. Ich habe mich immer sehr auf Szenen mit ihm und Katinka gefreut, da die beiden eine tolle Chemie haben und man es förmlich knistern hören konnte.

James McMillan hingegen ist mir nicht ganz so sympathisch gewesen, was sicher auch damit zusammen hing, dass ich von Anfang an für Jako war. Natürlich ist James ein gutaussehender Kerl, der das Blut der Mädchen in seiner Umgebung in Wallungen bringt, aber der sich dieser Tatsache auch sehr bewusst ist. Er zeigt Katinka gegenüber eine sehr liebevolle Seite von sich, die mich allerdings nicht ganz von ihm überzeugen konnte. Trotzdem ist er ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, aber wie bereits erwähnt, bin ich Jako gänzlich verfallen 

Das Setting der Geschichte hat mir sehr gut gefallen – man sieht die Protagonistin in der Schule, in Konzerthallen, Backstage und mit ihren Freunden in Bars. Die Ortswechsel in unterschiedliche Städte fand ich zusätzlich großartig und brachten der Geschichte zusätzlichen Schwung.

Das Ende des Buches hat mich persönlich sehr zufrieden gestellt, wobei mir gut gefallen hat, dass die Geschichte ganz ohne unnötiges Drama und unnötige Liebesszenen auskommt.

Kira Minttu hat in meinen Augen ein wundervolles Jugendbuch geschaffen, dass durch großartige Charaktere, witzige Dialoge und realistische Probleme der Protagonistin besticht. Zusätzlich hat die Autorin eine sehr schöne Freundschaft-zur-Liebe-Situation geschaffen, die mich wirklich begeistern konnte. Ich habe mich sehr amüsiert, als ich Katinkas Gefühlswirrwarr verfolgte und mit ihr von Konzerthalle zu Konzerthalle eilte.

Ich werde von nun an auf jeden Fall begeisterte Kira Minttu-Leserin sein und dem nächsten Werk der Autorin entgegen fiebern.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rock my heart, mayhe, new adult, jamie shaw

Mayhem

Jamie Shaw
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Avon, 20.01.2015
ISBN 9780062379610
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Mayhem“ erzählt die Liebesgeschichte von Adam und Rowan, die sich auf einem Rockkonzert kennenlernen. Adam, der Leadsänger der Band, verdreht ihr recht schnell den Kopf, allerdings ist ein angehender Rockstar und Frauenheld alles andere was Rowan jetzt braucht, hat sie doch erst ihren langjährigen Freund beim Fremdgehen erwischt. Am ersten Tag am College trifft sie ihn dann überraschend wieder, ausgerechnet im Französischkurs – doch Adam scheint sich nicht an sie zu erinnern. Während eines chaotischen Tour-Wochenendes kann sich Rowan seinem Charme nicht länger entziehen, aber kann sie auch mit all den freizügigen Groupies konkurrieren, die sich Adam an den Hals werfen?
Eine fantastische Liebesgeschichte, die mich nach den ersten Seiten bereits so in ihrem Bann gefangen genommen hatte, dass ich völlig die Zeit vergaß und das Buch nach wenigen Stunden beendete. Jamie Shaw hat einen sehr schönen und flüssigen Schreibstil, der einen locker und leicht durch die Geschichte führt, die Figuren sind wirklich schön charakterisiert und auf ihre ganz individuelle Art alle sehr liebenswürdig, authentisch, real und vor allem humorvoll. Die Dialoge waren witzig, frech, sexy und vor allem natürlich. Einmal angefangen, wird es wirklich schwer das Buch zur Seite zu legen.

Rowan ist mir direkt von Beginn an sympathisch gewesen. Sie ist ein wirklich liebes Mädchen, das anfangs noch sehr schüchtern und zurückhaltend ist, im Laufe der Geschichte aber wirklich auftaut. So stelle ich mir eine tolle Protagonistin vor. Sie ist schlagfertig und besitzt einen großartigen Humor, der mich nicht selten laut auflachen ließ.
Eine meiner Lieblingsstellen:

' “Hm,” Kayla continues, tapping on her lips in an obvious move to draw attention to them, “I neverrr . . .” There are so many ways she could finish that sentence. I never: read a book whole way through, passed a class with an A, closed my legs for more than five minutes, had an intelligent thought.'

Adam hingegen ist anfangs das genaue Gegenteil von Rowan – übermütig, selbstsicher, frech, frei und unabhängig. Er weigert sich Versprechungen und Verpflichtungen einzugehen, die er sowieso nicht halten wird und lebt von Tag zu Tag – ohne einen Gedanken an mögliche Konsequenzen zu verschwenden. Als Rowan in sein Leben tritt, ändert sich sein Verhalten erst langsam und dann Schlag auf Schlag. Er zeigt eine sanftere Seite von sich und kümmert sich liebevoll um sie. Auch als Rowan ihm ständig eine Abfuhr erteilt und ihn zurückweist, gibt er nicht auf.

Auch die Nebencharaktere waren wirklich großartig – insbesondere Rowan's Freunde Dee und Leti, aber auch die restlichen Bandmitglieder bezaubern den Leser und brachten mich vermehrt zum Lachen. Die entstandene Freundschaft zwischen Adam und Rowan, aber auch zwischen den anderen Charakteren war wirklich wundervoll mit an zu sehen und nimmt einen besonderen Platz in diesem Buch ein. Die Backstage-Szenen wirken vielleicht ein wenig überzogen, insbesondere was die Groupies angeht, aber ich fand das nicht weiter störend, da es vielmehr zu meiner Begeisterung beitrug und manche interessante Situationen erst dadurch entstanden. Mir hat es zudem sehr gut gefallen, dass das Buch ganz ohne unnötiges Drama auskam. Der Plot war leicht, erfrischend und locker, aber es fehlte ihm nicht der nötige Tiefgang.
Auch wenn die Geschichte und die Idee dahinter nicht ganz neu zu sein scheinen, hat Jamie Shaw es wirklich verstanden ihre Story von anderen Rockstar-Romanzen abzuheben und diese in meinen Augen sogar zu übertreffen.
Das Ende ist wirklich sehr schön und rundet die ganze Geschichte stimmig ab, deutet aber gleichzeitig auf den Folgeband hin, der sich um Rowans beste Freundin Dee dreht.
Besonders gut gefallen hat mir der Epilog, der überraschenderweise aus Adams Sicht geschrieben war.

Wer also auf Rockstar-Liebesgeschichten steht, die mit viel Witz und Emotion geschrieben sind, der wird hier sicher nicht enttäuscht werden.


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4.379 Bibliotheken, 63 Leser, 14 Gruppen, 261 Rezensionen

liebe, götter, griechische mythologie, halbgötter, fantasy

Göttlich verdammt

Josephine Angelini , Hanna Hörl , Simone Wiemken
Buch: 496 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783841501370
Genre: Jugendbuch

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The Christmasaurus

Tom Fletcher
Flexibler Einband
Erschienen bei Puffin, 01.01.1741
ISBN B01MRK4IIK
Genre: Sonstiges

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

australien outback, fantasy

Der mitternachtblaue Opal

Tina Littlemoon
E-Buch Text: 262 Seiten
Erschienen bei Martina Golemac, 31.05.2016
ISBN B01GG4ZW56
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch erzählt die Geschichte von Medea, einem 17-Jährigen Mädchen, das zusammen mit seinem Vater in einer kleinen Hütte im australischen Outback lebt, im sogenannten Lightning Ridge. Der Ort ist von vielen Menschen bewohnt, die ein ganz bestimmtes Ziel verfolgen – in unterirdischen Minen der Stadt die wertvollen und vor allem seltenen schwarzen Opale zu finden. Eine uralte Legende besagt, dass einer dieser kostbaren Edelsteine – der mitternachtsblaue Opal – seinem Finder Unsterblichkeit verleiht. Zu den Schatzsuchern, die sich der Suche nach dem sagenumwobenen Stein verschrieben haben, zählt auch Medeas Vater Walter, der durch seine Opaljagd die wichtigen Dinge des Lebens komplett aus den Augen verloren hat.

So lebt er Tag ein und Tag aus für die Opaljagd, die ihn immer weiter von seiner über alles geliebten Tochter zu entfernen scheint.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Medea erzählt, die sich in ihrem Leben im Lightning Ride sichtlich unwohl fühlt – durch einen starken Kontrollzwang ihres Vaters hat sie keinen Kontakt zu Gleichaltrigen und ihre einzigen Gesprächspartner, neben ihrem Vater, sind interessierte Opalkäufer, die sich täglich an ihrem Stand auf dem Wochenmarkt tummeln.

Durch diesen Kontaktverlust zu anderen Menschen ist Medea recht schüchtern und sehr eigen.

Erst als sie Micha, dem Gehilfen ihres Vaters, begegnet, wird ihr bewusst, wie viel sie von der Welt – nicht nur außerhalb des Lightning Ridge – verpasst.

Als sich dann die Legende um den mitternachtsblauen Opal auch noch zu bewahrheiten scheint, werden Medea und Micha in ein vermeintliches Abenteuer gezogen, dass die Welt und alles, was sie bisher glaubten zu wissen, in Frage stellt und verändert.

Durch den Klappentext des Buches erwartete ich eine spannungsgeladene Abenteuergeschichte, die sich im australischen Outback mit der Opaljagd, den damit verbundenen Rätseln und Geheimnissen befasst. Leider entwickelte sich die Geschichte nicht ganz nach meinem Geschmack, was teilweise an der Handlung selbst aber auch am Schreibstil lag.

Bereits zu Beginn des Buches hatte ich so meine Schwierigkeiten in die Geschichte hinein zu schlüpfen, so kamen mir gewisse Textpassagen zu ausführlich, gleichzeitig aber auch belanglos vor. Die Gedankengänge der Protagonistin, die natürlich ein wichtiger Bestandteil der Geschichte sein sollten, haben die Handlung nicht wirklich voran getrieben, sondern wichtige Schlüsselszenen, die eigentlich durchaus spannend und interessant hätten sein können, unnötig in die Länge gezogen und dadurch jegliche Spannung unmöglich gemacht.

Zudem konnte ich, vor allem im letzten Drittel des Buches, manche Geschehnisse und Ortswechsel nicht ganz nachvollziehen und blieb teilweise verwirrt über die Handlung zurück, was sehr schade ist, da sich hier eigentlich die Rätsel und Geheimnisse der Geschichte auflösen sollten.

Die Tatsache, dass es sich hier um eine Fantasy-Geschichte handelt, wurde mir erst beim Lesen des Buches deutlich. Ich bin eigentlich ein begeisterter Fantasy- und Zeitreise-Fan und lese sehr viel aus diesem Genre. Daher habe ich natürlich auch große Erwartungen an eine Geschichte dieser Art. Leider konnten meine Erwartungen, die ich an das Buch hatte, nicht wirklich erfüllt werden, da die Fantasy-Bestandteile meiner Meinung nach zu oberflächlich behandelt wurden.

Zu Beginn des Buches hatte ich Medea und ihre Geschichte noch sehr interessant gefunden – insbesondere, da sie sehr schüchtern, unsicher und regelrecht entmutigt schien. Ich hatte mir eine große Entwicklung von ihr erhofft, sodass dem Leser am Ende des Buches eine starke, selbstbewusste und rebellische Medea gegenüber steht. Doch irgendwie ist genau das nicht passiert. Natürlich merkt man eine kleine Veränderung in der Hauptfigur, die langsam aber sicher ihre Unsicherheit mit anderen Menschen verliert. Trotzdem hatte ich vermehrt den Eindruck, dass die Protagonistin sich mit all dem, was in ihrem Leben geschieht nicht wirklich auseinander setzt – sie läuft einfach mit, ohne wirklich zu handeln, zu rebellieren oder zu kämpfen – nicht mal den letzten Kampf im Buch trägt sie wirklich selbst aus. Dieser Aspekt hat es mir fast unmöglich gemacht Medea zu mögen, da ich ein großer Fan von Protagonistinnen bin, die für sich selbst einstehen, sich nicht unterkriegen lassen und für sich selbst kämpfen – ohne wenn und aber. Doch diese wichtigen Charaktereigenschaften haben mir hier leider gefehlt, obwohl die Autorin sich sehr bemüht, Medea mit diesen auszustatten.

Auch die Entwicklung der anderen Charaktere im Laufe des Buches erschienen mir teilweise zu schnell und zu oberflächlich.


Trotzdem versteckt sich im Buch eine wirklich schöne Idee - die Legenden um die Opal-Edelsteine und das australische Outback sind interessante Themenbereiche, die sicher noch viele spannende Geheimnisse beinhalten, wobei es hier leider bei der Umsetzung haperte.

Ich glaube wirklich, dass jemand anderem die Geschichte sicher gut gefallen könnte, doch nach meinem Geschmack war sie leider nicht, auch wenn ich mich wirklich auf das Buch gefreut hatte.






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1.337 Bibliotheken, 21 Leser, 2 Gruppen, 181 Rezensionen

mondprinzessin, mond, ava reed, liebe, fantasy

Mondprinzessin

Ava Reed
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959913164
Genre: Fantasy

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1.032 Bibliotheken, 16 Leser, 4 Gruppen, 200 Rezensionen

märchen, fee, hexenjäger, fantasy, julia adrian

Die Dreizehnte Fee - Erwachen

Julia Adrian , Svenja Jarisch
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 05.10.2015
ISBN 9783959911313
Genre: Fantasy

Rezension:

Mein erster Gedanke nach dem Beenden dieses Buches war: „WOW!“ Ich bin wahrlich fassungslos begeistert und weiß gar nicht, wie ich meine Worte finden, geschweige denn sammeln soll. Diese Geschichte ist einfach anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Sie verzaubert einen. Nicht, wie es manche Märchen mit ihren altbekannten Märchenelementen tun – sondern auf ganz wundersame Weise. Julia Adrian hat es so wirklich geschafft mich in eine zauberhafte Welt voll Magie und Dunkelheit zu entführen, die sich eben mal nicht um die bildhübsche Prinzessin und ihren lang ersehnten Prinzen mit dem weißen Ross dreht. Vielmehr wird eine ganz andere Perspektive der Märchenwelt und ihrer magischen Figuren gezeigt, die eigentlich schon immer vorhanden gewesen sein muss – nur wurde ihr wohl nie wirklich die Aufmerksamkeit gewidmet.

Erwachen ist hier der Auftakt einer düsteren, märchenhaften Reihe, in dem es um die von der Menschheit längst vergessene Fee Lilith geht, die hinter einer Dornenhecke hoch oben in einem Turm von einem Prinzen aus einem tausendjährigen Schlaf geweckt wird. Ein uraltes Zeichen auf ihrer Haut enttarnt sie als die mächtigste und gefährlichste Fee aller Zeiten – die dreizehnte Fee. Der Prinz ist natürlich alles andere als begeistert von der jungen, hübschen Fee, die in seiner Zeit nun nur noch als Hexe beschimpft wird und überlässt sie kurzerhand dem Hexenjäger. Dieser nimmt sie gefangen, um mit ihrer Hilfe die restlichen Feenschwestern zu vernichten. Diese hatten Lilith einst hintergangen, ihren magischen Kräften beraubt und in einen sehr langen Dornröschenschlaf versetzt, da sie die große Macht der dreizehnten Fee fürchteten, aber auch beneideten. Von Rache an ihren Schwestern getrieben, folgt sie dem Hexenjäger als Gefangene durch die märchenhafte Welt, die sich in ihrer Abwesenheit stark gewandelt hat. Doch nicht nur die Welt hat sich verändert, auch Lilith selbst ist nicht mehr die Gleiche wie noch vor tausend Jahren. So hat sie zwar ihre Magie verloren, dafür aber viele unbekannte menschliche Gefühle gewonnen, die förmlich unkontrolliert auf sie einströmen und sie viele Dinge aus einer menschlichen und emotionalen Perspektive betrachten lassen. Lilith ist eine sehr starke Persönlichkeit, die dem Leser manchmal einen Einblick in ihr altes Wesen – die Königin – ermöglicht, das noch in kleinen Teilen und tief in ihr drinnen zu existieren scheint. Sie muss ihren neuen Platz in der magischen Welt Pandora erst noch finden und diese mit sich selbst erst einmal neu kennenlernen, inwieweit es überhaupt eine Zukunft für sie in dieser geben wird, liegt derzeit noch völlig im Unklaren.

Der Hexenjäger, der Lilith gefangen genommen hat und sie als Waffe gegen ihre Schwestern benutzt, ist daran nicht unbeteiligt. Er erscheint mir momentan als fast undurchschaubar und ist noch nicht wirklich einzuschätzen. Seine Beweggründe liegen teilweise noch völlig im Dunkeln und es ist nicht klar, ob sein Interesse an der Fee wirklich nur aus einem einzigen Nutzen, alle Feen zu beseitigen, besteht. Das macht ihn besonders interessant, auch wenn er durch seine Sturheit und seine Grobheit nicht unbedingt liebenswert ist. Sein Vorhaben alle 13 Feen zu töten, damit früher oder später ebenfalls auch Lilith, bringt die neuen Emotionen der dreizehnten Fee gehörig durcheinander, entwickelt sie doch Gefühle für den Hexenjäger, der nichts anderes in ihr zu sehen scheint als ein abgrundtief bösartiges und abscheuliches Wesen.

Der Leser lernt neben Lilith natürlich auch einige ihrer Schwestern kennen, die alle eine außergewöhnliche Magie besitzen und mit bekannten Märchen wie z.B. „Hänsel und Gretel“ verknüpft sind – allerdings anders als man es zuerst erwarten würde. Jede Fee besitzt eine grausame und tragische Hintergrundgeschichte, die manche schrecklichen Taten erklären, aber die Grausamkeit der Feen natürlich nicht rechtfertigt.

Mit märchenhaften Elementen entspinnt sich eine sehr spannungsgeladene Geschichte, die von Liebe und Geliebt werden handelt, aber sich ebenso mit Verlust, Hass, Rache, Schuld und Gewissen auseinandersetzt. Die Verknüpfung mit bereits bekannten Märchenfiguren hat mir sehr gut gefallen, da die Charaktere völlig neu auftreten und auf diese Weise einige alte Märchenfundamente zum Einstürzen bringen. Die dreizehnte Fee – Erwachen ist eine wunderschöne und zugleich herzzerreißende Geschichte über die Suche nach Liebe, die sich mit den Fragen auseinandersetzt, wie die bösen Feen der Märchen zu bösartigen Wesen werden konnten und ob sie überhaupt von klein auf böse waren.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, wenn auch kurz und knapp. Aber gerade dadurch wird der Leser richtig in einen Bann gezogen und bekommt einen Einblick in das Innere der dreizehnten Fee.

Ein großes Highlight des Buches sind neben der Geschichte die wunderschönen Illustrationen, die die Handlung auf ganz magische Weise unterstreichen. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich trotz meiner sehr guten Bewertung des Buches dennoch – die einzelnen erotischen Szenen während der Erzählung haben mich leider ein wenig gestört, da sie eher unpassend erscheinen und die Geschichte auch nicht wirklich voran treiben. Auch ohne diese Stell-dich-eins wäre die heranwachsende „Beziehung“ der beiden Figuren deutlich geworden.



Fazit:

Ein wirklich gelungener Auftakt einer märchenhaften und sehr düsteren Trilogie, die sich mit bereits bestehenden Märchenelementen auseinandersetzt und diese hinterfragt. Julia Adrian hat eine wunderbare Geschichte erschaffen, die ich sehr bald mit dem zweiten Band weiter verfolgen werde. Das Ende von Band 1 macht auf jeden Fall Lust auf mehr!



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liebe, fantasy, london, chicken house, lucy inglis

Zwischen Licht und Finsternis

Lucy Inglis ,
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.10.2015
ISBN 9783551520807
Genre: Jugendbuch

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liebe, sommer, freundschaft, erste liebe, jugend

Du und ich und dieser Sommer

Yvonne Westphal
E-Buch Text: 349 Seiten
Erschienen bei Forever, 09.09.2016
ISBN 9783958181212
Genre: Liebesromane

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liebe, dark love, estelle maskame, stiefgeschwister, eden

DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben

Estelle Maskame , Cornelia Röser
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453270633
Genre: Erotische Literatur

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liebe, dämonen, phantome, familie, tanja voosen

Phantomliebe

Tanja Voosen
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.12.2015
ISBN 9783646601800
Genre: Sonstiges

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55 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

dramatik, liebe, jugendbuch

Sommerflüstern

Tanja Voosen
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551300652
Genre: Jugendbuch

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