Leserpreis 2018

Loki_Laufeysons Bibliothek

213 Bücher, 34 Rezensionen

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Grischa - Goldene Flammen

Leigh Bardugo , Henning Ahrens
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.08.2012
ISBN 9783551582850
Genre: Jugendbuch

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(165)

338 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

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Grischa - Eisige Wellen

Leigh Bardugo , Henning Ahrens
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2013
ISBN 9783551582966
Genre: Jugendbuch

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25 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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War Storm (Red Queen 4)

Victoria Aveyard
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Orion, 15.05.2018
ISBN 9781409175988
Genre: Sonstiges

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(18)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Fahrenheit 451

Ray Bradbury , Fritz Güttinger
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.08.2018
ISBN 9783453319837
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zum Inhalt: Guy Montag ist ein sogenannter Feuerwehrmann; doch anstatt Feuer zu löschen, LEGEN Feuerwehrmänner seinerzeit die  Feuer. Ihre Aufgabe ist es nämlich Bücher zu verbrennen. Bücher sollen Menschen unglücklich machen da sie zum Nachdenken anregen; Menschen aber wollen immer Glücklich sein, also müssen die Bücher weg. Stattdessen gibt es Action-TV Shows, Seifenopern, viel Sport und eine Geschwindigkeitsbegrenzung nach UNTEN, damit niemand langsam genug fährt um sich umzusehen und die Welt zu reflektieren. Natürlich trifft Guy auf eine überaus schöne 16 Jährige, die von einer radikalen Familie großgezogen wurde, und all jenes kritisiert. Das bringt Guy dazu, seine Stellung in der Gesellschaft zu hinterfragen, und beim Nächsten Feuerwehreinsatz stiehlt er ein Buch... 


Der Schreibstil Bradburys ist sehr schön und poetisch, mit eindrucksvollen Metaphern und Analogien. Liest man einige Sätze, möchte man sie förmlich laut rezitieren. (Die Menschen die Schatten frühstücken, Dampf zum Mittag essen und Abgase zum Abendbrot!) Was aber manche von ihnen tatsächlich Aussagen, ist sehr, sehr kontrovers und teilweise engstirnig. Es ist mir bewusst, dass das Buch schon einige Jahre alt ist, und man Bradburys Fehltritte und nicht so verurteilen kann, wie man ein modernes Buch bewerten würde - nicht desto trotz ärgert es mich. 

Das Bücherverbrennungen inakzeptabel sind, ist klar. Aber die Bücherverbrennungen in diesem Buch sind widersprüchlich: Sie dienen nicht der Zensur; denn die meisten Menschen wollen so oder so nicht lesen, weil sie ja ihre Fernseher und Sport haben. Sie sollen nur die Minderheiten ausmerzen, die trotzdem lesen wollen. Vor den Fernsehern ging es den Menschen offensichtlich besser, weil sie alle gelesen haben. Nun Bradbury, das ist nicht nachvollziehbar. Die Menschen waren nicht literarischer vor der Erfindung des Fernsehens. 

Bradbury hat offensichtlich Angst vor dem Fernsehen - ja, man kann das Fernsehen für Propagandazwecke missbrauchen wie es die Nazis beispielsweise getan haben, und dasselbe gilt für das Radio. Aber genauso kann man es mit Religion tun. Theater - die Stücke des vielgeliebten Shakespeare wurden natürlich im Theater aufgeführt, und Fernsehfilme sind auch nur eine Art Theater. Und natürlich kann Theater propandaistisch missbraucht werden. Alle Massenmedien können das, und deshalb sind Bücher nicht frei von dieser Gefahr. In Fahrenheit 451 ist das Problem aber gar nicht Fernsehpropaganda, sondern Anspruchslosigkeit: Alle Fernsehsendungen werden immer anspruchsloser und stehlen den Menschen ihre Intelligenz.

Heutzutage gibt es tatsächlich viele schlechte Fernsehserien, und mit der Erfindung von Pay TV wurden die meisten freien Fernsehsender mit Werbung zugemüllt und zeigen überproportionale Mengen an Reality TV. ABER die Menschen werden dadurch vom Fernsehen weggetrieben. Ich bin jung, und so gut wie niemand in meiner Klasse schaut Fernsehen. Es gibt zu viel Werbung und anspruchslose Programme. Man kann nur so weit gehen mit der Anspruchslosigkeit, bis die Leute vertrieben werden. Nun schauen viele Netflix u.Ä. und suchen sich die Programme aus. Es gibt viele schlechte Serien, aber es gibt auch gute. Die Leute die anspruchslose Programme bevorzugen, werden auch anspruchslose Bücher bevorzugen (50 Shades of Grey als DAS ultimative Beispiel), und es ist nicht das Fernsehen, dass die Menschen so verdummt hat, das erst jetzt schlechte Bücher geschrieben werden. 

Kennt jemand den Begriff Penny-Dreadful? Im 19. Jahrhundert waren das englische Groschenromane, die wöchentlich und massenweise erschienen, von fürchterlicher Qualität waren - mit Pornographie und schlechten Schnulzen und Action-Abenteuergeschichten. Solches gibt es schon seit die Menschheit existiert, sogar Ovid hat Ars Amatoria vor 2000 Jahren veröffentlicht, und Kama Sutra ist noch älter, und beides ist nicht gerade die beste Literatur. Aber nein, das Fernsehen soll nicht die Intelligenz zerstören, sondern Menschen auch noch asozial machen. Dabei ist Popkultur quasi Bestandteil des Äthers des Sozialen. In Fahrenheit wird bemängelt, dass wer fernsieht oder Musik hört, nicht mit seinen Nachbarn redet. Dabei wird untergraben, dass jemand der (viel) liest, das ja auch nicht tut. 

Nicht jeder ist gleich intelligent und hat dieselben Interessen, und ist immer in derselben Stimmung. Es ist nichts Schlimmes dabei, eine anspruchslose Serie zu schauen, um sich zu entspannen, und am nächsten Tag ein anspruchsvolles Buch zu lesen.

 Zusammenfassungen seien dämonisch, meint Bradbury, und untergraben Wissen. Warum aber verfasst man eigentlich Zusammenfassungen: Die Menschen wissen heutzutage so viel, und zu so vielen verschiedenen Themen, dass ihr Leben einfach nicht reicht, alle Bücher zu lesen und alle Disziplinen zu studieren. Zusammenfassungen sind nützlich, wenn man sie im richtigen Maß verwendet, und sie dazu nimmt, zu entscheiden, mit welchem Teilthema man sich wirklich tiefer auseinandersetzen möchte. Alles kann man nicht haben. 

Das Frauenbild in Fahrenheit 451 ist nicht besonders fortschrittlich, und das liegt nicht an der beschriebenen Gesellschaft, sondern an seiner Einsetzung und Beschreibung der weiblichen Charaktere: Sie treffen keine eigenen Entscheidungen, haben keine besonderen Meinungen und sind die größten Opfer der allgemeinen Unwissenheit. Mildred und ihre Freundinnen werden durch und durch negativ beschrieben, leer, wertlos und reden zu viel. Dagegen erhält der Feuerwehrvorsteher Beatty, ein eigentlich negativer Charakter, eine durchdachte und intellektuelle Persönlichkeit. Clarisse ist zwar etwas anders, aber man erfährt bald, dass sie nur ihren Onkel zitiert, und daher nicht wirklich als souveräner Charakter beschrieben werden kann. Unter den geflohenen Literaten gibt es keine einzige Frau, obwohl in den 50er Jahren Frauen auf Universitäten keine Ausnahme mehr waren. 

Ein dennoch wichtiger Grundgedanke ist die gehetzte moderne Gesellschaft, die nie stehenbleibt, zurückblickt und Zeit für tiefere Gefühle hat, welche in Fahrenheit beschrieben wird. Das spiegelt in Teilen eine sehr aktuelle Entwicklung wieder. Man kann nicht wissen was Glück ist, war man nicht schon unglücklich, man kann nicht froh sein, wenn alles bedeutungslos ist, selbst wenn man nicht weiß, was Bedeutung ist. Auch der Relativismus der politschen Korrektheit ist kein unbeachtliches Phänomen: Wann ist politische Korrektheit angebracht, wann ist sie überzogen oder gleicht einer Zensur? Leider benutzt Bradbury sehr unpassende Beispiele und daran leidet die Überzeugungskraft. 

Fahrenheit 451 hat einige Mängel, manche davon kann man der Entstehungszeit attributieren, andere dem eher unüberzeugenden Inhalt. Wer ein wirklich gutes dystopisches Buch über die Verdummung der Gesellschaft und oberflächliches Glück, sowie Kritik an der Konsumgesellschaft möchte, der sollte Huxleys „Schöne neue Welt“ lesen.

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95 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

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Roverandom

J. R. R. Tolkien
Flexibler Einband
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.12.2004
ISBN 9783608934540
Genre: Fantasy

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98 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Beren und Lúthien

J.R.R. Tolkien , Christopher Tolkien , Helmut W. Pesch , Hans-Ulrich Möhring
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 28.06.2017
ISBN 9783608961652
Genre: Fantasy

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1.632 Bibliotheken, 18 Leser, 5 Gruppen, 200 Rezensionen

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Die Luna-Chroniken - Wie Monde so silbern

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.12.2013
ISBN 9783551582867
Genre: Jugendbuch

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343 Bibliotheken, 19 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

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Krieg und Frieden

Leo N. Tolstoi , Hermann Röhl
Fester Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.10.2007
ISBN 9783866471764
Genre: Klassiker

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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The Colour Of Magic

Terry Pratchett
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei Transworld Digital, 26.12.2008
ISBN 9781407034379
Genre: Fantasy

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Too Like the Lightning (Terra Ignota)

Ada Palmer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Head of Zeus, 30.11.2017
ISBN 9781786699503
Genre: Sonstiges

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125 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Die Kinder Húrins

J. R. R. Tolkien , , ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 08.09.2017
ISBN 9783608937626
Genre: Fantasy

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466 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

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Das Silmarillion

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Fester Einband: 397 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.01.2007
ISBN 9783608932454
Genre: Fantasy

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503 Bibliotheken, 15 Leser, 3 Gruppen, 163 Rezensionen

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Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Crooked Kingdom

Leigh Bardugo
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Orion Children's Books, 04.05.2017
ISBN 9781780622316
Genre: Jugendbuch

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147 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Six of Crows

Leigh Bardugo
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Orion Children's Books, 02.06.2016
ISBN 9781780622286
Genre: Fantasy

Rezension:  
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43 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Das Gewölbe des Himmels - Der Unrechte

Peter Orullian , Katharina Volk
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.01.2014
ISBN 9783442268405
Genre: Fantasy

Rezension:


EDIT: Ich war schlecht drauf und habe dem Buch unrecht getan als ich die Rezension geschrieben habe. Einiges wurde nun herausgekürzt. 
 
Die Rezension beschäftigt sich mit "Der Vergessene" sowie mit "Der Unrechte", da ein "Verkaufstrick" der aus dicken Seiten und großer Schrift besteht, uns vormachen möchte, dies wären zwei Bände. Eigentlich ist es im englischen Original nur ein Buch.

Die Covers von beiden Büchern sind typische Fantasy-Cover und  zeigen einen ähnlichen Aufbau, bloß aus etwas abgewandelter Perspektive. Denn wie viele  Vertreter von Deckblättern dieses Genres hat man nicht bereits gesehen? Sie alle beinhalten einen einsamen Wanderer, dessen Umhang sich dramatisch im Winde aufbauscht. Im Hintergrund ein sturmumtostes Naturresevat, welches zumeist aus einem Zerklüfteten Gebirge oder klippenartigen Gesteinsformationen besteht. 
Der Titel ist fein ausgeführt, wirkt verblasst und alt, wird umkränzt von Ranken, die ihn scheinen lassen wie ein auf altes Pergament gestempeltes Siegel.
Die offensichtliche Gewöhnlichkeit des Deckblattes, vermittelt leider: "Geschichten wie meine wurden bereits erzählt und zwar ungezählt", oder um den Autor zu zitieren was alle Nachmache angeht "Die Uebrigen sind wandelnde Erde, aufrechter Staub, unwissend vergeudeter Atem". 
Wird das Buch aber deshalb unlesenswert?

Erst zum Inhalt: Vor vielen Zeitaltern wurde die Welt von dem Tabernakel-Pantheon erschaffen. Es kam aber, dass einer der Götter Verderben sähte in Allem was geschaffen wurde -  seine Freude am Unfrieden wurde allzu groß, dass ihn die anderen Götter hinter einen Schleier verbannen mussten, um die volle Zerstörung der Welt abzuwenden.

Jahrtausende später, im Auenland, hier allerdings Helligtal genannt lebt der junge Jäger Tahn Junell sein beschauliches Leben. 
Als er während einem seiner Jagdausflüge eine lebensbedrohliche Begegnung hat und kurz darauf ein Ungeheuer das Kind seiner Schwester entführt, ist damit Schluss. Gandalf, hier aber Vendanji genannt, taucht zeitgleich im Dorf auf und zwingt Tahn, seine Schwester und zwei Freunde die unglücklicherweise zu viel mitgehört haben mit auf eine Reise ungewissen Ausgangs zu kommen. Denn der Schleier ist schwach geworden, finstere Geschöpfe dringen in das Land ein - und sie haben es auf Tahn abgesehen. 

Der Prolog des Buches ist einfach fabelhaft geschrieben! Man wird Zeuge der Verbannung Maldaeas  - die Argumentationen sind geistreich und intelligent. 
Der Schreibstil im ganzen Buch ist leicht verständlich und dennoch bildlich und von hoher Qualität - man liest sich schnell ein. Der Schreibstil trägt das Buch auch zum Großteil wenn  wie so oft nichts aufregendes passiert. Es ist kein Pageturner, aber doch ist das Buch trotz hoher Seitenzahl angenehm und schnell durchzulesen.
Die erschaffene Welt ist geprägt durch ihre weitreichende, verflochtene Geschichte, die sich durch ihre Landschaften und Völker zieht. Man möchte unheimlich gerne mehr über sie erfahren, wahrscheinlich sogar mehr als über den eigentlichen Handlungsstrang. 
Das ist schlecht. Der Handlungsstrang ist recht unverworren, gradlining, langweilig wenn nicht die Interessanten Orte, welche die Charaktere passieren. 
Oft geschehen Dinge ohne Grund, oder Erklärung, oder wenn es mal eine zu lange Wanderpassage gibt, werden die Reisenden zum dutzendsten Mal von den Bar'Dyn (das sind Orks) attackiert, einfach um etwas Action in die Sache zu bringen, weil sonst nichts passiert. Solche Dinge führen zu schlimmen Logikbrüchen.
Es werden ungemein viele Fragen aufgeworfen, aber meistens gibt es einfach keine Erklärung für die Fragen, weil der Plot anscheinend nicht wirklich durchdacht ist. Antworten erfolgen, wenn überhaupt, erst nach vielen hundert Seiten, und dann meist mangelhaft und zutiefst enttäuschend. Die Dinge und Nebenhandlungen sind einfach nicht miteinander verbunden; man hat das Gefühl der Autor selbst würde die Antworten nicht kennen, weil er einfach nach Lust und Laune drauflosgeschrieben hat, und ihm am Ende nur eine lasche Begründung eingefallen ist,
Das Ende war eine Zuspitzung genau dieser Schwächen anstatt der lang erwarteten Aufklärung. Das ist besonders traurig, da dass Buch wirklich eine farbreiche, hervorstechende Fantasygeschichte hätte erzählen können und anscheinend nur der Plot etwas überarbeitet hätte werden müssen - einige Dinge auszuführen und überflüssige zu streichen.

Die Charaktere sind recht durchschnittlich und wiederholen sich ständig. Tahn und Sutter belieben ständig miteinander zu scherzen, nicht immer auf besonders respektvolle Art und Weise, das wäre natürlich ein facettenreicher Charakterzug, wenn sie nicht ständig DEN SELBEN WITZ reißen würden und wenigstens Komik dabei wäre. Das Wort "Rübenbauer" kann ich nicht mehr lesen. 
Ein hervorstechender Charakter ist Wendra, die zu Beginn recht wenig zu Wort kommt, sich aber als viel stärker und menschlicher als die Hauptperson Tahn darstellt. Sie ist wortgewandt und klug; schade dass sie so wenig Raum in der eigentlichen Handlung erhält, abgesehen von einigen Kapiteln in einem Seitenstrang des Plots. 

Was aber höchst ärgerlich an den weiblichen Charakteren ist, dass sie alle nur daran denken "Mutter zu werden" und das von der Regentin, zur Elbenhaften Fernprinzessin und der sexuell missbrauchten Wendra. Das ist eine eigenartige Fehlkonzeption des Buches, dass es zwar einflussreiche, starke weibliche Charaktere gibt, sogar eine Regentin, die nicht von einem Ehemann bevormundet wird (nicht dass sie aber eine einzige Frau in ihrem Rat sitzen hätte), aber nur unter der Voraussetzung, dass sie ihre mütterlichen Wünsche an erste Stelle setzen. Und wenn nochmals eine Fehlgeburt bedauert wird - das einzige Motiv, welches hier eine "tragische Vergangenheit" für eine Frau bedeuten könnte - ich hoffe es lag einfach an Ideenlosigkeit und nicht an der tatsächlichen Ansicht des Autors über Frauen. Natürlich sind Fehlgeburten schrecklich, aber die Art wie das in "Das Gewölbe des Himmels" behandelt wird, ist falsch angebracht. Noch schlimmer das Thema einer Vergewaltigung, die in einer Schwangerschaft resultiert weshalb, "die Vergewaltigung ja nicht so schlimm war, schließlich kann man sich nun auf das Mutter werden freuen"
Es gibt einen Unterschied dazwischen starke Frauen in einer frauenfeindlichen Welt zu erschaffen oder eine frauenfeindliche Welt zu erschaffen, weil man nicht glaubt selbstbestimmte Frauen würden existieren. 

Fazit: "Der Vergessene/Unrechte" hätte ein solider Auftakt einer interessanten Fantasyreihe sein können, auch mit seiner unkreativen Handlungsschwäche. Der Schreibstil ist "episch", die Geschöpfe und Geschichte der erschaffenen Welt vielfältig. 
Das Frauenbild ist  grauenhaft rübergekommen und es fällt mir schwer einzuschätzen ob es Faulheit oder Absicht des Autors war.  Das Buch wirkt einfach unfertig; es ist nicht vollkommen schlecht, aber auch nicht umwerfend. Darum 3 Sterne.  

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85 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Totenbraut

Nina Blazon
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2013
ISBN 9783473543915
Genre: Kinderbuch

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Chosen

P.C. Cast
Flexibler Einband: 322 Seiten
Erschienen bei Gardners Books, 27.04.2010
ISBN 9781907410130
Genre: Jugendbuch

Rezension:


300 Seiten Blödsinn ueber das Erwählen eines der drei Jungs, in die Zoey leider Gottes verliebt ist (Liebe, hust, hust). 

Dieses Buch beweist mal wieder, wie sehr man Potenzial doch aus dem Fenster schmeißen kann. Wer das als gute Literatur zu bezeichnen wagt, der sollte noch einmal scharf ueber seine eigene Existenz nachdenken. 

Das Cover ist billig und dunkel, wuerde mir in einer Serie aber nicht viel ausmachen. Die Schriftgröße ist ok, die Kapitel mittellang.

Und jetzt die Federteufel:
Der Schreibstil ist erbärmlich und gespickt von hässlichen Wörtern, lachhaften Umschreibungen und ätzenden Wiederholungen. So gut wie alle Dialoge beschränken sich auf sinnfernes Geplänkel, "hi" und "bye" und "oh he's a hottie". Die Charaktere machen keinerlei Entwicklung durch - allen voran Zoey mit ihrem andauerndem Selbstmitleid und ihrer oberflächlichen Sicht auf alles und jeden. Sämtliche Beziehungen (nicht nur romantische) wirken sehr erzwungen, uebereilt und gestellt. Die Protagonisten erweisen sich als einseitige Stereotype, an denen wie bessesen festgehalten wird. Die Handlung ist geradlininig und dumm. Einfach nur dumm, obwohl die Idee an sich gut ist. Auf den ersten 250 Seiten befindet großteils belangloses Gelaber, erst zum Ende hin kommt etwas Spannung auf. Das System der Vampyre (sich diese archaische Schreibweise herauszupicken...) ist komplex und schockierend - aber auf der anderen Seite doch viel zu flach. Das Ritual ist immer dasselbe (ganz gleich welcher Anlass), die Sprueche werden andauernd wiederholt, obgleich der Leser aus Band 1 und Band 2 all jenes bereits kennt. Es gibt kaum mehr Neues, obwohl es da so viel Möglichkeit gäbe! Statt diese zu nutzen, konzentriert sich das werte Autorenpaar lieber auf Zoeys Affären (affairs - Dinge... "Stuff'), erweist sich aber nicht einmal in der Lage, diese authentisch darzustellen. Man kommt sich vor, als hätten ein paar Twilightbegeisterte Schuelerinnen sich vorgenommen eine Vampirgeschichte mit einer Schule voller Edwards zu verfassen um ihrer dreckigen Fantasie viel Lauf zu lassen, plotten und schreiben aber gar nicht könnten (was ja die Essenz eines Schriftstuecks ist :O) und ihnen die Ideen ausgingen, ehe die Handlung selbst ueberhaupt beginnt. 

Die "Nerdherde" wird wie immer vor ein Problem gestellt, dass sie vollkommen ueberfordert, aber dennoch ganz leicht und Hindernislos gelöst wird.
Zoey hat sich zu einer richtigen Nervensäge entwickelt. Wo sie in den ersten Bänden eine Moralapostel ist (und immer noch bleibt... oder sich zumindest dafuer hält und nix dazulernt) wird sie zur größten "ho" des ganzen House of Night. Sie nimmt sich mal wieder vor, endlich ihre Beziehung mit Mr. Mensch, alias Heath zu kappen, kann ihre Blutgier aber nicht kontrollieren - wieso wundert dass niemanden? Seltsam nur dass ihr das beim Spionieren von Elliot und Neferet in Band 2 keinerlei Schwierigkeiten bereitet hat... Jaa... Die "männlichen Individuen" in der Serie sind wohl kaum der Rede wert. Einseitig, immer gut aussehend und perfekt (ich vermisse Elliot heh) die alle Mädels zum Sabbern bringen [wird dass nicht irg. langweilig, (jung)Vampyrladies?]. 

Die einzig! interessanten Stellen waren die die Absichten Aphrodites und Neferets Geheimnisse sowie die Zombie-Vampyre. Außerdem sorgten die Gedichteeinlagen fuer die dringende Erholung von Zoeys Slang.

Weil ich hier noch weiter hetzen könnte nur meine Bewertung: Anderthalb Sterne um das ungenutzte Potenzial zu preisen, hach.

Fazit: Finger weg - es besteht akute Verdummungsgefahr durch dieses Schundbuch.

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Magnus Chase and the Gods of Asgard, Book One: The Sword of Summer

Rick Riordan
Audio CD
Erschienen bei LISTENING LIB, 06.10.2015
ISBN 9781101916988
Genre: Sonstiges

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687 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 123 Rezensionen

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Das unendliche Meer

Rick Yancey , Thomas Bauer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 30.03.2015
ISBN 9783442313358
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Salvete!
"Vincit qui patitur" - Es siegt wer erduldet. Das ist das Motto dieses Buches: Grausamer, hässlicher und tiefgehender, als Band 1 - man vergleicht ja immer unwillkuerlich zum Vorband. 
Ich brauchte lange um mich zur Fortsetzung zu ueberzeugen, denn der erste Teil ließ mich doch äußerst skeptisch zurueck - Nein ich kann Evan mit seinen gepflegten Händen immer noch nicht ertragen. Gut, denn hier spielt er eine kleinere Rolle, doch ich möchte nichts vorweggreifen.

Das Cover ist wundervoll anzuschauen  - schmuck und elegant - Schwarz kombiniert mit Gold und Silber geht immer. Goldenes Licht flutet eine Menschenverlassene Halle, so wie die Welt nun leer ist. Beinahe verblendet erkennt man eine einsame Silhouette - einen Ueberlebenden in der Leere. "Das Unendliche Meer" - wovon? Der Verzweiflung? Wut oder doch der Hoffnung?
Die undurchschaubare Ringer wird sich in diesem Band auf die Suche nach genau dieser Antwort machen. 
"In der Minute, in der wir beschließen... Ich wuenschte, ich hätte noch eine Minute. Ich wuenschte, ich hätte noch dreißig Sekunden. Dreißig Sekunden wären eine Lebenszeit. Eine Minute wäre eine Ewigkeit."
Nach der Flucht aus dem Vernichtungslager sind Cassie und ihre Verbuendeten uneinig, wo sie hinsollen denn es ist nirgendwo sicher und Vertrauen Schnee von Gestern. Ringer glaubt nicht an Evans Rat und gerät damit andauernd mit Cassie in Streit. Niemand zweifelt daran, dass er nicht mehr am Leben ist, aber Cassie kann die Wahrheit nicht wahrhaben und bringt damit alle in Gefahr. Die Geflohenen verstecken sich derweil in einem verlassenen Hotel, doch es ist ein Spiel mit dem Feuer - und Evan taucht nicht auf. Als Ringer sich schließlich auf die Suche nach einer neuen Unterkunft macht, geschieht was geschehen musste: Sie wird gefangengenommen - doch warum tötet man sie nicht? Die Anderen haben sich einen neuen, widerwärtigen Plan ausgedacht, um den Rest der Menschheit zu quälen und unterziehen Ringer einem mörderischen Experiment. Dabei kommt das Mädchen einer Wahrheit auf die Spur, wie sie schockierender nicht sein könnte...

Das Buch ist in 8 ungleich lange Teile eingeteilt, die, wie schon der Vorgänger, jeder aus der Sicht eines Charakters erzählen - allerdings auch hier nicht alle in ich-Perspektive, was es auch schwer macht die gerade beschriebene Person sofort zu erkennen - aber hat das Rätsel dabei nicht einen gewissen Reiz? 
Die einzelnen Kapitel sind wie immer meist kurz gehalten, ihre Einteilung teils schon recht willkuerlich, wo ich schon gestuzt habe - bei diversen Absätzen hätte ein Kapitelanfang oft besser gepasst als mitten im Text. Nicht dass es spannungsfördernd wäre - es war einfach zwecklos. 

Es gibt kein Problem mit dem Einstieg ins Buch, selbst wenn man den Vorband vor längerer Zeit gelesen haben sollte, denn es wird ausreichend aber subtil hingewiesen, was ungefähr geschehen ist. An sich gelesen haben sollte man "Die 5 Welle" dennoch, denn so ganz ohne Vorwissen ist es nicht lesbar/verständlich.

Die Seiten fliegen nur so vorbei - doch wirkt das Buch vermeintlich leichter als die Wahrheit. Denn der Schreibstil von Rick Yancey ist etwas Besonderes, speziell möchte ich damit auf dieses springende Niveau aufmerksam machen. Er ist voller intelligenter Parabeln und wundervoller Metaphern - ein wahres psychologisches Meisterwerk - der Autor hat sich im Vergleich zu "Die 5 Welle" ungeheuerlich weiterentwickelt. Die Charaktere werden mit solch einer Liebe zum Detail dargestellt - in Jugendbuechern ist das rar, jeder hat eine Geschichte, Ziele, Träume und Prinzipien. Auf der anderen Seite liest man immerzu das Wort "Hinterteil" und das Banalste wird zum Weltbewegendesten dramatisiert und in Szene gesetzt. Außerdem trieft der Text teilweise so vor Umschreibungen dass man die eigentliche Handlung erst nach dem dritten Lesen versteht, was einfach eine Uebertreibung des Guten ist. 
Dennoch - der Autor versteht es, Spannung aufzubauen und mit jeder beantworteten Frage 1000 Neue im Kopf des verzweifelten Lesers entstehen zu lassen. Einfach grausam...
Leider passiert im Buch selbst nicht viel, stattdessen ie wird größer Bezig auf zwischenmenschliches genommen und die Stilexperimente  sind zu groß angelegt: darunter leidet die Handlung selbst sehr.
An sich macht das Ende jedoch gespannt auf die Fortsetzung und ich werde gewiss "Der letzte Stern" lesen!

In diesem Band lernt man die steife Ringer kennen aus deren Sicht der Großteil des Buches erzählt wird. Man merkt schnell wie klug sie ist und - ganz anders als Cassie - alles hinterfragt und beschreibt.  Es war durchaus ueberraschend, die Welt durch ihre Augen zu betrachten: Was ihr wirklich was bedeutet und wie sie auf Lösungen kommt. Es hat alles einen Grund und das wird der werte Leser auch erfahren. 
Cassie - die ich hier sogar etwas vermisst habe - nervt nicht mehr so stark, ihr sind nur wenige Dutzend Seiten in "Das Unendliche Meer" gegönnt, der unterschiedliche Charakter der beiden Erzählerinnen ist schnell klar: Ringer liebt das Rätsel und Lyrik, Cassie spricht alles direkt an.
Es gibt keine Romanze hier und das ist gut so - es wäre einfach unpassend und schon die Beziehung mit dem leider toten Evan war schlicht und eegreifend extrem ätzend. An sich ist es ja recht interessant, wenn Mensch und Alien ein Buendnis eingehen aber so... einfach nein. 
Die Anderen haben in 6000 Jahren ueber allerlei Scheußlichkeiten nachgesonnen und enttäuschen auch nicht. Ja, nur wieso machen sie die Vernichtung der Menschheit so persönlich? Wieso nicht ein Virus erschaffen, das statt 9/10 einfach 10/10 Menschen tötet?
Vosch Spiele mit dem menschlichem Verstand kennen keinerlei Grenzen.
...
3,5/5 Sternen, es gibt Abzug fuer Verwirrungen und zu wenig Handlung.

Fazit: Eine tolle Fortsetzung mit einer enormen Verbesserung des Schreibstils und einer guten Portion an Spannung und Grausamkeit, wenn auch die Handlung etwas kurz kommt.

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Frostfluch

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.07.2015
ISBN 9783492280327
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Hej!
Nach dem eher mäßigen, aber interessanten ersten Band habe ich mich gespannt an die Fortsetzung gewagt... und wurde leider enttäuscht.

Das Cover ist passend zur Reihe gestaltet und wirklich wunderschön: violette Blumen auf schwarzem Grund. Das violette Purpur, ein Symbol fuer Nike, deren Champion (well, hell, why don't even translate this word?) Gwendolin Frost ja ist. Ich muss schon sagen, solch einem Cover kann man nicht widerstehen - diese Sammleredition wertet das Buch einfach ueber. Das Fluch im Titel mag sich wohl auf Gwens Gabe beziehen, die manch einmal wahrlich grausam ist.

Aber worum geht es in der Fortsetzung?
Nachdem Gwen und Logan die Schnitterin Jasmine ueberfuehrt haben, scheint die Gefahr gebannt. Zu Gwens nun größtem Ärger zählt nun, dass Logan ihr Nachhilfe im Kampf geben soll, aber ihr immer noch nicht seine Liebe eingestehen möchte. Die anstehende Internatsfahrt in ein Elite-Skiresort scheint ihre Stimmung nicht gerade zu heben. Dort jedoch lernt sie den huebschen Preston kennen und lässt sich von ihm verfuehren. Was sie dabei jedoch völlig vergisst, ist die Tatsache, dass sie die Nr.1 auf der Abschussliste von Lokis Huldigern ist und ihr Leben wieder ein Mal in höchster Gefahr schwebt...

Dieses Buch hat mich wirklich schwer enttäuscht. Ich habe zwar gehört, die Reihe steigere sich von Band zu Band, dies scheint jedoch ein widerlegter 'Mythos' zu sein. Der Schreibstil bleibt zwar schnell lesbar und verständlich, aber die erste Hälfte der Handlung ist eigentlich nichts weiter als eine komplette Nacherzählung von Band 1. Am Schluss wird es zwar besser, allerdings ist alles eher eine abgewandelte Form der Geschehnisse des vorherigen Buches. Nichts Originelles oder Neues. Mehr Intrigen, mehr Zwischenmenschliches und detailliertere Beschreibungen der Magie hätten hier wirklich nicht geschadet. Spannung ist kaum vorhanden, die große 'Auflösung' zum Ende hin vorhersehbar. 

Gwen hat mich meistens nur genervt mit ihrem ständigem Gerede ueber Logan und die andauernde Wiederholung dessen was geschehen ist, als hätte Frau Estep es nur darauf angelegt, diese läppischen 350 Seiten irgendwie zu stopfen. Das Uebersehen der offensichtlichsten Details ist jetzt auch nicht gerade, was ich als so ungeheuerlich intelligent ansehe - dabei sollen Gwens Noten so brilliant sein. Preston ist mir aber einmal so platt dargestellt, mit solch billigen Spruechen à la 'umwerfende Aussicht hier, aber du bist umwerfender' gleich Gwens Herz gewinnt und sie ihn, nachdem sie erst drei Sätze miteinander gewechselt haben,... Naja... Im Bett will... Ist einfach... 
Was soll ich dazu noch sagen? 
Die ganze Handlung bleibt oberflächlich, kaum etwas wird näher beleuchtet und die versprochene Mythologie eher grausam verstuemmelt. 

Fazit: Platte, unoriginelle Geschichte, lauter Wiederholungen und nervige, dumme Protagonisten. Leider trauriges Ergebnis vergleichen mit dem Vorband.

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75 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Irrlichtfeuer

Julia Lange
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426519431
Genre: Fantasy

Rezension:


Hallo!
Ich möchte mich zuerst herzlichst fuer das Rezi~Exemplar bedanken. 
So - und nun zur Bewertung und Kritik.
Um Fair zu sein - dieses Buch birgt großes Potenzial und steckt voller Ideen, die jedoch  sehr schlecht umgesetzt sind - der Schreibstil ist auch nicht gerade der letzte Schrei. Da ich hier eine ehrliche Meinung angeben will, ohne zu hetzen, ich musste mich wirklich bis ans Ende durchquälen. Dabei wirkte der Plot zu Beginn so vielversprechend!
"Irrlichtfeuer" ist ein Fantasyroman, der in einer komplexen, zerruetteten Welt spielt. Der Titel bezieht sich auf das sogenannte Irrlicht, einen fiktiven, blauen Rohstoff, der Metall schwerelos zu machen vermag, aber Menschen selbst auch magische Fähigkeiten verleihen kann. 

Dies spiegelt sich auf dem schönen, dezenten Cover wieder. Es ist in kuehlen Blau- und duesteren Schwarztönen behalten, in der Mitte eine Gestalt, die ihre Magie missbraucht und die Stadt im Hintergrund in blaue Flammen setzt. Ueber den Dächern fliegen Vögel - Krähen, wie anzunehmen ist. All jenes kommt auch im Buch zu sprechen, aber ich werden nicht allzu viel verraten. Die Duesternis symbolisiert die Stimmung in der Stadt Ijjsstedt, in der die Handlung ausschließlich stattfindet. Aufständler, Elend, Armut und Demonstrationen. Das Cover ist ansehnlich und anziehend, wenn auch nichts herausragendes und ins Auge stechendes. Es verspricht eine gute, unterhaltsame Geschichte und Magie, ohne zu viel zu verraten, wobei sich erst im Verlauf des Lesens seine Bedeutung aufklärt. Das gibt einen Pluspunkt fuer das Buch - denn solche Cover sind nicht selbstverständlich. Viele solcher Pluspunkte soll es aber nicht mehr geben. Doch ich will nichts ueberstuerzen. 

Schaut man sich den inneren Aufbau des Buches an, findet man eine grobe Karte der Stadt, die das Geschehen zwar greifbarer macht, jetzt aber nicht viel am Verständnis ändert. Weiter ist das Buch in sehr lange Kapitel und extrem häufige Perspektivwechsel eingeteilt, die nicht immer klar ersichtlich sind und den Lesefluss eher stoppen. 

Worum ging es nochmal?
Ah ja, in einer Welt, unähnlich der unseren zur Zeit der Industrialisierung, die sich statt Dampfkraft das sogenannte Irrlicht zunutze gemacht hat. Irrlicht ist eine kostbare Energiequelle und Baustoff, allerdings allein Privileg fuer die Reichen. Und die kosten dieses Privileg völlig aus. In Ijjsstedt wohnen sie auf einer hohen Klippe in ihren Prunkschlössern, während so ziemlich der ganze Rest der Buerger in bitterlicher Armut Leben muss und dafuer zu sorgen hat, die lebensbedrohliche Irrlichtförderung am Laufen zu halten. Eines Tages kommt es jedoch zu einem Unfall, bei dem Dutzende Arbeiter ums Leben kommen. Als die Königin nichts unternimmt, um den Opfern zu helfen, sondern mit dem Adel allein darueber berät, wie man mehr Irrlicht raffen könnte, beginnt die schon heiße Stimmung im Volk zu kochen. In dieser Situation lernen wir vier Protagonisten kennen, deren Schicksal sich unabdingbar miteinander verflechten wird: Alba, ein todkrankes Mädchen, dass vom Fliegen träumt - um ihre mechanischen Schwingen aber in Gang zu bringen, das illegale Irrlicht benötigt. Kass, der als sogenanntes Irrlichtkind in der Lage ist, diesen Stoff zu manipulieren und deshalb fuer die Mächtigen aus Ijjsstedt ein wertvoller Spielball ist. Karel, einen inoffiziellen Lord eines der Armenviertel, der der Korruption ein Ende setzen möchte und seinen Sohn Rafael, der auf Rache an einer Frau aus ist, die ihn verschmähte.

Klingt interessant - ist es auch. Detailreich, komplex und fantastisch. Julia Lange erschafft mit Irrlichtfeuer eine solide, spannende Fantasywelt, in der Politik keine unwesentliche Rolle spielt. Letzteres ist fuer mich nichts negatives, wie manch einer schreibt, denn Das Lied von Eis und Feuer ist einfach brilliant, trotz Politik. Irrlichtfeuer ist vieles, aber nicht brilliant. Und sicher nicht mit G.R.R.M.'s Werken zu vergleichen. Was neben der Weltenerfindung hier jedoch gut ist, ist die Tatsache, das Irrlichtfeuer ein (meines erachrens nach) abgeschlossener Einzelroman ist und keine nimmerendende Serie (nicht, dass ich eine eventuelle Fortsetzung hierbei lesen wuerde), von denen es heutzutage viel zu wenig gibt. Hierbei enden die positiven Gegenstände der Rezi. Neben den extremlangen Kapiteln und störenden, schlecht markierten und somit verwirrenden Perspektivwechseln ist der Schreibstil ungeheuerlich zäh und verallgemeinernd. Nichts wird wirklich beschrieben, alles erscheint völlig lieb- und detaillos, was traurig fuer den Plot ist. Es werden zu viele Fragen aufgeworfen und kaum welche beantwortet. Man wird mit Fakten ueberflutet, kann aber nichts zusammenreimen. Spannung entsteht bei solch einer trockene Erzählweise kaum. Auch der Sprachgebrauch lässt zu wuenschen uebrig. Das Wort "beschissen" ist einfach kein reguläres Adjektiv und das soll es um Gottes Willen nie werden. 
Man kann kaum Nähe zu den Protagonisten entwickeln und ihre Handlungsweisen wirklich nachvollziehen. Man muss sich die Hälfte irgendwie zusammenreimen, kaum wird wirklich erklärt und man kommt nicht darauf, wie alles funktioniert. Man gewöhnt sich zwar teilweise an den Erzählstil, doch ist das Lesen an sich keine Freude. Zu Beginn hoffte ich noch auf Besserung, die aber blieb aus, weshalb ich mich ab der zweiten Hälfte ziemlich durch das Buch gequält habe. Die Parts von Alba und später auch Kass haben die Trockenheit etwas durchbrochen, zum Ende hin aber wurde es immer schlimmer. Die Rebellion in Ijjsstedt ist zwar nachzuvollziehen, aber ich konnte gar nichts damit anfangen. Man fiebert einfach nicht mit - um nicht weiter drumherum zu reden.

Somit ergibt sich eine Bewertung von 2,5 Sternen. Es gibt Potenzial, es gibt einen interessanten Plot, aber die Umsetzung ist eine Qual.

Fazit: Tolle Idee und solider Plot aber sehr ermuedender Schreibstil, langatmig erzählt und schlecht beschrieben. 

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Tags: armut, fantasy, fliegen, irrlicht, magie, monarchie, rebellion, steampunk   (8)
 

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apollo, camp half blood, diktatoren, gods, gott, götter, greek, griechisch, halbgötter, intrigen, kampf, magnus chase, meg mccaffrey, mensch, percy jackson

The Trials of Apollo - The Hidden Oracle

Rick Riordan
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Disney-Hyperion, 03.05.2016
ISBN 9781484732748
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: apollo, camp-halfblood, diktatoren, gott, griechisch, intrigen, kampf, meg mccaffrey, mensch, mythologie, nero, percy jackson, spannung, sterblich, triumvirat, unsterblichkeit, witzig   (17)
 

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Skylark - Der eiserne Wald

Meagan Spooner , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.06.2014
ISBN 9783453268227
Genre: Jugendbuch

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Tags: fantasy, geheimnis, kuppel, magie, mechanik, sci-fi, steampunk, verbot, wald   (9)
 

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Everflame - Feuerprobe

Josephine Angelini , Simone Wiemken , Zero Werbeagentur
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 24.06.2016
ISBN 9783841504203
Genre: Jugendbuch

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Tags: fantasy, feuer, hexen, liebe, menschen, paralleluniversum, welten, wissenschaft, zeit, zweites ich   (10)
 
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