Loki_Laufeyson

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71 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

vampire, jasna, heirat, liebe, nina blazon

Totenbraut

Nina Blazon
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2013
ISBN 9783473543915
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Chosen

P.C. Cast
Flexibler Einband: 322 Seiten
Erschienen bei Gardners Books, 27.04.2010
ISBN 9781907410130
Genre: Jugendbuch

Rezension:


300 Seiten Blödsinn ueber das Erwählen eines der drei Jungs, in die Zoey leider Gottes verliebt ist (Liebe, hust, hust). 

Dieses Buch beweist mal wieder, wie sehr man Potenzial doch aus dem Fenster schmeißen kann. Wer das als gute Literatur zu bezeichnen wagt, der sollte noch einmal scharf ueber seine eigene Existenz nachdenken. 

Das Cover ist billig und dunkel, wuerde mir in einer Serie aber nicht viel ausmachen. Die Schriftgröße ist ok, die Kapitel mittellang.

Und jetzt die Federteufel:
Der Schreibstil ist erbärmlich und gespickt von hässlichen Wörtern, lachhaften Umschreibungen und ätzenden Wiederholungen. So gut wie alle Dialoge beschränken sich auf sinnfernes Geplänkel, "hi" und "bye" und "oh he's a hottie". Die Charaktere machen keinerlei Entwicklung durch - allen voran Zoey mit ihrem andauerndem Selbstmitleid und ihrer oberflächlichen Sicht auf alles und jeden. Sämtliche Beziehungen (nicht nur romantische) wirken sehr erzwungen, uebereilt und gestellt. Die Protagonisten erweisen sich als einseitige Stereotype, an denen wie bessesen festgehalten wird. Die Handlung ist geradlininig und dumm. Einfach nur dumm, obwohl die Idee an sich gut ist. Auf den ersten 250 Seiten befindet großteils belangloses Gelaber, erst zum Ende hin kommt etwas Spannung auf. Das System der Vampyre (sich diese archaische Schreibweise herauszupicken...) ist komplex und schockierend - aber auf der anderen Seite doch viel zu flach. Das Ritual ist immer dasselbe (ganz gleich welcher Anlass), die Sprueche werden andauernd wiederholt, obgleich der Leser aus Band 1 und Band 2 all jenes bereits kennt. Es gibt kaum mehr Neues, obwohl es da so viel Möglichkeit gäbe! Statt diese zu nutzen, konzentriert sich das werte Autorenpaar lieber auf Zoeys Affären (affairs - Dinge... "Stuff'), erweist sich aber nicht einmal in der Lage, diese authentisch darzustellen. Man kommt sich vor, als hätten ein paar Twilightbegeisterte Schuelerinnen sich vorgenommen eine Vampirgeschichte mit einer Schule voller Edwards zu verfassen um ihrer dreckigen Fantasie viel Lauf zu lassen, plotten und schreiben aber gar nicht könnten (was ja die Essenz eines Schriftstuecks ist :O) und ihnen die Ideen ausgingen, ehe die Handlung selbst ueberhaupt beginnt. 

Die "Nerdherde" wird wie immer vor ein Problem gestellt, dass sie vollkommen ueberfordert, aber dennoch ganz leicht und Hindernislos gelöst wird.
Zoey hat sich zu einer richtigen Nervensäge entwickelt. Wo sie in den ersten Bänden eine Moralapostel ist (und immer noch bleibt... oder sich zumindest dafuer hält und nix dazulernt) wird sie zur größten "ho" des ganzen House of Night. Sie nimmt sich mal wieder vor, endlich ihre Beziehung mit Mr. Mensch, alias Heath zu kappen, kann ihre Blutgier aber nicht kontrollieren - wieso wundert dass niemanden? Seltsam nur dass ihr das beim Spionieren von Elliot und Neferet in Band 2 keinerlei Schwierigkeiten bereitet hat... Jaa... Die "männlichen Individuen" in der Serie sind wohl kaum der Rede wert. Einseitig, immer gut aussehend und perfekt (ich vermisse Elliot heh) die alle Mädels zum Sabbern bringen [wird dass nicht irg. langweilig, (jung)Vampyrladies?]. 

Die einzig! interessanten Stellen waren die die Absichten Aphrodites und Neferets Geheimnisse sowie die Zombie-Vampyre. Außerdem sorgten die Gedichteeinlagen fuer die dringende Erholung von Zoeys Slang.

Weil ich hier noch weiter hetzen könnte nur meine Bewertung: Anderthalb Sterne um das ungenutzte Potenzial zu preisen, hach.

Fazit: Finger weg - es besteht akute Verdummungsgefahr durch dieses Schundbuch.

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31 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

rick riordan, nordische mythologie, fantasy, witzig, percy jackson

Magnus Chase and the Gods of Asgard, Book One: The Sword of Summer

Rick Riordan
Audio CD
Erschienen bei LISTENING LIB, 06.10.2015
ISBN 9781101916988
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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615 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 121 Rezensionen

aliens, dystopie, rick yancey, das unendliche meer, außerirdische

Das unendliche Meer

Rick Yancey , Thomas Bauer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 30.03.2015
ISBN 9783442313358
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Salvete!
"Vincit qui patitur" - Es siegt wer erduldet. Das ist das Motto dieses Buches: Grausamer, hässlicher und tiefgehender, als Band 1 - man vergleicht ja immer unwillkuerlich zum Vorband. 
Ich brauchte lange um mich zur Fortsetzung zu ueberzeugen, denn der erste Teil ließ mich doch äußerst skeptisch zurueck - Nein ich kann Evan mit seinen gepflegten Händen immer noch nicht ertragen. Gut, denn hier spielt er eine kleinere Rolle, doch ich möchte nichts vorweggreifen.

Das Cover ist wundervoll anzuschauen  - schmuck und elegant - Schwarz kombiniert mit Gold und Silber geht immer. Goldenes Licht flutet eine Menschenverlassene Halle, so wie die Welt nun leer ist. Beinahe verblendet erkennt man eine einsame Silhouette - einen Ueberlebenden in der Leere. "Das Unendliche Meer" - wovon? Der Verzweiflung? Wut oder doch der Hoffnung?
Die undurchschaubare Ringer wird sich in diesem Band auf die Suche nach genau dieser Antwort machen. 
"In der Minute, in der wir beschließen... Ich wuenschte, ich hätte noch eine Minute. Ich wuenschte, ich hätte noch dreißig Sekunden. Dreißig Sekunden wären eine Lebenszeit. Eine Minute wäre eine Ewigkeit."
Nach der Flucht aus dem Vernichtungslager sind Cassie und ihre Verbuendeten uneinig, wo sie hinsollen denn es ist nirgendwo sicher und Vertrauen Schnee von Gestern. Ringer glaubt nicht an Evans Rat und gerät damit andauernd mit Cassie in Streit. Niemand zweifelt daran, dass er nicht mehr am Leben ist, aber Cassie kann die Wahrheit nicht wahrhaben und bringt damit alle in Gefahr. Die Geflohenen verstecken sich derweil in einem verlassenen Hotel, doch es ist ein Spiel mit dem Feuer - und Evan taucht nicht auf. Als Ringer sich schließlich auf die Suche nach einer neuen Unterkunft macht, geschieht was geschehen musste: Sie wird gefangengenommen - doch warum tötet man sie nicht? Die Anderen haben sich einen neuen, widerwärtigen Plan ausgedacht, um den Rest der Menschheit zu quälen und unterziehen Ringer einem mörderischen Experiment. Dabei kommt das Mädchen einer Wahrheit auf die Spur, wie sie schockierender nicht sein könnte...

Das Buch ist in 8 ungleich lange Teile eingeteilt, die, wie schon der Vorgänger, jeder aus der Sicht eines Charakters erzählen - allerdings auch hier nicht alle in ich-Perspektive, was es auch schwer macht die gerade beschriebene Person sofort zu erkennen - aber hat das Rätsel dabei nicht einen gewissen Reiz? 
Die einzelnen Kapitel sind wie immer meist kurz gehalten, ihre Einteilung teils schon recht willkuerlich, wo ich schon gestuzt habe - bei diversen Absätzen hätte ein Kapitelanfang oft besser gepasst als mitten im Text. Nicht dass es spannungsfördernd wäre - es war einfach zwecklos. 

Es gibt kein Problem mit dem Einstieg ins Buch, selbst wenn man den Vorband vor längerer Zeit gelesen haben sollte, denn es wird ausreichend aber subtil hingewiesen, was ungefähr geschehen ist. An sich gelesen haben sollte man "Die 5 Welle" dennoch, denn so ganz ohne Vorwissen ist es nicht lesbar/verständlich.

Die Seiten fliegen nur so vorbei - doch wirkt das Buch vermeintlich leichter als die Wahrheit. Denn der Schreibstil von Rick Yancey ist etwas Besonderes, speziell möchte ich damit auf dieses springende Niveau aufmerksam machen. Er ist voller intelligenter Parabeln und wundervoller Metaphern - ein wahres psychologisches Meisterwerk - der Autor hat sich im Vergleich zu "Die 5 Welle" ungeheuerlich weiterentwickelt. Die Charaktere werden mit solch einer Liebe zum Detail dargestellt - in Jugendbuechern ist das rar, jeder hat eine Geschichte, Ziele, Träume und Prinzipien. Auf der anderen Seite liest man immerzu das Wort "Hinterteil" und das Banalste wird zum Weltbewegendesten dramatisiert und in Szene gesetzt. Außerdem trieft der Text teilweise so vor Umschreibungen dass man die eigentliche Handlung erst nach dem dritten Lesen versteht, was einfach eine Uebertreibung des Guten ist. 
Dennoch - der Autor versteht es, Spannung aufzubauen und mit jeder beantworteten Frage 1000 Neue im Kopf des verzweifelten Lesers entstehen zu lassen. Einfach grausam...
Leider passiert im Buch selbst nicht viel, stattdessen ie wird größer Bezig auf zwischenmenschliches genommen und die Stilexperimente  sind zu groß angelegt: darunter leidet die Handlung selbst sehr.
An sich macht das Ende jedoch gespannt auf die Fortsetzung und ich werde gewiss "Der letzte Stern" lesen!

In diesem Band lernt man die steife Ringer kennen aus deren Sicht der Großteil des Buches erzählt wird. Man merkt schnell wie klug sie ist und - ganz anders als Cassie - alles hinterfragt und beschreibt.  Es war durchaus ueberraschend, die Welt durch ihre Augen zu betrachten: Was ihr wirklich was bedeutet und wie sie auf Lösungen kommt. Es hat alles einen Grund und das wird der werte Leser auch erfahren. 
Cassie - die ich hier sogar etwas vermisst habe - nervt nicht mehr so stark, ihr sind nur wenige Dutzend Seiten in "Das Unendliche Meer" gegönnt, der unterschiedliche Charakter der beiden Erzählerinnen ist schnell klar: Ringer liebt das Rätsel und Lyrik, Cassie spricht alles direkt an.
Es gibt keine Romanze hier und das ist gut so - es wäre einfach unpassend und schon die Beziehung mit dem leider toten Evan war schlicht und eegreifend extrem ätzend. An sich ist es ja recht interessant, wenn Mensch und Alien ein Buendnis eingehen aber so... einfach nein. 
Die Anderen haben in 6000 Jahren ueber allerlei Scheußlichkeiten nachgesonnen und enttäuschen auch nicht. Ja, nur wieso machen sie die Vernichtung der Menschheit so persönlich? Wieso nicht ein Virus erschaffen, das statt 9/10 einfach 10/10 Menschen tötet?
Vosch Spiele mit dem menschlichem Verstand kennen keinerlei Grenzen.
...
3,5/5 Sternen, es gibt Abzug fuer Verwirrungen und zu wenig Handlung.

Fazit: Eine tolle Fortsetzung mit einer enormen Verbesserung des Schreibstils und einer guten Portion an Spannung und Grausamkeit, wenn auch die Handlung etwas kurz kommt.

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1.021 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 88 Rezensionen

fantasy, jennifer estep, frostfluch, mythos academy, götter

Mythos Academy - Frostfluch

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.07.2015
ISBN 9783492280327
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Hej!
Nach dem eher mäßigen, aber interessanten ersten Band habe ich mich gespannt an die Fortsetzung gewagt... und wurde leider enttäuscht.

Das Cover ist passend zur Reihe gestaltet und wirklich wunderschön: violette Blumen auf schwarzem Grund. Das violette Purpur, ein Symbol fuer Nike, deren Champion (well, hell, why don't even translate this word?) Gwendolin Frost ja ist. Ich muss schon sagen, solch einem Cover kann man nicht widerstehen - diese Sammleredition wertet das Buch einfach ueber. Das Fluch im Titel mag sich wohl auf Gwens Gabe beziehen, die manch einmal wahrlich grausam ist.

Aber worum geht es in der Fortsetzung?
Nachdem Gwen und Logan die Schnitterin Jasmine ueberfuehrt haben, scheint die Gefahr gebannt. Zu Gwens nun größtem Ärger zählt nun, dass Logan ihr Nachhilfe im Kampf geben soll, aber ihr immer noch nicht seine Liebe eingestehen möchte. Die anstehende Internatsfahrt in ein Elite-Skiresort scheint ihre Stimmung nicht gerade zu heben. Dort jedoch lernt sie den huebschen Preston kennen und lässt sich von ihm verfuehren. Was sie dabei jedoch völlig vergisst, ist die Tatsache, dass sie die Nr.1 auf der Abschussliste von Lokis Huldigern ist und ihr Leben wieder ein Mal in höchster Gefahr schwebt...

Dieses Buch hat mich wirklich schwer enttäuscht. Ich habe zwar gehört, die Reihe steigere sich von Band zu Band, dies scheint jedoch ein widerlegter 'Mythos' zu sein. Der Schreibstil bleibt zwar schnell lesbar und verständlich, aber die erste Hälfte der Handlung ist eigentlich nichts weiter als eine komplette Nacherzählung von Band 1. Am Schluss wird es zwar besser, allerdings ist alles eher eine abgewandelte Form der Geschehnisse des vorherigen Buches. Nichts Originelles oder Neues. Mehr Intrigen, mehr Zwischenmenschliches und detailliertere Beschreibungen der Magie hätten hier wirklich nicht geschadet. Spannung ist kaum vorhanden, die große 'Auflösung' zum Ende hin vorhersehbar. 

Gwen hat mich meistens nur genervt mit ihrem ständigem Gerede ueber Logan und die andauernde Wiederholung dessen was geschehen ist, als hätte Frau Estep es nur darauf angelegt, diese läppischen 350 Seiten irgendwie zu stopfen. Das Uebersehen der offensichtlichsten Details ist jetzt auch nicht gerade, was ich als so ungeheuerlich intelligent ansehe - dabei sollen Gwens Noten so brilliant sein. Preston ist mir aber einmal so platt dargestellt, mit solch billigen Spruechen à la 'umwerfende Aussicht hier, aber du bist umwerfender' gleich Gwens Herz gewinnt und sie ihn, nachdem sie erst drei Sätze miteinander gewechselt haben,... Naja... Im Bett will... Ist einfach... 
Was soll ich dazu noch sagen? 
Die ganze Handlung bleibt oberflächlich, kaum etwas wird näher beleuchtet und die versprochene Mythologie eher grausam verstuemmelt. 

Fazit: Platte, unoriginelle Geschichte, lauter Wiederholungen und nervige, dumme Protagonisten. Leider trauriges Ergebnis vergleichen mit dem Vorband.

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

fantasy, magie, fliegen, irrlichtfeuer, irrlicht

Irrlichtfeuer

Julia Lange
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426519431
Genre: Fantasy

Rezension:


Hallo!
Ich möchte mich zuerst herzlichst fuer das Rezi~Exemplar bedanken. 
So - und nun zur Bewertung und Kritik.
Um Fair zu sein - dieses Buch birgt großes Potenzial und steckt voller Ideen, die jedoch  sehr schlecht umgesetzt sind - der Schreibstil ist auch nicht gerade der letzte Schrei. Da ich hier eine ehrliche Meinung angeben will, ohne zu hetzen, ich musste mich wirklich bis ans Ende durchquälen. Dabei wirkte der Plot zu Beginn so vielversprechend!
"Irrlichtfeuer" ist ein Fantasyroman, der in einer komplexen, zerruetteten Welt spielt. Der Titel bezieht sich auf das sogenannte Irrlicht, einen fiktiven, blauen Rohstoff, der Metall schwerelos zu machen vermag, aber Menschen selbst auch magische Fähigkeiten verleihen kann. 

Dies spiegelt sich auf dem schönen, dezenten Cover wieder. Es ist in kuehlen Blau- und duesteren Schwarztönen behalten, in der Mitte eine Gestalt, die ihre Magie missbraucht und die Stadt im Hintergrund in blaue Flammen setzt. Ueber den Dächern fliegen Vögel - Krähen, wie anzunehmen ist. All jenes kommt auch im Buch zu sprechen, aber ich werden nicht allzu viel verraten. Die Duesternis symbolisiert die Stimmung in der Stadt Ijjsstedt, in der die Handlung ausschließlich stattfindet. Aufständler, Elend, Armut und Demonstrationen. Das Cover ist ansehnlich und anziehend, wenn auch nichts herausragendes und ins Auge stechendes. Es verspricht eine gute, unterhaltsame Geschichte und Magie, ohne zu viel zu verraten, wobei sich erst im Verlauf des Lesens seine Bedeutung aufklärt. Das gibt einen Pluspunkt fuer das Buch - denn solche Cover sind nicht selbstverständlich. Viele solcher Pluspunkte soll es aber nicht mehr geben. Doch ich will nichts ueberstuerzen. 

Schaut man sich den inneren Aufbau des Buches an, findet man eine grobe Karte der Stadt, die das Geschehen zwar greifbarer macht, jetzt aber nicht viel am Verständnis ändert. Weiter ist das Buch in sehr lange Kapitel und extrem häufige Perspektivwechsel eingeteilt, die nicht immer klar ersichtlich sind und den Lesefluss eher stoppen. 

Worum ging es nochmal?
Ah ja, in einer Welt, unähnlich der unseren zur Zeit der Industrialisierung, die sich statt Dampfkraft das sogenannte Irrlicht zunutze gemacht hat. Irrlicht ist eine kostbare Energiequelle und Baustoff, allerdings allein Privileg fuer die Reichen. Und die kosten dieses Privileg völlig aus. In Ijjsstedt wohnen sie auf einer hohen Klippe in ihren Prunkschlössern, während so ziemlich der ganze Rest der Buerger in bitterlicher Armut Leben muss und dafuer zu sorgen hat, die lebensbedrohliche Irrlichtförderung am Laufen zu halten. Eines Tages kommt es jedoch zu einem Unfall, bei dem Dutzende Arbeiter ums Leben kommen. Als die Königin nichts unternimmt, um den Opfern zu helfen, sondern mit dem Adel allein darueber berät, wie man mehr Irrlicht raffen könnte, beginnt die schon heiße Stimmung im Volk zu kochen. In dieser Situation lernen wir vier Protagonisten kennen, deren Schicksal sich unabdingbar miteinander verflechten wird: Alba, ein todkrankes Mädchen, dass vom Fliegen träumt - um ihre mechanischen Schwingen aber in Gang zu bringen, das illegale Irrlicht benötigt. Kass, der als sogenanntes Irrlichtkind in der Lage ist, diesen Stoff zu manipulieren und deshalb fuer die Mächtigen aus Ijjsstedt ein wertvoller Spielball ist. Karel, einen inoffiziellen Lord eines der Armenviertel, der der Korruption ein Ende setzen möchte und seinen Sohn Rafael, der auf Rache an einer Frau aus ist, die ihn verschmähte.

Klingt interessant - ist es auch. Detailreich, komplex und fantastisch. Julia Lange erschafft mit Irrlichtfeuer eine solide, spannende Fantasywelt, in der Politik keine unwesentliche Rolle spielt. Letzteres ist fuer mich nichts negatives, wie manch einer schreibt, denn Das Lied von Eis und Feuer ist einfach brilliant, trotz Politik. Irrlichtfeuer ist vieles, aber nicht brilliant. Und sicher nicht mit G.R.R.M.'s Werken zu vergleichen. Was neben der Weltenerfindung hier jedoch gut ist, ist die Tatsache, das Irrlichtfeuer ein (meines erachrens nach) abgeschlossener Einzelroman ist und keine nimmerendende Serie (nicht, dass ich eine eventuelle Fortsetzung hierbei lesen wuerde), von denen es heutzutage viel zu wenig gibt. Hierbei enden die positiven Gegenstände der Rezi. Neben den extremlangen Kapiteln und störenden, schlecht markierten und somit verwirrenden Perspektivwechseln ist der Schreibstil ungeheuerlich zäh und verallgemeinernd. Nichts wird wirklich beschrieben, alles erscheint völlig lieb- und detaillos, was traurig fuer den Plot ist. Es werden zu viele Fragen aufgeworfen und kaum welche beantwortet. Man wird mit Fakten ueberflutet, kann aber nichts zusammenreimen. Spannung entsteht bei solch einer trockene Erzählweise kaum. Auch der Sprachgebrauch lässt zu wuenschen uebrig. Das Wort "beschissen" ist einfach kein reguläres Adjektiv und das soll es um Gottes Willen nie werden. 
Man kann kaum Nähe zu den Protagonisten entwickeln und ihre Handlungsweisen wirklich nachvollziehen. Man muss sich die Hälfte irgendwie zusammenreimen, kaum wird wirklich erklärt und man kommt nicht darauf, wie alles funktioniert. Man gewöhnt sich zwar teilweise an den Erzählstil, doch ist das Lesen an sich keine Freude. Zu Beginn hoffte ich noch auf Besserung, die aber blieb aus, weshalb ich mich ab der zweiten Hälfte ziemlich durch das Buch gequält habe. Die Parts von Alba und später auch Kass haben die Trockenheit etwas durchbrochen, zum Ende hin aber wurde es immer schlimmer. Die Rebellion in Ijjsstedt ist zwar nachzuvollziehen, aber ich konnte gar nichts damit anfangen. Man fiebert einfach nicht mit - um nicht weiter drumherum zu reden.

Somit ergibt sich eine Bewertung von 2,5 Sternen. Es gibt Potenzial, es gibt einen interessanten Plot, aber die Umsetzung ist eine Qual.

Fazit: Tolle Idee und solider Plot aber sehr ermuedender Schreibstil, langatmig erzählt und schlecht beschrieben. 

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Tags: armut, fantasy, fliegen, irrlicht, magie, monarchie, rebellion, steampunk   (8)
 

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35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

apollo, percy jackson, camp half blood, the hidden oracle, griechisch

The Trials of Apollo Book One The Hidden Oracle

Rick Riordan
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Disney-Hyperion, 03.05.2016
ISBN 9781484732748
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: apollo, camp-halfblood, diktatoren, gott, griechisch, intrigen, kampf, meg mccaffrey, mensch, mythologie, nero, percy jackson, spannung, sterblich, triumvirat, unsterblichkeit, witzig   (17)
 

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245 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

dystopie, magie, fantasy, jugendbuch, lark

Skylark - Der eiserne Wald

Meagan Spooner , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.06.2014
ISBN 9783453268227
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: fantasy, geheimnis, kuppel, magie, mechanik, sci-fi, steampunk, verbot, wald   (9)
 

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690 Bibliotheken, 15 Leser, 4 Gruppen, 50 Rezensionen

hexen, magie, fantasy, hexe, feuer

Everflame - Feuerprobe

Josephine Angelini , Simone Wiemken , Zero Werbeagentur
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 24.06.2016
ISBN 9783841504203
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: fantasy, feuer, hexen, liebe, menschen, paralleluniversum, welten, wissenschaft, zeit, zweites ich   (10)
 

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335 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

dystopie, überleben, liebe, erde, science fiction

Die 100 - Heimkehr

Kass Morgan , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453270718
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags: diktatur, erde, freiheit, gefahr, hass, jugend, kampf, kriminell, leben, radiaktivität, sci-fi, überleben   (12)
 

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1.624 Bibliotheken, 48 Leser, 2 Gruppen, 207 Rezensionen

tod, briefe, liebe, trauer, freundschaft

Love Letters to the Dead

Ava Dellaira , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 23.02.2015
ISBN 9783570163146
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: berühmtheiten, briefe, depression, freundschaft, schule, schwärmerei, schwester, starss, tod, tragik, trauer   (11)
 

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(2.015)

3.344 Bibliotheken, 34 Leser, 16 Gruppen, 164 Rezensionen

vampire, house of night, fantasy, internat, gezeichnet

House of Night - Gezeichnet

P.C. Cast , Kristin Cast , Christine Blum
Flexibler Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.12.2010
ISBN 9783404165193
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: blut, house of night, jugend, liebe, mobbing, schule, vampir   (7)
 

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85 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

moskau, dystopie, metro, horror, metro 2035

Metro 2035

Dmitry Glukhovsky , M. David Drevs
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453315556
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags: dystopie, gefahr, geheimnisse, intrigen, metro, moskau, radiaktivität, russland, sci-fi   (9)
 

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211 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

fantasy, magie, kreide, joel, jugendbuch

Der Rithmatist

Brandon Sanderson , Jürgen Langowski , Ben McSweeney
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.07.2015
ISBN 9783453269866
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hallo!
Lange habe ich keine Rezi mehr geschrieben, ich hoffe also meine Analyse... äh... Auswertung klingt nicht allzu eingerostet.
Ich muss sagen, ich wollte schon lange ein Brandon Sanderson Buch lesen, bin aber noch nicht dazu gekommen (Schande über mich), aber jetzt hat sich das ja geändert. 

Beginnen wir mit dem Cover, dass wahrlich ein mystisch-magischer Blickfänger ist. Dunkle Türme einer Akademie, Schwärze und rithmatische Kreidekreise; Geometrie. Man wird einfach gefangen und kann kaum den Blick abreißen. Geometrie, Geraden und Linien, dass hat in der Tat etwas kunstvolles, wenn man es nicht stupid in irgendeinem Koordinatensystem betrachtet. Eine "übernatürliche Anmut", und ja, in der Natur kommen solch Perfekte Formen nicht vor.
Und genau um diese Formen geht es in "Der Rithmatist". Die Geschichte spielt in einer Parallelwelt, die nicht allzu unähnlich der unseren ist, bis auf dass Amerika ein Inselstaat und Europa von einem gewissen Joseon unterjocht wird... Aber abgesehen davon gibt es die Rithmatik. Eine eigenartige Magie, die auf der Mathematik von Kreisen beruht. Wer über rithmatische Fähigkeiten verfügt, ist in der Lage, geometrische Kreidezeichnungen zum Leben zu erwecken und als Waffe zu verwenden. Diese Fähigkeiten sind allerdings nicht angeboren; die monarchische Kirche, die die Mechanik und vor allem die Messung der Zeit verehrt, wählt ihre Kreidezauberer in einem mysteriösen Weiheritual im Alter von 7 Jahren aus.
Der 16 Jährige Joel besucht die Armedius Akademie für Rithmatisten, an der diese für den ewigdauernden Krieg ausgebildet werden. 
Joel aber verfügt über keinerlei magische Fähigkeiten, obwohl er ein fantastischer Zeichner ist. Natürlich wollen die rithmatischen Schüler nichts mit ihm zu tun haben und er eckt überall an, vor allem auch deswegen, weil er aus einer armen Familie stammt.  Dennoch studiert er die Rithmatik, obwohl ihm das verboten ist und er deswegen ständig Ärger bekommt; denn eigentlich darf er nur die normalen Schulfächer besuchen. Als eines Tages allerdings Rithmatikschüler entführt werden, ist es an Joel den Fall zu lösen, doch er hat mächtige Gegenspieler und macht eine furchtbare Entdeckung...

Ich mochte den lockeren, bildlichen Schreibstil von Anfang an. Es liest sich leicht und schnell, aber man kann sich dennoch alles gut vorstellen. Die Geschichte erinnert zwar ein wenig an Harry Potter, so scheint es aber nur. "Der Rithmatist" besteht aus so vielen originellen Ideen, Wissenschaft und Magie sind interessant kombiniert und kuriose Parodien unserer Welt gibt es überall zu finden - man beachte, es spielt in einem Paralleluniversum. Leonardo Da Vinci als Heiliger, da er die Entwicklung von Uhrwerken und anderen mechanischen Wundern so weit vorangetrieben hat, als Beispiel.        
Es bleibt spannend, immer wieder tauchen neue Rätsel auf. Wurde eine Frage gelöst, tauchen 1000 neue auf. Manches lässt sich vorausahnen, trifft dann aber doch ganz unerwartet ein. Man möchte immer mehr über dieses komisch anmutende Universum erfahren... Die Darstellungen mit den verständlichen Erklärungen der Rithmatischen Figuren an jedem Kapitelanfang lassen einen dass ganze greifbarer machen.  Das Buch im ganzen ist recht nett aufgemacht, kurze Kapitel, kleine Ilustrationen. Besonders zu Beginn war das alles ja sonst recht verwirrend.                                                 Dennoch hat sich das dritte Viertel des Buches etwas gezogen. Die Auflösung des Falles und das Ende war aber gut und packend dargestellt.   
Man merkt natürlich, dass das ein (Kinder-)Jugendbuch ist, denn die Sprache ist oft etwas sehr kindlich und die Charaktere so überaus... positiv. Trotzdem hat mir die Geschichte sehr gefallen und ich habe es genossen in diese absurde Uhrwerk-Punk Welt einzutauchen (ja, ich lese Danksagungen xD). Der Cliffhanger am Ende ist aber wirklich, wirklich fies und eine Fortsetzung scheint erstmals nicht in Sicht...

Zu den Charakteren muss ich noch einmal sagen, dass sie wirklich nett und amüsant dargestellt worden sind, mit Hintergrund und Ausdrucksweise. Joel, der verzweifelte Nicht-Rithmatist und Melody, die etwas komplizierte Rithmatistin mit ihren...  Stimmungsschwankungen. Ich brauchte etwas mehr Zeit, um mich von ihr zu überzeugen, ganz wie mit Fitch dem zerstreuten Professor, was an den ganze "Uhms" und "Ähms" deutlich zu erkennen war. Ein ziemlicher Stereotyp, aber dennoch sympathisch dargestellt. Und natürlich Nalizar, der arrogante, unzurecht beschuldigte Kriegsheld, der alle Schüler für dumm verkaufen will und seine Meinung als die einzig wahre proklamiert. Ich denke, er ist ganz so rübergekommen wie er sollte,. Die Sekretäre waren mir etwas zu perfekt und überfreundlich, so etwas gefällt mir nicht wirklich. Und dieses andauernde: "Junge..." wenn sich jemand an Joel gewandt hat, war etwas nervig und erniedrigend.                                                             

Ich verteile vier Sternchen, da ich etwas für die teilweise zu kindliche Darstellung und zu stereotype Charaktere abziehe; Potential nach oben wäre auch noch vorhanden, aber es ist dennoch eine überaus solide, unterhaltsame, fantastische Story. 

Fazit: Eine netter Fantasy-Krimi, der nicht nur die Zielgruppe begeistern wird. Amüsante Charaktere in einer absurd-tollen Welt voller Mysterien. Allerdings... der Cliffhanger ist WIRKLICH fies.

LG

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Tags: amerika, außenseiter, cool, fantasy, magie, sanderson, zauberei, zeichnen   (8)
 

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(1.881)

3.042 Bibliotheken, 45 Leser, 3 Gruppen, 307 Rezensionen

obsidian, liebe, fantasy, lux, aliens

Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.04.2016
ISBN 9783551315199
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(543)

1.242 Bibliotheken, 71 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

fantasy, gläsernes schwert, dystopie, victoria aveyard, mare

Gläsernes Schwert

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.07.2016
ISBN 9783551583277
Genre: Jugendbuch

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(1.003)

1.526 Bibliotheken, 41 Leser, 3 Gruppen, 160 Rezensionen

john green, freundschaft, roadtrip, liebe, margos spuren

Margos Spuren

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 19.06.2015
ISBN 9783423086448
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Hallo!

Über "Margos Spuren" hat man ja schon so einiges gehört und von John Green auch... naja, dass war jedenfalls mein erstes Buch von John Green. 

Es geht um Quentin, der seit Jahren für die mythenunrankte Margo Roth Spigelmann schwärmt. Sie kennen sich schon seit sie denken können und waren früher gute Freunde, doch mit der Zeit haben sie sich voneinander entfernt. Sie gehört zu den sogennnten beliebten Leuten, wogegen er eher ein Außnseiter ist. Bis Margo eines Nachts vor Quentins Fenster steht und ihn um Hilfe bittet. Zögernd willigt er ein, nicht ahnend worauf er sich da einlässt. Sie nimmt ihn mit auf eine abdurde nächtliche Rundfahrt durch die Stadt und am nächsten Tag ist sie verschwunden. Aber sie hat Spuren hinterlassen und Quentin schwört sie zu finden. Mit seinen Freunden macht er sich auf auf eine kuriose  Schnitzeljagd und merkt, wie wenig er oder sonstwer sie je kannten.
 
Es ist durchaus überraschend gut, trotz des Hypes, denn sowas lässt mich immer skeptisch an etwas rangehen. Den Film kenne ich übrigens nicht. Der Schreibstil war angenehm, man kam gut in die Geschichte rein und die Charaktere sind recht authentisch dargestellt, so wie ich es nur selten erlebt habe. Sie sind wirklich typische Jugendliche an einer typischen Schule, weder zu Erwachsen noch zu kindisch. Eine Ausnahme bildet Margo, sie lernt man kaum kennen, trotz ihrer Rätsel und Geheimnisse bleibt sie immer unnahbar. Aber dass soll wohl auch so sein. 
Ich habe das Cover der (neuen?) Filmausgabe, auf das dass Kinoplakat gedruckt ist: Margos und Quentins Gesicht nebeneinander. Etwas schade natürlich, dass einem so schon dass Bild und Aussehen vorgegeben wird und generell mag ich keine Filmausgabencover, sie sind zu unkreativ, wie auch immer. Das Bild an sich ist ganz nett, aber es gehört einfach nicht zu einem Buch. 
Das Buch ist in drei Teile eingeteilt: De Zeitraum bis zu Margos Verschwinden, die Suche und die Auflösung, was ziemlich passend ist. Die Kapitel sind kurz und verleiten zum weiterlesen, obwohl sie keine wirklichen Cliffhanger besitzen, dafür ist die Story zu gut.
Es ist ein dünnes Buch, dass man schnell durch hat. Der Schreibstil ist einfach und gut verständlich. Ich konnte mich ziemlich oder ungewöhnlich gut in die Situationen und Personen hineinversetzen.
Es ist eine schräge Geschichte, ernst und dennoch ziemlich humorvoll - ich musste desöfteren schmunzeln.
Der Anfang ist ziemlich vielversprechend, allerdings fand ich den Mittelteil doch etwas langatmig und ereignislos. Man sucht und sucht nach Spuren, aber irgendwie geschieht nicht viel. Der Dritte Teil hat es dann wieder mehr in sich, wobei mir das Ende doch zu abrupt kam. Es ist nicht ganz schlüssig und man cerliert die Verbindung zu den Hauptpersonen. 

Die Geschichte wird aus Quentins Perspektive erzählt, er ist normaler, einigermaßen akzeptierter (wenn auch nicht wirklich beliebter) Jugendlicher im letzten Schuljahr mit einer Gruppe von etwas schrägen Freunden. Der eine ist ein Nerd, der andere ein selbstsüchtiger Partyboy. 
Ihre Handlungsweise ist nachzuvollziehen, nur Margo bleibt die ganze Zeit außen vor. Sie ist eine beliebte Göttin der Schule, gewissermaßen und hat eigentlich die Kontrolle über alle Schüler, sogar berüchtigte Unruhestifter werden vor ihr plötzlich kleinlaut. Aber dennoch ist sie sympathischer als es den Anschein hat. Sie ist natürlich die letzte Person, die sich mit jemandem wie Quentin abgeben würde und das tut sie für gewöhnlich nicht. Bis sie dann eines Tages nachts vor seinem Fenster steht und ihn um Hilfe bittet.
Nach ihrem Verschwinden ist Quentin besessen davon, sie wiederzufinden und man merkt, das sogar ihre besten Freunde nie wirklich wussten wie sie war. Sie ist eine eigenartige Person und man wird selbst nach der Auflösung nicht recht schlau aus ihr. Ob das jetzt Absicht oder die schlechte Darstellung des Autors ist... 

Ingesamt 3,5 Sterne für eine seltsame, unterhaltsame Geschichte mit tollen Charakteren. Abzug für den langatmigen Mittelteil, leichte Plotschwächen zum Schluss hin und ein unzufriedenstellendes Ende.

Fazit: Absurder aber unterhaltsamer Jugendroman mit fesselndem Schreibstil und seinen eigenen Schwächen und Stärken. Kein must-read, aber hineinstöbern kann nicht schaden (Gefahr besteht dass man gefesselt wird).

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dystopie, zwillinge, francesca haig, das feuerzeichen, omega

Das Feuerzeichen

Francesca Haig ,
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.10.2015
ISBN 9783453270138
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Hej, 
das Buch hat mich in der Bibliothek irgendwie magisch angezogen - lag es am Cover oder dem verwirrenden Klappentext... Auf jeden Fall wurde ich nicht entäuscht. Dank dem Klappentext hatte ich zwar eine abweichende Vorstellung über das Buch, aber man wird schnell aufgeklärt. 
Das Cover ist schlicht und weiß mit einem schwarzroten Omega Brandzeichen auf Holz und einigen Rauchschwaden. Die Ecken sind versengt. Es könnte alles Bedeuten - Krimi, Sci-Fi oder Dystopie. Es macht neugierig auf die Geschichte und sticht einem sofort ins Auge.  
Schlägt man das Buch dann auf entdeckt man die Widmung, die nicht bloß ein Name ist, die Autorin wirkt hier mehr wie eine Person als eine abstrackte Buchstabenreihe am Buchdeckelrand, wenn ihr wisst was ich meine.


Worum es geht?
Vor vier Jahrhunderten gab es eine verherrende Atomkatastrophe, die beinahe die gesamte Menschheit und beinahe ihr sämtliches Wissen getilgt hat. Die Überlebenden fristeten ein karges Leben, beinah zurück in der Steinzeit, fürchterliche Mutationen entstanden und während des folgenden Nuklearen Winters wuchsen ganze Generationen auf, die nie die echte Farbe des Himmels erblickten. 
Die Strahlung machte aber noch etwas mit den Überlebenden: Alsbald trat ein Phänomen auf, dass nur noch Zwillinge geboren wurden. Einer war immer gesund und kräftig, wogegen der andere ein Makel oder eine Mutation trug. 
Die Menschen begannen sesshaft zu werden, errichteten eine neue Geselldchaftstruktur. Die Makelbehafteten hatten dort keinen Platz. Sie wurden verstoßen, zurückgedrängt und verbannt. Man wollte sie aus dem Weg haben, aber eines wurde den Alphas, so nannten sich die Reinen, zum Verhängnis, und zum Trumpf der Makelbehafteten, den Omegas: Zwischen den Geschwistern bestand eine Verbindung. Wenn einer starb, riss er seinen Zwilling mit in den Tod. Immer. Und nur deshalb durften die Omegas weiterleben. Unterdrückt, hungernd und verbannt an die Grenze des todlichen Ödlands. Herrscher über diese Welt war und ist der grausame Rat, dem allein Alphas vorstehen. In dieser Welt wächst Cass bei den Alphas auf. Niemand weiß, dass sie eine Omega ist. Man hält sie und ihren Zwilling Zach für ein Wunder. Einzigartig. Bis Zach sie verrät. Denn Cass ist eine Seherin.
"Der Junge, der vollkommen normal schien, bis er eines Tages wie am Spieß schrie, und schon Minuten bevor der Dachbalken brach, aus dem Cottage flüchtete. Das Mädchen, das eine Woche lang um den Hund des Schäfers weinte, bis dieser schließlich von einem Karren aus dem Nachbardorf überfahren wurde. Sie alle waren Omegas, deren Mutation unsichtbar blieb - sie waren Seher.
[...]Ich weiß nicht mehr genau, wann ich merkte, dass auch ich anders war. Früher war es mir ebenso wenig klar gewesen, wie meinen Eltern. Denn welches Kind erwachte nicht hin und wieder schreiend aus einem Albtraum? Ich brauchte lange, um das Besondere an meinen Träumen zu verstehen. [...] Meine Träume waren voller unbekannter Landschaften und seltsamer Gesichter. Voller Festungen, zehnmal so hoch wie unser eigenes kleines Haus [...] Städte, deren Sträßen breiter waren, als jeder Fluss [...] Als ich alt genug war, um mir darüber Gedanken zu machen, war ich auch alt genug, um zu wissen, dass Zach jede Nacht ungestört durchschlief."
Zach verrät ohne mit der Wimper zu zucken seine Schwester, denn darin sieht er die Chance in den Rat zu gelangen. Cass wird zu Beginn verbannt und später gefangengenommen. Sie wird in grausamen Verwahrungsräumen untergebracht. Die Omega Zwillinge der Ratsmitglieder sind nämlich ihre einzige Schwäche. Und Zachs Plan ging auf, aber es gelingt Cass zu fliehen. Mit dem Omega Kip macht sie sich auf die Suche nach einer mysteriösen Insel, auf der Omegas frei leben können, fern von der Diktatur und dem Hass der Alphas. Dabei kommen sie einem grausamen Plan auf die Spur und Cass muss gegen ihren schlimmsten Feind antreten: Ihren Bruder. 

Die lange Inhaltsangabe tut mir Leid, och wollte etwas Klarheit verschaffen und es ist eine sehr komplexe Geschichte und ein MUSS für alle Dystopien Liebhaber.

Dieses Buch bekommt viel zu wenig Aufmerksamkeit. Der Schreibstil ist einfach nur wundervoll wenn auch mit einigen verwirrenden Formulierungen, die man doppelt lesen muss. Man wird direkt in das Geschehen hineingeworfen, die Protagonistin Cass erzählt aus ihrer Sichtweise ihre Geschichte in der Gefangenschaft und wie es dazu kam, bevor die Handlung wirklich einsetzt. Die Welt ist unglaublich interessant erklärt und präsentiert. Man möchte zwingend mehr erfahren. Dennoch hat die Geschichte auch ihre Schwächen. Es gibt diverse Längen, Lückenfüller, der Stil ist stellenweise unglaublich verwirrend und die Charaktere wirken platt... Nicht unbedingt charakterlos aber irgendwie fehlt der gewisse Link. Man bekommt nicht ihre Gedanken oder Zweifel mit, sie bleiben einem Fremd. Oft gerät man in die Verlegenheit, die Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen zu können. Einige Plotschwächen sind auch dabei.
Dennoch ist es eine gute Geschichte mit einem schockierenden Ende. Es ist eine Dystopie mit allen Klishees... Außer den ätzenden Dreiecksbeziehungen und dafür muss ich das Buch loben, denn ich kann diese aufgezwungenen Liebesgeschichten zumeist nicht gut leiden. Es gibt zwar eine Beziehung, aber die steht nicht im Vordergrund und ist legitim. 


~Ich verteile 4 Sterne, einen Abzug für die oben genannten Längen~


Fazit: Solide Dystopie mit einigen Längen aber Lesenswertem Gesamtbild

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krieg, frankreich, mittelalter, ursula flacke, frauen

Jeanne

Ursula Flacke
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Boje, 20.09.2013
ISBN 9783414823663
Genre: Jugendbuch

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märchen, rumpelstilzchen, liebe, moor, fantasy

Der geheime Name

Daniela Winterfeld
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.01.2013
ISBN 9783426511275
Genre: Fantasy

Rezension:


Hej,

Dieses Buch hat mich nicht wirklich überzeugt, fangen wir damit an. Ich bin einfach mit anderen Erwartungen herangegangen. Es war besser, als angenommen aber nicht wirklich mein Geschmack. Ich hatte vor es schnell zwischendurch zu lesen - was auch geklappt hat. Allerdings ist/kann es stellenweise ziemlich verstörend sein und geht schon Richtung Horrorgeschichte mit Charakteren, von denen ich mich nur schwer überzeugen konnte.


Das Cover ist schön und mysteriös ~ Blätter aus Gold, dunkler Hintergrund. 
Rechtgehend ästhetisch, ein "eyecatcher" ~ man kann es nicht einfach ignorieren. Der Font ist stilisiert dezent und der Titel verführt gleich dazu, das Buch genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Klappentext: Vielversprechend und originell. Rumpelstilzchen in der heutigen Zeit? Das ist etwas volkommen anderes ~ keine 0815 Story. Wie hätte ich da nur wiederstehen können?


Worum geht es?
Es ist die Geschichte von Fina und Mora. Fina ist 18 und mit ihrer Mutter auf der Flucht - seit sie denken kann. Auf der Flucht vor ihrem wahnsinnigen Vater. Niemals können sie und ihre Mutter irgendwo länger bleiben - Fina hat keine Freunde - denn es hat keinen Zweck wenn man nirgendwo bleiben kann und sie wünscht sich so sehr ein normales Leben. Außerdem: Wieso hat sie ihren Vater nie gesehen und woher weiß ihre Mutter so genau, wann er sie wieder ausgespürt hat oder ob er sie überhaupt noch verfolgt? Nach ihrem Abitur möchte sie das aber ändern: Sie möchte Studieren und ein eigenes Leben führen, doch ihre Mutter macht ihr klar, das dass unmöglich ist. Das beginnt Fina Fragen zu stellen und als sie keine Antworten erhält, läuft sie davon - zu ihrer Großmutter in der Lüneburger Heide, die sie das letzte Mal als Kleinkind gesehen hat.
Doch dort ist nichts das, was es scheibt und schon bald muss sie feststellen, dass ihr gesamtes Leben eine Lüge ist.
Im Wald lebt Mora. Er ist der Sklave einer grausamen Kreatur, deren Existenz die Menschheit längst veegessen hat. Sie kennt keine Skrupel und von ihr wird er täglich gefoltert. Dennoch: Dort ist er aufgewachsen, allein, abgeschottet.  Diese Welt ist ihm Fremd - er kennt nur den Wald und das angrenzende Moor. 
Dort treffen Fina und Mora aufeinander. Zwei vollkommen unterschiedliche Welten. Fina hält ihn zuerst für einen Verrückten, doch dann erfährt sie was dahinter steckt... Und plötzlich ist sie die einzige, die Mora das Leben retten und ihre Familie von einem grauenvollen Schwur befreien kann. 


Es beginnt vielversprechend. Allerdings merkt man schon, sobald Mora eingeführt wird, dass diese Geschichte nichts für schwache Nerven ist. Der Schreibstil an sich ist gut und packend, die Seiten fliegen nur so dahin. In der Mitte dann aber wird es plötzlich unsagbar zäh, kann am Ende aber wieder punkten. Dennoch kommt man nicht umhin zu bemerken, dass einige Anspielungen vollkommen unpassend sind - zumindest in meinen Augen - sie rauben der Geschichte ihren Zauber. Die Liebesgeschichte zwischen Fina und Mora war nichts für mich - sie whrde zwar im Klappentext bereits angesprochen - aber nicht so dargestellt und de facto steht sie viel zu sehr im Mittelpunkt. 
Ich mochte insbesondere Fina nicht - ihre ganze Art, nicht angemessen für eine 18 Jährige. Sie ist mir zu naiv gewesen - ja, so sind Menschen nun mal - aber ich konnte sie einfach nicht ins Herz schließen. Ihre Begründungen waren zu oberflächlich so wie die Gespräche. Das sie nie zuvor auf die Idee gekommen ist, irgendwas zu hinterfragen und gleich Mora verfällt ( der an nichts anderes denken kann, als ihr die Kleidung auszuziehen...)... 
Sie war mir so was von unsympathisch. Mora mochte ich auch nicht besonders, aber er ist ein Sonderfall aufgrund seiner furchtbaren Lebensumstände und dahingehend gut dargestellt. 
Der Wicht im Gegensatz ist recht authentisch, wenn auch für seine Jahrtausende die er Alt ist eher wenig bewandert was Menschen angeht. Man kann seine Beweggründe schon verstehen, obgleich man ihn absolut nicht ausstehen kann. 


Diese Liebesgeschichte hat mich so genervt! Tarzan und Jane in Deutschland und ein böser Wicht, der an einen pedofilen Gollum erinnert. Das war alles so falsch dargestellt, so unangemessen, dass es einfach  ärgerlich ist. Der Idee und Struktur ist gut, der Stil akzeptabel, aber wie es präsentiert wird finde ich einfach unerträglich. 


Gute Idee und netter Stil, aber für die Schwächen und Längen in der Mitte, unsympathische Charaktere, extrem unangemessene Präsentation  und grauenhaft nervige Liebesgeschichte kann ich nur 2,5 Sterne geben. 


Fazit: Eine spannende Idee  mit fataler Umsetzung ~ Horror und Love im Märchenwald ohne Niveau . Lasst die Finger hiervon! 

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193 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

dystopie, liebe, adelice, cocoon, fantasy

Cocoon - Die Lichtfängerin

Gennifer Albin , Jakob Schmidt
Fester Einband: 356 Seiten
Erschienen bei INK, 11.10.2012
ISBN 9783863960285
Genre: Jugendbuch

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

porta, gefangenschaft, eis, sklave, vergessen

Elbenthal-Saga - Die Eisige Göttin

Ivo Pala
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2015
ISBN 9783423625999
Genre: Jugendbuch

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magie, fantasy, elben, kampf, mythologie

Elbenthal-Saga - Der schwarze Prinz

Ivo Pala
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.08.2014
ISBN 9783423625777
Genre: Jugendbuch

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Tags: auserwählt, außerirdisch, beschützer, elben, entführung, fantasy, kampf, krieg, leben, magie, mythen, mythologie, neun welten, nordische mytholoige, universum, unsterblichkeit   (16)
 

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2.336 Bibliotheken, 87 Leser, 10 Gruppen, 265 Rezensionen

bücher, fantasy, magie, bibliomantik, libropolis

Die Seiten der Welt

Kai Meyer
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.09.2014
ISBN 9783841421654
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Hallo,
ich bin wirklich froh dieses fantastische Buch gelesen zu haben. Es lag noch nicht lange auf meinem SuB (was lange bedeutet definieren wir lieber nicht...) und wegen diesem wunderschön edel glänzendem Cover konnte ich die Finger nicht von lassen. Und das nur zu Recht; so viele kuriose Ideen und Orte; dieses Buch ist einzigartig. Ich liebe es einfach und jeder Bücherfreund wird hier auf seine kosten kommen. 
Eine Stadt mit 1000 Buchläden, bibliomantische Wunder, Buchstabenschwärme, Wälder aus Büchern, Refugien, Magie... 
Der Autor hat hier eine eigene Welt erschaffen. Eine fremdartige Welt die sich in der unseren versteckt. Manche Komponenten dieser Welt können ziemlich schräg vorkommen, aber man sollte sich davon nicht abschrecken lassen. Vor allem auf den ersten Seiten.


Das Cover, wie bereits erwähnt, ist edel und schön. Goldene Muster auf schwarzem Untergrund. Wenn man genauer hinschaut (und das sollte man) entdeckt man eingewobrn in das Muster versteckte Bücher und Federn. In schwachem Bronze fliegen Entstaubungsorigamis über den Nachthimmel. Diese kleinen Vögel nämlich wurden mit Bibliomantik dazu erschaffen, Bibliotheken staubfrei zu halten. 


Der Schreibstil ist ebenso fantastisch wie das ganze Buch. Es gibt solche Bücher, das merkt man schon auf den ersten Seiten, dass sie nicht einfach in Ordnung oder durchschnittlich sind. Man merkt, dass man ein großartiges Buch vor sich hat. "Die Seiten der Welt" ist genau so ein Buch. 


"Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief konnte Furia die Geschichten schon riechen: Den besten Geruch der Welt.
Neue Bücher rochen nach Druckerschwärze, nach Leim, nach Erwartungen. Alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen , von denen sie erzählten. Und gute Bücher verströmten ein Aroma, in dem alles steckte, und dazu noch ein Hauch von Magie"


So beginnt eines der Besten Bücher die ich je gelesen habe. 
Es handelt von Furia Salamandra Faerfax, der Tochter von Tiberius Faerfax, eines mächtigen Bibliomanten. Bibliomanten verfügen über die Fähigkeit, Magie aus Büchern zu ziehen. 
Die Beiden und Furias Bruder Pip leben abgeschieden in einer Residenz mkt einer gigantischen Bibliothek. 


Während Pip gerne Freunde hätte und ein normales Leben führen möchte, da er das bibliomantische Talent nicht besitzt, macht sich Furia mit ihrem Vater auf die Jagd nach den sogenannten leeren Büchern. Die müssen vernichtet werden, ansonsten wird die Entschreibung aller Bücher und das Ende der Bibliomantik eingeläutet. Desweiteren liegt der Schatten einer uralten Familienfehde auf den Faerfax, die zur beinah vollständigen Auslöschung ihrer Familie geführt hat. Seitdem müssen sie sich  im verborgenen halten, abseits der großen Städte wo man sie aufspüren könnte.
Dies wird Furia nur zu sehr bewusst gemacht, als es bei der Suche nach einem leeren Buch zu einem verhängnisvollen Unfall kommt. 
Ihr Bruder wird entführt und um ihn zu retten, muss sie nach Libropolis, in die Stadt mit den 1000 Buchläden, die an der Grenze dieser Welt liegt und von deren Existenz Normalsterbliche nichts ahnen. Doch die Häscher sind ihr schon auf den Fersen - doch ihr Ziel ist nicht das, von welchem sie ausging und Libropolis keineswegs eine Utopie.  Sie findet dort zwar Verbündete, aber ebenso viele Feinde. Sie muss feststellen, das alles viel verstrickter und komplizierter ist, als sie annahm und um Pip zurückzugewinnen, wird sie kämpfen müssen.


Diese Welt ist einfach nur fesselnd. Man kann nicht genug davon bekommen. Zum Glück gibt es noch zwei Fortsetzungen ;)
Die Personen werden authentisch dargestellt, die Gespräche wirken weder gestelzt noch lückenfüllend und die Handlung ist unvorhersehbar; immer kommt noch etwas dazu oder dazwischen, wovon man nicht einmal gedacht hat, das es existiert. Dieses Buch hat mich entführt und ich wäre am liebsten nie zurückgekehrt. Ich konnte mir alles so gut vorstellen. "Die Seiten der Welt" ist ein Meisterwerk", daran kann ich nicht rütteln. Ich habe einfach nichts daran auszusetzen. Sowas kam noch nie vor. 
Ich würde nur vorsichtig warnen, dass es manchen vielleicht etwas zu schräg sein kann, etwas zu fantastisch; vielleicht muss man da etwas für übrig haben. Aber wer Bücher liebt, wird dieses Buch verschlingen. 
Was man vielleicht weniger erwartet, ist, dass es in der Hälfte in richtubg Fantasy-Dystopie abschweift; das ist für mich als Dystopien-Fan natürlich gut, aber wer es nicht erwartet... Der Plot ist dennoch fantastisch ausgearbeitet. Das Buch ist überhaupt nicht zu vergleichen mit normalen Dystopien, darum keine Sorge! 


~Ich würde mehr als 5 Sterne vergeben~


Fazit: Dieses Buch ist einfach perfekt und jeder, der Bücher wirklich liebt, muss es lesen. 

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Tags: abenteuer, bibliomantik, bücher, familie, fantasy, fehde, interessant, kurios, magie, magische bücher, seiten, spannend, teleportation, welt, zauberrei   (15)
 

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198 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 38 Rezensionen

regen, überleben, virginia bergin, rain, dystopie

Rain – Das tödliche Element

Virginia Bergin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.02.2016
ISBN 9783733500726
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Hallo,
Ich muss zu Beginn loswerden dass mich dieses Buch maßlos enttäuscht und ziemlich aufgeregt hat. Die Protagonistin ist eine unheimlich unsympathische und schwierige Person. Zu Beginn kann man das ja noch verstehen, aber im Laufe der Geschichte sollte sie zu gewisser "Einsicht" gelangen. Sie ist einfach dumm. Tut mir leid das jetzt so ausdrücken zu müssen. Der Roman wird aus ihrer Sichtweise erzählt und eigentlich ist der Stil verständlich, aber absolut unpassend. Zu einer Teeniedrama-an-der-Highschool-Story könnte er passen aber so nimmt sich das Buch und die Thematik einfach nicht ernst.
Das Cover finde ich ganz in Ordnung aber es hat mehr vom Buch versprochen, als rauskam. Es wirkt ernst und traurig, gehalten in Grüntönen. Wunderlich ist der Titel und der Klappentext verspricht mit der Idee eine annehmbare apokalyptische Geschichte. Das sind leider ziemlich leere Versprechungen.
Durch das ganze Buch ziehen sich Rubys Klagen und "Comicähnliche" Ausrufe, die bisweilen dick geschrieben oder durch Schmetterlinge ersetzt werden - diese Schmetterlingstaktik finde ich sogar ziemlich nett und die Begründung akzeptabel - Ruby möchte keine Schimpfwörter benutzen und ersetzt sie durch ƸӜƷ.
Die Comicausrufe wie "BÄÄM" ziehen die Situation wieder ins Lächerliche. Zu Beginn auf der Party und als alles noch unklar war hätte es bleiben können, aber später ist das einfach vollkommen unnütz.

Ruby Morris ist ein 15 Jährige Teenagerin - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einer Party ist nichts mehr, wie es wahr, denn dann kommt der tödliche Regen. In dem Fall ist es keine Säure, die da vom Himmel fällt sondern eine Seuche, die durch Wasser übertragen wird und kurz darauf ist alles Wasser auch in Seen und Leitungen verseucht. Hautkontakt mit einem einzelnen Tropfen reicht, um sich mit der immer tödlich ausgehende Krankheit zu infizieren. Die gesellschaftlichen Strukturen zerbrechen binnen Tagen, jeder um sein Überleben und Chaos übernimmt die Herrschaft.

Diese Idee klingt zugegeben interessant und es hätte eine wirklich gute Story abgegeben können. Ja, hätte.
Man ließt sich schnell durch die Seiten, der Stil hat nichts kunstvolles. Man wird ziemlich hart mit den Geschehnissen konfrontiert, fühlt sich aber immer wieder leicht "verarscht". Die Geschichte nimmt sich nicht selber ernst. Der Sprachgebrauch ist einfach unterstes Niveau. Ruby hätte eine Entwicklung durchmachen müssen, zu Beginn habe ich gehofft, das sich das alles noch ändert, aber nada.
Am Besten sieht man das daran, dass sie nach all dem Grauen auf einen Überlebenden trifft und dann nur darüber herzieht, was für ein Nerd er doch ist und dass sie sich nie, nie mit so einem abgeben würde. Das lässt sie ihn auch spüren, sie mobbt ihn als hätte sie nicht gerade damit zu tun, ihr Leben zu retten.
Und ihr Shoppingwahn; sie zieht zwar über fernsehstehlende Plünderer her, selber deckt sie sich aber erstmal mit aller möglichen Schminke ein... natürlich kann man das auch so sehen, dass man mal keine "perfekte" Protagonistin vor sich hat, die mutig und entschlossen immer das Richtige tut. Und das ist auch interessant zu sehen, aber wie es hier umgesetzt wurde... Nein. Ich möchte nicht länger hier rüber diskutieren.
Man kann es natürlich mit dem Buch versuchen; vielleicht freundet sich der ein oder andere besser mit Ruby an, aber in meinem Fall konnte ich dem Buch nicht viel abgewinnen.
Von mir zwei Sterne und keine Empfehlung.

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Tags: alien, apokalypse, cool, diva, dumm, hass, komet, krankheit, mut, pubertät, regen, säure, tod, virus, weltuntergang, wissenschaft   (16)
 
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