Lola1008

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151 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

zwillinge, dystopie, wüste, saba, jugendbuch

Dustlands - Die Entführung

Moira Young
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.04.2015
ISBN 9783596191314
Genre: Jugendbuch

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917 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 177 Rezensionen

liebe, krankheit, jugendbuch, nicola yoon, familie

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Nicola Yoon
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Dressler, 17.09.2015
ISBN 9783791525402
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn die Welt draußen für dich zu gefährlich ist...

Madeline ist 18 Jahre alt, hat mehr Bücher gelesen als jeder andere Mensch auf dieser Welt - und hat noch nie in ihrem Leben das Haus verlassen. Grund dafür ist ein seltener Gendeffekt, der bei ihr im Kleinkindalter diagnostiziert wurde. Madeline ist gegen alles mögliche allergisch, wogegen genau kann allerdings niemand feststellen, weswegen die Außenwelt für sie vollkommen tabu ist. Durch eine Schleuse wird alle Luft im Haus, das sie mit ihrer Mutter bewohnt, gefiltert und kein Fremder darf das Haus betreten, wenn nicht einwandfrei festgestellt werden kann, das derjenige keine für Madeline lebensbedrohlichen Bakterien in sich trägt. Und so verbringt Madeline die Tage mit ihrer Mutter, spielt mit ihr phonetisches Scrabble und Ehrenwort-Pictionary und ist glücklich. Bis eines Tages Olly und seine Familie ins Haus nebenan einziehen und zarte Bande der Freundschaft zwischen ihm und Madeline entstehen. Denn erst da beginnt Madeline zu begreifen, dass es ihr nicht genügt, einfach nur am Leben zu sein...

Meine Meinung
Lang lang ist es her, dass ich eine Rezension geschrieben habe. Nun möchte ich das allerdings in diesem Jahr ändern und endlich mal wieder ein paar Bewertungen zu Büchern schreiben, die ich dieses Jahr gelesen habe. Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt von Nicola Yoon soll hierbei den Anfang bilden. Es ist der Debütroman der Autorin und aus der Perspektive von Madeline geschrieben, die zu Beginn des Romans ihren 18. Geburtstag feiert. Die Ich-Perspektive, die hier verwendet wird, um Madelines Gedanken und Gefühle festzuhalten, gefällt mir sehr gut. Als gesunder Mensch finde ich es eigentlich relativ schwierig, mich in die Lage von jemandem zu versetzen, der das Haus nicht verlassen darf, aber die Darstellungsart von Madelines Tun und Handeln half mir sehr, nachzuvollziehen wie sie sich fühlt. Der Umgang mit ihrer Krankheit wirkt sehr authentisch und ermöglicht dem Leser einen Einblick in die Welt des seltsamen Gendeffekts, den Madeline hat. Allgemein hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Man denkt wirklich, dass vor einem selbst ein 18-jähriges Mädchen sitzt und ihre Geschichte erzählt und kann sich sehr gut in seinen Worten wiederfinden. Auch wenn ich mir einrede, dass ich mit 18 (was ja jetzt auch schon fast 3 Jahre bei mir zurückliegt), doch ein wenig erwachsener geredet habe, muss man bedenken, dass Madeline ihr ganzes Leben nur im Haus verbracht und als einzige Bezugspersonen ihre Mutter und ihre Krankenschwester Carla hatte. Somit hat sie nicht sonderlich viel soziale Kontakte, schon gar nicht mit gleichaltrigen. Die Kapitel sind größtenteils sehr kurz gehalten und man kann mehrere direkt an einem Stück lesen, ohne mittendrin eine Pause machen zu müssen. Außerdem enthält der Roman einige Zeichnungen, die (soweit ich weiß) vom Ehemann der Autorin angefertigt wurden, die auch sehr süß ins Buch eingearbeitet worden sind und zu der jeweiligen Situation passen. Auch der Humor hat mir sehr zugesagt. Obwohl es um ein sehr ernstes Thema geht, gibt es doch Stellen, die mir ein Schmunzeln oder auch ein herzhaftes Lachen entlockten, was ich sehr schön fand. So wird dem Leser bewusst gemacht, dass es, obwohl Madeline sehr krank ist, trotzdem noch etwas zu lachen für sie gibt.
Auch Madeline als Charakter hat mir sehr gefallen. Sie ist im Grunde die facettenreichste Person im gesamten Roman, was aber unter anderem auch einfach daran liegt, dass man sie am besten kennen lernt. Dies merkt man vor allem an ihrem Erzählstil. Wenn sie von Olly spricht, ist sie unglaublich romantisch, fast schon poetisch und lässt sich mit vielen Worten über ihn aus, so dass man sich als relativ unromantisch veranlagter Mensch - wie ich nun mal einer bin - doch zwischenzeitlich ein wenig erschlagen fühlt. Trotzdem fand ich ihre Wortwahl wunderschön und es hat einfach super gut zu ihr gepasst. Auch wie Olly mit Madeline umgeht fand ich unglaublich schön und auch sehr reif für einen Jungen in seinem Alter. Generell, dass er sich so sehr um Madeline sorgt und Angst hat, dass sie nach draußen geht und ihr etwas zustößt, ist unglaublich süß. Allgemein die Beziehung zwischen den beiden ist unglaublich schön gestaltet und fügt sich sehr harmonisch in das Gesamtkonzept des Buches ein. Es geht nicht übereilt daher, meiner Meinung nach, sondern in einem angemessenen Tempo, das den Leser trotzdem mitfiebern lässt, was nun aus den beiden wird. Auch wenn Carla und Madelines Mutter keine sonderlich großen Auftritte haben, ebenso wie Ollys Mutter, sein Vater und seine Schwester, erfährt man doch eine Menge über sie, vor allem durch Madelines Beobachtungen. So kann man sich, obwohl man diese Nebenpersonen nicht ganz so gut kennenlernt wie Maddy und Olly, ein Urteil über sie bilden und auch ein wenig mehr über ihren Charakter sagen, auch wenn das Hauptaugenmerk klar auf der Geschichte von Olly und Maddy liegt.
Auch gegen den Handlungsverlauf kann ich nichts großartiges sagen. Er hat mir sehr gut gefallen, man konnte ihm als Leser flüssig folgen und es waren keine komischen Sprünge oder abgehackte Handlungen zu finden. Die Geschichte baut sich langsam auf und legt erst das Hauptaugenmerk ein wenig mehr auf Madelines Krankheit. Schade fand ich hier nur, dass man keine wirklichen Informationen über ihren Gendeffekt erhält. Maddy sagt zwar, dass sie diesen Gendeffekt hat, rückt diesen aber im weiteren Handlungsverlauf sehr in den Hintergrund, so dass man am Ende eigentlich nur weiß, dass Maddy nicht rausgehen kann, weil sie eben diesen Gendeffekt hat und somit auf alles Mögliche allergisch reagieren könnte. Das war mir persönlich leider doch ein bisschen zu wenig, zumal es sicherlich einige Menschen gibt, die unter so etwas zu leiden haben. Ansonsten hat mir auch die Geschichte mit Olly sehr gut gefallen und Maddys Charakterentwicklung, die sie während des Romans vollzieht. Auch wenn die Geschichte vielleicht in einigen Teilen etwas vorhersehbar war, hatte ich doch das Gefühl, ständig etwas neues im Buch zu entdecken, was unter anderem das Ende betrifft.
Dieses kam für mich, in der Form wie es geschrieben wurde, sehr unerwartet. Die Wendung, die die Autorin eingebaut hat, war für mich absolut nicht vorhersehbar, allerdings auch nicht überzogen oder gestellt. Für mich fügte sich das Ende sehr gut an den Rest des Romans an und blieb sogar ein kleines bisschen offen, was mir auch sehr gut gefallen hat. Es wirkte wie ein runder Abschluss zu einem insgesamt sehr runden Buch.

Fazit
Für mich erweist sich "Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" als ein Roman über die Freiheit und den Unterschied zwischen "leben" und "am Leben sein". Durch den Roman lernt der Leser, seine eigene Freiheit im Handeln sowie seine Gesundheit wertzuschätzen, die ihn nicht darin einschränkt, dass er das Haus nicht verlassen kann. Man wird sich somit seines eigentlichen Glücks bewusst und nimmt seine Freiheiten vielleicht etwas besser wahr. Der Schreibstil hat mir außerordentlich gut gefallen und variiert des Öfteren während der Erzählung. Mal ist er sehr poetisch und dann doch wieder sehr pragmatisch gehalten, was die verschiedenen Facetten von Madeline aufzeigt, die dem Leser die Geschichte erzählt. Doch nicht nur Madeline wird als Charakter von Bedeutung, sondern auch Olly, ebenso wie Carla und Maddys Mutter. Auch wenn man die letzteren beiden nicht ganz so gut kennenlernt, wirken sie doch wie Personen, die nicht nur auf dem Papier, sondern auch im realen Leben existieren könnten. Die Art, wie Madeline uns ihre Geschichte erzählt, ist in sich stimmig und sehr flüssig. Man hat das Gefühl, dass man als Leser praktisch durch das Buch "schwimmt", ohne sich großartig anstrengen zu müssen, weil die Strömung einen selbst antreibt, weiterzumachen. Besonders das Ende fand ich sehr überraschend und hätte es so nicht erwartet. Trotzdem fügt es sich gut in den Rest der Geschichte ein und rundet die Handlung sehr gut ab. Für mich ist "Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" nicht nur ein einfaches Jugendbuch, sondern ein All-Age-Roman, der uns unser eigenes Glück, wirklich zu leben aufzeigt. Daher gibt es von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich mit einem etwas ernsteren Thema auseinandersetzen wollen.

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(404)

735 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 146 Rezensionen

dystopie, erde, die 100, kass morgan, überleben

Die 100

Kass Morgan ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.07.2015
ISBN 9783453269491
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Beklemmende Dystopie mit viel Potential

Die Menschheit, 300 Jahre in der Zukunft: Der Planet Erde ist nach dem atomaren Krieg unbewohnbar geworden. Trotzdem haben ihn eine Handvoll Menschen überlebt, welche auf ein großes Raumschiff ausgewichen ist, das in 3 Klassen unterteilt ist: Walden, Arcadia und Phoenix. Wer auf dem Schiff ein gutes Leben haben möchte, muss die Regeln befolgen und diese sind strikt und vielseitig. Wer gegen sie verstößt, kommt unter Arrest und muss auf seinen Prozess warten. Wird der Angeklagte für schuldig befunden erwartet ihn die Todesstrafe, welche allerdings erst durchführbar ist, wenn die Täter volljährig sind. Besorgniserregend: in letzter Zeit wurden fast alle Angeklagten für schuldig befunden und so schnell wie möglich hingerichtet. Dies soll sich nun aber ändern. Die Idee der Schiffsregierung: 100 jugendliche Straftäter auf die Erde schicken um zu prüfen, ob sie wieder bewohnbar ist. Unter ihnen ist die Ärztin in Ausbildung Clarke, der Sohn des Präsidenten namens Wells, der bei seiner großen Liebe sein möchte, und der intelligente Bellamy, der um jeden Preis seine kleine Schwester beschützen will. Doch alleine bei ihrer Ankunft auf dem blauen Planeten wird ihnen klar, dass sie allerhand Schwierigkeiten bewältigen müssen...

Meine Meinung
Während einer Werbepause habe ich den Trailer zur gleichnamigen Serie gesehen, wusste aber nicht, dass es einen Roman dazu gibt. Kurz bevor ich die Serie anfangen wollte, entdeckte ich dann im Thalia das Buch dazu und musste es natürlich gleich mitnehmen. So ist meine Rezension vom Aufbau der Serie unbeeinflusst und basiert aussschließlich auf der Buchfassung der Autorin.
Insgesamt empfand ich den Schreibstil, den die Autorin nutzt, als sehr objektiv und eher auf die Interaktion der Charaktere fokussiert als auf ihr Gefühlsleben. Vielleicht liegt dies auch daran, dass sie keine Ich-Perspektive genutzt hat, sondern den personalen Erzähler. Trotzdem empfand ich diesen objektiven Schreibstil nicht als störend. Man musste sich ein wenig an ihn gewöhnen, aber nach wenigen Kapiteln konnte ich sehr gut damit umgehen. Jedes Kapitel ist abwechselnd aus der Sicht von den 3 Jugendlichen geschrieben, die die Protagonisten des Romans sind, was einerseits auf verschiedene Handlungsstränge hindeutet und andererseits die Charaktere noch einmal vielschichtiger darstellt. Dadurch kommt viel Abwechslung in die Geschichte selbst, so dass man sich nicht nur auf einen Charakter, sondern auf verschiedene Protagonisten und ihre Hintergrundgeschichte konzentriert. Die Kapitel selbst sind nicht sonderlich lang, so dass man eines auf jeden Fall während eines Leseflusses schaffen kann. Dadurch, dass alle von ihnen mit einem Cliff-Hanger enden, möchte man aber so schnell weiterlesen um zu wissen, wie es mit dem jeweiligen Charakter weitergeht.
Die Charaktere selbst sind unglaublich verschieden und vielschichtig gestaltet, vor allem da alle Protagonisten, und auch die Nebenfiguren, verschiedene Ziele verfolgen und mit verschiedenen Erwartungen auf die Erde geschickt worden sind. Dies liegt vor allem an den verschiedenen Persönlichkeiten, die jeder Charakter innehat. DIes fällt besonders bei der wörtlichen Rede der Charaktere auf. Da auch kein Charakter wie der andere ist, hat man so verschiedene Persönlichkeiten, die aufeinandertreffen und nicht immer gleich gut miteinander auskommen. Die Protagonisten erhalten besondere Tiefe durch die bruchstückhaft dargestellte Vorgeschichte, die in jedem Kapitel eingebaut wird. Dadurch gelingt es dem Leser, ein wenig hinter die Kulissen zu blicken und die Charaktere besser kennenzulernen, ebenso wie ihre Handlungen besser nachzuvollziehen. Auch wenn der Großteil der Personen, die in der Handlung auftreten, die Protagonisten der Buchserie sind, kommen doch einige Nebencharaktere vor, beispielsweise Graham oder Bellamys Schwester Octavia, ebenso wie Clarkes Freundin Octavia. Zwar lernt man diese nicht ganz so gut kennen wie die Hauptpersonen, trotzdem gibt es einige Interaktion mit ihnen, so dass sie nicht nur auf dem Papier existieren. Auch kann man am Ende des ersten Bandes darüber urteilen, ob man diesen oder jenen Charakter mag, was mir persönlich sehr wichtig ist, da man so ein Gefühl für die jeweiligen Hauptpersonen bekommt.
Der Handlungsverlauf blieb für mich durchgehend spannend. Ich wurde praktisch sofort von der Geschichte mitgerissen und erinnere mich an keine nennenswerten Längen. Die 315 Seiten lasen sich fast wie von selbst. Besonders für Spannung sorgen die verschiedenen Handlungsstränge, die durch die verschiedenen Charaktere geschaffen werden. Besonders die Vergangenheitsschnipsel sorgen für mehr Hintergrundinfos über die Protagonisten und bringen somit viel mehr Leben in die Geschichte insgesamt. Ständig passiert etwas neues, so dass man die zukünftige Handlung nicht vorhersagen kann, da man keine Erwartungen an den weiteren Verlauf der Geschichte stellen kann. Was zudem noch äußerst interessant ist, ist die Situation auf dem Schiff, die auch durch weitere Kapitel noch näher beleuchtet wird. Dadurch erfährt man nicht nur, wie das Leben auf der Erde weitergeht, sondern bekommt auch einen Einblick in das Leben auf dem Raumschiff. Dies sorgt dafür, dass auch das Raumschiff als Lebensraum kein abstrakter Ort bleibt, sondern dem Leser nähergebracht und durch die Beschreibungen der Autorin noch mehr konkretisiert wird.
Der Cliff-Hanger am Ende des Romans macht definitiv Lust auf mehr. Deswegen hoffe ich, dass ich auch bald den 2. Band der Serie lesen kann. Er rundet meiner Meinung nach den ersten Band sehr gut ab, obwohl die Handlung im Auftakt der Serie vielleicht doch ein bisschen kurz gehalten ist. Da der Abschluss aber durchaus vielversprechend ist, möchte man auf jeden Fall weiterlesen, besonders, da sich nicht genau voraussagen lässt, wie die Geschichte weitergeht.

Fazit
Für mich erweist sich "Die 100" als toller Auftakt einer etwas anderen Dystopie, die sehr viel Potential aufweist. Die wechselnde Charaktersicht hält die Spannung aufrecht, ebenso die Rückblicke in die Vergangenheit, die die Tiefe der Charaktere Stück für Stück freilegen. DIe verschiedenen Handlungsstränge machen Lust auf mehr. Dadurch, dass dann auch noch die meisten Kapitel mit einem Cliff-Hanger enden, möchte man unbedingt weiterlesen und gleitet praktisch durch das relativ kurze Buch. Obwohl auch viel Sci-Fi-Vokabular benutzt wird, ist die Sprache des Romans doch relativ einfach gehalten, so dass man den Erzählungen der Autorin gut folgen kann. Auch wenn mir die Charaktere und die bisherige Handlung sehr gut gefallen, gibt es trotzdem noch eine Menge Potential, aus dem der 2. Band der Serie schöpfen kann. Für diesen tollen ersten Band vergebe ich daher trotzdem 5 von 5 Sternen, weil er mir im Gesamtpaket einfach unglaublich gut gefallen hat.

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426 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

liebe, nicholas sparks, sparks, spannung, thriller

Wenn du mich siehst

Nicholas Sparks , Astrid Finke
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453268760
Genre: Liebesromane

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1.382 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 70 Rezensionen

fantasy, fire, liebe, monster, kristin cashore

Die Flammende

Kristin Cashore , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.01.2013
ISBN 9783551312044
Genre: Jugendbuch

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(1.421)

2.314 Bibliotheken, 57 Leser, 9 Gruppen, 115 Rezensionen

dystopie, liebe, jugendbuch, veronica roth, fraktionen

Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.03.2014
ISBN 9783442480623
Genre: Jugendbuch

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196 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

brasilien, adoption, familie, liebe, schwestern

Die sieben Schwestern

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.09.2016
ISBN 9783442479719
Genre: Romane

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1.348 Bibliotheken, 32 Leser, 0 Gruppen, 175 Rezensionen

liebe, colleen hoover, musik, maybe someday, ridge

Maybe Someday

Colleen Hoover , Kattrin Stier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423740180
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Berührende Geschichte, die jedoch leider nur die Protagonisten wichtig erscheinen lässt

Sydney ist 22 und ihr Leben könnte nicht besser laufen. Sie studiert ihr Wunschfach - Musik - ist mit ihrer besten Freundin Tori in die erste Wohnung gezogen und hat ihren super tollen Freund Hunter. Was Sydney jedoch nicht weiß: ihre Beziehung ist nicht so glücklich wie es scheint. Denn Hunter betrügt sie - und zwar mit keiner geringeren als Tori. Sydney findet dies allerdings nicht selbst heraus, sondern über ihren Nachbarn Ridge. Dieser sitzt jeden Abend auf seinem Balkon und spielt Gitarre, kann allerdings aufgrund einer Schreibblockade keine neuen Songs mehr zustande bringen und bittet Sydney deswegen um Hilfe. Als sie schließlich aus ihrer Wohnung flüchtet, um der ganzen Situation zu entgehen, sucht Sydney Zuflucht bei Ridge. Dieser bietet ihr an, in das leere Zimmer der WG, die nur aus Warren, Bridgette und ihm besteht zu ziehen - allerdings nur, wenn sie ihm weiter beim Songschreiben hilft. Sydney kommt das Angebot gerade recht, denn in der Wohnung mit Tori möchte sie auf keinen Fall bleiben. Doch beim Songschreiben bleibt es zwischen Ridge und ihr nicht: die beiden spüren eine gegenseitige Anziehungskraft und kommen sich immer näher. Und das, obwohl Ridge eine Freundin hat...

Meine Meinung
Wer mich kennt, weiß, dass ich bereits schon einige Colleen-Hoover-Bücher verschlungen habe. Auch wenn mir nicht alle gleich gut gefallen haben, musste ich mir "Maybe Someday" einfach zulegen, da ich das Thema unglaublich interessant fand und es wenige gute Romane über Musik gibt.
Die Sprache ist, wie bei eigentlich allen Colleen-Hoover-Romanen zuvor, sehr einfach gehalten, so dass man der Erzählung sehr gut folgen kann. Sie orientiert sich gleichermaßen am Innenleben der Charaktere als auch an ihren Handlungen, so dass eine gute Balance zwischen beiden Komponenten entsteht. Dadurch, dass sie auch sehr schnörkellos ist, muss man nicht sonderlich viel Konzentration aufwenden, um der Erzählung zu folgen. Abwechselnd wird aus Sydneys und Ridges Sicht erzählt. Das hat mir außerordentlich gut gefallen, denn so kennt man nicht nur die Gedanken- und Gefühlswelt eines einzigen Charakters, sondern die von beiden Protagonisten. Dadurch kann man sich ein ungefähres Bild davon machen, was in der zukünftigen Handlung passieren wird und man kann sich perfekt in die beiden hineinversetzen. Etwas schade fand ich, dass Ridges Kapitel trotz allem immer noch ein wenig kürzer gehalten waren, als Sydneys Kapitel. Während Sydneys Erzählungen meist über 10 Seiten oder mehr gingen, waren Ridges Kapitel oftmals nur halb so lang. Dadurch hatte man, trotz allem, doch noch einen besseren Einblick über Sydney selbst.
Sydney und Ridge lernt man auch im Verlauf des Buches von allen Charakteren am besten kennen. Besonders Ridge ist ein unglaublich interessanter Charakter, alleine schon dadurch, dass der Leser eine riesige Überraschung erlebt, wenn Sydney und er zum ersten Mal wirklich aufeinander treffen. Durch die Eigenarten der beiden Protagonisten schafft Colleen Hoover einzigartige Personen und behandelt auch sensible Themen, die sonst nicht in der Art und Weise angesprochen werden, wie sie es tut. Das gefällt mir immer außerordentlich gut an ihren Romanen. Außer Sydney und Ridge sind außerdem noch Warren und Maggie Charaktere, die der Leser besser kennenlernt. Alle anderen Personen, die im Buch erwähnt werden oder ein paar Auftritte haben, wirken komplett farblos, weil so gut wie gar nicht angesprochen oder charakterisiert werden. Das beste Beispiel sind hier Sydneys Eltern, von denen auch öfter geredet wird. Es findet kein einziges Mal eine Interaktion zwischen ihnen und ihrer Tochter statt, was ich wirklich sehr schade fand, vor allem, da Sydney sie selbst des öfteren erwähnt. Auch Hunter und Tori kommen nur kurz am Anfang vor und bis auf eine einzige Interaktion mit Hunter gibt es nichts weiter über diesen Charakter festzuhalten. Das Gleiche gilt für Bridgette, wodurch die Charaktere für mich nur auf dem Papier existieren, da ich sie mir nicht ins wirkliche Leben denken kann. Dadurch konzentriert sich die Handlung bzw. der Roman im Allgemeinen nur auf Sydney und Ridge, was ich sehr schade finde, denn verschiedene Handlungsstränge hätten hier ihr Potential zur Ausarbeitung gefunden.
Insgesamt fand ich den Handlungsverlauf ganz ok, wenn er auch einige Längen aufweist. Besonders die Song-Entstehungsphasen mit Sydney und Ridge waren für mich unglaublich interessant, besonders, da man sich die Songs selbst auch anhören konnte, so dass man eine Vorstellung von ihrem Klang hatte. Trotzdem gab es keine richtige Abwechslung. Ridge und Sydneys Beziehung - oder eher Nicht-Beziehung - stand die ganze Zeit im Vordergrund. Es gab kein Kapitel in dem die beiden fernab voneinander etwas unternommen haben, beziehungsweise, dass Sydney über ihr Studium oder ihren Job erzählt hat, generell einmal mit anderen Personen außerhalb der WG interagiert oder ähnliches. Auch das Musikthema rückt schnell in den Hintergrund, was ich auch sehr schade fand. Das war nach einiger Zeit unheimlich ermüdend für mich und schmälerte meine Motivation weiterzulesen. Trotzdem behandelt das Buch ein sehr sensibles Thema und stellt die eigene Entscheidungskraft infrage, was verschiedene Situationen betrifft. Viele unerwartete Wendungen können den Leser trotz einiger Längen im Handlungsverlauf überraschen, so dass dieser an das Ende des Buches gelanfen will, da viele Entscheidungen der Charaktere gar nicht klar abzusehen sind.
Das Ende war mir persönlich vielleicht doch einen Tick zu kitschig, bildet aber auf jeden Fall einen sehr schönen Abschluss zur Gesamthandlung. Es fügt sich gut in die Geschichte ein und rundet den Roman gut ab. Fans von Schnulzenromanen kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Wer es nicht ganz so romantisch mag, empfindet das Ende vielleicht genau wie ich ein wenig zu dick aufgetragen.

Fazit
Ein recht guter Roman, der ein äußerst sensibles Thema behandelt und die eigene Entscheidungskraft und Moral infrage stellt. Der Sprachstil lässt sich gut verfolgen und die Ich-Perspektive, ebenso wie die wechselnde Charaktersicht helfen dem Leser, sich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Nervig war, dass es nur um Sydney und Ridge ging und um gar nichts anderes, so dass sowohl die anderen Charaktere als auch das Thema des Songschreibens recht farblos blieb. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Kommunikation mit der Außenwelt gewünscht, besonders bei Sydney. Dadurch wirkt die Handlung schnell langweilig, da im Grunde immer nur wieder das Gleiche passiert, obwohl es mehr Möglichkeiten gegeben hätte, die Handlungsstränge auszuarbeiten. Trotzdem möchte man das Buch beenden, da sich überhaupt nicht absehen lässt, wie die Charaktere sich letzten Endes doch entscheiden. Empfehlen kann ich diesen Roman Musikliebhabern, die mit den Songs sogar noch ein interaktives Erlebnis erfahren und Fans von Liebesromanen, die es nicht stört, wenn das Hauptaugenmerk hauptsächlich nur auf den Protagonisten liegt. Nach reiflicher Überlegung bekommt "Maybe Someday" von mir gerade noch so 4 von 5 Sternen.

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859 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 124 Rezensionen

dystopie, pandora, dschungel, wüste, heilmittel

Feuer & Flut

Victoria Scott , Michaela Link
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.05.2015
ISBN 9783570162934
Genre: Jugendbuch

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(76)

127 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

liebe, homosexualität, freundschaft, musical, jugendbuch

Will Grayson, Will Grayson

John Green , David Levithan
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Dutton Juvenile, 01.01.2010
ISBN B003FN6FVW
Genre: Jugendbuch

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(186)

311 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 100 Rezensionen

zeitreise, liebe, leuchtturm, new york, vierundzwanzig stunden

Vierundzwanzig Stunden

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.06.2016
ISBN 9783866124011
Genre: Romane

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73 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi, mord, klassiker, agatha christie, krimi klassiker

Der blaue Express

Agatha Christie , Gisbert Haefs
Fester Einband: 394 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 08.10.2009
ISBN 9783596511198
Genre: Krimi und Thriller

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(248)

607 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

pandemie, dystopie, überleben, apokalypse, shakespeare

Das Licht der letzten Tage

Emily St. John Mandel ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.09.2015
ISBN 9783492060226
Genre: Science-Fiction

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530 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

jette, thriller, luke, vergangenheit, krimi

Der Sommerfänger

Monika Feth
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.05.2012
ISBN 9783570308165
Genre: Jugendbuch

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(38)

72 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

australien, historischer roman, aboriginis, liebe, dschungel

Der Ruf des Kookaburra

Julie Leuze
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 18.11.2013
ISBN 9783442478439
Genre: Historische Romane

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

sommer, band

Die Nacht, in der wir uns wiedersahen

Lauren Gibaldi , Anne Braun
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.08.2015
ISBN 9783570309742
Genre: Jugendbuch

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(1.435)

2.259 Bibliotheken, 37 Leser, 0 Gruppen, 215 Rezensionen

obsidian, liebe, lux, fantasy, jugendbuch

Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.04.2016
ISBN 9783551315199
Genre: Jugendbuch

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(130)

286 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

house of night, fantasy, jugendbuch, vampire, liebe

House of Night - Erlöst

P.C. Cast , Kristin Cast
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.11.2015
ISBN 9783596031368
Genre: Jugendbuch

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(321)

655 Bibliotheken, 25 Leser, 3 Gruppen, 36 Rezensionen

tagebuch, anne frank, judenverfolgung, krieg, klassiker

Tagebuch

Anne Frank , Mirjam Pressler
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 13.01.2011
ISBN 9783596511495
Genre: Klassiker

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(1.003)

1.746 Bibliotheken, 21 Leser, 4 Gruppen, 133 Rezensionen

liebe, krebs, tod, leukämie, krankheit

Bevor ich sterbe

Jenny Downham , Astrid Arz
Flexibler Einband: 315 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.06.2010
ISBN 9783570306741
Genre: Jugendbuch

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(3)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Hitzeschlacht

Gabi Schmid
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei tredition, 16.09.2016
ISBN 9783849584061
Genre: Sachbücher

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(20)

31 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

shakespeare, judentum, the merchant of venice, jews, roman

Shylock is My Name

Howard Jacobson
Flexibler Einband
Erschienen bei The Hogarth Press Ltd, 04.02.2016
ISBN 9780701188993
Genre: Romane

Rezension:

Eine komplizierte Nacherzählung von Shakespeares Original

Mit "Shylock Is My Name" erzählt Howard Jacobson die Handlung von Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" nach. Dabei spielen einige Personen und Themen eine zentrale Rolle. Strulovitch, die Hauptperson der Geschichte, kann es nicht fassen: Seine Tochter Beatrice hat sich in einen Christen verliebt! Und das obwohl sie Jüdin ist und ihr Angebeteter sich bisher nicht gerade von der besten Seite gezeigt hat. Auf einem Friedhof im Golden Triangle von Cheshire treffen Strulovitch und Shylock aufeinander. Kurzerhand lädt er Shylock zu sich nach Hause ein und er wird für ihn Diskussionspartner und auch Ratgeber. Zeitgleich versucht D’Anton seinen Freunden Barnaby und Gratan zu helfen, indem er ein Bild von Strulovitch ersteigern und Beatrice mit ihrem Geliebten zusammenbringen will. Dadurch knüpft er unbeabsichtigt und teils unfreiwillig eine Verbindung zu Strulovitch und Shylock, wodurch er in einen Pakt hineingezogen wird, der über alles entscheiden soll...

Meine Meinung
Da es schon wieder ein Weilchen her ist, dass ich ein englisches Buch gelesen habe, wollte ich mir mit "Shylock Is My Name" mal wieder etwas Gutes tun und bewarb mich bei einer Leserunde für das Werk. Leider muss ich gestehen, dass mich das Buch kaum bis gar nicht begeistern konnte. Ich muss zudem erwähnen, dass ich "Der Kaufmann von Venedig" leider nicht im Original gelesen habe, durch die Nacherzählung aber hoffte, einen ungefähren Blick auf die Geschichte zu bekommen.
Die Probleme fingen bei mr schon bei der Sprache an. Der Autor springt schon am Anfang zwischen Präsens und Vergangenheit hin und her, was es für mich sehr schwierig machte, der Handlung wirklich folgen zu können. Immer wieder musste ich neu ansetzen und hatte das Gefühl, aus dem vorherigen Abschnitt nichts behalten zu haben. Dies führte dazu, dass ich diesen dann auch noch ein bis zwei Mal lesen musste, bis ich wirklich alles verstand. Trotzdem war dies nicht immer möglich und ich hatte des Öfteren ein Wörterbuch bei mir liegen, um verschiedene Worte nachzuschlagen, da sie sich mir auch im Kontext nicht wirklich erschließen konnte. Dieses Buch ist also definitiv nichts für Einsteiger oder Gelegenheitsleser, da man an vielen Ecken mit der Sprache aneckt und nicht wirklich versteht, was der Autor dem Leser überhaupt mitteilen will. Dadurch fiel es mir auch schwer, mir die Situationen vorzustellen, die der Autor beschrieb. Nie sah ich Shylock und Strulovitch wie sie sich miteinander unterhielten, noch konnte ich mir eine der anderen Szenerien wirklich gut projizieren. So saß ich also oft mit dem Buch auf dem Sofa, las zwar etwas über die Handlung, konnte aber nicht wirklich in sie hineingezogen werden. Das fand ich etwas schade und hätte mir erhofft, dass der Autor dies etwas besser löste. So wurden die Kapitel, die eigentlich relativ kurz gehalten waren auch zu einem absoluten Albtraum für mich und ich brauchte zwischenzeitlich 2-3 Tage um 20 Seiten in dem Buch zu lesen.
Auch die Charaktere haben mir nicht wirklich zusagen können. Man bekommt zwar eine Einführung auf alle Haupt- und Nebenpersonen, ist aber zeitgleich so distanziert von diesen, dass auch diese nicht wie reale Personen wirken können. Man kann sie scih nur schwerlich vorstellen und sie wirken durch ihr immer gleiches Tun schnell langweilig und repetitiv auf den Leser. Dies war besonders bei Shylock und Strulovitch der Fall, die sich scheinbar nur über ihre "Jewishness" unterhalten konnten und kein anderes Thema fanden, über das sie sprechen wollten. Zudem fiel es mir schwer, die Namen der Personen zu behalten und den einzelnen Charakteren zuzuordnen, sowie die Beziehungen der Protagonisten zueinander mental festzuhalten. Ich benötigte fast das ganze Buch um mir endlich merken zu können, dass Leah und Shylock eine Tochter namens Jessica hatten, und dass Strulovitch, Kay und Beatrice zusammengehörten. Immer wieder verwechselte ich die Personen und musste mich daran erinnern, wer der- oder diejenige wieder war und was er oder sie in der Vergangenheit erlebt hatte. Einzig Plurabelles Geschichte fand ich zu anfang interessant und dachte, sie könnte ein Charakter sein, der dem Leser etwas näher gebracht wird, aber auch dies geschah nicht.
Die Handlung selbst konnte mich nur gegen Ende fesseln; zu drei Vierteln bestand sie nämlich aus endlosen Dialogen zwischen Shylock und Strulovitch, die sich über das Jüdisch-Sein, das Christentum und den Antisemitismus unterhielten. Dies wirkte zwar besonders am Anfang sehr interessant, vor allem da es immer noch ein wichtiges und ernstzunehmendes Thema ist, nervte den Leser jedoch spätestens beim 5. Wiederaufgreifen dessen. Die beiden schienen keine anderen Themen auf Lager zu haben als ihre Religion, wodurch sich das Buch unheimlich für mich zog. Erst im letzten Drittel wurde die Geschichte endlich interessant, denn erst hier traten einige Plottwists auf und es wurde von der doch recht objektiven Erzählweise auf eine amüsante Darstellung der Ereignisse geschwenkt. So kam endlich etwas Leben in die Geschichte und es fiel mir leichter, Motivation für das Weiterlesen zu finden.
Das Ende fand ich nur die Wendung betreffend überraschend. Alles, was drumherum passierte, konnte mich nicht wirklich fesseln und ich nahm es nach der Beendigung des Buches einfach so hin wie es war. Es ließ mich weder recht nachdenklich, noch besonders aufgeregt, sondern eher neutral und unbetroffen zurück. Somit war es für mich nur recht durchschnittlich und für mich nicht noch einmal lesenswert.

Fazit
Für mich hat sich "Shylock Is My Name" leider zu einer richtigen Enttäuschung entpuppt. Die Distanz zu den Charakteren, die umständliche Sprache und die endlosen Dialoge über ein und dasselbe Thema haben nicht gerade meine Motivation gefördert, dieses Buch zu lesen. Vielleicht hätte ich es besser nachvollziehen können, wenn ich das Original von Shakespeare gelesen hätte. Wer gerne eine etwas kompliziertere Darstellung der Geschichte lesen möchte, kann ich dieses Buch empfehlen. Mich konnte es leider kaum bis gar nicht fesseln. Kein Charakter hat mir gefallen und die Handlung zieht sich extrem, bis es am Ende interessant wird und es endlich einmal zu einer überraschenden Wendung kommt. Da das Buch mir bis auf diesen letzten Aspekt nicht gefallen hat, bekommt "Shylock Is My Name" gerade noch 2 Sterne von mir.

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liebe, freundschaft, briefe, cecelia ahern, liebesroman

Für immer vielleicht

Cecelia Ahern , Christine Strüh
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.01.2010
ISBN 9783596511051
Genre: Liebesromane

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liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Saphirblau

Kerstin Gier
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2010
ISBN 9783401063478
Genre: Jugendbuch

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paris, musik, orchester, 1920er, taktstock

Der Bund der Zwölf

Miriam Pharo
E-Buch Text: 290 Seiten
Erschienen bei null, 10.01.2016
ISBN B01AG9HXH2
Genre: Romane

Rezension:

Ein richtiger Geheimtipp für alle Musikliebhaber

Paris, 1926: Die Stadt floriert und besonders Theater, Lichtspielhäuser und Konzertsääle sind vollgepackt mit Menschen, die gerne der klassischen Musik lauschen möchten. Besonders beliebt ist momentan die "Philharmonie der zwei Welten", die die Zuhörer verzaubert. Doch etwas stimmt ganz und gar nicht. Innerhalb von kurzer Zeit sterben zwölf Menschen, plötzlich gealtert, obwohl sie noch vor Lebensfreude sprühten, unter Höllenqualen. Kein Arzt kennt den Grund für die sogenannte "Methusalem-Seuche" und auch die Polizei ist ratlos. Zwei Menschen wollen diesen aber unbedingt aufdecken: Der Klubbesitzer Vincent und seine beste Freundin Magali. Handelt es sich wirklich um eine Krankheit? Oder ist es eine Mordserie?

Ein paar Jahre zuvor wird das stumme aber begabte Mädchen Anna Mitglied in dem Orchester "Philharmonie der zwei Welten". Mit Spaß und Freude nimmt sie an den Orchesterproben teil, aber doch vermisst sie schmerzlich ihren Tata. Vor allem, dass sie langsam aber sicher sein Gesicht vergisst tut ihr weh. Doch im Jahr 1926 ist ihr Vater plötzlich nur noch ihre kleinste Sorge...

Meine Meinung
"Der Bund der Zwölf" habe ich in einer Leserunde gewonnen und allein schon die Leseprobe hat es mir angetan. Ich spiele selbst ein Instrument und daher fand ich die Idee, musikalische Elemente in die Geschichte einzubauen richtig gut. Bisher hatte ich nur mit "Virtuosity" ein Buch in dieser Richtung gefunden, das mir richtig gut gefallen hat.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sehr leicht zu lesen. Man kommt gut in die Geschichte hinein, obwohl man ein wenig unvermittelt in die Handlung hineingeworfen wird. Zwar muss man sich einen Moment orientieren, dennoch hat man nach etwa zwei bis drei Seiten einen vagen Überblick über das Geschehen. Am Anfang weiß der Leser eh noch nicht sonderlich viel über das mysteriöse Altern der Menschen. Er befindet sich vom Wissensstand her also etwa auf dem gleichen Level wie die Polizei. Diese eingeschränkte Sicht auf die Handlung macht ihn jedoch auch sehr neugierig, so dass er gerne weiterlesen will. Auch die Darstellung der 20er Jahre hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mich richtig gut in die Szenerie hineinversetzen und auch die Handlungen der Charaktere sehr gut nachvollziehen. Ein paar Probleme ergaben sich dennoch am Anfang mit den einzelnen Zeitsprüngen zu Beginn der Kapitel. Manchmal war ich ein wenig verwirrt, in welcher Zeit wir uns befanden, so dass ich zwischenzeitlich ein wenig zurückblättern musste um mich neu zu orientieren. Das legte sich aber dann nach einiger Zeit, besonders, da der Leser auch immer mehr in die Handlung hineinwächst. Am besten haben mir aber wohl die Beschreibungen der gespielten Symphonien gefallen. Ich höre nicht sonderlich viel klassische Musik, aber während ich das Buch gelesen habe und ein weiteres Stück auftauchte, habe ich dieses nebenher abgespielt. Die Beschreibungen der Autorin passen wirklich haargenau auf jedes einzelne Stück und ließen mein Musikerherz wirklich höherschlagen. Zudem wirkt es sehr atmosphärisch, wenn nebenher die beschriebenen Stücke laufen, so dass man sich noch ein wenig mehr im Buch verlieren kann. Die Länge der Kapitel fand ich vollkommen in Ordnung. Die Länge war abwechslungsreich gestaltet, aber keines war allzu lang, dass man zwischendurch eine Pause hätte machen müssen.
Kommen wir nun zu den Charakteren, die uns im Verlauf des Buches vorgestellt werden. Vincent und Magali sind neben Anna die ersten Hauptcharaktere. Leider konnte ich mich zu Anfang nicht sonderlich stark in den Klubbesitzer und seine Freundin einfühlen. Irgendwie waren beide Charaktere etwas distanziert, so dass man sie zwar kennenlernte und ihre Handlungen nachvollziehen konnte, aber es sich nicht so anfühlte, als erlebte man mit ihnen die Handlung. Dies besserte sich im Verlauf der Handlung deutlich und spätestens ab der Mitte fühlte man sich den Hauptpersonen des ersten Erzählstranges sehr stark verbunden und drückte ihnen die Daumen, dass sie die Sache mit der mysteriösen Seuche aufklären. Anna war mir im Gegensatz dazu von Anfang an sehr nah und deswegen zog ich besonders im ersten Viertel des Buches ihre Geschichte ein wenig vor, auch wenn diese zumeist nur aus kurzen Abschnitten bestand. Vielleicht lag es daran, dass es hier ein wenig mehr um die Musik ging, genau sagen kann ich es aber nicht. Irgendwie fesselte mich ihr Erzählstrang ein wenig mehr als der andere. Dies relativierte sich jedoch im Verlauf des Buches. Die Nebencharaktere fand ich genauso wie die Hauptcharaktere sehr liebevoll gestaltet. Jeder hatte eine andere Persönlichkeit: Der lustige und geheimnisvolle Béberé, der leicht tollpatschige Polizist Fournier, die angsteinflößende Näherin, sowie der nette Meister Menotti. Alle konnten sowohl bei Vincent, Magali und Anna als auch bei mir starke Verbundenheit oder tiefe Abneigung hervorrufen. Zu jedem Charakter hegte man zumindest ein Gefühl, wenn man diesem begegnete. Dies kann dem Leser auch wiederrum helfen, sich in die Geschichte einzufinden. Zudem haben alle Charaktere Ecken und Kanten und wirken nicht zu utopisch auf den Leser, so dass man sie sich als reale Personen in die heutige Welt denken kann.
Auch der Handlungsverlauf hat mir sehr gut gefallen. Braucht die Geschichte am Anfang ein wenig Zeit um anzulaufen, kann man das Buch spätestens ab der ersten Hälfte nicht mehr aus der Hand legen. Zudem passiert in den Erzählsträngen noch so viel nebenher, dass gar keine Langeweile aufkommt. Vincent muss zusehen wie er die Näherin bezahlt beispielsweise oder Annas Rückblick auf ihre Zeit beim Orchester bevor ihre Gegenwart dem Leser offenbart wird. Dennoch wirkt die ganze Abhandlung des Geschehens nicht übereilt oder allzu hektisch als hätte die Autorin das Buch unbedingt abschließen müssen. Die Aneinanderreihung der Handlungen ergibt sehr viel Sinn und ist in sich schlüssig. Bei der Leserunde ist mir aufgefallen, dass jeder zu den Abschnitten andere Situationen aus dem jeweiligen Leseabschnitt herausgegriffen hat, wo ich auch dachte, ach ja, das ist ja auch noch passiert. Hier fand ich es sehr interessant wie andere Leser das Buch aufnehmen und welche Handlungen ihnen besonders im Gedächtnis geblieben sind. Zudem kann ich mich an keine Stelle erinnern, die sonderlich langweilig war. Immer wieder passierte etwas neues und der Leser wurde lange hingehalten, bis er hinter das Geheimnis der Methusalem-Seuche kommt. Dies steigerte nochmal die Neugier und zudem noch das Vergnügen beim Lesen des Buches.
Das Ende wartet nochmals mit einer überraschenden Wendung auf, die ich überhaupt nicht erwartet hätte. Sie ließ mich ein wenig zwiegespalten zurück, aber dennoch bin ich recht zufrieden mit dieser. Insgesamt bietet das Ende des Buches einen runden Abschluss zum Gesamtgeschehen. Die Spannung wird langsam herausgenommen und man kommt ganz ruhig am Ende des letzten Kapitels an, obwohl so viel geschehen ist. Hoffentlich veröffentlicht die Autorin weitere Bücher in dieser Richtung.

Fazit
Ein richtig schönes Buch mit Mystery-, Thriller- und romantischen Elementen, die besonders die Musik in den Fokus stellen. Der Schreibstil ist flüssig und man kann der Handlung gut folgen, während die Beschreibungen der klassischen Stücke sehr bombastisch ausfallen, aber dennoch sehr gut passen. Mir hat es nebenbei noch geholfen, die beschriebenen Stücke aufzulegen um noch ein wenig mehr Atmosphäre zu kreieren. Auch die Charaktere sind gut gelungen. Hier hat die Autorin wirklich viel Arbeit geleistet, denn jeder hat eine eigene Persönlichkeit und wirkt auch immer wieder anders auf den Leser. Zudem konnte ich mich sehr gut in das Paris der 20er Jahre zurückversetzen, da die Beschreibungen der Stadt sehr lebhaft ausgefallen sind. Obwohl die Handlung erst ein wenig anlaufen muss, um interessant zu werden, gerät der Leser irgendwann in solch einen Sog, dass er sich diesem nicht entziehen kann. Ohne, dass die Handlungen hektisch aneinandergereiht zu sein scheinen, spitzt sich die Situation immer weiter zu, was die Spannung nochmals erhöht. Das Ende ist wieder ein ruhiger Abschluss und fügt sich wirklich gut in die restliche Geschichte ein. Für mich ist "Der Bund der Zwölf" ein richtiger Geheimtipp für Musik- und Thriller-Liebhaber, die gerne noch eine Prise Romantik dabeihaben. Für dieses tolle Buch vergebe ich daher 5 von 5 Sternen.

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