Leserpreis 2018

Loonylovegood03s Bibliothek

5 Bücher, 1 Rezension

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Die Geschichte der Einsamkeit

John Boyne , Sonja Finck
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492309929
Genre: Romane

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(81)

128 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Kindeswohl

Ian McEwan , Werner Schmitz
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.08.2016
ISBN 9783257243772
Genre: Romane

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(94)

145 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

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The Ending

Iain Reid , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426306192
Genre: Krimi und Thriller

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395 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

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Die Farbe von Milch

Nell Leyshon , Wibke Kuhn
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 22.09.2017
ISBN 9783961610006
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es?


1830/1 Mary, ein 15-jähriges Bauernmädchen schreibt über die bewegenden Ereignisse im zuletzt vergangenen Jahr. Sie schreibt über ihr Leben auf dem Hof ihrer Eltern, mit drei Schwester, das von Brutalität und harter Arbeit geprägt ist. Als ihr Vater die Möglichkeit sieht, mehr durch sie zu verdienen nutzt er diese Gelegenheit fraglos aus. Mary muss sich nun, trotz ihrem Wunsch bei der lieblosen Familie zu sein im Pfarrhaus bei Mr. Graham, der Haushälterin Edna, seinem Sohn Ralph und seiner Frau  verdingen und sich um die kranke Ms. Graham kümmern. Nachdem diese jedoch stirbt, Ralph auszieht und Edna entlassen wird sieht sich Mary in einer gefährlichen Situation wieder in der sie in ihren jungen Jahren eine folgenschwere Entscheidung trifft....

Meine Meinung:

Der Schreibstil/ die Sprache/ der Aufbau:

Der Schreibstil ist sprachlich grob und unverblümt. Man erkennt, dass die Autorin (Mary/ Ich-Perspektive) kein Gespür dafür hat, was von Relevanz für den Leser ist. Es wird lange Hofleben und Arbeit beschrieben bis es später zu den Hauptereignissen des Buches kommt. Das Buch ist in Jahreszeiten unterteilt, was nahe liegend ist, da Mary keinen Kalender oder eine Uhr verwendet um zu wissen wo im Jahr sie sich befindet, sie nutzt lediglich ihr Gefühl für die Natur. Außerdem streut Mary immer zwischen durch kurze Eindrücke ihrer ein, während sie die Geschichte runter schreibt. Auch am Anfang jeden Kapitels lernt der Leser erneut ihre Intention kennen, aber auch weitere aktuelle Gefühle. Der Schreibstil passt sehr gut zu der Geschichte, schließlich ist es nicht mal ein Jahr her, dass Mary lesen lernte. Außerdem könnte der Anfang auf den Leser zwar langweilig wirken, aber ich halte ihn für sehr relevant um Mary als Person, ihre Rolle und ihr tristes, von Gewalt geprägtes Leben zu verstehen. Hat man begonnen Mary als Person zu schätzen, lernt man auch den Schreibstil zu verstehen, zu schätzen und zu lieben.

Die Hauptperson/  der Handlungsverlauf :

Mary hat ein freches und scharfsinniges Gemüt, obwohl sie, wie Mutter und Schwestern in ein Leben mit harter Arbeit und Gewalt geboren bzw. gedrängt wurde. Sie bekommt diese Gewalt oft durch ihren Vater zu spüren, lässt sich aber nie brechen. Sie scheint ihre Familie trotz Ablehnung durch Teile der Familie zu lieben, obwohl sie die Gewaltsamkeit ihres Vaters von Anfang bis Ende verabscheut und als falsch erkennt, ich habe mich manchmal gefragt wodurch, da sie nie ein anderes Leben kannte oder den Hof verlassen hat (erst später). Die einzige enge Bezugsperson auf dem Hof ist ihr Großvater, den sie sehr liebt und um den sie sich zärtlich kümmert. Als sie nun ins Pfarrhaus kommt, lernt sie eine ihr völlig unbekannte Welt kennen, so viel feiner und auch gebildeter...Sie baut eine enge Bindung zu Ms. Graham, der Frau des Pfarrers auf, die sie wie ihr Kind behandelt und ihre direkte Art sehr schätzt. Mary verliert nie ihre Ehrlichkeit oder ihren Sinn für Richtig und Falsch.....bis Ms. Graham stirbt und sie und Mr. Graham allein im Pfarrhaus leben. Er bringt ihr jeden Abend Lesen und Schreiben bei und fängt an sie zu belästigen bis er sie eines Nachts vergewaltigt. Mary lässt das Leben im Pfarrhaus trotzdem weiterlaufen und die schlimmen Ereignisse wiederholen sich täglich. Als sie eines Tages merkt, dass sie nun selbstständig lesen und schreiben kann widersetzt sie sich. Nach einer Überwältigung und Vergewaltigung ihrer durch Mr. Graham tötet sie ihn. Sie läuft erst noch einmal auf den Hof, verabschiedet sich von ihrem Großvater und stellt sich schließlich der Polizei. Nun sind wir an dem Punkt angelangt, an dem sie ihre Geschichte nieder schreibt. Sie sitzt im Gefängnis und es ist kurz vor ihrer Hinrichtung, sie ist schwanger, aber möchte ihr Kind nicht abgeben. ,,Und nun werde ich diesen allerletzten Satz zu Ende schreiben und mit dem Löschblatt die Feuchtigkeit aufsaugen wo sich die Tinte am Ende der Buchstaben in kleinen Pfützchen gesammelt hat. Und dann werde ich frei sein.", sind ihre letzten Worte.

Die Message:

Meiner Meinung nach steht Marys eiserner Wille und ihre Kraft diese Gewalttaten auszuhalten für den tiefsitzenden Wunsch nach Bildung und nach der Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Mary weiß, dass sie Lesen und Schreiben nie würde lernen können, wenn sie sich von Mr. Graham entfernen würde. Ihr Vater hat ihr diese Bildung verwehrt und abgesprochen. Es geht auch darum welches Opfer eine Frau aus niederem Stand zu dieser Zeit für Bildung bringen musste. Die Geschichte ist außerdem eine Ode an die Bildung an sich. Mary kann sich trotz ihres schlimmen Schicksals frei fühlen. Sie kann sich nun selbst ausdrücken und ihre Geschichte festhalten. Sie hat endlich ein Ventil gefunden um ihr Unrecht anzusprechen und die Wahrheit hinaus zu schreien. Das ihr dieses Schicksal vorbestimmt ist ist schockierend und schrecklich für den Leser, aber es war wichtig die erdrückte Hoffnung darzustellen und die Aussichtslosigkeit von Marys Person zu unterstreichen. Im Buch kann man noch andere Ansätze erkennen, die die Ungerechtigkeit gegenüber der Frau und die Unterdrückung der Frau unterstreichen.

Das Fazit:

"Die Farbe von Milch" ist ein Roman, den jede*r lesen sollte. Nell Leyshon hat es geschafft Frauen, die ihre Stimme nie erheben konnten durch Mary eine bis heute nachhallende Stimme zu geben. Alle sind es diesen Frauen schuldig, ihrer zu gedenken und geschehenes Unrecht zu benennen. Es handelt sich um einen Roman mit einer umwerfenden Aussagekraft und Intension.

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244 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Andorra

Max Frisch , Peter Michalzik , Peter Michalzik
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.05.2011
ISBN 9783518188088
Genre: Gedichte und Drama

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