Lucciolas Bibliothek

109 Bücher, 112 Rezensionen

Zu Lucciolas Profil
Filtern nach
109 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

96 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

"bücher":w=5,"roman":w=3,"los angeles":w=3,"amy meyerson":w=3,"familie":w=2,"neffin":w=1,"liebe":w=1,"tod":w=1,"usa":w=1,"geheimnis":w=1,"geheimnisse":w=1,"literatur":w=1,"familiengeschichte":w=1,"kalifornien":w=1,"familiengeheimnis":w=1

Ein Himmel voller Bücher

Amy Meyerson
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 04.06.2018
ISBN 9783959671620
Genre: Romane

Rezension:

Miranda Brooks hat ihren Onkel Billy 16 Jahre lang nicht gesehen, als sie die Nachricht seines Todes erhält. Doch es gab eine Zeit, da war er das Größte für sie, bis er eines Tages spurlos verschwand und sie ihn nie wiedersah. Als in ihrem Briefkasten ein Taschenbuch von Shakespeares Der Sturm liegt, weiß sie, dass Billy sie zum allerletzten Mal zu einem Rätsel einlädt, das zur Auflösung aller Familiengeheimnisse führen könnte...

„Normalerweise war ihr Gesang eine unverzichtbare Zutat bei allem was sie kochte oder backte. Ihre wohlklingende Stimme drang in jeden Kuchen, in jede Lasagne und machte die Kirschen oder Tomaten noch eine Spur süßer, doch jetzt war es schrecklich still in der Küche, während sie den Keksteig rührte und rührte."
S. 12

Ein Buch, in dem es um Bücher geht? Ein Bücherregal als Cover? Klar, dass ich als Bücherwurm dieses Buch unbedingt lesen wollte! Umso schöner, dass Harper Collins mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt hat - an dieser Stelle noch einmal vielen Dank! 

„Billy wusste immer, welches Buch man gerade brauchte. Er hatte diese Gabe, als wären Bücher Medizin und er ein Bücherarzt."
S. 111

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen. Dennoch fehlte mir irgendwie die Atmosphäre im Buch. Die Story um das große Familiengeheimnis ist ziemlich schnell vorhersehbar, daher fehlte mir leider auch der Spannungsbogen und das Buch wurde mir irgendwann zu langatmig und auch zu langweilig. Mehr Überraschungen hätten dem Buch durchaus gutgetan, ebenso wie etwas mehr Tempo. Schön fand ich hingegen die Verweise auf andere Bücher, hauptsächlich Klassiker wie Shakespeare, Lewis Carrol und andere.  

„Dass ich nicht weiß, wo ich gerade bin, heißt noch lange nicht, dass ich mich verfahren habe."
S. 146

Die verschiedenen Charaktere sind alle sehr verschieden, wirken insgesamt aber allerdings etwas blass. Ich fand insbesondere Miranda oftmals sehr nervig, da sie sich teilweise eher wie ein Kind aufführt anstatt wie eine Erwachsene. Sie ist sehr wankelmütig, ziellos, unzuverlässig und sehr, sehr sprunghaft - auch was ihre Gefühle anbelangt. Manche ihrer Entscheidungen sind durchaus nachvollziehbar, andere hingegen lassen einen hinterfragen, ob Miranda noch mitten in der Pubertät steckt. 
Insgesamt ein netter Roman, der oberflächliche Unterhaltung bietet, aber nicht tiefer geht. Prinzipiell eignet sich das Buch vermutlich gut, wenn man mal wieder etwas Lesen will, aber eigentlich nicht wirklich die Zeit dafür hat, weil wichtigere Dinge anstehen. Da das Buch nicht sonderlich spannend ist, kann man es gut beiseite legen und weiß auch nach Tagen noch, um was es ging. Aber ansonsten konnte mich das Buch persönlich nicht überzeugen. 

Fazit

Ein netter Unterhaltungsroman, der sich gut als Lesestoff für Zwischendurch eignet, wenn man nur wenig Zeit zum Lesen hat. Die Charaktere bleiben leider recht blass, das große Geheimnis errät man sehr schnell und dadurch wird das Buch ziemlich langatmig. Daher leider nur 2,5 Sterne, beziehungsweise gerundete 3. 

https://lucciola-test.blogspot.com/2018/08/books-amy-meyerson-ein-himmel-voller.html

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(412)

908 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

"märchen":w=13,"luna":w=12,"liebe":w=10,"winter":w=10,"mond":w=10,"fantasy":w=8,"cinder":w=8,"luna-chroniken":w=8,"levana":w=8,"cyborg":w=7,"schneewittchen":w=6,"scarlet":w=6,"dystopie":w=5,"prinzessin":w=5,"königin":w=5

Wie Schnee so weiß

Marissa Meyer ,
Fester Einband: 848 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.01.2016
ISBN 9783551582898
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cinder alias Prinzessin Selene weiß, dass es an ihr liegt, die böse Königin Levana aufzuhalten und das Volk von Luna zu retten. Prinzessin Winter, die Stieftochter der Königin wird währenddessen von ihr gequält und muss um ihr Leben fürchten - denn Levana will sie loswerden, weil das Mädchen in ihren Augen zu schön wird. Doch Winter wird vom Volk geliebt - obwohl sie kein königliches Blut in sich trägt - und hofft auf Unterstützung. Blöd nur, dass sie unter Wahnvorstellungen leidet und diese sie möglicherweise umbringen werden... Doch noch will sie nicht aufgeben und zusammen mit Jacin, Cinder, Kai, Wolf, Scarlet, Cress und Thorne Luna retten.

„Ihr seid die Einzige in der gesamten Galaxie, die mich als liebenswert bezeichnen würde." - "Ich bin die Einzige in der gesamten Galaxie, die verrückt genug ist, das auch wirklich zu finden."
S. 36

Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder schön flüssig und leicht zu lesen. Die alten und neuen Charaktere geben der Geschichte neuen Aufschwung und haben genug Zeit, sich zu entfalten. Winter, die das Märchen Schneewittchen verkörpert, ist etwas verrückt und naiv, aber auch unglaublich liebenswert. Ihre Geschichte macht einen Hauptteil des Buches auch, doch auch der Rest kommt nicht zu kurz. Die Story wird aus den verschiedenen Perspektiven beleuchtet, sodass man einen guten Einblick in die diversen Handlungsstränge bekommt. 

„Ich brauche ihn genauso, wie er mich braucht. Aber das heißt noch lange nicht, dass es Liebe ist." Winter sah auf den Boden. "Im Gegenteil, meine liebe Freundin. Genau das ist Liebe."
S. 59

Die Geschichte rund um Cinder und ihre Freunde findet hier ihren spannenden Höhepunkt. Durch überraschende Wendungen, grandiose Ideen und neuen Abenteuern wird das Buch trotz der Länge nie langweilig. Spannend, emotional und einfach märchenhaft bezaubernd - ohne kitschig zu werden. Die Autorin schafft es, jede Menge Dramatik mit viel Romantik zu verbinden und daraus etwas neues und herzerwärmendes entstehen zu lassen. 

„Ich hoffe, es macht Ihnen nichts aus, dass wir Ihre Gastfreundschaft ebenfalls in Anspruch nehmen. Ihr Wolfjunges hat uns hereingebeten. Er ist überraschend sanft, trotz der Reißzähne. Und der Muskeln."
S. 312

Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und Mut, die zeigt, dass man über sich hinauswachsen muss, um seine Ziele zu erreichen - und dass Freunde das Wichtigste und Wertvollste sind, was man im Leben haben kann. Ein fulminantes Ende einer Reihe, die mich mit der Mischung aus Science Fiction und Märchen restlos überzeugen konnte! 

„Man sollte niemals Kuchen für später aufheben, wenn er sofort genossen werden kann."

S. 832

Fazit

Spannend bis zur letzten Seite, romantisch, dramatisch, aber nicht kitschig und einfach nur wundervoll schön zu lesen. Eine märchenhafte Geschichte über Freundschaft, Liebe, Mut und Stärke und ein absoluter Höhepunkt der Reihe, der einen tollen Abschluss der Tetralogie bildet. Lesenswert! 

https://lucciola-test.blogspot.com/2018/07/books-marissa-meyer-wie-schnee-so-wei.html

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(595)

1.171 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 90 Rezensionen

"märchen":w=16,"rapunzel":w=15,"cinder":w=14,"cress":w=14,"cyborg":w=10,"scarlet":w=9,"marissa meyer":w=9,"luna":w=8,"androiden":w=8,"liebe":w=6,"krieg":w=6,"hochzeit":w=6,"prinzessin":w=6,"mond":w=6,"thorne":w=6

Wie Sterne so golden

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.09.2014
ISBN 9783551582881
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cinder befindet sich nach wie vor an Bord der Albatros, zusammen mit Scarlet, Wolf, Iko und Thorne. Nach einiger Zeit nehmen sie erneut Kontakt zu dem Mädchen auf, dass ihnen damals den Hinweis gegeben hatte, dass Levana Kai nach der Hochzeit töten möchte. Schnell stellt sich heraus, dass Cress eine begabte Hackerin ist und ihnen von großem Nutzen sein könnte, wenn sie nicht allein auf ihrem Satelliten gefangen wäre... Das Team begibt sich auf eine Rettungsaktion, die jedoch nicht so abläuft, wie sie es erhofft hatten... Und dann ist da immer noch das Problem, dass sie Kai davon abhalten müssen, Levana zu heiraten, die über die gesamte Erde regieren möchte...

Marissa Meyer kann auch mit diesem Buch wieder vollends überzeugen. Ihr Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen und die Story hat viele Wendungen, Überraschungen und Spannung - und man muss um viele geliebte Charaktere bangen. Man trifft auf alte und neue Bekannte und insbesondere Cress, das etwas naive und kindliche Mädchen, das sieben Jahre allein in einem Satelliten leben musste, gibt der Geschichte einen tollen Pluspunkt. Sie ist so unglaublich süß, liebenswürdig, niedlich und total verliebt in Thorne, was zu sehr vielen lustigen, aber auch emotionalen Situationen führt. Außerdem kann sie sich für alles begeistern - man kann gar nicht anders, als sie lieb zu haben.

Ein deutlicher Pluspunkt im Vergleich zu den vorigen Bänden waren die Überraschungen bis zum Ende. Die Autorin hat scheinbar dazu gelernt und nicht so viel verraten, sodass die Spannung gut aufrecht erhalten werden konnte und man das Ende nicht schon komplett vorahnen konnte. Außerdem wird die Geschichte wieder aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und sie wechselt immer dann zum nächsten Charakter, wenn es am spannendsten wurde - das ist oft ärgerlich, heizt die Spannung aber ins unermessliche an. 

Eine tolle Story, die vor allem von Freundschaft und Zusammenhalt erzählt. Der unterschiedliche Haufen von Personalitäten ist einfach wunderbar und liebenswürdig. Cinder kommt immer mehr aus sich heraus, obwohl sie nach wie vor an starken Selbstzweifeln leidet. Kai weigert sich, nur die Marionette seiner zukünftigen Braut zu sein und wird immer stärker und mutiger. Scarlet und Wolf sind einfach herrlich (tomatig) zusammen. Thorne ist witzig und selbstverliebt wie eh und je und Cress ist bezaubernd unschuldig, etwas ängstlich und fasziniert von absolut allem. Eine spannende, facettenreiche und emotionale Science-Fiction-Story mit vielen märchenhaften Elementen, die die Reihe zu etwas ganz Besonderem machen. 

Ich fand die beiden vorigen Bände schon super, aber dieser Band toppt meiner Meinung nach noch einmal alles. Das Buch ist spannender, emotionaler und facettenreicher, es wird nicht schon am Anfang alles verraten und die Charaktere entwickeln sich toll weiter. Insbesondere Cress konnte mich vollkommen überzeugen. Eine ganz tolle Fortsetzung, die vollkommen von sich überzeugen kann und sogar besser als seine Vorgänger ist!

https://lucciola-test.blogspot.com/2018/07/books-marissa-meyer-wie-sterne-so.html

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(788)

1.477 Bibliotheken, 19 Leser, 5 Gruppen, 154 Rezensionen

"wolf":w=30,"rotkäppchen":w=27,"märchen":w=22,"cyborg":w=20,"cinder":w=20,"scarlet":w=16,"luna":w=15,"marissa meyer":w=13,"dystopie":w=10,"liebe":w=9,"krieg":w=9,"flucht":w=8,"mond":w=8,"wie blut so rot":w=8,"fantasy":w=7

Wie Blut so rot

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.01.2014
ISBN 9783551582874
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Scarlet wohnt zusammen mit ihrer Großmutter in einem kleinen Häuschen mit großen Gartenbeeten und einer Werkstatt. Sie bauen Gemüse an und verkaufen es an die örtlichen Restaurants und haben keine Geheimnisse voreinander. Dachte sie zumindest. Denn seit ihre Großmutter spurlos verschwunden ist, kommen immer mehr Dinge ans Licht, die Scarlet stutzen lassen. Dennoch setzt sie alles daran, ihre geliebte Großmutter zu finden, auch wenn das für sie selbst hochgefährlich werden könnte. An ihrer Seite ist der Straßenkämpfer Wolf, der ihr helfen möchte, aber selbst ein dunkles Geheimnis hegt. Und dann wäre da noch die entflohene Cinder, die von der ganzen Welt gesucht wird. Doch stimmt es, was man über sie sagt? Hat sie wirklich versucht, den Kaiser Kaiton zu töten? 

Auch im zweiten Band der Luna-Chroniken ist der Schreibstil der Autorin flüssig und einfach zu lesen. Da ich Band 1 und 2 direkt hintereinander gelesen habe, fiel mir der Übergang etwas schwer, da hier nicht mehr Cinder die Hauptprotagonistin ist, sondern Scarlet. Hier war ich einfach noch zu gefangen vom ersten Teil, dass ich Cinder nicht so schnell loslassen konnte und froh war, als ein Kapitel aus ihrer Sicht kam. Doch schnell gewöhnte ich mich auch an Scarlet und Wolf, die ein ebenso interessantes und lustiges Gespann abgeben wie Cinder und Thorne. Die Geschichte ist spannend und interessant, aber auch sehr witzig und voller Charme. Ich liebe die Sache mit den Tomaten! (Wer das Buch kennt, weiß, wovon ich rede!)

Die Charaktere waren auch in diesem Band wieder sehr detailliert ausgearbeitet und haben sich im Laufe des Buches weiterentwickelt. Scarlet ist schlagfertig, temperamentvoll, immer mit einer Pistole unterwegs und gleichzeitig aber auch sehr hilfsbereit und gutgläubig. Eine gelungene Mischung, die das Mädchen sehr sympathisch macht. Wolf ist ganz offensichtlich hin- und hergerissen und genau deswegen unglaublich interessant. Er ist (ungewollt) komisch, hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, hat aber auch eine gewaltvolle Seite, der man nicht nachts im Dunkeln begegnen möchte. Thorne und Cinder kommen sich ständig in die Haare und nerven sich gegenseitig, obwohl sie sich eigentlich ganz gut leiden können, auch das sorgt immer wieder für viel Witz. Das übermäßige Selbstbewusstsein von Thorne und seine Schlagfertigkeit tun sein Übriges... Und natürlich sind auch Kai, die Königin von Luna und Iko wieder mit an Bord. 

Eine tolle Story mit vielen Verstrickungen zwischen den Leben von Cinder und Scarlet. Spannend bis zum Schluss und auch hier wieder eine tolle Mischung aus Science-Fiction und dem Märchen Rotkäppchen. Spannend, actionreich, emotional und ganz viel Humor - sehr gelungene Fortsetzung! 

Fazit

Auch wenn ich am Anfang Schwierigkeiten hatte, mich plötzlich auf eine andere Hauptprotagonistin einzulassen, konnte mich das Buch vollends überzeugen. Man trifft auf neue und altbekannte Charaktere und wird entführt in eine Mischung aus Science-Fiction unn Märchen voller Spannung, Emotionalität und Witz. Ich freue mich auf Band 3 und Rapunzel! 

https://lucciola-test.blogspot.com/2018/07/books-marissa-meyer-wie-blut-so-rot-die.html

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(414)

885 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

"marissa meyer":w=18,"wie monde so silbern":w=14,"märchen":w=13,"cyborg":w=12,"cinder":w=11,"cinderella":w=10,"fantasy":w=8,"aschenputtel":w=8,"zukunft":w=6,"mond":w=6,"liebe":w=5,"prinz":w=5,"science fiction":w=4,"luna-chroniken":w=4,"jugendbuch":w=3

Wie Monde so silbern

Marissa Meyer , Astrid Becker
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551315281
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cinder ist auf den ersten Blick ein ganz normales Mädchen. Doch wenn man genauer hinschaut, erkennt man: Sie ist ein Cyborg - halb Mensch, halb Maschine. Von ihrer Familie weiß sie nichts mehr, sie erinnert sich erst seit ihrem elften Lebensjahr an ihr Leben, seitdem wohnt sie bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern. Peony ist die einzige, die Cinder behandelt, als wäre sie normal. Doch ihr Leben wird völlig auf den Kopf gestellt, als ausgerechnet Peony an der Blauen Pest erkrankt, der zukünftige Kaiser Kai ihre Hilfe braucht und die Königin von Luna auf die Erde kommt und augenscheinlich nur ein Ziel hat: die Welt zu regieren. 

Anfangs tat ich mir recht schwer damit, in das Buch reinzufinden, weil es einfach sehr skurril war. Doch bereits nach kürzester Zeit war ich hin und weg. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und einfach zu lesen. Die Art und Weise wie Marissa Meyer das Märchen von Aschenputtel mit Zukunftsfiktionen und Science-Fiction verknüpft ist unglaublich faszinierend, originell und wirklich großartig. Auch die Charaktere - allen voran natürlich Cinder - werden sehr detailliert geschrieben und haben Tiefgang. Cinder ist sehr sympathisch, manchmal vielleicht etwas naiv, aber auch sehr, sehr stark. Trotz der Schwierigkeiten, denen sie als Cyborg begegnen muss, gibt sie niemals auf und weiß sich zu behaupten. Außerdem ist sie herrlich sarkastisch und hat einen trockenen Humor. Doch auch die andere Charaktere haben viel Tiefe. Prinz Kai, der mit seinem eigenen Schicksal hadert, da er Kaiser werden muss, nachdem sein Vater an der Blauen Pest gestorben ist und der sich von dieser Mechanikerin angezogen fühlt, die so anders ist, als alle anderen Mädchen, die er sonst so kennt. Peony, die süße und liebe Stiefschwester von Cinder, die deren einzige menschliche Freundin ist und immer wieder versucht, sie zu verteidigen. Und last but not least: Iko, die Androidin, die, ebenso wie Cinder, Eigentum von Adri ist - Cinders Stiefmutter. Iko ist nicht menschlich, aber dennoch eine gute Freundin, herrlich amüsant, frech und liebenswürdig. 

Leider war die Geschichte ab einem gewissen Punkt sehr vorhersehbar. Hätte die Autorin hier ein Detail weggelassen und es sich für später aufbewahrt, wäre das Ende sehr viel weniger schnell zu durchschauen gewesen, was mir persönlich besser gefallen hätte. 

Alles in Allem eine tolle Geschichte, die mit tollen Charakteren, viel Humor und Spannung, Intrigen und Gefahr, Hoffnung, Verzweiflung und Verrat aufwarten kann. Ein gelungener Mix aus Märchen und ganz viel Science-Fiction, der bis zum Ende überzeugen kann, auch wenn leider das Ende sehr vorhersehbar ist, da die Autorin zu viel zu früh verraten hat. 

Fazit

Wirklich gelungen und ich bin gespannt auf die Fortsetzungen. Humorvoll, spannend, interessant und emotional - ein toller Mix. Leider hat die Autorin zu früh verraten, wie das Buch enden wird, daher 0,5 Punkte Abzug. 

https://lucciola-test.blogspot.com/2018/07/books-marissa-meyer-wie-monde-so.html

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

comics, erwachsen werden, erwchsen werd ich vielleicht später

Erwachsen werd ich (vielleicht) später

Sarah Andersen
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei riva, 11.07.2016
ISBN 9783868839951
Genre: Comics

Rezension:

Das Leben als Erwachsener ist nicht leicht. Zumindest für die meisten von uns nicht - und ich gehöre definitiv dazu. In ihren kurzen Comics zeigt Sarah Andersen das Leben vieler junger Frauen, wenn sie mal eben nicht perfekt mit ihrem Leben zurecht kommen. Pointiert, witzig, aber auch ziemlich wahr... 

In der Bloggerszene - insbesondere bei Buchbloggern - ist Sarah Andersen längst kein Geheimtipp mehr. Bücherwürmern spricht sie oft aus der Seele, doch auch all die anderen Comics können viele - vermutlich vor allem jüngere Frauen - gut nachvollziehen. Sarah schafft es, einem direkt aus dem Herz zu krakeln und einen damit auch noch laut zum Lachen zu bringen!

Die Comics handeln von ganz alltäglichen Problemen: dem Aufstehen, dem Anziehen, dem Einschlafen, dem Wachbleiben, Büchern, das Leben als Schüchterne, Rasur, Menstruation, Essen, Selfies und vieles, vieles mehr.

Ein gelungenes Buch, das mich sehr oft zum Lachen gebracht hat, da die Comics häufig so treffend pointiert sind. Ich schaue immer wieder gerne rein, um mich selbst etwas aufzuheitern, was oft sehr gut funktioniert ;) Allerdings werde ich beim nächsten Mal wohl doch zur englischen Originalversion greifen - dort gibt es auch bereits zwei weitere Bücher der Illustratorin! 

Fazit

Witzig, ehrlich, pointiert und einfach durch und durch gelungen. Wer Sarah Andersens Zeichenstil und Comics mag, kann hier absolut nichts falsch machen! Insbesondere für Bücherwürmer und junge Frauen ein absolutes Muss!

https://lucciola-test.blogspot.com/2018/06/books-sarah-andersen-erwachsen-werd-ich.html

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(51)

96 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

bilderbuch, bommel, britta sabbag, du bist du, fliegen, flügel, hab mut, hummel, hummel bommel, kinderbuch, liebevolle illustrationen, maite kelly, mut, selbstvertrauen, tiere

Die kleine Hummel Bommel

Britta Sabbag , Maite Kelly , Joëlle Tourlonias , Joëlle Tourlonias
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 05.02.2015
ISBN 9783845806372
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die kleine Hummel Bommel ist traurig. In der Insektenkrabbelgruppe können so viele fliegen - Bino Biene, Walpurga Wespe und so viele mehr - nur sie kann es nicht. Die anderen Kinder lachen sie aus und so macht sich die kleine Hummel auf die Suche nach der Antwort, warum sie so kleine Flügel hat. Dabei trifft sie Lilli Libelle, Marie Marienkäfer, Pastor Fliege und Dr. Willi Weberknecht, und sie alle haben eine andere Antwort für ihn. Doch am Ende weiß Bommel, dass er nicht die falschen Flügel hat - sondern ihm einfach nur der Mut fehlte! 

„Kleine Hummel Bommel, jeder ist anders, und das ist auch gut so!"

Eine wunderschöne, kindgerechte Geschichte mit viel Einfühlungsvermögen, einer verständlichen Sprache und wundervollen Illustrationen, die Kindern zeigen soll, dass es nicht schlimm ist, anders zu sein, und dass man, um etwas erreichen zu können, Mut braucht und dass wir alle ihn bereits in uns tragen und ihn nur finden müssen. 

„Wenn du glaubst, du bist ganz allein, und du fühlst dich viel zu klein, um wichtig zu sein, geh deinen Weg."

Die Doppelseiten mit den wundervollen, farbenfrohen Bildern sind mit viel Herz illustriert und verzaubern einen im Handumdrehen. Man entdeckt immer wieder etwas Neues, sodass es auch nach mehrmaligem Lesen und Anschauen nicht langweilig wird.

„Siehst du, Mut trägt man im Herzen!"

Ein wundervolles Bilderbuch mit einer sehr schönen Botschaft: Du trägst den Mut, den du brauchst, schon längst in dir! 

Fazit

Die berührende und liebevolle Geschichte rund um Hummel Bommel kann durchweg überzeugen, nicht zuletzt wegen den wunderschönen und einzigartigen Bildern. Auf jeden Fall lesenswert! 

https://lucciola-test.blogspot.com/2018/06/books-britta-sabbag-maite-kelly-joelle.html

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(185)

337 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 127 Rezensionen

"indien":w=14,"frauen":w=11,"schicksal":w=7,"italien":w=7,"kanada":w=6,"mut":w=4,"krebs":w=4,"familie":w=3,"leben":w=3,"freiheit":w=3,"schicksale":w=3,"starke frauen":w=3,"haare":w=3,"zopf":w=3,"liebe":w=2

Der Zopf

Laetitia Colombani , Claudia Marquardt
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.03.2018
ISBN 9783103973518
Genre: Romane

Rezension:

Smita lebt in Indien und hofft, dass ihre Tochter ein besseres Leben haben wird, als sie selbst. Dafür ist sie bereit, ihr letztes Erspartes dafür zu verwenden, dass sie auf die Schule gehen kann. Doch immer und immer wieder werden ihr Steine in den Weg gelegt - doch sie wird nicht aufgeben. Nicht, wenn das Leben ihrer Tochter auf dem Spiel steht. 
In Italien lebt Giulia und arbeitet in der Perücken-Fabrik ihres Vaters. Eines Tages erfährt sie, dass diese kurz vor dem Ruin steht, doch Giulia will nicht einfach aufgeben, sie ist bereit, für das Unternehmen, ihre Familie und die Mitarbeiter zu kämpfen. 
Sarah kommt aus Kanada, ist erfolgreiche Anwältin, Mutter von drei Kindern - und, wie sie bald herausfindet, krank. Doch ist sie bereit, sich ihrem Schicksal zu ergeben oder wird sie bis ans Äußerste gehen, um für ihr Leben zu kämpfen? 

„Wenn sie liest, vergisst Giulia mitunter auch das Essen. Nicht selten kehrt sie aus der Mittagspause mit leerem Magen an ihren Arbeitsplatz zurück. Man kann sagen: Giulia verschlingt Bücher wie andere Menschen Canneloni."
pos. 230

Ein Buch, das die Geschichten von drei Frauen erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In jedem Kapitel wird von einer der Frauen erzählt und so erlebt man nach und nach immer mehr mit ihnen und erfährt mehr über ihren Charakter. So weiß man auch immer, von wem die Rede ist und man kann gut den Überblick behalten. Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen, flüssig und angenehm. 

„Ihre Verletzung kann man nicht sehen, sie ist für andere nicht erkennbar hinter ihrem makellosen Äußeren. Und dennoch existiert sie. Es geht Sarah wie Tausenden Frauen im ganzen Land, ihr Leben zerfällt in zwei Teile. Sie ist eine tickende Zeitbombe."
pos. 371

Besonders berührt hat mich die Geschichte von Smita, die sehr eindringlich erzählt wird und wohl am meisten zu leiden hat. Und dennoch zeigt sie eine Stärke, von der man nur träumen kann: sie gibt niemals auf und verliert nie ihre Würde. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand und ist somit selbstbestimmter als alle anderen - während die Frauen im Westen sich nach wie vor gesellschaftlichen Idealen unterwerfen, ist sie, Smita, selbstbewusst und selbstbestimmt genug, um sich ebendiesen nicht zu unterwerfen. 

„Einen Gang runterschalten? Und wie, bitte schön, soll das gehen? Soll sie die Kinder auf eBay versteigern? Oder beschließen, dass es ab sofort nichts mehr zu essen gibt?"
pos. 603

Der Roman bewegt tief, ist ergreifend, erschreckend und gleichzeitig unglaublich inspirierend. Trotz aller Willkür und Ausweglosigkeit kämpfen die Frauen mutig gegen diese Widerstände und geben niemals auf. Die Geschichte zeigt, wie unterschiedlich Emanzipation aussehen kann. Eine Geschichte über starke Frauen, über Bevormundung, Leistungsdruck, Bildung, Karriere, Perspektivlosigkeit und Demütigung. Ein Buch, mit unglaublich vielen Facetten, das sehr einfach und schnell zu lesen ist. An manchen Punkten hat mir leider etwas Tiefgang gefehlt, denn außer Smita ging mir keine der Geschichten so richtig nah. Ein paar mehr Seiten hätten dem Buch nicht geschadet. Dennoch sehr lesenswert!

„Nichts existiert, solange man nicht darüber spricht.
pos. 632

Fazit

Ein schöner Roman der von den verschiedenen Kämpfen dreier Frauen erzählt, die sich nicht einfach ihrem Schicksal ergeben wollen. Einfach zu lesen, ergreifend und emotional, leider fehlt es insbesondere in den Geschichten von Giulia und Sarah etwas an Tiefgang. Ein paar mehr Seiten hätten sicher nicht geschadet. Dennoch ein wundervoller Roman mit Leseempfehlung!

https://lucciola-test.blogspot.com/2018/06/books-laetitia-colombani-der-zopf.html

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

46 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

the princess saves herself in this one

Amanda Lovelace , ladybookmad
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Andrews McMeel Publishing, 23.03.2017
ISBN 9781449486419
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

the princess saves herself in this one is a poetry collection from Amanda Lovelace, who tells about her own experiences with love, loss, grief, healing and violations. Although it deals with topics such as death, anorexia, abuse, suicide, self-harm, alcoholism, sexual assault and so much more, it´s overall a positive poetry collection which shows you that you have the strength to choose the life you want and that you are good enough. 

„there are no dragons. there is simply a girl faced with the difficult task of learning to believe in herself."
p. 1

The poems are not traditional type of poetry, they are modern, simple and direct - and I love them! Most of all because I can relate to so many of them, because I somehow know those feelings or have been through same or similiar situations. This - of course - made those poems so much more relatable to me and so much stronger and more emotional. Some pages only have a snippet, or a fragment - only few words, but they are enough to show what the author was thinking and what she want to say with them.  

„silence has always been my loudest scream."
p. 32

The book is parted in four sections: the princess, the damsel, the queen, and you. And they all tell a different kind of story: her relationship with her mother and her sister, battling with an eathing diorder, self-harm, her first kiss and sexual assault, death, self love and encouragement - by reading those poems you just have to admire the bravery and courage of the young author. The poetry collection takes you on an emotional roller coaster with highs and lows, tears and laughs, hate and love. This book is without doubt my reading highlight for a very long time! 

„but your failures are just what happened - they don´t have to be who you are."
p. 177

While reading you fall in love with the poems, with the author - and with yourself. And this is so important and so powerful! We are not defined by our failures but how we overcome and rise up from them. And I want to thank Amanda Lovelace for her strength and courage to share her thoughts and her story with us. I always did try to overcome difficult situations by writing poems about it - even when I was very young - so I know the feelings, poetry can release and how it can help - not only by writing it, but also by reading it. And this poetry collection helped me a lot! It was like Amanda was somehow writing right out of my heart and thoughts and probably this is why I loved this book so much and why I shed so many tears while reading it. I love it. 

Result

I can´t say anything else than: I love it, I love it, I love it! This modern poetry collection touches deeply and makes you cry, and love, and laugh and hope and won´t let you go so easily. My reading highlight!

https://lucciola-test.blogspot.com/2018/06/books-amanda-lovelace-princess-saves.html

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(70)

160 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

"fantasy":w=1,"jugendbuch":w=1,"love":w=1,"teenie":w=1,"voodoo":w=1,"queen":w=1,"nina mackay":w=1

Teenie Voodoo Queen

Nina MacKay
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492704755
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dawn ist die Außenseiterin der Stadt: karottenrote Haare, extrem tollpatschig, etwas pummelig und ohne jegliches Selbstbewusstsein. In einer Sache unterscheidet sie sich aber von ihren Mitschülern, denn sie ist eine Voodoo-Hexe! Wenn man mal davon absieht, dass all ihre Zauber entweder in einem Frosch, oder eine Steckrübe enden... Zuhause hortet sie jedenfalls ihre Steckrüben-Sammlung, mit der sie notfalls ihr Zuckerrübenimperium aufbauen kann, sollte das mit der Hexerei nicht klappen... Einen Notfallplan hat Dawn also, doch alles kommt natürlich anders, als erwartet, denn New Orleans steht eine Katastrophe bevor: irgendjemand will die Stadt zerstören! Zusammen mit dem Ex-Alligator Jax, den sie aus Versehen zurück in einen Menschen verwandelt hat, und der eigentlich immer nur an Schokolade denkt, dem vorübergehend sterblichen Loa Lin und ihrer Rivalin Hope muss sie alles dafür tun, um herauszufinden, wer hinter der Sache steckt. Doch nicht nur das Kampftraining bringt Dawn an ihre Grenzen, sondern auch die beiden Jungs, die sich oft wie Kinder verhalten und ihre Gefühle ganz schön durcheinander wirbeln... 

„Ah, Dawn, die kleine Bitch, oh - ich meine natürlich Witch."
pos. 104

Der Schreibstil der Autorin ist einfach zu lesen, flüssig und sehr humorvoll. Selbst in den schwierigsten Situationen passiert irgendetwas, das einen laut zum Lachen bringt. Manchen mag das vielleicht etwas zu viel sein, doch ich fand es sehr humorvoll und witzig und genau das richtige, um vom stressigen Alltag etwas abzuschalten. Es war also ziemlich schnell klar, dass es sich hierbei weniger um ein allzu tiefgründiges Buch handelt und mehr um Feel-Good-Lektüre, die einfach Spaß macht. Manche der Kapitel sind etwas zu lang geraten, was das Buch an manchen Stellen etwas langatmig macht. 

„Manche Lösungen im Leben sind doch unerwartet einfach."
pos. 215

Die Story ist abwechslungsreich, spannend und witzig. Das Ende hat mich total geschockt, es war für mich absolut nicht vorhersehbar und hat mich ziemlich fassungslos zurückgelassen...Wie fies! Ich weiß auch immer noch nicht so ganz, ob mir das Ende gefällt oder nicht :D Aber auf jeden Fall war es überraschend und durchaus auch passend, wenn auch sehr fies. 

„Für zwei Sekunden überlegte ich, ob ein Zombie mit perfekten Zähnen Gefahr laufen würde, von den anderen gemobbt zu werden, dann hatte ich mich wieder im Griff."
pos. 1621

Jax, Lin, Shannon und allen voran natürlich Dawn haben völlig unterschiedliche Persönlichkeiten und passen gerade deswegen sehr gut zusammen. Zu sehen, wie sie sich entwickeln - oder eben auch nicht - macht Spaß. Die Charaktere bleiben mir persönlich aber insgesamt etwas zu blass und/oder zu klischeehaft. 

Die Handlung innerhalb des Buches beschränkt sich auf nur wenige Wochen und dennoch stürzen sich Dawn, Jax und Lin in eine Dreiecksbeziehung par excellence, was dadurch leider etwas unglaubwürdig und übertrieben erscheint. Das Gekabbel zwischen Dawn, Jax und Lin ist zwar durchaus amüsant, aber erscheint hinsichtlich des kurzen Zeitraums einfach etwas lächerlich. Ebenso wie die Tatsache, dass Dawn innerhalb dieser super kurzen Zeit scheinbar so viel abnehmen kann. Abgesehen davon, dass ich mich die ganze Zeit gefragt habe, warum das überhaupt so wichtig ist? Warum musste ständig erwähnt werden, dass Dawn etwas pummelig ist und abnehmen muss, um den Kampf zu gewinnen? Klar, Muskelaufbau erscheint da durchaus sinnvoll, aber warum dann kein Krafttraining anstatt weniger Essen? Für mich hat das irgendwie keinen Sinn ergeben und ich fand es sehr schade, dass - besonders den vermutlich eher jüngeren Leserinnen - so ein Bild vermittelt wird. Man muss nicht abnehmen, um geliebt zu werden oder erfolgreich zu sein...  

Trotz dieser Minuspunkte fand ich das Buch sehr gelungen, gerade weil es einfach so viel Spaß gemacht hat, es zu lesen. Die humorvolle Art war einfach perfekt für die S-Bahn-Fahrt nach Hause nach einem langen, denkintensiven Tag an der Uni. 

Fazit

Eine liebevolle, sehr witzige Story, die einfach Spaß macht. Leider an manchen Stellen etwas zu langatmig, die Charaktere bleiben teilweise etwas zu blass oder zu klischeehaft, die Dreiecksbeziehung erscheint mir zu krass für den kurzen Handlungszeitraum und es hat mich sehr gestört, dass ständig Dawns Gewicht thematisiert wird. Dennoch konnte mich die Autorin mit ihrem witzigen Schreibstil überzeugen und es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen. 

https://lucciola-test.blogspot.com/2018/06/books-nina-mackay-teenie-voodoo-queen.html

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

45 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

"kurzgeschichten":w=3,"tom hanks":w=3,"schräge typen":w=2,"hollywood":w=1,"stories":w=1,"zeitgenössische belletristik":w=1,"schreibmaschine":w=1

Schräge Typen

Tom Hanks , Werner Löcher-Lawrence
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2018
ISBN 9783492057172
Genre: Romane

Rezension:

Tom Hanks wird jedem von uns ein Begriff sein, dank Filmen wie Forrest Gump oder The Green Mile hat er sich unvergesslich gemacht. In diesem Buch veröffentlicht er 15 Kurzgeschichten, die dem Titel alle Ehre machen: denn sie alle sind durchaus schräge Typen mit speziellen Charakteren und verschiedenen Interessen. Da gibt es die Frau, die auf einem Flohmarkt eine alte Schreibmaschine kauft und hinterher feststellt, dass es eigentlich ein Spielzeug ist, den Jungen Kenny, der mit seiner Mutter ein Geburtstagswochenende verbringt, Freunde, die um den Mond fliegen wollen und Steve, der der perfekte Bowler ist, aber keine Karriere machen will. 

„Das bewundere ich an dir. Klug. Einfühlsam. Locker wie ein Faultier."
(aus: Drei erschöpfende Wochen)

Der Schreibstil von Tom Hanks ist einfach gehalten, meistens recht knapp, aber humorvoll. Nichts, was besonders hervorsticht - weder negativ, noch besonders positiv. Einfach ein solider Schreibstil, der ganz gut zu den Kurzgeschichten passt und diese authentisch wirken lässt.

„Das waren jetzt schon fünf Hipster-Retro-Gründe für ihre neue alte Schreibmaschine. Jetzt noch ein paar von Herzen kommende Betrachtungen dazu, und du hast sechs brauchbare Gründe."
(aus: Das sind die Betrachtungen meines Herzens)

Manche Charaktere tauchen innerhalb verschiedener Storys mehrmals auf. Das gibt dem Ganzen einen gewissen Rhythmus und verbindet die Geschichten miteinander. Ebenso taucht ein Gegenstand in jeder Geschichte auf, mal nur so nebenbei, mal sogar als eine Art Hauptcharakter: die Schreibmaschine! Sie wird so schön beschrieben, dass man am liebsten selbst losgehen würde, um sich eine alte Schreibmaschine zu kaufen!
Wie bei Kurzgeschichten so üblich, gefallen mir manche sehr viel besser als andere. "Das sind die Betrachtungen meines Herzens" gefällt mir persönlich am besten, andere Geschichten fand ich hingegen nicht so gelungen.  

„Kennys erster Flug war das tollste Erlebnis seines Lebens. Sein Kopf schien sich mit Luft zu füllen, und sein Atem ging ganz schnell."
(aus: Ein besonderes Wochenende)

Kurzgeschichten, die von besonderen und interessanten Charakteren erzählen und mal dramatisch, mal traurig, mal unterhaltsam und mal witzig sind. Eine kurzweilige und größtenteils unterhaltsame Lektüre, manche der Kurzgeschichten ziehen sich dann aber doch etwas in die Länge.

Fazit

Eine nette, kurzweilige, aber teilweise auch etwas langatmige Kurzgeschichtensammlung mit solidem Schreibstil und interessanten Charakteren. Leseempfehlung für alle, die (typisch amerikanische) Kurzgeschichten mögen. 3,5 Sterne. 

https://lucciola-test.blogspot.de/2018/05/books-tom-hanks-schrage-typen-stories.html

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(96)

143 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 93 Rezensionen

"liebe":w=8,"affäre":w=5,"begehren":w=4,"alles begehren":w=4,"ruth jones":w=4,"roman":w=3,"leidenschaft":w=3,"schottland":w=3,"familie":w=2,"verrat":w=2,"ehe":w=2,"gefühle":w=2,"betrug":w=2,"trennung":w=2,"sehnsucht":w=2

Alles Begehren

Ruth Jones , Julia Walther
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959672023
Genre: Romane

Rezension:

Callum ist eigentlich ziemlich zufrieden mit seinem Leben: er ist verheiratet mit der wunderschönen Belinda, hat zwei Söhne, seine Frau ist mit der ersten Tochter schwanger, und er mag seinen Job als Lehrer. Eigentlich könnte sein Leben kaum vorbildlicher sein. Bis er Kate trifft. Sie ist Anfang 20, wunderschön und viel zu verführerisch, als dass Callum ihr widerstehen könnte. Sie beginnen eine Affäre, die alles zerstören könnte - und beinahe auch zerstört. Viele Jahre später begegnen sie sich erneut - mittlerweile ist Kate erfolgreiche Schauspielerin, hat eine eigene Tochter und ist mit dem liebevollen Matt verheiratet. Sie könnten erneut wählen, sie können sich erneut entscheiden - doch die Anziehungskraft zwischen den beiden ist unausweichlich. Wird die Liebe zwischen Callum und Kate ihrer beider Leben endgültig zerstören?

„Sie ließ zu, dass Matt ihre Hand nahm und sie nach unten führte. Dabei schob sie gedanklich die drohende Finsternis beiseite, die in der Ecke Liegestützen machte und auf den geeigneten Moment wartete, über sie herzufallen."
S. 31

Ende letzten Jahres lag plötzlich Überraschungspost in meinem Briefkasten: Der HarperCollins Verlag hatte mir völlig unerwartet das Buch "Alles Begehren" von Ruth Jones geschickt - vielen Dank für diese gelungene Überraschung! 

„"Ich liebe dich." - "Ich dich auch." Dann legte sie auf. Im Bewusstsein, wie krass - zumindest ihrer Meinung nach - der Unterschied zwischen einem aufrichtig vorgebrachten "Ich liebe dich" und der automatischen Antwortphrase "Ich dich auch" sein konnte. Die Erwiderung war so viel weniger wert als die ursprüngliche Aussage."
S. 273

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und sehr fesselnd. Auch wenn ich mir persönlich etwas schwer tat mit der Affären-Story und die Beweggründe der Charaktere oft nicht nachvollziehen konnte oder wollte (Warum tut man so etwas? Und wenn es schon passiert: Warum entscheidet man sich dann nicht endgültig?), konnte mich das Buch dennoch wirklich fesseln, ich wollte einfach wissen, wie es weiter geht. Die Charakterentwicklung im Laufe des Buches findet nur bei vereinzelten Personen statt, andere sind gefangen in ihren Verhaltensmustern - und genau das macht auch einen Großteil der Story aus. Und so ist das Buch sehr viel mehr als "nur" eine Geschichte über eine Affäre. Es ist eine Geschichte über Familie, Liebe und Freundschaft, aber auch über Süchte - seien es nun Drogen, Alkohol, Sex, Anorexia Nervosa, Sport oder Anerkennung durch Andere. Es ist eine Geschichte über die Abgründe der Menschheit, über psychische Probleme und darüber, wie sehr wir andere mit unserem Verhalten verletzen können. 

„Jeder Verlust ist traurig, dachte sie. Aber der Verlust des Glaubens an die Liebe ist katastrophal."
S. 395

Die Story wird nie langweilig und ist sehr authentisch erzählt, insbesondere auch dadurch, dass die Charaktere sehr viele Ecken und Kanten haben. Eine besonders große Rolle spielen die Themen Liebe und Schuldgefühle und der Roman schafft es hier, sehr viele Emotionen wachzurufen und zum Nachdenken anzuregen. 

Fazit

Auch wenn ich mir mit dem Thema selbst etwas schwer tat, schafft es die Autorin dennoch, mich vollständig zu fesseln und eine Geschichte rund um Begehren, Liebe, Schuldgefühle und Süchte aufzubauen, die viele Emotionen wachruft und sehr authentisch vermittelt wird. 

https://lucciola-test.blogspot.de/2018/05/books-ruth-jones-alles-begehren.html

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(82)

185 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

"aids":w=6,"trauer":w=3,"verlust":w=3,"coming-of-age":w=3,"sag den wölfen ich bin zu hause":w=3,"tod":w=2,"homosexualität":w=2,"netgalleyde":w=2,"carol rifka brunt":w=2,"sagdenwölfenichbinzuhause":w=2,"roman":w=1,"familie":w=1,"jugend":w=1,"vertrauen":w=1,"kunst":w=1

Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Carol Rifka Brunt , Frauke Brodd
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 23.02.2018
ISBN 9783961610075
Genre: Romane

Rezension:

Für June ist der wohl wichtigste Mensch in ihrem Leben ihr Patenonkel Finn. Der scheint sie als einziger wirklich zu verstehen. Doch ihre Welt zerbricht, als dieser an seiner Krankheit stirbt, über die jeder zu schweigen scheint. Denn Finn hat Aids - diese tödliche Erkrankung, über die keiner so richtig etwas weiß. Doch June will es wissen, sie will Finn nicht einfach verlieren, und dann nie wieder darüber sprechen. Nach der Beerdigung erhält sie ein Paket von Toby, dem Freund von Finn, dem alle die Schuld in die Schuhe schieben und über den ebenfalls alle schweigen. Und June - anfangs misstrauisch und wütend - erkennt langsam, dass hinter der Wahrheit so viel mehr steckt, als vermutet. Und sie erkennt auch, dass so vieles, was sie mit Finn verbindet, eigentlich von Toby stammt und zwischen den beiden entsteht eine tiefe Freundschaft.

„Allein in den Wald zu gehen ist das beste Mittel, um sich vorzustellen, man lebe in einer anderen Zeit. Es klappt auch nur, wenn man allein unterwegs ist. Ist jemand dabei, erinnert man sich zu schnell daran, wer man wirklich ist."


Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und einfach schön zu lesen. Sie schafft es, die Charaktere sehr authentisch wirken zu lassen und gibt ihnen allen genügend Tiefe. Insbesondere June, mit ihrer kindlichen Naivität und ihrem Gefühlschaos wirkt sehr glaubhaft und man begleitet sie gerne auf ihrer Reise vom unwissenden Kind zu einer stärkeren, selbstbewussteren Persönlichkeit. Doch auch Finn wird sehr vielschichtig dargestellt, er ist mehr als nur seine Krankheit, mehr als nur seine Homosexualität - er wird durch seinen Charakter definiert, durch seine Güte, sein Verständnis, seinen Humor - und das fand ich sehr erfrischend und schön, denn genau das sollte einen Menschen auch definieren! Toby ist anfangs sehr mysteriös und geheimnisvoll, doch er wächst einem von Kapitel zu Kapitel und Seite zu Seite immer mehr ans Herz, bis man auch um ihn weint und bangt, mit ihm hofft und ihn am liebsten nur ganz fest drücken würde, um ihm zu sagen, dass alles wieder gut wird. Doch das Buch thematisiert nicht nur die Beziehung zwischen June und Finn, sowie June und Toby, sondern auch die zu ihrer Schwester Greta. Zwei Schwestern, die sich voneinander entfernt haben, die grausame Dinge zueinander sagen und sich scheinbar nicht mehr leiden können. Doch man merkt sehr schnell, wie verletzt die beiden sind - insbesondere auch Greta. Aufgrund ihres Verhaltens hatte ich ja ehrlich gesagt sehr viel schlimmeres erwartet als "nur" das, was es dann letztendlich war, und darüber bin ich auch sehr froh, denn das hätte den Umfang des Buches dann doch gesprengt. Dennoch war der Kampf zwischen den Schwestern authentisch und emotional und sehr passend.


„Weißt du das nicht? Darin liegt das Geheimnis. Wenn man immer dafür sorgt, dass man genau die Person ist, die man zu sein hoffte, wenn man immer darauf achtgibt, dass man nur die besten Menschen kennt, dann ist es einem egal, ob man morgen stirbt."


Das Buch zwingt einen durch unzählige Gefühle - man lacht und weint, hat Hoffnung und ist verzweifelt, ist wütend und traurig und glücklich. Nur wenige Autoren schaffen es, den Leser so gekonnt in dieses Gefühlschaos zu schmeißen - einfach wundervoll! Ein Buch, das einem das Herz bricht - und zwar mehrmals! 


„Ich muss dem Geheimnis auf den Grund gehen. Ich muss herausfinden, wie ich die Dinge dazu bringe, zu mir zurückzufliegen, statt immer nur von mir weg."


Die Story zeigt, wie schwer es Aids-Kranke in den 80er-Jahren (und natürlich auch noch heute!) hatten, mit welcher Stigmatisierung sie zu kämpfen hatten und wie tragisch eben nicht nur die Krankheit selbst war (und ist!), sondern insbesondere auch, wie die Menschen, die man liebt, damit umgehen, wie sie sich abwenden, die Sache totschweigen oder dich ignorieren. Wie sie Angst vor dir und deiner Krankheit haben. Das zu lesen, bricht einem das Herz. Immer und immer wieder. Ebenso wie der unendlich andauernde Streit zwischen Greta und June. Dieses gegenseitige Unverständnis. Insgesamt ein Buch, das von Liebe erzählt, Freundschaft, Schwesterliebe, Familie, Trauer, Verlust und Tod und zeigt, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. 


„Ich fragte mich wirklich, warum Leute immer das taten, worauf sie überhaupt keine Lust hatten. Das Leben schien ein immer enger werdender Tunnel zu sein. Im Augenblick der Geburt war der Tunnel riesengroß und unendlich lang. Alles stand einem noch offen. Dann, in exakt einer Sekunde nach der Geburt verengte sich der Tunnel bereits um die Hälfte. Als Junge stand fest, dass man niemals Mutter werden würde und wahrscheinlich auch kein Nagelpfleger oder Kindergärtner. Dann wurde man älter, und alles, was man tat, verengte den Tunnel nur noch mehr. [...] Ungefähr so ging das jahrelang immer weiter, bis man festsaß."

Fazit

Dieses Buch bricht einem das Herz - mehrmals! Wundervoll geschrieben, emotionale Geschichte, tiefgründige Charaktere und Situationen, die einen zum Lachen und zum Weinen bringen. Absolutes Lesehighlight und mehr als empfehlenswert!

https://lucciola-test.blogspot.de/2018/04/books-carol-rifka-brunt-sag-den-wolfen.html

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(89)

166 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

"zwangsstörung":w=7,"freundschaft":w=3,"john green":w=3,"erste liebe":w=2,"zwangsgedanken":w=2,"liebe":w=1,"usa":w=1,"jugendbuch":w=1,"drama":w=1,"verlust":w=1,"suche":w=1,"young adult":w=1,"english":w=1,"verschwinden":w=1,"psychotherapie":w=1

Turtles All the Way Down

John Green
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.10.2017
ISBN 9780241335437
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aza Homes is sixteen years old and could have a normal life, if there weren´t her mental problems: she´s suffering from the obsessive-compulsive disorder and her thoughts are spiraling self-destructive. Her mind is thinking about bacteria, diseases, death and microbes - and this affectes her personal environment as well. Her mother is always scared about her, her best friend Daisy is sometimes bugged out about her behaviour and Davis, the boy she really likes, might have his problem with her disorder as well... Her thoughts are like turtles all the way down and she tries so hard to be a good friend, daughter and student, but as Daisy decides to search after the missed billionaire Russel Pickett things might change - might it be in a good or a bad way. 

„But I was beginning to learn that your life is a story told about you, not one that you tell. Of course, you pretend to be the author. [...] You think you´re the painter, but you´re the canvas."
p. 1

Turtles All The Way Down focuses on the main charakter Aza and her inner fights against herself and her disease. So if you know how mental illnesses affects life or have any relatings to the struggles this book is challenging and as well so open hearted. I - as I´m suffering from depression, anxiety and a chronic disease - saw myself in so many scenes in the book and I could relate to Aza so many times. It´s disturbing, challenging and sometimes even unbearable, but especially because of that this book is so important and good. 

„I don´t mind worriers. Worrying is the correct worldview. Life is worrisome."
p. 52

John Greens writing is - as always - easy to read and just wonderful. The topic of the book is slightly different to his other books, because Turtles All The Way Down is not first of all a book about love, romantic, friendship or cominng of age. It´s about a girl struggling with a disease and struggling with her own thoughts. 


„One of the challenges with pain - physical or psychic - is that we can really only approach it through metaphor. It can´t be represented the way a table or a body can. In some ways, pain is the opposite of language."
p. 89

The story is really authentic, comprehensible and just wonderful - as well as scary, if you think about how your own mind can try to destroy you. It´s carefully and fragilely written, pretty worthy for that topic. After all this book left me speechless and touched me deeply. 

„Who cares if she can kiss? She can see through the clouds."
p. 189

John Green wrote a book about a pretty difficult topic - and left me speechless. It´s a book that is enjoyable to read, but touching and informing as well. It´s never boring, instead you are euphoric, scared, crying, laughing, sad and happy - all at the same time. You will feel every single emotional level by reading this book and it won´t let you go until the last page and even then it won´t stop making you think about the topic. I can only recommend it wholeheartedly and say: Please read this book.  

„I would always be like this, always have this within me. There was no beating it. I would never slay the dragon, because the dragon was also me. My self and the disease were knotted together for life."
p. 280

Result

Authentic and simply wonderful, although it´s a difficult topic. John Green manages to make us feel every emotion in this book and to read an enjoyable, but also touching book about a young girl struggling with a disease. An important book which is a Must-Read all along! 

https://lucciola-test.blogspot.de/2018/04/books-john-green-turtles-all-way-down.html

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

107 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

"fantasy":w=3,"bücher":w=2,"liebe":w=1,"familie":w=1,"magie":w=1,"reihe":w=1,"schicksal":w=1,"jugendroman":w=1,"2018":w=1,"verlag carlsen":w=1,"bittersweet":w=1

Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.04.2018
ISBN 9783551317285
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sefia ist noch ein Kind, als ihre Mutter stirbt und von ihrer Familie nur noch ihr Vater und sie bleiben. Doch auch das hält nicht allzu lange an, denn nur wenige Jahre später findet sie ihren ermordeten Vater auf dem Küchenboden - trotz aller Verzweiflung weiß sie, was zu tun ist: durch den Geheimgang flüchten, mitnehmen, was dort versteckt ist, und nie mehr zurückkehren. Sie hält sich daran, obwohl sie nicht weiß, wofür dieses seltsame in Leder gebundene Ding eigentlich gut sein soll. Von da an ist sie zusammen mit Nin auf der Flucht, bis sich ihr Leben erneut vollständig ändert. Als Nin entführt wird, weiß Sefia, dass sie sie retten muss und dieses geheimnisvolle Ding kann ihr irgendwie dabei helfen. Nach und nach findet sie heraus, um was es sich dabei handelt: ein Buch. Und was darin verborgen ist sind Worte, die sich zu Geschichten formen - doch warum wollen ihre Verfolger das Buch unbedingt haben? Warum sind sie bereit dafür zu töten? Hilfe bekommt sie von Archer, einem stummen Jungen, den sie aus einer hölzernen Kiste gerettet hat und der seitdem nicht mehr von ihrer Seite weicht. Und nach und nach erfahren die beiden mehr von sich selbst und von dem anderen, denn jeder von ihnen hegt unzählige Geheimnisse...

„Nin war fort. Wie eine Anziehpuppe war sie aus der Welt herausgeschnitten worden, auch wenn Sefia immer noch die Umrisse ihrer Silhouette sah, die leeren Echos der Worte hörte, die sie hätte sagen sollen."
S. 43

Ein Meer aus Tinte und Gold ist nicht einfach nur ein Buch, es ist ein absoluter Blickfang. Das Cover ist gold-glänzend und man sieht Linien, die sich wie goldene Wellen über das Buch ziehen. Außerdem sieht man ein Buch, die Silhouette eines Mädchens, ein Schiff, sowie einzelne Buchstaben, die aus dem Buch aufsteigen. Das alles passt hervorragend zum Inhalt des Buches, ebenso wie der Titel. Doch auch das Innere des Buches ist absolut unglaublich: Verschiedene Schriftarten- und größen, Hintergründe, Fingerabdrücke und durchgestrichene Zeilen - immer wieder entdeckt man etwas auf den Seiten des Buches. 

Schade finde ich jedoch, das nirgends zu erkennen ist, dass es sich hierbei um eine Trilogie handelt und nicht um einen Einzelband...

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach zu lesen. Er ist sehr bildhaft, sodass man sich die Welt und die Charaktere sehr gut vorstellen kann.
Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die durch unterschiedlich gestaltete Seiten kenntlich gemacht werden. 
Zum einen natürlich die Reise von Sefia und Archer, zum anderen Geschichten, die im Buch stehen und einzelne Kapitel aus der Vergangenheit oder über die Geschehnisse bei den Verfolgern. So wird es immer wieder abwechslungsreich und nie langweilig. Allerdings kann es passieren, dass man durch die vielen Details und Handlungen etwas den Überblick verliert und erst nach und nach versteht, wie alles zusammen hängt. Manche mag das stören, ich persönlich fand es aber sehr interessant, weil man nie ganz wusste, wie dieses einzelne Kapitel jetzt in das große Ganze passte - spielt es in der Vergangenheit? Gegenwart? Was haben die Figuren mit Sefia zu tun? Wer sind sie? Fragen über Fragen, die sich erst ganz am Ende alle beantworten lassen - man braucht also etwas Geduld beim Lesen.

„Du hast die Wahl, Sefia. Lenk deine Zukunft oder lass dich von der Zukunft lenken."
S. 361

Das Buch ist kein richtiger Page-Turner, es ist nicht so spannend, dass man atemlos weiterliest und nachts nicht schlafen kann. Dennoch fand ich das Buch wirklich gelungen, denn es lebt von einem einzigartigen Weltenkonstrukt und sehr nahbaren, authentischen Charakteren, die sich im Laufe der Handlung weiterentwickeln. Außerdem ist es natürlich eine Ode an Bücher per se, das gefällt mir als Bücherwurm natürlich sehr. Das Buch handelt hauptsächlich von Sefia und nachdem sie Archer kennengelernt hat, auch von ihm. Insbesondere Archer ist mir im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen! Alle Charaktere haben sehr viel Tiefe und wirken sehr authentisch und greifbar. 

„Ein Zuhause ist das, was du dazu machst. Es kann ein Schiff sein. Oder das, was du Tag für Tag auf dem Rücken trägst. Oder deine Familie. Oder vielleicht nur ein Mensch, den du über alles liebst. Das ist zu Hause."
S. 427

Eine Geschichte über die Macht von Büchern und Worten, über Freundschaft, Magie und Liebe, wundervoll geschrieben mit vielen Details und tollen Charakteren.

"Wenn sie in Kelanna trauern, erzählen sie Geschichten - als könnten sie dich dadurch bei sich behalten. Sie glauben, dass du, wenn man die Geschichten nur oft und lange genug erzählt, lebendig bleibst - wenn auch nur in der Erinnerung."

S. 306

Fazit

Für dieses Buch braucht man Geduld. Es ist nicht ununterbrochen Spannend, es enthält viele Details und verschiedene Handlungsstränge, was manche vielleicht als langweilig empfinden könnten. Ich fand es toll, dass man erst am Ende alles miteinander verknüpfen konnte und während dem Lesen versuchte, die Details miteinander zu verknüpfen, aber nie recht wusste, was genau es jetzt damit auf sich hat. Die Auflösung kommt zum Großteil erst am Schluss. Die Charaktere sind mit viel Tiefe geschrieben und die Autorin hat einen sehr schönen, bildhaften Schreibstil. Für mich ein gelungenes Buch, das sich deutlich von anderen Fantasy-Geschichten abhebt, für das man aber auch etwas Geduld benötigt.

https://lucciola-test.blogspot.de/2018/04/books-traci-chee-ein-meer-aus-tinte-und.html

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

band 2, bilderbuch, britta sabbag, familie, fortsetzung, freundschaft, für klein und groß, geschlechterstereotypen, glück, honigbrote, hummel, hummel bommel, kinderbuch, maite kelly, suche

Die kleine Hummel Bommel sucht das Glück

Britta Sabbag , Maite Kelly , Joëlle Tourlonias
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 06.01.2016
ISBN 9783845812861
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Hummel Bommel möchte die Welt sehen und das große Glück finden. Also packt er seine Honigbrote ein, einen dicken Schal von Mama und macht sich auf den Weg: Er reist nach London, New York und Paris und sieht alles aus Insektenaugen und die Insektenwelt der Städte. Doch was ist das große Glück überhaupt? Und wo findet man es?


„Fragst du dich denn nicht, ob das Glück nicht hinter den Grenzen liegt?"


Die Story ist leider sehr sprunghaft erzählt, im einen Moment sind die ganzen Insektenkinder noch um ein Blatt Papier versammelt und Hummel Bommel stellt ihnen eine Frage und schwupps, sitzt er allein mit Ricardo auf einem Blatt. Dabei geht vieles verloren, nicht zuletzt die Zusammenhänge, die Übergänge und ein roter Faden. Manchmal hat man das Gefühl, dass da doch eine Seite fehlen muss... 
Auch die Charaktere bleiben sehr platt und bekommen keinerlei Hintergrund - sie sind einfach nur da. Dass Ricardo Bommels bester Freund ist, wird erwähnt, aber wer z.B. ist Fina Floh? Eine Freundin? Oder einfach nur so anwesend? Die Quotenfrau - bzw. der Quotenfloh? Es ist schade, dass hier nichts weiter erklärt wird und die Figuren so einfach nur flach und irgendwie uninteressant und unwichtig bleiben. 

„Hör auf dein Herz. Du bist du."

Dass die kleine Hummel Bommel die Welt erkunden will, ist an sich eine nette Geschichte. Da es aber ein Kinderbuch ist, stellt sich die Frage, inwiefern Kinder überhaupt etwas mit London, Paris oder New York anfangen können. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn die Hummel einfach die nähere Umgebung erkundet und Bekanntschaften mit dortigen Bewohnern geschlossen hätte. Immerhin gibt es wohl nur wenige Kinder, die in so einem jungen Alter bereits eine Weltreise gemacht haben.. So ist die Story leider recht uninteressant und auch kein bisschen spannend - also nur für die allerkleinsten Kinder geeignet, die dann aber wiederum nichts mit der Thematik Weltreise und Glück anfangen können... Schön wäre auch gewesen, wenn die Frage "Was ist Glück überhaupt" aufgegriffen worden wäre, denn für jeden ist Glück etwas völlig anders. Hier wäre so viel Potential gewesen! Für den Pilot ist Glück vielleicht das Gefühl, über den Wolken zu schweben, für den Künstler ist Glück möglicherweise die Freiheit, andere zu beobachten und zu zeichnen. Für die Mama ist Glück das eigene Kind aufwachsen zu sehen und zu lieben. Für Ricardo ist Glück vielleicht, mit seinen Freunden zu spielen. Doch leider findet das überhaupt keine Beachtung, dabei kann Glück doch so vieles sein! Hier wurden leider sehr viele Möglichkeiten verschenkt. 


„Fürs Glücklichsein ist immer Zeit!"

Die Illustrationen sind hingegen wieder wirklich gelungen und einfach wunderschön. Sie verzaubern auf den ersten Blick und man entdeckt immer wieder etwas neues.

Fazit

Die Geschichte konnte mich leider kein bisschen überzeugen, denn sie ist sprunghaft und für Kinder einfach nicht richtig nachvollziehbar. Die Illustrationen sind hingegen ganz zauberhaft und für diese gibt es auch einen Pluspunkt, denn ansonsten hat mich das Bilderbuch leider vollkommen enttäuscht. 

http://lucciola-test.blogspot.de/2018/04/books-die-kleine-hummel-bommel-sucht.html

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Schlaf gut, Bagger Ben!

Dörte Horn , Philipp Stampe
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Lingen Verlag, 01.08.2016
ISBN 9783945136881
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bagger Ben und seine Freunde Karla Kran, Rudi Radlader, Kiki Kipplaster und Willi Walze gehen zusammen in den Baustellen-Kindergarten. Dort bekommen sie einen ganz besonderen Auftrag, den sie nur gemeinsam erledigen können: Was das wohl ist? Eines ist jedenfalls sicher: Am Ende des Tages sind sie so müde, dass sie ganz schnell einschlafen und sicherlich wunderschön träumen...


„Die Wühlmäuse haben einen Spezialauftrag für die kleinen Fahrzeuge."

Die Zeichnungen sind sehr liebevoll gestaltet und wirklich süß. Die bunten, liebevollen Zeichnungen sind wunderschön  und man entdeckt immer wieder neue Details. 

Im Buch gibt es keine Menschen, die Fahrzeuge sind lebendig, gehen arbeiten oder in den Kindergarten, spielen miteinander und bekommen Schlaflieder vorgesungen, wenn es Zeit ist, ins Bett zu gehen. Genau das fand ich an dem Buch so charmant! Denn das macht es zu etwas ganz Besonderem: ein kleiner Mikrokosmos, in dem die Fahrzeuge selbst die Protagonisten sind und nicht einfach nur den Menschen zur Hand gehen oder ähnliches. Eine wirklich wundervolle Idee! 

„Puh, ist das schwer... Aber zusammen schaffen wir das!"

Die Geschichte ist nicht sonderlich spannend, aber es ist ja auch eine Gute-Nacht-Geschichte, daher ist das auch gut so. Stattdessen ist die Story unterhaltsam, niedlich, liebevoll und interessant - bestens für Kinder ab ca. 2 Jahren geeignet! Und vor allem natürlich für kleine Fahrzeugliebhaber, die Baustellen, Bagger & Co lieben! 

Fazit

Ein Bilderbuch, das insbesondere durch die liebevollen Illustrationen glänzt, aber auch die Geschichte selbst ist schön zu lesen und unterhaltsam. Auf jeden Fall ein Muss für Kinder, die Baustellen und Fahrzeuge lieben!

http://lucciola-test.blogspot.de/2018/03/books-dorte-horn-philipp-stampe-schlaf.html

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(77)

127 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

bilderbuch, freundschaft, kinderbuch, kinderbücher, kontraste, kreativitä, liebe, marie, paul, poesie, sprache, worte, wörte, wörter, wörterfabrik

Die große Wörterfabrik

Agnès de Lestrade , Valeria Docampo ,
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 01.09.2012
ISBN 9783939435563
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Paul mag Marie. Doch er kann ihr das nicht einfach sagen, denn ihm fehlen die Wörter dazu. Im Land der großen Wörterfabrik muss man Wörter kaufen und Paul hat kein Geld dafür. Also durchsucht er die Mülleimer oder versucht, fliegende Wörter einzufangen, um Marie endlich zu zeigen, wie wichtig sie ihm ist.

„Es gibt Wörter, die sind wertvoll als andere."

Eine leise Geschichte, die mit wenigen Worten und wunderschönen Bildern Eindruck macht und genau deswegen so überzeugen kann. Die Illustrationen passen hervorragend und sind für Kinder, ebenso wie für Erwachsene geeignet. Das quadratische Format des Buches sorgt dafür, dass den Bildern genügend Platz eingeräumt wird und sie gut zur Geltung kommen. Farblich dominieren die Brauntöne, farblich unterbrochen von roten Akzenten.

„Meine Wörter sind klitzeklein."

Die berührende, wundervolle Geschichte zeigt, dass es nicht um viele Wörter geht, sondern oftmals mehr um die kleinen Gesten, die man einander schenkt oder um wenige, aber dafür die richtigen Wörter. Und auch, wie wertvoll Worte sind und wie glücklich wir uns schätzen können, dass wir sie nutzen dürfen und können, wann immer wir es wollen. Ein wundervolles Buch über die Ästhetik der Sprache und auf die Frage, ob es auf die Wörter ankommt, oder doch vielmehr auf das, was dahinter steht? Die Gefühle, die Menschen?

„Kirsche, Staub, Stuhl."

Fazit

Eine wundervolle Geschichte, die mit wenig Text auskommt und mit beeindruckenden Illustrationen überzeugen kann. Die Geschenkausgabe ist leider eine sehr kleine Ausgabe, daher würde ich im Nachhinein zu der normalen Edition greifen, die größer ist. 

http://lucciola-test.blogspot.de/2018/03/books-agnes-de-lestrade-valeria-docampo.html

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

"südafrika":w=6,"dystopie":w=5,"gewalt":w=2,"fieber":w=2,"mord":w=1,"tod":w=1,"afrika":w=1,"armut":w=1,"militär":w=1,"kriminalfall":w=1,"vater-sohn-beziehung":w=1,"epidemie":w=1,"online texte":w=1,"pandemie":w=1,"dystopien":w=1

Fever

Deon Meyer , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 702 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 09.10.2017
ISBN 9783352009020
Genre: Romane

Rezension:

Nico Storm zieht mit seinem Vater Willem durch Südafrika, um einen geeigneten Ort zum Überleben zu finden. Fünfundneunzig Prozent der gesamten Weltbevölkerung sind einem schlimmen Fieber zum Opfer gefallen und für alle, die überlebten, beginnt der schwerste Kampf ihres Lebens. Willem träumt von einer demokratischen Gemeinschaft und will diese in einem verlassenen Städtchen aufbauen. Die Nachricht verbreitet sich schnell und es kommen immer mehr Überlebende nach Amanzi. Doch die Menschen sind noch lange nicht in Sicherheit: Wilde Tiere lauern hungernd in der Wildnis, das Wetter spielt völlig verrückt, der fehlende Strom macht allen zu schaffen - aber am schlimmsten sind nach wie vor die Menschen selbst. Sie plündern, stehlen, lügen, intrigieren und morden auch nach der Katastrophe munter weiter. Und die Gefahr lauert nicht nur da draußen in der Wildnis, sondern auch in Amanzi selbst. 

„Ich war dreizehn, im Niemandsland zwischen Kind und Teenager, und fühlte mich wohl dort."

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Die Story wird hauptsächlich aus der Sicht von Nico erzählt, doch immer wieder gibt es Aufzeichnungen zum "Geschichtsprojekt Amanzi", bei dem die anderen Mitglieder der Gemeinschaft zu Wort kommen. So bekommt man einen guten Überblick über die Gedanken- und Gefühlswelt der verschiedenen Menschen. 

„Die Vergangenheit ist ein Fluss, Nico. Wir können uns nicht an alles Wasser erinnern, was vorbeigeflossen ist. Wenn wir zurückdenken, erinnern wir uns hauptsächlich an das Treibgut, diese einzelnen Bruchstücke, die die Stürme und die Fluten hoch oben an den Ufern zurückgelassen haben."

Auch wenn der Klappentext das vermuten lässt, so geht es in diesem Buch weniger um den Mord an Nicos Vater und vielmehr um die Gründung Amanzis und der schwierigen Aufgabe, eine neue Zivilisation aufzubauen. Dennoch wird es größtenteils nicht langweilig, denn der Autor schafft es sehr gut, diese trostlose und gefährliche Welt zu beschreiben und man "fiebert" mit, wer überleben wird und welche Katastrophen noch alles geschehen werden, die die Zukunft von Amanzi gefährden. An manchen Stellen ist die Story dann aber doch auch etwas langatmig. Das Ende hingegen kommt dann extrem schnell und wird sehr zügig abgehandelt. Das Ende selbst konnte mich auf jeden Fall überraschen, aber leider nicht zufriedenstellen. Es ist zu abgehackt und ich persönlich fand es auch zu unrealistisch im Vergleich zum Rest der Geschichte - der Virus, der Zusammenbruch der Zivilisation, der mühsame Aufbau - all das könnte jetzt genau so passieren. Doch das Ende wirkt dann beinahe wie Science-Fiction und für mich hat er die Geschichte wirklich ein stückweit zerstört. 

„So sind wir eben, wir Menschen. Wenn wir etwas umsonst bekommen, nehmen wir uns mehr, als wir verbrauchen können."

Der Plot wirkt sehr authentisch und realistisch, man kann sich wirklich gut vorstellen, dass die "Apokalypse" wirklich so aussehen könnte. Der Autor denkt an unglaublich viele Details und Problematiken, die die Menschheit vor große Schwierigkeiten stellen würde: dass Benzin nur eine gewisse Zeit haltbar ist, dass genmanipuliertes Getreide nicht mehrmals geerntet werden kann, dass Atomwerke explodieren, wenn man sie nicht wartet und vieles, vieles mehr. Das verleiht dem Buch noch mehr Authentizität und es bedrückt einen durchweg die Vorstellung, dass so etwas wirklich passieren könnte. 

„Das Leben vor dem Fieber hatte nichts Schönes. Nichts. Es war eine verrückte, böse Welt. Jeder hasste jeden: Schwarz und Weiß, Arm und Reich, Liberal und Konservativ, Christen und Muslime, Nord und Süd. Ich nehme an, dass die Leute Gründe suchten, um einander zu hassen."

Fazit

Eigentlich ein wirklich gelungenes Endzeit-Drama, das fesseln kann und sehr authentisch ist. Leider zieht sich die Geschichte irgendwann ziemlich und das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen, da es sehr unrealistisch ist und außerdem viel zu schnell abgehandelt wird. Das Ende hat mich mit einem unzufriedenen Gefühl zurückgelassen, obwohl ich das Buch eigentlich ansonsten gut fand. Daher 3,5 Sterne und trotzdem eine Leseempfehlung. 

http://lucciola-test.blogspot.de/2018/03/books-deon-meyer-fever.html

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

"flucht":w=6,"judenverfolgung":w=5,"juden":w=4,"shanghai":w=4,"zweiter weltkrieg":w=3,"nationalsozialismus":w=3,"deutschland":w=2,"holocaust":w=2,"exil":w=2,"krieg":w=1,"schicksal":w=1,"verlust":w=1,"verfolgung":w=1,"china":w=1,"2. weltkrieg":w=1

Das Mädchen im Strom

Sabine Bode
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608962000
Genre: Romane

Rezension:

Gudrun entstammt einer guten Familie, die jedoch jüdisch ist. Das hat für sie nie eine Rolle gespielt, doch das Naziregime in Deutschland stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf und aus einem eigentlich so normalen Leben einer Jugendlichen wird ein Leben auf Flucht und voller Gefahren. 
„Dass er Jude war, empfand er als eine eher zufällige Zugehörigkeit, die sein Herz nicht berührte. Er war Deutscher!"S. 17
Das Cover war der Grund dafür, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte, irgendwie hat es mich einfach angesprochen. Zu sehen ist auf einem Schwarz-Weiß-Bild ein Mädchen, das über eine Reling oder ähnliches aufs Wasser schaut. Es wirkt ansprechend und gleichzeitig interesseweckend. Der altrosane Rahmen um das Bild gibt dem Cover das gewisse Etwas. Cover und Titel finde ich sehr gut gewählt und hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert. Das Buch ist mir zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse aufgefallen. Aus irgendeinem Grund hat es mich sofort neugierig gemacht und ich wollte es unbedingt lesen. Daher kam es gerade recht, dass NetGalley und Klett-Cotta Rezensenten gesucht haben - vielen Dank für die Bereitstellung des eBooks! Entgegen meiner normalen Lesegeschwindigkeit habe ich für dieses Buch ewig gebraucht. Fast ein Jahr. Weil ich es immer wieder weggelegt habe, eine Pause brauchte und es irgendwann erneut versucht habe. Und doch gescheitert bin, denn fertig gelesen habe ich es auch nicht. Aber dazu später mehr. 
„Nach dem Abendessen im Speisewagen wurde Gudrun Müde. In den folgenden Stunden schlief sie. Spät in der Nacht erreichten sie Mainz. Wilhelm Samuel holte sie ab.."S. 10
Der Schreibstil der Autorin ist extrem gewöhnungsbedürftig. Wörtliche Rede steht nicht in Anführungszeichen, sondern wird einfach mitten im Text dazu geschrieben. Das war für mich extrem verwirrend, da ich mir manchmal nicht ganz sicher war, was jetzt wirklich gesagt wurde, und was eben nicht. Die Sätze sind unglaublich kurz und knapp und bestehen meist nur aus Hauptsätzen, die aneinander gereiht werden. Außerdem ist die Sprache sehr distanziert, trocken und völlig emotionslos. Das hat eine große Distanz zwischen der Protagonistin und mir geschaffen und ich konnte mich so überhaupt nicht in das Buch einfinden. Das ganze Buch ähnelt eher einem Sachbuch als einem Roman - nur eben dass es die Figuren nicht wirklich gab. Ich habe schon sehr viele Bücher - sowohl Sachbücher, als auch Biografien oder Romane - zum Thema 2. Weltkrieg gelesen und habe daher durchaus einen recht guten Überblick darüber, wie man das Thema aufarbeiten kann. Doch was hier als Roman deklariert wird, konnte mich leider nur auf ganzer Linie enttäuschen. Die Erzählweise ist so sachlich und emotionslos, dass es für mich innerhalb kürzester Zeit langweilig wurde. Mit der Protagonistin konnte ich keine Beziehung aufbauen, da ich mit ihren Charakterzügen nicht gut klarkam und auch die Erzählweise nicht für Nähe sorgt. Manches erscheint einem eher wie ein Zeitungsartikel, so neutral, kühl und oberflächlich, dass selbst die schlimmsten Tragödien mich irgendwie nicht berühren konnten - und das ist definitiv ungewöhnlich für mich! Das Buch war für mich leider eine reine Qual, ich quälte mich von Seite zu Seite, es zog sich immer mehr in die Länge - und irgendwann gab ich auf. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals zuvor ein Buch abgebrochen habe, ohne es zu Ende zu lesen, ich kann mich jedenfalls nicht mehr daran erinnern. Das Buch ist sicherlich gut recherchiert und das Thema interessiert mich schon seit Kindertagen, doch mit der distanzierten und neutralen Erzählweise, der unsympathischen Protagonistin und dem schwer zu lesenden Schreibstil kam ich einfach nicht klar. Für mich war dieses Buch leider völlig unzugänglich, verkrampfte Dialoge werden mit der Dramatik eines Zeitungsberichts abgehandelt und das Thema wird völlig lieblos und emotionslos dargestellt. 
„Egal, sie war 21 Jahre alt, das richtige Alter, um endlich die Freiheit zu genießen, in Shanghai oder anderswo! Wenn schon kein sicheres Leben, dann wenigstens ein Aufregendes."S. 120
Fazit
Leider konnte mich Das Mädchen im Strom überhaupt nicht faszinieren. Die lustlose, lieblose, emotionslose und distanzierte Erzählweise verhindert leider jegliche Beziehung zur Protagonistin, die meines Erachtens nach sehr viele schlechte Charaktereigenschaften hat und daher sowieso schon unsympathisch ist. Wörtliche Rede wird völlig ohne Anführungszeichen geschrieben, was sehr verwirrend ist und den Lesefluss sehr stört. Ich konnte das Buch, das sich so zäh zog wie ein Kaugummi, nicht einmal zu Ende lesen, weil es irgendwann einfach nur zu einer Qual wurde - und das passiert mir sonst nie. Daher kann ich dem Buch leider nur einen Punkt geben... Und das, obwohl ich das Buch doch so sehr mögen wollte! 
http://lucciola-test.blogspot.de/2018/03/books-sabine-bode-das-madchen-im-strom.html

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(251)

825 Bibliotheken, 32 Leser, 2 Gruppen, 80 Rezensionen

"lin rina":w=9,"liebe":w=8,"bücher":w=8,"bibliothek":w=6,"staubchronik":w=6,"drachenmond verlag":w=4,"london":w=3,"england 19. jh":w=3,"animant crumbs staubchronik":w=3,"animantcrumb":w=3,"roman":w=2,"jugendbuch":w=2,"england":w=2,"19. jahrhundert":w=2,"bücherliebe":w=2

Animant Crumbs Staubchronik

Lin Rina
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.11.2017
ISBN 9783959913911
Genre: Fantasy

Rezension:

Animant Crumb ist 19 Jahre alt und macht in ihrem Leben nicht viel anderes als zu lesen. Ihre Mutter möchte sie schnellstmöglichst verheiraten, doch Animant hat ein ausgeprägtes Talent dafür, jeden Kandidaten zu vergraulen, denn durch ihre Lesesucht weiß sie oftmals sehr viel mehr als diese Männer und stößt sie mit ihrem Wissen vor den Kopf. An Menschen allgemein hat Animant sowieso nicht wirklich Interesse, ist es doch so viel schöner, die Nase in ein Buch zu stecken und in eine andere Welt zu versinken. Doch irgendwann kommen ihr Onkel und ihr Vater auf die Idee, sie für einen Monat nach London zu schicken, um dort die Assistentin von Mr. Reed zu werden, einem griesgrämigen, mürrischen Bibliothekar, der seine Mitarbeiter so oft wechselt, wie andere Leute ihre Kleidung. Animant nimmt die Herausforderung an - allen voran deshalb, um ihrer Mutter und deren Heiratsplänen zu entkommen. In London zeigt sich Animant dann eine völlig neue Welt, in der sie erkennt, dass es manchmal nicht nur um Bücher geht, sondern auch um die Menschen. 
„Menschen tun nun mal schlimme Dinge, aber das hat nichts mit ihrer religiösen Ausrichtung zu tun, sonder damit, dass sie Menschen sind."S. 485
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und lässt sich toll lesen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Animant erzählt, was einen sehr guten Einblick in ihr Gefühlsleben und ihre Gedanken gibt. Die Zeit, in der die Geschichte spielt - 1890 - wird sehr authentisch beschrieben und die Autorin schafft es, mit ihrem Schreibstil den Leser sofort in das alte London dieser Zeit zu versetzen. Allgemein hat die Autorin ein Talent dafür, alles sehr ausführlich und detailliert zu beschreiben, sodass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Man riecht förmlich die alten, verstaubten Bücher, hört das Rascheln der Ballkleider, spürt das Kribbeln im Bauch und den kalten Regen im Gesicht. 
„Sie sind der sturste Dickkopf, der mir je auf die Nerven gegangen ist."S. 286
Die Charaktere sind allesamt mehrdimensional gestaltet, das betrifft nicht nur die Protagonistin. Animant macht natürlich die größte Entwicklung durch, aber man erfährt auch sehr viel über Thomas Reed, Elisa oder Animants Bruder Henry. Dadurch bekommen alle Figuren mehr Tiefe, was mir sehr gut gefällt. Animant ist ihrer Zeit weit voraus, ist sehr emanzipiert und kann nicht glauben, dass Bildung für Frauen nicht frei zugänglich ist. Aber sie ist auch störrisch, frech, verschroben und recht unnahbar, doch irgendwie war sie mir aus diesen Gründen erst recht sympathisch. Mal abgesehen davon, dass sie ein ausgemachter Bücherwurm ist und eigentlich immer mit der Nase in einem Buch steckt - das kommt mir nämlich durchaus bekannt vor ;) Ihr Charakter macht im Laufe der Story eine richtige Verwandlung durch, was sehr authentisch und wirklich gut gelungen ist. Thomas Reed, der griesgrämige Bibliothekar mit den vielen Geheimnissen ist ebenfalls sehr authentisch beschrieben, und auch wenn man ihn am Anfang nicht so richtig einschätzen und leiden kann, so ist er mir dennoch sehr schnell ans Herz gewachsen. Von Seite zu Seite wollte ich mehr und mehr von ihm erfahren - ich habe sozusagen von Anfang an mein Herz an ihn verloren. Henry, Animants Bruder - was für ein liebenswerter, netter Kerl! Von ihm hätte ich gerne noch deutlich mehr erfahren, denn er ist einfach ein super netter und freundlicher Mensch und zusammen mit seiner Rachel einfach perfekt! 
Die Story ist natürlich vorhersehbar - prinzipiell hätte sich Animant natürlich auch anders entscheiden können, aber ich bin froh, dass es nicht so ist - aber die unglaubliche Romantik, die dieses Buch aufkommen lässt, macht das mehr als wett. Beim Lesen knisterte es förmlich und ich konnte und wollte nicht mehr aufhören, weil ich einfach wissen musste, wie es weiter geht. Und so habe ich das Buch in nur wenigen Tagen verschlungen, die letzte Hälfte in einer einzigen Nacht. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr weglegen. Die Story ist einfach wundervoll fürs Herz. Und es ist zur Abwechslung mal keine "Liebe auf den ersten Blick"- und auch keine "Er ist ein arroganter Arsch, aber das nette, perfekte Mädchen himmelt ihn trotzdem an"-Geschichte, sondern es geht um zwei Menschen, die beide viele Ecken und Kanten haben und die sich oft genug auch einfach nicht ausstehen können. Es ist einfach schön zu lesen, wie sich die Liebe zwischen den beiden ganz langsam entwickelt - auch wenn es andererseits zum Haareraufen ist, weil man so sehr mitfiebert und ihnen am liebsten zuschreien würdet: Traut euch, na los! Worauf wartet ihr so lange? Küsst euch endlich! Man hat Herzklopfen, man leidet und liebt und lacht mit der Protagonistin und kann nicht aufhören zu schwärmen. Die Story ist niemals langweilig oder zu langatmig, wundervoll romantisch, ohne kitschig zu sein und insbesondere die Dialoge zwischen Animant und Thomas Reed sind unglaublich amüsant und bringen einen oft genug zum Lachen.
„Ich war immer der Meinung gewesen, Menschen könnten mich nie so gut unterhalten wie ein gutes Buch. Und jetzt musste ich mich fragen, ob es daran lag, dass die Menschen in meiner Umgebung jetzt andere waren oder ob ich mich auch verändert hatte."S. 233
Ich liebe die Bücher des Drachenmond Verlages und war daher gespannt, was als nächstes kommen würde. Auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlichten sie dann das Cover von "Animant Crumbs Staubchronik" - und ich war überwältigt. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, um was es geht, hatte von der Autorin noch nie gehört - und trotzdem habe ich mir das Buch einfach blind vorbestellt, weil ich wusste, dass ich es einfach haben muss. Ich weiß nicht, ob ich jemals ein schöneres Cover gesehen habe... Es ist so traumhaft. Bibliophil. Romantisch. Und einfach wunderschön. Großes Lob an den Verlag: dieses Cover ist mal wirklich etwas Besonderes! Der Titel macht neugierig, auch wenn ich nach dem Lesen des Buches nicht wirklich weiß, warum es Staubchronik heißt... Aber das finde ich jetzt auch nicht so tragisch. 
Schade ist nur, dass es ein Einzelband ist. Ich würde so gerne die Geschichte aus Sicht von Thomas Reed lesen, oder mehr über Henry erfahren oder über Elisa. Oder einfach nur darüber lesen, wie zwei bestimmte Personen heiraten, sich gegenseitig auf die Nerven gehen, ihren Schlagabtausch weiterführen und trotzdem wie füreinander gemacht sind. Das Ende des Buches kam nämlich leider etwas abrupt und hat einen aufgeweckt aus einem schönen Traum, zurück in die kalte Wirklichkeit. Hier hätte ich mir gerne noch etwas mehr gewünscht. 
Fazit
Aus irgendeinem Grund hatte ich eigentlich ein Fantasy-Buch erwartet und da ich das Buch rein aufgrund des Covers gekauft habe, wusste ich wirklich nicht, was auf mich zukommt. Doch alle Sorgen waren unbegründet, denn das Buch konnte mich von der ersten Seite an fesseln und hat mich bis zum Schluss nicht losgelassen. Einzig das Ende kam etwas zu schnell. Wundervoll geschrieben, lustig, warmherzig, romantisch, ohne kitschig zu sein - und dazu eine bücherverliebte Protagonistin und einen bücherverliebten Griesgram - was will man mehr? Für mich ein Lese-Highlight des Jahres! 
http://lucciola-test.blogspot.de/2018/03/books-lin-rina-animant-crumbs.html

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(277)

565 Bibliotheken, 19 Leser, 4 Gruppen, 121 Rezensionen

"rassismus":w=22,"angie thomas":w=14,"the hate u give":w=12,"jugendbuch":w=9,"ghetto":w=7,"diskriminierung":w=6,"polizeigewalt":w=6,"gewalt":w=5,"thug":w=5,"mord":w=4,"usa":w=4,"freundschaft":w=3,"familie":w=3,"rezension":w=3,"jugendroman":w=3

The Hate U Give

Angie Thomas , Henriette Zeltner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.07.2017
ISBN 9783570164822
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Starr lebt in den Garden Heights, einem schwarzen Vierteln mit Drogenbossen, Waffen und sehr viel Gewalt. Doch sie geht auch auf eine Privatschule, an der überwiegend Weiße unterrichtet werden. Und so versucht sie, in beiden Welten zurecht zu kommen und beide Welten strikt zu trennen. Doch dieses System schwankt immer mehr, als Khalil, Starrs bester Freund, von einem Polizisten erschossen wird, während Starr zusieht. Nun ist es an ihr, für Gerechtigkeit zu sorgen. Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn die Polizei scheint nicht wirklich an einer Aufklärung interessiert zu sein und zusätzlich wird Starr und ihre Familie vom Drogenboss King unter Druck gesetzt, der ihr Leben bedroht, sollte er sie je verpfeifen... Starr muss sich entscheiden, ob sie schweigt, oder allen Mut zusammen nimmt, und die Wahrheit sagt. 

„Das größere Problem ist, dass Chris weiß ist. Zuerst dachte ich, meine Mom würde vielleicht was dagegen haben, aber sie meinte nur: "Er könnte auch getupft sein, solange er nicht kriminell ist und dich anständig behandelt."
S. 53

The Hate U Give stellt ein Thema in den Mittelpunkt, das bis heute unglaublich wichtig, aber auch sehr heikel ist: Rassismus. In den USA kommt es immer wieder vor, dass Polizisten Schwarze - oft Teenager - erschießen, obwohl diese unbewaffnet sind. Meistens kommen diese Polizisten ohne Konsequenzen davon. Doch Rassismus ist mitnichten nur ein Problem Amerikas, denn auch bei uns gibt es Hass und Vorurteile, Ausgrenzung und Rassismus. Vielleicht werden bei uns eher selten andere Menschen auf offener Straße erschossen, aber das heißt noch lange nicht, dass es diesen Hass nicht trotzdem gibt. Und genau deshalb ist dieses Buch so wichtig, denn es zeigt auf, wie verbreitet Rassismus ist, und wie oft er auch in kleinen Dosen kommt. Kleine Andeutungen, ein paar Sprüche - was für manche vielleicht harmlos klingen mag, ist für den Betroffenen eine schwere Beleidigung - und Rassismus. Das Buch öffnet Augen und sensibilisiert für ein Thema, das wichtiger denn je ist. 

„Leute wie wir werden in solchen Situationen zu Hashtags, aber Gerechtigkeit kriegen sie kaum einmal"
S. 71

Der Schreibstil ist Anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, denn die Geschichte wird aus Sicht Starrs erzählt und somit oftmals im Slang oder eben Jugendsprache. Die Übersetzung finde ich recht gelungen, auch wenn es etwas irritierend war, plötzlich englische Begriffe wie "Yes Ma´am", "No Sir" oder "What´s up man?" zu lesen, aber man gewöhnt sich schnell daran. Ansonsten ist die Sprachgewalt der Autorin wirklich beeindruckend und sehr eindringlich. 

„Manchmal machst du alles richtig, und es geht trotzdem alles schief. Entscheidend ist, dass du dennoch nie aufhörst, das Richtige zu tun."
S. 179

Das Buch behandelt das Thema Rassismus sehr eindringlich und ehrlich, daher ist es oft genug auch brutal - eben wie im echten Leben auch. Es gibt dem Leser auf alle Fälle zu denken und zeigt die vielen verschiedenen Konflikte auf - Armut, Drogen, gegenseitiges Misstrauen, Wut, Hass und so vieles mehr. Dennoch zeigt sich auch, dass die Konflikte oftmals von beiden Seiten geschürt werden, so erzählt Starr ihrem Vater zum Beispiel nichts von ihrem weißen Freund, weil dieser Beziehungen zwischen Weißen und Schwarzen nicht gut heißt, verhält sich selbst aber an ihrer Schule ganz anders, weil sie nicht klischeehaft rüber kommen will und behandelt ihren weißen Boyfriend Chris oft genug nicht fair, weil sie ihm unterstellt, er als Weißer könne sei als Schwarze ja eh nicht verstehen. 

„Ich versteh das schon. Garden Heights ist das Ghetto, deshalb wäre es noch nicht mal gelogen, aber das ist so wie damals, als ich neun war und Seven und ich in einen Streit gerieten. Er holte zu einem gemeinen Tiefschlag aus und nannte mich Zwerg von Zwergenberg. Wenn ich jetzt daran denke, eine ziemlich harmlose Beleidigung, aber damals traf er mich damit ins Mark. Ich wusste, dass ich möglicherweise klein war, weil alle anderen größer waren als ich. Ich konnte mich auch selbst klein nennen. Aber dadurch, dass Seven es sagte, wurde es zu einer unangenehmen Wahrheit."
S. 161

The Hate U Give ist nicht einfach nur ein tolles Jugendbuch. Es ist eine authentische und erschreckende Geschichte über das Leben in verarmten Vierteln, über Vorurteile und unterschwelligen Rassismus, genauso wie offen ausgesprochenen Hass. Eine Geschichte über Väter, die mit allen Mitteln ihre Töchter beschützen wollen, über Mütter, die sich sorgen und immer wieder aufs neue Stärke beweisen, über die Liebe unter Geschwistern und darüber, wie leicht es doch ist, vom richtigen Weg abzukommen und wie schwer, von dort wieder wegzukommen. 

„Genau da liegt das Problem. Wir lassen zu, dass Leute solche Dinge sagen, und dann sagen sie die so oft, dass es für sie total okay und für uns normal ist. Wozu hat man eigentlich eine Stimme, wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt?"
S. 288

Ein Buch voller Verlust, Frustration, Unverständnis, Rassismus, Hoffnung und Wut, das direkt unter die Haut geht und einen nicht mehr loslässt. Dieses Jugendbuch ist wichtig und notwendig und zugleich stark und aufrichtig. ich denke, es wäre eine tolle Schullektüre, die man hervorragend mit den Jugendlichen im Unterricht besprechen könnte. Ich jedenfalls habe mir noch nie zu einem Buch so viel Notizen gemacht und so viele Zitate herausgeschrieben... 


„Trotzdem denke ich, dass sich eines Tages etwas ändern wird. Wie? Keine Ahnung. Wann? Das weiß ich definitiv nicht. Warum? Weil es immer Menschen geben wird, die kämpfen. Vielleicht bin jetzt ich an der Reihe. "

S. 497

Fazit

The Hate U Give geht einem direkt unter die Haut und lässt einen nicht mehr los. Ein Buch, das auf jeden Fall gelesen werden muss! Es sensibilisiert für ein Thema, das wichtiger als je zuvor ist und ist genau deswegen so wichtig. Denn irgendwann müssen wir Menschen es doch schaffen, gemeinsam zu leben und nicht gegeneinander, oder? Es herrscht nach wie vor viel zu viel Ungerechtigkeit und Hass auf dieser Welt. Dieses Buch hat eine ganz klare Botschaft: Nein zu Rassismus! Für mich wird es damit zu einem der wichtigsten Bücher unserer Zeit, das nicht nur für Jugendliche, sondern für Menschen jeden Alters wichtig ist. Unbedingt lesen! 
http://lucciola-test.blogspot.de/2018/02/books-angie-thomas-hate-u-give.html

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(350)

1.066 Bibliotheken, 43 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

"fantasy":w=13,"goldener käfig":w=12,"victoria aveyard":w=9,"die farben des blutes":w=8,"jugendbuch":w=7,"liebe":w=4,"carlsen":w=4,"mare":w=4,"dystopie":w=3,"rebellion":w=3,"carlsen verlag":w=3,"silber":w=3,"cal":w=3,"die rote königin":w=3,"spannung":w=2

Goldener Käfig

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.06.2017
ISBN 9783551583284
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mare ist zurück im Palast. Als Gefangene von Maven, dem Jungen, dem sie einst vertraut und geliebt hatte. Doch nun ist sie der Spielball des Königs und kann nur eines tun: abwarten, was er als nächstes tun wird. Doch die Hoffnung auf Flucht verlässt sie nie, auch wenn ihr goldener Käfig dies unmöglich scheinen lässt. Währenddessen formiert sich die Scharlachrote Garde immer mehr zu einer Armee und das ganze Land steht kurz vor einer Revolution. Mare versucht, aus Maven schlau zu werden, der ihr gegenüber immer wieder seine verletzliche Seite zeigt, und Cal setzt alles daran, seine kleine Blitzwerferin endlich wieder befreien zu können. Ein Kampf um Liebe und Freiheit.
„Monster sind immer dann am gefährlichsten, wenn sie sich fürchten."S. 185
Auch hier knüpft die Handlung des neuen Bandes nahtlos an das vorige Buch an. Dadurch fällt einem der Einstieg sehr leicht. Der Schreibstil der Autorin ist größtenteils flüssig und leicht zu lesen, jedoch stolperte ich über einige Formulierungen, was aber an der Übersetzung gelegen haben kann. Insgesamt fand ich den Schreibstil nicht so flüssig wie in den vorigen Bänden, dafür aber auch deutlich bildhafter und beschreibender. Der dritte Band wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir sehr gut gefallen hat, denn dadurch bekommt man deutlich mehr Einblicke in andere Charaktere. Besonders Evangelinas Kapitel konnten sehr überzeugen, ihr Charakter bekommt dadurch sehr viel mehr Tiefe und hält so einige Überraschungen bereit. Auch Cameron - mit ihrer störrischen und ehrlichen Art weiß zu überzeugen. 
„Die, die wissen, wie es im Dunkeln ist, setzen alles daran, im Licht zu bleiben."S. 352

Nachdem mich Mare im letzten Band eigentlich durchweg genervt hatte, konnte ich mich hier wieder mehr mit ihr anfreunden. Sie wirkt sympathischer, authentischer und irgendwie greifbarer. Auch die Thematik ist sehr viel spannender und mitreißender als im zweiten Band, denn es gehen viele verschiedene Dinge und es wiederholt sich nicht immer alles. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle angefangen von Hoffnung und Mut bis hin zu Verzweiflung, Enttäuschung und Trauer ist einfach alles dabei. Die Kämpfe sind beeindruckend geschildert und rauben einem oft genug den Atem. 
„Das darf nicht länger toleriert werden. Es darf einfach nicht sein. Unterschiede bedeuten nicht Unterlegenheit."S. 624
Insgesamt ein Buch, das deutlich mehr überzeugen kann als der Vorgänger. Die Charaktere sind detailliert beschrieben und bekommen mehr Tiefe, der Schreibstil ist größtenteils sehr angenehm, die Handlung ist spannend und abwechslungsreich und die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven sind unglaublich interessant. Das Ende ist nicht ganz so fies wie in Band 2 (auch wenn es mich ein bisschen wütend werden ließ), aber lässt einen dennoch sehnsüchtig auf Band 4 warten - ich bin jedenfalls gespannt darauf, wie die Geschichte von Mare, Cal, Maven, Farley und all den anderen ausgehen wird. 
Fazit
Eine gelungene Fortsetzung, die bedeutend besser ist als der Vorgänger. Die Handlung ist spannender und abwechslungsreicher und die Charaktere bekommen immer mehr Tiefe. Ein paar Längen, besonders am Anfang, hatte die Geschichte leider, aber insgesamt mochte ich das Buch sehr und bin gespannt auf Band 4.
http://lucciola-test.blogspot.de/2018/02/books-victoria-aveyard-goldener-kafig.html

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(284)

612 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 176 Rezensionen

"liebe":w=18,"europa":w=12,"reisen":w=10,"reise":w=8,"liebe findet uns":w=6,"roman":w=5,"liebesroman":w=5,"liebesgeschichte":w=5,"paris":w=5,"freundschaft":w=3,"tagebuch":w=3,"liebeskummer":w=3,"europareise":w=3,"deutschland":w=2,"vergangenheit":w=2

Liebe findet uns

J. P. Monninger , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548289557
Genre: Liebesromane

Rezension:

Heather ist mit ihren Freundinnen nach Europa, bevor sie in New York in ihrem neuen Beruf groß durchstarten will. Doch vieles läuft nicht nach Plan, so wie das Leben eben ist. Die drei Mädels begegnen Jungs, die ihr Leben verändern sollen, Städte, die sie nie vergessen und zeigen sich immer wieder, wie tief ihre Freundschaft ist. Im Zug nach Amsterdam trifft Heather dann schließlich auf Jack, einen gutaussehenden, charmanten Kerl, der ihr gut durchgeplantes, organisiertes Leben völlig auf den Kopf stellt. Denn Jack ist spontan, abenteuerlustig und will die Welt entdecken, anstatt sich an einen simplen Bürojob zu binden. Das führt natürlich zu einigen Streitereien zwischen den Turteltäubchen, doch letztendlich scheint alles gut zu werden: zusammen wollen sie nach New York fliegen. Doch dann verschwindet Jack spurlos und Heather weiß, dass sie ihn nicht einfach vergessen kann. Was ist passiert? Wird sie Jack je wieder sehen? Oder schafft sie es, endlich über ihn hinwegzukommen? 
„Du bist die ganze Zeit knapp davor, mich tierisch zu nerven, weißt du das? Du kriegst immer noch gerade so die Kurve."
Man findet sehr einfach in die Geschichte, der Schreibstil ist flüssig und voller Metaphern. Eigentlich fand ich die Art des Autors, zu schreiben, recht ansprechend, auf dauer wurde es mir aber ehrlich gesagt zu viel. Zu viele Metaphern, zu übertrieben, zu unpassend und manchmal einfach zu anstrengend. An manchen Stellen wäre das ein Highlight des Buches, aber bei dieser Menge wirkte es einfach zu klobig und zu erschlagend. 
„Hast du schon mal den Spruch gehört, dass Bücher Orte sind, die man besucht ... und wenn man Leute kennenlernt, die dieselben Bücher gelesen haben, dann ist es so, als wäre man am selben Ort gewesen? Wir wissen etwas über den anderen, weil er in derselben Welt gewesen ist wie wir. Wir wissen, wofür er lebt."
Die Story selbst soll von wahrer Liebe erzählen, von der Liebe zueinander und der Liebe zum Leben und dass man das Leben auskosten muss, um es zu genießen. Leider konnte ich mit den Protagonisten nicht richtig warm werden und die großen Gefühle blieben leider aus. Außerdem zog sich die Story sehr lang hin, ohne dass wirklich etwas passiert ist. Sehr oft wird etwas wiederholt, wodurch das Buch künstlich in die Länge gezogen wird und die Spannung - die sowieso nur recht wenig vorhanden ist - stark abflauen lässt. 
„Vielleicht können wir dich für ein Förderprogramm anmelden. Ein Witzförderungsprogramm. Du bist eine schützenswerte Minderheit. Du bist humortechnisch beeinträchtigt."
Schön sind auf jeden Fall die Erzählungen zu den Orten, an denen die Freunde reisen - man bekommt Lust, gleich selbst loszufahren und neues zu entdecken. Leider besteht daraus ein Großteil des Buches, was wiederum der Spannung nicht gut tut und irgendwann einfach zu viel ist. Für mich war es nicht das, was ich aufgrund des Klappentextes erhofft hatte, die Handlung stagniert häufig und erst das - etwas offene - Ende hat es für mich besser gemacht. Insgesamt ein Buch, dessen gesamte Geschichte sehr flach ist, die Charaktere zu stereotyp sind und die Handlung zu vorhersehbar ist. 
„Die Liebe, die wir suchen, kommt von selbst und geht, wann sie will. Wer behauptet, wir würden Liebe finden, versteht ihr Wesen nicht. Liebe findet uns, durchfließt uns, zieht weiter. Wir können sie ebenso wenig zwingen, wie man Luft oder Wasser zwingen kann; ohne Luft und Wasser können wir genauso wenig leben wie ohne Liebe. Sie ist lebenswichtig und alltäglich wie Brot. Wenn man offen für sie ist, wird man sie überall sehen und nie ohne sie sein."
Fazit
Ein Roman, der von wahrer Liebe erzählen soll, doch die großen Gefühle kann er nicht heraufbeschwören. Die Protagonisten bleiben mir fern, der Schreibstil wirkt durch die vielen Metaphern einerseits schön, andererseits einfach zu überladen und zu klobig, Spannung ist kaum vorhanden und das Buch hat sehr viele Längen. Letztlich wollte ich einfach nur noch fertig werden, um etwas anderes anfangen zu können. 
http://lucciola-test.blogspot.de/2018/02/books-j-p-monninger-liebe-findet-uns.html

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

andreas steinhöfel, band 3, behinderung, berlin, carlsen, carlsen verlag, diebstahl, erbe, familie, februar, freundschaft, hochbegabt, hochbegabung, humor, kinderbuch

Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Andreas Steinhöfel , Peter Schössow
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.02.2014
ISBN 9783551312891
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Rico und Oskar können natürlich nicht lange ohne neuen Fall leben. Doch dieses Mal führt es sie sehr viel weiter weg - nämlich geradewegs an die Ostsee! So weit war Rico noch nie von Zuhause weg! Doch er muss Fitzkes Kalbstein finden, der geklaut wurde. Und da Rico als Erbe dafür verantwortlich ist, muss er ihn zurückholen - doch das ist gar nicht so einfach! Die beiden Freunde begeben sich auf eine abenteuerliche Fahrt voller Gefahren und müssen erneut erfahren, wie wichtig es ist, sich aufeinander verlassen zu können. Doch manchmal ist genau das gar nicht so einfach...
„Silberhochzeit ist ein Fest für Ehepaare, wenn sie 25 Jahre miteinander verheiratet sind, aber Frau Dahling hat mal gemeint, so lange würde heutzutage kaum noch jemand durchhalten, weil Männer - eigentlich sagte sie Kerle und noch eigentlicher sagte sie Dreckskerle -, also, weil Männer so gerne fremdgehen, und deshalb sei die Silberhochzeit inzwischen fast ausgestorben, und wenn die Männer so weitermachten, würden die Frauen auch bald aussterben, und zwar freiwillig, weil sie von den Dreckskerlen die Nase voll hätten, bis auf die natürlich, die beim Fremdgehen mitmachten, und die nannte Frau Dahling nicht Frauen, sondern Weiber, und noch eigentlicher sagte sie Flittchen."S. 37
Eine neue Geschichte aus Ricos Perspektive - und erneut schafft es der Autor, den Leser mit dessen Augen und Herz sehen zu lassen. Dabei mangelt es wieder nicht an Witz und Humor, genauso aber auch an Tiefgang. In dieser Geschichte geht es um die Freundschaft zwischen den beiden Jungs, aber insbesondere um die Beziehung zwischen Oskar und seinem Vater Lars. 
"Ich wette, als der liebe Gott damals sauer auf die Menschen war und ihnen die Sintflut schickte, um sie alle plattzumachen, schickte er außerdem noch Mathe hinterher, nur zur Sicherheit. Und als dann die Sintflut vorüber war und die Arche mit einem Paar von jedem Tier wieder auf dem Trockenen saß, hat Gott das mit dem Mathe-Fluch einfach vergessen, schließlich war ja jetzt niemand mehr da außer Noah und seiner Familie, und die mussten bloß noch bis zwei zählen. Seitdem haben wir den Salat"S. 48
Rico und Oskar schaffen es auch im dritten Band, einem noch mehr ans Herz zu wachsen. Aber auch Sven, der in diesem Band eine größere Rolle spielt, wird detailliert beschrieben und wird einem immer und immer sympathischer. Ich hoffe, dass er auch in kommenden Bänden eine Rolle spielen wird! Auch in Band 3 liegt der Schwerpunkt vermehrt auf Oskar und der schwierigen Vater-Sohn-Beziehung. 
„Klar hat er mich lieb. Aber Liebe ist ein Gefühl, und Gefühle bringen ihn nun mal grundsätzlich durcheinander."S. 71
Leider hat Band 3 mit ein paar Längen zu kämpfen, die das Buch zwar nicht schlecht machen, aber eben auch nicht so gut werden lässt wie Band 1 und 2. Dennoch habe ich die Geschichte gerne gelesen und freue mich auch auf Band 4, der erst kürzlich erschienen ist. 
„In meinem Kopf war nur rote Wut und schwarzes Herzgebreche. Zusammen ergab das so eine Art Sonnenuntergang nach einem Vulkanausbruch, und wenn alles verglüht war, blieb nichts übrig als Asche und graues Gefühl."
S. 191
Fazit
Band drei hat einige Längen und ist nicht ganz so toll wie die Vorgänger. Dennoch ist auch dieses Buch lesenswert und enthält wieder viel Witz, Charme und Tiefgang. Wem die beiden ersten Bände gefallen sollte also auf jeden Fall auch den dritten Band lesen ;) 
http://lucciola-test.blogspot.de/2018/01/books-andreas-steinhofel-rico-oskar-und.html

  (2)
Tags:  
 
109 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.