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479 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 88 Rezensionen

zwillinge, fantasy, mystery, magie, teri terry

Book of Lies

Teri Terry , Petra Knese
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 05.07.2016
ISBN 9783649667520
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Quinn will eigentlich nur auf die Beerdigung ihrer Mutter und sich überzeugen, dass sie wirklich tot ist. Dass die Frau, die ihr nichts als Abscheu und Kälte entgegengebracht hat, wirklich für immer fort ist. Doch dort findet sie etwas ganz anderes, etwas, mit dem sie nie im Leben gerechnet hätte: Sie hat eine Zwillingsschwester, die ihr bis aufs Haar gleicht. Piper, die ihr äußerlich so ähnlich, aber charakterlich ein völlig anderer Mensch als sie ist. Lebensfroh, von allen geliebt, glücklich - warum durfte sie in einem tollen Haus mit einer intakten Familie und Freunden aufwachsen, während Quinn bei ihrer Großmutter eingesperrt war und nie erfahren hat, was Liebe bedeutet? Nach und nach kommen sich die beiden Mädchen näher und erfahren mehr über ihre Vergangenheit - und auch, dass sie beide in Gefahr schweben. Und dass eine von ihnen lügt und dadurch alles in Gefahr bringt.


„Ich habe das Gefühl, endlich aufgewacht zu sein und die Welt zum ersten Mal so zu sehen, wie sie wirklich ist. Und diese Erkenntnis ist so unglaublich, so unerwartet und so umfassend, dass sie mich für immer verändern wird. Was das genau für mich bedeutet, will ich aber gerade lieber nicht wissen."
S. 21


Mystik, Legenden, düstere Familiengeheimnisse - das bildet das Grundgerüst für Teri Terrys neuen Jugendroman. Von Anfang bis Ende ist die Geschichte spannend, geheimnisvoll und lässt einen nicht mehr los. Es ist interessant und faszinierend, mitzuerleben, wie Quinn, das schüchterne, ängstliche Mäuschen Stück für Stück mehr Selbstbewusstsein erlangt und wie sich die beiden Mädchen kennenlernen. Die Story nimmt ab der Hälfte des Buches rasant an Schwung auf und wird von Kapitel zu Kapitel spannender, mysteriöser und düsterer. 


„Wie kann jemand heutzutage keine Spuren in der Welt hinterlassen? Quinn muss ein Geist sein."
S. 161


Die Geschichte ist aus wechselnden Ich-Perspektiven erzählt, wodurch man einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Mädchen bekommt. Jede Seite ist mit dem Anfangsbuchstaben des Mädchens gekennzeichnet, das gerade erzählt, dadurch verliert man nie den Überblick. Außerdem schafft es die Autorin hervorragend, jedem der Mädchen eine eigene Stimme zu geben und aufzuzeigen, in welchen Bereichen sich die beiden ähneln und in welchen sie völlig unterschiedlich sind. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und fesselnd und sie schafft es, Personen und Umgebungen wundervoll zu beschreiben, sodass man den jeweiligen Ort beziehungsweise die jeweilige Person sofort vor Augen hat. 


„Doch was ist mit den kleinen Lügen, mit denen wir anderen und uns selbst etwas vormachen? Irgendwann sind sie ein Teil von uns und bestimmen unsere Beziehungen zu anderen - unser eigener Mythos. Und das trifft auf jeden zu, nicht nur auf mich. Ohne Lügen fallen die Masken. Doch manche Masken sollten wir lieber aufbehalten - es ist besser für uns."
S. 390


Ein Buch, das von Wahrheit und Lügen erzählt und davon, dass es nicht nur Schwarz und Weiß, Richtig und Falsch, Gut und Böse gibt. Beide Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben Charaktereigenschaften, die eher unsympathisch sind - aber genau das macht es so authentisch. Keiner ist nur gut oder nur böse. Insgesamt eine spannende, düstere Geschichte über die Bindung zwischen Zwillingen, Lügen, Familiengeheimnissen, gepaart mit Fantasy, Psychothriller-Elementen und ganz viel Melancholie, dessen Ende jedoch etwas zu schnell kommt. 


Fazit

Ein tolles, spannendes Buch über Wahrheit und Lügen und die vielen Grautöne, die zwischen Schwarz und Weiß liegen. Das Buch kann mit einem flüssigen Schreibstil, einer grandiosen und düster-mysteriösen Atmosphäre, viel Spannung und Mystik und detailliert ausgearbeiteten Charakteren aufwarten und hat mich von Anfang bis Ende vollkommen überzeugen können.


http://lucciola-test.blogspot.de/2017/10/books-teri-terry-book-of-lies.html



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Tags: book of lies, fantasy, melancholie, psychothriller, teri terry   (5)
 

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208 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

monster, trauer, tod, krebs, patrick ness

Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness , Siobhan Dowd , Bettina Abarbanell
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.01.2017
ISBN 9783442485345
Genre: Romane

Rezension:

Conor liegt nach einem Albtraum nachts wach und entdeckt etwas, was sein ganzes Leben verändern wird: ein Monster, halb Baum, halb Mensch, steht in seinem Garten und spricht mit ihm. Es will ihm drei Geschichten erzählen und möchte als Gegenzug eine Geschichte von Conor. Und so besucht ihn nachts das Monster, während er tagsüber mit der grausamen Wahrheit konfrontiert wird, dass seine Mutter krebskrank ist und es ihr immer schlechter geht. Das Monster - alt und weise und längst nicht so gruselig, wie Conor befürchtet hatte - will ihm helfen, doch noch ist nicht klar, auf welche Weise diese Hilfe zum Ausdruck kommen wird...
„Geschichten sind das Gefährlichste von der Welt, knurrte das Monster. Geschichten jagen, beißen und verfolgen dich."S. 45

Die gesamte Geschichte wird aus Sicht des Jungen Conors erzählt, auch wenn es hauptsächlich um alles Drumherum geht und weniger um seine echten Gefühle und Gedanken. Diese versucht er gekonnt vor allen zu verstecken - selbst vor dem Monster in seinem Garten. Dieser Umstand hält den Spannungsbogen aufrecht, sodass man bis zum Schluss nicht ganz sicher ist, was noch auf einen zukommt.
„Es gibt nicht immer einen Guten. Genauso wenig, wie es immer einen Bösen gibt. Die meisten Menschen sind irgendwas dazwischen. [...] Viele Dinge, die wahr sind, kommen einem gemein vor. Königreiche kriegen die Prinzen, die sie verdienen, Bauerntöchter sterben ohne Grund, und manchmal sind Hexen es wert, gerettet zu werden. Ziemlich oft sogar."S. 74
Dieses Buch lebt von all den fantastischen Metaphern, die den tieferen Sinn des Ganzen aufzeigen. Das Monster entspricht den unterdrückten Gefühlen, die Conor immer dann heimsuchen, wenn er sie am wenigsten gebrauchen kann. Das zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie hilflos Conor sich fühlt, welche Angst er hat und wie sehr er trauert. Das sehr schwierige Thema wird sensibel und für Kinder angemessen angegangen, insbesondere dadurch, dass die Gefühlsebene auf eine ganz besondere Art beschrieben wird, die Groß und Klein gleichermaßen anspricht und erreicht. Man kann sich sehr gut in Conor hineinversetzen, kann mit ihm mitfühlen und versteht, was in ihm vorgeht. Gleichzeitig wird aber nur wenig von Conors Gefühlwelt erzählt, sodass das Ende dennoch Überraschungen birgt. 
„Du darfst so wütend sein, wie du willst. Lass dir das von niemandem ausreden. Weder von deiner Großmutter noch von deinem Vater, noch von sonst jemandem. Und wenn du irgendetwas kaputt machen musst, dann mach es um Gottes willen kaputt, und zwar richtig."
S. 177
Eine Geschichte, die von Hoffnung erzählt. Von der Liebe zwischen Mutter und Kind. Und von der Verzweiflung und der Trauer eines Kindes, das dabei ist, seine Mutter - den wichtigen Mensch in seinem Leben - zu verlieren. Auf eine zutiefst berührende und emotionale und dabei auch sehr fantasievolle und fantastische Weise beschreibt das Buch die Auseinandersetzung mit Trauer und Verlust. Taschentücher sollten unbedingt bereit gelegt werden!
„Du schreibst die Geschichte deines Lebens nicht mit Worten, sagte das Monster. Du schreibst sie mit Taten. Es ist nicht wichtig, was du denkst. Wichtig ist nur, was du tust."
S. 202
Fazit
Die Geschichte um Conor und seine krebskranke Mutter erzählt von Hoffnung und Verzweiflung, von Liebe und den psychischen Abgründen eines trauernden und verzweifelten Kindes auf eine emotionale und zutiefst berührende Weise. Ein Buch, das einen mit gebrochenem Herzen zurück lässt. 
http://lucciola-test.blogspot.de/2017/10/books-patrick-ness-siobhan-dowd-sieben.html

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Tags: kind, monster, patrick ness, sieben minuten nach mitternacht, trauer   (5)
 

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206 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

bibliomantik, fantasy, bücher, kai meyer, london

Die Spur der Bücher

Kai Meyer
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.08.2017
ISBN 9783841440051
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mercy Amberdale ist Bibliomantin - und eine sehr gute noch dazu! Doch ein tragisches Ereignis führt dazu, ihr gesamtes Dasein in Frage zu stellen. Als ein alter Bekannter sie um Hilfe bittet und sie zu einem Mordfall der besonderen Art führt, kann sie nicht nein sagen und verspricht, zu helfen. Doch das setzt eine Reihe von unvorhersehbaren Ereignissen in Gang, die Mercy vor immer größere Probleme stellen.
„Ich mag Ihnen ja manchmal im Weg stehen, aber gedanklich bin ich nicht ganz so schwerfällig."S. 239
Ohne zu wissen, dass "Die Spur der Bücher" ein Prequel von "Die Seiten der Welt" ist, habe ich begonnen zu lesen - und war begeistert. Auch ohne Vorkenntnis kann man der Handlung sehr gut folgen und wird sofort in die Geschichte rund um Mercy und ihre Freunde hineingezogen. Die gesamte Geschichte lässt das Leserherz höher schlagen - denn letztlich ist das gesamte Werk auch eine Ode an die Literatur und Bücher allgemein. 
„Sie sah ihre Bücher in der Dunkelheit versinken und fühlte das Leben in jedem einzelnen, den stillen Trost und die Ruhe, die sie ihr spendeten. Langsam strich sie mit den Fingern über die Rücken in den Regalen, las flüsternd die Titel wie Zaubersprüche und summte leise, als die Worte zu Geschichten erwachten."S. 442
Der Autor hat einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil, der es einem sehr einfach macht, die Geschichte zu lesen. Der Spannungsbogen wird gleich zu Beginn sehr hoch angesetzt, sodass man schon nach wenigen Seiten das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. 
„Macht uns das nun zu Idealisten oder Egoisten?" - "Es ist nicht egoistisch, an etwas zu glauben."S. 299

Eine Geschichte, die von Freundschaft und alten Geheimnissen erzählt, von der Magie der Bücher und der Gemeinschaft der Buchliebhaber - mittendrin im viktorianischen London. Die einnehmende Stimmung, die von Londons düsteren Gassen ausgeht, gemischt mit dem Überlebenskampf des Einzelnen und den tiefgreifenden Geheimnissen der Buchsammler erschafft eine Atmosphäre, die einen nicht mehr loslässt und bis zur letzten Seite verfolgt. Der Autor schafft es, eine fantastische Welt und eine einzigartige Geschichte anschaulich zu erzählen und die Spannung und das Tempo aufrecht zu halten, sodass es nie auch nur eine Sekunde lang langweilig wird. Die vielen liebevollen, kleinen Details innerhalb der Bücherwelt machen das Leseerlebnis einzigartig und wundervoll. Eine großartige Geschichte, die den Leser in ein mysteriöses Abenteuer entführt und ihn in der Magie der Seiten verschwinden lässt. 
Fazit
Eine wundervolle Geschichte über die Macht von Büchern und ein mysteriöses Abenteuer im viktorianischen London, das Mercy überstehen muss - um sich und auch ihre Freunde zu retten. Spannend bis zum Schluss, toll und flüssig geschrieben und mit vielen liebevollen Details versetzt. Lesenswert, auch wenn man "Die Seiten der Welt" (noch) nicht kennt! 
http://lucciola-test.blogspot.de/2017/09/books-kai-meyer-die-spur-der-bucher.html

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Tags: die spur der bücher, kai meyer   (2)
 

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38 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

autismus, pflegeeltern, babypuppe, familie, autist

Ginny Moon hat einen Plan

Benjamin Ludwig , Edith Beleites
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 11.09.2017
ISBN 9783959670999
Genre: Romane

Rezension:

Ginny Moon ist nicht wie andere Kinder. In vielerlei Hinsicht. Zum einen ist sie das Adoptivkind ihrer neuen Pflegefamilie, denn Ginnys biologische Mutter hat sie nicht gut behandelt. Zum anderen ist sie autistisch. Deswegen sieht sie die Welt anders, als andere Kinder. Sie braucht Struktur in ihrem Leben und kann sich oft nicht so ausdrücken wie sie es möchte, oder wird zu schnell von anderen Dingen abgelenkt. Sie taucht dann in ihr Gehirn ab, so drückt Ginny es aus. Ginny hat jetzt neue Eltern. Eltern, die sie sehr gerne mag und auch das Blaue Haus gefällt ihr sehr gut, ihr neues Zuhause. Doch da ist etwas, das sie nicht loslassen kann. Etwas, das noch bei ihrer biologischen Mutter geblieben ist. Und als ihre Adoptiveltern ein eigenes Baby bekommen ist das Chaos perfekt - und Ginny bringt nicht nur sich selbst in Gefahr, als sie sich auf die Suche nach ihrer biologischen Mutter und dem, was sie dort verloren hat, begibt...
„Manchmal kann ich Dinge nicht gleich zu Ende denken. Ich werde abgelenkt und vergesse, womit ich mich näher beschäftigen sollte oder wollte. Oder ich tauche so tief in mein Gehirn, dass ich vergesse, was ich wissen sollte."S. 31
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht zu lesen und wirkt sehr lebendig. Die gesamte Geschichte wird aus Sicht von Ginny geschrieben, sodass man einen sehr guten, überzeugenden Einblick in ihre Sicht- und Denkweise bekommt. Dadurch kann man vieles sehr gut nachvollziehen. Man merkt auch sofort, dass der Autor sehr viel Ahnung von Autismus hat und damit, wie viele autistische Kinder die Welt sehen. Die Geschichte von Ginny ist interessant zu lesen, manchmal sehr lustig und dann auch wieder sehr traurig. Ihre Vergangenheit ist tragisch und lässt sich nicht einfach ausradieren, sodass Ginny auf die Hilfe einer Psychologin angewiesen ist. Ihre Pflegeeltern sind oftmals überfordert, insbesondere nachdem ihre Herzensmutter eine eigene Tochter bekommen hat. Sie scheint beinahe Angst vor Ginny zu haben und zieht sich völlig von ihr zurück. In diesen Momenten möchte man am liebsten in das Buch steigen und Ginny erklären, dass sie geliebt wird und dass sie sich keine Sorgen machen soll. Alles in allem wird Ginny und ihre gesamte Situation recht authentisch dargestellt, auch - oder gerade weil - es mitunter sehr chaotisch zugeht und sich Ginny Pläne ausdenkt, bei dem man nur staunend den Kopf schütteln kann. 
„Nirgendwo gehöre ich hin. Weil ich (-Ginny) bin. Gespenster müssen sich fühlen wie ich jetzt. Oder Menschen ohne Gesichter. Keiner kennt mich, und ich habe nicht mal ein Haus oder ein Auto oder wenigstens einen Koffer, in dem ich mich verstecken könnte."S. 347
Der Roman hat einige Überraschungen auf Lager, auch wenn mir schon ziemlich schnell klar war, was es mit der Puppe auf sich hat, und warum Ginny wieder zurück will. Dennoch fand ich es von Anfang bis Schluss sehr interessant zu lesen, weil ich wissen wollte, was sich Ginny als nächstes einfallen lässt und wann der Rest der Welt endlich lernt, sie zu verstehen. Alles in allem ein tolles, spannendes und emotionales Buch über ein autistisches und misshandeltes Mädchen und ihre Sorgen und über ihren Kampf, das richtige tun zu wollen. Eine Geschichte, die noch lange in einem nachhallt und die einen wirklich berührt. 
„Jedes Mal war das Gleiche mit mir nicht in Ordnung: dass ich auf der falschen Seite des Gleichheitszeichens stand. Immer musste ich mich subtrahieren, weil ich nicht war, wo ich hingehörte."S. 355
Fazit
Emotional und interessant bis zum Schluss. Ein wundervoller Debüt-Roman, den Benjamin Ludwig da vorgelegt hat! Sehr tiefgründig und zutiefst berührend, Ginny geht einem einfach direkt unter die Haut! Ginnys Sicht auf die Welt ist unglaublich authentisch dargestellt und ihre Geschichte erzählt von einem Mädchen, das anders ist, aber letztlich doch einfach nur verstanden und geliebt werden möchte. Mehr als lesenswert! 
http://lucciola-test.blogspot.de/2017/09/books-benjamin-ludwig-ginny-moon-hat.html

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Tags: autismus, benjamin ludwi, ginny moon, ginny moon hat einen plan   (4)
 

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

andreas steinhöfel, oskar, kinderkrimi, rico und oskar, carlsen

Rico, Oskar und das Herzgebreche (Rico und Oskar 2)

Andreas Steinhöfel , Peter Schössow
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.05.2013
ISBN 9783551312334
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Irgendetwas stimmt mit Mama nicht, da ist sich Rico sicher. Sie benimmt sich seltsam und wirkt immer unendlich traurig. Doch er weiß einfach nicht, was er tun soll... Oskar hat seine eigenen Probleme, denn sein Vater ist abgehauen, weil er "eine Auszeit" braucht und somit wohnt er vorübergehend bei Rico und seiner Mutter. Auch wenn Oskar versucht, sich nichts anmerken zu lassen, so weiß Rico ganz sicher, dass es seinem Freund schwer zu schaffen macht, dass sein Vater ihn scheinbar nicht will. Alle um Rico herum scheinen traurig zu sein und er wird immer verzweifelter, weil er nicht weiß, wie er das beenden soll. Doch dann kommen Oskar und er dahinter, warum seine Mutter nicht mehr wie früher ist - sie wird erpresst! Und die beiden beschließen, dass sie ihr auf alle Fälle helfen müssen! 
„Einer wie alle Erwachsenen. Irgendwas stimmt mit denen nicht. Es ist, als wäre in der Pubertät oder beim Älterwerden was in ihnen kaputtgegangen. Als hätten sie Risse oder Sprünge gekriegt, durch die alle Farbe aus ihnen rausgeflossen ist, bis nur noch Schwarz und Weiß übrig war."S. 90
Erneut schafft es der Autor, einen durch Ricos Perspektive sehen und fühlen zu lassen. Mit viel Humor, aber mindestens genauso viel Tiefgang begeben wir uns auf ein neues Abenteuer mit Rico und Oskar, das dieses Mal mit sehr viel mehr als nur Spannung und Aufregung verknüpft ist und stattdessen sehr viel Herzschmerz beinhaltet. Alles in allem ist die Geschichte nicht mehr ganz so spannend wie ihr Vorgänger, da die Handlung etwas voraussehbarer ist und es vor allem um die Überführung des Täters geht. Das heißt jedoch keinesfalls, dass es langweilig wird, es ist nur einfach anders. Ricos kindlich-naive Erzählweise ist jedoch dieselbe und ist auch hier wieder das Highlight des Buches, ebenso wie der Humor. Es werden jedoch auch ernstere Themen angesprochen, wie Depressionen, Verlassenwerden, Liebeskummer und Einsamkeit. 
„Champagner: Sekt in teuer aus erpressten Weintrauben. Man kann Trauben auch trocknen, bis sie schrumpelig sind, dann landen sie als Rosinen im Studentenfutter, oder man weicht sie ein, dann kommen sie in den Käsekuchen. Es gibt also für die Traube kein Entkommen. Sie ist vermutlich das meistgejagte Obst der Welt."S. 102
Die Charaktere sind auch in diesem Band wieder sehr liebevoll und detailliert beschrieben und wachsen einem von Seite zu Seite mehr ans Herz. Im zweiten Teil wird auch etwas mehr der Schwerpunkt auf Oskar gelegt, der sehr damit zu kämpfen hat, dass sein Vater ihn verlassen hat. 
„Es gibt Menschen, Rico, die so unglücklich sind, dass sie nicht anders können,a ls ihr Unglück ständig an andere weiterzugeben."
S. 259
Fazit
Auch Band zwei der Rico und Oskar-Reihe kann überzeugen, auch wenn er Band eins nicht ganz das Wasser reichen kann. Alles in Allem aber dennoch ein spannendes, lehrreiches und lustiges Buch, welches auf jeden Fall lesenswert ist. Manche Stellen der Geschichte sind ein bisschen langatmig und konnte daher nicht ganz so begeistern wie "Rico, Oskar und die Tieferschatten" und die Story ist an manchen Stellen sehr voraussehbar. Rico würde jetzt sagen: "Sellawie". Trotz allem lesenswert :) 
http://lucciola-test.blogspot.de/2017/09/books-andreas-steinhofel-rico-oskar-und.html

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Tags: andreas steinhöfel, kinder, oskar, rico, rico und oskar   (5)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

verschwinde, lonsdale, romantic suspense, verlust, mystery

Alles, was wir waren

Kerry Lonsdale
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 09.05.2017
ISBN 9781542046008
Genre: Sonstiges

Rezension:

Aimee und James sind seit Kindheitstagen Freunde und irgendwann wurde aus tiefer Freundschaft Liebe. Doch der schönste Tag in ihrem Leben wird für Aimee zur Tragödie. Denn James ist tot. Auf einer Geschäftsreise in Mexiko bei einem Bootsunfall umgekommen und statt ihrer Hochzeit findet nun die Beerdigung statt. Doch eine mysteriöse Frau namens Lacy versucht Aimee unaufhörlich davon zu überzeugen, dass James noch lebt. Zusätzlich erhält sie etliche Hinweise, dass diese Behauptung stimmen könnte. Was, wenn James wirklich noch lebt? Was ist passiert? Warum kam er nicht zurück zu ihr? Und was, wenn das alles nur eine große Farce ist, um sie auszunehmen?
Der Schreibstil der Autorin ist einfach und flüssig. Der Einstieg in die Geschichte gelingt problemlos und insgesamt ist die Story auch interessant, etwas mysteriös und etwas spannend. Dennoch hatte das Buch auch seine Längen und es hat recht lange gedauert, bis es etwas an Fahrt aufgenommen hat und mich fesseln konnte. Erst das letzte Viertel des Buches fand ich dann so gelungen, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es nun weitergeht, davor plätscherte das Buch eher so dahin, weswegen ich auch sehr lange gebraucht habe, um es zu beenden. Sehr viel länger als eigentlich für ein Buch dieser Länge üblich.Man wartet während der Story ständig auf einen Showdown, auf einen Spannungsbogen, der aber bis zum Schluss größtenteils ausbleibt. Insgesamt bleibt die Story eher ruhig und wenig spannend. Ein nettes Buch für Zwischendurch, welches aber leider keinen allzu bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. 
Die Autorin legt sehr viel Wert auf ihre Protagonistin Aimee, deren Gefühlswelt, ihren Trauerprozess und ihr Leben. Hier steht eindeutig die Emotionalität im Vordergrund und nicht die Spannung und Dramatik. Man erhält einen tiefen Einblick in Aimees Gedanken. und Gefühlswelt, was einem die Protagonistin einerseits sehr nahe bringt, andererseits aber aufgrund deren Unentschlossenheit und dem ewigen Hin und Her auch nervte. Das Ende im Epilog fand ich leider nicht so gut. Das lässt zwar einen zweiten Teil vermuten, aber irgendwie fand ich, dass diese Wendung alles davor irgendwie kaputt gemacht hat...
„Du findest Schönheit dort, wo andere sie nicht sehen können.  Oder besser gesagt: wo andere es vorziehen, sie zu ignorieren."
Fazit
Ein netter Roman für Zwischendurch, der aber weniger spannend ist als der Klappentext vermuten lässt. Die Geschichte nimmt nur sehr langsam Fahrt auf und bleibt insgesamt eher ruhig. Es geht weniger um das mysteriöse Verschwinden und die Suche nach der Wahrheit als um Gefühle, Verlust, Trauer und dem Loslassen. Insgesamt einer netter Zeitvertreib, der aber leider keinen allzu bleibenden Eindruck hinterlassen hat. 

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253 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

freundschaft, kinderbuch, mut, tieferschatten, lustig

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Andreas Steinhöfel ,
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2011
ISBN 9783551310293
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Rico ist tiefbegabt. So nennt er es zumindest. Das Gegenteil von hochbegabt. In Ricos Kopf sorgt eine Bingotrommel für großes Durcheinander, denn manchmal fallen die Bingokugeln einfach raus und Rico verliert den roten Faden. Trotz allem ist Rico ein aufgeweckter, neugieriger und mutiger Junge. Wie ein Detektiv will er mysteriöse Umstände aufklären, so wie die der Fundnudel auf dem Gehsteig. Doch all das ist nichts im Vergleich zu dem Abenteuer, das Rico noch bevorsteht! Als er Oskar kennenlernt, einen ziemlich kleinen Jungen mit ziemlich großen Zähnen und noch größerem Sturzhelm, verändert sich alles. Zwischen dem tiefbegabten und dem hochbegabten Jungen entwickelt sich eine unvergleichliche Freundschaft und als Oskar spurlos verschwindet weiß Rico, dass er seinen neuen Freund nicht im Stich lassen kann! Also macht er sich auf die Suche nach Oskar, der von dem berüchtigten Mister 2000 entführt wurde. Dabei überwindet er viele seiner Ängste - sogar die vor den Tieferschatten - und wächst über sich hinaus. 

„Ich hab ein Orientierungsvermögen wie eine besoffene Brieftaube in einem Schneesturm bei Windstärke 12."S. 30

Rico, Oskar und die Tieferschatten ist Band 1 der dreiteiligen Reihe und wurde bereits verfilmt. Meine Mum hat sich die Filme für ihre Arbeit besorgt und ich habe daher zuerst die Filme gesehen, ehe ich die Bücher gelesen habe. Das machte dem Lesespaß aber keinen Abbruch! Nachdem ich das Buch jetzt gelesen habe, empfinde ich dieses zwar als (noch) besser, aber ich finde auch, dass die Filme exzellent verfilmt wurden und vor allem sehr nah am Buch! 
Rico, der Protagonist, ist etwas wirr im Kopf und erklärt sich die Welt auf seine völlig eigene Weise. Und das macht ihn unglaublich sympathisch, witzig und liebenswert. Manchmal staunt man über seinen Mut, dann wieder lacht man über seine Gedankengänge und dann möchte man ihn am liebsten schütteln oder alternativ in den Arm nehmen, weil er sich wieder einmal in Gefahr bringt, ohne an die Konsequenzen zu denken. Die Charaktere sind allesamt - insbesondere natürlich Rico und Oskar - sehr detailliert beschrieben und man schließt sie alle sofort ins Herz. Durch die Ich-Perspektive von Rico ist man ganz nah am Geschehen und auch wenn er vielleicht nicht der Schlauste ist, so ist er großartig darin, zu Beobachten und zu Erzählen. Das macht es einem sehr einfach, die Welt durch seine Augen zu sehen. Die Art und Weise, wie er die Welt sieht und erklärt ist manchmal kindlich naiv und dann wieder unglaublich weise und besser formuliert, als ein Erwachsener es je könnte. Und genau deswegen macht dieses Buch so unglaublich Spaß - für Groß und Klein! 
„Wie verrückt muss man sein, um einem Gehörlosen seine Geschichte zu erzählen? Und wie verrückt muss man sein, um jemandem zuzuhören, ohne ihn zu hören? Aber weder Felix noch Sven schämten sich dafür. Ihre seltsame Freundschaft war ihnen nicht peinlich. Für sie war sie die normalste Sache der Welt. Das machte, dass ich mich selber gleich viel besser fühlte."
S. 152
Das gesamte Buch ist durchzogen mit liebevollen, farbigen Illustrationen von Peter Schössow, die die Geschichte perfekt ergänzen. In einer vorigen Edition des Buches sind die Bilder Schwarz-Weiß, ich würde aber auf jeden Fall zu den farbigen raten! Sie sind einfach wunderschön und passen ideal zur Stimmung der Geschichte. Immer wieder finden sich kleine "Karteikarten" in der Geschichte, auf denen sich Rico Fremdwörter aufschreibt und sich erklärt, z.B. Depression. 
„Traurige Sachen ziehen alle Kraft aus einem raus und machen einem wackelige Beine. Depression: Das graue Gefühl. Mama hat es mal so genannt, als wir uns über Frau Dahling unterhielten. Eine Depression ist, wenn all deine Gefühle im Rollstuhl sitzen. Sie haben keine Arme mehr und es ist leider auch gerade niemand zum Schieben da. Womöglich sind auch noch die Reifen platt. Macht sehr müde."
S. 163
Andreas Steinhöfel schafft es mit sehr viel Witz und Humor ein Buch über Kinder zu schreiben, die nicht "der Norm" entsprechen. Kinder, die Besonders sind und Anders. Und er zeigt damit, dass daran nichts falsches oder schlechtes ist. Mittlerweile gibt es alle drei Bände in einer farbig illustrierten Schuber-Version, die sich auf jeden Fall lohnt! 
Fazit
Ein spannendes und witziges Abenteuer mit sehr viel Humor, Witz und liebevollen Erklärungen. Das Buch ist lustig und lehrreich, aber auch spannend - keine Sekunde wird es langweilig! Rico, Oskar und die Tieferschatten handelt von einer wundervollen Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Kindern und davon, wie man mit Freunden über sich selbst hinauswächst und sich Dinge traut, die man alleine nie geschafft hätte. Lesenswert für Erwachsene genauso wie für Kinder! 
http://lucciola-test.blogspot.de/2017/08/books-andreas-steinhofel-rico-oskar-und.html

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Tags: rico oskar   (1)
 

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912 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 117 Rezensionen

liebe, lori nelson spielman, träume, tod, lebensziele

Morgen kommt ein neuer Himmel

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521128
Genre: Romane

Rezension:


Nach dem Tod ihrer Mutter Elizabeth ist Brett untröstlich - wie soll sie ihr Leben nur ohne den Menschen weiterführen, der ihr am meisten am Herz lag? Doch die Trauer weicht Wut und Enttäuschung, als das Testament eröffnet wird: während ihre Brüder großzügig bedacht werden, erhält sie ... nichts. Stattdessen muss sie ihre Lebensziele erfüllen, die sie mit 14 aufgeschrieben hat. So ein Blödsinn, denkt sich Brett, denn sie ist nicht mehr das Mädchen, das sie als Teenager war. Sie hat jetzt andere Träume. Und sie ist glücklich. Oder nicht? Widerwillig lässt sie sich darauf ein, mit tatkräftiger Unterstützung des Anwalts Brad, der ihr jederzeit zur Seite steht. Und mit der Zeit erkennt Brett, dass ihre Mutter vielleicht gar nicht so Unrecht hatte... Ihre alten Lebensziele und das Testament stellt ihre gesamte Welt auf den Kopf und nichts mehr ist wie es vorher war, doch Brett erkennt nach und nach, was ihr wirklich wichtig ist im Leben. 


Die Geschichte zeigt, dass auch nachdem alles schief läuft, was nur schieflaufen kann, alles wieder besser wird und dass das Ende von Etwas auch immer ein neuer Anfang ist. Sie zeigt, dass man trotz Angst vor Veränderungen nicht seine Träume aufgeben sollte und manchmal über seinen eigenen Schatten springen muss. Es ist nie zu spät, sein Leben zu ändern und seine Träume zu erfüllen! Das Buch gibt einem eindrucksvoll zu verstehen, dass man niemals sich selbst aufgeben und aus den Augen verlieren sollte!


„Ich schaue aus dem Fenster und versetze mich zurück in eine andere Zeit, eine Zeit, als ich mutig und furchtlos war, überzeugt, dass meine Träume Wirklichkeit werden würden. Aber dann kam es, wie es kommen musste: Ich lernte, dass sich nicht alles nur um mich dreht."
S. 79


Bretts Charakter hat mir gut gefallen, sie hat Ecken und Kanten, viele Ängste und Unsicherheiten, ist aber dennoch sehr sympathisch. Man kann sich wundervoll mit ihr identifizieren. Die anderen Charaktere sind etwas weniger detailliert ausgearbeitet, tragen jedoch maßgeblich zum Verlauf der Geschichte bei und zeigen sowohl ihre guten als auch ihre schlechten Seiten - eben wie im echten Leben. 
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen. Für mich war "Morgen kommt ein neuer Himmel" ein richtiger Wohlfühlroman - perfekt für die Urlaubszeit. Man muss nicht viel nachdenken und kann sich einfach in die Geschichte fallen lassen. Dennoch ist die Story nicht zu seicht und kitschig, was mich sehr erleichtert hat. Es ist einfach ein schöner, romantischer, lebensbejahender Roman mit einer schönen Story, netten Charakteren und einem angenehmen, leichten Schreibstil. Sicherlich ist manches an der Geschichte etwas realitätsfern und auch vorhersehbar, aber alles im Rahmen, sodass es die Lesefreude nicht trübt. 


Fazit

Ein schöner Roman über das Schicksal des Lebens, über die Verwirklichung seiner Träume und die Wahrung des eigenen Ichs. Sehr schön geschrieben von der Autorin, die eine Protagonistin erschaffen hat mit Ecken und Kanten, der man im Laufe der Geschichte beim Weiterentwickeln und bei vielen Veränderungen zusehen kann. Das perfekte Buch für die Urlaubszeit, wenn man etwas leichteres und einfach schönes lesen will, ohne allzu viel Kitsch. 
http://lucciola-test.blogspot.de/2017/08/books-lori-nelson-spielman-morgen-kommt.html

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Tags: lori nelson spielman, morgen kommt ein neuer himmel, roman   (3)
 

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341 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

freundschaft, roman, gail honeyman, ich eleanor oliphant, liebe

Ich, Eleanor Oliphant

Gail Honeyman , Alexandra Kranefeld
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.04.2017
ISBN 9783431039788
Genre: Romane

Rezension:

Eleanor ist allein. Doch einsam fühlt sie sich deswegen eigentlich nicht. Denn sie ist es nicht anders gewohnt und hat sich mittlerweile damit arrangiert. Doch als sie sich auf den ersten Blick in einen Mann verliebt, ändert sich das. Denn wie sollte dieser sie jemals bemerken, wenn sie nicht gründlich etwas ändert? Doch es bleibt nicht bei ein paar neuen Schuhen, Kleidern und einer neuen Frisur - nein, es geht sehr viel weiter. Und dabei bekommt sie Hilfe von unerwarteter Seite: Raymond, Computerfreak und Kollege von Eleanor. Doch diese scheut eigentlich jeden sozialen Kontakt, und Menschen meidet sie am liebsten völlig. Doch Stück für Stück wagt es Eleanor, neues auszuprobieren - und versagt dabei oftmals auch glorreich. Doch hinter all dem Oberflächlichen brodelt es gewaltig - was ist in Eleanors Kindheit geschehen? Woher stammt ihre Brandnarbe und was hat es mit den wöchentlichen Telefonaten mit ihrer Mutter auf sich, die sie "Mummy" nennt, obwohl diese sie doch nur einschüchtert? 

Hinter dieser Geschichte steckt weit mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Es handelt sich nicht um ein angenehmes, doch recht oberflächliches Buch, sondern eines, mit einer unglaublichen emotionalen und psychologischen Tiefe. Das hatte ich so nicht erwartet, aber genau deswegen hat mir das Buch dann doch so gut gefallen. Denn es war auf jeden Fall völlig anders. 

Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailliert, aber dennoch angenehm zu lesen. 

Eleanor war mir am Anfang des Buches unglaublich unsympathisch. Sie war hochgradig naiv, aber vor allem ihre Arroganz gegenüber anderen Menschen fand ich unerträglich. Ehrlich gesagt wunderte es mich nicht wirklich, dass Kollegen nichts mit ihr zu tun haben wollten.. Ihre weltfremde Art ging mir mehrmals auf den Keks - sie hat schlicht keinerlei Ahnung von allem, was für andere absolut normal ist. Mit Technik kommt sie nicht zurecht, Trinkgeld ist für sie ein Fremdwort und höfliche Konversation sowieso. Doch je länger man liest, und je mehr sich Eleanor verändert - auch wenn der Grund dafür doch recht lächerlich ist - desto mehr fängt man an sie zu verstehen. Es werden immer weitere Fragen aufgeworfen während andere beantwortet werden. Und so lernt man eine andere Seite von Eleanor kennen, eine die ihr Wesen erklärt. Alles in allem ist Eleanor nicht gerade eine typische Protagonistin, wie man sie schon zuhauf kennt. Sie ist völlig anders, man muss sich auf sie einlassen und die schlechten Angewohnheiten erst einmal ertragen. Denn dann lernt man die verschiedenen Facetten ihrer Person kennen - und freut sich an jeder noch so kleinen Veränderung mit ihr. 

Die zweite Hälfte des Buches - Die schlechten Tage - waren sehr interessant zu lesen und erklärten sehr viel. Leider kam das Ende dann doch recht schnell, hier hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht. Ich konnte mich ganz gut in Eleanor einfühlen, weil ich weiß, wie es ist, in Therapie zu sein und mit seinem Leben zu hadern, doch ich kann mir vorstellen, dass Leser ohne dieses Vorwissen das alles etwas zu schnell geht und zu wenig erklärt wird. Ich hätte sehr gerne mehr von der verlorenen, traurigen und gebrochenen Eleanor gelesen und darüber, wie sie langsam wieder zu sich findet. 

„Eigentlich habe ich mein ganzes Leben lang auf den Tod gewartet. Was nicht heißt, dass ich einen aktiven Todeswunsch hätte; ich war nur nie sonderlich am Leben interessiert."

Neben Eleanor gibt es einen weiteren wichtigen Charakter im Buch: Raymond. Er nimmt sich Eleanor an - wenn auch eher aus Versehen. Anfangs gehen sie sich gehörig auf die Nerven - ihre Arroganz und Naivität und sein Zigarettenkonsum und sein ungepflegtes Auftreten - doch irgendwann, nach vielen weiteren ungeplanten Zusammentreffen, lernen sie sich besser kennen und fangen sogar an, freiwillig Zeit miteinander zu verbringen. Raymond ist alles andere als der typische männliche Gegenpart - denn er ist alles andere als "klassisch sexy". Kein Sixpack, keine coolen Klamotten, keine verstrubbelten Haare und dafür etwas zu viel auf den Rippen und ständigem Zigarettenkonsum. Und dennoch fängt man beim Lesen an, ihn immer mehr und mehr und mehr zu mögen. Er ist einfach ein Mann mit unglaublich großem Herzen, viel Optimismus und Freude und er wird für Eleanor ein Freund, der maßgeblich an ihrer Veränderung beteiligt ist. 

Vieles in dem Buch handelt auch von Psychologie, Traumata, Depressionen und dem menschlichen Verhalten allgemein. Kann man damit umgehen? Schafft man es, alte Verhaltensmuster aufzubrechen, die einen krank machen? Kann man sich ändern? Oder ist man ein Opfer seiner Vergangenheit? 
Dieses Thema ist sehr einfühlsam beschrieben und gut umgesetzt. Als jemand, der auch mit Depressionen zu kämpfen hat, konnte ich mich gut in die Story einfühlen, auch wenn es durchaus ein paar "Trigger" gab, die mich an meine eigene Erkrankung erinnert haben. Wer also damit Probleme hat, sollte sich genau überlegen, ob er das Buch lesen möchte! 

Fazit

Ein tiefgründiges und berührendes Buch, welches auf alle Fälle anders war als erwartet, aber genau deswegen bei mir punkten konnte. Eleanor ist eine schwierige Protagonistin, auf die man sich einlassen muss. Die psychologischen Aspekte haben mir sehr gut gefallen. Das Ende kam mir persönlich dann etwas zu schnell, die Erkenntnisse der Vergangenheit, Eleanors Zusammenbruch, ihr Versuch, zurück ins Leben zu finden, das allem hätte ein bisschen mehr Ausführlichkeit nicht geschadet. Ansonsten ein hervorragendes und zutiefst berührendes Buch!

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Tags: eleanor oliphant, gail honeyman   (2)
 

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unfiltered, autorin, buch, schauspielerin, liily collins

Unfiltered: No Shame, No Regrets, Just Me.

Lily Collins
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.03.2017
ISBN 9780062473011
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lily Collins is not just the daughter of Phil Collins, she is a great actress as well - and a good writer. With this book she reveals her own deepest secrets and shares her life with us. She takes us with her to her childhood and through her anxiety. She takes us with her through her anorexia and bulimia. She takes us with her through relationships of abusing behavior and drugs and many more. But she´s not just talking about it. She is talking with us. Reading this book is like a chat with a good friend. It´s like talking with her about your own experiences in a likeable way. A private and personally chat between two good friends. And this is exactly why I love this book so much. 

I liked Lily Collins a lot, she always was a good inspiration. But since I read "Unfiltered" I love her. Reading this book opened a lot of hidden problems in my own past. And it made me thinking about it. As you might know, I´m in therapy for a while, so the book didn´t triggered me anyhow, but it was great to read that there are other people with the same problems. Sometimes I even had the feeling to read my own diary. There were so many similarities it was hard to believe... This book opened my eyes. It remembered me to trust in myself. It showed me, that I am able to love myself and that I deserve the best. 

All over the book I had the feeling, that Lily didn´t wrote it to tell her own story, but more to inspire, encourage and help others who are maybe as well struggling. This makes it even more amazing. Reading and battling with the same issues made me feel less alone and this is so important! 

The book is written in a very emotionally way which makes it really personally. The chapters are short and every one is telling a different story about her life. The writing style of Lily is easy to read and as well beautiful at the same time. I loved every single word and every single chapter!

Throughout the book you can find many photos, Lily has chosen by herself. This makes the book even more personal. Before every chapter there is a nice quote of it.
Lily talks very openly about her past and is pretty honest and sincere. But actually there are many things to laugh about as well! There are many serious and important topics, but as well parts where you can laugh and hope with the author. It is not completely a serious reading, but a nice and well-written book about a young girl trying to finding her own way in life. 

„Anxieties and issues don´t just disappear if we don´t talk about them. In fact, we can´t fully deal with them if we don´t open up."
p. 152

A book by a truly inspiring and strong young women. I can recommend it to everyone and you don´t even have to be a big fan of Lily Collins. It is really interesting to read and handles many very important topics. Additionally it is written very cute and nicely and while reading you have the feeling of a conversations between two friends. 

„They are the proof that all of our stories matter. They are the proof that sharing our stories is key. It doesn´t matter where we´re from, what we look like, how old we are, or who we love - we all deserve to talk and connect. We all deserve to feel part of something greater. Because we are."
p. 162


Result

I love this book from the bottom of my heart. Lily wrote a very personal book with truly important topics which made me feel less alone. It was amzing reading it and it felt like chatting with a good friend of mine. I won´t stop re-reading it over and over again and I can highly recommend it to all of you, whether you are a big fan or not. 

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Tags: liily collins, unfiltered   (2)
 

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1.250 Bibliotheken, 43 Leser, 19 Gruppen, 104 Rezensionen

fantasy, magie, kvothe, universität, dämonen

Der Name des Windes

Patrick Rothfuss ,
Fester Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.06.2017
ISBN 9783608938159
Genre: Fantasy

Rezension:

Kvothe ist eine Legende. Er gilt als der berühmteste Magier seiner Zeit. Und doch nennt er sich nicht mehr Kvothe. Und anstatt zu zaubern lebt er als Gastwirt unter dem Namen Kote in einem kleinen Dorf. Niemand weiß, wer er wirklich ist - niemand außer Bast, seinem treuen Gefährten. Und dem Chronisten, der eines Tages im Wirtshaus auftaucht und seine Geschichte aufschreiben will. Und so muss Kvothe erneut seine Vergangenheit durchleben und Stück für Stück kommt heraus, was Kvothe durchmachen musste, um zum größten Magier seiner Zeit zu werden - und was ihn in dieses Wirtshaus geführt hat. Doch bis dahin ist es eine lange Geschichte...

Das Buch ist als Geschichte innerhalb einer Geschichte aufgebaut. Kvothe erzählt in seinem Wirtshaus seine eigene Geschichte - das ist die Gegenwart. Die anderen Kapitel sind die erzählte Geschichte - also Kvothes Vergangenheit. Der Autor nutzt dabei einen Schreibstil, der einen denken lässt, man würde tatsächlich in diesem Wirtshaus sitzen und Kvothe lauschen. Er lässt den Protagonisten abschweifen, plaudern und fabulieren, und erzählt dabei in einer bild- und wortgewaltigen Sprache. 
Dadurch hat das Buch aber auch durchaus seine Längen. Es handelt sich hierbei um eine Lebensgeschichte, die sehr detailliert erzählt wird, und neben faszinierenden und interessanten Abschnitten auch durchaus langweilige oder sich wiederholende Phasen hat. Es ist somit kein temporeiches Fantasyabenteuer, bei dem sich immer mehr Spannung aufbaut. 

Gerade zu Beginn des Buches tat ich mir unglaublich schwer, in die Geschichte reinzufinden. Es war mir einfach komplett zu langatmig und insgesamt auch nicht spannend und abwechslungsreich genug. Erst nach 200 - 300 Seiten konnte ich mich langsam mit der Story, der Erzählweise und den Charakteren anfreunden und erst ab da wollte ich auch wissen, wie es weiter geht. Davor war ich sogar zeitweise kurz davor, das Buch abzubrechen und beiseite zu legen... Und das kommt bei mir so gut wie nie vor!

Danach wurde es deutlich besser, jedoch passiert immer noch nicht allzu viel. Bei mir wurde nur schlichtweg die Neugier geweckt und ich wollte wissen, was mit Kvothe und seinen Freunden geschieht und ob er die Chandrian jemals findet. Aber auch hier gibt es noch viele Längen und insgesamt ist die Story häufig sehr eintönig und nicht allzu spannend. Insgesamt war ich auch etwas froh, das Buch endlich beendet zu haben, um mit etwas anderem anfangen zu können. Ich werde sicherlich auch die anderen Bände lesen und hoffe, dass diese spannender und vielseitiger werden, aber erst einmal brauche ich dazwischen ein paar Bücher, die etwas "leichter" zu lesen sind und mehr Spaß machen. Denn obwohl mir das Buch gegen Ende hin doch recht gut gefallen hat, so viel es mir dennoch schwierig, am Ball zu bleiben... 

„Der Tag, an dem wir beginnen, uns Gedanken über die Zukunft zu machen, ist der Tag, an dem wir unsere Kindheit hinter uns lassen."
S. 114

Der Sprachstil hingegen ist wirklich wundervoll. Der Autor kann wundervoll schreiben und besitzt die Gabe, sehr gut zu formulieren und mit Metaphern und Vergleichen nur so um sich zu werfen, ohne dass es albern wirkt. 

Fazit

Erst gegen Ende des Buches hat es mir besser gefallen, davor war mir die Story insgesamt zu langweilig und zu eintönig. Ich hatte mir deutlich mehr erhofft. Der Schreibstil des Autors hingegen ist - abgesehen von den vielen unnötigen Abschweifungen - wirklich angenehm zu lesen.

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184 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

krieg, fuchs, freundschaft, kinderbuch, pax

Mein Freund Pax

Sara Pennypacker , Birgitt Kollmann , Jonathan Klassen
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737352307
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Peter kann es immer noch nicht fassen. Er musste seinen besten Freund zurücklassen und zu seinem Großvater ziehen, weil der Krieg kommt und sein Vater weggeht. Und nachdem die ersten Tränen und die Wut etwas verflogen sind, wird Peter klar, dass sein bester Freund in großer Gefahr ist. Denn Pax ist ein zahmer Fuchs, der von Peter gerettet und aufgezogen wurde. Er kennt sich nicht in der Wildnis aus, er kann nicht jagen und nicht für sich selbst sorgen. Und Peter weiß, dass er Pax nicht alleine lassen kann, er muss ihn finden. Mal abgesehen davon kann er sich schlicht kein Leben ohne seinen besten Freund vorstellen... also begibt er sich auf eine gefährliche und lange Reise, immer in der Hoffnung, seinen Freund wiederzufinden...

Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven geschrieben: die von Peter, dem Jungen, und die von Pax, dem Fuchs. Dadurch wird die Story nie langweilig und man bekommt einen guten Einblick in die Gefühlswelt des Jungen und auch in das neue Leben von Pax. Ich fand es wunderschön, wie die Lebensweise von Füchsen in die Story mit eingebaut wurden. Das macht vor allem die Kapitel von Pax besonders lesenswert und interessant. 

Besonders schön ist auch die poetische Sprache der Autorin. Sie macht das Buch zu etwas ganz besonderem. Dennoch ist es einfach zu lesen und auch für Kinder verständlich. 

Die kleinen, schwarzweißen Illustration runden die Story schön ab, man wünscht sich jedoch durchaus mehr davon. 

Die Geschichte selbst ist durchaus harter Tobak. Manchmal war man überrascht, dass man wirklich ein Kinderbuch liest. Die Themen Freundschaft und Liebe sind zwar ein großer Part des Buches, doch all das wird dominiert vom Krieg, der immer mehr Einzug in das Leben der beiden hält. Und mit dem Thema Krieg kommt auch der Tod, Verletzungen, Verstümmelungen, das Verlassen werden und ähnliches. Also durchaus düstere Themen für ein Kinderbuch. Ab welchem Alter es für Kinder geeignet ist, muss wohl jedes Elternteil selbst entscheiden, je nachdem wie sensibel das Kind ist. Man sollte jedoch mit einigen Tränen rechnen und darauf gefasst sein, mit Kindern über Tod und Krieg zu sprechen... Also nicht unbedingt ein Buch, welches sich für eine schöne Gute-Nacht-Geschichte eignet! Denn genau das hatte ich aufgrund des Titelbildes eigentlich erwartet ...

„Ich habe keinen Zauberspruch für dich, der dir den Weg weist. Das hier ist deine Reise, nicht meine. Doch wo wir gerade dabei sind: Eine Karte habe ich tatsächlich für dich." Viola löste eine von der Pinnwand und gab sie Peter. "Da steht doch gar nichts drauf." "Noch nicht. Aber auf so einer Reise wirst du schon etwas Passendes finden. Deine eigene Wahrheit, die du ganz allein entdeckst.""
S. 238

Das Ende kam für mich etwas zu schnell und wurde zu kurz und zu schnell abgehandelt. Hier hätte noch ein wenig Ausführlichkeit nicht geschadet, denn ich vermute, dass gerade Kinder damit ihre Probleme haben, so schnell zu verstehen, was geschehen ist oder was das bedeutet... Ein etwas runderes Ende mit etwas mehr Erklärungen wäre toll gewesen!

Fazit

Die Geschichte rund um Peter und Pax ist berührend und tiefgründig, aber auch melancholisch und traurig. Insgesamt wohl eher etwas für ältere, reifere Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Ansonsten ein schönes Buch über eine ganz besondere Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Fuchs, das durchaus lesenswert ist. 

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328 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

märchen, aschenkindel, halo summer, prinz, aschenputtel

Aschenkindel - Das wahre Märchen

Halo Summer
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.12.2016
ISBN 9783959671248
Genre: Fantasy

Rezension:

Claerie Farnflee lebt mit ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern zusammen und erledigt für sie die Drecksarbeit. Seit dem Tod ihres Vaters hat sie nicht mehr allzu viel zu lachen. Dennoch ist das Mädchen sehr lebensfroh, fröhlich - und ja, sogar glücklich. Denn sie lässt sich von ihrer Familie nicht die Laune vermiesen und schafft es, mit unglaublichem Optimismus und ganz viel Humor in die Zukunft zu schauen. Bis sie diesem seltsamen Fremden im Wald begegnet...

Die Geschichte von Cinderella kennt jeder. In diesem Buch wird Aschenputtel neu interpretiert, und zwar auf eine äußerst witzige und charmante Art und Weise. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und witzig - und genau davon lebt dieses Buch. Von dem Sarkasmus, der Ironie, dem Witz, dem Charme, genauso wie von Herz und Gefühl. Eine wirklich tolle Kombination, die zu einem schönen Leseerlebnis führt. Selten konnte ich bei einem Buch so viel lachen. Aber gleichzeitig ist die Story nicht zu oberflächlich, sondern zeigt auch Tiefgang und ist an manchen Stellen auch sehr traurig. 

Einen Schwachpunkt hat das Buch leider - und der ist ziemlich groß. Denn das Ende kam so unglaublich abrupt, dass man nur fassungslos auf den Ebookreader starrt und verzweifelt sucht, ob man nicht irgendwelche Seiten übersehen hat. Es hat leider den Anschein, dass die Geschichte nur ganz schnell zu Ende gebracht werden musste und keine Zeit mehr war für einen würdigen Abschluss. Sehr schade! 

„Es ist die Substanz, die zählt, und darauf wird er bestimmt achten. Er wird mir tief in die Augen sehen und darin etwas erkennen, das ihm bei jeder anderen fehlt. Die persönliche Anziehungskraft ist nicht zu unterschätzen. Wenn es einen durchfährt, weil man einer vertrauten Seele begegnet, nach der man sich sein Leben lang gesehnt hat, dann spielt das Kleid absolut keine Rolle mehr!"

Die Neuinterpretation von Cinderella kann sich durchaus sehen lassen! Voller Witz und Charme erzählt sie die Geschichte, in der Aschenputtel eigentlich doch gar keine Lust auf den Prinzen hat... Genauso wenig wie auf diesen blöden Ball (obwohl der natürlich eine nette Abwechslung zum Schrubben und Kochen ist...) oder überhaupt auf ein Leben, welches geprägt ist von Zwang und nicht mehr von Freiheit, die sie doch so sehr liebt. Also nein, eigentlich will Aschenkindel keinen Prinzen, der kann ihr trost gestohlen bleiben! 

Fazit

Eine witzige, an manchen Stellen beinahe drollige Neuinterpretation von Cinderella, die sich durchaus sehen lassen kann. Eben ein nettes Buch für Zwischendurch. Leider kommt das Ende viel zu plötzlich und wirkt irgendwie lieblos hingeschmissen. Ansonsten fand ich die Story aber wirklich nett und amüsant. Daher aufgerundete 3,5 Sterne.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

wo ist emma

Wo ist Emma?

Steena Holmes
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783548613475
Genre: Romane

Rezension:

Megan ist am Boden zerstört, nachdem ihre jüngste Tochter Emma verschwunden ist. Zuerst glauben sie noch, dass Emma sich verlaufen hat, doch ihre Hoffnung schwindet von Tag zu Tag. Peter vermisst seine Tochter ebenso wie Megan, doch er erkennt, dass seine anderen beiden Töchter ihn brauchen und so entfernt er sich immer mehr von seiner Frau, die beinahe verbittert Emma sucht und nicht aufgeben will. Doch damit setzt Megan nicht nur ihr Eheleben aufs Spiel, sondern ihre gesamte Familie. 

„Du kannst nicht alles ignorieren, Mom. Ich versuche, die Lücke auszufüllen, aber ich bin nur ein Kind."
S. 171

Der Schreibstil der Autorin ist einfach und angenehm zu lesen. Das Buch ist unterteilt in das Leben von Megan und das von Jack. Dadurch ergeben sich verschiedene Blickwinkel, die sehr berühren. Insgesamt ist die Story sehr einfühlsam erzählt und auch ergreifend. Mich in die Protagonistin Megan hineinzuversetzen fiel mir etwas schwer, weil sie zwar alles tut, um ihre Tochter zu finden, aber darüber hinaus den Rest ihrer Familie völlig vernachlässigt und vor allem gegenüber ihrem Mann sehr zickig ist, der doch einfach nur versucht, für seine anderen Töchter da zu sein (die das auch dringend nötig hatten). 
Die Charaktere sind gut beschrieben und bleiben nicht zu oberflächlich. Mir hätte es jedoch besser gefallen, wenn zusätzlich zu Megans und Jacks Sicht auch noch Peter, sowie die beiden Töchter Hannah und Alexis ihre Sicht der Dinge hätten schildern können. Das hätte dem Buch sehr viel mehr Tiefe verliehen. 

Ich konnte das Ende schon recht früh vorherahnen - und lag damit auch größtenteils richtig. Das nimmt leider etwas die Spannung. An manchen Stellen ist das Buch auch leider etwas langatmig und es fehlt die Spannung. Man hätte aus diesem spannenden und entsetzlichen Thema mehr machen können. 

Fazit

Eine nettes Buch für zwischendurch, welches leider an manchen Stellen zu wenig Tiefgang hat und zu vorhersehbar ist. Ansonsten nett geschrieben aus verschiedenen Perspektiven, was mir gut gefallen hat. 

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2.217 Bibliotheken, 71 Leser, 8 Gruppen, 196 Rezensionen

london, magie, fantasy, krimi, geister

Die Flüsse von London

Ben Aaronovitch , Karlheinz Dürr
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.2012
ISBN 9783423213417
Genre: Fantasy

Rezension:

Peter Grant hatte eigentlich andere Pläne, doch seine Karriere bei der Metropolitan Police steht auf wackligen Beinen. Statt zur Kriminalabteilung zu kommen soll er zur CPU - der Abteilung, die für all den Papierkram verantwortlich ist! Das gefällt Peter so gar nicht, vor allem da seine Freundin und Kollegin Lesley zur Mordkommission geschickt wird. Doch dann begegnet er einem Geist - und anstatt dass er für verrückt erklärt wird, stellt ihn Inspector Nightingale prompt als Lehrling ein. Aber nicht irgendein Lehrling, nein! Als Zauberlehrling! 
Und ab da nimmt alles seinen Lauf. Sie haben eine Leiche ohne Kopf, einen Familienvater, der plötzlich durchdreht, eine Familie aus Vampiren und Mama Themse und Papa Themse, die sich gegenseitig nicht ausstehen können und um einen Fluss kämpfen... 

Die Geschichte ist komplex und kompliziert und auch etwas verwirrend, aber einfach gut. Der Schreibstil von Ben Aaronovitch ist einzigartig und sehr detailliert. Ich war leider, leider noch nie in London, aber ich glaube es ist toll, wenn man die Orte wiedererkennt, an denen man selbst schon war! Der Autor beschreibt alle Orte sehr genau und man merkt einfach, dass er selbst dort aufgewachsen ist. Anfangs muss man sich erst an diesen Schreibstil gewöhnen, denn es wirkt etwas langatmig und - naja, einfach besonders. Nach einer Weile gewöhnt man sich jedoch daran und findet diese Art und Weise des Schreibens sogar als sehr gut und schlicht passend. Man hat das Gefühl, wirklich dabei zu sein und durch die detaillierte Beschreibung läuft die Story wie ein Film im eigenen Kopf ab. Sehr gelungen!

„Feldausrüstung für Gespensterjäger: warme Jacke; Thermounterwösche (extrem wichtig); Thermosflache; Geduld; Gespenst."
S. 37

Die gesamte Geschichte wird aus Sicht von Peter Grant geschildert, der einen mitnimmt in ein London, das etwas magischer ist, als wir immer dachten. Und da er selbst diese Magie erst kennenlernt, lernen auch wir sie Stück für Stück kennen und merken am Schluss, dass doch irgendwie alles anders ist.

Die Geschichte ist alles andere als stereotyp, die Charaktere sind es ebenfalls nicht,e ebensowenig wie der Schreibstil. Also alles in allem ein besonderes Buch. Der Protagonist Peter ist glaubhaft und authentisch, er macht Fehler, ist manchmal zu übermütig und hat einen genialen schwarzen Humor. Ich liebe britischen, schwarzen Humor! Und davon gibt es hier genügend! Insgesamt ist das Buch an vielen Stellen sehr amüsant und konnte mich oft zum Lachen bringen, in anderen Situationen geht es dann spannend und mysteriös zu. Eine gelungene Abwechslung! 

„Also gibt es wirklich Magie", sagte ich. "Und Sie sind ... was denn nun?" 
"Ein Zauberer." 
"Wie Harry Potter!" 
Nightingale seufzte. "Nein, nicht wie Harry Potter." 
"Wieso nicht?" 
"Ich bin schließlich keine fiktive Romanfigur", antwortete er.
S. 59


Alle Charaktere sind detailliert beschrieben und haben ihre Ecken und Kanten, das macht sie sehr realistisch und glaubwürdig. Auch die magischen - und zugegeben häufig etwas skurrilen - Wesen sind gut beschrieben. 

Ganz wichtig bei diesem Buch ist es jedoch, gut aufzupassen! Es ist keine Story, die man so nebenbei lesen sollte, denn dann verpasst man viele kleine Details, die aber elementar zur Aufklärung sind! Alle Puzzleteile gehören irgendwie zueinander und wenn man eines vergisst, dann ergibt die Story keinen Sinn mehr. Also immer gut aufpassen und mitdenken, denn Die Flüsse von London ist kein Buch zum abschalten und simplen genießen. Viele Fragen bleiben auch am Ende des Buches offen, ich hätte mir zum Beispiel mehr Informationen zu Molly gewünscht und an manchen Stellen war ich mir dann auch nicht ganz sicher, ob ich das alles jetzt richtig verstanden habe... Aber da es mehrere Bände rund um Peter Grant gibt, könnte es ja sein, dass all diese Fragen dort geklärt werden. 

Fazit

Eine interessante und spannende Geschichte, die mit detaillierten Beschreibungen und viel schwarzem Humor aufwarten kann. Wichtig ist es jedoch, immer gut aufzupassen, um die ganzen Details zu bemerken, die man später braucht, um die Story zu verstehen. Ich bin gespannt, wie es mit Peter Grant weitergeht und werde sicher auch die anderen Bücher lesen. 

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494 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

spiegelsplitter, ava reed, magie, fantasy, elemente

Spiegelsplitter (Die Spiegel-Saga 1)

Ava Reed
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.10.2015
ISBN 9783551300447
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Caitlin ist 17 und eigentlich ein ganz normales Mädchen. Seit dem Tod ihres Vaters lebt sie zusammen mit Erin in Irland, da sie ihre Mutter nie kennengelernt hat. Neben der Schule arbeitet sie in einem Buchladen und ist eigentlich insgesamt ganz zufrieden mit ihrem Leben. Sie hat sich längst damit abgefunden, dass sie ihr Spiegelbild nicht sehen kann, auch wenn Spiegel nach wie vor eine große Faszination auf sie ausüben. Doch dann ändert sich ihr Leben schlagartig, als sie den seltsamen Finn kennenlernt und sie entdecken muss, dass ihr Leben nicht so normal ist wie gedacht. Und dass da draußen Dinge schlummern, die nur darauf warten, sie in Gefahr zu bringen...


„Die gute Nachricht: ich war nicht verrückt. 
Die schlechte Nachricht: normal war ich auch nicht."

Die Story fesselt einen sofort und Caitlin wächst einem ebenfalls ans Herz. Die Autorin gibt sich sehr viel Mühe, Caitlin und ihre Umgebung zu beschreiben. Man hat dadurch das Gefühl, wirklich dabei zu sein - besonders in Aidans Buchladen. Man merkt, wie sehr die Autorin Bücher liebt. Die Protagonistin ist sehr sympathisch, aufgeweckt, neugierig und ein bisschen tollpatschig. Finn kann man anfangs nicht genau einschätzen, doch im Laufe der Geschichte bekommt auch er mehr Tiefe. Auch die anderen Charaktere sind wundervoll und detailliert beschrieben und man möchte gerne mehr von ihnen erfahren!


Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, einfach, aber dennoch schön. Die Geschichte wird in zwei Perspektiven erzählt: die von Caitlin und die von Finn. Größtenteils fand ich das auch sehr schön, allerdings gab es dadurch auch viele Wiederholungen, die einen auf Dauer ein wenig langweilen können und das Ganze etwas langatmig machten. Hier wäre ein bisschen weniger mehr gewesen. Gerade zum Ende hin, wenn es immer spannender wird, war es beinahe enttäuschend, eine Wiederholung lesen "zu müssen", weil man doch viel lieber wissen wollte, wie es weiter geht, anstatt die gleichen Ereignisse noch einmal zu lesen nur aus einer anderen Perspektive. Mit weniger Wiederholungen hätte ich den Perspektivenwechsel aber wirklich toll gefunden! 

Die Story enthält viele verschiedene Fantasyelemente und viele Wesen, die einen Anfangs vielleicht ein bisschen überfordern können. Allerdings fand ich mich recht schnell gut in dieser Welt zurecht und es machte mir großen Spaß immer wieder neue Wesen zu entdecken - und der Frage nachzugehen: Wer ist böse? Wer nicht? 
Der Spannungsbogen konnte durchweg aufrecht erhalten werden - mit Ausnahme von den vielen Wiederholungen. Insgesamt habe ich das Buch dann viel zu schnell durchgelesen und fand es schade, dass es zu Ende war. 


Band 2 ist ebenfalls erhältlich und ich freue mich, ihn bald zu lesen und zu erfahren, wie es mit Caitlin und Finn und all den anderen weiter geht! 

Fazit
Ein schöner, spannender, charmanter und romantischer Fantasyroman mit vielen Ideen und einer guten Umsetzung. Nur die vielen Wiederholungen durch die Perspektivenwechsel haben den Lesefluss doch etwas gestört und machten die Story an manchen Stellen etwas langatmig. Dennoch konnte das Buch überzeugen und ich freue mich, bald die Fortsetzung lesen zu können!


http://lucciola-test.blogspot.de/2017/07/books-ava-reed-spiegelsplitter-die.html

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209 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

maggie stiefvater, fantasy, jugendbuch, wo das dunkel schläft, liebe

Wo das Dunkel schläft

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583319
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Blue und ihre Freunde haben es geschafft, Blues Mutter nach Hause zurück zu bringen, doch das Grab von Glendower ist immer noch nicht aufzufinden. Doch die Zeit drängt, denn Cabeswater scheint zu zerfallen und zerstört dabei alles, was ihm zu nahe kommt. Und dan ist da immer noch die Gefahr von Blues Kuss, der ihre wahre Liebe töten wird...

Nach dem letzten Band konnte ich es kaum erwarten, wie die Geschichte zu Ende geht und so war es natürlich selbstverständlich, dass ich das Buch sofort las, nachdem es erschienen war. Es ist noch nicht allzu lange her, dass ich den Band 3 gelesen habe, daher fiel mir der Einstieg recht leicht. Durch die vielen Einzelheiten und Details könnte es jedoch empfehlenswert sein, die vorigen Bücher, oder zumindest den letzten Band, erneut zu lesen, sofern etwas mehr Zeit dazwischen verstrichen ist. 

Maggie Stiefvaters Schreibstil ist auch hier wieder etwas Einzigartiges. Unvergleichlich, sehr bildlich und einfach wunderschön. Die Story ist abwechslungsreich, hat viele traurige Szenen, aber auch viele, bei denen man Schmunzeln oder Lachen muss. Eine angenehme Mischung. Die Hauptcharaktere und auch die vielen Nebencharaktere können wieder wunderbar überzeugen mit ihrer Eigensinnigkeit und ihren Ecken und Kanten. Immer wieder gibt es neue Erkenntnisse, viele Wendungen und neue Situationen, sodass es nie langweilig wird. Allerdings hat das Buch auch seine Längen, die jedoch durch die faszinierenden Protagonisten und den liebevoll  ausgearbeiteten Details größtenteils ausgeglichen werden. Es ist toll, wie hier einfach alles irgendwie zusammenhängt und am Ende alles ein großes Ganzes ergibt. Toll fand ich auch, dass die Liebesgeschichten zwar eine Rolle spielen, aber sich nie in den Vordergrund drängen. Daher ist und bleibt die gesamte Reihe zwar eine wunderschöne Liebesgeschichte, aber vordergründig eben doch ein Mysterium über Freundschaft und Hoffnung, Familie und Zusammenhalt. Die neu eingeführte Liebesbeziehung ist einfach wunderbar romantisch und süß und ließ mich immer mit einem Lächeln zurück! Grandios! (Wer das Buch gelesen hat, weiß sicher, von wem ich spreche...)


Die Schilderung durch verschiedene Perspektiven passt hier wunderbar. Das Ende ist größtenteils stimmig und beendet die Reihe beinahe überzeugend und gelungen. Viele Fragen bleiben jedoch dennoch offen. Dennoch eine überzeugende Geschichte, die ich gerne wieder lesen werde. 

Fazit
Eine magische, mystische und spannende Geschichte über Freundschaft, Hoffnung, Familie, Abenteuer und die Liebe. Trotz einiger Längen und ein paar offenen Fragen am Ende kann Maggie Stiefvater erneut überzeugen und hinterlässt uns damit 4 wundervolle Bücher rund um die Raven Boys, die ich gerne wieder lesen werde. 

Und damit Bye, Bye Raven Boys und bis zum nächsten Mal! 
http://lucciola-test.blogspot.de/2017/05/books-maggie-stiefvater-wo-das-dunkel.html

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Tags: maggie stiefvater, raven boys, wo das dunkel schläft   (3)
 

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409 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 113 Rezensionen

liebe, homosexualität, anne freytag, jugendbuch, freundschaft

Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sophie ist absolut nicht einverstanden mit dem Umzug von ihrer Heimatstadt Hamburg nach München. Sie will zurück in ihr altes Leben, in dem es nur sie und ihren Vater gab. Doch jetzt ist da noch Lena. Und Leon und Valentin und Carlos. Ihre neue Familie. Doch davon will Sophie nichts wissen, denn sie will sich nicht an diese neue Stadt gewöhnen und auch nicht akzeptieren, dass sie nun Teil einer größeren Familie ist. Und dann lernt sie Alex kennen, das Mädchen aus dem Nachbarshaus und Sophies Leben stellt sich völlig auf den Kopf...

Die Protagonistin ist sehr eigensinnig, sturköpfig und pubertär. Klar, sie ist ja auch 17. Oftmals ist sie wirklich unausstehlich und geht mit den Menschen in ihrer Umgebung wirklich mies um, vor allem mit Lena, ihrer neuen "Stiefmutter", die sich wirklich Mühe gibt, ihr das Leben einfach zu machen. Sie ist also nicht gerade die klassische Sympathieträgerin, aber sie war gut und vielschichtig dargestellt und beschrieben. Wie alle anderen Charaktere der Autorin hat sie Ecken und Kanten und lässt sich nicht in eine simple Schublade einsortieren. Sie hat Fehler, die man nicht gut heißen muss, die aber nunmal menschlich sind. Besonders in der Pubertät...

Die Denkweise von Teenagern ist meiner Ansicht nach super dargestellt und sehr realistisch. Immerhin heißt es nicht umsonst, dass man während der Pubertät eine "Baustelle im Kopf" hat, man kann einfach nicht immer logisch denken und macht Dummheiten und verhält sich bescheuert. Das haben wir alle. Und zum Glück wächst man irgendwann da raus und wird wieder "normal" ;) Die Versagensängste von Sophie, der Leistungsdruck, ihre Einsamkeit, die Suche nach sich selbst, das Ablösen von den Eltern - und das gleichzeitige Bedürfnis nach Liebe von ihnen - das alles ist realistisch und gut beschrieben und sehr authentisch. Ich hab mit Sophie gelacht und geweint, war wütend und traurig und zickig. Anne Freytag schafft es, den Leser mit den Personen fühlen zu lassen, und das obwohl die Charaktere allesamt keine typischen Sympathieträger und perfekten Protagonisten sind. Im Gegenteil. Aber genau das macht die Sache authentisch. 

Sehr schade fand ich die Darstellung von Fremdgehen - das wird einfach als viel zu normal und als in Ordnung dargestellt. Fremdgehen ist schlichtweg niemals in Ordnung. Punkt aus. Für mich gibt es da nichts zu diskutieren und finde es sehr schade, dass in diesem Buch beinahe jeder fremdgeht und es dadurch beinahe alltäglich und eben normal wird. 


Der Schreibstil von Anne Freytag ist wunderschön und einfach zu lesen. Sie erzählt in vielen, wundervollen Metaphern, die das Leseerlebnis sehr steigern und einfach Spaß machen. Anne Freytag kann wirklich wundervoll schreiben! Durch die bildhafte Sprache hat man gleich beim Lesen einen "Film im Kopf" und fühlt mit den Figuren mit. Die Geschichte ist aus der Perspektive von Sophie geschrieben, dadurch bekommt man einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. 

Die Entstehung der Freundschaft und Beziehung zwischen Sophie und Alex ging mir teilweise zu schnell und zu unreflektiert. Die Erlebnisse der beiden sind toll geschildert und die beiden sind einfach süß zusammen, aber irgendwie hat da trotzdem etwas die Tiefe gefehlt. Ein Großteil meines Freundeskreises ist lesbisch oder schwul und sie alle haben eine lange Odyssee hinter sich, bis sie sich selbst darüber im Klaren wurden und vor allem bis sie es akzeptieren konnten. Und bis sie sich getraut haben, es ihrer Familie oder ihren Freunden zu sagen verging noch viel mehr Zeit. 
Insgesamt wurde das Thema Outing hier viel zu wenig angesprochen und zu schnell abgehandelt. So etwas passiert nicht in zwei Zeilen und dann ist alles in Ordnung und jeder akzeptiert es und findet es gut - meistens läuft es leider ganz anders ab. Ich kenne viele, die von ihren Familien regelrecht verstoßen wurden oder die sich nur langsam wieder mit ihren Eltern aussöhnten. Oftmals hat es Jahre gedauert, bis die Eltern es einigermaßen akzeptiert haben. 
Hier wurde leider viel Potential verschenkt und eine große Chance vergeben, die Problematik darzustellen, mit der Homosexuelle leider bis heute zu kämpfen haben. Das ist sehr schade, aber vielleicht ist es ein Anfang. Vielleicht ist es einfach das erste Buch seiner Art von einer deutschen Autorin und es werden weitere folgen. Autoren oder Autorinnen, die sich mehr trauen und reflektierter mit dem Thema umgehen. Die tiefer graben und weniger auf Klischees geben. Also vielleicht war dieses Buch einfach nötig, um den ersten Schritt zu tun. 


Fazit

Trotz einiger Schwächen hat mir das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist fantastisch und die Denkweise von Teenagern ist sehr authentisch wiedergegeben. Leider wurde beim Thema Outing viel Potential verschenkt, da es zu schnell abgehandelt wurde. Ein bisschen mehr Problematik beim Erkennen der eigenen Sexualität, der Herausforderung der Akzeptanz, des Outings und der Nicht-Akzeptanz der Gesellschaft hätte hier nicht geschadet und aufgezeigt, wie schwierig es bis heute für die LGBT-Community ist. 


http://lucciola-test.blogspot.de/2017/05/books-anne-freytag-den-mund-voll.html

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Tags: anne freytag, den mund voll ungesagter dinge, jugend, lgbt   (4)
 

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269 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 44 Rezensionen

dämonen, jeaniene frost, fantasy, engel, dämonenasche

Broken Destiny - Dämonenasche

Jeaniene Frost , Ira Panic
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.08.2015
ISBN 9783956492150
Genre: Fantasy

Rezension:


Ivy glaubt langsam, dass sie verrückt wird. Sie sieht Dinge - Welten -, die andere nicht sehen. Dunkle Schatten und Wesen, doch niemand glaubt ihr. Verliert sie den Verstand? Doch dann verschwindet ihre Schwester Ivy und ihre Eltern, die sich auf die Suche nach ihrer Tochter begaben, sterben. Was geht hier vor sich? Und wer ist dieser Adrian, der ihr einerseits das Leben rettet und gleichzeitig ständig betont, dass man ihm nicht trauen kann? 


Eine Geschichte zwischen Himmel und Hölle. Engel, Dämonen, wilde Kreaturen - und eine wunderbare Liebesgeschichte. Jeaniene Frosts Schreibstil ist flüssig, spannend, witzig, traurig und einfach zu lesen. Es wird nie langweilig und ich konnte mich sehr gut in die Geschichte einfinden. Und das, obwohl ich eigentlich absolut nichts am Hut habe mit Engeln und der Vorstellung von Himmel und Hölle und Gott... 


Ich kenne die anderen Bücher der Autorin nicht, daher hatte ich auch keine besonderen Erwartungen an das Buch. Von Anfang an konnte Jeaniene Frost mich in den Bann ihrer neuen Geschichte ziehen: detaillierte Figuren, die nie zu langweilig werden, spannende Geschichten, Wendungen, die man nicht immer voraussieht und viele, viele Gefühle. Mal musste ich laut lachen und mal weinen. Mal habe ich den Atem angehalten vor Spannung und dann wieder weil ich auf den ersten Kuss hoffte. 


Ivy kam mir anfangs extrem naiv vor. Sie ist überfordert mit der ganzen Sache, flippt aber irgendwie trotzdem nicht aus - zumindest nicht in den Momenten, in denen sie ausflippen sollte. Sie vertraut Adam einfach mal, obwohl er sie ständig bedroht und gefesselt auf dem Rücksitz seines Autos entführt...Vielleicht macht Liebe ja doch blind ;) Aber Ivy entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter und wird zu einer mutigen und starken Person. 


fazit


Ein gelungener Auftakt in eine neue Fantasy-Serie. Ein angenehmer Schreibstil und eine Story, die einen zum lachen und weinen bringt und nie langweilig wird. Sehr empfehlenswert für alle Fantasyliebhaber! Ich erwarte mit Spannung den nächsten Band der Reihe :) 


http://lucciola-test.blogspot.de/2015/10/books-jeaniene-frost-broken-destiny-1.html

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Tags: broken destiny, dämonenasche, fantasy, jeaniene frost   (4)
 

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1.026 Bibliotheken, 16 Leser, 3 Gruppen, 180 Rezensionen

dämonen, liebe, dark elements, fantasy, gargoyles

Dark Elements 2 - Eiskalte Sehnsucht

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.02.2016
ISBN 9783959670043
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nachdem Roth sich geopfert hat, ist Layla völlig verzweifelt. Wie soll sie diesen Verlust überstehen? Halt findet sie nur bei ihrem besten Freund Zayne - und dabei kommen sich die beiden wieder näher. Und plötzlich taucht Roth wieder auf! Doch nichts ist wie Vorher - sein Verhalten ist anders und es tauchen Gefahren auf, die alles andere in den Schatten stellen.


Wie habe ich Band 1 verschlungen! Und Band 2 ist ebenfalls sehr gut gelungen. Die Ereignisse gehen nahtlos über, es bleibt spannend und wird nie langweilig oder langatmig. Es wird jedoch sehr viel Wert auf die Dreiecksbeziehung zwischen Layla, Roth und Zayne gelegt - mehr als im vorigen Band. Das fand ich einerseits gut, da man einfach keine Ahnung hat, für wen sich Layla letztlich entscheiden wird, aber andererseits würde ich die Protagonistin gerne an den Haaren herbeiziehen, kräftig schütteln, um sie dann anzubrüllen: "Entscheide dich endlich mal!" Herrje, kann ja nicht so schwer sein... Du kannst sie nunmal nicht beide haben! 


Der Schreibstil der Autorin gefällt mir richtig gut. Er ist einfach zu lesen, fesselnd und mit vielen unerwarteten Wendungen! So wird die Story nie langweilig und gerade das Ende hab ich so wirklich nicht erwartet! 


fazit


Wieder ein durchaus gelungenes Buch von Jennifer L. Armentrout. Bisher konnte mich diese Autorin wirklich immer überzeugen! Wird definitiv nicht das letzte Buch von ihr gewesen sein, welches ich lesen werde! Sowohl dieses, als auch alle anderen (Band 1 oder auch die Obsidian-Reihe) sind absolut empfehlenswert! 


http://lucciola-test.blogspot.de/2016/04/books-jennifer-l-armentrout-dark.html

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Tags: dark elements, eiskalte sehnsucht, fantasy, jennifer l. armentrout   (4)
 

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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

krimi, günther klößinger, schnee von gestern und vorgestern, komplexe handlung

Schnee von gestern ...und vorgestern

Günther Klößinger
E-Buch Text: 616 Seiten
Erschienen bei epubli GmbH, 11.12.2014
ISBN 9783737520829
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Lustigerweise ist "Schnee von gestern ... und vorgestern" der zweite Teil einer Reihe. Der erste Teil wird demnächst erscheinen. Dennoch hat man keinerlei Probleme, in das Buch hineinzufinden!


Der Schreibstil ist sehr humorvoll und zur gleichen Zeit detailliert. Der Autor legt sehr viel Wert auf die kleinen Details, die einem im eigenen Leben vielleicht gar nicht auffallen würden. Doch gerade das macht das Lesevergnügen hier auch aus - denn der Autor schafft es gleichzeitig, trotz der großen Detailliebe - die Spannung immer aufrecht zu erhalten. 


Ich muss zugeben, das Buch war für mich keine "schnelle Nummer". Kein Buch, das ich angefangen und sofort zu Ende gelesen habe. Ich hatte gesundheitliche Probleme und wollte in dieser Zeit oft etwas leichtere Kost lesen, demnach hat mich das Buch jetzt über Monate begleitet. Immer wieder habe ich darin gelesen, wenn mir danach war. Und immer wieder habe ich - trotz längerer Pausen - problemlos in die Welt der Familie Prancock zurückgefunden. Das Buch ist lang und durch die vielen Handlungsstränge sehr komplex, die Handlung ist geradezu erschreckend aktuell - obwohl das Buch schon vor längerer Zeit geschrieben wurde - und genau all das macht das Buch zu etwas so Besonderem. Wir haben hier einfach alles. Ausländer, Flüchtlinge, Geheimdienste, Nazi-Vergangenheit, Anschläge auf Flüchtlinge oder auf Menschen, die ihnen helfen. Das alles kann man problemlos in die heutige Zeit versetzen...


An der Geschichte selbst habe ich somit absolut nichts zu bemängeln! Ein herausragend erzählter Krimi mit einer wirklich außergewöhnlichen Schreibart und Geschichte. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dennoch - jedoch nicht an der Story selbst. Das Taschenbuch ist deutlich größer als die normal üblichen Bücher. Dadurch ist es sehr schwer, die Seiten sind breiter, die Ränder schmäler und der Zeilenabstand geringer. Das macht es leider manchmal schwierig, über einen längeren Zeitraum zu lesen. Vielleicht ist hier die ebook-Variante doch die bessere Wahl. Außerdem sind die Kapitel wirklich sehr, sehr, sehr lang. Ich mag es gerne, ein Kapitel zu Ende zu lesen, bevor ich das Buch weglege, um zum Beispiel schlafen zu gehen. Das ist hier so gut wie unmöglich, was ich etwas schade finde. Das wars aber auch schon mit den Negativpunkten: Mit einem anderen Layout bzw. einer anderen Größe und etwas kürzeren Kapiteln wäre das Buch in meinen Augen perfekt! 


fazit


Der absolut perfekte Mix aus Witz, Spannung, Humor, Geschichte und Aktualität! Ich kann "Schnee von gestern ... und vorgestern" von Günther Klößinger jedem ans Herz legen, der seinen Spaß an Krimis und aktuellen Geschehnissen hat. Vielen, vielen lieben Dank, Günther, für das Rezensionsexemplar, an dem ich sehr viel Freude hatte! Und jetzt freue ich mich auf "Blüten aus Babylon!"


http://lucciola-test.blogspot.de/2016/06/books-gunther-kloinger-schnee-von.html

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590 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

harry potter, fantasy, schmuckausgabe, hogwarts, zauberei

Harry Potter und der Stein der Weisen

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz , Jim Kay
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 06.10.2015
ISBN 9783551559012
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Wow. Wow. Einfach nur Wow. Ich liebe Harry Potter, aber mit diesen Illustrationen wird es sogar noch besser! Die Bilder sind unglaublich detailliert und man entdeckt jedes Mal neue Dinge. Sie sind einfach wundervoll. Diese Illustrierte Edition bringt die Magie zurück! Auch wenn man die Story schon kennt (klar, hab das Buch ja nur hundert Mal gelesen ^^), war ich total aufgeregt und habe gespannt auf mein Buch gewartet. Die Illustrationen von Jim Kay sind prachtvoll und passen perfekt zu den Worten Rowlings. Die Bilder sind in verschiedenen Größen, manche sind ganz klein, andere gehen über zwei Seiten hinweg! Jede einzelne Seite ist voller Überraschungen und purer Magie. Ich kann gar nicht erwarten, die zweite Illustrierte Edition in den Händen zu halten! 


Ich glaube nicht, dass ich noch irgendetwas über den Inhalt der Geschichte erzählen muss... Ich bin ein totaler Potterhead und kann mir gar nicht vorstellen, dass es Menschen da draußen gibt, die Potterbücher nicht kennen. 
Also wird dieser Teil des Reviews klein.
Harry Potter ist ein normaler Junge. Oder doch nicht? Er wächst bei seinem Onkel und seiner Tante auf, da seine Eltern starben, als er noch ein Baby war. Sein Leben ändert sich grundlegend an seinem 11. Geburtstag, als ein riesiger Mann einbricht und dem kleinen Harry erzählt, dass er ein Zauberer ist.  Und da beginnt das Abenteuer. Harry darf nach Hogwarts gehen, einer Zaubererschule mit dem besten Schulleiter aller Zeiten: Albus Dumbledore. Aber bald muss Harry mit einigen Problemen zurechtkommen. Kann Harry sie lösen? Kann er mithilfe seiner Freunde Ron und Hermine die Lösung finden?


fazit


Das ist das schönste Buch, welches ich je gelesen habe. Die prächtigsten Bilder. Und natürlich die beste Geschichte überhaupt. Besonders für diejenigen unter euch, die noch kein Harry Potter Buch besitzen - kauft euch diese Edition! Sie ist wunderschön, inspirierend, wundervoll, bunt - prächtig! Und für alle, die bereits die alten Bücher besitzen - so wie ich - wenn ihr erneut die Magie von damals verspüren wollt, dann kauft es euch. Es ist einfach ein großartiges Buch - zum lesen und zum anschauen. So prächtig - ihr werdet es nicht bereuen! 


http://lucciola-test.blogspot.de/2016/07/books-harry-potter-und-der-stein-der.html

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Tags: harry potter, harry potter und der stein der weisen, jim kay, j. k. rowling   (4)
 

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amoklauf, trauer, jugendbuch, es wird keine helden geben, liebe

Es wird keine Helden geben

Anna Seidl ,
Buch: 256 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.01.2016
ISBN 9783841504029
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Kann das wirklich wahr sein? Ein Amoklauf? An ihrer Schule? Passiert das sonst nicht immer nur in Amerika? Für Miriam wird dies bittere Realität und sie erfährt, dass man als Überlebender sehr viel mehr verlieren kann. 


Die Geschichte ist sehr packend geschrieben und ich hatte das Buch in einem Tag durch. Es ist traurig, erschütternd, gnadenlos ehrlich, manchmal witzig, voller Trauer und auch voller Hoffnung. Ein Buch über das Leben und die Verzweiflung. Über Trauma, Freundschaft und Liebe. Macht es überhaupt Sinn, weiterzuleben? Kann man als Überlebende wirklich überleben? 


Die junge Autorin (16 bei diesem Debüt) schafft es auf beeindruckende Weise, den Leser zu fesseln und mit in das Gefühlschaos zu stürzen. Für Jugendliche ein tolles Buch, welches sehr einfach geschrieben ist und zum Nachdenken anregt. 


Das Thema Mobbing ist sehr aktuell und auch ich musste damit viele Erfahrungen in meiner Schulzeit machen. Ich konnte daher sehr gut nachvollziehen, wie sich der spätere Täter wohl gefühlt haben muss. Bei Miriam hingegen tat ich mir damit etwas schwer. Sie weiß zwar, was sie getan hat und die Erinnerungen werden in Rückblicken gezeigt, doch oft spielt Miriam das herunter und bereut nur oberflächlich. Vielmehr bemitleidet sie sich selbst. Ein bisschen Verständnis kommt auch für den Täter in ihr auf, doch das kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz. Die Tragweite des Geschehens, der tragische Hauptgrund, warum es überhaupt zu dem Amoklauf gekommen ist, wird zu oberflächlich behandelt und hätte doch etwas mehr Tiefe nötig gehabt. 


fazit


Ein gutes Jugendbuch, welches in der Hintergrundgeschichte jedoch etwas zu kurz kommt. Etwas mehr Tiefe in Bezug auf Mobbing hätte ich mir gewünscht, dann wäre das Buch sehr gut. So fehlt mir einfach etwas... Da ich selbst ein Mobbingopfer war, kommt mir Miriam sehr oberflächlich und gemein vor, ich konnte nur selten Sympathien für sie empfinden. Daher gebe ich dem Buch Punkte Abzug. Da die Autorin gerade einmal 16 war, reicht es für knappe 4 Herzen. 


Für Jugendliche, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen jedoch ein guter Einstieg. Für alle anderen: Lest "19 Minuten" von Jodi Picoult (eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe!) oder "Wir müssen über Kevin reden" von Lionel Shriver (sehr tiefgründig und aufwühlend).


http://lucciola-test.blogspot.de/2016/07/books-anna-seidl-es-wird-keine-helden.html

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Tags: anna seidl, es wird keine helden geben   (2)
 

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854 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 124 Rezensionen

harry potter, hogwarts, magie, theaterstück, fantasy

Harry Potter and the Cursed Child

Joanne K. Rowling , Jack Thorne , John Tiffany
Fester Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Little, Brown, 31.07.2016
ISBN 9780751565355
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Neuigkeiten von Harry Potter. Ihr glaubt gar nicht, wie aufgeregt ich war! Ich hatte ja gehofft (oder hoffe immer noch...), dass das Theaterstück gefilmt und als DVD verkauft wird, denn ich würde wirklich gerne sehen, wie die Schauspieler das Skript umsetzen. Vielleicht schaffe ich es ja sogar irgendwann, mal nach London zu reisen und mit den Friday Forty Karten zu ergattern... Wer weiß, wer weiß. Träumen ist ja noch erlaubt, oder? Jedenfalls war ich dann trotzdem sehr gespannt auf das Skript. Und konnte es kaum erwarten, es endlich in den Händen zu halten! Gleichzeitig hatte ich aber auch etwas Angst, es zu lesen, weil ich befürchtete, dass es einfach nicht an "meinen" Harry Potter heranreichen würde und ich zutiefst enttäuscht wäre... Lesen musste ich es aber natürlich trotzdem! Und zwar innerhalb weniger Stunden!


Harry ist gestresst. Sein Job im Ministerium verlangt ihm einiges ab und dann wären da noch seine Kinder... allen voran sein jüngster Sohn Albus. Der ihm doch einige Sorgen macht. Albus hingegen hat schwer zu kämpfen mit dem Ruhm seines Vaters - und dem Ruhm, den er ungewollt dadurch mitbekommt. Und da kommt er auf eine Idee - und verursacht einiges an Chaos! 


Schon nach den ersten Seiten wusste ich: Ja, die Magie ist zurück. Es ist KEIN ROMAN. Es ist ein Skript. Für ein Theater. Es stehen also Regieanweisungen dran und die Dialoge. Es ist kein Roman. Und das scheinen viele nicht zu verstehen. Man sagt ja bei Shakespeares Stücken auch nicht: "Aber das ist ja gar kein Roman *heul*". Dennoch schaffen es die Autoren, Spannung entstehen zu lassen, einen mitzureißen und man kann sich perfekt in die Figuren einfühlen. Das Skript ist spannend, witzig, dramatisch, fesselnd, zum lachen, zum weinen... Einfach magisch! 
Einen bestimmten Plot fand ich etwas ... naja, unvorstellbar. Diejenigen, die es gelesen haben, wissen bestimmt, wovon ich spreche ;) Sich das auch nur vorzustellen ist so...unmöglich :D Aber wer weiß, möglich ist ja alles... Ansonsten ist die Story für mich sehr plausibel und es macht einfach Spaß, alle wieder zu treffen: Harry, Ginny, Hermine, Ron, Professor McGonagall... Hach... Ich würde am liebsten gleich wissen, wie es danach weitergeht. Oder das Skript eben noch mal lesen. Und noch mal. Und noch mal...


fazit


Ein magisches Buch, welches einen erneut in die Welt von Harry Potter eintauchen lässt. Eine Geschichte über Familie, Freundschaft, Liebe, Zukunft, Vergangenheit, Mut und Möglichkeiten. Die Skriptform tut dem Lesespaß keinen Abbruch, die Story bleibt spannend und fesselnd bis zur letzten Seite! Ein absolutes Muss für jeden Harry Potter Fan! 


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Tags: fantasy, harry potter, harry potter and the cursed child, j. k. rowling   (4)
 

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462 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

liebe, trauer, london, jojo moyes, verlust

Ein ganz neues Leben

Jojo Moyes , Karolina Fell
Flexibler Einband: 523 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 31.12.2016
ISBN 9783499270642
Genre: Romane

Rezension:


Da ist er nun also, der Folgeband von "Ein ganzes halbes Jahr". Wie habe ich dieses Buch verschlungen! Band 2 wollte ich genau deswegen erst gar nicht lesen, weil ich der Überzeugung war, dass einfach keine Fortsetzung je an "Ein ganzes halbes Jahr" heranreichen würde. Denn selten konnte mich ein Buch so berühren und tagelang beschäftigen. Durch Zufall habe ich das Buch dann ausgeliehen bekommen und ich habe es dann eben doch gelesen. Mit ziemlich großer Angst.


Lou ist immer noch todtraurig nach dem Verlust von Will. Ihre lebenslustige Art hat sie verloren, sie hängt in einem Job fest, den sie hasst, ihre Wohnung ist langweilig und überhaupt ist ihr Leben kein Leben mehr. Die lebenslustige, sympathische Frau aus Band 1 ist zu einer Frau geworden, die sich vom Kummer auffressen lässt und so langsam verschwindet. Doch dann geschieht etwas völlig unerwartetes, das ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Und so kommt es, dass sich zwei junge Frauen gegenseitig helfen und füreinander da sind, wenn es sonst niemand ist. Und so schöpft Lou langsam neuen Mut und findet Stück für Stück zurück in ihr Leben.


Die Grundgeschichte und auch der Grundton der Erzählung ist völlig anderes als in "Ein ganzes halbes Jahr". Und ja, Will fehlt durchaus, aber dennoch ist er durchweg immer ein bisschen präsent. Das hier ist nicht die herzzerreißende Geschichte, die wir aus dem ersten Band kennen, und doch ist die Story durchweg gelungen. Eine Geschichte voller Trauer, Hoffnung, Verlust, Liebe, Familie, Chaos. Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft. Schlichtweg das Leben. 
Band 1 war sehr emotional und auch hier fehlt es nicht an Emotionen. Sie sind nur etwas subtiler, komplexer und sehr lebensnah. Nicht so dramatisch und mit etwas weniger Tragik. Dennoch bleibt die Geschichte ereignisreich, Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat oder Geschehnisse, die einem den Atem rauben. Es gibt Momente, in denen man laut loslacht, und Momente, in denen man den Tränen nahe ist. Eine gelungene Mischung aus Witz und Tragik, Humor und Ernsthaftigkeit und den Fragen über das Leben.


fazit


"Ein ganz neues Leben" reicht nicht an "Ein ganzes halbes Jahr" heran, aber damit hatte ich auch nicht gerechnet. Dennoch ist es eine durchaus gelungene Fortsetzung, die das Leben bejaht und toll geschrieben ist. Lesenswert! 


http://lucciola-test.blogspot.de/2016/08/books-jojo-moyes-ein-ganz-neues-leben.html

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